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		<title>Projektwiki - ein Wiki mit Schülern für Schüler. - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<updated>2026-05-08T21:19:31Z</updated>
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		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/Gedichtvergleich</id>
		<title>CFS T-Klassen/Wertung und Wirkung von Literatur/Gedichtvergleich</title>
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				<updated>2019-03-26T21:37:00Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Analyse von Goethe, ''Rastlose Liebe'' und Rilke, ''Einsamkeit'' sowie Gedichtvergleich unter dem Gesichtspunkt der dargestellten partnerschaftlichen Beziehungen auf dem Hintergrund der jeweiligen Literaturepochen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Gedichte „Rastlose Liebe“ von Goethe sowie „Einsamkeit“ von Rilke analysieren und diese anschließend unter inhaltlichen und sprachlich-formalen Aspekten vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Rastlose Liebe“, welches von Johann Wolfgang von Goethe verfasst und im Jahre 1776 veröffentlicht wurde, ist ein Gedicht des Sturm und Drangs und thematisiert das Gefühl von Liebeskummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt besteht das Gedicht aus 3 Strophen. Die erste von diesen, 6 Verse umfassend, besteht dabei aus einer Aneinanderreihung von Ausrufen, die durch Akkumulationen gekennzeichnet werden. Sie alle, wie es bereits im ersten Paarreim „Dem Schnee, dem Regen,/ dem Wind entgegen“(V. 1f. ) deutlich wird, gehen dabei mit der Überschrift einher und bringen besonders die Rastlosigkeit zum Ausdruck. Durch die Verwendung des Wortfeldes der Natur, konkreter die Nennung verschiedenster Wetterverhältnisse, wird dabei metaphorisch zum Ausdruck gebracht, wie beständig Liebe ist, oder sogar welch großes Durchhaltevermögen sie besitzt. Somit schaffen die aneinandergereihten Nomen ein Bild von einer ewig währenden Liebe. Auch der daran anschließende Paarreim „im Dampf der Klüfte,/ durch Nebeldüfte“(V. 3f.) beschreibt die Rastlosigkeit noch einmal näher. Auffallend ist an der Aufreihung, auch in Bezug auf den folgenden, dritten Paarreim, dass sich in der gesamten ersten Strophe kein Verb wiederfindet. Dies zeugt davon, dass die Liebe, die hier beschrieben wird, ununterbrochen besteht. Sie ist in diesem Sinne wie ein unabgeschlossener Satz, der immer wieder aufs Neue in einer neuen unvorhersehbaren Aktion mündet. Somit sei Liebe von Dauer und doch nie gleich. Genau diese Rastlosigkeit, die der Titel der Liebe bereits zuteil macht, findet sich dabei auch im zweihebigen Jambus des Gedichts wieder und wird zugleich durch die Paarreime untermalt, die die Zeilen, trotz ihrer Unvollkommenheit, zu einer Gesamtheit zusammen schweißen und somit ein Bild von Dauer bestehen lassen. Inhaltlich wird dies auch noch einmal durch die Repetitio in „immer zu! Immer zu!“(V. 5) deutlich, die abschließend mit dem Ausruf „Ohne Rast und Ruh!“(V. 6) durch das Reimschema verbunden wird. Betrachtet man diese beiden Zeilen im Kontext, so fassen sie gerade das noch einmal zusammen, was die ersten vier Verse auf metaphorische Weise zum Ausdruck bringen. Dabei wird das Bild der Unruhe, das durch die Reihung von Satzteilen geschaffen wird, jedoch nicht gebrochen, sondern weiter gestützt und nur noch einmal tiefgreifender thematisiert, indem die Rastlosigkeit in „Ohne Rast und Ruh!“(V. 6) beim Namen genannt wird. Eben diese Thematik lässt sich dabei in Verbindung zu der Epoche des Sturm und Drangs deuten, in der gerade das Gefühl von Veränderung und Unruhe große Bedeutung hatten und den Alltag der Menschen prägten. In diesem Sinne ist die Liebe, so lebendig wie sie hier im Gedicht betrachtet wird, ein Hinweis auf das Denken der jungen Leute dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe setzt hingegen mit einem Kreuzreim, der sich durch die acht Verse der Strophe zieht, sowie einem eher unreinem Reimschema ein. Sie beide, Reimschema und Metrum, unterstreichen dabei, die Kontroversität einer Liebe und greifen somit die schönen, wie auch unschöneren Seiten der Liebe auf. Eben dies wird dabei durch den Kreuzreim gestützt, der die Gegensätze miteinander verbindet. Der erste Kreuzreim der angeführt wird, ist dabei „Lieber durch Leiden/ möcht´ ich mich schlagen/ also so viel Freuden/ des Lebens ertragen“(V. 7ff. ). Kontrastiv werden hierbei „Leiden“(ebd. ) und „Freuden“(ebd. ) gegenübergestellt, zwei Worte, die eigentlich das komplette Gegenteil bedeuten. Auffallend ist dabei, dass das lyrische Ich die Leiden den schönen Dingen, die hier die Liebe repräsentieren, vorzieht, was verdeutlicht, dass die wahre Liebe gefühlsmäßig einnehmender sein kann als Schmerz. Zugleich zeigen die Verse in gewissermaßen aber auch, dass Liebe emotional zerreißen kann und somit mit Schmerzen einhergeht. Dies wird darin deutlich, dass das lyrische Ich von „ertragen“(V. 10) des Schönen spricht, was sich eher nach Qual als nach Freude anhört. Diese Zweiseitigkeit von Liebe, die alle Emotionen beinhaltet, wird hier als schwieriger zu bewältigen akzentuiert als Leiden allein. Eben dies wird daraufhin in den nächsten vier Versen „Alle das Neigen/ von Herzen zu Herzen,/ ach, wie so eigen/ schaffet das Schmerzen!“(V. 11ff. ) vertieft. Die Interjektion „ach“(V. 13) verdeutlicht dabei die Resignation des lyrischen Ichs, welche die Liebe als überwältigend empfindet. Besonders aber das Adjektiv „eigen“(V. 13) in Bezug zum Leiden verdeutlicht zuletzt, was die Liebe von anderen Gefühlen unterscheidet. So seien die mit ihr verbundenen Schmerzen, wie es sich in der Resignation des lyrischen Ichs erkennen lässt, schlimmer als die normalen Leiden, die nichts mit dem Gefühl von Liebe zu tun haben. Somit zeigt die Strophe im Gesamtkontext wie gegensätzlich Liebe sein kann, da sie zum einen das schönste Gefühl und zum andern das schlimmste zugleich gewähren kann. Eben dies wird dabei durch Enjambements zum Ausdruck gebracht, die zeigen, dass Freude und Leiden bei wahrer Liebe eng zusammenhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe stellt abschließend besonders noch einmal die Resignation des lyrischen Ichs dar und setzt dabei formal an die erste Strophe an, indem erneut drei Paarreime in sechs Versen vorliegen. Die ersten beiden Verse stellen dabei Fragen dar, worin das lyrische ich sich mit „Wie – soll ich fliehen?/ Wälderwärts ziehen?“(V. 15f. ) nach einem Ausweg fragt, beziehungsweise auch indirekt in Frage stellt, ob es eben diesen Ausweg überhaupt gäbe. Somit hinterfragt es hier rhetorisch den Sinn eines örtlichen Fliehens weg von der geliebten Person. Im Anschluss akzentuiert das lyrische Ich eben diesen Gedankengang und die Idee dahinter bereits als „vergebens!“(V. 17) und somit nichts-bringend. Darin intendiert es, dass Liebe trotz Entfernung zum Geliebten beständig und in diesem Sinne rastlos ist. In diesem Sinne bezeichnet es das Leben abschließend metaphorisch als „Krone des Lebens“(V. 18) und somit als das größte, was man finden und in seinem Leben erreichen kann, weil es beständig ist. Sie sei also ausweglos und in diesem Sinne „Glück ohne Ruh“(V. 19), also letztlich das größte Glück, das man finden kann, jedoch zugleich fassettenreich und unumkehrbar, wenn man es einmal gefunden hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend zeigt das Gedicht die Vielseitigkeit einer Liebe, wobei auf die Liebe als Komplex für alle gleich geltend geschlossen wird und nicht von einer einzelnen Liebschaft die Rede ist. Somit sei die Liebe das, was einem die schönsten, wie auch schlimmsten Gefühle erfahren lässt, was das lyrische Ich durch seine Resignation zum Ausdruck bringt. Zudem unterstreicht hier besonders der Kreuzreim der zweiten Strophe, dass beide Gefühlswelten miteinander einhergehen und die Liebe endlos ist, wenn sie wahr ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite, zu analysierende Gedicht „Einsamkeit“, welches von Rainer Maria Rilke verfasst und im Jahre 1902 veröffentlicht wurde, thematisiert, wie der Titel bereits aussagt, das Gefühl von Einsamkeit und ihre Allgegenwärtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt wird dabei das Sinnbild eines Regenkreislaufs genutzt, um die Einsamkeit in ihrer Essenz zu beschreiben. So setzt das Gedicht im ersten Vers auch bereits mit dem Vergleich „Die Einsamkeit  ist wie ein Regen“(V. 1) ein, welcher in der Folge der beiden Strophen näher vom lyrischen Ich erläutert wird. Begonnen wird dabei damit, dass die Einsamkeit „vom Meer den Abenden entgegen“(V. 2) steigt, somit wie das Meer grundlegend immer beständig ist, wenn auch nicht immer in unmittelbarer Nähe zu den einzelnen Menschen. Die Metaphorik in „den Abenden entgegen“(ebd. ) deutet dabei an, dass die Einsamkeit den Menschen häufig in der Nacht betrifft, wo man im Schlaf immer mit sich alleine und in diesem Sinne einsam ist. Um die Allgegenwärtigkeit der Einsamkeit zu stützen, lässt sich der folgende Vers nennen, welche aussagt, dass die Einsamkeit „von Ebenen, die fern sind und entlegen“(V. 3) kommt. Auch diese Metapher, die in das Sinnbild des Regenkreislaufes passt, verdeutlicht, dass jeder Mensch tief in seinem inneren mit sich allein einsam ist. Der inhaltliche Zusammenhang der ersten drei Verse, die eben diese Allgegenwärtigkeit unterstreichen, wird dabei formal durch das Reimschema gestützt, indem sich alle drei Verse reimen.&lt;br /&gt;
Im folgenden bezieht sich das Gedicht dann nicht nur auf das Leben, sondern erweitert den Blickwinkel auf den Zustand des einsam Seins auf den Tod. So „geht sie zum Himmel, der sie immer hat“(V. 4). Dieser Vers zeigt, dass die Menschen im Tode alle einsam und allein sind und eben dies der Grund ist, wieso der Mensch sich einsam fühlt. Der Mensch weiß, dass er sterben muss und dieser Gedanke, so wird es hier metaphorisch gezeigt, ist das, was uns die Einsamkeit erfahren lässt. Eben dies wird auch im Gedicht in den Worten „Und erst vom Himmel fällt sie auf die Straße“(V. 5) untermauert. Somit zieht sich der Vergleich mit dem Regen weiter fort, welcher auch in den Wolken, für uns nicht spürbar, gehalten wird und irgendwann, ohne Ankündigung auf die Erde fällt. So ist auch die Einsamkeit ein Gefühl, welches hier als plötzlich und unvorhersehbar eintretend akzentuiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Strophe bezieht das lyrische Ich diese Einsamkeit auf Partnerschaften und wie sich die Einsamkeit auch in diesen bemerkbar macht. So regne sie „hernieder in den Zwitterstunden,/ wenn sich nach Morgen wenden alle Gassen“(V. 6f. ). In diesen Versen zeigt sich, dass auch gerade in Partnerschaften das Gefühl der Einsamkeit nicht ausbleibt und Menschen letztlich, auch wenn sie in Gesellschaft sind, in ihrem inneren immer noch für sich und in diesem Sinne einsam bleiben. Besonders spürbar, so akzentuiert das lyrische Ich es hier, sei die Einsamkeit, „wenn die Leiber, welche nichts gefunden,/ enttäuscht und traurig von einander lassen“(V. 8f. ), wenn sie also keine Liebe verspürt haben. Somit gäbe es zwar Liebe, die die Einsamkeit jedoch nie vollends verschwinden lässt. Diese Beständigkeit von Einsamkeit in der Zweisamkeit wird dabei im Kreuzreim dieser vier Verse deutlich, der zeigt, dass es keine Liebe, wie auch keinen Menschen gibt, die oder der nicht doch irgendwo einsam ist. &lt;br /&gt;
Das Ende der Strophe aber stellt gewissermaßen eine Art Wende dar, indem das lyrische Ich einbringt „und wenn die Menschen, die einander hassen,/ in einem Bett zusammen schlafen müssen:/ dann geht die Einsamkeit mit den Flüssen...“(V. 10ff. ). Somit sei letztlich Armut, welche hier im Verb „müssen“(ebd. ) inhaltlich deutlich wird, Anlass, dass die Menschen sich weniger allein fühlen. Somit seien es, wie hier deutlich wird, gerade die ungezwungenen Situationen, die eigentlich ungeplant sind, die die Einsamkeit zeitweilig vorübergehen lassen. Eben diese Hoffnung, dass etwas außer Einsamkeit besteht, gibt dabei die letzte Ein-Vers-Strophe „dann geht die Einsamkeit mit den Flüssen...“(ebd. ), welche ausdrückt, dass die Einsamkeit eines Menschen zwar nie ganz verloren geht, aber manchmal doch durch Nähe und Nächstenliebe weniger stark ist. Die Symbolik des Flusses weist dabei auf eine Art Verbesserung oder Neuanfang hin, der sich in der Erkenntnis ergibt, dass Menschen letztlich alle gleich und in ihrer Einsamkeit vereint sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt das Gedicht durch die Metaphorik in der Darstellung des Regenkreislaufes die stetige Beständigkeit der Einsamkeit, im Leben wie auch im Tode dar. Es zeigt, dass die Einsamkeit zwar mal mehr, mal weniger spürbar ist, wir Menschen jedoch im Grunde alle einsam sind und uns allein die Tatsache dieser Gemeinsamkeit aller Menschen zusammenschweißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man die soeben analysierten Gedichte „Rastlose Liebe“ und „Einsamkeit“ miteinander, so lassen sich einige Unterschiede, aber besonders auch Gemeinsamkeiten festmachen, die sich besonders auf inhaltlicher, aber auch auf sprachlich-formaler Ebene zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angefangen mit Sprache und Form der beiden, fällt direkt die metaphorische Sprache auf, die beide Gedichte durchläuft. In beiden werden Sinnbilder genutzt, um den Inhalt in seiner Tiefgründigkeit zu zeigen. So ist in „Rastlose Liebe“ in der ersten Strophe beispielsweise in „Dem Schnee, dem Regen,/ dem Wind entgegen“(V. 1f. ) eine derartige Metaphorik geboten, die sich in „Einsamkeit“ durch den Vergleich dieser mit dem Regenkreislauf ergibt. Auffallend ist hierbei, dass in beiden Gedichten Wetterverhältnisse genutzt werden, um die eigentlich gegensätzlichen Gefühle der Einsamkeit zu verdeutlichen. Betrachtet man diese Tatsache jedoch genauer, so fällt auf, dass auch in Goethes Gedicht mit der Wettermetaphorik die Einsamkeit angesprochen wird, die eben den Kontrast zur Liebe bildet. In diesem Sinne ergründet sich auch, wieso Rilkes „Einsamkeit“ sich noch einmal mehr mit diesem Vergleich beschäftigt. Kontrastierend ist dabei jedoch besonders der Satzbau. Wo in Goethes Gedicht im Wesentlichen Ellipsen genutzt werden, ist „Einsamkeit“ doch eher hypotaktisch und ausführlich. Auffallend ist dabei jedoch, dass auch Goethes Gedicht Hypotaxe beinhaltet. Die zweite Strophe beinhaltet dabei einen hypotaktischen Syntax sowie einen Kreuzreim. Ein eben solcher Kreuzreim findet sich auch in Rilkes Gedicht wieder. Betrachtet man den Inhalt, an den Stellen, wo Kreuzreime genutzt wurden, so zeigt sich, dass es hier Parallelen zwischen den Gedichten gibt. Die lyrischen Ichs sprechen beide an diesen Stellen von einer Ambiguität der Liebe oder eben der Einsamkeit, indem sie zeigen, dass eben Einsamkeit zur Liebe dazugehört. Zwar drückt Goethes Gedicht diesen Gedanken durch das enthaltene Leiden in Liebe aus, lässt sich jedoch in Anbetracht des Vergleichs auf ähnliche Weise deuten. Somit kennzeichnet dies formale Gemeinsamkeit zugleich eine inhaltliche Gemeinsamkeit der beiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt ist jedoch auf inhaltlicher Ebene zu sagen, dass beide Gedicht eigentlich vollkommen gegensätzliche Themen thematisieren, wobei jedoch der Gedanke der Beständigkeit und Irreversibilität von Einsamkeit oder eben Liebe gegeben ist. Beide Gedichte akzentuieren dies zwar auf andere Weisen, einmal mit der Regen-Metaphorik, Goethes im Adjektiv „rastlos“, und doch weisen sie so auf, wie viel Ähnlichkeit die Gefühlswelten der Liebe und der Einsamkeit doch haben. Besonders ist so in beiden Gedichten auch aufgeführt, dass die Gefühle mit Leiden einhergehen, was sich bei Goethe in „ach, wie so eigen/ schaffet das Schmerzen!“(V. 13f. ) und bei Rilke in den Adjektiven „enttäuscht und traurig“(V. 9) zeigt. Jedoch muss dabei dennoch festgehalten werden, dass trotz aller Gemeinsamkeiten, der grundlegende Gedanke ein anderer ist. So ist letztlich dennoch so, dass Goethes lyrisches ich die wahre Liebe als endlos empfindet, wohingegen Rilkes lyrisches Ich selbst noch in der Liebe die Einsamkeit sieht. Ein weiterer Unterschied ist hier, dass dieser Ansatz bei Rilke in Teilen auf das metaphysische erweitert wird, indem das lyrische Ich aussagt, dass der „Himmel […] sie immer hat“(V. 4)- die Einsamkeit. Wo hier also die Gesamtheit betrachtet wird, schaut man in „Rastlose Liebe“ nur auf die Lebzeit, ab dem Augenblick, wo einem eben diese Liebe widerfährt/ zuteil wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lassen sich also besonders inhaltlich Parallelen darin festmachen, dass es keine Liebe ohne Einsamkeit gibt, was in beiden Gedichten durch Kreuzreime zum Ausdruck gebracht wird. Besonders auch die Metaphorik stellt eine weitere Gemeinsamkeit dar. Letztlich muss jedoch dennoch betrachtet werden, dass Liebe und Einsamkeit gegensätzliche Gefühle sind, die hier thematisiert werden und auch nicht im gleichen Kontext von der Bedeutung dieser Gefühle gesprochen wird, da in Rilkes „Einsamkeit“ der Rahmen wesentlich weiter gefasst ist, indem dieser den Tod mit einbezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Rastlose Liebe&amp;quot;, geschrieben von Johann Wolfgang von Goethe und veröffentlicht 1776, thematisiert die unendliche Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in der Überschrift &amp;quot;Rastlose Liebe&amp;quot; wird die Thematik direkt angesprochen und es wird deutlich, dass diese unendlich ist da sie keine Pausen hat. Die ersten beiden Verse sprechen Wetterzustände an, wie &amp;quot;Schnee [...] Regen [...] Wind&amp;quot;(V.1-2). Die äußeren Einflüsse sind alles Metaphern, die den Widerstand verdeutlichen, dem der Liebende entgegengeht. Die Zusammenhörigkeit der beiden Verse wird zudem durch den Paarreim hervorgehoben, der sich in der gesamten ersten Strophe fortführt. Besonders das Adjektiv &amp;quot;entgegen&amp;quot;(V.2)  zeigt auf, dass der Liebende diese Barrieren überwindet.  Der weitere Weg wird als Gang durch den &amp;quot;Dampf der Klüfte,/ durch Nebeldüfte&amp;quot;(V.4) beschrieben. Dies ist ebenfalls metaphorisch gemeint wobei der &amp;quot;Dampf&amp;quot;(ebd.)  die Unsicherheit veranschaulichen soll, da man durch ihn wenig sieht. Insgesamt stellen die beiden Verse die Natur als wild und gefährlich dar, da &amp;quot;Klüfte&amp;quot;(ebd.) als scharf gelten und &amp;quot;Nebeldüfte&amp;quot;(V.4) als giftig. Somit begibt auch der Liebende sich in Gefahr. Die beiden nächsten Verse veranschaulichen die Unendlichkeit der Liebe, was besonders durch die Repetitio &amp;quot;immer zu! Immer zu!&amp;quot;(V.5) gezeigt wird. Die Alliteration in den Substantiven &amp;quot;Rast&amp;quot;(V.6) und &amp;quot;Ruh&amp;quot;(V.6) akzentuiert nochmal besonders die Aufgewühltheit  des lyrischen Ichs, das mit der pausenlosen Liebe konfrontiert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe beginnt mit der Antithese &amp;quot;Lieber durch Leiden&amp;quot;(V.7) welche eine Verbindung zwischen der Liebe und dem &amp;quot;Leiden&amp;quot;(ebd.) schafft, die im gesamten Gedicht deutlich wird. Der nächste Vers &amp;quot;möcht' ich mich schlagen,&amp;quot;(V.9) zeigt, durch das Verb &amp;quot;schlagen&amp;quot;(ebd.), dass Liebe auch mit Anstrengung verbunden ist, die das lyrische Ich jedoch lieber hinnimmt als andere &amp;quot;Freuden / des Lebens&amp;quot;(V.9).  Unterstützt wird dies auch von dem Verb &amp;quot;ertragen&amp;quot;(V.10), das verdeutlicht, dass diese Freuden mit Anstrengung verbunden sind. Auch die nächsten vier Verse befassen sich mit sich mit den anderen &amp;quot;Freuden / des Lebens&amp;quot;(ebd.). Diese sind nur eine Neigung (vgl. .11), und somit auch nicht von hoher Wichtigkeit. Auch sind  sie nicht von Dauer, was an der Metapher &amp;quot;Von Herzen zu Herzen&amp;quot;(V. 12) klar wird. Zu guter Letzt schafft die Beschäftigung mit anderen Freuden statt der Liebe &amp;quot;Schmerzen&amp;quot;(V.14). Dies ist hyperbolisch ausgedrückt, da kleine psychische und nicht physische Schmerzen gemeint sind. Die Akkupunktion durch das Ausrufezeichen (vgl.V.14) akzentuiert das.&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe beginnt mit den zwei Fragen &amp;quot;Wie-soll ich fliehen?/Wälderwärts ziehen?&amp;quot;(V.16), die die Ahnungs- und Hilfslosigkeit des lyrischen Ichs betonen. Außerdem zeigen sie besonders die Überforderung des lyrischen Ichs, mit der Situation der Liebe, da es ihr am liebsten entfliehen würde. Durch das Adjektiv &amp;quot;Wälderwärts&amp;quot;(ebd.) zeigt zudem, dass das lyrische Ich eher einen Ort abseits von den Menschen sucht, um nicht weiter mit Liebe konfrontiert zu sein. Doch dies ist &amp;quot;Alles vergebens!&amp;quot;(V.17). Folgend bezeichnet er die Liebe metaphorisch als &amp;quot;Krone des Lebens [und] Glück ohne Ruh&amp;quot;(V.18-19). Somit lässt sich sagen, dass die Liebe das Leben perfekt macht und unendlich ist. Der letzte Vers enthält eine Personifikation durch das Personalpronomen &amp;quot;du&amp;quot;(V.20), die der Liebe nochmal eine höhere Wichtigkeit zuspricht. Außerdem fungiert der letzte Vers als eine Art Auflösung, da erst hier wirklich gesagt wird, dass es sich um die Liebe handelt, die im gesamten Gedicht angesprochen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Goethe die Liebe als etwas gewaltiges und unendliches beschreibt, was den Menschen einschüchtern kann. Unterstützt wird dies durch zahlreiche Metaphern und Akkupunktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Einsamkeit“, geschrieben von Rainer Maria Rilke und veröffentlicht 1902, thematisiert den Regen als Symbol für die Einsamkeit.&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus unregelmäßigen Paarreimen und meist weiblichen Kadenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift „Einsamkeit“ spricht direkt das Thema an. Der erste Vers stellt einen Vergleich zwischen der „Einsamkeit“ (V.1) und dem „Regen“ (V.1) he, was durch die Konjunktion „wie“ (V.1) untermauert wird. Dieser Vergleich setzt sich im gesamten Gedicht fort. Der nächste Vers enthält direkt zu Beginn die Personifikation durch das Pronomen „Sie“ (V.2) was der Einsamkeit nochmal eine höhere Wichtigkeit zuspricht. Dass die Einsamkeit „vom Meer den Abenden entgegen steigt]“ (V.2) soll symbolisch dafür stehen, dass das Wasser der Meere Morgens zum Himmel „steigt“ (V.2), also zu den „Ebenen, die fern sind und entlegen“ (V.3). Dies steht metaphorisch dafür, dass man die Einsamkeit nicht kommen sieht. Die vierte Strophe sagt aus, dass der „Himmel die Einsamkeit] immer hat“ (V.4). Dies könnte metaphorisch für die Einsamkeit im Tod stehen, der man ausgesetzt, da der Himmel immer auch aus Wolken besteht. Folgend wird gesagt, dass sie „vom Himmel …] auf die Stadt“ (V.5) fällt. Die Einsamkeit überträgt sich also über den Tod zu den Menschen in der „Stadt“(ebd.). Damit wird die Trauer der Menschen angesprochen. Außerdem akzentuiert das lyrische Ich damit, dass die Einsamkeit in Städten besonders groß ist, weil man dort nur einer von vielen ist und die Individualität verloren geht. Die gesamte erste Strophe stellt besonders gut symbolisch den Kreislauf des Regens und somit auch der Einsamkeit dar. Der Regen steigt auf und regnet wieder herunter, bis das Ganze von Vorne beginnt. Diese Eintönigkeit und Unendlichkeit wird zudem von dem fünfhebigen Jambus unterstützt.&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe deutet an, dass die Einsamkeit einen besonders „in den Zwitterstunden“ (V.6) begegnet. Also zwischen Tag und Nacht, wenn man schläft. &lt;br /&gt;
…]	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„D]ie Leiber, welche nichts gefunden“ (V.8) sind die Menschen die keine noch keinen Partner gefunden haben und deswegen „enttäuscht und traurig von einander lassen“ (V.9). An dieser Stelle werden direkt negative Gefühle angesprochen, die die Einsamkeit mit sich bringt. Doch auch innerhalb zwischenmenschlicher Beziehungen kann Einsamkeit herrschen. Denn die nächsten beiden Strophen akzentuieren die Ehe in der sich Partner „die einander hassen, in einem Bett zusammen schlafen müssen“ (V.10-11). Man ist also nicht automatisch glücklich nur, weil man in einer Ehe ist. Dabei spielt auch Gesellschaftskritik mit ein, da die Ehe als etwas Zwanghaftes dargestellt wird. Der letzte Vers enthält die Metapher der „Einsamkeit die] mit den Flüssen“ (V.12) geht. Dies bedeutet, dass die Einsamkeit vorübergeht und ein Neuanfang beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Regen als Symbol für die Einsamkeit, die sich im Leben fortführt. Aufgrund dieser Symbolik werden einige Metaphern verwendet und um die sich immer weiter ziehende Einsamkeit zu beschreiben, der fünfhebige Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die beiden vorliegenden Gedichte „Rastlose Liebe“ geschrieben von Johann Wolfgang von Goethe und das Gedicht „Einsamkeit“ verfasst von Rilke, miteinander vergleichen und dabei den Fokus besonders auf die Gesichtspunkte der dargestellten partnerschaftlichen Beziehungen auf dem Hintergrund der jeweiligen Literaturepochen eingehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hier vorliegende Gedicht „Rastlose Liebe“ wurde von Johann Wolfgang von Goethe verfasst und erschien im Jahre 1776 zur Zeit der Epoche des Sturms und Drangs. Thematisch befasst sich das Gedicht mit der Liebe und deren divergenten Charaktereigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus drei Strophen, wobei die erste und letzte Strophe aus jeweils sechs Versen besteht und Paarreime aufweisen. Die zweite Strophe besteht jedoch aus acht Versen und aus Kreuzreimen. Zudem weist das Gedicht ein unregelmäßiges Reimschema auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Gedichtes „Rastlose Liebe“ weist bereits auf eine gewisse Dynamik der Gefühle hin, was durch die erste Strophe bestätigt wird. Diese beschreibt Zustände der Natur und das rastlose Entgegenstreben dieser. Betrachtet man in diesem Kontext den Titel des Gedichtes „Rastlose Liebe“, so lassen sich diese Naturphänomene metaphorisch auf Charaktereigenschaften der Liebe beziehen. So heißt es „dem Schnee, dem Regen, dem Wind entgegen“ (V. 1f.), wodurch untermauert wird, dass trotz Widerstand gegen die Naturgewalten „entgegen“ (ebd.) gegangen wird. Dies kann als Metapher für die unaufhaltsamen Gefühle der Liebe interpretiert werden. Durch die ausschließliche Verwendung von unvorteilhaften Eigenschaften der Natur, wird eine bedrückende Atmosphäre kreiert, wodurch untermauert wird, dass die Liebe auch mit Schmerzen und Ruhelosigkeit verbunden ist. Ebenfalls stellt der „Dampf der Klüfte“ (V. 3) und die „Nebeldüfte“ (V. 4) einen Widerstand dar, da man im Nebel nichts von seiner Umwelt erkennen kann, wodurch eine gewisse Ausweglosigkeit untermauert wird. Durch den Vergleich zur Liebe werden ihr dadurch Merkmale wie Unausweichlichkeit und Rastlosigkeit zugewiesen. Das Lyrische Ich ist trotzdem ermutigt nicht aufzugeben, was durch die repetierte Interjektion „immer zu! Immer zu!“ (V.5) hervorgehoben wird. Dass der Weg, ohne zu pausieren beschritten wird, zeigt sich anhand der Alliteration „Ohne Rast und Ruh! (V.6), wodurch ebenfalls die anhaltende Ruhelosigkeit des Lyrischen Ichs akzentuiert wird. Besonders formal auffällig an dieser Strophe sind die zahlreichen Enjambements, welche ebenfalls die Ruhelosigkeit und das fortbestehende Beschreiten des Weges hervorheben. Ebenfalls trägt der zweihebige Jambus zu einer hektischen Atmosphäre bei. In dieser Strophe wird besonders der starke Bezug zu der Natur verdeutlicht, welcher für die Epoche Sturm und Drang charakteristisch ist, da in ihr die Natur als schöpferisches und göttliches Prinzip erachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der zweiten Strophe interagiert das Lyrische Ich zum ersten Mal selbst, was durch das Personalpronomen „ich“ (V.8) deutlich wird. Es begründet seine Ruhelosigkeit, welche zuvor in der ersten Strophe angesprochen wurde. Dem Lyrischen Ich fällt es leichter sich durch die wütenden Naturphänomene, metaphorisch für die unglückliche Liebe, zu kämpfen, als „so viel Freuden des Lebens ertragen“ (V.9f.). Diese sind eine Metapher für die Ungebundenheit und Unbeschwertheit eines Alleinlebenden, auf welche das Lyrische Ich verzichtet, um die Liebe mit all ihren Facetten erleben zu können. Diese wird durch die Metapher das „Neigen von Herzen zu Herzen“ (V.12) untermauert, welche für die Liebe zu einem anderen Menschen steht und die damit ausgelöste Zuneigung zueinander. Die Interjektion „ach“ (V.13) betont dabei die Signifikanz der Liebe für das Lyrische Ich und zeigt, wie sehr es sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Das Lyrische Ich kommt aufgrund der reflektierten Eigenschaften der Liebe zum Entschluss, dass sie schmerzerfüllt sein kann, was durch die Alliteration „Schaffet das Schmerzen“ (V. 14) untermauert wird. Auch diese Strophe besteht aus zahlreichen Enjambements, welche die Entschlossenheit des Lyrischen Ichs untermauern, dass Niemand diese Schmerzen vermeiden kann und man lernen muss mit diesen melancholischen Seiten der Liebe umzugehen, da man nur so in den Genuss dieser kommen kann. Besonders das Nomen „Leiden“ (V.7), „Freuden“ (V.8) und „Schmerzen“ (V.14), heben die Gefühlslage des lyrischen Ichs hervor. Diese Darstellungen von Empfindungen des Lyrischen Ich sind ein typisches Merkmal für die Epoche des Sturms und Drangs, weil in ihr die Gefühle, Freiheit und Triebe des Protagonisten im Fokus standen, da verstärkt auf das Können der Individuen verwiesen wurde. Ebenfalls sind die aktiven, dynamischen Verben „schlagen“ (V.8) und &amp;quot;ertragen“ (V.10) markant für diese Epoche, aufgrund der zunehmenden Verwendung lebensnaher Sprache, da ein Ziel der Epoche war gegen die alten Literaturtraditionen vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfangs der dritten Strophe zieht das Lyrische Ich, innerhalb zwei rhetorischer Fragen, in Betracht vor diesen Schmerzen zu „fliehen“ (V.15). Mit der Richtung „Wälderwärts“ (V.16) wird untermauert, dass das Lyrische Ich sich gerne in den Wald, welcher Symbolisch für Dunkelheit und Einsamkeit steht, begeben möchte, wobei deutlich wird, dass es überlegt sich von der schmerzerfüllten Liebe abzuwenden. Auch diese Textstelle greift die starke Naturverbundenheit innerhalb des Sturms und Drangs auf. Die rhetorischen Fragen und die reflektierte Fluchtmöglichkeit werden mit „Alles vergebens!“ (V.17) beantwortet, wodurch untermauert wird, dass sich das Lyrische Ich nicht gegen die Liebe wenden kann, da es folglich an Einsamkeit leiden würde. Dass eine Flucht keine Option für das Lyrische Ich darstellt, wird durch die letzten Verse untermauert. Die Metaphern „Krone des Lebens“ (V.18) sowie „Glück ohne Ruh“ (V.19) untermauern, dass sich das Lyrische Ich für die vermeintlichen Gefühle Liebe entscheidet und verdeutlichen welch hohen Stellenwert diese Liebe für das Lyrischen Ich einnimmt. Anhand der „Krone“ (ebd.) wird akzentuiert, dass Liebe für das Lyrische teuer und wertvoll ist und es in ihr sein „Glück“ (ebd.) findet, obwohl dies ruhelos ist. Jedoch wird diese Ruhelosigkeit hier mit positiver Eigenschaft verbunden, da sie für Abwechslung und ein aufregendes Leben sorgt, wenn man nicht immer ruht. Die Interjektion „Liebe, bist du!“ (V.20) verdeutlicht die Liebe, die das lyrische Ich für eine bestimmte Person empfindet, die es mit dem Gedicht anspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse, komme ich zu dem Ergebnis, dass das Lyrische Ich in einem inneren Konflikt zwischen lieben und sich von der Liebe abzuwenden. Ebenfalls reflektiert es welche Konsequenzen die Liebe mit sich bringt. Anfangs richtet es seine Gedanken daran, wie mühselig sie ist und welche Schmerzen die Liebe mit sich bringen kann. Fortlaufend wird das Lyrische Ich jedoch immer sicherer, sodass es die Begleiterscheinungen akzeptiert. Das Lyrische Ich greift auf, dass die Liebe mit Schmerzen, Ruhelosigkeit und Rastlosigkeit verbunden ist, was durch zahlreiche Metaphern und der divergenten Metren hervorgehoben wird. Jedoch ermutigt das Lyrische Ich auch dazu die Liebe nicht aufzugeben, da sie das Wertvollste und Schönste am Leben ist, was ebenfalls besonders in den letzten Versen durch die Metapher „Krone des Lebens“ (V.18) aufgegriffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite hier vorliegende Gedicht „Einsamkeit“ wurde von Rilke verfasst und erschien 1902 innerhalb der Epochen des Symbolismus sowie des Fin de siecle. Thematisch befasst sich das Gedicht mit der Allgegenwärtigkeit der Einsamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus drei Strophen. Die erste umfasst fünf Verse, die zweite sechs, die dritte Strophe besteht jedoch aus einem einzigen Vers, um deren Relevanz im Gesamtkontext zu verdeutlichen.&lt;br /&gt;
Schon bereits der Titel des Gedichtes „Einsamkeit“ deutet eine fortlaufende melancholische Stimmung an. Eben diese pessimistische Grundstimmung ist typisch für die beiden genannten Epochen, da die Menschen aufgrund der rapiden technischen Entwicklungen überfordert waren. Das deutsche Kaiserreich wandelte sich von einem stark agrarisch geprägten Land in einen modernen Industriestaat. Um einen Job zu finden, zog es die Menschen in die Städte, weshalb es viele Menschen vom Land in die Stadt trieb und folglich eine ungewohnte Enge in den Städten entstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht beginnt mit einem Vergleich des lyrischen Ichs „Die Einsamkeit [sei] wie ein Regen“ (V.1). Durch diesen Vergleich wird besonders die Allgegenwart der Einsamkeit betont, da Regen ein alltägliches Phänomen ist. Durch diese schon fast Alltäglichkeit wird veranschaulicht, dass es kein Menschenleben ohne Einsamkeit gibt, da alle von ihr befallen werden. Die Personifikation „Sie steigt vom Meer den Abenden entgegen; von Ebenen, die fern sind und entlegen“ (V.2f.), verdeutlicht, dass die Einsamkeit auch unwahrnehmbar am Tag metaphorisch als aufsteigender Wasserdampf anschwillt, in welchem sich die sich von den einzelnen Individuen bewusst gemachten unerfüllten und enttäuschten Sehnsüchten und Hoffnungen befinden, welche durch die „Ebenen, die fern sind“ (ebd.) veranschaulicht werden. Des Weiteren meint das lyrische Ich, dass die Einsamkeit „zum Himmel [gehe], der sie immer hat“ (V.4), wodurch eine gewisse verlassene Atmosphäre kreiert wird, aufgrund dass der Himmel metaphorisch nur in Einsamkeit lebt, da dort kein menschliches Dasein existiert. Mit den verschiedenen Formen des Wassers weist das Lyrische Ich auf die Einsamkeit als konstanten Teil des Daseins sowie auf ihre wechselnde Intensität hin, was ebenfalls durch die Metapher „vom Himmel fällt sie auf die Stadt“ (V.5) untermauert wird und nochmals betont, dass es laut dem Lyrischen Ich kein Menschenleben ohne Einsamkeit gäbe. Dabei steht der verlassene Himmel antithetisch gegenüber der überfüllten Stadt. Diese Überfüllung tritt mit dem Eintritt der Nacht zurück, wodurch das Individuum innerhalb der Nacht die Einsamkeit und seine unerfüllten Sehnsüchte verstärkt spürt.  Das Gewicht der Tropfen versinnbildlicht die Rücklosigkeit der Einsamkeit und lässt sie als eine angreifende Kraft betrachten, wodurch unter Anderem deutlich wird, dass das Lyrische Ich die Einsamkeit schlechthin als negativ betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe beschreibt die Situation während des Regens innerhalb der Stadt „in den Zwitterstunden“ (V.6), welche den Anbruch des Morgens einleiten. In dieser seien „die Leiber, welche nichts gefunden/ enttäuscht und traurig“ (V.8f.), da sie vor ihrer Routine des Alltages stehen und ihre letzte Chance vorbeigehen sehen, die Leere ihres Inneren mit all ihren Sehnsüchten zu bebauen, jedoch veranschaulicht das Lyrische Ich hier, dass auch durch körperliche Nähe die Einsamkeit letztlich nie besiegt werden kann. Eine andere Art der Einsamkeit stellen „die Menschen, die einander hassen [und]/ in einem Bett schlafen müssen“ (V.10f.) dar. Diese Menschen sind zwar physisch gesehen aufgrund ihrer Partnerschaft nicht allein, aber haben sich soweit auseinandergelebt, dass sie sich psychisch einsam fühlen, da sie nichts mehr mit dem jeweils anderen verbindet. Der daraus resultierende letzte Vers „dann geht die Einsamkeit mit den Flüssen…“ (V.12), veranschaulicht, den beständigen Kreislauf des Wassers und somit metaphorisch der der Einsamkeit. Ist anfangs noch von einem Wasserdampf die Rede, welcher sich zu einem Regenschauer entwickelt, so resultiert dieser am Ende zu einem Fluss. Eben diese Zirkulation der Einsamkeit ist somit unbekämpfbar, wodurch der hoffnungslose Ton des Lyrischen Ichs begründet wird. Eben dieses erkennt die Problematik der Einsamkeit: Sie kommt zwar ständig zurück, jedoch gewöhnt man sich nicht an sie, sondern kommt jedes Mal als etwas Neues auf den Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse, lässt sich zusammenfassend sagen, dass besonders durch die metaphorische Darstellung der Zirkulation des Wassers, die Allgegenwärtigkeit der Einsamkeit in den Fokus gerückt wird. Der resignierte Grundton des Lyrischen Ichs zeigt, dass eben diese Einsamkeit unbekämpfbar ist und sich selbst Menschen, die in einer Partnerschaft sind, einsam fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden eben diese beiden Gedichte, mit besonderem Fokus auf die partnerschaftlichen Beziehungen miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders auf inhaltlicher Ebene fällt auf, dass die beiden Gedichte unterschiedliche Thematiken aufweisen. Goethes Gedicht thematisiert die Liebe und ihre Begleiterscheinungen, währenddessen Rilke den Fokus auf die Einsamkeit legt. Auch Goethe geht in Teilen auf die Einsamkeit ein, was unter Anderem durch die rhetorische Fragen „Wie- soll ich fliehen?/ Wälderwärts ziehen?“ (V.15f.) deutlich wird. Jedoch stellt die Einsamkeit für das Lyrische Ich in „Rastlose Liebe“ keine Option dar, da es lieber die Begleiterscheinungen der Liebe akzeptiert, um sie in all ihren Facetten zu erfahren. So nimmt das Lyrische Ich beispielsweise Ruhelosigkeit, Rastlosigkeit und Schmerzen für die Liebe in Kauf, wodurch in gewisser Weise zum Ausdruck kommt, dass das Lyrische Ich davon überzeugt ist, dass man etwas gegen die Einsamkeit tun kann, indem man sich nicht von den negativen Seiten der Liebe abschrecken lässt, was unter Anderem durch die Interjektionen „immer zu! Immer zu!/ Ohne Rast und Ruh!“ (V.5f.) veranschaulicht wird. Das Lyrische Ich bei Rilke ist jedoch überzeugt davon, dass die Einsamkeit unbekämpfbar ist und dadurch folglich kein Menschenleben ohne Einsamkeit existiert, was besonders durch den metaphorischen Kreislauf des Wassers hervorgehoben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gemeinsamkeit der beiden Gedichte ist, dass beide die Einsamkeit als negativ erachten.  Das Lyrische Ich bei Goethe beantwortet die reflektierte Fluchtmöglichkeit mit „Alles vergebens!“ (V.17), wodurch deutlich wird, dass es sich nicht gegen die Liebe und deren Konsequenzen wenden kann, da das Lyrische Ich folglich an Einsamkeit leiden würde und diese keine Option für es darstellt. Im Zuge dessen, akzeptiert es die Begleiterscheinungen. Die negative Sichtweise gegenüber der Einsamkeit wird in Rilkes Gedicht besonders durch den resignativen Grundton des Lyrischen Ichs hervorgehoben, was beispielsweise durch die Gefühlslage „enttäuscht und traurig“ (V.9) veranschaulicht wird. Jedoch geht das Lyrische Ich innerhalb des Gedichtes nicht auf eine mögliche Option für die Einsamkeit, wie in Goethes Gedicht anhand des Liebesaspekts, ein, da Einsamkeit für das Lyrische Ich ein konstanter Teil des Daseins ist. Zeigt sich innerhalb des Gedichtes von Goethe als ein teils hoffnungsvoller Aspekt beispielsweise durch die Metapher „Krone des Lebens/ Glück ohne Ruh“ (V.18f.), so wiegt in Rilkes Gedicht eine immerzu melancholische Atmosphäre über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachlich auffällig ist jedoch, dass beide Gedichte einen stark metaphorischen Bezug zur Natur herstellen, um die Gefühle der Einsamkeit bzw. Liebe darzustellen. So bezieht sich besonders Goethe auf das Wetter, wie in dem Parallelismus „Dem Schnee, dem Regen/ dem Wind entgegen“ (V.1f.) deutlich wird, um zu untermauern, dass Liebe mit Schmerzen, Ruhelosigkeit und Rastlosigkeit verbunden ist und man lernen muss mit diesen Begleiterscheinungen umzugehen, da man nur so in den Genuss der Liebe kommt. In Rilkes Gedicht wird der Kreislauf des Wassers dafür genutzt, um zu zeigen, dass die Einsamkeit unbekämpfbar ist und ständig allgegenwärtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Gedichte durchaus Gemeinsamkeiten aufweisen, wie beispielsweise sehen beide die Einsamkeit als negativ an sowie stellen beide Gedichte die Gefühle in Bezug auf Einsamkeit bzw. Liebe durch eine starke Naturmetaphorik dar. Jedoch sind beide Gedichte auf inhaltlicher Ebene grundverschieden. Goethes „Rastlose Liebe“ bezieht sich auf die divergenten Eigenschaften der Liebe und, dass diese oftmals mit Schmerzen verbunden ist, jedoch muss man lernen mit diesen Umzugehen, da das Lyrische Ich die Liebe als wertvoll erachtet und sie als „Krone des Lebens“ (V.18)  bezeichnet. Dadurch schwingt trotz der Erkennung der Konsequenzen von Liebe ein gewisser hoffnungsvoller Grundton in dem Gedicht mit. Rilkes Gedicht ist gegensätzlich dazu von einem melancholischen Grundton bestimmt, da das Lyrische Ich erkennt, dass Einsamkeit unbekämpfbar ist und ein konstanter Teil des Daseins ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich zunächst das Gedicht ,,Rastlose Liebe“ sowie das Gedicht ,,Einsamkeit“ von Rilke analysieren und anschließend beide Gedichte auf sprachlich-formaler und inhaltlicher Ebene miteinander vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ,,Rastlose Liebe“ von Goethe, welches im Jahr 1776 veröffentlicht wurde und der Epoche des Sturm und Drangs zuzuordnen ist, thematisiert die Rastlosigkeit der Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 3 Strophen, wobei die erste Strophe aus 6 Versen besteht, die zweite Strophe aus 8 Versen und die dritte Strophe besteht wie die erste Strophe aus 6 Versen. Die erste Strophe setzt somit mit der Akkumulation ,,Dem Schnee, dem Regen,/ dem Wind entgegen“(V. 1 f.) ein, wodurch beschrieben wird, dass dem Widerstand entgegen gegangen wird und somit wird metaphorisch die Beständigkeit und auch die starken Gefühle der Liebe betont. Des Weiteren heißt es ,, im Dampf der Klüfte,/ durch Nebeldüfte“ (V. 3 f.), wodurch die Akkumulation fortgeführt wird und durch die Nennung verschiedener Naturphänomenen wird die Vielseitigkeit der Liebe, welche unaufhaltsam ist, metaphorisch zum Ausdruck gebracht. Wie bereits erwähnt ist hier die Aneinanderreihung von Nomen wie ,,Schnee“ (ebd.) oder ,,Regen“ (ebd.) auffällig, die alle aus dem Wortfeld der Natur oder genauer gesagt der Wetterlage stammen und somit in gewisser weise metaphorisch die Gefühlsempfindungen, die durch die Liebe verursacht werden, zum Ausdruck bringen, die das lyrische Ich empfindet, aber auch die Beständigkeit der Liebe , die unaufhaltsam ist, wird dadurch zum Ausdruck gebracht, da die Wetterlagen ebenfalls nicht aufzuhalten sind und die Natur macht, was sie will und dadurch, dass die Liebe mit den Zuständen der Natur verglichen wird, wird auch deutlich, dass die Liebe unaufhaltsam ist. Durch die Metapher ,,Nebeldüfte“ (ebd.) wird auch eine gewisse Unsicherheit dargestellt, da Nebel keinen Durchblick verschafft, sondern im Gegenteil die Sicht verdeckt und deshalb der Weg mit Vorsicht begangen werden sollte, was eben die Unsicherheit und das Ungewisse bezüglich der Liebe zum Ausdruck bringt. Zudem wird durch das Wortfeld der Natur auch eine gewisse Naturverbundenheit des lyrischen Ichs deutlich, welches ein typisches Merkmal der Epoche des Sturm und Drangs darstellt, aber durch das Adverb ,,entgegen“ (ebd.) in Verbindung mit den beschriebenen Wetterlagen wird auch die Rastlosigkeit verdeutlicht, da  immer wiederkehrende Zustände beschrieben werden, auf die keiner Einfluss hat. Eben diese Rastlosigkeit wird besonders auch in der Repetitio ,,immer zu! Immer zu!“ (V. 5) unterstrichen, wobei diese mit der Aussage ,,Ohne Rast und Ruh!“ (V. 6) durch den Paarreim ,,zu“ (ebd.) und ,,Ruh“ (ebd.) verbunden ist. Diese beiden Verse untermauern die Akkumulation zu Beginn der Strophe, indem die Rastlosigkeit aber auch die Ruhelosigkeit konkret genannt werden und somit wird die Liebe auch als rastlos und ruhelos charakterisiert. Des Weiteren wird die Rastlosigkeit auch durch das Metrum und durch das Reimschema dieser Strophe deutlich. Da die erste Strophe Paarreime sowie zweihebige Jamben aufweist, wird eine gewisse Rastlosigkeit bzw. Ruhelosigkeit deutlich, da selbst im Metrum oder im Reimschema keine Pause gemacht wird und somit die inhaltlich beschriebene unaufhaltsame Liebe durch das Metrum und Reimschema verstärkt zum Ausdruck bringt und durch die zweihebigen Jamben wird eine hektische Atmosphäre geschaffen, die die Rastlosigkeit besonders untermauert.. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe wird die Liebe und der damit verbundene Schmerz thematisiert, indem die Aussage ,,Lieber durch Leiden/ möcht' ich mich schlagen,/ also so viel Freuden/ des Lebens ertragen“ (V. 7 ff.) beschreibt, dass das lyrische Ich das ,,Leiden“ (ebd.) welches durch die Liebe verursacht wird, in Kauf nimmt, also lieber mit dem Schmerz lebt, die die Liebe mit sich bringt, als die ,,Freuden“ (ebd.), die das Leben ohne die Liebe hergibt, zu haben. Zu dem wird verdeutlicht, dass das lyrische das Leben mit Liebe und dem damit verbundenen Schmerz gegenüber dem Leben ohne Liebe, welches unbeschwert und einfacher ist, bevorzugt. Besonders das Verb ,,ertragen“ (ebd.) verdeutlicht, dass das lyrische ich das Leben ohne Liebe als unerträglich und als Last empfindet, obwohl das Leben ohne Liebe ,,so viele Freuden“ (ebd.) beinhaltet, jedoch die Liebe mit all ihren Konsequenzen, auch wenn dies das Ertragen von Leid und Schmerz ist, als wichtiger und lohnenswert erachtet und somit das Leben mit Liebe bevorzugt. Zudem wird dadurch deutlich, dass das lyrische ich nur das Leben mit Liebe als lebenswert erachtet und Liebe für das lyrische Ich somit das Wichtigste darstellt, da ein Leben ohne die Liebe für es unerträglich erscheint. Jedoch wird durch das Verb ,,schlagen“ (ebd.) auch deutlich, dass die Liebe mit großen Anstrengungen verbunden ist. Die Liebe zur einer Person wird im Folgendem durch die Metapher ,,Alle das Neigen/ von Herzen zu Herzen“ (V. 11 f.) veranschaulicht , wobei das lyrische Ich in der Aussage ,,schaffet das Schmerzen“ (V. 14) feststellt, dass die Liebe Schmerzen verursacht. Diese Erkenntnis, dass Liebe auch Schmerz herbeiführt, löst bei dem lyrischen Ich eine resignative und verzweifelte Haltung aus, was besonders in der Interjektion ,,ach“ (V. 13) deutlich wird. Das unreine Metrum, welches aus Daktylen und Trochäen besteht, verdeutlicht dabei eine gewisse Unruhe, die durch die Erkenntnis, das Liebe mit Schmerz verbunden ist, ausgelöst wird. Auch in dieser Strophe lässt sich eine Verbindung zu der Epoche des Sturm und Drang deutlich machen, da besonders in dieser Strophe, aber auch in den beiden anderen Strophen, die Emotionen des lyrischen Ichs dargestellt werden, aber auch deutlich wird, dass das lyrische Ich sich von seinen Gefühlen, der Liebe zu folgen, leiten lässt, auch wenn die Liebe Schmerz verursacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe thematisiert die Besonderheit der Liebe, wobei zu Beginn der Strophe jedoch noch die Verzweiflung und Unsicherheit des lyrischen Ich deutlich wird. Denn die Strophe beginnt mit der rhetorischen Frage ,,Wie – soll ich fliehen?“ (V. 15), wodurch deutlich wird, dass das lyrische Ich sich fragt, ob die Liebe den Schmerz wert ist oder es lieber fliehen soll und somit auch einen Ausweg aus dem Schmerz der Liebe sucht. Wohin es fliehen soll, konkretisiert das lyrische Ich in der nächsten rhetorischen Frage, indem es fragt, ob es ,,[w]älderwärts“ (V. 16) gehen soll, wodurch deutlich wird, dass das lyrische Ich die einzige Möglichkeit dem Schmerz der Liebe zu entkommen darin liegt, dass es an einen Ort gehen muss, an dem keine Menschen sind. Durch das Adverb wird zudem auch erneut die Naturverbundenheit des lyrischen Ichs deutlich, welches für die Epoche des Sturm und Drangs typisch ist. Durch die rhetorischen Fragen wird auch Hilflosigkeit und Verzweiflung, die beim lyrischen Ich ausgelöst werden, deutlich, die jedoch in der nächsten Aussage ,,Alles vergebens!“ (V. 17) abgelegt werden. Das lyrische Ich beantwortet somit die beiden Fragen zu Beginn der Strophe und erkennt, dass vor der Liebe fliehen kein Ausweg für das lyrische Ich ist, da es die Liebe in seinem Leben braucht und in seinem Leben haben möchte, wobei das Ausrufezeichen (vgl. ebd.) die Tatsache betont, dass es für das lyrische Ich eine Flucht kein Ausweg ist und es dies nun erkannt hat. Des Weiteren wird die Entscheidung des lyrischen Ichs, weshalb eine Flucht kein Ausweg oder keine Möglichkeit für das lyrische Ich darstellt, deutlich in der Metapher ,,Krone des Lebens“ (V. 18), wobei die Krone metaphorisch für die Liebe steht. Somit wird durch die Metapher veranschaulicht, dass die Liebe für das lyrische ich das höchste und beste im Leben ist und die Liebe somit die größte Rolle in dessen Leben hat. Die Rastlosigkeit und auch die Beständigkeit der Liebe wird auch in der Aussage ,,Glück ohne Ruh“ (V. 19) erneut aufgegriffen, wobei die Rastlosigkeit in diesem Kontext als positiv empfunden wird, da somit das ,,Glück“ (ebd.) der Liebe beständig und ewig ist, auch wenn Liebe Schmerz verursacht, da das Glück dennoch überwiegt. Schließlich endet die Strophe mit der Aussage ,,Liebe, bist du!“ (V.20), wodurch deutlich wird, dass das lyrische Ich Liebe für eine Person empfindet und diese womöglich mit dem Gedicht anspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass das lyrische Ich einerseits die Rastlosigkeit und Ruhelosigkeit der Liebe beschreibt und die Erkenntnis, dass Liebe Anstrengung sowie Schmerz verursacht, eine verzweifelte Haltung bei diesem auslöst. Dies wird durch Metaphern deutlich, wie ,,Regen“ (ebd.) usw. , sowie durch das Reimschema und das Metrum. Andererseits akzeptiert das lyrische Ich diese Konsequenzen, welches die Liebe mit sich bringt und beschreibt die Liebe als das Beste im Leben, welches zugleich auch den höchsten Stellenwert in dessen Leben hat. Dies wird besonders in der Metapher ,,Krone des Lebens“ (ebd.) deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht „Rastlose Liebe“ wurde 1776 in der Epoche des Sturm und Drangs von Goethe verfasst und thematisiert eine langanhaltende Liebe, welche vielen Gegebenheiten entgegen halten muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formal ist zu sagen, dass das Gedicht aus drei Strophen besteht. Die erste Strophe (V. 1- 6) besteht fast nur aus Enjambements, was verdeutlicht, dass das lyrische von irgendetwas hin und her gerissen ist und somit keinen klaren Gedanken fassen kann. Zudem wird erfahren, dass es „dem Schnee, dem Regen, / dem Wind entgegen“ (V. 1f.) halten muss. Dabei wird Bezug zu der Natur genommen, was für die Epoche des Sturm und Drangs spricht. Anzumerken ist, dass  das lyrische Ich von Kälte umgeben ist, was durch die Metaphorik des „Schnee[s]“ (ebd.) zum Vorschein gebracht wird. Zusätzlich muss es sich „dem Regen, / dem Wind“ (ebd.) zu widersetzen, was eine mühselige Arbeit ist, da diese Gegebenheiten nicht beeinflusst werden können und somit ist es dieser Lage ohne jegliches Eigenverschulden ausgesetzt. Außerdem wird dabei auf die Rastlosigkeit  verwiesen, welche zudem schon im Titel verdeutlicht wird, da das lyrische Ich ohne Pause gegen die Naturgewalten ankämpfen muss, was in Form einer Akkumulation zum Ausdruck gebracht wird.  Weitergehend lässt sich ein Paarreim auffinden: „im Dampf der Klüfte, / durch Nebeldüfte,“ (Z. 3 f.). Wie auch zuvor lässt sich in dieser Aufreihung kein Verb finden, und somit scheint es so, als sei die Liebe, welches das lyrische Ich empfindet, unendlich und als könnte diese nie gebrochen werden. Das Repetition „immer zu! Immer zu!“ (V. 5) verdeutlicht, dass das lyrische Ich sich in Unruhe befindet, was durch „Ohne Rast und Ruh!“ (V. 6) gezeigt wird. Die Alliteration von „Rast und Ruh“ (ebd.) in Kombination des Adverbs „ohne“ (ebd.) untermauert die langwährende Liebe seitens des lyrischen Ichs. Die Interjektionen verdeutlichen dabei auch die emotionale Lage, da die Liebe einen hohen Stellenwert für das lyrische Ich hat. Unterstützt wird das ganze durch einen zweihebigen Jambus,  und gegensätzlich zu den Aufreihungen ohne Verb sind. Jedoch durch die Verwendung von Paarreimen, scheint es so, als sei alles zu einem Gefüge umfunktioniert, was in einer Beziehung und in der Liebe ein wichtiger Aspekt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitergehend stellt die zweite Strophe unschöne und schöne Seiten in der Liebe dar, welche durch einen Kreuzreim untermauert werden, da dieser diese Seiten miteinander verbindet. So heißt es: „lieber durch Leiden / möcht' ich mich schlagen, / also so viel Freuden / des Lebens ertragen“ (V. 7 ff.).Dabei ist anzumerken, dass „Leiden“ (ebd.) und „Freuden“ (ebd.) antithetisch gegenüber stehen, allerdings stehen sie sich in dem Kreuzreim gegenüber, so dass es so scheint als würden sie zusammengehören. Somit ist für das lyrische Ich die Liebe mit Schmerz verbunden, was die Rastlosigkeit akzentuiert, jedoch ist die Einsamkeit in seinem Leben kaum von Freude durchzogen. Dabei ist anzumerken, dass es normalerweise heißt, dass man das Leben als Alleinstehender nur richtig genießen kann und seine Wünsche erfüllen kann. Der einzige Wunsch des lyrischen Ichs ist jedoch Liebe zu erhalten. Mit der Metapher „von Herz zu Herz“ (V. 12) wird außerdem verbildlicht, dass Liebe auf gegenseitiges Empfinden basieren muss, damit das Individuum glücklich sei. Diese Erkenntnis löst allerdings weiterhin Schmerzen im Inneren des lyrischen Ichs aus, was durch den Ausruf „ach“ (V. 13) demonstriert wird. Somit wird über die Abhängigkeit in einer Beziehung zu dem jeweiligen Partner geklagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe setzt unterdessen mit dem Fragewort „Wie“ (V. 15) ein. Somit ist zu sagen, dass das lyrische Ich Verzweifelt ist, da es selbst nicht weiß, wie es aus der Lage heraus, also aus dem Liebeskummer, kommen soll, was aus der Frage „Wie – soll ich fliehen?“ (V. 15) hervor geht. Da zwischen dem Fragewort und der darauffolgenden Frage eine Pause ist, wird die Unsicherheit des lyrischen Ichs akzentuiert. Allerdings ist ihm gleichzeitig bewusst, dass es aus dieser Situation nicht entkommen kann, was durch die rhetorische Frage „Wälderwärts ziehen?“ (V. 16) zum Ausdruck gebracht wird. Dabei wird die Resignation durch die Verwendung der Ironie untermauert, da die Antwort bereits bekannt ist. Schließlich wird die Situation durch den Ausruf „Alles vergebens!“ (V. 17) dramatisiert. Nachdem dieser Erkenntnis ausgesprochen wurde, wird die Liebe als „Krone des Lebens“ (V. 18) betitelt. Dabei ist zu sagen, dass an dieser Stelle ein Wendepunkt vorliegt, da sich zuvor über die Liebe beklagt wurde. Der letzte Vers „Liebe, bist du!“ (V. 20) ist somit so zu verstehen, dass das lyrische Ich die Liebe in einer Person letztendlich doch entdeckt hat und über jede Schmerzen, welche mit der Beziehung einhergehen, hinweg sehen kann. So ist dieser Uaruf gleichzeitig eine Ansprache an die Liebe des lyrischen Ichs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich die Liebe in all ihren schönen als auch unschönen Facetten widerspiegelt. Dabei werden Ausrufe genutzt, welche die Situation dramatisieren sollen und Reimschemata, die verdeutlichen sollen, dass zu Liebe immer Zwei gehören, damit es eine glückliche Beziehung ist. Zudem kommt es letztendlich zu der Erkenntnis, dass Liebe das höchste Gut ist, was ein Mensch erreichen kann, da es als „Krone des Lebens“ betitelt wird und somit nicht über ihr stehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Rastlose Liebe“ handelt es sich um ein Gedicht, verfasst von Johann Wolfgang von Goethe und veröffentlicht im Jahr 1776 in der Literaturepoche der Romantik. Thematisiert wird die Zwiegespaltenheit des Lyrischen Ichs zwischen den Vorzügen der Liebe und ihren negativen Aspekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst drei Strophen. Die erste und die dritte Strophe zählen sechs Verse, während die zweite Strophe durch acht Verse gekennzeichnet wird. Wie auch die Anzahl der Verse variiert das Reimschema strophenabhängig. In der ersten und in der dritten Strophe sind Paarreime zu erkennen. Als Reimschema in der zweiten Strophe liegen überwiegend Kreuzreime vor. Weiterhin ist ebenfalls kein eindeutiges Metrum zu erkennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Gedichtes „Rastlose Liebe“ (T) lässt insofern auf den Inhalt vorausdeuten, als dass das Lyrische Ich versucht die Liebe oder eine geliebte Person zu finden, somit stellt die Liebe ein zentrales Element in der Handlung des Gedichts dar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht setzt ein mit der Aufzählung „Dem Schnee, dem Regen, / dem Wind entgegen“ (V. 1 f.) und knüpft somit unmittelbar an die Vorausdeutung im Titel an. Diese Aufzählung ist in Form einer Antiklimax angeordnet und deutet auf einen Wiederstand hin, den das Lyrische Ich versucht zu überwinden. Untermauert wird dies ebenso durch die folgenden Verse „im Dampf der Klüfte, / durch Nebeldüfte“ (V. 3 f.). Die verwendeten Substantive stammen aus dem Wortfeld der Natur, allerdings aus der Richtung erschwerter Witterungsverhältnisse, die darauf hindeuten dass der Weg des Lyrischen Ichs zur Liebe eher erschwert ist und es zahlreichen Kämpfen ausgesetzt ist. Untermauert wird dies weiterhin durch die Ausrufe „immer zu! Immer zu! / Ohne Rast und Ruh!“ (V. 5 f.). Die Repetitio der Klage „Immer zu!“ (ebd.) veranschaulicht die Ruhelosigkeit die das Lyrische Ich erleidet. Intensiviert wird dies weiterhin durch den Ausdruck „Ohne Rast und Ruh“ (V. 6), der zugleich eine Alliteration ist und insbesondere durch das Substantiv „Rast“ (ebd.) wird eine Verbindung zum Titel hergestellt. Insgesamt wird mit der Ruhelosigkeit des Lyrischen Ichs ein zentrales Merkmal der Literaturepoche Romantik dargestellt. Die Schriftsteller in der Romantik sind von der Realität enttäuscht und suchen in ihren Träumen und ihrer Fantasie nach einem zu Hause in einer besseren Welt, in der es beispielsweise echte Liebe gibt. Die Suche nach der Liebe wird insbesondere in der ersten Strophe durch die Verwendung von Paarreimen untermauert. Darüber hinaus werden die Eile und die Unruhe ebenso durch die Aufzählung und die Ausrufe am Ende der Strophe verdeutlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Strophe erfolgt sowohl ein inhaltlicher als auch ein formaler Umbruch.  Die Strophe setzt ein mit dem Enjambement „Lieber durch Leiden / möchte‘ ich mich schlagen“ (V. 7 f.), welches mit der Anmerkung „also so viel Freuden / des Lebens ertragen“ (V. 9 f.) kontrastiert wird. Das Lyrische Ich, das auf der Suche nach der Liebe durch Landschaft läuft, erklärt es würde sich lieber Leid ertragen, als sich auf die Liebe einzulassen, was einen Gegensatz zu seiner Tätigkeit in der ersten Strophe darstellt. Dieser Umbruch wird ebenso dadurch veranschaulicht, dass das Reimschema von Paarreim zu Kreuzreim wechselt. Weiterhin erklärt das Lyrische ich „Alle das Neigen / von Herzen zu Herzen“ (V. 11 f.). Mit diesem Enjambement weist es auf die Liebe hin, die immer auf Gegenseitigkeit beruht. Die weitere Erklärung zu diesem Zusammenhang leitet das Lyrische ich mit dem Wehlaut „ach“ (V. 13) ein und merkt in Bezug auf die Gegenseitigkeit der Liebe an „schaffet das Schmerzen!“ (V. 14). Im Kontrast zur ersten Strophe steht das Lyrische Ich der Liebe in dieser Strophe negativ gegenüber und verweist in erster Linie auf die schlechten Seiten, die Abhängigkeit der Partner voneinander und den Schmerz, welcher der Verlust der Liebe nach sich zieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Strophe des Gedichtes der Liebe positiv gegenüberstand, wurden in der zweiten Strophe eher die negativen Seiten hervorgehoben. In der dritten Strophe steht insbesondere die Zwiegespaltenheit des Lyrischen Ichs zwischen den beiden Seiten im Vordergrund. Besonders deutlich wird dies an der Frage „Wie – soll ich fliehen?“ (V. 15). Sowohl der Einsatz der Frage mit dem Fragewort „Wie“ (ebd.) und das darauf folgende Zögern deuten auf die Unsicherheit des Lyrischen Ichs in Bezug auf die Flucht vor der Liebe hin. Untermauert wird dies durch die Frage „Wälderwärts ziehen?“ (V. 16) welche ironisch zu verstehen ist, da das lyrische Ich bereits erkannt hat dass es keine Möglichkeit hat vor der Liebe zu fliehen. Diese Erkenntnis wird im Ausruf „Alles vergebens!“ (V. 17) erneut aufgegriffen und bildet den Wendepunkt innerhalb der Strophe. Bereits in den ersten Versen der Strophe wird durch die Paarreime auf die erste Strophe verwiesen und somit eine Vorausdeutung auf die schlussendliche Entscheidung des Lyrischen Ichs bilden. Während das Lyrische Ich zu Beginn den Gedanken an eine Flucht noch nicht vollständig verworfen hat, bezeichnet es die Liebe am Ende der Strophe bildlich als „Krone des Lebens“ (V. 18) und als „Glück ohne Ruh“ (V. 19), um die besondere Bedeutung der Liebe für die Menschen hervorzuheben. Das Gedicht endet mit dem Zusammentragen seiner Erkenntnisse in einem Vers durch die Aussage „Liebe, bist du!“ (V. 20), welche allerdings zugleich auch als Ansprache an eine Person verstanden werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden wird das Gedicht mit dem Gedicht „Einsamkeit“, verfasst von Rainer Maria Rilke und veröffentlicht im Jahr 1902 in der Literaturepoche des Impressionismus, unter Berücksichtigung der charakteristischen Merkmale der jeweiligen Epoche verglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Einsamkeit“ umfasst 12 Verse, die sich in eine Strophe mit fünf Versen, eine Strophe mit sechs Versen und eine Versweise gliedern lassen. Es ist darüber hinaus kein eindeutiges Reimschema erkennbar, sodass sowohl Haufenreime, Paarreime und Kreuzreime vorliegen. Dementsprechend liegen stumpfe und klingende Kadenzen vor. Das Metrum besteht aus …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Gedichtes „Einsamkeit“ deutet auf die Thematik des Inhalts hin. Das zu analysierende Gedicht setzt ein mit dem Vergleich „Die Einsamkeit ist wie ein Regen“ (V. 1). Der Umstand, dass das Subjektiv „Einsamkeit“ (ebd.) das zugleich den Titel des Gedichtes darstellt bereits im ersten Vers wiederholt wird, untermauert die Darstellung der Einsamkeit als Thematik des Textes. Darüber hinaus hebt die Tatsache, dass ein Punkt am Ende des ersten Verses steht, diesen vom Rest des Textes ab, wodurch dieser nahezu als Leitmotiv über dem restlichen Text steht. Der Vergleich, der im ersten Vers erwähnt wird, wird im weiteren Verlauf weiter ausgeführt. So heißt es im zweiten Vers „Sie steigt vom Meer den Abenden entgegen“ (V. 2). Der Umstand, dass die Einsamkeit durch das Personalpronomen „Sie“ (ebd.) beschrieben wird lässt auf die Vertrautheit des Lyrischen Ichs mit diesem Gefühl schließen. Durch die Metapher „steigt vom Meer den Abenden entgegen“ (ebd.) verweist er auf den Vergleich der Einsamkeit mit dem Regen im ersten Vers. In diesem Fall tritt der Regen in Form von Wolken auf, die am Abend vom Meer aus in Richtung Land ziehen. Eine ähnliche Metaphorik ist auch im dritten Vers zu finden, in dem es heißt „von Ebenen, die fern sind und entlegen“ (V. 3). In diesem Vers wird insbesondere durch die Verwendung der Adjektive „fern“ (ebd.) und „entlegen“ (ebd.) darauf angespielt, dass die eben erwähnten Wolken die den Regen mit sich bringen aus Gegenden stammen, die weit abgelegen sind und in denen somit Einsamkeit vorherrscht. Als nächstes setzt das lyrische Ich eben diese Gegenden mit dem Himmel gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Rastlose Liebe“, geschrieben von Johann Wolfgang von Goethe und veröffentlicht im Jahr 1776, kann man der Epoche Sturm und Drang (1765- 1785) zuordnen und thematisiert die Liebe mit all ihren Facetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist in drei Strophen unterteilt, von denen die erste (V. 1- 6) und letzte (V. 15- 20) Strophe jeweils aus sechs Versen und die zweite Strophe (V. 7- 14) aus acht Versen besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit den Versen „dem Schnee, dem Regen, / dem Wind entgegen,“ (V. 1f.). Dabei betont die Repetition, dass die Liebe des lyrischen Ichs von jeglichen Wetterzuständen bzw. von nichts aufgehalten werden kann. Des Weiteren heißt es, dass das lyrische Ich durch Nebel geht (vgl. V. 3f.), was metaphorisch dafür stehen könnte, dass es sich nahezu blind von der Liebe leiten lässt, also auf seine Gefühle hört. Die Repetition der Ausrufe „immer zu! Immer zu!“ (V. 5) betont den Ehrgeiz des lyrischen Ichs auf diese Gefühle zu vertrauen. Abschließend hebt die Alliteration „ohne Rast und Ruh!“ (V. 6) noch einmal die dauernde Ruhelosigkeit des lyrischen Ichs hervor, der Liebe nachzueifern. Die Verwendung von Naturelementen, wie „Schnee [,] Regen“ (V.1), „Wind“ (V. 2) und Nebel (vgl. V. 3f.), sind  ein Merkmal der Epoche Sturm und Drang, da man das Schöpferische und den Menschen als Teil der Natur in den Fokus stellte. Zudem sind Ausrufe, als Ausdrucksform von Emotionen, ein Merkmal des Sturm und Drangs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe beschreibt das lyrische Ich mittels der Alliteration „lieber durch Leiden“ (V. 7), dass es die Opfer, die unter anderem für die Liebe gebracht werden müssen, ertragen kann, da es die Liebe unbedingt erfahren möchte. An dieser Stelle wird auch deutlich, dass das lyrische Ich von seinen Empfindungen spricht (vgl. V. 8). Dabei kann man ein weiteres Merkmal der Epoche festmachen: Das Individuum und seine Gefühle stehen im Mittelpunkt. Im Vergleich zu den „Leiden [der Liebe]“ (ebd.), nennt das lyrische ich die „Freuden / des Lebens“ (V. 9f.), wobei es die Liebe an höchste Stelle stellt. Dieser Kontrast macht deutlich, wie wichtig dem lyrischen Ich die Erfahrungen der Liebe ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe wird durch die Frage „Wie- soll ich fliehen?“ (V. 15) eingeleitet. Dabei kommt zum Ausdruck, dass das lyrische Ich in gewisser Weise verzweifelt ist, da es keinen Ausweg aus dem Begierde nach Liebe findet. Dabei trennt der Bindestrich (vgl. V.15) das Fragewort von dem Rest der Frage. Dadurch wird dieses betont und bringt zum Ausdruck, dass das lyrische Ich wirklich keinen Lösungsansatz hat. Das lyrische Ich kommt zu dem Entschluss, dass „alles vergebens [ist]“ (V. 17) und dass es keinen Ausweg aus der Liebe gibt. Letztendlich zieht das lyrische Ich ein Fazit: Es bezeichnet die Liebe metaphorisch als „Krone des Lebens“ (V. 18), also das Ranghöchste und Machtvollste, dass man im Leben haben kann, sowie ein König den höchsten Rang und die größte Macht besitzt. Das lyrische Ich bezeichnet die Liebe außerdem als „Glück ohne Ruh“ (V. 19) und bezieht sich auf das pausenlose Streben nach Liebe und die Freude, die man trotz der Opfer, die man für die Liebe bringt, erfährt. Schließlich betont der Ausruf „Liebe, bist du!“ (V. 20), dass das lyrische Ich die Liebe als mächtig und fordernd bezeichnet und ihr Freude und das höchste Glück zuschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass in dem Gedicht die Bedeutung von Liebe für das lyrische Ich, dass sie das höchste Glück trotz aller Leiden ist, geschildert wird. Dabei werden die Emotionen unter anderem durch Ausrufe zum Ausdruck gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Liebesgedicht mit dem Titel „Rastlose Liebe“ verfasst von Johann Wolfgang von Goethe und veröffentlicht im Jahre 1776 ist der Epoche des Sturm und Drang zuzuordnen und thematisiert den mit der Liebe verbundenen Schmerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht besteht aus drei Strophen und die erste setzt mit der akkumulierenden Aussage „Dem Schnee, dem Regen, / dem Wind entgegen“ (V.1 f.) ein. Diese deutet bereits auf die mit der Liebe verbundenen Anstrengungen hin, welche im Titel bereits durch die Rastlosigkeit angedeutet werden. In der Aussage wird die Bemühung beschrieben gegen die Kräfte der Natur Widerstand zu leisten, was in Bezug auf die Liebe und deren Kraft den Schmerz hervorhebt, dem zu entgehen nahezu unmöglich ist. Insbesondere die Aussage „dem Wind entgegen“ (ebd.) bringt das schwere Vorankommen zum Ausdruck, welches keine Rast erlaubt, wodurch die Ruhelosigkeit bei der Liebe untermauert wird. Die Metapher des „Schnee[s]“ (ebd.) bringt die Assoziation mit der Kälte mit sich, was ebenfalls auf den Schmerz hindeutet, da jener einen Gegensatz zur Liebe darstellt, denn diese wird mit Wärme verbunden. Die Tatsache, dass das lyrische Ich diesen Widerstand gegen die Kraft der Natur und somit gegen die Schwierigkeiten bei der Liebe leistet, könnte auch auf die Signifikanz der Liebe hindeuten, da es sich lohne, für diese zu kämpfen. Zudem ist bereits in diesen ersten Versen auffällig, dass durch die Akkumulation eine gewisse Hektik vermittelt wird, welche sich aufgrund der Paarreime in Verbindung mit den 2-hebigen Jamben, die einen schnellen Rhythmus auslösen, durch die gesamte erste Strophe hindurchzieht. Aufgrund dieser Hektik wirkt die Situation sehr hastig, was erneut die Rastlosigkeit betont. Anschließend folgen weitere Metaphern aus dem Bereich der Natur, was ein typisches Merkmal für die Epoche des Sturm und Drang ist. Das Vorankommen gegen die Kräfte der Natur führe einen ebenso „im Dampf der Klüfte, / durch Nebeldüfte“ (V.3 f.). Bei Klüften handelt es sich um Felsspalten beziehungsweise Risse im Gestein, aus welchen Dampf austrete, der wiederum Nebel verursache. Nebel erschwert die Sicht, was in Bezug auf die Liebe andeuten könnte, dass der Weg zu dieser und zum Glück nicht nur durch Gegenwind, also gewisse Barrieren und Anstrengungen, sondern auch durch einen beeinträchtigten Durchblick erschwert werde. Der Nebel deutet des Weiteren Unsicherheit an, welche der Liebe ebenfalls gewissermaßen im Weg steht. Die Tatsache, dass man jedoch „Nebeldüfte“ (ebd.) wahrnehme, verdeutlicht, eine gewisse Frische und etwas angenehmes, was die Liebe und das Glück andeutet. Die Synästhesie „Nebeldüfte“ (ebd.) untermauert somit die Gefahren und Anstrengungen, welche die Liebe mit sich bringt sowie die trotzdem erkennbare Anziehung zu jener. Die zuvor erwähnte Hektik in dieser Strophe wird ebenfalls durch die Anapher „immer zu! Immer zu!“ (V.5) zum Ausdruck gebracht. Außerdem hebt diese Aussage hervor, dass das lyrische Ich versucht die Barrieren auf dem Weg zur Liebe zu bezwingen und sich den Anstrengungen stellt. Auf der anderen Seite könnte dadurch auch angedeutet werden, dass es immer wieder weitere Schwierigkeiten bei der Liebe gibt, die es zu überstehen gilt. Daraufhin folgt die Aussage „Ohne Rast und Ruh“ (V. 6), welche nochmals die Rastlosigkeit bei der Liebe aufgrund der Anstrengungen und Schwierigkeiten, die mit der Liebe einhergehen, betont und ein eine Art ewiges Weiterziehen andeutet, da die Liebe immer wieder Anstrengungen erfordert und der Weg zum Glück nicht barrierefrei ist. Durch den in den Versen 5 und 6 vorliegenden Wechsel im Metrum liegt in diesem Vers ein Trochäus vor. Dadurch werden die Substantive „Rast“ (ebd.) und „Ruh“ (ebd.) betont, wodurch die Rastlosigkeit verstärkt hervorgehoben wird. Insgesamt fällt in dieser Strophe auf, dass ein eher bedrückender Blick auf die Liebe angedeutet wird, da hier die Anstrengungen und Schwierigkeiten, welche jene mit sich bringt, betont werden, was gegensätzlich zu anderen Gedichten der Liebeslyrik steht. Auf der anderen Seite ist eine gewisse Leidenschaft erkennbar, was sich durch die Hektik und die ausschließlich vorliegenden Ausrufe zeigt, was ebenfalls an den Sturm und Drang anlehnbar ist, da die Emotionen und Empfindungen bei jenem im Mittelpunkt stehen. Diese Hektik unterstützt zudem den Aspekt der Rastlosigkeit in dem Gedicht, da sozusagen keine Unterbrechungen stattfinden und alles hastig aneinandergereiht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der darauf folgenden Strophe spricht das lyrische Ich erstmals von sich, was das Personalpronomen „ich“ (V.8) deutlich zeigt. Dies könnte andeuten, dass es nun um die individuellen Empfindungen des lyrischen Ichs geht, während zuvor allgemeiner die Liebe und die mit ihr einhergehenden Anstrengungen und Schwierigkeiten thematisiert wurden. Diese Strophe hebt sich auch durch das Reimschema ab, da die erste und dritte Strophe Paarreime aufweisen und in der zweiten Strophe Kreuzreime vorliegen. Das lyrische Ich erläutert daraufhin, es wolle sich „Lieber durch Leiden / […] schlagen, / als so viel Freuden / des Lebens [zu] ertragen“ (V.7 ff.). Diese Aussage klingt zunächst paradox, da es sich gegen die „Freuden / des Lebens“ (ebd.) und somit gegen das Glück entscheiden möchte und stattdessen lieber Leid und Schmerz empfinden möchte. Insbesondere das Verb „ertragen“ (ebd.) in Bezug auf die Freuden des Lebens beziehungsweise die Liebe führt vor Augen, dass das lyrische Ich die Liebe und das Glück nicht als etwas angenehmes ansieht, sondern sie eher ablehnt. An Anlehnung an den Sturm und Drang unterstützt die hier vorliegende kraftvolle Sprache jedoch die individuelle Empfindung des lyrischen Ichs, welches das Leben in einer gewissen Unzufriedenheit dem Leben mit der Liebe vorzieht. Dies könnte auch an den Freiheitspathos hindeuten, da im Sturm und Drang ein gewisser Freiheitsdrang herrschte, denn die Menschen wollten sich Freiheit von Zwängen und Moral. Durch die Liebe fühlt sich das lyrische Ich jener Freiheiten gegebenenfalls beraubt und eingeengt, weshalb es ein Leben ohne die Liebe vorzieht, was seinem individuellen Glück entsprechen würde. Dem scheinen die Empfindungen der anderen Menschen jedoch nicht zu entsprechen, was die Aussage „Alle das Neigen / von Herzen zu Herzen“ (V.11 f.) zeigt. Die Interjektion „ach“ (V.13) hebt erneut hervor, dass das lyrische Ich diese Auffassung nicht teilt. Es beschreibt die Liebe stattdessen als „so eigen“ (V.13), wodurch nochmals die Abneigung des lyrischen Ichs zu der Liebe angedeutet wird. Daraufhin fordert es „schaffet das Schmerzen“ (V.14), wodurch sein Standpunkt wiederholt deutlich wird, denn seiner Meinung nach ist die Liebe immer mit Schmerzen verbunden und man kann jenen nicht entgehen, weshalb es sie in gewisser Weise ablehnt. Insgesamt ist auffällig, dass sich diese Strophe von den anderen beiden durch den Inhalt, das Metrum sowie das Reimschema abhebt. Zudem sind nahezu in dem gesamten Gedicht die Ellipsen erkennbar, welche die prägnanten Aussagen hervorheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe setzt mit der rhetorischen Frage „Wie – soll ich fliehen?“ (V.15) ein, welche ebenfalls auf die Abneigung des lyrischen Ichs zur Liebe hindeutet, da es die Möglichkeit vor jener zu fliehen in Betracht zieht, um ihr und denen mit ihr einhergehenden Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, denn es zieht das Leid statt der Freude vor. Daraufhin folgt die Frage „Wälderwärts ziehen?“ (V.16), was andeutet, dass es die Möglichkeit sieht in die Natur zu fliehen, denn es sucht nach Freiheit, welche die Liebe einschränkt. Zudem könnte dies erneut darauf hindeuten, dass es sich gegen die Liebe richten möchte und stattdessen das Leid und den Schmerz vorzieht. Gegebenenfalls tut es dies aus der Angst heraus, dass die Liebe einen größeren Schmerz anrichten könnte, weshalb es ein Leben in Unzufriedenheit ohne die Liebe wählen möchte, was sich durch die mit dem Wald assoziierte Dunkelheit und Kälte zeigt. Diese Möglichkeiten der Liebe zu entfliehen seien jedoch nicht erfolgsversprechend, was sich durch die Aussage „Alles vergebens“ (V.17) zeigt. Dadurch wird eine gewisse Resignation des lyrischen Ichs angedeutet, da es sich dessen bewusst ist, dass es der Liebe und den mit ihr verbundenen Schmerzen nicht entgehen kann. Andererseits könnte es auch eine gewisse Erkenntnis andeuten, dass es die Liebe nicht mehr als etwas bedrückendes und einschränkendes ansieht. Daraufhin bezeichnet es die Liebe als „Krone des Lebens“ (V.18). Dies führt vor Augen, dass es sie nun trotz der mit ihr verbundenen Schmerzen und Rastlosigkeit als etwas Gutes anerkennt, das Glück bringen kann. Diese Aussage kennzeichnet die Liebe als das Wichtigste im Leben und kann in zweierlei Hinsicht betrachtet werden. Zum einen könnte die „Krone“ (ebd.) in Bezug auf die Natur und eine Baumkrone angesehen werden und somit das Höchste, beziehungsweise das größte Glück im Leben darstellen. Sieht man die Krone als die beispielsweise eines Königs verweist sie auf die Liebe als das Wertvollste und Mächtigste im Leben. Insgesamt hebt die Metapher der Krone somit die Signifikanz der Liebe im Leben hervor. Die Tatsache, dass das lyrische Ich die Liebe mit Ruhelosigkeit verbindet, wird auch betont, wenn es die Liebe als „Glück ohne Ruh“ (V.19) kennzeichnet. Da er die Liebe in der Verbindung mit der Ruhelosigkeit dennoch als Glück bezeichnet könnte andeuten, dass es in jener ein gewisses Abenteuer und etwas anziehendes sieht. Letztlich folgt die Aussage „Liebe, bist du“ (V.20), wodurch sich zeigt, dass das Gedicht an eine bestimmte Person gerichtet ist, für die das lyrische Ich die Rastlosigkeit und den Schmerz hinnimmt um das persönliche Glück mit ihr erleben zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht die Liebe und deren vielseitige Facetten darstellt und insbesondere auf die mit ihr einhergehenden Schmerzen und Anstrengungen sowie die Ruhelosigkeit eingeht, welche bei der Bewältigung der Schwierigkeiten, die mit der Liebe verbunden sind, auftreten. Auf der anderen Seite steht die Liebe in dem Gedicht als das Glück und das Wichtigste im Leben. Dies wird durch die Akkumulationen und zahlreichen Metaphern sowie das Reimschema und Versmaß untermauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Gedichte „Rastlose Liebe“ von Goethe und „Einsamkeit“, geschrieben von Rilke, analysieren und sie dann miteinander vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Rastlose Liebe“, geschrieben von Goethe und veröffentlicht 1776, thematisiert den Schmerz von Liebeskummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethes Gedicht hat drei Strophen. Die erste und die letzte Strophe haben beide sechs Verse, die zweite Strophe hat acht Verse, diese Ungleichheit lässt sich auf die Epoche beziehen: Das Gedicht wurde in der Epoche des Sturm und Drangs (1765 - 1785) geschrieben, welche für einen Umschwung bekannt war. Man wollte weg von den veralteten gesellschaftlichen Vorstellungen. Der Mensch sollte im Mittelpunkt stehen, mit all seinen Empfindungen und Gefühlen. Die Epoche war für eine freie Poetik bekannt, die eben in diesem Gedicht auch zu finden ist. Das Metrum wechselt immer zwischen einem 2- und 3-hebigem Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe (V. 1 – 6) ist ein Bezug zur Natur wiederzufinden, welcher für die Epoche typisch ist. Es ist die Rede von „Schnee“ (V.1), „Regen“ (ebd.) und „Wind“ (V. 2), welche alle Formen vom `schlechten´ Wetter sind, sie alle verdeutlichen eine gewisse Art von Trauer. Jedoch sagt das lyrische Ich, es ginge „[d]em Schnee, dem Regen, / dem Wind entgegen“ (V. 1f.), es währt sich also gegen die Traurigkeit und arbeitet gegen sie, um sie zu vertreiben. Auch die Repetitio bzw. Anapher „dem“ (V. 1, 2) unterstreicht noch einmal die Dramatik, welche durch die schlechten Wetterbedingungen rüber gebracht wird. Außerdem lässt sich das lyrische Ich nicht aufhalten, wenn mal kein Ziel in Sicht ist, was mit der Metapher „durch Nebeldüfte“ (V. 4) verdeutlicht wird. Ist es nebelig, kann man nicht weit sehen, das lyrische ich geht allerdings trotzdem weiter. Die Repetitio „immer zu! Immer zu!“ (V. 5) unterstreicht den pausenlosen Weg, genau wie die Aussage „[o]hne Rast und Ruh!“ (V. 6). Außerdem liegen in dieser Strophe ausschließlich Paarreime vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe (V. 7 – 14) macht das lyrische Ich klar, dass es leidet, wenn es sagt, es wolle lieber durch Leiden gehen (vgl. V. 7). Die Erläuterung für diese Aussage wird durch die Konjunktion „also“ (V. 9) eingeleitet. Das lyrische Ich möchte „so viel[e] Freuden / des Lebens ertragen“ (V. 9f.). Jedoch sagt es, „das Neigen / von Herzen zu Herzen“ (V. 11f.), würde ihm „Schmerzen“ (V. 14) verschaffen. Diese Aussage wird durch die Repetitio „Herzen“ (V. 12) deutlich unterstrichen, hiermit wird auch verdeutlicht, dass die Liebe für das lyrische Ich im Vordergrund steht, für ihn allerdings mit Schmerzen verbunden ist. Das lyrische Ich scheint verliebt zu sein, aber dennoch wird durch die Aussage „ach, wie so eigen“ (V. 13) eine Art Gegensatz eingeleitet. Während die Interjektion „ach“ (V. 13) eine Art Klage ausdrückt, meint das lyrische Ich mit „wie so eigen“ (ebd.), egal in welcher Form, also wie auch immer, verschaffe eben die Liebe Schmerzen (vgl. V. 14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe (V. 15 – 20) setzt mit zwei rhetorischen Fragen ein, die da wären „Wie – soll ich fliehen?“ (V. 15) und „Wälderwärts ziehen?“ (V. 16). Die erste, der beiden Fragen meint, wie das lyrische Ich vor dem Schmerz der Liebe fliehen soll. Die Frage wird dann ergänzt, indem das lyrische Ich fragt ob es eben „Waldwärts ziehen“ ( ebd.) soll. Es folgt ein Ausruf, der verdeutlichen soll, dass die Flucht keinen Sinn mache (vgl. V. 17). Die Liebe sei die „Krone des Lebens“ (V. 18), diese Metapher unterstreicht die Wichtigkeit der Liebe, für das lyrische Ich. Ergänzend fügt das lyrische Ich noch hinzu, die Liebe sei „Glück ohne Ruh“ (V. 19), bedeutet, dass die Liebe eben Glück ohne jegliche Grenzen ist. Es muss hierbei erwähnt werden, dass durch den Ausruf beziehungsweise die Ansprache an die Liebe „Liebe, bist du!“ (V. 20) klar wird, dass diese für das lyrische Ich die „Krone des Lebens“ (V. 18) und das „Glück ohne Ruh“ (V. 19) ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in diesem Gedicht die Gefühle des lyrischen Ichs, mit Hilfe von einigen Ausrufen und Metaphern dargestellt werden. Die Liebe wird hier als das größte Glück der Welt dargestellt, welches jedoch gleichzeitig Schmerzen mit sich bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Rastlose Liebe” wurde von Johann Wolfgang Goethe während der Epoche des Sturm und Drangs geschrieben und 1776 veröffentlicht. Thematisiert wird die Stärke eines Menschens durch die liebe, aber auch den Schmerz, den Liebe in einem Menschen verursachen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist in 3 Strophen unterteilt, die erste und letzte Strophe bestehen aus jeweils 6 Versen, wohingegen die zweite Strophe aus 8 Versen besteht, was einen deutliches Merkmal der Epoche des Sturm und Drangs, da diese einen Kontrast zu den vorherigen Epochen darstellt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe beinhaltet eine Akkumulation aus dem Wortfeld des Wetter ,,[D]em Schnee, dem Regen,/  dem Wind entgegen” (V. 1f.). Diese Akkumulation betont die wilden und sehr wechselhaften Gefühle die durch die Liebe entstehen und was Menschen durch Liebe alles durchhalten. Auch das Verb ,,entgegen” (ebd.) verdeutlicht den Kampf und die Kraft die die Liebe mit sich bringt. Das wird auch in den nächsten Versen deutlich, denn ,,im Dampf der Klüfte, / durch Nebeldüfte” (V.3f.) zeigt die Blindheit die ein Mensch erfährt, wenn er verliebt ist, aber auch die andere Sichtweise, was der Neologismus  ,,Nebeldüfte” (ebd.) verdeutlicht, da die Liebe viele Menschen dazu bringt einander zu unterstützen, egal in welcher Situation. Dieser Zusammenhalt, den die Menschen durch Liebe erfahren, wird vor allem durch das vorhandene Reimschema des Paarreims untermauert. Die Repetitio ,,Immer zu! Immer zu!” (V.5), die gleichzeitig einen Ausruf darstellt veranschaulicht die Kraft zweier Menschen, die zueinander finden, da ihre Liebe rastlos ist und sie alles aushält, was auch im nächste Ausruf ,,Ohne Rast und Ruh!” (V.6) deutlich dargestellt wird. Vor allem durch die Alliteration ,,Rast” (ebd.) und ,,Ruh” (ebd.) wird betont, dass eine Beziehung zwischen nie zum Stillstand kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die beiden Gedichte „Rastlose Liebe“, verfasst von Johann Wolfgang von Goethe und „Einsamkeit“ geschrieben von Rilke analysieren und anschließend unter inhaltlicher und sprachlich-formaler Ebene miteinander vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Rastlose Liebe“, welches 1776 veröffentlicht und von Johann Wolfgang von Goethe in der Epoche des Sturm und Drangs verfasst wurde, thematisiert die Liebe und deren Eigenschaften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht befasst sich mit dem Gefühl von Liebeskummer, weshalb dem Leser kein Gefühl von Glück und Sorglosigkeit, wie man es in einem Gedicht der Liebeslyrik womöglich erwarten würde, vermittelt wird, sondern eher ein Gefühl von Bedrücktheit und Verzweiflung, was bereits durch die Überschrift „Rastlose Liebe“ untermauert wird. Darauf bezogen setzt auch die erste Strophe, geschrieben in einem Paarreim, mit den Worten „Dem Schnee, dem Regen,/Dem Wind entgegen“ (V. 1f.) ein. Hierbei wird die in der Überschrift erwähnte Rastlosigkeit beschrieben, welche eine Charaktereigenschaft der Liebe darstellt. Durch die einseitige Wetterbeschreibung wird wiederholt die bedrückte und verzweifelte Stimmung zum Ausdruck gebracht. Der daran anschließende Paarreim „im Dampf der Klüfte, / durch Nebeldüfte“ (V. 3f.) beschreibt die in der Überschrift benannte Rastlosigkeit noch einmal näher. Dabei wird die Verwendung des Wortfeldes der Natur, welche für die Epoche Sturm und Drang typisch war, mit dem Nomen „Nebeldüfte“ (ebd.) beibehalten, die eine hoffnungslose und ausweglose Situation widerspiegelt. Zudem wird die Sichtweite von Nebel beeinträchtigt, was die Ausweglosigkeit und die Verzweiflung des lyrischen Ichs noch einmal verstärkt. Des Weiteren wird die Aneinanderreihung von Ausrufen durch die Repetitio „immer zu! Immer zu!“ (V. 5) fortgesetzt. Hierbei wird die Unruhe, welche durch die Aneinanderreihung von Satzteilen geschaffen wird, noch einmal hervorgehoben. Dennoch wird das lyrische Ich womöglich durch die innere Stimme ermutigt nicht aufzugeben und sich hängen zu lassen sondern durchzuhalten und weiterzugehen. Abschließend wird mit dem Ausruf „Ohne Rast und Ruh“ (V. 6) das in Vers fünf gesagte bestärkt. Außerdem wird hierbei die Rastlosigkeit noch einmal beim Namen genannt, wodurch darauf hingewiesen wird, dass es wichtig sei ohne eben dieser Rastlosigkeit, also Unruhe, weiterzugehen. Der in dieser Strophe erkennbare zweihebige Jambus wirkt zum einen sehr rhythmisch, zum anderen verstärkt es aber auch die Unruhige Atmosphäre.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe besteht im Gegensatz zur ersten Strophe, die nur aus sechs Versen bestand, aus acht Versen, die im Kreuzreim gehalten sind. Zudem fällt auf, dass sowohl ein Inhaltlicher als auch ein formaler Wechsel folgt. So beginnt die zweite Strophe mit der Aussage „Lieber durch Leiden / möchte´ ich mich schlagen, / also so viel Freuden / des Lebens ertragen“ (V. 7ff.). Hierbei wird durch das Personalpronomen „ich“ (ebd.) zum ersten Mal deutlich, dass das lyrische Ich von sich selbst spricht. Zudem wird deutlich, dass es lieber durch den Liebeskummer „leide[t]“ (ebd.), also sich mit dem Schmerz zufrieden gibt, als sich mit den freudigen Erlebnisse beziehungsweise Ereignisse des Lebens auseinandersetzt. Bei den Nomen „Leiden“ (ebd.) und „Freuden“ (ebd.) lässt sich eine Unregelmäßigkeit im Reimschema erkennen, die die Bedeutung dieser Wörter gegenüberstellt. Dabei wird besonders die innere Zerrissenheit, die vor allem im Sturm und Drang zu Beschreibung des Menschen verwendet wurde, hervorgehoben. Weiterhin erklärt das lyrische Ich „Alle das Neigen / von Herzen zu Herzen“ (V. 11f.), womit es die Liebe in den Vordergrund stellt, da „Herzen“ (ebd.) einander zugeneigt sind und sich gegenseitig anziehen, also die Liebe immer auf Gegenseitigkeit beruht. Der nächste Vers wird durch die Interjektion „ach“ (V. 13) eingeleitet, wodurch die Gefühle des lyrischen Ichs verdeutlicht werden. Zudem fügt es in Bezug auf die Liebe hinzu, dass sie „Schmerzen“ (V. 14) schaffe, Liebe also immer mit Schmerz verbunden sei. Die Bedeutsamkeit dieser Aussage wird durch das Interpunktionszeichen „!“ (ebd.) noch einmal bestärkt, wodurch zugleich angemerkt wird, dass dies eine Tatsache sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte und somit letzte Strophe beginnt mit zwei rhetorischen Fragen „Wie – soll ich fliehen? / Wälderwärts ziehen?“ (V. 15f.). Hierbei fragt sich das lyrische Ich, wie es von dem Schmerz, der in der vorherigen Strophe seine Erkenntnis gewonnen hat, fliehen könne. Der Ausdruck „Wälderwärts“ (ebd.) beschreibt dabei die Richtung, in die das lyrische Ich fliehen könne. Dabei wird durch die Begrifflichkeit des Waldes die Nutzung des Wortfeldes der Natur erneut aufgegriffen, die zum einen eine Art Schutzfunktion aufweisen kann, zum anderen aber auch Einsamkeit und Dunkelheit symbolisiert, womit auf die derzeitige Situation des lyrischen Ichs Bezug genommen wird. Diese Fragen werden mit „Alles vergebens“ (V. 17) beantwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.)&lt;br /&gt;
Goethe – Rastlose Liebe (1776)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Rastlose Liebe“ von Johann Wolfgang von Goethe handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahre 1776, zur Zeit des Sturm und Drang, veröffentlicht wurde. Thematisch geht es um das Verständnis des lyrischen Ich´s von Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 20 Versen, welche sich über drei Strophen erstrecken. Die beiden vorliegenden Reimschemen sind Paar- und Kreuzreim. Außerdem besteht das Gedicht aus einem zwei-hebigen Jambus und aus männlichen und weiblichen Kadenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht beginnt mit der Akkumulation in der ersten Strophe: „Dem Schnee, dem Regen / dem Wind entgegen“(V.1f.). Diese Nomen geben jeweils eine andere Form des Wetters an und zeigen einen Vorgang, welcher sich über alle vier Jahreszeiten erstreckt. Dieser Vorgang erstreckt sich „im Dampf der Klüfte, / durch Nebeldüfte, immer zu ! Immer zu !“(V.3ff.). Er macht also vor nichts halt und dauert immer weiter an, was auch an dem Aussage „Ohne Rast und Ruh“(V.6) zu erkennen ist. Der Vorgang ist der der Liebe, welche niemals aufhört und somit eine „Rastlose Liebe“(V.0) ist. In der zweiten Strophe kommt dann auch ein lyrisches Ich vor, welches sich „Lieber durch Leiden / (…) schlagen, als so viele Freuden des Lebens ertragen“(V.7ff.) möchte. Diese Aussage ist in gewisser Art paradox, da eigentlich niemand freiwillig die schlechtere Option, nämlich das „Leiden“(ebd.), der besseren Option, nämlich den „Freuden des Lebens“(ebd.) vorziehen würde, das lyrische Ich es aber trotzdem tut. Der Grund dieser Entscheidung könnte die Liebe zu einer gewissen Person oder Sache sein, denn die Liebe ist „Ohne Rast und Ruh“(ebd.) und nimmt somit auch das „Leiden“(ebd.) in kauf. Darauf hin sagt das lyrische Ich „Alle das Neigen / von Herzen zu Herzen, / ach, wie so eigen / schafft das Schmerzen !“(V.11ff.). Dies zeigt die Situation in welcher es sich aufgrund der Liebe befindet, welche von Schmerzen und Leid geprägt ist. Die Interjektion „ach“(ebd.) drückt zusätzlich seine Verzweiflung aus, da es mit der Situation unzufrieden ist, sie aber aufgrund von Liebe trotzdem durchzustehen versucht. Daraufhin folgt die dritte Strophe, welche mit der rhetorischen Frage „Wie – soll ich fliehen ?“(V.15) eingeleitet wird. Diese drückt erneut die Verzweiflung des lyrischen Ich´s aus und zeigt, dass es mit der Situation überfordert zu sein scheint und nicht weiß, was es machen und wie es reagieren soll. Es folgt eine weitere rhetorische Frage, welche eine mögliche Reaktion des lyrischen Ich´s aufweist und die Gedanken des lyrischen Ich´s widerspiegelt. Und zwar stellt es sich die Frage, ob es „Wälderwärts ziehen“(V.16) soll und kommt zu dem Ergebnis, dass „Alles vergebens“(V.17) ist. Das Gedicht endet darauf mit den Worten „Krone des Lebens, / Glück ohne Ruh, / Liebe, bist du !“(V.18ff.). Damit bringt das lyrische Ich zum Ausdruck, dass die Liebe das Wichtigste im Leben, also die metaphorische „Krone“(ebd.) des Lebens und somit auch die Lösung in unschönen Situationen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Liebe im Mittelpunkt des lyrischen Ich´s steht und es diese auch selbst in aussichtslosen Situation beherzigt und sie als Lösung seiner Probleme verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.)&lt;br /&gt;
Rilke – Einsamkeit (1902)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Einsamkeit“ von Rainer Maria Rilke handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahre 1902, zur Zeit des Fin de siecle veröffentlicht wurde. Thematisch geht es um das Verständnis von Einsamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 12 Versen, welche sich über drei Strophen erstrecken. Das vorliegende Reimschema ist unregelmäßig. Außerdem besteht das Gedicht aus einem vier-hebigen Jambus und aus männlichen Kadenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.)&lt;br /&gt;
Vergleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die beiden Gedichte „Rastlose Liebe“ von Johann Wolfgang von Goethe und „Einsamkeit“ von Rainer Maria Rilke miteinander vergleichen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/Stellungnahme_zur_Rezension</id>
		<title>CFS T-Klassen/Wertung und Wirkung von Literatur/Stellungnahme zur Rezension</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/Stellungnahme_zur_Rezension"/>
				<updated>2019-02-26T20:25:32Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Stellungnahme zur Rezension zum ''Haus in der Dorotheenstraße''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug aus Worthmann von Rodes Radiobeitrag zur SWR2 Sendung „Buch der Woche“ vom 11.03.2013 befasst sich mit Hartmut Langes „Das Haus in der Dorotheenstraße“. Im folgenden werde ich zu der Auffassung der Autorin Stellung nehmen, indem ich den Auszug kurz erläutere und in Verbindung zur Novelle sowie zu meiner eigenen Erfahrung setze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Anfang stellt Worthmann von Rode die Frage an, was genau Wirklichkeit ist, findet jedoch keine konkrete Antwort darauf. So wie auch die Autorin, empfinde ich das finden einer solchen Antwort als schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Für mich ist das wirklich, was ich fühle und denke und so ist jede subjektive Sichtweise einer Person für eben diese real. Bezieht man den Begriff der Wirklichkeit jedoch auf die gesamte Wahrnehmung, so muss man diese objektiv betrachten. In diesem Sinne wären jegliche individuelle Wahrnehmungen nicht wirklich, sondern alleinig Interpretation der Situation. Wirklichkeit wäre in diesem Sinne also allein das, was aktiv passiert. So weht beispielsweise der Wind oder die Sonne scheint. Alles Annahmen, die nicht nach jeweiliger Sicht variieren. Betrachtet man jedoch bereits die Temperatur, so ist die Wahrnehmung dieser wieder subjektiv, da niemand festgeschrieben hat, was beispielsweise Wärme und Kälte ausmacht. Somit denke ich, dass bis auf wenige Dinge im Leben, die gesamte Wahrnehmung subjektiv ist und es nur wenig gibt, das festgeschrieben für alle gleich wahrnehmbar ist. So schießt beispielsweise jemand einen Ball - allgemeine Wahrnehmung, ob er jedoch gut oder schlecht geschossen wurde, welche Motivation dahinter steckte, bleibt Wirklichkeit der persönlichen Wahrnehmung. Was nun also wirklich ist und was nicht, ist nicht zu differenzieren. Es gibt niemanden der festlegt, was wirklich ist, aber auch niemanden der sagt, dass beispielsweise persönliche Wahrnehmungen nicht real sind, denn sie entsprechen im Endeffekt immer noch der individuellen Realität des Fühlen und Denken. In diesem Sinne entspricht meine Meinung der der Autorin, indem diese auf die Frage nach dem wirklich Wirklichen ebenfalls keine Antwort findet. Zwar könnte man annehmen, das für die gesamte Welt wahrnehmbare Aktionen eher wirklich sind als subjektive Meinungsbilder, jedoch weiß man selbst bei diesen nicht mit Sicherheit ob diese wirklich sind oder doch nur eine allgemeine, eigentlich nicht da gewesene, Wahrnehmung der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fortgang der Textstelle nimmt sie Bezug auf Hartmut Lange, welcher sich mit der vorhergehenden Frage beschäftige. So meine dieser, dass die individuelle Wahrnehmung uns egal zu welcher Zeit, beim täglichen agieren, in Zweifel versetzen und uns somit zu der „unterdrückte[n] Seite unserer Existenz“(Z. 33) führe. Bei dieser Seite des Denkens bleibt so letztlich auch offen, was wirklich Realität und was irrational ist. Die Richtigkeit dieser Aussage Worthmann von Rodes zeigt sich im Beispiel der Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“. Hierbei nimmt Gottfried Klausen die Person ein, deren unterdrückte Seite der Existenz zum Ausdruck kommt. &lt;br /&gt;
Dabei verfällt der eigentlich rationale und realitätsgetreue Gottfried Klausen seiner Wahrnehmung, indem er entfernt von seiner Heimat an der Treue seiner Frau zweifelt und Männerstimmen am Telefon hört. Ob die Frau ihm jedoch letztlich untreu war, wird in der Novelle nicht geklärt. Klausen handelt affekt-orientiert und bringt seine Frau wahrscheinlich um. Jedoch auch die Frage des Mordes bleibt an dieser Stelle ungeklärt, sodass die gesamte Erzählung zwischen Wahrnehmung und möglicher Wirklichkeit schwebt. Somit schafft Lange es, wie die Autorin hier behauptet, in die realistische Darstellung der Umwelt und des Seins eine Ungewissheit der Wahrnehmung einzubringen, die eine Schwebe zwischen Realität und Irrationalem schafft, die nur der Leser sich mit seiner subjektiven Sicht ergründen kann. Zwar sind beispielsweise der Mord sowie der Treuebruch recht realistisch dargestellte Situationen, die sich trotz der Metaphorik Langes Sprache schnell erschließen, jedoch bleibt am Ende dennoch in gewissem Grade offen, ob nicht doch alles nur eine einzige Wahrnehmung – wie eine Art Traum – Klausens war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man letztlich noch die Annahme, dass eben solche zu einer komplexen Wahrnehmung führenden Zweifel in alltäglichen Situationen auftreten, so lässt sich diese differenziert beurteilen. Richtig daran ist, dass Zweifel häufig aus den simpelsten Situationen resultieren und sich somit in unserer Wahrnehmung dieser die „unterdrückte Seite“(Z. 33) zeigt. Jedoch bauen sich eben solche Zweifel häufig über einen viel längeren Zeitraum auf, sodass die konkrete Situation häufig nur der Auslöser ist. Zweifel und Ängste sind somit im allgemeinen im Menschen verankert, jedoch individuell stark ausgeprägt, was nicht nur mit einer Situation, sondern mit der gesamten Erfahrung an das Leben eines Menschen zusammenhängt. Somit finde ich diese Annahme zwar durchaus berechtigt, jedoch etwas zu knapp gefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt eine Stellungnahme zu „Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“ (Z. 31 – 35). Dieses Zitat stammt von Waltraut Worthmann von Rode, welches sie in ihrer Rezension zu „Das Haus in der Dorotheenstraße“, in SWR2 nannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrer Aussage gibt die Sprecherin, ihre Meinung zur „Wirklichkeit“ (Z. 31) preis. Sie selbst kann die Wirklichkeit nicht definieren und stellt direkt zu Beginn dieses Zitates, eine Frage an die Zuhörer (vgl. Z. 31). Ergänzend fügt sie hinzu, dass sie sich fragt, ob „das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt“ (Z. 30f.) die Wirklichkeit ist. Sie setzt diese Frage nach der Wirklichkeit in Bezug zu Hartmut Langes Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“, in dem sie sagt, der Autor dekliniere diese Frage durch (vgl. Z. 32). Jeder Mensch hat laut Waltraut Worthmann eine unterdrückte Seite, welche einmal ausbricht (vgl. Z. 32f.). Meist „zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand“ (Z. 33). In Langes Novelle ist der Protagonist Gottfried Klausen in London, als er an der Treue seiner Ehefrau zweifelt. Diese Zweifel verstärken sich, durch eine Männerstimme, die er an seinem Telefon zu hören meint. Am Ende der Novelle scheint es so, als würde Gottfried Klausen seine Frau ermorden, ob er das letztlich allerdings tut, bleibt unklar. Hier ist die Frage der Wirklichkeit also sehr wichtig, da man nicht weiß, ob das alles nur eine Illusion, ein Traum ist oder, ob es die Wirklichkeit ist. Meiner Meinung nach, hat Waltraut Worthmann mit ihrer These zu Wirklichkeit recht. Jeder Mensch hat andere Definitionen für die verschiedenen Dinge. Außerdem gibt es für viele Dinge keine wirklichen Kriterien, beispielsweise, wissen wir nicht warum die Farbe rot, rot ist. Für mich ist das Wirklichkeit, was ich fühlen, sehen, hören und riechen kann. Also das, was ich mit meinen Sinnesorganen wahrnehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird zu den Aussagen der Rezensentin Waltraut Worthmann von Rode Stellung genommen, welche sich in der Rezension über Hartmut Langes „Das Haus in der Dorotheenstraße“ in der Sendung des SWR2s zum „Buch der Woche“ vom 11.03.2013 wiederfinden lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gilt es zu den Worten „Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“ (Z. 31-35) Stellung zu nehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn wird die Frage aufgeworfen „Was ist Wirklichkeit?“ (Z. 31). Somit ist zu sagen, dass von Rode versucht eine Antwort auf diese Frage zu bekommen. Diese lässt sich aber aus dem Kontext heraus stellen, dass das Unheimliche, laut von Rode, in die Geschichten von Lange eingesickert ist und somit zwischen Illusionen und Selbsttäuschungen die Wirklichkeit und das Fiktive nicht mehr unterscheiden lässt. Unter diesem Gesichtspunkt stelle ich mir ebenfalls die Frage was Real ist und was nicht. Ist es das was ich spüren, sehen und riechen kann? Oder sogar auch das was ich empfinde? Aber empfindet nicht jeder anders? Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass nur das Wirklichkeit sein kann, was ich unmittelbar wahrnehme, denn dies ist gewiss existent, zumindest für den Moment. Wenn dies jedoch durch Begründungen wie Gegenbeweise widerlegt wird, so handelt es sich um die reine subjektive Wahrnehmung, wie sie von mir in diesem Ist-Zustand wahrgenommen wurde. So sollte man die objektive und subjektive Wirklichkeit von einander unterscheiden. Ein Beispiel für die subjektive Wirklichkeit wäre, dass jemand durch seine alleinigen Erlebnisse als nicht denkbar, unmöglich und somit als unwahr betitelt. Wenn allerdings dies durch Belege oder Ausschließungsverfahren widerlegt werden kann, so handelt es sich um die objektive Wirklichkeit. So basiert diese auf Beweise und Belege.   Letztendlich bin ich der Meinung, dass die Wirklichkeit hauptsächlich im Auge des Betrachters ist und jeder seine eigene Wirklichkeit hat. So malt jemand beispielsweise ein Bild, so ist es eine objektive Wahrnehmung. Ist dies jedoch gelungen oder nicht, liegt an den Empfindungen des einzeln Individuum, demnach ist dies die subjektive Wirklichkeit. Dem ist somit hinzuzufügen, dass die Objektivität in der Wirklichkeit das ist, was feststehend ist und für jeden gleich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Lange hat sich mit dieser Frage beschäftigt und konnte somit das Unheimliche in seinen Geschichten eintauchen lasse. Somit drehen sie sich um die Wahrheit und die Irrationalität im Leben der Männer.  Diese zentralen Motive werden jedoch „mit einem perfiden Stilmittel“ (Z. 32) in die Geschichten hinein integriert, so dass sie nahe zu heimtückisch eine Brücke zwischen Fiktionalität und Realem schaffen. Durch die hervorgerufene subjektive Wahrnehmung werden im tiefsten Inneren in und Menschen Zweifel ausgelöst und somit bricht eine „unterdrückte Seite unserer Existenz“ (Z. 33) aus. Dabei ist anzumerken, dass wir durch diese Seite nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können, da wir oftmals nur das wahrnehmen, was wird auch nur wahrnehmen wollen. Auch so ist es bei dem Protagonisten Gottfried Klausen aus der Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“ des gleichnamigen Sammelbands.  Dieser merkt durch seinen eintönigen Alltag nicht, dass seine Frau sich nach und nach von ihm abwendet und nimmt lediglich seinen Erfolg im Beruf wahr. Letztendlich wird er dann durch eine Männerstimme am Ende des Telefons misstrauisch und fängt an zu zweifeln. Jedoch bleibt unklar, ob Klausen seine Ehefrau am Ende wirklich umgebracht hat, und dies kann sich der Leser nur durch seine subjektive Wahrnehmung erschließen. Somit empfindet jeder anders an dieser Stelle und für jeden ist auch die Wirklichkeit anders definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Textpassage aus der Rezension von Worthmann von Rodes Radiobeitrag vom 11.03.2013 beschäftigt sich genauer mit der Frage was Wirklichkeit ist und wie diese in Hartmut Langes „Das Haus in der Dorotheenstraße“ verankert ist. Im Folgenden werde ich zu der Meinung der Autorin Stellung nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Textpassage stellt Waltraut Worthmann die Frage, wie sich Wirklichkeit genau definieren lässt. Jedoch gibt sie keine anschauliche Antwort auf ihre Frage. Ebenso wie für die Autorin ist es auch für mich anspruchsvoll eine präzise Antwort auf die Frage nach der Wirklichkeit zu finden. Meiner Meinung nach ist Wirklichkeit das, was jeder Mensch mit seinen Sinnesorganen wahrnimmt. Dies ist jedoch nur eine subjektive Sichtweise eines einzelnen Individuums. Betrachtet man die Wirklichkeit hinsichtlich auf alle Menschen, so ergibt sich schnell die Problematik, dass jede individuelle Wahrnehmung grundverschieden ist. Die individuelle Wahrnehmung wird von schier unzähligen Faktoren beeinflusst. Kulturelle und gesellschaftliche Unterschiede sowie Differenzen bei Bildung und Erziehung bilden einen Teil dieser Faktoren ab. Jedoch liegt die Spannweite der Variationen innerhalb dieser Faktoren weit über dem Vorstellbaren. Niemand kann die Wirklichkeit eines anderen vorherbestimmen oder berechnen. Jedes Individuum besitzt seine eigene Wahrnehmung und damit auch eine eigene Variation der Wirklichkeit. Somit bin ich der Meinung, dass sich die Wirklichkeit nicht eindeutig definieren lässt und sie für jedes Individuum anders ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren nimmt die Autorin Bezug auf die Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“, welche von Hartmut Lange verfasst wurde. Dieser ist der Auffassung, dass „jene unterdrückte Seite unserer Existenz […] meist am helllichten Tag aus[bricht]“ (Z.32ff.), wodurch jedoch auch die Frage nach der Wirklichkeit nicht beantwortet wird. Letztlich bleibt also offen was Einbildung bzw. Realität ist. Dies wird auch an dem Beispiel der Novelle deutlich, da in dieser der rationale Protagonist Gottfried Klausen seiner Wahrnehmungen verfällt, da er die Treue seiner Frau anzweifelt und er sie wahrscheinlich umbringt. Die Untreue seiner Frau wird jedoch nicht aufgeklärt. So bleibt dieser Aspekt sowie der wahrscheinliche Mord an seiner Frau ungeklärt und für den einzelnen Leser nur vermutbar, weshalb zum Ausdruck kommt, dass die gesamte Novelle zwischen Realität und Irrationalem schwebt und sich der Leser nicht sicher sein kann, was wirklich ist und was nicht, wodurch auch hier der Begriff der Wirklichkeit nicht eindeutig definierbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird.“ (Z. 31 – 35)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Textpassage erläutert die Autorin den zentralen Konflikt in Hartmut Langes Novellen. Die Handlung der Novellen schwankt zwischen Realität und Fiktion, sodass der Leser sich oftmals reflektieren muss welcher Teil der Handlung irrational ist und welcher nicht. Insgesamt fasst die Autorin diese Problemstellung in der Frage „Was ist Wirklichkeit?“ (Z. 31) zusammen. Um diese Frage zu beantworten gibt sie zwei allgemein gültige Aufgaben zur Wirklichkeit. Einmal erklärt sie die Wirklichkeit als „Das, was jedermann sieht“ (Z. 31) und zum anderen benennt sie die Wirklichkeit als „das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt“ (Z. 31 f.). Die Definition des Substantives Wirklichkeit lautet im Duden wie folgt: „[alles] das, Bereich dessen, was als Gegebenheit, Erscheinung wahrnehmbar, erfahrbar ist“. Insgesamt stimmen beide Erklärungen der Autorin mit der offiziellen Definition überein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie stellt darüber hinaus auch fest: „Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch“ (Z. 32). Besonders zu betrachten ist das Verb „deklinier[en]“ (ebd.) das in Bezug zur Darstellung der Wirklichkeit in Langes Novellen steht. Unter dem Verb wird das Einsetzen von Substantiven in verschiedene Kasus verstanden. Dies lässt sich auf die Novellen übertragen. Der Verfall der Realität ist als Substantiv zu sehen, welches in unterschiedlichen Kasus betrachtet wird. Die Kasus stehen hierbei stellvertretend für die unterschiedlichen Novellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin sie knüpft an den vorherigen Satz an mit der Erklärung „Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus“ (Z. 32 f.). Dem ist zuzustimmen, da das Irreale in der Handlung meist am Tag geschieht, wenn die Protagonisten wach sind. Allerdings wird durch die Hyperbel „perfide[s] Stilmittel“ (ebd.) die hohe Bedeutung veranschaulicht, die Waltraud Worthmann von Rhode dem Autor beimisst. Dies erläutert sie ebenso mit der Aufzählung „Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“ (Z. 33 ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem ist die Ansicht der Autorin in Bezug auf die Novellen Hartmut Langes nachvollziehbar, auch wenn anzumerken ist, dass sie in großem Maß ihre Meinung einfließen lässt und mit stilistischen Mitteln wie der Metapher des Verbs „deklinieren“ oder der Hyperbel „perfide[s] Stilmittel“ versucht den Leser von ihrer Ansicht zu überzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich zu einem Auszug aus der Rezension Waltraut Worthmann von Rodes bezüglich der Novellen Hartmut Langes mit dem Titel „Das Haus in der Dorotheenstraße“ Stellung nehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn dieses Auszugs stellt die Autorin die Frage, was „Wirklichkeit“ (Z. 31) sei. Diese Frage konkretisiert sie anschließend, indem sie aufführt, dass Wirklichkeit das sei, „was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt“  (Z. 32 f.) Genau zu definieren was genau Wirklichkeit ist, ist meiner Meinung nach nicht leicht zu beantworten. Aus meiner Persönlichen Sichtweise würde ich Wirklichkeit als das beschreiben, was tatsächlich existiert und somit der Realität entspricht. Im Kontrast dazu steht demnach die Phantasie und das Fiktive. Aus diesem Grund würde ich der ersten Antwortmöglichkeit der Autorin auf ihre Frage in gewisser Weise widersprechen, da sich jene vorerst darauf beschränkt, dass alle das, was „jedermann sieht“ (ebd.) Wirklichkeit ist. Meiner Meinung nach geht das Wirkliche jedoch über das was der Mensch sehen kann hinaus. Zum einen beschränkt sich die Wirklichkeit auf alles Wahrnehmbare, denn auch das, was man beispielsweise hört und fühlt ist real. Somit ist das Reale nicht nur von dem Sehsinn abhängig, sondern ist auf verschiedene Art und Weise wahrnehmbar. Des Weiteren würde ich dieser Aussage widersprechen, da die Wirklichkeit nicht nur vom Menschen wahrnehmbar ist, was die Autorin durch die Aussage „jedermann“ (ebd.) andeutet. Auch Tiere besitzen die Fähigkeit Dinge wahrzunehmen, meist sogar jene, die der Mensch nicht erkennt. Somit ist das Wirkliche meiner Meinung nach insgesamt das, was von einem Lebewesen auf verschiedene Art und Weise wahrgenommen werden kann. Der zweiten Aussage der Autorin, dass das Wirkliche das ist, „was der subjektive Blick auf die Welt ergibt“ (ebd.), stimme ich zu, da diese Sichtweise mit einbezieht, dass das Wirkliche von jedem Lebewesen persönlich und individuell wahrgenommen werden kann. Zudem wird dadurch auch indirekt aufgegriffen, dass nicht nur das, was man sieht real ist, sondern alles was wahrnehmbar ist. Dazu zählen beispielsweise das Hörbare und Fühlbare sowie die Gedanken, welche ebenfalls nicht rein fiktiv sind. Die Tatsache, dass Waltraut Worthmann von Rhode diese Antwortmöglichkeiten als Frage formuliert, weisen darauf hin, dass sie die Frage nach dem was wirklich ist, nicht konkret beantworten kann, da sie schwer zu definieren ist. Dem schließe ich mich ebenfalls an, da diese Frage sehr komplex ist und meiner Meinung nach nicht konkret beantwortet werden kann, was tatsächlich Wirklichkeit und was Fiktion ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend geht die Autorin darauf ein, wie Hartmut Lange das Verständnis von Wirklichkeit in seine Werke mit einbezieht. Für sie stellt er die Wirklichkeit mit dem „perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus“ (Z. 32 f.) dar. Dies ist so zu erklären, dass nach der Meinung Hartmut Langes die „unterdrückte Seite unserer Existenz“ (ebd.) in alltäglichen Situationen zum Vorschein kommen kann. Jene unterdrückte Seite bezieht sich dabei letztlich auf die Person, die wir tatsächlich sind und meist verdrängen. Somit löst am Beispiel des Protagonisten Gottfried Klausen ein Anruf aus, dass seine gesamte Person sich verändert und eben diese veränderte Person ist nach Hartmut Lange jene, die wir wirklich sind und lediglich unterdrückt haben. Gottfried Klausen ist zu Beginn sehr rational orientiert und Theaterstücke wie „The Tragedy of Othello“ sind seiner Meinung nach „vollkommen unglaubwürdig“ (Novelle Z. 62). Als er aus beruflichen Gründen nach London verreist stellt sich letztlich durch einen Anruf, bei welchem er eine Männerstimme wahrnimmt, heraus, dass seine Frau ihm nicht wie geplant nach London folgen möchte und möglicherweise eine Affäre hat. Diese alltägliche Situation, der Anruf, verändert letzten Endes die gesamte Person Gottfried Klausens und seine Sichtweise. Er sucht ein Theater auf und sieht sich jenes Stück an, welches er zuvor noch für unglaubwürdig gehalten hat. Die Handlung des Stücks geht ihm nicht mehr aus dem Kopf und er steigert sich weiter in den Gedanken, dass seine Frau ihn betrügt hinein. Am Ende bringt er seine Frau möglicherweise um. Die wahrgenommene Männerstimme sowie der letztliche Mord an seiner Frau sind realistisch dargestellt, jedoch ist nicht gänzlich feststellbar, ob sie wirklich sind oder rein auf der Illusion des Protagonisten basieren. Aufgrund dieser Unklarheit befindet sich die Handlung der Novelle in einem Schwebezustand zwischen der Wirklichkeit und Illusion und der Leser muss sich letztlich „subjektiv[.]“ (ebd.) entscheiden, wie er die Situationen, welche beschrieben werden, wahrnimmt. Somit wird in der Novelle dargestellt, dass jeder Mensch eine zweite Seite besitzt, welche er verdrängt und vorerst nicht wahrnehmen kann. Dies kann sich jedoch durch ein alltägliches Geschehnis so verändern, dass der Mensch diese Seite, welche ihn tatsächlich ausmacht, wahrnimmt und letztlich seine eigene Wirklichkeit erkennt. Dem stimme ich grundsätzlich zu, da Veränderungen im Leben ständig dazu führen, dass man sich selbst ebenfalls verändert und viele Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, was eine neue, zuvor unterdrückte Wahrnehmung der Realität ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich zu der Aussage (vgl. Z.31 -35) aus der Rezension von Waltraut Worthmann von Rode über die Novellen ,,Das Haus in der Dorotheenstraße“ aus der Sendung ,,Buch der Woche“, welches am 11.03.2013 im Radiosender SWR2 ausgestrahlt wurde, begründet Stellung nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Zitats wirft die Autorin die Frage ,,Was ist Wirklichkeit?“ (Z.31) auf und findet darauf keine richtige Antwort, denn weiterhin fragt sie sich, ob die Wirklichkeit das sei, was ,,jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt?“ (Z. 31 f.). Aus meiner Sicht ist es schwer diese Frage zu beantworten. Wie die Autorin bereits vor Augen führt, kann die Wirklichkeit sowohl das sein, was jeder sieht also eine objektive Perspektive als auch das, was ein Einzelner empfindet und wahrnimmt, also eine subjektive Perspektive sein. Bezüglich der objektiven Perspektive ist jedoch zu beachten, dass lediglich bloße Tatsachen festgestellt werden können und die Hintergründe, die zu einem bestimmten Ereignis oder einer bestimmten Handlung führen, außer Acht gelassen werden, obwohl diese ebenfalls die Wirklichkeit darstellen und bedeutsam sind. Zudem werden innere Prozesse ebenfalls völlig ausgelassen, die ebenfalls für ein Ereignis oder einer Handlung von Bedeutung sind. Zu der subjektiven Perspektive ist zu sagen, dass diese Wirklichkeit sich nicht auf alle Menschen übertragen lässt und somit jeder eine ,,eigene Wirklichkeit“ besitzen müsste, was jedoch eine problematische Auswirkung ergeben würde. Jede subjektive Perspektive ist von dem Bildungsstand, der Herkunft, der Muttersprache, des Geschlechts, Religion und vielen weiteren Faktoren geprägt. Denn je nach Herkunft und Glaube ist die eigene Sicht auf das Leben unterschiedlich sowie auch Erfahrungen im Leben die subjektive Perspektive und somit die subjektive Wirklichkeit prägen. Zudem ist also zu sagen, dass die Wirklichkeit sich sowohl aus der subjektiven als auch objektiven Perspektive zusammensetzt, obwohl dazu auch zusagen ist, dass dennoch nicht die gesamte Wirklichkeit somit erfasst ist, da es viele Dinge gibt, die der Mensch nicht weiß oder wahrnehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autorin ist dazu der Ansicht, dass diese Frage von Hartmut Lange in den Novellen ,,dekliniert“ (Z. 32) werde und dabei jene ,,unterdrückte Seite unserer Existenz […] am helllichten Tag“ (Z. 33) ausbreche und zwar zu ,,einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt“ (Z. 33 ff.) werde. Dies ist so zu verstehen, dass die ,,unterdrückte Seite unserer Existenz“ (ebd.) die Seite in einem Individuum darstellt, die wir wirklich sind oder aufgrund von dem bisherigen Ereignissen und Lebensbedingungen noch nicht zum Vorschein kam. So ist also davon auszugehen, dass diese Seite durch bestimmte Ereignisse und Gefühlen hervorgeholt werden kann oder Menschen sich durch Geschehnisse verändern. Bezüglich der Novelle ,,Das Haus in der Dorotheenstraße“ ist somit zusagen, dass die Wirklichkeit somit das darstellt, was der Mensch empfindet und was sich für diesen ereignet und jeder somit eine eigene Wirklichkeit besitzt. Dies lässt sich anhand von Gottfried Klausen verdeutlichen. Gottfried Klausen ist zu beginn der Novelle eine rational denkende Figur, die viel Wert auf seine Arbeit und Karriere setzt und nach London versetzt wird. Seine Frau Xenia soll diesem nach London folgen, erscheint aber zu dem vereinbarten Tag nicht nach London und nachdem Klausen seine Frau dann anruft, meint dieser eine Männerstimme zu hören und er vermutet, dass sie eine Affäre hat. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich Gottfried Klausen und dieser vernachlässigt immer mehr seinen Beruf und besucht das Theaterstück ,,The Tragedy of Othello“, an welches er nicht aufhören zu denken kann und sich immer weiter in den Gedanken, dass seine Frau eine Affäre hat, hineinsteigert. Die Grenzen von Wirklichkeit und Irrationalem verschwimmen, sodass dem Leser nicht klar ist, ob die Männerstimme bei dem Anruf letztendlich nur Einbildung Gottfried Klausens ist oder es die Männerstimme am anderen Ende des Anrufs wirklich gab. Auch das Ende der Novelle bleibt unklar, da ein möglicher Mord Gottfried Klausens an Xenia beschrieben wird, jedoch nicht klar ist, ob dies wirklich passiert ist oder nur Einbildung ist, wodurch der Leser selbst entscheiden muss, wie er die Situation auffasst. Dieser Auffassung der subjektiven Wirklichkeit und, dass sich ein Mensch durch Ereignisse, die subjektiv aufgefasst werden, verändert, je nach dem wie er dieses Ereignis wahrnimmt, zu, da letztendlich nur entscheidend ist, wie etwas subjektiv wahrgenommen wird, denn auf Basis dessen handelt der Mensch, somit besitzt jeder eine subjektive Wirklichkeit, die sich aus mehr zusammensetzt, als bloße Wahrnehmung, sondern Gefühle und persönliche Wahrnehmung mit einschließt. Hinzuzufügen ist jedoch auch, dass die Wirklichkeit nicht definierbar ist, da sie mehr umfasst, als das, was jeder wahrnehmen oder ein Einzelner empfinden und wahrnehmen kann, da vieles für Menschen nicht wahrnehmbar oder begreifbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden nehme ich Stellung zu dem Zitat  ,,Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am hellichten Tag aus. Zu einer genuen Zeit, in der versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird” (Z.31ff.)von Waltraut Worthmann aus ihrer Rezension zu der Novelle ,,Das Haus in der Dorotheenstraße” von Hartmut Lange aus dem Jahre 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Wirklichkeit dass, was laut Waltraut Worthmann ,,der subjektive Blick auf die Welt” (ebd.) ist, denn ,,jedermann” (ebd.), also jeder Mensch hat eine andere Wahrnehmung, denn jeder Mensch ist individuell und ist seinen eigenen Lebensweg gegangen, also hat ein individuelle Erfahrungen gesammelt. Zu Beginn geht stellt die Autorin einleitend die Frage ,,Was ist Wirklichkeit?” (Z.31) auf die sie keine Antwort kennt, dass sie selbst auch keine Antwort nennt zeigt den oft vorkommenden Konflikt im Leben, denn jeder einzelne von uns hat eine eigene Wahrnehmung, die durch viele Faktoren wie z.B durch Erfahrungen und Erziehung geprägt werden. Dann geht die Autorin darauf ein, dass auch diese Frage ,,Hartmut Lange durch [dekliniert]” (Z.32), was auch in seiner Novelle ,,Das Haus in der Dorotheenstraße”  deutlich wird, da der Protagonist Gottfried Klausen auch nicht zwischen der Realität und Fiktion unterscheiden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“ (Z. 31-35) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Textpassage, welche aus Waltraut Worthmanns Rezension zu Hartmut Langes Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“ entnommen wurde, beschäftigt sich genauer mit der Frage was Wirklichkeit ist und wie diese in Hartmut Langes Novelle verwurzelt ist. Im Folgenden werde ich zu der Behauptung der Autorin Stellung nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. ZU einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird:[…]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat, welches von Waltraut Worthmann von Rode verfasst wurde, stammt aus der Rezension der Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“, welche von Hartmut Lange verfasst wurde. Im folgenden werde ich zu diesem Zitat persönlich Stellung nehmen und diese bewerten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage der Autorin „Was ist Wirklichkeit?“ (Z. 31) ist in meinen Augen eine sehr schwer zu beantwortende Frage. Denn woher weiß man überhaupt was Wirklichkeit ist und was sich dahinter verbirgt? Sie stellt eine Frage in der sie verschiedene Sichtweisen in den Vordergrund stellt. Nämlich „das, was jedermann sieht (der objektiv Blick) oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese zwei Ansichten zu unterscheiden, ist meiner Meinung nach ziemlich schwer, denn woher sollen wir wissen, was wir wahrnehmen und was nicht? Unsere menschliche Wahrnehmung ist durch ihre Sinnesorgane beschränkt. Sei es das Sehen mit den Augen, das Riechen mit der Nase, das Hören mit den Ohren etc.  Wenn wir zum Beispiel in einer Großstadt sind und in einer riesigen Einkaufsmeile stehen, sehen alle die vielen verschiedenen Geschäfte, die Menschenmassen, riechen schöne aber auch unangenehme Gerüche und hören viele laute Stimmen die zusammen einen unerkennbaren Geräuschpegel produzieren… . Der Unterschied zum subjektiven Blick liegt darin, was jedes einzelne Individuum wahrnimmt. Unter vielen Menschen nimmt jeder einen anderen Menschen wahr und nimmt vielleicht den Geruch von frischen Waffeln wahr, während ein anderer die Wolkenkratzer wahrnimmt. Jetzt ist jedoch die Frage, was wirklich real ist. Die Autorin berichtet, das Lange dieser Frage hinterher forscht in seinen Novellen und so wie die Autorin es definiert mit einem „perfiden Stillmittel“ (Z. 32). Sie bezeichnet dieses als „Jene unterdrückte Seite“ (Z. 33). Im Bezug auf Gottfried Klausen, dem Protagonisten der Novelle, aber auch bei jedem anderen Individuum zeigt die unterdrückte Seite, die subjektive Sicht, denn die „unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus“ (Z. 33), Menschen nehmen Dinge bewusst auf unterdrücken diese jedoch, weil sie eigentlich nichts davon wissen wollen. Und so macht Gottfried Klausen das auch. In seiner Zeit in London ist er ausschließlich mit seiner Arbeit beschäftigt und kümmert sich um seine Existenz, während er auch bemerkt, dass er seine Beziehung aufs Spiel setzt und beim Anrufen seiner Frau Männerstimmen hört. Ob es jetzt wirklich Männerstimmen waren das weiß keiner. Ihm wird jedoch bewusst, dass etwas anders ist und nicht so wir sonst. Genau diese Frage lässt sich auch am Ende der Novelle stellen, als Gottfried nach zurück nach Hause kommt und in seinem Haus seine eigene Frau umbringt, weil man nur irgendwelche Geräusche gehört haben soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher finde die ich die Frage „Was ist Wirklichkeit?“ (ebd.) eine sehr schwere und für mich unbeantwortbare Frage.  Jedoch finde ich sollte sich jeder mal mit der Frage beschäftigt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird zu den Aussagen in Z.31-35 aus Waltraut Worthmann von Rodes Rezension vom 11.3.2013, ausgestrahlt in der Sendung „Buch der Woche“ im SWR2, in Bezug auf Hartmut Langes Novellen zu „Das Haus in der Dorotheenstraße“, Stellung genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an die Novellen angelegten Aussagen beginnen mit der parataktischen Kernfrage „Was ist Wirklichkeit?“ (Z.31). Präziser ausgeführt wird diese durch die ergänzende Frage „Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt?“ (Z.31f.). Gemeint ist damit zunächst, dass es die Möglichkeit der sinnlich wahrnehmbaren Realität gibt, also die, die nicht von den Wünschen und Überzeugungen einer Person ausgeht. Zum anderen wird die gegenteilige Seite aufgeführt, nämlich die, die das Resultat des „subjektive[n] Blick[es] auf die Welt“ (Z.31f.) beschreibt, also eine Wirklichkeit, die für jeden anders, und gesteuert von den menschlichen Emotionen ist. Dieser Aspekt umfasst zugleich den ersten Kritikpunkt zu der angeführten Aussage. Meiner Meinung nach ist die Realität etwas, das für alle zugänglich, allgegenwärtig und vor allem gleich ist, sodass von einer Gesamtheit die Rede sein kann. Zudem impliziert Realität und Wirklichkeit die Wahrheit, von der es ebenfalls nur eine geben kann. Der „subjektive Blick auf die Welt“ (Z.31f.) widerspricht dem dadurch, dass er aussagt, dass die Wirklichkeit jedes Menschen anders aussieht, sodass kleinste, sich schnell ändernde Faktoren wie Wünsche, Sehnsüchte, Ängste, Träume, Enttäuschungen und Phantasien, die Sichtweise einer einzigen Person um hundertachtziggrad drehen können. Wirklichkeit befindet sich in dem Sinne auch im Wandel, und kann auch verändert werden durch Selbsttäuschungen und Illusionen, sodass hier von einer Wirklichkeit die Rede ist, an die man sich nicht halten kann. Der objektive Blick jedoch impliziert etwas an Tatsachen fest zu machendes, das zusätzlich von allen Menschen gleich wahrgenommen wird. Jedoch lässt sich hierbei bemängeln, dass man zum einen niemals sicher sein kann, dass alle Menschen dasselbe wahrnehmen, so wurde beispielsweise herausgefunden, dass jeder Mensch Farben anders wahrnimmt, und zum anderen, dass ein Mensch niemals die Welt objektiv betrachten kann, da er unmittelbar von ihr betroffen ist und somit auch unmittelbar von Gefühlen beeinflusst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil der vorliegenden Aussagen besteht aus den Sätzen: „Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“ (Z.32ff.). Mit der ersten Aussage „Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus“ (ebd.) bleibt zum einen die ungeklärte Frage nach dem Unterschied zwischen Wirklichkeit und Unwirklichkeit offen, und zum anderen wird impliziert, dass Menschen unterdrückte Seiten ihrer Existenz haben, die für das bloße, nur sinnlich wahrnehmbare Auge nicht zu erkennen sind, sodass diese Seiten „meist am helllichten Tag“ (ebd.) ausbrechen. Kritik wird damit am Aspekt der Objektivität geübt, da Wirklichkeiten auch versteckt und verborgen sein können für das bloße Auge, was mit dem Beispiel von mehreren Seiten einer Person erläutert werden soll. Mit dem Satz „Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“ (Z.33f.) wird die Seite der Subjektivität hervorgehoben. Auffällig dabei sind die Adjektive „bildhaft“(ebd.) und „realistisch“(ebd.) die sich in diesem Kontext widersprechen. Hier werden also nochmals die beiden möglichen Seiten aufgezeigt, da realistisch sich zunächst auf das sinnlich wahrnehmbare, also das objektive beschränkt, während das Adjektiv bildhaft mehr zu genauerem Hinsehen und Interpretieren verleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Entscheidung zwischen den beiden Seiten schwierig ist, da beide Aspekte ihre Kritikpunkt beinhalten und nicht nachzuweisen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist Wirklichkeit 	? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt ? Diese Frage dekliniert Hartmund Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel : Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am hellichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der und bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aussage stammt von Waltraut Worthmann von Rode und erschien im SWR2, Buch der Woche am 11.3.2013. Sie bezieht sich auf die Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“ von Hartmut Lange. Im Folgenden werde ich Stellung zu der oben genannten Aussage von Waltraut Worthmann von Rode nehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hartmut Lange beschäftigt sich mit der Suche nach der Wirklichkeit und integriert diese in seine Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“. Meiner Meinung nach ist dies sehr kompliziert, da man sich im Endeffekt nie sicher sein kann, ob das was man erlebt die Wirklichkeit ist. Was ist, wenn das Leben, so wie wir es kennen bloß eine Simulation oder eine Art Traum ist ? Wie können wir uns sicher sein, dass dies nicht der Fall ist ? Wir verstehen das, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können als wirklich, können uns aber niemals sicher sein, ob es kein Irrtum ist. Diese Wahrnehmung kann allerdings auch von Person zu Person variieren, da jeder Mensch anders ist und andere Erfahrungen in seinem Leben macht. Zum Beispiel nimmt jeder Mensch – sofern er sehen kann – die Wolken am Himmel war. Niemand würde behaupten, dass diese nicht existieren, obwohl er sie vor sich sieht, da er sie mit einem seiner Sinne, den Augen, wahrnimmt. Das was wir erfahren, erscheint für uns also als die Wirklichkeit. Von da an unterscheiden sich aber die Wahrnehmungen der Menschen, da jeder Mensch in seinem Leben andere Erfahrungen gemacht hat und diese mit den Wolken verbindet. Der eine empfindet die Wolken als schön, der andere als beeindruckend und wiederum ein anderer als uninteressant. Außerdem kann man das was man wahrnimmt nur mit etwas, was man bereits erfahren hat verbinden, wenn man es also nicht erfahren hat, kann man es auch nicht wahrnehmen. Wenn eine Wolke also  beispielsweise  die Form von einem Eimer annimmt und eine Person, welche die Erfahrung gemacht hat einen Eimer mit den Sinnen wahrzunehmen, ihn also beispielsweise gehalten hat, wird sie diese Erfahrung mit der Form der Wolke verknüpfen und bei dem Anblick dieser an einen Eimer denken. Eine andere Person, welche die Erfahrung einen Eimer wahrzunehmen nicht gemacht hat, kann dementsprechend auch nicht die Form der Wolke mit einem Eimer in Verbindung bringen und denkt beim Anblick der Wolke an etwas ganz anderes, obwohl sie in Wirklichkeit die Form eines Eimers hat. Wenn man dies auf die Suche nach der Wirklichkeit bezieht, können die Menschen die Wirklichkeit nur dann erkennen, wenn sie bereits Erfahrung mit dieser gemacht haben, was wiederum bedeutet, dass man sich niemals sicher sein kann, dass das, was wir erfahren auch wirklich ist, denn nur weil die Wolke die Form eines Eimers annimmt, ist und bleibt sie eine Wolke und wird nicht zum Eimer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man sich nie sicher sein kann, ob das, was wir für wirklich halten auch wirklich ist und dass alles, was wir wahrnehmen auf Erfahrung beruht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/Stellungnahme_zur_Rezension</id>
		<title>CFS T-Klassen/Wertung und Wirkung von Literatur/Stellungnahme zur Rezension</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/Stellungnahme_zur_Rezension"/>
				<updated>2019-02-26T20:22:56Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Stellungnahme zur Rezension zum ''Haus in der Dorotheenstraße''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug aus Worthmann von Rodes Radiobeitrag zur SWR2 Sendung „Buch der Woche“ vom 11.03.2013 befasst sich mit Hartmut Langes „Das Haus in der Dorotheenstraße“. Im folgenden werde ich zu der Auffassung der Autorin Stellung nehmen, indem ich den Auszug kurz erläutere und in Verbindung zur Novelle sowie zu meiner eigenen Erfahrung setze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Anfang stellt Worthmann von Rode die Frage an, was genau Wirklichkeit ist, findet jedoch keine konkrete Antwort darauf. So wie auch die Autorin, empfinde ich das finden einer solchen Antwort als schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Für mich ist das wirklich, was ich fühle und denke und so ist jede subjektive Sichtweise einer Person für eben diese real. Bezieht man den Begriff der Wirklichkeit jedoch auf die gesamte Wahrnehmung, so muss man diese objektiv betrachten. In diesem Sinne wären jegliche individuelle Wahrnehmungen nicht wirklich, sondern alleinig Interpretation der Situation. Wirklichkeit wäre in diesem Sinne also allein das, was aktiv passiert. So weht beispielsweise der Wind oder die Sonne scheint. Alles Annahmen, die nicht nach jeweiliger Sicht variieren. Betrachtet man jedoch bereits die Temperatur, so ist die Wahrnehmung dieser wieder subjektiv, da niemand festgeschrieben hat, was beispielsweise Wärme und Kälte ausmacht. Somit denke ich, dass bis auf wenige Dinge im Leben, die gesamte Wahrnehmung subjektiv ist und es nur wenig gibt, das festgeschrieben für alle gleich wahrnehmbar ist. So schießt beispielsweise jemand einen Ball - allgemeine Wahrnehmung, ob er jedoch gut oder schlecht geschossen wurde, welche Motivation dahinter steckte, bleibt Wirklichkeit der persönlichen Wahrnehmung. Was nun also wirklich ist und was nicht, ist nicht zu differenzieren. Es gibt niemanden der festlegt, was wirklich ist, aber auch niemanden der sagt, dass beispielsweise persönliche Wahrnehmungen nicht real sind, denn sie entsprechen im Endeffekt immer noch der individuellen Realität des Fühlen und Denken. In diesem Sinne entspricht meine Meinung der der Autorin, indem diese auf die Frage nach dem wirklich Wirklichen ebenfalls keine Antwort findet. Zwar könnte man annehmen, das für die gesamte Welt wahrnehmbare Aktionen eher wirklich sind als subjektive Meinungsbilder, jedoch weiß man selbst bei diesen nicht mit Sicherheit ob diese wirklich sind oder doch nur eine allgemeine, eigentlich nicht da gewesene, Wahrnehmung der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fortgang der Textstelle nimmt sie Bezug auf Hartmut Lange, welcher sich mit der vorhergehenden Frage beschäftige. So meine dieser, dass die individuelle Wahrnehmung uns egal zu welcher Zeit, beim täglichen agieren, in Zweifel versetzen und uns somit zu der „unterdrückte[n] Seite unserer Existenz“(Z. 33) führe. Bei dieser Seite des Denkens bleibt so letztlich auch offen, was wirklich Realität und was irrational ist. Die Richtigkeit dieser Aussage Worthmann von Rodes zeigt sich im Beispiel der Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“. Hierbei nimmt Gottfried Klausen die Person ein, deren unterdrückte Seite der Existenz zum Ausdruck kommt. &lt;br /&gt;
Dabei verfällt der eigentlich rationale und realitätsgetreue Gottfried Klausen seiner Wahrnehmung, indem er entfernt von seiner Heimat an der Treue seiner Frau zweifelt und Männerstimmen am Telefon hört. Ob die Frau ihm jedoch letztlich untreu war, wird in der Novelle nicht geklärt. Klausen handelt affekt-orientiert und bringt seine Frau wahrscheinlich um. Jedoch auch die Frage des Mordes bleibt an dieser Stelle ungeklärt, sodass die gesamte Erzählung zwischen Wahrnehmung und möglicher Wirklichkeit schwebt. Somit schafft Lange es, wie die Autorin hier behauptet, in die realistische Darstellung der Umwelt und des Seins eine Ungewissheit der Wahrnehmung einzubringen, die eine Schwebe zwischen Realität und Irrationalem schafft, die nur der Leser sich mit seiner subjektiven Sicht ergründen kann. Zwar sind beispielsweise der Mord sowie der Treuebruch recht realistisch dargestellte Situationen, die sich trotz der Metaphorik Langes Sprache schnell erschließen, jedoch bleibt am Ende dennoch in gewissem Grade offen, ob nicht doch alles nur eine einzige Wahrnehmung – wie eine Art Traum – Klausens war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man letztlich noch die Annahme, dass eben solche zu einer komplexen Wahrnehmung führenden Zweifel in alltäglichen Situationen auftreten, so lässt sich diese differenziert beurteilen. Richtig daran ist, dass Zweifel häufig aus den simpelsten Situationen resultieren und sich somit in unserer Wahrnehmung dieser die „unterdrückte Seite“(Z. 33) zeigt. Jedoch bauen sich eben solche Zweifel häufig über einen viel längeren Zeitraum auf, sodass die konkrete Situation häufig nur der Auslöser ist. Zweifel und Ängste sind somit im allgemeinen im Menschen verankert, jedoch individuell stark ausgeprägt, was nicht nur mit einer Situation, sondern mit der gesamten Erfahrung an das Leben eines Menschen zusammenhängt. Somit finde ich diese Annahme zwar durchaus berechtigt, jedoch etwas zu knapp gefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt eine Stellungnahme zu „Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“ (Z. 31 – 35). Dieses Zitat stammt von Waltraut Worthmann von Rode, welches sie in ihrer Rezension zu „Das Haus in der Dorotheenstraße“, in SWR2 nannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrer Aussage gibt die Sprecherin, ihre Meinung zur „Wirklichkeit“ (Z. 31) preis. Sie selbst kann die Wirklichkeit nicht definieren und stellt direkt zu Beginn dieses Zitates, eine Frage an die Zuhörer (vgl. Z. 31). Ergänzend fügt sie hinzu, dass sie sich fragt, ob „das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt“ (Z. 30f.) die Wirklichkeit ist. Sie setzt diese Frage nach der Wirklichkeit in Bezug zu Hartmut Langes Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“, in dem sie sagt, der Autor dekliniere diese Frage durch (vgl. Z. 32). Jeder Mensch hat laut Waltraut Worthmann eine unterdrückte Seite, welche einmal ausbricht (vgl. Z. 32f.). Meist „zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand“ (Z. 33). In Langes Novelle ist der Protagonist Gottfried Klausen in London, als er an der Treue seiner Ehefrau zweifelt. Diese Zweifel verstärken sich, durch eine Männerstimme, die er an seinem Telefon zu hören meint. Am Ende der Novelle scheint es so, als würde Gottfried Klausen seine Frau ermorden, ob er das letztlich allerdings tut, bleibt unklar. Hier ist die Frage der Wirklichkeit also sehr wichtig, da man nicht weiß, ob das alles nur eine Illusion, ein Traum ist oder, ob es die Wirklichkeit ist. Meiner Meinung nach, hat Waltraut Worthmann mit ihrer These zu Wirklichkeit recht. Jeder Mensch hat andere Definitionen für die verschiedenen Dinge. Außerdem gibt es für viele Dinge keine wirklichen Kriterien, beispielsweise, wissen wir nicht warum die Farbe rot, rot ist. Für mich ist das Wirklichkeit, was ich fühlen, sehen, hören und riechen kann. Also das, was ich mit meinen Sinnesorganen wahrnehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird zu den Aussagen der Rezensentin Waltraut Worthmann von Rode Stellung genommen, welche sich in der Rezension über Hartmut Langes „Das Haus in der Dorotheenstraße“ in der Sendung des SWR2s zum „Buch der Woche“ vom 11.03.2013 wiederfinden lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gilt es zu den Worten „Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“ (Z. 31-35) Stellung zu nehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn wird die Frage aufgeworfen „Was ist Wirklichkeit?“ (Z. 31). Somit ist zu sagen, dass von Rode versucht eine Antwort auf diese Frage zu bekommen. Diese lässt sich aber aus dem Kontext heraus stellen, dass das Unheimliche, laut von Rode, in die Geschichten von Lange eingesickert ist und somit zwischen Illusionen und Selbsttäuschungen die Wirklichkeit und das Fiktive nicht mehr unterscheiden lässt. Unter diesem Gesichtspunkt stelle ich mir ebenfalls die Frage was Real ist und was nicht. Ist es das was ich spüren, sehen und riechen kann? Oder sogar auch das was ich empfinde? Aber empfindet nicht jeder anders? Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass nur das Wirklichkeit sein kann, was ich unmittelbar wahrnehme, denn dies ist gewiss existent, zumindest für den Moment. Wenn dies jedoch durch Begründungen wie Gegenbeweise widerlegt wird, so handelt es sich um die reine subjektive Wahrnehmung, wie sie von mir in diesem Ist-Zustand wahrgenommen wurde. So sollte man die objektive und subjektive Wirklichkeit von einander unterscheiden. Ein Beispiel für die subjektive Wirklichkeit wäre, dass jemand durch seine alleinigen Erlebnisse als nicht denkbar, unmöglich und somit als unwahr betitelt. Wenn allerdings dies durch Belege oder Ausschließungsverfahren widerlegt werden kann, so handelt es sich um die objektive Wirklichkeit. So basiert diese auf Beweise und Belege.   Letztendlich bin ich der Meinung, dass die Wirklichkeit hauptsächlich im Auge des Betrachters ist und jeder seine eigene Wirklichkeit hat. So malt jemand beispielsweise ein Bild, so ist es eine objektive Wahrnehmung. Ist dies jedoch gelungen oder nicht, liegt an den Empfindungen des einzeln Individuum, demnach ist dies die subjektive Wirklichkeit. Dem ist somit hinzuzufügen, dass die Objektivität in der Wirklichkeit das ist, was feststehend ist und für jeden gleich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Lange hat sich mit dieser Frage beschäftigt und konnte somit das Unheimliche in seinen Geschichten eintauchen lasse. Somit drehen sie sich um die Wahrheit und die Irrationalität im Leben der Männer.  Diese zentralen Motive werden jedoch „mit einem perfiden Stilmittel“ (Z. 32) in die Geschichten hinein integriert, so dass sie nahe zu heimtückisch eine Brücke zwischen Fiktionalität und Realem schaffen. Durch die hervorgerufene subjektive Wahrnehmung werden im tiefsten Inneren in und Menschen Zweifel ausgelöst und somit bricht eine „unterdrückte Seite unserer Existenz“ (Z. 33) aus. Dabei ist anzumerken, dass wir durch diese Seite nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können, da wir oftmals nur das wahrnehmen, was wird auch nur wahrnehmen wollen. Auch so ist es bei dem Protagonisten Gottfried Klausen aus der Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“ des gleichnamigen Sammelbands.  Dieser merkt durch seinen eintönigen Alltag nicht, dass seine Frau sich nach und nach von ihm abwendet und nimmt lediglich seinen Erfolg im Beruf wahr. Letztendlich wird er dann durch eine Männerstimme am Ende des Telefons misstrauisch und fängt an zu zweifeln. Jedoch bleibt unklar, ob Klausen seine Ehefrau am Ende wirklich umgebracht hat, und dies kann sich der Leser nur durch seine subjektive Wahrnehmung erschließen. Somit empfindet jeder anders an dieser Stelle und für jeden ist auch die Wirklichkeit anders definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Textpassage aus der Rezension von Worthmann von Rodes Radiobeitrag vom 11.03.2013 beschäftigt sich genauer mit der Frage was Wirklichkeit ist und wie diese in Hartmut Langes „Das Haus in der Dorotheenstraße“ verankert ist. Im Folgenden werde ich zu der Meinung der Autorin Stellung nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Textpassage stellt Waltraut Worthmann die Frage, wie sich Wirklichkeit genau definieren lässt. Jedoch gibt sie keine anschauliche Antwort auf ihre Frage. Ebenso wie für die Autorin ist es auch für mich anspruchsvoll eine präzise Antwort auf die Frage nach der Wirklichkeit zu finden. Meiner Meinung nach ist Wirklichkeit das, was jeder Mensch mit seinen Sinnesorganen wahrnimmt. Dies ist jedoch nur eine subjektive Sichtweise eines einzelnen Individuums. Betrachtet man die Wirklichkeit hinsichtlich auf alle Menschen, so ergibt sich schnell die Problematik, dass jede individuelle Wahrnehmung grundverschieden ist. Die individuelle Wahrnehmung wird von schier unzähligen Faktoren beeinflusst. Kulturelle und gesellschaftliche Unterschiede sowie Differenzen bei Bildung und Erziehung bilden einen Teil dieser Faktoren ab. Jedoch liegt die Spannweite der Variationen innerhalb dieser Faktoren weit über dem Vorstellbaren. Niemand kann die Wirklichkeit eines anderen vorherbestimmen oder berechnen. Jedes Individuum besitzt seine eigene Wahrnehmung und damit auch eine eigene Variation der Wirklichkeit. Somit bin ich der Meinung, dass sich die Wirklichkeit nicht eindeutig definieren lässt und sie für jedes Individuum anders ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren nimmt die Autorin Bezug auf die Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“, welche von Hartmut Lange verfasst wurde. Dieser ist der Auffassung, dass „jene unterdrückte Seite unserer Existenz […] meist am helllichten Tag aus[bricht]“ (Z.32ff.), wodurch jedoch auch die Frage nach der Wirklichkeit nicht beantwortet wird. Letztlich bleibt also offen was Einbildung bzw. Realität ist. Dies wird auch an dem Beispiel der Novelle deutlich, da in dieser der rationale Protagonist Gottfried Klausen seiner Wahrnehmungen verfällt, da er die Treue seiner Frau anzweifelt und er sie wahrscheinlich umbringt. Die Untreue seiner Frau wird jedoch nicht aufgeklärt. So bleibt dieser Aspekt sowie der wahrscheinliche Mord an seiner Frau ungeklärt und für den einzelnen Leser nur vermutbar, weshalb zum Ausdruck kommt, dass die gesamte Novelle zwischen Realität und Irrationalem schwebt und sich der Leser nicht sicher sein kann, was wirklich ist und was nicht, wodurch auch hier der Begriff der Wirklichkeit nicht eindeutig definierbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird.“ (Z. 31 – 35)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Textpassage erläutert die Autorin den zentralen Konflikt in Hartmut Langes Novellen. Die Handlung der Novellen schwankt zwischen Realität und Fiktion, sodass der Leser sich oftmals reflektieren muss welcher Teil der Handlung irrational ist und welcher nicht. Insgesamt fasst die Autorin diese Problemstellung in der Frage „Was ist Wirklichkeit?“ (Z. 31) zusammen. Um diese Frage zu beantworten gibt sie zwei allgemein gültige Aufgaben zur Wirklichkeit. Einmal erklärt sie die Wirklichkeit als „Das, was jedermann sieht“ (Z. 31) und zum anderen benennt sie die Wirklichkeit als „das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt“ (Z. 31 f.). Die Definition des Substantives Wirklichkeit lautet im Duden wie folgt: „[alles] das, Bereich dessen, was als Gegebenheit, Erscheinung wahrnehmbar, erfahrbar ist“. Insgesamt stimmen beide Erklärungen der Autorin mit der offiziellen Definition überein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie stellt darüber hinaus auch fest: „Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch“ (Z. 32). Besonders zu betrachten ist das Verb „deklinier[en]“ (ebd.) das in Bezug zur Darstellung der Wirklichkeit in Langes Novellen steht. Unter dem Verb wird das Einsetzen von Substantiven in verschiedene Kasus verstanden. Dies lässt sich auf die Novellen übertragen. Der Verfall der Realität ist als Substantiv zu sehen, welches in unterschiedlichen Kasus betrachtet wird. Die Kasus stehen hierbei stellvertretend für die unterschiedlichen Novellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin sie knüpft an den vorherigen Satz an mit der Erklärung „Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus“ (Z. 32 f.). Dem ist zuzustimmen, da das Irreale in der Handlung meist am Tag geschieht, wenn die Protagonisten wach sind. Allerdings wird durch die Hyperbel „perfide[s] Stilmittel“ (ebd.) die hohe Bedeutung veranschaulicht, die Waltraud Worthmann von Rhode dem Autor beimisst. Dies erläutert sie ebenso mit der Aufzählung „Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“ (Z. 33 ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem ist die Ansicht der Autorin in Bezug auf die Novellen Hartmut Langes nachvollziehbar, auch wenn anzumerken ist, dass sie in großem Maß ihre Meinung einfließen lässt und mit stilistischen Mitteln wie der Metapher des Verbs „deklinieren“ oder der Hyperbel „perfide[s] Stilmittel“ versucht den Leser von ihrer Ansicht zu überzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich zu einem Auszug aus der Rezension Waltraut Worthmann von Rodes bezüglich der Novellen Hartmut Langes mit dem Titel „Das Haus in der Dorotheenstraße“ Stellung nehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn dieses Auszugs stellt die Autorin die Frage, was „Wirklichkeit“ (Z. 31) sei. Diese Frage konkretisiert sie anschließend, indem sie aufführt, dass Wirklichkeit das sei, „was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt“  (Z. 32 f.) Genau zu definieren was genau Wirklichkeit ist, ist meiner Meinung nach nicht leicht zu beantworten. Aus meiner Persönlichen Sichtweise würde ich Wirklichkeit als das beschreiben, was tatsächlich existiert und somit der Realität entspricht. Im Kontrast dazu steht demnach die Phantasie und das Fiktive. Aus diesem Grund würde ich der ersten Antwortmöglichkeit der Autorin auf ihre Frage in gewisser Weise widersprechen, da sich jene vorerst darauf beschränkt, dass alle das, was „jedermann sieht“ (ebd.) Wirklichkeit ist. Meiner Meinung nach geht das Wirkliche jedoch über das was der Mensch sehen kann hinaus. Zum einen beschränkt sich die Wirklichkeit auf alles Wahrnehmbare, denn auch das, was man beispielsweise hört und fühlt ist real. Somit ist das Reale nicht nur von dem Sehsinn abhängig, sondern ist auf verschiedene Art und Weise wahrnehmbar. Des Weiteren würde ich dieser Aussage widersprechen, da die Wirklichkeit nicht nur vom Menschen wahrnehmbar ist, was die Autorin durch die Aussage „jedermann“ (ebd.) andeutet. Auch Tiere besitzen die Fähigkeit Dinge wahrzunehmen, meist sogar jene, die der Mensch nicht erkennt. Somit ist das Wirkliche meiner Meinung nach insgesamt das, was von einem Lebewesen auf verschiedene Art und Weise wahrgenommen werden kann. Der zweiten Aussage der Autorin, dass das Wirkliche das ist, „was der subjektive Blick auf die Welt ergibt“ (ebd.), stimme ich zu, da diese Sichtweise mit einbezieht, dass das Wirkliche von jedem Lebewesen persönlich und individuell wahrgenommen werden kann. Zudem wird dadurch auch indirekt aufgegriffen, dass nicht nur das, was man sieht real ist, sondern alles was wahrnehmbar ist. Dazu zählen beispielsweise das Hörbare und Fühlbare sowie die Gedanken, welche ebenfalls nicht rein fiktiv sind. Die Tatsache, dass Waltraut Worthmann von Rhode diese Antwortmöglichkeiten als Frage formuliert, weisen darauf hin, dass sie die Frage nach dem was wirklich ist, nicht konkret beantworten kann, da sie schwer zu definieren ist. Dem schließe ich mich ebenfalls an, da diese Frage sehr komplex ist und meiner Meinung nach nicht konkret beantwortet werden kann, was tatsächlich Wirklichkeit und was Fiktion ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend geht die Autorin darauf ein, wie Hartmut Lange das Verständnis von Wirklichkeit in seine Werke mit einbezieht. Für sie stellt er die Wirklichkeit mit dem „perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus“ (Z. 32 f.) dar. Dies ist so zu erklären, dass nach der Meinung Hartmut Langes die „unterdrückte Seite unserer Existenz“ (ebd.) in alltäglichen Situationen zum Vorschein kommen kann. Jene unterdrückte Seite bezieht sich dabei letztlich auf die Person, die wir tatsächlich sind und meist verdrängen. Somit löst am Beispiel des Protagonisten Gottfried Klausen ein Anruf aus, dass seine gesamte Person sich verändert und eben diese veränderte Person ist nach Hartmut Lange jene, die wir wirklich sind und lediglich unterdrückt haben. Gottfried Klausen ist zu Beginn sehr rational orientiert und Theaterstücke wie „The Tragedy of Othello“ sind seiner Meinung nach „vollkommen unglaubwürdig“ (Novelle Z. 62). Als er aus beruflichen Gründen nach London verreist stellt sich letztlich durch einen Anruf, bei welchem er eine Männerstimme wahrnimmt, heraus, dass seine Frau ihm nicht wie geplant nach London folgen möchte und möglicherweise eine Affäre hat. Diese alltägliche Situation, der Anruf, verändert letzten Endes die gesamte Person Gottfried Klausens und seine Sichtweise. Er sucht ein Theater auf und sieht sich jenes Stück an, welches er zuvor noch für unglaubwürdig gehalten hat. Die Handlung des Stücks geht ihm nicht mehr aus dem Kopf und er steigert sich weiter in den Gedanken, dass seine Frau ihn betrügt hinein. Am Ende bringt er seine Frau möglicherweise um. Die wahrgenommene Männerstimme sowie der letztliche Mord an seiner Frau sind realistisch dargestellt, jedoch ist nicht gänzlich feststellbar, ob sie wirklich sind oder rein auf der Illusion des Protagonisten basieren. Aufgrund dieser Unklarheit befindet sich die Handlung der Novelle in einem Schwebezustand zwischen der Wirklichkeit und Illusion und der Leser muss sich letztlich „subjektiv[.]“ (ebd.) entscheiden, wie er die Situationen, welche beschrieben werden, wahrnimmt. Somit wird in der Novelle dargestellt, dass jeder Mensch eine zweite Seite besitzt, welche er verdrängt und vorerst nicht wahrnehmen kann. Dies kann sich jedoch durch ein alltägliches Geschehnis so verändern, dass der Mensch diese Seite, welche ihn tatsächlich ausmacht, wahrnimmt und letztlich seine eigene Wirklichkeit erkennt. Dem stimme ich grundsätzlich zu, da Veränderungen im Leben ständig dazu führen, dass man sich selbst ebenfalls verändert und viele Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, was eine neue, zuvor unterdrückte Wahrnehmung der Realität ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich zu der Aussage (vgl. Z.31 -35) aus der Rezension von Waltraut Worthmann von Rode über die Novellen ,,Das Haus in der Dorotheenstraße“ aus der Sendung ,,Buch der Woche“, welches am 11.03.2013 im Radiosender SWR2 ausgestrahlt wurde, begründet Stellung nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Zitats wirft die Autorin die Frage ,,Was ist Wirklichkeit?“ (Z.31) auf und findet darauf keine richtige Antwort, denn weiterhin fragt sie sich, ob die Wirklichkeit das sei, was ,,jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt?“ (Z. 31 f.). Aus meiner Sicht ist es schwer diese Frage zu beantworten. Wie die Autorin bereits vor Augen führt, kann die Wirklichkeit sowohl das sein, was jeder sieht also eine objektive Perspektive als auch das, was ein Einzelner empfindet und wahrnimmt, also eine subjektive Perspektive sein. Bezüglich der objektiven Perspektive ist jedoch zu beachten, dass lediglich bloße Tatsachen festgestellt werden können und die Hintergründe, die zu einem bestimmten Ereignis oder einer bestimmten Handlung führen, außer Acht gelassen werden, obwohl diese ebenfalls die Wirklichkeit darstellen und bedeutsam sind. Zudem werden innere Prozesse ebenfalls völlig ausgelassen, die ebenfalls für ein Ereignis oder einer Handlung von Bedeutung sind. Zu der subjektiven Perspektive ist zu sagen, dass diese Wirklichkeit sich nicht auf alle Menschen übertragen lässt und somit jeder eine ,,eigene Wirklichkeit“ besitzen müsste, was jedoch eine problematische Auswirkung ergeben würde. Jede subjektive Perspektive ist von dem Bildungsstand, der Herkunft, der Muttersprache, des Geschlechts, Religion und vielen weiteren Faktoren geprägt. Denn je nach Herkunft und Glaube ist die eigene Sicht auf das Leben unterschiedlich sowie auch Erfahrungen im Leben die subjektive Perspektive und somit die subjektive Wirklichkeit prägen. Zudem ist also zu sagen, dass die Wirklichkeit sich sowohl aus der subjektiven als auch objektiven Perspektive zusammensetzt, obwohl dazu auch zusagen ist, dass dennoch nicht die gesamte Wirklichkeit somit erfasst ist, da es viele Dinge gibt, die der Mensch nicht weiß oder wahrnehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autorin ist dazu der Ansicht, dass diese Frage von Hartmut Lange in den Novellen ,,dekliniert“ (Z. 32) werde und dabei jene ,,unterdrückte Seite unserer Existenz […] am helllichten Tag“ (Z. 33) ausbreche und zwar zu ,,einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt“ (Z. 33 ff.) werde. Dies ist so zu verstehen, dass die ,,unterdrückte Seite unserer Existenz“ (ebd.) die Seite in einem Individuum darstellt, die wir wirklich sind oder aufgrund von dem bisherigen Ereignissen und Lebensbedingungen noch nicht zum Vorschein kam. So ist also davon auszugehen, dass diese Seite durch bestimmte Ereignisse und Gefühlen hervorgeholt werden kann oder Menschen sich durch Geschehnisse verändern. Bezüglich der Novelle ,,Das Haus in der Dorotheenstraße“ ist somit zusagen, dass die Wirklichkeit somit das darstellt, was der Mensch empfindet und was sich für diesen ereignet und jeder somit eine eigene Wirklichkeit besitzt. Dies lässt sich anhand von Gottfried Klausen verdeutlichen. Gottfried Klausen ist zu beginn der Novelle eine rational denkende Figur, die viel Wert auf seine Arbeit und Karriere setzt und nach London versetzt wird. Seine Frau Xenia soll diesem nach London folgen, erscheint aber zu dem vereinbarten Tag nicht nach London und nachdem Klausen seine Frau dann anruft, meint dieser eine Männerstimme zu hören und er vermutet, dass sie eine Affäre hat. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich Gottfried Klausen und dieser vernachlässigt immer mehr seinen Beruf und besucht das Theaterstück ,,The Tragedy of Othello“, an welches er nicht aufhören zu denken kann und sich immer weiter in den Gedanken, dass seine Frau eine Affäre hat, hineinsteigert. Die Grenzen von Wirklichkeit und Irrationalem verschwimmen, sodass dem Leser nicht klar ist, ob die Männerstimme bei dem Anruf letztendlich nur Einbildung Gottfried Klausens ist oder es die Männerstimme am anderen Ende des Anrufs wirklich gab. Auch das Ende der Novelle bleibt unklar, da ein möglicher Mord Gottfried Klausens an Xenia beschrieben wird, jedoch nicht klar ist, ob dies wirklich passiert ist oder nur Einbildung ist, wodurch der Leser selbst entscheiden muss, wie er die Situation auffasst. Dieser Auffassung der subjektiven Wirklichkeit und, dass sich ein Mensch durch Ereignisse, die subjektiv aufgefasst werden, verändert, je nach dem wie er dieses Ereignis wahrnimmt, zu, da letztendlich nur entscheidend ist, wie etwas subjektiv wahrgenommen wird, denn auf Basis dessen handelt der Mensch, somit besitzt jeder eine subjektive Wirklichkeit, die sich aus mehr zusammensetzt, als bloße Wahrnehmung, sondern Gefühle und persönliche Wahrnehmung mit einschließt. Hinzuzufügen ist jedoch auch, dass die Wirklichkeit nicht definierbar ist, da sie mehr umfasst, als das, was jeder wahrnehmen oder ein Einzelner empfinden und wahrnehmen kann, da vieles für Menschen nicht wahrnehmbar oder begreifbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden nehme ich Stellung zu dem Zitat  ,,Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am hellichten Tag aus. Zu einer genuen Zeit, in der versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird” (Z.31ff.)von Waltraut Worthmann aus ihrer Rezension zu der Novelle ,,Das Haus in der Dorotheenstraße” von Hartmut Lange aus dem Jahre 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Wirklichkeit dass, was laut Waltraut Worthmann ,,der subjektive Blick auf die Welt” (ebd.) ist, denn ,,jedermann” (ebd.), also jeder Mensch hat eine andere Wahrnehmung, denn jeder Mensch ist individuell und ist seinen eigenen Lebensweg gegangen, also hat ein individuelle Erfahrungen gesammelt. Zu Beginn geht stellt die Autorin einleitend die Frage ,,Was ist Wirklichkeit?” (Z.31) auf die sie keine Antwort kennt, dass sie selbst auch keine Antwort nennt zeigt den oft vorkommenden Konflikt im Leben, denn jeder einzelne von uns hat eine eigene Wahrnehmung, die durch viele Faktoren wie z.B durch Erfahrungen und Erziehung geprägt werden. Dann geht die Autorin darauf ein, dass auch diese Frage ,,Hartmut Lange durch [dekliniert]” (Z.32), was auch in seiner Novelle ,,Das Haus in der Dorotheenstraße”  deutlich wird, da der Protagonist Gottfried Klausen auch nicht zwischen der Realität und Fiktion unterscheiden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“ (Z. 31-35) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Textpassage, welche aus Waltraut Worthmanns Rezension zu Hartmut Langes Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“ entnommen wurde, beschäftigt sich genauer mit der Frage was Wirklichkeit ist und wie diese in Hartmut Langes Novelle verwurzelt ist. Im Folgenden werde ich zu der Behauptung der Autorin Stellung nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist Wirklichkeit? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese Frage dekliniert Hartmut Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel: Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. ZU einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird:[…]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat, welches von Waltraut Worthmann von Rode verfasst wurde, stammt aus der Rezension der Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“, welche von Hartmut Lange verfasst wurde. Im folgenden werde ich zu diesem Zitat persönlich Stellung nehmen und diese bewerten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage der Autorin „Was ist Wirklichkeit?“ (Z. 31) ist in meinen Augen eine sehr schwer zu beantwortende Frage. Denn woher weiß man überhaupt was Wirklichkeit ist und was sich dahinter verbirgt? Sie stellt eine Frage in der sie verschiedene Sichtweisen in den Vordergrund stellt. Nämlich „das, was jedermann sieht (der objektiv Blick) oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt? Diese zwei Ansichten zu unterscheiden, ist meiner Meinung nach ziemlich schwer, denn woher sollen wir wissen, was wir wahrnehmen und was nicht? Unsere menschliche Wahrnehmung ist durch ihre Sinnesorgane beschränkt. Sei es das Sehen mit den Augen, das Riechen mit der Nase, das Hören mit den Ohren etc.  Wenn wir zum Beispiel in einer Großstadt sind und in einer riesigen Einkaufsmeile stehen, sehen alle die vielen verschiedenen Geschäfte, die Menschenmassen, riechen schöne aber auch unangenehme Gerüche und hören viele laute Stimmen die zusammen einen unerkennbaren Geräuschpegel produzieren… . Der Unterschied zum subjektiven Blick liegt darin, was jedes einzelne Individuum wahrnimmt. Unter vielen Menschen nimmt jeder einen anderen Menschen wahr und nimmt vielleicht den Geruch von frischen Waffeln wahr, während ein anderer die Wolkenkratzer wahrnimmt. Jetzt ist jedoch die Frage, was wirklich real ist. Die Autorin berichtet, das Lange dieser Frage hinterher forscht in seinen Novellen und so wie die Autorin es definiert mit einem „perfiden Stillmittel“ (Z. 32). Sie bezeichnet dieses als „Jene unterdrückte Seite“ (Z. 33). Im Bezug auf Gottfried Klausen, dem Protagonisten der Novelle, aber auch bei jedem anderen Individuum zeigt die unterdrückte Seite, die subjektive Sicht, denn die „unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus“ (Z. 33), Menschen nehmen Dinge bewusst auf unterdrücken diese jedoch, weil sie eigentlich nichts davon wissen wollen. Und so macht Gottfried Klausen das auch. In seiner Zeit in London ist er ausschließlich mit seiner Arbeit beschäftigt und kümmert sich um seine Existenz, während er auch bemerkt, dass er seine Beziehung aufs Spiel setzt und beim Anrufen seiner Frau Männerstimmen hört. Ob es jetzt wirklich Männerstimmen waren das weiß keiner. Ihm wird jedoch bewusst, dass etwas anders ist und nicht so wir sonst. Genau diese Frage lässt sich auch am Ende der Novelle stellen, als Gottfried nach zurück nach Hause kommt und in seinem Haus seine eigene Frau umbringt, weil man nur irgendwelche Geräusche gehört haben soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher finde die ich die Frage „Was ist Wirklichkeit?“ (ebd.) eine sehr schwere und für mich unbeantwortbare Frage.  Jedoch finde ich sollte sich jeder mal mit der Frage beschäftigt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird zu den Aussagen in Z.31-35 aus Waltraut Worthmann von Rodes Rezension vom 11.3.2013, ausgestrahlt in der Sendung „Buch der Woche“ im SWR2, in Bezug auf Hartmut Langes Novellen zu „Das Haus in der Dorotheenstraße“, Stellung genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an die Novellen angelegten Aussagen beginnen mit der parataktischen Kernfrage „Was ist Wirklichkeit?“ (Z.31). Präziser ausgeführt wird diese durch die ergänzende Frage „Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt?“ (Z.31f.). Gemeint ist damit zunächst, dass es die Möglichkeit der sinnlich wahrnehmbaren Realität gibt, also die, die nicht von den Wünschen und Überzeugungen einer Person ausgeht. Zum anderen wird die gegenteilige Seite aufgeführt, nämlich die, die das Resultat des „subjektive[n] Blick[es] auf die Welt“ (Z.31f.) beschreibt, also eine Wirklichkeit, die für jeden anders, und gesteuert von den menschlichen Emotionen ist. Dieser Aspekt umfasst zugleich den ersten Kritikpunkt zu der angeführten Aussage. Meiner Meinung nach ist die Realität etwas, das für alle zugänglich, allgegenwärtig und vor allem gleich ist, sodass von einer Gesamtheit die Rede sein kann. Zudem impliziert Realität und Wirklichkeit die Wahrheit, von der es ebenfalls nur eine geben kann. Der „subjektive Blick auf die Welt“ (Z.31f.) widerspricht dem dadurch, dass er aussagt, dass die Wirklichkeit jedes Menschen anders aussieht, sodass kleinste, sich schnell ändernde Faktoren wie Wünsche, Sehnsüchte, Ängste, Träume, Enttäuschungen und Phantasien, die Sichtweise einer einzigen Person um hundertachtziggrad drehen können. Wirklichkeit befindet sich in dem Sinne auch im Wandel, und kann auch verändert werden durch Selbsttäuschungen und Illusionen, sodass hier von einer Wirklichkeit die Rede ist, an die man sich nicht halten kann. Der objektive Blick jedoch impliziert etwas an Tatsachen fest zu machendes, das zusätzlich von allen Menschen gleich wahrgenommen wird. Jedoch lässt sich hierbei bemängeln, dass man zum einen niemals sicher sein kann, dass alle Menschen dasselbe wahrnehmen, so wurde beispielsweise herausgefunden, dass jeder Mensch Farben anders wahrnimmt, und zum anderen, dass ein Mensch niemals die Welt objektiv betrachten kann, da er unmittelbar von ihr betroffen ist und somit auch unmittelbar von Gefühlen beeinflusst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil der vorliegenden Aussagen besteht aus den Sätzen: „Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“ (Z.32ff.). Mit der ersten Aussage „Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am helllichten Tag aus“ (ebd.) bleibt zum einen die ungeklärte Frage nach dem Unterschied zwischen Wirklichkeit und Unwirklichkeit offen, und zum anderen wird impliziert, dass Menschen unterdrückte Seiten ihrer Existenz haben, die für das bloße, nur sinnlich wahrnehmbare Auge nicht zu erkennen sind, sodass diese Seiten „meist am helllichten Tag“ (ebd.) ausbrechen. Kritik wird damit am Aspekt der Objektivität geübt, da Wirklichkeiten auch versteckt und verborgen sein können für das bloße Auge, was mit dem Beispiel von mehreren Seiten einer Person erläutert werden soll. Mit dem Satz „Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen in Waldstücken, an einem Uferrand, der uns bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“ (Z.33f.) wird die Seite der Subjektivität hervorgehoben. Auffällig dabei sind die Adjektive „bildhaft“(ebd.) und „realistisch“(ebd.) die sich in diesem Kontext widersprechen. Hier werden also nochmals die beiden möglichen Seiten aufgezeigt, da realistisch sich zunächst auf das sinnlich wahrnehmbare, also das objektive beschränkt, während das Adjektiv bildhaft mehr zu genauerem Hinsehen und Interpretieren verleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Entscheidung zwischen den beiden Seiten schwierig ist, da beide Aspekte ihre Kritikpunkt beinhalten und nicht nachzuweisen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was ist Wirklichkeit 	? Das, was jedermann sieht oder das, was der subjektive Blick auf die Welt ergibt ? Diese Frage dekliniert Hartmund Lange durch. Und alles mit einem perfiden Stilmittel : Jene unterdrückte Seite unserer Existenz bricht meist am hellichten Tag aus. Zu einer genauen Zeit, in versteckten Villen, in Waldstücken, an einem Uferrand, der und bildhaft bis auf die dort wachsenden Pflanzen realistisch vor Augen geführt wird“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aussage stammt von Waltraut Worthmann von Rode und erschien im SWR2, Buch der Woche am 11.3.2013. Sie bezieht sich auf die Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“ von Hartmut Lange. Im Folgenden werde ich Stellung zu der oben genannten Aussage von Waltraut Worthmann von Rode nehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hartmut Lange beschäftigt sich mit der Suche nach der Wirklichkeit und integriert diese in seine Novelle „Das Haus in der Dorotheenstraße“. Meiner Meinung nach ist dies sehr kompliziert, da man sich im Endeffekt nie sicher sein kann, ob das was man erlebt die Wirklichkeit ist. Was ist, wenn das Leben, so wie wir es kennen bloß eine Simulation oder eine Art Traum ist ? Wie können wir uns sicher sein, dass dies nicht der Fall ist ? Wir verstehen das, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können als wirklich, können uns aber niemals sicher sein, ob es kein Irrtum ist. Diese Wahrnehmung kann allerdings auch von Person zu Person variieren, da jeder Mensch anders ist und andere Erfahrungen in seinem Leben macht. Zum Beispiel nimmt jeder Mensch – sofern er sehen kann – die Wolken am Himmel war. Niemand würde behaupten, dass diese nicht existieren, obwohl er sie vor sich sieht, da er sie mit einem seiner Sinne, den Augen, wahrnimmt. Das was wir erfahren, erscheint für uns also als die Wirklichkeit. Von da an unterscheiden sich aber die Wahrnehmungen der Menschen, da jeder Mensch in seinem Leben andere Erfahrungen gemacht hat und diese mit den Wolken verbindet. Der eine empfindet die Wolken als schön, der andere als beeindruckend und wiederum ein anderer als uninteressant. Außerdem kann man das was man wahrnimmt nur mit etwas, was man bereits erfahren hat verbinden, wenn man es also nicht erfahren hat, kann man es auch nicht wahrnehmen. Wenn eine Wolke also  beispielsweise  die Form von einem Eimer annimmt und eine Person, welche die Erfahrung gemacht hat einen Eimer mit den Sinnen wahrzunehmen, ihn also beispielsweise gehalten hat, wird sie diese Erfahrung mit der Form der Wolke verknüpfen und bei dem Anblick dieser an einen Eimer denken. Eine andere Person, welche die Erfahrung einen Eimer wahrzunehmen nicht gemacht hat, kann dementsprechend auch nicht die Form der Wolke mit einem Eimer in Verbindung bringen und denkt beim Anblick der Wolke an etwas ganz anderes, obwohl sie in Wirklichkeit die Form eines Eimers hat. Wenn man dies auf die Suche nach der Wirklichkeit bezieht, können die Menschen die Wirklichkeit nur dann erkennen, wenn sie bereits Erfahrung mit dieser gemacht haben, was wiederum bedeutet, dass man sich niemals sicher sein kann, dass das, was wir erfahren auch wirklich ist, denn nur weil die Wolke die Form eines Eimers annimmt, ist und bleibt sie eine Wolke und wird nicht zum Eimer.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/Neue_Sachlichkeit</id>
		<title>CFS T-Klassen/Wertung und Wirkung von Literatur/Neue Sachlichkeit</title>
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				<updated>2019-02-12T22:41:16Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Neue Sachlichkeit'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literaturepoche der „neuen Sachlichkeit“ bezeichnet die Zeit der Weimarer Republik und erstreckt sich somit auf den Zeitraum von 1917, also den Ausruf der Republik, bis 1933, der Machtübertragung Hitlers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung der Epoche stammt aus der Kunst und wurde erst später auf die Literatur übertragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertreter der Epoche waren gegen nationalistische, militaristische, restaurative und antisemitische Vorstellungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontrastiv zum Expressionismus konzentrierten sich die Literaten der &amp;quot;neuen Sachlichkeit&amp;quot; nicht auf Vorausdeutungen oder Visionen, sondern auf einen nüchternen und sachlichen Ton sowie die Darstellung der Wirklichkeit auf Basis ökonomischer, politischer und sozialer Fakten, die durchaus Ähnlichkeiten zur Epoche des Naturalismus aufweist, eine große Rolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem orientierten sich die Vertreter der Epoche in politischer Hinsicht an der linken und liberalen Haltung, was mit dem Drang nach Selbstbestimmung und Gleichberechtigung umhergeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bezeichnet für die Epoche war das Vorhandensein verschiedener Gattungen wie Lyrik, Dramatik und Epik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen neue Techniken der Literatur: die Reportage, Montage- und Collagetechnik, womit schlichtweg das Zusammensetzten verschiedener Textstile und Spracharten gemeint ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neue Subjektivität ist eine in der Weimarer Republik (1918-1933) entstandene Kunst- und Literaturepoche, die sich insbesondere durch eine kritische Sichtung der Wirklichkeit in distanzierten Betrachtungen oder Satiren gekennzeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren dieser Literaturepoche waren politisch interessiert und wandten sich gegen nationalistische, militärische, restaurative, antisemitische und antidemokratische Strömungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folglich erhielt ebenso die Literatur zahlreiche politische Eingebungen, was sich vorwiegend im Wandel von visionären und fiktionalen Texten, zu nüchternen und sachlichen Werken verdeutlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merkmale der Neuen Sachlichkeit sind der Realitätsbezug, nüchternes und emotionsloses und faktenbasiertes Erzählen, die Befreiung von allem Pathos, sowie der Verzicht auf Dekoratives und Emotionales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell beschränkt sich die Literatur auf die Darstellung der Wirklichkeit basierend auf Fakten, daher sind die beliebtesten Formen der Literatur Dramen und Romane (Gesellschaftsromane). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bekannter Vertreter der Epoche ist Bertolt Brecht, der unter anderem das Theaterstück „Die Dreigroschenoper“ verfasst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Epoche der „Neuen Sachlichkeit“, welche zuerst einmal in der Kunst zu finden ist und später erst in der Literatur,  lässt sich in dem Zeitraum der Weimarer Republik datieren, also von 1917-1933 und liegt somit zwischen den historischen Ereignissen der Gründung der Republik sowie der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren der Neuen Sachlichkeit wollten die Wirklichkeit, die Realität darstellen, auf der Basis von ökonomischen und politisch sozialen Fakten und gleichen somit den Literaten des Naturalismus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem  schilderten Literaten kritisch über den Ersten Weltkrieg und sind gegen nationalistische, militaristische, restaurative, antisemitistische und antidemokratische Positionen und nutzen dabei einen nüchternen und sachlichen Ton. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem forderten sie eine individuelle und freiheitliche Lebensgestaltung, sowie die Gleichheit aller Bürger und nahmen eine liberale und linke Haltung ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgezeichnet wird diese Epoche ebenfalls dadurch, dass sie sich vielerlei Gattungen bedient, wie beispielsweise der Epik, Dramatik oder auch Lyrik, jedoch auch neue Formen darstellte und somit die Kunst der Reportage- und Montagetechnik erstmalig nutzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des weiteren waren bekannte Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“ Erich Kästner, Kurt Tucholsky und Berthold Brecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neue Sachlichkeit ist eine in der Weimarer Republik entstandene Literaturepoche und bezieht sich auf den Zeitraum von 1918, mit dem Ausruf der Republik, bis hin zum Jahre 1933, in welchem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren der benannten Epoche richteten sich gegen nationalistische, restaurative, antisemitische und antidemokratische Vertreter und wenden sich hauptsächlich an liberale und linke Haltungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegensätzlich zum Expressionismus fixiert sich die Epoche der neuen Sachlichkeit nicht auf Visionen und Prophezeiungen, sondern auf einen rationalen Ton. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Merkmale der Epoche der neuen Sachlichkeit sind die Darstellung der Wirklichkeit auf der Basis von Fakten und die distanzierte und emotionslose Tonlage gegenüber von Gefühlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Markant für die Epoche ist ebenfalls der Gebrauch verschiedenster Gattungen wie die Epik, Lyrik und Dramatik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch entstanden zudem auch zahlreiche neuen Gattungen wie zum Beispiel die Reportage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nennenswerter Vertreter dieser Zeit war Joseph Roth, welcher das Beobachten, also die Realitätsbezogenheit, als wichtigstes Merkmal betrachtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Epoche der „neuen Sachlichkeit“ lässt sich im Zeitraum von 1918 bis 1933 einordnen und ist somit eine aus der Weimarer Republik heraus entstandene Epoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit interessierten sich die Autoren für politische Themen und wandten sich gegen nationalsozialistische, militärische, restaurative sowie antisemitistische und antidemokratische Haltungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wendeten sich hauptsächlich an liberale und linke Haltungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch diese Epoche ist von den Gattungen Epik, Dramatik und Lyrik geprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort entstanden neue Formen wie Reportagen, Collage-/ und Montagetechnicken, die das Ziel beabsichtigten, die Realität mithilfe von Fakten distanziert, emotionslos und nüchtern darzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders in der Literatur gab es einige bedeutende Veränderungen. Weg von Visionen hin zum Sachlichen und Nüchternen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell ist daher zu sagen, dass die Epoche nach dem Realen und Wirklichen strebt. Ein bekannter Schriftsteller war Erich Kästner mit „Sachliche Romanze“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitraum zwischen dem Ende des Ersten Weltkrieges sowie der Gründung der deutschen Republik und der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler (1918 – 1933) wird als Weimarer Republik bezeichnet und ist durch die Literatur- und Kunstepoche der „Neuen Sachlichkeit“ geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren der Neuen Sachlichkeit sind politisch interessiert und wenden sich insbesondere gegen nationalistische, militaristische, restaurative, antisemitische und antidemokratische Haltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Ziel war es, die Wirklichkeit durch ökonomische und politisch soziale Fakten, ohne jegliche Emotionalität darzustellen, weshalb sie sich besonders von den Vorausdeutungen und Prophezeiungen des Expressionismus abwendeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem waren in der Literaturepoche der Neuen Sachlichkeit eine liberale und eine linke Haltung vertreten, da einige der Autoren eine individuelle und freiheitliche Lebensgestaltung anstrebten und sich andere gegen das Prinzip der Durchsetzung der Starken und Herabsetzung der Schwachen stellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werke dieser Literaturepoche waren insbesondere durch einen nüchternen, kühlen und sachlichen Ton geprägt, was sich insbesondere in dem Zitat des Autors Joseph Roth „Es handelt sich nicht mehr darum zu ´dichten´. Das Wichtigste ist das Beobachtete.“ deutlich zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren waren in der Neuen Sachlichkeit die verschiedenen Literaturgattungen vertreten (Epik, Lyrik, Dramatik) und auch in romantischen Gedichten der Epoche dominiert der sachliche und kühle Ton. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den literarischen Gattungen spielten Reportagen und Montagen eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sarah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literaturepoche der &amp;quot;Neuen Sachlichkeit&amp;quot; begann mit dem Ende des 1. Weltkriegs sowie der Ausrufung der Republik 1918 und endete mit der Ernennung Adolf Hitlers durch Hindenburg im Januar 1933 und umfasst somit die Geschichtsepoche der Weimarer Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literaren dieser Zeit waren aufgrund der großen Verluste im 1. Weltkrieg politisch links-liberal orientiert, weshalb sie Gerechtigkeit für das ärmere Volk forderten und oftmals Kritik an konservativen Ansichten, wie beispielsweise dem Nationalismus oder dem Militarismus, übten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einstellung spiegelt sich auch in der Literatur dieser Zeit wieder, indem die Autoren besonders Dinge wie Krieg und das Leben der unteren Gesellschaftsschicht realistisch und auf Fakten basierend, also im Allgemeinen die Wirklichkeit, darstellten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachlich machten die Autoren sich zu dieser Darstellung einen sachlichen, wenn nicht sogar nüchternen Ton zu Nutze, um das Beobachtete distanziert darzustellen, was in ihren Werken besonders häufig in der distanzierten und kühlen Darstellung von Emotionen zum Ausdruck kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wenden sich die Literaren größtenteils von künstlerischen und dichterischen Elementen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind sowohl Werke der Gattungen Lyrik, Epik sowie Dramatik vertreten, weshalb es keine spezifische Gattung gibt, die die &amp;quot;Neue Sachlichkeit&amp;quot; rückblickend kennzeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch waren die Reportage und die Montage beliebte und neue Textformen dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neue Sachlichkeit ist eine Literaturepoche, die sich vom Jahre 1918, mit dem Beginn der Weimarer Republik, bis zum Jahre 1933, in dem Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde, erstreckt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren dieser Epoche wandten sich gegen nationalistische, militaristischen, restaurativen, antisemitischen und antidemokratischen Haltungen und waren somit politisch interessiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter der Epoche selbst vertreten meist eine liberale und linke Haltung, da sie ein freies und individuelles Leben anstrebten, bei dem sie sich gegen das Prinzip der Durchsetzung des Starken  und Unterdrückung des Schwachen wandten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Zeil war es die Wirklichkeit möglichst auf Basis von ökonomischen, politischen und sozialen Fakten darzustellen, wobei sie sich von den Visionen und Prophezeiungen des Expressionismus abwandten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der, dass sie versuchten in einen sachlichen und neutralen Ton zu verfassen, was sich in dem Gedicht ,,Sachliche Romanze“ von Erich Kästner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Neuen Sachlichkeit sind alle Literaturgattungen vertreten, also Dramatik, Lyrik und Epik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Literaturgattungen wurden auch Reportage – und Montagetechniken bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Weimarer Republik entstandene Literaturepoche &amp;quot;Neue Sachlichkeit&amp;quot; ist dem Zeitraum von 1918, dem Ende des ersten Weltkriegs, bis 1933, die Machtergreifung Hitlers, zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literaten setzten sich kritisch mit nationalistischen, militärischen, restaurativen, antisemitischen und rassistischen Vorstellungen auseinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie vertraten dementsprechend eine liberale und linke Haltung, also eine Einstellung, die das freiheitliche Leben eines Individuums vorsieht und sich gegen einen Obrigkeitsstaat wendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literatur zeichnet sich durch einen nüchternen, sachlichen und kühlen Stil aus, um die Wirklichkeit auf der Basis von Fakten darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Literaturepoche machte man Gebrauch von verschiedenen Gattungen wie die Dramatik, Epik und Lyrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen Gattungen nutzte man auch Reportage-/ und Montagetechniken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weimarer Republik ging vom 9. November 1918, als Scheidemann die Republik ausrief, über das Ende des Ersten Weltkrieges (11. 11. 1918), bis zur Machtergreifung Hitlers (30. Januar 1933), diese Epoche wird in der Literatur als Neue Sachlichkeit bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literaten sehr kritisch eingestellt, sie hatten meist eine liberale und linke Haltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man wollte weg von Visionen und hin zum sachlichen und sie wollten die Realität darstellelen und waren damit der Naturalismus sehr nah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Sachlichkeit, ist in allen Gattungen wiederzufinden (Lyrik, Dramatik, Epik), zusätzlich neu waren Reportage- und Montagetechniken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für eine sehr realitätsnahes Werk aus der Epoche der neuen Sachlichkeit, ist &amp;quot;Im Westen nichts Neues&amp;quot;, von Erich Maria Remarque aus dem Jahr 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Epoche geht es nicht um das Äußern von Gefühlen, sondern um das einfache, sachliche Schildern von Geschehenem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Epoche der „Neuen Sachlichkeit“ umfasste ungefähr die Zeit der Weimarer Republik (1919-1933) und wird durch die Ausrufung der Republik (1918), das Ende des Ersten Weltkrieges (1918) und die NS-Machtergreifung (1933) zeitlich genauer eingegrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weltliteratur der „Neuen Sachlichkeit“ wandte sich politisch gegen antidemokratische, antisemitistische, restaurative, militaristische und nationalistische Motive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren hatten meist eine liberale und linke Haltung, mit der sie für einen unautoritären und freien Staat plädierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Merkmale ist die Sachlichkeit der Werke, in denen beispielsweise Motive wie die Liebe kühl und distanziert dargestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem war das Wichtigste das Beobachtete, also die Wahrheit/Realität, auf Basis von ökonomischen, politischen und sozialen Fakten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Sachlichkeit gab es in allen verschiedenen Gattungen (Lyrik, Epik, Dramatik, neu dabei waren Reportage, Collage- und Montagetechniken (das Zusammenführen von verschiedenen Textinhalten, Sprachebenen und -stilen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch ist auch die Darstellung der vielschichtigen, komplexen Wirklichkeit, sowie gegensätzliche Ausdrucksformen und Antikriegsromane.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa  ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Epoche der Neuen Sachlichkeit wurde durch die Weimarer Republik (1918- 1933)bzw. den Ausruf der Republik bis hin zur Ernennung des Reichskanzlers Adolf Hitler  geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren waren enorm an der politischen Entwicklung interessiert, jedoch wandten sie sich gegen militaristische oder antisemitische Auffassungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neue Sachlichkeit ist ein Gegenpol zu der Epoche des Expressionismus, da diese eine eher nüchternen und sachlichen Ton bevorzugte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren dieser Epoche wollen die Wirklichkeit darstellen auf der Basis von klaren Fakten, zudem standen sie für eine freiheitliche und linke Haltung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Epoche waren alle Gattungen, also die Lyrik, Epik und Dramatik beinhaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Epoche gab es auch neue Formen der Literatur wie z.B Reportage- und Montagetechniken .&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Vertreter dieser Epoche sind Bertolt Brecht und Erich Kästner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Neue Sachlichkeit“ bezeichnet eine in der Weimarer Republik entstandene Kunst- und Literaturepoche, die 1918, also nach dem Ende des ersten Weltkriegs begann und 1933 mit der Machtergreifung von Hitler endete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literaten der Neuen Sachlichkeit waren politisch interessiert und grenzten sich von nationalistischen, militärischen, restaurativen, antisemitistischen und antidemokratischen Vorstellungen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteres wandte sich diese Epoche im Gegensatz zum Expressionismus gegen Visionen und Prophezeiungen und bevorzugte eher einen nüchternen, kühlen und sachlichen Ton. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Merkmal ist, dass die Autoren der Neuen Sachlichkeit mit einer liberale und einer linken Haltung, die Realität auf Basis von Fakten darstellen wollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem waren in der Kunst- und Literaturepoche alle verschiedenen Literaturgattungen (Lyrik, Epik und Dramatik) vertreten, sodass keine spezifische Gattung diese Epoche kennzeichnet. Die Reportage- und Montagetechniken waren jedoch neu in dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Epoche „neue Sachlichkeit“ verlief von 1917 bis 1933 während der Weimarer Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren dieser Zeit lagen einen hohen Wert auf die Politik und wendeten sich gegen nationalistische, militaristische, restaurative, antisemitische und antidemokratische Haltungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Grund vertraten sie eine eher liberale und linke Haltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Epoche der „neuen Sachlichkeit“ steht gegensätzlich zum Expressionismus und bezieht sich nicht auf Visionen oder Prophezeiungen, sondern auf die Wirklichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Sachlichkeit war in allen drei Gattungen, also Lyrik, Epik und Dramatik, vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu diesen Gattungen gab es auch Reportage, Collage- und Montagstechniken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der bekanntesten Gesichter dieser Epoche war Berthold Brecht, welcher beispielsweise für das Theaterstück „die Dreigroschenoper“ verantwortlich ist.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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		<title>CFS T-Klassen/Wertung und Wirkung von Literatur/Übungsklausur, Aufg. 2</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Übungsklausur, Aufg. 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Analyseergebnisse aus das „Vorspiel auf dem Theater“ in Beziehung zu dem Drama „Faust“ gesetzt, welche ebenfalls in Verbindung zu einem weiteren bekannten Drama gesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zentrale Voraussetzung für ein gelungenes Theaters sieht der Director darin, das Publikum abwechslungsreich zu Unterhalten und seinen Geschmack zu treffen (vgl. V.124ff.). Diese Bedingung wird aufgrund der zahlreich verschiedenen Szenen innerhalb des Dramas erfüllt. So sind einige Szenen sehr heiter und ausgelassen wie beispielsweise die Szene „Auerbachs Keller“, andere wiederrum trübsinnig und resignativ wie beispielsweise die Szene „Nacht“, in welcher Faust sich über seine Unwissenheit über das Überirdische bewusst wird. Jedoch nicht nur der Inhalt zeugt von seiner Abwechslung, denn das Drama hat ebenfalls zahlreiche verschiedene Handlungsorte. So spielen sich manche Szenen im Wald statt, andere wiederrum im Kerker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Dichter ist es jedoch von hoher Bedeutung etwas für die Nachwelt zu kreieren, also ein Kunstwerk, das seine Zeit überdauert (vgl. V.27f.). Diese Bedingung wird in „Faust“ durch die unterschiedlichen zeitlosen Thematiken erfüllt. Fausts Suche nach dem „was die Welt im Innersten zusammenhält“ (V.382f.) und der daraus resultierenden Problematik der Suche nach einem göttlichen Zugang verdeutlichen ein zeitloses Grundproblem der Menschen, da sich jeder Mensch einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt. Ebenso sind die enthaltenden Themen Religion, Liebe und Wissenschaftskritik ein zeitloses Thema. Die Thematik der Liebe wird beispielsweise in der Szene „Garten“, welche die Beschreibung des Kennenlernens von Fausts und Gretchen bis hin zum ersten Kuss umfasst, aufgegriffen. Ebenfalls von hoher Wichtigkeit ist für ihn, dass er das Publikum mit seinem Werk berührt und zugleich belehren kann (vgl. V.87f.). So wird in Faust beispielsweise die innere Zerrisenheit von Gretchen dargestellt. Durch ihre Liebe und Zuneigung zu Faust ( Szene „Garten“) verstößt Gretchen gegen die Regeln der Kirche und die Moralvorstellungen der Gesellschaft. Auch ihre Mutter stirbt teilweise durch ihr Verschulden, wie auch ihr Bruder, welcher sie die Schande der Familie nennt ( vgl. Szene „Nacht. Straße vor Gretchens Türe“). Durch ihre Schwangerschaft und den Mord an ihrem Kind wird sie von der Gesellschaft ausgegrenzt (vgl. Szene „Dom“. Ein weiterer Gesichtspunkt des Dichters ist, dass die Dichtung dem Publikum als Offenbarung dient und es so eine gewisse Sinngebung erlangt (vgl. V.93ff.). Dies wird in Faust durch die zahlreichen Sinnfragen und durch die Suche des Göttlichen umgesetzt. Hierbei stellt Faust den Sinn Suchenden dar, da er beispielsweise in der Szene „Nacht“ erkennt, dass er nichts über das Überirdische weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lustige Person fordert von dem Theaterstück, dass das Stück aus dem wirklichkeitsnahen Menschenleben gegriffen werden soll, sodass sich der Zuschauer mit dem Geschehen identifizieren kann (vgl. V.106ff.). Das Menschenleben wird unter anderem in der Gretchentragödie aufgegriffen, da sie die intime Beziehung zwischen Faust und Gretchen darstellt (vgl. Szene „Straße 1“, „Kerker“). Auch die Thematik des Dramas, die Frage nach dem Menschen in seinen vielfältigen Lebensbezügen, gibt die wirklichkeitsnahe Menschenleben wieder, da in „Faust“ konkret die Gefühlslage der handelnden Personen geschildert wird. So ist Faust beispielsweise in der Szene „Wald und Höhle“ melancholisch gestimmt, da er sich die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht beantworten kann, was durch die Interjektion „O, dass dem Menschen nichts Vollkommnes wird, / Empfind ich nun“ (V.3240) unterstrichen wird. Eine weitere Voraussetzung für den Schauspieler ist es, die Menschen aufzuheitern und bei guter Laune zu halten. Er möchte mit Mimik, Gestik und auch mit Gesang das Publikum für sich gewinnen (vgl. V.37ff.). Dies wird in dem Drama „Faust“ durch die enthaltenden heiteren Szenen deutlich, beispielsweise in der Szene „Auerbachs Keller in Leipzig“, in welcher lebensfroh gesungen wird. Eine ebenfalls markante Voraussetzung für den Schauspieler ist die Aktualität des Bühnenstückes, da er meint „Die Gegenwart von einem braven Knaben/ Ist […] immer auch schon was“ (V.34f.). Diese Forderung wird anhand der Figur des Fausts umgesetzt, da er als ein Abbild eines modernen Menschen gilt., da er immer mehr will wie beispielsweise mehr Wissen (Vgl. Szene „Nacht“). Fausts Problem der Zerrissenheit zweier Seelen und das Gefühl der begrenzten wissenschaftlichen Erkenntnismöglichkeit sind ein zeitloses Grundproblem jedes Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man zum Ende hin nochmals die verschiedenen Forderungen der drei Figuren so lässt sich sagen, dass grundsätzlich alle unterschiedlichen Bedingungen innerhalb des Dramas erfüllt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Kriterien für ein gelungenes Theaterstück an dem Drama „Woyzeck“ erläutert. Eben dieses Drama wurde von Georg Büchner verfasst und erschien im Jahre 1879. Thema des Dramas ist die Ausnutzung der unteren Gesellschaftsschicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aufgabe des Theaters ist die abwechslungsreiche Gestaltung des Dramas, um das Publikum zu unterhalten. Diese Bedingung wird aufgrund der zahlreich verschiedenen Szenen innerhalb des Dramas erfüllt. So sind einige Szenen sehr heiter und ausgelassen wie beispielsweise die Szene „Wirtshaus“, andere wiederrum resignativ wie beispielsweise die Szene „Marie und Woyzeck“. Eine weitere Vorraussetzung für ein Theaterstück ist das Publikum bei guter Laune zu halten, was beispielsweise in der Szene „Wirtshaus“ umgesetzt wird, da dort heiter gesungen und getanzt wird. Ebenfalls sind die Thematiken aus „Woyzeck“ zeitlos und aktuell, was eine weitere Bedingung für ein gutes Theaterstück ist. So existiert die Hauptthematik des Dramas, die Ausbeutung der unteren Gesellschaftsschicht, auch heute noch. Die unter Schicht ist oft diejenige die auch heute noch die unbeliebte Arbeit machen muss, beispielsweise muss Woyzeck dem Hauptmann als Barbier dienen. Ebenfalls kann man sich auch heute noch bei medizinischen Versuchen beteiligen, um so ein höheres Einkommen zu haben (vgl. Szene 8). Ein weiterer Gesichtspunkt ist es, dass das Stück aus dem wirklichkeitsnahen Menschenleben gegriffen werden soll, sodass sich der Zuschauer mit dem Geschehen identifizieren kann. Dies wird bei „Woyzeck“ dadurch umgesetzt, da es sich bei den handelnden Personen um normale Alltagsmenschen handelt, die auch so wie im Drama beschrieben gelebt haben könnten. Der Protagonist Woyzeck ist ein einfacher Wehrmann, welcher aufgrund seines geringen Lohnes nebenbei als Proband für den Doktor und Barbier für den Hauptmann arbeiten muss, da er Unterhalt für seine Freundin Marie und ihr uneheliches Kind bezahlen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man im Kontext beide Dramen so lässt sich sagen, dass beide wichtige Voraussetzungen für ein Theater erfüllen. Beide Dramen greifen überzeitliche Thematiken auf, weisen abwechslungsreiche Handlungspersonen sowie Orte auf und verfügen durch die unterschiedlichen Szenen über einen hohen Unterhaltungswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei verschiedenen Ansichten über die wichtigen Kriterien eines Dramas/Theaters lassen sich dabei anhand des, an den Text anknüpfenden , Dramas „Faust“, aber besonders auch an Georg Büchners „Woyzeck“ überprüfen und somit schauen in wie weit diese erfüllt werden. Diesen Vergleich von Vorstellung und Umsetzung in verschiedenen Dramen werde ich im folgenden machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn muss dabei gesagt werden, dass die Erzählung aus „Faust“ an die bereits analysierte Textstelle anknüpft und somit das Resultat aus der Diskussion, - oder anders – die Textstelle die Entstehungsgeschichte des Dramas darstellt. Demnach gibt es hierbei insgesamt mehr Überschneidungen von Vorstellung und als im Vergleich mit „Woyzeck“, da hier eben diese  Verknüpfung der Texte nicht besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der im Text vorhandenen Perspektiven, ist die des Theaterdirektors, welcher das Stück unter finanziellen Aspekten betrachtet und auf einen möglichst hohen Gewinn abzielt, welcher für ihn, wie auch alle anderen im Theater beschäftigten positiv wäre. Ein Kriterium, welches er für das Erreichen seiner Ziele als notwendig erachtet, zeigt sich in „Besonders aber laßt genug geschehn!“(V. 45) deutlich, worin er eine „Masse“(V. 51) an Aktion, also eine dichte vielseitige Handlung, fordert. Schließlich könne man laut ihm nur durch diese Menge „manchem etwas bringen“(V. 53), also nur so den Geschmack einer weiten Bandbreite treffen. Eben dieses Kriterium spiegelt sich in Faust besonders im Wechsel der Sphären wieder, indem das Drama im Himmel beginnt und Faust selbst sich in seinem irdischen Leben auch noch dem Unendlichen sehnt. Besonders wird die weite Bandbreite aber auch thematisch gedeckt, indem Themen wie Natur, Liebe, Freundschaft, Glaube, Sehnsucht, aber auch Tod. Als Beispiel hierfür fungieren die Liebe von Gretchen und Faust, Fausts Unglauben im Kontrast zu Gretchens starkem Glauben an Gott oder aber die Todesfälle von Gretchens Bruder Valentin, ihrer Mutter und zuletzt der Tod ihrer selbst.&lt;br /&gt;
Des weiteren verlangt er von Dichter und Schauspieler, dass diese „das groß und kleine Himmelslicht“(V. 128) sowie „Wasser, Feuer, Felsenwände, […] Tier und Vögel“(V. 130f. ) nutzen sollen, um ein erfolgreiches Theater darzubringen. Auch wenn dies in gewissen Teilen auf das Bühnenbild bezogen ist, zeigt sich in „Faust“ beispielsweise im Wechsel der Sphären, in der Verwandlung Mephistos in verschiedene Tiere oder aber in der Szene „Wald und Höhle“ wie diese Forderung auch inhaltlich umgesetzt wurden. Somit werden das Überirdische, aber auch auf irdischer Basis Gestein, der Mond in der Szene „Nacht“, Tiere, Menschen und Pflanzen mit eingebracht die „Den ganzen Kreis der Schöpfung“(V. 133) darstellen. Zudem kommt auch der vom Direktor geforderte schnelle Wechsel „Vom Himmel durch die Welt zur Hölle“(V. 135) zum Ausdruck, welcher jedoch nicht nur im Wechsel zwischen den Sphären, sondern auch im Bestehen und Wetten von Gott und Teufel/Mephisto deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezieht man die Sichtweise des Direktors anschließend auf „Woyzeck“, so fällt auf, dass dieses Drama den Wechsel der Sphären nicht beinhaltet und somit dieses Kriterium insgesamt raus fällt. In diesem Kontext bleibt auch die Einbindung von „Wasser, Feuer, Felsenwänden“(V. 130) usw. größtenteils aus. Jedoch spielt sich das Drama einige Male draußen ab und auch der Wahn Woyzecks lässt sich so möglicherweise in diese Richtung deuten, da er hier überirdische oder aber auch irdische Dinge sieht, die jedoch nicht der Realität entsprechen. Das Wasser jedoch kommt zuletzt im Bezug auf den Mord an Marie im Drama vor, indem Woyzeck die Tatwaffe in einem See verschwinden lässt. So spielt sich auch der Mord in der Nacht ab, wobei der Mond ein wenig als eine Art Beobachter der Tat akzentuiert wird, was wiederum gewissermaßen eine gewisse Anwesenheit etwas Überirdischen anklingen lässt. Welches Kriterium jedoch durchaus eher auf Woyzeck zutrifft, ist dass der Themenbandbreite. Zwar ist diese geringer als in „Faust“, jedoch geht es hierbei doch um Themen wie Liebe, Verrat, Tod, Glaube und besonders aber die Abhängigkeit von der Gesellschaft, welche der Protagonist Woyzeck tagtäglich erfährt, indem er als Versuchskaninchen dient oder ihm aber später der Tambourmajor von seiner Geliebten vorgezogen wird, da dieser höher gestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Perspektive, die im Vorspiel inbegriffen ist, ist die des Dichters als den Schreiber des Dramas. Dieser betrachtet ein Drama besonders aus der künstlicheren Sichtweise und argumentiert so entgegen dem Direktor und der lustigen Person. Dieser fordert so insbesondere das Einbringen von Emotionen, welche das Werk tiefgründig machen und es nach vielen Jahren „in vollendeter Gestalt“(V. 28) erscheinen lassen. Somit möchte er, dass die Werke einen überzeitlichen Wert besitzen und den Menschen in ihrem Denken und Fühlen beeinflussen können, also zum denken anregen. Er fordert also ganz allgemein ein tiefgründiges Thema, welches seinen Wert nie verliert. Eben diese Forderung spiegelt sich in „Faust“ in der Thematik der Liebe und des Glaubens, aber auch ganz besonders noch einmal in der Sehnsucht Fausts wieder. Die Sehnsucht Fausts und seine allgemeine Unersättlichkeit zeigen heute noch, obwohl die gesellschaftlichen Hintergründe anders sind, dass die Menschen sich nach immer mehr ersehnen und somit im Konsum leben und durch diesen immer unglücklicher werden. Dies, aber auch „Des Menschen Kraft“(V. 102) werden so in Faust integriert, indem Fausts Wesen mit allen seinen Zweifeln und Gefühlen dargestellt wird und dieser letztlich doch den rechten Weg zu Gott findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Argumentation des Dichters und seine allgemeine Perspektive trifft dabei auch auf Woyzeck zu. Hier finden sich ebenfalls überzeitliche Themen wie Glaube, Liebe, Wissenschaft und besonders der Egozentrismus vieler Menschen wieder. Auch wenn die Abhängigkeit von der Gesellschaft wesentlich geringer ist als früher, ist sie dennoch dar und für die persönliche Entwicklung von Bedeutung. Das Fühlen und Denken der Hauptfigur Woyzecks wird dabei begründet und menschlich dargestellt, indem er beispielsweise seine Frau umbringt, weil diese ihn betrogen hat, obwohl er sein Leben für sie aufgegeben hat. Der Wert der Liebe aber auch das Machtinteresse der Menschen werden hier also mehrfach thematisiert, weshalb der Text mit den Kriterien des Dichters übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wird die Sichtweise der lustigen Person, also des Schauspielers, angesprochen. Diesem geht es besonders um den „Spaß“(V. 33) und das Einbringen von „Narrheit“(V. 44). Diese spiegelt sich besonders in Mephisto wieder, welcher eine äußerst ironische Sprache verwendet und Faust schadenfroh ausnutzt um diesem Dinge wie Leidenschaft zu zeigen. Auch das Erleben von Spaß in der Liebe ist dabei Ausdruck dieses Kriteriums. Da Faust, dem diese Liebe widerfährt, ein normaler Mensch mit alltäglichem Leben ist, stimmt auch die Forderung des Schauspielers, von „einem braven Knaben“(V. 35) zu erzählen, mit dem Drama überein. Jedoch muss hier abwägend gesagt werden, dass Faust durch seine wissenschaftliche Tätigkeit und sein tiefgründiges Denken besonders von der Intellektualität her leicht bis stark vom jeweiligen alltäglichen Leben eines Durchschnittsmenschen  abweicht. Davon unabhängig sind jedoch „Phantasie, [...]/ Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft“(V. 42f. ) allesamt in „Faust enthalten. Sei es die Phantasie im sich verändernden Wesen von Mephisto, oder aber Empfindung und Leidenschaft in der Liebe von Faust zu Gretchen. Zuletzt stellt das Drama daher die schlussendliche Lösungsversion der Argumentation dar. So ist es mit „bunten Bildern wenig Klarheit,/ Viel Irrthum und ein Fünkchen Wahrheit“(V. 110f. ) verfasst, was sich in Fausts Leben, aber auch der metaphorischen Darstellungsweise dessen, widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Woyzeck“ hingegen lassen sich die Ironie und der Humor dahingegen eher weniger finden, da das Drama eher ernster vom Leben Woyzecks erzählt. Es enthält zwar durchaus Dinge wie Vernunft, im verantwortungsvollen Handeln Woyzecks für seine Familie, oder aber Leidenschaft in der Affäre von Marie und Tambourmajor, jedoch fehlt der Humor größtenteils völlig, indem ein unglückliches Schicksal beschrieben wird. Somit trifft hier am ehesten noch die Sichtweise des Dichters zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend beinhalten beide Dramen Kriterien aller drei Sichtweisen, wobei „Faust“, als Theater, dem die Sichtweisen als Vorspiel zu Grunde liegen, alle wesentlichen Kriterien zumindest im Groben abdeckt. „Woyzeck“ jedoch hat alleinig die Kriterien des Dichters wirklich erfüllt. Humor und eine Bandbreite an Themen werden jedoch kaum bis gar nicht mit eingebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Analyseergebnis zum „Vorspiel auf dem Theater“ in Bezug zu dem Drama „Faust“ gesetzt.&lt;br /&gt;
Das Drama „Faust- Der Tragödie Erster Teil“ wurde von Johann Wolfgang Goethe geschrieben und 1808 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Drama „Faust“ spielt zuerst im Himmel, wo Gott und der Teufel Mephistopheles eine Wette abschließen. Es geht um den Wissenschaftler Faust welcher unzufrieden ist und immer mehr wissen möchte, also sehr wissensdurstig ist. Mephistopheles und Gott wetten darum, dass der Teufel, Faust glücklich und zufrieden machen kann. Der Gewinn ist die Seele von Faust. Mephistopheles lief getarnt als Pudel zu Faust nach Hause und zeigt dort seine wahre Identität. Er verspricht dann Faust glücklich zu machen, indem er all seine Wünsche erfüllen wird, wenn er ihm im  Gegenzug seine Seele verspricht und er willigt ein. Die beiden beginnen damit in einen Hexenkeller zu gehen, wo Faust einen Trank zu sich nimmt, der ihn jünger und für Frauen begehrenswert macht. Schon bald begegnet Faust dem 14-jährigen Gretchen, von welchem er begeistert ist. So bittet Faust Mephistopheles darum, sie zu seiner Geliebten zu machen, geschehe das nicht, würde er den Pakt brechen. Dadurch macht der Teufel den Wunsch wahr und es kommt in Gretchens Gartenhaus zum ersten Kuss zwischen den beiden. Faust verlangt mehr von dem jungen Gretchen und gibt ihr eine „Medizin“, welche sie ihrer Mutter geben soll. Die Medizin ist allerdings Schlafmittel, durch welches Faust sich erhofft die Nacht mit Gretchen in Ruhe zu verbringen. Allerdings stirbt die Mutter an diesem Schlaftrunk, während Faust und Gretchen miteinander schlafen. Gretchens Bruder Valentin bemerkt, dass seine Schwester ihre Unschuld verloren hat und es kommt zu einem Duell zwischen ihm und Faust, bei welchem Valentin von Faust getötet wird. Mephistopheles und Faust flüchten dann und lassen Gretchen und den sterbenden Valentin allein. Bald erscheint Gretchen ein Geist, der ihr die Nachricht überbringt, dass sie schwanger ist. Dann weit später erfährt Faust, dass Gretchen schwanger war und das Kind nach der Geburt, aus Verzweiflung, getötet hat und sie jetzt zum Tode verurteilt ist. Dann nimmt Faust sich vor Gretchen zu retten und bittet Mephistopheles um Hilfe, dieser allerdings sagt Faust müsse Gretchen selbst befreien. Gretchen lehnt seine Hilfe allerdings ab und nimmt Kontakt zu Gott auf. Faust flieht gemeinsam mit Mephistopheles und Gretchen wird freigesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter hat eine eher künstlerische Ausdrucksweise, welche zusätzlich religiös geprägt ist, er verwendet beispielsweise Ausdrücke wie „Himmelsenge“ (V.19) oder „Götterhand“ (V. 22). Zusätzlich scheint es ihm wichtig zu sein, dass man seine Arbeit schätzt und, dass er seinen Gedanken freien Lauf lassen kann und, dass das was er schreibt von Herzen kommt (vgl. V.23f.). Ergänzend dazu, möchte der Dichter etwas erschaffen, was auch noch nach Jahren von den Menschen gelesen und gedeutet wird (vgl. V. 27). Er  muss also Themen in sein Werk einarbeiten, die auch in mehreren Jahren noch aktuell sind, wie beispielsweise Liebe, Tod oder auch Religion. Bezieht man die Vorstellungen des Dichters auf Goethes Drama „Faust“, wird schnell klar, dass die Anforderungen dieser Person, in jenem Drama, erfüllt worden sind. In „Faust“ spielt die Religion eine zentrale und sehr wichtige Rolle, da schon zu Beginn der Tragödie ein „Prolog im Himmel“ (Faust, V. 243 – 353) stattfindet, in welchem der Teufel (Mephistopheles) und Gott einen Pakt abschließen. Ein zusätzlich wichtiges Thema ist die Liebe. Faust verliebt sich in das junge Mädchen Gretchen und die beiden beginnen eine Liebschaft miteinander, sie küssen sich beispielsweise im Gartenhaus (vgl. Faust, V. 3205 f.). Der Tod hat hier ebenso eine Bedeutung, jedoch eine nicht so große wie die anderen Themen. Gretchen soll zu Beispiel hingerichtet werden, weil sie ihr Baby ermordet hat (vgl. Faust, V. 4399 ff.), das religiöse und göttliche überwiegt allerdings, bemerkbar daran wenn Gott eint Gretchen „ist gerettet“ (Faust, V. 4612), er hat also das letzte Wort. Damit ist die zeitübergreifende Bedeutung des Werkes bestätigt, ebenfalls ist bestätigt, dass das Werk von der Religion geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lustige Person hat eine eher belehrende Sprache, erkennbar daran, wenn er dem Publikum sagt, sie sollen sich „brav und […] musterhaft“ (V. 41) benehmen. Ebenso wichtig ist der lustigen Person der Spaß und die Unterhaltung des Publikums (vgl. V. 33 f.). Für sie zählt das Hier und Jetzt, ganz im Gegensatz zum Dichter, welcher sich auch für die „Nachwelt“  (V. 31) interessiert. Die „Mitwelt“ (V. 33) soll „Spaß […] haben“ (V. 33 f.). Um der Mitwelt viel Spaß zu verschaffen muss für jeden Zuschauer etwas dabei sein, es muss also viele verschiedene Handlungen und Themen geben. In Goethes Drama Faust ist genau das gegeben. Es gibt viele verschiedene Kapitel mit verschiedenen Orten, wie beispielsweise „Auerbachs Keller in Leipzig“ (Faust, V. 2073 – 2336) oder gegensätzlich dazu der „Kerker“ ( Faust, V. 4405 – 4614). Mit den verschiedenen Orten sind auf verschiedene Handlungen und Stimmungen verbunden. In Auerbachs Keller ist eine eher feierliche Atmosphäre (vgl. Faust, V. 2073).  Dem steht  antithetisch der soeben genannte Kerker gegenüber. Allein schon die Bezeichnung Kerker überbringt eine etwas düstere Stimmung. Im Bezug zum Inhalt wird auch deutlich, dass diese, abschließende, Szene einen düsteren Hintergrund hat: Gretchen soll hingerichtet werden und Faust kommt um sie zu befreien, sie lehnt seinen Befreiungsversuch allerdings ab. Allerdings endet das Drama positiv: Gretchen wird freigesprochen. Ebenso nennenswert ist die Bearbeitung der Themen Religion und Liebe. Diese beiden Themen sind sehr bedeutsam, für die meisten Menschen und somit werden auch einige Interessen abgedeckt. Also sind auch die Vorstellungen dieser Person umgesetzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Direktor hat ganz andere Absichten und Anforderungen an das Theaterstück. Ihm geht es in erster Linie um das finanziell und um das Geldverdienen. Er hat eine bildliche Straße, beispielsweise vergleicht er das Erlangen einer Eintrittskarte mit einer „Hungersnoth“ (V. 13), es sei laut ihm lebensnotwendig das Theater zu sehen (vgl. V. 13f.). Es soll sich viel auf der Bühne abspielen (vgl. V. 45) und es soll interessant sein (vgl. V. 48).  Ebenso ist dem Direktor klar, dass er von der lustigen Person (den Schauspielern) und dem Dichter abhängig ist (vgl. V. 50), da sonst kein Theaterstück stattfinden könnte. In Bezug zur Tragödie „Faust“ wird klar das der Direktor in einer Hinsicht die gleichen Absichten hat, wie die lustige Person. Es soll viel passieren auf der Bühne (vgl. V. 45), und eben das ist in „Faust“ der Fall (viele verschiedene Handlungsorte und mehrere behandelte Themen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend werden im Folgenden die Ansichten der drei Personen aus dem „Vorspiel auf dem Theater“ in Bezug zu dem Drama „Woyzeck“.&lt;br /&gt;
Das Drama Woyzeck, geschrieben von Georg Bühner und veröffentlicht 1875, thematisiert den durch die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Gesellschaftsschichten entstehenden Druck auf Individuen.&lt;br /&gt;
Woyzeck ist 30 Jahre alt und ist Soldat. Seine Freundin Marie und er haben ein uneheliches Kind, da die beiden zu wenig Geld haben um zu heiraten. Woyzeck bemüht sich sehr, seine Familie ernähren zu können: er ist Soldat, rasiert dem Hauptmann seinen Bart und unterzieht sich bezahlten ärztlichen Versuchen, welche ihn jedoch psychisch schwächen, wodurch er Wahnvorstellungen bekommt. Seine Geliebte Marie wendet sich allerdings dem höher stehenden Tambourmajor zu und beginnt eine Affäre mit ihm. Als Woyzeck dies bemerkt ist er so wütend und eifersüchtig, dass er Marie ermordet. Zuletzt wird Woyzeck von seinem Sohn verstoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anforderungen der lustigen Person werden in Büchners Drama eher weniger erfüllt. „Woyzeck“ enthält kaum Ironie und Humor, sondern ist eher ernst. Vor allem dadurch, das Woyzeck sich so sehr um seine Familie kümmert und so viel für sie arbeitet um sie zu ernähren. Also eben, dass das Leben in der unteren Gesellschaftsschicht gezeigt wird. Besonders dadurch, dass hier Maries Tod so dargestellt wird, und die Tatsache, dass ihr eigener Geliebter sie ermordet, zeigt, dass das Drama nicht von Humor geprägt ist. &lt;br /&gt;
Die Forderungen des Dichters, treffen hier jedoch größtenteils zu. Die behandelten Themen sind hier, eben wie auch bei „Faust“, zum einen die Liebe, zum anderen aber auch der Tod und die verschiedenen gesellschaftlichen Schichten. Somit sind die Themen zeitübergreifend und auch heute noch relevant für Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass das Drama „Faust“ die Anforderungen der drei Personen erfüllt, das Drama „Woyzeck“ allerdings nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei unterschiedlichen Vorstellungen eines guten Theaters in „Vorspiel auf dem Theater“ (V.33-242) werden im Folgenden auf Johann Wolfgang von Goethes Tragödie „Faust – Der Tragödie Erster Teil“, veröffentlicht im Jahr 1808, angewendet. Des Weiteren werden die zentralen Vorstellungen in Vergleich mit einem weiteren Drama gesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der drei Vorstellungen aus „Vorspiel auf dem Theater“ gehört dem Direktor, der sein Idealbild eines Theaterstücks mit Worten wie „Fest“ (V.4) beschreibt. Zudem sagt er, es müsse „alles frisch und neu“ (V.5) sein, sodass festgehalten werden kann, dass er von einem Theaterstück Unterhaltung, Freude und etwas, was er noch nie zuvor in einem Stück gesehen hat, erwartet. Zudem ist er von Vielfältigkeit bezüglich des Inhalts überzeugt (vgl. V.47f.) und sagt, dass man bei einem Stück an nichts sparen solle (vgl. V.124ff.). Insbesondere die angesprochene Vielfalt ist im Drama „Faust“ in mehreren Gesichtspunkten wiederzufinden. So spiegelt sich diese in der Vielfältigkeit der Charaktere wider, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Neben dem wissensdurstigen Wissenschaftler Faust spielt Gretchen, seine junge und naive Geliebte eine Rolle, sowie Mephistopheles, der Teufel, der mit seiner Rolle als ständigen Beobachter und Begleiter von Faust, um seine Wette zu gewinnen, die Rolle des Bösen übernimmt. Darüber hinaus ist die Vielfältigkeit von „Faust“ auch in den unterschiedlichen Handlungsorten wiederzuerkennen. So spielen sich Szenen in „Auerbachs Keller in Leipzig“, in der „Hexenküche“, im „Garten“ und im „Kerker“ ab, wobei die verschiedenen Handlungsorte die jeweiligen Handlungen der Szene unterstreichen. Die zahlreichen verschiedenen Thematiken der Tragödie spiegeln ebenfalls die vom Direktor gewünschte Vielfältigkeit eines Theaters wider, da „Faust“ sich mit Thematiken wie Liebe befasst (vgl. V.3205ff.), Wissenschaft (vgl. V.354ff.) oder Religion (V.3425ff.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der zentralen Vorstellungen des Dichters sind, dass „das Aechte für die Nachwelt unverloren“ V.30) bleibt. Er appelliert somit an die Zeitlosigkeit eines Stückes, die somit zeitlose Thematiken aufweisen müsse. Thematiken wie die bereits erwähnte Liebe bilden einen dieser zeitlosen Aspekte in „Faust“. Die Liebe zwischen Faust und Gretchen, die an den Szenen wie „Gretchens Stube“ oder der Szene im „Garten“ zu finden ist, ist eine Thematik, die für alle Menschen in jeder Zeit zugänglich und bekannt ist, und mit der sich jede Generation identifizieren kann. Ein weiteres Beispiel ist das, „was die Welt im Innersten zusammenhält“ (V.382f.), beziehungsweise die Frage nach dem Sinn des Lebens, welche ebenfalls zahlreiche Generationen der Menschheit beschäftigen. Ein letztes Beispiel ist die Neugier auf das Metaphysische, wie Fausts Satz „drum hab ich mich der Magie ergeben“ (V.377) widerspiegelt. Die Frage nach dem Überirdischen ist ebenfalls eine die Gegenwart überdauernde Grundfrage des Menschen, die in Verbindung mit „Und leider auch Theologie!/ Durchaus studiert“ (V.356f.) auch auf die Frage nach dem Göttlichen in der Welt anspielt. So kann festgehalten werden, dass „Faust“ das Kriterium des Dichters, ein dramatisches Werk müsse die Nachwelt überdauern können, erfüllt ist. Ein weiteres Kriterium des Dichters ist, dass ein künstlerisches Theaterstück das Publikum berühren müsse (vgl. V.87). Dies spiegelt sich in der Umsetzung der verschiedenen Thematiken wider, so zum Beispiel in der Liebe von Faust und Gretchen. So ist in der Szene im Kerker, am Ende der Tragödie vor allem die Sprache der Übermittler der Gefühle. Beispiele dafür sind die Ausrufe, wie beispielsweise „Besinne dich doch!/ Nur Einen Schritt, so bist du frei!“ (V.4563f.), die die Verzweiflung Fausts darüber dass er Gretchen nicht überzeugen kann mit ihm zu fliehen, verdeutlichen, oder Gretchens Schuldgefühle darüber ihre Mutter getötet zu haben, die sich in den Versen 4565 bis 4573 widerspiegeln, durch Wiederholungen des Pronomens „sie“ (V.4570) und durch Metaphern für das Sterben, wie in „Wären wir nur den Berg vorbei!“ (V.4565).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellungen der lustigen Person beruhen auf den Bezug zur Gegenwart, auf einer guten Umsetzung des Geschriebenen durch den Schauspieler und auf „Narrheit“ (V.44), also Witz im Theater. So behauptet die lustige Person im Gegensatz zum Dichter, dass ein Theater nicht für die Nachwelt geschrieben werden müsse, sondern für die Gegenwart, da sich das Publikum mit der Gegenwart immer am besten identifizieren könne. So behandelt auch „Faust“ nicht nur zeitlose, sondern auch für die Zeit während des 16. und 17. Jahrhunderts typische Themen. Ein Beispiel dafür ist der Charakter Gretchen. Die gesellschaftliche Verachtung, die auf Gretchen warten würde, wenn sie ihr unehelich gezeugtes Baby austragen würde, ist eine für diese Zeit typische Problematik. Darüber hinaus liegt der Fokus der lustigen Person auf dem Spaß und der „Narrheit“ (ebd.), welche sich vor allem in Mephistopheles ironischer Ausdrucksweise widerspiegelt (vgl. V.1776-1784).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bekanntes Drama ist „Woyzeck“, veröffentlicht im 17. Jahrhundert und geschrieben von Georg Büchner, das ebenfalls auf einige Gesichtspunkte aus „Vorspiel auf dem Theater“ zurückzuführen ist. So sind beispielsweise einige der Motive des Dramas ebenfalls zeitlos, wie die in „Faust“, so beispielsweise die Eifersucht Woyzecks, dass Marie ihn betrogen hat und er es rausgefunden hat, die psychische Krankheit die unter anderem daraus resultierte, und wegen der er Marie letztendlich tötet, sowie die gesellschaftliche Ordnung, aufgrund der er sich bereit erklärt, gegen Geld Teil eines medizinischen Experiments zu werden (vgl. Szene 5). Auch seine Geliebte Marie, mit der er ein uneheliches Kind hat, weil sie es sich nicht leisten können zu heiraten, verlässt ihn wegen des Tambourmajors, der gesellschaftlich angesehener als Woyzeck ist. Mit Blick auf die Vorstellungen des Direktors und der lustigen Person, die Freude, Unterhaltung und Spaß erwarten, erfüllt Woyzeck jedoch nicht das Idealbild eines Dramas, da diese Punkte in „Woyzeck“ nicht vorhanden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass „Woyzeck“ nur die Vorstellungen des Dichters vertritt, allen voran die der Zeitlosigkeit, während „Faust“ alle angeführten Vorstellungen vertritt. So ist die Tragödie zeitlos, unterhaltend, vielfältig und hat Bezug zur Gegenwart, sodass sie den Kriterien aus „Vorspiel auf dem Theater“ entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Szene „Vorspiel auf dem Theater“ aus dem Drama „Faust – Der Tragödie Erster Teil“ werden verschiedene Vorstellungen bezüglich der Aufgaben und Wirkung eines Theaterstück dargestellt, auf welche sich die Handlung der Tragödie überprüfen lässt. Die Umsetzung dieser Vorstellungen werde ich im Folgenden vergleichend an den Dramen „Faust“ von Johann Wolfgang Goethe und „Woyzeck“ von Georg Büchner untersuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Szene „Vorspiel auf dem Theater“ werden drei verschiedene Vorstellungen in Bezug auf die Aufgaben und Wirkung des Theaters aus der Perspektive eines Direktors, Dichters und eines Schauspielers dargestellt. Der Direktor ist auf den finanziellen Aspekt des Dramas fixiert und erhofft sich durch das Erscheinen einer „Menge“ (V.37) einen großen Gewinn. Seiner Meinung nach muss in dem Theaterstück viel Inhalt geboten werden, damit es das gesamte Publikum anspricht. Der Wunsch nach einer vielseitigen Handlung ist in dem Drama „Faust“ erfüllt, da die verschiedenen Szenen einen kontrastreichen Inhalt darbieten. Zudem wünscht er sich einen Inhalt, welcher „Vom Himmel durch die Welt zur Hölle“ (V.242) wandelt, also sowohl das Irdische als auch das Überirdische thematisiert. Diese Aufgabe erfüllt das Drama „Faust“, da es mit der Szene „Prolog im Himmel“ einsetzt, welche das Überirdische behandelt. Außerdem strebt der Protagonist Faust nach unendlichem Wissen, weshalb es sich dem Überirdischen zuwendet. Mephisto stellt dabei die „Hölle“ (ebd.) dar. Diese könnte sich jedoch auch auf die Folgen des Paktes mit dem Teufel beziehen, da beispielsweise sowohl die Mutter Gretchens als auch sie letztlich stirbt. Die gesamte Handlung spielt somit in beiden Sphären. &lt;br /&gt;
In dem Drama „Woyzeck“ ist ebenfalls ein vielseitiger Inhalt, welcher verschiedene Menschen ansprechen kann, erkennbar. Dabei ist besonders seine psychische Erkrankung sowie die Demonstrierung der Macht des ihm übergeordneten Tambourmajors und der letztliche Mord an seiner Freundin Marie bedeutsam. Dieses Drama thematisiert jedoch nicht das Überirdische und das Irdische, sondern beschränkt sich auf lediglich Letzteres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter ist weder an dem finanziellen Aspekt des Theaterstücks, noch an dem Publikum selbst interessiert, was sich deutlich durch die Aussage „O sprich mir nicht von jener bunten Menge / bei deren Anblick uns der Geist entflieht“ (V.59 f.) zeigt. Er konzentriert sich auf den künstlerischen Wert des Stücks und möchte, dass es „der Nachwelt unverloren“ (V.74) bleibt, also noch lange in der Zukunft von Bedeutung ist. Somit möchte er auch überzeitliche Themen in sein Stück einbringen und die Menschen zum tiefgründigen Denken anregen. In dem Drama „Faust“ ist diese Vorstellung deutlich umgesetzt, da der unbegrenzte Wunsch nach etwas Besserem auch zur heutigen Zeit und in der Zukunft besteht. Dies bezieht sich zwar meist auf andere Umstände, jedoch strebt der Mensch danach, immer mehr zu wollen, als er bereits besitzt. Zudem spielt in dem Drama der Tod eine große Rolle, was sich auf den Tod der Mutter Gretchens und ihren Tod selbst bezieht. Der Tod wird in allen Zeiten ein Thema sein, mit dem sich die Menschen auseinandersetzen müssen und werden. Auch der Glaube spielt in der heutigen Zeit noch eine Rolle, jedoch größtenteils nicht mehr in dem Maß wie damals. Zudem unterstützt die Sprache in dem Drama den literarischen und künstlerischen Wert des Stücks. &lt;br /&gt;
Dieser Vorstellung entspricht auch das Werk „Woyzeck“, da auch diese überzeitliche Themen, wie die Liebe und den Tod darstellt. Zudem thematisiert es die Abhängigkeit des Protagonisten von der Gesellschaft beziehungsweise die Macht des ihm übergeordneten Tambourmajors. Dies spielt auch in der heutigen Zeit noch eine wichtige Rolle, da es immer Menschen gibt, die anderen übergeordnet sind und ihre Macht gegenüber jenen demonstrieren. Die Abhängigkeit von der Gesellschaft stellt somit auch ein wichtiges überzeitliches Thema in dem Drama dar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schauspieler, beziehungsweise die lustige Person ist der Auffassung, dass das Stück den Menschen „Spaß“ (V.77) machen sollte. Er erhofft sich von dem Stück Ruhm und Anerkennung des Publikums. Dies möchte er dadurch erreichen, dass das Stück auch die „Empfindung“ (V.87) der Menschen ansprechen soll. Dies ist in dem Drama „Faust“ der Fall, da besonders die Gretchentragödie und der Tod Gretchens die Empfindungen des Publikums ansprechen. Außerdem richten sich die überzeitlichen Themen des Stückes, wie die Liebe und der Tod an die Empfindungen der Menschen. &lt;br /&gt;
In dem Drama „Woyzeck“ trifft dies ebenfalls zu, da insbesondere der Tod Maries die Gefühle des Publikums anspricht. Auch die Lebenslage des Protagonisten Woyzeck richtet sich an die Empfindungen des Publikums. Der Aspekt des Spaßes wird hier jedoch nicht aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend lässt sich sagen, dass beide Dramen die grundsätzlichen Forderungen des Dichters, Direktors und Schauspielers erfüllen. Dies ist besonders aufgrund der Thematisierung von überzeitlichen Themen, Empfindungen und dem vielseitigen Inhalt deutlich erkennbar, wobei letzteres bei „Woyzeck“ nur grob zutrifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich die Analyseergebnisse aus dem ,,Vorspiel auf dem Theater“ in Beziehung zum Drama ,,Faust- Der Tragödie Erster Teil“ von Johann Wolfgang Goethe setzen und erläutern inwiefern zentrale Vorstellungen der drei Figuren in der Tragödie umgesetzt werden. Anschließend werde ich im Vergleich dazu das Drama ,,Woyzeck“ von Georg Büchner mit den zentralen Vorstellungen in Beziehung setzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ,,Vorspiel auf dem Theater“ werden unterschiedliche Vorstellungen des Theaters durch den Direktor, den Dichter und den Schauspieler vertreten. Dem Direktor ist dabei der finanzielle Aspekt besonders wichtig und möchte daher, dass ,,die Menge“ (V. 7) zufrieden ist, damit viele Menschen kommen. Er hält es dabei für wichtig ein breites Spektrum an Themen zu zeigen, wobei besonders aber ,,genug geschehn“ (V. 45) soll, damit für denen Zuschauer etwas dabei ist, was ihm gefällt. Dabei soll der ,,ganze[.] Kreis der Schöpfung“ (V. 133) gezeigt werden und zwar ,,[v]om Himmel durch die Welt zur Hölle“ (V. 135). Diese Vorstellung des Direktors ist in dem Drama ,,Faust“ umgesetzt, indem die Handlungsort ständig wechseln und auch Themen und Stimmungen sich ändern, so dass es beispielsweise resignative und verzweifelte Szenen beschrieben werden, wie die Szene ,,Nacht“ oder ,,Kerker“, während hingegen andere Szenen wie ,,Auerbachs Keller in Leipzig“ oder ,,Garten“ eher ausgelassen sind. Dem nach werden auch viele Themen behandelt, wie das Überirdische, Liebe, Religion und die Frage nach dem Sinn des Lebens. Bereits der Prolog im Himmel verdeutlicht, das die Vorstellungen des Direktors umgesetzt werden, da sowohl der ,,Himmel“ (V.135), vertreten durch Gott und die ,,Hölle“ (V.135), vertreten durch Mephistopheles, gezeigt und behandelt werden, indem Gott und Mephisto eine Wette abschließen. &lt;br /&gt;
In dem Drama ,,Woyzeck“ ist dies nur eingeschränkt vorhanden, da zwar ebenfalls ein breites Themenspektrum wie Liebe, Betrug und Macht und gesellschaftliche Zustände vorhanden ist, sodass Woyzecks psychische Erkrankung, Maries Betrug an Woyzeck mit dem Tambourmajor und schließlich Woyzecks Mord an seiner Frau bedeutsam sind und die Forderung, dass vieles geschehen soll, in Woyzeck gegeben ist. Jedoch wird lediglich das Irdische thematisiert und das Überirdische nicht, anders als in Faust, wo das Überirdische eine große Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellungen des Dichters sind die, dass das Theaterstück ,,der Nachwelt unverloren“ (V. 30) sein soll und das Stück also zeitlose Themen enthalten soll, wobei dem Dichter das Publikum und auch das Finanzielle gleichgültig sind. Dies ist in ,,Faust“ ebenfalls gegeben, da, wie zuvor erwähnt, zeitlose Themen wie Religion, Liebe und die Frage nach dem Sinn des Lebens behandelt werden. So fragt sich Faust zu beginn, ,,was die Welt/ Im Innersten zusammenhält“ (V. 382 f.), was in jeder Zeit ein Thema sein wird, mit denen sich die Menschen auseinandersetzen werden und sich die Frage nach dem Sinn stellen. Auch die Themen wie Liebe wird durch Faust Zuneigung zu Gretchen behandelt, sowie aber auch der Tod, da durch Egoismus Gretchens Mutter stirbt, sowie ihr Bruder und Gretchen somit auch aus Liebe zu Faust gegen die Moralvorstellungen der Kirche und der Gesellschaft verstößt, ihr eigenes Kind umbringt und schließlich im Kerker landet. Der Tod ist ebenfalls ein zeitloses Thema mit denen sich die Menschen in jeder Zeit auseinandersetzen werden müssen, sowie die Abhängigkeit von der Gesellschaft, wobei diese nicht mehr so stark ist, wie in Faust beschrieben. Der religiöse Aspekt zeigt sich in der Szene ,,Prolog im Himmel“ sowie, dass Gott das letzte Wort hat und somit über allem steht, indem Gott Gretchen erlöst. All diese zeitlose Themen werden in dem Drama durch zahlreiche rhetorische Figuren wie Metaphern künstlerisch zum Ausdruck gebracht, was ebenfalls ein wichtiger Aspekt des Dichters darstellt, da diesem das Publikum egal ist und das Künstlerische eher von Bedeutung ist. In ,,Woyzeck“ ist die Vorstellung des Dichters ebenfalls erfüllt, da zeitlose Themen wie Liebe, Betrug und auch Tod eine Rolle spielen. Der Tod wird durch Woyzecks Mord an Marie thematisiert, welches in jeder Zeit bedeutsam für die Menschen sein wird. Besonders die Rolle des Tambourmajors in dem Drama spielt eine wichtige Rolle, da dieser sich über Woyzeck stellt und seine Macht und Stellung ausnutzt, wobei dies ebenfalls ein wichtiges Thema für Menschen in jeder Zeit sein wird, da es immer Menschen geben wird, die mehr Macht haben als andere und diese ausnutzen könnten.&lt;br /&gt;
Der künstlerische Aspekt wird jedoch weniger vertreten, da im Vergleich zu ,,Faust“ weniger Metaphern und rhetorische Figuren vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schauspieler vertritt die Vorstellung, dass das Theaterstück der ,,Mitwelt Spaß“ (V. 33) machen soll und erhofft sich Anerkennung und Bewunderung, wobei er sich, die der Direktor, ein großes Publikum wünscht. Dem Schauspieler bzw. der lustigen Person, ist auch die Darstellung von Gefühlen und Empfindungen wichtig, die vermittelt und ausgelöst werden sollen. Auch diese Vorstellung ist in Faust vertreten, da in jeder Szene die verschieden Gefühle Fausts so wie Verzweiflung und Resignation zum Ausdruck gebracht werden und in ,,Faust“ in der Szene ,,Gretchens Stube“ sogar Gretchens Empfindungen dargestellt werden. Gretchens Tragödie und auch der Tod der Mutter, des Bruders, des Kindes und schließlich Gretchens Tod selbst, verdeutlicht dabei nicht nur viele Emotionen, sondern lösen bei dem Zuschauer auch Empfindungen aus. Auch in ,,Woyzeck“ werden bei den Zuschauern Emotionen geweckt, wenn die Lebenslage Woyzecks beschrieben und gezeigt wird, sowie der Tod seiner Frau, wobei durch Woyzecks Enttäuschung und psychischen Krankheit Woyzeck dazu getrieben hat seine Frau zu ermorden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass in dem Drama ,,Faust“ als auch im Drama ,,Woyzeck“ die grundsätzlichen Vorstellungen vertreten sind, indem zeitlose Themen wie Liebe und Tod thematisiert werden und sich auch viel ereignet und ein breites Themenspektrum gegeben ist. Jedoch wird in ,,Woyzeck“ nur das Irdische thematisiert, anders als in ,,Faust“, wo das Überirdische eine wichtige Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folglich werde ich meine Analyseergebnisse in Beziehung zu dem Drama „Faust 1“ als Bühnenstück, setzen und beispielhaft erläutern, inwiefern zentrale Vorstellungen der drei Figuren in der Tragödie umgesetzt werden. Daraufhin werde ich im Vergleich zu „Faust 1“, prüfen inwieweit meine untersuchten Vorstellungen zur Aufgabe und Wirkung eines Theaters für ein weiteres bekanntes Drama aus dem Unterricht von Bedeutung sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hinsicht des Direktors lässt sich sagen, dass das Drama einen hohen Unterhaltungswert für das Publikum darstellt, da viele Szenen wie zum Beispiel „Auerbachs Keller“ oder „Hexenküche“  Spannung erzeugen und das Drama zu einem Besondern machen, weil die Szene in der „Hexenküche“ eine ganz bedeutsame ist, was das Ende des Dramas ausmacht. Zudem gibt es jedoch auch Szenen wie zum Beispiel „Gretchens Stube“ oder „Wals und Höhle“, die einen nachdenklichen Charakter vorweisen, indem Faust Gretchen befragt, wie sie zur Religion steht und zum anderen Im Wald wo Mephistopheles Faust verdeutlichen möchte, dass ohne seine Hilfe Fausts Liebe zu Gretchen nicht entstehen könnte. Diese beispielhafte Szenen verdeutlichen die Vielseitigkeit und Besonderheit des Dramas die der Direktor im „Vorspiel vor dem Theater“ besonders mit metaphorischen Aussagen manifestiert. Zudem spricht der Direktor zum Schluss von „So schreitet in dem engen Bretterhaus/ Den ganzen Kreis der Schöpfung aus/Und wandelt mit bedächt’ger Schnelle/Vom Himmel durch die Welt zur Hölle“ (V. 132ff.). Damit verdeutlicht er ausdrücklich, dass das Drama „Faust 1“ ein völliges Abbild der gesamten Schöpfung sei. Dies lässt sich deutlich im Drama erkennen, denn das Drama beginnt mit „Prolog im Himmel“ und endet mit der Szene „Kerker“. Das verdeutlicht eine Kreislauf durch die gesamte Welt die im Himmel schön beginnt und dramatisch im Kerker endet. Außerdem differenziert der Direktor zwischen der großen und der kleinen Welt. Diese sind auch im Drama deutlich herauszulesen. Gretchen, als 14-jähriges Mädchen lebt in einer klein bürgerlichen Welt, in der Religion eine große Rolle spielt. Zudem muss sie die Affäre mit Heinrich Faust vor ihrer Mutter verschweigen und verfällt durch ihre plötzliche Schwangerschaft und den Tod ihres Bruders und ihrer Mutter in Selbstzweiflung. Faust hingegen, als der Wissenschaftler in Jura, Medizin, Philosophie und Theologie, lebt in seiner eigenen Welt, die er als unglücklich betrachtet, da er sie wirklich wichtigen Dinge des Lebens nicht kennt. Jedoch hat er das Strebe nach Glück und Genuss, die immer wieder durch verschiedene Faktoren scheitern. Gottgläubig ist er zudem gar nicht. Auch ist die Vielfalt der Darbietungen, die der Direktor erwähnt an den verschiedenartigen Handlungsorten (&amp;quot;Studierzimmer&amp;quot;, &amp;quot;Wald und Höhle&amp;quot;, &amp;quot;Auerbachs Keller&amp;quot;, &amp;quot;Nachbarin Haus&amp;quot;, &amp;quot;Hexenküche&amp;quot;…), erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bezug auf die Vorstellungen des Dichters, lassen sich einige Punkte auf „Faust 1“ umsetzen. Im Allgemeinen interessiert sich der Dichter für den künstlerischen und damit verbundenen inhaltlichen Aspekt eines Stücks. Er entwickelt Vermittlungen von Werten in seinem Text, um den Menschen zum Beispiel auf die Frage nach der Bedeutung der Wissenschaft oder dem Sinn des Lebens und Gott aufmerksam zu machen. Zudem vermittelt er dem Publikum den Wert der Ehrlichkeit, indem er die Frage nach dem richtigen Handeln in Goethes Drama beantworten lässt. Faust als der, der nach dem Sinn des Lebens sucht und Gretchen die aus ihrem Leben eine innere Tragödie schafft, indem sie sich selbst zu kritisch betrachtet und sich darüber später umbringt. Zudem verschafft der Dichter Anregung zum Nachdenken über sich selbst. Sinnfragen, wieso handle ich so wie ich handle, der generelle Wert des Menschen und die Suche nach dem Göttlichen die in Gretchen’s Verzweiflung „Meine Ruh ist hin“ deutlich wird. Zudem legt der Dichter Wert auf die Form und Gestaltung der Sprache, die er in „Faust 1“ in Form von Vers und Liedform(„Gretchens Stube“) verwendet. Aber auch unterschiedliche Sprachstile von Umgangssprache bis hin in poetische Sprache in Form von Liedern und Gebeten („Kerker“). Die unterschiedlichen Sprachstile sind auch im „Vorspiel vor dem Theater“ in allen drei Figuren erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bekanntes Drama ist „Woyzeck“, welches von Georg Büchner verfasst und 1879  veröffentlicht wurde. Auch in diesem Drama werden die drei Figuren die des „Director“, „Dichter“ und der „Lustige Person“ im Bezug auf die Wirkung und Aufgabe eines Theater deutlich. Woyzeck thematisiert die gesellschaftlichen Missstände und die Macht des Geldes, die bis heute noch relevante Themen in unserer Gesellschaft sind. Insbesondere der Status eines einzelnen Individuums. In Woyzeck handelt es sich um einen 30- jährigen Soldat, welcher gemeinsam mit seiner Geliebten namens Marie ein uneheliches Kind hat, dient und schuftet, um seine Familie zu ernähren, indem er seinem Hauptmann den Bart rasiert. Zudem macht Woyzeck aus finanziellen Gründen eine vom Arzt empfohlene Erbenstherapie, die dazu führt, dass er psychische Probleme und Wahnvorstellungen bekommt. Während Woyzeck fleißig arbeiten geht, trifft sich seine Geliebte mit einem höher stehenden Soldaten, mit dem sie eine Affäre eingeht. Woyzeck entdeckt die beiden bei einem Treffen, was bei ihm Wut und Eifersucht auslöst, sodass es er sich zu einem Duell zwischen ihm und dem Tambourmajor entscheidet. Schlussendlich bringt er seine Geliebte Marie mit einem Messer um und lässt dieses verschwinden. Allein diese Inhaltsangabe verweist auf einen hohen Unterhaltungswert, den der Direktor im „Vorspiel vor dem Theater“ anspricht. In einem kurzen Drama passiert eine Menge, welche einen spannenden (6. Szene,  Marie. Tambourmajor.), nachdenklichen (17. Szene, Marie allein, blättert in der Bibel) und lehrenden (22. Szene, Das Wirtshaus) Charakter hinterlässt. Die Situation, dass man innerhalb einer Beziehung eine Affäre eingeht ist ein heute noch vorkommendes „Ritual“ und ist daher zeitübergreifend. Insbesondere die Szene, in der Woyzeck sich mit dem Tambourmajor unterhält, zeigt einen hohen Unterhaltungswert, da dort die Rangordnung der Menschen deutlich wird. Der Tambourmajor, welcher einen viel höheren Stand als Woyzeck hat, könnte seine Frau leicht ernähren ohne das er viel arbeiten gehen müsse, im Gegensatz zu Woyzeck, der sein leben lang arbeitet und zusätzlich eine Erbsenherapie durchführt, damit er dafür Geld bekommt und dafür unter psychischen Problemen leidet . Diese Szene zeigt deutlich die Missstände in der Gesellschaft, sowie die Macht ums Geld.  Zudem besteht das Kriterium, laut der lustigen Person, dass ein Theaterstück auf humorvolle Art gestaltet werden soll, welche an der Szene im „Wirtshaus“ dadurch deutlich wird, dass ein Leben in einer Gesellschaft auch schön sein kann. Denn alle sitzen versammelt in einer Wirtschaft, lachen und trinken gemeinsam und flirten zwischen Mann und Frau ist auch von hoher Bedeutung. Ebenfalls wichtig für ein Theaterstück ist die Vielfältigkeit der Schauplätze, verbunden mit den dargestellten Figuren. In Woyzeck gibt es viele verschiedene Schauplätze, sei es auf dem Feld, in der Wirtschaft, beim Arzt oder am Teich. Überall erfährt man neue Dinge über die Charaktere und damit verbunden, auch die Umstände der Gesellschaft. Am Teich, wo Woyzeck Marie mit einem Messer ersticht, ist eine der wichtigsten Szenen im Drama, denn trotz Maries Unschuld bringt er seine noch Geliebte Frau um. Dies zeigt auch die psychischen Störungen unter denen Woyzeck leidet, nur damit er seine Familie ernähren kann. Der Tod an Tambourmajor wäre viel sinnvoller gewesen. Auch anahnd der Szene zeigt sich die künstlerische Art des Dichters im Theaterstück, indem er ein Beziehungsgewebe zwischen Sprache, Form und Inhalt herstellt. Er verwendet beispielsweise Vergleiche oder Metaphern aber auch den Imperativ um wichtige Inhalte hervorzuheben.  Auch diese Kriterien finden sich in Woyzeck wieder, indem man von „ein[em] Mann, wie ein Baum“ (2. Szene) oder „Füßen wie ein Löw“ (2.Szene) spricht. Diese Vergleiche spiegeln den Charakter des Tambourmajors wieder und deuten daraufhin, dass es sehr groß, stark und stämmig sei und daher seinen machtvollen Charakter darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Vorstellungen zur Aufgabe und Wirkung eines Theaters, die im „Vorspiel vor dem Theaters“ in Form von drei verschieden Positionen in einem Theater aufgeführt wurden, deutlich auf das Drama „Faust 1“ und „Woyzeck“ zu übertragen sind. Insbesondere das beide Dramen zeitübergreifend sind und somit heute noch relevant für die Gesellschaft sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei verschiedenen Vorstellungen der Charaktere spiegeln sich sowohl in dem Drama ,,Faust 1” wider, als auch in dem Drama ,,Woyzeck”, welches von Georg Büchner im Jahre 1876 veröffentlicht wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den bereits analysierten Textauszug ,,Vorspiel auf dem Theater” ist die Vorstellung des Direktors eines Bühnenstückes sehr deutlich geworden. Der Direktor sieht hinter dem Theater nur den finanziellen Wohlstand des Theaters, denn er will das die ,,Kassen fichten” (V. 12). Der Aspekt der Unterhaltung des Publikums spielt auch eine wichtige Rolle für ihn, da er die ,,Masse” (V.51) an Publikum gewinnen möchte. Dieser Aspekt wird auch in vielen verschiedenen Szene in ,,Faust 1” ersichtlich, wie z.B im ,,Auerbachs Keller” oder der ,,Walpurgisnacht”, denn diese Szenen sind unterhaltsam und zeitlos geprägt. Diese Gestaltung verlangt der Direktor auch von seinem Dichter und der lustigen Person, denn der Direktor fordert ein großes Spektrum, da das Theater ,,Vom Himmel durch die Welt zur Hölle” (V.135) dargestellt werden soll.  Zudem sind die vielen Szenen in ,,Faust 1” alle sehr unterschiedlich gestaltet und finden an anderen Orten statt, dadurch werden auch die verschiedenen Welten untermauert, wie z.B die Welt der Menschen im Kontrast zu der überirdischen Welt, was durch ,,kleine und große Himmelslichter” (V.128) von dem Direktor angesprochen wird .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter hat auch eine klare Vorstellung des Theaters. Für den Dichter zählen die inneren Werte der Theater, wie die Sprache denn der Dichter möchte nicht vor der breiten Menge auftreten (vgl.V. 15ff.), sondern ein anspruchsvolles und gebildetes Publikum, das die Gestaltung der Sprache erkennt und wertschätzt. Genau dieser Punkt lässt sich auch in Faust wiederfinden, da zum Beispiel die Szene ,,Gretchens Stube” in einer Liedform geschrieben ist. Zudem sucht der Dichter auch einem Bezug zum Göttlichen, was durch die Nomen ,,Himmelsenge” (V. 19) und ,,Götterhand” (V.22) veranschaulicht wird. Dieser Gottesbezug spielt auch in der Szene ,,Wald und Höhle”, aus Faust, eine Rolle.  Des Weiteren ist auch die Vermittlung von Werten und Normen wichtig für den Dichter, denn er lässt sich nicht von dem Direktor herumschubsen, was durch die Aussage ,,such dir einen anderen Knecht” (V.83) verdeutlicht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die lustige Person hat eine genaue Vorstellung des Theaters. Die lustige Person repräsentiert die schauspielerische Werte und Gestaltung des Theaters. Die lustige Person will ,,Vernunft, Verstand, Empfindung Leidenschaft” (V.44) dem Publikum durch sein Schauspiel näherbringen. Die verschiedenen Figuren in Faust wie zum Beispiel Faust selbst steht ebenfalls für diese Werte, denn Faust ist sehr verzweifelt und führt einen Kampf zwischen seiner Vernunft und seinem Verstand. Gretchen leidet unter den gesellschaftlichen Konventionen und das Ende ihrer Beziehung zu Faust. Zudem wird auch die Individualität im Gegensatz zu den gesellschaftlichen Normen thematisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Drama ,,Woyzeck”,welches von Georg Büchner geschrieben wurde und im Jahre 1876 veröffentlicht. Thematisch handelt das Drama von dem Einfluss der gesellschaftlichen Konventionen auf das einzelne Individuum. Im folgenden werden die Vorstellung zur Aufgabe und Wirkung des Theaters ,,Faust 1” mit dem vorliegenden Werk verglichen. &lt;br /&gt;
Von der Personenkonstellation her gibt es einen Punkt der besonders auffällig ist und zwar das beide Werke nur einen männlichen Protagonisten haben, dessen Name auch der Titel der beiden Dramen ist. Dies führt zum einen zu einer höheren Spannung und Fokussierung  auf diese Person. Zudem spielen die gesellschaftlichen Konventionen in beiden Werken eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Analyseergebnisse in Beziehung zum Drama „Faust I“ als Bühnenstück gesetzt werden. Dazu soll beispielhaft erläutert werden inwiefern die zentrale Vorstellung der drei Figuren in der Tragödie umgesetzt wird und an einem anderen bekannten Drama geprüft werden ob die herausgestellten Vorstellungen zur Aufgabe und Wirkung des Theaters von Bedeutung sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wird die Vorstellung des Direktors betrachtet. Der Direktor ist in erster Linie am Erfolg des Dramas interessiert, um zeitgleich so viele Zuschauer wie möglich anzulocken und den höchst möglichen finanziellen Profit zu erwirtschaften. Um den Erfolg zu garantieren verlangt er vom Dichter und Schauspieler eine recht aufwändige Produktion, damit die Erwartungen aller Zuschauer erfüllt werden. Im Vorspiel auf dem Theater fasst er diesen Umstand mit dem Ausdruck „den ganzen Kreis der Schöpfung“ (V. 133) zusammen. Dargestellt wird dies in Faust zum einen durch den Prolog im Himmel, in dem Gott, der Schöpfer selbst, eine Rolle im Theater einnimmt und mit dem Teufel, als Inkanation des Gegenspielers Gottes, eine Wette über Faust, als Teil der Schöpfung, abzuschließen. Zum anderen wird es in der abwechslungsreichen Darbietung des Stückes präsentiert. In „Faust I“ sind die Schauplätze der Handlung außerordentlich differenziert. Das Kapitel „Auerbachs Keller“ spielt beispielsweise in einem Wirtshaus in Leipzig, während „Wald und Höhle“ oder „Walpurgisnacht“ in einer ganz anderen Umgebung bzw. „Walpurgisnacht“ auch in einer anderen Sphäre gespielt wird. Es wird somit eine vielfältige Handlung dargestellt, die zahlreiche Zuschauer anspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung des Künstlers wird in erster Linie durch die äußere Form des Stückes repräsentiert. Das Stück enthält zahlreiche künstlerische Elemente, wie beispielsweise die Anordnung in Versen mit Reimschema, Kadenzen und Metrum, sowie spezielle dichterische Formen wie das Lied in „Gretchens Stube“. Aber auch die Gestaltung der Charaktere ist für den Dichter zufriedenstellend. Die Beziehungen der Charaktere sind oftmals Gegensätzlich, wie vergleichsweise Gott und Teufel oder Faust und Gretchen. Die Ausdrucksform der Figuren ist mit der poetischen Sprache gleichzusetzen und lässt sich durch stilistische Mittel wie Symbole, Anaphern oder Metaphern kennzeichnen. Insgesamt sind somit auch die Auffassungen des Dichters erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als letztes bleiben die Anschauungen des Schauspielers zu überprüfen. Der Schauspieler verlangt im „Vorspiel auf dem Theater“, dass die Stücke das Abbild des menschlichen Lebens thematisieren sollen. Dies wird durch das Beziehungsgeflecht zwischen Faust, Gretchen und den Mitgliedern Gretchens Familie dargestellt. Diese Figuren, könnten aus der Vorlage realer Personen entstanden sein, da sie keine überirdischen Fähigkeiten besitzen. Die Aktualität, die der Schauspieler weiterhin fordert wird im Konflikt der einzelnen Individuen mit den geltenden Konventionen dargestellt. Faust ist sehr gebildet und seiner Zeit durchaus weit voraus, doch weiterhin beschäftigt er sich mit philosophischen Fragen und den Geheimnissen des Universums, anstatt für die gegenwärtige Generation Forschungen zu betreiben und Schüler zu unterrichten. Ein weiteres Beispiel ist Gretchen, die sich seit dem Treffen mit Faust, stark gewandelt hat und gegen die geltenden Normen verstößt und zum einen ihre Mutter belügt um sich heimlich mit Faust zu treffen und zum anderen auch noch schwanger wird ohne verheiratet zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bleibt übrig, die oben erwähnten Kriterien an einem weiteren Drama zu prüfen. Hierzu wird im Folgenden das Drama „Woyzeck“, verfasst von Georg Büchner und veröffentlicht im Jahr 1879, verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ansichten des Direktors werden im Drama Woyzeck eher weniger erfüllt. Die Handlungsorte sind recht einfach gestaltet und nicht sonderlich abwechslungsreich. Es wird zudem nur wenig Natur gezeigt, die eigentlich die Inkanation der Schöpfung ist. Es liegen somit eine mindere Zahl an Handlungsorten und demnach eine wenig abwechslungsreiche Darbietung vor. Zudem ist nicht sichergestellt, dass alle Zuschauer gefallen an der beschränkten Darstellung des Stücks finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Sicht des Dichters wird ebenfalls fast gar nicht erfüllt. Die sprachliche Gestaltung des Stücks ist einfach gehalten und bestenfalls der jeweiligen gesellschaftlichen Schicht angepasst. Allgemein ist daran zu erkennen, dass das Drama für eine gezielte Interessentengruppe verfasst wurde. Die Anzahl und poetischen Strukturen in „Woyzeck“ sind nicht stark ausgeprägt und zeugen ebenfalls von der Einfachheit des Stücks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als letztes ist die Sichtweise des Schauspielers zu überprüfen. Das Drama stellt durchaus das Abbild des menschlichen Lebens in dieser Zeit dar, ist allerdings auf eine Bevölkerungsschicht beschränkt. Für den Schauspieler ist es darüber hinaus ebenfalls keine große Herausforderung in die Rollen zu verkörpern, da diese wie auch der Rest des Werkes eher genügsam gehalten sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich demnach festhalten, dass die Kriterien bzw. Sichtweisen, die im „Vorspiel auf der Bühne“ von den drei Personen genannt werden auf das Drama Faust durchaus zutreffen, doch im Drama „Woyzeck“, welches mehr als 70 Jahre nach Faust veröffentlicht wurde, nicht mehr von Relevanz sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Analyseergebnisse in Beziehung zum Drama &amp;quot;Faust 1&amp;quot; als Bühnenstück gesetzt, sodass beispielhaft die zentralen Vorstellungen der drei Figuren auf die Umsetzung in der Tragödie erläutert werden. Außerdem wird im Vergleich zur Umsetzung in &amp;quot;Faust 1&amp;quot; die untersuchten Vorstellungen zur Aufgabe und Wirkung des Theaters, die für ein weiteres aus dem Unterricht bekannten Drama von Bedeutung sind, überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Direktor möchte, dass das Theater den Weg &amp;quot;Vom Himmel durch die Welt zur Hölle&amp;quot;(V.135) darstellt. Somit soll das Theater als Abbild der Schöpfung dienen. Dieses Merkmal lässt sich auch in &amp;quot;Faust 1&amp;quot;  wiederfinden wo die gesamte Handlung mit dem &amp;quot;Prolog im Himmel&amp;quot; anfängt und im &amp;quot;Kerker&amp;quot;, der metaphorisch für die Hülle steht, endet. Besonders der Unterhaltungswert steht bei dem Direktor im Vordergrund, der mit einer varietätenreichen Darbietung geschaffen wird. Zum einen gibt es wilde Szenen wie, beispielsweise die &amp;quot;Walpurgisnacht&amp;quot;, zum anderen aber auch tiefsinnigere Szenen wie beispielsweise &amp;quot;Im Studierzimmer&amp;quot;. Auch wird die Vielfalt an den unterschiedlichen Handlungsorten veranschaulicht, die Faust und Mephistopheles bei ihrer Reise durchlaufen (Studierzimmer, Marktplatz, Kneipe, Garten...).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lustige Person hingegen sieht das Theater und Schauspiel eher als Abbild des Menschen. Dieses Abbild stellt Faust dar, indem er die Erkenntnis anstrebt und die die damit verbundene Verzweiflung durchleidet. Außerdem zeigt die Figur Gretchen zeigt das Scheitern einer Liebesbeziehung auf. Damit verbunden auch das Leid, welches ihr widerfährt, aufgrund der gesellschaftlichen Normen. Durch die das uneheliche Kind von Faust, tötet sie dies und endet aufgrund dessen im Kerker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Analyseergebnisse aus der Szene „Vorspiel auf dem Theater“ in Beziehung zu Goethes Drama „Faust 1“ gesetzt und anschließend überprüft, inwiefern die untersuchten Vorstellungen zur Aufgabe und Wirkung des Theaters für ein weiteres aus dem Unterricht bekanntes Drama wichtig sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Szene „Vorspiel auf dem Theater“ unterhalten sich der Direktor, der Dichter und der Schauspieler, welcher hier als lustige Person dargestellt wird, über ein noch zu konzipierendes Theaterstück, welches in Kürze dem Publikum präsentiert werden soll. Dabei werden die Vorstellungen in Bezug auf die Aufgaben und Wirkung des Theaters thematisiert. Dem Direktor ist es besonders wichtig mit der Aufführung Erfolg zu haben und ein gutes Einkommen zu erzielen. Damit sich die Kasse des Theaters füllt, erhofft er sich eine „Menge“ (V. 48) an Zuschauern, welche er mit einem Vielseitigen Inhalt beeindrucken kann. Dieser vielfältige und abwechslungsreiche Inhalt ist ebenfalls aufgrund der zahlreichen verschiedenen Szenen innerhalb des Dramas wiederzufinden.  Zudem sind aber auch die zahlreichen verschiedenen Handlungsorte auffällig. Manche Szenen spielen sich im Garten, Gartenhäuschen oder Wald ab, andere wiederum im Dom oder im Kerker. Zudem ist der Direktor der Meinung, dass in einem Theaterstück „alles frisch und neu“ (V. 5) sein müsse. Er möchte die Vorstellung also so modern, spannend und unterhaltsam wie möglich gestalten, damit die Zuschauer zufrieden sind und umso mehr Besucher kommen. Auch diese Bedingung wird zum Beispiel aufgrund der eben genannten Vielfältigkeit des Inhalts erfüllt. Somit wirkt das Drama für die Leser nicht nur spannend und unterhaltsam sondern zugleich auch modern, da Themen wie zum Beispiel Liebe behandelt werden, die heutzutage auch noch aktuell sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter steht im Kontrast zu dem Direktor. Er ist weder an der Menge der Zuschauer, noch an dem finanziellen Aspekt des Theaterstücks interessiert, was durch die Aussage „O sprich mir nicht von jener bunten Menge, Bei deren Anblick uns der Geist entflieht“ (V. 15f.) deutlich wird. Im Gegensatz zu dem Direktor ist es ihm nicht wichtig die Masse zufriedenzustellen, sondern etwas für die „Nachwelt“ (V. 30) zu kreieren, was lange von Bestand hat. Dies ist ebenfalls in Faust gegeben, da wie eben schon gesagt, klassische Themen wie die Liebe, thematisiert werden. Somit werden in Faust die Gefühle, die Faust für Gretchen hat, behandelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schauspieler, also die lustige Person möchte die Menschen bei guter Laune halten und das Bühnenstück so Alltagstauglich wie möglich gestalten, damit sich die Zuschauer mit den Geschehen identifizieren können (vgl. V. 106f.). Da das Drama Faust auf einer wahren Begebenheit basiert und somit die Handlung sehr Wirklichkeitsnah herüber kommt, trifft auch dies auf Faust zu, da sich die Leser so gut mit dem Geschehnis identifizieren können. Zudem wünscht er sich ein Stück, welches ihm einen möglichst guten Auftritt ermöglicht und den Zuschauern „Spaß“ (V. 33) macht. Der Schauspieler möchte also die Wünsche der Zuschauer, also das, was sie sehen wollen, erfüllen. &lt;br /&gt;
Ein weiteres Drama ist „Woyzeck“, welches von Georg Büchner verfasst und 1879 veröffentlicht wurde. Im Folgenden werden die Kriterien für ein erfolgreiches Theaterstück an diesem Drama untersucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielfältige Form des Dramas wird ebenfalls in Woyzeck erfüllt. Um die Zuschauer zu unterhalten, sind auch dort viele verschiedene Szenen zu erkennen, die sich auf dem freien Feld, in der Stadt oder in Maries Zimmer abspielen. Eine weitere Bedingung ist etwas zu kreieren, was lange von Bestand hat. Auch in Woyzeck werden klassische Themen wie zum Beispiel die Eifersucht von Woyzeck in Bezug auf Maries Betrug oder die daraus resultierende psychische Krankheit, thematisiert. Eine weitere Voraussetzung ist das Publikum bei guter Laune zu halten. Dies wird in Woyzeck jedoch nicht wirklich umgesetzt, da man durch die Affäre, der psychischen Krankheit und dem Tod von Marie eher nicht bei guter Laune gehalten wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Kriterien für ein gelungenes Theaterstück, welche im „Vorspiel auf dem Theater“ genannt werden, auf das Drama Faust geradezu zutreffen und auf das Drama Woyzeck teilweise zutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die zentralen Vorstellungen der drei Figuren aus dem „Vorspiel auf dem Theater“ von der Aufgabe eines Theaters, mit der Tragödie „Faust“ in Beziehung gesetzt. Darüber  hinaus wird verglichen, inwiefern die unterschiedlichen Vorstellungen im Drama „Woyzeck“, welches von Georg Büchner verfasst und im Jahr 1879 veröffentlicht wurde, umgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Direktor vertritt die ökonomische Aufgabe eines Theaters. Somit sieht er es gerne, wenn „die Menge […] sich bis an die Kasse ficht / und […] um ein Billet sich fast die Hälse bricht“ (V. 7- 14), er also genug Karten verkaufen kann und dadurch Geld verdient. Diese Ansicht wird dadurch begründet, dass er dafür sorgen muss, dass das Theater weiter bestehen kann. Im Bezug auf die Inhalte der Theaterstücke äußert er sich, dass „Masse […] nur durch Masse“ (V. 51) bezwungen werden könne, da „ein jeder […] sich endlich selbst was [aussuche]“ (V. 52). Außerdem sagt er, dass „auf unsern deutschen Bühnen / […] ein jeder [probiert] was er mag“ (V. 124f.) und der Dichter und der Schauspieler nicht an Requisiten sparen müssen (vgl. V. 126ff.). Um die Menschen zufrieden stellen zu können, solle der Dichter also möglichst ein Stück schreiben, was viele Menschen betrifft, und da sei es auch egal, dass das Produkt keine hohe künstlerische Qualität hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anbetracht zur Entstehung von „Faust“ ist zu sagen, dass Goethe 1772 anfing ihn zu schreiben und er schließlich erst 1808 veröffentlicht wurde. Somit wurde „Faust“ während drei Epochen, Sturm und Drang, Klassik und Romantik, geschrieben und ist dementsprechend davon geprägt. Das stimmt mit der Aussage, des Direktors überein, der sagt, dass in deutschen Theatern viel ausprobiert wird und es keine „Norm“ gibt (vgl. V. 124f.). Die Vielfalt an verschiedenen Handlungsorten und -zeiten in den jeweiligen Szenen, spiegelt sich in „Faust“ wieder. Somit handelt die erste Szene, in der Faust über einen inneren Konflikt, die Suche nach der Erkenntnis, „was die Welt / im Inneresten zusammenhält“ (V. 382f.), nachdenkt, in der „Nacht“. Des Weiteren handelt die Tragödie an verschiedenen Orten, z.B. im „Studierzimmer“, im „Auerbacher Keller in Leipzig“ oder in der „Hexenküche“.&lt;br /&gt;
In „Woyzeck“ ändern sich der Handlungsort und auch die Handlungspersonen je nach Szene. Zum Beispiel handelt die erste Szene auf dem Feld, wo Woyzeck seiner Arbeit nachgeht, und die zweite Szene in Maries Zimmer, wo sie am Fenster sitzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schauspieler vertritt eine ähnliche Meinung wie die des Direktors, und zwar Zufriedenstellung und Erfolg. Er will dem Publikum durch das Theater Spaß bereiten (vgl. V. 33), denn „den will sie doch und soll ihn haben“ (V. 34). Somit sieht er seine Aufgabe darin, die Menschen zu unterhalten. Außerdem denkt er, dass „wer sich behaglich mitzutheilen weiß / […] des Volkes Laune nicht erbittern [werde]“ (V. 37f.). Der Schauspieler macht damit deutlich, dass er den Vorstellungen des Publikums nachgeht, um sie zufrieden zu stellen, und erhofft sich dadurch „einen großen Kreis“ (V. 39), also Bekanntheit und Erfolg. Er ist der Meinung, dass Themen aus dem „Menschenleben“ (V. 107), also gegenwärtige Themen, am besten für ein Stück geeignet sind, da jeder sich damit identifizieren könne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Faust“ wird ein im 18./19. Jahrhundert gegenwärtiges Thema, der Ausschluss aus der Gesellschaft wegen dem Verstoß der gesellschaftlichen Konventionen, in der „Gretchentragödie“ behandelt. Gretchen wird von Faust ungewollt schwanger und wird dadurch von der Gesellschaft ausgeschlossen. Darüber hinaus wird sie, nachdem sie das neugeborene Kind aus Verzweiflung tötete, zu Tode verurteilt. &lt;br /&gt;
Ein gegenwärtiges Thema des 19. Jahrhunderts, was in „Woyzeck“ thematisiert wird, ist die gesellschaftliche Ungleichheit. Woyzeck, der die untere Gesellschaftsschicht verkörpert, ist dem Tambourmajor, der ein hohes gesellschaftliches Ansehen genießt, sowohl finanziell als auch ansehnlich unterlegen. Dies führt dazu, dass er mit der Zeit psychisch erkrankt und seine Frau und sein Kind verliert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter vertritt die künstlerische Aufgabe und die zeitlose Bedeutung eines Theaterstücks. Er denkt, dass die Forderungen des Publikums, die Dichter „wider Willen […] zum Strudel zieht“ (V. 18), sie also ihre künstlerische Freiheit nicht ausüben können, wenn es in erster Linie um die Zufriedenstellung des Publikums gehen solle. Das, was der Schauspieler inhaltlich voraussetzt, also gegenwärtige Themen, seien „für den Augenblick geboren“ (V. 29) und somit ohne große Bedeutung für die Nachwelt. Nur „das Aechte bleibt der Nachwelt unverloren“ (V. 30), also ein Stück, was überzeitliche Themen wie Religion, den Sinn des Lebens, Liebe oder Tod thematisiert, ist auch für die Nachwelt noch relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in „Faust“ werden überzeitliche Themen behandelt. Zum Beispiel stellt Faust sich in der ersten Szene die Frage, „was die Welt / im Innersten zusammenhält“ (V. 382f.), also was der Sinn des Lebens ist. Auch das Thema Liebe wird thematisiert, da Faust auf der Suche danach ist und sie vermeintlich in Gretchen findet. &lt;br /&gt;
„Woyzeck“ stellt ein gesellschaftskritisches Drama dar, welches thematisch immer noch Relevanz hat. Die thematisierte Schere zwischen Arm und Reich ist heutzutage in vielen Ländern, wenn auch nur teilweise bzw. gering vorhanden. Somit gibt es viele, die unter guten Lebensbedingungen leben können, aber auch viele finanzielle Benachteiligte, die auf Hilfe angewiesen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in beiden Dramen, „Faust“ und „Woyzeck“, die drei Vorstellungen, die nach dem Unterhaltungswert und der Vielfalt, der gegenwärtigen und der überzeitlichen Relevanz, im Grunde enthalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden werden die Vorstellungen eines guten Theaterstücks nach den drei Personengruppen des Kapitals „Vorspiel auf dem Theater“ aus „Faust 1“ darauf geprüft, inwiefern sie stimmig zu dem Drama „Faust 1“ aus dem Jahr 1808  von Johann Wolfgang von Gothe sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie zuvor schon in den Analyseergebnissen angeführt, vertritt der Direktor einen finanziellen Ansichtspunkt, da dieser beispielsweise möchte, dass das Publikum „Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (V. 12). Somit ist es das Ziel, dass das Stück für zahlreiche Einnahmen sorgt. Also ist die Schlussfolgerung dessen, dass ein Theater nur gut sei, wenn es einen hohen Verdienst hat. In Bezug gesetzt zu Goethes Stück ist zu sagen, dass das Stück sehr wohl für Geldeinnahmen gesorgt hat, was alleine das Ansehen in den verschiedenen Zeiten zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem soll „ein jeder [probiert] was er mag“ (V. 124f.). Das vertritt die Meinung, dass für jeden etwas bei einem Theater dabei sein soll. Die Aufforderung „Besonders aber laßt genug geschehen!“ 45) bekräftigt diesen Gesichtspunkt. Und auch bei Faust ist das Drama von Abwechslung geprägt. Nicht nur dass das Drama aus drei verscheiden Epochen stamm und auch von diesen geprägt ist, sondern auch die verschiedenen Schauplätze wie beispielsweise das „Studienzimmer“ oder die „Hexenküche“ und viele weitere versprechen ein abwechslungsreiches Theaterstück, welches somit auch mit vielen Requisiten ausgestattet sein muss. Somit ist auch der Vergleich des Direktors mit einem „Ragout“ (V. 56) treffend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem fordert der Direktor, dass eine große Breitseite beziehungsweise dass das Theater ,,Vom Himmel durch die Welt zur Hölle” (V.135) geht. Auch in Faust spielen nicht nur irdische Gestalten mit, sondern auch der Teufel mit welchem Faust eine Wette abschließt. Somit ist zu sagen, dass durch die Vermischung der beiden Welten ebenfalls eine Vielseitigkeit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich meine Analyseergebnisse in Beziehung zum Drama „Faust I“ als Bühnenstück setzen und die  Umsetzung der zentralen Vorstellungen der drei Figuren in der Tragödie beispielhaft erläutern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Vorspiel auf dem Theater“ kommen drei elementare Personen vor : Der Direktor, der Dichter und die lustige Person bzw. der Schauspieler. Ich werde zunächst auf den Direktor eingehen. Der Direktor ist sehr auf den Umsatz, welchen das Theater erzielen soll „Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“(V.12), fixiert. Denn ohne ein festes Einkommen, müsste das Theater schließen und der Direktor seine Mitarbeiter feuern. Er will das Theater also schlicht und einfach am leben halten und zusätzlich noch Geld für sich selbst verdienen. Um dies zu erreichen träumt er von einem riesigen Publikum, welches das Theater besucht und gefallen daran findet „Ich wünschte sehr der Menge zu behagen“ (V.1) um möglichst viel daran zu verdienen. Dieses Publikum soll nach Möglichkeit so groß sein, dass man schon von „Menge“(V.7) sprechen kann und schon lange bevor die Vorstellung überhaupt anfängt „Bei hellem Tage, schon vor Vieren“(V.11) anwesend sein und auf den Beginn dieser warten. Um dieses Vorhaben realisieren zu können erwartet er perfekte Leistung von Dichter und Schauspielern, was er als „den ganzen Kreis der Schöpfung“(V.133) betitelt. Dies ist in „Faust“ zum einen im „Prolog im Himmel“ zu finden, wo der Schöpfer der Erde, also Gott selbst eine zentrale Rolle spielt und und mit Mephisto einen Pakt schließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Person, welche auftritt ist der Dichter, also jener, welcher das Theaterstück in Form eines Textes erst verfasst und damit die Basis dieses ist. Diesem ist besonders wichtig, dass die Kunst durch das Theaterstück nicht verloren geht und die Leute aufgrund dieser und nicht um die Damen, welche „ihren Putz zum besten“(V.68) geben, zu sehen, ins Theater kommen; Oder um „nach dem Schauspiel“(V.74) auf „ein Kartenspiel“(V.74) zu hoffen oder „eine wilde Nacht an einer Dirne Busen“(V.75) zu verbringen. Für ihn geht es einzig und allein um die Kunst, weshalb er ein Theaterstück auch teilweise negativ findet aufgrund dieser Absichten des Publikums findet. Auf „Faust“ bezogen sind Dinge wie Reimschema und Versmaß, aber auch die ganze Handlung künstlerisch und lassen sich auf den Dichter beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Person ist die lustige Person bzw. der Schauspieler, welchem besonders wichtig ist, dass die Stücke das Abbild des menschlichen Lebens thematisieren sollen und damit möglichst Realitätsnah wie ein „Liebesabenteuer“(V.105) sind. Er hat zwar am wenigsten zu sagen, ist aber trotzdem sehr stark davon abhängig, ob das Theaterstück ein Erfolg ist oder nicht. Die Realitätsnähe lässt sich in „Faust“ an Gretchen und ihrer Familie erkennen, da diese so oder so ähnlich existiert haben könnten, wo hingegen Mephisto eher realitätsfern ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man das „Vorspiel auf dem Theater“ auf ein weiteren aus dem Unterricht bekanntes Drama, nämlich „Woyzeck“ bezieht, wird schnell klar, dass es auch ziemlich Realitätsnah durch seine Charaktere ist und außerdem einige künstlerische Aspekte in sich trägt. Die Schöpfung hingegen spricht es nicht direkt an und lässt sich aufgrund dessen nicht so gut auf das „Vorspiel auf dem Theater“ wie „Faust “ beziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass sich sowohl „Faust“, als auch „Woyzeck“ ziemlich gut auf das „Vorspiel auf dem Theater“ beziehen lassen und dabei die Ansichten des Direktors, des Dichters und des Schauspielers miteinbeziehen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/%C3%9Cbungsklausur,_Aufg._2</id>
		<title>CFS T-Klassen/Wertung und Wirkung von Literatur/Übungsklausur, Aufg. 2</title>
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				<updated>2019-02-03T21:31:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Übungsklausur, Aufg. 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Analyseergebnisse aus das „Vorspiel auf dem Theater“ in Beziehung zu dem Drama „Faust“ gesetzt, welche ebenfalls in Verbindung zu einem weiteren bekannten Drama gesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zentrale Voraussetzung für ein gelungenes Theaters sieht der Director darin, das Publikum abwechslungsreich zu Unterhalten und seinen Geschmack zu treffen (vgl. V.124ff.). Diese Bedingung wird aufgrund der zahlreich verschiedenen Szenen innerhalb des Dramas erfüllt. So sind einige Szenen sehr heiter und ausgelassen wie beispielsweise die Szene „Auerbachs Keller“, andere wiederrum trübsinnig und resignativ wie beispielsweise die Szene „Nacht“, in welcher Faust sich über seine Unwissenheit über das Überirdische bewusst wird. Jedoch nicht nur der Inhalt zeugt von seiner Abwechslung, denn das Drama hat ebenfalls zahlreiche verschiedene Handlungsorte. So spielen sich manche Szenen im Wald statt, andere wiederrum im Kerker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Dichter ist es jedoch von hoher Bedeutung etwas für die Nachwelt zu kreieren, also ein Kunstwerk, das seine Zeit überdauert (vgl. V.27f.). Diese Bedingung wird in „Faust“ durch die unterschiedlichen zeitlosen Thematiken erfüllt. Fausts Suche nach dem „was die Welt im Innersten zusammenhält“ (V.382f.) und der daraus resultierenden Problematik der Suche nach einem göttlichen Zugang verdeutlichen ein zeitloses Grundproblem der Menschen, da sich jeder Mensch einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt. Ebenso sind die enthaltenden Themen Religion, Liebe und Wissenschaftskritik ein zeitloses Thema. Die Thematik der Liebe wird beispielsweise in der Szene „Garten“, welche die Beschreibung des Kennenlernens von Fausts und Gretchen bis hin zum ersten Kuss umfasst, aufgegriffen. Ebenfalls von hoher Wichtigkeit ist für ihn, dass er das Publikum mit seinem Werk berührt und zugleich belehren kann (vgl. V.87f.). So wird in Faust beispielsweise die innere Zerrisenheit von Gretchen dargestellt. Durch ihre Liebe und Zuneigung zu Faust ( Szene „Garten“) verstößt Gretchen gegen die Regeln der Kirche und die Moralvorstellungen der Gesellschaft. Auch ihre Mutter stirbt teilweise durch ihr Verschulden, wie auch ihr Bruder, welcher sie die Schande der Familie nennt ( vgl. Szene „Nacht. Straße vor Gretchens Türe“). Durch ihre Schwangerschaft und den Mord an ihrem Kind wird sie von der Gesellschaft ausgegrenzt (vgl. Szene „Dom“. Ein weiterer Gesichtspunkt des Dichters ist, dass die Dichtung dem Publikum als Offenbarung dient und es so eine gewisse Sinngebung erlangt (vgl. V.93ff.). Dies wird in Faust durch die zahlreichen Sinnfragen und durch die Suche des Göttlichen umgesetzt. Hierbei stellt Faust den Sinn Suchenden dar, da er beispielsweise in der Szene „Nacht“ erkennt, dass er nichts über das Überirdische weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lustige Person fordert von dem Theaterstück, dass das Stück aus dem wirklichkeitsnahen Menschenleben gegriffen werden soll, sodass sich der Zuschauer mit dem Geschehen identifizieren kann (vgl. V.106ff.). Das Menschenleben wird unter anderem in der Gretchentragödie aufgegriffen, da sie die intime Beziehung zwischen Faust und Gretchen darstellt (vgl. Szene „Straße 1“, „Kerker“). Auch die Thematik des Dramas, die Frage nach dem Menschen in seinen vielfältigen Lebensbezügen, gibt die wirklichkeitsnahe Menschenleben wieder, da in „Faust“ konkret die Gefühlslage der handelnden Personen geschildert wird. So ist Faust beispielsweise in der Szene „Wald und Höhle“ melancholisch gestimmt, da er sich die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht beantworten kann, was durch die Interjektion „O, dass dem Menschen nichts Vollkommnes wird, / Empfind ich nun“ (V.3240) unterstrichen wird. Eine weitere Voraussetzung für den Schauspieler ist es, die Menschen aufzuheitern und bei guter Laune zu halten. Er möchte mit Mimik, Gestik und auch mit Gesang das Publikum für sich gewinnen (vgl. V.37ff.). Dies wird in dem Drama „Faust“ durch die enthaltenden heiteren Szenen deutlich, beispielsweise in der Szene „Auerbachs Keller in Leipzig“, in welcher lebensfroh gesungen wird. Eine ebenfalls markante Voraussetzung für den Schauspieler ist die Aktualität des Bühnenstückes, da er meint „Die Gegenwart von einem braven Knaben/ Ist […] immer auch schon was“ (V.34f.). Diese Forderung wird anhand der Figur des Fausts umgesetzt, da er als ein Abbild eines modernen Menschen gilt., da er immer mehr will wie beispielsweise mehr Wissen (Vgl. Szene „Nacht“). Fausts Problem der Zerrissenheit zweier Seelen und das Gefühl der begrenzten wissenschaftlichen Erkenntnismöglichkeit sind ein zeitloses Grundproblem jedes Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man zum Ende hin nochmals die verschiedenen Forderungen der drei Figuren so lässt sich sagen, dass grundsätzlich alle unterschiedlichen Bedingungen innerhalb des Dramas erfüllt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Kriterien für ein gelungenes Theaterstück an dem Drama „Woyzeck“ erläutert. Eben dieses Drama wurde von Georg Büchner verfasst und erschien im Jahre 1879. Thema des Dramas ist die Ausnutzung der unteren Gesellschaftsschicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aufgabe des Theaters ist die abwechslungsreiche Gestaltung des Dramas, um das Publikum zu unterhalten. Diese Bedingung wird aufgrund der zahlreich verschiedenen Szenen innerhalb des Dramas erfüllt. So sind einige Szenen sehr heiter und ausgelassen wie beispielsweise die Szene „Wirtshaus“, andere wiederrum resignativ wie beispielsweise die Szene „Marie und Woyzeck“. Eine weitere Vorraussetzung für ein Theaterstück ist das Publikum bei guter Laune zu halten, was beispielsweise in der Szene „Wirtshaus“ umgesetzt wird, da dort heiter gesungen und getanzt wird. Ebenfalls sind die Thematiken aus „Woyzeck“ zeitlos und aktuell, was eine weitere Bedingung für ein gutes Theaterstück ist. So existiert die Hauptthematik des Dramas, die Ausbeutung der unteren Gesellschaftsschicht, auch heute noch. Die unter Schicht ist oft diejenige die auch heute noch die unbeliebte Arbeit machen muss, beispielsweise muss Woyzeck dem Hauptmann als Barbier dienen. Ebenfalls kann man sich auch heute noch bei medizinischen Versuchen beteiligen, um so ein höheres Einkommen zu haben (vgl. Szene 8). Ein weiterer Gesichtspunkt ist es, dass das Stück aus dem wirklichkeitsnahen Menschenleben gegriffen werden soll, sodass sich der Zuschauer mit dem Geschehen identifizieren kann. Dies wird bei „Woyzeck“ dadurch umgesetzt, da es sich bei den handelnden Personen um normale Alltagsmenschen handelt, die auch so wie im Drama beschrieben gelebt haben könnten. Der Protagonist Woyzeck ist ein einfacher Wehrmann, welcher aufgrund seines geringen Lohnes nebenbei als Proband für den Doktor und Barbier für den Hauptmann arbeiten muss, da er Unterhalt für seine Freundin Marie und ihr uneheliches Kind bezahlen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man im Kontext beide Dramen so lässt sich sagen, dass beide wichtige Voraussetzungen für ein Theater erfüllen. Beide Dramen greifen überzeitliche Thematiken auf, weisen abwechslungsreiche Handlungspersonen sowie Orte auf und verfügen durch die unterschiedlichen Szenen über einen hohen Unterhaltungswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei verschiedenen Ansichten über die wichtigen Kriterien eines Dramas/Theaters lassen sich dabei anhand des, an den Text anknüpfenden , Dramas „Faust“, aber besonders auch an Georg Büchners „Woyzeck“ überprüfen und somit schauen in wie weit diese erfüllt werden. Diesen Vergleich von Vorstellung und Umsetzung in verschiedenen Dramen werde ich im folgenden machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn muss dabei gesagt werden, dass die Erzählung aus „Faust“ an die bereits analysierte Textstelle anknüpft und somit das Resultat aus der Diskussion, - oder anders – die Textstelle die Entstehungsgeschichte des Dramas darstellt. Demnach gibt es hierbei insgesamt mehr Überschneidungen von Vorstellung und als im Vergleich mit „Woyzeck“, da hier eben diese  Verknüpfung der Texte nicht besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der im Text vorhandenen Perspektiven, ist die des Theaterdirektors, welcher das Stück unter finanziellen Aspekten betrachtet und auf einen möglichst hohen Gewinn abzielt, welcher für ihn, wie auch alle anderen im Theater beschäftigten positiv wäre. Ein Kriterium, welches er für das Erreichen seiner Ziele als notwendig erachtet, zeigt sich in „Besonders aber laßt genug geschehn!“(V. 45) deutlich, worin er eine „Masse“(V. 51) an Aktion, also eine dichte vielseitige Handlung, fordert. Schließlich könne man laut ihm nur durch diese Menge „manchem etwas bringen“(V. 53), also nur so den Geschmack einer weiten Bandbreite treffen. Eben dieses Kriterium spiegelt sich in Faust besonders im Wechsel der Sphären wieder, indem das Drama im Himmel beginnt und Faust selbst sich in seinem irdischen Leben auch noch dem Unendlichen sehnt. Besonders wird die weite Bandbreite aber auch thematisch gedeckt, indem Themen wie Natur, Liebe, Freundschaft, Glaube, Sehnsucht, aber auch Tod. Als Beispiel hierfür fungieren die Liebe von Gretchen und Faust, Fausts Unglauben im Kontrast zu Gretchens starkem Glauben an Gott oder aber die Todesfälle von Gretchens Bruder Valentin, ihrer Mutter und zuletzt der Tod ihrer selbst.&lt;br /&gt;
Des weiteren verlangt er von Dichter und Schauspieler, dass diese „das groß und kleine Himmelslicht“(V. 128) sowie „Wasser, Feuer, Felsenwände, […] Tier und Vögel“(V. 130f. ) nutzen sollen, um ein erfolgreiches Theater darzubringen. Auch wenn dies in gewissen Teilen auf das Bühnenbild bezogen ist, zeigt sich in „Faust“ beispielsweise im Wechsel der Sphären, in der Verwandlung Mephistos in verschiedene Tiere oder aber in der Szene „Wald und Höhle“ wie diese Forderung auch inhaltlich umgesetzt wurden. Somit werden das Überirdische, aber auch auf irdischer Basis Gestein, der Mond in der Szene „Nacht“, Tiere, Menschen und Pflanzen mit eingebracht die „Den ganzen Kreis der Schöpfung“(V. 133) darstellen. Zudem kommt auch der vom Direktor geforderte schnelle Wechsel „Vom Himmel durch die Welt zur Hölle“(V. 135) zum Ausdruck, welcher jedoch nicht nur im Wechsel zwischen den Sphären, sondern auch im Bestehen und Wetten von Gott und Teufel/Mephisto deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezieht man die Sichtweise des Direktors anschließend auf „Woyzeck“, so fällt auf, dass dieses Drama den Wechsel der Sphären nicht beinhaltet und somit dieses Kriterium insgesamt raus fällt. In diesem Kontext bleibt auch die Einbindung von „Wasser, Feuer, Felsenwänden“(V. 130) usw. größtenteils aus. Jedoch spielt sich das Drama einige Male draußen ab und auch der Wahn Woyzecks lässt sich so möglicherweise in diese Richtung deuten, da er hier überirdische oder aber auch irdische Dinge sieht, die jedoch nicht der Realität entsprechen. Das Wasser jedoch kommt zuletzt im Bezug auf den Mord an Marie im Drama vor, indem Woyzeck die Tatwaffe in einem See verschwinden lässt. So spielt sich auch der Mord in der Nacht ab, wobei der Mond ein wenig als eine Art Beobachter der Tat akzentuiert wird, was wiederum gewissermaßen eine gewisse Anwesenheit etwas Überirdischen anklingen lässt. Welches Kriterium jedoch durchaus eher auf Woyzeck zutrifft, ist dass der Themenbandbreite. Zwar ist diese geringer als in „Faust“, jedoch geht es hierbei doch um Themen wie Liebe, Verrat, Tod, Glaube und besonders aber die Abhängigkeit von der Gesellschaft, welche der Protagonist Woyzeck tagtäglich erfährt, indem er als Versuchskaninchen dient oder ihm aber später der Tambourmajor von seiner Geliebten vorgezogen wird, da dieser höher gestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Perspektive, die im Vorspiel inbegriffen ist, ist die des Dichters als den Schreiber des Dramas. Dieser betrachtet ein Drama besonders aus der künstlicheren Sichtweise und argumentiert so entgegen dem Direktor und der lustigen Person. Dieser fordert so insbesondere das Einbringen von Emotionen, welche das Werk tiefgründig machen und es nach vielen Jahren „in vollendeter Gestalt“(V. 28) erscheinen lassen. Somit möchte er, dass die Werke einen überzeitlichen Wert besitzen und den Menschen in ihrem Denken und Fühlen beeinflussen können, also zum denken anregen. Er fordert also ganz allgemein ein tiefgründiges Thema, welches seinen Wert nie verliert. Eben diese Forderung spiegelt sich in „Faust“ in der Thematik der Liebe und des Glaubens, aber auch ganz besonders noch einmal in der Sehnsucht Fausts wieder. Die Sehnsucht Fausts und seine allgemeine Unersättlichkeit zeigen heute noch, obwohl die gesellschaftlichen Hintergründe anders sind, dass die Menschen sich nach immer mehr ersehnen und somit im Konsum leben und durch diesen immer unglücklicher werden. Dies, aber auch „Des Menschen Kraft“(V. 102) werden so in Faust integriert, indem Fausts Wesen mit allen seinen Zweifeln und Gefühlen dargestellt wird und dieser letztlich doch den rechten Weg zu Gott findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Argumentation des Dichters und seine allgemeine Perspektive trifft dabei auch auf Woyzeck zu. Hier finden sich ebenfalls überzeitliche Themen wie Glaube, Liebe, Wissenschaft und besonders der Egozentrismus vieler Menschen wieder. Auch wenn die Abhängigkeit von der Gesellschaft wesentlich geringer ist als früher, ist sie dennoch dar und für die persönliche Entwicklung von Bedeutung. Das Fühlen und Denken der Hauptfigur Woyzecks wird dabei begründet und menschlich dargestellt, indem er beispielsweise seine Frau umbringt, weil diese ihn betrogen hat, obwohl er sein Leben für sie aufgegeben hat. Der Wert der Liebe aber auch das Machtinteresse der Menschen werden hier also mehrfach thematisiert, weshalb der Text mit den Kriterien des Dichters übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wird die Sichtweise der lustigen Person, also des Schauspielers, angesprochen. Diesem geht es besonders um den „Spaß“(V. 33) und das Einbringen von „Narrheit“(V. 44). Diese spiegelt sich besonders in Mephisto wieder, welcher eine äußerst ironische Sprache verwendet und Faust schadenfroh ausnutzt um diesem Dinge wie Leidenschaft zu zeigen. Auch das Erleben von Spaß in der Liebe ist dabei Ausdruck dieses Kriteriums. Da Faust, dem diese Liebe widerfährt, ein normaler Mensch mit alltäglichem Leben ist, stimmt auch die Forderung des Schauspielers, von „einem braven Knaben“(V. 35) zu erzählen, mit dem Drama überein. Jedoch muss hier abwägend gesagt werden, dass Faust durch seine wissenschaftliche Tätigkeit und sein tiefgründiges Denken besonders von der Intellektualität her leicht bis stark vom jeweiligen alltäglichen Leben eines Durchschnittsmenschen  abweicht. Davon unabhängig sind jedoch „Phantasie, [...]/ Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft“(V. 42f. ) allesamt in „Faust enthalten. Sei es die Phantasie im sich verändernden Wesen von Mephisto, oder aber Empfindung und Leidenschaft in der Liebe von Faust zu Gretchen. Zuletzt stellt das Drama daher die schlussendliche Lösungsversion der Argumentation dar. So ist es mit „bunten Bildern wenig Klarheit,/ Viel Irrthum und ein Fünkchen Wahrheit“(V. 110f. ) verfasst, was sich in Fausts Leben, aber auch der metaphorischen Darstellungsweise dessen, widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Woyzeck“ hingegen lassen sich die Ironie und der Humor dahingegen eher weniger finden, da das Drama eher ernster vom Leben Woyzecks erzählt. Es enthält zwar durchaus Dinge wie Vernunft, im verantwortungsvollen Handeln Woyzecks für seine Familie, oder aber Leidenschaft in der Affäre von Marie und Tambourmajor, jedoch fehlt der Humor größtenteils völlig, indem ein unglückliches Schicksal beschrieben wird. Somit trifft hier am ehesten noch die Sichtweise des Dichters zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend beinhalten beide Dramen Kriterien aller drei Sichtweisen, wobei „Faust“, als Theater, dem die Sichtweisen als Vorspiel zu Grunde liegen, alle wesentlichen Kriterien zumindest im Groben abdeckt. „Woyzeck“ jedoch hat alleinig die Kriterien des Dichters wirklich erfüllt. Humor und eine Bandbreite an Themen werden jedoch kaum bis gar nicht mit eingebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Analyseergebnis zum „Vorspiel auf dem Theater“ in Bezug zu dem Drama „Faust“ gesetzt.&lt;br /&gt;
Das Drama „Faust- Der Tragödie Erster Teil“ wurde von Johann Wolfgang Goethe geschrieben und 1808 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Drama „Faust“ spielt zuerst im Himmel, wo Gott und der Teufel Mephistopheles eine Wette abschließen. Es geht um den Wissenschaftler Faust welcher unzufrieden ist und immer mehr wissen möchte, also sehr wissensdurstig ist. Mephistopheles und Gott wetten darum, dass der Teufel, Faust glücklich und zufrieden machen kann. Der Gewinn ist die Seele von Faust. Mephistopheles lief getarnt als Pudel zu Faust nach Hause und zeigt dort seine wahre Identität. Er verspricht dann Faust glücklich zu machen, indem er all seine Wünsche erfüllen wird, wenn er ihm im  Gegenzug seine Seele verspricht und er willigt ein. Die beiden beginnen damit in einen Hexenkeller zu gehen, wo Faust einen Trank zu sich nimmt, der ihn jünger und für Frauen begehrenswert macht. Schon bald begegnet Faust dem 14-jährigen Gretchen, von welchem er begeistert ist. So bittet Faust Mephistopheles darum, sie zu seiner Geliebten zu machen, geschehe das nicht, würde er den Pakt brechen. Dadurch macht der Teufel den Wunsch wahr und es kommt in Gretchens Gartenhaus zum ersten Kuss zwischen den beiden. Faust verlangt mehr von dem jungen Gretchen und gibt ihr eine „Medizin“, welche sie ihrer Mutter geben soll. Die Medizin ist allerdings Schlafmittel, durch welches Faust sich erhofft die Nacht mit Gretchen in Ruhe zu verbringen. Allerdings stirbt die Mutter an diesem Schlaftrunk, während Faust und Gretchen miteinander schlafen. Gretchens Bruder Valentin bemerkt, dass seine Schwester ihre Unschuld verloren hat und es kommt zu einem Duell zwischen ihm und Faust, bei welchem Valentin von Faust getötet wird. Mephistopheles und Faust flüchten dann und lassen Gretchen und den sterbenden Valentin allein. Bald erscheint Gretchen ein Geist, der ihr die Nachricht überbringt, dass sie schwanger ist. Dann weit später erfährt Faust, dass Gretchen schwanger war und das Kind nach der Geburt, aus Verzweiflung, getötet hat und sie jetzt zum Tode verurteilt ist. Dann nimmt Faust sich vor Gretchen zu retten und bittet Mephistopheles um Hilfe, dieser allerdings sagt Faust müsse Gretchen selbst befreien. Gretchen lehnt seine Hilfe allerdings ab und nimmt Kontakt zu Gott auf. Faust flieht gemeinsam mit Mephistopheles und Gretchen wird freigesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter hat eine eher künstlerische Ausdrucksweise, welche zusätzlich religiös geprägt ist, er verwendet beispielsweise Ausdrücke wie „Himmelsenge“ (V.19) oder „Götterhand“ (V. 22). Zusätzlich scheint es ihm wichtig zu sein, dass man seine Arbeit schätzt und, dass er seinen Gedanken freien Lauf lassen kann und, dass das was er schreibt von Herzen kommt (vgl. V.23f.). Ergänzend dazu, möchte der Dichter etwas erschaffen, was auch noch nach Jahren von den Menschen gelesen und gedeutet wird (vgl. V. 27). Er  muss also Themen in sein Werk einarbeiten, die auch in mehreren Jahren noch aktuell sind, wie beispielsweise Liebe, Tod oder auch Religion. Bezieht man die Vorstellungen des Dichters auf Goethes Drama „Faust“, wird schnell klar, dass die Anforderungen dieser Person, in jenem Drama, erfüllt worden sind. In „Faust“ spielt die Religion eine zentrale und sehr wichtige Rolle, da schon zu Beginn der Tragödie ein „Prolog im Himmel“ (Faust, V. 243 – 353) stattfindet, in welchem der Teufel (Mephistopheles) und Gott einen Pakt abschließen. Ein zusätzlich wichtiges Thema ist die Liebe. Faust verliebt sich in das junge Mädchen Gretchen und die beiden beginnen eine Liebschaft miteinander, sie küssen sich beispielsweise im Gartenhaus (vgl. Faust, V. 3205 f.). Der Tod hat hier ebenso eine Bedeutung, jedoch eine nicht so große wie die anderen Themen. Gretchen soll zu Beispiel hingerichtet werden, weil sie ihr Baby ermordet hat (vgl. Faust, V. 4399 ff.), das religiöse und göttliche überwiegt allerdings, bemerkbar daran wenn Gott eint Gretchen „ist gerettet“ (Faust, V. 4612), er hat also das letzte Wort. Damit ist die zeitübergreifende Bedeutung des Werkes bestätigt, ebenfalls ist bestätigt, dass das Werk von der Religion geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lustige Person hat eine eher belehrende Sprache, erkennbar daran, wenn er dem Publikum sagt, sie sollen sich „brav und […] musterhaft“ (V. 41) benehmen. Ebenso wichtig ist der lustigen Person der Spaß und die Unterhaltung des Publikums (vgl. V. 33 f.). Für sie zählt das Hier und Jetzt, ganz im Gegensatz zum Dichter, welcher sich auch für die „Nachwelt“  (V. 31) interessiert. Die „Mitwelt“ (V. 33) soll „Spaß […] haben“ (V. 33 f.). Um der Mitwelt viel Spaß zu verschaffen muss für jeden Zuschauer etwas dabei sein, es muss also viele verschiedene Handlungen und Themen geben. In Goethes Drama Faust ist genau das gegeben. Es gibt viele verschiedene Kapitel mit verschiedenen Orten, wie beispielsweise „Auerbachs Keller in Leipzig“ (Faust, V. 2073 – 2336) oder gegensätzlich dazu der „Kerker“ ( Faust, V. 4405 – 4614). Mit den verschiedenen Orten sind auf verschiedene Handlungen und Stimmungen verbunden. In Auerbachs Keller ist eine eher feierliche Atmosphäre (vgl. Faust, V. 2073).  Dem steht  antithetisch der soeben genannte Kerker gegenüber. Allein schon die Bezeichnung Kerker überbringt eine etwas düstere Stimmung. Im Bezug zum Inhalt wird auch deutlich, dass diese, abschließende, Szene einen düsteren Hintergrund hat: Gretchen soll hingerichtet werden und Faust kommt um sie zu befreien, sie lehnt seinen Befreiungsversuch allerdings ab. Allerdings endet das Drama positiv: Gretchen wird freigesprochen. Ebenso nennenswert ist die Bearbeitung der Themen Religion und Liebe. Diese beiden Themen sind sehr bedeutsam, für die meisten Menschen und somit werden auch einige Interessen abgedeckt. Also sind auch die Vorstellungen dieser Person umgesetzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Direktor hat ganz andere Absichten und Anforderungen an das Theaterstück. Ihm geht es in erster Linie um das finanziell und um das Geldverdienen. Er hat eine bildliche Straße, beispielsweise vergleicht er das Erlangen einer Eintrittskarte mit einer „Hungersnoth“ (V. 13), es sei laut ihm lebensnotwendig das Theater zu sehen (vgl. V. 13f.). Es soll sich viel auf der Bühne abspielen (vgl. V. 45) und es soll interessant sein (vgl. V. 48).  Ebenso ist dem Direktor klar, dass er von der lustigen Person (den Schauspielern) und dem Dichter abhängig ist (vgl. V. 50), da sonst kein Theaterstück stattfinden könnte. In Bezug zur Tragödie „Faust“ wird klar das der Direktor in einer Hinsicht die gleichen Absichten hat, wie die lustige Person. Es soll viel passieren auf der Bühne (vgl. V. 45), und eben das ist in „Faust“ der Fall (viele verschiedene Handlungsorte und mehrere behandelte Themen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend werden im Folgenden die Ansichten der drei Personen aus dem „Vorspiel auf dem Theater“ in Bezug zu dem Drama „Woyzeck“.&lt;br /&gt;
Das Drama Woyzeck, geschrieben von Georg Bühner und veröffentlicht 1875, thematisiert den durch die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Gesellschaftsschichten entstehenden Druck auf Individuen.&lt;br /&gt;
Woyzeck ist 30 Jahre alt und ist Soldat. Seine Freundin Marie und er haben ein uneheliches Kind, da die beiden zu wenig Geld haben um zu heiraten. Woyzeck bemüht sich sehr, seine Familie ernähren zu können: er ist Soldat, rasiert dem Hauptmann seinen Bart und unterzieht sich bezahlten ärztlichen Versuchen, welche ihn jedoch psychisch schwächen, wodurch er Wahnvorstellungen bekommt. Seine Geliebte Marie wendet sich allerdings dem höher stehenden Tambourmajor zu und beginnt eine Affäre mit ihm. Als Woyzeck dies bemerkt ist er so wütend und eifersüchtig, dass er Marie ermordet. Zuletzt wird Woyzeck von seinem Sohn verstoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anforderungen der lustigen Person werden in Büchners Drama eher weniger erfüllt. „Woyzeck“ enthält kaum Ironie und Humor, sondern ist eher ernst. Vor allem dadurch, das Woyzeck sich so sehr um seine Familie kümmert und so viel für sie arbeitet um sie zu ernähren. Also eben, dass das Leben in der unteren Gesellschaftsschicht gezeigt wird. Besonders dadurch, dass hier Maries Tod so dargestellt wird, und die Tatsache, dass ihr eigener Geliebter sie ermordet, zeigt, dass das Drama nicht von Humor geprägt ist. &lt;br /&gt;
Die Forderungen des Dichters, treffen hier jedoch größtenteils zu. Die behandelten Themen sind hier, eben wie auch bei „Faust“, zum einen die Liebe, zum anderen aber auch der Tod und die verschiedenen gesellschaftlichen Schichten. Somit sind die Themen zeitübergreifend und auch heute noch relevant für Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass das Drama „Faust“ die Anforderungen der drei Personen erfüllt, das Drama „Woyzeck“ allerdings nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei unterschiedlichen Vorstellungen eines guten Theaters in „Vorspiel auf dem Theater“ (V.33-242) werden im Folgenden auf Johann Wolfgang von Goethes Tragödie „Faust – Der Tragödie Erster Teil“, veröffentlicht im Jahr 1808, angewendet. Des Weiteren werden die zentralen Vorstellungen in Vergleich mit einem weiteren Drama gesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der drei Vorstellungen aus „Vorspiel auf dem Theater“ gehört dem Direktor, der sein Idealbild eines Theaterstücks mit Worten wie „Fest“ (V.4) beschreibt. Zudem sagt er, es müsse „alles frisch und neu“ (V.5) sein, sodass festgehalten werden kann, dass er von einem Theaterstück Unterhaltung, Freude und etwas, was er noch nie zuvor in einem Stück gesehen hat, erwartet. Zudem ist er von Vielfältigkeit bezüglich des Inhalts überzeugt (vgl. V.47f.) und sagt, dass man bei einem Stück an nichts sparen solle (vgl. V.124ff.). Insbesondere die angesprochene Vielfalt ist im Drama „Faust“ in mehreren Gesichtspunkten wiederzufinden. So spiegelt sich diese in der Vielfältigkeit der Charaktere wider, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Neben dem wissensdurstigen Wissenschaftler Faust spielt Gretchen, seine junge und naive Geliebte eine Rolle, sowie Mephistopheles, der Teufel, der mit seiner Rolle als ständigen Beobachter und Begleiter von Faust, um seine Wette zu gewinnen, die Rolle des Bösen übernimmt. Darüber hinaus ist die Vielfältigkeit von „Faust“ auch in den unterschiedlichen Handlungsorten wiederzuerkennen. So spielen sich Szenen in „Auerbachs Keller in Leipzig“, in der „Hexenküche“, im „Garten“ und im „Kerker“ ab, wobei die verschiedenen Handlungsorte die jeweiligen Handlungen der Szene unterstreichen. Die zahlreichen verschiedenen Thematiken der Tragödie spiegeln ebenfalls die vom Direktor gewünschte Vielfältigkeit eines Theaters wider, da „Faust“ sich mit Thematiken wie Liebe befasst (vgl. V.3205ff.), Wissenschaft (vgl. V.354ff.) oder Religion (V.3425ff.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der zentralen Vorstellungen des Dichters sind, dass „das Aechte für die Nachwelt unverloren“ V.30) bleibt. Er appelliert somit an die Zeitlosigkeit eines Stückes, die somit zeitlose Thematiken aufweisen müsse. Thematiken wie die bereits erwähnte Liebe bilden einen dieser zeitlosen Aspekte in „Faust“. Die Liebe zwischen Faust und Gretchen, die an den Szenen wie „Gretchens Stube“ oder der Szene im „Garten“ zu finden ist, ist eine Thematik, die für alle Menschen in jeder Zeit zugänglich und bekannt ist, und mit der sich jede Generation identifizieren kann. Ein weiteres Beispiel ist das, „was die Welt im Innersten zusammenhält“ (V.382f.), beziehungsweise die Frage nach dem Sinn des Lebens, welche ebenfalls zahlreiche Generationen der Menschheit beschäftigen. Ein letztes Beispiel ist die Neugier auf das Metaphysische, wie Fausts Satz „drum hab ich mich der Magie ergeben“ (V.377) widerspiegelt. Die Frage nach dem Überirdischen ist ebenfalls eine die Gegenwart überdauernde Grundfrage des Menschen, die in Verbindung mit „Und leider auch Theologie!/ Durchaus studiert“ (V.356f.) auch auf die Frage nach dem Göttlichen in der Welt anspielt. So kann festgehalten werden, dass „Faust“ das Kriterium des Dichters, ein dramatisches Werk müsse die Nachwelt überdauern können, erfüllt ist. Ein weiteres Kriterium des Dichters ist, dass ein künstlerisches Theaterstück das Publikum berühren müsse (vgl. V.87). Dies spiegelt sich in der Umsetzung der verschiedenen Thematiken wider, so zum Beispiel in der Liebe von Faust und Gretchen. So ist in der Szene im Kerker, am Ende der Tragödie vor allem die Sprache der Übermittler der Gefühle. Beispiele dafür sind die Ausrufe, wie beispielsweise „Besinne dich doch!/ Nur Einen Schritt, so bist du frei!“ (V.4563f.), die die Verzweiflung Fausts darüber dass er Gretchen nicht überzeugen kann mit ihm zu fliehen, verdeutlichen, oder Gretchens Schuldgefühle darüber ihre Mutter getötet zu haben, die sich in den Versen 4565 bis 4573 widerspiegeln, durch Wiederholungen des Pronomens „sie“ (V.4570) und durch Metaphern für das Sterben, wie in „Wären wir nur den Berg vorbei!“ (V.4565).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellungen der lustigen Person beruhen auf den Bezug zur Gegenwart, auf einer guten Umsetzung des Geschriebenen durch den Schauspieler und auf „Narrheit“ (V.44), also Witz im Theater. So behauptet die lustige Person im Gegensatz zum Dichter, dass ein Theater nicht für die Nachwelt geschrieben werden müsse, sondern für die Gegenwart, da sich das Publikum mit der Gegenwart immer am besten identifizieren könne. So behandelt auch „Faust“ nicht nur zeitlose, sondern auch für die Zeit während des 16. und 17. Jahrhunderts typische Themen. Ein Beispiel dafür ist der Charakter Gretchen. Die gesellschaftliche Verachtung, die auf Gretchen warten würde, wenn sie ihr unehelich gezeugtes Baby austragen würde, ist eine für diese Zeit typische Problematik. Darüber hinaus liegt der Fokus der lustigen Person auf dem Spaß und der „Narrheit“ (ebd.), welche sich vor allem in Mephistopheles ironischer Ausdrucksweise widerspiegelt (vgl. V.1776-1784).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bekanntes Drama ist „Woyzeck“, veröffentlicht im 17. Jahrhundert und geschrieben von Georg Büchner, das ebenfalls auf einige Gesichtspunkte aus „Vorspiel auf dem Theater“ zurückzuführen ist. So sind beispielsweise einige der Motive des Dramas ebenfalls zeitlos, wie die in „Faust“, so beispielsweise die Eifersucht Woyzecks, dass Marie ihn betrogen hat und er es rausgefunden hat, die psychische Krankheit die unter anderem daraus resultierte, und wegen der er Marie letztendlich tötet, sowie die gesellschaftliche Ordnung, aufgrund der er sich bereit erklärt, gegen Geld Teil eines medizinischen Experiments zu werden (vgl. Szene 5). Auch seine Geliebte Marie, mit der er ein uneheliches Kind hat, weil sie es sich nicht leisten können zu heiraten, verlässt ihn wegen des Tambourmajors, der gesellschaftlich angesehener als Woyzeck ist. Mit Blick auf die Vorstellungen des Direktors und der lustigen Person, die Freude, Unterhaltung und Spaß erwarten, erfüllt Woyzeck jedoch nicht das Idealbild eines Dramas, da diese Punkte in „Woyzeck“ nicht vorhanden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass „Woyzeck“ nur die Vorstellungen des Dichters vertritt, allen voran die der Zeitlosigkeit, während „Faust“ alle angeführten Vorstellungen vertritt. So ist die Tragödie zeitlos, unterhaltend, vielfältig und hat Bezug zur Gegenwart, sodass sie den Kriterien aus „Vorspiel auf dem Theater“ entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Szene „Vorspiel auf dem Theater“ aus dem Drama „Faust – Der Tragödie Erster Teil“ werden verschiedene Vorstellungen bezüglich der Aufgaben und Wirkung eines Theaterstück dargestellt, auf welche sich die Handlung der Tragödie überprüfen lässt. Die Umsetzung dieser Vorstellungen werde ich im Folgenden vergleichend an den Dramen „Faust“ von Johann Wolfgang Goethe und „Woyzeck“ von Georg Büchner untersuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Szene „Vorspiel auf dem Theater“ werden drei verschiedene Vorstellungen in Bezug auf die Aufgaben und Wirkung des Theaters aus der Perspektive eines Direktors, Dichters und eines Schauspielers dargestellt. Der Direktor ist auf den finanziellen Aspekt des Dramas fixiert und erhofft sich durch das Erscheinen einer „Menge“ (V.37) einen großen Gewinn. Seiner Meinung nach muss in dem Theaterstück viel Inhalt geboten werden, damit es das gesamte Publikum anspricht. Der Wunsch nach einer vielseitigen Handlung ist in dem Drama „Faust“ erfüllt, da die verschiedenen Szenen einen kontrastreichen Inhalt darbieten. Zudem wünscht er sich einen Inhalt, welcher „Vom Himmel durch die Welt zur Hölle“ (V.242) wandelt, also sowohl das Irdische als auch das Überirdische thematisiert. Diese Aufgabe erfüllt das Drama „Faust“, da es mit der Szene „Prolog im Himmel“ einsetzt, welche das Überirdische behandelt. Außerdem strebt der Protagonist Faust nach unendlichem Wissen, weshalb es sich dem Überirdischen zuwendet. Mephisto stellt dabei die „Hölle“ (ebd.) dar. Diese könnte sich jedoch auch auf die Folgen des Paktes mit dem Teufel beziehen, da beispielsweise sowohl die Mutter Gretchens als auch sie letztlich stirbt. Die gesamte Handlung spielt somit in beiden Sphären. &lt;br /&gt;
In dem Drama „Woyzeck“ ist ebenfalls ein vielseitiger Inhalt, welcher verschiedene Menschen ansprechen kann, erkennbar. Dabei ist besonders seine psychische Erkrankung sowie die Demonstrierung der Macht des ihm übergeordneten Tambourmajors und der letztliche Mord an seiner Freundin Marie bedeutsam. Dieses Drama thematisiert jedoch nicht das Überirdische und das Irdische, sondern beschränkt sich auf lediglich Letzteres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter ist weder an dem finanziellen Aspekt des Theaterstücks, noch an dem Publikum selbst interessiert, was sich deutlich durch die Aussage „O sprich mir nicht von jener bunten Menge / bei deren Anblick uns der Geist entflieht“ (V.59 f.) zeigt. Er konzentriert sich auf den künstlerischen Wert des Stücks und möchte, dass es „der Nachwelt unverloren“ (V.74) bleibt, also noch lange in der Zukunft von Bedeutung ist. Somit möchte er auch überzeitliche Themen in sein Stück einbringen und die Menschen zum tiefgründigen Denken anregen. In dem Drama „Faust“ ist diese Vorstellung deutlich umgesetzt, da der unbegrenzte Wunsch nach etwas Besserem auch zur heutigen Zeit und in der Zukunft besteht. Dies bezieht sich zwar meist auf andere Umstände, jedoch strebt der Mensch danach, immer mehr zu wollen, als er bereits besitzt. Zudem spielt in dem Drama der Tod eine große Rolle, was sich auf den Tod der Mutter Gretchens und ihren Tod selbst bezieht. Der Tod wird in allen Zeiten ein Thema sein, mit dem sich die Menschen auseinandersetzen müssen und werden. Auch der Glaube spielt in der heutigen Zeit noch eine Rolle, jedoch größtenteils nicht mehr in dem Maß wie damals. Zudem unterstützt die Sprache in dem Drama den literarischen und künstlerischen Wert des Stücks. &lt;br /&gt;
Dieser Vorstellung entspricht auch das Werk „Woyzeck“, da auch diese überzeitliche Themen, wie die Liebe und den Tod darstellt. Zudem thematisiert es die Abhängigkeit des Protagonisten von der Gesellschaft beziehungsweise die Macht des ihm übergeordneten Tambourmajors. Dies spielt auch in der heutigen Zeit noch eine wichtige Rolle, da es immer Menschen gibt, die anderen übergeordnet sind und ihre Macht gegenüber jenen demonstrieren. Die Abhängigkeit von der Gesellschaft stellt somit auch ein wichtiges überzeitliches Thema in dem Drama dar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schauspieler, beziehungsweise die lustige Person ist der Auffassung, dass das Stück den Menschen „Spaß“ (V.77) machen sollte. Er erhofft sich von dem Stück Ruhm und Anerkennung des Publikums. Dies möchte er dadurch erreichen, dass das Stück auch die „Empfindung“ (V.87) der Menschen ansprechen soll. Dies ist in dem Drama „Faust“ der Fall, da besonders die Gretchentragödie und der Tod Gretchens die Empfindungen des Publikums ansprechen. Außerdem richten sich die überzeitlichen Themen des Stückes, wie die Liebe und der Tod an die Empfindungen der Menschen. &lt;br /&gt;
In dem Drama „Woyzeck“ trifft dies ebenfalls zu, da insbesondere der Tod Maries die Gefühle des Publikums anspricht. Auch die Lebenslage des Protagonisten Woyzeck richtet sich an die Empfindungen des Publikums. Der Aspekt des Spaßes wird hier jedoch nicht aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend lässt sich sagen, dass beide Dramen die grundsätzlichen Forderungen des Dichters, Direktors und Schauspielers erfüllen. Dies ist besonders aufgrund der Thematisierung von überzeitlichen Themen, Empfindungen und dem vielseitigen Inhalt deutlich erkennbar, wobei letzteres bei „Woyzeck“ nur grob zutrifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich die Analyseergebnisse aus dem ,,Vorspiel auf dem Theater“ in Beziehung zum Drama ,,Faust- Der Tragödie Erster Teil“ von Johann Wolfgang Goethe setzen und erläutern inwiefern zentrale Vorstellungen der drei Figuren in der Tragödie umgesetzt werden. Anschließend werde ich im Vergleich dazu das Drama ,,Woyzeck“ von Georg Büchner mit den zentralen Vorstellungen in Beziehung setzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ,,Vorspiel auf dem Theater“ werden unterschiedliche Vorstellungen des Theaters durch den Direktor, den Dichter und den Schauspieler vertreten. Dem Direktor ist dabei der finanzielle Aspekt besonders wichtig und möchte daher, dass ,,die Menge“ (V. 7) zufrieden ist, damit viele Menschen kommen. Er hält es dabei für wichtig ein breites Spektrum an Themen zu zeigen, wobei besonders aber ,,genug geschehn“ (V. 45) soll, damit für denen Zuschauer etwas dabei ist, was ihm gefällt. Dabei soll der ,,ganze[.] Kreis der Schöpfung“ (V. 133) gezeigt werden und zwar ,,[v]om Himmel durch die Welt zur Hölle“ (V. 135). Diese Vorstellung des Direktors ist in dem Drama ,,Faust“ umgesetzt, indem die Handlungsort ständig wechseln und auch Themen und Stimmungen sich ändern, so dass es beispielsweise resignative und verzweifelte Szenen beschrieben werden, wie die Szene ,,Nacht“ oder ,,Kerker“, während hingegen andere Szenen wie ,,Auerbachs Keller in Leipzig“ oder ,,Garten“ eher ausgelassen sind. Dem nach werden auch viele Themen behandelt, wie das Überirdische, Liebe, Religion und die Frage nach dem Sinn des Lebens. Bereits der Prolog im Himmel verdeutlicht, das die Vorstellungen des Direktors umgesetzt werden, da sowohl der ,,Himmel“ (V.135), vertreten durch Gott und die ,,Hölle“ (V.135), vertreten durch Mephistopheles, gezeigt und behandelt werden, indem Gott und Mephisto eine Wette abschließen. &lt;br /&gt;
In dem Drama ,,Woyzeck“ ist dies nur eingeschränkt vorhanden, da zwar ebenfalls ein breites Themenspektrum wie Liebe, Betrug und Macht und gesellschaftliche Zustände vorhanden ist, sodass Woyzecks psychische Erkrankung, Maries Betrug an Woyzeck mit dem Tambourmajor und schließlich Woyzecks Mord an seiner Frau bedeutsam sind und die Forderung, dass vieles geschehen soll, in Woyzeck gegeben ist. Jedoch wird lediglich das Irdische thematisiert und das Überirdische nicht, anders als in Faust, wo das Überirdische eine große Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellungen des Dichters sind die, dass das Theaterstück ,,der Nachwelt unverloren“ (V. 30) sein soll und das Stück also zeitlose Themen enthalten soll, wobei dem Dichter das Publikum und auch das Finanzielle gleichgültig sind. Dies ist in ,,Faust“ ebenfalls gegeben, da, wie zuvor erwähnt, zeitlose Themen wie Religion, Liebe und die Frage nach dem Sinn des Lebens behandelt werden. So fragt sich Faust zu beginn, ,,was die Welt/ Im Innersten zusammenhält“ (V. 382 f.), was in jeder Zeit ein Thema sein wird, mit denen sich die Menschen auseinandersetzen werden und sich die Frage nach dem Sinn stellen. Auch die Themen wie Liebe wird durch Faust Zuneigung zu Gretchen behandelt, sowie aber auch der Tod, da durch Egoismus Gretchens Mutter stirbt, sowie ihr Bruder und Gretchen somit auch aus Liebe zu Faust gegen die Moralvorstellungen der Kirche und der Gesellschaft verstößt, ihr eigenes Kind umbringt und schließlich im Kerker landet. Der Tod ist ebenfalls ein zeitloses Thema mit denen sich die Menschen in jeder Zeit auseinandersetzen werden müssen, sowie die Abhängigkeit von der Gesellschaft, wobei diese nicht mehr so stark ist, wie in Faust beschrieben. Der religiöse Aspekt zeigt sich in der Szene ,,Prolog im Himmel“ sowie, dass Gott das letzte Wort hat und somit über allem steht, indem Gott Gretchen erlöst. All diese zeitlose Themen werden in dem Drama durch zahlreiche rhetorische Figuren wie Metaphern künstlerisch zum Ausdruck gebracht, was ebenfalls ein wichtiger Aspekt des Dichters darstellt, da diesem das Publikum egal ist und das Künstlerische eher von Bedeutung ist. In ,,Woyzeck“ ist die Vorstellung des Dichters ebenfalls erfüllt, da zeitlose Themen wie Liebe, Betrug und auch Tod eine Rolle spielen. Der Tod wird durch Woyzecks Mord an Marie thematisiert, welches in jeder Zeit bedeutsam für die Menschen sein wird. Besonders die Rolle des Tambourmajors in dem Drama spielt eine wichtige Rolle, da dieser sich über Woyzeck stellt und seine Macht und Stellung ausnutzt, wobei dies ebenfalls ein wichtiges Thema für Menschen in jeder Zeit sein wird, da es immer Menschen geben wird, die mehr Macht haben als andere und diese ausnutzen könnten.&lt;br /&gt;
Der künstlerische Aspekt wird jedoch weniger vertreten, da im Vergleich zu ,,Faust“ weniger Metaphern und rhetorische Figuren vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schauspieler vertritt die Vorstellung, dass das Theaterstück der ,,Mitwelt Spaß“ (V. 33) machen soll und erhofft sich Anerkennung und Bewunderung, wobei er sich, die der Direktor, ein großes Publikum wünscht. Dem Schauspieler bzw. der lustigen Person, ist auch die Darstellung von Gefühlen und Empfindungen wichtig, die vermittelt und ausgelöst werden sollen. Auch diese Vorstellung ist in Faust vertreten, da in jeder Szene die verschieden Gefühle Fausts so wie Verzweiflung und Resignation zum Ausdruck gebracht werden und in ,,Faust“ in der Szene ,,Gretchens Stube“ sogar Gretchens Empfindungen dargestellt werden. Gretchens Tragödie und auch der Tod der Mutter, des Bruders, des Kindes und schließlich Gretchens Tod selbst, verdeutlicht dabei nicht nur viele Emotionen, sondern lösen bei dem Zuschauer auch Empfindungen aus. Auch in ,,Woyzeck“ werden bei den Zuschauern Emotionen geweckt, wenn die Lebenslage Woyzecks beschrieben und gezeigt wird, sowie der Tod seiner Frau, wobei durch Woyzecks Enttäuschung und psychischen Krankheit Woyzeck dazu getrieben hat seine Frau zu ermorden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass in dem Drama ,,Faust“ als auch im Drama ,,Woyzeck“ die grundsätzlichen Vorstellungen vertreten sind, indem zeitlose Themen wie Liebe und Tod thematisiert werden und sich auch viel ereignet und ein breites Themenspektrum gegeben ist. Jedoch wird in ,,Woyzeck“ nur das Irdische thematisiert, anders als in ,,Faust“, wo das Überirdische eine wichtige Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folglich werde ich meine Analyseergebnisse in Beziehung zu dem Drama „Faust 1“ als Bühnenstück, setzen und beispielhaft erläutern, inwiefern zentrale Vorstellungen der drei Figuren in der Tragödie umgesetzt werden. Daraufhin werde ich im Vergleich zu „Faust 1“, prüfen inwieweit meine untersuchten Vorstellungen zur Aufgabe und Wirkung eines Theaters für ein weiteres bekanntes Drama aus dem Unterricht von Bedeutung sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hinsicht des Direktors lässt sich sagen, dass das Drama einen hohen Unterhaltungswert für das Publikum darstellt, da viele Szenen wie zum Beispiel „Auerbachs Keller“ oder „Hexenküche“  Spannung erzeugen und das Drama zu einem Besondern machen, weil die Szene in der „Hexenküche“ eine ganz bedeutsame ist, was das Ende des Dramas ausmacht. Zudem gibt es jedoch auch Szenen wie zum Beispiel „Gretchens Stube“ oder „Wals und Höhle“, die einen nachdenklichen Charakter vorweisen, indem Faust Gretchen befragt, wie sie zur Religion steht und zum anderen Im Wald wo Mephistopheles Faust verdeutlichen möchte, dass ohne seine Hilfe Fausts Liebe zu Gretchen nicht entstehen könnte. Diese beispielhafte Szenen verdeutlichen die Vielseitigkeit und Besonderheit des Dramas die der Direktor im „Vorspiel vor dem Theater“ besonders mit metaphorischen Aussagen manifestiert. Zudem spricht der Direktor zum Schluss von „So schreitet in dem engen Bretterhaus/ Den ganzen Kreis der Schöpfung aus/Und wandelt mit bedächt’ger Schnelle/Vom Himmel durch die Welt zur Hölle“ (V. 132ff.). Damit verdeutlicht er ausdrücklich, dass das Drama „Faust 1“ ein völliges Abbild der gesamten Schöpfung sei. Dies lässt sich deutlich im Drama erkennen, denn das Drama beginnt mit „Prolog im Himmel“ und endet mit der Szene „Kerker“. Das verdeutlicht eine Kreislauf durch die gesamte Welt die im Himmel schön beginnt und dramatisch im Kerker endet. Außerdem differenziert der Direktor zwischen der großen und der kleinen Welt. Diese sind auch im Drama deutlich herauszulesen. Gretchen, als 14-jähriges Mädchen lebt in einer klein bürgerlichen Welt, in der Religion eine große Rolle spielt. Zudem muss sie die Affäre mit Heinrich Faust vor ihrer Mutter verschweigen und verfällt durch ihre plötzliche Schwangerschaft und den Tod ihres Bruders und ihrer Mutter in Selbstzweiflung. Faust hingegen, als der Wissenschaftler in Jura, Medizin, Philosophie und Theologie, lebt in seiner eigenen Welt, die er als unglücklich betrachtet, da er sie wirklich wichtigen Dinge des Lebens nicht kennt. Jedoch hat er das Strebe nach Glück und Genuss, die immer wieder durch verschiedene Faktoren scheitern. Gottgläubig ist er zudem gar nicht. Auch ist die Vielfalt der Darbietungen, die der Direktor erwähnt an den verschiedenartigen Handlungsorten (&amp;quot;Studierzimmer&amp;quot;, &amp;quot;Wald und Höhle&amp;quot;, &amp;quot;Auerbachs Keller&amp;quot;, &amp;quot;Nachbarin Haus&amp;quot;, &amp;quot;Hexenküche&amp;quot;…), erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bezug auf die Vorstellungen des Dichters, lassen sich einige Punkte auf „Faust 1“ umsetzen. Im Allgemeinen interessiert sich der Dichter für den künstlerischen und damit verbundenen inhaltlichen Aspekt eines Stücks. Er entwickelt Vermittlungen von Werten in seinem Text, um den Menschen zum Beispiel auf die Frage nach der Bedeutung der Wissenschaft oder dem Sinn des Lebens und Gott aufmerksam zu machen. Zudem vermittelt er dem Publikum den Wert der Ehrlichkeit, indem er die Frage nach dem richtigen Handeln in Goethes Drama beantworten lässt. Faust als der, der nach dem Sinn des Lebens sucht und Gretchen die aus ihrem Leben eine innere Tragödie schafft, indem sie sich selbst zu kritisch betrachtet und sich darüber später umbringt. Zudem verschafft der Dichter Anregung zum Nachdenken über sich selbst. Sinnfragen, wieso handle ich so wie ich handle, der generelle Wert des Menschen und die Suche nach dem Göttlichen die in Gretchen’s Verzweiflung „Meine Ruh ist hin“ deutlich wird. Zudem legt der Dichter Wert auf die Form und Gestaltung der Sprache, die er in „Faust 1“ in Form von Vers und Liedform(„Gretchens Stube“) verwendet. Aber auch unterschiedliche Sprachstile von Umgangssprache bis hin in poetische Sprache in Form von Liedern und Gebeten („Kerker“). Die unterschiedlichen Sprachstile sind auch im „Vorspiel vor dem Theater“ in allen drei Figuren erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bekanntes Drama ist „Woyzeck“, welches von Georg Büchner verfasst und 1879  veröffentlicht wurde. Auch in diesem Drama werden die drei Figuren die des „Director“, „Dichter“ und der „Lustige Person“ im Bezug auf die Wirkung und Aufgabe eines Theater deutlich. Woyzeck thematisiert die gesellschaftlichen Missstände und die Macht des Geldes, die bis heute noch relevante Themen in unserer Gesellschaft sind. Insbesondere der Status eines einzelnen Individuums. In Woyzeck handelt es sich um einen 30- jährigen Soldat, welcher gemeinsam mit seiner Geliebten namens Marie ein uneheliches Kind hat, dient und schuftet, um seine Familie zu ernähren, indem er seinem Hauptmann den Bart rasiert. Zudem macht Woyzeck aus finanziellen Gründen eine vom Arzt empfohlene Erbenstherapie, die dazu führt, dass er psychische Probleme und Wahnvorstellungen bekommt. Während Woyzeck fleißig arbeiten geht, trifft sich seine Geliebte mit einem höher stehenden Soldaten, mit dem sie eine Affäre eingeht. Woyzeck entdeckt die beiden bei einem Treffen, was bei ihm Wut und Eifersucht auslöst, sodass es er sich zu einem Duell zwischen ihm und dem Tambourmajor entscheidet. Schlussendlich bringt er seine Geliebte Marie mit einem Messer um und lässt dieses verschwinden. Allein diese Inhaltsangabe verweist auf einen hohen Unterhaltungswert, den der Direktor im „Vorspiel vor dem Theater“ anspricht. In einem kurzen Drama passiert eine Menge, welche einen spannenden (6. Szene,  Marie. Tambourmajor.), nachdenklichen (17. Szene, Marie allein, blättert in der Bibel) und lehrenden (22. Szene, Das Wirtshaus) Charakter hinterlässt. Die Situation, dass man innerhalb einer Beziehung eine Affäre eingeht ist ein heute noch vorkommendes „Ritual“ und ist daher zeitübergreifend. Insbesondere die Szene, in der Woyzeck sich mit dem Tambourmajor unterhält, zeigt einen hohen Unterhaltungswert, da dort die Rangordnung der Menschen deutlich wird. Der Tambourmajor, welcher einen viel höheren Stand als Woyzeck hat, könnte seine Frau leicht ernähren ohne das er viel arbeiten gehen müsse, im Gegensatz zu Woyzeck, der sein leben lang arbeitet und zusätzlich eine Erbsenherapie durchführt, damit er dafür Geld bekommt und dafür unter psychischen Problemen leidet . Diese Szene zeigt deutlich die Missstände in der Gesellschaft, sowie die Macht ums Geld.  Zudem besteht das Kriterium, laut der lustigen Person, dass ein Theaterstück auf humorvolle Art gestaltet werden soll, welche an der Szene im „Wirtshaus“ dadurch deutlich wird, dass ein Leben in einer Gesellschaft auch schön sein kann. Denn alle sitzen versammelt in einer Wirtschaft, lachen und trinken gemeinsam und flirten zwischen Mann und Frau ist auch von hoher Bedeutung. Ebenfalls wichtig für ein Theaterstück ist die Vielfältigkeit der Schauplätze, verbunden mit den dargestellten Figuren. In Woyzeck gibt es viele verschiedene Schauplätze, sei es auf dem Feld, in der Wirtschaft, beim Arzt oder am Teich. Überall erfährt man neue Dinge über die Charaktere und damit verbunden, auch die Umstände der Gesellschaft. Am Teich, wo Woyzeck Marie mit einem Messer ersticht, ist eine der wichtigsten Szenen im Drama, denn trotz Maries Unschuld bringt er seine noch Geliebte Frau um. Dies zeigt auch die psychischen Störungen unter denen Woyzeck leidet, nur damit er seine Familie ernähren kann. Der Tod an Tambourmajor wäre viel sinnvoller gewesen. Auch anahnd der Szene zeigt sich die künstlerische Art des Dichters im Theaterstück, indem er ein Beziehungsgewebe zwischen Sprache, Form und Inhalt herstellt. Er verwendet beispielsweise Vergleiche oder Metaphern aber auch den Imperativ um wichtige Inhalte hervorzuheben.  Auch diese Kriterien finden sich in Woyzeck wieder, indem man von „ein[em] Mann, wie ein Baum“ (2. Szene) oder „Füßen wie ein Löw“ (2.Szene) spricht. Diese Vergleiche spiegeln den Charakter des Tambourmajors wieder und deuten daraufhin, dass es sehr groß, stark und stämmig sei und daher seinen machtvollen Charakter darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Vorstellungen zur Aufgabe und Wirkung eines Theaters, die im „Vorspiel vor dem Theaters“ in Form von drei verschieden Positionen in einem Theater aufgeführt wurden, deutlich auf das Drama „Faust 1“ und „Woyzeck“ zu übertragen sind. Insbesondere das beide Dramen zeitübergreifend sind und somit heute noch relevant für die Gesellschaft sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei verschiedenen Vorstellungen der Charaktere spiegeln sich sowohl in dem Drama ,,Faust 1” wider, als auch in dem Drama ,,Woyzeck”, welches von Georg Büchner im Jahre 1876 veröffentlicht wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den bereits analysierten Textauszug ,,Vorspiel auf dem Theater” ist die Vorstellung des Direktors eines Bühnenstückes sehr deutlich geworden. Der Direktor sieht hinter dem Theater nur den finanziellen Wohlstand des Theaters, denn er will das die ,,Kassen fichten” (V. 12). Der Aspekt der Unterhaltung des Publikums spielt auch eine wichtige Rolle für ihn, da er die ,,Masse” (V.51) an Publikum gewinnen möchte. Dieser Aspekt wird auch in vielen verschiedenen Szene in ,,Faust 1” ersichtlich, wie z.B im ,,Auerbachs Keller” oder der ,,Walpurgisnacht”, denn diese Szenen sind unterhaltsam und zeitlos geprägt. Diese Gestaltung verlangt der Direktor auch von seinem Dichter und der lustigen Person, denn der Direktor fordert ein großes Spektrum, da das Theater ,,Vom Himmel durch die Welt zur Hölle” (V.135) dargestellt werden soll.  Zudem sind die vielen Szenen in ,,Faust 1” alle sehr unterschiedlich gestaltet und finden an anderen Orten statt, dadurch werden auch die verschiedenen Welten untermauert, wie z.B die Welt der Menschen im Kontrast zu der überirdischen Welt, was durch ,,kleine und große Himmelslichter” (V.128) von dem Direktor angesprochen wird .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter hat auch eine klare Vorstellung des Theaters. Für den Dichter zählen die inneren Werte der Theater, wie die Sprache denn der Dichter möchte nicht vor der breiten Menge auftreten (vgl.V. 15ff.), sondern ein anspruchsvolles und gebildetes Publikum, das die Gestaltung der Sprache erkennt und wertschätzt. Genau dieser Punkt lässt sich auch in Faust wiederfinden, da zum Beispiel die Szene ,,Gretchens Stube” in einer Liedform geschrieben ist. Zudem sucht der Dichter auch einem Bezug zum Göttlichen, was durch die Nomen ,,Himmelsenge” (V. 19) und ,,Götterhand” (V.22) veranschaulicht wird. Dieser Gottesbezug spielt auch in der Szene ,,Wald und Höhle”, aus Faust, eine Rolle.  Des Weiteren ist auch die Vermittlung von Werten und Normen wichtig für den Dichter, denn er lässt sich nicht von dem Direktor herumschubsen, was durch die Aussage ,,such dir einen anderen Knecht” (V.83) verdeutlicht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die lustige Person hat eine genaue Vorstellung des Theaters. Die lustige Person repräsentiert die schauspielerische Werte und Gestaltung des Theaters. Die lustige Person will ,,Vernunft, Verstand, Empfindung Leidenschaft” (V.44) dem Publikum durch sein Schauspiel näherbringen. Die verschiedenen Figuren in Faust wie zum Beispiel Faust selbst steht ebenfalls für diese Werte, denn Faust ist sehr verzweifelt und führt einen Kampf zwischen seiner Vernunft und seinem Verstand. Gretchen leidet unter den gesellschaftlichen Konventionen und das Ende ihrer Beziehung zu Faust. Zudem wird auch die Individualität im Gegensatz zu den gesellschaftlichen Normen thematisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Drama ,,Woyzeck”,welches von Georg Büchner geschrieben wurde und im Jahre 1876 veröffentlicht. Thematisch handelt das Drama von dem Einfluss der gesellschaftlichen Konventionen auf das einzelne Individuum. Im folgenden werden die Vorstellung zur Aufgabe und Wirkung des Theaters ,,Faust 1” mit dem vorliegenden Werk verglichen. &lt;br /&gt;
Von der Personenkonstellation her gibt es einen Punkt der besonders auffällig ist und zwar das beide Werke nur einen männlichen Protagonisten haben, dessen Name auch der Titel der beiden Dramen ist. Dies führt zum einen zu einer höheren Spannung und Fokussierung  auf diese Person. Zudem spielen die gesellschaftlichen Konventionen in beiden Werken eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Analyseergebnisse in Beziehung zum Drama „Faust I“ als Bühnenstück gesetzt werden. Dazu soll beispielhaft erläutert werden inwiefern die zentrale Vorstellung der drei Figuren in der Tragödie umgesetzt wird und an einem anderen bekannten Drama geprüft werden ob die herausgestellten Vorstellungen zur Aufgabe und Wirkung des Theaters von Bedeutung sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wird die Vorstellung des Direktors betrachtet. Der Direktor ist in erster Linie am Erfolg des Dramas interessiert, um zeitgleich so viele Zuschauer wie möglich anzulocken und den höchst möglichen finanziellen Profit zu erwirtschaften. Um den Erfolg zu garantieren verlangt er vom Dichter und Schauspieler eine recht aufwändige Produktion, damit die Erwartungen aller Zuschauer erfüllt werden. Im Vorspiel auf dem Theater fasst er diesen Umstand mit dem Ausdruck „den ganzen Kreis der Schöpfung“ (V. 133) zusammen. Dargestellt wird dies in Faust zum einen durch den Prolog im Himmel, in dem Gott, der Schöpfer selbst, eine Rolle im Theater einnimmt und mit dem Teufel, als Inkanation des Gegenspielers Gottes, eine Wette über Faust, als Teil der Schöpfung, abzuschließen. Zum anderen wird es in der abwechslungsreichen Darbietung des Stückes präsentiert. In „Faust I“ sind die Schauplätze der Handlung außerordentlich differenziert. Das Kapitel „Auerbachs Keller“ spielt beispielsweise in einem Wirtshaus in Leipzig, während „Wald und Höhle“ oder „Walpurgisnacht“ in einer ganz anderen Umgebung bzw. „Walpurgisnacht“ auch in einer anderen Sphäre gespielt wird. Es wird somit eine vielfältige Handlung dargestellt, die zahlreiche Zuschauer anspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung des Künstlers wird in erster Linie durch die äußere Form des Stückes repräsentiert. Das Stück enthält zahlreiche künstlerische Elemente, wie beispielsweise die Anordnung in Versen mit Reimschema, Kadenzen und Metrum, sowie spezielle dichterische Formen wie das Lied in „Gretchens Stube“. Aber auch die Gestaltung der Charaktere ist für den Dichter zufriedenstellend. Die Beziehungen der Charaktere sind oftmals Gegensätzlich, wie vergleichsweise Gott und Teufel oder Faust und Gretchen. Die Ausdrucksform der Figuren ist mit der poetischen Sprache gleichzusetzen und lässt sich durch stilistische Mittel wie Symbole, Anaphern oder Metaphern kennzeichnen. Insgesamt sind somit auch die Auffassungen des Dichters erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als letztes bleiben die Anschauungen des Schauspielers zu überprüfen. Der Schauspieler verlangt im „Vorspiel auf dem Theater“, dass die Stücke das Abbild des menschlichen Lebens thematisieren sollen. Dies wird durch das Beziehungsgeflecht zwischen Faust, Gretchen und den Mitgliedern Gretchens Familie dargestellt. Diese Figuren, könnten aus der Vorlage realer Personen entstanden sein, da sie keine überirdischen Fähigkeiten besitzen. Die Aktualität, die der Schauspieler weiterhin fordert wird im Konflikt der einzelnen Individuen mit den geltenden Konventionen dargestellt. Faust ist sehr gebildet und seiner Zeit durchaus weit voraus, doch weiterhin beschäftigt er sich mit philosophischen Fragen und den Geheimnissen des Universums, anstatt für die gegenwärtige Generation Forschungen zu betreiben und Schüler zu unterrichten. Ein weiteres Beispiel ist Gretchen, die sich seit dem Treffen mit Faust, stark gewandelt hat und gegen die geltenden Normen verstößt und zum einen ihre Mutter belügt um sich heimlich mit Faust zu treffen und zum anderen auch noch schwanger wird ohne verheiratet zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bleibt übrig, die oben erwähnten Kriterien an einem weiteren Drama zu prüfen. Hierzu wird im Folgenden das Drama „Woyzeck“, verfasst von Georg Büchner und veröffentlicht im Jahr 1879, verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ansichten des Direktors werden im Drama Woyzeck eher weniger erfüllt. Die Handlungsorte sind recht einfach gestaltet und nicht sonderlich abwechslungsreich. Es wird zudem nur wenig Natur gezeigt, die eigentlich die Inkanation der Schöpfung ist. Es liegen somit eine mindere Zahl an Handlungsorten und demnach eine wenig abwechslungsreiche Darbietung vor. Zudem ist nicht sichergestellt, dass alle Zuschauer gefallen an der beschränkten Darstellung des Stücks finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Sicht des Dichters wird ebenfalls fast gar nicht erfüllt. Die sprachliche Gestaltung des Stücks ist einfach gehalten und bestenfalls der jeweiligen gesellschaftlichen Schicht angepasst. Allgemein ist daran zu erkennen, dass das Drama für eine gezielte Interessentengruppe verfasst wurde. Die Anzahl und poetischen Strukturen in „Woyzeck“ sind nicht stark ausgeprägt und zeugen ebenfalls von der Einfachheit des Stücks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als letztes ist die Sichtweise des Schauspielers zu überprüfen. Das Drama stellt durchaus das Abbild des menschlichen Lebens in dieser Zeit dar, ist allerdings auf eine Bevölkerungsschicht beschränkt. Für den Schauspieler ist es darüber hinaus ebenfalls keine große Herausforderung in die Rollen zu verkörpern, da diese wie auch der Rest des Werkes eher genügsam gehalten sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich demnach festhalten, dass die Kriterien bzw. Sichtweisen, die im „Vorspiel auf der Bühne“ von den drei Personen genannt werden auf das Drama Faust durchaus zutreffen, doch im Drama „Woyzeck“, welches mehr als 70 Jahre nach Faust veröffentlicht wurde, nicht mehr von Relevanz sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Analyseergebnisse in Beziehung zum Drama &amp;quot;Faust 1&amp;quot; als Bühnenstück gesetzt, sodass beispielhaft die zentralen Vorstellungen der drei Figuren auf die Umsetzung in der Tragödie erläutert werden. Außerdem wird im Vergleich zur Umsetzung in &amp;quot;Faust 1&amp;quot; die untersuchten Vorstellungen zur Aufgabe und Wirkung des Theaters, die für ein weiteres aus dem Unterricht bekannten Drama von Bedeutung sind, überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Direktor möchte, dass das Theater den Weg &amp;quot;Vom Himmel durch die Welt zur Hölle&amp;quot;(V.135) darstellt. Somit soll das Theater als Abbild der Schöpfung dienen. Dieses Merkmal lässt sich auch in &amp;quot;Faust 1&amp;quot;  wiederfinden wo die gesamte Handlung mit dem &amp;quot;Prolog im Himmel&amp;quot; anfängt und im &amp;quot;Kerker&amp;quot;, der metaphorisch für die Hülle steht, endet. Besonders der Unterhaltungswert steht bei dem Direktor im Vordergrund, der mit einer varietätenreichen Darbietung geschaffen wird. Zum einen gibt es wilde Szenen wie, beispielsweise die &amp;quot;Walpurgisnacht&amp;quot;, zum anderen aber auch tiefsinnigere Szenen wie beispielsweise &amp;quot;Im Studierzimmer&amp;quot;. Auch wird die Vielfalt an den unterschiedlichen Handlungsorten veranschaulicht, die Faust und Mephistopheles bei ihrer Reise durchlaufen (Studierzimmer, Marktplatz, Kneipe, Garten...).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lustige Person hingegen sieht das Theater und Schauspiel eher als Abbild des Menschen. Dieses Abbild stellt Faust dar, indem er die Erkenntnis anstrebt und die die damit verbundene Verzweiflung durchleidet. Außerdem zeigt die Figur Gretchen zeigt das Scheitern einer Liebesbeziehung auf. Damit verbunden auch das Leid, welches ihr widerfährt, aufgrund der gesellschaftlichen Normen. Durch die das uneheliche Kind von Faust, tötet sie dies und endet aufgrund dessen im Kerker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Analyseergebnisse aus der Szene „Vorspiel auf dem Theater“ in Beziehung zu Goethes Drama „Faust 1“ gesetzt und anschließend überprüft, inwiefern die untersuchten Vorstellungen zur Aufgabe und Wirkung des Theaters für ein weiteres aus dem Unterricht bekanntes Drama wichtig sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Szene „Vorspiel auf dem Theater“ unterhalten sich der Direktor, der Dichter und der Schauspieler, welcher hier als lustige Person dargestellt wird, über ein noch zu konzipierendes Theaterstück, welches in Kürze dem Publikum präsentiert werden soll. Dabei werden die Vorstellungen in Bezug auf die Aufgaben und Wirkung des Theaters thematisiert. Dem Direktor ist es besonders wichtig mit der Aufführung Erfolg zu haben und ein gutes Einkommen zu erzielen. Damit sich die Kasse des Theaters füllt, erhofft er sich eine „Menge“ (V. 48) an Zuschauern, welche er mit einem Vielseitigen Inhalt beeindrucken kann. Dieser vielfältige und abwechslungsreiche Inhalt ist ebenfalls aufgrund der zahlreichen verschiedenen Szenen innerhalb des Dramas wiederzufinden.  Zudem sind aber auch die zahlreichen verschiedenen Handlungsorte auffällig. Manche Szenen spielen sich im Garten, Gartenhäuschen oder Wald ab, andere wiederum im Dom oder im Kerker. Zudem ist der Direktor der Meinung, dass in einem Theaterstück „alles frisch und neu“ (V. 5) sein müsse. Er möchte die Vorstellung also so modern, spannend und unterhaltsam wie möglich gestalten, damit die Zuschauer zufrieden sind und umso mehr Besucher kommen. Auch diese Bedingung wird zum Beispiel aufgrund der eben genannten Vielfältigkeit des Inhalts erfüllt. Somit wirkt das Drama für die Leser nicht nur spannend und unterhaltsam sondern zugleich auch modern, da Themen wie zum Beispiel Liebe behandelt werden, die heutzutage auch noch aktuell sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter steht im Kontrast zu dem Direktor. Er ist weder an der Menge der Zuschauer, noch an dem finanziellen Aspekt des Theaterstücks interessiert, was durch die Aussage „O sprich mir nicht von jener bunten Menge, Bei deren Anblick uns der Geist entflieht“ (V. 15f.) deutlich wird. Im Gegensatz zu dem Direktor ist es ihm nicht wichtig die Masse zufriedenzustellen, sondern etwas für die „Nachwelt“ (V. 30) zu kreieren, was lange von Bestand hat. Dies ist ebenfalls in Faust gegeben, da wie eben schon gesagt, klassische Themen wie die Liebe, thematisiert werden. Somit werden in Faust die Gefühle, die Faust für Gretchen hat, behandelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schauspieler, also die lustige Person möchte die Menschen bei guter Laune halten und das Bühnenstück so Alltagstauglich wie möglich gestalten, damit sich die Zuschauer mit den Geschehen identifizieren können (vgl. V. 106f.). Da das Drama Faust auf einer wahren Begebenheit basiert und somit die Handlung sehr Wirklichkeitsnah herüber kommt, trifft auch dies auf Faust zu, da sich die Leser so gut mit dem Geschehnis identifizieren können. Zudem wünscht er sich ein Stück, welches ihm einen möglichst guten Auftritt ermöglicht und den Zuschauern „Spaß“ (V. 33) macht. Der Schauspieler möchte also die Wünsche der Zuschauer, also das, was sie sehen wollen, erfüllen. &lt;br /&gt;
Ein weiteres Drama ist „Woyzeck“, welches von Georg Büchner verfasst und 1879 veröffentlicht wurde. Im Folgenden werden die Kriterien für ein erfolgreiches Theaterstück an diesem Drama untersucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielfältige Form des Dramas wird ebenfalls in Woyzeck erfüllt. Um die Zuschauer zu unterhalten, sind auch dort viele verschiedene Szenen zu erkennen, die sich auf dem freien Feld, in der Stadt oder in Maries Zimmer abspielen. Eine weitere Bedingung ist etwas zu kreieren, was lange von Bestand hat. Auch in Woyzeck werden klassische Themen wie zum Beispiel die Eifersucht von Woyzeck in Bezug auf Maries Betrug oder die daraus resultierende psychische Krankheit, thematisiert. Eine weitere Voraussetzung ist das Publikum bei guter Laune zu halten. Dies wird in Woyzeck jedoch nicht wirklich umgesetzt, da man durch die Affäre, der psychischen Krankheit und dem Tod von Marie eher nicht bei guter Laune gehalten wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Kriterien für ein gelungenes Theaterstück, welche im „Vorspiel auf dem Theater“ genannt werden, auf das Drama Faust geradezu zutreffen und auf das Drama Woyzeck teilweise zutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die zentralen Vorstellungen der drei Figuren aus dem „Vorspiel auf dem Theater“ von der Aufgabe eines Theaters, mit der Tragödie „Faust“ in Beziehung gesetzt. Darüber  hinaus wird verglichen, inwiefern die unterschiedlichen Vorstellungen im Drama „Woyzeck“, welches von Georg Büchner verfasst und im Jahr 1879 veröffentlicht wurde, umgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Direktor vertritt die ökonomische Aufgabe eines Theaters. Somit sieht er es gerne, wenn „die Menge […] sich bis an die Kasse ficht / und […] um ein Billet sich fast die Hälse bricht“ (V. 7- 14), er also genug Karten verkaufen kann und dadurch Geld verdient. Diese Ansicht wird dadurch begründet, dass er dafür sorgen muss, dass das Theater weiter bestehen kann. Im Bezug auf die Inhalte der Theaterstücke äußert er sich, dass „Masse […] nur durch Masse“ (V. 51) bezwungen werden könne, da „ein jeder […] sich endlich selbst was [aussuche]“ (V. 52). Außerdem sagt er, dass „auf unsern deutschen Bühnen / […] ein jeder [probiert] was er mag“ (V. 124f.) und der Dichter und der Schauspieler nicht an Requisiten sparen müssen (vgl. V. 126ff.). Um die Menschen zufrieden stellen zu können, solle der Dichter also möglichst ein Stück schreiben, was viele Menschen betrifft, und da sei es auch egal, dass das Produkt keine hohe künstlerische Qualität hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anbetracht zur Entstehung von „Faust“ ist zu sagen, dass Goethe 1772 anfing ihn zu schreiben und er schließlich erst 1808 veröffentlicht wurde. Somit wurde „Faust“ während drei Epochen, Sturm und Drang, Klassik und Romantik, geschrieben und ist dementsprechend davon geprägt. Das stimmt mit der Aussage, des Direktors überein, der sagt, dass in deutschen Theatern viel ausprobiert wird und es keine „Norm“ gibt (vgl. V. 124f.). Die Vielfalt an verschiedenen Handlungsorten und -zeiten in den jeweiligen Szenen, spiegelt sich in „Faust“ wieder. Somit handelt die erste Szene, in der Faust über einen inneren Konflikt, die Suche nach der Erkenntnis, „was die Welt / im Inneresten zusammenhält“ (V. 382f.), nachdenkt, in der „Nacht“. Des Weiteren handelt die Tragödie an verschiedenen Orten, z.B. im „Studierzimmer“, im „Auerbacher Keller in Leipzig“ oder in der „Hexenküche“.&lt;br /&gt;
In „Woyzeck“ ändern sich der Handlungsort und auch die Handlungspersonen je nach Szene. Zum Beispiel handelt die erste Szene auf dem Feld, wo Woyzeck seiner Arbeit nachgeht, und die zweite Szene in Maries Zimmer, wo sie am Fenster sitzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schauspieler vertritt eine ähnliche Meinung wie die des Direktors, und zwar Zufriedenstellung und Erfolg. Er will dem Publikum durch das Theater Spaß bereiten (vgl. V. 33), denn „den will sie doch und soll ihn haben“ (V. 34). Somit sieht er seine Aufgabe darin, die Menschen zu unterhalten. Außerdem denkt er, dass „wer sich behaglich mitzutheilen weiß / […] des Volkes Laune nicht erbittern [werde]“ (V. 37f.). Der Schauspieler macht damit deutlich, dass er den Vorstellungen des Publikums nachgeht, um sie zufrieden zu stellen, und erhofft sich dadurch „einen großen Kreis“ (V. 39), also Bekanntheit und Erfolg. Er ist der Meinung, dass Themen aus dem „Menschenleben“ (V. 107), also gegenwärtige Themen, am besten für ein Stück geeignet sind, da jeder sich damit identifizieren könne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Faust“ wird ein im 18./19. Jahrhundert gegenwärtiges Thema, der Ausschluss aus der Gesellschaft wegen dem Verstoß der gesellschaftlichen Konventionen, in der „Gretchentragödie“ behandelt. Gretchen wird von Faust ungewollt schwanger und wird dadurch von der Gesellschaft ausgeschlossen. Darüber hinaus wird sie, nachdem sie das neugeborene Kind aus Verzweiflung tötete, zu Tode verurteilt. &lt;br /&gt;
Ein gegenwärtiges Thema des 19. Jahrhunderts, was in „Woyzeck“ thematisiert wird, ist die gesellschaftliche Ungleichheit. Woyzeck, der die untere Gesellschaftsschicht verkörpert, ist dem Tambourmajor, der ein hohes gesellschaftliches Ansehen genießt, sowohl finanziell als auch ansehnlich unterlegen. Dies führt dazu, dass er mit der Zeit psychisch erkrankt und seine Frau und sein Kind verliert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter vertritt die künstlerische Aufgabe und die zeitlose Bedeutung eines Theaterstücks. Er denkt, dass die Forderungen des Publikums, die Dichter „wider Willen […] zum Strudel zieht“ (V. 18), sie also ihre künstlerische Freiheit nicht ausüben können, wenn es in erster Linie um die Zufriedenstellung des Publikums gehen solle. Das, was der Schauspieler inhaltlich voraussetzt, also gegenwärtige Themen, seien „für den Augenblick geboren“ (V. 29) und somit ohne große Bedeutung für die Nachwelt. Nur „das Aechte bleibt der Nachwelt unverloren“ (V. 30), also ein Stück, was überzeitliche Themen wie Religion, den Sinn des Lebens, Liebe oder Tod thematisiert, ist auch für die Nachwelt noch relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in „Faust“ werden überzeitliche Themen behandelt. Zum Beispiel stellt Faust sich in der ersten Szene die Frage, „was die Welt / im Innersten zusammenhält“ (V. 382f.), also was der Sinn des Lebens ist. Auch das Thema Liebe wird thematisiert, da Faust auf der Suche danach ist und sie vermeintlich in Gretchen findet. &lt;br /&gt;
„Woyzeck“ stellt ein gesellschaftskritisches Drama dar, welches thematisch immer noch Relevanz hat. Die thematisierte Schere zwischen Arm und Reich ist heutzutage in vielen Ländern, wenn auch nur teilweise bzw. gering vorhanden. Somit gibt es viele, die unter guten Lebensbedingungen leben können, aber auch viele finanzielle Benachteiligte, die auf Hilfe angewiesen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in beiden Dramen, „Faust“ und „Woyzeck“, die drei Vorstellungen, die nach dem Unterhaltungswert und der Vielfalt, der gegenwärtigen und der überzeitlichen Relevanz, im Grunde enthalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden werden die Vorstellungen eines guten Theaterstücks nach den drei Personengruppen des Kapitals „Vorspiel auf dem Theater“ aus „Faust 1“ darauf geprüft, inwiefern sie stimmig zu dem Drama „Faust 1“ aus dem Jahr 1808  von Johann Wolfgang von Gothe sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie zuvor schon in den Analyseergebnissen angeführt, vertritt der Direktor einen finanziellen Ansichtspunkt, da dieser beispielsweise möchte, dass das Publikum „Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (V. 12). Somit ist es das Ziel, dass das Stück für zahlreiche Einnahmen sorgt. Also ist die Schlussfolgerung dessen, dass ein Theater nur gut sei, wenn es einen hohen Verdienst hat. In Bezug gesetzt zu Goethes Stück ist zu sagen, dass das Stück sehr wohl für Geldeinnahmen gesorgt hat, was alleine das Ansehen in den verschiedenen Zeiten zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem soll „ein jeder [probiert] was er mag“ (V. 124f.). Das vertritt die Meinung, dass für jeden etwas bei einem Theater dabei sein soll. Die Aufforderung „Besonders aber laßt genug geschehen!“ 45) bekräftigt diesen Gesichtspunkt. Und auch bei Faust ist das Drama von Abwechslung geprägt. Nicht nur dass das Drama aus drei verscheiden Epochen stamm und auch von diesen geprägt ist, sondern auch die verschiedenen Schauplätze wie beispielsweise das „Studienzimmer“ oder die „Hexenküche“ und viele weitere versprechen ein abwechslungsreiches Theaterstück, welches somit auch mit vielen Requisiten ausgestattet sein muss. Somit ist auch der Vergleich des Direktors mit einem „Ragout“ (V. 56) treffend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem fordert der Direktor, dass eine große Breitseite beziehungsweise dass das Theater ,,Vom Himmel durch die Welt zur Hölle” (V.135) geht. Auch in Faust spielen nicht nur irdische Gestalten mit, sondern auch der Teufel mit welchem Faust eine Wette abschließt. Somit ist zu sagen, dass durch die Vermischung der beiden Welten ebenfalls eine Vielseitigkeit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich meine Analyseergebnisse in Beziehung zum Drama „Faust I“ als Bühnenstück setzen und die  Umsetzung der zentralen Vorstellungen der drei Figuren in der Tragödie beispielhaft erläutern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Vorspiel auf dem Theater“ kommen drei elementare Personen vor : Der Direktor, der Dichter und die lustige Person bzw. der Schauspieler. Ich werde zunächst auf den Direktor eingehen. Der Direktor ist sehr auf den Umsatz, welchen das Theater erzielen soll „Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“(V.12), fixiert. Denn ohne ein festes Einkommen, müsste das Theater schließen und der Direktor seine Mitarbeiter feuern. Er will das Theater also schlicht und einfach am leben halten und zusätzlich noch Geld für sich selbst verdienen. Um dies zu erreichen träumt er von einem riesigen Publikum, welches das Theater besucht und gefallen daran findet „Ich wünschte sehr der Menge zu behagen“ (V.1) um möglichst viel daran zu verdienen. Dieses Publikum soll nach Möglichkeit so groß sein, dass man schon von „Menge“(V.7) sprechen kann und schon lange bevor die Vorstellung überhaupt anfängt „Bei hellem Tage, schon vor Vieren“(V.11) anwesend sein und auf den Beginn dieser warten. Um dieses Vorhaben realisieren zu können erwartet er perfekte Leistung von Dichter und Schauspielern, was er als „den ganzen Kreis der Schöpfung“(V.133) betitelt. Dies ist in „Faust“ zum einen im „Prolog im Himmel“ zu finden, wo der Schöpfer der Erde, also Gott selbst eine zentrale Rolle spielt und und mit Mephisto einen Pakt schließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Person, welche auftritt ist der Dichter, also jener, welcher das Theaterstück in Form eines Textes erst verfasst und damit die Basis dieses ist. Diesem ist besonders wichtig, dass die Kunst durch das Theaterstück nicht verloren geht und die Leute aufgrund dieser und nicht um die Damen, welche „ihren Putz zum besten“(V.68) geben, zu sehen, ins Theater kommen; Oder um „nach dem Schauspiel“(V.74) auf „ein Kartenspiel“(V.74) zu hoffen oder „eine wilde Nacht an einer Dirne Busen“(V.75) zu verbringen. Für ihn geht es einzig und allein um die Kunst, weshalb er ein Theaterstück auch teilweise negativ findet aufgrund dieser Absichten des Publikums findet. Auf „Faust“ bezogen sind Dinge wie Reimschema und Versmaß, aber auch die ganze Handlung künstlerisch und lassen sich auf den Dichter beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Person ist die lustige Person bzw. der Schauspieler, welchem besonders wichtig ist, dass die Stücke das Abbild des menschlichen Lebens thematisieren sollen und damit möglichst Realitätsnah wie ein „Liebesabenteuer“(V.105) sind. Er hat zwar am wenigsten zu sagen, ist aber trotzdem sehr stark davon abhängig, ob das Theaterstück ein Erfolg ist oder nicht. Die Realitätsnähe lässt sich in „Faust“ an Gretchen und ihrer Familie erkennen, da diese so oder so ähnlich existiert haben könnten, wo hingegen Mephisto eher realitätsfern ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man das „Vorspiel auf dem Theater“ auf ein weiteren aus dem Unterricht bekanntes Drama, nämlich „Woyzeck“ bezieht, wird schnell klar, dass es auch ziemlich Realitätsnah durch seine Charaktere ist und außerdem einige künstlerische Aspekte in sich trägt. Die Schöpfung hingegen spricht es nicht direkt an und lässt sich aufgrund dessen nicht so gut auf das „Vorspiel auf dem Theater“ wie „Faust “ beziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass sich sowohl „Faust“, als auch „Woyzeck“ ziemlich gut auf das „Vorspiel auf dem Theater“ beziehen lassen und dabei die Ansichten des Direktors, des Dichters und des Schauspielers miteinbeziehen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/%C3%9Cbungsklausur,_Aufg._1</id>
		<title>CFS T-Klassen/Wertung und Wirkung von Literatur/Übungsklausur, Aufg. 1</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug „Vorspiel auf dem Theater“ (Verse 33-242), welches in den Jahren 1795 und 1800 aus dem Drama „Faust, welches 1808 veröffentlicht und von Johann Wolfgang Goethe verfasst wurde, entstanden ist, thematisiert zur Zeit der Epoche des Sturm und Drangs die gesellschaftlichen Erwartungen an das Theater und deren Anforderungen an das Theaterstück aus der Sicht der handelnden Personen, hier Direktor, Dichter und Lustige Person. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textes, erfährt man von dem Director die Vorstellung, von der Aufgabe und Wirkung des Theaters. Diese wird mit dem Personalpronomen „Ich“ (Z. 1) eingeleitet. Dies zeugt von Selbstbewusstsein und Sicherheit , da er seine Ansicht sofort in den Vordergrund stellt und unmittelbar auf sein Publikum des Theaters eingeht. Indem er sagt, „Ich wünschte sehr der Menge zu behagen,/ Besonders weil sie lebt und leben lässt“ (Z. 1f.). Damit drückt er aus, dass seine Vorstellung darauf beruht, dass das Publikum zufrieden und glücklich sein soll, da sie  zur Lebendigkeit des Theaters durch ihre Reaktionen, beitragen, was er durch „lebt und leben lässt“ (ebd.) verdeutlichen will. Zudem macht er seinem Publikum deutlich „Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen,/ Und jedermann erwartet ein Fest“ (Z. 3f.). Damit bringt er zum Ausdruck, dass die Bühne aufgestellt ist und die Akteure bereit sind aufzutreten. Zudem möchte er hervorheben, dass es ein besondere Theatervorstellung sein wird, indem er das Stück mit einem „Fest“ (ebd.) gleichsetzt und somit als Director seinem Publikum eine Vorführung mit Spaß und Spannung verspricht. Aufgrund dessen sieht er seine Aufgabe als Director als diejenige, dem Publikum eine besondere Vorstellung zu bieten, die für jeden, der dort sitzt und zuschaut (vgl. Z. 4), in Erinnerung bleiben soll. Daraus wird auch deutlich, dass er das Stück „Faust“ gut verkaufen muss, um die Menschen zu begeistern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sein Publikum von ihren Strategien zu erzählen, auf welche Art und Weise es ihnen gelingt, dass Theater zu einem Besonderen zu machen, verwendet er eine rhetorische Frage „Wie machen wir’s, daß alles frisch und neu,/ Und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (Z. 5f.). damit verdeutlicht er, dass sie genau wissen, wie sie Spannung erzeugen und ein gelungenes Stück konstruieren können. Er antwortet auf seine Frage mit „Denn freilich mag ich gern die Menge sehen,/ Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt,(Z. 7f.). Damit erzeugt er Neugier im Publikum und verdeutlicht, dass von Normalität ist, dass viele Menschen sein Theater besuchen gehen, was durch „Strom nach unsrer Bude drängt“ (ebd.), deutlich wird. Mit Strom meint er die Menschenmassen, die kein Ende haben und das Adjektiv „drängen“ (ebd.) zeugt von Neugier, die darunter zu verstehen ist, dass sich in schneller Zeit eine große Masse an Menschen ansammelt. Daher ist er sich bewusst, unter welchen Umständen die Menschen kämpfen müssen, um einen Platz im Theater zu bekommen. Der Director, verwendet Redewendungen, wie „gewaltig wiederholten Wehen, /Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt“ (Z. 9f.). Auch darin wird bildhaft die Menschenmasse deutlich. Die Bedeutsamkeit wird auch anhand der Beschreibung „Bei hellem Tage, schon vor Vieren,/Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (Z. 11f.). Denn schon früh morgens leitet es die Menschen dazu sich für die Vorstellung anzustellen und auch Gewalt und Kraft spielen eine Rolle, welche durch „zwängt“ (ebd.), „Stößen“(ebd.) und „ficht“ (ebd.) zum Ausdruck kommt. Zudem verwendet der Direktor einen Vergleich „…wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren“ (Z. 13). Mit diesem stilistischen Mittel, manifestiert er wiederholt den Aufwand um das Theaterstück und verdeutlicht damit auch, dass Menschen sehr leiden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Aussage „O sprich mir nicht von jener bunten Menge“ (Z. 15), gemeint ist das Publikum wird sein Bezug zum Theater deutlich, welche durch die Interjektion „O“ (ebd.) in den Vordergrund gestellt wird. Denn dieser hinterlässt einen Seufzer und somit scheint dies sehr abwertend zu sein. Seine abwertende Haltung wird in „Bei deren Anblick uns der Geist entflieht./ Verhülle mir das wogende Gedränge,/ Das wider Willen uns zum Strudel zieht“ (Z. 16ff.) deutlich. Der Dichter stellt das Publikum in den Hintergrund und wünscht sich eher Ruhe und Freiheit. Diese benötigt er beim Verfassen des Stücks. Mit der Aussage „Nein, führe mich zur stillen Himmelsenge, /Wo nur dem Dichter reine Freude blüht;/Wo Lieb‘ und Freundschaft unsres Herzens Segen/Mit Götterhand erschaffen und erpflegen“(Z.  19ff.). Durch Nutzung der Metapher stille Himmelsenge verdeutlicht der Dichter, dass für ihn die Stille sehr wichtig ist und er lieber alleine arbeitet. Dies stellt einen deutlichen Kontrast zu dem Director dar, der sich lieber in den Vordergrund stellt und die Lebensfreude und die Lautstärke bevorzugt. Zudem wird die Einsamkeit die der Dichter braucht durch „Wo nur dem Dichter reine Freude blüht“ (ebd.) nochmals hervorgehoben. Die Symbolik des „Herzens“ (ebd.) und der „Götterhand“(ebd.) verdeutlichen die Relevanz alleine und still arbeiten zu können. Das der Dichter sich jedoch nicht davor scheut, die Theatervorstellung als etwas Gutes und Sehenswertes zu betrachten, manifestiert er in „Oft wenn es erst durch Jahre durchgedrungen/Erscheint es in vollendeter Gestalt“(Z. 27f.). Damit bringt er zum Ausdruck, dass ein solches Stück zu schreiben sehr lange dauert, solange es eine besondere Vorstellung wird. Jedoch erwähnt er mit der Aussage „Was glänzt ist für den Augenblick geboren;/Das Aechte bleibt der Nachwelt unverloren“ (Z. 29f.), dass es nur für diese Moment etwas schönes ist. Antithetisch ist er jedoch auch der Meinung, dass solche Erfahrungen für immer bestehen bleiben und somit „unverloren“ (ebd.) bleiben. Mit der metaphorischen Aussage nimmt er Bezug auf die Sichtweise des Directors, indem er sicher stellt, dass sich das Publikum nicht langweilen wird, solange es nicht an Wert verliert und eine tiefgründige Geschichte erzählt, die nicht so schnell aus den Erinnerungen gelöscht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um alle drei Ansichtsweisen zu erfassen, spricht als nächstes die Lustige Person. Diese ist der Ansicht, dass wir nicht auf die „Nachwelt hören sollte[n]“ (Z. 32), sondern uns mit der „Mitwelt“ (Z. 34) beschäftigen sollten. Die lustige Person stellt den Spaß der Mitwelt (vgl. Z. 34) rhetorisch infrage und behauptet, dass es wichtig ist, dass Menschen Humor haben sollen, was er durch die Aussage „Den will sie doch und soll sie haben“(Z. 35) verdeutlicht. Zudem fokussiert er sich auf das hier und jetzt, was er mit dem Beispiel „Die Gegenwart von einem braven Knaben“ (Z. 36) darstellt und das damit zum Ausdruck bringt. Auch bezieht er sich damit auf das Theaterstück und somit auf den Inhalt der Vorstellung, denn dieser ist im diesem Augenblick von Wichtigkeit. Das Menschen positiv eingestellt sein sollen, verdeutlicht er in „des Volkes Laune“ (Z. 38) und wünscht sich somit vom Publikum, „Drum seyd nur brav und zeigt euch musterhaft“ (Z. 41) und appelliert an alle, „Laßt Phantasie, mit allen ihren Chören, Vernunft, Verstand, Empfindung Leidenschaft“ (Z. 42f.) Zum Schluss merkt er noch an, was er aufgrund der Interpunktion, des Ausrufezeichens als wichtig erscheinen lässt „Doch, merkt euch wohl! nicht ohne Narrheit hören“ (Z. 44). Mit diesem Befehl wird seine Funktion als lustige Person deutlich, denn für ihn steht der Humor im Vordergrund und er möchte dem Publikum nicht zu vergessen geben, dass trotz des tiefgründigen und  wertvollen Werkes, der Spaß nicht an Bedeutung verlieren soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
Das „Vorspiel auf dem Theater“ aus Johann Wolfgang von Goethes „Faust – Der Tragödie Erster Teil“, welches 1808 veröffentlicht wurde, thematisiert die Kriterien eines guten Theaterstücks/Dramas. In diesem Kontext stellt der in das Drama einleitende Textauszug (V. 33-228) eine Diskussion dreier Personen dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eben diese Ansprache beginnt der Direktor indem er eine „lustige Person“ und einen „Dichter konkret mit den Worten „Ihr beiden, die ihr mir so oft,/ In Not und Trübsal, beigestanden“(V. 33f. ) anspricht. Eben diese Worte bringen dabei zum Ausdruck, dass die drei sich nahe stehen, da sie Leid miteinander teilten. (Durch diese Nähe der Personen auf der Bühne wird auch dem Publikum eine gewisse Nähe vermittelt, sodass eine freundschaftliche geborgene Atmosphäre entsteht.) Daran anschließend fragt der Direktor die beiden anderen, was diese sich „Von unserer Unternehmung“ (V. 36), also dem bevorstehendem Theater, erhoffen, wodurch er die aufgebaute Atmosphäre weiterhin stützt und sich direkt an die beiden anderen wendet. Bevor diese jedoch antworten, geht er selber auf das ein, was er sich vom Theater erhofft. Er selbst wäre so gern ein Teil der „Menge“(V. 37), also des Publikums, „weil sie lebt und leben lässt“(V. 38). Im Leben ist dabei die Lebendigkeit der Personen gemeint, wobei das Leben lassen auf die Reaktionen, die das Schauspiel betreffend, getan werden, abzielt. Somit wäre er selber gerne Teil der Zuschauer, die das Theater laut ihm lebendig machen. Von der aufgebauten Kulisse „erwartet sich [jedermann] ein Fest“(V. 40). Hier beschreibt er die Vorfreude des Publikums auf das Bevorstehende Theaterstück. Eben dies wird auch in den „hohen Augenbrauen“(V. 41) deutlich, die aber zudem, wie auch das „möchten gern erstaunen“(V. 42), die Erwartungen des Publikums widerspiegeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Beschreibung der Gemüter spricht der Direktor mit den Worten „Ich weiß wie man den Geist des Volks versöhnt;/ Doch so verlegen bin ich nie gewesen“(V. 43) weiter und baut so eine gewisse Spannung auf, die in seinem Wissen über das Bevorstehende beruht, mit welchem er prahlt. In diesem Kontext spricht er von seinem Theaterstück als das Beste, indem das Volk an eben dieses „nicht gewöhnt“(V. 45) sei. Da das Publikum die Handlung jedoch schon kenne (vgl. V. 46), fragt er sich selbst sowie die beiden anderen mit dem Synonym, wie es „frisch und neu und mit Bedeutung auch gefällig sei?“(V. 47f.). Eben dies und die Situation, „Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt,/ Und mit gewaltig wiederholten Wehen/ Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt“(V. 50ff. ) wünscht er sich bei seinem Theater. Somit ist es sein Ziel, viele Zuschauer zu erlangen, die das Theater begeistern kann. Als Vergleich für den Andrang, den er sich wünscht, nutzt er so einen Menschen, der metaphorisch „in Hungersnot um Brot an Bäckertüren,/  Um ein Billet sich fast die Hälse bricht“(V. 55f. ). Um diesen Wunsch erfüllt zu bekommen, immer noch vom Publikum abgewendet gesprochen, als wäre es bei der Vorstellung abwesend und ein privates Gespräch unter Freunden, richtet er sich zuletzt konkret mit dem bittenden Ausruf „Der Dichter nur, mein Freund, o! Tu es heute!“(V 58) an den Dichter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser antwortet ihm daraufhin „O sprich mir nicht von dieser bunten Menge“(V. 59), womit er metaphorisch das vielseitige Publikum meint. Abwertender-weise führt er so fort „Verhülle mir das wogende Gedränge,/ [...]/ Nein, führe mich zur stillen Himmelsenge,/ Wo nur dem Dichter reine Freude blüht“(V. 61ff. ). Hierbei bringt der Dichter mit Metaphern zum Ausdruck, dass ihm kontrastierend zum Theaterdirektor die Stille lieber ist und er lieber alleine arbeitet. Somit wird nicht nur die Vielseitigkeit des Publikums kurz angesprochen, sondern auch das Anderssein der beiden Sprechenden deutlich. Eben diese Stille sei dabei für ihn „Mit Götterhand erschaffen und erpflegen“(V. 66). Dass er hierbei von den Gedanken und Gefühlen eines Menschen im Gedicht spricht, wird in „Ach! Was in tiefer Brust uns da entsprungen,/ Was sich die Lippe schüchtern vorgelallt,/ Missraten jetzt und jetzt vielleicht gelungen/ Verschlingt des wilden Augenblicks Gewalt“(V. 67ff. ). Diese enthalten also einen gewissen Teil des Dichters und er selbst verspürt Nähe zum Gedicht und der Ruhe, was in der sehnsuchtsvollen Interjektion „Ach!“(ebd. ) deutlich wird. So sei der Wert eines Gedichts „Oft wenn es erst durch die Jahre durchgedrungen“(V. 71) erkennbar, sodass gute Gedicht „der Nachwelt unverloren“(V. 74) bleiben, wohingegen metaphorisch das, „Was glänzt […] für den Augenblick geboren“(V. 73) ist, also nur momentan schön erscheint. In dieser indirekten und äußerst metaphorischen Antwort legt er dem Direktor dabei jedoch trotz der Darlegung seiner Ansichtsweise dennoch nahe, dass die Zuhörer nicht gelangweilt werden sein, solange das Vorgeführte einen tiefgründigen Wert besitzt und ihnen überzeitlich etwas vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lustige Person entgegnet diesem aber, dass nicht die Nachwelt, sondern die „Mitwelt Spaß“(V. 77) haben sollte und in diesem Sinne von größerer Relevanz ist. So würde dieser „Die Gegenwart von einem braven Knaben“(V. 79) aufführen, da es laut ihm mehr auf die Darstellungsweise als auf den Inhalt ankommt. Eben dies drückt er in „Wer sich behaglich mitzuteilen weiß,/ Den wird des Volkes Laune nicht erbittern“(V. 81f. ). In diesem Sinne kommt er letztlich appellierend zu dem akkumulierenden Fazit, welches er an den Direktor und die Darsteller richtet, „Lasst Phantasie, mit allen ihren Chören,/ Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft,/ Doch merkt euch wohl! Nicht ohne Narrheit hören“(V. 86). Somit setzt er Gefühle als wichtig voraus, akzentuiert aber besonders noch einmal den Wert von Ironie und Witz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Direktor knüpft daraufhin an die Kriterien eines guten Theaterstücks an, indem er Spannung und Aktion in „Besonders aber lasst genug geschehn!“(V. 89) als bedeutsam appelliert. Diese Argumentation führt er fort, indem er Staunen als Grund um die „Breite gleich gewonnen“(V. 93) zu haben, nennt. Somit könne man „Die Masse […] nur durch Masse zwingen“(V. 95). Um diese These seinerseits deutlicher zu machen führt er daran anschließend die Worte „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen“(V. 97) an. In diesen Redewendungs-artigen Floskeln zeigt der Direktor, dass man ohne inhaltliche Vielfalt und Fülle von Aktion keine Aufmerksamkeit erlangen kann. Somit legt er dem Dichter ans Herz keine einheitliche Handlung darzubringen (vgl. V. 102).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser jedoch widerspricht Direktor und der lustigen Person in ihren Ansichten, indem er aktionsgedrängte ironische Handlungen als „schlecht“(V. 104) akzentuiert. Mahnend und wütend sprciht er so zu den beiden anderen „Der saubern Herren Pfuscherei/ Ist, merk ich, schon bei euch Maxime“(V. 106f. ). Hierbei meint er, dass die Art des Dramas, das die beiden anderen fordern, Verleumdung der Kunst sei, weshalb er es als „Pfuscherei“(ebd. ) beschreibt. Eben diese sei beim Direktor und beim Narr „Maxime“(ebd. ), also Grundsatz, an den diese sich halten würden, was der Dichter ihnen zum Vorwurf macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Vorspiel auf dem Theater“ handelt es sich um ein Kapitel aus dem Drama „Faust – Der Tragödie Erster Teil“, verfasst von Johann Wolfgang Goethe und veröffentlicht im Jahr 1808. Der Auszug wurde allerdings bereits zwischen 1795 und 1800 verfasst. Thematisiert wird die Bedeutung des Theaters für alle Beteiligten aus unterschiedlichen Perspektiven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Vorspiel auf dem Theater“ handelt von einem Dialog zwischen dem Director, dem Theaterdichter und der Lustigen Person, in welchem die drei die Erwartungen der Gesellschaft an das Theater aus ihrer Sicht erläutern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt ein mit der Ansicht des Directors. Dieser merkt an „Ich wünschte sehr der Menge zu behagen, / Besonders weil sie lebt und leben läßt“ (V. 1 f.). Bereits in den ersten Versen wird deutlich, dass der Director sehr auf die Ansicht der Besucher versiert ist. Er sieht im Theater eher den finanziellen Aspekt als den künstlerischen. Dies wird ebenso in der Aussage „Die Pfosten sind, die Breter aufgeschlagen, / Und jedermann erwartet sich ein Fest“ (V. 3 f.). Der Director betrachtet sowohl die Institution des Theaters, sowie  auch das Theater im künstlerischen Sinne, als Gebrauchsgegenstand mit finanziellem Wert, der den Besuchern für Geld zur Verfügung gestellt wird. Er vergleicht die Vorstellung mit einem „Fest“ (V. 4), das die Besucher begeistern soll, damit sie das Theater erneut besuchen und weiterempfehlen, sodass die Einnahmen steigen. Im weiteren Verlauf setzt er in einen Dialog ein, indem er die Frage in den Raum wirft: „Wie machen wir’s, daß alles frisch und neu, / Und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (V. 5 f.). Seine Intention hinter dieser Frage ist das Theater möglichst modern und ansprechend zu gestalten, um so viele Besucher wie möglich anzuziehen und den höchst möglichen finanziellen Profit zu erzielen. Um dies zu untermauern erwähnt er „Denn freilich mag ich gern die Menge sehen, / Wenn sich der Strom nach unserer Bude drängt, / Und mit gewaltig wiederholten Wehen / Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt“ (V. 7 ff.). Die bildliche Sprach, die verwendet wird, deutet ebenso auf die Intention des Directors an das Publikum nur des Geldes wegen ins Theater locken zu wollen. Der Director träumt von Massen an Zuschauern, die das Theater besuchen, was in der Beschreibung „Bei hellem Tage, schon vor Vieren, / Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht / Und, wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren, / Um ein Billet sich fast die Hälse bricht“ (V. 11 ff.) veranschaulicht. Es ist ebenso auffällig, dass die Sätze des Directors, je mehr dieser in Träumereien verfällt, immer länger werden und gemeinsam mit den Enjambements (V. 9/10 und V.12/13) die Zuneigung des Directors zum Geld darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes meldet sich der Dichter zu Wort. Er setzt ein mit der Klage „O sprich mir nicht von jener bunten Menge, / Bei deren Anblick uns der Geist entflieht“ (V. 15 f.). Der Umstand, dass es sich um eine Klage handelt wird an der Interjektion „O“ (V. 15) deutlich. Der Dichter bemängelt die „bunte Menge“ (ebd.) der Zuschauer, deren unterschiedlichste Erwartungen an das Theaterstück er erfüllen muss. Die Verzweiflung, die sich daraus für die gesamten Dichter ergibt verdeutlicht er mit der Metapher „uns der Geist entflieht“ (V. 16). Die Tatsache, dass der Dichter das Personalpronomen „uns“ (ebd.) zeigt auf, dass er aus der weitgefassten Perspektive der Dichter ist und somit einen Repräsentanten für die künstlerische Gestaltung des Theaters darstellt. Mit dem Ausdruck „der Geist entflieht“ (V. 16) ist gemeint, dass jeder einzelne Zuschauer andere Erwartungen an das Stück hat und der Dichter oftmals damit überfordert ist alle zu erfüllen. Ebenso wird dies auch in der Aussage „Verhülle mir das wogende Gedränge, / Das wider Willen uns zum Strudel zieht“ (V. 17 f.) dargelegt. Mit dem Ausdruck „wogende[s] Gedränge“ (V. 17) werden die Erwartungen des Publikums beschrieben. Die Dichter, die in ihren Werken ihre Gedanken und Gefühle darstellen sollten, thematisieren in ihren Werken meist nur noch das, was das Publikum anspricht. Dieser Umstand wird als „Strudel“ (V. 18) bezeichnet. Der Dichter fährt fort mit „Nein, führe mich zur stillen Himmelsmenge, / Wo nur dem Dichter reine Freude blüht; / Wo Lieb‘ und Freundschaft unseres Herzens Segen / Mit Götterhand erschaffen und erpflegen“ (V. 19 ff.). Der Dichter ruft dazu auf sich gegen die Erwartung der Massen und somit auch gegen die finanzielle Sicht des Directors und die Kunst, die seiner Ansicht nach aus einer anderen Sphäre stammt, in den Vordergrund zu stellen. Die Entstehung des Künstlerischen in einer anderen Sphäre macht der Dichter durch die Wortwahl der Subjektive „Himmelsmenge“ (V. 19), „Segen“ (V. 21) und „Götterhand“ (V. 22).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug aus dem „Vorspiel auf dem Theater“, wurde von Johann Wolfgang Goethe in Mitte der Jahre 1795 und 1800 verfasst und entstand in dessen Drama „Faust“. Thematisiert werden die wichtigsten Voraussetzungen und Erwartungen eines Theaterstücks aus der Sicht verschiedener Personen, hier von einem Director, Dichter und eine lustige Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des Textauszuges findet eine Diskussion zwischen diesen drei Mitgliedern statt. Anlass des Gespräches ist ein noch zu konzipierendes Theaterstück, welches in Kürze der Gesellschaft präsentiert werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begonnen wird das Gespräch von dem Director, welcher zugleich der Geschäftsmann des Theaters ist. Dies wird daran deutlich, dass er sich „wünschte […] der Menge zu behagen“ (V.1), welche „Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (V.12). Der Director möchte es gern einer großen Masse recht machen, sodass sich die Kasse füllt. Besonders das Verlangen nach Geld unterstreicht sein geschäftliches Interesse. Des Weiteren stellt er an den Schauspieler und Dichter die Frage „Wie machen wir´s, daß alles frisch und neu/ Und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (V.5f.). Seine Absicht der Frage ist es den Schauspieler und Dichter anzuregen, wie das Theater ansprechend aber auch modern dargestellt werden kann, um so viele Besucher wie möglich anzuziehen. Doch bevor einer der beiden anderen zu Wort kommt, schildert er seine eigenen Erwartungen an das Theaterstück. Durch seine Offenbarung „Denn freilich mag ich gern die Menge sehen, / Wenn sich der Strom an unsrer Bude drängt“ (V.7f.) wird deutlich, dass er das Theater lediglich als Bedarfsartikel empfindet, der ihn zu möglichst viel Geld bringen soll.  Des Weiteren vergleicht er das Theaterstück als „ein Fest“ (V.4), welches die Gesellschaft zum staunen bringen soll, dass sie es weiterempfehlen und das Theater wiederrum an Ruhm und Reichtum gewinnt. Dieser Aspekt wird ebenfalls durch die metaphorische und drastische Wortwahl „Und, wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren,/ Um ein Billet sich fast die Hälse bricht“ (V.13f.) verstärkt, mit welcher der Director die anderen von seinen Voraussetzungen überzeugen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Ausruf „O sprich mir nicht von jener bunten Menge“ (V.15) wird veranschaulicht, dass der Dichter nicht unbedingt eine große Masse als Voraussetzung eines Theaterstücks sieht und wehrt sich somit gegen die Wünsche des Directors, was untermauert, dass er in gewisser Weise den Gegenpol des Directors darstellt. Die Aufforderung „Nein, führe mich zur stillen Himmelsenge, Wo nur dem Dichter reine Freude blüht“ (V.19f.) betont sein Anliegen, nämlich, dass er nicht die Masse zufrieden stellen möchte sondern ein Meisterwerk der Literatur zu kreieren, das lange von Bestand hat. Die Überzeitlichkeit wird ebenfalls in seiner Erkenntnis, dass ein Theaterstück „Oft, wenn es erst durch Jahre durchgedrungen/ erscheint es in vollendeter Gestalt“ (V.27f.) verdeutlicht. Diese Textpassage untermauert, dass der Dichter der Auffassung ist, dass die Effektivität der Intention eines Stückes nie zu Ende gedacht werden kann und das Geschehen über den Augenblick hinaus andauert. Für ihn ist es von hoher Bedeutung, dass seine Gedanken und Gefühle vom Publikum verstanden werden (vgl. V.21f.). Auffällig ist seine gehobene sowie künstlerische Ausdrucksweise, welche eine gewisse Distanz zu dem Direktor hervorbringt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schauspieler, bzw. die lustige Person, stellt den Vermittler beider Parteien dar. Er versteht beide Bestrebungen und gibt somit beiden in Teilen Recht. Ebenfalls gibt er den beiden Ratschläge wie das Publikum am besten unterhalten werden kann. So gibt er dem Dichter den Denkanstoß „Gesetzt daß [er] von Nachwelt reden wollte, / Wer machte denn der Mitwelt Spaß?“ (V.32f.). Er möchte dem Dichter vor Augen führen, dass nicht jeder sich für die Vergangenheit interessiert, sondern, dass eine Voraussetzung für ein Theaterstück seine Aktualität sei. Eine weitere Voraussetzung für den Schauspieler ist es, die Menschen aufzuheitern und bei guter Laune zu halten, denn „Wer sich behaglich mitzutheilen weiß, / Den wird des Volkes Laune erbittern“ (V.37f.). Er will mit Mimik, Gestik und auch mit Gesang das Publikum für sich gewinnen. Dass der Schauspieler in diesem Kontext auch in gewisser Weise die lehrende Person darstellt, wird durch den Imperativ „Doch, merkt euch wohl, nicht ohne Narrheit hören!“ (V.44) deutlich. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass er sich in dem Wortlaut „Narrheit“ (ebd.) identifiziert, da eine lustige Person zu den damaligen Zeiten auch als Narr bekannt war. So wird deutlich, dass der Schauspieler es von Nöten hält, dass der Director und Dichter auf ihn hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass der Director die lehrenden Argumente des Schauspielers nicht versteht, wird durch den Ausruf „Besonders aber laßt genug geschehn! Man kommt zu schaun, man will am liebsten sehn“ (V.45f.) deutlich. Er möchte durch unterschiedliche Handlungsformen das Publikum zum staunen bringen. Dies erklärt er daran, dass die Besucher aufgrund verschiedenster Effekten von dem Theater begeistert wären, sodass „jeder [..] zufrieden aus dem Haus [geht]“ (V.54). Ebenfalls ist es dem Director von hoher Bedeutung auf den Geschmack des Publikums einzugehen, da er der Auffassung ist, dass dadurch der finanzielle Aspekt gelöst werden könne (vgl. V.55). So sei für ihn besonders das vielfältige Angebot an Aktionen und Effekten das Erfolgskriterium eines Theaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter fühlt sich von dem Director in die Defensive gedrängt, was durch den Ausruf „Ihr fühlet nicht, wie schlecht ein solches Handwerk sey!“ (V.60) akzentuiert wird. Er kann die Argumentation von dem Director nicht verstehen und ist der Meinung, dass „der saubern Herren Pfuscherery/Ist, merk ich, schon bei euch Maxime“ (V.62f.). Dadurch kommt zum Ausdruck, dass er dem Director vorwürft die Kunst zu verleugnen. Dies sei laut dem Dichter schon Routine der beiden anderen geworden, was durch den Ausdruck „Maxime“ (ebd.) anschaulich gemacht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug ,,Vorspiel auf dem Theater” stammt aus dem Drama ,,Faust”, welches von Johann Wolfgang Goethe geschrieben und im Jahre 1808 veröffentlicht wurde. &lt;br /&gt;
Der Textauszug thematisiert die Vorstellungen des Ablaufes und der Darstellung der Gesellschaft eines Theaters und die Erwartungen der Schauspieler an ihre Zuschauer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung des Textausschnittes setzt mit einem Gespräch zwischen drei Personen ein. Der Direktor, dem Theaterdichter und einer lustigen Person. Diese verschiedenen Personen stehen für die verschiedenen Werte des Theaters. Der Redeanteil in dem Gespräch weist daraufhin, dass der Direktor eine führende Position einnimmt und die Aufsicht vieler Aufgaben in Theater hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textausschnittes spricht der Direktor davon das er sich wünscht ,,der Menge zu behagen” (Z.1), somit er meint, dass er die Menschen begeistern will, damit sie wiederkommen, denn das ganze soll wie ein ,,Fest” (Z.4) gestaltet sein, was zeigt, dass der Direktor bezwecken möchte das diese Theater eine große und tiefe Wirkung auf jeden Einzelnen hat, damit jeder dieser noch einmal wiederkommt. Der Gedanke des Gewinnes wird durch seine Aussage ,,bis an die Kasse ficht” (Z.11) verdeutlicht. Diese Aussage untermauert die finanzielle Perspektive des Direktors, der die Übersicht darüber hat. Im Verlauf des Gespräches wird auch die Unsicherheit des bevorstehenden Ereignisses deutlich, durch die Aussage ,,Wie machen wir’s, daß alles frisch und neu?” (Z. 5). Die Adjektive ,,frisch”(ebd.) und ,,neu” (ebd.) verweisen auf die Hoffnungen des Direktors, der sich wünscht, dass das Theater den Zuschauer in Erinnerung bleibt, so dass sie davon erzählen und somit mehr Menschen das Theater besuchen. Die Metapher ,,Strom” (Z. 8) veranschaulicht die Menschenmassen, die das Theater in der Vorstellung des Direktors besuchen sollen.  Der Theaterbesuch soll zu Bedürfnis der Menschen werden, was durch den Vergleich ,,wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren” (Z. 13) deutlich wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter antwortet auf das Gesagte des Direktors. Eingeleitet wird dies durch die Interjektion ,,O” (Z.15) , was die Empörung des Dichters verdeutlicht, da der Dichter Wertschätzung für seine Arbeit erhalten will, weil er nicht den Besuch ,,der bunten Menge” (Z.15) wünscht, da diese seine Arbeit nicht wertschätzen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Vorspiel auf dem Theater“ aus Johann Wolfgang von Goethes „Faust – Der Tragödie Erster Teil“, welches 1808 veröffentlicht wurde, thematisiert die Grundlagen, welche aus Sicht eines Directors, Dichters und lustigen Personen kohärent für ein gutes Theaterstück sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textauszuges ergreift der Director das Wort und vertritt seine Meinung hinsichtlich eines Theaterstücks, was durch das Personalpronomen „Ich“ (V. 37) verdeutlicht wird.  dabei ist anzumerken, dass der Director selbst den Wunsch hat „der Menge zu behagen“ (V. 37). Dem zu Folge wünscht er sich, selbst ein Teil des Publikums zu sein. Begründet wird dies durch die Aussage: „Besonders weil sie lebt und leben lässt“ (v. 38). Somit löst das Theater in vielen Menschen  Lebendigkeit aus, da dies zur Unterhaltung der Menschen im 19. Jahrhundert diente. Der Director ist also dann zufriedengestellt, wenn die Zuschauer zeigen, dass auch sie zufrieden sind. Sobald also die Bühne aufgebaut ist (vgl. V. 39)  „Und jedermann erwartet sich ein Fest“ (V. 40). Dies veranschaulicht, dass jeder zu dieser Veranstaltung gekommen ist, so dass auch eine „Menge“ (ebd.) versammelt. Für sie gleicht es einem „Fest“ (ebd.), was dafür spricht, dass das Publikum Unterhaltung und Spannung erwartet. Weitergehend geht er der Frage nach: „Wie machen wir's , daß alles frisch und neu, / Und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (V. 47 f.).&lt;br /&gt;
Daraus lässt sich schließen, dass der Director viel Wert darauf legt, dass das Theater immer wieder neue Seiten zeigt und Spannung aufweist, dies aber immer wieder eine neue Herausforderung sei.Allerdings wünscht sich er sich auch die Begeisterung der Menschen, da er sehen möchte wie „der Strom nach unsrer Bude drängt“ (V. 50). Der „Strom“ (ebd.) steht dabei für die Bewegung der Menschen, die quasi von dem Theater angezogen werden. Zudem zieht dieser Strom „gewaltig wiederholte[...] Wehen“ (V. 51) nach sich. Das veranschaulicht, dass die Menge sich nach dem Theater sehnt und in einer großen Schar erneut zu Gast sein werden. Hierbei ist jedoch auch der Aspekt des Geldes zu beachten, denn sicherlich ist dies auch von Bedeutung für den Director, denn viele Besucher versprechen viel Geld. „Bey hellem Tage, schon vor Vieren, / Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (V. 53 f.) akzentuiert dabei diesen Aspekt. Der Vergleich „wie in Hungersnoth um Brot an Beckersthüre“ (V. 55) zeigt welches Ansehen das Theater bei den Menschen erlangt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter allerdings kann sich nicht der Meinung des Directors anschließen, was durch den Ausruf „O sprich mir nicht von jener bunten Menge“ (V. 59) veranschaulichen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug „Vorspiel auf ein Theater“ aus Johann Wolfgang von Goethes Tragödie „Faust“, die 1808 veröffentlicht und in den Epochen des Sturm und Drangs, der Klassik und Romantik entstanden ist, thematisiert die unterschiedlichen Vorstellungen eines guten Theaterstücks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug „Vorspiel auf ein Theater“ bildet den Anfang der Tragödie und handelt von einer Diskussion zwischen den drei Charakteren Director, lustige Person und Dichter, die jeweils eine andere Vorstellung von einem guten Theaterstück vertreten. So steigt der Auszug mit dem Satz „Ich wünschte sehr der Menge zu behagen“ (V.1) ein, welcher von dem Director stammt. Darin wird deutlich, dass es ihm wichtig ist, dass die Zuschauer ein aufgeführtes Theaterstück mögen. Dies wird deutlicher in der Aussage „Die Pfosten sind, die Breter aufgeschlagen,/Und jedermann erwartet sich ein Fest“ (V.3f.), wobei das Theaterstück indirekt mit einem „Fest“ (ebd.) verglichen wird, welches Freude und Gemeinschaft verdeutlicht. Somit kann man sagen, dass der Director von einem Theaterstück die Unterhaltung des Publikums erwartet. Seine darauffolgende Frage „Wie machen wir´s, daß alles frisch und neu,/ Und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (V.5f.) lässt darauf schließen, dass seiner Meinung nach Theaterstücke neu und modern sein müssen, da dies das Publikum interessiere und somit auch in die Vorstellungen locke. So kann festgehalten werden, dass das Theater nach ihm unterhaltend, überraschend und modern sei muss, dass dies die Menge interessiere. Der darauffolgende Abschnitt (V.7-14) verstärkt dies, da der Director sich dort mit bildlicher Sprache vorstellt, wie die Menschen sich darum streiten in ein erfolgreiches Theaterstück zu kommen. Besonders auffällig ist hierbei der Vergleich „wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren,/ Um ein Billet sich fast die Hälse bricht“(V.13f.), der zum einen seine radikalen Vorstellungen zum Ausdruck bringt, und zum anderen zeigen, dass er die Qualität eines Theaters aus der Position eines Geschäftsmanns bewertet, sodass ein Stück erst dann als qualitativ gut bezeichnet werden kann, wenn es beliebt ist und finanziell erfolgreich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem werden weitere Kriterien eines guten Theaterstücks aus der Position des Directors genannt. Ein Beispiel dafür ist der Satz „Wird Vieles vor den Augen abgesponnen,/ So daß die Menge staunend gaffen kann,/ Da habt ihr in der Breite gleich gewonnen,/Ihr seyd ein vielgeliebter Mann“ (V.47ff.), der verdeutlicht, dass in einem guten Stück viel passieren müsse. Zusammen mit dem Satz „Ein jeder sucht sich endlich selbst was aus“ (V.52) kann also gesagt werden, dass der Director der Meinung ist, dass in einem Stück verschiedene Bereiche eingebaut werden muss, damit für jedem im Publikum etwas dabei ist, womit er sich identifizieren kann, oder was ihm gefallen hat, da mit diesem Konzept jeder Zuschauer nach der Vorstellung „zufrieden aus dem Haus [gehe]“ (V.54). Dieses Konzept wird zu näheren Veranschaulichung mit „Ragout“ (V.56) verglichen, und ist darauf gezielt, so viele verschiedene Zuschauer wie möglich zu anzusprechen, damit umso mehr Menschen Eintrittskarten kaufen, und der gewünschte Ansturm (vgl. V. 7-14) eintritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Redeanteil des Directors wird ein neuer Aspekt angerissen, nämlich der der möglichen Kritiker. Im Satz „Und, was das allerschlimmste bleibt,/ Gar mancher kommt vom Lesen der Journale“ (V.64f.) wird deutlich, dass der Director denkt, ein Theater müsse die Presse beeindrucken und der Presse gefallen, da ihre veröffentlichte Meinung den Erfolg eines Stücks gefährden könne. Dass er in den Journalisten eine Gefahr sieht, verdeutlicht vor allem der Ausdruck „was das allerschlimmste bleibt“ (ebd.). Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Theaterstücke für ein Publikum geschrieben werden. Ein Dichter solle sich den Ansprüchen und Erwartungen des Publikums anpassen, und ihnen „mehr, und immer immer mehr [geben]“ (V.78), da das Ziel sei „sie zu befriedigen […)“ (V.81).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung des Directors von einem Theaterstück als eine finanzielle Einnahmequelle steht der Position des Dichters kontrastierend gegenüber. Der Auszug „Vorspiel auf dem Theater“ besteht hauptsächlich aus der Diskussion zwischen dem Dichter und dem Director, da diese sehr gegenteilige Meinungen vertreten. Der Dichter entgegnet gleich zu Anfang „O sprich mir nicht von jener bunten Menge“ (V.15), die das vielseitige und volle Publikum symbolisiert und antithetisch zu der vom Dichter gewünschten „stillen Himmelsenge“ (V.19) steht. So wird deutlich, dass sich der Dichter kein „wogende[s] Gedränge“ (V.17) wünscht, sondern die „stille[…] Himmelsenge,/ Wo nur dem Dichter reine Freude blüht;/ Wo Lieb´ und Freundschaft unsres Herzens Segen/Mit Götterhand erschaffen und erpflegen“ (V.19ff.). Dieser „Ort“ steht metaphorisch für die Leidenschaft des Dichtens und das damit eingehende Gefühl, dass ihm wie von „Götterhand erschaffen“ (ebd.), also wie ein kostbares Geschenk, erscheint. Betont wird hierbei, dass diese Leidenschaft für ein dichterisch wertvolles Theaterstück wichtiger sei, als ein volles Theaterhaus und eine volle Kasse, sodass gesagt werden kann, dass dem Dichter die Tätigkeit des Dichtens weitaus wichtiger ist, als jeglicher Ruhm oder jegliches Geld. Dies spiegelt sich ebenfalls in der Interjektion „Ach!“ (V.23) wider, die seine Liebe zum Theater deutlicher macht. Zudem führt der Dichter an, dass ein Werk oft sehr persönlich sei und eine tiefere Bedeutung habe, was in den Sätzen „Ach! was in tiefer Brust uns da entsprungen,/ Was sich die Lippe schüchtern vorgelallt“ (V.23f.) deutlicher wird. Auffällig ist hierbei das Personalpronomen „uns“ (ebd.) mit dem der Dichter repräsentativ für alle Dichter spricht und seine Aussagen somit verallgemeinert. Zudem wird auch betont, dass „das Aeche […] der Nachwelt unverloren [bleibt]“ (V.30), also dass die guten Werke zeitlose sein werden. Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass der Dichter im Namen aller Dichter seine Position verteidigt, in dem er andeutet, dass Theaterstücke eine tiefere Bedeutung haben müssen und nicht auf den Zweck des Erfolges ausgerichtet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Charakter ist die lustige Person, die sich auf die Behauptung „Das Aechte bleibt der Nachwelt unverloren“ (ebd.) bezieht. Infrage gestellt wird hierbei, wer der Mitwelt Spaß bereite (vgl. V.33), sodass deutlich wird, dass die lustige Person sich auf die Gegenwart bezieht und den Fokus auf den Spaß setzt. Zudem wird angeführt, „Wer sich behaglich mitzutheilen weiß,/Den wird des Volkes Laune nicht erbittern“ (V.37f.). Dies impliziert, dass die Darstellungsweise des Theaters das entscheidende sei, nicht der Inhalt. Mit der Aussage „Laßt Phanatsie, mit allen ihren Chören,/ Vernunft, Verstand, Empfindung Leidenschaft./ Doch, merkt euch wohl! nicht ohne Narrheit hören“ (V.42ff.) positioniert sich der dritte Charakter zwischen den Seiten des Directors und des Dichters, da zum einen sagt, der Spaß und die Unterhaltung seien wichtig, zum anderen jedoch auch anführt, dss Gefühle ebenfalls eine große Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Vorspiel auf dem Theater“, welcher von Johann Wolfgang Goethe verfasst und zwischen 1795 und 1800 veröffentlicht wurde, handelt es sich um einen Auszug aus seinem Werk „Faust – Der Tragödie Erster Teil“. Der vorliegende Auszug handelt von einem Gespräch, in welchem die Aufgaben und die Gestaltung eines Theaterstücks, aus drei unterschiedlichen Perspektiven dargestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem vorliegenden Textauszug erklären die drei Personen, und zwar der Direktor, der Dichter und der Schauspieler, der hier als “lustige Person“ beschrieben wird, die für sie wichtigsten Kriterien und Voraussetzungen an ein gelungenes Theaterstück. Dem Direktor ist es besonders wichtig mit der Aufführung Erfolg zu haben und gutes Einkommen zu erzielen. Der Dichter hingegen möchte das Publikum unterhalten und erreichen, das seine Gefühle und Gedanken von den Zuschauern verstanden werden. Der Schauspieler, also die lustige Person, gibt Tipps wie die Zuschauer bei dem Theaterstück am besten Unterhalten werden können. Er möchte die Menschen bei guter Laune halten und das Bühnenstück so Alltagstauglich wie möglich gestalten, damit sich die Personen mit den Schauspielern identifizieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Textauszug beginnt mit der Sichtweise des Direktors, welcher in dem gesamten Gespräch den größten Redeanteil aufweist. Dieser „wünschte [sich] sehr der Menge zu behagen“  (Z. 1). Bereits in diesem ersten Vers wird deutlich, dass der Direktor eher auf den finanziellen Aspekt fixiert ist. Er möchte die Zuschauer mit einem Stück beeindrucken, in dem sie genug zu sehen bekommen, denn je mehr Inhalt ein Stück aufweist, desto mehr Leute spricht es an. Somit soll „jedermann […] ein Fest“ (Z. 4) erwarten können, welches sie begeistert und zu einem erneuten Besuch animiert. Die Vorstellung eines erfolgreichen Theaterstücks vergleicht er mit diesem „Fest“ (ebd.), welches den Erfolg und somit die Steigerung der Einnahmen, ermöglichen soll. Anschließend wirft er die Frage „Wie machen wir´s, daß alles frisch und neu, / Und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (Z. 5f.) auf. Mit dieser Frage möchte der Direktor bewirken, dass der Dichter und der Schauspieler beginnen zu überlegen, wie man ein Theaterstück am Interessantesten und somit am aktuellsten und modernsten gestalten könnte. Darauf folgend beschreibt er seine genauen Erwartungen an das Theaterstück. Durch seine Anmerkung, dass er „freilich […] gern die Menge sehe[…], / Wenn sich der Strom nach unserer Bude drängt“ (Z. 7f.), wird erneut sein streben nach Geld verdeutlicht. Der Direktor hat die Hoffnung, dass eine große Anzahl an Zuschauern das Theaterstück aufsuchen, was durch die Aussage „Bei hellem Tage, schon vor Vieren, / Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht / Und, wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren, / Um ein Billet sich fast die Hälse bricht,“ (Z. 11ff.) verdeutlicht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend nennt der Dichter seine wichtigsten Kriterien und Voraussetzungen an ein gutes Theaterstück. Dieser erwähnt „O sprich mir nicht von jener bunten Menge, / Bei deren Anblick uns der Geist entflieht. / Verhülle mir das wogende Gedränge, / Das wider Willen uns zum Strudeln zieht.“ (Z. 15ff.). Durch diese Aussage wird besonders deutlich, dass der Dichter kein Bedürfnis an der Menge des Publikums hat. Dieser möchte den Zuschauern ein besonderes Kunstwerk bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Vorspiel auf dem Theater“  von Johann Wolfgang Goethe handelt es sich um einen Auszug aus dem Drama ,,Faust- Der Tragödie Erster Teil“, welches im Jahr 1808 veröffentlicht wurde. Thematisiert die Aufgabe und Wirkung eines guten Theaters aus verschiedenen Perspektiven. Dies wird in dem Auszug durch die Diskussion von drei Personen zum Ausdruck gebracht, nämlich den ,,Direktor“, die ,,lustige Person“ und den ,,Dichter“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beginnt der zu analysierende Auszug mit der Aussage des Direktors ,,Ich wünsche sehr der Menge zu behagen“ (V. 37), was verdeutlicht, dass dieser die Vorstellung hat, dass es die Aufgabe des Theaters sei, das Publikum zufrieden zu stellen und ihr Interesse zu gewinnen, da diesem vor allem der finanzielle Aspekt interessiert, was auch in der Aussage ,,lebt und leben lässt“ (V. 38) deutlich wird. Die Aussage ,,Und jedermann erwartet sich ein Fest“ (V. 40) bringt dabei hervor, dass der Direktor die Erwartungen des Publikums erfüllen will, da er die Vorstellung mit einem ,,Fest“ (ebd.) vergleicht, das die Menschen vergnügen soll und somit dem Direktor nicht das Theater und deren Inhalt wichtig sind, dass den Menschen etwas vermittelt werden soll, sondern die Menschen eine Unterhaltung haben sollen, die sie begeistert. Weiterhin wirft er die Frage ,,Wie machen wir's, dass alles frisch und neu/ Und mit Bedeutung auch gefällig sei?“ (V. 47 f.), was verdeutlicht, dass der Direktor auch für die Besucher, die das Theaterstück kennen, die Vorstellung spannend und unterhaltsam darbieten will, damit die Menge zufrieden ist und so viele Besucher wie möglich kommen, da es nie langweilig wird und somit auch der finanzielle Aspekt erneut angesprochen wird. Dies wird auch deutlich in der Aussage ,,Denn freilich mag ich gern die Menge sehen,/ Wenn sich der Strom nach unsre Bude drängt“ (V. 49 f.), wobei dem Direktor also auch wichtig ist, dass so viele Menschen wie möglich zu einer Vorstellung erscheinen, da somit mehr Geld verdient wird. Dies wird auch erneut untermauert in der Aussage ,, Bei hellem Tage, schon vor Vieren,/ Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (V. 53 f.), wobei hier besonders betont wird, dass das Theater so beliebt sein soll, dass die Menge sehr viel früher als die Vorstellung eigentlich ist, kommt um einen Platz bekommen zu können. Der Vergleich und die Metapher ,,wie in Hungersnot um Brot Bäckertüren,/ Um ein Billet sich fast die Hälse bricht“ (V. 55 f.) betont ebenfalls, dass der Direktor sich dies von der Vorstellung erhofft, da er an den finanziellen Aspekt denkt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes spricht der Dichter, der mit der Aussage ,, O sprich mir nicht von jener bunten Menge,/ Bei deren Anblick uns der Geist entflieht“ (V. 59 f.) beginnt, wobei deutlich wird, dass dieser nicht von der Menschenmenge begeistert ist, sondern eher dieser abgeneigt ist, was durch die Interjektion ,,O“ (ebd.) betont wird. Die Metapher ,,bunten Menge“ (ebd.) verdeutlicht dabei die Vielseitigkeit der Menschen, wobei der Dichter nichts von dieser wissen möchte, was durch die Aussage ,,Verhülle mir das wogende Gedränge“ (V. 61) hervorgehoben wird. Somit wird deutlich, dass der Dichter im Gegensatz zum Direktor nicht das Publikum als wichtig erachtet, sondern eher das Theater an sich, was in der Aussage ,,Nein, führe mich zur stillen Himmelsenge,/ Wo nur dem Dichter reine Freude blüht“ (V. 63 f.) verdeutlicht wird. Für ihn ist die Literatur an sich von großer Bedeutung und nicht die Menge, sodass die Bedeutung des Theaterstückes bedeutsam ist. Weiterhin fährt der Dichter fort mit der Aussage ,, Ach	! Was in tiefer Brust uns da entsprungen,/ […] Missraten jetzt und jetzt vielleicht gelungen,/ Verschlingt des wilden Augenblickes Gewalt“  (V. 67 ff.), wobei hervorgebracht wird, dass der Dichter die Thematik und Deutung des Stückes als wichtig erachtet, sodass das Theaterstück also die Literatur, zeitlose Themen behandelt und ein Bedeutungsreichtum besitzt. Ein weiteres wichtiges Kriterium für den Dichter wird in der Aussage ,,Das Echte bleibt der Nachwelt unverloren“ (V. 74) deutlich, wobei es dem Dichter also wichtig ist, dass das Stück so gut sein muss, dass die Nachwelt von dem Theaterstück noch hört und eine so große Bedeutung hat, dass die Themen zeitlos sind und sich die Nachwelt damit beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes beginnt die lustige Person bzw. der Schauspieler damit, dass er auf das Kriterium des Dichters, die Nachwelt solle sich sogar mit dem Stück  beschäftigen, eingeht, in dem er sagt ,, Wer machte denn der Mitwelt Spaß?“ (V. 77), wodurch deutlich wird, dass dem Schauspieler die heutige Welt im Gegensatz zur Nachwelt wichtiger ist und das Publikum das Stück näher bringen will. Des Weiteren sagt dieser ,,Wer sich behaglich mitzuteilen weiß,/ Den wird des Volkes Laune nicht erbittern“ (V. 81. f.). Dies bringt hervor, dass dem Schauspieler die Darstellungsweise wichtig ist, also wie das Stück vermittelt wird. Zu dem ist diesem aber auch ein großes Publikum wichtig, was in der Aussage ,,Er wünscht sich einen großen Kreis“ (V. 83) deutlich wird. Die Darstellung soll dabei von ,,Phantasie, mit allen ihren Chören, Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft“ (V. 86 f.) gekennzeichnet sein, womit dem Schauspieler vor allem die Emotionen wichtig sind, die vermittelt werden sollen und bei dem Publikum ausgelöst werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun spricht wieder der Direktor, der appelliert ,,Besonders aber lasst genug geschehn!“ (V. 89), damit ,,die Menge staunend gaffen kann“ (V. 92), womit dem Direktor also auch wichtig ist, dass das Theaterstück lang ist und die Menge somit begeistert, da man die ,,Masse […] nur durch Masse zwingen“ (V. 95) könne, also die Menschen nur durch ein langes und ereignisreiches Stück begeistern und unterhalten könne. Das Verb ,,gaffen“ (ebd.) betont dabei, dass die Menge erstaunt und begeistert sein soll und dies die höchste Priorität ist. Dass der finanzielle Aspekt dem Direktor wichtig ist, wird in der Aussage ,,Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen;/ Und jeder geht zufrieden aus dem Haus“ (V. 97 f.) deutlich, wobei hier auch wieder betont wird, dass das Publikum zufrieden sein muss und danach das Theater gestaltet werden soll. Dass dem Direktor der künstlerische Aspekts des Theaters nicht wichtig ist wird in der Aussage ,, Leicht ist es vorgelegt, so leicht als ausgedacht“ (V. 101) deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin kritisiert der Dichter den Direktor, in dem er sagt ,,Ihr fühlet nicht, wie schlecht ein solches Handwerk sei!/ Wie wenig das dem echten Künstler zieme!“ (V. 104 f.), womit er meint, dass der Maßstab, wie das Theater sein soll, falsch ist und Geld und das Zufriedenstellen des Publikums einen wahren Künstler nicht interessiere. Des Weiteren sagt er ,,Das saubern Herren Pfuscherei/ Ist, merk ich, schon bei Euch Maxime“ (V. 106 f.), wodurch der Dichter seine Abneigung gegenüber der Haltung des Direktors verdeutlicht, wobei die Ironie ,,Des saubern Herren“ (ebd.) dies nochmals unterstützt. Die Ausrufezeichen verdeutlichen dabei zusätzlich die Empörung und Abneigung des Dichters gegenüber der Einstellung des Direktors, die der Dichter für falsch hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Auszug aus dem „Vorspiel auf dem Theater“, welches zwischen 1750 und 1800 entstanden ist, stammt aus Johann Wolfgang von Goethes Tragödie „Faust“, welche 1808 veröffentlicht wurde. Thematisiert wird die Bedeutung des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug beginnt mit den Worten des Direktors, der „der Menge zu behagen [wünscht], / besonders weil sie lebt und leben läßt“ (V. 1f.). Ihm ist das Publikum des Theaters wichtig, da er durch dessen Besuch Geld verdient. Durch die Aussage „jedermann erwartet sich ein Fest“ (V. 4) macht der Direktor deutlich, dass er weiß, dass das Publikum bestimmte Erwartungen an das Theater hat und eine zufriedenstellende Darbietung erwartet. Somit stellt er die Frage „Wie machen wir's, daß alles frisch und neu, / und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (V. 5f.). Er will dem Publikum eine Theaterstück, was „frisch und neu“ (ebd.) und „mit Bedeutung auch gefällig sey“ (ebd.), dessen Inhalt und Intention die Leute anspricht, liefern. Außerdem sagt er, dass er „freilich [] gern die Menge [sieht]“ (V. 7), die „mit Stößen sich bis an die Kasse ficht / und, wie bei Hungersnoth um Brot an Beckerthüren, / um ein Billet sich fast die Hälse bricht“ (V. 12ff.). Dem Direktor ist es also wichtig, dass alle Eintrittskarten verkauft werden und er dadurch Geld verdienen kann. Einerseits kann man aus „mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (ebd.) deuten, dass die Menschen nach Unterhaltung gieren, was durch den gewaltsamen Umgang gegenüber den anderen verdeutlicht wird. Andererseits wird durch „wie bei Hungersnoth um Brot an Beckerthüren“ (ebd.) angedeutet, dass die Menschen auch Unterhaltung brauchen, sowie Menschen in einer Hungersnot etwas zu Essen zum Überleben brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes äußert sich der Dichter mit „O sprich mir nicht von jener bunten Menge / bei deren Anblick uns der Geist entflieht“ (V. 15f.). Der Dichter meint damit, dass das Publikum nur Wert auf Unterhaltung legt und nicht auf das künstlerische und bildende hinter den Werken, was an „der Geist entflieht“ (ebd.) festzumachen ist. Die Interjektion „O“ (ebd.) verdeutlicht, dass der Dichter gereizt auf die oberflächlichen Forderungen des Publikums reagiert. Darauffolgend sagt er, dass das Publikum „wider Willen [die Dichter] zum Strudel zieht“ (V. 18). Darunter ist zu verstehen, dass das Publikum durch ihr Verlangen nach ausschließlich unterhaltenden Inhalten, den Willen und die künstlerische Entfaltung des Dichters, untergräbt. Er möchte zur „stillen Himmelenge“ (V.19) geführt werden. Die „Himmelsenge“ (ebd.) stellt metaphorisch einen Ort dar, in dem der Dichter sich in Ruhe künstlerisch entfalten kann ohne dem Druck, der seitens des Direktors und den Forderungen der Menschen kommt, nachzugeben. Außerdem macht der Dichter deutlich, dass das „was glänzt [...] für den Augenblick geboren [sei]“ (V. 29), also das, was die Menschen zur Unterhaltung sehen wollen, für die Zukunft keine Relevanz mehr haben wird und „das Aechte […] der Nachwelt unverloren [bleibe]“ (V. 30), also Stücke mit überzeitlicher Bedeutung, nicht vergessen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um einen Auszug aus der Szene „Vorspiel auf dem Theater“ des Dramas „Faust – der Tragödie erster Teil“, welche von Johann Wolfgang Goethe verfasst und im Jahre 1808 veröffentlicht wurde. Die zu analysierende Szene ist zwischen 1795 und 1800 entstanden und thematisiert den Interessenskonflikt bezüglich der Erwartungen an ein Theaterstück aus verschiedenen Perspektiven und leitet das Drama ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Textauszug setzt mit der Aussage des Direktors ein, welcher sich wünscht „der Menge zu behagen“ (V. 37). Dies deutet bereits seine Erwartung an ein Theaterstück an. Der künstlerische Wert des Stücks spielt für den Direktor keine Rolle. Es geht ihm lediglich darum, dass das Publikum von dem Stück begeistert ist und somit auch zahlreich erscheint, was besonders durch das Substantiv „Menge“ (ebd.) deutlich wird. Jenes große Publikum soll ihm ausschließlich Gewinn einbringen. Dem fügt er hinzu, jeder erwarte „sich ein Fest“ (V. 40), sowohl das Publikum als auch er selbst. Für das Publikum besteht das Fest in dem Theaterstück selbst, da sie auf die Spannung warten und „ gern erstaunen“ (V. 42) möchten. Der Direktor dahingegen versteht darunter erneut den Gewinn, der aus den zahlreichen Besuchern, die das Theaterstück aufsuchen, hervorgeht. Der finanzielle Aspekt des Theaterstücks steht für ihn an erster Stelle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anschließend fragt er danach, wie das Stück „frisch und neu / Und mit Bedeutung auch gefällig“ (V. 47 f.) gemacht werden könne. Dahinter steckt erneut sein Wunsch danach, möglichst viel Gewinn durch das Stück zu machen. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn das Theater einen guten Eindruck bei dem Publikum hinterlässt. Dafür wiederum sei es notwendig, dass das Stück aktuelle Themen aufgreift und nicht veraltet ist, damit es „Bedeutung“ (ebd.) für die Menschen hat. Die Tatsache, dass der künstlerische Aspekt für ihn an dieser Stelle keinen hohen Stellenwert hat wird insbesondere dadurch deutlich, dass er erwähnt, er wolle „gern die Menge sehen“ (V. 49), denn sein Ziel ist wiederholt nur die Begeisterung des Publikums für den letztlichen Gewinn. Die Besucher vergleicht er daraufhin mit einem „Strom“ (V. 50), welcher sich nach ihrer „Bude drängt, / Und mit gewaltig wiederholten Wehen / Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt“ (V. 50 ff.). Diese Metapher des Stromes hebt nochmals die gewünschte Masse an Besuchern hervor, da mit einem Strom meist ein großer und mächtiger Fluss assoziiert wird. Dieser könnte folglich aufgrund seiner Kraft auch Dinge mit sich reißen. Bezieht man dies erneut auf die Besucher, könnte es den Wunsch des Direktors, dass die Masse an Besuchern weitere Menschen sozusagen mitreißt, andeutet, da sich dadurch das Publikum und der aus dem Stück ergebene Gewinn vergrößern würde, was der Hoffnung des Direktors entspricht. Der Direktor steigert sich letztlich immer mehr in seinen Wunsch eines begehrten Theaters hinein, was an den im Anschluss folgenden Metaphern erkennbar ist. Somit erläutert er, er wolle sehen, wie sich die Menge „[m]it Stößen […] bis an die Kasse ficht / Und, wie in Hungersnot um Brot an Bäckertüren, / Um ein Billet sich fast die Hälse bricht“ (V. 54 ff.). Insbesondere die Aussagen „Stößen“ (ebd.), „Hungersnot“ (ebd.) und „Hälse bricht“ (ebd.) lassen auf Gewalt schließen, wodurch es so wirkt, als sei es dem Direktor egal, wie es dem Publikum bei dem Stück ergeht, es solle lediglich einen guten Gewinn einbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran spricht der Dichter und erläutert, der Direktor solle „nicht von jener bunten Menge, / Bei deren Anblick uns der Geist entflieht“ (V. 59 f.) sprechen. Die „bunte[.] Menge“ (ebd.) bezieht sich auf das Publikum und kann deren Individualität und Unterschiedlichkeit sowie deren verschiedene Erwartungen an das Theaterstück andeuten. Diese setzen den Dichter unter Druck, da er die Erwartungen jeder Person dieser Menge erfüllen muss. Folglich sagt er „Verhülle mir das wogende Gedränge, / Das wider Willen uns zum Strudel führt“ (V. 61 f.). Dies bezieht sich darauf, dass er im Gegensatz zu dem Direktor keinen Wert auf die Menge legt, denn für ihn soll das Werk und die Kunst im allgemeinen kein alleiniger Zweck dafür sein, die Interessen der Menschen zu befriedigen. Er möchte dahingegen „zur stillen Himmelsenge“ (V. 63) geführt werden. Dadurch wird darauf hingedeutet, dass er in Ruhe an seinen Werken arbeiten möchte. Somit scheint auch Ruhm und Ansehen für ihn nicht von großer Bedeutung zu sein, da er nicht an dem Publikum interessiert ist. Für ihn zählt das Werk selbst, welches erst nach einiger Zeit „in voller Gestalt erscheint“ (V. 72). Somit bleibe das Werk und seine Intention in „der Nachwelt unverloren“ (V. 74). Ihm ist der künstlerische Aspekt des Theaterstücks wichtig, denn er möchte, dass es nicht nur für einen „Augenblick“ (V. 73) relevant für die Menschen ist, sondern für eine lange Zeit. Zudem soll es auch in der Zukunft noch von großer Bedeutung sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend spricht die Lustige Person, welche einen Schauspieler des Theaterstücks darstellt. Diesem scheint die Bedeutung des Werkes in der Zukunft nicht wichtig zu sein, denn er fragt sich, wer der „Mitwelt Spaß“ (V.77) machen solle. Dies ist für ihn zugleich das Signifikante an dem Theaterstück, denn er möchte, dass das Theater dem Publikum Freude macht. Dies ist seiner Meinung nach durch die „Gegenwart von einem braven Knaben“ (V. 79) zu erreichen. Dies lässt erkennen, dass er nicht zwingend den künstlerischen Wert des Stücks wertschätzt. Für ihn ist es wichtig, dass das Stück von einem guten Schauspieler begleitet wird, womit er möglicherweise sich selbst meinen könnte. Bezieht man auch die folgenden Aussagen der lustigen Person darauf, dass sie sich selbst als den „braven Knaben“ (ebd.) versteht, ist durch die Aussage „Er wünscht sich einen großen Kreis“ (V. 83) deutlich erkennbar, dass der Wert des Theaterstücks für ihn in seinem Ruhm und der Anerkennung des Publikums liegt. Anschließend erläutert er akkumulierend, was seiner Meinung nach schließlich für ein gelungenes Theaterstück in der Vorstellung enthalten sein muss „Phantasie, mit allen ihren Chören, / Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft“ (V.86 f.). Für ihn sind somit auch Gefühle wichtig, um das Publikum zu beeindrucken, jedoch kann ein Theaterstück für ihn „ohne Narrheit“ (V.88) nicht bedeutsam sein, was andeutet, dass ihm Humor und Witz für das Theaterstück ebenfalls wichtig sind, um die Menschen zu beeindrucken und somit Anerkennung zu erhalten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich wendet der Direktor ein , „Besonders aber lasst genug geschehn!“ (V.89). Dies führt erneut vor Augen, dass das Stück seiner Meinung nach spannungsvoll sein muss und viel passieren muss, damit das Publikum beeindruckt ist, was er später noch genauer ausführt. Zudem erwähnt er, man sei dadurch ein „vielgeliebter Mann“ (V. 94), was dem Wunsch der lustigen Person entspricht, welche nach Anerkennung und Ruhm strebt. Dies könnte demnach ein Versuch des Direktors sein, jene zu beschwichtigen, um sein Ziel durchsetzen zu können, denn er hat den Drang danach, einen großen Gewinn durch das Stück zu machen. Seinen zuvor erläuterten Gedanken führt er anschließend weiter aus und erläutert, man könne Masse „nur durch Masse zwingen“ (V.95), denn so suche sich jeder „endlich selbst was aus“ (V.96). Dies deutet an, dass er ein Stück möchte, dass viel Inhalt enthält, welcher zudem unterschiedlich sein soll, damit er sich auf jeden Menschen, wie unterschiedlich er auch ist, beziehen lässt. Dadurch wäre das Stück letztlich für viele Menschen relevant und ansprechend, wodurch der Direktor seinen Wunsch nach vielen Besuchern und einem großen Gewinn erfüllen könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend erläutert der Dichter, ein Werk, wie es sich der Direktor und die lustige Person wünschen, sei „schlecht“ (V.104). Er hält ein Stück, welches lediglich dem Gefallen der Masse und der Anerkennung dienen soll, nicht für bedeutsam und kritisiert es, was besonders durch die Ausrufezeichen deutlich wird. Diese Art eines Theaters bezeichnet er folglich außerdem als „Pfuscherei“ (V.106), was nochmals seine Abneigung gegenüber solcher Kunst hervorhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Textauszug aus dem „Vorspiel auf dem Theater“ aus dem Drama „Faust“, geschrieben von Johann Wolfgang Goethe und veröffentlicht 1808, handelt von einem Gespräch zwischen dem Dichter, dem Director und einer lustigen Person, welche ihre Forderungen an das Publikum des Theaters preis geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Auszugs gibt der Director den Wunsch frei, „der Menge“ (Z.1) zu gefallen (vgl. Z.1), da, wie er meint, er von der Menge, die hier das Publikum darstellt, lebt (vgl. Z.2). Der Director sagt dann „jedermann erwartet sich ein Fest“ (Z.4). Er meint also, alle haben hohe Anforderungen an das Theaterstück. Er stellt dann die Anforderung, viele Besucher zu haben, was durch die Aussage „Denn freilich mag ich gern die Menge sehen, Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt“ (Z.7f.). Durch die Metapher „Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (Z.12), möchte er darstellen, dass man bereits um Eintrittskarten kämpfe und bereits „bei hellem Tage, schon vor Vieren“ (Z.11) komme um sich diese zu sichern. Zusätzlich vergleicht der Director das Verhalten mit einer „Hungersnoth“ (Z.13), in der man sich für „Brot“ (ebd.), beinahe „die Hälse bricht“ (Z. 14). Es vergleichsweise also lebensnotwendig sei, dieses Theaterstück zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes spricht der Dichter, welcher eine etwas andere Meinung zu haben scheint. Es scheint als habe er vielleicht ein wenig Lampenfieber, da er den Director darum bittet, „nicht von jener bunten Menge“ (Z.15) zu sprechen. Des Weiteren fügt er noch hinzu, dass sich „bei deren Anblick […] der Geist entflieht“ (Z.16). Er stellt die Anforderung das „wogende Gedränge“ (Z.17), ihm zu verhüllen (vgl. Z.17). Er möchte dort sein, „wo nur dem Dichter reine Freude blüht“ (Z.20), also am liebsten für sich allein. Im nächsten Moment, lobt der Dichter die gesamte Gruppe und meint was sie erschaffen haben käme von Herzen, da er meint „Ach! Was in tiefer Brust uns da entsprungen“ (Z.23). Es sei zunächst „Mißrathen“ (Z. 25), darauf jedoch „gelungen“ (ebd.), unterstrichen wird dies durch die Repetitio „jetzte...jetzt“ (ebd.). Der Dichter sagt ergänzend dazu noch, dass viel Arbeit und vor Allem viel Zeit in das Schreiben des Werkes geflossen ist (vgl. Z. 27), jetzt allerdings „erscheint es in vollendeter Gestalt“ (Z.28).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann meldet sich eine lustige Person zu Wort und gibt auch seine Erwartung an das Schauspiel preis. Laut ihm, wird man Spaß haben (vgl. Z. 37f.) und erwartet viele Gäste (vgl. Z.39). Daraufhin bittet er die Zuschauer, sie sollen „brav“ (Z. 41) sein, und sich „musterhaft“ (ebd.) verhalten. Zuletzt bittet er noch darum, deren „Narrheit [zu] hören“ (Z.44).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Vorspiel auf dem Theater (Verse 33 bis 242)“ handelt es sich um einen Auszug aus dem Roman „Faust – der Tragödie erster Teil“ von Johann Wolfgang Goethe. Er entstand zwischen 1795 und 1800 und thematisiert den Unterschied zwischen guten und schlechten Theaterstücken und deren Kriterien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit den Worten des Directors „Ich wünschte sehr der Menge zu behagen, / Besonders weil sie lebt und leben läßt. / Die Pfosten sind, die Breter aufgeschlagen, / Und jedermann erwartet sich ein fest.“ (Z.1ff.). Mit dieser Aussage leitet der Director das Theater ein und versucht die Zuschauer aufmerksam zu machen. Dann fährt er mit den Worten „Wie machen wir´s, daß alles frisch und neu, / Und mit Bedeutung auch gefällig sey ? / Denn freilich mag ich gern die Menge sehen, / Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt, / Und mit gewaltig wiederholten Wehen / Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt, /  Bei hellem Tage, schon vor Vieren, / Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht / Und, wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren, / Um ein Billet fast die Hälse bricht“(Z.5ff.) fort. Mit diesen Worten lenkt er dann des Publikums Interesse endgültig auf das Theaterstück und dieses kann beginnen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang redet der Dichter die Worte : „O Sprich mir nicht von jender bunten Menge, / Bei deren Anblick uns der Geist entflieht. / Verhülle mir das wogende Gedränge, / Das wider Willen uns zum Strudel zieht. / Nein, führe mich zur stillen Himmelsenge, / Wo nur dem Dichter reine Freude blüht; / Wo Lieb´ und Freundschaft unsres Herzens Segen / Mit Götterhand erschaffen und erpflegen. / Ach ! Was in tiefer Brust uns da entsprungen, Was sich die Lippe schüchtern vorgelallt, Mißrathen jetzt und jetzt vielleicht gelungen, / Verschlingt des wilden Augenblicks Gewalt. / Oft wenn es erst durch Jahre durchgedrungen / Erscheint es in vollendeter Gestalt. / Was glänzt ist für den Augenblick geboren ; / Das Aechte bleibt der Nachwelt unverloren“(Z.15ff.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug aus dem Drama &amp;quot;Faust&amp;quot;, geschrieben von Johann Wolfgang Goethe und veröffentlicht zwischen 1795 und 1800, thematisiert unterschiedliche Anforderungen an ein Theaterstück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Director manifestiert bereits im ersten Redebeitrag, dass &amp;quot;jedermann erwartet sich ein Fest&amp;quot;(V.4). Dadurch wird deutlich, das für ihn besonders das Publikum eine große Rolle spielt. Die Erwartungen derer müssen erfüllt werden, was einem &amp;quot;Fest&amp;quot;(ebd.) gleich kommt. Zudem sollte der wirtschaftliche Zweck eines Theaters erfüllt werden, was ebenfalls mit der Zufriedenheit des Publikums zusammenspielt. Er verbildlicht seine Vorstellungen mit der Metapher &amp;quot;Mit Stößen sich an die Kasse ficht&amp;quot;(V.12), die den Ansturm der Besucher erläutert und den damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontrastierend dazu verlangt der Dichter vom Theater, dass besondere Leute angesprochen werden sollen und nicht &amp;quot;jene[r] bunte[n] Menge&amp;quot;(V.15). Der Dichter möchte dadurch die Seriosität des Theaters erhalten, welche das einfache Volk nicht wertschätzen kann.  Zudem sollte das Theater &amp;quot;zur stillen Himmelsenge führen&amp;quot;(V.19). An dieser Stelle wird besonders die religiöse Ausrichtung des Dichters deutlich. Das Theater soll nämlich als Instanz zwischen der Erde und dem Metaphysischen dienen. Außerdem wird an den Wörtern &amp;quot;Himmelsenge&amp;quot;(ebd.) und &amp;quot;Götterhand&amp;quot;(V.22) die gehobene Ausdrucksweise des Dichters deutlich, die sich auf seinen Beruf zurückführen lässt. Dann akzentuiert der Dichter die Zeit die ein Theaterstück braucht um einerseits vollkommen ausgereift zu sein, andererseits auch die Zeit die ein Theaterstück beim Zuschauer in Anspruch nimmt, vollkommen erfasst zu werden (V.27.28). Dies sollte bei einem Stück &amp;quot;Jahre&amp;quot;(V.27) dauern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lustige Person beginnt mit dem Grundsatz des Theaterstückes als Wiedergabe der Gegenwart. Denn dies ist das was &amp;quot;der Mitwelt Spaß&amp;quot;(V.33) macht. Außerdem soll eine Verknüpfung zwischen &amp;quot;Phantasie [...] Vernunft, Verstand, Empfindung Leidenschaft&amp;quot;(V.42-43) stattfinden. Die Vielseitigkeit der Motive speilt also für die lustige Person eine große Rolle. Sie redet dabei sehr belehrend was zum Beispiel an &amp;quot;Drum seyd nur brav und zeigt euch musterhaft&amp;quot;(V.41) oder &amp;quot;Doch, merkt euch wohl! nicht ohne Narrheit hören&amp;quot;(V.44) veranschaulicht wird. Diese belehrende Art stützt auch seine wichtigste Intention: das Theater als Form der Erziehung oder freier Deutung, das den Menschen etwas beibringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden kommt wieder der Director zu Wort und fokussiert sich nun auf die &amp;quot;Masse&amp;quot;(V.51). Möglichst viele Besucher sollten zufriedengestellt werden. Außerdem soll das Theater &amp;quot;Vieles&amp;quot; (V.53) bringen. Damit sind die Deutungsaspekte eines Stücks gemeint, wobei es bei einer Menge von Deutungsansätzen einfacher ist viele Menschen anzusprechen, da die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass sich jemand mit dem Stück identifizieren kann. Zur Verdeutlichung dieser Vielfältigkeit verwendet er die Metapher &amp;quot;Ragout&amp;quot;(V.56). Denn sowie jeder zufrieden ist mit einem Ragout, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist etwas zu essen was man mag, so sind auch die Zuschauer mit einem vielfältigen Theaterstück zufrieden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/%C3%9Cbungsklausur,_Aufg._1</id>
		<title>CFS T-Klassen/Wertung und Wirkung von Literatur/Übungsklausur, Aufg. 1</title>
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				<updated>2019-01-29T20:35:09Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug „Vorspiel auf dem Theater“ (Verse 33-242), welches in den Jahren 1795 und 1800 aus dem Drama „Faust, welches 1808 veröffentlicht und von Theodor Fontane verfasst wurde, entstanden ist, thematisiert zur Zeit der Epoche des Sturm und Drangs die gesellschaftlichen Erwartungen an das Theater und deren Anforderungen an das Theaterstück aus der Sicht der handelnden Personen, hier Direktor, Dichter und Lustige Personen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textes, erfährt man von dem Director die Vorstellung, von der Aufgabe und Wirkung des Theaters. Diese wird mit dem Personalpronomen „Ich“ (Z. 1) eingeleitet. Dies zeugt von Selbstbewusstsein und Sicherheit , da er seine Ansicht sofort in den Vordergrund stellt und unmittelbar auf sein Publikum des Theaters eingeht. Indem er sagt, „Ich wünschte sehr der Menge zu behagen,/ Besonders weil sie lebt und leben lässt“ (Z. 1f.). Damit drückt er aus, dass seine Vorstellung darauf beruht, dass das Publikum zufrieden und glücklich sein soll, da sie  zur Lebendigkeit des Theaters durch ihre Reaktionen, beitragen, was er durch „lebt und leben lässt“ (ebd.) verdeutlichen will. Zudem macht er seinem Publikum deutlich „Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen,/ Und jedermann erwartet ein Fest“ (Z. 3f.). Damit bringt er zum Ausdruck, dass die Bühne aufgestellt ist und die Akteure bereit sind aufzutreten. Zudem möchte er hervorheben, dass es ein besondere Theatervorstellung sein wird, indem er das Stück mit einem „Fest“ (ebd.) gleichsetzt und somit als Director seinem Publikum eine Vorführung mit Spaß und Spannung verspricht. Aufgrund dessen sieht er seine Aufgabe als Director als diejenige, dem Publikum eine besondere Vorstellung zu bieten, die für jeden, der dort sitzt du zuschaut (vgl. Z. 4), in Erinnerung bleiben soll. Daraus wird auch deutlich, dass er das Stück „Faust“ gut verkaufen muss, um die Menschen zu begeistern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sein Publikum von ihren Strategien zu erzählen, auf welche Art und Weise es ihnen gelingt, dass Theater zu einem Besonderen zu machen, verwendet er eine rhetorische Frage „Wie machen wir’s, daß alles frisch und neu,/ Und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (Z. 5f.). damit verdeutlicht er, dass sie genau wissen, wie sie Spannung erzeugen und ein gelungenes Stück konstruieren können. Er antwortet auf seine Frage mit „Denn freilich mag ich gern die Menge sehen,/ Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt,(Z. 7f.). Damit erzeugt er Neugier im Publikum und verdeutlicht, dass von Normalität ist, dass viele Menschen sein Theater besuchen gehen, was durch „Strom nach unsrer Bude drängt“ (ebd.), deutlich wird. Mit Strom meint er die Menschenmassen, die kein Ende haben und das Adjektiv „drängen“ (ebd.) zeugt von Neugier, die darunter zu verstehen ist, dass sich in schneller Zeit eine große Masse an Menschen ansammelt. Daher ist er sich bewusst, unter welchen Umständen die Menschen kämpfen müssen, um einen Platz im Theater zu bekommen. Der Director, verwendet Redewendungen, wie „gewaltig wiederholten Wehen, /Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt“ (Z. 9f.). Auch darin wird bildhaft die Menschenmasse deutlich. Die Bedeutsamkeit wird auch anhand der Beschreibung „Bei hellem Tage, schon vor Vieren,/Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (Z. 11f.). Denn schon früh morgens leitet es die Menschen dazu sich für die Vorstellung anzustellen und auch Gewalt und Kraft spielen eine Rolle, welche durch „zwängt“ (ebd.), „Stößen“(ebd.) und „ficht“ (ebd.) zum Ausdruck kommt. Zudem verwendet der Direktor einen Vergleich „…wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren“ (Z. 13). Mit diesem stilistischen Mittel, manifestiert er wiederholt den Aufwand um das Theaterstück und verdeutlicht damit auch, dass Menschen sehr leiden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Aussage „O sprich mir nicht von jener bunten Menge“ (Z. 15), gemeint ist das Publikum wird sein Bezug zum Theater deutlich, welche durch die Interjektion „O“ (ebd.) in den Vordergrund gestellt wird. Denn dieser hinterlässt einen Seufzer und somit scheint dies sehr abwertend zu sein. Seine abwertende Haltung wird in „Bei deren Anblick uns der Geist entflieht./ Verhülle mir das wogende Gedränge,/ Das wider Willen uns zum Strudel zieht“ (Z. 16ff.) deutlich. Der Dichter stellt das Publikum in den Hintergrund und wünscht sich eher Ruhe und Freiheit. Diese benötigt er beim Verfassen des Stücks. Mit der Aussage „Nein, führe mich zur stillen Himmelsenge, /Wo nur dem Dichter reine Freude blüht;/Wo Lieb‘ und Freundschaft unsres Herzens Segen/Mit Götterhand erschaffen und erpflegen“(Z.  19ff.). Durch Nutzung der Metapher stille Himmelsenge verdeutlicht der Dichter, dass für ihn die Stille sehr wichtig ist und er lieber alleine arbeitet. Dies stellt einen deutlichen Kontrast zu dem Director dar, der sich lieber in den Vordergrund stellt und die Lebensfreude und die Lautstärke bevorzugt. Zudem wird die Einsamkeit die der Dichter braucht durch „Wo nur dem Dichter reine Freude blüht“ (ebd.) nochmals hervorgehoben. Die Symbolik des „Herzens“ (ebd.) und der „Götterhand“(ebd.) verdeutlichen die Relevanz alleine und still arbeiten zu können. Das der Dichter sich jedoch nicht davor scheut, die Theatervorstellung als etwas Gutes und Sehenswertes zu betrachten, manifestiert er in „Oft wenn es erst durch Jahre durchgedrungen/Erscheint es in vollendeter Gestalt“(Z. 27f.). Damit bringt er zum Ausdruck, dass ein solches Stück zu schreiben sehr lange dauert, solange es eine besondere Vorstellung wird. Jedoch erwähnt er mit der Aussage „Was glänzt ist für den Augenblick geboren;/Das Aechte bleibt der Nachwelt unverloren“ (Z. 29f.), dass es nur für diese Moment etwas schönes ist. Antithetisch ist er jedoch auch der Meinung, dass solche Erfahrungen für immer bestehen bleiben und somit „unverloren“ (ebd.) bleiben. Mit der metaphorischen Aussage nimmt er Bezug auf die Sichtweise des Directors, indem er sicher stellt, dass sich das Publikum nicht langweilen wird, solange es nicht an Wert verliert und eine tiefgründige Geschichte erzählt, die nicht so schnell aus den Erinnerungen gelöscht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um alle drei Ansichtsweisen zu erfassen, spricht als nächstes die Lustige Person. Diese ist der Ansicht, dass wir nicht auf die „Nachwelt hören sollte[n]“ (Z. 32), sondern uns mit der „Mitwelt“ (Z. 34) beschäftigen sollten. Die lustige Person stellt den Spaß der Mitwelt (vgl. Z. 34) rhetorisch infrage und behauptet, dass es wichtig ist, dass Menschen Humor haben sollen, was er durch die Aussage „Den will sie doch und soll sie haben“(Z. 35) verdeutlicht. Zudem fokussiert er sich auf das hier und jetzt, was er mit dem Beispiel „Die Gegenwart von einem braven Knaben“ (Z. 36) darstellt und das damit zum Ausdruck bringt. Auch bezieht er sich damit auf das Theaterstück und somit auf den Inhalt der Vorstellung, denn dieser ist im diesem Augenblick von Wichtigkeit. Das Menschen positiv eingestellt sein sollen, verdeutlicht er in „des Volkes Laune“ (Z. 38) und wünscht sich somit vom Publikum, „Drum seyd nur brav und zeigt euch musterhaft“ (Z. 41) und appelliert an alle, „Laßt Phantasie, mit allen ihren Chören, Vernunft, Verstand, Empfindung Leidenschaft“ (Z. 42f.) Zum Schluss merkt er noch an, was er aufgrund der Interpunktion, des Ausrufezeichens als wichtig erscheinen lässt „Doch, merkt euch wohl! nicht ohne Narrheit hören“ (Z. 44). Mit diesem Befehl wird seine Funktion als lustige Person deutlich, denn für ihn steht der Humor im Vordergrund und er möchte dem Publikum nicht zu vergessen geben, dass trotz des tiefgründigen und  wertvollen Werkes, der Spaß nicht an Bedeutung verlieren soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
Das „Vorspiel auf dem Theater“ aus Johann Wolfgang von Goethes „Faust – Der Tragödie Erster Teil“, welches 1808 veröffentlicht wurde, thematisiert die Kriterien eines guten Theaterstücks/Dramas. In diesem Kontext stellt der in das Drama einleitende Textauszug (V. 33-228) eine Diskussion dreier Personen dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eben diese Ansprache beginnt der Direktor indem er eine „lustige Person“ und einen „Dichter konkret mit den Worten „Ihr beiden, die ihr mir so oft,/ In Not und Trübsal, beigestanden“(V. 33f. ) anspricht. Eben diese Worte bringen dabei zum Ausdruck, dass die drei sich nahe stehen, da sie Leid miteinander teilten. (Durch diese Nähe der Personen auf der Bühne wird auch dem Publikum eine gewisse Nähe vermittelt, sodass eine freundschaftliche geborgene Atmosphäre entsteht.) Daran anschließend fragt der Direktor die beiden anderen, was diese sich „Von unserer Unternehmung“ (V. 36), also dem bevorstehendem Theater, erhoffen, wodurch er die aufgebaute Atmosphäre weiterhin stützt und sich direkt an die beiden anderen wendet. Bevor diese jedoch antworten, geht er selber auf das ein, was er sich vom Theater erhofft. Er selbst wäre so gern ein Teil der „Menge“(V. 37), also des Publikums, „weil sie lebt und leben lässt“(V. 38). Im Leben ist dabei die Lebendigkeit der Personen gemeint, wobei das Leben lassen auf die Reaktionen, die das Schauspiel betreffend, getan werden, abzielt. Somit wäre er selber gerne Teil der Zuschauer, die das Theater laut ihm lebendig machen. Von der aufgebauten Kulisse „erwartet sich [jedermann] ein Fest“(V. 40). Hier beschreibt er die Vorfreude des Publikums auf das Bevorstehende Theaterstück. Eben dies wird auch in den „hohen Augenbrauen“(V. 41) deutlich, die aber zudem, wie auch das „möchten gern erstaunen“(V. 42), die Erwartungen des Publikums widerspiegeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Beschreibung der Gemüter spricht der Direktor mit den Worten „Ich weiß wie man den Geist des Volks versöhnt;/ Doch so verlegen bin ich nie gewesen“(V. 43) weiter und baut so eine gewisse Spannung auf, die in seinem Wissen über das Bevorstehende beruht, mit welchem er prahlt. In diesem Kontext spricht er von seinem Theaterstück als das Beste, indem das Volk an eben dieses „nicht gewöhnt“(V. 45) sei. Da das Publikum die Handlung jedoch schon kenne (vgl. V. 46), fragt er sich selbst sowie die beiden anderen mit dem Synonym, wie es „frisch und neu und mit Bedeutung auch gefällig sei?“(V. 47f.). Eben dies und die Situation, „Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt,/ Und mit gewaltig wiederholten Wehen/ Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt“(V. 50ff. ) wünscht er sich bei seinem Theater. Somit ist es sein Ziel, viele Zuschauer zu erlangen, die das Theater begeistern kann. Als Vergleich für den Andrang, den er sich wünscht, nutzt er so einen Menschen, der metaphorisch „in Hungersnot um Brot an Bäckertüren,/  Um ein Billet sich fast die Hälse bricht“(V. 55f. ). Um diesen Wunsch erfüllt zu bekommen, immer noch vom Publikum abgewendet gesprochen, als wäre es bei der Vorstellung abwesend und ein privates Gespräch unter Freunden, richtet er sich zuletzt konkret mit dem bittenden Ausruf „Der Dichter nur, mein Freund, o! Tu es heute!“(V 58) an den Dichter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser antwortet ihm daraufhin „O sprich mir nicht von dieser bunten Menge“(V. 59), womit er metaphorisch das vielseitige Publikum meint. Abwertender-weise führt er so fort „Verhülle mir das wogende Gedränge,/ [...]/ Nein, führe mich zur stillen Himmelsenge,/ Wo nur dem Dichter reine Freude blüht“(V. 61ff. ). Hierbei bringt der Dichter mit Metaphern zum Ausdruck, dass ihm kontrastierend zum Theaterdirektor die Stille lieber ist und er lieber alleine arbeitet. Somit wird nicht nur die Vielseitigkeit des Publikums kurz angesprochen, sondern auch das Anderssein der beiden Sprechenden deutlich. Eben diese Stille sei dabei für ihn „Mit Götterhand erschaffen und erpflegen“(V. 66). Dass er hierbei von den Gedanken und Gefühlen eines Menschen im Gedicht spricht, wird in „Ach! Was in tiefer Brust uns da entsprungen,/ Was sich die Lippe schüchtern vorgelallt,/ Missraten jetzt und jetzt vielleicht gelungen/ Verschlingt des wilden Augenblicks Gewalt“(V. 67ff. ). Diese enthalten also einen gewissen Teil des Dichters und er selbst verspürt Nähe zum Gedicht und der Ruhe, was in der sehnsuchtsvollen Interjektion „Ach!“(ebd. ) deutlich wird. So sei der Wert eines Gedichts „Oft wenn es erst durch die Jahre durchgedrungen“(V. 71) erkennbar, sodass gute Gedicht „der Nachwelt unverloren“(V. 74) bleiben, wohingegen metaphorisch das, „Was glänzt […] für den Augenblick geboren“(V. 73) ist, also nur momentan schön erscheint. In dieser indirekten und äußerst metaphorischen Antwort legt er dem Direktor dabei jedoch trotz der Darlegung seiner Ansichtsweise dennoch nahe, dass die Zuhörer nicht gelangweilt werden sein, solange das Vorgeführte einen tiefgründigen Wert besitzt und ihnen überzeitlich etwas vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lustige Person entgegnet diesem aber, dass nicht die Nachwelt, sondern die „Mitwelt Spaß“(V. 77) haben sollte und in diesem Sinne von größerer Relevanz ist. So würde dieser „Die Gegenwart von einem braven Knaben“(V. 79) aufführen, da es laut ihm mehr auf die Darstellungsweise als auf den Inhalt ankommt. Eben dies drückt er in „Wer sich behaglich mitzuteilen weiß,/ Den wird des Volkes Laune nicht erbittern“(V. 81f. ). In diesem Sinne kommt er letztlich appellierend zu dem akkumulierenden Fazit, welches er an den Direktor und die Darsteller richtet, „Lasst Phantasie, mit allen ihren Chören,/ Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft,/ Doch merkt euch wohl! Nicht ohne Narrheit hören“(V. 86). Somit setzt er Gefühle als wichtig voraus, akzentuiert aber besonders noch einmal den Wert von Ironie und Witz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Direktor knüpft daraufhin an die Kriterien eines guten Theaterstücks an, indem er Spannung und Aktion in „Besonders aber lasst genug geschehn!“(V. 89) als bedeutsam appelliert. Diese Argumentation führt er fort, indem er Staunen als Grund um die „Breite gleich gewonnen“(V. 93) zu haben, nennt. Somit könne man „Die Masse […] nur durch Masse zwingen“(V. 95). Um diese These seinerseits deutlicher zu machen führt er daran anschließend die Worte „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen“(V. 97) an. In diesen Redewendungs-artigen Floskeln zeigt der Direktor, dass man ohne inhaltliche Vielfalt und Fülle von Aktion keine Aufmerksamkeit erlangen kann. Somit legt er dem Dichter ans Herz keine einheitliche Handlung darzubringen (vgl. V. 102).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser jedoch widerspricht Direktor und der lustigen Person in ihren Ansichten, indem er aktionsgedrängte ironische Handlungen als „schlecht“(V. 104) akzentuiert. Mahnend und wütend sprciht er so zu den beiden anderen „Der saubern Herren Pfuscherei/ Ist, merk ich, schon bei euch Maxime“(V. 106f. ). Hierbei meint er, dass die Art des Dramas, das die beiden anderen fordern, Verleumdung der Kunst sei, weshalb er es als „Pfuscherei“(ebd. ) beschreibt. Eben diese sei beim Direktor und beim Narr „Maxime“(ebd. ), also Grundsatz, an den diese sich halten würden, was der Dichter ihnen zum Vorwurf macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Vorspiel auf dem Theater“ handelt es sich um ein Kapitel aus dem Drama „Faust – Der Tragödie Erster Teil“, verfasst von Johann Wolfgang Goethe und veröffentlicht im Jahr 1808. Der Auszug wurde allerdings bereits zwischen 1795 und 1800 verfasst. Thematisiert wird die Bedeutung des Theaters für alle Beteiligten aus unterschiedlichen Perspektiven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Vorspiel auf dem Theater“ handelt von einem Dialog zwischen dem Director, dem Theaterdichter und der Lustigen Person, in welchem die drei die Erwartungen der Gesellschaft an das Theater aus ihrer Sicht erläutern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt ein mit der Ansicht des Directors. Dieser merkt an „Ich wünschte sehr der Menge zu behagen, / Besonders weil sie lebt und leben läßt“ (V. 1 f.). Bereits in den ersten Versen wird deutlich, dass der Director sehr auf die Ansicht der Besucher versiert ist. Er sieht im Theater eher den finanziellen Aspekt als den künstlerischen. Dies wird ebenso in der Aussage „Die Pfosten sind, die Breter aufgeschlagen, / Und jedermann erwartet sich ein Fest“ (V. 3 f.). Der Director betrachtet sowohl die Institution des Theaters, sowie  auch das Theater im künstlerischen Sinne, als Gebrauchsgegenstand mit finanziellem Wert, der den Besuchern für Geld zur Verfügung gestellt wird. Er vergleicht die Vorstellung mit einem „Fest“ (V. 4), das die Besucher begeistern soll, damit sie das Theater erneut besuchen und weiterempfehlen, sodass die Einnahmen steigen. Im weiteren Verlauf setzt er in einen Dialog ein, indem er die Frage in den Raum wirft: „Wie machen wir’s, daß alles frisch und neu, / Und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (V. 5 f.). Seine Intention hinter dieser Frage ist das Theater möglichst modern und ansprechend zu gestalten, um so viele Besucher wie möglich anzuziehen und den höchst möglichen finanziellen Profit zu erzielen. Um dies zu untermauern erwähnt er „Denn freilich mag ich gern die Menge sehen, / Wenn sich der Strom nach unserer Bude drängt, / Und mit gewaltig wiederholten Wehen / Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt“ (V. 7 ff.). Die bildliche Sprach, die verwendet wird, deutet ebenso auf die Intention des Directors an das Publikum nur des Geldes wegen ins Theater locken zu wollen. Der Director träumt von Massen an Zuschauern, die das Theater besuchen, was in der Beschreibung „Bei hellem Tage, schon vor Vieren, / Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht / Und, wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren, / Um ein Billet sich fast die Hälse bricht“ (V. 11 ff.) veranschaulicht. Es ist ebenso auffällig, dass die Sätze des Directors, je mehr dieser in Träumereien verfällt, immer länger werden und gemeinsam mit den Enjambements (V. 9/10 und V.12/13) die Zuneigung des Directors zum Geld darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes meldet sich der Dichter zu Wort. Er setzt ein mit der Klage „O sprich mir nicht von jener bunten Menge, / Bei deren Anblick uns der Geist entflieht“ (V. 15 f.). Der Umstand, dass es sich um eine Klage handelt wird an der Interjektion „O“ (V. 15) deutlich. Der Dichter bemängelt die „bunte Menge“ (ebd.) der Zuschauer, deren unterschiedlichste Erwartungen an das Theaterstück er erfüllen muss. Die Verzweiflung, die sich daraus für die gesamten Dichter ergibt verdeutlicht er mit der Metapher „uns der Geist entflieht“ (V. 16). Die Tatsache, dass der Dichter das Personalpronomen „uns“ (ebd.) zeigt auf, dass er aus der weitgefassten Perspektive der Dichter ist und somit einen Repräsentanten für die künstlerische Gestaltung des Theaters darstellt. Mit dem Ausdruck „der Geist entflieht“ (V. 16) ist gemeint, dass jeder einzelne Zuschauer andere Erwartungen an das Stück hat und der Dichter oftmals damit überfordert ist alle zu erfüllen. Ebenso wird dies auch in der Aussage „Verhülle mir das wogende Gedränge, / Das wider Willen uns zum Strudel zieht“ (V. 17 f.) dargelegt. Mit dem Ausdruck „wogende[s] Gedränge“ (V. 17) werden die Erwartungen des Publikums beschrieben. Die Dichter, die in ihren Werken ihre Gedanken und Gefühle darstellen sollten, thematisieren in ihren Werken meist nur noch das, was das Publikum anspricht. Dieser Umstand wird als „Strudel“ (V. 18) bezeichnet. Der Dichter fährt fort mit „Nein, führe mich zur stillen Himmelsmenge, / Wo nur dem Dichter reine Freude blüht; / Wo Lieb‘ und Freundschaft unseres Herzens Segen / Mit Götterhand erschaffen und erpflegen“ (V. 19 ff.). Der Dichter ruft dazu auf sich gegen die Erwartung der Massen und somit auch gegen die finanzielle Sicht des Directors und die Kunst, die seiner Ansicht nach aus einer anderen Sphäre stammt, in den Vordergrund zu stellen. Die Entstehung des Künstlerischen in einer anderen Sphäre macht der Dichter durch die Wortwahl der Subjektive „Himmelsmenge“ (V. 19), „Segen“ (V. 21) und „Götterhand“ (V. 22).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug aus dem „Vorspiel auf dem Theater“, wurde von Johann Wolfgang Goethe in Mitte der Jahre 1795 und 1800 verfasst und entstand in dessen Drama „Faust“. Thematisiert werden die wichtigsten Voraussetzungen und Erwartungen eines Theaterstücks aus der Sicht verschiedener Personen, hier von einem Director, Dichter und eine lustige Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des Textauszuges findet eine Diskussion zwischen diesen drei Mitgliedern statt. Anlass des Gespräches ist ein noch zu konzipierendes Theaterstück, welches in Kürze der Gesellschaft präsentiert werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begonnen wird das Gespräch von dem Director, welcher zugleich der Geschäftsmann des Theaters ist. Dies wird daran deutlich, dass er sich „wünschte […] der Menge zu behagen“ (V.1), welche „Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (V.12). Der Director möchte es gern einer großen Masse recht machen, sodass sich die Kasse füllt. Besonders das Verlangen nach Geld unterstreicht sein geschäftliches Interesse. Des Weiteren stellt er an den Schauspieler und Dichter die Frage „Wie machen wir´s, daß alles frisch und neu/ Und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (V.5f.). Seine Absicht der Frage ist es den Schauspieler und Dichter anzuregen, wie das Theater ansprechend aber auch modern dargestellt werden kann, um so viele Besucher wie möglich anzuziehen. Doch bevor einer der beiden anderen zu Wort kommt, schildert er seine eigenen Erwartungen an das Theaterstück. Durch seine Offenbarung „Denn freilich mag ich gern die Menge sehen, / Wenn sich der Strom an unsrer Bude drängt“ (V.7f.) wird deutlich, dass er das Theater lediglich als Bedarfsartikel empfindet, der ihn zu möglichst viel Geld bringen soll.  Des Weiteren vergleicht er das Theaterstück als „ein Fest“ (V.4), welches die Gesellschaft zum staunen bringen soll, dass sie es weiterempfehlen und das Theater wiederrum an Ruhm und Reichtum gewinnt. Dieser Aspekt wird ebenfalls durch die metaphorische und drastische Wortwahl „Und, wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren,/ Um ein Billet sich fast die Hälse bricht“ (V.13f.) verstärkt, mit welcher der Director die anderen von seinen Voraussetzungen überzeugen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Ausruf „O sprich mir nicht von jener bunten Menge“ (V.15) wird veranschaulicht, dass der Dichter nicht unbedingt eine große Masse als Voraussetzung eines Theaterstücks sieht und wehrt sich somit gegen die Wünsche des Directors, was untermauert, dass er in gewisser Weise den Gegenpol des Directors darstellt. Die Aufforderung „Nein, führe mich zur stillen Himmelsenge, Wo nur dem Dichter reine Freude blüht“ (V.19f.) betont sein Anliegen, nämlich, dass er nicht die Masse zufrieden stellen möchte sondern ein Meisterwerk der Literatur zu kreieren, das lange von Bestand hat. Die Überzeitlichkeit wird ebenfalls in seiner Erkenntnis, dass ein Theaterstück „Oft, wenn es erst durch Jahre durchgedrungen/ erscheint es in vollendeter Gestalt“ (V.27f.) verdeutlicht. Diese Textpassage untermauert, dass der Dichter der Auffassung ist, dass die Effektivität der Intention eines Stückes nie zu Ende gedacht werden kann und das Geschehen über den Augenblick hinaus andauert. Für ihn ist es von hoher Bedeutung, dass seine Gedanken und Gefühle vom Publikum verstanden werden (vgl. V.21f.). Auffällig ist seine gehobene sowie künstlerische Ausdrucksweise, welche eine gewisse Distanz zu dem Direktor hervorbringt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schauspieler, bzw. die lustige Person, stellt den Vermittler beider Parteien dar. Er versteht beide Bestrebungen und gibt somit beiden in Teilen Recht. Ebenfalls gibt er den beiden Ratschläge wie das Publikum am besten unterhalten werden kann. So gibt er dem Dichter den Denkanstoß „Gesetzt daß [er] von Nachwelt reden wollte, / Wer machte denn der Mitwelt Spaß?“ (V.32f.). Er möchte dem Dichter vor Augen führen, dass nicht jeder sich für die Vergangenheit interessiert, sondern, dass eine Voraussetzung für ein Theaterstück seine Aktualität sei. Eine weitere Voraussetzung für den Schauspieler ist es, die Menschen aufzuheitern und bei guter Laune zu halten, denn „Wer sich behaglich mitzutheilen weiß, / Den wird des Volkes Laune erbittern“ (V.37f.). Er will mit Mimik, Gestik und auch mit Gesang das Publikum für sich gewinnen. Dass der Schauspieler in diesem Kontext auch in gewisser Weise die lehrende Person darstellt, wird durch den Imperativ „Doch, merkt euch wohl, nicht ohne Narrheit hören!“ (V.44) deutlich. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass er sich in dem Wortlaut „Narrheit“ (ebd.) identifiziert, da eine lustige Person zu den damaligen Zeiten auch als Narr bekannt war. So wird deutlich, dass der Schauspieler es von Nöten hält, dass der Director und Dichter auf ihn hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass der Director die lehrenden Argumente des Schauspielers nicht versteht, wird durch den Ausruf „Besonders aber laßt genug geschehn! Man kommt zu schaun, man will am liebsten sehn“ (V.45f.) deutlich. Er möchte durch unterschiedliche Handlungsformen das Publikum zum staunen bringen. Dies erklärt er daran, dass die Besucher aufgrund verschiedenster Effekten von dem Theater begeistert wären, sodass „jeder [..] zufrieden aus dem Haus [geht]“ (V.54). Ebenfalls ist es dem Director von hoher Bedeutung auf den Geschmack des Publikums einzugehen, da er der Auffassung ist, dass dadurch der finanzielle Aspekt gelöst werden könne (vgl. V.55). So sei für ihn besonders das vielfältige Angebot an Aktionen und Effekten das Erfolgskriterium eines Theaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter fühlt sich von dem Director in die Defensive gedrängt, was durch den Ausruf „Ihr fühlet nicht, wie schlecht ein solches Handwerk sey!“ (V.60) akzentuiert wird. Er kann die Argumentation von dem Director nicht verstehen und ist der Meinung, dass „der saubern Herren Pfuscherery/Ist, merk ich, schon bei euch Maxime“ (V.62f.). Dadurch kommt zum Ausdruck, dass er dem Director vorwürft die Kunst zu verleugnen. Dies sei laut dem Dichter schon Routine der beiden anderen geworden, was durch den Ausdruck „Maxime“ (ebd.) anschaulich gemacht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug ,,Vorspiel auf dem Theater” stammt aus dem Drama ,,Faust”, welches von Johann Wolfgang Goethe geschrieben und im Jahre 1808 veröffentlicht wurde. &lt;br /&gt;
Der Textauszug thematisiert die Vorstellungen des Ablaufes und der Darstellung der Gesellschaft eines Theaters und die Erwartungen der Schauspieler an ihre Zuschauer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung des Textausschnittes setzt mit einem Gespräch zwischen drei Personen ein. Der Direktor, dem Theaterdichter und einer lustigen Person. Diese verschiedenen Personen stehen für die verschiedenen Werte des Theaters. Der Redeanteil in dem Gespräch weist daraufhin, dass der Direktor eine führende Position einnimmt und die Aufsicht vieler Aufgaben in Theater hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textausschnittes spricht der Direktor davon das er sich wünscht ,,der Menge zu behagen” (Z.1), somit er meint, dass er die Menschen begeistern will, damit sie wiederkommen, denn das ganze soll wie ein ,,Fest” (Z.4) gestaltet sein, was zeigt, dass der Direktor bezwecken möchte das diese Theater eine große und tiefe Wirkung auf jeden Einzelnen hat, damit jeder dieser noch einmal wiederkommt. Der Gedanke des Gewinnes wird durch seine Aussage ,,bis an die Kasse ficht” (Z.11) verdeutlicht. Diese Aussage untermauert die finanzielle Perspektive des Direktors, der die Übersicht darüber hat. Im Verlauf des Gespräches wird auch die Unsicherheit des bevorstehenden Ereignisses deutlich, durch die Aussage ,,Wie machen wir’s, daß alles frisch und neu?” (Z. 5). Die Adjektive ,,frisch”(ebd.) und ,,neu” (ebd.) verweisen auf die Hoffnungen des Direktors, der sich wünscht, dass das Theater den Zuschauer in Erinnerung bleibt, so dass sie davon erzählen und somit mehr Menschen das Theater besuchen. Die Metapher ,,Strom” (Z. 8) veranschaulicht die Menschenmassen, die das Theater in der Vorstellung des Direktors besuchen sollen.  Der Theaterbesuch soll zu Bedürfnis der Menschen werden, was durch den Vergleich ,,wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren” (Z. 13) deutlich wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter antwortet auf das Gesagte des Direktors. Eingeleitet wird dies durch die Interjektion ,,O” (Z.15) , was die Empörung des Dichters verdeutlicht, da der Dichter Wertschätzung für seine Arbeit erhalten will, weil er nicht den Besuch ,,der bunten Menge” (Z.15) wünscht, da diese seine Arbeit nicht wertschätzen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Vorspiel auf dem Theater“ aus Johann Wolfgang von Goethes „Faust – Der Tragödie Erster Teil“, welches 1808 veröffentlicht wurde, thematisiert die Grundlagen, welche aus Sicht eines Directors, Dichters und lustigen Personen kohärent für ein gutes Theaterstück sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textauszuges ergreift der Director das Wort und vertritt seine Meinung hinsichtlich eines Theaterstücks, was durch das Personalpronomen „Ich“ (V. 37) verdeutlicht wird.  dabei ist anzumerken, dass der Director selbst den Wunsch hat „der Menge zu behagen“ (V. 37). Dem zu Folge wünscht er sich, selbst ein Teil des Publikums zu sein. Begründet wird dies durch die Aussage: „Besonders weil sie lebt und leben lässt“ (v. 38). Somit löst das Theater in vielen Menschen  Lebendigkeit aus, da dies zur Unterhaltung der Menschen im 19. Jahrhundert diente. Der Director ist also dann zufriedengestellt, wenn die Zuschauer zeigen, dass auch sie zufrieden sind. Sobald also die Bühne aufgebaut ist (vgl. V. 39)  „Und jedermann erwartet sich ein Fest“ (V. 40). Dies veranschaulicht, dass jeder zu dieser Veranstaltung gekommen ist, so dass auch eine „Menge“ (ebd.) versammelt. Für sie gleicht es einem „Fest“ (ebd.), was dafür spricht, dass das Publikum Unterhaltung und Spannung erwartet. Weitergehend geht er der Frage nach: „Wie machen wir's , daß alles frisch und neu, / Und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (V. 47 f.).&lt;br /&gt;
Daraus lässt sich schließen, dass der Director viel Wert darauf legt, dass das Theater immer wieder neue Seiten zeigt und Spannung aufweist, dies aber immer wieder eine neue Herausforderung sei.Allerdings wünscht sich er sich auch die Begeisterung der Menschen, da er sehen möchte wie „der Strom nach unsrer Bude drängt“ (V. 50). Der „Strom“ (ebd.) steht dabei für die Bewegung der Menschen, die quasi von dem Theater angezogen werden. Zudem zieht dieser Strom „gewaltig wiederholte[...] Wehen“ (V. 51) nach sich. Das veranschaulicht, dass die Menge sich nach dem Theater sehnt und in einer großen Schar erneut zu Gast sein werden. Hierbei ist jedoch auch der Aspekt des Geldes zu beachten, denn sicherlich ist dies auch von Bedeutung für den Director, denn viele Besucher versprechen viel Geld. „Bey hellem Tage, schon vor Vieren, / Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (V. 53 f.) akzentuiert dabei diesen Aspekt. Der Vergleich „wie in Hungersnoth um Brot an Beckersthüre“ (V. 55) zeigt welches Ansehen das Theater bei den Menschen erlangt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter allerdings kann sich nicht der Meinung des Directors anschließen, was durch den Ausruf „O sprich mir nicht von jener bunten Menge“ (V. 59) veranschaulichen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug „Vorspiel auf ein Theater“ aus Johann Wolfgang von Goethes Tragödie „Faust“, die 1808 veröffentlicht und in den Epochen des Sturm und Drangs, der Klassik und Romantik entstanden ist, thematisiert die unterschiedlichen Vorstellungen eines guten Theaterstücks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug „Vorspiel auf ein Theater“ bildet den Anfang der Tragödie und handelt von einer Diskussion zwischen den drei Charakteren Director, lustige Person und Dichter, die jeweils eine andere Vorstellung von einem guten Theaterstück vertreten. So steigt der Auszug mit dem Satz „Ich wünschte sehr der Menge zu behagen“ (V.1) ein, welcher von dem Director stammt. Darin wird deutlich, dass es ihm wichtig ist, dass die Zuschauer ein aufgeführtes Theaterstück mögen. Dies wird deutlicher in der Aussage „Die Pfosten sind, die Breter aufgeschlagen,/Und jedermann erwartet sich ein Fest“ (V.3f.), wobei das Theaterstück indirekt mit einem „Fest“ (ebd.) verglichen wird, welches Freude und Gemeinschaft verdeutlicht. Somit kann man sagen, dass der Director von einem Theaterstück die Unterhaltung des Publikums erwartet. Seine darauffolgende Frage „Wie machen wir´s, daß alles frisch und neu,/ Und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (V.5f.) lässt darauf schließen, dass seiner Meinung nach Theaterstücke neu und modern sein müssen, da dies das Publikum interessiere und somit auch in die Vorstellungen locke. So kann festgehalten werden, dass das Theater nach ihm unterhaltend, überraschend und modern sei muss, dass dies die Menge interessiere. Der darauffolgende Abschnitt (V.7-14) verstärkt dies, da der Director sich dort mit bildlicher Sprache vorstellt, wie die Menschen sich darum streiten in ein erfolgreiches Theaterstück zu kommen. Besonders auffällig ist hierbei der Vergleich „wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren,/ Um ein Billet sich fast die Hälse bricht“(V.13f.), der zum einen seine radikalen Vorstellungen zum Ausdruck bringt, und zum anderen zeigen, dass er die Qualität eines Theaters aus der Position eines Geschäftsmanns bewertet, sodass ein Stück erst dann als qualitativ gut bezeichnet werden kann, wenn es beliebt ist und finanziell erfolgreich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem werden weitere Kriterien eines guten Theaterstücks aus der Position des Directors genannt. Ein Beispiel dafür ist der Satz „Wird Vieles vor den Augen abgesponnen,/ So daß die Menge staunend gaffen kann,/ Da habt ihr in der Breite gleich gewonnen,/Ihr seyd ein vielgeliebter Mann“ (V.47ff.), der verdeutlicht, dass in einem guten Stück viel passieren müsse. Zusammen mit dem Satz „Ein jeder sucht sich endlich selbst was aus“ (V.52) kann also gesagt werden, dass der Director der Meinung ist, dass in einem Stück verschiedene Bereiche eingebaut werden muss, damit für jedem im Publikum etwas dabei ist, womit er sich identifizieren kann, oder was ihm gefallen hat, da mit diesem Konzept jeder Zuschauer nach der Vorstellung „zufrieden aus dem Haus [gehe]“ (V.54). Dieses Konzept wird zu näheren Veranschaulichung mit „Ragout“ (V.56) verglichen, und ist darauf gezielt, so viele verschiedene Zuschauer wie möglich zu anzusprechen, damit umso mehr Menschen Eintrittskarten kaufen, und der gewünschte Ansturm (vgl. V. 7-14) eintritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Redeanteil des Directors wird ein neuer Aspekt angerissen, nämlich der der möglichen Kritiker. Im Satz „Und, was das allerschlimmste bleibt,/ Gar mancher kommt vom Lesen der Journale“ (V.64f.) wird deutlich, dass der Director denkt, ein Theater müsse die Presse beeindrucken und der Presse gefallen, da ihre veröffentlichte Meinung den Erfolg eines Stücks gefährden könne. Dass er in den Journalisten eine Gefahr sieht, verdeutlicht vor allem der Ausdruck „was das allerschlimmste bleibt“ (ebd.). Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Theaterstücke für ein Publikum geschrieben werden. Ein Dichter solle sich den Ansprüchen und Erwartungen des Publikums anpassen, und ihnen „mehr, und immer immer mehr [geben]“ (V.78), da das Ziel sei „sie zu befriedigen […)“ (V.81).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung des Directors von einem Theaterstück als eine finanzielle Einnahmequelle steht der Position des Dichters kontrastierend gegenüber. Der Auszug „Vorspiel auf dem Theater“ besteht hauptsächlich aus der Diskussion zwischen dem Dichter und dem Director, da diese sehr gegenteilige Meinungen vertreten. Der Dichter entgegnet gleich zu Anfang „O sprich mir nicht von jener bunten Menge“ (V.15), die das vielseitige und volle Publikum symbolisiert und antithetisch zu der vom Dichter gewünschten „stillen Himmelsenge“ (V.19) steht. So wird deutlich, dass sich der Dichter kein „wogende[s] Gedränge“ (V.17) wünscht, sondern die „stille[…] Himmelsenge,/ Wo nur dem Dichter reine Freude blüht;/ Wo Lieb´ und Freundschaft unsres Herzens Segen/Mit Götterhand erschaffen und erpflegen“ (V.19ff.). Dieser „Ort“ steht metaphorisch für die Leidenschaft des Dichtens und das damit eingehende Gefühl, dass ihm wie von „Götterhand erschaffen“ (ebd.), also wie ein kostbares Geschenk, erscheint. Betont wird hierbei, dass diese Leidenschaft für ein dichterisch wertvolles Theaterstück wichtiger sei, als ein volles Theaterhaus und eine volle Kasse, sodass gesagt werden kann, dass dem Dichter die Tätigkeit des Dichtens weitaus wichtiger ist, als jeglicher Ruhm oder jegliches Geld. Dies spiegelt sich ebenfalls in der Interjektion „Ach!“ (V.23) wider, die seine Liebe zum Theater deutlicher macht. Zudem führt der Dichter an, dass ein Werk oft sehr persönlich sei und eine tiefere Bedeutung habe, was in den Sätzen „Ach! was in tiefer Brust uns da entsprungen,/ Was sich die Lippe schüchtern vorgelallt“ (V.23f.) deutlicher wird. Auffällig ist hierbei das Personalpronomen „uns“ (ebd.) mit dem der Dichter repräsentativ für alle Dichter spricht und seine Aussagen somit verallgemeinert. Zudem wird auch betont, dass „das Aeche […] der Nachwelt unverloren [bleibt]“ (V.30), also dass die guten Werke zeitlose sein werden. Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass der Dichter im Namen aller Dichter seine Position verteidigt, in dem er andeutet, dass Theaterstücke eine tiefere Bedeutung haben müssen und nicht auf den Zweck des Erfolges ausgerichtet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Charakter ist die lustige Person, die sich auf die Behauptung „Das Aechte bleibt der Nachwelt unverloren“ (ebd.) bezieht. Infrage gestellt wird hierbei, wer der Mitwelt Spaß bereite (vgl. V.33), sodass deutlich wird, dass die lustige Person sich auf die Gegenwart bezieht und den Fokus auf den Spaß setzt. Zudem wird angeführt, „Wer sich behaglich mitzutheilen weiß,/Den wird des Volkes Laune nicht erbittern“ (V.37f.). Dies impliziert, dass die Darstellungsweise des Theaters das entscheidende sei, nicht der Inhalt. Mit der Aussage „Laßt Phanatsie, mit allen ihren Chören,/ Vernunft, Verstand, Empfindung Leidenschaft./ Doch, merkt euch wohl! nicht ohne Narrheit hören“ (V.42ff.) positioniert sich der dritte Charakter zwischen den Seiten des Directors und des Dichters, da zum einen sagt, der Spaß und die Unterhaltung seien wichtig, zum anderen jedoch auch anführt, dss Gefühle ebenfalls eine große Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Vorspiel auf dem Theater“, welcher von Johann Wolfgang Goethe verfasst und zwischen 1795 und 1800 veröffentlicht wurde, handelt es sich um einen Auszug aus seinem Werk „Faust – Der Tragödie Erster Teil“. Der vorliegende Auszug handelt von einem Gespräch, in welchem die Aufgaben und die Gestaltung eines Theaterstücks, aus drei unterschiedlichen Perspektiven dargestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem vorliegenden Textauszug erklären die drei Personen, und zwar der Direktor, der Dichter und der Schauspieler, der hier als “lustige Person“ beschrieben wird, die für sie wichtigsten Kriterien und Voraussetzungen an ein gelungenes Theaterstück. Dem Direktor ist es besonders wichtig mit der Aufführung Erfolg zu haben und gutes Einkommen zu erzielen. Der Dichter hingegen möchte das Publikum unterhalten und erreichen, das seine Gefühle und Gedanken von den Zuschauern verstanden werden. Der Schauspieler, also die lustige Person, gibt Tipps wie die Zuschauer bei dem Theaterstück am besten Unterhalten werden können. Er möchte die Menschen bei guter Laune halten und das Bühnenstück so Alltagstauglich wie möglich gestalten, damit sich die Personen mit den Schauspielern identifizieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Textauszug beginnt mit der Sichtweise des Direktors, welcher in dem gesamten Gespräch den größten Redeanteil aufweist. Dieser „wünschte [sich] sehr der Menge zu behagen“  (Z. 1). Bereits in diesem ersten Vers wird deutlich, dass der Direktor eher auf den finanziellen Aspekt fixiert ist. Er möchte die Zuschauer mit einem Stück beeindrucken, in dem sie genug zu sehen bekommen, denn je mehr Inhalt ein Stück aufweist, desto mehr Leute spricht es an. Somit soll „jedermann […] ein Fest“ (Z. 4) erwarten können, welches sie begeistert und zu einem erneuten Besuch animiert. Die Vorstellung eines erfolgreichen Theaterstücks vergleicht er mit diesem „Fest“ (ebd.), welches den Erfolg und somit die Steigerung der Einnahmen, ermöglichen soll. Anschließend wirft er die Frage „Wie machen wir´s, daß alles frisch und neu, / Und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (Z. 5f.) auf. Mit dieser Frage möchte der Direktor bewirken, dass der Dichter und der Schauspieler beginnen zu überlegen, wie man ein Theaterstück am Interessantesten und somit am aktuellsten und modernsten gestalten könnte. Darauf folgend beschreibt er seine genauen Erwartungen an das Theaterstück. Durch seine Anmerkung, dass er „freilich […] gern die Menge sehe[…], / Wenn sich der Strom nach unserer Bude drängt“ (Z. 7f.), wird erneut sein streben nach Geld verdeutlicht. Der Direktor hat die Hoffnung, dass eine große Anzahl an Zuschauern das Theaterstück aufsuchen, was durch die Aussage „Bei hellem Tage, schon vor Vieren, / Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht / Und, wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren, / Um ein Billet sich fast die Hälse bricht,“ (Z. 11ff.) verdeutlicht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend nennt der Dichter seine wichtigsten Kriterien und Voraussetzungen an ein gutes Theaterstück. Dieser erwähnt „O sprich mir nicht von jener bunten Menge, / Bei deren Anblick uns der Geist entflieht. / Verhülle mir das wogende Gedränge, / Das wider Willen uns zum Strudeln zieht.“ (Z. 15ff.). Durch diese Aussage wird besonders deutlich, dass der Dichter kein Bedürfnis an der Menge des Publikums hat. Dieser möchte den Zuschauern ein besonderes Kunstwerk bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Vorspiel auf dem Theater“  von Johann Wolfgang Goethe handelt es sich um einen Auszug aus dem Drama ,,Faust- Der Tragödie Erster Teil“, welches im Jahr 1808 veröffentlicht wurde. Thematisiert die Aufgabe und Wirkung eines guten Theaters aus verschiedenen Perspektiven. Dies wird in dem Auszug durch die Diskussion von drei Personen zum Ausdruck gebracht, nämlich den ,,Direktor“, die ,,lustige Person“ und den ,,Dichter“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beginnt der zu analysierende Auszug mit der Aussage des Direktors ,,Ich wünsche sehr der Menge zu behagen“ (V. 37), was verdeutlicht, dass dieser die Vorstellung hat, dass es die Aufgabe des Theaters sei, das Publikum zufrieden zu stellen und ihr Interesse zu gewinnen, da diesem vor allem der finanzielle Aspekt interessiert, was auch in der Aussage ,,lebt und leben lässt“ (V. 38) deutlich wird. Die Aussage ,,Und jedermann erwartet sich ein Fest“ (V. 40) bringt dabei hervor, dass der Direktor die Erwartungen des Publikums erfüllen will, da er die Vorstellung mit einem ,,Fest“ (ebd.) vergleicht, das die Menschen vergnügen soll und somit dem Direktor nicht das Theater und deren Inhalt wichtig sind, dass den Menschen etwas vermittelt werden soll, sondern die Menschen eine Unterhaltung haben sollen, die sie begeistert. Weiterhin wirft er die Frage ,,Wie machen wir's, dass alles frisch und neu/ Und mit Bedeutung auch gefällig sei?“ (V. 47 f.), was verdeutlicht, dass der Direktor auch für die Besucher, die das Theaterstück kennen, die Vorstellung spannend und unterhaltsam darbieten will, damit die Menge zufrieden ist und so viele Besucher wie möglich kommen, da es nie langweilig wird und somit auch der finanzielle Aspekt erneut angesprochen wird. Dies wird auch deutlich in der Aussage ,,Denn freilich mag ich gern die Menge sehen,/ Wenn sich der Strom nach unsre Bude drängt“ (V. 49 f.), wobei dem Direktor also auch wichtig ist, dass so viele Menschen wie möglich zu einer Vorstellung erscheinen, da somit mehr Geld verdient wird. Dies wird auch erneut untermauert in der Aussage ,, Bei hellem Tage, schon vor Vieren,/ Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (V. 53 f.), wobei hier besonders betont wird, dass das Theater so beliebt sein soll, dass die Menge sehr viel früher als die Vorstellung eigentlich ist, kommt um einen Platz bekommen zu können. Der Vergleich und die Metapher ,,wie in Hungersnot um Brot Bäckertüren,/ Um ein Billet sich fast die Hälse bricht“ (V. 55 f.) betont ebenfalls, dass der Direktor sich dies von der Vorstellung erhofft, da er an den finanziellen Aspekt denkt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes spricht der Dichter, der mit der Aussage ,, O sprich mir nicht von jener bunten Menge,/ Bei deren Anblick uns der Geist entflieht“ (V. 59 f.) beginnt, wobei deutlich wird, dass dieser nicht von der Menschenmenge begeistert ist, sondern eher dieser abgeneigt ist, was durch die Interjektion ,,O“ (ebd.) betont wird. Die Metapher ,,bunten Menge“ (ebd.) verdeutlicht dabei die Vielseitigkeit der Menschen, wobei der Dichter nichts von dieser wissen möchte, was durch die Aussage ,,Verhülle mir das wogende Gedränge“ (V. 61) hervorgehoben wird. Somit wird deutlich, dass der Dichter im Gegensatz zum Direktor nicht das Publikum als wichtig erachtet, sondern eher das Theater an sich, was in der Aussage ,,Nein, führe mich zur stillen Himmelsenge,/ Wo nur dem Dichter reine Freude blüht“ (V. 63 f.) verdeutlicht wird. Für ihn ist die Literatur an sich von großer Bedeutung und nicht die Menge, sodass die Bedeutung des Theaterstückes bedeutsam ist. Weiterhin fährt der Dichter fort mit der Aussage ,, Ach	! Was in tiefer Brust uns da entsprungen,/ […] Missraten jetzt und jetzt vielleicht gelungen,/ Verschlingt des wilden Augenblickes Gewalt“  (V. 67 ff.), wobei hervorgebracht wird, dass der Dichter die Thematik und Deutung des Stückes als wichtig erachtet, sodass das Theaterstück also die Literatur, zeitlose Themen behandelt und ein Bedeutungsreichtum besitzt. Ein weiteres wichtiges Kriterium für den Dichter wird in der Aussage ,,Das Echte bleibt der Nachwelt unverloren“ (V. 74) deutlich, wobei es dem Dichter also wichtig ist, dass das Stück so gut sein muss, dass die Nachwelt von dem Theaterstück noch hört und eine so große Bedeutung hat, dass die Themen zeitlos sind und sich die Nachwelt damit beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes beginnt die lustige Person bzw. der Schauspieler damit, dass er auf das Kriterium des Dichters, die Nachwelt solle sich sogar mit dem Stück  beschäftigen, eingeht, in dem er sagt ,, Wer machte denn der Mitwelt Spaß?“ (V. 77), wodurch deutlich wird, dass dem Schauspieler die heutige Welt im Gegensatz zur Nachwelt wichtiger ist und das Publikum das Stück näher bringen will. Des Weiteren sagt dieser ,,Wer sich behaglich mitzuteilen weiß,/ Den wird des Volkes Laune nicht erbittern“ (V. 81. f.). Dies bringt hervor, dass dem Schauspieler die Darstellungsweise wichtig ist, also wie das Stück vermittelt wird. Zu dem ist diesem aber auch ein großes Publikum wichtig, was in der Aussage ,,Er wünscht sich einen großen Kreis“ (V. 83) deutlich wird. Die Darstellung soll dabei von ,,Phantasie, mit allen ihren Chören, Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft“ (V. 86 f.) gekennzeichnet sein, womit dem Schauspieler vor allem die Emotionen wichtig sind, die vermittelt werden sollen und bei dem Publikum ausgelöst werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun spricht wieder der Direktor, der appelliert ,,Besonders aber lasst genug geschehn!“ (V. 89), damit ,,die Menge staunend gaffen kann“ (V. 92), womit dem Direktor also auch wichtig ist, dass das Theaterstück lang ist und die Menge somit begeistert, da man die ,,Masse […] nur durch Masse zwingen“ (V. 95) könne, also die Menschen nur durch ein langes und ereignisreiches Stück begeistern und unterhalten könne. Das Verb ,,gaffen“ (ebd.) betont dabei, dass die Menge erstaunt und begeistert sein soll und dies die höchste Priorität ist. Dass der finanzielle Aspekt dem Direktor wichtig ist, wird in der Aussage ,,Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen;/ Und jeder geht zufrieden aus dem Haus“ (V. 97 f.) deutlich, wobei hier auch wieder betont wird, dass das Publikum zufrieden sein muss und danach das Theater gestaltet werden soll. Dass dem Direktor der künstlerische Aspekts des Theaters nicht wichtig ist wird in der Aussage ,, Leicht ist es vorgelegt, so leicht als ausgedacht“ (V. 101) deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin kritisiert der Dichter den Direktor, in dem er sagt ,,Ihr fühlet nicht, wie schlecht ein solches Handwerk sei!/ Wie wenig das dem echten Künstler zieme!“ (V. 104 f.), womit er meint, dass der Maßstab, wie das Theater sein soll, falsch ist und Geld und das Zufriedenstellen des Publikums einen wahren Künstler nicht interessiere. Des Weiteren sagt er ,,Das saubern Herren Pfuscherei/ Ist, merk ich, schon bei Euch Maxime“ (V. 106 f.), wodurch der Dichter seine Abneigung gegenüber der Haltung des Direktors verdeutlicht, wobei die Ironie ,,Des saubern Herren“ (ebd.) dies nochmals unterstützt. Die Ausrufezeichen verdeutlichen dabei zusätzlich die Empörung und Abneigung des Dichters gegenüber der Einstellung des Direktors, die der Dichter für falsch hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Auszug aus dem „Vorspiel auf dem Theater“, welches zwischen 1750 und 1800 entstanden ist, stammt aus Johann Wolfgang von Goethes Tragödie „Faust“, welche 1808 veröffentlicht wurde. Thematisiert wird die Bedeutung des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug beginnt mit den Worten des Direktors, der „der Menge zu behagen [wünscht], / besonders weil sie lebt und leben läßt“ (V. 1f.). Ihm ist das Publikum des Theaters wichtig, da er durch dessen Besuch Geld verdient. Durch die Aussage „jedermann erwartet sich ein Fest“ (V. 4) macht der Direktor deutlich, dass er weiß, dass das Publikum bestimmte Erwartungen an das Theater hat und eine zufriedenstellende Darbietung erwartet. Somit stellt er die Frage „Wie machen wir's, daß alles frisch und neu, / und mit Bedeutung auch gefällig sey?“ (V. 5f.). Er will dem Publikum eine Theaterstück, was „frisch und neu“ (ebd.) und „mit Bedeutung auch gefällig sey“ (ebd.), dessen Inhalt und Intention die Leute anspricht, liefern. Außerdem sagt er, dass er „freilich [] gern die Menge [sieht]“ (V. 7), die „mit Stößen sich bis an die Kasse ficht / und, wie bei Hungersnoth um Brot an Beckerthüren, / um ein Billet sich fast die Hälse bricht“ (V. 12ff.). Dem Direktor ist es also wichtig, dass alle Eintrittskarten verkauft werden und er dadurch Geld verdienen kann. Einerseits kann man aus „mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (ebd.) deuten, dass die Menschen nach Unterhaltung gieren, was durch den gewaltsamen Umgang gegenüber den anderen verdeutlicht wird. Andererseits wird durch „wie bei Hungersnoth um Brot an Beckerthüren“ (ebd.) angedeutet, dass die Menschen auch Unterhaltung brauchen, sowie Menschen in einer Hungersnot etwas zu Essen zum Überleben brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes äußert sich der Dichter mit „O sprich mir nicht von jener bunten Menge / bei deren Anblick uns der Geist entflieht“ (V. 15f.). Der Dichter meint damit, dass das Publikum nur Wert auf Unterhaltung legt und nicht auf das künstlerische und bildende hinter den Werken, was an „der Geist entflieht“ (ebd.) festzumachen ist. Die Interjektion „O“ (ebd.) verdeutlicht, dass der Dichter gereizt auf die oberflächlichen Forderungen des Publikums reagiert. Darauffolgend sagt er, dass das Publikum „wider Willen [die Dichter] zum Strudel zieht“ (V. 18). Darunter ist zu verstehen, dass das Publikum durch ihr Verlangen nach ausschließlich unterhaltenden Inhalten, den Willen und die künstlerische Entfaltung des Dichters, untergräbt. Er möchte zur „stillen Himmelenge“ (V.19) geführt werden. Die „Himmelsenge“ (ebd.) stellt metaphorisch einen Ort dar, in dem der Dichter sich in Ruhe künstlerisch entfalten kann ohne dem Druck, der seitens des Direktors und den Forderungen der Menschen kommt, nachzugeben. Außerdem macht der Dichter deutlich, dass das „was glänzt [...] für den Augenblick geboren [sei]“ (V. 29), also das, was die Menschen zur Unterhaltung sehen wollen, für die Zukunft keine Relevanz mehr haben wird und „das Aechte […] der Nachwelt unverloren [bleibe]“ (V. 30), also Stücke mit überzeitlicher Bedeutung, nicht vergessen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um einen Auszug aus der Szene „Vorspiel auf dem Theater“ des Dramas „Faust – der Tragödie erster Teil“, welche von Johann Wolfgang Goethe verfasst und im Jahre 1808 veröffentlicht wurde. Die zu analysierende Szene ist zwischen 1795 und 1800 entstanden und thematisiert den Interessenskonflikt bezüglich der Erwartungen an ein Theaterstück aus verschiedenen Perspektiven und leitet das Drama ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Textauszug setzt mit der Aussage des Direktors ein, welcher sich wünscht „der Menge zu behagen“ (V. 37). Dies deutet bereits seine Erwartung an ein Theaterstück an. Der künstlerische Wert des Stücks spielt für den Direktor keine Rolle. Es geht ihm lediglich darum, dass das Publikum von dem Stück begeistert ist und somit auch zahlreich erscheint, was besonders durch das Substantiv „Menge“ (ebd.) deutlich wird. Jenes große Publikum soll ihm ausschließlich Gewinn einbringen. Dem fügt er hinzu, jeder erwarte „sich ein Fest“ (V. 40), sowohl das Publikum als auch er selbst. Für das Publikum besteht das Fest in dem Theaterstück selbst, da sie auf die Spannung warten und „ gern erstaunen“ (V. 42) möchten. Der Direktor dahingegen versteht darunter erneut den Gewinn, der aus den zahlreichen Besuchern, die das Theaterstück aufsuchen, hervorgeht. Der finanzielle Aspekt des Theaterstücks steht für ihn an erster Stelle.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anschließend fragt er danach, wie das Stück „frisch und neu / Und mit Bedeutung auch gefällig“ (V. 47 f.) gemacht werden könne. Dahinter steckt erneut sein Wunsch danach, möglichst viel Gewinn durch das Stück zu machen. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn das Theater einen guten Eindruck bei dem Publikum hinterlässt. Dafür wiederum sei es notwendig, dass das Stück aktuelle Themen aufgreift und nicht veraltet ist, damit es „Bedeutung“ (ebd.) für die Menschen hat. Die Tatsache, dass der künstlerische Aspekt für ihn an dieser Stelle keinen hohen Stellenwert hat wird insbesondere dadurch deutlich, dass er erwähnt, er wolle „gern die Menge sehen“ (V. 49), denn sein Ziel ist wiederholt nur die Begeisterung des Publikums für den letztlichen Gewinn. Die Besucher vergleicht er daraufhin mit einem „Strom“ (V. 50), welcher sich nach ihrer „Bude drängt, / Und mit gewaltig wiederholten Wehen / Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt“ (V. 50 ff.). Diese Metapher des Stromes hebt nochmals die gewünschte Masse an Besuchern hervor, da mit einem Strom meist ein großer und mächtiger Fluss assoziiert wird. Dieser könnte folglich aufgrund seiner Kraft auch Dinge mit sich reißen. Bezieht man dies erneut auf die Besucher, könnte es den Wunsch des Direktors, dass die Masse an Besuchern weitere Menschen sozusagen mitreißt, andeutet, da sich dadurch das Publikum und der aus dem Stück ergebene Gewinn vergrößern würde, was der Hoffnung des Direktors entspricht. Der Direktor steigert sich letztlich immer mehr in seinen Wunsch eines begehrten Theaters hinein, was an den im Anschluss folgenden Metaphern erkennbar ist. Somit erläutert er, er wolle sehen, wie sich die Menge „[m]it Stößen […] bis an die Kasse ficht / Und, wie in Hungersnot um Brot an Bäckertüren, / Um ein Billet sich fast die Hälse bricht“ (V. 54 ff.). Insbesondere die Aussagen „Stößen“ (ebd.), „Hungersnot“ (ebd.) und „Hälse bricht“ (ebd.) lassen auf Gewalt schließen, wodurch es so wirkt, als sei es dem Direktor egal, wie es dem Publikum bei dem Stück ergeht, es solle lediglich einen guten Gewinn einbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran spricht der Dichter und erläutert, der Direktor solle „nicht von jener bunten Menge, / Bei deren Anblick uns der Geist entflieht“ (V. 59 f.) sprechen. Die „bunte[.] Menge“ (ebd.) bezieht sich auf das Publikum und kann deren Individualität und Unterschiedlichkeit sowie deren verschiedene Erwartungen an das Theaterstück andeuten. Diese setzen den Dichter unter Druck, da er die Erwartungen jeder Person dieser Menge erfüllen muss. Folglich sagt er „Verhülle mir das wogende Gedränge, / Das wider Willen uns zum Strudel führt“ (V. 61 f.). Dies bezieht sich darauf, dass er im Gegensatz zu dem Direktor keinen Wert auf die Menge legt, denn für ihn soll das Werk und die Kunst im allgemeinen kein alleiniger Zweck dafür sein, die Interessen der Menschen zu befriedigen. Er möchte dahingegen „zur stillen Himmelsenge“ (V. 63) geführt werden. Dadurch wird darauf hingedeutet, dass er in Ruhe an seinen Werken arbeiten möchte. Somit scheint auch Ruhm und Ansehen für ihn nicht von großer Bedeutung zu sein, da er nicht an dem Publikum interessiert ist. Für ihn zählt das Werk selbst, welches erst nach einiger Zeit „in voller Gestalt erscheint“ (V. 72). Somit bleibe das Werk und seine Intention in „der Nachwelt unverloren“ (V. 74). Ihm ist der künstlerische Aspekt des Theaterstücks wichtig, denn er möchte, dass es nicht nur für einen „Augenblick“ (V. 73) relevant für die Menschen ist, sondern für eine lange Zeit. Zudem soll es auch in der Zukunft noch von großer Bedeutung sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend spricht die Lustige Person, welche einen Schauspieler des Theaterstücks darstellt. Diesem scheint die Bedeutung des Werkes in der Zukunft nicht wichtig zu sein, denn er fragt sich, wer der „Mitwelt Spaß“ (V.77) machen solle. Dies ist für ihn zugleich das Signifikante an dem Theaterstück, denn er möchte, dass das Theater dem Publikum Freude macht. Dies ist seiner Meinung nach durch die „Gegenwart von einem braven Knaben“ (V. 79) zu erreichen. Dies lässt erkennen, dass er nicht zwingend den künstlerischen Wert des Stücks wertschätzt. Für ihn ist es wichtig, dass das Stück von einem guten Schauspieler begleitet wird, womit er möglicherweise sich selbst meinen könnte. Bezieht man auch die folgenden Aussagen der lustigen Person darauf, dass sie sich selbst als den „braven Knaben“ (ebd.) versteht, ist durch die Aussage „Er wünscht sich einen großen Kreis“ (V. 83) deutlich erkennbar, dass der Wert des Theaterstücks für ihn in seinem Ruhm und der Anerkennung des Publikums liegt. Anschließend erläutert er akkumulierend, was seiner Meinung nach schließlich für ein gelungenes Theaterstück in der Vorstellung enthalten sein muss „Phantasie, mit allen ihren Chören, / Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft“ (V.86 f.). Für ihn sind somit auch Gefühle wichtig, um das Publikum zu beeindrucken, jedoch kann ein Theaterstück für ihn „ohne Narrheit“ (V.88) nicht bedeutsam sein, was andeutet, dass ihm Humor und Witz für das Theaterstück ebenfalls wichtig sind, um die Menschen zu beeindrucken und somit Anerkennung zu erhalten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich wendet der Direktor ein , „Besonders aber lasst genug geschehn!“ (V.89). Dies führt erneut vor Augen, dass das Stück seiner Meinung nach spannungsvoll sein muss und viel passieren muss, damit das Publikum beeindruckt ist, was er später noch genauer ausführt. Zudem erwähnt er, man sei dadurch ein „vielgeliebter Mann“ (V. 94), was dem Wunsch der lustigen Person entspricht, welche nach Anerkennung und Ruhm strebt. Dies könnte demnach ein Versuch des Direktors sein, jene zu beschwichtigen, um sein Ziel durchsetzen zu können, denn er hat den Drang danach, einen großen Gewinn durch das Stück zu machen. Seinen zuvor erläuterten Gedanken führt er anschließend weiter aus und erläutert, man könne Masse „nur durch Masse zwingen“ (V.95), denn so suche sich jeder „endlich selbst was aus“ (V.96). Dies deutet an, dass er ein Stück möchte, dass viel Inhalt enthält, welcher zudem unterschiedlich sein soll, damit er sich auf jeden Menschen, wie unterschiedlich er auch ist, beziehen lässt. Dadurch wäre das Stück letztlich für viele Menschen relevant und ansprechend, wodurch der Direktor seinen Wunsch nach vielen Besuchern und einem großen Gewinn erfüllen könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend erläutert der Dichter, ein Werk, wie es sich der Direktor und die lustige Person wünschen, sei „schlecht“ (V.104). Er hält ein Stück, welches lediglich dem Gefallen der Masse und der Anerkennung dienen soll, nicht für bedeutsam und kritisiert es, was besonders durch die Ausrufezeichen deutlich wird. Diese Art eines Theaters bezeichnet er folglich außerdem als „Pfuscherei“ (V.106), was nochmals seine Abneigung gegenüber solcher Kunst hervorhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Textauszug aus dem „Vorspiel auf dem Theater“ aus dem Drama „Faust“, geschrieben von Johann Wolfgang Goethe und veröffentlicht 1808, handelt von einem Gespräch zwischen dem Dichter, dem Director und einer lustigen Person, welche ihre Forderungen an das Publikum des Theaters preis geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Auszugs gibt der Director den Wunsch frei, „der Menge“ (Z.1) zu gefallen (vgl. Z.1), da, wie er meint, er von der Menge, die hier das Publikum darstellt, lebt (vgl. Z.2). Der Director sagt dann „jedermann erwartet sich ein Fest“ (Z.4). Er meint also, alle haben hohe Anforderungen an das Theaterstück. Er stellt dann die Anforderung, viele Besucher zu haben, was durch die Aussage „Denn freilich mag ich gern die Menge sehen, Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt“ (Z.7f.). Durch die Metapher „Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht“ (Z.12), möchte er darstellen, dass man bereits um Eintrittskarten kämpfe und bereits „bei hellem Tage, schon vor Vieren“ (Z.11) komme um sich diese zu sichern. Zusätzlich vergleicht der Director das Verhalten mit einer „Hungersnoth“ (Z.13), in der man sich für „Brot“ (ebd.), beinahe „die Hälse bricht“ (Z. 14). Es vergleichsweise also lebensnotwendig sei, dieses Theaterstück zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächstes spricht der Dichter, welcher eine etwas andere Meinung zu haben scheint. Es scheint als habe er vielleicht ein wenig Lampenfieber, da er den Director darum bittet, „nicht von jener bunten Menge“ (Z.15) zu sprechen. Des Weiteren fügt er noch hinzu, dass sich „bei deren Anblick […] der Geist entflieht“ (Z.16). Er stellt die Anforderung das „wogende Gedränge“ (Z.17), ihm zu verhüllen (vgl. Z.17). Er möchte dort sein, „wo nur dem Dichter reine Freude blüht“ (Z.20), also am liebsten für sich allein. Im nächsten Moment, lobt der Dichter die gesamte Gruppe und meint was sie erschaffen haben käme von Herzen, da er meint „Ach! Was in tiefer Brust uns da entsprungen“ (Z.23). Es sei zunächst „Mißrathen“ (Z. 25), darauf jedoch „gelungen“ (ebd.), unterstrichen wird dies durch die Repetitio „jetzte...jetzt“ (ebd.). Der Dichter sagt ergänzend dazu noch, dass viel Arbeit und vor Allem viel Zeit in das Schreiben des Werkes geflossen ist (vgl. Z. 27), jetzt allerdings „erscheint es in vollendeter Gestalt“ (Z.28).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann meldet sich eine lustige Person zu Wort und gibt auch seine Erwartung an das Schauspiel preis. Laut ihm, wird man Spaß haben (vgl. Z. 37f.) und erwartet viele Gäste (vgl. Z.39). Daraufhin bittet er die Zuschauer, sie sollen „brav“ (Z. 41) sein, und sich „musterhaft“ (ebd.) verhalten. Zuletzt bittet er noch darum, deren „Narrheit [zu] hören“ (Z.44).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Vorspiel auf dem Theater (Verse 33 bis 242)“ handelt es sich um einen Auszug aus dem Roman „Faust – der Tragödie erster Teil“ von Johann Wolfgang Goethe. Er entstand zwischen 1795 und 1800 und thematisiert den Unterschied zwischen guten und schlechten Theaterstücken und deren Kriterien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit den Worten des Directors „Ich wünschte sehr der Menge zu behagen, / Besonders weil sie lebt und leben läßt. / Die Pfosten sind, die Breter aufgeschlagen, / Und jedermann erwartet sich ein fest.“ (Z.1ff.). Mit dieser Aussage leitet der Director das Theater ein und versucht die Zuschauer aufmerksam zu machen. Dann fährt er mit den Worten „Wie machen wir´s, daß alles frisch und neu, / Und mit Bedeutung auch gefällig sey ? / Denn freilich mag ich gern die Menge sehen, / Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt, / Und mit gewaltig wiederholten Wehen / Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt, /  Bei hellem Tage, schon vor Vieren, / Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht / Und, wie in Hungersnoth um Brot an Beckerthüren, / Um ein Billet fast die Hälse bricht“(Z.5ff.) fort. Mit diesen Worten lenkt er dann des Publikums Interesse endgültig auf das Theaterstück und dieses kann beginnen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang redet der Dichter die Worte : „O Sprich mir nicht von jender bunten Menge, / Bei deren Anblick uns der Geist entflieht. / Verhülle mir das wogende Gedränge, / Das wider Willen uns zum Strudel zieht. / Nein, führe mich zur stillen Himmelsenge, / Wo nur dem Dichter reine Freude blüht; / Wo Lieb´ und Freundschaft unsres Herzens Segen / Mit Götterhand erschaffen und erpflegen. / Ach ! Was in tiefer Brust uns da entsprungen, Was sich die Lippe schüchtern vorgelallt, Mißrathen jetzt und jetzt vielleicht gelungen, / Verschlingt des wilden Augenblicks Gewalt. / Oft wenn es erst durch Jahre durchgedrungen / Erscheint es in vollendeter Gestalt. / Was glänzt ist für den Augenblick geboren ; / Das Aechte bleibt der Nachwelt unverloren“(Z.15ff.).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/Emrich-Effi</id>
		<title>CFS T-Klassen/Wertung und Wirkung von Literatur/Emrich-Effi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/Emrich-Effi"/>
				<updated>2019-01-22T20:53:06Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Emrich - &amp;quot;Effi&amp;quot;, &amp;quot;Faust&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Kriterien Emrichs für einen &amp;quot;künstlerischen Roman&amp;quot;, veröffentlicht 1965, an Fontanes &amp;quot;Effi Briest&amp;quot;, veröffentlicht 1895 überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn seines Textes spricht Emrich von &amp;quot;Gehalte[n] und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt&amp;quot;(Z.3). Mit der Übernahme von &amp;quot;Stoff oder Vorwurf&amp;quot;(ebd.) ist schlichtweg die Übertragung realer Ereignisse, genauso wie sie geschehen sind, auf die eigene Komposition gemeint. Die Hervorbringung von &amp;quot;Einbildungskraft&amp;quot; ist lediglich das Erfinden von einer Geschichte. Bei &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; liegt eine Mischung dieser beiden Aspekte vor. Die Protagonistin Effi sowie alle anderen Charaktere hat es so nie gegeben, also kann man nicht von einer Übernahme der Realität sprechen. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass die Geschichte einer jungen Frau, die sich von der Gesellschaft unterdrückt fühlt, was letztendlich zum Tod führt,  genauso einmal hätte stattfinden können, was den Realitätsaspekt der Geschichte darstellt. Dabei ist hinzuzufügen, dass es bewiesen ist, dass die Geschichte Effis passierte, jedoch Namen und andere Details geändert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders der Aspekt des &amp;quot;Beziehungsgewebes&amp;quot;(Z.4), kommt bei &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; zum Vorschein. Damit ist die Verbindung zwischen Inhalt, Sprache und Form gemeint. Schon auf der ersten Seite befinden sich viele Metaphern, die als Vorausdeutungen für das Leben Effis fungieren. Dies setzt sich im ganzen Roman fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Werk &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; &amp;quot;aus ihrer spezifisch historischen Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit&amp;quot; wird, lässt sich zweierlei betrachten. Zum einen ist dieser extreme Gesellschaftliche Druck, der einem sogar vorgibt wen man zu lieben hat, ein typisches Merkmal des 19. Jahrhunderts. Jedoch findet sich in '''jeder''' jeder Epoche ein gewisser gesellschaftlicher Druck wieder, der andere Ausmaße hat. Sogar in unserer heutigen Gesellschaft sind wir noch von Erwartungen, die besonders das Geschlecht betreffen, umgeben. &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; kann dabei intentional helfen und Mut machen, sich nicht zu sehr nach gesellschaftlichen Konventionen zu richten. Dies ist ein zeitloses Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Effi Briest &amp;quot; kann &amp;quot;symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen&amp;quot;(Z.7-8) haben. Eine Gesellschaft ist in jeder Situation, in der Menschen aufeinandertreffen gegeben. Somit ist es auch möglich, dass der gesellschaftliche Druck möglich wird. In vielen Völkern, sowie auch bei Effi Briest, hat die Heirat was mit Ehre und Anerkennung zu tun. Ein ranghöherer Partner verschafft nämlich auch einem selbst einen höheren Rang, sowie Effi. Somit kann man sagen, dass, zwar versteckt, aber sich eine Bedeutung für andere Völker in der Geschichte Effis, finden lässt. Zudem lässt sich auch sagen, dass &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; eine Bedeutung für Menschen aus verschiedenen Altersklassen hat. Dies liegt an dem einfachen Grund, dass an Menschen, gleichgültig ob Jung oder Alt, immer gewisse Ansprüche gestellt werden. Diese Ansprüche könne dann zu Druck führen. Im Kindesalter wird versucht, den Kindern versucht die unterschiedlichen Ansprüche beizubringen, wohingegen Menschen im Erwachsenenalter versuchen diesen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die &amp;quot;unsausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten&amp;quot;(Z.22-23) ist bei &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; gegeben. Das Dilemma Effis ist ganz klar und sehr gut zu ergründen. Sie kann dem Druck nicht standhalten, was sich von der Psyche auf den Körper überträgt, sodass Effi letzendes schwer erkrankt und stirbt. Dies steht im Zusammenhang mit dem soziologischen Aspekt des gesellschaftlichen Drucks, was unter anderem das schon genannte &amp;quot;Beziehungsgewebe&amp;quot;(ebd.) unterstützt. Abgesehen davon, dass die Heirat  Innstettens und Effis auch kirchlich stattfindet, ist die Kirche ein großer Bestandteil gesellschaftlicher Konventionen und gibt diese teils vor. Auch derjenige der nicht die Kirche besucht, wird ausgeschlossen. Dass diese &amp;quot;unendlich&amp;quot; (Z.25) sind, wird vor allem an den vielen Metaphern und Vorausdeutungen deutlich. Man kann diese nicht nach einmaligem Lesen erfassen, sondern ist länger damit  beschäftigt sie zu finden und zu deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Effi Briest&amp;quot; kommt auch &amp;quot;der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe&amp;quot;(Z.29-30). Wie schon erwähnt, hätte die Geschichte Effis so wirklich stattfinden können. Die Komplexität zeigt sich vor allem in der Menge der Charaktere, die alle einen eigenen Charakter haben, der sehr gut ausgeführt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Roman alle Kriterien eines &amp;quot;künstlerischen Romans&amp;quot;, besonders das Beziehungsgewebe zwischen Form, Sprache und Inhalt, sowie dem Realitätsbezug, erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Feedback von Lara'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hallo Anne, meiner Meinung nach ist dir dein Text sehr gut gelungen. Du hast dich nur auf die wesentlichen Aspekte aus Emrichs Text konzentriert und diese gut auf &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; bezogen. Im ersten Abschnitt, wo es um die &amp;quot;Einbildungskraft&amp;quot; geht, hast du geschrieben, dass die Geschichte einer jungen Frau, die sich von der Gesellschaft unterdrückt fühlt, genauso hätte passieren können. Da würde ich jedoch eher sagen, dass Fontane sich von einem Ereignis inspirieren lassen hat, dabei zwar Namen und Details veränderte, die Vorlage jedoch erkennbar bleibt. Somit ist die Geschichte bis auf ein paar Details genau so passiert. Zudem würde ich den Begriff &amp;quot;Beziehungsgewebe&amp;quot; noch ein bisschen genauer erklären, da man nicht genau weiß was damit gemeint ist.  Zudem würde ich vielleicht nur noch in deinen Einleitungssatz noch Erscheinungsjahre und die Autoren des Sachtextes und des Romans hinzufügen und eventuell deinen Schluss noch etwas ausführen. Ansonsten ist dir die Hausaufgabe gut gelungen.''&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W. Emrichs Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, veröffentlicht 1965 in seinem Werk „Geist und Widergeist“, führt einige Kriterien für einen literarisch künstlerischen Roman an. Im Folgenden wird die Tragödie „Faust“, geschrieben von Johann Wolfgang von Goethe und veröffentlicht im Jahr 1808, auf eben diese Kriterien überprüft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext beginnt in seinen ersten Zeilen mit einer Art Aufzählung all dessen, was, laut Emrich, ein Kriterium für einen künstlerischen Roman ist. In seinem Text stellt er den künstlerischen Roman und den nichtkünstlerischen Roman immer wieder vergleichend gegenüber, in dem er die Merkmale beider Seiten anführt, erklärt und beispielhaft erläutert. Unter anderem behauptet Emrich also, dass „Gehalte und Formen […] in ein Beziehungsgewebe gebracht werden [müssen]“ (Z.2ff.). Dies impliziert eine unmittelbare Verbindung zwischen Inhalt, Sprache und Form eines Werkes, die aufeinander angepasst und abgestimmt sein müssen, damit man einen Roman als künstlerisch betiteln darf. Das Drama Faust beinhaltet zahlreiche inhaltliche Thematiken, die ebenfalls auf die Sprache und Form abgestimmt sind. Ein Beispiel dafür ist ein Dramenausschnitt aus dem Wald und der Höhle (V.3217-3250). Das Szenenbild einer naturhaften Umgebung spiegelt sich ebenfalls in Fausts Sprache wider: „herrliche Natur zum Königreich“ (V.3220), „Im stillen Busch, in Luft und Wasser“ (V.3227) oder „von Felsenwänden, aus dem feuchten Busch“ (V.3237). Die Szene der Nacht (V.354-385), in der Faust feststellt, alles Wissen über die Welt die er kennt erlangt zu haben und seine Verzweiflung darüber, spiegelt sich ebenfalls in seiner Sprache wider. So zeigen Aufzählungen wie „Habe nun, ach! Philosophie,/ Juristerei und Medizin,/ Und leider auch Theologie!/ Durchaus studiert […]“ (V.354ff.), die verschiedene Bereiche des Wissens abdecken, die Menge dessen was er weiß und verstärken seine Verzweiflung darüber umso mehr, sowie Metaphern wie „Das will mir schier das Herz verbrennen“ (V.365). Außerdem wird bei näherer Betrachtung deutlich, dass die Sprache sich ebenfalls an die Figuren der Tragödie anpasst, sodass sich Faust, ein Wissenschaftler mit akademischer Stellung, einer Sprache bedient die im Vergleich komplexer wirkt. Dies wird vor allem im Vergleich mit Margarethe deutlich, deren Sprache ebenfalls ihre Persönlichkeit widerspiegelt. So ist am Beispiel der Szene „Marthens Garten“ zu sehen, dass Faust eine komplexere und tiefisinnigere Sprache hat, wie in seiner Erklärung auf die Frage, wie er zu Religion stehe, deutlicher wird. Dort antwortet er Gretchen mit einer langen Erklärung (vgl. V. 3431- V.3457), während sie mit „Das ist alles recht schön und gut;/ Ungefähr so sagt das der Pfarrer auch,/ Nur mit ein bisschen anderen Worten“ (V.3459ff.)antwortet. So kann festgehalten werden, dass Gretchen einen einfachen Sprachgebrauch hat, der zu ihrer jungen und naiven Persönlichkeit passt. Es kann also gesagt werden, dass Faust ein Beziehungsgewebe aus Gehalte und Form hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kriterium ist die Befreiung der „historischen Begrenztheit“ (Z.5) und der „Bedeutungsreichtum […], der nie zu Ende reflektiert werden kann“ (Z.6). Zum einen kann gesagt werden, dass Faust Spuren seiner Entstehungszeit aufweist und somit historisch in die Literaturepochen Sturm und Drang, Klassik und Romantik einzuordnen ist. So wäre nur damals Gretchen in einen Kerker eingesperrt worden für die Ermordung ihres Kindes, jedoch sind künstlerische Werke nach Emrich nur dann künstlerisch wertvoll, wenn Romane oder Dramen Thematiken und Interpretationen beinhalten, die zeitlos, also „unendlich“ (Z.10) sind. So müsse ein Werk nach wiederholtem Lesen neue Bedeutungen aufweisen können. Die Tragödie handelt von dem Wissenschaftler Faust, der in seinem Leben Wissen gesammelt hat. Jedoch hat er das Bedürfnis mehr zu wissen, als das was schon von der Welt bekannt ist, er möchte das Übersinnliche kennen und die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Dieser Aspekt ist ein zeitloser, da der Wunsch nach der Antwort des Warums und der nach dem Sinn des Lebens jede Generation und jede Epoche der Menschheit interessiert hat und interessieren wird. Zudem behandelt Faust zeitlose Thematiken wie die Liebe, erkennbar am Handlungsspann zwischen Gretchen und Faust, die dadurch einher kommende Sehnsucht und den gesellschaftlichem Druck, welcher ebenfalls eine zeitlose Thematik ist. Erfüllt wird damit ebenfalls das Kriterium der „umfassende[n], vielseitige[n] Gestaltung, die der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt“ (Z.29f.), da, wie bereits erläutert, die Inhalte und ihre Interpretationsmöglichkeiten in Faust zahlreich und zeitlos sind und Faust ein Werk ist, das noch immer Aktualität hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Johann Wolfgang von Goethes Tragödie „Faust“ nach Emrich ein ranghohes Kunstwerk ist, und somit auch eine Bedeutung in der Geschichte hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Carina'''&lt;br /&gt;
Hallo Nina,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
du hast eine gute Hausaufgabe verfasst! Besonders gut hat mir der Teil gefallen in welchem du die Szene Wald und Höhle auf den Sachtext anwendest. Ebenfalls hast du durchaus alle Kriterien von W. Emrich erkannt und sie an passenden Textstellen in Faust belegt.&lt;br /&gt;
Jedoch würde ich das Kriterium von W. Emrich, dass ein Werk nach widerholtem Lesen neue Bedeutungen aufweisen kann etwas genauer erläutern. Ebenfalls würde ich ein Beispiel in Faust für die Thematik der Liebe in deiner Hausaufgabe ergänzen. &lt;br /&gt;
Alles in allem jedoch eine sehr schöne Hausaufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird der Roman „Effi Briest“, geschrieben von Theodor Fontane und veröffentlicht 1896, welcher die Zerstörung der Menschlichkeit durch gesellschaftliche Konventionen im späten 19. Jahrhundert thematisiert, nach den von Emrich festgelegten Kriterien über die künstlerische Formung eines literarischen Werkes untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Roman „Effi Briest“ handelt von einer jungen Frau (Effi Briest), welche mit einem älteren Mann, namens Innstetten, verheiratet wird. Innstetten hat allerdings kaum Zeit für Effi, da er viel arbeitet. Aus diesem Grund langweilt Effi sich im Haus ihres Mannes sehr und beginnt Ausflüge und Treffen mit dem Major Crampas zu unternehmen. Nachdem Innstetten und Effi bereits eine gemeinsame Tochter, namens Annie haben, kam es zu einem Seitensprung seitens Effi. Sie startete eine Affäre mit dem Major Crampas, welche allerdings von Innstetten aufgedeckt wird, wenn seine Frau in der Kur ist. Daraufhin duelliert er sich mit Crampas, welcher dabei ums Leben kommt, und lässt sich von Effi scheiden. Auf Grund ihres Seitensprungs und der daraus resultierenden Scheidung, wird Effi auch von ihren Eltern verstoßen, da ihr Handeln von der Gesellschaft nicht anerkannt beziehungsweise akzeptiert wird und da eine Frau in der damaligen Gesellschaft auf einen Mann angewiesen war. Als Effis Gesundheitszustand sich immer weiter verschlechtert, entscheidet sich ihr Vater dafür, sie wieder bei sich auf zu nehmen. In ihrem vertrauten zu Hause stirbt sie, am Ende des Romans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emrich schreibt in seinem Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, geschrieben 1965 und veröffentlicht in „Geist und Widergeist“, dass einerseits Form, Inhalt und Sprache des Werkes „in ein Beziehungsgewebe gebracht werden [müssen]“ (Z.4). Bei Fontanes Roman trifft dieses Kriterium definitiv zu. Bereits auf den ersten Seiten des Romans, verwendet Fontane viele Metaphern, wie zum Beispiel die Sonnenuhr im Garten der Familie, welche auf Effis Tod anspielt, die Vorausdeutungen für das Leben Effis sind. Somit stehen Sprache und Inhalt in einem Beziehungsgewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sei es ein Kriterium, bereits vorhandene Geschichten als Inspiration zu nutzen um daraus ein gutes Werk zu erschaffen oder, dass dies durch „Einbildungskraft“ (Z. 3) geschieht (vgl. Z. 2f.). Die Geschichte Effi Briests, ist eine Mischung dieser beiden Möglichkeiten: Es ist gut möglich, dass zu jener Zeit eine Frau so gelebt hat, allerdings sind Namen der Orte und Personen frei erfunden. Somit ist auch dieses Kriterium erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, von Emrich aufgeführtes Kriterium, ist das Kriterium des „Bedeutungsreichtum[s]“ (Z. 6). Laut ihm ist ein Werk von „künstlerische[r] Formung“ (Z.1), wenn das Thema des Werkes keiner „historischen Begrenztheit“ (Z.5) unterliegt. Im Roman „Effi Briest“, ist das hauptsächliche Thema die gesellschaftlichen Konventionen des 19. Jahrhunderts, in Bezug auf den Ehebruch und den Ausschluss von der Gesellschaft. Dennoch ist ein weiterer sehr wichtiger Aspekt die Liebe. Effi wird verheiratet, bloß wegen des hohen Rangs Innstettens. Durch ihren Seitensprung wird sie dann aus der Gesellschaft ausgestoßen und wird krank. Dieses Kriterium ist also ebenso erfüllt, da es hier definitiv auch im heutigen Zeitalter eine Intention gib: Effi Briest wiedersetzt sich den gesellschaftlichen Konventionen obwohl ihr bewusst ist, was auf Grund dessen, auf sie zukommen kann. Zusätzlich sagt Emrich, der Bedeutungsreichtum könne niemals zu Ende gedeutet werden und es gäbe auch eine symbolische Bedeutung für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen (vgl. Z. 6 ff.). Dem kann auch nur Recht gegeben werden, da wie schon einmal erwähnt, der Roman heute noch eine Bedeutung und Intention für uns hat. Die Liebe wird immer ein wichtiges und durchaus auch interessantes Thema für uns sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Roman „Effi Briest“, den von Emrich aufgestellten Kriterien zur Wertung und Rangordnung literarischer Werke künstlerischer Form entspricht und damit ein künstlerischer Roman ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback: Ich finde deinen Text für den Anfang schon ganz gut. Du hast die wichtigsten Kriterien, die ein künstlerisches Werk ausmachen herausgearbeitet. Einen Aspekt, die Darstellung der Wirklichkeit (im Text ab Z. 28), hast du aber nicht genannt. Den würde ich noch ergänzen. Außerdem kannst du die Zusammenfassung von Effi Briest weglassen und stattdessen den Inhalt direkt auf die Kriterien beziehen. An einigen Stellen fehlen nämlich Textbezüge, die deine Behauptungen belegen (siehe Fettmarkierungen). Was mir an deiner Zusammenfassung auch noch aufgefallen ist, ist dass du die falsche Zeitform benutzt. Ansonsten müsstest du noch einige Fehler (Fettmarkierungen) verbessern. ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird der Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane, aus dem Jahr 1859, hinsichtlich der Kriterien Emrichs aus dem Textauszug „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, aus dem Jahr 1965, auf die künstlerische Formung geprüft.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn sagt der Text Emrichs aus, dass „Gehalte und Formungen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt, […], kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 2-4) müssen. Das bedeutet, dass reale Begebenheiten auf das literarische Werk übertragen werden müssten und in ihrem Gefüge dementsprechend verknüpft werden müssen, dass sie letztendlich stimmig zueinander sind. Bei „Effi Briest“ kann gesagt werden, dass der Charakter „Effi“ zu dieser Zeit genauso gelebt haben kann, jedoch die Charaktereigenschaften frei von Fontane gewählt wurden.  Somit könnte der Roman auf realen Begebenheiten basieren, jedoch wurden diese durch die „Einbildungskraft“ (Z. 3) Fontanes abgeändert, so dass sie schließlich „kompositorisch“ zueinander stehen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zudem sollen laut Emrich die Werke von ihrer „Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit werden“ (Z. 5), denn erst dann seien sie kunstvoll ansprechend. Das bedeutet, dass zeit übergreifende Themen Inhalt der Werke sein sollen, damit diese auch in andere historischen Kontexten einen „Bedeutungsreichtum“ (Z. 6) aufweisen können. So sind beispielsweise Themen wie Liebe und Tod  von hoher Bedeutung in literarischen Werken. DaEffi mit dem Baron Innstetten verheiratet wird, kann sie später nicht zu der Liebe zu Crampas stehen, da sie einem gesellschaftlichen Druck ausgesetzt wird. Somit spielt das Thema Liebe eine zentrale Rolle in dem Roman.  Außerdem wird der Tod auch in dem Roman thematisiert, da Effi am Ende in ihrem Elternhaus der Liebe wegen stirbt. Somit ist zu sagen, dass das Kriterium der Begrenztheit und Einseitigkeit in „Effi Briest“ erfüllt ist und somit ein „Bedeutungsreichtum“ (ebd.) vorliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass zudem ein „unendliches Kontinuum“ (Z. 10) dargestellt wird, wird gleich zu Beginn des Romans deutlich, da dort durch rhetorische Mittel, wie beispielsweise Metaphern, auf den Tod Effis hingedeutet wird. Dieses Kontinuum wird nämlich von „psychologischen, religiösen, soziologischen u. a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten“ (Z. 23 f.) gefüllt. Somit spielt die psychische Instabilität Effis eine große Bedeutung, da der Tod ihrerseits zudem für „Spannung und Rätsel“ (Z. 18 f.) sorgt. Das psychische Problem Effis entwickelt sich aus dem Gesellschaftsdruck, somit ist dem hinzuzufügen, dass das Beziehungsgewebe in diesem Fall aufeinander abgestimmt ist.  Zudem ist damit der soziologische Bereich abgedeckt, da hiermit das Zusammenleben der Menschen im 19. Jahrhundert charakterisiert wird. Ein weiterer soziologischer Aspekt wäre somit auch das Eheleben zwischen Effi und Innstetten, das dies nur Charakter eines Statussymbols zeigt, jedoch nicht den zweier Liebenden.  Weitergehend ist zu sagen, dass der religiöse Aspekt auch aufgegriffen wird, da Effi durch gesellschaftlichen Vorschriften die Kirche besuchen muss und zusätzlich eine Kur besucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem sollten Romane „immer wieder neu gelesen und interpretiert werden“ (Z. 25 f.), damit die Deutungsmöglichkeiten sich voll entfalten können. Somit sind die „Sinn- und Formbezüge in sich unendlich“ (Z. 24 f.), was besonders durch die genutzte Metaphorik zum Ausdruck gebracht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassen d ist zusagen, dass der Roman „Effi Briest“ einer künstlerischen Formung entspricht, da dieser durch die vielen Deutungsmöglichkeiten nie einseitig werden kann. Zudem ist das Beziehungsgewebe stimmig und auch zeit-übergreifende Themen werden genutzt, damit das Werk sich auch in anderen historischen Gegebenheiten entfalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Luisa'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Janette, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mir gefällt deine Hausaufgabe gut, jedoch sind mir einige Punkte aufgefallen, die du noch ergänzen könntest. &lt;br /&gt;
Dein Einleitungssatz würde ich noch ausführlicher gestalten, wie durch das Veröffentlichungsjahr des Textauszuges und aus in welchem Werk der Textauszug veröffentlicht wurde. Was mir direkt danach aufgefallen ist, dass du einen längeren Satz aus dem Textauszuges W. Emrichs zitierst, dann aber im folgenden nicht auf alle Aspekte eingehst. Um den Überblick zu ehalt hilft es mir persönlich immer gut kleinere Zitate zu verwenden, weil man sonst den Überblick verlieren könnte und eventuell dann einige Dinge vergisst, die man noch schreiben wollte. Fontane hat nicht nur die Charaktereigenschaften erfunden, sondern auch die Namen der Figuren, nur falls du das noch ergänzen möchtest. Nun wird dein langes Zitat zum Verhängnis, da du nicht mehr auf den Begriff ,,Beziehungsgewebe&amp;quot; (ebd.) eingehst, der auch eine zentrale Position in Fontanes Roman trägt. Die darauffolgende ,,Begrenztheit und Einseitigkeit (ebd.), die du im nächsten Abschnitt in Verbindung setzt mit Fontane steht im Verbindung mit dem Begriff der ,,beziehungsebene&amp;quot;, weil W.Emrich sagt, dass Vorhandensein eines ,,Beziehungsgewebes&amp;quot; die ,,historische Begrenztheit und Einseitigkeit&amp;quot; befreien kann, womit der Autor sagt, das ein Zwischenspiel zwischen Inhalt, Form und Sprachen das Werk zeitlos und vielseitig wirken lässt. Aufgrund dieser Verknüpfung solltest du das nochmal in diesem Abschnitt überarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, verfasst von W. Emrich und veröffentlicht im Jahr 1965 in Frankfurt am Main, handelt es sich um einen Textauszug aus dem Sachbuch „Geist und Widergeist“. Thematisiert werden Kriterien für künstlerisch wertvolle Werke. Diese Kriterien sollen im Folgenden an Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“ überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Text erläutert Emrich im Wechsel die Kriterien von künstlerischen und nicht-künstlerischen Werken. Als erstes Kriterium wird angeführt, dass in einem literarisch wertvollen Text „die jeweiligen Gehalte und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt  oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt, kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 2 ff.). Demnach sollen Inhalt, Sprache und Form in einem Text miteinander verknüpft sein und so den Kerngedanken des Textes möglichst anschaulich herüberbringen. Im Roman „Effi Briest“ werden die gesellschaftlichen Konventionen gegen Ende des 19. Jahrhunderts kritisiert, beispielsweise die Unfähigkeit des Adels, sich den wandelnden Verhältnissen anzupassen oder die gesellschaftliche Stellung der Frau. Der Kerngedanke wird am Beispiel des Lebens der Protagonistin Effi Briest dargestellt, die eben in diese Gesellschaft hineingeboren ist und der sowohl die Vorteile als auch die Nachteile wiederfahren. Die Sprache und der Inhalt sind an die entsprechende Zeit und Gesellschaftsschicht angepasst und führen gemeinsam mit der Metaphorik, die im Roman oftmals eine entscheidende Rolle spielt, die Handlung fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin führt der Autor als Kriterium eines künstlerischen Textes an, dass dieser „nie zu Ende reflektiert werden kann und repräsentativ bzw. symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen aus sich zu entwickeln vermag“ (Z. 6 ff.). Ein künstlerisches Werk soll nach Auffassung des Autors zeitlos sein und auch für Generationen in anderen Epochen und Zeiten von Bedeutung sein. In Effi Briest wird dieses Kriterium teilweise erfüllt. Einerseits werden Themen wie Ehebruch, Verführung und Ehre, die durchaus zeitlos sind, aufgegriffen, doch andererseits werden diese in die oftmals als veraltet geltenden Konventionen eingebettet, was das Verständnis und die Identifikation mit den Figuren erschwert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächsten Aspekt benennt Emrich, dass künstlerisch wertvolle Texte „in jedem Moment ihrer Gestaltung eine solche unausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten [entfalten]“ (Z. 22 f.). In Fontanes Roman wird dies bereits zu Beginn des ersten Kapitels deutlich. Die Gestaltung der Umgebung ist nur eines von vielen Beispielen aus der Metaphorik des Romans. In den ersten Zeilen des Kapitels wird die Außengestaltung des Gut Hohen-Cremmen beschrieben, wo die Protagonistin Effi Briest aufgewachsen ist. Die Beschreibung des Gartens oder des Hauses bietet zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten, die auch teilweise als Vorausdeutungen für die weitere Handlung gesehen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Kriterium, das der Autor nennt ist „das Kontinuum der Reflexion“ (Z. 31). Sobald die Kerngedanken und die Interpretation des Textes offen liegen, verfällt dessen Bedeutung. Bei künstlerisch wertvollen Texten benötigt die Reflexion des Schriftstückes Zeit, da die Komplexität der Textgestaltung Zeit für das Verständnis und die Interpretation in Anspruch nimmt. Im Roman „Effi Briest“ wird dies durch die Metaphorik dargestellt. Es benötigt Zeit die einzelnen Metaphern und die damit einhergehende Symbolik, sowie die Vorausdeutungen zu erkennen und zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kriterien für nicht-künstlerische Werke führt Emrich an, dass diese „keine Bedeutungsmannigfaltigkeit enthalten, sondern in einer eindeutigen Begrenztheit verharren, die rasch durchschaubar ist und jedes weitere Nachsinnen oder Forschen überflüssig macht“ (Z. 11 ff.). Dies trifft wie zuvor erläutert auf den Roman „Effi Briest“ nicht zu, da es durch die Metaphorik notwendig ist den Text näher zu untersuchen. Weiterhin führt der Autor an, dass nicht-künstlerische Werke aus „‘fraglosen‘ Aussagen und Formen“ (Z. 17) bestehen und die Spannung nicht über das Ende des Textes hinaus gehalten werden kann. Beides trifft wie zuvor erwähnt ebenso wenig auf „Effi Briest“ zu. &lt;br /&gt;
Zum Schluss ist festzuhalten, dass der Roman „Effi Briest“, verfasst von Theodor Fontane, nach den Kriterien von W. Emrich als ein literarisch wertvoller Roman bezeichnet werden kann. Es werden alle Kriterien weitgehend erfüllt, beispielsweise die zahlreichen Deutungsmöglichkeiten, die durch die von Fontane verwendete Metaphorik zur Geltung kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Feedback von Sarah'''&lt;br /&gt;
Deine Überprüfung des Romans ist dir im allgemeinen wirklich gut gelungen. Du sprichst viele wichtige Aspekte sprachlich korrekt und gut formuliert an, was mir besonders bei deinen Bezügen zur Metaphorik auffällt. Diese würde ich jedoch in deinem ersten Abschnitt noch etwas mehr auf Inhalt und Form beziehen, sodass der Zusammenhang der Einzelteile deutlicher wird, da du diese Verknüpfung noch etwas knapp darstellst. Auch könntest du bei den vielseitigen Deutungsmöglichkeiten einige Beispiele anführen, um diese besser zu verdeutlichen, was jedoch nicht zwangsläufig ist. Besonders gut hat mir dein letzter Abschnitt gefallen, wobei der erste Satz etwas so wirkt, als würdest du hier schon von Effi sprechen. Insgesamt wirklich gut und nur bedingt ergänzbar!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird der Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane, aus dem Jahr 1859, hinsichtlich der Kriterien Emrichs aus dem Textauszug „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“,auf die künstlerische Formung geprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textes erfahren wir, dass laut Emrich ein literarisches Werk eine „spezifisch künstlerische Formung“ (Z. 1) aufweist, die durch „Gehalte und Formen, die […] als Stoff und Vorwurf“ (Z. 2) genutzt werden, sowie durch die „Einbildungskraft“ (Z. 3) des Autors „kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 3f.). Mit der Einbildungskraft ist ausschließlich das Erfinden einer Geschichte gemeint,die bei Effi Briest deutlich erkennbar ist, da die Handlung des Romans zwar damals in solch einer Form stattgefunden hat, jedoch nicht so ausgeprägt war, wie im Roman.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem bezeichnet Emrich die realen Ereignisse als „Stoff und Vorwurf“(ebd.), die dann in Verbindung mit der Geschichte ein „Beziehungsgewebe“(ebd.) bilden. Der Roman ‘Effi Briest‘ ist ein gutes Beispiel dafür, um Emrichs Erläuterungen darzustellen. Zum einen ist wichtig, dass Effi Briest etc. nur frei erfundene Charaktere sind, jedoch die Intention des Romans, welche die gesellschaftlichen Missstände und deren Konventionen darstellt, dem Ganzen wieder '''getreu Emrichs Erklärung ''(2/3/1)''''' wird. Zudem hebt der Autor hervor, dass „Gehalte und Formen“ (Z. 2), gemeint sind Inhalt, Sprache und Form, einen Text ausmachen. Im Roman wird direkt zu Beginn die Protagonistin und ihr Heimatort detailliert beschrieben. „Der Park- und Gartenseite hin rechtwinklig angebauter Seitenflügel einen breiten Schatten…“ (Z. 5f.). dadurch erfährt der leser eine direkte Vorstellung von Effis Heimatort. Zudem spielt die Metaphorik der Natur „Sonnenuhr“ (Z. 8); „Canna indica und Rhabarberstauden“ (Z. 9) eine wichtige Rolle im Roman, da diese Effis Charakter und den Verlauf der Handlung widerspiegelt. Metaphorik ist ein wichtiges Merkmal für einen Künsterlichen Roman, dadurch das eine beziehungsgewebe zwischen Form und Inhalt geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht Emrich auch von nicht-künstlerischen Werken, da sie „in sich [kein] unendliches Kontinuum darstell[en]“ (Z. 9f.). Damit sind vorhersehbare Enden einer Handlung und lückenhafte Zuammenhänge gemeint und somit die Gehalte und Formen „nicht über sich hinausweisen und keine Bedeutungsmannigfaltigkeit enthalten“  (11f.). In Effi Briest wird der Zusammenhang zwischen Sprache und Form sehr deutlich in „Wenn ich wieder hier bin, bitt ich mir andere Bilder aus; ich kann so was Kriegerisches nicht leiden“ (S. 184 Z.11f.). Das ist daran so gut zu erkennen, da wörtliche Rede mit Effis Gedanken in Verbindung gesetzt werden und der Leser somit nicht direkt weiß, was mit dieser Textstelle ausgedrückt werden soll. Aufgrund der vielen Aktionen im Verlaufe der Handlung, z.B die Heirat mit Instetten und der Betrug von Instetten, ist nicht sofort deutlich, welches Ende der Roman haben wird, weshalb ein nicht &amp;quot;unendlichen Kontinuum [...] abbricht&amp;quot; (V. 10). Deshalb liegt hier eine &amp;quot;künstlerische Formung&amp;quot; (ebd.) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch erwähnt Emrich, dass &amp;quot;künstlerische Romane immer wieder neu gelesen und interpretiert werden können und müssen, da die in ihnen enthaltenen Sinn- und Formbezüge in sich unendlich sind&amp;quot; (V. 23ff.).  Auch im Roman von Theodor Fontane werden viele Situationen, dass Effi zum Beispiel Sehnsucht nach Hohen-Cremmen hat , sowie die Beziehung zu Major von Crampas, nicht direkt deutlich. Aufgrund der metaphorischen Sprache „Weiterhin aber standen die hohen Rhabarberstauden wieder, die Blätter herbstlich gelb...“ (S. 184 V. 18f.). Zudem erwartet ein künstlerischer Roman laut Emrich „eine umfassende, vielseitige Gestaltung, die der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt“ (V. 29f.). Dies wird deutlich, an der gesamten Handlung Effi Briests, da eine gesellschaftliche Situation zu dieser Zeit nachgestellt wird, um dadurch den Stellenwert der Frau zu verdeutlichen. All diese Erwartungen eines künstlerischen Romans erfüllt Effi Briest, denn „je mannigfacher, reicher, beziehungsvoller […] die sinnvolle Beziehung aller Teile zueinander strukturiert ist, um so ranghöher ist das Kunstwerk“ (V. 30ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Roman Effi Briest die Kriterien des Textes von W.Emrich sehr gut widerlegen kann. Die Beziehung zwischen Form, Inhalt und Sprache wird deutlich, sodass ein Beziehungsgewebe entsteht. Zudem ist  der Unterschied zwischen einem nicht- künstlerischen und künstlerischen Roman klar erkennbar.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback Jan : &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Einleitung ist sehr gelungen, allerdings beziehst du dich bei der Aufgabe nicht so richtig auf das, was du in der Einleitung nennst. Ich finde es gut, dass du Stellen aus Effi Briest nimmst und zitierst, um die Aussagen von Emrich auf Effi Briest bezogen deutlich zu machen. Wenn du Emrichs Text allerdings weiter und nicht nur den Anfang bearbeitest, kannst du noch mehr Stellen aus Effi Briest miteinbeziehen. Deine Formulierungen finde ich sehr gut, allerdings hast du ein paar kleinere Sprachliche Fehler in deinem Text (habe ich dir markiert !). Wenn du diese noch korrigierst, deinen Text noch weiter ausführst und näher auf die &amp;quot;künstlerischen Werke&amp;quot; und die &amp;quot;nicht künstlerischen Werke&amp;quot; eingehst, hast du eine sehr gelungene Hausaufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich den Roman ,,Effi Briest“, verfasst von Theodor Fontane und veröffentlicht im Jahr 1896, an den Kriterien zu einem künstlerischen Werk aus dem Textauszug ,,Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, verfasst von Emrich und veröffentlicht im Jahr 1965, überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textauszuges erklärt Emrich, dass die ,,Gehalte und Formen […] kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht“ (Z. 2 ff.) sein müssen, damit es sich um eine ,,künstlerische Formung“ (Z.1) handelt. Dieses Kriterium trifft auf den Roman ,,Effi Briest“ zu. Bereits am Romananfang lassen sich unzählige Metaphern finden, die bereits Vorausdeutungen für den weiteren Handlungsverlauf darstellen. Somit steht die Metapher der ,,Sonnenuhr“ (Z.8) bereits für das Romanende, in dem Effi stirbt. Zu dem wird bei der Beschreibung des Hauses, in dem die Protagonistin Effi wohnt, durch Metaphern und Beschreibungen Effi bereits charakterisiert ohne, dass sie erwähnt wird, wie beispielsweise das ,,angekettelte[.] Boot“ (Z. 18) oder Schaukel, die ,,schon etwas schief“ (Z. 21) steht. Auch besonders im 19.Kapitel bei der Schlittenfahrt auf dem Rückweg ist das Beziehungsgewebe von Sprache, Inhalt und Form gut erkennbar, da die Zeitraffung, die Raumgestaltung und auch der hypotaktische Satzbau, Effis Überforderung, Unsicherheit und auch die Hektik untermauern. Des Weiteren lassen sich jedoch viele weitere Metaphern im ganzen Roman finden, die den Inhalt unterstützen und voraus deuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt, den Emrich aufführt, ist, dass der Autor die Inhalte ,,als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder auch durch seine Einbildungskraft hervorbringt“ (Z. 2 f.). Auf ,,Effi Briest“ treffen beide Kriterien zu, da Theodor Fontane eine ähnliche Geschichte bzw. ein ähnliches Ereignis von Personen aus dem realen Leben als Grundlage für sein Buch genommen hat und durch seine Einbildungskraft jedoch die Geschichte abändert. So sind beispielsweise die Namen der Charaktere von dem Autor erfunden und die Personen haben somit nie gelebt. Jedoch ist die Geschichte so realitätsnahe, dass sie die Protagonisten Effi so hätte existieren können und ihr Leben auch so hätte aussehen können. Somit sind die Aspekte der Realitätsübernahme und der Einbildungskraft beide in dem Roman vorhanden, da die Realität zwar nicht übernommen, aber abgeändert worden ist und der Autor durch die Einbildungskraft die Figuren und die Ereignisse und Gespräche erfunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem zeichnet sich nach Emrich ein künstlerisches Werk dadurch aus, dass ,,die einzelnen Inhalte und Formen aus ihrer spezifischen historischen Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit werden und einen Bedeutungsreichtum entfalten, der nie zu Ende reflektiert werden kann“ (Z. 4 ff.). Dieses Kriterium trifft jedoch nur teilweise auf ,,Effi Briest“ zu, da der Roman ein gesellschaftskritischen Roman darstellt. Denn es stellt die Unterdrückung und Abhängigkeit der Frau vom Mann und auch von der Gesellschaft dar sowie, dass das gesellschaftliche Ansehen wichtiger ist, als eigene Entscheidungen zu treffen und somit die Entscheidungsfreiheit von den Erwartungen und der Abhängigkeit von der Gesellschaft unterdrückt wird. Somit werden in dem Roman die gesellschaftlichen Konventionen während des 19. Jahrhunderts kritisiert. Diese Kritik an der Gesellschaft ist somit historisch begrenzt, da Frauen heutzutage zum Beispiel nicht mehr anhängig sind von Männern und in der heutigen Gesellschaft Entscheidungsfreiheit nicht von den gesellschaftlichen Erwartungen übertroffen wird. Jedoch thematisiert ,,Effi Briest“ auch zeitlose Themen, wie gesellschaftliche Konventionen im Generellen, da jede Gesellschaft gesellschaftliche Konventionen besitzt, unabhängig davon wie groß die Erwartungen und damit verbundenen möglichen Einschränkungen eines Individuums sind. Somit thematisiert der Roman sich nicht von den gesellschaftlichen Konventionen einschränken zu lassen, was sich auf jede Zeit beziehen lässt. Auch das Thema des Betrugs und des Zwangs Entscheidungen treffen zu müssen, ist zeitlos, da dies immer vorhanden sein wird. Dieser zuvor angesprochener Bedeutungsreichtum soll zu dem auch eine ,,symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (Z. 7 f.) mit sich bringen, was durch das Thema der gesellschaftlichen Konventionen oder Erwartungen im Generellen gegeben ist. Denn jedes Aufeinandertreffen mit anderen Menschen und menschliche Beziehungen im Generellem bringen Erwartungen mit sich, da unabhängig von Alter der Person, Ursprung oder Lebensform bestimmte Erwartungen an ein Individuum gestellt werden, wodurch auch Druck und Unzufriedenheit hervorkommen kann. Somit wird dann auch der Aspekt der ,,Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen“ (Z. 22) erfüllt, da Effi aufgrund der gesellschaftlichen Konventionen an einem gebrochenen Herzen stirbt, sowie Crampas aufgrund eines Duells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt des künstlerischen Romans ist die ,,umfassende, vielseitige Gestaltung, die der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt“ (Z. 29 ff.). Auch dies trifft auf ,,Effi Briest“ zu, da die Beschreibung von Effis Leben so realitätsnahe ist, dass ihr Leben genauso hätte stattfinden können, ob wohl es sie nicht gab. Die Gestaltung hilft dabei, da die zahlreichen Dialoge in dem Roman sehr realitätsnahe sind und auch die Beschreibung im ganzen Roman sehr detailreich und umfassend sind, so dass durch Beschreibungen und Dialogen die eigentliche Kritik nicht ausgesprochen, sondern dem Leser sozusagen gezeigt wird und lediglich die Wirklichkeit des 19.Jahhunderts geschildert und beschrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nach Emrichs Kriterien ,,Effi Briest“ ein künstlerisches Werk darstellt. In dem Roman werden zahlreiche Metaphern verwendet, um den Inhalt zu untermauern und voraus zu deuten und die Sprache steht im ständigen Beziehungsgewebe zum Inhalt. Außerdem enthält die Erzählung sowohl Realitätsübernahme als auch die Phantasie des Autors. Die Themen sind sowohl begrenzt, indem die gesellschaftlichen Konventionen zu der damaligen Zeit kritisiert werden als auch zeitlos, da die Erwartungen an ein Individuum im Generellem thematisiert werden, was sich auf alle Lebensformen und Vorstellungen übertragen lässt. Der Roman ist zu dem sehr realitätsnahe, da Efii Briest genauso, wie es geschildert wird, gelebt haben könnte, weshalb ,,Efii Briest“ also ein künstlerischer Roman ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Nina H.: Deine Hausaufgabe ist dir sehr gut gelungen. Mir gefällt dabei besonders, dass du so detailliert auf die einzelnen Aspekte eingehst und dadurch alles gut erläutert. Wenn du darauf eingehst, ob das Werk der Einbildungskraft des Autors entsprungen ist oder ob es real ist (als Stoff oder Vorwurf bereits gegeben war) widersprichst du dir an einer Stelle, da du zuerst schreibst, dass keine Realität vorhanden ist und später, dass beides (Realität und Einbildungskraft) vorhanden sind. Ansonsten hat mir der Text sehr gut gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Die Rangordnung der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welcher von W. Emrichs verfasst und 1965 in seinem Werk „Geist und Widergeist“ veröffentlicht wurde, konkretisiert einige Kriterien für einen “künstlerischen Roman“. Im Folgenden werden eben diese Kriterien auf Theodor Fontane´s Roman „Effi Briest“, welcher 1894 veröffentlicht wurde, überprüft.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zu Beginn des Sachtextes zählt Emrich Kriterien auf, die laut ihm bedeutend für einen künstlerischen Roman sind. Emrich behauptet, dass „Gehalte und Formen […] kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 2ff.) müssen, damit man von einem künstlerischen Roman sprechen könne. Inhalt, Sprache und Form müssen also miteinander verknüpft und zueinander in Beziehung gesetzt werden, damit laut Emrich ein guter Roman entstehen '''könne (Konjunktiv hier nicht nötig, da du schon &amp;quot;laut Emrich geschrieben hast) '''. Zudem fügt Emrich hinzu, dass diese Textmerkmale vom Autor „als Stoff oder Vorwurf übernomm[en] oder durch seine Einbildungskraft hervor[gebracht]“ (Z. 2f) werden. Dies lässt sich besonders in Effi Briest erkennen, da damit die Übertragungen realer Geschehnisse auf das eigene Werk gemeint sind. Fontane ließ sich von einem Ereignis aus dem Jahre 1886 inspirieren und bearbeitete seine Vorlagen so, dass er dabei wesentliche Details veränderte, die jeweilige Vorlage jedoch erkennbar bleibt. Somit veränderte Fontane zum Beispiel die Namen der Charaktere oder die Angaben der zeitlichen Aspekte so, dass die Wirkung dramaturgisch verstärkt wird. In dem Ereignis aus dem Jahre 1886 ist der Mann den das Mädchen heiratete zum Beispiel nur fünf Jahre älter und nicht 21 Jahre älter als sie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kriterium ist der „Bedeutungsreichtum […], der nie zu Ende reflektiert werden kann und repräsentativ bzw. symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen aus sich zu entwickeln vermag.“ (Z. 6ff.). Ein Roman muss also nach wiederholtem '''lesen''' über neue Bedeutungen verfügen und auch für Generationen mit anderen Lebensweisen oder Ansichten von Bedeutung sein. Dieses Kriterium trifft jedoch nur '''Teilwiese''' auf den Roman „Effi Briest“ zu. Zum einen werden zwar Themen angesprochen, die heutzutage auch noch aktuell sind, zum anderen wird jedoch auch die Kritik an den gesellschaftlichen Konventionen im 19. Jahrhundert thematisiert, die geschichtlich begrenzt sind. Die Themen: Ehe, Ehebruch und die Entwicklung die vom Mädchen bis hin zur Frau gemacht werden muss, sind zeitlos, jedoch ist die Unterdrückung und die Abhängigkeit der Frau vom Mann und von der Gesellschaft sowie die Entscheidungsfreiheit, die im 19. Jahrhundert von den Erwartungen von der Gesellschaft unterdrückt wird, nicht mehr brisant. Somit wird die Identifikation mit den Figuren sowie die Bedeutsamkeit für Generationen mit anderen Lebensweisen oder Ansichten erschwert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt des künstlerischen Romans ist die „umfassende, vielseitige Gestaltung, die der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt“ (Z. 29ff.). Dieser Aspekt trifft genau auf „Effi Briest“ zu, da das Ereignis dieses Romans sowie die Erläuterung von Effis Leben so realitätsnah sind, dass dies genauso hätte stattfinden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass Theodor Fontane´s Roman „Effi Briest“ alle Kriterien, die laut Emrich für einen künstlerischen Roman bedeutend sind, beinhaltet und somit als künstlerisches Schriftwerk bezeichnet werden darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback von Anne: Hallo Lara, zu Beginn deines Textes nennst du zwar als Kriterium, das Inhalt Form und Sprache in einem künstlerischen Werk in Beziehung zueinander stehen müssen, sagst jedoch nicht ob dieses Kriterium auf den Roman zutrifft. Außerdem solltest du noch hinzufügen, ob &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; über  &amp;quot;unsausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten&amp;quot;(Z.22-23) verfügt. Was ich sehr gut finde ist dein zweiter Abschnitt, in dem du kritisch hinterfragst ob &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; auch für andere Zeiten eine Bedeutung haben kann. (Der Rest ist im Text markiert)&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, geschrieben von W. Emrich und veröffentlicht im Jahr 1965, thematisiert Kriterien für künstlerische Werke. Im Folgenden wird der Roman „Effi Briest“, geschrieben von Theodor Fontane und veröffentlicht im Jahr 1859, auf diese Kriterien überprüft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textes wird erläutert, dass „die jeweiligen Gehalte und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt, kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 2ff.) müssen. Der Autor erschafft, auf der Basis historischer Ereignisse bzw. gegenwärtiger Gegebenheiten, einen künstlerischen Text, in dem er Inhalt, Sprache und Form sinnvoll miteinander verknüpft. Fontane erschafft in seinem Roman, auf der Basis der gesellschaftlichen Umstände im 19. Jahrhundert, die Protagonistin Effi, die unter diesen Umständen gelebt haben könnte. Zu Beginn des Romans wird deutlich, dass Sprache und Form mit dem Inhalt verknüpft werden. Somit wird z.B. durch die Beschreibung der Sonnenuhr im Garten der Eltern, das Ende des Romans, Effis Tod, bereits am Anfang metaphorisch vorausgedeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein künstlerisches Werk solle zudem „aus ihrer spezifisch historischen Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit werden […] und repräsentativ bzw. symbolisch […] auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (Z. 5ff.) zutreffen. „Effi Briest“ thematisiert die gesellschaftlichen Konventionen im 19. Jahrhundert und unter anderem auch die Abhängigkeit der Frau vom Mann. Heutzutage sind Frauen nicht mehr vom Mann abhängig, was bedeutet, dass dieses Kriterium in der Hinsicht nicht auf Fontanes Roman zutrifft. Dennoch trifft der Zwang sich an gesellschaftliche Konventionen zu halten auch heute noch zu. Z.B. gibt es in jedem Land verschiedene Sitten und Verhaltensregeln, die nahezu jeder für selbstverständlich betrachtet und an die man sich hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren heißt es, dass künstlerische Werke „in jedem Moment ihrer Gestaltung eine […] unausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten“ (Z. 21ff.) aufweisen und „immer wieder neu gelesen und interpretiert werden können und müssen“ (Z.23). Auch auf Fontanes Roman trifft dies zu. Die von ihm verwendete Metaphorik in der Beschreibung des Elternhauses beschreibt zudem indirekt Effis Charaktereigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein künstlerisches Werk versucht „der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe [zu kommen]“ (Z. 29f.). Fontane übt Kritik an den gesellschaftlichen Konventionen aus. Dies stellt er als Geschichte einer Frau, die es nicht gab, aber so hätte geben können, dar und schafft somit einen engen Realitätsbezug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass „Effi Briest“ die von Emrich aufgestellten Kriterien, die ein künstlerisches Werk aufweisen sollten, nahezu vollständig erfüllt und somit als ein künstlerisches Werk gesehen werden kann. Nennenswert ist dabei die realitätsnahe Darstellung der Umstände im 19. Jahrhundert, die durch die Verknüpfung von Inhalt, Sprache und Form erzielt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback'':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist dir die Aufgabe gut gelungen. Du könntest insgesamt vielleicht noch etwas näher auf den Text eingehen. Sonst habe ich nichts hinzuzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welcher von Wilhelm Emrich verfasst und im Jahre 1965 in seinem Buch „Geist und Widergeist“ veröffentlicht wurde, befasst sich mit Kriterien für einen „künstlerischen Roman“, die sich an dem Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane überprüfen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emrich behauptet zu Beginn seines Sachtextes, ein literarisches Werk habe einen hohen künstlerischen Rang, wenn die „Gehalte und Formen […] kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z.2 ff.), da das Werk somit für verschiedene „Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (Z.7 f.) bedeutsam ist. Dazu trage auch die Übernahme der Gehalte und Formen „als Stoff oder Vorwurf“ (Z.2) oder die Hervorbringung jener durch die „Einbildungskraft“ (Z.3) des Autors bei. Die Handlung des Romans „Effi Briest“ hat sich so, wie sie im Roman beschrieben wird nicht abgespielt und die darin agierenden Charaktere hat es in der Realität ebenfalls nicht gegeben. Dies würde dafür sprechen, dass der Roman ausschließlich auf der „Einbildungskraft“ (ebd.) des Autors basiert, jedoch ist die dargestellte Lebenssituation der Protagonistin realistisch und die Handlung könnte sich auch in der Realität in ähnlicher Weise abgespielt haben. Theodor Fontane hat eine solche Lebenssituation, die zuvor bereits in einer Fabel verfasst wurde als „Stoff“ (ebd.) genutzt und sie durch seine „Einbildungskraft“ (ebd.) verändert. Der Druck durch die gesellschaftlichen Konventionen, welche in dem Roman durch die Situation der Protagonistin angedeutet wird, spielt in verschiedenen „Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (ebd.) eine zentrale Rolle und kann so „nie zu Ende reflektiert werden“ (Z.6). Dies trägt jedoch nur eingeschränkt zu dem hohen künstlerischen Rang des Romans bei, da die gesellschaftlichen Konventionen zur damaligen Zeit nicht mehr ganz mit den heutigen übereinstimmen, jedoch sind Themen wie Ehebruch oder Unterdrückung zeitlos und somit für verschiedene Zeiten und Lebensformen bedeutsam. Das Thema der Unterdrückung der Frau spielt heute nur noch in einigen Lebensformen eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem erläutert Emrich, ein nicht-künstlerisches Werk zeichne sich dadurch aus, dass die Gehalte und Formen in jenen „keine Bedeutungsmannigfaltigkeit enthalten“ (Z.11 f.). Dies bezieht sich beispielsweise darauf, dass keine metaphorische und komplexe Sprache verwendet wird, die zusammengefügt mit dem Inhalt und der Form ein „Beziehungsgewebe“ (ebd.) bildet. Dadurch seien die Gehalte und Formen „rasch durchschaubar“ (Z.13) wodurch sie nicht länger bedeutsam sind. Dies ist bei dem Roman „Effi Briest“ jedoch nicht der Fall, was erneut auf dessen hohen künstlerischen Rang hindeutet. Besonders der Romananfang spielt aufgrund der Metaphorik und Komplexität eine zentrale Rolle für den Verlauf der Handlung, was insbesondere durch die Symbolik der „Sonnenuhr“ (Effi Briest Z.8) deutlich wird. Diese befindet sich im Zentrum der ausführlich beschriebenen Gartenanlage des Herrenhauses und ist eine Vorausdeutung auf den Tod Effis, da die Sonnenuhr die vergehende Lebenszeit Effis symbolisiert. Außerdem wird Effi am Ende des Romans dort begraben, wo zuvor die Sonnenuhr stand, was erneut die Komplexität und somit auch die Bedeutsamkeit des Romans unterstreicht, da die einzelnen Inhalte miteinander verwoben sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren nennt Emrich das Vorhandensein einer „unausschöpfbare[n] Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten“ (Z.22 f.) als Kriterium für den künstlerischen Rang eines literarischen Werkes. Durch diese verschiedenen Deutungsmöglichkeiten ist der Roman letztlich für verschiedene „Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (ebd.) bedeutsam, was auf den Roman „Effi Briest“ zutrifft. Anschließend erläutert Emrich, ein künstlerischer Roman zeichne sich ebenfalls durch eine „umfassende, vielseitige Gestaltung, die der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt“ (Z.29 ff.), aus. Dies ist in „Effi Briest“ erkennbar, da die Handlung des Romans in gleicher beziehungsweise ähnlicher Weise so stattgefunden haben könnte und somit sehr nahe an der „menschlichen Wirklichkeit“ (ebd.) verfasst ist. Zu dieser Nähe an der Wirklichkeit tragen die vielen Metaphern bei, die Effis Leben und sie selbst bereits zu Beginn des Romans beschreiben. Dabei ist besonders die Metapher des ,,Teiches mit Wassersteg&amp;quot; (Effi Briest, Z.18) auffällig, da dieser für Effi in ihrer Kindheit eine Gefahr darstellt und somit auch bevorstehende Gefahren sowie ihre Verunsicherung in ihrem weiteren Leben andeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran erwähnt Emrich, „je früher die Reflexion des Werkes ausgeschöpft“ (Z.33) sei, desto geringer sei der künstlerische Rang des Werkes. Dies ist bei dem vorliegenden Roman jedoch nicht der Fall, was durch die mannigfache Gestaltung des Romans, welche insbesondere durch zahlreiche Metaphern geprägt ist, deutlich wird. Durch diese vielseitige Gestaltung kann das Werk immer weiter reflektiert und interpretiert werden und ist somit niemals „ausgeschöpft“ (ebd.). Aufgrund dessen erlischt auch die „Bedeutung in der Geschichte“ (Z.35 f.) nicht, da das Werk für mehrere Lebensformen und Zeiten bedeutsam ist und dadurch auch noch in der Zukunft gelesen und interpretiert werden wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Roman „Effi Briest“ unter Berücksichtigung der Kriterien Emrichs als künstlerischer Roman bezeichnet werden kann. Dazu tragen insbesondere die zahlreichen Metaphern bei, die den weiteren Verlauf sowie das Ende des Lebens der Protagonistin vorausdeuten. Dadurch stehen Sprache, Form und Inhalt des Romans in einer Beziehung zueinander, wodurch der Roman für verschiedene Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen bedeutsam ist, da er immer wieder neu interpretiert werden kann. Diese Relevanz des Romans wird auch durch den realitätsnahen Inhalt unterstützt, da die Kritik an den gesellschaftlichen Konventionen nicht nur auf die damalige Zeit übertragbar ist, sondern zu jeder Zeit in allen verschiedenen Lebensformen eine wichtige Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Diana: Meiner Meinung nach ist dir deine Hausaufgabe sehr gut gelungen, da du auf die einzelnen Aspekte detailliert eingehst und deine Aspekte gut erläuterst. Besonders gefällt mir der Abschnitt, wo du ein Aspekt an der Metapher der Sonnenuhr in dem Roman erläuterst. Ich habe dir eine Stelle markiert, an der du die Metapher mit der Schaukel aufgreifst, wobei die Schaukel eher für Effis kindliche Art steht als ihre Unsicherheit im späteren Leben. Als andere Metapher könntest du den Teich nehmen, der für Gefahr steht. Ansonsten ist dir die Hausaufgabe gut gelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Kriterien für ein künstlerisches Werk aus dem Textauszug „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welcher von W. Emrich verfasst und im Jahre 1965 veröffentlicht wurde, mit dem Drama „Faust“, geschrieben von Johann Wolfgang von Goethe und im Jahre 1808 veröffentlicht, überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Sachtext definiert W. Emrich im Wechsel die Kriterien für ein künstlerisches und nicht-künstlerisches Werk, indem er die Merkmale beider Seiten aufgreift, erklärt und sie anhand von Beispielen erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein definiertes Kriterium für eine „künstlerische Formung eines literarischen Werkes“ (Z.28) sieht W. Emrich bei dem harmonierenden Zusammenspiel zwischen Form, Inhalt und Sprache, welche miteinander verknüpft sein müssen (vgl. Z.1ff.).  Dieser Gesichtspunkt wird bei „Faust“ durch das Aufzeigen zahlreicher Polaritäten umgesetzt, was die Textstruktur des Dramas bestimmt. Nennenswerte Polaritäten sind die Motive Gut(Gott) und Böse (Teufel Mephistopheles). Ebenfalls findet man in dem Drama zahlreiche Szenen, die auf ihre Thematik und Sprache angepasst sind. Eine dieser nennenswerten Szenen ist „Nacht“, in welcher Faust sich über seine Unwissenheit über das Überirdische bewusst wird. Die daraus resultierende Resignation wird durch die metaphorische Sprache „Das will mir schier das Herz verbrennen“ (V. 365) unterstützt und zeigt das Ausmaß der verzweifelten Gefühle, die er für die Ungewissheit empfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Gesichtspunkt von W. Emrich ist, dass „die einzelnen Inhalte und Formen aus ihrer spezifisch historischen Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit werden“ (Z.4f.), wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass der Autor es als notwendig empfindet, dass das Werk eine überzeitliche Thematik aufweist. Eben diese Zeitlosigkeit lässt sich bei den Themen im Drama „Faust“ wiederfinden. Fausts Suche nach dem „was die Welt im Innersten zusammenhält“ (V.382f.) und der daraus resultierenden Problematik der Suche nach einem göttlichen Zugang verdeutlichen ein zeitloses Grundproblem der Menschen, da sich jeder Mensch einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt. Ebenso sind die enthaltenden Themen Religion, Liebe und Wissenschaftskritik ein zeitloses Thema. Die Thematik der Liebe wird beispielsweise in der Szene „Garten“, welche die Beschreibung des Kennenlernens von Fausts und Gretchen bis hin zum ersten Kuss umfasst, aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist es für den Autor von hoher Wichtigkeit, dass künstlerische Werke „in jedem Moment ihrer Gestaltung eine solche unausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten [entfalten]“ (Z.22f.). In „Faust“ wird dies besonders an der Szene „Wald und Höhle“ deutlich. In dieser widmet er sich mit einer Dankesrede an den Erdgeist und dankt diesem für die Möglichkeit seiner Selbstreflexion. Seine Zuneigung zu Gretchen demonstriert er mit dem metaphorischen Vergleich „wie in den Busen eines Freundes zu schauen“ (V. 3224). Da Faust von einem „Freund“ (ebd.) spricht, wird klar, dass er sich nach einer innigen Beziehung mit Gretchen sehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Drama „Faust“ den von W. Emrich aufgestellten Kriterien für ein künstlerisches Werk entspricht, da es zeitlose Thematiken aufgreift, Inhalt und Sprache aufeinander abgestimmt sind und das gesamte Werk aus Metaphorik besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback Nina: Liebe Carina, deine Hausaufgaben ist dir sehr gut gelungen. Man merkt, dass du den Emrich Text verstanden hast, da du ihn sehr gut auf Faust anwenden konntest. Du hast vorher immer das Kriterium erklärt, und dich danach mit Faust darauf bezogen. Zwar hast du jeden wichtigen Aspekte in deinem Text drin, jedoch könnten sie an einigen Stellen noch etwas ausführlicher sein, oder näher erläutert werden (siehe letzten Absatz oder die Beispiele die du anführst). Gut finde ich auch deine Wahl der Beispiele, die deinen Inhalt sehr gut stützen. ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sarah==&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug aus W. Emrichs „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welcher 1965 in „Geist und Widergeist“ veröffentlicht wurde, befasst sich mit Kriterien gelungener Prosa. Eben diese Kriterien lassen sich diesbezüglich mit Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“ vergleichen und so lässt sich prüfen, in wie weit der Roman aus Emrichs Sichtweise als literarisch wertvoll gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die erste Aussage Emrichs, ein künstlerisches Werk seien „Gehalte und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt“ (Z. 2f. ), lässt sich dabei auf Effi beziehen. Fontane gestaltet den Roman dabei nach einem in seiner Zeit vorherrschendem Weltbild, welches er also inhaltlich übernimmt. So gab es in Wirklichkeit häufig  Frauen wie Effi, die verheiratet wurden und somit letztlich keine Liebe empfanden und eine Affäre begangen. Speziell leitet Fontane seine Erzählung dabei auch an einem konkreten Beispiel einer Frau, welche ein ähnliches Leben lebte wie Effi. Jedoch wird alleine durch die Bildung anderer Namen und leichtester Veränderungen auch seine „Einbildungskraft“ (ebd. ) mit eingebracht, die die Erzählung zu etwas eigenem, in sich bestehendem macht, das jedoch tiefgründig die Geschehnisse einer Zeit darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Kontext geht Emrich folglich auf die Wichtigkeit eines „Beziehungsgewebe[s]“ (Z. 4) zwischen Inhalt, Sprache und Form ein, welches beschreibt, dass literarisch wertvolle Werke in sich zusammenhängen und so eben diese drei Komponenten aufeinander abgestimmt sein müssen, damit das Werk nicht einseitig oder historisch begrenzt ist (vgl. Z. 5). Eben dieses Gewebe wird an Effi besonders in der Metaphorik deutlich, die sich besonders zu Beginn und aber auch am Ende des Romans zeigt und indirekte Vorausdeutungen auf spätere wichtige Handlungen gibt. So bringt die Nutzung der metaphorischen Sprache Fontanes die Charaktere auf eine authentische Weise rüber, die es noch heute ermöglicht, mit den Menschen mitfühlen und erleben zu dürfen, wie es ihnen in ihrer Zeit ergangen war, auch wenn die Bedeutung der Gesellschaft zur damaligen Zeit heute nur historischen Zwecken dient. Auch der Inhalt, angefangen mit der kindlichen Effi, die durch die Idylle ihrer Heimat symbolisiert wird bis hin zu ihrem Tod in Verbindung mit Innstettens Härte und der sprachlichen Beschreibung seiner Härte, die im Verlaufe der Handlung an der Struktur des Textes erkennbar, sichtbar wird. Durch diese Verknüpfungen hat der Roman auch heute noch eine „symbolische Bedeutung“ (Z. 7), die Emrich als Zeit-, Lebens- und Vorstellungsübergreifend als äußerst relevant erachtet. So kann man in Fontanes Struktur und Sprache unterschiedliche Deutungsaspekte ansetzen, die durch die Thematik von Liebe und Leidenschaft, welche in allen Zeiten von Relevanz ist, ihren Stellenwert und ihre Vielseitigkeit nie verlieren. Besonders tragen hier jedoch auch die gesellschaftskritische Darstellung der Zeit und das tragische Ende dazu bei, dass der Roman zum Nachdenken anregt und nicht, wie der klassische Liebesroman, endet und das Denken des Lesers nicht weiter beeinflusst. Somit ist die Form eines „nicht-künstlerischen Werk[s]“ (Z. 8f. ) ausgeschlossen, da „Nachsinnen oder Forschen“ (Z. 13) eben nicht überflüssig sind.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zuzüglich besteht in Effi so in Teilen eine „Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen“ (Z. 22f. ), was besonders in psychologischer und soziologischer Hinsicht zutrifft. Hier werden gerade Effis Denken und das derzeitige Gesellschaftsbild in den Vordergrund gerückt, sodass sich die eigene Abhängigkeit von der jeweiligen Gesellschaft der Zeit des Lesers hinterfragen ließe. Zwar sind die in Effi enthaltenen „Sinn- und Formbezüge“, nicht, „in sich unendlich“ (Z. 24f. ), jedoch äußerst vielseitig und auf mehrere Weisen deutbar, sodass sich der Roman einem nicht gleich zu Beginn offenbart und seinen Wert beibehält, indem die Sprache Lücken zur Eigeninterpretation bietet. Besonders regt dabei das Ende des Buches dazu an, sich selbst und die Auswirkungen kleinster Handlungen zu hinterfragen und es bleibt letztlich offen, ob es Effi auch hätte anders ergehen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Bezug kommt Effis Leben der &amp;quot;komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe&amp;quot; (Z. 29f. ), indem es die Situation eines unglücklichen Menschen schildert, der nicht er selbst sein kann und daran krank wird, was auch in der heutigen Zeit, wenn auch nicht im gleichen Ausmaß, vielen widerfährt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt würde Effi nach den Kriterien Emrichs durchaus als literarisch wertvoll und gut gelten, da der Roman Inhalt, Sprache und Form verknüpft und so eine Geschichte auf einer wahren Begebenheit erzählt, die thematisch auch heute noch von Wert ist und durch ihr etwas offeneres Ende zum Nachdenken anregt. Auch wenn vielleicht flächendeckend nicht besonders viele Themenbereiche außerhalb der Liebe abgedeckt sind, ist eben dieser doch sehr vielseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback von Lorena:''&lt;br /&gt;
Hallo Sarah, erstmal muss ich sagen dass mir dein Text sehr gut gefallen hat, da du dich nur auf das wesentliche Konzentriert hast und den Bezug Emrichs Text eher einfach gehalten hast, da die dort verwendete Fachsprache eher schwer zu verstehen ist. Du hast es allerdings geschafft mit kurzen Zitaten die Kernaussagen aus dem Sachtext herauszufiltern und auf den Roman zu beziehen. Besonders gelungen finde ich den ersten Abschnitt, in dem du auch auf den Hintergrund des Romans eingehst und erläuterst inwiefern dies ebenfalls auf das entsprechende Kriterium zutrifft. Ich habe keine wirkliche Kritik, nur du könntest vielleicht in ein paar wenigen Sätzen erläutern weshalb die Kriterien für nicht-künstlerische Werke nicht auf den Roman &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; zutreffen. Alles in allem aber eine gute Hausaufgabe!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug  mit dem Titel ,,Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke” aus dem Sachbuch ,,Geist und Widergeist”  wurde von W. Emrich geschrieben und im Jahre 1965 in Frankfurt am Main veröffentlicht. Thematisch behandelt der Textauszug die Kriterien der künstlerischen Werke. Diese Kriterien werden auf den Roman ,,Effi Briest”, welcher von Theodor Fontane geschrieben und im Jahr 1859 veröffentlicht wurde, angewendet. '''(sehr gut)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die erste These des Textes '''W. (überflüssig)''' Emrichs, dass ein künstlerisches Werk ,,Gehalt und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt” (Z. 2f.), lässt sich deutlich mit dem Roman ,,Effi Briest” von Theodor Fontane in Verbindung setzen. Fontane thematisiert in seinem Roman ein oft auftretendes Thema der damaligen Zeit '''Thema benennen!''' , ''''(Satz beenden)''' da viele Frauen zu dieser Zeit ältere Männer heirateten, aufgrund des Wohlstandes und nicht der Liebe, weshalb viele Affären eingegangen sind, um Liebe zu verspüren. Die Inspiration dieser Geschichte erhielt Fontane aus der Wirklichkeit, denn es gab '''ein''' Frau, die ein Leben wie Effi gelebt hatte, doch die Änderungen der Namen und weiteren kleinen Details sprechen für die ,,Einbildungskraft” (ebd.) Fontanes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren spricht '''W.''' Emrich auch von einem ,,Beziehungsgewebe” (Z. 4), worunter er das Zusammenspiel von Inhalt, Form und Sprache versteht, das dazu dienen soll, dass das Werk nicht von ,,historisch Begrenztheit und Einseitigkeit” (Z.5) geprägt wird. Diese Art des '''Zusammenspiel''' wird schon zu Beginn des Romans deutlich, da die metaphorische Sprache, wie z.B die ,,Sonnenuhr” (Z. 8) oder die ,,Schaukel” (Z. 19) schon indirekte Vorausdeutungen sind auf Effis Werdegang und auf ihre Charakterzüge. Vor allem die ,,Schaukel” (ebd.) und die Beschreibung des idyllischen Gartens Effis Zuhause spiegelt ihre kindliche Art wider, denn sie will frei und lebendig sein. Auf diese '''nicht auf die Symbolik der Schaukel. Schreib nicht diese, sondern verallgemeiner das.''' Symbolik bezieht sich W. Emrich auch, da er die ,,symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen aus sich zu entwickeln vermag” (Z. 7f.). W. Emrich bezieht sich nicht nur auf die Kriterien eines künstlerischen Werkes, sondern auch auf die Kriterien nicht künstlerischen Werke, diese genannten Kriterien lassen sich nicht mit dem Werk Fontanes ,,Effi Briest” verknüpfen '''(Beispiele benennen)''' , weshalb man davon ausgehen kann, dass Fontanes Werke in Sicht W. Emrichs ein künstlerisches Werk ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Abschnitt des Textauszuges werden weitere Kriterien künstlerischer Werke genannt, wie die ,, psychologische[n] , religiöse[n], soziologische[n] u.a Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten” (Z. 22f.) '''besprochen'''' . Diese Kriterien werden auch in Fontanes Roman deutlich, da die '''psychologischen Auswirkungen des nicht liebes (???)''' dargestellt werden und inwiefern die Kirche damals noch den Familienstand beeinflusste. Denn Effi wurde einige Jahre später nach der Affäre von ihrem Mann verlassen und durfte das Kind nicht behalten. Diese ''' ,,Deutungsaspekte” (ebd.) (falsch zitiert)''' führen dazu, dass der Roman ,,immer wieder neu gelesen und interpretiert werden könne[...]” (Z. 23f.), was für ein  künstlerisches Werk von hoher Bedeutung ist. Genau wie die ,,Formbezüge [, die] in sich unendlich sind” (Z. 25), die Fontane in seinem Roman beinhaltet wie z.B zu Beginn des Romans, da man das Ende nicht erahnen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, ''' dass alle diese Kriterien führen dazu (Satzbau) ''' , dass ein künstlerisches Werk interessant und vielseitig für die Menschen aus jeder Zeit bleibt. All diese genannten Kriterien von W. Emrich spiegelt die Erwartungen eines Lesers künstlerischer Werke wider. '''(Bezug zu Effi?)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback: Hallo Luisa, in deinem Text hast du viele wichtige Aspekte genannt. Allerdings finde ich, dass du manche Dinge genauer erläutern solltest, wie beispielsweise die Stellen (siehe Markierungen), welche du nur mit &amp;quot;diese&amp;quot; betitelst. Zudem sind mir ein Paar sprachliche Dinge aufgefallen, die du noch ändern solltest. In deinem Schluss hast du lediglich den Text Emrichs zusammengefasst, allerdings beziehst du dies nicht erneut auf Effi Briest. Die Zusammenfassung sollte sich also der Aufgabenstellung anpassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Kriterien Emrichs für einen „künstlerischen“ Roman aus seinem Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welches in seinem Werk „Geist und Widergeist“ zu finden und im Jahre 1965 in Frankfurt am Main erschienen ist, an Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“, welcher 1895 erschien, überprüfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emrichs Sachtext unterscheidet durchgehend von „künstlerischen Werken“ und „nicht künstlerischen Werken“, diese versucht er zu erklären und ihre Merkmale zu veranschaulichen, während er von seiner Meinung ausgehend erklärt warum „künstlerische Werke“ gut und „nicht künstlerische Werke“ schlecht sind. Er beginnt damit, dass er den Inhalt der „spezifisch künstlerische[n] Formung eines literarischen Werkes“ (Z.1) erläutert, welcher laut ihm aus den „jeweiligen Gehalte[n] und Formen“(Z.2) besteht. Diese Gehalte und Formen, welche auch als Inhalt, Sprache und Form zu verstehen sind, unterscheiden sich von Text zu Text. Bei Effi Briest sind es die Familie, in der Effi lebt und die komplette Handlung, welcher auf dieser Familie basiert, da sie aufgrund ihrer Mutter erst Innstetten heiratet und der Rest der Handlung daraus resultiert. Der Autor übernimmt diese Gehalte und Formen „als Stoff oder Vorwurf […] oder durch seine Einbildungskraft“ (Z.2f.) Gemeint ist, dass der Autor entweder bereits geschehene Dinge übernimmt, selbst etwas erfindet, oder in manchen Fällen von beidem Gebrauch macht. Auf Effi Briest bezogen macht Fontane von beidem Gebrauch, nimmt also etwas schon Vorhandenes, ändert dies allerdings etwas ab. Denn die Handlung von Effi Briest hat es - zumindest so ähnlich – gegeben, die Namen allerdings wurden alle von Fontane abgeändert, was die von Emrich genannte „Einbildungskraft“ (ebd.) verdeutlicht, während der Rest, also die Handlung sich auf den „Stoff oder Vorwurf“(ebd.) beziehen lassen. Das von Emrich beschriebene „Beziehungsgewebe“(Z.4) hat ebenfalls einen hohen Stellenwert in Effi Briest. Es gibt sehr viele verschiedene Charaktere in Effi Briest, welche fast alle in irgendeiner Beziehung zueinander stehen, was ein „Beziehungsgewebe“(Z.4) mit sich zieht. Außerdem besteht der Roman aus etlichen Metaphern, welche die Handlung auch zu einem Gewebe und somit auf den ersten Blick unübersichtlicher und komplexer machen. Wenn man sie aber versteht, machen sie die Handlung um einiges interessanter, was auf ein „künstlerisches Werk“ hinweist. Des Weiteren macht die Überschreitung „spezifisch historischer Begrenztheit oder Einseitigkeit“(Z.5) ein „künstlerisches Werk“ aus, was ebenfalls auf Effi Briest zutrifft, da die dort behandelten Themen wie Zwangsverheiratung oder Ehebetrug heutzutage durchaus immer noch aktuell sind und es womöglich auch lange noch bleiben werden. Es wird also ein „Beziehungsreichtum entfalten, der nie zu Ende reflektiert werden kann und repräsentativ bzw. symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen aus sich zu entwickeln vermag.“(Z.6) Effi Briest ist außerdem ein „künstlerischer Roman“, weil es „eine solche unausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten“(Z.22f.) hat, dass  „seine Romane immer wieder neu gelesen und interpretiert werden können und müssen, da die in ihnen enthaltenen Sinn- und Formbezüge in sich unendlich sind und mit der Auflösung der äußeren Handlungsspannung keineswegs an ihr Ende gelangt ist“(Z.23ff.). Damit ist gemeint, dass ein Werk wie Effi Briest so komplex und vielseitig geschrieben ist, dass ein einmaliges Lesen nicht ausreicht, um den kompletten Inhalt zu verstehen, da einiges erst beim erneuten Lesen verstehen werden kann und sehr vieles zwischen den Zeilen steht, was einem zunächst gar nicht auffällt bzw. man es nicht versteht. All dies macht einen „künstlerischen Roman“ erst aus. Zusätzlich kommt Effi Briest mit seiner „komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit“(Z.29f.) sehr nahe, was ein weiteres Kriterium eines „künstlerischen Romans“ laut Emrich ausmacht. Gemeint ist, dass die Handlung dadurch, dass es sie so oder so ähnlich in echt bereits gab und durch ihre Komplexität durch die Länge der Handlung und der ganzen Metaphern darin, dem Leser wie eine wahre Geschichte erscheint und dass sie sich nach all den Jahren seit ihrer Veröffentlichung immer noch an die Menschen heute richten kann und nicht veraltet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane, wenn man von dem Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“ von W. Emrich ausgeht alles darlegt, um als „künstlerischer Roman“ zu gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Feedback Alina'''&lt;br /&gt;
Hey Jan, deinen Einleitungssatz finde ich gelunge, da su alle wichtigen Informationen und die Aufgabe deutlich benannt hast.&lt;br /&gt;
Insgesamt hast du viele Textpassagen die Emrich in seinem Text nennt verstanden und auch weitesgehend richtig erkläst. Wenn du diese Kriterien jedoch auf den Roam Effi Briest beziehen möchtest, musst du Beispiele nennen und diese erklären.Das Kriterium der Gehalte und Formen hast du auch falsch verstanden, Damit sind Inhalt, Sprache und Form gemeint. Der Ansatz, wo du von Beziehngsgewebe sprichst ist gut, jedoch gehst du mehr auf den Inhalt des Romans ein, dabei ist jedoch die Beziehung zwischen Inhalt, Sprache und Form gemeint und welche Wirkung daraus reslutiert.&lt;br /&gt;
Insgesamt hast du aber schon viele gute Ansätze geschaffen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/Emrich-Effi</id>
		<title>CFS T-Klassen/Wertung und Wirkung von Literatur/Emrich-Effi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/Emrich-Effi"/>
				<updated>2019-01-21T07:05:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Emrich - &amp;quot;Effi&amp;quot;, &amp;quot;Faust&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Kriterien Emrichs für einen &amp;quot;künstlerischen Roman&amp;quot; an Fontanes &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn seines Textes spricht Emrich von &amp;quot;Gehalte[n] und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt&amp;quot;(Z.3). Mit der Übernahme von &amp;quot;Stoff oder Vorwurf&amp;quot;(ebd.) ist schlichtweg die Übertragung realer Ereignisse, genauso wie sie geschehen sind, auf die eigene Komposition gemeint. Die Hervorbringung von &amp;quot;Einbildungskraft&amp;quot; ist lediglich das Erfinden von einer Geschichte. Bei &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; liegt eine Mischung dieser beiden Aspekte vor. Die Protagonistin Effi sowie alle anderen Charaktere hat es so nie gegeben, also kann man nicht von einer Übernahme der Realität sprechen. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass die Geschichte einer jungen Frau, die sich von der Gesellschaft unterdrückt fühlt, was letztendlich zum Tod führt,  genauso einmal hätte stattfinden können, was den Realitätsaspekt der Geschichte darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders der Aspekt des &amp;quot;Beziehungsgewebes&amp;quot;(Z.4), kommt bei &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; zum Vorschein. Schon auf der ersten Seite befinden sich viele Metaphern, die als Vorausdeutungen für das Leben Effis fungieren. Dies setzt sich im ganzen Roman fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Werk &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; &amp;quot;aus ihrer spezifisch historischen Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit&amp;quot; wird, lässt sich zweierlei betrachten. Zum einen ist dieser extreme Gesellschaftliche Druck, der einem sogar vorgibt wen man zu lieben hat, ein typisches Merkmal des 19. Jahrhunderts. Jedoch findet sich in '''jeder''' jeder Epoche ein gewisser gesellschaftlicher Druck wieder, der andere Ausmaße hat. Sogar in unserer heutigen Gesellschaft sind wir noch von Erwartungen, die besonders das Geschlecht betreffen, umgeben. &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; kann dabei intentional helfen und Mut machen, sich nicht zu sehr nach gesellschaftlichen Konventionen zu richten. Dies ist ein zeitloses Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Effi Briest &amp;quot; kann &amp;quot;symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen&amp;quot;(Z.7-8) haben. Eine Gesellschaft ist in jeder Situation, in der Menschen aufeinandertreffen gegeben. Somit ist es auch möglich, dass der gesellschaftliche Druck möglich wird. In vielen Völkern, sowie auch bei Effi Briest, hat die Heirat was mit Ehre und Anerkennung zu tun. Ein ranghöherer Partner verschafft nämlich auch einem selbst einen höheren Rang, sowie Effi. Somit kann man sagen, dass, zwar versteckt, aber sich eine Bedeutung für andere Völker in der Geschichte Effis, finden lässt. Zudem lässt sich auch sagen, dass &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; eine Bedeutung für Menschen aus verschiedenen Altersklassen hat. Dies liegt an dem einfachen Grund, dass an Menschen, gleichgültig ob Jung oder Alt, immer gewisse Ansprüche gestellt werden. Diese Ansprüche könne dann zu Druck führen. Im Kindesalter wird versucht, den Kindern versucht die unterschiedlichen Ansprüche beizubringen, wohingegen Menschen im Erwachsenenalter versuchen diesen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die &amp;quot;unsausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten&amp;quot;(Z.22-23) ist bei &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; gegeben. Das Dilemma Effis ist ganz klar und sehr gut zu ergründen. Sie kann dem Druck nicht standhalten, was sich von der Psyche auf den Körper überträgt, sodass Effi letzendes schwer erkrankt und stirbt. Dies steht im Zusammenhang mit dem soziologischen Aspekt des gesellschaftlichen Drucks, was unter anderem das schon genannte &amp;quot;Beziehungsgewebe&amp;quot;(ebd.) unterstützt. Abgesehen davon, dass die Heirat  Innstettens und Effis auch kirchlich stattfindet, ist die Kirche ein großer Bestandteil gesellschaftlicher Konventionen und gibt diese teils vor. Auch derjenige der nicht die Kirche besucht, wird ausgeschlossen. Dass diese &amp;quot;unendlich&amp;quot; (Z.25) sind, wird vor allem an den vielen Metaphern und Vorausdeutungen deutlich. Man kann diese nicht nach einmaligem Lesen erfassen, sondern ist länger damit  beschäftigt sie zu finden und zu deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Effi Briest&amp;quot; kommt auch &amp;quot;der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe&amp;quot;(Z.29-30). Wie schon erwähnt, hätte die Geschichte Effis so wirklich stattfinden können. Die Komplexität zeigt sich vor allem in der Menge der Charaktere, die alle einen eigenen Charakter haben, der sehr gut ausgeführt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Roman alle Kriterien eines &amp;quot;künstlerischen Romans&amp;quot; erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Feedback von Lara'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hallo Anne, meiner Meinung nach ist dir dein Text sehr gut gelungen. Du hast dich nur auf die wesentlichen Aspekte aus Emrichs Text konzentriert und diese gut auf &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; bezogen. Im ersten Abschnitt, wo es um die &amp;quot;Einbildungskraft&amp;quot; geht, hast du geschrieben, dass die Geschichte einer jungen Frau, die sich von der Gesellschaft unterdrückt fühlt, genauso hätte passieren können. Da würde ich jedoch eher sagen, dass Fontane sich von einem Ereignis inspirieren lassen hat, dabei zwar Namen und Details veränderte, die Vorlage jedoch erkennbar bleibt. Somit ist die Geschichte bis auf ein paar Details genau so passiert. Zudem würde ich den Begriff &amp;quot;Beziehungsgewebe&amp;quot; noch ein bisschen genauer erklären, da man nicht genau weiß was damit gemeint ist.  Zudem würde ich vielleicht nur noch in deinen Einleitungssatz noch Erscheinungsjahre und die Autoren des Sachtextes und des Romans hinzufügen und eventuell deinen Schluss noch etwas ausführen. Ansonsten ist dir die Hausaufgabe gut gelungen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W. Emrichs Sachtext „Die Rangordnung der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, veröffentlicht 1965 in seinem Werk „Geist und Widergeist“, erläutert einige Kriterien für einen literarisch künstlerischen Roman '''an'''. Im Folgenden wird die Tragödie „Faust“, geschrieben von Johann Wolfgang von Goethe und veröffentlicht im Jahr 1808, auf eben diese Kriterien überprüft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext beginnt in seinen ersten Zeilen mit einer Art Aufzählung all dessen, was, laut Emrich, ein Kriterium für einen künstlerischen Roman ist. In seinem Text stellt er den künstlerischen Roman und den nichtkünstlerischen Roman immer wieder vergleichend gegenüber, in dem er die Merkmale beider Seiten anführt, erklärt und beispielhaft erläutert. Unter anderem behauptet Emrich also, dass „Gehalte und Formen […] in ein Beziehungsgewebe gebracht werden [müssen]“ (Z.2ff.). Dies impliziert eine unmittelbare Verbindung zwischen Inhalt, Sprache und Form eines Werkes, die aufeinander angepasst und abgestimmt sein müssen, damit man einen '''Roman einen künstlerischen Roman nennen darf. Dies lässt sich ebenfalls in Faust erkennen, obwohl Faust kein Roman, sondern ein Drama ist''' (Der Autor spricht bis zu seinem Beispiel von künsterlischen Werken, also brauchst du das nicht zu erwähnen). Faust beinhaltet zahlreiche inhaltliche Thematiken, die ebenfalls auf die Sprache und Form abgestimmt '''sin ein Beispiel''' dafür bilden '''die Szenen''' (nur eine Szene spielt dort) im Wald und der Höhle (V.3217-3250). Das Szenenbild einer naturhaften Umgebung spiegelt sich ebenfalls in Fausts Sprache wider: „herrliche Natur zum Königreich“ (V.3220), „Im stillen Busch, in Luft und Wasser“ (V.3227) oder „von Felsenwänden, aus dem feuchten Busch“ (V.3237). Die Szene der Nacht (V.354-385), in der Faust feststellt, alles Wissen über die Welt die er kennt erlangt zu haben und seine Verzweiflung darüber, spiegelt sich ebenfalls in seiner Sprache wider. So zeigen Aufzählungen wie „Habe nun, ach! Philosophie,/ Juristerei und Medizin,/ Und leider auch Theologie!/ Durchaus studiert […]“ (V.354ff.), die verschiedene Bereiche des Wissens abdecken, die Menge dessen was er weiß und verstärken seine Verzweiflung darüber umso mehr, sowie Metaphern wie „Das will mir schier das Herz verbrennen“ (V.365). Außerdem wird bei näherer Betrachtung deutlich, dass die Sprache sich ebenfalls an die Figuren der Tragödie anpasst, sodass sich Faust, ein Wissenschaftler mit akademischer Stellung, einer Sprache bedient die im Vergleich komplexer wirkt. Dies wird vor allem im Vergleich mit Margarethe deutlich, deren Sprache ebenfalls ihre Persönlichkeit widerspiegelt. So ist am Beispiel der Szene „Marthens Garten“ zu sehen, dass Faust eine komplexere und tiefisinnigere Sprache hat, wie in seiner Erklärung auf die Frage, wie er zu Religion stehe, deutlicher wird. Dort antwortet er Gretchen mit einer langen Erklärung (vgl. V. 3431- V.3457), während sie mit „Das ist alles '''rcht''' schön und gut;/ Ungefähr so sagt das der Pfarrer auch,/ Nur mit ein bisschen anderen Worten“ (V.3459ff.). So kann festgehalten werden, dass Gretchen einen einfachen Sprachgebrauch hat, der zu ihrer jungen und naiven Persönlichkeit passt. Es kann also gesagt werden, dass Faust ein Beziehungsgewebe aus Gehalte und Form hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kriterium ist die Befreiung der „historischen Begrenztheit“ (Z.5) und der „Bedeutungsreichtum […], der nie zu Ende reflektiert werden kann“ (Z.6). '''Zum einen kann gesagt werden, dass Faust Spuren seiner Entstehungszeit aufweist und somit historisch in die Literaturepochen Sturm und Drang, Klassik und Romantik einzuordnen ist. So wäre nur damals Gretchen in einen Kerker eingesperrt worden für die Ermordung ihres Kindes''' (was meinst du?), jedoch sind künstlerische Werke nach Emrich nur dann künstlerisch wertvoll, wenn Romane oder Dramen Thematiken und Interpretationen beinhalten, die zeitlos, also „unendlich“ (Z.10) sind. '''So muss ein Werk nach wiederholtem Lesen neue Bedeutungen aufweisen können, so wie beispielsweise Faust.''' Die Tragödie handelt von dem Wissenschaftler Faust, der in seinem Leben Wissen gesammelt hat. Jedoch hat er das Bedürfnis mehr zu wissen, als das was schon von der Welt bekannt ist, er möchte das Übersinnliche kennen und die Antwort auf Fragen nach dem Sinn des Lebens. Dieser Aspekt ist ein zeitloser, da der Wunsch nach der Antwort des Warums und der nach dem Sinn des Lebens jede Generation und jede Epoche der Menschheit interessiert hat und interessieren wird. '''Zudem behandelt Faust zeitlose Thematiken wie die Liebe und die Sehnsucht und erfüllt damit ebenfalls das Kriterium der „umfassende[n], vielseitige[n] Gestaltung, die der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt“ (Z.29f.).''' (etwas zu knapp formuliert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Johann Wolfgang von Goethes Tragödie „Faust“, nach Emrich ein ranghohes Kunstwerk ist, und somit auch eine Bedeutung in der Geschichte hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Carina'''&lt;br /&gt;
Hallo Nina,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
du hast eine gute Hausaufgabe verfasst! Besonders gut hat mir der Teil gefallen in welchem du die Szene Wald und Höhle auf den Sachtext anwendest. Ebenfalls hast du durchaus alle Kriterien von W. Emrich erkannt und sie an passenden Textstellen in Faust belegt.&lt;br /&gt;
Jedoch würde ich das Kriterium von W. Emrich, dass ein Werk nach widerholtem Lesen neue Bedeutungen aufweisen kann etwas genauer erläutern. Ebenfalls würde ich ein Beispiel in Faust für die Thematik der Liebe in deiner Hausaufgabe ergänzen. &lt;br /&gt;
Alles in allem jedoch eine sehr schöne Hausaufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird der Roman „Effi Briest“, geschrieben von Theodor Fontane und veröffentlicht 1896, welcher die Zerstörung der Menschlichkeit durch gesellschaftliche Konventionen im späten 19. Jahrhundert thematisiert, nach den von Emrich festgelegten Kriterien''',''' über die künstlerische Formung eines literarischen Werkes untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Roman „Effi Briest“''',''' handelt von einer jungen Frau (Effi Briest), welche mit einem älteren Mann, namens Innstetten, verheiratet wird. Innstetten hat allerdings kaum Zeit für Effi, da er viel arbeitet. Aus diesem Grund langweilt Effi sich im Haus ihres Mannes sehr und beginnt Ausflüge '''bzw''' Treffen mit dem Major Crampas zu unternehmen. Nachdem Innstetten und Effi bereits eine gemeinsame Tochter, namens Annie haben, kam es zu einem Seitensprung''','''seitens Effi. Sie '''begann''' eine Affäre mit dem Major Crampas, welche allerdings von Innstetten aufgedeckt '''wurde''', als seine Frau in der Kur war. Er '''duellierte''' sich mit Crampas, welcher dabei '''starb''', und '''ließ''' sich von Effi scheiden. Auf Grund ihres Seitensprungs und der daraus resultierenden Scheidung, '''wurde''' Effi auch von ihren Eltern verstoßen, da ihr Handeln von der Gesellschaft''',''' nicht anerkannt '''bzw''' akzeptiert '''wurde'''. Als es Effi dann allerdings immer schlechter '''ging''', '''entschied''' sich ihr Vater dafür, sie wieder bei sich auf zu nehmen. In ihrem vertrauten zu Hause '''starb''' sie''', am Ende des Romans.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emrich schreibt in seinem Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, geschrieben 1965 und veröffentlicht in „Geist und Widergeist“, dass einerseits Form, Inhalt und Sprache des Werkes „in ein Beziehungsgewebe gebracht werden [müssen]“ (Z.4). Bei Fontanes Roman trifft dieses Kriterium definitiv zu. Bereits auf den ersten Seiten des Romans, verwendet Fontane viele Metaphern '''(Beispiel)''', die Vorausdeutungen für das Leben Effis sind. Somit stehen Sprache und Inhalt in einem Beziehungsgewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sei es ein Kriterium, bereits vorhandene Geschichten als Inspiration zu nutzen um daraus ein gutes Werk zu erschaffen oder, dass dies durch „Einbildungskraft“ (Z. 3) geschieht (vgl. Z. 2f.). Die Geschichte Effi Briests, ist eine Mischung dieser beiden Möglichkeiten: Es ist gut möglich, dass zu jener Zeit eine Frau so gelebt hat, allerdings sind Namen der Orte und Personen frei '''Erfunden'''. Somit ist auch dieses Kriterium erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, von Emrich aufgeführtes Kriterium, ist das Kriterium des „Bedeutungsreichtum[s]“ (Z. 6). Laut ihm''',''' ist ein Werk von „künstlerische[r] Formung“ (Z.1), wenn das Thema des Werkes''',''' keiner „historischen Begrenztheit“ (Z.5)''',''' unterliegt. Im Roman „Effi Briest“, ist das hauptsächliche Thema''',''' die gesellschaftlichen Konventionen des 19. Jahrhunderts, in Bezug auf den Ehebruch und den Ausschluss von der Gesellschaft. Dennoch ist ein weiterer sehr wichtiger Aspekt die Liebe. Effi wird verheiratet, bloß wegen des hohen Rangs Innstettens. Durch ihren Seitensprung wird sie dann aus der Gesellschaft ausgestoßen und wird krank. Dieses Kriterium ist also ebenso erfüllt, da es hier definitiv auch im heutigen Zeitalter eine Intention gibt '''(genauer)'''. Effi Briest '''wiedersetzt''' sich den gesellschaftlichen Konventionen''',''' obwohl ihr bewusst ist, was auf Grund dessen, auf sie zukommen kann. Zusätzlich sagt Emrich, der Bedeutungsreichtum könne niemals zu Ende gedeutet werden und es gäbe auch eine symbolische Bedeutung für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen (vgl. Z. 6 ff.). Dem kann auch nur Recht gegeben werden, da wie schon einmal erwähnt, der Roman heute noch eine Bedeutung und Intention für uns hat '''(siehe oben)'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Roman „Effi Briest“, den von Emrich aufgestellten Kriterien zur Wertung und Rangordnung literarischer Werke künstlerischer Form''',''' entspricht und damit ein künstlerischer Roman ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback: Ich finde deinen Text für den Anfang schon ganz gut. Du hast die wichtigsten Kriterien, die ein künstlerisches Werk ausmachen herausgearbeitet. Einen Aspekt, die Darstellung der Wirklichkeit (im Text ab Z. 28), hast du aber nicht genannt. Den würde ich noch ergänzen. Außerdem kannst du die Zusammenfassung von Effi Briest weglassen und stattdessen den Inhalt direkt auf die Kriterien beziehen. An einigen Stellen fehlen nämlich Textbezüge, die deine Behauptungen belegen (siehe Fettmarkierungen). Was mir an deiner Zusammenfassung auch noch aufgefallen ist, ist dass du die falsche Zeitform benutzt. Ansonsten müsstest du noch einige Fehler (Fettmarkierungen) verbessern. ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird der Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane, aus dem Jahr 1859, hinsichtlich der Kriterien Emrichs aus dem Textauszug „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“ auf die künstlerische Formung geprüft.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn sagt der Text Emrichs aus, dass „Gehalte und Formungen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt, […], kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 2-4) müssen. Das '''Bedeutet,''' dass reale Begebenheiten auf das literarische Werk übertragen werden müssten und in ihrem Gefüge dementsprechend verknüpft werden müssen, dass sie letztendlich stimmig zueinander sind. Bei „Effi Briest“ kann gesagt werden, dass der Charakter „Effi“ zu dieser Zeit genauso gelebt haben kann, jedoch die Charaktereigenschaften frei von Fontane gewählt wurden.  Somit könnte der Roman auf realen Begebenheiten basieren, jedoch wurden diese durch die „Einbildungskraft“ (Z. 3) Fontanes abgeändert, so dass sie schließlich „kompositorisch“ zueinander stehen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zudem sollen laut Emrich die Werke von ihrer „Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit werden“ (Z. 5), denn erst dann seien sie kunstvoll ansprechend. Das bedeutet, dass zeit übergreifende Themen Inhalt der Werke sein sollen, damit diese auch in andere historischen Kontexten einen „Bedeutungsreichtum“ (Z. 6) aufweisen können. So sind beispielsweise Themen wie Liebe und Tod  von hoher Bedeutung in literarischen Werken. DaEffi mit dem Baron Innstetten verheiratet wird, kann sie später nicht zu der Liebe zu Crampas stehen, da sie einem gesellschaftlichen Druck ausgesetzt wird. Somit spielt das Thema Liebe eine zentrale Rolle in dem Roman.  Außerdem wird der Tod auch in dem Roman thematisiert, da Effi am Ende in ihrem Elternhaus der Liebe wegen stirbt. Somit ist zu sagen, dass das Kriterium der Begrenztheit und Einseitigkeit in „Effi Briest“ erfüllt ist und somit ein „Bedeutungsreichtum“ (ebd.) vorliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass zudem ein „unendliches Kontinuum“ (Z. 10) dargestellt wird, wird gleich zu Beginn des Romans deutlich, da dort durch rhetorische Mittel, wie beispielsweise Metaphern, auf den Tod Effis hingedeutet wird. Dieses Kontinuum wird nämlich von „psychologischen, religiösen, soziologischen u. a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten“ (Z. 23 f.) gefüllt. Somit spielt die psychische Instabilität Effis eine große Bedeutung, da der Tod ihrerseits zudem für „Spannung und Rätsel“ (Z. 18 f.) sorgt. Das psychische Problem Effis entwickelt sich aus dem Gesellschaftsdruck, somit ist dem hinzuzufügen, dass das Beziehungsgewebe in diesem Fall aufeinander abgestimmt ist.  Zudem ist damit der soziologische Bereich abgedeckt, da hiermit das Zusammenleben der Menschen im 19. Jahrhundert charakterisiert wird. Ein weiterer soziologischer Aspekt wäre somit auch das Eheleben zwischen Effi und Innstetten, das dies nur Charakter eines Statussymbols zeigt, jedoch nicht den zweier Liebenden.  Weitergehend ist zu sagen, dass der religiöse Aspekt auch aufgegriffen wird, da Effi durch gesellschaftlichen Vorschriften die Kirche besuchen muss und zusätzlich eine Kur besucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem sollten Romane „immer wieder neu gelesen und interpretiert werden“ (Z. 25 f.), damit die Deutungsmöglichkeiten sich voll entfalten können. Somit sind die „Sinn- und Formbezüge in sich unendlich“ (Z. 24 f.), was besonders durch die genutzte Metaphorik zum Ausdruck gebracht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassen d ist zusagen, dass der Roman „Effi Briest“ einer künstlerischen Formung entspricht, da dieser durch die vielen Deutungsmöglichkeiten nie einseitig werden kann. Zudem ist das Beziehungsgewebe stimmig und auch zeit-übergreifende Themen werden genutzt, damit das Werk sich auch in anderen historischen Gegebenheiten entfalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Luisa'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Janette, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mir gefällt deine Hausaufgabe gut, jedoch sind mir einige Punkte aufgefallen, die du noch ergänzen könntest. &lt;br /&gt;
Dein Einleitungssatz würde ich noch ausführlicher gestalten, wie durch das Veröffentlichungsjahr des Textauszuges und aus in welchem Werk der Textauszug veröffentlicht wurde. Was mir direkt danach aufgefallen ist, dass du einen längeren Satz aus dem Textauszuges W. Emrichs zitierst, dann aber im folgenden nicht auf alle Aspekte eingehst. Um den Überblick zu ehalt hilft es mir persönlich immer gut kleinere Zitate zu verwenden, weil man sonst den Überblick verlieren könnte und eventuell dann einige Dinge vergisst, die man noch schreiben wollte. Fontane hat nicht nur die Charaktereigenschaften erfunden, sondern auch die Namen der Figuren, nur falls du das noch ergänzen möchtest. Nun wird dein langes Zitat zum Verhängnis, da du nicht mehr auf den Begriff ,,Beziehungsgewebe&amp;quot; (ebd.) eingehst, der auch eine zentrale Position in Fontanes Roman trägt. Die darauffolgende ,,Begrenztheit und Einseitigkeit (ebd.), die du im nächsten Abschnitt in Verbindung setzt mit Fontane steht im Verbindung mit dem Begriff der ,,beziehungsebene&amp;quot;, weil W.Emrich sagt, dass Vorhandensein eines ,,Beziehungsgewebes&amp;quot; die ,,historische Begrenztheit und Einseitigkeit&amp;quot; befreien kann, womit der Autor sagt, das ein Zwischenspiel zwischen Inhalt, Form und Sprachen das Werk zeitlos und vielseitig wirken lässt. Aufgrund dieser Verknüpfung solltest du das nochmal in diesem Abschnitt überarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, verfasst von W. Emrich und veröffentlicht im Jahr 1965 in Frankfurt am Main, handelt es sich um einen Textauszug aus dem Sachbuch „Geist und Widergeist“. Thematisiert werden Kriterien für künstlerisch wertvolle Werke. Diese Kriterien sollen im Folgenden an Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“ überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Text erläutert Emrich im Wechsel die Kriterien von künstlerischen und nicht-künstlerischen Werken. Als erstes Kriterium wird angeführt, dass in einem literarisch wertvollen Text „die jeweiligen Gehalte und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt  oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt, kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 2 ff.). Demnach sollen Inhalt, Sprache und Form in einem Text miteinander verknüpft sein und so den Kerngedanken des Textes möglichst anschaulich herüberbringen. Im Roman „Effi Briest“ werden die gesellschaftlichen Konventionen gegen Ende des 19. Jahrhunderts kritisiert, beispielsweise die Unfähigkeit des Adels, sich den wandelnden Verhältnissen anzupassen oder die gesellschaftliche Stellung der Frau. Der Kerngedanke wird am Beispiel des Lebens der Protagonistin Effi Briest dargestellt, die eben in diese Gesellschaft hineingeboren ist und der sowohl die Vorteile als auch die Nachteile wiederfahren. Die Sprache und der Inhalt sind an die entsprechende Zeit und Gesellschaftsschicht angepasst und führen gemeinsam mit der Metaphorik, die im Roman oftmals eine entscheidende Rolle spielt, die Handlung fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin führt der Autor als Kriterium eines künstlerischen Textes an, dass dieser „nie zu Ende reflektiert werden kann und repräsentativ bzw. symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen aus sich zu entwickeln vermag“ (Z. 6 ff.). Ein künstlerisches Werk soll nach Auffassung des Autors zeitlos sein und auch für Generationen in anderen Epochen und Zeiten von Bedeutung sein. In Effi Briest wird dieses Kriterium teilweise erfüllt. Einerseits werden Themen wie Ehebruch, Verführung und Ehre, die durchaus zeitlos sind, aufgegriffen, doch andererseits werden diese in die oftmals als veraltet geltenden Konventionen eingebettet, was das Verständnis und die Identifikation mit den Figuren erschwert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächsten Aspekt benennt Emrich, dass künstlerisch wertvolle Texte „in jedem Moment ihrer Gestaltung eine solche unausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten [entfalten]“ (Z. 22 f.). In Fontanes Roman wird dies bereits zu Beginn des ersten Kapitels deutlich. Die Gestaltung der Umgebung ist nur eines von vielen Beispielen aus der Metaphorik des Romans. In den ersten Zeilen des Kapitels wird die Außengestaltung des Gut Hohen-Cremmen beschrieben, wo die Protagonistin Effi Briest aufgewachsen ist. Die Beschreibung des Gartens oder des Hauses bietet zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten, die auch teilweise als Vorausdeutungen für die weitere Handlung gesehen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Kriterium, das der Autor nennt ist „das Kontinuum der Reflexion“ (Z. 31). Sobald die Kerngedanken und die Interpretation des Textes offen liegen, verfällt dessen Bedeutung. Bei künstlerisch wertvollen Texten benötigt die Reflexion des Schriftstückes Zeit, da die Komplexität der Textgestaltung Zeit für das Verständnis und die Interpretation in Anspruch nimmt. Im Roman „Effi Briest“ wird dies durch die Metaphorik dargestellt. Es benötigt Zeit die einzelnen Metaphern und die damit einhergehende Symbolik, sowie die Vorausdeutungen zu erkennen und zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kriterien für nicht-künstlerische Werke führt Emrich an, dass diese „keine Bedeutungsmannigfaltigkeit enthalten, sondern in einer eindeutigen Begrenztheit verharren, die rasch durchschaubar ist und jedes weitere Nachsinnen oder Forschen überflüssig macht“ (Z. 11 ff.). Dies trifft wie zuvor erläutert auf den Roman „Effi Briest“ nicht zu, da es durch die Metaphorik notwendig ist den Text näher zu untersuchen. Weiterhin führt der Autor an, dass nicht-künstlerische Werke aus „‘fraglosen‘ Aussagen und Formen“ (Z. 17) bestehen und die Spannung nicht über das Ende des Textes hinaus gehalten werden kann. Beides trifft wie zuvor erwähnt ebenso wenig auf „Effi Briest“ zu. &lt;br /&gt;
Zum Schluss ist festzuhalten, dass der Roman „Effi Briest“, verfasst von Theodor Fontane, nach den Kriterien von W. Emrich als ein literarisch wertvoller Roman bezeichnet werden kann. Es werden alle Kriterien weitgehend erfüllt, beispielsweise die zahlreichen Deutungsmöglichkeiten, die durch die von Fontane verwendete Metaphorik zur Geltung kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Feedback von Sarah'''&lt;br /&gt;
Deine Überprüfung des Romans ist dir im allgemeinen wirklich gut gelungen. Du sprichst viele wichtige Aspekte sprachlich korrekt und gut formuliert an, was mir besonders bei deinen Bezügen zur Metaphorik auffällt. Diese würde ich jedoch in deinem ersten Abschnitt noch etwas mehr auf Inhalt und Form beziehen, sodass der Zusammenhang der Einzelteile deutlicher wird, da du diese Verknüpfung noch etwas knapp darstellst. Auch könntest du bei den vielseitigen Deutungsmöglichkeiten einige Beispiele anführen, um diese besser zu verdeutlichen, was jedoch nicht zwangsläufig ist. Besonders gut hat mir dein letzter Abschnitt gefallen, wobei der erste Satz etwas so wirkt, als würdest du hier schon von Effi sprechen. Insgesamt wirklich gut und nur bedingt ergänzbar!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird der Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane, aus dem Jahr 1859, hinsichtlich der Kriterien Emrichs aus dem Textauszug „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, veröffentlicht im '''Jahre1965''' auf die künstlerische Formung geprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textes erfahren wir, dass laut Emrich ein literarisches Werk eine „spezifisch künstlerische Formung“ (Z. 1) aufweist, die durch „Gehalte und Formen, die […] als Stoff und Vorwurf“ (Z. 2) genutzt werden, sowie durch die „Einbildungskraft“ (Z. 3) des Autors „kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 3f.). Mit der Einbildungskraft ist ausschließlich das Erfinden einer Geschichte gemeint, '''die bei Effi Briest deutlich zutrifft ''(Formulierung)'''''. Zudem bezeichnet Emrich die realen Ereignisse als „Stoff und Vorwurf“(ebd.), die dann in Verbindung mit der Geschichte ein „Beziehungsgewebe“(ebd.) bilden. Der Roman ‘Effi Briest‘ ist ein gutes Beispiel dafür, um Emrichs Erläuterungen darzustellen. Zum einen ist wichtig, dass Effi Briest etc. nur frei erfundene Charaktere sind, jedoch die Intention des Romans, welche die gesellschaftlichen Missstände und deren Konventionen darstellt, dem Ganzen wieder '''getreu Emrichs Erklärung ''(2/3/1)''''' wird. Zudem hebt der Autor hervor, dass „Gehalte und Formen“ (Z. 2), gemeint sind Inhalt, Sprache und Form, einen Text ausmachen. Im Roman wird direkt zu Beginn die Protagonisten und ihr Heimatort detailliert beschrieben. „Der Park- und Gartenseite hin rechtwinklig angebauter Seitenflügel einen breiten Schatten…“ (Z. 5f.). Zudem spielt die Metaphorik der Natur „Sonnenuhr“ (Z. 8); „Canna indica und Rhabarberstauden“ (Z. 9) eine wichtige rolle im Roman, da diese '''Effi ''(s)''''' Charakter und den Verlauf der Handlung widerspiegelt. Zudem spricht Emrich auch von nicht-künstlerischen Werken, da sie „in sich [kein] unendliches Kontinuum darstell[en]“ (Z. 9f.). Damit sind vorhersehbare '''werke''' gemeint, bei denen das Ende schon zu Beginn '''vorhersehbar ''(Wiederholung : klingt nicht gut)''''' ist und somit die Gehalte und Formen „nicht über sich hinausweisen und keine Bedeutungsmannigfaltigkeit enthalten“  (11f.). In Effi Briest wird der Zusammenhang zwischen Sprache und Form sehr deutlich in „Wenn ich wieder hier bin, bitt ich mir andere Bilder aus; ich kann so was Kriegerisches nicht leiden“ (S. 184 Z.11f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback Jan : &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Einleitung ist sehr gelungen, allerdings beziehst du dich bei der Aufgabe nicht so richtig auf das, was du in der Einleitung nennst. Ich finde es gut, dass du Stellen aus Effi Briest nimmst und zitierst, um die Aussagen von Emrich auf Effi Briest bezogen deutlich zu machen. Wenn du Emrichs Text allerdings weiter und nicht nur den Anfang bearbeitest, kannst du noch mehr Stellen aus Effi Briest miteinbeziehen. Deine Formulierungen finde ich sehr gut, allerdings hast du ein paar kleinere Sprachliche Fehler in deinem Text (habe ich dir markiert !). Wenn du diese noch korrigierst, deinen Text noch weiter ausführst und näher auf die &amp;quot;künstlerischen Werke&amp;quot; und die &amp;quot;nicht künstlerischen Werke&amp;quot; eingehst, hast du eine sehr gelungene Hausaufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich den Roman ,,Effi Briest“, verfasst von Theodor Fontane und veröffentlicht im Jahr 1896, an den Kriterien zu einem künstlerischen Werk aus dem Textauszug ,,Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, verfasst von Emrich und veröffentlicht im Jahr 1965, überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textauszuges erklärt Emrich, dass die ,,Gehalte und Formen […] kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht“ (Z. 2 ff.) sein müssen, damit es sich um eine ,,künstlerische Formung“ (Z.1) handelt. Dieses Kriterium trifft auf den Roman ,,Effi Briest“ zu. Bereits am Romananfang lassen sich unzählige Metaphern finden, die bereits Vorausdeutungen für den weiteren Handlungsverlauf darstellen. Somit steht die Metapher der ,,Sonnenuhr“ (Z.8) bereits für das Romanende, in dem Effi stirbt. Zudem wird bei der Beschreibung des Hauses, in dem die Protagonistin Effi wohnt, durch Metaphern und Beschreibungen Effi bereits charakterisiert ohne, dass sie erwähnt wird, wie beispielsweise das ,,angekettelte[.] Boot“ (Z. 18) oder die Schaukel, die ,,schon etwas schief“ (Z. 21) steht. Auch besonders im 19.Kapitel bei der Schlittenfahrt auf dem Rückweg ist das Beziehungsgewebe von Sprache, Inhalt und Form gut erkennbar, da die Zeitraffung, die Raumgestaltung und auch der hypotaktische Satzbau, Effis Überforderung, Unsicherheit und auch die Hektik untermauern. Des Weiteren lassen sich jedoch viele weitere Metaphern im ganzen Roman finden, die den Inhalt unterstützen und vorausdeuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt, den Emrich aufführt, ist, dass der Autor die Inhalte ,,als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder auch durch seine Einbildungskraft hevorbringt“ (Z. 2 f.). Auf ,,Effi Briest“ treffen beide Kriterien zu, da Theodor Fontane eine ähnliche Geschichte bzw. ein ähnliches Ereignis von Personen aus dem realen Leben als Grundlage für sein Buch genommen hat und durch seine Einbildungskraft jedoch die Geschichte abändert. So sind beispielsweise die Namen '''(ggf. noch einfügen: der Charaktere)'''  von dem Autor erfunden und die Personen haben somit nie gelebt, '''womit also keine Realitätsübernahme vorhanden ist.''' Jedoch ist die Geschichte so realitätsnahe, dass die Protagonisten Effi so hätte existieren können und ihr Leben auch so hätte aussehen können. '''Somit sind die Aspekte der Realitätsübernahme und der Einbildungskraft beide in dem Roman vorhanden''', da die Realität zwar nicht übernommen, aber abgeändert worden ist und der Autor durch die Einbildungskraft die Figuren und die Ereignisse und Gespräche erfunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem zeichnet sich nach Emrich ein künstlerisches Werk dadurch aus, dass ,,die einzelnen Inhalte und Formen aus ihrer spezifisch historischen Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit werden und einen Bedeutungsreichtum entfalten, der nie zu Ende reflektiert werden kann“ (Z. 4 ff.). Dieses Kriterium trifft jedoch nur teilweise auf ,,Effi Briest“ zu, da der Roman einen gesellschaftskritischen Roman darstellt. Denn er stellt die Unterdrückung und Abhängigkeit der Frau vom Mann und auch von der Gesellschaft dar sowie, dass das gesellschaftliche Ansehen wichtiger ist, als eigene Entscheidungen zu treffen und somit die Entscheidungsfreiheit von den Erwartungen und der Abhängigkeit von der Gesellschaft unterdrückt wird. Somit werden in dem Roman die gesellschaftlichen Konventionen während des 19. Jahrhunderts kritisiert. Diese Kritik an der Gesellschaft ist somit historisch begrenzt, da Frauen heutzutage zum Beispiel nicht mehr anhängig sind von Männern und in der heutigen Gesellschaft Entscheidungsfreiheit nicht von den gesellschaftlichen Erwartungen übertroffen wird. Jedoch thematisiert ,,Effi Briest“ auch zeitlose Themen, wie gesellschaftliche Konventionen im Generellen, da jede Gesellschaft gesellschaftliche Konventionen besitzt, unabhängig davon wie groß die Erwartungen und damit verbundenen möglichen Einschränkungen eines Individuums sind. Somit thematisiert der Roman sich nicht von den gesellschaftlichen Konventionen einschränken zu lassen, was sich auf jede Zeit beziehen lässt. Auch das Thema des Betrugs und des Zwangs Entscheidungen treffen zu müssen, ist zeitlos, da dies immer vorhanden sein wird. Dieser zuvor angesprochener Bedeutungsreichtum soll zudem auch eine ,,symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (Z. 7 f.) mit sich bringen, was durch das Thema der gesellschaftlichen Konventionen oder Erwartungen im Generellen gegeben ist, denn jedes Aufeinandertreffen mit anderen Menschen und menschliche Beziehungen im Generellem bringen Erwartungen mit sich, da unabhängig von Alter der Person, Ursprung oder Lebensform bestimmte Erwartungen an ein Individuum gestellt werden, wodurch auch Druck und Unzufriedenheit hervorkommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt des künstlerischen Romans ist die ,,umfassende, vielseitige Gestaltung, die der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt“ (Z. 29 ff.). Auch dies trifft auf ,,Effi Briest“ zu, da die Beschreibung von Effis Leben so realitätsnahe ist, dass ihr Leben genauso hätte stattfinden können, obwohl es sie nicht gab. Die Gestaltung hilft dabei, da die zahlreichen Dialoge in dem Roman sehr realitätsnahe sind und auch die Beschreibung im ganzen Roman sehr detailreich und umfassend sind, so dass durch die Beschreibungen und Dialoge die eigentliche Kritik nicht ausgesprochen, sondern dem Leser sozusagen gezeigt wird und lediglich die Wirklichkeit des 19.Jahhunderts geschildert und beschrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nach Emrichs Kriterien ,,Effi Briest“ ein künstlerisches Werk darstellt. In dem Roman werden zahlreiche Metaphern verwendet, um den Inhalt zu untermauern und voraus zu deuten und die Sprache steht im ständigen Beziehungsgewebe zum Inhalt. Außerdem enthält die Erzählung sowohl Realitätsübernahme als auch die Phantasie des Autors. Die Themen sind sowohl begrenzt, indem die gesellschaftlichen Konventionen zu der damaligen Zeit kritisiert werden als auch zeitlos, da die Erwartungen an ein Individuum im Generellem thematisiert werden, was sich auf alle Lebensformen und Vorstellungen übertragen lässt. Der Roman ist zu dem sehr realitätsnahe, da Efii Briest genauso, wie es geschildert wird, gelebt haben könnte, weshalb ,,Efii Briest“ also ein künstlerischer Roman ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Nina H.: Deine Hausaufgabe ist dir sehr gut gelungen. Mir gefällt dabei besonders, dass du so detailliert auf die einzelnen Aspekte eingehst und dadurch alles gut erläutert. Wenn du darauf eingehst, ob das Werk der Einbildungskraft des Autors entsprungen ist oder ob es real ist (als Stoff oder Vorwurf bereits gegeben war) widersprichst du dir an einer Stelle, da du zuerst schreibst, dass keine Realität vorhanden ist und später, dass beides (Realität und Einbildungskraft) vorhanden sind. Ansonsten hat mir der Text sehr gut gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Die Rangordnung der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welcher von W. Emrichs verfasst und 1965 in seinem Werk „Geist und Widergeist“ veröffentlicht wurde, konkretisiert einige Kriterien für einen “künstlerischen Roman“. Im Folgenden werden eben diese Kriterien auf Theodor Fontane´s Roman „Effi Briest“, welcher 1894 veröffentlicht wurde, überprüft.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zu Beginn des Sachtextes zählt Emrich Kriterien auf, die laut ihm bedeutend für einen künstlerischen Roman sind. Emrich behauptet, dass „Gehalte und Formen […] kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 2ff.) müssen, damit man von einem künstlerischen Roman sprechen könne. Inhalt, Sprache und Form müssen also miteinander verknüpft und zueinander in Beziehung gesetzt werden, damit laut Emrich ein guter Roman entstehen '''könne (Konjunktiv hier nicht nötig, da du schon &amp;quot;laut Emrich geschrieben hast) '''. Zudem fügt Emrich hinzu, dass diese Textmerkmale vom Autor „als Stoff oder Vorwurf übernomm[en] oder durch seine Einbildungskraft hervor[gebracht]“ (Z. 2f) werden. Dies lässt sich besonders in Effi Briest erkennen, da damit die Übertragungen realer Geschehnisse auf das eigene Werk gemeint sind. Fontane ließ sich von einem Ereignis aus dem Jahre 1886 inspirieren und bearbeitete seine Vorlagen so, dass er dabei wesentliche Details veränderte, die jeweilige Vorlage jedoch erkennbar bleibt. Somit veränderte Fontane zum Beispiel die Namen der Charaktere oder die Angaben der zeitlichen Aspekte so, dass die Wirkung dramaturgisch verstärkt wird. In dem Ereignis aus dem Jahre 1886 ist der Mann den das Mädchen heiratete zum Beispiel nur fünf Jahre älter und nicht 21 Jahre älter als sie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kriterium ist der „Bedeutungsreichtum […], der nie zu Ende reflektiert werden kann und repräsentativ bzw. symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen aus sich zu entwickeln vermag.“ (Z. 6ff.). Ein Roman muss also nach wiederholtem '''lesen''' über neue Bedeutungen verfügen und auch für Generationen mit anderen Lebensweisen oder Ansichten von Bedeutung sein. Dieses Kriterium trifft jedoch nur '''Teilwiese''' auf den Roman „Effi Briest“ zu. Zum einen werden zwar Themen angesprochen, die heutzutage auch noch aktuell sind, zum anderen wird jedoch auch die Kritik an den gesellschaftlichen Konventionen im 19. Jahrhundert thematisiert, die geschichtlich begrenzt sind. Die Themen: Ehe, Ehebruch und die Entwicklung die vom Mädchen bis hin zur Frau gemacht werden muss, sind zeitlos, jedoch ist die Unterdrückung und die Abhängigkeit der Frau vom Mann und von der Gesellschaft sowie die Entscheidungsfreiheit, die im 19. Jahrhundert von den Erwartungen von der Gesellschaft unterdrückt wird, nicht mehr brisant. Somit wird die Identifikation mit den Figuren sowie die Bedeutsamkeit für Generationen mit anderen Lebensweisen oder Ansichten erschwert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt des künstlerischen Romans ist die „umfassende, vielseitige Gestaltung, die der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt“ (Z. 29ff.). Dieser Aspekt trifft genau auf „Effi Briest“ zu, da das Ereignis dieses Romans sowie die Erläuterung von Effis Leben so realitätsnah sind, dass dies genauso hätte stattfinden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass Theodor Fontane´s Roman „Effi Briest“ alle Kriterien, die laut Emrich für einen künstlerischen Roman bedeutend sind, beinhaltet und somit als künstlerisches Schriftwerk bezeichnet werden darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback von Anne: Hallo Lara, zu Beginn deines Textes nennst du zwar als Kriterium, das Inhalt Form und Sprache in einem künstlerischen Werk in Beziehung zueinander stehen müssen, sagst jedoch nicht ob dieses Kriterium auf den Roman zutrifft. Außerdem solltest du noch hinzufügen, ob &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; über  &amp;quot;unsausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten&amp;quot;(Z.22-23) verfügt. Was ich sehr gut finde ist dein zweiter Abschnitt, in dem du kritisch hinterfragst ob &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; auch für andere Zeiten eine Bedeutung haben kann. (Der Rest ist im Text markiert)&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, geschrieben von W. Emrich und veröffentlicht im Jahr 1965, thematisiert Kriterien für künstlerische Werke. Im Folgenden wird der Roman „Effi Briest“, geschrieben von Theodor Fontane und veröffentlicht im Jahr 1859, auf diese Kriterien überprüft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textes wird erläutert, dass „die jeweiligen Gehalte und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt, kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 2ff.) müssen. Der Autor erschafft, auf der Basis historischer Ereignisse bzw. gegenwärtiger Gegebenheiten, einen künstlerischen Text, '''indem''' er Inhalt, Sprache und Form sinnvoll miteinander verknüpft. Fontane erschafft in seinem Roman, auf der Basis der gesellschaftlichen Umstände im 19. Jahrhundert, die Protagonistin Effi, die unter diesen Umständen gelebt haben könnte. Zu Beginn des Romans wird deutlich, dass Sprache und Form mit dem Inhalt verknüpft werden. Somit wird z.B. durch die Beschreibung der Sonnenuhr im Garten der Eltern, das Ende des Romans, Effis Tod, bereits am Anfang metaphorisch vorausgedeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein künstlerisches Werk solle zudem „aus ihrer spezifisch historischen Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit werden […] und repräsentativ bzw. symbolisch […] auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (Z. 5ff.) zutreffen. „Effi Briest“ thematisiert die gesellschaftlichen Konventionen im 19. Jahrhundert und unter anderem auch die Abhängigkeit der Frau vom Mann. Heutzutage sind Frauen nicht mehr vom Mann abhängig, was bedeutet, dass dieses Kriterium in der Hinsicht nicht auf Fontanes Roman zutrifft. Dennoch trifft der Zwang sich an gesellschaftliche Konventionen zu halten auch heute noch zu. Z.B. gibt es in jedem Land verschiedene Sitten und Verhaltensregeln, die nahezu jeder für selbstverständlich betrachtet und an die man sich hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren heißt es, dass künstlerische Werke „in jedem Moment ihrer Gestaltung eine […] unausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten“ (Z. 21ff.) aufweisen und „immer wieder neu gelesen und interpretiert werden können und müssen“ (Z.23). Auch auf Fontanes Roman trifft dies zu. Die von ihm verwendete Metaphorik in der Beschreibung des Elternhauses beschreibt zudem indirekt Effis Charaktereigenschaften. '''Genauer'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein künstlerisches Werk versucht „der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe [zu kommen]“ (Z. 29f.). Fontane übt Kritik an den gesellschaftlichen Konventionen aus. Dies stellt er als Geschichte einer Frau, die es nicht gab, aber so hätte geben können, dar und schafft somit einen engen Realitätsbezug. '''(s.o.)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass „Effi Briest“ die von Emrich aufgestellten Kriterien, die ein künstlerisches Werk aufweisen sollten, nahezu vollständig erfüllt und somit als ein künstlerisches Werk gesehen werden kann. Nennenswert ist dabei die realitätsnahe Darstellung der Umstände im 19. Jahrhundert, die durch die Verknüpfung von Inhalt, Sprache und Form erzielt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback'':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist dir die Aufgabe gut gelungen. Du könntest insgesamt vielleicht noch etwas näher auf den Text eingehen. Sonst habe ich nichts hinzuzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welcher von Wilhelm Emrich verfasst und im Jahre 1965 in seinem Buch „Geist und Widergeist“ veröffentlicht wurde, befasst sich mit Kriterien für einen „künstlerischen Roman“, die sich an dem Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane überprüfen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emrich behauptet zu Beginn seines Sachtextes, ein literarisches Werk habe einen hohen künstlerischen Rang, wenn die „Gehalte und Formen […] kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z.2 ff.), da das Werk somit für verschiedene „Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (Z.7 f.) bedeutsam ist. Dazu trage auch die Übernahme der Gehalte und Formen „als Stoff oder Vorwurf“ (Z.2) oder die Hervorbringung jener durch die „Einbildungskraft“ (Z.3) des Autors bei. Die Handlung des Romans „Effi Briest“ hat sich so, wie sie im Roman beschrieben wird nicht abgespielt und die darin agierenden Charaktere hat es in der Realität ebenfalls nicht gegeben. Dies würde dafür sprechen, dass der Roman ausschließlich auf der „Einbildungskraft“ (ebd.) des Autors basiert, jedoch ist die dargestellte Lebenssituation der Protagonistin realistisch und die Handlung könnte sich auch in der Realität in ähnlicher Weise abgespielt haben. Theodor Fontane hat eine solche Lebenssituation, die zuvor bereits in einer Fabel verfasst wurde als „Stoff“ (ebd.) genutzt und sie durch seine „Einbildungskraft“ (ebd.) verändert. Der Druck durch die gesellschaftlichen Konventionen, welche in dem Roman durch die Situation der Protagonistin angedeutet wird, spielt in verschiedenen „Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (ebd.) eine zentrale Rolle und kann so „nie zu Ende reflektiert werden“ (Z.6). Dies trägt jedoch nur eingeschränkt zu dem hohen künstlerischen Rang des Romans bei, da die gesellschaftlichen Konventionen zur damaligen Zeit nicht mehr ganz mit den heutigen übereinstimmen, jedoch sind Themen wie Ehebruch oder Unterdrückung zeitlos und somit für verschiedene Zeiten und Lebensformen bedeutsam. Das Thema der Unterdrückung der Frau spielt heute nur noch in einigen Lebensformen eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem erläutert Emrich, ein nicht-künstlerisches Werk zeichne sich dadurch aus, dass die Gehalte und Formen in jenen „keine Bedeutungsmannigfaltigkeit enthalten“ (Z.11 f.). Dies bezieht sich beispielsweise darauf, dass keine metaphorische und komplexe Sprache verwendet wird, die zusammengefügt mit dem Inhalt und der Form ein „Beziehungsgewebe“ (ebd.) bildet. Dadurch seien die Gehalte und Formen „rasch durchschaubar“ (Z.13) wodurch sie nicht länger bedeutsam sind. Dies ist bei dem Roman „Effi Briest“ jedoch nicht der Fall, was erneut auf dessen hohen künstlerischen Rang hindeutet. Besonders der Romananfang spielt aufgrund der Metaphorik und Komplexität eine zentrale Rolle für den Verlauf der Handlung, was insbesondere durch die Symbolik der „Sonnenuhr“ (Effi Briest Z.8) deutlich wird. Diese befindet sich im Zentrum der ausführlich beschriebenen Gartenanlage des Herrenhauses und ist eine Vorausdeutung auf den Tod Effis, da die Sonnenuhr die vergehende Lebenszeit Effis symbolisiert. Außerdem wird Effi am Ende des Romans dort begraben, wo zuvor die Sonnenuhr stand, was erneut die Komplexität und somit auch die Bedeutsamkeit des Romans unterstreicht, da die einzelnen Inhalte miteinander verwoben sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren nennt Emrich das Vorhandensein einer „unausschöpfbare[n] Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten“ (Z.22 f.) als Kriterium für den künstlerischen Rang eines literarischen Werkes. Durch diese verschiedenen Deutungsmöglichkeiten ist der Roman letztlich für verschiedene „Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (ebd.) bedeutsam, was auf den Roman „Effi Briest“ zutrifft. Anschließend erläutert Emrich, ein künstlerischer Roman zeichne sich ebenfalls durch eine „umfassende, vielseitige Gestaltung, die der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt“ (Z.29 ff.), aus. Dies ist in „Effi Briest“ erkennbar, da die Handlung des Romans in gleicher beziehungsweise ähnlicher Weise so stattgefunden haben könnte und somit sehr nahe an der „menschlichen Wirklichkeit“ (ebd.) verfasst ist. Zu dieser Nähe an der Wirklichkeit tragen die vielen Metaphern bei, die Effis Leben und sie selbst bereits zu Beginn des Romans beschreiben. '''Dabei ist besonders die Metapher der Schaukel, welche „etwas schief“ (Effi Briest, Z.21) steht auffällig, da sie bereits den Lebensweg Effis andeutet, der von Hektik und Verunsicherung sowie von einigen Gefahren geprägt ist.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran erwähnt Emrich, „je früher die Reflexion des Werkes ausgeschöpft“ (Z.33) sei, desto geringer sei der künstlerische Rang des Werkes. Dies ist bei dem vorliegenden Roman jedoch nicht der Fall, was durch die mannigfache Gestaltung des Romans, welche insbesondere durch zahlreiche Metaphern geprägt ist, deutlich wird. Durch diese vielseitige Gestaltung kann das Werk immer weiter reflektiert und interpretiert werden und ist somit niemals „ausgeschöpft“ (ebd.). Aufgrund dessen erlischt auch die „Bedeutung in der Geschichte“ (Z.35 f.) nicht, da das Werk für mehrere Lebensformen und Zeiten bedeutsam ist und dadurch auch noch in der Zukunft gelesen und interpretiert werden wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Roman „Effi Briest“ unter Berücksichtigung der Kriterien Emrichs als künstlerischer Roman bezeichnet werden kann. Dazu tragen insbesondere die zahlreichen Metaphern bei, die den weiteren Verlauf sowie das Ende des Lebens der Protagonistin vorausdeuten. Dadurch stehen Sprache, Form und Inhalt des Romans in einer Beziehung zueinander, wodurch der Roman für verschiedene Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen bedeutsam ist, da er immer wieder neu interpretiert werden kann. Diese Relevanz des Romans wird auch durch den realitätsnahen Inhalt unterstützt, da die Kritik an den gesellschaftlichen Konventionen nicht nur auf die damalige Zeit übertragbar ist, sondern zu jeder Zeit in allen verschiedenen Lebensformen eine wichtige Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Diana: Meiner Meinung nach ist dir deine Hausaufgabe sehr gut gelungen, da du auf die einzelnen Aspekte detailliert eingehst und deine Aspekte gut erläuterst. Besonders gefällt mir der Abschnitt, wo du ein Aspekt an der Metapher der Sonnenuhr in dem Roman erläuterst. Ich habe dir eine Stelle markiert, an der du die Metapher mit der Schaukel aufgreifst, wobei die Schaukel eher für Effis kindliche Art steht als ihre Unsicherheit im späteren Leben. Als andere Metapher könntest du den Teich nehmen, der für Gefahr steht. Ansonsten ist dir die Hausaufgabe gut gelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Kriterien für einen „künstlerischen Roman“'''(Zeilenangabe)''' aus dem Textauszug „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welcher von W. Emrich verfasst und im Jahre 1965 veröffentlicht wurde, mit dem Drama „Faust“, geschrieben von Johann Wolfgang von Goethe '''(veröffentlicht)''' im Jahre 1808, überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Sachtext definiert W. Emrich im Wechsel die Kriterien für ein künstlerisches und nicht-künstlerisches Werk, indem er die Merkmale beider Seiten aufgreift, erklärt und sie anhand von Beispielen erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein definiertes Kriterium für eine „künstlerische Formung eines literarischen Werkes“ (Z.28) sieht W. Emrich bei dem harmonierenden Zusammenspiel zwischen Form, Inhalt und Sprache, welche miteinander verknüpft sein müssen (vgl. Z.1ff.).  Dieser Gesichtspunkt wird bei „Faust“ durch das Aufzeigen zahlreicher Polaritäten umgesetzt, was die Textstruktur des Dramas bestimmt. Nennenswerte Polaritäten sind die Motive Gut(Gott) und Böse (Teufel Mephistopheles). Ebenfalls findet man in dem Drama zahlreiche Szenen, die auf ihre Thematik und Sprache angepasst sind. Eine dieser nennenswerten Szenen ist „Nacht“, in welcher Faust sich über seine Unwissenheit über das Überirdische bewusst wird. Die daraus resultierende Resignation wird durch die metaphorische Sprache „Das will mir schier das Herz verbrennen“ (V. 365) unterstützt und zeigt das Ausmaß der verzweifelten Gefühle, die er für die Ungewissheit empfindet und zwar, '''dass Faust innerlich daran stirbt (andere Formulierung)'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Gesichtspunkt von W. Emrich ist, dass „die einzelnen Inhalte und Formen aus ihrer spezifisch historischen Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit werden“ (Z.4f.), wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass der Autor es als notwendig empfindet, dass das Werk eine überzeitliche Thematik aufweist. Eben diese Zeitlosigkeit lässt sich bei den Themen im Drama „Faust“ '''widerfinden (R)'''. Fausts Suche nach dem „was die Welt im Innersten zusammenhält“ (V.382f.) und der daraus resultierenden Problematik der Suche nach einem göttlichen Zugang verdeutlichen ein zeitloses Grundproblem der Menschen, da sich jeder Mensch einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt. Ebenso sind die enthaltenden Themen Religion, Liebe und Wissenschaftskritik ein zeitloses Thema. Die Thematik der Liebe wird beispielsweise in der Szene „Garten“, welche die Beschreibung des Kennenlernens von Fausts und Gretchen bis hin zum ersten Kuss umfasst, aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist es für den Autor von hoher Wichtigkeit, dass künstlerische Werke „in jedem Moment ihrer Gestaltung eine solche unausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten [entfalten]“ (Z.22f.). In „Faust“ wird dies besonders an der Szene „Wald und Höhle“ deutlich. In dieser widmet er sich mit einer Dankesrede an den Erdgeist '''(erläutere dies näher)'''. Seine Zuneigung zu Gretchen demonstriert er mit dem metaphorischen Vergleich „wie in den Busen eines Freundes zu schauen“ (V. 3224). Da Faust von einem „Freund“ (ebd.) spricht, wird klar, dass er sich nach einer innigen Beziehung mit Gretchen sehnt'''(erläutere näher, inwiefern das zu dem Kriterium von Emrich passt)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Drama „Faust“ den von W. Emrich aufgestellten Kriterien für ein künstlerisches Werk entspricht, da es zeitlose Thematiken aufgreift, Inhalt und Sprache aufeinander abgestimmt sind und das gesamte Werk aus Metaphorik besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback Nina: Liebe Carina, deine Hausaufgaben ist dir sehr gut gelungen. Man merkt, dass du den Emrich Text verstanden hast, da du ihn sehr gut auf Faust anwenden konntest. Du hast vorher immer das Kriterium erklärt, und dich danach mit Faust darauf bezogen. Zwar hast du jeden wichtigen Aspekte in deinem Text drin, jedoch könnten sie an einigen Stellen noch etwas ausführlicher sein, oder näher erläutert werden (siehe letzten Absatz oder die Beispiele die du anführst). Gut finde ich auch deine Wahl der Beispiele, die deinen Inhalt sehr gut stützen. ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sarah==&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug aus W. Emrichs „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welcher 1965 in „Geist und Widergeist“ veröffentlicht wurde, befasst sich mit Kriterien gelungener Prosa. Eben diese Kriterien lassen sich diesbezüglich mit Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“ vergleichen und so lässt sich prüfen, in wie weit der Roman aus Emrichs Sichtweise als literarisch wertvoll gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die erste Aussage Emrichs, ein künstlerisches Werk seien „Gehalte und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt“ (Z. 2f. ), lässt sich dabei auf Effi beziehen. Fontane gestaltet den Roman dabei nach einem in seiner Zeit vorherrschendem Weltbild, welches er also inhaltlich übernimmt. So gab es in Wirklichkeit häufig  Frauen wie Effi, die verheiratet wurden und somit letztlich keine Liebe empfanden und eine Affäre begangen. Speziell leitet Fontane seine Erzählung dabei auch an einem konkreten Beispiel einer Frau, welche ein ähnliches Leben lebte wie Effi. Jedoch wird alleine durch die Bildung anderer Namen und leichtester Veränderungen auch seine „Einbildungskraft“ (ebd. ) mit eingebracht, die die Erzählung zu etwas eigenem, in sich bestehendem macht, das jedoch tiefgründig die Geschehnisse einer Zeit darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Kontext geht Emrich folglich auf die Wichtigkeit eines „Beziehungsgewebe[s]“ (Z. 4) zwischen Inhalt, Sprache und Form ein, welches beschreibt, dass literarisch wertvolle Werke in sich zusammenhängen und so eben diese drei Komponenten aufeinander abgestimmt sein müssen, damit das Werk nicht einseitig oder historisch begrenzt ist (vgl. Z. 5). Eben dieses Gewebe wird an Effi besonders in der Metaphorik deutlich, die sich besonders zu Beginn und aber auch am Ende des Romans zeigt und indirekte Vorausdeutungen auf spätere wichtige Handlungen gibt. So bringt die Nutzung der metaphorischen Sprache Fontanes die Charaktere auf eine authentische Weise rüber, die es noch heute ermöglicht, mit den Menschen mitfühlen und erleben zu dürfen, wie es ihnen in ihrer Zeit ergangen war, auch wenn die Bedeutung der Gesellschaft zur damaligen Zeit heute nur historischen Zwecken dient. Auch der Inhalt, angefangen mit der kindlichen Effi, die durch die Idylle ihrer Heimat symbolisiert wird bis hin zu ihrem Tod in Verbindung mit Innstettens Härte und der sprachlichen Beschreibung seiner Härte, die im Verlaufe der Handlung an der Struktur des Textes erkennbar, sichtbar wird. Durch diese Verknüpfungen hat der Roman auch heute noch eine „symbolische Bedeutung“ (Z. 7), die Emrich als Zeit-, Lebens- und Vorstellungsübergreifend als äußerst relevant erachtet. So kann man in Fontanes Struktur und Sprache unterschiedliche Deutungsaspekte ansetzen, die durch die Thematik von Liebe und Leidenschaft, welche in allen Zeiten von Relevanz ist, ihren Stellenwert und ihre Vielseitigkeit nie verlieren. Besonders tragen hier jedoch auch die gesellschaftskritische Darstellung der Zeit und das tragische Ende dazu bei, dass der Roman zum Nachdenken anregt und nicht, wie der klassische Liebesroman, endet und das Denken des Lesers nicht weiter beeinflusst. Somit ist die Form eines „nicht-künstlerischen Werk[s]“ (Z. 8f. ) ausgeschlossen, da „Nachsinnen oder Forschen“ (Z. 13) eben nicht überflüssig sind.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zuzüglich besteht in Effi so in Teilen eine „Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen“ (Z. 22f. ), was besonders in psychologischer und soziologischer Hinsicht zutrifft. Hier werden gerade Effis Denken und das derzeitige Gesellschaftsbild in den Vordergrund gerückt, sodass sich die eigene Abhängigkeit von der jeweiligen Gesellschaft der Zeit des Lesers hinterfragen ließe. Zwar sind die in Effi enthaltenen „Sinn- und Formbezüge“, nicht, „in sich unendlich“ (Z. 24f. ), jedoch äußerst vielseitig und auf mehrere Weisen deutbar, sodass sich der Roman einem nicht gleich zu Beginn offenbart und seinen Wert beibehält, indem die Sprache Lücken zur Eigeninterpretation bietet. Besonders regt dabei das Ende des Buches dazu an, sich selbst und die Auswirkungen kleinster Handlungen zu hinterfragen und es bleibt letztlich offen, ob es Effi auch hätte anders ergehen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Bezug kommt Effis Leben der &amp;quot;komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe&amp;quot; (Z. 29f. ), indem es die Situation eines unglücklichen Menschen schildert, der nicht er selbst sein kann und daran krank wird, was auch in der heutigen Zeit, wenn auch nicht im gleichen Ausmaß, vielen widerfährt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt würde Effi nach den Kriterien Emrichs durchaus als literarisch wertvoll und gut gelten, da der Roman Inhalt, Sprache und Form verknüpft und so eine Geschichte auf einer wahren Begebenheit erzählt, die thematisch auch heute noch von Wert ist und durch ihr etwas offeneres Ende zum Nachdenken anregt. Auch wenn vielleicht flächendeckend nicht besonders viele Themenbereiche außerhalb der Liebe abgedeckt sind, ist eben dieser doch sehr vielseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback von Lorena:''&lt;br /&gt;
Hallo Sarah, erstmal muss ich sagen dass mir dein Text sehr gut gefallen hat, da du dich nur auf das wesentliche Konzentriert hast und den Bezug Emrichs Text eher einfach gehalten hast, da die dort verwendete Fachsprache eher schwer zu verstehen ist. Du hast es allerdings geschafft mit kurzen Zitaten die Kernaussagen aus dem Sachtext herauszufiltern und auf den Roman zu beziehen. Besonders gelungen finde ich den ersten Abschnitt, in dem du auch auf den Hintergrund des Romans eingehst und erläuterst inwiefern dies ebenfalls auf das entsprechende Kriterium zutrifft. Ich habe keine wirkliche Kritik, nur du könntest vielleicht in ein paar wenigen Sätzen erläutern weshalb die Kriterien für nicht-künstlerische Werke nicht auf den Roman &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; zutreffen. Alles in allem aber eine gute Hausaufgabe!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug  mit dem Titel ,,Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke” aus dem Sachbuch ,,Geist und Widergeist”  wurde von W. Emrich geschrieben und im Jahre 1965 in Frankfurt am Main veröffentlicht. Thematisch behandelt der Textauszug die Kriterien der künstlerischen Werke. Diese Kriterien werden auf den Roman ,,Effi Briest”, welcher von Theodor Fontane geschrieben und im Jahr 1859 veröffentlicht wurde, angewendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die erste These des Textes W. Emrichs, dass ein künstlerisches Werk ,,Gehalt und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt” (Z. 2f.) lässt sich deutlich mit dem Roman ,,Effi Briest” von Theodor Fontane in Verbindung setzen. Fontane thematisiert in seinem Roman ein oft auftretendes Thema der damaligen Zeit , da viele Frauen zu dieser Zeit ältere Männer heirateten, aufgrund des Wohlstandes und nicht der Liebe, weshalb viele Affären eingegangen sind, um Liebe zu verspüren. Die Inspiration dieser Geschichte erhielt Fontane aus der Wirklichkeit, denn es gab ein Frau, die ein Leben wie Effi gelebt hatte, doch die Änderungen der Namen und weiteren kleinen Details sprechen für die ,,Einbildungskraft” (ebd.) Fontanes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren spricht W. Emrich auch von einem ,,Beziehungsgewebe” (Z. 4), worunter er das Zusammenspiel von Inhalt, Form und Sprache versteht, das dazu dienen soll, dass das Werk nicht von ,,historisch Begrenztheit und Einseitigkeit” (Z.5) geprägt wird. Diese Art des Zusammenspiel wird schon zu Beginn des Romans deutlich, da die metaphorische Sprache, wie z.B die ,,Sonnenuhr” (Z. 8) oder die ,,Schaukel” (Z. 19) schon indirekte Vorausdeutungen sind auf Effis Werdegang und auf ihre Charakterzüge. Vor allem die ,,Schaukel” (ebd.) und die Beschreibung des idyllischen Gartens Effis Zuhause spiegelt ihre kindliche Art wider, denn sie will frei und lebendig sein. Auf diese Symbolik bezieht sich W. Emrich auch, da er die ,,symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen aus sich zu entwickeln vermag” (Z. 7f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Kriterien Emrichs für einen „künstlerischen“ Roman aus seinem Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welches in seinem Werk „Geist und Widergeist“ zu finden und im Jahre 1965 in Frankfurt am Main erschienen ist, an Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“, welcher 1895 erschien , überprüfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emrichs Sachtext unterscheidet durchgehend von „künstlerischen Werken“ und „nicht künstlerischen Werken“, diese versucht er zu erklären und ihre Merkmale zu veranschaulichen, während er von seiner Meinung ausgehend erklärt warum „künstlerische Werke“ gut und „nicht künstlerische Werke“ schlecht sind. Er fängt damit an, dass er den Inhalt der „spezifisch künstlerische[n] Formung eines literarischen Werkes“ (Z.1) erläutert, welcher laut ihm aus den „jeweiligen Gehalte[n] und Formen“(Z.2) besteht. Diese Gehalte und Formen unterscheiden sich von Text zu Text. Bei Effi Briest sind es die Familie, in der Effi lebt und die komplette Handlung, welcher auf dieser Familie basiert, da sie aufgrund ihrer Mutter erst Innstetten heiratet und der Rest der Handlung daraus resultiert. Der Autor übernimmt diese Gehalte und Formen „als Stoff oder Vorwurf […] oder durch seine Einbildungskraft“ (Z.2f.) Gemeint ist, dass der Autor entweder bereits geschehene Dinge übernimmt, selbst etwas erfindet, oder in manchen Fällen von beidem Gebrauch macht. Auf Effi Briest bezogen macht Fontane von beidem Gebrauch. Die Handlung von Effi Briest hat es - zumindest so ähnlich – gegeben, die Namen allerdings wurden alle von Fontane abgeändert, was die von Emrich genannte „Einbildungskraft“ (ebd.) verdeutlicht, während der Rest, also die Handlung sich auf den „Stoff oder Vorwurf“(ebd.) beziehen lassen. Das von Emrich beschriebene „Beziehungsgewebe“(Z.4) hat ebenfalls einen hohen Stellenwert in Effi Briest. Es gibt sehr viele verschiedene Charaktere in Effi Briest, welche fast alle in irgendeiner Beziehung zueinander stehen, was ein „Beziehungsgewebe“(Z.4) mit sich zieht. Außerdem besteht der Roman aus etlichen Metaphern, welche die Handlung auch zu einem Gewebe und somit auf den ersten Blick unübersichtlicher und komplexer machen. Wenn man sie aber versteht, machen sie die Handlung um einiges interessanter, was auf ein „künstlerisches Werk“ hinweist. Des Weiteren macht die Überschreitung „spezifisch historischer Begrenztheit oder Einseitigkeit“(Z.5) ein „künstlerisches Werk“ aus, was ebenfalls auf Effi Briest zutrifft, da die dort behandelten Themen wie Zwangsverheiratung oder Ehebetrug heutzutage durchaus immer noch aktuell sind und es womöglich auch lange noch bleiben werden. Es wird also ein „Beziehungsreichtum entfalten, der nie zu Ende reflektiert werden kann und repräsentativ bzw. symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen aus sich zu entwickeln vermag.“(Z.6) Effi Briest ist außerdem ein „künstlerischer Roman“, weil es „eine solche unausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten“(Z.22f.) hat, dass  „seine Romane immer wieder neu gelesen und interpretiert werden können und müssen, da die in ihnen enthaltenen Sinn- und Formbezüge in sich unendlich sind und mit der Auflösung der äußeren Handlungsspannung keineswegs an ihr Ende gelangt ist“(Z.23ff.). Damit ist gemeint, dass ein Werk wie Effi Briest so komplex und vielseitig geschrieben ist, dass ein einmaliges Lesen nicht ausreicht, um den kompletten Inhalt zu verstehen, da einiges erst beim erneuten Lesen verstehen werden kann und sehr vieles zwischen den Zeilen steht, was einem zunächst gar nicht auffällt bzw. man es nicht versteht. All dies macht einen „künstlerischen Roman“ erst aus. Zusätzlich kommt Effi Briest mit seiner „komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit“(Z.29f.) sehr nahe, was ein weiteres Kriterium eines „künstlerischen Romans“ laut Emrich ausmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane, wenn man von dem Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“ von W. Emrich ausgeht alles darlegt, um als „künstlerischer Roman“ zu gelten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/Emrich-Effi</id>
		<title>CFS T-Klassen/Wertung und Wirkung von Literatur/Emrich-Effi</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Wertung_und_Wirkung_von_Literatur/Emrich-Effi"/>
				<updated>2019-01-20T21:12:56Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Emrich - &amp;quot;Effi&amp;quot;, &amp;quot;Faust&amp;quot;'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Kriterien Emrichs für einen &amp;quot;künstlerischen Roman&amp;quot; an Fontanes &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn seines Textes spricht Emrich von &amp;quot;Gehalte[n] und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt&amp;quot;(Z.3). Mit der Übernahme von &amp;quot;Stoff oder Vorwurf&amp;quot;(ebd.) ist schlichtweg die Übertragung realer Ereignisse, genauso wie sie geschehen sind, auf die eigene Komposition gemeint. Die Hervorbringung von &amp;quot;Einbildungskraft&amp;quot; ist lediglich das Erfinden von einer Geschichte. Bei &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; liegt eine Mischung dieser beiden Aspekte vor. Die Protagonistin Effi sowie alle anderen Charaktere hat es so nie gegeben, also kann man nicht von einer Übernahme der Realität sprechen. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass die Geschichte einer jungen Frau, die sich von der Gesellschaft unterdrückt fühlt, was letztendlich zum Tod führt,  genauso einmal hätte stattfinden können, was den Realitätsaspekt der Geschichte darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders der Aspekt des &amp;quot;Beziehungsgewebes&amp;quot;(Z.4), kommt bei &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; zum Vorschein. Schon auf der ersten Seite befinden sich viele Metaphern, die als Vorausdeutungen für das Leben Effis fungieren. Dies setzt sich im ganzen Roman fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das Werk &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; &amp;quot;aus ihrer spezifisch historischen Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit&amp;quot; wird, lässt sich zweierlei betrachten. Zum einen ist dieser extreme Gesellschaftliche Druck, der einem sogar vorgibt wen man zu lieben hat, ein typisches Merkmal des 19. Jahrhunderts. Jedoch findet sich in jeder jeder Epoche ein gewisser gesellschaftlicher Druck wieder, der andere Ausmaße hat. Sogar in unserer heutigen Gesellschaft sind wir noch von Erwartungen, die besonders das Geschlecht betreffen, umgeben. &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; kann dabei intentional helfen und Mut machen, sich nicht zu sehr nach gesellschaftlichen Konventionen zu richten. Dies ist ein zeitloses Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Effi Briest &amp;quot; kann &amp;quot;symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen&amp;quot;(Z.7-8) haben. Eine Gesellschaft ist in jeder Situation, in der Menschen aufeinandertreffen gegeben. Somit ist es auch möglich, dass der gesellschaftliche Druck möglich wird. In vielen Völkern, sowie auch bei Effi Briest, hat die Heirat was mit Ehre und Anerkennung zu tun. Ein ranghöherer Partner verschafft nämlich auch einem selbst einen höheren Rang, sowie Effi. Somit kann man sagen, dass, zwar versteckt, aber sich eine Bedeutung für andere Völker in der Geschichte Effis, finden lässt. Zudem lässt sich auch sagen, dass &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; eine Bedeutung für Menschen aus verschiedenen Altersklassen hat. Dies liegt an dem einfachen Grund, dass an Menschen, gleichgültig ob Jung oder Alt, immer gewisse Ansprüche gestellt werden. Diese Ansprüche könne dann zu Druck führen. Im Kindesalter wird versucht, den Kindern versucht die unterschiedlichen Ansprüche beizubringen, wohingegen Menschen im Erwachsenenalter versuchen diesen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die &amp;quot;unsausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten&amp;quot;(Z.22-23) ist bei &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; gegeben. Das Dilemma Effis ist ganz klar und sehr gut zu ergründen. Sie kann dem Druck nicht standhalten, was sich von der Psyche auf den Körper überträgt, sodass Effi letzendes schwer erkrankt und stirbt. Dies steht im Zusammenhang mit dem soziologischen Aspekt des gesellschaftlichen Drucks, was unter anderem das schon genannte &amp;quot;Beziehungsgewebe&amp;quot;(ebd.) unterstützt. Abgesehen davon, dass die Heirat  Innstettens und Effis auch kirchlich stattfindet, ist die Kirche ein großer Bestandteil gesellschaftlicher Konventionen und gibt diese teils vor. Auch derjenige der nicht die Kirche besucht, wird ausgeschlossen. Dass diese &amp;quot;unendlich&amp;quot; (Z.25) sind, wird vor allem an den vielen Metaphern und Vorausdeutungen deutlich. Man kann diese nicht nach einmaligem Lesen erfassen, sondern ist länger damit  beschäftigt sie zu finden und zu deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Effi Briest&amp;quot; kommt auch &amp;quot;der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe&amp;quot;(Z.29-30). Wie schon erwähnt, hätte die Geschichte Effis so wirklich stattfinden können. Die Komplexität zeigt sich vor allem in der Menge der Charaktere, die alle einen eigenen Charakter haben, der sehr gut ausgeführt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Roman alle Kriterien eines &amp;quot;künstlerischen Romans&amp;quot; erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W. Emrichs Sachtext „Die Rangordnung der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, veröffentlicht 1965 in seinem Werk „Geist und Widergeist“, erläutert einige Kriterien für einen literarisch künstlerischen Roman '''an'''. Im Folgenden wird die Tragödie „Faust“, geschrieben von Johann Wolfgang von Goethe und veröffentlicht im Jahr 1808, auf eben diese Kriterien überprüft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext beginnt in seinen ersten Zeilen mit einer Art Aufzählung all dessen, was, laut Emrich, ein Kriterium für einen künstlerischen Roman ist. In seinem Text stellt er den künstlerischen Roman und den nichtkünstlerischen Roman immer wieder vergleichend gegenüber, in dem er die Merkmale beider Seiten anführt, erklärt und beispielhaft erläutert. Unter anderem behauptet Emrich also, dass „Gehalte und Formen […] in ein Beziehungsgewebe gebracht werden [müssen]“ (Z.2ff.). Dies impliziert eine unmittelbare Verbindung zwischen Inhalt, Sprache und Form eines Werkes, die aufeinander angepasst und abgestimmt sein müssen, damit man einen '''Roman einen künstlerischen Roman nennen darf. Dies lässt sich ebenfalls in Faust erkennen, obwohl Faust kein Roman, sondern ein Drama ist''' (Der Autor spricht bis zu seinem Beispiel von künsterlischen Werken, also brauchst du das nicht zu erwähnen). Faust beinhaltet zahlreiche inhaltliche Thematiken, die ebenfalls auf die Sprache und Form abgestimmt '''sin ein Beispiel''' dafür bilden '''die Szenen''' (nur eine Szene spielt dort) im Wald und der Höhle (V.3217-3250). Das Szenenbild einer naturhaften Umgebung spiegelt sich ebenfalls in Fausts Sprache wider: „herrliche Natur zum Königreich“ (V.3220), „Im stillen Busch, in Luft und Wasser“ (V.3227) oder „von Felsenwänden, aus dem feuchten Busch“ (V.3237). Die Szene der Nacht (V.354-385), in der Faust feststellt, alles Wissen über die Welt die er kennt erlangt zu haben und seine Verzweiflung darüber, spiegelt sich ebenfalls in seiner Sprache wider. So zeigen Aufzählungen wie „Habe nun, ach! Philosophie,/ Juristerei und Medizin,/ Und leider auch Theologie!/ Durchaus studiert […]“ (V.354ff.), die verschiedene Bereiche des Wissens abdecken, die Menge dessen was er weiß und verstärken seine Verzweiflung darüber umso mehr, sowie Metaphern wie „Das will mir schier das Herz verbrennen“ (V.365). Außerdem wird bei näherer Betrachtung deutlich, dass die Sprache sich ebenfalls an die Figuren der Tragödie anpasst, sodass sich Faust, ein Wissenschaftler mit akademischer Stellung, einer Sprache bedient die im Vergleich komplexer wirkt. Dies wird vor allem im Vergleich mit Margarethe deutlich, deren Sprache ebenfalls ihre Persönlichkeit widerspiegelt. So ist am Beispiel der Szene „Marthens Garten“ zu sehen, dass Faust eine komplexere und tiefisinnigere Sprache hat, wie in seiner Erklärung auf die Frage, wie er zu Religion stehe, deutlicher wird. Dort antwortet er Gretchen mit einer langen Erklärung (vgl. V. 3431- V.3457), während sie mit „Das ist alles '''rcht''' schön und gut;/ Ungefähr so sagt das der Pfarrer auch,/ Nur mit ein bisschen anderen Worten“ (V.3459ff.). So kann festgehalten werden, dass Gretchen einen einfachen Sprachgebrauch hat, der zu ihrer jungen und naiven Persönlichkeit passt. Es kann also gesagt werden, dass Faust ein Beziehungsgewebe aus Gehalte und Form hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kriterium ist die Befreiung der „historischen Begrenztheit“ (Z.5) und der „Bedeutungsreichtum […], der nie zu Ende reflektiert werden kann“ (Z.6). '''Zum einen kann gesagt werden, dass Faust Spuren seiner Entstehungszeit aufweist und somit historisch in die Literaturepochen Sturm und Drang, Klassik und Romantik einzuordnen ist. So wäre nur damals Gretchen in einen Kerker eingesperrt worden für die Ermordung ihres Kindes''' (was meinst du?), jedoch sind künstlerische Werke nach Emrich nur dann künstlerisch wertvoll, wenn Romane oder Dramen Thematiken und Interpretationen beinhalten, die zeitlos, also „unendlich“ (Z.10) sind. '''So muss ein Werk nach wiederholtem Lesen neue Bedeutungen aufweisen können, so wie beispielsweise Faust.''' Die Tragödie handelt von dem Wissenschaftler Faust, der in seinem Leben Wissen gesammelt hat. Jedoch hat er das Bedürfnis mehr zu wissen, als das was schon von der Welt bekannt ist, er möchte das Übersinnliche kennen und die Antwort auf Fragen nach dem Sinn des Lebens. Dieser Aspekt ist ein zeitloser, da der Wunsch nach der Antwort des Warums und der nach dem Sinn des Lebens jede Generation und jede Epoche der Menschheit interessiert hat und interessieren wird. '''Zudem behandelt Faust zeitlose Thematiken wie die Liebe und die Sehnsucht und erfüllt damit ebenfalls das Kriterium der „umfassende[n], vielseitige[n] Gestaltung, die der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt“ (Z.29f.).''' (etwas zu knapp formuliert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Johann Wolfgang von Goethes Tragödie „Faust“, nach Emrich ein ranghohes Kunstwerk ist, und somit auch eine Bedeutung in der Geschichte hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Carina'''&lt;br /&gt;
Hallo Nina,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
du hast eine gute Hausaufgabe verfasst! Besonders gut hat mir der Teil gefallen in welchem du die Szene Wald und Höhle auf den Sachtext anwendest. Ebenfalls hast du durchaus alle Kriterien von W. Emrich erkannt und sie an passenden Textstellen in Faust belegt.&lt;br /&gt;
Jedoch würde ich das Kriterium von W. Emrich, dass ein Werk nach widerholtem Lesen neue Bedeutungen aufweisen kann etwas genauer erläutern. Ebenfalls würde ich ein Beispiel in Faust für die Thematik der Liebe in deiner Hausaufgabe ergänzen. &lt;br /&gt;
Alles in allem jedoch eine sehr schöne Hausaufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird der Roman „Effi Briest“, geschrieben von Theodor Fontane und veröffentlicht 1896, welcher die Zerstörung der Menschlichkeit durch gesellschaftliche Konventionen im späten 19. Jahrhundert thematisiert, nach den von Emrich festgelegten Kriterien''',''' über die künstlerische Formung eines literarischen Werkes untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Roman „Effi Briest“''',''' handelt von einer jungen Frau (Effi Briest), welche mit einem älteren Mann, namens Innstetten, verheiratet wird. Innstetten hat allerdings kaum Zeit für Effi, da er viel arbeitet. Aus diesem Grund langweilt Effi sich im Haus ihres Mannes sehr und beginnt Ausflüge '''bzw''' Treffen mit dem Major Crampas zu unternehmen. Nachdem Innstetten und Effi bereits eine gemeinsame Tochter, namens Annie haben, kam es zu einem Seitensprung''','''seitens Effi. Sie '''begann''' eine Affäre mit dem Major Crampas, welche allerdings von Innstetten aufgedeckt '''wurde''', als seine Frau in der Kur war. Er '''duellierte''' sich mit Crampas, welcher dabei '''starb''', und '''ließ''' sich von Effi scheiden. Auf Grund ihres Seitensprungs und der daraus resultierenden Scheidung, '''wurde''' Effi auch von ihren Eltern verstoßen, da ihr Handeln von der Gesellschaft''',''' nicht anerkannt '''bzw''' akzeptiert '''wurde'''. Als es Effi dann allerdings immer schlechter '''ging''', '''entschied''' sich ihr Vater dafür, sie wieder bei sich auf zu nehmen. In ihrem vertrauten zu Hause '''starb''' sie''', am Ende des Romans.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emrich schreibt in seinem Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, geschrieben 1965 und veröffentlicht in „Geist und Widergeist“, dass einerseits Form, Inhalt und Sprache des Werkes „in ein Beziehungsgewebe gebracht werden [müssen]“ (Z.4). Bei Fontanes Roman trifft dieses Kriterium definitiv zu. Bereits auf den ersten Seiten des Romans, verwendet Fontane viele Metaphern '''(Beispiel)''', die Vorausdeutungen für das Leben Effis sind. Somit stehen Sprache und Inhalt in einem Beziehungsgewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sei es ein Kriterium, bereits vorhandene Geschichten als Inspiration zu nutzen um daraus ein gutes Werk zu erschaffen oder, dass dies durch „Einbildungskraft“ (Z. 3) geschieht (vgl. Z. 2f.). Die Geschichte Effi Briests, ist eine Mischung dieser beiden Möglichkeiten: Es ist gut möglich, dass zu jener Zeit eine Frau so gelebt hat, allerdings sind Namen der Orte und Personen frei '''Erfunden'''. Somit ist auch dieses Kriterium erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, von Emrich aufgeführtes Kriterium, ist das Kriterium des „Bedeutungsreichtum[s]“ (Z. 6). Laut ihm''',''' ist ein Werk von „künstlerische[r] Formung“ (Z.1), wenn das Thema des Werkes''',''' keiner „historischen Begrenztheit“ (Z.5)''',''' unterliegt. Im Roman „Effi Briest“, ist das hauptsächliche Thema''',''' die gesellschaftlichen Konventionen des 19. Jahrhunderts, in Bezug auf den Ehebruch und den Ausschluss von der Gesellschaft. Dennoch ist ein weiterer sehr wichtiger Aspekt die Liebe. Effi wird verheiratet, bloß wegen des hohen Rangs Innstettens. Durch ihren Seitensprung wird sie dann aus der Gesellschaft ausgestoßen und wird krank. Dieses Kriterium ist also ebenso erfüllt, da es hier definitiv auch im heutigen Zeitalter eine Intention gibt '''(genauer)'''. Effi Briest '''wiedersetzt''' sich den gesellschaftlichen Konventionen''',''' obwohl ihr bewusst ist, was auf Grund dessen, auf sie zukommen kann. Zusätzlich sagt Emrich, der Bedeutungsreichtum könne niemals zu Ende gedeutet werden und es gäbe auch eine symbolische Bedeutung für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen (vgl. Z. 6 ff.). Dem kann auch nur Recht gegeben werden, da wie schon einmal erwähnt, der Roman heute noch eine Bedeutung und Intention für uns hat '''(siehe oben)'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Roman „Effi Briest“, den von Emrich aufgestellten Kriterien zur Wertung und Rangordnung literarischer Werke künstlerischer Form''',''' entspricht und damit ein künstlerischer Roman ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback: Ich finde deinen Text für den Anfang schon ganz gut. Du hast die wichtigsten Kriterien, die ein künstlerisches Werk ausmachen herausgearbeitet. Einen Aspekt, die Darstellung der Wirklichkeit (im Text ab Z. 28), hast du aber nicht genannt. Den würde ich noch ergänzen. Außerdem kannst du die Zusammenfassung von Effi Briest weglassen und stattdessen den Inhalt direkt auf die Kriterien beziehen. An einigen Stellen fehlen nämlich Textbezüge, die deine Behauptungen belegen (siehe Fettmarkierungen). Was mir an deiner Zusammenfassung auch noch aufgefallen ist, ist dass du die falsche Zeitform benutzt. Ansonsten müsstest du noch einige Fehler (Fettmarkierungen) verbessern. ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird der Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane, aus dem Jahr 1859, hinsichtlich der Kriterien Emrichs aus dem Textauszug „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“ auf die künstlerische Formung geprüft.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn sagt der Text Emrichs aus, dass „Gehalte und Formungen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt, […], kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 2-4) müssen. Das '''Bedeutet,''' dass reale Begebenheiten auf das literarische Werk übertragen werden müssten und in ihrem Gefüge dementsprechend verknüpft werden müssen, dass sie letztendlich stimmig zueinander sind. Bei „Effi Briest“ kann gesagt werden, dass der Charakter „Effi“ zu dieser Zeit genauso gelebt haben kann, jedoch die Charaktereigenschaften frei von Fontane gewählt wurden.  Somit könnte der Roman auf realen Begebenheiten basieren, jedoch wurden diese durch die „Einbildungskraft“ (Z. 3) Fontanes abgeändert, so dass sie schließlich „kompositorisch“ zueinander stehen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zudem sollen laut Emrich die Werke von ihrer „Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit werden“ (Z. 5), denn erst dann seien sie kunstvoll ansprechend. Das bedeutet, dass zeit übergreifende Themen Inhalt der Werke sein sollen, damit diese auch in andere historischen Kontexten einen „Bedeutungsreichtum“ (Z. 6) aufweisen können. So sind beispielsweise Themen wie Liebe und Tod  von hoher Bedeutung in literarischen Werken. DaEffi mit dem Baron Innstetten verheiratet wird, kann sie später nicht zu der Liebe zu Crampas stehen, da sie einem gesellschaftlichen Druck ausgesetzt wird. Somit spielt das Thema Liebe eine zentrale Rolle in dem Roman.  Außerdem wird der Tod auch in dem Roman thematisiert, da Effi am Ende in ihrem Elternhaus der Liebe wegen stirbt. Somit ist zu sagen, dass das Kriterium der Begrenztheit und Einseitigkeit in „Effi Briest“ erfüllt ist und somit ein „Bedeutungsreichtum“ (ebd.) vorliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass zudem ein „unendliches Kontinuum“ (Z. 10) dargestellt wird, wird gleich zu Beginn des Romans deutlich, da dort durch rhetorische Mittel, wie beispielsweise Metaphern, auf den Tod Effis hingedeutet wird. Dieses Kontinuum wird nämlich von „psychologischen, religiösen, soziologischen u. a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten“ (Z. 23 f.) gefüllt. Somit spielt die psychische Instabilität Effis eine große Bedeutung, da der Tod ihrerseits zudem für „Spannung und Rätsel“ (Z. 18 f.) sorgt. Das psychische Problem Effis entwickelt sich aus dem Gesellschaftsdruck, somit ist dem hinzuzufügen, dass das Beziehungsgewebe in diesem Fall aufeinander abgestimmt ist.  Zudem ist damit der soziologische Bereich abgedeckt, da hiermit das Zusammenleben der Menschen im 19. Jahrhundert charakterisiert wird. Ein weiterer soziologischer Aspekt wäre somit auch das Eheleben zwischen Effi und Innstetten, das dies nur Charakter eines Statussymbols zeigt, jedoch nicht den zweier Liebenden.  Weitergehend ist zu sagen, dass der religiöse Aspekt auch aufgegriffen wird, da Effi durch gesellschaftlichen Vorschriften die Kirche besuchen muss und zusätzlich eine Kur besucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem sollten Romane „immer wieder neu gelesen und interpretiert werden“ (Z. 25 f.), damit die Deutungsmöglichkeiten sich voll entfalten können. Somit sind die „Sinn- und Formbezüge in sich unendlich“ (Z. 24 f.), was besonders durch die genutzte Metaphorik zum Ausdruck gebracht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassen d ist zusagen, dass der Roman „Effi Briest“ einer künstlerischen Formung entspricht, da dieser durch die vielen Deutungsmöglichkeiten nie einseitig werden kann. Zudem ist das Beziehungsgewebe stimmig und auch zeit-übergreifende Themen werden genutzt, damit das Werk sich auch in anderen historischen Gegebenheiten entfalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Luisa'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Janette, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mir gefällt deine Hausaufgabe gut, jedoch sind mir einige Punkte aufgefallen, die du noch ergänzen könntest. &lt;br /&gt;
Dein Einleitungssatz würde ich noch ausführlicher gestalten, wie durch das Veröffentlichungsjahr des Textauszuges und aus in welchem Werk der Textauszug veröffentlicht wurde. Was mir direkt danach aufgefallen ist, dass du einen längeren Satz aus dem Textauszuges W. Emrichs zitierst, dann aber im folgenden nicht auf alle Aspekte eingehst. Um den Überblick zu ehalt hilft es mir persönlich immer gut kleinere Zitate zu verwenden, weil man sonst den Überblick verlieren könnte und eventuell dann einige Dinge vergisst, die man noch schreiben wollte. Fontane hat nicht nur die Charaktereigenschaften erfunden, sondern auch die Namen der Figuren, nur falls du das noch ergänzen möchtest. Nun wird dein langes Zitat zum Verhängnis, da du nicht mehr auf den Begriff ,,Beziehungsgewebe&amp;quot; (ebd.) eingehst, der auch eine zentrale Position in Fontanes Roman trägt. Die darauffolgende ,,Begrenztheit und Einseitigkeit (ebd.), die du im nächsten Abschnitt in Verbindung setzt mit Fontane steht im Verbindung mit dem Begriff der ,,beziehungsebene&amp;quot;, weil W.Emrich sagt, dass Vorhandensein eines ,,Beziehungsgewebes&amp;quot; die ,,historische Begrenztheit und Einseitigkeit&amp;quot; befreien kann, womit der Autor sagt, das ein Zwischenspiel zwischen Inhalt, Form und Sprachen das Werk zeitlos und vielseitig wirken lässt. Aufgrund dieser Verknüpfung solltest du das nochmal in diesem Abschnitt überarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, verfasst von W. Emrich und veröffentlicht im Jahr 1965 in Frankfurt am Main, handelt es sich um einen Textauszug aus dem Sachbuch „Geist und Widergeist“. Thematisiert werden Kriterien für künstlerisch wertvolle Werke. Diese Kriterien sollen im Folgenden an Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“ überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Text erläutert Emrich im Wechsel die Kriterien von künstlerischen und nicht-künstlerischen Werken. Als erstes Kriterium wird angeführt, dass in einem literarisch wertvollen Text „die jeweiligen Gehalte und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt  oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt, kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 2 ff.). Demnach sollen Inhalt, Sprache und Form in einem Text miteinander verknüpft sein und so den Kerngedanken des Textes möglichst anschaulich herüberbringen. Im Roman „Effi Briest“ werden die gesellschaftlichen Konventionen gegen Ende des 19. Jahrhunderts kritisiert, beispielsweise die Unfähigkeit des Adels, sich den wandelnden Verhältnissen anzupassen oder die gesellschaftliche Stellung der Frau. Der Kerngedanke wird am Beispiel des Lebens der Protagonistin Effi Briest dargestellt, die eben in diese Gesellschaft hineingeboren ist und der sowohl die Vorteile als auch die Nachteile wiederfahren. Die Sprache und der Inhalt sind an die entsprechende Zeit und Gesellschaftsschicht angepasst und führen gemeinsam mit der Metaphorik, die im Roman oftmals eine entscheidende Rolle spielt, die Handlung fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin führt der Autor als Kriterium eines künstlerischen Textes an, dass dieser „nie zu Ende reflektiert werden kann und repräsentativ bzw. symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen aus sich zu entwickeln vermag“ (Z. 6 ff.). Ein künstlerisches Werk soll nach Auffassung des Autors zeitlos sein und auch für Generationen in anderen Epochen und Zeiten von Bedeutung sein. In Effi Briest wird dieses Kriterium teilweise erfüllt. Einerseits werden Themen wie Ehebruch, Verführung und Ehre, die durchaus zeitlos sind, aufgegriffen, doch andererseits werden diese in die oftmals als veraltet geltenden Konventionen eingebettet, was das Verständnis und die Identifikation mit den Figuren erschwert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächsten Aspekt benennt Emrich, dass künstlerisch wertvolle Texte „in jedem Moment ihrer Gestaltung eine solche unausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten [entfalten]“ (Z. 22 f.). In Fontanes Roman wird dies bereits zu Beginn des ersten Kapitels deutlich. Die Gestaltung der Umgebung ist nur eines von vielen Beispielen aus der Metaphorik des Romans. In den ersten Zeilen des Kapitels wird die Außengestaltung des Gut Hohen-Cremmen beschrieben, wo die Protagonistin Effi Briest aufgewachsen ist. Die Beschreibung des Gartens oder des Hauses bietet zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten, die auch teilweise als Vorausdeutungen für die weitere Handlung gesehen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Kriterium, das der Autor nennt ist „das Kontinuum der Reflexion“ (Z. 31). Sobald die Kerngedanken und die Interpretation des Textes offen liegen, verfällt dessen Bedeutung. Bei künstlerisch wertvollen Texten benötigt die Reflexion des Schriftstückes Zeit, da die Komplexität der Textgestaltung Zeit für das Verständnis und die Interpretation in Anspruch nimmt. Im Roman „Effi Briest“ wird dies durch die Metaphorik dargestellt. Es benötigt Zeit die einzelnen Metaphern und die damit einhergehende Symbolik, sowie die Vorausdeutungen zu erkennen und zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kriterien für nicht-künstlerische Werke führt Emrich an, dass diese „keine Bedeutungsmannigfaltigkeit enthalten, sondern in einer eindeutigen Begrenztheit verharren, die rasch durchschaubar ist und jedes weitere Nachsinnen oder Forschen überflüssig macht“ (Z. 11 ff.). Dies trifft wie zuvor erläutert auf den Roman „Effi Briest“ nicht zu, da es durch die Metaphorik notwendig ist den Text näher zu untersuchen. Weiterhin führt der Autor an, dass nicht-künstlerische Werke aus „‘fraglosen‘ Aussagen und Formen“ (Z. 17) bestehen und die Spannung nicht über das Ende des Textes hinaus gehalten werden kann. Beides trifft wie zuvor erwähnt ebenso wenig auf „Effi Briest“ zu. &lt;br /&gt;
Zum Schluss ist festzuhalten, dass der Roman „Effi Briest“, verfasst von Theodor Fontane, nach den Kriterien von W. Emrich als ein literarisch wertvoller Roman bezeichnet werden kann. Es werden alle Kriterien weitgehend erfüllt, beispielsweise die zahlreichen Deutungsmöglichkeiten, die durch die von Fontane verwendete Metaphorik zur Geltung kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Feedback von Sarah'''&lt;br /&gt;
Deine Überprüfung des Romans ist dir im allgemeinen wirklich gut gelungen. Du sprichst viele wichtige Aspekte sprachlich korrekt und gut formuliert an, was mir besonders bei deinen Bezügen zur Metaphorik auffällt. Diese würde ich jedoch in deinem ersten Abschnitt noch etwas mehr auf Inhalt und Form beziehen, sodass der Zusammenhang der Einzelteile deutlicher wird, da du diese Verknüpfung noch etwas knapp darstellst. Auch könntest du bei den vielseitigen Deutungsmöglichkeiten einige Beispiele anführen, um diese besser zu verdeutlichen, was jedoch nicht zwangsläufig ist. Besonders gut hat mir dein letzter Abschnitt gefallen, wobei der erste Satz etwas so wirkt, als würdest du hier schon von Effi sprechen. Insgesamt wirklich gut und nur bedingt ergänzbar!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird der Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane, aus dem Jahr 1859, hinsichtlich der Kriterien Emrichs aus dem Textauszug „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, veröffentlicht im Jahre1965 auf die künstlerische Formung geprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textes erfahren wir, dass laut Emrich ein literarisches Werk eine „spezifisch künstlerische Formung“ (Z. 1) aufweist, die durch „Gehalte und Formen, die […] als Stoff und Vorwurf“ (Z. 2) genutzt werden, sowie durch die „Einbildungskraft“ (Z. 3) des Autors „kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 3f.). Mit der Einbildungskraft ist ausschließlich das Erfinden einer Geschichte gemeint, die bei Effi Briest deutlich zutrifft. Zudem bezeichnet Emrich die realen Ereignisse als „Stoff und Vorwurf“(ebd.), die dann in Verbindung mit der Geschichte ein „Beziehungsgewebe“(ebd.) bilden. Der Roman ‘Effi Briest‘ ist ein gutes Beispiel dafür, um Emrichs Erläuterungen darzustellen. Zum einen ist wichtig, dass Effi Briest etc. nur frei erfundene Charaktere sind, jedoch die Intention des Romans, welche die gesellschaftlichen Missstände und deren Konventionen darstellt, dem Ganzen wieder getreu Emrichs Erklärung wird. Zudem hebt der Autor hervor, dass „Gehalte und Formen“ (Z. 2), gemeint sind Inhalt, Sprache und Form, einen Text ausmachen. Im Roman wird direkt zu Beginn die Protagonisten und ihr Heimatort detailliert beschrieben. „Der Park- und Gartenseite hin rechtwinklig angebauter Seitenflügel einen breiten Schatten…“ (Z. 5f.). Zudem spielt die Metaphorik der Natur „Sonnenuhr“ (Z. 8); „Canna indica und Rhabarberstauden“ (Z. 9) eine wichtige rolle im Roman, da diese Effi Charakter und den Verlauf der Handlung widerspiegelt. Zudem spricht Emrich auch von nicht-künstlerischen Werken, da sie „in sich [kein] unendliches Kontinuum darstell[en]“ (Z. 9f.). Damit sind vorhersehbare werke gemeint, bei denen das Ende schon zu Beginn vorhersehbar ist und somit die Gehalte und Formen „nicht über sich hinausweisen und keine Bedeutungsmannigfaltigkeit enthalten“  (11f.). In Effi Briest wird der Zusammenhang zwischen Sprache und Form sehr deutlich in „Wenn ich wieder hier bin, bitt ich mir andere Bilder aus; ich kann so was Kriegerisches nicht leiden“ (S. 184 Z.11f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich den Roman ,,Effi Briest“, verfasst von Theodor Fontane und veröffentlicht im Jahr 1896, an den Kriterien zu einem künstlerischen Werk aus dem Textauszug ,,Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, verfasst von Emrich und veröffentlicht im Jahr 1965, überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textauszuges erklärt Emrich, dass die ,,Gehalte und Formen […] kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht“ (Z. 2 ff.) sein müssen, damit es sich um eine ,,künstlerische Formung“ (Z.1) handelt. Dieses Kriterium trifft auf den Roman ,,Effi Briest“ zu. Bereits am Romananfang lassen sich unzählige Metaphern finden, die bereits Vorausdeutungen für den weiteren Handlungsverlauf darstellen. Somit steht die Metapher der ,,Sonnenuhr“ (Z.8) bereits für das Romanende, in dem Effi stirbt. Zudem wird bei der Beschreibung des Hauses, in dem die Protagonistin Effi wohnt, durch Metaphern und Beschreibungen Effi bereits charakterisiert ohne, dass sie erwähnt wird, wie beispielsweise das ,,angekettelte[.] Boot“ (Z. 18) oder die Schaukel, die ,,schon etwas schief“ (Z. 21) steht. Auch besonders im 19.Kapitel bei der Schlittenfahrt auf dem Rückweg ist das Beziehungsgewebe von Sprache, Inhalt und Form gut erkennbar, da die Zeitraffung, die Raumgestaltung und auch der hypotaktische Satzbau, Effis Überforderung, Unsicherheit und auch die Hektik untermauern. Des Weiteren lassen sich jedoch viele weitere Metaphern im ganzen Roman finden, die den Inhalt unterstützen und vorausdeuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt, den Emrich aufführt, ist, dass der Autor die Inhalte ,,als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder auch durch seine Einbildungskraft hevorbringt“ (Z. 2 f.). Auf ,,Effi Briest“ treffen beide Kriterien zu, da Theodor Fontane eine ähnliche Geschichte bzw. ein ähnliches Ereignis von Personen aus dem realen Leben als Grundlage für sein Buch genommen hat und durch seine Einbildungskraft jedoch die Geschichte abändert. So sind beispielsweise die Namen '''(ggf. noch einfügen: der Charaktere)'''  von dem Autor erfunden und die Personen haben somit nie gelebt, '''womit also keine Realitätsübernahme vorhanden ist.''' Jedoch ist die Geschichte so realitätsnahe, dass die Protagonisten Effi so hätte existieren können und ihr Leben auch so hätte aussehen können. '''Somit sind die Aspekte der Realitätsübernahme und der Einbildungskraft beide in dem Roman vorhanden''', da die Realität zwar nicht übernommen, aber abgeändert worden ist und der Autor durch die Einbildungskraft die Figuren und die Ereignisse und Gespräche erfunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem zeichnet sich nach Emrich ein künstlerisches Werk dadurch aus, dass ,,die einzelnen Inhalte und Formen aus ihrer spezifisch historischen Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit werden und einen Bedeutungsreichtum entfalten, der nie zu Ende reflektiert werden kann“ (Z. 4 ff.). Dieses Kriterium trifft jedoch nur teilweise auf ,,Effi Briest“ zu, da der Roman einen gesellschaftskritischen Roman darstellt. Denn er stellt die Unterdrückung und Abhängigkeit der Frau vom Mann und auch von der Gesellschaft dar sowie, dass das gesellschaftliche Ansehen wichtiger ist, als eigene Entscheidungen zu treffen und somit die Entscheidungsfreiheit von den Erwartungen und der Abhängigkeit von der Gesellschaft unterdrückt wird. Somit werden in dem Roman die gesellschaftlichen Konventionen während des 19. Jahrhunderts kritisiert. Diese Kritik an der Gesellschaft ist somit historisch begrenzt, da Frauen heutzutage zum Beispiel nicht mehr anhängig sind von Männern und in der heutigen Gesellschaft Entscheidungsfreiheit nicht von den gesellschaftlichen Erwartungen übertroffen wird. Jedoch thematisiert ,,Effi Briest“ auch zeitlose Themen, wie gesellschaftliche Konventionen im Generellen, da jede Gesellschaft gesellschaftliche Konventionen besitzt, unabhängig davon wie groß die Erwartungen und damit verbundenen möglichen Einschränkungen eines Individuums sind. Somit thematisiert der Roman sich nicht von den gesellschaftlichen Konventionen einschränken zu lassen, was sich auf jede Zeit beziehen lässt. Auch das Thema des Betrugs und des Zwangs Entscheidungen treffen zu müssen, ist zeitlos, da dies immer vorhanden sein wird. Dieser zuvor angesprochener Bedeutungsreichtum soll zudem auch eine ,,symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (Z. 7 f.) mit sich bringen, was durch das Thema der gesellschaftlichen Konventionen oder Erwartungen im Generellen gegeben ist, denn jedes Aufeinandertreffen mit anderen Menschen und menschliche Beziehungen im Generellem bringen Erwartungen mit sich, da unabhängig von Alter der Person, Ursprung oder Lebensform bestimmte Erwartungen an ein Individuum gestellt werden, wodurch auch Druck und Unzufriedenheit hervorkommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt des künstlerischen Romans ist die ,,umfassende, vielseitige Gestaltung, die der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt“ (Z. 29 ff.). Auch dies trifft auf ,,Effi Briest“ zu, da die Beschreibung von Effis Leben so realitätsnahe ist, dass ihr Leben genauso hätte stattfinden können, obwohl es sie nicht gab. Die Gestaltung hilft dabei, da die zahlreichen Dialoge in dem Roman sehr realitätsnahe sind und auch die Beschreibung im ganzen Roman sehr detailreich und umfassend sind, so dass durch die Beschreibungen und Dialoge die eigentliche Kritik nicht ausgesprochen, sondern dem Leser sozusagen gezeigt wird und lediglich die Wirklichkeit des 19.Jahhunderts geschildert und beschrieben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nach Emrichs Kriterien ,,Effi Briest“ ein künstlerisches Werk darstellt. In dem Roman werden zahlreiche Metaphern verwendet, um den Inhalt zu untermauern und voraus zu deuten und die Sprache steht im ständigen Beziehungsgewebe zum Inhalt. Außerdem enthält die Erzählung sowohl Realitätsübernahme als auch die Phantasie des Autors. Die Themen sind sowohl begrenzt, indem die gesellschaftlichen Konventionen zu der damaligen Zeit kritisiert werden als auch zeitlos, da die Erwartungen an ein Individuum im Generellem thematisiert werden, was sich auf alle Lebensformen und Vorstellungen übertragen lässt. Der Roman ist zu dem sehr realitätsnahe, da Efii Briest genauso, wie es geschildert wird, gelebt haben könnte, weshalb ,,Efii Briest“ also ein künstlerischer Roman ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Nina H.: Deine Hausaufgabe ist dir sehr gut gelungen. Mir gefällt dabei besonders, dass du so detailliert auf die einzelnen Aspekte eingehst und dadurch alles gut erläutert. Wenn du darauf eingehst, ob das Werk der Einbildungskraft des Autors entsprungen ist oder ob es real ist (als Stoff oder Vorwurf bereits gegeben war) widersprichst du dir an einer Stelle, da du zuerst schreibst, dass keine Realität vorhanden ist und später, dass beides (Realität und Einbildungskraft) vorhanden sind. Ansonsten hat mir der Text sehr gut gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Die Rangordnung der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welcher von W. Emrichs verfasst und 1965 in seinem Werk „Geist und Widergeist“ veröffentlicht wurde, konkretisiert einige Kriterien für einen “künstlerischen Roman“. Im Folgenden werden eben diese Kriterien auf Theodor Fontane´s Roman „Effi Briest“, welcher 1894 veröffentlicht wurde, überprüft.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zu Beginn des Sachtextes zählt Emrich Kriterien auf, die laut ihm bedeutend für einen künstlerischen Roman sind. Emrich behauptet, dass „Gehalte und Formen […] kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 2ff.) müssen, damit man von einem künstlerischen Roman sprechen könne. Inhalt, Sprache und Form müssen also miteinander verknüpft und zueinander in Beziehung gesetzt werden, damit laut Emrich ein guter Roman entstehen '''könne (Konjunktiv hier nicht nötig, da du schon &amp;quot;laut Emrich geschrieben hast) '''. Zudem fügt Emrich hinzu, dass diese Textmerkmale vom Autor „als Stoff oder Vorwurf übernomm[en] oder durch seine Einbildungskraft hervor[gebracht]“ (Z. 2f) werden. Dies lässt sich besonders in Effi Briest erkennen, da damit die Übertragungen realer Geschehnisse auf das eigene Werk gemeint sind. Fontane ließ sich von einem Ereignis aus dem Jahre 1886 inspirieren und bearbeitete seine Vorlagen so, dass er dabei wesentliche Details veränderte, die jeweilige Vorlage jedoch erkennbar bleibt. Somit veränderte Fontane zum Beispiel die Namen der Charaktere oder die Angaben der zeitlichen Aspekte so, dass die Wirkung dramaturgisch verstärkt wird. In dem Ereignis aus dem Jahre 1886 ist der Mann den das Mädchen heiratete zum Beispiel nur fünf Jahre älter und nicht 21 Jahre älter als sie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kriterium ist der „Bedeutungsreichtum […], der nie zu Ende reflektiert werden kann und repräsentativ bzw. symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen aus sich zu entwickeln vermag.“ (Z. 6ff.). Ein Roman muss also nach wiederholtem '''lesen''' über neue Bedeutungen verfügen und auch für Generationen mit anderen Lebensweisen oder Ansichten von Bedeutung sein. Dieses Kriterium trifft jedoch nur '''Teilwiese''' auf den Roman „Effi Briest“ zu. Zum einen werden zwar Themen angesprochen, die heutzutage auch noch aktuell sind, zum anderen wird jedoch auch die Kritik an den gesellschaftlichen Konventionen im 19. Jahrhundert thematisiert, die geschichtlich begrenzt sind. Die Themen: Ehe, Ehebruch und die Entwicklung die vom Mädchen bis hin zur Frau gemacht werden muss, sind zeitlos, jedoch ist die Unterdrückung und die Abhängigkeit der Frau vom Mann und von der Gesellschaft sowie die Entscheidungsfreiheit, die im 19. Jahrhundert von den Erwartungen von der Gesellschaft unterdrückt wird, nicht mehr brisant. Somit wird die Identifikation mit den Figuren sowie die Bedeutsamkeit für Generationen mit anderen Lebensweisen oder Ansichten erschwert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt des künstlerischen Romans ist die „umfassende, vielseitige Gestaltung, die der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt“ (Z. 29ff.). Dieser Aspekt trifft genau auf „Effi Briest“ zu, da das Ereignis dieses Romans sowie die Erläuterung von Effis Leben so realitätsnah sind, dass dies genauso hätte stattfinden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass Theodor Fontane´s Roman „Effi Briest“ alle Kriterien, die laut Emrich für einen künstlerischen Roman bedeutend sind, beinhaltet und somit als künstlerisches Schriftwerk bezeichnet werden darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback von Anne: Hallo Lara, zu Beginn deines Textes nennst du zwar als Kriterium, das Inhalt Form und Sprache in einem künstlerischen Werk in Beziehung zueinander stehen müssen, sagst jedoch nicht ob dieses Kriterium auf den Roman zutrifft. Außerdem solltest du noch hinzufügen, ob &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; über  &amp;quot;unsausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten&amp;quot;(Z.22-23) verfügt. Was ich sehr gut finde ist dein zweiter Abschnitt, in dem du kritisch hinterfragst ob &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; auch für andere Zeiten eine Bedeutung haben kann. (Der Rest ist im Text markiert)&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, geschrieben von W. Emrich und veröffentlicht im Jahr 1965, thematisiert Kriterien für künstlerische Werke. Im Folgenden wird der Roman „Effi Briest“, geschrieben von Theodor Fontane und veröffentlicht im Jahr 1859, auf diese Kriterien überprüft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Textes wird erläutert, dass „die jeweiligen Gehalte und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt, kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z. 2ff.) müssen. Der Autor erschafft, auf der Basis historischer Ereignisse bzw. gegenwärtiger Gegebenheiten, einen künstlerischen Text, indem er Inhalt, Sprache und Form sinnvoll miteinander verknüpft. Fontane erschafft in seinem Roman, auf der Basis der gesellschaftlichen Umstände im 19. Jahrhundert, die Protagonistin Effi, die unter diesen Umständen gelebt haben könnte. Zu Beginn des Romans wird deutlich, dass Sprache und Form mit dem Inhalt verknüpft werden. Somit wird z.B. durch die Beschreibung der Sonnenuhr im Garten der Eltern, das Ende des Romans, Effis Tod, bereits am Anfang metaphorisch vorausgedeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein künstlerisches Werk solle zudem „aus ihrer spezifisch historischen Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit werden […] und repräsentativ bzw. symbolisch[] […] auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (Z. 5ff.) zutreffen. „Effi Briest“ thematisiert die gesellschaftlichen Konventionen im 19. Jahrhundert und unter anderem auch die Abhängigkeit der Frau vom Mann. Heutzutage sind Frauen nicht mehr vom Mann abhängig, was bedeutet, dass dieses Kriterium in der Hinsicht nicht auf Fontanes Roman zutrifft. Dennoch trifft der Zwang sich an gesellschaftliche Konventionen zu halten auch heute noch zu. Z.B. gibt es in jedem Land verschiedene Sitten und Verhaltensregeln, die nahezu jeder für selbstverständlich betrachtet und an die man sich hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren heißt es, dass künstlerische Werke „in jedem Moment ihrer Gestaltung eine […] unausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten“ (Z. 21ff.) aufweisen und „immer wieder neu gelesen und interpretiert werden können und müssen“ (Z.23). Auch auf Fontanes Roman trifft dies zu. Die von ihm verwendete Metaphorik in der Beschreibung des Elternhauses beschreibt zudem indirekt Effis Charaktereigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein künstlerisches Werk versucht „der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe [zu kommen]“ (Z. 29f.). Fontane übt Kritik an den gesellschaftlichen Konventionen aus. Dies stellt er als Geschichte einer Frau, die es nicht gab, aber so hätte geben können, dar und schafft somit einen engen Realitätsbezug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass „Effi Briest“ die von Emrich aufgestellten Kriterien, die ein künstlerisches Werk aufweisen sollten, nahezu vollständig erfüllt und somit als ein künstlerisches Werk gesehen werden kann. Nennenswert ist dabei die realitätsnahe Darstellung der Umstände im 19. Jahrhundert, die durch die Verknüpfung von Inhalt, Sprache und Form erzielt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welcher von Wilhelm Emrich verfasst und im Jahre 1965 in seinem Buch „Geist und Widergeist“ veröffentlicht wurde, befasst sich mit Kriterien für einen „künstlerischen Roman“, die sich an dem Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane überprüfen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emrich behauptet zu Beginn seines Sachtextes, ein literarisches Werk habe einen hohen künstlerischen Rang, wenn die „Gehalte und Formen […] kompositorisch und sprachlich in ein Beziehungsgewebe gebracht werden“ (Z.2 ff.), da das Werk somit für verschiedene „Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (Z.7 f.) bedeutsam ist. Dazu trage auch die Übernahme der Gehalte und Formen „als Stoff oder Vorwurf“ (Z.2) oder die Hervorbringung jener durch die „Einbildungskraft“ (Z.3) des Autors bei. Die Handlung des Romans „Effi Briest“ hat sich so, wie sie im Roman beschrieben wird nicht abgespielt und die darin agierenden Charaktere hat es in der Realität ebenfalls nicht gegeben. Dies würde dafür sprechen, dass der Roman ausschließlich auf der „Einbildungskraft“ (ebd.) des Autors basiert, jedoch ist die dargestellte Lebenssituation der Protagonistin realistisch und die Handlung könnte sich auch in der Realität in ähnlicher Weise abgespielt haben. Theodor Fontane hat eine solche Lebenssituation, die zuvor bereits in einer Fabel verfasst wurde als „Stoff“ (ebd.) genutzt und sie durch seine „Einbildungskraft“ (ebd.) verändert. Der Druck durch die gesellschaftlichen Konventionen, welche in dem Roman durch die Situation der Protagonistin angedeutet wird, spielt in verschiedenen „Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (ebd.) eine zentrale Rolle und kann so „nie zu Ende reflektiert werden“ (Z.6). Dies trägt jedoch nur eingeschränkt zu dem hohen künstlerischen Rang des Romans bei, da die gesellschaftlichen Konventionen zur damaligen Zeit nicht mehr ganz mit den heutigen übereinstimmen, jedoch sind Themen wie Ehebruch oder Unterdrückung zeitlos und somit für verschiedene Zeiten und Lebensformen bedeutsam. Das Thema der Unterdrückung der Frau spielt heute nur noch in einigen Lebensformen eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem erläutert Emrich, ein nicht-künstlerisches Werk zeichne sich dadurch aus, dass die Gehalte und Formen in jenen „keine Bedeutungsmannigfaltigkeit enthalten“ (Z.11 f.). Dies bezieht sich beispielsweise darauf, dass keine metaphorische und komplexe Sprache verwendet wird, die zusammengefügt mit dem Inhalt und der Form ein „Beziehungsgewebe“ (ebd.) bildet. Dadurch seien die Gehalte und Formen „rasch durchschaubar“ (Z.13) wodurch sie nicht länger bedeutsam sind. Dies ist bei dem Roman „Effi Briest“ jedoch nicht der Fall, was erneut auf dessen hohen künstlerischen Rang hindeutet. Besonders der Romananfang spielt aufgrund der Metaphorik und Komplexität eine zentrale Rolle für den Verlauf der Handlung, was insbesondere durch die Symbolik der „Sonnenuhr“ (Effi Briest Z.8) deutlich wird. Diese befindet sich im Zentrum der ausführlich beschriebenen Gartenanlage des Herrenhauses und ist eine Vorausdeutung auf den Tod Effis, da die Sonnenuhr die vergehende Lebenszeit Effis symbolisiert. Außerdem wird Effi am Ende des Romans dort begraben, wo zuvor die Sonnenuhr stand, was erneut die Komplexität und somit auch die Bedeutsamkeit des Romans unterstreicht, da die einzelnen Inhalte miteinander verwoben sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren nennt Emrich das Vorhandensein einer „unausschöpfbare[n] Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten“ (Z.22 f.) als Kriterium für den künstlerischen Rang eines literarischen Werkes. Durch diese verschiedenen Deutungsmöglichkeiten ist der Roman letztlich für verschiedene „Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen“ (ebd.) bedeutsam, was auf den Roman „Effi Briest“ zutrifft. Anschließend erläutert Emrich, ein künstlerischer Roman zeichne sich ebenfalls durch eine „umfassende, vielseitige Gestaltung, die der komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe kommt“ (Z.29 ff.), aus. Dies ist in „Effi Briest“ erkennbar, da die Handlung des Romans in gleicher beziehungsweise ähnlicher Weise so stattgefunden haben könnte und somit sehr nahe an der „menschlichen Wirklichkeit“ (ebd.) verfasst ist. Zu dieser Nähe an der Wirklichkeit tragen die vielen Metaphern bei, die Effis Leben und sie selbst bereits zu Beginn des Romans beschreiben. '''Dabei ist besonders die Metapher der Schaukel, welche „etwas schief“ (Effi Briest, Z.21) steht auffällig, da sie bereits den Lebensweg Effis andeutet, der von Hektik und Verunsicherung sowie von einigen Gefahren geprägt ist.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran erwähnt Emrich, „je früher die Reflexion des Werkes ausgeschöpft“ (Z.33) sei, desto geringer sei der künstlerische Rang des Werkes. Dies ist bei dem vorliegenden Roman jedoch nicht der Fall, was durch die mannigfache Gestaltung des Romans, welche insbesondere durch zahlreiche Metaphern geprägt ist, deutlich wird. Durch diese vielseitige Gestaltung kann das Werk immer weiter reflektiert und interpretiert werden und ist somit niemals „ausgeschöpft“ (ebd.). Aufgrund dessen erlischt auch die „Bedeutung in der Geschichte“ (Z.35 f.) nicht, da das Werk für mehrere Lebensformen und Zeiten bedeutsam ist und dadurch auch noch in der Zukunft gelesen und interpretiert werden wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Roman „Effi Briest“ unter Berücksichtigung der Kriterien Emrichs als künstlerischer Roman bezeichnet werden kann. Dazu tragen insbesondere die zahlreichen Metaphern bei, die den weiteren Verlauf sowie das Ende des Lebens der Protagonistin vorausdeuten. Dadurch stehen Sprache, Form und Inhalt des Romans in einer Beziehung zueinander, wodurch der Roman für verschiedene Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen bedeutsam ist, da er immer wieder neu interpretiert werden kann. Diese Relevanz des Romans wird auch durch den realitätsnahen Inhalt unterstützt, da die Kritik an den gesellschaftlichen Konventionen nicht nur auf die damalige Zeit übertragbar ist, sondern zu jeder Zeit in allen verschiedenen Lebensformen eine wichtige Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Diana: Meiner Meinung nach ist dir deine Hausaufgabe sehr gut gelungen, da du auf die einzelnen Aspekte detailliert eingehst und deine Aspekte gut erläuterst. Besonders gefällt mir der Abschnitt, wo du ein Aspekt an der Metapher der Sonnenuhr in dem Roman erläuterst. Ich habe dir eine Stelle markiert, an der du die Metapher mit der Schaukel aufgreifst, wobei die Schaukel eher für Effis kindliche Art steht als ihre Unsicherheit im späteren Leben. Als andere Metapher könntest du den Teich nehmen, der für Gefahr steht. Ansonsten ist dir die Hausaufgabe gut gelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Kriterien für einen „künstlerischen Roman“ aus dem Textauszug „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welcher von W. Emrich verfasst und im Jahre 1965 veröffentlicht wurde, mit dem Drama „Faust“, geschrieben von Johann Wolfgang von Goethe im Jahre 1808, überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Sachtext definiert W. Emrich im Wechsel die Kriterien für ein künstlerisches und nicht-künstlerisches Werk, indem er die Merkmale beider Seiten aufgreift, erklärt und sie anhand von Beispielen erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein definiertes Kriterium für eine „künstlerische Formung eines literarischen Werkes“ (Z.28) sieht W. Emrich bei dem harmonierenden Zusammenspiel zwischen Form, Inhalt und Sprache, welche miteinander verknüpft sein müssen (vgl. Z.1ff.).  Dieser Gesichtspunkt wird bei „Faust“ durch das Aufzeigen zahlreicher Polaritäten umgesetzt, was die Textstruktur des Dramas bestimmt. Nennenswerte Polaritäten sind die Motive Gut (Gott) und Böse (Teufel Mephistopheles). Ebenfalls findet man in dem Drama zahlreiche Szenen, die auf ihre Thematik und Sprache angepasst sind. Eine dieser nennenswerten Szenen ist „Nacht“, in welcher Faust sich über seine Unwissenheit über das Überirdische bewusst wird. Die daraus resultierende Resignation wird durch die metaphorische Sprache „Das will mir schier das Herz verbrennen“ (V. 365) unterstützt und zeigt das Ausmaß der verzweifelten Gefühle, die er für die Ungewissheit empfindet und zwar, dass Faust innerlich daran stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Gesichtspunkt von W. Emrich ist, dass „die einzelnen Inhalte und Formen aus ihrer spezifisch historischen Begrenztheit oder Einseitigkeit befreit werden“ (Z.4f.), wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass der Autor es als notwendig empfindet, dass das Werk eine überzeitliche Thematik aufweist. Eben diese Zeitlosigkeit lässt sich bei den Themen im Drama „Faust“ widerfinden. Fausts Suche nach dem „was die Welt im Innersten zusammenhält“ (V.382f.) und der daraus resultierenden Problematik der Suche nach einem göttlichen Zugang verdeutlichen ein zeitloses Grundproblem der Menschen, da sich jeder Mensch einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt. Ebenso sind die enthaltenden Themen Religion, Liebe und Wissenschaftskritik ein zeitloses Thema. Die Thematik der Liebe wird beispielsweise in der Szene „Garten“, welche die Beschreibung des Kennenlernens von Fausts und Gretchen bis hin zum ersten Kuss umfasst, aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist es für den Autor von hoher Wichtigkeit, dass künstlerische Werke „in jedem Moment ihrer Gestaltung eine solche unausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten [entfalten]“ (Z.22f.). In „Faust“ wird dies besonders an der Szene „Wald und Höhle“ deutlich. In dieser widmet er sich mit einer Dankesrede an den Erdgeist. Seine Zuneigung zu Gretchen demonstriert er mit dem metaphorischen Vergleich „wie in den Busen eines Freundes zu schauen“ (V. 3224). Da Faust von einem „Freund“ (ebd.) spricht, wird klar, dass er sich nach einer innigen Beziehung mit Gretchen sehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Drama „Faust“ den von W. Emrich aufgestellten Kriterien für ein künstlerisches Werk entspricht, da es zeitlose Thematiken aufgreift, Inhalt und Sprache aufeinander abgestimmt sind und das gesamte Werk aus Metaphorik besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sarah==&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug aus W. Emrichs „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welcher 1965 in „Geist und Widergeist“ veröffentlicht wurde, befasst sich mit Kriterien gelungener Prosa. Eben diese Kriterien lassen sich diesbezüglich mit Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“ vergleichen und so lässt sich prüfen, in wie weit der Roman aus Emrichs Sichtweise als literarisch wertvoll gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die erste Aussage Emrichs, ein künstlerisches Werk seien „Gehalte und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt“ (Z. 2f. ), lässt sich dabei auf Effi beziehen. Fontane gestaltet den Roman dabei nach einem in seiner Zeit vorherrschendem Weltbild, welches er also inhaltlich übernimmt. So gab es in Wirklichkeit häufig  Frauen wie Effi, die verheiratet wurden und somit letztlich keine Liebe empfanden und eine Affäre begangen. Speziell leitet Fontane seine Erzählung dabei auch an einem konkreten Beispiel einer Frau, welche ein ähnliches Leben lebte wie Effi. Jedoch wird alleine durch die Bildung anderer Namen und leichtester Veränderungen auch seine „Einbildungskraft“ (ebd. ) mit eingebracht, die die Erzählung zu etwas eigenem, in sich bestehendem macht, das jedoch tiefgründig die Geschehnisse einer Zeit darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Kontext geht Emrich folglich auf die Wichtigkeit eines „Beziehungsgewebe[s]“ (Z. 4) zwischen Inhalt, Sprache und Form ein, welches beschreibt, dass literarisch wertvolle Werke in sich zusammenhängen und so eben diese drei Komponenten aufeinander abgestimmt sein müssen, damit das Werk nicht einseitig oder historisch begrenzt ist (vgl. Z. 5). Eben dieses Gewebe wird an Effi besonders in der Metaphorik deutlich, die sich besonders zu Beginn und aber auch am Ende des Romans zeigt und indirekte Vorausdeutungen auf spätere wichtige Handlungen gibt. So bringt die Nutzung der metaphorischen Sprache Fontanes die Charaktere auf eine authentische Weise rüber, die es noch heute ermöglicht, mit den Menschen mitfühlen und erleben zu dürfen, wie es ihnen in ihrer Zeit ergangen war, auch wenn die Bedeutung der Gesellschaft zur damaligen Zeit heute nur historischen Zwecken dient. Auch der Inhalt, angefangen mit der kindlichen Effi, die durch die Idylle ihrer Heimat symbolisiert wird bis hin zu ihrem Tod in Verbindung mit Innstettens Härte und der sprachlichen Beschreibung seiner Härte, die im Verlaufe der Handlung an der Struktur des Textes erkennbar, sichtbar wird. Durch diese Verknüpfungen hat der Roman auch heute noch eine „symbolische Bedeutung“ (Z. 7), die Emrich als Zeit-, Lebens- und Vorstellungsübergreifend als äußerst relevant erachtet. So kann man in Fontanes Struktur und Sprache unterschiedliche Deutungsaspekte ansetzen, die durch die Thematik von Liebe und Leidenschaft, welche in allen Zeiten von Relevanz ist, ihren Stellenwert und ihre Vielseitigkeit nie verlieren. Besonders tragen hier jedoch auch die gesellschaftskritische Darstellung der Zeit und das tragische Ende dazu bei, dass der Roman zum Nachdenken anregt und nicht, wie der klassische Liebesroman, endet und das Denken des Lesers nicht weiter beeinflusst. Somit ist die Form eines „nicht-künstlerischen Werk[s]“ (Z. 8f. ) ausgeschlossen, da „Nachsinnen oder Forschen“ (Z. 13) eben nicht überflüssig sind.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zuzüglich besteht in Effi so in Teilen eine „Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen“ (Z. 22f. ), was besonders in psychologischer und soziologischer Hinsicht zutrifft. Hier werden gerade Effis Denken und das derzeitige Gesellschaftsbild in den Vordergrund gerückt, sodass sich die eigene Abhängigkeit von der jeweiligen Gesellschaft der Zeit des Lesers hinterfragen ließe. Zwar sind die in Effi enthaltenen „Sinn- und Formbezüge“, nicht, „in sich unendlich“ (Z. 24f. ), jedoch äußerst vielseitig und auf mehrere Weisen deutbar, sodass sich der Roman einem nicht gleich zu Beginn offenbart und seinen Wert beibehält, indem die Sprache Lücken zur Eigeninterpretation bietet. Besonders regt dabei das Ende des Buches dazu an, sich selbst und die Auswirkungen kleinster Handlungen zu hinterfragen und es bleibt letztlich offen, ob es Effi auch hätte anders ergehen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Bezug kommt Effis Leben der &amp;quot;komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit möglichst nahe&amp;quot; (Z. 29f. ), indem es die Situation eines unglücklichen Menschen schildert, der nicht er selbst sein kann und daran krank wird, was auch in der heutigen Zeit, wenn auch nicht im gleichen Ausmaß, vielen widerfährt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt würde Effi nach den Kriterien Emrichs durchaus als literarisch wertvoll und gut gelten, da der Roman Inhalt, Sprache und Form verknüpft und so eine Geschichte auf einer wahren Begebenheit erzählt, die thematisch auch heute noch von Wert ist und durch ihr etwas offeneres Ende zum Nachdenken anregt. Auch wenn vielleicht flächendeckend nicht besonders viele Themenbereiche außerhalb der Liebe abgedeckt sind, ist eben dieser doch sehr vielseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback von Lorena:''&lt;br /&gt;
Hallo Sarah, erstmal muss ich sagen dass mir dein Text sehr gut gefallen hat, da du dich nur auf das wesentliche Konzentriert hast und den Bezug Emrichs Text eher einfach gehalten hast, da die dort verwendete Fachsprache eher schwer zu verstehen ist. Du hast es allerdings geschafft mit kurzen Zitaten die Kernaussagen aus dem Sachtext herauszufiltern und auf den Roman zu beziehen. Besonders gelungen finde ich den ersten Abschnitt, in dem du auch auf den Hintergrund des Romans eingehst und erläuterst inwiefern dies ebenfalls auf das entsprechende Kriterium zutrifft. Ich habe keine wirkliche Kritik, nur du könntest vielleicht in ein paar wenigen Sätzen erläutern weshalb die Kriterien für nicht-künstlerische Werke nicht auf den Roman &amp;quot;Effi Briest&amp;quot; zutreffen. Alles in allem aber eine gute Hausaufgabe!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug  mit dem Titel ,,Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke” aus dem Sachbuch ,,Geist und Widergeist”  wurde von W. Emrich geschrieben und im Jahre 1965 in Frankfurt am Main veröffentlicht. Thematisch behandelt der Textauszug die Kriterien der künstlerischen Werke. Diese Kriterien werden auf den Roman ,,Effi Briest”, welcher von Theodor Fontane geschrieben und im Jahr 1859 veröffentlicht wurde, angewendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die erste These des Textes W. Emrichs, dass ein künstlerisches Werk ,,Gehalt und Formen, die der Autor als Stoff oder Vorwurf übernimmt oder durch seine Einbildungskraft hervorbringt” (Z. 2f.) lässt sich deutlich mit dem Roman ,,Effi Briest” von Theodor Fontane in Verbindung setzen. Fontane thematisiert in seinem Roman ein oft auftretendes Thema der damaligen Zeit , da viele Frauen zu dieser Zeit ältere Männer heirateten, aufgrund des Wohlstandes und nicht der Liebe, weshalb viele Affären eingegangen sind, um Liebe zu verspüren. Die Inspiration dieser Geschichte erhielt Fontane aus der Wirklichkeit, denn es gab ein Frau, die ein Leben wie Effi gelebt hatte, doch die Änderungen der Namen und weiteren kleinen Details sprechen für die ,,Einbildungskraft” (ebd.) Fontanes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren spricht W. Emrich auch von einem ,,Beziehungsgewebe” (Z. 4), worunter er das Zusammenspiel von Inhalt, Form und Sprache versteht, das dazu dienen soll, dass das Werk nicht von ,,historisch Begrenztheit und Einseitigkeit” (Z.5) geprägt wird. Diese Art des Zusammenspiel wird schon zu Beginn des Romans deutlich, da die metaphorische Sprache, wie z.B die ,,Sonnenuhr” (Z. 8) oder die ,,Schaukel” (Z. 19) schon indirekte Vorausdeutungen sind auf Effis Werdegang und auf ihre Charakterzüge. Vor allem die ,,Schaukel” (ebd.) und die Beschreibung des idyllischen Gartens Effis Zuhause spiegelt ihre kindliche Art wider, denn sie will frei und lebendig sein. Auf diese Symbolik bezieht sich W. Emrich auch, da er die ,,symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen aus sich zu entwickeln vermag” (Z. 7f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Kriterien Emrichs für einen „künstlerischen“ Roman aus seinem Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“, welches in seinem Werk „Geist und Widergeist“ zu finden und im Jahre 1965 in Frankfurt am Main erschienen ist, an Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“, welcher 1895 erschien , überprüfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emrichs Sachtext unterscheidet durchgehend von „künstlerischen Werken“ und „nicht künstlerischen Werken“, diese versucht er zu erklären und ihre Merkmale zu veranschaulichen, während er von seiner Meinung ausgehend erklärt warum „künstlerische Werke“ gut und „nicht künstlerische Werke“ schlecht sind. Er fängt damit an, dass er den Inhalt der „spezifisch künstlerische[n] Formung eines literarischen Werkes“ (Z.1) erläutert, welcher laut ihm aus den „jeweiligen Gehalte[n] und Formen“(Z.2) besteht. Diese Gehalte und Formen unterscheiden sich von Text zu Text. Bei Effi Briest sind es die Familie, in der Effi lebt und die komplette Handlung, welcher auf dieser Familie basiert, da sie aufgrund ihrer Mutter erst Innstetten heiratet und der Rest der Handlung daraus resultiert. Der Autor übernimmt diese Gehalte und Formen „als Stoff oder Vorwurf […] oder durch seine Einbildungskraft“ (Z.2f.) Gemeint ist, dass der Autor entweder bereits geschehene Dinge übernimmt, selbst etwas erfindet, oder in manchen Fällen von beidem Gebrauch macht. Auf Effi Briest bezogen macht Fontane von beidem Gebrauch. Die Handlung von Effi Briest hat es - zumindest so ähnlich – gegeben, die Namen allerdings wurden alle von Fontane abgeändert, was die von Emrich genannte „Einbildungskraft“ (ebd.) verdeutlicht, während der Rest, also die Handlung sich auf den „Stoff oder Vorwurf“(ebd.) beziehen lassen. Das von Emrich beschriebene „Beziehungsgewebe“(Z.4) hat ebenfalls einen hohen Stellenwert in Effi Briest. Es gibt sehr viele verschiedene Charaktere in Effi Briest, welche fast alle in irgendeiner Beziehung zueinander stehen, was ein „Beziehungsgewebe“(Z.4) mit sich zieht. Außerdem besteht der Roman aus etlichen Metaphern, welche die Handlung auch zu einem Gewebe und somit auf den ersten Blick unübersichtlicher und komplexer machen. Wenn man sie aber versteht, machen sie die Handlung um einiges interessanter, was auf ein „künstlerisches Werk“ hinweist. Des Weiteren macht die Überschreitung „spezifisch historischer Begrenztheit oder Einseitigkeit“(Z.5) ein „künstlerisches Werk“ aus, was ebenfalls auf Effi Briest zutrifft, da die dort behandelten Themen wie Zwangsverheiratung oder Ehebetrug heutzutage durchaus immer noch aktuell sind und es womöglich auch lange noch bleiben werden. Es wird also ein „Beziehungsreichtum entfalten, der nie zu Ende reflektiert werden kann und repräsentativ bzw. symbolische Bedeutung auch für andere Lebensformen, Zeiten und Vorstellungen aus sich zu entwickeln vermag.“(Z.6) Effi Briest ist außerdem ein „künstlerischer Roman“, weil es „eine solche unausschöpfbare Fülle psychologischer, religiöser, soziologischer u.a. Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten“(Z.22f.) hat, dass  „seine Romane immer wieder neu gelesen und interpretiert werden können und müssen, da die in ihnen enthaltenen Sinn- und Formbezüge in sich unendlich sind und mit der Auflösung der äußeren Handlungsspannung keineswegs an ihr Ende gelangt ist“(Z.23ff.). Damit ist gemeint, dass ein Werk wie Effi Briest so komplex und vielseitig geschrieben ist, dass ein einmaliges Lesen nicht ausreicht, um den kompletten Inhalt zu verstehen, da einiges erst beim erneuten Lesen verstehen werden kann und sehr vieles zwischen den Zeilen steht, was einem zunächst gar nicht auffällt bzw. man es nicht versteht. All dies macht einen „künstlerischen Roman“ erst aus. Zusätzlich kommt Effi Briest mit seiner „komplexen Wahrheit der menschlichen Wirklichkeit“(Z.29f.) sehr nahe, was ein weiteres Kriterium eines „künstlerischen Romans“ laut Emrich ausmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Roman „Effi Briest“ von Theodor Fontane, wenn man von dem Sachtext „Das Problem der Wertung und Rangordnung literarischer Werke“ von W. Emrich ausgeht alles darlegt, um als „künstlerischer Roman“ zu gelten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Korrektur</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Korrektur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Korrektur"/>
				<updated>2019-01-16T10:29:09Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Korrektur 2. Kl.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorena==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Meine Zeit“, verfasst von Wilhelm Klemm und veröffentlicht im Jahr 1916 in der Gedichtsammlung „Verse und Bilder“, handelt es sich um ein Gedicht aus der Literaturepoche des Expressionismus. Thematisiert wird der Sinn- und Orientierungsverlust zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst 14 Verse und ist in vier Strophen gegliedert, die in Form eines Sonetts (zwei Quartette, zwei Terzette) vorliegen. Es liegt durchgehend ein fünfhebiger Jambus vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Gedichts „Meine Zeit“ deutet auf eine Beschreibung der vorliegenden Verhältnisse während der Entstehungszeit des Gedichtes hin. Das Gedicht wurde 1916 veröffentlicht, was nahelegt, dass es in der Zeit des Ersten Weltkriegs (1914 – 1918) entstanden ist. Das zu analysierende Gedicht setzt ein mit der Aufzählung „Gesang und Riesenstädte, Traumlawinen, / Verblaßte Länder, Pole ohne Ruhm“ (V. 1 f.). Bereits im Beginn der Aufzählung „Gesang und Riesenstädte“ (V. 1) ist ein charakteristisches Merkmal des historischen Hintergrunds der Literaturepoche des Expressionismus zu finden. Die erwähnten „Riesenstädte“ (ebd.) sind durch den Prozess der Verstädterung entstanden, der insbesondere durch den Ersten Weltkrieg vorangetrieben wurde, da in den Städten Nahrungsmittel und Kleidung zu erhalten waren. Mit dem Substantiv „Gesang“ (V. 1) werden meistens Gefühle wie Freude assoziiert. In diesem Fall lässt sich diese Freude als Enthusiasmus für den Krieg auslegen. Somit stellt der Beginn der Aufzählung die Zeit vor dem Krieg dar, da die Menschen noch freudig gestimmt waren. Ergänzt wird dies durch den Neologismus „Traumlawinen“ (V. 1). Die Wortneuschöpfung setzt sich aus den Substantiven „Traum“ und „Lawinen“ zusammen. Der Neologismus ist geprägt von der Antithetik dieser begriffe. Mit dem Substantiv „Traum“ wird meist eine friedliche und vollkommene Welt in Verbindung gebracht, während der Begriff „Lawinen“ Gefahr und Zerstörung zum Ausdruck bringt. Neologismen sind insofern kennzeichnend für die Literaturepoche des Expressionismus, als dass die Menschen sich Wortneuschöpfungen bedienen mussten, da ihr vorhandener Wortschatz nicht ausreichte um Gefühle, Gedanken oder Eindrücke zum Ausdruck zu bringen. Der Neologismus „Traumlawinen“ (V. 1) beschreibt somit die Zerstörung der zu Beginn des Krieges begeisterten Stimmung. Im nächsten Vers heißt es „Verblaßte Länder, Pole ohne Ruhm“ (V. 2), was bereits die Folgen der kriegerischen Auseinandersetzung beschreibt. Das Adjektiv „[v]erblaßt[…]“ (ebd.) in Bezug auf die Länder verdeutlicht die durch den Krieg schwindende Bevölkerung. Die Metapher „Pole ohne Ruhm“ (V. 2) deutet darauf hin, dass die Menschen sich nicht mehr bewusst sind, was richtig oder falsch ist. Hinter dem Begriff „Pole“ (ebd.) können sich unterschiedliche Wahrnehmungen verbergen, beispielsweise der Nord- und der Südpol oder das positiv bzw. negativ geladene Ende eines Magneten. Allerdings wird immer ein Gegensatz verdeutlicht, der in diesem Fall mit der moralischen Frage im Krieg, was ist richtig und was ist falsch, in Verbindung gebracht werden kann, da während des Krieges die Grenzen zwischen Richtig und Falsch verschwimmen und es nur wenige gibt, die ihre moralischen Ansichten aufrecht halten. Der Zusatz „ohne Ruhm“ (V. 2) verdeutlicht allerdings, dass ihre Ansichten keine Beachtung finden. Im weiteren Verlauf wird beschrieben, „Die sündigen Weiber, Not und Heldentum“ (V. 3). Unter dem Begriff „sündige[…] Weiber“ (ebd.) sind Frauen zu verstehen, die während des Krieges ihre Männer verloren haben und nun ihren Körper verkaufen um sich Geld zum Überleben zu sichern. Der zweiter Teil des Verses „Not und Heldentum“ (V. 3) verdeutlicht den zwiegespaltenen Alltag während des Krieges. Entweder die Soldaten oder die Bevölkerung sind in Not oder sie werden als Helden gefeiert. Das Quartett endet mit dem Vers „Gespensterbrauen, Sturm auf Eisenschienen“ (V. 4). Der Neologismus „Gespensterbrauen“ (ebd.) verdeutlicht insbesondere durch das Substantiv „Gespenst“ die apokalyptische Stimmung, die während des Krieges die Bevölkerung ergreift. Die Metapher „Sturm auf Eisenschienen“ (V. 4) macht insbesondere auf die Gefahr des Krieges, aber auch auf die Vergänglichkeit aufmerksam, da beides mit „Sturm“ (ebd.) assoziiert wird. Die Eisenbahnschienen stehen metaphorisch für die Eisenbahn, da diese das Haupttransportmittel zu dieser Zeit war und die Soldaten zur Front brachte. Allgemein ähnelt bereits die Gesamtform des Gedichtes dem Stil des Barock, was durch die Mittelzäsur, dem regelmäßigen Rhythmus, die Antithetik, das Reimschema (umarmender Reim) und de an das Reimschema angepassten Kadenzen deutlich gemacht wird. Die Mittelzäsur, die formal durch die Kommas hervorgehoben wird, unterstützt die Aufzählungen und macht die Antithetik, die in vielen Ausdrücken zu finden ist, deutlich.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das zweite Quartett setzt ein mit der Aussage „In Wolkenfernen trommeln die Propeller“ (V. 5). Gemeint sind mit der Bezeichnung „Propeller“ (ebd.) die Kriegsflugzeuge, durch die meist Gefahr drohte. Untermauert wird dies ebenso durch das Verb „trommeln“ (V. 5) in Beug auf die Propeller. Insgesamt greift der Einstieg in das zweite Quartett die apokalyptische Stimmung vom Ende des ersten Quartettes wieder auf. Verdeutlicht wird dies ebenso durch den Ausdruck „Völker zerfließen“ (V. 6), der dazu benötigt wird, die Flucht der Menschen auf Grund des Krieges darzustellen. Weiterhin wird beschrieben „Bücher werden Hexen“ (V. 6), was eine Anspielung auf die Hexenverfolgung darstellt. Die „Bücher“ (ebd.) stehen metaphorisch für gebildete Menschen, die das Ausmaß des Krieges erkennen und versuchen ihre Sichtweise zu verbreiten. Allerdings werden sie dafür verfolgt. Es heißt weiterhin „Die Seele schrumpft zu winzigen Komplexen“ (V. 7), was eine Verbindung zum vorherigen Vers darstellt, da die gebildeten Menschen verfolgt werden und sich nicht mehr frei entfalten können. As lyrische Ich geht sogar so weit, dass es behauptet „Tot ist die Kunst“ (V. 8) als Metapher für die gebildeten Menschen, die verfolgt werden, weil sie an ihrer kritischen Haltung gegenüber dem Krieg festhalten. Das zweite Quartett endet mit der Aussage „Die Stunden kreisen schneller“ (V. 8), welche die Vergänglichkeit in Bezug auf den Krieg ausdrückt. Im zweiten Quartett wird die Form, die im ersten Quartett der des Barocks sehr nahe kam, unterbrochen. Anstelle von Kommas wurden im zweiten im zweiten Quartett Punkte verwendet, die Endgültigkeit ausdrücken. Das Reimschema wurde beibehalten, genauso wie die Mittelzäsur, doch die Kadenzen sind alle unbetont und unterstützen somit die Interpunktion und die damit in Verbindung gebrachte Endgültigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erfolgt sowohl formal als auch inhaltlich ein Umbruch mit dem Anfang des ersten Terzettes. Das Terzett setzt ein mit der Klage „O meine Zeit“ (V. 9). Der Umstand, dass es sich um eine Klage handelt, ist am Laut „O“ (ebd.) und an der Interpunktion in Form eines Ausrufezeichens festzumachen. Weiterhin beschreibt das lyrische Ich die Zeit, in der es lebt, als „So namenlos zerrissen, / So ohne Stern, so daseinsarm im Wissen“ (V. 9 f.). Der Umstand, dass das lyrische Ich die Zeit als „namenlos zerrissen“ (ebd.) bezeichnet, verdeutlicht, dass es die Zeit als unbedeutsam und gespalten empfindet. Dies wird ebenso durch den Ausdruck „ohne Stern“ (V. 10) untermauert, der verdeutlicht, dass den Menschen ein Orientierungspunkt zu einem geordneten Leben fehlt. Das Trikolon wird beendet mit der Beschreibung „daseinsarm im Wissen“ (V. 10). Das Terzett endet mit dem Vergleich „Wie du, will keine, keine mir erscheinen“ (V. 11). Die Wiederholung der Bezeichnung „keine“ (ebd.) veranschaulicht das Ausmaß, in dem das lyrische Ich spricht. Der Vergleich, der sich auf die Anapher „So“ (V. 9; V. 10) stützt, endet mit einem Punkt, der erneut die Endgültigkeit des Gesagten darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Terzett setzt ein mit der Aussage „Noch hob ihr Haupt so hoch niemals die Sphinx“ (V. 12). Die Sphinx wurde in der griechischen Mythologie als Dämon des Unheils und der Zerstörung betrachtet. Somit passt deren Erwähnung in das Bild, das durch die apokalyptische Stimmung hervorgerufen wird. Der Umstand, dass diese ihr Haupt noch niemals so hoch hob (vgl. V. 12), veranschaulicht metaphorisch, dass es noch nie zuvor so viel Zerstörung gegeben hat. Im nächsten Vers spricht das lyrische Ich die Zeit in der es lebt, mit dem Personalpronomen „Du“ (V. 13) an und personalisiert diese somit. Das lyrische Ich beschreibt, die Zeit sieht „am Wege rechts und links / Furchtlos vor Qual des Wahnsinns Abgrund weinen“ (V. 13 f.). Mit dieser Metapher wird zum Ende des Gedichts erneut deutlich gemacht, von welcher Zerstörung und welchen Qualen die Zeit geprägt ist und deutet auch noch einmal auf die apokalyptische Stimmung hin, die im gesamten Gedicht zu finden ist. Die beiden Terzette sind formal wieder im Stil des Barock verfasst. Allgemein lässt sich die Verwendung der formalen Charakteristika aus der Epoche des Barock so deuten, dass das lyrische Ich sich nach der Zeit vor dem Krieg, in der Ordnung herrschte, zurücksehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das lyrische Ich die Verhältnisse in der Zeit des Ersten Weltkriegs beschreibt und besonders die Situation der Menschen mit kritischer Haltung gegenüber dem Krieg hervorhebt. Dies wird besonders durch die verwendeten formalen Charakteristika aus der Literaturepoche des Barock (Sonett, Reimschema, Kadenzen), aber auch durch die Interpunktion hervorgehoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 2:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Schluss des 1648sten Jahres“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahr 1698 von Gryphius‘ Sohn, handelt es sich um ein Gedicht aus der Literaturepoche des Barock. Thematisiert wird das Ende des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1648. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht soll im Folgenden analysiert und mit dem expressionistischen Gedicht „Meine Zeit“, verfasst von Wilhelm Klemm und veröffentlicht im Jahr 1916, in Bezug auf die Darstellung und Krisengestaltung der jeweiligen Zeit verglichen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht umfasst 14 Verse und ist ebenso wie Klemms Gedicht in der Form eines Sonetts gegliedert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt ein mit dem Ausruf „Zeuch hin, betrübtes Jahr!“ (V. 1). Im Jahr 1648 endete der Dreißigjährige Krieg und somit die Jahre der Angst und Zerstörung, was ebenso durch die Ausrufe „Zeuch hin mit meinen Schmerzen!“ (V. 1) und „Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!“ (V. 2) deutlcih wird. Die Ausrufe, die alle mit der Anapher „Zeuch hin“ (V. 1; V. 2) beginnen, sind Ausdruck der Freude über das Ende des Krieges. Dieser Umstand steht im Kontrast zu Klemms Gedicht, da dieses von der Euphorie vor und der schweren Zeit während des Krieges handelt. Eine Aufzählung in Form einer Anapher ist bei Kleimm in der dritten Strophe des Gedichtes zu finden, doch diese thematisiert die Bedeutungslosigkeit und die Vergänglichkeit der Zeit während die hier vorliegende Metapher die Euphorie über das Ende des Krieges darstellt. Im zweiten Teil des Quartettes heißt es „Zeuch so viel Leichen nach! Bedrängte Zeit vergeh / Und führe mit dir weg die Last von diesem Herzen“ (V. 3 f.). Insgesamt ist das lyrische Ich froh über das Ende des Krieges und wünscht sich die Zeit und die Erlebnisse zu vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Quartett setzt ein mit der Ansprache „Herr“ (V. 5). Mit „Herr“ (ebd.) ist in diesem Fall Gott gemeint, zu dem das lyrische Ich spricht. Dieser Umstand ist ein weiterer Kontrast zu Klemms Gedicht, da dort keine religiösen Ansichten zu erkennen sind. Das lyrische Ich erläutert weiterhin, dass es der Ansicht ist, dass das Jahr 1648 vor Gott „als ein Geschwätz und Scherzen“ (V. 5) wirkt und spricht somit die Bedeutungslosigkeit dieses Jahres für Gott aus. Die Bedeutungslosigkeit der Zeit ist auch ein Motiv für Klemms Gedicht, beispielsweise wenn es heißt „Die Stunden reisen schneller“ (Meine Zeit, V. 8), was die Vergänglichkeit und Nichtigkeit er Zeit untermauert. Durch die rhetorische Frage „ Fällt meine Zeit nicht hin wie ein verschmelzter Schnee?“ (V. 6) wird allerdings deutlich, auf welche Zeit das lyrische Ich hindeutet. Während das lyrische Ich in Klemms Gedicht von der Zeit, in der das lyrische Ich lebt, spricht, spricht das lyrische Ich in Gryphius‘ Text von der eigenen Lebzeit. Mit der rhetorischen Frage und der Metapher „verschmelzter Schnee“ (V. 6)deutet das lyrische Ich auf die Vergänglichkeit seiner eigenen Lebzeit hin. Die rhetorische Frage und die Metapher werden im weiteren Verlauf der Strophe erneut aufgegriffen, wenn das lyrische Ich Gott bittet, „Laß doch, weil mir die Sonn gleich in der Mittagshöh, / Mich noch nicht untergehn gleich ausgebrenten Kerzen“ (V. 7 f.). Das lyrische Ich bezeichnet sich selbst und somit seine Lebzeit als „verschmelzter Schnee“ (V. 6). Es ergänzt in seiner Bitte, dass die Sonne gleich in der Mittagshöhe steht (vgl. V. 6), also die Stelle, an der sie am hellsten und wärmsten scheint, was Schnee in der Regel schneller schmelzen lässt. Zusammengefasst deutet das lyrische Ich somit auf das Ende seiner Lebzeit in Form des Todes hin. Der Tod wird hier metaphorisch als „ausgebrennte[…] Kerze[…]“ (V. 8) bezeichnet. Der Umstand, dass die Bitte eindringlich ist, ist an dem Ausrufezeichen am Versende zu erkennen. Auf formaler Ebene fällt im zweiten Quartett auf, dass das Reimschema unterbrochen wurde. Wie es bei einem umarmenden Reim üblich ist reinem sich der erste und vierte Endreim, jedoch reimen sich der zweite und dritte Endreim nicht, was den inhaltlichen Umbruch von Euphorie zu Todesstimmung formal untermauert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das erste Terzett knüpft unmittelbar an die Bitte vom vorherigen Quartett an und wird ebenso durch die Ansprache „Herr“ (V. 9) eingeleitet. Anschließend heißt es „es ist genung geschlagen“ (V. 9). Diese Aussage ist in Bezug zum vergangenen Krieg zu stellen, da das lyrische Ich die Schlachten und die Zerstörung erlebt und überlebt hat. Ergänzt wird dies durch den folgenden Vers „Angst und Ach genung getragen“ (V. 10), welcher verdeutlicht, dass das lyrische Ich in den vergangenen Jahren unter den Folgen des Krieges gelitten hat. Das Leid, das durch den Krieg entstanden ist, wird auch bei Klemm thematisiert. Insbesondere durch die Aussage „In Wolkenfernen trommeln die Propeller“ (Meine Zeit, V. 5) wird dargestellt, welcher Angst und welcher Gefahr die Bevölkerung ausgesetzt war. Das Terzett endet mit der Bitte des lyrischen Ichs an Gott „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke“ (V. 11). Der Umstand, dass das lyrische Ich über seine Person nachdenken will, ist dem Krieg geschuldet, da in dieser Zeit selten Ruhe zum Nachdenken einkehrte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Quartett ist mit dem ersten durch den Parallelismus „Gib, daß ich“ (V. 12) verbunden. Die Aussage wird fortgeführt mit „der Handvoll Jahre / Froh wird eins vor meiner Bahre“ (V. 12 f.). Das lyrische Ich ist sich bewusst, dass es nicht mehr lange zu leben hat und bittet Gott um ein wenig mehr Zeit sich selbst kennenzulernen. Das Gedicht endet mit der Aussage „Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenk!“ (V. 14), was den Wunsch des lyrischen Ichs insbesondere durch die Verschwendung des Ausrufezeichens bestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Form des Gedichtes orientiert sich an den für die Literaturepoche des Barock strengen Regeln, mit zwei Ausnahmen. Eine Ausnahme, wie bereits in der Analyse erwähnt, ist die Unterbrechung des Reimschemas, und zum anderen die Verse 9, 10, 12 und 13, die nicht mit dem regelmäßigen Schriftbild übereinstimmen und somit auch nicht den Alexandriner aus den Quartetten fortsetzen, sondern durch vierhebige Jamben gekennzeichnet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass das lyrische Ich dem Ende des Krieges gegenüber euphorisch gestimmt ist, es sich allerdings darüber bewusst ist, dass es nur noch wenig Zeit zum Leben hat und daher Gott bittet ihm noch ein wenig zu überlassen, um sich selbst kennenzulernen. Formal wird dies besonders durch die Interpunktion hervorgehoben und die sprachlichen Mittel, wie beispielsweise die Anapher oder der Parallelismus, der die Terzette verbindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Gedichte gleichen sich in Form und Thematik, wobei die Ausgangssituationen unterschiedlich sin. In Klemms Gedicht werden die Folgen, die Ängste und die apokalyptische Sttimmung während des Ersten Weltkrieges dargestellt und die Vergänglichkeit der Zeit für das einzelne Individuum hervorgehoben, während in Gryphius‘ Gedicht das Ende des Dreißigjährigen Krieges und die dadurch für das Individuum verlorene Zeit beschrieben wird. Charakteristisch für den Barock wendet sich Gryphius' in seinem Gedicht Gott zu, während Klemm den Sinn der menschlichen Existenz ohne religiösen Bezug in Frage stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sarah==&lt;br /&gt;
R1: Gryphius´ Gedicht thematisiert dabei die Vergänglichkeit des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2: So bittet es Gott auch: „Laß doch [...]/ Mich noch nicht untergehn gleich ausgebrennten Kerzen!“ (V. 7f. ), bringt also erneut zum Ausdruck, dass es nicht wahrhaben möchte, dass sein Ende naht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R3: Es hat also Angst, sein Leben wäre zu schnell vorbei, was sich auch in seinem Klagegrundton widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R4: In Klemms Text bezieht sich diese Vergänglichkeit jedoch vielmehr auf den Wert des Menschen als auf die Lebzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R5: Jedoch fällt hierbei zusätzlich auf, dass nicht allein der Krieg, wie bei Gryphius, die Ursache der Resignation ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R6: Dieser Unterschied wirkt sich auch auf das Denken der beiden lyrischen Ichs aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R7: Gryphius´ lyrisches Ich jedoch möchte mehr Zeit und wird dadurch resignativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R8/9: Jedoch fällt im Vergleich beider wie auch im Vergleich der Sprache auf, dass das lyrische Ich in Gryphius´ Gedicht noch Hoffnung sieht, die er in Gott findet, während Klemms lyrisches Ich in Endzeitstimmung versetzt ist und nichts Positives mehr im Leben sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1: Dies zeigt wie sehr der Krieg dem lyrischen Ich körperlich wie auch seelisch Schaden zugefügt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z2/3: So impliziert hierbei der Ausdruck „Völker zerfließen“ (K, V. 6) nicht nur den Tod, wie die „Leichen“ (G, V. 3) im anderen Gedicht, sondern auch das Auseinanderleben der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z4/5: Dieses Unverständnis zeichnet sich darin aus, dass es keinen Sinn sieht und somit anders als Gryphius lyrisches Ich mit Gott als „Herr“ (G, V. 9) zu seiner Zeit spricht, was in „O meine Zeit“ (K, V. 9) deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z6: Eben dieser Hintergrund der Notlage der Menschen, die sich nach alten Zeiten zurücksehnten, wird auch im Kontrast des Reimschemas und Aufbaus zum Inhalt deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z7: So bringen hier Metaphern und Neologismen wie „Traumlawinen“ (K, V. 1) die Unverständlichkeit des Menschen für die Neuerung zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1/2: Anschließend führt es Beispiele von Konsequenzen an, die durch den zurückliegenden 30-jährigen Krieg entstanden sind und die es ungern in seinem Leben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W3: Insgesamt fällt dabei auf, dass der Aufbau einer Klimax ähnelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W4: In der dritten Strophe spricht es Gott mit „Herr“ (V. 9) konkret an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W5: Dies verdeutlicht, dass es sein Leben noch länger und intensiver leben und glücklich werden möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W6: Somit liegt der Unterschied der Einstellung beider darin, dass Gryphius´ lyrisches Ich noch Hoffnung sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W7: Zusammenfassend haben beide Gedichte angesichts dessen, dass beide in einer Krisenzeit spielen, einige Gemeinsamkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1: Dies wiederum löst die Trauer des lyrischen Ichs aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2: So wurde der Mensch entpersönlicht und die Gefühle und das Denken des Einzelnen verloren an Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A3/4: Hierbei fällt sprachlich auf, dass der Text hauptsächlich aus hypotaktischen Sätzen besteht und nur in Bezug auf den Tod, und nicht wie bei Klemm auf die gesamte Veränderung, resignative Worte wählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sb1: Klemms lyrisches Ich glaubt an die Endzeit und kommt so mit der Situation des Krieges, der in Gryphius´ Gedicht bereits überwunden ist, nicht zurecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr1/2: Resignativ deshalb, weil es in seinen Ausrufen um das Vergehen dieser Zeit und deren negativen Auswirkungen fleht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R1:&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“ von Andreas Gryphius, veröffentlicht im Jahr 1648, welches man dem Barock zuordnen kann, thematisiert wie das expressionistische Gedicht „Meine Zeit“ von Wilhelm Klemm, veröffentlicht im Jahr 1916, die Zerstörung durch den Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2/3 (Zit. 1,  A4):&lt;br /&gt;
Eine weitere Metapher, „ausgebrennte[...] Kerzen“ (V.8), steht für Vergänglichkeit und kann in dem Zusammenhang als das Ende des Lebens gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R4 (Gr6):&lt;br /&gt;
Beiden Gedichten kann man entnehmen, dass die Menschen im Krieg Leid erfuhren bzw. erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1 (Gr1):&lt;br /&gt;
Inhaltlich geht es in der ersten Strophe um die „Schmerzen“ (V.1), „Angst“ (V.2), „Leichen“ (V.3) und „Last“ (V.4), alles Erfahrungen aus dem Krieg, die in Vergessenheit geraten sollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2:&lt;br /&gt;
„Bedrängte Zeit, vergeh“ (V.3) verdeutlicht, dass dem lyrischen Ich die Zeit um friedlich zu leben genommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A3:&lt;br /&gt;
In Klemms Gedicht ist ebenfalls die Rede davon, dass dem lyrischen Ich durch den Krieg die Zeit um in Frieden zu leben genommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr2:&lt;br /&gt;
Zum historischen Hintergrund ist zu sagen, dass in dem Gedicht vom Ende des 30-jährigen Krieges (1618- 1648) die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr3:&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich bittet Gott darum, ihm noch etwas vom Leben zu lassen, da dieses in den letzten Jahren durch den Krieg eingeschränkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1:&lt;br /&gt;
So wie in Klemms Gedicht wird ein Krieg ohne Grund und Sinn geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1:&lt;br /&gt;
Diese Metapher kann man auf sein Leben beziehen, und zwar, dass es schon halb vorbei ist, so wie der Sonnenstand am Mittag soviel heißt wie dass der Tag halb vorbei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R1: Es handelt sich also um ein Sonett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2: Dies wird durch den Vergleich „wie ein verschmelzter Schnee“ (V.6) deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R3/4: Diese Erkenntnis lässt sich auf den damaligen Vanitas´ Gedanken beziehen, welche das irdische Leben infrage stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R5: Das lyrische Ich ist der Auffassung, dass der Tod nahe ist und man bekennen müsse, dass jeder einmal stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R6: Dies wird durch den stets gleichbleibenden Rhythmus unterstrichen, da er monoton wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R7: Dieses entstand zu Zeiten des Barocks, in welchem der 30-jährige Krieg endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R8: Jedoch lässt sich an der Forderung &amp;quot;Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke!&amp;quot; (V.14) auch ein klagender bzw. resignativer Grundton, wie in Klemms Gedicht, erkennen, da das lyrische Ich weiß, dass es einmal sterben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R9: Jedoch beschreibt das lyrische Ich in dem Gedicht von Klemm anfänglich die Situation der Länder und der gesamten Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr1: Diese akzentuieren die Empfindungen des lyrischen Ichs zu Zeiten des 30-jährigen Krieges, welcher hier metaphorisch in den Leichen angesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr2: Dies untermauert die Erleichterung des lyrischen Ichs aufgrund von dem Ende des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr3: Das erste Terzett wird durch die Erkenntnis „Herr, es ist genug geschlagen“ (V.9) eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr4: Der Vergleich basiert dabei auf den Krisenerfahrungen der jeweiligen Zeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr5: Auf der Basis des hier vorliegenden Vergleiches komme ich zu dem Ergebnis, dass beide Gedichte einige Gemeinsamkeiten aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1: Im zweiten Quartett spricht das lyrische Ich jedoch nicht mehr die Zeit, sondern Gott an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z2: Auf der Basis der beiden Analysen werden die Gedichte „Meine Zeit“ von Wilhelm Klemm aus der Zeit des Expressionismus und „Schluss des 1648sten Jahres“, verfasst von Andreas Gryphius zu Zeiten des Barocks, miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z3: Dieses entstand zu Zeiten des Barocks, in welchem der 30-jährige Krieg endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z4: Eine Übereinstimmung der Gedichte ist, dass in beiden das lyrische Ich die Zeit anspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z5/6/7: Ebenso spielt die Zeit eine wichtige Rolle in beiden Gedichten, jedoch klagt das lyrische Ich bei Klemm die Zeit an, währenddessen das lyrische Ich bei dem Sonnet von Gryphius fordernd, gar verspottend, spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z8: Die Inversion &amp;quot;Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke!&amp;quot;(V.14) hebt jedoch durch die adverbiale Bestiummung &amp;quot;doch&amp;quot; (ebd.) eine gewisse Verzweiflung vom lyrischen Ich hervor, da es Angst hat, dass Gott ihn sterben lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1: Daraus resultiert, dass das lyrische Ich fragt, ob nicht auch sein Leben nur von kurzem Bestand ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W2: Das erste Terzett wird durch die Erkenntnis „Herr, es ist genug geschlagen“ (V.9) eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W3: Dabei steht das „liebliche […] Geschenke“ (V.14) für ein erfülltes Leben, welches das lyrische Ich nicht erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W4: Dieser Unterschied lässt sich anhand der unterschiedlichen Epochen erläutern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W5: So richtet sich das lyrische Ich im Gryphius´ Gedicht nicht nur an die Zeit, sondern auch an Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W6: Die ersten beiden Strophen bestehen aus vier Versen und beinhalten einen umarmenden Reim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1: Aufgrund der Erkenntnis des lyrischen Ichs, dass es selbst vergänglich ist und sein Leben nur von kurzer Dauer ist, richtet es die Bitte an Gott „Laß doch, weil mir die Sonn gleich in der der Mittagshöh,/ Mich noch nicht untergehn gleich ausgebrennten Kerzen“ (v7f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2: Die „Frist“ (ebd.) steht für die Zeit vor dem anstehenden Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A3: Die Menschen achteten das Motto „Memento Mori“, welches bedeutet, dass man dem Tod gewappnet sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A4: Ein ebenso markanter Unterschied ist, dass bei dem Gedicht von Gryphius das Überirdische angesprochen wird, was bei Klemm nicht vorkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sb1: Ebenso spielt die Zeit eine wichtige Rolle in beiden Gedichten. Jedoch klagt das lyrische Ich bei Klemm die Zeit an (vgl. V.9f.), währenddessen das lyrische Ich bei dem Gedicht von Gryphius an die Zeit fordernd, gar verspottend, spricht (vgl. V.3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett „Schluss des 1648sten Jahres“ von Andreas Gryphius aus der Epoche des Barocks wurde 1898 veröffentlicht und thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und den Wunsch nach einem längeren Leben. Mögliche Vergleichsaspekte zu dem Gedicht von Klemm „Meine Zeit“ sind die Form, der Inhalt sowie die Nutzung von rhetorischen Mitteln.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist in der Form eines Sonetts geschrieben und beinhaltet somit zwei Quartette und zwei Terzette. In den Quartetten sowie in dem letzten Vers in den Terzetten bestimmt ein Alexandriner das Versmaß, die ersten beiden Verse der Terzette jedoch ein vierhebiger Trochäus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Hand des Titels lässt sich erkennen, dass ein „Schluss“ und somit die Vergänglichkeit von etwas thematisiert wird. Dies lässt sich in Verbindung mit der Jahreszahl „1648“ bringen, da es sich darum um das Ende des 30-jährigen Krieges handelt und dieser auch die Vergänglichkeit des Lebens zum Ausdruck bringt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufforderung „Zeuch hin, betrübtes Jahr!“ (V. 1) gewinnt durch die Interpunktion mehr Ausdruckskraft und zeigt, dass das lyrische Ich sich nach glücklichen Zeiten sehnt. Ebenso sollen die „Schmerzen“ (V. 1) vergehen, was veranschaulicht, wie viel Leid das lyrische Ich ertragen musste was zusätzlich auf einen Verweis auf den zurückliegenden Krieg sein kann. Dass das lyrische Ich die schlechten Zeiten hinter sich lassen will und auf Besserung hofft wird durch „Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!“ (V. 2) akzentuiert. Die Hyperbel von „überhäufen“ (ebd.) veranschaulicht das Ausmaß des Schmerzes. Die Anapher „Zeuch hin“ (ebd.) in Form eines Trikolons und die darauffolgende Interpunktion des Ausrufezeichens (vgl. V. 1-3) verdeutlichen das Elend, welches ertragen werden musste und aus dem 30-jährigen Krieg resultierte. Dieser zog „so viele Leichen nach“ (V. 3) was die Reichung der Leiterfahrungen und der belastenden Erlebnisse fortführt. Die „bedrängte Zeit“(V. 3) erinnert an die Aufforderung „Carpe Diem“, also „Nutze den Tag“, und widerspiegelt den Wunsch des lyrischen Ichs, da diese Zeit „vergeh[en]“ (V. 3) soll. Allerdings soll damit auch „die Last von diesem Herz“ (V. 4) verschwinden. Somit soll auch das Herz befreit sein, damit das Leid endgültig verschwinden kann. Insgesamt verweist das erste Quartett auf den Krieg und die daraus resultierenden Leiderfahrungen, welche schwinden sollen und somit auf eine Besserung gehofft wird. Weitergehend bittet das lyrische Ich Gott um Hilfe, was durch die Anrede „Herr“ (V. 5) verdeutlicht wird. Das menschliche Leben wird dabei „als ein Geschwätz und Scherze“ (V. 5) darstellt und akzentuiert die Nichtigkeit des Leids und Lebens der Menschen vor Gott. Somit ist zusagen, dass das lyrische Ich zu der Erkenntnis kommt, dass nur Gott ewig ist und alles Irdische vergänglich. Mit der rhetorischen Frage „Fällt meine Zeit nicht hin wie ein verschmelzter Schnee?“ (V. 6) soll metaphorisch für das kurze Leben der Menschen stehen. Da die Lebensdauer mit „verschmelzter Schnee“ (ebd.) verglichen wird, bewirkt die „Mittagshöh“ (V. 7) eine Verkürzung der Lebensdauer und erneut auf die Vergänglichkeit des irdischen Daseins verweist. So bedroht die Sonne metaphorisch gesehen den Schnee, welche für den Krieg stehen kann, da dieser den Menschen ebenfalls viel Zeit geraubt hat. Die Wiederholung von „gleich“ (V. 7-8) verdeutlicht, dass das menschliche Leben viel zu kurz ist und somit jeder Zeit zu Ende sein kann.  Dieser Memento Mori Gedanke kommt auch zum Vorschein in dem Vergleich des Lebens mit „ausgebrennten Kerzen“ (V. 8). Allerdings verweist der Neologismus „ausgebrennten“ (ebd.) darauf, dass das lyrische Ich metaphorisch gesehen weiter brennen will und noch nicht abgebrannt ist und somit noch nicht seine Zeit gekommen wäre. Auch im ersten Terzett wird weiterhin an Gott appelliert, was durch die Anrede „Herr“ (V. 9) deutlich wird. Da „genung geschlagen“ (V. 9) sei, wird deutlich, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, es habe genug gelitten. Ebenfalls habe es „Angst und Ach genung getragen“ (V. 10).  Dies verdeutlicht die Einschränkung des Lebens durch den Krieg. Mit dem Appell „Gib doch nun etwas Frist“ (V. 11) wird kenntlich gegeben, dass das Leben vergänglich ist, dass lyrische Ich jedoch trotzdem weiter leben will. Die Meinung, das Leben sei zu kurz, verfolgt das lyrische Ich auch im zweiten Terzett, da das Leben mit einer „Handvoll Jahre“ (V. 12) verglichen wird. Außerdem äußert das lyrische Ich den Wunsch „Froh [zu] werd[en]“ (V. 13) bevor es stirbt, da es zuvor kein glückliches Leben hatte. Das „liebliche[...] Geschenke“ (V. 14) ist eine Metapher für das Leben. Da Dieses jedoch „mißgönn[t]“ (V. 14) ist, ist zu sagen, dass das lyrische Ich noch Hoffnung hat, dass das zuvor schlechte Leben sich zu einem besseren leben wendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass das lyrische Ich im gesamten Sonett appelliert, ein längeres Leben führen zu können. Dies wird besonders hervorgerufen durch die Interpunktion diverser Ausrufezeichen, aber auch durch die Wendung an Gott, da dieser ewig sei und den Menschen geschaffen habe. Zudem wird durch die Nutzung von Metaphern, sowie von Vergleichen, die Lebenskürze akzentuiert und dramatisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahre 1698, zu Zeiten des Barocks, thematisiert die Vergänglichkeit des Menschen. Zu Beginn des Gedichts werden durch die Verwendung des Imperatives „Zeuch hin, betrübtes Jahr!“ (V. 1) die radikalen Umstände zur Zeit des 30-jährigen Krieges, deutlich. Des weiteren wird durch die Verwendung des Imperativs „Zeuch hin“ (ebd.) deutlich, dass das lyrische Ich die Zeit des 30-jährigen Krieges anspricht und damit das Bedrängnis des Krieges in den Vordergrund stellt. Das Adjektiv „betrübt“ (ebd.) unterstreicht den bedrohlichen und kriegerischen Zustand zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Die Verwendung von „Jahr“ (ebd.) verdeutlicht, dass das Jahr 1648 eines der schlimmsten Jahre des 30-jährigen Krieges war und dieses endlich vergehen soll. Die Repetitio „Zeuch hin“ (ebd.), verdeutlicht, wie schlimm es den Menschen zu dieser Zeit geht und diese Zeit endlich ein Ende haben soll. Die Verwendung des Substantivs „Schmerzen!“ (V. 1) zeigt, dass die viele Menschen durch Kriege und Tode psychisch verletzt wurden und der bedrückende Zustand ein Ende nehmen soll. Die Verwendung der Interpunktion des Ausrufezeichens unterstreicht die Hoffnung der Menschen nochmals. Im zweiten Vers wird ebenfalls „Zeuch hin“(V. 2) verwendet und verdeutlicht somit die Relevanz und Bedeutung des Endes dieser Zeit. Die Verwendung der Substantive „Angst und Weh!“ (V. 2) verdeutlichen den bedrückenden Zustand der Menschen und dass diese in dieser Zeit von keinen anderen Katastrophen konfrontiert worden sind. Das Adjektiv „überhäuft“ (ebd.) unterstreicht die Vielfältigkeit von Armut und Leiden. „Zeuch so viel Leichen nach!“ (V. 3) zeigt ebenfalls, die Massen der Menschentode und damit auch eine metaphorische Bedeutung, dass der 30-jährige Krieg verantwortlich für die vielen Tode ist. „So viel“ (ebd.) hebt die Massen der Leichen hervor und das Ausrufezeichen dieser Aussage spiegelt die Realität wieder. „Bedrängte Zeit vergeh“ (V. 3), manifestiert ebenfalls die schlimme Zeit, die das lyrische Ich erlebt hat und dass diese so schnell wie möglich vergehen soll, da sie „bedrängt“ (ebd.) ist. „Und führe mit dir weg die Last von diesem Herzen!“ (V. 4) ist eine weitere Bitte, die den Menschen erfüllt werden soll. Das bedrückende Gefühl ein Leben ohne Frieden zu führen und die ständige Angst der Lebensgefahr ausgesetzt zu sein, ist eine „Last“ (ebd.) für jeden Einzelnen und scheint durch die Erwähnung des „Herzen“ (ebd.) eine sehr bedeutsame und wichtige Bitte zu sein. Die Interpunktion Ausrufezeichen bringt die Sorgen der Menschen betont zum Ausdruck. Deutlich wird das Reimschema, da Vers eins und vier ein Reimpaar bilden, sowie Vers zwei und drei. Dies erfüllt das Kriterium eines umarmendes Reims und zeigt die Sonettform, die im Laufe des Gedichts erkennbar wird. Zudem handelt es sich hierbei um das Metrum des 6- hebigen Jambus und weist im ersten und vierten Vers weibliche Kadenzen auf, die verdeutlichen, dass die „Schmerzen“ (V. 1) im „Herzen“ (V. 4) sehr stark sind und die Menschen unter starken Verlusten leiden. Das erste Quartett thematisiert zusammengefasst, einen Rückschau auf das Vergangene und ist für das lyrische Ich als leidvolles Jahr auszudrücken.  In der zweiten Strophe handelt es sich ebenfalls um einen umarmenden Reim und um eine vierversige Strophe, die somit das zweite Quartett bildet. Das Metrum Alexandriner, welches durchgehend in den Quartetten vorhanden ist, unterstreicht ebenfalls die Sonettform. Inhaltlich wird direkt deutlich, dass der religiöse Bezug zu dieser Zeit sehr bedeutsam für die Menschheit war, was an der Verwendung des Substantivs direkt zu Beginn der zweiten Strophe „Herr“ (V. 5) erkennbar wird. Das lyrische Ich, erkennt, dass sein Leben sobald vergehen wird, was an der Metapher „verschmelzter Schnee“ (V. 6), deutlich wird. Das lyrische Ich stellt zudem infrage, ob die Zeit des lyrischen Ichs wirklich so bedeutungslos und vergänglich ist. Mit der Zeit vergeht ein Mensch und keiner fragt mehr nach ihm. Dies wird an dem Schmelzen des Schnees deutlich und kann mit dem Vanitas-Gedanke gleichgesetzt werden. Darauf folgend wird die Ansprache an Gott deutlich, da die Bitte „Laß doch…“ (V. 7) zeigt, dass das lyrische Ich nicht sterben, sondern leben will. Der Grund dafür ist, „weil mir die Sonn gleich in der Mittagshöh, / Mich noch nicht untergehn gleich ausgebrennten Kerzen!“ (V. 7f.). Die Sonne symbolisiert den Mittelpunkt seines Lebens und bedeutet, dass sein halbes Leben schon vergangen ist und er somit nicht mehr lange Leben wird. Die Verwendung der Konjunktion „Noch“ (V. 8) zeugt von Hoffnung und Bestand, denn dem lyrischen Ich wird bewusst, dass ihr Leben bald ein Ende haben wird, was durch „untergehn“ (ebd.) und „ausgebrennten Kerzen“ (ebd.) deutlich wird. Die Kerzen symbolisieren die Hoffnung an sein Leben, welche jedoch durch die Verwendung „ausgebrennt“ (V. 8) verloren geht und somit den Tod des lyrischen Ichs darstellt. Dies lässt sich auf die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens beziehen. Die dritte Strophe wird repetierend mit „Herr“ (V. 9) eingeleitet und verdeutlicht wieder, wie wichtig ihnen auch die Religion ist, denn in dem 30-jährigen Krieg handelte es sich um die Konfessionsspaltung von Katholiken und Protestanten. Dem lyrischen ich wird bewusst, dass in Bezug auf den Krieg kein Ende in Sicht ist, er jedoch darauf hofft und darum betet, dass das Leiden ein Ende hat, was anhand von „genug geschlagen“ (V. 9) und „Angst uns Ach“ (V. 10), deutlich wird. Zudem ist auffällig, dass sich die Verben „geschlagen“ (V. 9) und „getragen“ (V. 10) reimen und somit eine Verbindung zum Krieg und des Leidens herstellen. Somit wird deutlich , welche Bedenken das lyrische Ich hat, denn es wünscht sich Frieden und ein schönes Leben. „Gib doch nur etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!“ (V. 11) stellt den Tod des lyrischen Ichs dar. Jedoch bittet er Gott darum, ihn auch an die schönen Dinge im Leben denken zu lassen und nicht nur an den Krieg. Das dieser Vers, aufgrund, dass er sich nicht reimt, alleine sieht, verdeutlicht, wie wichtig dem lyrischen Ich die Zeit zum Nachdenken, an das schöne, kriegsfreie Leben ist. Die letzte Strophe beginnt ebenfalls mit dem Befehl „Gib“ (V. 12), welcher mit dem Rest des Verses von einem Komma getrennt ist und somit die Bedeutung und Relevanz nach einem schöneren und alten Leben in den Vordergrund stellt. Zudem zeigt dies auch wie verzweifelt und zerstört das lyrische Ich ist und wie ihn den 30-jährigen Krieg prägt. Der folgende Vers setzt mit den Worten „daß ich der Handvoll Jahre“ (V. 12) und damit ist der gesamte Krieg gemeint „Froh wird eins vor meiner Bahre!“ (V. 13), was bedeutet, dass das lyrische Ich voller Hoffnung ist, dass er vor seinem Tod noch einmal glücklich wird und nicht sein ganzes Leben mit Krieg, Armut, Tod und . Im letzten Vers „Mißgönne mir doch nicht dein lieblicher Geschenke!“ (V. 14) wird die gesamte Hoffnung auf ein schönes altes Leben zum Ausdruck gebracht, welche durch das Substantiv „mir“ (v. 14) deutlich wird. Zudem wird dich die Verwendung des Pronomen „dein“ (ebd.) deutlich, dass Gott derjenige ist, der den Menschen das schöne Leben on Frieden wegnimmt. Daher spricht das lyrische ich Gott direkt an und bezeichnet das Leben, welches sie führen könnten als ein „liebliches Geschenke“ (V. 14). Der Reim „jahre“ (V. 12) und „bahre“ (V. 13) stehen wieder in Verbindung zueinander mit dem Tod, denn jahrelang stehen die Menschen unter Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Angst der Menschen, nie mehr in ihr altes Leben zurückkommen, sehr deutlich wird. Das lyrische Ich berichtet von den ganzen schlimmen Umständen, unter denen die Menschen leiden müssen und das ihnen bewusst ist, dass Gott eine bedeutende Rolle für die Menschen in dieser Zeit ist, da dieser ein schönes und ewiges Leben führen kann. Die negativ konnotierten Wörter untermauern die Angst und Trauer der Menschen im Dreißigjährigen Krieg. Anaphern und rhetorische Fragen zeugen von Hoffnung und Sehnsucht. Das geordnete Reimschema unterstreicht zudem die Monotonie des Gedichts und somit die Ansprüche der betroffenen Menschen, dass das Leiden endlich vergehen soll.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Unterschiede der Krisenerfahrungen, die in den Gedichten dargestellt sind auf inhaltliche und sprachlich-formale Weise miteinander vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“, welches zur Zeit des Barocks, 1648 veröffentlicht wurde,  behandelt die Vergänglichkeit der Menschen, sowie die dramatischen Umstände und den Verlust der Sicherheit der Menschen. In dem Gedicht werden durch Hoffnungen, Sehnsüchte und Bitten ein fundamental-historische Erfahrungen im 30-jährigen Krieg dargestellt. Immer wieder erwähnt das lyrische Ich das Leid und seine Angst, aber auch die Hoffnung nach einem schönen Leben. Zusammenfassend thematisiert dieses Gedicht Reflexionen des kriegs- und der Krisenerfahrungen einer jeweils Generation und deren Spiegelung in der Literatur ihrer Zeit. In dem Gedicht „Meine Zeit“, verfasst von Wilhelm Klemm im Jahre 1916 zur Zeit des Expressionismus, thematisiert ebenfalls das Bedrohungsgefühl der Menschen und deren Verlust von Sicherheit und ist damit übereinstimmend mit dem anderen Gedicht, da der Inhalt auch auf die eigene Gegenwart Bezug nimmt. Das Gedicht beginnt ebenfalls mit Erinnerungen an das schöne, alte Leben. Daraus resultiert ein weiteres Merkmal, dass Überwältigtsein angesichts der jeweiligen komplexen Zeit- und Welterfahrung. Zudem weist sich ein formales Merkmal, die Form des Sonetts und somit der Kontrast zur inhaltlichen Aussage auf. Sprachliche Mittel, wie Anaphern, Akkumulationen sind ein verweis auf die Intensität der Erlebnisse sowie Einsicht in die Fragilität und Bedrohtheit des menschlichen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschiede der beiden Gedichte sind, dass der Prozess der Industrialisierung angesprochen wird und dass dieser für Verwirrung der Menschen sorgte. Zudem ist der Bezug zu Gott und der Religion in Kelmms Gedicht nicht gegeben. Die unterschiedliche Bedeutung des Begriffs „Zeit“ ist bei Klemm ein historischer Abschnitt für eine Generation, während in Gryphius Gedicht die Zeit auf seine Lebenszeit Bezug nimmt. Während bei Klemms Gedicht zu Beginn eine hoffnungslose und perspektivlose Anrede im Bezug auf die Zeit vernommen wird, wird in Gryphius Gedicht eine hoffnungsvolle Anrede an Gott durchgeführt.Bei Klemms Gedicht handelt es sich ausschließlich um Klagen der damaligen Zeit, wohingegen im anderen Gedicht die Bitte an Gott, um eine Veränderung des Lebenszustandes Gryphius, im Vordergrund steht.&lt;br /&gt;
In Bezug auf Sprache und Form ist zu sagen, dass beide Gedichte das identische metrum, die Sonettform aufweisen. Beide Gedichte bestehen aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Das Merkmal der Sonettform ist jedoch eigentlich nur für die Epoche des Barocks typisch. Die Verwendung der Sonettform im expressionistischen Gedicht, deutet daraufhin, dass sich die Umstände in beiden Epochen sehr ähnlich sind, da sie von Tod, Armut, Angst und des Ich-Verlust geprägt waren. Zudem deutet die Sonettform auf die Monotonie des Textes hin und sagt damit aus, dass ein Kreislauf bezüglich des Leidens erkennbar ist. Die Verwendung der männlichen und weiblichen Kadenzen, die in beiden Gedichten geordnet vorhanden sind, zeugen von Bedeutung und Relevanz der Umstände zu dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Sprache und Form ist zu sagen, dass beide Gedichte das identische Metrum, die Sonettform aufweisen. Beide Gedichte bestehen aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Das Merkmal der Sonettform ist jedoch eigentlich nur für die Epoche des Barocks typisch. Die Verwendung der Sonettform im expressionistischen Gedicht, deutet daraufhin, dass sich die Umstände in beiden Epochen sehr ähnlich sind, da sie von Tod, Armut, Angst und des Ich-Verlust geprägt waren. Zudem deutet die Sonettform auf die Monotonie des Textes hin und sagt damit aus, dass ein Kreislauf bezüglich des Leidens erkennbar ist. Die Verwendung der männlichen und weiblichen Kadenzen, die in beiden Gedichten geordnet vorhanden sind, zeugen von Bedeutung und Relevanz der Umstände zu dieser Zeit. Ein Merkmal welches ganz deutlich in Gryphius Gedicht erkennbar ist, ist die durchgängige Anbindung der Zeiterfahrung an das Ich des Gedichts, während bei Klemms Gedicht ein Gegenstandsbezug entsteht, dadurch, dass das Ich nicht erwähnt wird in den beiden Quartetten. In Klemms Gedicht spielt die Bildlichkeit eine wichtige Rolle, um die damalige Situation und die Gefühle des lyrischen Ichs wiederzugeben. In dem Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“ steht eher die Rhetorik im Vordergrund um die Bildlichkeit der Umstände darzustellen. &lt;br /&gt;
Im Bezug auf die Entstehungszeit der beiden Gedichte wird in Klemms Gedicht die Infragestellung eines sinngebenden Daseins dargestellt, welche sich der Epoche des Expressionismus anpasst. In Gryphius Gedicht steht ehr die Bewältigung der Krise des 30-jährigen Krieges im Vordergrund und zeigt dadurch ein typisches Gedicht im Barock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Schluss des 1648sten Jahres” wurde von Andreas Gryphius verfasst und im Jahre 1698 veröffentlicht. Es stammt aus der Epoche des Barocks und thematisiert das Ende des 30 jährigen Krieges und der Hoffnung auf ein freies und friedliches Leben durch Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht wird unter dem Aspekt der Darstellung und Gestaltung der Krisenerfahrung in der entsprechenden Zeit analysiert und mit dem vorherigen expressionistischen Gedicht ,,Meine Zeit” von Wilhelm Klemm aus dem Jahre 1916 verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und vier Strophen. Die ersten beiden Strophen sind Quartette und die letzten beiden Strophen bestehen aus Terzetten, somit ergibt sich die Form eines Sonetts. Dies wird auch durch das Versmaß des Alexandriners, sowie das Reimschema (umarmender Reim und Schweifreim) und die an das Reimschema angepassten Kadenzen hervorgehoben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht beginnt mit dem Ausrufen ,,Zeuch hin, betrübtes Jahr! Zeuch hin, mit meinem Schmerzen!” (V.1). Das Ausdruck ,,betrübtes Jahr” wird durch den Titel des Gedichtes näher erläutert. Der Titel ,,Schluss des 1648sten Jahres” steht in Verbindung mit dem historischen Hintergrund der Epoche. Im Jahr 1648 endete der Dreißigjährige Krieg, der ein wesentliches Merkmal der Literaturepoche des Barocks darstellt und zeitgleich die zu ergründende Krisenerfahrung des Gedichtes ist. Die anschließende Äußerung ,,Zeuch hin, mit meinen Schmerzen!” (ebd.) wird durch die Anapher ,,Zeuch hin” (ebd.) mit dem vorherigen Ausruf verbunden. Der Umstand, dass es sich um Ausrufe handelt verdeutlicht die Freude des lyrischen Ichs, über das Ende des Krieges und somit über die hoffnungslose und belastende Zeit. Dies wird auch ergänzt durch ,,Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!” (V.2) und ,,Zeuch so viele Leichen nach!” (V.3). Wird das Wortfeld betrachtet, so fällt auf das insbesondere die Substantive ,,Schmerzen” (V.1), ,,Angst” (V.2), ,,Weh” (V.2) und ,,Leichen” (V.3) mit Hoffnungslosigkeit in Verbindung gebracht werden und somit wiederholt das Leiden während des Krieges darstellen. Nach dem Rückblick auf den vergangenen Krieg ist das lyrische Ich zuversichtlich gestimmt, was durch die Ellipse ,,Bedrängte Zeit, vergeh/ Und führe mit dir weg die Last von diesem Herzen!” (V.3f.) deutlich gemacht wird. Das lyrische Ich hofft auf eine Verbesserung seiner Lage und will sie qualvolle Zeit des Krieges vergessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Quartett setzt ein mit ,,Herr, vor dem unser Jahr als ein Geschwätz und Scherzen” (V.5). Durch die Anrede ,,Herr” (ebd.) wird deutlich, dass das lyrische Ich die folgenden Verse an Gott richtet. Die Erwähnung des Glaubens in Form von Gott ist neben der Form des Gedichts ein weiteres Merkmal der Literaturepoche des Barocks. Anhand des Vergleiches in Form des Adverbs ,,als” (ebd.) veranschaulicht das lyrische Ich die Unbedeutsamkeit der Zeit in der es lebt, da es diese mit dem Ausdruck ,,ein Geschwätz und Scherzen” (V.5) bezeichnet. Im weiteren Verlauf wirft das lyrische Ich die Frage ,,Fällt meine Zeit nicht hin wie ein verschmelzter Schnee?” (V.6) auf. Im Zentrum der Frage steht die Metapher ,,verschmelzter Schnee” (ebd.). Diese stellt bildlich die Vergänglichkeit des Lebens und somit die Nichtigkeit der Zeit in der das lyrische Ich lebt dar. Das Quartett endet mit der Bitte des lyrischen Ichs an Gott ,,Laß doch, weil mir die Sonn gleich in der Mittagshöh,/ Mich noch nicht untergehen gleich ausgebrennten Kerzen!” (V.7f.). Vorrangig ist in dieser Bitte das Symbol der Sonne als Zeichen der vergehenden Lebenszeit. Die Tatsache, dass das lyrische Ich erwähnt die Sonne stehe gleich in der Mittagshöh (vgl. V.7) veranschaulicht, dass es sich seines Lebensendes bewusst ist. Anknüpfend daran stellt es die Vergänglichkeit seines Lebens mit der Metapher ,,ausgebrennten Kerzen” (V.8) dar. Im Anschluss erfolgt sowohl ein inhaltlicher als auch ein formaler Umbruch. Anstellen von Quartetten liegen nun Terzette vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Terzett beginnt mit ,,Herr, es ist genung geschlagen” (V.9), dass leitet die Bitte an Gott ein. Die Ansprache an Gott wird durch das Wort ,,Herr” verdeutlicht. Das Verb ,,geschlagen” (V.9) zeigt die brutalen Erfahrungen, die das lyrische Ich während des Krieges durchlebt hat. Dies wird insbesondere durch den darauffolgenden Vers ,,Angst und Ach genung getragen” (V.10) untermauert. Die Wiederholung des Verbs ,,getragen” (ebd.) veranschaulicht erneut die Lasten die das lyrische Ich zu dieser Zeit erleiden musste. Der letzte Vers des Gedichtes beinhaltet eine indirekte Bitte,,Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!” (V.11), in welcher das lyrische Ich um Zeit bittet, um nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Terzett bittet das lyrische Ich darum, ,,daß ich der Handvoll Jahre/ Froh werd eins vor meiner Bahre!” (V.12f.). Diese Bitte zeigt die Angst des lyrischen Ichs vor dem Tod, welcher durch die bildliche Vorstellung der &amp;quot;Bahre&amp;quot; (ebd.) dargestellt wird, weil es sich bewusst ist, dass seine Lebenszeit begrenzt ist und deshalb vor Gott um mehr Zeit bietet. Dass diese Bitte seine Lebenszeit betrifft wird vor allem durch die Metapher ,,liebliches Geschenke” (V.14) verdeutlich, weil das ,,liebliche Geschenk&amp;quot; (ebd.) in diesem Sinne das Leben des lyrischen Ichs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gemeinsamkeit der beiden Gedichte ist die Sonettform, die ein Merkmal der Literaturepoche des Barocks darstellt. Diese Sonettform wird durch den vierhebigen Jambus und den Alexandriner. Inhaltliche Gemeinsamkeiten sind auch im Thema erkennbar, da beide Gedichte ein Gefühl der Angst und Unsicherheit thematisieren. Dieser inhaltliche Aspekt steht im Kontrast zu der Sonettform. Die Lebenszeit und die Angst vor dem Ende dieser Zeit, also der Nichtigkeit dieses Lebens wird auch in beiden Gedichten thematisiert, was vor allem durch den Begriff ,,Meine Zeit”, der zum eine der Titel des ersten Gedichtes ist, aber auch im zweiten Gedicht  vorkommt. Auch die geschilderten Erfahrungen des Krieges und der bedrohten Existenz spielen in beiden Werken eine immense Rolle.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterschiede der Gedicht sind vielfältig. Zum einen wird das Nomen ,,Zeit”, das in beiden Gedichten eine Rolle spielt unterschiedlich definiert. Denn in Klemms Gedicht wird speziell die Lebenszeit des Menschen angesprochen, was im Kontrast zu Gryphius Gedicht steht, in welchem das lyrische Ich hoffnungslos zu Gott spricht. Was zudem auch auffällig ist, dass Klemms Gedicht eher klagend über den Zustand spricht, wohingegen Gryphius um eine Veränderung bittet. Der Bezug zu Gott ist ein Aspekt der nur in Gryphius Gedichts aufgegriffen wird und in Klemms Gedicht nicht Bestandteil ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die beiden Gedichte sehr unterschiedlich sind. Da Gryphius Gedicht eine vertrauensvolle Verbindung zu Gott ausmacht, was im Kontrast zu dem Gedichtes Klemms steht, welcher das allgemeine Dasein des Menschen hinterfragt. Dieser Gottesbezug steht in Verbindung mit der Epoche des Barocks genau wie das Thema des Gedichtes von Klemm, welches ein typisches Gedicht des Expressionismus darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wortfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1	Die Gedichte „Meine Zeit“, aus dem Jahr 1916 und von Wilhelm Klemm verfasst, sowie „Schluss des 1648sten Jahres“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1648, thematisieren beide die Zeit des Krieges, einmal im Expressionismus, einmal im Barock, und werden diesbezüglich im Folgenden auf Inhalt und Formalität verglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2	Auffällig ist hierbei die Erwähnung des Jahres 1648, das das letzte Jahr dieses Krieges ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3	Ebenfalls das Gedicht von Klemm lässt bereits aus dem Titel schließen, wovon das Gedicht handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4	Einen Zusammenhang zwischen den beiden Gedichten bildet das auf den ersten Blick erkennbare Sonett, das für den Barock eine typische Gedichtform ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5	Zurückzuführen ist das auf die damals herrschende göttliche Ordnung, unter deren Vorgaben die Dichter keine Freiheiten beim Dichten hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6	Worte wie „Schmerzen“ (Gryphius, V.1) und „Angst“ (Gryphius, V.2) erzeugen in beiden Gedichten eine dunkle Atmosphäre, die sich in beiden Fällen auf den Krieg beziehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7	Das lyrische Ich macht sich hierbei also Gedanken darüber, wo Gott in solchen Zeiten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8	Das erste Terzett beginnt wieder mit dem Bezug zu Gott (vgl. Gryphius, V.9) und mit der Bitte des lyrischen Ichs an Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9	Die Verse „Gib, daß ich der Handvoll Jahre Froh/ wird eins vor meiner Bahre!“ (V.12f.) lassen darauf schließen, dass das lyrische Ich um Zeit bittet, damit es sein Innerstes wieder heilen kann von den erlittenen „Schmerzen“ (V.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10	Dass es unter dem Krieg gelitten hat, lässt die Bitte, „eins“ (v.13) werden&lt;br /&gt;
zu können, vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11	Dieser Schmerz wird ebenfalls in Klemms Gedicht deutlich, jedoch indirekter als in Gryphius‘ Gedicht, in dem dies als direkte Bitte formuliert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12	In Klemms Gedicht wird dies vor allem im Vers „[d]ie Seele schrumpft zu winzigen Komplexen“ (Klemm, V.7) deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ausruckfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Dies lange Zeit wirkte sich ebenfalls auf die damalige Bevölkerung aus, die vom Krieg vor allem müde waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 Hierbei wird die bereits erläuterte Verzweiflung deutlich, die sich hierbei vor allem im Betteln zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5 Der Vergleich ist gleichzeitig eine indirekte Frage nach dem Sinn des Lebens und somit wieder eine Andeutung bezüglich des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Die Weltuntergangsstimmung in Klemms Gedicht, erkennbar an den bereits erläuterten negativ konnotierten Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechtschreibfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Vor allem im ersten Quartett unterstützen die regelmäßige Form des Sonetts sowie der sechshebige Jambus und der umarmende Reim einen inhaltlich immer wiederkehrenden Aspekt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
10 Dabei fordert das lyrische Ich „[m]issgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke!“ (V.14) womit als Geschenk sein Leben gemeint ist, sodass wieder die des Todesangst des lyrischen Ichs deutlich wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Satzbau''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 Der neue Aspekt beginnt mit dem Vers „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!“ (V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Gedichte, bezüglich Formalität und Inhalt, viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Darunter die Sonettform, sowie den umarmenden Reim und den Schweifreim. Inhaltlich werden vor allem Themen wie Angst und Schmerz thematisiert in Bezug auf den Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Grammatikfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Durch die Ausrufe werden die Gefühle des lyrischen Ichs deutlicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zeichensetzungsfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Dadurch wird die Verzweiflung deutlicher sowie die Verzweiflung darüber, dass die vom Krieg verursachten „Schmerzen“ (V.1) nicht vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Im zweiten Quartett von Gryphius wird das Überirdische angesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zitatfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 Dabei behauptet es, „es ist genug geschlagen, / Angst und Ach genug getragen“ (V.9f.), was ebenfalls wieder eine Andeutung auf due Länge des Krieges ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1 Das vorliegende Gedicht mit dem Titel „Schluss des 1648sten Jahres“, das von Andreas Gryphius verfasst und im Jahr 1698 veröffentlicht wurde, thematisiert die Folgen des Dreißigjährigen Krieges sowie die Hinwendung zum Göttlichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z2 Bei Klemm handelt es sich um den Ersten Weltkrieg (1914-1918), während sich das Gedicht Gryphius` auf den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z3 Die Tatsache, dass so viele Menschen aufgrund der Folgen des Krieges starben, hat zu dem Gedanken, dass man jederzeit sterben könnte, beigetragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z4 Das lyrische ich wünscht sich, dass die schreckliche Zeit des Todes und des Leidens vorüber geht und äußert dadurch indirekt die Hoffnung, dass sie nicht mehr zurückkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z5 Die Tatsache, dass das lyrische Ich im Herzen stark verletzt ist und viel Leid empfindet, wird besonders durch den vorliegenden umarmenden Reim deutlich, denn durch diesen werden die Begriffe „Schmerzen“ (V.1) und „Herzen“ (V.4) miteinander verbunden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z6 Die rhetorische Frage und insbesondere die Metapher des geschmolzenen Schnees hebt die Vergänglichkeit des Lebens auf der Erde und somit allen irdischen Seins hervor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z7 Dies könnte möglicherweise daran liegen, dass es die Hälfte seines Lebens im Krieg gelebt hat und nun durch das Göttliche auf ein besseres Leben hofft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z8 Dies zerbricht in gewisser Weise die Regelmäßigkeit des Gedichts und somit auch die Regelmäßigkeit des schweren Lebens während des Krieges. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z9 Die Tatsache, dass das lyrische Ich noch nicht sterben möchte, wird zudem durch die Aussage „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke“ (V.11) deutlich.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z10 Dem wird die Aussage „Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke“ (V.14) angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z11 Die Tatsache, dass das lyrische Ich dieses als „lieblich[.]“ (ebd.) bezeichnet, hebt hervor, dass es trotz der Erlebnisse während des Krieges und der ständigen Konfrontation mit dem Tod daran glaubt, dass das Leben etwas Gutes und ein Geschenk ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R1 Zudem weist das Gedicht Gryphius` keinen Bezug zur Industrialisierung auf, was dadurch zu erklären ist, dass jene zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2 Daraufhin folgt das erste Terzett mit der Aussage „Herr, es ist genung geschlagen, / Angst und Ach genung getragen“ (V.9 f.), was darauf hindeutet, dass es notwendig ist, dass bessere Zeiten kommen, da der Krieg und der Tod bereits genug Leid angerichtet haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R3 Dies deutet wiederum an, dass es Zeit ist für etwas Neues, ein besseres Leben, was durch den Bruch in dem Versmaß deutlich wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr1 Die Interpunktion am Ende dieser Aussage betont die Notwendigkeit des Endes des Krieges aufgrund der vielen Jahre der Zerstörung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr2 Dies betont insbesondere den seelischen Schmerz der Menschen während des Krieges sowie Memento-Mori, da die Menschen in dem Bewusstsein lebten, dass sie jederzeit sterben könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1 Die Anapher „Zeuch hin“ (V.1 / V.2 / V.3) betont dabei die Notwendigkeit des Endes des Krieges aufgrund des Leids der Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2 Des Weiteren gab es während den Jahren des Krieges „viele Leichen“ (V.3), was ein weiteres Mal die Auswirkungen des Krieges betont, da durch jenen viele Menschen starben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1 Bei der Form des Gedichtes liegt jedoch neben allen gleichen Regelmäßigkeiten in den Gedichten ein Unterschied vor, da in dem Gedicht Klemms ein fünfhebiger Jambus vorliegt, während bei dem Gedicht Gryphius` ein Alexandriner, bestehend aus sechshebigen Jamben und der Mittelzäsur, zu erkennen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W2 Dies stellt zudem einen Kontrast zu dem Gedicht Klemms dar, da dort keine Hinwendung zum Göttlichen thematisiert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W3 Während die Sonne am Mittag anzeigt, dass die Hälfte des Tages vorbei ist, zeigt sie in diesem Kontext und in Bezug auf das Leben des lyrischen Ichs auch dessen Hälfte an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W4 Das Göttliche wird in dem Gedicht Klemms nicht thematisiert, was die resignative Haltung des lyrischen Ichs in jenem begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W5 Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gedichte „Meine Zeit“ von Wilhelm Klemm und „Schluss des 1648sten Jahres“ von Andreas Gryphius inhaltlich und formal (in Darstellung und Gestaltung) in den meisten Punkten übereinstimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T1 Dies ist darauf zurückzuführen, dass zur Zeit des Barock eine Hinwendung zum Jenseits und somit zum Überirdischen beziehungsweise Göttlichen stattfand, da die Menschen versuchten, sich an die Religion zu wenden, da sie durch den Krieg und dessen Folgen viel Leid erfuhren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zit.1 Insbesondere das Verb „bedenke“ (ebd.) und das Substantiv „Geschenke“ (ebd.) deutet das Carpe-diem -Motiv an, welches besagt, man solle den Tag nutzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bz1 zudem verdeutlicht dieser Gedanke, dass man jederzeit sterben könnte, die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens (Vanitas-Motiv).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G1 Im Folgenden werde ich das Gedicht von Gryphius analysieren und anschließend dieses mit dem Gedicht von Klemm hinsichtlich der Darstellung und Gestaltung der Krisenerfahrung der jeweiligen Zeit vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G2 Das erste Quartett beginnt dabei mit der Aussage ,,Zeuch hin, betrübtes Jahr!“ (V.1), wobei hier der Titel untermauert wird, da das lyrische Ich fordert, dass das Jahr vorbeigehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G3 Zusammenfassend ist zu sagen, dass das lyrische Ich reflektiert und sich an den Krieg und die Folgen erinnert und die Folgen beschreibt und dabei fordert, eine bessere Zeit kommen solle, wobei hier der Imperativ und die Interpunktion die Forderung unterstützen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G4 Denn nach den Forderungen im ersten Quartett, dass das Leid verschwinden solle, bittet das lyrische Ich ,,Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!“ (V.11) und es wird auch Hoffnung auf ein paar Jahrebesserer Zeit ausgedrückt, was durch die Aussage ,,Gib, daß ich der Handvoll Jahre/ Froh werde eins vor meiner Bahre!“ (V. 12 f.) hervor kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G5 Im zweiten Gedicht verdeutlicht die geordnete Struktur die von Gott gegebene Weltordnung und die Unterordnung sowie die religiöse Orientierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R1 Der Titel ,,Schluss des 1648sten Jahres“ verdeutlicht dabei die Hoffnung auf eine bessere Zeit, da nun der Dreißigjährigen Krieg vorbei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2 Das Gedicht ist dabei in zwei Quartette und zwei Terzette unterteilt, wobei in den Quartetten ein umarmender  Reim zu erkennen ist und in den Terzetten ein Schweifreim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R3 Dabei erinnert und reflektiert das lyrische Ich die Zeit des Krieges, indem es sagt ,,mit meiner Angst und überhäuften Weh“ (ebd.), welchen es erlebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R4/5 Durch die Beschreibung und Reflexion des Erlebten während des Krieges wird die allgegenwärtige Vergänglichkeit während des Dreißigjährigen Krieges verdeutlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R6 Durch das Possessivpronomen ,,dein“ (ebd.) wird zum Ausdruck gebracht, dass das lyrische Ich das Leben als von Gott gegeben betrachtet, da damit Gott angesprochen wird und auch das Vertrauen in Gott zum Ausdruck gebracht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R7 Dies wird durch die Aussagen ,,Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!/ Zeuch so viele Leichen nach!“ (V.2 f.) deutlich, da hier die Folgen des Krieges beschrieben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R8 Während hingegen im ersten Gedicht nur die Zerstörung und die Orientierungslosigkeit beschrieben wird, wird im Gedicht Gryphius' auch ein gewisser Hoffnungsaspekt aufgegriffen, der in Klemms Gedicht nicht auftaucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R9 Eine entscheidende Gemeinsamkeit ist jedoch der Ausdruck der Vergänglichkeit im ersten Gedicht ,,Die Stunden kreisen schneller“ (V.8) und im zweiten Gedicht durch die Metapher ,,verschmelzter Schnee“ (V.6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1 Das Ausrufezeichen verdeutlicht dabei die Notwendigkeit, dass das Jahr und somit die betrübte Zeit vorbei gehen sollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2 Auf sprachlich-formaler Ebene fällt auf, dass beide Gedichte in der Form eines Sonetts verfasst sind, wobei die Gedichte in zwei Quartette und zwei Terzette aufgeteilt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wh1 Dies wird auch in der nächsten Aussage ,,Zeuch hin mit meinem Schmerz!“ (V.1) deutlich, da der Imperativ des Verbs ,,Ziehen“ (ebd.) die Forderung verdeutlicht, wobei der Ausdruck ,,mit meinen Schmerz“ (ebd.) hervorhebt, dass das lyrische Ich viel Leid erfahren hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wh2 Das nächste Quartett setzt dabei mit der Aussage ,,Herr, vor dem unser Jahr als ein Geschwätz und Scherz“ (V.5) ein, wobei das lyrische Ich Gott anspricht, wodurch deutlich wird, dass es im Krieg seinen Glauben an Gott und somit das Ewige nicht aus den Augen verloren hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1 Dabei erinnert sich das lyrische Ich an ,,so viel[e] Leichen“ (V.3), die es aufgrund des Krieges gab, da viele Menschen ihr Leben im Krieg gelassen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W2 Die Aussage ,,die Last von diesem Herzen“ (ebd.) verdeutlicht, dass das lyrische Ich vom Krieg mitgenommen ist und das Erlebte Verzweiflung und Schmerz beim lyrischen Ich auslöst, sodass es sich nun am Kriegsende wünscht den Kummer und den Krieg vergessen zu können und dabei auch eine gewisse Sehnsucht nach einer besseren Zeit ausgedrückt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W3 Zudem ist ein weiterer Unterschied die Orientierungslosigkeit im ersten Gedicht, wobei diese durch die Aussage ,,Tot ist die Kunst“ (V.8) deutlich wird und die religiöse Orientierung im zweiten Gedicht, wobei diese durch die Ansprache ,,Herr“ (V. 5) deutlich wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1 Das letzte Terzett beginnt ebenfalls mit einer Bitte: ,,Gib, daß ich der Handvoll Jahre/ Froh werd eines vor meiner Bahre!“ (V. 12f.), wobei durch das ,,Gib“ (ebd.) zu der vorherigen Aussage eine Anapher geschaffen wird, wodurch die Bitte betont wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z2 Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Thema, Zerstörung des Krieges, gleich ist, jedoch im zweiten Gedicht die Hoffnung durch Gott eine Rolle spielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sb1 Bei beiden Gedichten ist die Struktur ein Sonett, wobei die Funktion jedoch unterschiedlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird das Gedicht &amp;quot;Schluss des 1648sten Jahres&amp;quot; analysiert sowie mit dem Gedicht &amp;quot;Meine Zeit &amp;quot;, in Bezug auf die Darstellung und Gestaltung, verglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Schluss des 1648sten Jahres&amp;quot;, veröffentlicht 1698 und geschrieben von Andreas Gryphius, thematisiert die Sehnsucht nach einem Umbruch aufgrund der herrschenden Not.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ersten Sinnabschnitt umfasst das erste Quartett, indem zuerst das vergangene Jahr beschrieben wird, welches von &amp;quot;Schmerzen&amp;quot;(V.1), &amp;quot;Angst&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;Leichen&amp;quot;(V.3) geprägt war. Dies ist auf den damals herrschenden 30 jährigen Krieg zurückzuführen. Aufgrund der Länge des Krieges wirkte er endlich, was durch die Sonettform unterstützt wird. Sie verschafft den Eindruck von Regelmäßigkeit. Auch das barocktypische Versmaß des Alexandriners lässt sich auf diese Weise deuten. In den Quartetten lässt sich jeweils ein umarmender Reim finden und in den Terzetten ein Schweifreim , mit überwiegend weiblichen Kadenzen. Diese hinterlassen ebenso den Eindruck eines endlichen Fortgangs des Krieges, da männliche Kadenzen eher als Ende gesehen werden können. Durch die Beschreibung der Sehnsucht nach einer Veränderung (vgl. V.4) wird zudem die Hoffnung auf eine positive Veränderung deutlich, da das lyrische Ich dies als möglich betrachtet. Die Anaphern in der ersten Strophe des Wortes &amp;quot;Zeuch&amp;quot;(V.1,2,3) betonen dabei die gewünschte Veränderung. Außerdem wird durch den Reihungsstil in der ersten Strophe, dem Leser schlagartig die herrschenden Krisen vermittelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt umfasst das 2. Quartett sowie die beiden Terzette. Hier wird sich besonders auf die Ansprache Gottes fokussiert. Zu Beginn wird durch die Darstellung des Jahres &amp;quot;als ein Geschwätz und Scherzen&amp;quot;(V.5), die Nichtigkeit des irdischen Lebens im Vergleich mit dem Leben mit Gott hervorgehoben.  Außerdem bittet das lyrische Ich um mehr Lebenszeit angesichts des eigenen mittleren Lebensalters. Unterstützt wird dies durch die Analogie der &amp;quot;ausgebrennten Kerzen&amp;quot;(V.8). Der Vanitas- Gedanke wird unter anderem auch durch die Metapher des Sonnenstandes (V.7) unterstützt. Im ersten Terzett wird die gebetsartige Form durch die ansprache &amp;quot;Herr&amp;quot;(V.9) zu Beginn deutlich. Außerdem möchte das lyrische Ich sich &amp;quot;recht bedenke[n]&amp;quot;(V.11), also mehr Lebenszeit erwerben um ein persönliches Seelenheil zu erlangen. Das zweite Terzett ist die Fortsetzung des Gebets. Jedoch fokussiert sich das lyrische Ich dabei darauf, das weitere Leben erfüllter erleben zu dürfen. Um dies zu manifestieren verwendet er die Metapher des &amp;quot;liebliche[n] Geschenke&amp;quot;(V.14). Am Anfang jedes Verses im zweiten Terzett ist jeweils immer ein Imperativ (V.12-14). Diese betonen die ausdrückliche Bitte nach Veränderung. &lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in dem Gedicht die Sehnsucht nach einer Veränderung zum Ausdruck kommt, verursacht durch die Krisensituation des 30-jährigen Krieges. Sprachlich- Formal wird dies durch die Verwendung von Imperativen, Metaphern sowie Anaphern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Darstellung der beiden Gedichte ist zuerst einmal auffällig, dass beide Gedichte in der Form  eines Sonetts geschrieben sind. Bei dem Gedicht &amp;quot;Meine Zeit&amp;quot; wirkt dies jedoch kontrastierend zum Inhalt, wohingegen es mit seiner Regelmäßigkeit den Inhalt bei Gryphius unterstützt. Die Reihungen der verschiedenen Erlebnisse wird ebenfalls in beiden Gedichten verwendet, wie beispielsweise bei Klemm in der ersten Strophe oder bei Gryphius in der ersten Strophe. Sie intensivieren die Erlebnisse und verschaffen dem Leser einen besseren Eindruck vom geschehen. Außerdem wird in beiden Gedichten das jeweilige Jahr angesprochen. Um sich zu beschweren wird beispielsweise gesagt &amp;quot;Zeuch hin, betrübtes Jahr!&amp;quot; oder bei Klemm &amp;quot;O meine Zeit&amp;quot;(V.9). Zudem verwenden beide Autoren den Begriff &amp;quot;Meine Zeit&amp;quot;. Bei Klemm geschieht das in der Überschrift und bei Gryphius in Vers sechs. Dadurch wird deutlich, dass sich die beiden lyrischen Ichs bewusst sind, dass es sich um ihre eine persönliche Zeit handelt und somit auch um ihre eigene Wahrnehmung. Auch wurden beide Gedichte zu einer Zeit geschrieben in dem es einen fundamental-historischen Einschnitt gab in Form eines Krieges. Bei Gryphius ist dies der 30-jährige Krieg und bei Klemm der 1. Weltkrieg. Im Zuge dessen werden die Reflexionen der jeweiligen Zeiten in der Literatur ihrer Zeit widergespiegelt wobei beide Gedichte typische Beispiele für ihre Epoche sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschiedlich ist besonders die Verwendung des Wortes &amp;quot;Zeit&amp;quot;. Bei Klemm ist dies allgemeiner gefasst und beschreibt den historischen Abschnitt einer ganzen Generation, wohingegen bei Klemm lediglich ein bestimmtes Jahr gemeint ist. Außerdem lässt sich ein Unterschied in der Einstellung der lyrischen Ichs feststellen. Bei Klemm ist diese eher hoffnungs- und perspektivlos was besonders an der Metapher &amp;quot;so namenlos zerrissen&amp;quot;(V.9) deutlich wird. Gryphius hingegen wirkt mit seiner Ansprache an Gott, besonders in den beiden Terzetten, hoffnungsvoll, da er durch seine Bitten deutlich macht, dass er es für möglich hält, dass eine positive Veränderung eintreten kann. Ein weiterer Unterschied ist der Ich-Bezug. Bei Gryphius haben die  Erfahrungen des lyrische Ichs einen höheren Wert, was durch die Nennung der &amp;quot;Schmerzen&amp;quot;(V.1) zum  Ausdruck kommt. Bei Klemm werden die Erfahrungen des lyrischen Ichs schlichtweg nicht genannt. Zudem herrscht bei Gryphius ein gewisser Transzendenzbezug, welcher besonders durch die gebetartige Form deutlich wird (vgl. V.5-14). Bei Klemm fehlt diese Sinnperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassen lässt sich sagen, dass er die Krisensituation durch die Hinwendung an Gott bewältigt wird sowie, dass es ein typisches Gedicht der Barockzeit ist. Klemm stellt dagegen die Sinnhaftigkeit des Lebens in Frage und weißt dabei ebenso typisch expressionistische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechtschreibfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: … thematisiert die Zerstörung durch den Ersten Weltkrieg und durch die voranschreitende Industrialisierung...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: Beispielsweise „Riesenstädte“ (V.1) und „verblaßte Länder“ (V.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Im Gegenzug dazu stehen „verblaßte Länder“ (V. 2), damit sind Länder gemeint, die schwach geworden sind bzw es gerade werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Das Verblassen von Ländern (vgl. V. 2) verdeutlicht also noch einmal die Zerstörung, die durch den Ersten Weltkrieg stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5: Des Weiteren wird gesagt, dass „[d]ie Seele [ zu winzigen Komplexen ] schrumpft“ (V.7) es bedeutet, dass der Kopf, eher gesagt das Gehirn, kaum noch gebraucht werden, es geht nur noch um den Krieg...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: „Die Stunden kreisen schneller“ (V.8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7 + 8: Diese negativen Äußerungen werden abschließend noch einmal negativ dargestellt, da das lyrische ich darum bittet, dass eine solche „Zeit“ (V.9) nicht noch einmal kommt, denn es sagt „Wie du, will keine, keine mir erscheinen“ (V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9: … da diese „furchtlos“ (V.14) ist und somit viel gefährlicher zu sein scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch das Gedicht „Meine Zeit“, starke Kritik an der expressionistischen Epoche geäußert wurde und sie von Unzufriedenheit geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11:... im Jahr 1648 und veröffentlicht 1698, in der Epoche des Barocks, thematisiert das Ende des 30-jährigen Kriegs und die Wünsche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12:  ...(d.h. 4 Strophen, davon zwei Quartette und zwei Terzette).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13: Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschiedene Gruppen gekämpft haben, das gesamte Gedicht erinnert an ein Gebet, worauf im späteren Teil der Analyse noch einmal eingegangen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14: Es soll weg sein mit all den „Schmerzen“ (V.1) des lyrischen Ichs und seinen Ängsten (vgl. V. 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15: …, dass das lyrische ich circa mittleren Alters ist, also die Hälfte seines Lebens vorbei ist, jedoch noch einiges vor sich hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16: Abschließend sagt es, Gott solle ihm nicht „[s]ein liebliches Geschenk […] [mißgönne[n]]...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17:Alles in allem kann man sagen, dass die Menschen nach der Kriegszeit froh waren, dass diese vorbei ist und glücklich weiterleben wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zeichensetzungsfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: … und damit verbunden die Unzufriedenheit der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: Für den Expressionismus waren unregelmäßige Verse und viele Zeilenumbrüche normal, das vorliegende Gedicht allerdings ist in einer Sonetform geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Die erste Strophe (V. 1-4) spielt auf eine Art Apokalypse an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Das Verblassen von Ländern (vgl. V. 2) verdeutlicht also noch einmal die Zerstörung, die durch den Ersten Weltkrieg stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5: Die zweite Strophe (V. 5-8) spielt sehr stark auf die fortschreitende Industrialisierung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: Dass [i]n Wolkenfernell [die Propeller] trommeln“ (V. 5) deutet zum einen auf den Krieg hin, da es nun Flugzeuge gab, die als Kampfflugzeuge oder Kriegsflugzeuge galten, zum anderen deutet es auf die Industrialisierung hin, da es den technischen Fortschritt verkörpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7: … bzw Herstellung von Materialien mit Hilfe von Maschinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8: … dass die Handarbeit vollständig durch Maschinen ersetzt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9 + 10: Beide vertreten das Reimschema eines umarmenden Reims, wodurch eine Art Rahmen bzw Abgrenzung zwischen Strophe eins und zwei und zwei und drei geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11: … „namenslos zerissen“ (V.9) oder „daseinsarm im Wissen“ (V.10), diese werden unterstützt durch die Repetitio „so“ (V. 9,10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12+13: Die „Zeit“ (V.9) des lyrischen Ichs ist „namenslos zerrissen“ (ebd.), „ohne Stern“ (ebd.) für Hoffnung steht, z.B. Hoffnung auf Frieden, und ebenfalls von Dummheit (vgl. V. 10) geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14: … in der das Gedicht geschrieben wurde, verglichen (vgl. V. 13 f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15+16+17: … bedrohlich sei, wie die „Zeit“ (V.9 , vgl. V. 11f.), da diese „furchtlos“ (V. 14) ist und somit viel gefährlicher zu sein scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18: In den zwei Terzetten reimen sich jeweils die ersten beiden Verse und der letzte Vers der 3. Strophe mit dem letzten Vers der 4. Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19: Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschiedene Gruppen gekämpft haben...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20+21: Die erste Strophe verwendet oft Wiederholungen des Wortes „Zeuch“ (V. 1,2,3), dieses ist ein veraltetes Wort für „zieh“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22: Mit der Metapher „[f]ällt meine Zeit“ (V.6) ist die Lebenszeit, die zu Ende geht, also der Tod, gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23: Diese Anapher verdeutlicht den Bezug zum 30-jährigen Krieg, da dieser ein Glaubenskrieg war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24: Das lyrische Ich meint, die Menschen wurden genug gequält und haben genug ertragen (vgl. V. 9f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26:  Die Anapher unterstreicht den Wunsch nach Frieden und Fröhlichkeit, die Forderung lautet nun, „Gib daß ich der Handvoll Jahre / Froh werd“ (V. 12f.), das lyrische Ich möchte glücklich sterben und noch etwas leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27: Das Gedicht „Meine Zeit“ stammt aus der Literaturepoche des Expressionismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28: Dies unterstreicht die Unzufriedenheit des Volkes zu jener Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29: … und stellt Forderung auf, wie „ laß doch […] / [m]ich noch nicht untergehn „ (V.7 f. , Gryphius).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30:  … Reimschemata sind in den ersten beiden Strophen, welche die beiden Quartette bilden, umarmender Reime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31:  … der letzte von der dritten Strophe mit dem letzten von der vierten Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32+33: Die Menschen sind 1916 ebenfalls unzufrieden, auf Grund der Industrialisierung, viele Arbeiter müssen in die Stadt ziehen und in Fabriken arbeiten, weil Maschinen ihre alte Arbeit ersetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Grammatikfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: „Gespensterbrauen“ (V. 4) gelten als Zeichen der Endzeitstimmung und als Anspielung auf eine Apokalypse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2:  Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschiedene Gruppen gekämpft haben, das gesamte Gedicht erinnert an ein Gebet, worauf im späteren Teil der Analyse noch einmal eingegangen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Deswegen bittet es darum, jetzt noch nicht zu sterben bzw unterzugehen (vgl. V. 8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4+5: Das lyrische Ich meint, die Menschen seien genug gequält worden und hätten genug ertragen (V. 9f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: Alles in allem kann man sagen, dass die Menschen nach der Kriegszeit froh waren, dass diese vorbei war und sie glücklich weiterleben wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7: … mit dem Schwerpunkt auf der Darstellung der Krisenerfahrungen zu der jeweiligen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8: In den Terzetten (jeweils) letzten beiden Strophen, reimen sich immer der erste der zweite Vers, und der letzte von der dritten Strophe mit dem letzten von der vierten Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ausdrucksfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: … bzw. Abgrenzung zwischen den ersten beiden Strophen und der zweiten und der dritten Strophe geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: … oder „daseinsarm im Wissen“ (V. 10), unterstrichen werden diese durch die Repetitio „so“ (V. 9,10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Diese negativen Äußerungen werden abschließend noch einmal schlecht dargestellt, da das lyrische Ich darum bittet, dass eine solche „Zeit“ (V. 9) nicht noch einmal kommt, denn es sagt „wie du, will keine, keine mir erscheinen“ (V. 11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch das Gedicht „Meine Zeit“, die Literaturepoche des Express schlecht dargestellt wird, und diese sehr von Unzufriedenheit geprägt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5: Es soll verschwinden mit all den „Schmerzen“ (V. 1) des lyrischen Ichs und seinen Ängsten (vgl. V. 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: … dass das lyrische Ich circa mittleren Alters ist, also die Hälfte seines Lebens vorbei ist, er jedoch noch einiges vor sich hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7: Die Anapher unterstreicht denWunsch nach Frieden und Fröhlichkeit, die Forderung lautet nun „Gib, daß ich der Handvoll Jahre / Froh werd“ (V. 12f.), das lyrische Ich möchte noch etwas Zeit zu Leben, da es nur das Leben im Krieg kennt und vor allem möchte es glücklich werden bevor es stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satzbaufehler:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: Außerdem verschwinden manche Länder komplett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschieden Gruppen gekämpft haben. Dass das vorliegende Gedicht mit diesem Krieg in Zusammenhang steht lässt sich daran nachweisen, dass es an ein Gebet erinnert (Darauf wird im späteren Teil der Analyse noch einmal eingegangen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Das lyrische Ich scheint das alte, schreckliche Jahr (1648) vertreiben zu wollen (vgl. V. 1), da (zeuch hin“ (ebd.) wiederholt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Deswegen bittet er darum, jetzt noch nicht zu sterben bzw. unterzugehen (vgl. V. 8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5: Durch die eben benannte Anapher wurde eine Verbindung zur zweiten Strophe hergestellt und durch die wiederholte Forderung, eine Pause von all den schrecklichen Dingen zu erlangen, wird diese verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: Die Anapher unterstreicht den Wunsch nach Frieden und Fröhlichkeit, die Forderung lautet nun „Gib daß ich der Handvoll Jahre / Froh werd“ (V. 12f.), …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7: … geschrieben von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1698, von seinem Sohn, miteinander  verglichen, mit dem Schwerpunkt auf dessen Darstellungen der Krisenerfahrungen zu der jeweiligen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zitierfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: Beispielsweise „Riesenstädte“ (V.1) und „verblaßte Länder“ (V.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: Dennoch wird dann ein eher positiver Aspekt genannt: die „Stunden kreisen schneller“ (V.8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Das lyrische Ich kommt hier zu dem Entschluss, dass das gefährliche Mischwesen nicht so schrecklich und bedrohlich sei, wie die „Zeit“ (V.9, vgl. V. 11f.), da diese „furchtlos“ (V. 14) ist und somit viel gefährlicher zu sein scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Abschließend sagt es, Gott solle ihm nicht „[s]ein liebliches Geschenk […] [mißgönne[n]]“ (V.14), das Geschenk steht metaphorisch für das Leben, da dieses von Gott gegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“, geschrieben von Andreas Gryphius im Jahr 1648 und veröffentlicht 1698, in der Epoche des Barocks, thematisiert das Ende des 30-jährigen Kriegs und die Wünsche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist in der Sonnettform geschrieben (d.h. 4 Strophen, davon zwei Quartette und zwei Terzette). Das Metrum ist ein Alexandriner (6-hebiger Jambus), der ein typisches Merkmal für die Literaturepoche des Barocks ist. Am Ende der Verse findet man abwechselnd weibliche und männliche Kadenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe (V. 1-4) beschäftigt sich mit dem zurückliegenden, 30-jährigen Krieg, der von 1618 bis 1648 wütete. Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschiedene Gruppen gekämpft haben, das gesamte Gedicht erinnert an ein Gebet, worauf im späteren Teil der Analyse noch einmal eingegangen wird. &lt;br /&gt;
Die erste Strophe verwendet oft Wiederholungen des Wortes „Zeuch“ (V. 1,2,3), dieses ist ein veraltetes Wort für „zieh“. Das lyrische Ich scheint das alte, schreckliche Jahr (1648) vertreiben zu wollen (vgl. V. 1), da „zeuch hin“ (ebd.) wiederholt wird. Das Jahr war ein „betrübtes Jahr“ (ebd.), ein trauriges und grauenvolles Jahr für das lyrische Ich. Es soll aufhören und beendet sein, mit all den „Schmerzen“ (V. 1) des lyrischen Ichs und seinen Ängsten (vgl. V. 2). Es gab viele Tote (vgl. V.3), in diesem Jahr. Zusätzlich wird durch die immer wieder auftretende Anapher verdeutlicht, dass das alte, schlimme Jahr nun vorbei ist und es nun einen Neuanfang gibt.&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe (V. 5-8) weist Ähnlichkeiten mit einem Gebet auf, da zu Beginn der Strophe Gott mit „Herr“ (V. 5) angesprochen wird. Mit der Metapher „[f]ällt meine Zeit“ (V.6) ist die Lebenszeit, die zu Ende geht, also der Tod, gemeint. Dieser wird verglichen mit schmelzenden Schnee (vgl. V.6), eingeleitet wird der Vergleich mit „wie“ (ebd.). Das lyrische Ich bittet darum noch etwas leben zu dürfen, da es sagt „die Sonn [steht] gleich in der Mittagshöh“ (V.7), „[laß] [m]ich noch nicht untergehn“ (V.8). Die Bitte wird eingeleitet mit „laß doch“ (V.7). Die Mittagshöh steht metaphorisch für das Leben: Ein Tag stellt das gesamte Leben dar, so zeigt die Aussage „gleich […] Mittag [...]“ (ebd.), dass das lyrische Ich circa mittleren Alters ist, also die Hälfte seines Lebens vorbei ist, es jedoch noch einiges vor sich hat. Deswegen bittet es darum jetzt noch nicht zu sterben bzw. unterzugehen (vgl. V.8). Die Repetitio „gleich“ (V. 7,8) verstärkt dies und den als nächstes kommenden Vergleich mit einer „ausgebrannten Kerze [...]“ (V.8).&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe (V. 9-11), setzt wieder mit „Herr“ (V.9) ein. Diese Anapher stellt eine Verbindung zum 30-jährigen Krieg her, da dieser ein Glaubenskrieg war. Das lyrische Ich meint, die Menschen seien genug gequält worden und hätten genug ertragen (vgl. V. 9 f.). Verdeutlicht wird dies durch die Alliterationen „genug geschlagen“ (V.9) und „genug getragen“ (V. 10). Durch die eben benannte Anapher wird eine Verbindung zur zweiten Strophe geschaffen, durch die Forderung, eine Pause von all dem schrecklichen zu haben ebenfalls (vgl. V. 11). Diese Forderung beginnt mit „Gib“ (V.11), genau wie die Forderung in der nächsten und letzten Strophe (V. 12-14). Die Anapher unterstreicht denWunsch nach Frieden und Fröhlichkeit, die Forderung lautet nun „Gib, daß ich der Handvoll Jahre / Froh werd“ (V. 12f.), das lyrische Ich möchte noch etwas Zeit zu Leben, da es nur das Leben im Krieg kennt und vor allem möchte es glücklich werden bevor es stirbt. Abschließend sagt es, Gott sollte ihm nicht „[s]ein liebliches Geschenk […] [mißgönne[n]“ (V.14), das Geschenkt steht metaphorisch für das Leben, da dieses von Gott gegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kann man sagen, dass das lyrische Ich nur das Leben im Krieg kannte und Gott darum bittete ihm eine Chance zu geben, ein glückliches Leben zu führen, was während des Kriegs nicht möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vergleich''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Gedichte „Meine Zeit“, geschrieben von Wilhelm Klemm und veröffentlicht 1916, und „Schluss des 1648sten Jahres“, geschrieben von Andreas Gryphius und 1698 von seinem Sohn veröffentlicht, miteinander verglichen, mit dem Schwerpunkt auf deren Darstellungen der Krisenerfahrungen zu der jeweiligen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Meine Zeit“ stammt aus der Literaturepoche des Expressionismus. Diese war geprägt vom Ersten Weltkrieg und zusätzlich von der Industrialisierung. Das Gedicht „Schluss des 1648er Jahres“ stammt aus dem Barock, der 30-jährige Krieg war gerade zu Ende, worüber die Menschen froh waren, ganz im Gegenteil wie zu dem Gedicht von Klemm. Durch die genannten Krisen gibt es im Gedicht „Meine Zeit“ viele Beschwerden, wie „Tot ist die Kunst“ (V.8, Klemm) oder „[M]eine Zeit […] [s]o namenlos zerrissen, / so ohne Stern, so daseinsarm im Wissen“ (V.9f., Klemm). Dies unterstreicht die Unzufriedenheit der Menschen zu der damaliegen Zeit.&lt;br /&gt;
Gryphius beschwert sich allerdings nicht in seinem Gedicht, sondern scheint das alte Jahr vertreiben zu wollen, erkennbar durch „Zeuch hin“ (V. 1,2,3; Gryphius), und stellt Forderungen auf, wie „laß doch […] / [m]ich noch nicht untergehn“ (V.7f., Gryphius). Außerdem verwendet Klemm nur wenige Stilmittel, Gryphius hingegen sehr viele. Zur Form ist zu sagen, dass beide Gedichte in der Sonettform geschrieben sind. Die Metren sind jedoch verschieden: Gryphius Gedicht enthält ausschließlich 6-hebige Jamben, auch Alexandriner genannt, das Gedicht von Klemm enthält hingegen nur 5-hebige Jamben. Die Reimschemata sind allerdings wieder die selben. Bei beiden Gedichten, sind die beiden Quartette zu Beginn umarmende Reime. In den Terzetten (jeweils) die letzten beiden Strophen, reimen sich immer der erste und der zweite Vers, und der letzte von der dritten mit dem letzten von der vierten Strophe. Damit schaffen beide Autoren eine Verbindung zwischen den einzelnen Strophen. Nun ist allerdings ergänzend zu sagen, dass die Sonettform typisch für den Barock ist, allerdings sehr untypisch für den Expressionismus. Normalerweise findet man im Expressionismus viele Zeilenumbrüche, keine Reime, kein Metrum. Das Gedicht „Meine Zeit“ ist also anders und gleichmäßiger, im Gegensatz zu anderen Gedichten aus dieser Zeit, das lässt darauf schließen, dass das lyrische &amp;gt;Ich ein Ende möchte, einen Umbruch. Das wiederum lässt sich auf den geschichtlichen Kontext beziehen: Der Krieg soll enden und die Menschen sollen wieder glücklich werden. Die Menschen sind 1916 ebenfalls unzufrieden, auf Grund der Industrialisierung, viele Arbeiter müssen in die Stadt ziehen und Fabriken arbeiten, weil Maschinen ihre Arbeit ersetzt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend lässt sich sagen, dass beide Gedichte sich mit Krieg beschäftigen, jedoch gehen sie damit auf unterschiedliche Art und Weise um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schluss des 1648sten Jahres“, welcher von Andreas Gryphius verfasst und 1698 veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein Gedicht aus der Epoche des Barocks. Thematisiert wird das Ende des Dreißigjährigen Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift des Gedichts weist auf die Hauptthematik des Textes hin. Somit wird das Ende, also das letzte Jahr des 30. Jährigen Krieges, thematisiert. Dieses betrübte Jahr soll mit all seinen Schmerzen hinziehen (vgl. V. 1). Schon gleich im ersten Vers wird die Haltung, die Gryphius zu dieser Zeit hatte, verdeutlicht. Das lyrische Ich wünscht sich ein neues, harmonisches Leben durch Gottes Hilfe. Durch die Ausrufe „Zeuch hin mit meinen Schmerzen! / Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!“ (V. 1f.), wird die jahrelange Angst und Zerstörung verdeutlicht. Auch die zu Beginn erkennbare Anapher stellt die große Menge an Leid, die das lyrische Ich erlitten hat, in den Vordergrund. Das lyrische Ich möchte diese schreckliche Zeit, welche von Hass, Zerstörung und Tod geprägt ist, endlich los werden und macht ebenfalls durch die Anapher deutlich, dass damit nun endlich Schluss sein muss. Die Nomen „Schmerzen“ (V. 1), „Angst“ (V.2) und „Weh“ (V. 2) beschreiben noch einmal die Nachwirkungen, welche der Krieg mit sich brachte. Durch den Ausruf „Zeuch so viele Leichen nach!“ (V. 3) wird die depressive Stimmung noch einmal hervorgehoben. Am Ende der ersten Strophe heißt es: „Bedrängte Zeit, vergeh / Und führe mit dir weg die Last von diesem Herzen!“ (V. 3f.). Bei dieser Aussage spricht das lyrische Ich vermutlich Gott an, mit der Bitte das lyrische Ich von den seelischen Folgen des Krieges zu befreien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist in der, im Barock sehr häufig verwendeten Sonettform verfasst. Es besteht aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Das Reimschema der Quartette lautet: abba, abba. Somit handelt es sich bei den Quartetten um einen umarmenden Reim. Das Reimschema der Terzette lautet: ccd, eed und kann somit als Schweifreim bezeichnet werden. Außerdem sind in den Quartetten durchgehende Alexandriner zu erkennen, welche ebenfalls in den letzten Versen der Terzette festzustellen sind. In den je zwei ersten Versen der Terzette sind vierhebige Trochäen vorzufinden. Hinzukommend sind überwiegend weibliche Kadenzen zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Quartett setzt mit der persönlichen Ansprache „Herr“ (V. 5) ein, wodurch die Bitte an Gott deutlicher wird. Anschließend vergleicht das lyrische Ich das Jahr 1648 mit „Geschwätz und Scherzen“ (V. 5) und stellt Gott die rhetorische Frage, ob diese Zeit so vergänglich sei „wie ein verschmelzter Schnee?“(V. 6). Durch die Nomen „Geschwätz“ (ebd.) und „Scherzen“ (ebd.) wird die Bedeutungslosigkeit dieses Jahres sowie die Sinnlosigkeit des bisher im Krieg erlebten, verdeutlicht. Außerdem deutet das lyrische Ich auf das Ende seiner Lebzeit in Form des Todes hin, welche er mit „ausgebrannten Kerzen!“ (V. 8) vergleicht. Hinzukommend wird jedoch zum Ausdruck gemacht, dass das Leben so nicht zu Ende gehen darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Terzett setzt ebenfalls mit der Ansprache „Herr“ (V. 9) ein. Anschließend heißt es: „es ist genug geschlagen, / Angst und Ach genung getragen“ (V. 9f.). Durch diese Aussage wird verdeutlicht, dass das lyrische Ich in den vergangen Jahren unter den Folgen des Krieges sehr gelitten hat. Das lyrische Ich bittet: „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!“ (V. 11). Es wünscht sich also mehr Zeit, damit es sich noch um andere Sachen kümmern kann als zur Zeit des Krieges. Hier wird erneut deutlich, dass das lyrische sich ein neues und friedliches Leben ohne Ängste und Schmerzen wünscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Worum das lyrische Ich sich sorgen möchte wird in der zweiten Terzette deutlich. Diese leitet mit der Aussage „Gib, daß ich der Handvoll Jahre Froh / wird eins vor meiner Bahre!“ (V. 12f.) ein. Das lyrische Ich ist sich bewusst, dass es nicht mehr lange zu leben hat und möchte somit das Leid überwinden und noch ein freundliches und harmonisches restliches Leben erfahren dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“, welches erst im Jahre 1698 von Andreas Gryphius Sohn veröffentlicht, jedoch von Andreas Gryphius zur Zeit des Barocks und am Ende des Dreißigjährigen Krieges verfasst wurde, thematisiert die Folgen dieses Krieges und den Gedanken der Vergänglichkeit. Im Folgenden werde ich dieses Gedicht mit „Meine Zeit“ von Wilhelm Klemm unter sprachlichen und inhaltlichen Aspekten vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und ist in 2 Quartette und 2 Terzette unterteilt. In den beiden Quartetten liegt jeweils ein umschließender Reim vor, wobei der zweite und dritte Vers sich jeweils nicht reimen. Die beiden Terzette bilden einen Schweifreim, bei dem sich in der letzten Strophe jedoch auch die ersten beiden Verse nicht reimen. Dies lässt auf eine veränderte Form des Sonetts schließen. In den ersten beiden Quartetten liegt ein sechs-hebiger Jambus vor, aus diesem gehen größtenteils weibliche, aber auch männliche Kadenzen im jeweils zweiten Vers hervor. Dabei handelt es sich um das für den Barock typische Metrum Alexandriner. Jedoch liegen Trochäen in den jeweils ersten beiden Versen der Terzette vor, die dem Alexandriner widersprechen. Bezieht man dies auf den Inhalt, wird deutlich, dass die Trochäen an der Stelle des Gedichts auftreten, an der eine Wende stattfindet und das lyrische Ich sich nicht mehr an das Vergangene, sondern nur noch an Gott und somit an das Allgegenwärtige wendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht setzt mit dem Ausruf „Zeuch hin, betrübtes Jahr !“(V.1) ein, was so viel meint, wie ´geh vorüber´. Hier spricht das lyrische Ich die Zeit, in der es lebte konkret an. Das Jahr 1648, von welchem es spricht, ist jenes, welches das Ende des Dreißigjährigen Krieges kennzeichnet, dessen Konsequenzen es schnellstmöglich vergessen möchte, womit es auch im Folgenden fortfährt. Somit leitet es die nächsten Ausrufe aufzählend mit „Zeuch hin mit meinen Schmerzen“(V.1) ein. Dies stellt die resignative Stimmung des lyrischen Ichs dar, welche durch die Erinnerung an die Vergangenheit in ihm aufkommt. Auffallend ist hierbei die Anapher „Zeuch“(ebd.), welche sich häufig in der ersten Strophe wiederfinden lässt. So setzt auch der zweite Vers mit „Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh !“(V.2) ein, was wiederum die Resignation und den Schmerz des lyrischen Ichs unterstreicht. Der dritte Vers fängt ebenso mit der Anapher „Zeuch“(V.3) an, was zeigt wie schwierig es für das lyrische Ich ist die Vergangenheit hinter sich zu lassen und von gewohnten Dingen, wie diesem Ausruf am Anfang loszulassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man dieses Gedicht mit dem Gedicht „Meine Zeit“, fällt zunächst auf, dass beide Gedichte ein Sonett darstellen. Obwohl die Form gleich ist, unterscheidet sich die Funktion dieser. Bei Gryphius´´ Gedicht aus der Zeit des Barocks wird das Sonett als zeitliches Merkmal verwendet und unterstreicht somit den Inhalt. Bei Klemm hingegen steht das Sonett dem Inhalt gegensätzlich gegenüber, um die Verwirrung und Hilfslosigkeit der Menschen  zur Zeit des Expressionismus auszudrücken. Zudem liegt bei Klemm ein fünf-hebiger Jambus und bei Gryphius ein sechs-hebiger Jambus vor, was einen weiteren Unterschied im Aufbau der Gedichte ausmacht. &lt;br /&gt;
Insgesamt fällt auf, dass beide Autoren die Zeit, in welcher sie leben beschreiben und direkt ansprechen, was bei Klemm durch z.B. „O meine Zeit !“(V.9) und bei Gryphius durch „Zeuch hin“(V.1) deutlich wird. Beide stehen ihrer Zeit kritisch gegenüber und wollen, dass sie vorbei geht. &lt;br /&gt;
Klemms lyrisches Ich ist in einer pessimistischen Endzeitstimmung und repräsentiert damit das Menschenbild der damaligen Zeit. Es beklagt sich „O meine Zeit!“(V.9) und seht ein Ende herbei „Die Stunden kreisen schneller“(V.8), dabei ist es hoffnungslos „Tot ist die Kunst“(V.8) und befindet sich in einer resignierenden Stimmung. Gryphius´ lyrisches Ich im Gegensatz ist in einer optimistischen Stimmung und sehnt nicht das Ende, sondern einen Neuanfang „Gib, daß ich der Handvoll Jahre Froh werd eins vor meiner Bahre!“(V.13) herbei. Es will noch nicht sterben „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke“(V.11) und es denkt sein Leben sein noch nicht ausgelebt „Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke“(V.14). Klemms lyrisches Ich befindet sich allerdings am Anfang der Zeit, an der es Kritik übt, während Gryphius´ lyrisches Ich sich am Ende seiner Zeit befindet. Ein weiterer Unterschied ist der, dass Gryphius´ lyrsiches Ich Zuflucht bei Gott sucht „Herr, es ist genung geschlagen“(V.9), was ein Kennzeichen des Barocks ist, während das von Klemm diesen erst gar nicht anspricht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Korrektur</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Korrektur</title>
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				<updated>2019-01-15T21:34:54Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Korrektur 2. Kl.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorena==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Meine Zeit“, verfasst von Wilhelm Klemm und veröffentlicht im Jahr 1916 in der Gedichtsammlung „Verse und Bilder“, handelt es sich um ein Gedicht aus der Literaturepoche des Expressionismus. Thematisiert wird der Sinn- und Orientierungsverlust zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst 14 Verse und ist in vier Strophen gegliedert, die in Form eines Sonetts (zwei Quartette, zwei Terzette) vorliegen. Es liegt durchgehend ein fünfhebiger Jambus vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Gedichts „Meine Zeit“ deutet auf eine Beschreibung der vorliegenden Verhältnisse während der Entstehungszeit des Gedichtes hin. Das Gedicht wurde 1916 veröffentlicht, was nahelegt, dass es in der Zeit des Ersten Weltkriegs (1914 – 1918) entstanden ist. Das zu analysierende Gedicht setzt ein mit der Aufzählung „Gesang und Riesenstädte, Traumlawinen, / Verblaßte Länder, Pole ohne Ruhm“ (V. 1 f.). Bereits im Beginn der Aufzählung „Gesang und Riesenstädte“ (V. 1) ist ein charakteristisches Merkmal des historischen Hintergrunds der Literaturepoche des Expressionismus zu finden. Die erwähnten „Riesenstädte“ (ebd.) sind durch den Prozess der Verstädterung entstanden, der insbesondere durch den Ersten Weltkrieg vorangetrieben wurde, da in den Städten Nahrungsmittel und Kleidung zu erhalten waren. Mit dem Substantiv „Gesang“ (V. 1) werden meistens Gefühle wie Freude assoziiert. In diesem Fall lässt sich diese Freude als Enthusiasmus für den Krieg auslegen. Somit stellt der Beginn der Aufzählung die Zeit vor dem Krieg dar, da die Menschen noch freudig gestimmt waren. Ergänzt wird dies durch den Neologismus „Traumlawinen“ (V. 1). Die Wortneuschöpfung setzt sich aus den Substantiven „Traum“ und „Lawinen“ zusammen. Der Neologismus ist geprägt von der Antithetik dieser begriffe. Mit dem Substantiv „Traum“ wird meist eine friedliche und vollkommene Welt in Verbindung gebracht, während der Begriff „Lawinen“ Gefahr und Zerstörung zum Ausdruck bringt. Neologismen sind insofern kennzeichnend für die Literaturepoche des Expressionismus, als dass die Menschen sich Wortneuschöpfungen bedienen mussten, da ihr vorhandener Wortschatz nicht ausreichte um Gefühle, Gedanken oder Eindrücke zum Ausdruck zu bringen. Der Neologismus „Traumlawinen“ (V. 1) beschreibt somit die Zerstörung der zu Beginn des Krieges begeisterten Stimmung. Im nächsten Vers heißt es „Verblaßte Länder, Pole ohne Ruhm“ (V. 2), was bereits die Folgen der kriegerischen Auseinandersetzung beschreibt. Das Adjektiv „[v]erblaßt[…]“ (ebd.) in Bezug auf die Länder verdeutlicht die durch den Krieg schwindende Bevölkerung. Die Metapher „Pole ohne Ruhm“ (V. 2) deutet darauf hin, dass die Menschen sich nicht mehr bewusst sind, was richtig oder falsch ist. Hinter dem Begriff „Pole“ (ebd.) können sich unterschiedliche Wahrnehmungen verbergen, beispielsweise der Nord- und der Südpol oder das positiv bzw. negativ geladene Ende eines Magneten. Allerdings wird immer ein Gegensatz verdeutlicht, der in diesem Fall mit der moralischen Frage im Krieg, was ist richtig und was ist falsch, in Verbindung gebracht werden kann, da während des Krieges die Grenzen zwischen Richtig und Falsch verschwimmen und es nur wenige gibt, die ihre moralischen Ansichten aufrecht halten. Der Zusatz „ohne Ruhm“ (V. 2) verdeutlicht allerdings, dass ihre Ansichten keine Beachtung finden. Im weiteren Verlauf wird beschrieben, „Die sündigen Weiber, Not und Heldentum“ (V. 3). Unter dem Begriff „sündige[…] Weiber“ (ebd.) sind Frauen zu verstehen, die während des Krieges ihre Männer verloren haben und nun ihren Körper verkaufen um sich Geld zum Überleben zu sichern. Der zweiter Teil des Verses „Not und Heldentum“ (V. 3) verdeutlicht den zwiegespaltenen Alltag während des Krieges. Entweder die Soldaten oder die Bevölkerung sind in Not oder sie werden als Helden gefeiert. Das Quartett endet mit dem Vers „Gespensterbrauen, Sturm auf Eisenschienen“ (V. 4). Der Neologismus „Gespensterbrauen“ (ebd.) verdeutlicht insbesondere durch das Substantiv „Gespenst“ die apokalyptische Stimmung, die während des Krieges die Bevölkerung ergreift. Die Metapher „Sturm auf Eisenschienen“ (V. 4) macht insbesondere auf die Gefahr des Krieges, aber auch auf die Vergänglichkeit aufmerksam, da beides mit „Sturm“ (ebd.) assoziiert wird. Die Eisenbahnschienen stehen metaphorisch für die Eisenbahn, da diese das Haupttransportmittel zu dieser Zeit war und die Soldaten zur Front brachte. Allgemein ähnelt bereits die Gesamtform des Gedichtes dem Stil des Barock, was durch die Mittelzäsur, dem regelmäßigen Rhythmus, die Antithetik, das Reimschema (umarmender Reim) und de an das Reimschema angepassten Kadenzen deutlich gemacht wird. Die Mittelzäsur, die formal durch die Kommas hervorgehoben wird, unterstützt die Aufzählungen und macht die Antithetik, die in vielen Ausdrücken zu finden ist, deutlich.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das zweite Quartett setzt ein mit der Aussage „In Wolkenfernen trommeln die Propeller“ (V. 5). Gemeint sind mit der Bezeichnung „Propeller“ (ebd.) die Kriegsflugzeuge, durch die meist Gefahr drohte. Untermauert wird dies ebenso durch das Verb „trommeln“ (V. 5) in Beug auf die Propeller. Insgesamt greift der Einstieg in das zweite Quartett die apokalyptische Stimmung vom Ende des ersten Quartettes wieder auf. Verdeutlicht wird dies ebenso durch den Ausdruck „Völker zerfließen“ (V. 6), der dazu benötigt wird, die Flucht der Menschen auf Grund des Krieges darzustellen. Weiterhin wird beschrieben „Bücher werden Hexen“ (V. 6), was eine Anspielung auf die Hexenverfolgung darstellt. Die „Bücher“ (ebd.) stehen metaphorisch für gebildete Menschen, die das Ausmaß des Krieges erkennen und versuchen ihre Sichtweise zu verbreiten. Allerdings werden sie dafür verfolgt. Es heißt weiterhin „Die Seele schrumpft zu winzigen Komplexen“ (V. 7), was eine Verbindung zum vorherigen Vers darstellt, da die gebildeten Menschen verfolgt werden und sich nicht mehr frei entfalten können. As lyrische Ich geht sogar so weit, dass es behauptet „Tot ist die Kunst“ (V. 8) als Metapher für die gebildeten Menschen, die verfolgt werden, weil sie an ihrer kritischen Haltung gegenüber dem Krieg festhalten. Das zweite Quartett endet mit der Aussage „Die Stunden kreisen schneller“ (V. 8), welche die Vergänglichkeit in Bezug auf den Krieg ausdrückt. Im zweiten Quartett wird die Form, die im ersten Quartett der des Barocks sehr nahe kam, unterbrochen. Anstelle von Kommas wurden im zweiten im zweiten Quartett Punkte verwendet, die Endgültigkeit ausdrücken. Das Reimschema wurde beibehalten, genauso wie die Mittelzäsur, doch die Kadenzen sind alle unbetont und unterstützen somit die Interpunktion und die damit in Verbindung gebrachte Endgültigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erfolgt sowohl formal als auch inhaltlich ein Umbruch mit dem Anfang des ersten Terzettes. Das Terzett setzt ein mit der Klage „O meine Zeit“ (V. 9). Der Umstand, dass es sich um eine Klage handelt, ist am Laut „O“ (ebd.) und an der Interpunktion in Form eines Ausrufezeichens festzumachen. Weiterhin beschreibt das lyrische Ich die Zeit, in der es lebt, als „So namenlos zerrissen, / So ohne Stern, so daseinsarm im Wissen“ (V. 9 f.). Der Umstand, dass das lyrische Ich die Zeit als „namenlos zerrissen“ (ebd.) bezeichnet, verdeutlicht, dass es die Zeit als unbedeutsam und gespalten empfindet. Dies wird ebenso durch den Ausdruck „ohne Stern“ (V. 10) untermauert, der verdeutlicht, dass den Menschen ein Orientierungspunkt zu einem geordneten Leben fehlt. Das Trikolon wird beendet mit der Beschreibung „daseinsarm im Wissen“ (V. 10). Das Terzett endet mit dem Vergleich „Wie du, will keine, keine mir erscheinen“ (V. 11). Die Wiederholung der Bezeichnung „keine“ (ebd.) veranschaulicht das Ausmaß, in dem das lyrische Ich spricht. Der Vergleich, der sich auf die Anapher „So“ (V. 9; V. 10) stützt, endet mit einem Punkt, der erneut die Endgültigkeit des Gesagten darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Terzett setzt ein mit der Aussage „Noch hob ihr Haupt so hoch niemals die Sphinx“ (V. 12). Die Sphinx wurde in der griechischen Mythologie als Dämon des Unheils und der Zerstörung betrachtet. Somit passt deren Erwähnung in das Bild, das durch die apokalyptische Stimmung hervorgerufen wird. Der Umstand, dass diese ihr Haupt noch niemals so hoch hob (vgl. V. 12), veranschaulicht metaphorisch, dass es noch nie zuvor so viel Zerstörung gegeben hat. Im nächsten Vers spricht das lyrische Ich die Zeit in der es lebt, mit dem Personalpronomen „Du“ (V. 13) an und personalisiert diese somit. Das lyrische Ich beschreibt, die Zeit sieht „am Wege rechts und links / Furchtlos vor Qual des Wahnsinns Abgrund weinen“ (V. 13 f.). Mit dieser Metapher wird zum Ende des Gedichts erneut deutlich gemacht, von welcher Zerstörung und welchen Qualen die Zeit geprägt ist und deutet auch noch einmal auf die apokalyptische Stimmung hin, die im gesamten Gedicht zu finden ist. Die beiden Terzette sind formal wieder im Stil des Barock verfasst. Allgemein lässt sich die Verwendung der formalen Charakteristika aus der Epoche des Barock so deuten, dass das lyrische Ich sich nach der Zeit vor dem Krieg, in der Ordnung herrschte, zurücksehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das lyrische Ich die Verhältnisse in der Zeit des Ersten Weltkriegs beschreibt und besonders die Situation der Menschen mit kritischer Haltung gegenüber dem Krieg hervorhebt. Dies wird besonders durch die verwendeten formalen Charakteristika aus der Literaturepoche des Barock (Sonett, Reimschema, Kadenzen), aber auch durch die Interpunktion hervorgehoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 2:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Schluss des 1648sten Jahres“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahr 1698 von Gryphius‘ Sohn, handelt es sich um ein Gedicht aus der Literaturepoche des Barock. Thematisiert wird das Ende des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1648. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht soll im Folgenden analysiert und mit dem expressionistischen Gedicht „Meine Zeit“, verfasst von Wilhelm Klemm und veröffentlicht im Jahr 1916, in Bezug auf die Darstellung und Krisengestaltung der jeweiligen Zeit verglichen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht umfasst 14 Verse und ist ebenso wie Klemms Gedicht in der Form eines Sonetts gegliedert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt ein mit dem Ausruf „Zeuch hin, betrübtes Jahr!“ (V. 1). Im Jahr 1648 endete der Dreißigjährige Krieg und somit die Jahre der Angst und Zerstörung, was ebenso durch die Ausrufe „Zeuch hin mit meinen Schmerzen!“ (V. 1) und „Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!“ (V. 2) deutlcih wird. Die Ausrufe, die alle mit der Anapher „Zeuch hin“ (V. 1; V. 2) beginnen, sind Ausdruck der Freude über das Ende des Krieges. Dieser Umstand steht im Kontrast zu Klemms Gedicht, da dieses von der Euphorie vor und der schweren Zeit während des Krieges handelt. Eine Aufzählung in Form einer Anapher ist bei Kleimm in der dritten Strophe des Gedichtes zu finden, doch diese thematisiert die Bedeutungslosigkeit und die Vergänglichkeit der Zeit während die hier vorliegende Metapher die Euphorie über das Ende des Krieges darstellt. Im zweiten Teil des Quartettes heißt es „Zeuch so viel Leichen nach! Bedrängte Zeit vergeh / Und führe mit dir weg die Last von diesem Herzen“ (V. 3 f.). Insgesamt ist das lyrische Ich froh über das Ende des Krieges und wünscht sich die Zeit und die Erlebnisse zu vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Quartett setzt ein mit der Ansprache „Herr“ (V. 5). Mit „Herr“ (ebd.) ist in diesem Fall Gott gemeint, zu dem das lyrische Ich spricht. Dieser Umstand ist ein weiterer Kontrast zu Klemms Gedicht, da dort keine religiösen Ansichten zu erkennen sind. Das lyrische Ich erläutert weiterhin, dass es der Ansicht ist, dass das Jahr 1648 vor Gott „als ein Geschwätz und Scherzen“ (V. 5) wirkt und spricht somit die Bedeutungslosigkeit dieses Jahres für Gott aus. Die Bedeutungslosigkeit der Zeit ist auch ein Motiv für Klemms Gedicht, beispielsweise wenn es heißt „Die Stunden reisen schneller“ (Meine Zeit, V. 8), was die Vergänglichkeit und Nichtigkeit er Zeit untermauert. Durch die rhetorische Frage „ Fällt meine Zeit nicht hin wie ein verschmelzter Schnee?“ (V. 6) wird allerdings deutlich, auf welche Zeit das lyrische Ich hindeutet. Während das lyrische Ich in Klemms Gedicht von der Zeit, in der das lyrische Ich lebt, spricht, spricht das lyrische Ich in Gryphius‘ Text von der eigenen Lebzeit. Mit der rhetorischen Frage und der Metapher „verschmelzter Schnee“ (V. 6)deutet das lyrische Ich auf die Vergänglichkeit seiner eigenen Lebzeit hin. Die rhetorische Frage und die Metapher werden im weiteren Verlauf der Strophe erneut aufgegriffen, wenn das lyrische Ich Gott bittet, „Laß doch, weil mir die Sonn gleich in der Mittagshöh, / Mich noch nicht untergehn gleich ausgebrenten Kerzen“ (V. 7 f.). Das lyrische Ich bezeichnet sich selbst und somit seine Lebzeit als „verschmelzter Schnee“ (V. 6). Es ergänzt in seiner Bitte, dass die Sonne gleich in der Mittagshöhe steht (vgl. V. 6), also die Stelle, an der sie am hellsten und wärmsten scheint, was Schnee in der Regel schneller schmelzen lässt. Zusammengefasst deutet das lyrische Ich somit auf das Ende seiner Lebzeit in Form des Todes hin. Der Tod wird hier metaphorisch als „ausgebrennte[…] Kerze[…]“ (V. 8) bezeichnet. Der Umstand, dass die Bitte eindringlich ist, ist an dem Ausrufezeichen am Versende zu erkennen. Auf formaler Ebene fällt im zweiten Quartett auf, dass das Reimschema unterbrochen wurde. Wie es bei einem umarmenden Reim üblich ist reinem sich der erste und vierte Endreim, jedoch reimen sich der zweite und dritte Endreim nicht, was den inhaltlichen Umbruch von Euphorie zu Todesstimmung formal untermauert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das erste Terzett knüpft unmittelbar an die Bitte vom vorherigen Quartett an und wird ebenso durch die Ansprache „Herr“ (V. 9) eingeleitet. Anschließend heißt es „es ist genung geschlagen“ (V. 9). Diese Aussage ist in Bezug zum vergangenen Krieg zu stellen, da das lyrische Ich die Schlachten und die Zerstörung erlebt und überlebt hat. Ergänzt wird dies durch den folgenden Vers „Angst und Ach genung getragen“ (V. 10), welcher verdeutlicht, dass das lyrische Ich in den vergangenen Jahren unter den Folgen des Krieges gelitten hat. Das Leid, das durch den Krieg entstanden ist, wird auch bei Klemm thematisiert. Insbesondere durch die Aussage „In Wolkenfernen trommeln die Propeller“ (Meine Zeit, V. 5) wird dargestellt, welcher Angst und welcher Gefahr die Bevölkerung ausgesetzt war. Das Terzett endet mit der Bitte des lyrischen Ichs an Gott „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke“ (V. 11). Der Umstand, dass das lyrische Ich über seine Person nachdenken will, ist dem Krieg geschuldet, da in dieser Zeit selten Ruhe zum Nachdenken einkehrte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Quartett ist mit dem ersten durch den Parallelismus „Gib, daß ich“ (V. 12) verbunden. Die Aussage wird fortgeführt mit „der Handvoll Jahre / Froh wird eins vor meiner Bahre“ (V. 12 f.). Das lyrische Ich ist sich bewusst, dass es nicht mehr lange zu leben hat und bittet Gott um ein wenig mehr Zeit sich selbst kennenzulernen. Das Gedicht endet mit der Aussage „Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenk!“ (V. 14), was den Wunsch des lyrischen Ichs insbesondere durch die Verschwendung des Ausrufezeichens bestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Form des Gedichtes orientiert sich an den für die Literaturepoche des Barock strengen Regeln, mit zwei Ausnahmen. Eine Ausnahme, wie bereits in der Analyse erwähnt, ist die Unterbrechung des Reimschemas, und zum anderen die Verse 9, 10, 12 und 13, die nicht mit dem regelmäßigen Schriftbild übereinstimmen und somit auch nicht den Alexandriner aus den Quartetten fortsetzen, sondern durch vierhebige Jamben gekennzeichnet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass das lyrische Ich dem Ende des Krieges gegenüber euphorisch gestimmt ist, es sich allerdings darüber bewusst ist, dass es nur noch wenig Zeit zum Leben hat und daher Gott bittet ihm noch ein wenig zu überlassen, um sich selbst kennenzulernen. Formal wird dies besonders durch die Interpunktion hervorgehoben und die sprachlichen Mittel, wie beispielsweise die Anapher oder der Parallelismus, der die Terzette verbindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Gedichte gleichen sich in Form und Thematik, wobei die Ausgangssituationen unterschiedlich sin. In Klemms Gedicht werden die Folgen, die Ängste und die apokalyptische Sttimmung während des Ersten Weltkrieges dargestellt und die Vergänglichkeit der Zeit für das einzelne Individuum hervorgehoben, während in Gryphius‘ Gedicht das Ende des Dreißigjährigen Krieges und die dadurch für das Individuum verlorene Zeit beschrieben wird. Charakteristisch für den Barock wendet sich Gryphius' in seinem Gedicht Gott zu, während Klemm den Sinn der menschlichen Existenz ohne religiösen Bezug in Frage stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sarah==&lt;br /&gt;
R1: Gryphius´ Gedicht thematisiert dabei die Vergänglichkeit des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2: So bittet es Gott auch: „Laß doch [...]/ Mich noch nicht untergehn gleich ausgebrennten Kerzen!“ (V. 7f. ), bringt also erneut zum Ausdruck, dass es nicht wahrhaben möchte, dass sein Ende naht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R3: Es hat also Angst, sein Leben wäre zu schnell vorbei, was sich auch in seinem Klagegrundton widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R4: In Klemms Text bezieht sich diese Vergänglichkeit jedoch vielmehr auf den Wert des Menschen als auf die Lebzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R5: Jedoch fällt hierbei zusätzlich auf, dass nicht allein der Krieg, wie bei Gryphius, die Ursache der Resignation ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R6: Dieser Unterschied wirkt sich auch auf das Denken der beiden lyrischen Ichs aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R7: Gryphius´ lyrisches Ich jedoch möchte mehr Zeit und wird dadurch resignativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R8/9: Jedoch fällt im Vergleich beider wie auch im Vergleich der Sprache auf, dass das lyrische Ich in Gryphius´ Gedicht noch Hoffnung sieht, die er in Gott findet, während Klemms lyrisches Ich in Endzeitstimmung versetzt ist und nichts Positives mehr im Leben sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1: Dies zeigt wie sehr der Krieg dem lyrischen Ich körperlich wie auch seelisch Schaden zugefügt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z2/3: So impliziert hierbei der Ausdruck „Völker zerfließen“ (K, V. 6) nicht nur den Tod, wie die „Leichen“ (G, V. 3) im anderen Gedicht, sondern auch das Auseinanderleben der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z4/5: Dieses Unverständnis zeichnet sich darin aus, dass es keinen Sinn sieht und somit anders als Gryphius lyrisches Ich mit Gott als „Herr“ (G, V. 9) zu seiner Zeit spricht, was in „O meine Zeit“ (K, V. 9) deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z6: Eben dieser Hintergrund der Notlage der Menschen, die sich nach alten Zeiten zurücksehnten, wird auch im Kontrast des Reimschemas und Aufbaus zum Inhalt deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z7: So bringen hier Metaphern und Neologismen wie „Traumlawinen“ (K, V. 1) die Unverständlichkeit des Menschen für die Neuerung zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1/2: Anschließend führt es Beispiele von Konsequenzen an, die durch den zurückliegenden 30-jährigen Krieg entstanden sind und die es ungern in seinem Leben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W3: Insgesamt fällt dabei auf, dass der Aufbau einer Klimax ähnelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W4: In der dritten Strophe spricht es Gott mit „Herr“ (V. 9) konkret an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W5: Dies verdeutlicht, dass es sein Leben noch länger und intensiver leben und glücklich werden möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W6: Somit liegt der Unterschied der Einstellung beider darin, dass Gryphius´ lyrisches Ich noch Hoffnung sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W7: Zusammenfassend haben beide Gedichte angesichts dessen, dass beide in einer Krisenzeit spielen, einige Gemeinsamkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1: Dies wiederum löst die Trauer des lyrischen Ichs aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2: So wurde der Mensch entpersönlicht und die Gefühle und das Denken des Einzelnen verloren an Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A3/4: Hierbei fällt sprachlich auf, dass der Text hauptsächlich aus hypotaktischen Sätzen besteht und nur in Bezug auf den Tod, und nicht wie bei Klemm auf die gesamte Veränderung, resignative Worte wählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sb1: Klemms lyrisches Ich glaubt an die Endzeit und kommt so mit der Situation des Krieges, der in Gryphius´ Gedicht bereits überwunden ist, nicht zurecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr1/2: Resignativ deshalb, weil es in seinen Ausrufen um das Vergehen dieser Zeit und deren negativen Auswirkungen fleht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R1:&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“ von Andreas Gryphius, veröffentlicht im Jahr 1648, welches man dem Barock zuordnen kann, thematisiert wie das expressionistische Gedicht „Meine Zeit“ von Wilhelm Klemm, veröffentlicht im Jahr 1916, die Zerstörung durch den Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2/3 (Zit. 1,  A4):&lt;br /&gt;
Eine weitere Metapher, „ausgebrennte[...] Kerzen“ (V.8), steht für Vergänglichkeit und kann in dem Zusammenhang als das Ende des Lebens gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R4 (Gr6):&lt;br /&gt;
Beiden Gedichten kann man entnehmen, dass die Menschen im Krieg Leid erfuhren bzw. erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1 (Gr1):&lt;br /&gt;
Inhaltlich geht es in der ersten Strophe um die „Schmerzen“ (V.1), „Angst“ (V.2), „Leichen“ (V.3) und „Last“ (V.4), alles Erfahrungen aus dem Krieg, die in Vergessenheit geraten sollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2:&lt;br /&gt;
„Bedrängte Zeit, vergeh“ (V.3) verdeutlicht, dass dem lyrischen Ich die Zeit um friedlich zu leben genommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A3:&lt;br /&gt;
In Klemms Gedicht ist ebenfalls die Rede davon, dass dem lyrischen Ich durch den Krieg die Zeit um in Frieden zu leben genommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr2:&lt;br /&gt;
Zum historischen Hintergrund ist zu sagen, dass in dem Gedicht vom Ende des 30-jährigen Krieges (1618- 1648) die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr3:&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich bittet Gott darum, ihm noch etwas vom Leben zu lassen, da dieses in den letzten Jahren durch den Krieg eingeschränkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1:&lt;br /&gt;
So wie in Klemms Gedicht wird ein Krieg ohne Grund und Sinn geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1:&lt;br /&gt;
Diese Metapher kann man auf sein Leben beziehen, und zwar, dass es schon halb vorbei ist, so wie der Sonnenstand am Mittag soviel heißt wie dass der Tag halb vorbei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R1: Es handelt sich also um ein Sonett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2: Dies wird durch den Vergleich „wie ein verschmelzter Schnee“ (V.6) deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R3/4: Diese Erkenntnis lässt sich auf den damaligen Vanitas´ Gedanken beziehen, welche das irdische Leben infrage stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R5: Das lyrische Ich ist der Auffassung, dass der Tod nahe ist und man bekennen müsse, dass jeder einmal stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R6: Dies wird durch den stets gleichbleibenden Rhythmus unterstrichen, da er monoton wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R7: Dieses entstand zu Zeiten des Barocks, in welchem der 30-jährige Krieg endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R8: Jedoch lässt sich an der Forderung &amp;quot;Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke!&amp;quot; (V.14) auch ein klagender bzw. resignativer Grundton, wie in Klemms Gedicht, erkennen, da das lyrische Ich weiß, dass es einmal sterben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R9: Jedoch beschreibt das lyrische Ich in dem Gedicht von Klemm anfänglich die Situation der Länder und der gesamten Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr1: Diese akzentuieren die Empfindungen des lyrischen Ichs zu Zeiten des 30-jährigen Krieges, welcher hier metaphorisch in den Leichen angesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr2: Dies untermauert die Erleichterung des lyrischen Ichs aufgrund von dem Ende des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr3: Das erste Terzett wird durch die Erkenntnis „Herr, es ist genug geschlagen“ (V.9) eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr4: Der Vergleich basiert dabei auf den Krisenerfahrungen der jeweiligen Zeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr5: Auf der Basis des hier vorliegenden Vergleiches komme ich zu dem Ergebnis, dass beide Gedichte einige Gemeinsamkeiten aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1: Im zweiten Quartett spricht das lyrische Ich jedoch nicht mehr die Zeit, sondern Gott an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z2: Auf der Basis der beiden Analysen werden die Gedichte „Meine Zeit“ von Wilhelm Klemm aus der Zeit des Expressionismus und „Schluss des 1648sten Jahres“, verfasst von Andreas Gryphius zu Zeiten des Barocks, miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z3: Dieses entstand zu Zeiten des Barocks, in welchem der 30-jährige Krieg endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z4: Eine Übereinstimmung der Gedichte ist, dass in beiden das lyrische Ich die Zeit anspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z5/6/7: Ebenso spielt die Zeit eine wichtige Rolle in beiden Gedichten, jedoch klagt das lyrische Ich bei Klemm die Zeit an, währenddessen das lyrische Ich bei dem Sonnet von Gryphius fordernd, gar verspottend, spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z8: Die Inversion &amp;quot;Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke!&amp;quot;(V.14) hebt jedoch durch die adverbiale Bestiummung &amp;quot;doch&amp;quot; (ebd.) eine gewisse Verzweiflung vom lyrischen Ich hervor, da es Angst hat, dass Gott ihn sterben lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1: Daraus resultiert, dass das lyrische Ich fragt, ob nicht auch sein Leben nur von kurzem Bestand ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W2: Das erste Terzett wird durch die Erkenntnis „Herr, es ist genug geschlagen“ (V.9) eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W3: Dabei steht das „liebliche […] Geschenke“ (V.14) für ein erfülltes Leben, welches das lyrische Ich nicht erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W4: Dieser Unterschied lässt sich anhand der unterschiedlichen Epochen erläutern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W5: So richtet sich das lyrische Ich im Gryphius´ Gedicht nicht nur an die Zeit, sondern auch an Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W6: Die ersten beiden Strophen bestehen aus vier Versen und beinhalten einen umarmenden Reim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1: Aufgrund der Erkenntnis des lyrischen Ichs, dass es selbst vergänglich ist und sein Leben nur von kurzer Dauer ist, richtet es die Bitte an Gott „Laß doch, weil mir die Sonn gleich in der der Mittagshöh,/ Mich noch nicht untergehn gleich ausgebrennten Kerzen“ (v7f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2: Die „Frist“ (ebd.) steht für die Zeit vor dem anstehenden Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A3: Die Menschen achteten das Motto „Memento Mori“, welches bedeutet, dass man dem Tod gewappnet sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A4: Ein ebenso markanter Unterschied ist, dass bei dem Gedicht von Gryphius das Überirdische angesprochen wird, was bei Klemm nicht vorkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sb1: Ebenso spielt die Zeit eine wichtige Rolle in beiden Gedichten. Jedoch klagt das lyrische Ich bei Klemm die Zeit an (vgl. V.9f.), währenddessen das lyrische Ich bei dem Gedicht von Gryphius an die Zeit fordernd, gar verspottend, spricht (vgl. V.3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett „Schluss des 1648sten Jahres“ von Andreas Gryphius aus der Epoche des Barocks wurde 1898 veröffentlicht und thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und den Wunsch nach einem längeren Leben. Mögliche Vergleichsaspekte zu dem Gedicht von Klemm „Meine Zeit“ sind die Form, der Inhalt sowie die Nutzung von rhetorischen Mitteln.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist in der Form eines Sonetts geschrieben und beinhaltet somit zwei Quartette und zwei Terzette. In den Quartetten sowie in dem letzten Vers in den Terzetten bestimmt ein Alexandriner das Versmaß, die ersten beiden Verse der Terzette jedoch ein vierhebiger Trochäus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Hand des Titels lässt sich erkennen, dass ein „Schluss“ und somit die Vergänglichkeit von etwas thematisiert wird. Dies lässt sich in Verbindung mit der Jahreszahl „1648“ bringen, da es sich darum um das Ende des 30-jährigen Krieges handelt und dieser auch die Vergänglichkeit des Lebens zum Ausdruck bringt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufforderung „Zeuch hin, betrübtes Jahr!“ (V. 1) gewinnt durch die Interpunktion mehr Ausdruckskraft und zeigt, dass das lyrische Ich sich nach glücklichen Zeiten sehnt. Ebenso sollen die „Schmerzen“ (V. 1) vergehen, was veranschaulicht, wie viel Leid das lyrische Ich ertragen musste was zusätzlich auf einen Verweis auf den zurückliegenden Krieg sein kann. Dass das lyrische Ich die schlechten Zeiten hinter sich lassen will und auf Besserung hofft wird durch „Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!“ (V. 2) akzentuiert. Die Hyperbel von „überhäufen“ (ebd.) veranschaulicht das Ausmaß des Schmerzes. Die Anapher „Zeuch hin“ (ebd.) in Form eines Trikolons und die darauffolgende Interpunktion des Ausrufezeichens (vgl. V. 1-3) verdeutlichen das Elend, welches ertragen werden musste und aus dem 30-jährigen Krieg resultierte. Dieser zog „so viele Leichen nach“ (V. 3) was die Reichung der Leiterfahrungen und der belastenden Erlebnisse fortführt. Die „bedrängte Zeit“(V. 3) erinnert an die Aufforderung „Carpe Diem“, also „Nutze den Tag“, und widerspiegelt den Wunsch des lyrischen Ichs, da diese Zeit „vergeh[en]“ (V. 3) soll. Allerdings soll damit auch „die Last von diesem Herz“ (V. 4) verschwinden. Somit soll auch das Herz befreit sein, damit das Leid endgültig verschwinden kann. Insgesamt verweist das erste Quartett auf den Krieg und die daraus resultierenden Leiderfahrungen, welche schwinden sollen und somit auf eine Besserung gehofft wird. Weitergehend bittet das lyrische Ich Gott um Hilfe, was durch die Anrede „Herr“ (V. 5) verdeutlicht wird. Das menschliche Leben wird dabei „als ein Geschwätz und Scherze“ (V. 5) darstellt und akzentuiert die Nichtigkeit des Leids und Lebens der Menschen vor Gott. Somit ist zusagen, dass das lyrische Ich zu der Erkenntnis kommt, dass nur Gott ewig ist und alles Irdische vergänglich. Mit der rhetorischen Frage „Fällt meine Zeit nicht hin wie ein verschmelzter Schnee?“ (V. 6) soll metaphorisch für das kurze Leben der Menschen stehen. Da die Lebensdauer mit „verschmelzter Schnee“ (ebd.) verglichen wird, bewirkt die „Mittagshöh“ (V. 7) eine Verkürzung der Lebensdauer und erneut auf die Vergänglichkeit des irdischen Daseins verweist. So bedroht die Sonne metaphorisch gesehen den Schnee, welche für den Krieg stehen kann, da dieser den Menschen ebenfalls viel Zeit geraubt hat. Die Wiederholung von „gleich“ (V. 7-8) verdeutlicht, dass das menschliche Leben viel zu kurz ist und somit jeder Zeit zu Ende sein kann.  Dieser Memento Mori Gedanke kommt auch zum Vorschein in dem Vergleich des Lebens mit „ausgebrennten Kerzen“ (V. 8). Allerdings verweist der Neologismus „ausgebrennten“ (ebd.) darauf, dass das lyrische Ich metaphorisch gesehen weiter brennen will und noch nicht abgebrannt ist und somit noch nicht seine Zeit gekommen wäre. Auch im ersten Terzett wird weiterhin an Gott appelliert, was durch die Anrede „Herr“ (V. 9) deutlich wird. Da „genung geschlagen“ (V. 9) sei, wird deutlich, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, es habe genug gelitten. Ebenfalls habe es „Angst und Ach genung getragen“ (V. 10).  Dies verdeutlicht die Einschränkung des Lebens durch den Krieg. Mit dem Appell „Gib doch nun etwas Frist“ (V. 11) wird kenntlich gegeben, dass das Leben vergänglich ist, dass lyrische Ich jedoch trotzdem weiter leben will. Die Meinung, das Leben sei zu kurz, verfolgt das lyrische Ich auch im zweiten Terzett, da das Leben mit einer „Handvoll Jahre“ (V. 12) verglichen wird. Außerdem äußert das lyrische Ich den Wunsch „Froh [zu] werd[en]“ (V. 13) bevor es stirbt, da es zuvor kein glückliches Leben hatte. Das „liebliche[...] Geschenke“ (V. 14) ist eine Metapher für das Leben. Da Dieses jedoch „mißgönn[t]“ (V. 14) ist, ist zu sagen, dass das lyrische Ich noch Hoffnung hat, dass das zuvor schlechte Leben sich zu einem besseren leben wendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass das lyrische Ich im gesamten Sonett appelliert, ein längeres Leben führen zu können. Dies wird besonders hervorgerufen durch die Interpunktion diverser Ausrufezeichen, aber auch durch die Wendung an Gott, da dieser ewig sei und den Menschen geschaffen habe. Zudem wird durch die Nutzung von Metaphern, sowie von Vergleichen, die Lebenskürze akzentuiert und dramatisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahre 1698, zu Zeiten des Barocks, thematisiert die Vergänglichkeit des Menschen. Zu Beginn des Gedichts werden durch die Verwendung des Imperatives „Zeuch hin, betrübtes Jahr!“ (V. 1) die radikalen Umstände zur Zeit des 30-jährigen Krieges, deutlich. Des weiteren wird durch die Verwendung des Imperativs „Zeuch hin“ (ebd.) deutlich, dass das lyrische Ich die Zeit des 30-jährigen Krieges anspricht und damit das Bedrängnis des Krieges in den Vordergrund stellt. Das Adjektiv „betrübt“ (ebd.) unterstreicht den bedrohlichen und kriegerischen Zustand zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Die Verwendung von „Jahr“ (ebd.) verdeutlicht, dass das Jahr 1648 eines der schlimmsten Jahre des 30-jährigen Krieges war und dieses endlich vergehen soll. Die Repetitio „Zeuch hin“ (ebd.), verdeutlicht, wie schlimm es den Menschen zu dieser Zeit geht und diese Zeit endlich ein Ende haben soll. Die Verwendung des Substantivs „Schmerzen!“ (V. 1) zeigt, dass die viele Menschen durch Kriege und Tode psychisch verletzt wurden und der bedrückende Zustand ein Ende nehmen soll. Die Verwendung der Interpunktion des Ausrufezeichens unterstreicht die Hoffnung der Menschen nochmals. Im zweiten Vers wird ebenfalls „Zeuch hin“(V. 2) verwendet und verdeutlicht somit die Relevanz und Bedeutung des Endes dieser Zeit. Die Verwendung der Substantive „Angst und Weh!“ (V. 2) verdeutlichen den bedrückenden Zustand der Menschen und dass diese in dieser Zeit von keinen anderen Katastrophen konfrontiert worden sind. Das Adjektiv „überhäuft“ (ebd.) unterstreicht die Vielfältigkeit von Armut und Leiden. „Zeuch so viel Leichen nach!“ (V. 3) zeigt ebenfalls, die Massen der Menschentode und damit auch eine metaphorische Bedeutung, dass der 30-jährige Krieg verantwortlich für die vielen Tode ist. „So viel“ (ebd.) hebt die Massen der Leichen hervor und das Ausrufezeichen dieser Aussage spiegelt die Realität wieder. „Bedrängte Zeit vergeh“ (V. 3), manifestiert ebenfalls die schlimme Zeit, die das lyrische Ich erlebt hat und dass diese so schnell wie möglich vergehen soll, da sie „bedrängt“ (ebd.) ist. „Und führe mit dir weg die Last von diesem Herzen!“ (V. 4) ist eine weitere Bitte, die den Menschen erfüllt werden soll. Das bedrückende Gefühl ein Leben ohne Frieden zu führen und die ständige Angst der Lebensgefahr ausgesetzt zu sein, ist eine „Last“ (ebd.) für jeden Einzelnen und scheint durch die Erwähnung des „Herzen“ (ebd.) eine sehr bedeutsame und wichtige Bitte zu sein. Die Interpunktion Ausrufezeichen bringt die Sorgen der Menschen betont zum Ausdruck. Deutlich wird das Reimschema, da Vers eins und vier ein Reimpaar bilden, sowie Vers zwei und drei. Dies erfüllt das Kriterium eines umarmendes Reims und zeigt die Sonettform, die im Laufe des Gedichts erkennbar wird. Zudem handelt es sich hierbei um das Metrum des 6- hebigen Jambus und weist im ersten und vierten Vers weibliche Kadenzen auf, die verdeutlichen, dass die „Schmerzen“ (V. 1) im „Herzen“ (V. 4) sehr stark sind und die Menschen unter starken Verlusten leiden. Das erste Quartett thematisiert zusammengefasst, einen Rückschau auf das Vergangene und ist für das lyrische Ich als leidvolles Jahr auszudrücken.  In der zweiten Strophe handelt es sich ebenfalls um einen umarmenden Reim und um eine vierversige Strophe, die somit das zweite Quartett bildet. Das Metrum Alexandriner, welches durchgehend in den Quartetten vorhanden ist, unterstreicht ebenfalls die Sonettform. Inhaltlich wird direkt deutlich, dass der religiöse Bezug zu dieser Zeit sehr bedeutsam für die Menschheit war, was an der Verwendung des Substantivs direkt zu Beginn der zweiten Strophe „Herr“ (V. 5) erkennbar wird. Das lyrische Ich, erkennt, dass sein Leben sobald vergehen wird, was an der Metapher „verschmelzter Schnee“ (V. 6), deutlich wird. Das lyrische Ich stellt zudem infrage, ob die Zeit des lyrischen Ichs wirklich so bedeutungslos und vergänglich ist. Mit der Zeit vergeht ein Mensch und keiner fragt mehr nach ihm. Dies wird an dem Schmelzen des Schnees deutlich und kann mit dem Vanitas-Gedanke gleichgesetzt werden. Darauf folgend wird die Ansprache an Gott deutlich, da die Bitte „Laß doch…“ (V. 7) zeigt, dass das lyrische Ich nicht sterben, sondern leben will. Der Grund dafür ist, „weil mir die Sonn gleich in der Mittagshöh, / Mich noch nicht untergehn gleich ausgebrennten Kerzen!“ (V. 7f.). Die Sonne symbolisiert den Mittelpunkt seines Lebens und bedeutet, dass sein halbes Leben schon vergangen ist und er somit nicht mehr lange Leben wird. Die Verwendung der Konjunktion „Noch“ (V. 8) zeugt von Hoffnung und Bestand, denn dem lyrischen Ich wird bewusst, dass ihr Leben bald ein Ende haben wird, was durch „untergehn“ (ebd.) und „ausgebrennten Kerzen“ (ebd.) deutlich wird. Die Kerzen symbolisieren die Hoffnung an sein Leben, welche jedoch durch die Verwendung „ausgebrennt“ (V. 8) verloren geht und somit den Tod des lyrischen Ichs darstellt. Dies lässt sich auf die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens beziehen. Die dritte Strophe wird repetierend mit „Herr“ (V. 9) eingeleitet und verdeutlicht wieder, wie wichtig ihnen auch die Religion ist, denn in dem 30-jährigen Krieg handelte es sich um die Konfessionsspaltung von Katholiken und Protestanten. Dem lyrischen ich wird bewusst, dass in Bezug auf den Krieg kein Ende in Sicht ist, er jedoch darauf hofft und darum betet, dass das Leiden ein Ende hat, was anhand von „genug geschlagen“ (V. 9) und „Angst uns Ach“ (V. 10), deutlich wird. Zudem ist auffällig, dass sich die Verben „geschlagen“ (V. 9) und „getragen“ (V. 10) reimen und somit eine Verbindung zum Krieg und des Leidens herstellen. Somit wird deutlich , welche Bedenken das lyrische Ich hat, denn es wünscht sich Frieden und ein schönes Leben. „Gib doch nur etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!“ (V. 11) stellt den Tod des lyrischen Ichs dar. Jedoch bittet er Gott darum, ihn auch an die schönen Dinge im Leben denken zu lassen und nicht nur an den Krieg. Das dieser Vers, aufgrund, dass er sich nicht reimt, alleine sieht, verdeutlicht, wie wichtig dem lyrischen Ich die Zeit zum Nachdenken, an das schöne, kriegsfreie Leben ist. Die letzte Strophe beginnt ebenfalls mit dem Befehl „Gib“ (V. 12), welcher mit dem Rest des Verses von einem Komma getrennt ist und somit die Bedeutung und Relevanz nach einem schöneren und alten Leben in den Vordergrund stellt. Zudem zeigt dies auch wie verzweifelt und zerstört das lyrische Ich ist und wie ihn den 30-jährigen Krieg prägt. Der folgende Vers setzt mit den Worten „daß ich der Handvoll Jahre“ (V. 12) und damit ist der gesamte Krieg gemeint „Froh wird eins vor meiner Bahre!“ (V. 13), was bedeutet, dass das lyrische Ich voller Hoffnung ist, dass er vor seinem Tod noch einmal glücklich wird und nicht sein ganzes Leben mit Krieg, Armut, Tod und . Im letzten Vers „Mißgönne mir doch nicht dein lieblicher Geschenke!“ (V. 14) wird die gesamte Hoffnung auf ein schönes altes Leben zum Ausdruck gebracht, welche durch das Substantiv „mir“ (v. 14) deutlich wird. Zudem wird dich die Verwendung des Pronomen „dein“ (ebd.) deutlich, dass Gott derjenige ist, der den Menschen das schöne Leben on Frieden wegnimmt. Daher spricht das lyrische ich Gott direkt an und bezeichnet das Leben, welches sie führen könnten als ein „liebliches Geschenke“ (V. 14). Der Reim „jahre“ (V. 12) und „bahre“ (V. 13) stehen wieder in Verbindung zueinander mit dem Tod, denn jahrelang stehen die Menschen unter Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Angst der Menschen, nie mehr in ihr altes Leben zurückkommen, sehr deutlich wird. Das lyrische Ich berichtet von den ganzen schlimmen Umständen, unter denen die Menschen leiden müssen und das ihnen bewusst ist, dass Gott eine bedeutende Rolle für die Menschen in dieser Zeit ist, da dieser ein schönes und ewiges Leben führen kann. Die negativ konnotierten Wörter untermauern die Angst und Trauer der Menschen im Dreißigjährigen Krieg. Anaphern und rhetorische Fragen zeugen von Hoffnung und Sehnsucht. Das geordnete Reimschema unterstreicht zudem die Monotonie des Gedichts und somit die Ansprüche der betroffenen Menschen, dass das Leiden endlich vergehen soll.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Unterschiede der Krisenerfahrungen, die in den Gedichten dargestellt sind auf inhaltliche und sprachlich-formale Weise miteinander vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“, welches zur Zeit des Barocks, 1648 veröffentlicht wurde,  behandelt die Vergänglichkeit der Menschen, sowie die dramatischen Umstände und den Verlust der Sicherheit der Menschen. In dem Gedicht werden durch Hoffnungen, Sehnsüchte und Bitten ein fundamental-historische Erfahrungen im 30-jährigen Krieg dargestellt. Immer wieder erwähnt das lyrische Ich das Leid und seine Angst, aber auch die Hoffnung nach einem schönen Leben. Zusammenfassend thematisiert dieses Gedicht Reflexionen des kriegs- und der Krisenerfahrungen einer jeweils Generation und deren Spiegelung in der Literatur ihrer Zeit. In dem Gedicht „Meine Zeit“, verfasst von Wilhelm Klemm im Jahre 1916 zur Zeit des Expressionismus, thematisiert ebenfalls das Bedrohungsgefühl der Menschen und deren Verlust von Sicherheit und ist damit übereinstimmend mit dem anderen Gedicht, da der Inhalt auch auf die eigene Gegenwart Bezug nimmt. Das Gedicht beginnt ebenfalls mit Erinnerungen an das schöne, alte Leben. Daraus resultiert ein weiteres Merkmal, dass Überwältigtsein angesichts der jeweiligen komplexen Zeit- und Welterfahrung. Zudem weist sich ein formales Merkmal, die Form des Sonetts und somit der Kontrast zur inhaltlichen Aussage auf. Sprachliche Mittel, wie Anaphern, Akkumulationen sind ein verweis auf die Intensität der Erlebnisse sowie Einsicht in die Fragilität und Bedrohtheit des menschlichen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschiede der beiden Gedichte sind, dass der Prozess der Industrialisierung angesprochen wird und dass dieser für Verwirrung der Menschen sorgte. Zudem ist der Bezug zu Gott und der Religion in Kelmms Gedicht nicht gegeben. Die unterschiedliche Bedeutung des Begriffs „Zeit“ ist bei Klemm ein historischer Abschnitt für eine Generation, während in Gryphius Gedicht die Zeit auf seine Lebenszeit Bezug nimmt. Während bei Klemms Gedicht zu Beginn eine hoffnungslose und perspektivlose Anrede im Bezug auf die Zeit vernommen wird, wird in Gryphius Gedicht eine hoffnungsvolle Anrede an Gott durchgeführt.Bei Klemms Gedicht handelt es sich ausschließlich um Klagen der damaligen Zeit, wohingegen im anderen Gedicht die Bitte an Gott, um eine Veränderung des Lebenszustandes Gryphius, im Vordergrund steht.&lt;br /&gt;
In Bezug auf Sprache und Form ist zu sagen, dass beide Gedichte das identische metrum, die Sonettform aufweisen. Beide Gedichte bestehen aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Das Merkmal der Sonettform ist jedoch eigentlich nur für die Epoche des Barocks typisch. Die Verwendung der Sonettform im expressionistischen Gedicht, deutet daraufhin, dass sich die Umstände in beiden Epochen sehr ähnlich sind, da sie von Tod, Armut, Angst und des Ich-Verlust geprägt waren. Zudem deutet die Sonettform auf die Monotonie des Textes hin und sagt damit aus, dass ein Kreislauf bezüglich des Leidens erkennbar ist. Die Verwendung der männlichen und weiblichen Kadenzen, die in beiden Gedichten geordnet vorhanden sind, zeugen von Bedeutung und Relevanz der Umstände zu dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Sprache und Form ist zu sagen, dass beide Gedichte das identische Metrum, die Sonettform aufweisen. Beide Gedichte bestehen aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Das Merkmal der Sonettform ist jedoch eigentlich nur für die Epoche des Barocks typisch. Die Verwendung der Sonettform im expressionistischen Gedicht, deutet daraufhin, dass sich die Umstände in beiden Epochen sehr ähnlich sind, da sie von Tod, Armut, Angst und des Ich-Verlust geprägt waren. Zudem deutet die Sonettform auf die Monotonie des Textes hin und sagt damit aus, dass ein Kreislauf bezüglich des Leidens erkennbar ist. Die Verwendung der männlichen und weiblichen Kadenzen, die in beiden Gedichten geordnet vorhanden sind, zeugen von Bedeutung und Relevanz der Umstände zu dieser Zeit. Ein Merkmal welches ganz deutlich in Gryphius Gedicht erkennbar ist, ist die durchgängige Anbindung der Zeiterfahrung an das Ich des Gedichts, während bei Klemms Gedicht ein Gegenstandsbezug entsteht, dadurch, dass das Ich nicht erwähnt wird in den beiden Quartetten. In Klemms Gedicht spielt die Bildlichkeit eine wichtige Rolle, um die damalige Situation und die Gefühle des lyrischen Ichs wiederzugeben. In dem Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“ steht eher die Rhetorik im Vordergrund um die Bildlichkeit der Umstände darzustellen. &lt;br /&gt;
Im Bezug auf die Entstehungszeit der beiden Gedichte wird in Klemms Gedicht die Infragestellung eines sinngebenden Daseins dargestellt, welche sich der Epoche des Expressionismus anpasst. In Gryphius Gedicht steht ehr die Bewältigung der Krise des 30-jährigen Krieges im Vordergrund und zeigt dadurch ein typisches Gedicht im Barock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Schluss des 1648sten Jahres” wurde von Andreas Gryphius verfasst und im Jahre 1698 veröffentlicht. Es stammt aus der Epoche des Barocks und thematisiert das Ende des 30 jährigen Krieges und der Hoffnung auf ein freies und friedliches Leben durch Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht wird unter dem Aspekt der Darstellung und Gestaltung der Krisenerfahrung in der entsprechenden Zeit analysiert und mit dem vorherigen expressionistischen Gedicht ,,Meine Zeit” von Wilhelm Klemm aus dem Jahre 1916 verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und vier Strophen. Die ersten beiden Strophen sind Quartette und die letzten beiden Strophen bestehen aus Terzetten, somit ergibt sich die Form eines Sonetts. Dies wird auch durch das Versmaß des Alexandriners, sowie das Reimschema (umarmender Reim und Schweifreim) und die an das Reimschema angepassten Kadenzen hervorgehoben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht beginnt mit dem Ausrufen ,,Zeuch hin, betrübtes Jahr! Zeuch hin, mit meinem Schmerzen!” (V.1). Das Ausdruck ,,betrübtes Jahr” wird durch den Titel des Gedichtes näher erläutert. Der Titel ,,Schluss des 1648sten Jahres” steht in Verbindung mit dem historischen Hintergrund der Epoche. Im Jahr 1648 endete der Dreißigjährige Krieg, der ein wesentliches Merkmal der Literaturepoche des Barocks darstellt und zeitgleich die zu ergründende Krisenerfahrung des Gedichtes ist. Die anschließende Äußerung ,,Zeuch hin, mit meinen Schmerzen!” (ebd.) wird durch die Anapher ,,Zeuch hin” (ebd.) mit dem vorherigen Ausruf verbunden. Der Umstand, dass es sich um Ausrufe handelt verdeutlicht die Freude des lyrischen Ichs, über das Ende des Krieges und somit über die hoffnungslose und belastende Zeit. Dies wird auch ergänzt durch ,,Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!” (V.2) und ,,Zeuch so viele Leichen nach!” (V.3). Wird das Wortfeld betrachtet, so fällt auf das insbesondere die Substantive ,,Schmerzen” (V.1), ,,Angst” (V.2), ,,Weh” (V.2) und ,,Leichen” (V.3) mit Hoffnungslosigkeit in Verbindung gebracht werden und somit wiederholt das Leiden während des Krieges darstellen. Nach dem Rückblick auf den vergangenen Krieg ist das lyrische Ich zuversichtlich gestimmt, was durch die Ellipse ,,Bedrängte Zeit, vergeh/ Und führe mit dir weg die Last von diesem Herzen!” (V.3f.) deutlich gemacht wird. Das lyrische Ich hofft auf eine Verbesserung seiner Lage und will sie qualvolle Zeit des Krieges vergessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Quartett setzt ein mit ,,Herr, vor dem unser Jahr als ein Geschwätz und Scherzen” (V.5). Durch die Anrede ,,Herr” (ebd.) wird deutlich, dass das lyrische Ich die folgenden Verse an Gott richtet. Die Erwähnung des Glaubens in Form von Gott ist neben der Form des Gedichts ein weiteres Merkmal der Literaturepoche des Barocks. Anhand des Vergleiches in Form des Adverbs ,,als” (ebd.) veranschaulicht das lyrische Ich die Unbedeutsamkeit der Zeit in der es lebt, da es diese mit dem Ausdruck ,,ein Geschwätz und Scherzen” (V.5) bezeichnet. Im weiteren Verlauf wirft das lyrische Ich die Frage ,,Fällt meine Zeit nicht hin wie ein verschmelzter Schnee?” (V.6) auf. Im Zentrum der Frage steht die Metapher ,,verschmelzter Schnee” (ebd.). Diese stellt bildlich die Vergänglichkeit des Lebens und somit die Nichtigkeit der Zeit in der das lyrische Ich lebt dar. Das Quartett endet mit der Bitte des lyrischen Ichs an Gott ,,Laß doch, weil mir die Sonn gleich in der Mittagshöh,/ Mich noch nicht untergehen gleich ausgebrennten Kerzen!” (V.7f.). Vorrangig ist in dieser Bitte das Symbol der Sonne als Zeichen der vergehenden Lebenszeit. Die Tatsache, dass das lyrische Ich erwähnt die Sonne stehe gleich in der Mittagshöh (vgl. V.7) veranschaulicht, dass es sich seines Lebensendes bewusst ist. Anknüpfend daran stellt es die Vergänglichkeit seines Lebens mit der Metapher ,,ausgebrennten Kerzen” (V.8) dar. Im Anschluss erfolgt sowohl ein inhaltlicher als auch ein formaler Umbruch. Anstellen von Quartetten liegen nun Terzette vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Terzett beginnt mit ,,Herr, es ist genung geschlagen” (V.9), dass leitet die Bitte an Gott ein. Die Ansprache an Gott wird durch das Wort ,,Herr” verdeutlicht. Das Verb ,,geschlagen” (V.9) zeigt die brutalen Erfahrungen, die das lyrische Ich durchlebt hat, was vor allem durch den darauffolgenden Vers ,,Angst und Ach genung getragen” (V.10) untermauert wird. Auch in diesem Vers zeigt das Verb ,,getragen” (ebd.) die Lasten die ein zu dieser Zeit erleiden musste. Der letzte Vers des Gedichtes beinhaltet eine indirekte Bitte,,Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!” (V.11), in welcher das lyrische Ich um Zeit bittet, um nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Terzett bittet das lyrische Ich darum, ,,daß ich der Handvoll Jahre/ Froh werd eins vor meiner Bahre!” (V.12f.) . Diese Bitte zeigt die Angst des lyrischen Ichs vor dem Tod, weil es sich bewusst ist, dass seine Lebenszeit begrenzt ist und deshalb vor Gott um mehr Zeit bietet. Dass diese Bitte seine Lebenszeit betrifft wird vor allem durch die Metapher ,,liebliches Geschenke” (V.14) verdeutlich, weil das ,,liebliche Geschenk in diesem Sinne das Leben des lyrischen Ichs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gemeinsamkeit der beiden Gedichte ist die Sonettform, die ein Merkmal der Literaturepoche des Barocks darstellt. Diese Sonettform wird durch den vierhebigen Jambus und den Alexandriner. Inhaltliche Gemeinsamkeiten sind auch im Thema erkennbar, da beide Gedichte ein Gefühl der Angst und Unsicherheit thematisieren. Dieser inhaltliche Aspekt steht im Kontrast zu der Sonettform. Die Lebenszeit und die Angst vor dem Ende dieser Zeit, also der Nichtigkeit dieses Lebens wird auch in beiden Gedichten thematisiert, was vor allem durch den Begriff ,,Meine Zeit”, der zum eine der Titel des ersten Gedichtes ist, aber auch im zweiten Gedicht  vorkommt. Auch die geschilderten Erfahrungen des Krieges und der bedrohten Existenz spielen in beiden Werken eine immense Rolle.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterschiede der Gedicht sind vielfältig. Zum einen wird das Nomen ,,Zeit”, das in beiden Gedichten eine Rolle spielt unterschiedlich definiert. Denn in Klemms Gedicht wird speziell die Lebenszeit des Menschen angesprochen, was im Kontrast zu Gryphius Gedicht steht, in welchem das lyrische Ich hoffnungslos zu Gott spricht. Was zudem auch auffällig ist, dass Klemms Gedicht eher klagend über den Zustand spricht, wohingegen Gryphius um eine Veränderung bittet. Der Bezug zu Gott ist ein Aspekt der nur in Gryphius Gedichts aufgegriffen wird und in Klemms Gedicht nicht Bestandteil ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die beiden Gedichte sehr unterschiedlich sind. Da Gryphius Gedicht eine vertrauensvolle Verbindung zu Gott ausmacht, was im Kontrast zu dem Gedichtes Klemms steht, welcher das allgemeine Dasein des Menschen hinterfragt. Dieser Gottesbezug steht in Verbindung mit der Epoche des Barocks genau wie das Thema des Gedichtes von Klemm, welches ein typisches Gedicht des Expressionismus darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wortfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1	Die Gedichte „Meine Zeit“, aus dem Jahr 1916 und von Wilhelm Klemm verfasst, sowie „Schluss des 1648sten Jahres“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1648, thematisieren beide die Zeit des Krieges, einmal im Expressionismus, einmal im Barock, und werden diesbezüglich im Folgenden auf Inhalt und Formalität verglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2	Auffällig ist hierbei die Erwähnung des Jahres 1648, das das letzte Jahr dieses Krieges ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3	Ebenfalls das Gedicht von Klemm lässt bereits aus dem Titel schließen, wovon das Gedicht handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4	Einen Zusammenhang zwischen den beiden Gedichten bildet das auf den ersten Blick erkennbare Sonett, das für den Barock eine typische Gedichtform ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5	Zurückzuführen ist das auf die damals herrschende göttliche Ordnung, unter deren Vorgaben die Dichter keine Freiheiten beim Dichten hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6	Worte wie „Schmerzen“ (Gryphius, V.1) und „Angst“ (Gryphius, V.2) erzeugen in beiden Gedichten eine dunkle Atmosphäre, die sich in beiden Fällen auf den Krieg beziehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7	Das lyrische Ich macht sich hierbei also Gedanken darüber, wo Gott in solchen Zeiten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8	Das erste Terzett beginnt wieder mit dem Bezug zu Gott (vgl. Gryphius, V.9) und mit der Bitte des lyrischen Ichs an Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9	Die Verse „Gib, daß ich der Handvoll Jahre Froh/ wird eins vor meiner Bahre!“ (V.12f.) lassen darauf schließen, dass das lyrische Ich um Zeit bittet, damit es sein Innerstes wieder heilen kann von den erlittenen „Schmerzen“ (V.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10	Dass es unter dem Krieg gelitten hat, lässt die Bitte, „eins“ (v.13) werden&lt;br /&gt;
zu können, vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11	Dieser Schmerz wird ebenfalls in Klemms Gedicht deutlich, jedoch indirekter als in Gryphius‘ Gedicht, in dem dies als direkte Bitte formuliert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12	In Klemms Gedicht wird dies vor allem im Vers „[d]ie Seele schrumpft zu winzigen Komplexen“ (Klemm, V.7) deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ausruckfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Dies lange Zeit wirkte sich ebenfalls auf die damalige Bevölkerung aus, die vom Krieg vor allem müde waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 Hierbei wird die bereits erläuterte Verzweiflung deutlich, die sich hierbei vor allem im Betteln zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5 Der Vergleich ist gleichzeitig eine indirekte Frage nach dem Sinn des Lebens und somit wieder eine Andeutung bezüglich des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Die Weltuntergangsstimmung in Klemms Gedicht, erkennbar an den bereits erläuterten negativ konnotierten Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechtschreibfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Vor allem im ersten Quartett unterstützen die regelmäßige Form des Sonetts sowie der sechshebige Jambus und der umarmende Reim einen inhaltlich immer wiederkehrenden Aspekt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
10 Dabei fordert das lyrische Ich „[m]issgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke!“ (V.14) womit als Geschenk sein Leben gemeint ist, sodass wieder die des Todesangst des lyrischen Ichs deutlich wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Satzbau''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 Der neue Aspekt beginnt mit dem Vers „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!“ (V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Gedichte, bezüglich Formalität und Inhalt, viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Darunter die Sonettform, sowie den umarmenden Reim und den Schweifreim. Inhaltlich werden vor allem Themen wie Angst und Schmerz thematisiert in Bezug auf den Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Grammatikfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Durch die Ausrufe werden die Gefühle des lyrischen Ichs deutlicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zeichensetzungsfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Dadurch wird die Verzweiflung deutlicher sowie die Verzweiflung darüber, dass die vom Krieg verursachten „Schmerzen“ (V.1) nicht vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Im zweiten Quartett von Gryphius wird das Überirdische angesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zitatfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 Dabei behauptet es, „es ist genug geschlagen, / Angst und Ach genug getragen“ (V.9f.), was ebenfalls wieder eine Andeutung auf due Länge des Krieges ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1 Das vorliegende Gedicht mit dem Titel „Schluss des 1648sten Jahres“, das von Andreas Gryphius verfasst und im Jahr 1698 veröffentlicht wurde, thematisiert die Folgen des Dreißigjährigen Krieges sowie die Hinwendung zum Göttlichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z2 Bei Klemm handelt es sich um den Ersten Weltkrieg (1914-1918), während sich das Gedicht Gryphius` auf den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z3 Die Tatsache, dass so viele Menschen aufgrund der Folgen des Krieges starben, hat zu dem Gedanken, dass man jederzeit sterben könnte, beigetragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z4 Das lyrische ich wünscht sich, dass die schreckliche Zeit des Todes und des Leidens vorüber geht und äußert dadurch indirekt die Hoffnung, dass sie nicht mehr zurückkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z5 Die Tatsache, dass das lyrische Ich im Herzen stark verletzt ist und viel Leid empfindet, wird besonders durch den vorliegenden umarmenden Reim deutlich, denn durch diesen werden die Begriffe „Schmerzen“ (V.1) und „Herzen“ (V.4) miteinander verbunden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z6 Die rhetorische Frage und insbesondere die Metapher des geschmolzenen Schnees hebt die Vergänglichkeit des Lebens auf der Erde und somit allen irdischen Seins hervor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z7 Dies könnte möglicherweise daran liegen, dass es die Hälfte seines Lebens im Krieg gelebt hat und nun durch das Göttliche auf ein besseres Leben hofft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z8 Dies zerbricht in gewisser Weise die Regelmäßigkeit des Gedichts und somit auch die Regelmäßigkeit des schweren Lebens während des Krieges. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z9 Die Tatsache, dass das lyrische Ich noch nicht sterben möchte, wird zudem durch die Aussage „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke“ (V.11) deutlich.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z10 Dem wird die Aussage „Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke“ (V.14) angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z11 Die Tatsache, dass das lyrische Ich dieses als „lieblich[.]“ (ebd.) bezeichnet, hebt hervor, dass es trotz der Erlebnisse während des Krieges und der ständigen Konfrontation mit dem Tod daran glaubt, dass das Leben etwas Gutes und ein Geschenk ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R1 Zudem weist das Gedicht Gryphius` keinen Bezug zur Industrialisierung auf, was dadurch zu erklären ist, dass jene zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2 Daraufhin folgt das erste Terzett mit der Aussage „Herr, es ist genung geschlagen, / Angst und Ach genung getragen“ (V.9 f.), was darauf hindeutet, dass es notwendig ist, dass bessere Zeiten kommen, da der Krieg und der Tod bereits genug Leid angerichtet haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R3 Dies deutet wiederum an, dass es Zeit ist für etwas Neues, ein besseres Leben, was durch den Bruch in dem Versmaß deutlich wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr1 Die Interpunktion am Ende dieser Aussage betont die Notwendigkeit des Endes des Krieges aufgrund der vielen Jahre der Zerstörung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr2 Dies betont insbesondere den seelischen Schmerz der Menschen während des Krieges sowie Memento-Mori, da die Menschen in dem Bewusstsein lebten, dass sie jederzeit sterben könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1 Die Anapher „Zeuch hin“ (V.1 / V.2 / V.3) betont dabei die Notwendigkeit des Endes des Krieges aufgrund des Leids der Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2 Des Weiteren gab es während den Jahren des Krieges „viele Leichen“ (V.3), was ein weiteres Mal die Auswirkungen des Krieges betont, da durch jenen viele Menschen starben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1 Bei der Form des Gedichtes liegt jedoch neben allen gleichen Regelmäßigkeiten in den Gedichten ein Unterschied vor, da in dem Gedicht Klemms ein fünfhebiger Jambus vorliegt, während bei dem Gedicht Gryphius` ein Alexandriner, bestehend aus sechshebigen Jamben und der Mittelzäsur, zu erkennen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W2 Dies stellt zudem einen Kontrast zu dem Gedicht Klemms dar, da dort keine Hinwendung zum Göttlichen thematisiert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W3 Während die Sonne am Mittag anzeigt, dass die Hälfte des Tages vorbei ist, zeigt sie in diesem Kontext und in Bezug auf das Leben des lyrischen Ichs auch dessen Hälfte an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W4 Das Göttliche wird in dem Gedicht Klemms nicht thematisiert, was die resignative Haltung des lyrischen Ichs in jenem begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W5 Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gedichte „Meine Zeit“ von Wilhelm Klemm und „Schluss des 1648sten Jahres“ von Andreas Gryphius inhaltlich und formal (in Darstellung und Gestaltung) in den meisten Punkten übereinstimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T1 Dies ist darauf zurückzuführen, dass zur Zeit des Barock eine Hinwendung zum Jenseits und somit zum Überirdischen beziehungsweise Göttlichen stattfand, da die Menschen versuchten, sich an die Religion zu wenden, da sie durch den Krieg und dessen Folgen viel Leid erfuhren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zit.1 Insbesondere das Verb „bedenke“ (ebd.) und das Substantiv „Geschenke“ (ebd.) deutet das Carpe-diem -Motiv an, welches besagt, man solle den Tag nutzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bz1 zudem verdeutlicht dieser Gedanke, dass man jederzeit sterben könnte, die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens (Vanitas-Motiv).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G1 Im Folgenden werde ich das Gedicht von Gryphius analysieren und anschließend dieses mit dem Gedicht von Klemm hinsichtlich der Darstellung und Gestaltung der Krisenerfahrung der jeweiligen Zeit vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G2 Das erste Quartett beginnt dabei mit der Aussage ,,Zeuch hin, betrübtes Jahr!“ (V.1), wobei hier der Titel untermauert wird, da das lyrische Ich fordert, dass das Jahr vorbeigehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G3 Zusammenfassend ist zu sagen, dass das lyrische Ich reflektiert und sich an den Krieg und die Folgen erinnert und die Folgen beschreibt und dabei fordert, eine bessere Zeit kommen solle, wobei hier der Imperativ und die Interpunktion die Forderung unterstützen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G4 Denn nach den Forderungen im ersten Quartett, dass das Leid verschwinden solle, bittet das lyrische Ich ,,Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!“ (V.11) und es wird auch Hoffnung auf ein paar Jahrebesserer Zeit ausgedrückt, was durch die Aussage ,,Gib, daß ich der Handvoll Jahre/ Froh werde eins vor meiner Bahre!“ (V. 12 f.) hervor kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G5 Im zweiten Gedicht verdeutlicht die geordnete Struktur die von Gott gegebene Weltordnung und die Unterordnung sowie die religiöse Orientierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R1 Der Titel ,,Schluss des 1648sten Jahres“ verdeutlicht dabei die Hoffnung auf eine bessere Zeit, da nun der Dreißigjährigen Krieg vorbei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2 Das Gedicht ist dabei in zwei Quartette und zwei Terzette unterteilt, wobei in den Quartetten ein umarmender  Reim zu erkennen ist und in den Terzetten ein Schweifreim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R3 Dabei erinnert und reflektiert das lyrische Ich die Zeit des Krieges, indem es sagt ,,mit meiner Angst und überhäuften Weh“ (ebd.), welchen es erlebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R4/5 Durch die Beschreibung und Reflexion des Erlebten während des Krieges wird die allgegenwärtige Vergänglichkeit während des Dreißigjährigen Krieges verdeutlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R6 Durch das Possessivpronomen ,,dein“ (ebd.) wird zum Ausdruck gebracht, dass das lyrische Ich das Leben als von Gott gegeben betrachtet, da damit Gott angesprochen wird und auch das Vertrauen in Gott zum Ausdruck gebracht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R7 Dies wird durch die Aussagen ,,Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!/ Zeuch so viele Leichen nach!“ (V.2 f.) deutlich, da hier die Folgen des Krieges beschrieben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R8 Während hingegen im ersten Gedicht nur die Zerstörung und die Orientierungslosigkeit beschrieben wird, wird im Gedicht Gryphius' auch ein gewisser Hoffnungsaspekt aufgegriffen, der in Klemms Gedicht nicht auftaucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R9 Eine entscheidende Gemeinsamkeit ist jedoch der Ausdruck der Vergänglichkeit im ersten Gedicht ,,Die Stunden kreisen schneller“ (V.8) und im zweiten Gedicht durch die Metapher ,,verschmelzter Schnee“ (V.6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1 Das Ausrufezeichen verdeutlicht dabei die Notwendigkeit, dass das Jahr und somit die betrübte Zeit vorbei gehen sollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2 Auf sprachlich-formaler Ebene fällt auf, dass beide Gedichte in der Form eines Sonetts verfasst sind, wobei die Gedichte in zwei Quartette und zwei Terzette aufgeteilt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wh1 Dies wird auch in der nächsten Aussage ,,Zeuch hin mit meinem Schmerz!“ (V.1) deutlich, da der Imperativ des Verbs ,,Ziehen“ (ebd.) die Forderung verdeutlicht, wobei der Ausdruck ,,mit meinen Schmerz“ (ebd.) hervorhebt, dass das lyrische Ich viel Leid erfahren hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wh2 Das nächste Quartett setzt dabei mit der Aussage ,,Herr, vor dem unser Jahr als ein Geschwätz und Scherz“ (V.5) ein, wobei das lyrische Ich Gott anspricht, wodurch deutlich wird, dass es im Krieg seinen Glauben an Gott und somit das Ewige nicht aus den Augen verloren hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1 Dabei erinnert sich das lyrische Ich an ,,so viel[e] Leichen“ (V.3), die es aufgrund des Krieges gab, da viele Menschen ihr Leben im Krieg gelassen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W2 Die Aussage ,,die Last von diesem Herzen“ (ebd.) verdeutlicht, dass das lyrische Ich vom Krieg mitgenommen ist und das Erlebte Verzweiflung und Schmerz beim lyrischen Ich auslöst, sodass es sich nun am Kriegsende wünscht den Kummer und den Krieg vergessen zu können und dabei auch eine gewisse Sehnsucht nach einer besseren Zeit ausgedrückt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W3 Zudem ist ein weiterer Unterschied die Orientierungslosigkeit im ersten Gedicht, wobei diese durch die Aussage ,,Tot ist die Kunst“ (V.8) deutlich wird und die religiöse Orientierung im zweiten Gedicht, wobei diese durch die Ansprache ,,Herr“ (V. 5) deutlich wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1 Das letzte Terzett beginnt ebenfalls mit einer Bitte: ,,Gib, daß ich der Handvoll Jahre/ Froh werd eines vor meiner Bahre!“ (V. 12f.), wobei durch das ,,Gib“ (ebd.) zu der vorherigen Aussage eine Anapher geschaffen wird, wodurch die Bitte betont wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z2 Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Thema, Zerstörung des Krieges, gleich ist, jedoch im zweiten Gedicht die Hoffnung durch Gott eine Rolle spielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sb1 Bei beiden Gedichten ist die Struktur ein Sonett, wobei die Funktion jedoch unterschiedlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird das Gedicht &amp;quot;Schluss des 1648sten Jahres&amp;quot; analysiert sowie mit dem Gedicht &amp;quot;Meine Zeit &amp;quot;, in Bezug auf die Darstellung und Gestaltung, verglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Schluss des 1648sten Jahres&amp;quot;, veröffentlicht 1698 und geschrieben von Andreas Gryphius, thematisiert die Sehnsucht nach einem Umbruch aufgrund der herrschenden Not.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ersten Sinnabschnitt umfasst das erste Quartett, indem zuerst das vergangene Jahr beschrieben wird, welches von &amp;quot;Schmerzen&amp;quot;(V.1), &amp;quot;Angst&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;Leichen&amp;quot;(V.3) geprägt war. Dies ist auf den damals herrschenden 30 jährigen Krieg zurückzuführen. Aufgrund der Länge des Krieges wirkte er endlich, was durch die Sonettform unterstützt wird. Sie verschafft den Eindruck von Regelmäßigkeit. Auch das barocktypische Versmaß des Alexandriners lässt sich auf diese Weise deuten. In den Quartetten lässt sich jeweils ein umarmender Reim finden und in den Terzetten ein Schweifreim , mit überwiegend weiblichen Kadenzen. Diese hinterlassen ebenso den Eindruck eines endlichen Fortgangs des Krieges, da männliche Kadenzen eher als Ende gesehen werden können. Durch die Beschreibung der Sehnsucht nach einer Veränderung (vgl. V.4) wird zudem die Hoffnung auf eine positive Veränderung deutlich, da das lyrische Ich dies als möglich betrachtet. Die Anaphern in der ersten Strophe des Wortes &amp;quot;Zeuch&amp;quot;(V.1,2,3) betonen dabei die gewünschte Veränderung. Außerdem wird durch den Reihungsstil in der ersten Strophe, dem Leser schlagartig die herrschenden Krisen vermittelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt umfasst das 2. Quartett sowie die beiden Terzette. Hier wird sich besonders auf die Ansprache Gottes fokussiert. Zu Beginn wird durch die Darstellung des Jahres &amp;quot;als ein Geschwätz und Scherzen&amp;quot;(V.5), die Nichtigkeit des irdischen Lebens im Vergleich mit dem Leben mit Gott hervorgehoben.  Außerdem bittet das lyrische Ich um mehr Lebenszeit angesichts des eigenen mittleren Lebensalters. Unterstützt wird dies durch die Analogie der &amp;quot;ausgebrennten Kerzen&amp;quot;(V.8). Der Vanitas- Gedanke wird unter anderem auch durch die Metapher des Sonnenstandes (V.7) unterstützt. Im ersten Terzett wird die gebetsartige Form durch die ansprache &amp;quot;Herr&amp;quot;(V.9) zu Beginn deutlich. Außerdem möchte das lyrische Ich sich &amp;quot;recht bedenke[n]&amp;quot;(V.11), also mehr Lebenszeit erwerben um ein persönliches Seelenheil zu erlangen. Das zweite Terzett ist die Fortsetzung des Gebets. Jedoch fokussiert sich das lyrische Ich dabei darauf, das weitere Leben erfüllter erleben zu dürfen. Um dies zu manifestieren verwendet er die Metapher des &amp;quot;liebliche[n] Geschenke&amp;quot;(V.14). Am Anfang jedes Verses im zweiten Terzett ist jeweils immer ein Imperativ (V.12-14). Diese betonen die ausdrückliche Bitte nach Veränderung. &lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in dem Gedicht die Sehnsucht nach einer Veränderung zum Ausdruck kommt, verursacht durch die Krisensituation des 30-jährigen Krieges. Sprachlich- Formal wird dies durch die Verwendung von Imperativen, Metaphern sowie Anaphern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Darstellung der beiden Gedichte ist zuerst einmal auffällig, dass beide Gedichte in der Form  eines Sonetts geschrieben sind. Bei dem Gedicht &amp;quot;Meine Zeit&amp;quot; wirkt dies jedoch kontrastierend zum Inhalt, wohingegen es mit seiner Regelmäßigkeit den Inhalt bei Gryphius unterstützt. Die Reihungen der verschiedenen Erlebnisse wird ebenfalls in beiden Gedichten verwendet, wie beispielsweise bei Klemm in der ersten Strophe oder bei Gryphius in der ersten Strophe. Sie intensivieren die Erlebnisse und verschaffen dem Leser einen besseren Eindruck vom geschehen. Außerdem wird in beiden Gedichten das jeweilige Jahr angesprochen. Um sich zu beschweren wird beispielsweise gesagt &amp;quot;Zeuch hin, betrübtes Jahr!&amp;quot; oder bei Klemm &amp;quot;O meine Zeit&amp;quot;(V.9). Zudem verwenden beide Autoren den Begriff &amp;quot;Meine Zeit&amp;quot;. Bei Klemm geschieht das in der Überschrift und bei Gryphius in Vers sechs. Dadurch wird deutlich, dass sich die beiden lyrischen Ichs bewusst sind, dass es sich um ihre eine persönliche Zeit handelt und somit auch um ihre eigene Wahrnehmung. Auch wurden beide Gedichte zu einer Zeit geschrieben in dem es einen fundamental-historischen Einschnitt gab in Form eines Krieges. Bei Gryphius ist dies der 30-jährige Krieg und bei Klemm der 1. Weltkrieg. Im Zuge dessen werden die Reflexionen der jeweiligen Zeiten in der Literatur ihrer Zeit widergespiegelt wobei beide Gedichte typische Beispiele für ihre Epoche sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschiedlich ist besonders die Verwendung des Wortes &amp;quot;Zeit&amp;quot;. Bei Klemm ist dies allgemeiner gefasst und beschreibt den historischen Abschnitt einer ganzen Generation, wohingegen bei Klemm lediglich ein bestimmtes Jahr gemeint ist. Außerdem lässt sich ein Unterschied in der Einstellung der lyrischen Ichs feststellen. Bei Klemm ist diese eher hoffnungs- und perspektivlos was besonders an der Metapher &amp;quot;so namenlos zerrissen&amp;quot;(V.9) deutlich wird. Gryphius hingegen wirkt mit seiner Ansprache an Gott, besonders in den beiden Terzetten, hoffnungsvoll, da er durch seine Bitten deutlich macht, dass er es für möglich hält, dass eine positive Veränderung eintreten kann. Ein weiterer Unterschied ist der Ich-Bezug. Bei Gryphius haben die  Erfahrungen des lyrische Ichs einen höheren Wert, was durch die Nennung der &amp;quot;Schmerzen&amp;quot;(V.1) zum  Ausdruck kommt. Bei Klemm werden die Erfahrungen des lyrischen Ichs schlichtweg nicht genannt. Zudem herrscht bei Gryphius ein gewisser Transzendenzbezug, welcher besonders durch die gebetartige Form deutlich wird (vgl. V.5-14). Bei Klemm fehlt diese Sinnperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassen lässt sich sagen, dass er die Krisensituation durch die Hinwendung an Gott bewältigt wird sowie, dass es ein typisches Gedicht der Barockzeit ist. Klemm stellt dagegen die Sinnhaftigkeit des Lebens in Frage und weißt dabei ebenso typisch expressionistische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechtschreibfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: … thematisiert die Zerstörung durch den Ersten Weltkrieg und durch die voranschreitende Industrialisierung...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: Beispielsweise „Riesenstädte“ (V.1) und „verblaßte Länder“ (V.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Im Gegenzug dazu stehen „verblaßte Länder“ (V. 2), damit sind Länder gemeint, die schwach geworden sind bzw es gerade werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Das Verblassen von Ländern (vgl. V. 2) verdeutlicht also noch einmal die Zerstörung, die durch den Ersten Weltkrieg stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5: Des Weiteren wird gesagt, dass „[d]ie Seele [ zu winzigen Komplexen ] schrumpft“ (V.7) es bedeutet, dass der Kopf, eher gesagt das Gehirn, kaum noch gebraucht werden, es geht nur noch um den Krieg...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: „Die Stunden kreisen schneller“ (V.8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7 + 8: Diese negativen Äußerungen werden abschließend noch einmal negativ dargestellt, da das lyrische ich darum bittet, dass eine solche „Zeit“ (V.9) nicht noch einmal kommt, denn es sagt „Wie du, will keine, keine mir erscheinen“ (V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9: … da diese „furchtlos“ (V.14) ist und somit viel gefährlicher zu sein scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch das Gedicht „Meine Zeit“, starke Kritik an der expressionistischen Epoche geäußert wurde und sie von Unzufriedenheit geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11:... im Jahr 1648 und veröffentlicht 1698, in der Epoche des Barocks, thematisiert das Ende des 30-jährigen Kriegs und die Wünsche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12:  ...(d.h. 4 Strophen, davon zwei Quartette und zwei Terzette).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13: Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschiedene Gruppen gekämpft haben, das gesamte Gedicht erinnert an ein Gebet, worauf im späteren Teil der Analyse noch einmal eingegangen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14: Es soll weg sein mit all den „Schmerzen“ (V.1) des lyrischen Ichs und seinen Ängsten (vgl. V. 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15: …, dass das lyrische ich circa mittleren Alters ist, also die Hälfte seines Lebens vorbei ist, jedoch noch einiges vor sich hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16: Abschließend sagt es, Gott solle ihm nicht „[s]ein liebliches Geschenk […] [mißgönne[n]]...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17:Alles in allem kann man sagen, dass die Menschen nach der Kriegszeit froh waren, dass diese vorbei ist und glücklich weiterleben wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zeichensetzungsfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: … und damit verbunden die Unzufriedenheit der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: Für den Expressionismus waren unregelmäßige Verse und viele Zeilenumbrüche normal, das vorliegende Gedicht allerdings ist in einer Sonetform geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Die erste Strophe (V. 1-4) spielt auf eine Art Apokalypse an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Das Verblassen von Ländern (vgl. V. 2) verdeutlicht also noch einmal die Zerstörung, die durch den Ersten Weltkrieg stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5: Die zweite Strophe (V. 5-8) spielt sehr stark auf die fortschreitende Industrialisierung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: Dass [i]n Wolkenfernell [die Propeller] trommeln“ (V. 5) deutet zum einen auf den Krieg hin, da es nun Flugzeuge gab, die als Kampfflugzeuge oder Kriegsflugzeuge galten, zum anderen deutet es auf die Industrialisierung hin, da es den technischen Fortschritt verkörpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7: … bzw Herstellung von Materialien mit Hilfe von Maschinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8: … dass die Handarbeit vollständig durch Maschinen ersetzt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9 + 10: Beide vertreten das Reimschema eines umarmenden Reims, wodurch eine Art Rahmen bzw Abgrenzung zwischen Strophe eins und zwei und zwei und drei geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11: … „namenslos zerissen“ (V.9) oder „daseinsarm im Wissen“ (V.10), diese werden unterstützt durch die Repetitio „so“ (V. 9,10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12+13: Die „Zeit“ (V.9) des lyrischen Ichs ist „namenslos zerrissen“ (ebd.), „ohne Stern“ (ebd.) für Hoffnung steht, z.B. Hoffnung auf Frieden, und ebenfalls von Dummheit (vgl. V. 10) geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14: … in der das Gedicht geschrieben wurde, verglichen (vgl. V. 13 f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15+16+17: … bedrohlich sei, wie die „Zeit“ (V.9 , vgl. V. 11f.), da diese „furchtlos“ (V. 14) ist und somit viel gefährlicher zu sein scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18: In den zwei Terzetten reimen sich jeweils die ersten beiden Verse und der letzte Vers der 3. Strophe mit dem letzten Vers der 4. Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19: Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschiedene Gruppen gekämpft haben...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20+21: Die erste Strophe verwendet oft Wiederholungen des Wortes „Zeuch“ (V. 1,2,3), dieses ist ein veraltetes Wort für „zieh“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22: Mit der Metapher „[f]ällt meine Zeit“ (V.6) ist die Lebenszeit, die zu Ende geht, also der Tod, gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23: Diese Anapher verdeutlicht den Bezug zum 30-jährigen Krieg, da dieser ein Glaubenskrieg war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24: Das lyrische Ich meint, die Menschen wurden genug gequält und haben genug ertragen (vgl. V. 9f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26:  Die Anapher unterstreicht den Wunsch nach Frieden und Fröhlichkeit, die Forderung lautet nun, „Gib daß ich der Handvoll Jahre / Froh werd“ (V. 12f.), das lyrische Ich möchte glücklich sterben und noch etwas leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27: Das Gedicht „Meine Zeit“ stammt aus der Literaturepoche des Expressionismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28: Dies unterstreicht die Unzufriedenheit des Volkes zu jener Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29: … und stellt Forderung auf, wie „ laß doch […] / [m]ich noch nicht untergehn „ (V.7 f. , Gryphius).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30:  … Reimschemata sind in den ersten beiden Strophen, welche die beiden Quartette bilden, umarmender Reime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31:  … der letzte von der dritten Strophe mit dem letzten von der vierten Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32+33: Die Menschen sind 1916 ebenfalls unzufrieden, auf Grund der Industrialisierung, viele Arbeiter müssen in die Stadt ziehen und in Fabriken arbeiten, weil Maschinen ihre alte Arbeit ersetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Grammatikfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: „Gespensterbrauen“ (V. 4) gelten als Zeichen der Endzeitstimmung und als Anspielung auf eine Apokalypse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2:  Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschiedene Gruppen gekämpft haben, das gesamte Gedicht erinnert an ein Gebet, worauf im späteren Teil der Analyse noch einmal eingegangen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Deswegen bittet es darum, jetzt noch nicht zu sterben bzw unterzugehen (vgl. V. 8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4+5: Das lyrische Ich meint, die Menschen seien genug gequält worden und hätten genug ertragen (V. 9f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: Alles in allem kann man sagen, dass die Menschen nach der Kriegszeit froh waren, dass diese vorbei war und sie glücklich weiterleben wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7: … mit dem Schwerpunkt auf der Darstellung der Krisenerfahrungen zu der jeweiligen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8: In den Terzetten (jeweils) letzten beiden Strophen, reimen sich immer der erste der zweite Vers, und der letzte von der dritten Strophe mit dem letzten von der vierten Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ausdrucksfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: … bzw. Abgrenzung zwischen den ersten beiden Strophen und der zweiten und der dritten Strophe geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: … oder „daseinsarm im Wissen“ (V. 10), unterstrichen werden diese durch die Repetitio „so“ (V. 9,10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Diese negativen Äußerungen werden abschließend noch einmal schlecht dargestellt, da das lyrische Ich darum bittet, dass eine solche „Zeit“ (V. 9) nicht noch einmal kommt, denn es sagt „wie du, will keine, keine mir erscheinen“ (V. 11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch das Gedicht „Meine Zeit“, die Literaturepoche des Express schlecht dargestellt wird, und diese sehr von Unzufriedenheit geprägt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5: Es soll verschwinden mit all den „Schmerzen“ (V. 1) des lyrischen Ichs und seinen Ängsten (vgl. V. 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: … dass das lyrische Ich circa mittleren Alters ist, also die Hälfte seines Lebens vorbei ist, er jedoch noch einiges vor sich hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7: Die Anapher unterstreicht denWunsch nach Frieden und Fröhlichkeit, die Forderung lautet nun „Gib, daß ich der Handvoll Jahre / Froh werd“ (V. 12f.), das lyrische Ich möchte noch etwas Zeit zu Leben, da es nur das Leben im Krieg kennt und vor allem möchte es glücklich werden bevor es stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satzbaufehler:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: Außerdem verschwinden manche Länder komplett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschieden Gruppen gekämpft haben. Dass das vorliegende Gedicht mit diesem Krieg in Zusammenhang steht lässt sich daran nachweisen, dass es an ein Gebet erinnert (Darauf wird im späteren Teil der Analyse noch einmal eingegangen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Das lyrische Ich scheint das alte, schreckliche Jahr (1648) vertreiben zu wollen (vgl. V. 1), da (zeuch hin“ (ebd.) wiederholt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Deswegen bittet er darum, jetzt noch nicht zu sterben bzw. unterzugehen (vgl. V. 8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5: Durch die eben benannte Anapher wurde eine Verbindung zur zweiten Strophe hergestellt und durch die wiederholte Forderung, eine Pause von all den schrecklichen Dingen zu erlangen, wird diese verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: Die Anapher unterstreicht den Wunsch nach Frieden und Fröhlichkeit, die Forderung lautet nun „Gib daß ich der Handvoll Jahre / Froh werd“ (V. 12f.), …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7: … geschrieben von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1698, von seinem Sohn, miteinander  verglichen, mit dem Schwerpunkt auf dessen Darstellungen der Krisenerfahrungen zu der jeweiligen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zitierfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: Beispielsweise „Riesenstädte“ (V.1) und „verblaßte Länder“ (V.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: Dennoch wird dann ein eher positiver Aspekt genannt: die „Stunden kreisen schneller“ (V.8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Das lyrische Ich kommt hier zu dem Entschluss, dass das gefährliche Mischwesen nicht so schrecklich und bedrohlich sei, wie die „Zeit“ (V.9, vgl. V. 11f.), da diese „furchtlos“ (V. 14) ist und somit viel gefährlicher zu sein scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Abschließend sagt es, Gott solle ihm nicht „[s]ein liebliches Geschenk […] [mißgönne[n]]“ (V.14), das Geschenk steht metaphorisch für das Leben, da dieses von Gott gegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“, geschrieben von Andreas Gryphius im Jahr 1648 und veröffentlicht 1698, in der Epoche des Barocks, thematisiert das Ende des 30-jährigen Kriegs und die Wünsche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist in der Sonnettform geschrieben (d.h. 4 Strophen, davon zwei Quartette und zwei Terzette). Das Metrum ist ein Alexandriner (6-hebiger Jambus), der ein typisches Merkmal für die Literaturepoche des Barocks ist. Am Ende der Verse findet man abwechselnd weibliche und männliche Kadenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe (V. 1-4) beschäftigt sich mit dem zurückliegenden, 30-jährigen Krieg, der von 1618 bis 1648 wütete. Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschiedene Gruppen gekämpft haben, das gesamte Gedicht erinnert an ein Gebet, worauf im späteren Teil der Analyse noch einmal eingegangen wird. &lt;br /&gt;
Die erste Strophe verwendet oft Wiederholungen des Wortes „Zeuch“ (V. 1,2,3), dieses ist ein veraltetes Wort für „zieh“. Das lyrische Ich scheint das alte, schreckliche Jahr (1648) vertreiben zu wollen (vgl. V. 1), da „zeuch hin“ (ebd.) wiederholt wird. Das Jahr war ein „betrübtes Jahr“ (ebd.), ein trauriges und grauenvolles Jahr für das lyrische Ich. Es soll aufhören und beendet sein, mit all den „Schmerzen“ (V. 1) des lyrischen Ichs und seinen Ängsten (vgl. V. 2). Es gab viele Tote (vgl. V.3), in diesem Jahr. Zusätzlich wird durch die immer wieder auftretende Anapher verdeutlicht, dass das alte, schlimme Jahr nun vorbei ist und es nun einen Neuanfang gibt.&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe (V. 5-8) weist Ähnlichkeiten mit einem Gebet auf, da zu Beginn der Strophe Gott mit „Herr“ (V. 5) angesprochen wird. Mit der Metapher „[f]ällt meine Zeit“ (V.6) ist die Lebenszeit, die zu Ende geht, also der Tod, gemeint. Dieser wird verglichen mit schmelzenden Schnee (vgl. V.6), eingeleitet wird der Vergleich mit „wie“ (ebd.). Das lyrische Ich bittet darum noch etwas leben zu dürfen, da es sagt „die Sonn [steht] gleich in der Mittagshöh“ (V.7), „[laß] [m]ich noch nicht untergehn“ (V.8). Die Bitte wird eingeleitet mit „laß doch“ (V.7). Die Mittagshöh steht metaphorisch für das Leben: Ein Tag stellt das gesamte Leben dar, so zeigt die Aussage „gleich […] Mittag [...]“ (ebd.), dass das lyrische Ich circa mittleren Alters ist, also die Hälfte seines Lebens vorbei ist, es jedoch noch einiges vor sich hat. Deswegen bittet es darum jetzt noch nicht zu sterben bzw. unterzugehen (vgl. V.8). Die Repetitio „gleich“ (V. 7,8) verstärkt dies und den als nächstes kommenden Vergleich mit einer „ausgebrannten Kerze [...]“ (V.8).&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe (V. 9-11), setzt wieder mit „Herr“ (V.9) ein. Diese Anapher stellt eine Verbindung zum 30-jährigen Krieg her, da dieser ein Glaubenskrieg war. Das lyrische Ich meint, die Menschen seien genug gequält worden und hätten genug ertragen (vgl. V. 9 f.). Verdeutlicht wird dies durch die Alliterationen „genug geschlagen“ (V.9) und „genug getragen“ (V. 10). Durch die eben benannte Anapher wird eine Verbindung zur zweiten Strophe geschaffen, durch die Forderung, eine Pause von all dem schrecklichen zu haben ebenfalls (vgl. V. 11). Diese Forderung beginnt mit „Gib“ (V.11), genau wie die Forderung in der nächsten und letzten Strophe (V. 12-14). Die Anapher unterstreicht denWunsch nach Frieden und Fröhlichkeit, die Forderung lautet nun „Gib, daß ich der Handvoll Jahre / Froh werd“ (V. 12f.), das lyrische Ich möchte noch etwas Zeit zu Leben, da es nur das Leben im Krieg kennt und vor allem möchte es glücklich werden bevor es stirbt. Abschließend sagt es, Gott sollte ihm nicht „[s]ein liebliches Geschenk […] [mißgönne[n]“ (V.14), das Geschenkt steht metaphorisch für das Leben, da dieses von Gott gegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kann man sagen, dass das lyrische Ich nur das Leben im Krieg kannte und Gott darum bittete ihm eine Chance zu geben, ein glückliches Leben zu führen, was während des Kriegs nicht möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vergleich''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Gedichte „Meine Zeit“, geschrieben von Wilhelm Klemm und veröffentlicht 1916, und „Schluss des 1648sten Jahres“, geschrieben von Andreas Gryphius und 1698 von seinem Sohn veröffentlicht, miteinander verglichen, mit dem Schwerpunkt auf deren Darstellungen der Krisenerfahrungen zu der jeweiligen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Meine Zeit“ stammt aus der Literaturepoche des Expressionismus. Diese war geprägt vom Ersten Weltkrieg und zusätzlich von der Industrialisierung. Das Gedicht „Schluss des 1648er Jahres“ stammt aus dem Barock, der 30-jährige Krieg war gerade zu Ende, worüber die Menschen froh waren, ganz im Gegenteil wie zu dem Gedicht von Klemm. Durch die genannten Krisen gibt es im Gedicht „Meine Zeit“ viele Beschwerden, wie „Tot ist die Kunst“ (V.8, Klemm) oder „[M]eine Zeit […] [s]o namenlos zerrissen, / so ohne Stern, so daseinsarm im Wissen“ (V.9f., Klemm). Dies unterstreicht die Unzufriedenheit der Menschen zu der damaliegen Zeit.&lt;br /&gt;
Gryphius beschwert sich allerdings nicht in seinem Gedicht, sondern scheint das alte Jahr vertreiben zu wollen, erkennbar durch „Zeuch hin“ (V. 1,2,3; Gryphius), und stellt Forderungen auf, wie „laß doch […] / [m]ich noch nicht untergehn“ (V.7f., Gryphius). Außerdem verwendet Klemm nur wenige Stilmittel, Gryphius hingegen sehr viele. Zur Form ist zu sagen, dass beide Gedichte in der Sonettform geschrieben sind. Die Metren sind jedoch verschieden: Gryphius Gedicht enthält ausschließlich 6-hebige Jamben, auch Alexandriner genannt, das Gedicht von Klemm enthält hingegen nur 5-hebige Jamben. Die Reimschemata sind allerdings wieder die selben. Bei beiden Gedichten, sind die beiden Quartette zu Beginn umarmende Reime. In den Terzetten (jeweils) die letzten beiden Strophen, reimen sich immer der erste und der zweite Vers, und der letzte von der dritten mit dem letzten von der vierten Strophe. Damit schaffen beide Autoren eine Verbindung zwischen den einzelnen Strophen. Nun ist allerdings ergänzend zu sagen, dass die Sonettform typisch für den Barock ist, allerdings sehr untypisch für den Expressionismus. Normalerweise findet man im Expressionismus viele Zeilenumbrüche, keine Reime, kein Metrum. Das Gedicht „Meine Zeit“ ist also anders und gleichmäßiger, im Gegensatz zu anderen Gedichten aus dieser Zeit, das lässt darauf schließen, dass das lyrische &amp;gt;Ich ein Ende möchte, einen Umbruch. Das wiederum lässt sich auf den geschichtlichen Kontext beziehen: Der Krieg soll enden und die Menschen sollen wieder glücklich werden. Die Menschen sind 1916 ebenfalls unzufrieden, auf Grund der Industrialisierung, viele Arbeiter müssen in die Stadt ziehen und Fabriken arbeiten, weil Maschinen ihre Arbeit ersetzt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend lässt sich sagen, dass beide Gedichte sich mit Krieg beschäftigen, jedoch gehen sie damit auf unterschiedliche Art und Weise um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schluss des 1648sten Jahres“, welcher von Andreas Gryphius verfasst und 1698 veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein Gedicht aus der Epoche des Barocks. Thematisiert wird das Ende des Dreißigjährigen Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift des Gedichts weist auf die Hauptthematik des Textes hin. Somit wird das Ende, also das letzte Jahr des 30. Jährigen Krieges, thematisiert. Dieses betrübte Jahr soll mit all seinen Schmerzen hinziehen (vgl. V. 1). Schon gleich im ersten Vers wird die Haltung, die Gryphius zu dieser Zeit hatte, verdeutlicht. Das lyrische Ich wünscht sich ein neues, harmonisches Leben durch Gottes Hilfe. Durch die Ausrufe „Zeuch hin mit meinen Schmerzen! / Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!“ (V. 1f.), wird die jahrelange Angst und Zerstörung verdeutlicht. Auch die zu Beginn erkennbare Anapher stellt die große Menge an Leid, die das lyrische Ich erlitten hat, in den Vordergrund. Das lyrische Ich möchte diese schreckliche Zeit, welche von Hass, Zerstörung und Tod geprägt ist, endlich los werden und macht ebenfalls durch die Anapher deutlich, dass damit nun endlich Schluss sein muss. Die Nomen „Schmerzen“ (V. 1), „Angst“ (V.2) und „Weh“ (V. 2) beschreiben noch einmal die Nachwirkungen, welche der Krieg mit sich brachte. Durch den Ausruf „Zeuch so viele Leichen nach!“ (V. 3) wird die depressive Stimmung noch einmal hervorgehoben. Am Ende der ersten Strophe heißt es: „Bedrängte Zeit, vergeh / Und führe mit dir weg die Last von diesem Herzen!“ (V. 3f.). Bei dieser Aussage spricht das lyrische Ich vermutlich Gott an, mit der Bitte das lyrische Ich von den seelischen Folgen des Krieges zu befreien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist in der, im Barock sehr häufig verwendeten Sonettform verfasst. Es besteht aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Das Reimschema der Quartette lautet: abba, abba. Somit handelt es sich bei den Quartetten um einen umarmenden Reim. Das Reimschema der Terzette lautet: ccd, eed und kann somit als Schweifreim bezeichnet werden. Außerdem sind in den Quartetten durchgehende Alexandriner zu erkennen, welche ebenfalls in den letzten Versen der Terzette festzustellen sind. In den je zwei ersten Versen der Terzette sind vierhebige Trochäen vorzufinden. Hinzukommend sind überwiegend weibliche Kadenzen zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Quartett setzt mit der persönlichen Ansprache „Herr“ (V. 5) ein, wodurch die Bitte an Gott deutlicher wird. Anschließend vergleicht das lyrische Ich das Jahr 1648 mit „Geschwätz und Scherzen“ (V. 5) und stellt Gott die rhetorische Frage, ob diese Zeit so vergänglich sei „wie ein verschmelzter Schnee?“(V. 6). Durch die Nomen „Geschwätz“ (ebd.) und „Scherzen“ (ebd.) wird die Bedeutungslosigkeit dieses Jahres sowie die Sinnlosigkeit des bisher im Krieg erlebten, verdeutlicht. Außerdem deutet das lyrische Ich auf das Ende seiner Lebzeit in Form des Todes hin, welche er mit „ausgebrannten Kerzen!“ (V. 8) vergleicht. Hinzukommend wird jedoch zum Ausdruck gemacht, dass das Leben so nicht zu Ende gehen darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Terzett setzt ebenfalls mit der Ansprache „Herr“ (V. 9) ein. Anschließend heißt es: „es ist genug geschlagen, / Angst und Ach genung getragen“ (V. 9f.). Durch diese Aussage wird verdeutlicht, dass das lyrische Ich in den vergangen Jahren unter den Folgen des Krieges sehr gelitten hat. Das lyrische Ich bittet: „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!“ (V. 11). Es wünscht sich also mehr Zeit, damit es sich noch um andere Sachen kümmern kann als zur Zeit des Krieges. Hier wird erneut deutlich, dass das lyrische sich ein neues und friedliches Leben ohne Ängste und Schmerzen wünscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Worum das lyrische Ich sich sorgen möchte wird in der zweiten Terzette deutlich. Diese leitet mit der Aussage „Gib, daß ich der Handvoll Jahre Froh / wird eins vor meiner Bahre!“ (V. 12f.) ein. Das lyrische Ich ist sich bewusst, dass es nicht mehr lange zu leben hat und möchte somit das Leid überwinden und noch ein freundliches und harmonisches restliches Leben erfahren dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“, welches erst im Jahre 1698 von Andreas Gryphius Sohn veröffentlicht, jedoch von Andreas Gryphius zur Zeit des Barocks und am Ende des Dreißigjährigen Krieges verfasst wurde, thematisiert die Folgen dieses Krieges und den Gedanken der Vergänglichkeit. Im Folgenden werde ich dieses Gedicht mit „Meine Zeit“ von Wilhelm Klemm unter sprachlichen und inhaltlichen Aspekten vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und ist in 2 Quartette und 2 Terzette unterteilt. In den beiden Quartetten liegt jeweils ein umschließender Reim vor, wobei der zweite und dritte Vers sich jeweils nicht reimen. Die beiden Terzette bilden einen Schweifreim, bei dem sich in der letzten Strophe jedoch auch die ersten beiden Verse nicht reimen. Dies lässt auf eine veränderte Form des Sonetts schließen. In den ersten beiden Quartetten liegt ein sechs-hebiger Jambus vor, aus diesem gehen größtenteils weibliche, aber auch männliche Kadenzen im jeweils zweiten Vers hervor. Dabei handelt es sich um das für den Barock typische Metrum Alexandriner. Jedoch liegen Trochäen in den jeweils ersten beiden Versen der Terzette vor, die dem Alexandriner widersprechen. Bezieht man dies auf den Inhalt, wird deutlich, dass die Trochäen an der Stelle des Gedichts auftreten, an der eine Wende stattfindet und das lyrische Ich sich nicht mehr an das Vergangene, sondern nur noch an Gott und somit an das Allgegenwärtige wendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht setzt mit dem Ausruf „Zeuch hin, betrübtes Jahr !“(V.1) ein, was so viel meint, wie ´geh vorüber´. Hier spricht das lyrische Ich die Zeit, in der es lebte konkret an. Das Jahr 1648, von welchem es spricht, ist jenes, welches das Ende des Dreißigjährigen Krieges kennzeichnet, dessen Konsequenzen es schnellstmöglich vergessen möchte, womit es auch im Folgenden fortfährt. Somit leitet es die nächsten Ausrufe aufzählend mit „Zeuch hin mit meinen Schmerzen“(V.1) ein. Dies stellt die resignative Stimmung des lyrischen Ichs dar, welche durch die Erinnerung an die Vergangenheit in ihm aufkommt. Auffallend ist hierbei die Anapher „Zeuch“(ebd.), welche sich häufig in der ersten Strophe wiederfinden lässt. So setzt auch der zweite Vers mit „Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh !“(V.2) ein, was wiederum die Resignation und den Schmerz des lyrischen Ichs unterstreicht. Der dritte Vers fängt ebenso mit der Anapher „Zeuch“(V.3) an, was zeigt wie schwierig es für das lyrische Ich ist die Vergangenheit hinter sich zu lassen und von gewohnten Dingen, wie diesem Ausruf am Anfang loszulassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man dieses Gedicht mit dem Gedicht „Meine Zeit“, fällt zunächst auf, dass beide Gedichte ein Sonett darstellen. Obwohl die Form gleich ist, unterscheidet sich die Funktion dieser. Bei Gryphius´´ Gedicht aus der Zeit des Barocks wird das Sonett als zeitliches Merkmal verwendet und unterstreicht somit den Inhalt. Bei Klemm hingegen steht das Sonett dem Inhalt gegensätzlich gegenüber, um die Verwirrung und Hilfslosigkeit der Menschen  zur Zeit des Expressionismus auszudrücken. Zudem liegt bei Klemm ein fünf-hebiger Jambus und bei Gryphius ein sechs-hebiger Jambus vor, was einen weiteren Unterschied im Aufbau der Gedichte ausmacht. &lt;br /&gt;
Insgesamt fällt auf, dass beide Autoren die Zeit, in welcher sie leben beschreiben und direkt ansprechen, was bei Klemm durch z.B. „O meine Zeit !“(V.9) und bei Gryphius durch „Zeuch hin“(V.1) deutlich wird. Beide stehen ihrer Zeit kritisch gegenüber und wollen, dass sie vorbei geht. &lt;br /&gt;
Klemms lyrisches Ich ist in einer pessimistischen Endzeitstimmung und repräsentiert damit das Menschenbild der damaligen Zeit. Es beklagt sich „O meine Zeit!“(V.9) und seht ein Ende herbei „Die Stunden kreisen schneller“(V.8), dabei ist es hoffnungslos „Tot ist die Kunst“(V.8) und befindet sich in einer resignierenden Stimmung. Gryphius´ lyrisches Ich im Gegensatz ist in einer optimistischen Stimmung und sehnt nicht das Ende, sondern einen Neuanfang „Gib, daß ich der Handvoll Jahre Froh werd eins vor meiner Bahre!“(V.13) herbei. Es will noch nicht sterben „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke“(V.11) und es denkt sein Leben sein noch nicht ausgelebt „Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke“(V.14). Klemms lyrisches Ich befindet sich allerdings am Ende der Zeit, an der es Kritik übt, während Gryphius´ lyrisches Ich sich am Ende seiner Zeit befindet. Ein weiterer Unterschied ist der, dass Gryphius´ lyrsiches Ich Zuflucht bei Gott sucht „Herr, es ist genung geschlagen“(V.9), was ein Kennzeichen des Barocks ist, während das von Klemm diesen erst gar nicht anspricht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Korrektur</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Korrektur</title>
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				<updated>2019-01-15T21:34:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Korrektur 2. Kl.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorena==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Meine Zeit“, verfasst von Wilhelm Klemm und veröffentlicht im Jahr 1916 in der Gedichtsammlung „Verse und Bilder“, handelt es sich um ein Gedicht aus der Literaturepoche des Expressionismus. Thematisiert wird der Sinn- und Orientierungsverlust zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst 14 Verse und ist in vier Strophen gegliedert, die in Form eines Sonetts (zwei Quartette, zwei Terzette) vorliegen. Es liegt durchgehend ein fünfhebiger Jambus vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Gedichts „Meine Zeit“ deutet auf eine Beschreibung der vorliegenden Verhältnisse während der Entstehungszeit des Gedichtes hin. Das Gedicht wurde 1916 veröffentlicht, was nahelegt, dass es in der Zeit des Ersten Weltkriegs (1914 – 1918) entstanden ist. Das zu analysierende Gedicht setzt ein mit der Aufzählung „Gesang und Riesenstädte, Traumlawinen, / Verblaßte Länder, Pole ohne Ruhm“ (V. 1 f.). Bereits im Beginn der Aufzählung „Gesang und Riesenstädte“ (V. 1) ist ein charakteristisches Merkmal des historischen Hintergrunds der Literaturepoche des Expressionismus zu finden. Die erwähnten „Riesenstädte“ (ebd.) sind durch den Prozess der Verstädterung entstanden, der insbesondere durch den Ersten Weltkrieg vorangetrieben wurde, da in den Städten Nahrungsmittel und Kleidung zu erhalten waren. Mit dem Substantiv „Gesang“ (V. 1) werden meistens Gefühle wie Freude assoziiert. In diesem Fall lässt sich diese Freude als Enthusiasmus für den Krieg auslegen. Somit stellt der Beginn der Aufzählung die Zeit vor dem Krieg dar, da die Menschen noch freudig gestimmt waren. Ergänzt wird dies durch den Neologismus „Traumlawinen“ (V. 1). Die Wortneuschöpfung setzt sich aus den Substantiven „Traum“ und „Lawinen“ zusammen. Der Neologismus ist geprägt von der Antithetik dieser begriffe. Mit dem Substantiv „Traum“ wird meist eine friedliche und vollkommene Welt in Verbindung gebracht, während der Begriff „Lawinen“ Gefahr und Zerstörung zum Ausdruck bringt. Neologismen sind insofern kennzeichnend für die Literaturepoche des Expressionismus, als dass die Menschen sich Wortneuschöpfungen bedienen mussten, da ihr vorhandener Wortschatz nicht ausreichte um Gefühle, Gedanken oder Eindrücke zum Ausdruck zu bringen. Der Neologismus „Traumlawinen“ (V. 1) beschreibt somit die Zerstörung der zu Beginn des Krieges begeisterten Stimmung. Im nächsten Vers heißt es „Verblaßte Länder, Pole ohne Ruhm“ (V. 2), was bereits die Folgen der kriegerischen Auseinandersetzung beschreibt. Das Adjektiv „[v]erblaßt[…]“ (ebd.) in Bezug auf die Länder verdeutlicht die durch den Krieg schwindende Bevölkerung. Die Metapher „Pole ohne Ruhm“ (V. 2) deutet darauf hin, dass die Menschen sich nicht mehr bewusst sind, was richtig oder falsch ist. Hinter dem Begriff „Pole“ (ebd.) können sich unterschiedliche Wahrnehmungen verbergen, beispielsweise der Nord- und der Südpol oder das positiv bzw. negativ geladene Ende eines Magneten. Allerdings wird immer ein Gegensatz verdeutlicht, der in diesem Fall mit der moralischen Frage im Krieg, was ist richtig und was ist falsch, in Verbindung gebracht werden kann, da während des Krieges die Grenzen zwischen Richtig und Falsch verschwimmen und es nur wenige gibt, die ihre moralischen Ansichten aufrecht halten. Der Zusatz „ohne Ruhm“ (V. 2) verdeutlicht allerdings, dass ihre Ansichten keine Beachtung finden. Im weiteren Verlauf wird beschrieben, „Die sündigen Weiber, Not und Heldentum“ (V. 3). Unter dem Begriff „sündige[…] Weiber“ (ebd.) sind Frauen zu verstehen, die während des Krieges ihre Männer verloren haben und nun ihren Körper verkaufen um sich Geld zum Überleben zu sichern. Der zweiter Teil des Verses „Not und Heldentum“ (V. 3) verdeutlicht den zwiegespaltenen Alltag während des Krieges. Entweder die Soldaten oder die Bevölkerung sind in Not oder sie werden als Helden gefeiert. Das Quartett endet mit dem Vers „Gespensterbrauen, Sturm auf Eisenschienen“ (V. 4). Der Neologismus „Gespensterbrauen“ (ebd.) verdeutlicht insbesondere durch das Substantiv „Gespenst“ die apokalyptische Stimmung, die während des Krieges die Bevölkerung ergreift. Die Metapher „Sturm auf Eisenschienen“ (V. 4) macht insbesondere auf die Gefahr des Krieges, aber auch auf die Vergänglichkeit aufmerksam, da beides mit „Sturm“ (ebd.) assoziiert wird. Die Eisenbahnschienen stehen metaphorisch für die Eisenbahn, da diese das Haupttransportmittel zu dieser Zeit war und die Soldaten zur Front brachte. Allgemein ähnelt bereits die Gesamtform des Gedichtes dem Stil des Barock, was durch die Mittelzäsur, dem regelmäßigen Rhythmus, die Antithetik, das Reimschema (umarmender Reim) und de an das Reimschema angepassten Kadenzen deutlich gemacht wird. Die Mittelzäsur, die formal durch die Kommas hervorgehoben wird, unterstützt die Aufzählungen und macht die Antithetik, die in vielen Ausdrücken zu finden ist, deutlich.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das zweite Quartett setzt ein mit der Aussage „In Wolkenfernen trommeln die Propeller“ (V. 5). Gemeint sind mit der Bezeichnung „Propeller“ (ebd.) die Kriegsflugzeuge, durch die meist Gefahr drohte. Untermauert wird dies ebenso durch das Verb „trommeln“ (V. 5) in Beug auf die Propeller. Insgesamt greift der Einstieg in das zweite Quartett die apokalyptische Stimmung vom Ende des ersten Quartettes wieder auf. Verdeutlicht wird dies ebenso durch den Ausdruck „Völker zerfließen“ (V. 6), der dazu benötigt wird, die Flucht der Menschen auf Grund des Krieges darzustellen. Weiterhin wird beschrieben „Bücher werden Hexen“ (V. 6), was eine Anspielung auf die Hexenverfolgung darstellt. Die „Bücher“ (ebd.) stehen metaphorisch für gebildete Menschen, die das Ausmaß des Krieges erkennen und versuchen ihre Sichtweise zu verbreiten. Allerdings werden sie dafür verfolgt. Es heißt weiterhin „Die Seele schrumpft zu winzigen Komplexen“ (V. 7), was eine Verbindung zum vorherigen Vers darstellt, da die gebildeten Menschen verfolgt werden und sich nicht mehr frei entfalten können. As lyrische Ich geht sogar so weit, dass es behauptet „Tot ist die Kunst“ (V. 8) als Metapher für die gebildeten Menschen, die verfolgt werden, weil sie an ihrer kritischen Haltung gegenüber dem Krieg festhalten. Das zweite Quartett endet mit der Aussage „Die Stunden kreisen schneller“ (V. 8), welche die Vergänglichkeit in Bezug auf den Krieg ausdrückt. Im zweiten Quartett wird die Form, die im ersten Quartett der des Barocks sehr nahe kam, unterbrochen. Anstelle von Kommas wurden im zweiten im zweiten Quartett Punkte verwendet, die Endgültigkeit ausdrücken. Das Reimschema wurde beibehalten, genauso wie die Mittelzäsur, doch die Kadenzen sind alle unbetont und unterstützen somit die Interpunktion und die damit in Verbindung gebrachte Endgültigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erfolgt sowohl formal als auch inhaltlich ein Umbruch mit dem Anfang des ersten Terzettes. Das Terzett setzt ein mit der Klage „O meine Zeit“ (V. 9). Der Umstand, dass es sich um eine Klage handelt, ist am Laut „O“ (ebd.) und an der Interpunktion in Form eines Ausrufezeichens festzumachen. Weiterhin beschreibt das lyrische Ich die Zeit, in der es lebt, als „So namenlos zerrissen, / So ohne Stern, so daseinsarm im Wissen“ (V. 9 f.). Der Umstand, dass das lyrische Ich die Zeit als „namenlos zerrissen“ (ebd.) bezeichnet, verdeutlicht, dass es die Zeit als unbedeutsam und gespalten empfindet. Dies wird ebenso durch den Ausdruck „ohne Stern“ (V. 10) untermauert, der verdeutlicht, dass den Menschen ein Orientierungspunkt zu einem geordneten Leben fehlt. Das Trikolon wird beendet mit der Beschreibung „daseinsarm im Wissen“ (V. 10). Das Terzett endet mit dem Vergleich „Wie du, will keine, keine mir erscheinen“ (V. 11). Die Wiederholung der Bezeichnung „keine“ (ebd.) veranschaulicht das Ausmaß, in dem das lyrische Ich spricht. Der Vergleich, der sich auf die Anapher „So“ (V. 9; V. 10) stützt, endet mit einem Punkt, der erneut die Endgültigkeit des Gesagten darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Terzett setzt ein mit der Aussage „Noch hob ihr Haupt so hoch niemals die Sphinx“ (V. 12). Die Sphinx wurde in der griechischen Mythologie als Dämon des Unheils und der Zerstörung betrachtet. Somit passt deren Erwähnung in das Bild, das durch die apokalyptische Stimmung hervorgerufen wird. Der Umstand, dass diese ihr Haupt noch niemals so hoch hob (vgl. V. 12), veranschaulicht metaphorisch, dass es noch nie zuvor so viel Zerstörung gegeben hat. Im nächsten Vers spricht das lyrische Ich die Zeit in der es lebt, mit dem Personalpronomen „Du“ (V. 13) an und personalisiert diese somit. Das lyrische Ich beschreibt, die Zeit sieht „am Wege rechts und links / Furchtlos vor Qual des Wahnsinns Abgrund weinen“ (V. 13 f.). Mit dieser Metapher wird zum Ende des Gedichts erneut deutlich gemacht, von welcher Zerstörung und welchen Qualen die Zeit geprägt ist und deutet auch noch einmal auf die apokalyptische Stimmung hin, die im gesamten Gedicht zu finden ist. Die beiden Terzette sind formal wieder im Stil des Barock verfasst. Allgemein lässt sich die Verwendung der formalen Charakteristika aus der Epoche des Barock so deuten, dass das lyrische Ich sich nach der Zeit vor dem Krieg, in der Ordnung herrschte, zurücksehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das lyrische Ich die Verhältnisse in der Zeit des Ersten Weltkriegs beschreibt und besonders die Situation der Menschen mit kritischer Haltung gegenüber dem Krieg hervorhebt. Dies wird besonders durch die verwendeten formalen Charakteristika aus der Literaturepoche des Barock (Sonett, Reimschema, Kadenzen), aber auch durch die Interpunktion hervorgehoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 2:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Schluss des 1648sten Jahres“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahr 1698 von Gryphius‘ Sohn, handelt es sich um ein Gedicht aus der Literaturepoche des Barock. Thematisiert wird das Ende des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1648. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht soll im Folgenden analysiert und mit dem expressionistischen Gedicht „Meine Zeit“, verfasst von Wilhelm Klemm und veröffentlicht im Jahr 1916, in Bezug auf die Darstellung und Krisengestaltung der jeweiligen Zeit verglichen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht umfasst 14 Verse und ist ebenso wie Klemms Gedicht in der Form eines Sonetts gegliedert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt ein mit dem Ausruf „Zeuch hin, betrübtes Jahr!“ (V. 1). Im Jahr 1648 endete der Dreißigjährige Krieg und somit die Jahre der Angst und Zerstörung, was ebenso durch die Ausrufe „Zeuch hin mit meinen Schmerzen!“ (V. 1) und „Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!“ (V. 2) deutlcih wird. Die Ausrufe, die alle mit der Anapher „Zeuch hin“ (V. 1; V. 2) beginnen, sind Ausdruck der Freude über das Ende des Krieges. Dieser Umstand steht im Kontrast zu Klemms Gedicht, da dieses von der Euphorie vor und der schweren Zeit während des Krieges handelt. Eine Aufzählung in Form einer Anapher ist bei Kleimm in der dritten Strophe des Gedichtes zu finden, doch diese thematisiert die Bedeutungslosigkeit und die Vergänglichkeit der Zeit während die hier vorliegende Metapher die Euphorie über das Ende des Krieges darstellt. Im zweiten Teil des Quartettes heißt es „Zeuch so viel Leichen nach! Bedrängte Zeit vergeh / Und führe mit dir weg die Last von diesem Herzen“ (V. 3 f.). Insgesamt ist das lyrische Ich froh über das Ende des Krieges und wünscht sich die Zeit und die Erlebnisse zu vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Quartett setzt ein mit der Ansprache „Herr“ (V. 5). Mit „Herr“ (ebd.) ist in diesem Fall Gott gemeint, zu dem das lyrische Ich spricht. Dieser Umstand ist ein weiterer Kontrast zu Klemms Gedicht, da dort keine religiösen Ansichten zu erkennen sind. Das lyrische Ich erläutert weiterhin, dass es der Ansicht ist, dass das Jahr 1648 vor Gott „als ein Geschwätz und Scherzen“ (V. 5) wirkt und spricht somit die Bedeutungslosigkeit dieses Jahres für Gott aus. Die Bedeutungslosigkeit der Zeit ist auch ein Motiv für Klemms Gedicht, beispielsweise wenn es heißt „Die Stunden reisen schneller“ (Meine Zeit, V. 8), was die Vergänglichkeit und Nichtigkeit er Zeit untermauert. Durch die rhetorische Frage „ Fällt meine Zeit nicht hin wie ein verschmelzter Schnee?“ (V. 6) wird allerdings deutlich, auf welche Zeit das lyrische Ich hindeutet. Während das lyrische Ich in Klemms Gedicht von der Zeit, in der das lyrische Ich lebt, spricht, spricht das lyrische Ich in Gryphius‘ Text von der eigenen Lebzeit. Mit der rhetorischen Frage und der Metapher „verschmelzter Schnee“ (V. 6)deutet das lyrische Ich auf die Vergänglichkeit seiner eigenen Lebzeit hin. Die rhetorische Frage und die Metapher werden im weiteren Verlauf der Strophe erneut aufgegriffen, wenn das lyrische Ich Gott bittet, „Laß doch, weil mir die Sonn gleich in der Mittagshöh, / Mich noch nicht untergehn gleich ausgebrenten Kerzen“ (V. 7 f.). Das lyrische Ich bezeichnet sich selbst und somit seine Lebzeit als „verschmelzter Schnee“ (V. 6). Es ergänzt in seiner Bitte, dass die Sonne gleich in der Mittagshöhe steht (vgl. V. 6), also die Stelle, an der sie am hellsten und wärmsten scheint, was Schnee in der Regel schneller schmelzen lässt. Zusammengefasst deutet das lyrische Ich somit auf das Ende seiner Lebzeit in Form des Todes hin. Der Tod wird hier metaphorisch als „ausgebrennte[…] Kerze[…]“ (V. 8) bezeichnet. Der Umstand, dass die Bitte eindringlich ist, ist an dem Ausrufezeichen am Versende zu erkennen. Auf formaler Ebene fällt im zweiten Quartett auf, dass das Reimschema unterbrochen wurde. Wie es bei einem umarmenden Reim üblich ist reinem sich der erste und vierte Endreim, jedoch reimen sich der zweite und dritte Endreim nicht, was den inhaltlichen Umbruch von Euphorie zu Todesstimmung formal untermauert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das erste Terzett knüpft unmittelbar an die Bitte vom vorherigen Quartett an und wird ebenso durch die Ansprache „Herr“ (V. 9) eingeleitet. Anschließend heißt es „es ist genung geschlagen“ (V. 9). Diese Aussage ist in Bezug zum vergangenen Krieg zu stellen, da das lyrische Ich die Schlachten und die Zerstörung erlebt und überlebt hat. Ergänzt wird dies durch den folgenden Vers „Angst und Ach genung getragen“ (V. 10), welcher verdeutlicht, dass das lyrische Ich in den vergangenen Jahren unter den Folgen des Krieges gelitten hat. Das Leid, das durch den Krieg entstanden ist, wird auch bei Klemm thematisiert. Insbesondere durch die Aussage „In Wolkenfernen trommeln die Propeller“ (Meine Zeit, V. 5) wird dargestellt, welcher Angst und welcher Gefahr die Bevölkerung ausgesetzt war. Das Terzett endet mit der Bitte des lyrischen Ichs an Gott „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke“ (V. 11). Der Umstand, dass das lyrische Ich über seine Person nachdenken will, ist dem Krieg geschuldet, da in dieser Zeit selten Ruhe zum Nachdenken einkehrte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Quartett ist mit dem ersten durch den Parallelismus „Gib, daß ich“ (V. 12) verbunden. Die Aussage wird fortgeführt mit „der Handvoll Jahre / Froh wird eins vor meiner Bahre“ (V. 12 f.). Das lyrische Ich ist sich bewusst, dass es nicht mehr lange zu leben hat und bittet Gott um ein wenig mehr Zeit sich selbst kennenzulernen. Das Gedicht endet mit der Aussage „Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenk!“ (V. 14), was den Wunsch des lyrischen Ichs insbesondere durch die Verschwendung des Ausrufezeichens bestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Form des Gedichtes orientiert sich an den für die Literaturepoche des Barock strengen Regeln, mit zwei Ausnahmen. Eine Ausnahme, wie bereits in der Analyse erwähnt, ist die Unterbrechung des Reimschemas, und zum anderen die Verse 9, 10, 12 und 13, die nicht mit dem regelmäßigen Schriftbild übereinstimmen und somit auch nicht den Alexandriner aus den Quartetten fortsetzen, sondern durch vierhebige Jamben gekennzeichnet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass das lyrische Ich dem Ende des Krieges gegenüber euphorisch gestimmt ist, es sich allerdings darüber bewusst ist, dass es nur noch wenig Zeit zum Leben hat und daher Gott bittet ihm noch ein wenig zu überlassen, um sich selbst kennenzulernen. Formal wird dies besonders durch die Interpunktion hervorgehoben und die sprachlichen Mittel, wie beispielsweise die Anapher oder der Parallelismus, der die Terzette verbindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Gedichte gleichen sich in Form und Thematik, wobei die Ausgangssituationen unterschiedlich sin. In Klemms Gedicht werden die Folgen, die Ängste und die apokalyptische Sttimmung während des Ersten Weltkrieges dargestellt und die Vergänglichkeit der Zeit für das einzelne Individuum hervorgehoben, während in Gryphius‘ Gedicht das Ende des Dreißigjährigen Krieges und die dadurch für das Individuum verlorene Zeit beschrieben wird. Charakteristisch für den Barock wendet sich Gryphius' in seinem Gedicht Gott zu, während Klemm den Sinn der menschlichen Existenz ohne religiösen Bezug in Frage stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sarah==&lt;br /&gt;
R1: Gryphius´ Gedicht thematisiert dabei die Vergänglichkeit des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2: So bittet es Gott auch: „Laß doch [...]/ Mich noch nicht untergehn gleich ausgebrennten Kerzen!“ (V. 7f. ), bringt also erneut zum Ausdruck, dass es nicht wahrhaben möchte, dass sein Ende naht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R3: Es hat also Angst, sein Leben wäre zu schnell vorbei, was sich auch in seinem Klagegrundton widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R4: In Klemms Text bezieht sich diese Vergänglichkeit jedoch vielmehr auf den Wert des Menschen als auf die Lebzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R5: Jedoch fällt hierbei zusätzlich auf, dass nicht allein der Krieg, wie bei Gryphius, die Ursache der Resignation ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R6: Dieser Unterschied wirkt sich auch auf das Denken der beiden lyrischen Ichs aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R7: Gryphius´ lyrisches Ich jedoch möchte mehr Zeit und wird dadurch resignativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R8/9: Jedoch fällt im Vergleich beider wie auch im Vergleich der Sprache auf, dass das lyrische Ich in Gryphius´ Gedicht noch Hoffnung sieht, die er in Gott findet, während Klemms lyrisches Ich in Endzeitstimmung versetzt ist und nichts Positives mehr im Leben sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1: Dies zeigt wie sehr der Krieg dem lyrischen Ich körperlich wie auch seelisch Schaden zugefügt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z2/3: So impliziert hierbei der Ausdruck „Völker zerfließen“ (K, V. 6) nicht nur den Tod, wie die „Leichen“ (G, V. 3) im anderen Gedicht, sondern auch das Auseinanderleben der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z4/5: Dieses Unverständnis zeichnet sich darin aus, dass es keinen Sinn sieht und somit anders als Gryphius lyrisches Ich mit Gott als „Herr“ (G, V. 9) zu seiner Zeit spricht, was in „O meine Zeit“ (K, V. 9) deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z6: Eben dieser Hintergrund der Notlage der Menschen, die sich nach alten Zeiten zurücksehnten, wird auch im Kontrast des Reimschemas und Aufbaus zum Inhalt deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z7: So bringen hier Metaphern und Neologismen wie „Traumlawinen“ (K, V. 1) die Unverständlichkeit des Menschen für die Neuerung zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1/2: Anschließend führt es Beispiele von Konsequenzen an, die durch den zurückliegenden 30-jährigen Krieg entstanden sind und die es ungern in seinem Leben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W3: Insgesamt fällt dabei auf, dass der Aufbau einer Klimax ähnelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W4: In der dritten Strophe spricht es Gott mit „Herr“ (V. 9) konkret an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W5: Dies verdeutlicht, dass es sein Leben noch länger und intensiver leben und glücklich werden möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W6: Somit liegt der Unterschied der Einstellung beider darin, dass Gryphius´ lyrisches Ich noch Hoffnung sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W7: Zusammenfassend haben beide Gedichte angesichts dessen, dass beide in einer Krisenzeit spielen, einige Gemeinsamkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1: Dies wiederum löst die Trauer des lyrischen Ichs aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2: So wurde der Mensch entpersönlicht und die Gefühle und das Denken des Einzelnen verloren an Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A3/4: Hierbei fällt sprachlich auf, dass der Text hauptsächlich aus hypotaktischen Sätzen besteht und nur in Bezug auf den Tod, und nicht wie bei Klemm auf die gesamte Veränderung, resignative Worte wählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sb1: Klemms lyrisches Ich glaubt an die Endzeit und kommt so mit der Situation des Krieges, der in Gryphius´ Gedicht bereits überwunden ist, nicht zurecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr1/2: Resignativ deshalb, weil es in seinen Ausrufen um das Vergehen dieser Zeit und deren negativen Auswirkungen fleht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R1:&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“ von Andreas Gryphius, veröffentlicht im Jahr 1648, welches man dem Barock zuordnen kann, thematisiert wie das expressionistische Gedicht „Meine Zeit“ von Wilhelm Klemm, veröffentlicht im Jahr 1916, die Zerstörung durch den Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2/3 (Zit. 1,  A4):&lt;br /&gt;
Eine weitere Metapher, „ausgebrennte[...] Kerzen“ (V.8), steht für Vergänglichkeit und kann in dem Zusammenhang als das Ende des Lebens gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R4 (Gr6):&lt;br /&gt;
Beiden Gedichten kann man entnehmen, dass die Menschen im Krieg Leid erfuhren bzw. erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1 (Gr1):&lt;br /&gt;
Inhaltlich geht es in der ersten Strophe um die „Schmerzen“ (V.1), „Angst“ (V.2), „Leichen“ (V.3) und „Last“ (V.4), alles Erfahrungen aus dem Krieg, die in Vergessenheit geraten sollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2:&lt;br /&gt;
„Bedrängte Zeit, vergeh“ (V.3) verdeutlicht, dass dem lyrischen Ich die Zeit um friedlich zu leben genommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A3:&lt;br /&gt;
In Klemms Gedicht ist ebenfalls die Rede davon, dass dem lyrischen Ich durch den Krieg die Zeit um in Frieden zu leben genommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr2:&lt;br /&gt;
Zum historischen Hintergrund ist zu sagen, dass in dem Gedicht vom Ende des 30-jährigen Krieges (1618- 1648) die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr3:&lt;br /&gt;
Das lyrische Ich bittet Gott darum, ihm noch etwas vom Leben zu lassen, da dieses in den letzten Jahren durch den Krieg eingeschränkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1:&lt;br /&gt;
So wie in Klemms Gedicht wird ein Krieg ohne Grund und Sinn geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1:&lt;br /&gt;
Diese Metapher kann man auf sein Leben beziehen, und zwar, dass es schon halb vorbei ist, so wie der Sonnenstand am Mittag soviel heißt wie dass der Tag halb vorbei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R1: Es handelt sich also um ein Sonett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2: Dies wird durch den Vergleich „wie ein verschmelzter Schnee“ (V.6) deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R3/4: Diese Erkenntnis lässt sich auf den damaligen Vanitas´ Gedanken beziehen, welche das irdische Leben infrage stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R5: Das lyrische Ich ist der Auffassung, dass der Tod nahe ist und man bekennen müsse, dass jeder einmal stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R6: Dies wird durch den stets gleichbleibenden Rhythmus unterstrichen, da er monoton wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R7: Dieses entstand zu Zeiten des Barocks, in welchem der 30-jährige Krieg endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R8: Jedoch lässt sich an der Forderung &amp;quot;Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke!&amp;quot; (V.14) auch ein klagender bzw. resignativer Grundton, wie in Klemms Gedicht, erkennen, da das lyrische Ich weiß, dass es einmal sterben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R9: Jedoch beschreibt das lyrische Ich in dem Gedicht von Klemm anfänglich die Situation der Länder und der gesamten Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr1: Diese akzentuieren die Empfindungen des lyrischen Ichs zu Zeiten des 30-jährigen Krieges, welcher hier metaphorisch in den Leichen angesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr2: Dies untermauert die Erleichterung des lyrischen Ichs aufgrund von dem Ende des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr3: Das erste Terzett wird durch die Erkenntnis „Herr, es ist genug geschlagen“ (V.9) eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr4: Der Vergleich basiert dabei auf den Krisenerfahrungen der jeweiligen Zeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr5: Auf der Basis des hier vorliegenden Vergleiches komme ich zu dem Ergebnis, dass beide Gedichte einige Gemeinsamkeiten aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1: Im zweiten Quartett spricht das lyrische Ich jedoch nicht mehr die Zeit, sondern Gott an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z2: Auf der Basis der beiden Analysen werden die Gedichte „Meine Zeit“ von Wilhelm Klemm aus der Zeit des Expressionismus und „Schluss des 1648sten Jahres“, verfasst von Andreas Gryphius zu Zeiten des Barocks, miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z3: Dieses entstand zu Zeiten des Barocks, in welchem der 30-jährige Krieg endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z4: Eine Übereinstimmung der Gedichte ist, dass in beiden das lyrische Ich die Zeit anspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z5/6/7: Ebenso spielt die Zeit eine wichtige Rolle in beiden Gedichten, jedoch klagt das lyrische Ich bei Klemm die Zeit an, währenddessen das lyrische Ich bei dem Sonnet von Gryphius fordernd, gar verspottend, spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z8: Die Inversion &amp;quot;Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke!&amp;quot;(V.14) hebt jedoch durch die adverbiale Bestiummung &amp;quot;doch&amp;quot; (ebd.) eine gewisse Verzweiflung vom lyrischen Ich hervor, da es Angst hat, dass Gott ihn sterben lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1: Daraus resultiert, dass das lyrische Ich fragt, ob nicht auch sein Leben nur von kurzem Bestand ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W2: Das erste Terzett wird durch die Erkenntnis „Herr, es ist genug geschlagen“ (V.9) eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W3: Dabei steht das „liebliche […] Geschenke“ (V.14) für ein erfülltes Leben, welches das lyrische Ich nicht erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W4: Dieser Unterschied lässt sich anhand der unterschiedlichen Epochen erläutern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W5: So richtet sich das lyrische Ich im Gryphius´ Gedicht nicht nur an die Zeit, sondern auch an Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W6: Die ersten beiden Strophen bestehen aus vier Versen und beinhalten einen umarmenden Reim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1: Aufgrund der Erkenntnis des lyrischen Ichs, dass es selbst vergänglich ist und sein Leben nur von kurzer Dauer ist, richtet es die Bitte an Gott „Laß doch, weil mir die Sonn gleich in der der Mittagshöh,/ Mich noch nicht untergehn gleich ausgebrennten Kerzen“ (v7f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2: Die „Frist“ (ebd.) steht für die Zeit vor dem anstehenden Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A3: Die Menschen achteten das Motto „Memento Mori“, welches bedeutet, dass man dem Tod gewappnet sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A4: Ein ebenso markanter Unterschied ist, dass bei dem Gedicht von Gryphius das Überirdische angesprochen wird, was bei Klemm nicht vorkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sb1: Ebenso spielt die Zeit eine wichtige Rolle in beiden Gedichten. Jedoch klagt das lyrische Ich bei Klemm die Zeit an (vgl. V.9f.), währenddessen das lyrische Ich bei dem Gedicht von Gryphius an die Zeit fordernd, gar verspottend, spricht (vgl. V.3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett „Schluss des 1648sten Jahres“ von Andreas Gryphius aus der Epoche des Barocks wurde 1898 veröffentlicht und thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und den Wunsch nach einem längeren Leben. Mögliche Vergleichsaspekte zu dem Gedicht von Klemm „Meine Zeit“ sind die Form, der Inhalt sowie die Nutzung von rhetorischen Mitteln.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist in der Form eines Sonetts geschrieben und beinhaltet somit zwei Quartette und zwei Terzette. In den Quartetten sowie in dem letzten Vers in den Terzetten bestimmt ein Alexandriner das Versmaß, die ersten beiden Verse der Terzette jedoch ein vierhebiger Trochäus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Hand des Titels lässt sich erkennen, dass ein „Schluss“ und somit die Vergänglichkeit von etwas thematisiert wird. Dies lässt sich in Verbindung mit der Jahreszahl „1648“ bringen, da es sich darum um das Ende des 30-jährigen Krieges handelt und dieser auch die Vergänglichkeit des Lebens zum Ausdruck bringt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufforderung „Zeuch hin, betrübtes Jahr!“ (V. 1) gewinnt durch die Interpunktion mehr Ausdruckskraft und zeigt, dass das lyrische Ich sich nach glücklichen Zeiten sehnt. Ebenso sollen die „Schmerzen“ (V. 1) vergehen, was veranschaulicht, wie viel Leid das lyrische Ich ertragen musste was zusätzlich auf einen Verweis auf den zurückliegenden Krieg sein kann. Dass das lyrische Ich die schlechten Zeiten hinter sich lassen will und auf Besserung hofft wird durch „Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!“ (V. 2) akzentuiert. Die Hyperbel von „überhäufen“ (ebd.) veranschaulicht das Ausmaß des Schmerzes. Die Anapher „Zeuch hin“ (ebd.) in Form eines Trikolons und die darauffolgende Interpunktion des Ausrufezeichens (vgl. V. 1-3) verdeutlichen das Elend, welches ertragen werden musste und aus dem 30-jährigen Krieg resultierte. Dieser zog „so viele Leichen nach“ (V. 3) was die Reichung der Leiterfahrungen und der belastenden Erlebnisse fortführt. Die „bedrängte Zeit“(V. 3) erinnert an die Aufforderung „Carpe Diem“, also „Nutze den Tag“, und widerspiegelt den Wunsch des lyrischen Ichs, da diese Zeit „vergeh[en]“ (V. 3) soll. Allerdings soll damit auch „die Last von diesem Herz“ (V. 4) verschwinden. Somit soll auch das Herz befreit sein, damit das Leid endgültig verschwinden kann. Insgesamt verweist das erste Quartett auf den Krieg und die daraus resultierenden Leiderfahrungen, welche schwinden sollen und somit auf eine Besserung gehofft wird. Weitergehend bittet das lyrische Ich Gott um Hilfe, was durch die Anrede „Herr“ (V. 5) verdeutlicht wird. Das menschliche Leben wird dabei „als ein Geschwätz und Scherze“ (V. 5) darstellt und akzentuiert die Nichtigkeit des Leids und Lebens der Menschen vor Gott. Somit ist zusagen, dass das lyrische Ich zu der Erkenntnis kommt, dass nur Gott ewig ist und alles Irdische vergänglich. Mit der rhetorischen Frage „Fällt meine Zeit nicht hin wie ein verschmelzter Schnee?“ (V. 6) soll metaphorisch für das kurze Leben der Menschen stehen. Da die Lebensdauer mit „verschmelzter Schnee“ (ebd.) verglichen wird, bewirkt die „Mittagshöh“ (V. 7) eine Verkürzung der Lebensdauer und erneut auf die Vergänglichkeit des irdischen Daseins verweist. So bedroht die Sonne metaphorisch gesehen den Schnee, welche für den Krieg stehen kann, da dieser den Menschen ebenfalls viel Zeit geraubt hat. Die Wiederholung von „gleich“ (V. 7-8) verdeutlicht, dass das menschliche Leben viel zu kurz ist und somit jeder Zeit zu Ende sein kann.  Dieser Memento Mori Gedanke kommt auch zum Vorschein in dem Vergleich des Lebens mit „ausgebrennten Kerzen“ (V. 8). Allerdings verweist der Neologismus „ausgebrennten“ (ebd.) darauf, dass das lyrische Ich metaphorisch gesehen weiter brennen will und noch nicht abgebrannt ist und somit noch nicht seine Zeit gekommen wäre. Auch im ersten Terzett wird weiterhin an Gott appelliert, was durch die Anrede „Herr“ (V. 9) deutlich wird. Da „genung geschlagen“ (V. 9) sei, wird deutlich, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, es habe genug gelitten. Ebenfalls habe es „Angst und Ach genung getragen“ (V. 10).  Dies verdeutlicht die Einschränkung des Lebens durch den Krieg. Mit dem Appell „Gib doch nun etwas Frist“ (V. 11) wird kenntlich gegeben, dass das Leben vergänglich ist, dass lyrische Ich jedoch trotzdem weiter leben will. Die Meinung, das Leben sei zu kurz, verfolgt das lyrische Ich auch im zweiten Terzett, da das Leben mit einer „Handvoll Jahre“ (V. 12) verglichen wird. Außerdem äußert das lyrische Ich den Wunsch „Froh [zu] werd[en]“ (V. 13) bevor es stirbt, da es zuvor kein glückliches Leben hatte. Das „liebliche[...] Geschenke“ (V. 14) ist eine Metapher für das Leben. Da Dieses jedoch „mißgönn[t]“ (V. 14) ist, ist zu sagen, dass das lyrische Ich noch Hoffnung hat, dass das zuvor schlechte Leben sich zu einem besseren leben wendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass das lyrische Ich im gesamten Sonett appelliert, ein längeres Leben führen zu können. Dies wird besonders hervorgerufen durch die Interpunktion diverser Ausrufezeichen, aber auch durch die Wendung an Gott, da dieser ewig sei und den Menschen geschaffen habe. Zudem wird durch die Nutzung von Metaphern, sowie von Vergleichen, die Lebenskürze akzentuiert und dramatisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahre 1698, zu Zeiten des Barocks, thematisiert die Vergänglichkeit des Menschen. Zu Beginn des Gedichts werden durch die Verwendung des Imperatives „Zeuch hin, betrübtes Jahr!“ (V. 1) die radikalen Umstände zur Zeit des 30-jährigen Krieges, deutlich. Des weiteren wird durch die Verwendung des Imperativs „Zeuch hin“ (ebd.) deutlich, dass das lyrische Ich die Zeit des 30-jährigen Krieges anspricht und damit das Bedrängnis des Krieges in den Vordergrund stellt. Das Adjektiv „betrübt“ (ebd.) unterstreicht den bedrohlichen und kriegerischen Zustand zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Die Verwendung von „Jahr“ (ebd.) verdeutlicht, dass das Jahr 1648 eines der schlimmsten Jahre des 30-jährigen Krieges war und dieses endlich vergehen soll. Die Repetitio „Zeuch hin“ (ebd.), verdeutlicht, wie schlimm es den Menschen zu dieser Zeit geht und diese Zeit endlich ein Ende haben soll. Die Verwendung des Substantivs „Schmerzen!“ (V. 1) zeigt, dass die viele Menschen durch Kriege und Tode psychisch verletzt wurden und der bedrückende Zustand ein Ende nehmen soll. Die Verwendung der Interpunktion des Ausrufezeichens unterstreicht die Hoffnung der Menschen nochmals. Im zweiten Vers wird ebenfalls „Zeuch hin“(V. 2) verwendet und verdeutlicht somit die Relevanz und Bedeutung des Endes dieser Zeit. Die Verwendung der Substantive „Angst und Weh!“ (V. 2) verdeutlichen den bedrückenden Zustand der Menschen und dass diese in dieser Zeit von keinen anderen Katastrophen konfrontiert worden sind. Das Adjektiv „überhäuft“ (ebd.) unterstreicht die Vielfältigkeit von Armut und Leiden. „Zeuch so viel Leichen nach!“ (V. 3) zeigt ebenfalls, die Massen der Menschentode und damit auch eine metaphorische Bedeutung, dass der 30-jährige Krieg verantwortlich für die vielen Tode ist. „So viel“ (ebd.) hebt die Massen der Leichen hervor und das Ausrufezeichen dieser Aussage spiegelt die Realität wieder. „Bedrängte Zeit vergeh“ (V. 3), manifestiert ebenfalls die schlimme Zeit, die das lyrische Ich erlebt hat und dass diese so schnell wie möglich vergehen soll, da sie „bedrängt“ (ebd.) ist. „Und führe mit dir weg die Last von diesem Herzen!“ (V. 4) ist eine weitere Bitte, die den Menschen erfüllt werden soll. Das bedrückende Gefühl ein Leben ohne Frieden zu führen und die ständige Angst der Lebensgefahr ausgesetzt zu sein, ist eine „Last“ (ebd.) für jeden Einzelnen und scheint durch die Erwähnung des „Herzen“ (ebd.) eine sehr bedeutsame und wichtige Bitte zu sein. Die Interpunktion Ausrufezeichen bringt die Sorgen der Menschen betont zum Ausdruck. Deutlich wird das Reimschema, da Vers eins und vier ein Reimpaar bilden, sowie Vers zwei und drei. Dies erfüllt das Kriterium eines umarmendes Reims und zeigt die Sonettform, die im Laufe des Gedichts erkennbar wird. Zudem handelt es sich hierbei um das Metrum des 6- hebigen Jambus und weist im ersten und vierten Vers weibliche Kadenzen auf, die verdeutlichen, dass die „Schmerzen“ (V. 1) im „Herzen“ (V. 4) sehr stark sind und die Menschen unter starken Verlusten leiden. Das erste Quartett thematisiert zusammengefasst, einen Rückschau auf das Vergangene und ist für das lyrische Ich als leidvolles Jahr auszudrücken.  In der zweiten Strophe handelt es sich ebenfalls um einen umarmenden Reim und um eine vierversige Strophe, die somit das zweite Quartett bildet. Das Metrum Alexandriner, welches durchgehend in den Quartetten vorhanden ist, unterstreicht ebenfalls die Sonettform. Inhaltlich wird direkt deutlich, dass der religiöse Bezug zu dieser Zeit sehr bedeutsam für die Menschheit war, was an der Verwendung des Substantivs direkt zu Beginn der zweiten Strophe „Herr“ (V. 5) erkennbar wird. Das lyrische Ich, erkennt, dass sein Leben sobald vergehen wird, was an der Metapher „verschmelzter Schnee“ (V. 6), deutlich wird. Das lyrische Ich stellt zudem infrage, ob die Zeit des lyrischen Ichs wirklich so bedeutungslos und vergänglich ist. Mit der Zeit vergeht ein Mensch und keiner fragt mehr nach ihm. Dies wird an dem Schmelzen des Schnees deutlich und kann mit dem Vanitas-Gedanke gleichgesetzt werden. Darauf folgend wird die Ansprache an Gott deutlich, da die Bitte „Laß doch…“ (V. 7) zeigt, dass das lyrische Ich nicht sterben, sondern leben will. Der Grund dafür ist, „weil mir die Sonn gleich in der Mittagshöh, / Mich noch nicht untergehn gleich ausgebrennten Kerzen!“ (V. 7f.). Die Sonne symbolisiert den Mittelpunkt seines Lebens und bedeutet, dass sein halbes Leben schon vergangen ist und er somit nicht mehr lange Leben wird. Die Verwendung der Konjunktion „Noch“ (V. 8) zeugt von Hoffnung und Bestand, denn dem lyrischen Ich wird bewusst, dass ihr Leben bald ein Ende haben wird, was durch „untergehn“ (ebd.) und „ausgebrennten Kerzen“ (ebd.) deutlich wird. Die Kerzen symbolisieren die Hoffnung an sein Leben, welche jedoch durch die Verwendung „ausgebrennt“ (V. 8) verloren geht und somit den Tod des lyrischen Ichs darstellt. Dies lässt sich auf die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens beziehen. Die dritte Strophe wird repetierend mit „Herr“ (V. 9) eingeleitet und verdeutlicht wieder, wie wichtig ihnen auch die Religion ist, denn in dem 30-jährigen Krieg handelte es sich um die Konfessionsspaltung von Katholiken und Protestanten. Dem lyrischen ich wird bewusst, dass in Bezug auf den Krieg kein Ende in Sicht ist, er jedoch darauf hofft und darum betet, dass das Leiden ein Ende hat, was anhand von „genug geschlagen“ (V. 9) und „Angst uns Ach“ (V. 10), deutlich wird. Zudem ist auffällig, dass sich die Verben „geschlagen“ (V. 9) und „getragen“ (V. 10) reimen und somit eine Verbindung zum Krieg und des Leidens herstellen. Somit wird deutlich , welche Bedenken das lyrische Ich hat, denn es wünscht sich Frieden und ein schönes Leben. „Gib doch nur etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!“ (V. 11) stellt den Tod des lyrischen Ichs dar. Jedoch bittet er Gott darum, ihn auch an die schönen Dinge im Leben denken zu lassen und nicht nur an den Krieg. Das dieser Vers, aufgrund, dass er sich nicht reimt, alleine sieht, verdeutlicht, wie wichtig dem lyrischen Ich die Zeit zum Nachdenken, an das schöne, kriegsfreie Leben ist. Die letzte Strophe beginnt ebenfalls mit dem Befehl „Gib“ (V. 12), welcher mit dem Rest des Verses von einem Komma getrennt ist und somit die Bedeutung und Relevanz nach einem schöneren und alten Leben in den Vordergrund stellt. Zudem zeigt dies auch wie verzweifelt und zerstört das lyrische Ich ist und wie ihn den 30-jährigen Krieg prägt. Der folgende Vers setzt mit den Worten „daß ich der Handvoll Jahre“ (V. 12) und damit ist der gesamte Krieg gemeint „Froh wird eins vor meiner Bahre!“ (V. 13), was bedeutet, dass das lyrische Ich voller Hoffnung ist, dass er vor seinem Tod noch einmal glücklich wird und nicht sein ganzes Leben mit Krieg, Armut, Tod und . Im letzten Vers „Mißgönne mir doch nicht dein lieblicher Geschenke!“ (V. 14) wird die gesamte Hoffnung auf ein schönes altes Leben zum Ausdruck gebracht, welche durch das Substantiv „mir“ (v. 14) deutlich wird. Zudem wird dich die Verwendung des Pronomen „dein“ (ebd.) deutlich, dass Gott derjenige ist, der den Menschen das schöne Leben on Frieden wegnimmt. Daher spricht das lyrische ich Gott direkt an und bezeichnet das Leben, welches sie führen könnten als ein „liebliches Geschenke“ (V. 14). Der Reim „jahre“ (V. 12) und „bahre“ (V. 13) stehen wieder in Verbindung zueinander mit dem Tod, denn jahrelang stehen die Menschen unter Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Angst der Menschen, nie mehr in ihr altes Leben zurückkommen, sehr deutlich wird. Das lyrische Ich berichtet von den ganzen schlimmen Umständen, unter denen die Menschen leiden müssen und das ihnen bewusst ist, dass Gott eine bedeutende Rolle für die Menschen in dieser Zeit ist, da dieser ein schönes und ewiges Leben führen kann. Die negativ konnotierten Wörter untermauern die Angst und Trauer der Menschen im Dreißigjährigen Krieg. Anaphern und rhetorische Fragen zeugen von Hoffnung und Sehnsucht. Das geordnete Reimschema unterstreicht zudem die Monotonie des Gedichts und somit die Ansprüche der betroffenen Menschen, dass das Leiden endlich vergehen soll.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Unterschiede der Krisenerfahrungen, die in den Gedichten dargestellt sind auf inhaltliche und sprachlich-formale Weise miteinander vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“, welches zur Zeit des Barocks, 1648 veröffentlicht wurde,  behandelt die Vergänglichkeit der Menschen, sowie die dramatischen Umstände und den Verlust der Sicherheit der Menschen. In dem Gedicht werden durch Hoffnungen, Sehnsüchte und Bitten ein fundamental-historische Erfahrungen im 30-jährigen Krieg dargestellt. Immer wieder erwähnt das lyrische Ich das Leid und seine Angst, aber auch die Hoffnung nach einem schönen Leben. Zusammenfassend thematisiert dieses Gedicht Reflexionen des kriegs- und der Krisenerfahrungen einer jeweils Generation und deren Spiegelung in der Literatur ihrer Zeit. In dem Gedicht „Meine Zeit“, verfasst von Wilhelm Klemm im Jahre 1916 zur Zeit des Expressionismus, thematisiert ebenfalls das Bedrohungsgefühl der Menschen und deren Verlust von Sicherheit und ist damit übereinstimmend mit dem anderen Gedicht, da der Inhalt auch auf die eigene Gegenwart Bezug nimmt. Das Gedicht beginnt ebenfalls mit Erinnerungen an das schöne, alte Leben. Daraus resultiert ein weiteres Merkmal, dass Überwältigtsein angesichts der jeweiligen komplexen Zeit- und Welterfahrung. Zudem weist sich ein formales Merkmal, die Form des Sonetts und somit der Kontrast zur inhaltlichen Aussage auf. Sprachliche Mittel, wie Anaphern, Akkumulationen sind ein verweis auf die Intensität der Erlebnisse sowie Einsicht in die Fragilität und Bedrohtheit des menschlichen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschiede der beiden Gedichte sind, dass der Prozess der Industrialisierung angesprochen wird und dass dieser für Verwirrung der Menschen sorgte. Zudem ist der Bezug zu Gott und der Religion in Kelmms Gedicht nicht gegeben. Die unterschiedliche Bedeutung des Begriffs „Zeit“ ist bei Klemm ein historischer Abschnitt für eine Generation, während in Gryphius Gedicht die Zeit auf seine Lebenszeit Bezug nimmt. Während bei Klemms Gedicht zu Beginn eine hoffnungslose und perspektivlose Anrede im Bezug auf die Zeit vernommen wird, wird in Gryphius Gedicht eine hoffnungsvolle Anrede an Gott durchgeführt.Bei Klemms Gedicht handelt es sich ausschließlich um Klagen der damaligen Zeit, wohingegen im anderen Gedicht die Bitte an Gott, um eine Veränderung des Lebenszustandes Gryphius, im Vordergrund steht.&lt;br /&gt;
In Bezug auf Sprache und Form ist zu sagen, dass beide Gedichte das identische metrum, die Sonettform aufweisen. Beide Gedichte bestehen aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Das Merkmal der Sonettform ist jedoch eigentlich nur für die Epoche des Barocks typisch. Die Verwendung der Sonettform im expressionistischen Gedicht, deutet daraufhin, dass sich die Umstände in beiden Epochen sehr ähnlich sind, da sie von Tod, Armut, Angst und des Ich-Verlust geprägt waren. Zudem deutet die Sonettform auf die Monotonie des Textes hin und sagt damit aus, dass ein Kreislauf bezüglich des Leidens erkennbar ist. Die Verwendung der männlichen und weiblichen Kadenzen, die in beiden Gedichten geordnet vorhanden sind, zeugen von Bedeutung und Relevanz der Umstände zu dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Sprache und Form ist zu sagen, dass beide Gedichte das identische Metrum, die Sonettform aufweisen. Beide Gedichte bestehen aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Das Merkmal der Sonettform ist jedoch eigentlich nur für die Epoche des Barocks typisch. Die Verwendung der Sonettform im expressionistischen Gedicht, deutet daraufhin, dass sich die Umstände in beiden Epochen sehr ähnlich sind, da sie von Tod, Armut, Angst und des Ich-Verlust geprägt waren. Zudem deutet die Sonettform auf die Monotonie des Textes hin und sagt damit aus, dass ein Kreislauf bezüglich des Leidens erkennbar ist. Die Verwendung der männlichen und weiblichen Kadenzen, die in beiden Gedichten geordnet vorhanden sind, zeugen von Bedeutung und Relevanz der Umstände zu dieser Zeit. Ein Merkmal welches ganz deutlich in Gryphius Gedicht erkennbar ist, ist die durchgängige Anbindung der Zeiterfahrung an das Ich des Gedichts, während bei Klemms Gedicht ein Gegenstandsbezug entsteht, dadurch, dass das Ich nicht erwähnt wird in den beiden Quartetten. In Klemms Gedicht spielt die Bildlichkeit eine wichtige Rolle, um die damalige Situation und die Gefühle des lyrischen Ichs wiederzugeben. In dem Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“ steht eher die Rhetorik im Vordergrund um die Bildlichkeit der Umstände darzustellen. &lt;br /&gt;
Im Bezug auf die Entstehungszeit der beiden Gedichte wird in Klemms Gedicht die Infragestellung eines sinngebenden Daseins dargestellt, welche sich der Epoche des Expressionismus anpasst. In Gryphius Gedicht steht ehr die Bewältigung der Krise des 30-jährigen Krieges im Vordergrund und zeigt dadurch ein typisches Gedicht im Barock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Schluss des 1648sten Jahres” wurde von Andreas Gryphius verfasst und im Jahre 1698 veröffentlicht. Es stammt aus der Epoche des Barocks und thematisiert das Ende des 30 jährigen Krieges und der Hoffnung auf ein freies und friedliches Leben durch Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht wird unter dem Aspekt der Darstellung und Gestaltung der Krisenerfahrung in der entsprechenden Zeit analysiert und mit dem vorherigen expressionistischen Gedicht ,,Meine Zeit” von Wilhelm Klemm aus dem Jahre 1916 verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und vier Strophen. Die ersten beiden Strophen sind Quartette und die letzten beiden Strophen bestehen aus Terzetten, somit ergibt sich die Form eines Sonetts. Dies wird auch durch das Versmaß des Alexandriners, sowie das Reimschema (umarmender Reim und Schweifreim) und die an das Reimschema angepassten Kadenzen hervorgehoben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht beginnt mit dem Ausrufen ,,Zeuch hin, betrübtes Jahr! Zeuch hin, mit meinem Schmerzen!” (V.1). Das Ausdruck ,,betrübtes Jahr” wird durch den Titel des Gedichtes näher erläutert. Der Titel ,,Schluss des 1648sten Jahres” steht in Verbindung mit dem historischen Hintergrund der Epoche. Im Jahr 1648 endete der Dreißigjährige Krieg, der ein wesentliches Merkmal der Literaturepoche des Barocks darstellt und zeitgleich die zu ergründende Krisenerfahrung des Gedichtes ist. Die anschließende Äußerung ,,Zeuch hin, mit meinen Schmerzen!” (ebd.) wird durch die Anapher ,,Zeuch hin” (ebd.) mit dem vorherigen Ausruf verbunden. Der Umstand, dass es sich um Ausrufe handelt verdeutlicht die Freude des lyrischen Ichs, über das Ende des Krieges und somit über die hoffnungslose und belastende Zeit. Dies wird auch ergänzt durch ,,Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!” (V.2) und ,,Zeuch so viele Leichen nach!” (V.3). Wird das Wortfeld betrachtet, so fällt auf das insbesondere die Substantive ,,Schmerzen” (V.1), ,,Angst” (V.2), ,,Weh” (V.2) und ,,Leichen” (V.3) mit Hoffnungslosigkeit in Verbindung gebracht werden und somit wiederholt das Leiden während des Krieges darstellen. Nach dem Rückblick auf den vergangenen Krieg ist das lyrische Ich zuversichtlich gestimmt, was durch die Ellipse ,,Bedrängte Zeit, vergeh/ Und führe mit dir weg die Last von diesem Herzen!” (V.3f.) deutlich gemacht wird. Das lyrische Ich hofft auf eine Verbesserung seiner Lage und will sie qualvolle Zeit des Krieges vergessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Quartett setzt ein mit ,,Herr, vor dem unser Jahr als ein Geschwätz und Scherzen” (V.5). Durch die Anrede ,,Herr” (ebd.) wird deutlich, dass das lyrische Ich die folgenden Verse an Gott richtet. Die Erwähnung des Glaubens in Form von Gott ist neben der Form des Gedichts ein weiteres Merkmal der Literaturepoche des Barocks. Anhand des Vergleiches in Form des Adverbs ,,als” (ebd.) veranschaulicht das lyrische Ich die Unbedeutsamkeit der Zeit in der es lebt, da es diese mit dem Ausdruck ,,ein Geschwätz und Scherzen” (V.5) bezeichnet. Im weiteren Verlauf wirft das lyrische Ich die Frage ,,Fällt meine Zeit nicht hin wie ein verschmelzter Schnee?” (V.6) auf. Im Zentrum der Frage steht die Metapher ,,verschmelzter Schnee” (ebd.). Diese stellt bildlich die Vergänglichkeit des Lebens und somit die Nichtigkeit der Zeit in der das lyrische Ich lebt dar. Das Quartett endet mit der Bitte des lyrischen Ichs an Gott ,,Laß doch, weil mir die Sonn gleich in der Mittagshöh,/ Mich noch nicht untergehen gleich ausgebrennten Kerzen!” (V.7f.). Vorrangig ist in dieser Bitte das Symbol der Sonne als Zeichen der vergehenden Lebenszeit. Die Tatsache, dass das lyrische Ich erwähnt die Sonne stehe gleich in der Mittagshöh (vgl. V.7) veranschaulicht, dass es sich seines Lebensendes bewusst ist. Anknüpfend daran stellt es die Vergänglichkeit seines Lebens mit der Metapher ,,ausgebrennten Kerzen” (V.8) dar. Im Anschluss erfolgt sowohl ein inhaltlicher als auch ein formaler Umbruch. Anstellen von Quartetten liegen nun Terzette vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Terzett beginnt mit ,,Herr, es ist genung geschlagen” (V.9), dass leitet die Bitte an Gott ein. Die Ansprache an Gott wird durch das Wort ,,Herr” verdeutlicht. Das Verb ,,geschlagen” (V.9) zeigt die brutalen Erfahrungen, die das lyrische Ich durchlebt hat, was vor allem durch den darauffolgenden Vers ,,Angst und Ach genung getragen” (V.10) untermauert wird. Auch in diesem Vers zeigt das Verb ,,getragen” (ebd.) die Lasten die ein zu dieser Zeit erleiden musste. Der letzte Vers des Gedichtes beinhaltet eine indirekte Bitte,,Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!” (V.11), in welcher das lyrische Ich um Zeit bittet, um nachzudenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Terzett bittet das lyrische Ich darum, ,,daß ich der Handvoll Jahre/ Froh werd eins vor meiner Bahre!” (V.12f.) . Diese Bitte zeigt die Angst des lyrischen Ichs vor dem Tod, weil es sich bewusst ist, dass seine Lebenszeit begrenzt ist und deshalb vor Gott um mehr Zeit bietet. Dass diese Bitte seine Lebenszeit betrifft wird vor allem durch die Metapher ,,liebliches Geschenke” (V.14) verdeutlich, weil das ,,liebliche Geschenk in diesem Sinne das Leben des lyrischen Ichs ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gemeinsamkeit der beiden Gedichte ist die Sonettform, die ein Merkmal der Literaturepoche des Barocks darstellt. Diese Sonettform wird durch den vierhebigen Jambus und den Alexandriner. Inhaltliche Gemeinsamkeiten sind auch im Thema erkennbar, da beide Gedichte ein Gefühl der Angst und Unsicherheit thematisieren. Dieser inhaltliche Aspekt steht im Kontrast zu der Sonettform. Die Lebenszeit und die Angst vor dem Ende dieser Zeit, also der Nichtigkeit dieses Lebens wird auch in beiden Gedichten thematisiert, was vor allem durch den Begriff ,,Meine Zeit”, der zum eine der Titel des ersten Gedichtes ist, aber auch im zweiten Gedicht  vorkommt. Auch die geschilderten Erfahrungen des Krieges und der bedrohten Existenz spielen in beiden Werken eine immense Rolle.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterschiede der Gedicht sind vielfältig. Zum einen wird das Nomen ,,Zeit”, das in beiden Gedichten eine Rolle spielt unterschiedlich definiert. Denn in Klemms Gedicht wird speziell die Lebenszeit des Menschen angesprochen, was im Kontrast zu Gryphius Gedicht steht, in welchem das lyrische Ich hoffnungslos zu Gott spricht. Was zudem auch auffällig ist, dass Klemms Gedicht eher klagend über den Zustand spricht, wohingegen Gryphius um eine Veränderung bittet. Der Bezug zu Gott ist ein Aspekt der nur in Gryphius Gedichts aufgegriffen wird und in Klemms Gedicht nicht Bestandteil ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die beiden Gedichte sehr unterschiedlich sind. Da Gryphius Gedicht eine vertrauensvolle Verbindung zu Gott ausmacht, was im Kontrast zu dem Gedichtes Klemms steht, welcher das allgemeine Dasein des Menschen hinterfragt. Dieser Gottesbezug steht in Verbindung mit der Epoche des Barocks genau wie das Thema des Gedichtes von Klemm, welches ein typisches Gedicht des Expressionismus darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wortfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1	Die Gedichte „Meine Zeit“, aus dem Jahr 1916 und von Wilhelm Klemm verfasst, sowie „Schluss des 1648sten Jahres“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1648, thematisieren beide die Zeit des Krieges, einmal im Expressionismus, einmal im Barock, und werden diesbezüglich im Folgenden auf Inhalt und Formalität verglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2	Auffällig ist hierbei die Erwähnung des Jahres 1648, das das letzte Jahr dieses Krieges ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3	Ebenfalls das Gedicht von Klemm lässt bereits aus dem Titel schließen, wovon das Gedicht handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4	Einen Zusammenhang zwischen den beiden Gedichten bildet das auf den ersten Blick erkennbare Sonett, das für den Barock eine typische Gedichtform ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5	Zurückzuführen ist das auf die damals herrschende göttliche Ordnung, unter deren Vorgaben die Dichter keine Freiheiten beim Dichten hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6	Worte wie „Schmerzen“ (Gryphius, V.1) und „Angst“ (Gryphius, V.2) erzeugen in beiden Gedichten eine dunkle Atmosphäre, die sich in beiden Fällen auf den Krieg beziehen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7	Das lyrische Ich macht sich hierbei also Gedanken darüber, wo Gott in solchen Zeiten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8	Das erste Terzett beginnt wieder mit dem Bezug zu Gott (vgl. Gryphius, V.9) und mit der Bitte des lyrischen Ichs an Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9	Die Verse „Gib, daß ich der Handvoll Jahre Froh/ wird eins vor meiner Bahre!“ (V.12f.) lassen darauf schließen, dass das lyrische Ich um Zeit bittet, damit es sein Innerstes wieder heilen kann von den erlittenen „Schmerzen“ (V.1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10	Dass es unter dem Krieg gelitten hat, lässt die Bitte, „eins“ (v.13) werden&lt;br /&gt;
zu können, vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11	Dieser Schmerz wird ebenfalls in Klemms Gedicht deutlich, jedoch indirekter als in Gryphius‘ Gedicht, in dem dies als direkte Bitte formuliert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12	In Klemms Gedicht wird dies vor allem im Vers „[d]ie Seele schrumpft zu winzigen Komplexen“ (Klemm, V.7) deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ausruckfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Dies lange Zeit wirkte sich ebenfalls auf die damalige Bevölkerung aus, die vom Krieg vor allem müde waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 Hierbei wird die bereits erläuterte Verzweiflung deutlich, die sich hierbei vor allem im Betteln zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5 Der Vergleich ist gleichzeitig eine indirekte Frage nach dem Sinn des Lebens und somit wieder eine Andeutung bezüglich des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Die Weltuntergangsstimmung in Klemms Gedicht, erkennbar an den bereits erläuterten negativ konnotierten Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechtschreibfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Vor allem im ersten Quartett unterstützen die regelmäßige Form des Sonetts sowie der sechshebige Jambus und der umarmende Reim einen inhaltlich immer wiederkehrenden Aspekt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
10 Dabei fordert das lyrische Ich „[m]issgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke!“ (V.14) womit als Geschenk sein Leben gemeint ist, sodass wieder die des Todesangst des lyrischen Ichs deutlich wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Satzbau''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 Der neue Aspekt beginnt mit dem Vers „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!“ (V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Gedichte, bezüglich Formalität und Inhalt, viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Darunter die Sonettform, sowie den umarmenden Reim und den Schweifreim. Inhaltlich werden vor allem Themen wie Angst und Schmerz thematisiert in Bezug auf den Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Grammatikfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Durch die Ausrufe werden die Gefühle des lyrischen Ichs deutlicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zeichensetzungsfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Dadurch wird die Verzweiflung deutlicher sowie die Verzweiflung darüber, dass die vom Krieg verursachten „Schmerzen“ (V.1) nicht vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Im zweiten Quartett von Gryphius wird das Überirdische angesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zitatfehler''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 Dabei behauptet es, „es ist genug geschlagen, / Angst und Ach genug getragen“ (V.9f.), was ebenfalls wieder eine Andeutung auf due Länge des Krieges ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1 Das vorliegende Gedicht mit dem Titel „Schluss des 1648sten Jahres“, das von Andreas Gryphius verfasst und im Jahr 1698 veröffentlicht wurde, thematisiert die Folgen des Dreißigjährigen Krieges sowie die Hinwendung zum Göttlichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z2 Bei Klemm handelt es sich um den Ersten Weltkrieg (1914-1918), während sich das Gedicht Gryphius` auf den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z3 Die Tatsache, dass so viele Menschen aufgrund der Folgen des Krieges starben, hat zu dem Gedanken, dass man jederzeit sterben könnte, beigetragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z4 Das lyrische ich wünscht sich, dass die schreckliche Zeit des Todes und des Leidens vorüber geht und äußert dadurch indirekt die Hoffnung, dass sie nicht mehr zurückkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z5 Die Tatsache, dass das lyrische Ich im Herzen stark verletzt ist und viel Leid empfindet, wird besonders durch den vorliegenden umarmenden Reim deutlich, denn durch diesen werden die Begriffe „Schmerzen“ (V.1) und „Herzen“ (V.4) miteinander verbunden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z6 Die rhetorische Frage und insbesondere die Metapher des geschmolzenen Schnees hebt die Vergänglichkeit des Lebens auf der Erde und somit allen irdischen Seins hervor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z7 Dies könnte möglicherweise daran liegen, dass es die Hälfte seines Lebens im Krieg gelebt hat und nun durch das Göttliche auf ein besseres Leben hofft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z8 Dies zerbricht in gewisser Weise die Regelmäßigkeit des Gedichts und somit auch die Regelmäßigkeit des schweren Lebens während des Krieges. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z9 Die Tatsache, dass das lyrische Ich noch nicht sterben möchte, wird zudem durch die Aussage „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke“ (V.11) deutlich.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z10 Dem wird die Aussage „Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke“ (V.14) angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z11 Die Tatsache, dass das lyrische Ich dieses als „lieblich[.]“ (ebd.) bezeichnet, hebt hervor, dass es trotz der Erlebnisse während des Krieges und der ständigen Konfrontation mit dem Tod daran glaubt, dass das Leben etwas Gutes und ein Geschenk ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R1 Zudem weist das Gedicht Gryphius` keinen Bezug zur Industrialisierung auf, was dadurch zu erklären ist, dass jene zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2 Daraufhin folgt das erste Terzett mit der Aussage „Herr, es ist genung geschlagen, / Angst und Ach genung getragen“ (V.9 f.), was darauf hindeutet, dass es notwendig ist, dass bessere Zeiten kommen, da der Krieg und der Tod bereits genug Leid angerichtet haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R3 Dies deutet wiederum an, dass es Zeit ist für etwas Neues, ein besseres Leben, was durch den Bruch in dem Versmaß deutlich wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr1 Die Interpunktion am Ende dieser Aussage betont die Notwendigkeit des Endes des Krieges aufgrund der vielen Jahre der Zerstörung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr2 Dies betont insbesondere den seelischen Schmerz der Menschen während des Krieges sowie Memento-Mori, da die Menschen in dem Bewusstsein lebten, dass sie jederzeit sterben könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1 Die Anapher „Zeuch hin“ (V.1 / V.2 / V.3) betont dabei die Notwendigkeit des Endes des Krieges aufgrund des Leids der Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2 Des Weiteren gab es während den Jahren des Krieges „viele Leichen“ (V.3), was ein weiteres Mal die Auswirkungen des Krieges betont, da durch jenen viele Menschen starben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1 Bei der Form des Gedichtes liegt jedoch neben allen gleichen Regelmäßigkeiten in den Gedichten ein Unterschied vor, da in dem Gedicht Klemms ein fünfhebiger Jambus vorliegt, während bei dem Gedicht Gryphius` ein Alexandriner, bestehend aus sechshebigen Jamben und der Mittelzäsur, zu erkennen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W2 Dies stellt zudem einen Kontrast zu dem Gedicht Klemms dar, da dort keine Hinwendung zum Göttlichen thematisiert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W3 Während die Sonne am Mittag anzeigt, dass die Hälfte des Tages vorbei ist, zeigt sie in diesem Kontext und in Bezug auf das Leben des lyrischen Ichs auch dessen Hälfte an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W4 Das Göttliche wird in dem Gedicht Klemms nicht thematisiert, was die resignative Haltung des lyrischen Ichs in jenem begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W5 Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gedichte „Meine Zeit“ von Wilhelm Klemm und „Schluss des 1648sten Jahres“ von Andreas Gryphius inhaltlich und formal (in Darstellung und Gestaltung) in den meisten Punkten übereinstimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T1 Dies ist darauf zurückzuführen, dass zur Zeit des Barock eine Hinwendung zum Jenseits und somit zum Überirdischen beziehungsweise Göttlichen stattfand, da die Menschen versuchten, sich an die Religion zu wenden, da sie durch den Krieg und dessen Folgen viel Leid erfuhren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zit.1 Insbesondere das Verb „bedenke“ (ebd.) und das Substantiv „Geschenke“ (ebd.) deutet das Carpe-diem -Motiv an, welches besagt, man solle den Tag nutzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bz1 zudem verdeutlicht dieser Gedanke, dass man jederzeit sterben könnte, die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens (Vanitas-Motiv).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G1 Im Folgenden werde ich das Gedicht von Gryphius analysieren und anschließend dieses mit dem Gedicht von Klemm hinsichtlich der Darstellung und Gestaltung der Krisenerfahrung der jeweiligen Zeit vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G2 Das erste Quartett beginnt dabei mit der Aussage ,,Zeuch hin, betrübtes Jahr!“ (V.1), wobei hier der Titel untermauert wird, da das lyrische Ich fordert, dass das Jahr vorbeigehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G3 Zusammenfassend ist zu sagen, dass das lyrische Ich reflektiert und sich an den Krieg und die Folgen erinnert und die Folgen beschreibt und dabei fordert, eine bessere Zeit kommen solle, wobei hier der Imperativ und die Interpunktion die Forderung unterstützen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G4 Denn nach den Forderungen im ersten Quartett, dass das Leid verschwinden solle, bittet das lyrische Ich ,,Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!“ (V.11) und es wird auch Hoffnung auf ein paar Jahrebesserer Zeit ausgedrückt, was durch die Aussage ,,Gib, daß ich der Handvoll Jahre/ Froh werde eins vor meiner Bahre!“ (V. 12 f.) hervor kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G5 Im zweiten Gedicht verdeutlicht die geordnete Struktur die von Gott gegebene Weltordnung und die Unterordnung sowie die religiöse Orientierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R1 Der Titel ,,Schluss des 1648sten Jahres“ verdeutlicht dabei die Hoffnung auf eine bessere Zeit, da nun der Dreißigjährigen Krieg vorbei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R2 Das Gedicht ist dabei in zwei Quartette und zwei Terzette unterteilt, wobei in den Quartetten ein umarmender  Reim zu erkennen ist und in den Terzetten ein Schweifreim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R3 Dabei erinnert und reflektiert das lyrische Ich die Zeit des Krieges, indem es sagt ,,mit meiner Angst und überhäuften Weh“ (ebd.), welchen es erlebt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R4/5 Durch die Beschreibung und Reflexion des Erlebten während des Krieges wird die allgegenwärtige Vergänglichkeit während des Dreißigjährigen Krieges verdeutlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R6 Durch das Possessivpronomen ,,dein“ (ebd.) wird zum Ausdruck gebracht, dass das lyrische Ich das Leben als von Gott gegeben betrachtet, da damit Gott angesprochen wird und auch das Vertrauen in Gott zum Ausdruck gebracht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R7 Dies wird durch die Aussagen ,,Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!/ Zeuch so viele Leichen nach!“ (V.2 f.) deutlich, da hier die Folgen des Krieges beschrieben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R8 Während hingegen im ersten Gedicht nur die Zerstörung und die Orientierungslosigkeit beschrieben wird, wird im Gedicht Gryphius' auch ein gewisser Hoffnungsaspekt aufgegriffen, der in Klemms Gedicht nicht auftaucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R9 Eine entscheidende Gemeinsamkeit ist jedoch der Ausdruck der Vergänglichkeit im ersten Gedicht ,,Die Stunden kreisen schneller“ (V.8) und im zweiten Gedicht durch die Metapher ,,verschmelzter Schnee“ (V.6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A1 Das Ausrufezeichen verdeutlicht dabei die Notwendigkeit, dass das Jahr und somit die betrübte Zeit vorbei gehen sollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A2 Auf sprachlich-formaler Ebene fällt auf, dass beide Gedichte in der Form eines Sonetts verfasst sind, wobei die Gedichte in zwei Quartette und zwei Terzette aufgeteilt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wh1 Dies wird auch in der nächsten Aussage ,,Zeuch hin mit meinem Schmerz!“ (V.1) deutlich, da der Imperativ des Verbs ,,Ziehen“ (ebd.) die Forderung verdeutlicht, wobei der Ausdruck ,,mit meinen Schmerz“ (ebd.) hervorhebt, dass das lyrische Ich viel Leid erfahren hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wh2 Das nächste Quartett setzt dabei mit der Aussage ,,Herr, vor dem unser Jahr als ein Geschwätz und Scherz“ (V.5) ein, wobei das lyrische Ich Gott anspricht, wodurch deutlich wird, dass es im Krieg seinen Glauben an Gott und somit das Ewige nicht aus den Augen verloren hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W1 Dabei erinnert sich das lyrische Ich an ,,so viel[e] Leichen“ (V.3), die es aufgrund des Krieges gab, da viele Menschen ihr Leben im Krieg gelassen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W2 Die Aussage ,,die Last von diesem Herzen“ (ebd.) verdeutlicht, dass das lyrische Ich vom Krieg mitgenommen ist und das Erlebte Verzweiflung und Schmerz beim lyrischen Ich auslöst, sodass es sich nun am Kriegsende wünscht den Kummer und den Krieg vergessen zu können und dabei auch eine gewisse Sehnsucht nach einer besseren Zeit ausgedrückt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W3 Zudem ist ein weiterer Unterschied die Orientierungslosigkeit im ersten Gedicht, wobei diese durch die Aussage ,,Tot ist die Kunst“ (V.8) deutlich wird und die religiöse Orientierung im zweiten Gedicht, wobei diese durch die Ansprache ,,Herr“ (V. 5) deutlich wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z1 Das letzte Terzett beginnt ebenfalls mit einer Bitte: ,,Gib, daß ich der Handvoll Jahre/ Froh werd eines vor meiner Bahre!“ (V. 12f.), wobei durch das ,,Gib“ (ebd.) zu der vorherigen Aussage eine Anapher geschaffen wird, wodurch die Bitte betont wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z2 Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Thema, Zerstörung des Krieges, gleich ist, jedoch im zweiten Gedicht die Hoffnung durch Gott eine Rolle spielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sb1 Bei beiden Gedichten ist die Struktur ein Sonett, wobei die Funktion jedoch unterschiedlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird das Gedicht &amp;quot;Schluss des 1648sten Jahres&amp;quot; analysiert sowie mit dem Gedicht &amp;quot;Meine Zeit &amp;quot;, in Bezug auf die Darstellung und Gestaltung, verglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Schluss des 1648sten Jahres&amp;quot;, veröffentlicht 1698 und geschrieben von Andreas Gryphius, thematisiert die Sehnsucht nach einem Umbruch aufgrund der herrschenden Not.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ersten Sinnabschnitt umfasst das erste Quartett, indem zuerst das vergangene Jahr beschrieben wird, welches von &amp;quot;Schmerzen&amp;quot;(V.1), &amp;quot;Angst&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;Leichen&amp;quot;(V.3) geprägt war. Dies ist auf den damals herrschenden 30 jährigen Krieg zurückzuführen. Aufgrund der Länge des Krieges wirkte er endlich, was durch die Sonettform unterstützt wird. Sie verschafft den Eindruck von Regelmäßigkeit. Auch das barocktypische Versmaß des Alexandriners lässt sich auf diese Weise deuten. In den Quartetten lässt sich jeweils ein umarmender Reim finden und in den Terzetten ein Schweifreim , mit überwiegend weiblichen Kadenzen. Diese hinterlassen ebenso den Eindruck eines endlichen Fortgangs des Krieges, da männliche Kadenzen eher als Ende gesehen werden können. Durch die Beschreibung der Sehnsucht nach einer Veränderung (vgl. V.4) wird zudem die Hoffnung auf eine positive Veränderung deutlich, da das lyrische Ich dies als möglich betrachtet. Die Anaphern in der ersten Strophe des Wortes &amp;quot;Zeuch&amp;quot;(V.1,2,3) betonen dabei die gewünschte Veränderung. Außerdem wird durch den Reihungsstil in der ersten Strophe, dem Leser schlagartig die herrschenden Krisen vermittelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt umfasst das 2. Quartett sowie die beiden Terzette. Hier wird sich besonders auf die Ansprache Gottes fokussiert. Zu Beginn wird durch die Darstellung des Jahres &amp;quot;als ein Geschwätz und Scherzen&amp;quot;(V.5), die Nichtigkeit des irdischen Lebens im Vergleich mit dem Leben mit Gott hervorgehoben.  Außerdem bittet das lyrische Ich um mehr Lebenszeit angesichts des eigenen mittleren Lebensalters. Unterstützt wird dies durch die Analogie der &amp;quot;ausgebrennten Kerzen&amp;quot;(V.8). Der Vanitas- Gedanke wird unter anderem auch durch die Metapher des Sonnenstandes (V.7) unterstützt. Im ersten Terzett wird die gebetsartige Form durch die ansprache &amp;quot;Herr&amp;quot;(V.9) zu Beginn deutlich. Außerdem möchte das lyrische Ich sich &amp;quot;recht bedenke[n]&amp;quot;(V.11), also mehr Lebenszeit erwerben um ein persönliches Seelenheil zu erlangen. Das zweite Terzett ist die Fortsetzung des Gebets. Jedoch fokussiert sich das lyrische Ich dabei darauf, das weitere Leben erfüllter erleben zu dürfen. Um dies zu manifestieren verwendet er die Metapher des &amp;quot;liebliche[n] Geschenke&amp;quot;(V.14). Am Anfang jedes Verses im zweiten Terzett ist jeweils immer ein Imperativ (V.12-14). Diese betonen die ausdrückliche Bitte nach Veränderung. &lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in dem Gedicht die Sehnsucht nach einer Veränderung zum Ausdruck kommt, verursacht durch die Krisensituation des 30-jährigen Krieges. Sprachlich- Formal wird dies durch die Verwendung von Imperativen, Metaphern sowie Anaphern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Darstellung der beiden Gedichte ist zuerst einmal auffällig, dass beide Gedichte in der Form  eines Sonetts geschrieben sind. Bei dem Gedicht &amp;quot;Meine Zeit&amp;quot; wirkt dies jedoch kontrastierend zum Inhalt, wohingegen es mit seiner Regelmäßigkeit den Inhalt bei Gryphius unterstützt. Die Reihungen der verschiedenen Erlebnisse wird ebenfalls in beiden Gedichten verwendet, wie beispielsweise bei Klemm in der ersten Strophe oder bei Gryphius in der ersten Strophe. Sie intensivieren die Erlebnisse und verschaffen dem Leser einen besseren Eindruck vom geschehen. Außerdem wird in beiden Gedichten das jeweilige Jahr angesprochen. Um sich zu beschweren wird beispielsweise gesagt &amp;quot;Zeuch hin, betrübtes Jahr!&amp;quot; oder bei Klemm &amp;quot;O meine Zeit&amp;quot;(V.9). Zudem verwenden beide Autoren den Begriff &amp;quot;Meine Zeit&amp;quot;. Bei Klemm geschieht das in der Überschrift und bei Gryphius in Vers sechs. Dadurch wird deutlich, dass sich die beiden lyrischen Ichs bewusst sind, dass es sich um ihre eine persönliche Zeit handelt und somit auch um ihre eigene Wahrnehmung. Auch wurden beide Gedichte zu einer Zeit geschrieben in dem es einen fundamental-historischen Einschnitt gab in Form eines Krieges. Bei Gryphius ist dies der 30-jährige Krieg und bei Klemm der 1. Weltkrieg. Im Zuge dessen werden die Reflexionen der jeweiligen Zeiten in der Literatur ihrer Zeit widergespiegelt wobei beide Gedichte typische Beispiele für ihre Epoche sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschiedlich ist besonders die Verwendung des Wortes &amp;quot;Zeit&amp;quot;. Bei Klemm ist dies allgemeiner gefasst und beschreibt den historischen Abschnitt einer ganzen Generation, wohingegen bei Klemm lediglich ein bestimmtes Jahr gemeint ist. Außerdem lässt sich ein Unterschied in der Einstellung der lyrischen Ichs feststellen. Bei Klemm ist diese eher hoffnungs- und perspektivlos was besonders an der Metapher &amp;quot;so namenlos zerrissen&amp;quot;(V.9) deutlich wird. Gryphius hingegen wirkt mit seiner Ansprache an Gott, besonders in den beiden Terzetten, hoffnungsvoll, da er durch seine Bitten deutlich macht, dass er es für möglich hält, dass eine positive Veränderung eintreten kann. Ein weiterer Unterschied ist der Ich-Bezug. Bei Gryphius haben die  Erfahrungen des lyrische Ichs einen höheren Wert, was durch die Nennung der &amp;quot;Schmerzen&amp;quot;(V.1) zum  Ausdruck kommt. Bei Klemm werden die Erfahrungen des lyrischen Ichs schlichtweg nicht genannt. Zudem herrscht bei Gryphius ein gewisser Transzendenzbezug, welcher besonders durch die gebetartige Form deutlich wird (vgl. V.5-14). Bei Klemm fehlt diese Sinnperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassen lässt sich sagen, dass er die Krisensituation durch die Hinwendung an Gott bewältigt wird sowie, dass es ein typisches Gedicht der Barockzeit ist. Klemm stellt dagegen die Sinnhaftigkeit des Lebens in Frage und weißt dabei ebenso typisch expressionistische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechtschreibfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: … thematisiert die Zerstörung durch den Ersten Weltkrieg und durch die voranschreitende Industrialisierung...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: Beispielsweise „Riesenstädte“ (V.1) und „verblaßte Länder“ (V.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Im Gegenzug dazu stehen „verblaßte Länder“ (V. 2), damit sind Länder gemeint, die schwach geworden sind bzw es gerade werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Das Verblassen von Ländern (vgl. V. 2) verdeutlicht also noch einmal die Zerstörung, die durch den Ersten Weltkrieg stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5: Des Weiteren wird gesagt, dass „[d]ie Seele [ zu winzigen Komplexen ] schrumpft“ (V.7) es bedeutet, dass der Kopf, eher gesagt das Gehirn, kaum noch gebraucht werden, es geht nur noch um den Krieg...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: „Die Stunden kreisen schneller“ (V.8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7 + 8: Diese negativen Äußerungen werden abschließend noch einmal negativ dargestellt, da das lyrische ich darum bittet, dass eine solche „Zeit“ (V.9) nicht noch einmal kommt, denn es sagt „Wie du, will keine, keine mir erscheinen“ (V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9: … da diese „furchtlos“ (V.14) ist und somit viel gefährlicher zu sein scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch das Gedicht „Meine Zeit“, starke Kritik an der expressionistischen Epoche geäußert wurde und sie von Unzufriedenheit geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11:... im Jahr 1648 und veröffentlicht 1698, in der Epoche des Barocks, thematisiert das Ende des 30-jährigen Kriegs und die Wünsche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12:  ...(d.h. 4 Strophen, davon zwei Quartette und zwei Terzette).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13: Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschiedene Gruppen gekämpft haben, das gesamte Gedicht erinnert an ein Gebet, worauf im späteren Teil der Analyse noch einmal eingegangen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14: Es soll weg sein mit all den „Schmerzen“ (V.1) des lyrischen Ichs und seinen Ängsten (vgl. V. 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15: …, dass das lyrische ich circa mittleren Alters ist, also die Hälfte seines Lebens vorbei ist, jedoch noch einiges vor sich hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16: Abschließend sagt es, Gott solle ihm nicht „[s]ein liebliches Geschenk […] [mißgönne[n]]...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17:Alles in allem kann man sagen, dass die Menschen nach der Kriegszeit froh waren, dass diese vorbei ist und glücklich weiterleben wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zeichensetzungsfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: … und damit verbunden die Unzufriedenheit der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: Für den Expressionismus waren unregelmäßige Verse und viele Zeilenumbrüche normal, das vorliegende Gedicht allerdings ist in einer Sonetform geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Die erste Strophe (V. 1-4) spielt auf eine Art Apokalypse an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Das Verblassen von Ländern (vgl. V. 2) verdeutlicht also noch einmal die Zerstörung, die durch den Ersten Weltkrieg stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5: Die zweite Strophe (V. 5-8) spielt sehr stark auf die fortschreitende Industrialisierung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: Dass [i]n Wolkenfernell [die Propeller] trommeln“ (V. 5) deutet zum einen auf den Krieg hin, da es nun Flugzeuge gab, die als Kampfflugzeuge oder Kriegsflugzeuge galten, zum anderen deutet es auf die Industrialisierung hin, da es den technischen Fortschritt verkörpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7: … bzw Herstellung von Materialien mit Hilfe von Maschinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8: … dass die Handarbeit vollständig durch Maschinen ersetzt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9 + 10: Beide vertreten das Reimschema eines umarmenden Reims, wodurch eine Art Rahmen bzw Abgrenzung zwischen Strophe eins und zwei und zwei und drei geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11: … „namenslos zerissen“ (V.9) oder „daseinsarm im Wissen“ (V.10), diese werden unterstützt durch die Repetitio „so“ (V. 9,10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12+13: Die „Zeit“ (V.9) des lyrischen Ichs ist „namenslos zerrissen“ (ebd.), „ohne Stern“ (ebd.) für Hoffnung steht, z.B. Hoffnung auf Frieden, und ebenfalls von Dummheit (vgl. V. 10) geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14: … in der das Gedicht geschrieben wurde, verglichen (vgl. V. 13 f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15+16+17: … bedrohlich sei, wie die „Zeit“ (V.9 , vgl. V. 11f.), da diese „furchtlos“ (V. 14) ist und somit viel gefährlicher zu sein scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18: In den zwei Terzetten reimen sich jeweils die ersten beiden Verse und der letzte Vers der 3. Strophe mit dem letzten Vers der 4. Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19: Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschiedene Gruppen gekämpft haben...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20+21: Die erste Strophe verwendet oft Wiederholungen des Wortes „Zeuch“ (V. 1,2,3), dieses ist ein veraltetes Wort für „zieh“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22: Mit der Metapher „[f]ällt meine Zeit“ (V.6) ist die Lebenszeit, die zu Ende geht, also der Tod, gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23: Diese Anapher verdeutlicht den Bezug zum 30-jährigen Krieg, da dieser ein Glaubenskrieg war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24: Das lyrische Ich meint, die Menschen wurden genug gequält und haben genug ertragen (vgl. V. 9f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26:  Die Anapher unterstreicht den Wunsch nach Frieden und Fröhlichkeit, die Forderung lautet nun, „Gib daß ich der Handvoll Jahre / Froh werd“ (V. 12f.), das lyrische Ich möchte glücklich sterben und noch etwas leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27: Das Gedicht „Meine Zeit“ stammt aus der Literaturepoche des Expressionismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28: Dies unterstreicht die Unzufriedenheit des Volkes zu jener Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29: … und stellt Forderung auf, wie „ laß doch […] / [m]ich noch nicht untergehn „ (V.7 f. , Gryphius).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30:  … Reimschemata sind in den ersten beiden Strophen, welche die beiden Quartette bilden, umarmender Reime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31:  … der letzte von der dritten Strophe mit dem letzten von der vierten Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32+33: Die Menschen sind 1916 ebenfalls unzufrieden, auf Grund der Industrialisierung, viele Arbeiter müssen in die Stadt ziehen und in Fabriken arbeiten, weil Maschinen ihre alte Arbeit ersetzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Grammatikfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: „Gespensterbrauen“ (V. 4) gelten als Zeichen der Endzeitstimmung und als Anspielung auf eine Apokalypse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2:  Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschiedene Gruppen gekämpft haben, das gesamte Gedicht erinnert an ein Gebet, worauf im späteren Teil der Analyse noch einmal eingegangen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Deswegen bittet es darum, jetzt noch nicht zu sterben bzw unterzugehen (vgl. V. 8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4+5: Das lyrische Ich meint, die Menschen seien genug gequält worden und hätten genug ertragen (V. 9f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: Alles in allem kann man sagen, dass die Menschen nach der Kriegszeit froh waren, dass diese vorbei war und sie glücklich weiterleben wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7: … mit dem Schwerpunkt auf der Darstellung der Krisenerfahrungen zu der jeweiligen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8: In den Terzetten (jeweils) letzten beiden Strophen, reimen sich immer der erste der zweite Vers, und der letzte von der dritten Strophe mit dem letzten von der vierten Strophe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ausdrucksfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: … bzw. Abgrenzung zwischen den ersten beiden Strophen und der zweiten und der dritten Strophe geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: … oder „daseinsarm im Wissen“ (V. 10), unterstrichen werden diese durch die Repetitio „so“ (V. 9,10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Diese negativen Äußerungen werden abschließend noch einmal schlecht dargestellt, da das lyrische Ich darum bittet, dass eine solche „Zeit“ (V. 9) nicht noch einmal kommt, denn es sagt „wie du, will keine, keine mir erscheinen“ (V. 11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch das Gedicht „Meine Zeit“, die Literaturepoche des Express schlecht dargestellt wird, und diese sehr von Unzufriedenheit geprägt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5: Es soll verschwinden mit all den „Schmerzen“ (V. 1) des lyrischen Ichs und seinen Ängsten (vgl. V. 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: … dass das lyrische Ich circa mittleren Alters ist, also die Hälfte seines Lebens vorbei ist, er jedoch noch einiges vor sich hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7: Die Anapher unterstreicht denWunsch nach Frieden und Fröhlichkeit, die Forderung lautet nun „Gib, daß ich der Handvoll Jahre / Froh werd“ (V. 12f.), das lyrische Ich möchte noch etwas Zeit zu Leben, da es nur das Leben im Krieg kennt und vor allem möchte es glücklich werden bevor es stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satzbaufehler:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: Außerdem verschwinden manche Länder komplett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschieden Gruppen gekämpft haben. Dass das vorliegende Gedicht mit diesem Krieg in Zusammenhang steht lässt sich daran nachweisen, dass es an ein Gebet erinnert (Darauf wird im späteren Teil der Analyse noch einmal eingegangen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Das lyrische Ich scheint das alte, schreckliche Jahr (1648) vertreiben zu wollen (vgl. V. 1), da (zeuch hin“ (ebd.) wiederholt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Deswegen bittet er darum, jetzt noch nicht zu sterben bzw. unterzugehen (vgl. V. 8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5: Durch die eben benannte Anapher wurde eine Verbindung zur zweiten Strophe hergestellt und durch die wiederholte Forderung, eine Pause von all den schrecklichen Dingen zu erlangen, wird diese verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6: Die Anapher unterstreicht den Wunsch nach Frieden und Fröhlichkeit, die Forderung lautet nun „Gib daß ich der Handvoll Jahre / Froh werd“ (V. 12f.), …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7: … geschrieben von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1698, von seinem Sohn, miteinander  verglichen, mit dem Schwerpunkt auf dessen Darstellungen der Krisenerfahrungen zu der jeweiligen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zitierfehler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1: Beispielsweise „Riesenstädte“ (V.1) und „verblaßte Länder“ (V.2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2: Dennoch wird dann ein eher positiver Aspekt genannt: die „Stunden kreisen schneller“ (V.8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3: Das lyrische Ich kommt hier zu dem Entschluss, dass das gefährliche Mischwesen nicht so schrecklich und bedrohlich sei, wie die „Zeit“ (V.9, vgl. V. 11f.), da diese „furchtlos“ (V. 14) ist und somit viel gefährlicher zu sein scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4: Abschließend sagt es, Gott solle ihm nicht „[s]ein liebliches Geschenk […] [mißgönne[n]]“ (V.14), das Geschenk steht metaphorisch für das Leben, da dieses von Gott gegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“, geschrieben von Andreas Gryphius im Jahr 1648 und veröffentlicht 1698, in der Epoche des Barocks, thematisiert das Ende des 30-jährigen Kriegs und die Wünsche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist in der Sonnettform geschrieben (d.h. 4 Strophen, davon zwei Quartette und zwei Terzette). Das Metrum ist ein Alexandriner (6-hebiger Jambus), der ein typisches Merkmal für die Literaturepoche des Barocks ist. Am Ende der Verse findet man abwechselnd weibliche und männliche Kadenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe (V. 1-4) beschäftigt sich mit dem zurückliegenden, 30-jährigen Krieg, der von 1618 bis 1648 wütete. Dieser Krieg war ein Glaubenskrieg, in dem verschiedene Gruppen gekämpft haben, das gesamte Gedicht erinnert an ein Gebet, worauf im späteren Teil der Analyse noch einmal eingegangen wird. &lt;br /&gt;
Die erste Strophe verwendet oft Wiederholungen des Wortes „Zeuch“ (V. 1,2,3), dieses ist ein veraltetes Wort für „zieh“. Das lyrische Ich scheint das alte, schreckliche Jahr (1648) vertreiben zu wollen (vgl. V. 1), da „zeuch hin“ (ebd.) wiederholt wird. Das Jahr war ein „betrübtes Jahr“ (ebd.), ein trauriges und grauenvolles Jahr für das lyrische Ich. Es soll aufhören und beendet sein, mit all den „Schmerzen“ (V. 1) des lyrischen Ichs und seinen Ängsten (vgl. V. 2). Es gab viele Tote (vgl. V.3), in diesem Jahr. Zusätzlich wird durch die immer wieder auftretende Anapher verdeutlicht, dass das alte, schlimme Jahr nun vorbei ist und es nun einen Neuanfang gibt.&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe (V. 5-8) weist Ähnlichkeiten mit einem Gebet auf, da zu Beginn der Strophe Gott mit „Herr“ (V. 5) angesprochen wird. Mit der Metapher „[f]ällt meine Zeit“ (V.6) ist die Lebenszeit, die zu Ende geht, also der Tod, gemeint. Dieser wird verglichen mit schmelzenden Schnee (vgl. V.6), eingeleitet wird der Vergleich mit „wie“ (ebd.). Das lyrische Ich bittet darum noch etwas leben zu dürfen, da es sagt „die Sonn [steht] gleich in der Mittagshöh“ (V.7), „[laß] [m]ich noch nicht untergehn“ (V.8). Die Bitte wird eingeleitet mit „laß doch“ (V.7). Die Mittagshöh steht metaphorisch für das Leben: Ein Tag stellt das gesamte Leben dar, so zeigt die Aussage „gleich […] Mittag [...]“ (ebd.), dass das lyrische Ich circa mittleren Alters ist, also die Hälfte seines Lebens vorbei ist, es jedoch noch einiges vor sich hat. Deswegen bittet es darum jetzt noch nicht zu sterben bzw. unterzugehen (vgl. V.8). Die Repetitio „gleich“ (V. 7,8) verstärkt dies und den als nächstes kommenden Vergleich mit einer „ausgebrannten Kerze [...]“ (V.8).&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe (V. 9-11), setzt wieder mit „Herr“ (V.9) ein. Diese Anapher stellt eine Verbindung zum 30-jährigen Krieg her, da dieser ein Glaubenskrieg war. Das lyrische Ich meint, die Menschen seien genug gequält worden und hätten genug ertragen (vgl. V. 9 f.). Verdeutlicht wird dies durch die Alliterationen „genug geschlagen“ (V.9) und „genug getragen“ (V. 10). Durch die eben benannte Anapher wird eine Verbindung zur zweiten Strophe geschaffen, durch die Forderung, eine Pause von all dem schrecklichen zu haben ebenfalls (vgl. V. 11). Diese Forderung beginnt mit „Gib“ (V.11), genau wie die Forderung in der nächsten und letzten Strophe (V. 12-14). Die Anapher unterstreicht denWunsch nach Frieden und Fröhlichkeit, die Forderung lautet nun „Gib, daß ich der Handvoll Jahre / Froh werd“ (V. 12f.), das lyrische Ich möchte noch etwas Zeit zu Leben, da es nur das Leben im Krieg kennt und vor allem möchte es glücklich werden bevor es stirbt. Abschließend sagt es, Gott sollte ihm nicht „[s]ein liebliches Geschenk […] [mißgönne[n]“ (V.14), das Geschenkt steht metaphorisch für das Leben, da dieses von Gott gegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kann man sagen, dass das lyrische Ich nur das Leben im Krieg kannte und Gott darum bittete ihm eine Chance zu geben, ein glückliches Leben zu führen, was während des Kriegs nicht möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vergleich''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Gedichte „Meine Zeit“, geschrieben von Wilhelm Klemm und veröffentlicht 1916, und „Schluss des 1648sten Jahres“, geschrieben von Andreas Gryphius und 1698 von seinem Sohn veröffentlicht, miteinander verglichen, mit dem Schwerpunkt auf deren Darstellungen der Krisenerfahrungen zu der jeweiligen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Meine Zeit“ stammt aus der Literaturepoche des Expressionismus. Diese war geprägt vom Ersten Weltkrieg und zusätzlich von der Industrialisierung. Das Gedicht „Schluss des 1648er Jahres“ stammt aus dem Barock, der 30-jährige Krieg war gerade zu Ende, worüber die Menschen froh waren, ganz im Gegenteil wie zu dem Gedicht von Klemm. Durch die genannten Krisen gibt es im Gedicht „Meine Zeit“ viele Beschwerden, wie „Tot ist die Kunst“ (V.8, Klemm) oder „[M]eine Zeit […] [s]o namenlos zerrissen, / so ohne Stern, so daseinsarm im Wissen“ (V.9f., Klemm). Dies unterstreicht die Unzufriedenheit der Menschen zu der damaliegen Zeit.&lt;br /&gt;
Gryphius beschwert sich allerdings nicht in seinem Gedicht, sondern scheint das alte Jahr vertreiben zu wollen, erkennbar durch „Zeuch hin“ (V. 1,2,3; Gryphius), und stellt Forderungen auf, wie „laß doch […] / [m]ich noch nicht untergehn“ (V.7f., Gryphius). Außerdem verwendet Klemm nur wenige Stilmittel, Gryphius hingegen sehr viele. Zur Form ist zu sagen, dass beide Gedichte in der Sonettform geschrieben sind. Die Metren sind jedoch verschieden: Gryphius Gedicht enthält ausschließlich 6-hebige Jamben, auch Alexandriner genannt, das Gedicht von Klemm enthält hingegen nur 5-hebige Jamben. Die Reimschemata sind allerdings wieder die selben. Bei beiden Gedichten, sind die beiden Quartette zu Beginn umarmende Reime. In den Terzetten (jeweils) die letzten beiden Strophen, reimen sich immer der erste und der zweite Vers, und der letzte von der dritten mit dem letzten von der vierten Strophe. Damit schaffen beide Autoren eine Verbindung zwischen den einzelnen Strophen. Nun ist allerdings ergänzend zu sagen, dass die Sonettform typisch für den Barock ist, allerdings sehr untypisch für den Expressionismus. Normalerweise findet man im Expressionismus viele Zeilenumbrüche, keine Reime, kein Metrum. Das Gedicht „Meine Zeit“ ist also anders und gleichmäßiger, im Gegensatz zu anderen Gedichten aus dieser Zeit, das lässt darauf schließen, dass das lyrische &amp;gt;Ich ein Ende möchte, einen Umbruch. Das wiederum lässt sich auf den geschichtlichen Kontext beziehen: Der Krieg soll enden und die Menschen sollen wieder glücklich werden. Die Menschen sind 1916 ebenfalls unzufrieden, auf Grund der Industrialisierung, viele Arbeiter müssen in die Stadt ziehen und Fabriken arbeiten, weil Maschinen ihre Arbeit ersetzt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend lässt sich sagen, dass beide Gedichte sich mit Krieg beschäftigen, jedoch gehen sie damit auf unterschiedliche Art und Weise um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schluss des 1648sten Jahres“, welcher von Andreas Gryphius verfasst und 1698 veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein Gedicht aus der Epoche des Barocks. Thematisiert wird das Ende des Dreißigjährigen Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift des Gedichts weist auf die Hauptthematik des Textes hin. Somit wird das Ende, also das letzte Jahr des 30. Jährigen Krieges, thematisiert. Dieses betrübte Jahr soll mit all seinen Schmerzen hinziehen (vgl. V. 1). Schon gleich im ersten Vers wird die Haltung, die Gryphius zu dieser Zeit hatte, verdeutlicht. Das lyrische Ich wünscht sich ein neues, harmonisches Leben durch Gottes Hilfe. Durch die Ausrufe „Zeuch hin mit meinen Schmerzen! / Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh!“ (V. 1f.), wird die jahrelange Angst und Zerstörung verdeutlicht. Auch die zu Beginn erkennbare Anapher stellt die große Menge an Leid, die das lyrische Ich erlitten hat, in den Vordergrund. Das lyrische Ich möchte diese schreckliche Zeit, welche von Hass, Zerstörung und Tod geprägt ist, endlich los werden und macht ebenfalls durch die Anapher deutlich, dass damit nun endlich Schluss sein muss. Die Nomen „Schmerzen“ (V. 1), „Angst“ (V.2) und „Weh“ (V. 2) beschreiben noch einmal die Nachwirkungen, welche der Krieg mit sich brachte. Durch den Ausruf „Zeuch so viele Leichen nach!“ (V. 3) wird die depressive Stimmung noch einmal hervorgehoben. Am Ende der ersten Strophe heißt es: „Bedrängte Zeit, vergeh / Und führe mit dir weg die Last von diesem Herzen!“ (V. 3f.). Bei dieser Aussage spricht das lyrische Ich vermutlich Gott an, mit der Bitte das lyrische Ich von den seelischen Folgen des Krieges zu befreien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist in der, im Barock sehr häufig verwendeten Sonettform verfasst. Es besteht aus zwei Quartetten und zwei Terzetten. Das Reimschema der Quartette lautet: abba, abba. Somit handelt es sich bei den Quartetten um einen umarmenden Reim. Das Reimschema der Terzette lautet: ccd, eed und kann somit als Schweifreim bezeichnet werden. Außerdem sind in den Quartetten durchgehende Alexandriner zu erkennen, welche ebenfalls in den letzten Versen der Terzette festzustellen sind. In den je zwei ersten Versen der Terzette sind vierhebige Trochäen vorzufinden. Hinzukommend sind überwiegend weibliche Kadenzen zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Quartett setzt mit der persönlichen Ansprache „Herr“ (V. 5) ein, wodurch die Bitte an Gott deutlicher wird. Anschließend vergleicht das lyrische Ich das Jahr 1648 mit „Geschwätz und Scherzen“ (V. 5) und stellt Gott die rhetorische Frage, ob diese Zeit so vergänglich sei „wie ein verschmelzter Schnee?“(V. 6). Durch die Nomen „Geschwätz“ (ebd.) und „Scherzen“ (ebd.) wird die Bedeutungslosigkeit dieses Jahres sowie die Sinnlosigkeit des bisher im Krieg erlebten, verdeutlicht. Außerdem deutet das lyrische Ich auf das Ende seiner Lebzeit in Form des Todes hin, welche er mit „ausgebrannten Kerzen!“ (V. 8) vergleicht. Hinzukommend wird jedoch zum Ausdruck gemacht, dass das Leben so nicht zu Ende gehen darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Terzett setzt ebenfalls mit der Ansprache „Herr“ (V. 9) ein. Anschließend heißt es: „es ist genug geschlagen, / Angst und Ach genung getragen“ (V. 9f.). Durch diese Aussage wird verdeutlicht, dass das lyrische Ich in den vergangen Jahren unter den Folgen des Krieges sehr gelitten hat. Das lyrische Ich bittet: „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke!“ (V. 11). Es wünscht sich also mehr Zeit, damit es sich noch um andere Sachen kümmern kann als zur Zeit des Krieges. Hier wird erneut deutlich, dass das lyrische sich ein neues und friedliches Leben ohne Ängste und Schmerzen wünscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Worum das lyrische Ich sich sorgen möchte wird in der zweiten Terzette deutlich. Diese leitet mit der Aussage „Gib, daß ich der Handvoll Jahre Froh / wird eins vor meiner Bahre!“ (V. 12f.) ein. Das lyrische Ich ist sich bewusst, dass es nicht mehr lange zu leben hat und möchte somit das Leid überwinden und noch ein freundliches und harmonisches restliches Leben erfahren dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“, welches erst im Jahre 1698 von Andreas Gryphius Sohn veröffentlicht, jedoch von Andreas Gryphius zur Zeit des Barocks und am Ende des Dreißigjährigen Krieges verfasst wurde, thematisiert die Folgen dieses Krieges und den Gedanken der Vergänglichkeit. Im Folgenden werde ich dieses Gedicht mit „Meine Zeit“ von Wilhelm Klemm unter sprachlichen und inhaltlichen Aspekten vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und ist in 2 Quartette und 2 Terzette unterteilt. In den beiden Quartetten liegt jeweils ein umschließender Reim vor, wobei der zweite und dritte Vers sich jeweils nicht reimen. Die beiden Terzette bilden einen Schweifreim, bei dem sich in der letzten Strophe jedoch auch die ersten beiden Verse nicht reimen. Dies lässt auf eine veränderte Form des Sonetts schließen. In den ersten beiden Quartetten liegt ein sechs-hebiger Jambus vor, aus diesem gehen größtenteils weibliche, aber auch männliche Kadenzen im jeweils zweiten Vers hervor. Dabei handelt es sich um das für den Barock typische Metrum Alexandriner. Jedoch liegen Trochäen in den jeweils ersten beiden Versen der Terzette vor, die dem Alexandriner widersprechen. Bezieht man dies auf den Inhalt, wird deutlich, dass die Trochäen an der Stelle des Gedichts auftreten, an der eine Wende stattfindet und das lyrische Ich sich nicht mehr an das Vergangene, sondern nur noch an Gott und somit an das Allgegenwärtige wendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht setzt mit dem Ausruf „Zeuch hin, betrübtes Jahr !“(V.1) ein, was so viel meint, wie ´geh vorüber´. Hier spricht das lyrische Ich die Zeit, in der es lebte konkret an. Das Jahr 1648, von welchem es spricht, ist jenes, welches das Ende des Dreißigjährigen Krieges kennzeichnet, dessen Konsequenzen es schnellstmöglich vergessen möchte, womit es auch im Folgenden fortfährt. Somit leitet es die nächsten Ausrufe aufzählend mit „Zeuch hin mit meinen Schmerzen“(V.1) ein. Dies stellt die resignative Stimmung des lyrischen Ichs dar, welche durch die Erinnerung an die Vergangenheit in ihm aufkommt. Auffallend ist hierbei die Anapher „Zeuch“(ebd.), welche sich häufig in der ersten Strophe wiederfinden lässt. So setzt auch der zweite Vers mit „Zeuch hin mit meiner Angst und überhäuften Weh !“(V.2) ein, was wiederum die Resignation und den Schmerz des lyrischen Ichs unterstreicht. Der dritte Vers fängt ebenso mit der Anapher „Zeuch“(V.3) an, was zeigt wie schwierig es für das lyrische Ich ist die Vergangenheit hinter sich zu lassen und von gewohnten Dingen, wie diesem Ausruf am Anfang loszulassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man dieses Gedicht mit dem Gedicht „Meine Zeit“, fällt zunächst auf, dass beide Gedichte ein Sonett darstellen. Obwohl die Form gleich ist, unterscheidet sich die Funktion dieser. Bei Gryphius´´ Gedicht aus der Zeit des Barocks wird das Sonett als zeitliches Merkmal verwendet und unterstreicht somit den Inhalt. Bei Klemm hingegen steht das Sonett dem Inhalt gegensätzlich gegenüber, um die Verwirrung und Hilfslosigkeit der Menschen  zur Zeit des Expressionismus auszudrücken. Zudem liegt bei Klemm ein fünf-hebiger Jambus und bei Gryphius ein sechs-hebiger Jambus vor, was einen weiteren Unterschied im Aufbau der Gedichte ausmacht. &lt;br /&gt;
Insgesamt fällt auf, dass beide Autoren die Zeit, in welcher sie leben beschreiben und direkt ansprechen, was bei Klemm durch z.B. „O meine Zeit !“(V.9) und bei Gryphius durch „Zeuch hin“(V.1) deutlich wird. Beide stehen ihrer Zeit kritisch gegenüber und wollen, dass sie vorbei geht. &lt;br /&gt;
Klemms lyrisches Ich ist in einer pessimistischen Endzeitstimmung und repräsentiert damit das Menschenbild der damaligen Zeit. Es beklagt sich „O meine Zeit!“(V.9) und seht ein Ende herbei „Die Stunden kreisen schneller“(V.8), dabei ist es hoffnungslos „Tot ist die Kunst“(V.8) und befindet sich in einer resignierenden Stimmung. Gryphius´ lyrisches Ich im Gegensatz ist in einer optimistischen Stimmung und sehnt nicht das Ende, sondern einen Neuanfang „Gib, daß ich der Handvoll Jahre Froh werd eins vor meiner Bahre!“(V.13) herbei. Es will noch nicht sterben „Gib doch nun etwas Frist, daß ich mich recht bedenke“(V.11) und es denkt sein Leben sein noch nicht ausgelebt „Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenke“(V.14). Klemms lyrisches Ich befindet sich allerdings am Ende der Zeit, an der es Kritik übt, während Gryphius´ lyrisches Ich sich am Ende seiner Zeit befindet. Ein weiterer Unterschied ist der, dass Gryphius´ lyrsiches Ich Zuflucht bei Gott sucht „Herr, es ist genung geschlagen“(V.9), was ein Kennzeichen des Barocks ist, während das von Klemm diesen erst gar nicht anspricht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Stramm</title>
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				<updated>2018-12-03T13:33:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''August Stramm, Untreu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das expressionistische Gedicht &amp;quot;Untreu&amp;quot;, geschrieben von August Stramm und veröffentlicht 1915, thematisiert die Vergänglichkeit des Vertrauens, innerhalb einer Partnerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift  &amp;quot;Untreu&amp;quot; leitet in die Situation ein, in der das lyrische Ich von einer Frau betrogen wird. Dass es sich um eine Frau handelt ist an dem &amp;quot;Kleidsaum&amp;quot;(V.10) erkennbar. Das Gedicht setzt mit dem Possessivpronomen &amp;quot;Dein&amp;quot;(V.1) ein. Diese persönliche Ansprache weißt auf eine gewisse Vertrautheit zwischen dem lyrischen Ich und der Person hin. Außerdem richtet sich das Gedicht somit nur an die Frau. Die Personifikation &amp;quot;Lächeln weint&amp;quot; ist zugleich ein Paradoxon und lässt sich, in Verbindung mit der &amp;quot;Brust&amp;quot;(V.1), die metaphorisch für das Herz des lyrischen Ichs steht, auf den innerlichen Schmerz des lyrischen Ichs beziehen. Das &amp;quot;Lächeln&amp;quot;(ebd.) steht für die Freude, welche die Frau während des Seitensprungs erlebt. Durch diese Freude erleidet das lyrische Ich Schmerz, der sich aufgrund des Herzens als Liebeskummer kennzeichnen lässt. Auch die &amp;quot;glutverbissnen Lippen&amp;quot;(V.2) lassen sich auf den Seitensprung beziehen. Sie verdeutlichen den leidenschaftlichen Kuss zuvor, untermauert durch die Glut die als heiß gilt. Dass die &amp;quot;Lippen eisen&amp;quot;(V.2) also abkühlen, verdeutlicht den schnellen Abbruch des Kusses, sodass man darauf schließen könnte, dass die Frau gerade erst beim Küssen unterbrochen wurde. Auch Vers 3 lässt sich auf den Kuss beziehen. Der &amp;quot;Atem wittert Laubwelk&amp;quot; was metaphorisch dafür steht, dass das Ende der Beziehung bevorsteht, da sich das &amp;quot;Laubwelk&amp;quot;(ebd.) mit dem Herbst verbinden lässt. Im nächsten Vers wird der Neologismus &amp;quot;versargt&amp;quot;(V.4) verwendet. Somit lässt sich sagen, dass der &amp;quot;Blick&amp;quot; metaphorisch abstirbt, also leblos erscheint. Durch diese Aussage verdeutlicht der Autor den Schock den die Frau durchlebt, als sie erwischt wird. Die folgenden Enjambements, wie beispielsweise der Zeilensprung zwischen Vers 4 und 5, wirken durch ihre Unregelmäßigkeit unüberschaubar und überfordernd. Dies lässt sich mit der Gefühlswelt des lyrischen Ichs und der Gesamtsituation verbinden. Zudem wird im nächsten Vers veranschaulicht, wie die Frau versucht sich aus der Situation herauszureden und das lyrische Ich versucht abzulenken. Dies gelingt ihr offensichtlich nicht, da das lyrische Ich ihre Taktik durchschaut. Dass sie die Worte &amp;quot;polternd [...] daruf&amp;quot;(V.6) hastet, zeigt nochmal die Ratlosigkeit und Überforderung auch ihrerseits. Die Überforderung beider Seiten spiegelt auch das fehlende Rheimschema und die Tatsache, dass das Gedicht aus lediglich einer Strophe besteht, wieder. Die Situation ist also völlig neu und unroutiniert. Der nächste Vers besteht lediglich aus einem Wort, das nicht in Verbindung zu anderen Versen steht. Somit wirkt es sehr prägnant, sodass man ihm eine hohe Relevanz zusprechen kann. &amp;quot;Vergessen&amp;quot;(V.7) kann man zweierlei deuten. Zum einen lässt sich sagen, dass es beschreibt, wie sich das lyrische Ich fühlt in dieser Situation, da die Frau sich offenbar nicht mehr für es interessiert. Zum anderen könnte es als eine Art Wunschvorstellung gesehen werden. Denn das Erlebnis des Betrugs ist für das lyrische ich so traumatisierend, dass es die Situation nur &amp;quot;[v]ergessen&amp;quot;(V.7) möchte. Das &amp;quot;Bröckeln&amp;quot;(V.8), der &amp;quot;Hände&amp;quot;(ebd.), lässt sich als Zittern identifizieren und lässt darauf schließen, dass sich die Frau sichtlich unwohl fühlt. Durch die Präposition &amp;quot;nach&amp;quot;(V.8) wird noch einmal manifestiert, dass es sich bei der Situation direkt um die Konfrontation nach dem Seitensprung handelt. Der folgende Vers besteht wieder einmal aus einem prägnanten Adverb und zwar &amp;quot;Frei &amp;quot;(V.9). Sowie bei dem Verb &amp;quot;Vergessen&amp;quot;(V.7) lässt sich sagen, dass diesem eine hohe Wichtigkeit zugeschrieben werden kann und ebenfalls die Gefühlslage, oder sogar den Beziehungsstatus, des lyrischen Ichs wiedergibt. Für ihn ist also die Beziehung auf Grund des Seitensprungs beendet und er ist wieder &amp;quot;[f]rei&amp;quot;(V.9) indem was er tut. Außerdem ist in dem Adjektiv eine kleine Euphorie zu sehen. Das lyrische Ich hat nämlich jetzt wieder die Möglichkeit zu tun was es möchte. Ein weiterer Deutungsansatz lässt sich mit der Verbindung zum nächsten Vers erkennen. Denn durch den &amp;quot;Kleidsaum&amp;quot;(V.10), der &amp;quot;[f]rei/ [b]uhlt&amp;quot;(V.9-10) kann man erkennen, dass die Frau sehr freizügig und aufreizend angezogen ist. Dies impliziert, dass sich absichtlich so gekleidet hat und der Seitensprung somit kein Zufall war. Für das lyrische Ich bedeutet dies ein weiterer Rückschlag, da es bewusst betrogen wurde, ohne an die Gefühle des lyrischen Ichs gedacht zu haben. '''Die letzten beiden Verse beziehen sich wieder auf die Sprechart der Frau und wie sie versucht die Situation zu erklären. Dies tut sie &amp;quot;Schlenkrig/ Drüber rüber&amp;quot;(V.11-12). Metaphorisch beschriebt dies, dass sie nur drum herum redet und das lyrische Ich somit nicht wirklich versucht aufzuklären, sondern versucht von der Situation abzulenken. Dass das lyrische Ich dies merkt, macht deutlich, dass ihre Taktik, durch Scham von sich abzulenken, nicht funktioniert''' (Vorschlag: Bezug zum Kleidsaum; Binnenreim &amp;quot;drüber rüber&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Situation der Untreue beide Personen, das lyrische ich und die Frau, sichtlich überfordert. Der Frau ist die Situation sehr unangenehm, was durch die Beschreibungen ihrer Reaktionen schnell deutlich wird. Das lyrische Ich erscheint geschockt und traurig, da die Frau sein Vertrauen missbraucht hat. Sprachlich- Formal wird dies durch die vielen Enjambements, sowie durch das fehlende Rheimschema unterstützt, da diese die unüberschaubare und unangenehme Situation widerspiegeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das expressionistische Gedicht „Untreu“, welches von August Stramm verfasst und im Jahre 1915 veröffentlicht wurde, thematisiert die Vergänglichkeit der Liebe und des Vertrauens in einen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht befasst sich, wie bereits inhaltlich im Titel „Untreu“ deutlich wird, mit einem Betrug. Hierbei wird das lyrische Ich von seiner Frau betrogen, was sich am „Kleidsaum“(V. 10) dieser erkennen lässt. Somit ist das lyrische Ich, da das Gedicht zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde, zwangsläufig eine männliche Person. In diesem Kontext setzt das Gedicht mit dem Vers „Dein Lächeln weint in meiner Brust“(V. 1) ein. Hierbei spricht das lyrische Ich seine Frau im Possessivpronomen „Dein“(ebd. ) konkret an, wodurch die enge Bindung und ihre Beziehung zueinander in Teilen zum Ausdruck kommt. Auffallend ist dabei jedoch, dass er das „Lächeln“(V. 1), worauf sich das „dein“ bezieht, personifiziert und es somit gewissermaßen unabhängig von seiner Frau agierend darstellt. Durch diese Projektion der Taten auf Dinge, die zwar zu seiner Frau gehören, dieser jedoch nicht im Gesamten entsprechen, wird sein Unverständnis an ihrer Untreue deutlich. Das lyrische Ich sucht somit eine Art Ausrede, um die Wahrheit nicht zu sehen, weshalb er seiner Frau nur geminderte Schuld zuspricht. Dies zeugt jedoch eher von seiner Verzweiflung, als davon, seine Frau schützen zu wollen. Eben diese Verzweiflung und somit auch seine innere Zerrissenheit lassen sich in der Antithese des Verses in „Dein Lächeln weint“(V. 1) wiederfinden. Da eben dieses Weinen „in meiner Brust“ stattfindet, wie das lyrische Ich es hier ausdrückt, wird deutlich, wie sehr das lyrische Ich leidet. Hierbei steht die Brust für das Herz, welches ihm schmerzt, wenn er seine Frau mit einem anderen glücklich sieht, was hier im metaphorisch gemeinten Verb „weinen“(ebd. ) ausdrücklich wird. Somit besteht die Antithetik zwischen der Frustration des Mannes - dem lyrischen Ich und der glücklichen Frau. Diese Antithetik setzt sich auch in den folgenden Versen weiter fort, in welchen das lyrische Ich die Situation des Betrugs an ihm schildert. „Die glutverbissnen Lippen eisen“(V. 2) stellt so einen Kontrast von Hitze und Kälte dar, die sich auf die Leidenschaft der Frau beziehen lassen. Wo sie mit ihrer Affäre noch Leidenschaft empfunden hatte, ist sie in Bezug auf ihren Mann sehr gefühlskalt und in diesem Sinne unglücklich. Besonders wird ihr Unwohlsein in der Situation jedoch durch die „verbissnen Lippen“(ebd. ) gegenwärtig. Insgesamt steht hier also die Vergänglichkeit von Emotionen im Fokus. Dies setzt sich auch im metaphorischen Vers „Im Atem wittert Laubwelk!“(V.  3) fort, in welchem das „Laubwelk“(ebd. ) symbolischen für den Herbst als Zeichen der Vergänglichkeit steht. Da dies auf den „Atem“(ebd. ) bezogen wird, zeigt der Vers im Gesamten die Kurzweiligkeit eines Moments, da die Atmung metaphorisch für eine Momentaufnahme steht. In diesem Zusammenhang also die Kurzlebigkeit der Affäre, des guten Gefühls der Ehefrau oder gar die Vergänglichkeit der Liebe. Somit wird hierin auch akzentuiert, dass das Ende der Beziehung naht. Das Ausrufezeichen am Satzende unterstreicht dabei die Endgültigkeit der Aussage und somit auch die Engültigkeit für das lyrische Ich, dass die Beziehung hier ein Ende findet. Zudem unterstreicht die Interpunktion durch das Ausrufezeichen aber auch noch einmal das Entsetzen des lyrischen Ichs. Im Gegensatz dazu steht jedoch im Gedicht fortwährend die Linderung der Schuld der Frau, indem „Die […] Lippen“(V. 2) oder aber hier der „Atem“(V. 3) als schuldig akzentuiert werden. Somit ist das lyrische ich sich der Vergänglichkeit der Liebe und ihrer Beziehung bewusst, will diese Erkenntnis jedoch noch nicht als wahr ansehen und sucht so aus Verzweiflung heraus nach Ausreden. Eben diese Verzweiflung und Verwirrung zeigen sich auch im nicht-vorhandenen Reimschema und den nicht vorhandenen Strophen. Zugleich wirkt die Verslänge durch ihre Verschiedenheit sehr wirr und willkürlich, wodurch der Schock des lyrischen Ichs gestärkt wird. Betrachtet man jedoch das Metrum des Gedichts, so fällt ein die Enjambements durchziehender Trochäus auf, der gewissermaßen die Zwangsläufigkeit oder gar Normalität des Vergänglichen ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesen ersten groben Sinnabschnitt (V. 1-3) anschließend schildert das lyrische Ich die Reaktion der Frau, nennt jedoch stets noch personifizierte Dinge, die zu seiner Frau gehören, anstatt diese selbst im Kontext der Affäre zu nennen, was wiederum unterstreicht, dass er sein Erkenntnis nicht wahr haben möchte. In „Dein Blick versargt/ Und/ Hastet polternd Worte drauf“(V. 4 ff.) wird so nicht nur der Schock des lyrischen Ichs, sondern auch der der Frau deutlich. Eben dieser Schock wird im Neologismus „versargt“(ebd. ) deutlich, welcher das innerliche Gefühl der Frau ausdrückt, die sich in diesem Moment dem Ende ihres alten Lebens bewusst wird und sich schlecht fühlt, indem sie in eine ihr unannehmliche Situation geraten ist. Metaphorisch könnte man diesen Neologismus mit einer Art Vertrüben des Blicks gleichsetzen. Um die Situation irgendwie zu rechtfertigen, „Hastet [sie] polternd Worte drauf“(V. 6). Das hierbei verwendete Verb „hasten“(ebd. ) und das Adjektiv „polternd“(ebd. ) wirken sehr hektisch und nervös, wodurch die Unbeholfenheit der Frau deutlich wird. Zugleich zeigt das Gesamtbild aber auch die Schnelligkeit und das Chaos der gesamten Situation. Zuletzt „Vergessen/ Bröckeln nach die Hände!“(V. 7 f. ) der Frau, wodurch noch einmal ihr Schockzustand unterstrichen wird. Die Metapher in „Bröckeln“(ebd. ) weist dabei darauf hin, dass die Frau sich ihrem Fehler erst langsam bewusst wird und die Tatsache, dass ihr Mann über ihre Affäre Bescheid weiß erst langsam realisiert. Da dieser Satz, wie auch der dritte Vers einen Ausruf darstellt, wird das Bewusstsein des lyrischen Ichs deutlich, der nun über den Betrug seiner Frau Bescheid weiß. Somit stellt die Gesamtsituation nicht nur einen Schock ihrerseits, sondern einen beider Anteil-nehmenden dar. Zuletzt geht das lyrische Ich noch auf ein konkretes Symbol der Untreue seiner Frau ein. In „Frei/ Buhlt dein Kleidsaum/ Schlenkrig/ Drüber rüber!“(V. 9 ff.) wird dabei die Bewegung des Rocks geschildert, der durch die Affäre wie gelöst ist, bzw. die Frau „Frei“(ebd. ) macht. In diesem Sinne steht dieser Vers, der nur aus einem Adjektiv besteht, für die Freiheit der Frau, die sie sich genommen hat, aber gewissermaßen auch für die dadurch entstandene Loslösung von der Liebe und somit auch von ihrem Mann. Auffallend ist in den folgenden Worten dabei auch die Wortwahl des Mannes/lyrischen Ichs, der durch „buhlen“(V. 10) ein eher abwertendes Verb nutzt, welches das Werben um einen Partner beschreibt. Auch hier bezieht er diese Tat jedoch nicht auf seine Frau, sondern auf ihr Kleidungsstück, wodurch ihr gedanklich erneut ein Teil der Schuld genommen wird.  Eben dieser „Kleidsaum“(V. 10) sei dabei „Schlenkrig“(V. 11), was umgangssprachlich die Bewegung des Rockes darstellt und so im Zusammenhang der Aussage die Freizügigkeit der Frau unterstreicht. Insgesamt wird hier dabei durch die eher abwertende Wortwahl des lyrischen Ichs auch ein gewisser Grad an Wut über das Vergehen seiner Frau deutlich, die er aber wieder an personifizierten Dingen, die in Bezug zu seiner Frau stehen, auslässt, jedoch nicht ihrem Gewissen oder ihrem Charakter zuspricht. Somit wird ihr die Schuld durch das lyrische Ich nur oberflächlich zuteil. Der Ausruf endet letztlich mit den Worten „Drüber rüber!“(V. 12), welche erneut das Wehen des Rockes darstellen. Hierbei wird erneut das Vergehen der Frau deutlich, indem die Worte erneut die Freizügigkeit der Frau unterstreichen. Betrachtet man diese Tatsache im Kontext der Verwirrung und Verzweiflung des lyrischen Ichs, so unterstreicht die darin vorhandene Wortwiederholung eben diese Verwirrung noch einmal, zeigt aber auch, dass das lyrische Ich langsam versteht, was geschehen ist und so auch die Vergänglichkeit ihrer beider Liebe anerkennt. Eben diese Vergänglichkeit der Liebe und des Vertrauens, mit der sich das Gedicht befasst, wird außerdem in den Verben „versargen“(V. 4)[Neologismus], „bröckeln“(V. 8) und dem Nomen „Laubwelk“(V. 3) deutlich, die auch durch die Unbeständigkeit des Versmaßes gestützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt befasst das Gedicht sich daher mit der Treuelosigkeit innerhalb einer Beziehung, hier spezifisch einer Partnerschaft, und so auch mit der Vergänglichkeit einer solchen. Die Vergänglichkeit der Liebe wird dabei besonders durch einen etwas chaotischen Aufbau des Gedichts, der hier durch das fehlende Reimschema deutlich wird, definiert, der auch die Verwirrung und Verzweiflung des lyrischen Ichs unterstreicht, der seine Liebe durch deren Untreue verloren hat. Um eben diese Affäre im Kontrast zur Emotionslosigkeit zum Mann darzustellen werden im Text besonders zu Beginn einige Kontraste genutzt, die das Empfinden der Frau in den Vordergrund rücken. Betrachtet man jedoch die Schuldfrage um den Betrug, so scheint das lyrische Ich im Gesamten hilflos und personifiziert so viele Dinge, die Teile seiner Frau sind, erkennt sie als Ganzes jedoch nie als schuldig an. Dass er sich ihrer Tat jedoch dennoch bewusst ist, zeigen zusammenfassend die Ausrufe oder aber auch der, die Verse übergreifende Trochäus, der dem Akt durch seine Monotonie Normalität zuspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Untreu“, verfasst von August Stramm und veröffentlicht im Jahr 1915, handelt es sich um ein Gedicht aus der Literaturepoche des Expressionismus. Thematisiert wird die Treulosigkeit der Partnerin des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst eine Strophe mit 12 Versen, welche sich jedoch in zwei Sinnabschnitte gliedern lässt. Im ersten Sinnabschnitt (V. 1 – 3) ist keine eindeutige Anordnung zu erkennen, während im zweiten Sinnabschnitt (V. 4 – 12) jeder zweite Vers lediglich aus einem Wort besteht. Auch inhaltlich unterscheiden sich die beiden Sinnabschnitte. Im ersten beschreibt das lyrische Ich '''sein Verhalten seiner Partnerin gegenüber (er beschreibt auch da nur was die Frau macht--&amp;gt; ihr Lächeln, ihre Lippen, ihr Atem etc.)''', wohingegen es im zweiten Sinnabschnitt die Reaktion seiner Partnerin beschreibt. Es liegen weiterhin ein freier Rhythmus, keine einheitlichen Kadenzen und Reimlosigkeit vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Gedichtes „Untreu“ legt das Thema des Textes dar, da das lyrische Ich seine Partnerin bereits damit konfrontiert hat und nun in der Handlung des Gedichtes ihre Reaktion darauf beschreibt. Der Umstand, dass es sich bei der untreuen Person um eine Frau handelt, wird jedoch erst in Vers 10 an Hand des Substantives „Kleidersaum“ (V. 10) bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Bemerkung „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V. 1) ein. Bereits der Einstieg durch das Possessivpronomen „Dein“ (ebd.) lässt auf eine persönliche oder auch emotionale Atmosphäre hindeuten, da das lyrische Ich seine Partnerin direkt anspricht. Allerdings erscheint die Tatsache, dass ihr „Lächeln weint“ (V. 1) paradox, da das Substantiv „Lächeln“ (ebd.) gewöhnlich mit Freude assoziiert wird, während das Verb „wein[en]“ (ebd.) meist mit Trauer oder Frustration in Verbindung gebracht wird. Das Paradoxon wird in der Metapher „weint in meiner Brust“ (V. 1) weiter ausgeführt. Alles in allem lässt sich der erste Vers insofern interpretieren, als dass das lyrische Ich die Treulosigkeit seiner Partnerin sehr getroffen hat. Mit der Formulierung „Dein Lächeln“, deutet das lyrische Ich an, dass seine Partnerin sich dem lyrischen Ich gegenüber wie zuvor verhält und ihm ihre Untreue nicht beichtet, bzw. sie sich nicht anmerken lässt. Neben der eigentlichen Untreue ist das lyrische Ich von diesem Umstand am meisten getroffen, da seine Partnerin, neben ihrer Treulosigkeit, nicht ehrlich zu ihm ist. Im weiteren Verlauf heißt es „Die glutverbissenen Lippen eisen“ (V. 2). Der Neologismus „glutverbissen[…]“ (ebd.) in Bezug auf die eben erwähnten Lippen, deutet auf eine gefühlvolle Beziehung hin, die nach der Treulosigkeit der Partnerin des lyrischen Ichs nun nicht mehr wie zuvor zu sein scheint. Das aktuelle Verhältnis des Paares wird durch das Adjektiv „eisen“ (V. 2) beschrieben. Mit „eisen“ (V. 2) werden Kälte und Gefühllosigkeit assoziiert, was somit einen Kontrast zum Neologismus „glutverbissen[…]“ (ebd.) darstellt. Der Sinnabschnitt endet mit dem Ausruf „Im Atem wittert Laubgewelk!“ (V. 3). Auch dieser Vers ist von einer Antithese geprägt. Der „Atem“ (ebd.) symbolisiert das Leben während „Laubgewelk“ (ebd.), obwohl es ein Neologismus ist, für Vergänglichkeit und Tod steht, da Blätter die Welken verfallen und somit sterben. Die Interpunktion in Form eines Ausrufezeichens gestaltet ebenso formal das Ende, auch wenn es in diesem Fall lediglich das Ende der Zeile ist. Allgemein ist der erste Sinnabschnitt in Form einer Antiklimax angeordnet. Während im ersten Vers die Gefühle des lyrischen Ichs verletzt wurden, so beeinflusst dies die Beziehung zwischen dem lyrischen Ich und seiner Partnerin bis zuletzt das Ende durch den Tod erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt setzt mit der Schilderung „Dein Blick versargt“ (V. 4) ein. Auffällig ist hier erneut ein Neologismus. Die Wortneuschöpfung „versargt“ (ebd.) stellt ein Verb zum Substantiv Sarg dar. Mit einem Sarg wird meist der Tod assoziiert, da die Leiche in einem Sarg in die Erde hinabgelassen wird. Die Verbindung zwischen einem Sarg und einem Blick wirkt paradox, doch es lässt sich so interpretieren, als dass die Partnerin des lyrischen Ichs ihm ihn anblickt nachdem er sie mit ihrer Untreue konfrontiert hat und er nichts weiter als dunkle Leere, ähnlich wie ein Grab für sie empfindet. Der fünfte Vers besteht aus der Konjunktion „Und“ (V. 5), welche den vierten und den sechsten Vers miteinander verbindet und zugleich einen Umbruch in der Struktur des Gedichtes deutlich macht. Der Umbruch erfolgte bereits im Vers zuvor und lässt die Stelle aus, an der das lyrische Ich seine Partnerin mit seiner Vermutung oder seinem Wissen konfrontiert. Die Partnerin des lyrischen Ichs reagiert auf die Konfrontation mit dem Versuch einer Erklärung oder Entschuldigung, was in „Hastet polternd Worte drauf“ (V. 6) deutlich wird. Sie hat sich schneller gefangen, als das lyrische Ich, was durch das Verb „haste[n]“ (ebd.) dargestellt wird. Die Verwendung der Beschreibung „polternd“ (ebd.) in Bezug auf die von der Partnerin verwendeten Worte im Versuch der Erklärung oder der Entschuldigung wirken auf das lyrische Ich eher gefühllos und leer. Veranschaulicht wird dies ebenso durch den Punkt am Ende des sechsten Verses, der Endgültigkeit verdeutlicht und somit die Haltung des lyrischen Ichs bezüglich des Endes der Beziehung als Konsequenz der Untreue in der Interpunktion des Gedichtes unterstützt. Unterstrichen wird diese Haltung auch in den folgenden beiden Versen, durch die Formulierung „Vergessen / Bröckeln die Hände nach“ (V. 7 f.). Die Hervorhebung des Adjektivs „Vergessen“ (V. 7) lässt sich in zweierlei Hinsicht interpretieren. Zum einen als die Abicht des lyrischen Ichs seine Partnerin oder die Beziehung zu ihr zu vergessen und ihr deshalb die Berührung durch die Hände (vgl. V. 8) zu verwehren. Zum anderen ist es aber auch möglich dass die Partnerin zunächst starr vor Schock dagestanden hat und nun beginnt durch Gestikulation das lyrische Ich von ihrer Absicht die Beziehung zu erhalten zu überzeugen. Allerdings macht die monotone und schmucklose Ausdrucksweise des lyrischen Ichs deutlich, dass es emotional distanziert ist und keine Zukunft für die Beziehung sieht. Im weiteren Verlauf wird beschrieben „[f]rei / [b]uhlt dein Kleidsaum“ (9 f.). Hierbei lässt sich, wie bereits zu Beginn des Gedichtes erwähnt, am Substantiv „Kleidsaum“ (V. 10) endgültig festmachen, dass es sich bei dem untreuen Partner um die Frau handelt. Die Bedeutung des Adjektivs „Frei“ (V. 9) in Bezug auf den Kleidsaum, wird durch die Form des Gedichtes verstärkt und gibt Aufschluss über die Sichtweise des lyrischen Ichs. Der Umstand dass das lyrische Ich den Kleidsaum seiner Partnerin als frei beschreibt (vgl. V. 9 f.) und im gleichen Zusammenhang das abwertende Verb „[b]uhl[en]“ (V. 10) verwendet, verdeutlicht auf Grund der Bedeutung des Verbes (um  einen Partner/Partnerin werben) die Treulosigkeit, die er sieht sobald er seine Partnerin betrachtet. Das Gedicht endet mit dem Ausruf „Schlenkrig / Drüber rüber!“ (V. 11 f.). Das Adjektiv „[s]chlenkrig“ (V. 11) ist ein umgangssprachlicher Ausdruck dafür sich locker über etwas hinweg zu bewegen. Im Kontext mit dem folgenden Vers und dem Ausrufezeichen als Interpunktion lässt sich das Ende des Gedichtes wie folgt interpretieren: Die Partnerin des lyrischen Ichs möchte ihn dazu bewegen über ihre Untreue hinwegzusehen und sie ihr zu verzeihen, doch das lyrische Ich ist über ihren Versuch enttäuscht und gereizt darüber, dass sie so etwas von ihm Verlangt, was insbesondere durch das Ausrufezeichen am Ende vermittelt wird, aber auch durch die generelle Form des Gedichts. Die Form wirkt auf den ersten Blick unregelmäßig und nicht an den gängigen Regeln orientiert. Allerdings ist das Gedicht ähnlich wie ein Bericht verfasst und wird in einem schmucklosen Ton dargestellt. Die fehlenden Reime verdeutlichen das Ende der Zeit des Paares und die durch die unterschiedliche Länge der Verse unterbrochene Form verdeutlicht zum einen den Bruch der Treue und zum anderen den endgültigen Bruch der Beziehung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem lässt sich festhalten, dass das lyrische Ich von seiner Partnerin betrogen wurde und entsprechend emotional verletzt und distanziert ist. Während einer im Gedicht ausgelassenen Handlung konfrontiert er sie mit seinem Wissen oder seiner Vermutung, woraufhin sie versucht sich zu Rechtfertigen bzw. zu Erklären und die Beziehung zu retten. Inhalt und Form korrespondieren insofern, als dass das inhaltliche Geschehen durch die Form untermauert wird. Beispielsweise wird die ausgelassene Handlung durch einen Umbruch in der Form dargestellt oder die fehlenden Reime, die den Konflikt zwischen den beiden Partnern repräsentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Untreu“ von August Stramm, veröffentlicht im Jahr 1915, in der Epoche des Expressionismus, thematisiert Vertrauensbruch und den Zerfall einer Beziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Titel des Gedichts kann man schließen, dass das lyrische Ich hintergangen wurde. Der erste Sinnabschnitt (V. 1-3) wird mit „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V. 1) eingeleitet. Mit dem Possessivpronomen „dein“ (ebd.) spricht das lyrische Ich seinen Partner direkt an. Die Personifikation „Lächeln weint“ (ebd.) stellt gleichzeitig ein Paradoxon dar, welches die Trauer des lyrischen Ichs um den Partner betont. Die Darstellung, dass das Lächeln in seiner Brust weine (vgl. V. 1), also an der Stelle wo das Herz liegt, betont die Liebe und die Verbundenheit, die das lyrische Ich empfunden hat. Die Beschreibung der „glutverbissnen Lippen“ (V. 2), steht für die Leidenschaft die zwischen den Geliebten herrschte. Diese „eisen“ (V. 2) nun, was antithetisch zu den „glutverbissnen Lippen“ (ebd.) steht und die nachlassenden Gefühle und die zunehmende Kälte, also die Gleichgültigkeit gegenüber dem Partner, ausdrückt. Der Ausruf „Im Atem wittert Laubwelk!“ (V. 3) steht metaphorisch für Vergänglichkeit. Im Herbst fängt das Laub an zu welken - „Laubwelk“ (ebd.) - und den Herbst assoziiert man häufig mit Vergänglichkeit. Das Verb „wittert“ (ebd.) lässt auf eine Vorahnung des lyrischen Ichs schließen, also das es mit der Beziehung abschließen will.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt (V. 4- 8) geht es darum, dass das lyrische Ich mit dem Vertrauensbruch und der Beziehung abschließt. Die Metapher „ Dein Blick versargt“ (V. 4), deutet auf diesen Abschluss mit einer düster wirkenden Stimmung hin. Zunächst spricht das lyrische Ich seinen Partner mit dem Possessivpronomen „dein“ (ebd.) wieder direkt an. Das Verb „versargt“ (ebd.) ist ein Neologismus, der sich von dem Substantiv „Sarg“ ableitet. Daraus ist zu schließen, dass das lyrische Ich seine Trauer über den Vertrauensbruch des Partners begräbt. Gleichzeitig assoziiert man einen Sarg mit einer Beerdigung und somit auch dem Tod, was an dieser Stelle für eine düstere Stimmung sorgt. Die Konjunktion „und“ (V. 5) bildet einen eigenen Vers, was eine betonende Wirkung hat. Es wird eine Überleitung zum nächsten Vers geschaffen. Dort heißt es, dass „polternd[e] Worte“ (V. 6) folgen. Das Verb „polternd“ (V. 6) löst eine unruhige Stimmung aus, was man auch als Wut, die das lyrische Ich verspürt deuten kann. Das Verb „vergessen“ (V. 7) bildet zur Betonung auch einen eigenen Vers. Betont wird, dass das lyrische Ich einerseits vergessen will, was vorgefallen ist, andererseits möchte es die Beziehung hinter sich lassen. Ein weiterer Ausruf, „Bröckeln nach die Hände!“ (V. 8), veranschaulicht den Schock des lyrischen Ichs. Das Verb „bröckeln“ (ebd.) kann nebenbei auch für den Zerfall der Beziehung stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (V. 9- 12) wird anhand des „Klaudsaum[s]“ (V. 10) deutlich, dass das lyrische Ich von einer Frau hintergangen wurde. Mit „Frei / Buhlt dein Kleidsaum“ (V. 9f.) sagt das lyrische Ich aus, dass es nichts mehr mit seiner Geliebten zu tun haben will und somit die Beziehung endgültig beendet. Das Adjektiv „frei“ (ebd.) hat dabei eine betonende und einleitende Funktion. Das Verb „buhlt“ (ebd. ) bedeutet, dass jemand eine Liebschaft hat, in dem Zusammenhang heißt das also, dass das lyrische Ich von der Liebschaft der Geliebten weiß und sich mehr oder weniger abwertend von ihr abwendet. Der letzte Vers bildet einen Ausruf „Drüber rüber!“ (V. 12), was die Abwendung des lyrischen Ichs von der Beziehung ausdrückt. Die Adverbien „drüber“ (ebd.) und „rüber“ (ebd.) sind umgangssprachlich und bedeuten in dem Zusammenhang so viel wie „über etwas hinweg sein“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Form ist zu sagen, dass das Gedicht aus zwölf Versen besteht und keine Strophen aufweist. Zudem gibt es kein Reimschema und auch kein Metrum. Auffällig ist dennoch, dass das Gedicht viele Enjambements aufweist. Dies hat eine beschreibende Wirkung über die Situation in der sich das lyrische Ich sich befindet. Außerdem wird dadurch die Gefühlslage, Trauer und Entsetzen über den Betrug der Geliebten, verdeutlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Gefühle, die bei einem Vertrauensbruch aufkommen durch Metaphern und Ausrufe dargestellt werden. Die entsetzliche Lage und das Chaos der Gefühle, die das lyrische Ich empfindet wird durch das fehlende Reimschema und Metrum und durch die Enjambements verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Untreu“, verfasst von August Stramm und veröffentlicht 1915, handelt es sich um ein Gedicht aus der Literaturepoche des Expressionismus. Thematisch behandelt das Gedicht die Treulosigkeit innerhalb einer Partnerschaft und der daraus resultierenden Vergänglichkeit zwischenmenschlicher Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Untreu“ leitet die Thematik des Gedichtes ein. Das lyrische Ich wird im weiteren Verlauf damit konfrontiert, dass es von seiner Partnerin betrogen wird. Die Tatsache, dass es sich bei der untreuen Person um eine Frau handelt, wird jedoch erst in Vers 10 anhand des Substantivs „Kleidersaum“ (ebd.) deutlich erkennbar. Der Titel ist von hoher Signifikanz für das Gedicht, da er allein die Thematik des Gedichtes anspricht, welches sich aus dem Text heraus sonst nur vermuten lassen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text setzt mit der Darlegung „Dein Lächeln weint in meiner Brust&amp;quot; (V.1) ein. Schon das Possessivpronomen „Dein“ (ebd.) deutet auf eine persönliche Ansprache hin. Die Personifikation, die beschreibt, dass das „Lächeln weint“ (ebd.) wirkt paradox, da ein freudiger Gesichtsausdruck für gewöhnlich mit etwas positivem bzw. Freude in Verbindung gebracht werden kann, währenddessen „weinen“ (ebd.) mit Trauer in Verbindung steht. Durch diese antithetisch wirkende Aussage wird die Disharmonie zwischen dem Paar deutlich. Das lyrische Ich ist in seinem Inneren von der Untreue seiner Partnerin betroffen, was durch die Metapher „weint in meiner Brust“ (ebd.) untermauert wird. Hierbei steht die Brust metaphorisch für das Herz des lyrischen Ichs, wodurch in gewisser Weise Liebeskummer zum Ausdruck kommt. Die Begebenheit, dass „[d]ie glutverbissnen Lippen eisen“ (V.2) lässt darauf schließen, dass das lyrische Ich seine Partnerin mit ihrer Affäre emotional getroffen hat. So können die „glutverbissnen“ (ebd.) Lippen als leidenschaftliche Küsse interpretiert werden, da Glut mit Feuer in Verbindung gebracht werden kann, jedoch auch für Leidenschaftlichkeit steht. Durch die Verbindung mit Eisen wird akzentuiert, dass diese Küsse plötzlich an Leidenschaft verlieren, wahrscheinlich dadurch, dass nun jetzt auch die Partnerin bemerkt, dass das lyrische Ich sie entdeckt hat. Mit dem Neologismus „Im Atem wittert Laubwelk!“ (V.3) wird symbolisiert, dass die Gefühle des lyrischen Ichs Absterben, da „Laubwelk“ (ebd.) in Verbindung mit Vergänglichkeit und Tod  gebracht werden kann.  Es ist von der Situation so verletzt, dass das lyrische Ich im Konflikt zwischen der einstigen Liebe zu seiner Frau und der jetzigen Kälte und Trauer steht. Das Ausrufezeichen am Satzende unterstreicht dabei die Endgültigkeit für das lyrische Ich, dass die Partnerschaft nun vorbei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darlegung „Dein Blick versargt“ (V.4) verdeutlicht ebenfalls, dass dieser Augenblick ein Bild der Endgültigkeit darstellt und das lyrische ich endgültig seine Liebe zu seiner Partnerin verliert. Ebenso verdeutlicht der Neologismus „versargt“ (ebd.), welcher ebenso eine Verbindung mit dem Tod schafft, dass die Partnerin des lyrischen Ich wie erstarrt auf seine Entdeckung reagiert. Sie versucht das lyrische Ich mit Erklärungen bzw. Entschuldigungen zu beruhigen, was durch den Vers „hastet polternd Worte drauf“ (V.6) unterstrichen wird. Das die Worte jedoch übereilt und nicht glaubhaft sind, wird durch das Verb „[h]aste[n]“ (ebd.) hervorgehoben.  Die negativ konnotierten Wörter „weint“ (V.1), „eisen“ (V.2) sowie „versargt“ (V.4) untermauern die unangenehme und beklemmende Situation, da das lyrische Ich zu tiefst betroffen ist. Dass die Partnerin von der Situation überrumpelt ist, wird dadurch deutlich, dass erst jetzt „Vergessen/ […] die Hände [nach bröckeln]“ (V.7f.), welche sie bei der Entdeckung von dem lyrischen Ich noch an dem Körper ihres Liebhabers gehabt hat. Das Verb „[b]röckeln“ (Z.8) steht hier auch metaphorisch für den Zerfall der Verbindung bzw. Beziehung des lyrischen Ichs und seiner Partnerin. Auch formal wird die Impulsivität des lyrischen Ichs unterstützt. Das Gedicht besteht aus einer einzelnen Strophe, die 12 Verse umfasst. Es ist kein einheitliches Reimschema sowie Metrum zu erkennen, was eindeutige formale Merkmale des Expressionismus sind. Diese formalen Aspekte unterstreichen die Impulsivität des lyrischen Ichs als es seine Frau beim Fremdgehen erwischt. Die teilweise abgehackten Sätze zeigen das Erstarren beim Anblick dieser Situation. Das hochgezogene Kleid verrät die beschämende Situation (vgl. V.9-12). Die Aussage „Frei/ Buhlt dein Kleidersaum“ (V.10) ist eine Assoziation zu dem Titel „Untreu“, da durch sie die Situation der Affäre eindeutig erscheint. Das Adjektiv „Frei“ (V.9) wird hierbei besonders betont, da es einen eigenständigen Vers bildet. Im Kontext des Gedichtes wirkt es erniedrigend, da die Partnerin des lyrischen Ich in ihrer Freiheit tut was sie möchte, sprich ihren Partner bzw. das lyrische Ich hintergeht. Die Aussage „Schlenkrig/ Drüber rüber“ (V.11f.) beschreibt dabei, wie freizügig die Partnerin des lyrischen Ichs ist und untermauert nochmal die endgültige Feststellung einer Affäre. Betrachtet man nun zum Ende die sprachliche Ebene des Textes, so fallen besonders die vielen Personifikationen auf (Vgl. V. 1,2,3,4,8,10). Diese Tatsache hebt hervor, dass durch die Personifizierung der Körperteile der Fremdgeherin ihr in gewisser Weise die Verantwortung für ihr Handeln abgenommen wird, da die Körperteile wie einzelne Personen erscheinen. Diese Tatsache verdeutlicht, dass das lyrische Ich seine Erkenntnis über die Untreue seiner Partnerin noch nicht wahr haben möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich von der Erkenntnis der Affäre seiner Partnerin schockiert ist, was durch die teilweise abgehackten Verse untermauert wird. Ebenfalls verstärken die Neologismen und zahlreichen Personifikationen, das Durcheinander an Gedanken im Kopf des lyrischen Ichs, während er die Situation über die Entdeckung der Affäre seiner Partnerin schildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Untreu“, geschrieben von August Stramm und veröffentlicht 1915 in der Literaturepoche des Expressionismus, thematisiert eine endende Beziehung und damit verbunden die Vergänglichkeit der Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht hat keine Strophen und lässt sich in keine Sinnabschnitte einteilen, stellt also einen zusammenhängenden Text dar. Ergänzend muss zur Form des Gedichts noch gesagt werden, dass das Gedicht insgesamt aus zwölf Versen besteht. Das Metrum ist ein vier-hebiger-Jambus, welcher jedoch beispielsweise in Vers 5 nicht zur Geltung kommt, dies verdeutlicht die Verwirrtheit, die Unordnung und die Zerstörung des geregelten Alltags. Außerdem liegt kein Reimschema im Gedicht vor, es gibt keine sich reimenden Verse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Vers setzt direkt mit einer Metapher ein, „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V.1), die Verbildlichung ist zugleich eine Personifikation, da ein „Lächeln“ (V.1) nicht „wein[en]“ (ebd.) kann. Durch diese Aussage wird die Trauer des lyrischem Ich verdeutlicht, da die Brust, das Herz wieder spiegelt. Hinzufügend ist „Lächeln weint“ (V. 1) eine Antithese, da es Freude und auch Trauer zum Ausdruck bringt, dies stellt die Verzweiflung des lyrischen Ichs in den Vordergrund. Mit dem Possessivpronomen „Dein“ (V.1) wird der ehemalige Beziehungspartner angesprochen, welcher das lyrische Ich betrogen hat, wie die Überschrift des Gedichts „Untreu“ (V.0) aussagt. Das  Geschlecht des untreuen Partners ist zu Beginn noch unklar, wird jedoch im weiteren Verlauf des Gedichts bestimmt. Der zweite Vers enthält ebenfalls eine Antithese, welche einen Kontrast zwischen Hitze und Kälte zum Vorschein bringt. Es ist von „glutverbissnen Lippen“ (V.2), welche „eisen“ (ebd.) die Rede. Die Glut verdeutlicht die Hitze, metaphorisch für die brennende Beziehung, die einmal geführt wurde, das Eisen die Kälte, welche nun zwischen den beiden Personen herrscht. Auch der dritte Vers erinnert an das Verlieren von Gefühlen für den Partner. Der „Atem“ (V.3) des ehemaligen Partners erinnert das lyrische Ich an „Laubwelk“ (V. 3). Laubwelk (ebd.) sind abgestorbene Blätter, so lässt es sich mit Gefühlen vergleichen, sie sind ebenfalls abgestorben. Die Blätter haben mal geblüht, wie die Liebe die zwischen ihnen herrschte, welche jetzt allerdings vergangen ist.  Der nächste Vers hat ebenfalls etwas von Vergänglichkeit, „Dein Blick versargt“ (V.4). Das Possessivpronomen „Dein“ (V. 4), lässt den Leser erneut wissen, dass es um den ehemaligen Partner des lyrischen Ichs geht. Der „Blick versargt“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Beziehung zwischen den beiden beerdigt, also beendet ist, da „versargt“ (ebd.) etwas von einem Sarg hat. Zusätzlich ist „versargt“ (ebd.) ein Neologismus und eine Metapher, die die Verabschiedung der Liebe zum Vorschein bringt. Des Weiteren verdeutlicht der nächste Vers ebenfalls eine Trennung, da mit Enjabements gearbeitet wird. Das Bindewort „Und“ (V. 5) steht allein in diesem Vers und ist getrennt vom restlichen Teil des Satzes. In Vers sechs wird beschrieben, dass der Partner sich mit „polternd[en] Worte[n]“ (V. 6) bemüht zu entschuldigen. Dennoch zerfällt die Beziehung, verdeutlicht wird dies durch das „Bröckeln“ (V. 8) von Händen. Damit ist der Partner des lyrische Ichs nun „Frei“ (V.9) und kann seine Liebschaft ausleben. Nun wird das Geschlecht des Ex-Partners bestimmt: durch die Nennung eines „Kleidsaum[s]“ (V. 10), wird klar, dass es sich um eine Frau handelt, die das lyrische Ich betrogen hat. Der Abschluss des Gedichts „Schlenkrig / Drüber rüber“ (V. 11f.) verdeutlicht zum Abschluss noch einmal die Unordnung die nun im Leben des lyrischen Ichs ist und damit verbunden die Zerissenheit seiner Gefühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend lässt sich sagen, dass die Form des Gedichts die Handlung unterstreicht und dass das unregelmäßige Metrum ebenfalls die Unzufriedenheit und die Trauer des lyrischen Ichs zum Vorschein bringt. Das Gedicht thematisiert die Vergänglichkeit einer Liebesbeziehung und erläutert die damit Verbundenen Gefühle, das Gedicht ist zur Zeit des ersten Weltkrieges entstanden, welche auch von Schmerz und Unzufriedenheit geprägt war, dies lässt sich auf das Gedicht von August Stramm übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Untreu“, verfasst von August Stramm und veröffentlicht im Jahr 1915, handelt es sich um ein Gedicht, welches sich zu der Epoche des Expressionismus zuordnen lässt. Thematisch geht es dabei um die Vergänglichkeit von zwischenmenschlicher Beziehung und des Vertrauens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel ,,Untreu“ verdeutlicht dabei das inhaltliche Thema des Gedichts, in der eine Situation beschrieben wird, dass das lyrische Du, wobei es '''hier sich''' um eine Frau handelt, was deutlich wird durch das Nomen ,,Kleidsaum“ (V.10), das lyrische Ich betrügt. Das Gedicht beginnt dabei mit der Aussage ,,Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V.1), wodurch die innere Zerrissenheit des lyrischen Ichs deutlich wird. Mit dem Possessivpronomen ,,'''d'''ein“ (ebd.) ist dabei das Lächeln der Frau gemeint, welches durch das Verb ,,weinen“ (ebd.) personifiziert wird. Dabei stellt die Aussage ,,Dein Lächeln weint“ (ebd.) ein Paradoxon und eine Antithese dar, das Lächeln ein Ausdruck von Freude und Glück ist und Weinen ein Ausdruck für Trauer. Dieses Paradoxon verdeutlicht, die innere Zerrissenheit sowie der starke Kummer des lyrischen Ichs, da es mit der Frau einerseits positive Erinnerungen verbindet und für diese viel empfindet, jedoch führt die Situation, in der es sich befindet, zur Verzweiflung und Enttäuschung. Dies wird auch durch die Aussage ,,in meiner Brust“ (ebd.) deutlich, da die Brust metaphorisch für das Herz und somit auch für die Gefühle des lyrischen Ichs stehen, welche durch diese Situation verletzt werden. Die nächste Aussage ,,Die glutverbissnen Lippen eisen“ (V.2) verdeutlicht die Situation, in der das lyrische Ich die Frau bei der Untreue entdeckt. Dabei bringt das Adjektiv ,,glutverbissen“ (ebd.) die Leidenschaft der Frau zum Ausdruck, mit der sie das lyrische Ich betrügt, wobei das Verb ,,eisen“ (ebd.) wiederum verdeutlicht, dass diese Leidenschaft sofort erlischt, wenn sie entdeckt, dass das lyrische Ich diese Untreue entdeckt hat. Somit drückt die Antithese von Heiß, ausgedrückt im Adjektiv ,,glutverbissen“ (ebd.) und Kalt, was durch das Verb ,,eisen“ (ebd.) deutlich wird, aus, dass die Situation sich schlagartig ändert, wenn die Frau das lyrische Ich entdeckt, was auch eine Art Schock der Frau zum Ausdruck bringt und das lyrische Ich erkennt, dass die Frau ihn betrügt. Durch die Aussage ,,Im Atem wittert Laubwerk!“ (V.3) wird die Vergänglichkeit der Beziehung des lyrischen Ichs und der Frau zum Ausdruck gebracht, da das ,,Laubwelk“ (ebd.) für den Herbst und so metaphorisch für die Vergänglichkeit steht und die Beziehung des lyrischen Ich und der Frau aufgrund der Untreue endet. Durch das Nomen ,,Atem“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass dies in nur einem Moment geschieht, da in nur einem Moment die Untreue klar wird und ab diesen Zeitpunkt die Vergänglichkeit der Beziehung deutlich wird. Das Ausrufezeichen verdeutlicht dabei die Verzweiflung und den Kummer des lyrischen Ichs, da es diese Aussage nicht neutral und ruhig sagt, sondern das Ausrufezeichen die Emotionalität des lyrischen Ichs bei dieser Aussage verdeutlicht. Bei der nächsten Aussage ,,Dein Blick versargt“ (V. 4) wird erneut der Schock der Frau verdeutlicht, da ihr Blick wie Tod erscheint. Das Verb ,,versargen“ (ebd.) stellt ein Neologismus dar, der sich von dem Nomen ,,Sarg“ ableiten lässt, wodurch dadurch als Tod und Vergänglichkeit zum Ausdruck gebracht wird. Auffällig ist hier, dass ,,Dein Blick“ (ebd.) erneut eine Personifikation darstellt, wie bereits im ersten Vers ,,Dein Lächeln weint“ (ebd.). Dadurch, dass der ,,Blick“ (ebd.), der ,,Atem“ (ebd.), das ,,Lächeln“ (ebd.) und später auch die ,,Hände“ (V. 8) personifiziert werden und nicht konkret die Frau benannt wird, verdeutlicht, dass der Frau die Verantwortung für das Handeln abgenommen wird, was wiederum verdeutlicht, dass das lyrische Ich enttäuscht und verzweifelt ist und die Tat der Frau nicht richtig begreifen und realisieren kann. Dadurch dass die Konjunktion ,,Und“ (V. 5) alleine in einem Vers steht, bringt eine gewissen Pause zwischen der Aussage ,,Dein Blick versagt“ (ebd.), also dem Moment, in dem die Frau schockiert das lyrische Ich ansieht und der Aussage ,, Hastet polternd Worte drauf“ (V. 6) , in dem die Frau versucht die Untreue zu erklären. Die Pause aufgrund der Konjunktion ,,Und“ (ebd.) verdeutlicht dabei den Schock und die beklemmende Situation. Das Verb  ,,hasten“ (ebd.) wirkt dabei sehr unruhig und unsicher und gestresst, wobei auch durch das Adverb ,,polternd“ (ebd.) die Hektik und die Unruhe, wie den Schock zum Ausdruck gebracht wird. Dies verdeutlicht, dass die Frau versucht sich verzweifelt und panisch zu erklären, jedoch das lyrische Ich diese Erklärung nicht ernst nimmt oder für ihn keine Erklärung dafür gibt und der Frau somit die Erklärung misslingt. Durch das Verb ,,Vergessen“ ( V.7) wird deutlich, dass das lyrische Ich die Situation vergessen möchte, da diese viel Trauer und Kummer hervorbringt. Dadurch, dass das Verb alleine in einem Vers steht, wird diesen nochmals betont. Die nächste Aussage ,,Bröckeln nach die Hände!“ (V.8) steht metaphorisch für die Vergänglichkeit der Beziehung, wobei das Verb ,,bröckeln“ (ebd.) verdeutlicht, dass dies dem lyrischen Ich und der Frau aufgrund des Schocks jetzt erst langsam bewusst wird und durch den Zerfall der Hände metaphorisch zum Ausdruck gebracht wird, dass für die Frau das lyrische Ich und umgekehrt nicht erreichbar ist und die Beziehung endet, da keine Nähe mehr zwischen den beiden vorhanden ist. Die letzte Aussage ,,Frei/ Buhlt dein Kleidsaum/ Schlenkrig/ Drüber rüber!“ (V. 9 ff.) bestätigt dabei, dass die Frau Untreu ist, da nun aufgelöst wird, dass die Frau fremd geht. Dies wird deutlich durch das Adverb ,,frei“ (V.9), welches besonders betont wird, in dem es allein in einem Vers steht. In diesem Kontext wirkt das Adverb erniedrigend, da damit ausgedrückt wird, dass die Frau freizügig ist. Das es sich hierbei um eine Affäre handelt wird ebenfalls durch die Aussage ,,Schlenkrig/ Drüber rüber“ (ebd.) deutlich, wobei das Ausrufezeichen zum Schluss das Entsetzen des lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt und den Kummer. Auch die Form des Gedichts unterstützt den Inhalt. Das Gedicht besteht aus 12 Versen, die zusammen eine Strophe bilden. Ein Reimschema gibt es nicht und ein einheitliches Metrum ist ebenfalls nicht vorhanden. Diese gebrochene Prosa verdeutlicht dabei die Zerrissenheit des lyrischen Ichs und die Tatsache, dass es aus seiner Vorstellung von seiner Frau herausgerissen wird und nun erkennen muss, dass die Frau untreu ist. Durch die Wörter ,,weint“ (ebd.), ,,eisen“ (ebd.), ,,Laubwelk“ (ebd.), ,,polternd“ (ebd.) und ,,bröckeln“ (ebd.) wird die beklemmende Situation in diesem Gedicht deutlich, wobei die Situation beschrieben wird und nicht bewertet, da das lyrische Ich schockiert und zerrissen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass durch das Beschreiben von Körperteilen und nie der direkten Nennung der Schuld der Frau, da die Situation beschrieben wird, wird der Frau ein Teil der Verantwortung für ihr Handeln abgenommen und dadurch wird auch deutlich, dass das lyrische Ich die Untreue nicht wahr haben will. Die Situation wirkt beklemmt, wobei dies durch die Wortwahl und auch durch den Neologismus ,,versargt“ verursacht wird. Die innere Zerrissenheit und der Schock des lyrischen Ich wird durch Metaphern und Antithese wie Paradoxon zum Ausdruck gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Stramms Gedicht „Untreu“, veröffentlicht im Jahr 1915 in der Epoche des Expressionismus, thematisiert den Vertrauensbruch der Treue innerhalb einer Partnerschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Titel des Gedichts lässt sich erahnen welche Thematik „Untreu“ behandelt.  Zudem deutet der erste Sinnabschnitt (V.1-4) und der Vers  „[d]ein Lächeln weint in meiner Brust“ (V.1) in Verknüpfung mit dem Titel gleich zu Anfang an, in welcher Situation sich das lyrische Ich befindet. So lässt sich die antithetische Personifikation „[d]ein Lächeln weint“ (ebd.) auf das Gefühl des lyrischen Ichs in dieser Situation zurückführen, das beim Anblick des Lachens seines Gegenübers Trauer empfindet. Aus dem Fakt, dass dieser Gegenüber ein „Kleid[…]“ (V.10) trägt, lässt sich schlussfolgern, dass es sich bei dem Gegenüber um eine Frau handelt, die die Freundin des lyrischen Ichs darstellt. Die Beschreibung des lyrischen Ichs, dass ihr Lächeln in seiner „Brust“ (ebd.) weine, zeigt, dass der Betrug seiner Freundin ihn verletzt, da die Brust nahe dem Herzen liegt, und dieses das Symbol für Liebe ist. Zudem verdeutlicht die antithetische Gegenüberstellung von „[l]ächeln“ (ebd.) und „wein[en]“ (ebd.), dass die Freundin des lyrischen Ichs in diesem Moment wo sie das lyrische Ich sieht, Spaß hat, während das lyrische Ich verletzt ist. Auch dies deutet daraufhin, dass das lyrische Ich sie gerade erwischt, wie sie ihn betrügt. Auffällig dabei ist das Possessivpronomen „[d]ein“ (V.1), mit dem die Frau direkt angesprochen wird. Somit kann gesagt werden, dass das lyrische Ich „[d]ein“ (ebd.) sagt, um ihr klarzumachen, was dieser Betrug mit es gemacht und wie sehr sie es mit dem Vertrauensbruch verletzt hat. Der nächste Vers, der ebenfalls eine bildliche Sprache enthält, ist eine weitere Andeutung darauf. Vor allem die „glutverbissnen Lippen“ (V.2) deutet daraufhin, da die „[G]lut“ (ebd.) aufgrund ihrer Hitze für Leidenschaft steht, und die „Lippen“ (ebd.) ebendies verstärken. Im Kontrast dazu steht das Verb „eisen“ (V.2), das den Gegensatz zu der Leidenschaft bildet. Dies ist darauf zurückzuführen, wie das lyrische Ich die Situation wahrnimmt, für das der Betrug ein großer Vertrauensbruch und das Ende der Beziehung bedeutet. Zudem verdeutlicht das Verb „eisen“ (ebd.) Kälte, was eine weitere emotionale Reaktion des lyrischen Ichs darstellt. Der Ausruf „Im Atem wittert Laubwelk!“ (V.3), der zudem eine Personifikation ist, ist eine weitere Beschreibung dessen, wie das lyrische Ich die Frau in diesem Moment wahrnimmt. Das Verb „witter[n]“ (V.3) deutet an, dass die Freundin gerade bemerkt, dass sie beim fremdgehen gesehen wird. Durch den Neologismus „Laubwelk“ (V.3), der Herbst assoziiert, wird Vergänglichkeit in Bezug auf die Beziehung zwischen dem lyrischen Ich und der Fremdgeherin angedeutet. Die Interpunktion in dritten Vers untermauert zudem den Aspekt, dass die Frau erst in diesem Moment bemerkt, dass sie erwischt wurde. Zudem stützt sie das Entsetzen des lyrischen Ichs über den Betrug. Mit „[d]ein Blick versargt“ (V.4) wird die Reaktion der Frau deutlicher, die gerade dem lyrischen Ich in die Augen schaut und ihn somit bemerkt. Der Neologismus „versarg[en]“ (ebd.) verdeutlicht durch die Verbindung mit einem Sarg den Tod beziehungsweise auch das Ende von etwas. In diesem Kontext handelt es sich nicht nur um das Ende ihrer Beziehung, sondern auch um das Ende des Vertrauens des lyrischen Ichs gegenüber der Frau. Auffällig ist ebenfalls, dass das lyrische Ich die Frau in den ersten vier Versen genau beobachtet und somit auch detailliert beschreibt. Dies verdeutlicht, wie prägend dies für es ist und wie sehr dieser Betrug das lyrische Ich verletzt. Auffällig sind ebenfalls die Anzahl der Personifikation in den ersten vier Versen: „[d]ein Lächeln weint“ (V.1), „glutverbissne Lippen eisen“ (V.2), „Im Atme wittert Laubwelk[…]“ (V.3) und „Dein Blick versargt“ (V.4). Dies zeigt, dass das lyrische Ich nicht die Frau als Person für den Betrug schuldig machen möchte, was ein Zeichen dafür ist, dass es die Realität verdrängen möchte. Zudem verdeutlichen Wörter wie „eisen“ (ebd.), „Laubwelk“ (ebd.) und „versarg[en]“ (ebd.) das Ende ihrer Beziehung und dem Vertrauen des lyrischen Ichs. Es ist zudem noch festzuhalten, dass das lyrische Ich in den ersten vier Versen die Frau beobachtet und sie ihn bemerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt (V.5-8) behandelt die Reaktion der Frau darauf. Das „Und“ (ebd.) steht allein und offen und hat die Wirkung einer Frage. Damit wird verdeutlicht, dass das lyrische Ich auf eine Erklärung wartet. Jedoch wird mit „[h]astet polternd Worte drauf“ (V.6) deutlich, dass die Freundin sich entschuldigt und dass sie keine richtige Erklärung für den Betrug hat. Dies wird vor allem deutlich durch das Verb „haste[n]“ (ebd.) und das Adjektiv „polternd“ (ebd.), die zeigen, dass die Worte unüberlegt und rechtfertigend sind. Die Interpunktion des sechsten Verses verleiht dem Satz eine Endgültigkeit, die auf das Ende der Hoffnung des lyrischen Ichs, es handele sich nur um ein Missverständnis und seine Frau habe ihn eigentlich gar nicht betrogen, bezogen ist. Die Verse „Vergessen/ Bröckeln nach die Hände!“ (V.7f.) verstärken nochmals die Hektik der Situation, sowie der Schock beziehungsweise das Entsetzen des lyrischen Ich, das vor allem an dem Ausruf deutlich wird. Das Gedicht besteht aus einer Strophe mit zwölf Versen, hat einen freien Rhythmus und kein Reimschema, sowie regelmäßige Kadenzen. Dies ist ebenfalls auf das Entsetzen des lyrischen Ichs zurück zu führen. Zudem verstärken die Personifikationen, sowie die gebrochenen Verse und Enjambements die Verwirrtheit des lyrischen Ichs darüber, dass er sich in seiner Freundin getäuscht hat und sie sein Vertrauen gebrochen hat. Dies wird nicht nur in Vers acht deutlich, sondern während des ganzen Gedichts. Zudem zeigt die Personifikation „Bröckeln nach die Hände!“ (ebd.), zusammen mit allen anderen Personifikationen des Gedichts, dass das lyrische Ich durch das vermenschlichen einzelner Körperteile die Schuld seiner Frau nicht wahrhaben will und sie sogar verdrängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (V.9-12) wandelt sich das Gefühl des lyrischen Ichs in der Situation. Wo es vorher noch unter Schock stand, entsetzt und traurig war, wird es sich nun bewusst was dieser Vertrauensbruch eigentlich für ihn bedeutet. So zeigt das alleinstehende Adjektiv „[f]rei“ (V.9), dass die Partnerin sich, obwohl sie sich zu dem Zeitpunkt in einer Beziehung befand, die Freiheit genommen hat, zu betrügen. Gleichzeitig zeigt es jedoch im Zusammenhang mit „Buhlt dein Kleidsaum“ (V.10), dass die Frau sich „[f]rei“ (ebd.) gemacht hat. Besonders auffällig ist hierbei das Verb „buhl[en]“ (ebd.), dass eine eher abwertende Wirkung auslöst, und somit gleichzeitig ein Indiz auf den Gefühlszustand des lyrischen Ichs ist. Das Possessivpronomen „dein“ (ebd.) zeigt, dass das lyrische Ich die Frau direkt anspricht und ihr somit nun die Schuld zuschreibt. Zudem klingt der Vers durch das abwertende Verb „buhlen“ (ebd.) und die direkte Ansprache „dein“ (ebd.) wie ein Vorwurf. Das Adjektiv „schlenkrig“ (V.11) beschriebt hierbei wie der Kleidsaum der Frau liegt, und zeigt somit nochmals die Freizügigkeit der Fremdgeherin. Zudem unterstreicht diese Feststellung, dass das lyrische Ich das Ausmaße ihres Handelns realisiert. Der letzte Vers „Drüber rüber!“ (V.12), der eine Wiederholung des Adverbes „rüber“ (ebd.) ist, verkörpert die Endgültigkeit der endenden Beziehung und die Vergänglichkeit des Vertrauens gegenüber einer geliebten Person. Dies wird vor allem unterstrichen durch die Interpunktion, die ebenfalls wie ein Vorwurf klingt und Ärger und Wut ausdrückt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Gedicht schon in seinem Titel zeigt, wovon es handelt. Es geht um das lyrische Ich, dass gerade in diesem Moment seine Partnerin dabei erwischt wie sie es betrügt. Mit der direkten Ansprache durch das Possessivpronomen „[d]ein“ (ebd.), sowie durch die zahlreichen Personifikationen versucht das lyrische Ich zu verdeutlichen, wie es sich mit dem Betrug fühlt. So fühlt es zu Anfang vor allem Trauer und Entsetzen. Die Personifikationen des Gedichts verdeutlichen, wie er aus Schock die Schuld nicht komplett der Frau zuweisen kann. Die Interpunktionen des Gedichts zeigen nicht nur die Endgültigkeit des gebrochenen Vertrauens, sondern auch den Gefühlswandel des lyrischen Ichs. So ändert sich Trauer zu Wut, daraus dass die Frau sich die Freiheit genommen hat fremdzugehen. Schlussendlich wird die Vergänglichkeit des Vertrauens gegenüber einer geliebten Person deutlich durch eine Wiederholung. Zudem ist zu sagen, dass der freie Rhythmus, das fehlende Reimschema und die unregelmäßigen Kadenzen auf die Hektik der Situation aus der Sicht der Frau zurückzuführen ist, während sie beim lyrischen Ich vor allem das Entsetzen und die Verwirrung symbolisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Untreu“, welcher von August Stramm verfasst und im Jahre 1915 veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein expressionistisches Gedicht. Thematisiert wird der Zerfall menschlicher Beziehungen aufgrund von Treulosigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Untreu“ deutet auf die zentrale Thematik des Gedichtes, den Betrug in einer Partnerschaft, hin. Bei der untreuen Person handelt es sich dabei um eine Frau, was an dem Substantiv „Kleidsaum“ (V. 10) zu erkennen ist. Das lyrische Ich spricht in dem vorliegenden Gedicht aus der Perspektive des betrogenen Partners dieser Frau. Das Gedicht setzt mit der Aussage „[d]ein Lächeln weint in meiner Brust“ (V. 1) ein. Die Tatsache, dass er erläutert, das „Lächeln“ seiner Frau weine, hebt hervor, dass er ihren Betrug auf jenes Lächeln bezieht und dieses für die Untreue seiner Frau verantwortlich macht. Diese Personifikation schreibt dem Lächeln die Schuld an dem Betrug zu, was ebenfalls andeutet, dass das lyrische Ich den Gedanken an die Untreue seiner Frau gewissermaßen verdrängt. Dadurch werden zudem die verletzten Gefühle des lyrischen Ichs sowie seine Niedergeschlagenheit zum Ausdruck gebracht. Die niedergeschlagenen und verletzten Gefühle des lyrischen Ichs werden vor allem dadurch betont, dass das Lächeln in der „Brust“ (ebd.) des lyrischen Ichs weint. Diese symbolisiert das menschliche Herz, was sich in der Brust befindet und für die Gefühle des Menschen und die Liebe steht. Aufgrund dessen „weint“ (ebd.) das Lächeln auch an dieser Stelle, was den seelischen Schmerz des lyrischen Ichs vor Augen führt. Das Paradoxon, dass das „Lächeln weint“ (ebd.) verdeutlicht dabei die Verwirrung und den Schock des lyrischen Ichs aufgrund der Situation, welcher auch durch das fehlende Reimschema und Metrum deutlich wird. Zudem ist an dieser Stelle gewissermaßen ein Kontrast zwischen den Gefühlen der Frau und denen des lyrischen Ichs zu erkennen, da die Frau mit ihrem Liebhaber glücklich ist, während das lyrische Ich von dem Schmerz über diese Tatsache erfüllt ist.  Des Weiteren wird besonders durch das Possessivpronomen „Dein“ (ebd.) angedeutet, dass das lyrische Ich seine Frau direkt anspricht, was sehr persönlich wirkt und dem Leser seine verletzten Gefühle näher bringt, was in gewisser Weise dessen Empathie für das lyrische Ich auslöst. Anschließend folgt die Äußerung des lyrischen Ichs, dass die „glutverbissnen Lippen eisen“ (V. 2). Der Neologismus „glutverbissnen“ (ebd.) steht dabei für die Leidenschaft der Frau, was insbesondere durch das Substantiv Glut, welches in diesen Neologismus einbezogen wurde untermauert wird, da die Glut für das Feuer steht, welches heiß ist. Die Glut könnte jedoch auch für das Ende der Leidenschaft stehen, welches eingesetzt ist, als die Frau mit ihrem Liebhaber von dem lyrischen Ich entdeckt worden ist, da die Glut erst dann zu erkennen ist, wenn das Feuer bereits erloschen ist. Die Tatsache, dass die Lippen „eisen“ (ebd.) deutet ebenfalls auf einen Kontrast hin, da mit Eisen Kälte assoziiert wird, welche im Gegensatz zu der Glut beziehungsweise Hitze steht. Außerdem wird die Schuld der Frau auch hier wieder auf eines ihrer Körperteile, ihre „Lippen“ (ebd.) übertragen, was im weiteren Verlauf des Gedichts einige weitere Male geschieht (vgl. „Atem“ (V. 3), „Blick“ (V. 4), „Hände“ (V. 8), „Kleidsaum“ (V. 10)). Daraufhin folgt die Aussage „Im Atem wittert Laubwelk“ (V. 3). Der Neologismus „Laubwelk“ (ebd.) ist aus dem Substantiv Laub und dem Verb verwelken zusammengesetzt. Beide Wörter stehen in einem Zusammenhang mit dem Herbst, da Laub und verwelkte Blumen Tod sind, während sie im Frühling und Sommer einmal lebendig waren. Somit wird die Vergänglichkeit zum Ausdruck gebracht, welche sich hier zum einen auf das Ende der leidenschaftlichen Situation vor der Beendung durch das lyrische Ich und zum anderen auf das bevorstehende Ende der Beziehung der Frau und des lyrischen Ichs aufgrund der Untreue und dem Betrug bezieht. Das Ausrufezeichen am Ende dieser Aussage untermauert dabei das Ende der Beziehung des lyrischen Ichs und seiner Frau.&lt;br /&gt;
Die Metapher des Todes, die die Vergänglichkeit hervorhebt, wird auch in der darauf folgenden Aussage „Dein Blick versargt“ (V. 4) durch den Neologismus „versargt“ (ebd.) aufgegriffen. Dies deutet auf den regungslosen und starren Blick der Frau hin, da sie von dem lyrischen ich mit ihrem Liebhaber erwischt wurde und ihr möglicherweise die Folgen ihrer Affäre bewusst werden. Dadurch wird die insgesamt beklemmende und unangenehme Situation verstärkt dargestellt, da sowohl das lyrische Ich als auch seine Frau entsetzt und schockiert sind. Die Frau des lyrischen Ichs „[h]astet polternd Worte drauf“ (V. 6) und versucht sich dadurch zu rechtfertigen. Die Tatsache, dass sie dies sehr hektisch tut und übereilt und unüberlegt Worte wählt, wird durch das Verb „hasten“ (ebd.) und das Adjektiv „polternd“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht. Der Versuch, sich zu rechtfertigen scheint aus diesem Grund nicht zu funktionieren, da sie in diesem Moment nicht die richtigen Worte auswählt, um das lyrische Ich zu beruhigen. Bei der Betrachtung der Syntax fällt an dieser Stelle auf, dass dich das Verb „hasten“ (ebd.) nicht auf die Handlung der Frau des lyrischen Ichs, sondern auf ihren „Blick“ (ebd.) bezieht. Demnach personifiziert das lyrische Ich diesen und schreibt wiederholt einem Teil des Körpers seiner Frau ihre Schuld zu, um den Gedanken, dass sie ihm untreu gewesen ist, zu verdrängen. &lt;br /&gt;
Im Anschluss daran folgt die Aussage „Vergessen / Bröckeln nach die Hände“ (V. 7 f.). Dies lässt sich auf den Schock der Frau des lyrischen Ichs beziehen, da sie aufgrund der Situation nicht daran gedacht hat, die Hände von ihrem Liebhaber zu lösen. Dies lässt sich erneut darauf beziehen, dass sie aufgrund des Entsetzens, dass sie von dem lyrischen Ich mit ihrem Liebhaber erwischt wurde, regungslos gewesen ist, was zudem wiederholt die beklemmende Situation untermauert. Dadurch, dass das Adverb „[v]ergessen“ (ebd.) alleine in einem Vers steht, wird dieses und die Situation des Schocks besonders betont. Die Tatsache, dass ihre Hände „[b]röckeln“ (ebd.) führt vor Augen, dass sie jene nur langsam von ihrem Liebhaber löst, was auf ihre Resignation hindeuten könnte, da ihr bewusst ist, dass sie nicht mehr rückgängig machen kann, was geschehen ist und sich den Folgen bezogen auf das Ende der Beziehung mit dem lyrischen Ich bewusst ist. Auf der anderen Seite könnte dies auch verdeutlichen, dass sie erst langsam versteht, dass sie von ihrem Mann erwischt wurde, was ihr vorher möglicherweise aufgrund des Schocks gar nicht bewusst geworden ist. Das Ausrufezeichen am Ende dieser Aussage betont erneut den Schock aufgrund der Situation sowohl des lyrischen Ichs als auch seiner Frau. &lt;br /&gt;
Abschließend folgt die Äußerung des lyrischen Ichs „Frei / Buhlt dein Kleidsaum / Schlenkrig / Drüber rüber!“ (V. 9 ff.). Besonders das Adjektiv „[f]rei“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Frau aufgrund des Betrugs mit ihrem Liebhaber möglicherweise teilweise entkleidet ist, als sie von ihrem Mann entdeckt wird, da der frei buhlende „Kleidsaum“ (ebd.) darauf hindeutet, dass sie entblößt ist, was zu der unangenehmen und beklemmenden Situation beiträgt. Diese Situation wird zudem dadurch betont, dass das Adjektiv alleine in dem Vers steht, wodurch dieses hervorgehoben wird. Die Freizügigkeit und Entblößung der Frau wird außerdem durch die weitere Beschreibung des „Kleidsaum[es]“ (ebd.) betont, da dieser eine  „[s]chlenkrig[e]“ (ebd.) Bewegung macht, welche ebenfalls durch die Aussage „Drüber rüber“ (ebd.) beschrieben wird. Das Ausrufezeichen am Ende dieser Aussage betont nochmals den Schock und die Niedergeschlagenheit des lyrischen Ichs aufgrund des Betrugs seiner Frau, welcher hier letztlich eindeutig klar wird. An dieser Stelle sind außerdem die Enjambements beziehungsweise die Versbrechungen auffällig, welche sich durch das gesamte Gedicht hindurchziehen und die Verzweiflung und das nahende Ende der Beziehung des lyrischen Ichs mit seiner Frau zum Ausdruck bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich aufgrund der Untreue seiner Frau niedergeschlagen und verzweifelt ist, jedoch versucht die Schuld von ihr abzuweisen, um den Gedanken zu verdrängen, dass es von ihr betrogen wurde. Insgesamt wird die Verzweiflung und der Schmerz des lyrischen Ichs durch die gebrochene Prosa und die Neologismen sowie die allgemeine unangenehme und beklemmende Situation hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Untreu“ von August Stramm aus dem Jahr 1915 aus der Epoche des Expressionismus thematisiert die Vergänglichkeit einer Beziehung, welche durch einen Betrug in die Brüche geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Hand des Titels „Untreu“ lässt sich erkennen, dass das Gedicht ein Liebesgedicht ist und dass dort ein Betrug vorliegt. Somit handelt es sich bei der Thematik um eine gescheiterte Beziehung und deren Vergänglichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzte ein mit: „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V.1). Das Possessivpronomen „[d]ein“ (ebd.) verdeutlicht, dass das lyrische Ich eine Anrede an eine bestimmte Person hält.  Somit handelt es sich hierbei um die Person die den Betrug begannen hat, da durch die Personifikation „Lächeln weint“ (ebd.) eine zuvor als schön empfundene Geste mit etwas negativen Verbunden wird. Das lyrische Ich verbindet somit mit dem Lächeln Verletzungen, da es „in [s]einer Brust“ (ebd.) geschieht. Dem ist hinzu zu fügen, dass sich in der Brust das Herz befindet, somit ist dieses im metaphorischen Sinne gebrochen und es fühlt Trauer. Da die Lippen „gluverbissen“ (V. 2) seien, weist dieser Neologismus darauf hin, dass bevor die der Betrug erfolgte, die Küsse des Fremdgängers als heiß empfunden wurden und somit von der Seite des lyrischen Ichs mit Leidenschaft verbunden waren. Allerdings lässt die Personifikation dass die „Lippen eisen“ (V. 2) darauf schließen, dass die zuvor erwähnte Leidenschaft erlischt. Ebenfalls kann  es darauf hindeuten, dass der Partner gerade auf frischer Tat ertappt wurde. Dafür spricht ebenfalls „glut[...]“ (ebd.) und „eisen“ (ebd.), da diese beiden Begriffe antithetisch gegenüber stehen. Somit liegt eine rasche Veränderung der Lippen vor, was für ein überraschendes Auftreten des lyrischen Ichs spricht. Weitergehend behauptet das lyrische Ich es „wittert Laubwelk!“ (V. 3). Somit ist zusagen, dass das lyrische Ich aufgebracht ist, da dessen Atem nicht mehr wie gewöhnlich ist, sondern eher stockend. Der darauffolgende Neologismus „Laubwelk“ (ebd.) assoziiert den Herbst und somit zugleich die Vergänglichkeit des Beziehung. Das das Laub schon welk sei (vgl. V. 3), kann dies mit dem Tod in Verbindung gesetzt werden.Somit kann dies mit dem Bruch der Beziehung assoziiert werden. Auch dass ihr „Blick versargt“ (V. 4) kann mit dem Ende der Beziehung in Verbindung gebracht werden. Der Neologismus „versargt“ (ebd.) lässt sich von Sarg ableiten. Aus diesem Grund ist die Beziehung für das lyrischen Ich gestorben, da es kein Vertrauen durch den Betrug in seinen Partner hat. Auffallend an den ersten vier Versen ist, dass das lyrische Ich die Dinge detailliert beschreibt, was durch das genutzte Metrum des Trochäus unterstützt wird. Zudem lässt sich vermuten, dass das lyrische Ich keine Reaktion zeigt, da dieses nicht mit der Tat des Partners gerechnet hat, sondern völlig überrascht gewesen ist. Weitergehend steht die Konjunktion „Und“ (V. 5)  alleine in dem Vers. Somit herrscht eine Pause die den Schock des lyrischen Ichs untermauern, welcher danach von den „polternden Worten“ (V. 6) überrannt wird. Durch das Verb „hastet“ (V. 6) ist anzumerken, dass der Partner versucht dem lyrischen Ich die Situation zu erklären, diese Worte aber nicht überlegt sind und übereilt gewählt. Da diese „poltern“ (ebd.) lässt sich hinzufügen, dass das lyrische Ich durch den Schock die Worte gar nicht aufnehmen kann und es überfordert ist. Diese Überforderung löst den Wunsch in dem lyrischen Ich aus zu „Vergessen“ (V. 5).  Auch dieses Verb ist alleinstehend in dem Vers, somit ist der Wunsch die Situation zu vergessen sehr groß. An dem Verb „bröckeln“ (V. 7) wird deutlich, dass die Situation langsam von dem lyrischen Ich verarbeitet wird und der Zerfall der Beziehung auch ihm deutlich wird was durch die Interpunktion des Ausrufezeichens (vgl. V. 6) betont wird. Fortführend steht das Adjektiv „Frei“ (V. 7) alleine im nächsten Vers. Dies kann nun auf den Beziehungsstatus des lyrischen Ichs schließen. Allerdings kann es auch mit dem anschließenden Vers in Kontext gebracht werden: „Frei / Buhlt dein Kleidersaum“ (V. 6 f.).  Somit ist zu sagen, dass es sich um eine Frau handelt, an Hand des „Kleidersaum“ (ebd.),  die den Betrug begannen hat. Die Frau hat sich also selbstständig von ihrem Partner „Frei“ (ebd.) gemacht. Zudem sind durch den Betrug die Schenkel frei was durch das Wort „Schlenkrig“ (V. 8) zu erkennen ist. Auch hier werden Enjambements fort führend genutzt, was unterstreicht, dass das lyrische Ich verwirrt ist und seine Gedanken nicht bündeln kann.  Da jedoch die Frau noch das Kleid trägt, ist diese von ihren Gefühlen so überrannt, dass keine Zeit blieb sich vor dem Akt auszuziehen oder andere Zärtlichkeiten auszutauschen. Somit war es einfach „Drüber rüber!“ (V. 12).  Durch den Binnenreim wird deutlich, dass der Betrug unüberlegt war und nach kurzer Zeit gestört wurde, seitens des lyrischen Ichs. Auch die Interpunktion untermauert die Empörung und Wut die in dem Betrogenen sich aufbauen. Ebenfalls wird so dass Ende der Beziehung verdeutlicht. Auffallend an dem Gedicht ist jedoch, dass außer im letzten Vers der Binnenreim, sich nichts reimt. Daraus lässt sich schließen, dass das Ende der Beziehung schon länger bevor stand und das Paar auch nicht mehr zusammen gepasst hat. Schließlich macht der Binnenreim deutlich, was offensichtlich ist, nämlich der Betrug und die Vergänglichkeit der Liebe zweier Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass das lyrische Ich von den Handlungen seiner Frau vollkommen überrascht gewesen ist, was durch diverse Enjambement zum Ausdruck gebracht wird. Dessen Empörung und Wut auf den Betrug wird zumal durch die Interpunktion aber auch durch den Binnenreim deutlich.  Durch genutzte Neologismen wird zudem Bezug zur Vergänglichkeit und zum Tod hergestellt, was das Ende der Beziehung betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Untreu“ von August Stramm, welcher im Jahre 1915 veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Thematisch geht es um das Auseinanderleben und Ende der Liebe, was an der Untreue einer Frau gegenüber dem lyrischen Ich deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Untreu“ (V.0) lässt direkt auf das Thema des Gedichtes schließen und fasst den Inhalt dieses kurz zusammen. Der zu analysierende Text setzt mit den Worten des lyrischen Ichs „Dein Lächeln weint in meiner Brust“(V.1) ein. Dabei wird durch das Pronomen „Dein“(ebd.) eine Person direkt angesprochen und wirkt dadurch sehr persönlich. Zudem kommt dadurch und durch „meiner“(ebd.) die vorliegende Ich-Perspektive zum Ausdruck. Die Personifikation „Dein Lächeln weint“(ebd.) unterstützt dabei die Aussage und zeigt dass die angesprochene Person und das lyrische-Ich sich sehr nahe zu stehen scheinen, da sie solche Emotionen miteinander teilen. Allerdings ist sie auch sehr Paradox, da das „Lächeln“(ebd.) ein Ausdruck der Freude ist, während „wein[en]“(ebd.) die Trauer der Person verdeutlicht und beides gleichzeitig zu sein nicht möglich ist. Außerdem scheinen die beiden sich zu vertrauen, da die Person in der „Brust“(ebd.) des lyrischen-Ichs und nicht am Arm oder ähnliches „weint“(ebd.). „Die glutverbissnen Lippen eisen / Im Atem wittert Laubwelk“(V.2f.). Dies spielt auf eine gewisse Erotik zwischen diesen beiden an, da ihre Lippen vom küssen „glutverbiss[...]en“(ebd.) sind. Doch „Dein Blick versargt / Und / Hastet polternd Worte drauf“(ebd.). 	Dies zeigt die negativen Seiten der Beziehung der beiden, genauso wie die Aussage des lyrischen-Ichs „Vergessen / Bröckeln nach die Hände“(V.7f.). Dass die andere Person eine Frau ist, erkennt man an dem Nomen „Kleidsaum“(V.10). Das Gedicht endet mit der Aussage „Schlenkrig / Drüber rüber“(V.11f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Beziehung des lyrischen Ichs und einer Frau geschildert wird und diese am Anfang sehr gut und am Ende ziemlich schlecht verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Untreu&amp;quot; aus der Epoche des Expressionismus, wurde von August Stamm im Jahre 1914 geschrieben '''(eher veröffentlicht)''' und thematisiert die Vergänglichkeit einer Beziehung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema des Gedichtes wird schon am Titel ,,Untreu&amp;quot; deutlich,'''Du solltest hier einen neuen Satz anfangen''' anscheinend wurde das lyrische Ich in einer Beziehung von seiner Partnerin betrogen. Das es sich um eine Partnerin handelt wird an dem Nomen ,,Kleidsaum&amp;quot; (V. 10) deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Vers ,,Dein Lächeln weint in meiner Burst&amp;quot; (V.1) untermauert noch einmal die Vermutung des Themas der Untreue, da das lyrische Ich sehr traurig zu sein scheint. Diese Trauer wird durch die paradoxe Personifikation ,,Lächeln weint in meiner Brust&amp;quot; (ebd.) deutlich. Da ein ,,Lächeln&amp;quot; (ebd.) nicht ,,weinen&amp;quot; (ebd.) kann zeigt das die viele verschiedenen Gefühle des lyrischen Ich, denn das lyrische Ich ist nicht nur traurig und verletzt, sondern auch wütend. Vor allem der Ausdruck ,,in meiner Brust&amp;quot; (Vebd.) zeigt die Verletztheit, da das Herz, dass den Menschen am Leben hält in der Brust liegt. Diese paradoxe Personifikation zeigt zudem auch das Unverständnis des lyrischen Ichs gegenüber seiner Partnerin. Das Possessivpronomen ,,dein&amp;quot; (ebd.) stellt einen bestimmten Bezug dar, der die einst gute Beziehung zwischen den Beiden veranschaulicht. Diese Verbildlichung der Gefühle ist ein Merkmal der Epoche des Expressionismus. die Antithese ,,Lächeln weint&amp;quot; (ebd.) bestärkt die Zerrissenheit des lyrischen Ichs in dieser Situation, '''dann''' es will sich nicht eingestehen, dass es selbst auch an der Untreue seiner Partnerin Schuld trägt. '''gehe noch mehr auf das Lächeln in Bezug mit der Frau ein'''Der darauffolgende Vers ,,Die glutverbissenen Lippen eisen&amp;quot; (V.2) veranschaulichen die angespannte Atmosphäre. Durch den Neologismus ,,glutverbissenen&amp;quot; (ebd.) wird die angespannte Atmosphäre darstellt, da das Nomen ,,Glut&amp;quot; (ebd.) eine gewisse Gefahr symbolisiert, also in dem Zusammenhang eine leicht zu eskalierende Situation veranschaulicht. Die paradoxe Antithese in dem Vers selbst ,,glut&amp;quot; (ebd.) und ,,eisen&amp;quot; (ebd.) bestärkt die Zerrissenheit des lyrischen Ichs, da es nicht erkennen will, dass es auch Schuld an dieser Untreue seiner Partnerin ist. Der Ausdruck ,,verbissen&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht das Schuldgefühl der Partnerin, die sich '''grade''' bildlich auf die Lippen beißt, weil sie erwischt worden ist. Der Ausdruck ,,Lippen eisen&amp;quot; (ebd.) könnte veranschaulichen, dass das lyrische Ich seine Partnerin '''grade''' sieht '''(Komma fehlt)''' wie Sie einen anderen draußen küsst. Der Vers ,,Im Atem wittiert Laubwelk&amp;quot; (V.3) zeigt wieder, '''dass das lyrische Ich seine Partnerin sieht, wie diese Draußen einen anderen Mann küsst.'''' (wer sgat das sie sic wieder küssen und das dies draußen passiert?)''' '''Denn das lyrische Ich sieht den Atem da es draußen schon kälter ist, somit spielt das ganze in einer kälteren Jahreszeit, wie im Herbst oder Winter.'''(wird im Gedicht nicht deutlich)'''  Auch die '''Antithese (das ist keine Antithese, sondern ein Neologismus)''' ,,Laubwelk&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die Vergänglichkeit dieser Beziehung, denn das Laub draußen verwelkt, wie die Liebe in der Beziehung vergangen ist. Auf einmal ,,versargt&amp;quot; (V.4) ihr ,,Blick&amp;quot; (V.4) als hätte die Partnerin ihren Partner, als das lyrische Ich, in dem Moment erkannt. Auch das Possessivpronomen an dieser Stelle verdeutlicht die einst liebevolle Verbindung zwischen den Beiden. Diesen ,,Blick&amp;quot; (ebd.) den er vorher so geliebt hatte wird nun zu etwas schlechtem. Der darauffolgende Vers in dem nur der Ausdruck ,,Und &amp;quot; (Z.5) steht verdeutlicht eine Aussetzen des lyrischen Ich es ist verletzt, völlig verwirrt und überfordert, wie es in der Beziehung, die einst so vertraut und liebevoll war, dazu kommen konnte. Dieser Ausdruck veranschaulicht auch einen zeitlichen Sprung, was vor allem im darauffolgenden Vers deutlich wird, denn plötzlich steht die Partnerin vor dem lyrischen Ich und hat ,,polternd Worte drauf.&amp;quot; (V.6), dass zeigt das sie sich versucht zu erklären und die Beziehung versucht zu retten, doch durch den Ausdruck ,,Vergessen&amp;quot; (V.7), im nächsten Vers, zeigt sich, dass das lyrische Ich die Beziehung einfach nur vergessen '''möchten''' und somit damit abschließen will. Der Ausruf,,[b]röckeln nach die Hände!&amp;quot; (V.8) zeigen die zittrigen Hände des lyrischen Ichs, zudem auch des Gefühle. Das lyrische Ich ist vollkommen wortlos. Nun ist es ,,frei&amp;quot; (V.9) von jeder Bindung, aber erinnert sich immer nach an ihrem ,,Kleidsaum&amp;quot; (V.10) als er sie sah. Die zwei darauffolgenden Ausdrücke ,,Schlenkirg und ,,Drüber drüber!&amp;quot;(V.11f.) zeigen, dass das lyrische Ich schnell über diesen verletzenden Anblick hinweg kommen möchte. Die drei Ausdrücke, die einfach in das Gedicht hineingeworfen wurden verdeutlichen die Pausen zwischen den Erlebnissen, die das lyrische Ich erlebt habt. Das Gedicht ist vollkommen strukturlos, es hat weder ein Metrum, ein Reimschema noch ist es in Strophen eingeteilt, dies veranschaulicht die Überforderung des lyrischen Ichs in dieser Situation die er beschreibt, mit welcher er anscheinend nie gerechnet hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der inhaltliche Aspekt der Untreue sehr gut zur Geltung kommt, vor allem durch die Verwendung der vielen Antithesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Feedback'''&lt;br /&gt;
Hallo Luisa,&lt;br /&gt;
du hast in deiner Analyse viele wichtige Aspekte erkannt, um das Gedicht richtig zu deuten. Jedoch finde ich bist du zu wenig auf die einzelnen Verse und deren formal-sprachlichen Absicht, eingegagen. Du fängst gut an, hörst aber beim deutenden Teil, warum und wie es dargestellt ist, auf. Zudem machst du noch Flüchtigkeitsfehler oder vergisst Kommas.  Auf die Interpunktionen gehst du auch nicht ein, jedoch sind diese ausschlaggeben für die Analyse.&lt;br /&gt;
Zum Schluss deiner Analyse wirst du ziemlich allgemein und kurzfassend und stellst dadurch die Absicht, den Charakter der Frau und somit auch ihren Bezug zum Betrug und das Thema des Gedichts,  nicht dar.&lt;br /&gt;
Dein Schluss ist viel zu kurz, da sprachliche, formale und inhaltliche Aspekte fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Untreu“ verfasst von August Stramm und veröffentlicht im Jahre 1915 zur Zeit des Expressionismus thematisiert den Zerfall zwischenmenschlicher Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift „Untreu“ weist auf die gesamte Situation des Gedichtes hin. Es handelt sich dabei um eine Frau, die einen Menschen, das lyrische Ich betrügt und dabei erwischt wird. Das es sich bei dem Betrug um eine Frau handelt, lässt sich im Laufe des Gedichts an „Kleidersaum“ (V. 10) erkennen. Jedoch leitet das Gedicht mit „Dein Lächeln weint in meiner Brust“(V. 1) ein und lässt somit direkt die Gefühle des lyrischen Ichs, hervorheben. Auffällig in diesem Vers ist die paradoxe Aussage „Lächeln weint“(ebd.), indem ein Kontrast der Gefühle dargestellt wird. Das Lächeln symbolisiert die Frau, da das Personalpronomen „Dein“(ebd.) vom lyrischen Ich erzählt wird und die Frau die Protagonistin im Gedicht ist. Die Dame scheint wohl kein Problem damit zu haben andere Menschen zu verletzen, da „Lächeln“ einen positiven und glücklichen Eindruck verleiht. Im Gegensatz dazu, beschreibt das Verb „weinen“(ebd.) eine traurige und verletze Atmosphäre, welche sich gut auf das Opfer beziehen lässt. Zudem scheint das lyrische Ich sehr verletzt zu sein, weil es von „meiner Brust“(ebd.) erzählt und unter der Brust das Herz liegt, welches durch den Betrug sehr betroffen ist. Diese Aussage hebt dadurch seine Trauer nochmals hervor. Somit erfährt man direkt einen Einblick in die Gefühle der Menschen, welche sich weiterhin in „Die glutverbissnen Lippen eisen“ (V. 2) zeigen lassen. Deutlich wird der Charakter der Frau, da der Neologismus „glutverbissnen“ (ebd.) in Zusammenhang mit Leidenschaft und Ekstase gebracht werden kann und die Frau somit sehr offen und verführerisch wirkt. Der Bezug zu den Lippen untermauert ebenfalls die Leidenschaft zur betrügerischen Liebe. Jedoch scheint die Frau bemerkt zu haben, dass sie bei ihrem Betrug erwischt wird, da ein erneuter Widerspruch „eisen“ (ebd.) erwähnt wird, was sehr kalt und hart wird. Dies stellt zum einen die plötzliche Unterbrechung des Liebesspiels zwischen Frau und Betroffenem dar, sowie das Gefühl des inneren Erkaltens und Erstarrens, indem sie bemerkt, dass sie bei Ihrer Tat erwischt wurde. Somit geht das warme, glühende und leidenschaftliche Gefühl direkt verloren. Die Situation wird für die Betrügerin immer unangenehmer, denn „Im Atem wittert Laubwelk!“(V. 3). Auch dieser Vers ist von einer Antithese geprägt, denn der „Atem“ (ebd.) verkörpert das Leben und die Leidenschaft der Frau, während „Laubwelk“ (ebd.)  , die Vergänglichkeit und somit den Tod der Frau assoziiert.  Laub ist Vertrocknetes und Zerfallenes vom Baum, welches so gesehen Totes vom Baum ist und  „...welk“(ebd.) verstärkt die gesamte Situation nochmal und deutet somit darauf hin, dass etwas vergänglich und somit tödlich ist. Vergänglichkeit ist zudem ein Thema, welches zur Zeit des Expressionismus alltäglich war und der Wert des Menschen missachtet wurde. Somit wird der Bezug zur Überschrift „Untreu“ ganz deutlich und zeigt ebenfalls die Wertlosigkeit der Menschen. Das Verb „wittert“(ebd.) zeugt von großer Angst und symbolisiert ein Zittern im Körper der Frau und zeigt somit wie geschockt und geprägt sie von ihrem Ertappen ist.  Die Interpunktion, Ausrufezeichen hinter Laubwelk stellt ebenso formal das Ende ihres Lebens dar, auch wenn es hier das Ende des Verses ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgend erzählt das lyrische Ich , dass „Dein Blick versargt“ (V. 4). Die Anapher „Dein“ (ebd.)  deutet wieder darauf hin, dass es sich um die Frau handelt und sie sich bedrückt fühlt, weil sie persönlich angesprochen wird. Der Neologismus „versargt“ (ebd.), stellt ebenfalls den Bezug zum Tod her, da versargt ein Verb vom Substantiv „Sarg“ ist und in einem Sarg tote Menschen aufbewahrt werden und in die Erde hinab gelassen werden, bis sie zu Staub verfallen. In diesem Fall richtet sich dieses Verhalten auf den „Blick“ (ebd.) der Frau und zeigt, dass die Frau sich in dieser Situation sehr unwohl fühlt  und am liebsten im Boden versinken würde. Auch hier wird wieder der Bezug zur Vergänglichkeit und dem Zerfall zwischenmenschlicher Beziehung, deutlich. Der fünfte Vers besteht ausschließlich aus der Konjunktion „Und“ (V. 5) und verbindet somit den vierten und sechsten Vers miteinander. Zudem wird die unkontinuierliche Länge der Verse deutlich und lässt sich auf die tragische und unkontrollierte Situation zurück führen. Folgend geht das lyrische Ich weiter auf das Handeln und die Gefühle der Frau ein: „Hastet polternd Worte drauf.“ (V. 6). Dabei wird die Nervosität und Unruhe beim Verb „hastet“ (ebd.) der Frau, hervorgehoben. Anhand dessen und an „polternd“(ebd.) merkt man, dass die Frau aus der Situation flüchten will, jedoch nicht davon weg kommt, ihr Handeln zu gestehen. Dabei wirkt das Verb „hastet“ nicht glaubhaft, da sie sich nicht die Zeit nimmt in Ruhe über ihr Verhalten zu reden, sondern schnell ein paar Worte finden muss, um aus der beklemmenden Situation zu entkommen. Dem lyrischem Ich wird bewusst, welchen Konsequenzen die Frau ausgesetzt ist und das sie einen großen Fehler gemacht hat, was auch die Interpunktion des Punktes deutlich macht, sowie die darauffolgenden Verse, „Vergessen/ Bröcklen nach die Hände!“ (V.7f.). Das Verb „Vergessen“ (V. 7) steht alleine in einem Vers und ist somit von besonderer Bedeutung, denn der Frau wird jetzt erst bewusst, dass sie mit ihrem unmenschlichen verhalten die Beziehung der beiden zerstört hat und merkt, dass dieses handeln Konsequenzen haben wird. „Bröckeln nach die Hände“ (V. 8) zeigt ebenfalls die Folgen der Frau, denn das Verb „bröckeln“ (ebd.) steht hier auch metaphorisch für den Zerfall der Beziehung zwischen der Frau und dem lyrischen Ich. Auch das Ausrufezeichen am Ende des Verses verdeutlicht die Wahrheit und Folgen des Betrugs und setzt dem zerfall der Verbindung zwischen den beiden Personen ein Ende. Ihren Charakter ihre Art wird durch „Frei“ (V. 9) sehr stark hervorgehoben, weil dieses Adjektiv alleine in einem Vers steht. Frei bedeutet so viel, wie das sie sich an niemanden gebunden gefühlt hat und in der Zeit der Beziehung nur an sich selbst gedacht hat und nicht an ihre Partnerschaft. Dies zeigt auch, dass sie sehr naiv und selbstbewusst ist. Denn auch „Buhlt dein Kleidersaum“ (V. 10), verweist auf ihre hochgezogene Art und auf ihre freizügige Art und ihr gedankenloses Leben. „Buhlt“ (ebd.) zeiht auch, dass sie sehr beliebt bei Männern ist, da es für sie einfach scheint, einen anderen Partner zu finden. Das sie ein Kleid trägt, was durch „Kleidersaum“ (ebd.) deutlich wird, verkörpert auch ihre freie und lebensfrohe Art. Darauf lässt sich auch das nicht vorhandene Reimschema und Metrum beziehen, denn dieser Zusammenbruch der Partnerschaft hinterlässt eine große Verwirrung und Enttäuschung, die den Menschen zu einem anderen Menschen werden lässt und somit keine Struktur mehr in seinem Leben hat, sowie das Gedicht auch. Zudem zeugt es auch von großem Selbstbewusstsein, wenn man in der Lage ist nur auf sich selbst zu achten und eine Beziehung zu Grunde gehen zu lassen. Zum Ende des Gedichts kommt das gesamte wahre Ich aus der Frau heraus, denn „Schlenkrig/Drüber rüber! (V. 11f.) untermauert nochmal, wie freizügig die Partnerin des lyrischen Ichs ist und zeigt das endgültige verhalten der Affäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Gedicht anhand der Situation die geschildert wird, die Vergänglichkeit der Menschen und deren Wertlosigkeit konkret darstellt. Zudem zeugen Wörter wie eisen, wittert, versargt, polternd und bröckeln von Angst und Hass und verdeutlichen die Beziehung zwischen dem lyrischen Ich und der Partnerin. Das nicht gegebene Reimschema, Metrum und unterschiedliche Verslänge, unterstreichen die unkontrollierte und enttäuschte Art der beiden Personen. Neologismen und Metaphern unterstützen die verdeutlichen den Zerfall der zwischenmenschlichen Beziehung.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Stramm</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Stramm</title>
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				<updated>2018-11-30T08:43:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Anne */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''August Stramm, Untreu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das expressionistische Gedicht &amp;quot;Untreu&amp;quot;, geschrieben von August Stramm und veröffentlicht 1915, thematisiert die Achtlosigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen und somit die Vergänglichkeit dieser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift  &amp;quot;Untreu&amp;quot; leitet in die Situation ein, in der das lyrische Ich von einer Frau betrogen wird. Dass es sich um eine Frau handelt ist an dem &amp;quot;Kleidsaum&amp;quot;(V.10) erkennbar. Das Gedicht setzt mit dem Possessivpronomen &amp;quot;Dein&amp;quot;(V.1) ein. Diese persönliche Ansprache weißt auf eine gewisse Vertrautheit zwischen dem lyrischen Ich und der Person hin. Außerdem richtet sich das Gedicht somit nur an die Frau. Die Personifikation &amp;quot;Lächeln weint&amp;quot; ist zugleich ein Paradoxon und lässt sich, in Verbindung mit der &amp;quot;Brust&amp;quot;(V.1), die metaphorisch für das Herz des lyrischen Ichs steht, auf den innerlichen Schmerz des lyrischen Ichs beziehen. Das &amp;quot;Lächeln&amp;quot;(ebd.) steht für die Freude, die sie bei der Affäre erlebt. Durch diese Freude erleidet das lyrische Ich Schmerz, der sich aufgrund des Herzens als Herzschmerz kennzeichnen. Auch die &amp;quot;glutverbissnen Lippen&amp;quot;(V.2) lassen sich auch auf den Seitensprung beziehen. Sie verdeutlichen den leidenschaftlichen Kuss zuvor, untermauert durch die Glut die als heiß gilt. Dass die &amp;quot;Lippen eisen&amp;quot;(V.2) also abkühlen, verdeutlichen den schnellen Abbruch des Kusses, sodass man darauf schließen könnte, dass die Frau gerade erst erwischt wurde. Auch Vers 3 lässt sich auf den Kuss beziehen. Der &amp;quot;Atem wittert Laubwelk&amp;quot; was metaphorisch dafür steht, dass der Atem nicht mehr frisch ist. Auch steht das &amp;quot;Laubwelk&amp;quot;(ebd.) für die Vergänglichkeit, da es sich mit dem Herbst verbinden lässt. Im nächsten Vers wird der Neologismus &amp;quot;versargt&amp;quot;(V.4) verwendet. Somit lässt sich sagen, dass der &amp;quot;Blick&amp;quot; metaphorisch abstirbt, also leblos erscheint. Durch diese Aussage verdeutlicht der Autor den Schock den die Frau durchlebt, als sie erwischt wird.  Die folgenden Enjambements, wie beispielsweise das alleinstehende &amp;quot;Und&amp;quot;(V.5), wirken durch ihre Unregelmäßigkeit unüberschaubar und überfordernd. Dies lässt sich mit der Gefühlswelt des lyrischen Ichs und er Gesamtsituation verbinden. Zudem wird im nächsten Vers veranschaulicht, wie die Frau versucht sich aus der Situation herauszureden und das lyrische Ich versucht abzulenken. Dies gelingt ihr offensichtlich nicht, da das lyrische Ich ihre Taktik durchschaut. Dass sie die Worte &amp;quot;polternd [...] daruf&amp;quot;(V.6) hastet, zeigt nochmal die Ratlosigkeit und Überforderung auch ihrerseits. Die Überforderung beider Seiten spiegelt auch das fehlende Rheimschema und die Tatsache, dass das Gedicht aus lediglich einer Strophe besteht. Die Situation ist also völlig neu und unroutiniert. Der nächste Vers besteht lediglich aus einem Wort, das nicht in Verbindung zu anderen Versen steht. Somit wirkt es sehr prägnant, sodass man ihm eine hohe Relevanz zusprechen kann. &amp;quot;Vergessen&amp;quot;(V.7) kann man zweierlei deuten. Zum einen lässt sich sagen, dass es beschreibt, wie sich das lyrische Ich fühlt in dieser Situation, da die Frau sich offenbar nicht mehr für es interessiert. Zum anderen könnte es als Art Wunschvorstellung gesehen werden. Denn das Erlebnis des Betrugs ist für das lyrische ich so traumatisierend, dass es die Situation nur &amp;quot;[v]ergessen&amp;quot;(V.7) möchte. Das &amp;quot;Bröckeln&amp;quot;(V.8), der &amp;quot;Hände&amp;quot;(V.7), lässt sich als Zittern identifizieren und lässt darauf schließen, dass sich die Frau sichtlich unwohl fühlt. Durch die Präposition &amp;quot;nach&amp;quot;(V.8) wird noch einmal manifestiert, dass es sich bei der Situation direkt um die Konfrontation nach der Affäre handelt. Der folgende Vers besteht wiedermal aus einem prägnanten Adjektiv und zwar &amp;quot;Frei &amp;quot;(V.9). Sowie bei dem Adjektiv &amp;quot;Vergessen&amp;quot;(V.9) lässt sich sagen, dass diesem eine hohe Wichtigkeit zugeschrieben werden kann und ebenfalls die Gefühlslage, oder sogar den Beziehungsstatus, des lyrischen Ichs wiedergibt. Für ihn ist also die Beziehung auf Grund des Seitensprungs beendet und er ist wieder &amp;quot;[f]rei&amp;quot;(V.9) indem was er tut. Außerdem ist in dem Adjektiv eine kleine Euphorie zu sehen. Das lyrische Ich hat nämlich jetzt wieder die Möglichkeit zu tun was es möchte. Ein weiterer Deutungsansatz, lässt sich mit der Verbindung zum nächsten Vers erkennen. Denn durch den &amp;quot;Kleidsaum&amp;quot;(V.10), der &amp;quot;[f]rei/ [b]uhlt&amp;quot;(V.9-10) kann man erkennen, dass die Frau sehr freizügig und aufreizend angezogen ist. Dies impliziert, dass sich absichtlich so gekleidet hat und der Seitensprung somit kein Zufall war. Für das lyrische Ich bedeutet dies ein weiterer Rückschlag, da es bewusst betrogen wurde, ohne an die Gefühle des lyrischen Ichs gedacht zu haben. Die letzten beiden Verse beziehen sich wieder auf die Sprechart der Frau und wie sie versucht die Situation zu erklären. Dies tut sie &amp;quot;Schlenkrig/ Drüber rüber&amp;quot;(V.11-12). Metaphorisch beschriebt dies, dass sie nur drum herum redet und das lyrische Ich somit nicht wirklich versucht aufzuklären, sondern versucht von der Situation abzulenken. Dass das lyrische Ich dies merkt, macht deutlich, dass ihre Taktik, durch Scham von sich abzulenken, nicht funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Situation der Untreue beide Personen, das lyrische ich und die Frau, sichtlich überfordern. Der Frau ist die Situation sehr unangenehm, was durch die Beschreibungen ihrer Reaktionen schnell deutlich wird. Das lyrische Ich erscheint geschockt und traurig, da die Frau sein Vertrauen missbraucht hat. Sprachlich- Formal wird dies durch die vielen Enjambements, sowie dem fehlenden Rheimschema unterstützt, da diese die unüberschaubare und unangenehme Situation widerspiegeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das expressionistische Gedicht „Untreu“, welches von August Stramm verfasst und im Jahre 1915 veröffentlicht wurde, thematisiert die Vergänglichkeit der Liebe und des Vertrauens in einen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht befasst sich, wie bereits inhaltlich im Titel „Untreu“ deutlich wird, mit einem Betrug. Hierbei wird das lyrische Ich von seiner Frau betrogen, was sich am „Kleidsaum“(V. 10) dieser erkennen lässt. Somit ist das lyrische Ich, da das Gedicht zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde, zwangsläufig eine männliche Person. In diesem Kontext setzt das Gedicht mit dem Vers „Dein Lächeln weint in meiner Brust“(V. 1) ein. Hierbei spricht das lyrische Ich seine Frau im Possessivpronomen „Dein“(ebd. ) konkret an, wodurch die enge Bindung und ihre Beziehung zueinander in Teilen zum Ausdruck kommt. Auffallend ist dabei jedoch, dass er das „Lächeln“(V. 1), worauf sich das „dein“ bezieht, personifiziert und es somit gewissermaßen unabhängig von seiner Frau agierend darstellt. Durch diese Projektion der Taten auf Dinge, die zwar zu seiner Frau gehören, dieser jedoch nicht im Gesamten entsprechen, wird sein Unverständnis an ihrer Untreue deutlich. Das lyrische Ich sucht somit eine Art Ausrede, um die Wahrheit nicht zu sehen, weshalb er seiner Frau nur geminderte Schuld zuspricht. Dies zeugt jedoch eher von seiner Verzweiflung, als davon, seine Frau schützen zu wollen. Eben diese Verzweiflung und somit auch seine innere Zerrissenheit lassen sich in der Antithese des Verses in „Dein Lächeln weint“(V. 1) wiederfinden. Da eben dieses Weinen „in meiner Brust“ stattfindet, wie das lyrische Ich es hier ausdrückt, wird deutlich, wie sehr das lyrische Ich leidet. Hierbei steht die Brust für das Herz, welches ihm schmerzt, wenn er seine Frau mit einem anderen glücklich sieht, was hier im metaphorisch gemeinten Verb „weinen“(ebd. ) ausdrücklich wird. Somit besteht die Antithetik zwischen der Frustration des Mannes - dem lyrischen Ich und der glücklichen Frau. Diese Antithetik setzt sich auch in den folgenden Versen weiter fort, in welchen das lyrische Ich die Situation des Betrugs an ihm schildert. „Die glutverbissnen Lippen eisen“(V. 2) stellt so einen Kontrast von Hitze und Kälte dar, die sich auf die Leidenschaft der Frau beziehen lassen. Wo sie mit ihrer Affäre noch Leidenschaft empfunden hatte, ist sie in Bezug auf ihren Mann sehr gefühlskalt und in diesem Sinne unglücklich. Besonders wird ihr Unwohlsein in der Situation jedoch durch die „verbissnen Lippen“(ebd. ) gegenwärtig. Insgesamt steht hier also die Vergänglichkeit von Emotionen im Fokus. Dies setzt sich auch im metaphorischen Vers „Im Atem wittert Laubwelk!“(V.  3) fort, in welchem das „Laubwelk“(ebd. ) symbolischen für den Herbst als Zeichen der Vergänglichkeit steht. Da dies auf den „Atem“(ebd. ) bezogen wird, zeigt der Vers im Gesamten die Kurzweiligkeit eines Moments. In diesem Zusammenhang also die Kurzlebigkeit der Affäre, des guten Gefühls der Ehefrau oder gar die Vergänglichkeit der Liebe. Somit wird hierin auch akzentuiert, dass das Ende der Beziehung naht. Das Ausrufezeichen am Satzende unterstreicht dabei die Endgültigkeit der Aussage und somit auch die Engültigkeit für das lyrische Ich, dass die Beziehung hier ein Ende findet. Im Gegensatz dazu steht jedoch im Gedicht fortwährend die Linderung der Schuld der Frau, indem „Die […] Lippen“(V. 2) oder aber hier der „Atem“(V. 3) als schuldig akzentuiert werden. Somit ist das lyrische ich sich der Vergänglichkeit der Liebe und ihrer Beziehung bewusst, will diese Erkenntnis jedoch noch nicht als wahr ansehen und sucht so aus Verzweiflung heraus nach Ausreden. Eben diese Verzweiflung und Verwirrung zeigen sich auch im nicht-vorhandenen Reimschema und den nicht vorhandenen Strophen. Zugleich wirkt die Verslänge durch ihre Verschiedenheit sehr wirr und willkürlich, wodurch der Schock des lyrischen Ichs gestärkt wird. Betrachtet man jedoch das Metrum des Gedichts, so fällt ein die Enjambements durchziehender Trochäus auf, der gewissermaßen die Zwangsläufigkeit oder gar Normalität des Vergänglichen ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesen ersten groben Sinnabschnitt (V. 1-3) anschließend schildert das lyrische Ich die Reaktion der Frau, nennt jedoch stets noch personifizierte Dinge, die zu seiner Frau gehören, anstatt diese selbst im Kontext der Affäre zu nennen. In „Dein Blick versargt/ Und/ Hastet polternd Worte drauf“(V. 4 ff.) wird so nicht nur der Schock des lyrischen Ichs, sondern auch der der Frau deutlich. Eben dieser Schock wird im Neologismus „versargt“(ebd. ) deutlich, welcher das innerliche Gefühl der Frau ausdrückt, die sich in diesem Moment dem Tod nahe fühlt, indem sie in eine ihr unannehmliche Situation geraten ist. Metaphorisch könnte man diesen Neologismus mit einer Art Vertrüben des Blicks gleichsetzen. Um die Situation irgendwie zu rechtfertigen, „Hastet [sie] polternd Worte drauf“(V. 6). Das hierbei verwendete Verb „hasten“(ebd. ) und das Adjektiv „polternd“(ebd. ) wirken sehr hektisch und nervös, wodurch die Unbeholfenheit der Frau deutlich wird. Zugleich zeigt das Gesamtbild aber auch die Schnelligkeit und das Chaos der gesamten Situation. Zuletzt „Vergessen/ Bröckeln nach die Hände!“(V. 7 f. ) der Frau, wodurch noch einmal ihr Schockzustand unterstrichen wird. Die Metapher in „Bröckeln“(ebd. ) weist dabei darauf hin, dass die Frau sich ihrem Fehler erst langsam bewusst wird und die Tatsache, dass ihr Mann über ihre Affäre Bescheid weiß erst langsam realisiert. Da dieser Satz, wie auch der dritte Vers einen Ausruf darstellt, wird das Bewusstsein des lyrischen Ichs deutlich, der nun über den Betrug seiner Frau Bescheid weiß. Somit stellt die Gesamtsituation nicht nur einen Schock ihrerseits, sondern einen beider Anteil-nehmenden dar. Zuletzt geht das lyrische Ich noch auf ein konkretes Symbol der Untreue seiner Frau ein. In „Frei/ Buhlt dein Kleidsaum/ Schlenkrig/ Drüber rüber!“(V. 9 ff.) wird dabei die Bewegung des Rocks geschildert, der durch die Affäre wie gelöst ist, bzw. die Frau „Frei“(ebd. ) macht. In diesem Sinne steht dieser Vers, der nur aus einem Adjektiv besteht, für die Freiheit der Frau, die sie sich genommen hat, aber gewissermaßen auch für die dadurch entstandene Loslösung von der Liebe und somit auch von ihrem Mann. Auffallend ist in den folgenden Worten dabei auch die Wortwahl des Mannes/lyrischen Ichs, der durch „buhlen“(V. 10) ein eher abwertendes Verb nutzt, welches das Werben um einen Partner beschreibt. Auch hier bezieht er diese Tat jedoch nicht auf seine Frau, sondern auf ihr Kleidungsstück, wodurch ihr gedanklich erneut ein Teil der Schuld genommen wird.  Eben dieser „Kleidsaum“(V. 10) sei dabei „Schlenkrig“(V. 11), was umgangssprachlich die Bewegung des Rockes darstellt und so im Zusammenhang der Aussage die Freizügigkeit der Frau unterstreicht. Insgesamt wird hier dabei durch die eher abwertende Wortwahl des lyrischen Ichs auch ein gewisser Grad an Wut über das Vergehen seiner Frau deutlich, die er aber wieder an Objekten oder Körperteilen seiner Frau auslässt, jedoch nicht ihrem Gewissen oder ihrem Charakter zuspricht. Somit wird ihr die Schuld durch das lyrische Ich nur oberflächlich zuteil. Der Ausruf endet letztlich mit den Worten „Drüber rüber!“(V. 12), welche erneut das Wehen des Rockes darstellen. Hierbei wird erneut das Vergehen der Frau deutlich, indem die Worte erneut die Freizügigkeit der Frau unterstreichen. Betrachtet man diese Tatsache im Kontext der Verwirrung und Verzweiflung des lyrischen Ichs, so unterstreicht die darin vorhandene Wortwiederholung eben diese Verwirrung noch einmal, zeigt aber auch, dass das lyrische Ich langsam versteht, was geschehen ist und so auch die Vergänglichkeit seiner Liebe anerkennt. Eben diese Vergänglichkeit der Liebe und des Vertrauens, mit der sich das Gedicht befasst, wird außerdem in den Verben „versargen“(V. 4)[Neologismus], „bröckeln“(V. 8) und dem Nomen „Laubwelk“(V. 3) deutlich, die auch durch die Unbeständigkeit des Versmaßes gestützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt befasst das Gedicht sich daher mit der Treuelosigkeit innerhalb einer Beziehung, hier spezifisch einer Partnerschaft, und so auch mit der Vergänglichkeit einer solchen. Die Vergänglichkeit der Liebe wird dabei besonders durch einen etwas chaotischen Aufbau des Gedichts definiert, der auch die Verwirrung und Verzweiflung des lyrischen Ichs unterstreicht, der seine Liebe durch deren Untreue verloren hat. Um eben diese Affäre im Kontrast zur Emotionslosigkeit zum Mann darzustellen werden im Text besonders zu Beginn einige Kontraste genutzt, die das Empfinden der Frau in den Vordergrund rücken. Betrachtet man jedoch die Schuldfrage um den Betrug, so scheint das lyrische Ich im Gesamten hilflos und personifiziert so viele Dinge, die Teile seiner Frau sind, erkennt sie als Ganzes jedoch nie als schuldig an. Dass er sich ihrer Tat jedoch dennoch bewusst ist, zeigen zusammenfassend die Ausrufe oder aber auch der, die Verse übergreifende Trochäus, der dem Akt durch seine Monotonie Normalität zuspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Untreu“, verfasst von August Stramm und veröffentlicht im Jahr 1915, handelt es sich um ein Gedicht aus der Literaturepoche des Expressionismus. Thematisiert wird die Treulosigkeit der Partnerin des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst eine Strophe mit 12 Versen, welche sich jedoch in zwei Sinnabschnitte gliedern lässt. Im ersten Sinnabschnitt (V. 1 – 3) ist keine eindeutige Anordnung zu erkennen, während im zweiten Sinnabschnitt (V. 4 – 12) jeder zweite Vers lediglich aus einem Wort besteht. Auch inhaltlich unterscheiden sich die beiden Sinnabschnitte. Im ersten beschreibt das lyrische Ich sein Verhalten seiner Partnerin gegenüber, wohingegen es im zweiten Sinnabschnitt die Reaktion seiner Partnerin beschreibt. Es liegen weiterhin ein freier Rhythmus, keine einheitlichen Kadenzen und Reimlosigkeit vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Gedichtes „Untreu“ legt das Thema des Textes dar, da das lyrische Ich seine Partnerin bereits damit konfrontiert hat und nun in der Handlung des Gedichtes ihre Reaktion darauf beschreibt. Der Umstand, dass es sich bei der untreuen Person um eine Frau handelt, wird jedoch erst in Vers 10 an Hand des Substantives „Kleidersaum“ (V. 10) bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Bemerkung „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V. 1) ein. Bereits der Einstieg durch das Possessivpronomen „Dein“ (ebd.) lässt auf eine persönliche oder auch emotionale Atmosphäre hindeuten, da das lyrische Ich seine Partnerin direkt anspricht. Allerdings erscheint die Tatsache, dass ihr „Lächeln weint“ (V. 1) paradox, da das Substantiv „Lächeln“ (ebd.) gewöhnlich mit Freude assoziiert wird, während das Verb „wein[en]“ (ebd.) meist mit Trauer oder Frustration in Verbindung gebracht wird. Das Paradoxon wird in der Metapher „weint in meiner Brust“ (V. 1) weiter ausgeführt. Alles in allem lässt sich der erste Vers insofern interpretieren, als dass das lyrische Ich die Treulosigkeit seiner Partnerin sehr getroffen hat. Mit der Formulierung „Dein Lächeln“, deutet das lyrische Ich an, dass seine Partnerin sich dem lyrischen Ich gegenüber wie zuvor verhält und ihm ihre Untreue nicht beichtet, bzw. sie sich nicht anmerken lässt. Neben der eigentlichen Untreue ist das lyrische Ich von diesem Umstand am meisten getroffen, da seine Partnerin, neben ihrer Treulosigkeit, nicht ehrlich zu ihm ist. Im weiteren Verlauf heißt es „Die glutverbissenen Lippen eisen“ (V. 2). Der Neologismus „glutverbissen[…]“ (ebd.) in Bezug auf die eben erwähnten Lippen, deutet auf eine gefühlvolle Beziehung hin, die nach der Treulosigkeit der Partnerin des lyrischen Ichs nun nicht mehr wie zuvor zu sein scheint. Das aktuelle Verhältnis des Paares wird durch das Adjektiv „eisen“ (V. 2) beschrieben. Mit „eisen“ (V. 2) werden Kälte und Gefühllosigkeit assoziiert, was somit einen Kontrast zum Neologismus „glutverbissen[…]“ (ebd.) darstellt. Der Sinnabschnitt endet mit dem Ausruf „Im Atem wittert Laubgewelk!“ (V. 3). Auch dieser Vers ist von einer Antithese geprägt. Der „Atem“ (ebd.) symbolisiert das Leben während „Laubgewelk“ (ebd.), obwohl es ein Neologismus ist, für Vergänglichkeit und Tod steht, da Blätter die Welken verfallen und somit sterben. Die Interpunktion in Form eines Ausrufezeichens gestaltet ebenso formal das Ende, auch wenn es in diesem Fall lediglich das Ende der Zeile ist. Allgemein ist der erste Sinnabschnitt in Form einer Antiklimax angeordnet. Während im ersten Vers die Gefühle des lyrischen Ichs verletzt wurden, so beeinflusst dies die Beziehung zwischen dem lyrischen Ich und seiner Partnerin bis zuletzt das Ende durch den Tod erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt setzt mit der Schilderung „Dein Blick versargt“ (V. 4) ein. Auffällig ist hier erneut ein Neologismus. Die Wortneuschöpfung „versargt“ (ebd.) stellt ein Verb zum Substantiv Sarg dar. Mit einem Sarg wird meist der Tod assoziiert, da die Leiche in einem Sarg in die Erde hinabgelassen wird. Die Verbindung zwischen einem Sarg und einem Blick wirkt paradox, doch es lässt sich so interpretieren, als dass die Partnerin des lyrischen Ichs ihm ihn anblickt nachdem er sie mit ihrer Untreue konfrontiert hat und er nichts weiter als dunkle Leere, ähnlich wie ein Grab für sie empfindet. Der fünfte Vers besteht aus der Konjunktion „Und“ (V. 5), welche den vierten und den sechsten Vers miteinander verbindet und zugleich einen Umbruch in der Struktur des Gedichtes deutlich macht. Der Umbruch erfolgte bereits im Vers zuvor und lässt die Stelle aus, an der das lyrische Ich seine Partnerin mit seiner Vermutung oder seinem Wissen konfrontiert. Die Partnerin des lyrischen Ichs reagiert auf die Konfrontation mit dem Versuch einer Erklärung oder Entschuldigung, was in „Hastet polternd Worte drauf“ (V. 6) deutlich wird. Sie hat sich schneller gefangen, als das lyrische Ich, was durch das Verb „haste[n]“ (ebd.) dargestellt wird. Die Verwendung der Beschreibung „polternd“ (ebd.) in Bezug auf die von der Partnerin verwendeten Worte im Versuch der Erklärung oder der Entschuldigung wirken auf das lyrische Ich eher gefühllos und leer. Veranschaulicht wird dies ebenso durch den Punkt am Ende des sechsten Verses, der Endgültigkeit verdeutlicht und somit die Haltung des lyrischen Ichs bezüglich des Endes der Beziehung als Konsequenz der Untreue in der Interpunktion des Gedichtes unterstützt. Unterstrichen wird diese Haltung auch in den folgenden beiden Versen, durch die Formulierung „Vergessen / Bröckeln die Hände nach“ (V. 7 f.). Die Hervorhebung des Adjektivs „Vergessen“ (V. 7) lässt sich in zweierlei Hinsicht interpretieren. Zum einen als die Abicht des lyrischen Ichs seine Partnerin oder die Beziehung zu ihr zu vergessen und ihr deshalb die Berührung durch die Hände (vgl. V. 8) zu verwehren. Zum anderen ist es aber auch möglich dass die Partnerin zunächst starr vor Schock dagestanden hat und nun beginnt durch Gestikulation das lyrische Ich von ihrer Absicht die Beziehung zu erhalten zu überzeugen. Allerdings macht die monotone und schmucklose Ausdrucksweise des lyrischen Ichs deutlich, dass es emotional distanziert ist und keine Zukunft für die Beziehung sieht. Im weiteren Verlauf wird beschrieben „[f]rei / [b]uhlt dein Kleidsaum“ (9 f.). Hierbei lässt sich, wie bereits zu Beginn des Gedichtes erwähnt, am Substantiv „Kleidsaum“ (V. 10) endgültig festmachen, dass es sich bei dem untreuen Partner um die Frau handelt. Die Bedeutung des Adjektivs „Frei“ (V. 9) in Bezug auf den Kleidsaum, wird durch die Form des Gedichtes verstärkt und gibt Aufschluss über die Sichtweise des lyrischen Ichs. Der Umstand dass das lyrische Ich den Kleidsaum seiner Partnerin als frei beschreibt (vgl. V. 9 f.) und im gleichen Zusammenhang das abwertende Verb „[b]uhl[en]“ (V. 10) verwendet, verdeutlicht auf Grund der Bedeutung des Verbes (um  einen Partner/Partnerin werben) die Treulosigkeit, die er sieht sobald er seine Partnerin betrachtet. Das Gedicht endet mit dem Ausruf „Schlenkrig / Drüber rüber!“ (V. 11 f.). Das Adjektiv „[s]chlenkrig“ (V. 11) ist ein umgangssprachlicher Ausdruck dafür sich locker über etwas hinweg zu bewegen. Im Kontext mit dem folgenden Vers und dem Ausrufezeichen als Interpunktion lässt sich das Ende des Gedichtes wie folgt interpretieren: Die Partnerin des lyrischen Ichs möchte ihn dazu bewegen über ihre Untreue hinwegzusehen und sie ihr zu verzeihen, doch das lyrische Ich ist über ihren Versuch enttäuscht und gereizt darüber, dass sie so etwas von ihm Verlangt, was insbesondere durch das Ausrufezeichen am Ende vermittelt wird, aber auch durch die generelle Form des Gedichts. Die Form wirkt auf den ersten Blick unregelmäßig und nicht an den gängigen Regeln orientiert. Allerdings ist das Gedicht ähnlich wie ein Bericht verfasst und wird in einem schmucklosen Ton dargestellt. Die fehlenden Reime verdeutlichen das Ende der Zeit des Paares und die durch die unterschiedliche Länge der Verse unterbrochene Form verdeutlicht zum einen den Bruch der Treue und zum anderen den endgültigen Bruch der Beziehung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem lässt sich festhalten, dass das lyrische Ich von seiner Partnerin betrogen wurde und entsprechend emotional verletzt und distanziert ist. Während einer im Gedicht ausgelassenen Handlung konfrontiert er sie mit seinem Wissen oder seiner Vermutung, woraufhin sie versucht sich zu Rechtfertigen bzw. zu Erklären und die Beziehung zu retten. Inhalt und Form korrespondieren insofern, als dass das inhaltliche Geschehen durch die Form untermauert wird. Beispielsweise wird die ausgelassene Handlung durch einen Umbruch in der Form dargestellt oder die fehlenden Reime, die den Konflikt zwischen den beiden Partnern repräsentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Untreu“ von August Stramm, veröffentlicht im Jahr 1915, in der Epoche des Expressionismus, thematisiert Vertrauensbruch und den Zerfall einer Beziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Titel des Gedichts kann man schließen, dass das lyrische Ich hintergangen wurde. Der erste Sinnabschnitt (V. 1-3) wird mit „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V. 1) eingeleitet. Mit dem Possessivpronomen „dein“ (ebd.) spricht das lyrische Ich seinen Partner direkt an. Die Personifikation „Lächeln weint“ (ebd.) stellt gleichzeitig ein Paradoxon dar, welches die Trauer des lyrischen Ichs um den Partner betont. Die Darstellung, dass das Lächeln in seiner Brust weine (vgl. V. 1), also an der Stelle wo das Herz liegt, betont die Liebe und die Verbundenheit, die das lyrische Ich empfunden hat. Die Beschreibung der „glutverbissnen Lippen“ (V. 2), steht für die Leidenschaft die zwischen den Geliebten herrschte. Diese „eisen“ (V. 2) nun, was antithetisch zu den „glutverbissnen Lippen“ (ebd.) steht und die nachlassenden Gefühle und die zunehmende Kälte, also die Gleichgültigkeit gegenüber dem Partner, ausdrückt. Der Ausruf „Im Atem wittert Laubwelk!“ (V. 3) steht metaphorisch für Vergänglichkeit. Im Herbst fängt das Laub an zu welken - „Laubwelk“ (ebd.) - und den Herbst assoziiert man häufig mit Vergänglichkeit. Das Verb „wittert“ (ebd.) lässt auf eine Vorahnung des lyrischen Ichs schließen, also das es mit der Beziehung abschließen will.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt (V. 4- 8) geht es darum, dass das lyrische Ich mit dem Vertrauensbruch und der Beziehung abschließt. Die Metapher „ Dein Blick versargt“ (V. 4), deutet auf diesen Abschluss mit einer düster wirkenden Stimmung hin. Zunächst spricht das lyrische Ich seinen Partner mit dem Possessivpronomen „dein“ (ebd.) wieder direkt an. Das Verb „versargt“ (ebd.) ist ein Neologismus, der sich von dem Substantiv „Sarg“ ableitet. Daraus ist zu schließen, dass das lyrische Ich seine Trauer über den Vertrauensbruch des Partners begräbt. Gleichzeitig assoziiert man einen Sarg mit einer Beerdigung und somit auch dem Tod, was an dieser Stelle für eine düstere Stimmung sorgt. Die Konjunktion „und“ (V. 5) bildet einen eigenen Vers, was eine betonende Wirkung hat. Es wird eine Überleitung zum nächsten Vers geschaffen. Dort heißt es, dass „polternd[e] Worte“ (V. 6) folgen. Das Verb „polternd“ (V. 6) löst eine unruhige Stimmung aus, was man auch als Wut, die das lyrische Ich verspürt deuten kann. Das Verb „vergessen“ (V. 7) bildet zur Betonung auch einen eigenen Vers. Betont wird, dass das lyrische Ich einerseits vergessen will, was vorgefallen ist, andererseits möchte es die Beziehung hinter sich lassen. Ein weiterer Ausruf, „Bröckeln nach die Hände!“ (V. 8), veranschaulicht den Schock des lyrischen Ichs. Das Verb „bröckeln“ (ebd.) kann nebenbei auch für den Zerfall der Beziehung stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (V. 9- 12) wird anhand des „Klaudsaum[s]“ (V. 10) deutlich, dass das lyrische Ich von einer Frau hintergangen wurde. Mit „Frei / Buhlt dein Kleidsaum“ (V. 9f.) sagt das lyrische Ich aus, dass es nichts mehr mit seiner Geliebten zu tun haben will und somit die Beziehung endgültig beendet. Das Adjektiv „frei“ (ebd.) hat dabei eine betonende und einleitende Funktion. Das Verb „buhlt“ (ebd. ) bedeutet, dass jemand eine Liebschaft hat, in dem Zusammenhang heißt das also, dass das lyrische Ich von der Liebschaft der Geliebten weiß und sich mehr oder weniger abwertend von ihr abwendet. Der letzte Vers bildet einen Ausruf „Drüber rüber!“ (V. 12), was die Abwendung des lyrischen Ichs von der Beziehung ausdrückt. Die Adverbien „drüber“ (ebd.) und „rüber“ (ebd.) sind umgangssprachlich und bedeuten in dem Zusammenhang so viel wie „über etwas hinweg sein“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Form ist zu sagen, dass das Gedicht aus zwölf Versen besteht und keine Strophen aufweist. Zudem gibt es kein Reimschema und auch kein Metrum. Auffällig ist dennoch, dass das Gedicht viele Enjambements aufweist. Dies hat eine beschreibende Wirkung über die Situation in der sich das lyrische Ich sich befindet. Außerdem wird dadurch die Gefühlslage, Trauer und Entsetzen über den Betrug der Geliebten, verdeutlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Gefühle, die bei einem Vertrauensbruch aufkommen durch Metaphern und Ausrufe dargestellt werden. Die entsetzliche Lage und das Chaos der Gefühle, die das lyrische Ich empfindet wird durch das fehlende Reimschema und Metrum und durch die Enjambements verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Untreu“, verfasst von August Stramm und veröffentlicht 1915, handelt es sich um ein Gedicht aus der Literaturepoche des Expressionismus. Thematisch behandelt das Gedicht die Treulosigkeit innerhalb einer Partnerschaft und der daraus resultierenden Vergänglichkeit zwischenmenschlicher Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Untreu“ leitet die Thematik des Gedichtes ein. Das lyrische Ich wird im weiteren Verlauf damit konfrontiert, dass es von seiner Partnerin betrogen wird. Die Tatsache, dass es sich bei der untreuen Person um eine Frau handelt, wird jedoch erst in Vers 10 anhand des Substantivs „Kleidersaum“ (ebd.) deutlich erkennbar. Der Titel ist von hoher Signifikanz für das Gedicht, da er allein die Thematik des Gedichtes anspricht, welches sich aus dem Text heraus sonst nur vermuten lassen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text setzt mit der Darlegung „Dein Lächeln weint in meiner Brust&amp;quot; (V.1) ein. Schon das Possessivpronomen „Dein“ (ebd.) deutet auf eine persönliche Ansprache hin. Der personifizierte Umstand, dass das „Lächeln weint“ (ebd.) wirkt paradox, da ein freudiger Gesichtsausdruck für gewöhnlich mit etwas positivem bzw. Freude in Verbindung gebracht werden kann, währenddessen „weinen“ (ebd.) mit Trauer in Verbindung steht. Durch diese antithetisch wirkende Aussage wird die Disharmonie zwischen dem Paar deutlich. Das lyrische Ich ist in seinem Inneren von der Untreue seiner Partnerin betroffen, was durch die Metapher „weint in meiner Brust“ (ebd.) untermauert wird. Hierbei steht die Brust metaphorisch für das Herz des lyrischen Ichs, wodurch in gewisser Weise Liebeskummer zum Ausdruck kommt. Die Begebenheit, dass „[d]ie glutverbissnen Lippen eisen“ (V.2) lässt darauf schließen, dass das lyrische Ich seine Partnerin mit ihrer Affäre erwischt hat. So können die „glutverbissnen“ (ebd.) Lippen als leidenschaftliche Küsse interpretiert werden, da Glut mit Feuer in Verbindung gebracht werden kann, jedoch auch für Leidenschaftlichkeit steht. Durch die Verbindung mit Eisen wird akzentuiert, dass diese Küsse plötzlich an Leidenschaft verlieren, wahrscheinlich dadurch, dass nun jetzt auch die Partnerin bemerkt, dass das lyrische Ich sie entdeckt hat. Mit dem Neologismus „Im Atem wittert Laubwelk!“ (V.3) wird symbolisiert, dass die Gefühle des lyrischen Ichs Absterben, da „Laubwelk“ (ebd.) in Verbindung mit Vergänglichkeit und Tod  gebracht werden kann.  Es ist von der Situation so verletzt, dass das lyrische Ich im Konflikt zwischen der einstigen Liebe zu seiner Frau und der jetzigen Kälte und Trauer steht. Das Ausrufezeichen am Satzende unterstreicht dabei die Endgültigkeit für das lyrische Ich, dass die Partnerschaft nun vorbei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darlegung „Dein Blick versargt“ (V.4) verdeutlicht ebenfalls, dass dieser Augenblick ein Bild der Endgültigkeit darstellt und das lyrische ich endgültig seine Liebe zu seiner Partnerin verliert. Ebenso verdeutlicht der Neologismus „versargt“ (ebd.), welcher ebenso eine Verbindung mit dem Tod schafft, dass die Partnerin des lyrischen Ich wie erstarrt auf seine Entdeckung reagiert. Sie versucht das lyrische Ich mit Erklärungen bzw. Entschuldigungen zu beruhigen, was durch den Vers „hastet polternd Worte drauf“ (V.6) unterstrichen wird. Das die Worte jedoch übereilt und nicht glaubhaft sind, wird durch das Verb „Hastet“ (ebd.) hervorgehoben.  Die negativ konnotierten Wörter „weint“ (V.1), „eisen“ (V.2) sowie „versargt“ (V.4) untermauern die unangenehme und beklemmende Situation, da das lyrische Ich zu tiefst betroffen ist. Dass die Partnerin von der Situation überrumpelt ist, wird dadurch deutlich, dass erst jetzt „Vergessen/ […] die Hände [nach bröckeln]“ (V.7f.), welche sie bei der Entdeckung von dem lyrischen Ich noch an dem Körper ihres Liebhabers gehabt hat. Das Verb „[b]röckeln“ (Z.8) steht hier auch metaphorisch für den Zerfall der Verbindung bzw. Beziehung des lyrischen Ichs und seiner Partnerin. Auch formal wird die Impulsivität des lyrischen Ichs unterstützt. Dieses besteht aus einer einzelnen Strophe und deren 12 Versen.  Es ist kein einheitliches Reimschema sowie Metrum zu erkennen, was eindeutige formale Merkmale des Expressionismus sind. Diese formalen Aspekte unterstreichen die Impulsivität des lyrischen Ichs als es seine Frau beim Fremdgehen erwischt. Die teilweise abgehackten Sätze zeigen das Erstarren beim Anblick dieser Situation. Das hochgezogene Kleid verrät die beschämende Situation (vgl. V.9-12). Die Aussage „Frei/ Buhlt dein Kleidersaum“ (V.10) ist eine Assoziation zu dem Titel „Untreu“, da durch sie die Situation der Affäre eindeutig erscheint. Das Adjektiv „Frei“ (V.9) wird hierbei besonders betont, da es einen eigenständigen Vers bildet. Im Kontext des Gedichtes wirkt es erniedrigend, da die Partnerin des lyrischen Ich in ihrer Freiheit tut was sie möchte, sprich ihren Partner bzw. das lyrische Ich hintergeht. Die Aussage „Schlenkrig/ Drüber rüber“ (V.11f.) beschreibt dabei, wie freizügig die Partnerin des lyrischen Ichs ist und untermauert nochmal die endgültige Feststellung einer Affäre. Betrachtet man nun zum Ende die sprachliche Ebene des Textes, so fallen besonders die vielen Personifikationen auf (Vgl. V. 1,2,3,4,8,10). Diese Tatsache hebt hervor, dass durch die Personifizierung der Körperteile der Fremdgeherin ihr in gewisser Weise die Verantwortung für ihr Handeln abgenommen wird, da die Körperteile wie einzelne Personen erscheinen. Diese Tatsache verdeutlicht, dass das lyrische Ich seine Erkenntnis über die Untreue seiner Partnerin noch nicht wahr haben möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich von der Erkenntnis der Affäre seiner Partnerin schockiert ist, was durch die teilweise abgehackten Verse untermauert wird. Ebenfalls verstärken die Neologismen und zahlreichen Personifikationen, das Durcheinander an Gedanken im Kopf des lyrischen Ichs, während er die Situation über die Entdeckung der Affäre seiner Partnerin schildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Untreu“, geschrieben von August Stramm und veröffentlicht 1915 in der Literaturepoche des Expressionismus, thematisiert eine endende Beziehung und damit verbunden die Vergänglichkeit der Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht hat keine Strophen und lässt sich in keine Sinnabschnitte einteilen, stellt also einen zusammenhängenden Text dar. Ergänzend muss zur Form des Gedichts noch gesagt werden, dass das Gedicht insgesamt aus zwölf Versen besteht. Das Metrum ist ein vier-hebiger-Jambus, welcher jedoch beispielsweise in Vers 5 nicht zur Geltung kommt, dies verdeutlicht die Verwirrtheit, die Unordnung und die Zerstörung des geregelten Alltags. Außerdem liegt kein Reimschema im Gedicht vor, es gibt keine sich reimenden Verse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Vers setzt direkt mit einer Metapher ein, „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V.1), die Verbildlichung ist zugleich eine Personifikation, da ein „Lächeln“ (V.1) nicht „wein[en]“ (ebd.) kann. Durch diese Aussage wird die Trauer des lyrischem Ich verdeutlicht, da die Brust, das Herz wieder spiegelt. Hinzufügend ist „Lächeln weint“ (V. 1) eine Antithese, da es Freude und auch Trauer zum Ausdruck bringt, dies stellt die Verzweiflung des lyrischen Ichs in den Vordergrund. Mit dem Possessivpronomen „Dein“ (V.1) wird der ehemalige Beziehungspartner angesprochen, welcher das lyrische Ich betrogen hat, wie die Überschrift des Gedichts „Untreu“ (V.0) aussagt. Das  Geschlecht des untreuen Partners ist zu Beginn noch unklar, wird jedoch im weiteren Verlauf des Gedichts bestimmt. Der zweite Vers enthält ebenfalls eine Antithese, welche einen Kontrast zwischen Hitze und Kälte zum Vorschein bringt. Es ist von „glutverbissnen Lippen“ (V.2), welche „eisen“ (ebd.) die Rede. Die Glut verdeutlicht die Hitze, metaphorisch für die brennende Beziehung, die einmal geführt wurde, das Eisen die Kälte, welche nun zwischen den beiden Personen herrscht. Auch der dritte Vers erinnert an das Verlieren von Gefühlen für den Partner. Der „Atem“ (V.3) des ehemaligen Partners erinnert das lyrische Ich an „Laubwelk“ (V. 3). Laubwelk (ebd.) sind abgestorbene Blätter, so lässt es sich mit Gefühlen vergleichen, sie sind ebenfalls abgestorben. Die Blätter haben mal geblüht, wie die Liebe die zwischen ihnen herrschte, welche jetzt allerdings vergangen ist.  Der nächste Vers hat ebenfalls etwas von Vergänglichkeit, „Dein Blick versargt“ (V.4). Das Possessivpronomen „Dein“ (V. 4), lässt den Leser erneut wissen, dass es um den ehemaligen Partner des lyrischen Ichs geht. Der „Blick versargt“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Beziehung zwischen den beiden beerdigt, also beendet ist, da „versargt“ (ebd.) etwas von einem Sarg hat. Zusätzlich ist „versargt“ (ebd.) ein Neologismus und eine Metapher, die die Verabschiedung der Liebe zum Vorschein bringt. Des Weiteren verdeutlicht der nächste Vers ebenfalls eine Trennung, da mit Enjabements gearbeitet wird. Das Bindewort „Und“ (V. 5) steht allein in diesem Vers und ist getrennt vom restlichen Teil des Satzes. In Vers sechs wird beschrieben, dass der Partner sich mit „polternd[en] Worte[n]“ (V. 6) bemüht zu entschuldigen. Dennoch zerfällt die Beziehung, verdeutlicht wird dies durch das „Bröckeln“ (V. 8) von Händen. Damit ist der Partner des lyrische Ichs nun „Frei“ (V.9) und kann seine Liebschaft ausleben. Nun wird das Geschlecht des Ex-Partners bestimmt: durch die Nennung eines „Kleidsaum[s]“ (V. 10), wird klar, dass es sich um eine Frau handelt, die das lyrische Ich betrogen hat. Der Abschluss des Gedichts „Schlenkrig / Drüber rüber“ (V. 11f.) verdeutlicht zum Abschluss noch einmal die Unordnung die nun im Leben des lyrischen Ichs ist und damit verbunden die Zerissenheit seiner Gefühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend lässt sich sagen, dass die Form des Gedichts die Handlung unterstreicht und dass das unregelmäßige Metrum ebenfalls die Unzufriedenheit und die Trauer des lyrischen Ichs zum Vorschein bringt. Das Gedicht thematisiert die Vergänglichkeit einer Liebesbeziehung und erläutert die damit Verbundenen Gefühle, das Gedicht ist zur Zeit des ersten Weltkrieges entstanden, welche auch von Schmerz und Unzufriedenheit geprägt war, dies lässt sich auf das Gedicht von August Stramm übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Untreu“, verfasst von August Stramm und veröffentlicht im Jahr 1915, handelt es sich um ein Gedicht, welches sich zu der Epoche des Expressionismus zuordnen lässt. Thematisch geht es dabei um die Vergänglichkeit von zwischenmenschlicher Beziehung und des Vertrauens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel ,,Untreu“ verdeutlicht dabei das inhaltliche Thema des Gedichts, in der eine Situation beschrieben wird, dass das lyrische Du, wobei es hier sich um eine Frau handelt, was deutlich wird durch das Nomen ,,Kleidsaum“ (V.10), das lyrische Ich betrügt. Das Gedicht beginnt dabei mit der Aussage ,,Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V.1), wodurch die innere Zerrissenheit des lyrischen Ichs deutlich wird. Mit dem Possessivpronomen ,,dein“ (ebd.) ist dabei das Lächeln der Frau gemeint, welches durch das Verb ,,weinen“ (ebd.) personifiziert wird. Dabei stellt die Aussage ,,Dein Lächeln weint“ (ebd.) ein Paradoxon und eine Antithese dar, das Lächeln ein Ausdruck von Freude und Glück ist und Weinen ein Ausdruck für Trauer. Dieses Paradoxon verdeutlicht, die innere Zerrissenheit des lyrischen Ichs, da es mit der Frau einerseits positive Erinnerungen verbindet und für diese viel empfindet, jedoch führt die Situation, in der es sich befindet, zur Verzweiflung und Enttäuschung. Dies wird auch durch die Aussage ,,in meiner Brust“ (ebd.) deutlich, da die Brust metaphorisch für das Herz und somit auch für die Gefühle des lyrischen Ichs stehen, welche durch diese Situation verletzt werden. Die nächste Aussage ,,Die glutverbissnen Lippen eisen“ (V.2) verdeutlicht die Situation, in der das lyrische Ich die Frau bei der Untreue entdeckt. Dabei bringt das Adjektiv ,,glutverbissen“ (ebd.) die Leidenschaft der Frau zum Ausdruck, mit der sie das lyrische Ich betrügt, wobei das Verb ,,eisen“ (ebd.) wiederum verdeutlicht, dass diese Leidenschaft sofort erlischt, wenn sie entdeckt, dass das lyrische Ich diese Untreue entdeckt hat. Somit drückt die Antithese von Heiß, ausgedrückt im Adjektiv ,,glutverbissen“ (ebd.) und Kalt, was durch das Verb ,,eisen“ (ebd.) deutlich wird, aus, dass die Situation sich schlagartig ändert, wenn die Frau das lyrische Ich entdeckt, was auch eine Art Schock der Frau zum Ausdruck bringt. Durch die Aussage ,,Im Atem wittert Laubwerk!“ (V.3) wird die Vergänglichkeit der Beziehung des lyrischen Ichs und der Frau zum Ausdruck gebracht, da das ,,Laubwelk“ (ebd.) für den Herbst und so metaphorisch für die Vergänglichkeit steht und die Beziehung des lyrischen Ich und der Frau aufgrund der Untreue endet. Durch das Nomen ,,Atem“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass dies in nur einem Moment geschieht, da in nur einem Moment die Untreue klar wird und ab diesen Zeitpunkt die Vergänglichkeit der Beziehung deutlich wird. Das Ausrufezeichen verdeutlicht dabei die Verzweiflung und den Kummer des lyrischen Ichs, da es diese Aussage nicht neutral und ruhig sagt, sondern das Ausrufezeichen die Emotionalität des lyrischen Ichs bei dieser Aussage verdeutlicht. Bei der nächsten Aussage ,,Dein Blick versargt“ (V. 4) wird erneut der Schock der Frau verdeutlicht, da ihr Blick wie Tod erscheint. Das Verb ,,versargen“ (ebd.) stellt ein Neologismus dar, der sich von dem Nomen ,,Sarg“ ableiten lässt, wodurch dadurch als Tod und Vergänglichkeit zum Ausdruck gebracht wird. Auffällig ist hier, dass ,,Dein Blick“ (ebd.) erneut eine Personifikation darstellt, wie bereits im ersten Vers ,,Dein Lächeln weint“ (ebd.). Dadurch, dass der ,,Blick“ (ebd.), der ,,Atem“ (ebd.), das ,,Lächeln“ (ebd.) und später auch die ,,Hände“ (V. 8) personifiziert werden und nicht konkret die Frau benannt wird, verdeutlicht, dass der Frau die Verantwortung für das Handeln abgenommen wird, was wiederum verdeutlicht, dass das lyrische Ich enttäuscht und verzweifelt ist und die Tat der Frau nicht richtig begreifen und realisieren kann. Dadurch dass die Konjunktion ,,Und“ (V. 5) alleine in einem Vers steht, bringt eine gewissen Pause zwischen der Aussage ,,Dein Blick versagt“ (ebd.), also dem Moment, in dem die Frau schockiert das lyrische Ich ansieht und der Aussage ,, Hastet polternd Worte drauf“ (V. 6) , in dem die Frau versucht die Untreue zu erklären. Die Pause aufgrund der Konjunktion ,,Und“ (ebd.) verdeutlicht dabei den Schock und die beklemmende Situation. Das Verb  ,,hasten“ (ebd.) wirkt dabei sehr unruhig und unsicher und gestresst, wobei auch durch das Adverb ,,polternd“ (ebd.) die Hektik und die Unruhe, wie den Schock zum Ausdruck gebracht wird. Dies verdeutlicht, dass die Frau versucht sich verzweifelt und panisch zu erklären, jedoch das lyrische Ich diese Erklärung nicht ernst nimmt oder für ihn keine Erklärung dafür gibt und der Frau somit die Erklärung misslingt. Durch das Verb ,,Vergessen“ ( V.7) wird deutlich, dass das lyrische Ich die Situation vergessen möchte, da diese viel Trauer und Kummer hervorbringt. Dadurch, dass das Verb alleine in einem Vers steht, wird diesen nochmals betont. Die nächste Aussage ,,Bröckeln nach die Hände!“ (V.8) steht metaphorisch für die Vergänglichkeit der Beziehung, wobei das Verb ,,bröckeln“ (ebd.) verdeutlicht, dass dies dem lyrischen Ich und der Frau aufgrund des Schocks jetzt erst langsam bewusst wird und durch den Zerfall der Hände metaphorisch zum Ausdruck gebracht wird, dass für die Frau das lyrische Ich und umgekehrt nicht erreichbar ist und die Beziehung endet, da keine Nähe mehr zwischen den beiden vorhanden ist. Die letzte Aussage ,,Frei/ Buhlt dein Kleidsaum/ Schlenkrig/ Drüber rüber!“ (V. 9 ff.) bestätigt dabei, dass die Frau Untreu ist, da nun aufgelöst wird, dass die Frau fremd geht. Dies wird deutlich durch das Adverb ,,frei“ (V.9), welches besonders betont wird, in dem es allein in einem Vers steht. In diesem Kontext wirkt das Adverb erniedrigend, da damit ausgedrückt wird, dass die Frau freizügig ist. Das es sich hierbei um eine Affäre handelt wird ebenfalls durch die Aussage ,,Schlenkrig/ Drüber rüber“ (ebd.) deutlich, wobei das Ausrufezeichen zum Schluss das Entsetzen des lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt und den Kummer. Auch die Form des Gedichts unterstützt den Inhalt. Das Gedicht besteht aus 12 Versen, die zusammen eine Strophe bilden. Ein Reimschema gibt es nicht und ein einheitliches Metrum ist ebenfalls nicht vorhanden. Diese gebrochene Prosa verdeutlicht dabei die Zerrissenheit des lyrischen Ichs und die Tatsache, dass es aus seiner Vorstellung von seiner Frau herausgerissen wird und nun erkennen muss, dass die Frau untreu ist. Durch die Wörter ,,weint“ (ebd.), ,,eisen“ (ebd.), ,,Laubwelk“ (ebd.), ,,polternd“ (ebd.) und ,,bröckeln“ (ebd.) wird die beklemmende Situation in diesem Gedicht deutlich, wobei die Situation beschrieben wird und nicht bewertet, da das lyrische Ich schockiert und zerrissen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass durch das Beschreiben von Körperteilen und nie der direkten Nennung der Schuld der Frau, da die Situation beschrieben wird, wird der Frau ein Teil der Verantwortung für ihr Handeln abgenommen und dadurch wird auch deutlich, dass das lyrische Ich die Untreue nicht wahr haben will. Die Situation wirkt beklemmt, wobei dies durch die Wortwahl und auch durch den Neologismus ,,versargt“ verursacht wird. Die innere Zerrissenheit und der Schock des lyrischen Ich wird durch Metaphern und Antithese wie Paradoxon zum Ausdruck gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Stramms Gedicht „Untreu“, veröffentlicht im Jahr 1915 in der Epoche des Expressionismus, thematisiert den Vertrauensbruch der Treue innerhalb einer Partnerschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Titel des Gedichts lässt sich erahnen welche Thematik „Untreu“ behandelt.  Zudem deutet der erste Vers „[d]ein Lächeln weint in meiner Brust“ (V.1) in Verknüpfung mit dem Titel gleich zu Anfang an, in welcher Situation sich das lyrische Ich befindet. So lässt sich die antithetische Personifikation „[d]ein Lächeln weint“ (ebd.) auf das Gefühl des lyrischen Ichs in dieser Situation zurückführen, das beim Anblick des Lachens seines Gegenübers Trauer empfindet. Aus dem Fakt, dass dieser Gegenüber ein „Kleid[…]“ (V.10) trägt, lässt sich schlussfolgern, dass es sich bei dem Gegenüber um eine Frau handelt, die die Freundin des lyrischen Ichs darstellt. Die Beschreibung des lyrischen Ichs, dass ihr Lächeln in seiner „Brust“ (ebd.) weine, zeigt, dass der Betrug seiner Freundin ihn verletzt, da die Brust nahe dem Herzen liegt, und dieses das Symbol für Liebe ist. Zudem verdeutlicht die antithetische Gegenüberstellung von „[l]ächeln“ (ebd.) und „wein[en]“ (ebd.), dass die Freundin des lyrischen Ichs in diesem Moment wo sie das lyrische Ich sieht Spaß hat, während das lyrische Ich verletzt ist. Auch dies deutet daraufhin, dass das lyrische Ich sie gerade erwischt, wie sie ihn betrügt. Der nächste Vers, der ebenfalls eine bildliche Sprache enthält, ist eine weitere Andeutung darauf. Vor allem die „glutverbissnen Lippen“ (V.2) deutet daraufhin, da die „[G]lut“ (ebd.) aufgrund ihrer Hitze für Leidenschaft steht, und die „Lippen“ (ebd.) ebendies verstärken. Im Kontrast dazu steht das Verb „eisen“ (V.2), das den Gegensatz zu der Leidenschaft bildet. Dies ist darauf zurückzuführen, wie das lyrische Ich die Situation wahrnimmt, für das der Betrug ein großer Vertrauensbruch und das Ende der Beziehung bedeutet. Zudem verdeutlicht das Verb „eisen“ (ebd.) Kälte, was eine weitere emotionale Reaktion des lyrischen Ichs darstellt. Der Ausruf „Im Atem wittert Laubwelk!“ (V.3), der inhaltlich widersprüchlich ist, ist eine weitere Beschreibung dessen, wie das lyrische Ich die Frau in diesem Moment wahrnimmt. Das Verb „witter[n]“ (V.3) deutet an, dass die Freundin gerade bemerkt, dass sie beim fremdgehen gesehen wird. Durch den Neologismus „Laubwelk“ (V.3), der Herbst assoziiert, wird Vergänglichkeit in Bezug auf die Beziehung zwischen dem lyrischen Ich und der Fremdgeherin angedeutet. Die Interpunktion in dritten Vers untermauert zudem den Aspekt, dass die Frau erst in diesem Moment bemerkt, dass sie erwischt wurde. Zudem stützt sie das Entsetzen des lyrischen Ichs über den Betrug. Mit „[d]ein Blick versargt“ (V.4) wird die Reaktion der Frau deutlicher, die gerade dem lyrischen Ich in die Augen schaut und ihn somit bemerkt. Der Neologismus „versarg[en]“ (ebd.) verdeutlicht durch die Verbindung mit einem Sarg den Tod beziehungsweise auch das Ende von etwas. In diesem Kontext handelt es sich nicht nur um das Ende ihrer Beziehung, sondern auch um das Ende des Vertrauens des lyrischen Ichs gegenüber der Frau. Auffällig ist ebenfalls, dass das lyrische Ich die Frau in den ersten vier Versen genau beobachtet und somit auch detailliert beschreibt. Dies verdeutlicht, wie prägend dies für es ist und wie sehr dieser Betrug das lyrische Ich verletzt. Auffällig sind ebenfalls die Anzahl der Personifikation in den ersten vier Versen: „[d]ein Lächeln weint“ (V.1), „glutverbissne Lippen eisen“ (V.2), „Im Atme wittert Laubwelk[…]“ (V.3) und „Dein Blick versargt“ (V.4). Dies zeigt, dass das lyrische Ich nicht die Frau als Person für den Betrug schuldig machen möchte, was ein Zeichen dafür ist, dass es die Realität verdrängen möchte. Zudem verdeutlichen Wörter wie „eisen“ (ebd.), „Laubwelk“ (ebd.) und „versarg[en]“ (ebd.) das Ende ihrer Beziehung und dem Vertrauen des lyrischen Ichs. Es ist zudem noch festzuhalten, dass das lyrische Ich in den ersten vier Versen die Frau beobachtet und sie ihn bemerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt (V.5-8) behandelt die Reaktion der Frau darauf. Mit dem alleinstehendem „Und“ (V.5) wird die Hoffnung des lyrischen Ichs, dass er sich täuscht oder das es sich nur um ein Missverständnis handelt verdeutlicht. Das „Und“ (ebd.) steht allein und offen und hat die Wirkung einer Frage. Damit wird verdeutlicht, dass das lyrische Ich auf eine Erklärung wartet. Jedoch wird mit „[h]astet polternd Worte drauf“ (V.6) deutlich, dass die Freundin sich unüberlegt entschuldigt und dass sie keine richtige Erklärung für den Betrug hat. Dies wird vor allem deutlich durch das Verb „haste[n]“ (ebd.) und das Adjektiv „polternd“ (ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Untreu“, welcher von August Stramm verfasst und im Jahre 1915 veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein expressionistisches Gedicht. Thematisiert wird der Zerfall menschlicher Beziehungen aufgrund von Treulosigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Untreu“ deutet auf die zentrale Thematik des Gedichtes, den Betrug in einer Partnerschaft, hin. Bei der untreuen Person handelt es sich dabei um eine Frau, was an dem Substantiv „Kleidsaum“ (V. 10) zu erkennen ist. Das lyrische Ich spricht in dem vorliegenden Gedicht aus der Perspektive des betrogenen Partners dieser Frau. Das Gedicht setzt mit der Aussage „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V. 1) ein. Die Tatsache, dass er erläutert, das „Lächeln“ seiner Frau, weine, hebt hervor, dass er ihren Betrug auf jenes Lächeln bezieht und dieses für die Untreue seiner Frau verantwortlich macht. Diese Personifikation schreibt dem Lächeln die Schuld an dem Betrug zu, was ebenfalls andeutet, dass das lyrische Ich den Gedanken an die Untreue seiner Frau gewissermaßen verdrängt. Dadurch werden zudem die verletzten Gefühle des lyrischen Ichs sowie seine Niedergeschlagenheit zum Ausdruck gebracht. Die niedergeschlagenen und verletzten Gefühle des lyrischen Ichs werden vor allem dadurch betont, dass das Lächeln in der „Brust“ (ebd.) des lyrischen Ichs weint. Diese symbolisiert das menschliche Herz, was sich in der Brust befindet und für die Gefühle des Menschen und die Liebe steht. Aufgrund dessen „weint“ (ebd.) das Lächeln auch an dieser Stelle, was den seelischen Schmerz des lyrischen Ichs vor Augen führt. Das Paradoxon, dass das „Lächeln weint“ (ebd.) verdeutlicht dabei die Verwirrung und den Schock des lyrischen Ichs aufgrund der Situation, welcher auch durch das fehlende Reimschema und Metrum . Zudem ist an dieser Stelle gewissermaßen ein Kontrast zwischen den Gefühlen der Frau und denen des lyrischen Ichs zu erkennen, da die Frau mit ihrem Liebhaber glücklich ist, während das lyrische Ich von dem Schmerz über diese Tatsache erfüllt ist.  Des Weiteren wird besonders durch das Possessivpronomen „Dein“ (ebd.) angedeutet, dass das lyrische Ich seine Frau direkt anspricht, was sehr persönlich wirkt und dem Leser seine verletzten Gefühle näher bringt, was in gewisser Weise dessen Empathie für das lyrische Ich auslöst. Anschließend folgt die Äußerung des lyrischen Ichs, dass die „glutverbissnen Lippen eisen“ (V. 2). Der Neologismus „glutverbissnen“ (ebd.) steht dabei für die Leidenschaft der Frau, was insbesondere durch das Substantiv Glut, welches in diesen Neologismus einbezogen wurde untermauert wird, da die Glut für das Feuer steht, welches heiß ist. Die Glut könnte jedoch auch für das Ende der Leidenschaft stehen, welches eingesetzt ist, als die Frau mit ihrem Liebhaber von dem lyrischen Ich entdeckt worden ist, da die Glut erst dann zu erkennen ist, wenn das Feuer bereits erloschen ist. Die Tatsache, dass die Lippen „eisen“ (ebd.) deutet ebenfalls auf einen Kontrast hin, da mit Eisen Kälte assoziiert wird, welche im Gegensatz zu der Glut beziehungsweise Hitze steht. Außerdem wird die Schuld der Frau auch hier wieder auf eines ihrer Körperteile, ihre „Lippen“ (ebd.) übertragen, was im weiteren Verlauf des Gedichts einige weitere Male geschieht (vgl. „Atem“ (V. 3), „Blick“ (V. 4), „Hände“ (V. 8), „Kleidsaum“ (V. 10)). Daraufhin folgt die Aussage „Im Atem wittert Laubwelk“ (V. 3). Der Neologismus „Laubwelk“ (ebd.) ist aus dem Substantiv Laub und dem Verb verwelken zusammengesetzt. Beide Wörter stehen in einem Zusammenhang mit dem Herbst, da Laub und verwelkte Blumen Tod sind, während sie im Frühling und Sommer einmal lebendig waren. Somit wird die Vergänglichkeit zum Ausdruck gebracht, welche sich hier zum einen auf das Ende der leidenschaftlichen Situation vor der Beendung durch das lyrische Ich und zum anderen auf das bevorstehende Ende der Beziehung der Frau und des lyrischen Ichs aufgrund der Untreue und dem Betrug bezieht. Das Ausrufezeichen am Ende dieser Aussage untermauert dabei das Ende der Beziehung des lyrischen Ichs und seiner Frau.&lt;br /&gt;
Die Metapher des Todes, die die Vergänglichkeit hervorhebt, wird auch in der darauf folgenden Aussage „Dein Blick versargt“ (V. 4) durch den Neologismus „versargt“ (ebd.) aufgegriffen. Dies deutet auf den regungslosen und starren Blick der Frau hin, da sie von dem lyrischen ich mit ihrem Liebhaber erwischt wurde und ihr möglicherweise die Folgen ihrer Affäre bewusst werden. Dadurch wird die insgesamt beklemmende und unangenehme Situation verstärkt dargestellt, da sowohl das lyrische Ich als auch seine Frau entsetzt und schockiert sind. Die Frau des lyrischen Ichs „[h]astet polternd Worte drauf“ (V. 6) und versucht sich dadurch zu rechtfertigen. Die Tatsache, dass sie dies sehr hektisch tut und übereilt und unüberlegt Worte wählt, wird durch das Verb „hasten“ (ebd.) und das Adjektiv „polternd“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht. Der Versuch, sich zu rechtfertigen scheint aus diesem Grund nicht zu funktionieren, da sie in diesem Moment nicht die richtigen Worte auswählt, um das lyrische Ich zu beruhigen. Bei der Betrachtung der Syntax fällt an dieser Stelle auf, dass dich das Verb „hasten“ (ebd.) nicht auf die Handlung der Frau des lyrischen Ichs, sondern auf ihren „Blick“ (ebd.) bezieht. Demnach personifiziert das lyrische Ich diesen und schreibt wiederholt einem Teil des Körpers seiner Frau ihre Schuld zu, um den Gedanken, dass sie ihm untreu gewesen ist, zu verdrängen. &lt;br /&gt;
Im Anschluss daran folgt die Aussage „Vergessen / Bröckeln nach die Hände“ (V. 7 f.). Dies lässt sich auf den Schock der Frau des lyrischen Ichs beziehen, da sie aufgrund der Situation nicht daran gedacht hat, die Hände von ihrem Liebhaber zu lösen. Dies lässt sich erneut darauf beziehen, dass sie aufgrund des Entsetzens, dass sie von dem lyrischen Ich mit ihrem Liebhaber erwischt wurde, regungslos gewesen ist, was zudem wiederholt die beklemmende Situation untermauert. Dadurch, dass das Adverb „[v]ergessen“ (ebd.) alleine in einem Vers steht, wird dieses und die Situation des Schocks besonders betont. Die Tatsache, dass ihre Hände „[b]röckeln“ (ebd.) führt vor Augen, dass sie jene nur langsam von ihrem Liebhaber löst, was auf ihre Resignation hindeuten könnte, da ihr bewusst ist, dass sie nicht mehr rückgängig machen kann, was geschehen ist und sich den Folgen bezogen auf das Ende der Beziehung mit dem lyrischen Ich bewusst ist. Auf der anderen Seite könnte dies auch verdeutlichen, dass sie erst langsam versteht, dass sie von ihrem Mann erwischt wurde, was ihr vorher möglicherweise aufgrund des Schocks gar nicht bewusst geworden ist. Das Ausrufezeichen am Ende dieser Aussage betont erneut den Schock aufgrund der Situation sowohl des lyrischen Ichs als auch seiner Frau. &lt;br /&gt;
Abschließend folgt die Äußerung des lyrischen Ichs „Frei / Buhlt dein Kleidsaum / Schlenkrig / Drüber rüber!“ (V. 9 ff.). Besonders das Adjektiv „[f]rei“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Frau aufgrund des Betrugs mit ihrem Liebhaber möglicherweise teilweise entkleidet ist, als sie von ihrem Mann entdeckt wird, da der frei buhlende „Kleidsaum“ (ebd.) darauf hindeutet, dass sie entblößt ist, was zu der unangenehmen und beklemmenden Situation beiträgt. Diese Situation wird zudem dadurch betont, dass das Adjektiv alleine in dem Vers steht, wodurch dieses hervorgehoben wird. Die Freizügigkeit und Entblößung der Frau wird außerdem durch die weitere Beschreibung des „Kleidsaum[es]“ (ebd.) betont, da dieser eine  „[s]chlenkrig[e]“ (ebd.) Bewegung macht, welche ebenfalls durch die Aussage „Drüber rüber“ (ebd.) beschrieben wird. Das Ausrufezeichen am Ende dieser Aussage betont nochmals den Schock und die Niedergeschlagenheit des lyrischen Ichs aufgrund des Betrugs seiner Frau, welcher hier letztlich eindeutig klar wird. An dieser Stelle sind außerdem die Enjambements beziehungsweise die Versbrechungen auffällig, welche sich durch das gesamte Gedicht hindurchziehen und die Verzweiflung und das nahende Ende der Beziehung des lyrischen Ichs mit seiner Frau zum Ausdruck bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich aufgrund der Untreue seiner Frau niedergeschlagen und verzweifelt ist, jedoch versucht die Schuld von ihr abzuweisen, um den Gedanken zu verdrängen, dass es von ihr betrogen wurde. Insgesamt wird die Verzweiflung und der Schmerz des lyrischen Ichs durch die gebrochene Prosa und die Neologismen sowie die allgemeine unangenehme und beklemmende Situation hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Untreu“ von August Stramm aus dem Jahr 1915 aus der Epoche des Expressionismus thematisiert die Vergänglichkeit einer Beziehung, welche durch einen Betrug in die Brüche geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Hand des Titels „Untreu“ lässt sich erkennen, dass das Gedicht ein Liebesgedicht ist und dass dort ein Betrug vorliegt. Somit handelt es sich bei der Thematik um eine gescheiterte Beziehung und deren Vergänglichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzte ein mit: „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V.1). Das Possessivpronomen „[d]ein“ (ebd.) verdeutlicht, dass das lyrische Ich eine Anrede an eine bestimmte Person hält.  Somit handelt es sich hierbei um die Person die den Betrug begannen hat, da durch die Personifikation „Lächeln weint“ (ebd.) eine zuvor als schön empfundene Geste mit etwas negativen Verbunden wird. Das lyrische Ich verbindet somit mit dem Lächeln Verletzungen, da es „in [s]einer Brust“ (ebd.) geschieht. Dem ist hinzu zu fügen, dass sich in der Brust das Herz befindet, somit ist dieses im metaphorischen Sinne gebrochen und es fühlt Trauer. Da die Lippen „gluverbissen“ (V. 2) seien, weist dieser Neologismus darauf hin, dass bevor die der Betrug erfolgte, die Küsse des Fremdgängers als heiß empfunden wurden und somit von der Seite des lyrischen Ichs mit Leidenschaft verbunden waren. Allerdings lässt die Personifikation dass die „Lippen eisen“ (V. 2) darauf schließen, dass die zuvor erwähnte Leidenschaft erlischt. Ebenfalls kann  es darauf hindeuten, dass der Partner gerade auf frischer Tat ertappt wurde. Dafür spricht ebenfalls „glut[...]“ (ebd.) und „eisen“ (ebd.), da diese beiden Begriffe antithetisch gegenüber stehen. Somit liegt eine rasche Veränderung der Lippen vor, was für ein überraschendes Auftreten des lyrischen Ichs spricht. Weitergehend behauptet das lyrische Ich es „wittert Laubwelk!“ (V. 3). Somit ist zusagen, dass das lyrische Ich aufgebracht ist, da dessen Atem nicht mehr wie gewöhnlich ist, sondern eher stockend. Der darauffolgende Neologismus „Laubwelk“ (ebd.) assoziiert den Herbst und somit zugleich die Vergänglichkeit des Beziehung. Das das Laub schon welk sei (vgl. V. 3), kann dies mit dem Tod in Verbindung gesetzt werden.Somit kann dies mit dem Bruch der Beziehung assoziiert werden. Auch dass ihr „Blick versargt“ (V. 4) kann mit dem Ende der Beziehung in Verbindung gebracht werden. Der Neologismus „versargt“ (ebd.) lässt sich von Sarg ableiten. Aus diesem Grund ist die Beziehung für das lyrischen Ich gestorben, da es kein Vertrauen durch den Betrug in seinen Partner hat. Auffallend an den ersten vier Versen ist, dass das lyrische Ich die Dinge detailliert beschreibt, was durch das genutzte Metrum des Trochäus unterstützt wird. Zudem lässt sich vermuten, dass das lyrische Ich keine Reaktion zeigt, da dieses nicht mit der Tat des Partners gerechnet hat, sondern völlig überrascht gewesen ist. Weitergehend steht die Konjunktion „Und“ (V. 5)  alleine in dem Vers. Somit herrscht eine Pause die den Schock des lyrischen Ichs untermauern, welcher danach von den „polternden Worten“ (V. 6) überrannt wird. Durch das Verb „hastet“ (V. 6) ist anzumerken, dass der Partner versucht dem lyrischen Ich die Situation zu erklären, diese Worte aber nicht überlegt sind und übereilt gewählt. Da diese „poltern“ (ebd.) lässt sich hinzufügen, dass das lyrische Ich durch den Schock die Worte gar nicht aufnehmen kann und es überfordert ist. Diese Überforderung löst den Wunsch in dem lyrischen Ich aus zu „Vergessen“ (V. 5).  Auch dieses Verb ist alleinstehend in dem Vers, somit ist der Wunsch die Situation zu vergessen sehr groß. An dem Verb „bröckeln“ (V. 7) wird deutlich, dass die Situation langsam von dem lyrischen Ich verarbeitet wird und der Zerfall der Beziehung auch ihm deutlich wird was durch die Interpunktion des Ausrufezeichens (vgl. V. 6) betont wird. Fortführend steht das Adjektiv „Frei“ (V. 7) alleine im nächsten Vers. Dies kann nun auf den Beziehungsstatus des lyrischen Ichs schließen. Allerdings kann es auch mit dem anschließenden Vers in Kontext gebracht werden: „Frei / Buhlt dein Kleidersaum“ (V. 6 f.).  Somit ist zu sagen, dass es sich um eine Frau handelt, an Hand des „Kleidersaum“ (ebd.),  die den Betrug begannen hat. Die Frau hat sich also selbstständig von ihrem Partner „Frei“ (ebd.) gemacht. Zudem sind durch den Betrug die Schenkel frei was durch das Wort „Schlenkrig“ (V. 8) zu erkennen ist. Auch hier werden Enjambements fort führend genutzt, was unterstreicht, dass das lyrische Ich verwirrt ist und seine Gedanken nicht bündeln kann.  Da jedoch die Frau noch das Kleid trägt, ist diese von ihren Gefühlen so überrannt, dass keine Zeit blieb sich vor dem Akt auszuziehen oder andere Zärtlichkeiten auszutauschen. Somit war es einfach „Drüber rüber!“ (V. 12).  Durch den Binnenreim wird deutlich, dass der Betrug unüberlegt war und nach kurzer Zeit gestört wurde, seitens des lyrischen Ichs. Auch die Interpunktion untermauert die Empörung und Wut die in dem Betrogenen sich aufbauen. Ebenfalls wird so dass Ende der Beziehung verdeutlicht. Auffallend an dem Gedicht ist jedoch, dass außer im letzten Vers der Binnenreim, sich nichts reimt. Daraus lässt sich schließen, dass das Ende der Beziehung schon länger bevor stand und das Paar auch nicht mehr zusammen gepasst hat. Schließlich macht der Binnenreim deutlich, was offensichtlich ist, nämlich der Betrug und die Vergänglichkeit der Liebe zweier Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass das lyrische Ich von den Handlungen seiner Frau vollkommen überrascht gewesen ist, was durch diverse Enjambement zum Ausdruck gebracht wird. Dessen Empörung und Wut auf den Betrug wird zumal durch die Interpunktion aber auch durch den Binnenreim deutlich.  Durch genutzte Neologismen wird zudem Bezug zur Vergänglichkeit und zum Tod hergestellt, was das Ende der Beziehung betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Untreu“ von August Stramm, welcher im Jahre 1915 veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Thematisch geht es um um das Auseinanderleben und Ende der Liebe, was an der Untreue einer Frau gegenüber dem lyrischen-Ich deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Untreu“ (V.0) lässt direkt auf das Thema des Gedichtes schließen und fasst den Inhalt dieses kurz zusammen. Der zu analysierende Text setzt mit den Worten des lyrischen-Ichs „Dein Lächeln weint in meiner Brust“(V.1) ein. Dabei wird durch das Pronomen „Dein“(ebd.) eine Person direkt angesprochen und wirkt dadurch sehr persönlich. Zudem kommt dadurch und durch „meiner“(ebd.) die vorliegende Ich-Perspektive zum Ausdruck. Die Personifikation „Dein Lächeln weint“(ebd.) unterstützt dabei die Aussage und zeigt dass die angesprochene Person und das lyrische-Ich sich sehr nahe zu stehen scheinen, da sie solche Emotionen miteinander teilen. Allerdings ist sie auch sehr Paradox, da das „Lächeln“(ebd.) ein Ausdruck der Freude ist, während „wein[en]“(ebd.) die Trauer der Person verdeutlicht und beides gleichzeitig zu sein nicht möglich ist. Außerdem scheinen die beiden sich zu vertrauen, da die Person in der „Brust“(ebd.) des lyrischen-Ichs und nicht am Arm oder ähnliches „weint“(ebd.). „Die glutverbissnen Lippen eisen / Im Atem wittert Laubwelk“(V.2f.). Dies spielt auf eine gewisse Erotik zwischen diesen beiden an, da ihre Lippen vom küssen „glutverbiss[...]en“(ebd.) sind. Doch „Dein Blick versargt / Und / Hastet polternd Worte drauf“(ebd.). 	Dies zeigt die negativen Seiten der Beziehung der beiden, genauso wie die Aussage des lyrischen-Ichs „Vergessen / Bröckeln nach die Hände“(V.7f.). Dass die andere Person eine Frau ist, erkennt man an dem Nomen „Kleidsaum“(V.10). Das Gedicht endet mit der Aussage „Schlenkrig / Drüber rüber“(V.11f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Beziehung des lyrischen-Ichs und einer Frau geschildert wird und diese am Anfang sehr gut und am Ende ziemlich schlecht verläuft.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Stramm</title>
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				<updated>2018-11-29T21:53:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''August Stramm, Untreu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das expressionistische Gedicht &amp;quot;Untreu&amp;quot;, geschrieben von August Stramm und veröffentlicht 1915, thematisiert die Achtlosigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen und somit die Vergänglichkeit dieser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift  &amp;quot;Untreu&amp;quot; leitet in die Situation ein, in der das lyrische Ich von einer Frau betrogen wird. Dass es sich um eine Frau handelt ist an dem &amp;quot;Kleidsaum&amp;quot;(V.10) erkennbar. Das Gedicht setzt ein mit dem Possessivpronomen &amp;quot;Dein&amp;quot;(V.1) ein. Diese persönliche Ansprache weißt auf eine gewisse Vertrautheit zwischen dem lyrischen Ich und der Person hin. Außerdem richtet sich das Gedicht somit nur an die Frau. Die Personifikation &amp;quot;Lächeln weint&amp;quot; ist zugleich ein Paradoxon und lässt sich, in Verbindung mit der &amp;quot;Brust&amp;quot;(V.1), die metaphorisch für das Herz des lyrischen Ichs steht, auf den innerlichen Schmerz des lyrischen Ichs beziehen. Das &amp;quot;Lächeln&amp;quot;(ebd.) steht für die Freude, die sie bei dem Seitensprung erlebt. Durch diese Freude erleidet das lyrische Ich Schmerz, der sich auf Grund des Herzens als Herzschmerz kennzeichnen. Auch die &amp;quot;glutverbissnen Lippen&amp;quot;(V.2) lassen sich auch auf den Seitensprung beziehen. Sie verdeutlichen den leidenschaftlichen Kuss zuvor, untermauert durch die Glut die als heiß gilt. Dass die &amp;quot;Lippen eisen&amp;quot;(V.2) also abkühlen, verdeutlichen den schnellen Abbruch des Kusses, sodass man darauf schließen könnte, dass die Frau gerade erst erwischt wurde. Auch Vers 3 lässt sich auf den Kuss beziehen. Der &amp;quot;Atem wittert Laubwelk&amp;quot; was metaphorisch dafür steht, dass der Atem nicht mehr frisch ist. Auch steht das &amp;quot;Laubwelk&amp;quot;(ebd.) für die Vergänglichkeit, da es sich mit dem Herbst verbinden lässt. Im nächsten Vers wird der Neologismus &amp;quot;versargt&amp;quot;(V.4) verwendet. Somit lässt sich sagen, dass der &amp;quot;Blick&amp;quot; metaphorisch abstirbt, also leblos erscheint. Durch diese Aussage verdeutlicht der Autor den Schock den die Frau durchlebt, als sie erwischt wird.  Die folgenden Enjambements, wie beispielsweise das alleinstehende &amp;quot;Und&amp;quot;(V.5), wirken durch ihre Unregelmäßigkeit unüberschaubar und überfordernd. Dies lässt sich mit der Gefühlswelt des lyrischen Ichs und er Gesamtsituation verbinden. Zudem wird im nächsten VErs veranschaulicht, wie die Frau versucht sich aus der Situation herauszureden und das lyrische Ich versucht abzulenken. Dies gelingt ihr offensichtlich nicht, da das lyrische Ich ihre Taktik durchschaut. Dass sie die Worte &amp;quot;polternd [...] daruf&amp;quot;(V.6) hastet, zeigt nochmal ihre Ratlosigkeit und Überforderung auch ihrerseits auf. Die Überforderung beider Seiten spiegelt auch das fehlende Rheimschema und die Tatsache, dass das Gedicht aus lediglich einer Strophe besteht. Die Situation ist also völlig neu und unroutiniert.Der nächste Vers besteht lediglich aus einem Wort, das nicht in Verbindung zu anderen Versen steht. Somit wirkt es sehr prägnant, sodass man ihm eine hohe Relevanz zusprechen kann. &amp;quot;Vergessen&amp;quot;(V.7) kann man zweierlei deuten. Zum einen lässt sich sagen, dass es beschreibt, wie sich das lyrische Ich fühlt in dieser Situation, da die Frau sich offenbar nicht mehr für es interessiert. Zum anderen könnte es als Art Wunschvorstellung gesehen werden. Denn das Erlebnis des Betrugs ist für das lyrische ich so traumatisierend, dass es die Situation nur &amp;quot;[v]ergessen&amp;quot;(V.7) möchte. Das &amp;quot;Bröckeln&amp;quot;(V.8), der &amp;quot;Hände&amp;quot;(V.7), lässt sich als Zittern identifizieren und lässt darauf schließen, dass sich die Frau sichtlich unwohl fühlt. Durch die Präposition &amp;quot;nach&amp;quot;(V.8) wird noch einmal manifestiert, dass es sich bei der Situation direkt um die Konfrontation nach der Affäre handelt. Der folgende Vers besteht wiedermal aus einem prägnanten Adjektiv und zwar &amp;quot;Frei &amp;quot;(V.9). Sowie &amp;quot;Vergessen&amp;quot;(V.9) lässt sich sagen, dass ihm eine hohe Wichtigkeit zugeschrieben werden kann und ebenfalls die Gefühlslage, oder sogar den Beziehungsstatus, des lyrischen Ichs wiedergibt. Für ihn ist also die Beziehung auf Grund des Seitensprungs beendet und er ist wieder &amp;quot;[f]rei&amp;quot;(V.9) indem was er tut. Außerdem ist in dem Adjektiv eine kleine Euphorie zu sehen. Das lyrische Ich hat nämlich jetzt wieder die Möglichkeit zu tun was es möchte. Ein weiterer Deutungsansatz, lässt sich mit der Verbindung zum nächsten Vers erkennen. Denn durch den &amp;quot;Kleidsaum&amp;quot;(V.10), der &amp;quot;[f]rei/ [b]uhlt&amp;quot;(V.9-10) kann man erkennen, dass die Frau sehr freizügig und aufreizend angezogen ist. Dies impliziert, dass sich absichtlich so gekleidet hat und der Seitensprung somit kein Zufall war. Für das lyrische Ich bedeutet dies ein weiterer Rückschlag, da es bewusst betrogen wurde, ohne an die Gefühle des lyrischen Ichs gedacht zu haben. Die letzten beiden Verse beziehen sich wieder auf die Sprechart der Frau und wie sie versucht die Situation zu erklären. Dies tut sie &amp;quot;Schlenkrig/ Drüber rüber&amp;quot;(V.11-12). Metaphorisch beschriebt dies, dass sie nur drum herum redet und das lyrische Ich somit nicht wirklich versucht aufzuklären, sondern versucht von der Situation abzulenken. Dass das lyrische Ich dies merkt, macht deutlich, dass ihre Taktik, durch Scham von sich abzulenken, nicht funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Situation der Untreue beide Personen, das lyrische ich und die Frau, sichtlich überfordern. Der Frau ist die Situation sehr unangenehm, was durch die Beschreibungen ihrer Reaktionen schnell deutlich wird. Das lyrische Ich erscheint geschockt und traurig, da die Frau sein Vertrauen missbraucht hat. Sprachlich- Formal wird dies durch die vielen Enjambements, sowie dem fehlenden Rheimschema unterstützt, da diese die unüberschaubare und unangenehme Situation widerspiegeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das expressionistische Gedicht „Untreu“, welches von August Stramm verfasst und im Jahre 1915 veröffentlicht wurde, thematisiert die Vergänglichkeit der Liebe und des Vertrauens in einen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht befasst sich, wie bereits inhaltlich im Titel „Untreu“ deutlich wird, mit einem Betrug. Hierbei wird das lyrische Ich von seiner Frau betrogen, was sich am „Kleidsaum“(V. 10) dieser erkennen lässt. Somit ist das lyrische Ich, da das Gedicht zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde, zwangsläufig eine männliche Person. In diesem Kontext setzt das Gedicht mit dem Vers „Dein Lächeln weint in meiner Brust“(V. 1) ein. Hierbei spricht das lyrische Ich seine Frau im Possessivpronomen „Dein“(ebd. ) konkret an, wodurch die enge Bindung und ihre Beziehung zueinander in Teilen zum Ausdruck kommt. Auffallend ist dabei jedoch, dass er das „Lächeln“(V. 1), worauf sich das „dein“ bezieht, personifiziert und es somit gewissermaßen unabhängig von seiner Frau agierend darstellt. Durch diese Projektion der Taten auf Dinge, die zwar zu seiner Frau gehören, dieser jedoch nicht im Gesamten entsprechen, wird sein Unverständnis an ihrer Untreue deutlich. Das lyrische Ich sucht somit eine Art Ausrede, um die Wahrheit nicht zu sehen, weshalb er seiner Frau nur geminderte Schuld zuspricht. Dies zeugt jedoch eher von seiner Verzweiflung, als davon, seine Frau schützen zu wollen. Eben diese Verzweiflung und somit auch seine innere Zerrissenheit lassen sich in der Antithese des Verses in „Dein Lächeln weint“(V. 1) wiederfinden. Da eben dieses Weinen „in meiner Brust“ stattfindet, wie das lyrische Ich es hier ausdrückt, wird deutlich, wie sehr das lyrische Ich leidet. Hierbei steht die Brust für das Herz, welches ihm schmerzt, wenn er seine Frau mit einem anderen glücklich sieht, was hier im metaphorisch gemeinten Verb „weinen“(ebd. ) ausdrücklich wird. Somit besteht die Antithetik zwischen der Frustration des Mannes - dem lyrischen Ich und der glücklichen Frau. Diese Antithetik setzt sich auch in den folgenden Versen weiter fort, in welchen das lyrische Ich die Situation des Betrugs an ihm schildert. „Die glutverbissnen Lippen eisen“(V. 2) stellt so einen Kontrast von Hitze und Kälte dar, die sich auf die Leidenschaft der Frau beziehen lassen. Wo sie mit ihrer Affäre noch Leidenschaft empfunden hatte, ist sie in Bezug auf ihren Mann sehr gefühlskalt und in diesem Sinne unglücklich. Besonders wird ihr Unwohlsein in der Situation jedoch durch die „verbissnen Lippen“(ebd. ) gegenwärtig. Insgesamt steht hier also die Vergänglichkeit von Emotionen im Fokus. Dies setzt sich auch im metaphorischen Vers „Im Atem wittert Laubwelk!“(V.  3) fort, in welchem das „Laubwelk“(ebd. ) symbolischen für den Herbst als Zeichen der Vergänglichkeit steht. Da dies auf den „Atem“(ebd. ) bezogen wird, zeigt der Vers im Gesamten die Kurzweiligkeit eines Moments. In diesem Zusammenhang also die Kurzlebigkeit der Affäre, des guten Gefühls der Ehefrau oder gar die Vergänglichkeit der Liebe. Somit wird hierin auch akzentuiert, dass das Ende der Beziehung naht. Das Ausrufezeichen am Satzende unterstreicht dabei die Endgültigkeit der Aussage und somit auch die Engültigkeit für das lyrische Ich, dass die Beziehung hier ein Ende findet. Im Gegensatz dazu steht jedoch im Gedicht fortwährend die Linderung der Schuld der Frau, indem „Die […] Lippen“(V. 2) oder aber hier der „Atem“(V. 3) als schuldig akzentuiert werden. Somit ist das lyrische ich sich der Vergänglichkeit der Liebe und ihrer Beziehung bewusst, will diese Erkenntnis jedoch noch nicht als wahr ansehen und sucht so aus Verzweiflung heraus nach Ausreden. Eben diese Verzweiflung und Verwirrung zeigen sich auch im nicht-vorhandenen Reimschema und den nicht vorhandenen Strophen. Zugleich wirkt die Verslänge durch ihre Verschiedenheit sehr wirr und willkürlich, wodurch der Schock des lyrischen Ichs gestärkt wird. Betrachtet man jedoch das Metrum des Gedichts, so fällt ein die Enjambements durchziehender Trochäus auf, der gewissermaßen die Zwangsläufigkeit oder gar Normalität des Vergänglichen ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesen ersten groben Sinnabschnitt (V. 1-3) anschließend schildert das lyrische Ich die Reaktion der Frau, nennt jedoch stets noch personifizierte Dinge, die zu seiner Frau gehören, anstatt diese selbst im Kontext der Affäre zu nennen. In „Dein Blick versargt/ Und/ Hastet polternd Worte drauf“(V. 4 ff.) wird so nicht nur der Schock des lyrischen Ichs, sondern auch der der Frau deutlich. Eben dieser Schock wird im Neologismus „versargt“(ebd. ) deutlich, welcher das innerliche Gefühl der Frau ausdrückt, die sich in diesem Moment dem Tod nahe fühlt, indem sie in eine ihr unannehmliche Situation geraten ist. Metaphorisch könnte man diesen Neologismus mit einer Art Vertrüben des Blicks gleichsetzen. Um die Situation irgendwie zu rechtfertigen, „Hastet [sie] polternd Worte drauf“(V. 6). Das hierbei verwendete Verb „hasten“(ebd. ) und das Adjektiv „polternd“(ebd. ) wirken sehr hektisch und nervös, wodurch die Unbeholfenheit der Frau deutlich wird. Zugleich zeigt das Gesamtbild aber auch die Schnelligkeit und das Chaos der gesamten Situation. Zuletzt „Vergessen/ Bröckeln nach die Hände!“(V. 7 f. ) der Frau, wodurch noch einmal ihr Schockzustand unterstrichen wird. Die Metapher in „Bröckeln“(ebd. ) weist dabei darauf hin, dass die Frau sich ihrem Fehler erst langsam bewusst wird und die Tatsache, dass ihr Mann über ihre Affäre Bescheid weiß erst langsam realisiert. Da dieser Satz, wie auch der dritte Vers einen Ausruf darstellt, wird das Bewusstsein des lyrischen Ichs deutlich, der nun über den Betrug seiner Frau Bescheid weiß. Somit stellt die Gesamtsituation nicht nur einen Schock ihrerseits, sondern einen beider Anteil-nehmenden dar. Zuletzt geht das lyrische Ich noch auf ein konkretes Symbol der Untreue seiner Frau ein. In „Frei/ Buhlt dein Kleidsaum/ Schlenkrig/ Drüber rüber!“(V. 9 ff.) wird dabei die Bewegung des Rocks geschildert, der durch die Affäre wie gelöst ist, bzw. die Frau „Frei“(ebd. ) macht. In diesem Sinne steht dieser Vers, der nur aus einem Adjektiv besteht, für die Freiheit der Frau, die sie sich genommen hat, aber gewissermaßen auch für die dadurch entstandene Loslösung von der Liebe und somit auch von ihrem Mann. Auffallend ist in den folgenden Worten dabei auch die Wortwahl des Mannes/lyrischen Ichs, der durch „buhlen“(V. 10) ein eher abwertendes Verb nutzt, welches das Werben um einen Partner beschreibt. Auch hier bezieht er diese Tat jedoch nicht auf seine Frau, sondern auf ihr Kleidungsstück, wodurch ihr gedanklich erneut ein Teil der Schuld genommen wird.  Eben dieser „Kleidsaum“(V. 10) sei dabei „Schlenkrig“(V. 11), was umgangssprachlich die Bewegung des Rockes darstellt und so im Zusammenhang der Aussage die Freizügigkeit der Frau unterstreicht. Insgesamt wird hier dabei durch die eher abwertende Wortwahl des lyrischen Ichs auch ein gewisser Grad an Wut über das Vergehen seiner Frau deutlich, die er aber wieder an Objekten oder Körperteilen seiner Frau auslässt, jedoch nicht ihrem Gewissen oder ihrem Charakter zuspricht. Somit wird ihr die Schuld durch das lyrische Ich nur oberflächlich zuteil. Der Ausruf endet letztlich mit den Worten „Drüber rüber!“(V. 12), welche erneut das Wehen des Rockes darstellen. Hierbei wird erneut das Vergehen der Frau deutlich, indem die Worte erneut die Freizügigkeit der Frau unterstreichen. Betrachtet man diese Tatsache im Kontext der Verwirrung und Verzweiflung des lyrischen Ichs, so unterstreicht die darin vorhandene Wortwiederholung eben diese Verwirrung noch einmal, zeigt aber auch, dass das lyrische Ich langsam versteht, was geschehen ist und so auch die Vergänglichkeit seiner Liebe anerkennt. Eben diese Vergänglichkeit der Liebe und des Vertrauens, mit der sich das Gedicht befasst, wird außerdem in den Verben „versargen“(V. 4)[Neologismus], „bröckeln“(V. 8) und dem Nomen „Laubwelk“(V. 3) deutlich, die auch durch die Unbeständigkeit des Versmaßes gestützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt befasst das Gedicht sich daher mit der Treuelosigkeit innerhalb einer Beziehung, hier spezifisch einer Partnerschaft, und so auch mit der Vergänglichkeit einer solchen. Die Vergänglichkeit der Liebe wird dabei besonders durch einen etwas chaotischen Aufbau des Gedichts definiert, der auch die Verwirrung und Verzweiflung des lyrischen Ichs unterstreicht, der seine Liebe durch deren Untreue verloren hat. Um eben diese Affäre im Kontrast zur Emotionslosigkeit zum Mann darzustellen werden im Text besonders zu Beginn einige Kontraste genutzt, die das Empfinden der Frau in den Vordergrund rücken. Betrachtet man jedoch die Schuldfrage um den Betrug, so scheint das lyrische Ich im Gesamten hilflos und personifiziert so viele Dinge, die Teile seiner Frau sind, erkennt sie als Ganzes jedoch nie als schuldig an. Dass er sich ihrer Tat jedoch dennoch bewusst ist, zeigen zusammenfassend die Ausrufe oder aber auch der, die Verse übergreifende Trochäus, der dem Akt durch seine Monotonie Normalität zuspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Untreu“, verfasst von August Stramm und veröffentlicht im Jahr 1915, handelt es sich um ein Gedicht aus der Literaturepoche des Expressionismus. Thematisiert wird die Treulosigkeit der Partnerin des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst eine Strophe mit 12 Versen, welche sich jedoch in zwei Sinnabschnitte gliedern lässt. Im ersten Sinnabschnitt (V. 1 – 3) ist keine eindeutige Anordnung zu erkennen, während im zweiten Sinnabschnitt (V. 4 – 12) jeder zweite Vers lediglich aus einem Wort besteht. Auch inhaltlich unterscheiden sich die beiden Sinnabschnitte. Im ersten beschreibt das lyrische Ich sein Verhalten seiner Partnerin gegenüber, wohingegen es im zweiten Sinnabschnitt die Reaktion seiner Partnerin beschreibt. Es liegen weiterhin ein freier Rhythmus, keine einheitlichen Kadenzen und Reimlosigkeit vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Gedichtes „Untreu“ legt das Thema des Textes dar, da das lyrische Ich seine Partnerin bereits damit konfrontiert hat und nun in der Handlung des Gedichtes ihre Reaktion darauf beschreibt. Der Umstand, dass es sich bei der untreuen Person um eine Frau handelt, wird jedoch erst in Vers 10 an Hand des Substantives „Kleidersaum“ (V. 10) bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Bemerkung „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V. 1) ein. Bereits der Einstieg durch das Possessivpronomen „Dein“ (ebd.) lässt auf eine persönliche oder auch emotionale Atmosphäre hindeuten, da das lyrische Ich seine Partnerin direkt anspricht. Allerdings erscheint die Tatsache, dass ihr „Lächeln weint“ (V. 1) paradox, da das Substantiv „Lächeln“ (ebd.) gewöhnlich mit Freude assoziiert wird, während das Verb „wein[en]“ (ebd.) meist mit Trauer oder Frustration in Verbindung gebracht wird. Das Paradoxon wird in der Metapher „weint in meiner Brust“ (V. 1) weiter ausgeführt. Alles in allem lässt sich der erste Vers insofern interpretieren, als dass das lyrische Ich die Treulosigkeit seiner Partnerin sehr getroffen hat. Mit der Formulierung „Dein Lächeln“, deutet das lyrische Ich an, dass seine Partnerin sich dem lyrischen Ich gegenüber wie zuvor verhält und ihm ihre Untreue nicht beichtet, bzw. sie sich nicht anmerken lässt. Neben der eigentlichen Untreue ist das lyrische Ich von diesem Umstand am meisten getroffen, da seine Partnerin, neben ihrer Treulosigkeit, nicht ehrlich zu ihm ist. Im weiteren Verlauf heißt es „Die glutverbissenen Lippen eisen“ (V. 2). Der Neologismus „glutverbissen[…]“ (ebd.) in Bezug auf die eben erwähnten Lippen, deutet auf eine gefühlvolle Beziehung hin, die nach der Treulosigkeit der Partnerin des lyrischen Ichs nun nicht mehr wie zuvor zu sein scheint. Das aktuelle Verhältnis des Paares wird durch das Adjektiv „eisen“ (V. 2) beschrieben. Mit „eisen“ (V. 2) werden Kälte und Gefühllosigkeit assoziiert, was somit einen Kontrast zum Neologismus „glutverbissen[…]“ (ebd.) darstellt. Der Sinnabschnitt endet mit dem Ausruf „Im Atem wittert Laubgewelk!“ (V. 3). Auch dieser Vers ist von einer Antithese geprägt. Der „Atem“ (ebd.) symbolisiert das Leben während „Laubgewelk“ (ebd.), obwohl es ein Neologismus ist, für Vergänglichkeit und Tod steht, da Blätter die Welken verfallen und somit sterben. Die Interpunktion in Form eines Ausrufezeichens gestaltet ebenso formal das Ende, auch wenn es in diesem Fall lediglich das Ende der Zeile ist. Allgemein ist der erste Sinnabschnitt in Form einer Antiklimax angeordnet. Während im ersten Vers die Gefühle des lyrischen Ichs verletzt wurden, so beeinflusst dies die Beziehung zwischen dem lyrischen Ich und seiner Partnerin bis zuletzt das Ende durch den Tod erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt setzt mit der Schilderung „Dein Blick versargt“ (V. 4) ein. Auffällig ist hier erneut ein Neologismus. Die Wortneuschöpfung „versargt“ (ebd.) stellt ein Verb zum Substantiv Sarg dar. Mit einem Sarg wird meist der Tod assoziiert, da die Leiche in einem Sarg in die Erde hinabgelassen wird. Die Verbindung zwischen einem Sarg und einem Blick wirkt paradox, doch es lässt sich so interpretieren, als dass die Partnerin des lyrischen Ichs ihm ihn anblickt nachdem er sie mit ihrer Untreue konfrontiert hat und er nichts weiter als dunkle Leere, ähnlich wie ein Grab für sie empfindet. Der fünfte Vers besteht aus der Konjunktion „Und“ (V. 5), welche den vierten und den sechsten Vers miteinander verbindet und zugleich einen Umbruch in der Struktur des Gedichtes deutlich macht. Der Umbruch erfolgte bereits im Vers zuvor und lässt die Stelle aus, an der das lyrische Ich seine Partnerin mit seiner Vermutung oder seinem Wissen konfrontiert. Die Partnerin des lyrischen Ichs reagiert auf die Konfrontation mit dem Versuch einer Erklärung oder Entschuldigung, was in „Hastet polternd Worte drauf“ (V. 6) deutlich wird. Sie hat sich schneller gefangen, als das lyrische Ich, was durch das Verb „haste[n]“ (ebd.) dargestellt wird. Die Verwendung der Beschreibung „polternd“ (ebd.) in Bezug auf die von der Partnerin verwendeten Worte im Versuch der Erklärung oder der Entschuldigung wirken auf das lyrische Ich eher gefühllos und leer. Veranschaulicht wird dies ebenso durch den Punkt am Ende des sechsten Verses, der Endgültigkeit verdeutlicht und somit die Haltung des lyrischen Ichs bezüglich des Endes der Beziehung als Konsequenz der Untreue in der Interpunktion des Gedichtes unterstützt. Unterstrichen wird diese Haltung auch in den folgenden beiden Versen, durch die Formulierung „Vergessen / Bröckeln die Hände nach“ (V. 7 f.). Die Hervorhebung des Adjektivs „Vergessen“ (V. 7) lässt sich in zweierlei Hinsicht interpretieren. Zum einen als die Abicht des lyrischen Ichs seine Partnerin oder die Beziehung zu ihr zu vergessen und ihr deshalb die Berührung durch die Hände (vgl. V. 8) zu verwehren. Zum anderen ist es aber auch möglich dass die Partnerin zunächst starr vor Schock dagestanden hat und nun beginnt durch Gestikulation das lyrische Ich von ihrer Absicht die Beziehung zu erhalten zu überzeugen. Allerdings macht die monotone und schmucklose Ausdrucksweise des lyrischen Ichs deutlich, dass es emotional distanziert ist und keine Zukunft für die Beziehung sieht. Im weiteren Verlauf wird beschrieben „[f]rei / [b]uhlt dein Kleidsaum“ (9 f.). Hierbei lässt sich, wie bereits zu Beginn des Gedichtes erwähnt, am Substantiv „Kleidsaum“ (V. 10) endgültig festmachen, dass es sich bei dem untreuen Partner um die Frau handelt. Die Bedeutung des Adjektivs „Frei“ (V. 9) in Bezug auf den Kleidsaum, wird durch die Form des Gedichtes verstärkt und gibt Aufschluss über die Sichtweise des lyrischen Ichs. Der Umstand dass das lyrische Ich den Kleidsaum seiner Partnerin als frei beschreibt (vgl. V. 9 f.) und im gleichen Zusammenhang das abwertende Verb „[b]uhl[en]“ (V. 10) verwendet, verdeutlicht auf Grund der Bedeutung des Verbes (um  einen Partner/Partnerin werben) die Treulosigkeit, die er sieht sobald er seine Partnerin betrachtet. Das Gedicht endet mit dem Ausruf „Schlenkrig / Drüber rüber!“ (V. 11 f.). Das Adjektiv „[s]chlenkrig“ (V. 11) ist ein umgangssprachlicher Ausdruck dafür sich locker über etwas hinweg zu bewegen. Im Kontext mit dem folgenden Vers und dem Ausrufezeichen als Interpunktion lässt sich das Ende des Gedichtes wie folgt interpretieren: Die Partnerin des lyrischen Ichs möchte ihn dazu bewegen über ihre Untreue hinwegzusehen und sie ihr zu verzeihen, doch das lyrische Ich ist über ihren Versuch enttäuscht und gereizt darüber, dass sie so etwas von ihm Verlangt, was insbesondere durch das Ausrufezeichen am Ende vermittelt wird, aber auch durch die generelle Form des Gedichts. Die Form wirkt auf den ersten Blick unregelmäßig und nicht an den gängigen Regeln orientiert. Allerdings ist das Gedicht ähnlich wie ein Bericht verfasst und wird in einem schmucklosen Ton dargestellt. Die fehlenden Reime verdeutlichen das Ende der Zeit des Paares und die durch die unterschiedliche Länge der Verse unterbrochene Form verdeutlicht zum einen den Bruch der Treue und zum anderen den endgültigen Bruch der Beziehung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem lässt sich festhalten, dass das lyrische Ich von seiner Partnerin betrogen wurde und entsprechend emotional verletzt und distanziert ist. Während einer im Gedicht ausgelassenen Handlung konfrontiert er sie mit seinem Wissen oder seiner Vermutung, woraufhin sie versucht sich zu Rechtfertigen bzw. zu Erklären und die Beziehung zu retten. Inhalt und Form korrespondieren insofern, als dass das inhaltliche Geschehen durch die Form untermauert wird. Beispielsweise wird die ausgelassene Handlung durch einen Umbruch in der Form dargestellt oder die fehlenden Reime, die den Konflikt zwischen den beiden Partnern repräsentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Untreu“ von August Stramm, veröffentlicht im Jahr 1915, in der Epoche des Expressionismus, thematisiert Vertrauensbruch und den Zerfall einer Beziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Titel des Gedichts kann man schließen, dass das lyrische Ich hintergangen wurde. Der erste Sinnabschnitt (V. 1-3) wird mit „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V. 1) eingeleitet. Mit dem Possessivpronomen „dein“ (ebd.) spricht das lyrische Ich seinen Partner direkt an. Die Personifikation „Lächeln weint“ (ebd.) stellt gleichzeitig ein Paradoxon dar, welches die Trauer des lyrischen Ichs um den Partner betont. Die Darstellung, dass das Lächeln in seiner Brust weine (vgl. V. 1), also an der Stelle wo das Herz liegt, betont die Liebe und die Verbundenheit, die das lyrische Ich empfunden hat. Die Beschreibung der „glutverbissnen Lippen“ (V. 2), steht für die Leidenschaft die zwischen den Geliebten herrschte. Diese „eisen“ (V. 2) nun, was antithetisch zu den „glutverbissnen Lippen“ (ebd.) steht und die nachlassenden Gefühle und die zunehmende Kälte, also die Gleichgültigkeit gegenüber dem Partner, ausdrückt. Der Ausruf „Im Atem wittert Laubwelk!“ (V. 3) steht metaphorisch für Vergänglichkeit. Im Herbst fängt das Laub an zu welken - „Laubwelk“ (ebd.) - und den Herbst assoziiert man häufig mit Vergänglichkeit. Das Verb „wittert“ (ebd.) lässt auf eine Vorahnung des lyrischen Ichs schließen, also das es mit der Beziehung abschließen will.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt (V. 4- 8) geht es darum, dass das lyrische Ich mit dem Vertrauensbruch und der Beziehung abschließt. Die Metapher „ Dein Blick versargt“ (V. 4), deutet auf diesen Abschluss mit einer düster wirkenden Stimmung hin. Zunächst spricht das lyrische Ich seinen Partner mit dem Possessivpronomen „dein“ (ebd.) wieder direkt an. Das Verb „versargt“ (ebd.) ist ein Neologismus, der sich von dem Substantiv „Sarg“ ableitet. Daraus ist zu schließen, dass das lyrische Ich seine Trauer über den Vertrauensbruch des Partners begräbt. Gleichzeitig assoziiert man einen Sarg mit einer Beerdigung und somit auch dem Tod, was an dieser Stelle für eine düstere Stimmung sorgt. Die Konjunktion „und“ (V. 5) bildet einen eigenen Vers, was eine betonende Wirkung hat. Es wird eine Überleitung zum nächsten Vers geschaffen. Dort heißt es, dass „polternd[e] Worte“ (V. 6) folgen. Das Verb „polternd“ (V. 6) löst eine unruhige Stimmung aus, was man auch als Wut, die das lyrische Ich verspürt deuten kann. Das Verb „vergessen“ (V. 7) bildet zur Betonung auch einen eigenen Vers. Betont wird, dass das lyrische Ich einerseits vergessen will, was vorgefallen ist, andererseits möchte es die Beziehung hinter sich lassen. Ein weiterer Ausruf, „Bröckeln nach die Hände!“ (V. 8), veranschaulicht den Schock des lyrischen Ichs. Das Verb „bröckeln“ (ebd.) kann nebenbei auch für den Zerfall der Beziehung stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (V. 9- 12) wird anhand des „Klaudsaum[s]“ (V. 10) deutlich, dass das lyrische Ich von einer Frau hintergangen wurde. Mit „Frei / Buhlt dein Kleidsaum“ (V. 9f.) sagt das lyrische Ich aus, dass es nichts mehr mit seiner Geliebten zu tun haben will und somit die Beziehung endgültig beendet. Das Adjektiv „frei“ (ebd.) hat dabei eine betonende und einleitende Funktion. Das Verb „buhlt“ (ebd. ) bedeutet, dass jemand eine Liebschaft hat, in dem Zusammenhang heißt das also, dass das lyrische Ich von der Liebschaft der Geliebten weiß und sich mehr oder weniger abwertend von ihr abwendet. Der letzte Vers bildet einen Ausruf „Drüber rüber!“ (V. 12), was die Abwendung des lyrischen Ichs von der Beziehung ausdrückt. Die Adverbien „drüber“ (ebd.) und „rüber“ (ebd.) sind umgangssprachlich und bedeuten in dem Zusammenhang so viel wie „über etwas hinweg sein“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Form ist zu sagen, dass das Gedicht aus zwölf Versen besteht und keine Strophen aufweist. Zudem gibt es kein Reimschema und auch kein Metrum. Auffällig ist dennoch, dass das Gedicht viele Enjambements aufweist. Dies hat eine beschreibende Wirkung über die Situation in der sich das lyrische Ich sich befindet. Außerdem wird dadurch die Gefühlslage, Trauer und Entsetzen über den Betrug der Geliebten, verdeutlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Gefühle, die bei einem Vertrauensbruch aufkommen durch Metaphern und Ausrufe dargestellt werden. Die entsetzliche Lage und das Chaos der Gefühle, die das lyrische Ich empfindet wird durch das fehlende Reimschema und Metrum und durch die Enjambements verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Gedicht „Untreu“, verfasst von August Stramm und veröffentlicht 1915, handelt es sich um einen Text aus der Literaturepoche des Expressionismus. Thematisch behandelt das Gedicht die Treulosigkeit innerhalb einer Partnerschaft und der daraus resultierenden Vergänglichkeit zwischenmenschlicher Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Untreu“ leitet die Thematik des Gedichtes ein. Das lyrische Ich wird im weiteren Verlauf damit konfrontiert, dass es von seiner Partnerin betrogen wird. Die Tatsache, dass es sich bei der untreuen Person um eine Frau handelt, wird jedoch erst in Vers 10 anhand des Substantivs „Kleidersaum“ (ebd.) deutlich erkennbar. Der Titel ist von hoher Signifikanz für das Gedicht, da er allein die Thematik des Gedichtes anspricht, welches sich aus dem Text heraus sonst nur vermuten lassen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text setzt mit der Darlegung „Dein Lächeln weint in meiner Brust (V.1) ein. Schon das Possessivpronomen „Dein“ (ebd.) deutet auf eine persönliche Ansprache hin. Der personifizierte Umstand, dass das „Lächeln weint“ (ebd.) wirkt paradox, da ein freudiger Gesichtsausdruck für gewöhnlich mit etwas positivem bzw. Freude in Verbindung gebracht werden kann, währenddessen „weinen“ (ebd.) mit Trauer in Verbindung steht. Durch diese antithetisch wirkende Aussage wird die Disharmonie zwischen dem Paar deutlich. Das lyrische Ich ist in seinem Inneren von der Untreue seiner Partnerin betroffen, was durch die Metapher „weint in meiner Brust“ (ebd.) untermauert wird. Hierbei steht die Brust metaphorisch für das Herz des lyrischen Ichs, wodurch in gewisser Weise Liebeskummer zum Ausdruck kommt. Die Begebenheit, dass „[d]ie glutverbissnen Lippen eisen“ (V.2) lässt darauf schließen, dass das lyrische Ich seine Partnerin mit ihrer Affäre erwischt hat. So können die „glutverbissnen“ (ebd.) Lippen als leidenschaftliche Küsse interpretiert werden, da Glut mit Feuer in Verbindung gebracht werden kann, jedoch auch für Leidenschaftlichkeit steht. Durch die Verbindung mit Eisen wird akzentuiert, dass diese Küsse plötzlich an Leidenschaft verlieren, wahrscheinlich dadurch, dass nun jetzt auch die Partnerin bemerkt, dass das lyrische Ich sie entdeckt hat. Mit dem Neologismus „Im Atem wittert Laubwelk!“ (V.3) wird symbolisiert, dass die Gefühle des lyrischen Ichs Absterben, da „Laubwelk“ (ebd.) in Verbindung mit Vergänglichkeit und Tod  gebracht werden kann.  Es ist von der Situation so verletzt, dass das lyrische Ich im Konflikt zwischen der einstigen Liebe zu seiner Frau und der jetzigen Kälte und Trauer steht. Das Ausrufezeichen am Satzende unterstreicht dabei die Endgültigkeit für das lyrische Ich, dass die Partnerschaft nun vorbei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darlegung „Dein Blick versargt“ (V.4) verdeutlicht ebenfalls, dass dieser Augenblick ein Bild der Endgültigkeit darstellt und das lyrische ich endgültig seine Liebe zu seiner Partnerin verliert. Ebenso verdeutlicht der Neologismus „versargt“ (ebd.), welcher ebenso eine Verbindung mit dem Tod schafft, dass die Partnerin des lyrischen Ich wie erstarrt auf seine Entdeckung reagiert. Sie versucht das lyrische Ich mit Erklärungen bzw. Entschuldigungen zu beruhigen, was durch den Vers „hastet polternd Worte drauf“ (V.6) unterstrichen wird. Das die Worte jedoch übereilt und nicht glaubhaft sind, wird durch das Verb „Hastet“ (ebd.) hervorgehoben.  Die negativ konnotierten Wörter „weint“ (V.1), „eisen“ (V.2) sowie „versargt“ (V.4) untermauern die unangenehme und beklemmende Situation, da das lyrische Ich zu tiefst betroffen ist. Dass die Partnerin von der Situation überrumpelt ist, wird dadurch deutlich, dass erst jetzt „Vergessen/ […] die Hände [nach bröckeln]“ (V.7f.), welche sie bei der Entdeckung von dem lyrischen Ich noch an dem Körper ihres Liebhabers gehabt hat. Das Verb „[b]röckeln“ (Z.8) steht hier auch metaphorisch für den Zerfall der Verbindung bzw. Beziehung des lyrischen Ichs und seiner Partnerin. Auch formal wird die Impulsivität des lyrischen Ichs unterstützt. Dieses besteht aus einer einzelnen Strophe und deren 12 Versen.  Es ist kein einheitliches Reimschema sowie Metrum zu erkennen, was eindeutige formale Merkmale des Expressionismus sind. Diese formalen Aspekte unterstreichen die Impulsivität des lyrischen Ichs als es seine Frau beim Fremdgehen erwischt. Die teilweise abgehackten Sätze zeigen das Erstarren beim Anblick dieser Situation. Das hochgezogene Kleid verrät die beschämende Situation (vgl. V.9-12). Die Aussage „Frei/ Buhlt dein Kleidersaum“ (V.10) ist eine Assoziation zu dem Titel „Untreu“, da durch sie die Situation der Affäre eindeutig erscheint. Das Adjektiv „Frei“ (V.9) wird hierbei besonders betont, da es einen eigenständigen Vers bildet. Im Kontext des Gedichtes wirkt es erniedrigend, da die Partnerin des lyrischen Ich in ihrer Freiheit tut was sie möchte, sprich ihren Partner bzw. das lyrische Ich hintergeht. Die Aussage „Schlenkrig/ Drüber rüber“ (V.11f.) beschreibt dabei, wie freizügig die Partnerin des lyrischen Ichs ist und untermauert nochmal die endgültige Feststellung einer Affäre. Betrachtet man nun zum Ende die sprachliche Ebene des Textes, so fallen besonders die vielen Personifikationen auf (Vgl. V. 1,2,3,4,8,10). Diese Tatsache hebt hervor, dass durch die Personifizierung der Körperteile der Fremdgeherin ihr in gewisser Weise die Verantwortung für ihr Handeln abgenommen wird, da die Körperteile wie einzelne Personen erscheinen. Diese Tatsache verdeutlicht, dass das lyrische Ich seine Erkenntnis über die Untreue seiner Partnerin noch nicht wahr haben möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich von der Erkenntnis der Affäre seiner Partnerin schockiert ist, was durch die teilweise abgehackten Verse untermauert wird. Ebenfalls verstärken die Neologismen und zahlreichen Personifikationen, das Durcheinander an Gedanken im Kopf des lyrischen Ichs, während er die Situation über die Entdeckung der Affäre seiner Partnerin schildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Untreu“, geschrieben von August Stramm und veröffentlicht 1915 in der Literaturepoche des Expressionismus, thematisiert eine endende Beziehung und damit verbunden die Vergänglichkeit der Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht hat keine Strophen und lässt sich in keine Sinnabschnitte einteilen, stellt also einen zusammenhängenden Text dar. Ergänzend muss zur Form des Gedichts noch gesagt werden, dass das Gedicht insgesamt aus zwölf Versen besteht. Das Metrum ist ein vier-hebiger-Jambus, welcher jedoch beispielsweise in Vers 5 nicht zur Geltung kommt, dies verdeutlicht die Verwirrtheit, die Unordnung und die Zerstörung des geregelten Alltags. Außerdem liegt kein Reimschema im Gedicht vor, es gibt keine sich reimenden Verse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Vers setzt direkt mit einer Metapher ein, „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V.1), die Verbildlichung ist zugleich eine Personifikation, da ein „Lächeln“ (V.1) nicht „wein[en]“ (ebd.) kann. Durch diese Aussage wird die Trauer des lyrischem Ich verdeutlicht, da die Brust, das Herz wieder spiegelt. Hinzufügend ist „Lächeln weint“ (V. 1) eine Antithese, da es Freude und auch Trauer zum Ausdruck bringt, dies stellt die Verzweiflung des lyrischen Ichs in den Vordergrund. Mit dem Possessivpronomen „Dein“ (V.1) wird der ehemalige Beziehungspartner angesprochen, welcher das lyrische Ich betrogen hat, wie die Überschrift des Gedichts „Untreu“ (V.0) aussagt. Das  Geschlecht des untreuen Partners ist zu Beginn noch unklar, wird jedoch im weiteren Verlauf des Gedichts bestimmt. Der zweite Vers enthält ebenfalls eine Antithese, welche einen Kontrast zwischen Hitze und Kälte zum Vorschein bringt. Es ist von „glutverbissnen Lippen“ (V.2), welche „eisen“ (ebd.) die Rede. Die Glut verdeutlicht die Hitze, metaphorisch für die brennende Beziehung, die einmal geführt wurde, das Eisen die Kälte, welche nun zwischen den beiden Personen herrscht. Auch der dritte Vers erinnert an das Verlieren von Gefühlen für den Partner. Der „Atem“ (V.3) des ehemaligen Partners erinnert das lyrische Ich an „Laubwelk“ (V. 3). Laubwelk (ebd.) sind abgestorbene Blätter, so lässt es sich mit Gefühlen vergleichen, sie sind ebenfalls abgestorben. Die Blätter haben mal geblüht, wie die Liebe die zwischen ihnen herrschte, welche jetzt allerdings vergangen ist.  Der nächste Vers hat ebenfalls etwas von Vergänglichkeit, „Dein Blick versargt“ (V.4). Das Possessivpronomen „Dein“ (V. 4), lässt den Leser erneut wissen, dass es um den ehemaligen Partner des lyrischen Ichs geht. Der „Blick versargt“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Beziehung zwischen den beiden beerdigt, also beendet ist, da „versargt“ (ebd.) etwas von einem Sarg hat. Zusätzlich ist „versargt“ (ebd.) ein Neologismus und eine Metapher, die die Verabschiedung der Liebe zum Vorschein bringt. Des Weiteren verdeutlicht der nächste Vers ebenfalls eine Trennung, da mit Enjabements gearbeitet wird. Das Bindewort „Und“ (V. 5) steht allein in diesem Vers und ist getrennt vom restlichen Teil des Satzes. In Vers sechs wird beschrieben, dass der Partner sich mit „polternd[en] Worte[n]“ (V. 6) bemüht zu entschuldigen. Dennoch zerfällt die Beziehung, verdeutlicht wird dies durch das „Bröckeln“ (V. 8) von Händen. Damit ist der Partner des lyrische Ichs nun „Frei“ (V.9) und kann seine Liebschaft ausleben. Nun wird das Geschlecht des Ex-Partners bestimmt: durch die Nennung eines „Kleidsaum[s]“ (V. 10), wird klar, dass es sich um eine Frau handelt, die das lyrische Ich betrogen hat. Der Abschluss des Gedichts „Schlenkrig / Drüber rüber“ (V. 11f.) verdeutlicht zum Abschluss noch einmal die Unordnung die nun im Leben des lyrischen Ichs ist und damit verbunden die Zerissenheit seiner Gefühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend lässt sich sagen, dass die Form des Gedichts die Handlung unterstreicht und dass das unregelmäßige Metrum ebenfalls die Unzufriedenheit und die Trauer des lyrischen Ichs zum Vorschein bringt. Das Gedicht thematisiert die Vergänglichkeit einer Liebesbeziehung und erläutert die damit Verbundenen Gefühle, das Gedicht ist zur Zeit des ersten Weltkrieges entstanden, welche auch von Schmerz und Unzufriedenheit geprägt war, dies lässt sich auf das Gedicht von August Stramm übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Untreu“, verfasst von August Stramm und veröffentlicht im Jahr 1915, handelt es sich um ein Gedicht, welches sich zu der Epoche des Expressionismus zuordnen lässt. Thematisch geht es dabei um die Vergänglichkeit von zwischenmenschlicher Beziehung und des Vertrauens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel ,,Untreu“ verdeutlicht dabei das inhaltliche Thema des Gedichts, in der eine Situation beschrieben wird, dass das lyrische Du, wobei es hier sich um eine Frau handelt, was deutlich wird durch das Nomen ,,Kleidsaum“ (V.10), das lyrische Ich betrügt. Das Gedicht beginnt dabei mit der Aussage ,,Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V.1), wodurch die innere Zerrissenheit des lyrischen Ichs deutlich wird. Mit dem Possessivpronomen ,,dein“ (ebd.) ist dabei das Lächeln der Frau gemeint, welches durch das Verb ,,weinen“ (ebd.) personifiziert wird. Dabei stellt die Aussage ,,Dein Lächeln weint“ (ebd.) ein Paradoxon und eine Antithese dar, das Lächeln ein Ausdruck von Freude und Glück ist und Weinen ein Ausdruck für Trauer. Dieses Paradoxon verdeutlicht, die innere Zerrissenheit des lyrischen Ichs, da es mit der Frau einerseits positive Erinnerungen verbindet und für diese viel empfindet, jedoch führt die Situation, in der es sich befindet, zur Verzweiflung und Enttäuschung. Dies wird auch durch die Aussage ,,in meiner Brust“ (ebd.) deutlich, da die Brust metaphorisch für das Herz und somit auch für die Gefühle des lyrischen Ichs stehen, welche durch diese Situation verletzt werden. Die nächste Aussage ,,Die glutverbissnen Lippen eisen“ (V.2) verdeutlicht die Situation, in der das lyrische Ich die Frau bei der Untreue entdeckt. Dabei bringt das Adjektiv ,,glutverbissen“ (ebd.) die Leidenschaft der Frau zum Ausdruck, mit der sie das lyrische Ich betrügt, wobei das Verb ,,eisen“ (ebd.) wiederum verdeutlicht, dass diese Leidenschaft sofort erlischt, wenn sie entdeckt, dass das lyrische Ich diese Untreue entdeckt hat. Somit drückt die Antithese von Heiß, ausgedrückt im Adjektiv ,,glutverbissen“ (ebd.) und Kalt, was durch das Verb ,,eisen“ (ebd.) deutlich wird, aus, dass die Situation sich schlagartig ändert, wenn die Frau das lyrische Ich entdeckt, was auch eine Art Schock der Frau zum Ausdruck bringt. Durch die Aussage ,,Im Atem wittert Laubwerk!“ (V.3) wird die Vergänglichkeit der Beziehung des lyrischen Ichs und der Frau zum Ausdruck gebracht, da das ,,Laubwelk“ (ebd.) für den Herbst und so metaphorisch für die Vergänglichkeit steht und die Beziehung des lyrischen Ich und der Frau aufgrund der Untreue endet. Durch das Nomen ,,Atem“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass dies in nur einem Moment geschieht, da in nur einem Moment die Untreue klar wird und ab diesen Zeitpunkt die Vergänglichkeit der Beziehung deutlich wird. Das Ausrufezeichen verdeutlicht dabei die Verzweiflung und den Kummer des lyrischen Ichs, da es diese Aussage nicht neutral und ruhig sagt, sondern das Ausrufezeichen die Emotionalität des lyrischen Ichs bei dieser Aussage verdeutlicht. Bei der nächsten Aussage ,,Dein Blick versargt“ (V. 4) wird erneut der Schock der Frau verdeutlicht, da ihr Blick wie Tod erscheint. Das Verb ,,versargen“ (ebd.) stellt ein Neologismus dar, der sich von dem Nomen ,,Sarg“ ableiten lässt, wodurch dadurch als Tod und Vergänglichkeit zum Ausdruck gebracht wird. Auffällig ist hier, dass ,,Dein Blick“ (ebd.) erneut eine Personifikation darstellt, wie bereits im ersten Vers ,,Dein Lächeln weint“ (ebd.). Dadurch, dass der ,,Blick“ (ebd.), der ,,Atem“ (ebd.), das ,,Lächeln“ (ebd.) und später auch die ,,Hände“ (V. 8) personifiziert werden und nicht konkret die Frau benannt wird, verdeutlicht, dass der Frau die Verantwortung für das Handeln abgenommen wird, was wiederum verdeutlicht, dass das lyrische Ich enttäuscht und verzweifelt ist und die Tat der Frau nicht richtig begreifen und realisieren kann. Dadurch dass die Konjunktion ,,Und“ (V. 5) alleine in einem Vers steht, bringt eine gewissen Pause zwischen der Aussage ,,Dein Blick versagt“ (ebd.), also dem Moment, in dem die Frau schockiert das lyrische Ich ansieht und der Aussage ,, Hastet polternd Worte drauf“ (V. 6) , in dem die Frau versucht die Untreue zu erklären. Die Pause aufgrund der Konjunktion ,,Und“ (ebd.) verdeutlicht dabei den Schock und die beklemmende Situation. Das Verb  ,,hasten“ (ebd.) wirkt dabei sehr unruhig und unsicher und gestresst, wobei auch durch das Adverb ,,polternd“ (ebd.) die Hektik und die Unruhe, wie den Schock zum Ausdruck gebracht wird. Dies verdeutlicht, dass die Frau versucht sich verzweifelt und panisch zu erklären, jedoch das lyrische Ich diese Erklärung nicht ernst nimmt oder für ihn keine Erklärung dafür gibt und der Frau somit die Erklärung misslingt. Durch das Verb ,,Vergessen“ ( V.7) wird deutlich, dass das lyrische Ich die Situation vergessen möchte, da diese viel Trauer und Kummer hervorbringt. Dadurch, dass das Verb alleine in einem Vers steht, wird diesen nochmals betont. Die nächste Aussage ,,Bröckeln nach die Hände!“ (V.8) steht metaphorisch für die Vergänglichkeit der Beziehung, wobei das Verb ,,bröckeln“ (ebd.) verdeutlicht, dass dies dem lyrischen Ich und der Frau aufgrund des Schocks jetzt erst langsam bewusst wird und durch den Zerfall der Hände metaphorisch zum Ausdruck gebracht wird, dass für die Frau das lyrische Ich und umgekehrt nicht erreichbar ist und die Beziehung endet, da keine Nähe mehr zwischen den beiden vorhanden ist. Die letzte Aussage ,,Frei/ Buhlt dein Kleidsaum/ Schlenkrig/ Drüber rüber!“ (V. 9 ff.) bestätigt dabei, dass die Frau Untreu ist, da nun aufgelöst wird, dass die Frau fremd geht. Dies wird deutlich durch das Adverb ,,frei“ (V.9), welches besonders betont wird, in dem es allein in einem Vers steht. In diesem Kontext wirkt das Adverb erniedrigend, da damit ausgedrückt wird, dass die Frau freizügig ist. Das es sich hierbei um eine Affäre handelt wird ebenfalls durch die Aussage ,,Schlenkrig/ Drüber rüber“ (ebd.) deutlich, wobei das Ausrufezeichen zum Schluss das Entsetzen des lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt und den Kummer. Auch die Form des Gedichts unterstützt den Inhalt. Das Gedicht besteht aus 12 Versen, die zusammen eine Strophe bilden. Ein Reimschema gibt es nicht und ein einheitliches Metrum ist ebenfalls nicht vorhanden. Diese gebrochene Prosa verdeutlicht dabei die Zerrissenheit des lyrischen Ichs und die Tatsache, dass es aus seiner Vorstellung von seiner Frau herausgerissen wird und nun erkennen muss, dass die Frau untreu ist. Durch die Wörter ,,weint“ (ebd.), ,,eisen“ (ebd.), ,,Laubwelk“ (ebd.), ,,polternd“ (ebd.) und ,,bröckeln“ (ebd.) wird die beklemmende Situation in diesem Gedicht deutlich, wobei die Situation beschrieben wird und nicht bewertet, da das lyrische Ich schockiert und zerrissen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass durch das Beschreiben von Körperteilen und nie der direkten Nennung der Schuld der Frau, da die Situation beschrieben wird, wird der Frau ein Teil der Verantwortung für ihr Handeln abgenommen und dadurch wird auch deutlich, dass das lyrische Ich die Untreue nicht wahr haben will. Die Situation wirkt beklemmt, wobei dies durch die Wortwahl und auch durch den Neologismus ,,versargt“ verursacht wird. Die innere Zerrissenheit und der Schock des lyrischen Ich wird durch Metaphern und Antithese wie Paradoxon zum Ausdruck gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Stramms Gedicht „Untreu“, veröffentlicht im Jahr 1915 in der Epoche des Expressionismus, thematisiert den Vertrauensbruch der Treue innerhalb einer Partnerschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Titel des Gedichts lässt sich erahnen welche Thematik „Untreu“ behandelt.  Zudem deutet der erste Vers „[d]ein Lächeln weint in meiner Brust“ (V.1) in Verknüpfung mit dem Titel gleich zu Anfang an, in welcher Situation sich das lyrische Ich befindet. So lässt sich die antithetische Personifikation „[d]ein Lächeln weint“ (ebd.) auf das Gefühl des lyrischen Ichs in dieser Situation zurückführen, das beim Anblick des Lachens seines Gegenübers Trauer empfindet. Aus dem Fakt, dass dieser Gegenüber ein „Kleid[…]“ (V.10) trägt, lässt sich schlussfolgern, dass es sich bei dem Gegenüber um eine Frau handelt, die die Freundin des lyrischen Ichs darstellt. Die Beschreibung des lyrischen Ichs, dass ihr Lächeln in seiner „Brust“ (ebd.) weine, zeigt, dass der Betrug seiner Freundin ihn verletzt, da die Brust nahe dem Herzen liegt, und dieses das Symbol für Liebe ist. Zudem verdeutlicht die antithetische Gegenüberstellung von „[l]ächeln“ (ebd.) und „wein[en]“ (ebd.), dass die Freundin des lyrischen Ichs in diesem Moment wo sie das lyrische Ich sieht Spaß hat, während das lyrische Ich verletzt ist. Auch dies deutet daraufhin, dass das lyrische Ich sie gerade erwischt, wie sie ihn betrügt. Der nächste Vers, der ebenfalls eine bildliche Sprache enthält, ist eine weitere Andeutung darauf. Vor allem die „glutverbissnen Lippen“ (V.2) deutet daraufhin, da die „[G]lut“ (ebd.) aufgrund ihrer Hitze für Leidenschaft steht, und die „Lippen“ (ebd.) ebendies verstärken. Im Kontrast dazu steht das Verb „eisen“ (V.2), das den Gegensatz zu der Leidenschaft bildet. Dies ist darauf zurückzuführen, wie das lyrische Ich die Situation wahrnimmt, für das der Betrug ein großer Vertrauensbruch und das Ende der Beziehung bedeutet. Zudem verdeutlicht das Verb „eisen“ (ebd.) Kälte, was eine weitere emotionale Reaktion des lyrischen Ichs darstellt. Der Ausruf „Im Atem wittert Laubwelk!“ (V.3), der inhaltlich widersprüchlich ist, ist eine weitere Beschreibung dessen, wie das lyrische Ich die Frau in diesem Moment wahrnimmt. Das Verb „witter[n]“ (V.3) deutet an, dass die Freundin gerade bemerkt, dass sie beim fremdgehen gesehen wird. Durch den Neologismus „Laubwelk“ (V.3), der Herbst assoziiert, wird Vergänglichkeit in Bezug auf die Beziehung zwischen dem lyrischen Ich und der Fremdgeherin angedeutet. Die Interpunktion in dritten Vers untermauert zudem den Aspekt, dass die Frau erst in diesem Moment bemerkt, dass sie erwischt wurde. Zudem stützt sie das Entsetzen des lyrischen Ichs über den Betrug. Mit „[d]ein Blick versargt“ (V.4) wird die Reaktion der Frau deutlicher, die gerade dem lyrischen Ich in die Augen schaut und ihn somit bemerkt. Der Neologismus „versarg[en]“ (ebd.) verdeutlicht durch die Verbindung mit einem Sarg den Tod beziehungsweise auch das Ende von etwas. In diesem Kontext handelt es sich nicht nur um das Ende ihrer Beziehung, sondern auch um das Ende des Vertrauens des lyrischen Ichs gegenüber der Frau. Auffällig ist ebenfalls, dass das lyrische Ich die Frau in den ersten vier Versen genau beobachtet und somit auch detailliert beschreibt. Dies verdeutlicht, wie prägend dies für es ist und wie sehr dieser Betrug das lyrische Ich verletzt. Auffällig sind ebenfalls die Anzahl der Personifikation in den ersten vier Versen: „[d]ein Lächeln weint“ (V.1), „glutverbissne Lippen eisen“ (V.2), „Im Atme wittert Laubwelk[…]“ (V.3) und „Dein Blick versargt“ (V.4). Dies zeigt, dass das lyrische Ich nicht die Frau als Person für den Betrug schuldig machen möchte, was ein Zeichen dafür ist, dass es die Realität verdrängen möchte. Zudem verdeutlichen Wörter wie „eisen“ (ebd.), „Laubwelk“ (ebd.) und „versarg[en]“ (ebd.) das Ende ihrer Beziehung und dem Vertrauen des lyrischen Ichs. Es ist zudem noch festzuhalten, dass das lyrische Ich in den ersten vier Versen die Frau beobachtet und sie ihn bemerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt (V.5-8) behandelt die Reaktion der Frau darauf. Mit dem alleinstehendem „Und“ (V.5) wird die Hoffnung des lyrischen Ichs, dass er sich täuscht oder das es sich nur um ein Missverständnis handelt verdeutlicht. Das „Und“ (ebd.) steht allein und offen und hat die Wirkung einer Frage. Damit wird verdeutlicht, dass das lyrische Ich auf eine Erklärung wartet. Jedoch wird mit „[h]astet polternd Worte drauf“ (V.6) deutlich, dass die Freundin sich unüberlegt entschuldigt und dass sie keine richtige Erklärung für den Betrug hat. Dies wird vor allem deutlich durch das Verb „haste[n]“ (ebd.) und das Adjektiv „polternd“ (ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Untreu“, welcher von August Stramm verfasst und im Jahre 1915 veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein expressionistisches Gedicht. Thematisiert wird der Zerfall menschlicher Beziehungen aufgrund von Treulosigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Untreu“ deutet auf die zentrale Thematik des Gedichtes, den Betrug in einer Partnerschaft, hin. Bei der untreuen Person handelt es sich dabei um eine Frau, was an dem Substantiv „Kleidsaum“ (V. 10) zu erkennen ist. Das lyrische Ich spricht in dem vorliegenden Gedicht aus der Perspektive des betrogenen Partners dieser Frau. Das Gedicht setzt mit der Aussage „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V. 1) ein. Die Tatsache, dass er erläutert, das „Lächeln“ seiner Frau, weine, hebt hervor, dass er ihren Betrug auf jenes Lächeln bezieht und dieses für die Untreue seiner Frau verantwortlich macht. Diese Personifikation schreibt dem Lächeln die Schuld an dem Betrug zu, was ebenfalls andeutet, dass das lyrische Ich den Gedanken an die Untreue seiner Frau gewissermaßen verdrängt. Dadurch werden zudem die verletzten Gefühle des lyrischen Ichs sowie seine Niedergeschlagenheit zum Ausdruck gebracht. Die niedergeschlagenen und verletzten Gefühle des lyrischen Ichs werden vor allem dadurch betont, dass das Lächeln in der „Brust“ (ebd.) des lyrischen Ichs weint. Diese symbolisiert das menschliche Herz, was sich in der Brust befindet und für die Gefühle des Menschen und die Liebe steht. Aufgrund dessen „weint“ (ebd.) das Lächeln auch an dieser Stelle, was den seelischen Schmerz des lyrischen Ichs vor Augen führt. Das Paradoxon, dass das „Lächeln weint“ (ebd.) verdeutlicht dabei die Verwirrung und den Schock des lyrischen Ichs aufgrund der Situation, welcher auch durch das fehlende Reimschema und Metrum . Zudem ist an dieser Stelle gewissermaßen ein Kontrast zwischen den Gefühlen der Frau und denen des lyrischen Ichs zu erkennen, da die Frau mit ihrem Liebhaber glücklich ist, während das lyrische Ich von dem Schmerz über diese Tatsache erfüllt ist.  Des Weiteren wird besonders durch das Possessivpronomen „Dein“ (ebd.) angedeutet, dass das lyrische Ich seine Frau direkt anspricht, was sehr persönlich wirkt und dem Leser seine verletzten Gefühle näher bringt, was in gewisser Weise dessen Empathie für das lyrische Ich auslöst. Anschließend folgt die Äußerung des lyrischen Ichs, dass die „glutverbissnen Lippen eisen“ (V. 2). Der Neologismus „glutverbissnen“ (ebd.) steht dabei für die Leidenschaft der Frau, was insbesondere durch das Substantiv Glut, welches in diesen Neologismus einbezogen wurde untermauert wird, da die Glut für das Feuer steht, welches heiß ist. Die Glut könnte jedoch auch für das Ende der Leidenschaft stehen, welches eingesetzt ist, als die Frau mit ihrem Liebhaber von dem lyrischen Ich entdeckt worden ist, da die Glut erst dann zu erkennen ist, wenn das Feuer bereits erloschen ist. Die Tatsache, dass die Lippen „eisen“ (ebd.) deutet ebenfalls auf einen Kontrast hin, da mit Eisen Kälte assoziiert wird, welche im Gegensatz zu der Glut beziehungsweise Hitze steht. Außerdem wird die Schuld der Frau auch hier wieder auf eines ihrer Körperteile, ihre „Lippen“ (ebd.) übertragen, was im weiteren Verlauf des Gedichts einige weitere Male geschieht (vgl. „Atem“ (V. 3), „Blick“ (V. 4), „Hände“ (V. 8), „Kleidsaum“ (V. 10)). Daraufhin folgt die Aussage „Im Atem wittert Laubwelk“ (V. 3). Der Neologismus „Laubwelk“ (ebd.) ist aus dem Substantiv Laub und dem Verb verwelken zusammengesetzt. Beide Wörter stehen in einem Zusammenhang mit dem Herbst, da Laub und verwelkte Blumen Tod sind, während sie im Frühling und Sommer einmal lebendig waren. Somit wird die Vergänglichkeit zum Ausdruck gebracht, welche sich hier zum einen auf das Ende der leidenschaftlichen Situation vor der Beendung durch das lyrische Ich und zum anderen auf das bevorstehende Ende der Beziehung der Frau und des lyrischen Ichs aufgrund der Untreue und dem Betrug bezieht. Das Ausrufezeichen am Ende dieser Aussage untermauert dabei das Ende der Beziehung des lyrischen Ichs und seiner Frau.&lt;br /&gt;
Die Metapher des Todes, die die Vergänglichkeit hervorhebt, wird auch in der darauf folgenden Aussage „Dein Blick versargt“ (V. 4) durch den Neologismus „versargt“ (ebd.) aufgegriffen. Dies deutet auf den regungslosen und starren Blick der Frau hin, da sie von dem lyrischen ich mit ihrem Liebhaber erwischt wurde und ihr möglicherweise die Folgen ihrer Affäre bewusst werden. Dadurch wird die insgesamt beklemmende und unangenehme Situation verstärkt dargestellt, da sowohl das lyrische Ich als auch seine Frau entsetzt und schockiert sind. Die Frau des lyrischen Ichs „[h]astet polternd Worte drauf“ (V. 6) und versucht sich dadurch zu rechtfertigen. Die Tatsache, dass sie dies sehr hektisch tut und übereilt und unüberlegt Worte wählt, wird durch das Verb „hasten“ (ebd.) und das Adjektiv „polternd“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht. Der Versuch, sich zu rechtfertigen scheint aus diesem Grund nicht zu funktionieren, da sie in diesem Moment nicht die richtigen Worte auswählt, um das lyrische Ich zu beruhigen. Bei der Betrachtung der Syntax fällt an dieser Stelle auf, dass dich das Verb „hasten“ (ebd.) nicht auf die Handlung der Frau des lyrischen Ichs, sondern auf ihren „Blick“ (ebd.) bezieht. Demnach personifiziert das lyrische Ich diesen und schreibt wiederholt einem Teil des Körpers seiner Frau ihre Schuld zu, um den Gedanken, dass sie ihm untreu gewesen ist, zu verdrängen. &lt;br /&gt;
Im Anschluss daran folgt die Aussage „Vergessen / Bröckeln nach die Hände“ (V. 7 f.). Dies lässt sich auf den Schock der Frau des lyrischen Ichs beziehen, da sie aufgrund der Situation nicht daran gedacht hat, die Hände von ihrem Liebhaber zu lösen. Dies lässt sich erneut darauf beziehen, dass sie aufgrund des Entsetzens, dass sie von dem lyrischen Ich mit ihrem Liebhaber erwischt wurde, regungslos gewesen ist, was zudem wiederholt die beklemmende Situation untermauert. Dadurch, dass das Adverb „[v]ergessen“ (ebd.) alleine in einem Vers steht, wird dieses und die Situation des Schocks besonders betont. Die Tatsache, dass ihre Hände „[b]röckeln“ (ebd.) führt vor Augen, dass sie jene nur langsam von ihrem Liebhaber löst, was auf ihre Resignation hindeuten könnte, da ihr bewusst ist, dass sie nicht mehr rückgängig machen kann, was geschehen ist und sich den Folgen bezogen auf das Ende der Beziehung mit dem lyrischen Ich bewusst ist. Auf der anderen Seite könnte dies auch verdeutlichen, dass sie erst langsam versteht, dass sie von ihrem Mann erwischt wurde, was ihr vorher möglicherweise aufgrund des Schocks gar nicht bewusst geworden ist. Das Ausrufezeichen am Ende dieser Aussage betont erneut den Schock aufgrund der Situation sowohl des lyrischen Ichs als auch seiner Frau. &lt;br /&gt;
Abschließend folgt die Äußerung des lyrischen Ichs „Frei / Buhlt dein Kleidsaum / Schlenkrig / Drüber rüber!“ (V. 9 ff.). Besonders das Adjektiv „[f]rei“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Frau aufgrund des Betrugs mit ihrem Liebhaber möglicherweise teilweise entkleidet ist, als sie von ihrem Mann entdeckt wird, da der frei buhlende „Kleidsaum“ (ebd.) darauf hindeutet, dass sie entblößt ist, was zu der unangenehmen und beklemmenden Situation beiträgt. Diese Situation wird zudem dadurch betont, dass das Adjektiv alleine in dem Vers steht, wodurch dieses hervorgehoben wird. Die Freizügigkeit und Entblößung der Frau wird außerdem durch die weitere Beschreibung des „Kleidsaum[es]“ (ebd.) betont, da dieser eine  „[s]chlenkrig[e]“ (ebd.) Bewegung macht, welche ebenfalls durch die Aussage „Drüber rüber“ (ebd.) beschrieben wird. Das Ausrufezeichen am Ende dieser Aussage betont nochmals den Schock und die Niedergeschlagenheit des lyrischen Ichs aufgrund des Betrugs seiner Frau, welcher hier letztlich eindeutig klar wird. An dieser Stelle sind außerdem die Enjambements beziehungsweise die Versbrechungen auffällig, welche sich durch das gesamte Gedicht hindurchziehen und die Verzweiflung und das nahende Ende der Beziehung des lyrischen Ichs mit seiner Frau zum Ausdruck bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich aufgrund der Untreue seiner Frau niedergeschlagen und verzweifelt ist, jedoch versucht die Schuld von ihr abzuweisen, um den Gedanken zu verdrängen, dass es von ihr betrogen wurde. Insgesamt wird die Verzweiflung und der Schmerz des lyrischen Ichs durch die gebrochene Prosa und die Neologismen sowie die allgemeine unangenehme und beklemmende Situation hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Untreu“ von August Stramm aus dem Jahr 1915 aus der Epoche des Expressionismus thematisiert die Vergänglichkeit einer Beziehung, welche durch einen Betrug in die Brüche geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Hand des Titels „Untreu“ lässt sich erkennen, dass das Gedicht ein Liebesgedicht ist und dass dort ein Betrug vorliegt. Somit handelt es sich bei der Thematik um eine gescheiterte Beziehung und deren Vergänglichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzte ein mit: „Dein Lächeln weint in meiner Brust“ (V.1). Das Possessivpronomen „[d]ein“ (ebd.) verdeutlicht, dass das lyrische Ich eine Anrede an eine bestimmte Person hält.  Somit handelt es sich hierbei um die Person die den Betrug begannen hat, da durch die Personifikation „Lächeln weint“ (ebd.) eine zuvor als schön empfundene Geste mit etwas negativen Verbunden wird. Das lyrische Ich verbindet somit mit dem Lächeln Verletzungen, da es „in [s]einer Brust“ (ebd.) geschieht. Dem ist hinzu zu fügen, dass sich in der Brust das Herz befindet, somit ist dieses im metaphorischen Sinne gebrochen und es fühlt Trauer. Da die Lippen „gluverbissen“ (V. 2) seien, weist dieser Neologismus darauf hin, dass bevor die der Betrug erfolgte, die Küsse des Fremdgängers als heiß empfunden wurden und somit von der Seite des lyrischen Ichs mit Leidenschaft verbunden waren. Allerdings lässt die Personifikation dass die „Lippen eisen“ (V. 2) darauf schließen, dass die zuvor erwähnte Leidenschaft erlischt. Ebenfalls kann  es darauf hindeuten, dass der Partner gerade auf frischer Tat ertappt wurde. Dafür spricht ebenfalls „glut[...]“ (ebd.) und „eisen“ (ebd.), da diese beiden Begriffe antithetisch gegenüber stehen. Somit liegt eine rasche Veränderung der Lippen vor, was für ein überraschendes Auftreten des lyrischen Ichs spricht. Weitergehend behauptet das lyrische Ich es „wittert Laubwelk!“ (V. 3). Somit ist zusagen, dass das lyrische Ich aufgebracht ist, da dessen Atem nicht mehr wie gewöhnlich ist, sondern eher stockend. Der darauffolgende Neologismus „Laubwelk“ (ebd.) assoziiert den Herbst und somit zugleich die Vergänglichkeit des Beziehung. Das das Laub schon welk sei (vgl. V. 3), kann dies mit dem Tod in Verbindung gesetzt werden.Somit kann dies mit dem Bruch der Beziehung assoziiert werden. Auch dass ihr „Blick versargt“ (V. 4) kann mit dem Ende der Beziehung in Verbindung gebracht werden. Der Neologismus „versargt“ (ebd.) lässt sich von Sarg ableiten. Aus diesem Grund ist die Beziehung für das lyrischen Ich gestorben, da es kein Vertrauen durch den Betrug in seinen Partner hat. Auffallend an den ersten vier Versen ist, dass das lyrische Ich die Dinge detailliert beschreibt, was durch das genutzte Metrum des Trochäus unterstützt wird. Zudem lässt sich vermuten, dass das lyrische Ich keine Reaktion zeigt, da dieses nicht mit der Tat des Partners gerechnet hat, sondern völlig überrascht gewesen ist. Weitergehend steht die Konjunktion „Und“ (V. 5)  alleine in dem Vers. Somit herrscht eine Pause die den Schock des lyrischen Ichs untermauern, welcher danach von den „polternden Worten“ (V. 6) überrannt wird. Durch das Verb „hastet“ (V. 6) ist anzumerken, dass der Partner versucht dem lyrischen Ich die Situation zu erklären, diese Worte aber nicht überlegt sind und übereilt gewählt. Da diese „poltern“ (ebd.) lässt sich hinzufügen, dass das lyrische Ich durch den Schock die Worte gar nicht aufnehmen kann und es überfordert ist. Diese Überforderung löst den Wunsch in dem lyrischen Ich aus zu „Vergessen“ (V. 5).  Auch dieses Verb ist alleinstehend in dem Vers, somit ist der Wunsch die Situation zu vergessen sehr groß. An dem Verb „bröckeln“ (V. 7) wird deutlich, dass die Situation langsam von dem lyrischen Ich verarbeitet wird und der Zerfall der Beziehung auch ihm deutlich wird was durch die Interpunktion des Ausrufezeichens (vgl. V. 6) betont wird. Fortführend steht das Adjektiv „Frei“ (V. 7) alleine im nächsten Vers. Dies kann nun auf den Beziehungsstatus des lyrischen Ichs schließen. Allerdings kann es auch mit dem anschließenden Vers in Kontext gebracht werden: „Frei / Buhlt dein Kleidersaum“ (V. 6 f.).  Somit ist zu sagen, dass es sich um eine Frau handelt, an Hand des „Kleidersaum“ (ebd.),  die den Betrug begannen hat. Die Frau hat sich also selbstständig von ihrem Partner „Frei“ (ebd.) gemacht. Zudem sind durch den Betrug die Schenkel frei was durch das Wort „Schlenkrig“ (V. 8) zu erkennen ist. Auch hier werden Enjambements fort führend genutzt, was unterstreicht, dass das lyrische Ich verwirrt ist und seine Gedanken nicht bündeln kann.  Da jedoch die Frau noch das Kleid trägt, ist diese von ihren Gefühlen so überrannt, dass keine Zeit blieb sich vor dem Akt auszuziehen oder andere Zärtlichkeiten auszutauschen. Somit war es einfach „Drüber rüber!“ (V. 12).  Durch den Binnenreim wird deutlich, dass der Betrug unüberlegt war und nach kurzer Zeit gestört wurde, seitens des lyrischen Ichs. Auch die Interpunktion untermauert die Empörung und Wut die in dem Betrogenen sich aufbauen. Ebenfalls wird so dass Ende der Beziehung verdeutlicht. Auffallend an dem Gedicht ist jedoch, dass außer im letzten Vers der Binnenreim, sich nichts reimt. Daraus lässt sich schließen, dass das Ende der Beziehung schon länger bevor stand und das Paar auch nicht mehr zusammen gepasst hat. Schließlich macht der Binnenreim deutlich, was offensichtlich ist, nämlich der Betrug und die Vergänglichkeit der Liebe zweier Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass das lyrische Ich von den Handlungen seiner Frau vollkommen überrascht gewesen ist, was durch diverse Enjambement zum Ausdruck gebracht wird. Dessen Empörung und Wut auf den Betrug wird zumal durch die Interpunktion aber auch durch den Binnenreim deutlich.  Durch genutzte Neologismen wird zudem Bezug zur Vergänglichkeit und zum Tod hergestellt, was das Ende der Beziehung betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Untreu“ von August Stramm, welcher im Jahre 1915 veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Thematisch geht es um um das Auseinanderleben und Ende der Liebe, was an der Untreue einer Frau gegenüber dem lyrischen-Ich deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Untreu“ (V.0) lässt direkt auf das Thema des Gedichtes schließen und fasst den Inhalt dieses kurz zusammen. Der zu analysierende Text setzt mit den Worten des lyrischen-Ichs „Dein Lächeln weint in meiner Brust“(V.1) ein. Dabei wird durch das Pronomen „Dein“(ebd.) eine Person direkt angesprochen und wirkt dadurch sehr persönlich. Zudem kommt dadurch und durch „meiner“(ebd.) die vorliegende Ich-Perspektive zum Ausdruck. Die Personifikation „Dein Lächeln weint“(ebd.) unterstützt dabei die Aussage und zeigt dass die angesprochene Person und das lyrische-Ich sich sehr nahe zu stehen scheinen, da sie solche Emotionen miteinander teilen. Allerdings ist sie auch sehr Paradox, da das „Lächeln“(ebd.) ein Ausdruck der Freude ist, während „wein[en]“(ebd.) die Trauer der Person verdeutlicht und beides gleichzeitig zu sein nicht möglich ist. Außerdem scheinen die beiden sich zu vertrauen, da die Person in der „Brust“(ebd.) des lyrischen-Ichs und nicht am Arm oder ähnliches „weint“(ebd.). „Die glutverbissnen Lippen eisen / Im Atem wittert Laubwelk“(V.2f.). Dies spielt auf eine gewisse Erotik zwischen diesen beiden an, da ihre Lippen vom küssen „glutverbiss[...]en“(ebd.) sind. Doch „Dein Blick versargt / Und / Hastet polternd Worte drauf“(ebd.). 	Dies zeigt die negativen Seiten der Beziehung der beiden, genauso wie die Aussage des lyrischen-Ichs „Vergessen / Bröckeln nach die Hände“(V.7f.). Dass die andere Person eine Frau ist, erkennt man an dem Nomen „Kleidsaum“(V.10). Das Gedicht endet mit der Aussage „Schlenkrig / Drüber rüber“(V.11f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Beziehung des lyrischen-Ichs und einer Frau geschildert wird und diese am Anfang sehr gut und am Ende ziemlich schlecht verläuft.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Verg%C3%A4nglichkeit</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Vergänglichkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Verg%C3%A4nglichkeit"/>
				<updated>2018-11-25T15:15:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Vergleich der (inhaltlichen und sprachlich-formalen) Darstellung des Themas &amp;quot;Vergänglichkeit&amp;quot; in den beiden Gedichten von Gryphius und Benn (Stichwörter)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thematisiert Vergänglichkeit in der ganzen Welt alles Irdischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit der Städte, Wohnorte, Existenz der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Betrachtet am Ende des Gedichts die Existenz von Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Dem Menschen ist nicht bewusst, dass Gott nicht vergänglich sein kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Distanz der Menschen zum Ewigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachlich-Formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett (Merkmal der Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Festes Reimschema (Umarmender Reim, Schweifreim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metrum 6-hebiger Jambus (Regelmäßigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Versmaß (Alexandrina)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche, weibliche Kadenzen (betonen wichtige Fakten des Gedichts, Vergänglichkeit, Monotonie, Kreislauf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thesen/Antithesen getrennt durch Zäsur stellen Kontrast zur Vergangenheit/Zukunft her&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Akkumulationen verdeutlichen Bedeutung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Anaphern untermauern das Wissenslose der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Rhetorische Frage  untermauert die Scheinwelt der Betroffenen Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich erzählt objektiv, spricht für die Gesamtheit des Volkes, resignative Haltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Ansprache an das gesamte Volk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit/ Wertlosigkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Beispiel einer Obduktion um Bedeutungslosigkeit des Menschen darzustellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kontrast zwischen Mensch und Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Behandelt Mensch als ein Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Setzt den Fokus jedoch auf die Aster &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Tragisch, skurrile und brutale Erzählung  Wertlosigkeit des Menschen wird deutlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Die Frage des Überirdischen wird nicht betrachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Epoche Expressionismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Detaillierte Beschreibung eines Vorgangs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachlich-Formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Reimschema, verdeutlicht die skurrile und merkwürdige Stimmung im Gedicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Metrum “   “  Sachbericht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Viele Enjambements (gebrochene Prosa), setzt Fokus auf die Pflanze/Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Unterschiedliche Verslänge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zwei Reimpaare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Interpunktionen heben Bedeutungen hervor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche Kadenzen (unterstreicht Bedeutung von Mensch und Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich berichtet aus der Perspektive eines Arztes (Autor selber) veranschaulicht die Wertlosigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Ansprache an die Aster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Emotionslos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“, welches 1637 von Andreas Gryphius verfasst wurde und „Kleine Aster“, welches 1912 von Gottfried Benn verfasst wurde, weist viele Unterschiede im Hinblick auf Inhalt, Sprache und Form.&lt;br /&gt;
Zunächst ist auffällig, dass beide Gedichte das Thema Vergänglichkeit in den Vordergrund setzen, jedoch auf verschiedene Art und Weisen. Auf inhaltlicher Basis sind die Gedichte zu unterschiedlichen Zeiten verfasst bzw. veröffentlicht worden. Gryphius Gedicht wurde zur Zeit des Barocks verfasst und das Gedicht von Benn im Expressionismus. Gryphius Werk handelt von der Vergänglichkeit alles Irdischen in der ganzen Welt. Er spricht von der Vergänglichkeit von Städten (V.3); von der Existenz der Menschen und deren Wohnorte (V. 5f.). Alles was jemals gebaut wurde, wird irgendwann nicht mehr existieren. Um diesen Kontrast darzustellen, nennt er Beispiele aus der Vergangenheit und setzt diese mit der Zukunft in Kontrast. Gryphius vermittelt den Lesern den Zustand der Menschen zur Zeit des 30- jährigen Kriegs. Am Ende seines Gedichts thematisiert der Autor ein ganz neues Thema, nämlich die Distanz der Menschen zum Ewigen. Gryphius spricht davon, dass den Menschen nicht bewusst wird bzw. bewusst sein möchte, dass Gott der Ewige ist. Genau dieser Punkt ist der entscheidendste Unterscheid zu Benns Gedicht. Benn thematisiert ebenfalls die Vergänglichkeit, jedoch bezieht er sich ausschließlich auf den Menschen und deren Wertlosigkeit. Um dies deutlich darzustellen, verwendet er ein detailliertes Beispiel einer Obduktion. Zudem verdeutlicht er die Bedeutungslosigkeit der Menschen, indem er von einer „Kleinen Aster“ erzählt, die er im Gegensatz zum Menschen sehr in den Vordergrund stellt und somit mehr Wert für sie zeigt. Der Kontrast zwischen Pflanze und Mensch soll die Wertlosigkeit verstärken. Zudem behandelt das lyrische Ich den Menschen wie ein Objekt, wohingegen Gryphius die ganze Welt betrachtet. Benns Gedicht ist auf tragische, skurrile und brutale Art verfasst, wohingegen das andere Gedicht sehr emotional geschrieben ist, wodurch Ängste und Werte beschrieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die Form der Gedichte, zeigt sich im Gryphius eine klare und geordnete Struktur. Das Gedicht besteht aus vier Strophen mit jeweils vier Versen in den ersten beiden Strophen und drei Versen in den letzten beiden Strophen. Dieser Aufbau ist identisch zu einem Sonett, welche im Barock sehr oft verwendet wurden. Zudem besteht ein festes Reimschema, welches aus zwei umarmenden Reimen und zwei Schweifreimen aufgebaut ist. Diese klare Struktur verweist deutlich auf den Inhalt des Gedichts, welcher ebenfalls sehr strukturiert aufgebaut ist und somit die Vergänglichkeit zum Ausdruck bringt. Zudem wird die klare Struktur anhand des Metrums, der 6-hebige Jambus auch als Alexandriner zu bezeichnen, deutlich. Deutliche Männliche und Weibliche Kadenzen die einen Vers abschließen und somit eine Art Monotonie darstellen. Die Monotonie wird anhand der Kontraste in Vers 1-6 deutlich, da Vergangenheit und Zukunft antithetisch gegenübergestellt werden und von einer Zäsur getrennt werden. Die Wiederholung der Kontraste entwickeln eine Art Kreislauf, in dem immer wieder die Dramatik dargestellt wird. Benns Gedicht hingegen, zeigt den totalen Kontrast. Dieses Gedicht ist sehr einfach gehalten, indem es keine Strophen sowie Reimschema oder Metrum gibt, die die Skurrilität und Brutalität des Gedichts ausmachen. Interpunktionen, wie Punkte und Ausrufezeichen, verdeutlichen ebenfalls die Wertlosigkeit des Menschen und die gegensätzliche Bedeutung der Pflanze. Nur zwei Reimpaare sind im gesamten Gedicht zu finden, welche sich jeweils auf die Leiche und die Aster beziehen. Das strukturlose und brutale wirkt sehr emotionslos im Gegensatz zu Gryphiusˋ Gedicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sprache ist zu sagen, dass Gryphius sowie Benn, der Zeit entsprechend, Überschriften gewählt haben. Die Sprache verdeutlicht ebenfalls die Perspektive des lyrischen Ichs. In Gryphius Gedicht spricht das lyrische Ich zu Beginn eher objektiv und schildert die Probleme in der ganzen Welt. Er spricht das gesamte Volk an. Nachher jedoch wird er persönlicher und zeugt von einer resignativen Haltung, da die Interjektion „Ach“(V.11) von Verzweiflung jedes Einzelnen zeugt. Sprachliche Mittel wie zum Beispiel Anaphern, Akkumulationen oder rhetorische Fragen, verdeutlichen die Bedeutung der Vergänglichkeit, sowie das Wissenslose der Menschen. In Benns Gesicht spricht das lyrische Ich fortlaufend aus der Ich- Perspektive  und setzt somit die Kontraste der zwei Protagonisten in den Vordergrund. Bei Benn wird die Handlung der Obduktion detailliert geschildert und zeugt somit von einem Sachbericht. Das Gedicht hat zudem unterschiedlich lange Verse und zeugt durch viele Enjambements die Unordnung und Wertlosigkeit des Menschen. Am Ende des Gedichts bezieht sich der Autor ausschließlich auf die Aster, die sie nach Ähnlichkeit einer Beerdigung verabschiedet, indem er sagt: „Ruhe sanft,/kleine Aster!“(V.13f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, das in beiden Gedichte einige Gemeinsamkeiten auf inhaltlicher Ebene vorhanden sind. Beide stellen das Thema Vergänglichkeit von Irdischen Dingen in den Vordergrund, während Gryphius auf emotionalerer Ebene die Dramatik darstellt. Im tieferen Bereich, Sprache und Form, sind einige deutliche Unterschiede direkt erkennbar. Reimschema, Metrum und sprachliche mittel waren in beiden Gedichten unterschiedlich vertreten und somit die Bedeutung der Form und des Themas darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“, welches von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks verfasst wurde, und „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn zur Zeit des Expressionismus verfasst wurde, thematisieren beide die irdische Vergänglichkeit. Jedoch weisen die beiden in dieser Hinsicht weitgehende Unterschiede in Inhalt und Sprache auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Inhalt, ist die grundlegende Thematik beider Gedichte zwar die Vergänglichkeit, jedoch fällt dabei direkt auf, dass Benn diese Vergänglichkeit alleinig auf Lebewesen bezieht, während Gryphius auch Objekte und somit alles Irdische mit einbezieht, was beispielsweise in „kein Erz, kein Marmorstein“((G) V. 7) deutlich wird. In dieser Hinsicht geht Benn zwar nur auf den Menschen und eine Blume ein, akzentuiert dabei jedoch viel eher die Wertlosigkeit eines einzelnen Menschenleben, als die allgemeine Vergänglichkeit im allumfassenden Sinne. Benn setzt so das Leben einer Blume, um die er in „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“((B) V. 14 f.) trauert, über das eines Menschen. Hier wird so besonders der Einfluss der Zeit deutlich, in der die Identität und der Charakter der Menschen durch die Industrialisierung immer mehr an Wert verloren hat, sodass ein Mensch vielmehr Arbeiter als Individuum war. Da dieser Einfluss im Barock noch nicht mitspielte, lässt sich diese historische Begebenheit als Ursache dieser inhaltlich verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Auffallend ist dabei jedoch auch die Darstellung der inhaltlichen Aspekte. Bei Benn fällt so seine eher berichtende Dichtungsform auf, die die Endgültigkeit seiner Aussagen unterstreicht, wodurch auch die Vergänglichkeit bei ihm als etwas Unveränderliches Endgültiges anklingt. Gryphius hingegen lässt diesen Punkt ein wenig offen, was unter anderem an den weiblichen Kadenzen, aber auch besonders in den Worten „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“((G) V. 14) deutlich wird. Hierbei klingt noch eine gewisse Hoffnung des lyrischen Ichs mit, indem es Gott als ewig betrachtet und die Vergänglichkeit somit doch nicht schlussendlich ist. Seine Worte weisen jedoch darauf hin, dass die Menschen das Göttliche nicht sehen wollen. Somit denkt dieses lyrische Ich tiefgreifend über den Sinn des Lebens nach und erkennt so einen Kreislauf des Lebens, während das andere lyrische Ich den Sinn der Vergänglichkeit nicht hinterfragt. Da es diese als unwichtig ansieht, ist für es weiteres Hinterfragen also nebensächlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezieht man die inhaltlichen Aspekte auch auf die sprachlich-formale Ebene, so fällt auf, dass Benn die Vergänglichkeit eines Menschen durch sehr brutale, emotionslose Sprache, wie in „auf den Tisch gestemmt“((B) V. 1), ausdrückt, während Gryphius lyrisches Ich sehr resignativ ist und in diesem Sinne auch eher metaphorisch traurig spricht. So werden bei Gryphius Gedicht Emotionen deutlich, indem das lyrische Ich sich indirekt auch über seine zwangsläufige Vergänglichkeit bewusst wird. Somit zeigt die Sprache, dass das eine lyrische Ich der menschlichen Vergänglichkeit sehr emotional gegenübersteht, während Benns lyrisches Ich nahezu abgeneigt wirkt und kein enges Verhältnis zu Menschen pflegt. Unter anderem zeugt hier auch die mehrfache Verwendung des Personalpronomens &amp;quot;Ich&amp;quot; durch Benns lyrisches Ich davon, dass dieses eher Ich-fokussiert ist und für ihn andere Menschen bedeutungslos sind. Dies wird auch in der berichtenden Schreibweise Benns deutlich, die Distanz zum Geschehnis schafft. Sein Gedicht hat weder Reimschema noch Metrum, wohingegen Gryphius Gedicht ein Sonett darstellt, welches den Sinn der Vergänglichkeit unterstreicht. Hier wird in der Regelmäßigkeit des Reimschemas und der Antithetik des Alexandriners der Kreislauf des Lebens wiedergespiegelt, also das Werden und Vergehen des Irdischen. Eben diese Tatsache drückt Gryphius durch Monotonie in Form und Sprache aus, was die Resignation des lyrischen Ichs auslöst, da es sich seiner eigenen Vergänglichkeit indirekt bewusst wird, was bei Benns lyrischem Ich nicht der Fall ist. Die metaphorische Sprache, die hier vorliegt, lässt sich dabei in Benns Gedicht nur in den letzten Versen auffinden, in denen das lyrische Ich den Menschen als eine Art Grab für die Aster nutzt ((B) vgl. V. 13 f.). Hier wird also deutlich dass das lyrische Ich ironischerweise nur der Pflanze, nicht aber dem Menschen hinterher trauert, wohingegen in Gryphius Text jegliche irdische Dinge als für das lyrische Ich bedeutsam, aber als für die gesamte Welt unbedeutend gelten. Somit wird zwar die Unbedeutsamkeit eines Individuums auch bei Gryphius zur Thematik, jedoch in völlig anderem Kontext und mit wesentlich mehr Emotionen im Hintergrund. So spricht dieser den Leser auch konkret an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend weisen Gryphius und Benns Gedichte auf inhaltlicher oberflächlicher Ebene einige Gemeinsamkeiten auf, die jedoch in ihrer Tiefe wesentliche Unterschiede beinhalten. So thematisieren beide die Vergänglichkeit irdischer Dinge, insbesondere die des Menschen. Gryphius jedoch stellt diese viel emotionaler dar, was sich im Klagegrundton des lyrischen Ichs widerspiegelt. Benns lyrisches Ich hingegen lässt die Vergänglichkeit der Menschen kalt, wodurch es sich auch nicht weiter nach dem Sinn fragt. In Gryphius Gedicht klingt jedoch häufig noch eine gewisse Hoffnung mit, die in Gott gesehen wird, der ewig ist. Eben diese Hoffnung drückt sich dabei auch im Gegensatz zu Benns Sprache in den oftmals genutzten Bildern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonnet „Es ist alles eitel“ geschrieben von Andreas Gryphius und das Gedicht „Kleine Aster“ verfasst von Gottfried Benn, thematisieren die irdische Vergänglichkeit. Trotz der gemeinsamen Thematik unterscheiden sich die beiden Gedichte jedoch fundamental in Inhalt und Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf inhaltlicher Ebene lässt sich bereits die Differenz in der Thematik erkennen. Gryphius behandelt die Vergänglichkeit alles Irdischen auf der Welt, wie zum Beispiel die der Städte (vgl. V.3), der Natur (vgl. V.7) und die der Menschen (vgl. V.6). Benn hingegen legt seinen Fokus eher auf die Vergänglichkeit der Menschen und behandelt zur Veranschaulichung eine Obduktion eines „ersoffenen Bierfahrers“ (V.1) und untermauert die damit verbundene Wertlosigkeit eines Menschen. Diese Wertlosigkeit wird durch den pietätslosen Umgang mit der Leiche untermauert, da der Leichnam „auf den Tisch gestemmt“ (V.1) wird, wodurch ebenfalls zum Ausdruck kommt, dass er von dem lyrischen Ich entmenschlicht und als Objekt betrachtet wird. Ebenso wird durch den unbestimmten Artikel „Ein“ (ebd.) die Leiche von dem lyrischen Ich entindividualisiert, da sie nur eine von vielen ist. Durch dies wird besonders der Einfluss der Epoche des Expressionismus hervorgehoben, in der die Identität des Menschen aufgrund der Industrialisierung immer mehr an Wert verlor, sodass folglich ein Mensch zum Arbeitstier wurde. Diese Auffassung gab es zu Zeiten des Gedichtes von Gryphius noch nicht, daher lassen sich die verschiedenen Epochenmerkmale als Beweggrund der verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Durch den eher berichtenden Charakter des Gedichtes kommt zum Audruck, dass Benn die Vergänglichkeit als unausweichlich sieht, wodurch sich das emotionslose Handel des lyrischen Ichs bekräftigen lässt. In Gryphius Gedicht entsteht jedoch durch den letzten Vers &amp;quot;Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten&amp;quot; (V.14) ein gewisser Hoffnungsfunke, da das lyrische Ich Gott als Ewig anerkennt und die Vergänglichkeit doch nicht unausweichlich erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf sprachlich-formaler Ebene lassen sich einige Unterschiede der beiden Gedichte erkennen. Gryphius Gedicht umfasst einen sechshebigen Jambus und den epochentypischen Alexandriner. Der immerzu gleichbleibende Rhythmus untermauert den monotonen und resignativen Grundton des lyrischen Ichs. Benns Gedicht ist im Gegensatz dazu eher einfach gehalten, da es kein einheitliches Reimschema sowie Metrum aufweist. Dadurch erinnert das Gedicht eher an einen Bericht, wodurch die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs hervorgehoben wird. Des Weiteren ist die von Benn eher emotionslose und gar brutal verwendete Sprache auffällig, welche durch den Paarreim „gestemmt“ (V.1) „geklemmt“ (V.3) zum Ausdruck gebracht wird und ebenfalls den pietätslosen Umgang des obduzierenden Arztes und seiner damit verbundenen Gleichgültigkeit in Bezug auf die Leiche untermauert. Gegensätzlich dazu spricht das lyrische Ich aus „Es ist alles Eitel“ eher resignativ über die Vergänglichkeit, da es sich bewusst wird, dass die Vergänglichkeit ein unausweichlicher Prozess ist und man „nur Eitelkeit auf Erden [sieht]“ (V.1). Auf sprachlicher Ebene stellt sich also heraus, dass das lyrische Ich sehr emotional, wenn auch resignativ über die Vergänglichkeit spricht, was sich ebenfalls in dem Seufzer „Ach“ (V. 11) erkennen lässt. Gegensätzlich dazu steht das lyrische Ich in dem Gedicht „kleine Aster“ eher gleichgültig gegenüber dem Toten und steht in kein Verhältnis zu diesem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Gedichte die Thematik der Vergänglichkeit und besonders die der Menschen behandeln, sie sich jedoch grundlegend im Kern unterscheiden. Das lyrische Ich in „Kleine Aster“ steht der Vergänglichkeit der Menschen eher emotionslos gegenüber, wodurch das Gedicht wie ein sachlicher Bericht wirkt, während Gryphius' lyrisches Ich sehr emotionalisiert ist und sich in einer Interjektion sowie rhetorischen Frage zu der Thematik äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gryphius „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit im Allgemeinen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Vergänglichkeit Materialien, alles was der Mensch aufgebaut hat, der Mensch selber, Werte (Ruhm, Geld etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fragestellung: Was ist wirklich wichtig? Was ist ewig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 14 Verse, eingeteilt in 4 Strophen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ 1./ 2. Strophe jeweils 4 Verse, jeweils umarmender Reim; 3./ 4. Strophe jeweils 3 Verse, bilden einen Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Rhythmus: Alexandriner → 6- hebiger Jambus mit Zäsur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Interpunktionen verdeutlichen Zäsur; Gegensätze werden beschrieben, die Vergänglichkeit betonen (vgl. V. 2+3++5+6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Benn „Kleiner Aster“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit des Menschen als ein Individuum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wertlosigkeit des Menschen/ emotionsloser Umgang dargestellt durch: Verben, die pietätlosen Umgang beschreiben; Enjambement, der Prozess einer Obduktion sachlich beschreibt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aster nimmt eine höhere Bedeutung eingeteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Emotionen z.B. durch Ausrufe dargestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, keine Strophen (evtl. Sinnabschnitte: V. 1-3; 4- 12; 13- 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein festes Reimschema; Ausnahme: V. 1+3 → Betonung pietätloser Umgang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Entpersonalisierung durch fehlende Pronomen (z.B. V. 12), Indefinitpronomen (V. 1+2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung (z.B. V. 2+3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- sachliche Beschreibung (Enjambement): Gleichgültigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welches im Jahr 1637 verfasst wurde und der Epoche des Barocks zuzuordnen ist, und „Kleine Aster“ von Gottfried Benn, welches im Jahr 1912 verfasst wurde und dem Expressionismus zuzuordnen ist, thematisieren die Vergänglichkeit. Beide Gedichte weisen trotz der selben Thematik wesentliche Unterschiede auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Benns Gedicht thematisiert das Gedicht von Gryphius die Vergänglichkeit im Allgemeinen. Historisch gesehen basiert das Gedicht auf dem 30- jährigen Krieg. Wesentliche Elemente des Vanitas- Gedankens, memento mori und carpe diem, findet man deswegen in dem Gedicht wieder. Man lebte mit dem Gedanken, dass jeder Tag der letzte sein könnte. Die ersten beiden Strophen beinhalten Gegenüberstellungen (vgl. V. 2+3+5+6), die veranschaulichen, dass nichts so bestehen bleibt, wie man es erschaffen hat bzw. wie man es kennt. Einerseits ist damit die Zerstörung und Vergänglichkeit gemeint (vgl. V. 2+5+6), andererseits wird auch die Hoffnung auf Frieden zum Ausdruck gebracht (vgl. V. 3). In den letzten beiden Strophen wird die Bedeutung des Lebens hinterfragt und ob das, was man für wichtig hält, tatsächlich von hoher Bedeutung ist. Schließlich kommt das lyrische Ich zu dem Entschluss, dass das „was ewig ist, kein einig Mensch betrachte[t]“ (V. 14). Hier wird auf das Überirdische angespielt, also auf Gott, und dass dieser ewig ist.&lt;br /&gt;
Benns Gedicht thematisiert die Vergänglichkeit des Menschen als ein Individuum. Während der Epoche des Expressionismus, ca. 1910- 1925, wurden die Menschen durch die zunehmende Industrialisierung und Verstädterung verunsichert. In Benns Gedicht wird die Bedeutungslosigkeit des Menschen durch den emotionslosen Umgang eines Pathologen mit einer Leiche veranschaulicht. Dazu kommt, dass dieser eine emotionale Bindung zu einer Aster aufbaut, die er in der Leiche findet. Diese Gegenüberstellung, dass eine Blume eine höhere Bedeutung hat als ein Mensch, betont die Bedeutungslosigkeit des Menschen um ein weiteres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum formalen Aspekt ist bei Gryphius' Gedicht zu sagen, dass es sich um ein Sonett handelt. Dabei ist eine festgelegt Form vorzufinden: Das Gedicht ist in vier Strophen eingeteilt, die ersten beiden haben jeweils vier Verse und die beiden letzten haben jeweils drei Verse. Die ersten beiden Strophen bilden dabei jeweils einen umarmenden Reim und die letzten beiden eine Schweifreim. Bei dem Metrum handelt es sich um einen Alexandriner, also einem sechshebigen Jambus mit einer Zäsur, mit abwechselnd männlichen und weiblichen Kadenzen. Die Regelmäßigkeit und feste Form kann man so deuten, dass die Zerstörung durch den Krieg ein zu der Zeit ein Dauerzustand war. Zur Sprache ist zu sagen, dass die Zäsuren durch ein Komma hervorgehoben werden, was zusätzlich die Funktion hat, die Gegenüberstellungen und damit die Vergänglichkeit zu verdeutlichen (vgl. V. 2). Die Verwendung von Metaphern „Schatten, Staub und Wind“ (V. 12) dienen auch zur Veranschaulichung der Vergänglichkeit. &lt;br /&gt;
Bei Benns Gedicht sind kein Reimschema, kein Metrum und keine Strophen vorhanden. Dies betont die Orientierungslosigkeit der Menschen zur Zeit der Industrialisierung. Der pietätlose Umgang mit der Leiche wird unter anderem durch die Verben „gestemmt“ (V.1) und „geklemmt“ (V. 3), die in dem ganzen Gedicht zur Betonung den einzigen Reim bilden, beschrieben. Fehlende Pronomen (vgl. V. 12) und Indefinitpronomen (vgl. V. 1+2) verdeutlichen die fehlende Identität des Menschen sowie die sachliche Beschreibung der Obduktion (vgl. V. 4 ff.) die Gleichgültigkeit betont. Die emotionale Bindung zu der Aster wird durch Ausrufe (vgl. V. 13 ff.) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Thematik der Vergänglichkeit in den unterschiedlichen Epochen, basierend auf den unterschiedlichen historischen Ereignissen, jeweils anders interpretiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den vorliegenden Texten handelt es sich um das Gedicht „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahr 1637 in der Literaturepoche des Barock, sowie das Gedicht „Kleine Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahr 1912 in der Literaturepoche des Expressionismus. Im Folgenden wird die Darstellung des Themas „Vergänglichkeit“ an Hand von Inhalt, Form und Sprache verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich handelt das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius vom Dreißigjährigen Krieg und den Konsequenzen für die Menschen und das Land. Thema ist die Vergänglichkeit alles Irdischen. Das Gedicht „Kleine Aster“ von Gottfried Benn thematisiert die Vergänglichkeit des Individuums und handelt von einer Obduktion. In beiden Gedichten wird die Vergänglichkeit in Bezug auf den Tod und die Vernichtung dargestellt, jedoch beschränkt sich diese in „Kleine Aster“ auf die Nichtigkeit eines einzelnen Individuums, während in „Es ist alles eitel“ die gesamte Menschheit sowie alles Materielle miteinbezogen werden. Dies wird ebenso in der Struktur des Gedichtes deutlich. Das lyrische Ich gibt in „Es ist alles eitel“ zunächst die Zerstörung des Materiellen und allen Lebens in Form von Städten oder der Natur wieder, bis es schließlich auf die Vergänglichkeit des Individuums eingeht und zur Erkenntnis gelangt, dass nur das Überirdische bestand hat, während sich das lyrische Ich in „Kleine Aster“ nur der Nichtigkeit des einzelnen Individuums zuwendet. Ein weiterer Kontrast ist auch in der Atmosphäre der Gedichte zu finden. Das lyrische Ich ist in Gryphius‘ Gedicht resignativ in Bezug auf die Vergänglichkeit, während sich das lyrische Ich in Benns Gedicht distanziert und nahezu emotionslos mit der Thematik auseinandersetzt. Weiterhin ist auch die Vergänglichkeit in Bezug auf die Ausgangssituation der Gedichte zu betrachten. In „Es ist alles eitel“ ist die Ausgangssituation der Dreißigjährige Krieg unter dem die Menschen leiden. Obwohl der Krieg in der Entstehungszeit des Gedichtes bereits über ein Jahrzehnt bestritten wurde, so besteht weiterhin immer noch die Hoffnung auf ein nahendes Ende des Krieges. In „Kleine Aster“ ist es allerdings so, dass das lyrische Ich einen Pathologen/eine Pathologin im Berufsalltag verkörpert. In diesem Beruf ist man über mehrere Jahre lang nahezu täglich mit dem Tod konfrontiert, was sich in sofern auch auf das Verhältnis zwischen dem lyrischen Ich und der Leiche auswirkt, da das lyrische Ich die Leiche nicht als Individuum wahrnimmt, sondern als Objekt der Arbeit. Nicht zuletzt bildet auch die Interpretation des Inhalts ein Unterschied zwischen den Gedichten. „Es ist alles eitel“ lässt sich in Bezug auf die Beständigkeit des Überirdischen interpretieren, während in „Kleine Aster“ die Beziehung zwischen lyrischem Ich, der Leiche und der Aster von Bedeutung ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Form unterscheidet sich die Darstellung der Vergänglichkeit. Zur Form generell lässt sich festhalten, dass „Es ist alles eitel“ in der Sonettform verfasst wurde und über ein Reimschema (umarmender Reim und Schweifreim) sowie ein Metrum und geordnete Kadenzen verfügt. '''(innerer Zusammenhang der Strophen, Bruch Q. und T.)'''. Alles in allem lässt sich das Gryphius‘ Gedicht somit als regelmäßig kennzeichnen. Weiterhin unterstreicht beispielsweise der Alexandriner als Metrum mit der Mittelzäsur die Antithetik zu Beginn des Gedichtes. Im Gegensatz dazu sind bei Benns Gedicht ein freier Rhythmus, keine eindeutigen Kadenzen und Reimlosigkeit vorhanden. Darüber hinaus besteht das Gedicht aus einer einzelnen Strophe, die sich in zwei Sinnabschnitte gliedern lässt. Auch die länge der Verse ist unregelmäßig. Zusammenfassend stützt jedoch dieses unregelmäßige Muster den oftmals paradoxen Inhalt des Gedichtes und verstärkt die klimaxartige Steigerung des Inhalts. '''(Emotionslosigkeit und Un-/Regelmäßigkeit ergänzen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sprache ist zu sagen, dass beide Verfasser Alltagssprache bzw. Benn auch zeitweilig Umgangssprache verwenden '''(Beispiele ergänzen)'''. Einzelne Begriffe wie beispielsweise „jetzund“ („Es ist alles eitel“ V. 3) und „Bierfahrer“ („Kleine Aster“ V. 1) zeugen von dem Zeitalter in welchem die Gedichte verfasst wurden. Aus der Sprache lässt sich jedoch weiterhin die Perspektive des lyrischen Ichs ablesen. Das lyrische Ich in „Kleine Aster“ stellt das Geschehen ähnlich wie einen Bericht in neutralem Ton dar. Das Personalpronomen „Ich“ wird im Gedicht nicht erwähnt, genauso wie wenige andere persönlichen Angaben bzw. Ansichten, wodurch das lyrische Ich wie ein Beobachter wirkt, der jedoch subjektiv auf die Dinge hinabschaut. In „Kleine Aster“ ist im Kontrast dazu häufiger das Personalpronomen „Ich“ zu finden. Dieser Umstand und die Tatsache, dass das lyrische Ich seine Taten beschreibt und indirekt mit der Aster spricht, sorgen dafür, dass das lyrische Ich in der Handlung emotional und persönlich erscheint, jedoch nicht in Bezug auf die Leiche. '''(Brutalität der Sprache in Benns Gedicht)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Vergänglichkeit in beiden Gedichten unterschiedlich dargestellt wird. Gryphius beschränkt sich in seinem Gedicht auf eine objektive Darstellung der Vergänglichkeit des Irdischen, repräsentiert durch die Folgen des Krieges. Benn nutzt eine emotionale Darstellung der Vergänglichkeit in Form des Todes eines Individuums. Gemeinsamkeiten in beiden Gedichten sind zum einen die Thematik Vergänglichkeit und zum anderen die Konformität zwischen Form und Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(mehr Zitate)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Andreas Gryphius: „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Barrocks, 30-jähriger Krieg: Sehr von Unzufriedenheit und Krieg geprägt → Damit ist die Vergänglichkeit verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Selbstkritisch: Es ist des Menschen Schuld, dass er und alles andere Irdische vergänglich ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Alexandriner (6 hebiger Jambus) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Quartette, 2 Terzette : ein Sonett (typisch für Barockzeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gottfried Benn: &amp;quot;Kleine Aster&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Expressionismus: rasanter technischer Fortschritt damit verbunden eine Reizüberflutung uns daraus resultierend eine Orientierungslosigkeit der Menschen → Entmenschlichung der Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Mensch kann nichts für seine Vergänglich, das ist Alltag und somit natürlich und normal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Keine Strophen, kein Metrum  → verdeutlicht die Skurrilität des Gedichts und damit die Orientierungslosigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausformulierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“ ,von Andreas Gryphius, und „Kleine Aster“, von Gottfried Benn, weisen sowohl Gemeinsamkeiten, als auch Unterschiede auf, welche im Folgenden näher erläutert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu aller Erst muss erwähnt werden, dass die beiden Gedichte in Bezug zum Thema „Vergänglichkeit“ verglichen werden, da sich beide Gedichte damit befassen. So ist das Thema des Gedichts von Gryphius die Vergänglichkeit alles irdischem im Allgemeinen und das Thema des Gedichts von Benn die Vergänglichkeit des Menschen. „Es ist alles eitel“ ist ein eher selbstkritisches Gedicht, welches die Schuld für die Vergänglichkeit den Menschen selbst gibt. Es sei also des Menschen Schuld, dass er und alles andere Irdische vergänglich ist. Begründet wird dies mit dem historischen Hintergrund, zu dieser Zeit. Das Gedicht wurde 1637 geschrieben, in der Epoche des Barrocks. Gottfried schrieb es während des dreißig-jährigen Krieges, die Zeit war von Unzufriedenheit geprägt. Die Vergänglichkeit von der im Gedicht die Rede ist kann man auf den Krieg zurückführen, so nutzte Gryphius sein Gedicht um der Welt seine Meinung mitzuteilen. Gottfried Benn im Gegensatz dazu, hat sein Gedicht im Jahr 1912 geschrieben, in der Literaturepoche des Expressionismus. Dort gab es einen rasanten technischen Fortschritt, damit verbunden eine Reizüberflutung und eine Orientierungslosigkeit der Menschen. Dadurch fand eine Entmenschlichung der Welt statt, womit wieder Bezug zum Thema seines Gedichts hergestellt wird. Inhaltlich geht es in Benns Gedicht um eine Obduktion, sie wird vom lyrischen Ich durchgeführt, welches somit einen Gerichtsmediziner verkörpert. Für das lyrische Ich ist es Alltag und in Bezug zum Thema „Vergänglichkeit“ ist es normal und der Mensch ist nicht verantwortlich dafür.&lt;br /&gt;
Zur Form der beiden Gedichte ist zu sagen, dass „Es ist alles eitel“ ein Sonett ist. Das war für die Epoche des Barrocks ein typisches Merkmal. Ein Sonett besteht aus zwei Quartetten (ein Quartett ist eine Strophe mit vier Versen) und zwei Terzetten (ein Terzett ist eine Strophe mit drei Versen). Das vorliegende Metrum ist ein sechs-hebiger-Jambus, ebenfalls ein Merkmal der Barrockzeit. Dies wirkt alles sehr geordnet, ganz anders ist es im Gedicht „Kleine Aster“, hier liegen weder Strophen noch ein Metrum vor, dies verdeutlicht die Skurrilität des Gedichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kann man sagen, dass die beiden Gedichte sich in etwa mit dem gleichen Thema beschäftigen, jedoch anders damit umgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Gryphius: Vergänglichkeit alles Existierenden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	direkt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	lyrisches Ich stellt Leben/Welt infrage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	V.12: einzige Ausnahme der Vergänglichkeit das Übersinnliche -&amp;gt;Hoffnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       Benn stellt Vergänglichkeit anhand eines Beispiels im Leben eines Pathologen dar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	durch Antithesen und Thesen wird Gedicht zu Beweis, dass die Behauptung alles sei vergänglich, richtig sei -&amp;gt; unterstützt durch Beispiele der Vergänglichkeit (Städte, Erz/Marmorstein, Glück, Ruhm etc.) die argumentative Wirkung haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett: zwei Quartette + zwei Terzette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Quartette: umarmender Reim, Alexandriner (6-hebiger Jambus mit Zäsur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Terzette: Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	monotone, regelmäßige Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Benn: Vergänglichkeit des Menschen Wert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	indirekt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	brutale/emotionslose Darstellung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Aster, die für das lyrische Ich Hoffnung darstellt, wird begraben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	freier Rhythmus, kein Reimschema -&amp;gt; losgelöst, trotzdem routiniert (V.4-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	eine Strophe, 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	hoffnungslose/verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius´ Sonett „Es ist alles eitel“ aus der Zeit des Barock, sowie das Gedicht „Kleine Aster“ geschrieben von Gottfried Benn aus der Epoche des Expressionismus thematisieren beide den Aspekt der Vergänglichkeit auf unterschiedliche Art und Weise. Im Folgenden werden die beiden Gedichte auf den Aspekt der Vergänglichkeit, sowie auf formal-sprachlicher Ebene verglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett von Gryphius behandelt die Thematik der Vergänglichkeit in Bezug auf alles Irdische, das auf der Welt existiert, was durch den ersten Vers „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (Gryphius, V.1) deutlich wird. Somit stellt das lyrische Ich fest, dass alles auf der Welt vergänglich ist. Weder Materielles, von Menschen Erbautes wie beispielsweise „Städte“ (Gryphius, V.3) sind davon ausgeschlossen, noch Dinge, die „prächtig blüh[n]“ (Gryphius, V.5), womit nicht ausschließlich die Natur gemeint ist, sondern auch der Mensch. Ebenso betroffen davon seien „Erz“ (Gryphius, V.7) und „Marmorstein“ (Gryphius, V.7), sowie „[d]er hohen Taten Ruhm“ (Gryphius, V.9). Es wird also nicht nur die Vergänglichkeit des Materiellen behandelt, sondern auch die des Individuums, sodass gesagt werden kann, dass in Gryphius Sonett die Vergänglichkeit allumfassend thematisiert wird. In „Es ist alles eitel“ wird ebenfalls die Eitelkeit behandelt, jedoch nur in Bezug auf den Wert des Menschen. Dies wird vor allem bei dem Umgang des lyrischen Ichs mit der Aster deutlich. Untermauert wird dies unter anderem an dem verniedlichenden Ausdruck „Kleine Aster“ (Benn, Titel) und daran, dass das lyrische Ich die Aster in einem Menschen beerdigt und ihr somit mehr Wert zuschreibt als der Leiche, der vor es liegt. Diese wird als „Vase“ (Benn, V.13) missbraucht und verdeutlicht somit, dass der Wert des Menschen ebenfalls vergänglich ist, da es in „Es ist alles eitel“ als ein Objekt genutzt wird. Zudem lässt sich sagen, dass der Mensch als Individuum in beiden Gedichten eine Rolle spielt. Da es sich bei Benns lyrischem Ich um einen Pathologen handelt, der während einer Obduktion entscheidet die Aster in der Leiche zu begraben, lässt sich feststellen, dass die Vergänglichkeit des Menschen in diesem Gedicht indirekt herausstellen lässt, während das Sonett aus der Zeit des Barock die Vergänglichkeit direkt anspricht und sie thematisiert, was sofort im ersten Vers deutlich wird (vgl. Gryphius ebd.). Zudem stellt Benn die Vergänglichkeit im alltäglichen Leben dar und welcher Form sie dort zu finden ist. Darüber hinaus lässt sich feststellen, dass die Position des lyrischen Ichs bezüglich dieser allumfassenden Vergänglichkeit in „Es ist alles eitel“ deutlich wird. Anhand von der Interjektion „Ach“ (Gryphius, V. 11) lässt sich sagen, dass das lyrische Ich resignativ und ergeben dem gegenüber steht und das Leben und die Welt infrage stellt, was deutlich wird in „Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten […)“ (Gryphius, V.11). Die Vergänglichkeit des Wert eines Menschen hingegen wird in „Kleine Aster“ jedoch primär durch den pietätlosen Umgang mit der Leiche widergespiegelt.  Ein weitere Unterschied besteht darin, dass Gryphius Sonett, im Gegensatz du Benns Gedicht, einen Aspekt der Ewigkeit findet. Mit dem letzten Vers „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!“ (Gryphius, V.14) wird angedeutet, dass der Mensch sich vom einzig Ewigen der Welt abwendet. Es kann also gesagt werden, dass Metaphysisches wie Gott, das einzige ist das ewig weilen wird, der Mensch dies jedoch nicht als Hoffnung in einer Welt der Vergänglichkeit ansehe, sondern sich davon abwende. Der Aspekt der Ewigkeit in einer Welt der Vergänglichkeit wird in Benns Gedicht hingegen gar nicht thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die brutale und emotionslose Umgehensweise mit dem Menschen wird ebenfalls deutlich durch den freien Rhythmus, sowie durch das fehlende Reimschema und die fehlenden Kadenzen. Zudem handelt es sich bei „Kleine Aster“ um ein Gedicht mit ausschließlich einer Strophe mit 15 unterschiedlich langen Versen. Dies und die Enjambements verursachen die Wirkung eine sachlichen Berichts, die die Emotionslosigkeit in Bezug auf die Leiche unterstreicht. Zudem hebt die Wichtigkeit der Aster in diesem Kontext die Wertlosigkeit des Menschen, was unterstrichen wird durch die Sprache des Gedichts. Mit den groben und abwertenden Worten wie „ersoffen“ (Benn, V.1) und „gestemmt“ (Benn, V.1) wird dies nochmals deutlicher. Im Gegensatz dazu besteht das Sonett „Es ist alles eitel“ aus vier Strophen mit insgesamt 14 Versen, wobei die ersten beiden Quartette sind und die letzten beiden Strophen Terzetten. Die Quartette sind umarmende Reime, die die Regelmäßigkeit und die daraus resultierende Monotonie in Bezug auf die Vergänglichkeit verdeutlicht. Zudem handelt es sich hierbei um einen Alexandriner mit Zäsuren in den Quartetten. Die Gegenüberstellung von These und Antithese unterstreicht in diesem Zusammenhang nochmals die Resignation des lyrischen Ichs, sowie der ewige Kreislauf des Erschaffens und des Zerstörens. Die Terzette bestehen zudem aus einem Schweifreim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass „Es ist alles eitel“ und „Kleine Aster“ einige Gemeinsamkeiten im Punkt der Vergänglichkeit aufweisen. Jedoch thematisiert Benns Gedicht beispielweise ausschließlich die Vergänglichkeit in Bezug auf den Wert des Menschen, während Gryphius Sonett sich allumfassend damit befasst. Zudem lassen Form und Sprache darauf hinweisen, dass bei Benn Emotionslosigkeit in Bezug auf den Menschen deutlich wird, und dass bei Gryphius Resignation und Monotonie deutlich werden. Zudem lässt sich sagen, dass bei Gryphius die Vergänglichkeit direkt und bei Benn indirekt thematisiert werden. Zudem befasst Gryphius sich mit dem einzig Ewigem, nämlich dem Metaphysischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit auf alles Irdische bezogen (z.B. Vergänglichkeit der „Städte“ (V. 3), Vergänglichkeit des Menschen (vgl. V. 6), „kein Erz ,kein Marmorstein“ (V. 7), Vergänglichkeit von Werten z.B. „Der hohen Taten Ruhm“ (V. 9))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zuerst Vergänglichkeit des vom Menschen geschaffenen, dann Vergänglichkeit des Menschen selbst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit unter anderem symbolisiert durch Krieg, Zerfall der Städte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Mensch hält an dem vergänglichen fest (an dem was er kennt, das was er nicht kennt (Überirdisches bzw. Gott) will er nicht erkennen, darauf will keiner mehr achten (dies ist jedoch ewig) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Resignative / verzweifelte Haltung, da sich das lyrische Ich dessen bewusst ist, dass alles was es kennt (auch es selbst) vergänglich ist; durch emotionale Sprache &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonettform (zwei Quartette (je 4 Zeilen) und zwei Terzette (je 3 Zeilen)) -&amp;gt; insgesamt 14 Zeilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metaphorische Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Reimschema vorhanden (Terzette -&amp;gt; Schweifreim; Quartette -&amp;gt; umarmender Reim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Versmaß -&amp;gt; Alexandriner -&amp;gt; durch die Zäsur Betonung der Antithesen und somit auch der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Monotonie (eintöniger Klang des Gedichtes) -&amp;gt; die Vergänglichkeit findet immer statt (ist sozusagen Teil des Lebenszyklus` / ein ständiger Prozess); betont auch die Resignation des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit ausschließlich auf Lebewesen bezogen („Ruhe sanft / kleine Aster!“ (V. 14 f.), Leiche eines Bierfahrers (vgl. V. 1); &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Entmenschlichung des Bierfahrers, da er nur einer von vielen ist -&amp;gt; als Einzelner keine Bedeutung, ist nichtig; nach dem Tod wird vergessen, wer er war -&amp;gt; Vergänglichkeit seiner Person /des Menschen generell&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Durch Wortwahl und Verhalten des lyrischen Ichs gegenüber Aster und Leiche -&amp;gt; Herabsetzung des Menschen durch Brutalität, Gleichgültigkeit und Kälte (bedeutungslos, nichtig) und Darstellung der Signifikanz der Aster durch Emotionalität („Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V. 14 f.))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Fehlendes Reimschema, Metrum, berichtende Form (durch Verwendung des Präteritums) -&amp;gt; Objektivität und Kälte -&amp;gt; Emotionslosigkeit und Distanz des lyrischen Ichs gegenüber Leichnam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	15 Zeilen ohne feste Form / Strophen -&amp;gt; keine Gliederung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ausformulierung:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Gedichten „Es ist alles eitel“, welches von Andreas Gryphius in der Literaturepoche des Barocks verfasst wurde, und „Kleine Aster“ von Gottfried Benn, das zur Zeit des Expressionismus verfasst wurde, wird die Vergänglichkeit thematisiert. Dabei lassen sich allerdings Unterschiede auf inhaltlicher und sprachlich-formaler Ebene feststellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich fällt auf, dass Gryphius in seinem Gedicht das Thema der Vergänglichkeit auf alles Irdische bezieht, wohingegen Benn ausschließlich die Vergänglichkeit der Lebewesen aufgreift. Gryphius geht dabei konkret auf den Zerfall und die Vergänglichkeit des vom Menschen geschaffenen, also der „Städte“ (V. 3) und die Vergänglichkeit des Menschen selbst ein, was besonders die Aussage „[w]as jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) hervorhebt. Die Tatsache, dass tatsächlich alles Irdische vergänglich ist, wird ebenfalls in der Äußerung „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) deutlich. Des Weiteren geht er auf die Vergänglichkeit der menschlichen Werte, wie der „hohen Taten Ruhm“ (V. 9) ein, was nochmals untermauert, dass die Gesamtheit alles Irdischen vergänglich ist. Benn hingegen thematisiert lediglich die Vergänglichkeit der „kleine[n] Aster“ (V. 15), also der Natur, sowie die des „ersoffene[n] Bierfahrer[s]“ (V. 1), welche die der Menschheit repräsentiert. Zudem wird in Benns Gedicht dargestellt, dass der Bierfahrer lediglich einer von vielen ist, was durch den unbestimmten Artikel „Ein“ (V. 1) zu erkennen ist. Somit wird er nicht als Individuum angesehen und hat als solches im Gesamten keine große Bedeutung, da er nur einen kleinen Teil des Ganzen darstellt. Aufgrund dessen ist er nichtig und wird nach seinem Tod vergessen werden, was die Wertlosigkeit des menschlichen Lebens und die Vergänglichkeit seiner Person sowie generell die des Menschen verdeutlicht. Auch der indirekte Vergleich der Aster mit dem Menschen hebt dessen Nichtigkeit und Vergänglichkeit hervor, da die Aster jenem übergeordnet ist und in dem Gedicht insgesamt eine wichtigere Rolle spielt, weshalb er ihr auch als „Vase“ (V. 13) dient, wodurch er von dem lyrischen Ich entmenschlicht wird. Dadurch wird er verstärkt als nichtig und wertlos dargestellt. Außerdem wird die Wertlosigkeit des menschlichen Lebens in Benns Gedicht dadurch betont, dass im späteren Lauf nicht einmal mehr ein unbestimmter Artikel verwendet wird, um ihn zu erwähnen, denn dieser fehlt in der Aussage „als man zunähte“ (V. 12), was zudem die Distanz des lyrischen Ichs zu dem Menschen beziehungsweise der Leiche des Bierfahrers deutlich macht. Zudem ist auffällig, dass Gryphius in dem Gedicht „Es ist alles eitel“ auch das thematisiert, was ewig ist, da das lyrische Ich dort erläutert, dass keiner betrachten wolle, „was ewig ist“ (V. 14). Dies deutet an, dass die Menschen lediglich an dem festhalten, was sie kennen, also an dem Vergänglichen. Das Ewige, also Gott beziehungsweise das Überirdische wollen die Menschen nicht erkennen und beachten es nicht. In dem Gedicht Benns findet das Thema der Ewigkeit jedoch keinerlei Erwähnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf der sprachlich – formalen Ebene sind einige Unterschiede der Darstellung des Themas der Vergänglichkeit festzustellen. Dabei ist bereits auf den ersten Blick auffällig, dass das Gedicht Gryphius` in der sogenannten Sonettform verfasst ist, also aus zwei Quartetten zu je 4 Zeilen und zwei Terzetten zu je 3 Zeilen besteht, während in dem Gedicht Benns keine feste Form oder eine Gliederung in Strophen zu erkennen ist. Zudem liegt bei diesem Gedicht weder ein festes Reimschema, noch ein Metrum vor, was neben der Ähnlichkeit zu einem Bericht durch die Verwendung des Präteritums und der Objektivität des lyrischen Ichs auf die Distanz und Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs dem Bierfahrer gegenüber hinweist. Der Aster gegenüber verhält sich das lyrische Ich dahingegen beinahe liebevoll, was insbesondere durch den emotionalen Abschied dieser „Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V. 15) hervorgehoben wird, was ihre Signifikanz für das lyrische Ich untermauert. Durch diese Emotionalität der Aster gegenüber wird ein Kontrast zu der Gleichgültigkeit und Brutalität der Leiche gegenüber geschaffen, welcher erneut die Bedeutungslosigkeit des Menschen hervorhebt. Dies ist auch an der entwertenden Sprache der Leiche gegenüber zu erkennen, die beispielsweise durch das Adjektiv „ersoffener“ (V. 1) dargestellt wird. In dem Gedicht Benns ist jedoch neben der Sonettform auch ein festes Reimschema zu erkennen. In den Quartetten liegt dabei ein umarmender Reim und in den Terzetten ein Schweifreim vor. Bezüglich des Versmaßes liegen Alexandriner vor, welche aus sechshebigen Jamben bestehen und durch die sogenannte Mittelzäsur gekennzeichnet sind. Diese Zäsur betont die vorliegenden Antithesen und somit auch die Vergänglichkeit des beschriebenen Irdischen. Die gleichmäßigen Jamben wirken dabei monoton, was den Lebenszyklus als ständigen Prozess des Lebens und Sterbens andeutet. Somit wird hervorgehoben, dass jedes Lebewesen einmal sterben wird, was nochmals die Vergänglichkeit alles Irdischen untermauert. Des Weiteren wird dadurch auch die Resignation des lyrischen Ichs hervorgehoben, da es sich auch seines eigenen Todes und somit auch seiner Vergänglichkeit bewusst ist. Diese Resignation ist in dem Gedicht Benns nicht zu erkennen, da das lyrische Ich bei der Obduktion der Leiche lediglich routiniert und gleichgültig vorgeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vergänglichkeit in den beiden Gedichten auf unterschiedliche Weise dargestellt wird. Gryphius thematisiert dabei die Vergänglichkeit alles Irdischen und erwähnt das Ewige, wohingegen Benn lediglich auf die Vergänglichkeit des Menschen und der Natur eingeht. Außerdem ist der resignative und verzweifelte Ton in dem Gedicht Gryphius` deutlich zu erkennen, während das lyrische Ich in Benns Gedicht die Vergänglichkeit des Menschen gleichgültig ist. Zudem ist auffällig, dass Benns Gedicht völlig losgelöst von jeglicher Form ist, während bei Gryphius` Gedicht die Sonettform und ein festes Reimschema vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:''' &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischen ( des Erbauten ,,Städte&amp;quot; (V.3) , des Menschen ,,Asch und Bein&amp;quot; (V.6), des Zustandes ,,bald donnern die Beschwerden&amp;quot;(V.8), der Werte ,,hohen Taten Ruhm&amp;quot; (V.9) )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Anklage, dass Menschen nicht mehr erkennen wollen bzw. vergessen haben was ewig ist, nämlich Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verzweiflung und Resignation des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett → strenge Einhaltung der Form&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Quartette ( je 4 Verse) und 2 Terzette (je 3 Verse) → insgesamt 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Umarmender Reim in den Quartetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schweifreim in den Terzetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit wird durch Antithesen und Zäsur verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- regelmäßiger und monotoner Ton im Gedicht →  Vergänglichkeit ist ein ständiger Prozess und immer wiederkehrend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum = 6-hebiger Jambus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- emotionale Sprache (,,Ach&amp;quot; (V.11)) und metaphorische Sprache (,,prächtig blüht&amp;quot; (V.5)) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit der Identität und des Lebens ( Bierfahrer wird entmenschlicht und wer er nun im Endeffekt war, spielt keine Rolle, da er nur einer von vielen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Obduktion wird brutal beschrieben und mit dem Bierfahrer wird pietätlos umgegangen -&amp;gt; Der Wert des Bierfahrers als Mensch wird herabgesetzt, er wird zum Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fokus liegt auf der Aster und nicht auf den Bierfahren → Emotionslosigkeit, Distanz zu der Leiche, Entfremdung zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- dahingegen umsorgender Umgang mit der Aster → Mensch ist bedeutungslos, wertlos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Keine richtige Form vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, die nicht in Strophen unterteilt sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kein festes Reimschema, nur Reim bei V.1 +V.3 und V.7 + V. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verwendung des Präteritums und sachliche Beschreibung der Obduktion → erinnert an einen Bericht, was die Emotionslosigkeit verdeutlicht (emotionslose Sprache, Emotionen nur bezüglich der Aster vorhanden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung durch das Beschriebene und das Paradoxon ( V.2 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- direkte Ansprache der Aster (V. 3) verdeutlicht Vergänglichkeit der Identität des Menschen und die verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte ,,Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welches in der Epoche des Barocks zuzuordnen ist, und ,,Kleine Aster“ von Gottfried Benn, welches in der Epoche des Expressionismus veröffentlicht wurde, lassen sich beide hinsichtlich des Inhalts und der Sprache vergleichen, wobei auffällig ist, dass beide Gedichte das Thema ,,Vergänglichkeit“ thematisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch wird das Thema ,,Vergänglichkeit“ in beiden Gedichten jeweils unterschiedlich dargestellt. In dem Gedicht ,,Es ist alles eitel“ von Gryphius wir die Vergänglichkeit alles Irdischen thematisiert, wobei das lyrische Ich zunächst darauf eingeht, dass alles Erbaute und Erschaffene vergänglich ist, was beispielsweise durch die Aussage ,,Wo jetztund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3) deutlich wird. Des weiteren wird darauf eingegangen, dass auch das Leben der Menschen und der Natur vergänglich ist, da es heißt ,,Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.6) und auch Zustände und taten vergänglich sind, was durch die Aussage ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9) zum Ausdruck gebracht wird. Der Hauptunterschied zum Benn-Gedicht liegt jedoch darin, dass dort das lyrische Ich zuletzt noch auf das Ewige eingeht und dieses klagt, dass das, ,,was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14) will. Somit wird in diesem Gedicht nicht nur die Vergänglichkeit thematisiert, sondern auch das Ewige, wobei das lyrische Ich darüber klagt, dass die Menschen eben dieses Ewige ignorieren und sich damit nicht befassen, sondern nur auf die Vergänglichkeit konzentrieren. In dem Gedicht ,,Kleine Aster“  wird dahingegen nur die Vergänglichkeit des Menschen und dessen Identität thematisiert. Dabei wird der Mensch als kein Individuum sondern als einer von vielen dargestellt und als eine Arbeitskraft, was bereits in der Aussage ,,Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1) deutlich wird. Während in dem Gedicht von Gryphius die Vergänglichkeit im Allgemeinen und alles Irdischen thematisiert wird, wird in dem Gedicht von Benn vor allem die Nichtigkeit und Wertlosigkeit des Menschen verdeutlicht, was durch den pietätlosen Umgang mit der Leiche verdeutlicht wird und durch die Tatsache, dass die Blume Aster im Zentrum steht und regelrecht umsorgt wird. Auch die Haltung des lyrischen Ichs in beiden Gedichten ist unterschiedlich. In dem Gedicht ,,Es ist alles eitel“ ist eine resignative und verzweifelte Haltung des lyrischen Ichs zu erkennen, was durch die Aussage ,,Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) beispielsweise zu erkennen ist. Jedoch wird auch eine gewisse Hoffnung auch zum Ausdruck gebracht, da das lyrische Ich das erkennt, ,,was ewig ist“ (V.14) und somit also die Hoffnung besteht, dass nicht alles vergänglich ist. Das lyrische Ich in ,,Kleine Aster“ hingegen ist gegenüber der Leiche völlig emotionslos und die Leiche ist für das lyrische Ich mehr ein Objekt als ein Mensch, was besonders durch die Aussage ,,als man zunähte“ (V. 12) deutlich wird. Zudem ist es auch auffällig, dass das lyrische Ich nur Emotionen für die Aster aufbringt und diese völlig in den Mittelpunkt stellt, was die Wertlosigkeit des Menschen unterstützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese inhaltlichen Aspekte lassen sich auch auf die sprachlich-formale Ebene beziehen. So wird die Vergänglichkeit in Gryphius Gedicht durch das strenge Einhalten des Sonetts unterstützt, da das regelmäßige Reimschema, bei den Quartetten ein umarmender Reim und in den Terzetten ein Schweifreim, und die Unterteilung in 4 Strophen, sowie das Metrum Alexandriner einen monotonen und regelmäßigen Ton im Gedicht verursachen. Somit verdeutlicht dies eine Art Regelmäßigkeit oder Kreislauf der Vergänglichkeit, die immer gegenwärtig ist. Zudem wird dadurch auch die resignative Haltung des lyrischen Ichs unterstützt und somit auch die Verzweiflung und die grundsätzliche emotionale Stimmung in dem Gedicht hervorgehoben. Der Alexandriner in Verbindung mit den verwendeten Antithesen untermauert ebenfalls die Vergänglichkeit, da das Bestehen und die Vergänglichkeit gegenüber gestellt werden und eine Zäsur diese Zustände nochmals von einander abgrenzt. Auch dies verdeutlicht die Emotionalität in dem Gedicht. Das Gedicht ,,Kleine Aster“ stellt dahingegen sprachlich-formal einen Kontrast zu dem Gedicht von Gryphius dar, da in diesem keine strenge Form eingehalten wird, sondern es kein einheitliches Metrum, kein festes Reimschema oder eine Unterteilung in Strophen gibt. Dies untermauert die Wertlosigkeit des Menschen ebenfalls. Auffällig ist jedoch, dass es dennoch  zwei Reime gibt, nämlich einmal ,,gestemmt“ (V.1) und ,,geklemmt“(V. 3), was den pietätlosen Umgang mit der Leiche verdeutlicht und so die Wertlosigkeit des Menschen hervorhebt und ,,herausschnitt“ (V. 7) und ,,glitt“ (V.8), was einen Kontrast mit dem Umgang mit der Leiche und der Aster verdeutlicht. Durch diesen Kontrast mit dem Umgang mit der Leiche und der Aster wird ebenfalls die Vergänglichkeit und Wertlosigkeit des Menschen zum Ausdruck gebracht. Ein anderer Unterschied auf sprachlich-formaler Ebene ist auch, dass im Gedicht von Benn eine eher neutrale und emotionslose Schilderung stattfindet, die an einen Bericht erinnert, während hingegen im Gedicht von Gryphius die Vergänglichkeit emotional beschrieben wird und dazu eine metaphorische Sprache verwendet wie ,,das Spiel der Zeit“ (V. 10), welche für das Menschenleben steht. In ,,Kleine Aster“ hingegen wird alles neutral, außer die Aster, die emotional beschrieben wird, beschrieben. Zu dem wird auch Ironie verwendet, um die Wertlosigkeit des Menschen hervor zu heben, wie in der Aussage ,,Trinke dich satt in deiner Vase!“ (V.13) deutlich wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass das Thema ,,Vergänglichkeit“ in beiden Gedichten unterschiedlich zum Ausdruck gebracht wird. In dem Gedicht von Gryphius wird die Vergänglichkeit alles Irdischen thematisiert, während hingegen im Gedicht von Benn sich ausschließlich auf die Vergänglichkeit und Wertlosigkeit des Menschen konzentriert wird. Auch in der sprachlich-formalen Ebene sind die Gedichte hinsichtlich des Themas ,,Vergänglichkeit“ zu unterscheiden, da das Gedicht von Gryphius eine strenge Form einhält, um den Kreislauf der Vergänglichkeit zu untermauern und zudem eine emotionale und metaphorische Sprache verwendet wird. In dem Gedicht von Benn hingegen wird eine emotionslose Sprache verwendet, wenn es um die Leiche geht und Emotionen tauchen nur in Verbindung mit der Aster auf, was die Wertlosigkeit des Menschen hervorhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles Eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit alles Irdischen (z.B Umgebung(V.3), Krieg zerstört alles(1.Strophe)Mensch (V.6)) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-nur Gott ist ewig (V. 15)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
-entmutigende Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-äußere Form des Gedichtes (Sonettform= zwei Quartette darauffolgend zwei Terzette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-metaphorische Sprache (indirekt) (V.6 z.B ,,Asch und Bein&amp;quot; - Mensch)=&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Reimschema (umarmender Reim in den ersten beiden Strophen, Schweifreim in den letzten beiden) =&amp;gt; kreislaufartiger Hergang, werden und gehen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Metrum (sechshebiger Jambus= Alexandriner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-männliche/ weibliche Kadenzen betont Vergänglichkeit =&amp;gt; geordnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Antithesen (z.B ,,Städte&amp;quot; - ,,Wiese&amp;quot; (V.3) untermauert Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit ( Pflanze) und Wertlosigkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- bezieht sich nur auf die Pflanzenwelt und nicht auf die anderen Gegebenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-strukturlos (kein Metrum, Strophen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-kein einhaltliches Reimschema &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-direkte Sprache (berichtend, sachlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Eindruck der gebrochenen Prosa =&amp;gt; Skurrilität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-viele Enjambements&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Aus der Perspektive eines Individuums und spricht mit der Aster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gryphius thematisiert die Vergänglichkeit ALLES Irdischen, Benn die Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
* Struktur Gryphius: Vergänglichkeit des Materiellen, dann Vergänglichkeit des Individuum, Benn lediglich Vergänglichkeit des Individuums&lt;br /&gt;
* Gryphius spricht das Metaphysische an, welches nicht vergänglich ist, für Benn lediglich die Vergänglichkeit des Menschen wichtig&lt;br /&gt;
* Mensch für Beide vergänglich&lt;br /&gt;
* Absurde Darstellung des Vergänglichen bei Benn, bei Gryphius ernst&lt;br /&gt;
* direkte Ansprache des Vergänglichen bei Gryphius, bei Benn indirekt&lt;br /&gt;
* Atmosphäre bei Benn: emotionslos, Atmosphäre bei Gryphius: resignativ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* kein Rheimschema, kein Metrum bei Benn: wirkt emotionslos und distanziert&lt;br /&gt;
* eine einzelne Strophe bei Benn: stütz paradoxen Inhalt&lt;br /&gt;
* Gryphius: Sonett: feststehende Struktur&lt;br /&gt;
* Gryphius: Jambus: monoton = alles gleich, alles Vergänglich&lt;br /&gt;
* Gryphius: Vergänglichkeit gezeigt durch viele Antithesen, Benn: Vergänglichkeit gezeigt durch indirkten Vergleich von Mensch und Aster&lt;br /&gt;
* lyrisches Ich hat bei Benn höhere Bedeutung als bei Gryphius&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte &amp;quot;Es ist alles Eitel&amp;quot;, geschrieben von Andreas Gryphius, veröffentlicht 1637 zur Zeit des Barock, und &amp;quot;Kleine Aster&amp;quot;, geschrieben von Gottfried Benn, veröffentlicht 1912 in der Epoche des Expressionismus, berühren beide die Thematik der Vergänglichkeit. Benn beschreibt in seinem Gedicht die Einsetzung einer Aster in eine Leiche bei einer Obduktion und Gryphius erlöutert in wie Fern alles Irdische Vergänglich ist. Im Folgendem werden nun, der Inhalt und die Sprache sowie die Form beider Gedichte, miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell lässt sich schon mal sagen, das Gryphus in seinem Gedicht die Vergänglichkeit alles Irdischen thematisierst wie beispielswiese auch die der &amp;quot;Städte&amp;quot;(V.3). Benn hingegen thematisiert ausschließlich die Vergänglichkeit des Menschen. Daraus resultiert auch ein Unterschied im Bezug auf den inhaltlichen Aufbau der Gedichte. Gryphius zuerst auf die Vergänglichkeit alles Materiellen ein und dann erst, klimaxartig,  auf die des Individuums. Benn hingegen bezieht sich nur auf die des Menschen, indem er die Obduktion beschreibt. Zudem spricht Gryphius im letzten Vers von dem was ewig ist, Gott, und fügt hinzu, dass niemand dies bis jetzt sehen möchte (vgl. V.14). Benn verrät jedoch nicht was für ihn ewig ist oder ob es Ewiges überhaupt gibt. Des Weiteren wirkt die Darstellung bei Benn sehr Absurd, emotionslos und routiniert durch die einfache Beschreibung der Handlung und der strikten Ablehnung der Wiedergabe, der Gefühle des lyrischen Ichs, im Bezug auf die Leiche. Gryphius' Gedicht wirkt jedoch ehr resignativ was durch die Interjektion &amp;quot;Ach!&amp;quot;(V.11) besonders verdeutlicht wird. Außerdem ist noch die direkte Ansprache der Vergänglichkeit auffällig bei Gryphius. Dieser sagt direkt am Anfang &amp;quot;Du sihst/ wohin du sihst nur Eitelkeit auf Erden.&amp;quot;(V.1). Benn sagt nie direkt, dass der Mensch vergänglich ist. Dies lässt sich nur durch Deutungen erschießen. Hinzuzufügen ist die Erklärung der Vergänglichkeit bei Benn anhand eines Beispiels, also der Obduktion, wohingegen Gryphius die Vergänglichkeit allumgreifend beschriebt. Die größte Gemeinsamkeit, die beide Gedichte haben ist, dass beide davon überzeugt sind, dass der Mensch vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachlich-´und Formal weisen die Gedichte auch einige Unterschiede auf. Unterstützt wird die emotionslose und distanzierte Beziehung zur Leiche, vor allem durch das fehlende Rheimschema und Metrum bei Benn. Gryphius' Gedicht hat feststehende Strukturen wie beispielsweise das Sonett oder der sechshebige Jambus. Diese unterstützen den Inhalt, da sie auf Grund der Monotonie den kreislaufartigen Werdegang des Vergänglichen im Bezug auf Alles konkretisieren.  Zudem manifestiert der Fakt, dass nur eine Strophe vorliegt bei Benn, die Absurdität, eine Blume in eine Leiche einzupflanzen. Auch sind die Vergleiche unterschiedlich, die in den Gedichten durchgeführt werden. Gryphius vergleicht immer die Gegenwart antithetisch mit der Zukunft wie beispielsweise in Vers 3. Benn vergleicht durchgehend in seinem Gedicht die Aster und den Menschen und auf der Unterschiedlichen Wertschätzung kommt man auf die Vergänglichkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass die Vergänglichkeit in beiden Gedichten sehr unterschiedlich dargestellt wird. Gryphius verbindet mit der Vergänglichkeit wirklich alles Irdische und stellt dies auch resignativ dar. Benn beschränkt sich hingegen auf die Vergänglichkeit des Menschen, die er emotionslos veranschaulicht. Diese Emotionslosigkeit ist geprägt von den fegenden Rheimstrukturen wohingegen Gryphius Kreislauf Alles Irdischen im Bezug auf die Vergänglichkeit, durch das monotone vorhandene Rheimschema unterstützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Andreas Gryphius – Es ist Alles Eitel (1637)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*  thematisiert die Vergänglichkeit Alles Irdischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vergänglichkeit resultiert aus dem 30-jährigen Krieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* dem Menschen ist nicht bewusst, dass nichts Ewig ist außer Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sonett → zwei Quartette, zwei Terzette (typisch für Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Quartette → jeweils 4 Verse, Terzette → jeweils 3 Verse = 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Metrum: Alexandriner (durch die Zäsur wird These und Antithese gegenübergestellt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßiges Metrum verdeutlicht die monotone Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Akkumulationen unterstützen die These es sei Alles Eitel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gottfried Benn – Kleine Aster (1912)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und den Verlust der Identität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pietätloser Umgang mit der Leiche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entfremdung des Menschen → Fokus liegt auf die Aster und wird als wichtiger erachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* keine Struktur Vorhanden → kein  festes Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwei Reime → verdeutlicht das Verhältnis zur Aster rund zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Enjambements  beim beschreiben der Obduktion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwendung des Präteritums → wirkt wie ein Bericht (emotionslos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ausformulierung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl das Gedicht „Es ist Alles Eitel“  von Andreas Gryphius aus der Epoche des Barocks, als auch das Gedicht „Kleine Aster“ von Gottfried Benn aus der Epoche des Expressionismus thematisieren das Vergängliche. Allerdings weisen beide einige Unterschiede hinsichtlich des Inhalts und der Struktur auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man die beiden Gedichte miteinander fällt auf, dass beide die Thematik der Vergänglichkeit beinhalten, allerdings Benn auf die Vergänglichkeit der Lebewesen eingeht und Gryphius auf die Vergänglichkeit alles Irdischen. Somit geht er auf den Zerfall alles Geschaffenen ein, wie bspw. „Städte“ (V. 3) und verallgemeinert dies durch „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Zudem geht er auch auf die Vergänglichkeit des Menschen ein, da „[w]as jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“(V. 6).  Sogar die gesetzten Werte sind für Gryphius nicht von Dauer, was sich aus „[d]er hohe taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9) hervorgehen lässt. Zur Unterstützung der Meinung es sei alles Eitel wird behauptet: „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7). Diese Naturalien galten zu dieser Zeit als unzerstörbar, was die Vergänglichkeit alles Irdischen bestärkt. In dem Gedicht „Kleine Aster“ hingegen wird lediglich die Vergänglichkeit der „Kleinen Aster“ als auch die des „ersoffene[n] Bierfahrer“ (V. 1) thematisiert. Somit wird die Vergänglichkeit des Menschen, als auch der Natur repräsentiert. Außerdem lässt sich entnehmen, dass die Entmenschlichung ein zentrales Thema des Gedichts darstellt.  Dies lässt sich aus dem unbestimmten Artikel „[e]in“ (V. 1) entnehmen. So sei diese Leiche eine von vielen und ist es nicht würdig einen Namen zu haben. Diese Entmenschlichung geht weiterführend aus den Adjektiven „gestemmt“ (V. 1) und „geklemmt“ (V. 3) hervor, da es sich hierbei um einen pietätlosen Umgang handelt. Da er nur einer von vielen ist wird von ihm die gesamte Menschheit repräsentiert, da es nicht wichtig wäre welche Person auf dem Obduktionstisch läge. Diese  Wertlosigkeit liegt im Kontrast der Blume, da diese als „klein[…]“ (V. 15) beschrieben wird. Somit hat das lyrische ich eine emotionale Bindung zu der Aster, da diese niedlich wirkt. Die Aster hat zudem einen höheren Stellenwert als der Mensch, da für sie gesorgt wird, indem sie den Körper als „Vase“ (V. 13) nutzen soll. Somit wird die Leiche fortführend entmenschlicht und auch das fehlende Personalpronomen in „als man zunähte“   (V. 12) untermauert die Wertlosigkeit der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur auf der Inhaltlichen Ebene, sondern auch auf der sprachlich formalen Ebene lassen sich die beiden Gedichte in Bezug setzen und auch dort sind einige Unterschiede zu finden. Vorab ist zu sagen dass es sich bei Gryphius Gedicht um ein Sonette handelt mit 14 Versen und bei Benns Gedicht um einen 15-verser, der keinen Strophen unterliegt.   Währenddessen „Es ist alles eitel“ einem sechshebigen Jambus unterliegt, welcher vor allen Dingen die Aussichtslosigkeit und die monotone Stimmung hervorheben, unterliegt „Kleine Aster“ keinem Metrum. Stattdessen enthält es vermehrt Enjambements und ebenso einen Tempus Wechsel ins Präteritum, welches an einen Bericht erinnert. Zudem ist zu sagen, dass der Mediziner seine Vorgänge in und auswendig kennt und somit auch keine Emotionen in diesen Vorgang mit einfließen.  Auch der Reim von „gestemmt“ (V. 1) und „geklemmt“ (V.3) untermauert den pietätlosen Umgang mit der Leiche und dessen Entmenschlichung. Neben diesem Reim liegt noch ein weiterer Reim vor. Dies steht Gegensätzlich zu dem Gedicht von Gryphius, denn dort liegen in den ersten beiden Quartetten ein umarmender Reim vor und in den letzten beiden Terzetten ein Schweifreim vor. Zudem liegt ein Alexandriner vor, welcher eine Mittelzäsur hat. Diese bestärkt den Kontrast zwischen der These und der Antithese enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius und „Kleine Aster“ von Gottfried Benn thematisieren zwar beide die irdische Vergänglichkeit, unterscheiden sich allerdings dafür in einigen Punkten, welche ich im Folgenden benennen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst einmal gehe ich auf den Inhalt der beiden Gedichte ein und werden die Unterschiede erläutern. Benn thematisiert die Vergänglichkeit des Menschen im Allgemeinen, während Gryphius diese weiter ausführt und auf das ganze Irdische bzw. die Welt bezieht. Dabei bezieht sich Benn primär auf das Individuum, während Gryphius auch auf den Besitz und ähnliches eingeht. Benn stellt die Vergänglichkeit des Menschen fest und nennt dabei Gott, welcher ewig ist, als Gegenstück, während Gryphius die Vergänglichkeit des Menschen ebenfalls erkennt, allerdings kein Wort über Gott, das Göttliche oder ähnliches nennt. Zusammenfassend kann also zum Inhalt sagen, dass bei beiden die Vergänglichkeit eine zentrale Rolle spielt, die beiden sie allerdings in unterschiedlicher Weise mit ihr auseinandersetzen und zu verschiedenen Ergebnissen kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der sprachlich-formalen Ebene gibt es auch einige Unterschiede zwischen den beiden Autoren und ihren Gedichten. Zunächst einmal ist zu erkennen, dass bei Benn ein deutliches Reimschema zu erkennen ist, während Gryphius ein unregelmäßiges bzw. gar kein Reimschema anwendet. Dafür kommt bei Benn´s Gedicht keine richtige Stimmung oder Gefühle rüber, da sein Gedicht sehr einer Schilderung ähnelt, während Gryphius den Leser direkt durch Beispiele und dem Leser bekannten Dinge, anspricht und somit eine ganz andere Atmosphäre im Gegensatz zu Benn schafft. Das Gedicht von Andreas Gryphius ist zusätzlich ein Sonett und unterscheidet sich somit auch von dem Gedicht von Gottfried Benn. Dadurch wirkt „Es ist alles Eitel“ auch strukturierter als „Kleine Aster“. Außerdem liegen bei „Kleine Aster“ 15 Verse und bei „Es ist alles Eitel“ 14 Verse vor, während bei „Kleine Aster“ kein Metrum und bei „Es ist alles Eitel“ ein sechs-hebiger Jambus vorhanden ist. Benn´s Gedicht besteht nur aus einer, während das Gedicht von Gryphius aus vier Strophen besteht. Benn nutzt das Präteritum in seinem Gedicht, während Gryphius das Präsens verwendet. Zusätzlich verwenden beide Autoren männliche Kadenzen, wobei Benn diese ausschließlich und Gryphius zusätzlich noch weibliche Kadenzen verwendet. Abschließend kann man also sagen, dass die beiden Gedicht trotz des gleichen Themas im Mittelpunkt komplett unterschiedlich sind und kaum Gemeinsamkeiten aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles eitel (Barock)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vergänglichkeit von Menschen, von Menschengeschaffenem und von der Natur &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Menschen haben vergessen was „ewig“ (V. 14) ist -&amp;gt; Überirdisches, Gott (V.14) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Verzweiflung des lyrischen Ichs (nichts hat Bestand) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-vier Strophen: die ersten beiden sind vierzeilig, die letzten beiden besitzen drei Verse &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sonett: zwei Quartette und zwei Terzette -&amp;gt; Bruch zwischen Quartett und Terzett (Quartett: Aussage/Gedanke , Terzett: Antwort/Erklärung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Quartette bestehen aus einem umarmenden Reim, Terzette bestehen aus einem Schweifreim (abba abba ccd eed) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Rhythmus: Alexandriner (6 hebiger Jambus mit Zäsur) -&amp;gt; harmonisch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-verwendet das Präsens &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster (Expressionismus)''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vergänglichkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Blume ist ihm wichtiger als das Leben eines Menschen (Blume wird in den Fokus gerückt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Pietätloser Umgang mit der Leiche -&amp;gt; Emotionslos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-eine Strophe, die aus 15 Versen besteht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-kein Reimschma -&amp;gt; emotionslos&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
-freier Rhythmus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-kein Metrum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sätze erstrecken sich über mehrere Verse (Zäsur am Versende wird übergangen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-verwendet zu erst das Präteritum -&amp;gt; ähnelt einem Bericht -&amp;gt; Emotionslos , in den letzten drei Versen wird Präsens verwendet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-verwendet brutale Wörter wie „gestemmt“ (V. 1), „geklemmt“ (V. 3) und „langes Messer“ (V. 6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ausformulierung:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn zur Zeit des Expressionismus geschrieben  wurde und das Sonett „Es ist alles Eitel“, welches von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks verfasst wurde, thematisieren beide die Vergänglichkeit.&lt;br /&gt;
Trotz der gemeinsamen Thematik,  lassen sich einige Unterschiede auf  inhaltlicher und sprachlich-formaler Ebene feststellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf inhaltlicher Ebene fällt auf, dass Gryphius in seinem Gedicht die Vergänglichkeit alles Irdischen thematisiert, wohingegen Benn in seinem Gedicht eher den Fokus auf die Vergänglichkeit des Menschen legt. Gryphius geht dabei konkret auf Menschengeschaffenes wie „Städte“ (V. 3), die Natur (vgl. V. 7) und den Menschen (vgl. V. 6) ein, währenddessen Benn die Wertlosigkeit des einzelnen Menschen, also des „ersoffenen Bierfahrers“ (V. 1) in den Vordergrund stellt. Der pietätlose Umgang mit der Leiche wird durch die brutalen Aussagen wie „auf den Tisch gestemmt“ (V.1) und „zwischen die Zähne geklemmt“ (V. 3) hervorgehoben. Ebenso wird der Leichnam dadurch von dem lyrischen Ich entmenschlicht und als Objekt dargestellt, der die Blume versorgen soll. Durch den unbestimmten Artikel „Ein“ (V. 1) wird die Bedeutungslosigkeit der Leiche verdeutlicht, da dieser einer von vielen sei und somit keine bedeutungsvolle Rolle spielt. Die Aster hingegen spielt in diesem Gedicht eine wichtige Rolle und wird dadurch in den Fokus gerückt. Des Weiteren ist auffällig, dass Gryphius in seinem Gedicht „Es ist alles Eitel“ von dem was ewig ist, nämlich Gott, spricht. Zudem fügt er hinzu, dass die Menschen jedoch nicht mehr erkennen wollen beziehungsweise vergessen haben, was ewig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf sprachlich-formaler Ebene unterscheiden sich die beiden Gedichte. „Es ist alles Eitel“ ist ein Sonett aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Es besteht aus vier Strophen, wobei die ersten beiden Strophen aus vier Versen bestehen und die letzten beiden Strophen aus drei Versen. Aufgrund der Trennung von Quartetten und Terzetten, wird ein Bruch zwischen diesen verdeutlicht. Die Quartette weisen einen Gedankengang auf, worauf die Terzette eine Antwort beziehungsweise eine Erklärung geben. In „Es ist alles Eitel“ wird die Frage nach dem Sinn des Lebens aufgeworfen, worauf die Terzette mit der Aussage, dass die Menschen vergessen haben was „ewig“ (V. 14) ist, nämlich Gott, eine Antwort geben. Außerdem ist bei Gryphius´ Gedicht neben der Sonettform auch ein festes Reimschema zu erkennen. In den Quartetten liegt dabei ein umarmender Reim und in den Terzetten ein Schweifreim vor. Aufgrund dieser sehr strukturierten Form und der nahezu gleichbleibende Rhythmus des Alexandrinas, wird eine harmonische und emotionale Stimmung verdeutlicht. &lt;br /&gt;
Benns Gedicht hingegen ist relativ einfach gehalten. Es besitzt kein Metrum und auch kein einheitliches Reimschema, weshalb der pietätlose Umgang mit der Leiche unterstützt wird. Aufgrund der Verwendung des Präteritums, erinnert Benns Gedicht eher an einen Bericht, wodurch die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs dem Bierfahrer gegenüber hervorgehoben wird. Des Weiteren fällt auf, dass Benn die Vergänglichkeit des Menschen durch sehr brutale Wörter wie „gestemmt“ (V. 1) und „geklemmt“ (V. 3), zum Vorschein bringt. Aufgrund dessen wird die Wertlosigkeit des Menschen noch einmal hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass beide Gedichte die Thematik der Vergänglichkeit schildern, dies jedoch auf andere Art und Weise tun. Gryphius thematisiert in seinem Gedicht die Vergänglichkeit alles irdischen, wohingegen Benn nur auf die Vergänglichkeit des Menschen eingeht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Verg%C3%A4nglichkeit</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Vergänglichkeit</title>
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				<updated>2018-11-25T14:41:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Vergleich der (inhaltlichen und sprachlich-formalen) Darstellung des Themas &amp;quot;Vergänglichkeit&amp;quot; in den beiden Gedichten von Gryphius und Benn (Stichwörter)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thematisiert Vergänglichkeit in der ganzen Welt alles Irdischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit der Städte, Wohnorte, Existenz der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Betrachtet am Ende des Gedichts die Existenz von Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Dem Menschen ist nicht bewusst, dass Gott nicht vergänglich sein kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Distanz der Menschen zum Ewigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachlich-Formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett (Merkmal der Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Festes Reimschema (Umarmender Reim, Schweifreim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metrum 6-hebiger Jambus (Regelmäßigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Versmaß (Alexandrina)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche, weibliche Kadenzen (betonen wichtige Fakten des Gedichts, Vergänglichkeit, Monotonie, Kreislauf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thesen/Antithesen getrennt durch Zäsur stellen Kontrast zur Vergangenheit/Zukunft her&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Akkumulationen verdeutlichen Bedeutung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Anaphern untermauern das Wissenslose der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Rhetorische Frage  untermauert die Scheinwelt der Betroffenen Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich erzählt objektiv, spricht für die Gesamtheit des Volkes, resignative Haltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Ansprache an das gesamte Volk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit/ Wertlosigkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Beispiel einer Obduktion um Bedeutungslosigkeit des Menschen darzustellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kontrast zwischen Mensch und Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Behandelt Mensch als ein Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Setzt den Fokus jedoch auf die Aster &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Tragisch, skurrile und brutale Erzählung  Wertlosigkeit des Menschen wird deutlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Die Frage des Überirdischen wird nicht betrachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Epoche Expressionismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Detaillierte Beschreibung eines Vorgangs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachlich-Formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Reimschema, verdeutlicht die skurrile und merkwürdige Stimmung im Gedicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Metrum “   “  Sachbericht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Viele Enjambements (gebrochene Prosa), setzt Fokus auf die Pflanze/Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Unterschiedliche Verslänge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zwei Reimpaare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Interpunktionen heben Bedeutungen hervor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche Kadenzen (unterstreicht Bedeutung von Mensch und Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich berichtet aus der Perspektive eines Arztes (Autor selber) veranschaulicht die Wertlosigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Ansprache an die Aster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Emotionslos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“, welches 1637 von Andreas Gryphius verfasst wurde und „Kleine Aster“, welches 1912 von Gottfried Benn verfasst wurde, weist viele Unterschiede im Hinblick auf Inhalt, Sprache und Form.&lt;br /&gt;
Zunächst ist auffällig, dass beide Gedichte das Thema Vergänglichkeit in den Vordergrund setzen, jedoch auf verschiedene Art und Weisen. Auf inhaltlicher Basis sind die Gedichte zu unterschiedlichen Zeiten verfasst bzw. veröffentlicht worden. Gryphius Gedicht wurde zur Zeit des Barocks verfasst und das Gedicht von Benn im Expressionismus. Gryphius Werk handelt von der Vergänglichkeit alles Irdischen in der ganzen Welt. Er spricht von der Vergänglichkeit von Städten (V.3); von der Existenz der Menschen und deren Wohnorte (V. 5f.). Alles was jemals gebaut wurde, wird irgendwann nicht mehr existieren. Um diesen Kontrast darzustellen, nennt er Beispiele aus der Vergangenheit und setzt diese mit der Zukunft in Kontrast. Gryphius vermittelt den Lesern den Zustand der Menschen zur Zeit des 30- jährigen Kriegs. Am Ende seines Gedichts thematisiert der Autor ein ganz neues Thema, nämlich die Distanz der Menschen zum Ewigen. Gryphius spricht davon, dass den Menschen nicht bewusst wird bzw. bewusst sein möchte, dass Gott der Ewige ist. Genau dieser Punkt ist der entscheidendste Unterscheid zu Benns Gedicht. Benn thematisiert ebenfalls die Vergänglichkeit, jedoch bezieht er sich ausschließlich auf den Menschen und deren Wertlosigkeit. Um dies deutlich darzustellen, verwendet er ein detailliertes Beispiel einer Obduktion. Zudem verdeutlicht er die Bedeutungslosigkeit der Menschen, indem er von einer „Kleinen Aster“ erzählt, die er im Gegensatz zum Menschen sehr in den Vordergrund stellt und somit mehr Wert für sie zeigt. Der Kontrast zwischen Pflanze und Mensch soll die Wertlosigkeit verstärken. Zudem behandelt das lyrische Ich den Menschen wie ein Objekt, wohingegen Gryphius die ganze Welt betrachtet. Benns Gedicht ist auf tragische, skurrile und brutale Art verfasst, wohingegen das andere Gedicht sehr emotional geschrieben ist, wodurch Ängste und Werte beschrieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die Form der Gedichte, zeigt sich im Gryphius eine klare und geordnete Struktur. Das Gedicht besteht aus vier Strophen mit jeweils vier Versen in den ersten beiden Strophen und drei Versen in den letzten beiden Strophen. Dieser Aufbau ist identisch zu einem Sonett, welche im Barock sehr oft verwendet wurden. Zudem besteht ein festes Reimschema, welches aus zwei umarmenden Reimen und zwei Schweifreimen aufgebaut ist. Diese klare Struktur verweist deutlich auf den Inhalt des Gedichts, welcher ebenfalls sehr strukturiert aufgebaut ist und somit die Vergänglichkeit zum Ausdruck bringt. Zudem wird die klare Struktur anhand des Metrums, der 6-hebige Jambus auch als Alexandriner zu bezeichnen, deutlich. Deutliche Männliche und Weibliche Kadenzen die einen Vers abschließen und somit eine Art Monotonie darstellen. Die Monotonie wird anhand der Kontraste in Vers 1-6 deutlich, da Vergangenheit und Zukunft antithetisch gegenübergestellt werden und von einer Zäsur getrennt werden. Die Wiederholung der Kontraste entwickeln eine Art Kreislauf, in dem immer wieder die Dramatik dargestellt wird. Benns Gedicht hingegen, zeigt den totalen Kontrast. Dieses Gedicht ist sehr einfach gehalten, indem es keine Strophen sowie Reimschema oder Metrum gibt, die die Skurrilität und Brutalität des Gedichts ausmachen. Interpunktionen, wie Punkte und Ausrufezeichen, verdeutlichen ebenfalls die Wertlosigkeit des Menschen und die gegensätzliche Bedeutung der Pflanze. Nur zwei Reimpaare sind im gesamten Gedicht zu finden, welche sich jeweils auf die Leiche und die Aster beziehen. Das strukturlose und brutale wirkt sehr emotionslos im Gegensatz zu Gryphiusˋ Gedicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sprache ist zu sagen, dass Gryphius sowie Benn, der Zeit entsprechend, Überschriften gewählt haben. Die Sprache verdeutlicht ebenfalls die Perspektive des lyrischen Ichs. In Gryphius Gedicht spricht das lyrische Ich zu Beginn eher objektiv und schildert die Probleme in der ganzen Welt. Er spricht das gesamte Volk an. Nachher jedoch wird er persönlicher und zeugt von einer resignativen Haltung, da die Interjektion „Ach“(V.11) von Verzweiflung jedes Einzelnen zeugt. Sprachliche Mittel wie zum Beispiel Anaphern, Akkumulationen oder rhetorische Fragen, verdeutlichen die Bedeutung der Vergänglichkeit, sowie das Wissenslose der Menschen. In Benns Gesicht spricht das lyrische Ich fortlaufend aus der Ich- Perspektive  und setzt somit die Kontraste der zwei Protagonisten in den Vordergrund. Bei Benn wird die Handlung der Obduktion detailliert geschildert und zeugt somit von einem Sachbericht. Das Gedicht hat zudem unterschiedlich lange Verse und zeugt durch viele Enjambements die Unordnung und Wertlosigkeit des Menschen. Am Ende des Gedichts bezieht sich der Autor ausschließlich auf die Aster, die sie nach Ähnlichkeit einer Beerdigung verabschiedet, indem er sagt: „Ruhe sanft,/kleine Aster!“(V.13f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, das in beiden Gedichte einige Gemeinsamkeiten auf inhaltlicher Ebene vorhanden sind. Beide stellen das Thema Vergänglichkeit von Irdischen Dingen in den Vordergrund, während Gryphius auf emotionalerer Ebene die Dramatik darstellt. Im tieferen Bereich, Sprache und Form, sind einige deutliche Unterschiede direkt erkennbar. Reimschema, Metrum und sprachliche mittel waren in beiden Gedichten unterschiedlich vertreten und somit die Bedeutung der Form und des Themas darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“, welches von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks verfasst wurde, und „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn zur Zeit des Expressionismus verfasst wurde, thematisieren beide die irdische Vergänglichkeit. Jedoch weisen die beiden in dieser Hinsicht weitgehende Unterschiede in Inhalt und Sprache auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Inhalt, ist die grundlegende Thematik beider Gedichte zwar die Vergänglichkeit, jedoch fällt dabei direkt auf, dass Benn diese Vergänglichkeit alleinig auf Lebewesen bezieht, während Gryphius auch Objekte und somit alles Irdische mit einbezieht, was beispielsweise in „kein Erz, kein Marmorstein“((G) V. 7) deutlich wird. In dieser Hinsicht geht Benn zwar nur auf den Menschen und eine Blume ein, akzentuiert dabei jedoch viel eher die Wertlosigkeit eines einzelnen Menschenleben, als die allgemeine Vergänglichkeit im allumfassenden Sinne. Benn setzt so das Leben einer Blume, um die er in „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“((B) V. 14 f.) trauert, über das eines Menschen. Hier wird so besonders der Einfluss der Zeit deutlich, in der die Identität und der Charakter der Menschen durch die Industrialisierung immer mehr an Wert verloren hat, sodass ein Mensch vielmehr Arbeiter als Individuum war. Da dieser Einfluss im Barock noch nicht mitspielte, lässt sich diese historische Begebenheit als Ursache dieser inhaltlich verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Auffallend ist dabei jedoch auch die Darstellung der inhaltlichen Aspekte. Bei Benn fällt so seine eher berichtende Dichtungsform auf, die die Endgültigkeit seiner Aussagen unterstreicht, wodurch auch die Vergänglichkeit bei ihm als etwas Unveränderliches Endgültiges anklingt. Gryphius hingegen lässt diesen Punkt ein wenig offen, was unter anderem an den weiblichen Kadenzen, aber auch besonders in den Worten „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“((G) V. 14) deutlich wird. Hierbei klingt noch eine gewisse Hoffnung des lyrischen Ichs mit, indem es Gott als ewig betrachtet und die Vergänglichkeit somit doch nicht schlussendlich ist. Seine Worte weisen jedoch darauf hin, dass die Menschen das Göttliche nicht sehen wollen. Somit denkt dieses lyrische Ich tiefgreifend über den Sinn des Lebens nach und erkennt so einen Kreislauf des Lebens, während das andere lyrische Ich den Sinn der Vergänglichkeit nicht hinterfragt. Da es diese als unwichtig ansieht, ist für es weiteres Hinterfragen also nebensächlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezieht man die inhaltlichen Aspekte auch auf die sprachlich-formale Ebene, so fällt auf, dass Benn die Vergänglichkeit eines Menschen durch sehr brutale, emotionslose Sprache, wie in „auf den Tisch gestemmt“((B) V. 1), ausdrückt, während Gryphius lyrisches Ich sehr resignativ ist und in diesem Sinne auch eher metaphorisch traurig spricht. So werden bei Gryphius Gedicht Emotionen deutlich, indem das lyrische Ich sich indirekt auch über seine zwangsläufige Vergänglichkeit bewusst wird. Somit zeigt die Sprache, dass das eine lyrische Ich der menschlichen Vergänglichkeit sehr emotional gegenübersteht, während Benns lyrisches Ich nahezu abgeneigt wirkt und kein enges Verhältnis zu Menschen pflegt. Unter anderem zeugt hier auch die mehrfache Verwendung des Personalpronomens &amp;quot;Ich&amp;quot; durch Benns lyrisches Ich davon, dass dieses eher Ich-fokussiert ist und für ihn andere Menschen bedeutungslos sind. Dies wird auch in der berichtenden Schreibweise Benns deutlich, die Distanz zum Geschehnis schafft. Sein Gedicht hat weder Reimschema noch Metrum, wohingegen Gryphius Gedicht ein Sonett darstellt, welches den Sinn der Vergänglichkeit unterstreicht. Hier wird in der Regelmäßigkeit des Reimschemas und der Antithetik des Alexandriners der Kreislauf des Lebens wiedergespiegelt, also das Werden und Vergehen des Irdischen. Eben diese Tatsache drückt Gryphius durch Monotonie in Form und Sprache aus, was die Resignation des lyrischen Ichs auslöst, da es sich seiner eigenen Vergänglichkeit indirekt bewusst wird, was bei Benns lyrischem Ich nicht der Fall ist. Die metaphorische Sprache, die hier vorliegt, lässt sich dabei in Benns Gedicht nur in den letzten Versen auffinden, in denen das lyrische Ich den Menschen als eine Art Grab für die Aster nutzt ((B) vgl. V. 13 f.). Hier wird also deutlich dass das lyrische Ich ironischerweise nur der Pflanze, nicht aber dem Menschen hinterher trauert, wohingegen in Gryphius Text jegliche irdische Dinge als für das lyrische Ich bedeutsam, aber als für die gesamte Welt unbedeutend gelten. Somit wird zwar die Unbedeutsamkeit eines Individuums auch bei Gryphius zur Thematik, jedoch in völlig anderem Kontext und mit wesentlich mehr Emotionen im Hintergrund. So spricht dieser den Leser auch konkret an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend weisen Gryphius und Benns Gedichte auf inhaltlicher oberflächlicher Ebene einige Gemeinsamkeiten auf, die jedoch in ihrer Tiefe wesentliche Unterschiede beinhalten. So thematisieren beide die Vergänglichkeit irdischer Dinge, insbesondere die des Menschen. Gryphius jedoch stellt diese viel emotionaler dar, was sich im Klagegrundton des lyrischen Ichs widerspiegelt. Benns lyrisches Ich hingegen lässt die Vergänglichkeit der Menschen kalt, wodurch es sich auch nicht weiter nach dem Sinn fragt. In Gryphius Gedicht klingt jedoch häufig noch eine gewisse Hoffnung mit, die in Gott gesehen wird, der ewig ist. Eben diese Hoffnung drückt sich dabei auch im Gegensatz zu Benns Sprache in den oftmals genutzten Bildern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonnet „Es ist alles eitel“ geschrieben von Andreas Gryphius und das Gedicht „Kleine Aster“ verfasst von Gottfried Benn, thematisieren die irdische Vergänglichkeit. Trotz der gemeinsamen Thematik unterscheiden sich die beiden Gedichte jedoch fundamental in Inhalt und Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf inhaltlicher Ebene lässt sich bereits die Differenz in der Thematik erkennen. Gryphius behandelt die Vergänglichkeit alles Irdischen auf der Welt, wie zum Beispiel die der Städte (vgl. V.3), der Natur (vgl. V.7) und die der Menschen (vgl. V.6). Benn hingegen legt seinen Fokus eher auf die Vergänglichkeit der Menschen und behandelt zur Veranschaulichung eine Obduktion eines „ersoffenen Bierfahrers“ (V.1) und untermauert die damit verbundene Wertlosigkeit eines Menschen. Diese Wertlosigkeit wird durch den pietätslosen Umgang mit der Leiche untermauert, da der Leichnam „auf den Tisch gestemmt“ (V.1) wird, wodurch ebenfalls zum Ausdruck kommt, dass er von dem lyrischen Ich entmenschlicht und als Objekt betrachtet wird. Ebenso wird durch den unbestimmten Artikel „Ein“ (ebd.) die Leiche von dem lyrischen Ich entindividualisiert, da sie nur eine von vielen ist. Durch dies wird besonders der Einfluss der Epoche des Expressionismus hervorgehoben, in der die Identität des Menschen aufgrund der Industrialisierung immer mehr an Wert verlor, sodass folglich ein Mensch zum Arbeitstier wurde. Diese Auffassung gab es zu Zeiten des Gedichtes von Gryphius noch nicht, daher lassen sich die verschiedenen Epochenmerkmale als Beweggrund der verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Durch den eher berichtenden Charakter des Gedichtes kommt zum Audruck, dass Benn die Vergänglichkeit als unausweichlich sieht, wodurch sich das emotionslose Handel des lyrischen Ichs bekräftigen lässt. In Gryphius Gedicht entsteht jedoch durch den letzten Vers &amp;quot;Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten&amp;quot; (V.14) ein gewisser Hoffnungsfunke, da das lyrische Ich Gott als Ewig anerkennt und die Vergänglichkeit doch nicht unausweichlich erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf sprachlich-formaler Ebene lassen sich einige Unterschiede der beiden Gedichte erkennen. Gryphius Gedicht umfasst einen sechshebigen Jambus und den epochentypischen Alexandriner. Der immerzu gleichbleibende Rhythmus untermauert den monotonen und resignativen Grundton des lyrischen Ichs. Benns Gedicht ist im Gegensatz dazu eher einfach gehalten, da es kein einheitliches Reimschema sowie Metrum aufweist. Dadurch erinnert das Gedicht eher an einen Bericht, wodurch die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs hervorgehoben wird. Des Weiteren ist die von Benn eher emotionslose und gar brutal verwendete Sprache auffällig, welche durch den Paarreim „gestemmt“ (V.1) „geklemmt“ (V.3) zum Ausdruck gebracht wird und ebenfalls den pietätslosen Umgang des obduzierenden Arztes und seiner damit verbundenen Gleichgültigkeit in Bezug auf die Leiche untermauert. Gegensätzlich dazu spricht das lyrische Ich aus „Es ist alles Eitel“ eher resignativ über die Vergänglichkeit, da es sich bewusst wird, dass die Vergänglichkeit ein unausweichlicher Prozess ist und man „nur Eitelkeit auf Erden [sieht]“ (V.1). Auf sprachlicher Ebene stellt sich also heraus, dass das lyrische Ich sehr emotional, wenn auch resignativ über die Vergänglichkeit spricht, was sich ebenfalls in dem Seufzer „Ach“ (V. 11) erkennen lässt. Gegensätzlich dazu steht das lyrische Ich in dem Gedicht „kleine Aster“ eher gleichgültig gegenüber dem Toten und steht in kein Verhältnis zu diesem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Gedichte die Thematik der Vergänglichkeit und besonders die der Menschen behandeln, sie sich jedoch grundlegend im Kern unterscheiden. Das lyrische Ich in „Kleine Aster“ steht der Vergänglichkeit der Menschen eher emotionslos gegenüber, wodurch das Gedicht wie ein sachlicher Bericht wirkt, während Gryphius' lyrisches Ich sehr emotionalisiert ist und sich in einer Interjektion sowie rhetorischen Frage zu der Thematik äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gryphius „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit im Allgemeinen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Vergänglichkeit Materialien, alles was der Mensch aufgebaut hat, der Mensch selber, Werte (Ruhm, Geld etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fragestellung: Was ist wirklich wichtig? Was ist ewig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 14 Verse, eingeteilt in 4 Strophen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ 1./ 2. Strophe jeweils 4 Verse, jeweils umarmender Reim; 3./ 4. Strophe jeweils 3 Verse, bilden einen Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Rhythmus: Alexandriner → 6- hebiger Jambus mit Zäsur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Interpunktionen verdeutlichen Zäsur; Gegensätze werden beschrieben, die Vergänglichkeit betonen (vgl. V. 2+3++5+6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Benn „Kleiner Aster“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit des Menschen als ein Individuum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wertlosigkeit des Menschen/ emotionsloser Umgang dargestellt durch: Verben, die pietätlosen Umgang beschreiben; Enjambement, der Prozess einer Obduktion sachlich beschreibt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aster nimmt eine höhere Bedeutung eingeteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Emotionen z.B. durch Ausrufe dargestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, keine Strophen (evtl. Sinnabschnitte: V. 1-3; 4- 12; 13- 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein festes Reimschema; Ausnahme: V. 1+3 → Betonung pietätloser Umgang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Entpersonalisierung durch fehlende Pronomen (z.B. V. 12), Indefinitpronomen (V. 1+2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung (z.B. V. 2+3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- sachliche Beschreibung (Enjambement): Gleichgültigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welches im Jahr 1637 verfasst wurde und der Epoche des Barocks zuzuordnen ist, und „Kleine Aster“ von Gottfried Benn, welches im Jahr 1912 verfasst wurde und dem Expressionismus zuzuordnen ist, thematisieren die Vergänglichkeit. Beide Gedichte weisen trotz der selben Thematik wesentliche Unterschiede auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Benns Gedicht thematisiert das Gedicht von Gryphius die Vergänglichkeit im Allgemeinen. Historisch gesehen basiert das Gedicht auf dem 30- jährigen Krieg. Wesentliche Elemente des Vanitas- Gedankens, memento mori und carpe diem, findet man deswegen in dem Gedicht wieder. Man lebte mit dem Gedanken, dass jeder Tag der letzte sein könnte. Die ersten beiden Strophen beinhalten Gegenüberstellungen (vgl. V. 2+3+5+6), die veranschaulichen, dass nichts so bestehen bleibt, wie man es erschaffen hat bzw. wie man es kennt. Einerseits ist damit die Zerstörung und Vergänglichkeit gemeint (vgl. V. 2+5+6), andererseits wird auch die Hoffnung auf Frieden zum Ausdruck gebracht (vgl. V. 3). In den letzten beiden Strophen wird die Bedeutung des Lebens hinterfragt und ob das, was man für wichtig hält, tatsächlich von hoher Bedeutung ist. Schließlich kommt das lyrische Ich zu dem Entschluss, dass das „was ewig ist, kein einig Mensch betrachte[t]“ (V. 14). Hier wird auf das Überirdische angespielt, also auf Gott, und dass dieser ewig ist.&lt;br /&gt;
Benns Gedicht thematisiert die Vergänglichkeit des Menschen als ein Individuum. Während der Epoche des Expressionismus, ca. 1910- 1925, wurden die Menschen durch die zunehmende Industrialisierung und Verstädterung verunsichert. In Benns Gedicht wird die Bedeutungslosigkeit des Menschen durch den emotionslosen Umgang eines Pathologen mit einer Leiche veranschaulicht. Dazu kommt, dass dieser eine emotionale Bindung zu einer Aster aufbaut, die er in der Leiche findet. Diese Gegenüberstellung, dass eine Blume eine höhere Bedeutung hat als ein Mensch, betont die Bedeutungslosigkeit des Menschen um ein weiteres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum formalen Aspekt ist bei Gryphius' Gedicht zu sagen, dass es sich um ein Sonett handelt. Dabei ist eine festgelegt Form vorzufinden: Das Gedicht ist in vier Strophen eingeteilt, die ersten beiden haben jeweils vier Verse und die beiden letzten haben jeweils drei Verse. Die ersten beiden Strophen bilden dabei jeweils einen umarmenden Reim und die letzten beiden eine Schweifreim. Bei dem Metrum handelt es sich um einen Alexandriner, also einem sechshebigen Jambus mit einer Zäsur, mit abwechselnd männlichen und weiblichen Kadenzen. Die Regelmäßigkeit und feste Form kann man so deuten, dass die Zerstörung durch den Krieg ein zu der Zeit ein Dauerzustand war. Zur Sprache ist zu sagen, dass die Zäsuren durch ein Komma hervorgehoben werden, was zusätzlich die Funktion hat, die Gegenüberstellungen und damit die Vergänglichkeit zu verdeutlichen (vgl. V. 2). Die Verwendung von Metaphern „Schatten, Staub und Wind“ (V. 12) dienen auch zur Veranschaulichung der Vergänglichkeit. &lt;br /&gt;
Bei Benns Gedicht sind kein Reimschema, kein Metrum und keine Strophen vorhanden. Dies betont die Orientierungslosigkeit der Menschen zur Zeit der Industrialisierung. Der pietätlose Umgang mit der Leiche wird unter anderem durch die Verben „gestemmt“ (V.1) und „geklemmt“ (V. 3), die in dem ganzen Gedicht zur Betonung den einzigen Reim bilden, beschrieben. Fehlende Pronomen (vgl. V. 12) und Indefinitpronomen (vgl. V. 1+2) verdeutlichen die fehlende Identität des Menschen sowie die sachliche Beschreibung der Obduktion (vgl. V. 4 ff.) die Gleichgültigkeit betont. Die emotionale Bindung zu der Aster wird durch Ausrufe (vgl. V. 13 ff.) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Thematik der Vergänglichkeit in den unterschiedlichen Epochen, basierend auf den unterschiedlichen historischen Ereignissen, jeweils anders interpretiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den vorliegenden Texten handelt es sich um das Gedicht „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahr 1637 in der Literaturepoche des Barock, sowie das Gedicht „Kleine Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahr 1912 in der Literaturepoche des Expressionismus. Im Folgenden wird die Darstellung des Themas „Vergänglichkeit“ an Hand von Inhalt, Form und Sprache verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich handelt das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius vom Dreißigjährigen Krieg und den Konsequenzen für die Menschen und das Land. Thema ist die Vergänglichkeit alles Irdischen. Das Gedicht „Kleine Aster“ von Gottfried Benn thematisiert die Vergänglichkeit des Individuums und handelt von einer Obduktion. In beiden Gedichten wird die Vergänglichkeit in Bezug auf den Tod und die Vernichtung dargestellt, jedoch beschränkt sich diese in „Kleine Aster“ auf die Nichtigkeit eines einzelnen Individuums, während in „Es ist alles eitel“ die gesamte Menschheit sowie alles Materielle miteinbezogen werden. Dies wird ebenso in der Struktur des Gedichtes deutlich. Das lyrische Ich gibt in „Es ist alles eitel“ zunächst die Zerstörung des Materiellen und allen Lebens in Form von Städten oder der Natur wieder, bis es schließlich auf die Vergänglichkeit des Individuums eingeht und zur Erkenntnis gelangt, dass nur das Überirdische bestand hat, während sich das lyrische Ich in „Kleine Aster“ nur der Nichtigkeit des einzelnen Individuums zuwendet. Ein weiterer Kontrast ist auch in der Atmosphäre der Gedichte zu finden. Das lyrische Ich ist in Gryphius‘ Gedicht resignativ in Bezug auf die Vergänglichkeit, während sich das lyrische Ich in Benns Gedicht distanziert und nahezu emotionslos mit der Thematik auseinandersetzt. Weiterhin ist auch die Vergänglichkeit in Bezug auf die Ausgangssituation der Gedichte zu betrachten. In „Es ist alles eitel“ ist die Ausgangssituation der Dreißigjährige Krieg unter dem die Menschen leiden. Obwohl der Krieg in der Entstehungszeit des Gedichtes bereits über ein Jahrzehnt bestritten wurde, so besteht weiterhin immer noch die Hoffnung auf ein nahendes Ende des Krieges. In „Kleine Aster“ ist es allerdings so, dass das lyrische Ich einen Pathologen/eine Pathologin im Berufsalltag verkörpert. In diesem Beruf ist man über mehrere Jahre lang nahezu täglich mit dem Tod konfrontiert, was sich in sofern auch auf das Verhältnis zwischen dem lyrischen Ich und der Leiche auswirkt, da das lyrische Ich die Leiche nicht als Individuum wahrnimmt, sondern als Objekt der Arbeit. Nicht zuletzt bildet auch die Interpretation des Inhalts ein Unterschied zwischen den Gedichten. „Es ist alles eitel“ lässt sich in Bezug auf die Beständigkeit des Überirdischen interpretieren, während in „Kleine Aster“ die Beziehung zwischen lyrischem Ich, der Leiche und der Aster von Bedeutung ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Form unterscheidet sich die Darstellung der Vergänglichkeit. Zur Form generell lässt sich festhalten, dass „Es ist alles eitel“ in der Sonettform verfasst wurde und über ein Reimschema (umarmender Reim und Schweifreim) sowie ein Metrum und geordnete Kadenzen verfügt. '''(innerer Zusammenhang der Strophen, Bruch Q. und T.)'''. Alles in allem lässt sich das Gryphius‘ Gedicht somit als regelmäßig kennzeichnen. Weiterhin unterstreicht beispielsweise der Alexandriner als Metrum mit der Mittelzäsur die Antithetik zu Beginn des Gedichtes. Im Gegensatz dazu sind bei Benns Gedicht ein freier Rhythmus, keine eindeutigen Kadenzen und Reimlosigkeit vorhanden. Darüber hinaus besteht das Gedicht aus einer einzelnen Strophe, die sich in zwei Sinnabschnitte gliedern lässt. Auch die länge der Verse ist unregelmäßig. Zusammenfassend stützt jedoch dieses unregelmäßige Muster den oftmals paradoxen Inhalt des Gedichtes und verstärkt die klimaxartige Steigerung des Inhalts. '''(Emotionslosigkeit und Un-/Regelmäßigkeit ergänzen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sprache ist zu sagen, dass beide Verfasser Alltagssprache bzw. Benn auch zeitweilig Umgangssprache verwenden '''(Beispiele ergänzen)'''. Einzelne Begriffe wie beispielsweise „jetzund“ („Es ist alles eitel“ V. 3) und „Bierfahrer“ („Kleine Aster“ V. 1) zeugen von dem Zeitalter in welchem die Gedichte verfasst wurden. Aus der Sprache lässt sich jedoch weiterhin die Perspektive des lyrischen Ichs ablesen. Das lyrische Ich in „Kleine Aster“ stellt das Geschehen ähnlich wie einen Bericht in neutralem Ton dar. Das Personalpronomen „Ich“ wird im Gedicht nicht erwähnt, genauso wie wenige andere persönlichen Angaben bzw. Ansichten, wodurch das lyrische Ich wie ein Beobachter wirkt, der jedoch subjektiv auf die Dinge hinabschaut. In „Kleine Aster“ ist im Kontrast dazu häufiger das Personalpronomen „Ich“ zu finden. Dieser Umstand und die Tatsache, dass das lyrische Ich seine Taten beschreibt und indirekt mit der Aster spricht, sorgen dafür, dass das lyrische Ich in der Handlung emotional und persönlich erscheint, jedoch nicht in Bezug auf die Leiche. '''(Brutalität der Sprache in Benns Gedicht)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Vergänglichkeit in beiden Gedichten unterschiedlich dargestellt wird. Gryphius beschränkt sich in seinem Gedicht auf eine objektive Darstellung der Vergänglichkeit des Irdischen, repräsentiert durch die Folgen des Krieges. Benn nutzt eine emotionale Darstellung der Vergänglichkeit in Form des Todes eines Individuums. Gemeinsamkeiten in beiden Gedichten sind zum einen die Thematik Vergänglichkeit und zum anderen die Konformität zwischen Form und Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(mehr Zitate)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Andreas Gryphius: „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Barrocks, 30-jähriger Krieg: Sehr von Unzufriedenheit und Krieg geprägt → Damit ist die Vergänglichkeit verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Selbstkritisch: Es ist des Menschen Schuld, dass er und alles andere Irdische vergänglich ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Alexandriner (6 hebiger Jambus) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Quartette, 2 Terzette : ein Sonett (typisch für Barockzeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gottfried Benn: &amp;quot;Kleine Aster&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Expressionismus: rasanter technischer Fortschritt damit verbunden eine Reizüberflutung uns daraus resultierend eine Orientierungslosigkeit der Menschen → Entmenschlichung der Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Mensch kann nichts für seine Vergänglich, das ist Alltag und somit natürlich und normal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Keine Strophen, kein Metrum  → verdeutlicht die Skurrilität des Gedichts und damit die Orientierungslosigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausformulierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“ ,von Andreas Gryphius, und „Kleine Aster“, von Gottfried Benn, weisen sowohl Gemeinsamkeiten, als auch Unterschiede auf, welche im Folgenden näher erläutert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu aller Erst muss erwähnt werden, dass die beiden Gedichte in Bezug zum Thema „Vergänglichkeit“ verglichen werden, da sich beide Gedichte damit befassen. So ist das Thema des Gedichts von Gryphius die Vergänglichkeit alles irdischem im Allgemeinen und das Thema des Gedichts von Benn die Vergänglichkeit des Menschen. „Es ist alles eitel“ ist ein eher selbstkritisches Gedicht, welches die Schuld für die Vergänglichkeit den Menschen selbst gibt. Es sei also des Menschen Schuld, dass er und alles andere Irdische vergänglich ist. Begründet wird dies mit dem historischen Hintergrund, zu dieser Zeit. Das Gedicht wurde 1637 geschrieben, in der Epoche des Barrocks. Gottfried schrieb es während des dreißig-jährigen Krieges, die Zeit war von Unzufriedenheit geprägt. Die Vergänglichkeit von der im Gedicht die Rede ist kann man auf den Krieg zurückführen, so nutzte Gryphius sein Gedicht um der Welt seine Meinung mitzuteilen. Gottfried Benn im Gegensatz dazu, hat sein Gedicht im Jahr 1912 geschrieben, in der Literaturepoche des Expressionismus. Dort gab es einen rasanten technischen Fortschritt, damit verbunden eine Reizüberflutung und eine Orientierungslosigkeit der Menschen. Dadurch fand eine Entmenschlichung der Welt statt, womit wieder Bezug zum Thema seines Gedichts hergestellt wird. Inhaltlich geht es in Benns Gedicht um eine Obduktion, sie wird vom lyrischen Ich durchgeführt, welches somit einen Gerichtsmediziner verkörpert. Für das lyrische Ich ist es Alltag und in Bezug zum Thema „Vergänglichkeit“ ist es normal und der Mensch ist nicht verantwortlich dafür.&lt;br /&gt;
Zur Form der beiden Gedichte ist zu sagen, dass „Es ist alles eitel“ ein Sonett ist. Das war für die Epoche des Barrocks ein typisches Merkmal. Ein Sonett besteht aus zwei Quartetten (ein Quartett ist eine Strophe mit vier Versen) und zwei Terzetten (ein Terzett ist eine Strophe mit drei Versen). Das vorliegende Metrum ist ein sechs-hebiger-Jambus, ebenfalls ein Merkmal der Barrockzeit. Dies wirkt alles sehr geordnet, ganz anders ist es im Gedicht „Kleine Aster“, hier liegen weder Strophen noch ein Metrum vor, dies verdeutlicht die Skurrilität des Gedichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kann man sagen, dass die beiden Gedichte sich in etwa mit dem gleichen Thema beschäftigen, jedoch anders damit umgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Gryphius: Vergänglichkeit alles Existierenden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	direkt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	lyrisches Ich stellt Leben/Welt infrage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	V.12: einzige Ausnahme der Vergänglichkeit das Übersinnliche -&amp;gt;Hoffnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       Benn stellt Vergänglichkeit anhand eines Beispiels im Leben eines Pathologen dar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	durch Antithesen und Thesen wird Gedicht zu Beweis, dass die Behauptung alles sei vergänglich, richtig sei -&amp;gt; unterstützt durch Beispiele der Vergänglichkeit (Städte, Erz/Marmorstein, Glück, Ruhm etc.) die argumentative Wirkung haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett: zwei Quartette + zwei Terzette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Quartette: umarmender Reim, Alexandriner (6-hebiger Jambus mit Zäsur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Terzette: Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	monotone, regelmäßige Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Benn: Vergänglichkeit des Menschen Wert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	indirekt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	brutale/emotionslose Darstellung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Aster, die für das lyrische Ich Hoffnung darstellt, wird begraben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	freier Rhythmus, kein Reimschema -&amp;gt; losgelöst, trotzdem routiniert (V.4-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	eine Strophe, 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	hoffnungslose/verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius´ Sonett „Es ist alles eitel“ aus der Zeit des Barock, sowie das Gedicht „Kleine Aster“ geschrieben von Gottfried Benn aus der Epoche des Expressionismus thematisieren beide den Aspekt der Vergänglichkeit auf unterschiedliche Art und Weise. Im Folgenden werden die beiden Gedichte auf den Aspekt der Vergänglichkeit, sowie auf formal-sprachlicher Ebene verglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett von Gryphius behandelt die Thematik der Vergänglichkeit in Bezug auf alles Irdische, das auf der Welt existiert, was durch den ersten Vers „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (Gryphius, V.1) deutlich wird. Somit stellt das lyrische Ich fest, dass alles auf der Welt vergänglich ist. Weder Materielles, von Menschen Erbautes wie beispielsweise „Städte“ (Gryphius, V.3) sind davon ausgeschlossen, noch Dinge, die „prächtig blüh[n]“ (Gryphius, V.5), womit nicht ausschließlich die Natur gemeint ist, sondern auch der Mensch. Ebenso betroffen davon seien „Erz“ (Gryphius, V.7) und „Marmorstein“ (Gryphius, V.7), sowie „[d]er hohen Taten Ruhm“ (Gryphius, V.9). Es wird also nicht nur die Vergänglichkeit des Materiellen behandelt, sondern auch die des Individuums, sodass gesagt werden kann, dass in Gryphius Sonett die Vergänglichkeit allumfassend thematisiert wird. In „Es ist alles eitel“ wird ebenfalls die Eitelkeit behandelt, jedoch nur in Bezug auf den Wert des Menschen. Dies wird vor allem bei dem Umgang des lyrischen Ichs mit der Aster deutlich. Untermauert wird dies unter anderem an dem verniedlichenden Ausdruck „Kleine Aster“ (Benn, Titel) und daran, dass das lyrische Ich die Aster in einem Menschen beerdigt und ihr somit mehr Wert zuschreibt als der Leiche, der vor es liegt. Diese wird als „Vase“ (Benn, V.13) missbraucht und verdeutlicht somit, dass der Wert des Menschen ebenfalls vergänglich ist, da es in „Es ist alles eitel“ als ein Objekt genutzt wird. Zudem lässt sich sagen, dass der Mensch als Individuum in beiden Gedichten eine Rolle spielt. Da es sich bei Benns lyrischem Ich um einen Pathologen handelt, der während einer Obduktion entscheidet die Aster in der Leiche zu begraben, lässt sich feststellen, dass die Vergänglichkeit des Menschen in diesem Gedicht indirekt herausstellen lässt, während das Sonett aus der Zeit des Barock die Vergänglichkeit direkt anspricht und sie thematisiert, was sofort im ersten Vers deutlich wird (vgl. Gryphius ebd.). Zudem stellt Benn die Vergänglichkeit im alltäglichen Leben dar und welcher Form sie dort zu finden ist. Darüber hinaus lässt sich feststellen, dass die Position des lyrischen Ichs bezüglich dieser allumfassenden Vergänglichkeit in „Es ist alles eitel“ deutlich wird. Anhand von der Interjektion „Ach“ (Gryphius, V. 11) lässt sich sagen, dass das lyrische Ich resignativ und ergeben dem gegenüber steht und das Leben und die Welt infrage stellt, was deutlich wird in „Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten […)“ (Gryphius, V.11). Die Vergänglichkeit des Wert eines Menschen hingegen wird in „Kleine Aster“ jedoch primär durch den pietätlosen Umgang mit der Leiche widergespiegelt.  Ein weitere Unterschied besteht darin, dass Gryphius Sonett, im Gegensatz du Benns Gedicht, einen Aspekt der Ewigkeit findet. Mit dem letzten Vers „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!“ (Gryphius, V.14) wird angedeutet, dass der Mensch sich vom einzig Ewigen der Welt abwendet. Es kann also gesagt werden, dass Metaphysisches wie Gott, das einzige ist das ewig weilen wird, der Mensch dies jedoch nicht als Hoffnung in einer Welt der Vergänglichkeit ansehe, sondern sich davon abwende. Der Aspekt der Ewigkeit in einer Welt der Vergänglichkeit wird in Benns Gedicht hingegen gar nicht thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die brutale und emotionslose Umgehensweise mit dem Menschen wird ebenfalls deutlich durch den freien Rhythmus, sowie durch das fehlende Reimschema und die fehlenden Kadenzen. Zudem handelt es sich bei „Kleine Aster“ um ein Gedicht mit ausschließlich einer Strophe mit 15 unterschiedlich langen Versen. Dies und die Enjambements verursachen die Wirkung eine sachlichen Berichts, die die Emotionslosigkeit in Bezug auf die Leiche unterstreicht. Zudem hebt die Wichtigkeit der Aster in diesem Kontext die Wertlosigkeit des Menschen, was unterstrichen wird durch die Sprache des Gedichts. Mit den groben und abwertenden Worten wie „ersoffen“ (Benn, V.1) und „gestemmt“ (Benn, V.1) wird dies nochmals deutlicher. Im Gegensatz dazu besteht das Sonett „Es ist alles eitel“ aus vier Strophen mit insgesamt 14 Versen, wobei die ersten beiden Quartette sind und die letzten beiden Strophen Terzetten. Die Quartette sind umarmende Reime, die die Regelmäßigkeit und die daraus resultierende Monotonie in Bezug auf die Vergänglichkeit verdeutlicht. Zudem handelt es sich hierbei um einen Alexandriner mit Zäsuren in den Quartetten. Die Gegenüberstellung von These und Antithese unterstreicht in diesem Zusammenhang nochmals die Resignation des lyrischen Ichs, sowie der ewige Kreislauf des Erschaffens und des Zerstörens. Die Terzette bestehen zudem aus einem Schweifreim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass „Es ist alles eitel“ und „Kleine Aster“ einige Gemeinsamkeiten im Punkt der Vergänglichkeit aufweisen. Jedoch thematisiert Benns Gedicht beispielweise ausschließlich die Vergänglichkeit in Bezug auf den Wert des Menschen, während Gryphius Sonett sich allumfassend damit befasst. Zudem lassen Form und Sprache darauf hinweisen, dass bei Benn Emotionslosigkeit in Bezug auf den Menschen deutlich wird, und dass bei Gryphius Resignation und Monotonie deutlich werden. Zudem lässt sich sagen, dass bei Gryphius die Vergänglichkeit direkt und bei Benn indirekt thematisiert werden. Zudem befasst Gryphius sich mit dem einzig Ewigem, nämlich dem Metaphysischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit auf alles Irdische bezogen (z.B. Vergänglichkeit der „Städte“ (V. 3), Vergänglichkeit des Menschen (vgl. V. 6), „kein Erz ,kein Marmorstein“ (V. 7), Vergänglichkeit von Werten z.B. „Der hohen Taten Ruhm“ (V. 9))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zuerst Vergänglichkeit des vom Menschen geschaffenen, dann Vergänglichkeit des Menschen selbst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit unter anderem symbolisiert durch Krieg, Zerfall der Städte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Mensch hält an dem vergänglichen fest (an dem was er kennt, das was er nicht kennt (Überirdisches bzw. Gott) will er nicht erkennen, darauf will keiner mehr achten (dies ist jedoch ewig) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Resignative / verzweifelte Haltung, da sich das lyrische Ich dessen bewusst ist, dass alles was es kennt (auch es selbst) vergänglich ist; durch emotionale Sprache &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonettform (zwei Quartette (je 4 Zeilen) und zwei Terzette (je 3 Zeilen)) -&amp;gt; insgesamt 14 Zeilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metaphorische Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Reimschema vorhanden (Terzette -&amp;gt; Schweifreim; Quartette -&amp;gt; umarmender Reim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Versmaß -&amp;gt; Alexandriner -&amp;gt; durch die Zäsur Betonung der Antithesen und somit auch der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Monotonie (eintöniger Klang des Gedichtes) -&amp;gt; die Vergänglichkeit findet immer statt (ist sozusagen Teil des Lebenszyklus` / ein ständiger Prozess); betont auch die Resignation des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit ausschließlich auf Lebewesen bezogen („Ruhe sanft / kleine Aster!“ (V. 14 f.), Leiche eines Bierfahrers (vgl. V. 1); &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Entmenschlichung des Bierfahrers, da er nur einer von vielen ist -&amp;gt; als Einzelner keine Bedeutung, ist nichtig; nach dem Tod wird vergessen, wer er war -&amp;gt; Vergänglichkeit seiner Person /des Menschen generell&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Durch Wortwahl und Verhalten des lyrischen Ichs gegenüber Aster und Leiche -&amp;gt; Herabsetzung des Menschen durch Brutalität, Gleichgültigkeit und Kälte (bedeutungslos, nichtig) und Darstellung der Signifikanz der Aster durch Emotionalität („Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V. 14 f.))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Fehlendes Reimschema, Metrum, berichtende Form (durch Verwendung des Präteritums) -&amp;gt; Objektivität und Kälte -&amp;gt; Emotionslosigkeit und Distanz des lyrischen Ichs gegenüber Leichnam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	15 Zeilen ohne feste Form / Strophen -&amp;gt; keine Gliederung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ausformulierung:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Gedichten „Es ist alles eitel“, welches von Andreas Gryphius in der Literaturepoche des Barocks verfasst wurde, und „Kleine Aster“ von Gottfried Benn, das zur Zeit des Expressionismus verfasst wurde, wird die Vergänglichkeit thematisiert. Dabei lassen sich allerdings Unterschiede auf inhaltlicher und sprachlich-formaler Ebene feststellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich fällt auf, dass Gryphius in seinem Gedicht das Thema der Vergänglichkeit auf alles Irdische bezieht, wohingegen Benn ausschließlich die Vergänglichkeit der Lebewesen aufgreift. Gryphius geht dabei konkret auf den Zerfall und die Vergänglichkeit des vom Menschen geschaffenen, also der „Städte“ (V. 3) und die Vergänglichkeit des Menschen selbst ein, was besonders die Aussage „[w]as jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) hervorhebt. Die Tatsache, dass tatsächlich alles Irdische vergänglich ist, wird ebenfalls in der Äußerung „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) deutlich. Des Weiteren geht er auf die Vergänglichkeit der menschlichen Werte, wie der „hohen Taten Ruhm“ (V. 9) ein, was nochmals untermauert, dass die Gesamtheit alles Irdischen vergänglich ist. Benn hingegen thematisiert lediglich die Vergänglichkeit der „kleine[n] Aster“ (V. 15), also der Natur, sowie die des „ersoffene[n] Bierfahrer[s]“ (V. 1), welche die der Menschheit repräsentiert. Zudem wird in Benns Gedicht dargestellt, dass der Bierfahrer lediglich einer von vielen ist, was durch den unbestimmten Artikel „Ein“ (V. 1) zu erkennen ist. Somit wird er nicht als Individuum angesehen und hat als solches im Gesamten keine große Bedeutung, da er nur einen kleinen Teil des Ganzen darstellt. Aufgrund dessen ist er nichtig und wird nach seinem Tod vergessen werden, was die Wertlosigkeit des menschlichen Lebens und die Vergänglichkeit seiner Person sowie generell die des Menschen verdeutlicht. Auch der indirekte Vergleich der Aster mit dem Menschen hebt dessen Nichtigkeit und Vergänglichkeit hervor, da die Aster jenem übergeordnet ist und in dem Gedicht insgesamt eine wichtigere Rolle spielt, weshalb er ihr auch als „Vase“ (V. 13) dient, wodurch er von dem lyrischen Ich entmenschlicht wird. Dadurch wird er verstärkt als nichtig und wertlos dargestellt. Außerdem wird die Wertlosigkeit des menschlichen Lebens in Benns Gedicht dadurch betont, dass im späteren Lauf nicht einmal mehr ein unbestimmter Artikel verwendet wird, um ihn zu erwähnen, denn dieser fehlt in der Aussage „als man zunähte“ (V. 12), was zudem die Distanz des lyrischen Ichs zu dem Menschen beziehungsweise der Leiche des Bierfahrers deutlich macht. Zudem ist auffällig, dass Gryphius in dem Gedicht „Es ist alles eitel“ auch das thematisiert, was ewig ist, da das lyrische Ich dort erläutert, dass keiner betrachten wolle, „was ewig ist“ (V. 14). Dies deutet an, dass die Menschen lediglich an dem festhalten, was sie kennen, also an dem Vergänglichen. Das Ewige, also Gott beziehungsweise das Überirdische wollen die Menschen nicht erkennen und beachten es nicht. In dem Gedicht Benns findet das Thema der Ewigkeit jedoch keinerlei Erwähnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf der sprachlich – formalen Ebene sind einige Unterschiede der Darstellung des Themas der Vergänglichkeit festzustellen. Dabei ist bereits auf den ersten Blick auffällig, dass das Gedicht Gryphius` in der sogenannten Sonettform verfasst ist, also aus zwei Quartetten zu je 4 Zeilen und zwei Terzetten zu je 3 Zeilen besteht, während in dem Gedicht Benns keine feste Form oder eine Gliederung in Strophen zu erkennen ist. Zudem liegt bei diesem Gedicht weder ein festes Reimschema, noch ein Metrum vor, was neben der Ähnlichkeit zu einem Bericht durch die Verwendung des Präteritums und der Objektivität des lyrischen Ichs auf die Distanz und Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs dem Bierfahrer gegenüber hinweist. Der Aster gegenüber verhält sich das lyrische Ich dahingegen beinahe liebevoll, was insbesondere durch den emotionalen Abschied dieser „Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V. 15) hervorgehoben wird, was ihre Signifikanz für das lyrische Ich untermauert. Durch diese Emotionalität der Aster gegenüber wird ein Kontrast zu der Gleichgültigkeit und Brutalität der Leiche gegenüber geschaffen, welcher erneut die Bedeutungslosigkeit des Menschen hervorhebt. Dies ist auch an der entwertenden Sprache der Leiche gegenüber zu erkennen, die beispielsweise durch das Adjektiv „ersoffener“ (V. 1) dargestellt wird. In dem Gedicht Benns ist jedoch neben der Sonettform auch ein festes Reimschema zu erkennen. In den Quartetten liegt dabei ein umarmender Reim und in den Terzetten ein Schweifreim vor. Bezüglich des Versmaßes liegen Alexandriner vor, welche aus sechshebigen Jamben bestehen und durch die sogenannte Mittelzäsur gekennzeichnet sind. Diese Zäsur betont die vorliegenden Antithesen und somit auch die Vergänglichkeit des beschriebenen Irdischen. Die gleichmäßigen Jamben wirken dabei monoton, was den Lebenszyklus als ständigen Prozess des Lebens und Sterbens andeutet. Somit wird hervorgehoben, dass jedes Lebewesen einmal sterben wird, was nochmals die Vergänglichkeit alles Irdischen untermauert. Des Weiteren wird dadurch auch die Resignation des lyrischen Ichs hervorgehoben, da es sich auch seines eigenen Todes und somit auch seiner Vergänglichkeit bewusst ist. Diese Resignation ist in dem Gedicht Benns nicht zu erkennen, da das lyrische Ich bei der Obduktion der Leiche lediglich routiniert und gleichgültig vorgeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vergänglichkeit in den beiden Gedichten auf unterschiedliche Weise dargestellt wird. Gryphius thematisiert dabei die Vergänglichkeit alles Irdischen und erwähnt das Ewige, wohingegen Benn lediglich auf die Vergänglichkeit des Menschen und der Natur eingeht. Außerdem ist der resignative und verzweifelte Ton in dem Gedicht Gryphius` deutlich zu erkennen, während das lyrische Ich in Benns Gedicht die Vergänglichkeit des Menschen gleichgültig ist. Zudem ist auffällig, dass Benns Gedicht völlig losgelöst von jeglicher Form ist, während bei Gryphius` Gedicht die Sonettform und ein festes Reimschema vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:''' &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischen ( des Erbauten ,,Städte&amp;quot; (V.3) , des Menschen ,,Asch und Bein&amp;quot; (V.6), des Zustandes ,,bald donnern die Beschwerden&amp;quot;(V.8), der Werte ,,hohen Taten Ruhm&amp;quot; (V.9) )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Anklage, dass Menschen nicht mehr erkennen wollen bzw. vergessen haben was ewig ist, nämlich Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verzweiflung und Resignation des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett → strenge Einhaltung der Form&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Quartette ( je 4 Verse) und 2 Terzette (je 3 Verse) → insgesamt 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Umarmender Reim in den Quartetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schweifreim in den Terzetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit wird durch Antithesen und Zäsur verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- regelmäßiger und monotoner Ton im Gedicht →  Vergänglichkeit ist ein ständiger Prozess und immer wiederkehrend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum = 6-hebiger Jambus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- emotionale Sprache (,,Ach&amp;quot; (V.11)) und metaphorische Sprache (,,prächtig blüht&amp;quot; (V.5)) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit der Identität und des Lebens ( Bierfahrer wird entmenschlicht und wer er nun im Endeffekt war, spielt keine Rolle, da er nur einer von vielen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Obduktion wird brutal beschrieben und mit dem Bierfahrer wird pietätlos umgegangen -&amp;gt; Der Wert des Bierfahrers als Mensch wird herabgesetzt, er wird zum Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fokus liegt auf der Aster und nicht auf den Bierfahren → Emotionslosigkeit, Distanz zu der Leiche, Entfremdung zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- dahingegen umsorgender Umgang mit der Aster → Mensch ist bedeutungslos, wertlos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Keine richtige Form vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, die nicht in Strophen unterteilt sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kein festes Reimschema, nur Reim bei V.1 +V.3 und V.7 + V. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verwendung des Präteritums und sachliche Beschreibung der Obduktion → erinnert an einen Bericht, was die Emotionslosigkeit verdeutlicht (emotionslose Sprache, Emotionen nur bezüglich der Aster vorhanden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung durch das Beschriebene und das Paradoxon ( V.2 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- direkte Ansprache der Aster (V. 3) verdeutlicht Vergänglichkeit der Identität des Menschen und die verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte ,,Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welches in der Epoche des Barocks zuzuordnen ist, und ,,Kleine Aster“ von Gottfried Benn, welches in der Epoche des Expressionismus veröffentlicht wurde, lassen sich beide hinsichtlich des Inhalts und der Sprache vergleichen, wobei auffällig ist, dass beide Gedichte das Thema ,,Vergänglichkeit“ thematisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch wird das Thema ,,Vergänglichkeit“ in beiden Gedichten jeweils unterschiedlich dargestellt. In dem Gedicht ,,Es ist alles eitel“ von Gryphius wir die Vergänglichkeit alles Irdischen thematisiert, wobei das lyrische Ich zunächst darauf eingeht, dass alles Erbaute und Erschaffene vergänglich ist, was beispielsweise durch die Aussage ,,Wo jetztund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3) deutlich wird. Des weiteren wird darauf eingegangen, dass auch das Leben der Menschen und der Natur vergänglich ist, da es heißt ,,Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.6) und auch Zustände und taten vergänglich sind, was durch die Aussage ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9) zum Ausdruck gebracht wird. Der Hauptunterschied zum Benn-Gedicht liegt jedoch darin, dass dort das lyrische Ich zuletzt noch auf das Ewige eingeht und dieses klagt, dass das, ,,was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14) will. Somit wird in diesem Gedicht nicht nur die Vergänglichkeit thematisiert, sondern auch das Ewige, wobei das lyrische Ich darüber klagt, dass die Menschen eben dieses Ewige ignorieren und sich damit nicht befassen, sondern nur auf die Vergänglichkeit konzentrieren. In dem Gedicht ,,Kleine Aster“  wird dahingegen nur die Vergänglichkeit des Menschen und dessen Identität thematisiert. Dabei wird der Mensch als kein Individuum sondern als einer von vielen dargestellt und als eine Arbeitskraft, was bereits in der Aussage ,,Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1) deutlich wird. Während in dem Gedicht von Gryphius die Vergänglichkeit im Allgemeinen und alles Irdischen thematisiert wird, wird in dem Gedicht von Benn vor allem die Nichtigkeit und Wertlosigkeit des Menschen verdeutlicht, was durch den pietätlosen Umgang mit der Leiche verdeutlicht wird und durch die Tatsache, dass die Blume Aster im Zentrum steht und regelrecht umsorgt wird. Auch die Haltung des lyrischen Ichs in beiden Gedichten ist unterschiedlich. In dem Gedicht ,,Es ist alles eitel“ ist eine resignative und verzweifelte Haltung des lyrischen Ichs zu erkennen, was durch die Aussage ,,Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) beispielsweise zu erkennen ist. Jedoch wird auch eine gewisse Hoffnung auch zum Ausdruck gebracht, da das lyrische Ich das erkennt, ,,was ewig ist“ (V.14) und somit also die Hoffnung besteht, dass nicht alles vergänglich ist. Das lyrische Ich in ,,Kleine Aster“ hingegen ist gegenüber der Leiche völlig emotionslos und die Leiche ist für das lyrische Ich mehr ein Objekt als ein Mensch, was besonders durch die Aussage ,,als man zunähte“ (V. 12) deutlich wird. Zudem ist es auch auffällig, dass das lyrische Ich nur Emotionen für die Aster aufbringt und diese völlig in den Mittelpunkt stellt, was die Wertlosigkeit des Menschen unterstützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese inhaltlichen Aspekte lassen sich auch auf die sprachlich-formale Ebene beziehen. So wird die Vergänglichkeit in Gryphius Gedicht durch das strenge Einhalten des Sonetts unterstützt, da das regelmäßige Reimschema, bei den Quartetten ein umarmender Reim und in den Terzetten ein Schweifreim, und die Unterteilung in 4 Strophen, sowie das Metrum Alexandriner einen monotonen und regelmäßigen Ton im Gedicht verursachen. Somit verdeutlicht dies eine Art Regelmäßigkeit oder Kreislauf der Vergänglichkeit, die immer gegenwärtig ist. Zudem wird dadurch auch die resignative Haltung des lyrischen Ichs unterstützt und somit auch die Verzweiflung und die grundsätzliche emotionale Stimmung in dem Gedicht hervorgehoben. Der Alexandriner in Verbindung mit den verwendeten Antithesen untermauert ebenfalls die Vergänglichkeit, da das Bestehen und die Vergänglichkeit gegenüber gestellt werden und eine Zäsur diese Zustände nochmals von einander abgrenzt. Auch dies verdeutlicht die Emotionalität in dem Gedicht. Das Gedicht ,,Kleine Aster“ stellt dahingegen sprachlich-formal einen Kontrast zu dem Gedicht von Gryphius dar, da in diesem keine strenge Form eingehalten wird, sondern es kein einheitliches Metrum, kein festes Reimschema oder eine Unterteilung in Strophen gibt. Dies untermauert die Wertlosigkeit des Menschen ebenfalls. Auffällig ist jedoch, dass es dennoch  zwei Reime gibt, nämlich einmal ,,gestemmt“ (V.1) und ,,geklemmt“(V. 3), was den pietätlosen Umgang mit der Leiche verdeutlicht und so die Wertlosigkeit des Menschen hervorhebt und ,,herausschnitt“ (V. 7) und ,,glitt“ (V.8), was einen Kontrast mit dem Umgang mit der Leiche und der Aster verdeutlicht. Durch diesen Kontrast mit dem Umgang mit der Leiche und der Aster wird ebenfalls die Vergänglichkeit und Wertlosigkeit des Menschen zum Ausdruck gebracht. Ein anderer Unterschied auf sprachlich-formaler Ebene ist auch, dass im Gedicht von Benn eine eher neutrale und emotionslose Schilderung stattfindet, die an einen Bericht erinnert, während hingegen im Gedicht von Gryphius die Vergänglichkeit emotional beschrieben wird und dazu eine metaphorische Sprache verwendet wie ,,das Spiel der Zeit“ (V. 10), welche für das Menschenleben steht. In ,,Kleine Aster“ hingegen wird alles neutral, außer die Aster, die emotional beschrieben wird, beschrieben. Zu dem wird auch Ironie verwendet, um die Wertlosigkeit des Menschen hervor zu heben, wie in der Aussage ,,Trinke dich satt in deiner Vase!“ (V.13) deutlich wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass das Thema ,,Vergänglichkeit“ in beiden Gedichten unterschiedlich zum Ausdruck gebracht wird. In dem Gedicht von Gryphius wird die Vergänglichkeit alles Irdischen thematisiert, während hingegen im Gedicht von Benn sich ausschließlich auf die Vergänglichkeit und Wertlosigkeit des Menschen konzentriert wird. Auch in der sprachlich-formalen Ebene sind die Gedichte hinsichtlich des Themas ,,Vergänglichkeit“ zu unterscheiden, da das Gedicht von Gryphius eine strenge Form einhält, um den Kreislauf der Vergänglichkeit zu untermauern und zudem eine emotionale und metaphorische Sprache verwendet wird. In dem Gedicht von Benn hingegen wird eine emotionslose Sprache verwendet, wenn es um die Leiche geht und Emotionen tauchen nur in Verbindung mit der Aster auf, was die Wertlosigkeit des Menschen hervorhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles Eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit alles Irdischen (z.B Umgebung(V.3), Krieg zerstört alles(1.Strophe)Mensch (V.6)) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-nur Gott ist ewig (V. 15)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
-entmutigende Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-äußere Form des Gedichtes (Sonettform= zwei Quartette darauffolgend zwei Terzette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-metaphorische Sprache (indirekt) (V.6 z.B ,,Asch und Bein&amp;quot; - Mensch)=&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Reimschema (umarmender Reim in den ersten beiden Strophen, Schweifreim in den letzten beiden) =&amp;gt; kreislaufartiger Hergang, werden und gehen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Metrum (sechshebiger Jambus= Alexandriner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-männliche/ weibliche Kadenzen betont Vergänglichkeit =&amp;gt; geordnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Antithesen (z.B ,,Städte&amp;quot; - ,,Wiese&amp;quot; (V.3) untermauert Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit ( Pflanze) und Wertlosigkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- bezieht sich nur auf die Pflanzenwelt und nicht auf die anderen Gegebenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-strukturlos (kein Metrum, Strophen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-kein einhaltliches Reimschema &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-direkte Sprache (berichtend, sachlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Eindruck der gebrochenen Prosa =&amp;gt; Skurrilität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-viele Enjambements&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Aus der Perspektive eines Individuums und spricht mit der Aster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gryphius thematisiert die Vergänglichkeit ALLES Irdischen, Benn die Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
* Struktur Gryphius: Vergänglichkeit des Materiellen, dann Vergänglichkeit des Individuum, Benn lediglich Vergänglichkeit des Individuums&lt;br /&gt;
* Gryphius spricht das Metaphysische an, welches nicht vergänglich ist, für Benn lediglich die Vergänglichkeit des Menschen wichtig&lt;br /&gt;
* Mensch für Beide vergänglich&lt;br /&gt;
* Absurde Darstellung des Vergänglichen bei Benn, bei Gryphius ernst&lt;br /&gt;
* direkte Ansprache des Vergänglichen bei Gryphius, bei Benn indirekt&lt;br /&gt;
* Atmosphäre bei Benn: emotionslos, Atmosphäre bei Gryphius: resignativ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* kein Rheimschema, kein Metrum bei Benn: wirkt emotionslos und distanziert&lt;br /&gt;
* eine einzelne Strophe bei Benn: stütz paradoxen Inhalt&lt;br /&gt;
* Gryphius: Sonett: feststehende Struktur&lt;br /&gt;
* Gryphius: Jambus: monoton = alles gleich, alles Vergänglich&lt;br /&gt;
* Gryphius: Vergänglichkeit gezeigt durch viele Antithesen, Benn: Vergänglichkeit gezeigt durch indirkten Vergleich von Mensch und Aster&lt;br /&gt;
* lyrisches Ich hat bei Benn höhere Bedeutung als bei Gryphius&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte &amp;quot;Es ist alles Eitel&amp;quot;, geschrieben von Andreas Gryphius, veröffentlicht 1637 zur Zeit des Barock, und &amp;quot;Kleine Aster&amp;quot;, geschrieben von Gottfried Benn, veröffentlicht 1912 in der Epoche des Expressionismus, berühren beide die Thematik der Vergänglichkeit. Benn beschreibt in seinem Gedicht die Einsetzung einer Aster in eine Leiche bei einer Obduktion und Gryphius erlöutert in wie Fern alles Irdische Vergänglich ist. Im Folgendem werden nun, der Inhalt und die Sprache sowie die Form beider Gedichte, miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell lässt sich schon mal sagen, das Gryphus in seinem Gedicht die Vergänglichkeit alles Irdischen thematisierst wie beispielswiese auch die der &amp;quot;Städte&amp;quot;(V.3). Benn hingegen thematisiert ausschließlich die Vergänglichkeit des Menschen. Daraus resultiert auch ein Unterschied im Bezug auf den inhaltlichen Aufbau der Gedichte. Gryphius zuerst auf die Vergänglichkeit alles Materiellen ein und dann erst, klimaxartig,  auf die des Individuums. Benn hingegen bezieht sich nur auf die des Menschen, indem er die Obduktion beschreibt. Zudem spricht Gryphius im letzten Vers von dem was ewig ist, Gott, und fügt hinzu, dass niemand dies bis jetzt sehen möchte (vgl. V.14). Benn verrät jedoch nicht was für ihn ewig ist oder ob es Ewiges überhaupt gibt. Des Weiteren wirkt die Darstellung bei Benn sehr Absurd, emotionslos und routiniert durch die einfache Beschreibung der Handlung und der strikten Ablehnung der Wiedergabe, der Gefühle des lyrischen Ichs, im Bezug auf die Leiche. Gryphius' Gedicht wirkt jedoch ehr resignativ was durch die Interjektion &amp;quot;Ach!&amp;quot;(V.11) besonders verdeutlicht wird. Außerdem ist noch die direkte Ansprache der Vergänglichkeit auffällig bei Gryphius. Dieser sagt direkt am Anfang &amp;quot;Du sihst/ wohin du sihst nur Eitelkeit auf Erden.&amp;quot;(V.1). Benn sagt nie direkt, dass der Mensch vergänglich ist. Dies lässt sich nur durch Deutungen erschießen. Hinzuzufügen ist die Erklärung der Vergänglichkeit bei Benn anhand eines Beispiels, also der Obduktion, wohingegen Gryphius die Vergänglichkeit allumgreifend beschriebt. Die größte Gemeinsamkeit, die beide Gedichte haben ist, dass beide davon überzeugt sind, dass der Mensch vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachlich-´und Formal weisen die Gedichte auch einige Unterschiede auf. Unterstützt wird die emotionslose und distanzierte Beziehung zur Leiche, vor allem durch das fehlende Rheimschema und Metrum bei Benn. Gryphius' Gedicht hat feststehende Strukturen wie beispielsweise das Sonett oder der sechshebige Jambus. Diese unterstützen den Inhalt, da sie auf Grund der Monotonie den kreislaufartigen Werdegang des Vergänglichen im Bezug auf Alles konkretisieren.  Zudem manifestiert der Fakt, dass nur eine Strophe vorliegt bei Benn, die Absurdität, eine Blume in eine Leiche einzupflanzen. Auch sind die Vergleiche unterschiedlich, die in den Gedichten durchgeführt werden. Gryphius vergleicht immer die Gegenwart antithetisch mit der Zukunft wie beispielsweise in Vers 3. Benn vergleicht durchgehend in seinem Gedicht die Aster und den Menschen und auf der Unterschiedlichen Wertschätzung kommt man auf die Vergänglichkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass die Vergänglichkeit in beiden Gedichten sehr unterschiedlich dargestellt wird. Gryphius verbindet mit der Vergänglichkeit wirklich alles Irdische und stellt dies auch resignativ dar. Benn beschränkt sich hingegen auf die Vergänglichkeit des Menschen, die er emotionslos veranschaulicht. Diese Emotionslosigkeit ist geprägt von den fegenden Rheimstrukturen wohingegen Gryphius Kreislauf Alles Irdischen im Bezug auf die Vergänglichkeit, durch das monotone vorhandene Rheimschema unterstützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Andreas Gryphius – Es ist Alles Eitel (1637)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*  thematisiert die Vergänglichkeit Alles Irdischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vergänglichkeit resultiert aus dem 30-jährigen Krieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* dem Menschen ist nicht bewusst, dass nichts Ewig ist außer Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sonett → zwei Quartette, zwei Terzette (typisch für Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Quartette → jeweils 4 Verse, Terzette → jeweils 3 Verse = 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Metrum: Alexandriner (durch die Zäsur wird These und Antithese gegenübergestellt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßiges Metrum verdeutlicht die monotone Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Akkumulationen unterstützen die These es sei Alles Eitel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gottfried Benn – Kleine Aster (1912)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und den Verlust der Identität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pietätloser Umgang mit der Leiche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entfremdung des Menschen → Fokus liegt auf die Aster und wird als wichtiger erachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* keine Struktur Vorhanden → kein  festes Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwei Reime → verdeutlicht das Verhältnis zur Aster rund zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Enjambements  beim beschreiben der Obduktion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwendung des Präteritums → wirkt wie ein Bericht (emotionslos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ausformulierung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl das Gedicht „Es ist Alles Eitel“  von Andreas Gryphius aus der Epoche des Barocks, als auch das Gedicht „Kleine Aster“ von Gottfried Benn aus der Epoche des Expressionismus thematisieren das Vergängliche. Allerdings weisen beide einige Unterschiede hinsichtlich des Inhalts und der Struktur auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man die beiden Gedichte miteinander fällt auf, dass beide die Thematik der Vergänglichkeit beinhalten, allerdings Benn auf die Vergänglichkeit der Lebewesen eingeht und Gryphius auf die Vergänglichkeit alles Irdischen. Somit geht er auf den Zerfall alles Geschaffenen ein, wie bspw. „Städte“ (V. 3) und verallgemeinert dies durch „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Zudem geht er auch auf die Vergänglichkeit des Menschen ein, da „[w]as jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“(V. 6).  Sogar die gesetzten Werte sind für Gryphius nicht von Dauer, was sich aus „[d]er hohe taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9) hervorgehen lässt. Zur Unterstützung der Meinung es sei alles Eitel wird behauptet: „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7). Diese Naturalien galten zu dieser Zeit als unzerstörbar, was die Vergänglichkeit alles Irdischen bestärkt. In dem Gedicht „Kleine Aster“ hingegen wird lediglich die Vergänglichkeit der „Kleinen Aster“ als auch die des „ersoffene[n] Bierfahrer“ (V. 1) thematisiert. Somit wird die Vergänglichkeit des Menschen, als auch der Natur repräsentiert. Außerdem lässt sich entnehmen, dass die Entmenschlichung ein zentrales Thema des Gedichts darstellt.  Dies lässt sich aus dem unbestimmten Artikel „[e]in“ (V. 1) entnehmen. So sei diese Leiche eine von vielen und ist es nicht würdig einen Namen zu haben. Diese Entmenschlichung geht weiterführend aus den Adjektiven „gestemmt“ (V. 1) und „geklemmt“ (V. 3) hervor, da es sich hierbei um einen pietätlosen Umgang handelt. Da er nur einer von vielen ist wird von ihm die gesamte Menschheit repräsentiert, da es nicht wichtig wäre welche Person auf dem Obduktionstisch läge. Diese  Wertlosigkeit liegt im Kontrast der Blume, da diese als „klein[…]“ (V. 15) beschrieben wird. Somit hat das lyrische ich eine emotionale Bindung zu der Aster, da diese niedlich wirkt. Die Aster hat zudem einen höheren Stellenwert als der Mensch, da für sie gesorgt wird, indem sie den Körper als „Vase“ (V. 13) nutzen soll. Somit wird die Leiche fortführend entmenschlicht und auch das fehlende Personalpronomen in „als man zunähte“   (V. 12) untermauert die Wertlosigkeit der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur auf der Inhaltlichen Ebene, sondern auch auf der sprachlich formalen Ebene lassen sich die beiden Gedichte in Bezug setzen und auch dort sind einige Unterschiede zu finden. Vorab ist zu sagen dass es sich bei Gryphius Gedicht um ein Sonette handelt mit 14 Versen und bei Benns Gedicht um einen 15-verser, der keinen Strophen unterliegt.   Währenddessen „Es ist alles eitel“ einem sechshebigen Jambus unterliegt, welcher vor allen Dingen die Aussichtslosigkeit und die monotone Stimmung hervorheben, unterliegt „Kleine Aster“ keinem Metrum. Stattdessen enthält es vermehrt Enjambements und ebenso einen Tempus Wechsel ins Präteritum, welches an einen Bericht erinnert. Zudem ist zu sagen, dass der Mediziner seine Vorgänge in und auswendig kennt und somit auch keine Emotionen in diesen Vorgang mit einfließen.  Auch der Reim von „gestemmt“ (V. 1) und „geklemmt“ (V.3) untermauert den pietätlosen Umgang mit der Leiche und dessen Entmenschlichung. Neben diesem Reim liegt noch ein weiterer Reim vor. Dies steht Gegensätzlich zu dem Gedicht von Gryphius, denn dort liegen in den ersten beiden Quartetten ein umarmender Reim vor und in den letzten beiden Terzetten ein Schweifreim vor. Zudem liegt ein Alexandriner vor, welcher eine Mittelzäsur hat. Diese bestärkt den Kontrast zwischen der These und der Antithese enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles eitel (Barock)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vergänglichkeit von Menschen, von Menschengeschaffenem und von der Natur &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Menschen haben vergessen was „ewig“ (V. 14) ist -&amp;gt; Überirdisches, Gott (V.14) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Verzweiflung des lyrischen Ichs (nichts hat Bestand) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-vier Strophen: die ersten beiden sind vierzeilig, die letzten beiden besitzen drei Verse &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sonett: zwei Quartette und zwei Terzette -&amp;gt; Bruch zwischen Quartett und Terzett (Quartett: Aussage/Gedanke , Terzett: Antwort/Erklärung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Quartette bestehen aus einem umarmenden Reim, Terzette bestehen aus einem Schweifreim (abba abba ccd eed) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Rhythmus: Alexandriner (6 hebiger Jambus mit Zäsur) -&amp;gt; harmonisch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-verwendet das Präsens &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster (Expressionismus)''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vergänglichkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Blume ist ihm wichtiger als das Leben eines Menschen (Blume wird in den Fokus gerückt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Pietätloser Umgang mit der Leiche -&amp;gt; Emotionslos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-eine Strophe, die aus 15 Versen besteht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-kein Reimschma -&amp;gt; emotionslos&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
-freier Rhythmus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-kein Metrum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sätze erstrecken sich über mehrere Verse (Zäsur am Versende wird übergangen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-verwendet zu erst das Präteritum -&amp;gt; ähnelt einem Bericht -&amp;gt; Emotionslos , in den letzten drei Versen wird Präsens verwendet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-verwendet brutale Wörter wie „gestemmt“ (V. 1), „geklemmt“ (V. 3) und „langes Messer“ (V. 6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ausformulierung:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn zur Zeit des Expressionismus geschrieben  wurde und das Sonett „Es ist alles Eitel“, welches von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks verfasst wurde, thematisieren beide die Vergänglichkeit.&lt;br /&gt;
Trotz der gemeinsamen Thematik,  lassen sich einige Unterschiede auf  inhaltlicher und sprachlich-formaler Ebene feststellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf inhaltlicher Ebene fällt auf, dass Gryphius in seinem Gedicht die Vergänglichkeit alles Irdischen thematisiert, wohingegen Benn in seinem Gedicht eher den Fokus auf die Vergänglichkeit des Menschen legt. Gryphius geht dabei konkret auf Menschengeschaffenes wie „Städte“ (V. 3), die Natur (vgl. V. 7) und den Menschen (vgl. V. 6) ein, währenddessen Benn die Wertlosigkeit des einzelnen Menschen, also des „ersoffenen Bierfahrers“ (V. 1) in den Vordergrund stellt. Der pietätlose Umgang mit der Leiche wird durch die brutalen Aussagen wie „auf den Tisch gestemmt“ (V.1) und „zwischen die Zähne geklemmt“ (V. 3) hervorgehoben. Ebenso wird der Leichnam dadurch von dem lyrischen Ich entmenschlicht und als Objekt dargestellt, der die Blume versorgen soll. Durch den unbestimmten Artikel „Ein“ (V. 1) wird die Bedeutungslosigkeit der Leiche verdeutlicht, da dieser einer von vielen sei und somit keine bedeutungsvolle Rolle spielt. Die Aster hingegen spielt in diesem Gedicht eine wichtige Rolle und wird dadurch in den Fokus gerückt. Des Weiteren ist auffällig, dass Gryphius in seinem Gedicht „Es ist alles Eitel“ von dem was ewig ist, nämlich Gott, spricht. Zudem fügt er hinzu, dass die Menschen jedoch nicht mehr erkennen wollen beziehungsweise vergessen haben, was ewig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf sprachlich-formaler Ebene unterscheiden sich die beiden Gedichte. „Es ist alles Eitel“ ist ein Sonett aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Es besteht aus vier Strophen, wobei die ersten beiden Strophen aus vier Versen bestehen und die letzten beiden Strophen aus drei Versen. Aufgrund der Trennung von Quartetten und Terzetten, wird ein Bruch zwischen diesen verdeutlicht. Die Quartette weisen einen Gedankengang auf, worauf die Terzette eine Antwort beziehungsweise eine Erklärung geben. In „Es ist alles Eitel“ wird die Frage nach dem Sinn des Lebens aufgeworfen, worauf die Terzette mit der Aussage, dass die Menschen vergessen haben was „ewig“ (V. 14) ist, nämlich Gott, eine Antwort geben. Außerdem ist bei Gryphius´ Gedicht neben der Sonettform auch ein festes Reimschema zu erkennen. In den Quartetten liegt dabei ein umarmender Reim und in den Terzetten ein Schweifreim vor. Aufgrund dieser sehr strukturierten Form und der nahezu gleichbleibende Rhythmus des Alexandrinas, wird eine harmonische und emotionale Stimmung verdeutlicht. &lt;br /&gt;
Benns Gedicht hingegen ist relativ einfach gehalten. Es besitzt kein Metrum und auch kein einheitliches Reimschema, weshalb der pietätlose Umgang mit der Leiche unterstützt wird. Aufgrund der Verwendung des Präteritums, erinnert Benns Gedicht eher an einen Bericht, wodurch die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs dem Bierfahrer gegenüber hervorgehoben wird. Des Weiteren fällt auf, dass Benn die Vergänglichkeit des Menschen durch sehr brutale Wörter wie „gestemmt“ (V. 1) und „geklemmt“ (V. 3), zum Vorschein bringt. Aufgrund dessen wird die Wertlosigkeit des Menschen noch einmal hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass beide Gedichte die Thematik der Vergänglichkeit schildern, dies jedoch auf andere Art und Weise tun. Gryphius thematisiert in seinem Gedicht die Vergänglichkeit alles irdischen, wohingegen Benn nur auf die Vergänglichkeit des Menschen eingeht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Vergänglichkeit</title>
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				<updated>2018-11-21T19:31:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Vergleich der (inhaltlichen und sprachlich-formalen) Darstellung des Themas &amp;quot;Vergänglichkeit&amp;quot; in den beiden Gedichten von Gryphius und Benn (Stichwörter)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thematisiert Vergänglichkeit in der ganzen Welt alles Irdischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit der Städte, Wohnorte, Existenz der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Betrachtet am Ende des Gedichts die Existenz von Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Dem Menschen ist nicht bewusst, dass Gott nicht vergänglich sein kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachlich-Formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett (Merkmal der Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Festes Reimschema (Umarmender Reim, Schweifreim)&lt;br /&gt;
-	Metrum 6-hebiger Jambus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Versmaß (Alexandriner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche, weibliche Kadenzen (betonen wichtige Fakten des Gedichts, Vergänglichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thesen/Antithesen getrennt durch Zäsur stellen Kontrast zur Vergangenheit/Zukunft her&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Akkumulationen verdeutlichen Bedeutung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Anaphern untermauern das Wissenslose der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Rhetorische Frage  untermauert die Scheinwelt der Betroffenen Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich erzählt objektiv, spricht für die Gesamtheit des Volkes, resignative Haltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit/ Wertlosigkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Beispiel einer Obduktion um Bedeutungslosigkeit des Menschen darzustellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kontrast zwischen Mensch und Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Behandelt Mensch als ein Objekt (pietätloser Umgang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Setzt den Fokus jedoch auf die Aster &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Tragisch, skurrile und brutale Erzählung  Wertlosigkeit des Menschen wird deutlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Die Frage des Überirdischen wird nicht betrachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Epoche Expressionismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Detaillierte Beschreibung eines Vorgangs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachlich-Formal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Reimschema, verdeutlicht die skurrile und merkwürdige Stimmung im Gedicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Metrum “   “&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Viele Enjambements, setzt Fokus auf die Pflanze/Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zwei Reimpaare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Interpunktionen heben Bedeutungen hervor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche Kadenzen (unterstreicht Bedeutung von Mensch und Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich berichtet aus der Perspektive eines Arztes (Autor selber) veranschaulicht die Wertlosigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“, welches von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks verfasst wurde, und „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn zur Zeit des Expressionismus verfasst wurde, thematisieren beide die irdische Vergänglichkeit. Jedoch weisen die beiden in dieser Hinsicht weitgehende Unterschiede in Inhalt und Sprache auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Inhalt, ist die grundlegende Thematik beider Gedichte zwar die Vergänglichkeit, jedoch fällt dabei direkt auf, dass Benn diese Vergänglichkeit alleinig auf Lebewesen bezieht, während Gryphius auch Objekte und somit alles Irdische mit einbezieht, was beispielsweise in „kein Erz, kein Marmorstein“((G) V. 7) deutlich wird. In dieser Hinsicht geht Benn zwar nur auf den Menschen und eine Blume ein, akzentuiert dabei jedoch viel eher die Wertlosigkeit eines einzelnen Menschenleben, als die allgemeine Vergänglichkeit im allumfassenden Sinne. Benn setzt so das Leben einer Blume, um die er in „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“((B) V. 14 f.) trauert, über das eines Menschen. Hier wird so besonders der Einfluss der Zeit deutlich, in der die Identität und der Charakter der Menschen durch die Industrialisierung immer mehr an Wert verloren hat, sodass ein Mensch vielmehr Arbeiter als Individuum war. Da dieser Einfluss im Barock noch nicht mitspielte, lässt sich diese historische Begebenheit als Ursache dieser inhaltlich verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Auffallend ist dabei jedoch auch die Darstellung der inhaltlichen Aspekte. Bei Benn fällt so seine eher berichtende Dichtungsform auf, die die Endgültigkeit seiner Aussagen unterstreicht, wodurch auch die Vergänglichkeit bei ihm als etwas Unveränderliches Endgültiges anklingt. Gryphius hingegen lässt diesen Punkt ein wenig offen, was unter anderem an den weiblichen Kadenzen, aber auch besonders in den Worten „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“((G) V. 14) deutlich wird. Hierbei klingt noch eine gewisse Hoffnung des lyrischen Ichs mit, indem es Gott als ewig betrachtet und die Vergänglichkeit somit doch nicht schlussendlich ist. Seine Worte weisen jedoch darauf hin, dass die Menschen das Göttliche nicht sehen wollen. Somit denkt dieses lyrische Ich tiefgreifend über den Sinn des Lebens nach und erkennt so einen Kreislauf des Lebens, während das andere lyrische Ich den Sinn der Vergänglichkeit nicht hinterfragt. Da es diese als unwichtig ansieht, ist für es weiteres Hinterfragen also nebensächlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezieht man die inhaltlichen Aspekte auch auf die sprachlich-formale Ebene, so fällt auf, dass Benn die Vergänglichkeit eines Menschen durch sehr brutale, emotionslose Sprache, wie in „auf den Tisch gestemmt“((B) V. 1), ausdrückt, während Gryphius lyrisches Ich sehr resignativ ist und in diesem Sinne auch eher metaphorisch traurig spricht. So werden bei Gryphius Gedicht Emotionen deutlich, indem das lyrische Ich sich indirekt auch über seine zwangsläufige Vergänglichkeit bewusst wird. Somit zeigt die Sprache, dass das eine lyrische Ich der menschlichen Vergänglichkeit sehr emotional gegenübersteht, während Benns lyrisches Ich nahezu abgeneigt wirkt und kein enges Verhältnis zu Menschen pflegt. Unter anderem zeugt hier auch die mehrfache Verwendung des Personalpronomens &amp;quot;Ich&amp;quot; durch Benns lyrisches Ich davon, dass dieses eher Ich-fokussiert ist und für ihn andere Menschen bedeutungslos sind. Dies wird auch in der berichtenden Schreibweise Benns deutlich, die Distanz zum Geschehnis schafft. Sein Gedicht hat weder Reimschema noch Metrum, wohingegen Gryphius Gedicht ein Sonett darstellt, welches den Sinn der Vergänglichkeit unterstreicht. Hier wird in der Regelmäßigkeit des Reimschemas und der Antithetik des Alexandriners der Kreislauf des Lebens wiedergespiegelt, also das Werden und Vergehen des Irdischen. Eben diese Tatsache drückt Gryphius durch Monotonie in Form und Sprache aus, was die Resignation des lyrischen Ichs auslöst, da es sich seiner eigenen Vergänglichkeit indirekt bewusst wird, was bei Benns lyrischem Ich nicht der Fall ist. Die metaphorische Sprache, die hier vorliegt, lässt sich dabei in Benns Gedicht nur in den letzten Versen auffinden, in denen das lyrische Ich den Menschen als eine Art Grab für die Aster nutzt ((B) vgl. V. 13 f.). Hier wird also deutlich dass das lyrische Ich ironischerweise nur der Pflanze, nicht aber dem Menschen hinterher trauert, wohingegen in Gryphius Text jegliche irdische Dinge als für das lyrische Ich bedeutsam, aber als für die gesamte Welt unbedeutend gelten. Somit wird zwar die Unbedeutsamkeit eines Individuums auch bei Gryphius zur Thematik, jedoch in völlig anderem Kontext und mit wesentlich mehr Emotionen im Hintergrund. So spricht dieser den Leser auch konkret an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend weisen Gryphius und Benns Gedichte auf inhaltlicher oberflächlicher Ebene einige Gemeinsamkeiten auf, die jedoch in ihrer Tiefe wesentliche Unterschiede beinhalten. So thematisieren beide die Vergänglichkeit irdischer Dinge, insbesondere die des Menschen. Gryphius jedoch stellt diese viel emotionaler dar, was sich im Klagegrundton des lyrischen Ichs widerspiegelt. Benns lyrisches Ich hingegen lässt die Vergänglichkeit der Menschen kalt, wodurch es sich auch nicht weiter nach dem Sinn fragt. In Gryphius Gedicht klingt jedoch häufig noch eine gewisse Hoffnung mit, die in Gott gesehen wird, der ewig ist. Eben diese Hoffnung drückt sich dabei auch im Gegensatz zu Benns Sprache in den oftmals genutzten Bildern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonnet „Es ist alles eitel“ geschrieben von Andreas Gryphius und das Gedicht „Kleine Aster“ verfasst von Gottfried Benn, thematisieren die irdische Vergänglichkeit. Trotz der gemeinsamen Thematik unterscheiden sich die beiden Gedichte jedoch fundamental in Inhalt und Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf inhaltlicher Ebene lässt sich bereits die Differenz in der Thematik erkennen. Gryphius behandelt die Vergänglichkeit alles Irdischen auf der Welt, wie zum Beispiel die der Städte (vgl. V.3), der Natur (vgl. V.7) und die der Menschen (vgl. V.6). Benn hingegen legt seinen Fokus eher auf die Vergänglichkeit der Menschen und behandelt zur Veranschaulichung eine Obduktion eines „ersoffenen Bierfahrers“ (V.1) und untermauert die damit verbundene Wertlosigkeit eines Menschen. Diese Wertlosigkeit wird durch den pietätslosen Umgang mit der Leiche untermauert, da der Leichnam „auf den Tisch gestemmt“ (V.1) wird, wodurch ebenfalls zum Ausdruck kommt, dass er von dem lyrischen Ich entmenschlicht und als Objekt betrachtet wird. Ebenso wird durch den unbestimmten Artikel „Ein“ (ebd.) die Leiche von dem lyrischen Ich entindividualisiert, da sie nur eine von vielen ist. Durch dies wird besonders der Einfluss der Epoche des Expressionismus hervorgehoben, in der die Identität des Menschen aufgrund der Industrialisierung immer mehr an Wert verlor, sodass folglich ein Mensch zum Arbeitstier wurde. Diese Auffassung gab es zu Zeiten des Gedichtes von Gryphius noch nicht, daher lassen sich die verschiedenen Epochenmerkmale als Beweggrund der verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Durch den eher berichtenden Charakter des Gedichtes kommt zum Audruck, dass Benn die Vergänglichkeit als unausweichlich sieht, wodurch sich das emotionslose Handel des lyrischen Ichs bekräftigen lässt. In Gryphius Gedicht entsteht jedoch durch den letzten Vers &amp;quot;Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten&amp;quot; (V.14) ein gewisser Hoffnungsfunke, da das lyrische Ich Gott als Ewig anerkennt und die Vergänglichkeit doch nicht unausweichlich erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf sprachlich-formaler Ebene lassen sich einige Unterschiede der beiden Gedichte erkennen. Gryphius Gedicht umfasst einen sechshebigen Jambus und den epochentypischen Alexandriner. Der immerzu gleichbleibende Rhythmus untermauert den monotonen und resignativen Grundton des lyrischen Ichs. Benns Gedicht ist im Gegensatz dazu eher einfach gehalten, da es kein einheitliches Reimschema sowie Metrum aufweist. Dadurch erinnert das Gedicht eher an einen Bericht, wodurch die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs hervorgehoben wird. Des Weiteren ist die von Benn eher emotionslose und gar brutal verwendete Sprache auffällig, welche durch den Paarreim „gestemmt“ (V.1) „geklemmt“ (V.3) zum Ausdruck gebracht wird und ebenfalls den pietätslosen Umgang des obduzierenden Arztes und seiner damit verbundenen Gleichgültigkeit in Bezug auf die Leiche untermauert. Gegensätzlich dazu spricht das lyrische Ich aus „Es ist alles Eitel“ eher resignativ über die Vergänglichkeit, da es sich bewusst wird, dass die Vergänglichkeit ein unausweichlicher Prozess ist und man „nur Eitelkeit auf Erden [sieht]“ (V.1). Auf sprachlicher Ebene stellt sich also heraus, dass das lyrische Ich sehr emotional, wenn auch resignativ über die Vergänglichkeit spricht, was sich ebenfalls in dem Seufzer „Ach“ (V. 11) erkennen lässt. Gegensätzlich dazu steht das lyrische Ich in dem Gedicht „kleine Aster“ eher gleichgültig gegenüber dem Toten und steht in kein Verhältnis zu diesem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Gedichte die Thematik der Vergänglichkeit und besonders die der Menschen behandeln, sie sich jedoch grundlegend im Kern unterscheiden. Das lyrische Ich in „Kleine Aster“ steht der Vergänglichkeit der Menschen eher emotionslos gegenüber, wodurch das Gedicht wie ein sachlicher Bericht wirkt, während Gryphius' lyrisches Ich sehr emotionalisiert ist und sich in einer Interjektion sowie rhetorischen Frage zu der Thematik äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gryphius „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit im Allgemeinen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Vergänglichkeit Materialien, alles was der Mensch aufgebaut hat, der Mensch selber, Werte (Ruhm, Geld etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fragestellung: Was ist wirklich wichtig? Was ist ewig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 14 Verse, eingeteilt in 4 Strophen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ 1./ 2. Strophe jeweils 4 Verse, jeweils umarmender Reim; 3./ 4. Strophe jeweils 3 Verse, bilden einen Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Rhythmus: Alexandriner → 6- hebiger Jambus mit Zäsur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Interpunktionen verdeutlichen Zäsur; Gegensätze werden beschrieben, die Vergänglichkeit betonen (vgl. V. 2+3++5+6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Benn „Kleiner Aster“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit des Menschen als ein Individuum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wertlosigkeit des Menschen/ emotionsloser Umgang dargestellt durch: Verben, die pietätlosen Umgang beschreiben; Enjambement, der Prozess einer Obduktion sachlich beschreibt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aster nimmt eine höhere Bedeutung eingeteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Emotionen z.B. durch Ausrufe dargestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, keine Strophen (evtl. Sinnabschnitte: V. 1-3; 4- 12; 13- 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein festes Reimschema; Ausnahme: V. 1+3 → Betonung pietätloser Umgang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Entpersonalisierung durch fehlende Pronomen (z.B. V. 12), Indefinitpronomen (V. 1+2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung (z.B. V. 2+3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- sachliche Beschreibung (Enjambement): Gleichgültigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den vorliegenden Texten handelt es sich um das Gedicht „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahr 1637 in der Literaturepoche des Barock, sowie das Gedicht „Kleine Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahr 1912 in der Literaturepoche des Expressionismus. Im Folgenden wird die Darstellung des Themas „Vergänglichkeit“ an Hand von Inhalt, Form und Sprache verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich handelt das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius vom Dreißigjährigen Krieg und den Konsequenzen für die Menschen und das Land. Thema ist die Vergänglichkeit alles Irdischen. Das Gedicht „Kleine Aster“ von Gottfried Benn thematisiert die Vergänglichkeit des Individuums und handelt von einer Obduktion. In beiden Gedichten wird die Vergänglichkeit in Bezug auf den Tod und die Vernichtung dargestellt, jedoch beschränkt sich diese in „Kleine Aster“ auf die Nichtigkeit eines einzelnen Individuums, während in „Es ist alles eitel“ die gesamte Menschheit sowie alles Materielle miteinbezogen werden. Dies wird ebenso in der Struktur des Gedichtes deutlich. Das lyrische Ich gibt in „Es ist alles eitel“ zunächst die Zerstörung des Materiellen und allen Lebens in Form von Städten oder der Natur wieder, bis es schließlich auf die Vergänglichkeit des Individuums eingeht und zur Erkenntnis gelangt, dass nur das Überirdische bestand hat, während sich das lyrische Ich in „Kleine Aster“ nur der Nichtigkeit des einzelnen Individuums zuwendet. Ein weiterer Kontrast ist auch in der Atmosphäre der Gedichte zu finden. Das lyrische Ich ist in Gryphius‘ Gedicht resignativ in Bezug auf die Vergänglichkeit, während sich das lyrische Ich in Benns Gedicht distanziert und nahezu emotionslos mit der Thematik auseinandersetzt. Weiterhin ist auch die Vergänglichkeit in Bezug auf die Ausgangssituation der Gedichte zu betrachten. In „Es ist alles eitel“ ist die Ausgangssituation der Dreißigjährige Krieg unter dem die Menschen leiden. Obwohl der Krieg in der Entstehungszeit des Gedichtes bereits über ein Jahrzehnt bestritten wurde, so besteht weiterhin immer noch die Hoffnung auf ein nahendes Ende des Krieges. In „Kleine Aster“ ist es allerdings so, dass das lyrische Ich einen Pathologen/eine Pathologin im Berufsalltag verkörpert. In diesem Beruf ist man über mehrere Jahre lang nahezu täglich mit dem Tod konfrontiert, was sich in sofern auch auf das Verhältnis zwischen dem lyrischen Ich und der Leiche auswirkt, da das lyrische Ich die Leiche nicht als Individuum wahrnimmt, sondern als Objekt der Arbeit. Nicht zuletzt bildet auch die Interpretation des Inhalts ein Unterschied zwischen den Gedichten. „Es ist alles eitel“ lässt sich in Bezug auf die Beständigkeit des Überirdischen interpretieren, während in „Kleine Aster“ die Beziehung zwischen lyrischem Ich, der Leiche und der Aster von Bedeutung ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Form unterscheidet sich die Darstellung der Vergänglichkeit. Zur Form generell lässt sich festhalten, dass „Es ist alles eitel“ in der Sonettform verfasst wurde und über ein Reimschema (umarmender Reim und Schweifreim) sowie ein Metrum und geordnete Kadenzen verfügt. '''(innerer Zusammenhang der Strophen, Bruch Q. und T.)'''. Alles in allem lässt sich das Gryphius‘ Gedicht somit als regelmäßig kennzeichnen. Weiterhin unterstreicht beispielsweise der Alexandriner als Metrum mit der Mittelzäsur die Antithetik zu Beginn des Gedichtes. Im Gegensatz dazu sind bei Benns Gedicht ein freier Rhythmus, keine eindeutigen Kadenzen und Reimlosigkeit vorhanden. Darüber hinaus besteht das Gedicht aus einer einzelnen Strophe, die sich in zwei Sinnabschnitte gliedern lässt. Auch die länge der Verse ist unregelmäßig. Zusammenfassend stützt jedoch dieses unregelmäßige Muster den oftmals paradoxen Inhalt des Gedichtes und verstärkt die klimaxartige Steigerung des Inhalts. '''(Emotionslosigkeit und Un-/Regelmäßigkeit ergänzen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sprache ist zu sagen, dass beide Verfasser Alltagssprache bzw. Benn auch zeitweilig Umgangssprache verwenden '''(Beispiele ergänzen)'''. Einzelne Begriffe wie beispielsweise „jetzund“ („Es ist alles eitel“ V. 3) und „Bierfahrer“ („Kleine Aster“ V. 1) zeugen von dem Zeitalter in welchem die Gedichte verfasst wurden. Aus der Sprache lässt sich jedoch weiterhin die Perspektive des lyrischen Ichs ablesen. Das lyrische Ich in „Kleine Aster“ stellt das Geschehen ähnlich wie einen Bericht in neutralem Ton dar. Das Personalpronomen „Ich“ wird im Gedicht nicht erwähnt, genauso wie wenige andere persönlichen Angaben bzw. Ansichten, wodurch das lyrische Ich wie ein Beobachter wirkt, der jedoch subjektiv auf die Dinge hinabschaut. In „Kleine Aster“ ist im Kontrast dazu häufiger das Personalpronomen „Ich“ zu finden. Dieser Umstand und die Tatsache, dass das lyrische Ich seine Taten beschreibt und indirekt mit der Aster spricht, sorgen dafür, dass das lyrische Ich in der Handlung emotional und persönlich erscheint, jedoch nicht in Bezug auf die Leiche. '''(Brutalität der Sprache in Benns Gedicht)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Vergänglichkeit in beiden Gedichten unterschiedlich dargestellt wird. Gryphius beschränkt sich in seinem Gedicht auf eine objektive Darstellung der Vergänglichkeit des Irdischen, repräsentiert durch die Folgen des Krieges. Benn nutzt eine emotionale Darstellung der Vergänglichkeit in Form des Todes eines Individuums. Gemeinsamkeiten in beiden Gedichten sind zum einen die Thematik Vergänglichkeit und zum anderen die Konformität zwischen Form und Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(mehr Zitate)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Andreas Gryphius: „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Barrocks, 30-jähriger Krieg: Sehr von Unzufriedenheit und Krieg geprägt → Damit ist die Vergänglichkeit verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Selbstkritisch: Es ist des Menschen Schuld, dass er und alles andere Irdische vergänglich ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Alexandriner (6 hebiger Jambus) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Quartette, 2 Terzette : ein Sonett (typisch für Barockzeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gottfried Benn: &amp;quot;Kleine Aster&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Expressionismus: rasanter technischer Fortschritt damit verbunden eine Reizüberflutung uns daraus resultierend eine Orientierungslosigkeit der Menschen → Entmenschlichung der Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Mensch kann nichts für seine Vergänglich, das ist Alltag und somit natürlich und normal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Keine Strophen, kein Metrum  → verdeutlicht die Skurrilität des Gedichts und damit die Orientierungslosigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Gryphius: Vergänglichkeit alles Existierenden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	direkt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	lyrisches Ich stellt Leben/Welt infrage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	V.12: einzige Ausnahme der Vergänglichkeit das Übersinnliche -&amp;gt;Hoffnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-       Benn stellt Vergänglichkeit anhand eines Beispiels im Leben eines Pathologen dar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	durch Antithesen und Thesen wird Gedicht zu Beweis, dass die Behauptung alles sei vergänglich, richtig sei -&amp;gt; unterstützt durch Beispiele der Vergänglichkeit (Städte, Erz/Marmorstein, Glück, Ruhm etc.) die argumentative Wirkung haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett: zwei Quartette + zwei Terzette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Quartette: umarmender Reim, Alexandriner (6-hebiger Jambus mit Zäsur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Terzette: Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	monotone, regelmäßige Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Benn: Vergänglichkeit des Menschen Wert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	indirekt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	brutale/emotionslose Darstellung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Aster, die für das lyrische Ich Hoffnung darstellt, wird begraben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	freier Rhythmus, kein Reimschema -&amp;gt; losgelöst, trotzdem routiniert (V.4-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	eine Strophe, 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	hoffnungslose/verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit auf alles Irdische bezogen (z.B. Vergänglichkeit der „Städte“ (V. 3), Vergänglichkeit des Menschen (vgl. V. 6), „kein Erz ,kein Marmorstein“ (V. 7), Vergänglichkeit von Werten z.B. „Der hohen Taten Ruhm“ (V. 9))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zuerst Vergänglichkeit des vom Menschen geschaffenen, dann Vergänglichkeit des Menschen selbst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit unter anderem symbolisiert durch Krieg, Zerfall der Städte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Mensch hält an dem vergänglichen fest (an dem was er kennt, das was er nicht kennt (Überirdisches bzw. Gott) will er nicht erkennen, darauf will keiner mehr achten (dies ist jedoch ewig) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Resignative / verzweifelte Haltung, da sich das lyrische Ich dessen bewusst ist, dass alles was es kennt (auch es selbst) vergänglich ist; durch emotionale Sprache &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonettform (zwei Quartette (je 4 Zeilen) und zwei Terzette (je 3 Zeilen)) -&amp;gt; insgesamt 14 Zeilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metaphorische Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Reimschema vorhanden (Terzette -&amp;gt; Schweifreim; Quartette -&amp;gt; umarmender Reim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Versmaß -&amp;gt; Alexandriner -&amp;gt; durch die Zäsur Betonung der Antithesen und somit auch der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Monotonie (eintöniger Klang des Gedichtes) -&amp;gt; die Vergänglichkeit findet immer statt (ist sozusagen Teil des Lebenszyklus` / ein ständiger Prozess); betont auch die Resignation des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit ausschließlich auf Lebewesen bezogen („Ruhe sanft / kleine Aster!“ (V. 14 f.), Leiche eines Bierfahrers (vgl. V. 1); &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Entmenschlichung des Bierfahrers, da er nur einer von vielen ist -&amp;gt; als Einzelner keine Bedeutung, ist nichtig; nach dem Tod wird vergessen, wer er war -&amp;gt; Vergänglichkeit seiner Person /des Menschen generell&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Durch Wortwahl und Verhalten des lyrischen Ichs gegenüber Aster und Leiche -&amp;gt; Herabsetzung des Menschen durch Brutalität, Gleichgültigkeit und Kälte (bedeutungslos, nichtig) und Darstellung der Signifikanz der Aster durch Emotionalität („Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V. 14 f.))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Fehlendes Reimschema, Metrum, berichtende Form (durch Verwendung des Präteritums) -&amp;gt; Objektivität und Kälte -&amp;gt; Emotionslosigkeit und Distanz des lyrischen Ichs gegenüber Leichnam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	15 Zeilen ohne feste Form / Strophen -&amp;gt; keine Gliederung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:''' &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischen ( des Erbauten ,,Städte&amp;quot; (V.3) , des Menschen ,,Asch und Bein&amp;quot; (V.6), des Zustandes ,,bald donnern die Beschwerden&amp;quot;(V.8), der Werte ,,hohen Taten Ruhm&amp;quot; (V.9) )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Anklage, dass Menschen nicht mehr erkennen wollen bzw. vergessen haben was ewig ist, nämlich Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verzweiflung und Resignation des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett → strenge Einhaltung der Form&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Quartette ( je 4 Verse) und 2 Terzette (je 3 Verse) → insgesamt 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Umarmender Reim in den Quartetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schweifreim in den Terzetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit wird durch Antithesen und Zäsur verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- regelmäßiger und monotoner Ton im Gedicht →  Vergänglichkeit ist ein ständiger Prozess und immer wiederkehrend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum = 6-hebiger Jambus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- emotionale Sprache (,,Ach&amp;quot; (V.11)) und metaphorische Sprache (,,prächtig blüht&amp;quot; (V.5)) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit der Identität und des Lebens ( Bierfahrer wird entmenschlicht und wer er nun im Endeffekt war, spielt keine Rolle, da er nur einer von vielen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Obduktion wird brutal beschrieben und mit dem Bierfahrer wird pietätlos umgegangen -&amp;gt; Der Wert des Bierfahrers als Mensch wird herabgesetzt, er wird zum Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fokus liegt auf der Aster und nicht auf den Bierfahren → Emotionslosigkeit, Distanz zu der Leiche, Entfremdung zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- dahingegen umsorgender Umgang mit der Aster → Mensch ist bedeutungslos, wertlos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Keine richtige Form vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, die nicht in Strophen unterteilt sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kein festes Reimschema, nur Reim bei V.1 +V.3 und V.7 + V. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verwendung des Präteritums und sachliche Beschreibung der Obduktion → erinnert an einen Bericht, was die Emotionslosigkeit verdeutlicht (emotionslose Sprache, Emotionen nur bezüglich der Aster vorhanden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung durch das Beschriebene und das Paradoxon ( V.2 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- direkte Ansprache der Aster (V. 3) verdeutlicht Vergänglichkeit der Identität des Menschen und die verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles Eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit alles Irdischen (z.B Umgebung(V.3), Krieg zerstört alles(1.Strophe)Mensch (V.6)) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-nur Gott ist ewig (V. 15)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
-entmutigende Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-äußere Form des Gedichtes (Sonettform= zwei Quartette darauffolgend zwei Terzette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-metaphorische Sprache (indirekt) (V.6 z.B ,,Asch und Bein&amp;quot; - Mensch)=&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Reimschema (umarmender Reim in den ersten beiden Strophen, Schweifreim in den letzten beiden) =&amp;gt; kreislaufartiger Hergang, werden und gehen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Metrum (sechshebiger Jambus= Alexandriner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-männliche/ weibliche Kadenzen betont Vergänglichkeit =&amp;gt; geordnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Antithesen (z.B ,,Städte&amp;quot; - ,,Wiese&amp;quot; (V.3) untermauert Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit ( Pflanze) und Wertlosigkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- bezieht sich nur auf die Pflanzenwelt und nicht auf die anderen Gegebenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-strukturlos (kein Metrum, Strophen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-kein einhaltliches Reimschema &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-direkte Sprache (berichtend, sachlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Eindruck der gebrochenen Prosa =&amp;gt; Skurrilität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-viele Enjambements&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Aus der Perspektive eines Individuums und spricht mit der Aster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gryphius thematisiert die Vergänglichkeit ALLES Irdischen, Benn die Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
* Struktur Gryphius: Vergänglichkeit des Materiellen, dann Vergänglichkeit des Individuum, Benn lediglich Vergänglichkeit des Individuums&lt;br /&gt;
* Gryphius spricht das Metaphysische an, welches nicht vergänglich ist, für Benn lediglich die Vergänglichkeit des Menschen wichtig&lt;br /&gt;
* Mensch für Beide vergänglich&lt;br /&gt;
* Absurde Darstellung des Vergänglichen bei Benn, bei Gryphius ernst&lt;br /&gt;
* direkte Ansprache des Vergänglichen bei Gryphius, bei Benn indirekt&lt;br /&gt;
* Atmosphäre bei Benn: emotionslos, Atmosphäre bei Gryphius: resignativ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* kein Rheimschema, kein Metrum bei Benn: wirkt emotionslos und distanziert&lt;br /&gt;
* eine einzelne Strophe bei Benn: stütz paradoxen Inhalt&lt;br /&gt;
* Gryphius: Sonett: feststehende Struktur&lt;br /&gt;
* Gryphius: Jambus: monoton = alles gleich, alles Vergänglich&lt;br /&gt;
* Gryphius: Vergänglichkeit gezeigt durch viele Antithesen, Benn: Vergänglichkeit gezeigt durch indirkten Vergleich von Mensch und Aster&lt;br /&gt;
* lyrisches Ich hat bei Benn höhere Bedeutung als bei Gryphius&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Andreas Gryphius – Es ist Alles Eitel (1637)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*  thematisiert die Vergänglichkeit Alles Irdischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vergänglichkeit resultiert aus dem 30-jährigen Krieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* dem Menschen ist nicht bewusst, dass nichts Ewig ist außer Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sonett → zwei Quartette, zwei Terzette (typisch für Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Quartette → jeweils 4 Verse, Terzette → jeweils 3 Verse = 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Metrum: Alexandriner (durch die Zäsur wird These und Antithese gegenübergestellt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßiges Metrum verdeutlicht die monotone Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Akkumulationen unterstützen die These es sei Alles Eitel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gottfried Benn – Kleine Aster (1912)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und den Verlust der Identität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pietätloser Umgang mit der Leiche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entfremdung des Menschen → Fokus liegt auf die Aster und wird als wichtiger erachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* keine Struktur Vorhanden → kein  festes Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwei Reime → verdeutlicht das Verhältnis zur Aster rund zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Enjambements  beim beschreiben der Obduktion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwendung des Präteritums → wirkt wie ein Bericht (emotionslos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(Für Tabelle auf Bearbeiten drücken !)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn                                        |                                       Gryphius&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|-----------------------------------------------&lt;br /&gt;
                                            |                                  &lt;br /&gt;
       Inhaltlich :                         |                                   &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen              |   - Vergänglichkeit des irdischen / der Welt&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|------------------------------------------------                                                                             &lt;br /&gt;
→ Auf Individuum bezogen                    |   → Auf Besitz und Individuum bezogen&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|------------------------------------------------                                                                             &lt;br /&gt;
- Keine Rede von Gott                       |   - Rede von Gott&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|------------------------------------------------                                                                           &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit spielt zentrale Rolle     |   - Vergänglichkeit spielt zentrale Rolle&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|------------------------------------------------                                                                           &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
       Sprachlich – Formal :                |                        &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Bericht                                   |   - Beispiele&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------                                                                            &lt;br /&gt;
- Kein Reimschema                           |   - Reimschema vorhanden&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------                                                                            &lt;br /&gt;
→ Keine wirklichen Emotionen                |   → Spricht Leser an&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------                                                                            &lt;br /&gt;
- Kein Sonett                               |   - Sonett&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------                                                                           &lt;br /&gt;
→ unstrukturiert                            |   → strukturiert&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
- 15 Verse                                  |   - 14 Verse&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
- Kein Metrum                               |   - sechs hebiger Jambus&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
- eine Strophe                              |   - vier Strophen&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
- Präteritum                                |   - Präsens&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
- männliche Kadenzen                        |   - männliche und weibliche Kadenzen &lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles eitel (Barock)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vergänglichkeit von Menschen, von Menschengeschaffenem und von der Natur &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Menschen haben vergessen was „ewig“ (V. 14) ist -&amp;gt; Überirdisches, Gott (V.14) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Verzweiflung des lyrischen Ichs (nichts hat Bestand) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-vier Strophen: die ersten beiden sind vierzeilig, die letzten beiden besitzen drei Verse &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sonett: zwei Quartette und zwei Terzette -&amp;gt; Bruch zwischen Quartett und Terzett (Quartett: Aussage/Gedanke , Terzett: Antwort/Erklärung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Quartette bestehen aus einem umarmenden Reim, Terzette bestehen aus einem Schweifreim (abba abba ccd eed) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Rhythmus: Alexandriner (6 hebiger Jambus mit Zäsur) -&amp;gt; harmonisch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-verwendet das Präsens &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster (Expressionismus)''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Vergänglichkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Blume ist ihm wichtiger als das Leben eines Menschen (Blume wird in den Fokus gerückt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Pietätloser Umgang mit der Leiche -&amp;gt; Emotionslos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-eine Strophe, die aus 15 Versen besteht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-kein Reimschma -&amp;gt; emotionslos&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
-freier Rhythmus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-kein Metrum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Sätze erstrecken sich über mehrere Verse (Zäsur am Versende wird übergangen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-verwendet zu erst das Präteritum -&amp;gt; ähnelt einem Bericht -&amp;gt; Emotionslos , in den letzten drei Versen wird Präsens verwendet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-verwendet brutale Wörter wie „gestemmt“ (V. 1), „geklemmt“ (V. 3) und „langes Messer“ (V. 6)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Verg%C3%A4nglichkeit</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Vergänglichkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Verg%C3%A4nglichkeit"/>
				<updated>2018-11-20T20:48:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Vergleich der (inhaltlichen und sprachlich-formalen) Darstellung des Themas &amp;quot;Vergänglichkeit&amp;quot; in den beiden Gedichten von Gryphius und Benn (Stichwörter)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thematisiert Vergänglichkeit in der ganzen Welt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit der Städte, Wohnorte, Existenz der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Betrachtet am Ende des Gedichts die Existenz von Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Dem Menschen ist nicht bewusst, dass Gott nicht vergänglich sein kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett (Merkmal der Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Festes Reimschema (Umarmender Reim, Schweifreim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metrum (Alexandrina)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche, weibliche Kadenzen (betonen wichtige Fakten des Gedichts, Vergänglichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thesen/Antithesen getrennt durch Zäsur stellen Kontrast zur Vergangenheit/Zukunft her&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Akkumulationen verdeutlichen Bedeutung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Anaphern untermauern das Wissenslose der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Rhetorische Frage  untermauert die Scheinwelt der Betroffenen Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich erzählt objektiv, spricht für die Gesamtheit des Volkes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit/ Wertlosigkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Beispiel einer Obduktion um Bedeutungslosigkeit des Menschen darzustellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kontrast zwischen Mensch und Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Behandelt Mensch als ein Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Setzt den Fokus jedoch auf die Aster &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Tragisch, skurrile und brutale Erzählung  Wertlosigkeit des Menschen wird deutlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Die Frage des Überirdischen wird nicht betrachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Epoche Expressionismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Detaillierte Beschreibung eines Vorgangs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Reimschema, verdeutlicht die skurrile und merkwürdige Stimmung im Gedicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Metrum “   “&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Viele Enjambements, setzt Fokus auf die Pflanze/Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zwei Reimpaare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Interpunktionen heben Bedeutungen hervor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche Kadenzen (unterstreicht Bedeutung von Mensch und Pflanze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich berichtet aus der Perspektive eines Arztes (Autor selber) veranschaulicht die Wertlosigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“, welches von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks verfasst wurde, und „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn zur Zeit des Expressionismus verfasst wurde, thematisieren beide die irdische Vergänglichkeit. Jedoch weisen die beiden in dieser Hinsicht weitgehende Unterschiede in Inhalt und Sprache auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Inhalt, ist die grundlegende Thematik beider Gedichte zwar die Vergänglichkeit, jedoch fällt dabei direkt auf, dass Benn diese Vergänglichkeit alleinig auf Lebewesen bezieht, während Gryphius auch Objekte und somit alles Irdische mit einbezieht, was beispielsweise in „kein Erz, kein Marmorstein“((G) V. 7) deutlich wird. In dieser Hinsicht geht Benn zwar nur auf den Menschen und eine Blume ein, akzentuiert dabei jedoch viel eher die Wertlosigkeit eines einzelnen Menschenleben, als die allgemeine Vergänglichkeit im allumfassenden Sinne. Benn setzt so das Leben einer Blume, um die er in „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“((B) V. 14 f.) trauert, über das eines Menschen. Hier wird so besonders der Einfluss der Zeit deutlich, in denen die Identität und der Charakter der Menschen durch die Industrialisierung immer mehr an Wert verloren, sodass ein Mensch vielmehr Arbeiter als Individuum war. Da dieser Einfluss im Barock noch nicht mitspielte, lässt sich diese historische Begebenheit als Ursache dieser inhaltlich verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Auffallend ist dabei jedoch auch die Darstellung der inhaltlichen Aspekte. Bei Benn fällt so seine eher berichtende Dichtungsform auf, die die Endgültigkeit seiner Aussagen unterstreicht, wodurch auch die Vergänglichkeit bei ihm als etwas Unveränderliches Endgültiges anklingt. Gryphius hingegen lässt diesen Punkt ein wenig offen, was unter anderem an den weiblichen Kadenzen, aber auch besonders in den Worten „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“((G) V. 14) deutlich. Hierbei klingt noch eine gewisse Hoffnung des lyrischen Ichs mit, indem es Gott als ewig betrachtet und die Vergänglichkeit somit doch nicht schlussendlich ist. Seine Worte weisen jedoch darauf hin, dass die Menschen das Göttliche nicht sehen wollen, somit spricht das lyrische Ich in Gryphius Text gewissermaßen vom Denken des lyrischen Ichs in Benns Text, obwohl dieser wesentlich jünger ist. Somit denkt dieses tiefgreifend über den Sinn des Lebens nach und erkennt so einen Kreislauf des Lebens, während das andere lyrische Ich den Sinn der Vergänglichkeit nicht hinterfragt. Da es diese als unwichtig ansieht, ist für es weiteres Hinterfragen also nebensächlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezieht man die inhaltlichen Aspekte auch auf die sprachlich-formale Ebene, so fällt auf, dass Benn die Vergänglichkeit eines Menschen durch sehr brutale, emotionslose Sprache, wie in „auf den Tisch gestemmt“((B) V. 1), ausdrückt, während Gryphius lyrisches Ich sehr resignativ ist und in diesem Sinne auch eher metaphorisch traurig spricht. So werden bei Gryphius Gedicht Emotionen deutlich, indem das lyrische Ich sich indirekt auch über seine zwangsläufige Vergänglichkeit bewusst wird. Somit zeigt die Sprache, dass das eine lyrische Ich der menschlichen Vergänglichkeit sehr emotional gegenübersteht, während Benns lyrisches Ich nahezu abgeneigt wirkt und kein enges Verhältnis zu Menschen pflegt. Dies wird auch in der berichtenden Schreibweise Benns deutlich. Sein Gedicht hat weder Reimschema noch Metrum, wohingegen Gryphius Gedicht ein Sonett darstellt, welches den Sinn der Vergänglichkeit unterstreicht. Die metaphorische Sprache, die hier vorliegt, lässt sich dabei in Benns Gedicht nur in den letzten Versen auffinden, in denen das lyrische Ich den Menschen als eine Art Grab für die Aster nutzt ((B) vgl. V. 13 f.). Hier wird also deutlich dass das lyrische Ich ironischerweise nur der Pflanze, nicht aber dem Menschen hinterher trauert, wohingegen in Gryphius Text jegliche irdische Dinge als für das lyrische Ich bedeutsam, aber als für die gesamte Welt unbedeutend gelten. Somit wird zwar die Unbedeutsamkeit eines Individuums auch bei Gryphius Thema, jedoch in völlig anderem Kontext und mit wesentlich mehr Emotionen im Hintergrund. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend weisen Gryphius und Benns Gedichte auf inhaltlicher oberflächlicher Ebene einige Gemeinsamkeiten auf, die jedoch in ihrer Tiefe wesentliche Unterschiede beinhalten. So thematisieren beide die Vergänglichkeit irdischer Dinge, insbesondere die des Menschen. Gryphius jedoch stellt diese viel emotionaler dar, was sich im Klagegrundton des lyrischen Ichs widerspiegelt. Benns lyrisches Ich hingegen lässt die Vergänglichkeit der Menschen kalt, wodurch es sich auch nicht weiter nach dem Sinn fragt. In Gryphius Gedicht klingt jedoch häufig noch eine gewisse Hoffnung mit, die in Gott gesehen wird, der ewig ist. Eben diese Hoffnung drückt sich dabei auch im Gegensatz zu Benns Sprache in den oftmals genutzten Bildern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonnet „Alles ist Eitel“ geschrieben von Andreas Gryphius und das Gedicht „Kleine Aster“ verfasst von Gottfried Benn, thematisieren das Thema Vergänglichkeit. Trotz der gemeinsamen Thematik unterscheiden sich die beiden Gedichte jedoch fundamental in Inhalt und Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf inhaltlicher Ebene lässt sich bereits die Differenz in der Thematik erkennen. Gryphius behandelt die Vergänglichkeit alles Irdischen auf der Welt, wie zum Beispiel die der Städte (vgl. V.3), der Natur (V.7) und die der Menschen (V.6). Benn hingegen legt seinen Fokus eher auf die Vergänglichkeit der Menschen und behandelt zur Veranschaulichung eine Obduktion eines „ersoffenen Bierfahrers“ (V.1) und untermauert die damit verbundene Wertlosigkeit eines Menschen. Diese Wertlosigkeit wird durch den pietätslosen Umgang mit der Leiche untermauert, da der Leichnam „auf den Tisch gestemmt“ (V.1) wird, wodurch ebenfalls zum Ausdruck kommt, dass er von dem lyrischen Ich entmenschlicht und als Objekt missbraucht wird. Ebenso wird durch den unbestimmten Artikel „Ein“ (ebd.) die Leiche von dem lyrischen Ich entindividualisiert, da sie nur eine von vielen ist. Durch dies wird besonders der Einfluss der Epoche des Expressionismus hervorgehoben, in der die Identität des Menschen aufgrund der Industrialisierung immer mehr an Wert verlor, sodass folglich ein Mensch als Arbeitstier wurde. Diese Auffassung gab es zu Zeiten des Gedichtes von Gryphius noch nicht, daher lassen sich die verschiedenen Epochenmerkmale als Beweggrund der verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Durch den eher berichtenden Charakter des Gedichtes kommt zum Audruck, dass Benn die Vergänglichkeit als unausweichlich sieht, wodurch sich das emotionslose Handel des lyrischen Ichs bekräftigen lässt. In Gryphius Gedicht entsteht jedoch durch den letzten Vers &amp;quot;Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten&amp;quot; (V.14) ein gewisser Hoffnungsfunke, da das lyrische Gott als Ewig anerkennt und die Vergänglichkeit doch nicht unausweichlich erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf sprachlich-formaler Ebene lassen sich einige Unterschiede der beiden Gedichte erkennen. Gryphius Gedicht umfasst einen sechshebigen Jambus und den epochentypischen Alexandriner. Der immerzu gleichbleibende Rhythmus untermauert den monotonen und resignativen Grundton des lyrischen Ichs. Benns Gedicht ist im Gegensatz dazu eher einfach gehalten, da es kein einheitliches Reimschema sowie Metrum aufweist. Dadurch erinnert das Gedicht eher an einen Bericht, wodurch die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs hervorgehoben wird. Des Weiteren auffällig ist die von Benn eher emotionslose und gar brutal verwendete Sprache, welche durch den Paarreim „gestemmt“ (V.1) „geklemmt“ (V.3) zum Ausdruck gebracht wird und ebenfalls den pietätslosen Umgang des obduzierenden Arztes und seiner damit verbundenen Gleichgültigkeit in Bezug auf die Leiche untermauert. Gegensätzlich dazu spricht das lyrische Ich aus „Es ist alles Eitel“ eher resignativ über die Vergänglichkeit spricht, da es sich bewusst wird, dass die Vergänglichkeit ein unausweichlicher Prozess ist und man „nur Eitelkeit auf Erden [sieht]“ (V.1). Auf sprachlicher Ebene stellt sich also heraus, dass das lyrische Ich sehr emotional wenn auch resignativ über die Vergänglichkeit spricht, was sich ebenfalls in dem Seufzer „Ach“ (V. 11) erkennen lässt. Gegensätzlich dazu ist das lyrische Ich in dem Gedicht „kleine Aster“ eher gleichgültig zu dem Toten steht und kein Verhältnis zu ihm aufbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Gedichte die Thematik der Vergänglichkeit und besonders die der Menschen behandelt, sie sich jedoch grundlegend im Kern unterscheiden. Das lyrische Ich in „Kleine Aster“ steht eher emotionslos der Vergänglichkeit der Menschen gegenüber, wodurch das Gedicht wie ein sachlicher Bericht wirkt, währenddessen Gryphius lyrisches Ich sehr emotionalisiert ist und sich in einer Interjektion sowie rhetorischen Frage zu der Thematik äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gryphius „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit im Allgemeinen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Vergänglichkeit Materialien, alles was der Mensch aufgebaut hat, der Mensch selber, Werte (Ruhm, Geld etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fragestellung: Was ist wirklich wichtig? Was ist ewig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 14 Verse, eingeteilt in 4 Strophen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ 1./ 2. Strophe jeweils 4 Verse, jeweils umarmender Reim; 3./ 4. Strophe jeweils 3 Verse, bilden einen Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Rhythmus: Alexandriner → 6- hebiger Jambus mit Zäsur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Interpunktionen verdeutlichen Zäsur; Gegensätze werden beschrieben, die Vergänglichkeit betonen (vgl. V. 2+3++5+6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Benn „Kleiner Aster“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit des Menschen als ein Individuum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wertlosigkeit des Menschen/ emotionsloser Umgang dargestellt durch: Verben, die pietätlosen Umgang beschreiben; Enjambement, der Prozess einer Obduktion sachlich beschreibt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aster nimmt eine höhere Bedeutung eingeteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Emotionen z.B. durch Ausrufe dargestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, keine Strophen (evtl. Sinnabschnitte: V. 1-3; 4- 12; 13- 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein festes Reimschema; Ausnahme: V. 1+3 → Betonung pietätloser Umgang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Entpersonalisierung durch fehlende Pronomen (z.B. V. 12), Indefinitpronomen (V. 1+2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung (z.B. V. 2+3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- sachliche Beschreibung (Enjambement): Gleichgültigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den vorliegenden Texten handelt es sich um das Gedicht „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahr 1637 in der Literaturepoche des Barock, sowie das Gedicht „Kleine Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahr 1912 in der Literaturepoche des Expressionismus. Im Folgenden wird die Darstellung des Themas „Vergänglichkeit“ an Hand von Inhalt, Form und Sprache verglichen werden.&lt;br /&gt;
Inhaltlich handelt das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius vom Dreißigjährigen Krieg und den Konsequenzen für die Menschen und das Land. Thema ist die Vergänglichkeit alles Irdischen. Das Gedicht „Kleine Aster“ von Gottfried Benn thematisiert die Vergänglichkeit des Individuums und handelt von einer Obduktion. In beiden Gedichten wird die Vergänglichkeit in Bezug auf den Tod und die Vernichtung dargestellt, jedoch beschränkt sich diese in „Kleine Aster“ auf die Nichtigkeit eines einzelnen Individuums, während in „Es ist alles eitel“ die gesamte Menschheit sowie alles Materielle miteinbezogen werden. Dies wird ebenso in der Struktur des Gedichtes deutlich. Das lyrische Ich gibt in „Es ist alles eitel“ zunächst die Zerstörung des Materiellen in Form von Städten oder der Natur wieder bis es schließlich auf die Vergänglichkeit des einzelnen Individuums eingeht und zur Erkenntnis gelangt, dass nur das Überirdische bestand hat, während sich das lyrische Ich in „Kleine Aster“ nur der Nichtigkeit des einzelnen Individuums zuwendet. Ein weiterer Kontrast ist auch in der Atmosphäre der Gedichte zu finden. Das lyrische Ich ist in Gryphius‘ Gedicht resignativ in Bezug auf die Vergänglichkeit, während das lyrische Ich in Benns Gedicht distanziert und nahezu emotionslos mit der Thematik auseinandersetzt. Weiterhin ist auch die Vergänglichkeit in Bezug auf die Ausgangssituation der Gedichte zu betrachten. In „Es ist alles eitel“ ist die Ausgangssituation der Dreißigjährige Krieg unter dem die Menschen leiden. Obwohl der Krieg in der Entstehungszeit des Gedichtes bereits über ein Jahrzehnt bestritten wurde, so finden jedoch in der Regel bei Krieg nicht tagtäglich Kämpfe am selben Ort statt, sodass die Menschen nicht dauerhaft damit konfrontiert werden und es besteht weiterhin immer noch die Hoffnung auf ein Ende des Krieges. In „Kleine Aster“ ist es allerdings so, dass das lyrische Ich einen Pathologen/eine Pathologion im Berufsalltag darstellt. In diesem Beruf ist man über mehrere Jahre lang nahezu täglich mit dem Tod konfrontiert, was sich in sofern auch auf das Verhältnis zwischen dem lyrischen Ich und der Leiche auswirkt, da das lyrische Ich die Leiche nicht als Individuum wahrnimmt sondern als Teil seines Berufes. Nicht zuletzt bildet auch die Interpretation des Inhalts ein Unterschied zwischen den Gedichten. „Es ist alles eitel“ lässt sich in Bezug auf die Beständigkeit des Überirdischen interpretieren, während in „Kleine Aster“ die Beziehung zwischen lyrischem Ich der Leiche und der Aster gedeutet werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Form unterscheidet sich die Darstellung der Vergänglichkeit. Zur Form generell lässt sich festhalten, dass „Es ist alles eitel“ in der Sonettform verfasst wurde und über ein Reimschema (Kreuzreim und Schweifreim), sowie ein Metrum und geordnete Kadenzen verfügt. Die Strophen sind inhaltlich in sich abgeschlossen. Alles in allem lässt sich das Gryphius‘ Gedicht somit als regelmäßig kennzeichnen. Weiterhin unterstreicht beispielsweise der Alexandriner als Metrum mit der Mittelzäsur die Antithetik zu Beginn des Gedichtes. Im Gegensatz dazu sind bei Benns Gedicht ein freier Rhythmus, keine eindeutigen Kadenzen und Reimlosigkeit vorhanden. Darüber hinaus besteht das Gedicht aus einer einzelnen Strophe, die sich in zwei Sinnabschnitte gliedern lässt. Auch die länge der Verse ist unregelmäßig. Zusammenfassen stützt jedoch dieses unregelmäßige Muster den oftmals paradoxen Inhalt des Gedichtes und verstärkt die klimaxartige Steigerung des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sprache ist zu sagen, dass beide Verfasser Alltagssprache bzw. Benn auch zeitweilen Umgangssprach verwenden. Einzelne Begriffe wie beispielsweise „jetztund“ („Es ist alles eitel“ V. 3) und „Bierfahrer“ („Kleine Aster“ V. 1) zeugen von dem Zeitalter in welchem die Gedichte verfasst wurden. Aus der Sprache lässt sich jedoch weiterhin die Perspektive des lyrischen Ichs ablesen. Das lyrische Ich in „Es ist alles eitel“ stellt das Geschehen ähnlich wie einen Bericht in neutralem Ton dar. as Personalpronomen „Ich“ wird im Gedicht nicht erwähnt genauso wie keine andere persönlichen Angaben bzw. Ansichten, wodurch das lyrische Ich wie ein objektiver Beobachter wirkt. In „Kleine Aster“ ist im Kontrast dazu häufiger das Personalpronomen „Ich“ zu finden. Dieser Umstand und die Tatsache, dass das lyrische Ich seine Taten beschreibt und indirekt mit der Aster spricht sorgen dafür, dass das lyrische Ich in der Handlung emotional und persönlich scheint. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Vergänglichkeit in beiden Gedichten unterschiedlichen Dargestellt wird. Gryphius beschränkt sich in seinem Gedicht auf eine objektive Darstellung der Vergänglichkeit des Irdischen repräsentiert durch die Folgen des Krieges. Benn nutzt eine emotionale Darstellung der Vergänglichkeit in Form des Todes eines Individuums. Gemeinsamkeiten in beiden Gedichten sind zum einen die Thematik Vergänglichkeit und zum anderen die Konformität zwischen Form und Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Andreas Gryphius: „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Barrocks, 30-jähriger Krieg: Sehr von Unzufriedenheit und Krieg geprägt → Damit ist die Vergänglichkeit verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Selbstkritisch: Es ist des Menschen Schuld, dass er und alles andere Irdische vergänglich ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Alexandriner (6 hebiger Jambus) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Sonnette, 2 Terzette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gottfried Benn: &amp;quot;Kleine Aster&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Expressionismus: rasanter technischer Fortschritt damit verbunden eine Reizüberflutung uns daraus resultierend eine Orientierungslosigkeit der Menschen → Entmenschlichung der Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Mensch kann nichts für seine Vergänglich, das ist Alltag und somit natürlich und normal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Keine Strophen, kein Metrum  → verdeutlicht die Skurrilität des Gedichts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Gryphius: Vergänglichkeit alles Existierenden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	direkt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	lyrisches Ich stellt Leben/Welt infrage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	V.12: einzige Ausnahme der Vergänglichkeit das Übersinnliche -&amp;gt;Hoffnung&lt;br /&gt;
-	durch Antithesen und Thesen wird Gedicht zu Beweis, dass die Behauptung alles sei vergänglich, richtig sei -&amp;gt; unterstützt durch Beispiele der Vergänglichkeit (Städte, Erz/Marmorstein, Glück, Ruhm etc.) die argumentative Wirkung haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett: zwei Quartette + zwei Terzette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Quartette: umarmender Reim, Alexandriner (6-hebiger Jambus mit Zäsur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Terzette: Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	monotone, regelmäßige Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Benn: Vergänglichkeit des Menschen Wert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	indirekt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	brutale/emotionslose Darstellung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Aster, die für das lyrische Ich Hoffnung darstellt, wird begraben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	freier Rhythmus, kein Reimschema -&amp;gt; losgelöst, trotzdem routiniert (V.4-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	eine Strophe, 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	hoffnungslose/verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit auf alles Irdische bezogen (z.B. Vergänglichkeit der „Städte“ (V. 3), Vergänglichkeit des Menschen (vgl. V. 6), „kein Erz ,kein Marmorstein“ (V. 7), Vergänglichkeit von Werten z.B. „Der hohen Taten Ruhm“ (V. 9))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zuerst Vergänglichkeit des vom Menschen geschaffenen, dann Vergänglichkeit des Menschen selbst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit unter anderem symbolisiert durch Krieg, Zerfall der Städte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Mensch hält an dem vergänglichen fest (an dem was er kennt, das was er nicht kennt (Überirdisches bzw. Gott) will er nicht erkennen, darauf will keiner mehr achten (dies ist jedoch ewig) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Resignative Haltung, da sich das lyrische Ich dessen bewusst ist, dass alles was es kennt (auch es selbst) vergänglich ist; durch emotionale Sprache &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonettform (zwei Quartette und zwei Terzette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metaphorische Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Reimschema vorhanden (Terzette -&amp;gt; Schweifreim; Quartette -&amp;gt; umarmender Reim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Versmaß -&amp;gt; Alexandriner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit ausschließlich auf Lebewesen bezogen („Ruhe sanft / kleine Aster!“ (V. 14 f.), Leiche eines Bierfahrers (vgl. V. 1); &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Durch Wortwahl und Verhalten des lyrischen Ichs gegenüber Aster und Leiche -&amp;gt; Herabsetzung des Menschen durch Brutalität, Gleichgültigkeit und Kälte (bedeutungslos, nichtig) und Darstellung der Signifikanz der Aster durch Emotionalität („Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V. 14 f.))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Fehlendes Reimschema, Metrum, berichtende Form -&amp;gt; Objektivität und Kälte -&amp;gt; Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs gegenüber Leichnam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:''' &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischen ( des Erbauten, des Menschen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Anklage, dass Menschen nicht mehr erkennen wollen bzw. vergessen haben was ewig ist, nämlich Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verzweiflung und Resignation des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett → strenge Einhaltung der Form&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Quartette ( je 4 Verse) und 2 Terzette (je 3 Verse) → insgesamt 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Umarmender Reim in den Quartetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schweifreim in den Terzetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit wird durch Antithesen und Zäsur verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- regelmäßiger und monotoner Ton im Gedicht →  Vergänglichkeit ist ein ständiger Prozess und immer wiederkehrend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum = 6-hebiger Jambus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit der Identität und des Lebens ( Bierfahrer wird entmenschlicht und wer er nun im Endeffekt war, spielt keine Rolle, da er nur einer von vielen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Obduktion wird brutal beschrieben und mit dem Bierfahrer wird pietätlos umgegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fokus liegt auf der Aster und nicht auf den Bierfahren → Emotionslosigkeit, Distanz zu der Leiche, Entfremdung zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- dahingegen umsorgender Umgang mit der Aster → Mensch ist bedeutungslos, wertlos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Keine richtige Form vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, die nicht in Strophen unterteilt sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kein festes Reimschema, nur Reim bei V.1 +V.3 und V.7 + V. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verwendung des Präteritums und sachliche Beschreibung der Obduktion → erinnert an einen Bericht, was die Emotionslosigkeit verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung durch das Beschriebene und das Paradoxon ( V.2 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- direkte Ansprache der Aster (V. 3) verdeutlicht Vergänglichkeit der Identität des Menschen und die verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
:Eingerückte Zeile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles Eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit alles Irdischen (z.B Umgebung(V.3), Krieg zerstört alles) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-nur Gott ist ewig&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
-entmutigende Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-äußere Form des Gedichtes (Sonettform= zwei Quartette darauffolgend zwei Terzette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-metaphorische Sprache (indirekt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Reimschema (umarmender Reim, Schweifreim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Metrum (sechshebiger Jambus)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Versmaß(Alexandriner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit ( Pflanzenwelt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- bezieht sich nur auf die Pflanzenwelt und nicht auf die anderen Gegebenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-strukturlos (kein Metrum, Strophen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-direkte Sprache (berichtend, sachlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-viele Enjambements&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gryphius thematisiert die Vergänglichkeit ALLES Irdischen, Benn die Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
* Struktur Gryphius: Vergänglichkeit des Materiellen, dann Vergänglichkeit des Individuum, Benn lediglich Vergänglichkeit des Individuums&lt;br /&gt;
* Gryphius spricht das Metaphysische an, welches nicht vergänglich ist, für Benn lediglich die Vergänglichkeit des Menschen wichtig&lt;br /&gt;
* Mensch für Beide vergänglich&lt;br /&gt;
* Absurde Darstellung des Vergänglichen bei Benn, bei Gryphius ernst&lt;br /&gt;
* direkte Ansprache des Vergänglichen bei Gryphius, bei Benn indirekt&lt;br /&gt;
* Atmosphäre bei Benn: emotionslos, Atmosphäre bei Gryphius: resignativ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* kein Rheimschema, kein Metrum bei Benn: wirkt emotionslos und distanziert&lt;br /&gt;
* eine einzelne Strophe bei Benn: stütz paradoxen Inhalt&lt;br /&gt;
* Gryphius: Sonett: feststehende Struktur&lt;br /&gt;
* Gryphius: Jambus: monoton = alles gleich, alles Vergänglich&lt;br /&gt;
* Gryphius: Vergänglichkeit gezeigt durch viele Antithesen, Benn: Vergänglichkeit gezeigt durch Vergleich von Mensch und Aster&lt;br /&gt;
* lyrisches Ich hat bei Benn höhere Bedeutung als bei Gryphius&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Andreas Gryphius – Es ist Alles Eitel (1637)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*  thematisiert die Vergänglichkeit Alles Irdischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vergänglichkeit resultiert aus dem 30-jährigen Krieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* dem Menschen ist nicht bewusst, dass nichts Ewig ist außer Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sonett → zwei Quartette, zwei Terzette (typisch für Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Quartette → jeweils 4 Verse, Terzette → jeweils 3 Verse = 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Metrum: Alexandriner (durch die Zäsur wird These und Antithese gegenübergestellt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßiges Metrum verdeutlicht die monotone Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Akkumulationen unterstützen die These es sei Alles Eitel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gottfried Benn – Kleine Aster (1912)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und den Verlust der Identität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pietätloser Umgang mit der Leiche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entfremdung des Menschen → Fokus liegt auf die Aster und wird als wichtiger erachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* keine Struktur Vorhanden → kein  festes Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwei Reime → verdeutlicht das Verhältnis zur Aster rund zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Enjambements  beim beschreiben der Obduktion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwendung des Präteritums → wirkt wie ein Bericht (emotionslos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(Für Tabelle auf Bearbeiten drücken !)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn                                        |                                       Gryphius&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|-----------------------------------------------&lt;br /&gt;
                                            |                                  &lt;br /&gt;
       Inhaltlich :                         |                                   &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen              |   - Vergänglichkeit des irdischen / der Welt&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|------------------------------------------------                                                                             &lt;br /&gt;
→ Auf Individuum bezogen                    |   → Auf Besitz bezogen&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|------------------------------------------------                                                                             &lt;br /&gt;
- Keine Rede von Gott                       |   - Rede von Gott&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|------------------------------------------------                                                                           &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit spielt zentrale Rolle     |   - Vergänglichkeit spielt zentrale Rolle&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|------------------------------------------------                                                                           &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
       Sprachlich – Formal :                |                        &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Bericht                                   |   - Beispiele&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------                                                                            &lt;br /&gt;
- Kein Reimschema                           |   - Reimschema vorhanden&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------                                                                            &lt;br /&gt;
→ Keine wirklichen Emotionen                |   → Spricht Leser an&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------                                                                            &lt;br /&gt;
- Kein Sonett                               |   - Sonett&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------                                                                           &lt;br /&gt;
→ unstrukturiert                            |   → strukturiert&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Verg%C3%A4nglichkeit</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Vergänglichkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Verg%C3%A4nglichkeit"/>
				<updated>2018-11-20T20:47:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Vergleich der (inhaltlichen und sprachlich-formalen) Darstellung des Themas &amp;quot;Vergänglichkeit&amp;quot; in den beiden Gedichten von Gryphius und Benn (Stichwörter)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thematisiert Vergänglichkeit in der ganzen Welt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit der Städte, Wohnorte, Existenz der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Betrachtet am Ende des Gedichts die Existenz von Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Dem Menschen ist nicht bewusst, dass Gott nicht vergänglich sein kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett (Merkmal der Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Festes Reimschema (Umarmender Reim, Schweifreim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metrum (Alexandrina)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche, weibliche Kadenzen (betonen wichtige Fakten des Gedichts, Vergänglichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thesen/Antithesen getrennt durch Zäsur stellen Kontrast zur Vergangenheit/Zukunft her&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Akkumulationen verdeutlichen Bedeutung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Anaphern untermauern das Wissenslose der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Rhetorische Frage  untermauert die Scheinwelt der Betroffenen Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich erzählt objektiv, spricht für die Gesamtheit des Volkes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit/ Wertlosigkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Beispiel einer Obduktion um Bedeutungslosigkeit des Menschen darzustellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kontrast zwischen Mensch und Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Behandelt Mensch als ein Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Setzt den Fokus jedoch auf die Aster &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Tragisch, skurrile und brutale Erzählung  Wertlosigkeit des Menschen wird deutlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Die Frage des Überirdischen wird nicht betrachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Epoche Expressionismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Detaillierte Beschreibung eines Vorgangs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Reimschema, verdeutlicht die skurrile und merkwürdige Stimmung im Gedicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Metrum “   “&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Viele Enjambements, setzt Fokus auf die Pflanze/Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zwei Reimpaare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Interpunktionen heben Bedeutungen hervor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche Kadenzen (unterstreicht Bedeutung von Mensch und Pflanze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich berichtet aus der Perspektive eines Arztes (Autor selber) veranschaulicht die Wertlosigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“, welches von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks verfasst wurde, und „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn zur Zeit des Expressionismus verfasst wurde, thematisieren beide die irdische Vergänglichkeit. Jedoch weisen die beiden in dieser Hinsicht weitgehende Unterschiede in Inhalt und Sprache auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Inhalt, ist die grundlegende Thematik beider Gedichte zwar die Vergänglichkeit, jedoch fällt dabei direkt auf, dass Benn diese Vergänglichkeit alleinig auf Lebewesen bezieht, während Gryphius auch Objekte und somit alles Irdische mit einbezieht, was beispielsweise in „kein Erz, kein Marmorstein“((G) V. 7) deutlich wird. In dieser Hinsicht geht Benn zwar nur auf den Menschen und eine Blume ein, akzentuiert dabei jedoch viel eher die Wertlosigkeit eines einzelnen Menschenleben, als die allgemeine Vergänglichkeit im allumfassenden Sinne. Benn setzt so das Leben einer Blume, um die er in „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“((B) V. 14 f.) trauert, über das eines Menschen. Hier wird so besonders der Einfluss der Zeit deutlich, in denen die Identität und der Charakter der Menschen durch die Industrialisierung immer mehr an Wert verloren, sodass ein Mensch vielmehr Arbeiter als Individuum war. Da dieser Einfluss im Barock noch nicht mitspielte, lässt sich diese historische Begebenheit als Ursache dieser inhaltlich verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Auffallend ist dabei jedoch auch die Darstellung der inhaltlichen Aspekte. Bei Benn fällt so seine eher berichtende Dichtungsform auf, die die Endgültigkeit seiner Aussagen unterstreicht, wodurch auch die Vergänglichkeit bei ihm als etwas Unveränderliches Endgültiges anklingt. Gryphius hingegen lässt diesen Punkt ein wenig offen, was unter anderem an den weiblichen Kadenzen, aber auch besonders in den Worten „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“((G) V. 14) deutlich. Hierbei klingt noch eine gewisse Hoffnung des lyrischen Ichs mit, indem es Gott als ewig betrachtet und die Vergänglichkeit somit doch nicht schlussendlich ist. Seine Worte weisen jedoch darauf hin, dass die Menschen das Göttliche nicht sehen wollen, somit spricht das lyrische Ich in Gryphius Text gewissermaßen vom Denken des lyrischen Ichs in Benns Text, obwohl dieser wesentlich jünger ist. Somit denkt dieses tiefgreifend über den Sinn des Lebens nach und erkennt so einen Kreislauf des Lebens, während das andere lyrische Ich den Sinn der Vergänglichkeit nicht hinterfragt. Da es diese als unwichtig ansieht, ist für es weiteres Hinterfragen also nebensächlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezieht man die inhaltlichen Aspekte auch auf die sprachlich-formale Ebene, so fällt auf, dass Benn die Vergänglichkeit eines Menschen durch sehr brutale, emotionslose Sprache, wie in „auf den Tisch gestemmt“((B) V. 1), ausdrückt, während Gryphius lyrisches Ich sehr resignativ ist und in diesem Sinne auch eher metaphorisch traurig spricht. So werden bei Gryphius Gedicht Emotionen deutlich, indem das lyrische Ich sich indirekt auch über seine zwangsläufige Vergänglichkeit bewusst wird. Somit zeigt die Sprache, dass das eine lyrische Ich der menschlichen Vergänglichkeit sehr emotional gegenübersteht, während Benns lyrisches Ich nahezu abgeneigt wirkt und kein enges Verhältnis zu Menschen pflegt. Dies wird auch in der berichtenden Schreibweise Benns deutlich. Sein Gedicht hat weder Reimschema noch Metrum, wohingegen Gryphius Gedicht ein Sonett darstellt, welches den Sinn der Vergänglichkeit unterstreicht. Die metaphorische Sprache, die hier vorliegt, lässt sich dabei in Benns Gedicht nur in den letzten Versen auffinden, in denen das lyrische Ich den Menschen als eine Art Grab für die Aster nutzt ((B) vgl. V. 13 f.). Hier wird also deutlich dass das lyrische Ich ironischerweise nur der Pflanze, nicht aber dem Menschen hinterher trauert, wohingegen in Gryphius Text jegliche irdische Dinge als für das lyrische Ich bedeutsam, aber als für die gesamte Welt unbedeutend gelten. Somit wird zwar die Unbedeutsamkeit eines Individuums auch bei Gryphius Thema, jedoch in völlig anderem Kontext und mit wesentlich mehr Emotionen im Hintergrund. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend weisen Gryphius und Benns Gedichte auf inhaltlicher oberflächlicher Ebene einige Gemeinsamkeiten auf, die jedoch in ihrer Tiefe wesentliche Unterschiede beinhalten. So thematisieren beide die Vergänglichkeit irdischer Dinge, insbesondere die des Menschen. Gryphius jedoch stellt diese viel emotionaler dar, was sich im Klagegrundton des lyrischen Ichs widerspiegelt. Benns lyrisches Ich hingegen lässt die Vergänglichkeit der Menschen kalt, wodurch es sich auch nicht weiter nach dem Sinn fragt. In Gryphius Gedicht klingt jedoch häufig noch eine gewisse Hoffnung mit, die in Gott gesehen wird, der ewig ist. Eben diese Hoffnung drückt sich dabei auch im Gegensatz zu Benns Sprache in den oftmals genutzten Bildern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonnet „Alles ist Eitel“ geschrieben von Andreas Gryphius und das Gedicht „Kleine Aster“ verfasst von Gottfried Benn, thematisieren das Thema Vergänglichkeit. Trotz der gemeinsamen Thematik unterscheiden sich die beiden Gedichte jedoch fundamental in Inhalt und Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf inhaltlicher Ebene lässt sich bereits die Differenz in der Thematik erkennen. Gryphius behandelt die Vergänglichkeit alles Irdischen auf der Welt, wie zum Beispiel die der Städte (vgl. V.3), der Natur (V.7) und die der Menschen (V.6). Benn hingegen legt seinen Fokus eher auf die Vergänglichkeit der Menschen und behandelt zur Veranschaulichung eine Obduktion eines „ersoffenen Bierfahrers“ (V.1) und untermauert die damit verbundene Wertlosigkeit eines Menschen. Diese Wertlosigkeit wird durch den pietätslosen Umgang mit der Leiche untermauert, da der Leichnam „auf den Tisch gestemmt“ (V.1) wird, wodurch ebenfalls zum Ausdruck kommt, dass er von dem lyrischen Ich entmenschlicht und als Objekt missbraucht wird. Ebenso wird durch den unbestimmten Artikel „Ein“ (ebd.) die Leiche von dem lyrischen Ich entindividualisiert, da sie nur eine von vielen ist. Durch dies wird besonders der Einfluss der Epoche des Expressionismus hervorgehoben, in der die Identität des Menschen aufgrund der Industrialisierung immer mehr an Wert verlor, sodass folglich ein Mensch als Arbeitstier wurde. Diese Auffassung gab es zu Zeiten des Gedichtes von Gryphius noch nicht, daher lassen sich die verschiedenen Epochenmerkmale als Beweggrund der verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Durch den eher berichtenden Charakter des Gedichtes kommt zum Audruck, dass Benn die Vergänglichkeit als unausweichlich sieht, wodurch sich das emotionslose Handel des lyrischen Ichs bekräftigen lässt. In Gryphius Gedicht entsteht jedoch durch den letzten Vers &amp;quot;Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten&amp;quot; (V.14) ein gewisser Hoffnungsfunke, da das lyrische Gott als Ewig anerkennt und die Vergänglichkeit doch nicht unausweichlich erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf sprachlich-formaler Ebene lassen sich einige Unterschiede der beiden Gedichte erkennen. Gryphius Gedicht umfasst einen sechshebigen Jambus und den epochentypischen Alexandriner. Der immerzu gleichbleibende Rhythmus untermauert den monotonen und resignativen Grundton des lyrischen Ichs. Benns Gedicht ist im Gegensatz dazu eher einfach gehalten, da es kein einheitliches Reimschema sowie Metrum aufweist. Dadurch erinnert das Gedicht eher an einen Bericht, wodurch die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs hervorgehoben wird. Des Weiteren auffällig ist die von Benn eher emotionslose und gar brutal verwendete Sprache, welche durch den Paarreim „gestemmt“ (V.1) „geklemmt“ (V.3) zum Ausdruck gebracht wird und ebenfalls den pietätslosen Umgang des obduzierenden Arztes und seiner damit verbundenen Gleichgültigkeit in Bezug auf die Leiche untermauert. Gegensätzlich dazu spricht das lyrische Ich aus „Es ist alles Eitel“ eher resignativ über die Vergänglichkeit spricht, da es sich bewusst wird, dass die Vergänglichkeit ein unausweichlicher Prozess ist und man „nur Eitelkeit auf Erden [sieht]“ (V.1). Auf sprachlicher Ebene stellt sich also heraus, dass das lyrische Ich sehr emotional wenn auch resignativ über die Vergänglichkeit spricht, was sich ebenfalls in dem Seufzer „Ach“ (V. 11) erkennen lässt. Gegensätzlich dazu ist das lyrische Ich in dem Gedicht „kleine Aster“ eher gleichgültig zu dem Toten steht und kein Verhältnis zu ihm aufbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Gedichte die Thematik der Vergänglichkeit und besonders die der Menschen behandelt, sie sich jedoch grundlegend im Kern unterscheiden. Das lyrische Ich in „Kleine Aster“ steht eher emotionslos der Vergänglichkeit der Menschen gegenüber, wodurch das Gedicht wie ein sachlicher Bericht wirkt, währenddessen Gryphius lyrisches Ich sehr emotionalisiert ist und sich in einer Interjektion sowie rhetorischen Frage zu der Thematik äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gryphius „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit im Allgemeinen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Vergänglichkeit Materialien, alles was der Mensch aufgebaut hat, der Mensch selber, Werte (Ruhm, Geld etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fragestellung: Was ist wirklich wichtig? Was ist ewig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 14 Verse, eingeteilt in 4 Strophen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ 1./ 2. Strophe jeweils 4 Verse, jeweils umarmender Reim; 3./ 4. Strophe jeweils 3 Verse, bilden einen Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Rhythmus: Alexandriner → 6- hebiger Jambus mit Zäsur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Interpunktionen verdeutlichen Zäsur; Gegensätze werden beschrieben, die Vergänglichkeit betonen (vgl. V. 2+3++5+6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Benn „Kleiner Aster“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit des Menschen als ein Individuum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wertlosigkeit des Menschen/ emotionsloser Umgang dargestellt durch: Verben, die pietätlosen Umgang beschreiben; Enjambement, der Prozess einer Obduktion sachlich beschreibt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aster nimmt eine höhere Bedeutung eingeteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Emotionen z.B. durch Ausrufe dargestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, keine Strophen (evtl. Sinnabschnitte: V. 1-3; 4- 12; 13- 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein festes Reimschema; Ausnahme: V. 1+3 → Betonung pietätloser Umgang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Entpersonalisierung durch fehlende Pronomen (z.B. V. 12), Indefinitpronomen (V. 1+2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung (z.B. V. 2+3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- sachliche Beschreibung (Enjambement): Gleichgültigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den vorliegenden Texten handelt es sich um das Gedicht „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahr 1637 in der Literaturepoche des Barock, sowie das Gedicht „Kleine Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahr 1912 in der Literaturepoche des Expressionismus. Im Folgenden wird die Darstellung des Themas „Vergänglichkeit“ an Hand von Inhalt, Form und Sprache verglichen werden.&lt;br /&gt;
Inhaltlich handelt das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius vom Dreißigjährigen Krieg und den Konsequenzen für die Menschen und das Land. Thema ist die Vergänglichkeit alles Irdischen. Das Gedicht „Kleine Aster“ von Gottfried Benn thematisiert die Vergänglichkeit des Individuums und handelt von einer Obduktion. In beiden Gedichten wird die Vergänglichkeit in Bezug auf den Tod und die Vernichtung dargestellt, jedoch beschränkt sich diese in „Kleine Aster“ auf die Nichtigkeit eines einzelnen Individuums, während in „Es ist alles eitel“ die gesamte Menschheit sowie alles Materielle miteinbezogen werden. Dies wird ebenso in der Struktur des Gedichtes deutlich. Das lyrische Ich gibt in „Es ist alles eitel“ zunächst die Zerstörung des Materiellen in Form von Städten oder der Natur wieder bis es schließlich auf die Vergänglichkeit des einzelnen Individuums eingeht und zur Erkenntnis gelangt, dass nur das Überirdische bestand hat, während sich das lyrische Ich in „Kleine Aster“ nur der Nichtigkeit des einzelnen Individuums zuwendet. Ein weiterer Kontrast ist auch in der Atmosphäre der Gedichte zu finden. Das lyrische Ich ist in Gryphius‘ Gedicht resignativ in Bezug auf die Vergänglichkeit, während das lyrische Ich in Benns Gedicht distanziert und nahezu emotionslos mit der Thematik auseinandersetzt. Weiterhin ist auch die Vergänglichkeit in Bezug auf die Ausgangssituation der Gedichte zu betrachten. In „Es ist alles eitel“ ist die Ausgangssituation der Dreißigjährige Krieg unter dem die Menschen leiden. Obwohl der Krieg in der Entstehungszeit des Gedichtes bereits über ein Jahrzehnt bestritten wurde, so finden jedoch in der Regel bei Krieg nicht tagtäglich Kämpfe am selben Ort statt, sodass die Menschen nicht dauerhaft damit konfrontiert werden und es besteht weiterhin immer noch die Hoffnung auf ein Ende des Krieges. In „Kleine Aster“ ist es allerdings so, dass das lyrische Ich einen Pathologen/eine Pathologion im Berufsalltag darstellt. In diesem Beruf ist man über mehrere Jahre lang nahezu täglich mit dem Tod konfrontiert, was sich in sofern auch auf das Verhältnis zwischen dem lyrischen Ich und der Leiche auswirkt, da das lyrische Ich die Leiche nicht als Individuum wahrnimmt sondern als Teil seines Berufes. Nicht zuletzt bildet auch die Interpretation des Inhalts ein Unterschied zwischen den Gedichten. „Es ist alles eitel“ lässt sich in Bezug auf die Beständigkeit des Überirdischen interpretieren, während in „Kleine Aster“ die Beziehung zwischen lyrischem Ich der Leiche und der Aster gedeutet werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Form unterscheidet sich die Darstellung der Vergänglichkeit. Zur Form generell lässt sich festhalten, dass „Es ist alles eitel“ in der Sonettform verfasst wurde und über ein Reimschema (Kreuzreim und Schweifreim), sowie ein Metrum und geordnete Kadenzen verfügt. Die Strophen sind inhaltlich in sich abgeschlossen. Alles in allem lässt sich das Gryphius‘ Gedicht somit als regelmäßig kennzeichnen. Weiterhin unterstreicht beispielsweise der Alexandriner als Metrum mit der Mittelzäsur die Antithetik zu Beginn des Gedichtes. Im Gegensatz dazu sind bei Benns Gedicht ein freier Rhythmus, keine eindeutigen Kadenzen und Reimlosigkeit vorhanden. Darüber hinaus besteht das Gedicht aus einer einzelnen Strophe, die sich in zwei Sinnabschnitte gliedern lässt. Auch die länge der Verse ist unregelmäßig. Zusammenfassen stützt jedoch dieses unregelmäßige Muster den oftmals paradoxen Inhalt des Gedichtes und verstärkt die klimaxartige Steigerung des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sprache ist zu sagen, dass beide Verfasser Alltagssprache bzw. Benn auch zeitweilen Umgangssprach verwenden. Einzelne Begriffe wie beispielsweise „jetztund“ („Es ist alles eitel“ V. 3) und „Bierfahrer“ („Kleine Aster“ V. 1) zeugen von dem Zeitalter in welchem die Gedichte verfasst wurden. Aus der Sprache lässt sich jedoch weiterhin die Perspektive des lyrischen Ichs ablesen. Das lyrische Ich in „Es ist alles eitel“ stellt das Geschehen ähnlich wie einen Bericht in neutralem Ton dar. as Personalpronomen „Ich“ wird im Gedicht nicht erwähnt genauso wie keine andere persönlichen Angaben bzw. Ansichten, wodurch das lyrische Ich wie ein objektiver Beobachter wirkt. In „Kleine Aster“ ist im Kontrast dazu häufiger das Personalpronomen „Ich“ zu finden. Dieser Umstand und die Tatsache, dass das lyrische Ich seine Taten beschreibt und indirekt mit der Aster spricht sorgen dafür, dass das lyrische Ich in der Handlung emotional und persönlich scheint. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Vergänglichkeit in beiden Gedichten unterschiedlichen Dargestellt wird. Gryphius beschränkt sich in seinem Gedicht auf eine objektive Darstellung der Vergänglichkeit des Irdischen repräsentiert durch die Folgen des Krieges. Benn nutzt eine emotionale Darstellung der Vergänglichkeit in Form des Todes eines Individuums. Gemeinsamkeiten in beiden Gedichten sind zum einen die Thematik Vergänglichkeit und zum anderen die Konformität zwischen Form und Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Andreas Gryphius: „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Barrocks, 30-jähriger Krieg: Sehr von Unzufriedenheit und Krieg geprägt → Damit ist die Vergänglichkeit verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Selbstkritisch: Es ist des Menschen Schuld, dass er und alles andere Irdische vergänglich ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Alexandriner (6 hebiger Jambus) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Sonnette, 2 Terzette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gottfried Benn: &amp;quot;Kleine Aster&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Expressionismus: rasanter technischer Fortschritt damit verbunden eine Reizüberflutung uns daraus resultierend eine Orientierungslosigkeit der Menschen → Entmenschlichung der Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Mensch kann nichts für seine Vergänglich, das ist Alltag und somit natürlich und normal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Keine Strophen, kein Metrum  → verdeutlicht die Skurrilität des Gedichts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Gryphius: Vergänglichkeit alles Existierenden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	direkt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	lyrisches Ich stellt Leben/Welt infrage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	V.12: einzige Ausnahme der Vergänglichkeit das Übersinnliche -&amp;gt;Hoffnung&lt;br /&gt;
-	durch Antithesen und Thesen wird Gedicht zu Beweis, dass die Behauptung alles sei vergänglich, richtig sei -&amp;gt; unterstützt durch Beispiele der Vergänglichkeit (Städte, Erz/Marmorstein, Glück, Ruhm etc.) die argumentative Wirkung haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett: zwei Quartette + zwei Terzette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Quartette: umarmender Reim, Alexandriner (6-hebiger Jambus mit Zäsur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Terzette: Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	monotone, regelmäßige Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Benn: Vergänglichkeit des Menschen Wert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	indirekt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	brutale/emotionslose Darstellung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Aster, die für das lyrische Ich Hoffnung darstellt, wird begraben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	freier Rhythmus, kein Reimschema -&amp;gt; losgelöst, trotzdem routiniert (V.4-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	eine Strophe, 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	hoffnungslose/verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit auf alles Irdische bezogen (z.B. Vergänglichkeit der „Städte“ (V. 3), Vergänglichkeit des Menschen (vgl. V. 6), „kein Erz ,kein Marmorstein“ (V. 7), Vergänglichkeit von Werten z.B. „Der hohen Taten Ruhm“ (V. 9))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zuerst Vergänglichkeit des vom Menschen geschaffenen, dann Vergänglichkeit des Menschen selbst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit unter anderem symbolisiert durch Krieg, Zerfall der Städte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Mensch hält an dem vergänglichen fest (an dem was er kennt, das was er nicht kennt (Überirdisches bzw. Gott) will er nicht erkennen, darauf will keiner mehr achten (dies ist jedoch ewig) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Resignative Haltung, da sich das lyrische Ich dessen bewusst ist, dass alles was es kennt (auch es selbst) vergänglich ist; durch emotionale Sprache &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonettform (zwei Quartette und zwei Terzette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metaphorische Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Reimschema vorhanden (Terzette -&amp;gt; Schweifreim; Quartette -&amp;gt; umarmender Reim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Versmaß -&amp;gt; Alexandriner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit ausschließlich auf Lebewesen bezogen („Ruhe sanft / kleine Aster!“ (V. 14 f.), Leiche eines Bierfahrers (vgl. V. 1); &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Durch Wortwahl und Verhalten des lyrischen Ichs gegenüber Aster und Leiche -&amp;gt; Herabsetzung des Menschen durch Brutalität, Gleichgültigkeit und Kälte (bedeutungslos, nichtig) und Darstellung der Signifikanz der Aster durch Emotionalität („Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V. 14 f.))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Fehlendes Reimschema, Metrum, berichtende Form -&amp;gt; Objektivität und Kälte -&amp;gt; Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs gegenüber Leichnam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:''' &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischen ( des Erbauten, des Menschen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Anklage, dass Menschen nicht mehr erkennen wollen bzw. vergessen haben was ewig ist, nämlich Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verzweiflung und Resignation des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett → strenge Einhaltung der Form&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Quartette ( je 4 Verse) und 2 Terzette (je 3 Verse) → insgesamt 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Umarmender Reim in den Quartetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schweifreim in den Terzetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit wird durch Antithesen und Zäsur verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- regelmäßiger und monotoner Ton im Gedicht →  Vergänglichkeit ist ein ständiger Prozess und immer wiederkehrend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum = 6-hebiger Jambus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit der Identität und des Lebens ( Bierfahrer wird entmenschlicht und wer er nun im Endeffekt war, spielt keine Rolle, da er nur einer von vielen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Obduktion wird brutal beschrieben und mit dem Bierfahrer wird pietätlos umgegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fokus liegt auf der Aster und nicht auf den Bierfahren → Emotionslosigkeit, Distanz zu der Leiche, Entfremdung zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- dahingegen umsorgender Umgang mit der Aster → Mensch ist bedeutungslos, wertlos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Keine richtige Form vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, die nicht in Strophen unterteilt sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kein festes Reimschema, nur Reim bei V.1 +V.3 und V.7 + V. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verwendung des Präteritums und sachliche Beschreibung der Obduktion → erinnert an einen Bericht, was die Emotionslosigkeit verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung durch das Beschriebene und das Paradoxon ( V.2 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- direkte Ansprache der Aster (V. 3) verdeutlicht Vergänglichkeit der Identität des Menschen und die verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
:Eingerückte Zeile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles Eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit alles Irdischen (z.B Umgebung(V.3), Krieg zerstört alles) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-nur Gott ist ewig&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
-entmutigende Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-äußere Form des Gedichtes (Sonettform= zwei Quartette darauffolgend zwei Terzette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-metaphorische Sprache (indirekt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Reimschema (umarmender Reim, Schweifreim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Metrum (sechshebiger Jambus)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Versmaß(Alexandriner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit ( Pflanzenwelt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- bezieht sich nur auf die Pflanzenwelt und nicht auf die anderen Gegebenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-strukturlos (kein Metrum, Strophen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-direkte Sprache (berichtend, sachlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-viele Enjambements&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gryphius thematisiert die Vergänglichkeit ALLES Irdischen, Benn die Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
* Struktur Gryphius: Vergänglichkeit des Materiellen, dann Vergänglichkeit des Individuum, Benn lediglich Vergänglichkeit des Individuums&lt;br /&gt;
* Gryphius spricht das Metaphysische an, welches nicht vergänglich ist, für Benn lediglich die Vergänglichkeit des Menschen wichtig&lt;br /&gt;
* Mensch für Beide vergänglich&lt;br /&gt;
* Absurde Darstellung des Vergänglichen bei Benn, bei Gryphius ernst&lt;br /&gt;
* direkte Ansprache des Vergänglichen bei Gryphius, bei Benn indirekt&lt;br /&gt;
* Atmosphäre bei Benn: emotionslos, Atmosphäre bei Gryphius: resignativ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* kein Rheimschema, kein Metrum bei Benn: wirkt emotionslos und distanziert&lt;br /&gt;
* eine einzelne Strophe bei Benn: stütz paradoxen Inhalt&lt;br /&gt;
* Gryphius: Sonett: feststehende Struktur&lt;br /&gt;
* Gryphius: Jambus: monoton = alles gleich, alles Vergänglich&lt;br /&gt;
* Gryphius: Vergänglichkeit gezeigt durch viele Antithesen, Benn: Vergänglichkeit gezeigt durch Vergleich von Mensch und Aster&lt;br /&gt;
* lyrisches Ich hat bei Benn höhere Bedeutung als bei Gryphius&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Andreas Gryphius – Es ist Alles Eitel (1637)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*  thematisiert die Vergänglichkeit Alles Irdischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vergänglichkeit resultiert aus dem 30-jährigen Krieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* dem Menschen ist nicht bewusst, dass nichts Ewig ist außer Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sonett → zwei Quartette, zwei Terzette (typisch für Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Quartette → jeweils 4 Verse, Terzette → jeweils 3 Verse = 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Metrum: Alexandriner (durch die Zäsur wird These und Antithese gegenübergestellt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßiges Metrum verdeutlicht die monotone Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Akkumulationen unterstützen die These es sei Alles Eitel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gottfried Benn – Kleine Aster (1912)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und den Verlust der Identität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pietätloser Umgang mit der Leiche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entfremdung des Menschen → Fokus liegt auf die Aster und wird als wichtiger erachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* keine Struktur Vorhanden → kein  festes Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwei Reime → verdeutlicht das Verhältnis zur Aster rund zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Enjambements  beim beschreiben der Obduktion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwendung des Präteritums → wirkt wie ein Bericht (emotionslos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(Für Tabelle auf Bearbeiten drücken !)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn                                        |                  Gryphius&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|-----------------------------------------------&lt;br /&gt;
                                            |                                  &lt;br /&gt;
     '''Inhaltlich :'''                     |                                   &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen              |   - Vergänglichkeit des irdischen / der Welt&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|------------------------------------------------                                                                             &lt;br /&gt;
→ Auf Individuum bezogen                    |   → Auf Besitz bezogen&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|------------------------------------------------                                                                             &lt;br /&gt;
- Keine Rede von Gott                       |   - Rede von Gott&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|------------------------------------------------                                                                           &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit spielt zentrale Rolle     |   - Vergänglichkeit spielt zentrale Rolle&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|------------------------------------------------                                                                           &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
       '''Sprachlich – Formal :'''          |                        &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Bericht                                   |   - Beispiele&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------                                                                            &lt;br /&gt;
- Kein Reimschema                           |   - Reimschema vorhanden&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------                                                                            &lt;br /&gt;
→ Keine wirklichen Emotionen                |   → Spricht Leser an&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------                                                                            &lt;br /&gt;
- Kein Sonett                               |   - Sonett&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------                                                                           &lt;br /&gt;
→ unstrukturiert                            |   → strukturiert&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------------------------------------------&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Verg%C3%A4nglichkeit</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Vergänglichkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Verg%C3%A4nglichkeit"/>
				<updated>2018-11-20T20:44:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Vergleich der (inhaltlichen und sprachlich-formalen) Darstellung des Themas &amp;quot;Vergänglichkeit&amp;quot; in den beiden Gedichten von Gryphius und Benn (Stichwörter)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thematisiert Vergänglichkeit in der ganzen Welt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit der Städte, Wohnorte, Existenz der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Betrachtet am Ende des Gedichts die Existenz von Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Dem Menschen ist nicht bewusst, dass Gott nicht vergänglich sein kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett (Merkmal der Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Festes Reimschema (Umarmender Reim, Schweifreim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metrum (Alexandrina)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche, weibliche Kadenzen (betonen wichtige Fakten des Gedichts, Vergänglichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thesen/Antithesen getrennt durch Zäsur stellen Kontrast zur Vergangenheit/Zukunft her&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Akkumulationen verdeutlichen Bedeutung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Anaphern untermauern das Wissenslose der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Rhetorische Frage  untermauert die Scheinwelt der Betroffenen Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich erzählt objektiv, spricht für die Gesamtheit des Volkes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit/ Wertlosigkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Beispiel einer Obduktion um Bedeutungslosigkeit des Menschen darzustellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kontrast zwischen Mensch und Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Behandelt Mensch als ein Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Setzt den Fokus jedoch auf die Aster &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Tragisch, skurrile und brutale Erzählung  Wertlosigkeit des Menschen wird deutlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Die Frage des Überirdischen wird nicht betrachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Epoche Expressionismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Detaillierte Beschreibung eines Vorgangs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Reimschema, verdeutlicht die skurrile und merkwürdige Stimmung im Gedicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Metrum “   “&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Viele Enjambements, setzt Fokus auf die Pflanze/Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zwei Reimpaare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Interpunktionen heben Bedeutungen hervor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche Kadenzen (unterstreicht Bedeutung von Mensch und Pflanze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich berichtet aus der Perspektive eines Arztes (Autor selber) veranschaulicht die Wertlosigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“, welches von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks verfasst wurde, und „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn zur Zeit des Expressionismus verfasst wurde, thematisieren beide die irdische Vergänglichkeit. Jedoch weisen die beiden in dieser Hinsicht weitgehende Unterschiede in Inhalt und Sprache auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Inhalt, ist die grundlegende Thematik beider Gedichte zwar die Vergänglichkeit, jedoch fällt dabei direkt auf, dass Benn diese Vergänglichkeit alleinig auf Lebewesen bezieht, während Gryphius auch Objekte und somit alles Irdische mit einbezieht, was beispielsweise in „kein Erz, kein Marmorstein“((G) V. 7) deutlich wird. In dieser Hinsicht geht Benn zwar nur auf den Menschen und eine Blume ein, akzentuiert dabei jedoch viel eher die Wertlosigkeit eines einzelnen Menschenleben, als die allgemeine Vergänglichkeit im allumfassenden Sinne. Benn setzt so das Leben einer Blume, um die er in „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“((B) V. 14 f.) trauert, über das eines Menschen. Hier wird so besonders der Einfluss der Zeit deutlich, in denen die Identität und der Charakter der Menschen durch die Industrialisierung immer mehr an Wert verloren, sodass ein Mensch vielmehr Arbeiter als Individuum war. Da dieser Einfluss im Barock noch nicht mitspielte, lässt sich diese historische Begebenheit als Ursache dieser inhaltlich verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Auffallend ist dabei jedoch auch die Darstellung der inhaltlichen Aspekte. Bei Benn fällt so seine eher berichtende Dichtungsform auf, die die Endgültigkeit seiner Aussagen unterstreicht, wodurch auch die Vergänglichkeit bei ihm als etwas Unveränderliches Endgültiges anklingt. Gryphius hingegen lässt diesen Punkt ein wenig offen, was unter anderem an den weiblichen Kadenzen, aber auch besonders in den Worten „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“((G) V. 14) deutlich. Hierbei klingt noch eine gewisse Hoffnung des lyrischen Ichs mit, indem es Gott als ewig betrachtet und die Vergänglichkeit somit doch nicht schlussendlich ist. Seine Worte weisen jedoch darauf hin, dass die Menschen das Göttliche nicht sehen wollen, somit spricht das lyrische Ich in Gryphius Text gewissermaßen vom Denken des lyrischen Ichs in Benns Text, obwohl dieser wesentlich jünger ist. Somit denkt dieses tiefgreifend über den Sinn des Lebens nach und erkennt so einen Kreislauf des Lebens, während das andere lyrische Ich den Sinn der Vergänglichkeit nicht hinterfragt. Da es diese als unwichtig ansieht, ist für es weiteres Hinterfragen also nebensächlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezieht man die inhaltlichen Aspekte auch auf die sprachlich-formale Ebene, so fällt auf, dass Benn die Vergänglichkeit eines Menschen durch sehr brutale, emotionslose Sprache, wie in „auf den Tisch gestemmt“((B) V. 1), ausdrückt, während Gryphius lyrisches Ich sehr resignativ ist und in diesem Sinne auch eher metaphorisch traurig spricht. So werden bei Gryphius Gedicht Emotionen deutlich, indem das lyrische Ich sich indirekt auch über seine zwangsläufige Vergänglichkeit bewusst wird. Somit zeigt die Sprache, dass das eine lyrische Ich der menschlichen Vergänglichkeit sehr emotional gegenübersteht, während Benns lyrisches Ich nahezu abgeneigt wirkt und kein enges Verhältnis zu Menschen pflegt. Dies wird auch in der berichtenden Schreibweise Benns deutlich. Sein Gedicht hat weder Reimschema noch Metrum, wohingegen Gryphius Gedicht ein Sonett darstellt, welches den Sinn der Vergänglichkeit unterstreicht. Die metaphorische Sprache, die hier vorliegt, lässt sich dabei in Benns Gedicht nur in den letzten Versen auffinden, in denen das lyrische Ich den Menschen als eine Art Grab für die Aster nutzt ((B) vgl. V. 13 f.). Hier wird also deutlich dass das lyrische Ich ironischerweise nur der Pflanze, nicht aber dem Menschen hinterher trauert, wohingegen in Gryphius Text jegliche irdische Dinge als für das lyrische Ich bedeutsam, aber als für die gesamte Welt unbedeutend gelten. Somit wird zwar die Unbedeutsamkeit eines Individuums auch bei Gryphius Thema, jedoch in völlig anderem Kontext und mit wesentlich mehr Emotionen im Hintergrund. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend weisen Gryphius und Benns Gedichte auf inhaltlicher oberflächlicher Ebene einige Gemeinsamkeiten auf, die jedoch in ihrer Tiefe wesentliche Unterschiede beinhalten. So thematisieren beide die Vergänglichkeit irdischer Dinge, insbesondere die des Menschen. Gryphius jedoch stellt diese viel emotionaler dar, was sich im Klagegrundton des lyrischen Ichs widerspiegelt. Benns lyrisches Ich hingegen lässt die Vergänglichkeit der Menschen kalt, wodurch es sich auch nicht weiter nach dem Sinn fragt. In Gryphius Gedicht klingt jedoch häufig noch eine gewisse Hoffnung mit, die in Gott gesehen wird, der ewig ist. Eben diese Hoffnung drückt sich dabei auch im Gegensatz zu Benns Sprache in den oftmals genutzten Bildern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonnet „Alles ist Eitel“ geschrieben von Andreas Gryphius und das Gedicht „Kleine Aster“ verfasst von Gottfried Benn, thematisieren das Thema Vergänglichkeit. Trotz der gemeinsamen Thematik unterscheiden sich die beiden Gedichte jedoch fundamental in Inhalt und Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf inhaltlicher Ebene lässt sich bereits die Differenz in der Thematik erkennen. Gryphius behandelt die Vergänglichkeit alles Irdischen auf der Welt, wie zum Beispiel die der Städte (vgl. V.3), der Natur (V.7) und die der Menschen (V.6). Benn hingegen legt seinen Fokus eher auf die Vergänglichkeit der Menschen und behandelt zur Veranschaulichung eine Obduktion eines „ersoffenen Bierfahrers“ (V.1) und untermauert die damit verbundene Wertlosigkeit eines Menschen. Diese Wertlosigkeit wird durch den pietätslosen Umgang mit der Leiche untermauert, da der Leichnam „auf den Tisch gestemmt“ (V.1) wird, wodurch ebenfalls zum Ausdruck kommt, dass er von dem lyrischen Ich entmenschlicht und als Objekt missbraucht wird. Ebenso wird durch den unbestimmten Artikel „Ein“ (ebd.) die Leiche von dem lyrischen Ich entindividualisiert, da sie nur eine von vielen ist. Durch dies wird besonders der Einfluss der Epoche des Expressionismus hervorgehoben, in der die Identität des Menschen aufgrund der Industrialisierung immer mehr an Wert verlor, sodass folglich ein Mensch als Arbeitstier wurde. Diese Auffassung gab es zu Zeiten des Gedichtes von Gryphius noch nicht, daher lassen sich die verschiedenen Epochenmerkmale als Beweggrund der verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Durch den eher berichtenden Charakter des Gedichtes kommt zum Audruck, dass Benn die Vergänglichkeit als unausweichlich sieht, wodurch sich das emotionslose Handel des lyrischen Ichs bekräftigen lässt. In Gryphius Gedicht entsteht jedoch durch den letzten Vers &amp;quot;Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten&amp;quot; (V.14) ein gewisser Hoffnungsfunke, da das lyrische Gott als Ewig anerkennt und die Vergänglichkeit doch nicht unausweichlich erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf sprachlich-formaler Ebene lassen sich einige Unterschiede der beiden Gedichte erkennen. Gryphius Gedicht umfasst einen sechshebigen Jambus und den epochentypischen Alexandriner. Der immerzu gleichbleibende Rhythmus untermauert den monotonen und resignativen Grundton des lyrischen Ichs. Benns Gedicht ist im Gegensatz dazu eher einfach gehalten, da es kein einheitliches Reimschema sowie Metrum aufweist. Dadurch erinnert das Gedicht eher an einen Bericht, wodurch die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs hervorgehoben wird. Des Weiteren auffällig ist die von Benn eher emotionslose und gar brutal verwendete Sprache, welche durch den Paarreim „gestemmt“ (V.1) „geklemmt“ (V.3) zum Ausdruck gebracht wird und ebenfalls den pietätslosen Umgang des obduzierenden Arztes und seiner damit verbundenen Gleichgültigkeit in Bezug auf die Leiche untermauert. Gegensätzlich dazu spricht das lyrische Ich aus „Es ist alles Eitel“ eher resignativ über die Vergänglichkeit spricht, da es sich bewusst wird, dass die Vergänglichkeit ein unausweichlicher Prozess ist und man „nur Eitelkeit auf Erden [sieht]“ (V.1). Auf sprachlicher Ebene stellt sich also heraus, dass das lyrische Ich sehr emotional wenn auch resignativ über die Vergänglichkeit spricht, was sich ebenfalls in dem Seufzer „Ach“ (V. 11) erkennen lässt. Gegensätzlich dazu ist das lyrische Ich in dem Gedicht „kleine Aster“ eher gleichgültig zu dem Toten steht und kein Verhältnis zu ihm aufbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Gedichte die Thematik der Vergänglichkeit und besonders die der Menschen behandelt, sie sich jedoch grundlegend im Kern unterscheiden. Das lyrische Ich in „Kleine Aster“ steht eher emotionslos der Vergänglichkeit der Menschen gegenüber, wodurch das Gedicht wie ein sachlicher Bericht wirkt, währenddessen Gryphius lyrisches Ich sehr emotionalisiert ist und sich in einer Interjektion sowie rhetorischen Frage zu der Thematik äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gryphius „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit im Allgemeinen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Vergänglichkeit Materialien, alles was der Mensch aufgebaut hat, der Mensch selber, Werte (Ruhm, Geld etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fragestellung: Was ist wirklich wichtig? Was ist ewig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 14 Verse, eingeteilt in 4 Strophen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ 1./ 2. Strophe jeweils 4 Verse, jeweils umarmender Reim; 3./ 4. Strophe jeweils 3 Verse, bilden einen Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Rhythmus: Alexandriner → 6- hebiger Jambus mit Zäsur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Interpunktionen verdeutlichen Zäsur; Gegensätze werden beschrieben, die Vergänglichkeit betonen (vgl. V. 2+3++5+6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Benn „Kleiner Aster“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit des Menschen als ein Individuum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wertlosigkeit des Menschen/ emotionsloser Umgang dargestellt durch: Verben, die pietätlosen Umgang beschreiben; Enjambement, der Prozess einer Obduktion sachlich beschreibt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aster nimmt eine höhere Bedeutung eingeteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Emotionen z.B. durch Ausrufe dargestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, keine Strophen (evtl. Sinnabschnitte: V. 1-3; 4- 12; 13- 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein festes Reimschema; Ausnahme: V. 1+3 → Betonung pietätloser Umgang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Entpersonalisierung durch fehlende Pronomen (z.B. V. 12), Indefinitpronomen (V. 1+2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung (z.B. V. 2+3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- sachliche Beschreibung (Enjambement): Gleichgültigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den vorliegenden Texten handelt es sich um das Gedicht „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahr 1637 in der Literaturepoche des Barock, sowie das Gedicht „Kleine Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahr 1912 in der Literaturepoche des Expressionismus. Im Folgenden wird die Darstellung des Themas „Vergänglichkeit“ an Hand von Inhalt, Form und Sprache verglichen werden.&lt;br /&gt;
Inhaltlich handelt das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius vom Dreißigjährigen Krieg und den Konsequenzen für die Menschen und das Land. Thema ist die Vergänglichkeit alles Irdischen. Das Gedicht „Kleine Aster“ von Gottfried Benn thematisiert die Vergänglichkeit des Individuums und handelt von einer Obduktion. In beiden Gedichten wird die Vergänglichkeit in Bezug auf den Tod und die Vernichtung dargestellt, jedoch beschränkt sich diese in „Kleine Aster“ auf die Nichtigkeit eines einzelnen Individuums, während in „Es ist alles eitel“ die gesamte Menschheit sowie alles Materielle miteinbezogen werden. Dies wird ebenso in der Struktur des Gedichtes deutlich. Das lyrische Ich gibt in „Es ist alles eitel“ zunächst die Zerstörung des Materiellen in Form von Städten oder der Natur wieder bis es schließlich auf die Vergänglichkeit des einzelnen Individuums eingeht und zur Erkenntnis gelangt, dass nur das Überirdische bestand hat, während sich das lyrische Ich in „Kleine Aster“ nur der Nichtigkeit des einzelnen Individuums zuwendet. Ein weiterer Kontrast ist auch in der Atmosphäre der Gedichte zu finden. Das lyrische Ich ist in Gryphius‘ Gedicht resignativ in Bezug auf die Vergänglichkeit, während das lyrische Ich in Benns Gedicht distanziert und nahezu emotionslos mit der Thematik auseinandersetzt. Weiterhin ist auch die Vergänglichkeit in Bezug auf die Ausgangssituation der Gedichte zu betrachten. In „Es ist alles eitel“ ist die Ausgangssituation der Dreißigjährige Krieg unter dem die Menschen leiden. Obwohl der Krieg in der Entstehungszeit des Gedichtes bereits über ein Jahrzehnt bestritten wurde, so finden jedoch in der Regel bei Krieg nicht tagtäglich Kämpfe am selben Ort statt, sodass die Menschen nicht dauerhaft damit konfrontiert werden und es besteht weiterhin immer noch die Hoffnung auf ein Ende des Krieges. In „Kleine Aster“ ist es allerdings so, dass das lyrische Ich einen Pathologen/eine Pathologion im Berufsalltag darstellt. In diesem Beruf ist man über mehrere Jahre lang nahezu täglich mit dem Tod konfrontiert, was sich in sofern auch auf das Verhältnis zwischen dem lyrischen Ich und der Leiche auswirkt, da das lyrische Ich die Leiche nicht als Individuum wahrnimmt sondern als Teil seines Berufes. Nicht zuletzt bildet auch die Interpretation des Inhalts ein Unterschied zwischen den Gedichten. „Es ist alles eitel“ lässt sich in Bezug auf die Beständigkeit des Überirdischen interpretieren, während in „Kleine Aster“ die Beziehung zwischen lyrischem Ich der Leiche und der Aster gedeutet werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Form unterscheidet sich die Darstellung der Vergänglichkeit. Zur Form generell lässt sich festhalten, dass „Es ist alles eitel“ in der Sonettform verfasst wurde und über ein Reimschema (Kreuzreim und Schweifreim), sowie ein Metrum und geordnete Kadenzen verfügt. Die Strophen sind inhaltlich in sich abgeschlossen. Alles in allem lässt sich das Gryphius‘ Gedicht somit als regelmäßig kennzeichnen. Weiterhin unterstreicht beispielsweise der Alexandriner als Metrum mit der Mittelzäsur die Antithetik zu Beginn des Gedichtes. Im Gegensatz dazu sind bei Benns Gedicht ein freier Rhythmus, keine eindeutigen Kadenzen und Reimlosigkeit vorhanden. Darüber hinaus besteht das Gedicht aus einer einzelnen Strophe, die sich in zwei Sinnabschnitte gliedern lässt. Auch die länge der Verse ist unregelmäßig. Zusammenfassen stützt jedoch dieses unregelmäßige Muster den oftmals paradoxen Inhalt des Gedichtes und verstärkt die klimaxartige Steigerung des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sprache ist zu sagen, dass beide Verfasser Alltagssprache bzw. Benn auch zeitweilen Umgangssprach verwenden. Einzelne Begriffe wie beispielsweise „jetztund“ („Es ist alles eitel“ V. 3) und „Bierfahrer“ („Kleine Aster“ V. 1) zeugen von dem Zeitalter in welchem die Gedichte verfasst wurden. Aus der Sprache lässt sich jedoch weiterhin die Perspektive des lyrischen Ichs ablesen. Das lyrische Ich in „Es ist alles eitel“ stellt das Geschehen ähnlich wie einen Bericht in neutralem Ton dar. as Personalpronomen „Ich“ wird im Gedicht nicht erwähnt genauso wie keine andere persönlichen Angaben bzw. Ansichten, wodurch das lyrische Ich wie ein objektiver Beobachter wirkt. In „Kleine Aster“ ist im Kontrast dazu häufiger das Personalpronomen „Ich“ zu finden. Dieser Umstand und die Tatsache, dass das lyrische Ich seine Taten beschreibt und indirekt mit der Aster spricht sorgen dafür, dass das lyrische Ich in der Handlung emotional und persönlich scheint. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Vergänglichkeit in beiden Gedichten unterschiedlichen Dargestellt wird. Gryphius beschränkt sich in seinem Gedicht auf eine objektive Darstellung der Vergänglichkeit des Irdischen repräsentiert durch die Folgen des Krieges. Benn nutzt eine emotionale Darstellung der Vergänglichkeit in Form des Todes eines Individuums. Gemeinsamkeiten in beiden Gedichten sind zum einen die Thematik Vergänglichkeit und zum anderen die Konformität zwischen Form und Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Andreas Gryphius: „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Barrocks, 30-jähriger Krieg: Sehr von Unzufriedenheit und Krieg geprägt → Damit ist die Vergänglichkeit verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Selbstkritisch: Es ist des Menschen Schuld, dass er und alles andere Irdische vergänglich ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Alexandriner (6 hebiger Jambus) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Sonnette, 2 Terzette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gottfried Benn: &amp;quot;Kleine Aster&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Expressionismus: rasanter technischer Fortschritt damit verbunden eine Reizüberflutung uns daraus resultierend eine Orientierungslosigkeit der Menschen → Entmenschlichung der Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Mensch kann nichts für seine Vergänglich, das ist Alltag und somit natürlich und normal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Keine Strophen, kein Metrum  → verdeutlicht die Skurrilität des Gedichts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Gryphius: Vergänglichkeit alles Existierenden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	direkt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	lyrisches Ich stellt Leben/Welt infrage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	V.12: einzige Ausnahme der Vergänglichkeit das Übersinnliche -&amp;gt;Hoffnung&lt;br /&gt;
-	durch Antithesen und Thesen wird Gedicht zu Beweis, dass die Behauptung alles sei vergänglich, richtig sei -&amp;gt; unterstützt durch Beispiele der Vergänglichkeit (Städte, Erz/Marmorstein, Glück, Ruhm etc.) die argumentative Wirkung haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett: zwei Quartette + zwei Terzette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Quartette: umarmender Reim, Alexandriner (6-hebiger Jambus mit Zäsur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Terzette: Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	monotone, regelmäßige Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Benn: Vergänglichkeit des Menschen Wert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	indirekt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	brutale/emotionslose Darstellung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Aster, die für das lyrische Ich Hoffnung darstellt, wird begraben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	freier Rhythmus, kein Reimschema -&amp;gt; losgelöst, trotzdem routiniert (V.4-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	eine Strophe, 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	hoffnungslose/verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit auf alles Irdische bezogen (z.B. Vergänglichkeit der „Städte“ (V. 3), Vergänglichkeit des Menschen (vgl. V. 6), „kein Erz ,kein Marmorstein“ (V. 7), Vergänglichkeit von Werten z.B. „Der hohen Taten Ruhm“ (V. 9))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zuerst Vergänglichkeit des vom Menschen geschaffenen, dann Vergänglichkeit des Menschen selbst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit unter anderem symbolisiert durch Krieg, Zerfall der Städte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Mensch hält an dem vergänglichen fest (an dem was er kennt, das was er nicht kennt (Überirdisches bzw. Gott) will er nicht erkennen, darauf will keiner mehr achten (dies ist jedoch ewig) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Resignative Haltung, da sich das lyrische Ich dessen bewusst ist, dass alles was es kennt (auch es selbst) vergänglich ist; durch emotionale Sprache &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonettform (zwei Quartette und zwei Terzette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metaphorische Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Reimschema vorhanden (Terzette -&amp;gt; Schweifreim; Quartette -&amp;gt; umarmender Reim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Versmaß -&amp;gt; Alexandriner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit ausschließlich auf Lebewesen bezogen („Ruhe sanft / kleine Aster!“ (V. 14 f.), Leiche eines Bierfahrers (vgl. V. 1); &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Durch Wortwahl und Verhalten des lyrischen Ichs gegenüber Aster und Leiche -&amp;gt; Herabsetzung des Menschen durch Brutalität, Gleichgültigkeit und Kälte (bedeutungslos, nichtig) und Darstellung der Signifikanz der Aster durch Emotionalität („Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V. 14 f.))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Fehlendes Reimschema, Metrum, berichtende Form -&amp;gt; Objektivität und Kälte -&amp;gt; Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs gegenüber Leichnam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:''' &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischen ( des Erbauten, des Menschen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Anklage, dass Menschen nicht mehr erkennen wollen bzw. vergessen haben was ewig ist, nämlich Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verzweiflung und Resignation des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett → strenge Einhaltung der Form&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Quartette ( je 4 Verse) und 2 Terzette (je 3 Verse) → insgesamt 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Umarmender Reim in den Quartetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schweifreim in den Terzetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit wird durch Antithesen und Zäsur verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- regelmäßiger und monotoner Ton im Gedicht →  Vergänglichkeit ist ein ständiger Prozess und immer wiederkehrend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum = 6-hebiger Jambus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit der Identität und des Lebens ( Bierfahrer wird entmenschlicht und wer er nun im Endeffekt war, spielt keine Rolle, da er nur einer von vielen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Obduktion wird brutal beschrieben und mit dem Bierfahrer wird pietätlos umgegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fokus liegt auf der Aster und nicht auf den Bierfahren → Emotionslosigkeit, Distanz zu der Leiche, Entfremdung zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- dahingegen umsorgender Umgang mit der Aster → Mensch ist bedeutungslos, wertlos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Keine richtige Form vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, die nicht in Strophen unterteilt sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kein festes Reimschema, nur Reim bei V.1 +V.3 und V.7 + V. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verwendung des Präteritums und sachliche Beschreibung der Obduktion → erinnert an einen Bericht, was die Emotionslosigkeit verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung durch das Beschriebene und das Paradoxon ( V.2 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- direkte Ansprache der Aster (V. 3) verdeutlicht Vergänglichkeit der Identität des Menschen und die verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
:Eingerückte Zeile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles Eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit alles Irdischen (z.B Umgebung(V.3), Krieg zerstört alles) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-nur Gott ist ewig&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
-entmutigende Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-äußere Form des Gedichtes (Sonettform= zwei Quartette darauffolgend zwei Terzette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-metaphorische Sprache (indirekt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Reimschema (umarmender Reim, Schweifreim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Metrum (sechshebiger Jambus)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Versmaß(Alexandriner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit ( Pflanzenwelt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- bezieht sich nur auf die Pflanzenwelt und nicht auf die anderen Gegebenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-strukturlos (kein Metrum, Strophen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-direkte Sprache (berichtend, sachlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-viele Enjambements&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gryphius thematisiert die Vergänglichkeit ALLES Irdischen, Benn die Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
* Struktur Gryphius: Vergänglichkeit des Materiellen, dann Vergänglichkeit des Individuum, Benn lediglich Vergänglichkeit des Individuums&lt;br /&gt;
* Gryphius spricht das Metaphysische an, welches nicht vergänglich ist, für Benn lediglich die Vergänglichkeit des Menschen wichtig&lt;br /&gt;
* Mensch für Beide vergänglich&lt;br /&gt;
* Absurde Darstellung des Vergänglichen bei Benn, bei Gryphius ernst&lt;br /&gt;
* direkte Ansprache des Vergänglichen bei Gryphius, bei Benn indirekt&lt;br /&gt;
* Atmosphäre bei Benn: emotionslos, Atmosphäre bei Gryphius: resignativ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* kein Rheimschema, kein Metrum bei Benn: wirkt emotionslos und distanziert&lt;br /&gt;
* eine einzelne Strophe bei Benn: stütz paradoxen Inhalt&lt;br /&gt;
* Gryphius: Sonett: feststehende Struktur&lt;br /&gt;
* Gryphius: Jambus: monoton = alles gleich, alles Vergänglich&lt;br /&gt;
* Gryphius: Vergänglichkeit gezeigt durch viele Antithesen, Benn: Vergänglichkeit gezeigt durch Vergleich von Mensch und Aster&lt;br /&gt;
* lyrisches Ich hat bei Benn höhere Bedeutung als bei Gryphius&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Andreas Gryphius – Es ist Alles Eitel (1637)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*  thematisiert die Vergänglichkeit Alles Irdischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vergänglichkeit resultiert aus dem 30-jährigen Krieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* dem Menschen ist nicht bewusst, dass nichts Ewig ist außer Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sonett → zwei Quartette, zwei Terzette (typisch für Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Quartette → jeweils 4 Verse, Terzette → jeweils 3 Verse = 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Metrum: Alexandriner (durch die Zäsur wird These und Antithese gegenübergestellt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßiges Metrum verdeutlicht die monotone Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Akkumulationen unterstützen die These es sei Alles Eitel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gottfried Benn – Kleine Aster (1912)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und den Verlust der Identität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pietätloser Umgang mit der Leiche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entfremdung des Menschen → Fokus liegt auf die Aster und wird als wichtiger erachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* keine Struktur Vorhanden → kein  festes Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwei Reime → verdeutlicht das Verhältnis zur Aster rund zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Enjambements  beim beschreiben der Obduktion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwendung des Präteritums → wirkt wie ein Bericht (emotionslos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(Für Tabelle auf Bearbeiten drücken !)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn                                        |                  Gryphius&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|-----------------------------------------------&lt;br /&gt;
                                            |                                  &lt;br /&gt;
     '''Inhaltlich :'''                     |                                   &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen              |   - Vergänglichkeit des irdischen / der Welt&lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
→ Auf Individuum bezogen                    |   → Auf Besitz bezogen&lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Keine Rede von Gott                       |   - Rede von Gott&lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit spielt zentrale Rolle     |   - Vergänglichkeit spielt zentrale Rolle&lt;br /&gt;
                                            |                                &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
       '''Sprachlich – Formal :'''          |                        &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Bericht                                   |   - Beispiele&lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Kein Reimschema                           |   - Reimschema vorhanden&lt;br /&gt;
                                            |                                &lt;br /&gt;
→ Keine wirklichen Emotionen                |   → Spricht Leser an&lt;br /&gt;
                                            |                                &lt;br /&gt;
- Kein Sonett                               |   - Sonett&lt;br /&gt;
                                            |                               &lt;br /&gt;
→ unstrukturiert                            |   → strukturiert&lt;br /&gt;
                                            |&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Verg%C3%A4nglichkeit</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Vergänglichkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Verg%C3%A4nglichkeit"/>
				<updated>2018-11-20T20:43:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Vergleich der (inhaltlichen und sprachlich-formalen) Darstellung des Themas &amp;quot;Vergänglichkeit&amp;quot; in den beiden Gedichten von Gryphius und Benn (Stichwörter)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thematisiert Vergänglichkeit in der ganzen Welt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit der Städte, Wohnorte, Existenz der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Betrachtet am Ende des Gedichts die Existenz von Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Dem Menschen ist nicht bewusst, dass Gott nicht vergänglich sein kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett (Merkmal der Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Festes Reimschema (Umarmender Reim, Schweifreim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metrum (Alexandrina)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche, weibliche Kadenzen (betonen wichtige Fakten des Gedichts, Vergänglichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thesen/Antithesen getrennt durch Zäsur stellen Kontrast zur Vergangenheit/Zukunft her&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Akkumulationen verdeutlichen Bedeutung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Anaphern untermauern das Wissenslose der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Rhetorische Frage  untermauert die Scheinwelt der Betroffenen Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich erzählt objektiv, spricht für die Gesamtheit des Volkes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit/ Wertlosigkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Beispiel einer Obduktion um Bedeutungslosigkeit des Menschen darzustellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kontrast zwischen Mensch und Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Behandelt Mensch als ein Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Setzt den Fokus jedoch auf die Aster &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Tragisch, skurrile und brutale Erzählung  Wertlosigkeit des Menschen wird deutlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Die Frage des Überirdischen wird nicht betrachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Epoche Expressionismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Detaillierte Beschreibung eines Vorgangs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Reimschema, verdeutlicht die skurrile und merkwürdige Stimmung im Gedicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Metrum “   “&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Viele Enjambements, setzt Fokus auf die Pflanze/Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zwei Reimpaare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Interpunktionen heben Bedeutungen hervor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche Kadenzen (unterstreicht Bedeutung von Mensch und Pflanze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich berichtet aus der Perspektive eines Arztes (Autor selber) veranschaulicht die Wertlosigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“, welches von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks verfasst wurde, und „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn zur Zeit des Expressionismus verfasst wurde, thematisieren beide die irdische Vergänglichkeit. Jedoch weisen die beiden in dieser Hinsicht weitgehende Unterschiede in Inhalt und Sprache auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Inhalt, ist die grundlegende Thematik beider Gedichte zwar die Vergänglichkeit, jedoch fällt dabei direkt auf, dass Benn diese Vergänglichkeit alleinig auf Lebewesen bezieht, während Gryphius auch Objekte und somit alles Irdische mit einbezieht, was beispielsweise in „kein Erz, kein Marmorstein“((G) V. 7) deutlich wird. In dieser Hinsicht geht Benn zwar nur auf den Menschen und eine Blume ein, akzentuiert dabei jedoch viel eher die Wertlosigkeit eines einzelnen Menschenleben, als die allgemeine Vergänglichkeit im allumfassenden Sinne. Benn setzt so das Leben einer Blume, um die er in „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“((B) V. 14 f.) trauert, über das eines Menschen. Hier wird so besonders der Einfluss der Zeit deutlich, in denen die Identität und der Charakter der Menschen durch die Industrialisierung immer mehr an Wert verloren, sodass ein Mensch vielmehr Arbeiter als Individuum war. Da dieser Einfluss im Barock noch nicht mitspielte, lässt sich diese historische Begebenheit als Ursache dieser inhaltlich verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Auffallend ist dabei jedoch auch die Darstellung der inhaltlichen Aspekte. Bei Benn fällt so seine eher berichtende Dichtungsform auf, die die Endgültigkeit seiner Aussagen unterstreicht, wodurch auch die Vergänglichkeit bei ihm als etwas Unveränderliches Endgültiges anklingt. Gryphius hingegen lässt diesen Punkt ein wenig offen, was unter anderem an den weiblichen Kadenzen, aber auch besonders in den Worten „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“((G) V. 14) deutlich. Hierbei klingt noch eine gewisse Hoffnung des lyrischen Ichs mit, indem es Gott als ewig betrachtet und die Vergänglichkeit somit doch nicht schlussendlich ist. Seine Worte weisen jedoch darauf hin, dass die Menschen das Göttliche nicht sehen wollen, somit spricht das lyrische Ich in Gryphius Text gewissermaßen vom Denken des lyrischen Ichs in Benns Text, obwohl dieser wesentlich jünger ist. Somit denkt dieses tiefgreifend über den Sinn des Lebens nach und erkennt so einen Kreislauf des Lebens, während das andere lyrische Ich den Sinn der Vergänglichkeit nicht hinterfragt. Da es diese als unwichtig ansieht, ist für es weiteres Hinterfragen also nebensächlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezieht man die inhaltlichen Aspekte auch auf die sprachlich-formale Ebene, so fällt auf, dass Benn die Vergänglichkeit eines Menschen durch sehr brutale, emotionslose Sprache, wie in „auf den Tisch gestemmt“((B) V. 1), ausdrückt, während Gryphius lyrisches Ich sehr resignativ ist und in diesem Sinne auch eher metaphorisch traurig spricht. So werden bei Gryphius Gedicht Emotionen deutlich, indem das lyrische Ich sich indirekt auch über seine zwangsläufige Vergänglichkeit bewusst wird. Somit zeigt die Sprache, dass das eine lyrische Ich der menschlichen Vergänglichkeit sehr emotional gegenübersteht, während Benns lyrisches Ich nahezu abgeneigt wirkt und kein enges Verhältnis zu Menschen pflegt. Dies wird auch in der berichtenden Schreibweise Benns deutlich. Sein Gedicht hat weder Reimschema noch Metrum, wohingegen Gryphius Gedicht ein Sonett darstellt, welches den Sinn der Vergänglichkeit unterstreicht. Die metaphorische Sprache, die hier vorliegt, lässt sich dabei in Benns Gedicht nur in den letzten Versen auffinden, in denen das lyrische Ich den Menschen als eine Art Grab für die Aster nutzt ((B) vgl. V. 13 f.). Hier wird also deutlich dass das lyrische Ich ironischerweise nur der Pflanze, nicht aber dem Menschen hinterher trauert, wohingegen in Gryphius Text jegliche irdische Dinge als für das lyrische Ich bedeutsam, aber als für die gesamte Welt unbedeutend gelten. Somit wird zwar die Unbedeutsamkeit eines Individuums auch bei Gryphius Thema, jedoch in völlig anderem Kontext und mit wesentlich mehr Emotionen im Hintergrund. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend weisen Gryphius und Benns Gedichte auf inhaltlicher oberflächlicher Ebene einige Gemeinsamkeiten auf, die jedoch in ihrer Tiefe wesentliche Unterschiede beinhalten. So thematisieren beide die Vergänglichkeit irdischer Dinge, insbesondere die des Menschen. Gryphius jedoch stellt diese viel emotionaler dar, was sich im Klagegrundton des lyrischen Ichs widerspiegelt. Benns lyrisches Ich hingegen lässt die Vergänglichkeit der Menschen kalt, wodurch es sich auch nicht weiter nach dem Sinn fragt. In Gryphius Gedicht klingt jedoch häufig noch eine gewisse Hoffnung mit, die in Gott gesehen wird, der ewig ist. Eben diese Hoffnung drückt sich dabei auch im Gegensatz zu Benns Sprache in den oftmals genutzten Bildern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonnet „Alles ist Eitel“ geschrieben von Andreas Gryphius und das Gedicht „Kleine Aster“ verfasst von Gottfried Benn, thematisieren das Thema Vergänglichkeit. Trotz der gemeinsamen Thematik unterscheiden sich die beiden Gedichte jedoch fundamental in Inhalt und Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf inhaltlicher Ebene lässt sich bereits die Differenz in der Thematik erkennen. Gryphius behandelt die Vergänglichkeit alles Irdischen auf der Welt, wie zum Beispiel die der Städte (vgl. V.3), der Natur (V.7) und die der Menschen (V.6). Benn hingegen legt seinen Fokus eher auf die Vergänglichkeit der Menschen und behandelt zur Veranschaulichung eine Obduktion eines „ersoffenen Bierfahrers“ (V.1) und untermauert die damit verbundene Wertlosigkeit eines Menschen. Diese Wertlosigkeit wird durch den pietätslosen Umgang mit der Leiche untermauert, da der Leichnam „auf den Tisch gestemmt“ (V.1) wird, wodurch ebenfalls zum Ausdruck kommt, dass er von dem lyrischen Ich entmenschlicht und als Objekt missbraucht wird. Ebenso wird durch den unbestimmten Artikel „Ein“ (ebd.) die Leiche von dem lyrischen Ich entindividualisiert, da sie nur eine von vielen ist. Durch dies wird besonders der Einfluss der Epoche des Expressionismus hervorgehoben, in der die Identität des Menschen aufgrund der Industrialisierung immer mehr an Wert verlor, sodass folglich ein Mensch als Arbeitstier wurde. Diese Auffassung gab es zu Zeiten des Gedichtes von Gryphius noch nicht, daher lassen sich die verschiedenen Epochenmerkmale als Beweggrund der verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Durch den eher berichtenden Charakter des Gedichtes kommt zum Audruck, dass Benn die Vergänglichkeit als unausweichlich sieht, wodurch sich das emotionslose Handel des lyrischen Ichs bekräftigen lässt. In Gryphius Gedicht entsteht jedoch durch den letzten Vers &amp;quot;Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten&amp;quot; (V.14) ein gewisser Hoffnungsfunke, da das lyrische Gott als Ewig anerkennt und die Vergänglichkeit doch nicht unausweichlich erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf sprachlich-formaler Ebene lassen sich einige Unterschiede der beiden Gedichte erkennen. Gryphius Gedicht umfasst einen sechshebigen Jambus und den epochentypischen Alexandriner. Der immerzu gleichbleibende Rhythmus untermauert den monotonen und resignativen Grundton des lyrischen Ichs. Benns Gedicht ist im Gegensatz dazu eher einfach gehalten, da es kein einheitliches Reimschema sowie Metrum aufweist. Dadurch erinnert das Gedicht eher an einen Bericht, wodurch die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs hervorgehoben wird. Des Weiteren auffällig ist die von Benn eher emotionslose und gar brutal verwendete Sprache, welche durch den Paarreim „gestemmt“ (V.1) „geklemmt“ (V.3) zum Ausdruck gebracht wird und ebenfalls den pietätslosen Umgang des obduzierenden Arztes und seiner damit verbundenen Gleichgültigkeit in Bezug auf die Leiche untermauert. Gegensätzlich dazu spricht das lyrische Ich aus „Es ist alles Eitel“ eher resignativ über die Vergänglichkeit spricht, da es sich bewusst wird, dass die Vergänglichkeit ein unausweichlicher Prozess ist und man „nur Eitelkeit auf Erden [sieht]“ (V.1). Auf sprachlicher Ebene stellt sich also heraus, dass das lyrische Ich sehr emotional wenn auch resignativ über die Vergänglichkeit spricht, was sich ebenfalls in dem Seufzer „Ach“ (V. 11) erkennen lässt. Gegensätzlich dazu ist das lyrische Ich in dem Gedicht „kleine Aster“ eher gleichgültig zu dem Toten steht und kein Verhältnis zu ihm aufbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Gedichte die Thematik der Vergänglichkeit und besonders die der Menschen behandelt, sie sich jedoch grundlegend im Kern unterscheiden. Das lyrische Ich in „Kleine Aster“ steht eher emotionslos der Vergänglichkeit der Menschen gegenüber, wodurch das Gedicht wie ein sachlicher Bericht wirkt, währenddessen Gryphius lyrisches Ich sehr emotionalisiert ist und sich in einer Interjektion sowie rhetorischen Frage zu der Thematik äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gryphius „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit im Allgemeinen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Vergänglichkeit Materialien, alles was der Mensch aufgebaut hat, der Mensch selber, Werte (Ruhm, Geld etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fragestellung: Was ist wirklich wichtig? Was ist ewig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 14 Verse, eingeteilt in 4 Strophen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ 1./ 2. Strophe jeweils 4 Verse, jeweils umarmender Reim; 3./ 4. Strophe jeweils 3 Verse, bilden einen Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Rhythmus: Alexandriner → 6- hebiger Jambus mit Zäsur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Interpunktionen verdeutlichen Zäsur; Gegensätze werden beschrieben, die Vergänglichkeit betonen (vgl. V. 2+3++5+6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Benn „Kleiner Aster“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit des Menschen als ein Individuum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wertlosigkeit des Menschen/ emotionsloser Umgang dargestellt durch: Verben, die pietätlosen Umgang beschreiben; Enjambement, der Prozess einer Obduktion sachlich beschreibt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aster nimmt eine höhere Bedeutung eingeteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Emotionen z.B. durch Ausrufe dargestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, keine Strophen (evtl. Sinnabschnitte: V. 1-3; 4- 12; 13- 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein festes Reimschema; Ausnahme: V. 1+3 → Betonung pietätloser Umgang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Entpersonalisierung durch fehlende Pronomen (z.B. V. 12), Indefinitpronomen (V. 1+2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung (z.B. V. 2+3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- sachliche Beschreibung (Enjambement): Gleichgültigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den vorliegenden Texten handelt es sich um das Gedicht „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahr 1637 in der Literaturepoche des Barock, sowie das Gedicht „Kleine Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahr 1912 in der Literaturepoche des Expressionismus. Im Folgenden wird die Darstellung des Themas „Vergänglichkeit“ an Hand von Inhalt, Form und Sprache verglichen werden.&lt;br /&gt;
Inhaltlich handelt das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius vom Dreißigjährigen Krieg und den Konsequenzen für die Menschen und das Land. Thema ist die Vergänglichkeit alles Irdischen. Das Gedicht „Kleine Aster“ von Gottfried Benn thematisiert die Vergänglichkeit des Individuums und handelt von einer Obduktion. In beiden Gedichten wird die Vergänglichkeit in Bezug auf den Tod und die Vernichtung dargestellt, jedoch beschränkt sich diese in „Kleine Aster“ auf die Nichtigkeit eines einzelnen Individuums, während in „Es ist alles eitel“ die gesamte Menschheit sowie alles Materielle miteinbezogen werden. Dies wird ebenso in der Struktur des Gedichtes deutlich. Das lyrische Ich gibt in „Es ist alles eitel“ zunächst die Zerstörung des Materiellen in Form von Städten oder der Natur wieder bis es schließlich auf die Vergänglichkeit des einzelnen Individuums eingeht und zur Erkenntnis gelangt, dass nur das Überirdische bestand hat, während sich das lyrische Ich in „Kleine Aster“ nur der Nichtigkeit des einzelnen Individuums zuwendet. Ein weiterer Kontrast ist auch in der Atmosphäre der Gedichte zu finden. Das lyrische Ich ist in Gryphius‘ Gedicht resignativ in Bezug auf die Vergänglichkeit, während das lyrische Ich in Benns Gedicht distanziert und nahezu emotionslos mit der Thematik auseinandersetzt. Weiterhin ist auch die Vergänglichkeit in Bezug auf die Ausgangssituation der Gedichte zu betrachten. In „Es ist alles eitel“ ist die Ausgangssituation der Dreißigjährige Krieg unter dem die Menschen leiden. Obwohl der Krieg in der Entstehungszeit des Gedichtes bereits über ein Jahrzehnt bestritten wurde, so finden jedoch in der Regel bei Krieg nicht tagtäglich Kämpfe am selben Ort statt, sodass die Menschen nicht dauerhaft damit konfrontiert werden und es besteht weiterhin immer noch die Hoffnung auf ein Ende des Krieges. In „Kleine Aster“ ist es allerdings so, dass das lyrische Ich einen Pathologen/eine Pathologion im Berufsalltag darstellt. In diesem Beruf ist man über mehrere Jahre lang nahezu täglich mit dem Tod konfrontiert, was sich in sofern auch auf das Verhältnis zwischen dem lyrischen Ich und der Leiche auswirkt, da das lyrische Ich die Leiche nicht als Individuum wahrnimmt sondern als Teil seines Berufes. Nicht zuletzt bildet auch die Interpretation des Inhalts ein Unterschied zwischen den Gedichten. „Es ist alles eitel“ lässt sich in Bezug auf die Beständigkeit des Überirdischen interpretieren, während in „Kleine Aster“ die Beziehung zwischen lyrischem Ich der Leiche und der Aster gedeutet werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Form unterscheidet sich die Darstellung der Vergänglichkeit. Zur Form generell lässt sich festhalten, dass „Es ist alles eitel“ in der Sonettform verfasst wurde und über ein Reimschema (Kreuzreim und Schweifreim), sowie ein Metrum und geordnete Kadenzen verfügt. Die Strophen sind inhaltlich in sich abgeschlossen. Alles in allem lässt sich das Gryphius‘ Gedicht somit als regelmäßig kennzeichnen. Weiterhin unterstreicht beispielsweise der Alexandriner als Metrum mit der Mittelzäsur die Antithetik zu Beginn des Gedichtes. Im Gegensatz dazu sind bei Benns Gedicht ein freier Rhythmus, keine eindeutigen Kadenzen und Reimlosigkeit vorhanden. Darüber hinaus besteht das Gedicht aus einer einzelnen Strophe, die sich in zwei Sinnabschnitte gliedern lässt. Auch die länge der Verse ist unregelmäßig. Zusammenfassen stützt jedoch dieses unregelmäßige Muster den oftmals paradoxen Inhalt des Gedichtes und verstärkt die klimaxartige Steigerung des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sprache ist zu sagen, dass beide Verfasser Alltagssprache bzw. Benn auch zeitweilen Umgangssprach verwenden. Einzelne Begriffe wie beispielsweise „jetztund“ („Es ist alles eitel“ V. 3) und „Bierfahrer“ („Kleine Aster“ V. 1) zeugen von dem Zeitalter in welchem die Gedichte verfasst wurden. Aus der Sprache lässt sich jedoch weiterhin die Perspektive des lyrischen Ichs ablesen. Das lyrische Ich in „Es ist alles eitel“ stellt das Geschehen ähnlich wie einen Bericht in neutralem Ton dar. as Personalpronomen „Ich“ wird im Gedicht nicht erwähnt genauso wie keine andere persönlichen Angaben bzw. Ansichten, wodurch das lyrische Ich wie ein objektiver Beobachter wirkt. In „Kleine Aster“ ist im Kontrast dazu häufiger das Personalpronomen „Ich“ zu finden. Dieser Umstand und die Tatsache, dass das lyrische Ich seine Taten beschreibt und indirekt mit der Aster spricht sorgen dafür, dass das lyrische Ich in der Handlung emotional und persönlich scheint. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Vergänglichkeit in beiden Gedichten unterschiedlichen Dargestellt wird. Gryphius beschränkt sich in seinem Gedicht auf eine objektive Darstellung der Vergänglichkeit des Irdischen repräsentiert durch die Folgen des Krieges. Benn nutzt eine emotionale Darstellung der Vergänglichkeit in Form des Todes eines Individuums. Gemeinsamkeiten in beiden Gedichten sind zum einen die Thematik Vergänglichkeit und zum anderen die Konformität zwischen Form und Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Andreas Gryphius: „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Barrocks, 30-jähriger Krieg: Sehr von Unzufriedenheit und Krieg geprägt → Damit ist die Vergänglichkeit verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Selbstkritisch: Es ist des Menschen Schuld, dass er und alles andere Irdische vergänglich ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Alexandriner (6 hebiger Jambus) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Sonnette, 2 Terzette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gottfried Benn: &amp;quot;Kleine Aster&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Expressionismus: rasanter technischer Fortschritt damit verbunden eine Reizüberflutung uns daraus resultierend eine Orientierungslosigkeit der Menschen → Entmenschlichung der Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Mensch kann nichts für seine Vergänglich, das ist Alltag und somit natürlich und normal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Keine Strophen, kein Metrum  → verdeutlicht die Skurrilität des Gedichts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Gryphius: Vergänglichkeit alles Existierenden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	direkt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	lyrisches Ich stellt Leben/Welt infrage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	V.12: einzige Ausnahme der Vergänglichkeit das Übersinnliche -&amp;gt;Hoffnung&lt;br /&gt;
-	durch Antithesen und Thesen wird Gedicht zu Beweis, dass die Behauptung alles sei vergänglich, richtig sei -&amp;gt; unterstützt durch Beispiele der Vergänglichkeit (Städte, Erz/Marmorstein, Glück, Ruhm etc.) die argumentative Wirkung haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett: zwei Quartette + zwei Terzette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Quartette: umarmender Reim, Alexandriner (6-hebiger Jambus mit Zäsur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Terzette: Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	monotone, regelmäßige Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Benn: Vergänglichkeit des Menschen Wert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	indirekt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	brutale/emotionslose Darstellung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Aster, die für das lyrische Ich Hoffnung darstellt, wird begraben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	freier Rhythmus, kein Reimschema -&amp;gt; losgelöst, trotzdem routiniert (V.4-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	eine Strophe, 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	hoffnungslose/verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit auf alles Irdische bezogen (z.B. Vergänglichkeit der „Städte“ (V. 3), Vergänglichkeit des Menschen (vgl. V. 6), „kein Erz ,kein Marmorstein“ (V. 7), Vergänglichkeit von Werten z.B. „Der hohen Taten Ruhm“ (V. 9))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zuerst Vergänglichkeit des vom Menschen geschaffenen, dann Vergänglichkeit des Menschen selbst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit unter anderem symbolisiert durch Krieg, Zerfall der Städte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Mensch hält an dem vergänglichen fest (an dem was er kennt, das was er nicht kennt (Überirdisches bzw. Gott) will er nicht erkennen, darauf will keiner mehr achten (dies ist jedoch ewig) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Resignative Haltung, da sich das lyrische Ich dessen bewusst ist, dass alles was es kennt (auch es selbst) vergänglich ist; durch emotionale Sprache &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonettform (zwei Quartette und zwei Terzette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metaphorische Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Reimschema vorhanden (Terzette -&amp;gt; Schweifreim; Quartette -&amp;gt; umarmender Reim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Versmaß -&amp;gt; Alexandriner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit ausschließlich auf Lebewesen bezogen („Ruhe sanft / kleine Aster!“ (V. 14 f.), Leiche eines Bierfahrers (vgl. V. 1); &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Durch Wortwahl und Verhalten des lyrischen Ichs gegenüber Aster und Leiche -&amp;gt; Herabsetzung des Menschen durch Brutalität, Gleichgültigkeit und Kälte (bedeutungslos, nichtig) und Darstellung der Signifikanz der Aster durch Emotionalität („Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V. 14 f.))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Fehlendes Reimschema, Metrum, berichtende Form -&amp;gt; Objektivität und Kälte -&amp;gt; Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs gegenüber Leichnam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:''' &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischen ( des Erbauten, des Menschen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Anklage, dass Menschen nicht mehr erkennen wollen bzw. vergessen haben was ewig ist, nämlich Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verzweiflung und Resignation des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett → strenge Einhaltung der Form&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Quartette ( je 4 Verse) und 2 Terzette (je 3 Verse) → insgesamt 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Umarmender Reim in den Quartetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schweifreim in den Terzetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit wird durch Antithesen und Zäsur verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- regelmäßiger und monotoner Ton im Gedicht →  Vergänglichkeit ist ein ständiger Prozess und immer wiederkehrend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum = 6-hebiger Jambus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit der Identität und des Lebens ( Bierfahrer wird entmenschlicht und wer er nun im Endeffekt war, spielt keine Rolle, da er nur einer von vielen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Obduktion wird brutal beschrieben und mit dem Bierfahrer wird pietätlos umgegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fokus liegt auf der Aster und nicht auf den Bierfahren → Emotionslosigkeit, Distanz zu der Leiche, Entfremdung zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- dahingegen umsorgender Umgang mit der Aster → Mensch ist bedeutungslos, wertlos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Keine richtige Form vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, die nicht in Strophen unterteilt sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kein festes Reimschema, nur Reim bei V.1 +V.3 und V.7 + V. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verwendung des Präteritums und sachliche Beschreibung der Obduktion → erinnert an einen Bericht, was die Emotionslosigkeit verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung durch das Beschriebene und das Paradoxon ( V.2 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- direkte Ansprache der Aster (V. 3) verdeutlicht Vergänglichkeit der Identität des Menschen und die verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
:Eingerückte Zeile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles Eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit alles Irdischen (z.B Umgebung(V.3), Krieg zerstört alles) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-nur Gott ist ewig&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
-entmutigende Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-äußere Form des Gedichtes (Sonettform= zwei Quartette darauffolgend zwei Terzette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-metaphorische Sprache (indirekt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Reimschema (umarmender Reim, Schweifreim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Metrum (sechshebiger Jambus)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Versmaß(Alexandriner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit ( Pflanzenwelt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- bezieht sich nur auf die Pflanzenwelt und nicht auf die anderen Gegebenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-strukturlos (kein Metrum, Strophen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-direkte Sprache (berichtend, sachlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-viele Enjambements&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gryphius thematisiert die Vergänglichkeit ALLES Irdischen, Benn die Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
* Struktur Gryphius: Vergänglichkeit des Materiellen, dann Vergänglichkeit des Individuum, Benn lediglich Vergänglichkeit des Individuums&lt;br /&gt;
* Gryphius spricht das Metaphysische an, welches nicht vergänglich ist, für Benn lediglich die Vergänglichkeit des Menschen wichtig&lt;br /&gt;
* Mensch für Beide vergänglich&lt;br /&gt;
* Absurde Darstellung des Vergänglichen bei Benn, bei Gryphius ernst&lt;br /&gt;
* direkte Ansprache des Vergänglichen bei Gryphius, bei Benn indirekt&lt;br /&gt;
* Atmosphäre bei Benn: emotionslos, Atmosphäre bei Gryphius: resignativ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* kein Rheimschema, kein Metrum bei Benn: wirkt emotionslos und distanziert&lt;br /&gt;
* eine einzelne Strophe bei Benn: stütz paradoxen Inhalt&lt;br /&gt;
* Gryphius: Sonett: feststehende Struktur&lt;br /&gt;
* Gryphius: Jambus: monoton = alles gleich, alles Vergänglich&lt;br /&gt;
* Gryphius: Vergänglichkeit gezeigt durch viele Antithesen, Benn: Vergänglichkeit gezeigt durch Vergleich von Mensch und Aster&lt;br /&gt;
* lyrisches Ich hat bei Benn höhere Bedeutung als bei Gryphius&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Andreas Gryphius – Es ist Alles Eitel (1637)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*  thematisiert die Vergänglichkeit Alles Irdischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vergänglichkeit resultiert aus dem 30-jährigen Krieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* dem Menschen ist nicht bewusst, dass nichts Ewig ist außer Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sonett → zwei Quartette, zwei Terzette (typisch für Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Quartette → jeweils 4 Verse, Terzette → jeweils 3 Verse = 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Metrum: Alexandriner (durch die Zäsur wird These und Antithese gegenübergestellt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßiges Metrum verdeutlicht die monotone Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Akkumulationen unterstützen die These es sei Alles Eitel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gottfried Benn – Kleine Aster (1912)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und den Verlust der Identität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pietätloser Umgang mit der Leiche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entfremdung des Menschen → Fokus liegt auf die Aster und wird als wichtiger erachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* keine Struktur Vorhanden → kein  festes Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwei Reime → verdeutlicht das Verhältnis zur Aster rund zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Enjambements  beim beschreiben der Obduktion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwendung des Präteritums → wirkt wie ein Bericht (emotionslos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn                                        |                  Gryphius&lt;br /&gt;
--------------------------------------------|----------------------------&lt;br /&gt;
                                            |                                  &lt;br /&gt;
     '''Inhaltlich :'''                     |                                   &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen              |   - Vergänglichkeit des irdischen / der Welt&lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
→ Auf Individuum bezogen                    |   → Auf Besitz bezogen&lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Keine Rede von Gott                       |   - Rede von Gott&lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit spielt zentrale Rolle     |   - Vergänglichkeit spielt zentrale Rolle&lt;br /&gt;
                                            |                                &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
       '''Sprachlich – Formal :'''          |                        &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Bericht                                   |   - Beispiele&lt;br /&gt;
                                            |                                 &lt;br /&gt;
- Kein Reimschema                           |   - Reimschema vorhanden&lt;br /&gt;
                                            |                                &lt;br /&gt;
→ Keine wirklichen Emotionen                |   → Spricht Leser an&lt;br /&gt;
                                            |                                &lt;br /&gt;
- Kein Sonett                               |   - Sonett&lt;br /&gt;
                                            |                               &lt;br /&gt;
→ unstrukturiert                            |   → strukturiert&lt;br /&gt;
                                            |&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Verg%C3%A4nglichkeit</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Vergänglichkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Verg%C3%A4nglichkeit"/>
				<updated>2018-11-20T20:37:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Vergleich der (inhaltlichen und sprachlich-formalen) Darstellung des Themas &amp;quot;Vergänglichkeit&amp;quot; in den beiden Gedichten von Gryphius und Benn (Stichwörter)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thematisiert Vergänglichkeit in der ganzen Welt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit der Städte, Wohnorte, Existenz der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Betrachtet am Ende des Gedichts die Existenz von Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Dem Menschen ist nicht bewusst, dass Gott nicht vergänglich sein kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett (Merkmal der Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Festes Reimschema (Umarmender Reim, Schweifreim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metrum (Alexandrina)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche, weibliche Kadenzen (betonen wichtige Fakten des Gedichts, Vergänglichkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thesen/Antithesen getrennt durch Zäsur stellen Kontrast zur Vergangenheit/Zukunft her&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Akkumulationen verdeutlichen Bedeutung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Anaphern untermauern das Wissenslose der Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Rhetorische Frage  untermauert die Scheinwelt der Betroffenen Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich erzählt objektiv, spricht für die Gesamtheit des Volkes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit/ Wertlosigkeit des Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Beispiel einer Obduktion um Bedeutungslosigkeit des Menschen darzustellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kontrast zwischen Mensch und Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Behandelt Mensch als ein Objekt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Setzt den Fokus jedoch auf die Aster &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Tragisch, skurrile und brutale Erzählung  Wertlosigkeit des Menschen wird deutlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Die Frage des Überirdischen wird nicht betrachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Epoche Expressionismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Detaillierte Beschreibung eines Vorgangs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Reimschema, verdeutlicht die skurrile und merkwürdige Stimmung im Gedicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kein Metrum “   “&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Viele Enjambements, setzt Fokus auf die Pflanze/Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zwei Reimpaare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Interpunktionen heben Bedeutungen hervor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Männliche Kadenzen (unterstreicht Bedeutung von Mensch und Pflanze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Lyrische Ich berichtet aus der Perspektive eines Arztes (Autor selber) veranschaulicht die Wertlosigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedichte „Es ist alles eitel“, welches von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks verfasst wurde, und „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn zur Zeit des Expressionismus verfasst wurde, thematisieren beide die irdische Vergänglichkeit. Jedoch weisen die beiden in dieser Hinsicht weitgehende Unterschiede in Inhalt und Sprache auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Inhalt, ist die grundlegende Thematik beider Gedichte zwar die Vergänglichkeit, jedoch fällt dabei direkt auf, dass Benn diese Vergänglichkeit alleinig auf Lebewesen bezieht, während Gryphius auch Objekte und somit alles Irdische mit einbezieht, was beispielsweise in „kein Erz, kein Marmorstein“((G) V. 7) deutlich wird. In dieser Hinsicht geht Benn zwar nur auf den Menschen und eine Blume ein, akzentuiert dabei jedoch viel eher die Wertlosigkeit eines einzelnen Menschenleben, als die allgemeine Vergänglichkeit im allumfassenden Sinne. Benn setzt so das Leben einer Blume, um die er in „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“((B) V. 14 f.) trauert, über das eines Menschen. Hier wird so besonders der Einfluss der Zeit deutlich, in denen die Identität und der Charakter der Menschen durch die Industrialisierung immer mehr an Wert verloren, sodass ein Mensch vielmehr Arbeiter als Individuum war. Da dieser Einfluss im Barock noch nicht mitspielte, lässt sich diese historische Begebenheit als Ursache dieser inhaltlich verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Auffallend ist dabei jedoch auch die Darstellung der inhaltlichen Aspekte. Bei Benn fällt so seine eher berichtende Dichtungsform auf, die die Endgültigkeit seiner Aussagen unterstreicht, wodurch auch die Vergänglichkeit bei ihm als etwas Unveränderliches Endgültiges anklingt. Gryphius hingegen lässt diesen Punkt ein wenig offen, was unter anderem an den weiblichen Kadenzen, aber auch besonders in den Worten „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“((G) V. 14) deutlich. Hierbei klingt noch eine gewisse Hoffnung des lyrischen Ichs mit, indem es Gott als ewig betrachtet und die Vergänglichkeit somit doch nicht schlussendlich ist. Seine Worte weisen jedoch darauf hin, dass die Menschen das Göttliche nicht sehen wollen, somit spricht das lyrische Ich in Gryphius Text gewissermaßen vom Denken des lyrischen Ichs in Benns Text, obwohl dieser wesentlich jünger ist. Somit denkt dieses tiefgreifend über den Sinn des Lebens nach und erkennt so einen Kreislauf des Lebens, während das andere lyrische Ich den Sinn der Vergänglichkeit nicht hinterfragt. Da es diese als unwichtig ansieht, ist für es weiteres Hinterfragen also nebensächlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezieht man die inhaltlichen Aspekte auch auf die sprachlich-formale Ebene, so fällt auf, dass Benn die Vergänglichkeit eines Menschen durch sehr brutale, emotionslose Sprache, wie in „auf den Tisch gestemmt“((B) V. 1), ausdrückt, während Gryphius lyrisches Ich sehr resignativ ist und in diesem Sinne auch eher metaphorisch traurig spricht. So werden bei Gryphius Gedicht Emotionen deutlich, indem das lyrische Ich sich indirekt auch über seine zwangsläufige Vergänglichkeit bewusst wird. Somit zeigt die Sprache, dass das eine lyrische Ich der menschlichen Vergänglichkeit sehr emotional gegenübersteht, während Benns lyrisches Ich nahezu abgeneigt wirkt und kein enges Verhältnis zu Menschen pflegt. Dies wird auch in der berichtenden Schreibweise Benns deutlich. Sein Gedicht hat weder Reimschema noch Metrum, wohingegen Gryphius Gedicht ein Sonett darstellt, welches den Sinn der Vergänglichkeit unterstreicht. Die metaphorische Sprache, die hier vorliegt, lässt sich dabei in Benns Gedicht nur in den letzten Versen auffinden, in denen das lyrische Ich den Menschen als eine Art Grab für die Aster nutzt ((B) vgl. V. 13 f.). Hier wird also deutlich dass das lyrische Ich ironischerweise nur der Pflanze, nicht aber dem Menschen hinterher trauert, wohingegen in Gryphius Text jegliche irdische Dinge als für das lyrische Ich bedeutsam, aber als für die gesamte Welt unbedeutend gelten. Somit wird zwar die Unbedeutsamkeit eines Individuums auch bei Gryphius Thema, jedoch in völlig anderem Kontext und mit wesentlich mehr Emotionen im Hintergrund. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend weisen Gryphius und Benns Gedichte auf inhaltlicher oberflächlicher Ebene einige Gemeinsamkeiten auf, die jedoch in ihrer Tiefe wesentliche Unterschiede beinhalten. So thematisieren beide die Vergänglichkeit irdischer Dinge, insbesondere die des Menschen. Gryphius jedoch stellt diese viel emotionaler dar, was sich im Klagegrundton des lyrischen Ichs widerspiegelt. Benns lyrisches Ich hingegen lässt die Vergänglichkeit der Menschen kalt, wodurch es sich auch nicht weiter nach dem Sinn fragt. In Gryphius Gedicht klingt jedoch häufig noch eine gewisse Hoffnung mit, die in Gott gesehen wird, der ewig ist. Eben diese Hoffnung drückt sich dabei auch im Gegensatz zu Benns Sprache in den oftmals genutzten Bildern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonnet „Alles ist Eitel“ geschrieben von Andreas Gryphius und das Gedicht „Kleine Aster“ verfasst von Gottfried Benn, thematisieren das Thema Vergänglichkeit. Trotz der gemeinsamen Thematik unterscheiden sich die beiden Gedichte jedoch fundamental in Inhalt und Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf inhaltlicher Ebene lässt sich bereits die Differenz in der Thematik erkennen. Gryphius behandelt die Vergänglichkeit alles Irdischen auf der Welt, wie zum Beispiel die der Städte (vgl. V.3), der Natur (V.7) und die der Menschen (V.6). Benn hingegen legt seinen Fokus eher auf die Vergänglichkeit der Menschen und behandelt zur Veranschaulichung eine Obduktion eines „ersoffenen Bierfahrers“ (V.1) und untermauert die damit verbundene Wertlosigkeit eines Menschen. Diese Wertlosigkeit wird durch den pietätslosen Umgang mit der Leiche untermauert, da der Leichnam „auf den Tisch gestemmt“ (V.1) wird, wodurch ebenfalls zum Ausdruck kommt, dass er von dem lyrischen Ich entmenschlicht und als Objekt missbraucht wird. Ebenso wird durch den unbestimmten Artikel „Ein“ (ebd.) die Leiche von dem lyrischen Ich entindividualisiert, da sie nur eine von vielen ist. Durch dies wird besonders der Einfluss der Epoche des Expressionismus hervorgehoben, in der die Identität des Menschen aufgrund der Industrialisierung immer mehr an Wert verlor, sodass folglich ein Mensch als Arbeitstier wurde. Diese Auffassung gab es zu Zeiten des Gedichtes von Gryphius noch nicht, daher lassen sich die verschiedenen Epochenmerkmale als Beweggrund der verschiedenen Betrachtungsweisen festhalten. Durch den eher berichtenden Charakter des Gedichtes kommt zum Audruck, dass Benn die Vergänglichkeit als unausweichlich sieht, wodurch sich das emotionslose Handel des lyrischen Ichs bekräftigen lässt. In Gryphius Gedicht entsteht jedoch durch den letzten Vers &amp;quot;Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten&amp;quot; (V.14) ein gewisser Hoffnungsfunke, da das lyrische Gott als Ewig anerkennt und die Vergänglichkeit doch nicht unausweichlich erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf sprachlich-formaler Ebene lassen sich einige Unterschiede der beiden Gedichte erkennen. Gryphius Gedicht umfasst einen sechshebigen Jambus und den epochentypischen Alexandriner. Der immerzu gleichbleibende Rhythmus untermauert den monotonen und resignativen Grundton des lyrischen Ichs. Benns Gedicht ist im Gegensatz dazu eher einfach gehalten, da es kein einheitliches Reimschema sowie Metrum aufweist. Dadurch erinnert das Gedicht eher an einen Bericht, wodurch die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs hervorgehoben wird. Des Weiteren auffällig ist die von Benn eher emotionslose und gar brutal verwendete Sprache, welche durch den Paarreim „gestemmt“ (V.1) „geklemmt“ (V.3) zum Ausdruck gebracht wird und ebenfalls den pietätslosen Umgang des obduzierenden Arztes und seiner damit verbundenen Gleichgültigkeit in Bezug auf die Leiche untermauert. Gegensätzlich dazu spricht das lyrische Ich aus „Es ist alles Eitel“ eher resignativ über die Vergänglichkeit spricht, da es sich bewusst wird, dass die Vergänglichkeit ein unausweichlicher Prozess ist und man „nur Eitelkeit auf Erden [sieht]“ (V.1). Auf sprachlicher Ebene stellt sich also heraus, dass das lyrische Ich sehr emotional wenn auch resignativ über die Vergänglichkeit spricht, was sich ebenfalls in dem Seufzer „Ach“ (V. 11) erkennen lässt. Gegensätzlich dazu ist das lyrische Ich in dem Gedicht „kleine Aster“ eher gleichgültig zu dem Toten steht und kein Verhältnis zu ihm aufbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Gedichte die Thematik der Vergänglichkeit und besonders die der Menschen behandelt, sie sich jedoch grundlegend im Kern unterscheiden. Das lyrische Ich in „Kleine Aster“ steht eher emotionslos der Vergänglichkeit der Menschen gegenüber, wodurch das Gedicht wie ein sachlicher Bericht wirkt, währenddessen Gryphius lyrisches Ich sehr emotionalisiert ist und sich in einer Interjektion sowie rhetorischen Frage zu der Thematik äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gryphius „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit im Allgemeinen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Vergänglichkeit Materialien, alles was der Mensch aufgebaut hat, der Mensch selber, Werte (Ruhm, Geld etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fragestellung: Was ist wirklich wichtig? Was ist ewig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 14 Verse, eingeteilt in 4 Strophen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ 1./ 2. Strophe jeweils 4 Verse, jeweils umarmender Reim; 3./ 4. Strophe jeweils 3 Verse, bilden einen Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Rhythmus: Alexandriner → 6- hebiger Jambus mit Zäsur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Interpunktionen verdeutlichen Zäsur; Gegensätze werden beschrieben, die Vergänglichkeit betonen (vgl. V. 2+3++5+6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Benn „Kleiner Aster“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: Vergänglichkeit des Menschen als ein Individuum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wertlosigkeit des Menschen/ emotionsloser Umgang dargestellt durch: Verben, die pietätlosen Umgang beschreiben; Enjambement, der Prozess einer Obduktion sachlich beschreibt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aster nimmt eine höhere Bedeutung eingeteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Emotionen z.B. durch Ausrufe dargestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sprachlich-formal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, keine Strophen (evtl. Sinnabschnitte: V. 1-3; 4- 12; 13- 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein festes Reimschema; Ausnahme: V. 1+3 → Betonung pietätloser Umgang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Entpersonalisierung durch fehlende Pronomen (z.B. V. 12), Indefinitpronomen (V. 1+2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung (z.B. V. 2+3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- sachliche Beschreibung (Enjambement): Gleichgültigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den vorliegenden Texten handelt es sich um das Gedicht „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahr 1637 in der Literaturepoche des Barock, sowie das Gedicht „Kleine Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahr 1912 in der Literaturepoche des Expressionismus. Im Folgenden wird die Darstellung des Themas „Vergänglichkeit“ an Hand von Inhalt, Form und Sprache verglichen werden.&lt;br /&gt;
Inhaltlich handelt das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius vom Dreißigjährigen Krieg und den Konsequenzen für die Menschen und das Land. Thema ist die Vergänglichkeit alles Irdischen. Das Gedicht „Kleine Aster“ von Gottfried Benn thematisiert die Vergänglichkeit des Individuums und handelt von einer Obduktion. In beiden Gedichten wird die Vergänglichkeit in Bezug auf den Tod und die Vernichtung dargestellt, jedoch beschränkt sich diese in „Kleine Aster“ auf die Nichtigkeit eines einzelnen Individuums, während in „Es ist alles eitel“ die gesamte Menschheit sowie alles Materielle miteinbezogen werden. Dies wird ebenso in der Struktur des Gedichtes deutlich. Das lyrische Ich gibt in „Es ist alles eitel“ zunächst die Zerstörung des Materiellen in Form von Städten oder der Natur wieder bis es schließlich auf die Vergänglichkeit des einzelnen Individuums eingeht und zur Erkenntnis gelangt, dass nur das Überirdische bestand hat, während sich das lyrische Ich in „Kleine Aster“ nur der Nichtigkeit des einzelnen Individuums zuwendet. Ein weiterer Kontrast ist auch in der Atmosphäre der Gedichte zu finden. Das lyrische Ich ist in Gryphius‘ Gedicht resignativ in Bezug auf die Vergänglichkeit, während das lyrische Ich in Benns Gedicht distanziert und nahezu emotionslos mit der Thematik auseinandersetzt. Weiterhin ist auch die Vergänglichkeit in Bezug auf die Ausgangssituation der Gedichte zu betrachten. In „Es ist alles eitel“ ist die Ausgangssituation der Dreißigjährige Krieg unter dem die Menschen leiden. Obwohl der Krieg in der Entstehungszeit des Gedichtes bereits über ein Jahrzehnt bestritten wurde, so finden jedoch in der Regel bei Krieg nicht tagtäglich Kämpfe am selben Ort statt, sodass die Menschen nicht dauerhaft damit konfrontiert werden und es besteht weiterhin immer noch die Hoffnung auf ein Ende des Krieges. In „Kleine Aster“ ist es allerdings so, dass das lyrische Ich einen Pathologen/eine Pathologion im Berufsalltag darstellt. In diesem Beruf ist man über mehrere Jahre lang nahezu täglich mit dem Tod konfrontiert, was sich in sofern auch auf das Verhältnis zwischen dem lyrischen Ich und der Leiche auswirkt, da das lyrische Ich die Leiche nicht als Individuum wahrnimmt sondern als Teil seines Berufes. Nicht zuletzt bildet auch die Interpretation des Inhalts ein Unterschied zwischen den Gedichten. „Es ist alles eitel“ lässt sich in Bezug auf die Beständigkeit des Überirdischen interpretieren, während in „Kleine Aster“ die Beziehung zwischen lyrischem Ich der Leiche und der Aster gedeutet werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Form unterscheidet sich die Darstellung der Vergänglichkeit. Zur Form generell lässt sich festhalten, dass „Es ist alles eitel“ in der Sonettform verfasst wurde und über ein Reimschema (Kreuzreim und Schweifreim), sowie ein Metrum und geordnete Kadenzen verfügt. Die Strophen sind inhaltlich in sich abgeschlossen. Alles in allem lässt sich das Gryphius‘ Gedicht somit als regelmäßig kennzeichnen. Weiterhin unterstreicht beispielsweise der Alexandriner als Metrum mit der Mittelzäsur die Antithetik zu Beginn des Gedichtes. Im Gegensatz dazu sind bei Benns Gedicht ein freier Rhythmus, keine eindeutigen Kadenzen und Reimlosigkeit vorhanden. Darüber hinaus besteht das Gedicht aus einer einzelnen Strophe, die sich in zwei Sinnabschnitte gliedern lässt. Auch die länge der Verse ist unregelmäßig. Zusammenfassen stützt jedoch dieses unregelmäßige Muster den oftmals paradoxen Inhalt des Gedichtes und verstärkt die klimaxartige Steigerung des Inhalts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sprache ist zu sagen, dass beide Verfasser Alltagssprache bzw. Benn auch zeitweilen Umgangssprach verwenden. Einzelne Begriffe wie beispielsweise „jetztund“ („Es ist alles eitel“ V. 3) und „Bierfahrer“ („Kleine Aster“ V. 1) zeugen von dem Zeitalter in welchem die Gedichte verfasst wurden. Aus der Sprache lässt sich jedoch weiterhin die Perspektive des lyrischen Ichs ablesen. Das lyrische Ich in „Es ist alles eitel“ stellt das Geschehen ähnlich wie einen Bericht in neutralem Ton dar. as Personalpronomen „Ich“ wird im Gedicht nicht erwähnt genauso wie keine andere persönlichen Angaben bzw. Ansichten, wodurch das lyrische Ich wie ein objektiver Beobachter wirkt. In „Kleine Aster“ ist im Kontrast dazu häufiger das Personalpronomen „Ich“ zu finden. Dieser Umstand und die Tatsache, dass das lyrische Ich seine Taten beschreibt und indirekt mit der Aster spricht sorgen dafür, dass das lyrische Ich in der Handlung emotional und persönlich scheint. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Vergänglichkeit in beiden Gedichten unterschiedlichen Dargestellt wird. Gryphius beschränkt sich in seinem Gedicht auf eine objektive Darstellung der Vergänglichkeit des Irdischen repräsentiert durch die Folgen des Krieges. Benn nutzt eine emotionale Darstellung der Vergänglichkeit in Form des Todes eines Individuums. Gemeinsamkeiten in beiden Gedichten sind zum einen die Thematik Vergänglichkeit und zum anderen die Konformität zwischen Form und Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Andreas Gryphius: „Es ist alles eitel“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Barrocks, 30-jähriger Krieg: Sehr von Unzufriedenheit und Krieg geprägt → Damit ist die Vergänglichkeit verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Selbstkritisch: Es ist des Menschen Schuld, dass er und alles andere Irdische vergänglich ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Alexandriner (6 hebiger Jambus) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Sonnette, 2 Terzette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gottfried Benn: &amp;quot;Kleine Aster&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Epoche des Expressionismus: rasanter technischer Fortschritt damit verbunden eine Reizüberflutung uns daraus resultierend eine Orientierungslosigkeit der Menschen → Entmenschlichung der Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Mensch kann nichts für seine Vergänglich, das ist Alltag und somit natürlich und normal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Keine Strophen, kein Metrum  → verdeutlicht die Skurrilität des Gedichts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Gryphius: Vergänglichkeit alles Existierenden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	direkt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	lyrisches Ich stellt Leben/Welt infrage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	V.12: einzige Ausnahme der Vergänglichkeit das Übersinnliche -&amp;gt;Hoffnung&lt;br /&gt;
-	durch Antithesen und Thesen wird Gedicht zu Beweis, dass die Behauptung alles sei vergänglich, richtig sei -&amp;gt; unterstützt durch Beispiele der Vergänglichkeit (Städte, Erz/Marmorstein, Glück, Ruhm etc.) die argumentative Wirkung haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonett: zwei Quartette + zwei Terzette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Quartette: umarmender Reim, Alexandriner (6-hebiger Jambus mit Zäsur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Terzette: Schweifreim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	monotone, regelmäßige Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Benn: Vergänglichkeit des Menschen Wert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	indirekt angesprochenes Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	brutale/emotionslose Darstellung der Vergänglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Aster, die für das lyrische Ich Hoffnung darstellt, wird begraben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	freier Rhythmus, kein Reimschema -&amp;gt; losgelöst, trotzdem routiniert (V.4-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	eine Strophe, 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	hoffnungslose/verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit auf alles Irdische bezogen (z.B. Vergänglichkeit der „Städte“ (V. 3), Vergänglichkeit des Menschen (vgl. V. 6), „kein Erz ,kein Marmorstein“ (V. 7), Vergänglichkeit von Werten z.B. „Der hohen Taten Ruhm“ (V. 9))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Zuerst Vergänglichkeit des vom Menschen geschaffenen, dann Vergänglichkeit des Menschen selbst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Vergänglichkeit unter anderem symbolisiert durch Krieg, Zerfall der Städte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Mensch hält an dem vergänglichen fest (an dem was er kennt, das was er nicht kennt (Überirdisches bzw. Gott) will er nicht erkennen, darauf will keiner mehr achten (dies ist jedoch ewig) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Resignative Haltung, da sich das lyrische Ich dessen bewusst ist, dass alles was es kennt (auch es selbst) vergänglich ist; durch emotionale Sprache &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Sonettform (zwei Quartette und zwei Terzette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Metaphorische Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Reimschema vorhanden (Terzette -&amp;gt; Schweifreim; Quartette -&amp;gt; umarmender Reim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Versmaß -&amp;gt; Alexandriner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Thema der Vergänglichkeit ausschließlich auf Lebewesen bezogen („Ruhe sanft / kleine Aster!“ (V. 14 f.), Leiche eines Bierfahrers (vgl. V. 1); &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Durch Wortwahl und Verhalten des lyrischen Ichs gegenüber Aster und Leiche -&amp;gt; Herabsetzung des Menschen durch Brutalität, Gleichgültigkeit und Kälte (bedeutungslos, nichtig) und Darstellung der Signifikanz der Aster durch Emotionalität („Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V. 14 f.))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Fehlendes Reimschema, Metrum, berichtende Form -&amp;gt; Objektivität und Kälte -&amp;gt; Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs gegenüber Leichnam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:''' &lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit alles Irdischen ( des Erbauten, des Menschen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Anklage, dass Menschen nicht mehr erkennen wollen bzw. vergessen haben was ewig ist, nämlich Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verzweiflung und Resignation des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sonett → strenge Einhaltung der Form&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 Quartette ( je 4 Verse) und 2 Terzette (je 3 Verse) → insgesamt 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Umarmender Reim in den Quartetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schweifreim in den Terzetten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit wird durch Antithesen und Zäsur verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- regelmäßiger und monotoner Ton im Gedicht →  Vergänglichkeit ist ein ständiger Prozess und immer wiederkehrend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Metrum = 6-hebiger Jambus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit der Identität und des Lebens ( Bierfahrer wird entmenschlicht und wer er nun im Endeffekt war, spielt keine Rolle, da er nur einer von vielen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Obduktion wird brutal beschrieben und mit dem Bierfahrer wird pietätlos umgegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fokus liegt auf der Aster und nicht auf den Bierfahren → Emotionslosigkeit, Distanz zu der Leiche, Entfremdung zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- dahingegen umsorgender Umgang mit der Aster → Mensch ist bedeutungslos, wertlos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Keine richtige Form vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 15 Verse, die nicht in Strophen unterteilt sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- kein Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kein festes Reimschema, nur Reim bei V.1 +V.3 und V.7 + V. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verwendung des Präteritums und sachliche Beschreibung der Obduktion → erinnert an einen Bericht, was die Emotionslosigkeit verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- skurrile Wirkung durch das Beschriebene und das Paradoxon ( V.2 f.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- direkte Ansprache der Aster (V. 3) verdeutlicht Vergänglichkeit der Identität des Menschen und die verstörende Wirkung&lt;br /&gt;
:Eingerückte Zeile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gryphius: Es ist alles Eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit alles Irdischen (z.B Umgebung(V.3), Krieg zerstört alles) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-nur Gott ist ewig&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
-entmutigende Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-äußere Form des Gedichtes (Sonettform= zwei Quartette darauffolgend zwei Terzette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-metaphorische Sprache (indirekt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Reimschema (umarmender Reim, Schweifreim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Metrum (sechshebiger Jambus)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Versmaß(Alexandriner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Benn: Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhalt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Thema der Vergänglichkeit ( Pflanzenwelt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- bezieht sich nur auf die Pflanzenwelt und nicht auf die anderen Gegebenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''sprachlich-formale Aspekte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-strukturlos (kein Metrum, Strophen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-direkte Sprache (berichtend, sachlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-viele Enjambements&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gryphius thematisiert die Vergänglichkeit ALLES Irdischen, Benn die Vergänglichkeit des Menschen&lt;br /&gt;
* Struktur Gryphius: Vergänglichkeit des Materiellen, dann Vergänglichkeit des Individuum, Benn lediglich Vergänglichkeit des Individuums&lt;br /&gt;
* Gryphius spricht das Metaphysische an, welches nicht vergänglich ist, für Benn lediglich die Vergänglichkeit des Menschen wichtig&lt;br /&gt;
* Mensch für Beide vergänglich&lt;br /&gt;
* Absurde Darstellung des Vergänglichen bei Benn, bei Gryphius ernst&lt;br /&gt;
* direkte Ansprache des Vergänglichen bei Gryphius, bei Benn indirekt&lt;br /&gt;
* Atmosphäre bei Benn: emotionslos, Atmosphäre bei Gryphius: resignativ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich - Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* kein Rheimschema, kein Metrum bei Benn: wirkt emotionslos und distanziert&lt;br /&gt;
* eine einzelne Strophe bei Benn: stütz paradoxen Inhalt&lt;br /&gt;
* Gryphius: Sonett: feststehende Struktur&lt;br /&gt;
* Gryphius: Jambus: monoton = alles gleich, alles Vergänglich&lt;br /&gt;
* Gryphius: Vergänglichkeit gezeigt durch viele Antithesen, Benn: Vergänglichkeit gezeigt durch Vergleich von Mensch und Aster&lt;br /&gt;
* lyrisches Ich hat bei Benn höhere Bedeutung als bei Gryphius&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Andreas Gryphius – Es ist Alles Eitel (1637)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*  thematisiert die Vergänglichkeit Alles Irdischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vergänglichkeit resultiert aus dem 30-jährigen Krieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* dem Menschen ist nicht bewusst, dass nichts Ewig ist außer Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sonett → zwei Quartette, zwei Terzette (typisch für Epoche des Barocks)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Quartette → jeweils 4 Verse, Terzette → jeweils 3 Verse = 14 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Metrum: Alexandriner (durch die Zäsur wird These und Antithese gegenübergestellt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* regelmäßiges Metrum verdeutlicht die monotone Haltung des lyrischen Ichs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Akkumulationen unterstützen die These es sei Alles Eitel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gottfried Benn – Kleine Aster (1912)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inhaltlich:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und den Verlust der Identität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pietätloser Umgang mit der Leiche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entfremdung des Menschen → Fokus liegt auf die Aster und wird als wichtiger erachtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sprachlich-Formal:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 15 Verse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* keine Struktur Vorhanden → kein  festes Metrum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwei Reime → verdeutlicht das Verhältnis zur Aster rund zum Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Enjambements  beim beschreiben der Obduktion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwendung des Präteritums → wirkt wie ein Bericht (emotionslos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benn                                                                      /                                                           Gryphius&lt;br /&gt;
-------------------------------------------------- ------- /------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
                                                                              /&lt;br /&gt;
     '''Inhaltlich :'''                                                        /&lt;br /&gt;
                                                                              /&lt;br /&gt;
                                                                              /&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit des Menschen                          /      - Vergänglichkeit des irdischen / der Welt&lt;br /&gt;
                                                                             /&lt;br /&gt;
→ Auf Individuum bezogen                                /      → Auf Besitz bezogen&lt;br /&gt;
                                                                             /&lt;br /&gt;
- Keine Rede von Gott                                         /      - Rede von Gott&lt;br /&gt;
                                                                             /&lt;br /&gt;
- Vergänglichkeit spielt zentrale Rolle                 /     - Vergänglichkeit spielt zentrale Rolle&lt;br /&gt;
                                                                             /&lt;br /&gt;
                                                                             /&lt;br /&gt;
       '''Sprachlich – Formal :'''                                   /&lt;br /&gt;
                                                                             /&lt;br /&gt;
                                                                             /&lt;br /&gt;
- Bericht                                                               /     - Beispiele&lt;br /&gt;
                                                                             /&lt;br /&gt;
- Kein Reimschema                                             /     - Reimschema vorhanden&lt;br /&gt;
                                                                            /&lt;br /&gt;
→ Keine wirklichen Emotionen                         /      → Spricht Leser an&lt;br /&gt;
                                                                            /&lt;br /&gt;
- Kein Sonett                                                       /      - Sonett&lt;br /&gt;
                                                                            /&lt;br /&gt;
→ unstrukturiert                                                 /      → strukturiert&lt;br /&gt;
                                                                            /&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Benn</title>
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				<updated>2018-11-18T22:25:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Benn, Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das expressionistische Gedicht „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn verfasst und im Jahre 1912 veröffentlicht wurde, thematisiert den derzeitigen Ich-Verlusts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht beginnt mit dem Titel „Kleine Aster“, welcher direkt zu Beginn die darin benannte Herbstblume in den Vordergrund rückt. Auffallend ist hier jedoch besonders das verniedlichende Adjektiv „klein“, welches die Blume als etwas schutzloses darstellt. Da hier in diesem Kontext kein Artikel verwendet wird, klingt der Titel nahezu schon wie ein Name, der die Blume indirekt vermenschlicht, weshalb bereits hier eine emotionale Atmosphäre bezüglich der Blume entsteht. Jedoch stellt die Tatsache, dass die Aster eine Herbstblume ist, auch voran, dass das Gedicht die Thematik der Vergänglichkeit beinhaltet, da der Herbst auf metaphorische Weise für eben diese steht.&lt;br /&gt;
In diesem Kontext setzt der erste Sinnabschnitt des Gedichtes (V. 1-3) mit den Worten „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“(V. 1) ein. Somit bestätigt der Vers den Titel in seiner Bedeutung, indem es hierbei um Tod und Vergänglichkeit geht. Dass eben diese Vergänglichkeit allgegenwärtig ist und somit in jedem steckt, wird im unbestimmten Artikel „Ein“(ebd. ) deutlich, der zugleich zeigt, dass ein einzelnes Individuum keinen Wert hat. Somit sei die ertrunkene Person, die beruflich Bier transportiert und ausliefert, eine willkürliche Person aus einer Masse von Menschen. Diese Sicht des lyrischen Ichs, die jedoch in der Epoche des Expressionismus viele vertraten, wird hier durch eine gewisse Brutalität der Ausdrucksweise deutlich. Eben diese zeigt sich in diesem Vers exemplarisch am Adjektiv „ersoffen“(ebd. ), welches anstelle von ertrunken genutzt wird und so den umgangssprachlichen Ausdruck im Gesamtgedicht akzentuiert. Eben diese Ausdrucksweise, die gewissermaßen brutal und skurril wirkt, setzt sich in den Worten „wurde auf den Tisch gestemmt“(ebd. ) fort. Hierbei wird eine eher emotionslose Atmosphäre vermittelt, indem pietätlos mit der Leiche während der Obduktion umgegangen wird. Eben diese vermittelte Emotionslosigkeit stellt eine Antithese zum Titel dar, die den Menschen als nichtig und die Blume im Kontrast als etwas sehr Emotionales, Lebendiges darstellt. &lt;br /&gt;
Diese Kontrastierung setzt sich auch im zweiten und dritten Vers fort, welcher die kleine Aster erstmals im Gedicht aufgreift. Besonders wird dabei in „Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster/ zwischen die Zähne geklemmt“(V. 2 f. ) die Blume erneut in den Vordergrund gerückt, was auch der Zeilensprung unterstreicht, durch welchen der zweite Vers mit der „Aster“(ebd. ) endet. Diese wird durch den paradoxen Neologismus „dunkelhelllila“(ebd. ) beschrieben, wobei die Farbe lila im Allgemeinen für Trauer oder im christlichen Sinne auch für ein Begräbnis steht, was sich auf den Fortgang des Gedichts bezieht. Jedoch deutet eine Wortneufindung bezüglich der Aster insgesamt auch auf etwas ungewohntes oder vielleicht auch unnatürliches hin, was auf den hohen Wert der Aster im Vergleich zur Nichtigkeit des Menschen verweist. Genau diese Nichtigkeit zeigt sich dabei auch noch einmal im Indefinitpronomen „Irgendeiner“(ebd. ), welches einen möglichen Täter verallgemeinert und diesen somit auch als nichtig dastehen lässt, als sei alleinig die Blume von Bedeutung. In diesem Zusammenhang steht die Blume dabei antithetisch zum toten Menschen, für das Leben und somit auch für Hoffnung. So verleiht die Blume dem Hässlichen des Todes auch eine gewisse Ästhetik, die jedoch eine alberne, skurrile Wirkung beinhaltet, die jedoch typisches Merkmal des Expressionismus ist. Eine derartige Skurrilität wird auch daran deutlich, dass die Aster der Leiche „zwischen die Zähne geklemmt“(V. 3) war, was eher an einen Verführer als an einen Todesfall erinnert. Zugleich wird so jedoch auch die Sicht des lyrischen Ichs deutlich, der die Menschen als nichtig und vielleicht sogar schlecht ansieht, die Blume und die Natur dahingegen jedoch als Opfer der Menschen dastehen lässt, sodass dieser nach Meinung des lyrischen Ichs mehr Würde gebührt. Besonders wird dies auch nochmal am Reim in den Worten „gestemmt“(V. 1) und „geklemmt“(V. 3) deutlich, da diese den Menschen selbst und den Umgang mit diesem als emotionslos darstellen. Grund für die hier zum Ausdruck gebrachte Brutalität sind die männlichen, bzw. betonten Kadenzen am Ende des jeweiligen Verses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (V. 4-12) befasst sich mit der Obduktion der Leiche und akzentuiert so noch einmal besonders den pietätlosen Umgang mit einem Menschen. So schildert das lyrische Ich die Situation mit den Worten „Als ich von der Brust aus/ unter der Haut/ mit einem langen Messer/ Zunge und Gaumen herausschnitt,/ muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt/ in das nebenliegende Gehirn“(V. 4 ff. ). Insgesamt klingt hier eine gewisse Routine an, die andeutet, dass das lyrische Ich Pathologe ist und der Einzelfall des Ertrunkenen für ihn keine Rolle spielt. Eben diese Routine wird besonders an der Konjunktion „Als“(ebd. ) sowie der emotionslosen sachlichen Schilderung deutlich. Zu dieser Sachlichkeit trägt besonders auch die Verwendung des Präteritums bei, die die ersten Sinnabschnitte wie einen Bericht wirken lässt. In diesem sprachlichen Kontext fällt zugleich auf, dass weder Metrum, noch Reimschema vorhanden sind, was eher untypisch für die Epoche ist. Jedoch dient dies der berichtenden Darstellungsweise, in der im Normalfall keine Aspekte der Kunst wie auch Metrum usw. inbegriffen sind. Jedoch deutet die allgemeine berichtende Sprache auch eine gewisse Fremde an, die das lyrische Ich zum Menschen hat, wodurch erneut die Nichtigkeit des Menschen deutlich wird. Hierbei spiegelt das lyrische Ich jedoch das Denken vieler Menschen im frühen zwanzigsten Jahrhundert wieder, die Individuum und vor allem Persönlichkeit als unwichtig und in gewissem Maße auch unwürdig ansahen. Um diese Sichtweise zu vermitteln, schildert das lyrische Ich seine Vorgehensweise im Enjambement erneut brutal, was zum Beispiel am Nomen „lange[s] Messer“(V. 6) oder aber am Verb „herausschneiden“(V. 7) deutlich wird. Im Kontrast zu alledem steht letztlich erneut die Aster, welche ins Gehirn „glitt“(Z. 8). Hier fällt besonders in der Wortwahl und im antithetischen Reim von „schnitt“(V. 7) und „glitt“(V. 8) die Beschönigung der Aster auf, die das lyrische Ich gewissermaßen zu beschützen versucht, während er den Menschen brutal auseinandernimmt. Diese Kargheit wird auch noch einmal in den Worten „glitt/ in das nebenliegende Gehirn“ (V. 8 f. ) ausdrücklich, da das hier schon entnommene Organ des Menschen, das seine gesamte Persönlichkeit ausgemacht hat, als Objekt beschrieben wird und somit erneut nichtig wirkt. Der Text dreht also gewissermaßen die Rollen um, indem er jegliche Emotionalität und vor allem auch das Mitempfinden des lyrischen Ichs auf die Aster überträgt. Dies wird auch in der Vermutung des lyrischen Ichs „muß ich sie angestoßen haben“(V. 8) deutlich, indem es diese Tat unbewusst und unabsichtlich tut, während es den Menschen absichtlich und ohne Rücksicht obduziert. Die Situation spitzt sich jedoch in den folgenden Versen noch weiter auf die Vermenschlichung der Blume zu. So geht das Gedicht mit den Worten „Ich packte sie ihm in die Brusthöhle/ zwischen die Holzwolle“(V. 10 f. ) weiter. Diese Situation erinnert an eine Art Beerdigung, welche die Blume noch einmal stärker vermenschlicht und die Wertlosigkeit des Menschen selbst verringert, indem dieser als Grab dient. Gewissermaßen lassen sich hierbei auch Parallelen zur derzeitigen Industrialisierung erkennen, indem die Menschen durch diese einen Teil der Natur zerstörten, weshalb hier gewissermaßen der Mensch als Grab für die Blume, als Repräsentant der Natur, dient. Besonders stärkt dabei die Tatsache, dass das lyrische Ich die Blume „in die Brusthöhle“(V. 10) tut diesen Aspekt, da die Blume somit als eine Art Lebensantrieb für den Menschen an Stelle seines Herzens dargestellt wird, den nur die Natur bietet. Die Holzwolle, ein Baumaterial, mit welchem früher Kuscheltiere und Leichen ausgestopft wurden, kann man dabei bildlich als eine Art Erde oder Sarg sehen. Diese sehr bildlich dargestellte Situation endet damit, dass er die Blume „beerdigte“ „als man zunähte“(V. 12).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und somit letzte Sinnabschnitt setzt mit dem Ausruf „Trinke dich satt in deiner Vase!“(V. 13) ein, welcher die Aster schlussendlich personifiziert, indem das lyrische Ich diese im Reflexivpronomen „dich“(ebd. ) wie einen Freund anspricht. Besonders stellt dabei das „Trinken“(ebd. ) eine symbolische Personifikation dar, indem sich die Blume vom Menschen nähren soll, wie es eigentlich der Mensch von der Natur tut. Somit dreht das lyrische die Rollen von Mensch und Pflanzen um, wodurch er den Pflanzen erheblichen Wert zuspricht und die Menschen als nichtig erklärt. In diesem Kontext nennt es den Menschen metaphorisch eine „Vase“(V. 13), wodurch es den Menschen objektiviert. Besonders weist zudem auch der Tempuswechsel ins Präsenz von der Nichtigkeit des Menschen, indem nun eine Nähe oder Unmittelbarkeit zur Blume geschaffen wird, die emotionaler wirkt und so den Mensch als etwas Fernes, Irrelevantes in den Hintergrund rückt. Zuletzt spitzt das lyrische Ich diese Bedeutsamkeit der Natur im Kontrast zur Unbedeutsamkeit des Menschen mit den Worten „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“(V. 14 f. ) zu, indem er der Blume eine Art Grab und Beerdigung schafft und den vor sich liegenden Menschen dabei nur als eine Art Mittel zum Zweck ansehen, also als das, als das die Menschen die Natur ansehen. Hierbei akzentuiert es jedoch zugleich die Vergänglichkeit aller Dinge, wobei das lyrische Ich der Vergänglichkeit der Natur wesentlich mehr Wert zuspricht, wodurch sich auch seine Trauer erklären lässt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt das Gedicht die Nichtigkeit eines Individuums und der Persönlichkeit im frühen 20. Jahrhundert dar, die unter anderem durch die Industrialisierung bedingt war. Eben diese Nichtigkeit wird besonders im groben Umgang mit der Leiche im Gedicht verglichen zum Umgang mit der Aster, aber auch in der eher berichtenden Sprache deutlich. Dass die Natur eine wesentlich größere Rolle spielt, wird anhand der Vermenschlichung der Blume deutlich, indem diese durch sehr bildhafte Sprache als schutzlos dargestellt wird, während der Mensch keinerlei Beachtung erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegendem Text mit dem Titel ,,Kleine Aster“ von Gottfried Benn handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahr 1912 veröffentlicht wurde und der Epoche des Expressionismus zu zuordnen ist. Thematisch geht es dabei um Entmenschlichung und Nichtigkeit bezüglich der Identität und Individualität des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel ,,Kleine Aster“ verdeutlicht bereits, dass die Aster in dem Gedicht im Fokus liegt, statt der Bierfahrer, welcher einer Obduktion unterzogen wird. Dabei ist die Aster eine Blume, welche im Herbst blüht, wodurch diese also Vergänglichkeit symbolisiert. Das Adjektiv ,,klein“ wirkt dabei verniedlichend und verdeutlicht, dass das lyrische Ich das Gefühl hat die Aster beschützen zu müssen und dadurch werden Emotionen ausgedrückt. Im Gegensatz dazu steht der erste Vers mit der Aussage ,,Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1) antithetisch zum Titel, da dieser Vers die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs gegenüber der Leiche aufgrund des pietätlosen Umgangs mit dem Verstorbenen verdeutlicht. Das Adjektiv ,,ersoffen“ (ebd.) verdeutlicht dabei die emotionale Distanz des lyrischen Ichs dem Bierfahrer gegenüber da, sowie die emotionale Kälte gegenüber des Verstorbenen. Dies wird auch durch die Tatsache deutlich, dass der Bierfahrer ,,auf den Tisch gestemmt“ (ebd.) wird, was ebenfalls die pietätlosen Umgang mit dem Bierfahrer verdeutlicht, da dieser auf den Tisch sozusagen mehr oder weniger drauf geworfen wird, statt normal hingelegt, wodurch ebenfalls die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs hervorgebracht wird. Der unbestimmte Artikel ,,ein“ (ebd.) bringt hervor, dass es dem lyrischen Ich nicht wichtig ist, wer genau der Mann ist, sondern er nur einer von vielen, also nur ein Verstorbener ist, der obduziert werden muss, was ebenfalls emotionslos sowie brutal wirkt. In der nächsten Aussage ,,Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhellila Aster/ zwischen die Zähne geklemmt“ (V.2 f.) wird dabei der Fokus auf die Aster gelegt und nicht mehr auf den Bierfahrer, wobei das Indefinitpronomen ,,Irgendeiner“ (ebd.) verdeutlicht, dass das lyrische Ich sich nicht damit auseinandersetzt, wer die Aster zwischen die Zähne geklemmt hat, wobei dieser Umstand irritierend und fragwürdig wirkt. Auch die Farbe der Aster wirkt paradox (vgl. V. 2), da die Farbe nicht hell und dunkel zu gleich sein kann. Dieser Neologismus und auch gleichzeitig Paradoxon unterstützt dabei die verwirrende Situation und lenkt den Fokus auch auf die Aster und nicht auf den Verstorbenen. Auffällig ist auch, dass auch wenn es eigentlich kein Reimschema, kein Metrum und auch keine Strophen vorhanden sind, sich die Enden der beiden Verse 1 und 3 reimen. Dabei verdeutlichen sowohl die Enden ,,gestemmt“ (ebd.) als auch ,,geklemmt“ (ebd.) den harten und emotionslosen Umgang mit der Leiche, der durch die männlichen Kadenzen untermauert wird.  Des Weiteren beschreibt und schildert das lyrische Ich, was es bei der Obduktion tut. Die Aussage ,,Als ich von der Brust aus/ unter der Haut/ mit einem langen Messer/ Zunge und Gaumen herausschnitt, muß ich sie angestoßen haben“ (V. 4 ff.) verdeutlicht, dass die Aster erneut ins Zentrum des Geschehens gerückt wird, auch wenn die Beschreibung der Obduktion ausführlicher ist, da die Obduktion in einem Nebensatz beschrieben wird als Ursache dafür, dass die Aster gefunden wurde und die Aster dadurch, dass sie im Hauptsatz der Aussage geschildert wird, im Fokus steht und die Obduktion nur nebensächlich ist. Diese Beschreibung der Obduktion erinnert dabei an einen Bericht, der sachlich und emotionslos ist, wobei das Präteritum in der Beschreibung ebenfalls an einen Bericht erinnert. Durch diese emotionslose Beschreibung der Obduktion wird der Bierfahrer entmenschlicht und das lyrische Ich beschreibt nur die Routine seiner Arbeit, wobei der Tod dieses Menschen es völlig emotionslos und kalt lässt.  Das ,,lange[.]“ (ebd.) Messer und auch das Verb ,,herausschneiden“ (ebd.) verdeutlichen dabei die Brutalität der Obduktion und die Enjambements, welche die Verse miteinander verbindet, unterstützt die Beschreibung der brutalen Obduktion. Wie zuvor erwähnt, liegt der Fokus in dieser Aussage erneut auf der Aster, welche das lyrische Ich entdeckt hat, wobei im Kontrast zu der brutalen und emotionslosen Schilderung der Obduktion und auch den pietätlosen Umgang mit dem Verstorbenen, die Aster regelrecht umsorgt wird und Emotionen im lyrischen Ich weckt. Dies wird deutlich, wenn es heißt, dass das lyrische ich ,,sie angestoßen haben“ (ebd.) muss und sie ,,in das nebenliegende Gehirn [glitt]“ (V. 9). Die Verben ,,anstoßen“ und ,,gleiten“ verdeutlichen dabei das Umsorgen der Aster und ebenso den guten Umgang mit dieser, wohin das lyrische Ich kalt und brutal mit dem Bierfahrer umgeht. Die Tatsache, dass das lyrische Ich für den Verstorbenen keine Emotionen aufbringt, jedoch die Aster umsorgt und ins Zentrum des Geschehens stellt, verdeutlicht die Entfremdung des lyrischen Ich zu dem Menschen und die Brutalität und Emotionslosigkeit. Außerdem ist es auffällig, dass die Versenden der Verse 7 und 8 sich reimen, wobei das Verb ,,herausschneiden“ (ebd.) auf den Leichnam bezogen ist und das Verb ,,gleiten“ (ebd.) auf die Aster. Die beiden Verben stellen eine Antithese dar, der den gegensätzlichen Umgang mit der Aster und mit der Leiche vor Augen führt, da  mit der Leiche brutal umgegangen wird, wohin gegen die Aster umsorgt wird. Der Reim führt dabei diesen gegensätzlichen Umgang vor Augen. Die nächste Aussage ,,Ich packte sie ihm in die Brusthöhle/ zwischen die Holzwolle,/ als man zunähte“ (V. 10 ff.) verdeutlicht erneut, dass die Aster umsorgt wird und der Verstorbene emotionslos behandelt wird, wobei die Aster erneut im Fokus steht. Die Tatsache, dass das lyrische Ich die Aster ,,ihm in die Brusthöhle“ (ebd.) legt, verdeutlicht das Umsorgen der Aster, da diese nicht einfach weggeworfen wird, sondern geschützt weggepackt wird, wohin gegen die Brusthöhle mit Holzwolle gefüllt wird, was erneut die emotionslose Schilderung verdeutlicht. Zudem verdeutlicht die Aussage ,,als man zunähte“ (ebd.), dass erneut der Fokus völlig auf der Aster liegt, da das Zunähen als eine Nebentätigkeit in dem Nebensatz ausgesagt wird und die Aussage aber thematisiert, dass die Aster weggepackt wird. Das Pronomen ,,man“ (ebd.) in dieser Aussage an Stelle des Personalpronomen ,,ich“ (ebd.) verdeutlicht dabei die Distanz zu dem Leichnam, sowie die Entfremdung des lyrischen Ichs zu dem Menschen. Dadurch wird auch ausgesagt, dass die Obduktion nicht so wichtig ist und eher nebensächlich, sodass es keine Rolle spielt, wer den Mann wieder zunäht, da die Aster das Zentrum darstellt. Zu dem wird in dieser Aussage der Bierfahrer nicht mehr erwähnt, sondern allgemein beschrieben, dass zugenäht wird, was ebenfalls die Entfremdung, die Gleichgültigkeit und Emotionslosigkeit zu dem Bierfahrer hervorbringt und das lyrische Ich die Obduktion als Routine sieht. In der nächsten Aussage ist es auffällig, dass die Aster von dem lyrischen Ich angesprochen und somit vermenschlicht wird, was die Aussage ,,Trinke dich satt in deiner Vase!“ (V.13) zum Ausdruck bringt. Durch das Nomen ,,Vase“ (ebd.) wird der Bierfahrer zum Gegenstand gemacht und durch die Ansprache des lyrischen Ichs an die Aster wird diese jedoch vermenschlicht, was erneut den Kontrast des Umgangs mit der Aster und des Umgangs mit dem Bierfahrer hervorhebt. Die Entmenschlichung des Bierfahrers wird auch dadurch deutlich, dass das lyrische Ich, da es den Bierfahrer als Gegenstand betrachtet, in dem Bierfahrer einen Zweck für die Aster sieht, sodass die Aster wichtiger und bedeutsamer ist, als der verstorbene Bierfahrer und die Aster über diesen gestellt wird. Das Ausrufezeichen verdeutlicht und untermauert dabei die Emotionen, die aufgrund der Aster bei dem lyrischen Ich hervorkommen, wobei durch die Entmenschlichung des Bierfahrers erneut die Emotionslosigkeit und Kälte hervorgebracht wird. Die letzte Aussage ,,Ruhe sanft/ kleine Aster“ (V. 14 f.) erinnert an einen emotionalen Abschied auf einer Beerdigung, wobei für gewöhnlich dies einem Menschen gewünscht wird. Jedoch wünscht das lyrische Ich dies nicht dem Bierfahrer sondern der Aster, sodass dies erneut verdeutlicht, dass das lyrische Ich dem Bierfahrer gegenüber keine Emotionen aufbringen kann, jedoch bei der Aster emotional wird und diese umsorgt und somit die Aster für es wichtiger ist. Das Adverb ,,sanft“ (ebd.) verdeutlicht die Emotionen, die das lyrische Ich für die Aster aufbringt und im zweiten Teil der Aussage ebenfalls verdeutlicht, wobei dadurch der Titel aufgegriffen wird. Somit wird erneut durch das Adjektiv ,,klein“ (ebd.) die emotionale Umsorgnis zum Ausdruck gebracht. Auffällig bei dieser Verabschiedung ist vor allem auch der Tempus-Wechsel, wobei nun das Präsens verwendet wird, wodurch der Abschied unmittelbar wirkt und nicht mehr berichtend und sachlich, wie emotionslos. Auch hier wird am Ende der Aussage ein Ausrufezeichen verwendet, was erneut die Emotionalität des lyrischen Ichs bezüglich des Abschieds verdeutlicht. Die Tatsache, dass die Aster sowohl im Titel erwähnt wird als auch zum Schluss des Gedichts und somit die Aster sozusagen den Rahmen des Gedichts bildet, wird die Aster in den Fokus gelegt und hervorgehoben und bleibt stärker im Gedächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die Nichtigkeit des Menschen dadurch verdeutlicht wird, dass der Bierfahrer entmenschlicht wird und die Aster im Vordergrund steht und umsorgt wird, während der Umgang mit dem Bierfahrer pietätlos ist. Dies wird zum einen durch den Tempus-Wechsel verdeutlicht, also auch durch Antithesen und der Wortwahl untermauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vorliegender Text „Kleine Aster“ von Gottfried Benn verfasst und 1912 veröffentlicht, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Expressionismus. Thematisiert wird die Nichtigkeit des Menschen und seiner Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift „Kleine Aster“ verdeutlicht bereits, dass die Aster eine zentrale Rolle im Gedicht spielt. Des Weiteren zeugt sie von einer harmonischen und emotionalen Atmosphäre im Gedicht, da die Aster durch das Adjektiv „klein“ verniedlicht wird und das lyrische Ich das Gefühl hat die Aster beschützen zu müssen, wodurch eine gewisse Emotionalität von ihm ausgeht. Des Weiteren stellt die Aster, bei welcher es sich um eine Herbstblume handelt, ein Naturmotiv für Vergänglichkeit dar, da der Herbst metaphorisch diese verkörpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Vers des ersten Sinnabschnittes (V.1-3) widerspricht sich jedoch mit dem harmonischen, emotionalen Bild der Überschrift, da schroff eine Obduktion aus der Sicht eines Arztes beschrieben wird, jedoch wird hier das Motiv der Vergänglichkeit hervorgehoben. So heißt es „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1). Der unbestimmte Artikel „Ein“ (ebd.) untermauert, dass es sich bei der Leiche nur um eine von vielen handelt und ein einzelnes Individuum keinen Wert hat, was das emotionslose Handeln des lyrischen Ichs hervorhebt.  Die Emotionslosigkeit wird ebenso in dem pietätslosen Umgang mit der Leiche akzentuiert, da diese routiniert und wie ein Gegenstand „auf den Tisch gestemmt [wurde]“ (ebd.). Durch das Verb „gestemmt“ (V.1) geht jedoch auch eine gewisse Brutalität von dem lyrischen Ich aus, da es die obduzierende Leiche eher hinwirft als legt. Das lyrische Ich bemerkt aufmerksam, dass „Irgendeiner […] ihm eine dunkelhellila Aster/ zwischen die Zähne geklemmt [hatte]“ (V.2f.). Das Indefinitpronomen „Irgendeiner“ (V.2) akzentuiert, dass sich das lyrische Ich nicht damit auseinandersetzt, wer die Aster dem Bierfahrer in den Mund gelegt hat, was jedoch skurril wirkt, da es sich um eine Obduktion handelt.  Ebenso wirkt die Farbe „dunkelhellila“ (ebd.), da eine Farbe nicht zugleich hell und dunkel sein kann. So wird in gewisser Weise die Aufmerksamkeit auf die Aster gelenkt. Im Allgemeinen steht die Farbe Lila jedoch für Trauer und Begräbnis steht, was sich im Fortlauf des Gedichtes näher erkennen lässt. Die Blume steht antithetisch der Leiche gegenüber und verleiht dem Tod eine gewisse Ästhetik, was ein Merkmal des Expressionismus darstellt. Besonders auffällig ist an den ersten drei Versen, dass sich der erste mit dem dritten reimt, da das Gedicht eigentlich über kein Reimschema verfügt. Die sich reimenden Versenden „gestemmt“ (V.1) und „geklemmt“ (V.3) heben dabei nochmals den pietätslosen Umgang mit der Leiche hervor und akzentuieren dabei die emotionale Kälte des obduzierenden Arztes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den darauffolgenden Versen des zweiten Sinnabschnittes (V.4-12) beginnt das lyrische Ich mit der sachlichen und detaillierten Schilderung der Autopsie des Bierfahrers. Dabei hat das lyrische Ich die Brust des Bierfahrers geöffnet und schneidet Gaumen und Zunge mit einem „langen Messer“ heraus (V. 4ff). Dabei verdeutlicht dies die Brutalität des obduziernden Arztes. Die Aster rutscht ihm dabei in das „nebenliegende Gehirn“ (V. 9). Dabei fallen besonders die sich reimenden Versenden „herausschnitt“ (V.7) und „glitt“ (V.8) auf, da sie den Kontrast der Aster von dem Leichnam hervorheben. Während das lyrische Ich die Leiche brutal auseinandernimmt, umsorgt er die Aster regelrecht. Diese Begebenheit untermauert, dass das lyrische Ich für die Leiche keine emotionale Verbindung aufbaut, die Aster jedoch behütet, stellt eine gewisse Distanz und Gleichgültigkeit zwischen dem Sprecher und dem toten Bierfahrer dar. Die Sachlichkeit der Sezierung sowie die Benutzung des Präteritums ähneln eher an einen Bericht. Die Emotionslosigkeit wird durch den unbetonten Rhythmus des Gedichtes untermauert, da dies kein Metrum aufweist. Des Weiteren sind alle Verse durch Enjambements miteinander verbunden, was die Routine des obduzierenden Arztes akzentuiert. Des Weiteren holt das lyrische Ich die Aster raus und „packt sie ihm in die Brusthöhle/ zwischen die Holzwolle“ (V. 10f.). Dieser Vorgang untermauert erneut das emotionslose und routinierte Handeln des Arztes. Ebenso wird die Aster wieder in den Vordergrund des Geschehens gerückt, da sie anstatt weggeschmissen zu werden schützend „in die Brusthöhle“ (V.10) gelegt wird. Diese Geste untermauert erneut, dass das lyrische Ich die Aster umsorgt und eine emotionale Bindung zu ihr aufbaut, wohingegen der Körper der Leiche gleichgültig zugenäht wird. Auffällig an der Aussage „als man zunähte“ (V.12) ist das Pronomen „man“ (ebd.), da dieses anstelle des Personalpronomens „ich“ eingesetzt wird. Dadurch wird die Distanz zwischen dem lyrischen Ich und der Leiche hervorgehoben, wodurch zum Ausdruck kommt, dass die völlige Aufmerksamkeit des Sprechers auf der Aster liegt, wodurch die Obduktion gewissermaßen in den Hintergrund gestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und somit letzte Sinnabschnitt (V.13-15) setzt mit der Inversion „Trinke dich satt in deiner Vase!“ (V.13) ein, wobei das lyrische Ich konkret die Aster anspricht, wobei durch das Reflexivpronomen „dich“ (ebd.) die Aster von dem Sprecher vermenschlicht wird, wodurch eine gewisse Emotionalität und Verbindung aufgebaut wird. Die Leiche wird hier als „Vase“ (ebd.) gebraucht und somit vom lyrischen Ich objektiviert, was sein brutales und emotionsloses Handeln an der Leiche untermauert. Hier dient die Leiche des Bierfahrers als Nutzen für die Aster, da sie aus ihr trinken soll. Durch die abschließende Interjektion „Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V.14f.) gleicht die Atmosphäre eher einer Beerdigung bzw. eines Abschiedes als einer Obduktion. Da sich das lyrische Ich von der Aster verabschiedet, hebt nochmals die emotionale Bindung hervor, was seine Trauer erklären lässt. Auch der Tempus Wechsel von Präteritum zu Präsens lässt den Abschied der Aster emotional wirken. Der Umstand, dass auch die Aster stirbt, untermauert, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, dass alles vergänglich ist, wobei er der Vergänglichkeit der Natur mehr Wert zuspricht als der der Menschheit. Die Begebenheit, dass die Aster sowohl im Titel erwähnt wird als auch zum Schluss des Gedichts stellt sie den Rahmen des Gedichtes dar, wodurch untermauert wird, dass der Fokus des Gedichtes eher auf ihr als auf den zu obduzierenden Leichnam liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Kleine Aster”,aus der Epoche des Expressionismus,  wurde von Gottfried Benn im Jahre 1912 verfasst und thematisiert die Entmenschlichung im Kontrast zur Vergänglichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Titel des Gedichts veranschaulicht die Vergänglichkeit, da die ,,kleine Aster” (V.0) eine Herbstblume symbolisiert, welche von Vergänglichkeit geprägt ist, da sie auch irgendwann verblüht. Das diminutive Adjektiv ,,kleine” (V.0) lässt die Blume hilflos wirkt. Dies lässt ersteinmals vermuten, dass das Gedicht von der Natur handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (V.1-3) steht mit den Worten ,,Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt.” (V.1) ein. Schon der unbestimmte Artikel ,,Ein” entmenschlicht den Leichnam, der anscheinend ertrunken ist, da dem Lyrischen Ich scheinbar nicht von Bedeutung ist, wer dieser Mann einmal war. Der Ausdruck ,,Bierfahrer” (ebd.) meint die damaligen Getränkelieferanten.  Das Adjektiv ,,ersoffener” (ebd.)verdeutlicht die Brutalität und Emotionslosigkeit des Lyrischen Ichs, was auch durch das Verb ,,stemmen” (ebd.) veranschaulicht wird. Dies lässt auf einen pietätlosen Umgang mit der Leiche vermuten. Schon der erste Vers sorgt für die Verwirrung des Lesers, da dieser ein vollkommen anderes Gedicht vermutet hatte, aufgrund des Titels des Gedichtes. In den nächsten Versen wird wieder einmal die Entmenschlichung deutlich, da ,,Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster/ zwischen die Zähne geklemmt.” (V.2f.). Das Indefinitpronomen ,,Irgendeiner” (ebd.) führt abermals zur Entpersonalisierung des Menschen, es bringt die Unbedeutsamkeit des Todes für das Lyrische Ich zum Ausdruck. Zudem das neologistische Paradoxon ,,dunkelhelllila” (ebd.) zur Verwirrung des Lesers beiträgt. Auch die Farbe ,,lila” (ebd.) erinnert an eine Trauerfeier.  Die genaue Beschreibung der Farbe des Pflanze zeigt, dass das Lyrische Ich der Pflanze mehr Ansehen erweist, als der Leiche auf dem Tisch. Der erste und zweite Vers reimen sich, aber sonst ist kein Metrum, Reimschema oder eine Einteilung in einzelne Strophen zu erkennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (V. 4-12) leitet einen Obduktionshergang ein. Der Vers beginnt mit den Worten ,,Als ich von der Brust aus/ unter der Haut/ mit einem langen Messer/ Zunge und Gaumen herausschnitt,/ muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt/ in das nebenliegende Gehirn.” (V. 4f.). Die sehr detaillierte Beschreibung bringt die sachliche und gefühlskalte Seite des Lyrischen Ichs zum Ausdruck. Das zum ersten Mal verwendete Personalpronomen ,,Ich” (ebd.) untermauert, dass das Lyrische Ich weiß wovon es spricht. Die genaue Beschreibung dieses medizinischen Vorganges zeigt, dass das Lyrische Ich diesen Vorgang schon öfters getätigt hat und emotional so viel Abstand von den Toten gewonnen hat, dass dieser Vorgang etwas ganz normales für es ist. Der Umgang mit einem ,,langen Messer” (ebd.) mit welches es ,,unter die Haut” (ebd.)schneidet, ist für das Lyrische Ich etwas vollkommen normales, aber die  emotionslose Schilderung wirkt auf den Leser sehr skurril und brutal. Der Hendiadyoin ,,Zunge” (ebd.) und ,,Gaumen” (ebd.) untermauert wieder einmal, dass das Lyrische Ich weiß wovon es spricht. Der darauffolgende Vers handelt von der Aster, auf die, in dem Gedicht, der Fokus liegt. Das Lyrische Ich muss die Aster ,,angestoßen haben, denn sie glitt/ in das nebenliegende Gehirn.” (ebd.). Vor allem dieser Vers steht in Kontrast zu den vorherigen, da die Verb ,,stoßen” (ebd.) und ,,gleiten” (ebd.) eine sehr liebevolle Ausprägung verdeutlichen, was im Kontrast zu dem Verb ,,stemmen” (ebd.) steht, da dieser die pietätlosen Umgang mit der Leiche verdeutlicht. Der achte und neunte Vers bilden einen Paarreim, was wiedermals einen Kontrast veranschaulicht.  Auch die Enjambements zwischen den Versen bestärken die Bedeutungslosigkeit des Menschen für das Lyrische Ich. In den darauffolgenden Versen wird beschrieben, dass das Lyrische Ich die ,,Aster” (ebd.) in den Körper einnäht. Denn ,,Ich packte sie ihm in die Brusthöhle/ zwischen die Holzwolle, / als man zunähte.” (V. 10ff.). Das hier verwendete Personalpronomen ,,sie” (ebd.) verdeutlicht die Anerkennung, die das Lyrische Ich gegenüber der Blume hegt, was auch durch die Verwendung des Personalpronomens ,,Ich” (ebd.) veranschaulicht wird, da diese Verwendung den persönlichen Umgang untermauert, was wieder im Kontrast zu dem Umgang mit der Leiche steht, das wird vor allem an dem unpersönlichen Ausdruck ,,man” (ebd.) verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausruf ,,Trinke dich satt in der Vase!” (V.13) untermalt das die Blume nun von dem Leichnam leben soll und nicht umgekehrt wie es in der heutigen Welt nun mal ist, da wir heute von der Natur profitieren und nicht umgekehrt. Die Verabschiedung des Lyrischen Ichs von der ,,Aster” zeigt eine sehr liebevolle Art des Lyrischen Ichs. Vor allem das Adjektiv ,,sanft” (V.14) veranschaulicht die positive Ausstrahlung und liebgewonnene Hoffnung die noch in dem Lyrischen Ich steckt. Die Verabschiedung endet mit dem Ausdruck, der zugleich auch der Titel des Gedichtes ist, ,,kleine Aster” (V.15). Die Verniedlichung ,,kleine” (ebd.) in dem Ausdruck erinnert an den Eindruck des Lesers zu Beginn des Gedichtes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht die Vergänglichkeit des Menschen darstellt. Die sprachlich-formalen Aspekte, wie die Enjambements  bringen den Kontrast der Zuneigung des Lyrischen Ichs zu der Natur zum Vorschein und die Abneigung des Menschen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das expressionistische Gedicht „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn verfasst und 1912 veröffentlicht wurde, thematisiert die Nichtigkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 15- versige Gedicht lässt sich in vier Sinnabschnitte einteilen, da diese nur aus einer Strophe besteht.&lt;br /&gt;
Jedoch die Überschrift „Kleine Aster“ sagt schon viel über das Gedicht aus, da sie im Gegensatz zum Bierfahrer in den Vordergrund gesetzt wird. Denn das Adjektiv „klein“(V. 0) verdeutlicht ein Gefühl von Emotionalität. Kleine Dinge möchte man beschützen, sie wirken sehr sanft und zerbrechlich. Das Substantiv „Aster“(ebd.) ist eine Herbstblume und somit nur in einer begrenzten Zeit blüht. Aufgrund dessen verdeutlicht die Aster die Zeit der Vergänglichkeit und nimmt damit direkten Bezug zur Epoche des Expressionismus, in der Trostlosigkeit, Tod und das Surreale von Bedeutung war. Zudem stellt die Überschrift eine weitere Verbindung zum Gesamtkontext des Gedichts her, da die Beziehung zwischen Mensch und Pflanze im Laufe des Gedichts geschildert wird und die Blume somit einen klaren Vorteil hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Gedichts erzählt Benn „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“(V. 1). Damit leitet der Autor sein Gedicht ein. Der unbestimmte Artikel „Ein“(ebd.), welcher darauf hinweist, dass die Leiche nicht konkret zu erkennen ist und es somit einer von vielen ist. Somit verallgemeinert der Autor die Menschen. Die Beschreibung wer die Person war. Außer ein „ersoffener Bierfahrer“(ebd.) lässt sich nicht herausfinden. „Bierfahrer“(ebd.) war zur Zeit des Expressionismus ein gängiger Beruf, der dafür zuständig war, mit einer Karre , Bier an die Haushalte zu liefern. Das Adjektiv „ersoffen“(ebd.) deutete auf einen brutalen Tod hin, denn normalerweise ertrinken Menschen., Das Verb 2WURDE28EBD:9 IST IM Präteritum verfasst und deutet darauf hin, dass die Situation schon vor längere Zeit passiert sein muss und der Autor von einem Geschehen berichtet. Zudem erzählt Benn davon, dass die Leiche „auf den Tisch gestemmt“(ebd.) wurde. Allein diese Beschreibung „gestemmt“(ebd.) wirkt sehr brutal und gefühlslos. Stemmen benutzt man, wenn etwas sehr schwer ist und mit viel Kraft getragen werden muss. Die Interpunktion, Punkt am Ende des Verses unterstreicht die Realität des Geschehens. Folgend spricht Benn davon, dass „Irgendeiner […] ihm eine dunkelhelllila Aster/zwischen die Zähne geklemmt [hatte]“ (V. 2). Dabei ist auffällig, dass das Indefinitpronomen „Irgendeiner“(ebd.) wieder keine klare Antwort darauf gibt, wer die Aster zwischen die Zähne der Leiche geklemmt hat. Somit baut sich eine seriöse und nachdenkliche Spannung auf, weil wieder erneut eine Unklarheit aufkommt. Auch wiederholt sich der Tempus im Verb „hat“(ebd.) und verweist auf eine schon vergangene Situation hin. Die Nennung der „dunkelhelllila Aster“(ebd.) wirkt sehr verwirrend aufgrund des Neologismus „dunkelhell“(ebd.) , denn dieser zeigt einen Kontrast zwischen dunkel und hell und verdeutlicht repetierend die Seriosität und Verwirrung der geschilderten Situation, denn eine Blume kann nicht dunkel und gleichzeitig hell sein. Vers zwei lässt sich durch ein Enjambement bei „Aster“(ebd.) trenne und folgt mit den Worten “zwischen die Zähne geklemmt“(V. 3). Der Zeilenbruch ist hier von besonderer Bedeutung, weil dadurch der Fokus auf die Aster gelegt wird und somit wichtig wirkt. Dies lässt sich auch auf den Gesamtkontext des Gedichts beziehen und auf die Wahl der Überschrift. Um die Situation fortzuführen, redet er davon, dass man die Aster zwischen die Zähne […] geklemmt [hat]“(V. 3). Dieser Vorgang wirkt wieder sehr irritierend, skurril und schräg, denn die Vorstellung einer Leiche eine Blume zwischen die Zähne zu klemmen, obwohl der Mensch nicht mehr lebt, deutet auf eine bestimmte Absicht hin. Das Adjektiv „geklemmt“(ebd.) wirkt sehr bedrückend und löst ein Gefühl von Angst aus. Angst und Druck ist daran festzuhalten, dass sich jeweils das letzte Wort in Vers eins und drei aufeinander reimt und mit der Interpunktion, Punkt beendet wird. Beide Adjektive lassen sich als Tautologie bezeichnen. Zudem verweist die Beschreibung und speziell die Verwendung der brutalen und skurrilen Adjektive auf einen pietätlosen Umgang mit dem Menschen hin.  Dies lässt daraus schließen, dass Blume und Mensch in einer Beziehung zueinander stehen. Die Endung des Punktes untermauert die Realität der Situation und lässt damit Spannung aufbauen. Auffällig im ersten Sinnabschnitt ist das Reimschema, welches nicht eindeutig ist, aufgrund, dass sich Vers eins und drei reimen und Vers zwei alleine steht. Dies lässt den zweiten Vers in den Vordergrund stellen und somit auch die Aster, was wieder zeigt,, dass sie eine bedeutende Rolle im Gedicht hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt beginnt das lyrische Ich die Handlung einer daraus erkennbaren Obduktion detailliert zu beschreiben. Dass das lyrische Ich über die Handlung berichtet, wird daran deutlich, dass „Als ich von der Brust aus“(V. 4) das Personalpronomen „ich“(ebd.) verwendet wird. Außerdem lässt sich anhand des Gedichts und der Perspektive erkennen, dass Benn selber die Situation erlebt hat und somit seine eigene Obduktion, schildert. Das lyrische Ich beschreibt die Handlung „von der Brust aus“(ebd.) und führt fort mit „unter der Haut/ mit einem lanegn Messer“(v. 5f.). Das lyrische Ich beschreibt emotionslos, indem er seine Abfolge ohne weitere Kommentare von Gefühlen und Gedanken, erzählt. Der Gedanke unter der Haut mit einem langen Messer etwas aufzuschneiden, hinterlässt einen sehr bedrückenden und gefährlichen Eindruck. Die Hervorhebung des Enjambements hinter Haut und Messer hebt hervor, dass es für den Gerichtsmediziner nicht interessant ist, auf welche Art und Weise er einen Menschen behandelt. Daraufhin schildert er kontinuierlich, dass er „Zunge und Gaumen herausschnitt“(V. 7). Daran wird nochmal deutlich, dass es sich bei der Obduktion um einen Arzt handeln muss, da er wiederholt keine Gedanken und Gefühle die ihm dabei durch den Kopf gehen könnten erwähnt, scheint diese Art von Operation normal für ihn zu sein. Zudem wird langsam die Beziehung zum zwischen Arzt und Mensch deutlich, da das Verb „herausschneiden“(ebd.) sowie „gestemmt“(V.1) und „geklemmt“(v.3) den Umgang mit der Leiche beschreibt und alle Wörter einen sehr brutalen und skurrilen Gedanken hinterlassen. Im Gegenteil zur Aster, welche jetzt thematisiert wird, „muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt“(V. 8). Das Verhältnis zur Aster wird sofort anhand der Beschreibung deutlich, denn „anstoßen“(ebd.) wirkt sehr sanft und emotional. Auch dort wird der Beschützerinstinkt, welcher in der Überschrift auch schon angedeutet wird, klar. Dass es sich hierbei um die Aster handelt, wird an dem Personalpronomen „sie“(ebd.), deutlich, welches in Vers acht zweimal erwähnt wird und somit die Bedeutung und somit auch das &amp;lt;verhältnis der Blume dargestellt. Die sanfte und emotionale Art, die der Aster angeeignet ist, wird auch anhand des Verbs „gleiten“(V.8), hervorgehoben. Zudem lässt sich in Vers sieben und acht ein weiteres Reimpaar der jeweils letzten Wörter, herausfinden. „Herausschnitt“(V. 7) und „glitt“(V. 8). Beide Verben beziehen sich jeweils auf die Beziehung des Menschen und der Blume und stellt dadurch eine Verbindung zwischen beiden Hauptrollen und dem Arzt her. Daher, dass die Handlung kontinuierlich und emotionslos aus der Perspektive des Gerichtsmediziners geschildet ist, wird  die direkte Beziehung zur Blume bzw. zum Menschen, deutlich. Aufgrund der sanften und emotionalen Wortwahl, lässt sich eine bedeutendere Beziehung zwischen Blume und Arzt feststellen. Dass der tote Mensch in den Hintergrund gestellt wird, erklärt sich auch bei der  Beschreibung „in das nebenliegende Gehirn“(V. 9). Dies deutet darauf hin, dass das Gehirn der Leiche schon entnommen wurde und nicht mehr im Körper vorhanden ist und zeigt wieder die kalte Beziehung zum Menschen. Die Wertstellung der Menschen lassen sich jedoch gut auf den Expressionismus beziehen, denn Zustände wie Verzweiflung, Ängste und Endhumanisierung waren damals Realität. Insgesamt lässt sich anhand der detaillierten Beschreibung der Obduktion erkennen, dass die Aster aus dem Mund in das „nebenliegende Gehirn geglitten ist. Dies verleiht dem Gedicht wieder die skurrile und merkwürdige Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im darauffolgenden Abschnitt beschreibt das lyrische Ich den weiteren Vorhang der Obduktion, mit „Ich packte sie ihm in die Brusthöhle/zwischen die Holzwolle,/als man zunähte.“(V.10ff.). Direkt ist die Verwendung des Personalpronomens „ich“(ebd.) auffällig, welches den Vorgang personalisiert und somit auf Benn zurückzuführen ist. Die gesamte Beschreibung erinnert an eine merkwürdige Obduktion, weil die Aster zu diesem Zeitpunkt eine sehr wichtige Rolle spielt, wo das lyrische Ich davon erzählt, dass der Arzt die Aster zwischen die Holzwolle in die Leiche legt und zunäht (vgl.V.11f.). Früher benutze man Holzwolle, um die Leichen zu präparieren und sie auszustopfen. Beschrieben wird, dass die Aster zwischen die Holzwolle gelegt wird. Dadurch entsteht ein weiterer Schutz für die Blume, da sie die Leiche nicht mehr berührt. Daraufhin schildert das lyrische Ich, dass die Leiche zugenäht wird zusammen mit der Aster. Dadurch entsteht eine weitere Verbindung zwischen Aster und Mensch, da das Leben der Aster in diesem Zeitpunkt ebenfalls Abschied nimmt. Das es sich hierbei um einen Abschied handelt und somit einer Beerdigung ähnlich ist, wird deutlich in „Trinke dich satt in deiner Vase!/Ruhe sanft,/kleine Aster!“ (V. 13ff.). Die Personifikation in „Trinke dich satt in deiner Vase!“(ebd.), und die Verwendung des Personalpronomens „dich“(ebd.), verdeutlicht, wie wichtig ihm die Aster ist. Generell nimmt er ausschließlich nur noch Bezug zur Aster und zeigt somit das ein Rollentausch zwischen Mensch und Pflanze stattfindet. Benn als Arzt, welcher sich in seinem Beruf nur mit Menschen beschäftigt und diese Interessen bevorzugt, scheint wohl eineenge Beziehung zu Pflanzen zu haben und behandelt diese wie Menschen, was sich auf die Personifikation zurückführen lässt und die Interpunktion, Ausrufezeichen ebenfalls unterstreicht. Die Aussage klingt jedoch sehr ironisch denn hier personifiziert das lyrische Ich den Menschen, als Überlebensquelle für die Pflanze und hebt somit hervor, dass das Leben der Aster von größerer Bedeutung ist. Er missbraucht den Menschen zum leben der Pflanze und stellt die Leiche als ein Objekt dar. Die Erinnerung an eine Beerdigung wird anhand des Ausdrucks „Ruhe sanft, /kleine Aster!(ebd.) deutlich. Das lyrische Ich wünscht ihr Ruhe und Frieden auf dem Weg zum Tod. All diese Gedanken werden beim Tod eines Menschen verwendet. Anhand daran zeigt sich wieder der Rollentausch zwischen Mensch und Blume. Die Interpunktion, Ausrufezeichen unterstreicht die Wertlosigkeit des Menschen und hebt dadurch die Wertstellung der Aster hervor. Es wird deutlich klar, welche Verhältnisse das lyrische Ich hat.  Zudem ist auffällig, dass im letzten Abschnitt ein Tempuswechsel vorliegt. Im gesamten Gedicht wird das Präteritum verwendet, welches distanzierter und unruhiger wirkt im Gegensatz zum  Präsenz, das Nähe und Unmittelbarkeit verdeutlicht. Somit wird  die Bedeutung der Aster nochmals mehr hervorgehoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht und insbesondere die detaillierte Beschreibung der Obduktion ein gutes Beispiel dafür ist, um die Wertlosigkeit der Menschen zur Zeit des Expressionismus, darzustellen. Verschiedene Wortgruppen, der Tempuswechsel sowie die Interpunktionen die im Gedicht verwendet werden, unterstreichen die Bedeutung der Pflanze und dem Menschen. Besonders im letzten Sinnabschnitt und bei der Überschrift wird die Vergänglichkeit deutlich. All dies wird durch das fehlende Reimschema und fehlende Metrum unterstrichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benns Gedicht „Kleine Aster“, veröffentlicht im Jahr 1912, thematisiert die Wertlosigkeit des Menschen in der Epoche des Expressionismus.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Schon der Titel „Kleine Aster“ deutet einen wichtigen inhaltlichen Aspekt an, denn er zeigt damit die eigentliche Thematik des Gedichts auf. Mit der Benennung der Aster im Titel wird schon gleich zu Anfang der Fokus auf die Blume gelegt, sodass ihr eine tiefere Bedeutung zugeschrieben wird. Gleichzeitig ist festzuhalten, dass es sich bei der Aster um eine Herbstblume handelt und sie somit den Aspekt der Vergänglichkeit während des Gedichts symbolisiert. Auffällig ist hierbei, dass die Aster mit dem Adjektiv „klein […]“ (ebd.) beschrieben wird, sodass sie nicht nur an der ersten Stelle steht, sondern gleichzeitig auch eine sanfte und schutzlose Wirkung hinterlässt. Einen Kontrast dazu stellt der Beginn „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1) dar, da die Aster aus dem Titel für neues Leben steht, das Gedicht jedoch mit einem Toten beginnt. Der verallgemeinernde, unbestimmte Artikel „[e]in“ (ebd.) zeigt hierbei, dass es sich bei dem Toten um einen von vielen handelt, und dass das lyrische Ich, das Pathologe zu sein scheint und an dem Bierfahrer eine Obduktion durchführt, keine Beziehung zu dem Toten zu haben scheint. Dies ist ebenfalls erkennbar an der Art und Weise, wie das lyrische Ich über den Bierfahrer spricht und wie es mit ihm umgeht. So sagt er, der Tote sei „ersoffen[…]“ (ebd.), was im Vergleich zum Verb ertrinken gröber und kälter wirkt. Zudem stemme er ihn auf den Tisch (vgl. ebd.), was ebenfalls auf eine grobe Umgangsweise schließen lässt, sodass festgehalten werden kann, dass das lyrische Ich keinerlei Beziehung zu dem Toten hat, geschweige denn Mitleid, da sein Umgang mit der Leiche respektlos wirkt. Das lyrische ich sieht keinen Wert in der Leiche, was zurückzuführen ist auf die Epoche des Expressionismus, in der dieses Gedicht entstanden ist. Die Einstellung zum Menschen hatte sich aufgrund der politisch angespannten Situation kurz vor dem ersten Weltkrieg geändert, was hauptsächlich auf die Industrialisierung zurückzuführen war, da die Arbeit, die der Mensch geleistet hatte, von Maschinen übernommen wurde. Somit nahm die Bedeutung der Maschinen zu und die des Menschen ab. Dies hatte sich so ins Negative geändert, dass der Mensch als Individuum seine Bedeutung und seinen Wert verloren hatte, auch genannt den Ich-Verlust. Dies spiegelt sich ebenfalls im Anfang und im weiteren Verlauf des Gedichts wider, vor allem im pietätlosen Umgang des lyrischen Ichs mit der Leiche. Dieser Aspekt wird ebenfalls durch das Indefinitpronomen „[i]rgendeiner“ (V.2) untermauert, da diese Formulierung die Leiche zu einer beliebigen Person, der von jemand beliebigem „eine dunkelhelllila Aster zwischen die Zähne geklemmt“ (V.2f.) bekommen hatte, macht. Diese Beliebigkeit impliziert gleichzeitig Bedeutungslosigkeit, sodass der Wert dieser Leiche, der vorher ein lebendiger Mensch war, verloren geht. Unterstützt wird dies vom Bild einer Leiche, die eine Blume zwischen den Zähnen hat, was nicht nur die Skurrilität der Situation untermauert, sondern gleichzeitig ein spottendes Licht auf die Leiche wirft, was den Aspekt des bedeutungslosen Lebens eines Menschen nur bekräftigt. Die aus dem Titel aufgegriffene Aster, die im Kontrast zur Leiche für Leben steht und somit gleichzeitig höhnend zwischen den Zähnen des Toten wirkt, wird mit dem Neologismus „dunkelhelllila“ (ebd.) antithetisch beschrieben. Die Farbe Lila steht in der Religion für Trauer und Begräbnis und greift somit mit der Antithese abermals die Skurrilität der Situation auf.&lt;br /&gt;
Die folgenden Enjambements „Als ich von der Brust aus/ unter der Haut/ mit einem langen Messer/ Zunge und Gaumen herausschnitt,/ muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt/ in das nebenliegende Gehirn“ (V.4-9) sind ein repräsentatives Beispiel  für die bildliche Sprache des Gedichts und weisen weitere neue Aspekte zum Inhalt auf. Die Splittung des Satzes in viele verschiedene Verse verstärkt die monotone Wirkung beim Lesen dieses Absatzes und verdeutlicht gleichzeitig, dass der beschriebene Vorgang des Aufschneidens der Leiche, für das lyrische Ich Routine ist und es somit kalt lässt. Dies verdeutlicht nochmals die fehlende emotionale Bindung an den Gestorbenen und dass er für das lyrische Ich bedeutungslos ist. Der Vorgang des Aufschneidens für die Obduktion wird sehr bildhaft und detailliert beschrieben und ist noch dazu im Präteritum verfasst. Dies erweckt den Eindruck eines Berichts, der die Aufgabe hat sachlich und neutral Geschehenes widerzugeben, was sich mit der Kälte des lyrischen Ichs verbinden lässt. Zudem erschafft die Erzählung in der Vergangenheit eine gewisse Distanz gegenüber dem Leser und dem Geschriebenen, sodass wieder die Emotionslosigkeit deutlich wird. Die Enjambements verstärken die Wirkung des Aufschneidens, da die verschiedenen Handlungen des Aufschneidens einzeln hingestellt an Bedeutung gewinnen. Dabei wird betont, dass das lyrische Ich erst die Brust, und dann unter der Haut bis zum Gesicht den Körper aufschneidet, um dann Körperteile aus dem Mund wie „Zunge und Gaumen“ (ebd.) zu entfernen. Diese detaillierte Beschreibung erschafft eine verstörende und skurrile Atmosphäre, aber gleichzeitig auch eine nahgehende, da man an sich selbst nachvollziehen kann wie das lyrische Ich vorgeht. Betont wird dies durch das Adjektiv „lang[…]“ (ebd.), das das Messer beschriebt was das lyrische Ich benutzt, sowie durch den Paarreim „[…]schnitt“ (V.7) und „glitt“ (V.8). Das „glitt“ (ebd.) am Ende des Verses hebt die Bedeutung des darauffolgenden Verses, in dem beschrieben wird wie die anfangs benannte Aster „in das nebenliegende Gehirn“ (V.9) fällt, das sich neben dem Körper befindet. Diese ebenfalls detaillierte Beschreibung zusammen mit den vorherigen Versen betonen die für den Expressionismus typische Ästhetik des Hässlichen, bei der das Hässliche, Kranke und Wahnsinnige so detailliert beschrieben wird, wie das Schöne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin wird beschrieben wie das lyrische Ich die Aster nimmt und sie in den Körper zu der Holzwolle legt, und sie dann in der Leiche zunäht (vgl. V.10ff.). Dieser Vorgang erinnert an eine Beerdigung und verdeutlicht gleichzeitig, dass das lyrische Ich den toten Menschen nicht wie einen Menschen behandelt, und dass er die Aster wie einen Menschen behandelt, obwohl sie keiner ist. Dies beweist nicht nur der Prozess der Beerdigung, sondern auch die Personifikation „Trinke dich satt in deiner Vase!“ (V.13), die die Aster vermenschlicht. Auffällig ist hierbei der Kontrast zwischen dem was dem lyrischen Ich etwas bedeutet, und dem, was es als wertlos betrachtet. Die Verdrehung der Rollen wird dadurch deutlich, dass das lyrische Ich den Menschen als Grab für die Blume benutzt und ihn noch dazu als „Vase“ (ebd.) missbraucht, ihn also metaphorisch mit einem Objekt gleichstellt. Dies verdeutlicht ebenfalls die Bedeutungslosigkeit des Menschen. Zudem ist auffällig, dass das lyrische Ich die Aster anspricht mit dem Pronomen „dich“ (V.13), was die Blume abermals vermenschlicht. Zudem findet ab Zeile 13 ein Tempuswechsel statt, sodass vom Präteritum, das distanzierter wirkt, zum Präsenz gewechselt wird, das Nähe und Unmittelbarkeit verdeutlicht, die das lyrische Ich zur Aster hat, jedoch nicht zum Menschen. Die letzten beiden Verse „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“ (V.14f.) drücken Endgültigkeit in Form eines Ausrufs aus und „Ruhe sanft“ (ebd.) erinnert an den Abschied eines Geliebten bei einer Beerdigung. Das Adjektiv „sanft“ (ebd.) schafft zusammen mit der Wiederholung des Titels „Kleine Aster“ eine Verbindung zum Anfang des Gedichts, wodurch abermals die Bedeutung der Aster für das lyrische Ich hervorgehoben wird. Zudem ist hinzuzufügen, dass neben den zwei Paarreimen „gestemmt“ (V.1) und „geklemmt“ (V.2) sowie „[…]schnitt“ (V.7) und „glitt“ (V.8) kein Reimschema vorliegt. Außerdem hat das Gedicht einen freien Rhythmus und besteht aus einer Strophe mit 15 Versen. Dies unterstützt den Aspekt der Skurrilität der Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass es sich bei dem Gedicht um eine Leiche während einer Obduktion handelt, dessen Wert und Würde unter die einer Aster gesetzt wird. Dies wird deutlich durch die an eine Beerdigung erinnernden Aktionen, sowie der Gleichstellung des Menschen mit einem Objekt. Deutlich wird hierbei der Verlust der Bedeutung eines einzelnen Menschen in der Zeit des Expressionismus, sowie die Ästhetik des Hässlichen. Allgemein setzt sich das Gedicht mit dem Ende eines Lebens und seiner Vergänglichkeit auseinander. All dies wird unterstrichen durch ein fehlendes Metrum und Reimschema, sowie durch Antithesen und bildlicher Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Kleine Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahr 1912, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Expressionismus. Thematisiert wird …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst eine Strophe, bestehend aus 15 Versen. Es ist kein Reimschema auszumachen, zu finden sind ein einzelner Kreuzreim und ein Paarreim. Ebenso lässt sich das Gedicht durch einen freien Rhythmus kennzeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Aussage „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V. 1) ein. Die Einleitung durch den unbestimmten Artikel „[e]in“ (ebd.) in Bezug auf den ersoffenen Bierfahrer deutet auf eine emotionslose Atmosphäre hin. Diese wird durch die umgangssprachliche Bezeichnung „ersoffen[…]“ (V. 1) anstelle der formaleren und fachlichen Betitelung ertrinken. Weiterhin spielt auch der Umstand, dass die Leiche „auf den Tisch gestemmt“ (V. 1) wurde, was auf einen pietätlosen Umgang mit der Leiche hinweist, darauf an, dass die Atmosphäre, in der sich das lyrische Ich befindet sehr kalt und emotionslos ist. Im weiteren Verlauf beschreibt das lyrische Ich „Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster / zwischen die Zähne geklemmt“ (V. 2 f.). Parallel zum ersten Vers ist hier die Einleitung, in diesem Fall durch das Indefinitpronomen „Irgendeiner“ (V. 2), welches gleichermaßen, wie der unbestimmte Artikel, Unpersönlichkeit und somit Emotionslosigkeit verdeutlicht. Die bisher sehr sachliche Beschreibung des lyrischen Ichs wird durch das Paradoxon „dunkelhelllila“ (V. 2) in Bezug auf die Farbe der Aster unterbrochen. Das Paradoxon legt den Fokus des Lesers auf die Aster, welche einen Kontrast zu der Leiche bildet. Die Aster, die bereits im Titel des Textes erwähnt wird, ist eine Blume die vorzugsweise im Herbst blüht. Dieser Umstand zeigt auf, dass es sich bei der Aster um ein Symbol für Vergänglichkeit handelt. Der Titel „Kleine Aster“ lässt sich daher wie folgt interpretieren. Die Verniedlichung der Aster durch das Adjektiv „[k]lein[…]“ steht im Kontrast zu den ersten Versen des Gedichts. Die Verniedlichung stellt eigentlich eine emotionale Atmosphäre da, die einen Gegensatz zu der abstrakten Beschreibung des Lyrischen Ich zu Beginn des Gedichtes. Der dritte Vers des Textes beendet die Aussage mit der Formulierung „zwischen die Zähne geklemmt“ (V. 3) in Bezug auf den Aufenthaltsort der Aster. Die gedankliche Vorstellung dieses Bildes wirkt paradox und geradezu unpassend in einem Obduktionsraum. Formal ist die Textstelle durch einen Kreuzreim mit dem ersten Vers verbunden. Das Reimschema ist eine formale Verbildlichung des Ausdrucks „geklemmt“ (ebd.) da der Vers, in welchem die Aster erwähnt wird zwischen den beiden sich reimenden Versen steht. Die ersten drei Verse bilden den ersten Sinnabschnitt des Gedichts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 4 – 15) setzt ein mit der Beschreibung „Als ich von der Brust aus / unter der Haut / mit einem langen Messer / Zunge und Gaumen herausschnitt“ (V. 4 ff.) ein. Auffällig ist hier der Umbruch, welcher die Sinnabschnitte inhaltlich voneinander unterscheidet. Im ersten Abschnitt beschreibt das lyrische Ich die die Umgebung und die Leiche, während es im zweiten Sinnabschnitt selbst beginnt zu agieren. Darüberhinaus stammt das Wortfeld der Substantive „Brust“ (V. 4), „Haut“ (V. 5), „Zunge“ (V. 7) und „Gaumen“ (ebd.) aus der Anatomie des menschlichen Körpers. Ergänzt wird dies mit dem Substantiv „Messer“ (V. 6), das zu den Arbeitsinstrumenten des lyrischen Ichs zählt. Das Wortfeld, bzw. die gesamte Situation, sind sehr kalt und emotionslos beschrieben, weshalb der zweite Sinnabschnitt zunehmend bedrohlich wirkt. Dies lässt sich dadurch ergänzen, dass weder ein Rhythmus, noch ein Reimschema oder eine Interpunktion zwischen den vier Versen zu finden ist, was die Situation klimaxartig bedrohlicher wirkt. Im Anschluss daran gibt das lyrische Ich an es „muß […]sie angestoßen haben, denn sie glitt / in das nebenliegende Gehirn“ (V. 8 f.). Es bezieht sich hierbei auf die Aster, die sich im Mund der Leiche befindet. Die gesamte Situation wirkt skurril, da das Beschriebene anatomisch nicht möglich ist, was den paradoxen Kontext des Gedichtes untermauert. Im weiteren Verlauf erklärt das lyrische Ich „Ich packte sie ihm in die Brusthöhle“. Der Umstand, dass sich das lyrische Ich mehr mit der Blume befasst, verdeutlicht dass sein Verhältnis zu der Blume emotionaler ist als zu der Leiche. Dies wird ebenso durch die Tatsache, dass das lyrische Ich die Aster „zwischen die Holzwolle [legte], als man zunähte“ (V. 10 f.) ist mit dem Ablauf einer Beerdigung vergleichbar. Wird das Verhältnis zwischen dem lyrischen Ich und der Leiche analysiert, so ist dies kalt und distanziert, während das Verhältnis zur Aster eher als emotional bezeichnet werden kann. Als Pathologe hat das lyrische Ich täglich mit dem Tod zu tun und somit einen sehr belastenden Beruf. Es distanziert sich von der Leiche und konzentriert sich stattdessen auf die Aster, die es symbolisch für die Leiche beerdigt. Dies wird ebenso durch den gedanklichen Ausruf „Trink dich satt an deiner Vase!“ (V. 12) untermauert. Das lyrische Ich bezeichnet die Leiche als „Vase“ (ebd.), was einer leblosen Hülle, die auch dem Verständnis des lyrischen Ichs für eine Leiche, gleichkommt. Das Gedicht endet mit dem Abschied „Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V. 13 f.) womit das lyrische Ich einen Rückbezug zum Titel schafft und zeitgleich das Sinnbild der Beerdigung untermauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassen lässt sich festhalten, dass das lyrische Ich in seinem Beruf schweren psychischen Belastungen ausgesetzt wird und daher emotional kühl, kontrolliert und distanziert reagiert. Die Aster bildet einen Mittelpunkt auf den das lyrische Ich seine Emotionen zentriert. Dies wird durch die Interpunktion, das Wortfeld sowie durch die formale Gestaltung des Gedichts und die verwendeten stilistischen Mittel wie Metaphern, Ellipsen oder Paradoxons gestützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Kleiner Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahre 1912, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Expressionismus. Thematisiert wird die Vergänglichkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Gedichts weist zunächst auf eine friedliche und emotionale Stimmung hin. Mit der Aster, einer Herbstblume, stellt der Titel des Gedichts ein Symbol der Natur dar. Durch das Adjektiv „klein“ wird die Größe der Blume beschrieben und somit vom lyrischen Ich verniedlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich der erste Vers stellt einen Kontrast zur Überschrift dar, da das Symbol der Natur zunächst nicht weiter verfolgt wird. Stattdessen beginnt die Thematik des Gedichts mit der abweisenden Aussage, dass ein Bierfahrer ersoffen sei (Vgl. V. 1). Bei einem „Bierfahrer“ (ebd.) handelt es sich um eine Person, die mit einer Kutsche oder einem Gefährt, Bier transportiert. Durch die Verwendung des unbestimmten Artikels „[e]in“ (V.1), wird die Bedeutungslosigkeit dieser Person verdeutlicht. Diese Person sei eine von vielen und spielt somit in diesem Zusammenhang keine große Rolle. Das Adjektiv „ersoffen[…]“ (V.1) ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für ertrinken und hebt somit eine emotionslose Atmosphäre hervor. Dadurch das die Leiche anschließend auf den Tisch „gestemmt“ (V. 1) wurde, lässt sich erahnen, dass der Tote sehr korpulent gewesen sein muss. Anschließend beschreibt das lyrische Ich, dass „irgendeiner […] ihm eine dunkelhellila Aster / zwischen die Zähne geklemmt [hatte]“ (V. 2f.). Durch die erneute Verwendung des Indefinitpronomens „irgendeiner“ (ebd.), wird auch hier hervorgehoben, dass auch dieser irgendjemand einer von vielen sei. Somit wird erneut eine unpersönliche und somit emotionslose Atmosphäre verdeutlicht. Mit der Antithese „dunkelhellila“ (ebd.) beschreibt das lyrische Ich die Farbe der Aster und lenkt somit den Fokus auf die Herbstblume und nicht auf den Verstorbenen. Außerdem wirkt die Beschreibung der Farbe paradox, da eine Blume nicht hell und dunkel zugleich sein kann. Dieses Paradoxon unterstützt dabei die verwirrende Situation, die in diesem Gedicht herrscht. Durch die Adjektive „gestemmt“ (ebd.) und „geklemmt“ (ebd.) wird eine gefühlslose Stimmung und somit eine Assoziierung mit Brutalität herbeigeführt. Außerdem wird dadurch der pietätlose Umgang mit der Leiche verdeutlicht, weshalb sich dies auf die Epoche des Expressionismus zurückführen lässt. Besonders auffällig an den ersten drei Versen ist, dass sich der erste Vers mit dem dritten Vers reimt, da das Gedicht eigentlich kein Reimschema enthält und somit über einen freien Rhythmus verfügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt beginnt das lyrische Ich mit einer detaillierten Beschreibung der Obduktion des Bierfahrers. Dabei erklärt es, dass es „von der Brust aus / unter der Haut / mit einem langen Messer / Zunge und Gaumen“ (V. 4ff.) herausschneidet. Die Information, dass das lyrische Ich bei der Obduktion ein „lange[s] Messer“ (ebd.) verwendet, hebt noch einmal den pietätlosen Umgang mit der Leiche hervor. Außerdem wird dadurch die Assoziierung mit Brutalität noch einmal verstärkt. Die detaillierte Beschreibung wirkt zum einen sehr realitätsnah, zum anderen aber auch sehr verwirrend, da das lyrische Ich erst die Brust und dann unter der Haut bis zum Gesicht den Körper aufschneidet. Diese Darstellung der Obduktion erstreckt sich in einem Satz über sechs Verse. Diese Enjambements brechen die gewohnte Struktur des Gedichts, da sie die bekannte Zäsur am Versende, übergeht. Außerdem heben sie den Emotionslosen sowie Gefühlslosen Umgang des Arztes, in Bezug auf die Leiche, noch einmal hervor. Anschließend erwähnt das lyrische Ich, dass ihm die Aster dabei „in das nebenliegende Gehirn [glitt]“ (V. 8f.), als es die Blume vermutlich „angestoßen habe[…]“ (V. 8). Durch diese Vermutung wird deutlich, dass das lyrische Ich die Blume unabsichtlich in das „nebenliegende Gehirn“ (ebd.) rutschen lassen hat. Das lyrische Ich scheint sich dabei durchaus Sorgen um die Aster zu machen. Die Verben „anstoßen“ und „gleiten“ heben einen gefühlsvollen Umgang in Bezug auf die Blume hervor, da sie im Gegensatz zu den Adjektiven „gestemmt“ (ebd.) und „geklemmt“ (ebd.) einen warmherzigen Umgang verdeutlichen. Des Weiteren holt das lyrische Ich die Aster aus dem Gehirn heraus und „packte sie ihm in die Brusthöhle / zwischen die Holzwolle / als man zunähte“ (V. 10f.). Dieser Vorgang erinnert an eine Art Beerdigung, in der die Blume erneut in den Vordergrund des Geschehens gerückt wird. Anstatt sie vom lyrischen Ich weggeworfen wird, wird sie behütet in die „Brusthöhle“ (V. 10) des Verstorbenen gelegt und regelrecht umsorgt. Im Gegensatz dazu wird die Brusthöhe der Leiche mit Holzwolle gefüllt, weshalb das emotionslose Verhältnis des lyrischen Ichs der Leiche gegenüber noch einmal hervorgehoben wird. Dieses Verhältnis wird ebenfalls durch die Aussage „als man zunähte“ (V. 12) verstärkt, da das lyrische Ich den Körper des Leichnams nicht selbst zunäht. Dabei wird die gewisse Distanz, die zwischen dem lyrischen Ich und dem Verstorbenen herrscht, erneut zum Ausdruck gebracht. Außerdem verzichtet das lyrische Ich an dieser Stelle sogar auf das Pronomen „ihn“, weshalb diese Distanz erneut verdeutlicht wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im dritten und letzten Sinnabschnitt geht es ausschließlich um die Blume, denn der Verstorbene wird in diesen drei Versen nicht mehr erwähnt. Dabei beginnt dieser Abschnitt mit der Ansprache „Trinke dich satt in deiner Vase!“ (V. 13). In dieser Aussage wird durch das Reflexivpronomen „dich“ (ebd.) konkret die Aster angesprochen, während der Leichnam nur noch als „Vase“ (ebd.) für die Blume dient, in der sich die Blume hoffentlich satt trinken werde. Besonders durch das Verb „trinken“ wird die Blume vom lyrischen Ich vermenschlicht, womit zugleich die emotionale Bindung zu der Blume noch einmal verdeutlicht wird. Das lyrische Ich verabschiedet sich von der Blume mit den Worten „Ruhe sanft / kleine Aster!“ (V. 14f.), wodurch die Gefühle des lyrischen Ichs verdeutlicht werden. Diese emotionalen Gefühle werden besonders durch die Beschreibung „klein[…]“ (V. 15) hervorgehoben, da es dadurch die Blume verniedlicht und sein Bedürfnis, die Blume zu beschützen, untermauert. Die Wiederholung des Titels im letzten Vers, macht deutlich, dass das lyrische Ich ausschließlich für die Aster Gefühle empfindet, da der verstorbene Bierfahrer am Ende des Gedichts vollständig an Bedeutung verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn geschrieben und im Jahr 1912 veröffentlicht wurde und der Epoche des Expressionismus zuzuordnen ist, handelt von der Entindividualisierung des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift „Kleine Aster“ weist zunächst nicht auf das Thema des Gedichts hin. Das Adjektiv „klein[...]“ (ebd.) lässt die „Aster“ (ebd.), welche im Herbst blüht, sanft, zierlich und zerbrechlich wirken. Der Herbst wird meistens mit Vergänglichkeit assoziiert, was man als Vorausdeutung auf den Tod interpretieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht weist kein Metrum und kein festes Reimschema auf. Es lässt sich dennoch in drei Sinnabschnitte gliedern. Im ersten Sinnabschnitt (V. 1- 3) wird zunächst die Situation geschildert. Es ist von „ein[em] ersoffenem Bierfahrer [,der] auf den Tisch gestemmt [wurde]“ (V. 1) die Rede. Daraus kann man schließen, dass die Leiche einer Obduktion unterzogen wird. Der unbestimmte Artikel „ein“ (ebd.) deutet darauf hin, dass die Leiche nur eine von vielen Leichen ist und somit keine Bedeutsamkeit hat. Die Tatsache, dass die Leiche „gestemmt“ (ebd.) wurde, deutet auf einen pietätlosen Umgang hin. In den nächsten Versen wird beschrieben, dass „irgendeiner […] eine dunkelhelllila Aster zwischen die Zähne geklemmt [hatte]“ (V. 2f.). Das Indefinitpronomen „irgendeiner“ (ebd.) steht wieder für die Bedeutungslosigkeit des Menschen, denn es ist einer von vielen gemeint. Der Neologismus „dunkelhelllila“ (ebd.) ist zugleich ein Paradoxon. Der Widerspruch hat eine verwirrende Wirkung, dennoch die Funktion, die Aster in den Fokus zu rücken. Die Skurrilität und Absurdität wird zudem durch die Beschreibung, dass die Blume „zwischen die Zähne geklemmt [wurde]“ (ebd.), verstärkt dargestellt. Das Verb „geklemmt“ (V. 3) bildet einen Reim mit dem Verb „gestemmt“ (V. 1), wodurch der pietätlose Umgang mit der Leiche betont wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (V. 4- 12) stellt eine detaillierte Schilderung des Vorgehens der Obduktion dar. Der Enjambement „Als ich von der Brust aus / unter der Haut / mit einem langen Messer / Zunge und Gaumen herausschnitt, / muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt / in das nebenliegende Gehirn“ (V. 4- 9) verdeutlicht die Zusammengehörigkeit dieses Teils. Auffällig ist dabei die sachliche und emotionslose Schilderung des Prozesses, was gleichzeitig auf die nicht vorhandene emotionale Bindung des lyrischen Ichs zum Menschen hindeutet. Die Substantive „Brust“ (V. 4), „Haut“ (V. 5), „Zunge und Gaumen“ (V. 7), „Gehirn“ (V. 9) und „Brusthöhle“ (V. 10) kann man dem Wortfeld „Mensch“ zuordnen. Dabei wirkt die objektive Schilderung emotionslos gegenüber dem Menschen als ein Lebewesen. Darauf folgend wird wieder sachlich beschrieben, dass das lyrische ich die Aster „in die Brusthöhle / zwischen die Holzwolle [packte], / als man zunähte“ (V. 1O ff.). Die Sachlichkeit des Vorgangs steht hierbei wieder für die Gleichgültigkeit des lyrischen Ichs gegenüber der Leiche. Die Blume weist, im Gegensatz zur Leiche, eine hohe Bedeutung für das lyrische Ich auf, da sie, anstatt weggeschmissen zu werden, in die Brust der Leiche eingebettet wird. Die Ellipse „als man zunähte“ (V. 12) deutet auf die Irrelevanz des Menschen hin. Durch das fehlende Personalpronomen in dem Satz wird kein näherer Bezug auf die Leiche genommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (V. 13- 15) verdeutlicht die emotionale Bindung des lyrischen Ichs zu der Aster durch zwei Ausrufe. Dieser beginnt zunächst mit dem Ausruf, „Trinke dich satt in deiner Vase!“ (V. 13). Die Personifikation, dass sich die Blume satt trinken soll (ebd.), deutet auf die Bedeutung der Blume für das lyrische Ich hin. Es hat eine emotionale Bindung zu der Blume aufgebaut und wünscht sich, dass die Blume weiterleben kann. Auch dadurch, dass das lyrische Ich die Aster durch das Personalpronomen „dich“ (V. 13) direkt anspricht, wird die emotionale Bindung deutlich. Die Leiche fungiert nun als Vase für die Blume (vgl. V. 13), sie wird also als ein Gegenstand angesehen und hat somit nur eine funktionale Bedeutung, was die Gleichgültigkeit betont. Der zweite Ausruf „Ruhe sanft, / kleine Aster“ (V. 13 f.), welcher durch einen Enjambement getrennt wird, verdeutlicht die Besorgnis des lyrischen Ichs. Der Enjambement trennt den Ausruf, sodass „kleine Aster“ (ebd.) den letzten Vers bildet. Dadurch, dass die Überschrift im letzten Vers wiederzufinden ist, wird deutlich, dass es nicht um den Menschen geht. Da die letzten Worte des lyrischen Ichs der Aster gelten, wird schließlich wieder die Bedeutungslosigkeit des Menschen deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass in dem Gedicht durch rhetorische Mittel, wie z.B. Ausrufen und Enjambements, die Gefühlsverbundenheit des lyrischen Ichs zu einer einfachen Blume und die zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber einer Leiche deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Kleine Aster“ wurde 1912 von Gottfried Benn verfasst und thematisiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Kleine Aster“ verspricht zunächst ein harmonisches, friedliches Naturgedicht, was sich aus dem Adjektiv „klein[...]“ entnehmen lässt. Jedoch ist auch zu sagen, dass die Aster eine Blume ist, welche im Herbst blüht und somit ist dies ein Zeichen für die Vergänglichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zuvor erwähnte harmonische Bild wird jedoch gleich zu Beginn des Gedichts zerstört.  Hier wird von einer Leiche geschildert, welche sich auf einem Obduktionstisch  befindet (vgl. V1). Alleedings sei diese Leiche „[e]in ersoffener Bierfahrer“(V. 1). der genutzte Pejorativ von „ersoffener“ (ebd.)  widerspiegelt die Haltung des lyrischen Ichs gegenüber des Toten. Diese ist Abneigung zeigt sich an der Vorgehensweise, da die Leiche „gestemmt“ (V. 1) wurde und somit eher als eine Last angesehen wird. Dass die Person keine Bedeutung für das lyrische ich hat lässt sich zudem an dem unbestimmten Artikel „[e]in“ (ebd.) erkennen, da die es somit keine Rolle spielt wer diese Person ist. Zudem ist auffällig, dass die Situation im Präteritum geschildert wird, was sich an Hand von „wurde“ (V. 1) belegen lässt.  Weitergehend habe „[i]rgendjemand […] ihm eine dunkelhelllila Aster zwischen die Zähne geklemmt“ ( V. 2 f.).  Das indefinit Pronomen „irgendeiner“ (ebd.) zeigt erneut, dass das lyrische Ich keinerlei Bezug zu den Menschen hat, da es ihm demnach egal ist wer die Aster zwischen die Zähne der Leiche getan hat. „[D]unkelhellila“ (ebd.) ist außerdem ein Neologismus und zugleich ein Paradoxon, welche den Fokus auf die Aster legen. Aus dem ist hervorzugehen, dass die Aster eine wichtige Rolle im folgenden spielen wird. Die beiden Verse 1 und 3 reimen sich zudem, was besonders verdeutlicht wird durch die Interpunktion des Punktes (vgl. V. 1 ff.). Somit kann gesagt werden, dass der erste Vers um die Leiche handelt und die darauffolgenden um die Aster. Sowohl das Verhältnis zur Leiche, als auch zu der Blume des lyrischen Ichs wird weitergehend im Gedicht herausgearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle könnte jedoch auch sinngemäß die erste Strophe beendet sein, da nun die Untersuchung der Leiche genaustens geschildert wird: „Als ich von der Brust aus / unter der Haut / mit einem langen Messer / Zungen und Gaumen herausschnitt, / muss ich sie angestoßen haben, denn sie glitt / in das nebenliegende Gehirn“ (V.4 ff.).  Diese Enjambements betonen die Emotionslosigkeit gegenüber des Toten, da es durch die detaillierte Beschreibung eher monoton vom lyrischen Ich geschildert wird.  Das Adjektiv „lang[...]“ (ebd.) trägt ebenfalls dazu bei, dass die Vorgehensweise einen brutalen Charakter hat und somit auch eine Distanz bei dem lyrischen Ich zu dem Opfer vorliegt. Allerdings ist auch zu sagen, dass das lyrische Ich genau weiß was es tut, was sich aus der detaillierten Beschreibung entnehmen lässt. Dem entsprechend muss es diesen Vorgang schon mehrere Male gemacht haben, so dass eine Distanz zu seiner Arbeit geschaffen werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Kleine Aster&amp;quot;, geschrieben von Gottfried Benn und veröffentlicht 1912 in der Epoche des Expressionismus, thematisiert die Wertlosigkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in der Überschrift wird die &amp;quot;Aster&amp;quot; angesprochen, die im Herbst anfängt zu blühen. Der Herbst steht metaphorisch für die Vergänglichkeit, was sich auf die Leiche, die obduziert wird und somit auf den Tod beziehen lässt. &lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (V.1-3) leitet in die Situation ein und schildert diese. Antithetisch zur Überschrift formuliert, handelt sich dabei um &amp;quot;ein[en] ersoffene[n] Bierfahrer&amp;quot;(V.1), der &amp;quot;auf den Tisch gestemmt wird&amp;quot;(V.1). Durch den unbestimmten Artikel &amp;quot;Ein&amp;quot;(ebd.) wird deutlich, dass dieser &amp;quot;Bierfahrer&amp;quot;(ebd.) nur einer von Vielen ist, sodass die Bezugslosigkeit zum lyrischen Ich hervorgehoben wird. Dadurch, dass das umgangssprachliche Verb &amp;quot;ersoffen&amp;quot;(V.1) verwendet wird und nicht &amp;quot;ertrinken&amp;quot;, wirkt der Tod noch brutaler. Zudem wird in den ersten beiden Teilen des Gedichts das Präteritum verwendet, wie beispielsweise auch in Vers 1 &amp;quot;wurde&amp;quot;(V.1). Dies erinnert an einen Bericht, der immer sehr emotions- und bezugslos geschrieben wird. Dies lässt sich ebenfalls auf die Beziehung zwischen lyrischem Ich und Leiche übertragen. Das letzte Wort des ersten Verses &amp;quot;gestemmt&amp;quot;(V.1) ist eines der einzigen Wörter die sich reimen, und zwar auf &amp;quot;geklemmt&amp;quot;(V.3). Zum einen schafft dies eine Verbindung zwischen beiden Wörtern, die Beide sehr hart, und somit brutal, klingen, da sie auf dem Konsonanten und somit der männlichen Kadenz &amp;quot;T&amp;quot; enden. Des Weiteren wird durch das hart und brutal klingende Verb der peitätslose Umgang mit der Leiche veranschaulicht, der nochmals von einem distanziertem Verhältnis zeugt. Der zweite Vers beginnt mit dem Indefinitpronomen &amp;quot;Irgendeiner&amp;quot;(V.2), wodurch die Bezugslosigkeit von einem Menschen zu einen Anderen manifestiert wird. In dem neologistischen Adjektiv &amp;quot;dunkelhelllia&amp;quot;(V.2) befindet sich ein Paradoxon von &amp;quot;hell&amp;quot; und &amp;quot;dunkel&amp;quot;. Dieses soll die unüberschaubare Situation veranschaulichen, die dem lyrischen Ich widerfährt. Abgetrennt von einem Enjambement wird der Satz im dritten Vers fortgeführt mit &amp;quot;zwischen die Zähne geklemmt&amp;quot;. Zum einen wird hier besonders die Brutalität und Rücksichtslosigkeit verdeutlicht, mit der der Arzt die Leiche Behandelt. Diese ist ihm gleichgültig. Zum Anderen lässt sich die Gesamtsituation, einer Leiche eine Blume zwischen die Zähne zu stecken, als sehr absurd definieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (V.4-12) beschreibt den Vorgang, wie der Arzt die Leiche obduziert. Er beginnt mit der Konjunktion &amp;quot;Als&amp;quot;(V.4), die die Vorgehensweise der Leiche einleitet. Dadurch wird impliziert, dass diese Vorgehensweise nur nebensächlich ist und der Fokus auf der Aster liegt, die später angesprochen wird. Außerdem wird sie sehr kalt, emotionslos und routiniert beschrieben, da es für das lyrische Ich offenbar kein Problem ist eine Leiche aufzuschneiden (vgl. V.4-7).Durch die nähere Beschreibung des Messers mit dem Adjektiv &amp;quot;lang[...]&amp;quot;(V.6) und gegensätzlich dazu keine weitere Beschreibung der Leiche, zeigt das lyrische Ich, dass sogar ein Artefakt geltender ist als ein Mensch. Die nächsten beiden Verse reimen sich wieder. Die Wörter die sich reimen &amp;quot;herausschnitt&amp;quot;(V.7) und &amp;quot;glitt&amp;quot;(V.8) stehen sich antithetisch gegenüber. Zuerst ist wieder von dem Vorgang der Obduktion die Rede, die sehr brutal und emotionslos verläuft, was das Verb &amp;quot;herausschnitt&amp;quot;(ebd.) ebenfalls impliziert. Dann wiederum von der Aster die &amp;quot;glitt&amp;quot;(ebd.), was eine viel sanftere Form einer Bewegung ist. Die Aster erhält somit mehr Beachtung. Auch, dass das lyrische Ich die Aster &amp;quot;angestoßen&amp;quot;(V.8) haben soll, ist eine sanftere Art und Weise, auszudrücken, dass sie herunterstoßen wurde. Auch die Ignoranz der Tatsache, dass sich das Gehirn nicht im ursprünglichen Standort, im Kopf der Leiche, befindet sondern neben ihr liegt (vgl. V.9) zeigt, wie wenig sich das lyrische Ich für die Leiche interessiert, da sein Fokus auf der Aster liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden Satz packt das lyrische ich die Aster der Leiche &amp;quot;in die Brusthöhle&amp;quot;(V.10). Durch das Verb &amp;quot;packte&amp;quot;(V.10) wird nochmals die Brutalität, durch den harten Konsonanten &amp;quot;P&amp;quot; am Anfang des Wortes, betont. Zudem zeugt der Vers von Absurdität, die durch den Vorgang, eine Blume in den Körper eines Menschen, &amp;quot;zwischen die Holzwolle&amp;quot;(V.11) zu stecken. Die &amp;quot;Holzwolle&amp;quot; schafft wiederum eine Verbindung zur Wertlosigkeit des Menschen, da dieser jetzt nicht mehr nur aus sich selbst sondern aus künstlichen Dingen besteht. Im letzten Vers des Sinnabschnitts lässt sich eine Ellipse erkennen, da es eigentlichen heißen müsste &amp;quot;als man [ihn] zunähte&amp;quot;(V.12). Das Pronomen &amp;quot;ihn&amp;quot; bezieht sich auf die Leiche, sodass wieder die Nichtigkeit der Leiche für das lyrische Ich verdeutlicht wird, da diese mittlerweile so an Wichtigkeit verloren hat, dass sie nicht mehr genannt wird. Die Bezugslosigkeit wird auch an dieser Stelle nochmal hervorgehoben, da durch das Indefinitpronomen &amp;quot;man&amp;quot; unklar ist wer die Leiche zunäht, sodass dies als unwichtig angesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (V.13-15) wird wieder das Präsens verwendet. Außerdem wird hier direkt die Aster angesprochen was, verbunden mit dem Präsens, von einer gewissen Nähe zwischen lyrischem Ich und Aster zeugt. Diese steht im Gegensatz zur Beziehung vom lyrischen Ich und der Leiche. In Vers 13 findet eine Personifizierung von der Aster statt, indem gesagt wird, dass sie sich satt trinken soll (vgl. V.13). Im Gegensatz dazu wird die Leiche objektifiziert, indem sie als &amp;quot;Vase&amp;quot;(V.13) bezeichnet wird. Dies schafft ein Absurdes Verhältnis zwischen Aster und Leiche, da die Pflanze als höherwertig angesehen wird. Unterstützt wird dies außerdem von der direkten Ansprache an die Aster, durch das Pronomen &amp;quot;dich&amp;quot;(V.13). Im folgenden Vers sagt das lyrische Ich &amp;quot;Ruhe sanft&amp;quot;, was sich als Art Verabschiedung kennzeichnen lässt, die stark an eine Beerdigung erinnert. Die starke Bindung zur Aster, wird hier manifestiert, die an eine zwischenmenschliche Beziehung erinnert. Der letzte Vers lässt sich, aufgrund der Wiederholung &amp;quot;kleine Aster&amp;quot;(V.15) auf die Überschrift rückbeziehen. Die besondere Beziehung zur Aster wird an dieser Stelle, durch die Verwendung einer Art Spitznamen oder Verniedlichung durch das Adjektiv &amp;quot;klein&amp;quot;(ebd.), hervorgehoben. Dadurch, dass das Gedicht aus einem achthebigen Trochäus besteht und keine festes Reimschema erkennbar ist, wird die kalte und emotionslose Beziehung zur Leiche verdeutlicht. Außerdem ist davon auch die Absurdität und unüberschaubare Situation gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Gedicht die Pflanze Aster als wichtiger betrachtet als die Leiche, was von einer emotionslosen und bezugslosen zwischenmenschlichen Beziehung zeugt. Unterstützt wird dies durch die Absurdität der Situation. Sprachlich - formal wird dies durch das fehlende Rheimschema sowie den vielen Enjambements gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H.: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Kleine Aster“, der von Gottfried Benn verfasst und im Jahre 1912 veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein expressionistisches Gedicht. Thematisiert wird die Bedeutungslosigkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Gedichtes „Kleine Aster“ hebt die Relevanz dieser Pflanze im Gedicht hervor und lenkt den Fokus auf diese und nicht den später erwähnten Menschen oder den Vorgang der Obduktion. Die Aster ist eine Herbstpflanze, was bereits andeutet, dass auch die Vergänglichkeit, welche metaphorisch durch den Herbst verdeutlicht wird, eine zentrale Rolle in dem Gedicht spielt. Die Tatsache, dass diese durch das Adjektiv „klein“ (ebd.) näher beschrieben wird, verweist bereits auf eine gewisse Emotionalität, da mit jenem etwas niedliches beziehungsweise schutzloses assoziiert wird. &lt;br /&gt;
Anschließend setzt das Gedicht mit der Aussage ein, dass „[e]in ersoffener Bierfahrer […] auf den Tisch gestemmt“ (V. 1) worden sei. Es handelt sich also an dieser Stelle um eine Leiche, die obduziert wird. Das Adjektiv „ersoffen“ (ebd.) sowie die Äußerung, der Leichnam sei „auf den Tisch gestemmt“ (ebd.) worden, lassen bereits den groben und pietätlosen Umgang mit jenem und die Brutalität diesem gegenüber erkennen, da er nicht auf den Obduktionstisch gelegt wird. Das lyrische Ich scheint sich dem Leichnam gegenüber völlig emotionslos zu verhalten, was in einem deutlichen Kontrast zu dem beinahe liebevollen Verhalten der Aster gegenüber steht. Zudem ist der unbestimmte Artikel „Ein“ (ebd.) auffällig, welcher hervorhebt, dass die Leiche lediglich eine von vielen ist und das lyrische Ich kein Interesse daran hat, zu erfahren, wer die Person ist. Ihm geht es lediglich darum, seiner Routine nachzugehen und die Leiche zu obduzieren. Diese Unpersönlichkeit der Leiche bringt erneut die Brutalität und Kälte hervor, da das Individuum nicht bedeutsam ist. Anschließend folgt die Aussage, „[i]rgendeiner“ (V. 2) habe der Leiche eine „dunkelhelllila Aster / zwischen die Zähne geklemmt“ (V. 2 f.). Dies wirkt generell merkwürdig und skurril, was besonders durch das Paradoxon „dunkelhelllila“ (ebd.) hervorgehoben wird, denn die Farbe der Aster kann nicht dunkeln und hell sein. Dieser Ausdruck ist ein Neologismus und beschreibt die Aster genauer, was diese erneut in den Vordergrund rückt. Die Leiche wird lediglich durch das Pronomen „ihm“ (V. 2) erwähnt, was untermauert, dass diese für das lyrische Ich nicht signifikant ist, da sie nur kurz erwähnt wird. Auch das unbestimmte Indefinitpronomen „Irgendeiner“ (ebd.) trägt zu der Irritation des Lesers bei, da das lyrische Ich nicht daran interessiert ist, wer dies getan hat, obwohl dies eigentlich seine Aufgabe wäre, da es die Leiche obduziert. Dieses Desinteresse hebt die Nichtigkeit des Menschen hervor, da sich das lyrische ich ab diesem Moment nur noch auf die Aster konzentriert. An dieser Stelle ist jedoch eine weitere Besonderheit auffällig, denn in dem Gedicht liegt kein festes Reimschema sowie Metrum vor. Hier ist jedoch erkennbar, dass sich die Verben „gestemmt“ (V. 1) und „geklemmt“ (V. 3) reimen, was sie in gewisser Weise verbindet. Dies hängt auch mit dem Inhalt zusammen, da durch beide Aussagen eine gewisse Brutalität und Kälte im Umgang mit der Leiche betont wird. &lt;br /&gt;
Im Anschluss wird der Vorgang der Obduktion detailliert geschildert. Das lyrische ich erläutert dabei, als es „von der Brust aus / unter der Haut / mit einem langen Messer / Zunge und Gaumen herausschnitt“ (V. 4 ff.) habe es die Aster „angestoßen“ (V. 8). Trotz der Tatsache, dass die Obduktion detailliert und ausführlich wiedergegeben wird, wird die Aster erneut in den Fokus gerückt, denn es geht hauptsächlich wieder um das, was mit jener geschieht, und nicht um die Obduktion selbst. Zudem wirkt das lyrische Ich bei der geschilderten Situation gleichgültig und kalt beziehungsweise emotionslos, was eine gewisse Routine bei der Obduktion hervorbringt. Daraus lässt sich schließen, dass das lyrische Ich wahrscheinlich von Beruf Pathologe ist, weshalb die Leiche bei ihm keine Emotionen verursacht. Bei dem Vorgang der Obduktion fällt insbesondere die Aussage „lange[s] Messer“ (ebd.) auf. Die Vorstellung, dass die Leiche mit jenem aufgeschnitten wird, betont erneut die Brutalität und den groben Umgang mit der Leiche. Die Tatsache, dass das lyrische Ich der Leiche die „Zunge“ (ebd.) herausschneidet, trägt ebenfalls zu der Brutalität bei. Zudem könnte dadurch angedeutet werden, dass der Person die Sprache genommen wird, durch welche sich der Mensch auszeichnet. Bei der Schilderung dieser Situation wird zudem erneut ein Kontrast zwischen dem Umgang des lyrischen Ichs mit der Aster und dem mit dem Leichnam deutlich, da das lyrische Ich mit dem Leichnam insgesamt sehr brutal und grob umgeht. Die Aster möchte es jedoch beschützen und hat eine sehr emotionale Bindung zu dieser. Dies ist der Grund dafür, dass es leicht erschrocken wirkt, als es die Aster „angestoßen“ (ebd.) hat, da dies unabsichtlich geschehen ist. Daraufhin sei sie „in das nebenliegende Gehirn“ (V. 9) geglitten. Dies deutet daraufhin, dass das lyrische Ich der Leiche das Gehirn, welches den Charakter des Menschen mit steuert, bereits zuvor entfernt hat. Demnach nimmt das lyrische Ich dem Menschen nicht nur die Sprache, sondern auch den Charakter und die Fähigkeit zu denken, was die Nichtigkeit des Menschen andeutet, denn auch die entnommenen Organe werden nach der Obduktion nicht mit der Leiche beerdigt, sondern weggeworfen. Da sich die Aussagen „herausschnitt“ (ebd.) und „glitt“ (ebd.) reimen,  wird der Kontrast im liebevollen und schützenden Umgang mit der Aster und dem brutalen und groben Umgang mit der Leiche nochmals betont. Die Emotionslosigkeit und Kälte gegenüber dem Leichnam wird außerdem durch die Verwendung des Präteritums hervorgehoben, da die Schilderung dadurch wie ein Bericht klingt. Dieser Stil wird zudem durch die objektive und sachliche Haltung des lyrischen Ichs betont. Auch das fehlende Reimschema trägt dazu bei, dass die Schilderung der Obduktion eher als Bericht wahrgenommen wird, denn für Berichte ist es typisch, dass kein Reimschema verwendet wird. &lt;br /&gt;
Anschließend habe das lyrische Ich „ihm“ (V. 10) die Aster „in die Brusthöhle“ (V. 10) gepackt, was den umsorgenden und schützenden Umgang mit der Aster untermauert, da die Aster „zwischen die Holzwolle“ (V. 11) gelegt wird. Durch das Pronomen „ihm“ (ebd.) wird eine gewisse Distanz zwischen dem Leichnam und dem lyrischen Ich deutlich, da der Leichnam für jenes nichtig ist und keiner genaueren Erwähnung bedarf. Besonders die Aussage „als man zunähte“ (V. 12) hebt erneut die Gleichgültigkeit und Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs der Leiche gegenüber hervor, da dieses die Leiche nach dem pietätlosen und brutalen Umgang mit jener nicht selbst zunäht. Zudem wird dadurch die Distanz zwischen lyrischem Ich und dem Leichnam wiederholt zum Ausdruck gebracht. Die Kälte und Emotionslosigkeit gegenüber der Leiche wird jedoch auch dadurch untermauert, dass das lyrische Ich diese nicht mehr erwähnt. Vorher wurde die Leiche noch durch das Pronomen „ihm“ (V. 2, V. 10) erwähnt, doch jetzt fehlt auch dieses. Das lyrische Ich ist der Leiche gegenüber sehr distanziert undzeigt kein Interesse an ihr, sondern lediglich an der Aster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Zeilen ist ein gewisser Umbruch in dem Gedicht zu erkennen, denn an dieser Stelle findet ein Tempuswechsel statt. Zuvor, als die Obduktion der Leiche geschildert wurde, wurde das Präteritum verwendet. Nun fällt die Verwendung des Präsens auf, durch welche der Fokus erneut auf die Aster gelegt und der Mensch in den Hintergrund gerückt wird. Durch den Tempuswechsel wirken die Aussagen des lyrischen Ichs nicht mehr berichtend beziehungsweise sachlich und emotionslos. Zudem wendet sich das lyrische Ich der Aster genauer zu, indem es sie direkt anspricht, was die Emotionen ihr gegenüber hervorhebt und sie in gewisser Weise vermenschlicht. Die Aussage „Trinke dich satt in deiner Vase“ (V. 13) veranschaulicht dies insbesondere durch das Reflexivpronomen „dich“ (ebd.). Zudem wird die Leiche an dieser Stelle als die „Vase“ (ebd.) der Aster dargestellt, wodurch sie zu einem Gegenstand gemacht und somit entmenschlicht wird. Dies bringt erneut den Kontrast zwischen Aster und Bierfahrer hervor, da die Aster vermenschlicht wird und dem Bierfahrer die Menschlichkeit genommen wird. Die Entmenschlichung des Leichnams hebt zudem die Emotionslosigkeit und Kälte dieser gegenüber hervor und stellt die Aster erneut als bedeutsamer dar, da die Leiche lediglich dem Zweck dient, die Aster am Leben zu erhalten, indem jene durch das Wasser im Körper des Bierfahrers gewissermaßen ernährt wird. Das Ausrufezeichen am Ende dieser Aussage betont die Nichtigkeit des Menschen sowie die Signifikanz der Aster im Gegensatz zum Menschen. Daraufhin folgt die Aussage „Ruhe sanft / kleine Aster“ (V. 14 f.), welche auf den ersten Blick irritierend und skurril wirkt, da solche Worte eher bei der Beerdigung eines Menschen geäußert werden. Hier dienen sie jedoch der Verabschiedung der Aster, wodurch erneut ihre wichtige Rolle für das lyrische Ich und im Umkehrschluss die Bedeutungslosigkeit des Menschen untermauert wird, da die Leiche nicht verabschiedet, sondern gleichgültig behandelt wird. Die Tatsache, dass das lyrische Ich die Aster an dieser Stelle erneut als „klein“ (ebd.) bezeichnet, hebt wie zu Beginn im Titel bereits die Emotionalität ihr gegenüber hervor, was zudem durch das Adverb „sanft“ (ebd.) untermauert wird. An dieser Stelle folgt erneut ein Ausrufezeichen, was wiederholt die Emotionalität gegenüber der Aster betont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in dem Gedicht besonders die Bedeutungslosigkeit des Leichnams im Kontrast zu der Signifikanz der Aster veranschaulicht wird. Dies wird besonders durch den unterschiedlichen Umgang des lyrischen Ichs mit der Leiche und der Aster hervorgehoben. Insgesamt zeigt sich somit die Nichtigkeit des Menschen sowie seine Vergänglichkeit. Betont wird dies hauptsächlich durch den Tempuswechsel und die unterschiedliche Wortwahl des lyrischen Ichs sowie das fehlende Reimschema und Metrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Kleine Aster“, welcher von Gottfried Benn im Jahre 1912 veröffentlicht worden ist, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Expressionismus. Thematisch geht es um die Nichtigkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegen fünfzehn Verse vor, welche ein unregelmäßiges Reimschema aufweisen. Außerdem setzt sich das Gedicht aus acht-hebigen Trochäen und weiblichen Kadenzen zusammen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzt mit dem Titel „kleine Aster“(V.0) ein, welche diese Blume in den Vordergrund rückt. Das Adjektiv „klein“(ebd.) dient dabei als eine Art Verniedlichung und lässt die Aster schutzlos und hilfsbedürftig wirken. Die Tatsache, dass eine Aster eine Herbstblume ist, lässt auf das Thema des Gedichtes schließen. Dieses handelt nämlich von Vergänglichkeit, wofür der Herbst symbolisch steht. Nach dem Titel setzt der erste Sinnabschnitt (V.1-3) mit des Worten „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1) ein und beschreibt die Obduktion einer Leiche. Der unbestimmte Artikel „Ein“(ebd.) zeigt die Unwichtigkeit des Bierfahrers, da es irgendeiner von vielen ist. Außerdem scheint dieser nicht leicht zu heben zu sein, denn er wird „auf den Tisch gestemmt“ (ebd.). Dies zeigt zudem noch den pietätlosen Umgang mit dem Bierfahren. „Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhellila Aster / zwischen die Zähne geklemmt“(V.2f.). Diese Person scheint auch nicht wichtig zu sein, denn sie wird durch den unbestimmten Artikel „Irgendeiner“(ebd.) verkörpert. Die Farbe „dunkelhellila“(ebd.) ist sowohl ein Neologismus, welcher die Besonderheit der Aster zum Ausdruck bringt, als auch ein Paradoxon, da etwas nicht hell und dunkel zur gleichen Zeit sein kann und macht die Aster dadurch noch besonderer. Diese Blume ist also interessanter als ein Mensch, der vor Kurzem gestorben ist. Im Folgenden listet das lyrische Ich, welches Arzt zu sein scheint, eine emotionslose Schilderung aus, welche durch Enjambements verbunden ist : „Als ich von der Brust aus / unter der Haut / mit einem langen Messer / Zunge und Gaumen herausschnitt, / muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt / in das nebenliegende Gehirn. / Ich packte sie ihm in die Brusthöhle / zwischen die Holzwolle, / als man zunähte“ (V.4ff.). In den drei letzten Versen, welche aus Ausrufen bestehen, liegt ein Tempuswechsel vor, welcher alles unmittelbarer klingen lässt : „Trinke dich satt in deiner Vase ! Ruhe sanft, kleine Aster !“ (V.13f.) Dies zeigt erneut, dass die Aster dem lyrischen Ich wichtiger als die Leiche ist und dass der Bierfahrer entmenschlicht wird, denn das lyrische Ich spricht zu der Aster und bezeichnet den Körper des Bierfahrers dazu auch noch als Vase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dem lyrischen Ich die Aster im Gegensatz zur Leiche eines toten Menschen sehr wichtig zu sein scheint und es sich mehr um diese, als um die Leiche sorgt und kümmert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Kleine Aster“, geschrieben von Gottfried Benn und veröffentlicht 1912 in der Epoche des Expressionismus, thematisiert die Vergänglichkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift des Gedichts „Kleine Aster“ (Z.0), ist sehr emotional und sanft, durch das Adjektiv „Klein[...]“ (Z. Ebd.). Eine „Aster“ (Z.0), ist eine im Herbst blühende Blume, welche somit für Vergänglichkeit steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht hat keine Strophen, lässt sich jedoch in drei Sinnabschnitte einteilen. Der erste Sinnabschnitt (V.1-3) ist von Brutalität geprägt. Man stemmte einen „ersoffene[n] Bierfahrer“ (V.1), auf einen Tisch. Die Worte „ersoffener“ (V.1) und „gestemmt“ (V.1), wirken sehr brutal und grob. Vor allem zeigt es einen pietätlosen Umgang mit der Leiche. Auch die Tatsache, dass der tote Mensch mit „Ein“ (V. Ebd.) beschrieben wird. Dieser unbestimmter Artikel drückt aus, dass die Leiche nur eine von vielen ist, also nichts besonderes. Der nächste Vers beginnt mit dem Indefinitpronomen „Irgendeiner“ (V.2), was wiederum die Unbesonderheit der Leiche zum Vorschein bringt. Zudem wird die Aster, welche zwischen die Zähne der Leiche geklemmt worden war, als „dunkelhelllila“ (V.2) beschrieben. Dieser Neologismus ist verwirrend und deutet auf den nächsten Vers hin, da dort  gesagt wird, dass die Aster „zwischen die Zähne [der Leiche] geklemmt“ (V.3) worden war. Das ist wie auch in Vers eins, genau so brutal, es wird durch „geklemmt“ (V. 3) verdeutlicht. Außerdem wirkt der Vers sehr fragwürdig, da es nicht normal ist, einem Toten eine Blume zwischen die Zähne zu stecken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt (V. 4-12) beschreibt den Vorgang einer Obduktion. Das lyrische Ich ist ein Gerichtsmediziner, welcher mit einem Messer, die Leiche von Brust bis Gesicht aufgeschnitten hat und dessen Zunge und Gaumen herausschneidet. Der gesamte geschilderte Vorgang läuft völlig kontrolliert und vor Allem sehr emotionslos ab, das zeigt, dass dieses Handeln für das lyrische Alltag ist. Die Aster die soeben noch im Mund steckte, fällt nun in das „nebenliegende Gehirn“ (V. 9).  Durch die Aneinanderreihung von Enjabements wird die Brutalität der hier stattfinden Handlung, noch einmal besonders in den Vordergrund gerückt. Das gesamte Geschehen wird im Präteritum geschildert, was darauf hin deutet, dass das lyrische ich berichtet was es tut. Die Wörter „herausschnitt“ (V.7) und „glitt“ (V.8) sind, abgesehen von in den Versen eins und drei die einzigen Reime. So betont dieser Reim noch mehr die Handlung, das Aufschneiden und Verrutschen der Aster. Des Weiteren beschreibt das lyrische Ich, dass es die Aster „in die Brusthöhle [packte] […] als man zunähte“ (V.10f.). Die Brusthöhle steht hier metaphorisch für das Herz, welches das Leben symbolisiert. So wird also die Aster als lebensnotwendig bezeichnet, da sie an die Stelle des Herzens gelegt wird, sie ist lebendig. Somit wird der Kontrast zwischen der Leiche und der lebenden Aster verdeutlicht. Die Leiche wird mit „Holzwolle“ (V.11) gefüllt um den toten Körper vom restlichen Wasser zu trennen, da dieses von der Wolle aufgesaugt wird. Die „Holzwolle“ (V. Ebd.) kann als Schutz für die Aster gesehen werden, da diese komplett von ihr umgeben ist. Dadurch kann ein Bezug zum Titel des Gedichts hergestellt werden, da dort von einer „Kleine[n] Aster“ (V.0) die Rede ist, was sehr sanft klingt. Die „Kleine Aster“ (V. Ebd.) wird also von der Holzwolle geschützt da sie nicht kaputt gehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten drei Verse bilden den dritten Sinnabschnitt (V.13-15), der sich vollständig mit der Aster beschäftigt. Hier wird nicht mehr berichtet, erkennbar daran, dass hier im Präsens geschrieben wird. Folglich wird dem Leser die stattfindende Handlung näher gebracht. Dadurch, dass das lyrische Ich sagt „Trinke dich satt in deiner Vase“ (V.13) wird schnell klar, dass ihm die Aster wichtiger als der Mensch ist, der gestorben ist. Die Aster soll von der Leiche leben und weiter leben. Zusätzlich muss erwähnt werden, dass das lyrische Ich es jeden Tag mit Toten zu tun hat, allerdings – und das ist sehr wahrscheinlich – sieht er nicht jeden Tag eine Aster. Somit ist das erforschen einer Leiche Alltag und normal für das lyrische Ich. Die letzten beiden Verse des Gedichts deuten auf die bevorstehende Beerdigung des „ersoffen[nen] Bierfahrer[s]“ (V. 1) hin, da das lyrische Ich der „kleine[n] Aster“ (V. 15) befiehlt sanft zu ruhen (vgl. V. 14). Auch die Befehle im letzten Sinnabschnitt sind voller Emotionen, im Gegenteil zu der im zweiten Sinnabschnitt beschriebene Handlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht von Gottfried Benn stellt die Vergänglichkeit und den Tod des Menschen in den Vordergrund.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Benn</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Benn</title>
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				<updated>2018-11-15T21:52:50Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Benn, Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das expressionistische Gedicht „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn verfasst und im Jahre 1912 veröffentlicht wurde, thematisiert die Nichtigkeit des Menschen bezüglich des derzeitigen Ich-Verlusts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht beginnt mit dem Titel „Kleine Aster“, welcher direkt zu Beginn die darin benannte Herbstblume in den Vordergrund rückt. Auffallend ist hier jedoch besonders das verniedlichende Adjektiv „klein“, welches die Blume als etwas schutzloses darstellt. Da hier in diesem Kontext kein Artikel verwendet wird, klingt der Titel nahezu schon wie ein Name, der die Blume indirekt vermenschlicht, weshalb bereits hier eine emotionale Atmosphäre bezüglich der Blume entsteht. Jedoch stellt die Tatsache, dass die Aster eine Herbstblume ist, auch voran, dass das Gedicht die Thematik der Vergänglichkeit beinhaltet, da der Herbst auf metaphorische Weise für eben diese steht.&lt;br /&gt;
In diesem Kontext setzt der erste Sinnabschnitt des Gedichtes (V. 1-3) mit den Worten „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“(V. 1) ein. Somit bestätigt der Vers den Titel in seiner Bedeutung, indem es hierbei um Tod und Vergänglichkeit geht. Dass eben diese Vergänglichkeit allgegenwärtig ist und somit in jedem steckt, wird im unbestimmten Artikel „Ein“(ebd. ) deutlich, der zugleich zeigt, dass ein einzelnes Individuum keinen Wert hat. Somit sei die ertrunkene Person, die beruflich Bier transportiert und ausliefert, eine willkürliche Person aus einer Masse von Menschen. Diese Sicht des lyrischen Ichs, die jedoch in der Epoche des Expressionismus viele vertraten, wird hier durch eine gewisse Brutalität der Ausdrucksweise deutlich. Eben diese zeigt sich in diesem Vers exemplarisch am Adjektiv „ersoffen“(ebd. ), welches anstelle von ertrunken genutzt wird und so den umgangssprachlichen Ausdruck im Gesamtgedicht akzentuiert. Eben diese Ausdrucksweise, die gewissermaßen brutal und skurril wirkt, setzt sich in den Worten „wurde auf den Tisch gestemmt“(ebd. ) fort. Hierbei wird eine eher emotionslose Atmosphäre vermittelt, indem pietätlos mit der Leiche während der Obduktion umgegangen wird. Eben diese vermittelte Emotionslosigkeit stellt eine Antithese zum Titel dar, die den Menschen als nichtig und die Blume im Kontrast als etwas sehr Emotionales, Lebendiges darstellt. &lt;br /&gt;
Diese Kontrastierung setzt sich auch im zweiten und dritten Vers fort, welcher die kleine Aster erstmals im Gedicht aufgreift. Besonders wird dabei in „Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster/ zwischen die Zähne geklemmt“(V. 2 f. ) die Blume erneut in den Vordergrund gerückt, was auch der Zeilensprung unterstreicht, durch welchen der zweite Vers mit der „Aster“(ebd. ) endet. Diese wird durch den paradoxen Neologismus „dunkelhelllila“(ebd. ) beschrieben, wobei die Farbe lila im Allgemeinen für Trauer oder im christlichen Sinne auch für ein Begräbnis steht, was sich auf den Fortgang des Gedichts bezieht. Jedoch deutet eine Wortneufindung bezüglich der Aster insgesamt auch auf etwas ungewohntes oder vielleicht auch unnatürliches hin, was auf den hohen Wert der Aster im Vergleich zur Nichtigkeit des Menschen verweist. Genau diese Nichtigkeit zeigt sich dabei auch noch einmal im Indefinitpronomen „Irgendeiner“(ebd. ), welches einen möglichen Täter verallgemeinert und diesen somit auch als nichtig dastehen lässt, als sei alleinig die Blume von Bedeutung. In diesem Zusammenhang steht die Blume dabei antithetisch zum toten Menschen, für das Leben und somit auch für Hoffnung. So verleiht die Blume dem Hässlichen des Todes auch eine gewisse Ästhetik, die jedoch eine alberne, skurrile Wirkung beinhaltet, die jedoch typisches Merkmal des Expressionismus ist. Eine derartige Skurrilität wird auch daran deutlich, dass die Aster der Leiche „zwischen die Zähne geklemmt“(V. 3) war, was eher an einen Verführer als an einen Todesfall erinnert. Zugleich wird so jedoch auch die Sicht des lyrischen Ichs deutlich, der die Menschen als nichtig und vielleicht sogar schlecht ansieht, die Blume und die Natur dahingegen jedoch als Opfer der Menschen dastehen lässt, sodass dieser nach Meinung des lyrischen Ichs mehr Würde gebührt. Besonders wird dies auch nochmal am Reim in den Worten „gestemmt“(V. 1) und „geklemmt“(V. 3) deutlich, da diese den Menschen selbst und den Umgang mit diesem als emotionslos darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (V. 4-12) befasst sich mit der Obduktion der Leiche und akzentuiert so noch einmal besonders den pietätlosen Umgang mit einem Menschen. So schildert das lyrische Ich die Situation mit den Worten „Als ich von der Brust aus/ unter der Haut/ mit einem langen Messer/ Zunge und Gaumen herausschnitt,/ muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt/ in das nebenliegende Gehirn“(V. 4 ff. ). Insgesamt klingt hier eine gewisse Routine an, die andeutet, dass das lyrische Ich Pathologe ist und der Einzelfall des Ertrunkenen für ihn keine Rolle spielt. Eben diese Routine wird besonders an der Konjunktion „Als“(ebd. ) sowie der emotionslosen sachlichen Schilderung deutlich. Zu dieser Sachlichkeit trägt besonders auch die Verwendung des Präteritums bei, die die ersten Sinnabschnitte wie einen Bericht wirken lässt. In diesem sprachlichen Kontext fällt zugleich auf, dass weder Metrum, noch Reimschema vorhanden sind, was eher untypisch für die Epoche ist. Jedoch dient dies der berichtenden Darstellungsweise, in der im Normalfall keine Aspekte der Kunst wie auch Metrum usw. inbegriffen sind. Jedoch deutet die allgemeine berichtende Sprache auch eine gewisse Fremde an, die das lyrische Ich zum Menschen hat, wodurch erneut die Nichtigkeit des Menschen deutlich wird. Hierbei spiegelt das lyrische Ich jedoch das Denken vieler Menschen im frühen zwanzigsten Jahrhundert wieder, die Individuum und vor allem Persönlichkeit als unwichtig und in gewissem Maße auch unwürdig ansahen. Um diese Sichtweise zu vermitteln, schildert das lyrische Ich seine Vorgehensweise im Enjambement erneut brutal, was zum Beispiel am Nomen „lange[s] Messer“(V. 6) oder aber am Verb „herausschneiden“(V. 7) deutlich wird. Im Kontrast zu alledem steht letztlich erneut die Aster, welche ins Gehirn „glitt“(Z. 8). Hier fällt besonders in der Wortwahl und im antithetischen Reim von „schnitt“(V. 7) und „glitt“(V. 8) die Beschönigung der Aster auf, die das lyrische Ich gewissermaßen zu beschützen versucht, während er den Menschen brutal auseinandernimmt. Diese Kargheit wird auch noch einmal in den Worten „glitt/ in das nebenliegende Gehirn“ (V. 8 f. ) ausdrücklich, da das hier schon entnommene Organ des Menschen, das seine gesamte Persönlichkeit ausgemacht hat, als Objekt beschrieben wird und somit erneut nichtig wirkt. Der Text dreht also gewissermaßen die Rollen um, indem er jegliche Emotionalität und vor allem auch das Mitempfinden des lyrischen Ichs auf die Aster überträgt. Dies wird auch in der Vermutung des lyrischen Ichs „muß ich sie angestoßen haben“(V. 8) deutlich, indem es diese Tat unbewusst und unabsichtlich tut, während es den Menschen absichtlich und ohne Rücksicht obduziert. Die Situation spitzt sich jedoch in den folgenden Versen noch weiter auf die Vermenschlichung der Blume zu. So geht das Gedicht mit den Worten „Ich packte sie ihm in die Brusthöhle/ zwischen die Holzwolle“(V. 10 f. ) weiter. Diese Situation erinnert an eine Art Beerdigung, welche die Blume noch einmal stärker vermenschlicht und die Wertlosigkeit des Menschen selbst verringert, indem dieser als Grab dient. Gewissermaßen lassen sich hierbei auch Parallelen zur derzeitigen Industrialisierung erkennen, indem die Menschen durch diese einen Teil der Natur zerstörten, weshalb hier gewissermaßen der Mensch als Grab für die Blume, als Repräsentant der Natur, dient. Besonders stärkt dabei die Tatsache, dass das lyrische Ich die Blume „in die Brusthöhle“(V. 10) tut diesen Aspekt, da die Blume somit als eine Art Lebensantrieb für den Menschen an Stelle seines Herzens dargestellt wird, den nur die Natur bietet. Die Holzwolle, ein Baumaterial, mit welchem früher Kuscheltiere und Leichen ausgestopft wurden, kann man dabei bildlich als eine Art Erde oder Sarg sehen. Diese sehr bildlich dargestellte Situation endet damit, dass er die Blume „beerdigte“ „als man zunähte“(V. 12).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und somit letzte Sinnabschnitt setzt mit dem Ausruf „Trinke dich satt in deiner Vase!“(V. 13) ein, welcher die Aster schlussendlich personifiziert, indem das lyrische Ich diese im Reflexivpronomen „dich“(ebd. ) wie einen Freund anspricht. Besonders stellt dabei das „Trinken“(ebd. ) eine symbolische Personifikation dar, indem sich die Blume vom Menschen nähren soll, wie es eigentlich der Mensch von der Natur tut. Somit dreht das lyrische die Rollen von Mensch und Pflanzen um, wodurch er den Pflanzen erheblichen Wert zuspricht und die Menschen als nichtig erklärt. In diesem Kontext nennt es den Menschen metaphorisch eine „Vase“(V. 13), wodurch es den Menschen objektiviert. Besonders weist zudem auch der Tempuswechsel ins Präsenz von der Nichtigkeit des Menschen, indem nun eine Nähe oder Unmittelbarkeit zur Blume geschaffen wird, die emotionaler wirkt und so den Mensch als etwas Fernes, Irrelevantes in den Hintergrund rückt. Zuletzt spitzt das lyrische Ich diese Bedeutsamkeit der Natur im Kontrast zur Unbedeutsamkeit des Menschen mit den Worten „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“(V. 14 f. ) zu, indem er der Blume eine Art Grab und Beerdigung schafft und den vor sich liegenden Menschen dabei nur als eine Art Mittel zum Zweck ansehen, also als das, als das die Menschen die Natur ansehen. Hierbei akzentuiert es jedoch zugleich die Vergänglichkeit aller Dinge, wobei das lyrische Ich der Vergänglichkeit der Natur wesentlich mehr Wert zuspricht, wodurch sich auch seine Trauer erklären lässt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt das Gedicht die Nichtigkeit eines Individuums und der Persönlichkeit im frühen 20. Jahrhundert dar, die unter anderem durch die Industrialisierung bedingt war. Eben diese Nichtigkeit wird besonders im groben Umgang mit der Leiche im Gedicht verglichen zum Umgang mit der Aster, aber auch in der eher berichtenden Sprache deutlich. Dass die Natur eine wesentlich größere Rolle spielt, wird anhand der Vermenschlichung der Blume deutlich, indem diese durch sehr bildhafte Sprache als schutzlos dargestellt wird, während der Mensch keinerlei Beachtung erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegendem Text mit dem Titel ,,Kleine Aster“ von Gottfried Benn handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahr 1912 veröffentlicht wurde und der Epoche des Expressionismus zu zuordnen ist. Thematisch geht es dabei um Entmenschlichung und Vergänglichkeit bezüglich der Identität und Individualität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel ,,Kleine Aster“ verdeutlicht bereits, dass die Aster in dem Gedicht im Fokus liegt, statt der Bierfahrer, welcher einer Obduktion unterzogen wird. Dabei ist die Aster eine Blume, welche im Herbst blüht, wodurch diese also Vergänglichkeit symbolisiert. Das Adjektiv ,,klein“ wirkt dabei verniedlichend und verdeutlicht, dass das lyrische Ich das Gefühl hat die Aster beschützen zu müssen und dadurch wird Emotion ausgedrückt. Im Gegensatz dazu steht der erste Vers mit der Aussage ,,Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1), da dieser Vers die Emotionslosigkeit und Kälte des lyrischen Ichs der Leiche aufgrund des pietätlosen Umgangs mit dem Verstorbenen gegenüber verdeutlicht. Das Adjektiv ,,ersoffen“ (ebd.) verdeutlicht dabei die emotionale Distanz des lyrischen Ichs dem Bierfahrer gegenüber da, sowie die emotionale Kälte gegenüber des Verstorbenen. Dies wird auch durch die Tatsache deutlich, dass der Bierfahrer ,,auf den Tisch gestemmt“ (ebd.) wird, was ebenfalls die pietätlosen Umgang mit dem Bierfahrer verdeutlicht, da dieser auf den Tisch sozusagen mehr oder weniger drauf geworfen wird, statt normal hingelegt, wodurch ebenfalls die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs hervorgebracht wird. Der unbestimmte Artikel ,,ein“ (ebd.) bringt hervor, dass es dem lyrischen Ich nicht wichtig ist, wer genau der Mann ist, sondern er nur einer von vielen, also nur ein Verstorbener ist, der obduziert werden muss, was ebenfalls kalt und emotionslos sowie brutal wirkt. In der nächsten Aussage ,,Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhellila Aster/ zwischen die Zähne geklemmt“ (V.2 f.) wird dabei der Fokus auf die Aster gelegt und nicht mehr auf dem Bierfahrer, wobei das Indefinitpronomen ,,Irgendeiner“ (ebd.) verdeutlicht, dass das lyrische Ich sich nicht damit auseinandersetzt, wer die Aster zwischen die Zähne geklemmt hat, wobei dieser Umstand irritierend und fragwürdig wirkt. Auch die Farbe der Aster wirkt paradox (vgl. V. 2), da die Farbe nicht hell und dunkel zu gleich sein kann. Dieser Neologismus und auch gleichzeitig Paradoxon unterstützt dabei die verwirrende Situation und lenkt den Fokus auch auf die Aster und nicht auf den Verstorbenen. Auffällig ist auch, dass auch wenn es eigentlich kein Reimschema, kein Metrum und auch keine Strophen vorhanden sind, sich die Enden der beiden Verse 1 und 3 reimen. Dabei verdeutlichen sowohl die Verben ,,stemmen“ (ebd.) als auch ,,klemmen“ (ebd.) den harten und emotionslosen Umgang mit der Leiche.  Des Weiteren beschreibt und schildert das lyrische Ich, was es bei der Obduktion tut. Die Aussage ,,Als ich von der Brust aus/ unter der Haut/ mit einem langen Messer/ Zunge und Gaumen herausschnitt, muß ich sie angestoßen haben“ (V. 4 ff.) verdeutlicht, dass die Aster erneut ins Zentrum des Geschehens gerückt wird, auch wenn die Beschreibung der Obduktion ausführlicher ist, da die Obduktion in einem Nebensatz beschrieben wird als Ursache dafür, dass die Aster gefunden wurde und die Aster dadurch, dass sie im Hauptsatz der Aussage geschildert wird, im Fokus steht und die Obduktion nur nebensächlich ist. Diese Beschreibung der Obduktion erinnert dabei an einen Bericht, der sachlich und emotionslos ist, wobei das Präteritum in der Beschreibung ebenfalls an einen Bericht erinnert. Durch diese emotionslose Beschreibung der Obduktion wird der Bierfahrer entmenschlicht und das lyrische Ich beschreibt nur die Routine seiner Arbeit, wobei der Tod dieses Menschen es völlig emotionslos und kalt lässt.  Das ,,lange[.]“ (ebd.) Messer und auch das Verb ,,herausschneiden“ (ebd.) verdeutlichen dabei die Brutalität der Obduktion und die Enjambements, welche die Verse miteinander verbindet, unterstützt die Beschreibung der brutalen Obduktion. Wie zuvor erwähnt, liegt der Fokus in dieser Aussage erneut auf der Aster, welche das lyrische Ich entdeckt hat, wobei im Kontrast zu der brutalen und emotionslosen Schilderung der Obduktion und auch den pietätlosen Umgang mit dem Verstorbenen, die Aster regelrecht umsorgt wird und Emotionen im lyrischen Ich weckt. Dies wird deutlich, wenn es heißt, dass das lyrische ich ,,sie angestoßen haben“ (ebd.) muss und sie ,,in das nebenliegende Gehirn [glitt]“ (V. 9). Die Verben ,,anstoßen“ und ,,gleiten“ verdeutlichen dabei das Umsorgen der Aster und ebenso den guten Umgang mit dieser, wohin das lyrische Ich kalt und brutal mit dem Bierfahrer umgeht. Die Tatsache, dass das lyrische Ich für den Verstorbenen keine Emotionen aufbringt, jedoch die Aster umsorgt und ins Zentrum des Geschehens stellt, verdeutlicht die Entfremdung des lyrischen Ich zu dem Menschen und die Brutalität und Emotionslosigkeit. Außerdem ist es auffällig, dass die Versenden der Verse 7 und 8 sich reimen, wobei das Verb ,,herausschneiden“ (ebd.) auf den Leichnam bezogen ist und das Verb ,,gleiten“ (ebd.) auf die Aster. Die beiden Verben stellen eine Kontrast dar, der den gegensätzlichen Umgang mit der Aster und mit der Leiche vor Augen führt, da  mit der Leiche brutal umgegangen wird, wohin gegen die Aster umsorgt wird. Der Reim führt dabei diesen gegensätzlichen Umgang vor Augen. Die nächste Aussage ,,Ich packte sie ihm in die Brusthöhle/ zwischen die Holzwolle,/ als man zunähte“ (V. 10 ff.) verdeutlicht erneut, dass die Aster umsorgt wird und der Verstorbene kalt und emotionslos behandelt wird, wobei die Aster erneut im Fokus steht. Die Tatsache, dass das lyrische Ich die Aster ,,ihm in die Brusthöhle“ (ebd.) legt, verdeutlicht das Umsorgen der Aster, da diese nicht einfach weggeworfen wird, sondern geschützt weggepackt wird, wohin gegen die Brusthöhle mit Holzwolle gefüllt wird, was erneut die emotionslose Schilderung verdeutlicht. Zudem verdeutlicht die Aussage ,,als man zunähte“ (ebd.), dass erneut der Fokus völlig auf der Aster liegt, da das Zunähen als eine Nebentätigkeit in dem Nebensatz ausgesagt wird und die Aussage aber thematisiert, dass die Aster weggepackt wird. Das Pronomen ,,man“ (ebd.) in dieser Aussage an Stelle des Personalpronomen ,,ich“ (ebd.) verdeutlicht dabei die Distanz zu dem Leichnam, sowie die Entfremdung des lyrischen Ichs zu dem Menschen. Dadurch wird auch ausgesagt, dass die Obduktion nicht so wichtig ist und eher nebensächlich, sodass es keine Rolle spielt, wer den Mann wieder zunäht, da die Aster das Zentrum darstellt. Zu dem wird in dieser Aussage der Bierfahrer nicht mehr erwähnt, sondern allgemein beschrieben, dass zugenäht wird, was ebenfalls die Entfremdung, die Gleichgültigkeit und Emotionslosigkeit zu dem Bierfahrer hervorbringt und das lyrische Ich die Obduktion als Routine sieht. In der nächsten Aussage ist es auffällig, dass die Aster von dem lyrischen Ich angesprochen und somit vermenschlicht wird, was die Aussage ,,Trinke dich satt in deiner Vase!“ (V.13) zum Ausdruck bringt. Durch das Nomen ,,Vase“ (ebd.) wird der Bierfahrer zum Gegenstand gemacht und durch die Ansprache des lyrischen Ichs an die Aster wird diese jedoch vermenschlicht, was erneut den Kontrast des Umgangs mit der Aster und des Umgangs mit dem Bierfahrer hervorhebt. Die Entmenschlichung des Bierfahrers wird auch dadurch deutlich, dass das lyrische Ich, da es den Bierfahrer als Gegenstand betrachtet, in dem Bierfahrer einen Zweck für die Aster sieht, sodass die Aster wichtiger und bedeutsamer ist, als der verstorbene Bierfahrer und die Aster über diesen gestellt wird. Das Ausrufezeichen verdeutlicht und untermauert dabei die Emotionen, die aufgrund der Aster bei dem lyrischen Ich hervorkommen, wobei durch die Entmenschlichung des Bierfahrers erneut die Emotionslosigkeit und Kälte hervorgebracht wird. Die letzte Aussage ,,Ruhe sanft/ kleine Aster“ (V. 14 f.) erinnert an einen emotionalen Abschied auf einer Beerdigung, wobei für gewöhnlich dies einem Menschen gewünscht wird. Jedoch wünscht das lyrische Ich dies nicht dem Bierfahrer sondern der Aster, sodass dies erneut verdeutlicht, dass das lyrische Ich dem Bierfahrer gegenüber kalt ist und keine Emotionen aufbringen kann, jedoch bei der Aster emotional wird und diese umsorgt und somit die Aster für es wichtiger ist. Das Adverb ,,sanft“ (ebd.) verdeutlicht die Emotionen, die das lyrische Ich für die Aster aufbringt und im zweiten Teil der Aussage ebenfalls verdeutlicht, wobei dadurch der Titel aufgegriffen wird. Somit wird erneut durch das Adjektiv ,,klein“ (ebd.) die emotionale Umsorgnis zum Ausdruck gebracht. Auffällig bei dieser Verabschiedung ist vor allem auch der Tempus-Wechsel, wobei nun das Präsens verwendet wird, wodurch der Abschied unmittelbar wirkt und nicht mehr berichtend und sachlich, wie emotionslos. Auch hier wird am Ende der Aussage ein Ausrufezeichen verwendet, was erneut die Emotionalität des lyrischen Ichs bezüglich des Abschieds verdeutlicht. Die Tatsache, dass die Aster sowohl im Titel erwähnt wird als auch zum Schluss des Gedichts und somit die Aster sozusagen den Rahmen des Gedichts bildet, wird die Aster in den Fokus gelegt und hervorgehoben und bleibt stärker im Gedächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vorliegender Text „Kleine Aster“ von Gottfried Benn verfasst und 1912 veröffentlicht, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Expressionismus. Thematisiert wird die Nichtigkeit des Menschen und seiner Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift „Kleine Aster“ verdeutlicht bereits, dass die Aster eine zentrale Rolle im Gedicht spielt. Des Weiteren zeugt sie von einer harmonischen und emotionalen Atmosphäre im Gedicht, da die Aster durch das Adjektiv „klein“ verniedlicht wird und das lyrische Ich das Gefühl hat die Aster beschützen zu müssen, wodurch eine gewisse Emotionalität von ihm ausgeht. Des Weiteren stellt die Aster, bei welcher es sich um eine Herbstblume handelt, ein Naturmotiv für Vergänglichkeit dar, da der Herbst metaphorisch diese verkörpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Vers des ersten Sinnabschnittes (V.1-3) widerspricht sich jedoch mit dem harmonischen, emotionalen Bild der Überschrift, da schroff eine Obduktion aus der Sicht eines Arztes beschrieben wird, jedoch wird hier das Motiv der Vergänglichkeit hervorgehoben. So heißt es „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1). Der unbestimmte Artikel „Ein“ (ebd.) untermauert, dass es sich bei der Leiche nur um eine von vielen handelt und ein einzelnes Individuum keinen Wert hat, was das emotionslose Handeln des lyrischen Ichs hervorhebt.  Die Emotionslosigkeit wird ebenso in dem pietätslosen Umgang mit der Leiche akzentuiert, da diese routiniert und wie ein Gegenstand „auf den Tisch gestemmt [wurde]“ (ebd.). Durch das Verb „gestemmt“ (V.1) geht jedoch auch eine gewisse Brutalität von dem lyrischen Ich aus, da es die obduzierende Leiche eher hinwirft als legt. Das lyrische Ich bemerkt aufmerksam, dass „Irgendeiner […] ihm eine dunkelhellila Aster/ zwischen die Zähne geklemmt [hatte]“ (V.2f.). Das Indefinitpronomen „Irgendeiner“ (V.2) akzentuiert, dass sich das lyrische Ich nicht damit auseinandersetzt, wer die Aster dem Bierfahrer in den Mund gelegt hat, was jedoch skurril wirkt, da es sich um eine Obduktion handelt.  Ebenso wirkt die Farbe „dunkelhellila“ (ebd.), da eine Farbe nicht zugleich hell und dunkel sein kann. So wird in gewisser Weise die Aufmerksamkeit auf die Aster gelenkt. Im Allgemeinen steht die Farbe Lila jedoch für Trauer und Begräbnis steht, was sich im Fortlauf des Gedichtes näher erkennen lässt. Die Blume steht antithetisch der Leiche gegenüber und verleiht dem Tod eine gewisse Ästhetik, was ein Merkmal des Expressionismus darstellt. Besonders auffällig ist an den ersten drei Versen, dass sich der erste mit dem dritten reimt, da das Gedicht eigentlich über kein Reimschema verfügt. Die sich reimenden Versenden „gestemmt“ (V.1) und „geklemmt“ (V.3) heben dabei nochmals den pietätslosen Umgang mit der Leiche hervor und akzentuieren dabei die emotionale Kälte des obduzierenden Arztes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den darauffolgenden Versen des zweiten Sinnabschnittes (V.4-12) beginnt das lyrische Ich mit der sachlichen und detaillierten Schilderung der Autopsie des Bierfahrers. Dabei hat das lyrische Ich die Brust des Bierfahrers geöffnet und schneidet Gaumen und Zunge mit einem „langen Messer“ heraus (V. 4ff). Dabei verdeutlicht dies die Brutalität des obduziernden Arztes. Die Aster rutscht ihm dabei in das „nebenliegende Gehirn“ (V. 9). Dabei fallen besonders die sich reimenden Versenden „herausschnitt“ (V.7) und „glitt“ (V.8) auf, da sie den Kontrast der Aster von dem Leichnam hervorheben. Während das lyrische Ich die Leiche brutal auseinandernimmt, umsorgt er die Aster regelrecht. Diese Begebenheit untermauert, dass das lyrische Ich für die Leiche keine emotionale Verbindung aufbaut, die Aster jedoch behütet, stellt eine gewisse Distanz und Gleichgültigkeit zwischen dem Sprecher und dem toten Bierfahrer dar. Die Sachlichkeit der Sezierung sowie die Benutzung des Präteritums ähneln eher an einen Bericht. Die Emotionslosigkeit wird durch den unbetonten Rhythmus des Gedichtes untermauert, da dies kein Metrum aufweist. Des Weiteren sind alle Verse durch Enjambements miteinander verbunden, was die Routine des obduzierenden Arztes akzentuiert. Des Weiteren holt das lyrische Ich die Aster raus und „packt sie ihm in die Brusthöhle/ zwischen die Holzwolle“ (V. 10f.). Dieser Vorgang untermauert erneut das emotionslose und routinierte Handeln des Arztes. Ebenso wird die Aster wieder in den Vordergrund des Geschehens gerückt, da sie anstatt weggeschmissen zu werden schützend „in die Brusthöhle“ (V.10) gelegt wird. Diese Geste untermauert erneut, dass das lyrische Ich die Aster umsorgt und eine emotionale Bindung zu ihr aufbaut, wohingegen der Körper der Leiche gleichgültig zugenäht wird. Auffällig an der Aussage „als man zunähte“ (V.12) ist das Pronomen „man“ (ebd.), da dieses anstelle des Personalpronomens „ich“ eingesetzt wird. Dadurch wird die Distanz zwischen dem lyrischen Ich und der Leiche hervorgehoben, wodurch zum Ausdruck kommt, dass die völlige Aufmerksamkeit des Sprechers auf der Aster liegt, wodurch die Obduktion gewissermaßen in den Hintergrund gestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und somit letzte Sinnabschnitt (V.13-15) setzt mit der Inversion „Trinke dich satt in deiner Vase!“ (V.13) ein, wobei das lyrische Ich konkret die Aster anspricht, wobei durch das Reflexivpronomen „dich“ (ebd.) die Aster von dem Sprecher vermenschlicht wird, wodurch eine gewisse Emotionalität und Verbindung aufgebaut wird. Die Leiche wird hier als „Vase“ (ebd.) gebraucht und somit vom lyrischen Ich objektiviert, was sein brutales und emotionsloses Handeln an der Leiche untermauert. Hier dient die Leiche des Bierfahrers als Nutzen für die Aster, da sie aus ihr trinken soll. Durch die abschließende Interjektion „Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V.14f.) gleicht die Atmosphäre eher einer Beerdigung bzw. eines Abschiedes als einer Obduktion. Da sich das lyrische Ich von der Aster verabschiedet, hebt nochmals die emotionale Bindung hervor, was seine Trauer erklären lässt. Auch der Tempus Wechsel von Präteritum zu Präsens lässt den Abschied der Aster emotional wirken. Der Umstand, dass auch die Aster stirbt, untermauert, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, dass alles vergänglich ist, wobei er der Vergänglichkeit der Natur mehr Wert zuspricht als der der Menschheit. Die Begebenheit, dass die Aster sowohl im Titel erwähnt wird als auch zum Schluss des Gedichts stellt sie den Rahmen des Gedichtes dar, wodurch untermauert wird, dass der Fokus des Gedichtes eher auf ihr als auf den zu obduzierenden Leichnam liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Kleine Aster”,aus der Epoche des Expressionismus,  wurde von Gottfried Benn im Jahre 1912 verfasst und thematisiert die Entmenschlichung im Kontrast zur Vergänglichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Titel des Gedichts veranschaulicht die Vergänglichkeit, da die ,,kleine Aster” (V.0) eine Herbstblume symbolisiert, welche von Vergänglichkeit geprägt ist, da sie auch irgendwann verblüht. Das diminutive Adjektiv ,,kleine” (V.0) lässt die Blume hilflos wirkt. Dies lässt ersteinmals vermuten, dass das Gedicht von der Natur handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (V.1-3) steht mit den Worten ,,Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt.” (V.1) ein. Schon der unbestimmte Artikel ,,Ein” entmenschlicht den Leichnam, der anscheinend ertrunken ist, da dem Lyrischen Ich scheinbar nicht von Bedeutung ist, wer dieser Mann einmal war. Der Ausdruck ,,Bierfahrer” (ebd.) meint die damaligen Getränkelieferanten.  Das Adjektiv ,,ersoffener” (ebd.)verdeutlicht die Brutalität und Emotionslosigkeit des Lyrischen Ichs, was auch durch das Verb ,,stemmen” (ebd.) veranschaulicht wird. Dies lässt auf einen pietätlosen Umgang mit der Leiche vermuten. Schon der erste Vers sorgt für die Verwirrung des Lesers, da dieser ein vollkommen anderes Gedicht vermutet hatte, aufgrund des Titels des Gedichtes. In den nächsten Versen wird wieder einmal die Entmenschlichung deutlich, da ,,Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster/ zwischen die Zähne geklemmt.” (V.2f.). Das Indefinitpronomen ,,Irgendeiner” (ebd.) führt abermals zur Entpersonalisierung des Menschen, es bringt die Unbedeutsamkeit des Todes für das Lyrische Ich zum Ausdruck. Zudem das neologistische Paradoxon ,,dunkelhelllila” (ebd.) zur Verwirrung des Lesers beiträgt. Auch die Farbe ,,lila” (ebd.) erinnert an eine Trauerfeier.  Die genaue Beschreibung der Farbe des Pflanze zeigt, dass das Lyrische Ich der Pflanze mehr Ansehen erweist, als der Leiche auf dem Tisch. Der erste und zweite Vers reimen sich, aber sonst ist kein Metrum, Reimschema oder eine Einteilung in einzelne Strophen zu erkennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (V. 4-12) leitet einen Obduktionshergang ein. Der Vers beginnt mit den Worten ,,Als ich von der Brust aus/ unter der Haut/ mit einem langen Messer/ Zunge und Gaumen herausschnitt,/ muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt/ in das nebenliegende Gehirn.” (V. 4f.). Die sehr detaillierte Beschreibung bringt die sachliche und gefühlskalte Seite des Lyrischen Ichs zum Ausdruck. Das zum ersten Mal verwendete Personalpronomen ,,Ich” (ebd.) untermauert, dass das Lyrische Ich weiß wovon es spricht. Die genaue Beschreibung dieses medizinischen Vorganges zeigt, dass das Lyrische Ich diesen Vorgang schon öfters getätigt hat und emotional so viel Abstand von den Toten gewonnen hat, dass dieser Vorgang etwas ganz normales für es ist. Der Umgang mit einem ,,langen Messer” (ebd.) mit welches es ,,unter die Haut” (ebd.)schneidet, ist für das Lyrische Ich etwas vollkommen normales, aber die  emotionslose Schilderung wirkt auf den Leser sehr skurril und brutal. Der Hendiadyoin ,,Zunge” (ebd.) und ,,Gaumen” (ebd.) untermauert wieder einmal, dass das Lyrische Ich weiß wovon es spricht. Der darauffolgende Vers handelt von der Aster, auf die, in dem Gedicht, der Fokus liegt. Das Lyrische Ich muss die Aster ,,angestoßen haben, denn sie glitt/ in das nebenliegende Gehirn.” (ebd.). Vor allem dieser Vers steht in Kontrast zu den vorherigen, da die Verb ,,stoßen” (ebd.) und ,,gleiten” (ebd.) eine sehr liebevolle Ausprägung verdeutlichen, was im Kontrast zu dem Verb ,,stemmen” (ebd.) steht, da dieser die pietätlosen Umgang mit der Leiche verdeutlicht. Der achte und neunte Vers bilden einen Paarreim, was wiedermals einen Kontrast veranschaulicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das expressionistische Gedicht „Kleine Aster“, welches 1912 von Gottfried Benn verfasst wurde, thematisiert die Nichtigkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 15- versige Gedicht lässt sich in vier Sinnabschnitte einteilen, da diese nur aus einer Strophe besteht.&lt;br /&gt;
Jedoch die Überschrift „Kleine Aster“ sagt schon viel über das Gedicht aus, da sie im Gegensatz zum Bierfahrer in den Vordergrund gesetzt wird. Denn das Adjektiv „klein“(V. 0) verdeutlicht ein Gefühl von Emotionalität. Kleine Dinge möchte man beschützen, sie wirken sehr sanft und zerbrechlich. Das Substantiv „Aster“(ebd.) ist eine Herbstblume und somit nur in einer begrenzten Zeit blüht. Aufgrund dessen verdeutlicht die Aster die Zeit der Vergänglichkeit und nimmt damit direkten Bezug zur Epoche des Expressionismus, in der Trostlosigkeit, Tod und das Surreale von Bedeutung war. Zudem stellt die Überschrift eine weitere Verbindung zum Gesamtkontext des Gedichts her, da die Beziehung zwischen Mensch und Pflanze im Laufe des Gedichts geschildert wird und die Blume somit einen klaren Vorteil hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Gedichts erzählt Benn „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“(V. 1). Damit leitet der Autor sein Gedicht ein. Der unbestimmte Artikel „Ein“(ebd.), welcher darauf hinweist, dass die Leiche nicht konkret zu erkennen ist und es somit einer von vielen ist. Somit verallgemeinert der Autor die Menschen. Die Beschreibung wer die Person war. Außer ein „ersoffener Bierfahrer“(ebd.) lässt sich nicht herausfinden. „Bierfahrer“(ebd.) war zur Zeit des Expressionismus ein gängiger Beruf, der dafür zuständig war, mit einer Karre , Bier an die Haushalte zu liefern. Das Adjektiv „ersoffen“(ebd.) deutete auf einen brutalen Tod hin, denn normalerweise ertrinken Menschen., Das Verb 2WURDE28EBD:9 IST IM Präteritum verfasst und deutet darauf hin, dass die Situation schon vor längere Zeit passiert sein muss und der Autor von einem Geschehen berichtet. Zudem erzählt Benn davon, dass die Leiche „auf den Tisch gestemmt“(ebd.) wurde. Allein diese Beschreibung „gestemmt“(ebd.) wirkt sehr brutal und gefühlslos. Stemmen benutzt man, wenn etwas sehr schwer ist und mit viel Kraft getragen werden muss. Die Interpunktion, Punkt am Ende des Verses unterstreicht die Realität des Geschehens. Folgend spricht Benn davon, dass „Irgendeiner […] ihm eine dunkelhelllila Aster/zwischen die Zähne geklemmt [hatte]“ (V. 2). Dabei ist auffällig, dass das Indefinitpronomen „Irgendeiner“(ebd.) wieder keine klare Antwort darauf gibt, wer die Aster zwischen die Zähne der Leiche geklemmt hat. Somit baut sich eine seriöse und nachdenkliche Spannung auf, weil wieder erneut eine Unklarheit aufkommt. Auch wiederholt sich der Tempus im Verb „hat“(ebd.) und verweist auf eine schon vergangene Situation hin. Die Nennung der „dunkelhelllila Aster“(ebd.) wirkt sehr verwirrend aufgrund des Neologismus „dunkelhell“(ebd.) , denn dieser zeigt einen Kontrast zwischen dunkel und hell und verdeutlicht repetierend die Seriosität und Verwirrung der geschilderten Situation, denn eine Blume kann nicht dunkel und gleichzeitig hell sein. Vers zwei lässt sich durch ein Enjambement bei „Aster“(ebd.) trenne und folgt mit den Worten “zwischen die Zähne geklemmt“(V. 3). Der Zeilenbruch ist hier von besonderer Bedeutung, weil dadurch der Fokus auf die Aster gelegt wird und somit wichtig wirkt. Dies lässt sich auch auf den Gesamtkontext des Gedichts beziehen und auf die Wahl der Überschrift. Um die Situation fortzuführen, redet er davon, dass man die Aster zwischen die Zähne […] geklemmt [hat]“(V. 3). Dieser Vorgang wirkt wieder sehr irritierend, skurril und schräg, denn die Vorstellung einer Leiche eine Blume zwischen die Zähne zu klemmen, obwohl der Mensch nicht mehr lebt, deutet auf eine bestimmte Absicht hin. Das Adjektiv „geklemmt“(ebd.) wirkt sehr bedrückend und löst ein Gefühl von Angst aus. Angst und Druck ist daran festzuhalten, dass sich jeweils das letzte Wort in Vers eins und drei aufeinander reimt und mit der Interpunktion, Punkt beendet wird. Beide Adjektive lassen sich als Tautologie bezeichnen. Zudem verweist die Beschreibung und speziell die Verwendung der brutalen und skurrilen Adjektive auf einen pietätlosen Umgang mit dem Menschen hin.  Dies lässt daraus schließen, dass Blume und Mensch in einer Beziehung zueinander stehen. Die Endung des Punktes untermauert die Realität der Situation und lässt damit Spannung aufbauen. Auffällig im ersten Sinnabschnitt ist das Reimschema, welches nicht eindeutig ist, aufgrund, dass sich Vers eins und drei reimen und Vers zwei alleine steht. Dies lässt den zweiten Vers in den Vordergrund stellen und somit auch die Aster, was wieder zeigt,, dass sie eine bedeutende Rolle im Gedicht hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt beginnt das lyrische Ich die Handlung einer daraus erkennbaren Obduktion detailliert zu beschreiben. Dass das lyrische Ich über die Handlung berichtet, wird daran deutlich, dass „Als ich von der Brust aus“(V. 4) das Personalpronomen „ich“(ebd.) verwendet wird. Außerdem lässt sich anhand des Gedichts und der Perspektive erkennen, dass Benn selber die Situation erlebt hat und somit seine eigene Obduktion, schildert. Das lyrische Ich beschreibt die Handlung „von der Brust aus“(ebd.) und führt fort mit „unter der Haut/ mit einem lanegn Messer“(v. 5f.). Das lyrische Ich beschreibt emotionslos, indem er seine Abfolge ohne weitere Kommentare von Gefühlen und Gedanken, erzählt. Der Gedanke unter der Haut mit einem langen Messer etwas aufzuschneiden, hinterlässt einen sehr bedrückenden und gefährlichen Eindruck. Die Hervorhebung des Enjambements hinter Haut und Messer hebt hervor, dass es für den Gerichtsmediziner nicht interessant ist, auf welche Art und Weise er einen Menschen behandelt. Daraufhin schildert er kontinuierlich, dass er „Zunge und Gaumen herausschnitt“(V. 7). Daran wird nochmal deutlich, dass es sich bei der Obduktion um einen Arzt handeln muss, da er wiederholt keine Gedanken und Gefühle die ihm dabei durch den Kopf gehen könnten erwähnt, scheint diese Art von Operation normal für ihn zu sein. Zudem wird langsam die Beziehung zum zwischen Arzt und Mensch deutlich, da das Verb „herausschneiden“(ebd.) sowie „gestemmt“(V.1) und „geklemmt“(v.3) den Umgang mit der Leiche beschreibt und alle Wörter einen sehr brutalen und skurrilen Gedanken hinterlassen. Im Gegenteil zur Aster, welche jetzt thematisiert wird, „muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt“(V. 8). Das Verhältnis zur Aster wird sofort anhand der Beschreibung deutlich, denn „anstoßen“(ebd.) wirkt sehr sanft und emotional. Auch dort wird der Beschützerinstinkt, welcher in der Überschrift auch schon angedeutet wird, klar. Dass es sich hierbei um die Aster handelt, wird an dem Personalpronomen „sie“(ebd.), deutlich, welches in Vers acht zweimal erwähnt wird und somit die Bedeutung und somit auch das &amp;lt;verhältnis der Blume dargestellt. Die sanfte und emotionale Art, die der Aster angeeignet ist, wird auch anhand des Verbs „gleiten“(V.8), hervorgehoben. Zudem lässt sich in Vers sieben und acht ein weiteres Reimpaar der jeweils letzten Wörter, herausfinden. „Herausschnitt“(V. 7) und „glitt“(V. 8). Beide Verben beziehen sich jeweils auf die Beziehung des Menschen und der Blume und stellt dadurch eine Verbindung zwischen beiden Hauptrollen und dem Arzt her. Daher, dass die Handlung kontinuierlich und emotionslos aus der Perspektive des Gerichtsmediziners geschildet ist, wird  die direkte Beziehung zur Blume bzw. zum Menschen, deutlich. Aufgrund der sanften und emotionalen Wortwahl, lässt sich eine bedeutendere Beziehung zwischen Blume und Arzt feststellen. Dass der tote Mensch in den Hintergrund gestellt wird, erklärt sich auch bei der  Beschreibung „in das nebenliegende Gehirn“(V. 9). Dies deutet darauf hin, dass das Gehirn der Leiche schon entnommen wurde und nicht mehr im Körper vorhanden ist und zeigt wieder die kalte Beziehung zum Menschen. Die Wertstellung der Menschen lassen sich jedoch gut auf den Expressionismus beziehen, denn Zustände wie Verzweiflung, Ängste und Endhumanisierung waren damals Realität. Insgesamt lässt sich anhand der detaillierten Beschreibung der Obduktion erkennen, dass die Aster aus dem Mund in das „nebenliegende Gehirn geglitten ist. Dies verleiht dem Gedicht wieder die skurrile und merkwürdige Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benns Gedicht „Kleine Aster“, veröffentlicht im Jahr 1912, thematisiert die Wertlosigkeit des Menschen in der Epoche des Expressionismus.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Schon der Titel „Kleine Aster“ deutet einen wichtigen inhaltlichen Aspekt an, denn er zeigt damit die eigentliche Thematik des Gedichts auf. Mit der Benennung der Aster im Titel wird schon gleich zu Anfang der Fokus auf die Blume gelegt, sodass ihr eine tiefere Bedeutung zugeschrieben wird. Gleichzeitig ist festzuhalten, dass es sich bei der Aster um eine Herbstblume handelt und sie somit den Aspekt der Vergänglichkeit während des Gedichts symbolisiert. Auffällig ist hierbei, dass die Aster mit dem Adjektiv „klein […]“ (ebd.) beschrieben wird, sodass sie nicht nur an der ersten Stelle steht, sondern gleichzeitig auch eine sanfte und schutzlose Wirkung hinterlässt. Einen Kontrast dazu stellt der Beginn „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1) dar, da die Aster aus dem Titel für neues Leben steht, das Gedicht jedoch mit einem Toten beginnt. Der verallgemeinernde, unbestimmte Artikel „[e]in“ (ebd.) zeigt hierbei, dass es sich bei dem Toten um einen von vielen handelt, und dass das lyrische Ich, das Pathologe zu sein scheint und an dem Bierfahrer eine Obduktion durchführt, keine Beziehung zu dem Toten zu haben scheint. Dies ist ebenfalls erkennbar an der Art und Weise, wie das lyrische Ich über den Bierfahrer spricht und wie es mit ihm umgeht. So sagt er, der Tote sei „ersoffen[…]“ (ebd.), was im Vergleich zum Verb ertrinken gröber und kälter wirkt. Zudem stemme er ihn auf den Tisch (vgl. ebd.), was ebenfalls auf eine grobe Umgangsweise schließen lässt, sodass festgehalten werden kann, dass das lyrische Ich keinerlei Beziehung zu dem Toten hat, geschweige denn Mitleid, da sein Umgang mit der Leiche respektlos wirkt. Das lyrische ich sieht keinen Wert in der Leiche, was zurückzuführen ist auf die Epoche des Expressionismus, in der dieses Gedicht entstanden ist. Die Einstellung zum Menschen hatte sich aufgrund der politisch angespannten Situation kurz vor dem ersten Weltkrieg geändert, was hauptsächlich auf die Industrialisierung zurückzuführen war, da die Arbeit, die der Mensch geleistet hatte, von Maschinen übernommen wurde. Somit nahm die Bedeutung der Maschinen zu und die des Menschen ab. Dies hatte sich so ins Negative geändert, dass der Mensch als Individuum seine Bedeutung und seinen Wert verloren hatte, auch genannt den Ich-Verlust. Dies spiegelt sich ebenfalls im Anfang und im weiteren Verlauf des Gedichts wider, vor allem im pietätlosen Umgang des lyrischen Ichs mit der Leiche. Dieser Aspekt wird ebenfalls durch das Indefinitpronomen „[i]rgendeiner“ (V.2) untermauert, da diese Formulierung die Leiche zu einer beliebigen Person, der von jemand beliebigem „eine dunkelhelllila Aster zwischen die Zähne geklemmt“ (V.2f.) bekommen hatte, macht. Diese Beliebigkeit impliziert gleichzeitig Bedeutungslosigkeit, sodass der Wert dieser Leiche, der vorher ein lebendiger Mensch war, verloren geht. Unterstützt wird dies vom Bild einer Leiche, die eine Blume zwischen den Zähnen hat, was nicht nur die Skurrilität der Situation untermauert, sondern gleichzeitig ein spottendes Licht auf die Leiche wirft, was den Aspekt des bedeutungslosen Lebens eines Menschen nur bekräftigt. Die aus dem Titel aufgegriffene Aster, die im Kontrast zur Leiche für Leben steht und somit gleichzeitig höhnend zwischen den Zähnen des Toten wirkt, wird mit dem Neologismus „dunkelhelllila“ (ebd.) antithetisch beschrieben. Die Farbe Lila steht in der Religion für Trauer und Begräbnis und greift somit mit der Antithese abermals die Skurrilität der Situation auf.&lt;br /&gt;
Die folgenden Enjambements „Als ich von der Brust aus/ unter der Haut/ mit einem langen Messer/ Zunge und Gaumen herausschnitt,/ muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt/ in das nebenliegende Gehirn“ (V.4-9) sind ein repräsentatives Beispiel  für die bildliche Sprache des Gedichts und weisen weitere neue Aspekte zum Inhalt auf. Die Splittung des Satzes in viele verschiedene Verse verstärkt die monotone Wirkung beim Lesen dieses Absatzes und verdeutlicht gleichzeitig, dass der beschriebene Vorgang des Aufschneidens der Leiche, für das lyrische Ich Routine ist und es somit kalt lässt. Dies verdeutlicht nochmals die fehlende emotionale Bindung an den Gestorbenen und dass er für das lyrische Ich bedeutungslos ist. Der Vorgang des Aufschneidens für die Obduktion wird sehr bildhaft und detailliert beschrieben und ist noch dazu im Präteritum verfasst. Dies erweckt den Eindruck eines Berichts, der die Aufgabe hat sachlich und neutral Geschehenes widerzugeben, was sich mit der Kälte des lyrischen Ichs verbinden lässt. Zudem erschafft die Erzählung in der Vergangenheit eine gewisse Distanz gegenüber dem Leser und dem Geschriebenen, sodass wieder die Emotionslosigkeit deutlich wird. Die Enjambements verstärken die Wirkung des Aufschneidens, da die verschiedenen Handlungen des Aufschneidens einzeln hingestellt an Bedeutung gewinnen. Dabei wird betont, dass das lyrische Ich erst die Brust, und dann unter der Haut bis zum Gesicht den Körper aufschneidet, um dann Körperteile aus dem Mund wie „Zunge und Gaumen“ (ebd.) zu entfernen. Diese detaillierte Beschreibung erschafft eine verstörende und skurrile Atmosphäre, aber gleichzeitig auch eine nahgehende, da man an sich selbst nachvollziehen kann wie das lyrische Ich vorgeht. Betont wird dies durch das Adjektiv „lang[…]“ (ebd.), das das Messer beschriebt was das lyrische Ich benutzt, sowie durch den Paarreim „[…]schnitt“ (V.7) und „glitt“ (V.8). Das „glitt“ (ebd.) am Ende des Verses hebt die Bedeutung des darauffolgenden Verses, in dem beschrieben wird wie die anfangs benannte Aster „in das nebenliegende Gehirn“ (V.9) fällt, das sich neben dem Körper befindet. Diese ebenfalls detaillierte Beschreibung zusammen mit den vorherigen Versen betonen die für den Expressionismus typische Ästhetik des Hässlichen, bei der das Hässliche, Kranke und Wahnsinnige so detailliert beschrieben wird, wie das Schöne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin wird beschrieben wie das lyrische Ich die Aster nimmt und sie in den Körper zu der Holzwolle legt, und sie dann in der Leiche zunäht (vgl. V.10ff.). Dieser Vorgang erinnert an eine Beerdigung und verdeutlicht gleichzeitig, dass das lyrische Ich den toten Menschen nicht wie einen Menschen behandelt, und dass er die Aster wie einen Menschen behandelt, obwohl sie keiner ist. Dies beweist nicht nur der Prozess der Beerdigung, sondern auch die Personifikation „Trinke dich satt in deiner Vase!“ (V.13), die die Aster vermenschlicht. Auffällig ist hierbei der Kontrast zwischen dem was dem lyrischen Ich etwas bedeutet, und dem, was es als wertlos betrachtet. Die Verdrehung der Rollen wird dadurch deutlich, dass das lyrische Ich den Menschen als Grab für die Blume benutzt und ihn noch dazu als „Vase“ (ebd.) missbraucht, ihn also metaphorisch mit einem Objekt gleichstellt. Dies verdeutlicht ebenfalls die Bedeutungslosigkeit des Menschen. Zudem ist auffällig, dass das lyrische Ich die Aster anspricht mit dem Pronomen „dich“ (V.13), was die Blume abermals vermenschlicht. Zudem findet ab Zeile 13 ein Tempuswechsel statt, sodass vom Präteritum, das distanzierter wirkt, zum Präsenz gewechselt wird, das Nähe und Unmittelbarkeit verdeutlicht, die das lyrische Ich zur Aster hat, jedoch nicht zum Menschen. Die letzten beiden Verse „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“ (V.14f.) drücken Endgültigkeit in Form eines Ausrufs aus und „Ruhe sanft“ (ebd.) erinnert an den Abschied eines Geliebten bei einer Beerdigung. Das Adjektiv „sanft“ (ebd.) schafft zusammen mit der Wiederholung des Titels „Kleine Aster“ eine Verbindung zum Anfang des Gedichts, wodurch abermals die Bedeutung der Aster für das lyrische Ich hervorgehoben wird. Zudem ist hinzuzufügen, dass neben den zwei Paarreimen „gestemmt“ (V.1) und „geklemmt“ (V.2) sowie „[…]schnitt“ (V.7) und „glitt“ (V.8) kein Reimschema vorliegt. Außerdem hat das Gedicht einen freien Rhythmus und besteht aus einer Strophe mit 15 Versen. Dies unterstützt den Aspekt der Skurrilität der Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass es sich bei dem Gedicht um eine Leiche während einer Obduktion handelt, dessen Wert und Würde unter die einer Aster gesetzt wird. Dies wird deutlich durch die an eine Beerdigung erinnernden Aktionen, sowie der Gleichstellung des Menschen mit einem Objekt. Deutlich wird hierbei der Verlust der Bedeutung eines einzelnen Menschen in der Zeit des Expressionismus, sowie die Ästhetik des Hässlichen. Allgemein setzt sich das Gedicht mit dem Ende eines Lebens und seiner Vergänglichkeit auseinander. All dies wird unterstrichen durch ein fehlendes Metrum und Reimschema, sowie durch Antithesen und bildlicher Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Kleine Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahr 1912, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Expressionismus. Thematisiert wird …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst eine Strophe, bestehend aus 15 Versen. Es ist kein Reimschema auszumachen, zu finden sind ein einzelner Kreuzreim und ein Paarreim. Ebenso lässt sich das Gedicht durch einen freien Rhythmus kennzeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Aussage „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V. 1) ein. Die Einleitung durch den unbestimmten Artikel „[e]in“ (ebd.) in Bezug auf den ersoffenen Bierfahrer deutet auf eine emotionslose Atmosphäre hin. Diese wird durch die umgangssprachliche Bezeichnung „ersoffen[…]“ (V. 1) anstelle der formaleren und fachlichen Betitelung ertrinken. Weiterhin spielt auch der Umstand, dass die Leiche „auf den Tisch gestemmt“ (V. 1) wurde, was auf einen pietätlosen Umgang mit der Leiche hinweist, darauf an, dass die Atmosphäre, in der sich das lyrische Ich befindet sehr kalt und emotionslos ist. Im weiteren Verlauf beschreibt das lyrische Ich „Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster / zwischen die Zähne geklemmt“ (V. 2 f.). Parallel zum ersten Vers ist hier die Einleitung, in diesem Fall durch das Indefinitpronomen „Irgendeiner“ (V. 2), welches gleichermaßen, wie der unbestimmte Artikel, Unpersönlichkeit und somit Emotionslosigkeit verdeutlicht. Die bisher sehr sachliche Beschreibung des lyrischen Ichs wird durch das Paradoxon „dunkelhelllila“ (V. 2) in Bezug auf die Farbe der Aster unterbrochen. Das Paradoxon legt den Fokus des Lesers auf die Aster, welche einen Kontrast zu der Leiche bildet. Die Aster, die bereits im Titel des Textes erwähnt wird, ist eine Blume die vorzugsweise im Herbst blüht. Dieser Umstand zeigt auf, dass es sich bei der Aster um ein Symbol für Vergänglichkeit handelt. Der Titel „Kleine Aster“ lässt sich daher wie folgt interpretieren. Die Verniedlichung der Aster durch das Adjektiv „[k]lein[…]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Kleiner Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahre 1912, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Expressionismus. Thematisiert wird die Vergänglichkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Gedichts weist zunächst auf eine friedliche und emotionale Stimmung hin. Mit der Aster, einer Herbstblume, stellt der Titel des Gedichts ein Symbol der Natur dar. Durch das Adjektiv „klein“ wird die Größe der Blume beschrieben und somit vom lyrischen Ich verniedlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich der erste Vers stellt ein Kontrast zur Überschrift dar, da das Symbol der Natur zunächst nicht weiter verfolgt wird. Stattdessen beginnt die Thematik des Gedichts mit der abweisenden Aussage, dass ein Bierfahrer ersoffen sei (Vgl. V. 1). Bei einem „Bierfahrer“ (ebd.) handelt es sich um eine Person, die mit einer Kutsche oder einem Gefährt, Bier transportiert. Durch die Verwendung des unbestimmten Artikels „[e]in“ (V.1), wird die Bedeutungslosigkeit dieser Person verdeutlicht. Diese Person sei eine von vielen und spielt somit in diesem Zusammenhang keine große Rolle. Das Adjektiv „ersoffen[…]“ (V.1) ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für ertrinken und hebt somit eine emotionslose Atmosphäre hervor. Dadurch das die Leiche anschließend auf den Tisch „gestemmt“ (V. 1) wurde, lässt sich erahnen, dass der Tote sehr korpulent gewesen sein muss. Anschließend beschreibt das lyrische Ich, dass „irgendeiner […] ihm eine dunkelhellila Aster / zwischen die Zähne geklemmt [hatte]“ (V. 2f.). Durch die erneute Verwendung des Indefinitpronomen „irgendeiner“ (ebd.), wird auch hier hervorgehoben, dass auch dieser irgendjemand einer von vielen sei. Somit wird erneut eine unpersönliche und somit emotionslose Atmosphäre verdeutlicht. Mit der Antithese „dunkelhellila“ (ebd.) beschreibt das lyrische Ich die Farbe der Aster und lenkt somit den Fokus auf die Herbstblume und nicht auf den Verstorbenen. Außerdem wirkt die Beschreibung der Farbe paradox, da eine Blume nicht hell und dunkel zugleich sein kann. Dieser Paradoxon unterstützt dabei die verwirrende Situation, die in diesem Gedicht herrscht. Durch die Adjektive „gestemmt“ (ebd.) und „geklemmt“ (ebd.) wird eine gefühlslose Stimmung und somit eine Assoziierung mit Brutalität herbeigeführt. Außerdem wird dadurch der pietätloser Umgang mit der Leiche verdeutlicht, weshalb sich dies auf die Epoche des Expressionismus zurückführen lässt. Besonders auffällig an den ersten drei Versen ist, dass sich der erste Vers mit dem dritten Vers reimt, da das Gedicht eigentlich kein Reimschema enthält und somit über einen freien Rhythmus verfügt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt beginnt das lyrische Ich mit einer detaillierten Beschreibung der Obduktion des Bierfahrers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn geschrieben und im Jahr 1912 veröffentlicht wurde und der Epoche des Expressionismus zuzuordnen ist, handelt von der Entindividualisierung des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift „Kleine Aster“ weist zunächst nicht auf das Thema des Gedichts hin. Das Adjektiv „klein[...]“ (ebd.) lässt die „Aster“ (ebd.), welche im Herbst blüht, sanft, zierlich und zerbrechlich wirken. Der Herbst wird meistens mit Vergänglichkeit assoziiert, was man als Vorausdeutung auf den Tod interpretieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht weist kein Metrum und kein festes Reimschema auf. Es lässt sich dennoch in drei Sinnabschnitte gliedern. Im ersten Sinnabschnitt (V. 1- 3) wird zunächst die Situation geschildert. Es ist von „ein[em] ersoffenem Bierfahrer [,der] auf den Tisch gestemmt [wurde]“ (V. 1) die Rede. Daraus kann man schließen, dass die Leiche einer Obduktion unterzogen wird. Der unbestimmte Artikel „ein“ (ebd.) deutet darauf hin, dass die Leiche nur eine von vielen Leichen ist und somit keine Bedeutsamkeit hat. Die Tatsache, dass die Leiche „gestemmt“ (ebd.) wurde, deutet auf einen pietätlosen Umgang hin. In den nächsten Versen wird beschrieben, dass „irgendeiner […] eine dunkelhelllila Aster zwischen die Zähne geklemmt [hatte]“ (V. 2f.). Das Indefinitpronomen „irgendeiner“ (ebd.) steht wieder für die Bedeutungslosigkeit des Menschen. Der Neologismus „dunkelhelllila“ (ebd.) ist zugleich ein Paradoxon. Der Widerspruch hat eine verwirrende Wirkung, dennoch die Funktion, die Aster in den Fokus zu rücken. Die Skurrilität und Absurdität wird zudem durch die Beschreibung, dass die Blume „zwischen die Zähne geklemmt [wurde]“ (ebd.), verstärkt dargestellt. Das Verb „klemmen“ (vgl. V. 3) bildet einen Reim mit dem Verb „stemmen“ (vgl. V. 1), wodurch der pietätlose Umgang mit der Leiche betont wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (V. 4- 12) stellt eine detaillierte Schilderung des Vorgehens der Obduktion dar. Der Enjambement „Als ich von der Brust aus / unter der Haut / mit einem langen Messer / Zunge und Gaumen herausschnitt, / muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt / in das nebenliegende Gehirn“ (V. 4- 9) verdeutlicht die Zusammengehörigkeit dieses Teils. Auffällig ist dabei die sachliche und emotionslose Schilderung des Prozesses, was gleichzeitig auf die nicht vorhandene emotionale Bindung des lyrischen Ichs zum Menschen hindeutet. Die Substantive „Brust“ (V. 4), „Haut“ (V. 5), „Zunge und Gaumen“ (V. 7), „Gehirn“ (V. 9) und „Brusthöhle“ (V. 10) kann man dem Wortfeld „Mensch“ zuordnen. Dabei wirkt die objektive Schilderung emotionslos gegenüber dem Menschen als ein Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Kleine Aster“ wurde 1912 von Gottfried Benn verfasst und thematisiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Kleine Aster“ verspricht zunächst ein harmonisches, friedliches Naturgedicht, was sich aus dem Adjektiv „klein[...]“ entnehmen lässt. Jedoch ist auch zu sagen, dass die Aster eine Blume ist, welche im Herbst blüht und somit ist dies ein Zeichen für die Vergänglichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zuvor erwähnte harmonische Bild wird jedoch gleich zu Beginn des Gedichts zerstört.  Hier wird von einer Leiche geschildert, welche sich auf einem Obduktionstisch  befindet (vgl. V1). Alleedings sei diese Leiche „[e]in ersoffener Bierfahrer“(V. 1). der genutzte Pejorativ von „ersoffener“ (ebd.)  widerspiegelt die Haltung des lyrischen Ichs gegenüber des Toten. Diese ist Abneigung zeigt sich an der Vorgehensweise, da die Leiche „gestemmt“ (V. 1) wurde und somit eher als eine Last angesehen wird. Dass die Person keine Bedeutung für das lyrische ich hat lässt sich zudem an dem unbestimmten Artikel „[e]in“ (ebd.) erkennen, da die es somit keine Rolle spielt wer diese Person ist. Zudem ist auffällig, dass die Situation im Präteritum geschildert wird, was sich an Hand von „wurde“ (V. 1) belegen lässt.  Weitergehend habe „[i]rgendjemand […] ihm eine dunkelhelllila Aster zwischen die Zähne geklemmt“ ( V. 2 f.).  Das indefinit Pronomen „irgendeiner“ (ebd.) zeigt erneut, dass das lyrische Ich keinerlei Bezug zu den Menschen hat, da es ihm demnach egal ist wer die Aster zwischen die Zähne der Leiche getan hat. „[D]unkelhellila“ (ebd.) ist außerdem ein Neologismus und zugleich ein Paradoxon, welche den Fokus auf die Aster legen. Aus dem ist hervorzugehen, dass die Aster eine wichtige Rolle im folgenden spielen wird. Die beiden Verse 1 und 3 reimen sich zudem, was besonders verdeutlicht wird durch die Interpunktion des Punktes (vgl. V. 1 ff.). Somit kann gesagt werden, dass der erste Vers um die Leiche handelt und die darauffolgenden um die Aster. Sowohl das Verhältnis zur Leiche, als auch zu der Blume des lyrischen Ichs wird weitergehend im Gedicht herausgearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle könnte jedoch auch sinngemäß die erste Strophe beendet sein, da nun die Untersuchung der Leiche genaustens geschildert wird: „Als ich von der Brust aus / unter der Haut / mit einem langen Messer / Zungen und Gaumen herausschnitt, / muss ich sie angestoßen haben, denn sie glitt / in das nebenliegende Gehirn“ (V.4 ff.).  Diese Enjambements betonen die Emotionslosigkeit gegenüber des Toten, da es durch die detaillierte Beschreibung eher monoton vom lyrischen Ich geschildert wird.  Das Adjektiv „lang[...]“ (ebd.) trägt ebenfalls dazu bei, dass die Vorgehensweise einen brutalen Charakter hat und somit auch eine Distanz bei dem lyrischen Ich zu dem Opfer vorliegt. Allerdings ist auch zu sagen, dass das lyrische Ich genau weiß was es tut, was sich aus der detaillierten Beschreibung entnehmen lässt. Dem entsprechend muss es diesen Vorgang schon mehrere Male gemacht haben, so dass eine Distanz zu seiner Arbeit geschaffen werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Kleine Aster&amp;quot;, geschrieben von Gottfried Benn und veröffentlicht 1912 in der Epoche des Expressionismus, thematisiert die Wertlosigkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in der Überschrift wird die &amp;quot;Aster&amp;quot; angesprochen, die im Herbst anfängt zu blühen. Der Herbst steht metaphorisch für die Vergänglichkeit, was sich auf die Leiche, die obduziert wird und somit auf den Tod beziehen lässt. &lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (V.1-3) leitet in die Situation ein und schildert diese. Antithetisch zur Überschrift formuliert, handelt sich dabei um &amp;quot;ein[en] ersoffene[n] Bierfahrer&amp;quot;(V.1), der &amp;quot;auf den Tisch gestemmt wird&amp;quot;(V.1). Durch den unbestimmten Artikel &amp;quot;Ein&amp;quot;(ebd.) wird deutlich, dass dieser &amp;quot;Bierfahrer&amp;quot;(ebd.) nur einer von Vielen ist, sodass die Bezugslosigkeit zum lyrischen Ich hervorgehoben wird. Dadurch, dass das umgangssprachliche Verb &amp;quot;ers[aufen]&amp;quot;(V.1) verwendet wird und nicht &amp;quot;ertrinken&amp;quot;, wirkt der Tod noch brutaler. Zudem wird in den ersten beiden Teilen des Gedichts das Präteritum verwendet, wie beispielsweise auch in Vers 1 &amp;quot;wurde&amp;quot;(V.1). Dies erinnert an einen Bericht, der immer sehr emotions- und bezugslos geschrieben wird. Dies lässt sich ebenfalls auf die Beziehung zwischen lyrischem Ich und Leiche übertragen. Das letzte Wort des ersten Verses &amp;quot;gestemmt&amp;quot;(V.1) ist eines der einzigen Wörter die sich reimen, und zwar auf &amp;quot;geklemmt&amp;quot;(V.3). Zum einen schafft dies eine Verbindung zwischen beiden Wörtern, die Beide sehr hart, und somit brutal, klingen, da sie auf dem Konsonanten &amp;quot;T&amp;quot; enden. Des Weiteren wird durch das hart und brutal klingende Verb der peitätslose Umgang mit der Leiche veranschaulicht, der nochmals von einem distanziertem Verhältnis zeugt. Der zweite Vers beginnt mit dem Indefinitpronomen &amp;quot;Irgendeiner&amp;quot;(V.2), wodurch die Bezugslosigkeit von einem Menschen zu einen Anderen manifestiert wird. In dem neologistischen Adjektiv &amp;quot;dunkelhelllia&amp;quot;(V.2) befindet sich ein Paradoxon von &amp;quot;hell&amp;quot; und &amp;quot;dunkel&amp;quot;. Dieses soll die unüberschaubare Situation veranschaulichen, die dem lyrischen Ich widerfährt. Abgetrennt von einem Enjambement wird der Satz im dritten Vers fortgeführt mit &amp;quot;zwischen die Zähne geklemmt&amp;quot;. Zum einen wird hier besonders die Brutalität und Rücksichtslosigkeit verdeutlicht, mit der der Arzt die Leiche Behandelt. Diese ist ihm gleichgültig. Zum Anderen lässt sich die Gesamtsituation, einer Leiche eine Blume zwischen die Zähne zu stecken, als sehr absurd definieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (V.4-12) beschreibt den Vorgang, wie der Arzt die Leiche obduziert. Er beginnt mit der Konjunktion &amp;quot;Als&amp;quot;(V.4), die die Vorgehensweise der Leiche einleitet. Dadurch wird impliziert, dass diese Vorgehensweise nur nebensächlich ist und der Fokus auf der Aster liegt, die später angesprochen wird. Außerdem wird sie sehr kalt, emotionslos und routiniert beschrieben, da es für das lyrische Ich offenbar kein Problem ist eine Leiche aufzuschneiden (vgl. V.4-7).Durch die nähere Beschreibung des Messers mit dem Adjektiv &amp;quot;lang[...]&amp;quot;(V.6) und gegensätzlich dazu keine weitere Beschreibung der Leiche, zeigt das lyrische Ich, dass sogar ein Artefakt geltender ist als ein Mensch. Die nächsten beiden Verse reimen sich wieder. Die Wörter die sich reimen &amp;quot;herausschnitt&amp;quot;(V.7) und &amp;quot;glitt&amp;quot;(V.8) stehen sich antithetisch gegenüber. Zuerst ist wieder von dem Vorgang der Obduktion die Rede, die sehr brutal und emotionslos verläuft, was das Verb &amp;quot;herausschnitt&amp;quot;(ebd.) ebenfalls impliziert. Dann wiederum von der Aster die &amp;quot;glitt&amp;quot;(ebd.), was eine viel sanftere Form einer Bewegung ist. Die Aster erhält somit mehr Beachtung. Auch, dass das lyrische Ich die Aster &amp;quot;angestoßen&amp;quot;(V.8) haben soll, ist eine sanftere Art und Weise, auszudrücken, dass sie herunterstoßen wurde. Auch die Ignoranz der Tatsache, dass sich das Gehirn nicht im ursprünglichen Standort, im Kopf der Leiche, befindet sondern neben ihr liegt (vgl. V.9) zeigt, wie wenig sich das lyrische Ich für die Leiche interessiert, da sein Fokus auf der Aster liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H.: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Kleine Aster“, der von Gottfried Benn verfasst und im Jahre 1912 veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein expressionistisches Gedicht. Thematisiert wird die Bedeutungslosigkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Gedichtes „Kleine Aster“ hebt die Relevanz dieser Pflanze im Gedicht hervor und lenkt den Fokus auf diese und nicht den später erwähnten Menschen oder den Vorgang der Obduktion. Die Aster ist eine Herbstpflanze, was bereits andeutet, dass auch die Vergänglichkeit, welche metaphorisch durch den Herbst verdeutlicht wird, eine zentrale Rolle in dem Gedicht spielt. Die Tatsache, dass diese durch das Adjektiv „klein“ (ebd.) näher beschrieben wird, verweist bereits auf eine gewisse Emotionalität, da mit jenem etwas niedliches beziehungsweise schutzloses assoziiert wird. &lt;br /&gt;
Anschließend setzt das Gedicht mit der Aussage ein, dass „[e]in ersoffener Bierfahrer […] auf den Tisch gestemmt“ (V. 1) worden sei. Es handelt sich also an dieser Stelle um eine Leiche, die obduziert wird. Das Adjektiv „ersoffen“ (ebd.) sowie die Äußerung, der Leichnam sei „auf den Tisch gestemmt“ (ebd.) worden, lassen bereits den groben und pietätlosen Umgang mit jenem und die Brutalität diesem gegenüber erkennen, da er nicht auf den Obduktionstisch gelegt wird. Das lyrische Ich scheint sich dem Leichnam gegenüber völlig emotionslos zu verhalten, was in einem deutlichen Kontrast zu dem beinahe liebevollen Verhalten der Aster gegenüber steht. Zudem ist der unbestimmte Artikel „Ein“ (ebd.) auffällig, welcher hervorhebt, dass die Leiche lediglich eine von vielen ist und das lyrische Ich kein Interesse daran hat, zu erfahren, wer die Person ist. Ihm geht es lediglich darum, seiner Routine nachzugehen und die Leiche zu obduzieren. Diese Unpersönlichkeit der Leiche bringt erneut die Brutalität und Kälte hervor, da das Individuum nicht bedeutsam ist. Anschließend folgt die Aussage, „[i]rgendeiner“ (V. 2) habe der Leiche eine „dunkelhelllila Aster / zwischen die Zähne geklemmt“ (V. 2 f.). Dies wirkt generell merkwürdig und skurril, was besonders durch das Paradoxon „dunkelhelllila“ (ebd.) hervorgehoben wird, denn die Farbe der Aster kann nicht dunkeln und hell sein. Dieser Ausdruck ist ein Neologismus und beschreibt die Aster genauer, was diese erneut in den Vordergrund rückt. Die Leiche wird lediglich durch das Pronomen „ihm“ (V. 2) erwähnt, was untermauert, dass diese für das lyrische Ich nicht signifikant ist, da sie nur kurz erwähnt wird. Auch das unbestimmte Indefinitpronomen „Irgendeiner“ (ebd.) trägt zu der Irritation des Lesers bei, da das lyrische Ich nicht daran interessiert ist, wer dies getan hat, obwohl dies eigentlich seine Aufgabe wäre, da es die Leiche obduziert. Dieses Desinteresse hebt die Nichtigkeit des Menschen hervor, da sich das lyrische ich ab diesem Moment nur noch auf die Aster konzentriert. An dieser Stelle ist jedoch eine weitere Besonderheit auffällig, denn in dem Gedicht liegt kein festes Reimschema sowie Metrum vor. Hier ist jedoch erkennbar, dass sich die Verben „gestemmt“ (V. 1) und „geklemmt“ (V. 3) reimen, was sie in gewisser Weise verbindet. Dies hängt auch mit dem Inhalt zusammen, da durch beide Aussagen eine gewisse Brutalität und Kälte im Umgang mit der Leiche betont wird. &lt;br /&gt;
Im Anschluss wird der Vorgang der Obduktion detailliert geschildert. Das lyrische ich erläutert dabei, als es „von der Brust aus / unter der Haut / mit einem langen Messer / Zunge und Gaumen herausschnitt“ (V. 4 ff.) habe es die Aster „angestoßen“ (V. 8). Trotz der Tatsache, dass die die Obduktion detailliert und ausführlich wiedergegeben wird, wird die Aster erneut in den Fokus gerückt, denn es geht hauptsächlich wieder um das, was mit jener geschieht, und nicht um die Obduktion selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Kleine Aster“, welcher von Gottfried Benn im Jahre 1912 veröffentlicht worden ist, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Expressionismus. Thematisch geht es um die Nichtigkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegen fünfzehn Verse vor, welche ein unregelmäßiges Reimschema aufweisen. Außerdem setzt sich das Gedicht aus acht-hebigen Trochäen und weiblichen Kadenzen zusammen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzt mit dem Titel „kleine Aster“(V.0) ein, welche diese Blume in den Vordergrund rückt. Das Adjektiv „klein“(ebd.) dient dabei als eine Art Verniedlichung und lässt die Aster schutzlos und hilfsbedürftig wirken. Die Tatsache, dass eine Aster eine Herbstblume ist, lässt auf das Thema des Gedichtes schließen. Dieses handelt nämlich von Vergänglichkeit, wofür der Herbst symbolisch steht. Nach dem Titel setzt der erste Sinnabschnitt (V.1-3) mit des Worten „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1) ein.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Benn</title>
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				<updated>2018-11-15T21:52:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Benn, Kleine Aster'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das expressionistische Gedicht „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn verfasst und im Jahre 1912 veröffentlicht wurde, thematisiert die Nichtigkeit des Menschen bezüglich des derzeitigen Ich-Verlusts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht beginnt mit dem Titel „Kleine Aster“, welcher direkt zu Beginn die darin benannte Herbstblume in den Vordergrund rückt. Auffallend ist hier jedoch besonders das verniedlichende Adjektiv „klein“, welches die Blume als etwas schutzloses darstellt. Da hier in diesem Kontext kein Artikel verwendet wird, klingt der Titel nahezu schon wie ein Name, der die Blume indirekt vermenschlicht, weshalb bereits hier eine emotionale Atmosphäre bezüglich der Blume entsteht. Jedoch stellt die Tatsache, dass die Aster eine Herbstblume ist, auch voran, dass das Gedicht die Thematik der Vergänglichkeit beinhaltet, da der Herbst auf metaphorische Weise für eben diese steht.&lt;br /&gt;
In diesem Kontext setzt der erste Sinnabschnitt des Gedichtes (V. 1-3) mit den Worten „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“(V. 1) ein. Somit bestätigt der Vers den Titel in seiner Bedeutung, indem es hierbei um Tod und Vergänglichkeit geht. Dass eben diese Vergänglichkeit allgegenwärtig ist und somit in jedem steckt, wird im unbestimmten Artikel „Ein“(ebd. ) deutlich, der zugleich zeigt, dass ein einzelnes Individuum keinen Wert hat. Somit sei die ertrunkene Person, die beruflich Bier transportiert und ausliefert, eine willkürliche Person aus einer Masse von Menschen. Diese Sicht des lyrischen Ichs, die jedoch in der Epoche des Expressionismus viele vertraten, wird hier durch eine gewisse Brutalität der Ausdrucksweise deutlich. Eben diese zeigt sich in diesem Vers exemplarisch am Adjektiv „ersoffen“(ebd. ), welches anstelle von ertrunken genutzt wird und so den umgangssprachlichen Ausdruck im Gesamtgedicht akzentuiert. Eben diese Ausdrucksweise, die gewissermaßen brutal und skurril wirkt, setzt sich in den Worten „wurde auf den Tisch gestemmt“(ebd. ) fort. Hierbei wird eine eher emotionslose Atmosphäre vermittelt, indem pietätlos mit der Leiche während der Obduktion umgegangen wird. Eben diese vermittelte Emotionslosigkeit stellt eine Antithese zum Titel dar, die den Menschen als nichtig und die Blume im Kontrast als etwas sehr Emotionales, Lebendiges darstellt. &lt;br /&gt;
Diese Kontrastierung setzt sich auch im zweiten und dritten Vers fort, welcher die kleine Aster erstmals im Gedicht aufgreift. Besonders wird dabei in „Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster/ zwischen die Zähne geklemmt“(V. 2 f. ) die Blume erneut in den Vordergrund gerückt, was auch der Zeilensprung unterstreicht, durch welchen der zweite Vers mit der „Aster“(ebd. ) endet. Diese wird durch den paradoxen Neologismus „dunkelhelllila“(ebd. ) beschrieben, wobei die Farbe lila im Allgemeinen für Trauer oder im christlichen Sinne auch für ein Begräbnis steht, was sich auf den Fortgang des Gedichts bezieht. Jedoch deutet eine Wortneufindung bezüglich der Aster insgesamt auch auf etwas ungewohntes oder vielleicht auch unnatürliches hin, was auf den hohen Wert der Aster im Vergleich zur Nichtigkeit des Menschen verweist. Genau diese Nichtigkeit zeigt sich dabei auch noch einmal im Indefinitpronomen „Irgendeiner“(ebd. ), welches einen möglichen Täter verallgemeinert und diesen somit auch als nichtig dastehen lässt, als sei alleinig die Blume von Bedeutung. In diesem Zusammenhang steht die Blume dabei antithetisch zum toten Menschen, für das Leben und somit auch für Hoffnung. So verleiht die Blume dem Hässlichen des Todes auch eine gewisse Ästhetik, die jedoch eine alberne, skurrile Wirkung beinhaltet, die jedoch typisches Merkmal des Expressionismus ist. Eine derartige Skurrilität wird auch daran deutlich, dass die Aster der Leiche „zwischen die Zähne geklemmt“(V. 3) war, was eher an einen Verführer als an einen Todesfall erinnert. Zugleich wird so jedoch auch die Sicht des lyrischen Ichs deutlich, der die Menschen als nichtig und vielleicht sogar schlecht ansieht, die Blume und die Natur dahingegen jedoch als Opfer der Menschen dastehen lässt, sodass dieser nach Meinung des lyrischen Ichs mehr Würde gebührt. Besonders wird dies auch nochmal am Reim in den Worten „gestemmt“(V. 1) und „geklemmt“(V. 3) deutlich, da diese den Menschen selbst und den Umgang mit diesem als emotionslos darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (V. 4-12) befasst sich mit der Obduktion der Leiche und akzentuiert so noch einmal besonders den pietätlosen Umgang mit einem Menschen. So schildert das lyrische Ich die Situation mit den Worten „Als ich von der Brust aus/ unter der Haut/ mit einem langen Messer/ Zunge und Gaumen herausschnitt,/ muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt/ in das nebenliegende Gehirn“(V. 4 ff. ). Insgesamt klingt hier eine gewisse Routine an, die andeutet, dass das lyrische Ich Pathologe ist und der Einzelfall des Ertrunkenen für ihn keine Rolle spielt. Eben diese Routine wird besonders an der Konjunktion „Als“(ebd. ) sowie der emotionslosen sachlichen Schilderung deutlich. Zu dieser Sachlichkeit trägt besonders auch die Verwendung des Präteritums bei, die die ersten Sinnabschnitte wie einen Bericht wirken lässt. In diesem sprachlichen Kontext fällt zugleich auf, dass weder Metrum, noch Reimschema vorhanden sind, was eher untypisch für die Epoche ist. Jedoch dient dies der berichtenden Darstellungsweise, in der im Normalfall keine Aspekte der Kunst wie auch Metrum usw. inbegriffen sind. Jedoch deutet die allgemeine berichtende Sprache auch eine gewisse Fremde an, die das lyrische Ich zum Menschen hat, wodurch erneut die Nichtigkeit des Menschen deutlich wird. Hierbei spiegelt das lyrische Ich jedoch das Denken vieler Menschen im frühen zwanzigsten Jahrhundert wieder, die Individuum und vor allem Persönlichkeit als unwichtig und in gewissem Maße auch unwürdig ansahen. Um diese Sichtweise zu vermitteln, schildert das lyrische Ich seine Vorgehensweise im Enjambement erneut brutal, was zum Beispiel am Nomen „lange[s] Messer“(V. 6) oder aber am Verb „herausschneiden“(V. 7) deutlich wird. Im Kontrast zu alledem steht letztlich erneut die Aster, welche ins Gehirn „glitt“(Z. 8). Hier fällt besonders in der Wortwahl und im antithetischen Reim von „schnitt“(V. 7) und „glitt“(V. 8) die Beschönigung der Aster auf, die das lyrische Ich gewissermaßen zu beschützen versucht, während er den Menschen brutal auseinandernimmt. Diese Kargheit wird auch noch einmal in den Worten „glitt/ in das nebenliegende Gehirn“ (V. 8 f. ) ausdrücklich, da das hier schon entnommene Organ des Menschen, das seine gesamte Persönlichkeit ausgemacht hat, als Objekt beschrieben wird und somit erneut nichtig wirkt. Der Text dreht also gewissermaßen die Rollen um, indem er jegliche Emotionalität und vor allem auch das Mitempfinden des lyrischen Ichs auf die Aster überträgt. Dies wird auch in der Vermutung des lyrischen Ichs „muß ich sie angestoßen haben“(V. 8) deutlich, indem es diese Tat unbewusst und unabsichtlich tut, während es den Menschen absichtlich und ohne Rücksicht obduziert. Die Situation spitzt sich jedoch in den folgenden Versen noch weiter auf die Vermenschlichung der Blume zu. So geht das Gedicht mit den Worten „Ich packte sie ihm in die Brusthöhle/ zwischen die Holzwolle“(V. 10 f. ) weiter. Diese Situation erinnert an eine Art Beerdigung, welche die Blume noch einmal stärker vermenschlicht und die Wertlosigkeit des Menschen selbst verringert, indem dieser als Grab dient. Gewissermaßen lassen sich hierbei auch Parallelen zur derzeitigen Industrialisierung erkennen, indem die Menschen durch diese einen Teil der Natur zerstörten, weshalb hier gewissermaßen der Mensch als Grab für die Blume, als Repräsentant der Natur, dient. Besonders stärkt dabei die Tatsache, dass das lyrische Ich die Blume „in die Brusthöhle“(V. 10) tut diesen Aspekt, da die Blume somit als eine Art Lebensantrieb für den Menschen an Stelle seines Herzens dargestellt wird, den nur die Natur bietet. Die Holzwolle, ein Baumaterial, mit welchem früher Kuscheltiere und Leichen ausgestopft wurden, kann man dabei bildlich als eine Art Erde oder Sarg sehen. Diese sehr bildlich dargestellte Situation endet damit, dass er die Blume „beerdigte“ „als man zunähte“(V. 12).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und somit letzte Sinnabschnitt setzt mit dem Ausruf „Trinke dich satt in deiner Vase!“(V. 13) ein, welcher die Aster schlussendlich personifiziert, indem das lyrische Ich diese im Reflexivpronomen „dich“(ebd. ) wie einen Freund anspricht. Besonders stellt dabei das „Trinken“(ebd. ) eine symbolische Personifikation dar, indem sich die Blume vom Menschen nähren soll, wie es eigentlich der Mensch von der Natur tut. Somit dreht das lyrische die Rollen von Mensch und Pflanzen um, wodurch er den Pflanzen erheblichen Wert zuspricht und die Menschen als nichtig erklärt. In diesem Kontext nennt es den Menschen metaphorisch eine „Vase“(V. 13), wodurch es den Menschen objektiviert. Besonders weist zudem auch der Tempuswechsel ins Präsenz von der Nichtigkeit des Menschen, indem nun eine Nähe oder Unmittelbarkeit zur Blume geschaffen wird, die emotionaler wirkt und so den Mensch als etwas Fernes, Irrelevantes in den Hintergrund rückt. Zuletzt spitzt das lyrische Ich diese Bedeutsamkeit der Natur im Kontrast zur Unbedeutsamkeit des Menschen mit den Worten „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“(V. 14 f. ) zu, indem er der Blume eine Art Grab und Beerdigung schafft und den vor sich liegenden Menschen dabei nur als eine Art Mittel zum Zweck ansehen, also als das, als das die Menschen die Natur ansehen. Hierbei akzentuiert es jedoch zugleich die Vergänglichkeit aller Dinge, wobei das lyrische Ich der Vergänglichkeit der Natur wesentlich mehr Wert zuspricht, wodurch sich auch seine Trauer erklären lässt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt das Gedicht die Nichtigkeit eines Individuums und der Persönlichkeit im frühen 20. Jahrhundert dar, die unter anderem durch die Industrialisierung bedingt war. Eben diese Nichtigkeit wird besonders im groben Umgang mit der Leiche im Gedicht verglichen zum Umgang mit der Aster, aber auch in der eher berichtenden Sprache deutlich. Dass die Natur eine wesentlich größere Rolle spielt, wird anhand der Vermenschlichung der Blume deutlich, indem diese durch sehr bildhafte Sprache als schutzlos dargestellt wird, während der Mensch keinerlei Beachtung erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegendem Text mit dem Titel ,,Kleine Aster“ von Gottfried Benn handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahr 1912 veröffentlicht wurde und der Epoche des Expressionismus zu zuordnen ist. Thematisch geht es dabei um Entmenschlichung und Vergänglichkeit bezüglich der Identität und Individualität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel ,,Kleine Aster“ verdeutlicht bereits, dass die Aster in dem Gedicht im Fokus liegt, statt der Bierfahrer, welcher einer Obduktion unterzogen wird. Dabei ist die Aster eine Blume, welche im Herbst blüht, wodurch diese also Vergänglichkeit symbolisiert. Das Adjektiv ,,klein“ wirkt dabei verniedlichend und verdeutlicht, dass das lyrische Ich das Gefühl hat die Aster beschützen zu müssen und dadurch wird Emotion ausgedrückt. Im Gegensatz dazu steht der erste Vers mit der Aussage ,,Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1), da dieser Vers die Emotionslosigkeit und Kälte des lyrischen Ichs der Leiche aufgrund des pietätlosen Umgangs mit dem Verstorbenen gegenüber verdeutlicht. Das Adjektiv ,,ersoffen“ (ebd.) verdeutlicht dabei die emotionale Distanz des lyrischen Ichs dem Bierfahrer gegenüber da, sowie die emotionale Kälte gegenüber des Verstorbenen. Dies wird auch durch die Tatsache deutlich, dass der Bierfahrer ,,auf den Tisch gestemmt“ (ebd.) wird, was ebenfalls die pietätlosen Umgang mit dem Bierfahrer verdeutlicht, da dieser auf den Tisch sozusagen mehr oder weniger drauf geworfen wird, statt normal hingelegt, wodurch ebenfalls die Emotionslosigkeit des lyrischen Ichs hervorgebracht wird. Der unbestimmte Artikel ,,ein“ (ebd.) bringt hervor, dass es dem lyrischen Ich nicht wichtig ist, wer genau der Mann ist, sondern er nur einer von vielen, also nur ein Verstorbener ist, der obduziert werden muss, was ebenfalls kalt und emotionslos sowie brutal wirkt. In der nächsten Aussage ,,Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhellila Aster/ zwischen die Zähne geklemmt“ (V.2 f.) wird dabei der Fokus auf die Aster gelegt und nicht mehr auf dem Bierfahrer, wobei das Indefinitpronomen ,,Irgendeiner“ (ebd.) verdeutlicht, dass das lyrische Ich sich nicht damit auseinandersetzt, wer die Aster zwischen die Zähne geklemmt hat, wobei dieser Umstand irritierend und fragwürdig wirkt. Auch die Farbe der Aster wirkt paradox (vgl. V. 2), da die Farbe nicht hell und dunkel zu gleich sein kann. Dieser Neologismus und auch gleichzeitig Paradoxon unterstützt dabei die verwirrende Situation und lenkt den Fokus auch auf die Aster und nicht auf den Verstorbenen. Auffällig ist auch, dass auch wenn es eigentlich kein Reimschema, kein Metrum und auch keine Strophen vorhanden sind, sich die Enden der beiden Verse 1 und 3 reimen. Dabei verdeutlichen sowohl die Verben ,,stemmen“ (ebd.) als auch ,,klemmen“ (ebd.) den harten und emotionslosen Umgang mit der Leiche.  Des Weiteren beschreibt und schildert das lyrische Ich, was es bei der Obduktion tut. Die Aussage ,,Als ich von der Brust aus/ unter der Haut/ mit einem langen Messer/ Zunge und Gaumen herausschnitt, muß ich sie angestoßen haben“ (V. 4 ff.) verdeutlicht, dass die Aster erneut ins Zentrum des Geschehens gerückt wird, auch wenn die Beschreibung der Obduktion ausführlicher ist, da die Obduktion in einem Nebensatz beschrieben wird als Ursache dafür, dass die Aster gefunden wurde und die Aster dadurch, dass sie im Hauptsatz der Aussage geschildert wird, im Fokus steht und die Obduktion nur nebensächlich ist. Diese Beschreibung der Obduktion erinnert dabei an einen Bericht, der sachlich und emotionslos ist, wobei das Präteritum in der Beschreibung ebenfalls an einen Bericht erinnert. Durch diese emotionslose Beschreibung der Obduktion wird der Bierfahrer entmenschlicht und das lyrische Ich beschreibt nur die Routine seiner Arbeit, wobei der Tod dieses Menschen es völlig emotionslos und kalt lässt.  Das ,,lange[.]“ (ebd.) Messer und auch das Verb ,,herausschneiden“ (ebd.) verdeutlichen dabei die Brutalität der Obduktion und die Enjambements, welche die Verse miteinander verbindet, unterstützt die Beschreibung der brutalen Obduktion. Wie zuvor erwähnt, liegt der Fokus in dieser Aussage erneut auf der Aster, welche das lyrische Ich entdeckt hat, wobei im Kontrast zu der brutalen und emotionslosen Schilderung der Obduktion und auch den pietätlosen Umgang mit dem Verstorbenen, die Aster regelrecht umsorgt wird und Emotionen im lyrischen Ich weckt. Dies wird deutlich, wenn es heißt, dass das lyrische ich ,,sie angestoßen haben“ (ebd.) muss und sie ,,in das nebenliegende Gehirn [glitt]“ (V. 9). Die Verben ,,anstoßen“ und ,,gleiten“ verdeutlichen dabei das Umsorgen der Aster und ebenso den guten Umgang mit dieser, wohin das lyrische Ich kalt und brutal mit dem Bierfahrer umgeht. Die Tatsache, dass das lyrische Ich für den Verstorbenen keine Emotionen aufbringt, jedoch die Aster umsorgt und ins Zentrum des Geschehens stellt, verdeutlicht die Entfremdung des lyrischen Ich zu dem Menschen und die Brutalität und Emotionslosigkeit. Außerdem ist es auffällig, dass die Versenden der Verse 7 und 8 sich reimen, wobei das Verb ,,herausschneiden“ (ebd.) auf den Leichnam bezogen ist und das Verb ,,gleiten“ (ebd.) auf die Aster. Die beiden Verben stellen eine Kontrast dar, der den gegensätzlichen Umgang mit der Aster und mit der Leiche vor Augen führt, da  mit der Leiche brutal umgegangen wird, wohin gegen die Aster umsorgt wird. Der Reim führt dabei diesen gegensätzlichen Umgang vor Augen. Die nächste Aussage ,,Ich packte sie ihm in die Brusthöhle/ zwischen die Holzwolle,/ als man zunähte“ (V. 10 ff.) verdeutlicht erneut, dass die Aster umsorgt wird und der Verstorbene kalt und emotionslos behandelt wird, wobei die Aster erneut im Fokus steht. Die Tatsache, dass das lyrische Ich die Aster ,,ihm in die Brusthöhle“ (ebd.) legt, verdeutlicht das Umsorgen der Aster, da diese nicht einfach weggeworfen wird, sondern geschützt weggepackt wird, wohin gegen die Brusthöhle mit Holzwolle gefüllt wird, was erneut die emotionslose Schilderung verdeutlicht. Zudem verdeutlicht die Aussage ,,als man zunähte“ (ebd.), dass erneut der Fokus völlig auf der Aster liegt, da das Zunähen als eine Nebentätigkeit in dem Nebensatz ausgesagt wird und die Aussage aber thematisiert, dass die Aster weggepackt wird. Das Pronomen ,,man“ (ebd.) in dieser Aussage an Stelle des Personalpronomen ,,ich“ (ebd.) verdeutlicht dabei die Distanz zu dem Leichnam, sowie die Entfremdung des lyrischen Ichs zu dem Menschen. Dadurch wird auch ausgesagt, dass die Obduktion nicht so wichtig ist und eher nebensächlich, sodass es keine Rolle spielt, wer den Mann wieder zunäht, da die Aster das Zentrum darstellt. Zu dem wird in dieser Aussage der Bierfahrer nicht mehr erwähnt, sondern allgemein beschrieben, dass zugenäht wird, was ebenfalls die Entfremdung, die Gleichgültigkeit und Emotionslosigkeit zu dem Bierfahrer hervorbringt und das lyrische Ich die Obduktion als Routine sieht. In der nächsten Aussage ist es auffällig, dass die Aster von dem lyrischen Ich angesprochen und somit vermenschlicht wird, was die Aussage ,,Trinke dich satt in deiner Vase!“ (V.13) zum Ausdruck bringt. Durch das Nomen ,,Vase“ (ebd.) wird der Bierfahrer zum Gegenstand gemacht und durch die Ansprache des lyrischen Ichs an die Aster wird diese jedoch vermenschlicht, was erneut den Kontrast des Umgangs mit der Aster und des Umgangs mit dem Bierfahrer hervorhebt. Die Entmenschlichung des Bierfahrers wird auch dadurch deutlich, dass das lyrische Ich, da es den Bierfahrer als Gegenstand betrachtet, in dem Bierfahrer einen Zweck für die Aster sieht, sodass die Aster wichtiger und bedeutsamer ist, als der verstorbene Bierfahrer und die Aster über diesen gestellt wird. Das Ausrufezeichen verdeutlicht und untermauert dabei die Emotionen, die aufgrund der Aster bei dem lyrischen Ich hervorkommen, wobei durch die Entmenschlichung des Bierfahrers erneut die Emotionslosigkeit und Kälte hervorgebracht wird. Die letzte Aussage ,,Ruhe sanft/ kleine Aster“ (V. 14 f.) erinnert an einen emotionalen Abschied auf einer Beerdigung, wobei für gewöhnlich dies einem Menschen gewünscht wird. Jedoch wünscht das lyrische Ich dies nicht dem Bierfahrer sondern der Aster, sodass dies erneut verdeutlicht, dass das lyrische Ich dem Bierfahrer gegenüber kalt ist und keine Emotionen aufbringen kann, jedoch bei der Aster emotional wird und diese umsorgt und somit die Aster für es wichtiger ist. Das Adverb ,,sanft“ (ebd.) verdeutlicht die Emotionen, die das lyrische Ich für die Aster aufbringt und im zweiten Teil der Aussage ebenfalls verdeutlicht, wobei dadurch der Titel aufgegriffen wird. Somit wird erneut durch das Adjektiv ,,klein“ (ebd.) die emotionale Umsorgnis zum Ausdruck gebracht. Auffällig bei dieser Verabschiedung ist vor allem auch der Tempus-Wechsel, wobei nun das Präsens verwendet wird, wodurch der Abschied unmittelbar wirkt und nicht mehr berichtend und sachlich, wie emotionslos. Auch hier wird am Ende der Aussage ein Ausrufezeichen verwendet, was erneut die Emotionalität des lyrischen Ichs bezüglich des Abschieds verdeutlicht. Die Tatsache, dass die Aster sowohl im Titel erwähnt wird als auch zum Schluss des Gedichts und somit die Aster sozusagen den Rahmen des Gedichts bildet, wird die Aster in den Fokus gelegt und hervorgehoben und bleibt stärker im Gedächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vorliegender Text „Kleine Aster“ von Gottfried Benn verfasst und 1912 veröffentlicht, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Expressionismus. Thematisiert wird die Nichtigkeit des Menschen und seiner Identität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift „Kleine Aster“ verdeutlicht bereits, dass die Aster eine zentrale Rolle im Gedicht spielt. Des Weiteren zeugt sie von einer harmonischen und emotionalen Atmosphäre im Gedicht, da die Aster durch das Adjektiv „klein“ verniedlicht wird und das lyrische Ich das Gefühl hat die Aster beschützen zu müssen, wodurch eine gewisse Emotionalität von ihm ausgeht. Des Weiteren stellt die Aster, bei welcher es sich um eine Herbstblume handelt, ein Naturmotiv für Vergänglichkeit dar, da der Herbst metaphorisch diese verkörpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Vers des ersten Sinnabschnittes (V.1-3) widerspricht sich jedoch mit dem harmonischen, emotionalen Bild der Überschrift, da schroff eine Obduktion aus der Sicht eines Arztes beschrieben wird, jedoch wird hier das Motiv der Vergänglichkeit hervorgehoben. So heißt es „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1). Der unbestimmte Artikel „Ein“ (ebd.) untermauert, dass es sich bei der Leiche nur um eine von vielen handelt und ein einzelnes Individuum keinen Wert hat, was das emotionslose Handeln des lyrischen Ichs hervorhebt.  Die Emotionslosigkeit wird ebenso in dem pietätslosen Umgang mit der Leiche akzentuiert, da diese routiniert und wie ein Gegenstand „auf den Tisch gestemmt [wurde]“ (ebd.). Durch das Verb „gestemmt“ (V.1) geht jedoch auch eine gewisse Brutalität von dem lyrischen Ich aus, da es die obduzierende Leiche eher hinwirft als legt. Das lyrische Ich bemerkt aufmerksam, dass „Irgendeiner […] ihm eine dunkelhellila Aster/ zwischen die Zähne geklemmt [hatte]“ (V.2f.). Das Indefinitpronomen „Irgendeiner“ (V.2) akzentuiert, dass sich das lyrische Ich nicht damit auseinandersetzt, wer die Aster dem Bierfahrer in den Mund gelegt hat, was jedoch skurril wirkt, da es sich um eine Obduktion handelt.  Ebenso wirkt die Farbe „dunkelhellila“ (ebd.), da eine Farbe nicht zugleich hell und dunkel sein kann. So wird in gewisser Weise die Aufmerksamkeit auf die Aster gelenkt. Im Allgemeinen steht die Farbe Lila jedoch für Trauer und Begräbnis steht, was sich im Fortlauf des Gedichtes näher erkennen lässt. Die Blume steht antithetisch der Leiche gegenüber und verleiht dem Tod eine gewisse Ästhetik, was ein Merkmal des Expressionismus darstellt. Besonders auffällig ist an den ersten drei Versen, dass sich der erste mit dem dritten reimt, da das Gedicht eigentlich über kein Reimschema verfügt. Die sich reimenden Versenden „gestemmt“ (V.1) und „geklemmt“ (V.3) heben dabei nochmals den pietätslosen Umgang mit der Leiche hervor und akzentuieren dabei die emotionale Kälte des obduzierenden Arztes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den darauffolgenden Versen des zweiten Sinnabschnittes (V.4-12) beginnt das lyrische Ich mit der sachlichen und detaillierten Schilderung der Autopsie des Bierfahrers. Dabei hat das lyrische Ich die Brust des Bierfahrers geöffnet und schneidet Gaumen und Zunge mit einem „langen Messer“ heraus (V. 4ff). Dabei verdeutlicht dies die Brutalität des obduziernden Arztes. Die Aster rutscht ihm dabei in das „nebenliegende Gehirn“ (V. 9). Dabei fallen besonders die sich reimenden Versenden „herausschnitt“ (V.7) und „glitt“ (V.8) auf, da sie den Kontrast der Aster von dem Leichnam hervorheben. Während das lyrische Ich die Leiche brutal auseinandernimmt, umsorgt er die Aster regelrecht. Diese Begebenheit untermauert, dass das lyrische Ich für die Leiche keine emotionale Verbindung aufbaut, die Aster jedoch behütet, stellt eine gewisse Distanz und Gleichgültigkeit zwischen dem Sprecher und dem toten Bierfahrer dar. Die Sachlichkeit der Sezierung sowie die Benutzung des Präteritums ähneln eher an einen Bericht. Die Emotionslosigkeit wird durch den unbetonten Rhythmus des Gedichtes untermauert, da dies kein Metrum aufweist. Des Weiteren sind alle Verse durch Enjambements miteinander verbunden, was die Routine des obduzierenden Arztes akzentuiert. Des Weiteren holt das lyrische Ich die Aster raus und „packt sie ihm in die Brusthöhle/ zwischen die Holzwolle“ (V. 10f.). Dieser Vorgang untermauert erneut das emotionslose und routinierte Handeln des Arztes. Ebenso wird die Aster wieder in den Vordergrund des Geschehens gerückt, da sie anstatt weggeschmissen zu werden schützend „in die Brusthöhle“ (V.10) gelegt wird. Diese Geste untermauert erneut, dass das lyrische Ich die Aster umsorgt und eine emotionale Bindung zu ihr aufbaut, wohingegen der Körper der Leiche gleichgültig zugenäht wird. Auffällig an der Aussage „als man zunähte“ (V.12) ist das Pronomen „man“ (ebd.), da dieses anstelle des Personalpronomens „ich“ eingesetzt wird. Dadurch wird die Distanz zwischen dem lyrischen Ich und der Leiche hervorgehoben, wodurch zum Ausdruck kommt, dass die völlige Aufmerksamkeit des Sprechers auf der Aster liegt, wodurch die Obduktion gewissermaßen in den Hintergrund gestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und somit letzte Sinnabschnitt (V.13-15) setzt mit der Inversion „Trinke dich satt in deiner Vase!“ (V.13) ein, wobei das lyrische Ich konkret die Aster anspricht, wobei durch das Reflexivpronomen „dich“ (ebd.) die Aster von dem Sprecher vermenschlicht wird, wodurch eine gewisse Emotionalität und Verbindung aufgebaut wird. Die Leiche wird hier als „Vase“ (ebd.) gebraucht und somit vom lyrischen Ich objektiviert, was sein brutales und emotionsloses Handeln an der Leiche untermauert. Hier dient die Leiche des Bierfahrers als Nutzen für die Aster, da sie aus ihr trinken soll. Durch die abschließende Interjektion „Ruhe sanft, / kleine Aster!“ (V.14f.) gleicht die Atmosphäre eher einer Beerdigung bzw. eines Abschiedes als einer Obduktion. Da sich das lyrische Ich von der Aster verabschiedet, hebt nochmals die emotionale Bindung hervor, was seine Trauer erklären lässt. Auch der Tempus Wechsel von Präteritum zu Präsens lässt den Abschied der Aster emotional wirken. Der Umstand, dass auch die Aster stirbt, untermauert, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, dass alles vergänglich ist, wobei er der Vergänglichkeit der Natur mehr Wert zuspricht als der der Menschheit. Die Begebenheit, dass die Aster sowohl im Titel erwähnt wird als auch zum Schluss des Gedichts stellt sie den Rahmen des Gedichtes dar, wodurch untermauert wird, dass der Fokus des Gedichtes eher auf ihr als auf den zu obduzierenden Leichnam liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Kleine Aster”,aus der Epoche des Expressionismus,  wurde von Gottfried Benn im Jahre 1912 verfasst und thematisiert die Entmenschlichung im Kontrast zur Vergänglichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Titel des Gedichts veranschaulicht die Vergänglichkeit, da die ,,kleine Aster” (V.0) eine Herbstblume symbolisiert, welche von Vergänglichkeit geprägt ist, da sie auch irgendwann verblüht. Das diminutive Adjektiv ,,kleine” (V.0) lässt die Blume hilflos wirkt. Dies lässt ersteinmals vermuten, dass das Gedicht von der Natur handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (V.1-3) steht mit den Worten ,,Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt.” (V.1) ein. Schon der unbestimmte Artikel ,,Ein” entmenschlicht den Leichnam, der anscheinend ertrunken ist, da dem Lyrischen Ich scheinbar nicht von Bedeutung ist, wer dieser Mann einmal war. Der Ausdruck ,,Bierfahrer” (ebd.) meint die damaligen Getränkelieferanten.  Das Adjektiv ,,ersoffener” (ebd.)verdeutlicht die Brutalität und Emotionslosigkeit des Lyrischen Ichs, was auch durch das Verb ,,stemmen” (ebd.) veranschaulicht wird. Dies lässt auf einen pietätlosen Umgang mit der Leiche vermuten. Schon der erste Vers sorgt für die Verwirrung des Lesers, da dieser ein vollkommen anderes Gedicht vermutet hatte, aufgrund des Titels des Gedichtes. In den nächsten Versen wird wieder einmal die Entmenschlichung deutlich, da ,,Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster/ zwischen die Zähne geklemmt.” (V.2f.). Das Indefinitpronomen ,,Irgendeiner” (ebd.) führt abermals zur Entpersonalisierung des Menschen, es bringt die Unbedeutsamkeit des Todes für das Lyrische Ich zum Ausdruck. Zudem das neologistische Paradoxon ,,dunkelhelllila” (ebd.) zur Verwirrung des Lesers beiträgt. Auch die Farbe ,,lila” (ebd.) erinnert an eine Trauerfeier.  Die genaue Beschreibung der Farbe des Pflanze zeigt, dass das Lyrische Ich der Pflanze mehr Ansehen erweist, als der Leiche auf dem Tisch. Der erste und zweite Vers reimen sich, aber sonst ist kein Metrum, Reimschema oder eine Einteilung in einzelne Strophen zu erkennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (V. 4-12) leitet einen Obduktionshergang ein. Der Vers beginnt mit den Worten ,,Als ich von der Brust aus/ unter der Haut/ mit einem langen Messer/ Zunge und Gaumen herausschnitt,/ muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt/ in das nebenliegende Gehirn.” (V. 4f.). Die sehr detaillierte Beschreibung bringt die sachliche und gefühlskalte Seite des Lyrischen Ichs zum Ausdruck. Das zum ersten Mal verwendete Personalpronomen ,,Ich” (ebd.) untermauert, dass das Lyrische Ich weiß wovon es spricht. Die genaue Beschreibung dieses medizinischen Vorganges zeigt, dass das Lyrische Ich diesen Vorgang schon öfters getätigt hat und emotional so viel Abstand von den Toten gewonnen hat, dass dieser Vorgang etwas ganz normales für es ist. Der Umgang mit einem ,,langen Messer” (ebd.) mit welches es ,,unter die Haut” (ebd.)schneidet, ist für das Lyrische Ich etwas vollkommen normales, aber die  emotionslose Schilderung wirkt auf den Leser sehr skurril und brutal. Der Hendiadyoin ,,Zunge” (ebd.) und ,,Gaumen” (ebd.) untermauert wieder einmal, dass das Lyrische Ich weiß wovon es spricht. Der darauffolgende Vers handelt von der Aster, auf die, in dem Gedicht, der Fokus liegt. Das Lyrische Ich muss die Aster ,,angestoßen haben, denn sie glitt/ in das nebenliegende Gehirn.” (ebd.). Vor allem dieser Vers steht in Kontrast zu den vorherigen, da die Verb ,,stoßen” (ebd.) und ,,gleiten” (ebd.) eine sehr liebevolle Ausprägung verdeutlichen, was im Kontrast zu dem Verb ,,stemmen” (ebd.) steht, da dieser die pietätlosen Umgang mit der Leiche verdeutlicht. Der achte und neunte Vers bilden einen Paarreim, was wiedermals einen Kontrast veranschaulicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das expressionistische Gedicht „Kleine Aster“, welches 1912 von Gottfried Benn verfasst wurde, thematisiert die Nichtigkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 15- versige Gedicht lässt sich in vier Sinnabschnitte einteilen, da diese nur aus einer Strophe besteht.&lt;br /&gt;
Jedoch die Überschrift „Kleine Aster“ sagt schon viel über das Gedicht aus, da sie im Gegensatz zum Bierfahrer in den Vordergrund gesetzt wird. Denn das Adjektiv „klein“(V. 0) verdeutlicht ein Gefühl von Emotionalität. Kleine Dinge möchte man beschützen, sie wirken sehr sanft und zerbrechlich. Das Substantiv „Aster“(ebd.) ist eine Herbstblume und somit nur in einer begrenzten Zeit blüht. Aufgrund dessen verdeutlicht die Aster die Zeit der Vergänglichkeit und nimmt damit direkten Bezug zur Epoche des Expressionismus, in der Trostlosigkeit, Tod und das Surreale von Bedeutung war. Zudem stellt die Überschrift eine weitere Verbindung zum Gesamtkontext des Gedichts her, da die Beziehung zwischen Mensch und Pflanze im Laufe des Gedichts geschildert wird und die Blume somit einen klaren Vorteil hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Gedichts erzählt Benn „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“(V. 1). Damit leitet der Autor sein Gedicht ein. Der unbestimmte Artikel „Ein“(ebd.), welcher darauf hinweist, dass die Leiche nicht konkret zu erkennen ist und es somit einer von vielen ist. Somit verallgemeinert der Autor die Menschen. Die Beschreibung wer die Person war. Außer ein „ersoffener Bierfahrer“(ebd.) lässt sich nicht herausfinden. „Bierfahrer“(ebd.) war zur Zeit des Expressionismus ein gängiger Beruf, der dafür zuständig war, mit einer Karre , Bier an die Haushalte zu liefern. Das Adjektiv „ersoffen“(ebd.) deutete auf einen brutalen Tod hin, denn normalerweise ertrinken Menschen., Das Verb 2WURDE28EBD:9 IST IM Präteritum verfasst und deutet darauf hin, dass die Situation schon vor längere Zeit passiert sein muss und der Autor von einem Geschehen berichtet. Zudem erzählt Benn davon, dass die Leiche „auf den Tisch gestemmt“(ebd.) wurde. Allein diese Beschreibung „gestemmt“(ebd.) wirkt sehr brutal und gefühlslos. Stemmen benutzt man, wenn etwas sehr schwer ist und mit viel Kraft getragen werden muss. Die Interpunktion, Punkt am Ende des Verses unterstreicht die Realität des Geschehens. Folgend spricht Benn davon, dass „Irgendeiner […] ihm eine dunkelhelllila Aster/zwischen die Zähne geklemmt [hatte]“ (V. 2). Dabei ist auffällig, dass das Indefinitpronomen „Irgendeiner“(ebd.) wieder keine klare Antwort darauf gibt, wer die Aster zwischen die Zähne der Leiche geklemmt hat. Somit baut sich eine seriöse und nachdenkliche Spannung auf, weil wieder erneut eine Unklarheit aufkommt. Auch wiederholt sich der Tempus im Verb „hat“(ebd.) und verweist auf eine schon vergangene Situation hin. Die Nennung der „dunkelhelllila Aster“(ebd.) wirkt sehr verwirrend aufgrund des Neologismus „dunkelhell“(ebd.) , denn dieser zeigt einen Kontrast zwischen dunkel und hell und verdeutlicht repetierend die Seriosität und Verwirrung der geschilderten Situation, denn eine Blume kann nicht dunkel und gleichzeitig hell sein. Vers zwei lässt sich durch ein Enjambement bei „Aster“(ebd.) trenne und folgt mit den Worten “zwischen die Zähne geklemmt“(V. 3). Der Zeilenbruch ist hier von besonderer Bedeutung, weil dadurch der Fokus auf die Aster gelegt wird und somit wichtig wirkt. Dies lässt sich auch auf den Gesamtkontext des Gedichts beziehen und auf die Wahl der Überschrift. Um die Situation fortzuführen, redet er davon, dass man die Aster zwischen die Zähne […] geklemmt [hat]“(V. 3). Dieser Vorgang wirkt wieder sehr irritierend, skurril und schräg, denn die Vorstellung einer Leiche eine Blume zwischen die Zähne zu klemmen, obwohl der Mensch nicht mehr lebt, deutet auf eine bestimmte Absicht hin. Das Adjektiv „geklemmt“(ebd.) wirkt sehr bedrückend und löst ein Gefühl von Angst aus. Angst und Druck ist daran festzuhalten, dass sich jeweils das letzte Wort in Vers eins und drei aufeinander reimt und mit der Interpunktion, Punkt beendet wird. Beide Adjektive lassen sich als Tautologie bezeichnen. Zudem verweist die Beschreibung und speziell die Verwendung der brutalen und skurrilen Adjektive auf einen pietätlosen Umgang mit dem Menschen hin.  Dies lässt daraus schließen, dass Blume und Mensch in einer Beziehung zueinander stehen. Die Endung des Punktes untermauert die Realität der Situation und lässt damit Spannung aufbauen. Auffällig im ersten Sinnabschnitt ist das Reimschema, welches nicht eindeutig ist, aufgrund, dass sich Vers eins und drei reimen und Vers zwei alleine steht. Dies lässt den zweiten Vers in den Vordergrund stellen und somit auch die Aster, was wieder zeigt,, dass sie eine bedeutende Rolle im Gedicht hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt beginnt das lyrische Ich die Handlung einer daraus erkennbaren Obduktion detailliert zu beschreiben. Dass das lyrische Ich über die Handlung berichtet, wird daran deutlich, dass „Als ich von der Brust aus“(V. 4) das Personalpronomen „ich“(ebd.) verwendet wird. Außerdem lässt sich anhand des Gedichts und der Perspektive erkennen, dass Benn selber die Situation erlebt hat und somit seine eigene Obduktion, schildert. Das lyrische Ich beschreibt die Handlung „von der Brust aus“(ebd.) und führt fort mit „unter der Haut/ mit einem lanegn Messer“(v. 5f.). Das lyrische Ich beschreibt emotionslos, indem er seine Abfolge ohne weitere Kommentare von Gefühlen und Gedanken, erzählt. Der Gedanke unter der Haut mit einem langen Messer etwas aufzuschneiden, hinterlässt einen sehr bedrückenden und gefährlichen Eindruck. Die Hervorhebung des Enjambements hinter Haut und Messer hebt hervor, dass es für den Gerichtsmediziner nicht interessant ist, auf welche Art und Weise er einen Menschen behandelt. Daraufhin schildert er kontinuierlich, dass er „Zunge und Gaumen herausschnitt“(V. 7). Daran wird nochmal deutlich, dass es sich bei der Obduktion um einen Arzt handeln muss, da er wiederholt keine Gedanken und Gefühle die ihm dabei durch den Kopf gehen könnten erwähnt, scheint diese Art von Operation normal für ihn zu sein. Zudem wird langsam die Beziehung zum zwischen Arzt und Mensch deutlich, da das Verb „herausschneiden“(ebd.) sowie „gestemmt“(V.1) und „geklemmt“(v.3) den Umgang mit der Leiche beschreibt und alle Wörter einen sehr brutalen und skurrilen Gedanken hinterlassen. Im Gegenteil zur Aster, welche jetzt thematisiert wird, „muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt“(V. 8). Das Verhältnis zur Aster wird sofort anhand der Beschreibung deutlich, denn „anstoßen“(ebd.) wirkt sehr sanft und emotional. Auch dort wird der Beschützerinstinkt, welcher in der Überschrift auch schon angedeutet wird, klar. Dass es sich hierbei um die Aster handelt, wird an dem Personalpronomen „sie“(ebd.), deutlich, welches in Vers acht zweimal erwähnt wird und somit die Bedeutung und somit auch das &amp;lt;verhältnis der Blume dargestellt. Die sanfte und emotionale Art, die der Aster angeeignet ist, wird auch anhand des Verbs „gleiten“(V.8), hervorgehoben. Zudem lässt sich in Vers sieben und acht ein weiteres Reimpaar der jeweils letzten Wörter, herausfinden. „Herausschnitt“(V. 7) und „glitt“(V. 8). Beide Verben beziehen sich jeweils auf die Beziehung des Menschen und der Blume und stellt dadurch eine Verbindung zwischen beiden Hauptrollen und dem Arzt her. Daher, dass die Handlung kontinuierlich und emotionslos aus der Perspektive des Gerichtsmediziners geschildet ist, wird  die direkte Beziehung zur Blume bzw. zum Menschen, deutlich. Aufgrund der sanften und emotionalen Wortwahl, lässt sich eine bedeutendere Beziehung zwischen Blume und Arzt feststellen. Dass der tote Mensch in den Hintergrund gestellt wird, erklärt sich auch bei der  Beschreibung „in das nebenliegende Gehirn“(V. 9). Dies deutet darauf hin, dass das Gehirn der Leiche schon entnommen wurde und nicht mehr im Körper vorhanden ist und zeigt wieder die kalte Beziehung zum Menschen. Die Wertstellung der Menschen lassen sich jedoch gut auf den Expressionismus beziehen, denn Zustände wie Verzweiflung, Ängste und Endhumanisierung waren damals Realität. Insgesamt lässt sich anhand der detaillierten Beschreibung der Obduktion erkennen, dass die Aster aus dem Mund in das „nebenliegende Gehirn geglitten ist. Dies verleiht dem Gedicht wieder die skurrile und merkwürdige Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Benns Gedicht „Kleine Aster“, veröffentlicht im Jahr 1912, thematisiert die Wertlosigkeit des Menschen in der Epoche des Expressionismus.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Schon der Titel „Kleine Aster“ deutet einen wichtigen inhaltlichen Aspekt an, denn er zeigt damit die eigentliche Thematik des Gedichts auf. Mit der Benennung der Aster im Titel wird schon gleich zu Anfang der Fokus auf die Blume gelegt, sodass ihr eine tiefere Bedeutung zugeschrieben wird. Gleichzeitig ist festzuhalten, dass es sich bei der Aster um eine Herbstblume handelt und sie somit den Aspekt der Vergänglichkeit während des Gedichts symbolisiert. Auffällig ist hierbei, dass die Aster mit dem Adjektiv „klein […]“ (ebd.) beschrieben wird, sodass sie nicht nur an der ersten Stelle steht, sondern gleichzeitig auch eine sanfte und schutzlose Wirkung hinterlässt. Einen Kontrast dazu stellt der Beginn „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1) dar, da die Aster aus dem Titel für neues Leben steht, das Gedicht jedoch mit einem Toten beginnt. Der verallgemeinernde, unbestimmte Artikel „[e]in“ (ebd.) zeigt hierbei, dass es sich bei dem Toten um einen von vielen handelt, und dass das lyrische Ich, das Pathologe zu sein scheint und an dem Bierfahrer eine Obduktion durchführt, keine Beziehung zu dem Toten zu haben scheint. Dies ist ebenfalls erkennbar an der Art und Weise, wie das lyrische Ich über den Bierfahrer spricht und wie es mit ihm umgeht. So sagt er, der Tote sei „ersoffen[…]“ (ebd.), was im Vergleich zum Verb ertrinken gröber und kälter wirkt. Zudem stemme er ihn auf den Tisch (vgl. ebd.), was ebenfalls auf eine grobe Umgangsweise schließen lässt, sodass festgehalten werden kann, dass das lyrische Ich keinerlei Beziehung zu dem Toten hat, geschweige denn Mitleid, da sein Umgang mit der Leiche respektlos wirkt. Das lyrische ich sieht keinen Wert in der Leiche, was zurückzuführen ist auf die Epoche des Expressionismus, in der dieses Gedicht entstanden ist. Die Einstellung zum Menschen hatte sich aufgrund der politisch angespannten Situation kurz vor dem ersten Weltkrieg geändert, was hauptsächlich auf die Industrialisierung zurückzuführen war, da die Arbeit, die der Mensch geleistet hatte, von Maschinen übernommen wurde. Somit nahm die Bedeutung der Maschinen zu und die des Menschen ab. Dies hatte sich so ins Negative geändert, dass der Mensch als Individuum seine Bedeutung und seinen Wert verloren hatte, auch genannt den Ich-Verlust. Dies spiegelt sich ebenfalls im Anfang und im weiteren Verlauf des Gedichts wider, vor allem im pietätlosen Umgang des lyrischen Ichs mit der Leiche. Dieser Aspekt wird ebenfalls durch das Indefinitpronomen „[i]rgendeiner“ (V.2) untermauert, da diese Formulierung die Leiche zu einer beliebigen Person, der von jemand beliebigem „eine dunkelhelllila Aster zwischen die Zähne geklemmt“ (V.2f.) bekommen hatte, macht. Diese Beliebigkeit impliziert gleichzeitig Bedeutungslosigkeit, sodass der Wert dieser Leiche, der vorher ein lebendiger Mensch war, verloren geht. Unterstützt wird dies vom Bild einer Leiche, die eine Blume zwischen den Zähnen hat, was nicht nur die Skurrilität der Situation untermauert, sondern gleichzeitig ein spottendes Licht auf die Leiche wirft, was den Aspekt des bedeutungslosen Lebens eines Menschen nur bekräftigt. Die aus dem Titel aufgegriffene Aster, die im Kontrast zur Leiche für Leben steht und somit gleichzeitig höhnend zwischen den Zähnen des Toten wirkt, wird mit dem Neologismus „dunkelhelllila“ (ebd.) antithetisch beschrieben. Die Farbe Lila steht in der Religion für Trauer und Begräbnis und greift somit mit der Antithese abermals die Skurrilität der Situation auf.&lt;br /&gt;
Die folgenden Enjambements „Als ich von der Brust aus/ unter der Haut/ mit einem langen Messer/ Zunge und Gaumen herausschnitt,/ muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt/ in das nebenliegende Gehirn“ (V.4-9) sind ein repräsentatives Beispiel  für die bildliche Sprache des Gedichts und weisen weitere neue Aspekte zum Inhalt auf. Die Splittung des Satzes in viele verschiedene Verse verstärkt die monotone Wirkung beim Lesen dieses Absatzes und verdeutlicht gleichzeitig, dass der beschriebene Vorgang des Aufschneidens der Leiche, für das lyrische Ich Routine ist und es somit kalt lässt. Dies verdeutlicht nochmals die fehlende emotionale Bindung an den Gestorbenen und dass er für das lyrische Ich bedeutungslos ist. Der Vorgang des Aufschneidens für die Obduktion wird sehr bildhaft und detailliert beschrieben und ist noch dazu im Präteritum verfasst. Dies erweckt den Eindruck eines Berichts, der die Aufgabe hat sachlich und neutral Geschehenes widerzugeben, was sich mit der Kälte des lyrischen Ichs verbinden lässt. Zudem erschafft die Erzählung in der Vergangenheit eine gewisse Distanz gegenüber dem Leser und dem Geschriebenen, sodass wieder die Emotionslosigkeit deutlich wird. Die Enjambements verstärken die Wirkung des Aufschneidens, da die verschiedenen Handlungen des Aufschneidens einzeln hingestellt an Bedeutung gewinnen. Dabei wird betont, dass das lyrische Ich erst die Brust, und dann unter der Haut bis zum Gesicht den Körper aufschneidet, um dann Körperteile aus dem Mund wie „Zunge und Gaumen“ (ebd.) zu entfernen. Diese detaillierte Beschreibung erschafft eine verstörende und skurrile Atmosphäre, aber gleichzeitig auch eine nahgehende, da man an sich selbst nachvollziehen kann wie das lyrische Ich vorgeht. Betont wird dies durch das Adjektiv „lang[…]“ (ebd.), das das Messer beschriebt was das lyrische Ich benutzt, sowie durch den Paarreim „[…]schnitt“ (V.7) und „glitt“ (V.8). Das „glitt“ (ebd.) am Ende des Verses hebt die Bedeutung des darauffolgenden Verses, in dem beschrieben wird wie die anfangs benannte Aster „in das nebenliegende Gehirn“ (V.9) fällt, das sich neben dem Körper befindet. Diese ebenfalls detaillierte Beschreibung zusammen mit den vorherigen Versen betonen die für den Expressionismus typische Ästhetik des Hässlichen, bei der das Hässliche, Kranke und Wahnsinnige so detailliert beschrieben wird, wie das Schöne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin wird beschrieben wie das lyrische Ich die Aster nimmt und sie in den Körper zu der Holzwolle legt, und sie dann in der Leiche zunäht (vgl. V.10ff.). Dieser Vorgang erinnert an eine Beerdigung und verdeutlicht gleichzeitig, dass das lyrische Ich den toten Menschen nicht wie einen Menschen behandelt, und dass er die Aster wie einen Menschen behandelt, obwohl sie keiner ist. Dies beweist nicht nur der Prozess der Beerdigung, sondern auch die Personifikation „Trinke dich satt in deiner Vase!“ (V.13), die die Aster vermenschlicht. Auffällig ist hierbei der Kontrast zwischen dem was dem lyrischen Ich etwas bedeutet, und dem, was es als wertlos betrachtet. Die Verdrehung der Rollen wird dadurch deutlich, dass das lyrische Ich den Menschen als Grab für die Blume benutzt und ihn noch dazu als „Vase“ (ebd.) missbraucht, ihn also metaphorisch mit einem Objekt gleichstellt. Dies verdeutlicht ebenfalls die Bedeutungslosigkeit des Menschen. Zudem ist auffällig, dass das lyrische Ich die Aster anspricht mit dem Pronomen „dich“ (V.13), was die Blume abermals vermenschlicht. Zudem findet ab Zeile 13 ein Tempuswechsel statt, sodass vom Präteritum, das distanzierter wirkt, zum Präsenz gewechselt wird, das Nähe und Unmittelbarkeit verdeutlicht, die das lyrische Ich zur Aster hat, jedoch nicht zum Menschen. Die letzten beiden Verse „Ruhe sanft,/ kleine Aster!“ (V.14f.) drücken Endgültigkeit in Form eines Ausrufs aus und „Ruhe sanft“ (ebd.) erinnert an den Abschied eines Geliebten bei einer Beerdigung. Das Adjektiv „sanft“ (ebd.) schafft zusammen mit der Wiederholung des Titels „Kleine Aster“ eine Verbindung zum Anfang des Gedichts, wodurch abermals die Bedeutung der Aster für das lyrische Ich hervorgehoben wird. Zudem ist hinzuzufügen, dass neben den zwei Paarreimen „gestemmt“ (V.1) und „geklemmt“ (V.2) sowie „[…]schnitt“ (V.7) und „glitt“ (V.8) kein Reimschema vorliegt. Außerdem hat das Gedicht einen freien Rhythmus und besteht aus einer Strophe mit 15 Versen. Dies unterstützt den Aspekt der Skurrilität der Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass es sich bei dem Gedicht um eine Leiche während einer Obduktion handelt, dessen Wert und Würde unter die einer Aster gesetzt wird. Dies wird deutlich durch die an eine Beerdigung erinnernden Aktionen, sowie der Gleichstellung des Menschen mit einem Objekt. Deutlich wird hierbei der Verlust der Bedeutung eines einzelnen Menschen in der Zeit des Expressionismus, sowie die Ästhetik des Hässlichen. Allgemein setzt sich das Gedicht mit dem Ende eines Lebens und seiner Vergänglichkeit auseinander. All dies wird unterstrichen durch ein fehlendes Metrum und Reimschema, sowie durch Antithesen und bildlicher Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Kleine Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahr 1912, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Expressionismus. Thematisiert wird …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst eine Strophe, bestehend aus 15 Versen. Es ist kein Reimschema auszumachen, zu finden sind ein einzelner Kreuzreim und ein Paarreim. Ebenso lässt sich das Gedicht durch einen freien Rhythmus kennzeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Aussage „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V. 1) ein. Die Einleitung durch den unbestimmten Artikel „[e]in“ (ebd.) in Bezug auf den ersoffenen Bierfahrer deutet auf eine emotionslose Atmosphäre hin. Diese wird durch die umgangssprachliche Bezeichnung „ersoffen[…]“ (V. 1) anstelle der formaleren und fachlichen Betitelung ertrinken. Weiterhin spielt auch der Umstand, dass die Leiche „auf den Tisch gestemmt“ (V. 1) wurde, was auf einen pietätlosen Umgang mit der Leiche hinweist, darauf an, dass die Atmosphäre, in der sich das lyrische Ich befindet sehr kalt und emotionslos ist. Im weiteren Verlauf beschreibt das lyrische Ich „Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster / zwischen die Zähne geklemmt“ (V. 2 f.). Parallel zum ersten Vers ist hier die Einleitung, in diesem Fall durch das Indefinitpronomen „Irgendeiner“ (V. 2), welches gleichermaßen, wie der unbestimmte Artikel, Unpersönlichkeit und somit Emotionslosigkeit verdeutlicht. Die bisher sehr sachliche Beschreibung des lyrischen Ichs wird durch das Paradoxon „dunkelhelllila“ (V. 2) in Bezug auf die Farbe der Aster unterbrochen. Das Paradoxon legt den Fokus des Lesers auf die Aster, welche einen Kontrast zu der Leiche bildet. Die Aster, die bereits im Titel des Textes erwähnt wird, ist eine Blume die vorzugsweise im Herbst blüht. Dieser Umstand zeigt auf, dass es sich bei der Aster um ein Symbol für Vergänglichkeit handelt. Der Titel „Kleine Aster“ lässt sich daher wie folgt interpretieren. Die Verniedlichung der Aster durch das Adjektiv „[k]lein[…]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Kleiner Aster“, verfasst von Gottfried Benn und veröffentlicht im Jahre 1912, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Expressionismus. Thematisiert wird die Vergänglichkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Gedichts weist zunächst auf eine friedliche und emotionale Stimmung hin. Mit der Aster, einer Herbstblume, stellt der Titel des Gedichts ein Symbol der Natur dar. Durch das Adjektiv „klein“ wird die Größe der Blume beschrieben und somit vom lyrischen Ich verniedlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich der erste Vers stellt ein Kontrast zur Überschrift dar, da das Symbol der Natur zunächst nicht weiter verfolgt wird. Stattdessen beginnt die Thematik des Gedichts mit der abweisenden Aussage, dass ein Bierfahrer ersoffen sei (Vgl. V. 1). Bei einem „Bierfahrer“ (ebd.) handelt es sich um eine Person, die mit einer Kutsche oder einem Gefährt, Bier transportiert. Durch die Verwendung des unbestimmten Artikels „[e]in“ (V.1), wird die Bedeutungslosigkeit dieser Person verdeutlicht. Diese Person sei eine von vielen und spielt somit in diesem Zusammenhang keine große Rolle. Das Adjektiv „ersoffen[…]“ (V.1) ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für ertrinken und hebt somit eine emotionslose Atmosphäre hervor. Dadurch das die Leiche anschließend auf den Tisch „gestemmt“ (V. 1) wurde, lässt sich erahnen, dass der Tote sehr korpulent gewesen sein muss. Anschließend beschreibt das lyrische Ich, dass „irgendeiner […] ihm eine dunkelhellila Aster / zwischen die Zähne geklemmt [hatte]“ (V. 2f.). Durch die erneute Verwendung des Indefinitpronomen „irgendeiner“ (ebd.), wird auch hier hervorgehoben, dass auch dieser irgendjemand einer von vielen sei. Somit wird erneut eine unpersönliche und somit emotionslose Atmosphäre verdeutlicht. Mit der Antithese „dunkelhellila“ (ebd.) beschreibt das lyrische Ich die Farbe der Aster und lenkt somit den Fokus auf die Herbstblume und nicht auf den Verstorbenen. Außerdem wirkt die Beschreibung der Farbe paradox, da eine Blume nicht hell und dunkel zugleich sein kann. Dieser Paradoxon unterstützt dabei die verwirrende Situation, die in diesem Gedicht herrscht. Durch die Adjektive „gestemmt“ (ebd.) und „geklemmt“ (ebd.) wird eine gefühlslose Stimmung und somit eine Assoziierung mit Brutalität herbeigeführt. Außerdem wird dadurch der pietätloser Umgang mit der Leiche verdeutlicht, weshalb sich dies auf die Epoche des Expressionismus zurückführen lässt. Besonders auffällig an den ersten drei Versen ist, dass sich der erste Vers mit dem dritten Vers reimt, da das Gedicht eigentlich kein Reimschema enthält und somit über einen freien Rhythmus verfügt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt beginnt das lyrische Ich mit einer detaillierten Beschreibung der Obduktion des Bierfahrers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Kleine Aster“, welches von Gottfried Benn geschrieben und im Jahr 1912 veröffentlicht wurde und der Epoche des Expressionismus zuzuordnen ist, handelt von der Entindividualisierung des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift „Kleine Aster“ weist zunächst nicht auf das Thema des Gedichts hin. Das Adjektiv „klein[...]“ (ebd.) lässt die „Aster“ (ebd.), welche im Herbst blüht, sanft, zierlich und zerbrechlich wirken. Der Herbst wird meistens mit Vergänglichkeit assoziiert, was man als Vorausdeutung auf den Tod interpretieren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht weist kein Metrum und kein festes Reimschema auf. Es lässt sich dennoch in drei Sinnabschnitte gliedern. Im ersten Sinnabschnitt (V. 1- 3) wird zunächst die Situation geschildert. Es ist von „ein[em] ersoffenem Bierfahrer [,der] auf den Tisch gestemmt [wurde]“ (V. 1) die Rede. Daraus kann man schließen, dass die Leiche einer Obduktion unterzogen wird. Der unbestimmte Artikel „ein“ (ebd.) deutet darauf hin, dass die Leiche nur eine von vielen Leichen ist und somit keine Bedeutsamkeit hat. Die Tatsache, dass die Leiche „gestemmt“ (ebd.) wurde, deutet auf einen pietätlosen Umgang hin. In den nächsten Versen wird beschrieben, dass „irgendeiner […] eine dunkelhelllila Aster zwischen die Zähne geklemmt [hatte]“ (V. 2f.). Das Indefinitpronomen „irgendeiner“ (ebd.) steht wieder für die Bedeutungslosigkeit des Menschen. Der Neologismus „dunkelhelllila“ (ebd.) ist zugleich ein Paradoxon. Der Widerspruch hat eine verwirrende Wirkung, dennoch die Funktion, die Aster in den Fokus zu rücken. Die Skurrilität und Absurdität wird zudem durch die Beschreibung, dass die Blume „zwischen die Zähne geklemmt [wurde]“ (ebd.), verstärkt dargestellt. Das Verb „klemmen“ (vgl. V. 3) bildet einen Reim mit dem Verb „stemmen“ (vgl. V. 1), wodurch der pietätlose Umgang mit der Leiche betont wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (V. 4- 12) stellt eine detaillierte Schilderung des Vorgehens der Obduktion dar. Der Enjambement „Als ich von der Brust aus / unter der Haut / mit einem langen Messer / Zunge und Gaumen herausschnitt, / muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt / in das nebenliegende Gehirn“ (V. 4- 9) verdeutlicht die Zusammengehörigkeit dieses Teils. Auffällig ist dabei die sachliche und emotionslose Schilderung des Prozesses, was gleichzeitig auf die nicht vorhandene emotionale Bindung des lyrischen Ichs zum Menschen hindeutet. Die Substantive „Brust“ (V. 4), „Haut“ (V. 5), „Zunge und Gaumen“ (V. 7), „Gehirn“ (V. 9) und „Brusthöhle“ (V. 10) kann man dem Wortfeld „Mensch“ zuordnen. Dabei wirkt die objektive Schilderung emotionslos gegenüber dem Menschen als ein Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Kleine Aster“ wurde 1912 von Gottfried Benn verfasst und thematisiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Kleine Aster“ verspricht zunächst ein harmonisches, friedliches Naturgedicht, was sich aus dem Adjektiv „klein[...]“ entnehmen lässt. Jedoch ist auch zu sagen, dass die Aster eine Blume ist, welche im Herbst blüht und somit ist dies ein Zeichen für die Vergänglichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zuvor erwähnte harmonische Bild wird jedoch gleich zu Beginn des Gedichts zerstört.  Hier wird von einer Leiche geschildert, welche sich auf einem Obduktionstisch  befindet (vgl. V1). Alleedings sei diese Leiche „[e]in ersoffener Bierfahrer“(V. 1). der genutzte Pejorativ von „ersoffener“ (ebd.)  widerspiegelt die Haltung des lyrischen Ichs gegenüber des Toten. Diese ist Abneigung zeigt sich an der Vorgehensweise, da die Leiche „gestemmt“ (V. 1) wurde und somit eher als eine Last angesehen wird. Dass die Person keine Bedeutung für das lyrische ich hat lässt sich zudem an dem unbestimmten Artikel „[e]in“ (ebd.) erkennen, da die es somit keine Rolle spielt wer diese Person ist. Zudem ist auffällig, dass die Situation im Präteritum geschildert wird, was sich an Hand von „wurde“ (V. 1) belegen lässt.  Weitergehend habe „[i]rgendjemand […] ihm eine dunkelhelllila Aster zwischen die Zähne geklemmt“ ( V. 2 f.).  Das indefinit Pronomen „irgendeiner“ (ebd.) zeigt erneut, dass das lyrische Ich keinerlei Bezug zu den Menschen hat, da es ihm demnach egal ist wer die Aster zwischen die Zähne der Leiche getan hat. „[D]unkelhellila“ (ebd.) ist außerdem ein Neologismus und zugleich ein Paradoxon, welche den Fokus auf die Aster legen. Aus dem ist hervorzugehen, dass die Aster eine wichtige Rolle im folgenden spielen wird. Die beiden Verse 1 und 3 reimen sich zudem, was besonders verdeutlicht wird durch die Interpunktion des Punktes (vgl. V. 1 ff.). Somit kann gesagt werden, dass der erste Vers um die Leiche handelt und die darauffolgenden um die Aster. Sowohl das Verhältnis zur Leiche, als auch zu der Blume des lyrischen Ichs wird weitergehend im Gedicht herausgearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle könnte jedoch auch sinngemäß die erste Strophe beendet sein, da nun die Untersuchung der Leiche genaustens geschildert wird: „Als ich von der Brust aus / unter der Haut / mit einem langen Messer / Zungen und Gaumen herausschnitt, / muss ich sie angestoßen haben, denn sie glitt / in das nebenliegende Gehirn“ (V.4 ff.).  Diese Enjambements betonen die Emotionslosigkeit gegenüber des Toten, da es durch die detaillierte Beschreibung eher monoton vom lyrischen Ich geschildert wird.  Das Adjektiv „lang[...]“ (ebd.) trägt ebenfalls dazu bei, dass die Vorgehensweise einen brutalen Charakter hat und somit auch eine Distanz bei dem lyrischen Ich zu dem Opfer vorliegt. Allerdings ist auch zu sagen, dass das lyrische Ich genau weiß was es tut, was sich aus der detaillierten Beschreibung entnehmen lässt. Dem entsprechend muss es diesen Vorgang schon mehrere Male gemacht haben, so dass eine Distanz zu seiner Arbeit geschaffen werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht &amp;quot;Kleine Aster&amp;quot;, geschrieben von Gottfried Benn und veröffentlicht 1912 in der Epoche des Expressionismus, thematisiert die Wertlosigkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in der Überschrift wird die &amp;quot;Aster&amp;quot; angesprochen, die im Herbst anfängt zu blühen. Der Herbst steht metaphorisch für die Vergänglichkeit, was sich auf die Leiche, die obduziert wird und somit auf den Tod beziehen lässt. &lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (V.1-3) leitet in die Situation ein und schildert diese. Antithetisch zur Überschrift formuliert, handelt sich dabei um &amp;quot;ein[en] ersoffene[n] Bierfahrer&amp;quot;(V.1), der &amp;quot;auf den Tisch gestemmt wird&amp;quot;(V.1). Durch den unbestimmten Artikel &amp;quot;Ein&amp;quot;(ebd.) wird deutlich, dass dieser &amp;quot;Bierfahrer&amp;quot;(ebd.) nur einer von Vielen ist, sodass die Bezugslosigkeit zum lyrischen Ich hervorgehoben wird. Dadurch, dass das umgangssprachliche Verb &amp;quot;ers[aufen]&amp;quot;(V.1) verwendet wird und nicht &amp;quot;ertrinken&amp;quot;, wirkt der Tod noch brutaler. Zudem wird in den ersten beiden Teilen des Gedichts das Präteritum verwendet, wie beispielsweise auch in Vers 1 &amp;quot;wurde&amp;quot;(V.1). Dies erinnert an einen Bericht, der immer sehr emotions- und bezugslos geschrieben wird. Dies lässt sich ebenfalls auf die Beziehung zwischen lyrischem Ich und Leiche übertragen. Das letzte Wort des ersten Verses &amp;quot;gestemmt&amp;quot;(V.1) ist eines der einzigen Wörter die sich reimen, und zwar auf &amp;quot;geklemmt&amp;quot;(V.3). Zum einen schafft dies eine Verbindung zwischen beiden Wörtern, die Beide sehr hart, und somit brutal, klingen, da sie auf dem Konsonanten &amp;quot;T&amp;quot; enden. Des Weiteren wird durch das hart und brutal klingende Verb der peitätslose Umgang mit der Leiche veranschaulicht, der nochmals von einem distanziertem Verhältnis zeugt. Der zweite Vers beginnt mit dem Indefinitpronomen &amp;quot;Irgendeiner&amp;quot;(V.2), wodurch die Bezugslosigkeit von einem Menschen zu einen Anderen manifestiert wird. In dem neologistischen Adjektiv &amp;quot;dunkelhelllia&amp;quot;(V.2) befindet sich ein Paradoxon von &amp;quot;hell&amp;quot; und &amp;quot;dunkel&amp;quot;. Dieses soll die unüberschaubare Situation veranschaulichen, die dem lyrischen Ich widerfährt. Abgetrennt von einem Enjambement wird der Satz im dritten Vers fortgeführt mit &amp;quot;zwischen die Zähne geklemmt&amp;quot;. Zum einen wird hier besonders die Brutalität und Rücksichtslosigkeit verdeutlicht, mit der der Arzt die Leiche Behandelt. Diese ist ihm gleichgültig. Zum Anderen lässt sich die Gesamtsituation, einer Leiche eine Blume zwischen die Zähne zu stecken, als sehr absurd definieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (V.4-12) beschreibt den Vorgang, wie der Arzt die Leiche obduziert. Er beginnt mit der Konjunktion &amp;quot;Als&amp;quot;(V.4), die die Vorgehensweise der Leiche einleitet. Dadurch wird impliziert, dass diese Vorgehensweise nur nebensächlich ist und der Fokus auf der Aster liegt, die später angesprochen wird. Außerdem wird sie sehr kalt, emotionslos und routiniert beschrieben, da es für das lyrische Ich offenbar kein Problem ist eine Leiche aufzuschneiden (vgl. V.4-7).Durch die nähere Beschreibung des Messers mit dem Adjektiv &amp;quot;lang[...]&amp;quot;(V.6) und gegensätzlich dazu keine weitere Beschreibung der Leiche, zeigt das lyrische Ich, dass sogar ein Artefakt geltender ist als ein Mensch. Die nächsten beiden Verse reimen sich wieder. Die Wörter die sich reimen &amp;quot;herausschnitt&amp;quot;(V.7) und &amp;quot;glitt&amp;quot;(V.8) stehen sich antithetisch gegenüber. Zuerst ist wieder von dem Vorgang der Obduktion die Rede, die sehr brutal und emotionslos verläuft, was das Verb &amp;quot;herausschnitt&amp;quot;(ebd.) ebenfalls impliziert. Dann wiederum von der Aster die &amp;quot;glitt&amp;quot;(ebd.), was eine viel sanftere Form einer Bewegung ist. Die Aster erhält somit mehr Beachtung. Auch, dass das lyrische Ich die Aster &amp;quot;angestoßen&amp;quot;(V.8) haben soll, ist eine sanftere Art und Weise, auszudrücken, dass sie herunterstoßen wurde. Auch die Ignoranz der Tatsache, dass sich das Gehirn nicht im ursprünglichen Standort, im Kopf der Leiche, befindet sondern neben ihr liegt (vgl. V.9) zeigt, wie wenig sich das lyrische Ich für die Leiche interessiert, da sein Fokus auf der Aster liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H.: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Kleine Aster“, der von Gottfried Benn verfasst und im Jahre 1912 veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein expressionistisches Gedicht. Thematisiert wird die Bedeutungslosigkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Gedichtes „Kleine Aster“ hebt die Relevanz dieser Pflanze im Gedicht hervor und lenkt den Fokus auf diese und nicht den später erwähnten Menschen oder den Vorgang der Obduktion. Die Aster ist eine Herbstpflanze, was bereits andeutet, dass auch die Vergänglichkeit, welche metaphorisch durch den Herbst verdeutlicht wird, eine zentrale Rolle in dem Gedicht spielt. Die Tatsache, dass diese durch das Adjektiv „klein“ (ebd.) näher beschrieben wird, verweist bereits auf eine gewisse Emotionalität, da mit jenem etwas niedliches beziehungsweise schutzloses assoziiert wird. &lt;br /&gt;
Anschließend setzt das Gedicht mit der Aussage ein, dass „[e]in ersoffener Bierfahrer […] auf den Tisch gestemmt“ (V. 1) worden sei. Es handelt sich also an dieser Stelle um eine Leiche, die obduziert wird. Das Adjektiv „ersoffen“ (ebd.) sowie die Äußerung, der Leichnam sei „auf den Tisch gestemmt“ (ebd.) worden, lassen bereits den groben und pietätlosen Umgang mit jenem und die Brutalität diesem gegenüber erkennen, da er nicht auf den Obduktionstisch gelegt wird. Das lyrische Ich scheint sich dem Leichnam gegenüber völlig emotionslos zu verhalten, was in einem deutlichen Kontrast zu dem beinahe liebevollen Verhalten der Aster gegenüber steht. Zudem ist der unbestimmte Artikel „Ein“ (ebd.) auffällig, welcher hervorhebt, dass die Leiche lediglich eine von vielen ist und das lyrische Ich kein Interesse daran hat, zu erfahren, wer die Person ist. Ihm geht es lediglich darum, seiner Routine nachzugehen und die Leiche zu obduzieren. Diese Unpersönlichkeit der Leiche bringt erneut die Brutalität und Kälte hervor, da das Individuum nicht bedeutsam ist. Anschließend folgt die Aussage, „[i]rgendeiner“ (V. 2) habe der Leiche eine „dunkelhelllila Aster / zwischen die Zähne geklemmt“ (V. 2 f.). Dies wirkt generell merkwürdig und skurril, was besonders durch das Paradoxon „dunkelhelllila“ (ebd.) hervorgehoben wird, denn die Farbe der Aster kann nicht dunkeln und hell sein. Dieser Ausdruck ist ein Neologismus und beschreibt die Aster genauer, was diese erneut in den Vordergrund rückt. Die Leiche wird lediglich durch das Pronomen „ihm“ (V. 2) erwähnt, was untermauert, dass diese für das lyrische Ich nicht signifikant ist, da sie nur kurz erwähnt wird. Auch das unbestimmte Indefinitpronomen „Irgendeiner“ (ebd.) trägt zu der Irritation des Lesers bei, da das lyrische Ich nicht daran interessiert ist, wer dies getan hat, obwohl dies eigentlich seine Aufgabe wäre, da es die Leiche obduziert. Dieses Desinteresse hebt die Nichtigkeit des Menschen hervor, da sich das lyrische ich ab diesem Moment nur noch auf die Aster konzentriert. An dieser Stelle ist jedoch eine weitere Besonderheit auffällig, denn in dem Gedicht liegt kein festes Reimschema sowie Metrum vor. Hier ist jedoch erkennbar, dass sich die Verben „gestemmt“ (V. 1) und „geklemmt“ (V. 3) reimen, was sie in gewisser Weise verbindet. Dies hängt auch mit dem Inhalt zusammen, da durch beide Aussagen eine gewisse Brutalität und Kälte im Umgang mit der Leiche betont wird. &lt;br /&gt;
Im Anschluss wird der Vorgang der Obduktion detailliert geschildert. Das lyrische ich erläutert dabei, als es „von der Brust aus / unter der Haut / mit einem langen Messer / Zunge und Gaumen herausschnitt“ (V. 4 ff.) habe es die Aster „angestoßen“ (V. 8). Trotz der Tatsache, dass die die Obduktion detailliert und ausführlich wiedergegeben wird, wird die Aster erneut in den Fokus gerückt, denn es geht hauptsächlich wieder um das, was mit jener geschieht, und nicht um die Obduktion selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== '''Jan''' ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Kleine Aster“, welcher von Gottfried Benn im Jahre 1912 veröffentlicht worden ist, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Expressionismus. Thematisch geht es um die Nichtigkeit des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegen fünfzehn Verse vor, welche ein unregelmäßiges Reimschema aufweisen. Außerdem setzt sich das Gedicht aus acht-hebigen Trochäen und weiblichen Kadenzen zusammen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzt mit dem Titel „kleine Aster“(V.0) ein, welche diese Blume in den Vordergrund rückt. Das Adjektiv „klein“(ebd.) dient dabei als eine Art Verniedlichung und lässt die Aster schutzlos und hilfsbedürftig wirken. Die Tatsache, dass eine Aster eine Herbstblume ist, lässt auf das Thema des Gedichtes schließen. Dieses handelt nämlich von Vergänglichkeit, wofür der Herbst symbolisch steht. Nach dem Titel setzt der erste Sinnabschnitt (V.1-3) mit des Worten „Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt“ (V.1) ein.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Gryphius</title>
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				<updated>2018-11-11T22:01:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse eines Gedichtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbereitung:&lt;br /&gt;
mehrmaliges Lesen und Bearbeiten des Textes (Wichtiges markieren, notieren, gliedern, usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Einleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Themasatz: Textart (Natur-, Liebes-, politisches Gedicht, usw.), Titel, Dichter, ev. Entstehungszeit, Epoche; Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hauptteil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltliche, formale und sprachliche Analyse&lt;br /&gt;
•	Gliederung in Sinnabschnitte, deren Funktionen&lt;br /&gt;
•	Darstellung und Deutung exemplarischer Textstellen inhaltlich (Was wird aus-gesagt und was bedeutet das?), sprachlich (Wie wird es ausgesagt  und was bedeutet das? - sprachliche Mittel) und formal (Strophen, Reimschema, Metrum, Interpunktion, Enjambement, Wortwahl, usw.)&lt;br /&gt;
•	Wechselbeziehungen zwischen Inhalt, Sprache und Form &lt;br /&gt;
•	eventuell Berücksichtigung des gesellschaftlich-historischen, biografischen, usw. Kontextes, der Position und Perspektive des lyrischen Ich&lt;br /&gt;
•	korrekte Zitierweise&lt;br /&gt;
•	Textintentionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Schluss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Zusammenfassung der wesentlichen Analyseergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett &amp;quot;Es ist alles eitel&amp;quot; geschrieben von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1637 zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus vier Strophen, wobei die ersten zwei Strophen vier Verse enthalten und die letzten zwei drei Verse. Die ersten beiden Strophen sind als umarmender Reim aufgebaut und die letzten Beiden beginnen jeweils als Paarreim, wobei der dritte Vers eine Verbindung zur jeweils anderen Strophe schafft. Außerdem enthält das Gedicht einen sechshebigen Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett beginnt im ersten Vers mit einer Art Einleitung, indem das Thema der Vergänglichkeit, hier &amp;quot;Eitelkeit&amp;quot;(V.1) genannt, direkt angesprochen wird und ein Bezug zur Überschrift geschaffen wird. Mit der Repetitio des Wortes &amp;quot;[sehen]&amp;quot;(V.1) verdeutlicht das lyrische Ich, dass man, egal wohin man sieht, nichts ewiges finden kann. Man findet lediglich &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(V.1). Die Verwendung des Substantivs &amp;quot;Erden&amp;quot;(ebd.) spezifiziert den Raum in dem man nur Vergängliches sieht. Durch diese Spezifizierung macht das lyrische Ich erkennbar, dass es sich nur um Irdisches Handelt. Er impliziert so direkt zu Beginn des Gedichts, dass sich Ewiges im Übernatürlichen bzw. Göttlichen finden lässt. Im Folgenden ist das Gedicht sehr von Antithesen geprägt. In Vers zwei stehen die beiden Verben &amp;quot;[reisen]&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;[bauen]&amp;quot;(V.2) direkt hintereinander und sind lediglich von einem Spiegelstrich getrennt. Durch diesen Chiasmus wird die Differenz zwischen dem &amp;quot;heute&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;morgen&amp;quot;(V.2) untermauert und somit des lyrischen Ich's These, die Erde sei vergänglich, unterstützt. Auch Vers 3, der als Anapher eine Verbindung zu Vers 2 schafft, da sie beide Beispiele für Vergänglichkeit liefern, besteht aus einer Antithese. Hier wird aufgezeigt, dass aus &amp;quot;Städten&amp;quot;(V.3), die heute existieren in Zukunft &amp;quot;Wiesen&amp;quot;(V.3) werden können. Das Wort &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.3) begegnet einem folgend häufiger und beschreibt immer den Gegenwartszustand. Durch den vierten Vers wird noch einmal der Unterschied zwischen verschieden Zeiten hervorgebracht, indem &amp;quot;ein Schäferskind&amp;quot;(V.4), das &amp;quot;mit den Herden&amp;quot;(V.4) spielt, den &amp;quot;Städten&amp;quot;(ebd.) gegenübergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ersten Vers der zweiten Strophe wird die Vergänglichkeit der Pflanzen angesprochen. Diese blühen noch in der Gegenwart, was wieder von &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.5) signalisiert wird. Dass diese zertreten werden &amp;quot;sol[len]&amp;quot;(V.5) zeigt, dass diese in keinem Fall ewig bleiben. Im nächsten Vers wird die Vergänglichkeit des Menschen erläutert. Dies ist an der Metapher &amp;quot;pocht und trotzt&amp;quot;(V.6) erkennbar, da diese zum einen für das pochende Herz des Menschen steht, dem Menschen aber auch die Fähigkeit zuspricht zu trotzen, sodass die Annahme, ein Tier könnte gemeint sein, verworfen werden kann. Mit &amp;quot;Asch vnd Bein&amp;quot;(V.6) ist das, gemeint, was vom Körper nach dem Tod noch übrig bleibt gemeint. Das lyrische Ich kommt also zu dem Schluss dass der Mensch ebenso vergänglich ist wie alles andere und sich in der Hinsicht nicht von anderen Lebewesen oder Artefakten unterscheidet. Dass, &amp;quot;Nichts&amp;quot;(V.7) ewig ist, belegt er in Vers drei, indem er sagt das &amp;quot;kein Ertz / kein Marmorstein&amp;quot;(V.7), also nicht mal Gestein, von dem man eigentlich annehmen kann, dass es schwer kaputt geht, ewig sein kann. Das lyrische Ich geht in Strophe Zwei klimatisch vor indem er sich von den Pflanzen zum Menschen bis hin zum Gestein immer weiter steigert, und seine Vergänglichkeit erläutert. Es führt dabei, das wovon man eigentlich denkt es sei am standhaftesten, Gestein, als letztes an und das, wovon man denkt es am leichtesten zu entbehren, Pflanzen, an erster Stelle an. So zeigt ess auf dass, zwischen den verschiedenen Beispielen kein Unterschied, bezogen auf die Vergänglichkeit, herrscht. Im letzten Vers bezieht sich das lyrische ich schlussendlich auf das &amp;quot;Glück&amp;quot;(V.8). Antithetisch dazu verfasst es, dass auf dieses &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(Z.8) folgen. Dies lässt ein recht negatives Menschen - und Weltbild erkennen, da das lyrische Ich annimmt, dass Glück nicht ewig ist und Trauer folgen muss. Auf der anderen Seite lässt sich sagen, dass dies eine recht realistische Einschätzung des Lebens ist, die einen auf Schwierigkeiten vorbereiten könnte. Durch die Metapher &amp;quot;donnern&amp;quot;(V.8) verstärkt das lyrische Ich die Extremität des Wandels von &amp;quot;Glück&amp;quot;(ebd.) zu &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe und somit das erste Terzett beginnt mit der Anführung einer weiteren vergänglichen Sache: der &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(V.9). Dieser vergehe &amp;quot;wie ein Traum&amp;quot;(V.9). Das lyrische Ich möchte, wie im Rest seines Textes, jedoch besonders an dieser Stelle, an die Menschen appellieren, sich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(ebd.), oder Ehre, ist etwas das der Mensch oft anstrebt, aus falschen Intentionen. Der Lyriker möchte den Menschen so davon abhalten. Im zweiten Vers stellt das lyrische ich eine rhetorische Frage, indem es das Leben metaphorisch als &amp;quot;Spiel der Zeit&amp;quot;(V.10) benennt. Durch die vorherige Erklärung einiger Beispiele, die vergänglich sind, lässt sich die Frage verneinen. Der Mensch kann also nicht ewig sein. Das Adjektiv &amp;quot;leicht&amp;quot;(Z.10), welches den Menschen beschreibt, lässt sich auf Vers sieben beziehen, in dem von Gestein, welches nicht ewig ist, die Rede ist. Also schlussfolgert das lyrische Ich, dass wenn nicht einmal Gestein ewig sein kann, auch der &amp;quot;leichte Mensch&amp;quot;(V.10) nicht ewig sein kann. Im letzten Vers zeigt das lyrische Ich die Irrelevanz des Vergänglichen auf. Die Interjektion &amp;quot;Ach!&amp;quot;(V.11) untermauert die Verachtung, die das lyrische Ich bei den zuvor genannten Beispielen empfindet. Die Sachen, die der Mensch als, metaphorisch gemeint, &amp;quot;köstlich&amp;quot;(V.11), also gut, betrachtet, sind nicht ewig und somit nicht der großen Aufmerksamkeit würdig. Der Appell, den das lyrische Ich versucht zu verdeutlichen, wird an dieser Stelle nochmal besonders deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe beginnt mit einer Aufzählung von Symbolen, die für die Vergänglichkeit stehen. Durch das Substantiv &amp;quot;Nichtigkeit&amp;quot;(V.12), wird nochmal die unwichtige Rolle des Vergänglichen untermauert. &amp;quot;Schatten&amp;quot;(V.12) ist ebenfalls nicht dauerhaft, sondern entsteht nur dann wenn es auch Sonnen gibt. Metaphorisch steht der &amp;quot;Schatten&amp;quot;(ebd.) auch für schlechte Zeiten, die ebenso nicht dauerhaft sind. &amp;quot;Staub vnd Wind&amp;quot;(V.12) sind beides vergängliche Zustände. Der Staub kann sehr schnell verfliegen und auch Wind kommt und geht. Um zu verdeutlichen, dass alles Irdische vergänglich ist und keine dieser Sachen eine besonders wichtig sind, da sie eine vergängliche Sache von vielen sind, verwendet das lyrische ich die Metapher einer &amp;quot;Wiesen - Blum / die man nicht wider fndt&amp;quot;. Hier lässt sich auch ein Appell herausstellen, da das lyrische Ich den Menschen dazu aufruft, sich nicht zu sehr mit diesen Dingen zu beschäftigen, weil man sie sowieso &amp;quot;nicht wider find't&amp;quot;(V.13). Im letzten Vers stellt das lyrische Ich heraus, dass &amp;quot;was ewig ist kein einig Mensch betrachten&amp;quot;(V.14) kann. Also hat der Mensch momentan gar nicht die Möglichkeit etwas ewiges zu sehen. Durch das temporale Adverb &amp;quot;Noch&amp;quot;(V.14) wird manifestiert, dass jetzt zwar die Möglichkeiten ewiges zu sehen noch nicht gegeben sind, dies aber in Zukunft der Fall sein kann. Mit der Zukunft ist der Tod gemeint, in dem der Mensch, nach christlich- abendländischer Vorstellung, auf Gott trifft. Somit lässt sich sagen, das Gott oder das Göttliche, das einzige ist, was für das lyrische Ich ewig ist. Diese Vorstellung lässt sich auch mit dem ersten Vers verknüpfen, in dem nur von &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(ebd.) die Rede ist. Die Vorstellung von Gott als ewig unterstützt somit die Aussage, dass alles Irdische vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett lässt sich außerdem mit seiner Epoche, der Barock, in der es geschrieben wurde verknüpfen. Zu dieser Zeit herrschte der 30. Jährige Krieg, was große Armut verursachte. Außerdem herrschte eine große Differenz zwischen Arm und Reich. Gryphius Gedicht, kann somit also als Stück verwendet werden, dass den Menschen Hoffnung macht. Dadurch, dass er sagt, dass niemand für immer in seinem jetzigen Zustand ist klingt er die Vorstellung einer gerechten Zukunft an. Zudem greift das Gedicht mit dem Thema der Vergänglichkeit und der Erinnerung daran, dass auch der Mensch vergänglich ist und sterben kann, einen der drei zentralen Leitgedanken des Barocks, den Memento Mori, auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich mit dem Sonett, dem Menschen vor Augen führt, dass alles Irdische vergänglich ist. Das einzige, das ewig währt, sei das Göttliche. Sprachlich formal wird dies durch zahlreiche Antithesen und Metaphern unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Anne, meiner Meinung nach ist dir deine Analyse sehr gut gelungen. Du hast viele richtige Analyseaspekte in deine Analyse eingebracht und diese nachvollziehbar gedeutet. Deine Einleitung beinhaltet alle wichtigen Aspekte und dein Themasatz ist dir ebenfalls gut gelungen. Jedoch könntest du die Form des Gedichtes, also das Reimschema, das Metrum etc. mit in deine Analyse einfließen lassen und nicht nur am Anfang nennen. Außerdem könntest du auf manche Sachen, wie zum Beispiel in der ersten Strophe, dass aus Städten Wiesen werden, noch näher eingehen. Die Herausstellung des antithetischen Aufbaus in den ersten beiden Strophen finde ich sehr gut. Auch das du am Ende deiner Analyse noch einmal zusammenfasst was das Gedicht dem Leser vor Augen führt ist dir gut gelungen. Ein paar Kleinigkeiten die du noch verbessern solltest, habe ich in deiner Analyse markiert. Ansonsten eine sehr gelungene Analyse!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett „Es ist alles Eitel“ wurde von Andreas Gryphius im Jahre 1637 in der Literaturepoche des Barocks verfasst. Thematisch befasst sich das Gedicht mit der Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in vier Strophen aufgeteilt sind. Dabei beinhalten zwei Strophen vier Verse und die letzten beiden Strophen drei Verse. Der Aufbau weist daher auf ein typisches Sonett hin, da es zwei Quartette sowie zwei Terzette enthält. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus. Die beiden ersten Strophen bestehen aus einem umarmenden Reim (abba, abba) während die beiden letzten einen Schweifreim (ccd,eed) bilden. Die Kadenzen passen sich dabei dem Reimschema an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die Überschrift „Es ist alles Eitel“ zeugt von der resignativen Stimmung des lyrischen Ichs, da nichts auf der Welt von ewigem Bestand ist. Dabei akzentuiert das unbestimmte Numeral „alles“ die prekäre Lage.&lt;br /&gt;
Die erste Strophe knüpft an die Überschrift an, indem das lyrische Ich den Leser mit direkter Ansprache darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich ist (vgl. V.1). Das Adverb „nur“ (ebd.) verdeutlicht den hoffnungslosen und klagenden Grundton des lyrischen Ich aufgrund der Allgegenwärtigkeit der Vergänglichkeit. Diese resignative Stimmung lässt sich in Verbindung zu dem 30-jährigen Krieg setzen, welcher zu Zeiten des Gedichtes schon 25 Jahre herrschte und Deutschland komplett zerstört hat. Die darauffolgenden drei Verse beschäftigen sich konkret mit dem Verfall und Zerstörung der Städte. So heißt es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Auffällig ist, dass die Gegenwart und Zukunft in antithetischer Verbindung stehen, wodurch untermauert wird, dass das Schöne nur kurzen Bestand hat beziehungsweise später keine Bedeutung mehr erlangt, da alles Irdische vergänglich ist. Ebenso stehen die Verben „bauen“ (ebd.) und „einreißen“ (ebd.) gegensätzlich zueinander. Durch das demolieren der Städte wird konkret auf den Krieg angespielt, wodurch zum Ausdruck kommt, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, dass die Menschen selbst für ihre Vergänglichkeit bzw. der ihrer Bauwerke verantwortlich sind. Des Weiteren verdeutlichen die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.) die Generalisierung der Ereignisse in Europa. Die Antithetik zwischen Gegenwart und Zukunft wird im dritten Vers fortgesetzt, in welchem es heißt „Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3), wodurch untermauert wird, dass die Natur ihren Platz zurückerobert. Auffällig ist hier, dass ein Rückschritt beschrieben wird. Die „Wiese“ (ebd.) steht dabei für die Natur und durch ihre grüne Farbe für Hoffnung und symbolisch für das Gedeihen neuen Lebens. Diese Idylle wird in dem darauffolgenden vierten Vers fortgesetzt, indem es heißt „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4), was den Wunsch nach Frieden verdeutlicht. Die grundsätzlich antithetische Struktur des Textes wird durch das Versmaß untermauert. Bei diesem handelt es sich um den Barock typischen Alexandriner, welcher durch eine Mittelzäsur getrennt ist und die Gegensätze voneinander schneidet. Der monotone Rhytmus des Gedichtes hebt die resignative Stimmung des lyrischen Ichs hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe wird von der Antithese „Was itz und prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5) eingeleitet. Dies hebt die Vergänglichkeit der Natur, mitsamt der blühenden Pflanzen hervor. So heißt es weiter „Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein“ (ebd.). Das „poch[en]“ (ebd.) steht hier metaphorisch für den Herzschlag eines Lebewesens. Die Anapher „Was itz“ (V.5+6) untermauert, dass die Natur und die Lebewesen eine gleiche Gewichtung in der Rolle ihrer Vergänglichkeit haben. Dies wird durch den darauffolgenden Vers unterstützt, in dem mit einer verdoppelten Verneinung nichts als ewig bestehend erklärt wird und soll Klarheit über die Vergänglichkeit alles Irdischen verschaffen (vgl. V. 7). Die Vergänglichkeit wird durch die Akkumulation „kein Erz, kein Mamorstein“ (ebd.) unterstützt, da diese zu Zeiten des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten.  Der letzte Vers der zweiten Strophe wird mit einer Personifikation des Glückes eingeleitet (was bedeutet das?). Antithetisch wird dem Glück eine Synästhesie aus &amp;quot;donnernden Beschwerden&amp;quot; (V.8) gegenübergestellt. Dabei werden zwei unterschiedliche Sinneseindrücke (donnernd = hören, Beschwerden = fühlen) miteinander in Verbindung gesetzt, um das Leid zu verdeutlichen. Des Weiteren bekräftigt diese weitere Personifikation die Assoziation mit dem Krieg, da das Verb „donnern“ mit Waffen in Verbindung gebracht werden kann, welche ebenfalls zur Zerstörung beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Betrachtung der beiden ersten Strophen ist deren klimaxartigen Aufbau auffallend. In der ersten Strophe wird ausschließlich die Vergänglichkeit materieller Güter beschrieben, währenddessen die zweite Strophe die Nichtigkeit der Lebewesen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn der dritten Strophe wird der sonettypische, inhaltliche Bruch eingeleitet, da die ersten beiden Strophen eher aus einer beschreibenden Position stammen und in der dritten und vierten Strophe zu einem bewertenden Standpunkt wechseln, was durch das Fragezeichen in Vers 10 und dem Ausrufezeichen in  Vers 13 akzentuiert wird. Inhaltlich befasst sich die erste Terzette mit der Frage was das Leben ist und wie die Menschheit es bewältigt. So heißt es in Vers neun „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9). Dies hebt hervor, dass selbst Reichtum und hochgeschätzte Werte der Vergänglichkeit unterliegen. So wird dem Leser in Vers 10 eine rhetorische Frage gestellt „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“ (V.10), um dem Leser zu verdeutlichen, dass ein Kampf gegen die Vergänglichkeit sinnlos erscheint. Der elfte Vers wird durch den Ausruf der Verzweiflung „Ach!“ (V.11) eingeleitet wodurch deutlich wird, dass das lyrische Ich über die Erkenntnis der Vergänglichkeit verzweifelt ist, da der Mensch keine Gewalt über das Leben hat. Auffällig ist hier, dass die dritte Strophe mit der vierten durch ein Enjambement verbunden ist, da die letzte Strophe konkrete Antworten auf die Frage des Lebens gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird das Leben akkumulierend „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12) definiert. Dabei stehen „Schatten, Staub und Wind (ebd.) für kurzlebige Synonyme, welche die Vergänglichkeit des Lebens akzentuieren. Ein weiterer Vergleich stellt Vers 13 dar, in welchem es heißt „Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind´t“(V.13). Dabei steht die „Wiesenblum“ (ebd.) metaphorisch für das Leben eines einzelnen Menschen, da auf einer Wiese eine einzelne Blume so unbedeutsam wie das Leben eines Menschen und dessen Vergänglichkeit ist. Der letzte Vers des Sonnets „Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) stellt das Fazit des lyrischen Ichs dar. Dieses ist der Auffassung, dass noch kein Mensch betrachtet hat was für die Ewigkeit besteht. Das Adverb „noch“ (ebd.) gibt jedoch Hoffnung, dass sich in der Zukunft noch ändern und sich der Mensch dem Ewigen zuwenden könnte. Das sogenannte Ewige ist der Glaube an Gott, welchen die Menschen in der Zeit des Barocks durch den 30-jährigen Krieg verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich sagen, dass der Text den Leser dazu bringen soll sich auf das Wesentliche, das Leben nach dem Tod, zu konzentrieren. Die Auffassung des lyrischen Ich, dass alles Irdische Vergänglich ist, wird durch zahlreiche Antithesen, Metaphern und Personifikationen geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kommentar von Lorena:'' Hallo Carina, ich finde deine Analyse wie immer sehr gelungen. Du bist auf die wichtigen Textstellen eingegangen, hast sie nachvollziehbar gedeutet und auch in Zusammenhang mit dem historischen Kontext gebracht. Alles in allem war das was du analysiert hast prima und besonders die Auswertung der stilistischen Mittel ist sehr detailliert und lobenswert. Allerdings solltest du dir angewöhnen auf für Gedichte formalen Mittel einzugehen und diese zu erläutern (beispielsweise Funktion des Metrums, Bedeutung der Kadenzen, Zäsuren etc.). Ansonsten habe ich nur zwei kleine Anmerkungen und eine Textstelle bei der ich mir selbst nicht sicher bin ob man das so schreiben kann (vgl. Kommentare im Text). Ansonsten aber eine gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorena==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahr 1637, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Barock. Thematisiert wird die Vergänglichkeit des Irdischen. Inhaltlich handelt das Gedicht von der Zerstörung des 30-jährigen Krieges und den Folgen der Zerstörung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst 14 Strophen und ist in der Form eines Sonettes gegliedert. Als Reimschema liegen in den Quartetten umschließende Reime vor, während die Terzette durch Paarreime gekennzeichnet werden. Als Metrum liegen durchgehend sechs-hebige Jamben vor, die 12 bis 13 Silben beinhalten und durch eine Mittelzäsur geteilt werden vor. Es liegen sowohl stumpfe als auch klingende Kadenzen vor, die sich dem Reimschema des Gedichtes anpassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) ein. Die „Eitelkeit“ (ebd.), die bereits im Titel des Gedichtes Erwähnung findet, ist in diesem Fall als veraltetes Synonym für Vergänglichkeit zu verstehen. Der Inhalt des Verses spiegelt die Situation in der Entstehungszeit des Gedichtes wieder. Das Gedicht ist während des 30-jährigen Krieges entstanden, in welchem viele Städte und Gebiete zerstört wurden und in dem die Lebensbedingungen der Menschen sehr schlecht waren. Das lyrische Ich beschreibt, dass egal wohin man sich wendet, überall nur Vergänglichkeit zu sehen ist. Die Repetitio der Formulierung „du siehst“ (ebd.) veranschaulicht die allgemeine Gültigkeit der Aussage des Lyrischen Ichs. Generell lässt bereits der erste Vers des Gedichtes eine resignative Stimmung erschließen, da der Krieg in dieser Zeit für die Bevölkerung sehr belastend war. Dies wird ebenfalls durch die antithetische Struktur der nächsten Verse verstärkt. Das Lyrische Ich beschreibt „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Auffällig sind neben der Kontrastierung zwischen den Zeitangaben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.), auch die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.), welche auf jede Person zu beziehen sind und die Aussage somit verallgemeinern. Auch hier wird wieder die Situation während des Krieges in Bezug auf die Vergänglichkeit aufgegriffen. Was die Menschen an einem Tag bauen oder bereits vor geraumer Zeit gebaut haben, kann am nächsten Tag schlagartig zerstört werden. Im folgenden Vers veranschaulicht das Lyrische Ich die Aussage durch das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Das Beispiel ist durch das Reimschema formal mit dem vorhergehenen Vers verbunden und verdeutlicht zum einen die Vergänglichkeit, zum anderen aber auch ein Anzeichen für die Zerstörung während des Krieges. Die antithetische Struktur, die in den ersten drei Versen des Textes verwendet wird, wird durch das Versmaß verstärkt. Als Versmaß liegen Alexandriner vor, die durch eine Mittelzäsur geteilt werden. Der monotone Rhythmus des Alexandriners verstärkt die ohnehin resignative Stimmung des Gedichtes, während die Mittelzäsur die genannten Gegensätze voneinander separieren. Diese Trennung wird formal durch ein Komma verbildlicht und somit hervorgehoben.  An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers unmittelbar an. Es ist erneut die Rede von der Wiese „[a]uf der ein Schäfers-Kind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Die Metapher des „Schäfers-Kind“ (ebd.) auf einer Wiese, verdeutlicht die Sehnsucht nach der friedlichen Zeit, wie sie vor dem Krieg war, und wiederholt die Vergänglichkeit bzw. die Nichtigkeit des vom Menschen Erschaffenen. Auffällig ist, dass in diesem Vers, nicht wie in den übrigen, die Mittelzäsur durch ein Komma dargestellt wird. Der Vers wirkt somit trostlos, was durch die stumpfe Kadenz am Versende verstärkt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichtes setzt mit der Feststellung „[w]as jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Erneut ist die Kontrastierung zwischen dem gegenwertigen Zustand und dem zukünftigen Geschehen zu erkennen, somit wird neben der allgemeinen Vergänglichkeit des Irdischen insbesondere die Vergänglichkeit der Natur hervorgehoben. Die antithetische Darstellung wird wiederholt durch eine Mittelzäsur und das Komma formal getrennt, was die Kontrastierung des Inhalts innerhalb des Verses veranschaulicht. Das Adverb „jetzund“, welches zuletzt im 18. und 19. Jahrhundert verwendet wurde, verdeutlicht das Alter des Gedichtes und bestätigt, neben der Sonett-Form und der Verwendung des Alexandriners, dass das Gedicht aus der Epoche des Barock stammt, da dies typische Merkmale für diese Literaturepoche sind. Im zweiten Vers der Strophe „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) wird wiederrum die antithetische Struktur des Gedichtes aufgeführt. Die Verben „poch[en]“ (ebd.) und „trotz[en]“ (ebd.) charakterisieren ein lebendiges Wesen. Das Verb „poch[en]“ (ebd.) beschreibt den Herzschlag eines Lebewesens, während „trotz[en]“ (ebd.) als Abwehrhaltung für herannahende Gefahren verstanden wird, die die Existenz des Lebewesens gefährden. Im weiteren Verlauf des Verses wird allerdings auch wider die Nichtigkeit dargestellt, wenn es in Bezug auf das Lebewesen heißt es, es sei „morgen Asch und Bein“ (V. 6). Die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) steht metaphorisch für den Tod des Lebewesens und verbildlicht somit die Vergänglichkeit des Lebens. Hier lässt sich wieder ein Rückbezug auf die historische Situation vornehmen, da während des Krieges viele Menschen und auch Tiere getötet wurden, die möglicherweise ohne den Krieg noch ein langes Leben geführt hätten. Dieser Umstand verstärkt die resignative Stimmung und deutet bereits eine klimaxartige Steigerung zur ersten Strophe an, da in der ersten Strophe nur die Nichtigkeit des von Menschen Erschaffenen beschrieben wurde, während nun die Vergänglichkeit der Lebewesen Thema ist, auf die der Mensch nicht immer direkten Einfluss hat. Das Lyrische Ich fasst diese Erkenntnis mit dem Befund „Nichts ist, das ewig sei“ (V. 7) zusammen. Unter diesen Befund fallen laut des Lyrischen Ichs auch Materialien wie Erz und Marmorstein (vgl. V. 7), welche im 17. Jahrhundert, in der Zeit als das Gedicht verfasst wurde, noch als unzerstörbar galten und somit wiederholt die Nichtigkeit dessen, was als unzerstörbar galt und des Irdischen im allgemeinen darstellt. Die Strophe endet mit einem Vers in derselben antithetischen Struktur, die bereits in den ersten Versen des Gedichts verwendet wurde. Das Lyrische Ich erklärt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Die Personifikation des Glücks steht in diesem Vers der Synästhesie der donnernden Beschwerden gegenüber (vgl. V. 8). Im Zusammenhang mit dem historischen Hintergrund verdeutlicht die Personifikation, dass was die Bevölkerung sich am meisten Wünscht: „Glück“ (V. 8) um zum einen den Krieg zu überleben und zum anderen, dass der Krieg, der sich zu diesem Zeitpunkt schon seit fast 20 Jahren zuträgt, bald endet. Der Krieg wird in diesem Vers durch die donnernden Beschwerden (vgl. V. 8) dargestellt. Das Verb „donnern“ (ebd.) verdeutlicht in der Synästhesie den Beschuss während des Krieges, wohingegen die „Beschwerden“ (ebd.) eine Folge des Beschusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dritten Strophe erfolgt sowohl ein inhaltlicher, als auch ein formaler Umbruch. Während in den ersten beiden Strophen noch vier Verse verwendet wurden und der Kontrast zwischen der gegenwärtigen Situation und den zukünftigen Gegebenheiten in Bezug zur Vergänglichkeit thematisiert wird, werden in der dritten und vierten Strophe nur noch drei Verse verwendet und die Vergänglichkeit des Individuums dargelegt. Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was soviel heißt wie, die Erfolge, die ein Individuum erzielt hat sind in zum einen in der Zeit des Krieges nichts mehr wert, aber auch im allgemeinen nichts wert, da alles Irdische vergänglich ist. Markant an diesem Vers ist die Verwendung des Metrums in Kombination mit dem Adjektiv „ho[ch]“ (ebd.) in Bezug auf die zustande gebrachten Taten. Zum einen liegt auf dem Adjektiv „ho[ch]“ eine Betonung, welche die Bedeutung des Wortes beim Lesen hervorhebt, aber auch der durch die Zäsur verursachte Anstieg der Stimme bis zum Einschnitt, auf welchen sowohl der Fall der Stimme, als auch der Verfall der Taten folgt. Im folgenden Vers wir das Lyrische Ich, das zuvor nur eine betrachtende und somit eher passive Rolle erfüllte aktiv. Es wirf die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit der leichte Mensch bestehn?“ (V. 10). Die rhetorische Frage bezieht sich auf die Vergänglichkeit der Menschen, was an der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) deutlich wird. Die Menschen werden mit ihrem Leben als Spielfiguren betrachtet, die nach einer bestimmten Zeit vom Spielbrett gestoßen werden. Der Umstand, dass das Lyrische Ich die Formulierung „der leichte Mensch“ (ebd.) verwendet gibt zum einen Aufschluss über den allgemeinen Wert des Menschen und seines Lebens als Spielfigur und zum anderen wirft es die Frage auf, wer mit den Menschen spielt. Die Antwort auf diese Frage ist nur im Überirdischen zu finden und lässt sich somit mit Gott als Spieler des Spiels beantworten. Er entscheidet darüber in welche Richtung sich die Figuren bewegen, welche Figuren das Spielfeld verlassen und welche bleiben. Der Schlussvers dieser Strophe wird mit der Interjektion „Ach!“ (V. 11) eingeleitet. Dieser Ausruf verdeutlicht die Verzweiflung bzw. die Resignation des Lyrischen Ichs über die gewonnene Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit. Weiterhin stellt das Lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Das, „was wir für köstlich achten“ (ebd.), sind die irdischen Bestandteile des Lebens der Menschen. Diese vergleicht das Lyrische Ich dann zu Beginn der letzten Strophe des Textes „[a]ls schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit, deren Bedeutung auch durch die Aufzählung bzw. durch den Parallelismus in Form eines Trikolons bekräftigt wird. Somit haben die irdischen Bestandteile, die den Menschen wichtig sind, genau wie die Menschen selbst eine zeitliche Begrenzung. Dies wird ebenso im letzten Teil des Vergleiches, der zeitgleich auch der letzte Bestandteil des Trikolons ist, deutlich. Die irdischen Bestandteile des Lebens werden mit einer „Wiesen-Blum“ (V. 13) verglichen, welche „man nicht wider find’t“ (ebd.). Die Lebenszeit der, als Metapher für das Leben der Menschen und der irdischen Bestandteile verwendeten, Blume ist abgelaufen und sie lässt sich nicht wieder zurückholen bzw. der Verfall lässt sich nicht rückgängig machen. Der Vers veranschaulicht somit die Unumgänglichkeit der Vergänglichkeit und stellt somit das Verhalten der Menschen, die die irdischen Bestandteile wertschätzen in Frage. Das Lyrische Ich beendet das Gedicht mit der Aussage „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14). Hierbei werden die Erkenntnisse aus dem vorangehenden Vers noch einmal aufgegriffen und beantwortet. Da das irdische vergänglich ist, ist das einzige, das Überirdisch ist gleichzeitig auch das einzige das „ewig ist“ (ebd.). Nach den Vorstellungen der damaligen Zeit (Absolutismus), ist das einzige das Überirdisch ist Gott, gefolgt von den obersten Herrschern. Das Lyrische Ich macht somit zum Ende des Gedichtes klar, dass nur der Glaube an Gott zählt und nicht das Vertrauen an irdische Bestandteile. Graphisch wird diese Aussage, da die finale Erkenntnis des Gedichtes thematisiert wird, mit einem Ausrufezeichen untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Lyrische Ich die Leser darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich und somit nichts wert ist. Letzten Endes zählt somit der Glaube an Gott, was den Menschen jedoch nicht in dieser Form benutzt wird. Zentrale formale Elemente des Textes sind die charakteristischen Merkmale des Barocks, wie beispielsweise das monotone Metrum, die Mittelzäsur, die besonders in den ersten beiden Strophen eine Rolle spielt, aber auch die Form des Sonetts selbst, welches durch die klare Struktur und die formale Gliederung das Verständnis des Textes und insbesondere des Umbruchs formal deutlich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Carina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast wie erwartet eine wirklich gute und ausführliche Analyse verfasst! Besonders deine Kenntnisse über die Zeit des Barocks hast du gut eingegliedert und mit den Formalen Aspekten in Verbindung gebracht. Des Weiteren hast du alle wesentliche Textpassagen gut erläutert und die sprachlichen Mittel mit in deine Deutungsansätze miteinbezogen. Bis auf kleine Verständnisfehler am Anfang ist dir deine Analyse wirklich gut gelungen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“ verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und ist in vier Strophen gegliedert. '''Es besteht''' (doppelt)aus jeweils vier Versen in der ersten und zweiten Strophe und aus jeweils drei Versen in Strophe drei und vier. Der Aufbau weist daher auf ein Sonett hin, da dieses aus zwei Quartetten und zwei Terzetten besteht und durch eine Zäsur in der Mitte des Verses getrennt ist. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein die Überschrift „Es ist alles eitel“ (V. 0) verallgemeinert die Situation der Vergänglichkeit'''(Z)''' welche durch das '''Numeral (Indefinitpronomen)''' „alles“ (V. 0) deutlich wird. Das Sonett „Es ist alles eitel“ '''verfasst''' von Andreas Gryphius und '''verfasst''' im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) und verdeutlicht somit, dass alles was man sieht, auf der ganzen Welt'''(Z)''' vergänglich ist. Zur Zeit des Barocks bezeichnet man die Vergänglichkeit als Eitelkeit '''und(was somit)''' ist somit ein erstes Merkmal für die Epoche und als klagende Aussage zu betiteln. Zudem wird anhand der '''Anapher (keine Anapher, nur eine Wiederholung)''' „du siehst“ (V. 1) deutlich, dass das lyrische Ich'''(Z)''' das Vergängliche mit eigenen Augen erkennen kann und sieht, wie sich die Welt verändert. Die Verwendung des sechshebigen Jambus und der männlichen Kadenz, verweist darauf das es sich hierbei um die Realität handelt, da die männliche Kadenz'''Sehr gut! Jedoch solltest du dies noch mehr erläutern''' sehr hart auf '''das Gedicht wirkt''' und somit Fakten in den Raum stellt'''(was für Fakten?)'''. Folgend erkennt das lyrische ich, dass sich die Welt ganz schnell verändern wird'''(Z)''' indem anhand einer Antithese gesagt wird, „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;“ (V. 2). Die schnelle Veränderung der Welt wird anhand der Adverbien „heute [und] morgen“ (V. 2) deutlich. Das Pronomen „jener“ (V. 2) verallgemeinert die Situation und lässt daraus schließen, dass jeder bereit dazu wäre, die Welt zu zerstören. '''Gut erkannt, jedoch verdeutlichen die antithetischen Verben ,,reißen&amp;quot; und ,,bauen&amp;quot; die Vergänglichkeit noch deutlicher, weshalb ich dir raten würde, dass du dies auch noch zu deiner Analyse hinzufügst''' Daraufhin folgt ein weiteres antithetisches Beispiel, welches die Vergänglichkeit des Irdischen darstellt, denn „Wo jetzund Städte stehn, wird wird eine Wiese sein“ (V. 3). Mit dieser Aussage bezieht sich das lyrische Ich auf die Zerstörung von Städten und vermutet, was durch „wird“ erkennbar ist, dass später mal auf diesem Platz eine Wiese sein wird, „Auf der ein Schäferkind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). '''Anhand dessen wird klar, dass eine Vorausdeutung in die Zukunft dargestellt ist und die Natur, als die Macht gegen uns Menschen bezeichnet wird. (Noch näher erläutern)''' „Schäferskind“ (ebd.) und „Herden“ (ebd.) verdeutlichen die Macht der Natur in Verbindung mit dem Menschen. Im Allgemeinen lässt sich in der ersten Strophe ein sechshebiger Jambus erkennen, mit zwei männlichen Kadenzen in Vers eins und vier und zwei weiblichen Kadenzen in Vers zwei und drei. Zudem liegt ein umarmender Reim (abba) vor, welcher die Gesamtsituation des Vergänglichen darstellt. Die Verwendung des sechshebigen Jambus vermittelt eine Art Monotonie und verdeutlicht die klagenden Aussagen und die Sorgen und Ängste der Eitelkeit, welche auf den 30- jährigen Krieg zurückzuführen ist'''Gut erkannt! Jedoch würde ich noch genauere Ursachen nennen, als nur den 30-jährigen Krieg im Allgemeinen'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe folgt mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) und hebt somit die Vergänglichkeit der Pflanzen hervor. Das lyrische Ich bemerkt also, dass auch die Natur vernichtet wird und das „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Mit „pocht“ (ebd.) und „Asch und Bein“(ebd.) wird metaphorisch das Herz eines Lebewesens'''(Z)''' welches aufhört zu schlagen dargestellt und das '''einzige''' was übrig bleibt ist „Asch und Bein“ (ebd.) ein kleiner Teil des Lebewesens. Die Anapher „Was“ (ebd.) deutet daraufhin, dass alles in der Welt irgendwann nicht mehr existieren wird. Zudem wird anhand der Aussage „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) deutlich, das Dinge'''(Z)''' wie in diesem Beispiel „Erz und Marmorstein“ (ebd.), welche zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten, auch zerstörbar sind'''Wie wirkt das?'''. Und nur das was „ewig sei“ (ebd.) ist nicht vergänglich, denn mit „ewig“ ist metaphorisch Gott gemeint, denn er wird niemals sterben. Vers acht wird mit der Personifikation '''„Glück“ (V. 8) eingeleitet, welches „uns [an] lacht“(Zit.)''' (V. 8) und mit der '''Synästhesie(Lautmauerei; Synästhesie bezieht sich auf die Sinne der Menschen)''' „donnern die Beschwerden“ (V. 8) gegenübergesetzt. Das Glück und die Beschwerden stehen uns Menschen im Leben sehr nah gegenüber und verdeutlichen '''somit''' die Gefühle der Menschen und lassen '''somit''' die Angst vor der Vergänglichkeit deutlich werden. Das Personalpronomen „uns“(ebd.) unterstreicht, '''das''' wir Menschen unter diesen Umständen leiden und bemerken das uns die Angst bevorsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersucht man die ersten beiden Strophen lässt sich ein Aufgesang erkennen, der die Dramatik der Vergänglichkeit darstellt und die äußeren Probleme in der Welt schildert, während in der dritten und vierten Strophe persönlich auf das Individuum eingegangen wird. „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) verdeutlicht, dass all die Träume der Menschen bald nicht mehr existieren werden und sich von den schönen Erinnerungen'''(Z)''' welche metaphorisch als „Traum“ (ebd.) betitelt werden'''(Z)''' verabschieden müssen. Der '''Befehl(A) befehlende, dominiernde Verb''' „müssen“(ebd.) verdeutlicht ebenfalls, dass das Schicksal'''(definiere)''' der Menschen eintreten wird und es keinen Ausweg geben werde. Daraufhin stellt das lyrische Ich sich eine rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V. 10) und versetzt sich damit in die Situation der Menschen im Krieg. Denn ihnen ist bewusst, dass ihr Leben als „leichte[r] Mensch“(ebd.) vergänglich '''wird(ist)'''.  Die Verwendung des Begriffs „leicht“ (ebd.) untermauert den Stellenwert der Menschen und somit auch den darauf bezogenen Umgang. Auch wird das Leben als „das Spiel der Zeit“(ebd.) dargestellt, was zeigt, dass das Leben als Unwichtig betrachtet wurde und das zwei '''Machten(Mächte)''' gegeneinander kämpfen und eine Macht verlieren wird. In diesem Zusammenhang sind es wir Menschen, welche durch Krieg; Folter; Vergewaltigung u.ä. vernichtet werden. Das lyrische Ich findet sich in der Situation selbst'''(Z)''' als Opfer und realisiert die Katastrophen, denen der Mensch ausgesetzt ist, indem er eine '''Interpunktion(Interjektion)''' „Ach“(V. 11) verwendet und all seine Sorgen zum Ausdruck bringt. Zudem bringt er durch das nochmals erwähnte Nummeral „alles dies“(V.11) die Vergänglichkeit des ganzen Lebens zum Ausdruck und zeigt wie wertvoll das Leben für den Menschen ist, indem er das Adjektiv „köstlich“(V. 11) verwendet, welches eher als etwas schönes gilt und man in Erinnerung behält. Daraufhin akkumuliert das Lyrische Ich mehrere Bezeichnungen für die Vergänglichkeit auf und benennt sie „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind,'''/''' Als Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V.12f.). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit und '''spiegelt Bestände wie Dunkelheit, ständige Angst und Stress(Sb.)'''. Um den Zeitraum eines Menschenlebens '''(Z)'''in dieser Zeit '''(Z)'''darzustellen'''(Z)''' verwendet der Autor den Vergleich mit der „Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(ebd.). Eine Blume lebt mit vielen andern Artgenossen zusammen in einem Lebensraum, bis sie nach einer bestimmten Zeit verblüht und somit ihr Leben verliert. Mit der „Wiesenblum“(ebd.) assoziiert das lyrische Ich den Menschen und  verdeutlicht die Vergänglichkeit und den Zustand das der Mensch nicht mehr auf der Erde da sein wird. Die Anapher „Als“(ebd.) unterstützt die Bezeichnung der Vergänglichkeit und hebt diese damit hervor. Um jedoch das wahre an der Vergänglichkeit herauszufinden'''(Z)''' erzählt das lyrische Ich in der letzten Strophe von „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!(V. 14). Da das '''irdische''' vergänglich ist, ist das '''einzige''' was Überirdisch ist gleichzeitig auch das, „was ewig ist“(ebd.) und damit ist Gott gemeint, denn er ist der Herrscher über die ganze Welt und steht auch über allem was es auf der Welt gibt. Somit macht das lyrische Ich und Menschen bewusst, dass das was für den Menschen übrig bleibt und das ist nichts, keine wahrnehmen möchte. Keiner möchte verstehen, dass nur Gott bestehen bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten beiden Strophen ist auffällig, dass diese aus jeweils drei Versen bestehen und ein Schweifreim vorweisen. Diese Veränderung des Reimschemas verweist auf ein weiteres Merkmal von Sonetten und bestätigt dieses damit nochmal. Der sechshebige Jambus wird aufgrund der in der Mitten getrennten Zäsur aufgrund von These und Antithese in Strophe eins und zwei als Alexandrina bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht aufgrund ihrer formalen Aspekte, die Folgen des 30-jährigen Kriegs, die Vergänglichkeit, anhand von Thesen und Antithesen sowie Anaphern und Metaphern sehr gut verdeutlichen. Aufgrund eines Sonetts wird die Epoche deutlich und damit auch den verwendeten Inhalt der Vergänglichkeit, welche zu dieser Zeit sehr schlimm waren. Das Reimschema trägt zum Verständnis des damals herrschenden Kriegs bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Feedback von Luisa:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Alina, meiner Meinung nach sind dir sehr viele sprachliche Besonderheiten aufgefallen die du auch vielfältig gedeutet hat. Besonders gut gefällt mir, dass du die Form des Gedichtes ab und an in deine Analyse mit eingebaut hast. Jedoch könntest du die äußere Form noch öfters mit einbeziehen. Worauf du allerdings achten solltest ist deine Zeichensetzung und deinen Ausdruck, da du dich häufig wiederholst, wie ich dir im Text markiert habe. Zudem solltest du an einigen Stellen noch tiefer in die Erklärung deiner Deutungsansicht gehen, damit man diese versteht. Außerdem ist mir aufgefallen, dass du den Zusammenhang nur kurz anspricht, aber nicht ausführlich genug, das könnte dich, in der nächsten Klausur, Punkte kosten. In deinem Schlusssatz solltest du nicht nur auf das Reimschema eingehen sondern auch noch auf andere Merkmale der äußeren Form des Gedichtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, der von Andreas Gryphius verfasst und im Jahre 1637, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Es ist der Literaturepoche Barock zuzuordnen, welche besonders durch den sogenannten „Vanitas-Gedanken“, der sich auf die Vergänglichkeit alles Irdischen bezieht, geprägt wurde. Dieser wird auch in dem Gedicht Gryphius` thematisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist aus 14 Versen zusammengesetzt, welche in 4 Strophen gegliedert sind. Die ersten beiden Strophen sind Quartette, da sie aus je 4 Versen bestehen und die anderen beiden sind Terzette, welche aus jeweils 3 Versen zusammengesetzt sind. Diese Form des Gedichtes nennt sich Sonett. Dieser Sonettstil war zur damaligen Zeit vorgeschrieben und brachte eine gewisse Ordnung und Gleichmäßigkeit in die Gedichte, was sich auch in dem vorliegenden Gedicht widerspiegelt. Bezüglich des Metrums liegt ein Alexandriner vor, welcher aus einem sechshebigen Jambus besteht. Außerdem ist die Zäsur, eine Art Einschnitt beziehungsweise Pause, die nach der sechsten Silbe erfolgt. Die Kadenzen sind abwechselnd betont (männlich) und unbetont (weiblich). In den Quartetten liegt bezüglich des Reimschemas ein umarmender Reim (abba, abba) vor, während die Terzette einen Schweifreim (ccd, eed) aufweisen. Auch aufgrund des Zusammenspiels von sich reimenden Versenden und den jeweilig gleichen (betonten oder unbetonten) Kadenzen wird die bereits erwähnte Ordnung des Gedichts unterstützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Es ist alles eitel“ deutet die Vergänglichkeit von alle dem, was diesseitig ist, also der Erde angehört, an und leitet somit in die zentrale Thematik des Textes ein. Besonders das Zahlwort „alles“ (ebd.) akzentuiert, dass die Gesamtheit des Diesseitigen von der Vergänglichkeit betroffen ist, sowohl alle Lebewesen, als auch das, was von ihnen geschaffen wurde. Außerdem wird an dieser Stelle bereits die Haltung des lyrischen Ichs zu jener angedeutet, da deutlich erkennbar ist, dass es sich der Vergänglichkeit alles Irdischen durchaus bewusst ist. Zudem wird dadurch in gewisser Weise die Verzweiflung des lyrischen Ichs angedeutet, da auch es selbst und alles um es herum Existierende nicht für die Ewigkeit besteht. &lt;br /&gt;
Anschließend setzt das Gedicht damit ein, dass das lyrische Ich erwähnt, man sehe „nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1). Damit wird erneut der Vanitas-Gedanke aufgegriffen, welcher die Vergänglichkeit alles irdischen Seins und folglich allen Lebens auf der Erde beschreibt. Das Adverb „nur“ (ebd.) hebt dabei insbesondere hervor, dass sich die Vergänglichkeit ausschließlich auf das Irdische beschränkt, wodurch gleichzeitig angedeutet wird, dass das Überirdische, also Gott, für die Ewigkeit besteht. Auf der anderen Seite deutet dies auf die Haltung des lyrischen Ichs in Bezug auf die Ausweglosigkeit aus dieser Situation hin, da ihm bewusst ist, dass man der Vergänglichkeit und der Zeit nicht entfliehen kann, was zudem eine gewisse Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs vermuten lässt. Durch die Verwendung des Pronomens „du“ (V. 1) wird der Leser direkt angesprochen und in die Thematik einbezogen, da sie jeden betrifft. Des Weiteren erklärt das lyrische Ich, was „dieser heute“ (V.2) baue, reiße „jener morgen“ (V. 2) wieder ein. Diese Aussage zielt auf die Folgen des dreißigjährigen Krieges, welcher die Zerstörung vieler Teile Deutschlands mit sich gebracht hat. Besonders auffällig ist jedoch, dass sich die beiden genannten Aussagen antithetisch gegenüber stehen, was vor allem durch die Adverbien „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) hervorgehoben wird. In Verbindung mit den Verben „baut“ (V. 2) und „reißt […] ein“ (V. 2) könnten diese mit der Gegenwart und Zukunft assoziiert werden. Dies bezieht sich darauf, dass etwas in der Gegenwart zu erbauen bedeutet, etwas Neues zu schaffen, was eine positive Gefühl hervorruft, dass dies jedoch anschließend in der Zukunft wieder abgerissen wird, deutet auf die Vergänglichkeit hin, da diese Gefühl nur von kurzer Dauer ist, was an der kurzen Zeitspanne zwischen „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Diese Aussage erinnert ebenfalls an den sogenannten „memento mori“, welcher die Lyrik zur Zeit des Barock stark geprägt hat. Mit diesem ist gemeint, dass man bedenken solle, dass man stirbt. Diese Erinnerung an den Todesgedanken sollte die Menschen daran erinnern, sich auf ihr Leben in der Gegenwart zu konzentrieren und dieses zu nutzen. Somit könnte diese antithetische Aussage auch diesen Gedanken, jeden Moment des Lebens zu genießen, da er schnell wieder vergehen werde, vor Augen führen. Andererseits kann die Verbreitung dieses Gedankens dazu dienen, den Menschen vor Augen zu führen, dass alles auf der Erde dazu bestimmt ist, irgendwann einmal zu sterben, auch sie selbst. Diese Vergänglichkeit wird durch das Pronomen „jener“ (ebd.) verallgemeinert, da sie überall zu erkennen ist. Daraufhin wird erneut die Zerstörung als Folge des Krieges sowie die Vergänglichkeit verdeutlicht, wenn das lyrische Ich erläutert, wo „jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). An dieser Stelle ist nochmals die Gegensätzlichkeit der Aussagen zu erkennen, welche vor allem durch die Zäsur zwischen der These und der Gegenthese hervorgehoben wird. Diese Zäsur dient jedoch auch dem Rhythmus des Gedichts, da an jener ein Einschnitt beziehungsweise eine Pause erfolgt. Hier ist jedoch auch ein gewisser Rückschritt zu erkennen, da es wieder zu seinem Ursprung zurückzukehren scheint. Des Weiteren lässt sich bei diesem Vers der sechshebige Jambus auf den Inhalt des Textes beziehen, da er prinzipiell eine gewisse Monotonie mit sich bringt. Diese akzentuiert in Verbindung mit der Vergänglichkeit, dass das Leben auf der Erde insofern absehbar und regelmäßig ist, als dass alles, was auf uns noch so wirkt, als hätte es bis in die Ewigkeit Bestand, bald schon nicht mehr da sein könnte. Auf die „Wiese“ (ebd.) geht das lyrische Ich im Folgenden Vers vertieft ein, indem es erläutert, auf jener werde ein „Schäferskind […] mit den Herden“ (V. 4) spielen. Das Bild des Schäferskindes als Hirte der Herde könnte sich im übertragenen Sinne auf die Religion beziehen, da Gott im Christentum als fürsorglicher Vater des Volkes oftmals auch als Hirte bezeichnet wurde, der jenes beschützt. Bezieht man dies wiederum auf den dreißigjährigen Krieg könnte diese Aussage als eine Art Appell des Erzählers an den Leser angesehen werden, da das Vertrauen in Gott, das Überirdische, das nicht vergeht, aus dieser Situation der Zerstörung hinaushelfen könnte. Demnach könnte diese Textstelle dazu dienen, Hoffnung zu vermitteln, dass nach dem Krieg wieder eine friedliche Zeit folgt. Betrachtet man in dieser Strophe genauer die Kadenzen sowie den vorliegenden Paarreim, fällt auf, dass die Aussagen in den Versen zwei und drei dadurch unterstützt werden. Dabei sind hauptsächlich die männlichen Kadenzen entscheidend, da jene hart wirken und einen Fakt beschreiben. In diesem Fall untermauern sie demnach, dass alles auf der Welt vergänglich ist, da dies eine Tatsache ist, die feststeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran folgt das zweite Quartett mit der Aussage, was jetzt so „prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Insgesamt fällt bis zu dieser Textstelle auf, dass der Fokus bisher auf der Vergänglichkeit der Natur und den Dingen, die der Mensch geschaffen hat, liegt. Dies ändert sich jedoch mit dieser Aussage. Zur Zeit des Barocks wurde das menschliche Leben häufig in Jahreszeiten eingeteilt. In dieser Textpassage scheint der Frühling aufgrund der Assoziierung von blühenden Blumen dargestellt zu werden. Bezieht man diesen weiterhin auf das menschliche Leben, so wird hier das Leben eines jungen Menschen aufgegriffen. Auch dieses ist demnach vergänglich, wodurch deutlich wird, dass der Tod jederzeit eintreffen kann und das Leben eines jeden vergänglich ist. Somit wird erneut klar, dass der Mensch dazu bestimmt ist, früher oder später zu sterben. Daraus lässt sich die Resignation des lyrischen Ichs schlussfolgern, da es sich somit auch der Vergänglichkeit seines eigenen Lebens bewusst zu sein scheint. Daraufhin erläutert das lyrische Ich, dass das was noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sei. Insbesondere das Verb „pocht“ (ebd.) lässt erkennen, dass es sich bei dieser Aussage um Menschen handelt, da das Pochen an das menschliche Herz und das Leben erinnert. Jene Menschen, die erwähnt werden scheinen Widerstand gegen den Krieg beziehungsweise einen feindlichen Angriff zu leisten, was durch das Verb „trotzt“ (ebd.) hervorgehoben wird. Eben diese Menschen seien am nächsten Tag lediglich noch „Asch und Bein“ (ebd.) was mit dem Tod in einer Verbindung steht, welcher eine Folge des Krieges ist. Somit wird hier wieder der memento mori aufgegriffen. An dieser Stelle ist die Kritik des lyrischen Ichs deutlich festzustellen, da es eine der Konsequenzen des Krieges darstellt. Somit wird an dieser Stelle die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt. Die Anapher „Was “ (V. 5, V. 6), welche die expliziten Aussagen der Vergänglichkeit des Menschen einleitet, verbindet diese miteinander und hebt somit hervor, dass alles Irdische vergänglich ist. Dies wird auch durch die im Anschluss folgende Aussage „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) vor Augen geführt, da man früher geglaubt hat, man könne diese nicht zerstören und sie würden für die Ewigkeit bestehen. Dies widerlegt der Inhalt der restlichen Aussagen jedoch, denn das lyrische Ich behauptet, dass auch diese vergänglich sind, da sie etwas irdisches sind. Des Weiteren folgt die Personifikation jetzt „lacht das Glück“ (V. 8), welche der Synästhesie bald „donnern die Beschwerden“ (V.8) antithetisch gegenübersteht. Dies soll auf der einen Seite die Vergänglichkeit des Glücks und somit der guten Zeiten darstellen und deutet auf der anderen Seite auf die Folgen des Krieges hin, da die „Beschwerden“ (ebd.) nach dem Krieg häufig durch die darauf folgenden Hungersnöte sowie die Armut und das Leid der Menschen aufgekommen sind. &lt;br /&gt;
Anschließend ist deutlich zu erkennen, dass sich das erste Quartett mit der Vergänglichkeit dessen, was der Mensch geschaffen hat, beschäftigt, während das zweite Quartett die Vergänglichkeit des Menschen selbst thematisiert. Dadurch wird unterstützt, dass nichts auf der Welt ewig ist. Dies wird auch durch den einer Klimax ähnelnden Aufbau des Textes unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe ist ein Terzett und setzt damit ein, dass „[d]er hohen Taten Ruhm […] wie ein Traum vergehn“ (V. 9) müsse. Insbesondere der „hohen Taten Ruhm“ (ebd.) ist nach der Meinung des lyrischen Ichs nicht mehr von großer Bedeutung, da auch dieser vergänglich ist, denn auch die Taten während des Krieges sowie beispielsweise gewonnene Schlachten, die im ersten Moment Ruhm eingebracht haben, werden früher oder später vergessen und sind somit nichtig, da sie keinen Wert mehr haben. Der Vanitas-Gedanke, welcher sich auf eben diese Vergänglichkeit alles irdischen Seins bezieht, bedeutete für die Menschen zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, dass beispielsweise auch Macht und Reichtum nicht signifikant sind. Dies resultierte daraus, dass das Leben auf der Erde meist als sogenannter „leerer Schein“ bezeichnet wurde und somit nicht von großer Bedeutung gewesen ist. Für die Menschen ist es hauptsächlich wichtig gewesen, eine reine Seele zu haben und alle Sünden zu büßen, da dies die Voraussetzung für das Fortleben im Jenseits gewesen ist. Da dies nicht vergänglich ist, hat es also einen höheren Wert. Besonders das Substantiv „Traum“ (ebd.) hebt die Nichtigkeit des Ruhmes oder der Macht hervor, da jene sich nicht auf das Fortleben im Diesseits auswirken. Das Verb ,,müssen&amp;quot; (V. 9) untermauert nochmals die Bedeutungslosigkeit menschlicher Taten. Anschließend folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10). Das „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht dabei metaphorisch für das Leben. Dieses ist vergänglich und somit durch die „Zeit“ (ebd.) beschränkt, die etwas Ewiges ist und Anfang und Ende des menschlichen Lebens festlegt. Der Mensch selbst hat also gar keinen Einfluss auf seinen Tod, was seine sehr geringe Macht im Gegensatz zu der des Überirdischen hervorhebt. Mit dem ,,leichte[n] Mensch“ (ebd.) wird vor Augen geführt, dass der Mensch nicht für die Ewigkeit Bestand hat, da er durch das Adjektiv „leichte“ (ebd.) als schwach beschrieben wird. Daraufhin fragt das lyrische Ich sich, was „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) überhaupt sei. Dies bezieht sich auf die Frage, was das Leben überhaupt ist und welchen Wert es hat. Die Menschheit hat prinzipiell das Gefühl, dass das Leben und besonders das, was sie in jenem schaffen, für die Ewigkeit Bestand hat. Dies widerlegt das lyrische Ich jedoch mit den Aussagen im ersten und zweiten Quartett, denn nach jenen ist weder das, was die Menschen geschaffen haben, noch sie selbst für die Ewigkeit bestehend. Dies ist auf die Vergänglichkeit und die schwindende Zeit zurückzuführen. Die dieser Aussage vorangestellte Interjektion „Ach“ (V. 11) bringt den klagenden Charakter des Gedichtes durch die Resignation des lyrischen Ichs zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte Strophe gibt auf die zuvor erwähnte Frage in gewisser Weise eine Antwort und bezeichnet „alles dies“ (ebd.) „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Dies führt vor Augen, dass das vom Menschen erschaffene sowie der Mensch und sein Leben nicht von großem Wert und belanglos ist, da all dies etwas Irdisches und somit vergänglich ist. Zudem stehen die einzelnen Begriffe metaphorisch für die Vergänglichkeit. Bei dem Gedanken an den ,,Schatten&amp;quot; (ebd.) kommt ein unangenehmes Gefühl auf, was darauf zurückzuführen ist, dass man mit diesem Kälte und besonders Dunkelheit verbindet. Dies erinnert wiederum an den Tod und somit an die Vergänglichkeit des Lebens. Auch der ,,Staub&amp;quot; (ebd.) erinnert an den Tod, was daraus resultiert, dass der Mensch nach seinem Tod in gewisser Weise zu diesem zerfällt. Des Weiteren hat Staub die Eigenschaft, dass er sehr leicht ist und somit sozusagen schnell verfliegen kann. Aus diesem Grund verschwindet er und genauso ist es mit dem menschlichen Leben, denn auch dieses verschwindet in gewisser Weise und gerät in Vergessenheit. Der ,,Wind&amp;quot; (ebd.) ist nichts, nach dem man greifen kann oder ihn festhalten kann und bezogen auf das Leben des Menschen könnte dies darauf hindeutet, dass auch dieses nicht festgehalten werden kann. Somit kann dieses nicht für die Ewigkeit bestehen. Zudem wird auch mit dem Wind häufig Kälte assoziiert, was wieder an den Tod und die Vergänglichkeit des Lebens erinnert. Weiterhin beschreibt das lyrische ich „alles dies“ (ebd.), was der Mensch als ,,köstlich&amp;quot; (ebd.) achtet „[a]ls eine Wiesenblum, die man nicht wieder find`t“ (V. 13). Bei der Vorstellung einer Wiese voller Blumen und einer einzigen Blume auf jener wird der geringe Wert dieser einzelnen Blume im Gesamten direkt deutlich. So ist es auch mit dem menschlichen Leben und dem einzelnen Menschen, da auch jener als einzelne Person insbesondere unter der Bezugnahme der Vergänglichkeit nahezu nichtig ist. Das lyrische Ich erläutert daraufhin, dass „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14) wolle. Dies resultiert daraus, dass die Menschen versuchen an dem festzuhalten, was Irdisch ist, da sie sich dessen nicht bewusst sind, dass all dies vergänglich ist und sich nicht damit beschäftigen, was für die Ewigkeit geschaffen ist. Das, was für die Ewigkeit Bestand hat ist im Grunde lediglich Gott, also das Überirdische sowie das Leben nach dem Tod. Das Leben auf dieser Erde ist vergänglich und im Vergleich zum Überirdischen von geringerem Wert, da die Menschen und all das, was sie geschaffen haben irgendwann vergessen sein wird und letztlich nichtig ist und dies scheinen die Menschen nicht zu erkennen oder zu vergessen. Durch die Interpunktion am Ende dieses Gedichts wird diese Aussage erneut bekräftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Sonett mit der Vergänglichkeit alles irdischen Seins sowie auf der anderen Seite dem Überirdischen (Gott) und dessen Ewigkeit auseinandersetzt. Daraus resultiert zudem die Nichtigkeit alles Irdischen. Diese zentralen Aussagen des Textes werden besonders durch Metaphern und das Metrum sowie die Gegenüberstellungen von These und Antithese, die durch die Zäsuren hervorgehoben werden, untermauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Diana: Meiner Meinung nach hast du viele und richtige Analyseaspekte in deiner Analyse eingebracht. Deine Einleitung beinhaltet alles und was ich auch gut finde ist, dass du für das Thema Vergänglichkeit ein Fachbegriff nennst, der im Zusammenhang der Epoche des Barocks gebraucht wird. Außerdem finde ich es auch gut, dass du die Form, das Reimschema und das Metrum des Gedichts nicht nur nennst, sondern auch in deine Analyse hineinfließen lässt und auch analysierst. Im ersten Quartett finde ich gut die Herausstellung der Antithese gelungen und der Bezug dabei auf den Krieg und das Thema der Vergänglichkeit, da du detailliert analysierst und jedes Wort beinahe erklärst. Was ich dabei jedoch nicht so gut finde, ist dass du dort bereits die Andeutung auf Gott siehst, die meiner Meinung nach erst in der letzten Strophe thematisiert wird. Dass du den Begriff ,,momemto mori“ in deine Analyse eingebracht hast, finde ich auch sehr gut, wobei du den Begriff sogar noch erklärst, was ich sehr gut finde. Jedoch finde ich dass du den Begriff nicht schon zu Beginn einbringen solltest, sondern erst im 2.Quartett, wenn es um die Vergänglichkeit des Lebens geht, da im ersten Quartett eher die Vergänglichkeit erschaffener Dinge thematisiert wird. Was ich für besonders gut gelungen finde ist die Analyse des 5.Verses, da du sehr detailliert analysierst. Zu dem erkennst du auch den klimaxartigen Aufbau des Gedichts und dass das Lyrische ich zunächst beschreibt und anschließend wertet. Zudem finde ich die Analyse des Terzette auch gut, da du die zentralen Aussagen analysierst und belegst und die Metapher ,,Spiel der Zeit“ richtig erläuterst. In allem eine gelungene Analyse, wobei du Kleinigkeiten, die ich dir genannt hab nur verbessern musst (die Stellen hab ich dir auch markiert und in Klammern dahinter geschrieben, was mein Verbesserungsvorschlag ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die allgemeine Vergänglichkeit irdischer Dinge mit besonderem Fokus auf der Vergänglichkeit des Lebens im 30-jährigen Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht befasst sich im historischen Kontext mit der Vergänglichkeit des Menschen bezogen auf den 30-jährigen Krieg, in dem die Zerstörung der Menschenleben und Städte ausdrücklich Tag für Tag durchlebt werden mussten. Darauf bezogen setzt auch die erste Strophe, geschrieben in einem umschließenden Reim, mit den Worten „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“(V. 1) ein. Hierbei wird besonders die Komplexität der Vergänglichkeit, welche im Wort „Eitelkeit“(ebd. ) benannt wird, deutlich, indem der Ausdruck „Du siehst, wohin du siehst“(ebd. ) verwendet wird. Dieser drückt gleich zu Beginn aus, das alles irdische vergänglich ist und dehnt somit den Rahmen auf alles aus, verallgemeinert die Aussage also. Auffallend ist hierbei jedoch die Verwendung des Verbs „sehen“(ebd. ), welches Anlass gibt, das Vergängliche auf irdischer Ebene zu betrachten, da der Mensch nicht im Stande ist, das überirdische, bzw. „Gott“ zu sehen. Zudem spitzt das Adverb „nur“ (ebd. ) diese Bedeutung des Überirdischen noch einmal zu, indem die Erde somit als alleinig aus Vergänglichkeit bestehend beschrieben wird, weshalb das Reich Gottes indirekt, hier noch nicht ganz deutlich, aber bezüglich der vierten Strophe einen Kontrast zum Irdischen bildet. Die abschließende Interpunktion, die den Satz beendet, verweist dabei noch einmal auf die endgültige Vergänglichkeit aller Dinge und allen Lebens ohne Ausnahme. Daran anschließend konkretisieren die drei folgenden Verse die irdische Situation, indem Beispiele für die Vergänglichkeit genannt werden. In diesem Sinne setzt der Text mit den Worten „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“(V. 2) fort. Besonders kommt dabei die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen in den Pronomen „dieser“(ebd. ) und „jener“(ebd. ) noch einmal zum Ausdruck. Sie verallgemeinern das Bezugsfeld, sodass alle Menschen das Vergängliche miterleben sowie mit beeinflussen. Hierbei redet das lyrische ich in diesem Zusammenhang von Gebäuden, auch im metaphorischen Sinne von Errungenschaften einzelner, die wiederum zerstört werden. Die Zerstörung lässt sich dabei auf den historischen Hintergrund und somit auf den 30-jährigen Krieg beziehen, in welchem viele Leben und so auch Lebensräume zerstört wurden. Die antithetische Formulierung, wie auch der Kontrast in „heute“(ebd. ) und „morgen“(ebd. ) spielt dabei jedoch auch gewissermaßen auf die Wechselseitigkeit des Krieges an. Bezüglich der Zerstörung setzt der dritte Vers fort „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“(V. 3), worin wiederum Zusammenhänge zum Krieg gezogen werden können. Hierbei stechen aber auch noch einmal die antithetischen Begriffe „Städte“(ebd. ) und „Wiesen“(ebd. ) hervor, die insbesondere auf die materielle Vergänglichkeit anspielen, aber auch verdeutlichen, dass alles wieder zu seinem Ursprung gelangt, da dort vor der Stadt auch nur eine Wiese war. Eben diese Art von Kreislauf des Lebens unterstreicht der Vers „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“(V. 4). Durch die Verwendung des Futurs sowie die Simplizität der Situation, die im Hirtenjungen ausdrücklich wird, zeigt das lyrische Ich, dass es trotz aller Zerstörung und Vergänglichkeit auch immer wieder einen Neuanfang und so auch neues Leben gibt, welches im Wechsel mit dem Tod bzw. der Vergänglichkeit steht. Auch drückt letztlich der umschließende Reim in den ersten beiden Strophen diese Vergänglichkeit als letztliches Mittel allen Lebens aus, was auch durch die Kadenzen deutlich wird. Hierbei sind der erste und vierte Vers weiblich, enden also auf einer unbetonten Silbe, und die umschlossenen Verse, wie auch in Strophe zwei männlich, enden auf einer betonten Silbe. Dabei ist auffallend, dass die betont endenden Verse jeweils eine Tatsache beinhalten, die für das lyrische Ich schlussendlich ist, während die anderen Verse eher etwas ins Ungewisse deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontrastierung zweier Sinnbilder setzt sich auch in der zweiten Strophe fort, was wiederum die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen unterstreicht. In „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“(V. 5) wird auf gewisse Weise erneut metaphorisch das Leben dem Tod gegenüber gestellt. Besonders drückt darin die Wortwahl die Resignation des lyrischen Ichs aus, welches dem Leben nachtrauert, sich jedoch des Vergänglichen und des Neuanfangs bewusst ist, diesen jedoch nicht völlig zu verstehen vermag. Hierbei sticht jedoch durch die Verwendung des Futurs erneut die Wechselhaftigkeit heraus, die zum einen erneut auf den Krieg, aber zum anderen auch auf die Wechselhaftigkeit des Lebens anspielt. Somit ist es ungewiss, wie lange etwas anhalten und beständig sein wird, da die Möglichkeit des Vergehens jederzeit besteht. Dies entspricht auch dem Tod, der ungewiss eintreten kann, sei es durch Krieg oder aber andere Umstände, wie es in den folgenden Worten „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“(V. 6) deutlich wird. Besonders steht dabei das Verb „pochen“(ebd. ) für den Herzschlag und somit für Leben, wohingegen „Asch und Bein“(ebd. ) auf eine tote Person andeuten. Besonders wird hier jedoch auch noch einmal die Nichtigkeit einer einzelnen Sache oder Person für die Gesamtheit deutlich, indem die Asche metaphorisch als Symbol der Vergänglichkeit gilt. Zudem gilt sie bezüglich des Todes jedoch auch als Zeichen der Trauer, was die Resignation des lyrischen Ichs untermauert. Rückbezogen auf die verschiedenen Beispiele wie dem Tod oder der Zerstörung von Stätten folgt so  als Schlussfolgerung des lyrischen Ichs „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“(V. 7). Auch dieser Satz wird wie auch schon der erste durch eine Interpunktion beendet, was die Endgültigkeit der Aussage unterstreicht und somit die Vergänglichkeit verallgemeinert. Dass diese Aussage für alles und jeden gilt, wird dabei in den Worten „kein Erz, kein Marmorstein“(ebd. ) ausdrücklich, da Erz und Marmor in früheren und auch in heutigen Zelten als teure und resistente Stoffe gelten, die vielem Stand halten. Sie unterstreichen die Aussage also insofern, dass sie letztlich die Spitze des Unkaputtbaren darstellen und dennoch vergänglich sind, weshalb sich jegliche anderen Dinge dem unterordnen. Im letzten Vers der zweiten Strophe wird im Anschluss noch einmal besonders auf die Wechselhaftigkeit und den Kreislauf des Lebens angespielt. So zeigt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“(V. 8), dass das Leben gute wie auch schlechte Zeiten beinhaltet und der Wechsel zwischen diesen unabsehbar stattfindet, was das Adverb „bald“(ebd. ) andeutet. Aber auch der Bezug auf ein jedes Leben wird im Personalpronomen „uns“(ebd. ) deutlich, der durch die Personifikation „Jetzt lacht das Glück“(ebd. ) gestärkt wird. Eben diese verdeutlicht, dass das Glück auch etwas unbeeinflussbares ist, wie jeder andere Mensch auch, sodass auch das Aufkommen von Glück etwas ist, das vergänglich ist. Das gleiche drückt so auch die Metapher „bald donnern die Beschwerden“(ebd. ) aus, welche gewissermaßen auch für eine Unbeständigkeit der menschlichen Verfassung und Gemütsstimmung steht und somit auch diese als vergänglich akzentuiert. Betrachtet man die beiden ersten Strophen im Zusammenhang, so fällt ein etwas klimaktischer Aufbau von erster zu zweiter Strophe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte und vierte Strophe stehen dahingegen etwas im Kontrast zu den beiden vorherigen Strophen, indem das lyrische Ich darin nachdenklich wirkt und über die menschliche Existenz nachdenkt. Fasst man die beiden Strophen zusammen, so fällt gleich der darin vorhandene Schweifreim auf. Das Metrum, das in den beiden Quartetten und Terzetten aufzufinden ist, ist das für den Barock typische Metrum Alexandriner, indem ein 6-hebiger Jambus jeweils inklusive einer Zäsur vorliegt. Durch diesen im Gedicht stringent verwendeten 6-hebigen Jambus fällt auch auf, dass die Paarreime jeweils betont enden und die sich reimenden Weisen/Schweife dahingegen unbetont. Inhaltlich fällt in diesem Kontext auf, dass die unbetonten Verse meist noch etwas positives beinhalten, das den Sinn hinter der Vergänglichkeit, den natürlichen Kreislauf des Lebens und die Ewigkeit in Gott ausdrückt. Das Metrum sorgt dahingegen jedoch für eine monotone Darstellung, die bezogen auf den Inhalt die unumgehbare Existenz der Vergänglichkeit darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe setzt mit dem Ausdruck „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) ein. Der Vergleich mit einem Traum bringt dabei die Nichtigkeit der Dinge in den Vordergrund. Zwar wird hier konkret von Ruhm gesprochen, über den das lyrische Ich nachdenkt, jedoch lässt dieser sich als ein Exemplar auffassen, dass eigentlich zeigt, wie unwichtig Dinge wie Ruhm und materielles Reichtum sind, da sie letztlich so schnell vorüber und in Vergessenheit geraten sind wie ein Traum, an den man sich oftmals schon nach kurzer Zeit nicht mehr erinnern kann. Darauf folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“(V. 10), welche durch die Existenz des Todes ihre Antwort findet. Besonders sticht hier aber auch die Metapher „das Spiel der Zeit“(ebd. ) heraus, welche verdeutlicht, dass die Zeit selbst endlos ist, jedoch das Spiel und somit das Leben des Menschen innerhalb dieser ein Ende findet, wie jedes Spiel irgendwann endet. In diesem Kontext wird der Mensch durch das Adjektiv „leicht“(ebd. ) verallgemeinernd als schwach dargestellt, was sich rückblickend auf den „Marmorstein“(V.  7) als Kontrast zur Härte zeigt, die jedoch auch nicht beständig ist. Somit deutet die Beschreibung des Menschen die vorausgesetzte Endlichkeit dieses an. Dass diese Tatsache das lyrische Ich resignieren lässt, wird in der Interjektion „Ach“(V. 11) deutlich. Im Anschluss daran fragt es sich, „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“(V. 11). Durch diese Frage wird deutlich, dass das, was der Mensch zu Lebzeiten schätzt, in Anbetracht der Zeit nichts wert ist und bezogen auf die Vergänglichkeit somit auch seinen Sinn verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt im Anschluss und als indirekte Antwort auf diese Frage setzt die vierte Strophe mit den Worten „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(V. 12) ein. Diese akzentuieren im metaphorischen Sinne, dass alles Irdische und vom Menschen erschaffene letztlich nur eine Kleinigkeit, wenn nicht gar nichts für die Gesamtheit ist. So gehören „Schatten, Staub und Wind“(ebd. ) alle zum Wortfeld der Vergänglichkeit, da sie alle Dinge sind, die nur für einen Moment bemerkt werden und kaum sichtbar sind. Diese akkumulierte Darstellung der Nichtigkeit wird auch im folgenden Vers, welcher sich wiederum auf die dritte Strophe bezieht, in „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V. 13) erneut aufgegriffen. Hierbei zeigt das Bild einer einzelnen Blume den geringfügigen Wert eines Menschen oder aber eines Gegenstandes für die Zukunft und die gesamte Welt. Schafft man hier nochmals eine Überleitung zum Krieg, so deuten diese beiden Verse die Nichtigkeit eines Individuums für einen Staat an, dem sich das lyrische Ich unverständig entgegensetzt. Somit sei alles vergänglich und sobald etwas vergangen ist, ist es vergessen und ohne Bedeutung. Dass dieser ganzen Vergänglichkeit jedoch etwas als eine Art Hoffnung entgegensteht, interessiert die meisten Menschen nicht, weshalb sie am Vergänglichen festhalten. Eben diese Tatsache wird im letzten Vers „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V. 14) deutlich. Letztlich ist Gott und somit das Leben nach dem Tod das Unendliche, das die Menschen jedoch im Leben noch nicht sehen oder erreichen können, aber auch nicht sehen wollen, indem sie am Irdischen festhalten. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird hierbei der ursprüngliche Anlass des Krieges, der zu Beginn ein Glaubenskrieg war, herausgestellt. Jedoch vergaßen die Menschen nach und nach den wahren Anlass ihres Kämpfens, sodass der Krieg eher zu einem materiellen Krieg wurde und der Glaube und so zugleich das Endliche vernachlässigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend befasst sich das Sonett im allgemeinen mit der Vergänglichkeit alles Irdischen, dem Gott jedoch kontrastierend gegenübersteht. Eben dieser Kontrast, aber auch die Wechselseitigkeit des Lebens und des Wandels von Gut zu Schlecht werden durch viele antithetische Reime verdeutlicht. So wird auch besonders die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt, während der Kreislauf des Lebens eher hintergründig durch einige Metaphern als eine Art Hoffnung aufgeführt wird. Insgesamt unterstützt jedoch alles, wie auch das Reimschema die These, dass überall Vergänglichkeit enthalten ist und es nur eine Frage der Zeit ist bis Dinge vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback Nina: Liebe Sarah, deine Analyse ist dir sehr gut gelungen. Vor allem inhaltlich schaffst du es vieles aus dem Gedicht herauszunehmen und zu erläutern. Dabei ist mir besonders positiv im Kopf hängen geblieben die Analyse deiner zweiten Strophe, die mir inhaltlich am besten gefallen hat. Außerdem schaffst du oft Verbindungen verschiedener Verse, was ebenfalls gut ist. Zudem nimmst du immer wieder Bezug zu den damaligen Umständen, aber nicht oft, sodass nicht der Gedanke aufkäme, das ganze Sonett handele von Krieg. Die eigentliche Thematik der Vergänglichkeit hast du natürlich gut herausgearbeitet und sie so in deinen Fließtext eingebaut, dass es sich nicht nach ständiger Wiederholung anhörte. Auch die formalen Aspekte hast du überwiegend richtig rausgearbeitet, jedoch immer an den Anfang der Quartette und Terzette gesetzt, sodass die Analyse der formalen Aspekte teilweise Aspekte der nächsten Strophe vorwegnahm. Außerdem erklärst du an zwei, drei Stellen nicht genau was du meinst (hab ich dir aber im Text markiert). Jedoch gefällt mir deine Analyse allem in allem gut.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Es ist alles eitel“ und verfasst von Andreas Gryphius handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahr 1637 veröffentlicht wurde und somit der Zeit des Barocks zuzuordnen ist. Thematisch geht es in dem Gedicht um die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und 4 Strophen, wobei der Aufbau der eines Sonetts ist, da die ersten beiden Strophen aus jeweils 4 Versen bestehen und die letzten beiden Strophen aus je 3 Versen. Das Metrum ist ein 6-hebiger Jambus, wobei die Kadenzen abwechselnd betont und unbetont sind, und das Reimschema in den Quartetten ist ein umarmender Reim (abba, abba) und in den Terzetten liegt ein Schweifreim vor (ccd, eed). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Gedichts ,,Es ist alles eitel“ verdeutlicht bereits das Thema, dass alles vergänglich ist, wobei das Wort ,,alles“ die Verzweiflung des Lyrischen Ichs verdeutlicht, da nichts ewig bleibt und gleichzeitig auch hervorbringt, dass alles uns Bekannte und alles Existente vergänglich ist . Die Aussage ,,Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) verdeutlicht ebenfalls die Vergänglichkeit, wobei das Lyrische Ich darüber klagt, dass überall ,,nur“ (ebd.) Vergänglichkeit zu finden sei, also, dass alles auf der Welt vergänglich ist und nichts ewig ist. Dabei spricht das Lyrische Ich auch den Leser an, indem es das Personalpronomen ,,du“ (ebd.) verwendet, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass diese Vergänglichkeit ein Thema ist, welches alle betrifft. Durch die nächste Aussage ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2)  wird die Vergänglichkeit verbildlicht, wobei die Zeitangaben ,,heute“ (ebd.) und ,,morgen“ (ebd.) verdeutlichen, dass das was heute existiert in der Zukunft womöglich nicht mehr existiert, wobei die Zeitspanne dazwischen nicht immer lange ist, sondern Dinge schon bald vergänglich sein könnten. Die Verben ,,baut“ (ebd.) und ,,reißt […] ein“ (ebd.) stehen antithetisch zueinander und verdeutlichen, dass eben nicht nur Schlechtes vergeht, sondern auch Gute und Nützliche Sachen nicht für die Ewigkeit sind und eben auch diese vergehen. Die Antithese wird dabei durch das Metrum unterstützt, da zwischen den beiden antithetischen Aussagen eine Zäsur, also einer Pause, liegt, die die beiden Aussagen auch im Metrum noch einmal von einander trennt und so auch den Inhalt unterstützt. Auffällig in dieser Aussage sind aber vor allem auch die allgemeinen Formulierungen wie ,,dieser“ (ebd.) und ,,jener“ (ebd.), was zum Ausdruck bringt dass die Vergänglichkeit alles und jeden betrifft und somit auch auf alles übertragbar ist. Die Antithese dieser Aussage verdeutlicht auch den Kontrast des Daseins und der Vergänglichkeit und das eben aus diesen Dasein schnell Vergänglichkeit werden kann. Die nächste Aussage ,,Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein/ Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 3 f.) stellt eine Metapher dar, die ebenfalls die Vergänglichkeit verdeutlicht, aber auch eine Art Kreislauf der Vergänglichkeit und des Neubeginns. Dabei stehen die ,,Städte“ (ebd.) für das Existierende heute, welches nicht ewig ist und vergehen wird, wobei an Stelle dieser eben ,,eine Wiese“ (ebd.) sein wird, also etwas neues, welches den Platz des zuvor Existierenden eingenommen hat. Eben dieser Neubeginn des Kreislaufes wird durch die Metapher des ,,Schäferkind[es]“ (ebd.) verdeutlicht, da das Kind für neues Leben und den Anfangs steht. Somit wird durch diese Metapher deutlich, dass auch wenn alles vergänglich ist, es trotzdem einen Kreislauf gibt, der für einen Neubeginn sorgt. Auch das Nomen ,,Wiese“ (ebd.) steht für einen Neubeginn und Natürlichkeit, wobei das Nomen antithetisch zu dem Nomen ,,Städte“ (ebd.) steht, was ebenfalls die Vergänglichkeit und auch der Neubeginn verdeutlicht, da an Stelle der Stadt eine Wiese ist, die nicht von Menschen erschafft ist, wie die Stadt, sondern natürlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Quartett beginnt mit der Aussage ,,Was jetztund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5), wobei diese Antithese ebenfalls die Vergänglichkeit untermauert. Dabei wird hier darauf hingedeutet, dass das Schöne und Positive ebenfalls vergeht, was durch die Metapher ,,Was […] prächtig blüht“ (ebd.) verdeutlicht wird. Jedoch könnte die Metapher auch für ein junges Leben stehen, da zur Zeit des Barocks Jahreszeiten als Metapher für Lebensabschnitte genutzt wurden, woraus sich ergibt, dass der Frühling also das Blühende ein junges Leben ist, welches ebenfalls vergehen kann. Dadurch wird ausgedrückt, dass die Vergänglichkeit jeder Zeit im Leben eintreten kann und man nie weiß, wann man sterben wird, was den Gedanken ,,momento mori&amp;quot;, was so viel heißt wie ,,Bedenke, dass du jeder Zeit sterben kannst&amp;quot;, aufgegriffen wird. Die Verzweiflung und resignative Haltung des Lyrischen Ichs wird durch das Verb ,,zertreten“ (ebd.) hervorgebracht, wobei das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als etwas Negatives empfindet, da das Schöne, Blühende zerstört wird. Das Adverb ,,bald“ (ebd.) bringt ebenfalls die resignative Haltung und die Klage über die Vergänglichkeit zum Ausdruck, da das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als kein entferntes Ereignis sieht, sondern glaubt, sich der Vergänglichkeit in naher Zukunft stellen zu müssen.  Dies lässt sich auf die damalige Situation des 30-Jährigen Kriegs übertragen, da man sich der Vergänglichkeit stellen musste, da der Krieg alles zerstört hat. Dies wird auch durch die nächste Aussage ,, Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) auch verdeutlicht, da durch die Formulierung ,,pocht und trotzt“ (ebd.) deutlich wird, dass Menschen im Krieg gemeint sein könnten, die kämpfen und sich zu verteidigen versuchen. Das Verb ,,poch[en“ (ebd.) erinnert dabei an das menschliche Herz, wodurch also der Mensch und das Leben symbolisiert wird. Durch die Aussage, dass diese zu  ,,Asch und Bein“ (ebd.) werden, werden die negativen Konsequenzen des Krieges verdeutlicht, nämlich, dass Menschen sterben, wobei durch den Ausdruck ,,morgen“ (ebd.) ebenfalls hervorgebracht wird, dass dies bald wieder passiert, was somit die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt. Die Anapher der Aussage zuvor und dieser ,,Was“ (ebd.), bringt dabei hervor, dass das Vergängliche alles betrifft und überall anzutreffen ist. Weiterhin wird durch die Aussage ,,Nichts ist, was ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) erneut die resignative Haltung des Lyrischen Ichs deutlich, da dieser die Vergänglichkeit überall sieht, was durch die Akkumulation ,,kein Erz, Kein Marmorstein“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird. Außerdem wird dadurch hervorgebracht, dass auch die Erde vergänglich ist und somit nicht ewig bleibt, was die Klage des Lyrischen Ichs und die Resignation hervorhebt. Die Antithese ,,Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) untermauert erneut, dass der heutige Zustand in der Zukunft weg ist, wobei die Zeitangaben ,,Jetzt“ (V.8) und ,,bald“ (V.8) ebenfalls die kurze Zeitspanne verdeutlichen, in dem das Heutige existiert und dass die Vergänglichkeit schneller kommt als man denkt. Die Personifikation ,,lacht das Glück uns an“ (V.8) untermauert dabei, dass das Lyrische Ich anklagt, dass sich sehr stark auf das Heutige konzentriert wird und dann vergessen wird, dass bald die Beschwerden ,,donnern“ (ebd.), wodurch auch eine gewisse Angst des Lyrischen Ichs vor der Zukunft verdeutlicht wird und auch die Verzweiflung über die Vergänglichkeit des Glückes hervor gebracht wird. Das Personalpronomen ,,uns“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle Menschen betrifft und das Thema sich somit auf jeden und alles übertragen lässt. Das Verb ,,donnern“ (ebd.) verdeutlicht metaphorisch, dass die ,,Beschwerden“ (ebd.) große Auswirkungen haben werden und die Menschen heftig überkommen. Dadurch wird dann auch erneut die Angst des Lyrischen Ichs vor dem Krieg und dessen Folgen deutlich, wobei das Verb ,,donnern“ (ebd.) auch mit Waffen und den lauten Geräuschen des Krieges assoziiert werden könnte.&lt;br /&gt;
Das Metrum dieser beiden Quartette ist dabei regelmäßig und monoton, was ebenfalls die Aussage der immer wiederkehrenden Vergänglichkeit und die Regelmäßigkeit des Lebens und des Sterbens untermauert, sowie die regelmäßigen Reime mit den Kadenzen ebenfalls die bestimmte Ordnung im Lebens und die faktische Vergänglichkeit untermauert. Auffällig bei den Quartetten ist, dass diese eher die Vergänglichkeit des Erbauten, des Natur und des Menschen beschreibt, wohingegen in den beiden Terzetten eine Bewertung der Vergänglichkeit von dem Lyrischen Ich erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Terzett beginnt dabei mit der Aussage ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), wobei dies aussagt, dass das Ansehen zur Zeit des Krieges auch vergänglich war, da zwar Heldentaten im Krieg von großer Bedeutung waren für die damaligen Menschen, jedoch erkennt das Lyrische Ich auch darin Vergänglichkeit, da diese Taten in Zukunft vergessen oder bedeutungslos werden. Durch den Vergleich mit dem Nomen ,,Traum“ (ebd.) wird deutlich, dass das Ansehen zwar stattfindet, aber nicht von Dauer ist. Das Verb ,,müssen&amp;quot; (ebd.) drückt dabei aus, dass es davor keinen Ausweg gibt und die Vergänglichkeit sozusagen vorherbestimmt ist. Darauf folgt die rhetorische Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V.10), welche aussagt, dass der Mensch nicht unsterblich ist und der Mensch der Vergänglichkeit nicht entfliehen kann. Die Metapher ,,Spiel der Zeit“ (ebd.) verdeutlicht dabei das Leben der Menschen, da die Lebenszeit des Menschen begrenzt ist und jeder Mensch sterben muss, wobei die Vergänglichkeit jeder Zeit eintreten kann. Auch das Adjektiv ,,leicht[.]“ (ebd.) führt vor Augen, dass der Mensch nicht lange Bestand hat auf der Erde und eben auch vergänglich ist, wobei das Adjektiv sozusagen abschwächt, was verdeutlicht, dass der Mensch nur eine kurze Zeitspanne auf der Erde ist und nicht lange Bestand hat. Die nächste Aussage wird durch die Interjektion ,,Ach“ (V. 11) eingeleitet, wobei hier die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs vor Augen geführt wird. Des Weiteren werden durch das Personalpronomen ,,wir“ (V.11) alle Menschen in die Thematik einbezogen, was verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle betrifft und das Lyrische Ich auch dadurch  sagt, dass alle Menschen das selbe ,,für köstlich achten“ (V.11). Dabei spezifiziert das Lyrische Ich dies in dem nächste Terzett durch die Aussage ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12), wobei die Akkumulation die Arten der Vergänglichkeit beschreibt, sodass dadurch ausgesagt wird, dass das Vergängliche überall zu finden ist. Die Nomen ,,Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) akzentuieren dabei, dass alles Irdische vergänglich ist und nicht mehr greifbar ist, sondern dass das Irdische einfach verschwindet und auch keinen langen Bestand hat.  Die nächste Aussage ,,Als eine Wiesenblum, die man nicht mehr wieder find't!“ (V.13) beschreibt ebenfalls die Vergänglichkeit und die Zerstörung alles Irdischen, da das Lyrische Ich sagt, dass  man sie ,, nicht mehr wieder find't“ (ebd.) und somit alles vergänglich ist. Durch die letzte Aussage ,,Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) kritisiert und klagt das Lyrische Ich an, dass alle Menschen zwar die Vergänglichkeit erkennen, aber jeder vergisst was Ewig ist, wobei hier Gott gemeint sei könnte. Dabei sei zwar alles Irdische vergänglich, Gott jedoch sei ewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zusagen, dass das Lyrische Ich in den Quartetten die Vergänglichkeit des Irdischen beschreibt, indem es These und Antithese gegenüberstellt, also das noch Existierende und das dann Vergangene, wobei diese Gegenüberstellung durch das Metrum und die Zäsur untermauert werden. In den Terzetten äußert sich das Lyrische Ich hingegen eher bewertend. Insgesamt wird die Thematik der Vergänglichkeit durch Metaphern, Anaphern und allgemein gehaltene Formulierungen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Nina H.: Deine Analyse ist dir im Gesamten sehr gut gelungen. Besonders deine Analyse des ersten Quartetts gefällt mir sehr gut. Zum einen gehst du dabei sehr gut auf das „alles“ ein, da du erläuterst, dass dadurch Verzweiflung entsteht, da alles was wir kennen vergänglich ist. Hier ist gut zu erkennen, dass du das Gedicht gut verstanden hast! Auch den zweiten Vers erklärst du sehr detailliert, wodurch man deine Erläuterungen sehr gut nachvollziehen kann. Außerdem finde ich gut, dass du die Haltung des lyrischen Ichs häufig mit in deine Analyse einbringst und diese gut erklärst. &lt;br /&gt;
Zudem hast du die Form des Gedichts erkannt und gut mit in deine Analyse einbezogen, was mit auch sehr gut gefällt. Dabei fände ich es jedoch noch besser, wenn du die Zäsur, die du da erwähnst da erklärst, wo du auch die Antithesen erklärst, die durch jene unterstützt werden. Zudem bezieht sich das „Spiel der Zeit“, das du später erwähnst eher auf das menschliche Leben.&lt;br /&gt;
An der Stelle wo du den hohen Taten Ruhm erklärst könntest du noch hinzufügen, dass dieser sich in Bezug auf den 30 jährigen Krieg auf Heldentaten/ z.B. gewonnene Schlachten bezieht und auch diese werden in der Zukunft nichtig sein, da sie vergessen werden und vergänglich sind. Im Zusammenhang mit dem Verb „müssen“ wird also angedeutet, dass menschliche taten auch vergänglich und bedeutungslos sind. Ein paar Kleinigkeiten habe ich dir in deiner Analyse fett markiert und meinen Verbesserungsvorschlag dazu geschrieben.&lt;br /&gt;
Ansonsten ist dir deine Analyse sehr gut gelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Es ist alles eitel&amp;quot;, welches von Andreas Gryphius im Jahre 1637 geschrieben  wurde, in der Epoche des Barock, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen. Ursprung des Gedichtes war der 3O-Jährige Krieg. &lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus einer Sonettform, welche die charakterisierende Eigenschaft besitzt, dass das Gedicht in vier Strophen einteilt, jeweils zwei der vier Strophen sind vier versig und die darauffolgenden sind 3 versig. Das Metrum des Gedichts ist ein sechs-hebiger Jambus, was zudem durch das wechselnde Reimschema des Paarreims und zu Ende des Gedichtes des umarmendes Reims und des Schweifreimes untermauert wird. Die sich abwechselden betonten und unbetonten Kadenzen untermauert die Gefühle des Lyrischen Ichs.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift des Gedichtes ,,Es ist alles eitel&amp;quot; (Z.0) veranschaulicht das Thema des Gedichtes, über welches sich das Lyrische Ich beklagt. Die erste Strophe des Gedichts verdeutlicht die Erschaffung von neuen Dingen, die aber immer wieder vom Menschen selbst zerstört würden. Das Indefinitpronomen ,,alles&amp;quot; veranschaulicht, dass die Eitelkeit überall auf der ganzen Welt zu finden ist. Der erste Vers knüpft an die Überschrift an, denn das Lyrische Ich spricht den Leser direkt an, durch die Wiederholung ,,Du sieht&amp;quot; (V.1), welche den Leser mit einbezieht. Vor allem die darauffolgende Hyperbel ,,nur Eitelkeit auf Erden&amp;quot; (V.1) bestärkt die Vergänglichkeit alles Irdischen. Die Erklärung der ,,Eitelkeit&amp;quot; ( V.1) folgt in dem nächsten Vers, denn ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein&amp;quot; (V.2). Dieser Vers verdeutlicht die Vergänglichkeit durch die Zerstörung des Menschen, was vor allem durch die männliche Kadenz am Ende, welche Brutalität untermauert, veranschaulicht wird. Die Antithese ,,was dieser morgen baut, reißt jener morgen ab&amp;quot; (ebd.), wird vor allem durch den sechs-hebigen Jambus, der eine Zänsur enthält, betont. Die sich gegenüberstehenden Verben ,,bauen&amp;quot; (ebd.) und ,,reißen&amp;quot; bestärken die Vergänglichkeit.  Des Weiteren wird diese Vergänglichkeit durch den nächsten Vers verbildlicht, denn ,,Wo jetztund ein Städte stehn, wird eine Wiese sein&amp;quot; (V.3). Die Nomen ,,Städte&amp;quot; (ebd.) und ,,Wiese&amp;quot; (ebd.) stehen sich in diesem Vers antithetisch gegenüber, da ,,Städte&amp;quot; (ebd.) mit einer großen bevölkerten Fläche  assoziiert wird, wohingegen die ,,Wiese&amp;quot; (ebd.)eine leise und unbevölkerte Landschaft beschreibt.  Diese Antithese deutet auch die Zerstörungen und Gefahren des damals herrschenden 30-jährigen Krieges und bestärkt somit das Thema der Vergänglichkeit dadurch das nicht von Bestand ist. Zudem untermauert die betonte Kadenz, das friedliche und metaphorische Bild einer ,,Wiese&amp;quot; (ebd.). Die Wiese ,,auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden&amp;quot; (V.4) verkörpert den Rückgang der Entwicklung durch die Vergänglichkeit. Die betonte Kadenz bekräftigt das Klagen des Lyrischen Ichs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe beginnt mit der Assoziation der Pflanzenwelt, denn ,,Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden;&amp;quot; (V.5). Dieser Vers zeigt die Trauer des Lyrischen Ichs und untermalt wieder mal die Vergänglichkeit alles Irdischen. Der zweite Vers ,,Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein&amp;quot; (V.6) bringt zum Ausdruck, dass nicht nur die Pflanzen und die Dinge um den Menschen herum vergänglich ist, sondern auch wir Menschen vergänglich sind, was durch den Ausdruck ,,Asch und Bein&amp;quot; (V.6) veranschaulicht wird, da dieser Ausdruck mit dem Tod asoziiert wird. Zudem bestärkt auch die Anapher ,,Was&amp;quot; (V.5,6), die zu Beginn der beiden Verse steht und eigentlich eine Frage aufbringt, da ,,Was&amp;quot; (ebd.) ein Fragewort ist, die Vergänglichkeit alles Lebenden. Diese Vergänglichkeit wird vor allem im nächsten Vers deutlich, da ,,Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (V.7). Die Akkumulation ,,kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (ebd.) verweist darauf, dass wirklich alles vergänglich ist. Des Weiteren fällt der klimatische Aufbau der zweiten Quartette auf, da es zu Beginn um die Pflanzenwelt geht und dann auch um den Menschen und dessen Tod, was auch durch das rhythmische Metrum deutlich wird, welches sehr monoton wirkt. Die ironische Personifikation ,,Jetzt lacht das Glück uns an&amp;quot; (V.8) akzentuiert die düstere und hoffnungslose Stimmung des Lyrischen Ichs. Was auch durch das Personalpronomen ,,uns&amp;quot; (V.8) untermauert wird, da das Lyrische Ich Hilfe sucht und die Menschen auf die kommende Gefahr aufmerksam machen möchte, denn die Lautmalerei ,,bald donnern die Beschwerden&amp;quot; (V.8) kennzeichnet die Gefahr, die auf die Menschen zukommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Terzette enthält eine Warnung, die an die Menschen gerichtet ist, denn ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.&amp;quot; (V.9) akzentuiert, dass der Soldatenruhm schnell verschwinden wird, was durch den Vergleich ,,wie ein Traum vergehn&amp;quot; (V.8) veranschaulicht wird. Außerdem untermauert das Verb ,,müssen&amp;quot; (V.9) die Notwendigkeit der Veränderung.Denn die Soldaten tun dem Volk keinen Gefallen, da die Kriegsgegner sich böse an dem Volk und nicht an den eigentlichen Verursachern, den Soldaten, rächen werden.Dieser vorliegende Vers ist eine Vorausdeutung auf das Ende des Kriegs und weist vor allem die Gefahren des Kriegs auf. Dieser Aspekt, der Vorausdeutung, wird in der rhetorischen Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?&amp;quot; (V.10) deutlich, da der ,,leichte Mensch&amp;quot; (ebd.) als Zeichen für das unschuldige Volk stehen soll, welches vielleicht nicht weiterhin bestehen wird nachdem 30-Jährigen Krieg und auch nicht mehr besteht, weil das Volk sich durch die Auswirkungen des 30-jährigen Kierges verändert hat. Zudem unterstreicht diese Frage auch, dass das Lyrische Ich in Frage stellt, ob die menschliche Rasse Bestand hat, da die Menschen sich gegenseitig bis zum Tod bekriegen. Auch die Antithese der beiden Verben der Verse, welche sich reimen,,,bestehn&amp;quot; (ebd.) und ,,vergehn&amp;quot; (ebd.) zeigen wieder einmal die Vergänglichkeit. Des Weiteren veranschaulicht die Injektion ,,Ach&amp;quot; (V.11) die Verzweiflung des Lyrischen Ichs, welche im darauf folgenden Vers ,,Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten,&amp;quot; (V.11) wiedermals untermauert wird. In diesem Vers wirkt das Lyrische Ich sehr nachdenklich und schein darüber nach zudenken auf welche Dinge der Mensch achtet, obwohl vieles der Nichtigkeit unterliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Terzette beginnt mit einer Akkumulation, die die Nichtigkeit erklärt ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum&amp;quot; (V.12f.). Diese Akkumulation veranschaulicht den Lesern wieder einmal, dass alles Irdische vergänglich ist. Das wird vor allem durch den Ausruf ,,die man nicht wieder find't&amp;quot; (V.13), welcher in Bezug zur ,,Wiesenblum&amp;quot; (ebd.) steht, bekräftigt. Der letzte Vers, welcher einen Ausruf in sich trägt, ,,Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!&amp;quot; (V.14) kritisiert den Menschen, der nicht erkennt, dass das Einzige das nicht von Vergänglichkeit geprägt ist der Gott im Himmel sei. Indirekt wirft das Lyrische Ich den Menschen, die damals gelebt haben vor, dass sie nicht die Werte Gottes erkennen und sehen, dass Gott gar nicht will, dass die Völker sich untereinander bekriegen, denn Gott will kein Leid auf Erden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema des Gedichtes sehr gut durch die Struktur zum Ausdruck gebracht wird. Alles Irdische ist nun mal vergänglich, was das Lyrische Ich vor allem durch den Ausruf im letzten Vers sehr gut zum Ausdruck bringt. Das Lyrische Ich will den Menschen dazu bringen über seine Taten und dessen Aufwand nachzudenken, vor allem durch die Erwähnung des ,,ewig[en]&amp;quot; (ebd.), da Gott so eine Welt nicht für die Menschen erschaffen hat, damit diese sie wieder rum zerstören. Der formalsprachlichen Aspekt wie das Metrum und die Kadenzen veranschaulichen die Aussichtslosigkeit der damaligen Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hallo Luisa,&lt;br /&gt;
Du hast in deiner Analyse viele richtige und wichtige Analyseaspekte genannt und herausarbeitet. An der Stelle wo du die Städte und Wiesen antithetisch gegenüber stellst würde ich diese nicht durch Lärm vergleichen sondern eher mit bewohnter und unbewohnter Fläche. Hier und da hast du noch Probleme bei zitieren (siehe Markierung). In deinen Schluss hast du wichtige Aspekte zusammengefasst, jedoch handelt es sich nicht um wechselnde Emotionen des lyrischen Ichs. Das Metrum wirkt monoton, da es immer den selben Rhythmus vorweist. Somit deutet es eher auf eine Aussichtslosigkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs hin.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welcher im Jahre 1637 verfasst wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Zeitlich ist es der Epoche des Barocks zuzuordnen. Thematisch geht es um die Vergänglichkeit der Erde und des Lebens darauf und der Ewigkeit Gottes im Vergleich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht besteht aus 14 Versen und ist ein Sonett, denn es liegen zu Beginn zwei Quartette vor, worauf zwei Terzette folgen. Das Reimschema der Quartette ist umschließend, während das der Terzette aus Paarreimen besteht. Außerdem liegt ein sechs-hebiger Jambus vor. Die Kadenzen sind sind abwechselnd männlich und weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht beginnt mit einem Quartett und bezieht sich direkt auf den Leser. „Du siehst , wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) Das Personalpronomen „du“(ebd.) spricht den Leser direkt an und bezieht ihn in diese Aussage mit ein. Diese Aussage kritisiert die Erde bzw. die Menschen, die auf ihr leben, denn diese sind von „Eitelkeit“(ebd.) betroffen und kümmern sich dadurch nur um sich selbst, ohne sich für andere zu interessieren. Außerdem kritisiert es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Damit meint es im Prinzip, dass es gutes und böses „auf Erden“(ebd.) gibt und dass es zwischen diesen beiden Parteien oft Konflikte gibt, da der böse Mensch, das vom guten Mensch erbaute einfach so zerstört. Außerdem verdeutlicht dies den ständigen Wandel der Welt und dass nichts ewig ist. Die folgenden beiden Verse „Wo jetztund Städte stehen, wird eine Wiese sein, / Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.3f.) verdeutlichen diesen Wandel. Aus Städten werden Wiesen und aus Wiesen werden Städte, die Umgebung wandelt sich ständig. Außerdem werden in diesen Versen Gegensätze gegenübergestellt, wie z.B. „dieser“(ebd.) und „jener“(ebd.), „Städte“(ebd.) und „Wiese“(ebd.) oder „baut“(ebd.) und „reißt […] ein“(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Quartett fährt das lyrische Ich damit fort von Gegensätzen zu reden : „Was jetzt prächtig blüht, soll bald zertreten werden; / Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein“ (V.5f.). Das prächtig blühende vertritt dabei das Gute, während das Zertreten das Böse vertritt. Außerdem vergleicht es wiederholt die Gegenwart mit der Zukunft, durch Adverben wie „jetztund“(ebd.), „bald“(ebd.), „jetzt“(ebd.) oder „morgen“(ebd.). Es schließt das Quartett mit den Worten „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein. / Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.7f). Damit unterstreicht es zum einen die Vergänglichkeit der Erde / des Lebens und führt vor Augen, dass die Zukunft sich von der Gegenwart unterscheiden wird und eventuell sogar viel mehr negatives aufbietet. Dabei benutzt er erneut Adverben wie „jetzt“(ebd.) und „bald“(ebd.), um zwischen Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden. Zusätzlich liegt eine Personifikation vor, welche die Situation des lyrischen Ich´s bestärkt und dramatisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgt eines der beiden Terzette. In diesem redet das lyrische Ich von den „hohen Taten Ruhm“(V.9), welche „wie ein Traum vergehen“(V.9) müssen. Damit verdeutlicht es, dass all der Reichtum ebenso vergänglich ist und er somit jemanden nur temporär zufriedenstellen kann. Das Verb „vergehen“(ebd.) unterstreicht dabei nochmal die Vergänglichkeit der Erde bzw. des Lebens und bezieht sich dabei besonders auf den dreißigjährigen Krieg, in dem sich der Autor beim Verfassen des Gedichtes befand. Er schrieb das Gedicht zu einer sehr deprimierenden Zeit, während der ständige Angst an der Tagesordnung waren und während der man kaum darum kommt, über den Sinn des Lebens, Gerechtigkeit oder Vergänglichkeit nachzudenken. Diese Überlegungen führen auch auf den Titel des Gedichtes „Es ist alles eitel“(V.0) zurück. Diese vom Autor verfasste These bedeutet so viel wie, dass alles vergänglich ist und somit irgendwann ein Ende findet (Tod). Während des dreißigjährigen Krieges kann es schnell vorkommen, dass man über Dinge wie Vergänglichkeit und Leben und Tod nachdenkt, da man täglich von Vergänglichkeit hört, indem Menschen sterben und „Städte“(V.3) zerstört werden. Die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V.10) zeigt gewissermaßen die Hilflosigkeit des Menschen, welcher „das Spiel der Zeit“(V.10), also das Leben nicht für immer „bestehen“(V.10) kann und somit irgendwann stirbt. Die Metapher „Spiel der Zeit“(V.10) bekräftigt dabei nochmal die Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Aussage des lyrischen Ichs „Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten, / Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t“(V.11ff.) erstreckt sich über die das Ende des ersten und den Anfang und die Mitte des zweiten Terzetts. Die Interjektion „Ach“(ebd.) drückt die Nachdenklichkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs aus und verdeutlicht seine Unzufriedenheit. Mit all dem, „was wir für köstlich achten“(ebd.) scheint „Glück“(V.8), „Ruhm“ (V.9) und das Leben im Allgemeinen gemeint zu sein. Auf dies folgen die  „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(ebd.), was die Vergänglichkeit der  „köstlich[en]“(ebd.) Dinge unterstreicht. Denn die  „Wiesenblum“(ebd.), welche die Natur beschreibt und Symbolisch für das Leben steht,  „find´t“(ebd.) man nicht wieder. Dadurch wird erneut verdeutlicht, dass das Leben irgendwann verloren geht und man somit stirbt. Das Gedicht wird mit dem Satz  „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V.14). Dies lässt darauf schließen, dass wenn der Mensch und die Erde nicht ewig sind, es nur ein Wesen geben kann, welches ewig und somit nicht vergänglich ist und dieses ist Gott. Man kann dieses Fazit also als eine Art Hilferuf an Gott verstehen, welcher nach Vorstellung der Menschen die nötige Macht hätte, den Krieg sofort zu beenden. Durch diesen Hilferuf an etwas, wovon niemand mit Gewissheit sagen kann, ob es existiert oder nicht, wird die Hilflosigkeit und Verzweiflung des lyrischen Ichs in den Vordergrund gestellt und lässt die Gedankengänge dieses leichter nachvollziehen. Andererseits kann man dieses Fazit aber auch als direkte Kritik gegen Gott verstehen, da dieser nichts gegen den Krieg und somit die Vergänglichkeit der Menschen macht, obwohl er laut der Vorstellung der Menschen allmächtig und gütig sein müsste (Theodizee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in diesem Gedicht durch verschiedenste Mittel die Vergänglichkeit des Menschen und der Erde verdeutlicht wird. Dieser Vergänglichkeit steht die Unsterblichkeit Gottes gegenüber, welcher nichts gegen die Vergänglichkeit, also den Tod der Menschen unternimmt. Das lyrische Ich führt dem Leser durch das Sonett vor Augen, dass alles irdische vergänglich und Gott unsterblich ist. Dies kommt durch einige sprachliche Mittel wie Metaphern und Antithesen zur Geltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback von Anne: Hallo Jan, In deinem Einleitung könntest du die einzelnen drei Sätze besser miteinander verknüpfen und daraus einen Satz an. Ein einzelner Satz hat sonst zu wenig Aussagekraft. Außerdem solltest du die Formanalyse besser in deine Analyse mit einbringen und deuten. Zudem hast du das Wort Eitelkeit falsch verstanden. In diesem Zusammenhang lässt es sich als &amp;quot;Vergänglichkeit&amp;quot; umschreiben. Dadurch hast du mehrere Verständnisschwierigkeiten. Am Besten liest du dir mal eine andere Analyse durch. Was du gut herausgefunden hast, sind die ständig aufkommenden Gegensätze. Auch dein  Deutungsansatz  zum Schluss mit Theodizee gefällt mir gut. In deinem Schluss fehlen die Formal-  Sprachlichen Aspekte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius Gedicht „Es ist alles eitel“, veröffentlicht im Jahr 1637 in der Zeit des Barocks und während des 30-jährigen Kriegs, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vers „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) der ersten Strophe (V.1-4), deutet die Thematik des Gedichts schon an. Mit der Wiederholung „du siehst“ (ebd.) wird betont, dass egal wohin ein jemand schauen mag, er Eitelkeit entdecke. Dass diese benannte Eitelkeit allumgreifend und wirklich überall zu finden ist, wird dadurch, sowie durch die Benennung der „Erde […]“ (ebd.) hervorgehoben. Auf diese Nichtigkeit wird im darauffolgenden Vers vom lyrischen Ich angeführt. Die Pronomen „dieser“ (V.2) und „jener“ (V.2) untermauern dies, da sie offen und verallgemeinernd für jede beliebige Person stehen und dadurch den Aspekt bekräftigen, dass Eitelkeit tatsächlich überall auf der Welt und bei jeder Person zu finden sei. Auf die Rolle des Menschen wird in diesem Kontext näher eingegangen,indem besagt wird, „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Hier wird der Aspekt der Vergänglichkeit angerissen und gleichzeitig, wie sich der Mensch in Bezug auf diesen verhält. So bauten Menschen Dinge auf, um sie in der Zukunft wieder zu zerstören (vgl. V.2). „[M]orgen“ (Z.V.2) steht hierbei repräsentativ für einen ungewissen Zeitraum während der Entwicklung des Menschen. Er wird also besagt, dass alle Menschen die Fähigkeit besitzen Dinge aufzubauen, jedoch auch, dass sie irgendwann während ihrer Entwicklung das Gebaute wieder zerstören, um neues zu erbauen&lt;br /&gt;
. Außerdem ist hier von zwei unterschiedlichen Personen die Rede, einmal „dieser“ (ebd.) und einmal „jener“ (ebd.), wobei der eine erschafft und der andere es zerstört. Es kann also ebenfalls gesagt werden, dass die Menschen aneinander vorbei leben und nicht respektieren, was ihr Vorgänger mit Fleiß und Arbeit erschaffen hat. Im darauf folgenden Vers wird der Inhalt mit einem Beispiel deutlicher. Denn „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3) spricht abermals an, dass Menschen Dinge bauen und sie danach wieder dem Anfang gleich machen, da jede Stadt mit einem leeren Grundstück oder einer Wiese begonnen hat. Dieser Prozess mache die Dinge nicht nur vergebens, sondern hebe auch die Vergänglichkeit der Welt hervor. Der letzte Vers der Strophe „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.4) deutet eine Wiederherstellung des Zerstörten an. Denn Kinder stehen symbolisch für den Anfang eines neuen Lebens, sowie auch Schafe und ihre Herden an Leben erinnern. Im Zusammenhang mit den Versen zuvor verdeutlicht dies einen gewissen Kreislauf des Lebens, an dessen Anfang der Mensch steht, der etwas erschafft und das Erschaffene im Laufe der Zeit wieder zerstört, um danach wieder neues zu bauen. Dieser Kreislauf zeigt gleichzeitig, dass alles von Menschen Gemachte  zwangsweise vergänglich sei. Die erste Strophe, sowie das gesamte Gedicht ist ein Alexandriner, der nicht nur typisch für die Zeit des Barocks ist, sondern auch die Regelmäßigkeit bzw. die Vorhersehbarkeit des Kreislaufes des Bauens und Zerstörens verkörpert. Zudem handelt es sich um einen umschließenden Reim, der in Vers zwei und drei mit weiblichen, also unbetonten Kadenzen endet, und in Vers eins und vier mit männlichen, die die These, dass alles Irdische letztenendes vergeht, betont, dass es sich hierbei um einen Fakt handle. Die häufig wieder zu findenden Zäsuren, wie beispielsweise im Satz „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein;“ (ebd.), spalten den Satz nicht nur formal, sondern auch inhaltlich in These und Antithese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe (V.5-8) werden, an den Versen „Was jetzund prächtig blüht soll bald zertreten werden;/Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.4f.) zu erkennen, die Zukunft und die Gegenwart antithetisch gegenüber gestellt, sodass das Erschaffene und das Zerstörte gegenüber steht  und der Aspekt der Vergänglichkeit in den Fokus gerückt wird. Dieser ist im Verb „blühen“ (ebd.) zu erkennen, da Blumen bzw. Pflanzen die Eigenschaft haben zu blühen und diese ebenfalls nicht ewig halten. „Asch und Bein“ (ebd.) erinnert an das Ende eines Menschenlebens, das im Kontext der Zeit des Gedichtes eine bedeutendere Rolle spielt. Da das Gedicht zur Zeit des 30-jährigen Kriegs verfasst wurde, kann man sagen, dass „Asch und Bein“ (ebd.) auf die zahlreichen Toten während des Krieges zurückzuführen sind und, dass die Vergänglichkeit dem lyrischen Ich in so einer Zeit deutlicher vor Augen geführt wird. Im darauf folgenden Vers ist zu erkennen, dass das lyrische Ich selbst in „Erz und Marmorstein“ (V.7) keine Ewigkeit findet, was nochmals verdeutlicht, das wirklich „(n)ichts“ (V.7) ewig ist und dass alles im Laufe der Zeit vergeht, da man zu dieser Zeit davon ausging, dass Gestein unzerstörbar sei. Mit dem Vers „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) wird auf der einen Seite ausgesagt, dass das Leben sowohl gute, also vom „Glück“ (ebd.) geprägte Zeiten hat, aber auch gegenteilige Zeiten, in denen die Menschen unzufrieden sind. Die Personifikation „Jetzt lacht das Glück uns an“ (ebd.) deutet an, dass Menschen sich gegenseitig Glück bescheren können. Jedoch zeigt der Vers ebenfalls wie die eine Seite zur anderen wechseln kann und dass selbst ein Gefühl, egal ob es positiv oder negativ ist, vergänglich ist und wechseln kann. Dieser schnelle Wechsel wird wieder durch die Gegenüberstellung von „jetzt“ und „bald“ (ebd.) deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil des Sonetts, bestehend aus zwei Terzetten, unterscheidet sich inhaltlich vom ersten Teil. So drehten sich die Quartette um eine Art beschreibende Perspektive des lyrischen Ichs, während sich der folgende Teil mit der näheren Sichtweise des lyrischen Ichs beschäftigt. Dessen Position bezüglich der Vergänglichkeit alles Irdischen lässt sich aus der Struktur der Quartette bereits in Ansätzen erahnen. Auf die Anführung des positiven, wie „jetzund prächtig blüht“ (ebd.), folgt die Prognose von etwas, das das Gute nichtig macht, wie „soll bald zertreten werden“ (ebd.). Diese Ersetzung durch das Schlechte lässt erahnen, dass das lyrische Ich der Vergänglichkeit eher klagend gegenübersteht. Der Vers „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9) geht auf eine andere Art der Vergänglichkeit ein, indem angesprochen wird, dass der gute Ruf und die Anerkennung, die daraus resultiert, ebenfalls vergänglich sind. Ruhm und Anerkennung äußern sich als sofern nützlich, dass man sich dadurch als Person in der Gesellschaft Vorteile versprechen kann. Ausnahmezeiten wie die des Krieges entkräften jedoch den Nutzen von Ruhm, da dort jeder für sich selbst kämpft, sodass selbst dieser vergänglich und wertlos wird. Dieser Aspekt wird dem des Traumes gegenübergestellt, der wie ein Gedanke, eine Erinnerung oder eine Idee urplötzlich in den Kopf eines Menschen kommen kann, aber auch in sekundenschnelle verfliegen kann. Mit dem „Spiel der Zeit“ (V.10) wird erstmals ein Aspekt angedeutet, der im Gegensatz zu allem aufgelisteten ewig ist, nämlich die Zeit. Hier wird angedeutet, dass der Zeit gegenüber „der leichte Mensch“ (V.10) stünde. Es ist festzustellen, dass die Existenz des Menschen abhängig von der Zeit ist und dass er gegen die Zeit spielt, mit seinem ständig bestehenden inneren Wunsch nach einem möglichst langen Leben. Mithilfe der Interjektion „Ach“ (V.11) lässt sich wieder die Position des lyrischen Ichs feststellen, die im Zusammenhang mit „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V.11) als klagend und unzufrieden beschrieben werden kann. Zudem lässt sich daraus schließen, dass das lyrische Ich aufgrund des Zustands der Vergänglichkeit alles köstliche, also alles schöne und genießbare im Leben in Frage stellt. Dies wird auch im Zusammenhang mit der „schlechten Nichtigkeit“ (V.12), verglichen mit „Schatten, Staub und Wind“ (V.12) deutlich. Die Akkumulation dient wieder als Vergleich für weitere vergängliche Dinge im Leben, da ein Schatten mit der Sonne geht, Staub sich auflöst und ein Wind abebben kann. Diese Beispiele verdeutlichen Flüchtigkeit und zeigen damit auf, dass einige Dinge langsam vergehen, und dass andere auf den anderen Moment verschwinden. Eine weitere Metapher für die Vergänglichkeit bietet der Vers „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“ (V.13), der als Ausruf formuliert ist und somit die Bestürzung des lyrischen Ichs verdeutlicht. Im letzten Vers findet das lyrische Ich etwas anderes, das ewig weilt, was indirekt mit „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V.14) angeführt wird. Da, wie das lyrische Ich es heraus gestellt hat, alles Irdische vergänglich ist, muss das Überirdische, also etwas göttliches, ewig sein. Es kommt also zu dem Schluss, dass nichts was wir als Mensch auf der Welt kennen, ewig weilen wird und zieht daraus den Schluss, dass Gott das einzig ewige der Welt sei und dass niemand lebendes, je das Ewige sehen könne. Jedoch wird auch angeführt, dass dies kein Mensch betrachten wolle und drückt damit das Desinteresse der Menschen dem gegenüber aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Sonett die Thematik, dass alles Irdische vergänglich sei, im ersten Vers als These anführt, und dann zahlreiche metaphorische Beispiele dafür nennt. Dabei unterstützt das Alexandriner Metrum die wiederholend auftretende Gegenüberstellung von These und Antithese. Zudem wird deutlich, dass der Mensch sich in einem Kreislauf aus Zerstörung und Neuerschaffung befindet. Außerdem sind in den Quartetten umarmende Reime vorzufinden und in den Terzetten ein Schweifreim. Darüber hinaus wird er Standpunkt des lyrischen Ichs in Bezug auf die Vergänglichkeit deutlich, der sich als unzufrieden und klagend äußert. Zum Schluss wird angeführt, dass das einzig wahre Ewige Gott sei und dass die Menschen nicht in der Lage dazu seien das Ewige zu erkennen und zu schätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Sarah'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Analyse ist dir im Gesamten gut gelungen. Du hast viele beutende Aspekte mit eingebracht und sehr viel gut und richtig gedeutet. In der ersten Strophe fällt dabei besonders deine tiefgehende Deutung des Inhalts als sehr positiv auf. Sprachlich formulierst du deinen Text klar und gut verständlich. Jedoch solltest du an einigen Stellen dennoch auf deine Ausdrucksweise achten und deinen Inhalt besonders bei den letzten Strophen mehr auf die Vergänglichkeit als auf das Zerstören beziehen. In diesem Kontext könnten dir die Analyse der Sprache, die du hier leider etwas vernachlässigst, dazu helfen, die Dinge noch besser zu verdeutlichen. Jedoch hast du den Text auch ohne diesen Bezug schon gut verstanden, solltest ihn jedoch darum ergänzen.&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe setzt sich deine Arbeit ähnlich fort. Auch hier deutest du den Text wirklich gut und arbeitest inhaltlich nahezu alles heraus, könntest jedoch wesentlich mehr auf die Sprache eingehen, die den Inhalt noch einmal stützt. In deinem dritten Absatz hingegen, gehst du wesentlich mehr auf den zusammenhang von Inhalt und Sprache ein, sodass du hier höchstens in der 3. Strophe noch etwas mehr in die Tiefe gehen könntest. Zuletzt könntest du deinen Schluss etwas zusammenhängender formulieren, da er so etwas abgehackt wie eine To-Do-Liste wirkt. Die darin genannten Aspekte, die du als prägnant akzentuierst, hast du aber bereits richtig erkannt. Sprachlich insgesamt auch gut, Fehler sind im Text markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles eitel“,wurde 1637 von  Andreas Gryphius geschrieben und thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht hat vier Strophen. Strophe eins und zwei haben jeweils vier Verse, die Strophen drei und vier haben jeweils drei Verse. Das vorliegende Metrum ist ein sechs-hebiger Jambus ,das Reimschema, ein umarmender Reim zumindest in den Strophen eins und zwei, in den letzten beiden Strophen liegt jeweils ein Schweifreim vor. So wird klar, dass nach jeder Strophe ein Abschluss ist, da dieses Reimschema als Rahmen dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe dient als Einleitung, das Grundproblem, die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) wird dargelegt.  Durch das Personalpronomen „Du“ (V.1), wird der Leser angesprochen und so wird deutlich, dass es jeden betrifft, also dass alle Menschen unter der Eitelkeit die überall herrscht betroffen sind.Mit Hilfe der Repetitio „siehst“ (V.1) wird deutlich verstärkt, dass überall auf der Welt nur Eitelkeit zu finden ist (vgl. V.1).  Im weiteren Verlauf der Strophe wird klar gestellt, dass die Menschen gegeneinander arbeiten, da der eine „heute [etwas] baut“ (V.2), aber der andere es morgen wieder zerstört (vgl. V. 2). Durch diese Antithese, welche auf eine These folgt, wird die Zerstörung zu dieser Zeit klar, und der Bezug zum 30-jährigen Krieg wird klar. Außerdem wird so verdeutlicht, dass keinen Bestand hat. Darauf folgt eine weitere Antithese, da gesagt wird, dass dort „wo jetzund Städte stehn , […] eine Wiese sein [wird]“ (V.3), wieder eine Antithese, welche auf eine These folgt. Durch die Alliteration „Städte stehn“ (V. Ebd.) wird noch einmal verstärkt dargestellt, dass nichts für die Ewigkeit ist. Es folgt ein Enjabement , wodurch ein Zusammenhang deutlich wird, da dort die Rede von „Schäferskind[ern]“ (V.4) ist, welche auf der „Wiese“ (V.3) mit den Schafsherden spielt (vgl. V. 4), was ein Gefühl von Frieden ausstrahlt. Dadurch wird ein Kontrast zum Beginn der Strophe, da dort von Krieg und Zerstörung im Zusammenhang mit dem 30-jährigen Krieg die Rede ist (vgl. V.1f.), dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe ist von der Zerstörung, vor Allem in der Pflanzenwelt die Rede. &lt;br /&gt;
Beispielsweise schreibt Gryphius, „was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5). Er stellt außerdem durch „jetzund“ (V. 3,5) eine Verbindung zur vorherigen Strophe her. Auch durch die These und die darauffolgende Antithese „prächtig blüht, […] bald zertreten“ (V.5) und „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.6), wird ein eindeutiger Bezug zur ersten Strophe hergestellt.Vers 5 und 6 sind im Übrigen durch die Anapher „Was“ (V.5,6) verbunden. Das Gedicht wurde in der Epoche des Barrocks geschrieben, ein wichtiges Merkmal war damals das momento mori (lat.: sei dir des Todes bewusst), auch dies ist im fünften Vers vorhanden. Im nächsten Vers macht das lyrische Ich noch einmal klar, dass nichts Bestand hat sondern alles vergänglich ist (vgl. V.7). Der letzte Vers der Strophe steht wieder antithetisch zueinander, da zuerst die These aufgeführt wird „Jetzt lacht das Glück uns an“ (V.8) und dann die Gegenthese „bald donnern de Beschwerden“ (V. Ebd.). Damit schließt die zweite Strophe ab, allgemein kann man sagen, dass das lyrische Ich in den ersten beiden Strophen die Situation vorstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den letzten beiden Strophen, welche beide Terzette sind,  bewertet das lyrische Ich die Situation, welche es in den ersten beiden  Strophen beschrieben hat. Die dritte Strophe wird damit eingeleitet, dass das lyrische Ich die damalige Zeit bewertet. In der Epoche des Barocks gab es einige reiche Menschen, allerdings auch viel Armut. Mit der Aussage „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), spielt er auf diese Spanne an drückt der Autor eine gewisse Sehnsucht aus, dass der Ruhm in der Welt keine höhere Bedeutung haben sollte. Dies versucht das lyrische Ich mit dem nächsten Vers zu unterstützen, indem es eine rhetorische Frage anführt, mit welcher es auf die Leser eingeht. Mit der Metapher „Spiel der Zeit“ (V. 10) ist das Leben, der Mensch gemeint so wird also die Frage gestellt, wie denn der Mensch Bestand haben kann, in einer solchen zerstörerischen Welt. Der letzte Vers des Terzetts bringt eine Interjektion mit sich, „Ach“ (V. 11). Dieser Seufzer drückt die Unzufriedenheit und und die Traurigkeit des lyrischen Ichs aus. Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben (vgl. V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe ist ebenfalls ein Terzett, es beginnt mit der Aufzählung „Schatten, Staub und Wind“ (V.12). Dies alles sind negative Aspekte die Rückbezug auf den Krieg nehmen. Der „Schatten“ (V. 12)  ist eine Metapher für das Leben, Schatten kann immer, ganz plötzlich verschwinden und dann ist es so als wäre er nie dort gewesen. Genauso ist es laut des Autors mit dem Leben, es kann so schnell vorbei sein und dann ist es so, als wäre man niemals auf der Erde gewesen. Darauf kann man den Leitsatz „carpe diem“ (lat. Nutze den Tag; ebenfalls aus der Zeit des Barrocks) zurückführen, da jeder Tag der letzte sein könnte. Im nächsten Vers wird das Leben mit einer Blume verglichen (vgl. V. 12), welche auf einer Wiese mit vielen anderen ist. Man finde sie dann nicht wieder (vgl. V. 11), da dort noch so viele andere Blumen sind. Hervorgehoben wird dies noch mit der Anapher „Als“ (V.12,13), im Übrigen wird so auch ein Zusammenhang zwischen Vers  12 und 13 hergestellt. Der letzte Vers wird vom Autor genutzt, um seine Meinung mit den Lesern zu teilen. Er ist der Meinung, dass Niemand auf der Welt wirklich wahrgenommen hat, was auf der Welt wirklich ewig ist (vgl. V. 14). Mit der Alliteration „will, was“ (V. 14) wird seine Meinung ein letztes Mal betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor mit dem Gedicht, kritisch zu dieser Zeit Stellung nimmt und den Lesern seine Meinung mitteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback: Deine Analyse ist schon gut gelungen. Ich finde es sehr gut, dass du die historischen Ereignisse, also den 30- jährigen Krieg mit einbezogen hast. Außerdem hast du einige Merkmale eines Sonetts, Terzett und Quartett, erkannt und benannt. Dann finde ich es auch gut, dass du einige Aspekte des Vanitas- Gedankens (memento mori und carpe diem) in deine Analyse mit einbezogen hast. Was du noch verbessern musst sind einige Rechtschreibfehler und an manchen Stellen die Kommasetzung (z.B. zweiter Abschnitt, letzter Satz: Damit schließt die zweite Strophe ab, (hier fängt eigentlich ein neuer Satz an) zusammenfassend kann man sagen ...). Außerdem nennst du manchmal Aspekte, auf die du dann aber nicht mehr eingehst (z.B. vorletzter Abschnitt, letzter Satz: Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben). Auf die solltest du dann noch eingehen, da es sonst wie eine Zusammenfassung wirkt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Das vorliegende Naturgedicht „Es ist alles eitel“ wurde von Andreas Gryphius 1637 in der Epoche des Barocks verfasst und thematisiert das Sterben alles I rdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist ein Sonett, da die beiden ersten Strophen vierversig sind und die letzten beiden Strophen dreiversig sind. Das Reimschema lautet abba abba ccd eed. Somit liegt in den ersten beiden Strophen ein umarmender Reim vor und die letzten beiden beginnen mit einem Paarreim aber enden schließlich mit einem Schweifreim. Zudem ist das Metrum des Gedichts ein sechshebiger Jambus, demnach ein Alexandriner, mit weiblichen und männlichen Kadenzen.'&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn wird von dem lyrischen Ich die These aufgestellt: „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1).  Somit wird direkt einen Bezug zum Titel geschaffen, da „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) herrschen würde. Das Repetition „du siehst“ (ebd.) bestärkt zudem die Vergänglichkeit der Erde und somit allem Irdischen, stellt jedoch auch zugleich eine Ansprache an den Leser, um deutlich zu machen, dass die Situation unumgänglich ist. Hier wird zudem Bezug zum 30 jährigen Krieg genommen. In diesem Kontext ist jedoch „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) eine Hyperbel, welche verdeutlichen soll, welches Elend die Leute ausgesetzt waren und diese keinen Ausweg hatten. Weitergehend wird eine Antithese „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2) aufgestellt. Durch das Metrum, der sechshebige Jambus, werden die These und Antithese gegenübergestellt, was durch die Zäsur, also dem Einschnitt hervorgehoben wird. So wird verdeutlicht, dass nichts Bestand hat und all das was man sich aufgebaut hat am nächsten Tag nicht mehr da sein kann. Dies wird auch im darauffolgenden deutlich: „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Auch dieser Satz ist antithetisch. „Städte“ (ebd.) stehen jedoch hierbei metaphorisch für das Leben der Menschen, da sie dort ihren Wohnort haben, ihr zu Hause finden und ihre Existenz. Somit ist zu sagen, dass das Leben ebenfalls vergänglich ist. Untermauert wird dies durch die männlichen Kadenzen des Paarreims, da diese einen Schluss setzten und somit auch mit dem Tod assoziiert werden können. Der letzte Vers des ersten Quartetts steht jedoch im Kontrast zu den anderen Versen.'''(sehr guter Aspekt)''' Das „Schäferskind“ (V. 4)  bringt eine friedliche Stimmung herbei. Da dieses „wird spielen mit den Herden“ (V. 4) wird ein glücklicher Moment geschildert, welcher jedoch als Wunschvorstellung angesehen werden kann, da ein Kontrast zu den anderen Versen gesehen werden kann. Jedoch ist zu sagen, dass zur Zeiten des Krieges keine glückliche Zeit für die Menschen war. Somit sind auch noch die kleinsten schönen Momente im Leben vergänglich, da sie nicht von Ewigkeit sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des zweiten Quartetts wird die Nichtigkeit der Natur zum Vorschein gebracht: „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Somit ist dass harmonische Bild des Schäferskind zerstört, so sei alles vergänglich. Allerdings wird nicht nur ausgesagt, dass die Natur vergänglich sei, sondern auch der Mensch, was im darauffolgenden deutlich wird. So heißt es: „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Sowohl „pocht“ (ebd.) als auch „trotzt“ (ebd.) sind Merkmale des Menschen oder auch der Tiere. Beide Gruppen besitzen ein pochendes Herz und beide können Widerstand leisten. Damit diese Eigenschaften hervorgehoben werden, nutzt das lyrische Ich die Onomatopoesie von &amp;quot;pocht&amp;quot; (ebd.). Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) verkörpert somit den Todesgedanken aller Lebewesen die Knochen besitzen. Die Anapher „[w]as“ (ebd.) leitet die antithetischen Verse ein, was eine Verbindung zu den Versen schafft. Zuerst wird die Vergänglichkeit der Natur angesprochen und danach das Leben von Mensch und Tier, was verdeutlicht, dass fernab kein Leben existieren kann. Im nächsten Vers wird zudem erneut auf die Natur eingegangen, so sei „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zerstörbar.  Diese Naturalien galten jedoch zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar. Allerdings ist auffallend, das alles geschilderte Vergänglichkeit zum Ausdruck sei, so muss es auch mit unzerstörbar geglaubten Utensilien sein, da der Rhythmus des Jambus keine Änderung hervorruft. Somit herrscht im gesamten Sonett eine monotone Stimmung. Die Personifikation „lacht das Glück“ (V. 8) akzentuiert die Vorstellung, wie das Leben sein sollte. Jedoch ist diese Vorstellung direkt verworfen, da „bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Diese Synästhesie umfasst die Sinnesreize des Hören und Fühlen, was das Leiden der Menschen im Krieg unterstreichen soll. Das Personalpronomen „uns“ (V. 8) verallgemeinert zudem die Situation und stellt somit keine Unterscheidung an, was erneut die Aussichtslosigkeit des Krieges verdeutlicht.'''(sehr gute Erläuterung)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(eine kurze Zusammenfassung zu den ersten beiden Strophen könntest du noch hinzufügen, um später den Kontrast zu den anderen beiden Strophen herzustellen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Quartetten wird eine beschreibende Perspektive geschildert, da keine Bewertungen des lyrischen Ichs in den Kontext mit eingeflossen sind. Jedoch jetzt im Wechsel zu den Terzetten wird eine bewertende Haltung des lyrischen Ichs eingenommen. Dieser Perspektivwechsel wird vor allem durch die Interpunktionen am Ende der Verse deutlich, so wird neben einem Fragezeichen (vgl. V. 10) auch Ausrufezeichen (vgl. V. 13-14) verwendet. „Der hohe taten Ruhm“ (V. 9) ist erneut eine Wunschdenken, da zur Zeiten des Krieges viele Soldaten beispielsweise ihr Leben geopfert haben für andere. diese Taten sind ruhmvoll, allerdings sind auch diese vergänglich, da sie in Vergessenheit geraten.  Aus diesem Grund wird auch diese Vorstellung „wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was erneut antithetisch zu dem Beginn des Verses steht. Das „Spiel der Zeit“ (V. 10) verdeutlicht, dass das Leben im Krieg jeder Zeit zu Ende sein könnte. Allerdings ist die Zeit unendlich und der Mensch vergänglich, somit ist klar, dass dem menschlichen Leben jederzeit das Ende gesetzt sein kann. Da es sich um eine rhetorische Frage handelt, was durch die Interpunktion des Fragezeichens (vgl. V. 10), wird die Resignation des lyrischen Ichs kund gegeben.  Weitergehend wird die Resignation in der Interjektion „[a]ch“ (V. 11) und der Interpunktion des Ausrufezeichens (vgl. V. 11) fortgeführt. Somit ist „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) von keiner Bedeutung, da sowieso alles vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Terzett setzt mit einer Akkumulation ein: „ Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). All diese Dinge sind vergänglich und nicht von langer Dauer. Der „Schatten“ (ebd.) kann metaphorisch für die Schattenseiten des Lebens stehen, also für die schlechten Zeiten des Lebens und auch der „Staub“ (ebd.) nimmt Bezug zu Vers 6, was die zeitliche Begrenztheit des Lebens assoziiert. Auch der nächste Vers setzt mit „[a]ls“ (V. 13) ein. Diese Anapher verdeutlicht, dass eine weitere Nichtigkeit beschrieben wird. „[E]eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 13) bezieht sich auf die Natur, die zertreten wird (vgl.V. 5) und somit ist die kleinste Freude auch wieder verschwunden und somit vergänglich. Jedoch kann auch diese Wiesenblume auf das menschliche Leben übertragen werden, da auch das Leben heran wächst wie eine Blume und auf einen Schlag zu Ende sein kann.  Letztendlich kommt das lyrische Ich zu dem Erkenntnis: „Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!“ (V. 14).  Somit lässt sich nicht vom dem Menschen erfassen, was Ewigkeit besitzt. Aus diesem Grund müsse alles Irdische vergänglich sein und alles Überirdische wie beispielsweise die Seele des Menschen im Jenseits bestand haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend wird des Sonett von Antithesen durchzogen, welche die Vergänglichkeit in den Vordergrund stellt. Somit sei alles unzerstörbar. Auch das Metrum bewirkt, dass eine Aussichtslosigkeit der Situation vorliegt, da eine monotone Stimmung vorliegt. Letztendlich wird herausgestellt,  dass nichts menschliches die Ewigkeit erfassen kann, außer die Seele im jenseits. Im gesamten Gedicht wird die Zeit des 30 jährigen Krieges thematisiert, welche durch die Vergänglichkeit jeglichem Irdischen zum Ausdruck gebracht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''FB Alina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Janette, &lt;br /&gt;
ich finde du hast in deiner Gedichts Analyse viele wichtige Aspekte erkannt sowie erläutert. Dein Themasatz ist auch getroffenen sowie viele andere Aspekte in deiner Analyse. Zum Teil machst du noch viele Rechtschreibfehler oder vergisst einen Satz zu beenden bzw. durch einen Punkt zu trennen, denn dadurch das du manche Sätze mit einem Komma versiehst, ergibt dieser Satz keinen Sinn mehr oder es ist schwer ihm zu folgen. Die meisten Anmerkungen habe ich dir in deine Analyse geschrieben und hoffe das du diese verstehst und nachvollziehen kannst. &lt;br /&gt;
Deinen ersten Teil der Analyse finde ich besser als dein zweiter Teil, denn da fehlen dir wichtige Aspekte wie die Funktion des Reimschemas oder des Metrums. Aber auch viele wichtige Analyseaspekte hast du nicht oder falsch erkannt. Versuche eine Verbindung zwischen den ersten beiden und letzten beiden Strophen herzustellen. &lt;br /&gt;
Außerdem fehlt in deinem Schluss der Bezug zum Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles Eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius zur Zeit des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die Begrenztheit auf Erden sowie die Bedeutungslosigkeit des irdischen Lebens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe beschreibt Andreas Gryphius die Vernichtung sowie Zerstörung der Städte. In der zweiten Strophe befasst er sich mit dem Ereignis, dass hinzukommend auch das ganze Schöne auf Erden zerstört werde. In der dritten Strophe wird die Frage aufgeworfen wie ein Mensch solch ein Leben überhaupt bewältigen solle. Die vierte und letzte Strophe gibt auf diese Frage Auskunft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzt sich aus vier Strophen zusammen, von denen die ersten beiden aus jeweils vier Versen und die letzten beiden aus jeweils drei Versen bestehen. In dem vorliegenden Gedicht bilden die Verse in den ersten beiden Strophen das Reimschema abba, abba. Damit handelt es sich bei diesen zwei Strophen um einen umarmenden Reim. Die letzten beiden Strophen weisen das Reimschema ccd, eed auf, wobei es sich dabei um einen Schweifreim handelt. Das Metrum des Gedichts ist ein sechshebiger Jambus und es treten abwechselnd männliche sowie weibliche Kadenzen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe wird zunächst die These „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) aufgestellt. Dabei möchte das lyrische Ich den Leser durch die persönliche Ansprache „Du“ (ebd.) darauf aufmerksam machen, dass das ganze irdische Leben vergänglich sei und egal wo man hinschaue, die Vergänglichkeit nicht zu übersehen sei (vgl. V. 1). Somit wird im ersten Vers die Überschrift des Gedichts noch einmal aufgegriffen. In den darauffolgenden Versen wird die eben genannte These mit Beispielen belegt. In Bezug darauf beschreibt das lyrische Ich „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Um diese Aussage zu veranschaulichen nennt das lyrische Ich das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Diese beiden Verse sind antithetisch aufgebaut und machen deutlich, dass das Schöne auf der Erde nicht lange anhält sondern nach kurzer Zeit zerstört werden kann. In Vers zwei stehen sich die beiden Adverben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) antithetisch gegenüber und in Vers drei die Nomen „Städte“ (ebd.) und „Wiese“ (ebd.). Durch die Verben „bauen“ und „einreißen“ wird erneut die oben genannte Zerstörung hervorgehoben und eine Verbundenheit mit Krieg hervorgerufen. An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers naheliegend an. In diesem Vers ist zum wiederholten male die Rede von der Wiese, „auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). In diesem Vers wird durch die Metapher „Schäferskind“ (ebd.) eine friedliche Stimmung und somit eine Assoziierung mit Frieden herbeigeführt. Somit steht dies im Gegensatz zu der eben erwähnten Zerstörung im dritten Vers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichts leitet mit der Behauptung „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) erinnert an etwas was lebt und heranreift. Durch die Andeutung, dass es anschließend jedoch „zertreten“ (ebd.) wird, wird verdeutlicht, dass das Leben eines Menschen, eines Tieres oder einer Pflanze, beendet wird. Daher wird in diesem Vers die Vergänglichkeit des Lebens untermauert. Folgend beschreibt das lyrische Ich, dass das was jetzt noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sein wird. Durch das Verb „poch[en]“ (ebd.) wird deutlich, dass es sich bei dieser Aussage um Lebewesen handeln muss. Durch die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) wird noch einmal hervorgehoben, dass alles vergänglich ist und, dass das was heute noch so lebendig ist, trotzdem sterben wird. Sowohl der fünfte als auch der sechste Vers beginnt mit dem Pronomen „Was“ (V.5f.). Durch diese Anapher möchte das lyrische Ich die Wirkung dieser zwei Verse verstärken und dem Leser noch einmal verständlich machen, dass alles vergänglich ist. Diese Erkenntnis fasst das lyrische Ich mit der Aussage, dass „nichts ewig […] sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zusammen. In dieser Aussage wird sowohl durch die doppelte Verwertung als auch durch die Hyperbel „Erz […] [und] Marmorstein“ (ebd.) verdeutlicht, dass nichts ewig bestehend bleibt. Der letzte Vers dieser Strophe wird mit der Personifikation „lacht das Glück“ (V.8) eingeleitet. Dieses „Glück“ (ebd.) bleibt jedoch nicht lange erhalten, da es von „donnern[den] Beschwerden“ (V. 8) verdrängt wird. Durch die zweite Personifikation „donnern die Beschwerden“ (ebd.) wird eine Assoziierung mit Gewalt und Krieg herbeigeführt, da durch das Verb „donnern“ eine negative Stimmung hervorgerufen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9). Durch das Verb „muß“ (ebd.) wird die Notwendigkeit dieser Aussage verdeutlicht. Mit dieser Feststellung möchte das lyrische Ich die Bedeutungslosigkeit Menschlicher Taten und Handlungen hervorheben, da alles irdische vergänglich ist. Folgend wirft es die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10) auf. Die Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht für das Leben eines Menschen, welches wie jedes Spiel, irgendwann mal enden wird. Somit lässt sich diese Frage verneinen, da der Mensch nicht ewig sein kann und ebenfalls vergänglich ist. Der letzte Vers dieser Strophe wird durch die Interjektion „ach“ (V. 11) eingeleitet. Durch diesen Seufzer wird die Frage nach dem Sinn des Lebens eingeleitet. Außerdem wird dadurch die Verzweiflung über die Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit verdeutlicht. Daran anschließend nennt das lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Durch die Verwendung des Wortes „wir“ (ebd.) bezieht das lyrische Ich erneut die Leser mit ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Strophe gibt das lyrische Ich eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Diese wird durch die Anapher „als“ (V. 12f.) hervorgehoben. Die irdischen Bestandteile des Lebens eines Menschen, die „wir als köstlich achten“ (ebd.) vergleicht das lyrische Ich im 12 Vers als „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Durch die Aufzählung „Nichtigkeit […] Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) wird erneut eine unangenehme Stimmung hervorgehoben, weshalb sich dies wieder mal auf Krieg beziehen lässt. Dabei wird erneut deutlich, dass ebenfalls die irdischen Bestandteile eine zeitliche Begrenztheit haben und irgendwann vergänglich werden. Der vorletzte Vers leitet mit der Anapher „als“ (ebd.) den Vergleich des Lebens eines Menschen mit einer „Wiesenblum“ (V. 13) ein, welche man laut dem lyrischen Ich nicht „nicht wieder find´t“ (V. 13). Der spätere Verlust des menschlichen Lebens ist also so unbedeutsam wie eine einzelne Blume auf einer riesigen Blumenwiese. Das lyrische Ich beendet das Gedicht mit dem Fazit „Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten“ (V. 14). Das Fazit besagt, dass noch kein Mensch wirklich erkannt hat was für die Ewigkeit bestehen bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback Jan :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde deine Analyse gut gelungen Lara. Du bist auf sehr viele sprachliche Mittel eingegangen und an einigen Stellen merkt man, dass du diese gut verstanden hast. Außerdem haben deine Rechtschreibfehler seit den letzten Analysen beeindruckend abgenommen. Zu bemängeln habe ich nur, dass du einige Aspekte einfach auslässt und nicht weiter auf sie eingehst und ein paar Kleinigkeiten (hab ich dir markiert). Wenn du diese änderst und noch etwas mehr auf den Text eingehst, ein paar Stellen scheinst du noch nicht ganz verstanden zu haben, hast du eine sehr gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welches im Jahr 1637, in der Epoche des Barocks, verfasst wurde, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen und historisch gesehen die Zerstörungen, die aus dem 30- jährigen Krieg resultierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Es ist alles eitel“ verweist auf das Thema des Gedichts, dass alles vergänglich ist und irgendwann nicht mehr existieren wird. Das Pronomen „alles“ (ebd.) steht verallgemeinernd dafür, dass jedes Lebewesen, jeder Gegenstand, aber auch bestimmte Situationen nicht ewig sind und irgendwann nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in insgesamt vier Strophen eingeteilt sind. Die ersten beiden Strophen bestehen jeweils aus vier Versen, werden somit jeweils als Quartett bezeichnet, und die letzten beiden jeweils aus drei Versen und werden somit jeweils als Terzett bezeichnet. Als Versmaß ist durchgängig ein sechshebiger Jambus vorzufinden, was ein Merkmal der literarischen Epoche des Barocks war und als Alexandriner bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit dem Personalpronomen „Du“ (V.1), was einen Bezug zum Leser herstellt, ihn also direkt anspricht bzw. ihn direkt mit einbezieht. Die Repetitio „siehst“ (V.1) betont, dass die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) nicht zu übersehen ist. Die „Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) bezieht sich auf den Titel des Gedichts und deutet auf die Vergänglichkeit des Lebens hin. Die Tatsache, dass die Vergänglichkeit des Lebens, also das Sterben, das Leid und die Tode, nicht zu übersehen ist, bringt gleichzeitig eine Klage über die derzeitigen Ereignisse, den 30- jährigen Krieg, mit sich. Im nächsten Vers ist davon die Rede, dass das, was heute gebaut werde, morgen wieder zerstört sei (vgl. V. 2). Die Adverbien „heute“ (V. 2) und „morgen“ (V. 2)und die Verben bauen (vgl. V. 2) und einreißen (vgl. V. 2) stehen sich antithetisch gegenüber und verdeutlichen, dass der derzeitige Zustand nicht von Dauer ist und am nächsten Tag oder sogar schon in den nächsten Stunden alles anders sein kann. In dem Zusammenhang ist es der Krieg, der für die Zerstörung sorgt. Eine weitere Antithese ist im nächsten Vers zu finden. „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3), verdeutlicht wieder die Zerstörung der Dinge des derzeitigen Zustands und die Veränderung, die im zukünftigen Zustand herrscht. Die „Wiese“ (ebd.), kann man als ein Symbol für Frieden interpretieren, da es in Städten meistens laut und hektisch ist und auf Wiesen bzw. in der Natur eher Ruhe herrscht.&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe setzt zunächst mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) kann man so interpretieren, dass etwas, sei es ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze, gedeiht und lebt. Dadurch, dass es „zertreten [wird]“ (ebd.), wird das Leben beendet. Somit wird metaphorisch die Vergänglichkeit des Lebens dargestellt. Im nächsten Vers wird antithetisch dargestellt, dass „was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Das Verb „pochen“ (ebd.) steht metaphorisch für einen Herzschlag, also für etwas lebendiges. Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) steht für den Tod. Mittels dieser Antithese wird wieder deutlich gemacht, dass das Leben nicht ewig ist und es „morgen“ (ebd.) vorbei sein könnte. Darauf eingehend ist davon die Rede, dass „Nichts […] ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7). Die Aufzählung „kein Erz, kein Marmorstein“ (ebd.) betont, dass „nichts“ (ebd.), selbst beständige Gesteine wie Erz und Marmor, für immer existieren werden. Im letzten Vers veranschaulicht die Personifikation 'das lachende Glück' (vgl. V. 8), dass, in diesem Zusammenhang gesehen, die Zeiten vor dem Krieg mit besseren Erinnerungen in Verbindung gebracht werden und man Vorstellungen hat, dass das Leben ohne das Leid, das der Krieg mit sich bringt, bessere wäre. Als Folge würden „bald […] die Beschwerden [donnern]“ (V. 8), was den Unmut und das Verlangen nach Frieden betont. &lt;br /&gt;
Zum Reimschema der ersten beiden Strophen kann man sagen, dass es sich bei beiden jeweils um einen umarmenden Reim handelt. &lt;br /&gt;
Die dritte Strophe wird sozusagen mit dem Appell „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehen“ (V. 9) eingeleitet. Es wird betont, dass Rum nicht das wichtigste im Leben ist, da er schnell wieder vergehen kann. Die darauf folgende rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehen?“ (V. 10) stellt mittels der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.), was für die Lebenszeit steht, dar, dass diese für den Menschen begrenzt ist. Die Interjektion „Ach“ (V. 11) betont die Zweifel, die beim lyrischen Ich aufkommen. Es fragt anschließend „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Dadurch wird deutlich, dass nicht die wichtigen Dinge im Leben, wie z.B. der Ruhm, geschätzt werden sollten, da diese ja vergänglich sind und eigentlich keinen Wert haben. &lt;br /&gt;
Ein Enjambement verbindet schließlich die dritte mit der letzten Strophe, in der weiter auf die Frage eingegangen wird. Hier wird betont, dass das, was man als wichtig erachtet nichts „als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 12f.) sei. Die „Nichtigkeit“ (ebd.), also die Irrelevanz der Dinge, die man vermeidlich als wichtig empfindet, wird durch die Akkumulation „Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) betont. Ein Schatten ist vom Sonnenstand abhängig, Staub kann so klein sein, dass man ihn gar nicht bemerkt und der Wind weht nicht konstant. Auch die Veranschaulichung durch die „Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (ebd.) betont auch die Irrelevanz. Denn eine bestimmte Blume kann man auf einer Wiese mit tausend anderen Blumen nur schwierig wiederfinden. Im letzten Vers beklagt sich das lyrische Ich, dass das, „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten [will]“ (V. 14). Die meisten Menschen erkennen also noch nicht, was zu den wichtigen Dingen im Leben gehört und dass an zu vielen unnötigen Dingen, wie z.B. Krieg, festgehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in dem Gedicht durch Antithesen und Metaphern die Vergänglichkeit alles Irdischen verdeutlicht wird. Anschließend wird die Frage gestellt, ob das, was der Mensch als wichtig betrachtet, z.B. Krieg zu führen und zu gewinnen, die Mühe wert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback von Maike:&lt;br /&gt;
Liebe Christine, ich finde deine Analyse ist die gut gelungen. An manchen Stellen könntest du noch etwas näher auf das eingehen, was du sagst. Deine Sprache ist beeindruckend, du hast einen tollen Wortschatz.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Gryphius</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius"/>
				<updated>2018-11-11T21:59:00Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse eines Gedichtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbereitung:&lt;br /&gt;
mehrmaliges Lesen und Bearbeiten des Textes (Wichtiges markieren, notieren, gliedern, usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Einleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Themasatz: Textart (Natur-, Liebes-, politisches Gedicht, usw.), Titel, Dichter, ev. Entstehungszeit, Epoche; Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hauptteil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltliche, formale und sprachliche Analyse&lt;br /&gt;
•	Gliederung in Sinnabschnitte, deren Funktionen&lt;br /&gt;
•	Darstellung und Deutung exemplarischer Textstellen inhaltlich (Was wird aus-gesagt und was bedeutet das?), sprachlich (Wie wird es ausgesagt  und was bedeutet das? - sprachliche Mittel) und formal (Strophen, Reimschema, Metrum, Interpunktion, Enjambement, Wortwahl, usw.)&lt;br /&gt;
•	Wechselbeziehungen zwischen Inhalt, Sprache und Form &lt;br /&gt;
•	eventuell Berücksichtigung des gesellschaftlich-historischen, biografischen, usw. Kontextes, der Position und Perspektive des lyrischen Ich&lt;br /&gt;
•	korrekte Zitierweise&lt;br /&gt;
•	Textintentionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Schluss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Zusammenfassung der wesentlichen Analyseergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett &amp;quot;Es ist alles eitel&amp;quot; geschrieben von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1637 zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus vier Strophen, wobei die ersten zwei Strophen vier Verse enthalten und die letzten zwei drei Verse. Die ersten beiden Strophen sind als umarmender Reim aufgebaut und die letzten Beiden beginnen jeweils als Paarreim, wobei der dritte Vers eine Verbindung zur jeweils anderen Strophe schafft. Außerdem enthält das Gedicht einen sechshebigen Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett beginnt im ersten Vers mit einer Art Einleitung, indem das Thema der Vergänglichkeit, hier &amp;quot;Eitelkeit&amp;quot;(V.1) genannt, direkt angesprochen wird und ein Bezug zur Überschrift geschaffen wird. Mit der Repetitio des Wortes &amp;quot;[sehen]&amp;quot;(V.1) verdeutlicht das lyrische Ich, dass man, egal wohin man sieht, nichts ewiges finden kann. Man findet lediglich &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(V.1). Die Verwendung des Substantivs &amp;quot;Erden&amp;quot;(ebd.) spezifiziert den Raum in dem man nur Vergängliches sieht. Durch diese Spezifizierung macht das lyrische Ich erkennbar, dass es sich nur um Irdisches Handelt. Er impliziert so direkt zu Beginn des Gedichts, dass sich Ewiges im Übernatürlichen bzw. Göttlichen finden lässt. Im Folgenden ist das Gedicht sehr von Antithesen geprägt. In Vers zwei stehen die beiden Verben &amp;quot;[reisen]&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;[bauen]&amp;quot;(V.2) direkt hintereinander und sind lediglich von einem Spiegelstrich getrennt. Durch diesen Chiasmus wird die Differenz zwischen dem &amp;quot;heute&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;morgen&amp;quot;(V.2) untermauert und somit des lyrischen Ich's These, die Erde sei vergänglich, unterstützt. Auch Vers 3, der als Anapher eine Verbindung zu Vers 2 schafft, da sie beide Beispiele für Vergänglichkeit liefern, besteht aus einer Antithese. Hier wird aufgezeigt, dass aus &amp;quot;Städten&amp;quot;(V.3), die heute existieren in Zukunft &amp;quot;Wiesen&amp;quot;(V.3) werden können. Das Wort &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.3) begegnet einem folgend häufiger und beschreibt immer den Gegenwartszustand. Durch den vierten Vers wird noch einmal der Unterschied zwischen verschieden Zeiten hervorgebracht, indem &amp;quot;ein Schäferskind&amp;quot;(V.4), das &amp;quot;mit den Herden&amp;quot;(V.4) spielt, den &amp;quot;Städten&amp;quot;(ebd.) gegenübergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ersten Vers der zweiten Strophe wird die Vergänglichkeit der Pflanzen angesprochen. Diese blühen noch in der Gegenwart, was wieder von &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.5) signalisiert wird. Dass diese zertreten werden &amp;quot;sol[len]&amp;quot;(V.5) zeigt, dass diese in keinem Fall ewig bleiben. Im nächsten Vers wird die Vergänglichkeit des Menschen erläutert. Dies ist an der Metapher &amp;quot;pocht und trotzt&amp;quot;(V.6) erkennbar, da diese zum einen für das pochende Herz des Menschen steht, dem Menschen aber auch die Fähigkeit zuspricht zu trotzen, sodass die Annahme, ein Tier könnte gemeint sein, verworfen werden kann. Mit &amp;quot;Asch vnd Bein&amp;quot;(V.6) ist das, gemeint, was vom Körper nach dem Tod noch übrig bleibt gemeint. Das lyrische Ich kommt also zu dem Schluss dass der Mensch ebenso vergänglich ist wie alles andere und sich in der Hinsicht nicht von anderen Lebewesen oder Artefakten unterscheidet. Dass, &amp;quot;Nichts&amp;quot;(V.7) ewig ist, belegt er in Vers drei, indem er sagt das &amp;quot;kein Ertz / kein Marmorstein&amp;quot;(V.7), also nicht mal Gestein, von dem man eigentlich annehmen kann, dass es schwer kaputt geht, ewig sein kann. Das lyrische Ich geht in Strophe Zwei klimatisch vor indem er sich von den Pflanzen zum Menschen bis hin zum Gestein immer weiter steigert, und seine Vergänglichkeit erläutert. Es führt dabei, das wovon man eigentlich denkt es sei am standhaftesten, Gestein, als letztes an und das, wovon man denkt es am leichtesten zu entbehren, Pflanzen, an erster Stelle an. So zeigt ess auf dass, zwischen den verschiedenen Beispielen kein Unterschied, bezogen auf die Vergänglichkeit, herrscht. Im letzten Vers bezieht sich das lyrische ich schlussendlich auf das &amp;quot;Glück&amp;quot;(V.8). Antithetisch dazu verfasst es, dass auf dieses &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(Z.8) folgen. Dies lässt ein recht negatives Menschen - und Weltbild erkennen, da das lyrische Ich annimmt, dass Glück nicht ewig ist und Trauer folgen muss. Auf der anderen Seite lässt sich sagen, dass dies eine recht realistische Einschätzung des Lebens ist, die einen auf Schwierigkeiten vorbereiten könnte. Durch die Metapher &amp;quot;donnern&amp;quot;(V.8) verstärkt das lyrische Ich die Extremität des Wandels von &amp;quot;Glück&amp;quot;(ebd.) zu &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe und somit das erste Terzett beginnt mit der Anführung einer weiteren vergänglichen Sache: der &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(V.9). Dieser vergehe &amp;quot;wie ein Traum&amp;quot;(V.9). Das lyrische Ich möchte, wie im Rest seines Textes, jedoch besonders an dieser Stelle, an die Menschen appellieren, sich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(ebd.), oder Ehre, ist etwas das der Mensch oft anstrebt, aus falschen Intentionen. Der Lyriker möchte den Menschen so davon abhalten. Im zweiten Vers stellt das lyrische ich eine rhetorische Frage, indem es das Leben metaphorisch als &amp;quot;Spiel der Zeit&amp;quot;(V.10) benennt. Durch die vorherige Erklärung einiger Beispiele, die vergänglich sind, lässt sich die Frage verneinen. Der Mensch kann also nicht ewig sein. Das Adjektiv &amp;quot;leicht&amp;quot;(Z.10), welches den Menschen beschreibt, lässt sich auf Vers sieben beziehen, in dem von Gestein, welches nicht ewig ist, die Rede ist. Also schlussfolgert das lyrische Ich, dass wenn nicht einmal Gestein ewig sein kann, auch der &amp;quot;leichte Mensch&amp;quot;(V.10) nicht ewig sein kann. Im letzten Vers zeigt das lyrische Ich die Irrelevanz des Vergänglichen auf. Die Interjektion &amp;quot;Ach!&amp;quot;(V.11) untermauert die Verachtung, die das lyrische Ich bei den zuvor genannten Beispielen empfindet. Die Sachen, die der Mensch als, metaphorisch gemeint, &amp;quot;köstlich&amp;quot;(V.11), also gut, betrachtet, sind nicht ewig und somit nicht der großen Aufmerksamkeit würdig. Der Appell, den das lyrische Ich versucht zu verdeutlichen, wird an dieser Stelle nochmal besonders deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe beginnt mit einer Aufzählung von Symbolen, die für die Vergänglichkeit stehen. Durch das Substantiv &amp;quot;Nichtigkeit&amp;quot;(V.12), wird nochmal die unwichtige Rolle des Vergänglichen untermauert. &amp;quot;Schatten&amp;quot;(V.12) ist ebenfalls nicht dauerhaft, sondern entsteht nur dann wenn es auch Sonnen gibt. Metaphorisch steht der &amp;quot;Schatten&amp;quot;(ebd.) auch für schlechte Zeiten, die ebenso nicht dauerhaft sind. &amp;quot;Staub vnd Wind&amp;quot;(V.12) sind beides vergängliche Zustände. Der Staub kann sehr schnell verfliegen und auch Wind kommt und geht. Um zu verdeutlichen, dass alles Irdische vergänglich ist und keine dieser Sachen eine besonders wichtig sind, da sie eine vergängliche Sache von vielen sind, verwendet das lyrische ich die Metapher einer &amp;quot;Wiesen - Blum / die man nicht wider fndt&amp;quot;. Hier lässt sich auch ein Appell herausstellen, da das lyrische Ich den Menschen dazu aufruft, sich nicht zu sehr mit diesen Dingen zu beschäftigen, weil man sie sowieso &amp;quot;nicht wider find't&amp;quot;(V.13). Im letzten Vers stellt das lyrische Ich heraus, dass &amp;quot;was ewig ist kein einig Mensch betrachten&amp;quot;(V.14) kann. Also hat der Mensch momentan gar nicht die Möglichkeit etwas ewiges zu sehen. Durch das temporale Adverb &amp;quot;Noch&amp;quot;(V.14) wird manifestiert, dass jetzt zwar die Möglichkeiten ewiges zu sehen noch nicht gegeben sind, dies aber in Zukunft der Fall sein kann. Mit der Zukunft ist der Tod gemeint, in dem der Mensch, nach christlich- abendländischer Vorstellung, auf Gott trifft. Somit lässt sich sagen, das Gott oder das Göttliche, das einzige ist, was für das lyrische Ich ewig ist. Diese Vorstellung lässt sich auch mit dem ersten Vers verknüpfen, in dem nur von &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(ebd.) die Rede ist. Die Vorstellung von Gott als ewig unterstützt somit die Aussage, dass alles Irdische vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett lässt sich außerdem mit seiner Epoche, der Barock, in der es geschrieben wurde verknüpfen. Zu dieser Zeit herrschte der 30. Jährige Krieg, was große Armut verursachte. Außerdem herrschte eine große Differenz zwischen Arm und Reich. Gryphius Gedicht, kann somit also als Stück verwendet werden, dass den Menschen Hoffnung macht. Dadurch, dass er sagt, dass niemand für immer in seinem jetzigen Zustand ist klingt er die Vorstellung einer gerechten Zukunft an. Zudem greift das Gedicht mit dem Thema der Vergänglichkeit und der Erinnerung daran, dass auch der Mensch vergänglich ist und sterben kann, einen der drei zentralen Leitgedanken des Barocks, den Memento Mori, auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich mit dem Sonett, dem Menschen vor Augen führt, dass alles Irdische vergänglich ist. Das einzige, das ewig währt, sei das Göttliche. Sprachlich formal wird dies durch zahlreiche Antithesen und Metaphern unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Anne, meiner Meinung nach ist dir deine Analyse sehr gut gelungen. Du hast viele richtige Analyseaspekte in deine Analyse eingebracht und diese nachvollziehbar gedeutet. Deine Einleitung beinhaltet alle wichtigen Aspekte und dein Themasatz ist dir ebenfalls gut gelungen. Jedoch könntest du die Form des Gedichtes, also das Reimschema, das Metrum etc. mit in deine Analyse einfließen lassen und nicht nur am Anfang nennen. Außerdem könntest du auf manche Sachen, wie zum Beispiel in der ersten Strophe, dass aus Städten Wiesen werden, noch näher eingehen. Die Herausstellung des antithetischen Aufbaus in den ersten beiden Strophen finde ich sehr gut. Auch das du am Ende deiner Analyse noch einmal zusammenfasst was das Gedicht dem Leser vor Augen führt ist dir gut gelungen. Ein paar Kleinigkeiten die du noch verbessern solltest, habe ich in deiner Analyse markiert. Ansonsten eine sehr gelungene Analyse!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett „Es ist alles Eitel“ wurde von Andreas Gryphius im Jahre 1637 in der Literaturepoche des Barocks verfasst. Thematisch befasst sich das Gedicht mit der Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in vier Strophen aufgeteilt sind. Dabei beinhalten zwei Strophen vier Verse und die letzten beiden Strophen drei Verse. Der Aufbau weist daher auf ein typisches Sonett hin, da es zwei Quartette sowie zwei Terzette enthält. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus. Die beiden ersten Strophen bestehen aus einem umarmenden Reim (abba, abba) während die beiden letzten einen Schweifreim (ccd,eed) bilden. Die Kadenzen passen sich dabei dem Reimschema an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die Überschrift „Es ist alles Eitel“ zeugt von der resignativen Stimmung des lyrischen Ichs, da nichts auf der Welt von ewigem Bestand ist. Dabei akzentuiert das unbestimmte Numeral „alles“ die prekäre Lage.&lt;br /&gt;
Die erste Strophe knüpft an die Überschrift an, indem das lyrische Ich den Leser mit direkter Ansprache darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich ist (vgl. V.1). Das Adverb „nur“ (ebd.) verdeutlicht den hoffnungslosen und klagenden Grundton des lyrischen Ich aufgrund der Allgegenwärtigkeit der Vergänglichkeit. Diese resignative Stimmung lässt sich in Verbindung zu dem 30-jährigen Krieg setzen, welcher zu Zeiten des Gedichtes schon 25 Jahre herrschte und Deutschland komplett zerstört hat. Die darauffolgenden drei Verse beschäftigen sich konkret mit dem Verfall und Zerstörung der Städte. So heißt es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Auffällig ist, dass die Gegenwart und Zukunft in antithetischer Verbindung stehen, wodurch untermauert wird, dass das Schöne nur kurzen Bestand hat beziehungsweise später keine Bedeutung mehr erlangt, da alles Irdische vergänglich ist. Ebenso stehen die Verben „bauen“ (ebd.) und „einreißen“ (ebd.) gegensätzlich zueinander. Durch das demolieren der Städte wird konkret auf den Krieg angespielt, wodurch zum Ausdruck kommt, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, dass die Menschen selbst für ihre Vergänglichkeit bzw. der ihrer Bauwerke verantwortlich sind. Des Weiteren verdeutlichen die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.) die Generalisierung der Ereignisse in Europa. Die Antithetik zwischen Gegenwart und Zukunft wird im dritten Vers fortgesetzt, in welchem es heißt „Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3), wodurch untermauert wird, dass die Natur ihren Platz zurückerobert. Auffällig ist hier, dass ein Rückschritt beschrieben wird. Die „Wiese“ (ebd.) steht dabei für die Natur und durch ihre grüne Farbe für Hoffnung und symbolisch für das Gedeihen neuen Lebens. Diese Idylle wird in dem darauffolgenden vierten Vers fortgesetzt, indem es heißt „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4), was den Wunsch nach Frieden verdeutlicht. Die grundsätzlich antithetische Struktur des Textes wird durch das Versmaß untermauert. Bei diesem handelt es sich um den Barock typischen Alexandriner, welcher durch eine Mittelzäsur getrennt ist und die Gegensätze voneinander schneidet. Der monotone Rhytmus des Gedichtes hebt die resignative Stimmung des lyrischen Ichs hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe wird von der Antithese „Was itz und prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5) eingeleitet. Dies hebt die Vergänglichkeit der Natur, mitsamt der blühenden Pflanzen hervor. So heißt es weiter „Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein“ (ebd.). Das „poch[en]“ (ebd.) steht hier metaphorisch für den Herzschlag eines Lebewesens. Die Anapher „Was itz“ (V.5+6) untermauert, dass die Natur und die Lebewesen eine gleiche Gewichtung in der Rolle ihrer Vergänglichkeit haben. Dies wird durch den darauffolgenden Vers unterstützt, in dem mit einer verdoppelten Verneinung nichts als ewig bestehend erklärt wird und soll Klarheit über die Vergänglichkeit alles Irdischen verschaffen (vgl. V. 7). Die Vergänglichkeit wird durch die Akkumulation „kein Erz, kein Mamorstein“ (ebd.) unterstützt, da diese zu Zeiten des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten.  Der letzte Vers der zweiten Strophe wird mit einer Personifikation des Glückes eingeleitet (was bedeutet das?). Antithetisch wird dem Glück eine Synästhesie aus &amp;quot;donnernden Beschwerden&amp;quot; (V.8) gegenübergestellt. Dabei werden zwei unterschiedliche Sinneseindrücke (donnernd = hören, Beschwerden = fühlen) miteinander in Verbindung gesetzt, um das Leid zu verdeutlichen. Des Weiteren bekräftigt diese weitere Personifikation die Assoziation mit dem Krieg, da das Verb „donnern“ mit Waffen in Verbindung gebracht werden kann, welche ebenfalls zur Zerstörung beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Betrachtung der beiden ersten Strophen ist deren klimaxartigen Aufbau auffallend. In der ersten Strophe wird ausschließlich die Vergänglichkeit materieller Güter beschrieben, währenddessen die zweite Strophe die Nichtigkeit der Lebewesen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn der dritten Strophe wird der sonettypische, inhaltliche Bruch eingeleitet, da die ersten beiden Strophen eher aus einer beschreibenden Position stammen und in der dritten und vierten Strophe zu einem bewertenden Standpunkt wechseln, was durch das Fragezeichen in Vers 10 und dem Ausrufezeichen in  Vers 13 akzentuiert wird. Inhaltlich befasst sich die erste Terzette mit der Frage was das Leben ist und wie die Menschheit es bewältigt. So heißt es in Vers neun „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9). Dies hebt hervor, dass selbst Reichtum und hochgeschätzte Werte der Vergänglichkeit unterliegen. So wird dem Leser in Vers 10 eine rhetorische Frage gestellt „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“ (V.10), um dem Leser zu verdeutlichen, dass ein Kampf gegen die Vergänglichkeit sinnlos erscheint. Der elfte Vers wird durch den Ausruf der Verzweiflung „Ach!“ (V.11) eingeleitet wodurch deutlich wird, dass das lyrische Ich über die Erkenntnis der Vergänglichkeit verzweifelt ist, da der Mensch keine Gewalt über das Leben hat. Auffällig ist hier, dass die dritte Strophe mit der vierten durch ein Enjambement verbunden ist, da die letzte Strophe konkrete Antworten auf die Frage des Lebens gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird das Leben akkumulierend „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12) definiert. Dabei stehen „Schatten, Staub und Wind (ebd.) für kurzlebige Synonyme, welche die Vergänglichkeit des Lebens akzentuieren. Ein weiterer Vergleich stellt Vers 13 dar, in welchem es heißt „Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind´t“(V.13). Dabei steht die „Wiesenblum“ (ebd.) metaphorisch für das Leben eines einzelnen Menschen, da auf einer Wiese eine einzelne Blume so unbedeutsam wie das Leben eines Menschen und dessen Vergänglichkeit ist. Der letzte Vers des Sonnets „Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) stellt das Fazit des lyrischen Ichs dar. Dieses ist der Auffassung, dass noch kein Mensch betrachtet hat was für die Ewigkeit besteht. Das Adverb „noch“ (ebd.) gibt jedoch Hoffnung, dass sich in der Zukunft noch ändern und sich der Mensch dem Ewigen zuwenden könnte. Das sogenannte Ewige ist der Glaube an Gott, welchen die Menschen in der Zeit des Barocks durch den 30-jährigen Krieg verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich sagen, dass der Text den Leser dazu bringen soll sich auf das Wesentliche, das Leben nach dem Tod, zu konzentrieren. Die Auffassung des lyrischen Ich, dass alles Irdische Vergänglich ist, wird durch zahlreiche Antithesen, Metaphern und Personifikationen geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kommentar von Lorena:'' Hallo Carina, ich finde deine Analyse wie immer sehr gelungen. Du bist auf die wichtigen Textstellen eingegangen, hast sie nachvollziehbar gedeutet und auch in Zusammenhang mit dem historischen Kontext gebracht. Alles in allem war das was du analysiert hast prima und besonders die Auswertung der stilistischen Mittel ist sehr detailliert und lobenswert. Allerdings solltest du dir angewöhnen auf für Gedichte formalen Mittel einzugehen und diese zu erläutern (beispielsweise Funktion des Metrums, Bedeutung der Kadenzen, Zäsuren etc.). Ansonsten habe ich nur zwei kleine Anmerkungen und eine Textstelle bei der ich mir selbst nicht sicher bin ob man das so schreiben kann (vgl. Kommentare im Text). Ansonsten aber eine gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorena==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahr 1637, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Barock. Thematisiert wird die Vergänglichkeit des Irdischen. Inhaltlich handelt das Gedicht von der Zerstörung des 30-jährigen Krieges und den Folgen der Zerstörung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst 14 Strophen und ist in der Form eines Sonettes gegliedert. Als Reimschema liegen in den Quartetten umschließende Reime vor, während die Terzette durch Paarreime gekennzeichnet werden. Als Metrum liegen durchgehend sechs-hebige Jamben vor, die 12 bis 13 Silben beinhalten und durch eine Mittelzäsur geteilt werden vor. Es liegen sowohl stumpfe als auch klingende Kadenzen vor, die sich dem Reimschema des Gedichtes anpassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) ein. Die „Eitelkeit“ (ebd.), die bereits im Titel des Gedichtes Erwähnung findet, ist in diesem Fall als veraltetes Synonym für Vergänglichkeit zu verstehen. Der Inhalt des Verses spiegelt die Situation in der Entstehungszeit des Gedichtes wieder. Das Gedicht ist während des 30-jährigen Krieges entstanden, in welchem viele Städte und Gebiete zerstört wurden und in dem die Lebensbedingungen der Menschen sehr schlecht waren. Das lyrische Ich beschreibt, dass egal wohin man sich wendet, überall nur Vergänglichkeit zu sehen ist. Die Repetitio der Formulierung „du siehst“ (ebd.) veranschaulicht die allgemeine Gültigkeit der Aussage des Lyrischen Ichs. Generell lässt bereits der erste Vers des Gedichtes eine resignative Stimmung erschließen, da der Krieg in dieser Zeit für die Bevölkerung sehr belastend war. Dies wird ebenfalls durch die antithetische Struktur der nächsten Verse verstärkt. Das Lyrische Ich beschreibt „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Auffällig sind neben der Kontrastierung zwischen den Zeitangaben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.), auch die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.), welche auf jede Person zu beziehen sind und die Aussage somit verallgemeinern. Auch hier wird wieder die Situation während des Krieges in Bezug auf die Vergänglichkeit aufgegriffen. Was die Menschen an einem Tag bauen oder bereits vor geraumer Zeit gebaut haben, kann am nächsten Tag schlagartig zerstört werden. Im folgenden Vers veranschaulicht das Lyrische Ich die Aussage durch das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Das Beispiel ist durch das Reimschema formal mit dem vorhergehenen Vers verbunden und verdeutlicht zum einen die Vergänglichkeit, zum anderen aber auch ein Anzeichen für die Zerstörung während des Krieges. Die antithetische Struktur, die in den ersten drei Versen des Textes verwendet wird, wird durch das Versmaß verstärkt. Als Versmaß liegen Alexandriner vor, die durch eine Mittelzäsur geteilt werden. Der monotone Rhythmus des Alexandriners verstärkt die ohnehin resignative Stimmung des Gedichtes, während die Mittelzäsur die genannten Gegensätze voneinander separieren. Diese Trennung wird formal durch ein Komma verbildlicht und somit hervorgehoben.  An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers unmittelbar an. Es ist erneut die Rede von der Wiese „[a]uf der ein Schäfers-Kind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Die Metapher des „Schäfers-Kind“ (ebd.) auf einer Wiese, verdeutlicht die Sehnsucht nach der friedlichen Zeit, wie sie vor dem Krieg war, und wiederholt die Vergänglichkeit bzw. die Nichtigkeit des vom Menschen Erschaffenen. Auffällig ist, dass in diesem Vers, nicht wie in den übrigen, die Mittelzäsur durch ein Komma dargestellt wird. Der Vers wirkt somit trostlos, was durch die stumpfe Kadenz am Versende verstärkt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichtes setzt mit der Feststellung „[w]as jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Erneut ist die Kontrastierung zwischen dem gegenwertigen Zustand und dem zukünftigen Geschehen zu erkennen, somit wird neben der allgemeinen Vergänglichkeit des Irdischen insbesondere die Vergänglichkeit der Natur hervorgehoben. Die antithetische Darstellung wird wiederholt durch eine Mittelzäsur und das Komma formal getrennt, was die Kontrastierung des Inhalts innerhalb des Verses veranschaulicht. Das Adverb „jetzund“, welches zuletzt im 18. und 19. Jahrhundert verwendet wurde, verdeutlicht das Alter des Gedichtes und bestätigt, neben der Sonett-Form und der Verwendung des Alexandriners, dass das Gedicht aus der Epoche des Barock stammt, da dies typische Merkmale für diese Literaturepoche sind. Im zweiten Vers der Strophe „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) wird wiederrum die antithetische Struktur des Gedichtes aufgeführt. Die Verben „poch[en]“ (ebd.) und „trotz[en]“ (ebd.) charakterisieren ein lebendiges Wesen. Das Verb „poch[en]“ (ebd.) beschreibt den Herzschlag eines Lebewesens, während „trotz[en]“ (ebd.) als Abwehrhaltung für herannahende Gefahren verstanden wird, die die Existenz des Lebewesens gefährden. Im weiteren Verlauf des Verses wird allerdings auch wider die Nichtigkeit dargestellt, wenn es in Bezug auf das Lebewesen heißt es, es sei „morgen Asch und Bein“ (V. 6). Die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) steht metaphorisch für den Tod des Lebewesens und verbildlicht somit die Vergänglichkeit des Lebens. Hier lässt sich wieder ein Rückbezug auf die historische Situation vornehmen, da während des Krieges viele Menschen und auch Tiere getötet wurden, die möglicherweise ohne den Krieg noch ein langes Leben geführt hätten. Dieser Umstand verstärkt die resignative Stimmung und deutet bereits eine klimaxartige Steigerung zur ersten Strophe an, da in der ersten Strophe nur die Nichtigkeit des von Menschen Erschaffenen beschrieben wurde, während nun die Vergänglichkeit der Lebewesen Thema ist, auf die der Mensch nicht immer direkten Einfluss hat. Das Lyrische Ich fasst diese Erkenntnis mit dem Befund „Nichts ist, das ewig sei“ (V. 7) zusammen. Unter diesen Befund fallen laut des Lyrischen Ichs auch Materialien wie Erz und Marmorstein (vgl. V. 7), welche im 17. Jahrhundert, in der Zeit als das Gedicht verfasst wurde, noch als unzerstörbar galten und somit wiederholt die Nichtigkeit dessen, was als unzerstörbar galt und des Irdischen im allgemeinen darstellt. Die Strophe endet mit einem Vers in derselben antithetischen Struktur, die bereits in den ersten Versen des Gedichts verwendet wurde. Das Lyrische Ich erklärt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Die Personifikation des Glücks steht in diesem Vers der Synästhesie der donnernden Beschwerden gegenüber (vgl. V. 8). Im Zusammenhang mit dem historischen Hintergrund verdeutlicht die Personifikation, dass was die Bevölkerung sich am meisten Wünscht: „Glück“ (V. 8) um zum einen den Krieg zu überleben und zum anderen, dass der Krieg, der sich zu diesem Zeitpunkt schon seit fast 20 Jahren zuträgt, bald endet. Der Krieg wird in diesem Vers durch die donnernden Beschwerden (vgl. V. 8) dargestellt. Das Verb „donnern“ (ebd.) verdeutlicht in der Synästhesie den Beschuss während des Krieges, wohingegen die „Beschwerden“ (ebd.) eine Folge des Beschusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dritten Strophe erfolgt sowohl ein inhaltlicher, als auch ein formaler Umbruch. Während in den ersten beiden Strophen noch vier Verse verwendet wurden und der Kontrast zwischen der gegenwärtigen Situation und den zukünftigen Gegebenheiten in Bezug zur Vergänglichkeit thematisiert wird, werden in der dritten und vierten Strophe nur noch drei Verse verwendet und die Vergänglichkeit des Individuums dargelegt. Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was soviel heißt wie, die Erfolge, die ein Individuum erzielt hat sind in zum einen in der Zeit des Krieges nichts mehr wert, aber auch im allgemeinen nichts wert, da alles Irdische vergänglich ist. Markant an diesem Vers ist die Verwendung des Metrums in Kombination mit dem Adjektiv „ho[ch]“ (ebd.) in Bezug auf die zustande gebrachten Taten. Zum einen liegt auf dem Adjektiv „ho[ch]“ eine Betonung, welche die Bedeutung des Wortes beim Lesen hervorhebt, aber auch der durch die Zäsur verursachte Anstieg der Stimme bis zum Einschnitt, auf welchen sowohl der Fall der Stimme, als auch der Verfall der Taten folgt. Im folgenden Vers wir das Lyrische Ich, das zuvor nur eine betrachtende und somit eher passive Rolle erfüllte aktiv. Es wirf die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit der leichte Mensch bestehn?“ (V. 10). Die rhetorische Frage bezieht sich auf die Vergänglichkeit der Menschen, was an der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) deutlich wird. Die Menschen werden mit ihrem Leben als Spielfiguren betrachtet, die nach einer bestimmten Zeit vom Spielbrett gestoßen werden. Der Umstand, dass das Lyrische Ich die Formulierung „der leichte Mensch“ (ebd.) verwendet gibt zum einen Aufschluss über den allgemeinen Wert des Menschen und seines Lebens als Spielfigur und zum anderen wirft es die Frage auf, wer mit den Menschen spielt. Die Antwort auf diese Frage ist nur im Überirdischen zu finden und lässt sich somit mit Gott als Spieler des Spiels beantworten. Er entscheidet darüber in welche Richtung sich die Figuren bewegen, welche Figuren das Spielfeld verlassen und welche bleiben. Der Schlussvers dieser Strophe wird mit der Interjektion „Ach!“ (V. 11) eingeleitet. Dieser Ausruf verdeutlicht die Verzweiflung bzw. die Resignation des Lyrischen Ichs über die gewonnene Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit. Weiterhin stellt das Lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Das, „was wir für köstlich achten“ (ebd.), sind die irdischen Bestandteile des Lebens der Menschen. Diese vergleicht das Lyrische Ich dann zu Beginn der letzten Strophe des Textes „[a]ls schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit, deren Bedeutung auch durch die Aufzählung bzw. durch den Parallelismus in Form eines Trikolons bekräftigt wird. Somit haben die irdischen Bestandteile, die den Menschen wichtig sind, genau wie die Menschen selbst eine zeitliche Begrenzung. Dies wird ebenso im letzten Teil des Vergleiches, der zeitgleich auch der letzte Bestandteil des Trikolons ist, deutlich. Die irdischen Bestandteile des Lebens werden mit einer „Wiesen-Blum“ (V. 13) verglichen, welche „man nicht wider find’t“ (ebd.). Die Lebenszeit der, als Metapher für das Leben der Menschen und der irdischen Bestandteile verwendeten, Blume ist abgelaufen und sie lässt sich nicht wieder zurückholen bzw. der Verfall lässt sich nicht rückgängig machen. Der Vers veranschaulicht somit die Unumgänglichkeit der Vergänglichkeit und stellt somit das Verhalten der Menschen, die die irdischen Bestandteile wertschätzen in Frage. Das Lyrische Ich beendet das Gedicht mit der Aussage „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14). Hierbei werden die Erkenntnisse aus dem vorangehenden Vers noch einmal aufgegriffen und beantwortet. Da das irdische vergänglich ist, ist das einzige, das Überirdisch ist gleichzeitig auch das einzige das „ewig ist“ (ebd.). Nach den Vorstellungen der damaligen Zeit (Absolutismus), ist das einzige das Überirdisch ist Gott, gefolgt von den obersten Herrschern. Das Lyrische Ich macht somit zum Ende des Gedichtes klar, dass nur der Glaube an Gott zählt und nicht das Vertrauen an irdische Bestandteile. Graphisch wird diese Aussage, da die finale Erkenntnis des Gedichtes thematisiert wird, mit einem Ausrufezeichen untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Lyrische Ich die Leser darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich und somit nichts wert ist. Letzten Endes zählt somit der Glaube an Gott, was den Menschen jedoch nicht in dieser Form benutzt wird. Zentrale formale Elemente des Textes sind die charakteristischen Merkmale des Barocks, wie beispielsweise das monotone Metrum, die Mittelzäsur, die besonders in den ersten beiden Strophen eine Rolle spielt, aber auch die Form des Sonetts selbst, welches durch die klare Struktur und die formale Gliederung das Verständnis des Textes und insbesondere des Umbruchs formal deutlich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Carina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast wie erwartet eine wirklich gute und ausführliche Analyse verfasst! Besonders deine Kenntnisse über die Zeit des Barocks hast du gut eingegliedert und mit den Formalen Aspekten in Verbindung gebracht. Des Weiteren hast du alle wesentliche Textpassagen gut erläutert und die sprachlichen Mittel mit in deine Deutungsansätze miteinbezogen. Bis auf kleine Verständnisfehler am Anfang ist dir deine Analyse wirklich gut gelungen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“ verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und ist in vier Strophen gegliedert. '''Es besteht''' (doppelt)aus jeweils vier Versen in der ersten und zweiten Strophe und aus jeweils drei Versen in Strophe drei und vier. Der Aufbau weist daher auf ein Sonett hin, da dieses aus zwei Quartetten und zwei Terzetten besteht und durch eine Zäsur in der Mitte des Verses getrennt ist. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein die Überschrift „Es ist alles eitel“ (V. 0) verallgemeinert die Situation der Vergänglichkeit'''(Z)''' welche durch das '''Numeral (Indefinitpronomen)''' „alles“ (V. 0) deutlich wird. Das Sonett „Es ist alles eitel“ '''verfasst''' von Andreas Gryphius und '''verfasst''' im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) und verdeutlicht somit, dass alles was man sieht, auf der ganzen Welt'''(Z)''' vergänglich ist. Zur Zeit des Barocks bezeichnet man die Vergänglichkeit als Eitelkeit '''und(was somit)''' ist somit ein erstes Merkmal für die Epoche und als klagende Aussage zu betiteln. Zudem wird anhand der '''Anapher (keine Anapher, nur eine Wiederholung)''' „du siehst“ (V. 1) deutlich, dass das lyrische Ich'''(Z)''' das Vergängliche mit eigenen Augen erkennen kann und sieht, wie sich die Welt verändert. Die Verwendung des sechshebigen Jambus und der männlichen Kadenz, verweist darauf das es sich hierbei um die Realität handelt, da die männliche Kadenz'''Sehr gut! Jedoch solltest du dies noch mehr erläutern''' sehr hart auf '''das Gedicht wirkt''' und somit Fakten in den Raum stellt'''(was für Fakten?)'''. Folgend erkennt das lyrische ich, dass sich die Welt ganz schnell verändern wird'''(Z)''' indem anhand einer Antithese gesagt wird, „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;“ (V. 2). Die schnelle Veränderung der Welt wird anhand der Adverbien „heute [und] morgen“ (V. 2) deutlich. Das Pronomen „jener“ (V. 2) verallgemeinert die Situation und lässt daraus schließen, dass jeder bereit dazu wäre, die Welt zu zerstören. '''Gut erkannt, jedoch verdeutlichen die antithetischen Verben ,,reißen&amp;quot; und ,,bauen&amp;quot; die Vergänglichkeit noch deutlicher, weshalb ich dir raten würde, dass du dies auch noch zu deiner Analyse hinzufügst''' Daraufhin folgt ein weiteres antithetisches Beispiel, welches die Vergänglichkeit des Irdischen darstellt, denn „Wo jetzund Städte stehn, wird wird eine Wiese sein“ (V. 3). Mit dieser Aussage bezieht sich das lyrische Ich auf die Zerstörung von Städten und vermutet, was durch „wird“ erkennbar ist, dass später mal auf diesem Platz eine Wiese sein wird, „Auf der ein Schäferkind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). '''Anhand dessen wird klar, dass eine Vorausdeutung in die Zukunft dargestellt ist und die Natur, als die Macht gegen uns Menschen bezeichnet wird. (Noch näher erläutern)''' „Schäferskind“ (ebd.) und „Herden“ (ebd.) verdeutlichen die Macht der Natur in Verbindung mit dem Menschen. Im Allgemeinen lässt sich in der ersten Strophe ein sechshebiger Jambus erkennen, mit zwei männlichen Kadenzen in Vers eins und vier und zwei weiblichen Kadenzen in Vers zwei und drei. Zudem liegt ein umarmender Reim (abba) vor, welcher die Gesamtsituation des Vergänglichen darstellt. Die Verwendung des sechshebigen Jambus vermittelt eine Art Monotonie und verdeutlicht die klagenden Aussagen und die Sorgen und Ängste der Eitelkeit, welche auf den 30- jährigen Krieg zurückzuführen ist'''Gut erkannt! Jedoch würde ich noch genauere Ursachen nennen, als nur den 30-jährigen Krieg im Allgemeinen'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe folgt mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) und hebt somit die Vergänglichkeit der Pflanzen hervor. Das lyrische Ich bemerkt also, dass auch die Natur vernichtet wird und das „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Mit „pocht“ (ebd.) und „Asch und Bein“(ebd.) wird metaphorisch das Herz eines Lebewesens'''(Z)''' welches aufhört zu schlagen dargestellt und das '''einzige''' was übrig bleibt ist „Asch und Bein“ (ebd.) ein kleiner Teil des Lebewesens. Die Anapher „Was“ (ebd.) deutet daraufhin, dass alles in der Welt irgendwann nicht mehr existieren wird. Zudem wird anhand der Aussage „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) deutlich, das Dinge'''(Z)''' wie in diesem Beispiel „Erz und Marmorstein“ (ebd.), welche zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten, auch zerstörbar sind'''Wie wirkt das?'''. Und nur das was „ewig sei“ (ebd.) ist nicht vergänglich, denn mit „ewig“ ist metaphorisch Gott gemeint, denn er wird niemals sterben. Vers acht wird mit der Personifikation '''„Glück“ (V. 8) eingeleitet, welches „uns [an] lacht“(Zit.)''' (V. 8) und mit der '''Synästhesie(Lautmauerei; Synästhesie bezieht sich auf die Sinne der Menschen)''' „donnern die Beschwerden“ (V. 8) gegenübergesetzt. Das Glück und die Beschwerden stehen uns Menschen im Leben sehr nah gegenüber und verdeutlichen '''somit''' die Gefühle der Menschen und lassen '''somit''' die Angst vor der Vergänglichkeit deutlich werden. Das Personalpronomen „uns“(ebd.) unterstreicht, '''das''' wir Menschen unter diesen Umständen leiden und bemerken das uns die Angst bevorsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersucht man die ersten beiden Strophen lässt sich ein Aufgesang erkennen, der die Dramatik der Vergänglichkeit darstellt und die äußeren Probleme in der Welt schildert, während in der dritten und vierten Strophe persönlich auf das Individuum eingegangen wird. „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) verdeutlicht, dass all die Träume der Menschen bald nicht mehr existieren werden und sich von den schönen Erinnerungen'''(Z)''' welche metaphorisch als „Traum“ (ebd.) betitelt werden'''(Z)''' verabschieden müssen. Der '''Befehl(A) befehlende, dominiernde Verb''' „müssen“(ebd.) verdeutlicht ebenfalls, dass das Schicksal'''(definiere)''' der Menschen eintreten wird und es keinen Ausweg geben werde. Daraufhin stellt das lyrische Ich sich eine rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V. 10) und versetzt sich damit in die Situation der Menschen im Krieg. Denn ihnen ist bewusst, dass ihr Leben als „leichte[r] Mensch“(ebd.) vergänglich '''wird(ist)'''.  Die Verwendung des Begriffs „leicht“ (ebd.) untermauert den Stellenwert der Menschen und somit auch den darauf bezogenen Umgang. Auch wird das Leben als „das Spiel der Zeit“(ebd.) dargestellt, was zeigt, dass das Leben als Unwichtig betrachtet wurde und das zwei '''Machten(Mächte)''' gegeneinander kämpfen und eine Macht verlieren wird. In diesem Zusammenhang sind es wir Menschen, welche durch Krieg; Folter; Vergewaltigung u.ä. vernichtet werden. Das lyrische Ich findet sich in der Situation selbst'''(Z)''' als Opfer und realisiert die Katastrophen, denen der Mensch ausgesetzt ist, indem er eine '''Interpunktion(Interjektion)''' „Ach“(V. 11) verwendet und all seine Sorgen zum Ausdruck bringt. Zudem bringt er durch das nochmals erwähnte Nummeral „alles dies“(V.11) die Vergänglichkeit des ganzen Lebens zum Ausdruck und zeigt wie wertvoll das Leben für den Menschen ist, indem er das Adjektiv „köstlich“(V. 11) verwendet, welches eher als etwas schönes gilt und man in Erinnerung behält. Daraufhin akkumuliert das Lyrische Ich mehrere Bezeichnungen für die Vergänglichkeit auf und benennt sie „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind,'''/''' Als Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V.12f.). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit und '''spiegelt Bestände wie Dunkelheit, ständige Angst und Stress(Sb.)'''. Um den Zeitraum eines Menschenlebens '''(Z)'''in dieser Zeit '''(Z)'''darzustellen'''(Z)''' verwendet der Autor den Vergleich mit der „Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(ebd.). Eine Blume lebt mit vielen andern Artgenossen zusammen in einem Lebensraum, bis sie nach einer bestimmten Zeit verblüht und somit ihr Leben verliert. Mit der „Wiesenblum“(ebd.) assoziiert das lyrische Ich den Menschen und  verdeutlicht die Vergänglichkeit und den Zustand das der Mensch nicht mehr auf der Erde da sein wird. Die Anapher „Als“(ebd.) unterstützt die Bezeichnung der Vergänglichkeit und hebt diese damit hervor. Um jedoch das wahre an der Vergänglichkeit herauszufinden'''(Z)''' erzählt das lyrische Ich in der letzten Strophe von „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!(V. 14). Da das '''irdische''' vergänglich ist, ist das '''einzige''' was Überirdisch ist gleichzeitig auch das, „was ewig ist“(ebd.) und damit ist Gott gemeint, denn er ist der Herrscher über die ganze Welt und steht auch über allem was es auf der Welt gibt. Somit macht das lyrische Ich und Menschen bewusst, dass das was für den Menschen übrig bleibt und das ist nichts, keine wahrnehmen möchte. Keiner möchte verstehen, dass nur Gott bestehen bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten beiden Strophen ist auffällig, dass diese aus jeweils drei Versen bestehen und ein Schweifreim vorweisen. Diese Veränderung des Reimschemas verweist auf ein weiteres Merkmal von Sonetten und bestätigt dieses damit nochmal. Der sechshebige Jambus wird aufgrund der in der Mitten getrennten Zäsur aufgrund von These und Antithese in Strophe eins und zwei als Alexandrina bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht aufgrund ihrer formalen Aspekte, die Folgen des 30-jährigen Kriegs, die Vergänglichkeit, anhand von Thesen und Antithesen sowie Anaphern und Metaphern sehr gut verdeutlichen. Aufgrund eines Sonetts wird die Epoche deutlich und damit auch den verwendeten Inhalt der Vergänglichkeit, welche zu dieser Zeit sehr schlimm waren. Das Reimschema trägt zum Verständnis des damals herrschenden Kriegs bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Feedback von Luisa:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Alina, meiner Meinung nach sind dir sehr viele sprachliche Besonderheiten aufgefallen die du auch vielfältig gedeutet hat. Besonders gut gefällt mir, dass du die Form des Gedichtes ab und an in deine Analyse mit eingebaut hast. Jedoch könntest du die äußere Form noch öfters mit einbeziehen. Worauf du allerdings achten solltest ist deine Zeichensetzung und deinen Ausdruck, da du dich häufig wiederholst, wie ich dir im Text markiert habe. Zudem solltest du an einigen Stellen noch tiefer in die Erklärung deiner Deutungsansicht gehen, damit man diese versteht. Außerdem ist mir aufgefallen, dass du den Zusammenhang nur kurz anspricht, aber nicht ausführlich genug, das könnte dich, in der nächsten Klausur, Punkte kosten. In deinem Schlusssatz solltest du nicht nur auf das Reimschema eingehen sondern auch noch auf andere Merkmale der äußeren Form des Gedichtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, der von Andreas Gryphius verfasst und im Jahre 1637, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Es ist der Literaturepoche Barock zuzuordnen, welche besonders durch den sogenannten „Vanitas-Gedanken“, der sich auf die Vergänglichkeit alles Irdischen bezieht, geprägt wurde. Dieser wird auch in dem Gedicht Gryphius` thematisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist aus 14 Versen zusammengesetzt, welche in 4 Strophen gegliedert sind. Die ersten beiden Strophen sind Quartette, da sie aus je 4 Versen bestehen und die anderen beiden sind Terzette, welche aus jeweils 3 Versen zusammengesetzt sind. Diese Form des Gedichtes nennt sich Sonett. Dieser Sonettstil war zur damaligen Zeit vorgeschrieben und brachte eine gewisse Ordnung und Gleichmäßigkeit in die Gedichte, was sich auch in dem vorliegenden Gedicht widerspiegelt. Bezüglich des Metrums liegt ein Alexandriner vor, welcher aus einem sechshebigen Jambus besteht. Außerdem ist die Zäsur, eine Art Einschnitt beziehungsweise Pause, die nach der sechsten Silbe erfolgt. Die Kadenzen sind abwechselnd betont (männlich) und unbetont (weiblich). In den Quartetten liegt bezüglich des Reimschemas ein umarmender Reim (abba, abba) vor, während die Terzette einen Schweifreim (ccd, eed) aufweisen. Auch aufgrund des Zusammenspiels von sich reimenden Versenden und den jeweilig gleichen (betonten oder unbetonten) Kadenzen wird die bereits erwähnte Ordnung des Gedichts unterstützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Es ist alles eitel“ deutet die Vergänglichkeit von alle dem, was diesseitig ist, also der Erde angehört, an und leitet somit in die zentrale Thematik des Textes ein. Besonders das Zahlwort „alles“ (ebd.) akzentuiert, dass die Gesamtheit des Diesseitigen von der Vergänglichkeit betroffen ist, sowohl alle Lebewesen, als auch das, was von ihnen geschaffen wurde. Außerdem wird an dieser Stelle bereits die Haltung des lyrischen Ichs zu jener angedeutet, da deutlich erkennbar ist, dass es sich der Vergänglichkeit alles Irdischen durchaus bewusst ist. Zudem wird dadurch in gewisser Weise die Verzweiflung des lyrischen Ichs angedeutet, da auch es selbst und alles um es herum Existierende nicht für die Ewigkeit besteht. &lt;br /&gt;
Anschließend setzt das Gedicht damit ein, dass das lyrische Ich erwähnt, man sehe „nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1). Damit wird erneut der Vanitas-Gedanke aufgegriffen, welcher die Vergänglichkeit alles irdischen Seins und folglich allen Lebens auf der Erde beschreibt. Das Adverb „nur“ (ebd.) hebt dabei insbesondere hervor, dass sich die Vergänglichkeit ausschließlich auf das Irdische beschränkt, wodurch gleichzeitig angedeutet wird, dass das Überirdische, also Gott, für die Ewigkeit besteht. Auf der anderen Seite deutet dies auf die Haltung des lyrischen Ichs in Bezug auf die Ausweglosigkeit aus dieser Situation hin, da ihm bewusst ist, dass man der Vergänglichkeit und der Zeit nicht entfliehen kann, was zudem eine gewisse Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs vermuten lässt. Durch die Verwendung des Pronomens „du“ (V. 1) wird der Leser direkt angesprochen und in die Thematik einbezogen, da sie jeden betrifft. Des Weiteren erklärt das lyrische Ich, was „dieser heute“ (V.2) baue, reiße „jener morgen“ (V. 2) wieder ein. Diese Aussage zielt auf die Folgen des dreißigjährigen Krieges, welcher die Zerstörung vieler Teile Deutschlands mit sich gebracht hat. Besonders auffällig ist jedoch, dass sich die beiden genannten Aussagen antithetisch gegenüber stehen, was vor allem durch die Adverbien „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) hervorgehoben wird. In Verbindung mit den Verben „baut“ (V. 2) und „reißt […] ein“ (V. 2) könnten diese mit der Gegenwart und Zukunft assoziiert werden. Dies bezieht sich darauf, dass etwas in der Gegenwart zu erbauen bedeutet, etwas Neues zu schaffen, was eine positive Gefühl hervorruft, dass dies jedoch anschließend in der Zukunft wieder abgerissen wird, deutet auf die Vergänglichkeit hin, da diese Gefühl nur von kurzer Dauer ist, was an der kurzen Zeitspanne zwischen „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Diese Aussage erinnert ebenfalls an den sogenannten „memento mori“, welcher die Lyrik zur Zeit des Barock stark geprägt hat. Mit diesem ist gemeint, dass man bedenken solle, dass man stirbt. Diese Erinnerung an den Todesgedanken sollte die Menschen daran erinnern, sich auf ihr Leben in der Gegenwart zu konzentrieren und dieses zu nutzen. Somit könnte diese antithetische Aussage auch diesen Gedanken, jeden Moment des Lebens zu genießen, da er schnell wieder vergehen werde, vor Augen führen. Andererseits kann die Verbreitung dieses Gedankens dazu dienen, den Menschen vor Augen zu führen, dass alles auf der Erde dazu bestimmt ist, irgendwann einmal zu sterben, auch sie selbst. Diese Vergänglichkeit wird durch das Pronomen „jener“ (ebd.) verallgemeinert, da sie überall zu erkennen ist. Daraufhin wird erneut die Zerstörung als Folge des Krieges sowie die Vergänglichkeit verdeutlicht, wenn das lyrische Ich erläutert, wo „jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). An dieser Stelle ist nochmals die Gegensätzlichkeit der Aussagen zu erkennen, welche vor allem durch die Zäsur zwischen der These und der Gegenthese hervorgehoben wird. Diese Zäsur dient jedoch auch dem Rhythmus des Gedichts, da an jener ein Einschnitt beziehungsweise eine Pause erfolgt. Hier ist jedoch auch ein gewisser Rückschritt zu erkennen, da es wieder zu seinem Ursprung zurückzukehren scheint. Des Weiteren lässt sich bei diesem Vers der sechshebige Jambus auf den Inhalt des Textes beziehen, da er prinzipiell eine gewisse Monotonie mit sich bringt. Diese akzentuiert in Verbindung mit der Vergänglichkeit, dass das Leben auf der Erde insofern absehbar und regelmäßig ist, als dass alles, was auf uns noch so wirkt, als hätte es bis in die Ewigkeit Bestand, bald schon nicht mehr da sein könnte. Auf die „Wiese“ (ebd.) geht das lyrische Ich im Folgenden Vers vertieft ein, indem es erläutert, auf jener werde ein „Schäferskind […] mit den Herden“ (V. 4) spielen. Das Bild des Schäferskindes als Hirte der Herde könnte sich im übertragenen Sinne auf die Religion beziehen, da Gott im Christentum als fürsorglicher Vater des Volkes oftmals auch als Hirte bezeichnet wurde, der jenes beschützt. Bezieht man dies wiederum auf den dreißigjährigen Krieg könnte diese Aussage als eine Art Appell des Erzählers an den Leser angesehen werden, da das Vertrauen in Gott, das Überirdische, das nicht vergeht, aus dieser Situation der Zerstörung hinaushelfen könnte. Demnach könnte diese Textstelle dazu dienen, Hoffnung zu vermitteln, dass nach dem Krieg wieder eine friedliche Zeit folgt. Betrachtet man in dieser Strophe genauer die Kadenzen sowie den vorliegenden Paarreim, fällt auf, dass die Aussagen in den Versen zwei und drei dadurch unterstützt werden. Dabei sind hauptsächlich die männlichen Kadenzen entscheidend, da jene hart wirken und einen Fakt beschreiben. In diesem Fall untermauern sie demnach, dass alles auf der Welt vergänglich ist, da dies eine Tatsache ist, die feststeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran folgt das zweite Quartett mit der Aussage, was jetzt so „prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Insgesamt fällt bis zu dieser Textstelle auf, dass der Fokus bisher auf der Vergänglichkeit der Natur und den Dingen, die der Mensch geschaffen hat, liegt. Dies ändert sich jedoch mit dieser Aussage. Zur Zeit des Barocks wurde das menschliche Leben häufig in Jahreszeiten eingeteilt. In dieser Textpassage scheint der Frühling aufgrund der Assoziierung von blühenden Blumen dargestellt zu werden. Bezieht man diesen weiterhin auf das menschliche Leben, so wird hier das Leben eines jungen Menschen aufgegriffen. Auch dieses ist demnach vergänglich, wodurch deutlich wird, dass der Tod jederzeit eintreffen kann und das Leben eines jeden vergänglich ist. Somit wird erneut klar, dass der Mensch dazu bestimmt ist, früher oder später zu sterben. Daraus lässt sich die Resignation des lyrischen Ichs schlussfolgern, da es sich somit auch der Vergänglichkeit seines eigenen Lebens bewusst zu sein scheint. Daraufhin erläutert das lyrische Ich, dass das was noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sei. Insbesondere das Verb „pocht“ (ebd.) lässt erkennen, dass es sich bei dieser Aussage um Menschen handelt, da das Pochen an das menschliche Herz und das Leben erinnert. Jene Menschen, die erwähnt werden scheinen Widerstand gegen den Krieg beziehungsweise einen feindlichen Angriff zu leisten, was durch das Verb „trotzt“ (ebd.) hervorgehoben wird. Eben diese Menschen seien am nächsten Tag lediglich noch „Asch und Bein“ (ebd.) was mit dem Tod in einer Verbindung steht, welcher eine Folge des Krieges ist. Somit wird hier wieder der memento mori aufgegriffen. An dieser Stelle ist die Kritik des lyrischen Ichs deutlich festzustellen, da es eine der Konsequenzen des Krieges darstellt. Somit wird an dieser Stelle die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt. Die Anapher „Was “ (V. 5, V. 6), welche die expliziten Aussagen der Vergänglichkeit des Menschen einleitet, verbindet diese miteinander und hebt somit hervor, dass alles Irdische vergänglich ist. Dies wird auch durch die im Anschluss folgende Aussage „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) vor Augen geführt, da man früher geglaubt hat, man könne diese nicht zerstören und sie würden für die Ewigkeit bestehen. Dies widerlegt der Inhalt der restlichen Aussagen jedoch, denn das lyrische Ich behauptet, dass auch diese vergänglich sind, da sie etwas irdisches sind. Des Weiteren folgt die Personifikation jetzt „lacht das Glück“ (V. 8), welche der Synästhesie bald „donnern die Beschwerden“ (V.8) antithetisch gegenübersteht. Dies soll auf der einen Seite die Vergänglichkeit des Glücks und somit der guten Zeiten darstellen und deutet auf der anderen Seite auf die Folgen des Krieges hin, da die „Beschwerden“ (ebd.) nach dem Krieg häufig durch die darauf folgenden Hungersnöte sowie die Armut und das Leid der Menschen aufgekommen sind. &lt;br /&gt;
Anschließend ist deutlich zu erkennen, dass sich das erste Quartett mit der Vergänglichkeit dessen, was der Mensch geschaffen hat, beschäftigt, während das zweite Quartett die Vergänglichkeit des Menschen selbst thematisiert. Dadurch wird unterstützt, dass nichts auf der Welt ewig ist. Dies wird auch durch den einer Klimax ähnelnden Aufbau des Textes unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe ist ein Terzett und setzt damit ein, dass „[d]er hohen Taten Ruhm […] wie ein Traum vergehn“ (V. 9) müsse. Insbesondere der „hohen Taten Ruhm“ (ebd.) ist nach der Meinung des lyrischen Ichs nicht mehr von großer Bedeutung, da auch dieser vergänglich ist, denn auch die Taten während des Krieges sowie beispielsweise gewonnene Schlachten, die im ersten Moment Ruhm eingebracht haben, werden früher oder später vergessen und sind somit nichtig, da sie keinen Wert mehr haben. Der Vanitas-Gedanke, welcher sich auf eben diese Vergänglichkeit alles irdischen Seins bezieht, bedeutete für die Menschen zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, dass beispielsweise auch Macht und Reichtum nicht signifikant sind. Dies resultierte daraus, dass das Leben auf der Erde meist als sogenannter „leerer Schein“ bezeichnet wurde und somit nicht von großer Bedeutung gewesen ist. Für die Menschen ist es hauptsächlich wichtig gewesen, eine reine Seele zu haben und alle Sünden zu büßen, da dies die Voraussetzung für das Fortleben im Jenseits gewesen ist. Da dies nicht vergänglich ist, hat es also einen höheren Wert. Besonders das Substantiv „Traum“ (ebd.) hebt die Nichtigkeit des Ruhmes oder der Macht hervor, da jene sich nicht auf das Fortleben im Diesseits auswirken. Das Verb ,,müssen&amp;quot; (V. 9) untermauert nochmals die Bedeutungslosigkeit menschlicher Taten. Anschließend folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10). Das „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht dabei metaphorisch für das Leben. Dieses ist vergänglich und somit durch die „Zeit“ (ebd.) beschränkt, die etwas Ewiges ist und Anfang und Ende des menschlichen Lebens festlegt. Der Mensch selbst hat also gar keinen Einfluss auf seinen Tod, was seine sehr geringe Macht im Gegensatz zu der des Überirdischen hervorhebt. Mit dem ,,leichte[n] Mensch“ (ebd.) wird vor Augen geführt, dass der Mensch nicht für die Ewigkeit Bestand hat, da er durch das Adjektiv „leichte“ (ebd.) als schwach beschrieben wird. Daraufhin fragt das lyrische Ich sich, was „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) überhaupt sei. Dies bezieht sich auf die Frage, was das Leben überhaupt ist und welchen Wert es hat. Die Menschheit hat prinzipiell das Gefühl, dass das Leben und besonders das, was sie in jenem schaffen, für die Ewigkeit Bestand hat. Dies widerlegt das lyrische Ich jedoch mit den Aussagen im ersten und zweiten Quartett, denn nach jenen ist weder das, was die Menschen geschaffen haben, noch sie selbst für die Ewigkeit bestehend. Dies ist auf die Vergänglichkeit und die schwindende Zeit zurückzuführen. Die dieser Aussage vorangestellte Interjektion „Ach“ (V. 11) bringt den klagenden Charakter des Gedichtes durch die Resignation des lyrischen Ichs zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte Strophe gibt auf die zuvor erwähnte Frage in gewisser Weise eine Antwort und bezeichnet „alles dies“ (ebd.) „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Dies führt vor Augen, dass das vom Menschen erschaffene sowie der Mensch und sein Leben nicht von großem Wert und belanglos ist, da all dies etwas Irdisches und somit vergänglich ist. Zudem stehen die einzelnen Begriffe metaphorisch für die Vergänglichkeit. Bei dem Gedanken an den ,,Schatten&amp;quot; (ebd.) kommt ein unangenehmes Gefühl auf, was darauf zurückzuführen ist, dass man mit diesem Kälte und besonders Dunkelheit verbindet. Dies erinnert wiederum an den Tod und somit an die Vergänglichkeit des Lebens. Auch der ,,Staub&amp;quot; (ebd.) erinnert an den Tod, was daraus resultiert, dass der Mensch nach seinem Tod in gewisser Weise zu diesem zerfällt. Des Weiteren hat Staub die Eigenschaft, dass er sehr leicht ist und somit sozusagen schnell verfliegen kann. Aus diesem Grund verschwindet er und genauso ist es mit dem menschlichen Leben, denn auch dieses verschwindet in gewisser Weise und gerät in Vergessenheit. Der ,,Wind&amp;quot; (ebd.) ist nichts, nach dem man greifen kann oder ihn festhalten kann und bezogen auf das Leben des Menschen könnte dies darauf hindeutet, dass auch dieses nicht festgehalten werden kann. Somit kann dieses nicht für die Ewigkeit bestehen. Zudem wird auch mit dem Wind häufig Kälte assoziiert, was wieder an den Tod und die Vergänglichkeit des Lebens erinnert. Weiterhin beschreibt das lyrische ich „alles dies“ (ebd.), was der Mensch als ,,köstlich&amp;quot; (ebd.) achtet „[a]ls eine Wiesenblum, die man nicht wieder find`t“ (V. 13). Bei der Vorstellung einer Wiese voller Blumen und einer einzigen Blume auf jener wird der geringe Wert dieser einzelnen Blume im Gesamten direkt deutlich. So ist es auch mit dem menschlichen Leben und dem einzelnen Menschen, da auch jener als einzelne Person insbesondere unter der Bezugnahme der Vergänglichkeit nahezu nichtig ist. Das lyrische Ich erläutert daraufhin, dass „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14) wolle. Dies resultiert daraus, dass die Menschen versuchen an dem festzuhalten, was Irdisch ist, da sie sich dessen nicht bewusst sind, dass all dies vergänglich ist und sich nicht damit beschäftigen, was für die Ewigkeit geschaffen ist. Das, was für die Ewigkeit Bestand hat ist im Grunde lediglich Gott, also das Überirdische sowie das Leben nach dem Tod. Das Leben auf dieser Erde ist vergänglich und im Vergleich zum Überirdischen von geringerem Wert, da die Menschen und all das, was sie geschaffen haben irgendwann vergessen sein wird und letztlich nichtig ist und dies scheinen die Menschen nicht zu erkennen oder zu vergessen. Durch die Interpunktion am Ende dieses Gedichts wird diese Aussage erneut bekräftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Sonett mit der Vergänglichkeit alles irdischen Seins sowie auf der anderen Seite dem Überirdischen (Gott) und dessen Ewigkeit auseinandersetzt. Daraus resultiert zudem die Nichtigkeit alles Irdischen. Diese zentralen Aussagen des Textes werden besonders durch Metaphern und das Metrum sowie die Gegenüberstellungen von These und Antithese, die durch die Zäsuren hervorgehoben werden, untermauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Diana: Meiner Meinung nach hast du viele und richtige Analyseaspekte in deiner Analyse eingebracht. Deine Einleitung beinhaltet alles und was ich auch gut finde ist, dass du für das Thema Vergänglichkeit ein Fachbegriff nennst, der im Zusammenhang der Epoche des Barocks gebraucht wird. Außerdem finde ich es auch gut, dass du die Form, das Reimschema und das Metrum des Gedichts nicht nur nennst, sondern auch in deine Analyse hineinfließen lässt und auch analysierst. Im ersten Quartett finde ich gut die Herausstellung der Antithese gelungen und der Bezug dabei auf den Krieg und das Thema der Vergänglichkeit, da du detailliert analysierst und jedes Wort beinahe erklärst. Was ich dabei jedoch nicht so gut finde, ist dass du dort bereits die Andeutung auf Gott siehst, die meiner Meinung nach erst in der letzten Strophe thematisiert wird. Dass du den Begriff ,,momemto mori“ in deine Analyse eingebracht hast, finde ich auch sehr gut, wobei du den Begriff sogar noch erklärst, was ich sehr gut finde. Jedoch finde ich dass du den Begriff nicht schon zu Beginn einbringen solltest, sondern erst im 2.Quartett, wenn es um die Vergänglichkeit des Lebens geht, da im ersten Quartett eher die Vergänglichkeit erschaffener Dinge thematisiert wird. Was ich für besonders gut gelungen finde ist die Analyse des 5.Verses, da du sehr detailliert analysierst. Zu dem erkennst du auch den klimaxartigen Aufbau des Gedichts und dass das Lyrische ich zunächst beschreibt und anschließend wertet. Zudem finde ich die Analyse des Terzette auch gut, da du die zentralen Aussagen analysierst und belegst und die Metapher ,,Spiel der Zeit“ richtig erläuterst. In allem eine gelungene Analyse, wobei du Kleinigkeiten, die ich dir genannt hab nur verbessern musst (die Stellen hab ich dir auch markiert und in Klammern dahinter geschrieben, was mein Verbesserungsvorschlag ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die allgemeine Vergänglichkeit irdischer Dinge mit besonderem Fokus auf der Vergänglichkeit des Lebens im 30-jährigen Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht befasst sich im historischen Kontext mit der Vergänglichkeit des Menschen bezogen auf den 30-jährigen Krieg, in dem die Zerstörung der Menschenleben und Städte ausdrücklich Tag für Tag durchlebt werden mussten. Darauf bezogen setzt auch die erste Strophe, geschrieben in einem umschließenden Reim, mit den Worten „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“(V. 1) ein. Hierbei wird besonders die Komplexität der Vergänglichkeit, welche im Wort „Eitelkeit“(ebd. ) benannt wird, deutlich, indem der Ausdruck „Du siehst, wohin du siehst“(ebd. ) verwendet wird. Dieser drückt gleich zu Beginn aus, das alles irdische vergänglich ist und dehnt somit den Rahmen auf alles aus, verallgemeinert die Aussage also. Auffallend ist hierbei jedoch die Verwendung des Verbs „sehen“(ebd. ), welches Anlass gibt, das Vergängliche auf irdischer Ebene zu betrachten, da der Mensch nicht im Stande ist, das überirdische, bzw. „Gott“ zu sehen. Zudem spitzt das Adverb „nur“ (ebd. ) diese Bedeutung des Überirdischen noch einmal zu, indem die Erde somit als alleinig aus Vergänglichkeit bestehend beschrieben wird, weshalb das Reich Gottes indirekt, hier noch nicht ganz deutlich, aber bezüglich der vierten Strophe einen Kontrast zum Irdischen bildet. Die abschließende Interpunktion, die den Satz beendet, verweist dabei noch einmal auf die endgültige Vergänglichkeit aller Dinge und allen Lebens ohne Ausnahme. Daran anschließend konkretisieren die drei folgenden Verse die irdische Situation, indem Beispiele für die Vergänglichkeit genannt werden. In diesem Sinne setzt der Text mit den Worten „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“(V. 2) fort. Besonders kommt dabei die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen in den Pronomen „dieser“(ebd. ) und „jener“(ebd. ) noch einmal zum Ausdruck. Sie verallgemeinern das Bezugsfeld, sodass alle Menschen das Vergängliche miterleben sowie mit beeinflussen. Hierbei redet das lyrische ich in diesem Zusammenhang von Gebäuden, auch im metaphorischen Sinne von Errungenschaften einzelner, die wiederum zerstört werden. Die Zerstörung lässt sich dabei auf den historischen Hintergrund und somit auf den 30-jährigen Krieg beziehen, in welchem viele Leben und so auch Lebensräume zerstört wurden. Die antithetische Formulierung, wie auch der Kontrast in „heute“(ebd. ) und „morgen“(ebd. ) spielt dabei jedoch auch gewissermaßen auf die Wechselseitigkeit des Krieges an. Bezüglich der Zerstörung setzt der dritte Vers fort „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“(V. 3), worin wiederum Zusammenhänge zum Krieg gezogen werden können. Hierbei stechen aber auch noch einmal die antithetischen Begriffe „Städte“(ebd. ) und „Wiesen“(ebd. ) hervor, die insbesondere auf die materielle Vergänglichkeit anspielen, aber auch verdeutlichen, dass alles wieder zu seinem Ursprung gelangt, da dort vor der Stadt auch nur eine Wiese war. Eben diese Art von Kreislauf des Lebens unterstreicht der Vers „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“(V. 4). Durch die Verwendung des Futurs sowie die Simplizität der Situation, die im Hirtenjungen ausdrücklich wird, zeigt das lyrische Ich, dass es trotz aller Zerstörung und Vergänglichkeit auch immer wieder einen Neuanfang und so auch neues Leben gibt, welches im Wechsel mit dem Tod bzw. der Vergänglichkeit steht. Auch drückt letztlich der umschließende Reim in den ersten beiden Strophen diese Vergänglichkeit als letztliches Mittel allen Lebens aus, was auch durch die Kadenzen deutlich wird. Hierbei sind der erste und vierte Vers weiblich, enden also auf einer unbetonten Silbe, und die umschlossenen Verse, wie auch in Strophe zwei männlich, enden auf einer betonten Silbe. Dabei ist auffallend, dass die betont endenden Verse jeweils eine Tatsache beinhalten, die für das lyrische Ich schlussendlich ist, während die anderen Verse eher etwas ins Ungewisse deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontrastierung zweier Sinnbilder setzt sich auch in der zweiten Strophe fort, was wiederum die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen unterstreicht. In „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“(V. 5) wird auf gewisse Weise erneut metaphorisch das Leben dem Tod gegenüber gestellt. Besonders drückt darin die Wortwahl die Resignation des lyrischen Ichs aus, welches dem Leben nachtrauert, sich jedoch des Vergänglichen und des Neuanfangs bewusst ist, diesen jedoch nicht völlig zu verstehen vermag. Hierbei sticht jedoch durch die Verwendung des Futurs erneut die Wechselhaftigkeit heraus, die zum einen erneut auf den Krieg, aber zum anderen auch auf die Wechselhaftigkeit des Lebens anspielt. Somit ist es ungewiss, wie lange etwas anhalten und beständig sein wird, da die Möglichkeit des Vergehens jederzeit besteht. Dies entspricht auch dem Tod, der ungewiss eintreten kann, sei es durch Krieg oder aber andere Umstände, wie es in den folgenden Worten „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“(V. 6) deutlich wird. Besonders steht dabei das Verb „pochen“(ebd. ) für den Herzschlag und somit für Leben, wohingegen „Asch und Bein“(ebd. ) auf eine tote Person andeuten. Besonders wird hier jedoch auch noch einmal die Nichtigkeit einer einzelnen Sache oder Person für die Gesamtheit deutlich, indem die Asche metaphorisch als Symbol der Vergänglichkeit gilt. Zudem gilt sie bezüglich des Todes jedoch auch als Zeichen der Trauer, was die Resignation des lyrischen Ichs untermauert. Rückbezogen auf die verschiedenen Beispiele wie dem Tod oder der Zerstörung von Stätten folgt so  als Schlussfolgerung des lyrischen Ichs „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“(V. 7). Auch dieser Satz wird wie auch schon der erste durch eine Interpunktion beendet, was die Endgültigkeit der Aussage unterstreicht und somit die Vergänglichkeit verallgemeinert. Dass diese Aussage für alles und jeden gilt, wird dabei in den Worten „kein Erz, kein Marmorstein“(ebd. ) ausdrücklich, da Erz und Marmor in früheren und auch in heutigen Zelten als teure und resistente Stoffe gelten, die vielem Stand halten. Sie unterstreichen die Aussage also insofern, dass sie letztlich die Spitze des Unkaputtbaren darstellen und dennoch vergänglich sind, weshalb sich jegliche anderen Dinge dem unterordnen. Im letzten Vers der zweiten Strophe wird im Anschluss noch einmal besonders auf die Wechselhaftigkeit und den Kreislauf des Lebens angespielt. So zeigt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“(V. 8), dass das Leben gute wie auch schlechte Zeiten beinhaltet und der Wechsel zwischen diesen unabsehbar stattfindet, was das Adverb „bald“(ebd. ) andeutet. Aber auch der Bezug auf ein jedes Leben wird im Personalpronomen „uns“(ebd. ) deutlich, der durch die Personifikation „Jetzt lacht das Glück“(ebd. ) gestärkt wird. Eben diese verdeutlicht, dass das Glück auch etwas unbeeinflussbares ist, wie jeder andere Mensch auch, sodass auch das Aufkommen von Glück etwas ist, das vergänglich ist. Das gleiche drückt so auch die Metapher „bald donnern die Beschwerden“(ebd. ) aus, welche gewissermaßen auch für eine Unbeständigkeit der menschlichen Verfassung und Gemütsstimmung steht und somit auch diese als vergänglich akzentuiert. Betrachtet man die beiden ersten Strophen im Zusammenhang, so fällt ein etwas klimaktischer Aufbau von erster zu zweiter Strophe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte und vierte Strophe stehen dahingegen etwas im Kontrast zu den beiden vorherigen Strophen, indem das lyrische Ich darin nachdenklich wirkt und über die menschliche Existenz nachdenkt. Fasst man die beiden Strophen zusammen, so fällt gleich der darin vorhandene Schweifreim auf. Das Metrum, das in den beiden Quartetten und Terzetten aufzufinden ist, ist das für den Barock typische Metrum Alexandriner, indem ein 6-hebiger Jambus jeweils inklusive einer Zäsur vorliegt. Durch diesen im Gedicht stringent verwendeten 6-hebigen Jambus fällt auch auf, dass die Paarreime jeweils betont enden und die sich reimenden Weisen/Schweife dahingegen unbetont. Inhaltlich fällt in diesem Kontext auf, dass die unbetonten Verse meist noch etwas positives beinhalten, das den Sinn hinter der Vergänglichkeit, den natürlichen Kreislauf des Lebens und die Ewigkeit in Gott ausdrückt. Das Metrum sorgt dahingegen jedoch für eine monotone Darstellung, die bezogen auf den Inhalt die unumgehbare Existenz der Vergänglichkeit darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe setzt mit dem Ausdruck „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) ein. Der Vergleich mit einem Traum bringt dabei die Nichtigkeit der Dinge in den Vordergrund. Zwar wird hier konkret von Ruhm gesprochen, über den das lyrische Ich nachdenkt, jedoch lässt dieser sich als ein Exemplar auffassen, dass eigentlich zeigt, wie unwichtig Dinge wie Ruhm und materielles Reichtum sind, da sie letztlich so schnell vorüber und in Vergessenheit geraten sind wie ein Traum, an den man sich oftmals schon nach kurzer Zeit nicht mehr erinnern kann. Darauf folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“(V. 10), welche durch die Existenz des Todes ihre Antwort findet. Besonders sticht hier aber auch die Metapher „das Spiel der Zeit“(ebd. ) heraus, welche verdeutlicht, dass die Zeit selbst endlos ist, jedoch das Spiel und somit das Leben des Menschen innerhalb dieser ein Ende findet, wie jedes Spiel irgendwann endet. In diesem Kontext wird der Mensch durch das Adjektiv „leicht“(ebd. ) verallgemeinernd als schwach dargestellt, was sich rückblickend auf den „Marmorstein“(V.  7) als Kontrast zur Härte zeigt, die jedoch auch nicht beständig ist. Somit deutet die Beschreibung des Menschen die vorausgesetzte Endlichkeit dieses an. Dass diese Tatsache das lyrische Ich resignieren lässt, wird in der Interjektion „Ach“(V. 11) deutlich. Im Anschluss daran fragt es sich, „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“(V. 11). Durch diese Frage wird deutlich, dass das, was der Mensch zu Lebzeiten schätzt, in Anbetracht der Zeit nichts wert ist und bezogen auf die Vergänglichkeit somit auch seinen Sinn verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt im Anschluss und als indirekte Antwort auf diese Frage setzt die vierte Strophe mit den Worten „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(V. 12) ein. Diese akzentuieren im metaphorischen Sinne, dass alles Irdische und vom Menschen erschaffene letztlich nur eine Kleinigkeit, wenn nicht gar nichts für die Gesamtheit ist. So gehören „Schatten, Staub und Wind“(ebd. ) alle zum Wortfeld der Vergänglichkeit, da sie alle Dinge sind, die nur für einen Moment bemerkt werden und kaum sichtbar sind. Diese akkumulierte Darstellung der Nichtigkeit wird auch im folgenden Vers, welcher sich wiederum auf die dritte Strophe bezieht, in „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V. 13) erneut aufgegriffen. Hierbei zeigt das Bild einer einzelnen Blume den geringfügigen Wert eines Menschen oder aber eines Gegenstandes für die Zukunft und die gesamte Welt. Schafft man hier nochmals eine Überleitung zum Krieg, so deuten diese beiden Verse die Nichtigkeit eines Individuums für einen Staat an, dem sich das lyrische Ich unverständig entgegensetzt. Somit sei alles vergänglich und sobald etwas vergangen ist, ist es vergessen und ohne Bedeutung. Dass dieser ganzen Vergänglichkeit jedoch etwas als eine Art Hoffnung entgegensteht, interessiert die meisten Menschen nicht, weshalb sie am Vergänglichen festhalten. Eben diese Tatsache wird im letzten Vers „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V. 14) deutlich. Letztlich ist Gott und somit das Leben nach dem Tod das Unendliche, das die Menschen jedoch im Leben noch nicht sehen oder erreichen können, aber auch nicht sehen wollen, indem sie am Irdischen festhalten. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird hierbei der ursprüngliche Anlass des Krieges, der zu Beginn ein Glaubenskrieg war, herausgestellt. Jedoch vergaßen die Menschen nach und nach den wahren Anlass ihres Kämpfens, sodass der Krieg eher zu einem materiellen Krieg wurde und der Glaube und so zugleich das Endliche vernachlässigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend befasst sich das Sonett im allgemeinen mit der Vergänglichkeit alles Irdischen, dem Gott jedoch kontrastierend gegenübersteht. Eben dieser Kontrast, aber auch die Wechselseitigkeit des Lebens und des Wandels von Gut zu Schlecht werden durch viele antithetische Reime verdeutlicht. So wird auch besonders die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt, während der Kreislauf des Lebens eher hintergründig durch einige Metaphern als eine Art Hoffnung aufgeführt wird. Insgesamt unterstützt jedoch alles, wie auch das Reimschema die These, dass überall Vergänglichkeit enthalten ist und es nur eine Frage der Zeit ist bis Dinge vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback Nina: Liebe Sarah, deine Analyse ist dir sehr gut gelungen. Vor allem inhaltlich schaffst du es vieles aus dem Gedicht herauszunehmen und zu erläutern. Dabei ist mir besonders positiv im Kopf hängen geblieben die Analyse deiner zweiten Strophe, die mir inhaltlich am besten gefallen hat. Außerdem schaffst du oft Verbindungen verschiedener Verse, was ebenfalls gut ist. Zudem nimmst du immer wieder Bezug zu den damaligen Umständen, aber nicht oft, sodass nicht der Gedanke aufkäme, das ganze Sonett handele von Krieg. Die eigentliche Thematik der Vergänglichkeit hast du natürlich gut herausgearbeitet und sie so in deinen Fließtext eingebaut, dass es sich nicht nach ständiger Wiederholung anhörte. Auch die formalen Aspekte hast du überwiegend richtig rausgearbeitet, jedoch immer an den Anfang der Quartette und Terzette gesetzt, sodass die Analyse der formalen Aspekte teilweise Aspekte der nächsten Strophe vorwegnahm. Außerdem erklärst du an zwei, drei Stellen nicht genau was du meinst (hab ich dir aber im Text markiert). Jedoch gefällt mir deine Analyse allem in allem gut.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Es ist alles eitel“ und verfasst von Andreas Gryphius handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahr 1637 veröffentlicht wurde und somit der Zeit des Barocks zuzuordnen ist. Thematisch geht es in dem Gedicht um die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und 4 Strophen, wobei der Aufbau der eines Sonetts ist, da die ersten beiden Strophen aus jeweils 4 Versen bestehen und die letzten beiden Strophen aus je 3 Versen. Das Metrum ist ein 6-hebiger Jambus, wobei die Kadenzen abwechselnd betont und unbetont sind, und das Reimschema in den Quartetten ist ein umarmender Reim (abba, abba) und in den Terzetten liegt ein Schweifreim vor (ccd, eed). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Gedichts ,,Es ist alles eitel“ verdeutlicht bereits das Thema, dass alles vergänglich ist, wobei das Wort ,,alles“ die Verzweiflung des Lyrischen Ichs verdeutlicht, da nichts ewig bleibt und gleichzeitig auch hervorbringt, dass alles uns Bekannte und alles Existente vergänglich ist . Die Aussage ,,Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) verdeutlicht ebenfalls die Vergänglichkeit, wobei das Lyrische Ich darüber klagt, dass überall ,,nur“ (ebd.) Vergänglichkeit zu finden sei, also, dass alles auf der Welt vergänglich ist und nichts ewig ist. Dabei spricht das Lyrische Ich auch den Leser an, indem es das Personalpronomen ,,du“ (ebd.) verwendet, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass diese Vergänglichkeit ein Thema ist, welches alle betrifft. Durch die nächste Aussage ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2)  wird die Vergänglichkeit verbildlicht, wobei die Zeitangaben ,,heute“ (ebd.) und ,,morgen“ (ebd.) verdeutlichen, dass das was heute existiert in der Zukunft womöglich nicht mehr existiert, wobei die Zeitspanne dazwischen nicht immer lange ist, sondern Dinge schon bald vergänglich sein könnten. Die Verben ,,baut“ (ebd.) und ,,reißt […] ein“ (ebd.) stehen antithetisch zueinander und verdeutlichen, dass eben nicht nur Schlechtes vergeht, sondern auch Gute und Nützliche Sachen nicht für die Ewigkeit sind und eben auch diese vergehen. Die Antithese wird dabei durch das Metrum unterstützt, da zwischen den beiden antithetischen Aussagen eine Zäsur, also einer Pause, liegt, die die beiden Aussagen auch im Metrum noch einmal von einander trennt und so auch den Inhalt unterstützt. Auffällig in dieser Aussage sind aber vor allem auch die allgemeinen Formulierungen wie ,,dieser“ (ebd.) und ,,jener“ (ebd.), was zum Ausdruck bringt dass die Vergänglichkeit alles und jeden betrifft und somit auch auf alles übertragbar ist. Die Antithese dieser Aussage verdeutlicht auch den Kontrast des Daseins und der Vergänglichkeit und das eben aus diesen Dasein schnell Vergänglichkeit werden kann. Die nächste Aussage ,,Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein/ Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 3 f.) stellt eine Metapher dar, die ebenfalls die Vergänglichkeit verdeutlicht, aber auch eine Art Kreislauf der Vergänglichkeit und des Neubeginns. Dabei stehen die ,,Städte“ (ebd.) für das Existierende heute, welches nicht ewig ist und vergehen wird, wobei an Stelle dieser eben ,,eine Wiese“ (ebd.) sein wird, also etwas neues, welches den Platz des zuvor Existierenden eingenommen hat. Eben dieser Neubeginn des Kreislaufes wird durch die Metapher des ,,Schäferkind[es]“ (ebd.) verdeutlicht, da das Kind für neues Leben und den Anfangs steht. Somit wird durch diese Metapher deutlich, dass auch wenn alles vergänglich ist, es trotzdem einen Kreislauf gibt, der für einen Neubeginn sorgt. Auch das Nomen ,,Wiese“ (ebd.) steht für einen Neubeginn und Natürlichkeit, wobei das Nomen antithetisch zu dem Nomen ,,Städte“ (ebd.) steht, was ebenfalls die Vergänglichkeit und auch der Neubeginn verdeutlicht, da an Stelle der Stadt eine Wiese ist, die nicht von Menschen erschafft ist, wie die Stadt, sondern natürlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Quartett beginnt mit der Aussage ,,Was jetztund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5), wobei diese Antithese ebenfalls die Vergänglichkeit untermauert. Dabei wird hier darauf hingedeutet, dass das Schöne und Positive ebenfalls vergeht, was durch die Metapher ,,Was […] prächtig blüht“ (ebd.) verdeutlicht wird. Jedoch könnte die Metapher auch für ein junges Leben stehen, da zur Zeit des Barocks Jahreszeiten als Metapher für Lebensabschnitte genutzt wurden, woraus sich ergibt, dass der Frühling also das Blühende ein junges Leben ist, welches ebenfalls vergehen kann. Dadurch wird ausgedrückt, dass die Vergänglichkeit jeder Zeit im Leben eintreten kann und man nie weiß, wann man sterben wird, was den Gedanken ,,momento mori&amp;quot;, was so viel heißt wie ,,Bedenke, dass du jeder Zeit sterben kannst&amp;quot;, aufgegriffen wird. Die Verzweiflung und resignative Haltung des Lyrischen Ichs wird durch das Verb ,,zertreten“ (ebd.) hervorgebracht, wobei das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als etwas Negatives empfindet, da das Schöne, Blühende zerstört wird. Das Adverb ,,bald“ (ebd.) bringt ebenfalls die resignative Haltung und die Klage über die Vergänglichkeit zum Ausdruck, da das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als kein entferntes Ereignis sieht, sondern glaubt, sich der Vergänglichkeit in naher Zukunft stellen zu müssen.  Dies lässt sich auf die damalige Situation des 30-Jährigen Kriegs übertragen, da man sich der Vergänglichkeit stellen musste, da der Krieg alles zerstört hat. Dies wird auch durch die nächste Aussage ,, Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) auch verdeutlicht, da durch die Formulierung ,,pocht und trotzt“ (ebd.) deutlich wird, dass Menschen im Krieg gemeint sein könnten, die kämpfen und sich zu verteidigen versuchen. Das Verb ,,poch[en“ (ebd.) erinnert dabei an das menschliche Herz, wodurch also der Mensch und das Leben symbolisiert wird. Durch die Aussage, dass diese zu  ,,Asch und Bein“ (ebd.) werden, werden die negativen Konsequenzen des Krieges verdeutlicht, nämlich, dass Menschen sterben, wobei durch den Ausdruck ,,morgen“ (ebd.) ebenfalls hervorgebracht wird, dass dies bald wieder passiert, was somit die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt. Die Anapher der Aussage zuvor und dieser ,,Was“ (ebd.), bringt dabei hervor, dass das Vergängliche alles betrifft und überall anzutreffen ist. Weiterhin wird durch die Aussage ,,Nichts ist, was ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) erneut die resignative Haltung des Lyrischen Ichs deutlich, da dieser die Vergänglichkeit überall sieht, was durch die Akkumulation ,,kein Erz, Kein Marmorstein“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird. Außerdem wird dadurch hervorgebracht, dass auch die Erde vergänglich ist und somit nicht ewig bleibt, was die Klage des Lyrischen Ichs und die Resignation hervorhebt. Die Antithese ,,Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) untermauert erneut, dass der heutige Zustand in der Zukunft weg ist, wobei die Zeitangaben ,,Jetzt“ (V.8) und ,,bald“ (V.8) ebenfalls die kurze Zeitspanne verdeutlichen, in dem das Heutige existiert und dass die Vergänglichkeit schneller kommt als man denkt. Die Personifikation ,,lacht das Glück uns an“ (V.8) untermauert dabei, dass das Lyrische Ich anklagt, dass sich sehr stark auf das Heutige konzentriert wird und dann vergessen wird, dass bald die Beschwerden ,,donnern“ (ebd.), wodurch auch eine gewisse Angst des Lyrischen Ichs vor der Zukunft verdeutlicht wird und auch die Verzweiflung über die Vergänglichkeit des Glückes hervor gebracht wird. Das Personalpronomen ,,uns“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle Menschen betrifft und das Thema sich somit auf jeden und alles übertragen lässt. Das Verb ,,donnern“ (ebd.) verdeutlicht metaphorisch, dass die ,,Beschwerden“ (ebd.) große Auswirkungen haben werden und die Menschen heftig überkommen. Dadurch wird dann auch erneut die Angst des Lyrischen Ichs vor dem Krieg und dessen Folgen deutlich, wobei das Verb ,,donnern“ (ebd.) auch mit Waffen und den lauten Geräuschen des Krieges assoziiert werden könnte.&lt;br /&gt;
Das Metrum dieser beiden Quartette ist dabei regelmäßig und monoton, was ebenfalls die Aussage der immer wiederkehrenden Vergänglichkeit und die Regelmäßigkeit des Lebens und des Sterbens untermauert, sowie die regelmäßigen Reime mit den Kadenzen ebenfalls die bestimmte Ordnung im Lebens und die faktische Vergänglichkeit untermauert. Auffällig bei den Quartetten ist, dass diese eher die Vergänglichkeit des Erbauten, des Natur und des Menschen beschreibt, wohingegen in den beiden Terzetten eine Bewertung der Vergänglichkeit von dem Lyrischen Ich erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Terzett beginnt dabei mit der Aussage ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), wobei dies aussagt, dass das Ansehen zur Zeit des Krieges auch vergänglich war, da zwar Heldentaten im Krieg von großer Bedeutung waren für die damaligen Menschen, jedoch erkennt das Lyrische Ich auch darin Vergänglichkeit, da diese Taten in Zukunft vergessen oder bedeutungslos werden. Durch den Vergleich mit dem Nomen ,,Traum“ (ebd.) wird deutlich, dass das Ansehen zwar stattfindet, aber nicht von Dauer ist. Das Verb ,,müssen&amp;quot; (ebd.) drückt dabei aus, dass es davor keinen Ausweg gibt und die Vergänglichkeit sozusagen vorherbestimmt ist. Darauf folgt die rhetorische Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V.10), welche aussagt, dass der Mensch nicht unsterblich ist und der Mensch der Vergänglichkeit nicht entfliehen kann. Die Metapher ,,Spiel der Zeit“ (ebd.) verdeutlicht dabei das Leben der Menschen, da die Lebenszeit des Menschen begrenzt ist und jeder Mensch sterben muss, wobei die Vergänglichkeit jeder Zeit eintreten kann. Auch das Adjektiv ,,leicht[.]“ (ebd.) führt vor Augen, dass der Mensch nicht lange Bestand hat auf der Erde und eben auch vergänglich ist, wobei das Adjektiv sozusagen abschwächt, was verdeutlicht, dass der Mensch nur eine kurze Zeitspanne auf der Erde ist und nicht lange Bestand hat. Die nächste Aussage wird durch die Interjektion ,,Ach“ (V. 11) eingeleitet, wobei hier die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs vor Augen geführt wird. Des Weiteren werden durch das Personalpronomen ,,wir“ (V.11) alle Menschen in die Thematik einbezogen, was verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle betrifft und das Lyrische Ich auch dadurch  sagt, dass alle Menschen das selbe ,,für köstlich achten“ (V.11). Dabei spezifiziert das Lyrische Ich dies in dem nächste Terzett durch die Aussage ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12), wobei die Akkumulation die Arten der Vergänglichkeit beschreibt, sodass dadurch ausgesagt wird, dass das Vergängliche überall zu finden ist. Die Nomen ,,Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) akzentuieren dabei, dass alles Irdische vergänglich ist und nicht mehr greifbar ist, sondern dass das Irdische einfach verschwindet und auch keinen langen Bestand hat.  Die nächste Aussage ,,Als eine Wiesenblum, die man nicht mehr wieder find't!“ (V.13) beschreibt ebenfalls die Vergänglichkeit und die Zerstörung alles Irdischen, da das Lyrische Ich sagt, dass  man sie ,, nicht mehr wieder find't“ (ebd.) und somit alles vergänglich ist. Durch die letzte Aussage ,,Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) kritisiert und klagt das Lyrische Ich an, dass alle Menschen zwar die Vergänglichkeit erkennen, aber jeder vergisst was Ewig ist, wobei hier Gott gemeint sei könnte. Dabei sei zwar alles Irdische vergänglich, Gott jedoch sei ewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zusagen, dass das Lyrische Ich in den Quartetten die Vergänglichkeit des Irdischen beschreibt, indem es These und Antithese gegenüberstellt, also das noch Existierende und das dann Vergangene, wobei diese Gegenüberstellung durch das Metrum und die Zäsur untermauert werden. In den Terzetten äußert sich das Lyrische Ich hingegen eher bewertend. Insgesamt wird die Thematik der Vergänglichkeit durch Metaphern, Anaphern und allgemein gehaltene Formulierungen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Nina H.: Deine Analyse ist dir im Gesamten sehr gut gelungen. Besonders deine Analyse des ersten Quartetts gefällt mir sehr gut. Zum einen gehst du dabei sehr gut auf das „alles“ ein, da du erläuterst, dass dadurch Verzweiflung entsteht, da alles was wir kennen vergänglich ist. Hier ist gut zu erkennen, dass du das Gedicht gut verstanden hast! Auch den zweiten Vers erklärst du sehr detailliert, wodurch man deine Erläuterungen sehr gut nachvollziehen kann. Außerdem finde ich gut, dass du die Haltung des lyrischen Ichs häufig mit in deine Analyse einbringst und diese gut erklärst. &lt;br /&gt;
Zudem hast du die Form des Gedichts erkannt und gut mit in deine Analyse einbezogen, was mit auch sehr gut gefällt. Dabei fände ich es jedoch noch besser, wenn du die Zäsur, die du da erwähnst da erklärst, wo du auch die Antithesen erklärst, die durch jene unterstützt werden. Zudem bezieht sich das „Spiel der Zeit“, das du später erwähnst eher auf das menschliche Leben.&lt;br /&gt;
An der Stelle wo du den hohen Taten Ruhm erklärst könntest du noch hinzufügen, dass dieser sich in Bezug auf den 30 jährigen Krieg auf Heldentaten/ z.B. gewonnene Schlachten bezieht und auch diese werden in der Zukunft nichtig sein, da sie vergessen werden und vergänglich sind. Im Zusammenhang mit dem Verb „müssen“ wird also angedeutet, dass menschliche taten auch vergänglich und bedeutungslos sind. Ein paar Kleinigkeiten habe ich dir in deiner Analyse fett markiert und meinen Verbesserungsvorschlag dazu geschrieben.&lt;br /&gt;
Ansonsten ist dir deine Analyse sehr gut gelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Es ist alles eitel&amp;quot;, welches von Andreas Gryphius im Jahre 1637 geschrieben  wurde, in der Epoche des Barock, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen. Ursprung des Gedichtes war der 3O-Jährige Krieg. &lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus einer Sonettform, welche die charakterisierende Eigenschaft besitzt, dass das Gedicht in vier Strophen einteilt, jeweils zwei der vier Strophen sind vier versig und die darauffolgenden sind 3 versig. Das Metrum des Gedichts ist ein sechs-hebiger Jambus, was zudem durch das wechselnde Reimschema des Paarreims und zu Ende des Gedichtes des umarmendes Reims und des Schweifreimes untermauert wird. Die sich abwechselden betonten und unbetonten Kadenzen untermauert die Gefühle des Lyrischen Ichs.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift des Gedichtes ,,Es ist alles eitel&amp;quot; (Z.0) veranschaulicht das Thema des Gedichtes, über welches sich das Lyrische Ich beklagt. Die erste Strophe des Gedichts verdeutlicht die Erschaffung von neuen Dingen, die aber immer wieder vom Menschen selbst zerstört würden. Das Indefinitpronomen ,,alles&amp;quot; veranschaulicht, dass die Eitelkeit überall auf der ganzen Welt zu finden ist. Der erste Vers knüpft an die Überschrift an, denn das Lyrische Ich spricht den Leser direkt an, durch die Wiederholung ,,Du sieht&amp;quot; (V.1), welche den Leser mit einbezieht. Vor allem die darauffolgende Hyperbel ,,nur Eitelkeit auf Erden&amp;quot; (V.1) bestärkt die Vergänglichkeit alles Irdischen. Die Erklärung der ,,Eitelkeit&amp;quot; ( V.1) folgt in dem nächsten Vers, denn ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein&amp;quot; (V.2). Dieser Vers verdeutlicht die Vergänglichkeit durch die Zerstörung des Menschen, was vor allem durch die männliche Kadenz am Ende, welche Brutalität untermauert, veranschaulicht wird. Die Antithese ,,was dieser morgen baut, reißt jener morgen ab&amp;quot; (ebd.), wird vor allem durch den sechs-hebigen Jambus, der eine Zänsur enthält, betont. Die sich gegenüberstehenden Verben ,,bauen&amp;quot; (ebd.) und ,,reißen&amp;quot; bestärken die Vergänglichkeit.  Des Weiteren wird diese Vergänglichkeit durch den nächsten Vers verbildlicht, denn ,,Wo jetztund ein Städte stehn, wird eine Wiese sein&amp;quot; (V.3). Die Nomen ,,Städte&amp;quot; (ebd.) und ,,Wiese&amp;quot; (ebd.) stehen sich in diesem Vers antithetisch gegenüber, da ,,Städte&amp;quot; (ebd.) mit einer großen bevölkerten Fläche  assoziiert wird, wohingegen die ,,Wiese&amp;quot; (ebd.)eine leise und unbevölkerte Landschaft beschreibt.  Diese Antithese deutet auch die Zerstörungen und Gefahren des damals herrschenden 30-jährigen Krieges und bestärkt somit das Thema der Vergänglichkeit dadurch das nicht von Bestand ist. Zudem untermauert die betonte Kadenz, das friedliche und metaphorische Bild einer ,,Wiese&amp;quot; (ebd.). Die Wiese ,,auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden&amp;quot; (V.4) verkörpert den Rückgang der Entwicklung durch die Vergänglichkeit. Die betonte Kadenz bekräftigt das Klagen des Lyrischen Ichs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe beginnt mit der Assoziation der Pflanzenwelt, denn ,,Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden;&amp;quot; (V.5). Dieser Vers zeigt die Trauer des Lyrischen Ichs und untermalt wieder mal die Vergänglichkeit alles Irdischen. Der zweite Vers ,,Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein&amp;quot; (V.6) bringt zum Ausdruck, dass nicht nur die Pflanzen und die Dinge um den Menschen herum vergänglich ist, sondern auch wir Menschen vergänglich sind, was durch den Ausdruck ,,Asch und Bein&amp;quot; (V.6) veranschaulicht wird, da dieser Ausdruck mit dem Tod asoziiert wird. Zudem bestärkt auch die Anapher ,,Was&amp;quot; (V.5,6), die zu Beginn der beiden Verse steht und eigentlich eine Frage aufbringt, da ,,Was&amp;quot; (ebd.) ein Fragewort ist, die Vergänglichkeit alles Lebenden. Diese Vergänglichkeit wird vor allem im nächsten Vers deutlich, da ,,Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (V.7). Die Akkumulation ,,kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (ebd.) verweist darauf, dass wirklich alles vergänglich ist. Des Weiteren fällt der klimatische Aufbau der zweiten Quartette auf, da es zu Beginn um die Pflanzenwelt geht und dann auch um den Menschen und dessen Tod, was auch durch das rhythmische Metrum deutlich wird, welches sehr monoton wirkt. Die ironische Personifikation ,,Jetzt lacht das Glück uns an&amp;quot; (V.8) akzentuiert die düstere und hoffnungslose Stimmung des Lyrischen Ichs. Was auch durch das Personalpronomen ,,uns&amp;quot; (V.8) untermauert wird, da das Lyrische Ich Hilfe sucht und die Menschen auf die kommende Gefahr aufmerksam machen möchte, denn die Lautmalerei ,,bald donnern die Beschwerden&amp;quot; (V.8) kennzeichnet die Gefahr, die auf die Menschen zukommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Terzette enthält eine Warnung, die an die Menschen gerichtet ist, denn ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.&amp;quot; (V.9) akzentuiert, dass der Soldatenruhm schnell verschwinden wird, was durch den Vergleich ,,wie ein Traum vergehn&amp;quot; (V.8) veranschaulicht wird. Außerdem untermauert das Verb ,,müssen&amp;quot; (V.9) die Notwendigkeit der Veränderung.Denn die Soldaten tun dem Volk keinen Gefallen, da die Kriegsgegner sich böse an dem Volk und nicht an den eigentlichen Verursachern, den Soldaten, rächen werden.Dieser vorliegende Vers ist eine Vorausdeutung auf das Ende des Kriegs und weist vor allem die Gefahren des Kriegs auf. Dieser Aspekt, der Vorausdeutung, wird in der rhetorischen Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?&amp;quot; (V.10) deutlich, da der ,,leichte Mensch&amp;quot; (ebd.) als Zeichen für das unschuldige Volk stehen soll, welches vielleicht nicht weiterhin bestehen wird nachdem 30-Jährigen Krieg und auch nicht mehr besteht, weil das Volk sich durch die Auswirkungen des 30-jährigen Kierges verändert hat. Zudem unterstreicht diese Frage auch, dass das Lyrische Ich in Frage stellt, ob die menschliche Rasse Bestand hat, da die Menschen sich gegenseitig bis zum Tod bekriegen. Auch die Antithese der beiden Verben der Verse, welche sich reimen,,,bestehn&amp;quot; (ebd.) und ,,vergehn&amp;quot; (ebd.) zeigen wieder einmal die Vergänglichkeit. Des Weiteren veranschaulicht die Injektion ,,Ach&amp;quot; (V.11) die Verzweiflung des Lyrischen Ichs, welche im darauf folgenden Vers ,,Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten,&amp;quot; (V.11) wiedermals untermauert wird. In diesem Vers wirkt das Lyrische Ich sehr nachdenklich und schein darüber nach zudenken auf welche Dinge der Mensch achtet, obwohl vieles der Nichtigkeit unterliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Terzette beginnt mit einer Akkumulation, die die Nichtigkeit erklärt ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum&amp;quot; (V.12f.). Diese Akkumulation veranschaulicht den Lesern wieder einmal, dass alles Irdische vergänglich ist. Das wird vor allem durch den Ausruf ,,die man nicht wieder find't&amp;quot; (V.13), welcher in Bezug zur ,,Wiesenblum&amp;quot; (ebd.) steht, bekräftigt. Der letzte Vers, welcher einen Ausruf in sich trägt, ,,Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!&amp;quot; (V.14) kritisiert den Menschen, der nicht erkennt, dass das Einzige das nicht von Vergänglichkeit geprägt ist der Gott im Himmel sei. Indirekt wirft das Lyrische Ich den Menschen, die damals gelebt haben vor, dass sie nicht die Werte Gottes erkennen und sehen, dass Gott gar nicht will, dass die Völker sich untereinander bekriegen, denn Gott will kein Leid auf Erden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema des Gedichtes sehr gut durch die Struktur zum Ausdruck gebracht wird. Alles Irdische ist nun mal vergänglich, was das Lyrische Ich vor allem durch den Ausruf im letzten Vers sehr gut zum Ausdruck bringt. Das Lyrische Ich will den Menschen dazu bringen über seine Taten und dessen Aufwand nachzudenken, vor allem durch die Erwähnung des ,,ewig[en]&amp;quot; (ebd.), da Gott so eine Welt nicht für die Menschen erschaffen hat, damit diese sie wieder rum zerstören. Der formalsprachlichen Aspekt wie das Metrum und die Kadenzen veranschaulichen die Aussichtslosigkeit der damaligen Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hallo Luisa,&lt;br /&gt;
Du hast in deiner Analyse viele richtige und wichtige Analyseaspekte genannt und herausarbeitet. An der Stelle wo du die Städte und Wiesen antithetisch gegenüber stellst würde ich diese nicht durch Lärm vergleichen sondern eher mit bewohnter und unbewohnter Fläche. Hier und da hast du noch Probleme bei zitieren (siehe Markierung). In deinen Schluss hast du wichtige Aspekte zusammengefasst, jedoch handelt es sich nicht um wechselnde Emotionen des lyrischen Ichs. Das Metrum wirkt monoton, da es immer den selben Rhythmus vorweist. Somit deutet es eher auf eine Aussichtslosigkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs hin.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welcher im Jahre 1637 verfasst wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Zeitlich ist es der Epoche des Barocks zuzuordnen. Thematisch geht es um die Vergänglichkeit der Erde und des Lebens darauf und der Ewigkeit Gottes im Vergleich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht besteht aus 14 Versen und ist ein Sonett, denn es liegen zu Beginn zwei Quartette vor, worauf zwei Terzette folgen. Das Reimschema der Quartette ist umschließend, während das der Terzette aus Paarreimen besteht. Außerdem liegt ein sechs-hebiger Jambus vor. Die Kadenzen sind sind abwechselnd männlich und weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht beginnt mit einem Quartett und bezieht sich direkt auf den Leser. „Du siehst , wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) Das Personalpronomen „du“(ebd.) spricht den Leser direkt an und bezieht ihn in diese Aussage mit ein. Diese Aussage kritisiert die Erde bzw. die Menschen, die auf ihr leben, denn diese sind von „Eitelkeit“(ebd.) betroffen und kümmern sich dadurch nur um sich selbst, ohne sich für andere zu interessieren. Außerdem kritisiert es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Damit meint es im Prinzip, dass es gutes und böses „auf Erden“(ebd.) gibt und dass es zwischen diesen beiden Parteien oft Konflikte gibt, da der böse Mensch, das vom guten Mensch erbaute einfach so zerstört. Außerdem verdeutlicht dies den ständigen Wandel der Welt und dass nichts ewig ist. Die folgenden beiden Verse „Wo jetztund Städte stehen, wird eine Wiese sein, / Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.3f.) verdeutlichen diesen Wandel. Aus Städten werden Wiesen und aus Wiesen werden Städte, die Umgebung wandelt sich ständig. Außerdem werden in diesen Versen Gegensätze gegenübergestellt, wie z.B. „dieser“(ebd.) und „jener“(ebd.), „Städte“(ebd.) und „Wiese“(ebd.) oder „baut“(ebd.) und „reißt […] ein“(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Quartett fährt das lyrische Ich damit fort von Gegensätzen zu reden : „Was jetzt prächtig blüht, soll bald zertreten werden; / Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein“ (V.5f.). Das prächtig blühende vertritt dabei das Gute, während das Zertreten das Böse vertritt. Außerdem vergleicht es wiederholt die Gegenwart mit der Zukunft, durch Adverben wie „jetztund“(ebd.), „bald“(ebd.), „jetzt“(ebd.) oder „morgen“(ebd.). Es schließt das Quartett mit den Worten „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein. / Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.7f). Damit unterstreicht es zum einen die Vergänglichkeit der Erde / des Lebens und führt vor Augen, dass die Zukunft sich von der Gegenwart unterscheiden wird und eventuell sogar viel mehr negatives aufbietet. Dabei benutzt er erneut Adverben wie „jetzt“(ebd.) und „bald“(ebd.), um zwischen Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden. Zusätzlich liegt eine Personifikation vor, welche die Situation des lyrischen Ich´s bestärkt und dramatisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgt eines der beiden Terzette. In diesem redet das lyrische Ich von den „hohen Taten Ruhm“(V.9), welche „wie ein Traum vergehen“(V.9) müssen. Damit verdeutlicht es, dass all der Reichtum ebenso vergänglich ist und er somit jemanden nur temporär zufriedenstellen kann. Das Verb „vergehen“(ebd.) unterstreicht dabei nochmal die Vergänglichkeit der Erde bzw. des Lebens und bezieht sich dabei besonders auf den dreißigjährigen Krieg, in dem sich der Autor beim Verfassen des Gedichtes befand. Er schrieb das Gedicht zu einer sehr deprimierenden Zeit, während der ständige Angst an der Tagesordnung waren und während der man kaum darum kommt, über den Sinn des Lebens, Gerechtigkeit oder Vergänglichkeit nachzudenken. Diese Überlegungen führen auch auf den Titel des Gedichtes „Es ist alles eitel“(V.0) zurück. Diese vom Autor verfasste These bedeutet so viel wie, dass alles vergänglich ist und somit irgendwann ein Ende findet (Tod). Während des dreißigjährigen Krieges kann es schnell vorkommen, dass man über Dinge wie Vergänglichkeit und Leben und Tod nachdenkt, da man täglich von Vergänglichkeit hört, indem Menschen sterben und „Städte“(V.3) zerstört werden. Die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V.10) zeigt gewissermaßen die Hilflosigkeit des Menschen, welcher „das Spiel der Zeit“(V.10), also das Leben nicht für immer „bestehen“(V.10) kann und somit irgendwann stirbt. Die Metapher „Spiel der Zeit“(V.10) bekräftigt dabei nochmal die Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Aussage des lyrischen Ichs „Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten, / Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t“(V.11ff.) erstreckt sich über die das Ende des ersten und den Anfang und die Mitte des zweiten Terzetts. Die Interjektion „Ach“(ebd.) drückt die Nachdenklichkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs aus und verdeutlicht seine Unzufriedenheit. Mit all dem, „was wir für köstlich achten“(ebd.) scheint „Glück“(V.8), „Ruhm“ (V.9) und das Leben im Allgemeinen gemeint zu sein. Auf dies folgen die  „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(ebd.), was die Vergänglichkeit der  „köstlich[en]“(ebd.) Dinge unterstreicht. Denn die  „Wiesenblum“(ebd.), welche die Natur beschreibt und Symbolisch für das Leben steht,  „find´t“(ebd.) man nicht wieder. Dadurch wird erneut verdeutlicht, dass das Leben irgendwann verloren geht und man somit stirbt. Das Gedicht wird mit dem Satz  „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V.14). Dies lässt darauf schließen, dass wenn der Mensch und die Erde nicht ewig sind, es nur ein Wesen geben kann, welches ewig und somit nicht vergänglich ist und dieses ist Gott. Man kann dieses Fazit also als eine Art Hilferuf an Gott verstehen, welcher nach Vorstellung der Menschen die nötige Macht hätte, den Krieg sofort zu beenden. Durch diesen Hilferuf an etwas, wovon niemand mit Gewissheit sagen kann, ob es existiert oder nicht, wird die Hilflosigkeit und Verzweiflung des lyrischen Ichs in den Vordergrund gestellt und lässt die Gedankengänge dieses leichter nachvollziehen. Andererseits kann man dieses Fazit aber auch als direkte Kritik gegen Gott verstehen, da dieser nichts gegen den Krieg und somit die Vergänglichkeit der Menschen macht, obwohl er laut der Vorstellung der Menschen allmächtig und gütig sein müsste (Theodizee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in diesem Gedicht durch verschiedenste Mittel die Vergänglichkeit des Menschen und der Erde verdeutlicht wird. Dieser Vergänglichkeit steht die Unsterblichkeit Gottes gegenüber, welcher nichts gegen die Vergänglichkeit, also den Tod der Menschen unternimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback von Anne: Hallo Jan, In deinem Einleitung könntest du die einzelnen drei Sätze besser miteinander verknüpfen und daraus einen Satz an. Ein einzelner Satz hat sonst zu wenig Aussagekraft. Außerdem solltest du die Formanalyse besser in deine Analyse mit einbringen und deuten. Zudem hast du das Wort Eitelkeit falsch verstanden. In diesem Zusammenhang lässt es sich als &amp;quot;Vergänglichkeit&amp;quot; umschreiben. Dadurch hast du mehrere Verständnisschwierigkeiten. Am Besten liest du dir mal eine andere Analyse durch. Was du gut herausgefunden hast, sind die ständig aufkommenden Gegensätze. Auch dein  Deutungsansatz  zum Schluss mit Theodizee gefällt mir gut. In deinem Schluss fehlen die Formal-  Sprachlichen Aspekte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius Gedicht „Es ist alles eitel“, veröffentlicht im Jahr 1637 in der Zeit des Barocks und während des 30-jährigen Kriegs, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vers „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) der ersten Strophe (V.1-4), deutet die Thematik des Gedichts schon an. Mit der Wiederholung „du siehst“ (ebd.) wird betont, dass egal wohin ein jemand schauen mag, er Eitelkeit entdecke. Dass diese benannte Eitelkeit allumgreifend und wirklich überall zu finden ist, wird dadurch, sowie durch die Benennung der „Erde […]“ (ebd.) hervorgehoben. Auf diese Nichtigkeit wird im darauffolgenden Vers vom lyrischen Ich angeführt. Die Pronomen „dieser“ (V.2) und „jener“ (V.2) untermauern dies, da sie offen und verallgemeinernd für jede beliebige Person stehen und dadurch den Aspekt bekräftigen, dass Eitelkeit tatsächlich überall auf der Welt und bei jeder Person zu finden sei. Auf die Rolle des Menschen wird in diesem Kontext näher eingegangen,indem besagt wird, „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Hier wird der Aspekt der Vergänglichkeit angerissen und gleichzeitig, wie sich der Mensch in Bezug auf diesen verhält. So bauten Menschen Dinge auf, um sie in der Zukunft wieder zu zerstören (vgl. V.2). „[M]orgen“ (Z.V.2) steht hierbei repräsentativ für einen ungewissen Zeitraum während der Entwicklung des Menschen. Er wird also besagt, dass alle Menschen die Fähigkeit besitzen Dinge aufzubauen, jedoch auch, dass sie irgendwann während ihrer Entwicklung das Gebaute wieder zerstören, um neues zu erbauen&lt;br /&gt;
. Außerdem ist hier von zwei unterschiedlichen Personen die Rede, einmal „dieser“ (ebd.) und einmal „jener“ (ebd.), wobei der eine erschafft und der andere es zerstört. Es kann also ebenfalls gesagt werden, dass die Menschen aneinander vorbei leben und nicht respektieren, was ihr Vorgänger mit Fleiß und Arbeit erschaffen hat. Im darauf folgenden Vers wird der Inhalt mit einem Beispiel deutlicher. Denn „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3) spricht abermals an, dass Menschen Dinge bauen und sie danach wieder dem Anfang gleich machen, da jede Stadt mit einem leeren Grundstück oder einer Wiese begonnen hat. Dieser Prozess mache die Dinge nicht nur vergebens, sondern hebe auch die Vergänglichkeit der Welt hervor. Der letzte Vers der Strophe „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.4) deutet eine Wiederherstellung des Zerstörten an. Denn Kinder stehen symbolisch für den Anfang eines neuen Lebens, sowie auch Schafe und ihre Herden an Leben erinnern. Im Zusammenhang mit den Versen zuvor verdeutlicht dies einen gewissen Kreislauf des Lebens, an dessen Anfang der Mensch steht, der etwas erschafft und das Erschaffene im Laufe der Zeit wieder zerstört, um danach wieder neues zu bauen. Dieser Kreislauf zeigt gleichzeitig, dass alles von Menschen Gemachte  zwangsweise vergänglich sei. Die erste Strophe, sowie das gesamte Gedicht ist ein Alexandriner, der nicht nur typisch für die Zeit des Barocks ist, sondern auch die Regelmäßigkeit bzw. die Vorhersehbarkeit des Kreislaufes des Bauens und Zerstörens verkörpert. Zudem handelt es sich um einen umschließenden Reim, der in Vers zwei und drei mit weiblichen, also unbetonten Kadenzen endet, und in Vers eins und vier mit männlichen, die die These, dass alles Irdische letztenendes vergeht, betont, dass es sich hierbei um einen Fakt handle. Die häufig wieder zu findenden Zäsuren, wie beispielsweise im Satz „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein;“ (ebd.), spalten den Satz nicht nur formal, sondern auch inhaltlich in These und Antithese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe (V.5-8) werden, an den Versen „Was jetzund prächtig blüht soll bald zertreten werden;/Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.4f.) zu erkennen, die Zukunft und die Gegenwart antithetisch gegenüber gestellt, sodass das Erschaffene und das Zerstörte gegenüber steht  und der Aspekt der Vergänglichkeit in den Fokus gerückt wird. Dieser ist im Verb „blühen“ (ebd.) zu erkennen, da Blumen bzw. Pflanzen die Eigenschaft haben zu blühen und diese ebenfalls nicht ewig halten. „Asch und Bein“ (ebd.) erinnert an das Ende eines Menschenlebens, das im Kontext der Zeit des Gedichtes eine bedeutendere Rolle spielt. Da das Gedicht zur Zeit des 30-jährigen Kriegs verfasst wurde, kann man sagen, dass „Asch und Bein“ (ebd.) auf die zahlreichen Toten während des Krieges zurückzuführen sind und, dass die Vergänglichkeit dem lyrischen Ich in so einer Zeit deutlicher vor Augen geführt wird. Im darauf folgenden Vers ist zu erkennen, dass das lyrische Ich selbst in „Erz und Marmorstein“ (V.7) keine Ewigkeit findet, was nochmals verdeutlicht, das wirklich „(n)ichts“ (V.7) ewig ist und dass alles im Laufe der Zeit vergeht, da man zu dieser Zeit davon ausging, dass Gestein unzerstörbar sei. Mit dem Vers „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) wird auf der einen Seite ausgesagt, dass das Leben sowohl gute, also vom „Glück“ (ebd.) geprägte Zeiten hat, aber auch gegenteilige Zeiten, in denen die Menschen unzufrieden sind. Die Personifikation „Jetzt lacht das Glück uns an“ (ebd.) deutet an, dass Menschen sich gegenseitig Glück bescheren können. Jedoch zeigt der Vers ebenfalls wie die eine Seite zur anderen wechseln kann und dass selbst ein Gefühl, egal ob es positiv oder negativ ist, vergänglich ist und wechseln kann. Dieser schnelle Wechsel wird wieder durch die Gegenüberstellung von „jetzt“ und „bald“ (ebd.) deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil des Sonetts, bestehend aus zwei Terzetten, unterscheidet sich inhaltlich vom ersten Teil. So drehten sich die Quartette um eine Art beschreibende Perspektive des lyrischen Ichs, während sich der folgende Teil mit der näheren Sichtweise des lyrischen Ichs beschäftigt. Dessen Position bezüglich der Vergänglichkeit alles Irdischen lässt sich aus der Struktur der Quartette bereits in Ansätzen erahnen. Auf die Anführung des positiven, wie „jetzund prächtig blüht“ (ebd.), folgt die Prognose von etwas, das das Gute nichtig macht, wie „soll bald zertreten werden“ (ebd.). Diese Ersetzung durch das Schlechte lässt erahnen, dass das lyrische Ich der Vergänglichkeit eher klagend gegenübersteht. Der Vers „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9) geht auf eine andere Art der Vergänglichkeit ein, indem angesprochen wird, dass der gute Ruf und die Anerkennung, die daraus resultiert, ebenfalls vergänglich sind. Ruhm und Anerkennung äußern sich als sofern nützlich, dass man sich dadurch als Person in der Gesellschaft Vorteile versprechen kann. Ausnahmezeiten wie die des Krieges entkräften jedoch den Nutzen von Ruhm, da dort jeder für sich selbst kämpft, sodass selbst dieser vergänglich und wertlos wird. Dieser Aspekt wird dem des Traumes gegenübergestellt, der wie ein Gedanke, eine Erinnerung oder eine Idee urplötzlich in den Kopf eines Menschen kommen kann, aber auch in sekundenschnelle verfliegen kann. Mit dem „Spiel der Zeit“ (V.10) wird erstmals ein Aspekt angedeutet, der im Gegensatz zu allem aufgelisteten ewig ist, nämlich die Zeit. Hier wird angedeutet, dass der Zeit gegenüber „der leichte Mensch“ (V.10) stünde. Es ist festzustellen, dass die Existenz des Menschen abhängig von der Zeit ist und dass er gegen die Zeit spielt, mit seinem ständig bestehenden inneren Wunsch nach einem möglichst langen Leben. Mithilfe der Interjektion „Ach“ (V.11) lässt sich wieder die Position des lyrischen Ichs feststellen, die im Zusammenhang mit „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V.11) als klagend und unzufrieden beschrieben werden kann. Zudem lässt sich daraus schließen, dass das lyrische Ich aufgrund des Zustands der Vergänglichkeit alles köstliche, also alles schöne und genießbare im Leben in Frage stellt. Dies wird auch im Zusammenhang mit der „schlechten Nichtigkeit“ (V.12), verglichen mit „Schatten, Staub und Wind“ (V.12) deutlich. Die Akkumulation dient wieder als Vergleich für weitere vergängliche Dinge im Leben, da ein Schatten mit der Sonne geht, Staub sich auflöst und ein Wind abebben kann. Diese Beispiele verdeutlichen Flüchtigkeit und zeigen damit auf, dass einige Dinge langsam vergehen, und dass andere auf den anderen Moment verschwinden. Eine weitere Metapher für die Vergänglichkeit bietet der Vers „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“ (V.13), der als Ausruf formuliert ist und somit die Bestürzung des lyrischen Ichs verdeutlicht. Im letzten Vers findet das lyrische Ich etwas anderes, das ewig weilt, was indirekt mit „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V.14) angeführt wird. Da, wie das lyrische Ich es heraus gestellt hat, alles Irdische vergänglich ist, muss das Überirdische, also etwas göttliches, ewig sein. Es kommt also zu dem Schluss, dass nichts was wir als Mensch auf der Welt kennen, ewig weilen wird und zieht daraus den Schluss, dass Gott das einzig ewige der Welt sei und dass niemand lebendes, je das Ewige sehen könne. Jedoch wird auch angeführt, dass dies kein Mensch betrachten wolle und drückt damit das Desinteresse der Menschen dem gegenüber aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Sonett die Thematik, dass alles Irdische vergänglich sei, im ersten Vers als These anführt, und dann zahlreiche metaphorische Beispiele dafür nennt. Dabei unterstützt das Alexandriner Metrum die wiederholend auftretende Gegenüberstellung von These und Antithese. Zudem wird deutlich, dass der Mensch sich in einem Kreislauf aus Zerstörung und Neuerschaffung befindet. Außerdem sind in den Quartetten umarmende Reime vorzufinden und in den Terzetten ein Schweifreim. Darüber hinaus wird er Standpunkt des lyrischen Ichs in Bezug auf die Vergänglichkeit deutlich, der sich als unzufrieden und klagend äußert. Zum Schluss wird angeführt, dass das einzig wahre Ewige Gott sei und dass die Menschen nicht in der Lage dazu seien das Ewige zu erkennen und zu schätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Sarah'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Analyse ist dir im Gesamten gut gelungen. Du hast viele beutende Aspekte mit eingebracht und sehr viel gut und richtig gedeutet. In der ersten Strophe fällt dabei besonders deine tiefgehende Deutung des Inhalts als sehr positiv auf. Sprachlich formulierst du deinen Text klar und gut verständlich. Jedoch solltest du an einigen Stellen dennoch auf deine Ausdrucksweise achten und deinen Inhalt besonders bei den letzten Strophen mehr auf die Vergänglichkeit als auf das Zerstören beziehen. In diesem Kontext könnten dir die Analyse der Sprache, die du hier leider etwas vernachlässigst, dazu helfen, die Dinge noch besser zu verdeutlichen. Jedoch hast du den Text auch ohne diesen Bezug schon gut verstanden, solltest ihn jedoch darum ergänzen.&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe setzt sich deine Arbeit ähnlich fort. Auch hier deutest du den Text wirklich gut und arbeitest inhaltlich nahezu alles heraus, könntest jedoch wesentlich mehr auf die Sprache eingehen, die den Inhalt noch einmal stützt. In deinem dritten Absatz hingegen, gehst du wesentlich mehr auf den zusammenhang von Inhalt und Sprache ein, sodass du hier höchstens in der 3. Strophe noch etwas mehr in die Tiefe gehen könntest. Zuletzt könntest du deinen Schluss etwas zusammenhängender formulieren, da er so etwas abgehackt wie eine To-Do-Liste wirkt. Die darin genannten Aspekte, die du als prägnant akzentuierst, hast du aber bereits richtig erkannt. Sprachlich insgesamt auch gut, Fehler sind im Text markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles eitel“,wurde 1637 von  Andreas Gryphius geschrieben und thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht hat vier Strophen. Strophe eins und zwei haben jeweils vier Verse, die Strophen drei und vier haben jeweils drei Verse. Das vorliegende Metrum ist ein sechs-hebiger Jambus ,das Reimschema, ein umarmender Reim zumindest in den Strophen eins und zwei, in den letzten beiden Strophen liegt jeweils ein Schweifreim vor. So wird klar, dass nach jeder Strophe ein Abschluss ist, da dieses Reimschema als Rahmen dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe dient als Einleitung, das Grundproblem, die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) wird dargelegt.  Durch das Personalpronomen „Du“ (V.1), wird der Leser angesprochen und so wird deutlich, dass es jeden betrifft, also dass alle Menschen unter der Eitelkeit die überall herrscht betroffen sind.Mit Hilfe der Repetitio „siehst“ (V.1) wird deutlich verstärkt, dass überall auf der Welt nur Eitelkeit zu finden ist (vgl. V.1).  Im weiteren Verlauf der Strophe wird klar gestellt, dass die Menschen gegeneinander arbeiten, da der eine „heute [etwas] baut“ (V.2), aber der andere es morgen wieder zerstört (vgl. V. 2). Durch diese Antithese, welche auf eine These folgt, wird die Zerstörung zu dieser Zeit klar, und der Bezug zum 30-jährigen Krieg wird klar. Außerdem wird so verdeutlicht, dass keinen Bestand hat. Darauf folgt eine weitere Antithese, da gesagt wird, dass dort „wo jetzund Städte stehn , […] eine Wiese sein [wird]“ (V.3), wieder eine Antithese, welche auf eine These folgt. Durch die Alliteration „Städte stehn“ (V. Ebd.) wird noch einmal verstärkt dargestellt, dass nichts für die Ewigkeit ist. Es folgt ein Enjabement , wodurch ein Zusammenhang deutlich wird, da dort die Rede von „Schäferskind[ern]“ (V.4) ist, welche auf der „Wiese“ (V.3) mit den Schafsherden spielt (vgl. V. 4), was ein Gefühl von Frieden ausstrahlt. Dadurch wird ein Kontrast zum Beginn der Strophe, da dort von Krieg und Zerstörung im Zusammenhang mit dem 30-jährigen Krieg die Rede ist (vgl. V.1f.), dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe ist von der Zerstörung, vor Allem in der Pflanzenwelt die Rede. &lt;br /&gt;
Beispielsweise schreibt Gryphius, „was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5). Er stellt außerdem durch „jetzund“ (V. 3,5) eine Verbindung zur vorherigen Strophe her. Auch durch die These und die darauffolgende Antithese „prächtig blüht, […] bald zertreten“ (V.5) und „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.6), wird ein eindeutiger Bezug zur ersten Strophe hergestellt.Vers 5 und 6 sind im Übrigen durch die Anapher „Was“ (V.5,6) verbunden. Das Gedicht wurde in der Epoche des Barrocks geschrieben, ein wichtiges Merkmal war damals das momento mori (lat.: sei dir des Todes bewusst), auch dies ist im fünften Vers vorhanden. Im nächsten Vers macht das lyrische Ich noch einmal klar, dass nichts Bestand hat sondern alles vergänglich ist (vgl. V.7). Der letzte Vers der Strophe steht wieder antithetisch zueinander, da zuerst die These aufgeführt wird „Jetzt lacht das Glück uns an“ (V.8) und dann die Gegenthese „bald donnern de Beschwerden“ (V. Ebd.). Damit schließt die zweite Strophe ab, allgemein kann man sagen, dass das lyrische Ich in den ersten beiden Strophen die Situation vorstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den letzten beiden Strophen, welche beide Terzette sind,  bewertet das lyrische Ich die Situation, welche es in den ersten beiden  Strophen beschrieben hat. Die dritte Strophe wird damit eingeleitet, dass das lyrische Ich die damalige Zeit bewertet. In der Epoche des Barocks gab es einige reiche Menschen, allerdings auch viel Armut. Mit der Aussage „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), spielt er auf diese Spanne an drückt der Autor eine gewisse Sehnsucht aus, dass der Ruhm in der Welt keine höhere Bedeutung haben sollte. Dies versucht das lyrische Ich mit dem nächsten Vers zu unterstützen, indem es eine rhetorische Frage anführt, mit welcher es auf die Leser eingeht. Mit der Metapher „Spiel der Zeit“ (V. 10) ist das Leben, der Mensch gemeint so wird also die Frage gestellt, wie denn der Mensch Bestand haben kann, in einer solchen zerstörerischen Welt. Der letzte Vers des Terzetts bringt eine Interjektion mit sich, „Ach“ (V. 11). Dieser Seufzer drückt die Unzufriedenheit und und die Traurigkeit des lyrischen Ichs aus. Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben (vgl. V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe ist ebenfalls ein Terzett, es beginnt mit der Aufzählung „Schatten, Staub und Wind“ (V.12). Dies alles sind negative Aspekte die Rückbezug auf den Krieg nehmen. Der „Schatten“ (V. 12)  ist eine Metapher für das Leben, Schatten kann immer, ganz plötzlich verschwinden und dann ist es so als wäre er nie dort gewesen. Genauso ist es laut des Autors mit dem Leben, es kann so schnell vorbei sein und dann ist es so, als wäre man niemals auf der Erde gewesen. Darauf kann man den Leitsatz „carpe diem“ (lat. Nutze den Tag; ebenfalls aus der Zeit des Barrocks) zurückführen, da jeder Tag der letzte sein könnte. Im nächsten Vers wird das Leben mit einer Blume verglichen (vgl. V. 12), welche auf einer Wiese mit vielen anderen ist. Man finde sie dann nicht wieder (vgl. V. 11), da dort noch so viele andere Blumen sind. Hervorgehoben wird dies noch mit der Anapher „Als“ (V.12,13), im Übrigen wird so auch ein Zusammenhang zwischen Vers  12 und 13 hergestellt. Der letzte Vers wird vom Autor genutzt, um seine Meinung mit den Lesern zu teilen. Er ist der Meinung, dass Niemand auf der Welt wirklich wahrgenommen hat, was auf der Welt wirklich ewig ist (vgl. V. 14). Mit der Alliteration „will, was“ (V. 14) wird seine Meinung ein letztes Mal betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor mit dem Gedicht, kritisch zu dieser Zeit Stellung nimmt und den Lesern seine Meinung mitteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback: Deine Analyse ist schon gut gelungen. Ich finde es sehr gut, dass du die historischen Ereignisse, also den 30- jährigen Krieg mit einbezogen hast. Außerdem hast du einige Merkmale eines Sonetts, Terzett und Quartett, erkannt und benannt. Dann finde ich es auch gut, dass du einige Aspekte des Vanitas- Gedankens (memento mori und carpe diem) in deine Analyse mit einbezogen hast. Was du noch verbessern musst sind einige Rechtschreibfehler und an manchen Stellen die Kommasetzung (z.B. zweiter Abschnitt, letzter Satz: Damit schließt die zweite Strophe ab, (hier fängt eigentlich ein neuer Satz an) zusammenfassend kann man sagen ...). Außerdem nennst du manchmal Aspekte, auf die du dann aber nicht mehr eingehst (z.B. vorletzter Abschnitt, letzter Satz: Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben). Auf die solltest du dann noch eingehen, da es sonst wie eine Zusammenfassung wirkt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Das vorliegende Naturgedicht „Es ist alles eitel“ wurde von Andreas Gryphius 1637 in der Epoche des Barocks verfasst und thematisiert das Sterben alles I rdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist ein Sonett, da die beiden ersten Strophen vierversig sind und die letzten beiden Strophen dreiversig sind. Das Reimschema lautet abba abba ccd eed. Somit liegt in den ersten beiden Strophen ein umarmender Reim vor und die letzten beiden beginnen mit einem Paarreim aber enden schließlich mit einem Schweifreim. Zudem ist das Metrum des Gedichts ein sechshebiger Jambus, demnach ein Alexandriner, mit weiblichen und männlichen Kadenzen.'&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn wird von dem lyrischen Ich die These aufgestellt: „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1).  Somit wird direkt einen Bezug zum Titel geschaffen, da „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) herrschen würde. Das Repetition „du siehst“ (ebd.) bestärkt zudem die Vergänglichkeit der Erde und somit allem Irdischen, stellt jedoch auch zugleich eine Ansprache an den Leser, um deutlich zu machen, dass die Situation unumgänglich ist. Hier wird zudem Bezug zum 30 jährigen Krieg genommen. In diesem Kontext ist jedoch „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) eine Hyperbel, welche verdeutlichen soll, welches Elend die Leute ausgesetzt waren und diese keinen Ausweg hatten. Weitergehend wird eine Antithese „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2) aufgestellt. Durch das Metrum, der sechshebige Jambus, werden die These und Antithese gegenübergestellt, was durch die Zäsur, also dem Einschnitt hervorgehoben wird. So wird verdeutlicht, dass nichts Bestand hat und all das was man sich aufgebaut hat am nächsten Tag nicht mehr da sein kann. Dies wird auch im darauffolgenden deutlich: „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Auch dieser Satz ist antithetisch. „Städte“ (ebd.) stehen jedoch hierbei metaphorisch für das Leben der Menschen, da sie dort ihren Wohnort haben, ihr zu Hause finden und ihre Existenz. Somit ist zu sagen, dass das Leben ebenfalls vergänglich ist. Untermauert wird dies durch die männlichen Kadenzen des Paarreims, da diese einen Schluss setzten und somit auch mit dem Tod assoziiert werden können. Der letzte Vers des ersten Quartetts steht jedoch im Kontrast zu den anderen Versen.'''(sehr guter Aspekt)''' Das „Schäferskind“ (V. 4)  bringt eine friedliche Stimmung herbei. Da dieses „wird spielen mit den Herden“ (V. 4) wird ein glücklicher Moment geschildert, welcher jedoch als Wunschvorstellung angesehen werden kann, da ein Kontrast zu den anderen Versen gesehen werden kann. Jedoch ist zu sagen, dass zur Zeiten des Krieges keine glückliche Zeit für die Menschen war. Somit sind auch noch die kleinsten schönen Momente im Leben vergänglich, da sie nicht von Ewigkeit sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des zweiten Quartetts wird die Nichtigkeit der Natur zum Vorschein gebracht: „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Somit ist dass harmonische Bild des Schäferskind zerstört, so sei alles vergänglich. Allerdings wird nicht nur ausgesagt, dass die Natur vergänglich sei, sondern auch der Mensch, was im darauffolgenden deutlich wird. So heißt es: „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Sowohl „pocht“ (ebd.) als auch „trotzt“ (ebd.) sind Merkmale des Menschen oder auch der Tiere. Beide Gruppen besitzen ein pochendes Herz und beide können Widerstand leisten. Damit diese Eigenschaften hervorgehoben werden, nutzt das lyrische Ich die Onomatopoesie von &amp;quot;pocht&amp;quot; (ebd.). Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) verkörpert somit den Todesgedanken aller Lebewesen die Knochen besitzen. Die Anapher „[w]as“ (ebd.) leitet die antithetischen Verse ein, was eine Verbindung zu den Versen schafft. Zuerst wird die Vergänglichkeit der Natur angesprochen und danach das Leben von Mensch und Tier, was verdeutlicht, dass fernab kein Leben existieren kann. Im nächsten Vers wird zudem erneut auf die Natur eingegangen, so sei „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zerstörbar.  Diese Naturalien galten jedoch zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar. Allerdings ist auffallend, das alles geschilderte Vergänglichkeit zum Ausdruck sei, so muss es auch mit unzerstörbar geglaubten Utensilien sein, da der Rhythmus des Jambus keine Änderung hervorruft. Somit herrscht im gesamten Sonett eine monotone Stimmung. Die Personifikation „lacht das Glück“ (V. 8) akzentuiert die Vorstellung, wie das Leben sein sollte. Jedoch ist diese Vorstellung direkt verworfen, da „bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Diese Synästhesie umfasst die Sinnesreize des Hören und Fühlen, was das Leiden der Menschen im Krieg unterstreichen soll. Das Personalpronomen „uns“ (V. 8) verallgemeinert zudem die Situation und stellt somit keine Unterscheidung an, was erneut die Aussichtslosigkeit des Krieges verdeutlicht.'''(sehr gute Erläuterung)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(eine kurze Zusammenfassung zu den ersten beiden Strophen könntest du noch hinzufügen, um später den Kontrast zu den anderen beiden Strophen herzustellen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Quartetten wird eine beschreibende Perspektive geschildert, da keine Bewertungen des lyrischen Ichs in den Kontext mit eingeflossen sind. Jedoch jetzt im Wechsel zu den Terzetten wird eine bewertende Haltung des lyrischen Ichs eingenommen. Dieser Perspektivwechsel wird vor allem durch die Interpunktionen am Ende der Verse deutlich, so wird neben einem Fragezeichen (vgl. V. 10) auch Ausrufezeichen (vgl. V. 13-14) verwendet. „Der hohe taten Ruhm“ (V. 9) ist erneut eine Wunschdenken, da zur Zeiten des Krieges viele Soldaten beispielsweise ihr Leben geopfert haben für andere. diese Taten sind ruhmvoll, allerdings sind auch diese vergänglich, da sie in Vergessenheit geraten.  Aus diesem Grund wird auch diese Vorstellung „wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was erneut antithetisch zu dem Beginn des Verses steht. Das „Spiel der Zeit“ (V. 10) verdeutlicht, dass das Leben im Krieg jeder Zeit zu Ende sein könnte. Allerdings ist die Zeit unendlich und der Mensch vergänglich, somit ist klar, dass dem menschlichen Leben jederzeit das Ende gesetzt sein kann. Da es sich um eine rhetorische Frage handelt, was durch die Interpunktion des Fragezeichens (vgl. V. 10), wird die Resignation des lyrischen Ichs kund gegeben.  Weitergehend wird die Resignation in der Interjektion „[a]ch“ (V. 11) und der Interpunktion des Ausrufezeichens (vgl. V. 11) fortgeführt. Somit ist „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) von keiner Bedeutung, da sowieso alles vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Terzett setzt mit einer Akkumulation ein: „ Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). All diese Dinge sind vergänglich und nicht von langer Dauer. Der „Schatten“ (ebd.) kann metaphorisch für die Schattenseiten des Lebens stehen, also für die schlechten Zeiten des Lebens und auch der „Staub“ (ebd.) nimmt Bezug zu Vers 6, was die zeitliche Begrenztheit des Lebens assoziiert. Auch der nächste Vers setzt mit „[a]ls“ (V. 13) ein. Diese Anapher verdeutlicht, dass eine weitere Nichtigkeit beschrieben wird. „[E]eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 13) bezieht sich auf die Natur, die zertreten wird (vgl.V. 5) und somit ist die kleinste Freude auch wieder verschwunden und somit vergänglich. Jedoch kann auch diese Wiesenblume auf das menschliche Leben übertragen werden, da auch das Leben heran wächst wie eine Blume und auf einen Schlag zu Ende sein kann.  Letztendlich kommt das lyrische Ich zu dem Erkenntnis: „Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!“ (V. 14).  Somit lässt sich nicht vom dem Menschen erfassen, was Ewigkeit besitzt. Aus diesem Grund müsse alles Irdische vergänglich sein und alles Überirdische wie beispielsweise die Seele des Menschen im Jenseits bestand haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend wird des Sonett von Antithesen durchzogen, welche die Vergänglichkeit in den Vordergrund stellt. Somit sei alles unzerstörbar. Auch das Metrum bewirkt, dass eine Aussichtslosigkeit der Situation vorliegt, da eine monotone Stimmung vorliegt. Letztendlich wird herausgestellt,  dass nichts menschliches die Ewigkeit erfassen kann, außer die Seele im jenseits. Im gesamten Gedicht wird die Zeit des 30 jährigen Krieges thematisiert, welche durch die Vergänglichkeit jeglichem Irdischen zum Ausdruck gebracht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''FB Alina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Janette, &lt;br /&gt;
ich finde du hast in deiner Gedichts Analyse viele wichtige Aspekte erkannt sowie erläutert. Dein Themasatz ist auch getroffenen sowie viele andere Aspekte in deiner Analyse. Zum Teil machst du noch viele Rechtschreibfehler oder vergisst einen Satz zu beenden bzw. durch einen Punkt zu trennen, denn dadurch das du manche Sätze mit einem Komma versiehst, ergibt dieser Satz keinen Sinn mehr oder es ist schwer ihm zu folgen. Die meisten Anmerkungen habe ich dir in deine Analyse geschrieben und hoffe das du diese verstehst und nachvollziehen kannst. &lt;br /&gt;
Deinen ersten Teil der Analyse finde ich besser als dein zweiter Teil, denn da fehlen dir wichtige Aspekte wie die Funktion des Reimschemas oder des Metrums. Aber auch viele wichtige Analyseaspekte hast du nicht oder falsch erkannt. Versuche eine Verbindung zwischen den ersten beiden und letzten beiden Strophen herzustellen. &lt;br /&gt;
Außerdem fehlt in deinem Schluss der Bezug zum Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles Eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius zur Zeit des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die Begrenztheit auf Erden sowie die Bedeutungslosigkeit des irdischen Lebens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe beschreibt Andreas Gryphius die Vernichtung sowie Zerstörung der Städte. In der zweiten Strophe befasst er sich mit dem Ereignis, dass hinzukommend auch das ganze Schöne auf Erden zerstört werde. In der dritten Strophe wird die Frage aufgeworfen wie ein Mensch solch ein Leben überhaupt bewältigen solle. Die vierte und letzte Strophe gibt auf diese Frage Auskunft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzt sich aus vier Strophen zusammen, von denen die ersten beiden aus jeweils vier Versen und die letzten beiden aus jeweils drei Versen bestehen. In dem vorliegenden Gedicht bilden die Verse in den ersten beiden Strophen das Reimschema abba, abba. Damit handelt es sich bei diesen zwei Strophen um einen umarmenden Reim. Die letzten beiden Strophen weisen das Reimschema ccd, eed auf, wobei es sich dabei um einen Schweifreim handelt. Das Metrum des Gedichts ist ein sechshebiger Jambus und es treten abwechselnd männliche sowie weibliche Kadenzen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe wird zunächst die These „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) aufgestellt. Dabei möchte das lyrische Ich den Leser durch die persönliche Ansprache „Du“ (ebd.) darauf aufmerksam machen, dass das ganze irdische Leben vergänglich sei und egal wo man hinschaue, die Vergänglichkeit nicht zu übersehen sei (vgl. V. 1). Somit wird im ersten Vers die Überschrift des Gedichts noch einmal aufgegriffen. In den darauffolgenden Versen wird die eben genannte These mit Beispielen belegt. In Bezug darauf beschreibt das lyrische Ich „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Um diese Aussage zu veranschaulichen nennt das lyrische Ich das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Diese beiden Verse sind antithetisch aufgebaut und machen deutlich, dass das Schöne auf der Erde nicht lange anhält sondern nach kurzer Zeit zerstört werden kann. In Vers zwei stehen sich die beiden Adverben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) antithetisch gegenüber und in Vers drei die Nomen „Städte“ (ebd.) und „Wiese“ (ebd.). Durch die Verben „bauen“ und „einreißen“ wird erneut die oben genannte Zerstörung hervorgehoben und eine Verbundenheit mit Krieg hervorgerufen. An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers naheliegend an. In diesem Vers ist zum wiederholten male die Rede von der Wiese, „auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). In diesem Vers wird durch die Metapher „Schäferskind“ (ebd.) eine friedliche Stimmung und somit eine Assoziierung mit Frieden herbeigeführt. Somit steht dies im Gegensatz zu der eben erwähnten Zerstörung im dritten Vers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichts leitet mit der Behauptung „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) erinnert an etwas was lebt und heranreift. Durch die Andeutung, dass es anschließend jedoch „zertreten“ (ebd.) wird, wird verdeutlicht, dass das Leben eines Menschen, eines Tieres oder einer Pflanze, beendet wird. Daher wird in diesem Vers die Vergänglichkeit des Lebens untermauert. Folgend beschreibt das lyrische Ich, dass das was jetzt noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sein wird. Durch das Verb „poch[en]“ (ebd.) wird deutlich, dass es sich bei dieser Aussage um Lebewesen handeln muss. Durch die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) wird noch einmal hervorgehoben, dass alles vergänglich ist und, dass das was heute noch so lebendig ist, trotzdem sterben wird. Sowohl der fünfte als auch der sechste Vers beginnt mit dem Pronomen „Was“ (V.5f.). Durch diese Anapher möchte das lyrische Ich die Wirkung dieser zwei Verse verstärken und dem Leser noch einmal verständlich machen, dass alles vergänglich ist. Diese Erkenntnis fasst das lyrische Ich mit der Aussage, dass „nichts ewig […] sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zusammen. In dieser Aussage wird sowohl durch die doppelte Verwertung als auch durch die Hyperbel „Erz […] [und] Marmorstein“ (ebd.) verdeutlicht, dass nichts ewig bestehend bleibt. Der letzte Vers dieser Strophe wird mit der Personifikation „lacht das Glück“ (V.8) eingeleitet. Dieses „Glück“ (ebd.) bleibt jedoch nicht lange erhalten, da es von „donnern[den] Beschwerden“ (V. 8) verdrängt wird. Durch die zweite Personifikation „donnern die Beschwerden“ (ebd.) wird eine Assoziierung mit Gewalt und Krieg herbeigeführt, da durch das Verb „donnern“ eine negative Stimmung hervorgerufen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9). Durch das Verb „muß“ (ebd.) wird die Notwendigkeit dieser Aussage verdeutlicht. Mit dieser Feststellung möchte das lyrische Ich die Bedeutungslosigkeit Menschlicher Taten und Handlungen hervorheben, da alles irdische vergänglich ist. Folgend wirft es die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10) auf. Die Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht für das Leben eines Menschen, welches wie jedes Spiel, irgendwann mal enden wird. Somit lässt sich diese Frage verneinen, da der Mensch nicht ewig sein kann und ebenfalls vergänglich ist. Der letzte Vers dieser Strophe wird durch die Interjektion „ach“ (V. 11) eingeleitet. Durch diesen Seufzer wird die Frage nach dem Sinn des Lebens eingeleitet. Außerdem wird dadurch die Verzweiflung über die Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit verdeutlicht. Daran anschließend nennt das lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Durch die Verwendung des Wortes „wir“ (ebd.) bezieht das lyrische Ich erneut die Leser mit ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Strophe gibt das lyrische Ich eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Diese wird durch die Anapher „als“ (V. 12f.) hervorgehoben. Die irdischen Bestandteile des Lebens eines Menschen, die „wir als köstlich achten“ (ebd.) vergleicht das lyrische Ich im 12 Vers als „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Durch die Aufzählung „Nichtigkeit […] Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) wird erneut eine unangenehme Stimmung hervorgehoben, weshalb sich dies wieder mal auf Krieg beziehen lässt. Dabei wird erneut deutlich, dass ebenfalls die irdischen Bestandteile eine zeitliche Begrenztheit haben und irgendwann vergänglich werden. Der vorletzte Vers leitet mit der Anapher „als“ (ebd.) den Vergleich des Lebens eines Menschen mit einer „Wiesenblum“ (V. 13) ein, welche man laut dem lyrischen Ich nicht „nicht wieder find´t“ (V. 13). Der spätere Verlust des menschlichen Lebens ist also so unbedeutsam wie eine einzelne Blume auf einer riesigen Blumenwiese. Das lyrische Ich beendet das Gedicht mit dem Fazit „Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten“ (V. 14). Das Fazit besagt, dass noch kein Mensch wirklich erkannt hat was für die Ewigkeit bestehen bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback Jan :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde deine Analyse gut gelungen Lara. Du bist auf sehr viele sprachliche Mittel eingegangen und an einigen Stellen merkt man, dass du diese gut verstanden hast. Außerdem haben deine Rechtschreibfehler seit den letzten Analysen beeindruckend abgenommen. Zu bemängeln habe ich nur, dass du einige Aspekte einfach auslässt und nicht weiter auf sie eingehst und ein paar Kleinigkeiten (hab ich dir markiert). Wenn du diese änderst und noch etwas mehr auf den Text eingehst, ein paar Stellen scheinst du noch nicht ganz verstanden zu haben, hast du eine sehr gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welches im Jahr 1637, in der Epoche des Barocks, verfasst wurde, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen und historisch gesehen die Zerstörungen, die aus dem 30- jährigen Krieg resultierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Es ist alles eitel“ verweist auf das Thema des Gedichts, dass alles vergänglich ist und irgendwann nicht mehr existieren wird. Das Pronomen „alles“ (ebd.) steht verallgemeinernd dafür, dass jedes Lebewesen, jeder Gegenstand, aber auch bestimmte Situationen nicht ewig sind und irgendwann nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in insgesamt vier Strophen eingeteilt sind. Die ersten beiden Strophen bestehen jeweils aus vier Versen, werden somit jeweils als Quartett bezeichnet, und die letzten beiden jeweils aus drei Versen und werden somit jeweils als Terzett bezeichnet. Als Versmaß ist durchgängig ein sechshebiger Jambus vorzufinden, was ein Merkmal der literarischen Epoche des Barocks war und als Alexandriner bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit dem Personalpronomen „Du“ (V.1), was einen Bezug zum Leser herstellt, ihn also direkt anspricht bzw. ihn direkt mit einbezieht. Die Repetitio „siehst“ (V.1) betont, dass die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) nicht zu übersehen ist. Die „Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) bezieht sich auf den Titel des Gedichts und deutet auf die Vergänglichkeit des Lebens hin. Die Tatsache, dass die Vergänglichkeit des Lebens, also das Sterben, das Leid und die Tode, nicht zu übersehen ist, bringt gleichzeitig eine Klage über die derzeitigen Ereignisse, den 30- jährigen Krieg, mit sich. Im nächsten Vers ist davon die Rede, dass das, was heute gebaut werde, morgen wieder zerstört sei (vgl. V. 2). Die Adverbien „heute“ (V. 2) und „morgen“ (V. 2)und die Verben bauen (vgl. V. 2) und einreißen (vgl. V. 2) stehen sich antithetisch gegenüber und verdeutlichen, dass der derzeitige Zustand nicht von Dauer ist und am nächsten Tag oder sogar schon in den nächsten Stunden alles anders sein kann. In dem Zusammenhang ist es der Krieg, der für die Zerstörung sorgt. Eine weitere Antithese ist im nächsten Vers zu finden. „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3), verdeutlicht wieder die Zerstörung der Dinge des derzeitigen Zustands und die Veränderung, die im zukünftigen Zustand herrscht. Die „Wiese“ (ebd.), kann man als ein Symbol für Frieden interpretieren, da es in Städten meistens laut und hektisch ist und auf Wiesen bzw. in der Natur eher Ruhe herrscht.&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe setzt zunächst mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) kann man so interpretieren, dass etwas, sei es ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze, gedeiht und lebt. Dadurch, dass es „zertreten [wird]“ (ebd.), wird das Leben beendet. Somit wird metaphorisch die Vergänglichkeit des Lebens dargestellt. Im nächsten Vers wird antithetisch dargestellt, dass „was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Das Verb „pochen“ (ebd.) steht metaphorisch für einen Herzschlag, also für etwas lebendiges. Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) steht für den Tod. Mittels dieser Antithese wird wieder deutlich gemacht, dass das Leben nicht ewig ist und es „morgen“ (ebd.) vorbei sein könnte. Darauf eingehend ist davon die Rede, dass „Nichts […] ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7). Die Aufzählung „kein Erz, kein Marmorstein“ (ebd.) betont, dass „nichts“ (ebd.), selbst beständige Gesteine wie Erz und Marmor, für immer existieren werden. Im letzten Vers veranschaulicht die Personifikation 'das lachende Glück' (vgl. V. 8), dass, in diesem Zusammenhang gesehen, die Zeiten vor dem Krieg mit besseren Erinnerungen in Verbindung gebracht werden und man Vorstellungen hat, dass das Leben ohne das Leid, das der Krieg mit sich bringt, bessere wäre. Als Folge würden „bald […] die Beschwerden [donnern]“ (V. 8), was den Unmut und das Verlangen nach Frieden betont. &lt;br /&gt;
Zum Reimschema der ersten beiden Strophen kann man sagen, dass es sich bei beiden jeweils um einen umarmenden Reim handelt. &lt;br /&gt;
Die dritte Strophe wird sozusagen mit dem Appell „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehen“ (V. 9) eingeleitet. Es wird betont, dass Rum nicht das wichtigste im Leben ist, da er schnell wieder vergehen kann. Die darauf folgende rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehen?“ (V. 10) stellt mittels der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.), was für die Lebenszeit steht, dar, dass diese für den Menschen begrenzt ist. Die Interjektion „Ach“ (V. 11) betont die Zweifel, die beim lyrischen Ich aufkommen. Es fragt anschließend „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Dadurch wird deutlich, dass nicht die wichtigen Dinge im Leben, wie z.B. der Ruhm, geschätzt werden sollten, da diese ja vergänglich sind und eigentlich keinen Wert haben. &lt;br /&gt;
Ein Enjambement verbindet schließlich die dritte mit der letzten Strophe, in der weiter auf die Frage eingegangen wird. Hier wird betont, dass das, was man als wichtig erachtet nichts „als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 12f.) sei. Die „Nichtigkeit“ (ebd.), also die Irrelevanz der Dinge, die man vermeidlich als wichtig empfindet, wird durch die Akkumulation „Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) betont. Ein Schatten ist vom Sonnenstand abhängig, Staub kann so klein sein, dass man ihn gar nicht bemerkt und der Wind weht nicht konstant. Auch die Veranschaulichung durch die „Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (ebd.) betont auch die Irrelevanz. Denn eine bestimmte Blume kann man auf einer Wiese mit tausend anderen Blumen nur schwierig wiederfinden. Im letzten Vers beklagt sich das lyrische Ich, dass das, „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten [will]“ (V. 14). Die meisten Menschen erkennen also noch nicht, was zu den wichtigen Dingen im Leben gehört und dass an zu vielen unnötigen Dingen, wie z.B. Krieg, festgehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in dem Gedicht durch Antithesen und Metaphern die Vergänglichkeit alles Irdischen verdeutlicht wird. Anschließend wird die Frage gestellt, ob das, was der Mensch als wichtig betrachtet, z.B. Krieg zu führen und zu gewinnen, die Mühe wert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback von Maike:&lt;br /&gt;
Liebe Christine, ich finde deine Analyse ist die gut gelungen. An manchen Stellen könntest du noch etwas näher auf das eingehen, was du sagst. Deine Sprache ist beeindruckend, du hast einen tollen Wortschatz.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Gryphius</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius"/>
				<updated>2018-11-11T21:57:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse eines Gedichtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbereitung:&lt;br /&gt;
mehrmaliges Lesen und Bearbeiten des Textes (Wichtiges markieren, notieren, gliedern, usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Einleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Themasatz: Textart (Natur-, Liebes-, politisches Gedicht, usw.), Titel, Dichter, ev. Entstehungszeit, Epoche; Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hauptteil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltliche, formale und sprachliche Analyse&lt;br /&gt;
•	Gliederung in Sinnabschnitte, deren Funktionen&lt;br /&gt;
•	Darstellung und Deutung exemplarischer Textstellen inhaltlich (Was wird aus-gesagt und was bedeutet das?), sprachlich (Wie wird es ausgesagt  und was bedeutet das? - sprachliche Mittel) und formal (Strophen, Reimschema, Metrum, Interpunktion, Enjambement, Wortwahl, usw.)&lt;br /&gt;
•	Wechselbeziehungen zwischen Inhalt, Sprache und Form &lt;br /&gt;
•	eventuell Berücksichtigung des gesellschaftlich-historischen, biografischen, usw. Kontextes, der Position und Perspektive des lyrischen Ich&lt;br /&gt;
•	korrekte Zitierweise&lt;br /&gt;
•	Textintentionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Schluss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Zusammenfassung der wesentlichen Analyseergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett &amp;quot;Es ist alles eitel&amp;quot; geschrieben von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1637 zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus vier Strophen, wobei die ersten zwei Strophen vier Verse enthalten und die letzten zwei drei Verse. Die ersten beiden Strophen sind als umarmender Reim aufgebaut und die letzten Beiden beginnen jeweils als Paarreim, wobei der dritte Vers eine Verbindung zur jeweils anderen Strophe schafft. Außerdem enthält das Gedicht einen sechshebigen Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett beginnt im ersten Vers mit einer Art Einleitung, indem das Thema der Vergänglichkeit, hier &amp;quot;Eitelkeit&amp;quot;(V.1) genannt, direkt angesprochen wird und ein Bezug zur Überschrift geschaffen wird. Mit der Repetitio des Wortes &amp;quot;[sehen]&amp;quot;(V.1) verdeutlicht das lyrische Ich, dass man, egal wohin man sieht, nichts ewiges finden kann. Man findet lediglich &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(V.1). Die Verwendung des Substantivs &amp;quot;Erden&amp;quot;(ebd.) spezifiziert den Raum in dem man nur Vergängliches sieht. Durch diese Spezifizierung macht das lyrische Ich erkennbar, dass es sich nur um Irdisches Handelt. Er impliziert so direkt zu Beginn des Gedichts, dass sich Ewiges im Übernatürlichen bzw. Göttlichen finden lässt. Im Folgenden ist das Gedicht sehr von Antithesen geprägt. In Vers zwei stehen die beiden Verben &amp;quot;[reisen]&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;[bauen]&amp;quot;(V.2) direkt hintereinander und sind lediglich von einem Spiegelstrich getrennt. Durch diesen Chiasmus wird die Differenz zwischen dem &amp;quot;heute&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;morgen&amp;quot;(V.2) untermauert und somit des lyrischen Ich's These, die Erde sei vergänglich, unterstützt. Auch Vers 3, der als Anapher eine Verbindung zu Vers 2 schafft, da sie beide Beispiele für Vergänglichkeit liefern, besteht aus einer Antithese. Hier wird aufgezeigt, dass aus &amp;quot;Städten&amp;quot;(V.3), die heute existieren in Zukunft &amp;quot;Wiesen&amp;quot;(V.3) werden können. Das Wort &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.3) begegnet einem folgend häufiger und beschreibt immer den Gegenwartszustand. Durch den vierten Vers wird noch einmal der Unterschied zwischen verschieden Zeiten hervorgebracht, indem &amp;quot;ein Schäferskind&amp;quot;(V.4), das &amp;quot;mit den Herden&amp;quot;(V.4) spielt, den &amp;quot;Städten&amp;quot;(ebd.) gegenübergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ersten Vers der zweiten Strophe wird die Vergänglichkeit der Pflanzen angesprochen. Diese blühen noch in der Gegenwart, was wieder von &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.5) signalisiert wird. Dass diese zertreten werden &amp;quot;sol[len]&amp;quot;(V.5) zeigt, dass diese in keinem Fall ewig bleiben. Im nächsten Vers wird die Vergänglichkeit des Menschen erläutert. Dies ist an der Metapher &amp;quot;pocht und trotzt&amp;quot;(V.6) erkennbar, da diese zum einen für das pochende Herz des Menschen steht, dem Menschen aber auch die Fähigkeit zuspricht zu trotzen, sodass die Annahme, ein Tier könnte gemeint sein, verworfen werden kann. Mit &amp;quot;Asch vnd Bein&amp;quot;(V.6) ist das, gemeint, was vom Körper nach dem Tod noch übrig bleibt gemeint. Das lyrische Ich kommt also zu dem Schluss dass der Mensch ebenso vergänglich ist wie alles andere und sich in der Hinsicht nicht von anderen Lebewesen oder Artefakten unterscheidet. Dass, &amp;quot;Nichts&amp;quot;(V.7) ewig ist, belegt er in Vers drei, indem er sagt das &amp;quot;kein Ertz / kein Marmorstein&amp;quot;(V.7), also nicht mal Gestein, von dem man eigentlich annehmen kann, dass es schwer kaputt geht, ewig sein kann. Das lyrische Ich geht in Strophe Zwei klimatisch vor indem er sich von den Pflanzen zum Menschen bis hin zum Gestein immer weiter steigert, und seine Vergänglichkeit erläutert. Es führt dabei, das wovon man eigentlich denkt es sei am standhaftesten, Gestein, als letztes an und das, wovon man denkt es am leichtesten zu entbehren, Pflanzen, an erster Stelle an. So zeigt ess auf dass, zwischen den verschiedenen Beispielen kein Unterschied, bezogen auf die Vergänglichkeit, herrscht. Im letzten Vers bezieht sich das lyrische ich schlussendlich auf das &amp;quot;Glück&amp;quot;(V.8). Antithetisch dazu verfasst es, dass auf dieses &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(Z.8) folgen. Dies lässt ein recht negatives Menschen - und Weltbild erkennen, da das lyrische Ich annimmt, dass Glück nicht ewig ist und Trauer folgen muss. Auf der anderen Seite lässt sich sagen, dass dies eine recht realistische Einschätzung des Lebens ist, die einen auf Schwierigkeiten vorbereiten könnte. Durch die Metapher &amp;quot;donnern&amp;quot;(V.8) verstärkt das lyrische Ich die Extremität des Wandels von &amp;quot;Glück&amp;quot;(ebd.) zu &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe und somit das erste Terzett beginnt mit der Anführung einer weiteren vergänglichen Sache: der &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(V.9). Dieser vergehe &amp;quot;wie ein Traum&amp;quot;(V.9). Das lyrische Ich möchte, wie im Rest seines Textes, jedoch besonders an dieser Stelle, an die Menschen appellieren, sich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(ebd.), oder Ehre, ist etwas das der Mensch oft anstrebt, aus falschen Intentionen. Der Lyriker möchte den Menschen so davon abhalten. Im zweiten Vers stellt das lyrische ich eine rhetorische Frage, indem es das Leben metaphorisch als &amp;quot;Spiel der Zeit&amp;quot;(V.10) benennt. Durch die vorherige Erklärung einiger Beispiele, die vergänglich sind, lässt sich die Frage verneinen. Der Mensch kann also nicht ewig sein. Das Adjektiv &amp;quot;leicht&amp;quot;(Z.10), welches den Menschen beschreibt, lässt sich auf Vers sieben beziehen, in dem von Gestein, welches nicht ewig ist, die Rede ist. Also schlussfolgert das lyrische Ich, dass wenn nicht einmal Gestein ewig sein kann, auch der &amp;quot;leichte Mensch&amp;quot;(V.10) nicht ewig sein kann. Im letzten Vers zeigt das lyrische Ich die Irrelevanz des Vergänglichen auf. Die Interjektion &amp;quot;Ach!&amp;quot;(V.11) untermauert die Verachtung, die das lyrische Ich bei den zuvor genannten Beispielen empfindet. Die Sachen, die der Mensch als, metaphorisch gemeint, &amp;quot;köstlich&amp;quot;(V.11), also gut, betrachtet, sind nicht ewig und somit nicht der großen Aufmerksamkeit würdig. Der Appell, den das lyrische Ich versucht zu verdeutlichen, wird an dieser Stelle nochmal besonders deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe beginnt mit einer Aufzählung von Symbolen, die für die Vergänglichkeit stehen. Durch das Substantiv &amp;quot;Nichtigkeit&amp;quot;(V.12), wird nochmal die unwichtige Rolle des Vergänglichen untermauert. &amp;quot;Schatten&amp;quot;(V.12) ist ebenfalls nicht dauerhaft, sondern entsteht nur dann wenn es auch Sonnen gibt. Metaphorisch steht der &amp;quot;Schatten&amp;quot;(ebd.) auch für schlechte Zeiten, die ebenso nicht dauerhaft sind. &amp;quot;Staub vnd Wind&amp;quot;(V.12) sind beides vergängliche Zustände. Der Staub kann sehr schnell verfliegen und auch Wind kommt und geht. Um zu verdeutlichen, dass alles Irdische vergänglich ist und keine dieser Sachen eine besonders wichtig sind, da sie eine vergängliche Sache von vielen sind, verwendet das lyrische ich die Metapher einer &amp;quot;Wiesen - Blum / die man nicht wider fndt&amp;quot;. Hier lässt sich auch ein Appell herausstellen, da das lyrische Ich den Menschen dazu aufruft, sich nicht zu sehr mit diesen Dingen zu beschäftigen, weil man sie sowieso &amp;quot;nicht wider find't&amp;quot;(V.13). Im letzten Vers stellt das lyrische Ich heraus, dass &amp;quot;was ewig ist kein einig Mensch betrachten&amp;quot;(V.14) kann. Also hat der Mensch momentan gar nicht die Möglichkeit etwas ewiges zu sehen. Durch das temporale Adverb &amp;quot;Noch&amp;quot;(V.14) wird manifestiert, dass jetzt zwar die Möglichkeiten ewiges zu sehen noch nicht gegeben sind, dies aber in Zukunft der Fall sein kann. Mit der Zukunft ist der Tod gemeint, in dem der Mensch, nach christlich- abendländischer Vorstellung, auf Gott trifft. Somit lässt sich sagen, das Gott oder das Göttliche, das einzige ist, was für das lyrische Ich ewig ist. Diese Vorstellung lässt sich auch mit dem ersten Vers verknüpfen, in dem nur von &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(ebd.) die Rede ist. Die Vorstellung von Gott als ewig unterstützt somit die Aussage, dass alles Irdische vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett lässt sich außerdem mit seiner Epoche, der Barock, in der es geschrieben wurde verknüpfen. Zu dieser Zeit herrschte der 30. Jährige Krieg, was große Armut verursachte. Außerdem herrschte eine große Differenz zwischen Arm und Reich. Gryphius Gedicht, kann somit also als Stück verwendet werden, dass den Menschen Hoffnung macht. Dadurch, dass er sagt, dass niemand für immer in seinem jetzigen Zustand ist klingt er die Vorstellung einer gerechten Zukunft an. Zudem greift das Gedicht mit dem Thema der Vergänglichkeit und der Erinnerung daran, dass auch der Mensch vergänglich ist und sterben kann, einen der drei zentralen Leitgedanken des Barocks, den Memento Mori, auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich mit dem Sonett, dem Menschen vor Augen führt, dass alles Irdische vergänglich ist. Das einzige, das ewig währt, sei das Göttliche. Sprachlich formal wird dies durch zahlreiche Antithesen und Metaphern unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Anne, meiner Meinung nach ist dir deine Analyse sehr gut gelungen. Du hast viele richtige Analyseaspekte in deine Analyse eingebracht und diese nachvollziehbar gedeutet. Deine Einleitung beinhaltet alle wichtigen Aspekte und dein Themasatz ist dir ebenfalls gut gelungen. Jedoch könntest du die Form des Gedichtes, also das Reimschema, das Metrum etc. mit in deine Analyse einfließen lassen und nicht nur am Anfang nennen. Außerdem könntest du auf manche Sachen, wie zum Beispiel in der ersten Strophe, dass aus Städten Wiesen werden, noch näher eingehen. Die Herausstellung des antithetischen Aufbaus in den ersten beiden Strophen finde ich sehr gut. Auch das du am Ende deiner Analyse noch einmal zusammenfasst was das Gedicht dem Leser vor Augen führt ist dir gut gelungen. Ein paar Kleinigkeiten die du noch verbessern solltest, habe ich in deiner Analyse markiert. Ansonsten eine sehr gelungene Analyse!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett „Es ist alles Eitel“ wurde von Andreas Gryphius im Jahre 1637 in der Literaturepoche des Barocks verfasst. Thematisch befasst sich das Gedicht mit der Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in vier Strophen aufgeteilt sind. Dabei beinhalten zwei Strophen vier Verse und die letzten beiden Strophen drei Verse. Der Aufbau weist daher auf ein typisches Sonett hin, da es zwei Quartette sowie zwei Terzette enthält. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus. Die beiden ersten Strophen bestehen aus einem umarmenden Reim (abba, abba) während die beiden letzten einen Schweifreim (ccd,eed) bilden. Die Kadenzen passen sich dabei dem Reimschema an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die Überschrift „Es ist alles Eitel“ zeugt von der resignativen Stimmung des lyrischen Ichs, da nichts auf der Welt von ewigem Bestand ist. Dabei akzentuiert das unbestimmte Numeral „alles“ die prekäre Lage.&lt;br /&gt;
Die erste Strophe knüpft an die Überschrift an, indem das lyrische Ich den Leser mit direkter Ansprache darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich ist (vgl. V.1). Das Adverb „nur“ (ebd.) verdeutlicht den hoffnungslosen und klagenden Grundton des lyrischen Ich aufgrund der Allgegenwärtigkeit der Vergänglichkeit. Diese resignative Stimmung lässt sich in Verbindung zu dem 30-jährigen Krieg setzen, welcher zu Zeiten des Gedichtes schon 25 Jahre herrschte und Deutschland komplett zerstört hat. Die darauffolgenden drei Verse beschäftigen sich konkret mit dem Verfall und Zerstörung der Städte. So heißt es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Auffällig ist, dass die Gegenwart und Zukunft in antithetischer Verbindung stehen, wodurch untermauert wird, dass das Schöne nur kurzen Bestand hat beziehungsweise später keine Bedeutung mehr erlangt, da alles Irdische vergänglich ist. Ebenso stehen die Verben „bauen“ (ebd.) und „einreißen“ (ebd.) gegensätzlich zueinander. Durch das demolieren der Städte wird konkret auf den Krieg angespielt, wodurch zum Ausdruck kommt, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, dass die Menschen selbst für ihre Vergänglichkeit bzw. der ihrer Bauwerke verantwortlich sind. Des Weiteren verdeutlichen die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.) die Generalisierung der Ereignisse in Europa. Die Antithetik zwischen Gegenwart und Zukunft wird im dritten Vers fortgesetzt, in welchem es heißt „Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3), wodurch untermauert wird, dass die Natur ihren Platz zurückerobert. Auffällig ist hier, dass ein Rückschritt beschrieben wird. Die „Wiese“ (ebd.) steht dabei für die Natur und durch ihre grüne Farbe für Hoffnung und symbolisch für das Gedeihen neuen Lebens. Diese Idylle wird in dem darauffolgenden vierten Vers fortgesetzt, indem es heißt „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4), was den Wunsch nach Frieden verdeutlicht. Die grundsätzlich antithetische Struktur des Textes wird durch das Versmaß untermauert. Bei diesem handelt es sich um den Barock typischen Alexandriner, welcher durch eine Mittelzäsur getrennt ist und die Gegensätze voneinander schneidet. Der monotone Rhytmus des Gedichtes hebt die resignative Stimmung des lyrischen Ichs hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe wird von der Antithese „Was itz und prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5) eingeleitet. Dies hebt die Vergänglichkeit der Natur, mitsamt der blühenden Pflanzen hervor. So heißt es weiter „Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein“ (ebd.). Das „poch[en]“ (ebd.) steht hier metaphorisch für den Herzschlag eines Lebewesens. Die Anapher „Was itz“ (V.5+6) untermauert, dass die Natur und die Lebewesen eine gleiche Gewichtung in der Rolle ihrer Vergänglichkeit haben. Dies wird durch den darauffolgenden Vers unterstützt, in dem mit einer verdoppelten Verneinung nichts als ewig bestehend erklärt wird und soll Klarheit über die Vergänglichkeit alles Irdischen verschaffen (vgl. V. 7). Die Vergänglichkeit wird durch die Akkumulation „kein Erz, kein Mamorstein“ (ebd.) unterstützt, da diese zu Zeiten des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten.  Der letzte Vers der zweiten Strophe wird mit einer Personifikation des Glückes eingeleitet (was bedeutet das?). Antithetisch wird dem Glück eine Synästhesie aus &amp;quot;donnernden Beschwerden&amp;quot; (V.8) gegenübergestellt. Dabei werden zwei unterschiedliche Sinneseindrücke (donnernd = hören, Beschwerden = fühlen) miteinander in Verbindung gesetzt, um das Leid zu verdeutlichen. Des Weiteren bekräftigt diese weitere Personifikation die Assoziation mit dem Krieg, da das Verb „donnern“ mit Waffen in Verbindung gebracht werden kann, welche ebenfalls zur Zerstörung beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Betrachtung der beiden ersten Strophen ist deren klimaxartigen Aufbau auffallend. In der ersten Strophe wird ausschließlich die Vergänglichkeit materieller Güter beschrieben, währenddessen die zweite Strophe die Nichtigkeit der Lebewesen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn der dritten Strophe wird der sonettypische, inhaltliche Bruch eingeleitet, da die ersten beiden Strophen eher aus einer beschreibenden Position stammen und in der dritten und vierten Strophe zu einem bewertenden Standpunkt wechseln, was durch das Fragezeichen in Vers 10 und dem Ausrufezeichen in  Vers 13 akzentuiert wird. Inhaltlich befasst sich die erste Terzette mit der Frage was das Leben ist und wie die Menschheit es bewältigt. So heißt es in Vers neun „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9). Dies hebt hervor, dass selbst Reichtum und hochgeschätzte Werte der Vergänglichkeit unterliegen. So wird dem Leser in Vers 10 eine rhetorische Frage gestellt „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“ (V.10), um dem Leser zu verdeutlichen, dass ein Kampf gegen die Vergänglichkeit sinnlos erscheint. Der elfte Vers wird durch den Ausruf der Verzweiflung „Ach!“ (V.11) eingeleitet wodurch deutlich wird, dass das lyrische Ich über die Erkenntnis der Vergänglichkeit verzweifelt ist, da der Mensch keine Gewalt über das Leben hat. Auffällig ist hier, dass die dritte Strophe mit der vierten durch ein Enjambement verbunden ist, da die letzte Strophe konkrete Antworten auf die Frage des Lebens gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird das Leben akkumulierend „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12) definiert. Dabei stehen „Schatten, Staub und Wind (ebd.) für kurzlebige Synonyme, welche die Vergänglichkeit des Lebens akzentuieren. Ein weiterer Vergleich stellt Vers 13 dar, in welchem es heißt „Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind´t“(V.13). Dabei steht die „Wiesenblum“ (ebd.) metaphorisch für das Leben eines einzelnen Menschen, da auf einer Wiese eine einzelne Blume so unbedeutsam wie das Leben eines Menschen und dessen Vergänglichkeit ist. Der letzte Vers des Sonnets „Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) stellt das Fazit des lyrischen Ichs dar. Dieses ist der Auffassung, dass noch kein Mensch betrachtet hat was für die Ewigkeit besteht. Das Adverb „noch“ (ebd.) gibt jedoch Hoffnung, dass sich in der Zukunft noch ändern und sich der Mensch dem Ewigen zuwenden könnte. Das sogenannte Ewige ist der Glaube an Gott, welchen die Menschen in der Zeit des Barocks durch den 30-jährigen Krieg verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich sagen, dass der Text den Leser dazu bringen soll sich auf das Wesentliche, das Leben nach dem Tod, zu konzentrieren. Die Auffassung des lyrischen Ich, dass alles Irdische Vergänglich ist, wird durch zahlreiche Antithesen, Metaphern und Personifikationen geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kommentar von Lorena:'' Hallo Carina, ich finde deine Analyse wie immer sehr gelungen. Du bist auf die wichtigen Textstellen eingegangen, hast sie nachvollziehbar gedeutet und auch in Zusammenhang mit dem historischen Kontext gebracht. Alles in allem war das was du analysiert hast prima und besonders die Auswertung der stilistischen Mittel ist sehr detailliert und lobenswert. Allerdings solltest du dir angewöhnen auf für Gedichte formalen Mittel einzugehen und diese zu erläutern (beispielsweise Funktion des Metrums, Bedeutung der Kadenzen, Zäsuren etc.). Ansonsten habe ich nur zwei kleine Anmerkungen und eine Textstelle bei der ich mir selbst nicht sicher bin ob man das so schreiben kann (vgl. Kommentare im Text). Ansonsten aber eine gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorena==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahr 1637, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Barock. Thematisiert wird die Vergänglichkeit des Irdischen. Inhaltlich handelt das Gedicht von der Zerstörung des 30-jährigen Krieges und den Folgen der Zerstörung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst 14 Strophen und ist in der Form eines Sonettes gegliedert. Als Reimschema liegen in den Quartetten umschließende Reime vor, während die Terzette durch Paarreime gekennzeichnet werden. Als Metrum liegen durchgehend sechs-hebige Jamben vor, die 12 bis 13 Silben beinhalten und durch eine Mittelzäsur geteilt werden vor. Es liegen sowohl stumpfe als auch klingende Kadenzen vor, die sich dem Reimschema des Gedichtes anpassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) ein. Die „Eitelkeit“ (ebd.), die bereits im Titel des Gedichtes Erwähnung findet, ist in diesem Fall als veraltetes Synonym für Vergänglichkeit zu verstehen. Der Inhalt des Verses spiegelt die Situation in der Entstehungszeit des Gedichtes wieder. Das Gedicht ist während des 30-jährigen Krieges entstanden, in welchem viele Städte und Gebiete zerstört wurden und in dem die Lebensbedingungen der Menschen sehr schlecht waren. Das lyrische Ich beschreibt, dass egal wohin man sich wendet, überall nur Vergänglichkeit zu sehen ist. Die Repetitio der Formulierung „du siehst“ (ebd.) veranschaulicht die allgemeine Gültigkeit der Aussage des Lyrischen Ichs. Generell lässt bereits der erste Vers des Gedichtes eine resignative Stimmung erschließen, da der Krieg in dieser Zeit für die Bevölkerung sehr belastend war. Dies wird ebenfalls durch die antithetische Struktur der nächsten Verse verstärkt. Das Lyrische Ich beschreibt „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Auffällig sind neben der Kontrastierung zwischen den Zeitangaben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.), auch die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.), welche auf jede Person zu beziehen sind und die Aussage somit verallgemeinern. Auch hier wird wieder die Situation während des Krieges in Bezug auf die Vergänglichkeit aufgegriffen. Was die Menschen an einem Tag bauen oder bereits vor geraumer Zeit gebaut haben, kann am nächsten Tag schlagartig zerstört werden. Im folgenden Vers veranschaulicht das Lyrische Ich die Aussage durch das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Das Beispiel ist durch das Reimschema formal mit dem vorhergehenen Vers verbunden und verdeutlicht zum einen die Vergänglichkeit, zum anderen aber auch ein Anzeichen für die Zerstörung während des Krieges. Die antithetische Struktur, die in den ersten drei Versen des Textes verwendet wird, wird durch das Versmaß verstärkt. Als Versmaß liegen Alexandriner vor, die durch eine Mittelzäsur geteilt werden. Der monotone Rhythmus des Alexandriners verstärkt die ohnehin resignative Stimmung des Gedichtes, während die Mittelzäsur die genannten Gegensätze voneinander separieren. Diese Trennung wird formal durch ein Komma verbildlicht und somit hervorgehoben.  An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers unmittelbar an. Es ist erneut die Rede von der Wiese „[a]uf der ein Schäfers-Kind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Die Metapher des „Schäfers-Kind“ (ebd.) auf einer Wiese, verdeutlicht die Sehnsucht nach der friedlichen Zeit, wie sie vor dem Krieg war, und wiederholt die Vergänglichkeit bzw. die Nichtigkeit des vom Menschen Erschaffenen. Auffällig ist, dass in diesem Vers, nicht wie in den übrigen, die Mittelzäsur durch ein Komma dargestellt wird. Der Vers wirkt somit trostlos, was durch die stumpfe Kadenz am Versende verstärkt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichtes setzt mit der Feststellung „[w]as jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Erneut ist die Kontrastierung zwischen dem gegenwertigen Zustand und dem zukünftigen Geschehen zu erkennen, somit wird neben der allgemeinen Vergänglichkeit des Irdischen insbesondere die Vergänglichkeit der Natur hervorgehoben. Die antithetische Darstellung wird wiederholt durch eine Mittelzäsur und das Komma formal getrennt, was die Kontrastierung des Inhalts innerhalb des Verses veranschaulicht. Das Adverb „jetzund“, welches zuletzt im 18. und 19. Jahrhundert verwendet wurde, verdeutlicht das Alter des Gedichtes und bestätigt, neben der Sonett-Form und der Verwendung des Alexandriners, dass das Gedicht aus der Epoche des Barock stammt, da dies typische Merkmale für diese Literaturepoche sind. Im zweiten Vers der Strophe „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) wird wiederrum die antithetische Struktur des Gedichtes aufgeführt. Die Verben „poch[en]“ (ebd.) und „trotz[en]“ (ebd.) charakterisieren ein lebendiges Wesen. Das Verb „poch[en]“ (ebd.) beschreibt den Herzschlag eines Lebewesens, während „trotz[en]“ (ebd.) als Abwehrhaltung für herannahende Gefahren verstanden wird, die die Existenz des Lebewesens gefährden. Im weiteren Verlauf des Verses wird allerdings auch wider die Nichtigkeit dargestellt, wenn es in Bezug auf das Lebewesen heißt es, es sei „morgen Asch und Bein“ (V. 6). Die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) steht metaphorisch für den Tod des Lebewesens und verbildlicht somit die Vergänglichkeit des Lebens. Hier lässt sich wieder ein Rückbezug auf die historische Situation vornehmen, da während des Krieges viele Menschen und auch Tiere getötet wurden, die möglicherweise ohne den Krieg noch ein langes Leben geführt hätten. Dieser Umstand verstärkt die resignative Stimmung und deutet bereits eine klimaxartige Steigerung zur ersten Strophe an, da in der ersten Strophe nur die Nichtigkeit des von Menschen Erschaffenen beschrieben wurde, während nun die Vergänglichkeit der Lebewesen Thema ist, auf die der Mensch nicht immer direkten Einfluss hat. Das Lyrische Ich fasst diese Erkenntnis mit dem Befund „Nichts ist, das ewig sei“ (V. 7) zusammen. Unter diesen Befund fallen laut des Lyrischen Ichs auch Materialien wie Erz und Marmorstein (vgl. V. 7), welche im 17. Jahrhundert, in der Zeit als das Gedicht verfasst wurde, noch als unzerstörbar galten und somit wiederholt die Nichtigkeit dessen, was als unzerstörbar galt und des Irdischen im allgemeinen darstellt. Die Strophe endet mit einem Vers in derselben antithetischen Struktur, die bereits in den ersten Versen des Gedichts verwendet wurde. Das Lyrische Ich erklärt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Die Personifikation des Glücks steht in diesem Vers der Synästhesie der donnernden Beschwerden gegenüber (vgl. V. 8). Im Zusammenhang mit dem historischen Hintergrund verdeutlicht die Personifikation, dass was die Bevölkerung sich am meisten Wünscht: „Glück“ (V. 8) um zum einen den Krieg zu überleben und zum anderen, dass der Krieg, der sich zu diesem Zeitpunkt schon seit fast 20 Jahren zuträgt, bald endet. Der Krieg wird in diesem Vers durch die donnernden Beschwerden (vgl. V. 8) dargestellt. Das Verb „donnern“ (ebd.) verdeutlicht in der Synästhesie den Beschuss während des Krieges, wohingegen die „Beschwerden“ (ebd.) eine Folge des Beschusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dritten Strophe erfolgt sowohl ein inhaltlicher, als auch ein formaler Umbruch. Während in den ersten beiden Strophen noch vier Verse verwendet wurden und der Kontrast zwischen der gegenwärtigen Situation und den zukünftigen Gegebenheiten in Bezug zur Vergänglichkeit thematisiert wird, werden in der dritten und vierten Strophe nur noch drei Verse verwendet und die Vergänglichkeit des Individuums dargelegt. Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was soviel heißt wie, die Erfolge, die ein Individuum erzielt hat sind in zum einen in der Zeit des Krieges nichts mehr wert, aber auch im allgemeinen nichts wert, da alles Irdische vergänglich ist. Markant an diesem Vers ist die Verwendung des Metrums in Kombination mit dem Adjektiv „ho[ch]“ (ebd.) in Bezug auf die zustande gebrachten Taten. Zum einen liegt auf dem Adjektiv „ho[ch]“ eine Betonung, welche die Bedeutung des Wortes beim Lesen hervorhebt, aber auch der durch die Zäsur verursachte Anstieg der Stimme bis zum Einschnitt, auf welchen sowohl der Fall der Stimme, als auch der Verfall der Taten folgt. Im folgenden Vers wir das Lyrische Ich, das zuvor nur eine betrachtende und somit eher passive Rolle erfüllte aktiv. Es wirf die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit der leichte Mensch bestehn?“ (V. 10). Die rhetorische Frage bezieht sich auf die Vergänglichkeit der Menschen, was an der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) deutlich wird. Die Menschen werden mit ihrem Leben als Spielfiguren betrachtet, die nach einer bestimmten Zeit vom Spielbrett gestoßen werden. Der Umstand, dass das Lyrische Ich die Formulierung „der leichte Mensch“ (ebd.) verwendet gibt zum einen Aufschluss über den allgemeinen Wert des Menschen und seines Lebens als Spielfigur und zum anderen wirft es die Frage auf, wer mit den Menschen spielt. Die Antwort auf diese Frage ist nur im Überirdischen zu finden und lässt sich somit mit Gott als Spieler des Spiels beantworten. Er entscheidet darüber in welche Richtung sich die Figuren bewegen, welche Figuren das Spielfeld verlassen und welche bleiben. Der Schlussvers dieser Strophe wird mit der Interjektion „Ach!“ (V. 11) eingeleitet. Dieser Ausruf verdeutlicht die Verzweiflung bzw. die Resignation des Lyrischen Ichs über die gewonnene Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit. Weiterhin stellt das Lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Das, „was wir für köstlich achten“ (ebd.), sind die irdischen Bestandteile des Lebens der Menschen. Diese vergleicht das Lyrische Ich dann zu Beginn der letzten Strophe des Textes „[a]ls schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit, deren Bedeutung auch durch die Aufzählung bzw. durch den Parallelismus in Form eines Trikolons bekräftigt wird. Somit haben die irdischen Bestandteile, die den Menschen wichtig sind, genau wie die Menschen selbst eine zeitliche Begrenzung. Dies wird ebenso im letzten Teil des Vergleiches, der zeitgleich auch der letzte Bestandteil des Trikolons ist, deutlich. Die irdischen Bestandteile des Lebens werden mit einer „Wiesen-Blum“ (V. 13) verglichen, welche „man nicht wider find’t“ (ebd.). Die Lebenszeit der, als Metapher für das Leben der Menschen und der irdischen Bestandteile verwendeten, Blume ist abgelaufen und sie lässt sich nicht wieder zurückholen bzw. der Verfall lässt sich nicht rückgängig machen. Der Vers veranschaulicht somit die Unumgänglichkeit der Vergänglichkeit und stellt somit das Verhalten der Menschen, die die irdischen Bestandteile wertschätzen in Frage. Das Lyrische Ich beendet das Gedicht mit der Aussage „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14). Hierbei werden die Erkenntnisse aus dem vorangehenden Vers noch einmal aufgegriffen und beantwortet. Da das irdische vergänglich ist, ist das einzige, das Überirdisch ist gleichzeitig auch das einzige das „ewig ist“ (ebd.). Nach den Vorstellungen der damaligen Zeit (Absolutismus), ist das einzige das Überirdisch ist Gott, gefolgt von den obersten Herrschern. Das Lyrische Ich macht somit zum Ende des Gedichtes klar, dass nur der Glaube an Gott zählt und nicht das Vertrauen an irdische Bestandteile. Graphisch wird diese Aussage, da die finale Erkenntnis des Gedichtes thematisiert wird, mit einem Ausrufezeichen untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Lyrische Ich die Leser darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich und somit nichts wert ist. Letzten Endes zählt somit der Glaube an Gott, was den Menschen jedoch nicht in dieser Form benutzt wird. Zentrale formale Elemente des Textes sind die charakteristischen Merkmale des Barocks, wie beispielsweise das monotone Metrum, die Mittelzäsur, die besonders in den ersten beiden Strophen eine Rolle spielt, aber auch die Form des Sonetts selbst, welches durch die klare Struktur und die formale Gliederung das Verständnis des Textes und insbesondere des Umbruchs formal deutlich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Carina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast wie erwartet eine wirklich gute und ausführliche Analyse verfasst! Besonders deine Kenntnisse über die Zeit des Barocks hast du gut eingegliedert und mit den Formalen Aspekten in Verbindung gebracht. Des Weiteren hast du alle wesentliche Textpassagen gut erläutert und die sprachlichen Mittel mit in deine Deutungsansätze miteinbezogen. Bis auf kleine Verständnisfehler am Anfang ist dir deine Analyse wirklich gut gelungen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“ verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und ist in vier Strophen gegliedert. '''Es besteht''' (doppelt)aus jeweils vier Versen in der ersten und zweiten Strophe und aus jeweils drei Versen in Strophe drei und vier. Der Aufbau weist daher auf ein Sonett hin, da dieses aus zwei Quartetten und zwei Terzetten besteht und durch eine Zäsur in der Mitte des Verses getrennt ist. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein die Überschrift „Es ist alles eitel“ (V. 0) verallgemeinert die Situation der Vergänglichkeit'''(Z)''' welche durch das '''Numeral (Indefinitpronomen)''' „alles“ (V. 0) deutlich wird. Das Sonett „Es ist alles eitel“ '''verfasst''' von Andreas Gryphius und '''verfasst''' im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) und verdeutlicht somit, dass alles was man sieht, auf der ganzen Welt'''(Z)''' vergänglich ist. Zur Zeit des Barocks bezeichnet man die Vergänglichkeit als Eitelkeit '''und(was somit)''' ist somit ein erstes Merkmal für die Epoche und als klagende Aussage zu betiteln. Zudem wird anhand der '''Anapher (keine Anapher, nur eine Wiederholung)''' „du siehst“ (V. 1) deutlich, dass das lyrische Ich'''(Z)''' das Vergängliche mit eigenen Augen erkennen kann und sieht, wie sich die Welt verändert. Die Verwendung des sechshebigen Jambus und der männlichen Kadenz, verweist darauf das es sich hierbei um die Realität handelt, da die männliche Kadenz'''Sehr gut! Jedoch solltest du dies noch mehr erläutern''' sehr hart auf '''das Gedicht wirkt''' und somit Fakten in den Raum stellt'''(was für Fakten?)'''. Folgend erkennt das lyrische ich, dass sich die Welt ganz schnell verändern wird'''(Z)''' indem anhand einer Antithese gesagt wird, „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;“ (V. 2). Die schnelle Veränderung der Welt wird anhand der Adverbien „heute [und] morgen“ (V. 2) deutlich. Das Pronomen „jener“ (V. 2) verallgemeinert die Situation und lässt daraus schließen, dass jeder bereit dazu wäre, die Welt zu zerstören. '''Gut erkannt, jedoch verdeutlichen die antithetischen Verben ,,reißen&amp;quot; und ,,bauen&amp;quot; die Vergänglichkeit noch deutlicher, weshalb ich dir raten würde, dass du dies auch noch zu deiner Analyse hinzufügst''' Daraufhin folgt ein weiteres antithetisches Beispiel, welches die Vergänglichkeit des Irdischen darstellt, denn „Wo jetzund Städte stehn, wird wird eine Wiese sein“ (V. 3). Mit dieser Aussage bezieht sich das lyrische Ich auf die Zerstörung von Städten und vermutet, was durch „wird“ erkennbar ist, dass später mal auf diesem Platz eine Wiese sein wird, „Auf der ein Schäferkind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). '''Anhand dessen wird klar, dass eine Vorausdeutung in die Zukunft dargestellt ist und die Natur, als die Macht gegen uns Menschen bezeichnet wird. (Noch näher erläutern)''' „Schäferskind“ (ebd.) und „Herden“ (ebd.) verdeutlichen die Macht der Natur in Verbindung mit dem Menschen. Im Allgemeinen lässt sich in der ersten Strophe ein sechshebiger Jambus erkennen, mit zwei männlichen Kadenzen in Vers eins und vier und zwei weiblichen Kadenzen in Vers zwei und drei. Zudem liegt ein umarmender Reim (abba) vor, welcher die Gesamtsituation des Vergänglichen darstellt. Die Verwendung des sechshebigen Jambus vermittelt eine Art Monotonie und verdeutlicht die klagenden Aussagen und die Sorgen und Ängste der Eitelkeit, welche auf den 30- jährigen Krieg zurückzuführen ist'''Gut erkannt! Jedoch würde ich noch genauere Ursachen nennen, als nur den 30-jährigen Krieg im Allgemeinen'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe folgt mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) und hebt somit die Vergänglichkeit der Pflanzen hervor. Das lyrische Ich bemerkt also, dass auch die Natur vernichtet wird und das „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Mit „pocht“ (ebd.) und „Asch und Bein“(ebd.) wird metaphorisch das Herz eines Lebewesens'''(Z)''' welches aufhört zu schlagen dargestellt und das '''einzige''' was übrig bleibt ist „Asch und Bein“ (ebd.) ein kleiner Teil des Lebewesens. Die Anapher „Was“ (ebd.) deutet daraufhin, dass alles in der Welt irgendwann nicht mehr existieren wird. Zudem wird anhand der Aussage „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) deutlich, das Dinge'''(Z)''' wie in diesem Beispiel „Erz und Marmorstein“ (ebd.), welche zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten, auch zerstörbar sind'''Wie wirkt das?'''. Und nur das was „ewig sei“ (ebd.) ist nicht vergänglich, denn mit „ewig“ ist metaphorisch Gott gemeint, denn er wird niemals sterben. Vers acht wird mit der Personifikation '''„Glück“ (V. 8) eingeleitet, welches „uns [an] lacht“(Zit.)''' (V. 8) und mit der '''Synästhesie(Lautmauerei; Synästhesie bezieht sich auf die Sinne der Menschen)''' „donnern die Beschwerden“ (V. 8) gegenübergesetzt. Das Glück und die Beschwerden stehen uns Menschen im Leben sehr nah gegenüber und verdeutlichen '''somit''' die Gefühle der Menschen und lassen '''somit''' die Angst vor der Vergänglichkeit deutlich werden. Das Personalpronomen „uns“(ebd.) unterstreicht, '''das''' wir Menschen unter diesen Umständen leiden und bemerken das uns die Angst bevorsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersucht man die ersten beiden Strophen lässt sich ein Aufgesang erkennen, der die Dramatik der Vergänglichkeit darstellt und die äußeren Probleme in der Welt schildert, während in der dritten und vierten Strophe persönlich auf das Individuum eingegangen wird. „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) verdeutlicht, dass all die Träume der Menschen bald nicht mehr existieren werden und sich von den schönen Erinnerungen'''(Z)''' welche metaphorisch als „Traum“ (ebd.) betitelt werden'''(Z)''' verabschieden müssen. Der '''Befehl(A) befehlende, dominiernde Verb''' „müssen“(ebd.) verdeutlicht ebenfalls, dass das Schicksal'''(definiere)''' der Menschen eintreten wird und es keinen Ausweg geben werde. Daraufhin stellt das lyrische Ich sich eine rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V. 10) und versetzt sich damit in die Situation der Menschen im Krieg. Denn ihnen ist bewusst, dass ihr Leben als „leichte[r] Mensch“(ebd.) vergänglich '''wird(ist)'''.  Die Verwendung des Begriffs „leicht“ (ebd.) untermauert den Stellenwert der Menschen und somit auch den darauf bezogenen Umgang. Auch wird das Leben als „das Spiel der Zeit“(ebd.) dargestellt, was zeigt, dass das Leben als Unwichtig betrachtet wurde und das zwei '''Machten(Mächte)''' gegeneinander kämpfen und eine Macht verlieren wird. In diesem Zusammenhang sind es wir Menschen, welche durch Krieg; Folter; Vergewaltigung u.ä. vernichtet werden. Das lyrische Ich findet sich in der Situation selbst'''(Z)''' als Opfer und realisiert die Katastrophen, denen der Mensch ausgesetzt ist, indem er eine '''Interpunktion(Interjektion)''' „Ach“(V. 11) verwendet und all seine Sorgen zum Ausdruck bringt. Zudem bringt er durch das nochmals erwähnte Nummeral „alles dies“(V.11) die Vergänglichkeit des ganzen Lebens zum Ausdruck und zeigt wie wertvoll das Leben für den Menschen ist, indem er das Adjektiv „köstlich“(V. 11) verwendet, welches eher als etwas schönes gilt und man in Erinnerung behält. Daraufhin akkumuliert das Lyrische Ich mehrere Bezeichnungen für die Vergänglichkeit auf und benennt sie „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind,'''/''' Als Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V.12f.). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit und '''spiegelt Bestände wie Dunkelheit, ständige Angst und Stress(Sb.)'''. Um den Zeitraum eines Menschenlebens '''(Z)'''in dieser Zeit '''(Z)'''darzustellen'''(Z)''' verwendet der Autor den Vergleich mit der „Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(ebd.). Eine Blume lebt mit vielen andern Artgenossen zusammen in einem Lebensraum, bis sie nach einer bestimmten Zeit verblüht und somit ihr Leben verliert. Mit der „Wiesenblum“(ebd.) assoziiert das lyrische Ich den Menschen und  verdeutlicht die Vergänglichkeit und den Zustand das der Mensch nicht mehr auf der Erde da sein wird. Die Anapher „Als“(ebd.) unterstützt die Bezeichnung der Vergänglichkeit und hebt diese damit hervor. Um jedoch das wahre an der Vergänglichkeit herauszufinden'''(Z)''' erzählt das lyrische Ich in der letzten Strophe von „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!(V. 14). Da das '''irdische''' vergänglich ist, ist das '''einzige''' was Überirdisch ist gleichzeitig auch das, „was ewig ist“(ebd.) und damit ist Gott gemeint, denn er ist der Herrscher über die ganze Welt und steht auch über allem was es auf der Welt gibt. Somit macht das lyrische Ich und Menschen bewusst, dass das was für den Menschen übrig bleibt und das ist nichts, keine wahrnehmen möchte. Keiner möchte verstehen, dass nur Gott bestehen bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten beiden Strophen ist auffällig, dass diese aus jeweils drei Versen bestehen und ein Schweifreim vorweisen. Diese Veränderung des Reimschemas verweist auf ein weiteres Merkmal von Sonetten und bestätigt dieses damit nochmal. Der sechshebige Jambus wird aufgrund der in der Mitten getrennten Zäsur aufgrund von These und Antithese in Strophe eins und zwei als Alexandrina bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht aufgrund ihrer formalen Aspekte, die Folgen des 30-jährigen Kriegs, die Vergänglichkeit, anhand von Thesen und Antithesen sowie Anaphern und Metaphern sehr gut verdeutlichen. Aufgrund eines Sonetts wird die Epoche deutlich und damit auch den verwendeten Inhalt der Vergänglichkeit, welche zu dieser Zeit sehr schlimm waren. Das Reimschema trägt zum Verständnis des damals herrschenden Kriegs bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Feedback von Luisa:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Alina, meiner Meinung nach sind dir sehr viele sprachliche Besonderheiten aufgefallen die du auch vielfältig gedeutet hat. Besonders gut gefällt mir, dass du die Form des Gedichtes ab und an in deine Analyse mit eingebaut hast. Jedoch könntest du die äußere Form noch öfters mit einbeziehen. Worauf du allerdings achten solltest ist deine Zeichensetzung und deinen Ausdruck, da du dich häufig wiederholst, wie ich dir im Text markiert habe. Zudem solltest du an einigen Stellen noch tiefer in die Erklärung deiner Deutungsansicht gehen, damit man diese versteht. Außerdem ist mir aufgefallen, dass du den Zusammenhang nur kurz anspricht, aber nicht ausführlich genug, das könnte dich, in der nächsten Klausur, Punkte kosten. In deinem Schlusssatz solltest du nicht nur auf das Reimschema eingehen sondern auch noch auf andere Merkmale der äußeren Form des Gedichtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, der von Andreas Gryphius verfasst und im Jahre 1637, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Es ist der Literaturepoche Barock zuzuordnen, welche besonders durch den sogenannten „Vanitas-Gedanken“, der sich auf die Vergänglichkeit alles Irdischen bezieht, geprägt wurde. Dieser wird auch in dem Gedicht Gryphius` thematisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist aus 14 Versen zusammengesetzt, welche in 4 Strophen gegliedert sind. Die ersten beiden Strophen sind Quartette, da sie aus je 4 Versen bestehen und die anderen beiden sind Terzette, welche aus jeweils 3 Versen zusammengesetzt sind. Diese Form des Gedichtes nennt sich Sonett. Dieser Sonettstil war zur damaligen Zeit vorgeschrieben und brachte eine gewisse Ordnung und Gleichmäßigkeit in die Gedichte, was sich auch in dem vorliegenden Gedicht widerspiegelt. Bezüglich des Metrums liegt ein Alexandriner vor, welcher aus einem sechshebigen Jambus besteht. Außerdem ist die Zäsur, eine Art Einschnitt beziehungsweise Pause, die nach der sechsten Silbe erfolgt. Die Kadenzen sind abwechselnd betont (männlich) und unbetont (weiblich). In den Quartetten liegt bezüglich des Reimschemas ein umarmender Reim (abba, abba) vor, während die Terzette einen Schweifreim (ccd, eed) aufweisen. Auch aufgrund des Zusammenspiels von sich reimenden Versenden und den jeweilig gleichen (betonten oder unbetonten) Kadenzen wird die bereits erwähnte Ordnung des Gedichts unterstützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Es ist alles eitel“ deutet die Vergänglichkeit von alle dem, was diesseitig ist, also der Erde angehört, an und leitet somit in die zentrale Thematik des Textes ein. Besonders das Zahlwort „alles“ (ebd.) akzentuiert, dass die Gesamtheit des Diesseitigen von der Vergänglichkeit betroffen ist, sowohl alle Lebewesen, als auch das, was von ihnen geschaffen wurde. Außerdem wird an dieser Stelle bereits die Haltung des lyrischen Ichs zu jener angedeutet, da deutlich erkennbar ist, dass es sich der Vergänglichkeit alles Irdischen durchaus bewusst ist. Zudem wird dadurch in gewisser Weise die Verzweiflung des lyrischen Ichs angedeutet, da auch es selbst und alles um es herum Existierende nicht für die Ewigkeit besteht. &lt;br /&gt;
Anschließend setzt das Gedicht damit ein, dass das lyrische Ich erwähnt, man sehe „nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1). Damit wird erneut der Vanitas-Gedanke aufgegriffen, welcher die Vergänglichkeit alles irdischen Seins und folglich allen Lebens auf der Erde beschreibt. Das Adverb „nur“ (ebd.) hebt dabei insbesondere hervor, dass sich die Vergänglichkeit ausschließlich auf das Irdische beschränkt, wodurch gleichzeitig angedeutet wird, dass das Überirdische, also Gott, für die Ewigkeit besteht. Auf der anderen Seite deutet dies auf die Haltung des lyrischen Ichs in Bezug auf die Ausweglosigkeit aus dieser Situation hin, da ihm bewusst ist, dass man der Vergänglichkeit und der Zeit nicht entfliehen kann, was zudem eine gewisse Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs vermuten lässt. Durch die Verwendung des Pronomens „du“ (V. 1) wird der Leser direkt angesprochen und in die Thematik einbezogen, da sie jeden betrifft. Des Weiteren erklärt das lyrische Ich, was „dieser heute“ (V.2) baue, reiße „jener morgen“ (V. 2) wieder ein. Diese Aussage zielt auf die Folgen des dreißigjährigen Krieges, welcher die Zerstörung vieler Teile Deutschlands mit sich gebracht hat. Besonders auffällig ist jedoch, dass sich die beiden genannten Aussagen antithetisch gegenüber stehen, was vor allem durch die Adverbien „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) hervorgehoben wird. In Verbindung mit den Verben „baut“ (V. 2) und „reißt […] ein“ (V. 2) könnten diese mit der Gegenwart und Zukunft assoziiert werden. Dies bezieht sich darauf, dass etwas in der Gegenwart zu erbauen bedeutet, etwas Neues zu schaffen, was eine positive Gefühl hervorruft, dass dies jedoch anschließend in der Zukunft wieder abgerissen wird, deutet auf die Vergänglichkeit hin, da diese Gefühl nur von kurzer Dauer ist, was an der kurzen Zeitspanne zwischen „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Diese Aussage erinnert ebenfalls an den sogenannten „memento mori“, welcher die Lyrik zur Zeit des Barock stark geprägt hat. Mit diesem ist gemeint, dass man bedenken solle, dass man stirbt. Diese Erinnerung an den Todesgedanken sollte die Menschen daran erinnern, sich auf ihr Leben in der Gegenwart zu konzentrieren und dieses zu nutzen. Somit könnte diese antithetische Aussage auch diesen Gedanken, jeden Moment des Lebens zu genießen, da er schnell wieder vergehen werde, vor Augen führen. Andererseits kann die Verbreitung dieses Gedankens dazu dienen, den Menschen vor Augen zu führen, dass alles auf der Erde dazu bestimmt ist, irgendwann einmal zu sterben, auch sie selbst. Diese Vergänglichkeit wird durch das Pronomen „jener“ (ebd.) verallgemeinert, da sie überall zu erkennen ist. Daraufhin wird erneut die Zerstörung als Folge des Krieges sowie die Vergänglichkeit verdeutlicht, wenn das lyrische Ich erläutert, wo „jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). An dieser Stelle ist nochmals die Gegensätzlichkeit der Aussagen zu erkennen, welche vor allem durch die Zäsur zwischen der These und der Gegenthese hervorgehoben wird. Diese Zäsur dient jedoch auch dem Rhythmus des Gedichts, da an jener ein Einschnitt beziehungsweise eine Pause erfolgt. Hier ist jedoch auch ein gewisser Rückschritt zu erkennen, da es wieder zu seinem Ursprung zurückzukehren scheint. Des Weiteren lässt sich bei diesem Vers der sechshebige Jambus auf den Inhalt des Textes beziehen, da er prinzipiell eine gewisse Monotonie mit sich bringt. Diese akzentuiert in Verbindung mit der Vergänglichkeit, dass das Leben auf der Erde insofern absehbar und regelmäßig ist, als dass alles, was auf uns noch so wirkt, als hätte es bis in die Ewigkeit Bestand, bald schon nicht mehr da sein könnte. Auf die „Wiese“ (ebd.) geht das lyrische Ich im Folgenden Vers vertieft ein, indem es erläutert, auf jener werde ein „Schäferskind […] mit den Herden“ (V. 4) spielen. Das Bild des Schäferskindes als Hirte der Herde könnte sich im übertragenen Sinne auf die Religion beziehen, da Gott im Christentum als fürsorglicher Vater des Volkes oftmals auch als Hirte bezeichnet wurde, der jenes beschützt. Bezieht man dies wiederum auf den dreißigjährigen Krieg könnte diese Aussage als eine Art Appell des Erzählers an den Leser angesehen werden, da das Vertrauen in Gott, das Überirdische, das nicht vergeht, aus dieser Situation der Zerstörung hinaushelfen könnte. Demnach könnte diese Textstelle dazu dienen, Hoffnung zu vermitteln, dass nach dem Krieg wieder eine friedliche Zeit folgt. Betrachtet man in dieser Strophe genauer die Kadenzen sowie den vorliegenden Paarreim, fällt auf, dass die Aussagen in den Versen zwei und drei dadurch unterstützt werden. Dabei sind hauptsächlich die männlichen Kadenzen entscheidend, da jene hart wirken und einen Fakt beschreiben. In diesem Fall untermauern sie demnach, dass alles auf der Welt vergänglich ist, da dies eine Tatsache ist, die feststeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran folgt das zweite Quartett mit der Aussage, was jetzt so „prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Insgesamt fällt bis zu dieser Textstelle auf, dass der Fokus bisher auf der Vergänglichkeit der Natur und den Dingen, die der Mensch geschaffen hat, liegt. Dies ändert sich jedoch mit dieser Aussage. Zur Zeit des Barocks wurde das menschliche Leben häufig in Jahreszeiten eingeteilt. In dieser Textpassage scheint der Frühling aufgrund der Assoziierung von blühenden Blumen dargestellt zu werden. Bezieht man diesen weiterhin auf das menschliche Leben, so wird hier das Leben eines jungen Menschen aufgegriffen. Auch dieses ist demnach vergänglich, wodurch deutlich wird, dass der Tod jederzeit eintreffen kann und das Leben eines jeden vergänglich ist. Somit wird erneut klar, dass der Mensch dazu bestimmt ist, früher oder später zu sterben. Daraus lässt sich die Resignation des lyrischen Ichs schlussfolgern, da es sich somit auch der Vergänglichkeit seines eigenen Lebens bewusst zu sein scheint. Daraufhin erläutert das lyrische Ich, dass das was noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sei. Insbesondere das Verb „pocht“ (ebd.) lässt erkennen, dass es sich bei dieser Aussage um Menschen handelt, da das Pochen an das menschliche Herz und das Leben erinnert. Jene Menschen, die erwähnt werden scheinen Widerstand gegen den Krieg beziehungsweise einen feindlichen Angriff zu leisten, was durch das Verb „trotzt“ (ebd.) hervorgehoben wird. Eben diese Menschen seien am nächsten Tag lediglich noch „Asch und Bein“ (ebd.) was mit dem Tod in einer Verbindung steht, welcher eine Folge des Krieges ist. Somit wird hier wieder der memento mori aufgegriffen. An dieser Stelle ist die Kritik des lyrischen Ichs deutlich festzustellen, da es eine der Konsequenzen des Krieges darstellt. Somit wird an dieser Stelle die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt. Die Anapher „Was “ (V. 5, V. 6), welche die expliziten Aussagen der Vergänglichkeit des Menschen einleitet, verbindet diese miteinander und hebt somit hervor, dass alles Irdische vergänglich ist. Dies wird auch durch die im Anschluss folgende Aussage „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) vor Augen geführt, da man früher geglaubt hat, man könne diese nicht zerstören und sie würden für die Ewigkeit bestehen. Dies widerlegt der Inhalt der restlichen Aussagen jedoch, denn das lyrische Ich behauptet, dass auch diese vergänglich sind, da sie etwas irdisches sind. Des Weiteren folgt die Personifikation jetzt „lacht das Glück“ (V. 8), welche der Synästhesie bald „donnern die Beschwerden“ (V.8) antithetisch gegenübersteht. Dies soll auf der einen Seite die Vergänglichkeit des Glücks und somit der guten Zeiten darstellen und deutet auf der anderen Seite auf die Folgen des Krieges hin, da die „Beschwerden“ (ebd.) nach dem Krieg häufig durch die darauf folgenden Hungersnöte sowie die Armut und das Leid der Menschen aufgekommen sind. &lt;br /&gt;
Anschließend ist deutlich zu erkennen, dass sich das erste Quartett mit der Vergänglichkeit dessen, was der Mensch geschaffen hat, beschäftigt, während das zweite Quartett die Vergänglichkeit des Menschen selbst thematisiert. Dadurch wird unterstützt, dass nichts auf der Welt ewig ist. Dies wird auch durch den einer Klimax ähnelnden Aufbau des Textes unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe ist ein Terzett und setzt damit ein, dass „[d]er hohen Taten Ruhm […] wie ein Traum vergehn“ (V. 9) müsse. Insbesondere der „hohen Taten Ruhm“ (ebd.) ist nach der Meinung des lyrischen Ichs nicht mehr von großer Bedeutung, da auch dieser vergänglich ist, denn auch die Taten während des Krieges sowie beispielsweise gewonnene Schlachten, die im ersten Moment Ruhm eingebracht haben, werden früher oder später vergessen und sind somit nichtig, da sie keinen Wert mehr haben. Der Vanitas-Gedanke, welcher sich auf eben diese Vergänglichkeit alles irdischen Seins bezieht, bedeutete für die Menschen zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, dass beispielsweise auch Macht und Reichtum nicht signifikant sind. Dies resultierte daraus, dass das Leben auf der Erde meist als sogenannter „leerer Schein“ bezeichnet wurde und somit nicht von großer Bedeutung gewesen ist. Für die Menschen ist es hauptsächlich wichtig gewesen, eine reine Seele zu haben und alle Sünden zu büßen, da dies die Voraussetzung für das Fortleben im Jenseits gewesen ist. Da dies nicht vergänglich ist, hat es also einen höheren Wert. Besonders das Substantiv „Traum“ (ebd.) hebt die Nichtigkeit des Ruhmes oder der Macht hervor, da jene sich nicht auf das Fortleben im Diesseits auswirken. Das Verb ,,müssen&amp;quot; (V. 9) untermauert nochmals die Bedeutungslosigkeit menschlicher Taten. Anschließend folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10). Das „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht dabei metaphorisch für das Leben. Dieses ist vergänglich und somit durch die „Zeit“ (ebd.) beschränkt, die etwas Ewiges ist und Anfang und Ende des menschlichen Lebens festlegt. Der Mensch selbst hat also gar keinen Einfluss auf seinen Tod, was seine sehr geringe Macht im Gegensatz zu der des Überirdischen hervorhebt. Mit dem ,,leichte[n] Mensch“ (ebd.) wird vor Augen geführt, dass der Mensch nicht für die Ewigkeit Bestand hat, da er durch das Adjektiv „leichte“ (ebd.) als schwach beschrieben wird. Daraufhin fragt das lyrische Ich sich, was „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) überhaupt sei. Dies bezieht sich auf die Frage, was das Leben überhaupt ist und welchen Wert es hat. Die Menschheit hat prinzipiell das Gefühl, dass das Leben und besonders das, was sie in jenem schaffen, für die Ewigkeit Bestand hat. Dies widerlegt das lyrische Ich jedoch mit den Aussagen im ersten und zweiten Quartett, denn nach jenen ist weder das, was die Menschen geschaffen haben, noch sie selbst für die Ewigkeit bestehend. Dies ist auf die Vergänglichkeit und die schwindende Zeit zurückzuführen. Die dieser Aussage vorangestellte Interjektion „Ach“ (V. 11) bringt den klagenden Charakter des Gedichtes durch die Resignation des lyrischen Ichs zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte Strophe gibt auf die zuvor erwähnte Frage in gewisser Weise eine Antwort und bezeichnet „alles dies“ (ebd.) „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Dies führt vor Augen, dass das vom Menschen erschaffene sowie der Mensch und sein Leben nicht von großem Wert und belanglos ist, da all dies etwas Irdisches und somit vergänglich ist. Zudem stehen die einzelnen Begriffe metaphorisch für die Vergänglichkeit. Bei dem Gedanken an den ,,Schatten&amp;quot; (ebd.) kommt ein unangenehmes Gefühl auf, was darauf zurückzuführen ist, dass man mit diesem Kälte und besonders Dunkelheit verbindet. Dies erinnert wiederum an den Tod und somit an die Vergänglichkeit des Lebens. Auch der ,,Staub&amp;quot; (ebd.) erinnert an den Tod, was daraus resultiert, dass der Mensch nach seinem Tod in gewisser Weise zu diesem zerfällt. Des Weiteren hat Staub die Eigenschaft, dass er sehr leicht ist und somit sozusagen schnell verfliegen kann. Aus diesem Grund verschwindet er und genauso ist es mit dem menschlichen Leben, denn auch dieses verschwindet in gewisser Weise und gerät in Vergessenheit. Der ,,Wind&amp;quot; (ebd.) ist nichts, nach dem man greifen kann oder ihn festhalten kann und bezogen auf das Leben des Menschen könnte dies darauf hindeutet, dass auch dieses nicht festgehalten werden kann. Somit kann dieses nicht für die Ewigkeit bestehen. Zudem wird auch mit dem Wind häufig Kälte assoziiert, was wieder an den Tod und die Vergänglichkeit des Lebens erinnert. Weiterhin beschreibt das lyrische ich „alles dies“ (ebd.), was der Mensch als ,,köstlich&amp;quot; (ebd.) achtet „[a]ls eine Wiesenblum, die man nicht wieder find`t“ (V. 13). Bei der Vorstellung einer Wiese voller Blumen und einer einzigen Blume auf jener wird der geringe Wert dieser einzelnen Blume im Gesamten direkt deutlich. So ist es auch mit dem menschlichen Leben und dem einzelnen Menschen, da auch jener als einzelne Person insbesondere unter der Bezugnahme der Vergänglichkeit nahezu nichtig ist. Das lyrische Ich erläutert daraufhin, dass „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14) wolle. Dies resultiert daraus, dass die Menschen versuchen an dem festzuhalten, was Irdisch ist, da sie sich dessen nicht bewusst sind, dass all dies vergänglich ist und sich nicht damit beschäftigen, was für die Ewigkeit geschaffen ist. Das, was für die Ewigkeit Bestand hat ist im Grunde lediglich Gott, also das Überirdische sowie das Leben nach dem Tod. Das Leben auf dieser Erde ist vergänglich und im Vergleich zum Überirdischen von geringerem Wert, da die Menschen und all das, was sie geschaffen haben irgendwann vergessen sein wird und letztlich nichtig ist und dies scheinen die Menschen nicht zu erkennen oder zu vergessen. Durch die Interpunktion am Ende dieses Gedichts wird diese Aussage erneut bekräftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Sonett mit der Vergänglichkeit alles irdischen Seins sowie auf der anderen Seite dem Überirdischen (Gott) und dessen Ewigkeit auseinandersetzt. Daraus resultiert zudem die Nichtigkeit alles Irdischen. Diese zentralen Aussagen des Textes werden besonders durch Metaphern und das Metrum sowie die Gegenüberstellungen von These und Antithese, die durch die Zäsuren hervorgehoben werden, untermauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Diana: Meiner Meinung nach hast du viele und richtige Analyseaspekte in deiner Analyse eingebracht. Deine Einleitung beinhaltet alles und was ich auch gut finde ist, dass du für das Thema Vergänglichkeit ein Fachbegriff nennst, der im Zusammenhang der Epoche des Barocks gebraucht wird. Außerdem finde ich es auch gut, dass du die Form, das Reimschema und das Metrum des Gedichts nicht nur nennst, sondern auch in deine Analyse hineinfließen lässt und auch analysierst. Im ersten Quartett finde ich gut die Herausstellung der Antithese gelungen und der Bezug dabei auf den Krieg und das Thema der Vergänglichkeit, da du detailliert analysierst und jedes Wort beinahe erklärst. Was ich dabei jedoch nicht so gut finde, ist dass du dort bereits die Andeutung auf Gott siehst, die meiner Meinung nach erst in der letzten Strophe thematisiert wird. Dass du den Begriff ,,momemto mori“ in deine Analyse eingebracht hast, finde ich auch sehr gut, wobei du den Begriff sogar noch erklärst, was ich sehr gut finde. Jedoch finde ich dass du den Begriff nicht schon zu Beginn einbringen solltest, sondern erst im 2.Quartett, wenn es um die Vergänglichkeit des Lebens geht, da im ersten Quartett eher die Vergänglichkeit erschaffener Dinge thematisiert wird. Was ich für besonders gut gelungen finde ist die Analyse des 5.Verses, da du sehr detailliert analysierst. Zu dem erkennst du auch den klimaxartigen Aufbau des Gedichts und dass das Lyrische ich zunächst beschreibt und anschließend wertet. Zudem finde ich die Analyse des Terzette auch gut, da du die zentralen Aussagen analysierst und belegst und die Metapher ,,Spiel der Zeit“ richtig erläuterst. In allem eine gelungene Analyse, wobei du Kleinigkeiten, die ich dir genannt hab nur verbessern musst (die Stellen hab ich dir auch markiert und in Klammern dahinter geschrieben, was mein Verbesserungsvorschlag ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die allgemeine Vergänglichkeit irdischer Dinge mit besonderem Fokus auf der Vergänglichkeit des Lebens im 30-jährigen Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht befasst sich im historischen Kontext mit der Vergänglichkeit des Menschen bezogen auf den 30-jährigen Krieg, in dem die Zerstörung der Menschenleben und Städte ausdrücklich Tag für Tag durchlebt werden mussten. Darauf bezogen setzt auch die erste Strophe, geschrieben in einem umschließenden Reim, mit den Worten „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“(V. 1) ein. Hierbei wird besonders die Komplexität der Vergänglichkeit, welche im Wort „Eitelkeit“(ebd. ) benannt wird, deutlich, indem der Ausdruck „Du siehst, wohin du siehst“(ebd. ) verwendet wird. Dieser drückt gleich zu Beginn aus, das alles irdische vergänglich ist und dehnt somit den Rahmen auf alles aus, verallgemeinert die Aussage also. Auffallend ist hierbei jedoch die Verwendung des Verbs „sehen“(ebd. ), welches Anlass gibt, das Vergängliche auf irdischer Ebene zu betrachten, da der Mensch nicht im Stande ist, das überirdische, bzw. „Gott“ zu sehen. Zudem spitzt das Adverb „nur“ (ebd. ) diese Bedeutung des Überirdischen noch einmal zu, indem die Erde somit als alleinig aus Vergänglichkeit bestehend beschrieben wird, weshalb das Reich Gottes indirekt, hier noch nicht ganz deutlich, aber bezüglich der vierten Strophe einen Kontrast zum Irdischen bildet. Die abschließende Interpunktion, die den Satz beendet, verweist dabei noch einmal auf die endgültige Vergänglichkeit aller Dinge und allen Lebens ohne Ausnahme. Daran anschließend konkretisieren die drei folgenden Verse die irdische Situation, indem Beispiele für die Vergänglichkeit genannt werden. In diesem Sinne setzt der Text mit den Worten „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“(V. 2) fort. Besonders kommt dabei die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen in den Pronomen „dieser“(ebd. ) und „jener“(ebd. ) noch einmal zum Ausdruck. Sie verallgemeinern das Bezugsfeld, sodass alle Menschen das Vergängliche miterleben sowie mit beeinflussen. Hierbei redet das lyrische ich in diesem Zusammenhang von Gebäuden, auch im metaphorischen Sinne von Errungenschaften einzelner, die wiederum zerstört werden. Die Zerstörung lässt sich dabei auf den historischen Hintergrund und somit auf den 30-jährigen Krieg beziehen, in welchem viele Leben und so auch Lebensräume zerstört wurden. Die antithetische Formulierung, wie auch der Kontrast in „heute“(ebd. ) und „morgen“(ebd. ) spielt dabei jedoch auch gewissermaßen auf die Wechselseitigkeit des Krieges an. Bezüglich der Zerstörung setzt der dritte Vers fort „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“(V. 3), worin wiederum Zusammenhänge zum Krieg gezogen werden können. Hierbei stechen aber auch noch einmal die antithetischen Begriffe „Städte“(ebd. ) und „Wiesen“(ebd. ) hervor, die insbesondere auf die materielle Vergänglichkeit anspielen, aber auch verdeutlichen, dass alles wieder zu seinem Ursprung gelangt, da dort vor der Stadt auch nur eine Wiese war. Eben diese Art von Kreislauf des Lebens unterstreicht der Vers „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“(V. 4). Durch die Verwendung des Futurs sowie die Simplizität der Situation, die im Hirtenjungen ausdrücklich wird, zeigt das lyrische Ich, dass es trotz aller Zerstörung und Vergänglichkeit auch immer wieder einen Neuanfang und so auch neues Leben gibt, welches im Wechsel mit dem Tod bzw. der Vergänglichkeit steht. Auch drückt letztlich der umschließende Reim in den ersten beiden Strophen diese Vergänglichkeit als letztliches Mittel allen Lebens aus, was auch durch die Kadenzen deutlich wird. Hierbei sind der erste und vierte Vers weiblich, enden also auf einer unbetonten Silbe, und die umschlossenen Verse, wie auch in Strophe zwei männlich, enden auf einer betonten Silbe. Dabei ist auffallend, dass die betont endenden Verse jeweils eine Tatsache beinhalten, die für das lyrische Ich schlussendlich ist, während die anderen Verse eher etwas ins Ungewisse deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontrastierung zweier Sinnbilder setzt sich auch in der zweiten Strophe fort, was wiederum die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen unterstreicht. In „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“(V. 5) wird auf gewisse Weise erneut metaphorisch das Leben dem Tod gegenüber gestellt. Besonders drückt darin die Wortwahl die Resignation des lyrischen Ichs aus, welches dem Leben nachtrauert, sich jedoch des Vergänglichen und des Neuanfangs bewusst ist, diesen jedoch nicht völlig zu verstehen vermag. Hierbei sticht jedoch durch die Verwendung des Futurs erneut die Wechselhaftigkeit heraus, die zum einen erneut auf den Krieg, aber zum anderen auch auf die Wechselhaftigkeit des Lebens anspielt. Somit ist es ungewiss, wie lange etwas anhalten und beständig sein wird, da die Möglichkeit des Vergehens jederzeit besteht. Dies entspricht auch dem Tod, der ungewiss eintreten kann, sei es durch Krieg oder aber andere Umstände, wie es in den folgenden Worten „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“(V. 6) deutlich wird. Besonders steht dabei das Verb „pochen“(ebd. ) für den Herzschlag und somit für Leben, wohingegen „Asch und Bein“(ebd. ) auf eine tote Person andeuten. Besonders wird hier jedoch auch noch einmal die Nichtigkeit einer einzelnen Sache oder Person für die Gesamtheit deutlich, indem die Asche metaphorisch als Symbol der Vergänglichkeit gilt. Zudem gilt sie bezüglich des Todes jedoch auch als Zeichen der Trauer, was die Resignation des lyrischen Ichs untermauert. Rückbezogen auf die verschiedenen Beispiele wie dem Tod oder der Zerstörung von Stätten folgt so  als Schlussfolgerung des lyrischen Ichs „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“(V. 7). Auch dieser Satz wird wie auch schon der erste durch eine Interpunktion beendet, was die Endgültigkeit der Aussage unterstreicht und somit die Vergänglichkeit verallgemeinert. Dass diese Aussage für alles und jeden gilt, wird dabei in den Worten „kein Erz, kein Marmorstein“(ebd. ) ausdrücklich, da Erz und Marmor in früheren und auch in heutigen Zelten als teure und resistente Stoffe gelten, die vielem Stand halten. Sie unterstreichen die Aussage also insofern, dass sie letztlich die Spitze des Unkaputtbaren darstellen und dennoch vergänglich sind, weshalb sich jegliche anderen Dinge dem unterordnen. Im letzten Vers der zweiten Strophe wird im Anschluss noch einmal besonders auf die Wechselhaftigkeit und den Kreislauf des Lebens angespielt. So zeigt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“(V. 8), dass das Leben gute wie auch schlechte Zeiten beinhaltet und der Wechsel zwischen diesen unabsehbar stattfindet, was das Adverb „bald“(ebd. ) andeutet. Aber auch der Bezug auf ein jedes Leben wird im Personalpronomen „uns“(ebd. ) deutlich, der durch die Personifikation „Jetzt lacht das Glück“(ebd. ) gestärkt wird. Eben diese verdeutlicht, dass das Glück auch etwas unbeeinflussbares ist, wie jeder andere Mensch auch, sodass auch das Aufkommen von Glück etwas ist, das vergänglich ist. Das gleiche drückt so auch die Metapher „bald donnern die Beschwerden“(ebd. ) aus, welche gewissermaßen auch für eine Unbeständigkeit der menschlichen Verfassung und Gemütsstimmung steht und somit auch diese als vergänglich akzentuiert. Betrachtet man die beiden ersten Strophen im Zusammenhang, so fällt ein etwas klimaktischer Aufbau von erster zu zweiter Strophe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte und vierte Strophe stehen dahingegen etwas im Kontrast zu den beiden vorherigen Strophen, indem das lyrische Ich darin nachdenklich wirkt und über die menschliche Existenz nachdenkt. Fasst man die beiden Strophen zusammen, so fällt gleich der darin vorhandene Schweifreim auf. Das Metrum, das in den beiden Quartetten und Terzetten aufzufinden ist, ist das für den Barock typische Metrum Alexandriner, indem ein 6-hebiger Jambus jeweils inklusive einer Zäsur vorliegt. Durch diesen im Gedicht stringent verwendeten 6-hebigen Jambus fällt auch auf, dass die Paarreime jeweils betont enden und die sich reimenden Weisen/Schweife dahingegen unbetont. Inhaltlich fällt in diesem Kontext auf, dass die unbetonten Verse meist noch etwas positives beinhalten, das den Sinn hinter der Vergänglichkeit, den natürlichen Kreislauf des Lebens und die Ewigkeit in Gott ausdrückt. Das Metrum sorgt dahingegen jedoch für eine monotone Darstellung, die bezogen auf den Inhalt die unumgehbare Existenz der Vergänglichkeit darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe setzt mit dem Ausdruck „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) ein. Der Vergleich mit einem Traum bringt dabei die Nichtigkeit der Dinge in den Vordergrund. Zwar wird hier konkret von Ruhm gesprochen, über den das lyrische Ich nachdenkt, jedoch lässt dieser sich als ein Exemplar auffassen, dass eigentlich zeigt, wie unwichtig Dinge wie Ruhm und materielles Reichtum sind, da sie letztlich so schnell vorüber und in Vergessenheit geraten sind wie ein Traum, an den man sich oftmals schon nach kurzer Zeit nicht mehr erinnern kann. Darauf folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“(V. 10), welche durch die Existenz des Todes ihre Antwort findet. Besonders sticht hier aber auch die Metapher „das Spiel der Zeit“(ebd. ) heraus, welche verdeutlicht, dass die Zeit selbst endlos ist, jedoch das Spiel und somit das Leben des Menschen innerhalb dieser ein Ende findet, wie jedes Spiel irgendwann endet. In diesem Kontext wird der Mensch durch das Adjektiv „leicht“(ebd. ) verallgemeinernd als schwach dargestellt, was sich rückblickend auf den „Marmorstein“(V.  7) als Kontrast zur Härte zeigt, die jedoch auch nicht beständig ist. Somit deutet die Beschreibung des Menschen die vorausgesetzte Endlichkeit dieses an. Dass diese Tatsache das lyrische Ich resignieren lässt, wird in der Interjektion „Ach“(V. 11) deutlich. Im Anschluss daran fragt es sich, „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“(V. 11). Durch diese Frage wird deutlich, dass das, was der Mensch zu Lebzeiten schätzt, in Anbetracht der Zeit nichts wert ist und bezogen auf die Vergänglichkeit somit auch seinen Sinn verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt im Anschluss und als indirekte Antwort auf diese Frage setzt die vierte Strophe mit den Worten „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(V. 12) ein. Diese akzentuieren im metaphorischen Sinne, dass alles Irdische und vom Menschen erschaffene letztlich nur eine Kleinigkeit, wenn nicht gar nichts für die Gesamtheit ist. So gehören „Schatten, Staub und Wind“(ebd. ) alle zum Wortfeld der Vergänglichkeit, da sie alle Dinge sind, die nur für einen Moment bemerkt werden und kaum sichtbar sind. Diese akkumulierte Darstellung der Nichtigkeit wird auch im folgenden Vers, welcher sich wiederum auf die dritte Strophe bezieht, in „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V. 13) erneut aufgegriffen. Hierbei zeigt das Bild einer einzelnen Blume den geringfügigen Wert eines Menschen oder aber eines Gegenstandes für die Zukunft und die gesamte Welt. Schafft man hier nochmals eine Überleitung zum Krieg, so deuten diese beiden Verse die Nichtigkeit eines Individuums für einen Staat an, dem sich das lyrische Ich unverständig entgegensetzt. Somit sei alles vergänglich und sobald etwas vergangen ist, ist es vergessen und ohne Bedeutung. Dass dieser ganzen Vergänglichkeit jedoch etwas als eine Art Hoffnung entgegensteht, interessiert die meisten Menschen nicht, weshalb sie am Vergänglichen festhalten. Eben diese Tatsache wird im letzten Vers „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V. 14) deutlich. Letztlich ist Gott und somit das Leben nach dem Tod das Unendliche, das die Menschen jedoch im Leben noch nicht sehen oder erreichen können, aber auch nicht sehen wollen, indem sie am Irdischen festhalten. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird hierbei der ursprüngliche Anlass des Krieges, der zu Beginn ein Glaubenskrieg war, herausgestellt. Jedoch vergaßen die Menschen nach und nach den wahren Anlass ihres Kämpfens, sodass der Krieg eher zu einem materiellen Krieg wurde und der Glaube und so zugleich das Endliche vernachlässigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend befasst sich das Sonett im allgemeinen mit der Vergänglichkeit alles Irdischen, dem Gott jedoch kontrastierend gegenübersteht. Eben dieser Kontrast, aber auch die Wechselseitigkeit des Lebens und des Wandels von Gut zu Schlecht werden durch viele antithetische Reime verdeutlicht. So wird auch besonders die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt, während der Kreislauf des Lebens eher hintergründig durch einige Metaphern als eine Art Hoffnung aufgeführt wird. Insgesamt unterstützt jedoch alles, wie auch das Reimschema die These, dass überall Vergänglichkeit enthalten ist und es nur eine Frage der Zeit ist bis Dinge vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback Nina: Liebe Sarah, deine Analyse ist dir sehr gut gelungen. Vor allem inhaltlich schaffst du es vieles aus dem Gedicht herauszunehmen und zu erläutern. Dabei ist mir besonders positiv im Kopf hängen geblieben die Analyse deiner zweiten Strophe, die mir inhaltlich am besten gefallen hat. Außerdem schaffst du oft Verbindungen verschiedener Verse, was ebenfalls gut ist. Zudem nimmst du immer wieder Bezug zu den damaligen Umständen, aber nicht oft, sodass nicht der Gedanke aufkäme, das ganze Sonett handele von Krieg. Die eigentliche Thematik der Vergänglichkeit hast du natürlich gut herausgearbeitet und sie so in deinen Fließtext eingebaut, dass es sich nicht nach ständiger Wiederholung anhörte. Auch die formalen Aspekte hast du überwiegend richtig rausgearbeitet, jedoch immer an den Anfang der Quartette und Terzette gesetzt, sodass die Analyse der formalen Aspekte teilweise Aspekte der nächsten Strophe vorwegnahm. Außerdem erklärst du an zwei, drei Stellen nicht genau was du meinst (hab ich dir aber im Text markiert). Jedoch gefällt mir deine Analyse allem in allem gut.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Es ist alles eitel“ und verfasst von Andreas Gryphius handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahr 1637 veröffentlicht wurde und somit der Zeit des Barocks zuzuordnen ist. Thematisch geht es in dem Gedicht um die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und 4 Strophen, wobei der Aufbau der eines Sonetts ist, da die ersten beiden Strophen aus jeweils 4 Versen bestehen und die letzten beiden Strophen aus je 3 Versen. Das Metrum ist ein 6-hebiger Jambus, wobei die Kadenzen abwechselnd betont und unbetont sind, und das Reimschema in den Quartetten ist ein umarmender Reim (abba, abba) und in den Terzetten liegt ein Schweifreim vor (ccd, eed). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Gedichts ,,Es ist alles eitel“ verdeutlicht bereits das Thema, dass alles vergänglich ist, wobei das Wort ,,alles“ die Verzweiflung des Lyrischen Ichs verdeutlicht, da nichts ewig bleibt und gleichzeitig auch hervorbringt, dass alles uns Bekannte und alles Existente vergänglich ist . Die Aussage ,,Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) verdeutlicht ebenfalls die Vergänglichkeit, wobei das Lyrische Ich darüber klagt, dass überall ,,nur“ (ebd.) Vergänglichkeit zu finden sei, also, dass alles auf der Welt vergänglich ist und nichts ewig ist. Dabei spricht das Lyrische Ich auch den Leser an, indem es das Personalpronomen ,,du“ (ebd.) verwendet, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass diese Vergänglichkeit ein Thema ist, welches alle betrifft. Durch die nächste Aussage ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2)  wird die Vergänglichkeit verbildlicht, wobei die Zeitangaben ,,heute“ (ebd.) und ,,morgen“ (ebd.) verdeutlichen, dass das was heute existiert in der Zukunft womöglich nicht mehr existiert, wobei die Zeitspanne dazwischen nicht immer lange ist, sondern Dinge schon bald vergänglich sein könnten. Die Verben ,,baut“ (ebd.) und ,,reißt […] ein“ (ebd.) stehen antithetisch zueinander und verdeutlichen, dass eben nicht nur Schlechtes vergeht, sondern auch Gute und Nützliche Sachen nicht für die Ewigkeit sind und eben auch diese vergehen. Die Antithese wird dabei durch das Metrum unterstützt, da zwischen den beiden antithetischen Aussagen eine Zäsur, also einer Pause, liegt, die die beiden Aussagen auch im Metrum noch einmal von einander trennt und so auch den Inhalt unterstützt. Auffällig in dieser Aussage sind aber vor allem auch die allgemeinen Formulierungen wie ,,dieser“ (ebd.) und ,,jener“ (ebd.), was zum Ausdruck bringt dass die Vergänglichkeit alles und jeden betrifft und somit auch auf alles übertragbar ist. Die Antithese dieser Aussage verdeutlicht auch den Kontrast des Daseins und der Vergänglichkeit und das eben aus diesen Dasein schnell Vergänglichkeit werden kann. Die nächste Aussage ,,Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein/ Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 3 f.) stellt eine Metapher dar, die ebenfalls die Vergänglichkeit verdeutlicht, aber auch eine Art Kreislauf der Vergänglichkeit und des Neubeginns. Dabei stehen die ,,Städte“ (ebd.) für das Existierende heute, welches nicht ewig ist und vergehen wird, wobei an Stelle dieser eben ,,eine Wiese“ (ebd.) sein wird, also etwas neues, welches den Platz des zuvor Existierenden eingenommen hat. Eben dieser Neubeginn des Kreislaufes wird durch die Metapher des ,,Schäferkind[es]“ (ebd.) verdeutlicht, da das Kind für neues Leben und den Anfangs steht. Somit wird durch diese Metapher deutlich, dass auch wenn alles vergänglich ist, es trotzdem einen Kreislauf gibt, der für einen Neubeginn sorgt. Auch das Nomen ,,Wiese“ (ebd.) steht für einen Neubeginn und Natürlichkeit, wobei das Nomen antithetisch zu dem Nomen ,,Städte“ (ebd.) steht, was ebenfalls die Vergänglichkeit und auch der Neubeginn verdeutlicht, da an Stelle der Stadt eine Wiese ist, die nicht von Menschen erschafft ist, wie die Stadt, sondern natürlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Quartett beginnt mit der Aussage ,,Was jetztund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5), wobei diese Antithese ebenfalls die Vergänglichkeit untermauert. Dabei wird hier darauf hingedeutet, dass das Schöne und Positive ebenfalls vergeht, was durch die Metapher ,,Was […] prächtig blüht“ (ebd.) verdeutlicht wird. Jedoch könnte die Metapher auch für ein junges Leben stehen, da zur Zeit des Barocks Jahreszeiten als Metapher für Lebensabschnitte genutzt wurden, woraus sich ergibt, dass der Frühling also das Blühende ein junges Leben ist, welches ebenfalls vergehen kann. Dadurch wird ausgedrückt, dass die Vergänglichkeit jeder Zeit im Leben eintreten kann und man nie weiß, wann man sterben wird, was den Gedanken ,,momento mori&amp;quot;, was so viel heißt wie ,,Bedenke, dass du jeder Zeit sterben kannst&amp;quot;, aufgegriffen wird. Die Verzweiflung und resignative Haltung des Lyrischen Ichs wird durch das Verb ,,zertreten“ (ebd.) hervorgebracht, wobei das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als etwas Negatives empfindet, da das Schöne, Blühende zerstört wird. Das Adverb ,,bald“ (ebd.) bringt ebenfalls die resignative Haltung und die Klage über die Vergänglichkeit zum Ausdruck, da das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als kein entferntes Ereignis sieht, sondern glaubt, sich der Vergänglichkeit in naher Zukunft stellen zu müssen.  Dies lässt sich auf die damalige Situation des 30-Jährigen Kriegs übertragen, da man sich der Vergänglichkeit stellen musste, da der Krieg alles zerstört hat. Dies wird auch durch die nächste Aussage ,, Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) auch verdeutlicht, da durch die Formulierung ,,pocht und trotzt“ (ebd.) deutlich wird, dass Menschen im Krieg gemeint sein könnten, die kämpfen und sich zu verteidigen versuchen. Das Verb ,,poch[en“ (ebd.) erinnert dabei an das menschliche Herz, wodurch also der Mensch und das Leben symbolisiert wird. Durch die Aussage, dass diese zu  ,,Asch und Bein“ (ebd.) werden, werden die negativen Konsequenzen des Krieges verdeutlicht, nämlich, dass Menschen sterben, wobei durch den Ausdruck ,,morgen“ (ebd.) ebenfalls hervorgebracht wird, dass dies bald wieder passiert, was somit die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt. Die Anapher der Aussage zuvor und dieser ,,Was“ (ebd.), bringt dabei hervor, dass das Vergängliche alles betrifft und überall anzutreffen ist. Weiterhin wird durch die Aussage ,,Nichts ist, was ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) erneut die resignative Haltung des Lyrischen Ichs deutlich, da dieser die Vergänglichkeit überall sieht, was durch die Akkumulation ,,kein Erz, Kein Marmorstein“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird. Außerdem wird dadurch hervorgebracht, dass auch die Erde vergänglich ist und somit nicht ewig bleibt, was die Klage des Lyrischen Ichs und die Resignation hervorhebt. Die Antithese ,,Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) untermauert erneut, dass der heutige Zustand in der Zukunft weg ist, wobei die Zeitangaben ,,Jetzt“ (V.8) und ,,bald“ (V.8) ebenfalls die kurze Zeitspanne verdeutlichen, in dem das Heutige existiert und dass die Vergänglichkeit schneller kommt als man denkt. Die Personifikation ,,lacht das Glück uns an“ (V.8) untermauert dabei, dass das Lyrische Ich anklagt, dass sich sehr stark auf das Heutige konzentriert wird und dann vergessen wird, dass bald die Beschwerden ,,donnern“ (ebd.), wodurch auch eine gewisse Angst des Lyrischen Ichs vor der Zukunft verdeutlicht wird und auch die Verzweiflung über die Vergänglichkeit des Glückes hervor gebracht wird. Das Personalpronomen ,,uns“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle Menschen betrifft und das Thema sich somit auf jeden und alles übertragen lässt. Das Verb ,,donnern“ (ebd.) verdeutlicht metaphorisch, dass die ,,Beschwerden“ (ebd.) große Auswirkungen haben werden und die Menschen heftig überkommen. Dadurch wird dann auch erneut die Angst des Lyrischen Ichs vor dem Krieg und dessen Folgen deutlich, wobei das Verb ,,donnern“ (ebd.) auch mit Waffen und den lauten Geräuschen des Krieges assoziiert werden könnte.&lt;br /&gt;
Das Metrum dieser beiden Quartette ist dabei regelmäßig und monoton, was ebenfalls die Aussage der immer wiederkehrenden Vergänglichkeit und die Regelmäßigkeit des Lebens und des Sterbens untermauert, sowie die regelmäßigen Reime mit den Kadenzen ebenfalls die bestimmte Ordnung im Lebens und die faktische Vergänglichkeit untermauert. Auffällig bei den Quartetten ist, dass diese eher die Vergänglichkeit des Erbauten, des Natur und des Menschen beschreibt, wohingegen in den beiden Terzetten eine Bewertung der Vergänglichkeit von dem Lyrischen Ich erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Terzett beginnt dabei mit der Aussage ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), wobei dies aussagt, dass das Ansehen zur Zeit des Krieges auch vergänglich war, da zwar Heldentaten im Krieg von großer Bedeutung waren für die damaligen Menschen, jedoch erkennt das Lyrische Ich auch darin Vergänglichkeit, da diese Taten in Zukunft vergessen oder bedeutungslos werden. Durch den Vergleich mit dem Nomen ,,Traum“ (ebd.) wird deutlich, dass das Ansehen zwar stattfindet, aber nicht von Dauer ist. Das Verb ,,müssen&amp;quot; (ebd.) drückt dabei aus, dass es davor keinen Ausweg gibt und die Vergänglichkeit sozusagen vorherbestimmt ist. Darauf folgt die rhetorische Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V.10), welche aussagt, dass der Mensch nicht unsterblich ist und der Mensch der Vergänglichkeit nicht entfliehen kann. Die Metapher ,,Spiel der Zeit“ (ebd.) verdeutlicht dabei das Leben der Menschen, da die Lebenszeit des Menschen begrenzt ist und jeder Mensch sterben muss, wobei die Vergänglichkeit jeder Zeit eintreten kann. Auch das Adjektiv ,,leicht[.]“ (ebd.) führt vor Augen, dass der Mensch nicht lange Bestand hat auf der Erde und eben auch vergänglich ist, wobei das Adjektiv sozusagen abschwächt, was verdeutlicht, dass der Mensch nur eine kurze Zeitspanne auf der Erde ist und nicht lange Bestand hat. Die nächste Aussage wird durch die Interjektion ,,Ach“ (V. 11) eingeleitet, wobei hier die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs vor Augen geführt wird. Des Weiteren werden durch das Personalpronomen ,,wir“ (V.11) alle Menschen in die Thematik einbezogen, was verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle betrifft und das Lyrische Ich auch dadurch  sagt, dass alle Menschen das selbe ,,für köstlich achten“ (V.11). Dabei spezifiziert das Lyrische Ich dies in dem nächste Terzett durch die Aussage ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12), wobei die Akkumulation die Arten der Vergänglichkeit beschreibt, sodass dadurch ausgesagt wird, dass das Vergängliche überall zu finden ist. Die Nomen ,,Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) akzentuieren dabei, dass alles Irdische vergänglich ist und nicht mehr greifbar ist, sondern dass das Irdische einfach verschwindet und auch keinen langen Bestand hat.  Die nächste Aussage ,,Als eine Wiesenblum, die man nicht mehr wieder find't!“ (V.13) beschreibt ebenfalls die Vergänglichkeit und die Zerstörung alles Irdischen, da das Lyrische Ich sagt, dass  man sie ,, nicht mehr wieder find't“ (ebd.) und somit alles vergänglich ist. Durch die letzte Aussage ,,Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) kritisiert und klagt das Lyrische Ich an, dass alle Menschen zwar die Vergänglichkeit erkennen, aber jeder vergisst was Ewig ist, wobei hier Gott gemeint sei könnte. Dabei sei zwar alles Irdische vergänglich, Gott jedoch sei ewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zusagen, dass das Lyrische Ich in den Quartetten die Vergänglichkeit des Irdischen beschreibt, indem es These und Antithese gegenüberstellt, also das noch Existierende und das dann Vergangene, wobei diese Gegenüberstellung durch das Metrum und die Zäsur untermauert werden. In den Terzetten äußert sich das Lyrische Ich hingegen eher bewertend. Insgesamt wird die Thematik der Vergänglichkeit durch Metaphern, Anaphern und allgemein gehaltene Formulierungen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Nina H.: Deine Analyse ist dir im Gesamten sehr gut gelungen. Besonders deine Analyse des ersten Quartetts gefällt mir sehr gut. Zum einen gehst du dabei sehr gut auf das „alles“ ein, da du erläuterst, dass dadurch Verzweiflung entsteht, da alles was wir kennen vergänglich ist. Hier ist gut zu erkennen, dass du das Gedicht gut verstanden hast! Auch den zweiten Vers erklärst du sehr detailliert, wodurch man deine Erläuterungen sehr gut nachvollziehen kann. Außerdem finde ich gut, dass du die Haltung des lyrischen Ichs häufig mit in deine Analyse einbringst und diese gut erklärst. &lt;br /&gt;
Zudem hast du die Form des Gedichts erkannt und gut mit in deine Analyse einbezogen, was mit auch sehr gut gefällt. Dabei fände ich es jedoch noch besser, wenn du die Zäsur, die du da erwähnst da erklärst, wo du auch die Antithesen erklärst, die durch jene unterstützt werden. Zudem bezieht sich das „Spiel der Zeit“, das du später erwähnst eher auf das menschliche Leben.&lt;br /&gt;
An der Stelle wo du den hohen Taten Ruhm erklärst könntest du noch hinzufügen, dass dieser sich in Bezug auf den 30 jährigen Krieg auf Heldentaten/ z.B. gewonnene Schlachten bezieht und auch diese werden in der Zukunft nichtig sein, da sie vergessen werden und vergänglich sind. Im Zusammenhang mit dem Verb „müssen“ wird also angedeutet, dass menschliche taten auch vergänglich und bedeutungslos sind. Ein paar Kleinigkeiten habe ich dir in deiner Analyse fett markiert und meinen Verbesserungsvorschlag dazu geschrieben.&lt;br /&gt;
Ansonsten ist dir deine Analyse sehr gut gelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Es ist alles eitel&amp;quot;, welches von Andreas Gryphius im Jahre 1637 geschrieben  wurde, in der Epoche des Barock, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen. Ursprung des Gedichtes war der 3O-Jährige Krieg. &lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus einer Sonettform, welche die charakterisierende Eigenschaft besitzt, dass das Gedicht in vier Strophen einteilt, jeweils zwei der vier Strophen sind vier versig und die darauffolgenden sind 3 versig. Das Metrum des Gedichts ist ein sechs-hebiger Jambus, was zudem durch das wechselnde Reimschema des Paarreims und zu Ende des Gedichtes des umarmendes Reims und des Schweifreimes untermauert wird. Die sich abwechselden betonten und unbetonten Kadenzen untermauert die Gefühle des Lyrischen Ichs.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift des Gedichtes ,,Es ist alles eitel&amp;quot; (Z.0) veranschaulicht das Thema des Gedichtes, über welches sich das Lyrische Ich beklagt. Die erste Strophe des Gedichts verdeutlicht die Erschaffung von neuen Dingen, die aber immer wieder vom Menschen selbst zerstört würden. Das Indefinitpronomen ,,alles&amp;quot; veranschaulicht, dass die Eitelkeit überall auf der ganzen Welt zu finden ist. Der erste Vers knüpft an die Überschrift an, denn das Lyrische Ich spricht den Leser direkt an, durch die Wiederholung ,,Du sieht&amp;quot; (V.1), welche den Leser mit einbezieht. Vor allem die darauffolgende Hyperbel ,,nur Eitelkeit auf Erden&amp;quot; (V.1) bestärkt die Vergänglichkeit alles Irdischen. Die Erklärung der ,,Eitelkeit&amp;quot; ( V.1) folgt in dem nächsten Vers, denn ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein&amp;quot; (V.2). Dieser Vers verdeutlicht die Vergänglichkeit durch die Zerstörung des Menschen, was vor allem durch die männliche Kadenz am Ende, welche Brutalität untermauert, veranschaulicht wird. Die Antithese ,,was dieser morgen baut, reißt jener morgen ab&amp;quot; (ebd.), wird vor allem durch den sechs-hebigen Jambus, der eine Zänsur enthält, betont. Die sich gegenüberstehenden Verben ,,bauen&amp;quot; (ebd.) und ,,reißen&amp;quot; bestärken die Vergänglichkeit.  Des Weiteren wird diese Vergänglichkeit durch den nächsten Vers verbildlicht, denn ,,Wo jetztund ein Städte stehn, wird eine Wiese sein&amp;quot; (V.3). Die Nomen ,,Städte&amp;quot; (ebd.) und ,,Wiese&amp;quot; (ebd.) stehen sich in diesem Vers antithetisch gegenüber, da ,,Städte&amp;quot; (ebd.) mit einer großen bevölkerten Fläche  assoziiert wird, wohingegen die ,,Wiese&amp;quot; (ebd.)eine leise und unbevölkerte Landschaft beschreibt.  Diese Antithese deutet auch die Zerstörungen und Gefahren des damals herrschenden 30-jährigen Krieges und bestärkt somit das Thema der Vergänglichkeit dadurch das nicht von Bestand ist. Zudem untermauert die betonte Kadenz, das friedliche und metaphorische Bild einer ,,Wiese&amp;quot; (ebd.). Die Wiese ,,auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden&amp;quot; (V.4) verkörpert den Rückgang der Entwicklung durch die Vergänglichkeit. Die betonte Kadenz bekräftigt das Klagen des Lyrischen Ichs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe beginnt mit der Assoziation der Pflanzenwelt, denn ,,Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden;&amp;quot; (V.5). Dieser Vers zeigt die Trauer des Lyrischen Ichs und untermalt wieder mal die Vergänglichkeit alles Irdischen. Der zweite Vers ,,Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein&amp;quot; (V.6) bringt zum Ausdruck, dass nicht nur die Pflanzen und die Dinge um den Menschen herum vergänglich ist, sondern auch wir Menschen vergänglich sind, was durch den Ausdruck ,,Asch und Bein&amp;quot; (V.6) veranschaulicht wird, da dieser Ausdruck mit dem Tod asoziiert wird. Zudem bestärkt auch die Anapher ,,Was&amp;quot; (V.5,6), die zu Beginn der beiden Verse steht und eigentlich eine Frage aufbringt, da ,,Was&amp;quot; (ebd.) ein Fragewort ist, die Vergänglichkeit alles Lebenden. Diese Vergänglichkeit wird vor allem im nächsten Vers deutlich, da ,,Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (V.7). Die Akkumulation ,,kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (ebd.) verweist darauf, dass wirklich alles vergänglich ist. Des Weiteren fällt der klimatische Aufbau der zweiten Quartette auf, da es zu Beginn um die Pflanzenwelt geht und dann auch um den Menschen und dessen Tod, was auch durch das rhythmische Metrum deutlich wird, welches sehr monoton wirkt. Die ironische Personifikation ,,Jetzt lacht das Glück uns an&amp;quot; (V.8) akzentuiert die düstere und hoffnungslose Stimmung des Lyrischen Ichs. Was auch durch das Personalpronomen ,,uns&amp;quot; (V.8) untermauert wird, da das Lyrische Ich Hilfe sucht und die Menschen auf die kommende Gefahr aufmerksam machen möchte, denn die Lautmalerei ,,bald donnern die Beschwerden&amp;quot; (V.8) kennzeichnet die Gefahr, die auf die Menschen zukommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Terzette enthält eine Warnung, die an die Menschen gerichtet ist, denn ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.&amp;quot; (V.9) akzentuiert, dass der Soldatenruhm schnell verschwinden wird, was durch den Vergleich ,,wie ein Traum vergehn&amp;quot; (V.8) veranschaulicht wird. Außerdem untermauert das Verb ,,müssen&amp;quot; (V.9) die Notwendigkeit der Veränderung.Denn die Soldaten tun dem Volk keinen Gefallen, da die Kriegsgegner sich böse an dem Volk und nicht an den eigentlichen Verursachern, den Soldaten, rächen werden.Dieser vorliegende Vers ist eine Vorausdeutung auf das Ende des Kriegs und weist vor allem die Gefahren des Kriegs auf. Dieser Aspekt, der Vorausdeutung, wird in der rhetorischen Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?&amp;quot; (V.10) deutlich, da der ,,leichte Mensch&amp;quot; (ebd.) als Zeichen für das unschuldige Volk stehen soll, welches vielleicht nicht weiterhin bestehen wird nachdem 30-Jährigen Krieg und auch nicht mehr besteht, weil das Volk sich durch die Auswirkungen des 30-jährigen Kierges verändert hat. Zudem unterstreicht diese Frage auch, dass das Lyrische Ich in Frage stellt, ob die menschliche Rasse Bestand hat, da die Menschen sich gegenseitig bis zum Tod bekriegen. Auch die Antithese der beiden Verben der Verse, welche sich reimen,,,bestehn&amp;quot; (ebd.) und ,,vergehn&amp;quot; (ebd.) zeigen wieder einmal die Vergänglichkeit. Des Weiteren veranschaulicht die Injektion ,,Ach&amp;quot; (V.11) die Verzweiflung des Lyrischen Ichs, welche im darauf folgenden Vers ,,Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten,&amp;quot; (V.11) wiedermals untermauert wird. In diesem Vers wirkt das Lyrische Ich sehr nachdenklich und schein darüber nach zudenken auf welche Dinge der Mensch achtet, obwohl vieles der Nichtigkeit unterliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Terzette beginnt mit einer Akkumulation, die die Nichtigkeit erklärt ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum&amp;quot; (V.12f.). Diese Akkumulation veranschaulicht den Lesern wieder einmal, dass alles Irdische vergänglich ist. Das wird vor allem durch den Ausruf ,,die man nicht wieder find't&amp;quot; (V.13), welcher in Bezug zur ,,Wiesenblum&amp;quot; (ebd.) steht, bekräftigt. Der letzte Vers, welcher einen Ausruf in sich trägt, ,,Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!&amp;quot; (V.14) kritisiert den Menschen, der nicht erkennt, dass das Einzige das nicht von Vergänglichkeit geprägt ist der Gott im Himmel sei. Indirekt wirft das Lyrische Ich den Menschen, die damals gelebt haben vor, dass sie nicht die Werte Gottes erkennen und sehen, dass Gott gar nicht will, dass die Völker sich untereinander bekriegen, denn Gott will kein Leid auf Erden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema des Gedichtes sehr gut durch die Struktur zum Ausdruck gebracht wird. Alles Irdische ist nun mal vergänglich, was das Lyrische Ich vor allem durch den Ausruf im letzten Vers sehr gut zum Ausdruck bringt. Das Lyrische Ich will den Menschen dazu bringen über seine Taten und dessen Aufwand nachzudenken, vor allem durch die Erwähnung des ,,ewig[en]&amp;quot; (ebd.), da Gott so eine Welt nicht für die Menschen erschaffen hat, damit diese sie wieder rum zerstören. Der formalsprachlichen Aspekt wie das Metrum und die Kadenzen veranschaulichen die Aussichtslosigkeit der damaligen Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hallo Luisa,&lt;br /&gt;
Du hast in deiner Analyse viele richtige und wichtige Analyseaspekte genannt und herausarbeitet. An der Stelle wo du die Städte und Wiesen antithetisch gegenüber stellst würde ich diese nicht durch Lärm vergleichen sondern eher mit bewohnter und unbewohnter Fläche. Hier und da hast du noch Probleme bei zitieren (siehe Markierung). In deinen Schluss hast du wichtige Aspekte zusammengefasst, jedoch handelt es sich nicht um wechselnde Emotionen des lyrischen Ichs. Das Metrum wirkt monoton, da es immer den selben Rhythmus vorweist. Somit deutet es eher auf eine Aussichtslosigkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs hin.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welcher im Jahre 1637 verfasst wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Zeitlich ist es der Epoche des Barocks zuzuordnen. Thematisch geht es um die Vergänglichkeit der Erde und des Lebens darauf und der Ewigkeit Gottes im Vergleich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht besteht aus 14 Versen und ist ein Sonett, denn es liegen zu Beginn zwei Quartette vor, worauf zwei Terzette folgen. Das Reimschema der Quartette ist umschließend, während das der Terzette aus Paarreimen besteht. Außerdem liegt ein sechs-hebiger Jambus vor. Die Kadenzen sind sind abwechselnd männlich und weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht beginnt mit einem Quartett und bezieht sich direkt auf den Leser. „Du siehst , wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) Das Personalpronomen „du“(ebd.) spricht den Leser direkt an und bezieht ihn in diese Aussage mit ein. Diese Aussage kritisiert die Erde bzw. die Menschen, die auf ihr leben, denn diese sind von „Eitelkeit“(ebd.) betroffen und kümmern sich dadurch nur um sich selbst, ohne sich für andere zu interessieren. Außerdem kritisiert es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Damit meint es im Prinzip, dass es gutes und böses „auf Erden“(ebd.) gibt und dass es zwischen diesen beiden Parteien oft Konflikte gibt, da der böse Mensch, das vom guten Mensch erbaute einfach so zerstört. Außerdem verdeutlicht dies den ständigen Wandel der Welt und dass nichts ewig ist. Die folgenden beiden Verse „Wo jetztund Städte stehen, wird eine Wiese sein, / Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.3f.) verdeutlichen diesen Wandel. Aus Städten werden Wiesen und aus Wiesen werden Städte, die Umgebung wandelt sich ständig. Außerdem werden in diesen Versen Gegensätze gegenübergestellt, wie z.B. „dieser“(ebd.) und „jener“(ebd.), „Städte“(ebd.) und „Wiese“(ebd.) oder „baut“(ebd.) und „reißt […] ein“(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Quartett fährt das lyrische Ich damit fort von Gegensätzen zu reden : „Was jetzt prächtig blüht, soll bald zertreten werden; / Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein“ (V.5f.). Das prächtig blühende vertritt dabei das Gute, während das Zertreten das Böse vertritt. Außerdem vergleicht es wiederholt die Gegenwart mit der Zukunft, durch Adverben wie „jetztund“(ebd.), „bald“(ebd.), „jetzt“(ebd.) oder „morgen“(ebd.). Es schließt das Quartett mit den Worten „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein. / Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.7f). Damit unterstreicht es zum einen die Vergänglichkeit der Erde / des Lebens und führt vor Augen, dass die Zukunft sich von der Gegenwart unterscheiden wird und eventuell sogar viel mehr negatives aufbietet. Dabei benutzt er erneut Adverben wie „jetzt“(ebd.) und „bald“(ebd.), um zwischen Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden. Zusätzlich liegt eine Personifikation vor, welche die Situation des lyrischen Ich´s bestärkt und dramatisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgt eines der beiden Terzette. In diesem redet das lyrische Ich von den „hohen Taten Ruhm“(V.9), welche „wie ein Traum vergehen“(V.9) müssen. Damit verdeutlicht es, dass all der Reichtum ebenso vergänglich ist und er somit jemanden nur temporär zufriedenstellen kann. Das Verb „vergehen“(ebd.) unterstreicht dabei nochmal die Vergänglichkeit der Erde bzw. des Lebens und bezieht sich dabei besonders auf den dreißigjährigen Krieg, in dem sich der Autor beim Verfassen des Gedichtes befand. Er schrieb das Gedicht zu einer sehr deprimierenden Zeit, während der ständige Angst an der Tagesordnung waren und während der man kaum darum kommt, über den Sinn des Lebens, Gerechtigkeit oder Vergänglichkeit nachzudenken. Diese Überlegungen führen auch auf den Titel des Gedichtes „Es ist alles eitel“(V.0) zurück. Diese vom Autor verfasste These bedeutet so viel wie, dass alles vergänglich ist und somit irgendwann ein Ende findet (Tod). Während des dreißigjährigen Krieges kann es schnell vorkommen, dass man über Dinge wie Vergänglichkeit und Leben und Tod nachdenkt, da man täglich von Vergänglichkeit hört, indem Menschen sterben und „Städte“(V.3) zerstört werden. Die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V.10) zeigt gewissermaßen die Hilflosigkeit des Menschen, welcher „das Spiel der Zeit“(V.10), also das Leben nicht für immer „bestehen“(V.10) kann und somit irgendwann stirbt. Die Metapher „Spiel der Zeit“(V.10) bekräftigt dabei nochmal die Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Aussage des lyrischen Ichs „Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten, / Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t“(V.11ff.) erstreckt sich über die das Ende des ersten und den Anfang und die Mitte des zweiten Terzetts. Die Interjektion „Ach“(ebd.) drückt die Nachdenklichkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs aus und verdeutlicht seine Unzufriedenheit. Mit all dem, „was wir für köstlich achten“(ebd.) scheint „Glück“(V.8), „Ruhm“ (V.9) und das Leben im Allgemeinen gemeint zu sein. Auf dies folgen die  „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(ebd.), was die Vergänglichkeit der  „köstlich[en]“(ebd.) Dinge unterstreicht. Denn die  „Wiesenblum“(ebd.), welche die Natur beschreibt und Symbolisch für das Leben steht,  „find´t“(ebd.) man nicht wieder. Dadurch wird erneut verdeutlicht, dass das Leben irgendwann verloren geht und man somit stirbt. Das Gedicht wird mit dem Satz  „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V.14). Dies lässt darauf schließen, dass wenn der Mensch und die Erde nicht ewig sind, es nur ein Wesen geben kann, welches ewig und somit nicht vergänglich ist und dieses ist Gott. Man kann dieses Fazit also als eine Art Hilferuf an Gott verstehen, welcher nach Vorstellung der Menschen die nötige Macht hätte, den Krieg sofort zu beenden. Durch diesen Hilferuf an etwas, wovon niemand mit Gewissheit sagen kann, ob es existiert oder nicht, wird die Hilflosigkeit und Verzweiflung des lyrischen Ichs in den Vordergrund gestellt und lässt die Gedankengänge dieses leichter nachvollziehen. Andererseits kann man dieses Fazit aber auch als direkte Kritik gegen Gott verstehen, da dieser nichts gegen den Krieg und somit die Vergänglichkeit der Menschen macht, obwohl er laut der Vorstellung der Menschen allmächtig und gütig sein müsste (Theodizee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in diesem Gedicht durch verschiedenste Mittel die Vergänglichkeit des Menschen und der Erde verdeutlicht wird. Dieser Vergänglichkeit steht die Unsterblichkeit Gottes gegenüber, welcher nichts gegen die Vergänglichkeit, also den Tod der Menschen unternimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback von Anne: Hallo Jan, In deinem Einleitung könntest du die einzelnen drei Sätze besser miteinander verknüpfen und daraus einen Satz an. Ein einzelner Satz hat sonst zu wenig Aussagekraft. Außerdem solltest du die Formanalyse besser in deine Analyse mit einbringen und deuten. Zudem hast du das Wort Eitelkeit falsch verstanden. In diesem Zusammenhang lässt es sich als &amp;quot;Vergänglichkeit&amp;quot; umschreiben. Dadurch hast du mehrere Verständnisschwierigkeiten. Am Besten liest du dir mal eine andere Analyse durch. Was du gut herausgefunden hast, sind die ständig aufkommenden Gegensätze. Auch dein  Deutungsansatz  zum Schluss mit Theodizee gefällt mir gut. In deinem Schluss fehlen die Formal-  Sprachlichen Aspekte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius Gedicht „Es ist alles eitel“, veröffentlicht im Jahr 1637 in der Zeit des Barocks und während des 30-jährigen Kriegs, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vers „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) der ersten Strophe (V.1-4), deutet die Thematik des Gedichts schon an. Mit der Wiederholung „du siehst“ (ebd.) wird betont, dass egal wohin ein jemand schauen mag, er Eitelkeit entdecke. Dass diese benannte Eitelkeit allumgreifend und wirklich überall zu finden ist, wird dadurch, sowie durch die Benennung der „Erde […]“ (ebd.) hervorgehoben. Auf diese Nichtigkeit wird im darauffolgenden Vers vom lyrischen Ich angeführt. Die Pronomen „dieser“ (V.2) und „jener“ (V.2) untermauern dies, da sie offen und verallgemeinernd für jede beliebige Person stehen und dadurch den Aspekt bekräftigen, dass Eitelkeit tatsächlich überall auf der Welt und bei jeder Person zu finden sei. Auf die Rolle des Menschen wird in diesem Kontext näher eingegangen,indem besagt wird, „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Hier wird der Aspekt der Vergänglichkeit angerissen und gleichzeitig, wie sich der Mensch in Bezug auf diesen verhält. So bauten Menschen Dinge auf, um sie in der Zukunft wieder zu zerstören (vgl. V.2). „[M]orgen“ (Z.V.2) steht hierbei repräsentativ für einen ungewissen Zeitraum während der Entwicklung des Menschen. Er wird also besagt, dass alle Menschen die Fähigkeit besitzen Dinge aufzubauen, jedoch auch, dass sie irgendwann während ihrer Entwicklung das Gebaute wieder zerstören, um neues zu erbauen&lt;br /&gt;
. Außerdem ist hier von zwei unterschiedlichen Personen die Rede, einmal „dieser“ (ebd.) und einmal „jener“ (ebd.), wobei der eine erschafft und der andere es zerstört. Es kann also ebenfalls gesagt werden, dass die Menschen aneinander vorbei leben und nicht respektieren, was ihr Vorgänger mit Fleiß und Arbeit erschaffen hat. Im darauf folgenden Vers wird der Inhalt mit einem Beispiel deutlicher. Denn „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3) spricht abermals an, dass Menschen Dinge bauen und sie danach wieder dem Anfang gleich machen, da jede Stadt mit einem leeren Grundstück oder einer Wiese begonnen hat. Dieser Prozess mache die Dinge nicht nur vergebens, sondern hebe auch die Vergänglichkeit der Welt hervor. Der letzte Vers der Strophe „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.4) deutet eine Wiederherstellung des Zerstörten an. Denn Kinder stehen symbolisch für den Anfang eines neuen Lebens, sowie auch Schafe und ihre Herden an Leben erinnern. Im Zusammenhang mit den Versen zuvor verdeutlicht dies einen gewissen Kreislauf des Lebens, an dessen Anfang der Mensch steht, der etwas erschafft und das Erschaffene im Laufe der Zeit wieder zerstört, um danach wieder neues zu bauen. Dieser Kreislauf zeigt gleichzeitig, dass alles von Menschen Gemachte  zwangsweise vergänglich sei. Die erste Strophe, sowie das gesamte Gedicht ist ein Alexandriner, der nicht nur typisch für die Zeit des Barocks ist, sondern auch die Regelmäßigkeit bzw. die Vorhersehbarkeit des Kreislaufes des Bauens und Zerstörens verkörpert. Zudem handelt es sich um einen umschließenden Reim, der in Vers zwei und drei mit weiblichen, also unbetonten Kadenzen endet, und in Vers eins und vier mit männlichen, die die These, dass alles Irdische letztenendes vergeht, betont, dass es sich hierbei um einen Fakt handle. Die häufig wieder zu findenden Zäsuren, wie beispielsweise im Satz „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein;“ (ebd.), spalten den Satz nicht nur formal, sondern auch inhaltlich in These und Antithese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe (V.5-8) werden, an den Versen „Was jetzund prächtig blüht soll bald zertreten werden;/Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.4f.) zu erkennen, die Zukunft und die Gegenwart antithetisch gegenüber gestellt, sodass das Erschaffene und das Zerstörte gegenüber steht  und der Aspekt der Vergänglichkeit in den Fokus gerückt wird. Dieser ist im Verb „blühen“ (ebd.) zu erkennen, da Blumen bzw. Pflanzen die Eigenschaft haben zu blühen und diese ebenfalls nicht ewig halten. „Asch und Bein“ (ebd.) erinnert an das Ende eines Menschenlebens, das im Kontext der Zeit des Gedichtes eine bedeutendere Rolle spielt. Da das Gedicht zur Zeit des 30-jährigen Kriegs verfasst wurde, kann man sagen, dass „Asch und Bein“ (ebd.) auf die zahlreichen Toten während des Krieges zurückzuführen sind und, dass die Vergänglichkeit dem lyrischen Ich in so einer Zeit deutlicher vor Augen geführt wird. Im darauf folgenden Vers ist zu erkennen, dass das lyrische Ich selbst in „Erz und Marmorstein“ (V.7) keine Ewigkeit findet, was nochmals verdeutlicht, das wirklich „(n)ichts“ (V.7) ewig ist und dass alles im Laufe der Zeit vergeht, da man zu dieser Zeit davon ausging, dass Gestein unzerstörbar sei. Mit dem Vers „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) wird auf der einen Seite ausgesagt, dass das Leben sowohl gute, also vom „Glück“ (ebd.) geprägte Zeiten hat, aber auch gegenteilige Zeiten, in denen die Menschen unzufrieden sind. Die Personifikation „Jetzt lacht das Glück uns an“ (ebd.) deutet an, dass Menschen sich gegenseitig Glück bescheren können. Jedoch zeigt der Vers ebenfalls wie die eine Seite zur anderen wechseln kann und dass selbst ein Gefühl, egal ob es positiv oder negativ ist, vergänglich ist und wechseln kann. Dieser schnelle Wechsel wird wieder durch die Gegenüberstellung von „jetzt“ und „bald“ (ebd.) deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil des Sonetts, bestehend aus zwei Terzetten, unterscheidet sich inhaltlich vom ersten Teil. So drehten sich die Quartette um eine Art beschreibende Perspektive des lyrischen Ichs, während sich der folgende Teil mit der näheren Sichtweise des lyrischen Ichs beschäftigt. Dessen Position bezüglich der Vergänglichkeit alles Irdischen lässt sich aus der Struktur der Quartette bereits in Ansätzen erahnen. Auf die Anführung des positiven, wie „jetzund prächtig blüht“ (ebd.), folgt die Prognose von etwas, das das Gute nichtig macht, wie „soll bald zertreten werden“ (ebd.). Diese Ersetzung durch das Schlechte lässt erahnen, dass das lyrische Ich der Vergänglichkeit eher klagend gegenübersteht. Der Vers „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9) geht auf eine andere Art der Vergänglichkeit ein, indem angesprochen wird, dass der gute Ruf und die Anerkennung, die daraus resultiert, ebenfalls vergänglich sind. Ruhm und Anerkennung äußern sich als sofern nützlich, dass man sich dadurch als Person in der Gesellschaft Vorteile versprechen kann. Ausnahmezeiten wie die des Krieges entkräften jedoch den Nutzen von Ruhm, da dort jeder für sich selbst kämpft, sodass selbst dieser vergänglich und wertlos wird. Dieser Aspekt wird dem des Traumes gegenübergestellt, der wie ein Gedanke, eine Erinnerung oder eine Idee urplötzlich in den Kopf eines Menschen kommen kann, aber auch in sekundenschnelle verfliegen kann. Mit dem „Spiel der Zeit“ (V.10) wird erstmals ein Aspekt angedeutet, der im Gegensatz zu allem aufgelisteten ewig ist, nämlich die Zeit. Hier wird angedeutet, dass der Zeit gegenüber „der leichte Mensch“ (V.10) stünde. Es ist festzustellen, dass die Existenz des Menschen abhängig von der Zeit ist und dass er gegen die Zeit spielt, mit seinem ständig bestehenden inneren Wunsch nach einem möglichst langen Leben. Mithilfe der Interjektion „Ach“ (V.11) lässt sich wieder die Position des lyrischen Ichs feststellen, die im Zusammenhang mit „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V.11) als klagend und unzufrieden beschrieben werden kann. Zudem lässt sich daraus schließen, dass das lyrische Ich aufgrund des Zustands der Vergänglichkeit alles köstliche, also alles schöne und genießbare im Leben in Frage stellt. Dies wird auch im Zusammenhang mit der „schlechten Nichtigkeit“ (V.12), verglichen mit „Schatten, Staub und Wind“ (V.12) deutlich. Die Akkumulation dient wieder als Vergleich für weitere vergängliche Dinge im Leben, da ein Schatten mit der Sonne geht, Staub sich auflöst und ein Wind abebben kann. Diese Beispiele verdeutlichen Flüchtigkeit und zeigen damit auf, dass einige Dinge langsam vergehen, und dass andere auf den anderen Moment verschwinden. Eine weitere Metapher für die Vergänglichkeit bietet der Vers „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“ (V.13), der als Ausruf formuliert ist und somit die Bestürzung des lyrischen Ichs verdeutlicht. Im letzten Vers findet das lyrische Ich etwas anderes, das ewig weilt, was indirekt mit „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V.14) angeführt wird. Da, wie das lyrische Ich es heraus gestellt hat, alles Irdische vergänglich ist, muss das Überirdische, also etwas göttliches, ewig sein. Es kommt also zu dem Schluss, dass nichts was wir als Mensch auf der Welt kennen, ewig weilen wird und zieht daraus den Schluss, dass Gott das einzig ewige der Welt sei und dass niemand lebendes, je das Ewige sehen könne. Jedoch wird auch angeführt, dass dies kein Mensch betrachten wolle und drückt damit das Desinteresse der Menschen dem gegenüber aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Sonett die Thematik, dass alles Irdische vergänglich sei, im ersten Vers als These anführt, und dann zahlreiche metaphorische Beispiele dafür nennt. Dabei unterstützt das Alexandriner Metrum die wiederholend auftretende Gegenüberstellung von These und Antithese. Zudem wird deutlich, dass der Mensch sich in einem Kreislauf aus Zerstörung und Neuerschaffung befindet. Außerdem sind in den Quartetten umarmende Reime vorzufinden und in den Terzetten ein Schweifreim. Darüber hinaus wird er Standpunkt des lyrischen Ichs in Bezug auf die Vergänglichkeit deutlich, der sich als unzufrieden und klagend äußert. Zum Schluss wird angeführt, dass das einzig wahre Ewige Gott sei und dass die Menschen nicht in der Lage dazu seien das Ewige zu erkennen und zu schätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Sarah'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Analyse ist dir im Gesamten gut gelungen. Du hast viele beutende Aspekte mit eingebracht und sehr viel gut und richtig gedeutet. In der ersten Strophe fällt dabei besonders deine tiefgehende Deutung des Inhalts als sehr positiv auf. Sprachlich formulierst du deinen Text klar und gut verständlich. Jedoch solltest du an einigen Stellen dennoch auf deine Ausdrucksweise achten und deinen Inhalt besonders bei den letzten Strophen mehr auf die Vergänglichkeit als auf das Zerstören beziehen. In diesem Kontext könnten dir die Analyse der Sprache, die du hier leider etwas vernachlässigst, dazu helfen, die Dinge noch besser zu verdeutlichen. Jedoch hast du den Text auch ohne diesen Bezug schon gut verstanden, solltest ihn jedoch darum ergänzen.&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe setzt sich deine Arbeit ähnlich fort. Auch hier deutest du den Text wirklich gut und arbeitest inhaltlich nahezu alles heraus, könntest jedoch wesentlich mehr auf die Sprache eingehen, die den Inhalt noch einmal stützt. In deinem dritten Absatz hingegen, gehst du wesentlich mehr auf den zusammenhang von Inhalt und Sprache ein, sodass du hier höchstens in der 3. Strophe noch etwas mehr in die Tiefe gehen könntest. Zuletzt könntest du deinen Schluss etwas zusammenhängender formulieren, da er so etwas abgehackt wie eine To-Do-Liste wirkt. Die darin genannten Aspekte, die du als prägnant akzentuierst, hast du aber bereits richtig erkannt. Sprachlich insgesamt auch gut, Fehler sind im Text markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles eitel“,wurde 1637 von  Andreas Gryphius geschrieben und thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht hat vier Strophen. Strophe eins und zwei haben jeweils vier Verse, die Strophen drei und vier haben jeweils drei Verse. Das vorliegende Metrum ist ein sechs-hebiger Jambus ,das Reimschema, ein umarmender Reim zumindest in den Strophen eins und zwei, in den letzten beiden Strophen liegt jeweils ein Schweifreim vor. So wird klar, dass nach jeder Strophe ein Abschluss ist, da dieses Reimschema als Rahmen dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe dient als Einleitung, das Grundproblem, die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) wird dargelegt.  Durch das Personalpronomen „Du“ (V.1), wird der Leser angesprochen und so wird deutlich, dass es jeden betrifft, also dass alle Menschen unter der Eitelkeit die überall herrscht betroffen sind.Mit Hilfe der Repetitio „siehst“ (V.1) wird deutlich verstärkt, dass überall auf der Welt nur Eitelkeit zu finden ist (vgl. V.1).  Im weiteren Verlauf der Strophe wird klar gestellt, dass die Menschen gegeneinander arbeiten, da der eine „heute [etwas] baut“ (V.2), aber der andere es morgen wieder zerstört (vgl. V. 2). Durch diese Antithese, welche auf eine These folgt, wird die Zerstörung zu dieser Zeit klar, und der Bezug zum 30-jährigen Krieg wird klar. Außerdem wird so verdeutlicht, dass keinen Bestand hat. Darauf folgt eine weitere Antithese, da gesagt wird, dass dort „wo jetzund Städte stehn , […] eine Wiese sein [wird]“ (V.3), wieder eine Antithese, welche auf eine These folgt. Durch die Alliteration „Städte stehn“ (V. Ebd.) wird noch einmal verstärkt dargestellt, dass nichts für die Ewigkeit ist. Es folgt ein Enjabement , wodurch ein Zusammenhang deutlich wird, da dort die Rede von „Schäferskind[ern]“ (V.4) ist, welche auf der „Wiese“ (V.3) mit den Schafsherden spielt (vgl. V. 4), was ein Gefühl von Frieden ausstrahlt. Dadurch wird ein Kontrast zum Beginn der Strophe, da dort von Krieg und Zerstörung im Zusammenhang mit dem 30-jährigen Krieg die Rede ist (vgl. V.1f.), dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe ist von der Zerstörung, vor Allem in der Pflanzenwelt die Rede. &lt;br /&gt;
Beispielsweise schreibt Gryphius, „was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5). Er stellt außerdem durch „jetzund“ (V. 3,5) eine Verbindung zur vorherigen Strophe her. Auch durch die These und die darauffolgende Antithese „prächtig blüht, […] bald zertreten“ (V.5) und „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.6), wird ein eindeutiger Bezug zur ersten Strophe hergestellt.Vers 5 und 6 sind im Übrigen durch die Anapher „Was“ (V.5,6) verbunden. Das Gedicht wurde in der Epoche des Barrocks geschrieben, ein wichtiges Merkmal war damals das momento mori (lat.: sei dir des Todes bewusst), auch dies ist im fünften Vers vorhanden. Im nächsten Vers macht das lyrische Ich noch einmal klar, dass nichts Bestand hat sondern alles vergänglich ist (vgl. V.7). Der letzte Vers der Strophe steht wieder antithetisch zueinander, da zuerst die These aufgeführt wird „Jetzt lacht das Glück uns an“ (V.8) und dann die Gegenthese „bald donnern de Beschwerden“ (V. Ebd.). Damit schließt die zweite Strophe ab, allgemein kann man sagen, dass das lyrische Ich in den ersten beiden Strophen die Situation vorstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den letzten beiden Strophen, welche beide Terzette sind,  bewertet das lyrische Ich die Situation, welche es in den ersten beiden  Strophen beschrieben hat. Die dritte Strophe wird damit eingeleitet, dass das lyrische Ich die damalige Zeit bewertet. In der Epoche des Barocks gab es einige reiche Menschen, allerdings auch viel Armut. Mit der Aussage „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), spielt er auf diese Spanne an drückt der Autor eine gewisse Sehnsucht aus, dass der Ruhm in der Welt keine höhere Bedeutung haben sollte. Dies versucht das lyrische Ich mit dem nächsten Vers zu unterstützen, indem es eine rhetorische Frage anführt, mit welcher es auf die Leser eingeht. Mit der Metapher „Spiel der Zeit“ (V. 10) ist das Leben, der Mensch gemeint so wird also die Frage gestellt, wie denn der Mensch Bestand haben kann, in einer solchen zerstörerischen Welt. Der letzte Vers des Terzetts bringt eine Interjektion mit sich, „Ach“ (V. 11). Dieser Seufzer drückt die Unzufriedenheit und und die Traurigkeit des lyrischen Ichs aus. Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben (vgl. V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe ist ebenfalls ein Terzett, es beginnt mit der Aufzählung „Schatten, Staub und Wind“ (V.12). Dies alles sind negative Aspekte die Rückbezug auf den Krieg nehmen. Der „Schatten“ (V. 12)  ist eine Metapher für das Leben, Schatten kann immer, ganz plötzlich verschwinden und dann ist es so als wäre er nie dort gewesen. Genauso ist es laut des Autors mit dem Leben, es kann so schnell vorbei sein und dann ist es so, als wäre man niemals auf der Erde gewesen. Darauf kann man den Leitsatz „carpe diem“ (lat. Nutze den Tag; ebenfalls aus der Zeit des Barrocks) zurückführen, da jeder Tag der letzte sein könnte. Im nächsten Vers wird das Leben mit einer Blume verglichen (vgl. V. 12), welche auf einer Wiese mit vielen anderen ist. Man finde sie dann nicht wieder (vgl. V. 11), da dort noch so viele andere Blumen sind. Hervorgehoben wird dies noch mit der Anapher „Als“ (V.12,13), im Übrigen wird so auch ein Zusammenhang zwischen Vers  12 und 13 hergestellt. Der letzte Vers wird vom Autor genutzt, um seine Meinung mit den Lesern zu teilen. Er ist der Meinung, dass Niemand auf der Welt wirklich wahrgenommen hat, was auf der Welt wirklich ewig ist (vgl. V. 14). Mit der Alliteration „will, was“ (V. 14) wird seine Meinung ein letztes Mal betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor mit dem Gedicht, kritisch zu dieser Zeit Stellung nimmt und den Lesern seine Meinung mitteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback: Deine Analyse ist schon gut gelungen. Ich finde es sehr gut, dass du die historischen Ereignisse, also den 30- jährigen Krieg mit einbezogen hast. Außerdem hast du einige Merkmale eines Sonetts, Terzett und Quartett, erkannt und benannt. Dann finde ich es auch gut, dass du einige Aspekte des Vanitas- Gedankens (memento mori und carpe diem) in deine Analyse mit einbezogen hast. Was du noch verbessern musst sind einige Rechtschreibfehler und an manchen Stellen die Kommasetzung (z.B. zweiter Abschnitt, letzter Satz: Damit schließt die zweite Strophe ab, (hier fängt eigentlich ein neuer Satz an) zusammenfassend kann man sagen ...). Außerdem nennst du manchmal Aspekte, auf die du dann aber nicht mehr eingehst (z.B. vorletzter Abschnitt, letzter Satz: Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben). Auf die solltest du dann noch eingehen, da es sonst wie eine Zusammenfassung wirkt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Das vorliegende Naturgedicht „Es ist alles eitel“ wurde von Andreas Gryphius 1637 in der Epoche des Barocks verfasst und thematisiert das Sterben alles I rdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist ein Sonett, da die beiden ersten Strophen vierversig sind und die letzten beiden Strophen dreiversig sind. Das Reimschema lautet abba abba ccd eed. Somit liegt in den ersten beiden Strophen ein umarmender Reim vor und die letzten beiden beginnen mit einem Paarreim aber enden schließlich mit einem Schweifreim. Zudem ist das Metrum des Gedichts ein sechshebiger Jambus, demnach ein Alexandriner, mit weiblichen und männlichen Kadenzen.'&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn wird von dem lyrischen Ich die These aufgestellt: „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1).  Somit wird direkt einen Bezug zum Titel geschaffen, da „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) herrschen würde. Das Repetition „du siehst“ (ebd.) bestärkt zudem die Vergänglichkeit der Erde und somit allem Irdischen, stellt jedoch auch zugleich eine Ansprache an den Leser, um deutlich zu machen, dass die Situation unumgänglich ist. Hier wird zudem Bezug zum 30 jährigen Krieg genommen. In diesem Kontext ist jedoch „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) eine Hyperbel, welche verdeutlichen soll, welches Elend die Leute ausgesetzt waren und diese keinen Ausweg hatten. Weitergehend wird eine Antithese „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2) aufgestellt. Durch das Metrum, der sechshebige Jambus, werden die These und Antithese gegenübergestellt, was durch die Zäsur, also dem Einschnitt hervorgehoben wird. So wird verdeutlicht, dass nichts Bestand hat und all das was man sich aufgebaut hat am nächsten Tag nicht mehr da sein kann. Dies wird auch im darauffolgenden deutlich: „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Auch dieser Satz ist antithetisch. „Städte“ (ebd.) stehen jedoch hierbei metaphorisch für das Leben der Menschen, da sie dort ihren Wohnort haben, ihr zu Hause finden und ihre Existenz. Somit ist zu sagen, dass das Leben ebenfalls vergänglich ist. Untermauert wird dies durch die männlichen Kadenzen des Paarreims, da diese einen Schluss setzten und somit auch mit dem Tod assoziiert werden können. Der letzte Vers des ersten Quartetts steht jedoch im Kontrast zu den anderen Versen.'''(sehr guter Aspekt)''' Das „Schäferskind“ (V. 4)  bringt eine friedliche Stimmung herbei. Da dieses „wird spielen mit den Herden“ (V. 4) wird ein glücklicher Moment geschildert, welcher jedoch als Wunschvorstellung angesehen werden kann, da ein Kontrast zu den anderen Versen gesehen werden kann. Jedoch ist zu sagen, dass zur Zeiten des Krieges keine glückliche Zeit für die Menschen war. Somit sind auch noch die kleinsten schönen Momente im Leben vergänglich, da sie nicht von Ewigkeit sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des zweiten Quartetts wird die Nichtigkeit der Natur zum Vorschein gebracht: „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Somit ist dass harmonische Bild des Schäferskind zerstört, so sei alles vergänglich. Allerdings wird nicht nur ausgesagt, dass die Natur vergänglich sei, sondern auch der Mensch, was im darauffolgenden deutlich wird. So heißt es: „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Sowohl „pocht“ (ebd.) als auch „trotzt“ (ebd.) sind Merkmale des Menschen oder auch der Tiere. Beide Gruppen besitzen ein pochendes Herz und beide können Widerstand leisten. Damit diese Eigenschaften hervorgehoben werden, nutzt das lyrische Ich die Onomatopoesie von &amp;quot;pocht&amp;quot; (ebd.). Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) verkörpert somit den Todesgedanken aller Lebewesen die Knochen besitzen. Die Anapher „[w]as“ (ebd.) leitet die antithetischen Verse ein, was eine Verbindung zu den Versen schafft. Zuerst wird die Vergänglichkeit der Natur angesprochen und danach das Leben von Mensch und Tier, was verdeutlicht, dass fernab kein Leben existieren kann. Im nächsten Vers wird zudem erneut auf die Natur eingegangen, so sei „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zerstörbar.  Diese Naturalien galten jedoch zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar. Allerdings ist auffallend, das alles geschilderte Vergänglichkeit zum Ausdruck sei, so muss es auch mit unzerstörbar geglaubten Utensilien sein, da der Rhythmus des Jambus keine Änderung hervorruft. Somit herrscht im gesamten Sonett eine monotone Stimmung. Die Personifikation „lacht das Glück“ (V. 8) akzentuiert die Vorstellung, wie das Leben sein sollte. Jedoch ist diese Vorstellung direkt verworfen, da „bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Diese Synästhesie umfasst die Sinnesreize des Hören und Fühlen, was das Leiden der Menschen im Krieg unterstreichen soll. Das Personalpronomen „uns“ (V. 8) verallgemeinert zudem die Situation und stellt somit keine Unterscheidung an, was erneut die Aussichtslosigkeit des Krieges verdeutlicht.'''(sehr gute Erläuterung)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(eine kurze Zusammenfassung zu den ersten beiden Strophen könntest du noch hinzufügen, um später den Kontrast zu den anderen beiden Strophen herzustellen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Quartetten wird eine beschreibende Perspektive geschildert, da keine Bewertungen des lyrischen Ichs in den Kontext mit eingeflossen sind. Jedoch jetzt im Wechsel zu den Terzetten wird eine bewertende Haltung des lyrischen Ichs eingenommen. Dieser Perspektivwechsel wird vor allem durch die Interpunktionen am Ende der Verse deutlich, so wird neben einem Fragezeichen (vgl. V. 10) auch Ausrufezeichen (vgl. V. 13-14) verwendet. „Der hohe taten Ruhm“ (V. 9) ist erneut eine Wunschdenken, da zur Zeiten des Krieges viele Soldaten beispielsweise ihr Leben geopfert haben für andere. diese Taten sind ruhmvoll, allerdings sind auch diese vergänglich, da sie in Vergessenheit geraten.  Aus diesem Grund wird auch diese Vorstellung „wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was erneut antithetisch zu dem Beginn des Verses steht. Das „Spiel der Zeit“ (V. 10) verdeutlicht, dass das Leben im Krieg jeder Zeit zu Ende sein könnte. Allerdings ist die Zeit unendlich und der Mensch vergänglich, somit ist klar, dass dem menschlichen Leben jederzeit das Ende gesetzt sein kann. Da es sich um eine rhetorische Frage handelt, was durch die Interpunktion des Fragezeichens (vgl. V. 10), wird die Resignation des lyrischen Ichs kund gegeben.  Weitergehend wird die Resignation in der Interjektion „[a]ch“ (V. 11) und der Interpunktion des Ausrufezeichens (vgl. V. 11) fortgeführt. Somit ist „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) von keiner Bedeutung, da sowieso alles vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Terzett setzt mit einer Akkumulation ein: „ Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). All diese Dinge sind vergänglich und nicht von langer Dauer. Der „Schatten“ (ebd.) kann metaphorisch für die Schattenseiten des Lebens stehen, also für die schlechten Zeiten des Lebens und auch der „Staub“ (ebd.) nimmt Bezug zu Vers 6, was die zeitliche Begrenztheit des Lebens assoziiert. Auch der nächste Vers setzt mit „[a]ls“ (V. 13) ein. Diese Anapher verdeutlicht, dass eine weitere Nichtigkeit beschrieben wird. „[E]eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 13) bezieht sich auf die Natur, die zertreten wird (vgl.V. 5) und somit ist die kleinste Freude auch wieder verschwunden und somit vergänglich. Jedoch kann auch diese Wiesenblume auf das menschliche Leben übertragen werden, da auch das Leben heran wächst wie eine Blume und auf einen Schlag zu Ende sein kann.  Letztendlich kommt das lyrische Ich zu dem Erkenntnis: „Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!“ (V. 14).  Somit lässt sich nicht vom dem Menschen erfassen, was Ewigkeit besitzt. Aus diesem Grund müsse alles Irdische vergänglich sein und alles Überirdische wie beispielsweise die Seele des Menschen im Jenseits bestand haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend wird des Sonett von Antithesen durchzogen, welche die Vergänglichkeit in den Vordergrund stellt. Somit sei alles unzerstörbar. Auch das Metrum bewirkt, dass eine Aussichtslosigkeit der Situation vorliegt, da eine monotone Stimmung vorliegt. Letztendlich wird herausgestellt,  dass nichts menschliches die Ewigkeit erfassen kann, außer die Seele im jenseits. Im gesamten Gedicht wird die Zeit des 30 jährigen Krieges thematisiert, welche durch die Vergänglichkeit jeglichem Irdischen zum Ausdruck gebracht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''FB Alina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Janette, &lt;br /&gt;
ich finde du hast in deiner Gedichts Analyse viele wichtige Aspekte erkannt sowie erläutert. Dein Themasatz ist auch getroffenen sowie viele andere Aspekte in deiner Analyse. Zum Teil machst du noch viele Rechtschreibfehler oder vergisst einen Satz zu beenden bzw. durch einen Punkt zu trennen, denn dadurch das du manche Sätze mit einem Komma versiehst, ergibt dieser Satz keinen Sinn mehr oder es ist schwer ihm zu folgen. Die meisten Anmerkungen habe ich dir in deine Analyse geschrieben und hoffe das du diese verstehst und nachvollziehen kannst. &lt;br /&gt;
Deinen ersten Teil der Analyse finde ich besser als dein zweiter Teil, denn da fehlen dir wichtige Aspekte wie die Funktion des Reimschemas oder des Metrums. Aber auch viele wichtige Analyseaspekte hast du nicht oder falsch erkannt. Versuche eine Verbindung zwischen den ersten beiden und letzten beiden Strophen herzustellen. &lt;br /&gt;
Außerdem fehlt in deinem Schluss der Bezug zum Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles Eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius zur Zeit des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die Begrenztheit auf Erden sowie die Bedeutungslosigkeit des irdischen Lebens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe beschreibt Andreas Gryphius die Vernichtung sowie Zerstörung der Städte. In der zweiten Strophe befasst er sich mit dem Ereignis, dass hinzukommend auch das ganze Schöne auf Erden zerstört werde. In der dritten Strophe wird die Frage aufgeworfen wie ein Mensch solch ein Leben überhaupt bewältigen solle. Die vierte und letzte Strophe gibt auf diese Frage Auskunft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzt sich aus vier Strophen zusammen, von denen die ersten beiden aus jeweils vier Versen und die letzten beiden aus jeweils drei Versen bestehen. In dem vorliegenden Gedicht bilden die Verse in den ersten beiden Strophen das Reimschema abba, abba. Damit handelt es sich bei diesen zwei Strophen um einen umarmenden Reim. Die letzten beiden Strophen weisen das Reimschema ccd, eed auf, wobei es sich dabei um einen Schweifreim handelt. Das Metrum des Gedichts ist ein sechshebiger Jambus und es treten abwechselnd männliche sowie weibliche Kadenzen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe wird zunächst die These „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) aufgestellt. Dabei möchte das lyrische Ich den Leser durch die persönliche Ansprache „Du“ (ebd.) darauf aufmerksam machen, dass das ganze irdische Leben vergänglich sei und egal wo man hinschaue, die Vergänglichkeit nicht zu übersehen sei (vgl. V. 1). Somit wird im ersten Vers die Überschrift des Gedichts noch einmal aufgegriffen. In den darauffolgenden Versen wird die eben genannte These mit Beispielen belegt. In Bezug darauf beschreibt das lyrische Ich „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Um diese Aussage zu veranschaulichen nennt das lyrische Ich das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Diese beiden Verse sind antithetisch aufgebaut und machen deutlich, dass das Schöne auf der Erde nicht lange anhält sondern nach kurzer Zeit zerstört werden kann. In Vers zwei stehen sich die beiden Adverben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) antithetisch gegenüber und in Vers drei die Nomen „Städte“ (ebd.) und „Wiese“ (ebd.). Durch die Verben „bauen“ und „einreißen“ wird erneut die oben genannte Zerstörung hervorgehoben und eine Verbundenheit mit Krieg hervorgerufen. An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers naheliegend an. In diesem Vers ist zum wiederholten male die Rede von der Wiese, „auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). In diesem Vers wird durch die Metapher „Schäferskind“ (ebd.) eine friedliche Stimmung und somit eine Assoziierung mit Frieden herbeigeführt. Somit steht dies im Gegensatz zu der eben erwähnten Zerstörung im dritten Vers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichts leitet mit der Behauptung „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) erinnert an etwas was lebt und heranreift. Durch die Andeutung, dass es anschließend jedoch „zertreten“ (ebd.) wird, wird verdeutlicht, dass das Leben eines Menschen, eines Tieres oder einer Pflanze, beendet wird. Daher wird in diesem Vers die Vergänglichkeit des Lebens untermauert. Folgend beschreibt das lyrische Ich, dass das was jetzt noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sein wird. Durch das Verb „poch[en]“ (ebd.) wird deutlich, dass es sich bei dieser Aussage um Lebewesen handeln muss. Durch die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) wird noch einmal hervorgehoben, dass alles vergänglich ist und, dass das was heute noch so lebendig ist, trotzdem sterben wird. Sowohl der fünfte als auch der sechste Vers beginnt mit dem Pronomen „Was“ (V.5f.). Durch diese Anapher möchte das lyrische Ich die Wirkung dieser zwei Verse verstärken und dem Leser noch einmal verständlich machen, dass alles vergänglich ist. Diese Erkenntnis fasst das lyrische Ich mit der Aussage, dass „nichts ewig […] sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zusammen. In dieser Aussage wird sowohl durch die doppelte Verwertung als auch durch die Hyperbel „Erz […] [und] Marmorstein“ (ebd.) verdeutlicht, dass nichts ewig bestehend bleibt. Der letzte Vers dieser Strophe wird mit der Personifikation „lacht das Glück“ (V.8) eingeleitet. Dieses „Glück“ (ebd.) bleibt jedoch nicht lange erhalten, da es von „donnern[den] Beschwerden“ (V. 8) verdrängt wird. Durch die zweite Personifikation „donnern die Beschwerden“ (ebd.) wird eine Assoziierung mit Gewalt und Krieg herbeigeführt, da durch das Verb „donnern“ eine negative Stimmung hervorgerufen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9). Durch das Verb „muß“ (ebd.) wird die Notwendigkeit dieser Aussage verdeutlicht. Mit dieser Feststellung möchte das lyrische Ich die Bedeutungslosigkeit Menschlicher Taten und Handlungen hervorheben, da alles irdische vergänglich ist. Folgend wirft es die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10) auf. Die Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht für das Leben eines Menschen, welches wie jedes Spiel, irgendwann mal enden wird. Somit lässt sich diese Frage verneinen, da der Mensch nicht ewig sein kann und ebenfalls vergänglich ist. Der letzte Vers dieser Strophe wird durch die Interjektion „ach“ (V. 11) eingeleitet. Durch diesen Seufzer wird die Frage nach dem Sinn des Lebens eingeleitet. Außerdem wird dadurch die Verzweiflung über die Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit verdeutlicht. Daran anschließend nennt das lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Durch die Verwendung des Wortes „wir“ (ebd.) bezieht das lyrische Ich erneut die Leser mit ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Strophe gibt das lyrische Ich eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Diese wird durch die Anapher „als“ (V. 12f.) hervorgehoben. Die irdischen Bestandteile des Lebens eines Menschen, die „wir als köstlich achten“ (ebd.) vergleicht das lyrische Ich im 12 Vers als „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Durch die Aufzählung „Nichtigkeit […] Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) wird erneut eine unangenehme Stimmung hervorgehoben, weshalb sich dies wieder mal auf Krieg beziehen lässt. Dabei wird erneut deutlich, dass ebenfalls die irdischen Bestandteile eine zeitliche Begrenztheit haben und irgendwann vergänglich werden. Der vorletzte Vers leitet mit der Anapher „als“ (ebd.) den Vergleich des Lebens eines Menschen mit einer „Wiesenblum“ (V. 13) ein, welche man laut dem lyrischen Ich nicht „nicht wieder find´t“ (V. 13). Der spätere Verlust des menschlichen Lebens ist also so unbedeutsam wie eine einzelne Blume auf einer riesigen Blumenwiese. Das lyrische Ich beendet das Gedicht mit dem Fazit „Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten“ (V. 14). Das Fazit besagt, dass noch kein Mensch wirklich erkannt hat was für die Ewigkeit bestehen bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback Jan :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde deine Analyse gut gelungen Lara. Du bist auf sehr viele sprachliche Mittel eingegangen und an einigen Stellen merkt man, dass du diese gut verstanden hast. Außerdem haben deine Rechtschreibfehler seit den letzten Analysen beeindruckend abgenommen. Zu bemängeln habe ich nur, dass du einige Aspekte einfach auslässt und nicht weiter auf sie eingehst und ein paar Kleinigkeiten (hab ich dir markiert). Wenn du diese änderst und noch etwas mehr auf den Text eingehst, ein paar Stellen scheinst du noch nicht ganz verstanden zu haben, hast du eine sehr gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welches im Jahr 1637, in der Epoche des Barocks, verfasst wurde, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen und historisch gesehen die Zerstörungen, die aus dem 30- jährigen Krieg resultierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Es ist alles eitel“ verweist auf das Thema des Gedichts, dass alles vergänglich ist und irgendwann nicht mehr existieren wird. Das Pronomen „alles“ (ebd.) steht verallgemeinernd dafür, dass jedes Lebewesen, jeder Gegenstand, aber auch bestimmte Situationen nicht ewig sind und irgendwann nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in insgesamt vier Strophen eingeteilt sind. Die ersten beiden Strophen bestehen jeweils aus vier Versen, werden somit jeweils als Quartett bezeichnet, und die letzten beiden jeweils aus drei Versen und werden somit jeweils als Terzett bezeichnet. Als Versmaß ist durchgängig ein sechshebiger Jambus vorzufinden, was ein Merkmal der literarischen Epoche des Barocks war und als Alexandriner bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit dem Personalpronomen „Du“ (V.1), was einen Bezug zum Leser herstellt, ihn also direkt anspricht bzw. ihn direkt mit einbezieht. Die Repetitio „siehst“ (V.1) betont, dass die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) nicht zu übersehen ist. Die „Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) bezieht sich auf den Titel des Gedichts und deutet auf die Vergänglichkeit des Lebens hin. Die Tatsache, dass die Vergänglichkeit des Lebens, also das Sterben, das Leid und die Tode, nicht zu übersehen ist, bringt gleichzeitig eine Klage über die derzeitigen Ereignisse, den 30- jährigen Krieg, mit sich. Im nächsten Vers ist davon die Rede, dass das, was heute gebaut werde, morgen wieder zerstört sei (vgl. V. 2). Die Adverbien „heute“ (V. 2) und „morgen“ (V. 2)und die Verben bauen (vgl. V. 2) und einreißen (vgl. V. 2) stehen sich antithetisch gegenüber und verdeutlichen, dass der derzeitige Zustand nicht von Dauer ist und am nächsten Tag oder sogar schon in den nächsten Stunden alles anders sein kann. In dem Zusammenhang ist es der Krieg, der für die Zerstörung sorgt. Eine weitere Antithese ist im nächsten Vers zu finden. „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3), verdeutlicht wieder die Zerstörung der Dinge des derzeitigen Zustands und die Veränderung, die im zukünftigen Zustand herrscht. Die „Wiese“ (ebd.), kann man als ein Symbol für Frieden interpretieren, da es in Städten meistens laut und hektisch ist und auf Wiesen bzw. in der Natur eher Ruhe herrscht.&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe setzt zunächst mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) kann man so interpretieren, dass etwas, sei es ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze, gedeiht und lebt. Dadurch, dass es „zertreten [wird]“ (ebd.), wird das Leben beendet. Somit wird metaphorisch die Vergänglichkeit des Lebens dargestellt. Im nächsten Vers wird antithetisch dargestellt, dass „was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Das Verb „pochen“ (ebd.) steht metaphorisch für einen Herzschlag, also für etwas lebendiges. Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) steht für den Tod. Mittels dieser Antithese wird wieder deutlich gemacht, dass das Leben nicht ewig ist und es „morgen“ (ebd.) vorbei sein könnte. Darauf eingehend ist davon die Rede, dass „Nichts […] ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7). Die Aufzählung „kein Erz, kein Marmorstein“ (ebd.) betont, dass „nichts“ (ebd.), selbst beständige Gesteine wie Erz und Marmor, für immer existieren werden. Im letzten Vers veranschaulicht die Personifikation 'das lachende Glück' (vgl. V. 8), dass, in diesem Zusammenhang gesehen, die Zeiten vor dem Krieg mit besseren Erinnerungen in Verbindung gebracht werden und man Vorstellungen hat, dass das Leben ohne das Leid, das der Krieg mit sich bringt, bessere wäre. Als Folge würden „bald […] die Beschwerden [donnern]“ (V. 8), was den Unmut und das Verlangen nach Frieden betont. &lt;br /&gt;
Zum Reimschema der ersten beiden Strophen kann man sagen, dass es sich bei beiden jeweils um einen umarmenden Reim handelt. &lt;br /&gt;
Die dritte Strophe wird sozusagen mit dem Appell „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehen“ (V. 9) eingeleitet. Es wird betont, dass Rum nicht das wichtigste im Leben ist, da er schnell wieder vergehen kann. Die darauf folgende rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehen?“ (V. 10) stellt mittels der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.), was für die Lebenszeit steht, dar, dass diese für den Menschen begrenzt ist. Die Interjektion „Ach“ (V. 11) betont die Zweifel, die beim lyrischen Ich aufkommen. Es fragt anschließend „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Dadurch wird deutlich, dass nicht die wichtigen Dinge im Leben, wie z.B. der Ruhm, geschätzt werden sollten, da diese ja vergänglich sind und eigentlich keinen Wert haben. &lt;br /&gt;
Ein Enjambement verbindet schließlich die dritte mit der letzten Strophe, in der weiter auf die Frage eingegangen wird. Hier wird betont, dass das, was man als wichtig erachtet nichts „als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 12f.) sei. Die „Nichtigkeit“ (ebd.), also die Irrelevanz der Dinge, die man vermeidlich als wichtig empfindet, wird durch die Akkumulation „Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) betont. Ein Schatten ist vom Sonnenstand abhängig, Staub kann so klein sein, dass man ihn gar nicht bemerkt und der Wind weht nicht konstant. Auch die Veranschaulichung durch die „Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (ebd.) betont auch die Irrelevanz. Denn eine bestimmte Blume kann man auf einer Wiese mit tausend anderen Blumen nur schwierig wiederfinden. Im letzten Vers beklagt sich das lyrische Ich, dass das, „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten [will]“ (V. 14). Die meisten Menschen erkennen also noch nicht, was zu den wichtigen Dingen im Leben gehört und dass an zu vielen unnötigen Dingen, wie z.B. Krieg, festgehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in dem Gedicht durch Antithesen und Metaphern die Vergänglichkeit alles Irdischen verdeutlicht wird. Anschließend wird die Frage gestellt, ob das, was der Mensch als wichtig betrachtet, z.B. Krieg zu führen und zu gewinnen, die Mühe wert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback von Maike:&lt;br /&gt;
Liebe Christine, ich finde deine Analyse ist die gut gelungen. An manchen Stellen könntest du noch etwas näher auf das eingehen, was du sagst. Deine Sprache ist beeindruckend, du hast einen tollen Wortschatz.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Gryphius</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius"/>
				<updated>2018-11-11T21:55:39Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse eines Gedichtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbereitung:&lt;br /&gt;
mehrmaliges Lesen und Bearbeiten des Textes (Wichtiges markieren, notieren, gliedern, usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Einleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Themasatz: Textart (Natur-, Liebes-, politisches Gedicht, usw.), Titel, Dichter, ev. Entstehungszeit, Epoche; Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hauptteil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltliche, formale und sprachliche Analyse&lt;br /&gt;
•	Gliederung in Sinnabschnitte, deren Funktionen&lt;br /&gt;
•	Darstellung und Deutung exemplarischer Textstellen inhaltlich (Was wird aus-gesagt und was bedeutet das?), sprachlich (Wie wird es ausgesagt  und was bedeutet das? - sprachliche Mittel) und formal (Strophen, Reimschema, Metrum, Interpunktion, Enjambement, Wortwahl, usw.)&lt;br /&gt;
•	Wechselbeziehungen zwischen Inhalt, Sprache und Form &lt;br /&gt;
•	eventuell Berücksichtigung des gesellschaftlich-historischen, biografischen, usw. Kontextes, der Position und Perspektive des lyrischen Ich&lt;br /&gt;
•	korrekte Zitierweise&lt;br /&gt;
•	Textintentionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Schluss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Zusammenfassung der wesentlichen Analyseergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett &amp;quot;Es ist alles eitel&amp;quot; geschrieben von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1637 zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus vier Strophen, wobei die ersten zwei Strophen vier Verse enthalten und die letzten zwei drei Verse. Die ersten beiden Strophen sind als umarmender Reim aufgebaut und die letzten Beiden beginnen jeweils als Paarreim, wobei der dritte Vers eine Verbindung zur jeweils anderen Strophe schafft. Außerdem enthält das Gedicht einen sechshebigen Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett beginnt im ersten Vers mit einer Art Einleitung, indem das Thema der Vergänglichkeit, hier &amp;quot;Eitelkeit&amp;quot;(V.1) genannt, direkt angesprochen wird und ein Bezug zur Überschrift geschaffen wird. Mit der Repetitio des Wortes &amp;quot;[sehen]&amp;quot;(V.1) verdeutlicht das lyrische Ich, dass man, egal wohin man sieht, nichts ewiges finden kann. Man findet lediglich &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(V.1). Die Verwendung des Substantivs &amp;quot;Erden&amp;quot;(ebd.) spezifiziert den Raum in dem man nur Vergängliches sieht. Durch diese Spezifizierung macht das lyrische Ich erkennbar, dass es sich nur um Irdisches Handelt. Er impliziert so direkt zu Beginn des Gedichts, dass sich Ewiges im Übernatürlichen bzw. Göttlichen finden lässt. Im Folgenden ist das Gedicht sehr von Antithesen geprägt. In Vers zwei stehen die beiden Verben &amp;quot;[reisen]&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;[bauen]&amp;quot;(V.2) direkt hintereinander und sind lediglich von einem Spiegelstrich getrennt. Durch diesen Chiasmus wird die Differenz zwischen dem &amp;quot;heute&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;morgen&amp;quot;(V.2) untermauert und somit des lyrischen Ich's These, die Erde sei vergänglich, unterstützt. Auch Vers 3, der als Anapher eine Verbindung zu Vers 2 schafft, da sie beide Beispiele für Vergänglichkeit liefern, besteht aus einer Antithese. Hier wird aufgezeigt, dass aus &amp;quot;Städten&amp;quot;(V.3), die heute existieren in Zukunft &amp;quot;Wiesen&amp;quot;(V.3) werden können. Das Wort &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.3) begegnet einem folgend häufiger und beschreibt immer den Gegenwartszustand. Durch den vierten Vers wird noch einmal der Unterschied zwischen verschieden Zeiten hervorgebracht, indem &amp;quot;ein Schäferskind&amp;quot;(V.4), das &amp;quot;mit den Herden&amp;quot;(V.4) spielt, den &amp;quot;Städten&amp;quot;(ebd.) gegenübergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ersten Vers der zweiten Strophe wird die Vergänglichkeit der Pflanzen angesprochen. Diese blühen noch in der Gegenwart, was wieder von &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.5) signalisiert wird. Dass diese zertreten werden &amp;quot;sol[len]&amp;quot;(V.5) zeigt, dass diese in keinem Fall ewig bleiben. Im nächsten Vers wird die Vergänglichkeit des Menschen erläutert. Dies ist an der Metapher &amp;quot;pocht und trotzt&amp;quot;(V.6) erkennbar, da diese zum einen für das pochende Herz des Menschen steht, dem Menschen aber auch die Fähigkeit zuspricht zu trotzen, sodass die Annahme, ein Tier könnte gemeint sein, verworfen werden kann. Mit &amp;quot;Asch vnd Bein&amp;quot;(V.6) ist das, gemeint, was vom Körper nach dem Tod noch übrig bleibt gemeint. Das lyrische Ich kommt also zu dem Schluss dass der Mensch ebenso vergänglich ist wie alles andere und sich in der Hinsicht nicht von anderen Lebewesen oder Artefakten unterscheidet. Dass, &amp;quot;Nichts&amp;quot;(V.7) ewig ist, belegt er in Vers drei, indem er sagt das &amp;quot;kein Ertz / kein Marmorstein&amp;quot;(V.7), also nicht mal Gestein, von dem man eigentlich annehmen kann, dass es schwer kaputt geht, ewig sein kann. Das lyrische Ich geht in Strophe Zwei klimatisch vor indem er sich von den Pflanzen zum Menschen bis hin zum Gestein immer weiter steigert, und seine Vergänglichkeit erläutert. Es führt dabei, das wovon man eigentlich denkt es sei am standhaftesten, Gestein, als letztes an und das, wovon man denkt es am leichtesten zu entbehren, Pflanzen, an erster Stelle an. So zeigt ess auf dass, zwischen den verschiedenen Beispielen kein Unterschied, bezogen auf die Vergänglichkeit, herrscht. Im letzten Vers bezieht sich das lyrische ich schlussendlich auf das &amp;quot;Glück&amp;quot;(V.8). Antithetisch dazu verfasst es, dass auf dieses &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(Z.8) folgen. Dies lässt ein recht negatives Menschen - und Weltbild erkennen, da das lyrische Ich annimmt, dass Glück nicht ewig ist und Trauer folgen muss. Auf der anderen Seite lässt sich sagen, dass dies eine recht realistische Einschätzung des Lebens ist, die einen auf Schwierigkeiten vorbereiten könnte. Durch die Metapher &amp;quot;donnern&amp;quot;(V.8) verstärkt das lyrische Ich die Extremität des Wandels von &amp;quot;Glück&amp;quot;(ebd.) zu &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe und somit das erste Terzett beginnt mit der Anführung einer weiteren vergänglichen Sache: der &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(V.9). Dieser vergehe &amp;quot;wie ein Traum&amp;quot;(V.9). Das lyrische Ich möchte, wie im Rest seines Textes, jedoch besonders an dieser Stelle, an die Menschen appellieren, sich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(ebd.), oder Ehre, ist etwas das der Mensch oft anstrebt, aus falschen Intentionen. Der Lyriker möchte den Menschen so davon abhalten. Im zweiten Vers stellt das lyrische ich eine rhetorische Frage, indem es das Leben metaphorisch als &amp;quot;Spiel der Zeit&amp;quot;(V.10) benennt. Durch die vorherige Erklärung einiger Beispiele, die vergänglich sind, lässt sich die Frage verneinen. Der Mensch kann also nicht ewig sein. Das Adjektiv &amp;quot;leicht&amp;quot;(Z.10), welches den Menschen beschreibt, lässt sich auf Vers sieben beziehen, in dem von Gestein, welches nicht ewig ist, die Rede ist. Also schlussfolgert das lyrische Ich, dass wenn nicht einmal Gestein ewig sein kann, auch der &amp;quot;leichte Mensch&amp;quot;(V.10) nicht ewig sein kann. Im letzten Vers zeigt das lyrische Ich die Irrelevanz des Vergänglichen auf. Die Interjektion &amp;quot;Ach!&amp;quot;(V.11) untermauert die Verachtung, die das lyrische Ich bei den zuvor genannten Beispielen empfindet. Die Sachen, die der Mensch als, metaphorisch gemeint, &amp;quot;köstlich&amp;quot;(V.11), also gut, betrachtet, sind nicht ewig und somit nicht der großen Aufmerksamkeit würdig. Der Appell, den das lyrische Ich versucht zu verdeutlichen, wird an dieser Stelle nochmal besonders deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe beginnt mit einer Aufzählung von Symbolen, die für die Vergänglichkeit stehen. Durch das Substantiv &amp;quot;Nichtigkeit&amp;quot;(V.12), wird nochmal die unwichtige Rolle des Vergänglichen untermauert. &amp;quot;Schatten&amp;quot;(V.12) ist ebenfalls nicht dauerhaft, sondern entsteht nur dann wenn es auch Sonnen gibt. Metaphorisch steht der &amp;quot;Schatten&amp;quot;(ebd.) auch für schlechte Zeiten, die ebenso nicht dauerhaft sind. &amp;quot;Staub vnd Wind&amp;quot;(V.12) sind beides vergängliche Zustände. Der Staub kann sehr schnell verfliegen und auch Wind kommt und geht. Um zu verdeutlichen, dass alles Irdische vergänglich ist und keine dieser Sachen eine besonders wichtig sind, da sie eine vergängliche Sache von vielen sind, verwendet das lyrische ich die Metapher einer &amp;quot;Wiesen - Blum / die man nicht wider fndt&amp;quot;. Hier lässt sich auch ein Appell herausstellen, da das lyrische Ich den Menschen dazu aufruft, sich nicht zu sehr mit diesen Dingen zu beschäftigen, weil man sie sowieso &amp;quot;nicht wider find't&amp;quot;(V.13). Im letzten Vers stellt das lyrische Ich heraus, dass &amp;quot;was ewig ist kein einig Mensch betrachten&amp;quot;(V.14) kann. Also hat der Mensch momentan gar nicht die Möglichkeit etwas ewiges zu sehen. Durch das temporale Adverb &amp;quot;Noch&amp;quot;(V.14) wird manifestiert, dass jetzt zwar die Möglichkeiten ewiges zu sehen noch nicht gegeben sind, dies aber in Zukunft der Fall sein kann. Mit der Zukunft ist der Tod gemeint, in dem der Mensch, nach christlich- abendländischer Vorstellung, auf Gott trifft. Somit lässt sich sagen, das Gott oder das Göttliche, das einzige ist, was für das lyrische Ich ewig ist. Diese Vorstellung lässt sich auch mit dem ersten Vers verknüpfen, in dem nur von &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(ebd.) die Rede ist. Die Vorstellung von Gott als ewig unterstützt somit die Aussage, dass alles Irdische vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett lässt sich außerdem mit seiner Epoche, der Barock, in der es geschrieben wurde verknüpfen. Zu dieser Zeit herrschte der 30. Jährige Krieg, was große Armut verursachte. Außerdem herrschte eine große Differenz zwischen Arm und Reich. Gryphius Gedicht, kann somit also als Stück verwendet werden, dass den Menschen Hoffnung macht. Dadurch, dass er sagt, dass niemand für immer in seinem jetzigen Zustand ist klingt er die Vorstellung einer gerechten Zukunft an. Zudem greift das Gedicht mit dem Thema der Vergänglichkeit und der Erinnerung daran, dass auch der Mensch vergänglich ist und sterben kann, einen der drei zentralen Leitgedanken des Barocks, den Memento Mori, auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich mit dem Sonett, dem Menschen vor Augen führt, dass alles Irdische vergänglich ist. Das einzige, das ewig währt, sei das Göttliche. Sprachlich formal wird dies durch zahlreiche Antithesen und Metaphern unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Anne, meiner Meinung nach ist dir deine Analyse sehr gut gelungen. Du hast viele richtige Analyseaspekte in deine Analyse eingebracht und diese nachvollziehbar gedeutet. Deine Einleitung beinhaltet alle wichtigen Aspekte und dein Themasatz ist dir ebenfalls gut gelungen. Jedoch könntest du die Form des Gedichtes, also das Reimschema, das Metrum etc. mit in deine Analyse einfließen lassen und nicht nur am Anfang nennen. Außerdem könntest du auf manche Sachen, wie zum Beispiel in der ersten Strophe, dass aus Städten Wiesen werden, noch näher eingehen. Die Herausstellung des antithetischen Aufbaus in den ersten beiden Strophen finde ich sehr gut. Auch das du am Ende deiner Analyse noch einmal zusammenfasst was das Gedicht dem Leser vor Augen führt ist dir gut gelungen. Ein paar Kleinigkeiten die du noch verbessern solltest, habe ich in deiner Analyse markiert. Ansonsten eine sehr gelungene Analyse!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett „Es ist alles Eitel“ wurde von Andreas Gryphius im Jahre 1637 in der Literaturepoche des Barocks verfasst. Thematisch befasst sich das Gedicht mit der Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in vier Strophen aufgeteilt sind. Dabei beinhalten zwei Strophen vier Verse und die letzten beiden Strophen drei Verse. Der Aufbau weist daher auf ein typisches Sonett hin, da es zwei Quartette sowie zwei Terzette enthält. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus. Die beiden ersten Strophen bestehen aus einem umarmenden Reim (abba, abba) während die beiden letzten einen Schweifreim (ccd,eed) bilden. Die Kadenzen passen sich dabei dem Reimschema an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die Überschrift „Es ist alles Eitel“ zeugt von der resignativen Stimmung des lyrischen Ichs, da nichts auf der Welt von ewigem Bestand ist. Dabei akzentuiert das unbestimmte Numeral „alles“ die prekäre Lage.&lt;br /&gt;
Die erste Strophe knüpft an die Überschrift an, indem das lyrische Ich den Leser mit direkter Ansprache darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich ist (vgl. V.1). Das Adverb „nur“ (ebd.) verdeutlicht den hoffnungslosen und klagenden Grundton des lyrischen Ich aufgrund der Allgegenwärtigkeit der Vergänglichkeit. Diese resignative Stimmung lässt sich in Verbindung zu dem 30-jährigen Krieg setzen, welcher zu Zeiten des Gedichtes schon 25 Jahre herrschte und Deutschland komplett zerstört hat. Die darauffolgenden drei Verse beschäftigen sich konkret mit dem Verfall und Zerstörung der Städte. So heißt es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Auffällig ist, dass die Gegenwart und Zukunft in antithetischer Verbindung stehen, wodurch untermauert wird, dass das Schöne nur kurzen Bestand hat beziehungsweise später keine Bedeutung mehr erlangt, da alles Irdische vergänglich ist. Ebenso stehen die Verben „bauen“ (ebd.) und „einreißen“ (ebd.) gegensätzlich zueinander. Durch das demolieren der Städte wird konkret auf den Krieg angespielt, wodurch zum Ausdruck kommt, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, dass die Menschen selbst für ihre Vergänglichkeit bzw. der ihrer Bauwerke verantwortlich sind. Des Weiteren verdeutlichen die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.) die Generalisierung der Ereignisse in Europa. Die Antithetik zwischen Gegenwart und Zukunft wird im dritten Vers fortgesetzt, in welchem es heißt „Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3), wodurch untermauert wird, dass die Natur ihren Platz zurückerobert. Auffällig ist hier, dass ein Rückschritt beschrieben wird. Die „Wiese“ (ebd.) steht dabei für die Natur und durch ihre grüne Farbe für Hoffnung und symbolisch für das Gedeihen neuen Lebens. Diese Idylle wird in dem darauffolgenden vierten Vers fortgesetzt, indem es heißt „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4), was den Wunsch nach Frieden verdeutlicht. Die grundsätzlich antithetische Struktur des Textes wird durch das Versmaß untermauert. Bei diesem handelt es sich um den Barock typischen Alexandriner, welcher durch eine Mittelzäsur getrennt ist und die Gegensätze voneinander schneidet. Der monotone Rhytmus des Gedichtes hebt die resignative Stimmung des lyrischen Ichs hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe wird von der Antithese „Was itz und prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5) eingeleitet. Dies hebt die Vergänglichkeit der Natur, mitsamt der blühenden Pflanzen hervor. So heißt es weiter „Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein“ (ebd.). Das „poch[en]“ (ebd.) steht hier metaphorisch für den Herzschlag eines Lebewesens. Die Anapher „Was itz“ (V.5+6) untermauert, dass die Natur und die Lebewesen eine gleiche Gewichtung in der Rolle ihrer Vergänglichkeit haben. Dies wird durch den darauffolgenden Vers unterstützt, in dem mit einer verdoppelten Verneinung nichts als ewig bestehend erklärt wird und soll Klarheit über die Vergänglichkeit alles Irdischen verschaffen (vgl. V. 7). Die Vergänglichkeit wird durch die Akkumulation „kein Erz, kein Mamorstein“ (ebd.) unterstützt, da diese zu Zeiten des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten.  Der letzte Vers der zweiten Strophe wird mit einer Personifikation des Glückes eingeleitet (was bedeutet das?). Antithetisch wird dem Glück eine Synästhesie aus &amp;quot;donnernden Beschwerden&amp;quot; (V.8) gegenübergestellt. Dabei werden zwei unterschiedliche Sinneseindrücke (donnernd = hören, Beschwerden = fühlen) miteinander in Verbindung gesetzt, um das Leid zu verdeutlichen. Des Weiteren bekräftigt diese weitere Personifikation die Assoziation mit dem Krieg, da das Verb „donnern“ mit Waffen in Verbindung gebracht werden kann, welche ebenfalls zur Zerstörung beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Betrachtung der beiden ersten Strophen ist deren klimaxartigen Aufbau auffallend. In der ersten Strophe wird ausschließlich die Vergänglichkeit materieller Güter beschrieben, währenddessen die zweite Strophe die Nichtigkeit der Lebewesen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn der dritten Strophe wird der sonettypische, inhaltliche Bruch eingeleitet, da die ersten beiden Strophen eher aus einer beschreibenden Position stammen und in der dritten und vierten Strophe zu einem bewertenden Standpunkt wechseln, was durch das Fragezeichen in Vers 10 und dem Ausrufezeichen in  Vers 13 akzentuiert wird. Inhaltlich befasst sich die erste Terzette mit der Frage was das Leben ist und wie die Menschheit es bewältigt. So heißt es in Vers neun „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9). Dies hebt hervor, dass selbst Reichtum und hochgeschätzte Werte der Vergänglichkeit unterliegen. So wird dem Leser in Vers 10 eine rhetorische Frage gestellt „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“ (V.10), um dem Leser zu verdeutlichen, dass ein Kampf gegen die Vergänglichkeit sinnlos erscheint. Der elfte Vers wird durch den Ausruf der Verzweiflung „Ach!“ (V.11) eingeleitet wodurch deutlich wird, dass das lyrische Ich über die Erkenntnis der Vergänglichkeit verzweifelt ist, da der Mensch keine Gewalt über das Leben hat. Auffällig ist hier, dass die dritte Strophe mit der vierten durch ein Enjambement verbunden ist, da die letzte Strophe konkrete Antworten auf die Frage des Lebens gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird das Leben akkumulierend „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12) definiert. Dabei stehen „Schatten, Staub und Wind (ebd.) für kurzlebige Synonyme, welche die Vergänglichkeit des Lebens akzentuieren. Ein weiterer Vergleich stellt Vers 13 dar, in welchem es heißt „Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind´t“(V.13). Dabei steht die „Wiesenblum“ (ebd.) metaphorisch für das Leben eines einzelnen Menschen, da auf einer Wiese eine einzelne Blume so unbedeutsam wie das Leben eines Menschen und dessen Vergänglichkeit ist. Der letzte Vers des Sonnets „Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) stellt das Fazit des lyrischen Ichs dar. Dieses ist der Auffassung, dass noch kein Mensch betrachtet hat was für die Ewigkeit besteht. Das Adverb „noch“ (ebd.) gibt jedoch Hoffnung, dass sich in der Zukunft noch ändern und sich der Mensch dem Ewigen zuwenden könnte. Das sogenannte Ewige ist der Glaube an Gott, welchen die Menschen in der Zeit des Barocks durch den 30-jährigen Krieg verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich sagen, dass der Text den Leser dazu bringen soll sich auf das Wesentliche, das Leben nach dem Tod, zu konzentrieren. Die Auffassung des lyrischen Ich, dass alles Irdische Vergänglich ist, wird durch zahlreiche Antithesen, Metaphern und Personifikationen geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kommentar von Lorena:'' Hallo Carina, ich finde deine Analyse wie immer sehr gelungen. Du bist auf die wichtigen Textstellen eingegangen, hast sie nachvollziehbar gedeutet und auch in Zusammenhang mit dem historischen Kontext gebracht. Alles in allem war das was du analysiert hast prima und besonders die Auswertung der stilistischen Mittel ist sehr detailliert und lobenswert. Allerdings solltest du dir angewöhnen auf für Gedichte formalen Mittel einzugehen und diese zu erläutern (beispielsweise Funktion des Metrums, Bedeutung der Kadenzen, Zäsuren etc.). Ansonsten habe ich nur zwei kleine Anmerkungen und eine Textstelle bei der ich mir selbst nicht sicher bin ob man das so schreiben kann (vgl. Kommentare im Text). Ansonsten aber eine gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorena==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahr 1637, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Barock. Thematisiert wird die Vergänglichkeit des Irdischen. Inhaltlich handelt das Gedicht von der Zerstörung des 30-jährigen Krieges und den Folgen der Zerstörung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst 14 Strophen und ist in der Form eines Sonettes gegliedert. Als Reimschema liegen in den Quartetten umschließende Reime vor, während die Terzette durch Paarreime gekennzeichnet werden. Als Metrum liegen durchgehend sechs-hebige Jamben vor, die 12 bis 13 Silben beinhalten und durch eine Mittelzäsur geteilt werden vor. Es liegen sowohl stumpfe als auch klingende Kadenzen vor, die sich dem Reimschema des Gedichtes anpassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) ein. Die „Eitelkeit“ (ebd.), die bereits im Titel des Gedichtes Erwähnung findet, ist in diesem Fall als veraltetes Synonym für Vergänglichkeit zu verstehen. Der Inhalt des Verses spiegelt die Situation in der Entstehungszeit des Gedichtes wieder. Das Gedicht ist während des 30-jährigen Krieges entstanden, in welchem viele Städte und Gebiete zerstört wurden und in dem die Lebensbedingungen der Menschen sehr schlecht waren. Das lyrische Ich beschreibt, dass egal wohin man sich wendet, überall nur Vergänglichkeit zu sehen ist. Die Repetitio der Formulierung „du siehst“ (ebd.) veranschaulicht die allgemeine Gültigkeit der Aussage des Lyrischen Ichs. Generell lässt bereits der erste Vers des Gedichtes eine resignative Stimmung erschließen, da der Krieg in dieser Zeit für die Bevölkerung sehr belastend war. Dies wird ebenfalls durch die antithetische Struktur der nächsten Verse verstärkt. Das Lyrische Ich beschreibt „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Auffällig sind neben der Kontrastierung zwischen den Zeitangaben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.), auch die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.), welche auf jede Person zu beziehen sind und die Aussage somit verallgemeinern. Auch hier wird wieder die Situation während des Krieges in Bezug auf die Vergänglichkeit aufgegriffen. Was die Menschen an einem Tag bauen oder bereits vor geraumer Zeit gebaut haben, kann am nächsten Tag schlagartig zerstört werden. Im folgenden Vers veranschaulicht das Lyrische Ich die Aussage durch das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Das Beispiel ist durch das Reimschema formal mit dem vorhergehenen Vers verbunden und verdeutlicht zum einen die Vergänglichkeit, zum anderen aber auch ein Anzeichen für die Zerstörung während des Krieges. Die antithetische Struktur, die in den ersten drei Versen des Textes verwendet wird, wird durch das Versmaß verstärkt. Als Versmaß liegen Alexandriner vor, die durch eine Mittelzäsur geteilt werden. Der monotone Rhythmus des Alexandriners verstärkt die ohnehin resignative Stimmung des Gedichtes, während die Mittelzäsur die genannten Gegensätze voneinander separieren. Diese Trennung wird formal durch ein Komma verbildlicht und somit hervorgehoben.  An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers unmittelbar an. Es ist erneut die Rede von der Wiese „[a]uf der ein Schäfers-Kind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Die Metapher des „Schäfers-Kind“ (ebd.) auf einer Wiese, verdeutlicht die Sehnsucht nach der friedlichen Zeit, wie sie vor dem Krieg war, und wiederholt die Vergänglichkeit bzw. die Nichtigkeit des vom Menschen Erschaffenen. Auffällig ist, dass in diesem Vers, nicht wie in den übrigen, die Mittelzäsur durch ein Komma dargestellt wird. Der Vers wirkt somit trostlos, was durch die stumpfe Kadenz am Versende verstärkt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichtes setzt mit der Feststellung „[w]as jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Erneut ist die Kontrastierung zwischen dem gegenwertigen Zustand und dem zukünftigen Geschehen zu erkennen, somit wird neben der allgemeinen Vergänglichkeit des Irdischen insbesondere die Vergänglichkeit der Natur hervorgehoben. Die antithetische Darstellung wird wiederholt durch eine Mittelzäsur und das Komma formal getrennt, was die Kontrastierung des Inhalts innerhalb des Verses veranschaulicht. Das Adverb „jetzund“, welches zuletzt im 18. und 19. Jahrhundert verwendet wurde, verdeutlicht das Alter des Gedichtes und bestätigt, neben der Sonett-Form und der Verwendung des Alexandriners, dass das Gedicht aus der Epoche des Barock stammt, da dies typische Merkmale für diese Literaturepoche sind. Im zweiten Vers der Strophe „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) wird wiederrum die antithetische Struktur des Gedichtes aufgeführt. Die Verben „poch[en]“ (ebd.) und „trotz[en]“ (ebd.) charakterisieren ein lebendiges Wesen. Das Verb „poch[en]“ (ebd.) beschreibt den Herzschlag eines Lebewesens, während „trotz[en]“ (ebd.) als Abwehrhaltung für herannahende Gefahren verstanden wird, die die Existenz des Lebewesens gefährden. Im weiteren Verlauf des Verses wird allerdings auch wider die Nichtigkeit dargestellt, wenn es in Bezug auf das Lebewesen heißt es, es sei „morgen Asch und Bein“ (V. 6). Die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) steht metaphorisch für den Tod des Lebewesens und verbildlicht somit die Vergänglichkeit des Lebens. Hier lässt sich wieder ein Rückbezug auf die historische Situation vornehmen, da während des Krieges viele Menschen und auch Tiere getötet wurden, die möglicherweise ohne den Krieg noch ein langes Leben geführt hätten. Dieser Umstand verstärkt die resignative Stimmung und deutet bereits eine klimaxartige Steigerung zur ersten Strophe an, da in der ersten Strophe nur die Nichtigkeit des von Menschen Erschaffenen beschrieben wurde, während nun die Vergänglichkeit der Lebewesen Thema ist, auf die der Mensch nicht immer direkten Einfluss hat. Das Lyrische Ich fasst diese Erkenntnis mit dem Befund „Nichts ist, das ewig sei“ (V. 7) zusammen. Unter diesen Befund fallen laut des Lyrischen Ichs auch Materialien wie Erz und Marmorstein (vgl. V. 7), welche im 17. Jahrhundert, in der Zeit als das Gedicht verfasst wurde, noch als unzerstörbar galten und somit wiederholt die Nichtigkeit dessen, was als unzerstörbar galt und des Irdischen im allgemeinen darstellt. Die Strophe endet mit einem Vers in derselben antithetischen Struktur, die bereits in den ersten Versen des Gedichts verwendet wurde. Das Lyrische Ich erklärt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Die Personifikation des Glücks steht in diesem Vers der Synästhesie der donnernden Beschwerden gegenüber (vgl. V. 8). Im Zusammenhang mit dem historischen Hintergrund verdeutlicht die Personifikation, dass was die Bevölkerung sich am meisten Wünscht: „Glück“ (V. 8) um zum einen den Krieg zu überleben und zum anderen, dass der Krieg, der sich zu diesem Zeitpunkt schon seit fast 20 Jahren zuträgt, bald endet. Der Krieg wird in diesem Vers durch die donnernden Beschwerden (vgl. V. 8) dargestellt. Das Verb „donnern“ (ebd.) verdeutlicht in der Synästhesie den Beschuss während des Krieges, wohingegen die „Beschwerden“ (ebd.) eine Folge des Beschusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dritten Strophe erfolgt sowohl ein inhaltlicher, als auch ein formaler Umbruch. Während in den ersten beiden Strophen noch vier Verse verwendet wurden und der Kontrast zwischen der gegenwärtigen Situation und den zukünftigen Gegebenheiten in Bezug zur Vergänglichkeit thematisiert wird, werden in der dritten und vierten Strophe nur noch drei Verse verwendet und die Vergänglichkeit des Individuums dargelegt. Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was soviel heißt wie, die Erfolge, die ein Individuum erzielt hat sind in zum einen in der Zeit des Krieges nichts mehr wert, aber auch im allgemeinen nichts wert, da alles Irdische vergänglich ist. Markant an diesem Vers ist die Verwendung des Metrums in Kombination mit dem Adjektiv „ho[ch]“ (ebd.) in Bezug auf die zustande gebrachten Taten. Zum einen liegt auf dem Adjektiv „ho[ch]“ eine Betonung, welche die Bedeutung des Wortes beim Lesen hervorhebt, aber auch der durch die Zäsur verursachte Anstieg der Stimme bis zum Einschnitt, auf welchen sowohl der Fall der Stimme, als auch der Verfall der Taten folgt. Im folgenden Vers wir das Lyrische Ich, das zuvor nur eine betrachtende und somit eher passive Rolle erfüllte aktiv. Es wirf die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit der leichte Mensch bestehn?“ (V. 10). Die rhetorische Frage bezieht sich auf die Vergänglichkeit der Menschen, was an der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) deutlich wird. Die Menschen werden mit ihrem Leben als Spielfiguren betrachtet, die nach einer bestimmten Zeit vom Spielbrett gestoßen werden. Der Umstand, dass das Lyrische Ich die Formulierung „der leichte Mensch“ (ebd.) verwendet gibt zum einen Aufschluss über den allgemeinen Wert des Menschen und seines Lebens als Spielfigur und zum anderen wirft es die Frage auf, wer mit den Menschen spielt. Die Antwort auf diese Frage ist nur im Überirdischen zu finden und lässt sich somit mit Gott als Spieler des Spiels beantworten. Er entscheidet darüber in welche Richtung sich die Figuren bewegen, welche Figuren das Spielfeld verlassen und welche bleiben. Der Schlussvers dieser Strophe wird mit der Interjektion „Ach!“ (V. 11) eingeleitet. Dieser Ausruf verdeutlicht die Verzweiflung bzw. die Resignation des Lyrischen Ichs über die gewonnene Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit. Weiterhin stellt das Lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Das, „was wir für köstlich achten“ (ebd.), sind die irdischen Bestandteile des Lebens der Menschen. Diese vergleicht das Lyrische Ich dann zu Beginn der letzten Strophe des Textes „[a]ls schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit, deren Bedeutung auch durch die Aufzählung bzw. durch den Parallelismus in Form eines Trikolons bekräftigt wird. Somit haben die irdischen Bestandteile, die den Menschen wichtig sind, genau wie die Menschen selbst eine zeitliche Begrenzung. Dies wird ebenso im letzten Teil des Vergleiches, der zeitgleich auch der letzte Bestandteil des Trikolons ist, deutlich. Die irdischen Bestandteile des Lebens werden mit einer „Wiesen-Blum“ (V. 13) verglichen, welche „man nicht wider find’t“ (ebd.). Die Lebenszeit der, als Metapher für das Leben der Menschen und der irdischen Bestandteile verwendeten, Blume ist abgelaufen und sie lässt sich nicht wieder zurückholen bzw. der Verfall lässt sich nicht rückgängig machen. Der Vers veranschaulicht somit die Unumgänglichkeit der Vergänglichkeit und stellt somit das Verhalten der Menschen, die die irdischen Bestandteile wertschätzen in Frage. Das Lyrische Ich beendet das Gedicht mit der Aussage „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14). Hierbei werden die Erkenntnisse aus dem vorangehenden Vers noch einmal aufgegriffen und beantwortet. Da das irdische vergänglich ist, ist das einzige, das Überirdisch ist gleichzeitig auch das einzige das „ewig ist“ (ebd.). Nach den Vorstellungen der damaligen Zeit (Absolutismus), ist das einzige das Überirdisch ist Gott, gefolgt von den obersten Herrschern. Das Lyrische Ich macht somit zum Ende des Gedichtes klar, dass nur der Glaube an Gott zählt und nicht das Vertrauen an irdische Bestandteile. Graphisch wird diese Aussage, da die finale Erkenntnis des Gedichtes thematisiert wird, mit einem Ausrufezeichen untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Lyrische Ich die Leser darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich und somit nichts wert ist. Letzten Endes zählt somit der Glaube an Gott, was den Menschen jedoch nicht in dieser Form benutzt wird. Zentrale formale Elemente des Textes sind die charakteristischen Merkmale des Barocks, wie beispielsweise das monotone Metrum, die Mittelzäsur, die besonders in den ersten beiden Strophen eine Rolle spielt, aber auch die Form des Sonetts selbst, welches durch die klare Struktur und die formale Gliederung das Verständnis des Textes und insbesondere des Umbruchs formal deutlich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Carina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast wie erwartet eine wirklich gute und ausführliche Analyse verfasst! Besonders deine Kenntnisse über die Zeit des Barocks hast du gut eingegliedert und mit den Formalen Aspekten in Verbindung gebracht. Des Weiteren hast du alle wesentliche Textpassagen gut erläutert und die sprachlichen Mittel mit in deine Deutungsansätze miteinbezogen. Bis auf kleine Verständnisfehler am Anfang ist dir deine Analyse wirklich gut gelungen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“ verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und ist in vier Strophen gegliedert. '''Es besteht''' (doppelt)aus jeweils vier Versen in der ersten und zweiten Strophe und aus jeweils drei Versen in Strophe drei und vier. Der Aufbau weist daher auf ein Sonett hin, da dieses aus zwei Quartetten und zwei Terzetten besteht und durch eine Zäsur in der Mitte des Verses getrennt ist. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein die Überschrift „Es ist alles eitel“ (V. 0) verallgemeinert die Situation der Vergänglichkeit'''(Z)''' welche durch das '''Numeral (Indefinitpronomen)''' „alles“ (V. 0) deutlich wird. Das Sonett „Es ist alles eitel“ '''verfasst''' von Andreas Gryphius und '''verfasst''' im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) und verdeutlicht somit, dass alles was man sieht, auf der ganzen Welt'''(Z)''' vergänglich ist. Zur Zeit des Barocks bezeichnet man die Vergänglichkeit als Eitelkeit '''und(was somit)''' ist somit ein erstes Merkmal für die Epoche und als klagende Aussage zu betiteln. Zudem wird anhand der '''Anapher (keine Anapher, nur eine Wiederholung)''' „du siehst“ (V. 1) deutlich, dass das lyrische Ich'''(Z)''' das Vergängliche mit eigenen Augen erkennen kann und sieht, wie sich die Welt verändert. Die Verwendung des sechshebigen Jambus und der männlichen Kadenz, verweist darauf das es sich hierbei um die Realität handelt, da die männliche Kadenz'''Sehr gut! Jedoch solltest du dies noch mehr erläutern''' sehr hart auf '''das Gedicht wirkt''' und somit Fakten in den Raum stellt'''(was für Fakten?)'''. Folgend erkennt das lyrische ich, dass sich die Welt ganz schnell verändern wird'''(Z)''' indem anhand einer Antithese gesagt wird, „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;“ (V. 2). Die schnelle Veränderung der Welt wird anhand der Adverbien „heute [und] morgen“ (V. 2) deutlich. Das Pronomen „jener“ (V. 2) verallgemeinert die Situation und lässt daraus schließen, dass jeder bereit dazu wäre, die Welt zu zerstören. '''Gut erkannt, jedoch verdeutlichen die antithetischen Verben ,,reißen&amp;quot; und ,,bauen&amp;quot; die Vergänglichkeit noch deutlicher, weshalb ich dir raten würde, dass du dies auch noch zu deiner Analyse hinzufügst''' Daraufhin folgt ein weiteres antithetisches Beispiel, welches die Vergänglichkeit des Irdischen darstellt, denn „Wo jetzund Städte stehn, wird wird eine Wiese sein“ (V. 3). Mit dieser Aussage bezieht sich das lyrische Ich auf die Zerstörung von Städten und vermutet, was durch „wird“ erkennbar ist, dass später mal auf diesem Platz eine Wiese sein wird, „Auf der ein Schäferkind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). '''Anhand dessen wird klar, dass eine Vorausdeutung in die Zukunft dargestellt ist und die Natur, als die Macht gegen uns Menschen bezeichnet wird. (Noch näher erläutern)''' „Schäferskind“ (ebd.) und „Herden“ (ebd.) verdeutlichen die Macht der Natur in Verbindung mit dem Menschen. Im Allgemeinen lässt sich in der ersten Strophe ein sechshebiger Jambus erkennen, mit zwei männlichen Kadenzen in Vers eins und vier und zwei weiblichen Kadenzen in Vers zwei und drei. Zudem liegt ein umarmender Reim (abba) vor, welcher die Gesamtsituation des Vergänglichen darstellt. Die Verwendung des sechshebigen Jambus vermittelt eine Art Monotonie und verdeutlicht die klagenden Aussagen und die Sorgen und Ängste der Eitelkeit, welche auf den 30- jährigen Krieg zurückzuführen ist'''Gut erkannt! Jedoch würde ich noch genauere Ursachen nennen, als nur den 30-jährigen Krieg im Allgemeinen'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe folgt mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) und hebt somit die Vergänglichkeit der Pflanzen hervor. Das lyrische Ich bemerkt also, dass auch die Natur vernichtet wird und das „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Mit „pocht“ (ebd.) und „Asch und Bein“(ebd.) wird metaphorisch das Herz eines Lebewesens'''(Z)''' welches aufhört zu schlagen dargestellt und das '''einzige''' was übrig bleibt ist „Asch und Bein“ (ebd.) ein kleiner Teil des Lebewesens. Die Anapher „Was“ (ebd.) deutet daraufhin, dass alles in der Welt irgendwann nicht mehr existieren wird. Zudem wird anhand der Aussage „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) deutlich, das Dinge'''(Z)''' wie in diesem Beispiel „Erz und Marmorstein“ (ebd.), welche zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten, auch zerstörbar sind'''Wie wirkt das?'''. Und nur das was „ewig sei“ (ebd.) ist nicht vergänglich, denn mit „ewig“ ist metaphorisch Gott gemeint, denn er wird niemals sterben. Vers acht wird mit der Personifikation '''„Glück“ (V. 8) eingeleitet, welches „uns [an] lacht“(Zit.)''' (V. 8) und mit der '''Synästhesie(Lautmauerei; Synästhesie bezieht sich auf die Sinne der Menschen)''' „donnern die Beschwerden“ (V. 8) gegenübergesetzt. Das Glück und die Beschwerden stehen uns Menschen im Leben sehr nah gegenüber und verdeutlichen '''somit''' die Gefühle der Menschen und lassen '''somit''' die Angst vor der Vergänglichkeit deutlich werden. Das Personalpronomen „uns“(ebd.) unterstreicht, '''das''' wir Menschen unter diesen Umständen leiden und bemerken das uns die Angst bevorsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersucht man die ersten beiden Strophen lässt sich ein Aufgesang erkennen, der die Dramatik der Vergänglichkeit darstellt und die äußeren Probleme in der Welt schildert, während in der dritten und vierten Strophe persönlich auf das Individuum eingegangen wird. „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) verdeutlicht, dass all die Träume der Menschen bald nicht mehr existieren werden und sich von den schönen Erinnerungen'''(Z)''' welche metaphorisch als „Traum“ (ebd.) betitelt werden'''(Z)''' verabschieden müssen. Der '''Befehl(A) befehlende, dominiernde Verb''' „müssen“(ebd.) verdeutlicht ebenfalls, dass das Schicksal'''(definiere)''' der Menschen eintreten wird und es keinen Ausweg geben werde. Daraufhin stellt das lyrische Ich sich eine rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V. 10) und versetzt sich damit in die Situation der Menschen im Krieg. Denn ihnen ist bewusst, dass ihr Leben als „leichte[r] Mensch“(ebd.) vergänglich '''wird(ist)'''.  Die Verwendung des Begriffs „leicht“ (ebd.) untermauert den Stellenwert der Menschen und somit auch den darauf bezogenen Umgang. Auch wird das Leben als „das Spiel der Zeit“(ebd.) dargestellt, was zeigt, dass das Leben als Unwichtig betrachtet wurde und das zwei '''Machten(Mächte)''' gegeneinander kämpfen und eine Macht verlieren wird. In diesem Zusammenhang sind es wir Menschen, welche durch Krieg; Folter; Vergewaltigung u.ä. vernichtet werden. Das lyrische Ich findet sich in der Situation selbst'''(Z)''' als Opfer und realisiert die Katastrophen, denen der Mensch ausgesetzt ist, indem er eine '''Interpunktion(Interjektion)''' „Ach“(V. 11) verwendet und all seine Sorgen zum Ausdruck bringt. Zudem bringt er durch das nochmals erwähnte Nummeral „alles dies“(V.11) die Vergänglichkeit des ganzen Lebens zum Ausdruck und zeigt wie wertvoll das Leben für den Menschen ist, indem er das Adjektiv „köstlich“(V. 11) verwendet, welches eher als etwas schönes gilt und man in Erinnerung behält. Daraufhin akkumuliert das Lyrische Ich mehrere Bezeichnungen für die Vergänglichkeit auf und benennt sie „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind,'''/''' Als Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V.12f.). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit und '''spiegelt Bestände wie Dunkelheit, ständige Angst und Stress(Sb.)'''. Um den Zeitraum eines Menschenlebens '''(Z)'''in dieser Zeit '''(Z)'''darzustellen'''(Z)''' verwendet der Autor den Vergleich mit der „Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(ebd.). Eine Blume lebt mit vielen andern Artgenossen zusammen in einem Lebensraum, bis sie nach einer bestimmten Zeit verblüht und somit ihr Leben verliert. Mit der „Wiesenblum“(ebd.) assoziiert das lyrische Ich den Menschen und  verdeutlicht die Vergänglichkeit und den Zustand das der Mensch nicht mehr auf der Erde da sein wird. Die Anapher „Als“(ebd.) unterstützt die Bezeichnung der Vergänglichkeit und hebt diese damit hervor. Um jedoch das wahre an der Vergänglichkeit herauszufinden'''(Z)''' erzählt das lyrische Ich in der letzten Strophe von „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!(V. 14). Da das '''irdische''' vergänglich ist, ist das '''einzige''' was Überirdisch ist gleichzeitig auch das, „was ewig ist“(ebd.) und damit ist Gott gemeint, denn er ist der Herrscher über die ganze Welt und steht auch über allem was es auf der Welt gibt. Somit macht das lyrische Ich und Menschen bewusst, dass das was für den Menschen übrig bleibt und das ist nichts, keine wahrnehmen möchte. Keiner möchte verstehen, dass nur Gott bestehen bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten beiden Strophen ist auffällig, dass diese aus jeweils drei Versen bestehen und ein Schweifreim vorweisen. Diese Veränderung des Reimschemas verweist auf ein weiteres Merkmal von Sonetten und bestätigt dieses damit nochmal. Der sechshebige Jambus wird aufgrund der in der Mitten getrennten Zäsur aufgrund von These und Antithese in Strophe eins und zwei als Alexandrina bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht aufgrund ihrer formalen Aspekte, die Folgen des 30-jährigen Kriegs, die Vergänglichkeit, anhand von Thesen und Antithesen sowie Anaphern und Metaphern sehr gut verdeutlichen. Aufgrund eines Sonetts wird die Epoche deutlich und damit auch den verwendeten Inhalt der Vergänglichkeit, welche zu dieser Zeit sehr schlimm waren. Das Reimschema trägt zum Verständnis des damals herrschenden Kriegs bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Feedback von Luisa:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Alina, meiner Meinung nach sind dir sehr viele sprachliche Besonderheiten aufgefallen die du auch vielfältig gedeutet hat. Besonders gut gefällt mir, dass du die Form des Gedichtes ab und an in deine Analyse mit eingebaut hast. Jedoch könntest du die äußere Form noch öfters mit einbeziehen. Worauf du allerdings achten solltest ist deine Zeichensetzung und deinen Ausdruck, da du dich häufig wiederholst, wie ich dir im Text markiert habe. Zudem solltest du an einigen Stellen noch tiefer in die Erklärung deiner Deutungsansicht gehen, damit man diese versteht. Außerdem ist mir aufgefallen, dass du den Zusammenhang nur kurz anspricht, aber nicht ausführlich genug, das könnte dich, in der nächsten Klausur, Punkte kosten. In deinem Schlusssatz solltest du nicht nur auf das Reimschema eingehen sondern auch noch auf andere Merkmale der äußeren Form des Gedichtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, der von Andreas Gryphius verfasst und im Jahre 1637, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Es ist der Literaturepoche Barock zuzuordnen, welche besonders durch den sogenannten „Vanitas-Gedanken“, der sich auf die Vergänglichkeit alles Irdischen bezieht, geprägt wurde. Dieser wird auch in dem Gedicht Gryphius` thematisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist aus 14 Versen zusammengesetzt, welche in 4 Strophen gegliedert sind. Die ersten beiden Strophen sind Quartette, da sie aus je 4 Versen bestehen und die anderen beiden sind Terzette, welche aus jeweils 3 Versen zusammengesetzt sind. Diese Form des Gedichtes nennt sich Sonett. Dieser Sonettstil war zur damaligen Zeit vorgeschrieben und brachte eine gewisse Ordnung und Gleichmäßigkeit in die Gedichte, was sich auch in dem vorliegenden Gedicht widerspiegelt. Bezüglich des Metrums liegt ein Alexandriner vor, welcher aus einem sechshebigen Jambus besteht. Außerdem ist die Zäsur, eine Art Einschnitt beziehungsweise Pause, die nach der sechsten Silbe erfolgt. Die Kadenzen sind abwechselnd betont (männlich) und unbetont (weiblich). In den Quartetten liegt bezüglich des Reimschemas ein umarmender Reim (abba, abba) vor, während die Terzette einen Schweifreim (ccd, eed) aufweisen. Auch aufgrund des Zusammenspiels von sich reimenden Versenden und den jeweilig gleichen (betonten oder unbetonten) Kadenzen wird die bereits erwähnte Ordnung des Gedichts unterstützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Es ist alles eitel“ deutet die Vergänglichkeit von alle dem, was diesseitig ist, also der Erde angehört, an und leitet somit in die zentrale Thematik des Textes ein. Besonders das Zahlwort „alles“ (ebd.) akzentuiert, dass die Gesamtheit des Diesseitigen von der Vergänglichkeit betroffen ist, sowohl alle Lebewesen, als auch das, was von ihnen geschaffen wurde. Außerdem wird an dieser Stelle bereits die Haltung des lyrischen Ichs zu jener angedeutet, da deutlich erkennbar ist, dass es sich der Vergänglichkeit alles Irdischen durchaus bewusst ist. Zudem wird dadurch in gewisser Weise die Verzweiflung des lyrischen Ichs angedeutet, da auch es selbst und alles um es herum Existierende nicht für die Ewigkeit besteht. &lt;br /&gt;
Anschließend setzt das Gedicht damit ein, dass das lyrische Ich erwähnt, man sehe „nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1). Damit wird erneut der Vanitas-Gedanke aufgegriffen, welcher die Vergänglichkeit alles irdischen Seins und folglich allen Lebens auf der Erde beschreibt. Das Adverb „nur“ (ebd.) hebt dabei insbesondere hervor, dass sich die Vergänglichkeit ausschließlich auf das Irdische beschränkt, wodurch gleichzeitig angedeutet wird, dass das Überirdische, also Gott, für die Ewigkeit besteht. Auf der anderen Seite deutet dies auf die Haltung des lyrischen Ichs in Bezug auf die Ausweglosigkeit aus dieser Situation hin, da ihm bewusst ist, dass man der Vergänglichkeit und der Zeit nicht entfliehen kann, was zudem eine gewisse Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs vermuten lässt. Durch die Verwendung des Pronomens „du“ (V. 1) wird der Leser direkt angesprochen und in die Thematik einbezogen, da sie jeden betrifft. Des Weiteren erklärt das lyrische Ich, was „dieser heute“ (V.2) baue, reiße „jener morgen“ (V. 2) wieder ein. Diese Aussage zielt auf die Folgen des dreißigjährigen Krieges, welcher die Zerstörung vieler Teile Deutschlands mit sich gebracht hat. Besonders auffällig ist jedoch, dass sich die beiden genannten Aussagen antithetisch gegenüber stehen, was vor allem durch die Adverbien „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) hervorgehoben wird. In Verbindung mit den Verben „baut“ (V. 2) und „reißt […] ein“ (V. 2) könnten diese mit der Gegenwart und Zukunft assoziiert werden. Dies bezieht sich darauf, dass etwas in der Gegenwart zu erbauen bedeutet, etwas Neues zu schaffen, was eine positive Gefühl hervorruft, dass dies jedoch anschließend in der Zukunft wieder abgerissen wird, deutet auf die Vergänglichkeit hin, da diese Gefühl nur von kurzer Dauer ist, was an der kurzen Zeitspanne zwischen „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Diese Aussage erinnert ebenfalls an den sogenannten „memento mori“, welcher die Lyrik zur Zeit des Barock stark geprägt hat. Mit diesem ist gemeint, dass man bedenken solle, dass man stirbt. Diese Erinnerung an den Todesgedanken sollte die Menschen daran erinnern, sich auf ihr Leben in der Gegenwart zu konzentrieren und dieses zu nutzen. Somit könnte diese antithetische Aussage auch diesen Gedanken, jeden Moment des Lebens zu genießen, da er schnell wieder vergehen werde, vor Augen führen. Andererseits kann die Verbreitung dieses Gedankens dazu dienen, den Menschen vor Augen zu führen, dass alles auf der Erde dazu bestimmt ist, irgendwann einmal zu sterben, auch sie selbst. Diese Vergänglichkeit wird durch das Pronomen „jener“ (ebd.) verallgemeinert, da sie überall zu erkennen ist. Daraufhin wird erneut die Zerstörung als Folge des Krieges sowie die Vergänglichkeit verdeutlicht, wenn das lyrische Ich erläutert, wo „jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). An dieser Stelle ist nochmals die Gegensätzlichkeit der Aussagen zu erkennen, welche vor allem durch die Zäsur zwischen der These und der Gegenthese hervorgehoben wird. Diese Zäsur dient jedoch auch dem Rhythmus des Gedichts, da an jener ein Einschnitt beziehungsweise eine Pause erfolgt. Hier ist jedoch auch ein gewisser Rückschritt zu erkennen, da es wieder zu seinem Ursprung zurückzukehren scheint. Des Weiteren lässt sich bei diesem Vers der sechshebige Jambus auf den Inhalt des Textes beziehen, da er prinzipiell eine gewisse Monotonie mit sich bringt. Diese akzentuiert in Verbindung mit der Vergänglichkeit, dass das Leben auf der Erde insofern absehbar und regelmäßig ist, als dass alles, was auf uns noch so wirkt, als hätte es bis in die Ewigkeit Bestand, bald schon nicht mehr da sein könnte. Auf die „Wiese“ (ebd.) geht das lyrische Ich im Folgenden Vers vertieft ein, indem es erläutert, auf jener werde ein „Schäferskind […] mit den Herden“ (V. 4) spielen. Das Bild des Schäferskindes als Hirte der Herde könnte sich im übertragenen Sinne auf die Religion beziehen, da Gott im Christentum als fürsorglicher Vater des Volkes oftmals auch als Hirte bezeichnet wurde, der jenes beschützt. Bezieht man dies wiederum auf den dreißigjährigen Krieg könnte diese Aussage als eine Art Appell des Erzählers an den Leser angesehen werden, da das Vertrauen in Gott, das Überirdische, das nicht vergeht, aus dieser Situation der Zerstörung hinaushelfen könnte. Demnach könnte diese Textstelle dazu dienen, Hoffnung zu vermitteln, dass nach dem Krieg wieder eine friedliche Zeit folgt. Betrachtet man in dieser Strophe genauer die Kadenzen sowie den vorliegenden Paarreim, fällt auf, dass die Aussagen in den Versen zwei und drei dadurch unterstützt werden. Dabei sind hauptsächlich die männlichen Kadenzen entscheidend, da jene hart wirken und einen Fakt beschreiben. In diesem Fall untermauern sie demnach, dass alles auf der Welt vergänglich ist, da dies eine Tatsache ist, die feststeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran folgt das zweite Quartett mit der Aussage, was jetzt so „prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Insgesamt fällt bis zu dieser Textstelle auf, dass der Fokus bisher auf der Vergänglichkeit der Natur und den Dingen, die der Mensch geschaffen hat, liegt. Dies ändert sich jedoch mit dieser Aussage. Zur Zeit des Barocks wurde das menschliche Leben häufig in Jahreszeiten eingeteilt. In dieser Textpassage scheint der Frühling aufgrund der Assoziierung von blühenden Blumen dargestellt zu werden. Bezieht man diesen weiterhin auf das menschliche Leben, so wird hier das Leben eines jungen Menschen aufgegriffen. Auch dieses ist demnach vergänglich, wodurch deutlich wird, dass der Tod jederzeit eintreffen kann und das Leben eines jeden vergänglich ist. Somit wird erneut klar, dass der Mensch dazu bestimmt ist, früher oder später zu sterben. Daraus lässt sich die Resignation des lyrischen Ichs schlussfolgern, da es sich somit auch der Vergänglichkeit seines eigenen Lebens bewusst zu sein scheint. Daraufhin erläutert das lyrische Ich, dass das was noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sei. Insbesondere das Verb „pocht“ (ebd.) lässt erkennen, dass es sich bei dieser Aussage um Menschen handelt, da das Pochen an das menschliche Herz und das Leben erinnert. Jene Menschen, die erwähnt werden scheinen Widerstand gegen den Krieg beziehungsweise einen feindlichen Angriff zu leisten, was durch das Verb „trotzt“ (ebd.) hervorgehoben wird. Eben diese Menschen seien am nächsten Tag lediglich noch „Asch und Bein“ (ebd.) was mit dem Tod in einer Verbindung steht, welcher eine Folge des Krieges ist. Somit wird hier wieder der memento mori aufgegriffen. An dieser Stelle ist die Kritik des lyrischen Ichs deutlich festzustellen, da es eine der Konsequenzen des Krieges darstellt. Somit wird an dieser Stelle die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt. Die Anapher „Was “ (V. 5, V. 6), welche die expliziten Aussagen der Vergänglichkeit des Menschen einleitet, verbindet diese miteinander und hebt somit hervor, dass alles Irdische vergänglich ist. Dies wird auch durch die im Anschluss folgende Aussage „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) vor Augen geführt, da man früher geglaubt hat, man könne diese nicht zerstören und sie würden für die Ewigkeit bestehen. Dies widerlegt der Inhalt der restlichen Aussagen jedoch, denn das lyrische Ich behauptet, dass auch diese vergänglich sind, da sie etwas irdisches sind. Des Weiteren folgt die Personifikation jetzt „lacht das Glück“ (V. 8), welche der Synästhesie bald „donnern die Beschwerden“ (V.8) antithetisch gegenübersteht. Dies soll auf der einen Seite die Vergänglichkeit des Glücks und somit der guten Zeiten darstellen und deutet auf der anderen Seite auf die Folgen des Krieges hin, da die „Beschwerden“ (ebd.) nach dem Krieg häufig durch die darauf folgenden Hungersnöte sowie die Armut und das Leid der Menschen aufgekommen sind. &lt;br /&gt;
Anschließend ist deutlich zu erkennen, dass sich das erste Quartett mit der Vergänglichkeit dessen, was der Mensch geschaffen hat, beschäftigt, während das zweite Quartett die Vergänglichkeit des Menschen selbst thematisiert. Dadurch wird unterstützt, dass nichts auf der Welt ewig ist. Dies wird auch durch den einer Klimax ähnelnden Aufbau des Textes unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe ist ein Terzett und setzt damit ein, dass „[d]er hohen Taten Ruhm […] wie ein Traum vergehn“ (V. 9) müsse. Insbesondere der „hohen Taten Ruhm“ (ebd.) ist nach der Meinung des lyrischen Ichs nicht mehr von großer Bedeutung, da auch dieser vergänglich ist, denn auch die Taten während des Krieges sowie beispielsweise gewonnene Schlachten, die im ersten Moment Ruhm eingebracht haben, werden früher oder später vergessen und sind somit nichtig, da sie keinen Wert mehr haben. Der Vanitas-Gedanke, welcher sich auf eben diese Vergänglichkeit alles irdischen Seins bezieht, bedeutete für die Menschen zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, dass beispielsweise auch Macht und Reichtum nicht signifikant sind. Dies resultierte daraus, dass das Leben auf der Erde meist als sogenannter „leerer Schein“ bezeichnet wurde und somit nicht von großer Bedeutung gewesen ist. Für die Menschen ist es hauptsächlich wichtig gewesen, eine reine Seele zu haben und alle Sünden zu büßen, da dies die Voraussetzung für das Fortleben im Jenseits gewesen ist. Da dies nicht vergänglich ist, hat es also einen höheren Wert. Besonders das Substantiv „Traum“ (ebd.) hebt die Nichtigkeit des Ruhmes oder der Macht hervor, da jene sich nicht auf das Fortleben im Diesseits auswirken. Das Verb ,,müssen&amp;quot; (V. 9) untermauert nochmals die Bedeutungslosigkeit menschlicher Taten. Anschließend folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10). Das „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht dabei metaphorisch für das Leben. Dieses ist vergänglich und somit durch die „Zeit“ (ebd.) beschränkt, die etwas Ewiges ist und Anfang und Ende des menschlichen Lebens festlegt. Der Mensch selbst hat also gar keinen Einfluss auf seinen Tod, was seine sehr geringe Macht im Gegensatz zu der des Überirdischen hervorhebt. Mit dem ,,leichte[n] Mensch“ (ebd.) wird vor Augen geführt, dass der Mensch nicht für die Ewigkeit Bestand hat, da er durch das Adjektiv „leichte“ (ebd.) als schwach beschrieben wird. Daraufhin fragt das lyrische Ich sich, was „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) überhaupt sei. Dies bezieht sich auf die Frage, was das Leben überhaupt ist und welchen Wert es hat. Die Menschheit hat prinzipiell das Gefühl, dass das Leben und besonders das, was sie in jenem schaffen, für die Ewigkeit Bestand hat. Dies widerlegt das lyrische Ich jedoch mit den Aussagen im ersten und zweiten Quartett, denn nach jenen ist weder das, was die Menschen geschaffen haben, noch sie selbst für die Ewigkeit bestehend. Dies ist auf die Vergänglichkeit und die schwindende Zeit zurückzuführen. Die dieser Aussage vorangestellte Interjektion „Ach“ (V. 11) bringt den klagenden Charakter des Gedichtes durch die Resignation des lyrischen Ichs zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte Strophe gibt auf die zuvor erwähnte Frage in gewisser Weise eine Antwort und bezeichnet „alles dies“ (ebd.) „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Dies führt vor Augen, dass das vom Menschen erschaffene sowie der Mensch und sein Leben nicht von großem Wert und belanglos ist, da all dies etwas Irdisches und somit vergänglich ist. Zudem stehen die einzelnen Begriffe metaphorisch für die Vergänglichkeit. Bei dem Gedanken an den ,,Schatten&amp;quot; (ebd.) kommt ein unangenehmes Gefühl auf, was darauf zurückzuführen ist, dass man mit diesem Kälte und besonders Dunkelheit verbindet. Dies erinnert wiederum an den Tod und somit an die Vergänglichkeit des Lebens. Auch der ,,Staub&amp;quot; (ebd.) erinnert an den Tod, was daraus resultiert, dass der Mensch nach seinem Tod in gewisser Weise zu diesem zerfällt. Des Weiteren hat Staub die Eigenschaft, dass er sehr leicht ist und somit sozusagen schnell verfliegen kann. Aus diesem Grund verschwindet er und genauso ist es mit dem menschlichen Leben, denn auch dieses verschwindet in gewisser Weise und gerät in Vergessenheit. Der ,,Wind&amp;quot; (ebd.) ist nichts, nach dem man greifen kann oder ihn festhalten kann und bezogen auf das Leben des Menschen könnte dies darauf hindeutet, dass auch dieses nicht festgehalten werden kann. Somit kann dieses nicht für die Ewigkeit bestehen. Zudem wird auch mit dem Wind häufig Kälte assoziiert, was wieder an den Tod und die Vergänglichkeit des Lebens erinnert. Weiterhin beschreibt das lyrische ich „alles dies“ (ebd.), was der Mensch als ,,köstlich&amp;quot; (ebd.) achtet „[a]ls eine Wiesenblum, die man nicht wieder find`t“ (V. 13). Bei der Vorstellung einer Wiese voller Blumen und einer einzigen Blume auf jener wird der geringe Wert dieser einzelnen Blume im Gesamten direkt deutlich. So ist es auch mit dem menschlichen Leben und dem einzelnen Menschen, da auch jener als einzelne Person insbesondere unter der Bezugnahme der Vergänglichkeit nahezu nichtig ist. Das lyrische Ich erläutert daraufhin, dass „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14) wolle. Dies resultiert daraus, dass die Menschen versuchen an dem festzuhalten, was Irdisch ist, da sie sich dessen nicht bewusst sind, dass all dies vergänglich ist und sich nicht damit beschäftigen, was für die Ewigkeit geschaffen ist. Das, was für die Ewigkeit Bestand hat ist im Grunde lediglich Gott, also das Überirdische sowie das Leben nach dem Tod. Das Leben auf dieser Erde ist vergänglich und im Vergleich zum Überirdischen von geringerem Wert, da die Menschen und all das, was sie geschaffen haben irgendwann vergessen sein wird und letztlich nichtig ist und dies scheinen die Menschen nicht zu erkennen oder zu vergessen. Durch die Interpunktion am Ende dieses Gedichts wird diese Aussage erneut bekräftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Sonett mit der Vergänglichkeit alles irdischen Seins sowie auf der anderen Seite dem Überirdischen (Gott) und dessen Ewigkeit auseinandersetzt. Daraus resultiert zudem die Nichtigkeit alles Irdischen. Diese zentralen Aussagen des Textes werden besonders durch Metaphern und das Metrum sowie die Gegenüberstellungen von These und Antithese, die durch die Zäsuren hervorgehoben werden, untermauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Diana: Meiner Meinung nach hast du viele und richtige Analyseaspekte in deiner Analyse eingebracht. Deine Einleitung beinhaltet alles und was ich auch gut finde ist, dass du für das Thema Vergänglichkeit ein Fachbegriff nennst, der im Zusammenhang der Epoche des Barocks gebraucht wird. Außerdem finde ich es auch gut, dass du die Form, das Reimschema und das Metrum des Gedichts nicht nur nennst, sondern auch in deine Analyse hineinfließen lässt und auch analysierst. Im ersten Quartett finde ich gut die Herausstellung der Antithese gelungen und der Bezug dabei auf den Krieg und das Thema der Vergänglichkeit, da du detailliert analysierst und jedes Wort beinahe erklärst. Was ich dabei jedoch nicht so gut finde, ist dass du dort bereits die Andeutung auf Gott siehst, die meiner Meinung nach erst in der letzten Strophe thematisiert wird. Dass du den Begriff ,,momemto mori“ in deine Analyse eingebracht hast, finde ich auch sehr gut, wobei du den Begriff sogar noch erklärst, was ich sehr gut finde. Jedoch finde ich dass du den Begriff nicht schon zu Beginn einbringen solltest, sondern erst im 2.Quartett, wenn es um die Vergänglichkeit des Lebens geht, da im ersten Quartett eher die Vergänglichkeit erschaffener Dinge thematisiert wird. Was ich für besonders gut gelungen finde ist die Analyse des 5.Verses, da du sehr detailliert analysierst. Zu dem erkennst du auch den klimaxartigen Aufbau des Gedichts und dass das Lyrische ich zunächst beschreibt und anschließend wertet. Zudem finde ich die Analyse des Terzette auch gut, da du die zentralen Aussagen analysierst und belegst und die Metapher ,,Spiel der Zeit“ richtig erläuterst. In allem eine gelungene Analyse, wobei du Kleinigkeiten, die ich dir genannt hab nur verbessern musst (die Stellen hab ich dir auch markiert und in Klammern dahinter geschrieben, was mein Verbesserungsvorschlag ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die allgemeine Vergänglichkeit irdischer Dinge mit besonderem Fokus auf der Vergänglichkeit des Lebens im 30-jährigen Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht befasst sich im historischen Kontext mit der Vergänglichkeit des Menschen bezogen auf den 30-jährigen Krieg, in dem die Zerstörung der Menschenleben und Städte ausdrücklich Tag für Tag durchlebt werden mussten. Darauf bezogen setzt auch die erste Strophe, geschrieben in einem umschließenden Reim, mit den Worten „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“(V. 1) ein. Hierbei wird besonders die Komplexität der Vergänglichkeit, welche im Wort „Eitelkeit“(ebd. ) benannt wird, deutlich, indem der Ausdruck „Du siehst, wohin du siehst“(ebd. ) verwendet wird. Dieser drückt gleich zu Beginn aus, das alles irdische vergänglich ist und dehnt somit den Rahmen auf alles aus, verallgemeinert die Aussage also. Auffallend ist hierbei jedoch die Verwendung des Verbs „sehen“(ebd. ), welches Anlass gibt, das Vergängliche auf irdischer Ebene zu betrachten, da der Mensch nicht im Stande ist, das überirdische, bzw. „Gott“ zu sehen. Zudem spitzt das Adverb „nur“ (ebd. ) diese Bedeutung des Überirdischen noch einmal zu, indem die Erde somit als alleinig aus Vergänglichkeit bestehend beschrieben wird, weshalb das Reich Gottes indirekt, hier noch nicht ganz deutlich, aber bezüglich der vierten Strophe einen Kontrast zum Irdischen bildet. Die abschließende Interpunktion, die den Satz beendet, verweist dabei noch einmal auf die endgültige Vergänglichkeit aller Dinge und allen Lebens ohne Ausnahme. Daran anschließend konkretisieren die drei folgenden Verse die irdische Situation, indem Beispiele für die Vergänglichkeit genannt werden. In diesem Sinne setzt der Text mit den Worten „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“(V. 2) fort. Besonders kommt dabei die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen in den Pronomen „dieser“(ebd. ) und „jener“(ebd. ) noch einmal zum Ausdruck. Sie verallgemeinern das Bezugsfeld, sodass alle Menschen das Vergängliche miterleben sowie mit beeinflussen. Hierbei redet das lyrische ich in diesem Zusammenhang von Gebäuden, auch im metaphorischen Sinne von Errungenschaften einzelner, die wiederum zerstört werden. Die Zerstörung lässt sich dabei auf den historischen Hintergrund und somit auf den 30-jährigen Krieg beziehen, in welchem viele Leben und so auch Lebensräume zerstört wurden. Die antithetische Formulierung, wie auch der Kontrast in „heute“(ebd. ) und „morgen“(ebd. ) spielt dabei jedoch auch gewissermaßen auf die Wechselseitigkeit des Krieges an. Bezüglich der Zerstörung setzt der dritte Vers fort „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“(V. 3), worin wiederum Zusammenhänge zum Krieg gezogen werden können. Hierbei stechen aber auch noch einmal die antithetischen Begriffe „Städte“(ebd. ) und „Wiesen“(ebd. ) hervor, die insbesondere auf die materielle Vergänglichkeit anspielen, aber auch verdeutlichen, dass alles wieder zu seinem Ursprung gelangt, da dort vor der Stadt auch nur eine Wiese war. Eben diese Art von Kreislauf des Lebens unterstreicht der Vers „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“(V. 4). Durch die Verwendung des Futurs sowie die Simplizität der Situation, die im Hirtenjungen ausdrücklich wird, zeigt das lyrische Ich, dass es trotz aller Zerstörung und Vergänglichkeit auch immer wieder einen Neuanfang und so auch neues Leben gibt, welches im Wechsel mit dem Tod bzw. der Vergänglichkeit steht. Auch drückt letztlich der umschließende Reim in den ersten beiden Strophen diese Vergänglichkeit als letztliches Mittel allen Lebens aus, was auch durch die Kadenzen deutlich wird. Hierbei sind der erste und vierte Vers weiblich, enden also auf einer unbetonten Silbe, und die umschlossenen Verse, wie auch in Strophe zwei männlich, enden auf einer betonten Silbe. Dabei ist auffallend, dass die betont endenden Verse jeweils eine Tatsache beinhalten, die für das lyrische Ich schlussendlich ist, während die anderen Verse eher etwas ins Ungewisse deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontrastierung zweier Sinnbilder setzt sich auch in der zweiten Strophe fort, was wiederum die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen unterstreicht. In „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“(V. 5) wird auf gewisse Weise erneut metaphorisch das Leben dem Tod gegenüber gestellt. Besonders drückt darin die Wortwahl die Resignation des lyrischen Ichs aus, welches dem Leben nachtrauert, sich jedoch des Vergänglichen und des Neuanfangs bewusst ist, diesen jedoch nicht völlig zu verstehen vermag. Hierbei sticht jedoch durch die Verwendung des Futurs erneut die Wechselhaftigkeit heraus, die zum einen erneut auf den Krieg, aber zum anderen auch auf die Wechselhaftigkeit des Lebens anspielt. Somit ist es ungewiss, wie lange etwas anhalten und beständig sein wird, da die Möglichkeit des Vergehens jederzeit besteht. Dies entspricht auch dem Tod, der ungewiss eintreten kann, sei es durch Krieg oder aber andere Umstände, wie es in den folgenden Worten „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“(V. 6) deutlich wird. Besonders steht dabei das Verb „pochen“(ebd. ) für den Herzschlag und somit für Leben, wohingegen „Asch und Bein“(ebd. ) auf eine tote Person andeuten. Besonders wird hier jedoch auch noch einmal die Nichtigkeit einer einzelnen Sache oder Person für die Gesamtheit deutlich, indem die Asche metaphorisch als Symbol der Vergänglichkeit gilt. Zudem gilt sie bezüglich des Todes jedoch auch als Zeichen der Trauer, was die Resignation des lyrischen Ichs untermauert. Rückbezogen auf die verschiedenen Beispiele wie dem Tod oder der Zerstörung von Stätten folgt so  als Schlussfolgerung des lyrischen Ichs „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“(V. 7). Auch dieser Satz wird wie auch schon der erste durch eine Interpunktion beendet, was die Endgültigkeit der Aussage unterstreicht und somit die Vergänglichkeit verallgemeinert. Dass diese Aussage für alles und jeden gilt, wird dabei in den Worten „kein Erz, kein Marmorstein“(ebd. ) ausdrücklich, da Erz und Marmor in früheren und auch in heutigen Zelten als teure und resistente Stoffe gelten, die vielem Stand halten. Sie unterstreichen die Aussage also insofern, dass sie letztlich die Spitze des Unkaputtbaren darstellen und dennoch vergänglich sind, weshalb sich jegliche anderen Dinge dem unterordnen. Im letzten Vers der zweiten Strophe wird im Anschluss noch einmal besonders auf die Wechselhaftigkeit und den Kreislauf des Lebens angespielt. So zeigt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“(V. 8), dass das Leben gute wie auch schlechte Zeiten beinhaltet und der Wechsel zwischen diesen unabsehbar stattfindet, was das Adverb „bald“(ebd. ) andeutet. Aber auch der Bezug auf ein jedes Leben wird im Personalpronomen „uns“(ebd. ) deutlich, der durch die Personifikation „Jetzt lacht das Glück“(ebd. ) gestärkt wird. Eben diese verdeutlicht, dass das Glück auch etwas unbeeinflussbares ist, wie jeder andere Mensch auch, sodass auch das Aufkommen von Glück etwas ist, das vergänglich ist. Das gleiche drückt so auch die Metapher „bald donnern die Beschwerden“(ebd. ) aus, welche gewissermaßen auch für eine Unbeständigkeit der menschlichen Verfassung und Gemütsstimmung steht und somit auch diese als vergänglich akzentuiert. Betrachtet man die beiden ersten Strophen im Zusammenhang, so fällt ein etwas klimaktischer Aufbau von erster zu zweiter Strophe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte und vierte Strophe stehen dahingegen etwas im Kontrast zu den beiden vorherigen Strophen, indem das lyrische Ich darin nachdenklich wirkt und über die menschliche Existenz nachdenkt. Fasst man die beiden Strophen zusammen, so fällt gleich der darin vorhandene Schweifreim auf. Das Metrum, das in den beiden Quartetten und Terzetten aufzufinden ist, ist das für den Barock typische Metrum Alexandriner, indem ein 6-hebiger Jambus jeweils inklusive einer Zäsur vorliegt. Durch diesen im Gedicht stringent verwendeten 6-hebigen Jambus fällt auch auf, dass die Paarreime jeweils betont enden und die sich reimenden Weisen/Schweife dahingegen unbetont. Inhaltlich fällt in diesem Kontext auf, dass die unbetonten Verse meist noch etwas positives beinhalten, das den Sinn hinter der Vergänglichkeit, den natürlichen Kreislauf des Lebens und die Ewigkeit in Gott ausdrückt. Das Metrum sorgt dahingegen jedoch für eine monotone Darstellung, die bezogen auf den Inhalt die unumgehbare Existenz der Vergänglichkeit darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe setzt mit dem Ausdruck „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) ein. Der Vergleich mit einem Traum bringt dabei die Nichtigkeit der Dinge in den Vordergrund. Zwar wird hier konkret von Ruhm gesprochen, über den das lyrische Ich nachdenkt, jedoch lässt dieser sich als ein Exemplar auffassen, dass eigentlich zeigt, wie unwichtig Dinge wie Ruhm und materielles Reichtum sind, da sie letztlich so schnell vorüber und in Vergessenheit geraten sind wie ein Traum, an den man sich oftmals schon nach kurzer Zeit nicht mehr erinnern kann. Darauf folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“(V. 10), welche durch die Existenz des Todes ihre Antwort findet. Besonders sticht hier aber auch die Metapher „das Spiel der Zeit“(ebd. ) heraus, welche verdeutlicht, dass die Zeit selbst endlos ist, jedoch das Spiel und somit das Leben des Menschen innerhalb dieser ein Ende findet, wie jedes Spiel irgendwann endet. In diesem Kontext wird der Mensch durch das Adjektiv „leicht“(ebd. ) verallgemeinernd als schwach dargestellt, was sich rückblickend auf den „Marmorstein“(V.  7) als Kontrast zur Härte zeigt, die jedoch auch nicht beständig ist. Somit deutet die Beschreibung des Menschen die vorausgesetzte Endlichkeit dieses an. Dass diese Tatsache das lyrische Ich resignieren lässt, wird in der Interjektion „Ach“(V. 11) deutlich. Im Anschluss daran fragt es sich, „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“(V. 11). Durch diese Frage wird deutlich, dass das, was der Mensch zu Lebzeiten schätzt, in Anbetracht der Zeit nichts wert ist und bezogen auf die Vergänglichkeit somit auch seinen Sinn verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt im Anschluss und als indirekte Antwort auf diese Frage setzt die vierte Strophe mit den Worten „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(V. 12) ein. Diese akzentuieren im metaphorischen Sinne, dass alles Irdische und vom Menschen erschaffene letztlich nur eine Kleinigkeit, wenn nicht gar nichts für die Gesamtheit ist. So gehören „Schatten, Staub und Wind“(ebd. ) alle zum Wortfeld der Vergänglichkeit, da sie alle Dinge sind, die nur für einen Moment bemerkt werden und kaum sichtbar sind. Diese akkumulierte Darstellung der Nichtigkeit wird auch im folgenden Vers, welcher sich wiederum auf die dritte Strophe bezieht, in „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V. 13) erneut aufgegriffen. Hierbei zeigt das Bild einer einzelnen Blume den geringfügigen Wert eines Menschen oder aber eines Gegenstandes für die Zukunft und die gesamte Welt. Schafft man hier nochmals eine Überleitung zum Krieg, so deuten diese beiden Verse die Nichtigkeit eines Individuums für einen Staat an, dem sich das lyrische Ich unverständig entgegensetzt. Somit sei alles vergänglich und sobald etwas vergangen ist, ist es vergessen und ohne Bedeutung. Dass dieser ganzen Vergänglichkeit jedoch etwas als eine Art Hoffnung entgegensteht, interessiert die meisten Menschen nicht, weshalb sie am Vergänglichen festhalten. Eben diese Tatsache wird im letzten Vers „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V. 14) deutlich. Letztlich ist Gott und somit das Leben nach dem Tod das Unendliche, das die Menschen jedoch im Leben noch nicht sehen oder erreichen können, aber auch nicht sehen wollen, indem sie am Irdischen festhalten. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird hierbei der ursprüngliche Anlass des Krieges, der zu Beginn ein Glaubenskrieg war, herausgestellt. Jedoch vergaßen die Menschen nach und nach den wahren Anlass ihres Kämpfens, sodass der Krieg eher zu einem materiellen Krieg wurde und der Glaube und so zugleich das Endliche vernachlässigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend befasst sich das Sonett im allgemeinen mit der Vergänglichkeit alles Irdischen, dem Gott jedoch kontrastierend gegenübersteht. Eben dieser Kontrast, aber auch die Wechselseitigkeit des Lebens und des Wandels von Gut zu Schlecht werden durch viele antithetische Reime verdeutlicht. So wird auch besonders die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt, während der Kreislauf des Lebens eher hintergründig durch einige Metaphern als eine Art Hoffnung aufgeführt wird. Insgesamt unterstützt jedoch alles, wie auch das Reimschema die These, dass überall Vergänglichkeit enthalten ist und es nur eine Frage der Zeit ist bis Dinge vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback Nina: Liebe Sarah, deine Analyse ist dir sehr gut gelungen. Vor allem inhaltlich schaffst du es vieles aus dem Gedicht herauszunehmen und zu erläutern. Dabei ist mir besonders positiv im Kopf hängen geblieben die Analyse deiner zweiten Strophe, die mir inhaltlich am besten gefallen hat. Außerdem schaffst du oft Verbindungen verschiedener Verse, was ebenfalls gut ist. Zudem nimmst du immer wieder Bezug zu den damaligen Umständen, aber nicht oft, sodass nicht der Gedanke aufkäme, das ganze Sonett handele von Krieg. Die eigentliche Thematik der Vergänglichkeit hast du natürlich gut herausgearbeitet und sie so in deinen Fließtext eingebaut, dass es sich nicht nach ständiger Wiederholung anhörte. Auch die formalen Aspekte hast du überwiegend richtig rausgearbeitet, jedoch immer an den Anfang der Quartette und Terzette gesetzt, sodass die Analyse der formalen Aspekte teilweise Aspekte der nächsten Strophe vorwegnahm. Außerdem erklärst du an zwei, drei Stellen nicht genau was du meinst (hab ich dir aber im Text markiert). Jedoch gefällt mir deine Analyse allem in allem gut.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Es ist alles eitel“ und verfasst von Andreas Gryphius handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahr 1637 veröffentlicht wurde und somit der Zeit des Barocks zuzuordnen ist. Thematisch geht es in dem Gedicht um die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und 4 Strophen, wobei der Aufbau der eines Sonetts ist, da die ersten beiden Strophen aus jeweils 4 Versen bestehen und die letzten beiden Strophen aus je 3 Versen. Das Metrum ist ein 6-hebiger Jambus, wobei die Kadenzen abwechselnd betont und unbetont sind, und das Reimschema in den Quartetten ist ein umarmender Reim (abba, abba) und in den Terzetten liegt ein Schweifreim vor (ccd, eed). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Gedichts ,,Es ist alles eitel“ verdeutlicht bereits das Thema, dass alles vergänglich ist, wobei das Wort ,,alles“ die Verzweiflung des Lyrischen Ichs verdeutlicht, da nichts ewig bleibt und gleichzeitig auch hervorbringt, dass alles uns Bekannte und alles Existente vergänglich ist . Die Aussage ,,Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) verdeutlicht ebenfalls die Vergänglichkeit, wobei das Lyrische Ich darüber klagt, dass überall ,,nur“ (ebd.) Vergänglichkeit zu finden sei, also, dass alles auf der Welt vergänglich ist und nichts ewig ist. Dabei spricht das Lyrische Ich auch den Leser an, indem es das Personalpronomen ,,du“ (ebd.) verwendet, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass diese Vergänglichkeit ein Thema ist, welches alle betrifft. Durch die nächste Aussage ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2)  wird die Vergänglichkeit verbildlicht, wobei die Zeitangaben ,,heute“ (ebd.) und ,,morgen“ (ebd.) verdeutlichen, dass das was heute existiert in der Zukunft womöglich nicht mehr existiert, wobei die Zeitspanne dazwischen nicht immer lange ist, sondern Dinge schon bald vergänglich sein könnten. Die Verben ,,baut“ (ebd.) und ,,reißt […] ein“ (ebd.) stehen antithetisch zueinander und verdeutlichen, dass eben nicht nur Schlechtes vergeht, sondern auch Gute und Nützliche Sachen nicht für die Ewigkeit sind und eben auch diese vergehen. Die Antithese wird dabei durch das Metrum unterstützt, da zwischen den beiden antithetischen Aussagen eine Zäsur, also einer Pause, liegt, die die beiden Aussagen auch im Metrum noch einmal von einander trennt und so auch den Inhalt unterstützt. Auffällig in dieser Aussage sind aber vor allem auch die allgemeinen Formulierungen wie ,,dieser“ (ebd.) und ,,jener“ (ebd.), was zum Ausdruck bringt dass die Vergänglichkeit alles und jeden betrifft und somit auch auf alles übertragbar ist. Die Antithese dieser Aussage verdeutlicht auch den Kontrast des Daseins und der Vergänglichkeit und das eben aus diesen Dasein schnell Vergänglichkeit werden kann. Die nächste Aussage ,,Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein/ Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 3 f.) stellt eine Metapher dar, die ebenfalls die Vergänglichkeit verdeutlicht, aber auch eine Art Kreislauf der Vergänglichkeit und des Neubeginns. Dabei stehen die ,,Städte“ (ebd.) für das Existierende heute, welches nicht ewig ist und vergehen wird, wobei an Stelle dieser eben ,,eine Wiese“ (ebd.) sein wird, also etwas neues, welches den Platz des zuvor Existierenden eingenommen hat. Eben dieser Neubeginn des Kreislaufes wird durch die Metapher des ,,Schäferkind[es]“ (ebd.) verdeutlicht, da das Kind für neues Leben und den Anfangs steht. Somit wird durch diese Metapher deutlich, dass auch wenn alles vergänglich ist, es trotzdem einen Kreislauf gibt, der für einen Neubeginn sorgt. Auch das Nomen ,,Wiese“ (ebd.) steht für einen Neubeginn und Natürlichkeit, wobei das Nomen antithetisch zu dem Nomen ,,Städte“ (ebd.) steht, was ebenfalls die Vergänglichkeit und auch der Neubeginn verdeutlicht, da an Stelle der Stadt eine Wiese ist, die nicht von Menschen erschafft ist, wie die Stadt, sondern natürlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Quartett beginnt mit der Aussage ,,Was jetztund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5), wobei diese Antithese ebenfalls die Vergänglichkeit untermauert. Dabei wird hier darauf hingedeutet, dass das Schöne und Positive ebenfalls vergeht, was durch die Metapher ,,Was […] prächtig blüht“ (ebd.) verdeutlicht wird. Jedoch könnte die Metapher auch für ein junges Leben stehen, da zur Zeit des Barocks Jahreszeiten als Metapher für Lebensabschnitte genutzt wurden, woraus sich ergibt, dass der Frühling also das Blühende ein junges Leben ist, welches ebenfalls vergehen kann. Dadurch wird ausgedrückt, dass die Vergänglichkeit jeder Zeit im Leben eintreten kann und man nie weiß, wann man sterben wird, was den Gedanken ,,momento mori&amp;quot;, was so viel heißt wie ,,Bedenke, dass du jeder Zeit sterben kannst&amp;quot;, aufgegriffen wird. Die Verzweiflung und resignative Haltung des Lyrischen Ichs wird durch das Verb ,,zertreten“ (ebd.) hervorgebracht, wobei das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als etwas Negatives empfindet, da das Schöne, Blühende zerstört wird. Das Adverb ,,bald“ (ebd.) bringt ebenfalls die resignative Haltung und die Klage über die Vergänglichkeit zum Ausdruck, da das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als kein entferntes Ereignis sieht, sondern glaubt, sich der Vergänglichkeit in naher Zukunft stellen zu müssen.  Dies lässt sich auf die damalige Situation des 30-Jährigen Kriegs übertragen, da man sich der Vergänglichkeit stellen musste, da der Krieg alles zerstört hat. Dies wird auch durch die nächste Aussage ,, Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) auch verdeutlicht, da durch die Formulierung ,,pocht und trotzt“ (ebd.) deutlich wird, dass Menschen im Krieg gemeint sein könnten, die kämpfen und sich zu verteidigen versuchen. Das Verb ,,poch[en“ (ebd.) erinnert dabei an das menschliche Herz, wodurch also der Mensch und das Leben symbolisiert wird. Durch die Aussage, dass diese zu  ,,Asch und Bein“ (ebd.) werden, werden die negativen Konsequenzen des Krieges verdeutlicht, nämlich, dass Menschen sterben, wobei durch den Ausdruck ,,morgen“ (ebd.) ebenfalls hervorgebracht wird, dass dies bald wieder passiert, was somit die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt. Die Anapher der Aussage zuvor und dieser ,,Was“ (ebd.), bringt dabei hervor, dass das Vergängliche alles betrifft und überall anzutreffen ist. Weiterhin wird durch die Aussage ,,Nichts ist, was ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) erneut die resignative Haltung des Lyrischen Ichs deutlich, da dieser die Vergänglichkeit überall sieht, was durch die Akkumulation ,,kein Erz, Kein Marmorstein“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird. Außerdem wird dadurch hervorgebracht, dass auch die Erde vergänglich ist und somit nicht ewig bleibt, was die Klage des Lyrischen Ichs und die Resignation hervorhebt. Die Antithese ,,Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) untermauert erneut, dass der heutige Zustand in der Zukunft weg ist, wobei die Zeitangaben ,,Jetzt“ (V.8) und ,,bald“ (V.8) ebenfalls die kurze Zeitspanne verdeutlichen, in dem das Heutige existiert und dass die Vergänglichkeit schneller kommt als man denkt. Die Personifikation ,,lacht das Glück uns an“ (V.8) untermauert dabei, dass das Lyrische Ich anklagt, dass sich sehr stark auf das Heutige konzentriert wird und dann vergessen wird, dass bald die Beschwerden ,,donnern“ (ebd.), wodurch auch eine gewisse Angst des Lyrischen Ichs vor der Zukunft verdeutlicht wird und auch die Verzweiflung über die Vergänglichkeit des Glückes hervor gebracht wird. Das Personalpronomen ,,uns“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle Menschen betrifft und das Thema sich somit auf jeden und alles übertragen lässt. Das Verb ,,donnern“ (ebd.) verdeutlicht metaphorisch, dass die ,,Beschwerden“ (ebd.) große Auswirkungen haben werden und die Menschen heftig überkommen. Dadurch wird dann auch erneut die Angst des Lyrischen Ichs vor dem Krieg und dessen Folgen deutlich, wobei das Verb ,,donnern“ (ebd.) auch mit Waffen und den lauten Geräuschen des Krieges assoziiert werden könnte.&lt;br /&gt;
Das Metrum dieser beiden Quartette ist dabei regelmäßig und monoton, was ebenfalls die Aussage der immer wiederkehrenden Vergänglichkeit und die Regelmäßigkeit des Lebens und des Sterbens untermauert, sowie die regelmäßigen Reime mit den Kadenzen ebenfalls die bestimmte Ordnung im Lebens und die faktische Vergänglichkeit untermauert. Auffällig bei den Quartetten ist, dass diese eher die Vergänglichkeit des Erbauten, des Natur und des Menschen beschreibt, wohingegen in den beiden Terzetten eine Bewertung der Vergänglichkeit von dem Lyrischen Ich erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Terzett beginnt dabei mit der Aussage ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), wobei dies aussagt, dass das Ansehen zur Zeit des Krieges auch vergänglich war, da zwar Heldentaten im Krieg von großer Bedeutung waren für die damaligen Menschen, jedoch erkennt das Lyrische Ich auch darin Vergänglichkeit, da diese Taten in Zukunft vergessen oder bedeutungslos werden. Durch den Vergleich mit dem Nomen ,,Traum“ (ebd.) wird deutlich, dass das Ansehen zwar stattfindet, aber nicht von Dauer ist. Das Verb ,,müssen&amp;quot; (ebd.) drückt dabei aus, dass es davor keinen Ausweg gibt und die Vergänglichkeit sozusagen vorherbestimmt ist. Darauf folgt die rhetorische Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V.10), welche aussagt, dass der Mensch nicht unsterblich ist und der Mensch der Vergänglichkeit nicht entfliehen kann. Die Metapher ,,Spiel der Zeit“ (ebd.) verdeutlicht dabei das Leben der Menschen, da die Lebenszeit des Menschen begrenzt ist und jeder Mensch sterben muss, wobei die Vergänglichkeit jeder Zeit eintreten kann. Auch das Adjektiv ,,leicht[.]“ (ebd.) führt vor Augen, dass der Mensch nicht lange Bestand hat auf der Erde und eben auch vergänglich ist, wobei das Adjektiv sozusagen abschwächt, was verdeutlicht, dass der Mensch nur eine kurze Zeitspanne auf der Erde ist und nicht lange Bestand hat. Die nächste Aussage wird durch die Interjektion ,,Ach“ (V. 11) eingeleitet, wobei hier die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs vor Augen geführt wird. Des Weiteren werden durch das Personalpronomen ,,wir“ (V.11) alle Menschen in die Thematik einbezogen, was verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle betrifft und das Lyrische Ich auch dadurch  sagt, dass alle Menschen das selbe ,,für köstlich achten“ (V.11). Dabei spezifiziert das Lyrische Ich dies in dem nächste Terzett durch die Aussage ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12), wobei die Akkumulation die Arten der Vergänglichkeit beschreibt, sodass dadurch ausgesagt wird, dass das Vergängliche überall zu finden ist. Die Nomen ,,Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) akzentuieren dabei, dass alles Irdische vergänglich ist und nicht mehr greifbar ist, sondern dass das Irdische einfach verschwindet und auch keinen langen Bestand hat.  Die nächste Aussage ,,Als eine Wiesenblum, die man nicht mehr wieder find't!“ (V.13) beschreibt ebenfalls die Vergänglichkeit und die Zerstörung alles Irdischen, da das Lyrische Ich sagt, dass  man sie ,, nicht mehr wieder find't“ (ebd.) und somit alles vergänglich ist. Durch die letzte Aussage ,,Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) kritisiert und klagt das Lyrische Ich an, dass alle Menschen zwar die Vergänglichkeit erkennen, aber jeder vergisst was Ewig ist, wobei hier Gott gemeint sei könnte. Dabei sei zwar alles Irdische vergänglich, Gott jedoch sei ewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zusagen, dass das Lyrische Ich in den Quartetten die Vergänglichkeit des Irdischen beschreibt, indem es These und Antithese gegenüberstellt, also das noch Existierende und das dann Vergangene, wobei diese Gegenüberstellung durch das Metrum und die Zäsur untermauert werden. In den Terzetten äußert sich das Lyrische Ich hingegen eher bewertend. Insgesamt wird die Thematik der Vergänglichkeit durch Metaphern, Anaphern und allgemein gehaltene Formulierungen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Nina H.: Deine Analyse ist dir im Gesamten sehr gut gelungen. Besonders deine Analyse des ersten Quartetts gefällt mir sehr gut. Zum einen gehst du dabei sehr gut auf das „alles“ ein, da du erläuterst, dass dadurch Verzweiflung entsteht, da alles was wir kennen vergänglich ist. Hier ist gut zu erkennen, dass du das Gedicht gut verstanden hast! Auch den zweiten Vers erklärst du sehr detailliert, wodurch man deine Erläuterungen sehr gut nachvollziehen kann. Außerdem finde ich gut, dass du die Haltung des lyrischen Ichs häufig mit in deine Analyse einbringst und diese gut erklärst. &lt;br /&gt;
Zudem hast du die Form des Gedichts erkannt und gut mit in deine Analyse einbezogen, was mit auch sehr gut gefällt. Dabei fände ich es jedoch noch besser, wenn du die Zäsur, die du da erwähnst da erklärst, wo du auch die Antithesen erklärst, die durch jene unterstützt werden. Zudem bezieht sich das „Spiel der Zeit“, das du später erwähnst eher auf das menschliche Leben.&lt;br /&gt;
An der Stelle wo du den hohen Taten Ruhm erklärst könntest du noch hinzufügen, dass dieser sich in Bezug auf den 30 jährigen Krieg auf Heldentaten/ z.B. gewonnene Schlachten bezieht und auch diese werden in der Zukunft nichtig sein, da sie vergessen werden und vergänglich sind. Im Zusammenhang mit dem Verb „müssen“ wird also angedeutet, dass menschliche taten auch vergänglich und bedeutungslos sind. Ein paar Kleinigkeiten habe ich dir in deiner Analyse fett markiert und meinen Verbesserungsvorschlag dazu geschrieben.&lt;br /&gt;
Ansonsten ist dir deine Analyse sehr gut gelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Es ist alles eitel&amp;quot;, welches von Andreas Gryphius im Jahre 1637 geschrieben  wurde, in der Epoche des Barock, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen. Ursprung des Gedichtes war der 3O-Jährige Krieg. &lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus einer Sonettform, welche die charakterisierende Eigenschaft besitzt, dass das Gedicht in vier Strophen einteilt, jeweils zwei der vier Strophen sind vier versig und die darauffolgenden sind 3 versig. Das Metrum des Gedichts ist ein sechs-hebiger Jambus, was zudem durch das wechselnde Reimschema des Paarreims und zu Ende des Gedichtes des umarmendes Reims und des Schweifreimes untermauert wird. Die sich abwechselden betonten und unbetonten Kadenzen untermauert die Gefühle des Lyrischen Ichs.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift des Gedichtes ,,Es ist alles eitel&amp;quot; (Z.0) veranschaulicht das Thema des Gedichtes, über welches sich das Lyrische Ich beklagt. Die erste Strophe des Gedichts verdeutlicht die Erschaffung von neuen Dingen, die aber immer wieder vom Menschen selbst zerstört würden. Das Indefinitpronomen ,,alles&amp;quot; veranschaulicht, dass die Eitelkeit überall auf der ganzen Welt zu finden ist. Der erste Vers knüpft an die Überschrift an, denn das Lyrische Ich spricht den Leser direkt an, durch die Wiederholung ,,Du sieht&amp;quot; (V.1), welche den Leser mit einbezieht. Vor allem die darauffolgende Hyperbel ,,nur Eitelkeit auf Erden&amp;quot; (V.1) bestärkt die Vergänglichkeit alles Irdischen. Die Erklärung der ,,Eitelkeit&amp;quot; ( V.1) folgt in dem nächsten Vers, denn ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein&amp;quot; (V.2). Dieser Vers verdeutlicht die Vergänglichkeit durch die Zerstörung des Menschen, was vor allem durch die männliche Kadenz am Ende, welche Brutalität untermauert, veranschaulicht wird. Die Antithese ,,was dieser morgen baut, reißt jener morgen ab&amp;quot; (ebd.), wird vor allem durch den sechs-hebigen Jambus, der eine Zänsur enthält, betont. Die sich gegenüberstehenden Verben ,,bauen&amp;quot; (ebd.) und ,,reißen&amp;quot; bestärken die Vergänglichkeit.  Des Weiteren wird diese Vergänglichkeit durch den nächsten Vers verbildlicht, denn ,,Wo jetztund ein Städte stehn, wird eine Wiese sein&amp;quot; (V.3). Die Nomen ,,Städte&amp;quot; (ebd.) und ,,Wiese&amp;quot; (ebd.) stehen sich in diesem Vers antithetisch gegenüber, da ,,Städte&amp;quot; (ebd.) mit einer großen bevölkerten Fläche  assoziiert wird, wohingegen die ,,Wiese&amp;quot; (ebd.)eine leise und unbevölkerte Landschaft beschreibt.  Diese Antithese deutet auch die Zerstörungen und Gefahren des damals herrschenden 30-jährigen Krieges und bestärkt somit das Thema der Vergänglichkeit dadurch das nicht von Bestand ist. Zudem untermauert die betonte Kadenz, das friedliche und metaphorische Bild einer ,,Wiese&amp;quot; (ebd.). Die Wiese ,,auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden&amp;quot; (V.4) verkörpert den Rückgang der Entwicklung durch die Vergänglichkeit. Die betonte Kadenz bekräftigt das Klagen des Lyrischen Ichs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe beginnt mit der Assoziation der Pflanzenwelt, denn ,,Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden;&amp;quot; (V.5). Dieser Vers zeigt die Trauer des Lyrischen Ichs und untermalt wieder mal die Vergänglichkeit alles Irdischen. Der zweite Vers ,,Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein&amp;quot; (V.6) bringt zum Ausdruck, dass nicht nur die Pflanzen und die Dinge um den Menschen herum vergänglich ist, sondern auch wir Menschen vergänglich sind, was durch den Ausdruck ,,Asch und Bein&amp;quot; (V.6) veranschaulicht wird, da dieser Ausdruck mit dem Tod asoziiert wird. Zudem bestärkt auch die Anapher ,,Was&amp;quot; (V.5,6), die zu Beginn der beiden Verse steht und eigentlich eine Frage aufbringt, da ,,Was&amp;quot; (ebd.) ein Fragewort ist, die Vergänglichkeit alles Lebenden. Diese Vergänglichkeit wird vor allem im nächsten Vers deutlich, da ,,Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (V.7). Die Akkumulation ,,kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (ebd.) verweist darauf, dass wirklich alles vergänglich ist. Des Weiteren fällt der klimatische Aufbau der zweiten Quartette auf, da es zu Beginn um die Pflanzenwelt geht und dann auch um den Menschen und dessen Tod, was auch durch das rhythmische Metrum deutlich wird, welches sehr monoton wirkt. Die ironische Personifikation ,,Jetzt lacht das Glück uns an&amp;quot; (V.8) akzentuiert die düstere und hoffnungslose Stimmung des Lyrischen Ichs. Was auch durch das Personalpronomen ,,uns&amp;quot; (V.8) untermauert wird, da das Lyrische Ich Hilfe sucht und die Menschen auf die kommende Gefahr aufmerksam machen möchte, denn die Lautmalerei ,,bald donnern die Beschwerden&amp;quot; (V.8) kennzeichnet die Gefahr, die auf die Menschen zukommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Terzette enthält eine Warnung, die an die Menschen gerichtet ist, denn ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.&amp;quot; (V.9) akzentuiert, dass der Soldatenruhm schnell verschwinden wird, was durch den Vergleich ,,wie ein Traum vergehn&amp;quot; (V.8) veranschaulicht wird. Außerdem untermauert das Verb ,,müssen&amp;quot; (V.9) die Notwendigkeit der Veränderung.Denn die Soldaten tun dem Volk keinen Gefallen, da die Kriegsgegner sich böse an dem Volk und nicht an den eigentlichen Verursachern, den Soldaten, rächen werden.Dieser vorliegende Vers ist eine Vorausdeutung auf das Ende des Kriegs und weist vor allem die Gefahren des Kriegs auf. Dieser Aspekt, der Vorausdeutung, wird in der rhetorischen Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?&amp;quot; (V.10) deutlich, da der ,,leichte Mensch&amp;quot; (ebd.) als Zeichen für das unschuldige Volk stehen soll, welches vielleicht nicht weiterhin bestehen wird nachdem 30-Jährigen Krieg und auch nicht mehr besteht, weil das Volk sich durch die Auswirkungen des 30-jährigen Kierges verändert hat. Zudem unterstreicht diese Frage auch, dass das Lyrische Ich in Frage stellt, ob die menschliche Rasse Bestand hat, da die Menschen sich gegenseitig bis zum Tod bekriegen. Auch die Antithese der beiden Verben der Verse, welche sich reimen,,,bestehn&amp;quot; (ebd.) und ,,vergehn&amp;quot; (ebd.) zeigen wieder einmal die Vergänglichkeit. Des Weiteren veranschaulicht die Injektion ,,Ach&amp;quot; (V.11) die Verzweiflung des Lyrischen Ichs, welche im darauf folgenden Vers ,,Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten,&amp;quot; (V.11) wiedermals untermauert wird. In diesem Vers wirkt das Lyrische Ich sehr nachdenklich und schein darüber nach zudenken auf welche Dinge der Mensch achtet, obwohl vieles der Nichtigkeit unterliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Terzette beginnt mit einer Akkumulation, die die Nichtigkeit erklärt ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum&amp;quot; (V.12f.). Diese Akkumulation veranschaulicht den Lesern wieder einmal, dass alles Irdische vergänglich ist. Das wird vor allem durch den Ausruf ,,die man nicht wieder find't&amp;quot; (V.13), welcher in Bezug zur ,,Wiesenblum&amp;quot; (ebd.) steht, bekräftigt. Der letzte Vers, welcher einen Ausruf in sich trägt, ,,Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!&amp;quot; (V.14) kritisiert den Menschen, der nicht erkennt, dass das Einzige das nicht von Vergänglichkeit geprägt ist der Gott im Himmel sei. Indirekt wirft das Lyrische Ich den Menschen, die damals gelebt haben vor, dass sie nicht die Werte Gottes erkennen und sehen, dass Gott gar nicht will, dass die Völker sich untereinander bekriegen, denn Gott will kein Leid auf Erden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema des Gedichtes sehr gut durch die Struktur zum Ausdruck gebracht wird. Alles Irdische ist nun mal vergänglich, was das Lyrische Ich vor allem durch den Ausruf im letzten Vers sehr gut zum Ausdruck bringt. Das Lyrische Ich will den Menschen dazu bringen über seine Taten und dessen Aufwand nachzudenken, vor allem durch die Erwähnung des ,,ewig[en]&amp;quot; (ebd.), da Gott so eine Welt nicht für die Menschen erschaffen hat, damit diese sie wieder rum zerstören. Der formalsprachlichen Aspekt wie das Metrum und die Kadenzen veranschaulichen die Aussichtslosigkeit der damaligen Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hallo Luisa,&lt;br /&gt;
Du hast in deiner Analyse viele richtige und wichtige Analyseaspekte genannt und herausarbeitet. An der Stelle wo du die Städte und Wiesen antithetisch gegenüber stellst würde ich diese nicht durch Lärm vergleichen sondern eher mit bewohnter und unbewohnter Fläche. Hier und da hast du noch Probleme bei zitieren (siehe Markierung). In deinen Schluss hast du wichtige Aspekte zusammengefasst, jedoch handelt es sich nicht um wechselnde Emotionen des lyrischen Ichs. Das Metrum wirkt monoton, da es immer den selben Rhythmus vorweist. Somit deutet es eher auf eine Aussichtslosigkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs hin.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welcher im Jahre 1637 verfasst wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Zeitlich ist es der Epoche des Barocks zuzuordnen. Thematisch geht es um die Vergänglichkeit der Erde und des Lebens darauf und der Ewigkeit Gottes im Vergleich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht besteht aus 14 Versen und ist ein Sonett, denn es liegen zu Beginn zwei Quartette vor, worauf zwei Terzette folgen. Das Reimschema der Quartette ist umschließend, während das der Terzette aus Paarreimen besteht. Außerdem liegt ein sechs-hebiger Jambus vor. Die Kadenzen sind sind abwechselnd männlich und weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht beginnt mit einem Quartett und bezieht sich direkt auf den Leser. „Du siehst , wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) Das Personalpronomen „du“(ebd.) spricht den Leser direkt an und bezieht ihn in diese Aussage mit ein. Diese Aussage kritisiert die Erde bzw. die Menschen, die auf ihr leben, denn diese sind von „Eitelkeit“(ebd.) betroffen und kümmern sich dadurch nur um sich selbst, ohne sich für andere zu interessieren. Außerdem kritisiert es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Damit meint es im Prinzip, dass es gutes und böses „auf Erden“(ebd.) gibt und dass es zwischen diesen beiden Parteien oft Konflikte gibt, da der böse Mensch, das vom guten Mensch erbaute einfach so zerstört. Außerdem verdeutlicht dies den ständigen Wandel der Welt und dass nichts ewig ist. Die folgenden beiden Verse „Wo jetztund Städte stehen, wird eine Wiese sein, / Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.3f.) verdeutlichen diesen Wandel. Aus Städten werden Wiesen und aus Wiesen werden Städte, die Umgebung wandelt sich ständig. Außerdem werden in diesen Versen Gegensätze gegenübergestellt, wie z.B. „dieser“(ebd.) und „jener“(ebd.), „Städte“(ebd.) und „Wiese“(ebd.) oder „baut“(ebd.) und „reißt […] ein“(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Quartett fährt das lyrische Ich damit fort von Gegensätzen zu reden : „Was jetzt prächtig blüht, soll bald zertreten werden; / Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein“ (V.5f.). Das prächtig blühende vertritt dabei das Gute, während das Zertreten das Böse vertritt. Außerdem vergleicht es wiederholt die Gegenwart mit der Zukunft, durch Adverben wie „jetztund“(ebd.), „bald“(ebd.), „jetzt“(ebd.) oder „morgen“(ebd.). Es schließt das Quartett mit den Worten „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein. / Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.7f). Damit unterstreicht es zum einen die Vergänglichkeit der Erde / des Lebens und führt vor Augen, dass die Zukunft ''sehr viel negativer als die Gegenwart sein wird (Nicht unbedingt aber auf jeden Fall anders, da alles Vergänglich ist)''. Dabei benutzt er erneut Adverben wie „jetzt“(ebd.) und „bald“(ebd.), um zwischen Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden. Zusätzlich liegt eine Personifikation vor, welche die Situation des lyrischen Ich´s bestärkt und dramatisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgt eines der beiden Terzette. In diesem redet das lyrische Ich von den „hohen Taten Ruhm“(V.9), welche „wie ein Traum vergehen“(V.9) müssen. Damit verdeutlicht es, dass all der Reichtum ebenso vergänglich ist und er somit jemanden nur temporär zufriedenstellen kann. Das Verb „vergehen“(ebd.) unterstreicht dabei nochmal die Vergänglichkeit der Erde bzw. des Lebens und bezieht sich dabei besonders auf den dreißigjährigen Krieg, in dem sich der Autor beim Verfassen des Gedichtes befand. Er schrieb das Gedicht zu einer sehr deprimierenden Zeit, während der ständige Angst an der Tagesordnung waren und während der man kaum darum kommt, über den Sinn des Lebens, Gerechtigkeit oder Vergänglichkeit nachzudenken. Diese Überlegungen führen auch auf den Titel des Gedichtes „Es ist alles eitel“(V.0) zurück. Diese vom Autor verfasste These bedeutet so viel wie, dass alles vergänglich ist und somit irgendwann ein Ende findet (Tod). Während des dreißigjährigen Krieges kann es schnell vorkommen, dass man über Dinge wie Vergänglichkeit und Leben und Tod nachdenkt, da man täglich von Vergänglichkeit hört, indem Menschen sterben und „Städte“(V.3) zerstört werden. Die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V.10) zeigt gewissermaßen die Hilflosigkeit des Menschen, welcher „das Spiel der Zeit“(V.10), also das Leben nicht für immer „bestehen“(V.10) kann und somit irgendwann stirbt. Die Metapher „Spiel der Zeit“(V.10) bekräftigt dabei nochmal die Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Aussage des lyrischen Ichs „Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten, / Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t“(V.11ff.) erstreckt sich über die das Ende des ersten und den Anfang und die Mitte des zweiten Terzetts. Die Interjektion „Ach“(ebd.) drückt die Nachdenklichkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs aus und verdeutlicht seine Unzufriedenheit. Mit all dem, „was wir für köstlich achten“(ebd.) scheint „Glück“(V.8), „Ruhm“ (V.9) und das Leben im Allgemeinen gemeint zu sein. Auf dies folgen die  „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(ebd.), was die Vergänglichkeit der  „köstlich[en]“(ebd.) Dinge unterstreicht. Denn die  „Wiesenblum“(ebd.), welche die Natur beschreibt und Symbolisch für das Leben steht,  „find´t“(ebd.) man nicht wieder. Dadurch wird erneut verdeutlicht, dass das Leben irgendwann verloren geht und man somit stirbt. Das Gedicht wird mit dem Satz  „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V.14). Dies lässt darauf schließen, dass wenn der Mensch und die Erde nicht ewig sind, es nur ein Wesen geben kann, welches ewig und somit nicht vergänglich ist und dieses ist Gott. Man kann dieses Fazit also als eine Art Hilferuf an Gott verstehen, welcher nach Vorstellung der Menschen die nötige Macht hätte, den Krieg sofort zu beenden. Durch diesen Hilferuf an etwas, wovon niemand mit Gewissheit sagen kann, ob es existiert oder nicht, wird die Hilflosigkeit und Verzweiflung des lyrischen Ichs in den Vordergrund gestellt und lässt die Gedankengänge dieses leichter nachvollziehen. Andererseits kann man dieses Fazit aber auch als direkte Kritik gegen Gott verstehen, da dieser nichts gegen den Krieg und somit die Vergänglichkeit der Menschen macht, obwohl er laut der Vorstellung der Menschen allmächtig und gütig sein müsste (Theodizee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in diesem Gedicht durch verschiedenste Mittel die Vergänglichkeit des Menschen und der Erde verdeutlicht wird. Dieser Vergänglichkeit steht die Unsterblichkeit Gottes gegenüber, welcher nichts gegen die Vergänglichkeit, also den Tod der Menschen unternimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback von Anne: Hallo Jan, In deinem Einleitung könntest du die einzelnen drei Sätze besser miteinander verknüpfen und daraus einen Satz an. Ein einzelner Satz hat sonst zu wenig Aussagekraft. Außerdem solltest du die Formanalyse besser in deine Analyse mit einbringen und deuten. Zudem hast du das Wort Eitelkeit falsch verstanden. In diesem Zusammenhang lässt es sich als &amp;quot;Vergänglichkeit&amp;quot; umschreiben. Dadurch hast du mehrere Verständnisschwierigkeiten. Am Besten liest du dir mal eine andere Analyse durch. Was du gut herausgefunden hast, sind die ständig aufkommenden Gegensätze. Auch dein  Deutungsansatz  zum Schluss mit Theodizee gefällt mir gut. In deinem Schluss fehlen die Formal-  Sprachlichen Aspekte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius Gedicht „Es ist alles eitel“, veröffentlicht im Jahr 1637 in der Zeit des Barocks und während des 30-jährigen Kriegs, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vers „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) der ersten Strophe (V.1-4), deutet die Thematik des Gedichts schon an. Mit der Wiederholung „du siehst“ (ebd.) wird betont, dass egal wohin ein jemand schauen mag, er Eitelkeit entdecke. Dass diese benannte Eitelkeit allumgreifend und wirklich überall zu finden ist, wird dadurch, sowie durch die Benennung der „Erde […]“ (ebd.) hervorgehoben. Auf diese Nichtigkeit wird im darauffolgenden Vers vom lyrischen Ich angeführt. Die Pronomen „dieser“ (V.2) und „jener“ (V.2) untermauern dies, da sie offen und verallgemeinernd für jede beliebige Person stehen und dadurch den Aspekt bekräftigen, dass Eitelkeit tatsächlich überall auf der Welt und bei jeder Person zu finden sei. Auf die Rolle des Menschen wird in diesem Kontext näher eingegangen,indem besagt wird, „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Hier wird der Aspekt der Vergänglichkeit angerissen und gleichzeitig, wie sich der Mensch in Bezug auf diesen verhält. So bauten Menschen Dinge auf, um sie in der Zukunft wieder zu zerstören (vgl. V.2). „[M]orgen“ (Z.V.2) steht hierbei repräsentativ für einen ungewissen Zeitraum während der Entwicklung des Menschen. Er wird also besagt, dass alle Menschen die Fähigkeit besitzen Dinge aufzubauen, jedoch auch, dass sie irgendwann während ihrer Entwicklung das Gebaute wieder zerstören, um neues zu erbauen&lt;br /&gt;
. Außerdem ist hier von zwei unterschiedlichen Personen die Rede, einmal „dieser“ (ebd.) und einmal „jener“ (ebd.), wobei der eine erschafft und der andere es zerstört. Es kann also ebenfalls gesagt werden, dass die Menschen aneinander vorbei leben und nicht respektieren, was ihr Vorgänger mit Fleiß und Arbeit erschaffen hat. Im darauf folgenden Vers wird der Inhalt mit einem Beispiel deutlicher. Denn „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3) spricht abermals an, dass Menschen Dinge bauen und sie danach wieder dem Anfang gleich machen, da jede Stadt mit einem leeren Grundstück oder einer Wiese begonnen hat. Dieser Prozess mache die Dinge nicht nur vergebens, sondern hebe auch die Vergänglichkeit der Welt hervor. Der letzte Vers der Strophe „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.4) deutet eine Wiederherstellung des Zerstörten an. Denn Kinder stehen symbolisch für den Anfang eines neuen Lebens, sowie auch Schafe und ihre Herden an Leben erinnern. Im Zusammenhang mit den Versen zuvor verdeutlicht dies einen gewissen Kreislauf des Lebens, an dessen Anfang der Mensch steht, der etwas erschafft und das Erschaffene im Laufe der Zeit wieder zerstört, um danach wieder neues zu bauen. Dieser Kreislauf zeigt gleichzeitig, dass alles von Menschen Gemachte  zwangsweise vergänglich sei. Die erste Strophe, sowie das gesamte Gedicht ist ein Alexandriner, der nicht nur typisch für die Zeit des Barocks ist, sondern auch die Regelmäßigkeit bzw. die Vorhersehbarkeit des Kreislaufes des Bauens und Zerstörens verkörpert. Zudem handelt es sich um einen umschließenden Reim, der in Vers zwei und drei mit weiblichen, also unbetonten Kadenzen endet, und in Vers eins und vier mit männlichen, die die These, dass alles Irdische letztenendes vergeht, betont, dass es sich hierbei um einen Fakt handle. Die häufig wieder zu findenden Zäsuren, wie beispielsweise im Satz „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein;“ (ebd.), spalten den Satz nicht nur formal, sondern auch inhaltlich in These und Antithese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe (V.5-8) werden, an den Versen „Was jetzund prächtig blüht soll bald zertreten werden;/Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.4f.) zu erkennen, die Zukunft und die Gegenwart antithetisch gegenüber gestellt, sodass das Erschaffene und das Zerstörte gegenüber steht  und der Aspekt der Vergänglichkeit in den Fokus gerückt wird. Dieser ist im Verb „blühen“ (ebd.) zu erkennen, da Blumen bzw. Pflanzen die Eigenschaft haben zu blühen und diese ebenfalls nicht ewig halten. „Asch und Bein“ (ebd.) erinnert an das Ende eines Menschenlebens, das im Kontext der Zeit des Gedichtes eine bedeutendere Rolle spielt. Da das Gedicht zur Zeit des 30-jährigen Kriegs verfasst wurde, kann man sagen, dass „Asch und Bein“ (ebd.) auf die zahlreichen Toten während des Krieges zurückzuführen sind und, dass die Vergänglichkeit dem lyrischen Ich in so einer Zeit deutlicher vor Augen geführt wird. Im darauf folgenden Vers ist zu erkennen, dass das lyrische Ich selbst in „Erz und Marmorstein“ (V.7) keine Ewigkeit findet, was nochmals verdeutlicht, das wirklich „(n)ichts“ (V.7) ewig ist und dass alles im Laufe der Zeit vergeht, da man zu dieser Zeit davon ausging, dass Gestein unzerstörbar sei. Mit dem Vers „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) wird auf der einen Seite ausgesagt, dass das Leben sowohl gute, also vom „Glück“ (ebd.) geprägte Zeiten hat, aber auch gegenteilige Zeiten, in denen die Menschen unzufrieden sind. Die Personifikation „Jetzt lacht das Glück uns an“ (ebd.) deutet an, dass Menschen sich gegenseitig Glück bescheren können. Jedoch zeigt der Vers ebenfalls wie die eine Seite zur anderen wechseln kann und dass selbst ein Gefühl, egal ob es positiv oder negativ ist, vergänglich ist und wechseln kann. Dieser schnelle Wechsel wird wieder durch die Gegenüberstellung von „jetzt“ und „bald“ (ebd.) deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil des Sonetts, bestehend aus zwei Terzetten, unterscheidet sich inhaltlich vom ersten Teil. So drehten sich die Quartette um eine Art beschreibende Perspektive des lyrischen Ichs, während sich der folgende Teil mit der näheren Sichtweise des lyrischen Ichs beschäftigt. Dessen Position bezüglich der Vergänglichkeit alles Irdischen lässt sich aus der Struktur der Quartette bereits in Ansätzen erahnen. Auf die Anführung des positiven, wie „jetzund prächtig blüht“ (ebd.), folgt die Prognose von etwas, das das Gute nichtig macht, wie „soll bald zertreten werden“ (ebd.). Diese Ersetzung durch das Schlechte lässt erahnen, dass das lyrische Ich der Vergänglichkeit eher klagend gegenübersteht. Der Vers „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9) geht auf eine andere Art der Vergänglichkeit ein, indem angesprochen wird, dass der gute Ruf und die Anerkennung, die daraus resultiert, ebenfalls vergänglich sind. Ruhm und Anerkennung äußern sich als sofern nützlich, dass man sich dadurch als Person in der Gesellschaft Vorteile versprechen kann. Ausnahmezeiten wie die des Krieges entkräften jedoch den Nutzen von Ruhm, da dort jeder für sich selbst kämpft, sodass selbst dieser vergänglich und wertlos wird. Dieser Aspekt wird dem des Traumes gegenübergestellt, der wie ein Gedanke, eine Erinnerung oder eine Idee urplötzlich in den Kopf eines Menschen kommen kann, aber auch in sekundenschnelle verfliegen kann. Mit dem „Spiel der Zeit“ (V.10) wird erstmals ein Aspekt angedeutet, der im Gegensatz zu allem aufgelisteten ewig ist, nämlich die Zeit. Hier wird angedeutet, dass der Zeit gegenüber „der leichte Mensch“ (V.10) stünde. Es ist festzustellen, dass die Existenz des Menschen abhängig von der Zeit ist und dass er gegen die Zeit spielt, mit seinem ständig bestehenden inneren Wunsch nach einem möglichst langen Leben. Mithilfe der Interjektion „Ach“ (V.11) lässt sich wieder die Position des lyrischen Ichs feststellen, die im Zusammenhang mit „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V.11) als klagend und unzufrieden beschrieben werden kann. Zudem lässt sich daraus schließen, dass das lyrische Ich aufgrund des Zustands der Vergänglichkeit alles köstliche, also alles schöne und genießbare im Leben in Frage stellt. Dies wird auch im Zusammenhang mit der „schlechten Nichtigkeit“ (V.12), verglichen mit „Schatten, Staub und Wind“ (V.12) deutlich. Die Akkumulation dient wieder als Vergleich für weitere vergängliche Dinge im Leben, da ein Schatten mit der Sonne geht, Staub sich auflöst und ein Wind abebben kann. Diese Beispiele verdeutlichen Flüchtigkeit und zeigen damit auf, dass einige Dinge langsam vergehen, und dass andere auf den anderen Moment verschwinden. Eine weitere Metapher für die Vergänglichkeit bietet der Vers „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“ (V.13), der als Ausruf formuliert ist und somit die Bestürzung des lyrischen Ichs verdeutlicht. Im letzten Vers findet das lyrische Ich etwas anderes, das ewig weilt, was indirekt mit „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V.14) angeführt wird. Da, wie das lyrische Ich es heraus gestellt hat, alles Irdische vergänglich ist, muss das Überirdische, also etwas göttliches, ewig sein. Es kommt also zu dem Schluss, dass nichts was wir als Mensch auf der Welt kennen, ewig weilen wird und zieht daraus den Schluss, dass Gott das einzig ewige der Welt sei und dass niemand lebendes, je das Ewige sehen könne. Jedoch wird auch angeführt, dass dies kein Mensch betrachten wolle und drückt damit das Desinteresse der Menschen dem gegenüber aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Sonett die Thematik, dass alles Irdische vergänglich sei, im ersten Vers als These anführt, und dann zahlreiche metaphorische Beispiele dafür nennt. Dabei unterstützt das Alexandriner Metrum die wiederholend auftretende Gegenüberstellung von These und Antithese. Zudem wird deutlich, dass der Mensch sich in einem Kreislauf aus Zerstörung und Neuerschaffung befindet. Außerdem sind in den Quartetten umarmende Reime vorzufinden und in den Terzetten ein Schweifreim. Darüber hinaus wird er Standpunkt des lyrischen Ichs in Bezug auf die Vergänglichkeit deutlich, der sich als unzufrieden und klagend äußert. Zum Schluss wird angeführt, dass das einzig wahre Ewige Gott sei und dass die Menschen nicht in der Lage dazu seien das Ewige zu erkennen und zu schätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Sarah'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Analyse ist dir im Gesamten gut gelungen. Du hast viele beutende Aspekte mit eingebracht und sehr viel gut und richtig gedeutet. In der ersten Strophe fällt dabei besonders deine tiefgehende Deutung des Inhalts als sehr positiv auf. Sprachlich formulierst du deinen Text klar und gut verständlich. Jedoch solltest du an einigen Stellen dennoch auf deine Ausdrucksweise achten und deinen Inhalt besonders bei den letzten Strophen mehr auf die Vergänglichkeit als auf das Zerstören beziehen. In diesem Kontext könnten dir die Analyse der Sprache, die du hier leider etwas vernachlässigst, dazu helfen, die Dinge noch besser zu verdeutlichen. Jedoch hast du den Text auch ohne diesen Bezug schon gut verstanden, solltest ihn jedoch darum ergänzen.&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe setzt sich deine Arbeit ähnlich fort. Auch hier deutest du den Text wirklich gut und arbeitest inhaltlich nahezu alles heraus, könntest jedoch wesentlich mehr auf die Sprache eingehen, die den Inhalt noch einmal stützt. In deinem dritten Absatz hingegen, gehst du wesentlich mehr auf den zusammenhang von Inhalt und Sprache ein, sodass du hier höchstens in der 3. Strophe noch etwas mehr in die Tiefe gehen könntest. Zuletzt könntest du deinen Schluss etwas zusammenhängender formulieren, da er so etwas abgehackt wie eine To-Do-Liste wirkt. Die darin genannten Aspekte, die du als prägnant akzentuierst, hast du aber bereits richtig erkannt. Sprachlich insgesamt auch gut, Fehler sind im Text markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles eitel“,wurde 1637 von  Andreas Gryphius geschrieben und thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht hat vier Strophen. Strophe eins und zwei haben jeweils vier Verse, die Strophen drei und vier haben jeweils drei Verse. Das vorliegende Metrum ist ein sechs-hebiger Jambus ,das Reimschema, ein umarmender Reim zumindest in den Strophen eins und zwei, in den letzten beiden Strophen liegt jeweils ein Schweifreim vor. So wird klar, dass nach jeder Strophe ein Abschluss ist, da dieses Reimschema als Rahmen dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe dient als Einleitung, das Grundproblem, die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) wird dargelegt.  Durch das Personalpronomen „Du“ (V.1), wird der Leser angesprochen und so wird deutlich, dass es jeden betrifft, also dass alle Menschen unter der Eitelkeit die überall herrscht betroffen sind.Mit Hilfe der Repetitio „siehst“ (V.1) wird deutlich verstärkt, dass überall auf der Welt nur Eitelkeit zu finden ist (vgl. V.1).  Im weiteren Verlauf der Strophe wird klar gestellt, dass die Menschen gegeneinander arbeiten, da der eine „heute [etwas] baut“ (V.2), aber der andere es morgen wieder zerstört (vgl. V. 2). Durch diese Antithese, welche auf eine These folgt, wird die Zerstörung zu dieser Zeit klar, und der Bezug zum 30-jährigen Krieg wird klar. Außerdem wird so verdeutlicht, dass keinen Bestand hat. Darauf folgt eine weitere Antithese, da gesagt wird, dass dort „wo jetzund Städte stehn , […] eine Wiese sein [wird]“ (V.3), wieder eine Antithese, welche auf eine These folgt. Durch die Alliteration „Städte stehn“ (V. Ebd.) wird noch einmal verstärkt dargestellt, dass nichts für die Ewigkeit ist. Es folgt ein Enjabement , wodurch ein Zusammenhang deutlich wird, da dort die Rede von „Schäferskind[ern]“ (V.4) ist, welche auf der „Wiese“ (V.3) mit den Schafsherden spielt (vgl. V. 4), was ein Gefühl von Frieden ausstrahlt. Dadurch wird ein Kontrast zum Beginn der Strophe, da dort von Krieg und Zerstörung im Zusammenhang mit dem 30-jährigen Krieg die Rede ist (vgl. V.1f.), dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe ist von der Zerstörung, vor Allem in der Pflanzenwelt die Rede. &lt;br /&gt;
Beispielsweise schreibt Gryphius, „was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5). Er stellt außerdem durch „jetzund“ (V. 3,5) eine Verbindung zur vorherigen Strophe her. Auch durch die These und die darauffolgende Antithese „prächtig blüht, […] bald zertreten“ (V.5) und „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.6), wird ein eindeutiger Bezug zur ersten Strophe hergestellt.Vers 5 und 6 sind im Übrigen durch die Anapher „Was“ (V.5,6) verbunden. Das Gedicht wurde in der Epoche des Barrocks geschrieben, ein wichtiges Merkmal war damals das momento mori (lat.: sei dir des Todes bewusst), auch dies ist im fünften Vers vorhanden. Im nächsten Vers macht das lyrische Ich noch einmal klar, dass nichts Bestand hat sondern alles vergänglich ist (vgl. V.7). Der letzte Vers der Strophe steht wieder antithetisch zueinander, da zuerst die These aufgeführt wird „Jetzt lacht das Glück uns an“ (V.8) und dann die Gegenthese „bald donnern de Beschwerden“ (V. Ebd.). Damit schließt die zweite Strophe ab, allgemein kann man sagen, dass das lyrische Ich in den ersten beiden Strophen die Situation vorstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den letzten beiden Strophen, welche beide Terzette sind,  bewertet das lyrische Ich die Situation, welche es in den ersten beiden  Strophen beschrieben hat. Die dritte Strophe wird damit eingeleitet, dass das lyrische Ich die damalige Zeit bewertet. In der Epoche des Barocks gab es einige reiche Menschen, allerdings auch viel Armut. Mit der Aussage „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), spielt er auf diese Spanne an drückt der Autor eine gewisse Sehnsucht aus, dass der Ruhm in der Welt keine höhere Bedeutung haben sollte. Dies versucht das lyrische Ich mit dem nächsten Vers zu unterstützen, indem es eine rhetorische Frage anführt, mit welcher es auf die Leser eingeht. Mit der Metapher „Spiel der Zeit“ (V. 10) ist das Leben, der Mensch gemeint so wird also die Frage gestellt, wie denn der Mensch Bestand haben kann, in einer solchen zerstörerischen Welt. Der letzte Vers des Terzetts bringt eine Interjektion mit sich, „Ach“ (V. 11). Dieser Seufzer drückt die Unzufriedenheit und und die Traurigkeit des lyrischen Ichs aus. Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben (vgl. V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe ist ebenfalls ein Terzett, es beginnt mit der Aufzählung „Schatten, Staub und Wind“ (V.12). Dies alles sind negative Aspekte die Rückbezug auf den Krieg nehmen. Der „Schatten“ (V. 12)  ist eine Metapher für das Leben, Schatten kann immer, ganz plötzlich verschwinden und dann ist es so als wäre er nie dort gewesen. Genauso ist es laut des Autors mit dem Leben, es kann so schnell vorbei sein und dann ist es so, als wäre man niemals auf der Erde gewesen. Darauf kann man den Leitsatz „carpe diem“ (lat. Nutze den Tag; ebenfalls aus der Zeit des Barrocks) zurückführen, da jeder Tag der letzte sein könnte. Im nächsten Vers wird das Leben mit einer Blume verglichen (vgl. V. 12), welche auf einer Wiese mit vielen anderen ist. Man finde sie dann nicht wieder (vgl. V. 11), da dort noch so viele andere Blumen sind. Hervorgehoben wird dies noch mit der Anapher „Als“ (V.12,13), im Übrigen wird so auch ein Zusammenhang zwischen Vers  12 und 13 hergestellt. Der letzte Vers wird vom Autor genutzt, um seine Meinung mit den Lesern zu teilen. Er ist der Meinung, dass Niemand auf der Welt wirklich wahrgenommen hat, was auf der Welt wirklich ewig ist (vgl. V. 14). Mit der Alliteration „will, was“ (V. 14) wird seine Meinung ein letztes Mal betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor mit dem Gedicht, kritisch zu dieser Zeit Stellung nimmt und den Lesern seine Meinung mitteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback: Deine Analyse ist schon gut gelungen. Ich finde es sehr gut, dass du die historischen Ereignisse, also den 30- jährigen Krieg mit einbezogen hast. Außerdem hast du einige Merkmale eines Sonetts, Terzett und Quartett, erkannt und benannt. Dann finde ich es auch gut, dass du einige Aspekte des Vanitas- Gedankens (memento mori und carpe diem) in deine Analyse mit einbezogen hast. Was du noch verbessern musst sind einige Rechtschreibfehler und an manchen Stellen die Kommasetzung (z.B. zweiter Abschnitt, letzter Satz: Damit schließt die zweite Strophe ab, (hier fängt eigentlich ein neuer Satz an) zusammenfassend kann man sagen ...). Außerdem nennst du manchmal Aspekte, auf die du dann aber nicht mehr eingehst (z.B. vorletzter Abschnitt, letzter Satz: Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben). Auf die solltest du dann noch eingehen, da es sonst wie eine Zusammenfassung wirkt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Das vorliegende Naturgedicht „Es ist alles eitel“ wurde von Andreas Gryphius 1637 in der Epoche des Barocks verfasst und thematisiert das Sterben alles I rdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist ein Sonett, da die beiden ersten Strophen vierversig sind und die letzten beiden Strophen dreiversig sind. Das Reimschema lautet abba abba ccd eed. Somit liegt in den ersten beiden Strophen ein umarmender Reim vor und die letzten beiden beginnen mit einem Paarreim aber enden schließlich mit einem Schweifreim. Zudem ist das Metrum des Gedichts ein sechshebiger Jambus, demnach ein Alexandriner, mit weiblichen und männlichen Kadenzen.'&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn wird von dem lyrischen Ich die These aufgestellt: „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1).  Somit wird direkt einen Bezug zum Titel geschaffen, da „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) herrschen würde. Das Repetition „du siehst“ (ebd.) bestärkt zudem die Vergänglichkeit der Erde und somit allem Irdischen, stellt jedoch auch zugleich eine Ansprache an den Leser, um deutlich zu machen, dass die Situation unumgänglich ist. Hier wird zudem Bezug zum 30 jährigen Krieg genommen. In diesem Kontext ist jedoch „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) eine Hyperbel, welche verdeutlichen soll, welches Elend die Leute ausgesetzt waren und diese keinen Ausweg hatten. Weitergehend wird eine Antithese „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2) aufgestellt. Durch das Metrum, der sechshebige Jambus, werden die These und Antithese gegenübergestellt, was durch die Zäsur, also dem Einschnitt hervorgehoben wird. So wird verdeutlicht, dass nichts Bestand hat und all das was man sich aufgebaut hat am nächsten Tag nicht mehr da sein kann. Dies wird auch im darauffolgenden deutlich: „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Auch dieser Satz ist antithetisch. „Städte“ (ebd.) stehen jedoch hierbei metaphorisch für das Leben der Menschen, da sie dort ihren Wohnort haben, ihr zu Hause finden und ihre Existenz. Somit ist zu sagen, dass das Leben ebenfalls vergänglich ist. Untermauert wird dies durch die männlichen Kadenzen des Paarreims, da diese einen Schluss setzten und somit auch mit dem Tod assoziiert werden können. Der letzte Vers des ersten Quartetts steht jedoch im Kontrast zu den anderen Versen.'''(sehr guter Aspekt)''' Das „Schäferskind“ (V. 4)  bringt eine friedliche Stimmung herbei. Da dieses „wird spielen mit den Herden“ (V. 4) wird ein glücklicher Moment geschildert, welcher jedoch als Wunschvorstellung angesehen werden kann, da ein Kontrast zu den anderen Versen gesehen werden kann. Jedoch ist zu sagen, dass zur Zeiten des Krieges keine glückliche Zeit für die Menschen war. Somit sind auch noch die kleinsten schönen Momente im Leben vergänglich, da sie nicht von Ewigkeit sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des zweiten Quartetts wird die Nichtigkeit der Natur zum Vorschein gebracht: „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Somit ist dass harmonische Bild des Schäferskind zerstört, so sei alles vergänglich. Allerdings wird nicht nur ausgesagt, dass die Natur vergänglich sei, sondern auch der Mensch, was im darauffolgenden deutlich wird. So heißt es: „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Sowohl „pocht“ (ebd.) als auch „trotzt“ (ebd.) sind Merkmale des Menschen oder auch der Tiere. Beide Gruppen besitzen ein pochendes Herz und beide können Widerstand leisten. Damit diese Eigenschaften hervorgehoben werden, nutzt das lyrische Ich die Onomatopoesie von &amp;quot;pocht&amp;quot; (ebd.). Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) verkörpert somit den Todesgedanken aller Lebewesen die Knochen besitzen. Die Anapher „[w]as“ (ebd.) leitet die antithetischen Verse ein, was eine Verbindung zu den Versen schafft. Zuerst wird die Vergänglichkeit der Natur angesprochen und danach das Leben von Mensch und Tier, was verdeutlicht, dass fernab kein Leben existieren kann. Im nächsten Vers wird zudem erneut auf die Natur eingegangen, so sei „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zerstörbar.  Diese Naturalien galten jedoch zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar. Allerdings ist auffallend, das alles geschilderte Vergänglichkeit zum Ausdruck sei, so muss es auch mit unzerstörbar geglaubten Utensilien sein, da der Rhythmus des Jambus keine Änderung hervorruft. Somit herrscht im gesamten Sonett eine monotone Stimmung. Die Personifikation „lacht das Glück“ (V. 8) akzentuiert die Vorstellung, wie das Leben sein sollte. Jedoch ist diese Vorstellung direkt verworfen, da „bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Diese Synästhesie umfasst die Sinnesreize des Hören und Fühlen, was das Leiden der Menschen im Krieg unterstreichen soll. Das Personalpronomen „uns“ (V. 8) verallgemeinert zudem die Situation und stellt somit keine Unterscheidung an, was erneut die Aussichtslosigkeit des Krieges verdeutlicht.'''(sehr gute Erläuterung)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(eine kurze Zusammenfassung zu den ersten beiden Strophen könntest du noch hinzufügen, um später den Kontrast zu den anderen beiden Strophen herzustellen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Quartetten wird eine beschreibende Perspektive geschildert, da keine Bewertungen des lyrischen Ichs in den Kontext mit eingeflossen sind. Jedoch jetzt im Wechsel zu den Terzetten wird eine bewertende Haltung des lyrischen Ichs eingenommen. Dieser Perspektivwechsel wird vor allem durch die Interpunktionen am Ende der Verse deutlich, so wird neben einem Fragezeichen (vgl. V. 10) auch Ausrufezeichen (vgl. V. 13-14) verwendet. „Der hohe taten Ruhm“ (V. 9) ist erneut eine Wunschdenken, da zur Zeiten des Krieges viele Soldaten beispielsweise ihr Leben geopfert haben für andere. diese Taten sind ruhmvoll, allerdings sind auch diese vergänglich, da sie in Vergessenheit geraten.  Aus diesem Grund wird auch diese Vorstellung „wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was erneut antithetisch zu dem Beginn des Verses steht. Das „Spiel der Zeit“ (V. 10) verdeutlicht, dass das Leben im Krieg jeder Zeit zu Ende sein könnte. Allerdings ist die Zeit unendlich und der Mensch vergänglich, somit ist klar, dass dem menschlichen Leben jederzeit das Ende gesetzt sein kann. Da es sich um eine rhetorische Frage handelt, was durch die Interpunktion des Fragezeichens (vgl. V. 10), wird die Resignation des lyrischen Ichs kund gegeben.  Weitergehend wird die Resignation in der Interjektion „[a]ch“ (V. 11) und der Interpunktion des Ausrufezeichens (vgl. V. 11) fortgeführt. Somit ist „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) von keiner Bedeutung, da sowieso alles vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Terzett setzt mit einer Akkumulation ein: „ Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). All diese Dinge sind vergänglich und nicht von langer Dauer. Der „Schatten“ (ebd.) kann metaphorisch für die Schattenseiten des Lebens stehen, also für die schlechten Zeiten des Lebens und auch der „Staub“ (ebd.) nimmt Bezug zu Vers 6, was die zeitliche Begrenztheit des Lebens assoziiert. Auch der nächste Vers setzt mit „[a]ls“ (V. 13) ein. Diese Anapher verdeutlicht, dass eine weitere Nichtigkeit beschrieben wird. „[E]eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 13) bezieht sich auf die Natur, die zertreten wird (vgl.V. 5) und somit ist die kleinste Freude auch wieder verschwunden und somit vergänglich. Jedoch kann auch diese Wiesenblume auf das menschliche Leben übertragen werden, da auch das Leben heran wächst wie eine Blume und auf einen Schlag zu Ende sein kann.  Letztendlich kommt das lyrische Ich zu dem Erkenntnis: „Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!“ (V. 14).  Somit lässt sich nicht vom dem Menschen erfassen, was Ewigkeit besitzt. Aus diesem Grund müsse alles Irdische vergänglich sein und alles Überirdische wie beispielsweise die Seele des Menschen im Jenseits bestand haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend wird des Sonett von Antithesen durchzogen, welche die Vergänglichkeit in den Vordergrund stellt. Somit sei alles unzerstörbar. Auch das Metrum bewirkt, dass eine Aussichtslosigkeit der Situation vorliegt, da eine monotone Stimmung vorliegt. Letztendlich wird herausgestellt,  dass nichts menschliches die Ewigkeit erfassen kann, außer die Seele im jenseits. Im gesamten Gedicht wird die Zeit des 30 jährigen Krieges thematisiert, welche durch die Vergänglichkeit jeglichem Irdischen zum Ausdruck gebracht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''FB Alina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Janette, &lt;br /&gt;
ich finde du hast in deiner Gedichts Analyse viele wichtige Aspekte erkannt sowie erläutert. Dein Themasatz ist auch getroffenen sowie viele andere Aspekte in deiner Analyse. Zum Teil machst du noch viele Rechtschreibfehler oder vergisst einen Satz zu beenden bzw. durch einen Punkt zu trennen, denn dadurch das du manche Sätze mit einem Komma versiehst, ergibt dieser Satz keinen Sinn mehr oder es ist schwer ihm zu folgen. Die meisten Anmerkungen habe ich dir in deine Analyse geschrieben und hoffe das du diese verstehst und nachvollziehen kannst. &lt;br /&gt;
Deinen ersten Teil der Analyse finde ich besser als dein zweiter Teil, denn da fehlen dir wichtige Aspekte wie die Funktion des Reimschemas oder des Metrums. Aber auch viele wichtige Analyseaspekte hast du nicht oder falsch erkannt. Versuche eine Verbindung zwischen den ersten beiden und letzten beiden Strophen herzustellen. &lt;br /&gt;
Außerdem fehlt in deinem Schluss der Bezug zum Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles Eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius zur Zeit des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die Begrenztheit auf Erden sowie die Bedeutungslosigkeit des irdischen Lebens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe beschreibt Andreas Gryphius die Vernichtung sowie Zerstörung der Städte. In der zweiten Strophe befasst er sich mit dem Ereignis, dass hinzukommend auch das ganze Schöne auf Erden zerstört werde. In der dritten Strophe wird die Frage aufgeworfen wie ein Mensch solch ein Leben überhaupt bewältigen solle. Die vierte und letzte Strophe gibt auf diese Frage Auskunft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzt sich aus vier Strophen zusammen, von denen die ersten beiden aus jeweils vier Versen und die letzten beiden aus jeweils drei Versen bestehen. In dem vorliegenden Gedicht bilden die Verse in den ersten beiden Strophen das Reimschema abba, abba. Damit handelt es sich bei diesen zwei Strophen um einen umarmenden Reim. Die letzten beiden Strophen weisen das Reimschema ccd, eed auf, wobei es sich dabei um einen Schweifreim handelt. Das Metrum des Gedichts ist ein sechshebiger Jambus und es treten abwechselnd männliche sowie weibliche Kadenzen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe wird zunächst die These „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) aufgestellt. Dabei möchte das lyrische Ich den Leser durch die persönliche Ansprache „Du“ (ebd.) darauf aufmerksam machen, dass das ganze irdische Leben vergänglich sei und egal wo man hinschaue, die Vergänglichkeit nicht zu übersehen sei (vgl. V. 1). Somit wird im ersten Vers die Überschrift des Gedichts noch einmal aufgegriffen. In den darauffolgenden Versen wird die eben genannte These mit Beispielen belegt. In Bezug darauf beschreibt das lyrische Ich „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Um diese Aussage zu veranschaulichen nennt das lyrische Ich das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Diese beiden Verse sind antithetisch aufgebaut und machen deutlich, dass das Schöne auf der Erde nicht lange anhält sondern nach kurzer Zeit zerstört werden kann. In Vers zwei stehen sich die beiden Adverben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) antithetisch gegenüber und in Vers drei die Nomen „Städte“ (ebd.) und „Wiese“ (ebd.). Durch die Verben „bauen“ und „einreißen“ wird erneut die oben genannte Zerstörung hervorgehoben und eine Verbundenheit mit Krieg hervorgerufen. An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers naheliegend an. In diesem Vers ist zum wiederholten male die Rede von der Wiese, „auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). In diesem Vers wird durch die Metapher „Schäferskind“ (ebd.) eine friedliche Stimmung und somit eine Assoziierung mit Frieden herbeigeführt. Somit steht dies im Gegensatz zu der eben erwähnten Zerstörung im dritten Vers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichts leitet mit der Behauptung „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) erinnert an etwas was lebt und heranreift. Durch die Andeutung, dass es anschließend jedoch „zertreten“ (ebd.) wird, wird verdeutlicht, dass das Leben eines Menschen, eines Tieres oder einer Pflanze, beendet wird. Daher wird in diesem Vers die Vergänglichkeit des Lebens untermauert. Folgend beschreibt das lyrische Ich, dass das was jetzt noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sein wird. Durch das Verb „poch[en]“ (ebd.) wird deutlich, dass es sich bei dieser Aussage um Lebewesen handeln muss. Durch die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) wird noch einmal hervorgehoben, dass alles vergänglich ist und, dass das was heute noch so lebendig ist, trotzdem sterben wird. Sowohl der fünfte als auch der sechste Vers beginnt mit dem Pronomen „Was“ (V.5f.). Durch diese Anapher möchte das lyrische Ich die Wirkung dieser zwei Verse verstärken und dem Leser noch einmal verständlich machen, dass alles vergänglich ist. Diese Erkenntnis fasst das lyrische Ich mit der Aussage, dass „nichts ewig […] sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zusammen. In dieser Aussage wird sowohl durch die doppelte Verwertung als auch durch die Hyperbel „Erz […] [und] Marmorstein“ (ebd.) verdeutlicht, dass nichts ewig bestehend bleibt. Der letzte Vers dieser Strophe wird mit der Personifikation „lacht das Glück“ (V.8) eingeleitet. Dieses „Glück“ (ebd.) bleibt jedoch nicht lange erhalten, da es von „donnern[den] Beschwerden“ (V. 8) verdrängt wird. Durch die zweite Personifikation „donnern die Beschwerden“ (ebd.) wird eine Assoziierung mit Gewalt und Krieg herbeigeführt, da durch das Verb „donnern“ eine negative Stimmung hervorgerufen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9). Durch das Verb „muß“ (ebd.) wird die Notwendigkeit dieser Aussage verdeutlicht. Mit dieser Feststellung möchte das lyrische Ich die Bedeutungslosigkeit Menschlicher Taten und Handlungen hervorheben, da alles irdische vergänglich ist. Folgend wirft es die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10) auf. Die Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht für das Leben eines Menschen, welches wie jedes Spiel, irgendwann mal enden wird. Somit lässt sich diese Frage verneinen, da der Mensch nicht ewig sein kann und ebenfalls vergänglich ist. Der letzte Vers dieser Strophe wird durch die Interjektion „ach“ (V. 11) eingeleitet. Durch diesen Seufzer wird die Frage nach dem Sinn des Lebens eingeleitet. Außerdem wird dadurch die Verzweiflung über die Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit verdeutlicht. Daran anschließend nennt das lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Durch die Verwendung des Wortes „wir“ (ebd.) bezieht das lyrische Ich erneut die Leser mit ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Strophe gibt das lyrische Ich eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Diese wird durch die Anapher „als“ (V. 12f.) hervorgehoben. Die irdischen Bestandteile des Lebens eines Menschen, die „wir als köstlich achten“ (ebd.) vergleicht das lyrische Ich im 12 Vers als „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Durch die Aufzählung „Nichtigkeit […] Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) wird erneut eine unangenehme Stimmung hervorgehoben, weshalb sich dies wieder mal auf Krieg beziehen lässt. Dabei wird erneut deutlich, dass ebenfalls die irdischen Bestandteile eine zeitliche Begrenztheit haben und irgendwann vergänglich werden. Der vorletzte Vers leitet mit der Anapher „als“ (ebd.) den Vergleich des Lebens eines Menschen mit einer „Wiesenblum“ (V. 13) ein, welche man laut dem lyrischen Ich nicht „nicht wieder find´t“ (V. 13). Der spätere Verlust des menschlichen Lebens ist also so unbedeutsam wie eine einzelne Blume auf einer riesigen Blumenwiese. Das lyrische Ich beendet das Gedicht mit dem Fazit „Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten“ (V. 14). Das Fazit besagt, dass noch kein Mensch wirklich erkannt hat was für die Ewigkeit bestehen bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback Jan :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde deine Analyse gut gelungen Lara. Du bist auf sehr viele sprachliche Mittel eingegangen und an einigen Stellen merkt man, dass du diese gut verstanden hast. Außerdem haben deine Rechtschreibfehler seit den letzten Analysen beeindruckend abgenommen. Zu bemängeln habe ich nur, dass du einige Aspekte einfach auslässt und nicht weiter auf sie eingehst und ein paar Kleinigkeiten (hab ich dir markiert). Wenn du diese änderst und noch etwas mehr auf den Text eingehst, ein paar Stellen scheinst du noch nicht ganz verstanden zu haben, hast du eine sehr gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welches im Jahr 1637, in der Epoche des Barocks, verfasst wurde, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen und historisch gesehen die Zerstörungen, die aus dem 30- jährigen Krieg resultierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Es ist alles eitel“ verweist auf das Thema des Gedichts, dass alles vergänglich ist und irgendwann nicht mehr existieren wird. Das Pronomen „alles“ (ebd.) steht verallgemeinernd dafür, dass jedes Lebewesen, jeder Gegenstand, aber auch bestimmte Situationen nicht ewig sind und irgendwann nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in insgesamt vier Strophen eingeteilt sind. Die ersten beiden Strophen bestehen jeweils aus vier Versen, werden somit jeweils als Quartett bezeichnet, und die letzten beiden jeweils aus drei Versen und werden somit jeweils als Terzett bezeichnet. Als Versmaß ist durchgängig ein sechshebiger Jambus vorzufinden, was ein Merkmal der literarischen Epoche des Barocks war und als Alexandriner bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit dem Personalpronomen „Du“ (V.1), was einen Bezug zum Leser herstellt, ihn also direkt anspricht bzw. ihn direkt mit einbezieht. Die Repetitio „siehst“ (V.1) betont, dass die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) nicht zu übersehen ist. Die „Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) bezieht sich auf den Titel des Gedichts und deutet auf die Vergänglichkeit des Lebens hin. Die Tatsache, dass die Vergänglichkeit des Lebens, also das Sterben, das Leid und die Tode, nicht zu übersehen ist, bringt gleichzeitig eine Klage über die derzeitigen Ereignisse, den 30- jährigen Krieg, mit sich. Im nächsten Vers ist davon die Rede, dass das, was heute gebaut werde, morgen wieder zerstört sei (vgl. V. 2). Die Adverbien „heute“ (V. 2) und „morgen“ (V. 2)und die Verben bauen (vgl. V. 2) und einreißen (vgl. V. 2) stehen sich antithetisch gegenüber und verdeutlichen, dass der derzeitige Zustand nicht von Dauer ist und am nächsten Tag oder sogar schon in den nächsten Stunden alles anders sein kann. In dem Zusammenhang ist es der Krieg, der für die Zerstörung sorgt. Eine weitere Antithese ist im nächsten Vers zu finden. „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3), verdeutlicht wieder die Zerstörung der Dinge des derzeitigen Zustands und die Veränderung, die im zukünftigen Zustand herrscht. Die „Wiese“ (ebd.), kann man als ein Symbol für Frieden interpretieren, da es in Städten meistens laut und hektisch ist und auf Wiesen bzw. in der Natur eher Ruhe herrscht.&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe setzt zunächst mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) kann man so interpretieren, dass etwas, sei es ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze, gedeiht und lebt. Dadurch, dass es „zertreten [wird]“ (ebd.), wird das Leben beendet. Somit wird metaphorisch die Vergänglichkeit des Lebens dargestellt. Im nächsten Vers wird antithetisch dargestellt, dass „was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Das Verb „pochen“ (ebd.) steht metaphorisch für einen Herzschlag, also für etwas lebendiges. Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) steht für den Tod. Mittels dieser Antithese wird wieder deutlich gemacht, dass das Leben nicht ewig ist und es „morgen“ (ebd.) vorbei sein könnte. Darauf eingehend ist davon die Rede, dass „Nichts […] ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7). Die Aufzählung „kein Erz, kein Marmorstein“ (ebd.) betont, dass „nichts“ (ebd.), selbst beständige Gesteine wie Erz und Marmor, für immer existieren werden. Im letzten Vers veranschaulicht die Personifikation 'das lachende Glück' (vgl. V. 8), dass, in diesem Zusammenhang gesehen, die Zeiten vor dem Krieg mit besseren Erinnerungen in Verbindung gebracht werden und man Vorstellungen hat, dass das Leben ohne das Leid, das der Krieg mit sich bringt, bessere wäre. Als Folge würden „bald […] die Beschwerden [donnern]“ (V. 8), was den Unmut und das Verlangen nach Frieden betont. &lt;br /&gt;
Zum Reimschema der ersten beiden Strophen kann man sagen, dass es sich bei beiden jeweils um einen umarmenden Reim handelt. &lt;br /&gt;
Die dritte Strophe wird sozusagen mit dem Appell „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehen“ (V. 9) eingeleitet. Es wird betont, dass Rum nicht das wichtigste im Leben ist, da er schnell wieder vergehen kann. Die darauf folgende rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehen?“ (V. 10) stellt mittels der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.), was für die Lebenszeit steht, dar, dass diese für den Menschen begrenzt ist. Die Interjektion „Ach“ (V. 11) betont die Zweifel, die beim lyrischen Ich aufkommen. Es fragt anschließend „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Dadurch wird deutlich, dass nicht die wichtigen Dinge im Leben, wie z.B. der Ruhm, geschätzt werden sollten, da diese ja vergänglich sind und eigentlich keinen Wert haben. &lt;br /&gt;
Ein Enjambement verbindet schließlich die dritte mit der letzten Strophe, in der weiter auf die Frage eingegangen wird. Hier wird betont, dass das, was man als wichtig erachtet nichts „als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 12f.) sei. Die „Nichtigkeit“ (ebd.), also die Irrelevanz der Dinge, die man vermeidlich als wichtig empfindet, wird durch die Akkumulation „Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) betont. Ein Schatten ist vom Sonnenstand abhängig, Staub kann so klein sein, dass man ihn gar nicht bemerkt und der Wind weht nicht konstant. Auch die Veranschaulichung durch die „Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (ebd.) betont auch die Irrelevanz. Denn eine bestimmte Blume kann man auf einer Wiese mit tausend anderen Blumen nur schwierig wiederfinden. Im letzten Vers beklagt sich das lyrische Ich, dass das, „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten [will]“ (V. 14). Die meisten Menschen erkennen also noch nicht, was zu den wichtigen Dingen im Leben gehört und dass an zu vielen unnötigen Dingen, wie z.B. Krieg, festgehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in dem Gedicht durch Antithesen und Metaphern die Vergänglichkeit alles Irdischen verdeutlicht wird. Anschließend wird die Frage gestellt, ob das, was der Mensch als wichtig betrachtet, z.B. Krieg zu führen und zu gewinnen, die Mühe wert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback von Maike:&lt;br /&gt;
Liebe Christine, ich finde deine Analyse ist die gut gelungen. An manchen Stellen könntest du noch etwas näher auf das eingehen, was du sagst. Deine Sprache ist beeindruckend, du hast einen tollen Wortschatz.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Gryphius</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius"/>
				<updated>2018-11-11T21:55:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse eines Gedichtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbereitung:&lt;br /&gt;
mehrmaliges Lesen und Bearbeiten des Textes (Wichtiges markieren, notieren, gliedern, usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Einleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Themasatz: Textart (Natur-, Liebes-, politisches Gedicht, usw.), Titel, Dichter, ev. Entstehungszeit, Epoche; Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hauptteil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltliche, formale und sprachliche Analyse&lt;br /&gt;
•	Gliederung in Sinnabschnitte, deren Funktionen&lt;br /&gt;
•	Darstellung und Deutung exemplarischer Textstellen inhaltlich (Was wird aus-gesagt und was bedeutet das?), sprachlich (Wie wird es ausgesagt  und was bedeutet das? - sprachliche Mittel) und formal (Strophen, Reimschema, Metrum, Interpunktion, Enjambement, Wortwahl, usw.)&lt;br /&gt;
•	Wechselbeziehungen zwischen Inhalt, Sprache und Form &lt;br /&gt;
•	eventuell Berücksichtigung des gesellschaftlich-historischen, biografischen, usw. Kontextes, der Position und Perspektive des lyrischen Ich&lt;br /&gt;
•	korrekte Zitierweise&lt;br /&gt;
•	Textintentionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Schluss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Zusammenfassung der wesentlichen Analyseergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett &amp;quot;Es ist alles eitel&amp;quot; geschrieben von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1637 zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus vier Strophen, wobei die ersten zwei Strophen vier Verse enthalten und die letzten zwei drei Verse. Die ersten beiden Strophen sind als umarmender Reim aufgebaut und die letzten Beiden beginnen jeweils als Paarreim, wobei der dritte Vers eine Verbindung zur jeweils anderen Strophe schafft. Außerdem enthält das Gedicht einen sechshebigen Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett beginnt im ersten Vers mit einer Art Einleitung, indem das Thema der Vergänglichkeit, hier &amp;quot;Eitelkeit&amp;quot;(V.1) genannt, direkt angesprochen wird und ein Bezug zur Überschrift geschaffen wird. Mit der Repetitio des Wortes &amp;quot;[sehen]&amp;quot;(V.1) verdeutlicht das lyrische Ich, dass man, egal wohin man sieht, nichts ewiges finden kann. Man findet lediglich &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(V.1). Die Verwendung des Substantivs &amp;quot;Erden&amp;quot;(ebd.) spezifiziert den Raum in dem man nur Vergängliches sieht. Durch diese Spezifizierung macht das lyrische Ich erkennbar, dass es sich nur um Irdisches Handelt. Er impliziert so direkt zu Beginn des Gedichts, dass sich Ewiges im Übernatürlichen bzw. Göttlichen finden lässt. Im Folgenden ist das Gedicht sehr von Antithesen geprägt. In Vers zwei stehen die beiden Verben &amp;quot;[reisen]&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;[bauen]&amp;quot;(V.2) direkt hintereinander und sind lediglich von einem Spiegelstrich getrennt. Durch diesen Chiasmus wird die Differenz zwischen dem &amp;quot;heute&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;morgen&amp;quot;(V.2) untermauert und somit des lyrischen Ich's These, die Erde sei vergänglich, unterstützt. Auch Vers 3, der als Anapher eine Verbindung zu Vers 2 schafft, da sie beide Beispiele für Vergänglichkeit liefern, besteht aus einer Antithese. Hier wird aufgezeigt, dass aus &amp;quot;Städten&amp;quot;(V.3), die heute existieren in Zukunft &amp;quot;Wiesen&amp;quot;(V.3) werden können. Das Wort &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.3) begegnet einem folgend häufiger und beschreibt immer den Gegenwartszustand. Durch den vierten Vers wird noch einmal der Unterschied zwischen verschieden Zeiten hervorgebracht, indem &amp;quot;ein Schäferskind&amp;quot;(V.4), das &amp;quot;mit den Herden&amp;quot;(V.4) spielt, den &amp;quot;Städten&amp;quot;(ebd.) gegenübergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ersten Vers der zweiten Strophe wird die Vergänglichkeit der Pflanzen angesprochen. Diese blühen noch in der Gegenwart, was wieder von &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.5) signalisiert wird. Dass diese zertreten werden &amp;quot;sol[len]&amp;quot;(V.5) zeigt, dass diese in keinem Fall ewig bleiben. Im nächsten Vers wird die Vergänglichkeit des Menschen erläutert. Dies ist an der Metapher &amp;quot;pocht und trotzt&amp;quot;(V.6) erkennbar, da diese zum einen für das pochende Herz des Menschen steht, dem Menschen aber auch die Fähigkeit zuspricht zu trotzen, sodass die Annahme, ein Tier könnte gemeint sein, verworfen werden kann. Mit &amp;quot;Asch vnd Bein&amp;quot;(V.6) ist das, gemeint, was vom Körper nach dem Tod noch übrig bleibt gemeint. Das lyrische Ich kommt also zu dem Schluss dass der Mensch ebenso vergänglich ist wie alles andere und sich in der Hinsicht nicht von anderen Lebewesen oder Artefakten unterscheidet. Dass, &amp;quot;Nichts&amp;quot;(V.7) ewig ist, belegt er in Vers drei, indem er sagt das &amp;quot;kein Ertz / kein Marmorstein&amp;quot;(V.7), also nicht mal Gestein, von dem man eigentlich annehmen kann, dass es schwer kaputt geht, ewig sein kann. Das lyrische Ich geht in Strophe Zwei klimatisch vor indem er sich von den Pflanzen zum Menschen bis hin zum Gestein immer weiter steigert, und seine Vergänglichkeit erläutert. Es führt dabei, das wovon man eigentlich denkt es sei am standhaftesten, Gestein, als letztes an und das, wovon man denkt es am leichtesten zu entbehren, Pflanzen, an erster Stelle an. So zeigt ess auf dass, zwischen den verschiedenen Beispielen kein Unterschied, bezogen auf die Vergänglichkeit, herrscht. Im letzten Vers bezieht sich das lyrische ich schlussendlich auf das &amp;quot;Glück&amp;quot;(V.8). Antithetisch dazu verfasst es, dass auf dieses &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(Z.8) folgen. Dies lässt ein recht negatives Menschen - und Weltbild erkennen, da das lyrische Ich annimmt, dass Glück nicht ewig ist und Trauer folgen muss. Auf der anderen Seite lässt sich sagen, dass dies eine recht realistische Einschätzung des Lebens ist, die einen auf Schwierigkeiten vorbereiten könnte. Durch die Metapher &amp;quot;donnern&amp;quot;(V.8) verstärkt das lyrische Ich die Extremität des Wandels von &amp;quot;Glück&amp;quot;(ebd.) zu &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe und somit das erste Terzett beginnt mit der Anführung einer weiteren vergänglichen Sache: der &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(V.9). Dieser vergehe &amp;quot;wie ein Traum&amp;quot;(V.9). Das lyrische Ich möchte, wie im Rest seines Textes, jedoch besonders an dieser Stelle, an die Menschen appellieren, sich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(ebd.), oder Ehre, ist etwas das der Mensch oft anstrebt, aus falschen Intentionen. Der Lyriker möchte den Menschen so davon abhalten. Im zweiten Vers stellt das lyrische ich eine rhetorische Frage, indem es das Leben metaphorisch als &amp;quot;Spiel der Zeit&amp;quot;(V.10) benennt. Durch die vorherige Erklärung einiger Beispiele, die vergänglich sind, lässt sich die Frage verneinen. Der Mensch kann also nicht ewig sein. Das Adjektiv &amp;quot;leicht&amp;quot;(Z.10), welches den Menschen beschreibt, lässt sich auf Vers sieben beziehen, in dem von Gestein, welches nicht ewig ist, die Rede ist. Also schlussfolgert das lyrische Ich, dass wenn nicht einmal Gestein ewig sein kann, auch der &amp;quot;leichte Mensch&amp;quot;(V.10) nicht ewig sein kann. Im letzten Vers zeigt das lyrische Ich die Irrelevanz des Vergänglichen auf. Die Interjektion &amp;quot;Ach!&amp;quot;(V.11) untermauert die Verachtung, die das lyrische Ich bei den zuvor genannten Beispielen empfindet. Die Sachen, die der Mensch als, metaphorisch gemeint, &amp;quot;köstlich&amp;quot;(V.11), also gut, betrachtet, sind nicht ewig und somit nicht der großen Aufmerksamkeit würdig. Der Appell, den das lyrische Ich versucht zu verdeutlichen, wird an dieser Stelle nochmal besonders deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe beginnt mit einer Aufzählung von Symbolen, die für die Vergänglichkeit stehen. Durch das Substantiv &amp;quot;Nichtigkeit&amp;quot;(V.12), wird nochmal die unwichtige Rolle des Vergänglichen untermauert. &amp;quot;Schatten&amp;quot;(V.12) ist ebenfalls nicht dauerhaft, sondern entsteht nur dann wenn es auch Sonnen gibt. Metaphorisch steht der &amp;quot;Schatten&amp;quot;(ebd.) auch für schlechte Zeiten, die ebenso nicht dauerhaft sind. &amp;quot;Staub vnd Wind&amp;quot;(V.12) sind beides vergängliche Zustände. Der Staub kann sehr schnell verfliegen und auch Wind kommt und geht. Um zu verdeutlichen, dass alles Irdische vergänglich ist und keine dieser Sachen eine besonders wichtig sind, da sie eine vergängliche Sache von vielen sind, verwendet das lyrische ich die Metapher einer &amp;quot;Wiesen - Blum / die man nicht wider fndt&amp;quot;. Hier lässt sich auch ein Appell herausstellen, da das lyrische Ich den Menschen dazu aufruft, sich nicht zu sehr mit diesen Dingen zu beschäftigen, weil man sie sowieso &amp;quot;nicht wider find't&amp;quot;(V.13). Im letzten Vers stellt das lyrische Ich heraus, dass &amp;quot;was ewig ist kein einig Mensch betrachten&amp;quot;(V.14) kann. Also hat der Mensch momentan gar nicht die Möglichkeit etwas ewiges zu sehen. Durch das temporale Adverb &amp;quot;Noch&amp;quot;(V.14) wird manifestiert, dass jetzt zwar die Möglichkeiten ewiges zu sehen noch nicht gegeben sind, dies aber in Zukunft der Fall sein kann. Mit der Zukunft ist der Tod gemeint, in dem der Mensch, nach christlich- abendländischer Vorstellung, auf Gott trifft. Somit lässt sich sagen, das Gott oder das Göttliche, das einzige ist, was für das lyrische Ich ewig ist. Diese Vorstellung lässt sich auch mit dem ersten Vers verknüpfen, in dem nur von &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(ebd.) die Rede ist. Die Vorstellung von Gott als ewig unterstützt somit die Aussage, dass alles Irdische vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett lässt sich außerdem mit seiner Epoche, der Barock, in der es geschrieben wurde verknüpfen. Zu dieser Zeit herrschte der 30. Jährige Krieg, was große Armut verursachte. Außerdem herrschte eine große Differenz zwischen Arm und Reich. Gryphius Gedicht, kann somit also als Stück verwendet werden, dass den Menschen Hoffnung macht. Dadurch, dass er sagt, dass niemand für immer in seinem jetzigen Zustand ist klingt er die Vorstellung einer gerechten Zukunft an. Zudem greift das Gedicht mit dem Thema der Vergänglichkeit und der Erinnerung daran, dass auch der Mensch vergänglich ist und sterben kann, einen der drei zentralen Leitgedanken des Barocks, den Memento Mori, auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich mit dem Sonett, dem Menschen vor Augen führt, dass alles Irdische vergänglich ist. Das einzige, das ewig währt, sei das Göttliche. Sprachlich formal wird dies durch zahlreiche Antithesen und Metaphern unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Anne, meiner Meinung nach ist dir deine Analyse sehr gut gelungen. Du hast viele richtige Analyseaspekte in deine Analyse eingebracht und diese nachvollziehbar gedeutet. Deine Einleitung beinhaltet alle wichtigen Aspekte und dein Themasatz ist dir ebenfalls gut gelungen. Jedoch könntest du die Form des Gedichtes, also das Reimschema, das Metrum etc. mit in deine Analyse einfließen lassen und nicht nur am Anfang nennen. Außerdem könntest du auf manche Sachen, wie zum Beispiel in der ersten Strophe, dass aus Städten Wiesen werden, noch näher eingehen. Die Herausstellung des antithetischen Aufbaus in den ersten beiden Strophen finde ich sehr gut. Auch das du am Ende deiner Analyse noch einmal zusammenfasst was das Gedicht dem Leser vor Augen führt ist dir gut gelungen. Ein paar Kleinigkeiten die du noch verbessern solltest, habe ich in deiner Analyse markiert. Ansonsten eine sehr gelungene Analyse!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett „Es ist alles Eitel“ wurde von Andreas Gryphius im Jahre 1637 in der Literaturepoche des Barocks verfasst. Thematisch befasst sich das Gedicht mit der Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in vier Strophen aufgeteilt sind. Dabei beinhalten zwei Strophen vier Verse und die letzten beiden Strophen drei Verse. Der Aufbau weist daher auf ein typisches Sonett hin, da es zwei Quartette sowie zwei Terzette enthält. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus. Die beiden ersten Strophen bestehen aus einem umarmenden Reim (abba, abba) während die beiden letzten einen Schweifreim (ccd,eed) bilden. Die Kadenzen passen sich dabei dem Reimschema an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die Überschrift „Es ist alles Eitel“ zeugt von der resignativen Stimmung des lyrischen Ichs, da nichts auf der Welt von ewigem Bestand ist. Dabei akzentuiert das unbestimmte Numeral „alles“ die prekäre Lage.&lt;br /&gt;
Die erste Strophe knüpft an die Überschrift an, indem das lyrische Ich den Leser mit direkter Ansprache darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich ist (vgl. V.1). Das Adverb „nur“ (ebd.) verdeutlicht den hoffnungslosen und klagenden Grundton des lyrischen Ich aufgrund der Allgegenwärtigkeit der Vergänglichkeit. Diese resignative Stimmung lässt sich in Verbindung zu dem 30-jährigen Krieg setzen, welcher zu Zeiten des Gedichtes schon 25 Jahre herrschte und Deutschland komplett zerstört hat. Die darauffolgenden drei Verse beschäftigen sich konkret mit dem Verfall und Zerstörung der Städte. So heißt es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Auffällig ist, dass die Gegenwart und Zukunft in antithetischer Verbindung stehen, wodurch untermauert wird, dass das Schöne nur kurzen Bestand hat beziehungsweise später keine Bedeutung mehr erlangt, da alles Irdische vergänglich ist. Ebenso stehen die Verben „bauen“ (ebd.) und „einreißen“ (ebd.) gegensätzlich zueinander. Durch das demolieren der Städte wird konkret auf den Krieg angespielt, wodurch zum Ausdruck kommt, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, dass die Menschen selbst für ihre Vergänglichkeit bzw. der ihrer Bauwerke verantwortlich sind. Des Weiteren verdeutlichen die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.) die Generalisierung der Ereignisse in Europa. Die Antithetik zwischen Gegenwart und Zukunft wird im dritten Vers fortgesetzt, in welchem es heißt „Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3), wodurch untermauert wird, dass die Natur ihren Platz zurückerobert. Auffällig ist hier, dass ein Rückschritt beschrieben wird. Die „Wiese“ (ebd.) steht dabei für die Natur und durch ihre grüne Farbe für Hoffnung und symbolisch für das Gedeihen neuen Lebens. Diese Idylle wird in dem darauffolgenden vierten Vers fortgesetzt, indem es heißt „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4), was den Wunsch nach Frieden verdeutlicht. Die grundsätzlich antithetische Struktur des Textes wird durch das Versmaß untermauert. Bei diesem handelt es sich um den Barock typischen Alexandriner, welcher durch eine Mittelzäsur getrennt ist und die Gegensätze voneinander schneidet. Der monotone Rhytmus des Gedichtes hebt die resignative Stimmung des lyrischen Ichs hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe wird von der Antithese „Was itz und prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5) eingeleitet. Dies hebt die Vergänglichkeit der Natur, mitsamt der blühenden Pflanzen hervor. So heißt es weiter „Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein“ (ebd.). Das „poch[en]“ (ebd.) steht hier metaphorisch für den Herzschlag eines Lebewesens. Die Anapher „Was itz“ (V.5+6) untermauert, dass die Natur und die Lebewesen eine gleiche Gewichtung in der Rolle ihrer Vergänglichkeit haben. Dies wird durch den darauffolgenden Vers unterstützt, in dem mit einer verdoppelten Verneinung nichts als ewig bestehend erklärt wird und soll Klarheit über die Vergänglichkeit alles Irdischen verschaffen (vgl. V. 7). Die Vergänglichkeit wird durch die Akkumulation „kein Erz, kein Mamorstein“ (ebd.) unterstützt, da diese zu Zeiten des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten.  Der letzte Vers der zweiten Strophe wird mit einer Personifikation des Glückes eingeleitet (was bedeutet das?). Antithetisch wird dem Glück eine Synästhesie aus &amp;quot;donnernden Beschwerden&amp;quot; (V.8) gegenübergestellt. Dabei werden zwei unterschiedliche Sinneseindrücke (donnernd = hören, Beschwerden = fühlen) miteinander in Verbindung gesetzt, um das Leid zu verdeutlichen. Des Weiteren bekräftigt diese weitere Personifikation die Assoziation mit dem Krieg, da das Verb „donnern“ mit Waffen in Verbindung gebracht werden kann, welche ebenfalls zur Zerstörung beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Betrachtung der beiden ersten Strophen ist deren klimaxartigen Aufbau auffallend. In der ersten Strophe wird ausschließlich die Vergänglichkeit materieller Güter beschrieben, währenddessen die zweite Strophe die Nichtigkeit der Lebewesen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn der dritten Strophe wird der sonettypische, inhaltliche Bruch eingeleitet, da die ersten beiden Strophen eher aus einer beschreibenden Position stammen und in der dritten und vierten Strophe zu einem bewertenden Standpunkt wechseln, was durch das Fragezeichen in Vers 10 und dem Ausrufezeichen in  Vers 13 akzentuiert wird. Inhaltlich befasst sich die erste Terzette mit der Frage was das Leben ist und wie die Menschheit es bewältigt. So heißt es in Vers neun „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9). Dies hebt hervor, dass selbst Reichtum und hochgeschätzte Werte der Vergänglichkeit unterliegen. So wird dem Leser in Vers 10 eine rhetorische Frage gestellt „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“ (V.10), um dem Leser zu verdeutlichen, dass ein Kampf gegen die Vergänglichkeit sinnlos erscheint. Der elfte Vers wird durch den Ausruf der Verzweiflung „Ach!“ (V.11) eingeleitet wodurch deutlich wird, dass das lyrische Ich über die Erkenntnis der Vergänglichkeit verzweifelt ist, da der Mensch keine Gewalt über das Leben hat. Auffällig ist hier, dass die dritte Strophe mit der vierten durch ein Enjambement verbunden ist, da die letzte Strophe konkrete Antworten auf die Frage des Lebens gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird das Leben akkumulierend „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12) definiert. Dabei stehen „Schatten, Staub und Wind (ebd.) für kurzlebige Synonyme, welche die Vergänglichkeit des Lebens akzentuieren. Ein weiterer Vergleich stellt Vers 13 dar, in welchem es heißt „Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind´t“(V.13). Dabei steht die „Wiesenblum“ (ebd.) metaphorisch für das Leben eines einzelnen Menschen, da auf einer Wiese eine einzelne Blume so unbedeutsam wie das Leben eines Menschen und dessen Vergänglichkeit ist. Der letzte Vers des Sonnets „Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) stellt das Fazit des lyrischen Ichs dar. Dieses ist der Auffassung, dass noch kein Mensch betrachtet hat was für die Ewigkeit besteht. Das Adverb „noch“ (ebd.) gibt jedoch Hoffnung, dass sich in der Zukunft noch ändern und sich der Mensch dem Ewigen zuwenden könnte. Das sogenannte Ewige ist der Glaube an Gott, welchen die Menschen in der Zeit des Barocks durch den 30-jährigen Krieg verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich sagen, dass der Text den Leser dazu bringen soll sich auf das Wesentliche, das Leben nach dem Tod, zu konzentrieren. Die Auffassung des lyrischen Ich, dass alles Irdische Vergänglich ist, wird durch zahlreiche Antithesen, Metaphern und Personifikationen geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kommentar von Lorena:'' Hallo Carina, ich finde deine Analyse wie immer sehr gelungen. Du bist auf die wichtigen Textstellen eingegangen, hast sie nachvollziehbar gedeutet und auch in Zusammenhang mit dem historischen Kontext gebracht. Alles in allem war das was du analysiert hast prima und besonders die Auswertung der stilistischen Mittel ist sehr detailliert und lobenswert. Allerdings solltest du dir angewöhnen auf für Gedichte formalen Mittel einzugehen und diese zu erläutern (beispielsweise Funktion des Metrums, Bedeutung der Kadenzen, Zäsuren etc.). Ansonsten habe ich nur zwei kleine Anmerkungen und eine Textstelle bei der ich mir selbst nicht sicher bin ob man das so schreiben kann (vgl. Kommentare im Text). Ansonsten aber eine gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorena==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahr 1637, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Barock. Thematisiert wird die Vergänglichkeit des Irdischen. Inhaltlich handelt das Gedicht von der Zerstörung des 30-jährigen Krieges und den Folgen der Zerstörung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst 14 Strophen und ist in der Form eines Sonettes gegliedert. Als Reimschema liegen in den Quartetten umschließende Reime vor, während die Terzette durch Paarreime gekennzeichnet werden. Als Metrum liegen durchgehend sechs-hebige Jamben vor, die 12 bis 13 Silben beinhalten und durch eine Mittelzäsur geteilt werden vor. Es liegen sowohl stumpfe als auch klingende Kadenzen vor, die sich dem Reimschema des Gedichtes anpassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) ein. Die „Eitelkeit“ (ebd.), die bereits im Titel des Gedichtes Erwähnung findet, ist in diesem Fall als veraltetes Synonym für Vergänglichkeit zu verstehen. Der Inhalt des Verses spiegelt die Situation in der Entstehungszeit des Gedichtes wieder. Das Gedicht ist während des 30-jährigen Krieges entstanden, in welchem viele Städte und Gebiete zerstört wurden und in dem die Lebensbedingungen der Menschen sehr schlecht waren. Das lyrische Ich beschreibt, dass egal wohin man sich wendet, überall nur Vergänglichkeit zu sehen ist. Die Repetitio der Formulierung „du siehst“ (ebd.) veranschaulicht die allgemeine Gültigkeit der Aussage des Lyrischen Ichs. Generell lässt bereits der erste Vers des Gedichtes eine resignative Stimmung erschließen, da der Krieg in dieser Zeit für die Bevölkerung sehr belastend war. Dies wird ebenfalls durch die antithetische Struktur der nächsten Verse verstärkt. Das Lyrische Ich beschreibt „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Auffällig sind neben der Kontrastierung zwischen den Zeitangaben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.), auch die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.), welche auf jede Person zu beziehen sind und die Aussage somit verallgemeinern. Auch hier wird wieder die Situation während des Krieges in Bezug auf die Vergänglichkeit aufgegriffen. Was die Menschen an einem Tag bauen oder bereits vor geraumer Zeit gebaut haben, kann am nächsten Tag schlagartig zerstört werden. Im folgenden Vers veranschaulicht das Lyrische Ich die Aussage durch das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Das Beispiel ist durch das Reimschema formal mit dem vorhergehenen Vers verbunden und verdeutlicht zum einen die Vergänglichkeit, zum anderen aber auch ein Anzeichen für die Zerstörung während des Krieges. Die antithetische Struktur, die in den ersten drei Versen des Textes verwendet wird, wird durch das Versmaß verstärkt. Als Versmaß liegen Alexandriner vor, die durch eine Mittelzäsur geteilt werden. Der monotone Rhythmus des Alexandriners verstärkt die ohnehin resignative Stimmung des Gedichtes, während die Mittelzäsur die genannten Gegensätze voneinander separieren. Diese Trennung wird formal durch ein Komma verbildlicht und somit hervorgehoben.  An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers unmittelbar an. Es ist erneut die Rede von der Wiese „[a]uf der ein Schäfers-Kind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Die Metapher des „Schäfers-Kind“ (ebd.) auf einer Wiese, verdeutlicht die Sehnsucht nach der friedlichen Zeit, wie sie vor dem Krieg war, und wiederholt die Vergänglichkeit bzw. die Nichtigkeit des vom Menschen Erschaffenen. Auffällig ist, dass in diesem Vers, nicht wie in den übrigen, die Mittelzäsur durch ein Komma dargestellt wird. Der Vers wirkt somit trostlos, was durch die stumpfe Kadenz am Versende verstärkt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichtes setzt mit der Feststellung „[w]as jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Erneut ist die Kontrastierung zwischen dem gegenwertigen Zustand und dem zukünftigen Geschehen zu erkennen, somit wird neben der allgemeinen Vergänglichkeit des Irdischen insbesondere die Vergänglichkeit der Natur hervorgehoben. Die antithetische Darstellung wird wiederholt durch eine Mittelzäsur und das Komma formal getrennt, was die Kontrastierung des Inhalts innerhalb des Verses veranschaulicht. Das Adverb „jetzund“, welches zuletzt im 18. und 19. Jahrhundert verwendet wurde, verdeutlicht das Alter des Gedichtes und bestätigt, neben der Sonett-Form und der Verwendung des Alexandriners, dass das Gedicht aus der Epoche des Barock stammt, da dies typische Merkmale für diese Literaturepoche sind. Im zweiten Vers der Strophe „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) wird wiederrum die antithetische Struktur des Gedichtes aufgeführt. Die Verben „poch[en]“ (ebd.) und „trotz[en]“ (ebd.) charakterisieren ein lebendiges Wesen. Das Verb „poch[en]“ (ebd.) beschreibt den Herzschlag eines Lebewesens, während „trotz[en]“ (ebd.) als Abwehrhaltung für herannahende Gefahren verstanden wird, die die Existenz des Lebewesens gefährden. Im weiteren Verlauf des Verses wird allerdings auch wider die Nichtigkeit dargestellt, wenn es in Bezug auf das Lebewesen heißt es, es sei „morgen Asch und Bein“ (V. 6). Die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) steht metaphorisch für den Tod des Lebewesens und verbildlicht somit die Vergänglichkeit des Lebens. Hier lässt sich wieder ein Rückbezug auf die historische Situation vornehmen, da während des Krieges viele Menschen und auch Tiere getötet wurden, die möglicherweise ohne den Krieg noch ein langes Leben geführt hätten. Dieser Umstand verstärkt die resignative Stimmung und deutet bereits eine klimaxartige Steigerung zur ersten Strophe an, da in der ersten Strophe nur die Nichtigkeit des von Menschen Erschaffenen beschrieben wurde, während nun die Vergänglichkeit der Lebewesen Thema ist, auf die der Mensch nicht immer direkten Einfluss hat. Das Lyrische Ich fasst diese Erkenntnis mit dem Befund „Nichts ist, das ewig sei“ (V. 7) zusammen. Unter diesen Befund fallen laut des Lyrischen Ichs auch Materialien wie Erz und Marmorstein (vgl. V. 7), welche im 17. Jahrhundert, in der Zeit als das Gedicht verfasst wurde, noch als unzerstörbar galten und somit wiederholt die Nichtigkeit dessen, was als unzerstörbar galt und des Irdischen im allgemeinen darstellt. Die Strophe endet mit einem Vers in derselben antithetischen Struktur, die bereits in den ersten Versen des Gedichts verwendet wurde. Das Lyrische Ich erklärt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Die Personifikation des Glücks steht in diesem Vers der Synästhesie der donnernden Beschwerden gegenüber (vgl. V. 8). Im Zusammenhang mit dem historischen Hintergrund verdeutlicht die Personifikation, dass was die Bevölkerung sich am meisten Wünscht: „Glück“ (V. 8) um zum einen den Krieg zu überleben und zum anderen, dass der Krieg, der sich zu diesem Zeitpunkt schon seit fast 20 Jahren zuträgt, bald endet. Der Krieg wird in diesem Vers durch die donnernden Beschwerden (vgl. V. 8) dargestellt. Das Verb „donnern“ (ebd.) verdeutlicht in der Synästhesie den Beschuss während des Krieges, wohingegen die „Beschwerden“ (ebd.) eine Folge des Beschusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dritten Strophe erfolgt sowohl ein inhaltlicher, als auch ein formaler Umbruch. Während in den ersten beiden Strophen noch vier Verse verwendet wurden und der Kontrast zwischen der gegenwärtigen Situation und den zukünftigen Gegebenheiten in Bezug zur Vergänglichkeit thematisiert wird, werden in der dritten und vierten Strophe nur noch drei Verse verwendet und die Vergänglichkeit des Individuums dargelegt. Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was soviel heißt wie, die Erfolge, die ein Individuum erzielt hat sind in zum einen in der Zeit des Krieges nichts mehr wert, aber auch im allgemeinen nichts wert, da alles Irdische vergänglich ist. Markant an diesem Vers ist die Verwendung des Metrums in Kombination mit dem Adjektiv „ho[ch]“ (ebd.) in Bezug auf die zustande gebrachten Taten. Zum einen liegt auf dem Adjektiv „ho[ch]“ eine Betonung, welche die Bedeutung des Wortes beim Lesen hervorhebt, aber auch der durch die Zäsur verursachte Anstieg der Stimme bis zum Einschnitt, auf welchen sowohl der Fall der Stimme, als auch der Verfall der Taten folgt. Im folgenden Vers wir das Lyrische Ich, das zuvor nur eine betrachtende und somit eher passive Rolle erfüllte aktiv. Es wirf die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit der leichte Mensch bestehn?“ (V. 10). Die rhetorische Frage bezieht sich auf die Vergänglichkeit der Menschen, was an der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) deutlich wird. Die Menschen werden mit ihrem Leben als Spielfiguren betrachtet, die nach einer bestimmten Zeit vom Spielbrett gestoßen werden. Der Umstand, dass das Lyrische Ich die Formulierung „der leichte Mensch“ (ebd.) verwendet gibt zum einen Aufschluss über den allgemeinen Wert des Menschen und seines Lebens als Spielfigur und zum anderen wirft es die Frage auf, wer mit den Menschen spielt. Die Antwort auf diese Frage ist nur im Überirdischen zu finden und lässt sich somit mit Gott als Spieler des Spiels beantworten. Er entscheidet darüber in welche Richtung sich die Figuren bewegen, welche Figuren das Spielfeld verlassen und welche bleiben. Der Schlussvers dieser Strophe wird mit der Interjektion „Ach!“ (V. 11) eingeleitet. Dieser Ausruf verdeutlicht die Verzweiflung bzw. die Resignation des Lyrischen Ichs über die gewonnene Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit. Weiterhin stellt das Lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Das, „was wir für köstlich achten“ (ebd.), sind die irdischen Bestandteile des Lebens der Menschen. Diese vergleicht das Lyrische Ich dann zu Beginn der letzten Strophe des Textes „[a]ls schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit, deren Bedeutung auch durch die Aufzählung bzw. durch den Parallelismus in Form eines Trikolons bekräftigt wird. Somit haben die irdischen Bestandteile, die den Menschen wichtig sind, genau wie die Menschen selbst eine zeitliche Begrenzung. Dies wird ebenso im letzten Teil des Vergleiches, der zeitgleich auch der letzte Bestandteil des Trikolons ist, deutlich. Die irdischen Bestandteile des Lebens werden mit einer „Wiesen-Blum“ (V. 13) verglichen, welche „man nicht wider find’t“ (ebd.). Die Lebenszeit der, als Metapher für das Leben der Menschen und der irdischen Bestandteile verwendeten, Blume ist abgelaufen und sie lässt sich nicht wieder zurückholen bzw. der Verfall lässt sich nicht rückgängig machen. Der Vers veranschaulicht somit die Unumgänglichkeit der Vergänglichkeit und stellt somit das Verhalten der Menschen, die die irdischen Bestandteile wertschätzen in Frage. Das Lyrische Ich beendet das Gedicht mit der Aussage „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14). Hierbei werden die Erkenntnisse aus dem vorangehenden Vers noch einmal aufgegriffen und beantwortet. Da das irdische vergänglich ist, ist das einzige, das Überirdisch ist gleichzeitig auch das einzige das „ewig ist“ (ebd.). Nach den Vorstellungen der damaligen Zeit (Absolutismus), ist das einzige das Überirdisch ist Gott, gefolgt von den obersten Herrschern. Das Lyrische Ich macht somit zum Ende des Gedichtes klar, dass nur der Glaube an Gott zählt und nicht das Vertrauen an irdische Bestandteile. Graphisch wird diese Aussage, da die finale Erkenntnis des Gedichtes thematisiert wird, mit einem Ausrufezeichen untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Lyrische Ich die Leser darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich und somit nichts wert ist. Letzten Endes zählt somit der Glaube an Gott, was den Menschen jedoch nicht in dieser Form benutzt wird. Zentrale formale Elemente des Textes sind die charakteristischen Merkmale des Barocks, wie beispielsweise das monotone Metrum, die Mittelzäsur, die besonders in den ersten beiden Strophen eine Rolle spielt, aber auch die Form des Sonetts selbst, welches durch die klare Struktur und die formale Gliederung das Verständnis des Textes und insbesondere des Umbruchs formal deutlich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Carina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast wie erwartet eine wirklich gute und ausführliche Analyse verfasst! Besonders deine Kenntnisse über die Zeit des Barocks hast du gut eingegliedert und mit den Formalen Aspekten in Verbindung gebracht. Des Weiteren hast du alle wesentliche Textpassagen gut erläutert und die sprachlichen Mittel mit in deine Deutungsansätze miteinbezogen. Bis auf kleine Verständnisfehler am Anfang ist dir deine Analyse wirklich gut gelungen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“ verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und ist in vier Strophen gegliedert. '''Es besteht''' (doppelt)aus jeweils vier Versen in der ersten und zweiten Strophe und aus jeweils drei Versen in Strophe drei und vier. Der Aufbau weist daher auf ein Sonett hin, da dieses aus zwei Quartetten und zwei Terzetten besteht und durch eine Zäsur in der Mitte des Verses getrennt ist. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein die Überschrift „Es ist alles eitel“ (V. 0) verallgemeinert die Situation der Vergänglichkeit'''(Z)''' welche durch das '''Numeral (Indefinitpronomen)''' „alles“ (V. 0) deutlich wird. Das Sonett „Es ist alles eitel“ '''verfasst''' von Andreas Gryphius und '''verfasst''' im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) und verdeutlicht somit, dass alles was man sieht, auf der ganzen Welt'''(Z)''' vergänglich ist. Zur Zeit des Barocks bezeichnet man die Vergänglichkeit als Eitelkeit '''und(was somit)''' ist somit ein erstes Merkmal für die Epoche und als klagende Aussage zu betiteln. Zudem wird anhand der '''Anapher (keine Anapher, nur eine Wiederholung)''' „du siehst“ (V. 1) deutlich, dass das lyrische Ich'''(Z)''' das Vergängliche mit eigenen Augen erkennen kann und sieht, wie sich die Welt verändert. Die Verwendung des sechshebigen Jambus und der männlichen Kadenz, verweist darauf das es sich hierbei um die Realität handelt, da die männliche Kadenz'''Sehr gut! Jedoch solltest du dies noch mehr erläutern''' sehr hart auf '''das Gedicht wirkt''' und somit Fakten in den Raum stellt'''(was für Fakten?)'''. Folgend erkennt das lyrische ich, dass sich die Welt ganz schnell verändern wird'''(Z)''' indem anhand einer Antithese gesagt wird, „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;“ (V. 2). Die schnelle Veränderung der Welt wird anhand der Adverbien „heute [und] morgen“ (V. 2) deutlich. Das Pronomen „jener“ (V. 2) verallgemeinert die Situation und lässt daraus schließen, dass jeder bereit dazu wäre, die Welt zu zerstören. '''Gut erkannt, jedoch verdeutlichen die antithetischen Verben ,,reißen&amp;quot; und ,,bauen&amp;quot; die Vergänglichkeit noch deutlicher, weshalb ich dir raten würde, dass du dies auch noch zu deiner Analyse hinzufügst''' Daraufhin folgt ein weiteres antithetisches Beispiel, welches die Vergänglichkeit des Irdischen darstellt, denn „Wo jetzund Städte stehn, wird wird eine Wiese sein“ (V. 3). Mit dieser Aussage bezieht sich das lyrische Ich auf die Zerstörung von Städten und vermutet, was durch „wird“ erkennbar ist, dass später mal auf diesem Platz eine Wiese sein wird, „Auf der ein Schäferkind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). '''Anhand dessen wird klar, dass eine Vorausdeutung in die Zukunft dargestellt ist und die Natur, als die Macht gegen uns Menschen bezeichnet wird. (Noch näher erläutern)''' „Schäferskind“ (ebd.) und „Herden“ (ebd.) verdeutlichen die Macht der Natur in Verbindung mit dem Menschen. Im Allgemeinen lässt sich in der ersten Strophe ein sechshebiger Jambus erkennen, mit zwei männlichen Kadenzen in Vers eins und vier und zwei weiblichen Kadenzen in Vers zwei und drei. Zudem liegt ein umarmender Reim (abba) vor, welcher die Gesamtsituation des Vergänglichen darstellt. Die Verwendung des sechshebigen Jambus vermittelt eine Art Monotonie und verdeutlicht die klagenden Aussagen und die Sorgen und Ängste der Eitelkeit, welche auf den 30- jährigen Krieg zurückzuführen ist'''Gut erkannt! Jedoch würde ich noch genauere Ursachen nennen, als nur den 30-jährigen Krieg im Allgemeinen'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe folgt mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) und hebt somit die Vergänglichkeit der Pflanzen hervor. Das lyrische Ich bemerkt also, dass auch die Natur vernichtet wird und das „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Mit „pocht“ (ebd.) und „Asch und Bein“(ebd.) wird metaphorisch das Herz eines Lebewesens'''(Z)''' welches aufhört zu schlagen dargestellt und das '''einzige''' was übrig bleibt ist „Asch und Bein“ (ebd.) ein kleiner Teil des Lebewesens. Die Anapher „Was“ (ebd.) deutet daraufhin, dass alles in der Welt irgendwann nicht mehr existieren wird. Zudem wird anhand der Aussage „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) deutlich, das Dinge'''(Z)''' wie in diesem Beispiel „Erz und Marmorstein“ (ebd.), welche zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten, auch zerstörbar sind'''Wie wirkt das?'''. Und nur das was „ewig sei“ (ebd.) ist nicht vergänglich, denn mit „ewig“ ist metaphorisch Gott gemeint, denn er wird niemals sterben. Vers acht wird mit der Personifikation '''„Glück“ (V. 8) eingeleitet, welches „uns [an] lacht“(Zit.)''' (V. 8) und mit der '''Synästhesie(Lautmauerei; Synästhesie bezieht sich auf die Sinne der Menschen)''' „donnern die Beschwerden“ (V. 8) gegenübergesetzt. Das Glück und die Beschwerden stehen uns Menschen im Leben sehr nah gegenüber und verdeutlichen '''somit''' die Gefühle der Menschen und lassen '''somit''' die Angst vor der Vergänglichkeit deutlich werden. Das Personalpronomen „uns“(ebd.) unterstreicht, '''das''' wir Menschen unter diesen Umständen leiden und bemerken das uns die Angst bevorsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersucht man die ersten beiden Strophen lässt sich ein Aufgesang erkennen, der die Dramatik der Vergänglichkeit darstellt und die äußeren Probleme in der Welt schildert, während in der dritten und vierten Strophe persönlich auf das Individuum eingegangen wird. „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) verdeutlicht, dass all die Träume der Menschen bald nicht mehr existieren werden und sich von den schönen Erinnerungen'''(Z)''' welche metaphorisch als „Traum“ (ebd.) betitelt werden'''(Z)''' verabschieden müssen. Der '''Befehl(A) befehlende, dominiernde Verb''' „müssen“(ebd.) verdeutlicht ebenfalls, dass das Schicksal'''(definiere)''' der Menschen eintreten wird und es keinen Ausweg geben werde. Daraufhin stellt das lyrische Ich sich eine rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V. 10) und versetzt sich damit in die Situation der Menschen im Krieg. Denn ihnen ist bewusst, dass ihr Leben als „leichte[r] Mensch“(ebd.) vergänglich '''wird(ist)'''.  Die Verwendung des Begriffs „leicht“ (ebd.) untermauert den Stellenwert der Menschen und somit auch den darauf bezogenen Umgang. Auch wird das Leben als „das Spiel der Zeit“(ebd.) dargestellt, was zeigt, dass das Leben als Unwichtig betrachtet wurde und das zwei '''Machten(Mächte)''' gegeneinander kämpfen und eine Macht verlieren wird. In diesem Zusammenhang sind es wir Menschen, welche durch Krieg; Folter; Vergewaltigung u.ä. vernichtet werden. Das lyrische Ich findet sich in der Situation selbst'''(Z)''' als Opfer und realisiert die Katastrophen, denen der Mensch ausgesetzt ist, indem er eine '''Interpunktion(Interjektion)''' „Ach“(V. 11) verwendet und all seine Sorgen zum Ausdruck bringt. Zudem bringt er durch das nochmals erwähnte Nummeral „alles dies“(V.11) die Vergänglichkeit des ganzen Lebens zum Ausdruck und zeigt wie wertvoll das Leben für den Menschen ist, indem er das Adjektiv „köstlich“(V. 11) verwendet, welches eher als etwas schönes gilt und man in Erinnerung behält. Daraufhin akkumuliert das Lyrische Ich mehrere Bezeichnungen für die Vergänglichkeit auf und benennt sie „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind,'''/''' Als Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V.12f.). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit und '''spiegelt Bestände wie Dunkelheit, ständige Angst und Stress(Sb.)'''. Um den Zeitraum eines Menschenlebens '''(Z)'''in dieser Zeit '''(Z)'''darzustellen'''(Z)''' verwendet der Autor den Vergleich mit der „Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(ebd.). Eine Blume lebt mit vielen andern Artgenossen zusammen in einem Lebensraum, bis sie nach einer bestimmten Zeit verblüht und somit ihr Leben verliert. Mit der „Wiesenblum“(ebd.) assoziiert das lyrische Ich den Menschen und  verdeutlicht die Vergänglichkeit und den Zustand das der Mensch nicht mehr auf der Erde da sein wird. Die Anapher „Als“(ebd.) unterstützt die Bezeichnung der Vergänglichkeit und hebt diese damit hervor. Um jedoch das wahre an der Vergänglichkeit herauszufinden'''(Z)''' erzählt das lyrische Ich in der letzten Strophe von „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!(V. 14). Da das '''irdische''' vergänglich ist, ist das '''einzige''' was Überirdisch ist gleichzeitig auch das, „was ewig ist“(ebd.) und damit ist Gott gemeint, denn er ist der Herrscher über die ganze Welt und steht auch über allem was es auf der Welt gibt. Somit macht das lyrische Ich und Menschen bewusst, dass das was für den Menschen übrig bleibt und das ist nichts, keine wahrnehmen möchte. Keiner möchte verstehen, dass nur Gott bestehen bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten beiden Strophen ist auffällig, dass diese aus jeweils drei Versen bestehen und ein Schweifreim vorweisen. Diese Veränderung des Reimschemas verweist auf ein weiteres Merkmal von Sonetten und bestätigt dieses damit nochmal. Der sechshebige Jambus wird aufgrund der in der Mitten getrennten Zäsur aufgrund von These und Antithese in Strophe eins und zwei als Alexandrina bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht aufgrund ihrer formalen Aspekte, die Folgen des 30-jährigen Kriegs, die Vergänglichkeit, anhand von Thesen und Antithesen sowie Anaphern und Metaphern sehr gut verdeutlichen. Aufgrund eines Sonetts wird die Epoche deutlich und damit auch den verwendeten Inhalt der Vergänglichkeit, welche zu dieser Zeit sehr schlimm waren. Das Reimschema trägt zum Verständnis des damals herrschenden Kriegs bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Feedback von Luisa:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Alina, meiner Meinung nach sind dir sehr viele sprachliche Besonderheiten aufgefallen die du auch vielfältig gedeutet hat. Besonders gut gefällt mir, dass du die Form des Gedichtes ab und an in deine Analyse mit eingebaut hast. Jedoch könntest du die äußere Form noch öfters mit einbeziehen. Worauf du allerdings achten solltest ist deine Zeichensetzung und deinen Ausdruck, da du dich häufig wiederholst, wie ich dir im Text markiert habe. Zudem solltest du an einigen Stellen noch tiefer in die Erklärung deiner Deutungsansicht gehen, damit man diese versteht. Außerdem ist mir aufgefallen, dass du den Zusammenhang nur kurz anspricht, aber nicht ausführlich genug, das könnte dich, in der nächsten Klausur, Punkte kosten. In deinem Schlusssatz solltest du nicht nur auf das Reimschema eingehen sondern auch noch auf andere Merkmale der äußeren Form des Gedichtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, der von Andreas Gryphius verfasst und im Jahre 1637, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Es ist der Literaturepoche Barock zuzuordnen, welche besonders durch den sogenannten „Vanitas-Gedanken“, der sich auf die Vergänglichkeit alles Irdischen bezieht, geprägt wurde. Dieser wird auch in dem Gedicht Gryphius` thematisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist aus 14 Versen zusammengesetzt, welche in 4 Strophen gegliedert sind. Die ersten beiden Strophen sind Quartette, da sie aus je 4 Versen bestehen und die anderen beiden sind Terzette, welche aus jeweils 3 Versen zusammengesetzt sind. Diese Form des Gedichtes nennt sich Sonett. Dieser Sonettstil war zur damaligen Zeit vorgeschrieben und brachte eine gewisse Ordnung und Gleichmäßigkeit in die Gedichte, was sich auch in dem vorliegenden Gedicht widerspiegelt. Bezüglich des Metrums liegt ein Alexandriner vor, welcher aus einem sechshebigen Jambus besteht. Außerdem ist die Zäsur, eine Art Einschnitt beziehungsweise Pause, die nach der sechsten Silbe erfolgt. Die Kadenzen sind abwechselnd betont (männlich) und unbetont (weiblich). In den Quartetten liegt bezüglich des Reimschemas ein umarmender Reim (abba, abba) vor, während die Terzette einen Schweifreim (ccd, eed) aufweisen. Auch aufgrund des Zusammenspiels von sich reimenden Versenden und den jeweilig gleichen (betonten oder unbetonten) Kadenzen wird die bereits erwähnte Ordnung des Gedichts unterstützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Es ist alles eitel“ deutet die Vergänglichkeit von alle dem, was diesseitig ist, also der Erde angehört, an und leitet somit in die zentrale Thematik des Textes ein. Besonders das Zahlwort „alles“ (ebd.) akzentuiert, dass die Gesamtheit des Diesseitigen von der Vergänglichkeit betroffen ist, sowohl alle Lebewesen, als auch das, was von ihnen geschaffen wurde. Außerdem wird an dieser Stelle bereits die Haltung des lyrischen Ichs zu jener angedeutet, da deutlich erkennbar ist, dass es sich der Vergänglichkeit alles Irdischen durchaus bewusst ist. Zudem wird dadurch in gewisser Weise die Verzweiflung des lyrischen Ichs angedeutet, da auch es selbst und alles um es herum Existierende nicht für die Ewigkeit besteht. &lt;br /&gt;
Anschließend setzt das Gedicht damit ein, dass das lyrische Ich erwähnt, man sehe „nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1). Damit wird erneut der Vanitas-Gedanke aufgegriffen, welcher die Vergänglichkeit alles irdischen Seins und folglich allen Lebens auf der Erde beschreibt. Das Adverb „nur“ (ebd.) hebt dabei insbesondere hervor, dass sich die Vergänglichkeit ausschließlich auf das Irdische beschränkt, wodurch gleichzeitig angedeutet wird, dass das Überirdische, also Gott, für die Ewigkeit besteht. Auf der anderen Seite deutet dies auf die Haltung des lyrischen Ichs in Bezug auf die Ausweglosigkeit aus dieser Situation hin, da ihm bewusst ist, dass man der Vergänglichkeit und der Zeit nicht entfliehen kann, was zudem eine gewisse Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs vermuten lässt. Durch die Verwendung des Pronomens „du“ (V. 1) wird der Leser direkt angesprochen und in die Thematik einbezogen, da sie jeden betrifft. Des Weiteren erklärt das lyrische Ich, was „dieser heute“ (V.2) baue, reiße „jener morgen“ (V. 2) wieder ein. Diese Aussage zielt auf die Folgen des dreißigjährigen Krieges, welcher die Zerstörung vieler Teile Deutschlands mit sich gebracht hat. Besonders auffällig ist jedoch, dass sich die beiden genannten Aussagen antithetisch gegenüber stehen, was vor allem durch die Adverbien „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) hervorgehoben wird. In Verbindung mit den Verben „baut“ (V. 2) und „reißt […] ein“ (V. 2) könnten diese mit der Gegenwart und Zukunft assoziiert werden. Dies bezieht sich darauf, dass etwas in der Gegenwart zu erbauen bedeutet, etwas Neues zu schaffen, was eine positive Gefühl hervorruft, dass dies jedoch anschließend in der Zukunft wieder abgerissen wird, deutet auf die Vergänglichkeit hin, da diese Gefühl nur von kurzer Dauer ist, was an der kurzen Zeitspanne zwischen „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Diese Aussage erinnert ebenfalls an den sogenannten „memento mori“, welcher die Lyrik zur Zeit des Barock stark geprägt hat. Mit diesem ist gemeint, dass man bedenken solle, dass man stirbt. Diese Erinnerung an den Todesgedanken sollte die Menschen daran erinnern, sich auf ihr Leben in der Gegenwart zu konzentrieren und dieses zu nutzen. Somit könnte diese antithetische Aussage auch diesen Gedanken, jeden Moment des Lebens zu genießen, da er schnell wieder vergehen werde, vor Augen führen. Andererseits kann die Verbreitung dieses Gedankens dazu dienen, den Menschen vor Augen zu führen, dass alles auf der Erde dazu bestimmt ist, irgendwann einmal zu sterben, auch sie selbst. Diese Vergänglichkeit wird durch das Pronomen „jener“ (ebd.) verallgemeinert, da sie überall zu erkennen ist. Daraufhin wird erneut die Zerstörung als Folge des Krieges sowie die Vergänglichkeit verdeutlicht, wenn das lyrische Ich erläutert, wo „jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). An dieser Stelle ist nochmals die Gegensätzlichkeit der Aussagen zu erkennen, welche vor allem durch die Zäsur zwischen der These und der Gegenthese hervorgehoben wird. Diese Zäsur dient jedoch auch dem Rhythmus des Gedichts, da an jener ein Einschnitt beziehungsweise eine Pause erfolgt. Hier ist jedoch auch ein gewisser Rückschritt zu erkennen, da es wieder zu seinem Ursprung zurückzukehren scheint. Des Weiteren lässt sich bei diesem Vers der sechshebige Jambus auf den Inhalt des Textes beziehen, da er prinzipiell eine gewisse Monotonie mit sich bringt. Diese akzentuiert in Verbindung mit der Vergänglichkeit, dass das Leben auf der Erde insofern absehbar und regelmäßig ist, als dass alles, was auf uns noch so wirkt, als hätte es bis in die Ewigkeit Bestand, bald schon nicht mehr da sein könnte. Auf die „Wiese“ (ebd.) geht das lyrische Ich im Folgenden Vers vertieft ein, indem es erläutert, auf jener werde ein „Schäferskind […] mit den Herden“ (V. 4) spielen. Das Bild des Schäferskindes als Hirte der Herde könnte sich im übertragenen Sinne auf die Religion beziehen, da Gott im Christentum als fürsorglicher Vater des Volkes oftmals auch als Hirte bezeichnet wurde, der jenes beschützt. Bezieht man dies wiederum auf den dreißigjährigen Krieg könnte diese Aussage als eine Art Appell des Erzählers an den Leser angesehen werden, da das Vertrauen in Gott, das Überirdische, das nicht vergeht, aus dieser Situation der Zerstörung hinaushelfen könnte. Demnach könnte diese Textstelle dazu dienen, Hoffnung zu vermitteln, dass nach dem Krieg wieder eine friedliche Zeit folgt. Betrachtet man in dieser Strophe genauer die Kadenzen sowie den vorliegenden Paarreim, fällt auf, dass die Aussagen in den Versen zwei und drei dadurch unterstützt werden. Dabei sind hauptsächlich die männlichen Kadenzen entscheidend, da jene hart wirken und einen Fakt beschreiben. In diesem Fall untermauern sie demnach, dass alles auf der Welt vergänglich ist, da dies eine Tatsache ist, die feststeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran folgt das zweite Quartett mit der Aussage, was jetzt so „prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Insgesamt fällt bis zu dieser Textstelle auf, dass der Fokus bisher auf der Vergänglichkeit der Natur und den Dingen, die der Mensch geschaffen hat, liegt. Dies ändert sich jedoch mit dieser Aussage. Zur Zeit des Barocks wurde das menschliche Leben häufig in Jahreszeiten eingeteilt. In dieser Textpassage scheint der Frühling aufgrund der Assoziierung von blühenden Blumen dargestellt zu werden. Bezieht man diesen weiterhin auf das menschliche Leben, so wird hier das Leben eines jungen Menschen aufgegriffen. Auch dieses ist demnach vergänglich, wodurch deutlich wird, dass der Tod jederzeit eintreffen kann und das Leben eines jeden vergänglich ist. Somit wird erneut klar, dass der Mensch dazu bestimmt ist, früher oder später zu sterben. Daraus lässt sich die Resignation des lyrischen Ichs schlussfolgern, da es sich somit auch der Vergänglichkeit seines eigenen Lebens bewusst zu sein scheint. Daraufhin erläutert das lyrische Ich, dass das was noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sei. Insbesondere das Verb „pocht“ (ebd.) lässt erkennen, dass es sich bei dieser Aussage um Menschen handelt, da das Pochen an das menschliche Herz und das Leben erinnert. Jene Menschen, die erwähnt werden scheinen Widerstand gegen den Krieg beziehungsweise einen feindlichen Angriff zu leisten, was durch das Verb „trotzt“ (ebd.) hervorgehoben wird. Eben diese Menschen seien am nächsten Tag lediglich noch „Asch und Bein“ (ebd.) was mit dem Tod in einer Verbindung steht, welcher eine Folge des Krieges ist. Somit wird hier wieder der memento mori aufgegriffen. An dieser Stelle ist die Kritik des lyrischen Ichs deutlich festzustellen, da es eine der Konsequenzen des Krieges darstellt. Somit wird an dieser Stelle die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt. Die Anapher „Was “ (V. 5, V. 6), welche die expliziten Aussagen der Vergänglichkeit des Menschen einleitet, verbindet diese miteinander und hebt somit hervor, dass alles Irdische vergänglich ist. Dies wird auch durch die im Anschluss folgende Aussage „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) vor Augen geführt, da man früher geglaubt hat, man könne diese nicht zerstören und sie würden für die Ewigkeit bestehen. Dies widerlegt der Inhalt der restlichen Aussagen jedoch, denn das lyrische Ich behauptet, dass auch diese vergänglich sind, da sie etwas irdisches sind. Des Weiteren folgt die Personifikation jetzt „lacht das Glück“ (V. 8), welche der Synästhesie bald „donnern die Beschwerden“ (V.8) antithetisch gegenübersteht. Dies soll auf der einen Seite die Vergänglichkeit des Glücks und somit der guten Zeiten darstellen und deutet auf der anderen Seite auf die Folgen des Krieges hin, da die „Beschwerden“ (ebd.) nach dem Krieg häufig durch die darauf folgenden Hungersnöte sowie die Armut und das Leid der Menschen aufgekommen sind. &lt;br /&gt;
Anschließend ist deutlich zu erkennen, dass sich das erste Quartett mit der Vergänglichkeit dessen, was der Mensch geschaffen hat, beschäftigt, während das zweite Quartett die Vergänglichkeit des Menschen selbst thematisiert. Dadurch wird unterstützt, dass nichts auf der Welt ewig ist. Dies wird auch durch den einer Klimax ähnelnden Aufbau des Textes unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe ist ein Terzett und setzt damit ein, dass „[d]er hohen Taten Ruhm […] wie ein Traum vergehn“ (V. 9) müsse. Insbesondere der „hohen Taten Ruhm“ (ebd.) ist nach der Meinung des lyrischen Ichs nicht mehr von großer Bedeutung, da auch dieser vergänglich ist, denn auch die Taten während des Krieges sowie beispielsweise gewonnene Schlachten, die im ersten Moment Ruhm eingebracht haben, werden früher oder später vergessen und sind somit nichtig, da sie keinen Wert mehr haben. Der Vanitas-Gedanke, welcher sich auf eben diese Vergänglichkeit alles irdischen Seins bezieht, bedeutete für die Menschen zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, dass beispielsweise auch Macht und Reichtum nicht signifikant sind. Dies resultierte daraus, dass das Leben auf der Erde meist als sogenannter „leerer Schein“ bezeichnet wurde und somit nicht von großer Bedeutung gewesen ist. Für die Menschen ist es hauptsächlich wichtig gewesen, eine reine Seele zu haben und alle Sünden zu büßen, da dies die Voraussetzung für das Fortleben im Jenseits gewesen ist. Da dies nicht vergänglich ist, hat es also einen höheren Wert. Besonders das Substantiv „Traum“ (ebd.) hebt die Nichtigkeit des Ruhmes oder der Macht hervor, da jene sich nicht auf das Fortleben im Diesseits auswirken. Das Verb ,,müssen&amp;quot; (V. 9) untermauert nochmals die Bedeutungslosigkeit menschlicher Taten. Anschließend folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10). Das „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht dabei metaphorisch für das Leben. Dieses ist vergänglich und somit durch die „Zeit“ (ebd.) beschränkt, die etwas Ewiges ist und Anfang und Ende des menschlichen Lebens festlegt. Der Mensch selbst hat also gar keinen Einfluss auf seinen Tod, was seine sehr geringe Macht im Gegensatz zu der des Überirdischen hervorhebt. Mit dem ,,leichte[n] Mensch“ (ebd.) wird vor Augen geführt, dass der Mensch nicht für die Ewigkeit Bestand hat, da er durch das Adjektiv „leichte“ (ebd.) als schwach beschrieben wird. Daraufhin fragt das lyrische Ich sich, was „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) überhaupt sei. Dies bezieht sich auf die Frage, was das Leben überhaupt ist und welchen Wert es hat. Die Menschheit hat prinzipiell das Gefühl, dass das Leben und besonders das, was sie in jenem schaffen, für die Ewigkeit Bestand hat. Dies widerlegt das lyrische Ich jedoch mit den Aussagen im ersten und zweiten Quartett, denn nach jenen ist weder das, was die Menschen geschaffen haben, noch sie selbst für die Ewigkeit bestehend. Dies ist auf die Vergänglichkeit und die schwindende Zeit zurückzuführen. Die dieser Aussage vorangestellte Interjektion „Ach“ (V. 11) bringt den klagenden Charakter des Gedichtes durch die Resignation des lyrischen Ichs zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte Strophe gibt auf die zuvor erwähnte Frage in gewisser Weise eine Antwort und bezeichnet „alles dies“ (ebd.) „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Dies führt vor Augen, dass das vom Menschen erschaffene sowie der Mensch und sein Leben nicht von großem Wert und belanglos ist, da all dies etwas Irdisches und somit vergänglich ist. Zudem stehen die einzelnen Begriffe metaphorisch für die Vergänglichkeit. Bei dem Gedanken an den ,,Schatten&amp;quot; (ebd.) kommt ein unangenehmes Gefühl auf, was darauf zurückzuführen ist, dass man mit diesem Kälte und besonders Dunkelheit verbindet. Dies erinnert wiederum an den Tod und somit an die Vergänglichkeit des Lebens. Auch der ,,Staub&amp;quot; (ebd.) erinnert an den Tod, was daraus resultiert, dass der Mensch nach seinem Tod in gewisser Weise zu diesem zerfällt. Des Weiteren hat Staub die Eigenschaft, dass er sehr leicht ist und somit sozusagen schnell verfliegen kann. Aus diesem Grund verschwindet er und genauso ist es mit dem menschlichen Leben, denn auch dieses verschwindet in gewisser Weise und gerät in Vergessenheit. Der ,,Wind&amp;quot; (ebd.) ist nichts, nach dem man greifen kann oder ihn festhalten kann und bezogen auf das Leben des Menschen könnte dies darauf hindeutet, dass auch dieses nicht festgehalten werden kann. Somit kann dieses nicht für die Ewigkeit bestehen. Zudem wird auch mit dem Wind häufig Kälte assoziiert, was wieder an den Tod und die Vergänglichkeit des Lebens erinnert. Weiterhin beschreibt das lyrische ich „alles dies“ (ebd.), was der Mensch als ,,köstlich&amp;quot; (ebd.) achtet „[a]ls eine Wiesenblum, die man nicht wieder find`t“ (V. 13). Bei der Vorstellung einer Wiese voller Blumen und einer einzigen Blume auf jener wird der geringe Wert dieser einzelnen Blume im Gesamten direkt deutlich. So ist es auch mit dem menschlichen Leben und dem einzelnen Menschen, da auch jener als einzelne Person insbesondere unter der Bezugnahme der Vergänglichkeit nahezu nichtig ist. Das lyrische Ich erläutert daraufhin, dass „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14) wolle. Dies resultiert daraus, dass die Menschen versuchen an dem festzuhalten, was Irdisch ist, da sie sich dessen nicht bewusst sind, dass all dies vergänglich ist und sich nicht damit beschäftigen, was für die Ewigkeit geschaffen ist. Das, was für die Ewigkeit Bestand hat ist im Grunde lediglich Gott, also das Überirdische sowie das Leben nach dem Tod. Das Leben auf dieser Erde ist vergänglich und im Vergleich zum Überirdischen von geringerem Wert, da die Menschen und all das, was sie geschaffen haben irgendwann vergessen sein wird und letztlich nichtig ist und dies scheinen die Menschen nicht zu erkennen oder zu vergessen. Durch die Interpunktion am Ende dieses Gedichts wird diese Aussage erneut bekräftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Sonett mit der Vergänglichkeit alles irdischen Seins sowie auf der anderen Seite dem Überirdischen (Gott) und dessen Ewigkeit auseinandersetzt. Daraus resultiert zudem die Nichtigkeit alles Irdischen. Diese zentralen Aussagen des Textes werden besonders durch Metaphern und das Metrum sowie die Gegenüberstellungen von These und Antithese, die durch die Zäsuren hervorgehoben werden, untermauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Diana: Meiner Meinung nach hast du viele und richtige Analyseaspekte in deiner Analyse eingebracht. Deine Einleitung beinhaltet alles und was ich auch gut finde ist, dass du für das Thema Vergänglichkeit ein Fachbegriff nennst, der im Zusammenhang der Epoche des Barocks gebraucht wird. Außerdem finde ich es auch gut, dass du die Form, das Reimschema und das Metrum des Gedichts nicht nur nennst, sondern auch in deine Analyse hineinfließen lässt und auch analysierst. Im ersten Quartett finde ich gut die Herausstellung der Antithese gelungen und der Bezug dabei auf den Krieg und das Thema der Vergänglichkeit, da du detailliert analysierst und jedes Wort beinahe erklärst. Was ich dabei jedoch nicht so gut finde, ist dass du dort bereits die Andeutung auf Gott siehst, die meiner Meinung nach erst in der letzten Strophe thematisiert wird. Dass du den Begriff ,,momemto mori“ in deine Analyse eingebracht hast, finde ich auch sehr gut, wobei du den Begriff sogar noch erklärst, was ich sehr gut finde. Jedoch finde ich dass du den Begriff nicht schon zu Beginn einbringen solltest, sondern erst im 2.Quartett, wenn es um die Vergänglichkeit des Lebens geht, da im ersten Quartett eher die Vergänglichkeit erschaffener Dinge thematisiert wird. Was ich für besonders gut gelungen finde ist die Analyse des 5.Verses, da du sehr detailliert analysierst. Zu dem erkennst du auch den klimaxartigen Aufbau des Gedichts und dass das Lyrische ich zunächst beschreibt und anschließend wertet. Zudem finde ich die Analyse des Terzette auch gut, da du die zentralen Aussagen analysierst und belegst und die Metapher ,,Spiel der Zeit“ richtig erläuterst. In allem eine gelungene Analyse, wobei du Kleinigkeiten, die ich dir genannt hab nur verbessern musst (die Stellen hab ich dir auch markiert und in Klammern dahinter geschrieben, was mein Verbesserungsvorschlag ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die allgemeine Vergänglichkeit irdischer Dinge mit besonderem Fokus auf der Vergänglichkeit des Lebens im 30-jährigen Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht befasst sich im historischen Kontext mit der Vergänglichkeit des Menschen bezogen auf den 30-jährigen Krieg, in dem die Zerstörung der Menschenleben und Städte ausdrücklich Tag für Tag durchlebt werden mussten. Darauf bezogen setzt auch die erste Strophe, geschrieben in einem umschließenden Reim, mit den Worten „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“(V. 1) ein. Hierbei wird besonders die Komplexität der Vergänglichkeit, welche im Wort „Eitelkeit“(ebd. ) benannt wird, deutlich, indem der Ausdruck „Du siehst, wohin du siehst“(ebd. ) verwendet wird. Dieser drückt gleich zu Beginn aus, das alles irdische vergänglich ist und dehnt somit den Rahmen auf alles aus, verallgemeinert die Aussage also. Auffallend ist hierbei jedoch die Verwendung des Verbs „sehen“(ebd. ), welches Anlass gibt, das Vergängliche auf irdischer Ebene zu betrachten, da der Mensch nicht im Stande ist, das überirdische, bzw. „Gott“ zu sehen. Zudem spitzt das Adverb „nur“ (ebd. ) diese Bedeutung des Überirdischen noch einmal zu, indem die Erde somit als alleinig aus Vergänglichkeit bestehend beschrieben wird, weshalb das Reich Gottes indirekt, hier noch nicht ganz deutlich, aber bezüglich der vierten Strophe einen Kontrast zum Irdischen bildet. Die abschließende Interpunktion, die den Satz beendet, verweist dabei noch einmal auf die endgültige Vergänglichkeit aller Dinge und allen Lebens ohne Ausnahme. Daran anschließend konkretisieren die drei folgenden Verse die irdische Situation, indem Beispiele für die Vergänglichkeit genannt werden. In diesem Sinne setzt der Text mit den Worten „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“(V. 2) fort. Besonders kommt dabei die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen in den Pronomen „dieser“(ebd. ) und „jener“(ebd. ) noch einmal zum Ausdruck. Sie verallgemeinern das Bezugsfeld, sodass alle Menschen das Vergängliche miterleben sowie mit beeinflussen. Hierbei redet das lyrische ich in diesem Zusammenhang von Gebäuden, auch im metaphorischen Sinne von Errungenschaften einzelner, die wiederum zerstört werden. Die Zerstörung lässt sich dabei auf den historischen Hintergrund und somit auf den 30-jährigen Krieg beziehen, in welchem viele Leben und so auch Lebensräume zerstört wurden. Die antithetische Formulierung, wie auch der Kontrast in „heute“(ebd. ) und „morgen“(ebd. ) spielt dabei jedoch auch gewissermaßen auf die Wechselseitigkeit des Krieges an. Bezüglich der Zerstörung setzt der dritte Vers fort „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“(V. 3), worin wiederum Zusammenhänge zum Krieg gezogen werden können. Hierbei stechen aber auch noch einmal die antithetischen Begriffe „Städte“(ebd. ) und „Wiesen“(ebd. ) hervor, die insbesondere auf die materielle Vergänglichkeit anspielen, aber auch verdeutlichen, dass alles wieder zu seinem Ursprung gelangt, da dort vor der Stadt auch nur eine Wiese war. Eben diese Art von Kreislauf des Lebens unterstreicht der Vers „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“(V. 4). Durch die Verwendung des Futurs sowie die Simplizität der Situation, die im Hirtenjungen ausdrücklich wird, zeigt das lyrische Ich, dass es trotz aller Zerstörung und Vergänglichkeit auch immer wieder einen Neuanfang und so auch neues Leben gibt, welches im Wechsel mit dem Tod bzw. der Vergänglichkeit steht. Auch drückt letztlich der umschließende Reim in den ersten beiden Strophen diese Vergänglichkeit als letztliches Mittel allen Lebens aus, was auch durch die Kadenzen deutlich wird. Hierbei sind der erste und vierte Vers weiblich, enden also auf einer unbetonten Silbe, und die umschlossenen Verse, wie auch in Strophe zwei männlich, enden auf einer betonten Silbe. Dabei ist auffallend, dass die betont endenden Verse jeweils eine Tatsache beinhalten, die für das lyrische Ich schlussendlich ist, während die anderen Verse eher etwas ins Ungewisse deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontrastierung zweier Sinnbilder setzt sich auch in der zweiten Strophe fort, was wiederum die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen unterstreicht. In „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“(V. 5) wird auf gewisse Weise erneut metaphorisch das Leben dem Tod gegenüber gestellt. Besonders drückt darin die Wortwahl die Resignation des lyrischen Ichs aus, welches dem Leben nachtrauert, sich jedoch des Vergänglichen und des Neuanfangs bewusst ist, diesen jedoch nicht völlig zu verstehen vermag. Hierbei sticht jedoch durch die Verwendung des Futurs erneut die Wechselhaftigkeit heraus, die zum einen erneut auf den Krieg, aber zum anderen auch auf die Wechselhaftigkeit des Lebens anspielt. Somit ist es ungewiss, wie lange etwas anhalten und beständig sein wird, da die Möglichkeit des Vergehens jederzeit besteht. Dies entspricht auch dem Tod, der ungewiss eintreten kann, sei es durch Krieg oder aber andere Umstände, wie es in den folgenden Worten „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“(V. 6) deutlich wird. Besonders steht dabei das Verb „pochen“(ebd. ) für den Herzschlag und somit für Leben, wohingegen „Asch und Bein“(ebd. ) auf eine tote Person andeuten. Besonders wird hier jedoch auch noch einmal die Nichtigkeit einer einzelnen Sache oder Person für die Gesamtheit deutlich, indem die Asche metaphorisch als Symbol der Vergänglichkeit gilt. Zudem gilt sie bezüglich des Todes jedoch auch als Zeichen der Trauer, was die Resignation des lyrischen Ichs untermauert. Rückbezogen auf die verschiedenen Beispiele wie dem Tod oder der Zerstörung von Stätten folgt so  als Schlussfolgerung des lyrischen Ichs „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“(V. 7). Auch dieser Satz wird wie auch schon der erste durch eine Interpunktion beendet, was die Endgültigkeit der Aussage unterstreicht und somit die Vergänglichkeit verallgemeinert. Dass diese Aussage für alles und jeden gilt, wird dabei in den Worten „kein Erz, kein Marmorstein“(ebd. ) ausdrücklich, da Erz und Marmor in früheren und auch in heutigen Zelten als teure und resistente Stoffe gelten, die vielem Stand halten. Sie unterstreichen die Aussage also insofern, dass sie letztlich die Spitze des Unkaputtbaren darstellen und dennoch vergänglich sind, weshalb sich jegliche anderen Dinge dem unterordnen. Im letzten Vers der zweiten Strophe wird im Anschluss noch einmal besonders auf die Wechselhaftigkeit und den Kreislauf des Lebens angespielt. So zeigt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“(V. 8), dass das Leben gute wie auch schlechte Zeiten beinhaltet und der Wechsel zwischen diesen unabsehbar stattfindet, was das Adverb „bald“(ebd. ) andeutet. Aber auch der Bezug auf ein jedes Leben wird im Personalpronomen „uns“(ebd. ) deutlich, der durch die Personifikation „Jetzt lacht das Glück“(ebd. ) gestärkt wird. Eben diese verdeutlicht, dass das Glück auch etwas unbeeinflussbares ist, wie jeder andere Mensch auch, sodass auch das Aufkommen von Glück etwas ist, das vergänglich ist. Das gleiche drückt so auch die Metapher „bald donnern die Beschwerden“(ebd. ) aus, welche gewissermaßen auch für eine Unbeständigkeit der menschlichen Verfassung und Gemütsstimmung steht und somit auch diese als vergänglich akzentuiert. Betrachtet man die beiden ersten Strophen im Zusammenhang, so fällt ein etwas klimaktischer Aufbau von erster zu zweiter Strophe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte und vierte Strophe stehen dahingegen etwas im Kontrast zu den beiden vorherigen Strophen, indem das lyrische Ich darin nachdenklich wirkt und über die menschliche Existenz nachdenkt. Fasst man die beiden Strophen zusammen, so fällt gleich der darin vorhandene Schweifreim auf. Das Metrum, das in den beiden Quartetten und Terzetten aufzufinden ist, ist das für den Barock typische Metrum Alexandriner, indem ein 6-hebiger Jambus jeweils inklusive einer Zäsur vorliegt. Durch diesen im Gedicht stringent verwendeten 6-hebigen Jambus fällt auch auf, dass die Paarreime jeweils betont enden und die sich reimenden Weisen/Schweife dahingegen unbetont. Inhaltlich fällt in diesem Kontext auf, dass die unbetonten Verse meist noch etwas positives beinhalten, das den Sinn hinter der Vergänglichkeit, den natürlichen Kreislauf des Lebens und die Ewigkeit in Gott ausdrückt. Das Metrum sorgt dahingegen jedoch für eine monotone Darstellung, die bezogen auf den Inhalt die unumgehbare Existenz der Vergänglichkeit darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe setzt mit dem Ausdruck „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) ein. Der Vergleich mit einem Traum bringt dabei die Nichtigkeit der Dinge in den Vordergrund. Zwar wird hier konkret von Ruhm gesprochen, über den das lyrische Ich nachdenkt, jedoch lässt dieser sich als ein Exemplar auffassen, dass eigentlich zeigt, wie unwichtig Dinge wie Ruhm und materielles Reichtum sind, da sie letztlich so schnell vorüber und in Vergessenheit geraten sind wie ein Traum, an den man sich oftmals schon nach kurzer Zeit nicht mehr erinnern kann. Darauf folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“(V. 10), welche durch die Existenz des Todes ihre Antwort findet. Besonders sticht hier aber auch die Metapher „das Spiel der Zeit“(ebd. ) heraus, welche verdeutlicht, dass die Zeit selbst endlos ist, jedoch das Spiel und somit das Leben des Menschen innerhalb dieser ein Ende findet, wie jedes Spiel irgendwann endet. In diesem Kontext wird der Mensch durch das Adjektiv „leicht“(ebd. ) verallgemeinernd als schwach dargestellt, was sich rückblickend auf den „Marmorstein“(V.  7) als Kontrast zur Härte zeigt, die jedoch auch nicht beständig ist. Somit deutet die Beschreibung des Menschen die vorausgesetzte Endlichkeit dieses an. Dass diese Tatsache das lyrische Ich resignieren lässt, wird in der Interjektion „Ach“(V. 11) deutlich. Im Anschluss daran fragt es sich, „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“(V. 11). Durch diese Frage wird deutlich, dass das, was der Mensch zu Lebzeiten schätzt, in Anbetracht der Zeit nichts wert ist und bezogen auf die Vergänglichkeit somit auch seinen Sinn verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt im Anschluss und als indirekte Antwort auf diese Frage setzt die vierte Strophe mit den Worten „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(V. 12) ein. Diese akzentuieren im metaphorischen Sinne, dass alles Irdische und vom Menschen erschaffene letztlich nur eine Kleinigkeit, wenn nicht gar nichts für die Gesamtheit ist. So gehören „Schatten, Staub und Wind“(ebd. ) alle zum Wortfeld der Vergänglichkeit, da sie alle Dinge sind, die nur für einen Moment bemerkt werden und kaum sichtbar sind. Diese akkumulierte Darstellung der Nichtigkeit wird auch im folgenden Vers, welcher sich wiederum auf die dritte Strophe bezieht, in „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V. 13) erneut aufgegriffen. Hierbei zeigt das Bild einer einzelnen Blume den geringfügigen Wert eines Menschen oder aber eines Gegenstandes für die Zukunft und die gesamte Welt. Schafft man hier nochmals eine Überleitung zum Krieg, so deuten diese beiden Verse die Nichtigkeit eines Individuums für einen Staat an, dem sich das lyrische Ich unverständig entgegensetzt. Somit sei alles vergänglich und sobald etwas vergangen ist, ist es vergessen und ohne Bedeutung. Dass dieser ganzen Vergänglichkeit jedoch etwas als eine Art Hoffnung entgegensteht, interessiert die meisten Menschen nicht, weshalb sie am Vergänglichen festhalten. Eben diese Tatsache wird im letzten Vers „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V. 14) deutlich. Letztlich ist Gott und somit das Leben nach dem Tod das Unendliche, das die Menschen jedoch im Leben noch nicht sehen oder erreichen können, aber auch nicht sehen wollen, indem sie am Irdischen festhalten. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird hierbei der ursprüngliche Anlass des Krieges, der zu Beginn ein Glaubenskrieg war, herausgestellt. Jedoch vergaßen die Menschen nach und nach den wahren Anlass ihres Kämpfens, sodass der Krieg eher zu einem materiellen Krieg wurde und der Glaube und so zugleich das Endliche vernachlässigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend befasst sich das Sonett im allgemeinen mit der Vergänglichkeit alles Irdischen, dem Gott jedoch kontrastierend gegenübersteht. Eben dieser Kontrast, aber auch die Wechselseitigkeit des Lebens und des Wandels von Gut zu Schlecht werden durch viele antithetische Reime verdeutlicht. So wird auch besonders die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt, während der Kreislauf des Lebens eher hintergründig durch einige Metaphern als eine Art Hoffnung aufgeführt wird. Insgesamt unterstützt jedoch alles, wie auch das Reimschema die These, dass überall Vergänglichkeit enthalten ist und es nur eine Frage der Zeit ist bis Dinge vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback Nina: Liebe Sarah, deine Analyse ist dir sehr gut gelungen. Vor allem inhaltlich schaffst du es vieles aus dem Gedicht herauszunehmen und zu erläutern. Dabei ist mir besonders positiv im Kopf hängen geblieben die Analyse deiner zweiten Strophe, die mir inhaltlich am besten gefallen hat. Außerdem schaffst du oft Verbindungen verschiedener Verse, was ebenfalls gut ist. Zudem nimmst du immer wieder Bezug zu den damaligen Umständen, aber nicht oft, sodass nicht der Gedanke aufkäme, das ganze Sonett handele von Krieg. Die eigentliche Thematik der Vergänglichkeit hast du natürlich gut herausgearbeitet und sie so in deinen Fließtext eingebaut, dass es sich nicht nach ständiger Wiederholung anhörte. Auch die formalen Aspekte hast du überwiegend richtig rausgearbeitet, jedoch immer an den Anfang der Quartette und Terzette gesetzt, sodass die Analyse der formalen Aspekte teilweise Aspekte der nächsten Strophe vorwegnahm. Außerdem erklärst du an zwei, drei Stellen nicht genau was du meinst (hab ich dir aber im Text markiert). Jedoch gefällt mir deine Analyse allem in allem gut.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Es ist alles eitel“ und verfasst von Andreas Gryphius handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahr 1637 veröffentlicht wurde und somit der Zeit des Barocks zuzuordnen ist. Thematisch geht es in dem Gedicht um die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und 4 Strophen, wobei der Aufbau der eines Sonetts ist, da die ersten beiden Strophen aus jeweils 4 Versen bestehen und die letzten beiden Strophen aus je 3 Versen. Das Metrum ist ein 6-hebiger Jambus, wobei die Kadenzen abwechselnd betont und unbetont sind, und das Reimschema in den Quartetten ist ein umarmender Reim (abba, abba) und in den Terzetten liegt ein Schweifreim vor (ccd, eed). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Gedichts ,,Es ist alles eitel“ verdeutlicht bereits das Thema, dass alles vergänglich ist, wobei das Wort ,,alles“ die Verzweiflung des Lyrischen Ichs verdeutlicht, da nichts ewig bleibt und gleichzeitig auch hervorbringt, dass alles uns Bekannte und alles Existente vergänglich ist . Die Aussage ,,Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) verdeutlicht ebenfalls die Vergänglichkeit, wobei das Lyrische Ich darüber klagt, dass überall ,,nur“ (ebd.) Vergänglichkeit zu finden sei, also, dass alles auf der Welt vergänglich ist und nichts ewig ist. Dabei spricht das Lyrische Ich auch den Leser an, indem es das Personalpronomen ,,du“ (ebd.) verwendet, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass diese Vergänglichkeit ein Thema ist, welches alle betrifft. Durch die nächste Aussage ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2)  wird die Vergänglichkeit verbildlicht, wobei die Zeitangaben ,,heute“ (ebd.) und ,,morgen“ (ebd.) verdeutlichen, dass das was heute existiert in der Zukunft womöglich nicht mehr existiert, wobei die Zeitspanne dazwischen nicht immer lange ist, sondern Dinge schon bald vergänglich sein könnten. Die Verben ,,baut“ (ebd.) und ,,reißt […] ein“ (ebd.) stehen antithetisch zueinander und verdeutlichen, dass eben nicht nur Schlechtes vergeht, sondern auch Gute und Nützliche Sachen nicht für die Ewigkeit sind und eben auch diese vergehen. Die Antithese wird dabei durch das Metrum unterstützt, da zwischen den beiden antithetischen Aussagen eine Zäsur, also einer Pause, liegt, die die beiden Aussagen auch im Metrum noch einmal von einander trennt und so auch den Inhalt unterstützt. Auffällig in dieser Aussage sind aber vor allem auch die allgemeinen Formulierungen wie ,,dieser“ (ebd.) und ,,jener“ (ebd.), was zum Ausdruck bringt dass die Vergänglichkeit alles und jeden betrifft und somit auch auf alles übertragbar ist. Die Antithese dieser Aussage verdeutlicht auch den Kontrast des Daseins und der Vergänglichkeit und das eben aus diesen Dasein schnell Vergänglichkeit werden kann. Die nächste Aussage ,,Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein/ Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 3 f.) stellt eine Metapher dar, die ebenfalls die Vergänglichkeit verdeutlicht, aber auch eine Art Kreislauf der Vergänglichkeit und des Neubeginns. Dabei stehen die ,,Städte“ (ebd.) für das Existierende heute, welches nicht ewig ist und vergehen wird, wobei an Stelle dieser eben ,,eine Wiese“ (ebd.) sein wird, also etwas neues, welches den Platz des zuvor Existierenden eingenommen hat. Eben dieser Neubeginn des Kreislaufes wird durch die Metapher des ,,Schäferkind[es]“ (ebd.) verdeutlicht, da das Kind für neues Leben und den Anfangs steht. Somit wird durch diese Metapher deutlich, dass auch wenn alles vergänglich ist, es trotzdem einen Kreislauf gibt, der für einen Neubeginn sorgt. Auch das Nomen ,,Wiese“ (ebd.) steht für einen Neubeginn und Natürlichkeit, wobei das Nomen antithetisch zu dem Nomen ,,Städte“ (ebd.) steht, was ebenfalls die Vergänglichkeit und auch der Neubeginn verdeutlicht, da an Stelle der Stadt eine Wiese ist, die nicht von Menschen erschafft ist, wie die Stadt, sondern natürlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Quartett beginnt mit der Aussage ,,Was jetztund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5), wobei diese Antithese ebenfalls die Vergänglichkeit untermauert. Dabei wird hier darauf hingedeutet, dass das Schöne und Positive ebenfalls vergeht, was durch die Metapher ,,Was […] prächtig blüht“ (ebd.) verdeutlicht wird. Jedoch könnte die Metapher auch für ein junges Leben stehen, da zur Zeit des Barocks Jahreszeiten als Metapher für Lebensabschnitte genutzt wurden, woraus sich ergibt, dass der Frühling also das Blühende ein junges Leben ist, welches ebenfalls vergehen kann. Dadurch wird ausgedrückt, dass die Vergänglichkeit jeder Zeit im Leben eintreten kann und man nie weiß, wann man sterben wird, was den Gedanken ,,momento mori&amp;quot;, was so viel heißt wie ,,Bedenke, dass du jeder Zeit sterben kannst&amp;quot;, aufgegriffen wird. Die Verzweiflung und resignative Haltung des Lyrischen Ichs wird durch das Verb ,,zertreten“ (ebd.) hervorgebracht, wobei das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als etwas Negatives empfindet, da das Schöne, Blühende zerstört wird. Das Adverb ,,bald“ (ebd.) bringt ebenfalls die resignative Haltung und die Klage über die Vergänglichkeit zum Ausdruck, da das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als kein entferntes Ereignis sieht, sondern glaubt, sich der Vergänglichkeit in naher Zukunft stellen zu müssen.  Dies lässt sich auf die damalige Situation des 30-Jährigen Kriegs übertragen, da man sich der Vergänglichkeit stellen musste, da der Krieg alles zerstört hat. Dies wird auch durch die nächste Aussage ,, Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) auch verdeutlicht, da durch die Formulierung ,,pocht und trotzt“ (ebd.) deutlich wird, dass Menschen im Krieg gemeint sein könnten, die kämpfen und sich zu verteidigen versuchen. Das Verb ,,poch[en“ (ebd.) erinnert dabei an das menschliche Herz, wodurch also der Mensch und das Leben symbolisiert wird. Durch die Aussage, dass diese zu  ,,Asch und Bein“ (ebd.) werden, werden die negativen Konsequenzen des Krieges verdeutlicht, nämlich, dass Menschen sterben, wobei durch den Ausdruck ,,morgen“ (ebd.) ebenfalls hervorgebracht wird, dass dies bald wieder passiert, was somit die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt. Die Anapher der Aussage zuvor und dieser ,,Was“ (ebd.), bringt dabei hervor, dass das Vergängliche alles betrifft und überall anzutreffen ist. Weiterhin wird durch die Aussage ,,Nichts ist, was ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) erneut die resignative Haltung des Lyrischen Ichs deutlich, da dieser die Vergänglichkeit überall sieht, was durch die Akkumulation ,,kein Erz, Kein Marmorstein“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird. Außerdem wird dadurch hervorgebracht, dass auch die Erde vergänglich ist und somit nicht ewig bleibt, was die Klage des Lyrischen Ichs und die Resignation hervorhebt. Die Antithese ,,Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) untermauert erneut, dass der heutige Zustand in der Zukunft weg ist, wobei die Zeitangaben ,,Jetzt“ (V.8) und ,,bald“ (V.8) ebenfalls die kurze Zeitspanne verdeutlichen, in dem das Heutige existiert und dass die Vergänglichkeit schneller kommt als man denkt. Die Personifikation ,,lacht das Glück uns an“ (V.8) untermauert dabei, dass das Lyrische Ich anklagt, dass sich sehr stark auf das Heutige konzentriert wird und dann vergessen wird, dass bald die Beschwerden ,,donnern“ (ebd.), wodurch auch eine gewisse Angst des Lyrischen Ichs vor der Zukunft verdeutlicht wird und auch die Verzweiflung über die Vergänglichkeit des Glückes hervor gebracht wird. Das Personalpronomen ,,uns“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle Menschen betrifft und das Thema sich somit auf jeden und alles übertragen lässt. Das Verb ,,donnern“ (ebd.) verdeutlicht metaphorisch, dass die ,,Beschwerden“ (ebd.) große Auswirkungen haben werden und die Menschen heftig überkommen. Dadurch wird dann auch erneut die Angst des Lyrischen Ichs vor dem Krieg und dessen Folgen deutlich, wobei das Verb ,,donnern“ (ebd.) auch mit Waffen und den lauten Geräuschen des Krieges assoziiert werden könnte.&lt;br /&gt;
Das Metrum dieser beiden Quartette ist dabei regelmäßig und monoton, was ebenfalls die Aussage der immer wiederkehrenden Vergänglichkeit und die Regelmäßigkeit des Lebens und des Sterbens untermauert, sowie die regelmäßigen Reime mit den Kadenzen ebenfalls die bestimmte Ordnung im Lebens und die faktische Vergänglichkeit untermauert. Auffällig bei den Quartetten ist, dass diese eher die Vergänglichkeit des Erbauten, des Natur und des Menschen beschreibt, wohingegen in den beiden Terzetten eine Bewertung der Vergänglichkeit von dem Lyrischen Ich erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Terzett beginnt dabei mit der Aussage ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), wobei dies aussagt, dass das Ansehen zur Zeit des Krieges auch vergänglich war, da zwar Heldentaten im Krieg von großer Bedeutung waren für die damaligen Menschen, jedoch erkennt das Lyrische Ich auch darin Vergänglichkeit, da diese Taten in Zukunft vergessen oder bedeutungslos werden. Durch den Vergleich mit dem Nomen ,,Traum“ (ebd.) wird deutlich, dass das Ansehen zwar stattfindet, aber nicht von Dauer ist. Das Verb ,,müssen&amp;quot; (ebd.) drückt dabei aus, dass es davor keinen Ausweg gibt und die Vergänglichkeit sozusagen vorherbestimmt ist. Darauf folgt die rhetorische Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V.10), welche aussagt, dass der Mensch nicht unsterblich ist und der Mensch der Vergänglichkeit nicht entfliehen kann. Die Metapher ,,Spiel der Zeit“ (ebd.) verdeutlicht dabei das Leben der Menschen, da die Lebenszeit des Menschen begrenzt ist und jeder Mensch sterben muss, wobei die Vergänglichkeit jeder Zeit eintreten kann. Auch das Adjektiv ,,leicht[.]“ (ebd.) führt vor Augen, dass der Mensch nicht lange Bestand hat auf der Erde und eben auch vergänglich ist, wobei das Adjektiv sozusagen abschwächt, was verdeutlicht, dass der Mensch nur eine kurze Zeitspanne auf der Erde ist und nicht lange Bestand hat. Die nächste Aussage wird durch die Interjektion ,,Ach“ (V. 11) eingeleitet, wobei hier die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs vor Augen geführt wird. Des Weiteren werden durch das Personalpronomen ,,wir“ (V.11) alle Menschen in die Thematik einbezogen, was verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle betrifft und das Lyrische Ich auch dadurch  sagt, dass alle Menschen das selbe ,,für köstlich achten“ (V.11). Dabei spezifiziert das Lyrische Ich dies in dem nächste Terzett durch die Aussage ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12), wobei die Akkumulation die Arten der Vergänglichkeit beschreibt, sodass dadurch ausgesagt wird, dass das Vergängliche überall zu finden ist. Die Nomen ,,Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) akzentuieren dabei, dass alles Irdische vergänglich ist und nicht mehr greifbar ist, sondern dass das Irdische einfach verschwindet und auch keinen langen Bestand hat.  Die nächste Aussage ,,Als eine Wiesenblum, die man nicht mehr wieder find't!“ (V.13) beschreibt ebenfalls die Vergänglichkeit und die Zerstörung alles Irdischen, da das Lyrische Ich sagt, dass  man sie ,, nicht mehr wieder find't“ (ebd.) und somit alles vergänglich ist. Durch die letzte Aussage ,,Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) kritisiert und klagt das Lyrische Ich an, dass alle Menschen zwar die Vergänglichkeit erkennen, aber jeder vergisst was Ewig ist, wobei hier Gott gemeint sei könnte. Dabei sei zwar alles Irdische vergänglich, Gott jedoch sei ewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zusagen, dass das Lyrische Ich in den Quartetten die Vergänglichkeit des Irdischen beschreibt, indem es These und Antithese gegenüberstellt, also das noch Existierende und das dann Vergangene, wobei diese Gegenüberstellung durch das Metrum und die Zäsur untermauert werden. In den Terzetten äußert sich das Lyrische Ich hingegen eher bewertend. Insgesamt wird die Thematik der Vergänglichkeit durch Metaphern, Anaphern und allgemein gehaltene Formulierungen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Nina H.: Deine Analyse ist dir im Gesamten sehr gut gelungen. Besonders deine Analyse des ersten Quartetts gefällt mir sehr gut. Zum einen gehst du dabei sehr gut auf das „alles“ ein, da du erläuterst, dass dadurch Verzweiflung entsteht, da alles was wir kennen vergänglich ist. Hier ist gut zu erkennen, dass du das Gedicht gut verstanden hast! Auch den zweiten Vers erklärst du sehr detailliert, wodurch man deine Erläuterungen sehr gut nachvollziehen kann. Außerdem finde ich gut, dass du die Haltung des lyrischen Ichs häufig mit in deine Analyse einbringst und diese gut erklärst. &lt;br /&gt;
Zudem hast du die Form des Gedichts erkannt und gut mit in deine Analyse einbezogen, was mit auch sehr gut gefällt. Dabei fände ich es jedoch noch besser, wenn du die Zäsur, die du da erwähnst da erklärst, wo du auch die Antithesen erklärst, die durch jene unterstützt werden. Zudem bezieht sich das „Spiel der Zeit“, das du später erwähnst eher auf das menschliche Leben.&lt;br /&gt;
An der Stelle wo du den hohen Taten Ruhm erklärst könntest du noch hinzufügen, dass dieser sich in Bezug auf den 30 jährigen Krieg auf Heldentaten/ z.B. gewonnene Schlachten bezieht und auch diese werden in der Zukunft nichtig sein, da sie vergessen werden und vergänglich sind. Im Zusammenhang mit dem Verb „müssen“ wird also angedeutet, dass menschliche taten auch vergänglich und bedeutungslos sind. Ein paar Kleinigkeiten habe ich dir in deiner Analyse fett markiert und meinen Verbesserungsvorschlag dazu geschrieben.&lt;br /&gt;
Ansonsten ist dir deine Analyse sehr gut gelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Es ist alles eitel&amp;quot;, welches von Andreas Gryphius im Jahre 1637 geschrieben  wurde, in der Epoche des Barock, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen. Ursprung des Gedichtes war der 3O-Jährige Krieg. &lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus einer Sonettform, welche die charakterisierende Eigenschaft besitzt, dass das Gedicht in vier Strophen einteilt, jeweils zwei der vier Strophen sind vier versig und die darauffolgenden sind 3 versig. Das Metrum des Gedichts ist ein sechs-hebiger Jambus, was zudem durch das wechselnde Reimschema des Paarreims und zu Ende des Gedichtes des umarmendes Reims und des Schweifreimes untermauert wird. Die sich abwechselden betonten und unbetonten Kadenzen untermauert die Gefühle des Lyrischen Ichs.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift des Gedichtes ,,Es ist alles eitel&amp;quot; (Z.0) veranschaulicht das Thema des Gedichtes, über welches sich das Lyrische Ich beklagt. Die erste Strophe des Gedichts verdeutlicht die Erschaffung von neuen Dingen, die aber immer wieder vom Menschen selbst zerstört würden. Das Indefinitpronomen ,,alles&amp;quot; veranschaulicht, dass die Eitelkeit überall auf der ganzen Welt zu finden ist. Der erste Vers knüpft an die Überschrift an, denn das Lyrische Ich spricht den Leser direkt an, durch die Wiederholung ,,Du sieht&amp;quot; (V.1), welche den Leser mit einbezieht. Vor allem die darauffolgende Hyperbel ,,nur Eitelkeit auf Erden&amp;quot; (V.1) bestärkt die Vergänglichkeit alles Irdischen. Die Erklärung der ,,Eitelkeit&amp;quot; ( V.1) folgt in dem nächsten Vers, denn ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein&amp;quot; (V.2). Dieser Vers verdeutlicht die Vergänglichkeit durch die Zerstörung des Menschen, was vor allem durch die männliche Kadenz am Ende, welche Brutalität untermauert, veranschaulicht wird. Die Antithese ,,was dieser morgen baut, reißt jener morgen ab&amp;quot; (ebd.), wird vor allem durch den sechs-hebigen Jambus, der eine Zänsur enthält, betont. Die sich gegenüberstehenden Verben ,,bauen&amp;quot; (ebd.) und ,,reißen&amp;quot; bestärken die Vergänglichkeit.  Des Weiteren wird diese Vergänglichkeit durch den nächsten Vers verbildlicht, denn ,,Wo jetztund ein Städte stehn, wird eine Wiese sein&amp;quot; (V.3). Die Nomen ,,Städte&amp;quot; (ebd.) und ,,Wiese&amp;quot; (ebd.) stehen sich in diesem Vers antithetisch gegenüber, da ,,Städte&amp;quot; (ebd.) mit einer großen bevölkerten Fläche  assoziiert wird, wohingegen die ,,Wiese&amp;quot; (ebd.)eine leise und unbevölkerte Landschaft beschreibt.  Diese Antithese deutet auch die Zerstörungen und Gefahren des damals herrschenden 30-jährigen Krieges und bestärkt somit das Thema der Vergänglichkeit dadurch das nicht von Bestand ist. Zudem untermauert die betonte Kadenz, das friedliche und metaphorische Bild einer ,,Wiese&amp;quot; (ebd.). Die Wiese ,,auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden&amp;quot; (V.4) verkörpert den Rückgang der Entwicklung durch die Vergänglichkeit. Die betonte Kadenz bekräftigt das Klagen des Lyrischen Ichs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe beginnt mit der Assoziation der Pflanzenwelt, denn ,,Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden;&amp;quot; (V.5). Dieser Vers zeigt die Trauer des Lyrischen Ichs und untermalt wieder mal die Vergänglichkeit alles Irdischen. Der zweite Vers ,,Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein&amp;quot; (V.6) bringt zum Ausdruck, dass nicht nur die Pflanzen und die Dinge um den Menschen herum vergänglich ist, sondern auch wir Menschen vergänglich sind, was durch den Ausdruck ,,Asch und Bein&amp;quot; (V.6) veranschaulicht wird, da dieser Ausdruck mit dem Tod asoziiert wird. Zudem bestärkt auch die Anapher ,,Was&amp;quot; (V.5,6), die zu Beginn der beiden Verse steht und eigentlich eine Frage aufbringt, da ,,Was&amp;quot; (ebd.) ein Fragewort ist, die Vergänglichkeit alles Lebenden. Diese Vergänglichkeit wird vor allem im nächsten Vers deutlich, da ,,Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (V.7). Die Akkumulation ,,kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (ebd.) verweist darauf, dass wirklich alles vergänglich ist. Des Weiteren fällt der klimatische Aufbau der zweiten Quartette auf, da es zu Beginn um die Pflanzenwelt geht und dann auch um den Menschen und dessen Tod, was auch durch das rhythmische Metrum deutlich wird, welches sehr monoton wirkt. Die ironische Personifikation ,,Jetzt lacht das Glück uns an&amp;quot; (V.8) akzentuiert die düstere und hoffnungslose Stimmung des Lyrischen Ichs. Was auch durch das Personalpronomen ,,uns&amp;quot; (V.8) untermauert wird, da das Lyrische Ich Hilfe sucht und die Menschen auf die kommende Gefahr aufmerksam machen möchte, denn die Lautmalerei ,,bald donnern die Beschwerden&amp;quot; (V.8) kennzeichnet die Gefahr, die auf die Menschen zukommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Terzette enthält eine Warnung, die an die Menschen gerichtet ist, denn ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.&amp;quot; (V.9) akzentuiert, dass der Soldatenruhm schnell verschwinden wird, was durch den Vergleich ,,wie ein Traum vergehn&amp;quot; (V.8) veranschaulicht wird. Außerdem untermauert das Verb ,,müssen&amp;quot; (V.9) die Notwendigkeit der Veränderung.Denn die Soldaten tun dem Volk keinen Gefallen, da die Kriegsgegner sich böse an dem Volk und nicht an den eigentlichen Verursachern, den Soldaten, rächen werden.Dieser vorliegende Vers ist eine Vorausdeutung auf das Ende des Kriegs und weist vor allem die Gefahren des Kriegs auf. Dieser Aspekt, der Vorausdeutung, wird in der rhetorischen Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?&amp;quot; (V.10) deutlich, da der ,,leichte Mensch&amp;quot; (ebd.) als Zeichen für das unschuldige Volk stehen soll, welches vielleicht nicht weiterhin bestehen wird nachdem 30-Jährigen Krieg und auch nicht mehr besteht, weil das Volk sich durch die Auswirkungen des 30-jährigen Kierges verändert hat. Zudem unterstreicht diese Frage auch, dass das Lyrische Ich in Frage stellt, ob die menschliche Rasse Bestand hat, da die Menschen sich gegenseitig bis zum Tod bekriegen. Auch die Antithese der beiden Verben der Verse, welche sich reimen,,,bestehn&amp;quot; (ebd.) und ,,vergehn&amp;quot; (ebd.) zeigen wieder einmal die Vergänglichkeit. Des Weiteren veranschaulicht die Injektion ,,Ach&amp;quot; (V.11) die Verzweiflung des Lyrischen Ichs, welche im darauf folgenden Vers ,,Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten,&amp;quot; (V.11) wiedermals untermauert wird. In diesem Vers wirkt das Lyrische Ich sehr nachdenklich und schein darüber nach zudenken auf welche Dinge der Mensch achtet, obwohl vieles der Nichtigkeit unterliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Terzette beginnt mit einer Akkumulation, die die Nichtigkeit erklärt ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum&amp;quot; (V.12f.). Diese Akkumulation veranschaulicht den Lesern wieder einmal, dass alles Irdische vergänglich ist. Das wird vor allem durch den Ausruf ,,die man nicht wieder find't&amp;quot; (V.13), welcher in Bezug zur ,,Wiesenblum&amp;quot; (ebd.) steht, bekräftigt. Der letzte Vers, welcher einen Ausruf in sich trägt, ,,Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!&amp;quot; (V.14) kritisiert den Menschen, der nicht erkennt, dass das Einzige das nicht von Vergänglichkeit geprägt ist der Gott im Himmel sei. Indirekt wirft das Lyrische Ich den Menschen, die damals gelebt haben vor, dass sie nicht die Werte Gottes erkennen und sehen, dass Gott gar nicht will, dass die Völker sich untereinander bekriegen, denn Gott will kein Leid auf Erden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema des Gedichtes sehr gut durch die Struktur zum Ausdruck gebracht wird. Alles Irdische ist nun mal vergänglich, was das Lyrische Ich vor allem durch den Ausruf im letzten Vers sehr gut zum Ausdruck bringt. Das Lyrische Ich will den Menschen dazu bringen über seine Taten und dessen Aufwand nachzudenken, vor allem durch die Erwähnung des ,,ewig[en]&amp;quot; (ebd.), da Gott so eine Welt nicht für die Menschen erschaffen hat, damit diese sie wieder rum zerstören. Der formalsprachlichen Aspekt wie das Metrum und die Kadenzen veranschaulichen die Aussichtslosigkeit der damaligen Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hallo Luisa,&lt;br /&gt;
Du hast in deiner Analyse viele richtige und wichtige Analyseaspekte genannt und herausarbeitet. An der Stelle wo du die Städte und Wiesen antithetisch gegenüber stellst würde ich diese nicht durch Lärm vergleichen sondern eher mit bewohnter und unbewohnter Fläche. Hier und da hast du noch Probleme bei zitieren (siehe Markierung). In deinen Schluss hast du wichtige Aspekte zusammengefasst, jedoch handelt es sich nicht um wechselnde Emotionen des lyrischen Ichs. Das Metrum wirkt monoton, da es immer den selben Rhythmus vorweist. Somit deutet es eher auf eine Aussichtslosigkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs hin.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welcher im Jahre 1637 verfasst wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Zeitlich ist es der Epoche des Barocks zuzuordnen. Thematisch geht es um die Vergänglichkeit der Erde und des Lebens darauf und der Ewigkeit Gottes im Vergleich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht besteht aus 14 Versen und ist ein Sonett, denn es liegen zu Beginn zwei Quartette vor, worauf zwei Terzette folgen. Das Reimschema der Quartette ist umschließend, während das der Terzette aus Paarreimen besteht. Außerdem liegt ein sechs-hebiger Jambus vor. Die Kadenzen sind sind abwechselnd männlich und weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht beginnt mit einem Quartett und bezieht sich direkt auf den Leser. „Du siehst , wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) Das Personalpronomen „du“(ebd.) spricht den Leser direkt an und bezieht ihn in diese Aussage mit ein. Diese Aussage kritisiert die Erde bzw. die Menschen, die auf ihr leben, denn diese sind von „Eitelkeit“(ebd.) betroffen und kümmern sich dadurch nur um sich selbst, ohne sich für andere zu interessieren. Außerdem kritisiert es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Damit meint es im Prinzip, dass es gutes und böses „auf Erden“(ebd.) gibt und dass es zwischen diesen beiden Parteien oft Konflikte gibt, da der böse Mensch, das vom guten Mensch erbaute einfach so zerstört. Außerdem verdeutlicht dies den ständigen Wandel der Welt und dass nichts ewig ist. Die folgenden beiden Verse „Wo jetztund Städte stehen, wird eine Wiese sein, / Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.3f.) verdeutlichen diesen Wandel. Aus Städten werden Wiesen und aus Wiesen werden Städte, die Umgebung wandelt sich ständig. Außerdem werden in diesen Versen Gegensätze gegenübergestellt, wie z.B. „dieser“(ebd.) und „jener“(ebd.), „Städte“(ebd.) und „Wiese“(ebd.) oder „baut“(ebd.) und „reißt […] ein“(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Quartett fährt das lyrische Ich damit fort von Gegensätzen zu reden : „Was jetzt prächtig blüht, soll bald zertreten werden; / Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein“ (V.5f.). Das prächtig blühende vertritt dabei das Gute, während das Zertreten das Böse vertritt. Außerdem vergleicht es wiederholt die Gegenwart mit der Zukunft, durch Adverben wie „jetztund“(ebd.), „bald“(ebd.), „jetzt“(ebd.) oder „morgen“(ebd.). Es schließt das Quartett mit den Worten „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein. / Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.7f). Damit unterstreicht es zum einen die Vergänglichkeit der Erde / des Lebens und führt vor Augen, dass die Zukunft ''sehr viel negativer als die Gegenwart sein wird (Nicht unbedingt aber auf jeden Fall anders, da alles Vergänglich ist)''. Dabei benutzt er erneut Adverben wie „jetzt“(ebd.) und „bald“(ebd.), um zwischen Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden. Zusätzlich liegt eine Personifikation vor, welche die Situation des lyrischen Ich´s bestärkt und dramatisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgt eines&lt;br /&gt;
 der beiden Terzette. In diesem redet das lyrische Ich von den „hohen Taten Ruhm“(V.9), welche „wie ein Traum vergehen“(V.9) müssen. Damit verdeutlicht es, dass all der Reichtum ebenso vergänglich ist und er somit jemanden nur temporär zufriedenstellen kann. Das Verb „vergehen“(ebd.) unterstreicht dabei nochmal die Vergänglichkeit der Erde bzw. des Lebens und bezieht sich dabei besonders auf den dreißigjährigen Krieg, in dem sich der Autor beim Verfassen des Gedichtes befand. Er schrieb das Gedicht zu einer sehr deprimierenden Zeit, während der ständige Angst an der Tagesordnung waren und während der man kaum darum kommt, über den Sinn des Lebens, Gerechtigkeit oder Vergänglichkeit nachzudenken. Diese Überlegungen führen auch auf den Titel des Gedichtes „Es ist alles eitel“(V.0) zurück. Diese vom Autor verfasste These bedeutet so viel wie, dass alles vergänglich ist und somit irgendwann ein Ende findet (Tod). Während des dreißigjährigen Krieges kann es schnell vorkommen, dass man über Dinge wie Vergänglichkeit und Leben und Tod nachdenkt, da man täglich von Vergänglichkeit hört, indem Menschen sterben und „Städte“(V.3) zerstört werden. Die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V.10) zeigt gewissermaßen die Hilflosigkeit des Menschen, welcher „das Spiel der Zeit“(V.10), also das Leben nicht für immer „bestehen“(V.10) kann und somit irgendwann stirbt. Die Metapher „Spiel der Zeit“(V.10) bekräftigt dabei nochmal die Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Aussage des lyrischen Ichs „Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten, / Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t“(V.11ff.) erstreckt sich über die das Ende des ersten und den Anfang und die Mitte des zweiten Terzetts. Die Interjektion „Ach“(ebd.) drückt die Nachdenklichkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs aus und verdeutlicht seine Unzufriedenheit. Mit all dem, „was wir für köstlich achten“(ebd.) scheint „Glück“(V.8), „Ruhm“ (V.9) und das Leben im Allgemeinen gemeint zu sein. Auf dies folgen die  „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(ebd.), was die Vergänglichkeit der  „köstlich[en]“(ebd.) Dinge unterstreicht. Denn die  „Wiesenblum“(ebd.), welche die Natur beschreibt und Symbolisch für das Leben steht,  „find´t“(ebd.) man nicht wieder. Dadurch wird erneut verdeutlicht, dass das Leben irgendwann verloren geht und man somit stirbt. Das Gedicht wird mit dem Satz  „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V.14). Dies lässt darauf schließen, dass wenn der Mensch und die Erde nicht ewig sind, es nur ein Wesen geben kann, welches ewig und somit nicht vergänglich ist und dieses ist Gott. Man kann dieses Fazit also als eine Art Hilferuf an Gott verstehen, welcher nach Vorstellung der Menschen die nötige Macht hätte, den Krieg sofort zu beenden. Durch diesen Hilferuf an etwas, wovon niemand mit Gewissheit sagen kann, ob es existiert oder nicht, wird die Hilflosigkeit und Verzweiflung des lyrischen Ichs in den Vordergrund gestellt und lässt die Gedankengänge dieses leichter nachvollziehen. Andererseits kann man dieses Fazit aber auch als direkte Kritik gegen Gott verstehen, da dieser nichts gegen den Krieg und somit die Vergänglichkeit der Menschen macht, obwohl er laut der Vorstellung der Menschen allmächtig und gütig sein müsste (Theodizee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in diesem Gedicht durch verschiedenste Mittel die Vergänglichkeit des Menschen und der Erde verdeutlicht wird. Dieser Vergänglichkeit steht die Unsterblichkeit Gottes gegenüber, welcher nichts gegen die Vergänglichkeit, also den Tod der Menschen unternimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback von Anne: Hallo Jan, In deinem Einleitung könntest du die einzelnen drei Sätze besser miteinander verknüpfen und daraus einen Satz an. Ein einzelner Satz hat sonst zu wenig Aussagekraft. Außerdem solltest du die Formanalyse besser in deine Analyse mit einbringen und deuten. Zudem hast du das Wort Eitelkeit falsch verstanden. In diesem Zusammenhang lässt es sich als &amp;quot;Vergänglichkeit&amp;quot; umschreiben. Dadurch hast du mehrere Verständnisschwierigkeiten. Am Besten liest du dir mal eine andere Analyse durch. Was du gut herausgefunden hast, sind die ständig aufkommenden Gegensätze. Auch dein  Deutungsansatz  zum Schluss mit Theodizee gefällt mir gut. In deinem Schluss fehlen die Formal-  Sprachlichen Aspekte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius Gedicht „Es ist alles eitel“, veröffentlicht im Jahr 1637 in der Zeit des Barocks und während des 30-jährigen Kriegs, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vers „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) der ersten Strophe (V.1-4), deutet die Thematik des Gedichts schon an. Mit der Wiederholung „du siehst“ (ebd.) wird betont, dass egal wohin ein jemand schauen mag, er Eitelkeit entdecke. Dass diese benannte Eitelkeit allumgreifend und wirklich überall zu finden ist, wird dadurch, sowie durch die Benennung der „Erde […]“ (ebd.) hervorgehoben. Auf diese Nichtigkeit wird im darauffolgenden Vers vom lyrischen Ich angeführt. Die Pronomen „dieser“ (V.2) und „jener“ (V.2) untermauern dies, da sie offen und verallgemeinernd für jede beliebige Person stehen und dadurch den Aspekt bekräftigen, dass Eitelkeit tatsächlich überall auf der Welt und bei jeder Person zu finden sei. Auf die Rolle des Menschen wird in diesem Kontext näher eingegangen,indem besagt wird, „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Hier wird der Aspekt der Vergänglichkeit angerissen und gleichzeitig, wie sich der Mensch in Bezug auf diesen verhält. So bauten Menschen Dinge auf, um sie in der Zukunft wieder zu zerstören (vgl. V.2). „[M]orgen“ (Z.V.2) steht hierbei repräsentativ für einen ungewissen Zeitraum während der Entwicklung des Menschen. Er wird also besagt, dass alle Menschen die Fähigkeit besitzen Dinge aufzubauen, jedoch auch, dass sie irgendwann während ihrer Entwicklung das Gebaute wieder zerstören, um neues zu erbauen&lt;br /&gt;
. Außerdem ist hier von zwei unterschiedlichen Personen die Rede, einmal „dieser“ (ebd.) und einmal „jener“ (ebd.), wobei der eine erschafft und der andere es zerstört. Es kann also ebenfalls gesagt werden, dass die Menschen aneinander vorbei leben und nicht respektieren, was ihr Vorgänger mit Fleiß und Arbeit erschaffen hat. Im darauf folgenden Vers wird der Inhalt mit einem Beispiel deutlicher. Denn „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3) spricht abermals an, dass Menschen Dinge bauen und sie danach wieder dem Anfang gleich machen, da jede Stadt mit einem leeren Grundstück oder einer Wiese begonnen hat. Dieser Prozess mache die Dinge nicht nur vergebens, sondern hebe auch die Vergänglichkeit der Welt hervor. Der letzte Vers der Strophe „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.4) deutet eine Wiederherstellung des Zerstörten an. Denn Kinder stehen symbolisch für den Anfang eines neuen Lebens, sowie auch Schafe und ihre Herden an Leben erinnern. Im Zusammenhang mit den Versen zuvor verdeutlicht dies einen gewissen Kreislauf des Lebens, an dessen Anfang der Mensch steht, der etwas erschafft und das Erschaffene im Laufe der Zeit wieder zerstört, um danach wieder neues zu bauen. Dieser Kreislauf zeigt gleichzeitig, dass alles von Menschen Gemachte  zwangsweise vergänglich sei. Die erste Strophe, sowie das gesamte Gedicht ist ein Alexandriner, der nicht nur typisch für die Zeit des Barocks ist, sondern auch die Regelmäßigkeit bzw. die Vorhersehbarkeit des Kreislaufes des Bauens und Zerstörens verkörpert. Zudem handelt es sich um einen umschließenden Reim, der in Vers zwei und drei mit weiblichen, also unbetonten Kadenzen endet, und in Vers eins und vier mit männlichen, die die These, dass alles Irdische letztenendes vergeht, betont, dass es sich hierbei um einen Fakt handle. Die häufig wieder zu findenden Zäsuren, wie beispielsweise im Satz „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein;“ (ebd.), spalten den Satz nicht nur formal, sondern auch inhaltlich in These und Antithese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe (V.5-8) werden, an den Versen „Was jetzund prächtig blüht soll bald zertreten werden;/Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.4f.) zu erkennen, die Zukunft und die Gegenwart antithetisch gegenüber gestellt, sodass das Erschaffene und das Zerstörte gegenüber steht  und der Aspekt der Vergänglichkeit in den Fokus gerückt wird. Dieser ist im Verb „blühen“ (ebd.) zu erkennen, da Blumen bzw. Pflanzen die Eigenschaft haben zu blühen und diese ebenfalls nicht ewig halten. „Asch und Bein“ (ebd.) erinnert an das Ende eines Menschenlebens, das im Kontext der Zeit des Gedichtes eine bedeutendere Rolle spielt. Da das Gedicht zur Zeit des 30-jährigen Kriegs verfasst wurde, kann man sagen, dass „Asch und Bein“ (ebd.) auf die zahlreichen Toten während des Krieges zurückzuführen sind und, dass die Vergänglichkeit dem lyrischen Ich in so einer Zeit deutlicher vor Augen geführt wird. Im darauf folgenden Vers ist zu erkennen, dass das lyrische Ich selbst in „Erz und Marmorstein“ (V.7) keine Ewigkeit findet, was nochmals verdeutlicht, das wirklich „(n)ichts“ (V.7) ewig ist und dass alles im Laufe der Zeit vergeht, da man zu dieser Zeit davon ausging, dass Gestein unzerstörbar sei. Mit dem Vers „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) wird auf der einen Seite ausgesagt, dass das Leben sowohl gute, also vom „Glück“ (ebd.) geprägte Zeiten hat, aber auch gegenteilige Zeiten, in denen die Menschen unzufrieden sind. Die Personifikation „Jetzt lacht das Glück uns an“ (ebd.) deutet an, dass Menschen sich gegenseitig Glück bescheren können. Jedoch zeigt der Vers ebenfalls wie die eine Seite zur anderen wechseln kann und dass selbst ein Gefühl, egal ob es positiv oder negativ ist, vergänglich ist und wechseln kann. Dieser schnelle Wechsel wird wieder durch die Gegenüberstellung von „jetzt“ und „bald“ (ebd.) deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil des Sonetts, bestehend aus zwei Terzetten, unterscheidet sich inhaltlich vom ersten Teil. So drehten sich die Quartette um eine Art beschreibende Perspektive des lyrischen Ichs, während sich der folgende Teil mit der näheren Sichtweise des lyrischen Ichs beschäftigt. Dessen Position bezüglich der Vergänglichkeit alles Irdischen lässt sich aus der Struktur der Quartette bereits in Ansätzen erahnen. Auf die Anführung des positiven, wie „jetzund prächtig blüht“ (ebd.), folgt die Prognose von etwas, das das Gute nichtig macht, wie „soll bald zertreten werden“ (ebd.). Diese Ersetzung durch das Schlechte lässt erahnen, dass das lyrische Ich der Vergänglichkeit eher klagend gegenübersteht. Der Vers „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9) geht auf eine andere Art der Vergänglichkeit ein, indem angesprochen wird, dass der gute Ruf und die Anerkennung, die daraus resultiert, ebenfalls vergänglich sind. Ruhm und Anerkennung äußern sich als sofern nützlich, dass man sich dadurch als Person in der Gesellschaft Vorteile versprechen kann. Ausnahmezeiten wie die des Krieges entkräften jedoch den Nutzen von Ruhm, da dort jeder für sich selbst kämpft, sodass selbst dieser vergänglich und wertlos wird. Dieser Aspekt wird dem des Traumes gegenübergestellt, der wie ein Gedanke, eine Erinnerung oder eine Idee urplötzlich in den Kopf eines Menschen kommen kann, aber auch in sekundenschnelle verfliegen kann. Mit dem „Spiel der Zeit“ (V.10) wird erstmals ein Aspekt angedeutet, der im Gegensatz zu allem aufgelisteten ewig ist, nämlich die Zeit. Hier wird angedeutet, dass der Zeit gegenüber „der leichte Mensch“ (V.10) stünde. Es ist festzustellen, dass die Existenz des Menschen abhängig von der Zeit ist und dass er gegen die Zeit spielt, mit seinem ständig bestehenden inneren Wunsch nach einem möglichst langen Leben. Mithilfe der Interjektion „Ach“ (V.11) lässt sich wieder die Position des lyrischen Ichs feststellen, die im Zusammenhang mit „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V.11) als klagend und unzufrieden beschrieben werden kann. Zudem lässt sich daraus schließen, dass das lyrische Ich aufgrund des Zustands der Vergänglichkeit alles köstliche, also alles schöne und genießbare im Leben in Frage stellt. Dies wird auch im Zusammenhang mit der „schlechten Nichtigkeit“ (V.12), verglichen mit „Schatten, Staub und Wind“ (V.12) deutlich. Die Akkumulation dient wieder als Vergleich für weitere vergängliche Dinge im Leben, da ein Schatten mit der Sonne geht, Staub sich auflöst und ein Wind abebben kann. Diese Beispiele verdeutlichen Flüchtigkeit und zeigen damit auf, dass einige Dinge langsam vergehen, und dass andere auf den anderen Moment verschwinden. Eine weitere Metapher für die Vergänglichkeit bietet der Vers „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“ (V.13), der als Ausruf formuliert ist und somit die Bestürzung des lyrischen Ichs verdeutlicht. Im letzten Vers findet das lyrische Ich etwas anderes, das ewig weilt, was indirekt mit „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V.14) angeführt wird. Da, wie das lyrische Ich es heraus gestellt hat, alles Irdische vergänglich ist, muss das Überirdische, also etwas göttliches, ewig sein. Es kommt also zu dem Schluss, dass nichts was wir als Mensch auf der Welt kennen, ewig weilen wird und zieht daraus den Schluss, dass Gott das einzig ewige der Welt sei und dass niemand lebendes, je das Ewige sehen könne. Jedoch wird auch angeführt, dass dies kein Mensch betrachten wolle und drückt damit das Desinteresse der Menschen dem gegenüber aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Sonett die Thematik, dass alles Irdische vergänglich sei, im ersten Vers als These anführt, und dann zahlreiche metaphorische Beispiele dafür nennt. Dabei unterstützt das Alexandriner Metrum die wiederholend auftretende Gegenüberstellung von These und Antithese. Zudem wird deutlich, dass der Mensch sich in einem Kreislauf aus Zerstörung und Neuerschaffung befindet. Außerdem sind in den Quartetten umarmende Reime vorzufinden und in den Terzetten ein Schweifreim. Darüber hinaus wird er Standpunkt des lyrischen Ichs in Bezug auf die Vergänglichkeit deutlich, der sich als unzufrieden und klagend äußert. Zum Schluss wird angeführt, dass das einzig wahre Ewige Gott sei und dass die Menschen nicht in der Lage dazu seien das Ewige zu erkennen und zu schätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Sarah'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Analyse ist dir im Gesamten gut gelungen. Du hast viele beutende Aspekte mit eingebracht und sehr viel gut und richtig gedeutet. In der ersten Strophe fällt dabei besonders deine tiefgehende Deutung des Inhalts als sehr positiv auf. Sprachlich formulierst du deinen Text klar und gut verständlich. Jedoch solltest du an einigen Stellen dennoch auf deine Ausdrucksweise achten und deinen Inhalt besonders bei den letzten Strophen mehr auf die Vergänglichkeit als auf das Zerstören beziehen. In diesem Kontext könnten dir die Analyse der Sprache, die du hier leider etwas vernachlässigst, dazu helfen, die Dinge noch besser zu verdeutlichen. Jedoch hast du den Text auch ohne diesen Bezug schon gut verstanden, solltest ihn jedoch darum ergänzen.&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe setzt sich deine Arbeit ähnlich fort. Auch hier deutest du den Text wirklich gut und arbeitest inhaltlich nahezu alles heraus, könntest jedoch wesentlich mehr auf die Sprache eingehen, die den Inhalt noch einmal stützt. In deinem dritten Absatz hingegen, gehst du wesentlich mehr auf den zusammenhang von Inhalt und Sprache ein, sodass du hier höchstens in der 3. Strophe noch etwas mehr in die Tiefe gehen könntest. Zuletzt könntest du deinen Schluss etwas zusammenhängender formulieren, da er so etwas abgehackt wie eine To-Do-Liste wirkt. Die darin genannten Aspekte, die du als prägnant akzentuierst, hast du aber bereits richtig erkannt. Sprachlich insgesamt auch gut, Fehler sind im Text markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles eitel“,wurde 1637 von  Andreas Gryphius geschrieben und thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht hat vier Strophen. Strophe eins und zwei haben jeweils vier Verse, die Strophen drei und vier haben jeweils drei Verse. Das vorliegende Metrum ist ein sechs-hebiger Jambus ,das Reimschema, ein umarmender Reim zumindest in den Strophen eins und zwei, in den letzten beiden Strophen liegt jeweils ein Schweifreim vor. So wird klar, dass nach jeder Strophe ein Abschluss ist, da dieses Reimschema als Rahmen dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe dient als Einleitung, das Grundproblem, die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) wird dargelegt.  Durch das Personalpronomen „Du“ (V.1), wird der Leser angesprochen und so wird deutlich, dass es jeden betrifft, also dass alle Menschen unter der Eitelkeit die überall herrscht betroffen sind.Mit Hilfe der Repetitio „siehst“ (V.1) wird deutlich verstärkt, dass überall auf der Welt nur Eitelkeit zu finden ist (vgl. V.1).  Im weiteren Verlauf der Strophe wird klar gestellt, dass die Menschen gegeneinander arbeiten, da der eine „heute [etwas] baut“ (V.2), aber der andere es morgen wieder zerstört (vgl. V. 2). Durch diese Antithese, welche auf eine These folgt, wird die Zerstörung zu dieser Zeit klar, und der Bezug zum 30-jährigen Krieg wird klar. Außerdem wird so verdeutlicht, dass keinen Bestand hat. Darauf folgt eine weitere Antithese, da gesagt wird, dass dort „wo jetzund Städte stehn , […] eine Wiese sein [wird]“ (V.3), wieder eine Antithese, welche auf eine These folgt. Durch die Alliteration „Städte stehn“ (V. Ebd.) wird noch einmal verstärkt dargestellt, dass nichts für die Ewigkeit ist. Es folgt ein Enjabement , wodurch ein Zusammenhang deutlich wird, da dort die Rede von „Schäferskind[ern]“ (V.4) ist, welche auf der „Wiese“ (V.3) mit den Schafsherden spielt (vgl. V. 4), was ein Gefühl von Frieden ausstrahlt. Dadurch wird ein Kontrast zum Beginn der Strophe, da dort von Krieg und Zerstörung im Zusammenhang mit dem 30-jährigen Krieg die Rede ist (vgl. V.1f.), dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe ist von der Zerstörung, vor Allem in der Pflanzenwelt die Rede. &lt;br /&gt;
Beispielsweise schreibt Gryphius, „was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5). Er stellt außerdem durch „jetzund“ (V. 3,5) eine Verbindung zur vorherigen Strophe her. Auch durch die These und die darauffolgende Antithese „prächtig blüht, […] bald zertreten“ (V.5) und „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.6), wird ein eindeutiger Bezug zur ersten Strophe hergestellt.Vers 5 und 6 sind im Übrigen durch die Anapher „Was“ (V.5,6) verbunden. Das Gedicht wurde in der Epoche des Barrocks geschrieben, ein wichtiges Merkmal war damals das momento mori (lat.: sei dir des Todes bewusst), auch dies ist im fünften Vers vorhanden. Im nächsten Vers macht das lyrische Ich noch einmal klar, dass nichts Bestand hat sondern alles vergänglich ist (vgl. V.7). Der letzte Vers der Strophe steht wieder antithetisch zueinander, da zuerst die These aufgeführt wird „Jetzt lacht das Glück uns an“ (V.8) und dann die Gegenthese „bald donnern de Beschwerden“ (V. Ebd.). Damit schließt die zweite Strophe ab, allgemein kann man sagen, dass das lyrische Ich in den ersten beiden Strophen die Situation vorstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den letzten beiden Strophen, welche beide Terzette sind,  bewertet das lyrische Ich die Situation, welche es in den ersten beiden  Strophen beschrieben hat. Die dritte Strophe wird damit eingeleitet, dass das lyrische Ich die damalige Zeit bewertet. In der Epoche des Barocks gab es einige reiche Menschen, allerdings auch viel Armut. Mit der Aussage „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), spielt er auf diese Spanne an drückt der Autor eine gewisse Sehnsucht aus, dass der Ruhm in der Welt keine höhere Bedeutung haben sollte. Dies versucht das lyrische Ich mit dem nächsten Vers zu unterstützen, indem es eine rhetorische Frage anführt, mit welcher es auf die Leser eingeht. Mit der Metapher „Spiel der Zeit“ (V. 10) ist das Leben, der Mensch gemeint so wird also die Frage gestellt, wie denn der Mensch Bestand haben kann, in einer solchen zerstörerischen Welt. Der letzte Vers des Terzetts bringt eine Interjektion mit sich, „Ach“ (V. 11). Dieser Seufzer drückt die Unzufriedenheit und und die Traurigkeit des lyrischen Ichs aus. Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben (vgl. V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe ist ebenfalls ein Terzett, es beginnt mit der Aufzählung „Schatten, Staub und Wind“ (V.12). Dies alles sind negative Aspekte die Rückbezug auf den Krieg nehmen. Der „Schatten“ (V. 12)  ist eine Metapher für das Leben, Schatten kann immer, ganz plötzlich verschwinden und dann ist es so als wäre er nie dort gewesen. Genauso ist es laut des Autors mit dem Leben, es kann so schnell vorbei sein und dann ist es so, als wäre man niemals auf der Erde gewesen. Darauf kann man den Leitsatz „carpe diem“ (lat. Nutze den Tag; ebenfalls aus der Zeit des Barrocks) zurückführen, da jeder Tag der letzte sein könnte. Im nächsten Vers wird das Leben mit einer Blume verglichen (vgl. V. 12), welche auf einer Wiese mit vielen anderen ist. Man finde sie dann nicht wieder (vgl. V. 11), da dort noch so viele andere Blumen sind. Hervorgehoben wird dies noch mit der Anapher „Als“ (V.12,13), im Übrigen wird so auch ein Zusammenhang zwischen Vers  12 und 13 hergestellt. Der letzte Vers wird vom Autor genutzt, um seine Meinung mit den Lesern zu teilen. Er ist der Meinung, dass Niemand auf der Welt wirklich wahrgenommen hat, was auf der Welt wirklich ewig ist (vgl. V. 14). Mit der Alliteration „will, was“ (V. 14) wird seine Meinung ein letztes Mal betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor mit dem Gedicht, kritisch zu dieser Zeit Stellung nimmt und den Lesern seine Meinung mitteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback: Deine Analyse ist schon gut gelungen. Ich finde es sehr gut, dass du die historischen Ereignisse, also den 30- jährigen Krieg mit einbezogen hast. Außerdem hast du einige Merkmale eines Sonetts, Terzett und Quartett, erkannt und benannt. Dann finde ich es auch gut, dass du einige Aspekte des Vanitas- Gedankens (memento mori und carpe diem) in deine Analyse mit einbezogen hast. Was du noch verbessern musst sind einige Rechtschreibfehler und an manchen Stellen die Kommasetzung (z.B. zweiter Abschnitt, letzter Satz: Damit schließt die zweite Strophe ab, (hier fängt eigentlich ein neuer Satz an) zusammenfassend kann man sagen ...). Außerdem nennst du manchmal Aspekte, auf die du dann aber nicht mehr eingehst (z.B. vorletzter Abschnitt, letzter Satz: Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben). Auf die solltest du dann noch eingehen, da es sonst wie eine Zusammenfassung wirkt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Das vorliegende Naturgedicht „Es ist alles eitel“ wurde von Andreas Gryphius 1637 in der Epoche des Barocks verfasst und thematisiert das Sterben alles I rdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist ein Sonett, da die beiden ersten Strophen vierversig sind und die letzten beiden Strophen dreiversig sind. Das Reimschema lautet abba abba ccd eed. Somit liegt in den ersten beiden Strophen ein umarmender Reim vor und die letzten beiden beginnen mit einem Paarreim aber enden schließlich mit einem Schweifreim. Zudem ist das Metrum des Gedichts ein sechshebiger Jambus, demnach ein Alexandriner, mit weiblichen und männlichen Kadenzen.'&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn wird von dem lyrischen Ich die These aufgestellt: „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1).  Somit wird direkt einen Bezug zum Titel geschaffen, da „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) herrschen würde. Das Repetition „du siehst“ (ebd.) bestärkt zudem die Vergänglichkeit der Erde und somit allem Irdischen, stellt jedoch auch zugleich eine Ansprache an den Leser, um deutlich zu machen, dass die Situation unumgänglich ist. Hier wird zudem Bezug zum 30 jährigen Krieg genommen. In diesem Kontext ist jedoch „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) eine Hyperbel, welche verdeutlichen soll, welches Elend die Leute ausgesetzt waren und diese keinen Ausweg hatten. Weitergehend wird eine Antithese „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2) aufgestellt. Durch das Metrum, der sechshebige Jambus, werden die These und Antithese gegenübergestellt, was durch die Zäsur, also dem Einschnitt hervorgehoben wird. So wird verdeutlicht, dass nichts Bestand hat und all das was man sich aufgebaut hat am nächsten Tag nicht mehr da sein kann. Dies wird auch im darauffolgenden deutlich: „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Auch dieser Satz ist antithetisch. „Städte“ (ebd.) stehen jedoch hierbei metaphorisch für das Leben der Menschen, da sie dort ihren Wohnort haben, ihr zu Hause finden und ihre Existenz. Somit ist zu sagen, dass das Leben ebenfalls vergänglich ist. Untermauert wird dies durch die männlichen Kadenzen des Paarreims, da diese einen Schluss setzten und somit auch mit dem Tod assoziiert werden können. Der letzte Vers des ersten Quartetts steht jedoch im Kontrast zu den anderen Versen.'''(sehr guter Aspekt)''' Das „Schäferskind“ (V. 4)  bringt eine friedliche Stimmung herbei. Da dieses „wird spielen mit den Herden“ (V. 4) wird ein glücklicher Moment geschildert, welcher jedoch als Wunschvorstellung angesehen werden kann, da ein Kontrast zu den anderen Versen gesehen werden kann. Jedoch ist zu sagen, dass zur Zeiten des Krieges keine glückliche Zeit für die Menschen war. Somit sind auch noch die kleinsten schönen Momente im Leben vergänglich, da sie nicht von Ewigkeit sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des zweiten Quartetts wird die Nichtigkeit der Natur zum Vorschein gebracht: „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Somit ist dass harmonische Bild des Schäferskind zerstört, so sei alles vergänglich. Allerdings wird nicht nur ausgesagt, dass die Natur vergänglich sei, sondern auch der Mensch, was im darauffolgenden deutlich wird. So heißt es: „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Sowohl „pocht“ (ebd.) als auch „trotzt“ (ebd.) sind Merkmale des Menschen oder auch der Tiere. Beide Gruppen besitzen ein pochendes Herz und beide können Widerstand leisten. Damit diese Eigenschaften hervorgehoben werden, nutzt das lyrische Ich die Onomatopoesie von &amp;quot;pocht&amp;quot; (ebd.). Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) verkörpert somit den Todesgedanken aller Lebewesen die Knochen besitzen. Die Anapher „[w]as“ (ebd.) leitet die antithetischen Verse ein, was eine Verbindung zu den Versen schafft. Zuerst wird die Vergänglichkeit der Natur angesprochen und danach das Leben von Mensch und Tier, was verdeutlicht, dass fernab kein Leben existieren kann. Im nächsten Vers wird zudem erneut auf die Natur eingegangen, so sei „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zerstörbar.  Diese Naturalien galten jedoch zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar. Allerdings ist auffallend, das alles geschilderte Vergänglichkeit zum Ausdruck sei, so muss es auch mit unzerstörbar geglaubten Utensilien sein, da der Rhythmus des Jambus keine Änderung hervorruft. Somit herrscht im gesamten Sonett eine monotone Stimmung. Die Personifikation „lacht das Glück“ (V. 8) akzentuiert die Vorstellung, wie das Leben sein sollte. Jedoch ist diese Vorstellung direkt verworfen, da „bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Diese Synästhesie umfasst die Sinnesreize des Hören und Fühlen, was das Leiden der Menschen im Krieg unterstreichen soll. Das Personalpronomen „uns“ (V. 8) verallgemeinert zudem die Situation und stellt somit keine Unterscheidung an, was erneut die Aussichtslosigkeit des Krieges verdeutlicht.'''(sehr gute Erläuterung)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(eine kurze Zusammenfassung zu den ersten beiden Strophen könntest du noch hinzufügen, um später den Kontrast zu den anderen beiden Strophen herzustellen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Quartetten wird eine beschreibende Perspektive geschildert, da keine Bewertungen des lyrischen Ichs in den Kontext mit eingeflossen sind. Jedoch jetzt im Wechsel zu den Terzetten wird eine bewertende Haltung des lyrischen Ichs eingenommen. Dieser Perspektivwechsel wird vor allem durch die Interpunktionen am Ende der Verse deutlich, so wird neben einem Fragezeichen (vgl. V. 10) auch Ausrufezeichen (vgl. V. 13-14) verwendet. „Der hohe taten Ruhm“ (V. 9) ist erneut eine Wunschdenken, da zur Zeiten des Krieges viele Soldaten beispielsweise ihr Leben geopfert haben für andere. diese Taten sind ruhmvoll, allerdings sind auch diese vergänglich, da sie in Vergessenheit geraten.  Aus diesem Grund wird auch diese Vorstellung „wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was erneut antithetisch zu dem Beginn des Verses steht. Das „Spiel der Zeit“ (V. 10) verdeutlicht, dass das Leben im Krieg jeder Zeit zu Ende sein könnte. Allerdings ist die Zeit unendlich und der Mensch vergänglich, somit ist klar, dass dem menschlichen Leben jederzeit das Ende gesetzt sein kann. Da es sich um eine rhetorische Frage handelt, was durch die Interpunktion des Fragezeichens (vgl. V. 10), wird die Resignation des lyrischen Ichs kund gegeben.  Weitergehend wird die Resignation in der Interjektion „[a]ch“ (V. 11) und der Interpunktion des Ausrufezeichens (vgl. V. 11) fortgeführt. Somit ist „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) von keiner Bedeutung, da sowieso alles vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Terzett setzt mit einer Akkumulation ein: „ Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). All diese Dinge sind vergänglich und nicht von langer Dauer. Der „Schatten“ (ebd.) kann metaphorisch für die Schattenseiten des Lebens stehen, also für die schlechten Zeiten des Lebens und auch der „Staub“ (ebd.) nimmt Bezug zu Vers 6, was die zeitliche Begrenztheit des Lebens assoziiert. Auch der nächste Vers setzt mit „[a]ls“ (V. 13) ein. Diese Anapher verdeutlicht, dass eine weitere Nichtigkeit beschrieben wird. „[E]eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 13) bezieht sich auf die Natur, die zertreten wird (vgl.V. 5) und somit ist die kleinste Freude auch wieder verschwunden und somit vergänglich. Jedoch kann auch diese Wiesenblume auf das menschliche Leben übertragen werden, da auch das Leben heran wächst wie eine Blume und auf einen Schlag zu Ende sein kann.  Letztendlich kommt das lyrische Ich zu dem Erkenntnis: „Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!“ (V. 14).  Somit lässt sich nicht vom dem Menschen erfassen, was Ewigkeit besitzt. Aus diesem Grund müsse alles Irdische vergänglich sein und alles Überirdische wie beispielsweise die Seele des Menschen im Jenseits bestand haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend wird des Sonett von Antithesen durchzogen, welche die Vergänglichkeit in den Vordergrund stellt. Somit sei alles unzerstörbar. Auch das Metrum bewirkt, dass eine Aussichtslosigkeit der Situation vorliegt, da eine monotone Stimmung vorliegt. Letztendlich wird herausgestellt,  dass nichts menschliches die Ewigkeit erfassen kann, außer die Seele im jenseits. Im gesamten Gedicht wird die Zeit des 30 jährigen Krieges thematisiert, welche durch die Vergänglichkeit jeglichem Irdischen zum Ausdruck gebracht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''FB Alina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Janette, &lt;br /&gt;
ich finde du hast in deiner Gedichts Analyse viele wichtige Aspekte erkannt sowie erläutert. Dein Themasatz ist auch getroffenen sowie viele andere Aspekte in deiner Analyse. Zum Teil machst du noch viele Rechtschreibfehler oder vergisst einen Satz zu beenden bzw. durch einen Punkt zu trennen, denn dadurch das du manche Sätze mit einem Komma versiehst, ergibt dieser Satz keinen Sinn mehr oder es ist schwer ihm zu folgen. Die meisten Anmerkungen habe ich dir in deine Analyse geschrieben und hoffe das du diese verstehst und nachvollziehen kannst. &lt;br /&gt;
Deinen ersten Teil der Analyse finde ich besser als dein zweiter Teil, denn da fehlen dir wichtige Aspekte wie die Funktion des Reimschemas oder des Metrums. Aber auch viele wichtige Analyseaspekte hast du nicht oder falsch erkannt. Versuche eine Verbindung zwischen den ersten beiden und letzten beiden Strophen herzustellen. &lt;br /&gt;
Außerdem fehlt in deinem Schluss der Bezug zum Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles Eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius zur Zeit des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die Begrenztheit auf Erden sowie die Bedeutungslosigkeit des irdischen Lebens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe beschreibt Andreas Gryphius die Vernichtung sowie Zerstörung der Städte. In der zweiten Strophe befasst er sich mit dem Ereignis, dass hinzukommend auch das ganze Schöne auf Erden zerstört werde. In der dritten Strophe wird die Frage aufgeworfen wie ein Mensch solch ein Leben überhaupt bewältigen solle. Die vierte und letzte Strophe gibt auf diese Frage Auskunft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzt sich aus vier Strophen zusammen, von denen die ersten beiden aus jeweils vier Versen und die letzten beiden aus jeweils drei Versen bestehen. In dem vorliegenden Gedicht bilden die Verse in den ersten beiden Strophen das Reimschema abba, abba. Damit handelt es sich bei diesen zwei Strophen um einen umarmenden Reim. Die letzten beiden Strophen weisen das Reimschema ccd, eed auf, wobei es sich dabei um einen Schweifreim handelt. Das Metrum des Gedichts ist ein sechshebiger Jambus und es treten abwechselnd männliche sowie weibliche Kadenzen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe wird zunächst die These „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) aufgestellt. Dabei möchte das lyrische Ich den Leser durch die persönliche Ansprache „Du“ (ebd.) darauf aufmerksam machen, dass das ganze irdische Leben vergänglich sei und egal wo man hinschaue, die Vergänglichkeit nicht zu übersehen sei (vgl. V. 1). Somit wird im ersten Vers die Überschrift des Gedichts noch einmal aufgegriffen. In den darauffolgenden Versen wird die eben genannte These mit Beispielen belegt. In Bezug darauf beschreibt das lyrische Ich „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Um diese Aussage zu veranschaulichen nennt das lyrische Ich das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Diese beiden Verse sind antithetisch aufgebaut und machen deutlich, dass das Schöne auf der Erde nicht lange anhält sondern nach kurzer Zeit zerstört werden kann. In Vers zwei stehen sich die beiden Adverben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) antithetisch gegenüber und in Vers drei die Nomen „Städte“ (ebd.) und „Wiese“ (ebd.). Durch die Verben „bauen“ und „einreißen“ wird erneut die oben genannte Zerstörung hervorgehoben und eine Verbundenheit mit Krieg hervorgerufen. An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers naheliegend an. In diesem Vers ist zum wiederholten male die Rede von der Wiese, „auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). In diesem Vers wird durch die Metapher „Schäferskind“ (ebd.) eine friedliche Stimmung und somit eine Assoziierung mit Frieden herbeigeführt. Somit steht dies im Gegensatz zu der eben erwähnten Zerstörung im dritten Vers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichts leitet mit der Behauptung „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) erinnert an etwas was lebt und heranreift. Durch die Andeutung, dass es anschließend jedoch „zertreten“ (ebd.) wird, wird verdeutlicht, dass das Leben eines Menschen, eines Tieres oder einer Pflanze, beendet wird. Daher wird in diesem Vers die Vergänglichkeit des Lebens untermauert. Folgend beschreibt das lyrische Ich, dass das was jetzt noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sein wird. Durch das Verb „poch[en]“ (ebd.) wird deutlich, dass es sich bei dieser Aussage um Lebewesen handeln muss. Durch die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) wird noch einmal hervorgehoben, dass alles vergänglich ist und, dass das was heute noch so lebendig ist, trotzdem sterben wird. Sowohl der fünfte als auch der sechste Vers beginnt mit dem Pronomen „Was“ (V.5f.). Durch diese Anapher möchte das lyrische Ich die Wirkung dieser zwei Verse verstärken und dem Leser noch einmal verständlich machen, dass alles vergänglich ist. Diese Erkenntnis fasst das lyrische Ich mit der Aussage, dass „nichts ewig […] sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zusammen. In dieser Aussage wird sowohl durch die doppelte Verwertung als auch durch die Hyperbel „Erz […] [und] Marmorstein“ (ebd.) verdeutlicht, dass nichts ewig bestehend bleibt. Der letzte Vers dieser Strophe wird mit der Personifikation „lacht das Glück“ (V.8) eingeleitet. Dieses „Glück“ (ebd.) bleibt jedoch nicht lange erhalten, da es von „donnern[den] Beschwerden“ (V. 8) verdrängt wird. Durch die zweite Personifikation „donnern die Beschwerden“ (ebd.) wird eine Assoziierung mit Gewalt und Krieg herbeigeführt, da durch das Verb „donnern“ eine negative Stimmung hervorgerufen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9). Durch das Verb „muß“ (ebd.) wird die Notwendigkeit dieser Aussage verdeutlicht. Mit dieser Feststellung möchte das lyrische Ich die Bedeutungslosigkeit Menschlicher Taten und Handlungen hervorheben, da alles irdische vergänglich ist. Folgend wirft es die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10) auf. Die Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht für das Leben eines Menschen, welches wie jedes Spiel, irgendwann mal enden wird. Somit lässt sich diese Frage verneinen, da der Mensch nicht ewig sein kann und ebenfalls vergänglich ist. Der letzte Vers dieser Strophe wird durch die Interjektion „ach“ (V. 11) eingeleitet. Durch diesen Seufzer wird die Frage nach dem Sinn des Lebens eingeleitet. Außerdem wird dadurch die Verzweiflung über die Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit verdeutlicht. Daran anschließend nennt das lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Durch die Verwendung des Wortes „wir“ (ebd.) bezieht das lyrische Ich erneut die Leser mit ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Strophe gibt das lyrische Ich eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Diese wird durch die Anapher „als“ (V. 12f.) hervorgehoben. Die irdischen Bestandteile des Lebens eines Menschen, die „wir als köstlich achten“ (ebd.) vergleicht das lyrische Ich im 12 Vers als „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Durch die Aufzählung „Nichtigkeit […] Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) wird erneut eine unangenehme Stimmung hervorgehoben, weshalb sich dies wieder mal auf Krieg beziehen lässt. Dabei wird erneut deutlich, dass ebenfalls die irdischen Bestandteile eine zeitliche Begrenztheit haben und irgendwann vergänglich werden. Der vorletzte Vers leitet mit der Anapher „als“ (ebd.) den Vergleich des Lebens eines Menschen mit einer „Wiesenblum“ (V. 13) ein, welche man laut dem lyrischen Ich nicht „nicht wieder find´t“ (V. 13). Der spätere Verlust des menschlichen Lebens ist also so unbedeutsam wie eine einzelne Blume auf einer riesigen Blumenwiese. Das lyrische Ich beendet das Gedicht mit dem Fazit „Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten“ (V. 14). Das Fazit besagt, dass noch kein Mensch wirklich erkannt hat was für die Ewigkeit bestehen bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback Jan :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde deine Analyse gut gelungen Lara. Du bist auf sehr viele sprachliche Mittel eingegangen und an einigen Stellen merkt man, dass du diese gut verstanden hast. Außerdem haben deine Rechtschreibfehler seit den letzten Analysen beeindruckend abgenommen. Zu bemängeln habe ich nur, dass du einige Aspekte einfach auslässt und nicht weiter auf sie eingehst und ein paar Kleinigkeiten (hab ich dir markiert). Wenn du diese änderst und noch etwas mehr auf den Text eingehst, ein paar Stellen scheinst du noch nicht ganz verstanden zu haben, hast du eine sehr gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welches im Jahr 1637, in der Epoche des Barocks, verfasst wurde, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen und historisch gesehen die Zerstörungen, die aus dem 30- jährigen Krieg resultierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Es ist alles eitel“ verweist auf das Thema des Gedichts, dass alles vergänglich ist und irgendwann nicht mehr existieren wird. Das Pronomen „alles“ (ebd.) steht verallgemeinernd dafür, dass jedes Lebewesen, jeder Gegenstand, aber auch bestimmte Situationen nicht ewig sind und irgendwann nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in insgesamt vier Strophen eingeteilt sind. Die ersten beiden Strophen bestehen jeweils aus vier Versen, werden somit jeweils als Quartett bezeichnet, und die letzten beiden jeweils aus drei Versen und werden somit jeweils als Terzett bezeichnet. Als Versmaß ist durchgängig ein sechshebiger Jambus vorzufinden, was ein Merkmal der literarischen Epoche des Barocks war und als Alexandriner bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit dem Personalpronomen „Du“ (V.1), was einen Bezug zum Leser herstellt, ihn also direkt anspricht bzw. ihn direkt mit einbezieht. Die Repetitio „siehst“ (V.1) betont, dass die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) nicht zu übersehen ist. Die „Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) bezieht sich auf den Titel des Gedichts und deutet auf die Vergänglichkeit des Lebens hin. Die Tatsache, dass die Vergänglichkeit des Lebens, also das Sterben, das Leid und die Tode, nicht zu übersehen ist, bringt gleichzeitig eine Klage über die derzeitigen Ereignisse, den 30- jährigen Krieg, mit sich. Im nächsten Vers ist davon die Rede, dass das, was heute gebaut werde, morgen wieder zerstört sei (vgl. V. 2). Die Adverbien „heute“ (V. 2) und „morgen“ (V. 2)und die Verben bauen (vgl. V. 2) und einreißen (vgl. V. 2) stehen sich antithetisch gegenüber und verdeutlichen, dass der derzeitige Zustand nicht von Dauer ist und am nächsten Tag oder sogar schon in den nächsten Stunden alles anders sein kann. In dem Zusammenhang ist es der Krieg, der für die Zerstörung sorgt. Eine weitere Antithese ist im nächsten Vers zu finden. „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3), verdeutlicht wieder die Zerstörung der Dinge des derzeitigen Zustands und die Veränderung, die im zukünftigen Zustand herrscht. Die „Wiese“ (ebd.), kann man als ein Symbol für Frieden interpretieren, da es in Städten meistens laut und hektisch ist und auf Wiesen bzw. in der Natur eher Ruhe herrscht.&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe setzt zunächst mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) kann man so interpretieren, dass etwas, sei es ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze, gedeiht und lebt. Dadurch, dass es „zertreten [wird]“ (ebd.), wird das Leben beendet. Somit wird metaphorisch die Vergänglichkeit des Lebens dargestellt. Im nächsten Vers wird antithetisch dargestellt, dass „was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Das Verb „pochen“ (ebd.) steht metaphorisch für einen Herzschlag, also für etwas lebendiges. Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) steht für den Tod. Mittels dieser Antithese wird wieder deutlich gemacht, dass das Leben nicht ewig ist und es „morgen“ (ebd.) vorbei sein könnte. Darauf eingehend ist davon die Rede, dass „Nichts […] ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7). Die Aufzählung „kein Erz, kein Marmorstein“ (ebd.) betont, dass „nichts“ (ebd.), selbst beständige Gesteine wie Erz und Marmor, für immer existieren werden. Im letzten Vers veranschaulicht die Personifikation 'das lachende Glück' (vgl. V. 8), dass, in diesem Zusammenhang gesehen, die Zeiten vor dem Krieg mit besseren Erinnerungen in Verbindung gebracht werden und man Vorstellungen hat, dass das Leben ohne das Leid, das der Krieg mit sich bringt, bessere wäre. Als Folge würden „bald […] die Beschwerden [donnern]“ (V. 8), was den Unmut und das Verlangen nach Frieden betont. &lt;br /&gt;
Zum Reimschema der ersten beiden Strophen kann man sagen, dass es sich bei beiden jeweils um einen umarmenden Reim handelt. &lt;br /&gt;
Die dritte Strophe wird sozusagen mit dem Appell „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehen“ (V. 9) eingeleitet. Es wird betont, dass Rum nicht das wichtigste im Leben ist, da er schnell wieder vergehen kann. Die darauf folgende rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehen?“ (V. 10) stellt mittels der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.), was für die Lebenszeit steht, dar, dass diese für den Menschen begrenzt ist. Die Interjektion „Ach“ (V. 11) betont die Zweifel, die beim lyrischen Ich aufkommen. Es fragt anschließend „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Dadurch wird deutlich, dass nicht die wichtigen Dinge im Leben, wie z.B. der Ruhm, geschätzt werden sollten, da diese ja vergänglich sind und eigentlich keinen Wert haben. &lt;br /&gt;
Ein Enjambement verbindet schließlich die dritte mit der letzten Strophe, in der weiter auf die Frage eingegangen wird. Hier wird betont, dass das, was man als wichtig erachtet nichts „als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 12f.) sei. Die „Nichtigkeit“ (ebd.), also die Irrelevanz der Dinge, die man vermeidlich als wichtig empfindet, wird durch die Akkumulation „Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) betont. Ein Schatten ist vom Sonnenstand abhängig, Staub kann so klein sein, dass man ihn gar nicht bemerkt und der Wind weht nicht konstant. Auch die Veranschaulichung durch die „Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (ebd.) betont auch die Irrelevanz. Denn eine bestimmte Blume kann man auf einer Wiese mit tausend anderen Blumen nur schwierig wiederfinden. Im letzten Vers beklagt sich das lyrische Ich, dass das, „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten [will]“ (V. 14). Die meisten Menschen erkennen also noch nicht, was zu den wichtigen Dingen im Leben gehört und dass an zu vielen unnötigen Dingen, wie z.B. Krieg, festgehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in dem Gedicht durch Antithesen und Metaphern die Vergänglichkeit alles Irdischen verdeutlicht wird. Anschließend wird die Frage gestellt, ob das, was der Mensch als wichtig betrachtet, z.B. Krieg zu führen und zu gewinnen, die Mühe wert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback von Maike:&lt;br /&gt;
Liebe Christine, ich finde deine Analyse ist die gut gelungen. An manchen Stellen könntest du noch etwas näher auf das eingehen, was du sagst. Deine Sprache ist beeindruckend, du hast einen tollen Wortschatz.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Gryphius</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius"/>
				<updated>2018-11-10T10:51:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Lara */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse eines Gedichtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbereitung:&lt;br /&gt;
mehrmaliges Lesen und Bearbeiten des Textes (Wichtiges markieren, notieren, gliedern, usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Einleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Themasatz: Textart (Natur-, Liebes-, politisches Gedicht, usw.), Titel, Dichter, ev. Entstehungszeit, Epoche; Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hauptteil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltliche, formale und sprachliche Analyse&lt;br /&gt;
•	Gliederung in Sinnabschnitte, deren Funktionen&lt;br /&gt;
•	Darstellung und Deutung exemplarischer Textstellen inhaltlich (Was wird aus-gesagt und was bedeutet das?), sprachlich (Wie wird es ausgesagt  und was bedeutet das? - sprachliche Mittel) und formal (Strophen, Reimschema, Metrum, Interpunktion, Enjambement, Wortwahl, usw.)&lt;br /&gt;
•	Wechselbeziehungen zwischen Inhalt, Sprache und Form &lt;br /&gt;
•	eventuell Berücksichtigung des gesellschaftlich-historischen, biografischen, usw. Kontextes, der Position und Perspektive des lyrischen Ich&lt;br /&gt;
•	korrekte Zitierweise&lt;br /&gt;
•	Textintentionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Schluss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Zusammenfassung der wesentlichen Analyseergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett &amp;quot;Es ist alles eitel&amp;quot; geschrieben von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1637 zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus vier Strophen, wobei die ersten zwei Strophen vier Verse enthalten und die letzten zwei drei Verse. Die ersten beiden Strophen sind als umarmender Reim aufgebaut und die letzten Beiden beginnen jeweils als Paarreim, wobei der dritte Vers eine Verbindung zur jeweils anderen Strophe schafft. Außerdem enthält das Gedicht einen sechshebigen Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett beginnt im ersten Vers mit einer Art Einleitung, indem das Thema der Vergänglichkeit, hier &amp;quot;Eitelkeit&amp;quot;(V.1) genannt, direkt angesprochen wird und ein Bezug zur Überschrift geschaffen wird. Mit der Repetitio des Wortes &amp;quot;sihst&amp;quot;(V.1) verdeutlicht das lyrische Ich, dass man, egal wohin man sieht, nichts ewiges finden kann. Man findet lediglich &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(V.1). Die Verwendung des Substantivs &amp;quot;Erden&amp;quot;(ebd.) spezifiziert den Raum in dem man nur Vergängliches sieht. Durch diese Spezifizierung macht das lyrische Ich erkennbar, dass es sich nur um Irdisches Handelt. Er impliziert so direkt zu Beginn des Gedichts, dass sich Ewiges im Übernatürlichen bzw. Göttlichen finden lässt. Im Folgenden ist das Gedicht sehr von Antithesen geprägt. In Vers zwei stehen die beiden Verben &amp;quot;reist&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;baut&amp;quot;(V.2) direkt hintereinander und sind lediglich von einem Spiegelstrich getrennt. Durch diesen Chiasmus wird die Differenz zwischen dem &amp;quot;heute&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;morgen&amp;quot;(V.2) untermauert und somit des lyrischen Ich's These, die Erde sei vergänglich, unterstützt. Auch Vers 3, der als Anapher eine Verbindung zu Vers 2 schafft, da sie beide Beispiele für Vergänglichkeit liefern, besteht aus einer Antithese. hier wird aufgezeigt, dass aus &amp;quot;Städten&amp;quot;(V.3), die heute existieren in Zukunft &amp;quot;Wiesen&amp;quot;(V.3) werden können. Das Wort &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.3) begegnet einem folgend häufiger und beschreibt immer den Gegenwartszustand. Durch den vierten Vers wird noch einmal der Unterschied zwischen verschieden Zeiten hervorgebracht, indem &amp;quot;ein Schäferskind&amp;quot;(V.4), das &amp;quot;mit den Herden&amp;quot;(V.4) spielt, den &amp;quot;Städten&amp;quot;(ebd.) gegenübergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ersten Vers der zweiten Strophe wird die Vergänglichkeit der Pflanzen angesprochen. Diese blühen noch in der Gegenwart, was wieder von &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.5) signalisiert wird. Dass diese zertreten werden &amp;quot;sol[len]&amp;quot;(V.5) zeigt, dass diese in keinem Fall ewig bleiben. Im nächsten Vers wird die Vergänglichkeit des Menschen erläutert. Dies ist an der Metapher &amp;quot;pocht und trotzt&amp;quot;(V.6) erkennbar, da diese zum einen für das pochende Herz des Menschen steht, dem Menschen aber auch die Fähigkeit zuspricht zu trotzen, sodass die Annahme, ein Tier könnte gemeint sein, verworfen werden kann. Mit &amp;quot;Asch vnd Bein&amp;quot;(V.6) ist das, gemeint, was vom Körper nach dem Tod  noch übrig bleibt gemeint. Das lyrische Ich kommt also zu dem Schluss dass der Mensch ebenso vergänglich ist wie alles andere und sich in der Hinsicht nicht von anderen Lebewesen oder Artefakten unterscheidet. Dass, &amp;quot;Nichts&amp;quot;(V.7) ewig ist, belegt er in Vers drei, indem er sagt das &amp;quot;kein Ertz / kein Marmorstein&amp;quot;(V.7), also nicht mal Gestein, von dem man eigentlich annehmen kann, dass es schwer kaputt geht, ewig sein kann. Das lyrische Ich geht in Strophe Zwei klimatisch vor indem er sich von den Pflanzen zum Menschen bis hin zum Gestein immer weiter steigert, und seine Vergänglichkeit erläutert. Er führt dabei, das wovon man eigentlich denkt es sei am standhaftesten, Gestein, als letztes an und das, wovon man denkt es am leichtesten zu entbehren, Pflanzen, an erster Stelle an. So zeigt er auf dass, zwischen den verschiedenen Beispielen kein Unterschied, bezogen auf die Vergänglichkeit, herrscht. Im letzten Vers bezieht sich das lyrische ich schlussendlich auf das &amp;quot;Glück&amp;quot;(V.8). Antithetisch dazu verfasst er, dass auf dieses &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(Z.8) folgen. Dies lässt ein recht negatives Menschen - und Weltbild erkennen, da das lyrische Ich annimmt, dass Glück nicht ewig ist und Trauer folgen muss. Auf der anderen Seite lässt sich sagen, dass dies eine recht realistische Einschätzung des Lebens ist, die einen auf Schwierigkeiten vorbereiten könnte. Durch die Metapher &amp;quot;donnern&amp;quot;(V.8) verstärkt das lyrische Ich die Extremität des Wandels von &amp;quot;Glück&amp;quot;(ebd.) zu &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe und somit das erste Terzett beginnt mit der Anführung einer weiteren vergänglichen Sache: der &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(V. 9). Dieser vergehe &amp;quot;wie ein Traum&amp;quot;(V.9). das lyrische Ich möchte, wie im Rest seines Textes, jedoch besonders an dieser Stelle, an die Menschen appellieren, sich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen.&amp;quot;Ruhm&amp;quot;(ebd.), oder Ehre, ist etwas das der Mensch oft anstrebt, aus falschen Intentionen. Der Lyriker möchte den Menschen so davon abhalten. Im zweiten Vers stellt das lyrische ich eine rhetorische Frage, indem er das Leben metaphorisch als &amp;quot;Spiel der Zeit&amp;quot;(V.10) benennt. Durch die vorherige Erklärung einiger Beispiele, die vergänglich sind, lässt sich die Frage verneinen. Der Mensch  kann also nicht ewig sein. Das Adjektiv &amp;quot;leicht&amp;quot;(Z.10), welches den Menschen beschreibt, lässt sich auf Vers sieben beziehen, in dem von Gestein, welches nicht ewig ist, die Rede ist. Also schlussfolgert das lyrische Ich, dass wenn nicht einmal Gestein ewig sein kann, auch der &amp;quot;leichte Mensch&amp;quot;(V.10) nicht ewig sein kann. Im letzten Vers zeigt das lyrische Ich die Irrelevanz des Vergänglichen auf. Die Interjektion &amp;quot;Ach!&amp;quot;(V.11) untermauert die Verachtung, die das lyrische Ich bei den zuvor genannten Beispielen empfindet. Die Sachen, die der Mensch als, metaphorisch gemeint, &amp;quot;köstlich&amp;quot;(V.11), also gut, betrachtet, sind nicht ewig und somit nicht der großen Aufmerksamkeit würdig. Der Appell, den das lyrische Ich versucht zu verdeutlichen, wird an dieser Stelle nochmal besonders deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe beginnt mit einer Aufzählung von Symbolen, die für die Vergänglichkeit stehen. Durch das Substantiv &amp;quot;Nichtigkeit&amp;quot;(V.12), wird nochmal die unwichtige Rolle des Vergänglichen untermauert. &amp;quot;Schatten&amp;quot;(V.12) ist ebenfalls nicht dauerhaft, sondern entsteht nur dann wenn es auch Sonnen gibt. Metaphorisch steht der &amp;quot;Schatten&amp;quot;(ebd.) auch für schlechte Zeiten, die ebenso nicht dauerhaft sind. &amp;quot;Staub vnd Wind&amp;quot;(V.12) sind beides vergängliche Zustände. Der Staub kann sehr schnell verfliegen und auch Wind kommt und geht. Um zu verdeutlichen, dass alles Irdische vergänglich ist und keine dieser Sachen eine besonders wichtig sind, da sie eine vergängliche Sache von vielen sind, verwendet das lyrische ich die Metapher einer &amp;quot;Wiesen - Blum / die man nicht wider fndt&amp;quot;. Hier lässt sic auch ein Appell herausstellen, da das lyrische Ich den Menschen dazu aufruft, sich nicht zu sehr mit diesen Dingen zu beschäftigen, weil man sie sowieso &amp;quot;nicht wider find't&amp;quot;(V.13). Im letzten Vers stellt das lyrische Ich heraus, dass &amp;quot;was ewig ist kein einig Mensch betrachten&amp;quot;(V.14) kann. Also hat der Mensch momentan gar nicht die Möglichkeit etwas ewiges zu sehen. Durch das temporale Adverb &amp;quot;Noch&amp;quot;(V.14) wird manifestiert, dass jetz zwar die Möglichkeiten ewiges zu sehen noch nicht gegeben sind, dies aber in Zukunft der Fall sein kann. Mit der Zukunft ist der Tod gemeint, in dem der Mensch, nach christlich- abendländischer Vorstellung, auf Gott trifft. Somit lässt sich sagen, das Gott oder das Göttliche, das einzige ist, was für das lyrische Ich ewig ist. Diese Vorstellung lässt sich auch mit dem ersten Vers verknüpfen, in dem nur von &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(ebd.) die Rede ist. Die Vorstellung von Gott als ewig unterstützt somit die Aussage, dass alles Irdische vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett lässt sich außerdem mit seiner Epoche, der Barock, in der es geschrieben wurde verknüpfen. Zu dieser Zeit herrschte der 30. Jährige Krieg, was große Armut verursachte. Außerdem herrschte eine große Differenz zwischen Arm und Reich. Gryphius Gedicht, kann somit also als Stück verwendet werden, dass den Menschen Hoffnung macht. Dadurch, dass er sagt, dass niemand für immer in seinem jetzigen Zustand ist klingt er die Vorstellung einer gerechten Zukunft an. Zudem greift das Gedicht mit dem Thema der Vergänglichkeit und der Erinnerung daran, dass auch der Mensch vergänglich ist und sterben kann, einen der drei zentralen Leitgedanken des Barocks, den Memento Mori, auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich mit dem Sonett, dem Menschen vor Augen führt, dass alles Irdische vergänglich ist. Das einzige, das ewig währt, sei das Göttliche. Sprachlich formal wird dies durch zahlreiche Antithesen und Metaphern unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett „Es ist alles Eitel“ wurde von Andreas Gryphius im Jahre 1637 in der Literaturepoche des Barocks verfasst. Thematisch befasst sich das Gedicht mit der Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in vier Strophen aufgeteilt sind. Dabei beinhalten zwei Strophen vier Verse und die letzten beiden Strophen drei Verse. Der Aufbau weist daher auf ein typisches Sonett hin, da es zwei Quartette sowie zwei Terzette enthält. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus. Die beiden ersten Strophen bestehen aus einem umarmenden Reim (abba, abba) während die beiden letzten einen Schweifreim (ccd,eed) bilden. Die Kadenzen passen sich dabei dem Reimschema an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die Überschrift „Es ist alles Eitel“ zeugt von der resignativen Stimmung des lyrischen Ichs, da nichts auf der Welt von ewigem Bestand ist. Dabei akzentuiert das unbestimmte Numeral „alles“ die prekäre Lage.&lt;br /&gt;
Die erste Strophe knüpft an die Überschrift an, indem das lyrische Ich den Leser mit direkter Ansprache darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich ist (vgl. V.1). Das Adverb „nur“ (ebd.) verdeutlicht den hoffnungslosen und klagenden Grundton des lyrischen Ich aufgrund der Allgegenwärtigkeit der Vergänglichkeit. Diese resignative Stimmung lässt sich in Verbindung zu dem 30-jährigen Krieg setzen, welcher zu Zeiten des Gedichtes schon 25 Jahre herrschte und Deutschland komplett zerstört hat. Die darauffolgenden drei Verse beschäftigen sich konkret mit dem Verfall und Zerstörung der Städte. So heißt es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Auffällig ist, dass die Gegenwart und Zukunft in antithetischer Verbindung stehen, wodurch untermauert wird, dass das Schöne nur kurzen Bestand hat beziehungsweise später keine Bedeutung mehr erlangt, da alles Irdische vergänglich ist. Ebenso stehen die Verben „bauen“ (ebd.) und „einreißen“ (ebd.) gegensätzlich zueinander. Durch das demolieren der Städte wird konkret auf den Krieg angespielt, wodurch zum Ausdruck kommt, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, dass die Menschen selbst für ihre Vergänglichkeit bzw. der ihrer Bauwerke verantwortlich sind. Des Weiteren verdeutlichen die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.) die Generalisierung der Ereignisse in Europa. Die Antithetik zwischen Gegenwart und Zukunft wird im dritten Vers fortgesetzt, in welchem es heißt „Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3), wodurch untermauert wird, dass die Natur ihren Platz zurückerobert. Auffällig ist hier, dass ein Rückschritt beschrieben wird. Die „Wiese“ (ebd.) steht dabei für die Natur und durch ihre grüne Farbe für Hoffnung und symbolisch für das Gedeihen neuen Lebens. Diese Idylle wird in dem darauffolgenden vierten Vers fortgesetzt, indem es heißt „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4), was den Wunsch nach Frieden verdeutlicht. Die grundsätzlich antithetische Struktur des Textes wird durch das Versmaß untermauert. Bei diesem handelt es sich um den Barock typischen Alexandriner, welcher durch eine Mittelzäsur getrennt ist und die Gegensätze voneinander schneidet. Der monotone Rhytmus des Gedichtes hebt die resignative Stimmung des lyrischen Ichs hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe wird von der Antithese „Was itz und prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5) eingeleitet. Dies hebt die Vergänglichkeit der Natur, mitsamt der blühenden Pflanzen hervor. So heißt es weiter „Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein“ (ebd.). Das „poch[en]“ (ebd.) steht hier metaphorisch für den Herzschlag eines Lebewesens. Die Anapher „Was itz“ (V.5+6) untermauert, dass die Natur und die Lebewesen eine gleiche Gewichtung in der Rolle ihrer Vergänglichkeit haben. Dies wird durch den darauffolgenden Vers unterstützt, in dem mit einer verdoppelten Verneinung nichts als ewig bestehend erklärt wird und soll Klarheit über die Vergänglichkeit alles Irdischen verschaffen (vgl. V. 7). Die Vergänglichkeit wird durch die Akkumulation „kein Erz, kein Mamorstein“ (ebd.) unterstützt, da diese zu Zeiten des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten.  Der letzte Vers der zweiten Strophe wird mit einer Personifikation des Glückes eingeleitet (was bedeutet das?). Antithetisch wird dem Glück eine Synästhesie aus &amp;quot;donnernden Beschwerden&amp;quot; (V.8) gegenübergestellt. Dabei werden zwei unterschiedliche Sinneseindrücke (donnernd = hören, Beschwerden = fühlen) miteinander in Verbindung gesetzt, um das Leid zu verdeutlichen. Des Weiteren bekräftigt diese weitere Personifikation die Assoziation mit dem Krieg, da das Verb „donnern“ mit Waffen in Verbindung gebracht werden kann, welche ebenfalls zur Zerstörung beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Betrachtung der beiden ersten Strophen ist deren klimaxartigen Aufbau auffallend. In der ersten Strophe wird ausschließlich die Vergänglichkeit materieller Güter beschrieben, währenddessen die zweite Strophe die Nichtigkeit der Lebewesen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn der dritten Strophe wird der sonettypische, inhaltliche Bruch eingeleitet, da die ersten beiden Strophen eher aus einer beschreibenden Position stammen und in der dritten und vierten Strophe zu einem bewertenden Standpunkt wechseln, was durch das Fragezeichen in Vers 10 und dem Ausrufezeichen in  Vers 13 akzentuiert wird. Inhaltlich befasst sich die erste Terzette mit der Frage was das Leben ist und wie die Menschheit es bewältigt. So heißt es in Vers neun „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9). Dies hebt hervor, dass selbst Reichtum und hochgeschätzte Werte der Vergänglichkeit unterliegen. So wird dem Leser in Vers 10 eine rhetorische Frage gestellt „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“ (V.10), um dem Leser zu verdeutlichen, dass ein Kampf gegen die Vergänglichkeit sinnlos erscheint. Der elfte Vers wird durch den Ausruf der Verzweiflung „Ach!“ (V.11) eingeleitet wodurch deutlich wird, dass das lyrische Ich über die Erkenntnis der Vergänglichkeit verzweifelt ist, da der Mensch keine Gewalt über das Leben hat. Auffällig ist hier, dass die dritte Strophe mit der vierten durch ein Enjambement verbunden ist, da die letzte Strophe konkrete Antworten auf die Frage des Lebens gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird das Leben akkumulierend „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12) definiert. Dabei stehen „Schatten, Staub und Wind (ebd.) für kurzlebige Synonyme, welche die Vergänglichkeit des Lebens akzentuieren. Ein weiterer Vergleich stellt Vers 13 dar, in welchem es heißt „Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind´t“(V.13). Dabei steht die „Wiesenblum“ (ebd.) metaphorisch für das Leben eines einzelnen Menschen, da auf einer Wiese eine einzelne Blume so unbedeutsam wie das Leben eines Menschen und dessen Vergänglichkeit ist. Der letzte Vers des Sonnets „Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) stellt das Fazit des lyrischen Ichs dar. Dieses ist der Auffassung, dass noch kein Mensch betrachtet hat was für die Ewigkeit besteht. Das Adverb „noch“ (ebd.) gibt jedoch Hoffnung, dass sich in der Zukunft noch ändern und sich der Mensch dem Ewigen zuwenden könnte. Das sogenannte Ewige ist der Glaube an Gott, welchen die Menschen in der Zeit des Barocks durch den 30-jährigen Krieg verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich sagen, dass der Text den Leser dazu bringen soll sich auf das Wesentliche, das Leben nach dem Tod, zu konzentrieren. Die Auffassung des lyrischen Ich, dass alles Irdische Vergänglich ist, wird durch zahlreiche Antithesen, Metaphern und Personifikationen geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kommentar von Lorena:'' Hallo Carina, ich finde deine Analyse wie immer sehr gelungen. Du bist auf die wichtigen Textstellen eingegangen, hast sie nachvollziehbar gedeutet und auch in Zusammenhang mit dem historischen Kontext gebracht. Alles in allem war das was du analysiert hast prima und besonders die Auswertung der stilistischen Mittel ist sehr detailliert und lobenswert. Allerdings solltest du dir angewöhnen auf für Gedichte formalen Mittel einzugehen und diese zu erläutern (beispielsweise Funktion des Metrums, Bedeutung der Kadenzen, Zäsuren etc.). Ansonsten habe ich nur zwei kleine Anmerkungen und eine Textstelle bei der ich mir selbst nicht sicher bin ob man das so schreiben kann (vgl. Kommentare im Text). Ansonsten aber eine gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorena==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und '''veröffentlicht''' (wurde da eher verfasst) im Jahr 1637, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Barock. Thematisiert wird die Vergänglichkeit des Irdischen. Inhaltlich handelt das Gedicht von der Zerstörung des 30-jährigen Krieges und den Folgen der Zerstörung, '''sowie dem Vertrauen der Menschen an das Irdische''' (?). &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst 14 Strophen und ist in der Form eines Sonettes gegliedert. Als Reimschema liegen in den Quartetten umschließende Reime vor, während die Terzette durch Paarreime gekennzeichnet werden. Als Metrum liegen durchgehend sechs-hebige Jamben vor, die 12 bis 13 Silben beinhalten und durch eine Mittelzäsur geteilt werden vor . '''Es liegen sowohl stumpfe als auch klingende Kadenzen vor, die sich dem Reimschema des Gedichtes anpassen.''' (hier würde ich männlich und weiblich ergänzen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) ein. Die „Eitelkeit“ (ebd.), die bereits im Titel des Gedichtes Erwähnung findet, ist in diesem Fall als veraltetes Synonym für Vergänglichkeit zu verstehen. Der Inhalt des Verses spiegelt die Situation in der Entstehungszeit des Gedichtes wieder. Das Gedicht ist während des 30-jährigen Krieges entstanden, in welchem viele Städte und Gebiete zerstört wurden und in dem die Lebensbedingungen der Menschen sehr schlecht waren. Das lyrische Ich beschreibt, dass egal wohin man sich wendet, überall nur Vergänglichkeit zu sehen ist. '''Das''' Repetitio der Formulierung „du siehst“ (ebd.) veranschaulicht die allgemeine Gültigkeit der Aussage des Lyrischen Ichs. Generell lässt bereits der erste Vers des Gedichtes eine resignative Stimmung erschließen, da der Krieg in dieser Zeit für die Bevölkerung sehr belastend war. Dies wird ebenfalls durch die antithetische Struktur der nächsten Verse verstärkt. Das Lyrische Ich beschreibt „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Auffällig sind neben der Kontrastierung zwischen den Zeitangaben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.), auch die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.), welche auf jede Person zu beziehen sind und die Aussage somit verallgemeinern. Auch hier wird wieder die Situation während des Krieges in Bezug auf die Vergänglichkeit aufgegriffen. Was die Menschen an einem Tag bauen oder bereits vor geraumer Zeit gebaut haben, kann am nächsten Tag schlagartig zerstört werden. Im folgenden Vers veranschaulicht das Lyrische Ich die Aussage durch das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Das Beispiel ist durch das Reimschema formal mit dem vorhergehenen Vers verbunden und verdeutlicht zum einen die Vergänglichkeit, zum anderen aber auch ein Anzeichen für die Zerstörung während des Krieges. Die antithetische Struktur, die in den ersten drei Versen des Textes verwendet wird, wird durch das Versmaß verstärkt. Als Versmaß liegen Alexandriner vor, die durch eine Mittelzäsur geteilt werden. Der monotone Rhythmus des Alexandriners verstärkt die ohnehin resignative Stimmung des Gedichtes, während die Mittelzäsur die genannten Gegensätze voneinander separieren. Diese Trennung wird formal durch ein Komma verbildlicht und somit hervorgehoben.  An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers unmittelbar an. Es ist erneut die Rede von der Wiese „[a]uf der ein Schäfers-Kind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Die Metapher des „Schäfers-Kind“ (ebd.) auf einer Wiese, verdeutlicht die Sehnsucht nach der friedlichen Zeit, wie sie vor dem Krieg war, und wiederholt die Vergänglichkeit bzw. die Nichtigkeit des vom Menschen Erschaffenen. Auffällig ist, dass in diesem Vers, nicht wie in den übrigen, die Mittelzäsur durch ein Komma dargestellt wird. Der Vers wirkt somit trostlos, was durch die stumpfe Kadenz am Versende verstärkt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichtes setzt mit der Feststellung „[w]as jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Erneut ist die Kontrastierung zwischen dem gegenwertigen Zustand und dem zukünftigen Geschehen zu erkennen, somit wird neben der allgemeinen Vergänglichkeit des Irdischen insbesondere die Vergänglichkeit der Natur hervorgehoben. Die antithetische Darstellung wird wiederholt durch eine Mittelzäsur und das Komma formal getrennt, was die Kontrastierung des Inhalts innerhalb des Verses veranschaulicht. '''Das Adverb „jetzund“, welches zuletzt im 18. und 19. Jahrhundert verwendet wurde, verdeutlicht das Alter des Gedichtes und bestätigt, neben der Sonett-Form und der Verwendung des Alexandriners, dass das Gedicht aus der Epoche des Barock stammt, da dies typische Merkmale für diese Literaturepoche sind.''' (eher unwichtig) Im zweiten Vers der Strophe „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) wird wiederrum die antithetische Struktur des Gedichtes aufgeführt. Die Verben „poch[en]“ (ebd.) und „trotz[en]“ (ebd.) charakterisieren ein lebendiges Wesen. Das Verb „poch[en]“ (ebd.) beschreibt den Herzschlag eines Lebewesens, während „trotz[en]“ (ebd.) als Abwehrhaltung für herannahende Gefahren verstanden wird, die die Existenz des Lebewesens gefährden. Im weiteren Verlauf des Verses wird allerdings auch wider die Nichtigkeit dargestellt, wenn es in Bezug auf das Lebewesen heißt es, es sei „morgen Asch und Bein“ (V. 6). Die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) steht metaphorisch für den Tod des Lebewesens und verbildlicht somit die Vergänglichkeit des Lebens. Hier lässt sich wieder ein Rückbezug auf die historische Situation vornehmen, da während des Krieges viele Menschen und auch Tiere getötet wurden, die möglicherweise ohne den Krieg noch ein langes Leben geführt hätten. Dieser Umstand verstärkt die resignative Stimmung und deutet bereits eine klimaxartige Steigerung zur ersten Strophe an, da in der ersten Strophe nur die Nichtigkeit des von Menschen Erschaffenen beschrieben wurde, während nun die Vergänglichkeit der Lebewesen Thema ist, auf die der Mensch nicht immer direkten Einfluss hat. Das Lyrische Ich fasst diese Erkenntnis mit dem Befund „Nichts ist, das ewig sei“ (V. 7) zusammen. Unter diesen Befund fallen laut des Lyrischen Ichs auch Materialien wie Erz und Marmorstein (vgl. V. 7), welche im 17. Jahrhundert, in der Zeit als das Gedicht verfasst wurde, noch als unzerstörbar galten und somit wiederholt die Nichtigkeit dessen, was als unzerstörbar galt und des Irdischen im allgemeinen darstellt. Die Strophe endet mit einem Vers in derselben antithetischen Struktur, die bereits in den ersten Versen des Gedichts verwendet wurde. Das Lyrische Ich erklärt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Die Personifikation des Glücks steht in diesem Vers der Synästhesie der donnernden Beschwerden gegenüber (vgl. V. 8). Im Zusammenhang mit dem historischen Hintergrund verdeutlicht die Personifikation, dass was die Bevölkerung sich am meisten Wünscht: „Glück“ (V. 8) um zum einen den Krieg zu überleben und zum anderen, dass der Krieg, der sich zu diesem Zeitpunkt schon seit fast 20 Jahren zuträgt, bald endet. Der Krieg wird in diesem Vers durch die donnernden Beschwerden (vgl. V. 8) dargestellt. Das Verb „donnern“ (ebd.) verdeutlicht in der Synästhesie den Beschuss während des Krieges, wohingegen die „Beschwerden“ (ebd.) eine Folge des Beschusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dritten Strophe erfolgt sowohl ein inhaltlicher, als auch ein formaler Umbruch. Während in den ersten beiden Strophen noch vier Verse verwendet wurden und der Kontrast zwischen der gegenwärtigen Situation und den zukünftigen Gegebenheiten in Bezug zur Vergänglichkeit thematisiert wird, werden in der dritten und vierten Strophe nur noch drei Verse verwendet und die Vergänglichkeit des Individuums dargelegt. Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was soviel heißt wie, die Erfolge, die ein Individuum erzielt hat sind in zum einen in der Zeit des Krieges nichts mehr wert, aber auch im allgemeinen nichts wert, da alles Irdische vergänglich ist. Markant an diesem Vers ist die Verwendung des Metrums in Kombination mit dem Adjektiv „ho[ch]“ (ebd.) in Bezug auf die zustande gebrachten Taten. Zum einen liegt auf dem Adjektiv „ho[ch]“ eine Betonung, welche die Bedeutung des Wortes beim Lesen hervorhebt, aber auch der durch die Zäsur verursachte Anstieg der Stimme bis zum Einschnitt, auf welchen sowohl der Fall der Stimme, als auch der Verfall der Taten folgt. Im folgenden Vers wir das Lyrische Ich, das zuvor nur eine betrachtende und somit eher passive Rolle erfüllte aktiv. Es wirf die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit der leichte Mensch bestehn?“ (V. 10). Die rhetorische Frage bezieht sich auf die Vergänglichkeit der Menschen, was an der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) deutlich wird. Die Menschen werden mit ihrem Leben als Spielfiguren betrachtet, die nach einer bestimmten Zeit vom Spielbrett gestoßen werden. Der Umstand, dass das Lyrische Ich die Formulierung „der leichte Mensch“ (ebd.) verwendet gibt zum einen Aufschluss über den allgemeinen Wert des Menschen und seines Lebens als Spielfigur und zum anderen wirft es die Frage auf, wer mit den Menschen spielt. Die Antwort auf diese Frage ist nur im Überirdischen zu finden und lässt sich somit mit Gott als Spieler des Spiels beantworten. Er entscheidet darüber in welche Richtung sich die Figuren bewegen, welche Figuren das Spielfeld verlassen und welche bleiben. Der Schlussvers dieser Strophe wird mit der Interjektion „Ach!“ (V. 11) eingeleitet. Dieser Ausruf verdeutlicht die Verzweiflung bzw. die Resignation des Lyrischen Ichs über die gewonnene Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit. Weiterhin stellt das Lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Das, „was wir für köstlich achten“ (ebd.), sind die irdischen Bestandteile des Lebens der Menschen. Diese vergleicht das Lyrische Ich dann zu Beginn der letzten Strophe des Textes „[a]ls schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit, deren Bedeutung auch durch die Aufzählung bzw. durch den Parallelismus in Form eines Trikolons bekräftigt wird. Somit haben die irdischen Bestandteile, die den Menschen wichtig sind, genau wie die Menschen selbst eine zeitliche Begrenzung. Dies wird ebenso im letzten Teil des Vergleiches, der zeitgleich auch der letzte Bestandteil des Trikolons ist, deutlich. Die irdischen Bestandteile des Lebens werden mit einer „Wiesen-Blum“ (V. 13) verglichen, welche „man nicht wider find’t“ (ebd.). Die Lebenszeit der, als Metapher für das Leben der Menschen und der irdischen Bestandteile verwendeten, Blume ist abgelaufen und sie lässt sich nicht wieder zurückholen bzw. der Verfall lässt sich nicht rückgängig machen. Der Vers veranschaulicht somit die Unumgänglichkeit der Vergänglichkeit und stellt somit das Verhalten der Menschen, die die irdischen Bestandteile wertschätzen in Frage. Das Lyrische Ich beendet das Gedicht mit der Aussage „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14). Hierbei werden die Erkenntnisse aus dem vorangehenden Vers noch einmal aufgegriffen und beantwortet. Da das irdische vergänglich ist, ist das einzige, das Überirdisch ist gleichzeitig auch das einzige das „ewig ist“ (ebd.). Nach den Vorstellungen der damaligen Zeit (Absolutismus), ist das einzige das Überirdisch ist Gott, gefolgt von den obersten Herrschern. Das Lyrische Ich macht somit zum Ende des Gedichtes klar, dass nur der Glaube an Gott zählt und nicht das Vertrauen an irdische Bestandteile. Graphisch wird diese Aussage, da die finale Erkenntnis des Gedichtes thematisiert wird, mit einem Ausrufezeichen untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Lyrische Ich die Leser darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich und somit nichts wert ist. Letzten Endes zählt somit der Glaube an Gott, was den Menschen jedoch nicht in dieser Form benutzt wird. Zentrale formale Elemente des Textes sind die charakteristischen Merkmale des Barocks, wie beispielsweise das monotone Metrum, die Mittelzäsur, die besonders in den ersten beiden Strophen eine Rolle spielt, aber auch die Form des Sonetts selbst, welches durch die klare Struktur und die formale Gliederung das Verständnis des Textes und insbesondere des Umbruchs formal deutlich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Carina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast wie erwartet eine wirklich gute und ausführliche Analyse verfasst! Besonders deine Kenntnisse über die Zeit des Barocks hast du gut eingegliedert und mit den Formalen Aspekten in Verbindung gebracht. Des Weiteren hast du alle wesentliche Textpassagen gut erläutert und die sprachlichen Mittel mit in deine Deutungsansätze miteinbezogen. Bis auf kleine Verständnisfehler am Anfang ist dir deine Analyse wirklich gut gelungen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“ verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und ist in vier Strophen gegliedert. Es besteht aus jeweils vier Versen in der ersten und zweiten Strophe und aus jeweils drei Versen in Strophe drei und vier. Der Aufbau weist daher auf ein Sonett hin, da dieses aus zwei Quartetten und zwei Terzetten besteht und durch eine Zäsur in der Mitte des Verses getrennt ist. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein die Überschrift „Es ist alles eitel“ (V. 0) verallgemeinert die Situation der Vergänglichkeit welche durch das Numeral „alles“ (V. 0) deutlich wird. Das Sonett „Es ist alles eitel“ verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) und verdeutlicht somit, dass alles was man sieht, auf der ganzen Welt vergänglich ist. Zur Zeit des Barocks bezeichnet man die Vergänglichkeit als Eitelkeit und ist somit ein erstes Merkmal für die Epoche und als klagende Aussage zu betiteln. Zudem wird anhand der Anapher „du siehst“ (V. 1) deutlich, dass das lyrische Ich das Vergängliche mit eigenen Augen erkennen kann und sieht, wie sich die Welt verändert. Die Verwendung des sechshebigen Jambus und der männlichen Kadenz, verweist darauf das es sich hierbei um die Realität handelt, da die männliche Kadenz sehr hart auf das Gedicht wirkt und somit Fakten in den Raum stellt. Folgend erkennt das lyrische ich, dass sich die Welt ganz schnell verändern wird indem anhand einer Antithese gesagt wird, „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;“ (V. 2). Die schnelle Veränderung der Welt wird anhand der Adverbien „heute [und] morgen“ (V. 2) deutlich. Das Pronomen „jener“ (V. 2) verallgemeinert die Situation und lässt daraus schließen, dass jeder bereit dazu wäre, die Welt zu zerstören. Daraufhin folgt ein weiteres antithetisches Beispiel, welches die Vergänglichkeit des Irdischen darstellt, denn „Wo jetzund Städte stehn, wird wird eine Wiese sein“ (V. 3). Mit dieser Aussage bezieht sich das lyrische Ich auf die Zerstörung von Städten und vermutet, was durch „wird“ erkennbar ist, dass später mal auf diesem Platz eine Wiese sein wird, „Auf der ein Schäferkind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Anhand dessen wird klar, dass eine Vorausdeutung in die Zukunft dargestellt ist und die Natur, als die Macht gegen uns Menschen bezeichnet wird. „Schäferskind“ (ebd.) und „Herden“ (ebd.) verdeutlichen die Macht der Natur in Verbindung mit dem Menschen. Im Allgemeinen lässt sich in der ersten Strophe ein sechshebiger Jambus erkennen, mit zwei männlichen Kadenzen in Vers eins und vier und zwei weiblichen Kadenzen in Vers zwei und drei. Zudem liegt ein umarmender Reim (abba) vor, welcher die Gesamtsituation des Vergänglichen darstellt. Die Verwendung des sechshebigen Jambus vermittelt eine Art Monotonie und verdeutlicht die klagenden Aussagen und die Sorgen und Ängste der Eitelkeit, welche auf den 30- jährigen Krieg zurückzuführen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe folgt mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) und hebt somit die Vergänglichkeit der Pflanzen hervor. Das lyrische Ich bemerkt also, dass auch die Natur vernichtet wird und das „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Mit „pocht“ (ebd.) und „Asch und Bein“(ebd.) wird metaphorisch das Herz eines Lebewesens welches aufhört zu schlagen dargestellt und das einzige was übrig bleibt ist „Asch und Bein“ (ebd.) ein kleiner Teil des Lebewesens. Die Anapher „Was“ (ebd.) deutet daraufhin, dass alles in der Welt irgendwann nicht mehr existieren wird. Zudem wird anhand der Aussage „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) deutlich, das Dinge wie in diesem Beispiel „Erz und Marmorstein“ (ebd.), welche zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten, auch zerstörbar sind. Und nur das was „ewig sei“ (ebd.) ist nicht vergänglich, denn mit „ewig“ ist metaphorisch Gott gemeint, denn er wird niemals sterben. Vers acht wird mit der Personifikation „Glück“ (V. 8) eingeleitet, welches „uns [an] lacht“ (V. 8) und mit der Synästhesie „donnern die Beschwerden“ (V. 8) gegenübergesetzt. Das Glück und die Beschwerden stehen uns Menschen im Leben sehr nah gegenüber und verdeutlichen somit die Gefühle der Menschen und lassen somit die Angst vor der Vergänglichkeit deutlich werden. Das Personalpronomen „uns“(ebd.) unterstreicht, das wir Menschen unter diesen Umständen leiden und bemerken das uns die Angst bevorsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersucht man die ersten beiden Strophen lässt sich ein Aufgesang erkennen, der die Dramatik der Vergänglichkeit darstellt und die äußeren Probleme in der Welt schildert, während in der dritten und vierten Strophe persönlich auf das Individuum eingegangen wird. „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) verdeutlicht, dass all die Träume der Menschen bald nicht mehr existieren werden und sich von den schönen Erinnerungen welche metaphorisch als „Traum“ (ebd.) betitelt werden verabschieden müssen. Der Befehl „müssen“(ebd.) verdeutlicht ebenfalls, dass das Schicksal der Menschen eintreten wird und es keinen Ausweg geben werde. Daraufhin stellt das lyrische Ich sich eine rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V. 10) und versetzt sich damit in die Situation der Menschen im Krieg. Denn ihnen ist bewusst, dass ihr Leben als „leichte[r] Mensch“(ebd.) vergänglich wird.  Die Verwendung des Begriffs „leicht“ (ebd.) untermauert den Stellenwert der Menschen und somit auch den darauf bezogenen Umgang. Auch wird das Leben als „das Spiel der zeit“(ebd.) dargestellt, was zeigt, dass das Leben als Unwichtig betrachtet wurde und das zwei Machten gegeneinander kämpfen und eine Macht verlieren wird. In diesem Zusammenhang sind es wir Menschen, welche durch Krieg; Folter; Vergewaltigung u.ä. vernichtet werden. Das lyrische Ich findet sich in der Situation selbst als Opfer und realisiert die Katastrophen, denen der Mensch ausgesetzt ist, indem er eine Interpunktion „Ach“(V. 11) verwendet und all seine Sorgen zum Ausdruck bringt. Zudem bringt er durch das nochmals erwähnte Nummeral „alles dies“(V.11) die Vergänglichkeit des ganzen Lebens zum Ausdruck und zeigt wie wertvoll das Leben für den Menschen ist, indem er das Adjektiv „köstlich“(V. 11) verwendet, welches eher als etwas schönes gilt und man in Erinnerung behält. Daraufhin akkumuliert das Lyrische Ich mehrere Bezeichnungen für die Vergänglichkeit auf und benennt sie „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, Als Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V.12f.). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit und spiegelt Bestände wie Dunkelheit, ständige Angst und Stress. Um den Zeitraum eines Menschenlebens in dieser Zeit darzustellen verwendet der Autor den Vergleich mit der „Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(ebd.). Eine Blume lebt mit vielen andern Artgenossen zusammen in einem Lebensraum, bis sie nach einer bestimmten Zeit verblüht und somit ihr Leben verliert. Mit der „Wiesenblum“(ebd.) assoziiert das lyrische Ich den Menschen und  verdeutlicht die Vergänglichkeit und den Zustand das der Mensch nicht mehr auf der Erde da sein wird. Die Anapher „Als“(ebd.) unterstützt die Bezeichnung der Vergänglichkeit und hebt diese damit hervor. Um jedoch das wahre an der Vergänglichkeit herauszufinden erzählt das lyrische Ich in der letzten Strophe von „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!(V. 14). Da das irdische vergänglich ist, ist das einzige was Überirdisch ist gleichzeitig auch das, „was ewig ist“(ebd.) und damit ist Gott gemeint, denn er ist der Herrscher über die ganze Welt und steht auch über allem was es auf der Welt gibt. Somit macht das lyrische Ich und Menschen bewusst, dass das was für den Menschen übrig bleibt und das ist nichts, keine wahrnehmen möchte. Keiner möchte verstehen, dass nur Gott bestehen bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten beiden Strophen ist auffällig, dass diese aus jeweils drei Versen bestehen und ein Schweifreim vorweisen. Diese Veränderung des Reimschemas verweist auf ein weiteres Merkmal von Sonetten und bestätigt dieses damit nochmal. Der sechshebige Jambus wird aufgrund der in der Mitten getrennten Zäsur aufgrund von These und Antithese in Strophe eins und zwei als Alexandrina bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht aufgrund ihrer formalen Aspekte, die Folgen des 30-jährigen Kriegs, die Vergänglichkeit, anhand von Thesen und Antithesen sowie Anaphern und Metaphern sehr gut verdeutlichen. Aufgrund eines Sonetts wird die Epoche deutlich und damit auch den verwendeten Inhalt der Vergänglichkeit, welche zu dieser Zeit sehr schlimm waren. Das Reimschema trägt zum Verständnis des damals herrschenden Kriegs bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, der von Andreas Gryphius verfasst und im Jahre 1637, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein '''politisches''' (wieso politisch?) Gedicht. Es ist der Literaturepoche Barock zuzuordnen, welche besonders durch den sogenannten „Vanitas-Gedanken“, der sich auf die Vergänglichkeit alles Irdischen bezieht, geprägt wurde. Dieser wird auch in dem Gedicht Gryphius` thematisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist aus 14 Versen zusammengesetzt, welche in 4 Strophen gegliedert sind. Die ersten beiden Strophen sind Quartette, da sie aus je 4 Versen bestehen und die anderen beiden sind Terzette, welche aus jeweils 3 Versen zusammengesetzt sind. Diese Form des Gedichtes nennt sich Sonett. Dieser Sonettstil war zur damaligen Zeit vorgeschrieben und brachte eine gewisse Ordnung und Gleichmäßigkeit in die Gedichte, was sich auch in dem vorliegenden Gedicht widerspiegelt. Bezüglich des Metrums liegt ein Alexandriner vor, welcher aus einem sechshebigen Jambus besteht. Außerdem ist die Zäsur, eine Art Einschnitt beziehungsweise Pause, die nach der sechsten Silbe erfolgt. Die Kadenzen sind abwechselnd betont (männlich) und unbetont (weiblich). In den Quartetten liegt bezüglich des Reimschemas ein umarmender Reim (abba, abba) vor, während die Terzette einen Schweifreim (ccd, eed) aufweisen. Auch aufgrund des Zusammenspiels von sich reimenden Versenden und den jeweilig gleichen (betonten oder unbetonten) Kadenzen wird die bereits erwähnte Ordnung des Gedichts unterstützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Es ist alles eitel“ deutet die Vergänglichkeit von alle dem, was diesseitig ist, also der Erde angehört, an und leitet somit in die zentrale Thematik des Textes ein. Besonders das Zahlwort „alles“ (ebd.) akzentuiert, dass die Gesamtheit des Diesseitigen von der Vergänglichkeit betroffen ist, sowohl alle Lebewesen, als auch das, was von ihnen geschaffen wurde. Außerdem wird an dieser Stelle bereits die Haltung des lyrischen Ichs zu jener angedeutet, da deutlich erkennbar ist, dass es sich der Vergänglichkeit alles Irdischen durchaus bewusst ist und '''diese kritisiert'''.&lt;br /&gt;
Anschließend setzt das Gedicht damit ein, dass das lyrische Ich erwähnt, man sehe „nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1). Damit wird erneut der Vanitas-Gedanke aufgegriffen, welcher die Vergänglichkeit alles irdischen Seins und folglich allen Lebens auf der Erde beschreibt. Das Adverb „nur“ (ebd.) hebt dabei insbesondere hervor, dass sich die Vergänglichkeit ausschließlich auf das Irdische beschränkt, wodurch '''gleichzeitig angedeutet wird, dass das Überirdische, also Gott, für die Ewigkeit besteht''' (wird an dieser Stelle noch nicht deutlich, sondern kommt als neuer Aspekt zum Schluss erst). Auf der anderen Seite deutet dies auf die Haltung des lyrischen Ichs in Bezug auf die Ausweglosigkeit aus dieser Situation hin, da ihm bewusst ist, dass man der Vergänglichkeit und der Zeit nicht entfliehen kann, was zudem eine gewisse Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs vermuten lässt. Durch die Verwendung des Pronomens „du“ (V. 1) wird der Leser direkt angesprochen und in die Thematik einbezogen, da sie jeden betrifft. Des Weiteren erklärt das lyrische Ich, was „dieser heute“ (V.2) baue, reiße „jener morgen“ (V. 2) wieder ein. Diese Aussage zielt auf die Folgen des dreißigjährigen Krieges, welcher die Zerstörung vieler Teile Deutschlands mit sich gebracht hat. Besonders auffällig ist jedoch, dass sich die beiden genannten Aussagen antithetisch gegenüber stehen, was vor allem durch die Adverbien „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) hervorgehoben wird. In Verbindung mit den Verben „baut“ (V. 2) und „reißt […] ein“ (V. 2) könnten diese mit der Gegenwart und Zukunft assoziiert werden. Dies bezieht sich darauf, dass etwas in der Gegenwart zu erbauen bedeutet, etwas Neues zu schaffen, was eine positive Gefühl hervorruft, dass dies jedoch anschließend in der Zukunft wieder abgerissen wird, deutet auf die Vergänglichkeit hin, da diese Gefühl nur von kurzer Dauer ist, was an der kurzen Zeitspanne zwischen „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Diese Aussage erinnert ebenfalls an den sogenannten „memento mori“, welcher die Lyrik zur Zeit des Barock stark geprägt hat. Mit diesem ist gemeint, dass man bedenken solle, dass man stirbt. Diese Erinnerung an den Todesgedanken sollte die Menschen daran erinnern, sich auf ihr Leben in der Gegenwart zu konzentrieren und dieses zu nutzen. '''Somit könnte diese antithetische Aussage auch diesen Gedanken, jeden Moment des Lebens zu genießen, da er schnell wieder vergehen werde, vor Augen führen''' (Wird im 1.Vers noch nicht so deutlich, sondern erst im 2.Quartett). Andererseits kann die Verbreitung dieses Gedankens dazu dienen, den Menschen vor Augen zu führen, dass alles auf der Erde dazu bestimmt ist, irgendwann einmal zu sterben, auch sie selbst. Diese Vergänglichkeit wird durch das Pronomen „jener“ (ebd.) verallgemeinert, da sie überall zu erkennen ist. Daraufhin wird erneut die Zerstörung als Folge des Krieges sowie die Vergänglichkeit verdeutlicht, wenn das lyrische Ich erläutert, wo „jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). An dieser Stelle ist nochmals die Gegensätzlichkeit der Aussagen zu erkennen, welche vor allem durch die Zäsur zwischen der These und der Gegenthese hervorgehoben wird. Diese Zäsur dient jedoch auch dem Rhythmus des Gedichts, da an jener ein Einschnitt beziehungsweise eine Pause erfolgt. Hier ist jedoch auch ein gewisser Rückschritt zu erkennen, da es wieder zu seinem Ursprung zurückzukehren scheint. Des Weiteren lässt sich bei diesem Vers der sechshebige Jambus auf den Inhalt des Textes beziehen, da er prinzipiell eine gewisse Monotonie mit sich bringt. Diese akzentuiert in Verbindung mit der Vergänglichkeit, dass das Leben auf der Erde insofern absehbar und regelmäßig ist, als dass alles, was auf uns noch so wirkt, als hätte es bis in die Ewigkeit Bestand, bald schon nicht mehr da sein könnte. Auf die „Wiese“ (ebd.) geht das lyrische Ich im Folgenden Vers vertieft ein, indem es erläutert, auf jener werde ein „Schäferskind […] mit den Herden“ (V. 4) spielen. '''Das Bild des Schäferskindes als Hirte der Herde könnte sich im übertragenen Sinne auf die Religion beziehen, da Gott im Christentum als fürsorglicher Vater des Volkes oftmals auch als Hirte bezeichnet wurde, der jenes beschützt'''. Bezieht man dies wiederum auf den dreißigjährigen Krieg könnte diese Aussage als eine Art Appell des Erzählers an den Leser angesehen werden, da '''das Vertrauen in Gott, das Überirdische, das nicht vergeht, aus dieser Situation der Zerstörung hinaushelfen könnte'''. Demnach könnte diese Textstelle dazu dienen, Hoffnung zu vermitteln, dass nach dem Krieg wieder eine friedliche Zeit folgt. Betrachtet man in dieser Strophe genauer die Kadenzen sowie den vorliegenden Paarreim, fällt auf, dass die Aussagen in den Versen zwei und drei dadurch unterstützt werden. Dabei sind hauptsächlich die männlichen Kadenzen entscheidend, da jene hart wirken und einen Fakt beschreiben. In diesem Fall untermauern sie demnach, dass alles auf der Welt vergänglich ist, da dies eine Tatsache ist, die feststeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran folgt das zweite Quartett mit der Aussage, was jetzt so „prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Insgesamt fällt bis zu dieser Textstelle auf, dass der Fokus bisher auf der Vergänglichkeit der Natur und den Dingen, die der Mensch geschaffen hat, liegt. Dies ändert sich jedoch mit dieser Aussage. Zur Zeit des Barocks wurde das menschliche Leben häufig in Jahreszeiten eingeteilt. In dieser Textpassage scheint der Frühling aufgrund der Assoziierung von blühenden Blumen dargestellt zu werden. Bezieht man diesen weiterhin auf das menschliche Leben, so wird hier das Leben eines jungen Menschen aufgegriffen. Auch dieses ist demnach vergänglich, wodurch deutlich wird, dass der Tod jederzeit eintreffen kann und das Leben eines jeden vergänglich ist. Somit wird erneut klar, dass der Mensch dazu bestimmt ist, früher oder später zu sterben. Daraus lässt sich die Resignation des lyrischen Ichs schlussfolgern, da es sich somit auch der Vergänglichkeit seines eigenen Lebens bewusst zu sein scheint. Daraufhin erläutert das lyrische Ich, dass das was noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sei. Insbesondere das Verb „pocht“ (ebd.) lässt erkennen, dass es sich bei dieser Aussage um Menschen handelt, da das Pochen an das menschliche Herz und das Leben erinnert. Jene Menschen, die erwähnt werden scheinen Widerstand gegen den Krieg beziehungsweise einen feindlichen Angriff zu leisten, was durch das Verb „trotzt“ (ebd.) hervorgehoben wird. Eben diese Menschen seien am nächsten Tag lediglich noch „Asch und Bein“ (ebd.) was mit dem Tod in einer Verbindung steht, welcher eine Folge des Krieges ist. An dieser Stelle ist die Kritik des lyrischen Ichs deutlich festzustellen, da es eine der Konsequenzen des Krieges darstellt. Somit wird an dieser Stelle die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt. Die Anapher „Was “ (V. 5, V. 6), welche die expliziten Aussagen der Vergänglichkeit des Menschen einleitet, verbindet diese miteinander und hebt somit hervor, dass alles Irdische vergänglich ist. Dies wird auch durch die im Anschluss folgende Aussage „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) vor Augen geführt, da man früher geglaubt hat, man könne diese nicht zerstören und sie würden für die Ewigkeit bestehen. Dies widerlegt der Inhalt der restlichen Aussagen jedoch, denn das lyrische Ich behauptet, dass auch diese vergänglich sind, da sie etwas irdisches sind. Des Weiteren folgt die Personifikation jetzt „lacht das Glück“ (V. 8), welche der Synästhesie bald „donnern die Beschwerden“ (V.8) antithetisch gegenübersteht. Dies soll auf der einen Seite die Vergänglichkeit des Glücks und somit der guten Zeiten darstellen und deutet auf der anderen Seite auf die Folgen des Krieges hin, da die „Beschwerden“ (ebd.) nach dem Krieg häufig durch die darauf folgenden Hungersnöte sowie die Armut und das Leid der Menschen aufgekommen sind. &lt;br /&gt;
Anschließend ist deutlich zu erkennen, dass sich das erste Quartett mit der Vergänglichkeit dessen, was der Mensch geschaffen hat, beschäftigt, während das zweite Quartett die Vergänglichkeit des Menschen selbst thematisiert. Dadurch wird unterstützt, dass nichts auf der Welt ewig ist. Dies wird auch durch den einer Klimax ähnelnden Aufbau des Textes unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe ist ein Terzett und setzt damit ein, dass „[d]er hohen Taten Ruhm […] wie ein Traum vergehn“ (V. 9) müsse. Insbesondere der „Ruhm“ (ebd.) ist nach der Meinung des lyrischen Ichs nicht mehr von großer Bedeutung, da auch dieser vergänglich ist. Der Vanitas-Gedanke, welcher sich auf eben diese Vergänglichkeit alles irdischen Seins bezieht, bedeutete für die '''Menschen zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, dass beispielsweise auch Macht und Reichtum nicht signifikant sind''' (dein Analyseansatz, dass der Ruhm der Taten vergänglich ist, ist passender). Dies resultierte daraus, dass das Leben auf der Erde meist als sogenannter „leerer Schein“ bezeichnet wurde und somit nicht von großer Bedeutung gewesen ist. Für die Menschen ist es hauptsächlich wichtig gewesen, eine reine Seele zu haben und alle Sünden zu büßen, da dies die Voraussetzung für das Fortleben im Jenseits gewesen ist. Da dies nicht vergänglich ist, hat es also einen höheren Wert. Besonders das Substantiv „Traum“ (ebd.) hebt die Nichtigkeit des Ruhmes oder der Macht hervor, da jene sich nicht auf das Fortleben im Diesseits auswirken. Anschließend folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10). Das „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht dabei metaphorisch für das Leben. Dieses ist vergänglich und somit durch die „Zeit“ (ebd.) beschränkt, die etwas Ewiges ist. Mit dem „leichte[n] Mensch“ (ebd.) wird vor Augen geführt, dass der Mensch nicht für die Ewigkeit Bestand hat, da er durch das Adjektiv „leichte“ (ebd.) als schwach beschrieben wird. Daraufhin fragt das lyrische Ich sich, was „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) überhaupt sei. Dies bezieht sich auf die Frage, was das Leben überhaupt ist und welchen Wert es hat. Die Menschheit hat prinzipiell das Gefühl, dass das Leben und besonders das, was sie in jenem schaffen, für die Ewigkeit Bestand hat. Dies widerlegt das lyrische Ich jedoch mit den Aussagen im ersten und zweiten Quartett, denn nach jenen ist weder das, was die Menschen geschaffen haben, noch sie selbst für die Ewigkeit bestehend. Dies ist auf die Vergänglichkeit und die schwindende Zeit zurückzuführen. Die dieser Aussage vorangestellte Interjektion „Ach“ (V. 11) bringt den klagenden Charakter des Gedichtes durch die Resignation des lyrischen Ichs zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte Strophe gibt auf die zuvor erwähnte Frage in gewisser Weise eine Antwort und bezeichnet „alles dies“ (ebd.) „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Dies führt vor Augen, dass das vom Menschen erschaffene sowie der Mensch und sein Leben nicht von großem Wert und belanglos ist, da all dies etwas Irdisches und somit vergänglich ist. Weiterhin beschreibt das lyrische ich „alles dies“ (ebd.) „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find`t“ (V. 13). Bei der Vorstellung einer Wiese voller Blumen und einer einzigen Blume auf jener wird der geringe Wert dieser einzelnen Blume im Gesamten direkt deutlich. So ist es auch mit dem menschlichen Leben und dem einzelnen Menschen, da auch jener als einzelne Person insbesondere unter der Bezugnahme der Vergänglichkeit nahezu nichtig ist. Das lyrische Ich erläutert daraufhin, dass „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14) wolle. Dies resultiert daraus, dass die Menschen an dem festhalten, was Irdisch ist, da sie sich dessen nicht bewusst sind, dass all dies vergänglich ist und sich nicht damit beschäftigen, was für die Ewigkeit geschaffen ist. Das, was für die Ewigkeit Bestand hat ist im Grunde lediglich Gott, also das Überirdische sowie das Leben nach dem Tod. Das Leben auf dieser Erde ist vergänglich und im Vergleich zum Überirdischen von geringem Wert und dies scheinen die Menschen nicht zu erkennen (oder zu vergessen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Sonett mit der Vergänglichkeit alles irdischen Seins sowie auf der anderen Seite dem Überirdischen (Gott) und dessen Ewigkeit auseinandersetzt. Daraus resultiert zudem die Nichtigkeit alles Irdischen. Diese zentralen Aussagen des Textes werden besonders durch Metaphern und das Metrum sowie die Gegenüberstellungen von These und Antithese, die durch die Zäsuren hervorgehoben werden, untermauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Diana: Meiner Meinung nach hast du viele und richtige Analyseaspekte in deiner Analyse eingebracht. Deine Einleitung beinhaltet alles und was ich auch gut finde ist, dass du für das Thema Vergänglichkeit ein Fachbegriff nennst, der im Zusammenhang der Epoche des Barocks gebraucht wird. Außerdem finde ich es auch gut, dass du die Form, das Reimschema und das Metrum des Gedichts nicht nur nennst, sondern auch in deine Analyse hineinfließen lässt und auch analysierst. Im ersten Quartett finde ich gut die Herausstellung der Antithese gelungen und der Bezug dabei auf den Krieg und das Thema der Vergänglichkeit, da du detailliert analysierst und jedes Wort beinahe erklärst. Was ich dabei jedoch nicht so gut finde, ist dass du dort bereits die Andeutung auf Gott siehst, die meiner Meinung nach erst in der letzten Strophe thematisiert wird. Dass du den Begriff ,,momemto mori“ in deine Analyse eingebracht hast, finde ich auch sehr gut, wobei du den Begriff sogar noch erklärst, was ich sehr gut finde. Jedoch finde ich dass du den Begriff nicht schon zu Beginn einbringen solltest, sondern erst im 2.Quartett, wenn es um die Vergänglichkeit des Lebens geht, da im ersten Quartett eher die Vergänglichkeit erschaffener Dinge thematisiert wird. Was ich für besonders gut gelungen finde ist die Analyse des 5.Verses, da du sehr detailliert analysierst. Zu dem erkennst du auch den klimaxartigen Aufbau des Gedichts und dass das Lyrische ich zunächst beschreibt und anschließend wertet. Zudem finde ich die Analyse des Terzette auch gut, da du die zentralen Aussagen analysierst und belegst und die Metapher ,,Spiel der Zeit“ richtig erläuterst. In allem eine gelungene Analyse, wobei du Kleinigkeiten, die ich dir genannt hab nur verbessern musst (die Stellen hab ich dir auch markiert und in Klammern dahinter geschrieben, was mein Verbesserungsvorschlag ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die allgemeine Vergänglichkeit irdischer Dinge mit besonderem Fokus auf der Vergänglichkeit des Lebens im 30-jährigen Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Das Gedicht befasst sich im historischen Kontext mit der Vergänglichkeit des Menschen und im Kontrast dazu hintergründig auch mit der Unendlichkeit bzw. Ewigkeit Gottes, welche besonders in der letzten Strophe zum Ausdruck kommt. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird so in der Vergänglichkeit die Zerstörung der Menschenleben und Städte ausdrücklich, die zu dieser Zeit Tag für Tag durchlebt werden musste. (nimmst zu viel vorweg, erarbeite dir das während der Analyse)''' Darauf bezogen setzt auch die erste Strophe, geschrieben in einem umschließenden Reim, mit den Worten „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“(V. 1) ein. Hierbei wird besonders die Komplexität der Vergänglichkeit, welche im Wort „Eitelkeit“(ebd. ) benannt wird, deutlich, indem der Ausdruck „Du siehst, wohin du siehst“(ebd. ) verwendet wird. Dieser drückt gleich zu Beginn aus, das alles irdische vergänglich ist und '''dehnt somit den Rahmen auf alles aus (erkläre was du meinst)'''. Auffallend ist hierbei jedoch die Verwendung des Verbs „sehen“(ebd. ), '''welches Anlass gibt (A)''', das Vergängliche auf irdischer Ebene zu betrachten, da der Mensch nicht im Stande ist, das überirdische, bzw. „Gott“ zu sehen. Zudem spitzt das Adverb „nur“ (ebd. ) diese Bedeutung des Überirdischen noch einmal zu, indem die Erde somit als alleinig aus Vergänglichkeit bestehend beschrieben wird, weshalb das Reich Gottes indirekt, hier noch nicht ganz deutlich, aber bezüglich der vierten Strophe einen Kontrast zum Irdischen bildet. Die abschließende Interpunktion, die den Satz beendet, verweist dabei noch einmal auf die endgültige Vergänglichkeit aller Dinge und allen Lebens ohne Ausnahme. Daran anschließend konkretisieren die drei folgenden Verse die irdische Situation, indem Beispiele für die Vergänglichkeit genannt werden. In diesem Sinne setzt der Text mit den Worten „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“(V. 2) fort. Besonders kommt dabei die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen in den Pronomen „dieser“(ebd. ) und „jener“(ebd. ) noch einmal zum Ausdruck. Sie verallgemeinern das Bezugsfeld, sodass alle Menschen das Vergängliche miterleben sowie mit beeinflussen. Hierbei redet das lyrische ich in diesem Zusammenhang von Gebäuden, '''vielleicht (A/W)''' auch im metaphorischen Sinne von Errungenschaften einzelner, die wiederum zerstört werden. Die Zerstörung lässt sich dabei auf den historischen Hintergrund und somit auf den 30-jährigen Krieg beziehen, in welchem viele Leben und so auch Lebensräume zerstört wurden. Die antithetische Formulierung, wie auch der Kontrast in „heute“(ebd. ) und „morgen“(ebd. ) spielt dabei jedoch auch gewissermaßen auf die Wechselseitigkeit des Krieges an. Bezüglich der Zerstörung setzt der dritte Vers fort „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“(V. 3), worin wiederum Zusammenhänge zum Krieg gezogen werden können. Hierbei stechen aber auch noch einmal die antithetischen Begriffe „Städte“(ebd. ) und „Wiesen“(ebd. ) hervor, die insbesondere auf die materielle Vergänglichkeit anspielen, aber auch verdeutlichen, dass alles wieder zu seinem Ursprung gelangt, da dort vor der Stadt auch nur eine Wiese '''gewesen''' war. Eben diese Art von Kreislauf des Lebens unterstreicht der Vers „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“(V. 4). Die Verwendung des Futurs sowie die '''Simplizität der Situation (erkläre was du damit meinst)''', die hier dargestellt wird, zeigt das lyrische '''i'''ch, dass es trotz aller Zerstörung und Vergänglichkeit auch immer wieder einen Neuanfang und so auch neues Leben gibt, welches im Wechsel mit dem Tod bzw. der Vergänglichkeit steht. Auch drückt letztlich der umschließende Reim in den ersten beiden Strophen diese Vergänglichkeit als letztliches Mittel allen Lebens aus, was auch durch die Kadenzen deutlich wird. Hierbei sind der erste und vierte Vers weiblich, enden also auf einer unbetonten Silbe, und die umschlossenen Verse, wie auch in Strophe zwei männlich, enden auf einer betonten Silbe. '''Dabei ist auffallend, dass die betont endenden Verse jeweils eine Tatsache beinhalten (erkläre das genauer)'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontrastierung zweier Sinnbilder setzt sich auch in der zweiten Strophe fort, was wiederum die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen unterstreicht. In „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“(V. 5) wird auf gewisse Weise erneut metaphorisch das Leben dem Tod gegenüber gestellt. Besonders drückt darin die Wortwahl die Resignation des lyrischen Ichs aus, welches dem Leben nachtrauert, sich jedoch des Vergänglichen und des Neuanfangs bewusst ist, diesen jedoch nicht völlig zu verstehen vermag. Hierbei sticht jedoch durch die Verwendung des Futurs erneut die Wechselhaftigkeit heraus, die zum einen erneut auf den Krieg, aber zum anderen auch auf die Wechselhaftigkeit des '''allgemeinen (würd ich weglassen)''' Lebens anspielt. Somit ist es ungewiss, wie lange etwas anhalten und beständig sein wird, da die Möglichkeit des Vergehens jederzeit besteht. Dies entspricht auch dem Tod, der ungewiss eintreten kann, sei es durch Krieg oder aber andere Umstände, wie es in den folgenden Worten „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“(V. 6) deutlich wird. Besonders steht dabei das Verb „pochen“(ebd. ) für den Herzschlag und somit für Leben, wohingegen „Asch und Bein“(ebd. ) auf eine tote Person andeuten. Besonders wird hier jedoch auch noch einmal die Nichtigkeit einer einzelnen Sache oder Person für die Gesamtheit deutlich, indem die Asche metaphorisch als Symbol der Vergänglichkeit gilt. Zudem gilt sie bezüglich des Todes jedoch auch als Zeichen der Trauer, was die Resignation des lyrischen Ichs untermauert. Rückbezogen auf die verschiedenen Beispiele wie dem Tod oder der Zerstörung von Stätten folgt so  als Schlussfolgerung des lyrischen Ichs „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“(V. 7). Auch dieser Satz wird wie auch schon der erste durch eine Interpunktion beendet, was die Endgültigkeit der Aussage unterstreicht und somit die Vergänglichkeit verallgemeinert. Dass diese Aussage für alles und jeden gilt, wird dabei in den Worten „kein Erz, kein Marmorstein“(ebd. ) ausdrücklich, da Erz und Marmor in früheren und auch in heutigen Zelten als teure und resistente Stoffe gelten, die vielem Stand halten. Sie unterstreichen die Aussage also insofern, dass sie letztlich die Spitze des Unkaputtbaren darstellen und dennoch vergänglich sind, weshalb sich jegliche anderen Dinge dem unterordnen. Im letzten Vers der zweiten Strophe wird im Anschluss noch einmal besonders auf die Wechselhaftigkeit und den Kreislauf des Lebens angespielt. So zeigt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“(V. 8), dass das Leben gute wie auch schlechte Zeiten beinhaltet und der Wechsel zwischen diesen unabsehbar stattfindet, was das Adverb „bald“(ebd. ) andeutet. Aber auch der Bezug auf ein jedes Leben wird im Personalpronomen „uns“(ebd. ) deutlich, der durch die Personifikation „Jetzt lacht das Glück“(ebd. ) gestärkt wird. Eben diese verdeutlicht, dass das Glück auch etwas unbeeinflussbares ist, wie jeder andere Mensch auch, sodass auch das Aufkommen von Glück etwas ist, das vergänglich ist. Das gleiche drückt so auch die Metapher „bald donnern die Beschwerden“(ebd. ) aus, welche gewissermaßen auch für eine Unbeständigkeit der menschlichen Verfassung und Gemütsstimmung steht und somit auch diese als vergänglich akzentuiert. Betrachtet man die beiden ersten Strophen im Zusammenhang, so fällt ein etwas klimaktischer Aufbau von erster zu zweiter Strophe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte und vierte Strophe stehen dahingegen etwas im Kontrast zu den beiden vorherigen Strophen, indem das lyrische Ich darin nachdenklich wirkt und über die menschliche Existenz nachdenkt. Fasst man die beiden Strophen zusammen, so fällt gleich der darin vorhandene Schweifreim auf, '''im Einzelnen also ein Paarreim und eine Weise (brauchst du nicht zu erklären)'''. Dieses Reimschema, das in den beiden Quartetten und '''Tärzietten (Terzette)''' aufzufinden ist, ist das für den Barock typische '''Reimschema (Metrum)''' Alexandriner.  Zugleich fällt aber auch die durch den im Gedicht stringent verwendeten 6-hebigen Jambus auch auf, dass die Paarreime jeweils betont enden und die sich reimenden Weisen/Schweife dahingegen unbetont. Inhaltlich fällt in diesem Kontext auf dass die unbetonten Verse meist noch etwas positives beinhalten, das den '''Sinn hinter der Vergänglichkeit (der da wäre)''' ausdrückt. Das Metrum sorgt dahingegen jedoch für eine monotone Darstellung, die bezogen auf den Inhalt die unumgehbare Existenz der Vergänglichkeit darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe setzt mit dem Ausdruck „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) ein. Der Vergleich mit einem Traum bringt dabei die Nichtigkeit der Dinge in den Vordergrund. Zwar wird hier konkret von Ruhm gesprochen, über den das lyrische Ich nachdenkt, jedoch lässt dieser sich als ein Exemplar auffassen, dass eigentlich zeigt, wie unwichtig Dinge wie Ruhm und materielles Reichtum sind, da sie letztlich so schnell vorüber und in Vergessenheit geraten sind wie ein Traum, an den man sich oftmals schon nach kurzer Zeit nicht mehr erinnern kann. Darauf folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“(V. 10), welche durch die Existenz des Todes ihre Antwort findet. Besonders sticht hier aber auch die Metapher „das Spiel der Zeit“(ebd. ) heraus, welche verdeutlicht, dass die Zeit selbst endlos ist, jedoch das Spiel und somit das Leben des Menschen innerhalb dieser ein Ende findet, wie jedes Spiel irgendwann endet. In diesem Kontext wird der Mensch durch das Adjektiv „leicht“(ebd. ) verallgemeinernd als schwach dargestellt, was sich rückblickend auf den „Marmorstein“(V.  7) als Kontrast zur Härte zeigt, die jedoch auch nicht beständig ist. Somit deutet die Beschreibung des Menschen die vorausgesetzte Endlichkeit dieses an. Dass diese Tatsache das lyrische Ich resignieren lässt, wird in der Interjektion „Ach“(V. 11) deutlich. Im Anschluss daran fragt es sich, „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“(V. 11). Durch diese Frage wird deutlich, dass das, was der Mensch zu Lebzeiten '''verehrt (W/A)''' in Anbetracht der Zeit nichts wert ist und bezogen auf die Vergänglichkeit somit auch seinen Sinn verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt im Anschluss und als indirekte Antwort auf diese Frage setzt die vierte Strophe mit den Worten „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(V. 12) ein. Diese akzentuieren im metaphorischen Sinne, dass alles Irdische und vom Menschen erschaffene letztlich nur eine Kleinigkeit, wenn nicht gar nichts für die Gesamtheit ist. So gehören „Schatten, Staub und Wind“(ebd. ) alle zum Wortfeld der Vergänglichkeit, da sie alle Dinge sind, die nur für einen Moment bemerkt werden und kaum sichtbar sind. Diese akkumulierte Darstellung der Nichtigkeit wird auch im folgenden Vers, welcher sich wiederum auf die dritte Strophe bezieht, in „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V. 13) erneut aufgegriffen. Hierbei zeigt das Bild einer einzelnen Blume den geringfügigen Wert eines Menschen oder aber eines Gegenstandes für die Zukunft und die gesamte Welt. Schafft man hier nochmals eine Überleitung zum Krieg, so deuten diese beiden Verse die Nichtigkeit eines Individuums für einen Staat an, dem sich das lyrische Ich unverständig entgegensetzt. Somit sei alles vergänglich und sobald etwas vergangen ist, ist es vergessen und ohne Bedeutung. Dass dieser ganzen Vergänglichkeit jedoch etwas als eine Art Hoffnung entgegensteht, interessiert die meisten Menschen nicht, weshalb sie am Vergänglichen festhalten. Eben diese Tatsache wird im letzten Vers „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V. 14) deutlich. Letztlich ist Gott und somit das Leben nach dem Tod das Unendliche, das die Menschen jedoch im Leben noch nicht sehen oder erreichen können, aber auch nicht sehen wollen, indem sie am Irdischen festhalten. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird hierbei der ursprüngliche Anlass des Krieges, der zu Beginn ein Glaubenskrieg war, herausgestellt. Jedoch vergaßen die Menschen nach und nach den wahren Anlass ihres Kämpfens, sodass der Krieg eher zu einem materiellen Krieg wurde und der Glaube und so zugleich das Endliche vernachlässigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend befasst sich das Sonett im allgemeinen mit der Vergänglichkeit alles Irdischen, dem Gott jedoch kontrastierend gegenübersteht. Eben dieser Kontrast, aber auch die Wechselseitigkeit des Lebens und des Wandels von Gut zu Schlecht werden durch viele antithetische Reime verdeutlicht. So wird auch besonders die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt, während der Kreislauf des Lebens eher hintergründig durch einige Metaphern als eine Art Hoffnung aufgeführt wird. Insgesamt unterstützt jedoch alles, wie auch das Reimschema die These, dass überall Vergänglichkeit enthalten ist und es nur eine Frage der Zeit ist bis Dinge vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback Nina: Liebe Sarah, deine Analyse ist dir sehr gut gelungen. Vor allem inhaltlich schaffst du es vieles aus dem Gedicht herauszunehmen und zu erläutern. Dabei ist mir besonders positiv im Kopf hängen geblieben die Analyse deiner zweiten Strophe, die mir inhaltlich am besten gefallen hat. Außerdem schaffst du oft Verbindungen verschiedener Verse, was ebenfalls gut ist. Zudem nimmst du immer wieder Bezug zu den damaligen Umständen, aber nicht oft, sodass nicht der Gedanke aufkäme, das ganze Sonett handele von Krieg. Die eigentliche Thematik der Vergänglichkeit hast du natürlich gut herausgearbeitet und sie so in deinen Fließtext eingebaut, dass es sich nicht nach ständiger Wiederholung anhörte. Auch die formalen Aspekte hast du überwiegend richtig rausgearbeitet, jedoch immer an den Anfang der Quartette und Terzette gesetzt, sodass die Analyse der formalen Aspekte teilweise Aspekte der nächsten Strophe vorwegnahm. Außerdem erklärst du an zwei, drei Stellen nicht genau was du meinst (hab ich dir aber im Text markiert). Jedoch gefällt mir deine Analyse allem in allem gut.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Es ist alles eitel“ und verfasst von Andreas Gryphius handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahr 1637 '''(hinzufügen: veröffentlicht wurde)''' und somit der Zeit des Barocks zuzuordnen ist. Thematisch geht es in dem Gedicht um die Vergänglichkeit '''aller Dinge (alles Irdischen würde genauer passen).'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und 4 Strophen, wobei der Aufbau der eines Sonetts ist, da die ersten beiden Strophen aus jeweils 4 Versen bestehen und die letzten beiden Strophen aus je 3 Versen. Das Metrum ist ein 6-hebiger Jambus, wobei die Kadenzen abwechselnd betont und unbetont sind, und das Reimschema in den Quartetten ist ein umarmender Reim (abba, abba) und in den Terzetten liegt ein Schweifreim vor (ccd, eed). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Gedichts ,,Es ist alles eitel“ verdeutlicht bereits das Thema, dass alles vergänglich ist, wobei das Wort ,,alles“ die Verzweiflung des Lyrischen Ichs verdeutlicht, da nichts ewig bleibt und gleichzeitig auch hervorbringt, dass alles uns Bekannte und alles Existente vergänglich ist . Die Aussage ,,Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) verdeutlicht ebenfalls die Vergänglichkeit, wobei das Lyrische Ich darüber klagt, dass überall ,,nur“ (ebd.) Vergänglichkeit zu finden sei, also, dass alles auf der Welt vergänglich ist und nichts ewig ist. Dabei spricht das Lyrische Ich auch den Leser an, indem es das Personalpronomen ,,du“ (ebd.) verwendet, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass diese Vergänglichkeit '''auch einen selbst betrifft und dies somit ein Thema ist, welches alle betrifft. (hier wiederholst du dich)''' Durch die nächste Aussage ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2)  wird die Vergänglichkeit verbildlicht, wobei die Zeitangaben ,,heute“ (ebd.) und ,,morgen“ (ebd.) verdeutlichen, dass das was heute existiert in der Zukunft womöglich nicht mehr existiert, wobei die Zeitspanne dazwischen nicht immer lange ist, sondern Dinge schon bald vergänglich sein könnten. Die Verben ,,baut“ (ebd.) und ,,reißt […] ein“ (ebd.) stehen antithetisch zueinander und verdeutlichen, dass eben nicht nur Schlechtes vergeht, sondern auch Gute und Nützliche Sachen nicht für die Ewigkeit sind und eben auch diese vergehen. Auffällig in dieser Aussage sind aber vor allem auch die allgemeinen Formulierungen wie ,,dieser“ (ebd.) und ,,jener“ (ebd.), was zum Ausdruck bringt dass die Vergänglichkeit alles und jeden betrifft und somit auch auf alles übertragbar ist. Die Antithese dieser Aussage verdeutlicht auch den Kontrast des Daseins und der Vergänglichkeit und das eben aus diesen Dasein schnell Vergänglichkeit werden kann. Die nächste Aussage ,,Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein/ Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 3 f.) stellt eine Metapher dar, die ebenfalls die Vergänglichkeit verdeutlicht, aber auch eine Art Kreislauf der Vergänglichkeit und des Neubeginns. Dabei stehen die ,,Städte“ (ebd.) für das Existierende heute, welches nicht ewig ist und vergehen wird, wobei an Stelle dieser eben ,,eine Wiese“ (ebd.) sein wird, also etwas neues, welches den Platz des zuvor Existierenden eingenommen hat. Eben dieser Neubeginn des Kreislaufes wird durch die Metapher des ,,Schäferkind[es]“ (ebd.) verdeutlicht, da das Kind für neues Leben und den Anfangs steht. Somit wird durch diese Metapher deutlich, dass auch wenn alles vergänglich ist, es trotzdem einen Kreislauf gibt, der für einen Neubeginn sorgt. Auch das Nomen ,,Wiese“ (ebd.) steht für einen Neubeginn und Natürlichkeit, wobei das Nomen antithetisch zu dem Nomen ,,Städte“ (ebd.) steht, was ebenfalls die Vergänglichkeit und auch der Neubeginn verdeutlicht, da an Stelle der Stadt eine Wiese ist, die nicht von Menschen erschafft ist, wie die Stadt, sondern natürlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Quartett beginnt mit der Aussage ,,Was jetztund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5), wobei diese Antithese ebenfalls die Vergänglichkeit untermauert. Dabei wird hier '''darauf angedeutet (darauf hingedeutet)''', dass das Schöne und Positive ebenfalls vergeht, was durch die Metapher ,,Was […] prächtig blüht“ (ebd.) verdeutlicht wird. Die Verzweiflung und resignative Haltung des Lyrischen Ichs wird durch das Verb ,,zertreten“ (ebd.) hervorgebracht, wobei das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als etwas Negatives empfindet, da das Schöne, Blühende zerstört wird. Das Adverb ,,bald“ (ebd.) bringt ebenfalls die resignative Haltung und die Klage über die Vergänglichkeit zum Ausdruck, da das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als kein entferntes Ereignis sieht, sondern glaubt, sich der Vergänglichkeit in naher Zukunft stellen zu müssen.  Dies lässt sich auf die damalige Situation des 30-Jährigen Kriegs übertragen, da man sich der Vergänglichkeit stellen musste, da der Krieg alles zerstört hat. Dies wird auch durch die nächste Aussage ,, Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) auch verdeutlicht, da durch die Formulierung ,,pocht und trotzt“ (ebd.) deutlich wird, dass Menschen im Krieg gemeint sein könnten, die kämpfen und sich zu verteidigen versuchen. Das Verb ,,poch[en“ (ebd.) erinnert dabei an das menschliche Herz, wodurch also der Mensch und das Leben symbolisiert werde '''(wird)'''&lt;br /&gt;
. Durch die Aussage, dass diese zu ,,morgen Asch und Bein“ (ebd.) sind '''(das zu kannst du hier weglassen)''', verdeutlicht die negativen Konsequenzen des Krieges, nämlich, dass Menschen sterben, wobei durch den Ausdruck ,,morgen“ (ebd.) ebenfalls hervorgebracht wird, dass dies bald wieder passiert, was somit die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt. Die Anapher der Aussage zuvor und dieser ,,Was jetzt“ (ebd.) '''(die Anapher ist im Prinzip nur &amp;quot;Was&amp;quot; , da jetzund und jetzt zwar den selben Sinn haben, aber nicht das gleiche Wort sind)''', bringt dabei hervor, dass das Vergängliche alles betrifft und überall anzutreffen ist. Weiterhin wird durch die Aussage ,,Nichts ist, was ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) erneut die resignative Haltung des Lyrischen Ichs deutlich, da dieser die Vergänglichkeit überall sieht, was durch die Akkumulation ,,kein Erz, Kein Marmorstein“ (ebd.) wird hier fehlt das Prädikat). Außerdem wird dadurch hervorgebracht, dass auch die Erde vergänglich ist und somit nicht ewig bleibt, was die Klage des Lyrischen Ichs und die Resignation hervorhebt. Die Antithese ,,Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) untermauert erneut, dass der heutige Zustand in der Zukunft weg ist, wobei die Zeitangaben ,,Jetzt“ (V.8) und ,,bald“ (V.8) ebenfalls die kurze Zeitspanne verdeutlichen, in dem das Heutige existiert und dass die Vergänglichkeit schneller kommt als man denkt. Die Personifikation ,,lacht das Glück uns an“ (V.8) untermauert dabei, dass das Lyrische Ich anklagt, dass sich sehr stark auf das Heutige konzentriert wird und dann vergessen wird, dass bald die Beschwerden ,,donnern“ (ebd.), wodurch auch eine gewisse Angst des Lyrischen Ichs vor der Zukunft verdeutlicht wird und auch die Verzweiflung über die Vergänglichkeit des Glückes '''(Prädikat)'''. Das Personalpronomen ,,uns“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle Menschen betrifft und '''das Thema somit sich auf jeden (umstellen: und das Thema sich somit...)''' und alles übertragen lässt. Das Verb ,,donnern“ (ebd.) verdeutlicht metaphorisch, dass die ,,Beschwerden“ (ebd.) große Auswirkungen haben werden und die Menschen heftig überkommen. Dadurch wird dann auch erneut die Angst des Lyrischen Ichs vor dem Krieg und '''der (dessen)''' Folgen deutlich, wobei das Verb ,,donnern“ (ebd.) auch mit Waffen und den lauten Geräuschen des Krieges assoziiert werden könnte.&lt;br /&gt;
Das Metrum dieser beiden Quartette ist dabei regelmäßig und monoton, was ebenfalls die Aussage der immer wiederkehrenden Vergänglichkeit und die Regelmäßigkeit des Lebens und des Sterbens untermauert, sowie die regelmäßigen Reime mit den Kadenzen ebenfalls die bestimmte Ordnung im Leben und die faktische Vergänglichkeit untermauert. '''Außerdem unterstützt die Zäsur zwischen These und Antithese den Gegensatz und führt somit den Inhalt auch besser vor Augen.'''  Auffällig bei den Quartetten ist, dass diese eher die Vergänglichkeit des Erbauten, der Natur und des Menschen beschreibt, wohingegen in den beiden Terzetten eine Bewertung der Vergänglichkeit von dem Lyrischen Ich erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Terzett beginnt dabei mit der Aussage ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), wobei dies aussagt, dass das Ansehen zur Zeit des Krieges auch vergänglich war, da die Menschen in dem ständigem Bewusstsein lebten, dass jeder Tag ihr letzter sein könnte. Durch den Vergleich mit dem Nomen ,,Traum“ (ebd.) wird deutlich, dass das Ansehen zwar gewünscht wird, aber nicht geschieht. Das '''Verb ,,muß“ (ebd.) (benutze hier besser den Infinitiv &amp;quot;müssen&amp;quot;)''' drückt dabei aus, dass es davor keinen Ausweg gibt und die Vergänglichkeit sozusagen vorherbestimmt ist. Darauf folgt die rhetorische Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V.10), welche aussagt, dass der Mensch nicht unsterblich ist und der Mensch der Vergänglichkeit nicht entfliehen kann. '''Die Metapher ,,Spiel der Zeit“ (ebd.) verdeutlicht dabei die Vergänglichkeit, die zu jeder Zeit eintreten kann, da durch den Krieg die Menschen ständig mit ihrem Tod rechneten und täglich Menschen starben.''' '''Auch das Adjektiv ,,leicht[.]“ (ebd.) führt vor Augen, dass der Mensch nicht lange Bestand hat auf der Erde und eben auch vergänglich ist.(ggf. noch hinzufügen, dass das Adjektiv &amp;quot;leicht&amp;quot; ihn sozusagen abschwächt und deshalb deutlich wird, dass er auf der Erde nichtig ist und nicht lange Bestand hat)''' Die nächste Aussage wird durch die Interjektion ,,Ach“ (V. 11) eingeleitet, wobei hier die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs vor Augen geführt wird. Des Weiteren werden durch das Personalpronomen ,,wir“ (V.11) '''alle Menschen einbezogen in die Thematik (umstellen: alle Menschen in die Thematik einbezogen)''', was verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle betrifft und das Lyrische Ich auch dadurch  sagt, dass alle Menschen das selbe ,,für köstlich achten“ (V.11). Dabei spezifiziert das Lyrische Ich dies in dem nächste Terzett durch die Aussage ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12), wobei die Akkumulation die Arten der Vergänglichkeit beschreibt, sodass dadurch ausgesagt wird, dass das Vergängliche überall zu finden ist. Die Nomen ,,Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) akzentuieren dabei, dass alles Irdische vergänglich ist und nicht mehr greifbar ist, sondern dass das Irdische einfach verschwindet.  Die nächste Aussage ,,Als eine Wiesenblum, die man nicht mehr wieder find't!“ (V.13) beschreibt ebenfalls die Vergänglichkeit und '''schafft auch einen Bezug zu der Wiese, die in dem ersten Quartett beschrieben wird (vgl. V.3 f.) und zerstört somit das dort noch friedliche Bild von dem spielenden Schäferskind (das würde ich hier nicht unbedingt erkennen, ich denke eher, dass es die Nichtigkeit des Menschen auf der Erde als Einzelner zum Ausdruck bringt)''', da das Lyrische Ich sagt, dass  man sie ,, nicht mehr wieder find't“ (ebd.) und somit alles vergänglich ist. Durch die letzte Aussage ,,Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) kritisiert und klagt das Lyrische Ich an, dass alle Menschen zwar die Vergänglichkeit erkennen, aber jeder vergisst was Ewig ist, wobei hier Gott gemeint sei könnte. Dabei sei zwar alles Irdische vergänglich, Gott jedoch sei ewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zusagen, dass das Lyrische Ich in den Quartetten die Vergänglichkeit des Irdischen beschreibt, indem es These und Antithese gegenüberstellt, also das noch Existierende und das dann Vergangene, wobei diese Gegenüberstellung durch das Metrum und die Zäsur untermauert werden. In den Terzetten äußert sich das Lyrische Ich hingegen eher bewertend. Insgesamt wird die Thematik der Vergänglichkeit durch Metaphern, Anaphern und allgemein gehaltene Formulierungen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Nina H.: Deine Analyse ist dir im Gesamten sehr gut gelungen. Besonders deine Analyse des ersten Quartetts gefällt mir sehr gut. Zum einen gehst du dabei sehr gut auf das „alles“ ein, da du erläuterst, dass dadurch Verzweiflung entsteht, da alles was wir kennen vergänglich ist. Hier ist gut zu erkennen, dass du das Gedicht gut verstanden hast! Auch den zweiten Vers erklärst du sehr detailliert, wodurch man deine Erläuterungen sehr gut nachvollziehen kann. Außerdem finde ich gut, dass du die Haltung des lyrischen Ichs häufig mit in deine Analyse einbringst und diese gut erklärst. &lt;br /&gt;
Zudem hast du die Form des Gedichts erkannt und gut mit in deine Analyse einbezogen, was mit auch sehr gut gefällt. Dabei fände ich es jedoch noch besser, wenn du die Zäsur, die du da erwähnst da erklärst, wo du auch die Antithesen erklärst, die durch jene unterstützt werden. Zudem bezieht sich das „Spiel der Zeit“, das du später erwähnst eher auf das menschliche Leben.&lt;br /&gt;
An der Stelle wo du den hohen Taten Ruhm erklärst könntest du noch hinzufügen, dass dieser sich in Bezug auf den 30 jährigen Krieg auf Heldentaten/ z.B. gewonnene Schlachten bezieht und auch diese werden in der Zukunft nichtig sein, da sie vergessen werden und vergänglich sind. Im Zusammenhang mit dem Verb „müssen“ wird also angedeutet, dass menschliche taten auch vergänglich und bedeutungslos sind. Ein paar Kleinigkeiten habe ich dir in deiner Analyse fett markiert und meinen Verbesserungsvorschlag dazu geschrieben.&lt;br /&gt;
Ansonsten ist dir deine Analyse sehr gut gelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Es ist alles eitel&amp;quot;, welches von Andreas Gryphius im Jahre 1637 geschrieben wurde, in der Epoche des Barock, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen. Ursprung des Gedichtes war der 3O-Jährige Krieg. &lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus einer Sonettform, welche die charakterisierende Eigenschaft besitzt, dass das Gedicht in vier Strophen einteilt, jeweils zwei der vier Strophen bestehen sind vier versig und die darauffolgenden sind 3 versig. Das Metrum des Gedichts ist ein sechs-hebiger Jambus, was zudem durch das nicht durchgängig vorhandene Reimschema  des Paarreims und zu Ende des Gedichtes des umarmendes Reims untermauert wird. Die sich abwechselden betonten und unbetonten Kadenzen untermauert die Gefühle des Lyrischen Ichs.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift des Gedichtes ,,Es ist alles eitel&amp;quot; (Z.0) veranschaulicht das Thema des Gedichtes, über welches sich das Lyrische Ich beklagt. Die erste Strophe des Gedichts verdeutlicht die Erschaffung von neuen Dingen, die aber immer wieder vom Menschen selbst zerstört werden. Das Indifinitpronomen ,,alles&amp;quot; veranschaulicht, dass die Eitelkeit überall auf der ganzen Welt zu finden ist. Der erste Vers knüpft an die Überschrift an, denn das Lyrische Ich spricht den Leser direkt an, durch die Wiederholung ,,Du sieht, wohin du sieht&amp;quot; (V.1), welche den Leser mit einbezieht. Vor allem die darauffolgende Hyperbel ,,nur Eitelkeit auf Erden&amp;quot; (V.1) bestärkt die Vergänglichkeit alles Irdischen. Die Erklärung der ,,Eitelkeit&amp;quot; ( V.1) folgt in dem nächsten Vers, denn ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein&amp;quot; (V.2). Dieser Vers verdeutlicht die Vergänglichkeit durch die Zerstörung des Menschen, was vor allem durch die betonte Silbe am Ende, welche Brutalität untermauert, veranschaulicht wird. Die Antithese ,,was dieser morgen baut, reißt jener morgen ab&amp;quot; (V.2) wird vor allem durch den sechs-hebigen Jambus, der eine Zänsur enthält betont.  Des Weiteren wird diese Vergänglichkeit durch den nächsten Vers verbildlicht, denn ,,Wo jetztund ein Städte stehn, wird eine Wiese sein&amp;quot; (V.3). Die Begriffe ,,Städte&amp;quot; und ,,Wiese&amp;quot; stehen sich in diesem Vers antithetisch gegenüber, da ,,Städte&amp;quot; (V.3) mit Lärm, vielen Menschen und Gebäuden assoziiert wird, wohingegen die ,,Wiese&amp;quot; (V.3) eine leise Landschaft beschreibt. Diese Antithese deutet auch die Zerstörungen und Gefahren des damals herrschenden 30-jährigen Krieges und bestärkt somit das Thema der Vergänglichkeit dadurch das nicht von Bestand ist. Zudem untermauert die betonte Kadenz  das friedliche und metaphorische Bild einer ,,Wiese&amp;quot; (ebd.).  Die Wiese ,,auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden&amp;quot; (V.4) verkörpert den Rückgang der Entwicklung durch die Vergänglichkeit. Die betonte Kadenz bekräftigt das Klagen des Lyrischen Ichs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe beginnt mit der Assoziation der Pflanzenwelt, denn ,,Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden;&amp;quot; (V.5). Dieser Vers zeigt die Trauer des Lyrischen Ichs und untermalt wieder mal die Vergänglichkeit alles Irdischen. Der zweite Vers ,,Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein&amp;quot; (V.6) bringt zum Ausdruck, dass nicht nur die Pflanzen und die Dinge um den Menschen herum vergänglich ist, sondern auch wir Menschen vergänglich sind, was durch den Ausdruck ,,Asch und Bein&amp;quot; (V.6) veranschaulicht wird, da dieser Ausdruck mit dem Tod asoziiert wird. Zudem bestärkt auch die Anapher ,,Was&amp;quot; (V.5,6), die zu Beginn der beiden Verse steht und eigentlich eine Frage aufbringt, da ,,Was&amp;quot; (ebd.) ein Fragewort ist, die Vergänglichkeit alles Lebenden. Diese Vergänglichkeit wird vor allem im nächsten Vers deutlich, da ,,Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (V.7). Die Akkumulation ,,kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (ebd.) verweist darauf, dass wirklich alles vergänglich ist. Des Weiteren fällt der klimatische Aufbau der zweiten Quartette auf, da es zu Beginn um die Pflanzenwelt geht und dann auch um den Menschen und dessen Tod, was auch durch das rhthmische Metrum deutlich wird, welches sehr beunruhigend wirkt. Die Personifikation ,,Jetzt lacht das Glück uns an&amp;quot; (V.8) akzentuiert die düstere und hoffnungslose Stimmung des Lyrischen Ichs. Was auch durch das Personalpronomen ,,uns&amp;quot; (V.8) untermauert wird, da das Lyrische Ich Hilfe sucht und die Menschen auf die kommende Gefahr aufmerksam machen möchte, denn die Lautmalerei ,,bald donnern die Beschwerden&amp;quot; (V.8) kennzeichnet die Gefahr, die auf die Menschen zukommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Terzette enthält eine Wahrung, die an die Menschen gerichtet ist, denn ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.&amp;quot; (V.9) akzentuiert, dass der Soldatenruhm schnell verschwinden wird, was durch den Vergleich ,,wie ein Traum vergehn&amp;quot; (V.8) veranschaulicht wird. Außerdem untermauert das Verb ,,müssen&amp;quot; (V.9) die Notwendigkeit der Veränderung. Denn die Soldaten tun dem Volk keinen Gefallen, da die Kriegsgegner sich böse an dem Volk und nicht an den eigentlichen Verursachern, den Soldaten, rächen werden. Dieser vorliegende Vers ist eine Vorausdeutung auf das Ende des Kriegs und weist vor allem die Gefahren des Kriegs auf. Dieser Aspekt, der Vorausdeutung, wird in der rhetorischen Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?&amp;quot; (V.10) deutlich, da der ,,leichte Mensch&amp;quot; (ebd.) als Zeichen für das unschuldige Volk stehen soll, welches vielleicht nicht weiterhin bestehen wird nachdem 30-Jährigen Krieg und auch nicht mehr besteht, weil das Volk sich durch die Auswirkungen des 30-jährigen Kierges verändert hat.Zudem unterstreicht diese Frage auch, dass das Lyrische Ich in Frage stellt, ob die menschliche Rasse Bestand hat, da die Menschen sich gegenseitig bis zum Tod bekriegen. Auch die Antithese der beiden Verben der Verse, welche sich reimen,,,bestehn&amp;quot; (ebd.) und ,,vergehn&amp;quot; (ebd.) zeigen wieder einmal die Vergänglichkeit. Des Weiteren veranschaulicht die Injektion ,,Ach&amp;quot; (V.11) die Verzweiflung des Lyrischen Ichs, welche im darauf folgenden Vers ,,Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten,&amp;quot; (V.11) wiedermals untermauert wird. In diesem Vers wirkt das Lyrische Ich sehr nachdenklich und schein darüber nach zudenken auf welche Dinge der Mensch achtet, obwohl vieles der Nichtigkeit unterliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Terzette beginnt mit einer Akkumulation, die die Nichtigkeit erklärt ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum&amp;quot; (V.12f.). Diese Akkumulation veranschaulicht den Lesern wieder einmal, dass alles Irdische vergänglich ist. Das wird vor allem durch den Ausruf ,,die man nicht wieder find't&amp;quot; (V.13), welcher in Bezug zur ,,Wiesenblum&amp;quot; (V.13) steht, bekräftigt. Der letzte Vers, welcher einen Ausruf in sich trägt, ,,Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!&amp;quot; (V.14) kritisiert den Menschen, der nicht erkennt, dass das Einzige das nicht von Vergänglichkeit geprägt ist der Gott im Himmel ist. Indirekt wirft das Lyrische Ich den Menschen, die damals gelebt haben vor, dass sie nicht die Werte Gottes erkennen und sehen, dass Gott gar nicht will, dass die Völker sich untereinander bekriegen, denn Gott will kein Leid auf Erden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema des Gedichtes sehr gut durch die Struktur zum Ausdruck gebracht wird. Alles Irdische ist nun mal vergänglich, was das Lyrische Ich vor allem durch den Ausruf im letzten Vers sehr gut zum Ausdruck bringt. Das Lyrische Ich will den Menschen dazu bringen über seine Taten und dessen Aufwand nachzudenken, vor allem durch die Erwähnung des ,,ewig[en]&amp;quot; (ebd.), da Gott so eine Welt nicht für die Menschen erschaffen hat, damit diese sie wieder rum zerstören. Der formalsprachlichen Aspekt wie das Metrum und die Kadenzen veranschaulichen die wilden und wechselnden Emotionen des Lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist eitel“ von Andreas Gryphius, welcher im Jahre 1637 verfasst wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Zeitlich ist es der Epoche des Barocks zuzuordnen. Thematisch geht es um die Vergänglichkeit des irdischen und der Ewigkeit Gottes im Vergleich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht besteht aus 14 Versen und ist es Sonett, denn es liegen zu Beginn zwei Quartette vor, worauf zwei Terzette folgen. Das Reimschema der Quartette ist umschließend, während das der Terzette aus Paarreimen besteht. Außerdem liegt ein sechs-hebiger Jambus vor. &lt;br /&gt;
Die Kadenzen sich weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht beginnt mit einem Quartett und bezieht sich direkt auf den Leser. „Du siehst , wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) Das Personalpronomen „du“(ebd.) spricht den Leser direkt an und bezieht ihn in diese Aussage mit ein. Diese Aussage kritisiert die Erde bzw. die Menschen, die auf ihr leben, denn diese sind von „Eitelkeit“(ebd.) betroffen und kümmern sich dadurch nur um sich selbst, ohne sich für andere zu interessieren. Außerdem kritisiert es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Damit meint es im Prinzip, dass es gutes und böses „auf Erden“(ebd.) gibt und dass es zwischen diesen beiden Parteien oft Konflikte gibt, da der böse Mensch, das vom guten Mensch erbaute einfach so zerstört. Außerdem verdeutlicht dies den ständigen Wandel der Welt und dass nichts ewig ist. Die folgenden beiden Verse „Wo jetztund Städte stehen, wird eine Wiese sein, / Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.3f.) verdeutlichen diesen Wandel. Aus Städten werden Wiesen und aus Wiesen werden Städte, die Umgebung wandelt sich ständig. Außerdem werden in diesen Versen Gegensätze gegenübergestellt, wie z.B. „dieser“(ebd.) und „jener“(ebd.), „Städte“(ebd.) und „Wiese“(ebd.) oder „baut“(ebd.) und „reißt […] ein“(ebd.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Quartett fährt das lyrische Ich damit fort von Gegensätzen zu reden : „Was jetzt prächtig blüht, soll bald zertreten werden; / Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein“ (V.5f.). Das prächtig blühende vertritt dabei das Gute, während das Zertreten das Böse vertritt. Außerdem vergleicht es wiederholt die Gegenwart mit der Zukunft, durch Adverben wie „jetztund“(ebd.), „bald“(ebd.), „jetzt“(ebd.) oder „morgen“(ebd.). Es schließt das Quartett mit den Worten „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein. / Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.7f). Damit unterstreicht es zum einen die Vergänglichkeit der Erde / des Lebens und führt vor Augen, dass die Zukunft sehr viel negativer als die Gegenwart sein wird. Dabei benutzt er erneut Adverben wie „jetzt“(ebd.) und „bald“(ebd.), um zwischen Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden. Zusätzlich liegt eine Personifikation vor, welche die Situation des lyrischen Ich´s bestärkt und dramatisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgt das erste der beiden Terzette. In diesem redet das lyrische Ich von den „hohen Taten Ruhm“(V.9), welche „wie ein Traum vergehen“(V.9) müssen. Damit verdeutlicht es, dass all der Reichtum ebenso vergänglich ist und er somit jemanden nur temporär zufriedenstellen kann. Das Verb „vergehen“(ebd.) unterstreicht dabei nochmal die Vergänglichkeit der Erde bzw. des Lebens und bezieht sich dabei besonders auf den dreißigjährigen Krieg, in dem sich der Autor beim Verfassen des Gedichtes befand. Er schrieb das Gedicht zu einer sehr deprimierenden Zeit, während der ständige Angst an der Tagesordnung waren und während der man kaum darum kommt, über den Sinn des Lebens, Gerechtigkeit oder Vergänglichkeit nachzudenken. Diese Überlegungen führen auch auf den Titel des Gedichtes „Es ist alles eitel“(V.0) zurück. Diese vom Autor verfasste These bedeutet so viel wie, dass alles vergänglich ist und somit irgendwann ein Ende findet (Tod). Während des dreißigjährigen Krieges kann es schnell vorkommen, dass man über so etwas nachdenkt, da man täglich von Vergänglichkeit hört, indem Menschen sterben und „Städte“(V.3) zerstört werden. Die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V.10) zeigt gewissermaßen die Hilflosigkeit des Menschen, welcher „das Spiel der Zeit“(V.10), also das Leben nicht für immer „bestehen“(V.10) kann und somit irgendwann stirbt. Die Metapher „Spiel der Zeit“(V.10) bekräftigt dabei nochmal die Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Aussage des lyrischen Ichs „Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten, / Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t“(V.11ff.) erstreckt sich über die das Ende des ersten und den Anfang und die Mitte des zweiten Terzetts. Die Interjektion „Ach“(ebd.) drückt die Nachdenklichkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs aus und verdeutlicht seine Unzufriedenheit. Mit all dem, „was wir für köstlich achten“(ebd.) scheint „Glück“(V.8), „Ruhm“ (V.9) und das Leben im allgemeinen gemeint zu sein. Auf dies folgen die  „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(ebd.), was die Vergänglichkeit der  „köstlich[en]“(ebd.) Dinge unterstreicht. Denn die  „Wiesenblum“(ebd.), welche die Natur beschreibt und Symbolisch für das Leben steht,  „find´t“(ebd.) man nicht wieder. Dadurch wird erneut verdeutlicht, dass das Leben irgendwann verloren geht und man somit stirbt. Das Gedicht wird mit dem Satz  „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V.14). Dies lässt darauf schließen, dass wenn der Mensch und die Erde nicht ewig sind, es nur ein Wesen geben kann, welches ewig und somit nicht vergänglich ist und dieses ist Gott. Man kann dieses Fazit also als eine Art Hilferuf an Gott verstehen, welcher nach Vorstellung der Menschen die nötige Macht hätte, den Krieg sofort zu beenden. Durch diesen Hilferuf an etwas, wovon niemand mit Gewissheit sagen kann, ob es existiert oder nicht, wird die Hilflosigkeit und Verzweiflung des lyrischen Ichs in den Vordergrund gestellt und lässt die Gedankengänge dieses leichter nachvollziehen. Andererseits kann man dieses Fazit aber auch als direkte Kritik gegen Gott verstehen, da dieser nichts gegen den Krieg und somit die Vergänglichkeit der Menschen macht, obwohl er laut der Vorstellung der Menschen allmächtig und gütig sein müsste (Theodizee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in diesem Gedicht durch verschiedenste Mittel die Vergänglichkeit des Menschen und der Erde verdeutlicht wird. Dieser Vergänglichkeit steht die Unsterblichkeit Gottes gegenüber, welcher nichts gegen die Vergänglichkeit, also den Tod der Menschen unternimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius Gedicht „Es ist alles eitel“, veröffentlicht im Jahr 1637 in der Zeit des Barocks '''sowie während (A)''' des 30-jährigen Kriegs, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vers „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) der ersten Strophe (V.1-4), deutet die Thematik des Gedichts schon '''in Ansätzen (Wieso nur in Ansätzen?''' an. Mit der Wiederholung „du siehst“ (ebd.) wird betont, dass egal wohin ein jemand schauen mag, er Eitelkeit entdecke. Dass diese benannte Eitelkeit allumgreifend und wirklich überall zu finden ist, wird dadurch'''(Z)''' sowie durch die Benennung der „Erde […]“ (ebd.) hervorgehoben. Auf diese Nichtigkeit wird '''in (Gr)''' darauffolgenden Vers vom lyrischen Ich '''ausgeführt (A/W)'''. Die Pronomen „dieser“ (V.2) und „jener“ (V.2) untermauern dies, da sie offen und verallgemeinernd für jede beliebige Person stehen und dadurch den Aspekt bekräftigen, dass Eitelkeit tatsächlich überall auf der Welt und bei jeder Person zu finden sei. Auf die Rolle des Menschen wird in diesem Kontext näher eingegangen, '''in dem (R)''' besagt wird, „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Hier wird der Aspekt der Vergänglichkeit angerissen und gleichzeitig, wie sich der Mensch in Bezug auf '''dieser (Gr/Bz)''' verhält. '''So bauten Menschen Dinge auf, um sie in der Zukunft wieder zu zerstören (Hier erläuterst du den Vers mit den Worten des Verses)'''. „[M]orgen“ (Z.V.2) steht hierbei repräsentativ für einen ungewissen Zeitraum während der Entwicklung des Menschen. Er wird also besagt, dass alle Menschen die Fähigkeit besitzen Dinge aufzubauen, jedoch auch, dass sie irgendwann während ihrer Entwicklung das Gebaute wieder zerstören, '''um neues darauf zu erbauen (? Woher | Widerspruch zur nächsten Deutung)'''. Außerdem ist hier von zwei unterschiedlichen Personen die Rede, einmal „dieser“ (ebd.) und einmal „jener“ (ebd.), wobei der eine erschafft und der andere es zerstört. Es kann also ebenfalls gesagt werden, dass die Menschen aneinander vorbei leben und nicht respektieren, was ihr Vorgänger mit Fleiß und Arbeit erschaffen hat. Im '''darauffolgenden (R)''' Vers wird der '''unkonkrete (W)''' Inhalt mit einem Beispiel deutlicher. Denn „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3) spricht abermals an, dass Menschen Dinge bauen und sie danach wieder dem Anfang gleich machen, da jede Stadt mit einem leeren Grundstück oder einer Wiese begonnen hat. Dieser Prozess mache die Dinge nicht nur vergebens, sondern hebe auch die Vergänglichkeit der Welt hervor. Der letzte Vers der Strophe „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.4) deutet eine '''Wiederentstehung des Zerstörten (A/W)''' an. Denn Kinder stehen symbolisch für den Anfang eines neuen Lebens, sowie auch Schafe und ihre Herden an Leben erinnern. Im Zusammenhang mit den Versen zuvor '''verdeutlicht''' dies einen gewissen Kreislauf des Lebens '''an (W)''', an dessen Anfang der Mensch steht, der etwas erschafft und das Erschaffene im Laufe der Zeit wieder zerstört, um danach wieder neues zu bauen. Dieser Kreislauf zeigt gleichzeitig, dass alles von Menschen '''gemachte (R)''' zwangsweise vergänglich sei. '''Die erste Strophe (f: gesamtes Gedicht)''' des Sonetts ist ein Alexandriner, der nicht nur typisch für die Zeit des Barocks ist, sondern auch '''die Regelmäßigkeit die Vorhersehbarkeit (?/A)''' des Kreislaufes des Bauens und Zerstörens verkörpert. Zudem handelt es sich um einen umschließenden Reim, der in Vers zwei und drei mit weiblichen, also unbetonten Kadenzen endet, und in Vers eins und vier mit männlichen, die die These, dass alles Irdische '''letztendlich (R)''' vergeht, '''verhärtet (A)''' und betont, dass es sich hierbei um einen Fakt handle. Die häufig wieder zu findenden Zäsuren, wie beispielsweise im Satz „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein;“ (ebd.), spalten den Satz nicht nur formal, sondern auch inhaltlich in These und Antithese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe (V.5-8) '''wird (Gr (Pl))''', an den Versen „Was jetzund prächtig blüht soll bald zertreten werden;/Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.4f.) zu erkennen, die Zukunft und die Gegenwart antithetisch gegenüber gestellt, sodass das Erschaffene und das Zerstörte '''vergleichend gegenüber steht (A)''' und der Aspekt der Vergänglichkeit in den Fokus gerückt wird. Dieser ist im Verb „blühen“ (ebd.) zu erkennen, da Blumen bzw. Pflanzen die Eigenschaft haben zu blühen und diese ebenfalls nicht ewig halten. „Asch und Bein“ (ebd.) erinnert an das Ende eines Menschenlebens, das im Kontext der Zeit des Gedichtes eine bedeutendere Rolle spielt. Da das Gedicht zur Zeit des 30-jährigen Kriegs '''veröffentlicht und wahrscheinlich auch verfasst (f)''' wurde, kann man sagen, dass „Asch und Bein“ (ebd.) auf die zahlreichen Toten während des Krieges zurückzuführen '''ist (Gr)''' und'''(Z)''' dass die Vergänglichkeit dem lyrischen Ich in '''vor allem (A)''' so einer Zeit deutlicher vor Augen geführt wird. Im '''darauffolgenden (so)''' Vers ist zu erkennen, dass '''Gryphius (?)''' selbst in „Erz und Marmorstein“ (V.7) keine Ewigkeit findet, was nochmals verdeutlicht, das wirklich „(n)ichts“ (V.7) ewig ist und dass alles im Laufe der Zeit vergeht, da man zu dieser Zeit davon ausging, dass Gestein unzerstörbar sei. Mit dem Vers „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) wird auf der einen Seite ausgesagt, dass das Leben sowohl gute, also vom „Glück“ (ebd.) geprägte Zeiten hat, aber auch gegenteilige Zeiten, in denen die Menschen unzufrieden sind. Die Personifikation „Jetzt lacht das Glück uns an“ (ebd.) deutet an, dass Menschen sich gegenseitig Glück bescheren können. Jedoch zeigt der Vers ebenfalls wie die eine Seite zur anderen wechseln kann und dass selbst ein Gefühl, egal ob es positiv oder negativ ist, vergänglich ist und wechseln kann. Dieser schnelle Wechsel wird wieder durch die Gegenüberstellung von „jetzt“ und „bald“ (ebd.) deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil des Sonetts, bestehend aus zwei Terzetten, '''unterschiedet (R)'''sich inhaltlich vom ersten Teil. So drehten sich die Quartette um eine Art beschreibende Perspektive des lyrischen Ichs, während sich der folgende Teil mit der näheren Sichtweise des lyrischen Ichs beschäftigt. Dessen Position bezüglich der Vergänglichkeit alles Irdischen lässt sich aus der Struktur der Quartette bereits in Ansätzen erahnen. Auf die Anführung des positiven, '''wie die das (A)''' „jetzund prächtig blüht“ (ebd.), folgt die Prognose von etwas, das das Gute nichtig macht, wie „soll bald zertreten werden“ (ebd.). Diese Ersetzung durch das Schlechte lässt erahnen, dass das lyrische Ich der Vergänglichkeit eher klagend gegenübersteht. Der Vers „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9) geht auf eine andere Art der Vergänglichkeit ein, indem angesprochen wird, dass der gute Ruf und die Anerkennung, die daraus resultiert, ebenfalls vergänglich sind. Ruhm und Anerkennung äußern sich als sofern nützlich, dass man sich dadurch als Person in der Gesellschaft Vorteile versprechen kann. Ausnahmezeiten wie die des Krieges entkräften jedoch den Nutzen von Ruhm, da dort jeder für sich selbst kämpft, sodass selbst dieser vergänglich und wertlos wird. Dieser Aspekt wird dem des Traumes gegenübergestellt, der wie ein Gedanke, eine Erinnerung oder eine Idee urplötzlich in den Kopf eines Menschen kommen kann, aber auch in sekundenschnelle verfliegen kann. Mit dem „Spiel der Zeit“ (V.10) wird erstmals ein Aspekt angedeutet, der im Gegensatz zu allem aufgelisteten ewig ist, nämlich die Zeit. Hier wird angedeutet, dass der Zeit gegenüber „der leichte Mensch“ (V.10) stünde. Es ist festzustellen, dass die Existenz des Menschen abhängig von der Zeit ist und dass er gegen die Zeit spielt, mit seinem ständig bestehenden inneren Wunsch nach einem möglichst langen Leben, '''der auch ein Instinkt oder eine Angst sein kann (zu weit)'''. Mithilfe der Interjektion „Ach“ (V.11) lässt sich wieder die Position des lyrischen Ichs feststellen, die im Zusammenhang mit „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V.11) als klagend und unzufrieden beschrieben werden kann. Zudem lässt sich daraus schließen, dass '''er (das l.I. ist also ein Mann, soso🤔)''' aufgrund des Zustands der Vergänglichkeit alles köstliche, also alles schöne und genießbare im Leben in Frage stellt. Dies wird auch im Zusammenhang mit der „schlechten Nichtigkeit“ (V.12), verglichen mit „Schatten, Staub und Wind“ (V.12) deutlich. Die Akkumulation dient wieder als Vergleich für weitere vergängliche Dinge im Leben, da ein Schatten mit der Sonne geht, Staub sich auflöst und ein Wind abebben kann. Diese Beispiele verdeutlichen Flüchtigkeit und '''zeigt (Gr)''' damit auf, dass einige Dinge langsam vergehen, und dass andere auf den anderen Moment verschwinden. Eine weitere Metapher für die Vergänglichkeit bietet der Vers „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“ (V.13), der als Ausruf formuliert ist und somit die Bestürzung des lyrischen Ichs verdeutlicht. Im letzten Vers findet das lyrische Ich etwas anderes'''(Z)''' das ewig weilt, was indirekt mit „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V.14) angeführt wird. Da, wie das lyrische Ich es heraus gestellt hat, alles Irdische vergänglich ist, muss das Überirdische, also etwas göttliches'''(Z)''' ewig sein. '''Er (so)''' kommt also zu dem Schluss, dass nichts was wir als Mensch auf der Welt kennen'''(Z)''' ewig weilen wird und zieht daraus den Schluss, dass Gott das einzig '''ewig (R)''' der Welt sei und dass niemand '''menschliches (A)''', der noch lebt, je das Ewige sehen könne. Jedoch wird auch angeführt, dass dies kein Mensch betrachten wolle und drückt damit das Desinteresse der Menschen dem gegenüber aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Sonett die Thematik, dass alles Irdische vergänglich sei, im ersten Vers als These anführt, und dann zahlreiche metaphorische Beispiele dafür nennt. Dabei unterstützt das Alexandriner Metrum die wiederholend auftretende Gegenüberstellung von These und Antithese. Zudem wird deutlich, dass der Mensch sich in einem Kreislauf aus Zerstörung und Neuerschaffung befindet. Außerdem sind in den Quartetten umarmende Reime vorzufinden und in den Terzetten ein Schweifreim. Darüber hinaus wird er Standpunkt des lyrischen Ichs in Bezug auf die Vergänglichkeit deutlich, der sich als unzufrieden und klagend äußert. Zum Schluss wird angeführt, dass das einzig wahre Ewige Gott sei und dass die Menschen nicht in der Lage dazu seien das Ewige zu erkennen und zu schätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Sarah'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Analyse ist dir im Gesamten gut gelungen. Du hast viele beutende Aspekte mit eingebracht und sehr viel gut und richtig gedeutet. In der ersten Strophe fällt dabei besonders deine tiefgehende Deutung des Inhalts als sehr positiv auf. Sprachlich formulierst du deinen Text klar und gut verständlich. Jedoch solltest du an einigen Stellen dennoch auf deine Ausdrucksweise achten und deinen Inhalt besonders bei den letzten Strophen mehr auf die Vergänglichkeit als auf das Zerstören beziehen. In diesem Kontext könnten dir die Analyse der Sprache, die du hier leider etwas vernachlässigst, dazu helfen, die Dinge noch besser zu verdeutlichen. Jedoch hast du den Text auch ohne diesen Bezug schon gut verstanden, solltest ihn jedoch darum ergänzen.&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe setzt sich deine Arbeit ähnlich fort. Auch hier deutest du den Text wirklich gut und arbeitest inhaltlich nahezu alles heraus, könntest jedoch wesentlich mehr auf die Sprache eingehen, die den Inhalt noch einmal stützt. In deinem dritten Absatz hingegen, gehst du wesentlich mehr auf den zusammenhang von Inhalt und Sprache ein, sodass du hier höchstens in der 3. Strophe noch etwas mehr in die Tiefe gehen könntest. Zuletzt könntest du deinen Schluss etwas zusammenhängender formulieren, da er so etwas abgehackt wie eine To-Do-Liste wirkt. Die darin genannten Aspekte, die du als prägnant akzentuierst, hast du aber bereits richtig erkannt. Sprachlich insgesamt auch gut, Fehler sind im Text markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles eitel“,wurde 1637 von  Andreas Gryphius geschrieben und thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht hat vier Strophen. Strophe eins und zwei haben jeweils vier Verse, die Strophen drei und vier haben jeweils drei Verse. Das vorliegende Metrum ist ein sechs-hebiger Jambus ,das Reimschema, ein umarmender Reim zumindest in den Strophen eins und zwei, in den letzten beiden Strophen liegt jeweils ein Schweifreim vor. So wird klar, dass nach jeder Strophe ein Abschluss ist, da dieses Reimschema als Rahmen dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe dient als Einleitung, das Grundproblem, die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) wird dargelegt.  Durch das Personalpronomen „Du“ (V.1), wird der Leser angesprochen und so wird deutlich, dass es jeden betrifft, also dass alle Menschen unter der Eitelkeit die überall herrscht betroffen sind.Mit Hilfe der Repetitio „siehst“ (V.1) wird deutlich verstärkt, dass überall auf der Welt nur Eitelkeit zu finden ist (vgl. V.1).  Im weiteren Verlauf der Strophe wird klar gestellt, dass die Menschen gegeneinander arbeiten, da der eine „heute [etwas] baut“ (V.2), aber der andere es morgen wieder zerstört (vgl. V. 2). Durch diese Antithese, welche auf eine These folgt, wird die Zerstörung zu dieser Zeit klar, und der Bezug zum 30-jährigen Krieg wird klar. Außerdem wird so verdeutlicht, dass keinen Bestand hat. Darauf folgt eine weitere Antithese, da gesagt wird, dass dort „wo jetzund Städte stehn , […] eine Wiese sein [wird]“ (V.3), wieder eine Antithese, welche auf eine These folgt. Durch die Alliteration „Städte stehn“ (V. Ebd.) wird noch einmal verstärkt dargestellt, dass nichts für die Ewigkeit ist. Es folgt ein Enjabement , wodurch ein Zusammenhang deutlich wird, da dort die Rede von „Schäferskind[ern]“ (V.4) ist, welche auf der „Wiese“ (V.3) mit den Schafsherden spielt (vgl. V. 4), was ein Gefühl von Frieden ausstrahlt. Dadurch wird ein Kontrast zum Beginn der Strophe, da dort von Krieg und Zerstörung im Zusammenhang mit dem 30-jährigen Krieg die Rede ist (vgl. V.1f.), dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe ist von der Zerstörung, vor Allem in der Pflanzenwelt die Rede. &lt;br /&gt;
Beispielsweise schreibt Gryphius, „was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5). Er stellt außerdem durch „jetzund“ (V. 3,5) eine Verbindung zur vorherigen Strophe her. Auch durch die These und die darauffolgende Antithese „prächtig blüht, […] bald zertreten“ (V.5) und „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.6), wird ein eindeutiger Bezug zur ersten Strophe hergestellt.Vers 5 und 6 sind im Übrigen durch die Anapher „Was“ (V.5,6) verbunden. Das Gedicht wurde in der Epoche des Barrocks geschrieben, ein wichtiges Merkmal war damals das momento mori (lat.: sei dir des Todes bewusst), auch dies ist im fünften Vers vorhanden. Im nächsten Vers macht das lyrische Ich noch einmal klar, dass nichts Bestand hat sondern alles vergänglich ist (vgl. V.7). Der letzte Vers der Strophe steht wieder antithetisch zueinander, da zuerst die These aufgeführt wird „Jetzt lacht das Glück uns an“ (V.8) und dann die Gegenthese „bald donnern de Beschwerden“ (V. Ebd.). Damit schließt die zweite Strophe ab, allgemein kann man sagen, dass das lyrische Ich in den ersten beiden Strophen die Situation vorstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den letzten beiden Strophen, welche beide Terzette sind,  bewertet das lyrische Ich die Situation, welche es in den ersten beiden  Strophen beschrieben hat. Die dritte Strophe wird damit eingeleitet, dass das lyrische Ich die damalige Zeit bewertet. In der Epoche des Barocks gab es einige reiche Menschen, allerdings auch viel Armut. Mit der Aussage „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), spielt er auf diese Spanne an drückt der Autor eine gewisse Sehnsucht aus, dass der Ruhm in der Welt keine höhere Bedeutung haben sollte. Dies versucht das lyrische Ich mit dem nächsten Vers zu unterstützen, indem es eine rhetorische Frage anführt, mit welcher es auf die Leser eingeht. Mit der Metapher „Spiel der Zeit“ (V. 10) ist das Leben, der Mensch gemeint so wird also die Frage gestellt, wie denn der Mensch Bestand haben kann, in einer solchen zerstörerischen Welt. Der letzte Vers des Terzetts bringt eine Interjektion mit sich, „Ach“ (V. 11). Dieser Seufzer drückt die Unzufriedenheit und und die Traurigkeit des lyrischen Ichs aus. Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben (vgl. V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe ist ebenfalls ein Terzett, es beginnt mit der Aufzählung „Schatten, Staub und Wind“ (V.12). Dies alles sind negative Aspekte die Rückbezug auf den Krieg nehmen. Der „Schatten“ (V. 12)  ist eine Metapher für das Leben, Schatten kann immer, ganz plötzlich verschwinden und dann ist es so als wäre er nie dort gewesen. Genauso ist es laut des Autors mit dem Leben, es kann so schnell vorbei sein und dann ist es so, als wäre man niemals auf der Erde gewesen. Darauf kann man den Leitsatz „carpe diem“ (lat. Nutze den Tag; ebenfalls aus der Zeit des Barrocks) zurückführen, da jeder Tag der letzte sein könnte. Im nächsten Vers wird das Leben mit einer Blume verglichen (vgl. V. 12), welche auf einer Wiese mit vielen anderen ist. Man finde sie dann nicht wieder (vgl. V. 11), da dort noch so viele andere Blumen sind. Hervorgehoben wird dies noch mit der Anapher „Als“ (V.12,13), im Übrigen wird so auch ein Zusammenhang zwischen Vers  12 und 13 hergestellt. Der letzte Vers wird vom Autor genutzt, um seine Meinung mit den Lesern zu teilen. Er ist der Meinung, dass Niemand auf der Welt wirklich wahrgenommen hat, was auf der Welt wirklich ewig ist (vgl. V. 14). Mit der Alliteration „will, was“ (V. 14) wird seine Meinung ein letztes Mal betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor mit dem Gedicht, kritisch zu dieser Zeit Stellung nimmt und den Lesern seine Meinung mitteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback: Deine Analyse ist schon gut gelungen. Ich finde es sehr gut, dass du die historischen Ereignisse, also den 30- jährigen Krieg mit einbezogen hast. Außerdem hast du einige Merkmale eines Sonetts, Terzett und Quartett, erkannt und benannt. Dann finde ich es auch gut, dass du einige Aspekte des Vanitas- Gedankens (memento mori und carpe diem) in deine Analyse mit einbezogen hast. Was du noch verbessern musst sind einige Rechtschreibfehler und an manchen Stellen die Kommasetzung (z.B. zweiter Abschnitt, letzter Satz: Damit schließt die zweite Strophe ab, (hier fängt eigentlich ein neuer Satz an) zusammenfassend kann man sagen ...). Außerdem nennst du manchmal Aspekte, auf die du dann aber nicht mehr eingehst (z.B. vorletzter Abschnitt, letzter Satz: Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben). Auf die solltest du dann noch eingehen, da es sonst wie eine Zusammenfassung wirkt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Das vorliegende Naturgedicht „Es ist alles eitel“ wurde von Andreas Gryphius 1637 in der Epoche des Barocks verfasst und thematisiert das Sterben alles '''i'''rdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist ein'''e''' Sonett, da die beiden ersten Strophen vier'''zeilig''' sind und die letzten beiden Strophen drei'''zeilig''' sind. Das Reimschema lautet abba abba ccd eed. Somit liegt in den ersten beiden Strophen ein umarmender Reim vor und die letzten beiden beginnen mit einem Paarreim aber enden schließlich mit einem Schweifreim. Zudem ist das Metrum des Gedichts ein sechshebiger Jambus mit weiblichen und männlichen Kadenzen.'''( du hast das Metrum richtig erkannt, jedoch könntest du noch hinzufügen, dass sich es sich bei diesem Metrum um den Namen Alexandrina handelt. Du erwähnst das Metrum in deiner Analyse was sehr richtig ist. Deshalb braucht du in diesem Anschnitt die formal-sprachlichen Aspekte nicht nochmal zu nennen.)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn wird von dem lyrischen Ich die These aufgestellt: „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1).  Somit wird direkt einen Bezug zum Titel geschaffen, „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) '''herrscht''' (Satz ist unvollständig). Das Repetitio'''n''' „du siehst“ (ebd.) bestärkt zudem die Vergänglichkeit der Erde und somit allem Irdischen, stellt jedoch auch zugleich eine Ansprache an den Leser, um deutlich zu machen, dass die Situation unumgänglich ist. Hier wird zudem Bezug zum 30 jährigen Krieg genommen''','''(hier sollte dein Satz enden, sonst ergibt dieser keinen Sinn mehr) in diesem Kontext ist jedoch „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) eine Hyperbel, welche verdeutlichen soll, welche'''s''' Elend die Leute ausgesetzt waren und diese keinen Ausweg hatten.'''(In Vers 1 könntest du noch auf die Anapher „du siehst“ eingehen und deren Funktion erklären!)''' Weitergehend wird eine Antithese „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2) aufgestellt. Durch das Metrum, der sechshebige Jambus, werden die These und Antithese gegenübergestellt, was durch die Zäsur, also dem Einschnitt hervorgehoben wird.'''(hier erwähnst du an richtiger Stelle das Metrum jedoch könntest du noch die Funktion ergänzen)'''. So wird verdeutlicht, dass nichts Bestand hat und all das was man sich aufgebaut hat am nächsten '''t'''ag nicht mehr da sein '''kann(versuche noch auf das Pronomen „jener“ einzugehen.)''' . Dies wird auch im darauffolgenden'''(Substantiv fehlt)''' deutlich: „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Auch dieser Satz ist antithetisch. „Städte“ (ebd.) stehen jedoch hierbei metaphorisch für das Leben der Menschen, da sie dort ihren Wohnort haben, ihr zu Hause finden und ihre Existenz. Somit ist zu sagen, dass das Leben ebenfalls vergänglich'''(Satzende fehlt)'''. Untermauert wird dies durch die männlichen Kadenzen des Paarreims, da diese einen Schluss setzten und somit auch mit dem Tod assoziiert werden können. Der letzte Vers des ersten Quartetts steht jedoch im Kontrast zu den anderen Versen.'''(sehr guter Aspekt)''' Das „Schäferskind“ (V. 4)  bringt eine friedliche Stimmung herbei. Da dieses „wird spielen mit den Herden“ (V. 4) wird ein glücklicher Moment geschildert, welcher jedoch als Wunschvorstellung angesehen werden kann, da ein Kontrast zu den anderen Versen gesehen werden kann.''' (Versuche noch den Bezug zu er Vergänglichkeit in Vers vier herzustellen, denn zu dieser Zeit gab es keine glücklichen Momente. Die Wunschvorstellung ist schon ein guter Anfang!)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des zweiten Quartetts wird die Nichtigkeit der Natur zum Vorschein gebracht: „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Somit ist dass harmonische Bild des Schäferskind zerstört, so sei alles vergänglich. Allerdings wird nicht nur ausgesagt, dass die Natur vergänglich sei, sondern auch der Mensch, was im darauffolgenden deutlich wird. So heißt es: „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Sowohl „pocht“ (ebd.) als auch „trotzt“ (ebd.)'''(das ist eine Onomatopoese)''' sind Merkmale des Menschen oder auch der Tiere. Beide Gruppen besitzen ein pochendes Herz und beide können Widerstand leisten. Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) verkörpert somit den Todesgedanken aller Lebewesen die Knochen besitzen. Die Anapher „[w]as“ (ebd.) leitet die antithetischen Verse ein, was eine Verbindung zu den Versen schafft. Zuerst '''wurde'''(Tempus) die Vergänglichkeit der Natur angesprochen und danach das Leben von Mensch und Tier, was '''verdeutlichen kann (verdeutlicht)''', dass fernab kein Leben existieren kann. Im nächsten Vers wird zudem erneut auf die Natur eingegangen, so sei „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zerstörbar.  Diese Naturalien galten jedoch zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar. Allerdings ist auffallend, das alles geschilderte Vergänglichkeit zum Ausdruck '''bring (beende hier den Satz)''', so muss es auch mit unzerstörbar '''geglaubten Utensilien (klingt Umgangssprachlich)''' sein da '''des''' Rhythmus des Jambus keine Änderung hervorruft. Somit herrscht im gesamten Sonett eine monotone Stimmung. Die Personifikation „lacht das Glück“ (V. 8) akzentuiert die Vorstellung, wie das Leben sein sollte. Jedoch ist diese Vorstellung direkt verworfen, da „bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Diese Synästhesie umfasst die Sinnesreize des hören und fühlen, was das Leiden der Menschen im Krieg unterstreichen soll. Das Personalpronomen „uns“ (V. 8) verallgemeinert zudem die Situation und stellt somit keine Unterscheidung an, was erneut die Aussichtslosigkeit des Krieges verdeutlicht.'''(sehr gute Erläuterung)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(eine kurze Zusammenfassung zu den ersten beiden Strophen könntest du noch hinzufügen, um später den Kontrast zu den anderen beiden Strophen herzustellen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Quartetten wird eine beschreibende Perspektive geschildert, jedoch jetzt im Wechsel zu den Terzetten wird eine bewertende Haltung des lyrischen Ichs eingenommen.'''(klingt zu oberflächlich)''' Dieser Perspektivwechsel wird vor allem durch die Interpunktionen am Ende der Verse deutlich '''(versuche während deiner Analyse auf die Relevanz der Interpunktionen einzugehen)''', so wird neben einem Fragezeichen (vgl. V. 10) auch Ausrufezeichen (vgl. V. 13-14) verwendet. „Der hohe taten Ruhm“ (V. 9) ist erneut eine Wunschdenken '''da zur Zeit des Krieges kein Ruhm vorhanden war (falsche Erklärung)'''. Alle Menschen die zuvor Geld besaßen und reich waren, waren auf Grund des Krieges arm und mittellos.'''(hier da gleiche)''' Aus diesem Grund wird auch diese Vorstellung „wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was erneut antithetisch zu dem '''b'''eginn des Verses steht. Das „Spiel der Zeit“ (V. 10) verdeutlicht, dass das Leben im Krieg jeder Zeit zu Ende sein könnte, da jedes Spiel irgendwann einen Gewinner hat und damit endet. Allerdings ist die Zeit unendlich und der Mensch vergänglich, somit ist klar, dass dem menschlichen Leben jederzeit das Ende gesetzt sein kann.'''(unverständlich)''' Da es sich um eine rhetorische Frage handelt, wird die Resignation des lyrischen Ichs kund gegeben.'''(gehe mehr auf Vers 10 ein)'''  Weitergehend wird die Resignation in der Interjektion „[a]ch“ (V. 11)  fortgeführt. Somit ist „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) von keiner Bedeutung, da sowieso alles vergänglich ist.''' (mehr auf die Interjektion eingehen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Terzette '''(Das letzte Terzett)''' setzt mit '''eine''' Akkumulation ein: „ Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). All diese Dinge sind vergänglich und nicht von langer Dauer. Der „Schatten“ (ebd.) kann metaphorisch für die Schattenseiten des Lebens stehen, also für die schlechten Zeiten des Lebens und auch der „Staub“ (ebd.) nimmt Bezug zu Vers 6, was die zeitliche Begrenztheit des Lebens assoziiert. Auch der nächste Vers setzt mit „[a]ls“ (V. 13) ein. Diese Anapher verdeutlicht, dass eine weitere Nichtigkeit beschrieben wird. „[E]eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 13) bezieht sich auf die Natur, die zertreten wird (vgl.V. 5) und somit ist die kleinste Freude auch wieder verschwunden und somit vergänglich.'''(Wiesenblum kann auf den das leben des Menschen übertragen werden)'''  Letztendlich kommt das lyrische Ich zu dem Fazit:'''(der letzte Vers ist kein fazit, sondern eine neue Erkenntnis)''' „'''n'''och will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!“ (V. 14).  Somit lässt sich nicht vom dem Menschen erfassen, was Ewigkeit besitzt. Aus diesem Grund müsse alles Irdische vergänglich sein und alles Überirdische etwas göttliches haben. Somit ist an das Leben nach den Tod gedacht, dass dieses ewig besteht und zudem auf der Welt Gott allein begreifen kann was von Ewigkeit ist.'''(hier hast du das Ganze falsch verstanden und somit auch falsch gedeutet)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend wird des Sonett von Antithesen durchzogen, welche die Vergänglichkeit in den Vordergrund stellt. Somit sei alles unzerstörbar. Auch das Metrum bewirkt, dass eine Aussichtslosigkeit der Situation vorliegt, da eine monotone Stimmung vorliegt. Letztendlich wird herausgestellt,  dass nichts die Ewigkeit erfassen kann, außer alles '''ü'''berirdische und somit alles '''gottgleiche'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''FB Alina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Janette, &lt;br /&gt;
ich finde du hast in deiner Gedichts Analyse viele wichtige Aspekte erkannt sowie erläutert. Dein Themasatz ist auch getroffenen sowie viele andere Aspekte in deiner Analyse. Zum Teil machst du noch viele Rechtschreibfehler oder vergisst einen Satz zu beenden bzw. durch einen Punkt zu trennen, denn dadurch das du manche Sätze mit einem Komma versiehst, ergibt dieser Satz keinen Sinn mehr oder es ist schwer ihm zu folgen. Die meisten Anmerkungen habe ich dir in deine Analyse geschrieben und hoffe das du diese verstehst und nachvollziehen kannst. &lt;br /&gt;
Deinen ersten Teil der Analyse finde ich besser als dein zweiter Teil, denn da fehlen dir wichtige Aspekte wie die Funktion des Reimschemas oder des Metrums. Aber auch viele wichtige Analyseaspekte hast du nicht oder falsch erkannt. Versuche eine Verbindung zwischen den ersten beiden und letzten beiden Strophen herzustellen. &lt;br /&gt;
Außerdem fehlt in deinem Schluss der Bezug zum Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles Eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius zur Zeit des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die '''Begrenztheit auf Erden sowie die Bedeutungslosigkeit des irdischen Lebens. ''(nicht ganz vollständig)''''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe beschreibt Andreas Gryphius die Vernichtung sowie Zerstörung der Städte. In der zweiten Strophe befasst er sich mit dem Ereignis, dass hinzukommend auch das ganze Schöne auf Erden zerstört werde. In der dritten Strophe wird die Frage aufgeworfen wie ein Mensch solch ein Leben überhaupt bewältigen solle. Die vierte und letzte Strophe gibt auf diese Frage Auskunft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzt sich aus vier Strophen zusammen, von denen die ersten beiden aus jeweils vier Versen und die letzten beiden aus jeweils drei Versen bestehen.''(Quartett und Terzett)'' In dem vorliegenden Gedicht bilden die Verse in den ersten beiden Strophen das Reimschema abba, abba. Damit handelt es sich bei diesen zwei Strophen um einen umarmenden Reim. Die letzten beiden Strophen weisen das Reimschema ccd, eed auf, wobei es sich dabei um einen Schweifreim handelt.''Sonett'' Das Metrum des Gedichts ist ein sechshebiger Jambus und es treten abwechselnd männliche sowie weibliche Kadenzen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe wird zunächst die These „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) aufgestellt. Dabei möchte das lyrische Ich den Leser durch die persönliche Ansprache „Du“ (ebd.) darauf aufmerksam machen, dass das ganze irdische Leben vergänglich sei und egal wo man hinschaue, die Vergänglichkeit nicht zu übersehen sei (vgl. V. 1). Somit wird im ersten Vers die Überschrift des Gedichts noch einmal aufgegriffen. In den darauffolgenden Versen wird die eben genannte These mit Beispielen belegt. In Bezug darauf beschreibt das lyrische Ich „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Um diese Aussage zu veranschaulichen nennt das lyrische Ich das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Diese beiden Verse sind antithetisch aufgebaut und machen deutlich, dass das Schöne auf der Erde nicht lange anhält sondern nach kurzer Zeit zerstört werden kann. In Vers zwei stehen sich die beiden '''Wörter''(Wortart angeben!)''''' „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) antithetisch gegenüber und in Vers drei die Nomen „Städte“ (ebd.) und „Wiese“ (ebd.). Durch die Verben „bauen“ und „einreißen“ wird erneut die oben genannte Zerstörung hervorgehoben und eine Verbundenheit mit Krieg hervorgerufen. An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers '''nahe liegend''(ein Wort)''''' an. In diesem Vers ist zum wiederholten male die Rede von der Wiese, „auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). In diesem Vers wird durch die Metapher „Schäferskind“ (ebd.) eine friedliche Stimmung und somit eine Assoziierung mit Frieden herbeigeführt. Somit steht dies im Gegensatz zu der eben erwähnten Zerstörung im dritten Vers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichts leitet mit der Behauptung „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) erinnert an etwas was lebt und heranreift. '''Da es infolgedessen jedoch „zertreten“ (ebd.) wird''(Formulierung)''''', wird verdeutlicht, dass das Leben eines Menschen, eines Tieres oder einer Pflanze, beendet wird. Daher wird in diesem Vers die Vergänglichkeit des Lebens untermauert. Folgend beschreibt das lyrische Ich, dass das was jetzt noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) '''sei''(sein wird)'''''. Durch das Verb „poch[en]“ (ebd.) wird deutlich, dass es sich bei dieser Aussage um Lebewesen handeln muss. Durch die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) wird noch einmal hervorgehoben, dass alles vergänglich ist und, dass das was heute noch so lebendig ist, trotzdem sterben wird. Sowohl der fünfte als auch der sechste Vers beginnt mit dem '''Wort''(Wortart nennen)''''' „Was“ (V.5f.). Durch diese Anapher möchte das lyrische Ich die Wirkung dieser zwei Verse verstärken und dem Leser noch einmal verständlich machen, dass alles vergänglich ist. Diese Erkenntnis fasst das lyrische Ich mit der Aussage, dass „nichts ewig […] sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zusammen. In dieser Aussage wird sowohl durch die doppelte Verwertung als auch durch die Hyperbel „Erz […] [und] Marmorstein“ (ebd.) verdeutlicht, dass nichts ewig bestehend bleibt. Der letzte Vers dieser Strophe wird mit der Personifikation „lacht das Glück“ (V.8) eingeleitet. Dieses „Glück“ (ebd.) bleibt jedoch nicht lange erhalten, da es von „donnern[den] Beschwerden“ (V. 8) verdrängt wird. Durch die zweite Personifikation „donnern die Beschwerden“ (ebd.) wird eine Assoziierung mit Gewalt und Krieg herbeigeführt, da durch das Verb „donnern“ eine negative Stimmung hervorgerufen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9). Durch das Verb „muß“ (ebd.) wird die Notwendigkeit dieser Aussage verdeutlicht. Mit dieser Feststellung möchte das lyrische Ich die Bedeutungslosigkeit Menschlicher Taten und Handlungen hervorheben, da alles irdische vergänglich ist. Folgend wirft es die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10) auf. Die Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht für das Leben eines Menschen, welches wie jedes Spiel, irgendwann mal enden wird. Somit lässt sich diese Frage verneinen, da der Mensch nicht ewig sein kann und ebenfalls vergänglich ist. Der letzte Vers dieser Strophe wird durch die Interjektion „ach“ (V. 11) eingeleitet. Durch diesen Seufzer wird die Frage nach dem Sinn des Lebens '''vorangestellt''(eingeleitet)'''''. Außerdem wird dadurch die Verzweiflung über die Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit verdeutlicht. Daran anschließend nennt das lyrische Ich die '''Frage''' „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Durch die Verwendung des Wortes „wir“ (ebd.) bezieht das lyrische Ich erneut die Leser mit ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Strophe gibt das lyrische Ich eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Diese wird durch die Anapher „als“ (V. 12f.) hervorgehoben. Die irdischen Bestandteile des Lebens eines Menschen, die „wir als köstlich achten“ (ebd.) vergleicht das lyrische Ich im 12 Vers als „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Durch die '''Hyperbel''' „Nichtigkeit […] Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) wird erneut eine unangenehme Stimmung hervorgehoben, weshalb sich dies wieder mal auf Krieg beziehen lässt. Dabei wird erneut deutlich, dass ebenfalls die irdischen Bestandteile eine zeitliche Begrenztheit haben und irgendwann vergänglich werden. Der vorletzte Vers leitet mit der Anapher „als“ (ebd.) den Vergleich des Lebens eines Menschen mit einer „Wiesenblum“ (V. 13) ein, welche man laut dem lyrischen Ich nicht „nicht wieder find´t“ (V. 13). Der spätere Verlust des menschlichen Lebens ist also so unbedeutsam wie eine einzelne Blume auf einer riesigen Blumenwiese. Das lyrische Ich beendet das Gedicht mit dem Fazit „Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten“ (V. 14). Das Fazit besagt, dass noch kein Mensch wirklich erkannt hat was für die Ewigkeit bestehen bleibt. '''''(du kannst noch auf Gott eingehen)'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback Jan :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde deine Analyse gut gelungen Lara. Du bist auf sehr viele sprachliche Mittel eingegangen und an einigen Stellen merkt man, dass du diese gut verstanden hast. Außerdem haben deine Rechtschreibfehler seit den letzten Analysen beeindruckend abgenommen. Zu bemängeln habe ich nur, dass du einige Aspekte einfach auslässt und nicht weiter auf sie eingehst und ein paar Kleinigkeiten (hab ich dir markiert). Wenn du diese änderst und noch etwas mehr auf den Text eingehst, ein paar Stellen scheinst du noch nicht ganz verstanden zu haben, hast du eine sehr gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welches im Jahr 1637, in der Epoche des Barocks, verfasst wurde, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen und historisch gesehen die Zerstörungen, die aus dem 30- jährigen Krieg resultierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Es ist alles eitel“ verweist auf das Thema des Gedichts, dass alles vergänglich ist und irgendwann nicht mehr existieren wird. Das Pronomen „alles“ (ebd.) steht verallgemeinernd dafür, dass jedes Lebewesen, jeder Gegenstand, aber auch bestimmte Situationen nicht ewig sind und irgendwann nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in insgesamt vier Strophen eingeteilt sind. Die ersten beiden Strophen bestehen jeweils aus vier Versen, werden somit jeweils als Quartett bezeichnet, und die letzten beiden jeweils aus drei Versen und werden somit jeweils als Terzett bezeichnet. Als Versmaß ist durchgängig ein sechshebiger Jambus vorzufinden, was ein Merkmal der literarischen Epoche des Barocks war und als Alexandriner bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit dem Personalpronomen „Du“ (V.1), was einen Bezug zum Leser herstellt, ihn also direkt anspricht bzw. ihn direkt mit einbezieht. Die Repetitio „siehst“ (V.1) betont, dass die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) nicht zu übersehen ist. Die „Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) bezieht sich auf den Titel des Gedichts und deutet auf die Vergänglichkeit des Lebens hin. Die Tatsache, dass die Vergänglichkeit des Lebens, also das Sterben, das Leid und die Tode, nicht zu übersehen ist, bringt gleichzeitig eine Klage über die derzeitigen Ereignisse, den 30- jährigen Krieg, mit sich. Im nächsten Vers ist davon die Rede, dass das, was heute gebaut werde, morgen wieder zerstört sei (vgl. V. 2). Die Adverbien „heute“ (V. 2) und „morgen“ (V. 2)und die Verben bauen (vgl. V. 2) und einreißen (vgl. V. 2) stehen sich antithetisch gegenüber und verdeutlichen, dass der derzeitige Zustand nicht von Dauer ist und am nächsten Tag oder sogar schon in den nächsten Stunden alles anders sein kann. In dem Zusammenhang ist es der Krieg, der für die Zerstörung sorgt. Eine weitere Antithese ist im nächsten Vers zu finden. „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3), verdeutlicht wieder die Zerstörung der Dinge des derzeitigen Zustands und die Veränderung, die im zukünftigen Zustand herrscht. Die „Wiese“ (ebd.), kann man als ein Symbol für Frieden interpretieren, da es in Städten meistens laut und hektisch ist und auf Wiesen bzw. in der Natur eher Ruhe herrscht.&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe setzt zunächst mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) kann man so interpretieren, dass etwas, sei es ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze, gedeiht und lebt. Dadurch, dass es „zertreten [wird]“ (ebd.), wird das Leben beendet. Somit wird metaphorisch die Vergänglichkeit des Lebens dargestellt. Im nächsten Vers wird antithetisch dargestellt, dass „was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Das Verb „pochen“ (ebd.) steht metaphorisch für einen Herzschlag, also für etwas lebendiges. Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) steht für den Tod. Mittels dieser Antithese wird wieder deutlich gemacht, dass das Leben nicht ewig ist und es „morgen“ (ebd.) vorbei sein könnte. Darauf eingehend ist davon die Rede, dass „Nichts […] ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7). Die Aufzählung „kein Erz, kein Marmorstein“ (ebd.) betont, dass „nichts“ (ebd.), selbst beständige Gesteine wie Erz und Marmor, für immer existieren werden. Im letzten Vers veranschaulicht die Personifikation 'das lachende Glück' (vgl. V. 8), dass, in diesem Zusammenhang gesehen, die Zeiten vor dem Krieg mit besseren Erinnerungen in Verbindung gebracht werden und man Vorstellungen hat, dass das Leben ohne das Leid, das der Krieg mit sich bringt, bessere wäre. Als Folge würden „bald […] die Beschwerden [donnern]“ (V. 8), was den Unmut und das Verlangen nach Frieden betont. &lt;br /&gt;
Zum Reimschema der ersten beiden Strophen kann man sagen, dass es sich bei beiden jeweils um einen umarmenden Reim handelt. &lt;br /&gt;
Die dritte Strophe wird sozusagen mit dem Appell „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehen“ (V. 9) eingeleitet. Es wird betont, dass Rum nicht das wichtigste im Leben ist, da er schnell wieder vergehen kann. Die darauf folgende rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehen?“ (V. 10) stellt mittels der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.), was für die Lebenszeit steht, dar, dass diese für den Menschen begrenzt ist. Die Interjektion „Ach“ (V. 11) betont die Zweifel, die beim lyrischen Ich aufkommen. Es fragt anschließend „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Dadurch wird deutlich, dass nicht die wichtigen Dinge im Leben, wie z.B. der Ruhm, geschätzt werden sollten, da diese ja vergänglich sind und eigentlich keinen Wert haben. &lt;br /&gt;
Ein Enjambement verbindet schließlich die dritte mit der letzten Strophe, in der weiter auf die Frage eingegangen wird. Hier wird betont, dass das, was man als wichtig erachtet nichts „als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 12f.) sei. Die „Nichtigkeit“ (ebd.), also die Irrelevanz der Dinge, die man vermeidlich als wichtig empfindet, wird durch die Akkumulation „Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) betont. Ein Schatten ist vom Sonnenstand abhängig, Staub kann so klein sein, dass man ihn gar nicht bemerkt und der Wind weht nicht konstant. Auch die Veranschaulichung durch die „Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (ebd.) betont auch die Irrelevanz. Denn eine bestimmte Blume kann man auf einer Wiese mit tausend anderen Blumen nur schwierig wiederfinden. Im letzten Vers beklagt sich das lyrische Ich, dass das, „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten [will]“ (V. 14). Die meisten Menschen erkennen also noch nicht, was zu den wichtigen Dingen im Leben gehört und dass an zu vielen unnötigen Dingen, wie z.B. Krieg, festgehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in dem Gedicht durch Antithesen und Metaphern die Vergänglichkeit alles Irdischen verdeutlicht wird. Anschließend wird die Frage gestellt, ob das, was der Mensch als wichtig betrachtet, z.B. Krieg zu führen und zu gewinnen, die Mühe wert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback von Maike:&lt;br /&gt;
Liebe Christine, ich finde deine Analyse ist die gut gelungen. An manchen Stellen könntest du noch etwas näher auf das eingehen, was du sagst. Deine Sprache ist beeindruckend, du hast einen tollen Wortschatz.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Gryphius</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius"/>
				<updated>2018-11-10T10:50:42Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Lara */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse eines Gedichtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbereitung:&lt;br /&gt;
mehrmaliges Lesen und Bearbeiten des Textes (Wichtiges markieren, notieren, gliedern, usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Einleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Themasatz: Textart (Natur-, Liebes-, politisches Gedicht, usw.), Titel, Dichter, ev. Entstehungszeit, Epoche; Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hauptteil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltliche, formale und sprachliche Analyse&lt;br /&gt;
•	Gliederung in Sinnabschnitte, deren Funktionen&lt;br /&gt;
•	Darstellung und Deutung exemplarischer Textstellen inhaltlich (Was wird aus-gesagt und was bedeutet das?), sprachlich (Wie wird es ausgesagt  und was bedeutet das? - sprachliche Mittel) und formal (Strophen, Reimschema, Metrum, Interpunktion, Enjambement, Wortwahl, usw.)&lt;br /&gt;
•	Wechselbeziehungen zwischen Inhalt, Sprache und Form &lt;br /&gt;
•	eventuell Berücksichtigung des gesellschaftlich-historischen, biografischen, usw. Kontextes, der Position und Perspektive des lyrischen Ich&lt;br /&gt;
•	korrekte Zitierweise&lt;br /&gt;
•	Textintentionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Schluss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Zusammenfassung der wesentlichen Analyseergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett &amp;quot;Es ist alles eitel&amp;quot; geschrieben von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1637 zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus vier Strophen, wobei die ersten zwei Strophen vier Verse enthalten und die letzten zwei drei Verse. Die ersten beiden Strophen sind als umarmender Reim aufgebaut und die letzten Beiden beginnen jeweils als Paarreim, wobei der dritte Vers eine Verbindung zur jeweils anderen Strophe schafft. Außerdem enthält das Gedicht einen sechshebigen Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett beginnt im ersten Vers mit einer Art Einleitung, indem das Thema der Vergänglichkeit, hier &amp;quot;Eitelkeit&amp;quot;(V.1) genannt, direkt angesprochen wird und ein Bezug zur Überschrift geschaffen wird. Mit der Repetitio des Wortes &amp;quot;sihst&amp;quot;(V.1) verdeutlicht das lyrische Ich, dass man, egal wohin man sieht, nichts ewiges finden kann. Man findet lediglich &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(V.1). Die Verwendung des Substantivs &amp;quot;Erden&amp;quot;(ebd.) spezifiziert den Raum in dem man nur Vergängliches sieht. Durch diese Spezifizierung macht das lyrische Ich erkennbar, dass es sich nur um Irdisches Handelt. Er impliziert so direkt zu Beginn des Gedichts, dass sich Ewiges im Übernatürlichen bzw. Göttlichen finden lässt. Im Folgenden ist das Gedicht sehr von Antithesen geprägt. In Vers zwei stehen die beiden Verben &amp;quot;reist&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;baut&amp;quot;(V.2) direkt hintereinander und sind lediglich von einem Spiegelstrich getrennt. Durch diesen Chiasmus wird die Differenz zwischen dem &amp;quot;heute&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;morgen&amp;quot;(V.2) untermauert und somit des lyrischen Ich's These, die Erde sei vergänglich, unterstützt. Auch Vers 3, der als Anapher eine Verbindung zu Vers 2 schafft, da sie beide Beispiele für Vergänglichkeit liefern, besteht aus einer Antithese. hier wird aufgezeigt, dass aus &amp;quot;Städten&amp;quot;(V.3), die heute existieren in Zukunft &amp;quot;Wiesen&amp;quot;(V.3) werden können. Das Wort &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.3) begegnet einem folgend häufiger und beschreibt immer den Gegenwartszustand. Durch den vierten Vers wird noch einmal der Unterschied zwischen verschieden Zeiten hervorgebracht, indem &amp;quot;ein Schäferskind&amp;quot;(V.4), das &amp;quot;mit den Herden&amp;quot;(V.4) spielt, den &amp;quot;Städten&amp;quot;(ebd.) gegenübergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ersten Vers der zweiten Strophe wird die Vergänglichkeit der Pflanzen angesprochen. Diese blühen noch in der Gegenwart, was wieder von &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.5) signalisiert wird. Dass diese zertreten werden &amp;quot;sol[len]&amp;quot;(V.5) zeigt, dass diese in keinem Fall ewig bleiben. Im nächsten Vers wird die Vergänglichkeit des Menschen erläutert. Dies ist an der Metapher &amp;quot;pocht und trotzt&amp;quot;(V.6) erkennbar, da diese zum einen für das pochende Herz des Menschen steht, dem Menschen aber auch die Fähigkeit zuspricht zu trotzen, sodass die Annahme, ein Tier könnte gemeint sein, verworfen werden kann. Mit &amp;quot;Asch vnd Bein&amp;quot;(V.6) ist das, gemeint, was vom Körper nach dem Tod  noch übrig bleibt gemeint. Das lyrische Ich kommt also zu dem Schluss dass der Mensch ebenso vergänglich ist wie alles andere und sich in der Hinsicht nicht von anderen Lebewesen oder Artefakten unterscheidet. Dass, &amp;quot;Nichts&amp;quot;(V.7) ewig ist, belegt er in Vers drei, indem er sagt das &amp;quot;kein Ertz / kein Marmorstein&amp;quot;(V.7), also nicht mal Gestein, von dem man eigentlich annehmen kann, dass es schwer kaputt geht, ewig sein kann. Das lyrische Ich geht in Strophe Zwei klimatisch vor indem er sich von den Pflanzen zum Menschen bis hin zum Gestein immer weiter steigert, und seine Vergänglichkeit erläutert. Er führt dabei, das wovon man eigentlich denkt es sei am standhaftesten, Gestein, als letztes an und das, wovon man denkt es am leichtesten zu entbehren, Pflanzen, an erster Stelle an. So zeigt er auf dass, zwischen den verschiedenen Beispielen kein Unterschied, bezogen auf die Vergänglichkeit, herrscht. Im letzten Vers bezieht sich das lyrische ich schlussendlich auf das &amp;quot;Glück&amp;quot;(V.8). Antithetisch dazu verfasst er, dass auf dieses &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(Z.8) folgen. Dies lässt ein recht negatives Menschen - und Weltbild erkennen, da das lyrische Ich annimmt, dass Glück nicht ewig ist und Trauer folgen muss. Auf der anderen Seite lässt sich sagen, dass dies eine recht realistische Einschätzung des Lebens ist, die einen auf Schwierigkeiten vorbereiten könnte. Durch die Metapher &amp;quot;donnern&amp;quot;(V.8) verstärkt das lyrische Ich die Extremität des Wandels von &amp;quot;Glück&amp;quot;(ebd.) zu &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe und somit das erste Terzett beginnt mit der Anführung einer weiteren vergänglichen Sache: der &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(V. 9). Dieser vergehe &amp;quot;wie ein Traum&amp;quot;(V.9). das lyrische Ich möchte, wie im Rest seines Textes, jedoch besonders an dieser Stelle, an die Menschen appellieren, sich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen.&amp;quot;Ruhm&amp;quot;(ebd.), oder Ehre, ist etwas das der Mensch oft anstrebt, aus falschen Intentionen. Der Lyriker möchte den Menschen so davon abhalten. Im zweiten Vers stellt das lyrische ich eine rhetorische Frage, indem er das Leben metaphorisch als &amp;quot;Spiel der Zeit&amp;quot;(V.10) benennt. Durch die vorherige Erklärung einiger Beispiele, die vergänglich sind, lässt sich die Frage verneinen. Der Mensch  kann also nicht ewig sein. Das Adjektiv &amp;quot;leicht&amp;quot;(Z.10), welches den Menschen beschreibt, lässt sich auf Vers sieben beziehen, in dem von Gestein, welches nicht ewig ist, die Rede ist. Also schlussfolgert das lyrische Ich, dass wenn nicht einmal Gestein ewig sein kann, auch der &amp;quot;leichte Mensch&amp;quot;(V.10) nicht ewig sein kann. Im letzten Vers zeigt das lyrische Ich die Irrelevanz des Vergänglichen auf. Die Interjektion &amp;quot;Ach!&amp;quot;(V.11) untermauert die Verachtung, die das lyrische Ich bei den zuvor genannten Beispielen empfindet. Die Sachen, die der Mensch als, metaphorisch gemeint, &amp;quot;köstlich&amp;quot;(V.11), also gut, betrachtet, sind nicht ewig und somit nicht der großen Aufmerksamkeit würdig. Der Appell, den das lyrische Ich versucht zu verdeutlichen, wird an dieser Stelle nochmal besonders deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe beginnt mit einer Aufzählung von Symbolen, die für die Vergänglichkeit stehen. Durch das Substantiv &amp;quot;Nichtigkeit&amp;quot;(V.12), wird nochmal die unwichtige Rolle des Vergänglichen untermauert. &amp;quot;Schatten&amp;quot;(V.12) ist ebenfalls nicht dauerhaft, sondern entsteht nur dann wenn es auch Sonnen gibt. Metaphorisch steht der &amp;quot;Schatten&amp;quot;(ebd.) auch für schlechte Zeiten, die ebenso nicht dauerhaft sind. &amp;quot;Staub vnd Wind&amp;quot;(V.12) sind beides vergängliche Zustände. Der Staub kann sehr schnell verfliegen und auch Wind kommt und geht. Um zu verdeutlichen, dass alles Irdische vergänglich ist und keine dieser Sachen eine besonders wichtig sind, da sie eine vergängliche Sache von vielen sind, verwendet das lyrische ich die Metapher einer &amp;quot;Wiesen - Blum / die man nicht wider fndt&amp;quot;. Hier lässt sic auch ein Appell herausstellen, da das lyrische Ich den Menschen dazu aufruft, sich nicht zu sehr mit diesen Dingen zu beschäftigen, weil man sie sowieso &amp;quot;nicht wider find't&amp;quot;(V.13). Im letzten Vers stellt das lyrische Ich heraus, dass &amp;quot;was ewig ist kein einig Mensch betrachten&amp;quot;(V.14) kann. Also hat der Mensch momentan gar nicht die Möglichkeit etwas ewiges zu sehen. Durch das temporale Adverb &amp;quot;Noch&amp;quot;(V.14) wird manifestiert, dass jetz zwar die Möglichkeiten ewiges zu sehen noch nicht gegeben sind, dies aber in Zukunft der Fall sein kann. Mit der Zukunft ist der Tod gemeint, in dem der Mensch, nach christlich- abendländischer Vorstellung, auf Gott trifft. Somit lässt sich sagen, das Gott oder das Göttliche, das einzige ist, was für das lyrische Ich ewig ist. Diese Vorstellung lässt sich auch mit dem ersten Vers verknüpfen, in dem nur von &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(ebd.) die Rede ist. Die Vorstellung von Gott als ewig unterstützt somit die Aussage, dass alles Irdische vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett lässt sich außerdem mit seiner Epoche, der Barock, in der es geschrieben wurde verknüpfen. Zu dieser Zeit herrschte der 30. Jährige Krieg, was große Armut verursachte. Außerdem herrschte eine große Differenz zwischen Arm und Reich. Gryphius Gedicht, kann somit also als Stück verwendet werden, dass den Menschen Hoffnung macht. Dadurch, dass er sagt, dass niemand für immer in seinem jetzigen Zustand ist klingt er die Vorstellung einer gerechten Zukunft an. Zudem greift das Gedicht mit dem Thema der Vergänglichkeit und der Erinnerung daran, dass auch der Mensch vergänglich ist und sterben kann, einen der drei zentralen Leitgedanken des Barocks, den Memento Mori, auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich mit dem Sonett, dem Menschen vor Augen führt, dass alles Irdische vergänglich ist. Das einzige, das ewig währt, sei das Göttliche. Sprachlich formal wird dies durch zahlreiche Antithesen und Metaphern unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett „Es ist alles Eitel“ wurde von Andreas Gryphius im Jahre 1637 in der Literaturepoche des Barocks verfasst. Thematisch befasst sich das Gedicht mit der Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in vier Strophen aufgeteilt sind. Dabei beinhalten zwei Strophen vier Verse und die letzten beiden Strophen drei Verse. Der Aufbau weist daher auf ein typisches Sonett hin, da es zwei Quartette sowie zwei Terzette enthält. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus. Die beiden ersten Strophen bestehen aus einem umarmenden Reim (abba, abba) während die beiden letzten einen Schweifreim (ccd,eed) bilden. Die Kadenzen passen sich dabei dem Reimschema an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die Überschrift „Es ist alles Eitel“ zeugt von der resignativen Stimmung des lyrischen Ichs, da nichts auf der Welt von ewigem Bestand ist. Dabei akzentuiert das unbestimmte Numeral „alles“ die prekäre Lage.&lt;br /&gt;
Die erste Strophe knüpft an die Überschrift an, indem das lyrische Ich den Leser mit direkter Ansprache darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich ist (vgl. V.1). Das Adverb „nur“ (ebd.) verdeutlicht den hoffnungslosen und klagenden Grundton des lyrischen Ich aufgrund der Allgegenwärtigkeit der Vergänglichkeit. Diese resignative Stimmung lässt sich in Verbindung zu dem 30-jährigen Krieg setzen, welcher zu Zeiten des Gedichtes schon 25 Jahre herrschte und Deutschland komplett zerstört hat. Die darauffolgenden drei Verse beschäftigen sich konkret mit dem Verfall und Zerstörung der Städte. So heißt es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Auffällig ist, dass die Gegenwart und Zukunft in antithetischer Verbindung stehen, wodurch untermauert wird, dass das Schöne nur kurzen Bestand hat beziehungsweise später keine Bedeutung mehr erlangt, da alles Irdische vergänglich ist. Ebenso stehen die Verben „bauen“ (ebd.) und „einreißen“ (ebd.) gegensätzlich zueinander. Durch das demolieren der Städte wird konkret auf den Krieg angespielt, wodurch zum Ausdruck kommt, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, dass die Menschen selbst für ihre Vergänglichkeit bzw. der ihrer Bauwerke verantwortlich sind. Des Weiteren verdeutlichen die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.) die Generalisierung der Ereignisse in Europa. Die Antithetik zwischen Gegenwart und Zukunft wird im dritten Vers fortgesetzt, in welchem es heißt „Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3), wodurch untermauert wird, dass die Natur ihren Platz zurückerobert. Auffällig ist hier, dass ein Rückschritt beschrieben wird. Die „Wiese“ (ebd.) steht dabei für die Natur und durch ihre grüne Farbe für Hoffnung und symbolisch für das Gedeihen neuen Lebens. Diese Idylle wird in dem darauffolgenden vierten Vers fortgesetzt, indem es heißt „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4), was den Wunsch nach Frieden verdeutlicht. Die grundsätzlich antithetische Struktur des Textes wird durch das Versmaß untermauert. Bei diesem handelt es sich um den Barock typischen Alexandriner, welcher durch eine Mittelzäsur getrennt ist und die Gegensätze voneinander schneidet. Der monotone Rhytmus des Gedichtes hebt die resignative Stimmung des lyrischen Ichs hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe wird von der Antithese „Was itz und prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5) eingeleitet. Dies hebt die Vergänglichkeit der Natur, mitsamt der blühenden Pflanzen hervor. So heißt es weiter „Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein“ (ebd.). Das „poch[en]“ (ebd.) steht hier metaphorisch für den Herzschlag eines Lebewesens. Die Anapher „Was itz“ (V.5+6) untermauert, dass die Natur und die Lebewesen eine gleiche Gewichtung in der Rolle ihrer Vergänglichkeit haben. Dies wird durch den darauffolgenden Vers unterstützt, in dem mit einer verdoppelten Verneinung nichts als ewig bestehend erklärt wird und soll Klarheit über die Vergänglichkeit alles Irdischen verschaffen (vgl. V. 7). Die Vergänglichkeit wird durch die Akkumulation „kein Erz, kein Mamorstein“ (ebd.) unterstützt, da diese zu Zeiten des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten.  Der letzte Vers der zweiten Strophe wird mit einer Personifikation des Glückes eingeleitet (was bedeutet das?). Antithetisch wird dem Glück eine Synästhesie aus &amp;quot;donnernden Beschwerden&amp;quot; (V.8) gegenübergestellt. Dabei werden zwei unterschiedliche Sinneseindrücke (donnernd = hören, Beschwerden = fühlen) miteinander in Verbindung gesetzt, um das Leid zu verdeutlichen. Des Weiteren bekräftigt diese weitere Personifikation die Assoziation mit dem Krieg, da das Verb „donnern“ mit Waffen in Verbindung gebracht werden kann, welche ebenfalls zur Zerstörung beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Betrachtung der beiden ersten Strophen ist deren klimaxartigen Aufbau auffallend. In der ersten Strophe wird ausschließlich die Vergänglichkeit materieller Güter beschrieben, währenddessen die zweite Strophe die Nichtigkeit der Lebewesen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn der dritten Strophe wird der sonettypische, inhaltliche Bruch eingeleitet, da die ersten beiden Strophen eher aus einer beschreibenden Position stammen und in der dritten und vierten Strophe zu einem bewertenden Standpunkt wechseln, was durch das Fragezeichen in Vers 10 und dem Ausrufezeichen in  Vers 13 akzentuiert wird. Inhaltlich befasst sich die erste Terzette mit der Frage was das Leben ist und wie die Menschheit es bewältigt. So heißt es in Vers neun „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9). Dies hebt hervor, dass selbst Reichtum und hochgeschätzte Werte der Vergänglichkeit unterliegen. So wird dem Leser in Vers 10 eine rhetorische Frage gestellt „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“ (V.10), um dem Leser zu verdeutlichen, dass ein Kampf gegen die Vergänglichkeit sinnlos erscheint. Der elfte Vers wird durch den Ausruf der Verzweiflung „Ach!“ (V.11) eingeleitet wodurch deutlich wird, dass das lyrische Ich über die Erkenntnis der Vergänglichkeit verzweifelt ist, da der Mensch keine Gewalt über das Leben hat. Auffällig ist hier, dass die dritte Strophe mit der vierten durch ein Enjambement verbunden ist, da die letzte Strophe konkrete Antworten auf die Frage des Lebens gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird das Leben akkumulierend „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12) definiert. Dabei stehen „Schatten, Staub und Wind (ebd.) für kurzlebige Synonyme, welche die Vergänglichkeit des Lebens akzentuieren. Ein weiterer Vergleich stellt Vers 13 dar, in welchem es heißt „Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind´t“(V.13). Dabei steht die „Wiesenblum“ (ebd.) metaphorisch für das Leben eines einzelnen Menschen, da auf einer Wiese eine einzelne Blume so unbedeutsam wie das Leben eines Menschen und dessen Vergänglichkeit ist. Der letzte Vers des Sonnets „Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) stellt das Fazit des lyrischen Ichs dar. Dieses ist der Auffassung, dass noch kein Mensch betrachtet hat was für die Ewigkeit besteht. Das Adverb „noch“ (ebd.) gibt jedoch Hoffnung, dass sich in der Zukunft noch ändern und sich der Mensch dem Ewigen zuwenden könnte. Das sogenannte Ewige ist der Glaube an Gott, welchen die Menschen in der Zeit des Barocks durch den 30-jährigen Krieg verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich sagen, dass der Text den Leser dazu bringen soll sich auf das Wesentliche, das Leben nach dem Tod, zu konzentrieren. Die Auffassung des lyrischen Ich, dass alles Irdische Vergänglich ist, wird durch zahlreiche Antithesen, Metaphern und Personifikationen geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kommentar von Lorena:'' Hallo Carina, ich finde deine Analyse wie immer sehr gelungen. Du bist auf die wichtigen Textstellen eingegangen, hast sie nachvollziehbar gedeutet und auch in Zusammenhang mit dem historischen Kontext gebracht. Alles in allem war das was du analysiert hast prima und besonders die Auswertung der stilistischen Mittel ist sehr detailliert und lobenswert. Allerdings solltest du dir angewöhnen auf für Gedichte formalen Mittel einzugehen und diese zu erläutern (beispielsweise Funktion des Metrums, Bedeutung der Kadenzen, Zäsuren etc.). Ansonsten habe ich nur zwei kleine Anmerkungen und eine Textstelle bei der ich mir selbst nicht sicher bin ob man das so schreiben kann (vgl. Kommentare im Text). Ansonsten aber eine gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorena==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und '''veröffentlicht''' (wurde da eher verfasst) im Jahr 1637, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Barock. Thematisiert wird die Vergänglichkeit des Irdischen. Inhaltlich handelt das Gedicht von der Zerstörung des 30-jährigen Krieges und den Folgen der Zerstörung, '''sowie dem Vertrauen der Menschen an das Irdische''' (?). &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst 14 Strophen und ist in der Form eines Sonettes gegliedert. Als Reimschema liegen in den Quartetten umschließende Reime vor, während die Terzette durch Paarreime gekennzeichnet werden. Als Metrum liegen durchgehend sechs-hebige Jamben vor, die 12 bis 13 Silben beinhalten und durch eine Mittelzäsur geteilt werden vor . '''Es liegen sowohl stumpfe als auch klingende Kadenzen vor, die sich dem Reimschema des Gedichtes anpassen.''' (hier würde ich männlich und weiblich ergänzen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) ein. Die „Eitelkeit“ (ebd.), die bereits im Titel des Gedichtes Erwähnung findet, ist in diesem Fall als veraltetes Synonym für Vergänglichkeit zu verstehen. Der Inhalt des Verses spiegelt die Situation in der Entstehungszeit des Gedichtes wieder. Das Gedicht ist während des 30-jährigen Krieges entstanden, in welchem viele Städte und Gebiete zerstört wurden und in dem die Lebensbedingungen der Menschen sehr schlecht waren. Das lyrische Ich beschreibt, dass egal wohin man sich wendet, überall nur Vergänglichkeit zu sehen ist. '''Das''' Repetitio der Formulierung „du siehst“ (ebd.) veranschaulicht die allgemeine Gültigkeit der Aussage des Lyrischen Ichs. Generell lässt bereits der erste Vers des Gedichtes eine resignative Stimmung erschließen, da der Krieg in dieser Zeit für die Bevölkerung sehr belastend war. Dies wird ebenfalls durch die antithetische Struktur der nächsten Verse verstärkt. Das Lyrische Ich beschreibt „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Auffällig sind neben der Kontrastierung zwischen den Zeitangaben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.), auch die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.), welche auf jede Person zu beziehen sind und die Aussage somit verallgemeinern. Auch hier wird wieder die Situation während des Krieges in Bezug auf die Vergänglichkeit aufgegriffen. Was die Menschen an einem Tag bauen oder bereits vor geraumer Zeit gebaut haben, kann am nächsten Tag schlagartig zerstört werden. Im folgenden Vers veranschaulicht das Lyrische Ich die Aussage durch das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Das Beispiel ist durch das Reimschema formal mit dem vorhergehenen Vers verbunden und verdeutlicht zum einen die Vergänglichkeit, zum anderen aber auch ein Anzeichen für die Zerstörung während des Krieges. Die antithetische Struktur, die in den ersten drei Versen des Textes verwendet wird, wird durch das Versmaß verstärkt. Als Versmaß liegen Alexandriner vor, die durch eine Mittelzäsur geteilt werden. Der monotone Rhythmus des Alexandriners verstärkt die ohnehin resignative Stimmung des Gedichtes, während die Mittelzäsur die genannten Gegensätze voneinander separieren. Diese Trennung wird formal durch ein Komma verbildlicht und somit hervorgehoben.  An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers unmittelbar an. Es ist erneut die Rede von der Wiese „[a]uf der ein Schäfers-Kind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Die Metapher des „Schäfers-Kind“ (ebd.) auf einer Wiese, verdeutlicht die Sehnsucht nach der friedlichen Zeit, wie sie vor dem Krieg war, und wiederholt die Vergänglichkeit bzw. die Nichtigkeit des vom Menschen Erschaffenen. Auffällig ist, dass in diesem Vers, nicht wie in den übrigen, die Mittelzäsur durch ein Komma dargestellt wird. Der Vers wirkt somit trostlos, was durch die stumpfe Kadenz am Versende verstärkt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichtes setzt mit der Feststellung „[w]as jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Erneut ist die Kontrastierung zwischen dem gegenwertigen Zustand und dem zukünftigen Geschehen zu erkennen, somit wird neben der allgemeinen Vergänglichkeit des Irdischen insbesondere die Vergänglichkeit der Natur hervorgehoben. Die antithetische Darstellung wird wiederholt durch eine Mittelzäsur und das Komma formal getrennt, was die Kontrastierung des Inhalts innerhalb des Verses veranschaulicht. '''Das Adverb „jetzund“, welches zuletzt im 18. und 19. Jahrhundert verwendet wurde, verdeutlicht das Alter des Gedichtes und bestätigt, neben der Sonett-Form und der Verwendung des Alexandriners, dass das Gedicht aus der Epoche des Barock stammt, da dies typische Merkmale für diese Literaturepoche sind.''' (eher unwichtig) Im zweiten Vers der Strophe „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) wird wiederrum die antithetische Struktur des Gedichtes aufgeführt. Die Verben „poch[en]“ (ebd.) und „trotz[en]“ (ebd.) charakterisieren ein lebendiges Wesen. Das Verb „poch[en]“ (ebd.) beschreibt den Herzschlag eines Lebewesens, während „trotz[en]“ (ebd.) als Abwehrhaltung für herannahende Gefahren verstanden wird, die die Existenz des Lebewesens gefährden. Im weiteren Verlauf des Verses wird allerdings auch wider die Nichtigkeit dargestellt, wenn es in Bezug auf das Lebewesen heißt es, es sei „morgen Asch und Bein“ (V. 6). Die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) steht metaphorisch für den Tod des Lebewesens und verbildlicht somit die Vergänglichkeit des Lebens. Hier lässt sich wieder ein Rückbezug auf die historische Situation vornehmen, da während des Krieges viele Menschen und auch Tiere getötet wurden, die möglicherweise ohne den Krieg noch ein langes Leben geführt hätten. Dieser Umstand verstärkt die resignative Stimmung und deutet bereits eine klimaxartige Steigerung zur ersten Strophe an, da in der ersten Strophe nur die Nichtigkeit des von Menschen Erschaffenen beschrieben wurde, während nun die Vergänglichkeit der Lebewesen Thema ist, auf die der Mensch nicht immer direkten Einfluss hat. Das Lyrische Ich fasst diese Erkenntnis mit dem Befund „Nichts ist, das ewig sei“ (V. 7) zusammen. Unter diesen Befund fallen laut des Lyrischen Ichs auch Materialien wie Erz und Marmorstein (vgl. V. 7), welche im 17. Jahrhundert, in der Zeit als das Gedicht verfasst wurde, noch als unzerstörbar galten und somit wiederholt die Nichtigkeit dessen, was als unzerstörbar galt und des Irdischen im allgemeinen darstellt. Die Strophe endet mit einem Vers in derselben antithetischen Struktur, die bereits in den ersten Versen des Gedichts verwendet wurde. Das Lyrische Ich erklärt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Die Personifikation des Glücks steht in diesem Vers der Synästhesie der donnernden Beschwerden gegenüber (vgl. V. 8). Im Zusammenhang mit dem historischen Hintergrund verdeutlicht die Personifikation, dass was die Bevölkerung sich am meisten Wünscht: „Glück“ (V. 8) um zum einen den Krieg zu überleben und zum anderen, dass der Krieg, der sich zu diesem Zeitpunkt schon seit fast 20 Jahren zuträgt, bald endet. Der Krieg wird in diesem Vers durch die donnernden Beschwerden (vgl. V. 8) dargestellt. Das Verb „donnern“ (ebd.) verdeutlicht in der Synästhesie den Beschuss während des Krieges, wohingegen die „Beschwerden“ (ebd.) eine Folge des Beschusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dritten Strophe erfolgt sowohl ein inhaltlicher, als auch ein formaler Umbruch. Während in den ersten beiden Strophen noch vier Verse verwendet wurden und der Kontrast zwischen der gegenwärtigen Situation und den zukünftigen Gegebenheiten in Bezug zur Vergänglichkeit thematisiert wird, werden in der dritten und vierten Strophe nur noch drei Verse verwendet und die Vergänglichkeit des Individuums dargelegt. Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was soviel heißt wie, die Erfolge, die ein Individuum erzielt hat sind in zum einen in der Zeit des Krieges nichts mehr wert, aber auch im allgemeinen nichts wert, da alles Irdische vergänglich ist. Markant an diesem Vers ist die Verwendung des Metrums in Kombination mit dem Adjektiv „ho[ch]“ (ebd.) in Bezug auf die zustande gebrachten Taten. Zum einen liegt auf dem Adjektiv „ho[ch]“ eine Betonung, welche die Bedeutung des Wortes beim Lesen hervorhebt, aber auch der durch die Zäsur verursachte Anstieg der Stimme bis zum Einschnitt, auf welchen sowohl der Fall der Stimme, als auch der Verfall der Taten folgt. Im folgenden Vers wir das Lyrische Ich, das zuvor nur eine betrachtende und somit eher passive Rolle erfüllte aktiv. Es wirf die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit der leichte Mensch bestehn?“ (V. 10). Die rhetorische Frage bezieht sich auf die Vergänglichkeit der Menschen, was an der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) deutlich wird. Die Menschen werden mit ihrem Leben als Spielfiguren betrachtet, die nach einer bestimmten Zeit vom Spielbrett gestoßen werden. Der Umstand, dass das Lyrische Ich die Formulierung „der leichte Mensch“ (ebd.) verwendet gibt zum einen Aufschluss über den allgemeinen Wert des Menschen und seines Lebens als Spielfigur und zum anderen wirft es die Frage auf, wer mit den Menschen spielt. Die Antwort auf diese Frage ist nur im Überirdischen zu finden und lässt sich somit mit Gott als Spieler des Spiels beantworten. Er entscheidet darüber in welche Richtung sich die Figuren bewegen, welche Figuren das Spielfeld verlassen und welche bleiben. Der Schlussvers dieser Strophe wird mit der Interjektion „Ach!“ (V. 11) eingeleitet. Dieser Ausruf verdeutlicht die Verzweiflung bzw. die Resignation des Lyrischen Ichs über die gewonnene Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit. Weiterhin stellt das Lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Das, „was wir für köstlich achten“ (ebd.), sind die irdischen Bestandteile des Lebens der Menschen. Diese vergleicht das Lyrische Ich dann zu Beginn der letzten Strophe des Textes „[a]ls schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit, deren Bedeutung auch durch die Aufzählung bzw. durch den Parallelismus in Form eines Trikolons bekräftigt wird. Somit haben die irdischen Bestandteile, die den Menschen wichtig sind, genau wie die Menschen selbst eine zeitliche Begrenzung. Dies wird ebenso im letzten Teil des Vergleiches, der zeitgleich auch der letzte Bestandteil des Trikolons ist, deutlich. Die irdischen Bestandteile des Lebens werden mit einer „Wiesen-Blum“ (V. 13) verglichen, welche „man nicht wider find’t“ (ebd.). Die Lebenszeit der, als Metapher für das Leben der Menschen und der irdischen Bestandteile verwendeten, Blume ist abgelaufen und sie lässt sich nicht wieder zurückholen bzw. der Verfall lässt sich nicht rückgängig machen. Der Vers veranschaulicht somit die Unumgänglichkeit der Vergänglichkeit und stellt somit das Verhalten der Menschen, die die irdischen Bestandteile wertschätzen in Frage. Das Lyrische Ich beendet das Gedicht mit der Aussage „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14). Hierbei werden die Erkenntnisse aus dem vorangehenden Vers noch einmal aufgegriffen und beantwortet. Da das irdische vergänglich ist, ist das einzige, das Überirdisch ist gleichzeitig auch das einzige das „ewig ist“ (ebd.). Nach den Vorstellungen der damaligen Zeit (Absolutismus), ist das einzige das Überirdisch ist Gott, gefolgt von den obersten Herrschern. Das Lyrische Ich macht somit zum Ende des Gedichtes klar, dass nur der Glaube an Gott zählt und nicht das Vertrauen an irdische Bestandteile. Graphisch wird diese Aussage, da die finale Erkenntnis des Gedichtes thematisiert wird, mit einem Ausrufezeichen untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Lyrische Ich die Leser darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich und somit nichts wert ist. Letzten Endes zählt somit der Glaube an Gott, was den Menschen jedoch nicht in dieser Form benutzt wird. Zentrale formale Elemente des Textes sind die charakteristischen Merkmale des Barocks, wie beispielsweise das monotone Metrum, die Mittelzäsur, die besonders in den ersten beiden Strophen eine Rolle spielt, aber auch die Form des Sonetts selbst, welches durch die klare Struktur und die formale Gliederung das Verständnis des Textes und insbesondere des Umbruchs formal deutlich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Carina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast wie erwartet eine wirklich gute und ausführliche Analyse verfasst! Besonders deine Kenntnisse über die Zeit des Barocks hast du gut eingegliedert und mit den Formalen Aspekten in Verbindung gebracht. Des Weiteren hast du alle wesentliche Textpassagen gut erläutert und die sprachlichen Mittel mit in deine Deutungsansätze miteinbezogen. Bis auf kleine Verständnisfehler am Anfang ist dir deine Analyse wirklich gut gelungen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“ verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und ist in vier Strophen gegliedert. Es besteht aus jeweils vier Versen in der ersten und zweiten Strophe und aus jeweils drei Versen in Strophe drei und vier. Der Aufbau weist daher auf ein Sonett hin, da dieses aus zwei Quartetten und zwei Terzetten besteht und durch eine Zäsur in der Mitte des Verses getrennt ist. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein die Überschrift „Es ist alles eitel“ (V. 0) verallgemeinert die Situation der Vergänglichkeit welche durch das Numeral „alles“ (V. 0) deutlich wird. Das Sonett „Es ist alles eitel“ verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) und verdeutlicht somit, dass alles was man sieht, auf der ganzen Welt vergänglich ist. Zur Zeit des Barocks bezeichnet man die Vergänglichkeit als Eitelkeit und ist somit ein erstes Merkmal für die Epoche und als klagende Aussage zu betiteln. Zudem wird anhand der Anapher „du siehst“ (V. 1) deutlich, dass das lyrische Ich das Vergängliche mit eigenen Augen erkennen kann und sieht, wie sich die Welt verändert. Die Verwendung des sechshebigen Jambus und der männlichen Kadenz, verweist darauf das es sich hierbei um die Realität handelt, da die männliche Kadenz sehr hart auf das Gedicht wirkt und somit Fakten in den Raum stellt. Folgend erkennt das lyrische ich, dass sich die Welt ganz schnell verändern wird indem anhand einer Antithese gesagt wird, „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;“ (V. 2). Die schnelle Veränderung der Welt wird anhand der Adverbien „heute [und] morgen“ (V. 2) deutlich. Das Pronomen „jener“ (V. 2) verallgemeinert die Situation und lässt daraus schließen, dass jeder bereit dazu wäre, die Welt zu zerstören. Daraufhin folgt ein weiteres antithetisches Beispiel, welches die Vergänglichkeit des Irdischen darstellt, denn „Wo jetzund Städte stehn, wird wird eine Wiese sein“ (V. 3). Mit dieser Aussage bezieht sich das lyrische Ich auf die Zerstörung von Städten und vermutet, was durch „wird“ erkennbar ist, dass später mal auf diesem Platz eine Wiese sein wird, „Auf der ein Schäferkind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Anhand dessen wird klar, dass eine Vorausdeutung in die Zukunft dargestellt ist und die Natur, als die Macht gegen uns Menschen bezeichnet wird. „Schäferskind“ (ebd.) und „Herden“ (ebd.) verdeutlichen die Macht der Natur in Verbindung mit dem Menschen. Im Allgemeinen lässt sich in der ersten Strophe ein sechshebiger Jambus erkennen, mit zwei männlichen Kadenzen in Vers eins und vier und zwei weiblichen Kadenzen in Vers zwei und drei. Zudem liegt ein umarmender Reim (abba) vor, welcher die Gesamtsituation des Vergänglichen darstellt. Die Verwendung des sechshebigen Jambus vermittelt eine Art Monotonie und verdeutlicht die klagenden Aussagen und die Sorgen und Ängste der Eitelkeit, welche auf den 30- jährigen Krieg zurückzuführen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe folgt mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) und hebt somit die Vergänglichkeit der Pflanzen hervor. Das lyrische Ich bemerkt also, dass auch die Natur vernichtet wird und das „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Mit „pocht“ (ebd.) und „Asch und Bein“(ebd.) wird metaphorisch das Herz eines Lebewesens welches aufhört zu schlagen dargestellt und das einzige was übrig bleibt ist „Asch und Bein“ (ebd.) ein kleiner Teil des Lebewesens. Die Anapher „Was“ (ebd.) deutet daraufhin, dass alles in der Welt irgendwann nicht mehr existieren wird. Zudem wird anhand der Aussage „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) deutlich, das Dinge wie in diesem Beispiel „Erz und Marmorstein“ (ebd.), welche zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten, auch zerstörbar sind. Und nur das was „ewig sei“ (ebd.) ist nicht vergänglich, denn mit „ewig“ ist metaphorisch Gott gemeint, denn er wird niemals sterben. Vers acht wird mit der Personifikation „Glück“ (V. 8) eingeleitet, welches „uns [an] lacht“ (V. 8) und mit der Synästhesie „donnern die Beschwerden“ (V. 8) gegenübergesetzt. Das Glück und die Beschwerden stehen uns Menschen im Leben sehr nah gegenüber und verdeutlichen somit die Gefühle der Menschen und lassen somit die Angst vor der Vergänglichkeit deutlich werden. Das Personalpronomen „uns“(ebd.) unterstreicht, das wir Menschen unter diesen Umständen leiden und bemerken das uns die Angst bevorsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersucht man die ersten beiden Strophen lässt sich ein Aufgesang erkennen, der die Dramatik der Vergänglichkeit darstellt und die äußeren Probleme in der Welt schildert, während in der dritten und vierten Strophe persönlich auf das Individuum eingegangen wird. „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) verdeutlicht, dass all die Träume der Menschen bald nicht mehr existieren werden und sich von den schönen Erinnerungen welche metaphorisch als „Traum“ (ebd.) betitelt werden verabschieden müssen. Der Befehl „müssen“(ebd.) verdeutlicht ebenfalls, dass das Schicksal der Menschen eintreten wird und es keinen Ausweg geben werde. Daraufhin stellt das lyrische Ich sich eine rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V. 10) und versetzt sich damit in die Situation der Menschen im Krieg. Denn ihnen ist bewusst, dass ihr Leben als „leichte[r] Mensch“(ebd.) vergänglich wird.  Die Verwendung des Begriffs „leicht“ (ebd.) untermauert den Stellenwert der Menschen und somit auch den darauf bezogenen Umgang. Auch wird das Leben als „das Spiel der zeit“(ebd.) dargestellt, was zeigt, dass das Leben als Unwichtig betrachtet wurde und das zwei Machten gegeneinander kämpfen und eine Macht verlieren wird. In diesem Zusammenhang sind es wir Menschen, welche durch Krieg; Folter; Vergewaltigung u.ä. vernichtet werden. Das lyrische Ich findet sich in der Situation selbst als Opfer und realisiert die Katastrophen, denen der Mensch ausgesetzt ist, indem er eine Interpunktion „Ach“(V. 11) verwendet und all seine Sorgen zum Ausdruck bringt. Zudem bringt er durch das nochmals erwähnte Nummeral „alles dies“(V.11) die Vergänglichkeit des ganzen Lebens zum Ausdruck und zeigt wie wertvoll das Leben für den Menschen ist, indem er das Adjektiv „köstlich“(V. 11) verwendet, welches eher als etwas schönes gilt und man in Erinnerung behält. Daraufhin akkumuliert das Lyrische Ich mehrere Bezeichnungen für die Vergänglichkeit auf und benennt sie „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, Als Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V.12f.). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit und spiegelt Bestände wie Dunkelheit, ständige Angst und Stress. Um den Zeitraum eines Menschenlebens in dieser Zeit darzustellen verwendet der Autor den Vergleich mit der „Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(ebd.). Eine Blume lebt mit vielen andern Artgenossen zusammen in einem Lebensraum, bis sie nach einer bestimmten Zeit verblüht und somit ihr Leben verliert. Mit der „Wiesenblum“(ebd.) assoziiert das lyrische Ich den Menschen und  verdeutlicht die Vergänglichkeit und den Zustand das der Mensch nicht mehr auf der Erde da sein wird. Die Anapher „Als“(ebd.) unterstützt die Bezeichnung der Vergänglichkeit und hebt diese damit hervor. Um jedoch das wahre an der Vergänglichkeit herauszufinden erzählt das lyrische Ich in der letzten Strophe von „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!(V. 14). Da das irdische vergänglich ist, ist das einzige was Überirdisch ist gleichzeitig auch das, „was ewig ist“(ebd.) und damit ist Gott gemeint, denn er ist der Herrscher über die ganze Welt und steht auch über allem was es auf der Welt gibt. Somit macht das lyrische Ich und Menschen bewusst, dass das was für den Menschen übrig bleibt und das ist nichts, keine wahrnehmen möchte. Keiner möchte verstehen, dass nur Gott bestehen bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten beiden Strophen ist auffällig, dass diese aus jeweils drei Versen bestehen und ein Schweifreim vorweisen. Diese Veränderung des Reimschemas verweist auf ein weiteres Merkmal von Sonetten und bestätigt dieses damit nochmal. Der sechshebige Jambus wird aufgrund der in der Mitten getrennten Zäsur aufgrund von These und Antithese in Strophe eins und zwei als Alexandrina bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht aufgrund ihrer formalen Aspekte, die Folgen des 30-jährigen Kriegs, die Vergänglichkeit, anhand von Thesen und Antithesen sowie Anaphern und Metaphern sehr gut verdeutlichen. Aufgrund eines Sonetts wird die Epoche deutlich und damit auch den verwendeten Inhalt der Vergänglichkeit, welche zu dieser Zeit sehr schlimm waren. Das Reimschema trägt zum Verständnis des damals herrschenden Kriegs bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, der von Andreas Gryphius verfasst und im Jahre 1637, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein '''politisches''' (wieso politisch?) Gedicht. Es ist der Literaturepoche Barock zuzuordnen, welche besonders durch den sogenannten „Vanitas-Gedanken“, der sich auf die Vergänglichkeit alles Irdischen bezieht, geprägt wurde. Dieser wird auch in dem Gedicht Gryphius` thematisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist aus 14 Versen zusammengesetzt, welche in 4 Strophen gegliedert sind. Die ersten beiden Strophen sind Quartette, da sie aus je 4 Versen bestehen und die anderen beiden sind Terzette, welche aus jeweils 3 Versen zusammengesetzt sind. Diese Form des Gedichtes nennt sich Sonett. Dieser Sonettstil war zur damaligen Zeit vorgeschrieben und brachte eine gewisse Ordnung und Gleichmäßigkeit in die Gedichte, was sich auch in dem vorliegenden Gedicht widerspiegelt. Bezüglich des Metrums liegt ein Alexandriner vor, welcher aus einem sechshebigen Jambus besteht. Außerdem ist die Zäsur, eine Art Einschnitt beziehungsweise Pause, die nach der sechsten Silbe erfolgt. Die Kadenzen sind abwechselnd betont (männlich) und unbetont (weiblich). In den Quartetten liegt bezüglich des Reimschemas ein umarmender Reim (abba, abba) vor, während die Terzette einen Schweifreim (ccd, eed) aufweisen. Auch aufgrund des Zusammenspiels von sich reimenden Versenden und den jeweilig gleichen (betonten oder unbetonten) Kadenzen wird die bereits erwähnte Ordnung des Gedichts unterstützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Es ist alles eitel“ deutet die Vergänglichkeit von alle dem, was diesseitig ist, also der Erde angehört, an und leitet somit in die zentrale Thematik des Textes ein. Besonders das Zahlwort „alles“ (ebd.) akzentuiert, dass die Gesamtheit des Diesseitigen von der Vergänglichkeit betroffen ist, sowohl alle Lebewesen, als auch das, was von ihnen geschaffen wurde. Außerdem wird an dieser Stelle bereits die Haltung des lyrischen Ichs zu jener angedeutet, da deutlich erkennbar ist, dass es sich der Vergänglichkeit alles Irdischen durchaus bewusst ist und '''diese kritisiert'''.&lt;br /&gt;
Anschließend setzt das Gedicht damit ein, dass das lyrische Ich erwähnt, man sehe „nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1). Damit wird erneut der Vanitas-Gedanke aufgegriffen, welcher die Vergänglichkeit alles irdischen Seins und folglich allen Lebens auf der Erde beschreibt. Das Adverb „nur“ (ebd.) hebt dabei insbesondere hervor, dass sich die Vergänglichkeit ausschließlich auf das Irdische beschränkt, wodurch '''gleichzeitig angedeutet wird, dass das Überirdische, also Gott, für die Ewigkeit besteht''' (wird an dieser Stelle noch nicht deutlich, sondern kommt als neuer Aspekt zum Schluss erst). Auf der anderen Seite deutet dies auf die Haltung des lyrischen Ichs in Bezug auf die Ausweglosigkeit aus dieser Situation hin, da ihm bewusst ist, dass man der Vergänglichkeit und der Zeit nicht entfliehen kann, was zudem eine gewisse Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs vermuten lässt. Durch die Verwendung des Pronomens „du“ (V. 1) wird der Leser direkt angesprochen und in die Thematik einbezogen, da sie jeden betrifft. Des Weiteren erklärt das lyrische Ich, was „dieser heute“ (V.2) baue, reiße „jener morgen“ (V. 2) wieder ein. Diese Aussage zielt auf die Folgen des dreißigjährigen Krieges, welcher die Zerstörung vieler Teile Deutschlands mit sich gebracht hat. Besonders auffällig ist jedoch, dass sich die beiden genannten Aussagen antithetisch gegenüber stehen, was vor allem durch die Adverbien „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) hervorgehoben wird. In Verbindung mit den Verben „baut“ (V. 2) und „reißt […] ein“ (V. 2) könnten diese mit der Gegenwart und Zukunft assoziiert werden. Dies bezieht sich darauf, dass etwas in der Gegenwart zu erbauen bedeutet, etwas Neues zu schaffen, was eine positive Gefühl hervorruft, dass dies jedoch anschließend in der Zukunft wieder abgerissen wird, deutet auf die Vergänglichkeit hin, da diese Gefühl nur von kurzer Dauer ist, was an der kurzen Zeitspanne zwischen „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Diese Aussage erinnert ebenfalls an den sogenannten „memento mori“, welcher die Lyrik zur Zeit des Barock stark geprägt hat. Mit diesem ist gemeint, dass man bedenken solle, dass man stirbt. Diese Erinnerung an den Todesgedanken sollte die Menschen daran erinnern, sich auf ihr Leben in der Gegenwart zu konzentrieren und dieses zu nutzen. '''Somit könnte diese antithetische Aussage auch diesen Gedanken, jeden Moment des Lebens zu genießen, da er schnell wieder vergehen werde, vor Augen führen''' (Wird im 1.Vers noch nicht so deutlich, sondern erst im 2.Quartett). Andererseits kann die Verbreitung dieses Gedankens dazu dienen, den Menschen vor Augen zu führen, dass alles auf der Erde dazu bestimmt ist, irgendwann einmal zu sterben, auch sie selbst. Diese Vergänglichkeit wird durch das Pronomen „jener“ (ebd.) verallgemeinert, da sie überall zu erkennen ist. Daraufhin wird erneut die Zerstörung als Folge des Krieges sowie die Vergänglichkeit verdeutlicht, wenn das lyrische Ich erläutert, wo „jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). An dieser Stelle ist nochmals die Gegensätzlichkeit der Aussagen zu erkennen, welche vor allem durch die Zäsur zwischen der These und der Gegenthese hervorgehoben wird. Diese Zäsur dient jedoch auch dem Rhythmus des Gedichts, da an jener ein Einschnitt beziehungsweise eine Pause erfolgt. Hier ist jedoch auch ein gewisser Rückschritt zu erkennen, da es wieder zu seinem Ursprung zurückzukehren scheint. Des Weiteren lässt sich bei diesem Vers der sechshebige Jambus auf den Inhalt des Textes beziehen, da er prinzipiell eine gewisse Monotonie mit sich bringt. Diese akzentuiert in Verbindung mit der Vergänglichkeit, dass das Leben auf der Erde insofern absehbar und regelmäßig ist, als dass alles, was auf uns noch so wirkt, als hätte es bis in die Ewigkeit Bestand, bald schon nicht mehr da sein könnte. Auf die „Wiese“ (ebd.) geht das lyrische Ich im Folgenden Vers vertieft ein, indem es erläutert, auf jener werde ein „Schäferskind […] mit den Herden“ (V. 4) spielen. '''Das Bild des Schäferskindes als Hirte der Herde könnte sich im übertragenen Sinne auf die Religion beziehen, da Gott im Christentum als fürsorglicher Vater des Volkes oftmals auch als Hirte bezeichnet wurde, der jenes beschützt'''. Bezieht man dies wiederum auf den dreißigjährigen Krieg könnte diese Aussage als eine Art Appell des Erzählers an den Leser angesehen werden, da '''das Vertrauen in Gott, das Überirdische, das nicht vergeht, aus dieser Situation der Zerstörung hinaushelfen könnte'''. Demnach könnte diese Textstelle dazu dienen, Hoffnung zu vermitteln, dass nach dem Krieg wieder eine friedliche Zeit folgt. Betrachtet man in dieser Strophe genauer die Kadenzen sowie den vorliegenden Paarreim, fällt auf, dass die Aussagen in den Versen zwei und drei dadurch unterstützt werden. Dabei sind hauptsächlich die männlichen Kadenzen entscheidend, da jene hart wirken und einen Fakt beschreiben. In diesem Fall untermauern sie demnach, dass alles auf der Welt vergänglich ist, da dies eine Tatsache ist, die feststeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran folgt das zweite Quartett mit der Aussage, was jetzt so „prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Insgesamt fällt bis zu dieser Textstelle auf, dass der Fokus bisher auf der Vergänglichkeit der Natur und den Dingen, die der Mensch geschaffen hat, liegt. Dies ändert sich jedoch mit dieser Aussage. Zur Zeit des Barocks wurde das menschliche Leben häufig in Jahreszeiten eingeteilt. In dieser Textpassage scheint der Frühling aufgrund der Assoziierung von blühenden Blumen dargestellt zu werden. Bezieht man diesen weiterhin auf das menschliche Leben, so wird hier das Leben eines jungen Menschen aufgegriffen. Auch dieses ist demnach vergänglich, wodurch deutlich wird, dass der Tod jederzeit eintreffen kann und das Leben eines jeden vergänglich ist. Somit wird erneut klar, dass der Mensch dazu bestimmt ist, früher oder später zu sterben. Daraus lässt sich die Resignation des lyrischen Ichs schlussfolgern, da es sich somit auch der Vergänglichkeit seines eigenen Lebens bewusst zu sein scheint. Daraufhin erläutert das lyrische Ich, dass das was noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sei. Insbesondere das Verb „pocht“ (ebd.) lässt erkennen, dass es sich bei dieser Aussage um Menschen handelt, da das Pochen an das menschliche Herz und das Leben erinnert. Jene Menschen, die erwähnt werden scheinen Widerstand gegen den Krieg beziehungsweise einen feindlichen Angriff zu leisten, was durch das Verb „trotzt“ (ebd.) hervorgehoben wird. Eben diese Menschen seien am nächsten Tag lediglich noch „Asch und Bein“ (ebd.) was mit dem Tod in einer Verbindung steht, welcher eine Folge des Krieges ist. An dieser Stelle ist die Kritik des lyrischen Ichs deutlich festzustellen, da es eine der Konsequenzen des Krieges darstellt. Somit wird an dieser Stelle die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt. Die Anapher „Was “ (V. 5, V. 6), welche die expliziten Aussagen der Vergänglichkeit des Menschen einleitet, verbindet diese miteinander und hebt somit hervor, dass alles Irdische vergänglich ist. Dies wird auch durch die im Anschluss folgende Aussage „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) vor Augen geführt, da man früher geglaubt hat, man könne diese nicht zerstören und sie würden für die Ewigkeit bestehen. Dies widerlegt der Inhalt der restlichen Aussagen jedoch, denn das lyrische Ich behauptet, dass auch diese vergänglich sind, da sie etwas irdisches sind. Des Weiteren folgt die Personifikation jetzt „lacht das Glück“ (V. 8), welche der Synästhesie bald „donnern die Beschwerden“ (V.8) antithetisch gegenübersteht. Dies soll auf der einen Seite die Vergänglichkeit des Glücks und somit der guten Zeiten darstellen und deutet auf der anderen Seite auf die Folgen des Krieges hin, da die „Beschwerden“ (ebd.) nach dem Krieg häufig durch die darauf folgenden Hungersnöte sowie die Armut und das Leid der Menschen aufgekommen sind. &lt;br /&gt;
Anschließend ist deutlich zu erkennen, dass sich das erste Quartett mit der Vergänglichkeit dessen, was der Mensch geschaffen hat, beschäftigt, während das zweite Quartett die Vergänglichkeit des Menschen selbst thematisiert. Dadurch wird unterstützt, dass nichts auf der Welt ewig ist. Dies wird auch durch den einer Klimax ähnelnden Aufbau des Textes unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe ist ein Terzett und setzt damit ein, dass „[d]er hohen Taten Ruhm […] wie ein Traum vergehn“ (V. 9) müsse. Insbesondere der „Ruhm“ (ebd.) ist nach der Meinung des lyrischen Ichs nicht mehr von großer Bedeutung, da auch dieser vergänglich ist. Der Vanitas-Gedanke, welcher sich auf eben diese Vergänglichkeit alles irdischen Seins bezieht, bedeutete für die '''Menschen zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, dass beispielsweise auch Macht und Reichtum nicht signifikant sind''' (dein Analyseansatz, dass der Ruhm der Taten vergänglich ist, ist passender). Dies resultierte daraus, dass das Leben auf der Erde meist als sogenannter „leerer Schein“ bezeichnet wurde und somit nicht von großer Bedeutung gewesen ist. Für die Menschen ist es hauptsächlich wichtig gewesen, eine reine Seele zu haben und alle Sünden zu büßen, da dies die Voraussetzung für das Fortleben im Jenseits gewesen ist. Da dies nicht vergänglich ist, hat es also einen höheren Wert. Besonders das Substantiv „Traum“ (ebd.) hebt die Nichtigkeit des Ruhmes oder der Macht hervor, da jene sich nicht auf das Fortleben im Diesseits auswirken. Anschließend folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10). Das „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht dabei metaphorisch für das Leben. Dieses ist vergänglich und somit durch die „Zeit“ (ebd.) beschränkt, die etwas Ewiges ist. Mit dem „leichte[n] Mensch“ (ebd.) wird vor Augen geführt, dass der Mensch nicht für die Ewigkeit Bestand hat, da er durch das Adjektiv „leichte“ (ebd.) als schwach beschrieben wird. Daraufhin fragt das lyrische Ich sich, was „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) überhaupt sei. Dies bezieht sich auf die Frage, was das Leben überhaupt ist und welchen Wert es hat. Die Menschheit hat prinzipiell das Gefühl, dass das Leben und besonders das, was sie in jenem schaffen, für die Ewigkeit Bestand hat. Dies widerlegt das lyrische Ich jedoch mit den Aussagen im ersten und zweiten Quartett, denn nach jenen ist weder das, was die Menschen geschaffen haben, noch sie selbst für die Ewigkeit bestehend. Dies ist auf die Vergänglichkeit und die schwindende Zeit zurückzuführen. Die dieser Aussage vorangestellte Interjektion „Ach“ (V. 11) bringt den klagenden Charakter des Gedichtes durch die Resignation des lyrischen Ichs zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte Strophe gibt auf die zuvor erwähnte Frage in gewisser Weise eine Antwort und bezeichnet „alles dies“ (ebd.) „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Dies führt vor Augen, dass das vom Menschen erschaffene sowie der Mensch und sein Leben nicht von großem Wert und belanglos ist, da all dies etwas Irdisches und somit vergänglich ist. Weiterhin beschreibt das lyrische ich „alles dies“ (ebd.) „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find`t“ (V. 13). Bei der Vorstellung einer Wiese voller Blumen und einer einzigen Blume auf jener wird der geringe Wert dieser einzelnen Blume im Gesamten direkt deutlich. So ist es auch mit dem menschlichen Leben und dem einzelnen Menschen, da auch jener als einzelne Person insbesondere unter der Bezugnahme der Vergänglichkeit nahezu nichtig ist. Das lyrische Ich erläutert daraufhin, dass „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14) wolle. Dies resultiert daraus, dass die Menschen an dem festhalten, was Irdisch ist, da sie sich dessen nicht bewusst sind, dass all dies vergänglich ist und sich nicht damit beschäftigen, was für die Ewigkeit geschaffen ist. Das, was für die Ewigkeit Bestand hat ist im Grunde lediglich Gott, also das Überirdische sowie das Leben nach dem Tod. Das Leben auf dieser Erde ist vergänglich und im Vergleich zum Überirdischen von geringem Wert und dies scheinen die Menschen nicht zu erkennen (oder zu vergessen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Sonett mit der Vergänglichkeit alles irdischen Seins sowie auf der anderen Seite dem Überirdischen (Gott) und dessen Ewigkeit auseinandersetzt. Daraus resultiert zudem die Nichtigkeit alles Irdischen. Diese zentralen Aussagen des Textes werden besonders durch Metaphern und das Metrum sowie die Gegenüberstellungen von These und Antithese, die durch die Zäsuren hervorgehoben werden, untermauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Diana: Meiner Meinung nach hast du viele und richtige Analyseaspekte in deiner Analyse eingebracht. Deine Einleitung beinhaltet alles und was ich auch gut finde ist, dass du für das Thema Vergänglichkeit ein Fachbegriff nennst, der im Zusammenhang der Epoche des Barocks gebraucht wird. Außerdem finde ich es auch gut, dass du die Form, das Reimschema und das Metrum des Gedichts nicht nur nennst, sondern auch in deine Analyse hineinfließen lässt und auch analysierst. Im ersten Quartett finde ich gut die Herausstellung der Antithese gelungen und der Bezug dabei auf den Krieg und das Thema der Vergänglichkeit, da du detailliert analysierst und jedes Wort beinahe erklärst. Was ich dabei jedoch nicht so gut finde, ist dass du dort bereits die Andeutung auf Gott siehst, die meiner Meinung nach erst in der letzten Strophe thematisiert wird. Dass du den Begriff ,,momemto mori“ in deine Analyse eingebracht hast, finde ich auch sehr gut, wobei du den Begriff sogar noch erklärst, was ich sehr gut finde. Jedoch finde ich dass du den Begriff nicht schon zu Beginn einbringen solltest, sondern erst im 2.Quartett, wenn es um die Vergänglichkeit des Lebens geht, da im ersten Quartett eher die Vergänglichkeit erschaffener Dinge thematisiert wird. Was ich für besonders gut gelungen finde ist die Analyse des 5.Verses, da du sehr detailliert analysierst. Zu dem erkennst du auch den klimaxartigen Aufbau des Gedichts und dass das Lyrische ich zunächst beschreibt und anschließend wertet. Zudem finde ich die Analyse des Terzette auch gut, da du die zentralen Aussagen analysierst und belegst und die Metapher ,,Spiel der Zeit“ richtig erläuterst. In allem eine gelungene Analyse, wobei du Kleinigkeiten, die ich dir genannt hab nur verbessern musst (die Stellen hab ich dir auch markiert und in Klammern dahinter geschrieben, was mein Verbesserungsvorschlag ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die allgemeine Vergänglichkeit irdischer Dinge mit besonderem Fokus auf der Vergänglichkeit des Lebens im 30-jährigen Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Das Gedicht befasst sich im historischen Kontext mit der Vergänglichkeit des Menschen und im Kontrast dazu hintergründig auch mit der Unendlichkeit bzw. Ewigkeit Gottes, welche besonders in der letzten Strophe zum Ausdruck kommt. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird so in der Vergänglichkeit die Zerstörung der Menschenleben und Städte ausdrücklich, die zu dieser Zeit Tag für Tag durchlebt werden musste. (nimmst zu viel vorweg, erarbeite dir das während der Analyse)''' Darauf bezogen setzt auch die erste Strophe, geschrieben in einem umschließenden Reim, mit den Worten „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“(V. 1) ein. Hierbei wird besonders die Komplexität der Vergänglichkeit, welche im Wort „Eitelkeit“(ebd. ) benannt wird, deutlich, indem der Ausdruck „Du siehst, wohin du siehst“(ebd. ) verwendet wird. Dieser drückt gleich zu Beginn aus, das alles irdische vergänglich ist und '''dehnt somit den Rahmen auf alles aus (erkläre was du meinst)'''. Auffallend ist hierbei jedoch die Verwendung des Verbs „sehen“(ebd. ), '''welches Anlass gibt (A)''', das Vergängliche auf irdischer Ebene zu betrachten, da der Mensch nicht im Stande ist, das überirdische, bzw. „Gott“ zu sehen. Zudem spitzt das Adverb „nur“ (ebd. ) diese Bedeutung des Überirdischen noch einmal zu, indem die Erde somit als alleinig aus Vergänglichkeit bestehend beschrieben wird, weshalb das Reich Gottes indirekt, hier noch nicht ganz deutlich, aber bezüglich der vierten Strophe einen Kontrast zum Irdischen bildet. Die abschließende Interpunktion, die den Satz beendet, verweist dabei noch einmal auf die endgültige Vergänglichkeit aller Dinge und allen Lebens ohne Ausnahme. Daran anschließend konkretisieren die drei folgenden Verse die irdische Situation, indem Beispiele für die Vergänglichkeit genannt werden. In diesem Sinne setzt der Text mit den Worten „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“(V. 2) fort. Besonders kommt dabei die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen in den Pronomen „dieser“(ebd. ) und „jener“(ebd. ) noch einmal zum Ausdruck. Sie verallgemeinern das Bezugsfeld, sodass alle Menschen das Vergängliche miterleben sowie mit beeinflussen. Hierbei redet das lyrische ich in diesem Zusammenhang von Gebäuden, '''vielleicht (A/W)''' auch im metaphorischen Sinne von Errungenschaften einzelner, die wiederum zerstört werden. Die Zerstörung lässt sich dabei auf den historischen Hintergrund und somit auf den 30-jährigen Krieg beziehen, in welchem viele Leben und so auch Lebensräume zerstört wurden. Die antithetische Formulierung, wie auch der Kontrast in „heute“(ebd. ) und „morgen“(ebd. ) spielt dabei jedoch auch gewissermaßen auf die Wechselseitigkeit des Krieges an. Bezüglich der Zerstörung setzt der dritte Vers fort „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“(V. 3), worin wiederum Zusammenhänge zum Krieg gezogen werden können. Hierbei stechen aber auch noch einmal die antithetischen Begriffe „Städte“(ebd. ) und „Wiesen“(ebd. ) hervor, die insbesondere auf die materielle Vergänglichkeit anspielen, aber auch verdeutlichen, dass alles wieder zu seinem Ursprung gelangt, da dort vor der Stadt auch nur eine Wiese '''gewesen''' war. Eben diese Art von Kreislauf des Lebens unterstreicht der Vers „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“(V. 4). Die Verwendung des Futurs sowie die '''Simplizität der Situation (erkläre was du damit meinst)''', die hier dargestellt wird, zeigt das lyrische '''i'''ch, dass es trotz aller Zerstörung und Vergänglichkeit auch immer wieder einen Neuanfang und so auch neues Leben gibt, welches im Wechsel mit dem Tod bzw. der Vergänglichkeit steht. Auch drückt letztlich der umschließende Reim in den ersten beiden Strophen diese Vergänglichkeit als letztliches Mittel allen Lebens aus, was auch durch die Kadenzen deutlich wird. Hierbei sind der erste und vierte Vers weiblich, enden also auf einer unbetonten Silbe, und die umschlossenen Verse, wie auch in Strophe zwei männlich, enden auf einer betonten Silbe. '''Dabei ist auffallend, dass die betont endenden Verse jeweils eine Tatsache beinhalten (erkläre das genauer)'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontrastierung zweier Sinnbilder setzt sich auch in der zweiten Strophe fort, was wiederum die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen unterstreicht. In „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“(V. 5) wird auf gewisse Weise erneut metaphorisch das Leben dem Tod gegenüber gestellt. Besonders drückt darin die Wortwahl die Resignation des lyrischen Ichs aus, welches dem Leben nachtrauert, sich jedoch des Vergänglichen und des Neuanfangs bewusst ist, diesen jedoch nicht völlig zu verstehen vermag. Hierbei sticht jedoch durch die Verwendung des Futurs erneut die Wechselhaftigkeit heraus, die zum einen erneut auf den Krieg, aber zum anderen auch auf die Wechselhaftigkeit des '''allgemeinen (würd ich weglassen)''' Lebens anspielt. Somit ist es ungewiss, wie lange etwas anhalten und beständig sein wird, da die Möglichkeit des Vergehens jederzeit besteht. Dies entspricht auch dem Tod, der ungewiss eintreten kann, sei es durch Krieg oder aber andere Umstände, wie es in den folgenden Worten „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“(V. 6) deutlich wird. Besonders steht dabei das Verb „pochen“(ebd. ) für den Herzschlag und somit für Leben, wohingegen „Asch und Bein“(ebd. ) auf eine tote Person andeuten. Besonders wird hier jedoch auch noch einmal die Nichtigkeit einer einzelnen Sache oder Person für die Gesamtheit deutlich, indem die Asche metaphorisch als Symbol der Vergänglichkeit gilt. Zudem gilt sie bezüglich des Todes jedoch auch als Zeichen der Trauer, was die Resignation des lyrischen Ichs untermauert. Rückbezogen auf die verschiedenen Beispiele wie dem Tod oder der Zerstörung von Stätten folgt so  als Schlussfolgerung des lyrischen Ichs „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“(V. 7). Auch dieser Satz wird wie auch schon der erste durch eine Interpunktion beendet, was die Endgültigkeit der Aussage unterstreicht und somit die Vergänglichkeit verallgemeinert. Dass diese Aussage für alles und jeden gilt, wird dabei in den Worten „kein Erz, kein Marmorstein“(ebd. ) ausdrücklich, da Erz und Marmor in früheren und auch in heutigen Zelten als teure und resistente Stoffe gelten, die vielem Stand halten. Sie unterstreichen die Aussage also insofern, dass sie letztlich die Spitze des Unkaputtbaren darstellen und dennoch vergänglich sind, weshalb sich jegliche anderen Dinge dem unterordnen. Im letzten Vers der zweiten Strophe wird im Anschluss noch einmal besonders auf die Wechselhaftigkeit und den Kreislauf des Lebens angespielt. So zeigt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“(V. 8), dass das Leben gute wie auch schlechte Zeiten beinhaltet und der Wechsel zwischen diesen unabsehbar stattfindet, was das Adverb „bald“(ebd. ) andeutet. Aber auch der Bezug auf ein jedes Leben wird im Personalpronomen „uns“(ebd. ) deutlich, der durch die Personifikation „Jetzt lacht das Glück“(ebd. ) gestärkt wird. Eben diese verdeutlicht, dass das Glück auch etwas unbeeinflussbares ist, wie jeder andere Mensch auch, sodass auch das Aufkommen von Glück etwas ist, das vergänglich ist. Das gleiche drückt so auch die Metapher „bald donnern die Beschwerden“(ebd. ) aus, welche gewissermaßen auch für eine Unbeständigkeit der menschlichen Verfassung und Gemütsstimmung steht und somit auch diese als vergänglich akzentuiert. Betrachtet man die beiden ersten Strophen im Zusammenhang, so fällt ein etwas klimaktischer Aufbau von erster zu zweiter Strophe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte und vierte Strophe stehen dahingegen etwas im Kontrast zu den beiden vorherigen Strophen, indem das lyrische Ich darin nachdenklich wirkt und über die menschliche Existenz nachdenkt. Fasst man die beiden Strophen zusammen, so fällt gleich der darin vorhandene Schweifreim auf, '''im Einzelnen also ein Paarreim und eine Weise (brauchst du nicht zu erklären)'''. Dieses Reimschema, das in den beiden Quartetten und '''Tärzietten (Terzette)''' aufzufinden ist, ist das für den Barock typische '''Reimschema (Metrum)''' Alexandriner.  Zugleich fällt aber auch die durch den im Gedicht stringent verwendeten 6-hebigen Jambus auch auf, dass die Paarreime jeweils betont enden und die sich reimenden Weisen/Schweife dahingegen unbetont. Inhaltlich fällt in diesem Kontext auf dass die unbetonten Verse meist noch etwas positives beinhalten, das den '''Sinn hinter der Vergänglichkeit (der da wäre)''' ausdrückt. Das Metrum sorgt dahingegen jedoch für eine monotone Darstellung, die bezogen auf den Inhalt die unumgehbare Existenz der Vergänglichkeit darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe setzt mit dem Ausdruck „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) ein. Der Vergleich mit einem Traum bringt dabei die Nichtigkeit der Dinge in den Vordergrund. Zwar wird hier konkret von Ruhm gesprochen, über den das lyrische Ich nachdenkt, jedoch lässt dieser sich als ein Exemplar auffassen, dass eigentlich zeigt, wie unwichtig Dinge wie Ruhm und materielles Reichtum sind, da sie letztlich so schnell vorüber und in Vergessenheit geraten sind wie ein Traum, an den man sich oftmals schon nach kurzer Zeit nicht mehr erinnern kann. Darauf folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“(V. 10), welche durch die Existenz des Todes ihre Antwort findet. Besonders sticht hier aber auch die Metapher „das Spiel der Zeit“(ebd. ) heraus, welche verdeutlicht, dass die Zeit selbst endlos ist, jedoch das Spiel und somit das Leben des Menschen innerhalb dieser ein Ende findet, wie jedes Spiel irgendwann endet. In diesem Kontext wird der Mensch durch das Adjektiv „leicht“(ebd. ) verallgemeinernd als schwach dargestellt, was sich rückblickend auf den „Marmorstein“(V.  7) als Kontrast zur Härte zeigt, die jedoch auch nicht beständig ist. Somit deutet die Beschreibung des Menschen die vorausgesetzte Endlichkeit dieses an. Dass diese Tatsache das lyrische Ich resignieren lässt, wird in der Interjektion „Ach“(V. 11) deutlich. Im Anschluss daran fragt es sich, „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“(V. 11). Durch diese Frage wird deutlich, dass das, was der Mensch zu Lebzeiten '''verehrt (W/A)''' in Anbetracht der Zeit nichts wert ist und bezogen auf die Vergänglichkeit somit auch seinen Sinn verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt im Anschluss und als indirekte Antwort auf diese Frage setzt die vierte Strophe mit den Worten „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(V. 12) ein. Diese akzentuieren im metaphorischen Sinne, dass alles Irdische und vom Menschen erschaffene letztlich nur eine Kleinigkeit, wenn nicht gar nichts für die Gesamtheit ist. So gehören „Schatten, Staub und Wind“(ebd. ) alle zum Wortfeld der Vergänglichkeit, da sie alle Dinge sind, die nur für einen Moment bemerkt werden und kaum sichtbar sind. Diese akkumulierte Darstellung der Nichtigkeit wird auch im folgenden Vers, welcher sich wiederum auf die dritte Strophe bezieht, in „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V. 13) erneut aufgegriffen. Hierbei zeigt das Bild einer einzelnen Blume den geringfügigen Wert eines Menschen oder aber eines Gegenstandes für die Zukunft und die gesamte Welt. Schafft man hier nochmals eine Überleitung zum Krieg, so deuten diese beiden Verse die Nichtigkeit eines Individuums für einen Staat an, dem sich das lyrische Ich unverständig entgegensetzt. Somit sei alles vergänglich und sobald etwas vergangen ist, ist es vergessen und ohne Bedeutung. Dass dieser ganzen Vergänglichkeit jedoch etwas als eine Art Hoffnung entgegensteht, interessiert die meisten Menschen nicht, weshalb sie am Vergänglichen festhalten. Eben diese Tatsache wird im letzten Vers „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V. 14) deutlich. Letztlich ist Gott und somit das Leben nach dem Tod das Unendliche, das die Menschen jedoch im Leben noch nicht sehen oder erreichen können, aber auch nicht sehen wollen, indem sie am Irdischen festhalten. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird hierbei der ursprüngliche Anlass des Krieges, der zu Beginn ein Glaubenskrieg war, herausgestellt. Jedoch vergaßen die Menschen nach und nach den wahren Anlass ihres Kämpfens, sodass der Krieg eher zu einem materiellen Krieg wurde und der Glaube und so zugleich das Endliche vernachlässigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend befasst sich das Sonett im allgemeinen mit der Vergänglichkeit alles Irdischen, dem Gott jedoch kontrastierend gegenübersteht. Eben dieser Kontrast, aber auch die Wechselseitigkeit des Lebens und des Wandels von Gut zu Schlecht werden durch viele antithetische Reime verdeutlicht. So wird auch besonders die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt, während der Kreislauf des Lebens eher hintergründig durch einige Metaphern als eine Art Hoffnung aufgeführt wird. Insgesamt unterstützt jedoch alles, wie auch das Reimschema die These, dass überall Vergänglichkeit enthalten ist und es nur eine Frage der Zeit ist bis Dinge vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback Nina: Liebe Sarah, deine Analyse ist dir sehr gut gelungen. Vor allem inhaltlich schaffst du es vieles aus dem Gedicht herauszunehmen und zu erläutern. Dabei ist mir besonders positiv im Kopf hängen geblieben die Analyse deiner zweiten Strophe, die mir inhaltlich am besten gefallen hat. Außerdem schaffst du oft Verbindungen verschiedener Verse, was ebenfalls gut ist. Zudem nimmst du immer wieder Bezug zu den damaligen Umständen, aber nicht oft, sodass nicht der Gedanke aufkäme, das ganze Sonett handele von Krieg. Die eigentliche Thematik der Vergänglichkeit hast du natürlich gut herausgearbeitet und sie so in deinen Fließtext eingebaut, dass es sich nicht nach ständiger Wiederholung anhörte. Auch die formalen Aspekte hast du überwiegend richtig rausgearbeitet, jedoch immer an den Anfang der Quartette und Terzette gesetzt, sodass die Analyse der formalen Aspekte teilweise Aspekte der nächsten Strophe vorwegnahm. Außerdem erklärst du an zwei, drei Stellen nicht genau was du meinst (hab ich dir aber im Text markiert). Jedoch gefällt mir deine Analyse allem in allem gut.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Es ist alles eitel“ und verfasst von Andreas Gryphius handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahr 1637 '''(hinzufügen: veröffentlicht wurde)''' und somit der Zeit des Barocks zuzuordnen ist. Thematisch geht es in dem Gedicht um die Vergänglichkeit '''aller Dinge (alles Irdischen würde genauer passen).'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und 4 Strophen, wobei der Aufbau der eines Sonetts ist, da die ersten beiden Strophen aus jeweils 4 Versen bestehen und die letzten beiden Strophen aus je 3 Versen. Das Metrum ist ein 6-hebiger Jambus, wobei die Kadenzen abwechselnd betont und unbetont sind, und das Reimschema in den Quartetten ist ein umarmender Reim (abba, abba) und in den Terzetten liegt ein Schweifreim vor (ccd, eed). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Gedichts ,,Es ist alles eitel“ verdeutlicht bereits das Thema, dass alles vergänglich ist, wobei das Wort ,,alles“ die Verzweiflung des Lyrischen Ichs verdeutlicht, da nichts ewig bleibt und gleichzeitig auch hervorbringt, dass alles uns Bekannte und alles Existente vergänglich ist . Die Aussage ,,Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) verdeutlicht ebenfalls die Vergänglichkeit, wobei das Lyrische Ich darüber klagt, dass überall ,,nur“ (ebd.) Vergänglichkeit zu finden sei, also, dass alles auf der Welt vergänglich ist und nichts ewig ist. Dabei spricht das Lyrische Ich auch den Leser an, indem es das Personalpronomen ,,du“ (ebd.) verwendet, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass diese Vergänglichkeit '''auch einen selbst betrifft und dies somit ein Thema ist, welches alle betrifft. (hier wiederholst du dich)''' Durch die nächste Aussage ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2)  wird die Vergänglichkeit verbildlicht, wobei die Zeitangaben ,,heute“ (ebd.) und ,,morgen“ (ebd.) verdeutlichen, dass das was heute existiert in der Zukunft womöglich nicht mehr existiert, wobei die Zeitspanne dazwischen nicht immer lange ist, sondern Dinge schon bald vergänglich sein könnten. Die Verben ,,baut“ (ebd.) und ,,reißt […] ein“ (ebd.) stehen antithetisch zueinander und verdeutlichen, dass eben nicht nur Schlechtes vergeht, sondern auch Gute und Nützliche Sachen nicht für die Ewigkeit sind und eben auch diese vergehen. Auffällig in dieser Aussage sind aber vor allem auch die allgemeinen Formulierungen wie ,,dieser“ (ebd.) und ,,jener“ (ebd.), was zum Ausdruck bringt dass die Vergänglichkeit alles und jeden betrifft und somit auch auf alles übertragbar ist. Die Antithese dieser Aussage verdeutlicht auch den Kontrast des Daseins und der Vergänglichkeit und das eben aus diesen Dasein schnell Vergänglichkeit werden kann. Die nächste Aussage ,,Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein/ Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 3 f.) stellt eine Metapher dar, die ebenfalls die Vergänglichkeit verdeutlicht, aber auch eine Art Kreislauf der Vergänglichkeit und des Neubeginns. Dabei stehen die ,,Städte“ (ebd.) für das Existierende heute, welches nicht ewig ist und vergehen wird, wobei an Stelle dieser eben ,,eine Wiese“ (ebd.) sein wird, also etwas neues, welches den Platz des zuvor Existierenden eingenommen hat. Eben dieser Neubeginn des Kreislaufes wird durch die Metapher des ,,Schäferkind[es]“ (ebd.) verdeutlicht, da das Kind für neues Leben und den Anfangs steht. Somit wird durch diese Metapher deutlich, dass auch wenn alles vergänglich ist, es trotzdem einen Kreislauf gibt, der für einen Neubeginn sorgt. Auch das Nomen ,,Wiese“ (ebd.) steht für einen Neubeginn und Natürlichkeit, wobei das Nomen antithetisch zu dem Nomen ,,Städte“ (ebd.) steht, was ebenfalls die Vergänglichkeit und auch der Neubeginn verdeutlicht, da an Stelle der Stadt eine Wiese ist, die nicht von Menschen erschafft ist, wie die Stadt, sondern natürlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Quartett beginnt mit der Aussage ,,Was jetztund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5), wobei diese Antithese ebenfalls die Vergänglichkeit untermauert. Dabei wird hier '''darauf angedeutet (darauf hingedeutet)''', dass das Schöne und Positive ebenfalls vergeht, was durch die Metapher ,,Was […] prächtig blüht“ (ebd.) verdeutlicht wird. Die Verzweiflung und resignative Haltung des Lyrischen Ichs wird durch das Verb ,,zertreten“ (ebd.) hervorgebracht, wobei das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als etwas Negatives empfindet, da das Schöne, Blühende zerstört wird. Das Adverb ,,bald“ (ebd.) bringt ebenfalls die resignative Haltung und die Klage über die Vergänglichkeit zum Ausdruck, da das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als kein entferntes Ereignis sieht, sondern glaubt, sich der Vergänglichkeit in naher Zukunft stellen zu müssen.  Dies lässt sich auf die damalige Situation des 30-Jährigen Kriegs übertragen, da man sich der Vergänglichkeit stellen musste, da der Krieg alles zerstört hat. Dies wird auch durch die nächste Aussage ,, Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) auch verdeutlicht, da durch die Formulierung ,,pocht und trotzt“ (ebd.) deutlich wird, dass Menschen im Krieg gemeint sein könnten, die kämpfen und sich zu verteidigen versuchen. Das Verb ,,poch[en“ (ebd.) erinnert dabei an das menschliche Herz, wodurch also der Mensch und das Leben symbolisiert werde '''(wird)'''&lt;br /&gt;
. Durch die Aussage, dass diese zu ,,morgen Asch und Bein“ (ebd.) sind '''(das zu kannst du hier weglassen)''', verdeutlicht die negativen Konsequenzen des Krieges, nämlich, dass Menschen sterben, wobei durch den Ausdruck ,,morgen“ (ebd.) ebenfalls hervorgebracht wird, dass dies bald wieder passiert, was somit die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt. Die Anapher der Aussage zuvor und dieser ,,Was jetzt“ (ebd.) '''(die Anapher ist im Prinzip nur &amp;quot;Was&amp;quot; , da jetzund und jetzt zwar den selben Sinn haben, aber nicht das gleiche Wort sind)''', bringt dabei hervor, dass das Vergängliche alles betrifft und überall anzutreffen ist. Weiterhin wird durch die Aussage ,,Nichts ist, was ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) erneut die resignative Haltung des Lyrischen Ichs deutlich, da dieser die Vergänglichkeit überall sieht, was durch die Akkumulation ,,kein Erz, Kein Marmorstein“ (ebd.) wird hier fehlt das Prädikat). Außerdem wird dadurch hervorgebracht, dass auch die Erde vergänglich ist und somit nicht ewig bleibt, was die Klage des Lyrischen Ichs und die Resignation hervorhebt. Die Antithese ,,Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) untermauert erneut, dass der heutige Zustand in der Zukunft weg ist, wobei die Zeitangaben ,,Jetzt“ (V.8) und ,,bald“ (V.8) ebenfalls die kurze Zeitspanne verdeutlichen, in dem das Heutige existiert und dass die Vergänglichkeit schneller kommt als man denkt. Die Personifikation ,,lacht das Glück uns an“ (V.8) untermauert dabei, dass das Lyrische Ich anklagt, dass sich sehr stark auf das Heutige konzentriert wird und dann vergessen wird, dass bald die Beschwerden ,,donnern“ (ebd.), wodurch auch eine gewisse Angst des Lyrischen Ichs vor der Zukunft verdeutlicht wird und auch die Verzweiflung über die Vergänglichkeit des Glückes '''(Prädikat)'''. Das Personalpronomen ,,uns“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle Menschen betrifft und '''das Thema somit sich auf jeden (umstellen: und das Thema sich somit...)''' und alles übertragen lässt. Das Verb ,,donnern“ (ebd.) verdeutlicht metaphorisch, dass die ,,Beschwerden“ (ebd.) große Auswirkungen haben werden und die Menschen heftig überkommen. Dadurch wird dann auch erneut die Angst des Lyrischen Ichs vor dem Krieg und '''der (dessen)''' Folgen deutlich, wobei das Verb ,,donnern“ (ebd.) auch mit Waffen und den lauten Geräuschen des Krieges assoziiert werden könnte.&lt;br /&gt;
Das Metrum dieser beiden Quartette ist dabei regelmäßig und monoton, was ebenfalls die Aussage der immer wiederkehrenden Vergänglichkeit und die Regelmäßigkeit des Lebens und des Sterbens untermauert, sowie die regelmäßigen Reime mit den Kadenzen ebenfalls die bestimmte Ordnung im Leben und die faktische Vergänglichkeit untermauert. '''Außerdem unterstützt die Zäsur zwischen These und Antithese den Gegensatz und führt somit den Inhalt auch besser vor Augen.'''  Auffällig bei den Quartetten ist, dass diese eher die Vergänglichkeit des Erbauten, der Natur und des Menschen beschreibt, wohingegen in den beiden Terzetten eine Bewertung der Vergänglichkeit von dem Lyrischen Ich erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Terzett beginnt dabei mit der Aussage ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), wobei dies aussagt, dass das Ansehen zur Zeit des Krieges auch vergänglich war, da die Menschen in dem ständigem Bewusstsein lebten, dass jeder Tag ihr letzter sein könnte. Durch den Vergleich mit dem Nomen ,,Traum“ (ebd.) wird deutlich, dass das Ansehen zwar gewünscht wird, aber nicht geschieht. Das '''Verb ,,muß“ (ebd.) (benutze hier besser den Infinitiv &amp;quot;müssen&amp;quot;)''' drückt dabei aus, dass es davor keinen Ausweg gibt und die Vergänglichkeit sozusagen vorherbestimmt ist. Darauf folgt die rhetorische Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V.10), welche aussagt, dass der Mensch nicht unsterblich ist und der Mensch der Vergänglichkeit nicht entfliehen kann. '''Die Metapher ,,Spiel der Zeit“ (ebd.) verdeutlicht dabei die Vergänglichkeit, die zu jeder Zeit eintreten kann, da durch den Krieg die Menschen ständig mit ihrem Tod rechneten und täglich Menschen starben.''' '''Auch das Adjektiv ,,leicht[.]“ (ebd.) führt vor Augen, dass der Mensch nicht lange Bestand hat auf der Erde und eben auch vergänglich ist.(ggf. noch hinzufügen, dass das Adjektiv &amp;quot;leicht&amp;quot; ihn sozusagen abschwächt und deshalb deutlich wird, dass er auf der Erde nichtig ist und nicht lange Bestand hat)''' Die nächste Aussage wird durch die Interjektion ,,Ach“ (V. 11) eingeleitet, wobei hier die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs vor Augen geführt wird. Des Weiteren werden durch das Personalpronomen ,,wir“ (V.11) '''alle Menschen einbezogen in die Thematik (umstellen: alle Menschen in die Thematik einbezogen)''', was verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle betrifft und das Lyrische Ich auch dadurch  sagt, dass alle Menschen das selbe ,,für köstlich achten“ (V.11). Dabei spezifiziert das Lyrische Ich dies in dem nächste Terzett durch die Aussage ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12), wobei die Akkumulation die Arten der Vergänglichkeit beschreibt, sodass dadurch ausgesagt wird, dass das Vergängliche überall zu finden ist. Die Nomen ,,Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) akzentuieren dabei, dass alles Irdische vergänglich ist und nicht mehr greifbar ist, sondern dass das Irdische einfach verschwindet.  Die nächste Aussage ,,Als eine Wiesenblum, die man nicht mehr wieder find't!“ (V.13) beschreibt ebenfalls die Vergänglichkeit und '''schafft auch einen Bezug zu der Wiese, die in dem ersten Quartett beschrieben wird (vgl. V.3 f.) und zerstört somit das dort noch friedliche Bild von dem spielenden Schäferskind (das würde ich hier nicht unbedingt erkennen, ich denke eher, dass es die Nichtigkeit des Menschen auf der Erde als Einzelner zum Ausdruck bringt)''', da das Lyrische Ich sagt, dass  man sie ,, nicht mehr wieder find't“ (ebd.) und somit alles vergänglich ist. Durch die letzte Aussage ,,Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) kritisiert und klagt das Lyrische Ich an, dass alle Menschen zwar die Vergänglichkeit erkennen, aber jeder vergisst was Ewig ist, wobei hier Gott gemeint sei könnte. Dabei sei zwar alles Irdische vergänglich, Gott jedoch sei ewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zusagen, dass das Lyrische Ich in den Quartetten die Vergänglichkeit des Irdischen beschreibt, indem es These und Antithese gegenüberstellt, also das noch Existierende und das dann Vergangene, wobei diese Gegenüberstellung durch das Metrum und die Zäsur untermauert werden. In den Terzetten äußert sich das Lyrische Ich hingegen eher bewertend. Insgesamt wird die Thematik der Vergänglichkeit durch Metaphern, Anaphern und allgemein gehaltene Formulierungen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Nina H.: Deine Analyse ist dir im Gesamten sehr gut gelungen. Besonders deine Analyse des ersten Quartetts gefällt mir sehr gut. Zum einen gehst du dabei sehr gut auf das „alles“ ein, da du erläuterst, dass dadurch Verzweiflung entsteht, da alles was wir kennen vergänglich ist. Hier ist gut zu erkennen, dass du das Gedicht gut verstanden hast! Auch den zweiten Vers erklärst du sehr detailliert, wodurch man deine Erläuterungen sehr gut nachvollziehen kann. Außerdem finde ich gut, dass du die Haltung des lyrischen Ichs häufig mit in deine Analyse einbringst und diese gut erklärst. &lt;br /&gt;
Zudem hast du die Form des Gedichts erkannt und gut mit in deine Analyse einbezogen, was mit auch sehr gut gefällt. Dabei fände ich es jedoch noch besser, wenn du die Zäsur, die du da erwähnst da erklärst, wo du auch die Antithesen erklärst, die durch jene unterstützt werden. Zudem bezieht sich das „Spiel der Zeit“, das du später erwähnst eher auf das menschliche Leben.&lt;br /&gt;
An der Stelle wo du den hohen Taten Ruhm erklärst könntest du noch hinzufügen, dass dieser sich in Bezug auf den 30 jährigen Krieg auf Heldentaten/ z.B. gewonnene Schlachten bezieht und auch diese werden in der Zukunft nichtig sein, da sie vergessen werden und vergänglich sind. Im Zusammenhang mit dem Verb „müssen“ wird also angedeutet, dass menschliche taten auch vergänglich und bedeutungslos sind. Ein paar Kleinigkeiten habe ich dir in deiner Analyse fett markiert und meinen Verbesserungsvorschlag dazu geschrieben.&lt;br /&gt;
Ansonsten ist dir deine Analyse sehr gut gelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Es ist alles eitel&amp;quot;, welches von Andreas Gryphius im Jahre 1637 geschrieben wurde, in der Epoche des Barock, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen. Ursprung des Gedichtes war der 3O-Jährige Krieg. &lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus einer Sonettform, welche die charakterisierende Eigenschaft besitzt, dass das Gedicht in vier Strophen einteilt, jeweils zwei der vier Strophen bestehen sind vier versig und die darauffolgenden sind 3 versig. Das Metrum des Gedichts ist ein sechs-hebiger Jambus, was zudem durch das nicht durchgängig vorhandene Reimschema  des Paarreims und zu Ende des Gedichtes des umarmendes Reims untermauert wird. Die sich abwechselden betonten und unbetonten Kadenzen untermauert die Gefühle des Lyrischen Ichs.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift des Gedichtes ,,Es ist alles eitel&amp;quot; (Z.0) veranschaulicht das Thema des Gedichtes, über welches sich das Lyrische Ich beklagt. Die erste Strophe des Gedichts verdeutlicht die Erschaffung von neuen Dingen, die aber immer wieder vom Menschen selbst zerstört werden. Das Indifinitpronomen ,,alles&amp;quot; veranschaulicht, dass die Eitelkeit überall auf der ganzen Welt zu finden ist. Der erste Vers knüpft an die Überschrift an, denn das Lyrische Ich spricht den Leser direkt an, durch die Wiederholung ,,Du sieht, wohin du sieht&amp;quot; (V.1), welche den Leser mit einbezieht. Vor allem die darauffolgende Hyperbel ,,nur Eitelkeit auf Erden&amp;quot; (V.1) bestärkt die Vergänglichkeit alles Irdischen. Die Erklärung der ,,Eitelkeit&amp;quot; ( V.1) folgt in dem nächsten Vers, denn ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein&amp;quot; (V.2). Dieser Vers verdeutlicht die Vergänglichkeit durch die Zerstörung des Menschen, was vor allem durch die betonte Silbe am Ende, welche Brutalität untermauert, veranschaulicht wird. Die Antithese ,,was dieser morgen baut, reißt jener morgen ab&amp;quot; (V.2) wird vor allem durch den sechs-hebigen Jambus, der eine Zänsur enthält betont.  Des Weiteren wird diese Vergänglichkeit durch den nächsten Vers verbildlicht, denn ,,Wo jetztund ein Städte stehn, wird eine Wiese sein&amp;quot; (V.3). Die Begriffe ,,Städte&amp;quot; und ,,Wiese&amp;quot; stehen sich in diesem Vers antithetisch gegenüber, da ,,Städte&amp;quot; (V.3) mit Lärm, vielen Menschen und Gebäuden assoziiert wird, wohingegen die ,,Wiese&amp;quot; (V.3) eine leise Landschaft beschreibt. Diese Antithese deutet auch die Zerstörungen und Gefahren des damals herrschenden 30-jährigen Krieges und bestärkt somit das Thema der Vergänglichkeit dadurch das nicht von Bestand ist. Zudem untermauert die betonte Kadenz  das friedliche und metaphorische Bild einer ,,Wiese&amp;quot; (ebd.).  Die Wiese ,,auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden&amp;quot; (V.4) verkörpert den Rückgang der Entwicklung durch die Vergänglichkeit. Die betonte Kadenz bekräftigt das Klagen des Lyrischen Ichs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe beginnt mit der Assoziation der Pflanzenwelt, denn ,,Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden;&amp;quot; (V.5). Dieser Vers zeigt die Trauer des Lyrischen Ichs und untermalt wieder mal die Vergänglichkeit alles Irdischen. Der zweite Vers ,,Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein&amp;quot; (V.6) bringt zum Ausdruck, dass nicht nur die Pflanzen und die Dinge um den Menschen herum vergänglich ist, sondern auch wir Menschen vergänglich sind, was durch den Ausdruck ,,Asch und Bein&amp;quot; (V.6) veranschaulicht wird, da dieser Ausdruck mit dem Tod asoziiert wird. Zudem bestärkt auch die Anapher ,,Was&amp;quot; (V.5,6), die zu Beginn der beiden Verse steht und eigentlich eine Frage aufbringt, da ,,Was&amp;quot; (ebd.) ein Fragewort ist, die Vergänglichkeit alles Lebenden. Diese Vergänglichkeit wird vor allem im nächsten Vers deutlich, da ,,Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (V.7). Die Akkumulation ,,kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (ebd.) verweist darauf, dass wirklich alles vergänglich ist. Des Weiteren fällt der klimatische Aufbau der zweiten Quartette auf, da es zu Beginn um die Pflanzenwelt geht und dann auch um den Menschen und dessen Tod, was auch durch das rhthmische Metrum deutlich wird, welches sehr beunruhigend wirkt. Die Personifikation ,,Jetzt lacht das Glück uns an&amp;quot; (V.8) akzentuiert die düstere und hoffnungslose Stimmung des Lyrischen Ichs. Was auch durch das Personalpronomen ,,uns&amp;quot; (V.8) untermauert wird, da das Lyrische Ich Hilfe sucht und die Menschen auf die kommende Gefahr aufmerksam machen möchte, denn die Lautmalerei ,,bald donnern die Beschwerden&amp;quot; (V.8) kennzeichnet die Gefahr, die auf die Menschen zukommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Terzette enthält eine Wahrung, die an die Menschen gerichtet ist, denn ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.&amp;quot; (V.9) akzentuiert, dass der Soldatenruhm schnell verschwinden wird, was durch den Vergleich ,,wie ein Traum vergehn&amp;quot; (V.8) veranschaulicht wird. Außerdem untermauert das Verb ,,müssen&amp;quot; (V.9) die Notwendigkeit der Veränderung. Denn die Soldaten tun dem Volk keinen Gefallen, da die Kriegsgegner sich böse an dem Volk und nicht an den eigentlichen Verursachern, den Soldaten, rächen werden. Dieser vorliegende Vers ist eine Vorausdeutung auf das Ende des Kriegs und weist vor allem die Gefahren des Kriegs auf. Dieser Aspekt, der Vorausdeutung, wird in der rhetorischen Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?&amp;quot; (V.10) deutlich, da der ,,leichte Mensch&amp;quot; (ebd.) als Zeichen für das unschuldige Volk stehen soll, welches vielleicht nicht weiterhin bestehen wird nachdem 30-Jährigen Krieg und auch nicht mehr besteht, weil das Volk sich durch die Auswirkungen des 30-jährigen Kierges verändert hat.Zudem unterstreicht diese Frage auch, dass das Lyrische Ich in Frage stellt, ob die menschliche Rasse Bestand hat, da die Menschen sich gegenseitig bis zum Tod bekriegen. Auch die Antithese der beiden Verben der Verse, welche sich reimen,,,bestehn&amp;quot; (ebd.) und ,,vergehn&amp;quot; (ebd.) zeigen wieder einmal die Vergänglichkeit. Des Weiteren veranschaulicht die Injektion ,,Ach&amp;quot; (V.11) die Verzweiflung des Lyrischen Ichs, welche im darauf folgenden Vers ,,Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten,&amp;quot; (V.11) wiedermals untermauert wird. In diesem Vers wirkt das Lyrische Ich sehr nachdenklich und schein darüber nach zudenken auf welche Dinge der Mensch achtet, obwohl vieles der Nichtigkeit unterliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Terzette beginnt mit einer Akkumulation, die die Nichtigkeit erklärt ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum&amp;quot; (V.12f.). Diese Akkumulation veranschaulicht den Lesern wieder einmal, dass alles Irdische vergänglich ist. Das wird vor allem durch den Ausruf ,,die man nicht wieder find't&amp;quot; (V.13), welcher in Bezug zur ,,Wiesenblum&amp;quot; (V.13) steht, bekräftigt. Der letzte Vers, welcher einen Ausruf in sich trägt, ,,Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!&amp;quot; (V.14) kritisiert den Menschen, der nicht erkennt, dass das Einzige das nicht von Vergänglichkeit geprägt ist der Gott im Himmel ist. Indirekt wirft das Lyrische Ich den Menschen, die damals gelebt haben vor, dass sie nicht die Werte Gottes erkennen und sehen, dass Gott gar nicht will, dass die Völker sich untereinander bekriegen, denn Gott will kein Leid auf Erden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema des Gedichtes sehr gut durch die Struktur zum Ausdruck gebracht wird. Alles Irdische ist nun mal vergänglich, was das Lyrische Ich vor allem durch den Ausruf im letzten Vers sehr gut zum Ausdruck bringt. Das Lyrische Ich will den Menschen dazu bringen über seine Taten und dessen Aufwand nachzudenken, vor allem durch die Erwähnung des ,,ewig[en]&amp;quot; (ebd.), da Gott so eine Welt nicht für die Menschen erschaffen hat, damit diese sie wieder rum zerstören. Der formalsprachlichen Aspekt wie das Metrum und die Kadenzen veranschaulichen die wilden und wechselnden Emotionen des Lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist eitel“ von Andreas Gryphius, welcher im Jahre 1637 verfasst wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Zeitlich ist es der Epoche des Barocks zuzuordnen. Thematisch geht es um die Vergänglichkeit des irdischen und der Ewigkeit Gottes im Vergleich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht besteht aus 14 Versen und ist es Sonett, denn es liegen zu Beginn zwei Quartette vor, worauf zwei Terzette folgen. Das Reimschema der Quartette ist umschließend, während das der Terzette aus Paarreimen besteht. Außerdem liegt ein sechs-hebiger Jambus vor. &lt;br /&gt;
Die Kadenzen sich weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht beginnt mit einem Quartett und bezieht sich direkt auf den Leser. „Du siehst , wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) Das Personalpronomen „du“(ebd.) spricht den Leser direkt an und bezieht ihn in diese Aussage mit ein. Diese Aussage kritisiert die Erde bzw. die Menschen, die auf ihr leben, denn diese sind von „Eitelkeit“(ebd.) betroffen und kümmern sich dadurch nur um sich selbst, ohne sich für andere zu interessieren. Außerdem kritisiert es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Damit meint es im Prinzip, dass es gutes und böses „auf Erden“(ebd.) gibt und dass es zwischen diesen beiden Parteien oft Konflikte gibt, da der böse Mensch, das vom guten Mensch erbaute einfach so zerstört. Außerdem verdeutlicht dies den ständigen Wandel der Welt und dass nichts ewig ist. Die folgenden beiden Verse „Wo jetztund Städte stehen, wird eine Wiese sein, / Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.3f.) verdeutlichen diesen Wandel. Aus Städten werden Wiesen und aus Wiesen werden Städte, die Umgebung wandelt sich ständig. Außerdem werden in diesen Versen Gegensätze gegenübergestellt, wie z.B. „dieser“(ebd.) und „jener“(ebd.), „Städte“(ebd.) und „Wiese“(ebd.) oder „baut“(ebd.) und „reißt […] ein“(ebd.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Quartett fährt das lyrische Ich damit fort von Gegensätzen zu reden : „Was jetzt prächtig blüht, soll bald zertreten werden; / Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein“ (V.5f.). Das prächtig blühende vertritt dabei das Gute, während das Zertreten das Böse vertritt. Außerdem vergleicht es wiederholt die Gegenwart mit der Zukunft, durch Adverben wie „jetztund“(ebd.), „bald“(ebd.), „jetzt“(ebd.) oder „morgen“(ebd.). Es schließt das Quartett mit den Worten „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein. / Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.7f). Damit unterstreicht es zum einen die Vergänglichkeit der Erde / des Lebens und führt vor Augen, dass die Zukunft sehr viel negativer als die Gegenwart sein wird. Dabei benutzt er erneut Adverben wie „jetzt“(ebd.) und „bald“(ebd.), um zwischen Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden. Zusätzlich liegt eine Personifikation vor, welche die Situation des lyrischen Ich´s bestärkt und dramatisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgt das erste der beiden Terzette. In diesem redet das lyrische Ich von den „hohen Taten Ruhm“(V.9), welche „wie ein Traum vergehen“(V.9) müssen. Damit verdeutlicht es, dass all der Reichtum ebenso vergänglich ist und er somit jemanden nur temporär zufriedenstellen kann. Das Verb „vergehen“(ebd.) unterstreicht dabei nochmal die Vergänglichkeit der Erde bzw. des Lebens und bezieht sich dabei besonders auf den dreißigjährigen Krieg, in dem sich der Autor beim Verfassen des Gedichtes befand. Er schrieb das Gedicht zu einer sehr deprimierenden Zeit, während der ständige Angst an der Tagesordnung waren und während der man kaum darum kommt, über den Sinn des Lebens, Gerechtigkeit oder Vergänglichkeit nachzudenken. Diese Überlegungen führen auch auf den Titel des Gedichtes „Es ist alles eitel“(V.0) zurück. Diese vom Autor verfasste These bedeutet so viel wie, dass alles vergänglich ist und somit irgendwann ein Ende findet (Tod). Während des dreißigjährigen Krieges kann es schnell vorkommen, dass man über so etwas nachdenkt, da man täglich von Vergänglichkeit hört, indem Menschen sterben und „Städte“(V.3) zerstört werden. Die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V.10) zeigt gewissermaßen die Hilflosigkeit des Menschen, welcher „das Spiel der Zeit“(V.10), also das Leben nicht für immer „bestehen“(V.10) kann und somit irgendwann stirbt. Die Metapher „Spiel der Zeit“(V.10) bekräftigt dabei nochmal die Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Aussage des lyrischen Ichs „Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten, / Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t“(V.11ff.) erstreckt sich über die das Ende des ersten und den Anfang und die Mitte des zweiten Terzetts. Die Interjektion „Ach“(ebd.) drückt die Nachdenklichkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs aus und verdeutlicht seine Unzufriedenheit. Mit all dem, „was wir für köstlich achten“(ebd.) scheint „Glück“(V.8), „Ruhm“ (V.9) und das Leben im allgemeinen gemeint zu sein. Auf dies folgen die  „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(ebd.), was die Vergänglichkeit der  „köstlich[en]“(ebd.) Dinge unterstreicht. Denn die  „Wiesenblum“(ebd.), welche die Natur beschreibt und Symbolisch für das Leben steht,  „find´t“(ebd.) man nicht wieder. Dadurch wird erneut verdeutlicht, dass das Leben irgendwann verloren geht und man somit stirbt. Das Gedicht wird mit dem Satz  „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V.14). Dies lässt darauf schließen, dass wenn der Mensch und die Erde nicht ewig sind, es nur ein Wesen geben kann, welches ewig und somit nicht vergänglich ist und dieses ist Gott. Man kann dieses Fazit also als eine Art Hilferuf an Gott verstehen, welcher nach Vorstellung der Menschen die nötige Macht hätte, den Krieg sofort zu beenden. Durch diesen Hilferuf an etwas, wovon niemand mit Gewissheit sagen kann, ob es existiert oder nicht, wird die Hilflosigkeit und Verzweiflung des lyrischen Ichs in den Vordergrund gestellt und lässt die Gedankengänge dieses leichter nachvollziehen. Andererseits kann man dieses Fazit aber auch als direkte Kritik gegen Gott verstehen, da dieser nichts gegen den Krieg und somit die Vergänglichkeit der Menschen macht, obwohl er laut der Vorstellung der Menschen allmächtig und gütig sein müsste (Theodizee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in diesem Gedicht durch verschiedenste Mittel die Vergänglichkeit des Menschen und der Erde verdeutlicht wird. Dieser Vergänglichkeit steht die Unsterblichkeit Gottes gegenüber, welcher nichts gegen die Vergänglichkeit, also den Tod der Menschen unternimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius Gedicht „Es ist alles eitel“, veröffentlicht im Jahr 1637 in der Zeit des Barocks '''sowie während (A)''' des 30-jährigen Kriegs, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vers „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) der ersten Strophe (V.1-4), deutet die Thematik des Gedichts schon '''in Ansätzen (Wieso nur in Ansätzen?''' an. Mit der Wiederholung „du siehst“ (ebd.) wird betont, dass egal wohin ein jemand schauen mag, er Eitelkeit entdecke. Dass diese benannte Eitelkeit allumgreifend und wirklich überall zu finden ist, wird dadurch'''(Z)''' sowie durch die Benennung der „Erde […]“ (ebd.) hervorgehoben. Auf diese Nichtigkeit wird '''in (Gr)''' darauffolgenden Vers vom lyrischen Ich '''ausgeführt (A/W)'''. Die Pronomen „dieser“ (V.2) und „jener“ (V.2) untermauern dies, da sie offen und verallgemeinernd für jede beliebige Person stehen und dadurch den Aspekt bekräftigen, dass Eitelkeit tatsächlich überall auf der Welt und bei jeder Person zu finden sei. Auf die Rolle des Menschen wird in diesem Kontext näher eingegangen, '''in dem (R)''' besagt wird, „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Hier wird der Aspekt der Vergänglichkeit angerissen und gleichzeitig, wie sich der Mensch in Bezug auf '''dieser (Gr/Bz)''' verhält. '''So bauten Menschen Dinge auf, um sie in der Zukunft wieder zu zerstören (Hier erläuterst du den Vers mit den Worten des Verses)'''. „[M]orgen“ (Z.V.2) steht hierbei repräsentativ für einen ungewissen Zeitraum während der Entwicklung des Menschen. Er wird also besagt, dass alle Menschen die Fähigkeit besitzen Dinge aufzubauen, jedoch auch, dass sie irgendwann während ihrer Entwicklung das Gebaute wieder zerstören, '''um neues darauf zu erbauen (? Woher | Widerspruch zur nächsten Deutung)'''. Außerdem ist hier von zwei unterschiedlichen Personen die Rede, einmal „dieser“ (ebd.) und einmal „jener“ (ebd.), wobei der eine erschafft und der andere es zerstört. Es kann also ebenfalls gesagt werden, dass die Menschen aneinander vorbei leben und nicht respektieren, was ihr Vorgänger mit Fleiß und Arbeit erschaffen hat. Im '''darauffolgenden (R)''' Vers wird der '''unkonkrete (W)''' Inhalt mit einem Beispiel deutlicher. Denn „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3) spricht abermals an, dass Menschen Dinge bauen und sie danach wieder dem Anfang gleich machen, da jede Stadt mit einem leeren Grundstück oder einer Wiese begonnen hat. Dieser Prozess mache die Dinge nicht nur vergebens, sondern hebe auch die Vergänglichkeit der Welt hervor. Der letzte Vers der Strophe „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.4) deutet eine '''Wiederentstehung des Zerstörten (A/W)''' an. Denn Kinder stehen symbolisch für den Anfang eines neuen Lebens, sowie auch Schafe und ihre Herden an Leben erinnern. Im Zusammenhang mit den Versen zuvor '''verdeutlicht''' dies einen gewissen Kreislauf des Lebens '''an (W)''', an dessen Anfang der Mensch steht, der etwas erschafft und das Erschaffene im Laufe der Zeit wieder zerstört, um danach wieder neues zu bauen. Dieser Kreislauf zeigt gleichzeitig, dass alles von Menschen '''gemachte (R)''' zwangsweise vergänglich sei. '''Die erste Strophe (f: gesamtes Gedicht)''' des Sonetts ist ein Alexandriner, der nicht nur typisch für die Zeit des Barocks ist, sondern auch '''die Regelmäßigkeit die Vorhersehbarkeit (?/A)''' des Kreislaufes des Bauens und Zerstörens verkörpert. Zudem handelt es sich um einen umschließenden Reim, der in Vers zwei und drei mit weiblichen, also unbetonten Kadenzen endet, und in Vers eins und vier mit männlichen, die die These, dass alles Irdische '''letztendlich (R)''' vergeht, '''verhärtet (A)''' und betont, dass es sich hierbei um einen Fakt handle. Die häufig wieder zu findenden Zäsuren, wie beispielsweise im Satz „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein;“ (ebd.), spalten den Satz nicht nur formal, sondern auch inhaltlich in These und Antithese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe (V.5-8) '''wird (Gr (Pl))''', an den Versen „Was jetzund prächtig blüht soll bald zertreten werden;/Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.4f.) zu erkennen, die Zukunft und die Gegenwart antithetisch gegenüber gestellt, sodass das Erschaffene und das Zerstörte '''vergleichend gegenüber steht (A)''' und der Aspekt der Vergänglichkeit in den Fokus gerückt wird. Dieser ist im Verb „blühen“ (ebd.) zu erkennen, da Blumen bzw. Pflanzen die Eigenschaft haben zu blühen und diese ebenfalls nicht ewig halten. „Asch und Bein“ (ebd.) erinnert an das Ende eines Menschenlebens, das im Kontext der Zeit des Gedichtes eine bedeutendere Rolle spielt. Da das Gedicht zur Zeit des 30-jährigen Kriegs '''veröffentlicht und wahrscheinlich auch verfasst (f)''' wurde, kann man sagen, dass „Asch und Bein“ (ebd.) auf die zahlreichen Toten während des Krieges zurückzuführen '''ist (Gr)''' und'''(Z)''' dass die Vergänglichkeit dem lyrischen Ich in '''vor allem (A)''' so einer Zeit deutlicher vor Augen geführt wird. Im '''darauffolgenden (so)''' Vers ist zu erkennen, dass '''Gryphius (?)''' selbst in „Erz und Marmorstein“ (V.7) keine Ewigkeit findet, was nochmals verdeutlicht, das wirklich „(n)ichts“ (V.7) ewig ist und dass alles im Laufe der Zeit vergeht, da man zu dieser Zeit davon ausging, dass Gestein unzerstörbar sei. Mit dem Vers „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) wird auf der einen Seite ausgesagt, dass das Leben sowohl gute, also vom „Glück“ (ebd.) geprägte Zeiten hat, aber auch gegenteilige Zeiten, in denen die Menschen unzufrieden sind. Die Personifikation „Jetzt lacht das Glück uns an“ (ebd.) deutet an, dass Menschen sich gegenseitig Glück bescheren können. Jedoch zeigt der Vers ebenfalls wie die eine Seite zur anderen wechseln kann und dass selbst ein Gefühl, egal ob es positiv oder negativ ist, vergänglich ist und wechseln kann. Dieser schnelle Wechsel wird wieder durch die Gegenüberstellung von „jetzt“ und „bald“ (ebd.) deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil des Sonetts, bestehend aus zwei Terzetten, '''unterschiedet (R)'''sich inhaltlich vom ersten Teil. So drehten sich die Quartette um eine Art beschreibende Perspektive des lyrischen Ichs, während sich der folgende Teil mit der näheren Sichtweise des lyrischen Ichs beschäftigt. Dessen Position bezüglich der Vergänglichkeit alles Irdischen lässt sich aus der Struktur der Quartette bereits in Ansätzen erahnen. Auf die Anführung des positiven, '''wie die das (A)''' „jetzund prächtig blüht“ (ebd.), folgt die Prognose von etwas, das das Gute nichtig macht, wie „soll bald zertreten werden“ (ebd.). Diese Ersetzung durch das Schlechte lässt erahnen, dass das lyrische Ich der Vergänglichkeit eher klagend gegenübersteht. Der Vers „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9) geht auf eine andere Art der Vergänglichkeit ein, indem angesprochen wird, dass der gute Ruf und die Anerkennung, die daraus resultiert, ebenfalls vergänglich sind. Ruhm und Anerkennung äußern sich als sofern nützlich, dass man sich dadurch als Person in der Gesellschaft Vorteile versprechen kann. Ausnahmezeiten wie die des Krieges entkräften jedoch den Nutzen von Ruhm, da dort jeder für sich selbst kämpft, sodass selbst dieser vergänglich und wertlos wird. Dieser Aspekt wird dem des Traumes gegenübergestellt, der wie ein Gedanke, eine Erinnerung oder eine Idee urplötzlich in den Kopf eines Menschen kommen kann, aber auch in sekundenschnelle verfliegen kann. Mit dem „Spiel der Zeit“ (V.10) wird erstmals ein Aspekt angedeutet, der im Gegensatz zu allem aufgelisteten ewig ist, nämlich die Zeit. Hier wird angedeutet, dass der Zeit gegenüber „der leichte Mensch“ (V.10) stünde. Es ist festzustellen, dass die Existenz des Menschen abhängig von der Zeit ist und dass er gegen die Zeit spielt, mit seinem ständig bestehenden inneren Wunsch nach einem möglichst langen Leben, '''der auch ein Instinkt oder eine Angst sein kann (zu weit)'''. Mithilfe der Interjektion „Ach“ (V.11) lässt sich wieder die Position des lyrischen Ichs feststellen, die im Zusammenhang mit „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V.11) als klagend und unzufrieden beschrieben werden kann. Zudem lässt sich daraus schließen, dass '''er (das l.I. ist also ein Mann, soso🤔)''' aufgrund des Zustands der Vergänglichkeit alles köstliche, also alles schöne und genießbare im Leben in Frage stellt. Dies wird auch im Zusammenhang mit der „schlechten Nichtigkeit“ (V.12), verglichen mit „Schatten, Staub und Wind“ (V.12) deutlich. Die Akkumulation dient wieder als Vergleich für weitere vergängliche Dinge im Leben, da ein Schatten mit der Sonne geht, Staub sich auflöst und ein Wind abebben kann. Diese Beispiele verdeutlichen Flüchtigkeit und '''zeigt (Gr)''' damit auf, dass einige Dinge langsam vergehen, und dass andere auf den anderen Moment verschwinden. Eine weitere Metapher für die Vergänglichkeit bietet der Vers „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“ (V.13), der als Ausruf formuliert ist und somit die Bestürzung des lyrischen Ichs verdeutlicht. Im letzten Vers findet das lyrische Ich etwas anderes'''(Z)''' das ewig weilt, was indirekt mit „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V.14) angeführt wird. Da, wie das lyrische Ich es heraus gestellt hat, alles Irdische vergänglich ist, muss das Überirdische, also etwas göttliches'''(Z)''' ewig sein. '''Er (so)''' kommt also zu dem Schluss, dass nichts was wir als Mensch auf der Welt kennen'''(Z)''' ewig weilen wird und zieht daraus den Schluss, dass Gott das einzig '''ewig (R)''' der Welt sei und dass niemand '''menschliches (A)''', der noch lebt, je das Ewige sehen könne. Jedoch wird auch angeführt, dass dies kein Mensch betrachten wolle und drückt damit das Desinteresse der Menschen dem gegenüber aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Sonett die Thematik, dass alles Irdische vergänglich sei, im ersten Vers als These anführt, und dann zahlreiche metaphorische Beispiele dafür nennt. Dabei unterstützt das Alexandriner Metrum die wiederholend auftretende Gegenüberstellung von These und Antithese. Zudem wird deutlich, dass der Mensch sich in einem Kreislauf aus Zerstörung und Neuerschaffung befindet. Außerdem sind in den Quartetten umarmende Reime vorzufinden und in den Terzetten ein Schweifreim. Darüber hinaus wird er Standpunkt des lyrischen Ichs in Bezug auf die Vergänglichkeit deutlich, der sich als unzufrieden und klagend äußert. Zum Schluss wird angeführt, dass das einzig wahre Ewige Gott sei und dass die Menschen nicht in der Lage dazu seien das Ewige zu erkennen und zu schätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Sarah'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Analyse ist dir im Gesamten gut gelungen. Du hast viele beutende Aspekte mit eingebracht und sehr viel gut und richtig gedeutet. In der ersten Strophe fällt dabei besonders deine tiefgehende Deutung des Inhalts als sehr positiv auf. Sprachlich formulierst du deinen Text klar und gut verständlich. Jedoch solltest du an einigen Stellen dennoch auf deine Ausdrucksweise achten und deinen Inhalt besonders bei den letzten Strophen mehr auf die Vergänglichkeit als auf das Zerstören beziehen. In diesem Kontext könnten dir die Analyse der Sprache, die du hier leider etwas vernachlässigst, dazu helfen, die Dinge noch besser zu verdeutlichen. Jedoch hast du den Text auch ohne diesen Bezug schon gut verstanden, solltest ihn jedoch darum ergänzen.&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe setzt sich deine Arbeit ähnlich fort. Auch hier deutest du den Text wirklich gut und arbeitest inhaltlich nahezu alles heraus, könntest jedoch wesentlich mehr auf die Sprache eingehen, die den Inhalt noch einmal stützt. In deinem dritten Absatz hingegen, gehst du wesentlich mehr auf den zusammenhang von Inhalt und Sprache ein, sodass du hier höchstens in der 3. Strophe noch etwas mehr in die Tiefe gehen könntest. Zuletzt könntest du deinen Schluss etwas zusammenhängender formulieren, da er so etwas abgehackt wie eine To-Do-Liste wirkt. Die darin genannten Aspekte, die du als prägnant akzentuierst, hast du aber bereits richtig erkannt. Sprachlich insgesamt auch gut, Fehler sind im Text markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles eitel“,wurde 1637 von  Andreas Gryphius geschrieben und thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht hat vier Strophen. Strophe eins und zwei haben jeweils vier Verse, die Strophen drei und vier haben jeweils drei Verse. Das vorliegende Metrum ist ein sechs-hebiger Jambus ,das Reimschema, ein umarmender Reim zumindest in den Strophen eins und zwei, in den letzten beiden Strophen liegt jeweils ein Schweifreim vor. So wird klar, dass nach jeder Strophe ein Abschluss ist, da dieses Reimschema als Rahmen dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe dient als Einleitung, das Grundproblem, die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) wird dargelegt.  Durch das Personalpronomen „Du“ (V.1), wird der Leser angesprochen und so wird deutlich, dass es jeden betrifft, also dass alle Menschen unter der Eitelkeit die überall herrscht betroffen sind.Mit Hilfe der Repetitio „siehst“ (V.1) wird deutlich verstärkt, dass überall auf der Welt nur Eitelkeit zu finden ist (vgl. V.1).  Im weiteren Verlauf der Strophe wird klar gestellt, dass die Menschen gegeneinander arbeiten, da der eine „heute [etwas] baut“ (V.2), aber der andere es morgen wieder zerstört (vgl. V. 2). Durch diese Antithese, welche auf eine These folgt, wird die Zerstörung zu dieser Zeit klar, und der Bezug zum 30-jährigen Krieg wird klar. Außerdem wird so verdeutlicht, dass keinen Bestand hat. Darauf folgt eine weitere Antithese, da gesagt wird, dass dort „wo jetzund Städte stehn , […] eine Wiese sein [wird]“ (V.3), wieder eine Antithese, welche auf eine These folgt. Durch die Alliteration „Städte stehn“ (V. Ebd.) wird noch einmal verstärkt dargestellt, dass nichts für die Ewigkeit ist. Es folgt ein Enjabement , wodurch ein Zusammenhang deutlich wird, da dort die Rede von „Schäferskind[ern]“ (V.4) ist, welche auf der „Wiese“ (V.3) mit den Schafsherden spielt (vgl. V. 4), was ein Gefühl von Frieden ausstrahlt. Dadurch wird ein Kontrast zum Beginn der Strophe, da dort von Krieg und Zerstörung im Zusammenhang mit dem 30-jährigen Krieg die Rede ist (vgl. V.1f.), dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe ist von der Zerstörung, vor Allem in der Pflanzenwelt die Rede. &lt;br /&gt;
Beispielsweise schreibt Gryphius, „was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5). Er stellt außerdem durch „jetzund“ (V. 3,5) eine Verbindung zur vorherigen Strophe her. Auch durch die These und die darauffolgende Antithese „prächtig blüht, […] bald zertreten“ (V.5) und „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.6), wird ein eindeutiger Bezug zur ersten Strophe hergestellt.Vers 5 und 6 sind im Übrigen durch die Anapher „Was“ (V.5,6) verbunden. Das Gedicht wurde in der Epoche des Barrocks geschrieben, ein wichtiges Merkmal war damals das momento mori (lat.: sei dir des Todes bewusst), auch dies ist im fünften Vers vorhanden. Im nächsten Vers macht das lyrische Ich noch einmal klar, dass nichts Bestand hat sondern alles vergänglich ist (vgl. V.7). Der letzte Vers der Strophe steht wieder antithetisch zueinander, da zuerst die These aufgeführt wird „Jetzt lacht das Glück uns an“ (V.8) und dann die Gegenthese „bald donnern de Beschwerden“ (V. Ebd.). Damit schließt die zweite Strophe ab, allgemein kann man sagen, dass das lyrische Ich in den ersten beiden Strophen die Situation vorstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den letzten beiden Strophen, welche beide Terzette sind,  bewertet das lyrische Ich die Situation, welche es in den ersten beiden  Strophen beschrieben hat. Die dritte Strophe wird damit eingeleitet, dass das lyrische Ich die damalige Zeit bewertet. In der Epoche des Barocks gab es einige reiche Menschen, allerdings auch viel Armut. Mit der Aussage „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), spielt er auf diese Spanne an drückt der Autor eine gewisse Sehnsucht aus, dass der Ruhm in der Welt keine höhere Bedeutung haben sollte. Dies versucht das lyrische Ich mit dem nächsten Vers zu unterstützen, indem es eine rhetorische Frage anführt, mit welcher es auf die Leser eingeht. Mit der Metapher „Spiel der Zeit“ (V. 10) ist das Leben, der Mensch gemeint so wird also die Frage gestellt, wie denn der Mensch Bestand haben kann, in einer solchen zerstörerischen Welt. Der letzte Vers des Terzetts bringt eine Interjektion mit sich, „Ach“ (V. 11). Dieser Seufzer drückt die Unzufriedenheit und und die Traurigkeit des lyrischen Ichs aus. Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben (vgl. V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe ist ebenfalls ein Terzett, es beginnt mit der Aufzählung „Schatten, Staub und Wind“ (V.12). Dies alles sind negative Aspekte die Rückbezug auf den Krieg nehmen. Der „Schatten“ (V. 12)  ist eine Metapher für das Leben, Schatten kann immer, ganz plötzlich verschwinden und dann ist es so als wäre er nie dort gewesen. Genauso ist es laut des Autors mit dem Leben, es kann so schnell vorbei sein und dann ist es so, als wäre man niemals auf der Erde gewesen. Darauf kann man den Leitsatz „carpe diem“ (lat. Nutze den Tag; ebenfalls aus der Zeit des Barrocks) zurückführen, da jeder Tag der letzte sein könnte. Im nächsten Vers wird das Leben mit einer Blume verglichen (vgl. V. 12), welche auf einer Wiese mit vielen anderen ist. Man finde sie dann nicht wieder (vgl. V. 11), da dort noch so viele andere Blumen sind. Hervorgehoben wird dies noch mit der Anapher „Als“ (V.12,13), im Übrigen wird so auch ein Zusammenhang zwischen Vers  12 und 13 hergestellt. Der letzte Vers wird vom Autor genutzt, um seine Meinung mit den Lesern zu teilen. Er ist der Meinung, dass Niemand auf der Welt wirklich wahrgenommen hat, was auf der Welt wirklich ewig ist (vgl. V. 14). Mit der Alliteration „will, was“ (V. 14) wird seine Meinung ein letztes Mal betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor mit dem Gedicht, kritisch zu dieser Zeit Stellung nimmt und den Lesern seine Meinung mitteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback: Deine Analyse ist schon gut gelungen. Ich finde es sehr gut, dass du die historischen Ereignisse, also den 30- jährigen Krieg mit einbezogen hast. Außerdem hast du einige Merkmale eines Sonetts, Terzett und Quartett, erkannt und benannt. Dann finde ich es auch gut, dass du einige Aspekte des Vanitas- Gedankens (memento mori und carpe diem) in deine Analyse mit einbezogen hast. Was du noch verbessern musst sind einige Rechtschreibfehler und an manchen Stellen die Kommasetzung (z.B. zweiter Abschnitt, letzter Satz: Damit schließt die zweite Strophe ab, (hier fängt eigentlich ein neuer Satz an) zusammenfassend kann man sagen ...). Außerdem nennst du manchmal Aspekte, auf die du dann aber nicht mehr eingehst (z.B. vorletzter Abschnitt, letzter Satz: Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben). Auf die solltest du dann noch eingehen, da es sonst wie eine Zusammenfassung wirkt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Das vorliegende Naturgedicht „Es ist alles eitel“ wurde von Andreas Gryphius 1637 in der Epoche des Barocks verfasst und thematisiert das Sterben alles '''i'''rdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist ein'''e''' Sonett, da die beiden ersten Strophen vier'''zeilig''' sind und die letzten beiden Strophen drei'''zeilig''' sind. Das Reimschema lautet abba abba ccd eed. Somit liegt in den ersten beiden Strophen ein umarmender Reim vor und die letzten beiden beginnen mit einem Paarreim aber enden schließlich mit einem Schweifreim. Zudem ist das Metrum des Gedichts ein sechshebiger Jambus mit weiblichen und männlichen Kadenzen.'''( du hast das Metrum richtig erkannt, jedoch könntest du noch hinzufügen, dass sich es sich bei diesem Metrum um den Namen Alexandrina handelt. Du erwähnst das Metrum in deiner Analyse was sehr richtig ist. Deshalb braucht du in diesem Anschnitt die formal-sprachlichen Aspekte nicht nochmal zu nennen.)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn wird von dem lyrischen Ich die These aufgestellt: „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1).  Somit wird direkt einen Bezug zum Titel geschaffen, „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) '''herrscht''' (Satz ist unvollständig). Das Repetitio'''n''' „du siehst“ (ebd.) bestärkt zudem die Vergänglichkeit der Erde und somit allem Irdischen, stellt jedoch auch zugleich eine Ansprache an den Leser, um deutlich zu machen, dass die Situation unumgänglich ist. Hier wird zudem Bezug zum 30 jährigen Krieg genommen''','''(hier sollte dein Satz enden, sonst ergibt dieser keinen Sinn mehr) in diesem Kontext ist jedoch „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) eine Hyperbel, welche verdeutlichen soll, welche'''s''' Elend die Leute ausgesetzt waren und diese keinen Ausweg hatten.'''(In Vers 1 könntest du noch auf die Anapher „du siehst“ eingehen und deren Funktion erklären!)''' Weitergehend wird eine Antithese „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2) aufgestellt. Durch das Metrum, der sechshebige Jambus, werden die These und Antithese gegenübergestellt, was durch die Zäsur, also dem Einschnitt hervorgehoben wird.'''(hier erwähnst du an richtiger Stelle das Metrum jedoch könntest du noch die Funktion ergänzen)'''. So wird verdeutlicht, dass nichts Bestand hat und all das was man sich aufgebaut hat am nächsten '''t'''ag nicht mehr da sein '''kann(versuche noch auf das Pronomen „jener“ einzugehen.)''' . Dies wird auch im darauffolgenden'''(Substantiv fehlt)''' deutlich: „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Auch dieser Satz ist antithetisch. „Städte“ (ebd.) stehen jedoch hierbei metaphorisch für das Leben der Menschen, da sie dort ihren Wohnort haben, ihr zu Hause finden und ihre Existenz. Somit ist zu sagen, dass das Leben ebenfalls vergänglich'''(Satzende fehlt)'''. Untermauert wird dies durch die männlichen Kadenzen des Paarreims, da diese einen Schluss setzten und somit auch mit dem Tod assoziiert werden können. Der letzte Vers des ersten Quartetts steht jedoch im Kontrast zu den anderen Versen.'''(sehr guter Aspekt)''' Das „Schäferskind“ (V. 4)  bringt eine friedliche Stimmung herbei. Da dieses „wird spielen mit den Herden“ (V. 4) wird ein glücklicher Moment geschildert, welcher jedoch als Wunschvorstellung angesehen werden kann, da ein Kontrast zu den anderen Versen gesehen werden kann.''' (Versuche noch den Bezug zu er Vergänglichkeit in Vers vier herzustellen, denn zu dieser Zeit gab es keine glücklichen Momente. Die Wunschvorstellung ist schon ein guter Anfang!)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des zweiten Quartetts wird die Nichtigkeit der Natur zum Vorschein gebracht: „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Somit ist dass harmonische Bild des Schäferskind zerstört, so sei alles vergänglich. Allerdings wird nicht nur ausgesagt, dass die Natur vergänglich sei, sondern auch der Mensch, was im darauffolgenden deutlich wird. So heißt es: „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Sowohl „pocht“ (ebd.) als auch „trotzt“ (ebd.)'''(das ist eine Onomatopoese)''' sind Merkmale des Menschen oder auch der Tiere. Beide Gruppen besitzen ein pochendes Herz und beide können Widerstand leisten. Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) verkörpert somit den Todesgedanken aller Lebewesen die Knochen besitzen. Die Anapher „[w]as“ (ebd.) leitet die antithetischen Verse ein, was eine Verbindung zu den Versen schafft. Zuerst '''wurde'''(Tempus) die Vergänglichkeit der Natur angesprochen und danach das Leben von Mensch und Tier, was '''verdeutlichen kann (verdeutlicht)''', dass fernab kein Leben existieren kann. Im nächsten Vers wird zudem erneut auf die Natur eingegangen, so sei „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zerstörbar.  Diese Naturalien galten jedoch zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar. Allerdings ist auffallend, das alles geschilderte Vergänglichkeit zum Ausdruck '''bring (beende hier den Satz)''', so muss es auch mit unzerstörbar '''geglaubten Utensilien (klingt Umgangssprachlich)''' sein da '''des''' Rhythmus des Jambus keine Änderung hervorruft. Somit herrscht im gesamten Sonett eine monotone Stimmung. Die Personifikation „lacht das Glück“ (V. 8) akzentuiert die Vorstellung, wie das Leben sein sollte. Jedoch ist diese Vorstellung direkt verworfen, da „bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Diese Synästhesie umfasst die Sinnesreize des hören und fühlen, was das Leiden der Menschen im Krieg unterstreichen soll. Das Personalpronomen „uns“ (V. 8) verallgemeinert zudem die Situation und stellt somit keine Unterscheidung an, was erneut die Aussichtslosigkeit des Krieges verdeutlicht.'''(sehr gute Erläuterung)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(eine kurze Zusammenfassung zu den ersten beiden Strophen könntest du noch hinzufügen, um später den Kontrast zu den anderen beiden Strophen herzustellen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Quartetten wird eine beschreibende Perspektive geschildert, jedoch jetzt im Wechsel zu den Terzetten wird eine bewertende Haltung des lyrischen Ichs eingenommen.'''(klingt zu oberflächlich)''' Dieser Perspektivwechsel wird vor allem durch die Interpunktionen am Ende der Verse deutlich '''(versuche während deiner Analyse auf die Relevanz der Interpunktionen einzugehen)''', so wird neben einem Fragezeichen (vgl. V. 10) auch Ausrufezeichen (vgl. V. 13-14) verwendet. „Der hohe taten Ruhm“ (V. 9) ist erneut eine Wunschdenken '''da zur Zeit des Krieges kein Ruhm vorhanden war (falsche Erklärung)'''. Alle Menschen die zuvor Geld besaßen und reich waren, waren auf Grund des Krieges arm und mittellos.'''(hier da gleiche)''' Aus diesem Grund wird auch diese Vorstellung „wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was erneut antithetisch zu dem '''b'''eginn des Verses steht. Das „Spiel der Zeit“ (V. 10) verdeutlicht, dass das Leben im Krieg jeder Zeit zu Ende sein könnte, da jedes Spiel irgendwann einen Gewinner hat und damit endet. Allerdings ist die Zeit unendlich und der Mensch vergänglich, somit ist klar, dass dem menschlichen Leben jederzeit das Ende gesetzt sein kann.'''(unverständlich)''' Da es sich um eine rhetorische Frage handelt, wird die Resignation des lyrischen Ichs kund gegeben.'''(gehe mehr auf Vers 10 ein)'''  Weitergehend wird die Resignation in der Interjektion „[a]ch“ (V. 11)  fortgeführt. Somit ist „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) von keiner Bedeutung, da sowieso alles vergänglich ist.''' (mehr auf die Interjektion eingehen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Terzette '''(Das letzte Terzett)''' setzt mit '''eine''' Akkumulation ein: „ Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). All diese Dinge sind vergänglich und nicht von langer Dauer. Der „Schatten“ (ebd.) kann metaphorisch für die Schattenseiten des Lebens stehen, also für die schlechten Zeiten des Lebens und auch der „Staub“ (ebd.) nimmt Bezug zu Vers 6, was die zeitliche Begrenztheit des Lebens assoziiert. Auch der nächste Vers setzt mit „[a]ls“ (V. 13) ein. Diese Anapher verdeutlicht, dass eine weitere Nichtigkeit beschrieben wird. „[E]eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 13) bezieht sich auf die Natur, die zertreten wird (vgl.V. 5) und somit ist die kleinste Freude auch wieder verschwunden und somit vergänglich.'''(Wiesenblum kann auf den das leben des Menschen übertragen werden)'''  Letztendlich kommt das lyrische Ich zu dem Fazit:'''(der letzte Vers ist kein fazit, sondern eine neue Erkenntnis)''' „'''n'''och will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!“ (V. 14).  Somit lässt sich nicht vom dem Menschen erfassen, was Ewigkeit besitzt. Aus diesem Grund müsse alles Irdische vergänglich sein und alles Überirdische etwas göttliches haben. Somit ist an das Leben nach den Tod gedacht, dass dieses ewig besteht und zudem auf der Welt Gott allein begreifen kann was von Ewigkeit ist.'''(hier hast du das Ganze falsch verstanden und somit auch falsch gedeutet)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend wird des Sonett von Antithesen durchzogen, welche die Vergänglichkeit in den Vordergrund stellt. Somit sei alles unzerstörbar. Auch das Metrum bewirkt, dass eine Aussichtslosigkeit der Situation vorliegt, da eine monotone Stimmung vorliegt. Letztendlich wird herausgestellt,  dass nichts die Ewigkeit erfassen kann, außer alles '''ü'''berirdische und somit alles '''gottgleiche'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''FB Alina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Janette, &lt;br /&gt;
ich finde du hast in deiner Gedichts Analyse viele wichtige Aspekte erkannt sowie erläutert. Dein Themasatz ist auch getroffenen sowie viele andere Aspekte in deiner Analyse. Zum Teil machst du noch viele Rechtschreibfehler oder vergisst einen Satz zu beenden bzw. durch einen Punkt zu trennen, denn dadurch das du manche Sätze mit einem Komma versiehst, ergibt dieser Satz keinen Sinn mehr oder es ist schwer ihm zu folgen. Die meisten Anmerkungen habe ich dir in deine Analyse geschrieben und hoffe das du diese verstehst und nachvollziehen kannst. &lt;br /&gt;
Deinen ersten Teil der Analyse finde ich besser als dein zweiter Teil, denn da fehlen dir wichtige Aspekte wie die Funktion des Reimschemas oder des Metrums. Aber auch viele wichtige Analyseaspekte hast du nicht oder falsch erkannt. Versuche eine Verbindung zwischen den ersten beiden und letzten beiden Strophen herzustellen. &lt;br /&gt;
Außerdem fehlt in deinem Schluss der Bezug zum Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles Eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius zur Zeit des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die '''Begrenztheit auf Erden sowie die Bedeutungslosigkeit des irdischen Lebens. ''(nicht ganz vollständig)''''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe beschreibt Andreas Gryphius die Vernichtung sowie Zerstörung der Städte. In der zweiten Strophe befasst er sich mit dem Ereignis, dass hinzukommend auch das ganze Schöne auf Erden zerstört werde. In der dritten Strophe wird die Frage aufgeworfen wie ein Mensch solch ein Leben überhaupt bewältigen solle. Die vierte und letzte Strophe gibt auf diese Frage Auskunft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzt sich aus vier Strophen zusammen, von denen die ersten beiden aus jeweils vier Versen und die letzten beiden aus jeweils drei Versen bestehen.''(Quartett und Terzett)'' In dem vorliegenden Gedicht bilden die Verse in den ersten beiden Strophen das Reimschema abba, abba. Damit handelt es sich bei diesen zwei Strophen um einen umarmenden Reim. Die letzten beiden Strophen weisen das Reimschema ccd, eed auf, wobei es sich dabei um einen Schweifreim handelt.''Sonett'' Das Metrum des Gedichts ist ein sechshebiger Jambus und es treten abwechselnd männliche sowie weibliche Kadenzen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe wird zunächst die These „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) aufgestellt. Dabei möchte das lyrische Ich den Leser durch die persönliche Ansprache „Du“ (ebd.) darauf aufmerksam machen, dass das ganze irdische Leben vergänglich sei und egal wo man hinschaue, die Vergänglichkeit nicht zu übersehen sei (vgl. V. 1). Somit wird im ersten Vers die Überschrift des Gedichts noch einmal aufgegriffen. In den darauffolgenden Versen wird die eben genannte These mit Beispielen belegt. In Bezug darauf beschreibt das lyrische Ich „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Um diese Aussage zu veranschaulichen nennt das lyrische Ich das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Diese beiden Verse sind antithetisch aufgebaut und machen deutlich, dass das Schöne auf der Erde nicht lange anhält sondern nach kurzer Zeit zerstört werden kann. In Vers zwei stehen sich die beiden '''Wörter''(Wortart angeben!)''''' „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) antithetisch gegenüber und in Vers drei die Nomen „Städte“ (ebd.) und „Wiese“ (ebd.). Durch die Verben „bauen“ und „einreißen“ wird erneut die oben genannte Zerstörung hervorgehoben und eine Verbundenheit mit Krieg hervorgerufen. An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers '''nahe liegend''(ein Wort)''''' an. In diesem Vers ist zum wiederholten male die Rede von der Wiese, „auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). In diesem Vers wird durch die Metapher „Schäferskind“ (ebd.) eine friedliche Stimmung und somit eine Assoziierung mit Frieden herbeigeführt. Somit steht dies im Gegensatz zu der eben erwähnten Zerstörung im dritten Vers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichts leitet mit der Behauptung „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) erinnert an etwas was lebt und heranreift. '''Da es infolgedessen jedoch „zertreten“ (ebd.) wird''(Formulierung)''''', wird verdeutlicht, dass das Leben eines Menschen, eines Tieres oder einer Pflanze, beendet wird. Daher wird in diesem Vers die Vergänglichkeit des Lebens untermauert. Folgend beschreibt das lyrische Ich, dass das was jetzt noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) '''sei''(sein wird)'''''. Durch das Verb „poch[en]“ (ebd.) wird deutlich, dass es sich bei dieser Aussage um Lebewesen handeln muss. Durch die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) wird noch einmal hervorgehoben, dass alles vergänglich ist und, dass das was heute noch so lebendig ist, trotzdem sterben wird. Sowohl der fünfte als auch der sechste Vers beginnt mit dem '''Wort''(Wortart nennen)''''' „Was“ (V.5f.). Durch diese Anapher möchte das lyrische Ich die Wirkung dieser zwei Verse verstärken und dem Leser noch einmal verständlich machen, dass alles vergänglich ist. Diese Erkenntnis fasst das lyrische Ich mit der Aussage, dass „nichts ewig […] sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zusammen. In dieser Aussage wird sowohl durch die doppelte Verwertung als auch durch die Hyperbel „Erz […] [und] Marmorstein“ (ebd.) verdeutlicht, dass nichts ewig bestehend bleibt. Der letzte Vers dieser Strophe wird mit der Personifikation „lacht das Glück“ (V.8) eingeleitet. Dieses „Glück“ (ebd.) bleibt jedoch nicht lange erhalten, da es von „donnern[den] Beschwerden“ (V. 8) verdrängt wird. Durch die zweite Personifikation „donnern die Beschwerden“ (ebd.) wird eine Assoziierung mit Gewalt und Krieg herbeigeführt, da durch das Verb „donnern“ eine negative Stimmung hervorgerufen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9). Durch das Verb „muß“ (ebd.) wird die Notwendigkeit dieser Aussage verdeutlicht. Mit dieser Feststellung möchte das lyrische Ich die Bedeutungslosigkeit Menschlicher Taten und Handlungen hervorheben, da alles irdische vergänglich ist. Folgend wirft es die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10) auf. Die Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht für das Leben eines Menschen, welches wie jedes Spiel, irgendwann mal enden wird. Somit lässt sich diese Frage verneinen, da der Mensch nicht ewig sein kann und ebenfalls vergänglich ist. Der letzte Vers dieser Strophe wird durch die Interjektion „ach“ (V. 11) eingeleitet. Durch diesen Seufzer wird die Frage nach dem Sinn des Lebens '''vorangestellt''(eingeleitet)'''''. Außerdem wird dadurch die Verzweiflung über die Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit verdeutlicht. Daran anschließend nennt das lyrische Ich die '''Frage''' „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Durch die Verwendung des Wortes „wir“ (ebd.) bezieht das lyrische Ich erneut die Leser mit ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Strophe gibt das lyrische Ich eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Diese wird durch die Anapher „als“ (V. 12f.) hervorgehoben. Die irdischen Bestandteile des Lebens eines Menschen, die „wir als köstlich achten“ (ebd.) vergleicht das lyrische Ich im 12 Vers als „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Durch die '''Hyperbel''' „Nichtigkeit […] Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) wird erneut eine unangenehme Stimmung hervorgehoben, weshalb sich dies wieder mal auf Krieg beziehen lässt. Dabei wird erneut deutlich, dass ebenfalls die irdischen Bestandteile eine zeitliche Begrenztheit haben und irgendwann vergänglich werden. Der vorletzte Vers leitet mit der Anapher „als“ (ebd.) den Vergleich des Lebens eines Menschen mit einer „Wiesenblum“ (V. 13) ein, welche man laut dem lyrischen Ich nicht „nicht wieder find´t“ (V. 13). Der spätere Verlust des menschlichen Lebens ist also so unbedeutsam wie eine einzelne Blume auf einer riesigen Blumenwiese. Das lyrische Ich beendet das Gedicht mit dem Fazit „Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten“ (V. 14). Das Fazit besagt, dass noch kein Mensch wirklich erkannt hat was für die Ewigkeit bestehen bleibt. ''(du kannst noch auf Gott eingehen)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback Jan :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde deine Analyse gut gelungen Lara. Du bist auf sehr viele sprachliche Mittel eingegangen und an einigen Stellen merkt man, dass du diese gut verstanden hast. Außerdem haben deine Rechtschreibfehler seit den letzten Analysen beeindruckend abgenommen. Zu bemängeln habe ich nur, dass du einige Aspekte einfach auslässt und nicht weiter auf sie eingehst und ein paar Kleinigkeiten (hab ich dir markiert). Wenn du diese änderst und noch etwas mehr auf den Text eingehst, ein paar Stellen scheinst du noch nicht ganz verstanden zu haben, hast du eine sehr gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welches im Jahr 1637, in der Epoche des Barocks, verfasst wurde, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen und historisch gesehen die Zerstörungen, die aus dem 30- jährigen Krieg resultierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Es ist alles eitel“ verweist auf das Thema des Gedichts, dass alles vergänglich ist und irgendwann nicht mehr existieren wird. Das Pronomen „alles“ (ebd.) steht verallgemeinernd dafür, dass jedes Lebewesen, jeder Gegenstand, aber auch bestimmte Situationen nicht ewig sind und irgendwann nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in insgesamt vier Strophen eingeteilt sind. Die ersten beiden Strophen bestehen jeweils aus vier Versen, werden somit jeweils als Quartett bezeichnet, und die letzten beiden jeweils aus drei Versen und werden somit jeweils als Terzett bezeichnet. Als Versmaß ist durchgängig ein sechshebiger Jambus vorzufinden, was ein Merkmal der literarischen Epoche des Barocks war und als Alexandriner bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit dem Personalpronomen „Du“ (V.1), was einen Bezug zum Leser herstellt, ihn also direkt anspricht bzw. ihn direkt mit einbezieht. Die Repetitio „siehst“ (V.1) betont, dass die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) nicht zu übersehen ist. Die „Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) bezieht sich auf den Titel des Gedichts und deutet auf die Vergänglichkeit des Lebens hin. Die Tatsache, dass die Vergänglichkeit des Lebens, also das Sterben, das Leid und die Tode, nicht zu übersehen ist, bringt gleichzeitig eine Klage über die derzeitigen Ereignisse, den 30- jährigen Krieg, mit sich. Im nächsten Vers ist davon die Rede, dass das, was heute gebaut werde, morgen wieder zerstört sei (vgl. V. 2). Die Adverbien „heute“ (V. 2) und „morgen“ (V. 2)und die Verben bauen (vgl. V. 2) und einreißen (vgl. V. 2) stehen sich antithetisch gegenüber und verdeutlichen, dass der derzeitige Zustand nicht von Dauer ist und am nächsten Tag oder sogar schon in den nächsten Stunden alles anders sein kann. In dem Zusammenhang ist es der Krieg, der für die Zerstörung sorgt. Eine weitere Antithese ist im nächsten Vers zu finden. „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3), verdeutlicht wieder die Zerstörung der Dinge des derzeitigen Zustands und die Veränderung, die im zukünftigen Zustand herrscht. Die „Wiese“ (ebd.), kann man als ein Symbol für Frieden interpretieren, da es in Städten meistens laut und hektisch ist und auf Wiesen bzw. in der Natur eher Ruhe herrscht.&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe setzt zunächst mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) kann man so interpretieren, dass etwas, sei es ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze, gedeiht und lebt. Dadurch, dass es „zertreten [wird]“ (ebd.), wird das Leben beendet. Somit wird metaphorisch die Vergänglichkeit des Lebens dargestellt. Im nächsten Vers wird antithetisch dargestellt, dass „was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Das Verb „pochen“ (ebd.) steht metaphorisch für einen Herzschlag, also für etwas lebendiges. Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) steht für den Tod. Mittels dieser Antithese wird wieder deutlich gemacht, dass das Leben nicht ewig ist und es „morgen“ (ebd.) vorbei sein könnte. Darauf eingehend ist davon die Rede, dass „Nichts […] ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7). Die Aufzählung „kein Erz, kein Marmorstein“ (ebd.) betont, dass „nichts“ (ebd.), selbst beständige Gesteine wie Erz und Marmor, für immer existieren werden. Im letzten Vers veranschaulicht die Personifikation 'das lachende Glück' (vgl. V. 8), dass, in diesem Zusammenhang gesehen, die Zeiten vor dem Krieg mit besseren Erinnerungen in Verbindung gebracht werden und man Vorstellungen hat, dass das Leben ohne das Leid, das der Krieg mit sich bringt, bessere wäre. Als Folge würden „bald […] die Beschwerden [donnern]“ (V. 8), was den Unmut und das Verlangen nach Frieden betont. &lt;br /&gt;
Zum Reimschema der ersten beiden Strophen kann man sagen, dass es sich bei beiden jeweils um einen umarmenden Reim handelt. &lt;br /&gt;
Die dritte Strophe wird sozusagen mit dem Appell „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehen“ (V. 9) eingeleitet. Es wird betont, dass Rum nicht das wichtigste im Leben ist, da er schnell wieder vergehen kann. Die darauf folgende rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehen?“ (V. 10) stellt mittels der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.), was für die Lebenszeit steht, dar, dass diese für den Menschen begrenzt ist. Die Interjektion „Ach“ (V. 11) betont die Zweifel, die beim lyrischen Ich aufkommen. Es fragt anschließend „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Dadurch wird deutlich, dass nicht die wichtigen Dinge im Leben, wie z.B. der Ruhm, geschätzt werden sollten, da diese ja vergänglich sind und eigentlich keinen Wert haben. &lt;br /&gt;
Ein Enjambement verbindet schließlich die dritte mit der letzten Strophe, in der weiter auf die Frage eingegangen wird. Hier wird betont, dass das, was man als wichtig erachtet nichts „als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 12f.) sei. Die „Nichtigkeit“ (ebd.), also die Irrelevanz der Dinge, die man vermeidlich als wichtig empfindet, wird durch die Akkumulation „Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) betont. Ein Schatten ist vom Sonnenstand abhängig, Staub kann so klein sein, dass man ihn gar nicht bemerkt und der Wind weht nicht konstant. Auch die Veranschaulichung durch die „Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (ebd.) betont auch die Irrelevanz. Denn eine bestimmte Blume kann man auf einer Wiese mit tausend anderen Blumen nur schwierig wiederfinden. Im letzten Vers beklagt sich das lyrische Ich, dass das, „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten [will]“ (V. 14). Die meisten Menschen erkennen also noch nicht, was zu den wichtigen Dingen im Leben gehört und dass an zu vielen unnötigen Dingen, wie z.B. Krieg, festgehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in dem Gedicht durch Antithesen und Metaphern die Vergänglichkeit alles Irdischen verdeutlicht wird. Anschließend wird die Frage gestellt, ob das, was der Mensch als wichtig betrachtet, z.B. Krieg zu führen und zu gewinnen, die Mühe wert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback von Maike:&lt;br /&gt;
Liebe Christine, ich finde deine Analyse ist die gut gelungen. An manchen Stellen könntest du noch etwas näher auf das eingehen, was du sagst. Deine Sprache ist beeindruckend, du hast einen tollen Wortschatz.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Gryphius</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius"/>
				<updated>2018-11-10T10:28:59Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Lara */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Es ist alles eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse eines Gedichtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbereitung:&lt;br /&gt;
mehrmaliges Lesen und Bearbeiten des Textes (Wichtiges markieren, notieren, gliedern, usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Einleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Themasatz: Textart (Natur-, Liebes-, politisches Gedicht, usw.), Titel, Dichter, ev. Entstehungszeit, Epoche; Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hauptteil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltliche, formale und sprachliche Analyse&lt;br /&gt;
•	Gliederung in Sinnabschnitte, deren Funktionen&lt;br /&gt;
•	Darstellung und Deutung exemplarischer Textstellen inhaltlich (Was wird aus-gesagt und was bedeutet das?), sprachlich (Wie wird es ausgesagt  und was bedeutet das? - sprachliche Mittel) und formal (Strophen, Reimschema, Metrum, Interpunktion, Enjambement, Wortwahl, usw.)&lt;br /&gt;
•	Wechselbeziehungen zwischen Inhalt, Sprache und Form &lt;br /&gt;
•	eventuell Berücksichtigung des gesellschaftlich-historischen, biografischen, usw. Kontextes, der Position und Perspektive des lyrischen Ich&lt;br /&gt;
•	korrekte Zitierweise&lt;br /&gt;
•	Textintentionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Schluss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Zusammenfassung der wesentlichen Analyseergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett &amp;quot;Es ist alles eitel&amp;quot; geschrieben von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1637 zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus vier Strophen, wobei die ersten zwei Strophen vier Verse enthalten und die letzten zwei drei Verse. Die ersten beiden Strophen sind als umarmender Reim aufgebaut und die letzten Beiden beginnen jeweils als Paarreim, wobei der dritte Vers eine Verbindung zur jeweils anderen Strophe schafft. Außerdem enthält das Gedicht einen sechshebigen Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett beginnt im ersten Vers mit einer Art Einleitung, indem das Thema der Vergänglichkeit, hier &amp;quot;Eitelkeit&amp;quot;(V.1) genannt, direkt angesprochen wird und ein Bezug zur Überschrift geschaffen wird. Mit der Repetitio des Wortes &amp;quot;sihst&amp;quot;(V.1) verdeutlicht das lyrische Ich, dass man, egal wohin man sieht, nichts ewiges finden kann. Man findet lediglich &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(V.1). Die Verwendung des Substantivs &amp;quot;Erden&amp;quot;(ebd.) spezifiziert den Raum in dem man nur Vergängliches sieht. Durch diese Spezifizierung macht das lyrische Ich erkennbar, dass es sich nur um Irdisches Handelt. Er impliziert so direkt zu Beginn des Gedichts, dass sich Ewiges im Übernatürlichen bzw. Göttlichen finden lässt. Im Folgenden ist das Gedicht sehr von Antithesen geprägt. In Vers zwei stehen die beiden Verben &amp;quot;reist&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;baut&amp;quot;(V.2) direkt hintereinander und sind lediglich von einem Spiegelstrich getrennt. Durch diesen Chiasmus wird die Differenz zwischen dem &amp;quot;heute&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;morgen&amp;quot;(V.2) untermauert und somit des lyrischen Ich's These, die Erde sei vergänglich, unterstützt. Auch Vers 3, der als Anapher eine Verbindung zu Vers 2 schafft, da sie beide Beispiele für Vergänglichkeit liefern, besteht aus einer Antithese. hier wird aufgezeigt, dass aus &amp;quot;Städten&amp;quot;(V.3), die heute existieren in Zukunft &amp;quot;Wiesen&amp;quot;(V.3) werden können. Das Wort &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.3) begegnet einem folgend häufiger und beschreibt immer den Gegenwartszustand. Durch den vierten Vers wird noch einmal der Unterschied zwischen verschieden Zeiten hervorgebracht, indem &amp;quot;ein Schäferskind&amp;quot;(V.4), das &amp;quot;mit den Herden&amp;quot;(V.4) spielt, den &amp;quot;Städten&amp;quot;(ebd.) gegenübergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ersten Vers der zweiten Strophe wird die Vergänglichkeit der Pflanzen angesprochen. Diese blühen noch in der Gegenwart, was wieder von &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.5) signalisiert wird. Dass diese zertreten werden &amp;quot;sol[len]&amp;quot;(V.5) zeigt, dass diese in keinem Fall ewig bleiben. Im nächsten Vers wird die Vergänglichkeit des Menschen erläutert. Dies ist an der Metapher &amp;quot;pocht und trotzt&amp;quot;(V.6) erkennbar, da diese zum einen für das pochende Herz des Menschen steht, dem Menschen aber auch die Fähigkeit zuspricht zu trotzen, sodass die Annahme, ein Tier könnte gemeint sein, verworfen werden kann. Mit &amp;quot;Asch vnd Bein&amp;quot;(V.6) ist das, gemeint, was vom Körper nach dem Tod  noch übrig bleibt gemeint. Das lyrische Ich kommt also zu dem Schluss dass der Mensch ebenso vergänglich ist wie alles andere und sich in der Hinsicht nicht von anderen Lebewesen oder Artefakten unterscheidet. Dass, &amp;quot;Nichts&amp;quot;(V.7) ewig ist, belegt er in Vers drei, indem er sagt das &amp;quot;kein Ertz / kein Marmorstein&amp;quot;(V.7), also nicht mal Gestein, von dem man eigentlich annehmen kann, dass es schwer kaputt geht, ewig sein kann. Das lyrische Ich geht in Strophe Zwei klimatisch vor indem er sich von den Pflanzen zum Menschen bis hin zum Gestein immer weiter steigert, und seine Vergänglichkeit erläutert. Er führt dabei, das wovon man eigentlich denkt es sei am standhaftesten, Gestein, als letztes an und das, wovon man denkt es am leichtesten zu entbehren, Pflanzen, an erster Stelle an. So zeigt er auf dass, zwischen den verschiedenen Beispielen kein Unterschied, bezogen auf die Vergänglichkeit, herrscht. Im letzten Vers bezieht sich das lyrische ich schlussendlich auf das &amp;quot;Glück&amp;quot;(V.8). Antithetisch dazu verfasst er, dass auf dieses &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(Z.8) folgen. Dies lässt ein recht negatives Menschen - und Weltbild erkennen, da das lyrische Ich annimmt, dass Glück nicht ewig ist und Trauer folgen muss. Auf der anderen Seite lässt sich sagen, dass dies eine recht realistische Einschätzung des Lebens ist, die einen auf Schwierigkeiten vorbereiten könnte. Durch die Metapher &amp;quot;donnern&amp;quot;(V.8) verstärkt das lyrische Ich die Extremität des Wandels von &amp;quot;Glück&amp;quot;(ebd.) zu &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe und somit das erste Terzett beginnt mit der Anführung einer weiteren vergänglichen Sache: der &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(V. 9). Dieser vergehe &amp;quot;wie ein Traum&amp;quot;(V.9). das lyrische Ich möchte, wie im Rest seines Textes, jedoch besonders an dieser Stelle, an die Menschen appellieren, sich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen.&amp;quot;Ruhm&amp;quot;(ebd.), oder Ehre, ist etwas das der Mensch oft anstrebt, aus falschen Intentionen. Der Lyriker möchte den Menschen so davon abhalten. Im zweiten Vers stellt das lyrische ich eine rhetorische Frage, indem er das Leben metaphorisch als &amp;quot;Spiel der Zeit&amp;quot;(V.10) benennt. Durch die vorherige Erklärung einiger Beispiele, die vergänglich sind, lässt sich die Frage verneinen. Der Mensch  kann also nicht ewig sein. Das Adjektiv &amp;quot;leicht&amp;quot;(Z.10), welches den Menschen beschreibt, lässt sich auf Vers sieben beziehen, in dem von Gestein, welches nicht ewig ist, die Rede ist. Also schlussfolgert das lyrische Ich, dass wenn nicht einmal Gestein ewig sein kann, auch der &amp;quot;leichte Mensch&amp;quot;(V.10) nicht ewig sein kann. Im letzten Vers zeigt das lyrische Ich die Irrelevanz des Vergänglichen auf. Die Interjektion &amp;quot;Ach!&amp;quot;(V.11) untermauert die Verachtung, die das lyrische Ich bei den zuvor genannten Beispielen empfindet. Die Sachen, die der Mensch als, metaphorisch gemeint, &amp;quot;köstlich&amp;quot;(V.11), also gut, betrachtet, sind nicht ewig und somit nicht der großen Aufmerksamkeit würdig. Der Appell, den das lyrische Ich versucht zu verdeutlichen, wird an dieser Stelle nochmal besonders deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe beginnt mit einer Aufzählung von Symbolen, die für die Vergänglichkeit stehen. Durch das Substantiv &amp;quot;Nichtigkeit&amp;quot;(V.12), wird nochmal die unwichtige Rolle des Vergänglichen untermauert. &amp;quot;Schatten&amp;quot;(V.12) ist ebenfalls nicht dauerhaft, sondern entsteht nur dann wenn es auch Sonnen gibt. Metaphorisch steht der &amp;quot;Schatten&amp;quot;(ebd.) auch für schlechte Zeiten, die ebenso nicht dauerhaft sind. &amp;quot;Staub vnd Wind&amp;quot;(V.12) sind beides vergängliche Zustände. Der Staub kann sehr schnell verfliegen und auch Wind kommt und geht. Um zu verdeutlichen, dass alles Irdische vergänglich ist und keine dieser Sachen eine besonders wichtig sind, da sie eine vergängliche Sache von vielen sind, verwendet das lyrische ich die Metapher einer &amp;quot;Wiesen - Blum / die man nicht wider fndt&amp;quot;. Hier lässt sic auch ein Appell herausstellen, da das lyrische Ich den Menschen dazu aufruft, sich nicht zu sehr mit diesen Dingen zu beschäftigen, weil man sie sowieso &amp;quot;nicht wider find't&amp;quot;(V.13). Im letzten Vers stellt das lyrische Ich heraus, dass &amp;quot;was ewig ist kein einig Mensch betrachten&amp;quot;(V.14) kann. Also hat der Mensch momentan gar nicht die Möglichkeit etwas ewiges zu sehen. Durch das temporale Adverb &amp;quot;Noch&amp;quot;(V.14) wird manifestiert, dass jetz zwar die Möglichkeiten ewiges zu sehen noch nicht gegeben sind, dies aber in Zukunft der Fall sein kann. Mit der Zukunft ist der Tod gemeint, in dem der Mensch, nach christlich- abendländischer Vorstellung, auf Gott trifft. Somit lässt sich sagen, das Gott oder das Göttliche, das einzige ist, was für das lyrische Ich ewig ist. Diese Vorstellung lässt sich auch mit dem ersten Vers verknüpfen, in dem nur von &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(ebd.) die Rede ist. Die Vorstellung von Gott als ewig unterstützt somit die Aussage, dass alles Irdische vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett lässt sich außerdem mit seiner Epoche, der Barock, in der es geschrieben wurde verknüpfen. Zu dieser Zeit herrschte der 30. Jährige Krieg, was große Armut verursachte. Außerdem herrschte eine große Differenz zwischen Arm und Reich. Gryphius Gedicht, kann somit also als Stück verwendet werden, dass den Menschen Hoffnung macht. Dadurch, dass er sagt, dass niemand für immer in seinem jetzigen Zustand ist klingt er die Vorstellung einer gerechten Zukunft an. Zudem greift das Gedicht mit dem Thema der Vergänglichkeit und der Erinnerung daran, dass auch der Mensch vergänglich ist und sterben kann, einen der drei zentralen Leitgedanken des Barocks, den Memento Mori, auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich mit dem Sonett, dem Menschen vor Augen führt, dass alles Irdische vergänglich ist. Das einzige, das ewig währt, sei das Göttliche. Sprachlich formal wird dies durch zahlreiche Antithesen und Metaphern unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett „Es ist alles Eitel“ wurde von Andreas Gryphius im Jahre 1637 in der Literaturepoche des Barocks verfasst. Thematisch befasst sich das Gedicht mit der Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in vier Strophen aufgeteilt sind. Dabei beinhalten zwei Strophen vier Verse und die letzten beiden Strophen drei Verse. Der Aufbau weist daher auf ein typisches Sonett hin, da es zwei Quartette sowie zwei Terzette enthält. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus. Die beiden ersten Strophen bestehen aus einem umarmenden Reim (abba, abba) während die beiden letzten einen Schweifreim (ccd,eed) bilden. Die Kadenzen passen sich dabei dem Reimschema an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die Überschrift „Es ist alles Eitel“ zeugt von der resignativen Stimmung des lyrischen Ichs, da nichts auf der Welt von ewigem Bestand ist. Dabei akzentuiert das unbestimmte Numeral „alles“ die prekäre Lage.&lt;br /&gt;
Die erste Strophe knüpft an die Überschrift an, indem das lyrische Ich den Leser mit direkter Ansprache darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich ist (vgl. V.1). Das Adverb „nur“ (ebd.) verdeutlicht den hoffnungslosen und klagenden Grundton des lyrischen Ich aufgrund der Allgegenwärtigkeit der Vergänglichkeit. Diese resignative Stimmung lässt sich in Verbindung zu dem 30-jährigen Krieg setzen, welcher zu Zeiten des Gedichtes schon 25 Jahre herrschte und Deutschland komplett zerstört hat. Die darauffolgenden drei Verse beschäftigen sich konkret mit dem Verfall und Zerstörung der Städte. So heißt es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Auffällig ist, dass die Gegenwart und Zukunft in antithetischer Verbindung stehen, wodurch untermauert wird, dass das Schöne nur kurzen Bestand hat beziehungsweise später keine Bedeutung mehr erlangt, da alles Irdische vergänglich ist. Ebenso stehen die Verben „bauen“ (ebd.) und „einreißen“ (ebd.) gegensätzlich zueinander. Durch das demolieren der Städte wird konkret auf den Krieg angespielt, wodurch zum Ausdruck kommt, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, dass die Menschen selbst für ihre Vergänglichkeit bzw. der ihrer Bauwerke verantwortlich sind. Des Weiteren verdeutlichen die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.) die Generalisierung der Ereignisse in Europa. Die Antithetik zwischen Gegenwart und Zukunft wird im dritten Vers fortgesetzt, in welchem es heißt „Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3), wodurch untermauert wird, dass die Natur ihren Platz zurückerobert. Auffällig ist hier, dass ein Rückschritt beschrieben wird. Die „Wiese“ (ebd.) steht dabei für die Natur und durch ihre grüne Farbe für Hoffnung und symbolisch für das Gedeihen neuen Lebens. Diese Idylle wird in dem darauffolgenden vierten Vers fortgesetzt, indem es heißt „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4), was den Wunsch nach Frieden verdeutlicht. Die grundsätzlich antithetische Struktur des Textes wird durch das Versmaß untermauert. Bei diesem handelt es sich um den Barock typischen Alexandriner, welcher durch eine Mittelzäsur getrennt ist und die Gegensätze voneinander schneidet. Der monotone Rhytmus des Gedichtes hebt die resignative Stimmung des lyrischen Ichs hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe wird von der Antithese „Was itz und prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5) eingeleitet. Dies hebt die Vergänglichkeit der Natur, mitsamt der blühenden Pflanzen hervor. So heißt es weiter „Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein“ (ebd.). Das „poch[en]“ (ebd.) steht hier metaphorisch für den Herzschlag eines Lebewesens. Die Anapher „Was itz“ (V.5+6) untermauert, dass die Natur und die Lebewesen eine gleiche Gewichtung in der Rolle ihrer Vergänglichkeit haben. Dies wird durch den darauffolgenden Vers unterstützt, in dem mit einer verdoppelten Verneinung nichts als ewig bestehend erklärt wird und soll Klarheit über die Vergänglichkeit alles Irdischen verschaffen (vgl. V. 7). Die Vergänglichkeit wird durch die Akkumulation „kein Erz, kein Mamorstein“ (ebd.) unterstützt, da diese zu Zeiten des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten.  Der letzte Vers der zweiten Strophe wird mit einer Personifikation des Glückes eingeleitet (was bedeutet das?). Antithetisch wird dem Glück eine Synästhesie aus &amp;quot;donnernden Beschwerden&amp;quot; (V.8) gegenübergestellt. Dabei werden zwei unterschiedliche Sinneseindrücke (donnernd = hören, Beschwerden = fühlen) miteinander in Verbindung gesetzt, um das Leid zu verdeutlichen. Des Weiteren bekräftigt diese weitere Personifikation die Assoziation mit dem Krieg, da das Verb „donnern“ mit Waffen in Verbindung gebracht werden kann, welche ebenfalls zur Zerstörung beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Betrachtung der beiden ersten Strophen ist deren klimaxartigen Aufbau auffallend. In der ersten Strophe wird ausschließlich die Vergänglichkeit materieller Güter beschrieben, währenddessen die zweite Strophe die Nichtigkeit der Lebewesen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn der dritten Strophe wird der sonettypische, inhaltliche Bruch eingeleitet, da die ersten beiden Strophen eher aus einer beschreibenden Position stammen und in der dritten und vierten Strophe zu einem bewertenden Standpunkt wechseln, was durch das Fragezeichen in Vers 10 und dem Ausrufezeichen in  Vers 13 akzentuiert wird. Inhaltlich befasst sich die erste Terzette mit der Frage was das Leben ist und wie die Menschheit es bewältigt. So heißt es in Vers neun „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9). Dies hebt hervor, dass selbst Reichtum und hochgeschätzte Werte der Vergänglichkeit unterliegen. So wird dem Leser in Vers 10 eine rhetorische Frage gestellt „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“ (V.10), um dem Leser zu verdeutlichen, dass ein Kampf gegen die Vergänglichkeit sinnlos erscheint. Der elfte Vers wird durch den Ausruf der Verzweiflung „Ach!“ (V.11) eingeleitet wodurch deutlich wird, dass das lyrische Ich über die Erkenntnis der Vergänglichkeit verzweifelt ist, da der Mensch keine Gewalt über das Leben hat. Auffällig ist hier, dass die dritte Strophe mit der vierten durch ein Enjambement verbunden ist, da die letzte Strophe konkrete Antworten auf die Frage des Lebens gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird das Leben akkumulierend „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12) definiert. Dabei stehen „Schatten, Staub und Wind (ebd.) für kurzlebige Synonyme, welche die Vergänglichkeit des Lebens akzentuieren. Ein weiterer Vergleich stellt Vers 13 dar, in welchem es heißt „Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind´t“(V.13). Dabei steht die „Wiesenblum“ (ebd.) metaphorisch für das Leben eines einzelnen Menschen, da auf einer Wiese eine einzelne Blume so unbedeutsam wie das Leben eines Menschen und dessen Vergänglichkeit ist. Der letzte Vers des Sonnets „Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) stellt das Fazit des lyrischen Ichs dar. Dieses ist der Auffassung, dass noch kein Mensch betrachtet hat was für die Ewigkeit besteht. Das Adverb „noch“ (ebd.) gibt jedoch Hoffnung, dass sich in der Zukunft noch ändern und sich der Mensch dem Ewigen zuwenden könnte. Das sogenannte Ewige ist der Glaube an Gott, welchen die Menschen in der Zeit des Barocks durch den 30-jährigen Krieg verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich sagen, dass der Text den Leser dazu bringen soll sich auf das Wesentliche, das Leben nach dem Tod, zu konzentrieren. Die Auffassung des lyrischen Ich, dass alles Irdische Vergänglich ist, wird durch zahlreiche Antithesen, Metaphern und Personifikationen geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kommentar von Lorena:'' Hallo Carina, ich finde deine Analyse wie immer sehr gelungen. Du bist auf die wichtigen Textstellen eingegangen, hast sie nachvollziehbar gedeutet und auch in Zusammenhang mit dem historischen Kontext gebracht. Alles in allem war das was du analysiert hast prima und besonders die Auswertung der stilistischen Mittel ist sehr detailliert und lobenswert. Allerdings solltest du dir angewöhnen auf für Gedichte formalen Mittel einzugehen und diese zu erläutern (beispielsweise Funktion des Metrums, Bedeutung der Kadenzen, Zäsuren etc.). Ansonsten habe ich nur zwei kleine Anmerkungen und eine Textstelle bei der ich mir selbst nicht sicher bin ob man das so schreiben kann (vgl. Kommentare im Text). Ansonsten aber eine gute Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorena==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und '''veröffentlicht''' (wurde da eher verfasst) im Jahr 1637, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Barock. Thematisiert wird die Vergänglichkeit des Irdischen. Inhaltlich handelt das Gedicht von der Zerstörung des 30-jährigen Krieges und den Folgen der Zerstörung, '''sowie dem Vertrauen der Menschen an das Irdische''' (?). &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst 14 Strophen und ist in der Form eines Sonettes gegliedert. Als Reimschema liegen in den Quartetten umschließende Reime vor, während die Terzette durch Paarreime gekennzeichnet werden. Als Metrum liegen durchgehend sechs-hebige Jamben vor, die 12 bis 13 Silben beinhalten und durch eine Mittelzäsur geteilt werden vor . '''Es liegen sowohl stumpfe als auch klingende Kadenzen vor, die sich dem Reimschema des Gedichtes anpassen.''' (hier würde ich männlich und weiblich ergänzen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) ein. Die „Eitelkeit“ (ebd.), die bereits im Titel des Gedichtes Erwähnung findet, ist in diesem Fall als veraltetes Synonym für Vergänglichkeit zu verstehen. Der Inhalt des Verses spiegelt die Situation in der Entstehungszeit des Gedichtes wieder. Das Gedicht ist während des 30-jährigen Krieges entstanden, in welchem viele Städte und Gebiete zerstört wurden und in dem die Lebensbedingungen der Menschen sehr schlecht waren. Das lyrische Ich beschreibt, dass egal wohin man sich wendet, überall nur Vergänglichkeit zu sehen ist. '''Das''' Repetitio der Formulierung „du siehst“ (ebd.) veranschaulicht die allgemeine Gültigkeit der Aussage des Lyrischen Ichs. Generell lässt bereits der erste Vers des Gedichtes eine resignative Stimmung erschließen, da der Krieg in dieser Zeit für die Bevölkerung sehr belastend war. Dies wird ebenfalls durch die antithetische Struktur der nächsten Verse verstärkt. Das Lyrische Ich beschreibt „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Auffällig sind neben der Kontrastierung zwischen den Zeitangaben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.), auch die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.), welche auf jede Person zu beziehen sind und die Aussage somit verallgemeinern. Auch hier wird wieder die Situation während des Krieges in Bezug auf die Vergänglichkeit aufgegriffen. Was die Menschen an einem Tag bauen oder bereits vor geraumer Zeit gebaut haben, kann am nächsten Tag schlagartig zerstört werden. Im folgenden Vers veranschaulicht das Lyrische Ich die Aussage durch das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Das Beispiel ist durch das Reimschema formal mit dem vorhergehenen Vers verbunden und verdeutlicht zum einen die Vergänglichkeit, zum anderen aber auch ein Anzeichen für die Zerstörung während des Krieges. Die antithetische Struktur, die in den ersten drei Versen des Textes verwendet wird, wird durch das Versmaß verstärkt. Als Versmaß liegen Alexandriner vor, die durch eine Mittelzäsur geteilt werden. Der monotone Rhythmus des Alexandriners verstärkt die ohnehin resignative Stimmung des Gedichtes, während die Mittelzäsur die genannten Gegensätze voneinander separieren. Diese Trennung wird formal durch ein Komma verbildlicht und somit hervorgehoben.  An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers unmittelbar an. Es ist erneut die Rede von der Wiese „[a]uf der ein Schäfers-Kind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Die Metapher des „Schäfers-Kind“ (ebd.) auf einer Wiese, verdeutlicht die Sehnsucht nach der friedlichen Zeit, wie sie vor dem Krieg war, und wiederholt die Vergänglichkeit bzw. die Nichtigkeit des vom Menschen Erschaffenen. Auffällig ist, dass in diesem Vers, nicht wie in den übrigen, die Mittelzäsur durch ein Komma dargestellt wird. Der Vers wirkt somit trostlos, was durch die stumpfe Kadenz am Versende verstärkt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichtes setzt mit der Feststellung „[w]as jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Erneut ist die Kontrastierung zwischen dem gegenwertigen Zustand und dem zukünftigen Geschehen zu erkennen, somit wird neben der allgemeinen Vergänglichkeit des Irdischen insbesondere die Vergänglichkeit der Natur hervorgehoben. Die antithetische Darstellung wird wiederholt durch eine Mittelzäsur und das Komma formal getrennt, was die Kontrastierung des Inhalts innerhalb des Verses veranschaulicht. '''Das Adverb „jetzund“, welches zuletzt im 18. und 19. Jahrhundert verwendet wurde, verdeutlicht das Alter des Gedichtes und bestätigt, neben der Sonett-Form und der Verwendung des Alexandriners, dass das Gedicht aus der Epoche des Barock stammt, da dies typische Merkmale für diese Literaturepoche sind.''' (eher unwichtig) Im zweiten Vers der Strophe „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) wird wiederrum die antithetische Struktur des Gedichtes aufgeführt. Die Verben „poch[en]“ (ebd.) und „trotz[en]“ (ebd.) charakterisieren ein lebendiges Wesen. Das Verb „poch[en]“ (ebd.) beschreibt den Herzschlag eines Lebewesens, während „trotz[en]“ (ebd.) als Abwehrhaltung für herannahende Gefahren verstanden wird, die die Existenz des Lebewesens gefährden. Im weiteren Verlauf des Verses wird allerdings auch wider die Nichtigkeit dargestellt, wenn es in Bezug auf das Lebewesen heißt es, es sei „morgen Asch und Bein“ (V. 6). Die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) steht metaphorisch für den Tod des Lebewesens und verbildlicht somit die Vergänglichkeit des Lebens. Hier lässt sich wieder ein Rückbezug auf die historische Situation vornehmen, da während des Krieges viele Menschen und auch Tiere getötet wurden, die möglicherweise ohne den Krieg noch ein langes Leben geführt hätten. Dieser Umstand verstärkt die resignative Stimmung und deutet bereits eine klimaxartige Steigerung zur ersten Strophe an, da in der ersten Strophe nur die Nichtigkeit des von Menschen Erschaffenen beschrieben wurde, während nun die Vergänglichkeit der Lebewesen Thema ist, auf die der Mensch nicht immer direkten Einfluss hat. Das Lyrische Ich fasst diese Erkenntnis mit dem Befund „Nichts ist, das ewig sei“ (V. 7) zusammen. Unter diesen Befund fallen laut des Lyrischen Ichs auch Materialien wie Erz und Marmorstein (vgl. V. 7), welche im 17. Jahrhundert, in der Zeit als das Gedicht verfasst wurde, noch als unzerstörbar galten und somit wiederholt die Nichtigkeit dessen, was als unzerstörbar galt und des Irdischen im allgemeinen darstellt. Die Strophe endet mit einem Vers in derselben antithetischen Struktur, die bereits in den ersten Versen des Gedichts verwendet wurde. Das Lyrische Ich erklärt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Die Personifikation des Glücks steht in diesem Vers der Synästhesie der donnernden Beschwerden gegenüber (vgl. V. 8). Im Zusammenhang mit dem historischen Hintergrund verdeutlicht die Personifikation, dass was die Bevölkerung sich am meisten Wünscht: „Glück“ (V. 8) um zum einen den Krieg zu überleben und zum anderen, dass der Krieg, der sich zu diesem Zeitpunkt schon seit fast 20 Jahren zuträgt, bald endet. Der Krieg wird in diesem Vers durch die donnernden Beschwerden (vgl. V. 8) dargestellt. Das Verb „donnern“ (ebd.) verdeutlicht in der Synästhesie den Beschuss während des Krieges, wohingegen die „Beschwerden“ (ebd.) eine Folge des Beschusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dritten Strophe erfolgt sowohl ein inhaltlicher, als auch ein formaler Umbruch. Während in den ersten beiden Strophen noch vier Verse verwendet wurden und der Kontrast zwischen der gegenwärtigen Situation und den zukünftigen Gegebenheiten in Bezug zur Vergänglichkeit thematisiert wird, werden in der dritten und vierten Strophe nur noch drei Verse verwendet und die Vergänglichkeit des Individuums dargelegt. Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was soviel heißt wie, die Erfolge, die ein Individuum erzielt hat sind in zum einen in der Zeit des Krieges nichts mehr wert, aber auch im allgemeinen nichts wert, da alles Irdische vergänglich ist. Markant an diesem Vers ist die Verwendung des Metrums in Kombination mit dem Adjektiv „ho[ch]“ (ebd.) in Bezug auf die zustande gebrachten Taten. Zum einen liegt auf dem Adjektiv „ho[ch]“ eine Betonung, welche die Bedeutung des Wortes beim Lesen hervorhebt, aber auch der durch die Zäsur verursachte Anstieg der Stimme bis zum Einschnitt, auf welchen sowohl der Fall der Stimme, als auch der Verfall der Taten folgt. Im folgenden Vers wir das Lyrische Ich, das zuvor nur eine betrachtende und somit eher passive Rolle erfüllte aktiv. Es wirf die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit der leichte Mensch bestehn?“ (V. 10). Die rhetorische Frage bezieht sich auf die Vergänglichkeit der Menschen, was an der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) deutlich wird. Die Menschen werden mit ihrem Leben als Spielfiguren betrachtet, die nach einer bestimmten Zeit vom Spielbrett gestoßen werden. Der Umstand, dass das Lyrische Ich die Formulierung „der leichte Mensch“ (ebd.) verwendet gibt zum einen Aufschluss über den allgemeinen Wert des Menschen und seines Lebens als Spielfigur und zum anderen wirft es die Frage auf, wer mit den Menschen spielt. Die Antwort auf diese Frage ist nur im Überirdischen zu finden und lässt sich somit mit Gott als Spieler des Spiels beantworten. Er entscheidet darüber in welche Richtung sich die Figuren bewegen, welche Figuren das Spielfeld verlassen und welche bleiben. Der Schlussvers dieser Strophe wird mit der Interjektion „Ach!“ (V. 11) eingeleitet. Dieser Ausruf verdeutlicht die Verzweiflung bzw. die Resignation des Lyrischen Ichs über die gewonnene Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit. Weiterhin stellt das Lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Das, „was wir für köstlich achten“ (ebd.), sind die irdischen Bestandteile des Lebens der Menschen. Diese vergleicht das Lyrische Ich dann zu Beginn der letzten Strophe des Textes „[a]ls schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit, deren Bedeutung auch durch die Aufzählung bzw. durch den Parallelismus in Form eines Trikolons bekräftigt wird. Somit haben die irdischen Bestandteile, die den Menschen wichtig sind, genau wie die Menschen selbst eine zeitliche Begrenzung. Dies wird ebenso im letzten Teil des Vergleiches, der zeitgleich auch der letzte Bestandteil des Trikolons ist, deutlich. Die irdischen Bestandteile des Lebens werden mit einer „Wiesen-Blum“ (V. 13) verglichen, welche „man nicht wider find’t“ (ebd.). Die Lebenszeit der, als Metapher für das Leben der Menschen und der irdischen Bestandteile verwendeten, Blume ist abgelaufen und sie lässt sich nicht wieder zurückholen bzw. der Verfall lässt sich nicht rückgängig machen. Der Vers veranschaulicht somit die Unumgänglichkeit der Vergänglichkeit und stellt somit das Verhalten der Menschen, die die irdischen Bestandteile wertschätzen in Frage. Das Lyrische Ich beendet das Gedicht mit der Aussage „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14). Hierbei werden die Erkenntnisse aus dem vorangehenden Vers noch einmal aufgegriffen und beantwortet. Da das irdische vergänglich ist, ist das einzige, das Überirdisch ist gleichzeitig auch das einzige das „ewig ist“ (ebd.). Nach den Vorstellungen der damaligen Zeit (Absolutismus), ist das einzige das Überirdisch ist Gott, gefolgt von den obersten Herrschern. Das Lyrische Ich macht somit zum Ende des Gedichtes klar, dass nur der Glaube an Gott zählt und nicht das Vertrauen an irdische Bestandteile. Graphisch wird diese Aussage, da die finale Erkenntnis des Gedichtes thematisiert wird, mit einem Ausrufezeichen untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Lyrische Ich die Leser darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich und somit nichts wert ist. Letzten Endes zählt somit der Glaube an Gott, was den Menschen jedoch nicht in dieser Form benutzt wird. Zentrale formale Elemente des Textes sind die charakteristischen Merkmale des Barocks, wie beispielsweise das monotone Metrum, die Mittelzäsur, die besonders in den ersten beiden Strophen eine Rolle spielt, aber auch die Form des Sonetts selbst, welches durch die klare Struktur und die formale Gliederung das Verständnis des Textes und insbesondere des Umbruchs formal deutlich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Carina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast wie erwartet eine wirklich gute und ausführliche Analyse verfasst! Besonders deine Kenntnisse über die Zeit des Barocks hast du gut eingegliedert und mit den Formalen Aspekten in Verbindung gebracht. Des Weiteren hast du alle wesentliche Textpassagen gut erläutert und die sprachlichen Mittel mit in deine Deutungsansätze miteinbezogen. Bis auf kleine Verständnisfehler am Anfang ist dir deine Analyse wirklich gut gelungen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“ verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und ist in vier Strophen gegliedert. Es besteht aus jeweils vier Versen in der ersten und zweiten Strophe und aus jeweils drei Versen in Strophe drei und vier. Der Aufbau weist daher auf ein Sonett hin, da dieses aus zwei Quartetten und zwei Terzetten besteht und durch eine Zäsur in der Mitte des Verses getrennt ist. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein die Überschrift „Es ist alles eitel“ (V. 0) verallgemeinert die Situation der Vergänglichkeit welche durch das Numeral „alles“ (V. 0) deutlich wird. Das Sonett „Es ist alles eitel“ verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) und verdeutlicht somit, dass alles was man sieht, auf der ganzen Welt vergänglich ist. Zur Zeit des Barocks bezeichnet man die Vergänglichkeit als Eitelkeit und ist somit ein erstes Merkmal für die Epoche und als klagende Aussage zu betiteln. Zudem wird anhand der Anapher „du siehst“ (V. 1) deutlich, dass das lyrische Ich das Vergängliche mit eigenen Augen erkennen kann und sieht, wie sich die Welt verändert. Die Verwendung des sechshebigen Jambus und der männlichen Kadenz, verweist darauf das es sich hierbei um die Realität handelt, da die männliche Kadenz sehr hart auf das Gedicht wirkt und somit Fakten in den Raum stellt. Folgend erkennt das lyrische ich, dass sich die Welt ganz schnell verändern wird indem anhand einer Antithese gesagt wird, „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;“ (V. 2). Die schnelle Veränderung der Welt wird anhand der Adverbien „heute [und] morgen“ (V. 2) deutlich. Das Pronomen „jener“ (V. 2) verallgemeinert die Situation und lässt daraus schließen, dass jeder bereit dazu wäre, die Welt zu zerstören. Daraufhin folgt ein weiteres antithetisches Beispiel, welches die Vergänglichkeit des Irdischen darstellt, denn „Wo jetzund Städte stehn, wird wird eine Wiese sein“ (V. 3). Mit dieser Aussage bezieht sich das lyrische Ich auf die Zerstörung von Städten und vermutet, was durch „wird“ erkennbar ist, dass später mal auf diesem Platz eine Wiese sein wird, „Auf der ein Schäferkind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Anhand dessen wird klar, dass eine Vorausdeutung in die Zukunft dargestellt ist und die Natur, als die Macht gegen uns Menschen bezeichnet wird. „Schäferskind“ (ebd.) und „Herden“ (ebd.) verdeutlichen die Macht der Natur in Verbindung mit dem Menschen. Im Allgemeinen lässt sich in der ersten Strophe ein sechshebiger Jambus erkennen, mit zwei männlichen Kadenzen in Vers eins und vier und zwei weiblichen Kadenzen in Vers zwei und drei. Zudem liegt ein umarmender Reim (abba) vor, welcher die Gesamtsituation des Vergänglichen darstellt. Die Verwendung des sechshebigen Jambus vermittelt eine Art Monotonie und verdeutlicht die klagenden Aussagen und die Sorgen und Ängste der Eitelkeit, welche auf den 30- jährigen Krieg zurückzuführen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe folgt mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) und hebt somit die Vergänglichkeit der Pflanzen hervor. Das lyrische Ich bemerkt also, dass auch die Natur vernichtet wird und das „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Mit „pocht“ (ebd.) und „Asch und Bein“(ebd.) wird metaphorisch das Herz eines Lebewesens welches aufhört zu schlagen dargestellt und das einzige was übrig bleibt ist „Asch und Bein“ (ebd.) ein kleiner Teil des Lebewesens. Die Anapher „Was“ (ebd.) deutet daraufhin, dass alles in der Welt irgendwann nicht mehr existieren wird. Zudem wird anhand der Aussage „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) deutlich, das Dinge wie in diesem Beispiel „Erz und Marmorstein“ (ebd.), welche zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten, auch zerstörbar sind. Und nur das was „ewig sei“ (ebd.) ist nicht vergänglich, denn mit „ewig“ ist metaphorisch Gott gemeint, denn er wird niemals sterben. Vers acht wird mit der Personifikation „Glück“ (V. 8) eingeleitet, welches „uns [an] lacht“ (V. 8) und mit der Synästhesie „donnern die Beschwerden“ (V. 8) gegenübergesetzt. Das Glück und die Beschwerden stehen uns Menschen im Leben sehr nah gegenüber und verdeutlichen somit die Gefühle der Menschen und lassen somit die Angst vor der Vergänglichkeit deutlich werden. Das Personalpronomen „uns“(ebd.) unterstreicht, das wir Menschen unter diesen Umständen leiden und bemerken das uns die Angst bevorsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersucht man die ersten beiden Strophen lässt sich ein Aufgesang erkennen, der die Dramatik der Vergänglichkeit darstellt und die äußeren Probleme in der Welt schildert, während in der dritten und vierten Strophe persönlich auf das Individuum eingegangen wird. „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) verdeutlicht, dass all die Träume der Menschen bald nicht mehr existieren werden und sich von den schönen Erinnerungen welche metaphorisch als „Traum“ (ebd.) betitelt werden verabschieden müssen. Der Befehl „müssen“(ebd.) verdeutlicht ebenfalls, dass das Schicksal der Menschen eintreten wird und es keinen Ausweg geben werde. Daraufhin stellt das lyrische Ich sich eine rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V. 10) und versetzt sich damit in die Situation der Menschen im Krieg. Denn ihnen ist bewusst, dass ihr Leben als „leichte[r] Mensch“(ebd.) vergänglich wird.  Die Verwendung des Begriffs „leicht“ (ebd.) untermauert den Stellenwert der Menschen und somit auch den darauf bezogenen Umgang. Auch wird das Leben als „das Spiel der zeit“(ebd.) dargestellt, was zeigt, dass das Leben als Unwichtig betrachtet wurde und das zwei Machten gegeneinander kämpfen und eine Macht verlieren wird. In diesem Zusammenhang sind es wir Menschen, welche durch Krieg; Folter; Vergewaltigung u.ä. vernichtet werden. Das lyrische Ich findet sich in der Situation selbst als Opfer und realisiert die Katastrophen, denen der Mensch ausgesetzt ist, indem er eine Interpunktion „Ach“(V. 11) verwendet und all seine Sorgen zum Ausdruck bringt. Zudem bringt er durch das nochmals erwähnte Nummeral „alles dies“(V.11) die Vergänglichkeit des ganzen Lebens zum Ausdruck und zeigt wie wertvoll das Leben für den Menschen ist, indem er das Adjektiv „köstlich“(V. 11) verwendet, welches eher als etwas schönes gilt und man in Erinnerung behält. Daraufhin akkumuliert das Lyrische Ich mehrere Bezeichnungen für die Vergänglichkeit auf und benennt sie „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, Als Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V.12f.). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit und spiegelt Bestände wie Dunkelheit, ständige Angst und Stress. Um den Zeitraum eines Menschenlebens in dieser Zeit darzustellen verwendet der Autor den Vergleich mit der „Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(ebd.). Eine Blume lebt mit vielen andern Artgenossen zusammen in einem Lebensraum, bis sie nach einer bestimmten Zeit verblüht und somit ihr Leben verliert. Mit der „Wiesenblum“(ebd.) assoziiert das lyrische Ich den Menschen und  verdeutlicht die Vergänglichkeit und den Zustand das der Mensch nicht mehr auf der Erde da sein wird. Die Anapher „Als“(ebd.) unterstützt die Bezeichnung der Vergänglichkeit und hebt diese damit hervor. Um jedoch das wahre an der Vergänglichkeit herauszufinden erzählt das lyrische Ich in der letzten Strophe von „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!(V. 14). Da das irdische vergänglich ist, ist das einzige was Überirdisch ist gleichzeitig auch das, „was ewig ist“(ebd.) und damit ist Gott gemeint, denn er ist der Herrscher über die ganze Welt und steht auch über allem was es auf der Welt gibt. Somit macht das lyrische Ich und Menschen bewusst, dass das was für den Menschen übrig bleibt und das ist nichts, keine wahrnehmen möchte. Keiner möchte verstehen, dass nur Gott bestehen bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten beiden Strophen ist auffällig, dass diese aus jeweils drei Versen bestehen und ein Schweifreim vorweisen. Diese Veränderung des Reimschemas verweist auf ein weiteres Merkmal von Sonetten und bestätigt dieses damit nochmal. Der sechshebige Jambus wird aufgrund der in der Mitten getrennten Zäsur aufgrund von These und Antithese in Strophe eins und zwei als Alexandrina bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedicht aufgrund ihrer formalen Aspekte, die Folgen des 30-jährigen Kriegs, die Vergänglichkeit, anhand von Thesen und Antithesen sowie Anaphern und Metaphern sehr gut verdeutlichen. Aufgrund eines Sonetts wird die Epoche deutlich und damit auch den verwendeten Inhalt der Vergänglichkeit, welche zu dieser Zeit sehr schlimm waren. Das Reimschema trägt zum Verständnis des damals herrschenden Kriegs bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, der von Andreas Gryphius verfasst und im Jahre 1637, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein '''politisches''' (wieso politisch?) Gedicht. Es ist der Literaturepoche Barock zuzuordnen, welche besonders durch den sogenannten „Vanitas-Gedanken“, der sich auf die Vergänglichkeit alles Irdischen bezieht, geprägt wurde. Dieser wird auch in dem Gedicht Gryphius` thematisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist aus 14 Versen zusammengesetzt, welche in 4 Strophen gegliedert sind. Die ersten beiden Strophen sind Quartette, da sie aus je 4 Versen bestehen und die anderen beiden sind Terzette, welche aus jeweils 3 Versen zusammengesetzt sind. Diese Form des Gedichtes nennt sich Sonett. Dieser Sonettstil war zur damaligen Zeit vorgeschrieben und brachte eine gewisse Ordnung und Gleichmäßigkeit in die Gedichte, was sich auch in dem vorliegenden Gedicht widerspiegelt. Bezüglich des Metrums liegt ein Alexandriner vor, welcher aus einem sechshebigen Jambus besteht. Außerdem ist die Zäsur, eine Art Einschnitt beziehungsweise Pause, die nach der sechsten Silbe erfolgt. Die Kadenzen sind abwechselnd betont (männlich) und unbetont (weiblich). In den Quartetten liegt bezüglich des Reimschemas ein umarmender Reim (abba, abba) vor, während die Terzette einen Schweifreim (ccd, eed) aufweisen. Auch aufgrund des Zusammenspiels von sich reimenden Versenden und den jeweilig gleichen (betonten oder unbetonten) Kadenzen wird die bereits erwähnte Ordnung des Gedichts unterstützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Es ist alles eitel“ deutet die Vergänglichkeit von alle dem, was diesseitig ist, also der Erde angehört, an und leitet somit in die zentrale Thematik des Textes ein. Besonders das Zahlwort „alles“ (ebd.) akzentuiert, dass die Gesamtheit des Diesseitigen von der Vergänglichkeit betroffen ist, sowohl alle Lebewesen, als auch das, was von ihnen geschaffen wurde. Außerdem wird an dieser Stelle bereits die Haltung des lyrischen Ichs zu jener angedeutet, da deutlich erkennbar ist, dass es sich der Vergänglichkeit alles Irdischen durchaus bewusst ist und '''diese kritisiert'''.&lt;br /&gt;
Anschließend setzt das Gedicht damit ein, dass das lyrische Ich erwähnt, man sehe „nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1). Damit wird erneut der Vanitas-Gedanke aufgegriffen, welcher die Vergänglichkeit alles irdischen Seins und folglich allen Lebens auf der Erde beschreibt. Das Adverb „nur“ (ebd.) hebt dabei insbesondere hervor, dass sich die Vergänglichkeit ausschließlich auf das Irdische beschränkt, wodurch '''gleichzeitig angedeutet wird, dass das Überirdische, also Gott, für die Ewigkeit besteht''' (wird an dieser Stelle noch nicht deutlich, sondern kommt als neuer Aspekt zum Schluss erst). Auf der anderen Seite deutet dies auf die Haltung des lyrischen Ichs in Bezug auf die Ausweglosigkeit aus dieser Situation hin, da ihm bewusst ist, dass man der Vergänglichkeit und der Zeit nicht entfliehen kann, was zudem eine gewisse Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs vermuten lässt. Durch die Verwendung des Pronomens „du“ (V. 1) wird der Leser direkt angesprochen und in die Thematik einbezogen, da sie jeden betrifft. Des Weiteren erklärt das lyrische Ich, was „dieser heute“ (V.2) baue, reiße „jener morgen“ (V. 2) wieder ein. Diese Aussage zielt auf die Folgen des dreißigjährigen Krieges, welcher die Zerstörung vieler Teile Deutschlands mit sich gebracht hat. Besonders auffällig ist jedoch, dass sich die beiden genannten Aussagen antithetisch gegenüber stehen, was vor allem durch die Adverbien „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) hervorgehoben wird. In Verbindung mit den Verben „baut“ (V. 2) und „reißt […] ein“ (V. 2) könnten diese mit der Gegenwart und Zukunft assoziiert werden. Dies bezieht sich darauf, dass etwas in der Gegenwart zu erbauen bedeutet, etwas Neues zu schaffen, was eine positive Gefühl hervorruft, dass dies jedoch anschließend in der Zukunft wieder abgerissen wird, deutet auf die Vergänglichkeit hin, da diese Gefühl nur von kurzer Dauer ist, was an der kurzen Zeitspanne zwischen „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Diese Aussage erinnert ebenfalls an den sogenannten „memento mori“, welcher die Lyrik zur Zeit des Barock stark geprägt hat. Mit diesem ist gemeint, dass man bedenken solle, dass man stirbt. Diese Erinnerung an den Todesgedanken sollte die Menschen daran erinnern, sich auf ihr Leben in der Gegenwart zu konzentrieren und dieses zu nutzen. '''Somit könnte diese antithetische Aussage auch diesen Gedanken, jeden Moment des Lebens zu genießen, da er schnell wieder vergehen werde, vor Augen führen''' (Wird im 1.Vers noch nicht so deutlich, sondern erst im 2.Quartett). Andererseits kann die Verbreitung dieses Gedankens dazu dienen, den Menschen vor Augen zu führen, dass alles auf der Erde dazu bestimmt ist, irgendwann einmal zu sterben, auch sie selbst. Diese Vergänglichkeit wird durch das Pronomen „jener“ (ebd.) verallgemeinert, da sie überall zu erkennen ist. Daraufhin wird erneut die Zerstörung als Folge des Krieges sowie die Vergänglichkeit verdeutlicht, wenn das lyrische Ich erläutert, wo „jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). An dieser Stelle ist nochmals die Gegensätzlichkeit der Aussagen zu erkennen, welche vor allem durch die Zäsur zwischen der These und der Gegenthese hervorgehoben wird. Diese Zäsur dient jedoch auch dem Rhythmus des Gedichts, da an jener ein Einschnitt beziehungsweise eine Pause erfolgt. Hier ist jedoch auch ein gewisser Rückschritt zu erkennen, da es wieder zu seinem Ursprung zurückzukehren scheint. Des Weiteren lässt sich bei diesem Vers der sechshebige Jambus auf den Inhalt des Textes beziehen, da er prinzipiell eine gewisse Monotonie mit sich bringt. Diese akzentuiert in Verbindung mit der Vergänglichkeit, dass das Leben auf der Erde insofern absehbar und regelmäßig ist, als dass alles, was auf uns noch so wirkt, als hätte es bis in die Ewigkeit Bestand, bald schon nicht mehr da sein könnte. Auf die „Wiese“ (ebd.) geht das lyrische Ich im Folgenden Vers vertieft ein, indem es erläutert, auf jener werde ein „Schäferskind […] mit den Herden“ (V. 4) spielen. '''Das Bild des Schäferskindes als Hirte der Herde könnte sich im übertragenen Sinne auf die Religion beziehen, da Gott im Christentum als fürsorglicher Vater des Volkes oftmals auch als Hirte bezeichnet wurde, der jenes beschützt'''. Bezieht man dies wiederum auf den dreißigjährigen Krieg könnte diese Aussage als eine Art Appell des Erzählers an den Leser angesehen werden, da '''das Vertrauen in Gott, das Überirdische, das nicht vergeht, aus dieser Situation der Zerstörung hinaushelfen könnte'''. Demnach könnte diese Textstelle dazu dienen, Hoffnung zu vermitteln, dass nach dem Krieg wieder eine friedliche Zeit folgt. Betrachtet man in dieser Strophe genauer die Kadenzen sowie den vorliegenden Paarreim, fällt auf, dass die Aussagen in den Versen zwei und drei dadurch unterstützt werden. Dabei sind hauptsächlich die männlichen Kadenzen entscheidend, da jene hart wirken und einen Fakt beschreiben. In diesem Fall untermauern sie demnach, dass alles auf der Welt vergänglich ist, da dies eine Tatsache ist, die feststeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran folgt das zweite Quartett mit der Aussage, was jetzt so „prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Insgesamt fällt bis zu dieser Textstelle auf, dass der Fokus bisher auf der Vergänglichkeit der Natur und den Dingen, die der Mensch geschaffen hat, liegt. Dies ändert sich jedoch mit dieser Aussage. Zur Zeit des Barocks wurde das menschliche Leben häufig in Jahreszeiten eingeteilt. In dieser Textpassage scheint der Frühling aufgrund der Assoziierung von blühenden Blumen dargestellt zu werden. Bezieht man diesen weiterhin auf das menschliche Leben, so wird hier das Leben eines jungen Menschen aufgegriffen. Auch dieses ist demnach vergänglich, wodurch deutlich wird, dass der Tod jederzeit eintreffen kann und das Leben eines jeden vergänglich ist. Somit wird erneut klar, dass der Mensch dazu bestimmt ist, früher oder später zu sterben. Daraus lässt sich die Resignation des lyrischen Ichs schlussfolgern, da es sich somit auch der Vergänglichkeit seines eigenen Lebens bewusst zu sein scheint. Daraufhin erläutert das lyrische Ich, dass das was noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sei. Insbesondere das Verb „pocht“ (ebd.) lässt erkennen, dass es sich bei dieser Aussage um Menschen handelt, da das Pochen an das menschliche Herz und das Leben erinnert. Jene Menschen, die erwähnt werden scheinen Widerstand gegen den Krieg beziehungsweise einen feindlichen Angriff zu leisten, was durch das Verb „trotzt“ (ebd.) hervorgehoben wird. Eben diese Menschen seien am nächsten Tag lediglich noch „Asch und Bein“ (ebd.) was mit dem Tod in einer Verbindung steht, welcher eine Folge des Krieges ist. An dieser Stelle ist die Kritik des lyrischen Ichs deutlich festzustellen, da es eine der Konsequenzen des Krieges darstellt. Somit wird an dieser Stelle die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt. Die Anapher „Was “ (V. 5, V. 6), welche die expliziten Aussagen der Vergänglichkeit des Menschen einleitet, verbindet diese miteinander und hebt somit hervor, dass alles Irdische vergänglich ist. Dies wird auch durch die im Anschluss folgende Aussage „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) vor Augen geführt, da man früher geglaubt hat, man könne diese nicht zerstören und sie würden für die Ewigkeit bestehen. Dies widerlegt der Inhalt der restlichen Aussagen jedoch, denn das lyrische Ich behauptet, dass auch diese vergänglich sind, da sie etwas irdisches sind. Des Weiteren folgt die Personifikation jetzt „lacht das Glück“ (V. 8), welche der Synästhesie bald „donnern die Beschwerden“ (V.8) antithetisch gegenübersteht. Dies soll auf der einen Seite die Vergänglichkeit des Glücks und somit der guten Zeiten darstellen und deutet auf der anderen Seite auf die Folgen des Krieges hin, da die „Beschwerden“ (ebd.) nach dem Krieg häufig durch die darauf folgenden Hungersnöte sowie die Armut und das Leid der Menschen aufgekommen sind. &lt;br /&gt;
Anschließend ist deutlich zu erkennen, dass sich das erste Quartett mit der Vergänglichkeit dessen, was der Mensch geschaffen hat, beschäftigt, während das zweite Quartett die Vergänglichkeit des Menschen selbst thematisiert. Dadurch wird unterstützt, dass nichts auf der Welt ewig ist. Dies wird auch durch den einer Klimax ähnelnden Aufbau des Textes unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe ist ein Terzett und setzt damit ein, dass „[d]er hohen Taten Ruhm […] wie ein Traum vergehn“ (V. 9) müsse. Insbesondere der „Ruhm“ (ebd.) ist nach der Meinung des lyrischen Ichs nicht mehr von großer Bedeutung, da auch dieser vergänglich ist. Der Vanitas-Gedanke, welcher sich auf eben diese Vergänglichkeit alles irdischen Seins bezieht, bedeutete für die '''Menschen zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, dass beispielsweise auch Macht und Reichtum nicht signifikant sind''' (dein Analyseansatz, dass der Ruhm der Taten vergänglich ist, ist passender). Dies resultierte daraus, dass das Leben auf der Erde meist als sogenannter „leerer Schein“ bezeichnet wurde und somit nicht von großer Bedeutung gewesen ist. Für die Menschen ist es hauptsächlich wichtig gewesen, eine reine Seele zu haben und alle Sünden zu büßen, da dies die Voraussetzung für das Fortleben im Jenseits gewesen ist. Da dies nicht vergänglich ist, hat es also einen höheren Wert. Besonders das Substantiv „Traum“ (ebd.) hebt die Nichtigkeit des Ruhmes oder der Macht hervor, da jene sich nicht auf das Fortleben im Diesseits auswirken. Anschließend folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10). Das „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht dabei metaphorisch für das Leben. Dieses ist vergänglich und somit durch die „Zeit“ (ebd.) beschränkt, die etwas Ewiges ist. Mit dem „leichte[n] Mensch“ (ebd.) wird vor Augen geführt, dass der Mensch nicht für die Ewigkeit Bestand hat, da er durch das Adjektiv „leichte“ (ebd.) als schwach beschrieben wird. Daraufhin fragt das lyrische Ich sich, was „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) überhaupt sei. Dies bezieht sich auf die Frage, was das Leben überhaupt ist und welchen Wert es hat. Die Menschheit hat prinzipiell das Gefühl, dass das Leben und besonders das, was sie in jenem schaffen, für die Ewigkeit Bestand hat. Dies widerlegt das lyrische Ich jedoch mit den Aussagen im ersten und zweiten Quartett, denn nach jenen ist weder das, was die Menschen geschaffen haben, noch sie selbst für die Ewigkeit bestehend. Dies ist auf die Vergänglichkeit und die schwindende Zeit zurückzuführen. Die dieser Aussage vorangestellte Interjektion „Ach“ (V. 11) bringt den klagenden Charakter des Gedichtes durch die Resignation des lyrischen Ichs zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte Strophe gibt auf die zuvor erwähnte Frage in gewisser Weise eine Antwort und bezeichnet „alles dies“ (ebd.) „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Dies führt vor Augen, dass das vom Menschen erschaffene sowie der Mensch und sein Leben nicht von großem Wert und belanglos ist, da all dies etwas Irdisches und somit vergänglich ist. Weiterhin beschreibt das lyrische ich „alles dies“ (ebd.) „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find`t“ (V. 13). Bei der Vorstellung einer Wiese voller Blumen und einer einzigen Blume auf jener wird der geringe Wert dieser einzelnen Blume im Gesamten direkt deutlich. So ist es auch mit dem menschlichen Leben und dem einzelnen Menschen, da auch jener als einzelne Person insbesondere unter der Bezugnahme der Vergänglichkeit nahezu nichtig ist. Das lyrische Ich erläutert daraufhin, dass „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14) wolle. Dies resultiert daraus, dass die Menschen an dem festhalten, was Irdisch ist, da sie sich dessen nicht bewusst sind, dass all dies vergänglich ist und sich nicht damit beschäftigen, was für die Ewigkeit geschaffen ist. Das, was für die Ewigkeit Bestand hat ist im Grunde lediglich Gott, also das Überirdische sowie das Leben nach dem Tod. Das Leben auf dieser Erde ist vergänglich und im Vergleich zum Überirdischen von geringem Wert und dies scheinen die Menschen nicht zu erkennen (oder zu vergessen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Sonett mit der Vergänglichkeit alles irdischen Seins sowie auf der anderen Seite dem Überirdischen (Gott) und dessen Ewigkeit auseinandersetzt. Daraus resultiert zudem die Nichtigkeit alles Irdischen. Diese zentralen Aussagen des Textes werden besonders durch Metaphern und das Metrum sowie die Gegenüberstellungen von These und Antithese, die durch die Zäsuren hervorgehoben werden, untermauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Diana: Meiner Meinung nach hast du viele und richtige Analyseaspekte in deiner Analyse eingebracht. Deine Einleitung beinhaltet alles und was ich auch gut finde ist, dass du für das Thema Vergänglichkeit ein Fachbegriff nennst, der im Zusammenhang der Epoche des Barocks gebraucht wird. Außerdem finde ich es auch gut, dass du die Form, das Reimschema und das Metrum des Gedichts nicht nur nennst, sondern auch in deine Analyse hineinfließen lässt und auch analysierst. Im ersten Quartett finde ich gut die Herausstellung der Antithese gelungen und der Bezug dabei auf den Krieg und das Thema der Vergänglichkeit, da du detailliert analysierst und jedes Wort beinahe erklärst. Was ich dabei jedoch nicht so gut finde, ist dass du dort bereits die Andeutung auf Gott siehst, die meiner Meinung nach erst in der letzten Strophe thematisiert wird. Dass du den Begriff ,,momemto mori“ in deine Analyse eingebracht hast, finde ich auch sehr gut, wobei du den Begriff sogar noch erklärst, was ich sehr gut finde. Jedoch finde ich dass du den Begriff nicht schon zu Beginn einbringen solltest, sondern erst im 2.Quartett, wenn es um die Vergänglichkeit des Lebens geht, da im ersten Quartett eher die Vergänglichkeit erschaffener Dinge thematisiert wird. Was ich für besonders gut gelungen finde ist die Analyse des 5.Verses, da du sehr detailliert analysierst. Zu dem erkennst du auch den klimaxartigen Aufbau des Gedichts und dass das Lyrische ich zunächst beschreibt und anschließend wertet. Zudem finde ich die Analyse des Terzette auch gut, da du die zentralen Aussagen analysierst und belegst und die Metapher ,,Spiel der Zeit“ richtig erläuterst. In allem eine gelungene Analyse, wobei du Kleinigkeiten, die ich dir genannt hab nur verbessern musst (die Stellen hab ich dir auch markiert und in Klammern dahinter geschrieben, was mein Verbesserungsvorschlag ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die allgemeine Vergänglichkeit irdischer Dinge mit besonderem Fokus auf der Vergänglichkeit des Lebens im 30-jährigen Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Das Gedicht befasst sich im historischen Kontext mit der Vergänglichkeit des Menschen und im Kontrast dazu hintergründig auch mit der Unendlichkeit bzw. Ewigkeit Gottes, welche besonders in der letzten Strophe zum Ausdruck kommt. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird so in der Vergänglichkeit die Zerstörung der Menschenleben und Städte ausdrücklich, die zu dieser Zeit Tag für Tag durchlebt werden musste. (nimmst zu viel vorweg, erarbeite dir das während der Analyse)''' Darauf bezogen setzt auch die erste Strophe, geschrieben in einem umschließenden Reim, mit den Worten „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“(V. 1) ein. Hierbei wird besonders die Komplexität der Vergänglichkeit, welche im Wort „Eitelkeit“(ebd. ) benannt wird, deutlich, indem der Ausdruck „Du siehst, wohin du siehst“(ebd. ) verwendet wird. Dieser drückt gleich zu Beginn aus, das alles irdische vergänglich ist und '''dehnt somit den Rahmen auf alles aus (erkläre was du meinst)'''. Auffallend ist hierbei jedoch die Verwendung des Verbs „sehen“(ebd. ), '''welches Anlass gibt (A)''', das Vergängliche auf irdischer Ebene zu betrachten, da der Mensch nicht im Stande ist, das überirdische, bzw. „Gott“ zu sehen. Zudem spitzt das Adverb „nur“ (ebd. ) diese Bedeutung des Überirdischen noch einmal zu, indem die Erde somit als alleinig aus Vergänglichkeit bestehend beschrieben wird, weshalb das Reich Gottes indirekt, hier noch nicht ganz deutlich, aber bezüglich der vierten Strophe einen Kontrast zum Irdischen bildet. Die abschließende Interpunktion, die den Satz beendet, verweist dabei noch einmal auf die endgültige Vergänglichkeit aller Dinge und allen Lebens ohne Ausnahme. Daran anschließend konkretisieren die drei folgenden Verse die irdische Situation, indem Beispiele für die Vergänglichkeit genannt werden. In diesem Sinne setzt der Text mit den Worten „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“(V. 2) fort. Besonders kommt dabei die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen in den Pronomen „dieser“(ebd. ) und „jener“(ebd. ) noch einmal zum Ausdruck. Sie verallgemeinern das Bezugsfeld, sodass alle Menschen das Vergängliche miterleben sowie mit beeinflussen. Hierbei redet das lyrische ich in diesem Zusammenhang von Gebäuden, '''vielleicht (A/W)''' auch im metaphorischen Sinne von Errungenschaften einzelner, die wiederum zerstört werden. Die Zerstörung lässt sich dabei auf den historischen Hintergrund und somit auf den 30-jährigen Krieg beziehen, in welchem viele Leben und so auch Lebensräume zerstört wurden. Die antithetische Formulierung, wie auch der Kontrast in „heute“(ebd. ) und „morgen“(ebd. ) spielt dabei jedoch auch gewissermaßen auf die Wechselseitigkeit des Krieges an. Bezüglich der Zerstörung setzt der dritte Vers fort „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“(V. 3), worin wiederum Zusammenhänge zum Krieg gezogen werden können. Hierbei stechen aber auch noch einmal die antithetischen Begriffe „Städte“(ebd. ) und „Wiesen“(ebd. ) hervor, die insbesondere auf die materielle Vergänglichkeit anspielen, aber auch verdeutlichen, dass alles wieder zu seinem Ursprung gelangt, da dort vor der Stadt auch nur eine Wiese '''gewesen''' war. Eben diese Art von Kreislauf des Lebens unterstreicht der Vers „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“(V. 4). Die Verwendung des Futurs sowie die '''Simplizität der Situation (erkläre was du damit meinst)''', die hier dargestellt wird, zeigt das lyrische '''i'''ch, dass es trotz aller Zerstörung und Vergänglichkeit auch immer wieder einen Neuanfang und so auch neues Leben gibt, welches im Wechsel mit dem Tod bzw. der Vergänglichkeit steht. Auch drückt letztlich der umschließende Reim in den ersten beiden Strophen diese Vergänglichkeit als letztliches Mittel allen Lebens aus, was auch durch die Kadenzen deutlich wird. Hierbei sind der erste und vierte Vers weiblich, enden also auf einer unbetonten Silbe, und die umschlossenen Verse, wie auch in Strophe zwei männlich, enden auf einer betonten Silbe. '''Dabei ist auffallend, dass die betont endenden Verse jeweils eine Tatsache beinhalten (erkläre das genauer)'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontrastierung zweier Sinnbilder setzt sich auch in der zweiten Strophe fort, was wiederum die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen unterstreicht. In „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“(V. 5) wird auf gewisse Weise erneut metaphorisch das Leben dem Tod gegenüber gestellt. Besonders drückt darin die Wortwahl die Resignation des lyrischen Ichs aus, welches dem Leben nachtrauert, sich jedoch des Vergänglichen und des Neuanfangs bewusst ist, diesen jedoch nicht völlig zu verstehen vermag. Hierbei sticht jedoch durch die Verwendung des Futurs erneut die Wechselhaftigkeit heraus, die zum einen erneut auf den Krieg, aber zum anderen auch auf die Wechselhaftigkeit des '''allgemeinen (würd ich weglassen)''' Lebens anspielt. Somit ist es ungewiss, wie lange etwas anhalten und beständig sein wird, da die Möglichkeit des Vergehens jederzeit besteht. Dies entspricht auch dem Tod, der ungewiss eintreten kann, sei es durch Krieg oder aber andere Umstände, wie es in den folgenden Worten „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“(V. 6) deutlich wird. Besonders steht dabei das Verb „pochen“(ebd. ) für den Herzschlag und somit für Leben, wohingegen „Asch und Bein“(ebd. ) auf eine tote Person andeuten. Besonders wird hier jedoch auch noch einmal die Nichtigkeit einer einzelnen Sache oder Person für die Gesamtheit deutlich, indem die Asche metaphorisch als Symbol der Vergänglichkeit gilt. Zudem gilt sie bezüglich des Todes jedoch auch als Zeichen der Trauer, was die Resignation des lyrischen Ichs untermauert. Rückbezogen auf die verschiedenen Beispiele wie dem Tod oder der Zerstörung von Stätten folgt so  als Schlussfolgerung des lyrischen Ichs „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“(V. 7). Auch dieser Satz wird wie auch schon der erste durch eine Interpunktion beendet, was die Endgültigkeit der Aussage unterstreicht und somit die Vergänglichkeit verallgemeinert. Dass diese Aussage für alles und jeden gilt, wird dabei in den Worten „kein Erz, kein Marmorstein“(ebd. ) ausdrücklich, da Erz und Marmor in früheren und auch in heutigen Zelten als teure und resistente Stoffe gelten, die vielem Stand halten. Sie unterstreichen die Aussage also insofern, dass sie letztlich die Spitze des Unkaputtbaren darstellen und dennoch vergänglich sind, weshalb sich jegliche anderen Dinge dem unterordnen. Im letzten Vers der zweiten Strophe wird im Anschluss noch einmal besonders auf die Wechselhaftigkeit und den Kreislauf des Lebens angespielt. So zeigt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“(V. 8), dass das Leben gute wie auch schlechte Zeiten beinhaltet und der Wechsel zwischen diesen unabsehbar stattfindet, was das Adverb „bald“(ebd. ) andeutet. Aber auch der Bezug auf ein jedes Leben wird im Personalpronomen „uns“(ebd. ) deutlich, der durch die Personifikation „Jetzt lacht das Glück“(ebd. ) gestärkt wird. Eben diese verdeutlicht, dass das Glück auch etwas unbeeinflussbares ist, wie jeder andere Mensch auch, sodass auch das Aufkommen von Glück etwas ist, das vergänglich ist. Das gleiche drückt so auch die Metapher „bald donnern die Beschwerden“(ebd. ) aus, welche gewissermaßen auch für eine Unbeständigkeit der menschlichen Verfassung und Gemütsstimmung steht und somit auch diese als vergänglich akzentuiert. Betrachtet man die beiden ersten Strophen im Zusammenhang, so fällt ein etwas klimaktischer Aufbau von erster zu zweiter Strophe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte und vierte Strophe stehen dahingegen etwas im Kontrast zu den beiden vorherigen Strophen, indem das lyrische Ich darin nachdenklich wirkt und über die menschliche Existenz nachdenkt. Fasst man die beiden Strophen zusammen, so fällt gleich der darin vorhandene Schweifreim auf, '''im Einzelnen also ein Paarreim und eine Weise (brauchst du nicht zu erklären)'''. Dieses Reimschema, das in den beiden Quartetten und '''Tärzietten (Terzette)''' aufzufinden ist, ist das für den Barock typische '''Reimschema (Metrum)''' Alexandriner.  Zugleich fällt aber auch die durch den im Gedicht stringent verwendeten 6-hebigen Jambus auch auf, dass die Paarreime jeweils betont enden und die sich reimenden Weisen/Schweife dahingegen unbetont. Inhaltlich fällt in diesem Kontext auf dass die unbetonten Verse meist noch etwas positives beinhalten, das den '''Sinn hinter der Vergänglichkeit (der da wäre)''' ausdrückt. Das Metrum sorgt dahingegen jedoch für eine monotone Darstellung, die bezogen auf den Inhalt die unumgehbare Existenz der Vergänglichkeit darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe setzt mit dem Ausdruck „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) ein. Der Vergleich mit einem Traum bringt dabei die Nichtigkeit der Dinge in den Vordergrund. Zwar wird hier konkret von Ruhm gesprochen, über den das lyrische Ich nachdenkt, jedoch lässt dieser sich als ein Exemplar auffassen, dass eigentlich zeigt, wie unwichtig Dinge wie Ruhm und materielles Reichtum sind, da sie letztlich so schnell vorüber und in Vergessenheit geraten sind wie ein Traum, an den man sich oftmals schon nach kurzer Zeit nicht mehr erinnern kann. Darauf folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“(V. 10), welche durch die Existenz des Todes ihre Antwort findet. Besonders sticht hier aber auch die Metapher „das Spiel der Zeit“(ebd. ) heraus, welche verdeutlicht, dass die Zeit selbst endlos ist, jedoch das Spiel und somit das Leben des Menschen innerhalb dieser ein Ende findet, wie jedes Spiel irgendwann endet. In diesem Kontext wird der Mensch durch das Adjektiv „leicht“(ebd. ) verallgemeinernd als schwach dargestellt, was sich rückblickend auf den „Marmorstein“(V.  7) als Kontrast zur Härte zeigt, die jedoch auch nicht beständig ist. Somit deutet die Beschreibung des Menschen die vorausgesetzte Endlichkeit dieses an. Dass diese Tatsache das lyrische Ich resignieren lässt, wird in der Interjektion „Ach“(V. 11) deutlich. Im Anschluss daran fragt es sich, „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“(V. 11). Durch diese Frage wird deutlich, dass das, was der Mensch zu Lebzeiten '''verehrt (W/A)''' in Anbetracht der Zeit nichts wert ist und bezogen auf die Vergänglichkeit somit auch seinen Sinn verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt im Anschluss und als indirekte Antwort auf diese Frage setzt die vierte Strophe mit den Worten „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(V. 12) ein. Diese akzentuieren im metaphorischen Sinne, dass alles Irdische und vom Menschen erschaffene letztlich nur eine Kleinigkeit, wenn nicht gar nichts für die Gesamtheit ist. So gehören „Schatten, Staub und Wind“(ebd. ) alle zum Wortfeld der Vergänglichkeit, da sie alle Dinge sind, die nur für einen Moment bemerkt werden und kaum sichtbar sind. Diese akkumulierte Darstellung der Nichtigkeit wird auch im folgenden Vers, welcher sich wiederum auf die dritte Strophe bezieht, in „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V. 13) erneut aufgegriffen. Hierbei zeigt das Bild einer einzelnen Blume den geringfügigen Wert eines Menschen oder aber eines Gegenstandes für die Zukunft und die gesamte Welt. Schafft man hier nochmals eine Überleitung zum Krieg, so deuten diese beiden Verse die Nichtigkeit eines Individuums für einen Staat an, dem sich das lyrische Ich unverständig entgegensetzt. Somit sei alles vergänglich und sobald etwas vergangen ist, ist es vergessen und ohne Bedeutung. Dass dieser ganzen Vergänglichkeit jedoch etwas als eine Art Hoffnung entgegensteht, interessiert die meisten Menschen nicht, weshalb sie am Vergänglichen festhalten. Eben diese Tatsache wird im letzten Vers „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V. 14) deutlich. Letztlich ist Gott und somit das Leben nach dem Tod das Unendliche, das die Menschen jedoch im Leben noch nicht sehen oder erreichen können, aber auch nicht sehen wollen, indem sie am Irdischen festhalten. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird hierbei der ursprüngliche Anlass des Krieges, der zu Beginn ein Glaubenskrieg war, herausgestellt. Jedoch vergaßen die Menschen nach und nach den wahren Anlass ihres Kämpfens, sodass der Krieg eher zu einem materiellen Krieg wurde und der Glaube und so zugleich das Endliche vernachlässigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend befasst sich das Sonett im allgemeinen mit der Vergänglichkeit alles Irdischen, dem Gott jedoch kontrastierend gegenübersteht. Eben dieser Kontrast, aber auch die Wechselseitigkeit des Lebens und des Wandels von Gut zu Schlecht werden durch viele antithetische Reime verdeutlicht. So wird auch besonders die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt, während der Kreislauf des Lebens eher hintergründig durch einige Metaphern als eine Art Hoffnung aufgeführt wird. Insgesamt unterstützt jedoch alles, wie auch das Reimschema die These, dass überall Vergänglichkeit enthalten ist und es nur eine Frage der Zeit ist bis Dinge vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback Nina: Liebe Sarah, deine Analyse ist dir sehr gut gelungen. Vor allem inhaltlich schaffst du es vieles aus dem Gedicht herauszunehmen und zu erläutern. Dabei ist mir besonders positiv im Kopf hängen geblieben die Analyse deiner zweiten Strophe, die mir inhaltlich am besten gefallen hat. Außerdem schaffst du oft Verbindungen verschiedener Verse, was ebenfalls gut ist. Zudem nimmst du immer wieder Bezug zu den damaligen Umständen, aber nicht oft, sodass nicht der Gedanke aufkäme, das ganze Sonett handele von Krieg. Die eigentliche Thematik der Vergänglichkeit hast du natürlich gut herausgearbeitet und sie so in deinen Fließtext eingebaut, dass es sich nicht nach ständiger Wiederholung anhörte. Auch die formalen Aspekte hast du überwiegend richtig rausgearbeitet, jedoch immer an den Anfang der Quartette und Terzette gesetzt, sodass die Analyse der formalen Aspekte teilweise Aspekte der nächsten Strophe vorwegnahm. Außerdem erklärst du an zwei, drei Stellen nicht genau was du meinst (hab ich dir aber im Text markiert). Jedoch gefällt mir deine Analyse allem in allem gut.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Es ist alles eitel“ und verfasst von Andreas Gryphius handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahr 1637 und somit der Zeit des Barocks zuzuordnen ist. Thematisch geht es in dem Gedicht um die Vergänglichkeit aller Dinge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und 4 Strophen, wobei der Aufbau die eines Sonetts ist, da die ersten beiden Strophen aus jeweils 4 Versen bestehen und die letzten beiden Strophen aus je 3 Versen. Das Metrum ist ein 6-hebiger Jambus, wobei die Kadenzen abwechselnd betont und unbetont sind, und das Reimschema in den Quartetten ist ein umarmender Reim (abba, abba) und in den Terzetten liegt ein Schweifreim vor (ccd, eed). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Gedichts ,,Es ist alles eitel“ verdeutlicht bereits das Thema, dass alles vergänglich ist, wobei das Wort ,,alles“ die Verzweiflung des Lyrischen Ichs verdeutlicht, da nichts ewig bleibt und gleichzeitig auch hervorbringt, dass alles uns Bekannte und alles Existente vergänglich ist . Die Aussage ,,Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) verdeutlicht ebenfalls die Vergänglichkeit, wobei das Lyrische Ich darüber klagt, dass überall ,,nur“ (ebd.) Vergänglichkeit zu finden sei, also, dass alles auf der Welt vergänglich ist und nichts ewig ist. Dabei spricht das Lyrische Ich auch den Leser an, indem er das Personalpronomen ,,du“ (ebd.) verwendet, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass diese Vergänglichkeit auch einen selbst betrifft und dies somit ein Thema ist, welches alle betrifft. Durch die nächste Aussage ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2)  wird die Vergänglichkeit verbildlicht, wobei die Zeitangaben ,,heute“ (ebd.) und ,,morgen“ (ebd.) verdeutlichen, dass das was heute existiert in der Zukunft womöglich nicht mehr existiert, wobei die Zeitspanne dazwischen nicht immer lange ist, sondern Dinge schon bald vergänglich sein könnten. Die Verben ,,baut“ (ebd.) und ,,reißt […] ein“ (ebd.) stehen antithetisch zueinander und verdeutlichen, dass eben nicht nur Schlechtes vergeht, sondern auch Gute und Nützliche Sachen nicht für die Ewigkeit sind und eben auch diese vergehen. Auffällig in dieser Aussage sind aber vor allem auch die allgemeinen Formulierungen wie ,,dieser“ (ebd.) und ,,jener“ (ebd.), was zum Ausdruck bringt dass die Vergänglichkeit alles und jeden betrifft und somit auch auf alles übertragbar ist. Die Antithese dieser Aussage verdeutlicht auch den Kontrast des Daseins und der Vergänglichkeit und das eben aus diesen Dasein schnell Vergänglichkeit werden kann. Die nächste Aussage ,,Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein/ Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 3 f.) stellt eine Metapher dar, die ebenfalls die Vergänglichkeit verdeutlicht, aber auch eine Art Kreislauf der Vergänglichkeit und des Neubeginns. Dabei stehen die ,,Städte“ (ebd.) für das Existierende heute, welches nicht ewig ist und vergehen wird, wobei an Stelle dieser eben ,,eine Wiese“ (ebd.) sein wird, also etwas neues, welches den Platz des zuvor Existierenden eingenommen hat. Eben dieser Neubeginn des Kreislaufes wird durch die Metapher des ,,Schäferkind[es]“ (ebd.) verdeutlicht, da das Kind für neues Leben und des Anfangs steht. Somit wird durch diese Metapher deutlich, dass auch wenn alles vergänglich ist, es trotzdem einen Kreislauf gibt, der dafür einen Neubeginn sorgt. Auch das Nomen ,,Wiese“ (ebd.) steht für einen Neubeginn und Natürlichkeit, wobei das Nomen antithetisch zu dem Nomen ,,Städte“ (ebd.) steht, was ebenfalls die Vergänglichkeit und auch den Neubeginn verdeutlicht, da an Stelle der Stadt eine Wiese ist, die nicht von Menschen erschafft ist, wie die Stadt, sondern natürlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Quartett beginnt mit der Aussage ,,Was jetztund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5), wobei diese Antithese ebenfalls die Vergänglichkeit untermauert. Dabei wird hier darauf angedeutet, dass das Schöne und Positive ebenfalls vergeht, was durch die Metapher ,,Was […] prächtig blüht“ (ebd.) verdeutlicht wird. Die Verzweiflung und resignative Haltung des Lyrischen Ichs wird durch das Verb ,,zertreten“ (ebd.) hervorgebracht, wobei das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als etwas Negatives empfindet, da das Schöne, Blühende zerstört wird. Das Adverb ,,bald“ (ebd.) bringt ebenfalls die resignative Haltung und die Klage über die Vergänglichkeit zum Ausdruck, da das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als kein entferntes Ereignis sieht, sondern glaubt, sich der Vergänglichkeit in naher Zukunft stellen zu müssen.  Dies lässt sich auf die damalige Situation des 30-Jährigen Kriegs übertragen, da man sich der Vergänglichkeit stellen musst, da der Krieg alles zerstört hat. Dies wird auch durch die nächste Aussage ,, Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) auch verdeutlicht, da durch die Formulierung ,,pocht und trotzt“ (ebd.) deutlich wird, dass Menschen im Krieg gemeint sein könnten, die kämpfen und sich zu verteidigen versuchen. Das Verb ,,poch[en“ (ebd.) erinnert dabei an das menschliche Herz, wodurch also der Mensch und das Leben symbolisiert werde. Durch die Aussage, dass diese zu ,,morgen Asch und Bein“ (ebd.) sind, verdeutlicht die negativen Konsequenzen des Krieges, nämlich, dass Menschen sterben, wobei durch den Ausdruck ,,morgen“ (ebd.) ebenfalls hervorgebracht wird, dass dies bald wieder passiert, was somit die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt. Die Anapher der Aussage zuvor und dieser ,,Was jetzt“ (ebd.), bringt dabei hervor, dass das Vergängliche alles betrifft und über all anzutreffen ist. Weither hin wird durch die Aussage ,,Nichts ist, was ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) erneut die resignative Haltung des Lyrischen Ichs deutlich, da dieser die Vergänglichkeit über all sieht, was durch die Akkumulation ,,kein Erz, Kein Marmorstein“ (ebd.) wird. Außerdem wird dadurch hervorgebracht, dass auch die Erde vergänglich ist und somit nicht ewig bleibt, was die Klage des Lyrischen Ichs und die Resignation hervorhebt. Die Antithese ,,Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) untermauert erneut, dass der heutige Zustand in der Zukunft weg ist, wobei die Zeitangaben ,,Jetzt“ (V.8) und ,,bald“ (V.8) ebenfalls die kurze Zeitspanne verdeutlichen, in dem das Heutige existiert und dass die Vergänglichkeit schneller kommt als man denkt. Die Personifikation ,,lacht das Glück uns an“ (V.8) untermauert dabei, dass das Lyrische Ich anklagt, dass sich sehr stark auf das Heutige konzentriert wird und dann vergessen wird, dass bald die Beschwerden ,,donnern“ (ebd.), wodurch auch eine gewisse Angst des Lyrischen Ichs vor der Zukunft verdeutlicht wird und auch die Verzweiflung über die Vergänglichkeit des Glückes. Das Personalpronomen ,,uns“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle Menschen betrifft und das Thema somit sich auf jeden und alles übertragen lässt. Das Verb ,,donnern“ (ebd.) verdeutlicht metaphorisch, dass die ,,Beschwerden“ (ebd.) große Auswirkungen haben werden und die Menschen heftig überkommt. Dadurch wird dann auch erneut die Angst des Lyrischen Ichs vor dem Krieg und der Folgen deutlich, wobei das Verb ,,donnern“ (ebd.) auch mit Waffen und den lauten Geräuschen des Krieges assoziiert werden könnte.&lt;br /&gt;
Das Metrum dieser beiden Quartette ist dabei regelmäßig und monoton, was ebenfalls die Aussage der immer wiederkehrende Vergänglichkeit und die Regelmäßigkeit des Lebens und des Sterbens untermauert, sowie die regelmäßigen Reime mit den Kadenzen ebenfalls die bestimmte Ordnung im Leben und die faktische Vergänglichkeit untermauert. Außerdem unterstützt die Zäsur zwischen These und Antithese den Gegensatz und führt somit den Inhalt auch besser vor Augen.  Auffällig bei den Quartetten ist, dass diese eher die Vergänglichkeit des Erbauten, der Natur und der Menschen beschreibt, wohin gegen in den beide Terzetten eine Bewertung der Vergänglichkeit von dem Lyrischen Ich erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Terzett beginnt dabei mit der Aussage ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), wobei dies aussagt, dass Ansehen zur Zeit des Krieges auch vergänglich war, da die Menschen in ständigem Bewusstsein lebten, dass der jeder Tag ihr letzter sein könnte. Durch den Vergleich mit dem Nomen ,,Traum“ (ebd.) wird deutlich, dass das Ansehen zwar gewünscht wird, aber nicht geschieht. Das Verb ,,muß“ (ebd.) drückt dabei aus, dass es davor keinen Ausweg gibt und die Vergänglichkeit sozusagen vorherbestimmt ist. Darauf folgt die rhetorische Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V.10), welche aussagt, dass der Mensch nicht unsterblich ist und der Mensch der Vergänglichkeit nicht entfliehen kann. Die Metapher ,,Spiel der Zeit“ (ebd.) verdeutlicht dabei die Vergänglichkeit, die jeder Zeit eintreten kann, da durch den Krieg die Menschen ständig mit ihrem Tod rechneten und täglich Menschen starben. Auch das Adjektiv ,,leicht[.]“ (ebd.) führt vor Augen, dass der Mensch nicht lange Bestand hat auf der Erde und eben auch vergänglich ist. Die nächste Aussage wird durch die Interjektion ,,Ach“ (V. 11) eingeleitet, wobei hier die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs vor Augen geführt wird. Des weiteren werden durch das Personalpronomen ,,wir“ (V.11) alle Menschen einbezogen in die Thematik, was verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle betrifft und das Lyrische Ich auch dadurch  sagt, dass alle Menschen das selbe ,,für köstlich achten“ (V.11). Dabei spezifiziert das Lyrische Ich dies in der nächste Terzette durch die Aussage ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12), wobei die Akkumulation die Arten der Vergänglichkeit beschreibt, sodass dadurch ausgesagt wird, dass das Vergängliche über all zu finden ist. Die Nomen ,,Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) akzentuieren dabei, dass das alles Irdische vergänglich ist und nicht mehr greifbar ist, sondern dass das Irdische einfach verschwindet.  Die nächste Aussage ,,Als eine Wiesenblum, die man nicht mehr wieder find't!“ (V.13) beschreibt ebenfalls die Vergänglichkeit und schafft auch einen Bezug zu der Wiese, die in dem ersten Quartett beschrieben wird (vgl. V.3 f.) und zerstört somit das dort noch friedliche Bild von dem spielenden Schäferskind, da das Lyrische Ich sagt, dass  man sie ,, nicht mehr wieder find't“ (ebd.) und somit alles vergänglich ist. Durch die letzte Aussage ,,Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) kritisiert und klagt das Lyrische Ich an, dass alle Menschen zwar die Vergänglichkeit erkennen, aber jeder vergisst was Ewig ist, wobei hier Gott gemeint sei könnte. Dabei sei zwar alles Irdische vergänglich, Gott jedoch sei ewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zusagen, dass das Lyrische Ich in den Quartetten die Vergänglichkeit des Irdischen beschreibt, indem es These und Antithese gegenüberstellt, also das noch Existierende und das dann Vergangene, wobei diese Gegenüberstellung durch das Metrum und die Zäsur untermauert werden. In den Terzetten äußert sich das Lyrische Ich hingegen eher bewertend. Insgesamt wird die Thematik der Vergänglichkeit durch Metaphern, Anaphern und allgemein gehaltene Formulierungen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Es ist alles eitel&amp;quot;, welches von Andreas Gryphius im Jahre 1637 geschrieben wurde, in der Epoche des Barock, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen. Ursprung des Gedichtes war der 3O-Jährige Krieg. &lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus einer Sonettform, welche die charakterisierende Eigenschaft besitzt, dass das Gedicht in vier Strophen einteilt, jeweils zwei der vier Strophen bestehen sind vier versig und die darauffolgenden sind 3 versig. Das Metrum des Gedichts ist ein sechs-hebiger Jambus, was zudem durch das nicht durchgängig vorhandene Reimschema  des Paarreims und zu Ende des Gedichtes des umarmendes Reims untermauert wird. Die sich abwechselden betonten und unbetonten Kadenzen untermauert die Gefühle des Lyrischen Ichs.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift des Gedichtes ,,Es ist alles eitel&amp;quot; (Z.0) veranschaulicht das Thema des Gedichtes, über welches sich das Lyrische Ich beklagt. Die erste Strophe des Gedichts verdeutlicht die Erschaffung von neuen Dingen, die aber immer wieder vom Menschen selbst zerstört werden. Das Indifinitpronomen ,,alles&amp;quot; veranschaulicht, dass die Eitelkeit überall auf der ganzen Welt zu finden ist. Der erste Vers knüpft an die Überschrift an, denn das Lyrische Ich spricht den Leser direkt an, durch die Wiederholung ,,Du sieht, wohin du sieht&amp;quot; (V.1), welche den Leser mit einbezieht. Vor allem die darauffolgende Hyperbel ,,nur Eitelkeit auf Erden&amp;quot; (V.1) bestärkt die Vergänglichkeit alles Irdischen. Die Erklärung der ,,Eitelkeit&amp;quot; ( V.1) folgt in dem nächsten Vers, denn ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein&amp;quot; (V.2). Dieser Vers verdeutlicht die Vergänglichkeit durch die Zerstörung des Menschen, was vor allem durch die betonte Silbe am Ende, welche Brutalität untermauert, veranschaulicht wird. Die Antithese ,,was dieser morgen baut, reißt jener morgen ab&amp;quot; (V.2) wird vor allem durch den sechs-hebigen Jambus, der eine Zänsur enthält betont.  Des Weiteren wird diese Vergänglichkeit durch den nächsten Vers verbildlicht, denn ,,Wo jetztund ein Städte stehn, wird eine Wiese sein&amp;quot; (V.3). Die Begriffe ,,Städte&amp;quot; und ,,Wiese&amp;quot; stehen sich in diesem Vers antithetisch gegenüber, da ,,Städte&amp;quot; (V.3) mit Lärm, vielen Menschen und Gebäuden assoziiert wird, wohingegen die ,,Wiese&amp;quot; (V.3) eine leise Landschaft beschreibt. Diese Antithese deutet auch die Zerstörungen und Gefahren des damals herrschenden 30-jährigen Krieges und bestärkt somit das Thema der Vergänglichkeit dadurch das nicht von Bestand ist. Zudem untermauert die betonte Kadenz  das friedliche und metaphorische Bild einer ,,Wiese&amp;quot; (ebd.).  Die Wiese ,,auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden&amp;quot; (V.4) verkörpert den Rückgang der Entwicklung durch die Vergänglichkeit. Die betonte Kadenz bekräftigt das Klagen des Lyrischen Ichs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe beginnt mit der Assoziation der Pflanzenwelt, denn ,,Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden;&amp;quot; (V.5). Dieser Vers zeigt die Trauer des Lyrischen Ichs und untermalt wieder mal die Vergänglichkeit alles Irdischen. Der zweite Vers ,,Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein&amp;quot; (V.6) bringt zum Ausdruck, dass nicht nur die Pflanzen und die Dinge um den Menschen herum vergänglich ist, sondern auch wir Menschen vergänglich sind, was durch den Ausdruck ,,Asch und Bein&amp;quot; (V.6) veranschaulicht wird, da dieser Ausdruck mit dem Tod asoziiert wird. Zudem bestärkt auch die Anapher ,,Was&amp;quot; (V.5,6), die zu Beginn der beiden Verse steht und eigentlich eine Frage aufbringt, da ,,Was&amp;quot; (ebd.) ein Fragewort ist, die Vergänglichkeit alles Lebenden. Diese Vergänglichkeit wird vor allem im nächsten Vers deutlich, da ,,Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (V.7). Die Akkumulation ,,kein Erz, kein Marmorstein&amp;quot; (ebd.) verweist darauf, dass wirklich alles vergänglich ist. Des Weiteren fällt der klimatische Aufbau der zweiten Quartette auf, da es zu Beginn um die Pflanzenwelt geht und dann auch um den Menschen und dessen Tod, was auch durch das rhthmische Metrum deutlich wird, welches sehr beunruhigend wirkt. Die Personifikation ,,Jetzt lacht das Glück uns an&amp;quot; (V.8) akzentuiert die düstere und hoffnungslose Stimmung des Lyrischen Ichs. Was auch durch das Personalpronomen ,,uns&amp;quot; (V.8) untermauert wird, da das Lyrische Ich Hilfe sucht und die Menschen auf die kommende Gefahr aufmerksam machen möchte, denn die Lautmalerei ,,bald donnern die Beschwerden&amp;quot; (V.8) kennzeichnet die Gefahr, die auf die Menschen zukommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Terzette enthält eine Wahrung, die an die Menschen gerichtet ist, denn ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.&amp;quot; (V.9) akzentuiert, dass der Soldatenruhm schnell verschwinden wird, was durch den Vergleich ,,wie ein Traum vergehn&amp;quot; (V.8) veranschaulicht wird. Außerdem untermauert das Verb ,,müssen&amp;quot; (V.9) die Notwendigkeit der Veränderung. Denn die Soldaten tun dem Volk keinen Gefallen, da die Kriegsgegner sich böse an dem Volk und nicht an den eigentlichen Verursachern, den Soldaten, rächen werden. Dieser vorliegende Vers ist eine Vorausdeutung auf das Ende des Kriegs und weist vor allem die Gefahren des Kriegs auf. Dieser Aspekt, der Vorausdeutung, wird in der rhetorischen Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?&amp;quot; (V.10) deutlich, da der ,,leichte Mensch&amp;quot; (ebd.) als Zeichen für das unschuldige Volk stehen soll, welches vielleicht nicht weiterhin bestehen wird nachdem 30-Jährigen Krieg und auch nicht mehr besteht, weil das Volk sich durch die Auswirkungen des 30-jährigen Kierges verändert hat.Zudem unterstreicht diese Frage auch, dass das Lyrische Ich in Frage stellt, ob die menschliche Rasse Bestand hat, da die Menschen sich gegenseitig bis zum Tod bekriegen. Auch die Antithese der beiden Verben der Verse, welche sich reimen,,,bestehn&amp;quot; (ebd.) und ,,vergehn&amp;quot; (ebd.) zeigen wieder einmal die Vergänglichkeit. Des Weiteren veranschaulicht die Injektion ,,Ach&amp;quot; (V.11) die Verzweiflung des Lyrischen Ichs, welche im darauf folgenden Vers ,,Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten,&amp;quot; (V.11) wiedermals untermauert wird. In diesem Vers wirkt das Lyrische Ich sehr nachdenklich und schein darüber nach zudenken auf welche Dinge der Mensch achtet, obwohl vieles der Nichtigkeit unterliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Terzette beginnt mit einer Akkumulation, die die Nichtigkeit erklärt ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum&amp;quot; (V.12f.). Diese Akkumulation veranschaulicht den Lesern wieder einmal, dass alles Irdische vergänglich ist. Das wird vor allem durch den Ausruf ,,die man nicht wieder find't&amp;quot; (V.13), welcher in Bezug zur ,,Wiesenblum&amp;quot; (V.13) steht, bekräftigt. Der letzte Vers, welcher einen Ausruf in sich trägt, ,,Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!&amp;quot; (V.14) kritisiert den Menschen, der nicht erkennt, dass das Einzige das nicht von Vergänglichkeit geprägt ist der Gott im Himmel ist. Indirekt wirft das Lyrische Ich den Menschen, die damals gelebt haben vor, dass sie nicht die Werte Gottes erkennen und sehen, dass Gott gar nicht will, dass die Völker sich untereinander bekriegen, denn Gott will kein Leid auf Erden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema des Gedichtes sehr gut durch die Struktur zum Ausdruck gebracht wird. Alles Irdische ist nun mal vergänglich, was das Lyrische Ich vor allem durch den Ausruf im letzten Vers sehr gut zum Ausdruck bringt. Das Lyrische Ich will den Menschen dazu bringen über seine Taten und dessen Aufwand nachzudenken, vor allem durch die Erwähnung des ,,ewig[en]&amp;quot; (ebd.), da Gott so eine Welt nicht für die Menschen erschaffen hat, damit diese sie wieder rum zerstören. Der formalsprachlichen Aspekt wie das Metrum und die Kadenzen veranschaulichen die wilden und wechselnden Emotionen des Lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist eitel“ von Andreas Gryphius, welcher im Jahre 1637 verfasst wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Zeitlich ist es der Epoche des Barocks zuzuordnen. Thematisch geht es um die Vergänglichkeit des irdischen und der Ewigkeit Gottes im Vergleich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht besteht aus 14 Versen und ist es Sonett, denn es liegen zu Beginn zwei Quartette vor, worauf zwei Terzette folgen. Das Reimschema der Quartette ist umschließend, während das der Terzette aus Paarreimen besteht. Außerdem liegt ein sechs-hebiger Jambus vor. &lt;br /&gt;
Die Kadenzen sich weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht beginnt mit einem Quartett und bezieht sich direkt auf den Leser. „Du siehst , wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) Das Personalpronomen „du“(ebd.) spricht den Leser direkt an und bezieht ihn in diese Aussage mit ein. Diese Aussage kritisiert die Erde bzw. die Menschen, die auf ihr leben, denn diese sind von „Eitelkeit“(ebd.) betroffen und kümmern sich dadurch nur um sich selbst, ohne sich für andere zu interessieren. Außerdem kritisiert es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Damit meint es im Prinzip, dass es gutes und böses „auf Erden“(ebd.) gibt und dass es zwischen diesen beiden Parteien oft Konflikte gibt, da der böse Mensch, das vom guten Mensch erbaute einfach so zerstört. Außerdem verdeutlicht dies den ständigen Wandel der Welt und dass nichts ewig ist. Die folgenden beiden Verse „Wo jetztund Städte stehen, wird eine Wiese sein, / Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.3f.) verdeutlichen diesen Wandel. Aus Städten werden Wiesen und aus Wiesen werden Städte, die Umgebung wandelt sich ständig. Außerdem werden in diesen Versen Gegensätze gegenübergestellt, wie z.B. „dieser“(ebd.) und „jener“(ebd.), „Städte“(ebd.) und „Wiese“(ebd.) oder „baut“(ebd.) und „reißt […] ein“(ebd.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Quartett fährt das lyrische Ich damit fort von Gegensätzen zu reden : „Was jetzt prächtig blüht, soll bald zertreten werden; / Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein“ (V.5f.). Das prächtig blühende vertritt dabei das Gute, während das Zertreten das Böse vertritt. Außerdem vergleicht es wiederholt die Gegenwart mit der Zukunft, durch Adverben wie „jetztund“(ebd.), „bald“(ebd.), „jetzt“(ebd.) oder „morgen“(ebd.). Es schließt das Quartett mit den Worten „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein. / Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.7f). Damit unterstreicht es zum einen die Vergänglichkeit der Erde / des Lebens und führt vor Augen, dass die Zukunft sehr viel negativer als die Gegenwart sein wird. Dabei benutzt er erneut Adverben wie „jetzt“(ebd.) und „bald“(ebd.), um zwischen Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden. Zusätzlich liegt eine Personifikation vor, welche die Situation des lyrischen Ich´s bestärkt und dramatisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgt das erste der beiden Terzette. In diesem redet das lyrische Ich von den „hohen Taten Ruhm“(V.9), welche „wie ein Traum vergehen“(V.9) müssen. Damit verdeutlicht es, dass all der Reichtum ebenso vergänglich ist und er somit jemanden nur temporär zufriedenstellen kann. Das Verb „vergehen“(ebd.) unterstreicht dabei nochmal die Vergänglichkeit der Erde bzw. des Lebens und bezieht sich dabei besonders auf den dreißigjährigen Krieg, in dem sich der Autor beim Verfassen des Gedichtes befand. Er schrieb das Gedicht zu einer sehr deprimierenden Zeit, während der ständige Angst an der Tagesordnung waren und während der man kaum darum kommt, über den Sinn des Lebens, Gerechtigkeit oder Vergänglichkeit nachzudenken. Diese Überlegungen führen auch auf den Titel des Gedichtes „Es ist alles eitel“(V.0) zurück. Diese vom Autor verfasste These bedeutet so viel wie, dass alles vergänglich ist und somit irgendwann ein Ende findet (Tod). Während des dreißigjährigen Krieges kann es schnell vorkommen, dass man über so etwas nachdenkt, da man täglich von Vergänglichkeit hört, indem Menschen sterben und „Städte“(V.3) zerstört werden. Die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V.10) zeigt gewissermaßen die Hilflosigkeit des Menschen, welcher „das Spiel der Zeit“(V.10), also das Leben nicht für immer „bestehen“(V.10) kann und somit irgendwann stirbt. Die Metapher „Spiel der Zeit“(V.10) bekräftigt dabei nochmal die Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Aussage des lyrischen Ichs „Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten, / Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t“(V.11ff.) erstreckt sich über die das Ende des ersten und den Anfang und die Mitte des zweiten Terzetts. Die Interjektion „Ach“(ebd.) drückt die Nachdenklichkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs aus und verdeutlicht seine Unzufriedenheit. Mit all dem, „was wir für köstlich achten“(ebd.) scheint „Glück“(V.8), „Ruhm“ (V.9) und das Leben im allgemeinen gemeint zu sein. Auf dies folgen die  „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(ebd.), was die Vergänglichkeit der  „köstlich[en]“(ebd.) Dinge unterstreicht. Denn die  „Wiesenblum“(ebd.), welche die Natur beschreibt und Symbolisch für das Leben steht,  „find´t“(ebd.) man nicht wieder. Dadurch wird erneut verdeutlicht, dass das Leben irgendwann verloren geht und man somit stirbt. Das Gedicht wird mit dem Satz  „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V.14). Dies lässt darauf schließen, dass wenn der Mensch und die Erde nicht ewig sind, es nur ein Wesen geben kann, welches ewig und somit nicht vergänglich ist und dieses ist Gott. Man kann dieses Fazit also als eine Art Hilferuf an Gott verstehen, welcher nach Vorstellung der Menschen die nötige Macht hätte, den Krieg sofort zu beenden. Durch diesen Hilferuf an etwas, wovon niemand mit Gewissheit sagen kann, ob es existiert oder nicht, wird die Hilflosigkeit und Verzweiflung des lyrischen Ichs in den Vordergrund gestellt und lässt die Gedankengänge dieses leichter nachvollziehen. Andererseits kann man dieses Fazit aber auch als direkte Kritik gegen Gott verstehen, da dieser nichts gegen den Krieg und somit die Vergänglichkeit der Menschen macht, obwohl er laut der Vorstellung der Menschen allmächtig und gütig sein müsste (Theodizee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in diesem Gedicht durch verschiedenste Mittel die Vergänglichkeit des Menschen und der Erde verdeutlicht wird. Dieser Vergänglichkeit steht die Unsterblichkeit Gottes gegenüber, welcher nichts gegen die Vergänglichkeit, also den Tod der Menschen unternimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius Gedicht „Es ist alles eitel“, veröffentlicht im Jahr 1637 in der Zeit des Barocks '''sowie während (A)''' des 30-jährigen Kriegs, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vers „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) der ersten Strophe (V.1-4), deutet die Thematik des Gedichts schon '''in Ansätzen (Wieso nur in Ansätzen?''' an. Mit der Wiederholung „du siehst“ (ebd.) wird betont, dass egal wohin ein jemand schauen mag, er Eitelkeit entdecke. Dass diese benannte Eitelkeit allumgreifend und wirklich überall zu finden ist, wird dadurch'''(Z)''' sowie durch die Benennung der „Erde […]“ (ebd.) hervorgehoben. Auf diese Nichtigkeit wird '''in (Gr)''' darauffolgenden Vers vom lyrischen Ich '''ausgeführt (A/W)'''. Die Pronomen „dieser“ (V.2) und „jener“ (V.2) untermauern dies, da sie offen und verallgemeinernd für jede beliebige Person stehen und dadurch den Aspekt bekräftigen, dass Eitelkeit tatsächlich überall auf der Welt und bei jeder Person zu finden sei. Auf die Rolle des Menschen wird in diesem Kontext näher eingegangen, '''in dem (R)''' besagt wird, „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Hier wird der Aspekt der Vergänglichkeit angerissen und gleichzeitig, wie sich der Mensch in Bezug auf '''dieser (Gr/Bz)''' verhält. '''So bauten Menschen Dinge auf, um sie in der Zukunft wieder zu zerstören (Hier erläuterst du den Vers mit den Worten des Verses)'''. „[M]orgen“ (Z.V.2) steht hierbei repräsentativ für einen ungewissen Zeitraum während der Entwicklung des Menschen. Er wird also besagt, dass alle Menschen die Fähigkeit besitzen Dinge aufzubauen, jedoch auch, dass sie irgendwann während ihrer Entwicklung das Gebaute wieder zerstören, '''um neues darauf zu erbauen (? Woher | Widerspruch zur nächsten Deutung)'''. Außerdem ist hier von zwei unterschiedlichen Personen die Rede, einmal „dieser“ (ebd.) und einmal „jener“ (ebd.), wobei der eine erschafft und der andere es zerstört. Es kann also ebenfalls gesagt werden, dass die Menschen aneinander vorbei leben und nicht respektieren, was ihr Vorgänger mit Fleiß und Arbeit erschaffen hat. Im '''darauffolgenden (R)''' Vers wird der '''unkonkrete (W)''' Inhalt mit einem Beispiel deutlicher. Denn „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3) spricht abermals an, dass Menschen Dinge bauen und sie danach wieder dem Anfang gleich machen, da jede Stadt mit einem leeren Grundstück oder einer Wiese begonnen hat. Dieser Prozess mache die Dinge nicht nur vergebens, sondern hebe auch die Vergänglichkeit der Welt hervor. Der letzte Vers der Strophe „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.4) deutet eine '''Wiederentstehung des Zerstörten (A/W)''' an. Denn Kinder stehen symbolisch für den Anfang eines neuen Lebens, sowie auch Schafe und ihre Herden an Leben erinnern. Im Zusammenhang mit den Versen zuvor '''verdeutlicht''' dies einen gewissen Kreislauf des Lebens '''an (W)''', an dessen Anfang der Mensch steht, der etwas erschafft und das Erschaffene im Laufe der Zeit wieder zerstört, um danach wieder neues zu bauen. Dieser Kreislauf zeigt gleichzeitig, dass alles von Menschen '''gemachte (R)''' zwangsweise vergänglich sei. '''Die erste Strophe (f: gesamtes Gedicht)''' des Sonetts ist ein Alexandriner, der nicht nur typisch für die Zeit des Barocks ist, sondern auch '''die Regelmäßigkeit die Vorhersehbarkeit (?/A)''' des Kreislaufes des Bauens und Zerstörens verkörpert. Zudem handelt es sich um einen umschließenden Reim, der in Vers zwei und drei mit weiblichen, also unbetonten Kadenzen endet, und in Vers eins und vier mit männlichen, die die These, dass alles Irdische '''letztendlich (R)''' vergeht, '''verhärtet (A)''' und betont, dass es sich hierbei um einen Fakt handle. Die häufig wieder zu findenden Zäsuren, wie beispielsweise im Satz „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein;“ (ebd.), spalten den Satz nicht nur formal, sondern auch inhaltlich in These und Antithese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe (V.5-8) '''wird (Gr (Pl))''', an den Versen „Was jetzund prächtig blüht soll bald zertreten werden;/Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.4f.) zu erkennen, die Zukunft und die Gegenwart antithetisch gegenüber gestellt, sodass das Erschaffene und das Zerstörte '''vergleichend gegenüber steht (A)''' und der Aspekt der Vergänglichkeit in den Fokus gerückt wird. Dieser ist im Verb „blühen“ (ebd.) zu erkennen, da Blumen bzw. Pflanzen die Eigenschaft haben zu blühen und diese ebenfalls nicht ewig halten. „Asch und Bein“ (ebd.) erinnert an das Ende eines Menschenlebens, das im Kontext der Zeit des Gedichtes eine bedeutendere Rolle spielt. Da das Gedicht zur Zeit des 30-jährigen Kriegs '''veröffentlicht und wahrscheinlich auch verfasst (f)''' wurde, kann man sagen, dass „Asch und Bein“ (ebd.) auf die zahlreichen Toten während des Krieges zurückzuführen '''ist (Gr)''' und'''(Z)''' dass die Vergänglichkeit dem lyrischen Ich in '''vor allem (A)''' so einer Zeit deutlicher vor Augen geführt wird. Im '''darauffolgenden (so)''' Vers ist zu erkennen, dass '''Gryphius (?)''' selbst in „Erz und Marmorstein“ (V.7) keine Ewigkeit findet, was nochmals verdeutlicht, das wirklich „(n)ichts“ (V.7) ewig ist und dass alles im Laufe der Zeit vergeht, da man zu dieser Zeit davon ausging, dass Gestein unzerstörbar sei. Mit dem Vers „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) wird auf der einen Seite ausgesagt, dass das Leben sowohl gute, also vom „Glück“ (ebd.) geprägte Zeiten hat, aber auch gegenteilige Zeiten, in denen die Menschen unzufrieden sind. Die Personifikation „Jetzt lacht das Glück uns an“ (ebd.) deutet an, dass Menschen sich gegenseitig Glück bescheren können. Jedoch zeigt der Vers ebenfalls wie die eine Seite zur anderen wechseln kann und dass selbst ein Gefühl, egal ob es positiv oder negativ ist, vergänglich ist und wechseln kann. Dieser schnelle Wechsel wird wieder durch die Gegenüberstellung von „jetzt“ und „bald“ (ebd.) deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil des Sonetts, bestehend aus zwei Terzetten, '''unterschiedet (R)'''sich inhaltlich vom ersten Teil. So drehten sich die Quartette um eine Art beschreibende Perspektive des lyrischen Ichs, während sich der folgende Teil mit der näheren Sichtweise des lyrischen Ichs beschäftigt. Dessen Position bezüglich der Vergänglichkeit alles Irdischen lässt sich aus der Struktur der Quartette bereits in Ansätzen erahnen. Auf die Anführung des positiven, '''wie die das (A)''' „jetzund prächtig blüht“ (ebd.), folgt die Prognose von etwas, das das Gute nichtig macht, wie „soll bald zertreten werden“ (ebd.). Diese Ersetzung durch das Schlechte lässt erahnen, dass das lyrische Ich der Vergänglichkeit eher klagend gegenübersteht. Der Vers „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9) geht auf eine andere Art der Vergänglichkeit ein, indem angesprochen wird, dass der gute Ruf und die Anerkennung, die daraus resultiert, ebenfalls vergänglich sind. Ruhm und Anerkennung äußern sich als sofern nützlich, dass man sich dadurch als Person in der Gesellschaft Vorteile versprechen kann. Ausnahmezeiten wie die des Krieges entkräften jedoch den Nutzen von Ruhm, da dort jeder für sich selbst kämpft, sodass selbst dieser vergänglich und wertlos wird. Dieser Aspekt wird dem des Traumes gegenübergestellt, der wie ein Gedanke, eine Erinnerung oder eine Idee urplötzlich in den Kopf eines Menschen kommen kann, aber auch in sekundenschnelle verfliegen kann. Mit dem „Spiel der Zeit“ (V.10) wird erstmals ein Aspekt angedeutet, der im Gegensatz zu allem aufgelisteten ewig ist, nämlich die Zeit. Hier wird angedeutet, dass der Zeit gegenüber „der leichte Mensch“ (V.10) stünde. Es ist festzustellen, dass die Existenz des Menschen abhängig von der Zeit ist und dass er gegen die Zeit spielt, mit seinem ständig bestehenden inneren Wunsch nach einem möglichst langen Leben, '''der auch ein Instinkt oder eine Angst sein kann (zu weit)'''. Mithilfe der Interjektion „Ach“ (V.11) lässt sich wieder die Position des lyrischen Ichs feststellen, die im Zusammenhang mit „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V.11) als klagend und unzufrieden beschrieben werden kann. Zudem lässt sich daraus schließen, dass '''er (das l.I. ist also ein Mann, soso🤔)''' aufgrund des Zustands der Vergänglichkeit alles köstliche, also alles schöne und genießbare im Leben in Frage stellt. Dies wird auch im Zusammenhang mit der „schlechten Nichtigkeit“ (V.12), verglichen mit „Schatten, Staub und Wind“ (V.12) deutlich. Die Akkumulation dient wieder als Vergleich für weitere vergängliche Dinge im Leben, da ein Schatten mit der Sonne geht, Staub sich auflöst und ein Wind abebben kann. Diese Beispiele verdeutlichen Flüchtigkeit und '''zeigt (Gr)''' damit auf, dass einige Dinge langsam vergehen, und dass andere auf den anderen Moment verschwinden. Eine weitere Metapher für die Vergänglichkeit bietet der Vers „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“ (V.13), der als Ausruf formuliert ist und somit die Bestürzung des lyrischen Ichs verdeutlicht. Im letzten Vers findet das lyrische Ich etwas anderes'''(Z)''' das ewig weilt, was indirekt mit „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V.14) angeführt wird. Da, wie das lyrische Ich es heraus gestellt hat, alles Irdische vergänglich ist, muss das Überirdische, also etwas göttliches'''(Z)''' ewig sein. '''Er (so)''' kommt also zu dem Schluss, dass nichts was wir als Mensch auf der Welt kennen'''(Z)''' ewig weilen wird und zieht daraus den Schluss, dass Gott das einzig '''ewig (R)''' der Welt sei und dass niemand '''menschliches (A)''', der noch lebt, je das Ewige sehen könne. Jedoch wird auch angeführt, dass dies kein Mensch betrachten wolle und drückt damit das Desinteresse der Menschen dem gegenüber aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Sonett die Thematik, dass alles Irdische vergänglich sei, im ersten Vers als These anführt, und dann zahlreiche metaphorische Beispiele dafür nennt. Dabei unterstützt das Alexandriner Metrum die wiederholend auftretende Gegenüberstellung von These und Antithese. Zudem wird deutlich, dass der Mensch sich in einem Kreislauf aus Zerstörung und Neuerschaffung befindet. Außerdem sind in den Quartetten umarmende Reime vorzufinden und in den Terzetten ein Schweifreim. Darüber hinaus wird er Standpunkt des lyrischen Ichs in Bezug auf die Vergänglichkeit deutlich, der sich als unzufrieden und klagend äußert. Zum Schluss wird angeführt, dass das einzig wahre Ewige Gott sei und dass die Menschen nicht in der Lage dazu seien das Ewige zu erkennen und zu schätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Sarah'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Analyse ist dir im Gesamten gut gelungen. Du hast viele beutende Aspekte mit eingebracht und sehr viel gut und richtig gedeutet. In der ersten Strophe fällt dabei besonders deine tiefgehende Deutung des Inhalts als sehr positiv auf. Sprachlich formulierst du deinen Text klar und gut verständlich. Jedoch solltest du an einigen Stellen dennoch auf deine Ausdrucksweise achten und deinen Inhalt besonders bei den letzten Strophen mehr auf die Vergänglichkeit als auf das Zerstören beziehen. In diesem Kontext könnten dir die Analyse der Sprache, die du hier leider etwas vernachlässigst, dazu helfen, die Dinge noch besser zu verdeutlichen. Jedoch hast du den Text auch ohne diesen Bezug schon gut verstanden, solltest ihn jedoch darum ergänzen.&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe setzt sich deine Arbeit ähnlich fort. Auch hier deutest du den Text wirklich gut und arbeitest inhaltlich nahezu alles heraus, könntest jedoch wesentlich mehr auf die Sprache eingehen, die den Inhalt noch einmal stützt. In deinem dritten Absatz hingegen, gehst du wesentlich mehr auf den zusammenhang von Inhalt und Sprache ein, sodass du hier höchstens in der 3. Strophe noch etwas mehr in die Tiefe gehen könntest. Zuletzt könntest du deinen Schluss etwas zusammenhängender formulieren, da er so etwas abgehackt wie eine To-Do-Liste wirkt. Die darin genannten Aspekte, die du als prägnant akzentuierst, hast du aber bereits richtig erkannt. Sprachlich insgesamt auch gut, Fehler sind im Text markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles eitel“,wurde 1637 von  Andreas Gryphius geschrieben und thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht hat vier Strophen. Strophe eins und zwei haben jeweils vier Verse, die Strophen drei und vier haben jeweils drei Verse. Das vorliegende Metrum ist ein sechs-hebiger Jambus ,das Reimschema, ein umarmender Reim zumindest in den Strophen eins und zwei, in den letzten beiden Strophen liegt jeweils ein Schweifreim vor. So wird klar, dass nach jeder Strophe ein Abschluss ist, da dieses Reimschema als Rahmen dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe dient als Einleitung, das Grundproblem, die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) wird dargelegt.  Durch das Personalpronomen „Du“ (V.1), wird der Leser angesprochen und so wird deutlich, dass es jeden betrifft, also dass alle Menschen unter der Eitelkeit die überall herrscht betroffen sind.Mit Hilfe der Repetitio „siehst“ (V.1) wird deutlich verstärkt, dass überall auf der Welt nur Eitelkeit zu finden ist (vgl. V.1).  Im weiteren Verlauf der Strophe wird klar gestellt, dass die Menschen gegeneinander arbeiten, da der eine „heute [etwas] baut“ (V.2), aber der andere es morgen wieder zerstört (vgl. V. 2). Durch diese Antithese, welche auf eine These folgt, wird die Zerstörung zu dieser Zeit klar, und der Bezug zum 30-jährigen Krieg wird klar. Außerdem wird so verdeutlicht, dass keinen Bestand hat. Darauf folgt eine weitere Antithese, da gesagt wird, dass dort „wo jetzund Städte stehn , […] eine Wiese sein [wird]“ (V.3), wieder eine Antithese, welche auf eine These folgt. Durch die Alliteration „Städte stehn“ (V. Ebd.) wird noch einmal verstärkt dargestellt, dass nichts für die Ewigkeit ist. Es folgt ein Enjabement , wodurch ein Zusammenhang deutlich wird, da dort die Rede von „Schäferskind[ern]“ (V.4) ist, welche auf der „Wiese“ (V.3) mit den Schafsherden spielt (vgl. V. 4), was ein Gefühl von Frieden ausstrahlt. Dadurch wird ein Kontrast zum Beginn der Strophe, da dort von Krieg und Zerstörung im Zusammenhang mit dem 30-jährigen Krieg die Rede ist (vgl. V.1f.), dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe ist von der Zerstörung, vor Allem in der Pflanzenwelt die Rede. &lt;br /&gt;
Beispielsweise schreibt Gryphius, „was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5). Er stellt außerdem durch „jetzund“ (V. 3,5) eine Verbindung zur vorherigen Strophe her. Auch durch die These und die darauffolgende Antithese „prächtig blüht, […] bald zertreten“ (V.5) und „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.6), wird ein eindeutiger Bezug zur ersten Strophe hergestellt.Vers 5 und 6 sind im Übrigen durch die Anapher „Was“ (V.5,6) verbunden. Das Gedicht wurde in der Epoche des Barrocks geschrieben, ein wichtiges Merkmal war damals das momento mori (lat.: sei dir des Todes bewusst), auch dies ist im fünften Vers vorhanden. Im nächsten Vers macht das lyrische Ich noch einmal klar, dass nichts Bestand hat sondern alles vergänglich ist (vgl. V.7). Der letzte Vers der Strophe steht wieder antithetisch zueinander, da zuerst die These aufgeführt wird „Jetzt lacht das Glück uns an“ (V.8) und dann die Gegenthese „bald donnern de Beschwerden“ (V. Ebd.). Damit schließt die zweite Strophe ab, allgemein kann man sagen, dass das lyrische Ich in den ersten beiden Strophen die Situation vorstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den letzten beiden Strophen, welche beide Terzette sind,  bewertet das lyrische Ich die Situation, welche es in den ersten beiden  Strophen beschrieben hat. Die dritte Strophe wird damit eingeleitet, dass das lyrische Ich die damalige Zeit bewertet. In der Epoche des Barocks gab es einige reiche Menschen, allerdings auch viel Armut. Mit der Aussage „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), spielt er auf diese Spanne an drückt der Autor eine gewisse Sehnsucht aus, dass der Ruhm in der Welt keine höhere Bedeutung haben sollte. Dies versucht das lyrische Ich mit dem nächsten Vers zu unterstützen, indem es eine rhetorische Frage anführt, mit welcher es auf die Leser eingeht. Mit der Metapher „Spiel der Zeit“ (V. 10) ist das Leben, der Mensch gemeint so wird also die Frage gestellt, wie denn der Mensch Bestand haben kann, in einer solchen zerstörerischen Welt. Der letzte Vers des Terzetts bringt eine Interjektion mit sich, „Ach“ (V. 11). Dieser Seufzer drückt die Unzufriedenheit und und die Traurigkeit des lyrischen Ichs aus. Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben (vgl. V.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe ist ebenfalls ein Terzett, es beginnt mit der Aufzählung „Schatten, Staub und Wind“ (V.12). Dies alles sind negative Aspekte die Rückbezug auf den Krieg nehmen. Der „Schatten“ (V. 12)  ist eine Metapher für das Leben, Schatten kann immer, ganz plötzlich verschwinden und dann ist es so als wäre er nie dort gewesen. Genauso ist es laut des Autors mit dem Leben, es kann so schnell vorbei sein und dann ist es so, als wäre man niemals auf der Erde gewesen. Darauf kann man den Leitsatz „carpe diem“ (lat. Nutze den Tag; ebenfalls aus der Zeit des Barrocks) zurückführen, da jeder Tag der letzte sein könnte. Im nächsten Vers wird das Leben mit einer Blume verglichen (vgl. V. 12), welche auf einer Wiese mit vielen anderen ist. Man finde sie dann nicht wieder (vgl. V. 11), da dort noch so viele andere Blumen sind. Hervorgehoben wird dies noch mit der Anapher „Als“ (V.12,13), im Übrigen wird so auch ein Zusammenhang zwischen Vers  12 und 13 hergestellt. Der letzte Vers wird vom Autor genutzt, um seine Meinung mit den Lesern zu teilen. Er ist der Meinung, dass Niemand auf der Welt wirklich wahrgenommen hat, was auf der Welt wirklich ewig ist (vgl. V. 14). Mit der Alliteration „will, was“ (V. 14) wird seine Meinung ein letztes Mal betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor mit dem Gedicht, kritisch zu dieser Zeit Stellung nimmt und den Lesern seine Meinung mitteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback: Deine Analyse ist schon gut gelungen. Ich finde es sehr gut, dass du die historischen Ereignisse, also den 30- jährigen Krieg mit einbezogen hast. Außerdem hast du einige Merkmale eines Sonetts, Terzett und Quartett, erkannt und benannt. Dann finde ich es auch gut, dass du einige Aspekte des Vanitas- Gedankens (memento mori und carpe diem) in deine Analyse mit einbezogen hast. Was du noch verbessern musst sind einige Rechtschreibfehler und an manchen Stellen die Kommasetzung (z.B. zweiter Abschnitt, letzter Satz: Damit schließt die zweite Strophe ab, (hier fängt eigentlich ein neuer Satz an) zusammenfassend kann man sagen ...). Außerdem nennst du manchmal Aspekte, auf die du dann aber nicht mehr eingehst (z.B. vorletzter Abschnitt, letzter Satz: Darauf folgt eine Art Frage nach dem Leben). Auf die solltest du dann noch eingehen, da es sonst wie eine Zusammenfassung wirkt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Das vorliegende Naturgedicht „Es ist alles eitel“ wurde von Andreas Gryphius 1637 in der Epoche des Barocks verfasst und thematisiert das Sterben alles '''i'''rdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist ein'''e''' Sonett, da die beiden ersten Strophen vier'''zeilig''' sind und die letzten beiden Strophen drei'''zeilig''' sind. Das Reimschema lautet abba abba ccd eed. Somit liegt in den ersten beiden Strophen ein umarmender Reim vor und die letzten beiden beginnen mit einem Paarreim aber enden schließlich mit einem Schweifreim. Zudem ist das Metrum des Gedichts ein sechshebiger Jambus mit weiblichen und männlichen Kadenzen.'''( du hast das Metrum richtig erkannt, jedoch könntest du noch hinzufügen, dass sich es sich bei diesem Metrum um den Namen Alexandrina handelt. Du erwähnst das Metrum in deiner Analyse was sehr richtig ist. Deshalb braucht du in diesem Anschnitt die formal-sprachlichen Aspekte nicht nochmal zu nennen.)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn wird von dem lyrischen Ich die These aufgestellt: „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1).  Somit wird direkt einen Bezug zum Titel geschaffen, „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) '''herrscht''' (Satz ist unvollständig). Das Repetitio'''n''' „du siehst“ (ebd.) bestärkt zudem die Vergänglichkeit der Erde und somit allem Irdischen, stellt jedoch auch zugleich eine Ansprache an den Leser, um deutlich zu machen, dass die Situation unumgänglich ist. Hier wird zudem Bezug zum 30 jährigen Krieg genommen''','''(hier sollte dein Satz enden, sonst ergibt dieser keinen Sinn mehr) in diesem Kontext ist jedoch „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) eine Hyperbel, welche verdeutlichen soll, welche'''s''' Elend die Leute ausgesetzt waren und diese keinen Ausweg hatten.'''(In Vers 1 könntest du noch auf die Anapher „du siehst“ eingehen und deren Funktion erklären!)''' Weitergehend wird eine Antithese „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2) aufgestellt. Durch das Metrum, der sechshebige Jambus, werden die These und Antithese gegenübergestellt, was durch die Zäsur, also dem Einschnitt hervorgehoben wird.'''(hier erwähnst du an richtiger Stelle das Metrum jedoch könntest du noch die Funktion ergänzen)'''. So wird verdeutlicht, dass nichts Bestand hat und all das was man sich aufgebaut hat am nächsten '''t'''ag nicht mehr da sein '''kann(versuche noch auf das Pronomen „jener“ einzugehen.)''' . Dies wird auch im darauffolgenden'''(Substantiv fehlt)''' deutlich: „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Auch dieser Satz ist antithetisch. „Städte“ (ebd.) stehen jedoch hierbei metaphorisch für das Leben der Menschen, da sie dort ihren Wohnort haben, ihr zu Hause finden und ihre Existenz. Somit ist zu sagen, dass das Leben ebenfalls vergänglich'''(Satzende fehlt)'''. Untermauert wird dies durch die männlichen Kadenzen des Paarreims, da diese einen Schluss setzten und somit auch mit dem Tod assoziiert werden können. Der letzte Vers des ersten Quartetts steht jedoch im Kontrast zu den anderen Versen.'''(sehr guter Aspekt)''' Das „Schäferskind“ (V. 4)  bringt eine friedliche Stimmung herbei. Da dieses „wird spielen mit den Herden“ (V. 4) wird ein glücklicher Moment geschildert, welcher jedoch als Wunschvorstellung angesehen werden kann, da ein Kontrast zu den anderen Versen gesehen werden kann.''' (Versuche noch den Bezug zu er Vergänglichkeit in Vers vier herzustellen, denn zu dieser Zeit gab es keine glücklichen Momente. Die Wunschvorstellung ist schon ein guter Anfang!)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des zweiten Quartetts wird die Nichtigkeit der Natur zum Vorschein gebracht: „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Somit ist dass harmonische Bild des Schäferskind zerstört, so sei alles vergänglich. Allerdings wird nicht nur ausgesagt, dass die Natur vergänglich sei, sondern auch der Mensch, was im darauffolgenden deutlich wird. So heißt es: „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Sowohl „pocht“ (ebd.) als auch „trotzt“ (ebd.)'''(das ist eine Onomatopoese)''' sind Merkmale des Menschen oder auch der Tiere. Beide Gruppen besitzen ein pochendes Herz und beide können Widerstand leisten. Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) verkörpert somit den Todesgedanken aller Lebewesen die Knochen besitzen. Die Anapher „[w]as“ (ebd.) leitet die antithetischen Verse ein, was eine Verbindung zu den Versen schafft. Zuerst '''wurde'''(Tempus) die Vergänglichkeit der Natur angesprochen und danach das Leben von Mensch und Tier, was '''verdeutlichen kann (verdeutlicht)''', dass fernab kein Leben existieren kann. Im nächsten Vers wird zudem erneut auf die Natur eingegangen, so sei „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zerstörbar.  Diese Naturalien galten jedoch zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar. Allerdings ist auffallend, das alles geschilderte Vergänglichkeit zum Ausdruck '''bring (beende hier den Satz)''', so muss es auch mit unzerstörbar '''geglaubten Utensilien (klingt Umgangssprachlich)''' sein da '''des''' Rhythmus des Jambus keine Änderung hervorruft. Somit herrscht im gesamten Sonett eine monotone Stimmung. Die Personifikation „lacht das Glück“ (V. 8) akzentuiert die Vorstellung, wie das Leben sein sollte. Jedoch ist diese Vorstellung direkt verworfen, da „bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Diese Synästhesie umfasst die Sinnesreize des hören und fühlen, was das Leiden der Menschen im Krieg unterstreichen soll. Das Personalpronomen „uns“ (V. 8) verallgemeinert zudem die Situation und stellt somit keine Unterscheidung an, was erneut die Aussichtslosigkeit des Krieges verdeutlicht.'''(sehr gute Erläuterung)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(eine kurze Zusammenfassung zu den ersten beiden Strophen könntest du noch hinzufügen, um später den Kontrast zu den anderen beiden Strophen herzustellen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Quartetten wird eine beschreibende Perspektive geschildert, jedoch jetzt im Wechsel zu den Terzetten wird eine bewertende Haltung des lyrischen Ichs eingenommen.'''(klingt zu oberflächlich)''' Dieser Perspektivwechsel wird vor allem durch die Interpunktionen am Ende der Verse deutlich '''(versuche während deiner Analyse auf die Relevanz der Interpunktionen einzugehen)''', so wird neben einem Fragezeichen (vgl. V. 10) auch Ausrufezeichen (vgl. V. 13-14) verwendet. „Der hohe taten Ruhm“ (V. 9) ist erneut eine Wunschdenken '''da zur Zeit des Krieges kein Ruhm vorhanden war (falsche Erklärung)'''. Alle Menschen die zuvor Geld besaßen und reich waren, waren auf Grund des Krieges arm und mittellos.'''(hier da gleiche)''' Aus diesem Grund wird auch diese Vorstellung „wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was erneut antithetisch zu dem '''b'''eginn des Verses steht. Das „Spiel der Zeit“ (V. 10) verdeutlicht, dass das Leben im Krieg jeder Zeit zu Ende sein könnte, da jedes Spiel irgendwann einen Gewinner hat und damit endet. Allerdings ist die Zeit unendlich und der Mensch vergänglich, somit ist klar, dass dem menschlichen Leben jederzeit das Ende gesetzt sein kann.'''(unverständlich)''' Da es sich um eine rhetorische Frage handelt, wird die Resignation des lyrischen Ichs kund gegeben.'''(gehe mehr auf Vers 10 ein)'''  Weitergehend wird die Resignation in der Interjektion „[a]ch“ (V. 11)  fortgeführt. Somit ist „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) von keiner Bedeutung, da sowieso alles vergänglich ist.''' (mehr auf die Interjektion eingehen)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Terzette '''(Das letzte Terzett)''' setzt mit '''eine''' Akkumulation ein: „ Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). All diese Dinge sind vergänglich und nicht von langer Dauer. Der „Schatten“ (ebd.) kann metaphorisch für die Schattenseiten des Lebens stehen, also für die schlechten Zeiten des Lebens und auch der „Staub“ (ebd.) nimmt Bezug zu Vers 6, was die zeitliche Begrenztheit des Lebens assoziiert. Auch der nächste Vers setzt mit „[a]ls“ (V. 13) ein. Diese Anapher verdeutlicht, dass eine weitere Nichtigkeit beschrieben wird. „[E]eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 13) bezieht sich auf die Natur, die zertreten wird (vgl.V. 5) und somit ist die kleinste Freude auch wieder verschwunden und somit vergänglich.'''(Wiesenblum kann auf den das leben des Menschen übertragen werden)'''  Letztendlich kommt das lyrische Ich zu dem Fazit:'''(der letzte Vers ist kein fazit, sondern eine neue Erkenntnis)''' „'''n'''och will, was ewig ist, kein Mensch betrachten!“ (V. 14).  Somit lässt sich nicht vom dem Menschen erfassen, was Ewigkeit besitzt. Aus diesem Grund müsse alles Irdische vergänglich sein und alles Überirdische etwas göttliches haben. Somit ist an das Leben nach den Tod gedacht, dass dieses ewig besteht und zudem auf der Welt Gott allein begreifen kann was von Ewigkeit ist.'''(hier hast du das Ganze falsch verstanden und somit auch falsch gedeutet)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend wird des Sonett von Antithesen durchzogen, welche die Vergänglichkeit in den Vordergrund stellt. Somit sei alles unzerstörbar. Auch das Metrum bewirkt, dass eine Aussichtslosigkeit der Situation vorliegt, da eine monotone Stimmung vorliegt. Letztendlich wird herausgestellt,  dass nichts die Ewigkeit erfassen kann, außer alles '''ü'''berirdische und somit alles '''gottgleiche'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''FB Alina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Janette, &lt;br /&gt;
ich finde du hast in deiner Gedichts Analyse viele wichtige Aspekte erkannt sowie erläutert. Dein Themasatz ist auch getroffenen sowie viele andere Aspekte in deiner Analyse. Zum Teil machst du noch viele Rechtschreibfehler oder vergisst einen Satz zu beenden bzw. durch einen Punkt zu trennen, denn dadurch das du manche Sätze mit einem Komma versiehst, ergibt dieser Satz keinen Sinn mehr oder es ist schwer ihm zu folgen. Die meisten Anmerkungen habe ich dir in deine Analyse geschrieben und hoffe das du diese verstehst und nachvollziehen kannst. &lt;br /&gt;
Deinen ersten Teil der Analyse finde ich besser als dein zweiter Teil, denn da fehlen dir wichtige Aspekte wie die Funktion des Reimschemas oder des Metrums. Aber auch viele wichtige Analyseaspekte hast du nicht oder falsch erkannt. Versuche eine Verbindung zwischen den ersten beiden und letzten beiden Strophen herzustellen. &lt;br /&gt;
Außerdem fehlt in deinem Schluss der Bezug zum Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles Eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius zur Zeit des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die '''Begrenztheit auf Erden sowie die Bedeutungslosigkeit des irdischen Lebens. ''(nicht ganz vollständig)''''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe beschreibt Andreas Gryphius die Vernichtung sowie Zerstörung der Städte. In der zweiten Strophe befasst er sich mit dem Ereignis, dass hinzukommend auch das ganze Schöne auf Erden zerstört werde. In der dritten Strophe wird die Frage aufgeworfen wie ein Mensch solch ein Leben überhaupt bewältigen solle. Die vierte und letzte Strophe gibt auf diese Frage Auskunft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzt sich aus vier Strophen zusammen, von denen die ersten beiden aus jeweils vier Versen und die letzten beiden aus jeweils drei Versen bestehen. In dem vorliegenden Gedicht bilden die Verse in den ersten beiden Strophen das Reimschema abba, abba. Damit handelt es sich bei diesen zwei Strophen um einen umarmenden Reim. Die letzten beiden Strophen weisen das Reimschema ccd, eed auf, wobei es sich dabei um einen Schweifreim handelt. Das Metrum des Gedichts ist ein sechshebiger Jambus und es treten abwechselnd männliche sowie weibliche Kadenzen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe wird zunächst die These „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) aufgestellt. Dabei möchte das lyrische Ich den Leser durch die persönliche Ansprache „Du“ (ebd.) darauf aufmerksam machen, dass das ganze irdische Leben vergänglich sei und egal wo man hinschaue, die Vergänglichkeit nicht zu übersehen sei (vgl. V. 1). Somit wird im ersten Vers die Überschrift des Gedichts noch einmal aufgegriffen. In den darauffolgenden Versen wird die eben genannte These mit Beispielen belegt. In Bezug darauf beschreibt das lyrische Ich „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Um diese Aussage zu veranschaulichen nennt das lyrische Ich das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Diese beiden Verse sind antithetisch aufgebaut und machen deutlich, dass das Schöne auf der Erde nicht lange anhält sondern nach kurzer Zeit zerstört werden kann. In Vers zwei stehen sich die beiden Wörter „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) antithetisch gegenüber und in Vers drei die Nomen „Städte“ (ebd.) und „Wiese“ (ebd.). Durch die Verben „bauen“ und „einreißen“ wird erneut die oben genannte Zerstörung hervorgehoben und eine Verbundenheit mit Krieg hervorgerufen. An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers nahe liegend an. In diesem Vers ist zum wiederholten male die Rede von der Wiese, „auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). In diesem Vers wird durch die Metapher „Schäferskind“ (ebd.) eine friedliche Stimmung und somit eine Assoziierung mit Frieden herbeigeführt. Somit steht dies im Gegensatz zu der eben erwähnten Zerstörung im dritten Vers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichts leitet mit der Behauptung „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) erinnert an etwas was lebt und heranreift. Da es infolgedessen jedoch „zertreten“ (ebd.) wird, wird verdeutlicht, dass das Leben eines Menschen, eines Tieres oder einer Pflanze, beendet wird. Daher wird in diesem Vers die Vergänglichkeit des Lebens untermauert. Folgend beschreibt das lyrische Ich, dass das was jetzt noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sei. Durch das Verb „poch[en]“ (ebd.) wird deutlich, dass es sich bei dieser Aussage um Lebewesen handeln muss. Durch die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) wird noch einmal hervorgehoben, dass alles vergänglich ist und, dass das was heute noch so lebendig ist, trotzdem sterben wird. Sowohl der fünfte als auch der sechste Vers beginnt mit dem Wort „Was“ (V.5f.). Durch diese Anapher möchte das lyrische Ich die Wirkung dieser zwei Verse verstärken und dem Leser noch einmal verständlich machen, dass alles vergänglich ist. Diese Erkenntnis fasst das lyrische Ich mit der Aussage, dass „nichts ewig […] sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zusammen. In dieser Aussage wird sowohl durch die doppelte Verwertung als auch durch die Hyperbel „Erz […] [und] Marmorstein“ (ebd.) verdeutlicht, dass nichts ewig bestehend bleibt. Der letzte Vers dieser Strophe wird mit der Personifikation „lacht das Glück“ (V.8) eingeleitet. Dieses „Glück“ (ebd.) bleibt jedoch nicht lange erhalten, da es von „donnern[den] Beschwerden“ (V. 8) verdrängt wird. Durch die zweite Personifikation „donnern die Beschwerden“ (ebd.) wird eine Assoziierung mit Gewalt und Krieg herbeigeführt, da durch das Verb „donnern“ eine negative Stimmung hervorgerufen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9). Durch das Verb „muß“ (ebd.) wird die Notwendigkeit dieser Aussage verdeutlicht. Mit dieser Feststellung möchte das lyrische Ich die Bedeutungslosigkeit Menschlicher Taten und Handlungen hervorheben, da alles irdische vergänglich ist. Folgend wirft es die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V. 10) auf. Die Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) steht für das Leben eines Menschen, welches wie jedes Spiel, irgendwann mal enden wird. Somit lässt sich diese Frage verneinen, da der Mensch nicht ewig sein kann und ebenfalls vergänglich ist. Der letzte Vers dieser Strophe wird durch die Interjektion „ach“ (V. 11) eingeleitet. Durch diesen Seufzer wird die Frage nach dem Sinn des Lebens vorangestellt. Außerdem wird dadurch die Verzweiflung über die Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit verdeutlicht. Daran anschließend nennt das lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Durch die Verwendung des Wortes „wir“ (ebd.) bezieht das lyrische Ich erneut die Leser mit ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Strophe gibt das lyrische Ich eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Diese wird durch die Anapher „als“ (V. 12f.) hervorgehoben. Die irdischen Bestandteile des Lebens eines Menschen, die „wir als köstlich achten“ (ebd.) vergleicht das lyrische Ich im 12 Vers als „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Durch die Hyperbel „Nichtigkeit […] Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) wird erneut eine unangenehme Stimmung hervorgehoben, weshalb sich dies wieder mal auf Krieg beziehen lässt. Dabei wird erneut deutlich, dass ebenfalls die irdischen Bestandteile eine zeitliche Begrenztheit haben und irgendwann vergänglich werden. Der vorletzte Vers leitet mit der Anapher „als“ (ebd.) den Vergleich des Lebens eines Menschen mit einer „Wiesenblum“ (V. 13) ein, welche man laut dem lyrischen Ich nicht „nicht wieder find´t“ (V. 13). Der spätere Verlust des menschlichen Lebens ist also so unbedeutsam wie eine einzelne Blume auf einer riesigen Blumenwiese. Das lyrische Ich beendet das Gedicht mit dem Fazit „Noch will, was ewig ist, kein Mensch betrachten“ (V. 14). Das Fazit besagt, dass noch kein Mensch wirklich erkannt hat was für die Ewigkeit bestehen bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welches im Jahr 1637, in der Epoche des Barocks, verfasst wurde, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen und historisch gesehen die Zerstörungen, die aus dem 30- jährigen Krieg resultierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Es ist alles eitel“ verweist auf das Thema des Gedichts, dass alles vergänglich ist und irgendwann nicht mehr existieren wird. Das Pronomen „alles“ (ebd.) steht verallgemeinernd dafür, dass jedes Lebewesen, jeder Gegenstand, aber auch bestimmte Situationen nicht ewig sind und irgendwann nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in insgesamt vier Strophen eingeteilt sind. Die ersten beiden Strophen bestehen jeweils aus vier Versen, werden somit jeweils als Quartett bezeichnet, und die letzten beiden jeweils aus drei Versen und werden somit jeweils als Terzett bezeichnet. Als Versmaß ist durchgängig ein sechshebiger Jambus vorzufinden, was ein Merkmal der literarischen Epoche des Barocks war und als Alexandriner bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit dem Personalpronomen „Du“ (V.1), was einen Bezug zum Leser herstellt, ihn also direkt anspricht bzw. ihn direkt mit einbezieht. Die Repetitio „siehst“ (V.1) betont, dass die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) nicht zu übersehen ist. Die „Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) bezieht sich auf den Titel des Gedichts und deutet auf die Vergänglichkeit des Lebens hin. Die Tatsache, dass die Vergänglichkeit des Lebens, also das Sterben, das Leid und die Tode, nicht zu übersehen ist, bringt gleichzeitig eine Klage über die derzeitigen Ereignisse, den 30- jährigen Krieg, mit sich. Im nächsten Vers ist davon die Rede, dass das, was heute gebaut werde, morgen wieder zerstört sei (vgl. V. 2). Die Adverbien „heute“ (V. 2) und „morgen“ (V. 2)und die Verben bauen (vgl. V. 2) und einreißen (vgl. V. 2) stehen sich antithetisch gegenüber und verdeutlichen, dass der derzeitige Zustand nicht von Dauer ist und am nächsten Tag oder sogar schon in den nächsten Stunden alles anders sein kann. In dem Zusammenhang ist es der Krieg, der für die Zerstörung sorgt. Eine weitere Antithese ist im nächsten Vers zu finden. „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3), verdeutlicht wieder die Zerstörung der Dinge des derzeitigen Zustands und die Veränderung, die im zukünftigen Zustand herrscht. Die „Wiese“ (ebd.), kann man als ein Symbol für Frieden interpretieren, da es in Städten meistens laut und hektisch ist und auf Wiesen bzw. in der Natur eher Ruhe herrscht.&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe setzt zunächst mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) kann man so interpretieren, dass etwas, sei es ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze, gedeiht und lebt. Dadurch, dass es „zertreten [wird]“ (ebd.), wird das Leben beendet. Somit wird metaphorisch die Vergänglichkeit des Lebens dargestellt. Im nächsten Vers wird antithetisch dargestellt, dass „was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Das Verb „pochen“ (ebd.) steht metaphorisch für einen Herzschlag, also für etwas lebendiges. Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) steht für den Tod. Mittels dieser Antithese wird wieder deutlich gemacht, dass das Leben nicht ewig ist und es „morgen“ (ebd.) vorbei sein könnte. Darauf eingehend ist davon die Rede, dass „Nichts […] ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7). Die Aufzählung „kein Erz, kein Marmorstein“ (ebd.) betont, dass „nichts“ (ebd.), selbst beständige Gesteine wie Erz und Marmor, für immer existieren werden. Im letzten Vers veranschaulicht die Personifikation 'das lachende Glück' (vgl. V. 8), dass, in diesem Zusammenhang gesehen, die Zeiten vor dem Krieg mit besseren Erinnerungen in Verbindung gebracht werden und man Vorstellungen hat, dass das Leben ohne das Leid, das der Krieg mit sich bringt, bessere wäre. Als Folge würden „bald […] die Beschwerden [donnern]“ (V. 8), was den Unmut und das Verlangen nach Frieden betont. &lt;br /&gt;
Zum Reimschema der ersten beiden Strophen kann man sagen, dass es sich bei beiden jeweils um einen umarmenden Reim handelt. &lt;br /&gt;
Die dritte Strophe wird sozusagen mit dem Appell „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehen“ (V. 9) eingeleitet. Es wird betont, dass Rum nicht das wichtigste im Leben ist, da er schnell wieder vergehen kann. Die darauf folgende rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehen?“ (V. 10) stellt mittels der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.), was für die Lebenszeit steht, dar, dass diese für den Menschen begrenzt ist. Die Interjektion „Ach“ (V. 11) betont die Zweifel, die beim lyrischen Ich aufkommen. Es fragt anschließend „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Dadurch wird deutlich, dass nicht die wichtigen Dinge im Leben, wie z.B. der Ruhm, geschätzt werden sollten, da diese ja vergänglich sind und eigentlich keinen Wert haben. &lt;br /&gt;
Ein Enjambement verbindet schließlich die dritte mit der letzten Strophe, in der weiter auf die Frage eingegangen wird. Hier wird betont, dass das, was man als wichtig erachtet nichts „als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 12f.) sei. Die „Nichtigkeit“ (ebd.), also die Irrelevanz der Dinge, die man vermeidlich als wichtig empfindet, wird durch die Akkumulation „Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) betont. Ein Schatten ist vom Sonnenstand abhängig, Staub kann so klein sein, dass man ihn gar nicht bemerkt und der Wind weht nicht konstant. Auch die Veranschaulichung durch die „Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (ebd.) betont auch die Irrelevanz. Denn eine bestimmte Blume kann man auf einer Wiese mit tausend anderen Blumen nur schwierig wiederfinden. Im letzten Vers beklagt sich das lyrische Ich, dass das, „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten [will]“ (V. 14). Die meisten Menschen erkennen also noch nicht, was zu den wichtigen Dingen im Leben gehört und dass an zu vielen unnötigen Dingen, wie z.B. Krieg, festgehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in dem Gedicht durch Antithesen und Metaphern die Vergänglichkeit alles Irdischen verdeutlicht wird. Anschließend wird die Frage gestellt, ob das, was der Mensch als wichtig betrachtet, z.B. Krieg zu führen und zu gewinnen, die Mühe wert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback von Maike:&lt;br /&gt;
Liebe Christine, ich finde deine Analyse ist die gut gelungen. An manchen Stellen könntest du noch etwas näher auf das eingehen, was du sagst. Deine Sprache ist beeindruckend, du hast einen tollen Wortschatz.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Gryphius</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius"/>
				<updated>2018-11-08T18:00:46Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Es ist alles Eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse eines Gedichtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbereitung:&lt;br /&gt;
mehrmaliges Lesen und Bearbeiten des Textes (Wichtiges markieren, notieren, gliedern, usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Einleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Themasatz: Textart (Natur-, Liebes-, politisches Gedicht, usw.), Titel, Dichter, ev. Entstehungszeit, Epoche; Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hauptteil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltliche, formale und sprachliche Analyse&lt;br /&gt;
•	Gliederung in Sinnabschnitte, deren Funktionen&lt;br /&gt;
•	Darstellung und Deutung exemplarischer Textstellen inhaltlich (Was wird aus-gesagt und was bedeutet das?), sprachlich (Wie wird es ausgesagt  und was bedeutet das? - sprachliche Mittel) und formal (Strophen, Reimschema, Metrum, Interpunktion, Enjambement, Wortwahl, usw.)&lt;br /&gt;
•	Wechselbeziehungen zwischen Inhalt, Sprache und Form &lt;br /&gt;
•	eventuell Berücksichtigung des gesellschaftlich-historischen, biografischen, usw. Kontextes, der Position und Perspektive des lyrischen Ich&lt;br /&gt;
•	korrekte Zitierweise&lt;br /&gt;
•	Textintentionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Schluss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Zusammenfassung der wesentlichen Analyseergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett &amp;quot;Es ist alles eitel&amp;quot; geschrieben von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1637 zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus vier Strophen, wobei die ersten zwei Strophen vier Verse enthalten und die letzten zwei drei Verse. Die ersten beiden Strophen sind als umarmender Reim aufgebaut und die letzten Beiden beginnen jeweils als Paarreim, wobei der dritte Vers eine Verbindung zur jeweils anderen Strophe schafft. Außerdem enthält das Gedicht einen sechshebigen Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett beginnt im ersten Vers mit einer Art Einleitung, indem das Thema der Vergänglichkeit, hier &amp;quot;Eitelkeit&amp;quot;(V.1) genannt, direkt angesprochen wird und ein Bezug zur Überschrift geschaffen wird. Mit der Repetitio des Wortes &amp;quot;sihst&amp;quot;(V.1) verdeutlicht das lyrische Ich, dass man, egal wohin man sieht, nichts ewiges finden kann. Man findet lediglich &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(V.1). Die Verwendung des Substantivs &amp;quot;Erden&amp;quot;(ebd.) spezifiziert den Raum in dem man nur Vergängliches sieht. Durch diese Spezifizierung macht das lyrische Ich erkennbar, dass es sich nur um Irdisches Handelt. Er impliziert so direkt zu Beginn des Gedichts, dass sich Ewiges im Übernatürlichen bzw. Göttlichen finden lässt. Im Folgenden ist das Gedicht sehr von Antithesen geprägt. In Vers zwei stehen die beiden Verben &amp;quot;reist&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;baut&amp;quot;(V.2) direkt hintereinander und sind lediglich von einem Spiegelstrich getrennt. Durch diesen Chiasmus wird die Differenz zwischen dem &amp;quot;heute&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;morgen&amp;quot;(V.2) untermauert und somit des lyrischen Ich's These, die Erde sei vergänglich, unterstützt. Auch Vers 3, der als Anapher eine Verbindung zu Vers 2 schafft, da sie beide Beispiele für Vergänglichkeit liefern, besteht aus einer Antithese. hier wird aufgezeigt, dass aus &amp;quot;Städten&amp;quot;(V.3), die heute existieren in Zukunft &amp;quot;Wiesen&amp;quot;(V.3) werden können. Das Wort &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.3) begegnet einem folgend häufiger und beschreibt immer den Gegenwartszustand. Durch den vierten Vers wird noch einmal der Unterschied zwischen verschieden Zeiten hervorgebracht, indem &amp;quot;ein Schäferskind&amp;quot;(V.4), das &amp;quot;mit den Herden&amp;quot;(V.4) spielt, den &amp;quot;Städten&amp;quot;(ebd.) gegenübergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ersten Vers der zweiten Strophe wird die Vergänglichkeit der Pflanzen angesprochen. Diese blühen noch in der Gegenwart, was wieder von &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.5) signalisiert wird. Dass diese zertreten werden &amp;quot;sol[len]&amp;quot;(V.5) zeigt, dass diese in keinem Fall ewig bleiben. Im nächsten Vers wird die Vergänglichkeit des Menschen erläutert. Dies ist an der Metapher &amp;quot;pocht und trotzt&amp;quot;(V.6) erkennbar, da diese zum einen für das pochende Herz des Menschen steht, dem Menschen aber auch die Fähigkeit zuspricht zu trotzen, sodass die Annahme, ein Tier könnte gemeint sein, verworfen werden kann. Mit &amp;quot;Asch vnd Bein&amp;quot;(V.6) ist das, gemeint, was vom Körper nach dem Tod  noch übrig bleibt gemeint. Das lyrische Ich kommt also zu dem Schluss dass der Mensch ebenso vergänglich ist wie alles andere und sich in der Hinsicht nicht von anderen Lebewesen oder Artefakten unterscheidet. Dass, &amp;quot;Nichts&amp;quot;(V.7) ewig ist, belegt er in Vers drei, indem er sagt das &amp;quot;kein Ertz / kein Marmorstein&amp;quot;(V.7), also nicht mal Gestein, von dem man eigentlich annehmen kann, dass es schwer kaputt geht, ewig sein kann. Das lyrische Ich geht in Strophe Zwei klimatisch vor indem er sich von den Pflanzen zum Menschen bis hin zum Gestein immer weiter steigert, und seine Vergänglichkeit erläutert. Er führt dabei, das wovon man eigentlich denkt es sei am standhaftesten, Gestein, als letztes an und das, wovon man denkt es am leichtesten zu entbehren, Pflanzen, an erster Stelle an. So zeigt er auf dass, zwischen den verschiedenen Beispielen kein Unterschied, bezogen auf die Vergänglichkeit, herrscht. Im letzten Vers bezieht sich das lyrische ich schlussendlich auf das &amp;quot;Glück&amp;quot;(V.8). Antithetisch dazu verfasst er, dass auf dieses &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(Z.8) folgen. Dies lässt ein recht negatives Menschen - und Weltbild erkennen, da das lyrische Ich annimmt, dass Glück nicht ewig ist und Trauer folgen muss. Auf der anderen Seite lässt sich sagen, dass dies eine recht realistische Einschätzung des Lebens ist, die einen auf Schwierigkeiten vorbereiten könnte. Durch die Metapher &amp;quot;donnern&amp;quot;(V.8) verstärkt das lyrische Ich die Extremität des Wandels von &amp;quot;Glück&amp;quot;(ebd.) zu &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(ebd.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe und somit das erste Terzett beginnt mit der Anführung einer weiteren vergänglichen Sache: der &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(V. 9). Dieser vergehe &amp;quot;wie ein Traum&amp;quot;(V.9). das lyrische Ich möchte, wie im Rest seines Textes, jedoch besonders an dieser Stelle, an die Menschen appellieren, sich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen.&amp;quot;Ruhm&amp;quot;(ebd.), oder Ehre, ist etwas das der Mensch oft anstrebt, aus falschen Intentionen. Der Lyriker möchte den Menschen so davon abhalten. Im zweiten Vers stellt das lyrische ich eine rhetorische Frage, indem er das Leben metaphorisch als &amp;quot;Spiel der Zeit&amp;quot;(V.10) benennt. Durch die vorherige Erklärung einiger Beispiele, die vergänglich sind, lässt sich die Frage verneinen. Der Mensch  kann also nicht ewig sein. Das Adjektiv &amp;quot;leicht&amp;quot;(Z.10), welches den Menschen beschreibt, lässt sich auf Vers sieben beziehen, in dem von Gestein, welches nicht ewig ist, die Rede ist. Also schlussfolgert das lyrische Ich, dass wenn nicht einmal Gestein ewig sein kann, auch der &amp;quot;leichte Mensch&amp;quot;(V.10) nicht ewig sein kann. Im letzten Vers zeigt das lyrische Ich die Irrelevanz des Vergänglichen auf. Die Interjektion &amp;quot;Ach!&amp;quot;(V.11) untermauert die Verachtung, die das lyrische Ich bei den zuvor genannten Beispielen empfindet. Die Sachen, die der Mensch als, metaphorisch gemeint, &amp;quot;köstlich&amp;quot;(V.11), also gut, betrachtet, sind nicht ewig und somit nicht der großen Aufmerksamkeit würdig. Der Appell, den das lyrische Ich versucht zu verdeutlichen, wird an dieser Stelle nochmal besonders deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Strophe beginnt mit einer Aufzählung von Symbolen, die für die Vergänglichkeit stehen. Durch das Substantiv &amp;quot;Nichtigkeit&amp;quot;(V.12), wird nochmal die unwichtige Rolle des Vergänglichen untermauert. &amp;quot;Schatten&amp;quot;(V.12) ist ebenfalls nicht dauerhaft, sondern entsteht nur dann wenn es auch Sonnen gibt. Metaphorisch steht der &amp;quot;Schatten&amp;quot;(ebd.) auch für schlechte Zeiten, die ebenso nicht dauerhaft sind. &amp;quot;Staub vnd Wind&amp;quot;(V.12) sind beides vergängliche Zustände. Der Staub kann sehr schnell verfliegen und auch Wind kommt und geht. Um zu verdeutlichen, dass alles Irdische vergänglich ist und keine dieser Sachen eine besonders wichtig sind, da sie eine vergängliche Sache von vielen sind, verwendet das lyrische ich die Metapher einer &amp;quot;Wiesen - Blum / die man nicht wider fndt&amp;quot;. Hier lässt sic auch ein Appell herausstellen, da das lyrische Ich den Menschen dazu aufruft, sich nicht zu sehr mit diesen Dingen zu beschäftigen, weil man sie sowieso &amp;quot;nicht wider find't&amp;quot;(V.13). Im letzten Vers stellt das lyrische Ich heraus, dass &amp;quot;was ewig ist kein einig Mensch betrachten&amp;quot;(V.14) kann. Also hat der Mensch momentan gar nicht die Möglichkeit etwas ewiges zu sehen. Durch das temporale Adverb &amp;quot;Noch&amp;quot;(V.14) wird manifestiert, dass jetz zwar die Möglichkeiten ewiges zu sehen noch nicht gegeben sind, dies aber in Zukunft der Fall sein kann. Mit der Zukunft ist der Tod gemeint, in dem der Mensch, nach christlich- abendländischer Vorstellung, auf Gott trifft. Somit lässt sich sagen, das Gott oder das Göttliche, das einzige ist, was für das lyrische Ich ewig ist. Diese Vorstellung lässt sich auch mit dem ersten Vers verknüpfen, in dem nur von &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(ebd.) die Rede ist. Die Vorstellung von Gott als ewig unterstützt somit die Aussage, dass alles Irdische vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonett lässt sich außerdem mit seiner Epoche, der Barock, in der es geschrieben wurde verknüpfen. Zu dieser Zeit herrschte der 30. Jährige Krieg, was große Armut verursachte. Außerdem herrschte eine große Differenz zwischen Arm und Reich. Gryphius Gedicht, kann somit also als Stück verwendet werden, dass den Menschen Hoffnung macht. Dadurch, dass er sagt, dass niemand für immer in seinem jetzigen Zustand ist klingt er die Vorstellung einer gerechten Zukunft an. Zudem greift das Gedicht mit dem Thema der Vergänglichkeit und der Erinnerung daran, dass auch der Mensch vergänglich ist und sterben kann, einen der drei zentralen Leitgedanken des Barocks, den Memento Mori, auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das lyrische Ich mit dem Sonett, dem Menschen vor Augen führt, dass alles Irdische vergänglich ist. Das einzige, das ewig währt, sei das Göttliche. Sprachlich formal wird dies durch zahlreiche Antithesen und Metaphern unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonnet „Es ist alles Eitel“ wurde von Andreas Gryphius im Jahre 1637 zu Zeiten des Barocks verfasst. Thematisch befasst sich das Gedicht mit der Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in vier Strophen aufgeteilt sind. Dabei beinhalten zwei Strophen vier Verse und die letzten beiden Strophen drei Verse. Der Aufbau weist daher auf ein typisches Sonnet hin, da es zwei Quartette sowie zwei Terzette enthält. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus. Die beiden ersten Strophen bestehen aus einem umarmenden Reim (abba, abba) während die beiden letzten einen Schweifreim (ccd,eed) bilden. Reimen sich Vers eins und vier ist deren Kadenz identisch (weiblich) sowie die zweiten und dritten Verse männlich, was die antithetische Struktur des Gedichtes hervorhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die Überschrift „Es ist alles Eitel“ zeugt von der Verzweiflung des lyrischen Ichs, da nichts auf der Welt von ewigem Bestand ist. Dabei akzentuiert das unbestimmte Numeral „alles“ die prekäre Lage.&lt;br /&gt;
Die erste Strophe knüpft an die Überschrift an, indem das lyrische Ich den Leser mit direkter Ansprache darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich ist (vgl. V.1). Das Adverb „nur“ (ebd.) verdeutlicht den hoffnungslosen und klagenden Grundton des lyrischen Ich aufgrund der Allgegenwärtigkeit der Vergänglichkeit. Diese resignative Stimmung lässt sich in Verbindung zu dem 30-jährigen Krieg setzen, welcher zu Zeiten des Gedichtes schon 25 Jahre herrschte und Deutschland komplett zerstört hat. Die darauffolgenden drei Verse beschäftigen sich konkret mit dem Verfall und Zerstörung der Städte. So heißt es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Auffällig ist, dass die Gegenwart und Zukunft in antithetischer Verbindung stehen, wodurch untermauert wird, dass das Schöne nur kurzen Bestand hat beziehungsweise später keine Bedeutung mehr erlangt. Ebenso stehen die Verben „bauen“ (ebd.) und „einreißen“ (ebd.) gegensätzlich zueinander. Durch das demolieren der Städte wird konkret auf den Krieg angespielt, wodurch zum Ausdruck kommt, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, dass die Menschen selbst für ihre Vergänglichkeit bzw. der ihrer Bauwerke verantwortlich sind. Des Weiteren verdeutlichen die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.) die Generalisierung der Ereignisse in Europa. Die Antithetik zwischen Gegenwart und Zukunft wird im dritten Vers fortgesetzt, indem es heißt „Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3), wodurch untermauert wird, dass die Natur ihren Platz zurückerobert. Auffällig ist hier, dass ein Rückschritt beschrieben wird. Die „Wiese“ (ebd.) steht dabei für die Natur und durch ihre grüne Farbe für Hoffnung und symbolisch für das Gedeihen neuen Lebens. Diese Idylle wird in dem darauffolgenden vierten Vers fortgesetzt, indem es heißt „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4), was den Wunsch nach Frieden verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe wird von der Antithese „Was itz und prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5) eingeleitet. Dies hebt die Vergänglichkeit der Natur, mitsamt der blühenden Pflanzen hervor. So heißt es weiter „Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein“ (ebd.). Das „poch[en]“ (ebd.) steht hier metaphorisch für den Herzschlag eines Lebewesens. Die Anapher „Was itz“ (V.5+6) untermauert, dass die Natur und die Lebewesen eine gleiche Gewichtung in der Rolle ihrer Vergänglichkeit haben. Dies wird durch den darauffolgenden Vers unterstützt, in dem mit einer verdoppelten Verneinung nichts als ewig bestehend erklärt wird und soll Klarheit über die Vergänglichkeit alles Irdischen verschaffen (vgl. V. 7). Die Vergänglichkeit wird durch die Akkumulation „kein Erz, kein Mamorstein“ (ebd.) unterstützt, da diese zu Zeiten des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten.  Der letzte Vers der zweiten Strophe wird mit einer Personifikation des Glückes eingeleitet. Antithetisch wird dem Glück eine Synästhesie aus &amp;quot;donnernden Beschwerden&amp;quot; (V.8) gegenübergestellt. Dabei werden zwei unterschiedliche Sinneseindrücke (donnernd = hören, Beschwerden = fühlen) miteinander in Verbindung gesetzt, um das Leid zu verdeutlichen. Des Weiteren bekräftigt diese weitere Personifikation die Assoziation mit dem Krieg, da das Verb „donnern“ mit Waffen in Verbindung gebracht werden kann, welche ebenfalls zur Zerstörung beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Betrachtung der beiden ersten Strophen ist deren klimatischer Aufbau auffallend. In der ersten Strophe wird ausschließlich die Vergänglichkeit materieller Güter beschrieben, währenddessen die zweite Strophe die Nichtigkeit der Lebewesen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn der dritten Strophe wird der sonnettypische, inhaltliche Bruch eingeleitet, da die ersten beiden Strophen eher aus einer beschreibenden Position stammen und in der dritten und vierten Strophe zu einem bewertenden Standpunkt wechseln, was durch das Fragezeichen in Vers 10 und dem Ausrufezeichen in  Vers 13 akzentuiert wird. Inhaltlich befasst sich die erste Terzette mit der Frage was das Leben ist und wie die Menschheit es bewältigt. So heißt es in Vers neun „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9). Dies hebt hervor, dass selbst Reichtum und hochgeschätzte Werte der Vergänglichkeit unterliegen. So wird dem Leser in Vers 10 eine rhetorische Frage gestellt „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“ (V.10), um dem Leser zu verdeutlichen, dass ein Kampf gegen die Vergänglichkeit sinnlos erscheint. Der elfte Vers wird durch den Ausruf der Verzweiflung „Ach!“ (V.11) eingeleitet wodurch deutlich wird, dass das lyrische Ich über die Erkenntnis der Vergänglichkeit verzweifelt ist, da der Mensch keine Gewalt über das Leben hat. Auffällig ist hier, dass die dritte Strophe mit der vierten durch ein Enjambement verbunden ist, da die letzte Strophe konkrete Antworten auf die Frage des Lebens gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird das Leben akkumulierend „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12) definiert. Dabei stehen „Schatten, Staub und Wind (ebd.) für kurzlebige Synonyme, welche die Vergänglichkeit des Lebens akzentuieren. Ein weiterer Vergleich stellt Vers 13 dar, in welchem es heißt „Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind´t“(V.13). Dabei steht die „Wiesenblum“ (ebd.) metaphorisch für das Leben eines einzelnen Menschen, da auf einer Wiese eine einzelne Blume so unbedeutsam wie das Leben eines Menschen und dessen Vergänglichkeit ist. Der letzte Vers des Sonnets „Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) stellt das Fazit des lyrischen Ichs dar. Dieses ist der Auffassung, dass noch kein Mensch betrachtet hat was für die Ewigkeit besteht. Das Adverb „noch“ (ebd.) gibt jedoch Hoffnung, dass sich in der Zukunft noch ändern und sich der Mensch dem Ewigen zuwenden könnte. Das sogenannte Ewige ist der Glaube an Gott, welchen die Menschen in der Zeit des Barocks durch den 30-jährigen Krieg verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich sagen, dass der Text den Leser dazu bringen soll sich auf das Wesentliche, das Leben nach dem Tod, zu konzentrieren. Die Auffassung des lyrischen Ich, dass alles Irdische Vergänglich ist, wird durch zahlreiche Antithesen, Metaphern und Personifikationen geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorena==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahr 1637, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Barock. Thematisiert wird die Vergänglichkeit des Irdischen. Inhaltlich handelt das Gedicht von der Zerstörung des 30-jährigen Krieges und den Folgen der Zerstörung, sowie dem Vertrauen der Menschen an das Irdische. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst 14 Strophen und ist in der Form eines Sonettes gegliedert. Als Reimschema liegen in den Quartetten umschließende Reime vor, während die Terzette durch Paarreime gekennzeichnet werden. Als Metrum liegen durchgehend sechs-hebige Jamben vor, die 12 bis 13 Silben beinhalten und durch eine Mittelzäsur geteilt werden. Es liegen sowohl stumpfe als auch klingende Kadenzen vor, die sich dem Reimschema des Gedichtes anpassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) ein. Die „Eitelkeit“ (ebd.), die bereits im Titel des Gedichtes Erwähnung findet, ist in diesem Fall als veraltetes Synonym für Vergänglichkeit zu verstehen. Der Inhalt des Verses spiegelt die Situation in der Entstehungszeit des Gedichtes wieder. Das Gedicht ist während des 30-jährigen Krieges entstanden, in welchem viele Städte und Gebiete zerstört wurden und in dem die Lebensbedingungen der Menschen sehr schlecht waren. Das Lyrische Ich beschreibt, dass egal wohin man sich wendet, überall nur Vergänglichkeit zu sehen ist. Das Repetitio der Formulierung „du siehst“ (ebd.) veranschaulicht die allgemeine Gültigkeit der Aussage des Lyrischen Ichs. Generell lässt bereits der erste Vers des Gedichts eine resignative Stimmung erschließen, da der Krieg in dieser Zeit für die Bevölkerung sehr belastend ist. Dies wird ebenfalls durch die antithetische Struktur der nächsten Verse verstärkt. Das Lyrische Ich beschreibt „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Auffällig sind neben der Kontrastierung zwischen den Zeitangaben „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.), auch die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.), welche auf jede Person zu beziehen sind und die Aussage somit verallgemeinern. Auch hier wird wieder die Situation während des Krieges in Bezug auf die Vergänglichkeit aufgegriffen. Was die Menschen an einem Tag bauen oder bereits vor geraumer Zeit gebaut haben, kann am nächsten Tag schlagartig zerstört werden. Im folgenden Vers veranschaulicht das Lyrische Ich die Aussage durch das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Das Beispiel ist durch das Reimschema formal mit dem vorhergehenen Vers verbunden und verdeutlicht zum einen die Vergänglichkeit, zum anderen aber auch ein Anzeichen für die Zerstörung während des Krieges. Die antithetische Struktur, die in den ersten drei Versen des Textes verwendet wird, wird durch das Versmaß verstärkt. Als Versmaß liegen Alexandriner vor, die durch eine Mittelzäsur geteilt werden. Der monotone Rhythmus des Alexandriners verstärkt die ohnehin resignative Stimmung des Gedichtes, während die Mittelzäsur die genannten Gegensätze voneinander separieren. Diese Trennung wird formal durch ein Komma verbildlicht und somit hervorgehoben.  An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers unmittelbar an. Es ist erneut die Rede von der Wiese „[a]uf der ein Schäfers-Kind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Die Metapher des „Schäfers-Kind“ (ebd.) auf einer Wiese, verdeutlicht die Sehnsucht nach der friedlichen Zeit, wie sie vor dem Krieg war, und wiederholt die Vergänglichkeit bzw. die Nichtigkeit des vom Menschen Erschaffenen. Auffällig ist, dass in diesem Vers, nicht wie in den übrigen, die Mittelzäsur durch ein Komma dargestellt wird. Der Vers wirkt somit trostlos, was durch die stumpfe Kadenz am Versende verstärkt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichtes setzt mit der Feststellung „[w]as jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Erneut ist die Kontrastierung zwischen dem gegenwertigen Zustand und dem zukünftigen Geschehen zu erkennen, somit wird neben der allgemeinen Vergänglichkeit des Irdischen insbesondere die Vergänglichkeit der Natur hervorgehoben. Die antithetische Darstellung wird wiederholt durch eine Mittelzäsur und das Komma formal getrennt, was die Kontrastierung des Inhalts innerhalb des Verses veranschaulicht. Das Adverb „jetzund“, welches zuletzt im 18. und 19. Jahrhundert verwendet wurde, verdeutlicht das Alter des Gedichtes und bestätigt, neben der Sonett-Form und der Verwendung des Alexandriners, dass das Gedicht aus der Epoche des Barock stammt, da dies typische Merkmale für diese Literaturepoche sind. Im zweiten Vers der Strophe „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) wird wiederrum die antithetische Struktur des Gedichtes aufgeführt. Die Verben „poch[en]“ (ebd.) und „trotz[en]“ (ebd.) charakterisieren ein lebendiges Wesen. Das Verb „poch[en]“ (ebd.) beschreibt den Herzschlag eines Lebewesens, während „trotz[en]“ (ebd.) als Abwehrhaltung für herannahende Gefahren verstanden wird, die die Existenz des Lebewesens gefährden. Im weiteren Verlauf des Verses wird allerdings auch wider die Nichtigkeit dargestellt, wenn es in Bezug auf das Lebewesen heißt es, es sei „morgen Asch und Bein“ (V. 6). Die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) steht metaphorisch für den Tod des Lebewesens und verbildlicht somit die Vergänglichkeit des Lebens. Hier lässt sich wieder ein Rückbezug auf die historische Situation vornehmen, da während des Krieges viele Menschen und auch Tiere getötet wurden, die möglicherweise ohne den Krieg noch ein langes Leben geführt hätten. Dieser Umstand verstärkt die resignative Stimmung und deutet bereits eine klimaxartige Steigerung zur ersten Strophe an, da in der ersten Strophe nur die Nichtigkeit des von Menschen Erschaffenen beschrieben wurde, während nun die Vergänglichkeit der Lebewesen Thema ist, auf die der Mensch nicht immer direkten Einfluss hat. Das Lyrische Ich fasst diese Erkenntnis mit dem Befund „Nichts ist, das ewig sei“ (V. 7) zusammen. Unter diesen Befund fallen laut des Lyrischen Ichs auch Materialien wie Erz und Marmorstein (vgl. V. 7), welche im 17. Jahrhundert, in der Zeit als das Gedicht verfasst wurde, noch als unzerstörbar galten und somit wiederholt die Nichtigkeit dessen, was als unzerstörbar galt und des Irdischen im allgemeinen darstellt. Die Strophe endet mit einem Vers in derselben antithetischen Struktur, die bereits in den ersten Versen des Gedichts verwendet wurde. Das Lyrische Ich erklärt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Die Personifikation des Glücks steht in diesem Vers der Synästhesie der donnernden Beschwerden gegenüber (vgl. V. 8). Im Zusammenhang mit dem historischen Hintergrund verdeutlicht die Personifikation, dass was die Bevölkerung sich am meisten Wünscht: „Glück“ (V. 8) um zum einen den Krieg zu überleben und zum anderen, dass der Krieg, der sich zu diesem Zeitpunkt schon seit fast 20 Jahren zuträgt, bald endet. Der Krieg wird in diesem Vers durch die donnernden Beschwerden (vgl. V. 8) dargestellt. Das Verb „donnern“ (ebd.) verdeutlicht in der Synästhesie den Beschuss während des Krieges, wohingegen die „Beschwerden“ (ebd.) eine Folge des Beschusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dritten Strophe erfolgt sowohl ein inhaltlicher, als auch ein formaler Umbruch. Während in den ersten beiden Strophen noch vier Verse verwendet wurden und der Kontrast zwischen der gegenwärtigen Situation und den zukünftigen Gegebenheiten in Bezug zur Vergänglichkeit thematisiert wird, werden in der dritten und vierten Strophe nur noch drei Verse verwendet und die Vergänglichkeit des Individuums dargelegt. Die dritte Strophe beginnt mit der Feststellung „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was soviel heißt wie, die Erfolge, die ein Individuum erzielt hat sind in zum einen in der Zeit des Krieges nichts mehr wert, aber auch im allgemeinen nichts wert, da alles Irdische vergänglich ist. Markant an diesem Vers ist die Verwendung des Metrums in Kombination mit dem Adjektiv „ho[ch]“ (ebd.) in Bezug auf die zustande gebrachten Taten. Zum einen liegt auf dem Adjektiv „ho[ch]“ eine Betonung, welche die Bedeutung des Wortes beim Lesen hervorhebt, aber auch der durch die Zäsur verursachte Anstieg der Stimme bis zum Einschnitt, auf welchen sowohl der Fall der Stimme, als auch der Verfall der Taten folgt. Im folgenden Vers wir das Lyrische Ich, das zuvor nur eine betrachtende und somit eher passive Rolle erfüllte aktiv. Es wirf die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit der leichte Mensch bestehn?“ (V. 10). Die rhetorische Frage bezieht sich auf die Vergänglichkeit der Menschen, was an der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.) deutlich wird. Die Menschen werden mit ihrem Leben als Spielfiguren betrachtet, die nach einer bestimmten Zeit vom Spielbrett gestoßen werden. Der Umstand, dass das Lyrische Ich die Formulierung „der leichte Mensch“ (ebd.) verwendet gibt zum einen Aufschluss über den allgemeinen Wert des Menschen und seines Lebens als Spielfigur und zum anderen wirft es die Frage auf, wer mit den Menschen spielt. Die Antwort auf diese Frage ist nur im Überirdischen zu finden und lässt sich somit mit Gott als Spieler des Spiels beantworten. Er entscheidet darüber in welche Richtung sich die Figuren bewegen, welche Figuren das Spielfeld verlassen und welche bleiben. Der Schlussvers dieser Strophe wird mit der Interjektion „Ach!“ (V. 11) eingeleitet. Dieser Ausruf verdeutlicht die Verzweiflung bzw. die Resignation des Lyrischen Ichs über die gewonnene Erkenntnis bezüglich der Vergänglichkeit. Weiterhin stellt das Lyrische Ich die Frage „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Das, „was wir für köstlich achten“ (ebd.), sind die irdischen Bestandteile des Lebens der Menschen. Diese vergleicht das Lyrische ich dann zu Beginn der letzten Strophe des Textes „[a]ls schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V. 12). Das Wortfeld der verwendeten Substantive stammt aus der Vergänglichkeit, deren Bedeutung auch durch die Aufzählung bzw. durch den Parallelismus in Form eines Trikolons bekräftigt wird. Somit haben die irdischen Bestandteile, die den Menschen wichtig sind, genau wie die Menschen selbst eine zeitliche Begrenzung. Dies wird ebenso im letzten Teil des Vergleiches, der zeitgleich auch der letzte Bestandteil des Trikolons ist, deutlich. Die irdischen Bestandteile des Lebens werden mit einer „Wiesen-Blum“ (V. 13) verglichen, welche „man nicht wider find’t“ (ebd.). Die Lebenszeit der, als Metapher für das Leben der Menschen und der irdischen Bestandteile verwendeten, Blume ist abgelaufen und sie lässt sich nicht wieder zurückholen bzw. der Verfall lässt sich nicht rückgängig machen. Der Vers veranschaulicht somit die Unumgänglichkeit der Vergänglichkeit und stellt somit das Verhalten der Menschen, die die irdischen Bestandteile wertschätzen in Frage. Das Lyrische Ich beendet das Gedicht mit der Aussage „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V. 14). Hierbei werden die Erkenntnisse aus dem vorangehenden Vers noch einmal aufgegriffen und beantwortet. Da das irdische vergänglich ist, ist das einzige, das Überirdisch ist gleichzeitig auch das einzige das „ewig ist“ (ebd.). Nach den Vorstellungen der damaligen Zeit (Absolutismus), ist das einzige das Überirdisch ist Gott, gefolgt von den obersten Herrschern. Das Lyrische Ich macht somit zum Ende des Gedichtes klar, dass nur der Glaube an Gott zählt und nicht das Vertrauen an irdische Bestandteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Lyrische Ich die Leser darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich und somit nichts wert ist. Letzten Endes zählt somit der Glaube an Gott, was den Menschen jedoch nicht in dieser Form benutzt wird. Zentrale formale Elemente des Textes sind die charakteristischen Merkmale des Barocks, wie beispielsweise das monotone Metrum, die Mittelzäsur, die besonders in den ersten beiden Strophen eine Rolle spielt, aber auch die Form des Sonetts selbst, welches durch die klare Struktur und die formale Gliederung das Verständnis des Textes und insbesondere des Umbruchs formal deutlich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“ verfasst von Andreas Gryphius und verfasst im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und ist in vier Strophen gegliedert. Es besteht aus jeweils vier Versen in der ersten und zweiten Strophe und aus jeweils drei Versen in Strophe drei und vier. Der Aufbau weist daher auf ein Sonett hin, da dieses aus zwei Quartetten und zwei Terzetten besteht. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) und verdeutlicht somit, dass alles was man sieht, auf der ganzen Welt vergänglich ist. Zur Zeit des Barocks bezeichnet man die Vergänglichkeit als Eitelkeit und  ist somit ein erstes Merkmal für die Epoche. Zudem wird anhand der Anapher „du siehst“ (V. 1) deutlich, dass das lyrische Ich das vergängliche mit eigenen Augen erkennen kann und sieht, wie sich die Welt verändert. Die Verwendung des sechshebigen Jambus und der männlichen Kadenz, verweist darauf das es sich hierbei um die Realität handelt, da die männliche Kadenz sehr hart auf das Gedicht wirkt und somit Fakten in den Raum stellt. Folgend erkennt das lyrische ich, dass sich die Welt ganz schnell verändern wird indem anhand einer Antithese gesagt wird,  „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;“ (V. 2).  Die schnelle Veränderung der Welt wird anhand der Adverbien „heute [und] morgen“ (V. 2) deutlich. Das Pronomen „jener“ (V. 2) verallgemeinert die Situation und lässt daraus schließen, dass jeder bereit dazu wäre, die Welt zu zerstören. Daraufhin folgt ein weiteres antithetisches Beispiel, welches die Vergänglichkeit des Irdischen darstellt, denn „Wo jetzund Städte stehn, wird wird eine Wiese sein“ (V. 3). Mit dieser Aussage bezieht sich das lyrische Ich auf die Zerstörung von Städten und vermutet, was durch „wird“ erkennbar ist, dass später mal auf diesem Platz eine Wiese sein wird, „Auf der ein Schäferkind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Anhand dessen wird klar, dass eine Vorausdeutung in die Zukunft dargestellt ist und die Natur, als die Macht gegen uns Menschen bezeichnet ist. „Schäferskind“ (ebd.) und „Herden“ (ebd.) verdeutlichen die Macht der Natur in Verbindung mit dem Menschen. Im Allgemeinen lässt sich in der ersten Strophe ein sechshebiger Jambus erkennen, mit zwei männlichen Kadenzen in Vers eins und vier und zwei weiblichen Kadenzen in Vers zwei und drei. Zudem liegt ein umarmender Reim (abba) vor, welcher die Gesamtsituation des Vergänglichen darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe folgt mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) und hebt somit die Vergänglichkeit der Pflanzen hervor. Das lyrische Ich bemerkt also, dass auch die Natur vernichtet wird und das „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Mit „pocht“ (ebd.) und „Asch und Bein“(ebd.) wird metaphorisch das Herz eines Lebewesens welches aufhört zu schlagen dargestellt.  Die Anapher „Was jetzt“ (ebd.) untermauert das Natur und Lebewesen unter den gleichen Umständen leiden und mit der Zeit vergehen werden. Zudem wird anhand der Aussage „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) deutlich, das Dinge wie in diesem Beispiel „Erz und Marmorstein“ (ebd.), welche zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten, auch in der Lage zu zerstören. Und nur das was „ewig sei“ (ebd.) ist nicht vergänglich. Metaphorisch ist mit ewig, Gott gemeint, denn er wird niemals vergehen. Vers acht wird mit der Personifikation „Glück“ (V. 8) eingeleitet, welches „uns [an] lacht“ (V. 8) und mit der Synästhesie „donnern die Beschwerden“ (V. 8) gegenübergesetzt. Das Glück und die Beschwerden stehen uns Menschen im Leben sehr nah gegenüber und verdeutlichen somit die Gefühle der Menschen und lassen somit die Angst vor der Vergänglichkeit deutlich werden. Das Personalpronomen „uns“ (ebd.) unterstreicht, das wir Menschen unter diesen Umständen leiden und bemerken das uns die Angst bevorsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, der von Andreas Gryphius verfasst und im Jahre 1637, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein politisches Gedicht. Es ist der Literaturepoche Barock zuzuordnen, welche besonders durch den sogenannten „Vanitas-Gedanken“, der sich auf die Vergänglichkeit alles Irdischen bezieht, geprägt wurde. Dieser wird auch in dem Gedicht Gryphius` thematisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist aus 14 Versen zusammengesetzt, welche in 4 Strophen gegliedert sind. Zwei dieser Strophen sind Quartette, da sie aus je 4 Versen bestehen und die anderen beiden sind Terzette, welche aus jeweils 3 Versen zusammengesetzt sind. Diese Form des Gedichtes nennt sich Sonett. Bezüglich des Metrums liegt ein sechshebiger Jambus vor, dessen Kadenzen abwechselnd betont (männlich) und unbetont (weiblich) sind. In den Quartetten liegt bezüglich des Reimschemas ein umarmender Reim (abba, abba) vor, während die Terzette einen Schweifreim (ccd, eed) aufweisen. Dabei ist im Zusammenspiel mit den Kadenzen eine Besonderheit festzustellen, da die sich reimenden Verse die gleichen Kadenzen aufzeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Es ist alles eitel“ deutet die Vergänglichkeit von alledem, was diesseitig ist, also der Erde angehört, an und leitet somit in die zentrale Thematik des Textes ein. Besonders das Zahlwort „alles“ (ebd.) akzentuiert, dass die Gesamtheit des Diesseitigen von der Vergänglichkeit betroffen ist. Außerdem wird an dieser Stelle bereits die Haltung des Erzählers zu jener angedeutet, da deutlich erkennbar ist, dass er sich der Vergänglichkeit alles Irdischen durchaus bewusst ist.&lt;br /&gt;
Anschließend setzt das Gedicht damit ein, dass der Erzähler erwähnt, man sehe „nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1). Damit wird erneut der Vanitas-Gedanke aufgegriffen, welcher die Vergänglichkeit alles irdischen Seins und folglich allen Lebens auf der Erde beschreibt. Das Adverb „nur“ (ebd.) hebt dabei insbesondere hervor, dass sich die Vergänglichkeit ausschließlich auf das Irdische beschränkt, wodurch gleichzeitig angedeutet wird, dass das Überirdische, also Gott, für die Ewigkeit besteht. Auf der anderen Seite deutet dies auf die Haltung des Erzählers in Bezug auf die Ausweglosigkeit aus dieser Situation hin, da ihm bewusst ist, dass man der Vergänglichkeit und der Zeit nicht entfliehen kann, was zudem eine gewisse Hoffnungslosigkeit des Erzählers vermuten lässt. Durch die Verwendung des Pronomens „du“ (V. 1) wird der Leser direkt angesprochen und in die Thematik einbezogen, da sie jeden betrifft. Des Weiteren erklärt der Erzähler, was „dieser heute“ (V.2) baue, reiße „jener morgen“ (V. 2) wieder ein. Diese Aussage zielt auf die Folgen des dreißigjährigen Krieges, welcher die Zerstörung vieler Teile Deutschlands mit sich gebracht hat. Besonders auffällig ist jedoch, dass sich die beiden genannten Aussagen antithetisch gegenüber stehen, was vor allem durch die Adverbien „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) hervorgehoben wird. In Verbindung mit den Verben „baut“ (V. 2) und „reißt […] ein“ (V. 2) könnten diese mit der Gegenwart und Zukunft assoziiert werden. Dies bezieht sich darauf, dass etwas in der Gegenwart zu erbauen bedeutet, etwas Neues zu schaffen, was eine positive Wirkung hat, dies jedoch anschließend in der Zukunft wieder einzureißen deutet auf die Vergänglichkeit hin, da diese positive Wirkung nur von kurzer Dauer ist, was an der kurzen Zeitspanne zwischen „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Diese Aussage erinnert ebenfalls an den sogenannten „memento mori“, welcher die Lyrik zur Zeit des Barock stark geprägt hat. Mit diesem ist gemeint, dass man bedenken solle, dass man stirbt. Diese Erinnerung an den Todesgedanken sollte die Menschen daran erinnern, sich auf ihr Leben in der Gegenwart zu konzentrieren und dieses zu nutzen. Somit könnte diese antithetische Aussage auch diesen Gedanken, jeden Moment des Lebens zu genießen, da er schnell wieder vergehen werde, vor Augen führen. Diese Vergänglichkeit wird durch das Pronomen „jener“ (ebd.) verallgemeinert, da sie überall zu erkennen ist. Daraufhin wird erneut die Zerstörung als Folge des Krieges sowie die Vergänglichkeit verdeutlicht, wenn der Erzähler erläutert, wo „jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). An dieser Stelle ist nochmals die Gegensätzlichkeit der Aussagen zu erkennen, welche vor allem durch die Zäsur zwischen der These und der Gegenthese hervorgehoben wird. Diese Zäsur dient jedoch auch dem Rhythmus des Gedichts, da an jener ein Einschnitt beziehungsweise eine Pause erfolgt. Auf die „Wiese“ (ebd.) geht er im Folgenden Vers vertieft ein, indem er erläutert, auf jener werde ein „Schäferskind […] mit den Herden“ (V. 4) spielen. Das Bild des Schäferskindes als Hirte der Herde könnte sich im übertragenen Sinne auf die Religion beziehen, da Gott im Christentum als fürsorglicher Vater des Volkes oftmals auch als Hirte bezeichnet wurde, der jenes schützt. Bezieht man dies wiederum auf den dreißigjährigen Krieg könnte diese Aussage als eine Art Appell des Erzählers an den Leser angesehen werden, da das Vertrauen in Gott, das Überirdische, das nicht vergeht, aus dieser Situation der Zerstörung hinaushelfen könnte. Demnach könnte diese Textstelle dazu dienen, Hoffnung zu vermitteln, dass nach dem Krieg wieder eine friedliche Zeit folgt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran folgt das zweite Quartett mit der Aussage, was jetzt so „prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Das Verb „blüht“ (ebd.) erinnert an Blumen und auch diese bestehen nicht für die Ewigkeit, was die Vergänglichkeit der Natur untermauert. Insgesamt fällt bis zu dieser Textstelle auf, dass der Fokus bisher auf der Vergänglichkeit der Natur und den Dingen, die der Mensch geschaffen hat, liegt. Dies ändert sich jedoch mit der darauf folgenden Beschreibung, dass das was noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sei. Insbesondere das Verb „pocht“ (ebd.) lässt erkennen, dass es sich bei dieser Aussage um Menschen handelt, da das Pochen an das menschliche Herz erinnert. Jene Menschen, die erwähnt werden scheinen Widerstand gegen den Krieg beziehungsweise einen feindlichen Angriff zu leisten, was durch das Verb „trotzt“ (ebd.) hervorgehoben wird. Eben diese Menschen seien am nächsten Tag lediglich noch „Asch und Bein“ (ebd.) was mit dem Tod in einer Verbindung steht, welcher eine Folge des Krieges ist. An dieser Stelle ist die Kritik Gryphius` deutlich festzustellen, da er eine der Konsequenzen des Krieges darstellt. Somit wird an dieser Stelle die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt. Die Anapher „Was jetzt“ (V. 5, V. 6), welche die Aussagen der Vergänglichkeit der Natur und die des Menschen einleitet, verbindet diese miteinander und hebt somit hervor, dass alles Irdische vergänglich ist. Dies wird auch durch die im Anschluss folgende Aussage „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) vor Augen geführt, da man früher geglaubt hat, man könne sie nicht zerstören und sie würden für die Ewigkeit bestehen. Dies widerlegt der Autor jedoch, denn seiner Meinung nach sind auch diese vergänglich, da sie etwas irdisches sind. Des Weiteren folgt die Personifikation jetzt „lacht das Glück“ (V. 8), welche der Synästhesie bald „donnern die Beschwerden“ (V.8) antithetisch gegenübersteht. Dies soll auf der einen Seite die Vergänglichkeit des Glücks und somit der guten Zeiten darstellen und deutet auf der anderen Seite auf die Folgen des Krieges hin, da die „Beschwerden“ (ebd.) nach dem Krieg häufig durch die darauf folgenden Hungersnöte sowie das Leid der Menschen aufgekommen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die allgemeine Vergänglichkeit irdischer Dinge mit besonderem Fokus auf der Vergänglichkeit des Lebens im 30-jährigen Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht befasst sich im historischen Kontext mit der Vergänglichkeit des Menschen und im Kontrast dazu hintergründig auch mit der Unendlichkeit bzw. Ewigkeit Gottes, welche besonders in der letzten Strophe zum Ausdruck kommt. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird so in der Vergänglichkeit die Zerstörung der Menschenleben und Städte ausdrücklich, die zu dieser Zeit Tag für Tag durchlebt werden musste. Darauf bezogen setzt auch die erste Strophe, geschrieben in einem umschließenden Reim, mit den Worten „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“(V. 1) ein. Hierbei wird besonders die Komplexität der Vergänglichkeit, welche im Wort „Eitelkeit“(ebd. ) benannt wird, deutlich, indem der Ausdruck „Du siehst, wohin du siehst“(ebd. ) verwendet wird. Dieser drückt gleich zu Beginn aus, das alles irdische vergänglich ist und dehnt somit den Rahmen auf alles aus. Auffallend ist hierbei jedoch die Verwendung des Verbs „sehen“(ebd. ), welches Anlass gibt, das Vergängliche auf irdischer Ebene zu betrachten, da der Mensch nicht im Stande ist, das überirdische, bzw. „Gott“ zu sehen. Zudem spitzt das Adverb „nur“ (ebd. ) diese Bedeutung des Überirdischen noch einmal zu, indem die Erde somit als alleinig aus Vergänglichkeit bestehend beschrieben wird, weshalb das Reich Gottes indirekt, hier noch nicht ganz deutlich, aber bezüglich der vierten Strophe einen Kontrast zum Irdischen bildet. Die abschließende Interpunktion, die den Satz beendet, verweist dabei noch einmal auf die endgültige Vergänglichkeit aller Dinge und allen Lebens ohne Ausnahme. Daran anschließend konkretisieren die drei folgenden Verse die irdische Situation, indem Beispiele für die Vergänglichkeit genannt werden. In diesem Sinne setzt der Text mit den Worten „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“(V. 2) fort. Besonders kommt dabei die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen in den Pronomen „dieser“(ebd. ) und „jener“(ebd. ) noch einmal zum Ausdruck. Sie verallgemeinern das Bezugsfeld, sodass alle Menschen das Vergängliche miterleben sowie mit beeinflussen. Hierbei redet das lyrische ich in diesem Zusammenhang von Gebäuden, vielleicht auch im metaphorischen Sinne von Errungenschaften einzelner, die wiederum zerstört werden. Die Zerstörung lässt sich dabei auf den historischen Hintergrund und somit auf den 30-jährigen Krieg beziehen, in welchem viele Leben und so auch Lebensräume zerstört wurden. Die antithetische Formulierung, wie auch der Kontrast in „heute“(ebd. ) und „morgen“(ebd. ) spielt dabei jedoch auch gewissermaßen auf die Wechselseitigkeit des Krieges an. Bezüglich der Zerstörung setzt der dritte Vers fort „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“(V. 3), worin wiederum Zusammenhänge zum Krieg gezogen werden können. Hierbei stechen aber auch noch einmal die antithetischen Begriffe „Städte“(ebd. ) und „Wiesen“(ebd. ) hervor, die insbesondere auf die materielle Vergänglichkeit anspielen, aber auch verdeutlichen, dass alles wieder zu seinem Ursprung gelangt, da dort vor der Stadt auch nur eine Wiese gewesen war. Eben diese Art von Kreislauf des Lebens unterstreicht der Vers „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“(V. 4). Die Verwendung des Futurs sowie die Simplizität der Situation, die hier dargestellt wird, zeigt das lyrische ich, dass es trotz aller Zerstörung und Vergänglichkeit auch immer wieder einen Neuanfang und so auch neues Leben gibt, welches im Wechsel mit dem Tod bzw. der Vergänglichkeit steht. Auch drückt letztlich der umschließende Reim in den ersten beiden Strophen diese Vergänglichkeit als letztliches Mittel allen Lebens aus, was auch durch die Kadenzen deutlich wird. Hierbei sind der erste und vierte Vers weiblich, enden also auf einer unbetonten Silbe, und die umschlossenen Verse, wie auch in Strophe zwei männlich, enden auf einer betonten Silbe. Dabei ist auffallend, dass die betont endenden Verse jeweils eine Tatsache beinhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontrastierung zweier Sinnbilder setzt sich auch in der zweiten Strophe fort, was wiederum die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen unterstreicht. In „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“(V. 5) wird auf gewisse Weise erneut metaphorisch das Leben dem Tod gegenüber gestellt. Besonders drückt darin die Wortwahl die Resignation des lyrischen Ichs aus, welches dem Leben nachtrauert, sich jedoch des Vergänglichen und des Neuanfangs bewusst ist, diesen jedoch nicht völlig zu verstehen vermag. Hierbei sticht jedoch durch die Verwendung des Futurs erneut die Wechselhaftigkeit heraus, die zum einen erneut auf den Krieg, aber zum anderen auch auf die Wechselhaftigkeit des allgemeinen Lebens anspielt. Somit ist es ungewiss, wie lange etwas anhalten und beständig sein wird, da die Möglichkeit des Vergehens jederzeit besteht. Dies entspricht auch dem Tod, der ungewiss eintreten kann, sei es durch Krieg oder aber andere Umstände, wie es in den folgenden Worten „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“(V. 6) deutlich wird. Besonders steht dabei das Verb „pochen“(ebd. ) für den Herzschlag und somit für Leben, wohingegen „Asch und Bein“(ebd. ) auf eine tote Person andeuten. Besonders wird hier jedoch auch noch einmal die Nichtigkeit einer einzelnen Sache oder Person für die Gesamtheit deutlich, indem die Asche metaphorisch als Symbol der Vergänglichkeit gilt. Zudem gilt sie bezüglich des Todes jedoch auch als Zeichen der Trauer, was die Resignation des lyrischen Ichs untermauert. Rückbezogen auf die verschiedenen Beispiele wie dem Tod oder der Zerstörung von Stätten folgt so  als Schlussfolgerung des lyrischen Ichs „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“(V. 7). Auch dieser Satz wird wie auch schon der erste durch eine Interpunktion beendet, was die Endgültigkeit der Aussage unterstreicht und somit die Vergänglichkeit verallgemeinert. Dass diese Aussage für alles und jeden gilt, wird dabei in den Worten „kein Erz, kein Marmorstein“(ebd. ) ausdrücklich, da Erz und Marmor in früheren und auch in heutigen Zelten als teure und resistente Stoffe gelten, die vielem Stand halten. Sie unterstreichen die Aussage also insofern, dass sie letztlich die Spitze des Unkaputtbaren darstellen und dennoch vergänglich sind, weshalb sich jegliche anderen Dinge dem unterordnen. Im letzten Vers der zweiten Strophe wird im Anschluss noch einmal besonders auf die Wechselhaftigkeit und den Kreislauf des Lebens angespielt. So zeigt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“(V. 8), dass das Leben gute wie auch schlechte Zeiten beinhaltet und der Wechsel zwischen diesen unabsehbar stattfindet, was das Adverb „bald“(ebd. ) andeutet. Aber auch der Bezug auf ein jedes Leben wird im Personalpronomen „uns“(ebd. ) deutlich, der durch die Personifikation „Jetzt lacht das Glück“(ebd. ) gestärkt wird. Eben diese verdeutlicht, dass das Glück auch etwas unbeeinflussbares ist, wie jeder andere Mensch auch, sodass auch das Aufkommen von Glück etwas ist, das vergänglich ist. Das gleiche drückt so auch die Metapher „bald donnern die Beschwerden“(ebd. ) aus, welche gewissermaßen auch für eine Unbeständigkeit der menschlichen Verfassung und Gemütsstimmung steht und somit auch diese als vergänglich akzentuiert. Betrachtet man die beiden ersten Strophen im Zusammenhang, so fällt ein etwas klimaktischer Aufbau von erster zu zweiter Strophe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte und vierte Strophe stehen dahingegen etwas im Kontrast zu den beiden vorherigen Strophen, indem das lyrische Ich darin nachdenklich wirkt und über die menschliche Existenz nachdenkt. Fasst man die beiden Strophen zusammen, so fällt gleich der darin vorhandene Schweifreim auf, im Einzelnen also ein Paarreim und eine Weise. Dieses Reimschema, das in den beiden Quartetten und Tärzietten aufzufinden ist, ist das für den Barock typische Reimschema Alexandriner.  Zugleich fällt aber auch die durch den im Gedicht stringent verwendeten 6-hebigen Jambus auch auf, dass die Paarreime jeweils betont enden und die sich reimenden Weisen/Schweife dahingegen unbetont. Inhaltlich fällt in diesem Kontext auf dass die unbetonten Verse meist noch etwas positives beinhalten, das den Sinn hinter der Vergänglichkeit ausdrückt. Das Metrum sorgt dahingegen jedoch für eine monotone Darstellung, die bezogen auf den Inhalt die unumgehbare Existenz der Vergänglichkeit darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe setzt mit dem Ausdruck „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) ein. Der Vergleich mit einem Traum bringt dabei die Nichtigkeit der Dinge in den Vordergrund. Zwar wird hier konkret von Ruhm gesprochen, über den das lyrische Ich nachdenkt, jedoch lässt dieser sich als ein Exemplar auffassen, dass eigentlich zeigt, wie unwichtig Dinge wie Ruhm und materielles Reichtum sind, da sie letztlich so schnell vorüber und in Vergessenheit geraten sind wie ein Traum, an den man sich oftmals schon nach kurzer Zeit nicht mehr erinnern kann. Darauf folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“(V. 10), welche durch die Existenz des Todes ihre Antwort findet. Besonders sticht hier aber auch die Metapher „das Spiel der Zeit“(ebd. ) heraus, welche verdeutlicht, dass die Zeit selbst endlos ist, jedoch das Spiel und somit das Leben des Menschen innerhalb dieser ein Ende findet, wie jedes Spiel irgendwann endet. In diesem Kontext wird der Mensch durch das Adjektiv „leicht“(ebd. ) verallgemeinernd als schwach dargestellt, was sich rückblickend auf den „Marmorstein“(V.  7) als Kontrast zur Härte zeigt, die jedoch auch nicht beständig ist. Somit deutet die Beschreibung des Menschen die vorausgesetzte Endlichkeit dieses an. Dass diese Tatsache das lyrische Ich resignieren lässt, wird in der Interjektion „Ach“(V. 11) deutlich. Im Anschluss daran fragt es sich, „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“(V. 11). Durch diese Frage wird deutlich, dass das, was der Mensch zu Lebzeiten verehrt in Anbetracht der Zeit nichts wert ist und bezogen auf die Vergänglichkeit somit auch seinen Sinn verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt im Anschluss und als indirekte Antwort auf diese Frage setzt die vierte Strophe mit den Worten „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(V. 12) ein. Diese akzentuieren im metaphorischen Sinne, dass alles Irdische und vom Menschen erschaffene letztlich nur eine Kleinigkeit, wenn nicht gar nichts für die Gesamtheit ist. So gehören „Schatten, Staub und Wind“(ebd. ) alle zum Wortfeld der Vergänglichkeit, da sie alle Dinge sind, die nur für einen Moment bemerkt werden und kaum sichtbar sind. Diese akkumulierte Darstellung der Nichtigkeit wird auch im folgenden Vers, welcher sich wiederum auf die dritte Strophe bezieht, in „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V. 13) erneut aufgegriffen. Hierbei zeigt das Bild einer einzelnen Blume den geringfügigen Wert eines Menschen oder aber eines Gegenstandes für die Zukunft und die gesamte Welt. Schafft man hier nochmals eine Überleitung zum Krieg, so deuten diese beiden Verse die Nichtigkeit eines Individuums für einen Staat an, dem sich das lyrische Ich unverständig entgegensetzt. Somit sei alles vergänglich und sobald etwas vergangen ist, ist es vergessen und ohne Bedeutung. Dass dieser ganzen Vergänglichkeit jedoch etwas als eine Art Hoffnung entgegensteht, interessiert die meisten Menschen nicht, weshalb sie am Vergänglichen festhalten. Eben diese Tatsache wird im letzten Vers „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V. 14) deutlich. Letztlich ist Gott und somit das Leben nach dem Tod das Unendliche, das die Menschen jedoch im Leben noch nicht sehen oder erreichen können, aber auch nicht sehen wollen, indem sie am Irdischen festhalten. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird hierbei der ursprüngliche Anlass des Krieges, der zu Beginn ein Glaubenskrieg war, herausgestellt. Jedoch vergaßen die Menschen nach und nach den wahren Anlass ihres Kämpfens, sodass der Krieg eher zu einem materiellen Krieg wurde und der Glaube und so zugleich das Endliche vernachlässigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend befasst sich das Sonett im allgemeinen mit der Vergänglichkeit alles Irdischen, dem Gott jedoch kontrastierend gegenübersteht. Eben dieser Kontrast, aber auch die Wechselseitigkeit des Lebens und des Wandels von Gut zu Schlecht werden durch viele antithetische Reime verdeutlicht. So wird auch besonders die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt, während der Kreislauf des Lebens eher hintergründig durch einige Metaphern als eine Art Hoffnung aufgeführt wird. Insgesamt unterstützt jedoch alles, wie auch das Reimschema die These, dass überall Vergänglichkeit enthalten ist und es nur eine Frage der Zeit ist bis Dinge vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Es ist alles eitel“ und verfasst von Andreas Gryphius handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahr 1637 und somit der Zeit des Barocks zuzuordnen ist. Thematisch geht es in dem Gedicht um die Vergänglichkeit aller Dinge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und 4 Strophen, wobei der Aufbau die eines Sonetts ist, da die ersten beiden Strophen aus jeweils 4 Versen bestehen und die letzten beiden Strophen aus je 3 Versen. Das Metrum ist ein 6-hebiger Jambus, wobei die Kadenzen abwechselnd betont und unbetont sind, und das Reimschema in den Quartetten ist ein umarmender Reim (abba, abba) und in den Terzetten liegt ein Schweifreim vor (ccd, eed). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Gedichts ,,Es ist alles eitel“ verdeutlicht bereits das Thema, dass alles vergänglich ist, wobei das Wort ,,alles“ die Verzweiflung des Lyrischen Ichs verdeutlicht, da nichts ewig bleibt und gleichzeitig auch hervorbringt, dass alles uns Bekannte und alles Existente vergänglich ist . Die Aussage ,,Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) verdeutlicht ebenfalls die Vergänglichkeit, wobei das Lyrische Ich darüber klagt, dass überall ,,nur“ (ebd.) Vergänglichkeit zu finden sei, also, dass alles auf der Welt vergänglich ist und nichts ewig ist. Dabei spricht das Lyrische Ich auch den Leser an, indem er das Personalpronomen ,,du“ (ebd.) verwendet, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass diese Vergänglichkeit auch einen selbst betrifft und dies somit ein Thema ist, welches alle betrifft. Durch die nächste Aussage ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2)  wird die Vergänglichkeit verbildlicht, wobei die Zeitangaben ,,heute“ (ebd.) und ,,morgen“ (ebd.) verdeutlichen, dass das was heute existiert in der Zukunft womöglich nicht mehr existiert, wobei die Zeitspanne dazwischen nicht immer lange ist, sondern Dinge schon bald vergänglich sein könnten. Die Verben ,,baut“ (ebd.) und ,,reißt […] ein“ (ebd.) stehen antithetisch zueinander und verdeutlichen, dass eben nicht nur Schlechtes vergeht, sondern auch Gute und Nützliche Sachen nicht für die Ewigkeit sind und eben auch diese vergehen. Auffällig in dieser Aussage sind aber vor allem auch die allgemeinen Formulierungen wie ,,dieser“ (ebd.) und ,,jener“ (ebd.), was zum Ausdruck bringt dass die Vergänglichkeit alles und jeden betrifft und somit auch auf alles übertragbar ist. Die Antithese dieser Aussage verdeutlicht auch den Kontrast des Daseins und der Vergänglichkeit und das eben aus diesen Dasein schnell Vergänglichkeit werden kann. Die nächste Aussage ,,Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein/ Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 3 f.) stellt eine Metapher dar, die ebenfalls die Vergänglichkeit verdeutlicht, aber auch eine Art Kreislauf der Vergänglichkeit und des Neubeginns. Dabei stehen die ,,Städte“ (ebd.) für das Existierende heute, welches nicht ewig ist und vergehen wird, wobei an Stelle dieser eben ,,eine Wiese“ (ebd.) sein wird, also etwas neues, welches den Platz des zuvor Existierenden eingenommen hat. Eben dieser Neubeginn des Kreislaufes wird durch die Metapher des ,,Schäferkind[es]“ (ebd.) verdeutlicht, da das Kind für neues Leben und des Anfangs steht. Somit wird durch diese Metapher deutlich, dass auch wenn alles vergänglich ist, es trotzdem einen Kreislauf gibt, der dafür einen Neubeginn sorgt. Auch das Nomen ,,Wiese“ (ebd.) steht für einen Neubeginn und Natürlichkeit, wobei das Nomen antithetisch zu dem Nomen ,,Städte“ (ebd.) steht, was ebenfalls die Vergänglichkeit und auch den Neubeginn verdeutlicht, da an Stelle der Stadt eine Wiese ist, die nicht von Menschen erschafft ist, wie die Stadt, sondern natürlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Quartett beginnt mit der Aussage ,,Was jetztund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5), wobei diese Antithese ebenfalls die Vergänglichkeit untermauert. Dabei wird hier darauf angedeutet, dass das Schöne und Positive ebenfalls vergeht, was durch die Metapher ,,Was […] prächtig blüht“ (ebd.) verdeutlicht wird. Die Verzweiflung und resignative Haltung des Lyrischen Ichs wird durch das Verb ,,zertreten“ (ebd.) hervorgebracht, wobei das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als etwas Negatives empfindet, da das Schöne, Blühende zerstört wird. Das Adverb ,,bald“ (ebd.) bringt ebenfalls die resignative Haltung und die Klage über die Vergänglichkeit zum Ausdruck, da das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als kein entferntes Ereignis sieht, sondern glaubt, sich der Vergänglichkeit in naher Zukunft stellen zu müssen.  Dies lässt sich auf die damalige Situation des 30-Jährigen Kriegs übertragen, da man sich der Vergänglichkeit stellen musst, da der Krieg alles zerstört hat. Dies wird auch durch die nächste Aussage ,, Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) auch verdeutlicht, da durch die Formulierung ,,pocht und trotzt“ (ebd.) deutlich wird, dass Menschen im Krieg gemeint sein könnten, die kämpfen und sich zu verteidigen versuchen. Das Verb ,,poch[en“ (ebd.) erinnert dabei an das menschliche Herz, wodurch also der Mensch und das Leben symbolisiert werde. Durch die Aussage, dass diese zu ,,morgen Asch und Bein“ (ebd.) sind, verdeutlicht die negativen Konsequenzen des Krieges, nämlich, dass Menschen sterben, wobei durch den Ausdruck ,,morgen“ (ebd.) ebenfalls hervorgebracht wird, dass dies bald wieder passiert, was somit die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt. Die Anapher der Aussage zuvor und dieser ,,Was jetzt“ (ebd.), bringt dabei hervor, dass das Vergängliche alles betrifft und über all anzutreffen ist. Weither hin wird durch die Aussage ,,Nichts ist, was ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) erneut die resignative Haltung des Lyrischen Ichs deutlich, da dieser die Vergänglichkeit über all sieht, was durch die Akkumulation ,,kein Erz, Kein Marmorstein“ (ebd.) wird. Außerdem wird dadurch hervorgebracht, dass auch die Erde vergänglich ist und somit nicht ewig bleibt, was die Klage des Lyrischen Ichs und die Resignation hervorhebt. Die Antithese ,,Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) untermauert erneut, dass der heutige Zustand in der Zukunft weg ist, wobei die Zeitangaben ,,Jetzt“ (V.8) und ,,bald“ (V.8) ebenfalls die kurze Zeitspanne verdeutlichen, in dem das Heutige existiert und dass die Vergänglichkeit schneller kommt als man denkt. Die Personifikation ,,lacht das Glück uns an“ (V.8) untermauert dabei, dass das Lyrische Ich anklagt, dass sich sehr stark auf das Heutige konzentriert wird und dann vergessen wird, dass bald die Beschwerden ,,donnern“ (ebd.), wodurch auch eine gewisse Angst des Lyrischen Ichs vor der Zukunft verdeutlicht wird und auch die Verzweiflung über die Vergänglichkeit des Glückes. Das Personalpronomen ,,uns“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle Menschen betrifft und das Thema somit sich auf jeden und alles übertragen lässt. Das Verb ,,donnern“ (ebd.) verdeutlicht metaphorisch, dass die ,,Beschwerden“ (ebd.) große Auswirkungen haben werden und die Menschen heftig überkommt. Dadurch wird dann auch erneut die Angst des Lyrischen Ichs vor dem Krieg und der Folgen deutlich, wobei das Verb ,,donnern“ (ebd.) auch mit Waffen und den lauten Geräuschen des Krieges assoziiert werden könnte.&lt;br /&gt;
Das Metrum dieser beiden Quartette ist dabei regelmäßig und monoton, was ebenfalls die Aussage der immer wiederkehrende Vergänglichkeit und die Regelmäßigkeit des Lebens und des Sterbens untermauert, sowie die regelmäßigen Reime mit den Kadenzen ebenfalls die bestimmte Ordnung im Leben und die faktische Vergänglichkeit untermauert. Außerdem unterstützt die Zäsur zwischen These und Antithese den Gegensatz und führt somit den Inhalt auch besser vor Augen.  Auffällig bei den Quartetten ist, dass diese eher die Vergänglichkeit des Erbauten, der Natur und der Menschen beschreibt, wohin gegen in den beide Terzetten eine Bewertung der Vergänglichkeit von dem Lyrischen Ich erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Terzett beginnt dabei mit der Aussage ,,Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9), wobei dies aussagt, dass Ansehen zur Zeit des Krieges auch vergänglich war, da die Menschen in ständigem Bewusstsein lebten, dass der jeder Tag ihr letzter sein könnte. Durch den Vergleich mit dem Nomen ,,Traum“ (ebd.) wird deutlich, dass das Ansehen zwar gewünscht wird, aber nicht geschieht. Das Verb ,,muß“ (ebd.) drückt dabei aus, dass es davor keinen Ausweg gibt und die Vergänglichkeit sozusagen vorherbestimmt ist. Darauf folgt die rhetorische Frage ,,Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“ (V.10), welche aussagt, dass der Mensch nicht unsterblich ist und der Mensch der Vergänglichkeit nicht entfliehen kann. Die Metapher ,,Spiel der Zeit“ (ebd.) verdeutlicht dabei die Vergänglichkeit, die jeder Zeit eintreten kann, da durch den Krieg die Menschen ständig mit ihrem Tod rechneten und täglich Menschen starben. Auch das Adjektiv ,,leicht[.]“ (ebd.) führt vor Augen, dass der Mensch nicht lange Bestand hat auf der Erde und eben auch vergänglich ist. Die nächste Aussage wird durch die Interjektion ,,Ach“ (V. 11) eingeleitet, wobei hier die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs vor Augen geführt wird. Des weiteren werden durch das Personalpronomen ,,wir“ (V.11) alle Menschen einbezogen in die Thematik, was verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle betrifft und das Lyrische Ich auch dadurch  sagt, dass alle Menschen das selbe ,,für köstlich achten“ (V.11). Dabei spezifiziert das Lyrische Ich dies in der nächste Terzette durch die Aussage ,,Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12), wobei die Akkumulation die Arten der Vergänglichkeit beschreibt, sodass dadurch ausgesagt wird, dass das Vergängliche über all zu finden ist. Die Nomen ,,Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) akzentuieren dabei, dass das alles Irdische vergänglich ist und nicht mehr greifbar ist, sondern dass das Irdische einfach verschwindet.  Die nächste Aussage ,,Als eine Wiesenblum, die man nicht mehr wieder find't!“ (V.13) beschreibt ebenfalls die Vergänglichkeit und schafft auch einen Bezug zu der Wiese, die in dem ersten Quartett beschrieben wird (vgl. V.3 f.) und zerstört somit das dort noch friedliche Bild von dem spielenden Schäferskind, da das Lyrische Ich sagt, dass  man sie ,, nicht mehr wieder find't“ (ebd.) und somit alles vergänglich ist. Durch die letzte Aussage ,,Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) kritisiert und klagt das Lyrische Ich an, dass alle Menschen zwar die Vergänglichkeit erkennen, aber jeder vergisst was Ewig ist, wobei hier Gott gemeint sei könnte. Dabei sei zwar alles Irdische vergänglich, Gott jedoch sei ewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zusagen, dass das Lyrische Ich in den Quartetten die Vergänglichkeit des Irdischen beschreibt, indem es These und Antithese gegenüberstellt, also das noch Existierende und das dann Vergangene, wobei diese Gegenüberstellung durch das Metrum und die Zäsur untermauert werden. In den Terzetten äußert sich das Lyrische Ich hingegen eher bewertend. Insgesamt wird die Thematik der Vergänglichkeit durch Metaphern, Anaphern und allgemein gehaltene Formulierungen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Es ist alles eitel&amp;quot;, welches von Andreas Gryphius im Jahre 1637 geschrieben wurde, in der Epoche des Barock, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen. Ursprung des Gedichtes war der 3O-Jährige Krieg. &lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus einer Sonettform, welche die charakterisierende Eigenschaft besitzt, dass das Gedicht in vier Strophen einteilt, jeweils zwei der vier Strophen bestehen sind vier versig und die darauffolgenden sind 3 versig. Das Metrum des Gedichts ist ein sechs-hebiger Jambus, was zudem durch das nicht durchgängig vorhandene Reimschema  des Paarreims und zu Ende des Gedichtes des umarmendes Reims untermauert wird. Die sich abwechselnden betonten und unbetonten Kadenzen untermauert die Gefühle des Lyrischen Ichs.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift des Gedichtes ,,Es ist alles eitel&amp;quot; (Z.0) veranschaulicht das Thema des Gedichtes, über welches sich das Lyrische Ich beklagt. Die erste Strophe des Gedichts verdeutlicht die Erschaffung von neuen Dingen, die aber immer wieder vom Menschen selbst zerstört werden. Der erste Vers knüpft an die Überschrift an, denn das Lyrische Ich spricht den Leser direkt an, durch die Anapher ,,Du sieht, wohin du sieht&amp;quot; (V.1), welche den Leser indirekt kritisiert, da die Menschen zwar überall hinschauen, aber nichts hinterfragen. Denn der Mensch sieht ,,nur Eitelkeit auf Erden&amp;quot; (V.1), womit das Lyrische ich die Vergänglichkeit asoziiert. Die Erklärung der ,,Eitelkeit&amp;quot; ( V.1) folgt in dem nächsten Vers, denn ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein&amp;quot; (V.2). Dieser Vers verdeutlicht die Vergänglichkeit durch die Zerstörung des Menschen, was vor allem durch die betonte Silbe am Ende, welche Brutalität untermauert, veranschaulicht wird.  Des Weiteren wird diese Vergänglichkeit durchden nächsten Vers verbildlicht, denn ,,Wo jetztund ein Städte stehn, wird eine Wiese sein&amp;quot; (V.3). Vor allem die unbetonte Kadenz untermauert das friedliche und metaphorische Bild einer ,,Wiese&amp;quot; (ebd.).  Die Wiese ,,auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden&amp;quot; (V.4) verkörpert den Rückgang der Entwicklung durch die Vergänglichkeit. Die betonte Kadenz bekräftigt das Klagen des Lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist eitel“ von Andreas Gryphius, welcher im Jahre 1637 verfasst wurde, handelt es sich um ein Gedicht. Zeitlich ist es der Epoche des Barocks zuzuordnen. Thematisch geht es um die Vergänglichkeit des irdischen und der Ewigkeit Gottes im Vergleich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht besteht aus 14 Versen und ist es Sonett, denn es liegen zu Beginn zwei Quartette vor, worauf zwei Terzette folgen. Das Reimschema der Quartette ist umschließend, während das der Terzette aus Paarreimen besteht. Außerdem liegt ein sechs-hebiger Jambus vor. &lt;br /&gt;
Die Kadenzen sich weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht beginnt mit einem Quartett und bezieht sich direkt auf den Leser. „Du siehst , wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) Das Personalpronomen „du“(ebd.) spricht den Leser direkt an und bezieht ihn in diese Aussage mit ein. Diese Aussage kritisiert die Erde bzw. die Menschen, die auf ihr leben, denn diese sind von „Eitelkeit“(ebd.) betroffen und kümmern sich dadurch nur um sich selbst, ohne sich für andere zu interessieren. Außerdem kritisiert es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Damit meint es im Prinzip, dass es gutes und böses „auf Erden“(ebd.) gibt und dass es zwischen diesen beiden Parteien oft Konflikte gibt, da der böse Mensch, das vom guten Mensch erbaute einfach so zerstört. Außerdem verdeutlicht dies den ständigen Wandel der Welt und dass nichts ewig ist. Die folgenden beiden Verse „Wo jetztund Städte stehen, wird eine Wiese sein, / Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.3f.) verdeutlichen diesen Wandel. Aus Städten werden Wiesen und aus Wiesen werden Städte, die Umgebung wandelt sich ständig. Außerdem werden in diesen Versen Gegensätze gegenübergestellt, wie z.B. „dieser“(ebd.) und „jener“(ebd.), „Städte“(ebd.) und „Wiese“(ebd.) oder „baut“(ebd.) und „reißt […] ein“(ebd.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Quartett fährt das lyrische Ich damit fort von Gegensätzen zu reden : „Was jetzt prächtig blüht, soll bald zertreten werden; / Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein“ (V.5f.). Das prächtig blühende vertritt dabei das Gute, während das Zertreten das Böse vertritt. Außerdem vergleicht es wiederholt die Gegenwart mit der Zukunft, durch Adverben wie „jetztund“(ebd.), „bald“(ebd.), „jetzt“(ebd.) oder „morgen“(ebd.). Es schließt das Quartett mit den Worten „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein. / Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.7f). Damit unterstreicht es zum einen die Vergänglichkeit der Erde / des Lebens und führt vor Augen, dass die Zukunft sehr viel negativer als die Gegenwart sein wird. Dabei benutzt er erneut Adverben wie „jetzt“(ebd.) und „bald“(ebd.), um zwischen Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden. Zusätzlich liegt eine Personifikation vor, welche die Situation des lyrischen Ich´s bestärkt und dramatisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgt das erste der beiden Terzette. In diesem redet das lyrische Ich von den „hohen Taten Ruhm“(V.9), welche „wie ein Traum vergehen“(V.9) müssen. Damit verdeutlicht es, dass all der Reichtum ebenso vergänglich ist und er somit jemanden nur temporär zufriedenstellen kann. Das Verb „vergehen“(ebd.) unterstreicht dabei nochmal die Vergänglichkeit der Erde bzw. des Lebens und bezieht sich dabei besonders auf den dreißigjährigen Krieg, in dem sich der Autor beim Verfassen des Gedichtes befand. Er schrieb das Gedicht zu einer sehr deprimierenden Zeit, während der ständige Angst an der Tagesordnung waren und während der man kaum darum kommt, über den Sinn des Lebens, Gerechtigkeit oder Vergänglichkeit nachzudenken. Diese Überlegungen führen auch auf den Titel des Gedichtes „Es ist alles eitel“(V.0) zurück. Diese vom Autor verfasste These bedeutet so viel wie, dass alles vergänglich ist und somit irgendwann ein Ende findet (Tod). Während des dreißigjährigen Krieges kann es schnell vorkommen, dass man über so etwas nachdenkt, da man täglich von Vergänglichkeit hört, indem Menschen sterben und „Städte“(V.3) zerstört werden. Die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?“(V.10) zeigt gewissermaßen die Hilflosigkeit des Menschen, welcher „das Spiel der Zeit“(V.10), also das Leben nicht für immer „bestehen“(V.10) kann und somit irgendwann stirbt. Die Metapher „Spiel der Zeit“(V.10) bekräftigt dabei nochmal die Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Aussage des lyrischen Ichs „Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten, / Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t“(V.11ff.) erstreckt sich über die das Ende des ersten und den Anfang und die Mitte des zweiten Terzetts. Die Interjektion „Ach“(ebd.) drückt die Nachdenklichkeit und Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs aus und verdeutlicht seine Unzufriedenheit. Mit all dem, „was wir für köstlich achten“(ebd.) scheint „Glück“(V.8), „Ruhm“ (V.9) und das Leben im allgemeinen gemeint zu sein. Auf dies folgen die  „schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(ebd.), was die Vergänglichkeit der  „köstlich[en]“(ebd.) Dinge unterstreicht. Denn die  „Wiesenblum“(ebd.), welche die Natur beschreibt und Symbolisch für das Leben steht,  „find´t“(ebd.) man nicht wieder. Dadurch wird erneut verdeutlicht, dass das Leben irgendwann verloren geht und man somit stirbt. Das Gedicht wird mit dem Satz  „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V.14). Dies lässt darauf schließen, dass wenn der Mensch und die Erde nicht ewig sind, es nur ein Wesen geben kann, welches ewig und somit nicht vergänglich ist und dieses ist Gott. Man kann dieses Fazit also als eine Art Hilferuf an Gott verstehen, welcher nach Vorstellung der Menschen die nötige Macht hätte, den Krieg sofort zu beenden. Durch diesen Hilferuf an etwas, wovon niemand mit Gewissheit sagen kann, ob es existiert oder nicht, wird die Hilflosigkeit und Verzweiflung des lyrischen Ichs in den Vordergrund gestellt und lässt die Gedankengänge dieses leichter nachvollziehen. Andererseits kann man dieses Fazit aber auch als direkte Kritik gegen Gott verstehen, da dieser nichts gegen den Krieg und somit die Vergänglichkeit der Menschen macht, obwohl er laut der Vorstellung der Menschen allmächtig und gütig sein müsste (Theodizee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in diesem Gedicht durch verschiedenste Mittel die Vergänglichkeit des Menschen und der Erde verdeutlicht wird. Dieser Vergänglichkeit steht die Unsterblichkeit Gottes gegenüber, welcher nichts gegen die Vergänglichkeit, also den Tod der Menschen unternimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina K. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Gryphius Gedicht „Es ist alles eitel“, veröffentlicht im Jahr 1637 in der Zeit des Barocks sowie während des 30-jährigen Kriegs, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vers „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) der ersten Strophe (V.1-4), deutet die Thematik des Gedichts schon in Ansätzen an. Mit der Wiederholung „du siehst“ (ebd.) wird betont, dass egal wohin ein jemand schauen mag, er Eitelkeit entdecke. Dass diese benannte Eitelkeit allumgreifend und wirklich überall zu finden ist, wird dadurch sowie durch die Benennung der „Erde […]“ (ebd.) hervorgehoben. Auf diese Nichtigkeit wird in darauffolgenden Vers vom lyrischen Ich ausgeführt. Die Pronomen „dieser“ (V.2) und „jener“ (V.2) untermauern dies, da sie offen und verallgemeinernd für jede beliebige Person stehen und dadurch den Aspekt bekräftigen, dass genannte Eitelkeit tatsächlich überall auf der Welt und bei jeder Person zu finden sei. Auf die Rolle des Menschen wird in diesem Kontext näher eingegangen, in dem besagt wird, „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Hier wird der Aspekt der Vergänglichkeit angerissen und gleichzeitig, wie sich der Mensch in Bezug auf dieser verhält. So bauten Menschen Dinge auf, um sie in der Zukunft wieder zu zerstören. „[M]orgen“ (Z.V.2) steht hierbei repräsentativ für einen ungewissen Zeitraum während der Entwicklung des Menschen. Er wird also besagt, dass alle Menschen die Fähigkeit besitzen Dinge aufzubauen, jedoch auch, dass sie irgendwann während ihrer Entwicklung das Gebaute wieder zerstören, um neues darauf zu erbauen. Außerdem ist hier von zwei unterschiedlichen Personen die Rede, einmal „dieser“ (ebd.) und einmal „jener“ (ebd.), wobei der eine erschafft und der andere es zerstört. Es kann also ebenfalls gesagt werden, dass die Menschen aneinander vorbei leben und nicht respektieren, was ihr Vorgänger mit Fleiß und Arbeit erschaffen hat. Im darauffolgenden Vers wird der unkonkrete Inhalt mit einem Beispiel deutlicher. Denn „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3) spricht abermals an, dass Menschen Dinge bauen und sie danach wieder dem Anfang gleich machen, da jede Stadt mit einem leeren Grundstück oder einer Wiese begonnen hat. Dieser Prozess mache die Dinge nicht nur vergebens, sondern hebe auch die Vergänglichkeit der Welt hervor. Der letzte Vers der Strophe „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.4) deutet eine Wiederentstehung des Zerstörten an. Denn Kinder stehen symbolisch für den Anfang eines neuen Lebens, sowie auch Schafe und ihre Herden an Leben erinnern. Im Zusammenhang mit den Versen zuvor verdeutlicht dies einen gewissen Kreislauf des Lebens an, an dessen Anfang der Mensch steht, der etwas erschafft und das Erschaffene im Laufe der Zeit wieder zerstört, um danach wieder neues zu bauen. Dieser Kreislauf zeigt gleichzeitig, dass alles von Menschen gemachte zwangsweise vergänglich sei. Die erste Strophe des Sonetts ist ein Alexandriner, der nicht nur typisch für die Zeit des Barocks ist, sondern auch die Regelmäßigkeit die Vorhersehbarkeit des Kreislaufes des Bauens und Zerstörens verkörpert. Zudem handelt es sich um einen umschließenden Reim, der in Vers zwei und drei mit weiblichen, also unbetonten Kadenzen endet, und in Vers eins und vier mit männlichen, die die These, dass alles Irdische letztendlich vergeht, verhärtet und betont, dass es sich hierbei um einen Fakt handele. Die häufig wieder zu findenden Zäsuren, wie beispielsweise im Satz „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein;“ (ebd.), spalten den Satz nicht nur formal, sondern auch inhaltlich in These und Antithese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe (V.5-8) wird, an den Versen „Was jetzund prächtig blüht soll bald zertreten werden;/Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V.4f.) zu erkennen, die Zukunft und die Gegenwart antithetisch gegenüber gestellt, sodass das Erschaffene und das Zerstörte vergleichend gegenüber steht und der Aspekt der Vergänglichkeit in den Fokus gerückt wird. Dieser ist im Verb „blühen“ (ebd.) zu erkennen, da Blumen bzw. Pflanzen die Eigenschaft haben zu blühen und diese ebenfalls nicht ewig halten. „Asch und Bein“ (ebd.) erinnert an das Ende eines Menschenlebens, das im Kontext der Zeit des Gedichtes eine bedeutendere Rolle spielt. Da das Gedicht zur Zeit des 30-jährigen Kriegs veröffentlicht und wahrscheinlich auch verfasst wurde, kann man sagen, dass „Asch und Bein“ (ebd.) auf die zahlreichen Toten während des Krieges zurückzuführen ist und dass die Vergänglichkeit dem lyrischen Ich in vor allem so einer Zeit deutlicher vor Augen geführt wird. Im darauffolgenden Vers ist zu erkennen, dass Gryphius selbst in „Erz und Marmorstein“ (V.7) keine Ewigkeit findet, was nochmals verdeutlicht, das wirklich „(n)ichts“ (V.7) ewig ist und dass alles im Laufe der Zeit vergeht, da man zu dieser Zeit davon ausging, dass Gestein unzerstörbar sei. Mit dem Vers „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) wird auf der einen Seite ausgesagt, dass das Leben sowohl gute, also vom „Glück“ (ebd.) geprägte Zeiten hat, aber auch gegenteilige Zeiten, in denen die Menschen unzufrieden sind. Die Personifikation „Jetzt lacht das Glück uns an“ (ebd.) deutet an, dass Menschen sich gegenseitig Glück bescheren können. Jedoch zeigt der Vers ebenfalls wie die eine Seite zur anderen wechseln kann und dass selbst ein Gefühl, egal ob es positiv oder negativ ist, vergänglich ist und wechseln kann. Dieser schnelle Wechsel wird wieder durch die Gegenüberstellung von „jetzt“ und „bald“ (ebd.) deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil des Sonetts, bestehend aus zwei Terzetten, unterschiedet sich inhaltlich vom ersten Teil. So drehten sich die Quartette um eine Art beschreibende Perspektive des lyrischen Ichs, während sich der folgende Teil mit der näheren Sichtweise des lyrischen Ichs beschäftigt. Dessen Position bezüglich der Vergänglichkeit alles Irdischen lässt sich aus der Struktur der Quartette bereits in Ansätzen erahnen. Auf die Anführung des positiven, wie die das „jetzund prächtig blüht“ (ebd.), folgt die Prognose von etwas, das das Gute nichtig macht, wie „soll bald zertreten werden“ (ebd.). Diese Ersetzung durch das Schlechte lässt erahnen, dass das lyrische Ich der Vergänglichkeit eher klagend gegenübersteht. Der Vers „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9) geht auf eine andere Art der Vergänglichkeit ein, indem angesprochen wird, dass der gute Ruf und die Anerkennung, die daraus resultiert, ebenfalls vergänglich sind. Ruhm und Anerkennung äußern sich als sofern nützlich, dass man sich dadurch als Person in der Gesellschaft Vorteile versprechen kann. Ausnahmezeiten wie die des Krieges entkräften jedoch den Nutzen von Ruhm, da dort jeder für sich selbst kämpft, sodass selbst dieser vergänglich und wertlos wird. Dieser Aspekt wird dem des Traumes gegenübergestellt, der wie ein Gedanke, eine Erinnerung oder eine Idee urplötzlich in den Kopf eines Menschen kommen kann, aber auch in sekundenschnelle verfliegen kann. Mit dem „Spiel der Zeit“ (V.10) wird erstmals ein Aspekt angedeutet, der im Gegensatz zu allem aufgelisteten ewig ist, nämlich die Zeit. Hier wird angedeutet, dass der Zeit gegenüber „der leichte Mensch“ (V.10) stünde. Es ist festzustellen, dass die Existenz des Menschen abhängig von der Zeit ist und dass er gegen die Zeit spielt, mit seinem ständig bestehenden inneren Wunsch nach einem möglichst langen Leben, der auch ein Instinkt oder eine Angst sein kann. Mithilfe der Interjektion „Ach“ (V.11) lässt sich wieder die Position des lyrischen Ichs feststellen, die im Zusammenhang mit „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V.11) als klagend und unzufrieden beschrieben werden kann. Zudem lässt sich daraus schließen, dass er aufgrund des Zustands der Vergänglichkeit alles köstliche, also alles schöne und genießbare im Leben in Frage stellt. Dies wird auch im Zusammenhang mit der „schlechten Nichtigkeit“ (V.12), verglichen mit „Schatten, Staub und Wind“ (V.12) deutlich. Die Akkumulation dient wieder als Vergleich für weitere vergängliche Dinge im Leben, da ein Schatten mit der Sonne geht, Staub sich auflöst und ein Wind abebben kann. Diese Beispiele verdeutlichen Flüchtigkeit und zeigt damit auf, dass einige Dinge langsam vergehen, und dass andere auf den anderen Moment verschwinden. Eine weitere Metapher für die Vergänglichkeit bietet der Vers „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“ (V.13), der als Ausruf formuliert ist und somit die Bestürzung des lyrischen Ichs verdeutlicht. Im letzten Vers findet das lyrische Ich etwas anderes das ewig weilt, was indirekt mit „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“ (V.14) angeführt wird. Da, wie das lyrische Ich es heraus gestellt hat, alles Irdische vergänglich ist, muss das Überirdische, also etwas göttliches ewig sein. Er kommt also zu dem Schluss, dass nichts was wir als Mensch auf der Welt kennen ewig weilen wird und zieht daraus den Schluss, dass Gott das einzig ewig der Welt sei und dass niemand menschliches, der noch lebt, je das Ewige sehen könne. Jedoch wird auch angeführt, dass dies kein Mensch betrachten wolle und drückt damit das Desinteresse der Menschen dem gegenüber aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Sonett die Thematik, dass alles Irdische vergänglich sei, im ersten Vers als These anführt, und dann zahlreiche metaphorische Beispiele dafür nennt. Dabei unterstützt das Alexandriner Metrum die wiederholend auftretende Gegenüberstellung von These und Antithese. Zudem wird deutlich, dass der Mensch sich in einem Kreislauf aus Zerstörung und Neuerschaffung befindet. Außerdem sind in den Quartetten umarmende Reime vorzufinden und in den Terzetten ein Schweifreim. Darüber hinaus wird er Standpunkt des lyrischen Ichs in Bezug auf die Vergänglichkeit deutlich, der sich als unzufrieden und klagend äußert. Zum Schluss wird angeführt, dass das einzig wahre Ewige Gott sei und dass die Menschen nicht in der Lage dazu seien das Ewige zu erkennen und zu schätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles eitel“, geschrieben von  Andreas Gryphius und veröffentlicht, thematisiert einen kritischen Blick auf die Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht hat vier Strophen. Strophe eins und zwei haben jeweils vier Verse, die Strophen drei und vier haben jeweils drei Strophen. Das vorliegende Metrum ist ein sechs-hebiger Jambus, das Reimschema, ein umarmender Reim. So wird klar, dass nach jeder Strophe ein Abschluss ist, da dieses Reimschema als Rahmen dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe dient als Einleitung, das Grundproblem, die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) wird dargelegt. Mit Hilfe der Repetitio „siehst“ (V.1) wird deutlich verstärkt, dass überall auf der Welt nur Eitelkeit zu finden ist (vgl. V.1).  Im weiteren Verlauf der Strophe wird klar gestellt, dass die Menschen gegeneinander arbeiten, da der eine „heute [etwas] baut“ (V.2), aber der andere es morgen wieder zerstört (vgl. V. 2). Jetzt kommt eine positive Äußerung, da gesagt wird, dass dort „wo jetzund Städte stehn , […] eine Wiese sein [wird]“ (V.3), dies wird durch die Alliteration „Städte stehn“ (V. Ebd.) noch einmal verstärkt dargestellt. Es folgt ein Enjabement , wodurch ein Zusammenhang deutlich wird, da dort die Rede von „Schäferskind[ern]“ (V.4) ist, welche auf der „Wiese“ (V.3) mit den Schafsherden spielt (vgl. V. 4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Strophe ist von der Zerstörung, vor Allem in der Pflanzenwelt die Rede. Beispielsweise schreibt Gryphius, „was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5). Er stellt außerdem durch „jetzund“ (V. 3,5) eine Verbindung zur vorherigen Strophe hergestellt. Vers 5 und 6 sind im Übrigen durch die Anapher „Was“ (V.5,6) verbunden. Zusammenfassend sagt der Autor, das Glück lache uns nun an, bald würden allerdings die Beschwerden donnern (vgl. V. 8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Das vorliegende Naturgedicht „Es ist alles eitel“ wurde von Andreas Gryphius 1637 in der Epoche des Barocks verfasst und thematisiert das Sterben alles irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist eine Sonett, da die beiden ersten Strophen vierzeilig sind und die letzten beiden Strophen dreizeilig sind. Das Reimschema lautet abba abba ccd eed. Somit liegt in den ersten beiden Strophen ein umarmender Reim vor und die letzten beiden beginnen mit einem Paarreim aber enden schließlich mit einem Schweifreim. Zudem ist das Metrum des Gedichts ein sechshebiger Jambus mit weiblichen und männlichen Kadenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn wird von dem lyrischen Ich die These aufgestellt: „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1).  Somit wird direkt einen Bezug zum Titel geschaffen, „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) herrscht. Das Repetition „du siehst“ (ebd.) bestärkt zudem die Vergänglichkeit der Erde und somit allem Irdischen, stellt jedoch auch zugleich eine Ansprache an den Leser, um deutlich zu machen, dass die Situation unumgänglich ist. Hier wird zudem Bezug zum 30 jährigen Krieg genommen, in diesem Kontext ist jedoch „nur Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) eine Hyperbel, welche verdeutlichen soll, welches Elend die Leute ausgesetzt waren und diese keinen Ausweg hatten. Weitergehend wird eine Antithese „[w]as dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2) aufgestellt. Durch das Metrum, der sechshebige Jambus, werden die These und Antithese gegenübergestellt, was durch die Zäsur, also dem Einschnitt hervorgehoben wird. So wird verdeutlicht, dass nichts Bestand hat und all das was man sich aufgebaut hat am nächsten tag nicht mehr da sein kann. Dies wird auch im darauffolgenden deutlich: „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Auch dieser Satz ist antithetisch. „Städte“ (ebd.) stehen jedoch hierbei metaphorisch für das Leben der Menschen, da sie dort ihren Wohnort haben, ihr zu Hause finden und ihre Existenz. Somit ist zu sagen, dass das Leben ebenfalls vergänglich. Untermauert wird dies durch die männlichen Kadenzen des Paarreims, da diese einen Schluss setzten und somit auch mit dem Tod assoziiert werden können. Der letzte Vers des ersten Quartetts steht jedoch im Kontrast zu den anderen Versen. Das „Schäferskind“ (V. 4)  bringt eine friedliche Stimmung herbei. Da dieses „wird spielen mit den Herden“ (V. 4) wird ein glücklicher Moment geschildert, welcher jedoch als Wunschvorstellung angesehen werden kann, da ein Kontrast zu den anderen Versen gesehen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des zweiten Quartetts wird die Nichtigkeit der Natur zum Vorschein gebracht: „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Somit ist dass harmonische Bild des Schäferskind zerstört, so sei alles vergänglich. Allerdings wird nicht nur ausgesagt, dass die Natur vergänglich sei, sondern auch der Mensch, was im darauffolgenden deutlich wird. So heißt es: „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Sowohl „pocht“ (ebd.) als auch „trotzt“ (ebd.) sind Merkmale des Menschen oder auch der Tiere. Beide Gruppen besitzen ein pochendes Herz und beide können Widerstand leisten. Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) verkörpert somit den Todesgedanken aller Lebewesen die Knochen besitzen. Die Anapher „[w]as“ (ebd.) leitet die antithetischen Verse ein, was eine Verbindung zu den Versen schafft. Zuerst wurde die Vergänglichkeit der Natur angesprochen und danach das Leben von Mensch und Tier, was verdeutlichen kann, dass fernab kein Leben existieren kann. Im nächsten Vers wird zudem erneut auf die Natur eingegangen, so sei „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) zerstörbar.  Diese Naturalien galten jedoch zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar. Allerdings ist auffallend, das alles geschilderte Vergänglichkeit zum Ausdruck bring, so muss es auch mit unzerstörbar geglaubten Utensilien sein da des Rhythmus des Jambus keine Änderung hervorruft. Somit herrscht im gesamten Sonett eine monotone Stimmung. Die Personifikation „lacht das Glück“ (V. 8) akzentuiert die Vorstellung, wie das Leben sein sollte. Jedoch ist diese Vorstellung direkt verworfen, da „bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Diese Synästhesie umfasst die Sinnesreize des hören und fühlen, was das Leiden der Menschen im Krieg unterstreichen soll. Das Personalpronomen „uns“ (V. 8) verallgemeinert zudem die Situation und stellt somit keine Unterscheidung an, was erneut die Aussichtslosigkeit des Krieges verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Quartetten wird eine beschreibende Perspektive geschildert, jedoch jetzt im Wechsel zu den Terzetten wird eine bewertende Haltung des lyrischen Ichs eingenommen. Dieser Perspektivwechsel wird vor allem durch die Interpunktionen am Ende der Verse deutlich, so wird neben einem Fragezeichen (vgl. V. 10) auch Ausrufezeichen (vgl. V. 13-14) verwendet. „Der hohe taten Ruhm“ (V. 9) ist erneut eine Wunschdenken, da zur Zeit des Krieges kein Ruhm vorhanden war. Alle Menschen die zuvor Geld besaßen und reich waren, waren auf Grund des Krieges arm und mittellos. Aus diesem Grund wird auch diese Vorstellung „wie ein Traum vergehn“ (V. 9), was erneut antithetisch zu dem beginn des Verses steht. Das „Spiel der Zeit“ (V. 10) verdeutlicht, dass das Leben im Krieg jeder Zeit zu Ende sein könnte, da jedes Spiel irgendwann einen Gewinner hat und damit endet. Allerdings ist die Zeit unendlich und der Mensch vergänglich, somit ist klar, dass dem menschlichen Leben jederzeit das Ende gesetzt sein kann. Da es sich um eine rhetorische Frage handelt, wird die Resignation des lyrischen Ichs kund gegeben.  Weitergehend wird die Resignation in der Interjektion „[a]ch“ (V. 11)  fortgeführt. Somit ist „alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11) von keiner Bedeutung, da sowieso alles vergänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht „Es ist alles Eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius zur Zeit des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die Begrenztheit auf Erden sowie die Bedeutungslosigkeit des irdischen Lebens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe beschreibt Andreas Gryphius die Vernichtung sowie Zerstörung der Städte. In der zweiten Strophe befasst er sich mit dem Ereignis, dass hinzukommend auch das ganze Schöne auf Erden zerstört werde. In der dritten Strophe wird die Frage aufgeworfen wie ein Mensch solch ein Leben überhaupt bewältigen solle. Die vierte und letzte Strophe gibt auf diese Frage Auskunft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht setzt sich aus vier Strophen zusammen, von denen die ersten beiden aus jeweils vier Versen und die letzten beiden aus jeweils drei Versen bestehen. In dem vorliegenden Gedicht bilden die Verse in den ersten beiden Strophen das Reimschema abba, abba. Damit handelt es sich bei diesen zwei Strophen um einen umarmenden Reim. Die letzten beiden Strophen weisen das Reimschema ccd, eed auf, wobei es sich dabei um einen Schweifreim handelt. Das Metrum des Gedichts ist ein sechshebiger Jambus und es treten abwechselnd männliche sowie weibliche Kadenzen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Strophe wird zunächst die These „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) aufgestellt. Dabei möchte das lyrische Ich den Leser durch die persönliche Ansprache „Du“ (ebd.) darauf aufmerksam machen, dass das ganze irdische Leben vergänglich sei und egal wo man hinschaue, die Vergänglichkeit nicht zu übersehen sei (vgl. V. 1). Somit wird im ersten Vers die Überschrift des Gedichts noch einmal aufgegriffen. In den darauffolgenden Versen wird die eben genannte These mit Beispielen belegt. In Bezug darauf beschreibt das lyrische Ich „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Um diese Aussage zu veranschaulichen nennt das lyrische Ich das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Diese beiden Verse sind antithetisch aufgebaut und machen deutlich, dass das Schöne auf der Erde nicht lange anhält sondern nach kurzer Zeit zerstört werden kann. In Vers zwei stehen sich die beiden Wörter „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) antithetisch gegenüber und in Vers drei die Nomen „Städte“ (ebd.) und „Wiese“ (ebd.). Durch die Verben „bauen“ und „einreißen“ wird erneut die oben genannte Zerstörung hervorgehoben und eine Verbundenheit mit Krieg hervorgerufen. An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers nahe liegend an. In diesem Vers ist zum wiederholten male die Rede von der Wiese, „auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). In diesem Vers wird durch die Metapher „Schäferskind“ (ebd.) eine friedliche Stimmung und somit eine Assoziierung mit Frieden herbeigeführt. Somit steht dies im Gegensatz zu der eben erwähnten Zerstörung im dritten Vers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, welches im Jahr 1637, in der Epoche des Barocks, verfasst wurde, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen und historisch gesehen die Zerstörungen, die aus dem 30- jährigen Krieg resultierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel „Es ist alles eitel“ verweist auf das Thema des Gedichts, dass alles vergänglich ist und irgendwann nicht mehr existieren wird. Das Pronomen „alles“ (ebd.) steht verallgemeinernd dafür, das jedes Lebewesen, jeder Gegenstand, aber auch bestimmte Situationen nicht ewig sind und irgendwann nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in insgesamt vier Strophen eingeteilt sind. Die ersten beiden Strophen bestehen jeweils aus vier Versen, werden somit jeweils als Quartett bezeichnet, und die letzten beiden jeweils aus drei Versen und werden somit jeweils als Terzett bezeichnet. Als Versmaß ist durchgängig ein sechshebiger Jambus vorzufinden, was ein Merkmal der literarischen Epoche des Barocks war und als Alexandriner bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit dem Personalpronomen „du“ (V.1), was einen Bezug zum Leser herstellt, ihn also direkt anspricht bzw. ihn direkt mit einbezieht. Die Repetitio „siehst“ (V.1) betont, dass die „Eitelkeit auf Erden“ (V.1) nicht zu übersehen ist. Die „Eitelkeit auf Erden“ (ebd.) bezieht sich auf den Titel des Gedichts und deutet auf die Vergänglichkeit des Lebens hin. Die Tatsache, dass die Vergänglichkeit des Lebens, also das Sterben, das Leid und die Tode, nicht zu übersehen ist, bringt gleichzeitig eine Klage über die derzeitigen Ereignisse, den 30- jährigen Krieg, mit sich. Im nächsten Vers ist davon die Rede, dass das, was heute gebaut werde, morgen wieder zerstört sei (vgl. V. 2). Die Adverbien „heute“ (V. 2) und „morgen“ (V. 2)und die Verben bauen (vgl. V. 2) und einreißen (vgl. V. 2) stehen sich antithetisch gegenüber und verdeutlichen, dass der derzeitige Zustand nicht von Dauer ist und am nächsten Tag oder sogar schon in den nächsten Stunden alles anders sein kann. In dem Zusammenhang ist es der Krieg, der für die Zerstörung sorgt. Eine weitere Antithese ist im nächsten Vers zu finden. „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3), verdeutlicht wieder die Zerstörung der Dinge des derzeitigen Zustands und die Veränderung, die im zukünftigen Zustand herrscht. Die „Wiese“ (ebd.), kann man als ein Symbol für Frieden interpretieren, da es in Städten meistens laut und hektisch ist und auf Wiesen bzw. in der Natur eher Ruhe herrscht.&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe setzt zunächst mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Das Verb „blühen“ (ebd.) kann man so interpretieren, dass etwas, sei es ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze, gedeiht und lebt. Dadurch, dass es „zertreten [wird]“ (ebd.), wird das Leben beendet. Somit wird metaphorisch die Vergänglichkeit des Lebens dargestellt. Im nächsten Vers wird antithetisch dargestellt, dass „was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Das Verb „pochen“ (ebd.) steht metaphorisch für einen Herzschlag, also für etwas lebendiges. Die Metapher „Asch und Bein“ (ebd.) steht für den Tod. Mittels dieser Antithese wird wieder deutlich gemacht, dass das Leben nicht ewig ist und es „morgen“ (ebd.) vorbei sein könnte. Darauf eingehend ist davon die Rede, dass „Nichts […] ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7). Die Aufzählung „kein Erz, kein Marmorstein“ (ebd.) betont, dass „nichts“ (ebd.), selbst beständige Gesteine wie Erz und Marmor, für immer existieren werden. Im letzten Vers veranschaulicht die Personifikation 'das lachende Glück' (vgl. V. 8), dass, in diesem Zusammenhang gesehen, die Zeiten vor dem Krieg mit besseren Erinnerungen in Verbindung gebracht werden und man Vorstellungen hat, dass das Leben ohne das Leid, das der Krieg mit sich bringt, bessere wäre. Als Folge würden „bald […] die Beschwerden [donnern]“ (V. 8), was den Unmut und das Verlangen nach Frieden betont. &lt;br /&gt;
Zum Reimschema der ersten beiden Strophen kann man sagen, dass es sich bei beiden jeweils um einen umarmenden Reim handelt. &lt;br /&gt;
Die dritte Strophe wird sozusagen mit dem Appell „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehen“ (V. 9) eingeleitet. Es wird betont, dass Rum nicht das wichtigste im Leben ist, da er schnell wieder vergehen kann. Die darauf folgende rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehen?“ (V. 10) stellt mittels der Metapher „Spiel der Zeit“ (ebd.), was für die Lebenszeit steht, dar, dass diese für den Menschen begrenzt ist. Die Interjektion „Ach“ (V. 11) betont die Zweifel, die beim lyrischen Ich aufkommen. Es fragt anschließend „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“ (V. 11). Dadurch wird deutlich, dass nicht die wichtigen Dinge im Leben, wie z.B. der Ruhm, geschätzt werden sollten, da diese ja vergänglich sind und eigentlich keinen Wert haben. &lt;br /&gt;
Ein Enjambement verbindet schließlich die dritte mit der letzten Strophe, in der weiter auf die Frage eingegangen wird. Hier wird betont, dass das, was man als wichtig erachtet nichts „als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind, / als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (V. 12f.) sei. Die „Nichtigkeit“ (ebd.), also die Irrelevanz der Dinge, die man vermeidlich als wichtig empfindet, wird durch die Akkumulation „Schatten, Staub und Wind“ (ebd.) betont. Ein Schatten ist vom Sonnenstand abhängig, Staub kann so klein sein, dass man ihn gar nicht bemerkt und der Wind weht nicht konstant. Auch die Veranschaulichung durch die „Wiesenblum, die man nicht wieder find't“ (ebd.) betont auch die Irrelevanz. Denn eine bestimmte Blume kann man auf einer Wiese mit tausend anderen Blumen nur schwierig wiederfinden. Im letzten Vers beklagt sich das lyrische Ich, dass das, „was ewig ist, kein einig Mensch betrachten [will]“ (V. 14). Die meisten Menschen erkennen also noch nicht, was zu den wichtigen Dingen im Leben gehört und dass an zu vielen unnötigen Dingen, wie z.B. Krieg, festgehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in dem Gedicht durch Antithesen und Metaphern die Vergänglichkeit alles Irdischen verdeutlicht wird. Anschließend wird die Frage gestellt, ob das, was der Mensch als wichtig betrachtet, die Mühe wert ist.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius</id>
		<title>CFS T-Klassen/Lyrik/Gryphius</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Lyrik/Gryphius"/>
				<updated>2018-11-06T22:22:10Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Es ist alles Eitel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse eines Gedichtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbereitung:&lt;br /&gt;
mehrmaliges Lesen und Bearbeiten des Textes (Wichtiges markieren, notieren, gliedern, usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Einleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Themasatz: Textart (Natur-, Liebes-, politisches Gedicht, usw.), Titel, Dichter, ev. Entstehungszeit, Epoche; Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hauptteil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltliche, formale und sprachliche Analyse&lt;br /&gt;
•	Gliederung in Sinnabschnitte, deren Funktionen&lt;br /&gt;
•	Darstellung und Deutung exemplarischer Textstellen inhaltlich (Was wird aus-gesagt und was bedeutet das?), sprachlich (Wie wird es ausgesagt  und was bedeutet das? - sprachliche Mittel) und formal (Strophen, Reimschema, Metrum, Interpunktion, Enjambement, Wortwahl, usw.)&lt;br /&gt;
•	Wechselbeziehungen zwischen Inhalt, Sprache und Form &lt;br /&gt;
•	eventuell Berücksichtigung des gesellschaftlich-historischen, biografischen, usw. Kontextes, der Position und Perspektive des lyrischen Ich&lt;br /&gt;
•	korrekte Zitierweise&lt;br /&gt;
•	Textintentionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Schluss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Zusammenfassung der wesentlichen Analyseergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett &amp;quot;Es ist alles eitel&amp;quot; geschrieben von Andreas Gryphius und veröffentlicht 1637,, zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus vier Strophen, wobei die ersten zwei Strophen vier Verse enthalten und die letzten zwei drei Verse. Die ersten beiden Strophen sind als umarmender Reim aufgebaut und die letzten Beiden beginnen jeweils als Paarreim, wobei der dritte Vers eine Verbindung zur jeweils anderen Strophe schafft. Außerdem enthält das Gedicht einen sechshebigen Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett beginnt im ersten Vers mit einer Art Einleitung, indem das Thema der Vergänglichkeit, hier &amp;quot;Eitelkeit&amp;quot;(V.1) genannt, direkt angesprochen wird und ein Bezug zur Überschrift geschaffen wird. Mit der Repetitio des Wortes &amp;quot;sihst&amp;quot;(V.1) verdeutlicht Gryphius, dass man, egal wohin man sieht, nichts ewiges finden kann. Man findet lediglich &amp;quot;Eitelkeit auf Erden&amp;quot;(V.1). Die Verwendung des Substantivs &amp;quot;Erden&amp;quot;(ebd.) spezifiziert den Raum in dem man nur Vergängliches sieht. Durch diese Spezifizierung macht Gryphius erkennbar, dass es sich nur um Irdisches Handelt. Er impliziert so direkt zu Beginn des Gedichts, dass sich Ewiges im Übernatürlichen bzw. Göttlichen finden lässt. Im Folgenden ist das Gedicht sehr von Antithesen geprägt. In Vers zwei stehen die beiden Verben &amp;quot;reist&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;baut&amp;quot;(V.2) direkt hintereinander und sind lediglich von einem Spiegelstrich getrennt. Durch diesen Chiasmus wird die Differenz zwischen dem &amp;quot;heute&amp;quot;(V.2) und &amp;quot;morgen&amp;quot;(V.2) untermauert und somit Gryphius' These, die Erde sei vergänglich, unterstützt. Auch Vers 3, der als Anapher eine Verbindung zu Vers 2 schafft, da sie beide Beispiele für Vergänglichkeit liefern, besteht aus einer Antithese. hier wird aufgezeigt, dass aus &amp;quot;Städten&amp;quot;(V.3), die heute existieren in Zukunft &amp;quot;Wiesen&amp;quot;(V.3) werden können. Das Wort &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.3) begegnet einem folgend häufiger und beschreibt immer den Gegenwartszustand. Durch den vierten Vers wird noch einmal der Unterschied zwischen verschieden Zeiten hervorgebracht, indem &amp;quot;ein Schäferskind&amp;quot;(V.4), das &amp;quot;mit den Herden&amp;quot;(V.4) spielt, den &amp;quot;Städten&amp;quot;(ebd.) gegenübergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem ersten Vers der zweiten Strophe wird die Vergänglichkeit der Pflanzen angesprochen. Diese blühen noch in der Gegenwart, was wieder von &amp;quot;itzund&amp;quot;(V.5) signalisiert wird. Dass diese zertreten werden &amp;quot;sol[len]&amp;quot;(V.5) zeigt, dass diese in keinem Fall ewig bleiben. Im nächsten Vers wird die Vergänglichkeit des Menschen erläutert. Dies ist an der Metapher &amp;quot;pocht und trotzt&amp;quot;(V.6) erkennbar, da diese zum einen für das pochende Herz des Menschen steht, dem Menschen aber auch die Fähigkeit zuspricht zu trotzen, sodass die Annahme, ein Tier könnte gemeint sein, verworfen werden kann. Mit &amp;quot;Asch vnd Bein&amp;quot;(V.6) ist das, gemeint, was vom Körper nach dem Tod  noch übrig bleibt gemeint. Gryphius kommt also zu dem Schluss dass der Mensch ebenso vergänglich ist wie alles andere und sich in der Hinsicht nicht von anderen Lebewesen oder Artefakten unterscheidet. Dass, &amp;quot;Nichts&amp;quot;(V.7) ewig ist, belegt er in Vers drei, indem er sagt das &amp;quot;kein Ertz / kein Marmorstein&amp;quot;(V.7), also nicht mal Gestein, von dem man eigentlich annehmen kann, dass es schwer kaputt geht, ewig sein kann. Gryphius geht in Strophe Zwei klimatisch vor indem er sich von den Pflanzen zum Menschen bis hin zum Gestein immer weiter steigert, und seine Vergänglichkeit erläutert. Er führt dabei, das wovon man eigentlich denkt es sei am standhaftesten, Gestein, als letztes an und das, wovon man denkt es am leichtesten zu entbehren, Pflanzen, an erster Stelle an. So zeigt er auf dass, zwischen den verschiedenen Beispielen kein Unterschied, bezogen auf die Vergänglichkeit, herrscht. Im letzten Vers bezieht sich Gryphius schlussendlich auf das &amp;quot;Glück&amp;quot;(V.8). Antithetisch dazu verfasst er, dass auf dieses &amp;quot;Beschwerden&amp;quot;(Z.8) folgen. Dies lässt ein recht negatives Menschen - und Weltbild erkennen, da Gryphius annimmt, dass Glück nicht ewig ist und Trauer folgen muss. Auf der anderen Seite lässt sich sagen, dass dies eine recht realistische Einschätzung des Lebens ist, die einen auf Schwierigkeiten vorbereiten könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe und somit das erste Terzett beginnt mit der Anführung einer weiteren vergänglichen Sache: der &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(V. 9). Dieser vergehe &amp;quot;wie ein Traum&amp;quot;(V.9). das lyrische Ich möchte, wie im Rest seines Textes, jedoch besonders an dieser Stelle, an die Menschen appellieren, sich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen. &amp;quot;Ruhm&amp;quot;(ebd.), oder Ehre, ist etwas das der Mensch oft anstrebt, aus falschen Intentionen. Der Lyriker möchte den Menschen so davon abhalten. Im zweiten Vers stellt das lyrische ich eine rhetorische Frage, indem er das Leben metaphorisch als &amp;quot;Spiel der Zeit&amp;quot;(V.10) benennt. Durch die vorherige Erklärung einiger Beispiele, die vergänglich sind, lässt sich die Frage verneinen. Der Mensch  kann also nicht ewig sein. Das Adjektiv &amp;quot;leicht&amp;quot;(Z.10), welches den Menschen beschreibt, lässt sich auf Vers sieben beziehen, in dem von Gestein, welches nicht ewig ist, die Rede ist. Also schlussfolgert das lyrische Ich, dass wenn nicht einmal Gestein ewig sein kann, auch der &amp;quot;leichte Mensch&amp;quot;(V.10) nicht ewig sein kann. Im letzten Vers zeigt das lyrische Ich die Irrelevanz des Vergänglichen auf. Die Interjektion &amp;quot;Ach!&amp;quot;(V.11) untermauert die Verachtung, die das lyrische Ich bei den zuvor genannten Beispielen empfindet. Die Sachen, die der Mensch als, metaphorisch gemeint, &amp;quot;köstlich&amp;quot;(V.11), also gut, betrachtet, sind nicht ewig und somit nicht der großen Aufmerksamkeit würdig. Der Appell, den das lyrische Ich versucht zu verdeutlichen, wird an dieser Stelle nochmal besonders deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Sonnet „Es ist alles Eitel“ wurde von Andreas Gryphius im Jahre 1637 zu Zeiten des Barocks verfasst. Thematisch befasst sich das Gedicht mit der Vergänglichkeit alles Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen, welche in vier Strophen aufgeteilt sind. Dabei beinhalten zwei Strophen vier Verse und die letzten beiden Strophen drei Verse. Der Aufbau weist daher auf ein typisches Sonnet hin, da es zwei Quartette sowie zwei Terzette enthält. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus. Die beiden ersten Strophen bestehen aus einem umarmenden Reim (abba, abba) während die beiden letzten einen Schweifreim (ccd,eed) bilden. Reimen sich Vers eins und vier ist deren Kadenz identisch (weiblich) sowie die zweiten und dritten Verse männlich, was die antithetische Struktur des Gedichtes hervorhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die Überschrift „Es ist alles Eitel“ zeugt von der Verzweiflung des lyrischen Ichs, da nichts auf der Welt von ewigem Bestand ist. Dabei akzentuiert das unbestimmte Numeral „alles“ die prekäre Lage.&lt;br /&gt;
Die erste Strophe knüpft an die Überschrift an, indem das lyrische Ich den Leser mit direkter Ansprache darauf aufmerksam macht, dass alles Irdische vergänglich ist (vgl. V.1). Das Adverb „nur“ (ebd.) verdeutlicht den hoffnungslosen und klagenden Grundton des lyrischen Ich aufgrund der Allgegenwärtigkeit der Vergänglichkeit. Diese resignative Stimmung lässt sich in Verbindung zu dem 30-jährigen Krieg setzen, welcher zu Zeiten des Gedichtes schon 25 Jahre herrschte und Deutschland komplett zerstört hat. Die darauffolgenden drei Verse beschäftigen sich konkret mit dem Verfall und Zerstörung der Städte. So heißt es „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Auffällig ist, dass die Gegenwart und Zukunft in antithetischer Verbindung stehen, wodurch untermauert wird, dass das Schöne nur kurzen Bestand hat beziehungsweise später keine Bedeutung mehr erlangt. Ebenso stehen die Verben „bauen“ (ebd.) und „einreißen“ (ebd.) gegensätzlich zueinander. Durch das demolieren der Städte wird konkret auf den Krieg angespielt, wodurch zum Ausdruck kommt, dass das lyrische Ich der Auffassung ist, dass die Menschen selbst für ihre Vergänglichkeit bzw. der ihrer Bauwerke verantwortlich sind. Des Weiteren verdeutlichen die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.) die Generalisierung der Ereignisse in Europa. Die Antithetik zwischen Gegenwart und Zukunft wird im dritten Vers fortgesetzt, indem es heißt „Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V.3), wodurch untermauert wird, dass die Natur ihren Platz zurückerobert. Auffällig ist hier, dass ein Rückschritt beschrieben wird. Die „Wiese“ (ebd.) steht dabei für die Natur und durch ihre grüne Farbe für Hoffnung und symbolisch für das Gedeihen neuen Lebens. Diese Idylle wird in dem darauffolgenden vierten Vers fortgesetzt, indem es heißt „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 4), was den Wunsch nach Frieden verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe wird von der Antithese „Was itz und prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V.5) eingeleitet. Dies hebt die Vergänglichkeit der Natur, mitsamt der blühenden Pflanzen hervor. So heißt es weiter „Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein“ (ebd.). Das „poch[en]“ (ebd.) steht hier metaphorisch für den Herzschlag eines Lebewesens. Die Anapher „Was itz“ (V.5+6) untermauert, dass die Natur und die Lebewesen eine gleiche Gewichtung in der Rolle ihrer Vergänglichkeit haben. Dies wird durch den darauffolgenden Vers unterstützt, in dem mit einer verdoppelten Verneinung nichts als ewig bestehend erklärt wird und soll Klarheit über die Vergänglichkeit alles Irdischen verschaffen (vgl. V. 7). Die Vergänglichkeit wird durch die Akkumulation „kein Erz, kein Mamorstein“ (ebd.) unterstützt, da diese zu Zeiten des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten.  Der letzte Vers der zweiten Strophe wird mit einer Personifikation des Glückes eingeleitet. Antithetisch wird dem Glück eine Synästhesie aus &amp;quot;donnernden Beschwerden&amp;quot; (V.8) gegenübergestellt. Dabei werden zwei unterschiedliche Sinneseindrücke (donnernd = hören, Beschwerden = fühlen) miteinander in Verbindung gesetzt, um das Leid zu verdeutlichen. Des Weiteren bekräftigt diese weitere Personifikation die Assoziation mit dem Krieg, da das Verb „donnern“ mit Waffen in Verbindung gebracht werden kann, welche ebenfalls zur Zerstörung beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Betrachtung der beiden ersten Strophen ist deren klimatischer Aufbau auffallend. In der ersten Strophe wird ausschließlich die Vergänglichkeit materieller Güter beschrieben, währenddessen die zweite Strophe die Nichtigkeit der Lebewesen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn der dritten Strophe wird der sonnettypische, inhaltliche Bruch eingeleitet, da die ersten beiden Strophen eher aus einer beschreibenden Position stammen und in der dritten und vierten Strophe zu einem bewertenden Standpunkt wechseln, was durch das Fragezeichen in Vers 10 und dem Ausrufezeichen in  Vers 13 akzentuiert wird. Inhaltlich befasst sich die erste Terzette mit der Frage was das Leben ist und wie die Menschheit es bewältigt. So heißt es in Vers neun „Der hohe Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“ (V.9). Dies hebt hervor, dass selbst Reichtum und hochgeschätzte Werte der Vergänglichkeit unterliegen. So wird dem Leser in Vers 10 eine rhetorische Frage gestellt „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“ (V.10), um dem Leser zu verdeutlichen, dass ein Kampf gegen die Vergänglichkeit sinnlos erscheint. Der elfte Vers wird durch den Ausruf der Verzweiflung „Ach!“ (V.11) eingeleitet wodurch deutlich wird, dass das lyrische Ich über die Erkenntnis der Vergänglichkeit verzweifelt ist, da der Mensch keine Gewalt über das Leben hat. Auffällig ist hier, dass die dritte Strophe mit der vierten durch ein Enjambement verbunden ist, da die letzte Strophe konkrete Antworten auf die Frage des Lebens gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird das Leben akkumulierend „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“ (V.12) definiert. Dabei stehen „Schatten, Staub und Wind (ebd.) für kurzlebige Synonyme, welche die Vergänglichkeit des Lebens akzentuieren. Ein weiterer Vergleich stellt Vers 13 dar, in welchem es heißt „Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind´t“(V.13). Dabei steht die „Wiesenblum“ (ebd.) metaphorisch für das Leben eines einzelnen Menschen, da auf einer Wiese eine einzelne Blume so unbedeutsam wie das Leben eines Menschen und dessen Vergänglichkeit ist. Der letzte Vers des Sonnets „Noch will was ewig ist kein einig Mensch betrachten!“ (V.14) stellt das Fazit des lyrischen Ichs dar. Dieses ist der Auffassung, dass noch kein Mensch betrachtet hat was für die Ewigkeit besteht. Das Adverb „noch“ (ebd.) gibt jedoch Hoffnung, dass sich in der Zukunft noch ändern und sich der Mensch dem Ewigen zuwenden könnte. Das sogenannte Ewige ist der Glaube an Gott, welchen die Menschen in der Zeit des Barocks durch den 30-jährigen Krieg verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich sagen, dass der Text den Leser dazu bringen soll sich auf das Wesentliche, das Leben nach dem Tod, zu konzentrieren. Die Auffassung des lyrischen Ich, dass alles Irdische Vergänglich ist, wird durch zahlreiche Antithesen, Metaphern und Personifikationen geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorena==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahr 1637, handelt es sich um ein Gedicht aus der Zeit des Barock. Thematisiert wird die Vergänglichkeit des Irdischen. Inhaltlich handelt das Gedicht von der Zerstörung des 30-jährigen Krieges und den Folgen der Zerstörung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst 14 Strophen und ist in der Form eines Sonettes gegliedert. Als Reimschema liegen in den Quartetten umschließende Reime vor, während die Terzette durch Paarreime gekennzeichnet werden. Als Metrum liegen durchgehend sechs-hebige Jamben vor, die 12 bis 13 Silben beinhalten und durch eine Mittelzäsur geteilt werden. Es liegen sowohl stumpfe als auch klingende Kadenzen vor, die sich dem Reimschema des Gedichtes anpassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) ein. Die „Eitelkeit“ (ebd.), die bereits im Titel des Gedichtes Erwähnung findet, ist in diesem Fall als veraltetes Synonym für Vergänglichkeit zu verstehen. Das Repetitio der Formulierung „du siehst“ (ebd.) veranschaulicht die allgemeine Gültigkeit der Aussage des Lyrischen Ichs. Generell lässt bereits der erste Vers des Gedichts eine pessimistische Stimmung vermuten. Dies wird ebenfalls durch die antithetische Struktur der nächsten Verse verstärkt. Das Lyrische Ich beschreibt „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V. 2). Auffällig sind neben der Kontrastierung zwischen dem aktuellen und dem zukünftigen Geschehen, auch die Pronomen „dieser“ (ebd.) und „jener“ (ebd.), welche auf jede Person zu beziehen sind und die Aussage somit verallgemeinern.  Im folgenden Vers veranschaulicht das Lyrische Ich die Aussage durch das Beispiel „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). Das Beispiel ist durch das Reimschema mit dem vorhergehenen Vers verbunden und verdeutlicht zum einen die Vergänglichkeit, zum anderen aber auch ein Anzeichen für den historischen Hintergrund des Gedichtes. Das Gedicht wurde in der Zeit des 30-jährigen Krieges verfasst, in welchem viele Städte zerstört wurden. An das Beispiel im dritten Vers knüpft der vierte Vers unmittelbar an. Es ist erneut die Rede von der Wiese „[a]uf der ein Schäfers-Kind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Die Metapher des „Schäfers-Kind“ (ebd.) auf einer Wiese, verdeutlicht die Sehnsucht nach der friedlichen Zeit, wie sie vor dem Krieg war, und wiederholt die Vergänglichkeit des Irdischen. Das friedliche Bild dieser Metapher wird ebenso formal dargestellt, da die Mittelzäsur nicht wie in den vorausgehenden Versen durch ein Komma dargestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe des Gedichtes setzt mit der Feststellung „[w]as jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) ein. Erneut ist die Kontrastierung zwischen dem gegenwertigen Zustand und dem zukünftigen Geschehen zu erkennen, somit wird neben der allgemeinen Vergänglichkeit des Irdischen insbesondere die Vergänglichkeit der Natur hervorgehoben. Die antithetische Darstellung wird wiederholt durch eine Mittelzäsur und das Komma formal getrennt, was die Kontrastierung des Inhalts  innerhalb des Verses veranschaulicht. Das Adverb „jetzund“, welches zuletzt im 18. und 19. Jahrhundert verwendet wurde, verdeutlicht das Alter des Gedichtes und bestätigt, neben der Sonnet-Form, dass das Gedicht aus der Epoche des Barock stammt. Im zweiten Vers der Strophe „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) wird wiederrum die antithetische Struktur des Gedichtes aufgeführt. Die Verben „poch[en]“ (ebd.) und „trotz[en]“ (ebd.) charakterisieren ein lebendiges Wesen. Das „poch[en]“ (ebd.) beschreibt den Herzschlag eines Lebewesens, während „trotz[en]“ (ebd.) als Abwehrhaltung für herannahende Gefahren verstanden wird, die die Existenz des Lebewesens gefährden. Im weiteren Verlauf des Verses wird allerdings auch wider die Nichtigkeit dargestellt, wenn es in Bezug auf das Lebewesen heißt es, es sei „morgen Asch und Bein“ (V. 6). Die Formulierung „Asch und Bein“ (ebd.) steht metaphorisch für den Tod des Lebewesens und verbildlicht somit die Vergänglichkeit des Lebens. Das Lyrische Ich fasst diese Erkenntnis mit dem Befund „Nichts ist, das ewig sei“ (V. 7) zusammen. Unter diesen Befund fallen laut des Lyrischen Ichs auch Materialien wie Erz und Marmorstein, welche im 17. Jahrhundert, in der Zeit als das Gedicht verfasst wurde, noch als unzerstörbar galten und somit wiederholt die Nichtigkeit des Irdischen darstellen. Die Strophe endet mit einem Vers in derselben antithetischen Struktur, die bereits in den vorherigen Versen verwendet wurde. Das Lyrische Ich erklärt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V. 8). Die Personifikation des Glücks steht in diesem Vers der Synästhesie der donnernden Beschwerden gegenüber. Im Zusammenhang mit dem historischen Hintergrund lässt sich das „Glück“ (ebd.), welches mit Frieden und Freude assoziiert wird, als die Zeit vor dem Krieg deuten und die „donnernden Beschwerden“ (ebd.), die als Metapher für den Waffeneinsatz und das Unglück während des Krieges verstanden werden können, somit als Zeit während des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“ verfasst von Andreas Gryphius und veröffentlicht im Jahre 1637, stammt aus der Zeit des Barock und thematisiert die Vergänglichkeit des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und ist in vier Strophen gegliedert. Es besteht aus jeweils vier Versen in der ersten und zweiten Strophe und aus jeweils drei Versen in Strophe drei und vier. Der Aufbau weist daher auf ein Sonett hin, da dieses aus zwei Quartetten und zwei Terzetten besteht. Das Metrum ist ein sechshebiger Jambus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit der Aussage „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1) und verdeutlicht somit, dass alles was man sieht, auf der ganzen Welt vergänglich ist. Zur Zeit des Barocks bezeichnet man die Vergänglichkeit als Eitelkeit und  ist somit ein erstes Merkmal für die Epoche. Zudem wird anhand der Anapher „du siehst“ (V. 1) deutlich, dass das lyrische Ich das vergängliche mit eigenen Augen erkennen kann und sieht, wie sich die Welt verändert. Die Verwendung des sechshebigen Jambus und der männlichen Kadenz, verweist darauf das es sich hierbei um die Realität handelt, da die männliche Kadenz sehr hart auf das Gedicht wirkt und somit Fakten in den Raum stellt. Folgend erkennt das lyrische ich, dass sich die Welt ganz schnell verändern wird indem anhand einer Antithese gesagt wird,  „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;“ (V. 2).  Die schnelle Veränderung der Welt wird anhand der Adverbien „heute [und] morgen“ (V. 2) deutlich. Das Pronomen „jener“ (V. 2) verallgemeinert die Situation und lässt daraus schließen, dass jeder bereit dazu wäre, die Welt zu zerstören. Daraufhin folgt ein weiteres antithetisches Beispiel, welches die Vergänglichkeit des Irdischen darstellt, denn „Wo jetzund Städte stehn, wird wird eine Wiese sein“ (V. 3). Mit dieser Aussage bezieht sich das lyrische Ich auf die Zerstörung von Städten und vermutet, was durch „wird“ erkennbar ist, dass später mal auf diesem Platz eine Wiese sein wird, „Auf der ein Schäferkind wird spielen mit den Herden“ (V. 4). Anhand dessen wird klar, dass eine Vorausdeutung in die Zukunft dargestellt ist und die Natur, als die Macht gegen uns Menschen bezeichnet ist. „Schäferskind“ (ebd.) und „Herden“ (ebd.) verdeutlichen die Macht der Natur in Verbindung mit dem Menschen. Im Allgemeinen lässt sich in der ersten Strophe ein sechshebiger Jambus erkennen, mit zwei männlichen Kadenzen in Vers eins und vier und zwei weiblichen Kadenzen in Vers zwei und drei. Zudem liegt ein umarmender Reim (abba) vor, welcher die Gesamtsituation des Vergänglichen darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe folgt mit einer Antithese „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5) und hebt somit die Vergänglichkeit der Pflanzen hervor. Das lyrische Ich bemerkt also, dass auch die Natur vernichtet wird und das „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6). Mit „pocht“ (ebd.) und „Asch und Bein“(ebd.) wird metaphorisch das Herz eines Lebewesens welches aufhört zu schlagen dargestellt.  Die Anapher „Was jetzt“ (ebd.) untermauert das Natur und Lebewesen unter den gleichen Umständen leiden und mit der Zeit vergehen werden. Zudem wird anhand der Aussage „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) deutlich, das Dinge wie in diesem Beispiel „Erz und Marmorstein“ (ebd.), welche zur Zeit des 17. Jahrhunderts als unzerstörbar galten, auch in der Lage zu zerstören. Und nur das was „ewig sei“ (ebd.) ist nicht vergänglich. Metaphorisch ist mit ewig, Gott gemeint, denn er wird niemals vergehen. Vers acht wird mit der Personifikation „Glück“ (V. 8) eingeleitet, welches „uns [an] lacht“ (V. 8) und mit der Synästhesie „donnern die Beschwerden“ (V. 8) gegenübergesetzt. Das Glück und die Beschwerden stehen uns Menschen im Leben sehr nah gegenüber und verdeutlichen somit die Gefühle der Menschen und lassen somit die Angst vor der Vergänglichkeit deutlich werden. Das Personalpronomen „uns“ (ebd.) unterstreicht, das wir Menschen unter diesen Umständen leiden und bemerken das uns die Angst bevorsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H.: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist alles eitel“, der von Andreas Gryphius verfasst und im Jahre 1637, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, veröffentlicht wurde, handelt es sich um ein politisches Gedicht. Es ist der Literaturepoche Barock zuzuordnen, welche besonders durch den sogenannten „Vanitas-Gedanken“, der sich auf die Vergänglichkeit alles Irdischen bezieht, geprägt wurde. Dieser wird auch in dem Gedicht Gryphius` thematisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht ist aus 14 Versen zusammengesetzt, welche in 4 Strophen gegliedert sind. Zwei dieser Strophen sind Quartette, da sie aus je 4 Versen bestehen und die anderen beiden sind Terzette, welche aus jeweils 3 Versen zusammengesetzt sind. Diese Form des Gedichtes nennt sich Sonett. Bezüglich des Metrums liegt ein sechshebiger Jambus vor, dessen Kadenzen abwechselnd betont (männlich) und unbetont (weiblich) sind. In den Quartetten liegt bezüglich des Reimschemas ein umarmender Reim (abba, abba) vor, während die Terzette einen Schweifreim (ccd, eed) aufweisen. Dabei ist im Zusammenspiel mit den Kadenzen eine Besonderheit festzustellen, da die sich reimenden Verse die gleichen Kadenzen aufzeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Es ist alles eitel“ deutet die Vergänglichkeit von alledem, was diesseitig ist, also der Erde angehört, an und leitet somit in die zentrale Thematik des Textes ein. Besonders das Zahlwort „alles“ (ebd.) akzentuiert, dass die Gesamtheit des Diesseitigen von der Vergänglichkeit betroffen ist. Außerdem wird an dieser Stelle bereits die Haltung des Erzählers zu jener angedeutet, da deutlich erkennbar ist, dass er sich der Vergänglichkeit alles Irdischen durchaus bewusst ist.&lt;br /&gt;
Anschließend setzt das Gedicht damit ein, dass der Erzähler erwähnt, man sehe „nur Eitelkeit auf Erden“ (V. 1). Damit wird erneut der Vanitas-Gedanke aufgegriffen, welcher die Vergänglichkeit alles irdischen Seins und folglich allen Lebens auf der Erde beschreibt. Das Adverb „nur“ (ebd.) hebt dabei insbesondere hervor, dass sich die Vergänglichkeit ausschließlich auf das Irdische beschränkt, wodurch gleichzeitig angedeutet wird, dass das Überirdische, also Gott, für die Ewigkeit besteht. Auf der anderen Seite deutet dies auf die Haltung des Erzählers in Bezug auf die Ausweglosigkeit aus dieser Situation hin, da ihm bewusst ist, dass man der Vergänglichkeit und der Zeit nicht entfliehen kann, was zudem eine gewisse Hoffnungslosigkeit des Erzählers vermuten lässt. Durch die Verwendung des Pronomens „du“ (V. 1) wird der Leser direkt angesprochen und in die Thematik einbezogen, da sie jeden betrifft. Des Weiteren erklärt der Erzähler, was „dieser heute“ (V.2) baue, reiße „jener morgen“ (V. 2) wieder ein. Diese Aussage zielt auf die Folgen des dreißigjährigen Krieges, welcher die Zerstörung vieler Teile Deutschlands mit sich gebracht hat. Besonders auffällig ist jedoch, dass sich die beiden genannten Aussagen antithetisch gegenüber stehen, was vor allem durch die Adverbien „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) hervorgehoben wird. In Verbindung mit den Verben „baut“ (V. 2) und „reißt […] ein“ (V. 2) könnten diese mit der Gegenwart und Zukunft assoziiert werden. Dies bezieht sich darauf, dass etwas in der Gegenwart zu erbauen bedeutet, etwas Neues zu schaffen, was eine positive Wirkung hat, dies jedoch anschließend in der Zukunft wieder einzureißen deutet auf die Vergänglichkeit hin, da diese positive Wirkung nur von kurzer Dauer ist, was an der kurzen Zeitspanne zwischen „heute“ (ebd.) und „morgen“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Diese Aussage erinnert ebenfalls an den sogenannten „memento mori“, welcher die Lyrik zur Zeit des Barock stark geprägt hat. Mit diesem ist gemeint, dass man bedenken solle, dass man stirbt. Diese Erinnerung an den Todesgedanken sollte die Menschen daran erinnern, sich auf ihr Leben in der Gegenwart zu konzentrieren und dieses zu nutzen. Somit könnte diese antithetische Aussage auch diesen Gedanken, jeden Moment des Lebens zu genießen, da er schnell wieder vergehen werde, vor Augen führen. Diese Vergänglichkeit wird durch das Pronomen „jener“ (ebd.) verallgemeinert, da sie überall zu erkennen ist. Daraufhin wird erneut die Zerstörung als Folge des Krieges sowie die Vergänglichkeit verdeutlicht, wenn der Erzähler erläutert, wo „jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“ (V. 3). An dieser Stelle ist nochmals die Gegensätzlichkeit der Aussagen zu erkennen, welche vor allem durch die Zäsur zwischen der These und der Gegenthese hervorgehoben wird. Diese Zäsur dient jedoch auch dem Rhythmus des Gedichts, da an jener ein Einschnitt beziehungsweise eine Pause erfolgt. Auf die „Wiese“ (ebd.) geht er im Folgenden Vers vertieft ein, indem er erläutert, auf jener werde ein „Schäferskind […] mit den Herden“ (V. 4) spielen. Das Bild des Schäferskindes als Hirte der Herde könnte sich im übertragenen Sinne auf die Religion beziehen, da Gott im Christentum als fürsorglicher Vater des Volkes oftmals auch als Hirte bezeichnet wurde, der jenes schützt. Bezieht man dies wiederum auf den dreißigjährigen Krieg könnte diese Aussage als eine Art Appell des Erzählers an den Leser angesehen werden, da das Vertrauen in Gott, das Überirdische, das nicht vergeht, aus dieser Situation der Zerstörung hinaushelfen könnte. Demnach könnte diese Textstelle dazu dienen, Hoffnung zu vermitteln, dass nach dem Krieg wieder eine friedliche Zeit folgt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran folgt das zweite Quartett mit der Aussage, was jetzt so „prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5). Das Verb „blüht“ (ebd.) erinnert an Blumen und auch diese bestehen nicht für die Ewigkeit, was die Vergänglichkeit der Natur untermauert. Insgesamt fällt bis zu dieser Textstelle auf, dass der Fokus bisher auf der Vergänglichkeit der Natur und den Dingen, die der Mensch geschaffen hat, liegt. Dies ändert sich jedoch mit der darauf folgenden Beschreibung, dass das was noch „so pocht und trotzt“ (V. 6) am nächsten Tag bereits „Asch und Bein“ (V. 6) sei. Insbesondere das Verb „pocht“ (ebd.) lässt erkennen, dass es sich bei dieser Aussage um Menschen handelt, da das Pochen an das menschliche Herz erinnert. Jene Menschen, die erwähnt werden scheinen Widerstand gegen den Krieg beziehungsweise einen feindlichen Angriff zu leisten, was durch das Verb „trotzt“ (ebd.) hervorgehoben wird. Eben diese Menschen seien am nächsten Tag lediglich noch „Asch und Bein“ (ebd.) was mit dem Tod in einer Verbindung steht, welcher eine Folge des Krieges ist. An dieser Stelle ist die Kritik Gryphius` deutlich festzustellen, da er eine der Konsequenzen des Krieges darstellt. Somit wird an dieser Stelle die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt. Die Anapher „Was jetzt“ (V. 5, V. 6), welche die Aussagen der Vergänglichkeit der Natur und die des Menschen einleitet, verbindet diese miteinander und hebt somit hervor, dass alles Irdische vergänglich ist. Dies wird auch durch die im Anschluss folgende Aussage „kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) vor Augen geführt, da man früher geglaubt hat, man könne sie nicht zerstören und sie würden für die Ewigkeit bestehen. Dies widerlegt der Autor jedoch, denn seiner Meinung nach sind auch diese vergänglich, da sie etwas irdisches sind. Des Weiteren folgt die Personifikation jetzt „lacht das Glück“ (V. 8), welche der Synästhesie bald „donnern die Beschwerden“ (V.8) antithetisch gegenübersteht. Dies soll auf der einen Seite die Vergänglichkeit des Glücks und somit der guten Zeiten darstellen und deutet auf der anderen Seite auf die Folgen des Krieges hin, da die „Beschwerden“ (ebd.) nach dem Krieg häufig durch die darauf folgenden Hungersnöte sowie das Leid der Menschen aufgekommen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonett „Es ist alles eitel“, welches 1637 veröffentlicht und von Andreas Gryphius in der Epoche des Barocks geschrieben wurde, thematisiert die allgemeine Vergänglichkeit irdischer Dinge mit besonderem Fokus auf der Vergänglichkeit des Lebens im 30-jährigen Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht befasst sich im historischen Kontext mit der Vergänglichkeit des Menschen und im Kontrast dazu hintergründig auch mit der Unendlichkeit bzw. Ewigkeit Gottes, welche besonders in der letzten Strophe zum Ausdruck kommt. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird so in der Vergänglichkeit die Zerstörung der Menschenleben und Städte ausdrücklich, die zu dieser Zeit Tag für Tag durchlebt werden musste. Darauf bezogen setzt auch die erste Strophe, geschrieben in einem umschließenden Reim, mit den Worten „Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“(V. 1) ein. Hierbei wird besonders die Komplexität der Vergänglichkeit, welche im Wort „Eitelkeit“(ebd. ) benannt wird, deutlich, indem der Ausdruck „Du siehst, wohin du siehst“(ebd. ) verwendet wird. Dieser drückt gleich zu Beginn aus, das alles irdische vergänglich ist und dehnt somit den Rahmen auf alles aus. Auffallend ist hierbei jedoch die Verwendung des Verbs „sehen“(ebd. ), welches Anlass gibt, das Vergängliche auf irdischer Ebene zu betrachten, da der Mensch nicht im Stande ist, das überirdische, bzw. „Gott“ zu sehen. Zudem spitzt das Adverb „nur“ (ebd. ) diese Bedeutung des Überirdischen noch einmal zu, indem die Erde somit als alleinig aus Vergänglichkeit bestehend beschrieben wird, weshalb das Reich Gottes indirekt, hier noch nicht ganz deutlich, aber bezüglich der vierten Strophe einen Kontrast zum Irdischen bildet. Die abschließende Interpunktion, die den Satz beendet, verweist dabei noch einmal auf die endgültige Vergänglichkeit aller Dinge und allen Lebens ohne Ausnahme. Daran anschließend konkretisieren die drei folgenden Verse die irdische Situation, indem Beispiele für die Vergänglichkeit genannt werden. In diesem Sinne setzt der Text mit den Worten „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“(V. 2) fort. Besonders kommt dabei die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen in den Pronomen „dieser“(ebd. ) und „jener“(ebd. ) noch einmal zum Ausdruck. Sie verallgemeinern das Bezugsfeld, sodass alle Menschen das Vergängliche miterleben sowie mit beeinflussen. Hierbei redet das lyrische ich in diesem Zusammenhang von Gebäuden, vielleicht auch im metaphorischen Sinne von Errungenschaften einzelner, die wiederum zerstört werden. Die Zerstörung lässt sich dabei auf den historischen Hintergrund und somit auf den 30-jährigen Krieg beziehen, in welchem viele Leben und so auch Lebensräume zerstört wurden. Die antithetische Formulierung, wie auch der Kontrast in „heute“(ebd. ) und „morgen“(ebd. ) spielt dabei jedoch auch gewissermaßen auf die Wechselseitigkeit des Krieges an. Bezüglich der Zerstörung setzt der dritte Vers fort „Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein“(V. 3), worin wiederum Zusammenhänge zum Krieg gezogen werden können. Hierbei stechen aber auch noch einmal die antithetischen Begriffe „Städte“(ebd. ) und „Wiesen“(ebd. ) hervor, die insbesondere auf die materielle Vergänglichkeit anspielen, aber auch verdeutlichen, dass alles wieder zu seinem Ursprung gelangt, da dort vor der Stadt auch nur eine Wiese gewesen war. Eben diese Art von Kreislauf des Lebens unterstreicht der Vers „Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“(V. 4). Die Verwendung des Futurs sowie die Simplizität der Situation, die hier dargestellt wird, zeigt das lyrische ich, dass es trotz aller Zerstörung und Vergänglichkeit auch immer wieder einen Neuanfang und so auch neues Leben gibt, welches im Wechsel mit dem Tod bzw. der Vergänglichkeit steht. Auch drückt letztlich der umschließende Reim in den ersten beiden Strophen diese Vergänglichkeit als letztliches Mittel allen Lebens aus, was auch durch die Kadenzen deutlich wird. Hierbei sind der erste und vierte Vers weiblich, enden also auf einer unbetonten Silbe, und die umschlossenen Verse, wie auch in Strophe zwei männlich, enden auf einer betonten Silbe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontrastierung zweier Sinnbilder setzt sich auch in der zweiten Strophe fort, was wiederum die Allgegenwärtigkeit des Vergänglichen unterstreicht. In „Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“(V. 5) wird auf gewisse Weise erneut metaphorisch das Leben dem Tod gegenüber gestellt. Besonders drückt darin die Wortwahl die Resignation des lyrischen Ichs aus, welches dem Leben nachtrauert, sich jedoch des Vergänglichen und des Neuanfangs bewusst ist, diesen jedoch nicht völlig zu verstehen vermag. Hierbei sticht jedoch durch die Verwendung des Futurs erneut die Wechselhaftigkeit heraus, die zum einen erneut auf den Krieg, aber zum anderen auch auf die Wechselhaftigkeit des allgemeinen Lebens anspielt. Somit ist es ungewiss, wie lange etwas anhalten und beständig sein wird, da die Möglichkeit des Vergehens jederzeit besteht. Dies entspricht auch dem Tod, der ungewiss eintreten kann, sei es durch Krieg oder aber andere Umstände, wie es in den folgenden Worten „Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“(V. 6) deutlich wird. Besonders steht dabei das Verb „pochen“(ebd. ) für den Herzschlag und somit für Leben, wohingegen „Asch und Bein“(ebd. ) auf eine tote Person andeuten. Besonders wird hier jedoch auch noch einmal die Nichtigkeit einer einzelnen Sache oder Person für die Gesamtheit deutlich, indem die Asche metaphorisch als Symbol der Vergänglichkeit gilt. Zudem gilt sie bezüglich des Todes jedoch auch als Zeichen der Trauer, was die Resignation des lyrischen Ichs untermauert. Rückbezogen auf die verschiedenen Beispiele wie dem Tod oder der Zerstörung von Stätten folgt so  als Schlussfolgerung des lyrischen Ichs „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“(V. 7). Auch dieser Satz wird wie auch schon der erste durch eine Interpunktion beendet, was die Endgültigkeit der Aussage unterstreicht und somit die Vergänglichkeit verallgemeinert. Dass diese Aussage für alles und jeden gilt, wird dabei in den Worten „kein Erz, kein Marmorstein“(ebd. ) ausdrücklich, da Erz und Marmor in früheren und auch in heutigen Zelten als teure und resistente Stoffe gelten, die vielem Stand halten. Sie unterstreichen die Aussage also insofern, dass sie letztlich die Spitze des Unkaputtbaren darstellen und dennoch vergänglich sind, weshalb sich jegliche anderen Dinge dem unterordnen. Im letzten Vers der zweiten Strophe wird im Anschluss noch einmal besonders auf die Wechselhaftigkeit und den Kreislauf des Lebens angespielt. So zeigt „Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“(V. 8), dass das Leben gute wie auch schlechte Zeiten beinhaltet und der Wechsel zwischen diesen unabsehbar stattfindet, was das Adverb „bald“(ebd. ) andeutet. Aber auch der Bezug auf ein jedes Leben wird im Personalpronomen „uns“(ebd. ) deutlich, der durch die Personifikation „Jetzt lacht das Glück“(ebd. ) gestärkt wird. Eben diese verdeutlicht, dass das Glück auch etwas unbeeinflussbares ist, wie jeder andere Mensch auch, sodass auch das Aufkommen von Glück etwas ist, das vergänglich ist. Das gleiche drückt so auch die Metapher „bald donnern die Beschwerden“(ebd. ) aus, welche gewissermaßen auch für eine Unbeständigkeit der menschlichen Verfassung und Gemütsstimmung steht und somit auch diese als vergänglich akzentuiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte und vierte Strophe stehen dahingegen etwas im Kontrast zu den beiden vorherigen Strophen, indem das lyrische Ich darin nachdenklich wirkt und über die menschliche Existenz nachdenkt. Fasst man die beiden Strophen zusammen so fällt gleich der darin vorhandene Schweifreim auf, im Einzelnen also ein Paarreim und eine Weise. Zugleich fällt aber auch die durch den im Gedicht stringent verwendeten 6-hebigen Jambus auch auf, dass die Paarreime jeweils betont enden und die Weisen dahingegen unbetont. Inhaltlich fällt in diesem Kontext auf dass die unbetonten Verse meist noch etwas positives beinhalten, das den Sinn hinter der Vergänglichkeit ausdrückt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Strophe setzt mit dem Ausdruck „Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn“(V. 9) ein. Der Vergleich mit einem Traum bringt dabei die Nichtigkeit der Dinge in den Vordergrund. Zwar wird hier konkret von Ruhm gesprochen, über den das lyrische Ich nachdenkt, jedoch lässt dieser sich als ein Exemplar auffassen, dass eigentlich zeigt, wie unwichtig Dinge wie Ruhm und materielles Reichtum sind, da sie letztlich so schnell vorüber und in Vergessenheit geraten sind wie ein Traum, an den man sich oftmals schon nach kurzer Zeit nicht mehr erinnern kann. Darauf folgt die rhetorische Frage „Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn?“(V. 10), welche durch die Existenz des Todes ihre Antwort findet. Besonders sticht hier aber auch die Metapher „das Spiel der Zeit“(ebd. ) heraus, welche verdeutlicht, dass die Zeit selbst endlos ist, jedoch das Spiel und somit das Leben des Menschen innerhalb dieser ein Ende findet, wie jedes Spiel irgendwann endet. In diesem Kontext wird der Mensch durch das Adjektiv „leicht“(ebd. ) verallgemeinernd als schwach dargestellt, was sich rückblickend auf den „Marmorstein“(V.  7) als Kontrast zur Härte zeigt, die jedoch auch nicht beständig ist. Somit deutet die Beschreibung des Menschen die vorausgesetzte Endlichkeit dieses an. Dass diese Tatsache das lyrische Ich resignieren lässt, wird in der Interjektion „Ach“(V. 11) deutlich. Im Anschluss daran fragt es sich, „was ist alles dies, was wir für köstlich achten“(V. 11). Durch diese Frage wird deutlich, dass das, was der Mensch zu Lebzeiten verehrt in Anbetracht der Zeit nichts wert ist und bezogen auf die Vergänglichkeit somit auch seinen Sinn verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt im Anschluss und als indirekte Antwort auf diese Frage setzt die vierte Strophe mit den Worten „Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind“(V. 12) ein. Diese akzentuieren im metaphorischen Sinne, dass alles irdische und vom Mensch erschaffene letztlich nur eine Kleinigkeit, wenn nicht gar nichts für die Gesamtheit sind. So gehören auch „Schatten, Staub und Wind“(ebd. ) alle zum Wortfeld der Vergänglichkeit, da sie alle Dinge sind, die nur für einen Moment bemerkt werden und kaum sichtbar sind. Diese akkumulierte Darstellung der Nichtigkeit wird auch im folgenden Vers, welcher sich wiederum auf die dritte Strophe bezieht, in „Als eine Wiesenblum, die man nicht wieder find´t!“(V. 13) erneut aufgegriffen. Hierbei zeigt das Bild einer einzelnen Blume den geringfügigen Wert eines Menschen oder aber eines Gegenstandes für die Zukunft und die gesamte Welt. Schafft man hier nochmals eine Überleitung zum Krieg, so deuten diese beiden Verse die Nichtigkeit eines Individuums für einen Staat an, dem sich das lyrische Ich unverständig entgegensetzt. Somit sei alles vergänglich und sobald etwas vergangen ist, ist es vergessen und ohne Bedeutung. Dass dieser ganzen Vergänglichkeit jedoch etwas als eine Art Hoffnung entgegensteht, interessiert die meisten Menschen nicht, weshalb sie am Vergänglichen festhalten. Eben diese Tatsache wird im letzten Vers „Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten“(V. 14) deutlich. Letztlich ist Gott und somit das Leben nach dem Tod das Unendliche, das die Menschen jedoch im Leben noch nicht sehen oder erreichen können, aber auch nicht sehen wollen, indem sie am Irdischen festhalten. Bezogen auf den 30-jährigen Krieg wird hierbei der ursprüngliche Anlass des Krieges, der zu Beginn ein Glaubenskrieg war, herausgestellt. Jedoch vergaßen die Menschen nach und nach den wahren Anlass ihres Kämpfens, sodass der Krieg eher zu einem materiellen Krieg wurde und der Glaube und so zugleich das Endliche vernachlässigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend befasst sich das Sonett im allgemeinen mit der Vergänglichkeit alles Irdischen, dem Gott jedoch kontrastierend gegenübersteht. Eben dieser Kontrast, aber auch die Wechselseitigkeit des Lebens und des Wandels von Gut zu Schlecht werden durch viele antithetische Reime verdeutlicht. So wird auch besonders die Vergänglichkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt, während der Kreislauf des Lebens eher hintergründig durch einige Metaphern als eine Art Hoffnung aufgeführt wird. Insgesamt unterstützt jedoch alles, wie auch das Reimschema die These, dass überall Vergänglichkeit enthalten ist und es nur eine Frage der Zeit ist bis Dinge vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel ,,Es ist alles eitel“ und verfasst von Andreas Gryphius handelt es sich um ein Gedicht, welches im Jahr 1637 und somit der Zeit des Barocks zuzuordnen ist. Thematisch geht es in dem Gedicht um die Vergänglichkeit aller Dinge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus 14 Versen und 4 Strophen, wobei der Aufbau die eines Sonetts ist, da die ersten beiden Strophen aus jeweils 4 Versen bestehen und die letzten beiden Strophen aus je 3 Versen. Das Metrum ist ein 6-hebiger Jambus, wobei die Kadenzen abwechselnd betont und unbetont sind, und das Reimschema in den Quartetten ist ein umarmender Reim (abba, abba) und in den Terzetten liegt ein Schweifreim vor (ccd, eed). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Gedichts ,,Es ist alles eitel“ verdeutlicht bereits das Thema, dass alles vergänglich ist, wobei das Wort ,,alles“ die Verzweiflung des Lyrischen Ichs verdeutlicht, da nichts ewig bleibt und gleichzeitig auch hervorbringt, dass alles uns Bekannte und alles Existente vergänglich ist . Die Aussage ,,Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) verdeutlicht ebenfalls die Vergänglichkeit, wobei das Lyrische Ich darüber klagt, dass überall ,,nur“ (ebd.) Vergänglichkeit zu finden sei, also, dass alles auf der Welt vergänglich ist und nichts ewig ist. Dabei spricht das Lyrische Ich auch den Leser an, indem er das Personalpronomen ,,du“ (ebd.) verwendet, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass diese Vergänglichkeit auch einen selbst betrifft und dies somit ein Thema ist, welches alle betrifft. Durch die nächste Aussage ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2)  wird die Vergänglichkeit verbildlicht, wobei die Zeitangaben ,,heute“ (ebd.) und ,,morgen“ (ebd.) verdeutlichen, dass das was heute existiert in der Zukunft womöglich nicht mehr existiert, wobei die Zeitspanne dazwischen nicht immer lange ist, sondern Dinge schon bald vergänglich sein könnten. Die Verben ,,baut“ (ebd.) und ,,reißt […] ein“ (ebd.) stehen antithetisch zueinander und verdeutlichen, dass eben nicht nur Schlechtes vergeht, sondern auch Gute und Nützliche Sachen nicht für die Ewigkeit sind und eben auch diese vergehen. Auffällig in dieser Aussage sind aber vor allem auch die allgemeinen Formulierungen wie ,,dieser“ (ebd.) und ,,jener“ (ebd.), was zum Ausdruck bringt dass die Vergänglichkeit alles und jeden betrifft und somit auch auf alles übertragbar ist. Die Antithese dieser Aussage verdeutlicht auch den Kontrast des Daseins und der Vergänglichkeit und das eben aus diesen Dasein schnell Vergänglichkeit werden kann. Die nächste Aussage ,,Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein/ Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V. 3 f.) stellt eine Metapher dar, die ebenfalls die Vergänglichkeit verdeutlicht, aber auch eine Art Kreislauf der Vergänglichkeit und des Neubeginns. Dabei stehen die ,,Städte“ (ebd.) für das Existierende heute, welches nicht ewig ist und vergehen wird, wobei an Stelle dieser eben ,,eine Wiese“ (ebd.) sein wird, also etwas neues, welches den Platz des zuvor Existierenden eingenommen hat. Eben dieser Neubeginn des Kreislaufes wird durch die Metapher des ,,Schäferkind[es]“ (ebd.) verdeutlicht, da das Kind für neues Leben und des Anfangs steht. Somit wird durch diese Metapher deutlich, dass auch wenn alles vergänglich ist, es trotzdem einen Kreislauf gibt, der dafür einen Neubeginn sorgt. Auch das Nomen ,,Wiese“ (ebd.) steht für einen Neubeginn und Natürlichkeit, wobei das Nomen antithetisch zu dem Nomen ,,Städte“ (ebd.) steht, was ebenfalls die Vergänglichkeit und auch den Neubeginn verdeutlicht, da an Stelle der Stadt eine Wiese ist, die nicht von Menschen erschafft ist, wie die Stadt, sondern natürlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Quartett beginnt mit der Aussage ,,Was jetztund prächtig blüht, soll bald zertreten werden“ (V. 5), wobei diese Antithese ebenfalls die Vergänglichkeit untermauert. Dabei wird hier darauf angedeutet, dass das Schöne und Positive ebenfalls vergeht, was durch die Metapher ,,Was […] prächtig blüht“ (ebd.) verdeutlicht wird. Die Verzweiflung und resignative Haltung des Lyrischen Ichs wird durch das Verb ,,zertreten“ (ebd.) hervorgebracht, wobei das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als etwas Negatives empfindet, da das Schöne, Blühende zerstört wird. Das Adverb ,,bald“ (ebd.) bringt ebenfalls die resignative Haltung und die Klage über die Vergänglichkeit zum Ausdruck, da das Lyrische Ich die Vergänglichkeit als kein entferntes Ereignis sieht, sondern glaubt, sich der Vergänglichkeit in naher Zukunft stellen zu müssen.  Dies lässt sich auf die damalige Situation des 30-Jährigen Kriegs übertragen, da man sich der Vergänglichkeit stellen musst, da der Krieg alles zerstört hat. Dies wird auch durch die nächste Aussage ,, Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein“ (V. 6) auch verdeutlicht, da durch die Formulierung ,,pocht und trotzt“ (ebd.) deutlich wird, dass Menschen im Krieg gemeint sein könnten, die kämpfen und sich zu verteidigen versuchen. Das Verb ,,poch[en“ (ebd.) erinnert dabei an das menschliche Herz, wodurch also der Mensch und das Leben symbolisiert werde. Durch die Aussage, dass diese zu ,,morgen Asch und Bein“ (ebd.) sind, verdeutlicht die negativen Konsequenzen des Krieges, nämlich, dass Menschen sterben, wobei durch den Ausdruck ,,morgen“ (ebd.) ebenfalls hervorgebracht wird, dass dies bald wieder passiert, was somit die Verzweiflung und Resignation des Lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt. Die Anapher der Aussage zuvor und dieser ,,Was jetzt“ (ebd.), bringt dabei hervor, dass das Vergängliche alles betrifft und über all anzutreffen ist. Weither hin wird durch die Aussage ,,Nichts ist, was ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein“ (V. 7) erneut die resignative Haltung des Lyrischen Ichs deutlich, da dieser die Vergänglichkeit über all sieht, was durch die Akkumulation ,,kein Erz, Kein Marmorstein“ (ebd.) wird. Außerdem wird dadurch hervorgebracht, dass auch die Erde vergänglich ist und somit nicht ewig bleibt, was die Klage des Lyrischen Ichs und die Resignation hervorhebt. Die Antithese ,,Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.8) untermauert erneut, dass der heutige Zustand in der Zukunft weg ist, wobei die Zeitangaben ,,Jetzt“ (V.8) und ,,bald“ (V.8) ebenfalls die kurze Zeitspanne verdeutlichen, in dem das Heutige existiert und dass die Vergänglichkeit schneller kommt als man denkt. Die Personifikation ,,lacht das Glück uns an“ (V.8) untermauert dabei, dass das Lyrische Ich anklagt, dass sich sehr stark auf das Heutige konzentriert wird und dann vergessen wird, dass bald die Beschwerden ,,donnern“ (ebd.), wodurch auch eine gewisse Angst des Lyrischen Ichs vor der Zukunft verdeutlicht wird und auch die Verzweiflung über die Vergänglichkeit des Glückes. Das Personalpronomen ,,uns“ (ebd.) verdeutlicht, dass die Vergänglichkeit alle Menschen betrifft und das Thema somit sich auf jeden und alles übertragen lässt. Das Verb ,,donnern“ (ebd.) verdeutlicht metaphorisch, dass die ,,Beschwerden“ (ebd.) große Auswirkungen haben werden und die Menschen heftig überkommt. Dadurch wird dann auch erneut die Angst des Lyrischen Ichs vor dem Krieg und der Folgen deutlich, wobei das Verb ,,donnern“ (ebd.) auch mit Waffen und den lauten Geräuschen des Krieges assoziiert werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht ,,Es ist alles eitel&amp;quot;, welches von Andreas Gryphius im Jahre 1637 geschrieben wurde, in der Epoche des Barock, thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen. Ursprung des Gedichtes war der 3O-Jährige Krieg. &lt;br /&gt;
Das Gedicht besteht aus einer Sonettform, welche die charakterisierende Eigenschaft besitzt, dass das Gedicht in vier Strophen einteilt, jeweils zwei der vier Strophen bestehen sind vier versig und die darauffolgenden sind 3 versig. Das Metrum des Gedichts ist ein sechs-hebiger Jambus, was zudem durch das nicht durchgängig vorhandene Reimschema  des Paarreims und zu Ende des Gedichtes des umarmendes Reims untermauert wird. Die sich abwechselnden betonten und unbetonten Kadenzen untermauert die Gefühle des Lyrischen Ichs.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift des Gedichtes ,,Es ist alles eitel&amp;quot; (Z.0) veranschaulicht das Thema des Gedichtes, über welches sich das Lyrische Ich beklagt. Die erste Strophe des Gedichts verdeutlicht die Erschaffung von neuen Dingen, die aber immer wieder vom Menschen selbst zerstört werden. Der erste Vers knüpft an die Überschrift an, denn das Lyrische Ich spricht den Leser direkt an, durch die Anapher ,,Du sieht, wohin du sieht&amp;quot; (V.1), welche den Leser indirekt kritisiert, da die Menschen zwar überall hinschauen, aber nichts hinterfragen. Denn der Mensch sieht ,,nur Eitelkeit auf Erden&amp;quot; (V.1), womit das Lyrische ich die Vergänglichkeit asoziiert. Die Erklärung der ,,Eitelkeit&amp;quot; ( V.1) folgt in dem nächsten Vers, denn ,,Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein&amp;quot; (V.2). Dieser Vers verdeutlicht die Vergänglichkeit durch die Zerstörung des Menschen, was vor allem durch die betonte Silbe am Ende, welche Brutalität untermauert, veranschaulicht wird.  Des Weiteren wird diese Vergänglichkeit durchden nächsten Vers verbildlicht, denn ,,Wo jetztund ein Städte stehn, wird eine Wiese sein&amp;quot; (V.3). Vor allem die unbetonte Kadenz untermauert das friedliche und metaphorische Bild einer ,,Wiese&amp;quot; (ebd.).  Die Wiese ,,auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden&amp;quot; (V.4) verkörpert den Rückgang der Entwicklung durch die Vergänglichkeit. Die betonte Kadenz bekräftigt das Klagen des Lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Es ist eitel“ von Andreas Gryphius, welcher im Jahre 1637 erschienen ist, handelt es sich um ein Gedicht. Zeitlich ist es der Epoche des Barocks zuzuordnen. Thematisch geht es um die Vergänglichkeit des irdischen und der Ewigkeit Gottes im Vergleich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende Gedicht besteht aus 14 Versen und ist es Sonett, denn es liegen zu Beginn zwei Quartette vor, worauf zwei Terzette folgen. Das Reimschema der Quartette ist umschließend, während das der Terzette aus Paarreimen besteht. Außerdem liegt ein sechs-hebiger Jambus vor. &lt;br /&gt;
Die Kadenzen sich weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu analysierende Gedicht beginnt mit einem Quartett und bezieht sich direkt auf den Leser. „Du siehst , wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden“ (V.1) Das Personalpronomen „du“(ebd.) spricht den Leser direkt an und bezieht ihn in diese Aussage mit ein. Diese Aussage kritisiert die Erde bzw. die Menschen, die auf ihr leben, denn diese sind von „Eitelkeit“(ebd.) betroffen und kümmern sich dadurch nur um sich selbst, ohne sich für andere zu interessieren. Außerdem kritisiert er „Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein“ (V.2). Damit meint er im Prinzip, dass es gutes und böses „auf Erden“(ebd.) gibt und dass es zwischen diesen beiden Parteien oft Konflikte gibt, da der böse Mensch, das vom guten Mensch erbaute einfach so zerstört. Außerdem verdeutlicht dies den ständigen Wandel der Welt und dass nichts ewig ist. Die folgenden beiden Verse „Wo jetztund Städte stehen, wird eine Wiese sein, / Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden“ (V.3f.) verdeutlichen diesen Wandel. Aus Städten werden Wiesen und aus Wiesen werden Städte, die Umgebung wandelt sich ständig. Außerdem werden in diesen Versen Gegensätze gegenübergestellt, wie z.B. „dieser“(ebd.) und „jener“(ebd.), „Städte“(ebd.) und „Wiese“(ebd.) oder „baut“(ebd.) und „reißt […] ein“(ebd.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Quartett fährt Gryphius damit fort von Gegensätzen zu reden : „Was jetzt prächtig blüht, soll bald zertreten werden; / Was jetzt so pocht und trotz, ist morgen Asch und Bein“ (V.5f.). Das prächtig blühende vertritt dabei das Gute, während das Zertreten das Böse vertritt. Außerdem vergleicht er wiederholt die Gegenwart mit der Zukunft, durch Adverben wie „jetztund“(ebd.), „bald“(ebd.), „jetzt“(ebd.) oder „morgen“(ebd.). Er schließt das Quartett mit den Worten „Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein. / Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden“ (V.7f). Damit unterstreicht er zum einen die Vergänglichkeit der Erde / des Lebens und führt vor Augen, dass die Zukunft sehr viel negativer als die Gegenwart sein wird. Dabei benutzt er erneut Adverben wie „jetzt“(ebd.) und „bald“(ebd.), um zwischen Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Korrektur_1._Kl.</id>
		<title>CFS T-Klassen/Reflexionen über Sprache/Korrektur 1. Kl.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Korrektur_1._Kl."/>
				<updated>2018-11-04T21:26:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
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== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Hallo?“, verfasst von Georg Diez und veröffentlicht im Jahr 2013 als Artikel in der 28. Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“, handelt es sich um einen Sachtext zum Thema Auswirkungen der digitalen Kommunikation auf ein Individuum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Textes „Hallo?“ gibt Aufschluss über die Thematik. Die Frage „Hallo?“ wird in der täglichen Kommunikation genutzt um beispielsweise zu erfragen ob jemand am anderen Ende der Telefonleitung, des Mail-Eingangs oder im sozialen Netzwerk noch anwesend bzw. aufmerksam ist und plant auf die gestellte Frage oder Aussage zu reagieren. Im Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“, wird ebenfalls der Bezug zur Thematik geschaffen, aber weiterhin ist dies auch die erste These des Textes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein lässt sich der Text in drei Sinnabschnitte einteilen. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1 – 26) befasst sich mit einem Erfahrungsbericht des Autors wie er die digitale Kommunikation im Alltag nutzt. Der zweite Sinnabschnitt (Z. 27 – 53) thematisiert die Konsequenzen der Nutzung. Der dritte Sinnabschnitt (Z. 54 – 73) gibt eine Erklärung für die Thematik des Textes und spiegelt die persönliche Meinung des Autors wider. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Vorstellung des Autors „[e]s gibt ein Loch in meinem leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein, Ideen, Gedanken, ich schaue ihnen nach, wie sie fallen und warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion, aber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 1 ff.) ein. Diese philosophische Vorstellung lässt sich auf den Titel des Textes beziehen. Die im Titel gestellte Frage „Hallo?“ erwartet eine Reaktion, die jedoch wie in der hier dargestellten Vorstellung ausbleiben kann. Auch die im Untertitel erwähnte Einsamkeit lässt sich in die Metapher „das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) wiederfinden, da es keine Reaktion gibt und folglich Stille herrscht. Im weiteren Verlauf beschreibt der Autor die Formen, in der er persönlich digitale Kommunikation im Alltag benutzt. Er beschreibt, wie er seinen Freund A anruft und ihm auf die Mailbox spricht, da dieser nicht an sein Handy gegangen ist (vgl. Z. 4 f.). Die Beschreibung endet mit der Feststellung „und höre nichts zurück“ (Z. 5) in Bezug auf die hinterlassene Benachrichtigung auf der Mailbox. Weiterhin erwähnt der Autor er schicke seiner Kollegin B eine SMS mit Anregungen für Themen (vgl. Z. 6), doch auch auf diese Beschreibung folgt die Feststellung des Autors „ich höre nichts zurück“ (Z. 6 f.) in Bezug auf die versendete SMS. Dieser Ablauf sowie die Feststellung werden ein drittes Mal wiederholt, wenn der Autor seinem Freund C eine Mail schreibt, auf die er wiederrum keine Antwort oder Reaktion erhält. Das Beispiel ist in Form eines Trikolons aufgebaut, es gibt zwei Freunde und eine Kollegin, mit denen der Autor versucht in Kontakt zu treten. Diese Handlungen sind in einer Antiklimax angeordnet, da in einem Telefonat zwei Menschen noch mündlich miteinander sprechen, in einer SMS zwar keine direkte mündliche Kommunikation mehr herrscht, allerdings ist diese schneller und oftmals unförmlicher zu beantworten als eine E-Mail. Die Tatsache, dass der Parallelismus „höre nichts zurück“ (Z. 5) nach allen drei Beispielen zu finden ist, drückt die in der ersten These erwähnte Einsamkeit aus. Auch die Antiklimax, die einen Verfall von persönlicher Kommunikation zu unpersönlicher Kommunikation darstellt sowie die distanzierten Bezeichnungen der Freunde mit den Buchstaben A, B und C verdeutlichen die Einsamkeit und besonders die Unpersönlichkeit der digitalen Kommunikation. Die Zeit, die auf dass Hinterlassen einer Nachricht bis hin zur Reaktion des Empfängers folgt, bezeichnet der Autor als „Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung (Z. 9). Die Hyperbel „Dramaturgie“ (ebd.) verdeutlicht das Ausmaß bzw. die Erwartungen an die digitale Kommunikation. Es wird verlangt, dass so schnell wie möglich eine Antwort in Form einer Reaktion eintrifft. Eine „stockende Unterhaltung“ (Z. 12) sei, laut Ansicht des Autors, nur schwer aufrecht zu erhalten, was demnach die Erwartungshaltung an die andere Person erklärt und das Gefühl der Einsamkeit nach dem Kommunikationsvorgang noch einmal aufgreift. In dieser Einsamkeit stellt sich der Autor nach eigenen Angaben, Fragen darüber, weshalb die betroffenen Personen nicht antworten, ob es an ihm läge oder ob sie sauer seien (vgl. Z. 15 ff.). Folglich resultieren aus der Einsamkeit Selbstzweifel und Gedanken, die „keine Grundlage sein [können] für weitere Freundschaft, Freude, Zusammenarbeit“ (Z. 23). Demnach folgt nach der Einsamkeit durch die ausbleibende Antwort im schlimmsten Fall die Entfremdung und der Abbruch der Freundschaft. Mit dieser Erkenntnis endet der erste Sinnabschnitt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 27 – 53) setzt mit der Aussage des Autors „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (Z. 27) ein. Diese Aussage ist eine Schlussfolgerung aus dem zuvor genannten Beispiel und stellt wiederholt die Einsamkeit des Individuums dar. An diese Aussage schließt sich die zweite These des Autors an. Diese lautet: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28 f.). Der Autor sagt mit dieser These aus, dass die digitalen Kommunikationsformen in der heutigen Zeit stetig präsent sind und es dadurch umso seltener und besonders ist, wenn Stille herrscht. Die Präsenz der digitalen Kommunikationsformen wird in der These durch die Aufzählung „geredet, geschrieben und getwittert“ (ebd.), insbesondere durch die letzten beiden, dargestellt. Der Parallelismus „desto gellender die Stille, desto epischer entfaltet sich der Raum“ (Z. 29) untermauert durch die gleiche Abfolge von „desto“ (ebd.) sowie einem Adjektiv und Verb in Kombination mit den Substantiven „Stille“ (ebd.) und „Ruhe“ (ebd.) im Kontrast zur Aufzählung die Besonderheit und Seltenheit der Einsamkeit. Im Folgenden erwähnt der Autor, dass er seine Freunde gebeten hatte auf seine Nachrichten schneller zu reagieren, doch er sei sich dabei vorgekommen, „wie ein Zwölfjähriger, der Professor spielt“ (Z. 37). Dieser Vergleich ist ironisch zu verstehen, da er angibt ihnen diese Aufforderung „meist auf die Mailbox [gesprochen] oder […] die Anregung als SMS oder als Mail [geschickt habe]“ (Z. 38). Eine Erklärung dafür gibt der Autor in der Wiedergabe eines Gespräches mit einem befreundeten Journalisten, der zugibt, er bekomme jeden Tag so viele Mails, dass er sie gar nicht mehr lese (vgl. Z. 39 ff.). Hier ist ein Kontrast zur Ansicht des Autors zu finden. Während der Autor die Einsamkeit durch die eintreffenden Antworten als negativ abtut, sind Menschen wie der befreundete Journalist bereits so weit, dass sie Nachrichten, in diesem Fall Mails, gar nicht mehr lesen, um etwas Einsamkeit und somit Ruhe zu erhalten. Der Autor führt in diesem Zusammenhang den Neologismus „i-crazy“ (Z. 42) an, den er dadurch definiert, dass er behauptet wir Menschen würden verrückt werden „vor lauter Smartphones, Facebook, SPIEGEL ONLINE, dass unser Hirn das alles nicht mehr schafft“ (Z. 42 f.). Diez ist allerdings der Ansicht, dass es sich dabei um eine Ausrede handle (vgl. Z. 45). Er räumt jedoch ein, dass die Art der Kontaktaufnahme sich geändert, das Konzept der Präsenz sich gewandelt hat und es auch extreme Beispiele für digitale Kommunikation gibt (vgl. Z. 45 ff.). Der Umstand, dass er die Anapher „[s]icher“ (Z. 45, Z. 46, Z. 48) nutzt, um die Einwände einzuleiten, verdeutlicht durch die stetige Wiederholung, dass diese durchaus berechtigt sind, aber er dennoch an seiner Ansicht festhält. Am Ende des zweiten Sinnabschnittes stellt Diez die Frage: „Aber erklärt die angebliche Überforderung wirklich schon die Unhöflichkeit, den beiläufigen Narzissmus und die in der Konsequenz stumme Verachtung, die darin liegt, in diesem Fall mich so lange auf eine Antwort warten zu lassen?“ (Z. 51 ff.). Diese Frage regt den Leser dazu an sich seine eigene Meinung zu bilden, doch diese wird durch die negativ behafteten Substantive, wie „Unhöflichkeit“ (ebd.), „Narzissmus“ (ebd.) oder „Verachtung“ (ebd.), beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Sinnabschnitt (Z. 54 – 73) behauptet der Autor, dass er „eine andere Theorie“ (Z. 54) habe. Er ist der Ansicht, „dass die Menschen die Logik der Technik in ihr Leben gelassen haben und nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was sie denken und dem, was sie tun“ (Z. 54 ff.). Um seine Theorie zu erklären, gibt der Autor im weiteren Verlauf en Beispiel an. Er erläutert, dass „[w]enn A also meinen Anruf abhört, denkt er, er sollte mich zurückrufen, und indem er das denkt, hat er im Grunde schon mit mir gesprochen“  (Z. 57). Seine These lässt sich laut Diez selbst kompakt in der Feststellung „Der Gedanke hat die Tat ersetzt“ (Z. 58 f.) festhalten. Resultierend aus dieser Feststellung bzw. seiner Theorie generell wirft er die Frage auf, ob „wir nicht alle längst im Kopf unserer Mitmenschen [sitzen]“ (Z. 59). Diese Frage regt den Leser zum Nachdenken an und wird durch die Leerzeile (Z. 60) formal veranschaulicht. Das Ende des Textes nutzt der Autor, um die Auswirkungen der Technik auf die Menschen darzulegen. Zu den negativen Auswirkungen werden die natürlichen Eigenschaften des Menschen gezählt, die durch die Technik besonders hervorgehoben werden, wie „Müdigkeit“ (Z. 66), „Zerstreutheit“ (Z. 67) und „Faulheit“ (ebd.). Auf der anderen Seite stehen die positiven Eigenschaften, die in den Menschen durch die Technik hervorgerufen werden, wie beispielsweise der „rücksichtsvoll[e], höflich[e], respektvoll[e]“ (Z. 70) Umgang miteinander, der verdeutlicht, dass „die Technik […] nicht der Feind [ist]“ (Z. 70 f.), sondern als Mittel für den Menschen“ (Z. 71) funktioniert. Der Text endet mit der Aussage des Autors „Im Grunde, das haben Sie schon richtig verstanden, würde ich mich freuen, wenn A mal wieder anruft (Z. 72 f.). Durch das Personalpronomen „Sie“ (Z. 72) wird der Leser ein letztes Mal explizit angesprochen und somit auch zum Ende hin in den Text eingebunden und zum Nachdenken angeregt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzustellen, dass Georg Diez in seinem Artikel versucht die Leser von seiner negativen Ansicht die Auswirkungen der digitalen Kommunikation betreffend zu überzeugen. Dazu verwendet er neben eigenen Erfahrungen, einem Gespräch mit einem befreundeten Journalisten, Beispiele aus dem Alltag, wenig Fachsprache und hypotaktischem Satzbau stilistische Mittel wie Aufzählungen, Metaphern oder Parallelismen, die den Text für die Leser einfach, verständlich und somit auch nachvollziehbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2. Aufgabe:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Einführung von digitalen Kommunikationsformen hat sich auch die allgemeine Kommunikation verändert. Dies soll im Folgenden an unterschiedlichen Beispielen verdeutlicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verbreitung digitaler Kommunikationsformen ist es heute einfacher und schneller mit anderen in Kontakt zu treten. E-Mails, SMS und soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit Fragen zu stellen, Meinungen zu teilen oder einfach Alltägliches zu besprechen. Weiterhin bieten sie die Möglichkeit mit Menschen rund um den Globus in Kontakt zu treten und mit diesen Freundschaften zu schließen. Auch im späteren Leben kann man durch digitale Kommunikationsmittel einfacher den Kontakt zu alten Klassenkameraden oder Kindheitsfreunden halten, als durch Briefe oder Telefonate. Es geht schneller, man hat heute schließlich jederzeit ein Handy bei sich und ist somit sofort und einfach zu erreichen. Positiv ist ebenso, dass viele Menschen innerhalb kurzer Zeit informiert werden können. Beispielsweise ist dies bei Unwettern sehr nützlich, da die Menschen sich dann eher darauf vorbereiten können. Allerdings ist die ständige Erreichbarkeit geprägt von zwei Seiten: einer positiven und einer negativen. Die positive Seite wurde zuvor ausreichend erläutern. Auf der negativen Seite stehen jedoch der Zeitaufwand und die fehlende Ruhe. Während in der Zeit, als es lediglich Briefe als indirekte Kommunikationsform gab, Menschen oftmals mehrere Tage oder Wochen auf eine Antwort gewartet haben, ist es heute so, dass manche bereits gereizt sind, wenn nach ein paar Minuten noch keine Antwort gekommen ist. Mittlerweile ist eine Abhängigkeit von den digitalen Medien festzustellen. Menschen benutzen sie mehrfach, wenn nicht sogar dauerhaft am Tag, um sich das Leben zu erleichtern. Kinder ohne Handy, Laptop oder anderen Zugang zu digitalen Kommunikationsformen oder sozialen Netzwerken werden oftmals von ihren Mitschülern ausgeschlossen oder finden keinen Anschluss. Dabei birgt die frühe Konfrontation mit digitalen Kommunikationsformen viele Gefahren und Risiken für junge Menschen. Besonders Kinder sind sehr naiv und geben unbedacht private Informationen, Bilder und Daten im Netz preis. Die digitale Kommunikation bietet ebenso die Möglichkeit selbst zu kontrollieren, wie man sich präsentiert. Dies kann sowohl positiv als auch negativ sein. Besonders negativ ist es bei sogenannten Fake-Profilen oder unseriösen Unternehmen, die sich hinter aufwendig gestalteten Webseiten verbergen. Daraus ergeben sich große Distanzen, die in der direkten und persönlichen Kommunikation nicht zwangsweise auftreten würden. Aus diesem Grunde ist auch die Verbindlichkeit von Aussagen sowie Angaben oder Daten gegeben. Jeder kann Informationen ins Internet stellen, die von anderen oder vorherige Prüfung als Richtig angesehen werden. Aber auch abgesprochene Termine können problemlos kurz vorher abgesagt werden ohne sich zwangsweise in irgendeiner Form dazu äußern zu müssen, oder gar nicht auf Mitteilungen oder Fragen reagieren. Georg Diez führte in seinem Text „Hallo?“ als Erklärung dessen den Begriff „digitale Unverbindlichkeit“ (Z. 64) ein. Der Begriff beschreibt Menschen, die bewusst digitale Nachrichten oder Mitteilungen nicht lesen, da ihnen die Zeit fehlt darauf zu antworten, sie deren Inhalt als unwichtig erachten oder schlicht und einfach ihre Ruhe haben möchten. Georg Diez gehört zu der Gruppe von Menschen, die erwarten so schnell wie möglich eine Antwort zu erhalten. Dies macht er in seinem Text mehr als deutlich. Er versucht die Leser durch persönliche Schilderungen sowie Fragen und direkte Ansprache von seiner Ansicht zu überzeugen. Er nutzt weiterhin Assoziationen, sowie Aufzählungen in Form einer Klimax, Trikolons, Parallelismen, eine Anapher oder Metaphern um seinen Text leichter verständlich zu machen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Alles in allem ist der Text von Georg Diez durchaus überzeugend, auch wenn er sich in erster Linie mit der negativen Seite befasst hat und nur wenige Einschübe der anderen Sichtweise bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Carina'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast die Vorteile und Nachteile von digitalen Medien gut herausgearbeitet und an passenden Beispielen erläutert. Jedoch würde ich einige nochmals unterkategorisieren, indem du die Stellung des Autors schon vorher benennst und deine Meinung zu dieser äußerst, da die Aufgabenstellung der Klausur war die Aussage des Autors kritisch abzuwägen. Du bennenst zwar diverse Vor- und Nachteile, setzt sie aber nicht in Bezug auf die Meinung des Autor.&lt;br /&gt;
Ingesamt hast du jedoch gute und überzeugende Argumente und Beispiele zur Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien genannt!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Sachtext „Hallo?“ von Georg Diez aus dem Jahr 2013 handelt es sich um einen Artikel aus der 28. Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“. Der Artikel thematisiert die digitale Kommunikation und die dadurch resultierende Unverbindlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn lässt sich schon an Hand des Titels „Hallo?“ die Thematik des Textes erschließen. Die Frage „Hallo?“ wird fast täglich genutzt, sobald jemand sich unverstanden fühlt oder eine einseitige Kommunikation vorliegt, demnach eine Unverbindlichkeit. &lt;br /&gt;
Diese Thematik wird weitergehend im Untertitel behandelt, da es dort heißt: „warum man als Mensch der E-Mails schreibt, einsam wird“. Hierbei handelt es sich um eine Behauptung, welche durch das Fragepronomen „Warum“ (ebd.) eingeleitet wird. Dies dient zur Veranschaulichung der vielen Fragen, welche sich der Erzähler stellt. „E-Mails“ (ebd.)lassen darauf schließen, dass es sich zudem um eine digitale Kommunikationsform handelt, welche vom Autor behandelt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text beginnt mit einer Metapher: &amp;quot;Es gibt ein Loch in meinem Leben“ (Z. 1). Demzufolge lässt sich an dem Pronomen „meinem“ (ebd.) erkennen, dass es sich um die Sicht des Autors handelt, da der vorliegende Text ein Artikel ist. Diesem fehle etwas in seinem Leben, was metaphorisch von dem „Loch“ (ebd.) dargestellt werden soll. Dieses Loch wird mit „Worten […], Ideen, Gedanken“ (Z. 1) gestopft, jedoch ist dies keine Ausnahme, sondern es geschieht „täglich“ (Z. 1). Allerdings scheint dieses Loch nicht gestopft werden zu können, da der Autor „warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 2 f.). Diese Akkumulation nimmt erneut Bezug auf den Titel „Hallo?“ da dort ebenfalls vergeblich auf eine Reaktion gehofft wird. „[A]ber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) untermauert, dass trotz wiederholten Versuchen, keine Veränderung der Kommunikation &lt;br /&gt;
daliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um gegen seine Hilflosigkeit zu wirken, erzählt der Autor: „Da rufe ich meinen Freund A an“ (Z. 4). Da das Synonym „Freund A“ (ebd.) verwendet wird, ist zu sagen, dass sich die Situation auf alle Menschen übertragen lässt. Das Verhalten, dass er nicht an sein Handy geht, versucht der Autor durch die Hyperbel „weil niemand mehr an sein Handy geht“ (Z. 4f.) zu erklären. Fazit des Autors ist: „und höre nichts zurück“ (Z. 5). Allerdings gibt dieser nicht nach uns versucht es weiter: „Da schicke ich meiner Kollegin B eine SMS […] - ich höre nichts zurück. Da schreibe ich meinem Freund C eine Mail […] - ich höre nichts zurück“ (Z. 5 ff.). Der Parallelismus „ich höre nichts zurück“ (ebd.) akzentuiert, dass alle Versuche gescheitert sind und somit die digitale Kommunikation unverbindlich ist.   &lt;br /&gt;
Diese beginnende „Dramaturgie [wird] von Ärger, Geduld und Selbsthinterfragung“ (Z. 9) begleitet. Allerdings sind diese Zustände gegensätzlich, was zeigt, dass die Unverbindlichkeit der digitalen Kommunikation negative Auswirkungen und Verwirrungen auslösen können. Zudem ist hinzu zu fügen, dass die Situation übertrieben dargestellt wird und durchaus hinterfragt werden kann, da sicherlich nicht jeder Mensch handelt wie A,B und C. „Die ersten Stunden sind noch einfach“ (Z. 9 f.) behauptet der Autor, was daraus resultiert, dass er „ein paar der in [s]einem Kopf tobenden Gedanken hinaus in die Welt gebracht“ (Z. 10 f.) hat. Allerdings handelt es sich lediglich um „ein paar“ (ebd.), so dass ein Großteil der Gedanken noch vorhanden wären. Da diese „toben[...]“ (ebd.), lassen sie sich auch nicht bündeln und das Individuum ist aufgebracht. Letztendlich bleibt ihm nichts übrig, als zu warten (vgl. Z. 11). Die Folge dessen sei, dass er „kurz und rasch sauer“ (Z. 11 f.) werde. Somit sind seine Gefühle wechselhaft und nicht von langer Dauer. Laut ihm besteht eine Anstrengung darin, „eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 12 f.). Allerdings ist es unmöglich eine Unterhaltung zuführen, sofern man keine Rückmeldung erhält. Im Folgenden wird ein Fazit des Autors gezogen: „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z. 13 f.). Da es sich um einen „Feind“ (ebd.) handelt, ist anzumerken, dass das „schlechte Gedächtnis“ (ebd.) und die „Geduld“ (ebd.) zwei Komponenten sind, die antithetisch zueinander sind. Wenn also vergessen wird zu antworten, hat es negative Auswirkungen auf den Wartenden. „Die [Geduld] setzt aber schließlich doch ein“ (Z. 15), da Gründe gesucht werden, „dass sich A,B, und C nicht melden“ (Z. 15 f.). Ein Grund dafür lässt sich beispielsweise  in der Pluralität der Kommunikationsformen finden, da eine Überforderung bei dem  Individuum vorliegen kann. All das löst eine Resignation bei dem Journalisten aus, was sich an Hand der Aussage „was weiß denn von deren Leben“ (Z. 16) veranschaulichen lässt. Allerdings sollte er wissen, was in dem Leben seiner Freunde vor sich geht und stellt im darauffolgenden Vermutungen an, was sie zur Zeit beschäftigen könnte (vgl. Z. 16 f.). Weitergehend versucht der Autor sich selbst durch diese Erklärungsansätze zu beruhigen: „Also einatmen, ausatmen, morgen ist auch noch ein Tag“ (Z. 17 f.). Das Problem aus „morgen“ (ebd.) verschoben wird, ist keine Lösung in Aussicht und es bleibt dem Journalisten nichts anderes übrig als zu warten. Nach längerer Zeit des Wartens „beginnt das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbstforschung“ (Z. 18 f.). Da nur der Autor eine Einsamkeit verspürt, ist zu sagen, dass er die Situation falsch einschätzt und über reagiert. Für Diez sei „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels immer offen“ (Z 20f.). Dies veranschaulicht, dass er durch seine Selbsterforschung immer Fehler bei sich sucht und gar nicht daran denkt, dass die unbeantworteten Mails einen simplen Grund haben. Verstärkt wird dieses Verhalten durch die Metapher „Schlupfloch“ (ebd.), da so deutlich wird, dass er sich dort immer wieder zurück zieht. Aus  Selbstschutz denkt sich Diez Geschichten aus, warum die Personen nicht antworten (vgl. Z. 22-25). Diese Geschichten dienen für Diez als Erklärung oder Begründung, allerdings sind diese fiktiv und nicht real. Somit werden bei dem Autor Illusionen ausgelöst, „wie sie sich durch die Schatten bewegen“ (Z. 26). Diese Metapher verdeutlicht, dass sie zur Zeit keine persönliche Anteilnahme am Leben des Wartenden haben „in ihrem Schweigen“ (Z. 26). Durch das „Schweigen“ (ebd.) wird Bezug auf die unbeantworteten Nachrichten genommen.  Ein weiterer Erklärungsansatz sei die „Hyperkommunikation“ (Z. 28). Dieser Neologismus akzentuiert, dass die Kommunikation durch Medien sehr vielschichtig ist und dies ein wahrer Grund der unbeantworteten Mails sein kann. Das Paradoxon „[j]e mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender die Stille“ (Z. 28 f.) lässt ebenfalls auf das Problem der Vielseitigkeit der Kommunikation schließen, da eine klare Überforderung vorliegt. Eine weiterer Überreaktion lässt sich an der Aussage „schon seit Tagen grübeln“ (Z. 33) erkennen. Diese Hyperbel zeigt, dass der Autor nicht realistisch denkt und nicht mehr von wahr und unwahr unterscheiden kann. Damit der Autor diese Situation nicht immer und immer wieder durchlaufen muss, appelliert er „e. in wenig schneller [zu] reagieren“ (Z. 36). Allerdings spricht er „ihnen das meistens auf die Mailbox oder schick[t] die Anregung als SMS“ (Z. 37 f.). Dabei ändert Diez nichts an seinem Kommunikationsverhalten und erkennt nicht die Unverbindlichkeit der digitalen Kommunikation. So ist der Versuch etwas änder Situation zu ändern vergebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext &amp;quot;Hallo?&amp;quot;, geschrieben von Georg Diez und veröffentlicht 2013, thematisiert die Unverbindlichkeit trotz vielfältiger Kommunikationsmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift &amp;quot;Hallo?&amp;quot; leitet in die Thematik ein, da sie die Hilflosigkeit eines Menschen, der keine Antwort bekommt, veranschaulicht. der darauffolgende  Untertitel deutet auf ein einen Erklärungsversuch hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt zeigt den Konflikt, eines Menschen, der keine Antworten auf seine digitalen Nachrichten bekommt, auf. Im ersten Abschnitt ist von einem &amp;quot;Loch&amp;quot;(Z.1) die Rede, mit dem Diez &amp;quot;täglich&amp;quot;(Z.1) kommuniziert. Das Loch&amp;quot;(ebd.) steht metaphorisch für die Menschen  mit ddenen der Autor zu kommunizieren versucht. Diese geben, genauso wenig wie ein Loch &amp;quot;das schwarz und stumm&amp;quot;(Z.3) bleibt, eine Antwort. Der hypotaktische Satzbau veranschaulicht an dieser Stelle die Ungeduld, die Diez empfindet, wenn er auf eine Antwort wartet. Als Beispiel für die Mitmenschen, die er zu erreichen versucht, nennt er &amp;quot;Freund A&amp;quot;(Z.4), &amp;quot;Kollegin B&amp;quot;(Z.6) und &amp;quot;Freund C&amp;quot;(Z.7). Durch die Anapher des Wortes &amp;quot;Da&amp;quot;(Z.4, Z.5, Z.6), unterstreicht der Autor die Monotonie der Ignoranz der Diez ausgesetzt ist. Dadurch, dass er von &amp;quot;Kollegin&amp;quot;(ebd.) oder Arbeit (vgl. Z. 8) spricht, erhöht er die Wichtigkeit seiner Antwort, da sie sogar schon die Arbeitswelt betreffen würde. Den darauffolgenden Gedankengang, den er erläutert, bezeichnet er hyperbolisch als &amp;quot;Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung&amp;quot;(Z.9). Im folgenden Satz wird durch die Konjunktion &amp;quot;schon&amp;quot;(Z.10) untermauert, dass Diez so wenig Rückmeldung erhält, dass er sich sogar über den kleinen Aspekt, dass &amp;quot;ein paar der in meinem Kopf tobenden Gedanken hinaus in die Wlet gebracht&amp;quot;(Z.10-11) hat, freut. In der zweiten Phase der &amp;quot;Dramaturgie &amp;quot;(ebd.) wird er &amp;quot;kurz und rasch sauer&amp;quot;(Z-11-12), da er sich, auf Grund der &amp;quot;stockenden Unterhaltung&amp;quot; (Z.12), nicht merken könne, worum es in der Unterhaltung überhaupt geht. Durch die Frage in indirekter rede &amp;quot;Was wollte ich noch mal sagen, worum ging es &amp;quot;(Z.Z.3) wirkt der Gedankengang realistischer. Somit kommt er zu dem Schluss &amp;quot;Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld&amp;quot;(Z.13-14). Dadurch, dass er sich also die Unterhaltung nicht merken kann, wird er ungeduldiger, aus Angst die Unterhaltung zu vergessen. Der nächste Abschnitt setzt antithetisch fort, was durch die adversative Konjunktion &amp;quot;doch&amp;quot;(Z.15) manifestiert wird, indem nach Gründen für die Ignoranz Diez's Mitmenschen gesucht wird. Die Aufzählung dieser möglichen Gründe veranschaulicht die Vielfalt an möglichen Tätigkeiten, die die Person en gerade zu tun haben könnten. Dass der Autor so aufgeregt ist, dass er sich selbst beruhigen muss (vgl.Z.17), verdeutlicht, wie sehr ihn die Situation, ironisch gemeint, stresst. Als das &amp;quot;schwierigste Stadium&amp;quot;(Z.18-19) bezeichnet er folgend die &amp;quot;Einsamkeit&amp;quot;(Z.19) und &amp;quot;Selbsterforschung&amp;quot;(Z.19). Die Aufzählung verschiedener Fragen, die sich der Autor in diesem &amp;quot;Stadium&amp;quot;(ebd.) stellt, unterstreicht die Ungeduld, der er wieder ausgesetzt ist. Die Metapher des &amp;quot;Schlupfloch[es]&amp;quot;(Z.20) zeigt, dass es immer eine Möglichkeit gibt Selbstzweifel zu verspüren. Im nächsten Abschnitt wird vermerkt, dass er die Möglichkeit, nicht mehr gemocht zu werden, &amp;quot;aus Selbstschutz&amp;quot;(Z.22) verwirft. Dies könne keine &amp;quot;Grundlage&amp;quot;(Z.23) sein für jegliche zwischenmenschliche Beziehungen. Dann entwirft Georg Diez ein symbolisches Bild von Personen, &amp;quot;wie sie in ihren Wohnungen stehen, wie sie sich durch die Schatten bewegen in ihrem Schweigen&amp;quot;(Z.25f.). Dieses Bild lässt die digitale und analoge Welt ineinander verschmelzen, sodass der Leser die Gedanken des Autors besser nachvollziehen kann. Durch das Paradoxon &amp;quot;Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe&amp;quot;(Z.28-29) wird die Absurdität, dass es viele Kommunikationsmöglichkeiten gibt, diese aber die Kommunikation nicht unterstützen sondern verlangsamen. Was sich Diez vorstellt, würde im Kopf immer realistischer (vgl. Z.30), sodass auch Vorwürfe entstehen. Nicht nur bei dem, der auf eine Antwort wartet, sondern auch derjenige, der keine Antwort gegeben hat. Dieser müsse von seinem Schuldbewusstsein befreit werden (vgl. Z.32). Die Option, dass seine Freunde &amp;quot;Sadisten&amp;quot;(Z.34) sind, verwirft er. Dann erläutert er seine Vorgehensweise, zwei Anregungen zu versenden. Durch eine &amp;quot;Mailbox&amp;quot;(Z.37)- Nachricht und zusätzlich eine &amp;quot;SMS oder [...] Mail&amp;quot;(Z.38). Doch selbst nach zwei Nachrichten erhält er keine Antwort auf seine ursprüngliche Nachricht (vgl. Z.38)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien an selbstgewählten Beispielen erläutert, basierend auf eigenen Erfahrungen kritisch- abwägend zu der Aussage Stellung genommen, dass wir in einer Zeit leben, die von einer &amp;quot;digitale[n] Unverbindlichkeit&amp;quot; (Z.64) geprägt ist und abschließend die Überzeugungskraft von Georg Diez beurteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Veränderung betrifft Verabredungen. Früher war es der Fall, dass man entweder persönlich oder anhand des Telefons jegliche Treffen vereinbarte. Dies gewährleitete auch das Erscheinen der jeweiligen Person, da das Absagen sich nicht so einfach gestaltete wie es heute der Fall ist. Mittlerweile braucht es lediglich eine kurze Nachricht auf WhatsApp und das Treffen ist geplant. Doch so einfach wie das Planen eines Treffens sich gestaltet, so einfach ist es auch im Nachhinein abzusagen. &lt;br /&gt;
Des Weiteren sind die Missverständnisse, die aufkommen, bei einer Kommunikation ohne nonverbale Gesten und Mimiken, beispielsweise per SMS, fatal.  Das Gegenüber hat nicht mehr die Möglichkeit die Gesichtsausdrücke oder Gesten zu deuten, was zu Schwierigkeiten führen kann. Sogenannte &amp;quot;Emojis&amp;quot; bieten dabei nur teilweise Hilfe, da sie zwar ungefähr erkennen lassen, wie eine Nachricht gemeint sein könnte, die Anwesenheit einer Person jedoch nicht ersetzten können. Ein positiver Aspekt der digitalen Kommunikation ist die Schnelligkeit, mit der Menschen heutzutage kommunizieren können. Zu Zeiten der analogen Welt war das gängigste Kommunikationsmedium der Brief. Dieses wurde verwendet, wenn man sich über lange Strecken hinweg unterhalten wollte. Heutzutage in einer globalisierten Welt hat man die Möglichkeit innerhalb von Sekunden, durch das Internet, vom einen Ende der Welt, das Andere zu erreichen. Zudem besteht immer die Gefahr, bei der Verwendung von Medien, abhängig zu werden. Man ist ununterbrochen mit den digitalen Medien konfrontiert was dazu führt, dass man nicht mehr ohne sie leben kann. In Zeiten von Abwesenheit der digitalen Medien kann dies zu Problemen führen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dass, wir in einer Zeit leben, die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt ist, lässt sich von zwei Seiten beleuchten. Zum einen bietet die digitale Welt viele Vorteile. Man kann leicht vom einem zum anderen Ende der Welt kommunizieren und dies sogar in einer Schnelligkeit, die man sich zu Zeiten der analogen Welt nur hätte erträumen können. Außerdem kann man den Generationen, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind, nicht vorwerfen, dass ihnen falsche Werte vermittelt werden. Für diese ist es immer noch wichtig gute Chancen im Berufsleben zu haben, dafür dementsprechend zu arbeiten und sie schätzen die Familie. Zum anderen lässt sich nicht ignorieren, dass man sich auf Grund der digitalen Medien isoliert. Man muss einer Person nicht mehr gegenüberstehen um mit ihr zu kommunizieren, weswegen menschlicher Kontakt extrem abbricht. Unter anderem steigt bei Menschen, aufgrund ihrer Anonymität ihr Selbstbewusstsein und sie beginnen Hetznachrichten zu schreiben. Besonders junge Leute lassen sich damit identifizieren, wodurch sehr leicht Cybermobbing entsteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text von Georg Diez weißt Defizite sowie einige Stärken auf. Als defizitär lässt sich die Tatsache, dass der Autor einige seiner Thesen nicht belegt, benennen. Der Leser hat so die Möglichkeit schnell an den Aussagen Diez's zu zweifeln, da er unglaubhaft wirkt. Außerdem stellt Diez lediglich das Problem dar. Er gibt keine Lösungsvorschläge, was den Leser zum Einen verwirren könnte, da er keine Ahnung hat wie er das Problem lösen könnte, zum Anderen wirkt es so, als wäre die Lösung des Problems für Diez nicht wichtig, was die Wertigkeit seines Textes herunterstuft. Positiv und Überzeugend wirkt jedoch, die Ausführung des Problems als Erfahrungsbericht. Der Leser hat so die Möglichkeit sich mit der Situation zu identifizieren und stellt möglicherweise das gleiche Problem fest. Des Weiteren spricht auch der Humor der im Text verwendet wurde für die Überzeugungskraft. Der Text ist so sehr unterhaltsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf die Analyse wird im Folgenden zum Stellenwert der digitalen Medien im Leben eines Individuums ausgehend von den eigenen Erfahrungen und dem Begriff „digitale Unverbindlichkeit“ Stellung genommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die digitalen Medien und die daraus resultierende neue Form der Kommunikation hat nicht nur positive und negative Seiten, sondern auch zahlreiche Veränderungen ausgelöst. Verschiedenste Endgeräte wie Laptops, Tablets und vor allem Handys vereinfachen und beschleunigen die Kommunikation, sodass eine Konsequenz dieser ist, dass die Menschen ihre Smartphones etc. ständig dabei haben und ununterbrochen online sind. Diese Art der Kommunikation ist nicht nur alltäglich geworden, sondern wird auch in der Berufswelt über SMS, E-Mail und soziale Netzwerke genutzt. Eine Folge dieser Allgegenwärtigkeit ist Abhängigkeit und diese kann von Konzernen, die Zugang zu den Nutzerdaten der einzelnen Nutzer haben, gezielt genutzt werden, sodass Menschen die neu oder nicht informiert sind mit dem Umgang des digitalen Zeitalters leicht ausgenutzt werden können, sodass festzuhalten ist, dass die digitale Kommunikation Schwächen hat.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite sind viele Vorteile an die digitale Kommunikation gebunden, beispielsweise das unproblematische Überwinden hoher Distanzen durch die meist zuverlässige Schnelligkeit, sowie die aus der Globalisierung resultierende Internationalität, die wiederum weitere zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Dieser ständige Austausch, der überall stattfindet, verhilft der Welt zum Fortschritt und Weiterentwicklung. Befürworter der konservativen Kommunikation kritisieren die angeblich fortgeschrittene Unhöflichkeit der Jugend, die die erste Zielgruppe der digitalen Kommunikation ist, welche jedoch einfach zu dementieren ist mit dem Fakt, dass sie jung sind und ihnen die Erfahrungen mit der direkten Kommunikation fehlen. Zudem ist eine richtige Werteorientierung trotz der Veränderungen durch digitale Medien zu erkennen, sodass gesagt werden kann, dass trotz oder eben wegen der digitalen und sozialen Medien Werte wie Familie und Freunde gekannt und geschätzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch ist zu sagen, dass diese Art der Kommunikation zu Vereinsamung führen kann. Außerdem führt die Möglichkeit, öffentlich seine Meinung austauschen zu können zu negativen Folgen wie Mobbing, was vor allem in der jungen Generation schwerwiegend sein kann. Außerdem muss, ebenfalls bei jungen Menschen der richtige und sichere Umgang mit digitalen Medien gelehrt werden, damit solche Folgen nicht auftreten. &lt;br /&gt;
Diez bezieht sich in seinem Text ebenfalls auf dieses Thema und welche Auswirkungen digitale Kommunikation haben kann. Jedoch wird die Thematik durch die hyperbolische und ironische Schreibweise ins Lächerliche gezogen und vom Leser ernst genommen. Zudem fehlen seiner unsicheren Argumentation Belege sowie Lösungsmöglichkeiten. Jedoch machen vor allem der emotionale Teil und der Erfahrungsbezug den Text authentischer und interessanter, da er bewusst unterhaltsam ein Problem anreißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kommentar von Sarah:'''&lt;br /&gt;
In deiner zweiten Aufgabe hast du den Großteil der Aspekte richtig benannt und so vielseitige Seiten der Kommunikation aufgeführt. In deiner Einleitung hast du eine Überleitung zwischen Analyse und 2. Aufgabe geschaffen, hättest hier jedoch noch etwas konkreter auf die Thematik eingehen können, da es so sehr allgemein wirkt. Im argumentativen Teil hast du dann positiver-weise sowohl zustimmend als auch ablehnend Stellung genommen und viele gute Argumente eingebracht. Hier solltest du jedoch die Teilaufgaben der Argumentation mehr von der Erläuterung des Wandels in der Kommunikation trennen und bei den jeweiligen Punkten mehr in die Tiefe gehen, sodass die Thematik differenziert verdeutlicht wird und der Text mehr Struktur erlangt. Hier hast du zwar alles benannt, solltest dies jedoch erläuternd weiter ausführen. Ähnlich ist es auch mit der Beurteilung der Überzeugungskraft. Hierbei nennst du zwar äußerst viele Aspekte, solltest diese jedoch etwas mehr miteinander verknüpfend erläutern, um deine Argumentation überzeugend zu machen. Insgesamt daher eine befriedigende Leistung, der inhaltlich wenig zuzufügen ist und die auch sprachlich bis auf wenige Ausnahmen (siehe Markierungen) gut gelungen ist. Arbeiten solltest du daher im Allgemeinen an der Darstellung  deiner Argumentation und der genaueren Erläuterung der Argumente, sodass dein Text an Überzeugungskraft gewinnt und die Differenzierung zwischen den Teilaufgaben eindeutiger wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grundlage der vorherigen Analyse und der Tatsache, dass die digitale Kommunikation in der heutigen Zeit nicht mehr weg zu denken ist, lassen sich die Auswirkungen eben dieser digitalen Kommunikation herausarbeiten. Im Allgemeinen nutzt heutzutage ein jeder digitale Netzwerke wie WhatsApp oder Instagram, um mit anderen in Kontakt zu treten, weshalb automatisch ein Wandel in der Sprache besteht, indem diese sich ausweitet. In diesem Kontext sind die Menschen laut Diez „digital unverbindlich“, also digital unzuverlässig geworden, was auch eine Veränderung in der Kommunikation darstellt. Diese These und Diez allgemeine Argumentation lässt sich dabei in positiver wie auch negativer Hinsicht betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Wandel der Kommunikation kann man dabei bereits schon im tagtäglichen Leben erkennen. Ein jeder nutzt ein Smartphone, kann kaum mehr ohne es auskommen und vor ein paar Jahren noch war dieses Gerät nicht einmal mehr erfunden und somit kamen die Menschen auch ohne es aus. Die meisten Menschen nutzen in diesem Kontext viel häufiger ihr Handy um über SMS, E-Mails oder soziale Netzwerke zu kommunizieren. Den meisten wird die mündliche Kommunikation dabei eher zur Last, während die digitale Kommunikation keinen Aufwand bedarf, schneller ist und wesentlich mobiler geführt werden kann, ohne dem Kommunikationspartner direkt gegenüber zu stehen. Ob im alltäglichen Leben, im schulischen Gebrauch, im Arbeitsleben und bei Familie und Freunden, ein jeder hat und nutzt ein Smartphone und die direkte Kommunikation lässt vermehrt nach. Durch eben diese vermehrte Nutzung bestehen jedoch auch Gefahren, die die heutige Kommunikation beeinflussen. So kann die Nutzung beispielsweise ein Suchtverhalten verursachen, sodass sich besonders junge Leute, die ihre Vorbilder in den sozialen Medien suchen, abhängig machen, womöglich sogar aus der Gesellschaft desintegrieren. In diesem Zusammenhang besteht auch die Gefahr des Abrutschens in soziale Nieschen, indem die Menschen durch Werbung und Falschinformation viel schneller beeinflusst werden und so durch unzureichende Aufklärung schneller auf einen falschen Weg geraten können und sich ggf. radikalen Gruppen anschließen. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die freie Meinungsäußerung in sozialen Netzwerken. Meinungen können viel schneller als zuvor verbreitet werden und dementsprechend große Zuwendung oder Ablehnung erlangen. Aber auch die Selbstdarstellung ist in diesem Kontext viel einfacher, jedoch wissen dabei die wenigsten bewusst, dass oftmals nur die schönen Seiten des Lebens auf sozialen Netzwerken widergespiegelt werden, sodass sie dadurch schneller als früher Neid oder sogar Selbstzweifel entwickeln können. Zuletzt wird die digitale Kommunikation auch zu Werbezwecken besonders von Firmen genutzt, da ihre Reichweite so wesentlich größer ist und sie global verkaufen können. Insgesamt verändert sich die Kommunikation also in vielerlei Hinsicht, wird jedoch zuletzt immer digitaler, sodass die mündliche Kommunikation immer mehr abnimmt und man selbst für Kleinigkeiten lieber sein Handy nutzt, als beispielsweise jemanden anzurufen, weil das schreiben letztlich bequemer ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diez nennt in diesem Kontext auch den Ausdruck der „digitalen Unverbindlichkeit“ (Z. 64), welcher sich kritisch betrachten lässt. Zwar stimmt es gewiss in manchen Teilen, dass die Menschen unzuverlässiger werden, wenn sie beispielsweise Treffen über SMS planen, da sie diese auch schnell und ohne Probleme im letzten Moment wieder absagen können, jedoch trifft dies noch lange  nicht auf alle zu, wie Diez es hier darstellt. Die Schnelligkeit der Medien sowie der Wandel zur digitalen Kommunikation bringen nämlich auch besonders positive Aspekte, wie die Möglichkeit über große Distanzen zu kommunizieren oder die Menschen so noch ein großes Stück besser kennenlernen zu können, mit sich. Eben diese Vorteile nutzen die meisten Menschen und empfinden es so eher als einfacher und besser derartig kommunizieren zu können und sehen es nicht, wie Diez es hier darstellt, als eine Art Last an, weshalb sie unzuverlässig würden. Die Menschen sind stets noch freundlich und bereit zu antworten, auch wenn die digitalen Kommunikationsformen sie transparenter machen und somit viel mehr von ihrem Charakter preisgeben bzw. öffentlich machen. Wären die Menschen dies nicht mehr, würde sicherlich eine große Unzufriedenheit zwischen Freundschaften oder auch im Arbeitsleben bestehen, weshalb die Pauschalisierung Diezs nicht gerechtfertigt ist. So sollte man die digitale  Kommunikation hierbei also nicht stets nur als etwas „Schlechtes“ darstellen, sondern viel eher auch die Gegenseite betrachten, wie die vielen Vorteile und den Fortschritt, der die Menschen weiterbringt. Oftmals zeugt nämlich ein Nicht-Antworten eher von Stress im Alltag als von einem unzuverlässigen oder unfreundlichen Individuum, weshalb man hier die Erklärungsansätze und Ursachen auch in der analogen Welt suchen sollte. Natürlich beeinflusst die digitale Kommunikation die Menschen stringent, jedoch positiv wie auch negativ. Aber Unzuverlässigkeit liegt allemal im Menschen selbst oder an der Überforderung mit der Masse an Information, jedoch keinesfalls am digitalen Fortschritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zustimmend lassen sich hier jedoch auch noch einmal die Durchlässigkeit, die durch das Internet und die Preisgabe von persönlichen Daten entsteht, sowie der geringfügige Werteverlust vieler Jugendlicher nennen. In der digitalen Kommunikation sind wir Menschen also in dem Sinne unverbindlich, dass wir unsere Gefühle und Gedanken viel schneller preisgeben und so auch Frustration oder Trotz schneller zum Ausdruck kommen. Hierauf bezogen lassen sich der von vielen bemerkte Werteverlust sowie auch Mobbing oder Abgrenzung auf die vermehrte Nutzung digitaler Medien beziehen, wobei diese Dinge auch vorher bereits existierten und durch die digitale Kommunikation nur verstärkt werden, weshalb Diezs Ansicht hier stets etwas übertrieben wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen argumentiert Diez in seinem Text sehr hyperbolisch und ironisch. Besonders überzeugt dabei die Darstellungsweise, die an eine Erzählung erinnert und den Text leichter nachvollziehbar macht. Hier nutzt Diez besonders Personalpronomen und alltägliche Situationen, um von seiner Sichtweise zu überzeugen. Besonders wirkt hier auch die hyperbolische Darstellung belustigend, mit der man sich grundlegend dennoch identifizieren kann und seine Argumentation somit gut nachvollziehbar ist. Kritik lässt sich jedoch hierbei auch üben, da die Ironie den Text sehr einseitig und somit gewissermaßen unglaubwürdig wirken lässt. Die Ironie verwirrt den Leser in gewissen Teilen, sodass undeutlich bleibt, wie ernst Diez seine Argumentation meint. Somit stellt die subjektive ironische Darstellung zwar eine Belustigung, aber zugleich auch ein Hindernis für das Verständnis dar. Hier würden entkräftigende Argumente und besonders auch variable Belege, die sich nicht nur auf ihn beziehen, verhelfen, um seinen Text überzeugender zu gestalten. Zudem nennt Diez dauerhaft ein Problem, welches er ja letztlich beim Menschen sieht, nennt aber keine Maßnahmen zur Verbesserung der Umstände, sodass kein Appell gegeben ist und dem Leser offen bleibt, was nun oder ob überhaupt etwas zu tun ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt hat sich die Kommunikation stark gewandelt, was positive wie auch negative Aspekte mit sich bringt. Diez sieht dies jedoch eher sehr subjektiv und sieht eine schlechte Veränderung des Menschen, welche er jedoch ohne jegliche Belege und etwas missverständlich ironisch herausarbeitet, weshalb seine Überzeugung von der Unverbindlichkeit eher fraglich bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback Nina: Liebe Sarah, deine zweite Aufgabe ist dir gut gelungen. Besonders positiv sind mir deine Struktur, deine Sprache und der Inhalt aufgefallen. Du hast die Punkte aus dem Bewertungshorizont nicht nur aufgegriffen, sondern auch überwiegend verständlich ausgeführt. Jedoch ist es an einigen Stellen etwas schwierig deinem Gedankengang zu folgen, sodass du versuchen solltest dich präziser auszudrücken. Deine Einleitung/Überleitung finde ich für den Anfang der 2. Aufgabe auch ein bisschen zu lang. Jedoch ist die zweite Aufgabe gelungen und passt sehr gut zu der Aufgabenstellung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Kommunikation bietet viele Möglichkeiten, bringt aber auch Gefahren mit sich. Durch die Nutzung digitaler Medien findet heutzutage somit eine Veränderung der Kommunikation statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Möglichkeit, die die digitale Kommunikation bietet, ist die Schnelligkeit. Nachrichten werden schneller verbreitet, aber auch in der Kommunikation untereinander profitiert man von der schnellen Kommunikation via SMS, E-Mail und sozialen Netzwerken. Daraus resultiert dann auch eine Veränderung, die die Kommunikation prägt. Und zwar wird man jeden Tag mit digitalen Medien konfrontiert. E-Mails begleiten die meisten Menschen in ihren Berufen, wenn es z.B. um die Auslandskorrespondenz geht. Soziale Netzwerke werden von vielen Menschen, immer häufiger auch sehr jungen Leuten, genutzt. Dabei besteht aber die Gefahr, dass unerfahrene Menschen zunächst mit dem Umgang mit sozialen Netzwerken überfordert sind. Viele Menschen erleben im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken auch Ausgrenzung, Mobbing, diskriminierende Anfeindungen u.v.m. Aber auch Abhängigkeit, meistens bei jungen Menschen, ist eine Gefahr, die durch die Präsenz von digitalen Medien besteht. Dennoch bieten soziale Netzwerke die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung. Hier besteht aber wiederum die Gefahr von Anfeindungen usw. &lt;br /&gt;
Neben der Schnelligkeit und freien Meinungsäußerung, die die digitale Kommunikation bietet gibt es noch weitere Vorteile der digitalen Kommunikation. Durch die Globalisierung ist der Kontakt und die Beziehung zu anderen Ländern sehr stark verbreitet worden. Dabei bietet dann die digitale Kommunikation die Möglichkeit mit anderen zu kommunizieren. Durch die schnelle Nachrichtenverbreitung erfährt man aktuelle Ereignisse nicht nur innerhalb des eigenen Landes, sonder auch aus aller Welt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt sei, kann man folgendermaßen betrachten:&lt;br /&gt;
Die digitale Kommunikation an sich bietet viele Vorteile, z.B. die Schnelligkeit der Kommunikation über die verschiedenen Medien wie SMS, E-Mails und soziale Netzwerke. Man hat die Möglichkeit über die Landesgrenze hinweg zu kommunizieren, was viele positive Einflüsse aus anderen Ländern und Kulturen mit sich bringt. Noch nie zuvor war die Kommunikation so einfach und fortschrittlich. Ein Kritikpunkt ist, dass die Generationen, die sich an der digitalen Kommunikation bedienen, bestimmte Verhaltensregeln nicht beachten und Werte verloren gehen. Dazu ist zu sagen, dass dies nicht verallgemeinert werden kann. Z.B ist die Wichtigkeit von Familie und Freunden sehr ausgeprägt. Eine Konsequenz des Nachlasses von verbaler Kommunikation ist die mögliche Vereinsamung und Isolation. In Foren hat man die Möglichkeit seine Meinung zu äußern, dennoch kann daraus auch Hass, Mobbing, Ausgrenzung usw. resultieren. Dabei lassen, wie gesagt, bestimmte Verhaltensregeln immer mehr nach, z.B. der respektable Umgang mit seinen Mitmenschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Überzeugungskraft des Textes ist zu sagen, dass seine Schilderung als subjektiv betrachtet werden muss. Es fehlen z.B. Belege für seine These und z.B. Studien, die seiner Argumentation Aussagekraft verleihen könnte, da dann nicht nur seine Meinung betrachtet wird. Dennoch ist auch zu sagen, dass der Text einen Erfahrungsbericht darstellt, deswegen den Leser emotional von seiner Authentizität überzeugt und auf eine bestehende Problematik hinweist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Feedback'''&lt;br /&gt;
Hallo Christine,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Allgemeinen finde ich, hast du die Aufgabe 2 gut gelöst. Du hast viele wichtige und relevante Aspekte genannt, die wichtig sind, um die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien klar daruzustellen. Zudem finde ich gut, dass du die verschiedenen Aspekte die wir in der Aufgabe lösen sollen durch Absätze abgegrenzt hast und diese mit einer kurzen Einleitung beginnst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch fehlt dir am Anfang der Aufgabe die aufgabenbezogene Überleitung, die du noch ergänzen solltest. Zudem nennst du im ersten Aufgabenteil viele richtige und wichtige Aspekte, wiederholst diese jedoch im zweiten Teil, wo du kritisch ablehnend bzw. zustimmend Stellung nehmen sollst. Da könntest du vielleicht noch ein paar andere Argumente aufzählen. Z.B.die der  internationalen Austauschmöglichkeit oder die Folgen die entstehen können, wie zum Beispiel das veränderte Kommunikationsverhalten oder die Veränderung der Wertetheorien im Bezug auf die Jugend heute. Deine Argumente solltest du dann jedoch noch näher erläutern und vieleicht die daraus entstehenden Folgen aufschreiben, um die Veränderung der Kommunikation klarer zu machen.&lt;br /&gt;
Wenn du auf die Überzeugungskraft des Autors eingehst, könntest du die Aufzählung deine Aspekte noch ausführlicher erläutern, um dem Leser deine Meinung zu verstehen zu geben, sodass diese nachvollziehbar sind. Beispielsweise, wenn du auf den Aspekt eingehst, das ihm Belege für seine Thesen fehlen und welche Folgen daraus für den Leser resultieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klausur Sachtextanalyse Mehrsprachigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Artikel „Hallo?“, welcher 2013 in „Der Spiegel“, veröffentlicht und von Georg Diez verfasst, thematisiert den Einfluss von digitalen Medien in der Kommunikation von Menschen und die Auswirkungen für die Verständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift „Hallo?“ zeigt eine mögliche Anspielung auf das Thema des Textes und der unverbindlichen, scheiternden Kommunikation. Die darauffolgende These „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“( Untertitel), bewirkt der Autor das Nachdenken der Leserschaft und stellt gleichzeitig ein heutiges Problem der Kommunikation dar. Daraufhin folgt eine kurze Erzählung des Autors, welche eine tägliche Situation beschreibt und als „Loch in meinem Leben“ (Z. 1) betitelt wird und somit metaphorisch die Erwartungen, von demjenigen, der auf eine Antwort wartet, darstellt. Dass dieses Problem alltäglich ist, wird anhand des Adjektivs „täglich“ (Z. 1) hervorgehoben und zeigt die Häufigkeit des Problems. Zudem wird das Personalpronomen „ich“ (Z. 1) verwendet und zeugt zur Verstärkung von Authentizität und Eindrücklichkeit, wodurch seine Gedanken und Gefühle deutlich zum Ausdruck kommen.  Zudem nennt er Beispiele wie „Ideen, Gedanken“ (Z. 1) und „einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 2f.), die in Verbindung mit seinen Erwartungen stehen und zum Teil dramatisierend wirken. Um seine Problematik näher zu erläutern, verwendet er Verben, wie „schaufle“(Z. 1); „schaue“ (Z. 2); „höre“ (Z. 2) und benutzt repetierend das Personalpronomen „ich“ (ebd.), um die Leserschaft darauf aufmerksam zu machen, ob die Erfahrungen, die Georg Diez erfährt auch auf ihr eigenes Leben zurückzuführen ist. Um Diezˋs Problematik zu erläutern, erzählt er von einer erfahrenen Situation, um den Leser darin einzuführen. Der Artikel berichtet davon, dass Georg Diez „Freund A [an]ruf[t]“(Z. 4), um mit ihm zu sprechen, er jedoch „nicht an sein Handy geht“ (Z. 4) mit  der Begründung des Autors, „weil niemand mehr an sein Handy geht“ (Z. 4f.) und spricht „ihm auf seine Mailbox“(Z. 5). Mit diesem Beispiel verdeutlicht er sein erstes Problem, dass die Relevanz von Telefonaten verloren geht. Zudem erwähnt der Autor noch ein weiteres erlebtes Beispiel, um der Leserschaft deutlich zu machen, dass nicht nur die Nutzung von Telefonaten, sondern auch von SMS und Mails verloren geht bzw. verflacht (vgl. Z. 5ff.). Um die Realität näher vor Augen zu führen, nutzt er wiederholend das Personalpronomen „ich“(ebd.) und Verben, wie „rufe“ (Z. 4); „spreche, schicke“ (Z. 5); schreibe“ (Z. 7) und zeigt dadurch auf, welche verschiedenen Arten und Weisen man mit Menschen kommunizieren kann. Um jedoch die eigentliche Relevanz des Problems darzustellen, nennt er dreimal die parataktische Aussage „ich höre nichts zurück“ (Z. 5ff.) und beschreibt somit eine Alltagssituation, dass er von keinem eine Antwort erhält. Dies untermauert zudem nochmal die scheiternde und unverbindliche Kommunikation. Ebenfalls benennt der Autor Kommunikationsmittel, wie „[das] Handy“ (Z. 4) und die Arten zu kommunizieren: „Mailbox“ (Z. 5); „SMS“ (Z. 7) und „Mail“ (Z. 8). Daraufhin geht er auf die Reaktionen und Gedanken ein, die in seinem Kopf entstehen, wenn solche Situationen auf ihn zutreffen und leitet die Folgen anhand des Satzanfangs „[w]as nun beginnt“ (Z. 9), ein. Der akkumulierende Satzbau verdeutlicht klar und deutlich die Vielzahl der Folgen und stellt diese aufgrund des Begriffs „Dramaturgie“ (ebd.) sehr negativ dar. Darauf folgend erläutert er präzise  den Prozess, der in seinem Gehirn abläuft (vgl. Z. 9ff.). Um dem Leser die Gedanken und Gefühle des Betroffenen persönlich wirken zu lassen, verwendet er wiederholend das Personalpronomen „ich“ (Z. 10ff.). Er erläutert seine Gefühle, die zunächst besagen „ich freue mich ja schon, dass ich ein paar der in meinem Kopf tobenden  Gedanken hinaus in die Welt gebracht habe und warte“ (Z. 10f.). Die Personifikation „tobende Gedanken“(ebd.) verdeutlicht die Aufregung des Betroffenen, jedoch ändert sich dieser Zustand sehr schnell, indem er Adjektive wie „kurz“ (Z. 11), „rasch“ (Z. 12), „anstrengend“ (Z. 12) und „stockende“ (Z. 12) verwendet und somit das Problem deutlicher macht. Daraufhin stellt Georg Diez sich die Frage „was wollte ich nochmal sagen, worum ging es?“ (Z. 13) und verdeutlicht damit die Verflachung der Kommunikation, wenn man nicht direkt eine Antwort erfährt und sich viele Gedanken durch den Kopf gehen lässt, was man demjenigen geschrieben habe. Anhand der Fragen wird auch deutlich, dass er Denken und Handeln nicht unterscheiden kann und sich deshalb die Fragen stellt. Zudem bezeichnet er sein Gedächtnis als „schlecht […]“ (Z. 13) und metaphorisch als „Feind der Geduld“ (Z. 16) was wiederholt veranschaulicht, dass er nicht mehr wisse ob er sich nur gedanklich die Frage gestellt, oder mit den Menschen persönlich kommuniziert habe . Mit seiner Aussage „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (ebd.) widerspricht er seiner Aussage, dass „[d]ie […] aber schließlich doch ein[setzt]“ (Z. 15) und „es [...] sicher gut Gründe [dafür gibt], dass sich A, B und C nicht melden“ (Z. 15f.). Die Bezeichnung A, B und C steht für alle Menschen und verallgemeinert somit die Situation. Mit dieser Meinung und Feststellung zeigt er, wie paradox man sein kann, indem man nicht steuern kann, wie man eigentlich sein möchte und das man sich ohne was zu wollen Gedanken darüber macht, worüber man eigentlich gar nicht nachdenken möchte. Er erwähnt anhand seiner Aussage „was weiß ich denn von deren Leben, die haben Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familien zu ernähren( Z. 16f.), dass man sich eigentlich gar nicht um andere Menschen kümmern solle und jeder machen dürfe, was er für richtig halte, '''der Betroffene der jedoch auf eine Antwort wartet, sich Gedanken darüber macht, was der Andere gerade tut, was Diez anhand der Akkumulation (vgl. Z. 16f.), darstellt. (!)''' Um den Gedanken aus dem Weg zu gehen, nennt er eine Methode, die helfen solle, dem Problem aus dem Weg zu gehen. „Einatmen, ausatmen, morgen ist auch noch ein Tag“ '''(Z. 117f.)'''. Mit dem Gedankenstrich '''( - ) (Z. 18)''' bewirkt der Autor einen neuen Gedankenansatz und führt daraufhin einen weiteren Prozess des Problems an, „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (Z. 18f.) und erklärt diese sofort mit einer Frage: „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z. 19f.). Damit verdeutlicht der Autor die gewöhnlichen Gedanken, die sich ein Betroffener macht und  zur Selbstverzweiflung führt. Um die Hoffnung nicht ganz zu verlieren, verwendet er eine Metapher „ Schlupfloch“ (Z. 20) und deutet darauf hin, dass es immer noch eine Möglichkeit gibt, die Hoffnung an sich nicht aufzugeben. Im weiteren Abschnitt erläutert der Autor „Den Gedanken das mich niemand mehr mag“ (Z. 22), welcher auch zum Prozess des „Selbstzweifelns“ (ebd.) zählt. Jedoch mit der darauffolgenden Aussage „verwerfe ich rasch, aus Selbstschutz und weil das keine Grundlage sein kann für weitere Freundschaft, Freude, Zusammenarbeit“ (Z. 22f.), veranschaulicht der Autor dem Leser, dass aus Einsamkeit und Selbstzweifel die Angst besteht, Freundschaften zu verlieren.   Die Erwähnung der drei Substantive (ebd.) bewirken einen positiven Effekt, da diese sehr wichtig sind um miteinander kommunizieren zu können. Georg Diez erläutert seine weiteren Gedanken, indem er erwähnt, dass er sich ganze Geschichten ausdenkt, „warum sie nicht antworten“ (vgl. Z. 23f.) und  somit die Angst in Verbindung mit Selbstzweifel darstellt. Um seine Gedanken kurz zusammenzufassen, sagt er „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen – was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z. 27f.) Er verwendet die Hyperbel „Hyperkommunikation“ (ebd.) und weist somit darauf hin, dass es heutzutage normal ist, dass sehr viel miteinander kommuniziert wird, was der Autor mit „Hyper“ (ebd.) hervorhebt und der Begriff der „merkwürdigen Wirkung“(ebd.) gerechtfertigt ist, da er in seiner Situation das Gegenteil erfährt. Er begründet seine Aussage mit: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Er verwendet repetierend Adjektive (vgl. Z. 28), die akkumulierend die Möglichkeiten der Kommunikationen darstellen und beschreiben die Folgen daraufhin „desto gellender ist die Stille…“(ebd.). Daraus lässt sich ableiten, dass die Relevanz an Kommunikation immer weiter zunimmt und die Nutzung von medialer Kommunikation so präsent ist, dass es merkwürdig und selten ist, wenn Stille herrscht. Die Präsenz von Kommunikation wird anhand der  Adjektive „gellender, epischer“ (ebd.) unterstrichen, sowie die Substantive „Stille, Ruhe“(ebd.) bewertet die Art von Kommunikation und zeigen antithetisch den Prozess des Kommunikationswandels. Um diesen Konflikt zu verdeutlichen, nennt er das an sich erfahrene Beispiel und besagt, dass man sich von den Lasten, die in einem entstehen, „'''Geschichte''' [die] eine eigene Realität an[nehmen]“ '''(Z. 30)''', „wenn sie sich doch melden“'''(Z. 31)''', „befreien muss“ '''(Z. 32)''' '''(besser: Z. 30 ff.)'''. Damit zeigt er die Gedankengänge, die in einem entstehen können, wenn seine Erwartungen nicht in Erfüllung gehen und man von Selbstzweifel und Angst umgeben ist. Aufgrund dessen betitelt er seine Freunde als „arglos“ (Z. 34), denn „sonst wären sie Sadisten“(Z. 34). Der Autor zeigt wieder seine Problematik zwischen Denken und Handeln und ist selbst mit sich überfordert, denn aufgrund seiner Erwartungen die er an seine Freunde stellt ist er zunächst enttäuscht, im Nachhinein jedoch davon überzeugt, dass er eine Antwort bekommt. Seine Gedanken spiegelt er wider, indem er sagt, dass er diese Option, sie als Sadisten zu bezeichnen, bedenke, sie jedoch verwerfe, weil es zu traurig wäre mit Sadisten befreundet zu sein(vgl. Z. 34f.). Er gibt seinen Freunden jedoch trotzdem zu verstehen „dass sie bitte ein wenig schneller reagieren sollen“(Z. 36) und vergleicht sich mit dieser Aussage mit einem „zwölfjährigen, der Professor spielt“ (Z. 37) und verdeutlicht somit sein Recht, eine Antwort von seinen Freunden zu erhalten. Diese Aussage ist jedoch ironisch zu verstehen, da er angibt ihnen diese Aufforderung  „meist auf die Mailbox [gesprochen] oder [… ] die Anregung als SMS oder als Mail [geschickt habe“ (Z. 38). Zudem '''er wähnt''' er die Art und Weise, wie er seinen Freunden die Botschaften mitteilt und verwendet wieder das Personalpronomen „ich“(Z. 37). Zudem nennt er die schon genannten Kommunikationsmittel „SMS oder als Mail“(Z. 38), woraufhin er wieder „ und höre nichts zurück“ (Z. 38) erwähnt, welche die Problematik wiederholend darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich anhand von selbst gewählten Beispielen die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern und kritisch abwägend, ausgehend von eigenen Erfahrungen Stellung zu der Aussage wir leben in einer Zeit, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, nehmen und sie abschließend von Georg Diez’s Darstellungsweise, die Überzeugungskraft beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus eigener Erfahrung lässt sich sagen, dass sich die Kommunikation sehr stark verändert hat, da die Nutzung von Medien, sei es die Nutzung von Facebook, Twitter etc. immer mehr von Relevanz ist. Ein Beleg dafür ist beispielsweise die Nutzung von Endgeräten oder Smartphones in der beruflichen Welt. Dort wird über SMS, E-Mail oder soziale Netzwerke weltweit kommuniziert, weshalb die Bedeutung von Medien in der Kommunikation immer größer wird. Zudem bestehen jedoch auch Probleme wie zum Beispiel die Abhängigkeit der Allgegenwärtigkeit digitaler Kommunikation. Zudem ist es möglich sich uneingeschränkt über soziale Netzwerke zu äußern und seine eigene Meinung zu präsentieren, mit dem Kompromiss Positive sowie größtenteils negative Kritik zu erhalten. Die Selbstpräsentation über soziale Netzwerke, indem man sich z.B. auf Instagram ein Profil erstellt, worauf jeder Zugriff hat, ist auch überall möglich und hat seine Vor- und Nachteile. Mittlerweile führt die Nutzung von digitalen Netzwerken schon dazu, dass Menschen die kein ausgebildetes Wissen über den Umgang mit Medien haben, ausgeschlossen werden, wodurch das Selbstbewusstsein verloren gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zitat der „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) und die Behauptung, dass wir davon geprägt sind, lässt sich zum einen kritisch abwägend belegen jedoch auch zustimmend erklären. Aus eigener Erfahrung lässt sich sagen, dass heutzutage eine hohe Akzeptanz digitaler Kommunikation besteht, aufgrund von Möglichkeiten wie z.B. sich international austauschen zu können, sei es im Beruf oder privat oder der Schnelligkeit, Verlässlichkeit und Verbindlichkeit der Kommunikation über z.B. E-Mails, SMS oder soziale Netzwerke , was bedeutet, dass man eine wichtige Nachricht sofort zu der Person schicken kann die vielleicht auf einem anderen Kontinent lebt oder gerade im Urlaub ist und das man sich auf das Internet verlassen kann, dass die Nachricht auch bei der anderen Personen ankommen wird. Aber auch die unproblematische Überwindung, von großen Distanzen, was bedeutet, dass es einem Menschen über Medien einfacher fallen kann einem seine Meinung mitzuteilen, satt es persönlich zu machen. Dadurch fällt es einem viel leichter, weil man sich nicht mit der Reaktion des Anderen beschäftigen muss. Jedoch haben all diese Aspekte Nachteile, besonders in Betrachtung der heutigen Jugend. Denn diese sind so sehr von der Digitalisierung geprägt, dass die Leistungsbereitschaft sinkt, die Bedeutsamkeit der Familie verloren geht oder der Berufszufriedenheit sinkt. Zudem verschlechtert sich das Kommunikationsverhalten untereinander, aufgrund das eigene Meinungen auf extreme Art und Weisen übermittelt werden können, dass sich schnell einer verletzt fühlt und dadurch meist auch von der Gesellschaft. Dies sind alles Gründe gegen das Zitat, dass wir von einer digitalen Unverbindlichkeit geprägt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es auch genügend Argumente, die das Zitat unterstützen, dass wir in einer Zeit leben, die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt ist, denn der Verzicht von sozialen Netzwerken oder Medien allgemein führt dazu, dass man sich einsam oder sogar alleine auf der Welt fühlt. Ohne Medien hat meine so schnell keine Möglichkeit mehr sich mit Freunden zu unterhalten die ein paar Kilometer weiter entfernt wohnen. Man konzentriert sich ganz auf sich selbst, was jedoch heute nicht vorstellbar wäre, weil dadurch auch die weltweite Kommunikation gestoppt wäre, was auch zu großem Nachteil wäre. Eine Folge die am wahrscheinlichsten passieren würde, ist Mobbing, Selbstzweifel usw., denn die unreflektierten Meinungsäußerungen führen schnell dazu, dass man  aus der Gesellschaft besonders in Cliquen im Alter von 12-18 Jahre ausgeschlossen wird und als ‘Looser‘ bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Diez berichtet in seinem Artikel „Hallo?“ von der digitalen Unverbindlichkeit und verwendet dafür eine Art und Weise wie er dieses darstellt. Zum einen benutzt er anhand einer erfahrenen Situation die durch die Personen A, B und C dargestellt werden, die Möglichkeit Emotionalität in seinem Text hervorzuheben und somit von hoher Authentizität zeugt. Zudem lässt er dem Leser eine hohe Zugänglichkeit zum Text, aufgrund von Beispielen die die Problematik der medialen Kommunikation darstellen und er bewusst glossenhafte Gestaltung verwendet. Jedoch gestaltet er seinen Text sehr subjektiv oder plakativ aufgrund des stark narrativen Stils, wodurch der Kern, die Problematik der Allgemeinheit zu verdeutlichen, misslingt. Zudem fehlen belege beispielsweise von Studien oder Wissenschaftlern die seine Meinung unterstützen können, sodass der Text an Wahrhaftigkeit gewinnt. Dadurch, dass er jedoch nur von persönlichen Erfahrungen erzählt kann der Text auch unglaubwürdig wirken. Zudem fehlt ein wichtiger Aspekt der für jeden Leser eines solchen Artikels wünschenswert ist, Lösungsansätze, wie man mit Problemen der heutigen Kommunikation, umgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, dass du in der ersten Aufgabe insgesamt wenige Fehler gemacht. Die erkennst außerdem rhetorische Mittel und erklärst diese auch detailliert. Viele deiner Fehler sind eher Flüchtigkeitsfehler. An manchen Stellen wäre es besser, wenn du nicht so lange Sätze formulieren würdest, da diese sonst schwierig zu verstehen sind (ich habe dir eine beispielhafte Stelle mit (!) gekennzeichnet). Du könntest vielleicht versuchen Sinnabschnitte zu machen, um deinen Text besser zu strukturieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der zweiten Aufgabe gibt es hier und da auch noch einige Fehler (siehe Fettmarkierung). Ansonsten hast du eine Einleitung geschrieben, in der du klarstellst, worüber du schreibst. Dann hast du im Grunde die Aufgabenstellung abarbeitet. Zu jedem Aspekt aus der Aufgabenstellung hast du einen Absatz gemacht, was ich gut finde, da es deinem Text eine Struktur gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Hallo?“, geschrieben von Georg Diez und veröffentlicht 2013 in „Der Spiegel“, thematisiert die Nutzung digitaler Kommunikation und die damit verbundene digitale Überforderung und erläutert dabei die  Meinung des Autors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Untertitel des Textes wird die Absicht des Textes preisgegeben. Diez stellt sofort eine These auf, welche dazu einlädt den Artikel weiterzulesen: „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ (Z.0). Es scheint, auf Grund des kausalen Frageworts „Warum“ (ebd.), als gäbe der Autor bald eine Antwort auf seine These.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesamte Text lässt sich in acht Sinnabschnitte einteilen. Der erste (Z.1-8) gibt ein ausführliches Beispiel, welches von Diez im weiteren Verlauf seines Textes erneut aufgeführt und erläutert wird. Zu Beginn dieses Abschnitts bemüht sich der Autor, durch Metaphern darzustellen, dass er „täglich Worte“ (Z.1) aufnimmt (vgl. Z.1). Er führt seinen Text mit dem Beispiel fort: „Da rufe ich meinen Freund A an, der an sein Handy geht, weil niemand mehr an sein Handy geht, ich spreche ihm auf seine Mailbox- und höre nichts zurück“ (Z.4f.). Nachdem A angerufen wurde, sendet er B eine SMS, auf welche er ebenfalls keine Antwort erlangt und C erhält eine Mail, auf welche zusätzlich nichts zurück kommt (vgl. Z. 4ff.). Immer wieder verwendet der Autor das Wort „Da“ (Z. 4,5,7), sodass eine Anapher entsteht, so betont er das Beispiel und es bekommt mehr Aufmerksamkeit. Außerdem schreibt der Autor immer, er „höre nichts zurück“ (Z.5,6f.,8), durch diese Repetitio tritt das Beispiel und vor allem, dass keine Antwort zurück kommt, noch mehr in den Vordergrund. Es scheint also egal zu sein, wie der Autor jemanden zu erreichen versucht, ob Mail, Anruf oder SMS, niemand meldet sich in irgendeiner Art und Weise zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.9-21) beschäftigt sich mit den Folgen, welche entstehen, wenn man keine Antwort bekommt. Laut Georg Diez „beginnt […] die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z.9). Das bedeutet, man wird selbstkritisch und fragt sich, ob man vielleicht etwas falsch gemacht hat (vgl. Z. 19f.). Zudem seien „die ersten Stunden […] noch einfach“ (Z.9f.), da man froh ist seine Gedanken mit jemandem geteilt zu haben (vgl. Z. 10f.). Dadurch fällt einem das Warten nun noch nicht ganz s(Z.12) weiterzuführen (vgl. Z. 11ff.). Man stellt sich Fragen wie „Was wollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z.13). Die darauffolgende Behauptung „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z. 13f.) wird durch die vorher analysierten Aussagen belegt. Im nächsten Teil des Sinnabschnitts nimmt Georg Diez noch einmal Bezug zu seinem, im ersten Sinnabschnitt genannten Beispiel. Seiner Meinung nach, setzt zuletzt allerdings doch die Geduld ein und man denke die Personen hätten sicher gute Gründe, dass sie sich nicht melden (vgl. Z. 15f.). Mit der kurzen Aufzählung „die haben Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familien zu ernähren“ (Z.16f.) gibt der Autor ein paar Beispiele an, welche Gründe für das Nicht-Antworten auf seine Nachrichten oder Mails sind. „Nach 24 Stunden“ (Z. 18) scheint der Geduldsfaden jedoch gerissen zu sein, nun beginne „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (Z.18f.). Da man bis dahin keine Antwort bekommen habe, suche man nun Gründe dafür bei sich selbst. Man stelle sich Fragen wie „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z.19f.). Diese Fragen sind allerdings rhetorische Fragen, da die Antwort darauf meistens „Nein“ ist. Man sucht den Fehler bei sich selbst, wie der Autor sagt. „Irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels ist immer offen“ (Z.20f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den weiteren Gedankenverlauf, nach einem weiteren Tag ohne Antwort, geht Diez im dritten Sinnabschnitt (Z.22-33) ein. Zu Beginn schreibt er, den Gedanken von niemandem mehr gemocht zu werden, schließe er schnell ab, da dies so keine anständige Grundlage für neue Freundschaft, Freude oder Teamarbeit sei (vgl. Z. 22ff.). Das Beispiel aus Sinnabschnitt eins wird wieder aufgegriffen: Nun denkt Diez sich Geschichten aus, warum Personen A,B,C nicht antworten (vgl. Z. 24f.). Man ist komplett für sich, niemand ist da (vgl. Z.27). Georg Diez spricht von einer „Hyperkommunikation“ (Z. 28), er liefert im folgenden Text eine Erläuterung. Es sei „merkwürdig“wird“  (Z.27), da „ [desto] mehr geredet, geschrieben und getwittert, je epischer entfalte sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Der Begriff „Hyperkommunikation“ (Z.28.) ist also Ironie, da nicht sonderlich viel kommuniziert wird. Die Erläuterung des Begriffs ist antithetisch, da von viel Kommunikation die Rede ist, welche allerdings dann die Auswirkung hat, dass es immer stiller wird (vgl. Z. 28f.). Durch die Konjunktion „Denn“ (Z. 29) wird eine Begründung eingeleitet. „Denn die Geschichten in meinem Kopf gehen ja weiter, sie nehmen eine eigene Realität an, je länger sich die anderen nicht melden“ (Z.29ff.). Wenn man dann allerdings doch noch eine Antwort bekommt , hat diese ein eigenes Gewicht, von welchem man sich befreien muss (vgl. Z. 31f.), da „die anderen ja nicht wissen, dass“ (Z. 32f.) man schon seit Tagen grübelt, was man falsch gemacht hat (vgl. Z. 32f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Sinnabschnitt (Z.34-41) wird durch eine Repetitio Bezug zum ersten Sinnabschnitt genommen und ein weiteres kurzes Beispiel genannt. Diez erklärt in diesem Sinnabschnitt, dass er seinen Freunden oft sagt, sie sollen doch bitte schneller antworten (vgl. Z. 35f.). Allerdings sagt er, „ich spreche ihnen das meistens auf die Mailbox oder schicke die Anregung als SMS oder als Mail- und höre nichts zurück“ (Z.37f.). Es liegt eine Repetitio vor, da er erneut sagt, er „höre nichts zurück“ (Z. 38,5,6f.,8), so schafft er eine Verbindung zum ersten Sinnabschnitt. Außerdem liefert er ein Beispiel für Mails, da er schreibt, er habe einem befreundeten Journalisten eine E-Mail geschickt, auf die er allerdings keine Antwort bekommen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden wird die Bedeutung der digitalen Medien in unserer Zeit, ausgehend von eigenen Erfahrungen mit digitaler Kommunikation reflektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jemand meint, die Kommunikation habe sich nicht verändert, kann ich diese These nicht unterstützen. Durch die digitalen Medien, wie das Smartphone hat sich unser gesamte Alltag verändert. Man nutzt soziale Netzwerke, schreibt E-Mails und SMS nicht nur im Beruf sondern auch in der Alltagskommunikation. Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit an den Smartphones und im Internet, es kann zu einer Abhängigkeit kommen. Es scheint zwar als seien all diese Apps (facebook, whatsapp, snapchat) kostenlos, jedoch bezahlt man mit seinen persönlichen Daten. Oft kommt es auch zu Cybermobbing, das bedeutet Mobbing im Internet. Manche Eltern wollen ihre Kinder vor so etwas schützen und erlauben ihnen kein Smartphone. So kann es oft zu Ausgrenzung kommen.&lt;br /&gt;
Ich denke wir leben in einer Zeit die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt ist, da bei einem Verzicht auf die direkte Kommunikation negative Konsequenzen auftreten können, wie zB. Vereinsamung. Weitere Vorteile, sind die unproblematische Überwindung von großen Distanzen, das bedeutet es gibt internationale Austauschmöglichkeiten, welche schnell geschehen, verlässlich und Unverbindlich sind. Jedoch werden Kinder und Jugendliche immer wieder mit Schimpfwörtern und Cybermobbing konfrontiert. Es kann auch eine Überforderung stattfinden, die ihre Ursache in der digitalen Kommunikation haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um kurz auf die Überzeugungskraft des Textes von Diez einzugehen: er verwendet keine Belege, die seine Thesen unterstützen. Zudem nennt er viele Probleme, jedoch bietet er keine Lösungsmöglichkeiten an. Jedoch bringt er seine eigenen Erfahrungen in den Sachtext mit ein. Ich denke, dass der Text von Georg Diez nicht überzeugend ist und es einige Verbesserungsmöglichkeiten gäbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Analyse'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Text „Hallo?“, welcher von Georg Diez verfasst und im Jahr 2013 in „Der Spiegel“ veröffentlicht wurde, thematisiert die Veränderungen der Kommunikation unter Menschen durch digitale Medien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überschrift des Textes „Hallo?“ wird zugleich auch die Hauptthematik des vorliegenden Textes vorangestellt, da diese Interjektion in der täglichen Kommunikation genutzt wird um '''zum Beispiel (unnötig)''' auf sich aufmerksam zu machen. In dem vorliegenden Text wird erfragt ob jemand auf die zuvor gesprochene Mailbox, SMS oder Mail aufmerksam reagieren würde. Die Hauptthese des Textes wird in dem darunter angeführten Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ verdeutlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Metapher „es gibt ein Loch in meinem leben, in das schaufle ich täglich Worte, […] Ideen [und] Gedanken [hinein und] […] schaue ihnen nach, wie sie fallen, und warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 1ff.) ein. Doch es herrscht stille und es erfolgt keine Antwort, was durch die darauffolgende Metapher „aber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) verdeutlicht wird. Mit dem Substantiv „Loch“ (ebd.) beschreibt Diez die digitalen Medien, welche er täglich mit diesen „Worten, […] Ideen […] und Gedanken“ (ebd.) füllt. Außerdem wird durch diese Metapher die in dem Untertitel erwähnte Einsamkeit hervorgerufen und auf die im Titel erwähnte Frage „Hallo?“ Bezug genommen, da keine Reaktion vorhanden '''sei'''. Anschließend nennt der Autor Beispiele aus dem Alltag, in denen er persönlich in Kontakt mit der digitalen Kommunikation tritt. Diese persönlichen Erfahrungen weisen den Beginn der oben genannten These und somit der Gefahr der Einsamkeit auf. Als erstes beschreibt Diez, wie er seinen Freund A anruft und ihm darauf folgend eine Nachricht auf der Mailbox hinterlegt, da dieser nicht an sein Handy gegangen ist (vgl. Z. 4f.). Seine Darstellung beendet er mit der Anmerkung „und höre nichts zurück“ (Z. 5). Daraufhin erläutert er, dass er seiner Kollegin B eine SMS mit Ratschlägen  geschickt habe (vgl. Z. 6). Jedoch stellt der Autor auch bei diesem Beispiel fest, dass er „nichts zurück'''[höre]'''“ (Z. 6f.). Diese Feststellung tritt auch beim dritten Beispiel, wo er seinem Freund C eine Mail schreibt, da sie gemeinsam arbeiten wollen (vgl. Z. 7f.) auf, da er auch hier seine Beschreibung mit der Erkenntnis „ich höre nichts zurück“ (Z. 8.) beendet. Durch den Parallelismus „höre nichts zurück“ (ebd.), welcher nach allen drei Beispielen vorzufinden ist '''(Repetitio)''', drückt erneut die oben genannte Verlassenheit aus. Durch die Bezeichnung der Freunde durch die Buchstaben A,B und C wird eine gewisse Distanz zwischen dem Autor und diesen Personen deutlich und somit auch noch einmal seine Einsamkeit. Außerdem wird durch die distanzierende Beschreibung deutlich, dass sich dies auf alle Menschen übertragen lässt und somit als allgemein gilt. Anschließend stellt Diez die Behauptung auf, dass die Zeit, in der er auf eine Reaktion des Gegenübers warte, eine „Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z. 9) sei. Durch das Substantiv „Dramaturgie“ (ebd.) wird seine ironische sowie hyperbolische Sichtweise hervorgehoben, da er die Abhängigkeit einiger Menschen von digitalen Medien hervorheben möchte. Im Anschluss daran beschreibt der Autor, dass er es anstrengend finde, „eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 12f.) und dadurch „kurz und rasch Sauer“ (Z. 11f.) werde. Durch diese Behauptung wird die hohe Erwartungshaltung an die andere Person akzentuiert und somit erneut die Verlassenheit des Autors verdeutlicht. Um dies noch einmal zu untermauern, hält Diez als Fazit dieses Abschnittes fest, dass „das schlechte Gedächtnis […] der Feind der Geduld“ (Z. 13f.) sei. Nachdem sich der Autor anschließend fragt, aus welchem Grund sich die betroffenen Personen nicht melden und ob es an ihm läge oder ob sie sauer seien (vgl. Z. 19f.), kommt er zu dem Entschluss, dass „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen“ (Z. 20f.) sei. Aus der Einsamkeit entstammt nun Selbstzweifel aber „den Gedanken, dass mich keiner mehr mag, verwerfe ich rasch“ (Z. 22), denn dies kann „keine Grundlage […] für weitere Freundschaften, Freunde [oder] Zusammenarbeit“ (Z. 23) sein '''(nur Zitate ohne Analsyse)'''. Im folgenden stellt der Autor die Erkenntnis „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (Z. 27) auf und beendet diesen Satz mit der Anmerkung, dass dies heutzutage eine „merkwürdige Wirkung“ (Z. 27) habe, welche wiederum erneut die Einsamkeit des Autors hervorhebt. Um seine Aussage etwas zu erläutern, stellt Diez anschließend eine These auf, in der diese verdeutlicht wird. Seine These lautet: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stimme [und] desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Mit dieser '''Gewissheit (meinst du Tatsache?)''' möchte der Autor aussagen, dass die digitalen Kommunikationsformen eine immer intensivere Stille auslösen und sich dadurch die Ruhe immer ausführlicher ausdehnt. Anschließend fügt Diez hinzu, dass die „Geschichten in meinem Kopf […] eine eigene Realität an[nehmen]“ (Z. 30). Denn das tägliche Nachdenken, weshalb seine Freunde ihm nicht antworten (vgl. Z. 24f.), wird laut dem Autor zur Wirklichkeit. Allerdings hat er seine Freunde trotzdem gebeten auf seine Nachrichten schneller zu reagieren, wobei er sich dabei vorkam wie ein „zwölfjähriger, der Professor spielt“ (Z. 37) '''(weitere Erläuterung)'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Feedback von Anne: Hallo Lara, Du hast eine schöne Analyse geschrieben in der du die wichtigsten analytischen Aspekte erfasst hast. Deine Erläuterungen sind sehr gut nachvollziehbar! Mir ist öfters aufgefallen, dass du Satzteile aus dem Text zitierst sie dann jedoch nicht hinreichend oder gar nicht erläuterst bzw. analysierst (siehe Markierungen). Ansonsten finde ich keine besonders auffälligen Fehler, du musst du dir nur das Fettgedruckte nochmal ansehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Aufgabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text von Georg Diez mit dem Titel ,,Hallo?“, veröffentlicht im Jahr 2013, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es dabei um die Folgen des Umgangs miteinander durch die digitale Kommunikation, sowie die damit verbundene digitale Überforderung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Textes ,,Hallo?“ greift dabei schon die geschilderte Situation des Textes auf, bei der der Autor davon berichtet, wie er auf Rückmeldungen von Nachrichten und Antworten wartet. Durch die Frage ,,Hallo?“ wird bereits auf das Thema angedeutet, dass sich die Kommunikation in den Medien verändert hat und scheitert, sodass eben die Frage andeutet, dass auf eine Antwort gewartet wird, er diese jedoch nicht bekommt. Der Titel wird dann im Untertitel konkretisiert durch die Aussage ,,Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“, wobei diese These des Autors verdeutlicht, dass Menschen in der digitalen Welt einsamer werden und verdeutlicht, dass es Gründe dafür gibt, die im Folgendem erläutert werden und somit deutet er bereits das Thema an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich lässt sich der Text in zwei Teile unterteilen, wobei der erste Teil (vgl. Z. 1- 38) eher einen erzählenden Teil darstellt, in dem der Autor von seinen Erfahrungen berichtet, wobei die Erfahrung des Autors den Ausgangspunkt seiner These darstellt . Im zweiten Teil (Z. 39 – 73) stellt der Autor eher Thesen auf und erklärt diese. &lt;br /&gt;
Der Autor beginnt dabei mit der Aussage ,,Es gibt ein Loch in meinem Leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein, Ideen, Gedanken“ (Z.1) und dieser erläutert, dass dieses ,,Loch schwarz und stumm“ (Z. 3) bleibe. Diese Metapher verdeutlicht die Überforderung mit der digitalen Kommunikation und die Probleme die sich daraus ergeben. Außerdem deutet es bereits an, dass es Kommunikationsschwierigkeiten gibt. Die Akkumulation ,,ein[.] Ton, ein[.] Hall, eine Reaktion“ (z. 2 f.) wirken dabei dramatisierend im Zusammenhang damit, dass auf Antworten und Rückmeldungen gewartet wird und man sich eine Reaktion erhofft. &lt;br /&gt;
Des Weiteren berichtet der Autor ,,Da rufe ich meinen Freund A an, der nicht an sein Handy geht […], ich spreche ihm auf seine Mailbox- und ich höre nichts zurück“ (Z. 4 f.). Als nächstes berichtet er dann, dass er seiner ,,Kollegin B eine SMS“ (Z. 6) schicke, worauf die Aussage ,, ich höre nichts zurück“ (Z. 6 f.) wiederholt wird. Die darauf folgende Aussage ,,Da schreibe ich meinem Freund C eine Mail, weil wir gemeinsam an einer Sache arbeiten wollten - ich höre nichts zurück“ (Z. 7 f.)  ist ebenfalls so aufgebaut wie die beiden vorherigen Aussagen. Besonders auffällig ist dabei die Repetition der Aussage ,,ich höre nichts zurück“ (ebd.), wodurch die Aussage hervorgehoben wird und es wird verdeutlicht, dass die Kommunikationsversuche scheitern, da der Autor keine Nachricht zurück erhalten hat. Die drei Aussage bilden darüber hinaus einen Parallelismus, der die sich wiederholende Situation betont. Außerdem findet eine Verallgemeinerung der Kommunikationsversuche statt, was dadurch deutlich wird, dass der Autor statt Namen zu nennen ,,Freund A […] Kollegin B […] Freund C“ (ebd.) sagt, wodurch der Autor die Allgemeingültigkeit zum Ausdruck bringt und den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit bietet. Auch die Verwendung des Personalpronomens ,,Ich“ (ebd.) bei der Erzählung der Erfahrung bietet den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit, wobei durch das Personalpronomen aber auch der Leser vor allem in die Situation eingebunden wird und verleiht Eindrücklichkeit, wobei die Verwendung des Personalpronomens ,,Ich“ (ebd.) auch an Elemente einer Erzählung erinnert, wodurch die Erfahrung des Autors hervorgehoben wird. Die nächste Aussage ,,Was nun beginnt, ist die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z. 9) verdeutlicht, dass als Reaktion auf die fehlenden Rückmeldungen nicht nur einfaches Warten, sondern verschiedene Gefühle folgen, die eine große Wirkungen auf den Autor haben. Dabei seien die ,,ersten Stunden&amp;quot; (Z. 9) mit Warten noch einfach. Die nächste Aussage ,,Dann werde ich kurz und rasch sauer, weil ich es anstrengend finde, daran zu denken, eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 11 ff.) verdeutlicht, dass bei der Kommunikation im Netz in gewisser Weise auch erwartet wird, dass die Menschen, mit denen man kommuniziert, auch schnell antworten. Die rhetorische Frage ,,Was wollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z. 13) führt dabei das lange Warten auf die Antwort vor Augen. Durch die Aussage ,,Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z.13 f.) wird verdeutlicht, dass mit der Dauer der Wartezeit auch die Geduld verschwinde, da mit der Zeit der Inhalt des Gesprächs vergessen werde.  Die sich dauernd verändernden Haltungen und Emotionen werden dadurch deutlich, dass aus dem Ärger nun wieder Geduld werde und der Autor sich einrede, es gäbe ,,gute Gründe, dass sich A, B und C nicht melden“ (Z. 15 f.) würden, was in gewisser Weise auch die Überforderung mit der Situation und den gescheiterten Kommunikationsversuchen vor Augen führt. Der Versuch des Einredens, morgen sei ,,auch noch ein Tag“ (Z. 17 f.), wird durch die Aussage ,,[n]ach 24 Stunden ist der allerdings vorbei“ (Z. 18) abgelöst, wobei die adversative Konjunktion ,,allerdings“ (ebd.) den Widerspruch bzw. die Veränderung der Situation einleitet, denn nun beginne ,,das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit“ (Z. 18 f.). Dabei verdeutlicht die rhetorische  Frage ,,Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z. 19 f.), dass das Nicht-Antworten der Personen Selbstzweifel auslöse, wobei ,,[i]rgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen“ (Z. 20 f.) sei. Die fehlenden Rückmeldungen hätten also eine so große Wirkung auf den Menschen, dass diese zu Selbstzweifel führen. Die überspitzt dargestellte Situation und die immer wechselnden Gefühle sowie die Überforderung wird auch deutlich, wenn der Autor berichtet, dass er ,,aus Selbstschutz“ (Z. 22) den Gedanken verwirft, dass ihn ,, niemand mehr mag“ (Z. 22) und sich nun Geschichten ausdenkt, ,,warum sie nicht antworten“ (Z. 24 f.). Die nächste Aussage ,,Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen, was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z. 27 f.) bringt zum Ausdruck, dass der Autor sich völlig auf sich allein gestellt fühlt, da niemand ihm antwortet und das obwohl aufgrund der digitalen Medien eigentlich viel kommuniziert wird, sodass die Stille ,,eine merkwürdige Wirkung“ (ebd.) habe. Das Nomen ,,Hyperkommunikation“ (ebd.) stellt dabei einen Neologismus dar, welcher zum Ausdruck bringt, dass eigentlich viel Kommunikation stattfindet und hebt somit auch die Menge und das Ausmaß, in dem kommuniziert wird, hervor. Die Stille in diesem Zeitalter sei dabei ,,gellend[.]“ (Z. 29), was zum Ausdruck bringt, dass Stille als unangenehm und merkwürdig empfunden wird, was ebenfalls die Überforderung mit der digitalen Kommunikation zum Ausdruck bringt. Diese Überforderung der Menschen mit der digitalen Kommunikation wird vor allem auch in der Aussage ,,sie haben dann, wenn die sich doch melden, ein eigenes Gewicht, von dem ich mich und sie befreien muss“ (Z. 31 f.) anhand der Erfahrung des Autors deutlich. Die Aussage ,,Sie sind arglos. Sonst wären sie Sadisten“ (Z. 34)  bringt die überspitz dargestellte Situation zum Ausdruck, so wie die Übertreibungen in der Schilderung der Erfahrung, die dazu führen, dass der Autor seine eigenen Aussagen ironisiert, was auch durch die Aussage ,,Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (ebd.) deutlich wird. Des weiteren wird durch die Aussage ,,Ab und zu sage ich ihnen auch, dass sie bitte ein wenig schneller reagieren sollen“ (Z. 35 f.) deutlich, dass die gescheiterten Kommunikationsversuche zur Last werden und zur Überforderung führen. Dabei verdeutlicht die Repetition ,,und ich höre nichts zurück“ (Z. 38) erneut die andauernde Stille und die sich wiederholende Situation der gescheiterten Kommunikationsversuche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die zu Beginn geschilderte Erfahrung des Autors den Ausgangspunkt für seine These, dass wir in einem Zeitalter der digitalen Unverbindlichkeit leben, die auch von Überforderung und von der Gefahr der Vereinsamung geprägt ist, darstellt und der Autor anschließend seine These in dem zweiten Teil seines Textes erläutert. Indem er narrative Elemente im ersten Teil verwendet bietet er den Lesern auch eine Identifikationsmöglichkeit und verdeutlicht seine These anhand von persönlichen Beispielen und Erfahrungen und unterstützt seine Aussagen mit Hilfe von Metaphern, Akkumulationen, Repetition und Parallelismen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.Aufgabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich an selbst gewählten Beispielen die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern und ausgehend von eigenen Erfahrungen kritisch-abwägend zu der Aussage Stellung nehmen, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Anschließend werde ich die Überzeugungskraft der Darstellungsweise von Georg Diez beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommunikation hat sich durch digitale Medien verändert, was sich beispielsweise darin zeigt, dass erwartet wird immer erreichbar zu sein, um auf Fragen oder andere Nachrichten zu antworten. Dies findet jedoch nicht nur in der Alltagskommunikation statt sondern auch in der beruflichen Kommunikation, da Bewerbungen beispielsweise oft nur noch online geschickt werden oder im Beruf erwartet wird ständig über E-Mails erreichbar zu sein, auch außerhalb der eigentlichen Arbeitszeiten. Diese Erwartung ständig erreichbar  zu sein führt auch zur Abhängigkeit von den digitalen Medien und den sozialen Netzwerken, da auch ständig geguckt wird, ob man Nachrichten bekommen hat, auf Fragen noch antworten muss und auch selber erwartet schnelle Antworten zu bekommen. Zudem ist man auch abhängig von den Medien, da bei Verzicht der Medien oder den sozialen Netzwerken mit der Folge rechnen muss aus der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden, da man über bestimmte Dinge im Internet nicht informiert ist oder bei Themen bezüglich des Internets nicht mitreden kann. Ein weiterer Aspekt der veränderten Kommunikation durch Medien ist die Selbstpräsentation und auch die freie Meinungsäußerung sowie der Einfluss auf andere. &lt;br /&gt;
Durch die sozialen Medien haben Menschen heute die Möglichkeit sich selbst zu präsentieren und auch zu entscheiden, was man anderen von sich preisgeben möchte und was nicht, was auch zu erhörten Selbstreflexion führt. Zudem kann man seine Meinung freier äußern, da man anderen Menschen nicht gegenübersteht und in Ruhe schreiben kann, was man denkt, wobei man heutzutage auch eine höhere Erreichbarkeit an die Menschen hat, da man Menschen nicht nur schwer durch Zeitungen oder Bücher erreichen kann, sondern die eigene Meinung mehr durch die sozialen Medien verbreiten kann und mehr Menschen diese lesen können. Darüber hinaus entsteht durch die Kommunikation durch digitale Medien die Möglichkeit mit Menschen aus aller Welt unabhängig von Ort und Zeit zu kommunizieren und mehr Ansichten und Weltbilder austauschen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, lassen sich sowohl Argumente dafür als auch dagegen finden. &lt;br /&gt;
Ein Argument dagegen wäre dabei, dass digitale Kommunikation Vorteile bringt, wie, dass es möglich ist mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren und somit auch ein Austausch stattfinden kann, der ohne Medien nicht möglich wäre, da durch die digitalen Medien Menschen nicht mehr an Orte und an Zeiten gebunden sind, sondern auch über Distanzen kommunizieren können trotz Zeitzonen. Zudem ist das Internet und die digitale Kommunikation verlässlich sowohl sicher als auch direkt, sodass Kommunikation trotz Distanzen verbindlich erfolgen kann. Beispielsweise kann jemand der in einem anderen Land ist, direkt mit einer Person, die sich woanders befindet, kommunizieren, da die Nachricht beinah zeitgleich dann ankommt, nachdem die Nachricht versendet wurde und man kann sich auch sicher sein, dass sie ankommt, da nicht andere Personen die Nachricht weiterleiten, sondern dies über das Internet erfolgt. Ein anderes Argument wäre, dass die Digitalisierung die Werteorientierung der jüngeren Generationen nicht negativ beeinflusst, sondern trotzdem Leistungsbereitschaft vorhanden ist und Wert wie Familie, Beruf und Freunde weiterhin vorhanden sind, da die digitalen Medien nur ein Mittel zur Kommunikation sind und die Werteorientierung weiterhin übermittelt werden, sodass digitale Medien keinen großen Einfluss auf die Werteorientierung haben. Die digitale Kommunikation führt auch zu Fortschritten innerhalb der Gesellschaft und im Berufsleben, auch wenn die digitale Kommunikation Überforderung bei den älteren Generationen hervorbringt, da Informationen ausgetauscht werden können oder Arbeiten durch das Internet schneller erledigt werden können. Ein Argument für die Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, ist dabei, dass ein Verzicht auf direkte Antworten und ständiger Erreichbarkeit Menschen mit negativen Konsequenzen rechen müssen wie Vereinsamung, da die ständige Erreichbarkeit und die digitale Kommunikation heutzutage schon notwendig ist um in der Gesellschaft integriert zu sein. Des Weiteren kann zwar eine freie Meinungsäußerung im Netz stattfinden, jedoch erfolgen die Meinungsäußerungen oft unbedachter und das was gesagt wird, wird oft weniger reflektiert. So kommt es beispielsweise auch dazu dass sich der Umgang mit den Mitmenschen in der digitalen Kommunikation ändert und Menschen rücksichtsloser werden und auch Mobbing innerhalb der digitalen Medien stattfindet und das Opfer dessen nicht entfliehen kann. Dies lässt auf das nächste Argument schließen nämlich, dass es keine richtigen Verhaltensregeln im Umgang mit den digitalen Medien gibt bzw. diese nicht richtig eingehalten werde, sodass zu einem Werteverfall kommen könnte, da das Internet Anonymität zulässt und deshalb auch Menschen teilweise rücksichtsloser werden. Nachdem ich die Argumente nun abgewägt habe, komme ich zu dem Entschluss, dass wir in gewisser Weise schon in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z.64) geprägt ist, da die digitale Kommunikation in der Gesellschaft einen Zwang darstellt, da man sonst nicht richtig integriert ist und es zunehmend zu unreflektierten Meinungsäußerungen kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend werde ich nun die Überzeugungskraft der Darstellungsweise des Autors beurteilen. Auf der einen Seite finde ich, dass die Darstellungsweise durchaus Stärken aufweist, da durch den Erfahrungsbericht zu Beginn der Autor viele Emotionen mit einbringt und durch die Verallgemeinerung der Erfahrung dem Lesern eine Identifikationsmöglichkeit gibt und auch Beispiele anschließend als Beleg heranzieht. Auf der anderen Seite jedoch finde ich die Darstellungsweise des Autors im Allgemeinen nicht überzeugend, da der Autor nicht objektiv bleibt, sondern sehr subjektiv ist und auch sich eher an dem erzählerischen Stil zu Beginn bedient als sachlich zu bleiben. Zudem verwendet der Autor auch nur eigene Beispiele und Erfahrungen als Belege, sodass seine Argumente nicht richtig belegt werden wie beispielsweise anhand von Studien. Zudem weist der Autor zwar auf die Probleme hin, nennt jedoch keine Lösungsmöglichkeiten oder Wege der Verbesserung, weshalb meiner Meinung nach die Darstellungsweise des Autors nur wenig Überzeugungskraft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommentar von Nina H.: Diese Aufgabe ist dir überwiegend gut gelungen. Dabei gefällt mir besonders, dass du meistens sehr genau erläuterst, was du schreibst, wodurch man alles gut nachvollziehen kann. Mir ist jedoch aufgefallen, dass du an der Stelle, wo du die Argumente gegen die Aussage Diez` aufführst, ungenau und kurz erläuterst. Dabei könntest du ein bisschen mehr ins Detail gehen, insbesondere, wenn du schreibst, dass die Kommunikation verlässlich, sicher und direkt ist, da die Begründung dafür fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommunikation hat sich aufgrund der digitalen Medien verändert, weshalb Georg Diez, der Autor des Artikels „Hallo?“, behauptet, dass die Zeit, in der wir leben, von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Im Folgenden werde ich zu dieser Aussage unter dem Einbezug eigener Erfahrungen mit der digitalen Kommunikation kritisch-abwägend Stellung nehmen und anschließend die Überzeugungskraft der Darstellungsweise Diez` beurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien resultiert besonders aus der sogenannten „ständigen Erreichbarkeit“, da erwartet wird, dass man sozusagen immer allgegenwärtig ist und somit jederzeit auf Fragen antworten kann. Dies trifft sowohl auf die Kommunikation im Alltag als auch im Beruf zu. Am Beispiel der digitalen Kommunikation im Beruf muss man auch dazu bereit sein, noch nach dem Feierabend auf Rückfragen zu antworten. Andererseits wird dadurch ein schnellerer Fortgang der Arbeit ermöglicht, da man nicht lange auf Antworten warten muss. Zudem wird meist über E-Mails kommuniziert und diese ermöglichen eine deutlich schnellere Kommunikation als die vorher genutzten Kommunikationsmittel. Diese ständige Erreichbarkeit führt jedoch möglicherweise zur Abhängigkeit, da es für viele Menschen heutzutage kaum noch vorstellbar ist ohne die Verwendung digitaler Medien im Beruf oder Alltag zu kommunizieren. Des Weiteren ist bei der Kommunikation über soziale Netzwerke eine nahezu uneingeschränkte Meinungsäußerung möglich. Dies ist an sich gut, bringt jedoch auch viele Folgen mit sich, da beispielsweise häufig negative Kommentare unter Beiträgen in sozialen Netzwerken wie auf Facebook erscheinen. Diese sind oftmals abwertend und würden bei der face-to-face Kommunikation mit jener Person nicht geäußert werden. Aufgrund dessen kommt es gegebenenfalls zu einer Veränderung des Sozialverhaltens, da oft rücksichtslos gehandelt wird und somit Mobbing entstehen kann. Außerdem ist es in sozialen Netzwerken möglich sich selbst zu präsentieren. Bei dieser  Selbstdarstellung werden jedoch lediglich die positiven Seiten eines Menschen, sowie sein „perfektes“ Leben präsentiert. Daraus können bei anderen Menschen Selbstzweifel entstehen, da sie jenes Leben nicht führen. Die vermehrte Nutzung sozialer Netzwerke bringt jedoch eine weitere Folge mit sich, die Gefahr der Ausgrenzung. Verwendet jemand die sozialen Netzwerke im Beruf aber besonders im Alltag nicht, wird er aus der Kommunikation ausgeschlossen. Dies liegt vor allem daran, dass man über aktuelle Themen in seinem sozialen Umfeld nicht informiert ist, da die Kommunikation hauptsächlich in den sozialen Netzwerke stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diez erläutert in seinem Artikel, wir würden in einer Zeit leben, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Grundsätzlich könnte man ihm zustimmen, da die Kommunikation im Internet zwanglos ist und aufgrund dessen häufig Situationen vorkommen, in welchen Verabredungen kurz vorher abgesagt werden, obwohl ein Treffen bereits lange geplant war. Die Aussage Diez ist jedoch kritisch zu betrachten, da die digitale Kommunikation einige Vorteile hat. So ist es beispielsweise möglich, über große Distanzen zu kommunizieren, also auch mit Menschen in anderen Ländern. Insbesondere in Bezug auf die Globalisierung hat die digitale Kommunikation eine große Bedeutung, da es möglich ist, sich weltweit auszutauschen. Diese Vorteile der digitalen Kommunikation resultieren überwiegend daraus, dass sie sehr schnell abläuft, da man weltweit mit Menschen vernetzt ist und sich Informationen somit sehr schnell verbreiten lassen. Außerdem kann man Diez darin widersprechen, dass die Kommunikation in sozialen Netzwerken unverlässlich und unverbindlich sei, da sie sich besonders bei dem internationalen Austausch im Beruf als verlässlich beweist und es durchaus nicht der Fall ist, dass Menschen nicht mehr auf Nachrichten anderer antworten würden, da es bei der digitalen Kommunikation nicht den zwang gäbe, dass man aufeinander reagieren müsse. Wenn jemand bei der digitalen Kommunikation nicht auf eine Nachricht reagiert, liegt dies meist daran, dass er keine Zeit hat und mit dem großen Angebot an sozialen Netzwerken und der Kommunikation in jenen überfordert ist. Somit ist dies keinesfalls unhöflich gemeint, wie Diez es empfindet. Die von ihm erwähnte Unverlässlichkeit geht aufgrund dessen nicht von den Medien aus, sondern resultiert aus dem Verhalten der Menschen, welche jene verwenden. Deshalb lässt sich diese Aussage nicht verallgemeinern, da nicht jeder unverlässlich mit den Medien und der Kommunikation durch diese umgeht. Zudem ist trotz der Digitalisierung festzustellen, dass sich die Prioritäten der Jugendlichen nicht im negativen verändert haben. Im Gegenteil, für sie steht die Familie sowie die Zufriedenheit im Beruf eine sehr wichtige Rolle. &lt;br /&gt;
Es gibt jedoch auch einige Argumente, welche die Aussage Diez unterstützen. So muss man zur heutigen Zeit damit rechnen, dass man nicht richtig in die Gesellschaft integriert wird, wenn man die digitalen Medien nicht nutzt oder nicht auf Nachrichten reagiert. Zudem gibt es keine festgelegten Verhaltensregeln bei der digitalen Kommunikation, was möglicherweise zu einem Werteverfall führen kann. Dies ist dadurch zu begründen, dass in sozialen Netzwerken häufig negative Kommentare geäußert werden, obwohl sie im alltäglichen Leben bei der face-to-face Kommunikation nicht gesagt würden. Somit verleitet das Internet und die „indirekte“ Kommunikation in jenem manche Menschen dazu, rücksichtslos zu handeln und abwertend über andere Menschen zu sprechen, was schwere Folgen für jene mit sich ziehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellungsweise Diez` weist einige Schwächen auf, welche seine Überzeugungskraft abschwächen. Dabei ist besonders zu nennen, dass der Text in einer erzählenden Form und sehr auf den Autor selbst bezogen formuliert ist. Daraus resultiert letztlich, dass er keine Belege für seine Aussagen erwähnt, was dazu führt, dass diese nicht ausreichend unterstützt werden und nicht glaubhaft beziehungsweise seriös erscheinen. Des Weiteren beschreibt er im Detail das konkrete Problem aus seinem Alltag, nennt jedoch keine allgemeinen Lösungsvorschläge für jenes. &lt;br /&gt;
Diez` Darstellungsweise verfügt jedoch auch über einige Stärken, welche dazu führen, dass seine Aussagen überzeugend wirken. Er geht in seinem Artikel zwar auch auf das generelle Problem, welches er beschreibt ein, unterstützt dieses jedoch durch seine eigenen Erfahrungen, was dazu führt, dass seine Emotionen für den Leser unmittelbar spürbar werden, wodurch dieser von den Aussagen Diez` überzeugt wird und sich selbst mit dem Problem identifizieren kann. Die Einbeziehung des Lesers in die Problematik wird zudem insbesondere durch die vermehrte Verwendung von Personalpronomen wie „wir“ oder „unser“ hervorgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feedback von Diana: Meiner Meinung nach ist deine 2.Aufgabe gut gelungen, da du alle Aufgabenteile ausführlich bearbeitest und zum Beispiel bei der Auswirkung der digitalen Kommunikation auf das Berufsleben auch konkret nennst, inwiefern sich das Berufsleben auch dadurch ändert. Du nennst nicht nur die Dinge, sondern erklärst sie in gewisser Weise auch. Bei der Beschreibung der Veränderung der Kommunikation und auch bei der Stellungnahme zu der Aussage nennst du viele wichtige Argumente sowohl dafür als auch dagegen. Das einzige was in deiner Einleitung eventuell noch fehlen würde, ist, dass du dort noch erwähnen musst, dass du die Veränderung der Kommunikation beschreiben möchtest. Außerdem hast du zwei Stellen im Text ( diese hab ich dir markiert), die man aufgrund deiner Formulierung missverstehen könnte oder unpassend sind, der entsprechende Verbesserungsvorschlag steht dort in Klammern dahinter. Ansonsten finde ich deinen Text sehr gelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufgabe 1 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Hallo?“ wurde von Georg Diez verfasst und ist im Jahre 2013 in der 28. Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“ erschienen. Inhaltlich befasst sich der Text mit den Konsequenzen digitaler Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Hallo?“ spielt konkret auf das Thema des Textes an und wird durch den Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ konkretisiert. Bereits an diesen Textstellen akzentuiert der Autor seine Abneigung gegen digitale Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text setzt mit der metaphorischen Aussage „Es gibt ein Loch in meinem Leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein […]“ (Z.1ff.) ein. Die Begebenheit, dass „das Loch […] schwarz und stumm [bleibt]“ (Z.3), zeugt von einer resignativen Grundstimmung des Autors wodurch seine bereits erkannte These, dass digitale Kommunikation zu einer Vereinsamung führt. Dadurch, dass der Autor für seinen Text das Personalpronomen „Ich“ (Z.2) verwendet, gibt er seiner Leserschaft, welche sich so besser in die Situation versetzt fühlen, ein Identifikationsangebot. Des Weiteren ist schon im ersten Abschnitt die hypotaktische Syntax zu erkennen, welche zu einer detailreichen Erläuterung der komplexen Erfahrungen von Georg Diez verhilft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Textabschnitt (Z.4-9) befasst sich dabei mit konkreten Beispielen. So heißt es, dass er eine SMS verfasst, eine Mail schreibt sowie auf eine Mailbox spricht (vgl. ebd.). Die repetierende Aussage „höre nichts zurück“ (ebd.) akzentuiert, dass er auf seine Nachrichten keine Antworten erhält, was nochmals die Vereinsamung hervorhebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z.9-34) beschäftigt sich konkret mit den Gefühlen des Autors, welche durch die fehlenden Antworten aufkommen. So heißt es „was nun beginnt, ist die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstfragung“ (Z.9). Dies untermauert die melancholischen Gefühle des Autors aufgrund der Ignoranz der Anderen. Die metaphorische Aussage „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z.13f.) hebt dabei die Begebenheit hervor, dass diese Gefühle der Selbstbefragung die Geduld hemmen und sich der Autor folglich fragt, „was wollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z.12f.). Dies akzentuiert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass aufgrund des langen Wartens auf Antworten die Präzision von Kommunikation verloren ginge, da man sich selbst nach langer Wartezeit nicht mehr an seine eigene Intention der Nachricht erinnern könnte. Jedoch wird das zuvor erkannte Gefühl von Ungeduld durch die Aussage „es gibt sicher gute Gründe, dass sich A, B und C nicht melden“ (Z.15f.) relativiert. Der Autor versucht im weiteren Textverlauf, die Ignoranz der Anderen auf seine Nachrichten zu rechtfertigen, indem er Alltagsbeispiele nennt, um seiner Leserschaft die Situation zugänglich zu machen (vgl. Z.15ff.). Um das schlechte Gedächtnis zu mindern benutzt der Autor hier die Antithese „einatmen, ausatmen“ (Z.17), was hervorhebt, dass Georg Diez kritisiert, dass sich die Menschen aufgrund fehlender Antworten zu schnell Sorgen machen würden. Die Versuche der Rechtfertigungen seien jedoch „nach 24 Studen […] allerdings vorbei“ (Z.18). Nach dieser Phase beginne laut Diez „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (ebd.), in welcher sich der Betroffene mit der Frage „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“(Z.19f.) auseinandersetzt und die Gründe für die Ignoranz in seinem eigenen Handeln sucht. Anschließend meint der Autor, dass „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen [sei]“ (Z.20), um zu verdeutlichen, dass dieses „schwierigste Stadium“ (Z.18f.) unumgänglich sei. Jedoch relativiert Georg Diez diese Unumgänglichkeit, da er „den Gedanken, dass [ihn] niemand mehr mag,[…], aus Selbstschutz“ (Z.22) vernachlässigt, um der Leserschaft zu verdeutlichen, dass die Suche nach eigener Schuld „keine Grundlage sein kann für weitere Freundschaften, Freude, Zusammenarbeit“ (Z.23). Im weiteren Verlauf stellt der Autor fest, dass der Betroffene nun Schuldgründe den Ignoranten zuschreibt (vgl. Z.22). Aus den einzelnen Stadien ergebe sich laut Autor, dass „er […] nun ganz auf [s]ich zurückgeworfen [ist], was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z.27ff.). Dies akzentuiert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass sich die Nutzung digitaler Medien so verhäuft hat, dass sie als „Hyperkommunikation“ (ebd.) bezeichnet werden könne und alle im ständigen Austausch stehen würden. Die Übertreibung innerhalb dieser Textpassage „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (ebd.) untermauert, dass der Autor seine eigene These sowie Gedanken ironisiert. Die metaphorische Aussage „je mehr geredet, geschrieben, getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z.28) hebt hervor, dass er der Meinung ist, dass die Menschen heutzutage aufgrund des ständigen Austauschs nicht mehr an Stille gewohnt seien. Dies hebt die kritische Sichtweise des Autors auf die „Hyperkommunikation“ (Z.28) hervor, da er der Auffassung ist, dass die Menschen heutzutage zu abhängig von dem ständigen Austausch seien. Um seine Leser von diesem Phänomen zu überzeugen benutzt der Autor den Erklärungsansatz „denn die Vorstellung in meinem Kopf geht ja weiter, sie nehmen eine Realität an […]“ (Z.28ff.). Des Weiteren merkt der Autor an, dass er den Anderen sagt seine Nachrichten schneller zu beantworten (vgl. Z.35f.). Die sich aus dem zweiten Abschnitt repetierende Begebenheit „und höre nichts zurück“ (Z.38) untermauert nochmals die Vereinsamung des Autors, da er selbst nach Aufforderung einer Antwort keine erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z.39-73) befasst sich mit den Gründen für die Ignoranz der Nachrichten. Als Beispiel verwendet der Autor die Meinung eines Journalisten, welcher den Autor fragt „Du glaubst noch an Mails? […] ich lese sie gar nicht mehr“ (Z.41) . Um diese Tatsache zu erläutern versucht der Autor einen Erklärungsansatz aufzustellen, indem er meint „dass wir 'i-crazy' werden vor lauter Smartphones […]“ (Z.42ff.). Diese Erklärung akzentuiert, dass viele der Auffassung sind, dass man aufgrund der Übernutzung digitaler Medien mit sich selbst überfordert wäre und man nicht mehr ohne Technik leben könne, da man metaphorisch „mit den Maschinen verwachsen“ (Z.43f) sei. Dies hebt ebenfalls die starke Abhängigkeit von digitalen Medien hervor. Georg Diez ist jedoch der Meinung, dass dieses Phänomen nur eine Rechtfertigung sei. Um seine Kritik an digitalen Medien zu akzentuieren verwendet er die ironische Aussage „sicher gibt es eine Avantgarde, die sich von dem, was man in den achtziger Jahren Kommunikation nannte, emanzipiert hat und Handys und Computer nutzt, um eine Mauer zwischen sich und der Welt zu errichten, eine Art digitales Kloster“ (Z.48f.). Dies hebt hervor, dass der  Autor denkt, dass es aufgrund der digitalen Kommunikationsmöglichkeiten zu verminderter direkter Kommunikation kommt und die Menschen folglich weniger persönlich in Kontakt träten. Die Metapher „um eine Art Mauer zwischen sich und der Welt zu errichten, eine Art digitales Kloster“ (ebd.) steht dabei für die Isolation von der realen Welt aufgrund der Digitalisierung. Folglich stellt sich der Autor die Frage, welche durch die adversative Konjunktion „aber“ (Z.51)  eingeleitet wird, ob die Überforderung der Hyperkommunikation die Ignoranz der Anderen rechtfertigt. Dabei stellt der Autor die These auf, „dass die Menschen die Logik der Technik in ihr Leben gelassen haben und nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was sie denken, und dem, was sie tun (Z.54ff.). Um seine These zu untermauern verwendet er das Beispiel von Freund A aus seinem ersten Textabschnitt. „Wenn also A meinen Anruf abhört, denkt er, er sollte mich zurückrufen, und indem er das denkt, hat er im Grunde schon mit mir gesprochen“ (Z.56ff.). Diese Textpassage untermauert, dass aufgrund digitaler Kommunikationsmöglichkeiten die Gedanken nicht mehr von Taten unterschieden würden, was eine Folge von zu wenig persönlicher Kommunikation sei. Um seine Leserschaft zum Nachdenken anzuregen verwendet der Autor die rhetorische Frage „Sitzen wir nicht längst im Kopf unserer Mitmenschen?“ (Z.59),um die Problematik seiner Thesen zu verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf merkt der Autor an, dass „wir in der Apple-Moderne leben“ (Z.61f.). Diese würde der Autor jedoch nicht nur negativ betrachten, sondern ist der Auffassung, dass „[s]ie sich dadurch auszeichnet, dass sich Allgegenwart und Solipsismus zu etwas verbinden, was man die digitale Unverbindlichkeit nennen könnte“ (Z.63ff.). Dies untermauert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass digitale Kommunikationsmittel eher zwanglos verwendet würden, weshalb nicht über Taten nachgedacht würde. Die appellierende These „Die Menschen, das darf man nicht vergessen, werden durch die Maschinen nicht anders“ (Z.65) unterstreicht, dass der Autor meint, dass der Charakter des einzelnen Menschen nicht durch Digitalisierung verändert würde, da er augrund der Übernutzung von digitaler Kommunikationsformen meint, dass „sie[…] eher wie sie selbst werden“ (Z.66). Die negativen Gemütszustände „Müdigkeit“ „Zerstreutheit“ „Faulheit“ 8Z.66f.) zeigen, dass Diez jedoch der Auffassung ist, dass digitale Übernutzung dem Menschen jedoch eher schadet. Um seine Abgeneigtheit zu relativieren, das die Technik zeigt, „wie wir miteinander umgehen, rücksichtsvoll, höflich, respektvoll“ (Z.69f.). Für den Autor ist „die Technik [..] hier nicht der Feind, die Technik ist ein Mittel für den Menschen“ (Z.70). Dies zeigt, dass der Autor die Technik grundsätzlich nicht als schlecht bewertet, sondern dass er der Meinung ist, dass ihr eigentlicher Zweck in der heutigen Zeit verloren sei, da der Mensch zu abhängig von ihr geworden sei. Sein letzter Satz „Im Grunde, das haben Sie schon richtig verstanden, würde ich mich freuen, wenn A mal wieder anruft“ (Z.72) zeigt, dass der Autor die Verwendung von digitalen Kommunikationsmöglichkeiten nicht verneint. Die Begebenheit, dass der Autor seine Leserdirekt anspricht, zeugt von einer vertrauten Atmosphäre und regt nochmals die Aufmerksamkeit seiner Leserschaft an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich feststellen, dass Georg Diez die Übernutzung digitaler Kommunikationsformen kritisiert, da mögliche Konsequenzen der Übernutzung beispielsweise zu Kontaktabbruch und Überforderung führen könne. Seine Auffassung belegt der Autor an seinen eigenen Erfahrungen, welche durch Metaphern, Akkumulationen und der hypotaktischen Syntax hervorgehoben werden. Die sprachlichen Gestaltungselemente unterstreichen den allgemein ironischen und glossenhaften Charakter des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kommentar von Lorena:''&lt;br /&gt;
Hallo Carina, ich finde deine Analyse sehr gelungen! Du bist auf die wichtigen Aspekte eingegangen und hast diese an Hand von Zitaten und durch die Anführung und Erläuterung der verwendeten sprachlichen Mittel verständlich erklärt und auch nachvollziehbar gedeutet. Bis auf zwei winzige Änderungsvorschläge, die du an den entsprechenden Stellen im Text findest, habe ich nichts zu bemängeln, also eine sehr gute Analyse!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufgabe 2 ====&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Veränderung der Kommunikation und die daraus resultierende Bedeutung digitaler Medien anhand persönlicher Erfahrungen darstellen und Stellung zu der Aussage nehmen, dass wir in einer Zeit leben, die von einer “digitalen Unverbindlichkeit” (Z. 64) geprägt sei. Zu dieser Aussage werde ich kritisch Stellung nehmen und die Überzeugungskraft des Autors beurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich hat sich die Kommunikation aufgrund digitaler Medien verändert. Heutzutage benutzt jeder digitale Netzwerke, um mit anderen in Kontakt zu treten.Dabei sind besonders WhatsApp, Instagram und Snapchat beliebte Netzwerke. Ein besonderer Vorteil dieser digitalen Kommunikationsmöglichkeiten ist beispielsweise, dass  man die Möglichkeit hat zu jeder Zeit mit Menschen zu kommunizieren, die weit weg wohnen, wie beispielsweise mit einer Freundin, welche ein Auslandsjahr in Australien macht. Ebenso kann man überall und zu jeder Zeit miteinander kommunizieren und dadurch wird Kommunikation untereinander erleichtert. Nicht nur im Alltag kommuniziert man mit digitalen Medien, sondern auch im Beruf, was die Omnipräsenz dieser hervorhebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es nicht nur Vorteile durch die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien. Beispielsweise kann sie zu einer starken Abhängigkeit führen, bei welcher Personen die nicht auf digitale Medien zurückgreifen, beispielsweise weil sie über nicht genügend Kenntnisse verfügen, folglich von Kommunikation ausgeschlossen werden. Des Weiteren ist die Kommunikation aufgrund digitaler Medien zwangloser geworden, da nicht auf Grammatik, Interpunktion etc. geachtet wird. Ein weiteres Problem stellt die freie Meinungsfreiheit dar, da auch Falschinformationen in das Netz geraten können, wodurch Nutzer beeinflusst werden können. Des Weiteren werden beispielsweise auf Instagram nur die schönen Seiten des Lebens präsentiert, da sich jeder so gut wie möglich präsentieren möchte. Dies kann jedoch bei anderen Selbstzweifel auslösen, da diese Lebensweisen mit dem eigenen Leben verglichen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Diez definiert in seinem Sachtext “Hallo? “ den Begriff “digitale Unverbindlichkeit”, womit er zum Ausdruck bringen möchte, dass Kommunikation heutzutage nicht als verlässlich und ernsthaft angesehen werden kann. Ebenso stehe die digitale Kommunikation für ihn als “Mauer zwischen sich und der Welt” (Z.50). Diese Aussage ist jedoch kritisch abzuwägen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die Auffassung von Diez spricht, dass digitale Kommunikation viele Vorteile mit sich bringen kann wie beispielsweise internationale Austauschmöglichkeit. Des Weiteren bietet die digitale Kommunikation eine vielseitige Möglichkeit sich untereinander Auszutauschen beispielsweise über SMS und soziale Netzwerke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es auch einige Tatsachen, welche auf die Aussage zutreffen. Ein wichtiger Punkt ist, dass zunehmend auf face-to-face Kommunikation verzichtet wird und der einzelne vereinsamt bzw. sich von der realen Welt abgrenzt. Ebenso gibt es einige Benutzer, welche nicht genügend Verhaltensregeln im Umgang mit digitalen Medien haben, was unter Anderem zu unreflektierten Meinungsäußerungen führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellungsweise des Autors ist sehr einseitig, da Georg Díez sich ausschließlich auf seine eigenen Erfahrungen bezieht und keine Belege für das Gesagte vorhanden sind. Des Weiteren stellt der Autor fast ausschließlich negative Auswirkungen dar, obwohl die digitalen Medien die Kommunikation vereinfacht haben. Man muss nicht, wie der Autor in seinem Text meint, immer im ständigen Kontakt zueinander stehen, man hat jedoch die Möglichkeit dazu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stärken des Textes sind unter Anderem die Emotionalität, welche durch die vielen Gestaltungsmittel unterstützt wird. Ebenso bedeutsam ist die hohe Zugänglichkeit des Textes, da ein alltägliches Problem thematisiert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor seine eigene Erfahrung gut darstellt, jedoch sich nur auf sie bezieht, sodass seine Argumentationsweise sehr einseitig ist. Des Weiteren stellt er einige Textpassagen sehr überspitzt dar, da niemand immer Selbstzweifel bekommt, wenn man einmal keine Antwort erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kommentar von Lorena:''&lt;br /&gt;
Hallo Carina, ich finde deine zweite Aufgabe auch sehr gelungen. Du hast nachvollziehbare Beispiele gewählt und auch die Aussage aus dem Analysetext kritisch beurteilt sowie die Darstellungsweise an Hand von aussagekräftigen Argumenten bewertet. Alles in allem eine wirklich gute zweite Aufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug ,,Hallo?&amp;quot;, stammt aus einem Artikel des Spiegels, welcher in der 28 Auflage des Jahres 2013 veröffentlicht wurde. Der Autor des Textes ist Georg Diez und dieser thematisiert den Verfall der sozialen Interaktion und Kommunikation durch die ungezwungen Handlung des Antwortens. &lt;br /&gt;
Schon der Titel des Artikels ,,Hallo?&amp;quot; verdeutlicht das im Folgenden dargestellte Problem. Durch das Fragezeichen hinter dem Ausdruck der freundlichen Begrüßung zeigt sich, dass auf diese freundliche Begrüßung keine Antwort kommt. Das lässt den Themenschwerpunkt des Textes erahnen, da die Unzuverlässigkeit durch Medien eine immer größere Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel  verdeutlicht den Hintergrund des gewählten Titels ,,Hallo?&amp;quot; (ebd.), denn dieser erläutert, ,,[w]arum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird&amp;quot; (Z.0). Diese These dient dazu den Leser neugierig zu machen und sich selbst mit der Aussage zu identifizieren, dass man ,,einsam wird&amp;quot; (ebd.), lässt die Leser die Auswirkungen von sozialen Medien und Netzwerken auf das eigene Leben überdenken und somit stellt der Leser sich die Frage, ob er selbst durch die Nutzung von sozialen Netzwerken, ,,einsam wird&amp;quot; (ebd.). Dieser Aspekt regt den Leser zum Weiterlesen an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.1-3) dient als Einleitung in das Thema. Der Autor spricht metaphorisch von einem ,,Loch in [s]einem Leben&amp;quot; (Z.1) womit er sein digitales Endgerät meint, was die Akkumulation, dass er ,,täglich Worte [...], Ideen, Gedanken&amp;quot; (Z. 1) hinein schaufelt, die nach schaut, ,,wie sie fallen&amp;quot; (Z.2) und dann wartet ,,ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion&amp;quot; (Z. 2f.). Dies verdeutlicht, dass die Metapher ,,Loch&amp;quot; (ebd.) das Smartphone symbolisiert. Die Einsamkeit, welche daraus resultiert, zeigt sich durch den Ausdruck ,,schwarz und stumm&amp;quot; (Z.3), der wieder einmal untermauert, dass die Metapher des Loches für ein digitales Endgerät steht, denn das Display bleibt ,,schwarz&amp;quot; (ebd.) und die Geräusche bleiben ,,stumm&amp;quot; (ebd.), weil keine Antwort eines Freundes eintrifft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.4-8) veranschaulicht die verschiedenen Kommunikationswege, welche also zu dem gleichen Ergebnis kommen, da der Autor, der in der Ich-Perspektive schreibt, keine Antwort erhält. Denn er ruft ,,Freund A an, der nicht an sein Handy geht, [...] [somit spricht er ihm] auf seine Mailbox&amp;quot; (Z.4f.). Seiner ,,Kollegin B [...] [schreibt er] eine SMS&amp;quot; (Z.6), auf die er keine Antwort erhält. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Sinnabschnitt (Z.9-14) wird die Problematik des realen und medialen Lebens dargestellt, da die Menschen nicht mehr zwischen ihren Gedanken und ihrem Handeln unterscheiden können. Denn der Autor verdeutlicht die Unsicherheit des Schreibers der SMS, E-Mail und des Anrufers, durch die Akkumulation ,,Ärger, Geduld und Selbstbefriedigung&amp;quot; (Z.9), welche die Gefühle der Person, die keine Antwort bekommt darstellen soll. Zudem behauptet er, die ,,ersten Stunden sind noch einfach&amp;quot; (Z.9f.) aber der Autor spricht von einem längerem Prozess und von der darauffolgenden Konfrontation mit dem Freund, denn man fragt sich, was man getan hat und kann sich eventuell nicht mehr daran erinnern (vgl.Z.9ff.), was auch durch die metaphorische Darstellung ,,[d]as schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld&amp;quot; (Z.13f.) veranschaulicht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vierte Sinnabschnitt (Z.15-21) thematisiert die Oberflächlichkeit der Beziehungen durch die neugewohnenen Kommunikationswege. Denn er begründet, das Fehlen einer Antwort mit ,,sicher gute[n] Gründe[n]&amp;quot; (Z.15), die die Betroffenen bestimmt haben, aber er selbst weiß nicht viel aus deren Leben (vgl.Z.16), was durch eine weitere Akkumulation deutlich wird. Die Akkumulation ,,Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familie zu ernähren&amp;quot; (Z.16f.) veranschaulicht das der Autor seinen Freundeskreis bzw. dessen Abläufe kaum kennt. Jedoch  in der Prozess des Wartens ,,[n]ach 24 Stunden[...] vorbei&amp;quot; (Z. 18), ,, und nun das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit&amp;quot; (Z.18f.), denn [i]rgendwie ein Schlupfloch des Selbstzweifels ist immer offen&amp;quot; (Z.20f.). Dieser Satz verdeutlicht die häufig falsche und fehlerhafte Interpretation durch das reduzierte Kommunizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Sinnabschnitt (Z.22-26) wird des Weiteren die Beschäftigung der anderen thematisiert. Nun stellt der Autor sich vor, ,,wie sie in ihren Wohnungen stehen, wie sie sich durch die Schatten bewegen, in ihrem Schweigen&amp;quot; (Z.25f.), Die Anapher ,,wie sie&amp;quot; (Z.25) hebt den Satz hervor. Zudem veranschaulicht die Akkumulation ,,Freundschaft, Freunde, Zusammenarbeit&amp;quot; (Z.23) den Selbstschutz (vgl.Z.22f.), den sich ein jeder Mensch aufbaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sechste Sinnabschnitt (Z.27-33) beschäftigt sich damit, dass der Einzelne alleine ist und nur durch soziale Netzwerke mit anderen vernetzt ist. Was auch die Akkumulation ,,[j]e mehr geredet, geschrieben und getwittert&amp;quot; (Z. 28) wird, verdeutlicht die verschiedenen Kommunikationswege der heutigen Welt. Das wird jedoch durch die Anapher ,,desto&amp;quot; (Z.29f.) negativ dargestellt wird, da ,,desto gellender die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe&amp;quot; (Z.29f.). ,,Denn die Geschichte&amp;quot; (Z.29f.) in dem Kopf des Autors geht weiter und er stellt sich immer wieder vor, was er ,,falsch gemacht habe&amp;quot; (Z.33). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im siebten Sinnabschnitt (Z.34-44) wird die Einstellung der Freunde in Betracht gezogen. Denn ,,[s]ie sind arglos. Sonst wären sie Sadisten&amp;quot; (Z.34). Dieser Ausdruck bringt zum Vorschein, dass nun die Phase des Selbstzweifels aufgehört hat und die Reaktion und das Verhalten der einzelnen Personen betrachtet wird. Manchmal bittet er sie ,,ein weinig schneller [zu] reagieren&amp;quot; (Z.36), was die Ungeduldigkeit der Autor und die Qual des Wartens verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Hallo ?“ von Georg Diez, welcher im Jahre 2013 in „Der Spiegel“ veröffentlicht wurde, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es um die Unverbindlichkeit digitaler Kommunikation und die sich daraus ergebenden Folgen für die Verständigung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt im Titel „Hallo“ (Z.0) spielt Diez auf das Thema des Textes an und konkretisiert dieses durch den Untertitel  „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ (Z.0). Dadurch wird deutlich, dass er eine eher negative Meinung im Bezug auf das Thema digitale Medien hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt des zu analysierenden Textes setzt damit ein, dass der Autor von dem „Loch in meinem Leben“(Z.1) redet. Dabei veranschaulicht das Pronomen „meinem“(ebd.), dass der Text in der Ich-Perspektive verfasst ist. In dieses Loch „schaufle ich täglich Worte hinein“ (Z.1). Dies ist eine Metapher, welche vor Augen führen soll, dass der Protagonist des Textes sich einsam fühlt. „Ideen, Gedanken, ich schaue ihnen nach, wie sie fallen und warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion, aber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z.1ff.). Dies ist weiterhin metaphorisch zu verstehen, da man Ideen und Gedanken nicht hören kann und sie auch nicht fallen können. Gemeint ist, dass der Protagonist, welcher einsam ist, auf den Kontakt zu anderen Menschen wartet, was allerdings vergeblich ist, da das Loch „schwarz und stumm“ (Z.3) bleibt. Daraufhin spricht er von seinem „Freund A“(Z.4). Dieser soll anonym bleiben und wird deshalb nicht bei seinem richtigen Namen genannt, was darauf hindeutet, dass der Text, zumindest teilweise, auf wahren Begebenheiten beruhen könnte. Dieser Freund geht „nicht an sein Handy […], weil niemand mehr an sein Handy geht, ich spreche ihm auf seine Mailbox – und höre nichts zurück“ (Z.4f.). Zum einen verallgemeinert der Autor hier diese Reaktion von „Freund A“(ebd.) und zum anderen  liegt eine Hyperbel vor, welche den Zweck hat dem Leser zu verdeutlichen, wie wenig Personen Anrufe annehmen und die Einsamkeit des Protagonisten noch einmal unterstreicht. Dann fährt er damit fort, dass seine Kollegin B ihm nicht auf seine SMS antwortet, obwohl ihm dies sehr wichtig zu sein scheint (vgl.Z6f.). Dies verdeutlicht erneut seine Einsamkeit und deutet darauf hin, dass sein „Loch“(ebd.) vielleicht nur durch echte Worte und nicht durch irgendwelche Chats gefüllt werden kann und der beste Weg sich der Einsamkeit zu stellen der Kontakt zu anderen im echten Leben ist. Der erste Abschnitt endet mit dem dritten und letzten Beispiel, welches er nennt. Er schreibt seinem „Freund C eine Mail“(Z.7). Und hört „nichts zurück“(Z.8). Dadurch wird erneut seine Einsamkeit verdeutlicht. Außerdem zeigen alle diese Beispiele die Entwicklung der Medien und dass Medien wie normale Handyanrufe, SMS und Mails bereits im Jahre 2013 veraltet waren und er eventuell aus diesem Grund keine Antwort erhält, aber vor allem wird gezeigt, dass eine immense Kritik an der Gesellschaft im Umgang mit Medien von ihm vertreten wird. Durch diese Beispiele kann man darauf schließen, dass viele Menschen den sozialen Kontakt über Medien über den im echten Leben stellen und dadurch sehr schnell einsam werden können, obwohl es ihnen so vorkommt, als sei genau das Gegenteil der Fall, da sie so viele Online-Freunde haben, wovon sie oft einige nicht einmal persönlich kennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den zweiten Abschnitt leitet er damit ein, dass er benennt, dass nun „die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“(Z.9) folgt. In dieser wechseln seine Emotionen ständig. Er „freu(t)“(Z.10) sich zunächst, wird dann aber auch „rasch sauer“(Z.12). Im Endeffekt wartet er die ganze Zeit auf eine Antwort und wird sehr nachdenklich, wobei rhetorische Fragen wie „Was wollte ich nochmal sagen, worum ging es“(Z.13) entstehen. Er vergisst einige Dinge, was an seiner Aussage „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld zu erkennen ist“(Z.13f.) Damit meint er, dass man schnell Dinge vergisst, wenn man aufgeregt ist und auf etwas wartet und dadurch ungeduldig wird. Und diese Ungeduld macht das Warten nicht gerade angenehmer. Dann erreicht er den Punkt, wo er doch geduldig wird und sich in „A, B und C“(Z.15) hineinversetzt, da diese „sicher gute Gründe“(Z.15) haben. Dann verschiebt er seine Probleme und sagt : „morgen ist auch noch ein Tag“(Z.17f.) Dies zeigt zwar zum einen seine Machtlosigkeit, da er selbst nichts daran ändern kann, ob „A, B und C“(ebd.) nun antworten oder nicht, zeigt aber auch, dass er nun geduldiger geworden ist. Doch „nun beginnt das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (Z.18f.). Er beginnt sich selbst Vorwürfe zu machen und darin den Grund zu finden, dass er keine Antwort erhält. Er fragt sich zum Beispiel, ob er etwas „falsch gemacht“(Z.19) hat oder ob er „schlecht über sie geredet hat“(Z.20) . Dann nennt er die Metapher „Irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels ist immer offen“(Z.20f.), womit er meint, dass jeder irgendwann an einem Punkt ankommt, wo er an sich selbst zweifelt und dass dies völlig normal ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch er geht dagegen im dritten Sinnabschnitt vor und verwirft den Gedanken, dass ihn niemand mehr mag, da dies keine Grundlage für eine Freundschaft und Zusammenarbeit sein kann (vgl.Z.22f.). All diese Gedankengänge des Protagonisten zeigen, wie einsam er sich fühlt. Er beschäftigt sich tagelang nur damit, ob ihm nun geantwortet wird oder nicht und das bei Situationen, welche nicht einmal besonders wichtig sind. Außerdem gibt er sich selber die Schuld für alles, was an teilweise schon an Depression erinnert, welche dadurch verursacht wird, dass er durch die Nutzung von Medien vereinsamt ist. Er könnte einfach zu diesen Personen fahren und sie selbst fragen, denkt aber nicht eine Sekunde darüber nach. Dann beginnt er schon sich Dinge vorzustellen und zu „halluzinieren“. Er denkt sich „ganze Geschichten aus, warum sie nicht antworten“(Z.24f.) und er sieht „ihr Gesicht , wie sie in ihren Wohnungen stehen, wie sie sich durch die Schatten bewegen, in ihrem Schweigen“(Z.25f.). Es klingt mittlerweile schon so, als hätte er langeweile oder einfach nichts Besseres zu tun. Er erfährt das ungewohnte Gefühl sich nun „ganz auf (sich) zurückgeworfen“(Z.27) zu fühlen und all dies trotz dem Leben im „Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z.28) Das Nomen „Hyperkommunikation“(ebd.) ist ein Neologismus, welcher auch als Hyperbel verstanden werden kann. Er verdeutlicht, wie viel täglich online kommuniziert wird und dass dies heute im Vergleich zu früher unvorstellbar ist. Denn „Je mehr  geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe “(Z.28f.). Damit ist gemeint, dass im heutigen Zeitalter das Gefühl der „Ruhe“(ebd.) bzw. Einsamkeit, also ein Moment, in dem man sich ganz mit sich selbst beschäftigt, immer seltener wird und damit, selbst für einsame Leute, welche dieses Gefühl eigentlich nur zu gut kennen sollten, trotzdem ungewohnt ist. Durch diese Online-Kommunikation vereinsamt man nach und nach im wahren Leben. Der Protagonist spricht davon, dass die Geschichte in seinem Kopf weitergehen und eine eigene Realität annehmen (vgl.Z.29f.) In Wirklichkeit ist diese „eigene Realität“ (ebd.) aber eben keine Realität, sondern im Gegenteil nur imaginär. Dann legt er damit fort, sich selber Vorwürfe zu machen und wird nach langem Nachdenken über nebensächliche Dinge wieder „traurig“ (Z.35). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern. Durch das Kommunizieren durch digitale Medien verfremden die Menschen in einem gewissen Maße. Sie denken zwar das Gegenteil sei der Fall, da sie ja weiterhin kommunizieren. Sie sehen das  Gegenüber nicht und können nur eingeschränkt mit ihm interagieren. Körperkontakt, Mimik und Gestik sind nicht möglich. Außerdem kommt es viel schneller zu Missverständnissen, da man z.B. Ironie nicht so deutlich rüberbringen kann wie normalerweise. Emojis können je nach dem eine Hilfe sein, sind aber auch schnell misszuverstehen. Die Audiofunktion oder Anrufe können diesem Problem weitesgehend aus dem weg gehen, die beste Lösung sind Videoanrufe, bei denen Mimik und Gestik angewandt werden können. Allerdings sind diese viel umständlicher als einfach eine Textnachricht zu schreiben oder ein Audio aufzunehmen und in einigen Situation kaum bis nicht möglich und somit auch nur teilweise eine Lösung des Problems. Sie hat allerdings auch einige Vorteile. Wenn man schnell jemanden erreichen will, muss man ihn nicht treffen oder vom Haustelefon aus anrufen und hoffen, dass derjenige zuhause ist und den Hörer abnimmt. Und falls man sich doch treffen will, kann man dies viel einfacher mit der anderen Person abklären als es früher noch der Fall war. Der größte Pluspunkt ist die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien im Bezug auf die heutige Wirtschaft. In- und Export werden viel sinnvoller und leichter durch die Kommunikation zu anderen Ländern und bringt einen Vorteil für In- und Exportland. Ein weiterer Punkt, welcher auch von Diez genannt wird, ist der, dass das Denken die Tat ersetzt. Gemeint ist das Phänomen, dass man oftmals darüber nachdenkt jemanden z.B. anzurufen und allein durch dieses Denken glaubt, diese Person angerufen zu haben, obwohl man es gar nicht getan hat. Dies ist eine Behinderung der Kommunikation, da das Antworten schnell vergessen werden kann und eine Kommunikation, ohne eine Antwort zu erhalten, sinnlos ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Georg Diez leben wir in einer Zeit, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z.64) geprägt sei. Gemeint ist, dass das Absagen von Verabredungen etc. durch digitale Medien deutlich einfacher ist, eben weil es unpersönlich ist und man das Gegenüber dabei nicht persönlich sehen muss. Dadurch gibt es viele Menschen (inklusive mir), welche zunächst zusagen und dann im letzten Moment absagen, weil etwas dazwischen kommt, man lieber etwas anderes macht, eigentlich gar keine Lust hat, es einem nicht gut geht etc. Dies ist meistens für alle Betroffenen eine blöde Sache und macht das Treffen mit anderen meiner Meinung nach schwieriger. Außerdem ist es teilweise feige, wenn man einem mit Hilfe von digitalen Medien absagt, anstatt es der Person ins Gesicht zu sagen. Deshalb muss ich Diez zustimmen, natürlich ist nicht jeder so, allerdings bekomme ich dieses Vorgehen nicht grade selten mit bzw. tue es selbst. Ich würde zwar nicht sagen, dass die heutige Zeit von der „digitale[n] Unverbindlichkeit“ geprägt ist, würde aber durchaus damit zustimmen, dass sie davon betroffen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Überzeugungskraft der Darstellungsweise von Georg Diez nicht besonders hoch, da er das, was er sagen will zu umständlich schreibt. Wenn er einfach das was er sagen will genauso schreiben würde, wäre der Text weniger verwirrend und dadurch auch überzeugender dargestellt. Außerdem ist der Text sehr subjektiv und hat keine wirkliche Belege oder sonstiges. Die Argumentationsweise ist lückenhaft und es werden zwar Probleme genannt, allerdings überhaupt nicht auf Lösungen für diese eingegangen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Korrektur_1._Kl.</id>
		<title>CFS T-Klassen/Reflexionen über Sprache/Korrektur 1. Kl.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Korrektur_1._Kl."/>
				<updated>2018-11-01T18:06:40Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| Carina || 13 || 17 || 5 || 8 || 4 || 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lara || 23 || 13 || 15 || 8 || 2 || 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sarah || 12 || 13 || 8 || 8 || 3 || 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anne || 21 || 27 || 12 || 2 || 5 || 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Christine || 5 || 5 || 8 || 6 || 2 || 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Diana || 16 || 12 || 15 || 9 || 8 || 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nina || 16 || 24 || 12 || 12 || 2 || 1&lt;br /&gt;
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| Nina H. || 10 || 13 || 2 || 9 || 2 || 1&lt;br /&gt;
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| Luisa || 33 || 29 || 16 || 12 || 9 || 6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jan || 22 || 19 || 2 || 14 || 0 || 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maike || 18 || 37 || 12 || 5 || 7 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Hallo?“, verfasst von Georg Diez und veröffentlicht im Jahr 2013 als Artikel in der 28. Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“, handelt es sich um einen Sachtext zum Thema Auswirkungen der digitalen Kommunikation auf ein Individuum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Textes „Hallo?“ gibt Aufschluss über die Thematik. Die Frage „Hallo?“ wird in der täglichen Kommunikation genutzt um beispielsweise zu erfragen ob jemand am anderen Ende der Telefonleitung, des Mail-Eingangs oder im sozialen Netzwerk noch anwesend bzw. aufmerksam ist und plant auf die gestellte Frage oder Aussage zu reagieren. Im Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“, wird ebenfalls der Bezug zur Thematik geschaffen, aber weiterhin ist dies auch die erste These des Textes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein lässt sich der Text in drei Sinnabschnitte einteilen. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1 – 26) befasst sich mit einem Erfahrungsbericht des Autors wie er die digitale Kommunikation im Alltag nutzt. Der zweite Sinnabschnitt (Z. 27 – 53) thematisiert die Konsequenzen der Nutzung. Der dritte Sinnabschnitt (Z. 54 – 73) gibt eine Erklärung für die Thematik des Textes und spiegelt die persönliche Meinung des Autors wider. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Vorstellung des Autors „[e]s gibt ein Loch in meinem leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein, Ideen, Gedanken, ich schaue ihnen nach, wie sie fallen und warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion, aber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 1 ff.) ein. Diese philosophische Vorstellung lässt sich auf den Titel des Textes beziehen. Die im Titel gestellte Frage „Hallo?“ erwartet eine Reaktion, die jedoch wie in der hier dargestellten Vorstellung ausbleiben kann. Auch die im Untertitel erwähnte Einsamkeit lässt sich in die Metapher „das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) wiederfinden, da es keine Reaktion gibt und folglich Stille herrscht. Im weiteren Verlauf beschreibt der Autor die Formen, in der er persönlich digitale Kommunikation im Alltag benutzt. Er beschreibt, wie er seinen Freund A anruft und ihm auf die Mailbox spricht, da dieser nicht an sein Handy gegangen ist (vgl. Z. 4 f.). Die Beschreibung endet mit der Feststellung „und höre nichts zurück“ (Z. 5) in Bezug auf die hinterlassene Benachrichtigung auf der Mailbox. Weiterhin erwähnt der Autor er schicke seiner Kollegin B eine SMS mit Anregungen für Themen (vgl. Z. 6), doch auch auf diese Beschreibung folgt die Feststellung des Autors „ich höre nichts zurück“ (Z. 6 f.) in Bezug auf die versendete SMS. Dieser Ablauf sowie die Feststellung werden ein drittes Mal wiederholt, wenn der Autor seinem Freund C eine Mail schreibt, auf die er wiederrum keine Antwort oder Reaktion erhält. Das Beispiel ist in Form eines Trikolons aufgebaut, es gibt zwei Freunde und eine Kollegin, mit denen der Autor versucht in Kontakt zu treten. Diese Handlungen sind in einer Antiklimax angeordnet, da in einem Telefonat zwei Menschen noch mündlich miteinander sprechen, in einer SMS zwar keine direkte mündliche Kommunikation mehr herrscht, allerdings ist diese schneller und oftmals unförmlicher zu beantworten als eine E-Mail. Die Tatsache, dass der Parallelismus „höre nichts zurück“ (Z. 5) nach allen drei Beispielen zu finden ist, drückt die in der ersten These erwähnte Einsamkeit aus. Auch die Antiklimax, die einen Verfall von persönlicher Kommunikation zu unpersönlicher Kommunikation darstellt sowie die distanzierten Bezeichnungen der Freunde mit den Buchstaben A, B und C verdeutlichen die Einsamkeit und besonders die Unpersönlichkeit der digitalen Kommunikation. Die Zeit, die auf dass Hinterlassen einer Nachricht bis hin zur Reaktion des Empfängers folgt, bezeichnet der Autor als „Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung (Z. 9). Die Hyperbel „Dramaturgie“ (ebd.) verdeutlicht das Ausmaß bzw. die Erwartungen an die digitale Kommunikation. Es wird verlangt, dass so schnell wie möglich eine Antwort in Form einer Reaktion eintrifft. Eine „stockende Unterhaltung“ (Z. 12) sei, laut Ansicht des Autors, nur schwer aufrecht zu erhalten, was demnach die Erwartungshaltung an die andere Person erklärt und das Gefühl der Einsamkeit nach dem Kommunikationsvorgang noch einmal aufgreift. In dieser Einsamkeit stellt sich der Autor nach eigenen Angaben, Fragen darüber, weshalb die betroffenen Personen nicht antworten, ob es an ihm läge oder ob sie sauer seien (vgl. Z. 15 ff.). Folglich resultieren aus der Einsamkeit Selbstzweifel und Gedanken, die „keine Grundlage sein [können] für weitere Freundschaft, Freude, Zusammenarbeit“ (Z. 23). Demnach folgt nach der Einsamkeit durch die ausbleibende Antwort im schlimmsten Fall die Entfremdung und der Abbruch der Freundschaft. Mit dieser Erkenntnis endet der erste Sinnabschnitt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 27 – 53) setzt mit der Aussage des Autors „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (Z. 27) ein. Diese Aussage ist eine Schlussfolgerung aus dem zuvor genannten Beispiel und stellt wiederholt die Einsamkeit des Individuums dar. An diese Aussage schließt sich die zweite These des Autors an. Diese lautet: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28 f.). Der Autor sagt mit dieser These aus, dass die digitalen Kommunikationsformen in der heutigen Zeit stetig präsent sind und es dadurch umso seltener und besonders ist, wenn Stille herrscht. Die Präsenz der digitalen Kommunikationsformen wird in der These durch die Aufzählung „geredet, geschrieben und getwittert“ (ebd.), insbesondere durch die letzten beiden, dargestellt. Der Parallelismus „desto gellender die Stille, desto epischer entfaltet sich der Raum“ (Z. 29) untermauert durch die gleiche Abfolge von „desto“ (ebd.) sowie einem Adjektiv und Verb in Kombination mit den Substantiven „Stille“ (ebd.) und „Ruhe“ (ebd.) im Kontrast zur Aufzählung die Besonderheit und Seltenheit der Einsamkeit. Im Folgenden erwähnt der Autor, dass er seine Freunde gebeten hatte auf seine Nachrichten schneller zu reagieren, doch er sei sich dabei vorgekommen, „wie ein Zwölfjähriger, der Professor spielt“ (Z. 37). Dieser Vergleich ist ironisch zu verstehen, da er angibt ihnen diese Aufforderung „meist auf die Mailbox [gesprochen] oder […] die Anregung als SMS oder als Mail [geschickt habe]“ (Z. 38). Eine Erklärung dafür gibt der Autor in der Wiedergabe eines Gespräches mit einem befreundeten Journalisten, der zugibt, er bekomme jeden Tag so viele Mails, dass er sie gar nicht mehr lese (vgl. Z. 39 ff.). Hier ist ein Kontrast zur Ansicht des Autors zu finden. Während der Autor die Einsamkeit durch die eintreffenden Antworten als negativ abtut, sind Menschen wie der befreundete Journalist bereits so weit, dass sie Nachrichten, in diesem Fall Mails, gar nicht mehr lesen, um etwas Einsamkeit und somit Ruhe zu erhalten. Der Autor führt in diesem Zusammenhang den Neologismus „i-crazy“ (Z. 42) an, den er dadurch definiert, dass er behauptet wir Menschen würden verrückt werden „vor lauter Smartphones, Facebook, SPIEGEL ONLINE, dass unser Hirn das alles nicht mehr schafft“ (Z. 42 f.). Diez ist allerdings der Ansicht, dass es sich dabei um eine Ausrede handle (vgl. Z. 45). Er räumt jedoch ein, dass die Art der Kontaktaufnahme sich geändert, das Konzept der Präsenz sich gewandelt hat und es auch extreme Beispiele für digitale Kommunikation gibt (vgl. Z. 45 ff.). Der Umstand, dass er die Anapher „[s]icher“ (Z. 45, Z. 46, Z. 48) nutzt, um die Einwände einzuleiten, verdeutlicht durch die stetige Wiederholung, dass diese durchaus berechtigt sind, aber er dennoch an seiner Ansicht festhält. Am Ende des zweiten Sinnabschnittes stellt Diez die Frage: „Aber erklärt die angebliche Überforderung wirklich schon die Unhöflichkeit, den beiläufigen Narzissmus und die in der Konsequenz stumme Verachtung, die darin liegt, in diesem Fall mich so lange auf eine Antwort warten zu lassen?“ (Z. 51 ff.). Diese Frage regt den Leser dazu an sich seine eigene Meinung zu bilden, doch diese wird durch die negativ behafteten Substantive, wie „Unhöflichkeit“ (ebd.), „Narzissmus“ (ebd.) oder „Verachtung“ (ebd.), beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Sinnabschnitt (Z. 54 – 73) behauptet der Autor, dass er „eine andere Theorie“ (Z. 54) habe. Er ist der Ansicht, „dass die Menschen die Logik der Technik in ihr Leben gelassen haben und nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was sie denken und dem, was sie tun“ (Z. 54 ff.). Um seine Theorie zu erklären, gibt der Autor im weiteren Verlauf en Beispiel an. Er erläutert, dass „[w]enn A also meinen Anruf abhört, denkt er, er sollte mich zurückrufen, und indem er das denkt, hat er im Grunde schon mit mir gesprochen“  (Z. 57). Seine These lässt sich laut Diez selbst kompakt in der Feststellung „Der Gedanke hat die Tat ersetzt“ (Z. 58 f.) festhalten. Resultierend aus dieser Feststellung bzw. seiner Theorie generell wirft er die Frage auf, ob „wir nicht alle längst im Kopf unserer Mitmenschen [sitzen]“ (Z. 59). Diese Frage regt den Leser zum Nachdenken an und wird durch die Leerzeile (Z. 60) formal veranschaulicht. Das Ende des Textes nutzt der Autor, um die Auswirkungen der Technik auf die Menschen darzulegen. Zu den negativen Auswirkungen werden die natürlichen Eigenschaften des Menschen gezählt, die durch die Technik besonders hervorgehoben werden, wie „Müdigkeit“ (Z. 66), „Zerstreutheit“ (Z. 67) und „Faulheit“ (ebd.). Auf der anderen Seite stehen die positiven Eigenschaften, die in den Menschen durch die Technik hervorgerufen werden, wie beispielsweise der „rücksichtsvoll[e], höflich[e], respektvoll[e]“ (Z. 70) Umgang miteinander, der verdeutlicht, dass „die Technik […] nicht der Feind [ist]“ (Z. 70 f.), sondern als Mittel für den Menschen“ (Z. 71) funktioniert. Der Text endet mit der Aussage des Autors „Im Grunde, das haben Sie schon richtig verstanden, würde ich mich freuen, wenn A mal wieder anruft (Z. 72 f.). Durch das Personalpronomen „Sie“ (Z. 72) wird der Leser ein letztes Mal explizit angesprochen und somit auch zum Ende hin in den Text eingebunden und zum Nachdenken angeregt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzustellen, dass Georg Diez in seinem Artikel versucht die Leser von seiner negativen Ansicht die Auswirkungen der digitalen Kommunikation betreffend zu überzeugen. Dazu verwendet er neben eigenen Erfahrungen, einem Gespräch mit einem befreundeten Journalisten, Beispiele aus dem Alltag, wenig Fachsprache und hypotaktischem Satzbau stilistische Mittel wie Aufzählungen, Metaphern oder Parallelismen, die den Text für die Leser einfach, verständlich und somit auch nachvollziehbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2. Aufgabe:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Einführung von digitalen Kommunikationsformen hat sich auch die allgemeine Kommunikation verändert. Dies soll im Folgenden an unterschiedlichen Beispielen verdeutlicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verbreitung digitaler Kommunikationsformen ist es heute einfacher und schneller mit anderen in Kontakt zu treten. E-Mails, SMS und soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit Fragen zu stellen, Meinungen zu teilen oder einfach Alltägliches zu besprechen. Weiterhin bieten sie die Möglichkeit mit Menschen rund um den Globus in Kontakt zu treten und mit diesen Freundschaften zu schließen. Auch im späteren Leben kann man durch digitale Kommunikationsmittel einfacher den Kontakt zu alten Klassenkameraden oder Kindheitsfreunden halten, als durch Briefe oder Telefonate. Es geht schneller, man hat heute schließlich jederzeit ein Handy bei sich und ist somit sofort und einfach zu erreichen. Positiv ist ebenso, dass viele Menschen innerhalb kurzer Zeit informiert werden können. Beispielsweise ist dies bei Unwettern sehr nützlich, da die Menschen sich dann darauf vorbereiten können. Allerdings ist die ständige Erreichbarkeit geprägt von zwei Seiten: einer positiven und einer negativen. Die positive Seite wurde zuvor ausreichend erläutern. Auf der negativen Seite stehen jedoch der Zeitaufwand und die fehlende Ruhe. Während in der Zeit, als es lediglich Briefe als indirekte Kommunikationsform gab, Menschen oftmals mehrere Tage oder Wochen auf eine Antwort gewartet haben, ist es heute so, dass manche bereits gereizt sind, wenn nach ein paar Minuten noch keine Antwort gekommen ist. Mittlerweile ist eine Abhängigkeit von den digitalen Medien festzustellen. Menschen benutzen sie mehrfach, wenn nicht sogar dauerhaft am Tag, um sich das Leben zu erleichtern. Kinder ohne Handy, Laptop oder anderen Zugang zu digitalen Kommunikationsformen oder sozialen Netzwerken werden oftmals von ihren Mitschülern ausgeschlossen oder finden keinen Anschluss. Dabei birgt die frühe Konfrontation mit digitalen Kommunikationsformen viele Gefahren und Risiken für junge Menschen. Besonders Kinder sind sehr naiv und geben unbedacht private Informationen, Bilder und Daten im Netz preis. Die digitale Kommunikation bietet ebenso die Möglichkeit selbst zu kontrollieren, wie man sich präsentiert. Dies kann sowohl positiv, als auch negativ sein. Besonders negativ ist es bei sogenannten Fake-Profilen oder unseriösen Unternehmen, die sich hinter aufwendig gestalteten Webseiten verbergen. Daraus ergeben sich große Distanzen, die in der direkten und persönlichen Kommunikation nicht zwangsweise auftreten würden. Aus diesem Grund ist auch die Verbindlichkeit von Aussagen, sowie Angaben oder Daten gegeben. Jeder kann Informationen ins Internet stellen, die von anderen oder vorherige Prüfung als Richtig angesehen werden. Aber auch abgesprochene Termine können problemlos kurz vorher abgesagt werden ohne sich zwangsweise in irgendeiner Form dazu äußern zu müssen, oder gar nicht auf Mitteilungen oder Fragen reagieren. Georg Diez führte in seinem Text „Hallo?“ als Erklärung dessen den Begriff „digitale Unverbindlichkeit“ (Z. 64) ein. Der Begriff beschreibt Menschen, die bewusst digitale Nachrichten oder Mitteilungen nicht lesen, da ihnen die Zeit fehlt darauf zu antworten, sie deren Inhalt als unwichtig erachten oder schlicht und einfach ihre Ruhe haben möchten. Georg Diez gehört zu der Gruppe von Menschen, die erwarten so schnell wie möglich eine Antwort zu erhalten. Dies macht er in seinem Text mehr als deutlich. Er versucht die Leser durch persönliche Schilderungen sowie Fragen und direkte Ansprache von seiner Ansicht zu überzeugen. Er nutzt weiterhin Assoziationen, sowie Aufzählungen in Form einer Klimax, Trikolons, Parallelismen, eine Anapher oder Metaphern um seinen Text leichter verständlich zu machen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Alles in allem ist der Text von Georg Diez durchaus überzeugend, auch wenn er sich in erster Linie mit der negativen Seite befasst hat und nur wenige Einschübe der anderen Sichtweise bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Sachtext „Hallo?“ von Georg Diez aus dem Jahr 2013 handelt es sich um einen Artikel aus der 28. Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“. Der Artikel thematisiert die digitale Kommunikation und die dadurch resultierende Unverbindlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn lässt sich schon an Hand des Titels „Hallo?“ die Thematik des Textes erschließen. Die Frage „Hallo?“ wird fast täglich genutzt, sobald jemand sich unverstanden fühlt oder eine einseitige Kommunikation vorliegt, demnach eine Unverbindlichkeit. &lt;br /&gt;
Diese Thematik wird weitergehend im Untertitel behandelt, da es dort heißt: „warum man als Mensch der E-Mails schreibt, einsam wird“. Hierbei handelt es sich um eine Behauptung, welche durch das Fragepronomen „Warum“ (ebd.) eingeleitet wird. Dies dient zur Veranschaulichung der vielen Fragen, welche sich der Erzähler stellt. „E-Mails“ (ebd.)lassen darauf schließen, dass es sich zudem um eine digitale Kommunikationsform handelt, welche vom Autor behandelt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text beginnt mit einer Metapher: &amp;quot;Es gibt ein Loch in meinem Leben“ (Z. 1). Demzufolge lässt sich an dem Pronomen „meinem“ (ebd.) erkennen, dass es sich um die Sicht des Autors handelt, da der vorliegende Text ein Artikel ist. Diesem fehle etwas in seinem Leben, was metaphorisch von dem „Loch“ (ebd.) dargestellt werden soll. Dieses Loch wird mit „Worten […], Ideen, Gedanken“ (Z. 1) gestopft, jedoch ist dies keine Ausnahme, sondern es geschieht „täglich“ (Z. 1). Allerdings scheint dieses Loch nicht gestopft werden zu können, da der Autor „warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 2 f.). Diese Akkumulation nimmt erneut Bezug auf den Titel „Hallo?“ da dort ebenfalls vergeblich auf eine Reaktion gehofft wird. „[A]ber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) untermauert, dass trotz wiederholten Versuchen, keine Veränderung der Kommunikation &lt;br /&gt;
daliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um gegen seine Hilflosigkeit zu wirken, erzählt der Autor: „Da rufe ich meinen Freund A an“ (Z. 4). Da das Synonym „Freund A“ (ebd.) verwendet wird, ist zu sagen, dass sich die Situation auf alle Menschen übertragen lässt. Das Verhalten, dass er nicht an sein Handy geht, versucht der Autor durch die Hyperbel „weil niemand mehr an sein Handy geht“ (Z. 4f.) zu erklären. Fazit des Autors ist: „und höre nichts zurück“ (Z. 5). Allerdings gibt dieser nicht nach uns versucht es weiter: „Da schicke ich meiner Kollegin B eine SMS […] - ich höre nichts zurück. Da schreibe ich meinem Freund C eine Mail […] - ich höre nichts zurück“ (Z. 5 ff.). Der Parallelismus „ich höre nichts zurück“ (ebd.) akzentuiert, dass alle Versuche gescheitert sind und somit die digitale Kommunikation unverbindlich ist.   &lt;br /&gt;
Diese beginnende „Dramaturgie [wird] von Ärger, Geduld und Selbsthinterfragung“ (Z. 9) begleitet. Allerdings sind diese Zustände gegensätzlich, was zeigt, dass die Unverbindlichkeit der digitalen Kommunikation negative Auswirkungen und Verwirrungen auslösen können. Zudem ist hinzu zu fügen, dass die Situation übertrieben dargestellt wird und durchaus hinterfragt werden kann, da sicherlich nicht jeder Mensch handelt wie A,B und C. „Die ersten Stunden sind noch einfach“ (Z. 9 f.) behauptet der Autor, was daraus resultiert, dass er „ein paar der in [s]einem Kopf tobenden Gedanken hinaus in die Welt gebracht“ (Z. 10 f.) hat. Allerdings handelt es sich lediglich um „ein paar“ (ebd.), so dass ein Großteil der Gedanken noch vorhanden wären. Da diese „toben[...]“ (ebd.), lassen sie sich auch nicht bündeln und das Individuum ist aufgebracht. Letztendlich bleibt ihm nichts übrig, als zu warten (vgl. Z. 11). Die Folge dessen sei, dass er „kurz und rasch sauer“ (Z. 11 f.) werde. Somit sind seine Gefühle wechselhaft und nicht von langer Dauer. Laut ihm besteht eine Anstrengung darin, „eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 12 f.). Allerdings ist es unmöglich eine Unterhaltung zuführen, sofern man keine Rückmeldung erhält. Im Folgenden wird ein Fazit des Autors gezogen: „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z. 13 f.). Da es sich um einen „Feind“ (ebd.) handelt, ist anzumerken, dass das „schlechte Gedächtnis“ (ebd.) und die „Geduld“ (ebd.) zwei Komponenten sind, die antithetisch zueinander sind. Wenn also vergessen wird zu antworten, hat es negative Auswirkungen auf den Wartenden. „Die [Geduld] setzt aber schließlich doch ein“ (Z. 15), da Gründe gesucht werden, „dass sich A,B, und C nicht melden“ (Z. 15 f.). Ein Grund dafür lässt sich beispielsweise  in der Pluralität der Kommunikationsformen finden, da eine Überforderung bei dem  Individuum vorliegen kann. All das löst eine Resignation bei dem Journalisten aus, was sich an Hand der Aussage „was weiß denn von deren Leben“ (Z. 16) veranschaulichen lässt. Allerdings sollte er wissen, was in dem Leben seiner Freunde vor sich geht und stellt im darauffolgenden Vermutungen an, was sie zur Zeit beschäftigen könnte (vgl. Z. 16 f.). Weitergehend versucht der Autor sich selbst durch diese Erklärungsansätze zu beruhigen: „Also einatmen, ausatmen, morgen ist auch noch ein Tag“ (Z. 17 f.). Das Problem aus „morgen“ (ebd.) verschoben wird, ist keine Lösung in Aussicht und es bleibt dem Journalisten nichts anderes übrig als zu warten. Nach längerer Zeit des Wartens „beginnt das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbstforschung“ (Z. 18 f.). Da nur der Autor eine Einsamkeit verspürt, ist zu sagen, dass er die Situation falsch einschätzt und über reagiert. Für Diez sei „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels immer offen“ (Z 20f.). Dies veranschaulicht, dass er durch seine Selbsterforschung immer Fehler bei sich sucht und gar nicht daran denkt, dass die unbeantworteten Mails einen simplen Grund haben. Verstärkt wird dieses Verhalten durch die Metapher „Schlupfloch“ (ebd.), da so deutlich wird, dass er sich dort immer wieder zurück zieht. Aus  Selbstschutz denkt sich Diez Geschichten aus, warum die Personen nicht antworten (vgl. Z. 22-25). Diese Geschichten dienen für Diez als Erklärung oder Begründung, allerdings sind diese fiktiv und nicht real. Somit werden bei dem Autor Illusionen ausgelöst, „wie sie sich durch die Schatten bewegen“ (Z. 26). Diese Metapher verdeutlicht, dass sie zur Zeit keine persönliche Anteilnahme am Leben des Wartenden haben „in ihrem Schweigen“ (Z. 26). Durch das „Schweigen“ (ebd.) wird Bezug auf die unbeantworteten Nachrichten genommen.  Ein weiterer Erklärungsansatz sei die „Hyperkommunikation“ (Z. 28). Dieser Neologismus akzentuiert, dass die Kommunikation durch Medien sehr vielschichtig ist und dies ein wahrer Grund der unbeantworteten Mails sein kann. Das Paradoxon „[j]e mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender die Stille“ (Z. 28 f.) lässt ebenfalls auf das Problem der Vielseitigkeit der Kommunikation schließen, da eine klare Überforderung vorliegt. Eine weiterer Überreaktion lässt sich an der Aussage „schon seit Tagen grübeln“ (Z. 33) erkennen. Diese Hyperbel zeigt, dass der Autor nicht realistisch denkt und nicht mehr von wahr und unwahr unterscheiden kann. Damit der Autor diese Situation nicht immer und immer wieder durchlaufen muss, appelliert er „e. in wenig schneller [zu] reagieren“ (Z. 36). Allerdings spricht er „ihnen das meistens auf die Mailbox oder schick[t] die Anregung als SMS“ (Z. 37 f.). Dabei ändert Diez nichts an seinem Kommunikationsverhalten und erkennt nicht die Unverbindlichkeit der digitalen Kommunikation. So ist der Versuch etwas änder Situation zu ändern vergebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext &amp;quot;Hallo?&amp;quot;, geschrieben von Georg Diez und veröffentlicht 2013, thematisiert die Unverbindlichkeit trotz vielfältiger Kommunikationsmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift &amp;quot;Hallo?&amp;quot; leitet in die Thematik ein, da sie die Hilflosigkeit eines Menschen, der keine Antwort bekommt, veranschaulicht. der darauffolgende  Untertitel deutet auf ein einen Erklärungsversuch hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt zeigt den Konflikt, eines Menschen, der keine Antworten auf seine digitalen Nachrichten bekommt, auf. Im ersten Abschnitt ist von einem &amp;quot;Loch&amp;quot;(Z.1) die Rede, mit dem Diez &amp;quot;täglich&amp;quot;(Z.1) kommuniziert. Das Loch&amp;quot;(ebd.) steht metaphorisch für die Menschen  mit ddenen der Autor zu kommunizieren versucht. Diese geben, genauso wenig wie ein Loch &amp;quot;das schwarz und stumm&amp;quot;(Z.3) bleibt, eine Antwort. Der hypotaktische Satzbau veranschaulicht an dieser Stelle die Ungeduld, die Diez empfindet, wenn er auf eine Antwort wartet. Als Beispiel für die Mitmenschen, die er zu erreichen versucht, nennt er &amp;quot;Freund A&amp;quot;(Z.4), &amp;quot;Kollegin B&amp;quot;(Z.6) und &amp;quot;Freund C&amp;quot;(Z.7). Durch die Anapher des Wortes &amp;quot;Da&amp;quot;(Z.4, Z.5, Z.6), unterstreicht der Autor die Monotonie der Ignoranz der Diez ausgesetzt ist. Dadurch, dass er von &amp;quot;Kollegin&amp;quot;(ebd.) oder Arbeit (vgl. Z. 8) spricht, erhöht er die Wichtigkeit seiner Antwort, da sie sogar schon die Arbeitswelt betreffen würde. Den darauffolgenden Gedankengang, den er erläutert, bezeichnet er hyperbolisch als &amp;quot;Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung&amp;quot;(Z.9). Im folgenden Satz wird durch die Konjunktion &amp;quot;schon&amp;quot;(Z.10) untermauert, dass Diez so wenig Rückmeldung erhält, dass er sich sogar über den kleinen Aspekt, dass &amp;quot;ein paar der in meinem Kopf tobenden Gedanken hinaus in die Wlet gebracht&amp;quot;(Z.10-11) hat, freut. In der zweiten Phase der &amp;quot;Dramaturgie &amp;quot;(ebd.) wird er &amp;quot;kurz und rasch sauer&amp;quot;(Z-11-12), da er sich, auf Grund der &amp;quot;stockenden Unterhaltung&amp;quot; (Z.12), nicht merken könne, worum es in der Unterhaltung überhaupt geht. Durch die Frage in indirekter rede &amp;quot;Was wollte ich noch mal sagen, worum ging es &amp;quot;(Z.Z.3) wirkt der Gedankengang realistischer. Somit kommt er zu dem Schluss &amp;quot;Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld&amp;quot;(Z.13-14). Dadurch, dass er sich also die Unterhaltung nicht merken kann, wird er ungeduldiger, aus Angst die Unterhaltung zu vergessen. Der nächste Abschnitt setzt antithetisch fort, was durch die adversative Konjunktion &amp;quot;doch&amp;quot;(Z.15) manifestiert wird, indem nach Gründen für die Ignoranz Diez's Mitmenschen gesucht wird. Die Aufzählung dieser möglichen Gründe veranschaulicht die Vielfalt an möglichen Tätigkeiten, die die Person en gerade zu tun haben könnten. Dass der Autor so aufgeregt ist, dass er sich selbst beruhigen muss (vgl.Z.17), verdeutlicht, wie sehr ihn die Situation, ironisch gemeint, stresst. Als das &amp;quot;schwierigste Stadium&amp;quot;(Z.18-19) bezeichnet er folgend die &amp;quot;Einsamkeit&amp;quot;(Z.19) und &amp;quot;Selbsterforschung&amp;quot;(Z.19). Die Aufzählung verschiedener Fragen, die sich der Autor in diesem &amp;quot;Stadium&amp;quot;(ebd.) stellt, unterstreicht die Ungeduld, der er wieder ausgesetzt ist. Die Metapher des &amp;quot;Schlupfloch[es]&amp;quot;(Z.20) zeigt, dass es immer eine Möglichkeit gibt Selbstzweifel zu verspüren. Im nächsten Abschnitt wird vermerkt, dass er die Möglichkeit, nicht mehr gemocht zu werden, &amp;quot;aus Selbstschutz&amp;quot;(Z.22) verwirft. Dies könne keine &amp;quot;Grundlage&amp;quot;(Z.23) sein für jegliche zwischenmenschliche Beziehungen. Dann entwirft Georg Diez ein symbolisches Bild von Personen, &amp;quot;wie sie in ihren Wohnungen stehen, wie sie sich durch die Schatten bewegen in ihrem Schweigen&amp;quot;(Z.25f.). Dieses Bild lässt die digitale und analoge Welt ineinander verschmelzen, sodass der Leser die Gedanken des Autors besser nachvollziehen kann. Durch das Paradoxon &amp;quot;Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe&amp;quot;(Z.28-29) wird die Absurdität, dass es viele Kommunikationsmöglichkeiten gibt, diese aber die Kommunikation nicht unterstützen sondern verlangsamen. Was sich Diez vorstellt, würde im Kopf immer realistischer (vgl. Z.30), sodass auch Vorwürfe entstehen. Nicht nur bei dem, der auf eine Antwort wartet, sondern auch derjenige, der keine Antwort gegeben hat. Dieser müsse von seinem Schuldbewusstsein befreit werden (vgl. Z.32). Die Option, dass seine Freunde &amp;quot;Sadisten&amp;quot;(Z.34) sind, verwirft er. Dann erläutert er seine Vorgehensweise, zwei Anregungen zu versenden. Durch eine &amp;quot;Mailbox&amp;quot;(Z.37)- Nachricht und zusätzlich eine &amp;quot;SMS oder [...] Mail&amp;quot;(Z.38). Doch selbst nach zwei Nachrichten erhält er keine Antwort auf seine ursprüngliche Nachricht (vgl. Z.38)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf die Analyse wird im Folgenden zum Stellenwert der digitalen Medien im Leben eines Individuums, ausgehend von den eigenen Erfahrungen und dem Begriff „digitale Unverbindlichkeit“, Stellung genommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die digitalen Medien und die daraus resultierende neue Form der Kommunikation hat nicht nur positive und negative Seiten, sondern hat auch zahlreiche Veränderungen ausgelöst. Verschiedenste Endgeräte wie Laptops, Tablets und vor allem Handys vereinfachen und beschleunigen die Kommunikation, sodass eine Konsequenz dieser ist, dass die Menschen ihre Smartphones etc. ständig dabeihaben und ununterbrochen online sind. Diese Art der Kommunikation ist nicht nur alltäglich geworden, sondern wird auch in der Berufswelt über SMS, E-Mail und soziale Netzwerke genutzt. Eine Folge dieser Allgegenwärtigkeit ist Abhängigkeit und diese kann von Konzernen, die Zugang zu den Nutzerdaten der einzelnen Nutzer haben, gezielt genutzt werden, sodass Menschen die neu oder nicht informiert sind mit dem Umgang des digitalen Zeitalters leicht ausgenutzt werden können, also dass die digitale Kommunikation Schwächen hat.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite sind viel Vorteile an die digitale Kommunikation gebunden, beispielsweise wie das unproblematische Überwinden hoher Distanzen durch die meist zuverlässige Schnelligkeit, sowie die aus der Globalisierung resultierende Internationalität, die wieder rum weitere zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Dieser ständige Austausch, der überall stattfindet, verhilft der Welt zum Fortschritt und Weiterentwicklung. Befürworter der konservativen Kommunikation kritisieren die angeblich entwickelte Unhöflichkeit der Jugend, die die erste Zielgruppe der digitalen Kommunikation ist, die jedoch einfach zu dementieren ist mit dem Fakt, dass sie jung sind und ihnen die Erfahrungen mit der direkten Kommunikation fehlen. Zudem ist eine richtige Werteorientierung trotz der Veränderungen durch digitale Medien zu erkennen, sodass gesagt werden kann, dass trotz oder eben wegen der digitalen und sozialen Medien Werte wie Familie und Freunde gekannt und geschätzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch ist zu sagen, dass diese Art der Kommunikation zu Vereinsamung und Einzelgänger führen kann. Außerdem führt die Möglichkeit, öffentlich seine Meinung austauschen zu können zu negativen Folgen wie Mobbing, was vor allem in der jungen Generation schwerwiegend sein kann. Außerdem muss, ebenfalls bei jungen Menschen, der richtige und sichere Umgang mit digitalen Medien gelehrt werden, damit solchen negativen Folgen vorgebeugt werden kann. &lt;br /&gt;
Diez bezieht sich in seinem Text ebenfalls auf dieses Thema, und was für Auswirkungen digitale Kommunikation haben kann. Jedoch wird die Thematik durch die hyperbolische und ironische Schreibweise ins Lächerliche gezogen und ernst genommen. Zudem fehlen seiner unsicheren Argumentation Belege sowie Lösungsmöglichkeiten. Jedoch machen vor allem der emotionale Teil und der Erfahrungsbezug den Text authentischer und interessanter, da er bewusst unterhaltsam ein Problem anreißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grundlage der vorherigen Analyse und der Tatsache, dass die digitale Kommunikation in der heutigen Zeit nicht mehr weg-denkbar ist, lassen sich die Auswirkungen eben dieser digitalen Kommunikation herausarbeiten. Im Allgemeinen nutzt heutzutage ein jeder digitale Netzwerke wie WhatsApp oder Instagram, um mit anderen in Kontakt zu treten, weshalb automatisch ein Wandel in der Sprache besteht, indem diese sich ausweitet. In diesem Kontext sind die Menschen laut Diez „digital unverbindlich“, also digital unzuverlässig geworden, was auch eine Veränderung in der Kommunikation darstellt. Besonders merkt man aber selbst in vielen Situationen wie sehr sich diese eben doch verändert hat, was alleinig schon im Vergleich von digitaler und mündlicher Kommunikation deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Wandel der Kommunikation kann man dabei bereits schon im tagtäglichen Leben erkennen. Ein jeder nutzt ein Smartphone, kann kaum mehr ohne es auskommen und vor ein paar Jahren noch war dieses Gerät nicht einmal mehr erfunden und somit kamen die Menschen auch ohne es aus. Die meisten Menschen nutzen in diesem Kontext viel häufiger ihr Handy um über SMS, E-Mails oder soziale Netzwerke zu kommunizieren. Den meisten wird die mündliche Kommunikation dabei eher zur Last, während die digitale Kommunikation keinen Aufwand bedarf, schneller ist und wesentlich mobiler geführt werden kann, ohne dem Kommunikationspartner direkt gegenüber zu stehen. Ob im alltäglichen Leben, im schulischen Gebrauch, im Arbeitsleben und bei Familie und Freunden, ein jeder hat und nutzt ein Smartphone und die direkte Kommunikation lässt vermehrt nach. Durch eben diese vermehrte Nutzung bestehen jedoch auch Gefahren, die die heutige Kommunikation beeinflussen. So kann die Nutzung beispielsweise ein Suchtverhalten veranlassen, sodass sich besonders junge Leute, die ihre Vorbilder in den sozialen Medien suchen, abhängig machen, womöglich sogar aus der Gesellschaft desintegrieren. In diesem Zusammenhang besteht auch das Gefahr des Abrutschen in soziale Nieschen, indem die Menschen durch Werbung und Falschinformation viel schneller beeinflusst werden und so durch unzureichende Aufklärung auf einen falschen Weg geraten können. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die freie Meinungsäußerung in sozialen Netzwerken. Meinungen können viel schneller als zuvor verbreitet werden und dementsprechend große Zuwendung oder Ablehnung erlangen. Aber auch die Selbstdarstellung ist in diesem Kontext viel einfacher, jedoch wissen dabei die wenigsten bewusst, dass oftmals nur die schönen Seiten des Lebens auf sozialen Netzwerken widergespiegelt werden, sodass sie dadurch schneller als früher Neid oder sogar Selbstzweifel entwickeln können. Zuletzt wird die digitale Kommunikation auch zu Werbezwecken besonders auch von Firmen genutzt, da ihre Reichweite so wesentlich größer ist und sie global verkaufen können. Insgesamt verändert sich die Kommunikation also in vieler Hinsicht, wird jedoch zuletzt immer digitaler, sodass die mündliche Kommunikation immer mehr abnimmt und man selbst für Kleinigkeiten lieber sein Handy nutzt, als beispielsweise jemanden Anzurufen, weil das schreiben letztlich bequemer ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diez nennt in diesem Kontext auch den Ausdruck der „digitalen Unverbindlichkeit“ (Z. 64), welcher sich kritisch betrachten lässt. Zwar stimmt es gewiss in manchen Teilen, dass die Menschen unzuverlässiger werden, wenn sie beispielsweise Treffen über SMS planen, da sie diese auch schnell und ohne Probleme im letzten Moment wieder absagen können, jedoch trifft dies noch lange  nicht auf alle zu, wie Diez es hier darstellt. Die Schnelligkeit der Medien sowie der Wandel zur digitalen Kommunikation bringen nämlich auch besonders positive Aspekte, wie die Möglichkeit, über große Distanzen zu kommunizieren oder die Menschen so noch ein großes Stück besser kennenlernen zu können, mit sich. Eben diese Vorteile nutzen die meisten Menschen und empfinden es so eher als einfacher und besser derartig kommunizieren zu können und sehen es nicht, wie Diez es hier darstellt, als eine Art Last an, weshalb sie unzuverlässig würden. Die Menschen sind stets noch freundlich und bereit zu antworten, auch wenn die digitalen Kommunikationsformen sie transparenter machen und somit viel von ihnen preisgeben. Wären die Menschen dies nicht mehr, wäre sicherlich eine große Unzufriedenheit zwischen Freundschaften oder auch im Arbeitsleben bestehen, weshalb die Pauschalisierung Diezs nicht gerechtfertigt ist. So sollte man die digitale  Kommunikation hierbei also nicht stets nur als etwas „Schlechtes“ darstellen, dass die Menschen schlecht macht, sondern viel eher auch die Gegenseite betrachten, die vielen Vorteile und den Fortschritt, der die Menschen weiterbringt. Oftmals zeugt nämlich ein Nicht-Antworten eher von Stress im allgemeinen Alltag, als von einem unzuverlässigen Individuum, weshalb man hier die Erklärungsansätze und Ursachen auch in der analogen Welt suchen sollte. Natürlich beeinflusst die digitale Kommunikation die Menschen stringent, jedoch positiv wie auch negativ. Aber Unzuverlässigkeit liegt allemal im Menschen selbst oder an der Überforderung mit der Masse an Information, jedoch keinesfalls am digitalen Fortschritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zustimmend lassen sich hier jedoch auch noch einmal die Durchlässigkeit, die durch das Internet und die Preisgabe von persönlichen Daten entsteht, sowie der geringfügige Werteverlust vieler Jugendlicher nennen. In der digitalen Kommunikation sind wir Menschen also in dem Sinne unverbindlich, dass wir unsere Gefühle und Gedanken viel schneller preisgeben und so auch Frustration oder Trotz schneller zum Ausdruck kommen. Hierauf bezogen lassen sich der von vielen bemerkte Werteverlust sowie auch Mobbing oder Abgrenzung auf die vermehrte Nutzung digitaler Medien beziehen, wobei diese Dinge auch vorher bereits existierten und durch die digitale Kommunikation nur verstärkt werden, weshalb Diezs Ansicht hier stets etwas übertrieben wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen argumentiert Diez in seinem Text sehr hyperbolisch und ironisch. Besonders überzeugt dabei die Darstellungsweise, die an eine Erzählung erinnert und den Text leichter nachvollziehbar macht. Hier nutzt Diez besonders Personalpronomen und alltägliche Situationen, um von seiner Sichtweise zu überzeugen. Besonders wirkt hier auch die hyperbolische Darstellung belustigend, mit der man sich grundlegend jedoch dennoch identifizieren kann und seine Argumentation somit gut nachvollziehbar ist. Kritik lässt sich jedoch hierbei auch üben, da die Ironie den Text sehr einseitig und somit gewissermaßen unglaubwürdig wirken lässt. Die Ironie verwirrt den Leser in gewissen Teilen, sodass undeutlich bleibt, wie ernst Diez seine Argumentation meint. Somit stellt die subjektive ironische Darstellung zwar eine Belustigung, aber zugleich auch ein Hindernis für das Verständnis dar. Hier würden entkräftigende Argumente und besonders auch variable Belege, die sich nicht nur auf ihn beziehen, verhelfen, um seinen Text überzeugender zu gestalten. Zudem nennt Diez dauerhaft ein Problem, welches er ja letztlich beim Menschen sieht, nnnt aber keine Maßnahmen zur Verbesserung der Umstände, sodass kein Appell gegeben ist und dem Leser offen bleibt, was nun oder ob überhaupt etwas zu tun ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt hat sich die Kommunikation stark gewandelt, was positive wie auch negative Aspekte mit sich bringt. Diez sieht dies jedoch eher sehr subjektiv und sieht eine schlechte Veränderung des Menschen, welche er jedoch ohne jegliche Belege und etwas missverständlich ironisch herausarbeitet, weshalb seine Überzeugung von der Unverbindlichkeit eher fraglich bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Kommunikation bietet viele Möglichkeiten, bringt aber auch Gefahren mit sich. Durch die Nutzung digitaler Medien findet heutzutage somit eine Veränderung der Kommunikation statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Möglichkeit, die die digitale Kommunikation bietet, ist die Schnelligkeit. Nachrichten werden schneller verbreitet, aber auch in der Kommunikation untereinander profitiert man von der schnellen Kommunikation via SMS, E-Mail und sozialen Netzwerken. Daraus resultiert dann auch eine Veränderung, die die Kommunikation prägt. Und zwar wird man jeden Tag mit digitalen Medien konfrontiert. E-Mails begleiten die meisten Menschen in ihren Berufen, wenn es z.B. um die Auslandskorrespondenz geht. Soziale Netzwerke werden von vielen Menschen, immer häufiger auch sehr jungen Leuten, genutzt. Dabei besteht aber die Gefahr, dass unerfahrene Menschen zunächst mit dem Umgang mit sozialen Netzwerken überfordert sind. Viele Menschen erleben im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken auch Ausgrenzung, Mobbing, diskriminierende Anfeindungen u.v.m. Aber auch Abhängigkeit, meistens bei jungen Menschen, ist eine Gefahr, die durch die Präsenz von digitalen Medien besteht. Dennoch bieten soziale Netzwerke die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung. Hier besteht aber wiederum die Gefahr von Anfeindungen usw. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Schnelligkeit und freien Meinungsäußerung, die die digitale Kommunikation bietet gibt es noch weitere Vorteile der digitalen Kommunikation. Durch die Globalisierung ist der Kontakt und die Beziehung zu anderen Ländern sehr stark verbreitet worden. Dabei bietet dann die digitale Kommunikation die Möglichkeit mit anderen zu kommunizieren. Durch die schnelle Nachrichtenverbreitung erfährt man aktuelle Ereignisse nicht nur innerhalb des eigenen Landes, sonder auch aus aller Welt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt sei, kann man folgendermaßen betrachten. Die digitale Kommunikation an sich bietet viele Vorteile, z.B. die Schnelligkeit der Kommunikation über die verschiedenen Medien wie SMS, E-Mails und soziale Netzwerke. Man hat die Möglichkeit über die Landesgrenze hinweg zu kommunizieren, was viele positive Einflüsse aus anderen Ländern und Kulturen mit sich bringt. Noch nie zuvor war die Kommunikation so einfach und fortschrittlich. &lt;br /&gt;
Dennoch ist eine Konsequenz des Nachlasses von verbaler Kommunikation, die mögliche Vereinsamung und Isolation. In Foren hat man die Möglichkeit seine Meinung zu äußern, dennoch kann daraus auch Hass, Mobbing, Ausgrenzung usw. resultieren. Dabei lassen bestimmte Verhaltensregeln immer mehr nach, z.B. der respektable Umgang mit seinen Mitmenschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Überzeugungskraft des Textes ist zu sagen, dass seine Schilderung als subjektiv betrachtet werden muss. Es fehlen z.B. Belege für seine These und z.B. Studien, die seiner Argumentation Aussagekraft verleihen könnte. Dennoch ist auch zu sagen, dass der Text einen Erfahrungsbericht darstellt und auf eine bestehende Problematik hinweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klausur Sachtextanalyse Mehrsprachigkeit&lt;br /&gt;
Der Artikel „Hallo?“, welcher 2013 in „Der Spiegel“ 28 (2013), S.56, veröffentlicht und von Georg Diez verfasst, thematisiert den Einfluss von digitalen Medien in der Kommunikation von Menschen und die Auswirkungen für die Verständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift „Hallo?“ (Z. 0) zeigt eine mögliche Anspielung auf das Thema des Textes und der unverbindlichen, scheiternden Kommunikation. Die darauffolgende These „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“( Untertitel), bewirkt der Autor das Nachdenken der Leserschaft und stellt gleichzeitig ein heutiges Problem der Kommunikation dar. Daraufhin folgt eine kurze Erzählung des Autors, welche eine tägliche Situation beschreibt und als „Loch in meinem Leben“ (Z. 1) betitelt wird und somit metaphorisch die Erwartungen, von demjenigen, der auf eine Antwort wartet, darstellt. Dass dieses Problem alltäglich ist, wird anhand des Adjektivs „täglich“ (Z. 1) hervorgehoben und zeigt die Häufigkeit des Problems. Zudem wird das Personalpronomen „ich“ (Z. 1) verwendet und zeugt zur Verstärkung von Authentizität und Eindrücklichkeit, wodurch seine Gedanken und Gefühle deutlich zum Ausdruck kommen.  Zudem nennt er Beispiele wie „Ideen, Gedanken“ (Z. 1) und „einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 2f.), die in Verbindung mit seinen Erwartungen stehen und zum Teil dramatisierend wirken. Um seine Problematik näher zu erläutern, verwendet er Verben, wie „schaufle“(Z. 1); „schaue“ (Z. 2); „höre“ (Z. 2) und benutzt repetierend das Personalpronomen „ich“ (ebd.), um die Leserschaft darauf aufmerksam zu machen, ob die Erfahrungen, die Georg Diez erfährt auch auf ihr eigenes Leben zurückzuführen ist. Um Diezˋs Problematik zu erläutern, erzählt er von einer erfahrenen Situation, um dem Leser darin einzuführen. Der Artikel berichtet davon, dass Georg Diez „Freund A [an]ruf[t]“(Z. 4), um mit ihm zu sprechen, er jedoch „nicht an sein Handy geht“ (Z. 4) mit  der Begründung des Autors, „weil niemand mehr an sein Handy geht“ (Z. 4f.) und spricht „ihm auf seine Mailbox“(Z. 5). Mit diesem Beispiel verdeutlicht er sein erstes Problem, dass sie Relevanz von Telefonaten verloren geht. Zudem erwähnt der Autor noch ein weiteres erlebtes Beispiel, um der Leserschaft deutlich zu machen, dass nicht nur die Nutzung von Telefonaten, sondern auch von SMSen und Mails verloren geht bzw. verflacht (vgl. Z. 5ff.). Um die Realität näher vor Augen zu führen, nutzt er wiederholend das Personalpronomen „ich“(ebd.) und Verben, wie „rufe“ (Z. 4); „spreche, schicke“ (Z. 5); schreibe“ (Z. 7) und zeigt dadurch auf welche verschiedenen Arten und Weisen man mit Menschen kommunizieren kann. Um jedoch die eigentliche Relevanz des Problems darzustellen, nennt er dreimal die parataktische Aussage „ich höre nichts zurück“ (Z. 5ff.) und beschreibt somit eine Alltagssituation, dass er von keinem eine Antwort erhält. Dies untermauert zudem nochmal die scheiternde und unverbindliche Kommunikation und somit auf die Überschrift zu übertragen ist. Ebenfalls benennt der Autor Kommunikationsmittel, wie „[das] Handy“ (Z. 4) und die Arten zu kommunizieren: „Mailbox“ (Z. 5); „SMS“ (Z. 7) und „Mail“ (Z. 8). Daraufhin geht er auf die Reaktionen und Gedanken ein, die in seinem Kopf entstehen, wenn solche Situationen auf ihn zutreffen und leitet die Folgen anhand des Satzanfangs „[w]as nun beginnt“ (Z. 9), ein. Der akkumulierende Satzbau verdeutlicht klar und deutlich die Vielzahl der Folgen und stellt diese aufgrund des Begriffs „Dramaturgie“ (ebd.) sehr negativ dar. Darauf folgend erläutert er präzise  den Prozess, der in seinem Gehirn abläuft (vgl. Z. 9ff.). Um dem Leser die Gedanken und Gefühle des Betroffenen persönlich wirken zu lassen, verwendet er wiederholend das Personalpronomen „ich“ (Z. 10ff.). Er erläutert seine Gefühle, die zunächst besagen „ich freue mich ja schon, dass ich ein paar der in meinem Kopf tobenden  Gedanken hinaus in die Welt gebracht habe und warte“ (Z. 10f.). Die Personifikation „tobende Gedanken“(ebd.) verdeutlicht die Aufregung des Betroffenen, jedoch ändert sich dieser Zustand sehr schnell, indem er Adjektive wie „kurz“ (Z. 11); „rasch“ (Z. 12); „anstrengend“ (Z. 12) und „stockende“ (Z. 12) verwendet du somit das Problem deutlicher macht. Daraufhin stellt Georg Diez sich die Frage „was wollte ich nochmal sagen, worum ging es?“ (Z. 13) und verdeutlicht damit die Verflachung der Kommunikation, wenn man nicht direkt eine Antwort erfährt und sich viele Gedanken durch den Kopf gehen lässt, was man demjenigen geschrieben habe. Anhand der Fragen wird auch deutlich das er Denken und Handeln nicht unterscheiden kann und sich deshalb die Fragen stellt. Zudem bezeichnet er sein Gedächtnis als „schlecht […]“ (Z. 13) und metaphorisch als „Feind der Geduld“ (Z. 16) was wiederholt veranschaulicht, dass er nicht mehr wisse ob er sich nur gedanklich die Frage gestellt, oder mit den Menschen persönlich kommuniziert habe . Mit seiner Aussage „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (ebd.) widerspricht er seiner Aussage, dass „[d]ie […] aber schließlich doch ein[setzt]“ (Z. 15) und „es [...] sicher gut Gründe [dafür gibt], dass sich A, B und C nicht melden“ (Z. 15f.). Die Bezeichnung A, B und C steht für alle Menschen und verallgemeinert somit die Situation. Mit dieser Meinung und Feststellung zeigt er, wie paradox man sein kann, indem man nicht steuern kann, wie man eigentlich sein möchte und das man sich ohne was zu wollen Gedanken darüber macht, worüber man eigentlich gar nicht nachdenken möchte. Er erwähnt anhand seiner Aussage „was weiß ich denn von deren Leben, die haben Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familien zu ernähren( Z. 16f.), dass man sich eigentlich gar nicht um andere Menschen kümmern solle und jeder machen dürfe, was er für richtig halte, der Betroffene der jedoch auf eine Antwort wartet, sich Gedanken darüber macht, was der Andere gerade tut, was Diez anhand der Akkumulation (vgl. Z. 16f.), darstellt. Um den Gedanken aus dem Weg zu gehen, nennt er eine Methode, die helfen solle, dem Problem aus dem Weg zu gehen. „Einatmen, ausatmen, morgen ist auch noch ein Tag“ (Z. 117f.). Mit dem Gedankenstrich ( - ) (Z. 18) bewirkt der Autor einen neuen Gedankenansatz und führt daraufhin einen weiteren Prozess des Problems an, „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (Z. 18f.) und erklärt diese sofort mit einer Frage: „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z. 19f.). Damit verdeutlicht der Autor die gewöhnlichen Gedanken, die sich ein Betroffener macht und  zur Selbstverzweiflung führt. Um die Hoffnung nicht ganz zu verlieren, verwendet er eine Metapher „ Schlupfloch“ (Z. 20) und deutet darauf hin, dass es immer noch eine Möglichkeit gibt, die Hoffnung an sich nicht aufzugeben. Im weiteren Abschnitt erläutert der Autor „Den Gedanken das mich niemand mehr mag“ (Z. 22), welcher auch zum Prozess des „Selbstzweifelns“ (ebd.) zählt. Jedoch mit der darauffolgenden Aussage „verwerfe ich rasch, aus Selbstschutz und weil das keine Grundlage sein kann für weitere Freundschaft, Freude, Zusammenarbeit“ (Z. 22f.), veranschaulicht der Autor dem Leser, dass aus Einsamkeit und Selbstzweifel die Angst besteht, Freundschaften zu verlieren.   Die Erwähnung der drei Substantive (ebd.) bewirken einen positiven Effekt, da diese sehr wichtig sind um miteinander kommunizieren zu können. Georg Diez erläutert seine weiteren Gedanken, indem er erwähnt, dass er sich ganze Geschichten ausdenkt, „warum sie nicht antworten“ (vgl. Z. 23f.) und  somit die Angst in Verbindung mit Selbstzweifel darstellt. Um seine Gedanken kurz zusammenzufassen, sagt er „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen – was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z. 27f.) Er verwendet die Hyperbel „Hyperkommunikation“ (ebd.) und weist somit darauf hin, dass es heutzutage normal ist, dass sehr viel miteinander kommuniziert wird, was der Autor mit „Hyper“ (ebd.) hervorhebt und der Begriff der „merkwürdigen Wirkung“(ebd.) gerechtfertigt ist, da er in seiner Situation das Gegenteil erfährt. Er begründet seine Aussage mit: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Er verwendet repetierend Adjektive (vgl. Z. 28), die akkumulierend die Möglichkeiten der Kommunikationen darstellen und beschreiben die Folgen daraufhin „desto gellender ist die Stille…“(ebd.). Daraus lässt sich ableiten, dass die Relevanz an Kommunikation immer weiter zunimmt und die Nutzung von medialer Kommunikation so präsent ist, dass es merkwürdig und selten ist, wenn Stille herrscht. Die Präsenz von Kommunikation wird anhand der  Adjektive „gellender, epischer“ (ebd.) unterstrichen, sowie die Substantive „Stille, Ruhe“(ebd.) bewertet die Art von Kommunikation und zeigen antithetisch den Prozess des Kommunikationswandels. Um diesen Konflikt zu verdeutlichen, nennt er das an sich erfahrene Beispiel und besagt, dass man sich von den Lasten, die in einem entstehen, „Geschichte [die] eine eigene Realität an[nehmen]“ (Z. 30), „wenn sie sich doch melden“(Z. 31), „befreien muss“ (Z. 32). Damit zeigt er die Gedankengänge, die in einem entstehen können, wenn seine Erwartungen nicht in Erfüllung gehen und man von Selbstzweifel und Angst umgeben ist. Aufgrund dessen betitelt er seine Freunde als „arglos“ (Z. 34), denn „sonst wären sie Sadisten“(Z. 34). Der Autor zeigt wieder seine Problematik zwischen Denken und Handeln und ist selbst mit sich überfordert, denn aufgrund seiner Erwartungen die er an seine Freunde stellt ist er zunächst enttäuscht, im Nachhinein jedoch davon überzeugt, dass er eine Antwort bekommt. Seine Gedanken spiegelt er wider, indem er sagt, dass er diese Option, sie als Sadisten zu bezeichnen, bedenke, sie jedoch verwerfe, weil es zu traurig wäre mit Sadisten befreundet zu sein(vgl. Z. 34f.). Er gibt seinen Freunden jedoch trotzdem zu verstehen „dass sie bitte en wenig schneller reagieren sollen“(Z. 36) und vergleicht sich mit dieser Aussage mit einem „zwölfjährigen, der Professor spielt“ (Z. 37) und verdeutlicht somit sein Recht, eine Antwort von seinen Freunden zu erhalten. Diese Aussage ist jedoch ironisch zu verstehen, da er angibt ihnen diese Aufforderung  „meist auf die Mailbox [gesprochen] oder [… ] die Anregung als SMS oder als Mail [geschickt habe“ (Z. 38). Zudem er wähnt er die Art und Weise, wie er seinen Freunden die Botschaften mitteilt und verwendet wieder das Personalpronomen „ich“(Z. 37). Zudem nennt er die schon genannten Kommunikationsmittel „SMS oder als Mail“(Z. 38), woraufhin er wieder „ und höre nichts zurück“ (Z. 38) erwähnt, welche die Problematik wiederholend darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich anhand von selbst gewählten Beispielen die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern und kritisch abwägend, ausgehend von eigenen Erfahrungen Stellung zu der Aussage wir leben in einer Zeit, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, nehmen und sie abschließend von Georg Diez’s Darstellungsweise, die Überzeugungskraft beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus eigener Erfahrung lässt sich sage, dass sich die Kommunikation sehr stark verändert hat, da die Nutzung von Medien, sei es die Nutzung von Facebook, Twitter etc. immer mehr von Relevanz ist. Ein Beleg dafür ist beispielsweise die Nutzung von Endgeräten oder Smartphones in der beruflichen Welt. Dort wird über SMS, E-Mail oder soziale Netzwerke weltweit kommuniziert, weshalb die Bedeutung von Medien in der Kommunikation immer größer wird. Zudem bestehen jedoch auch Probleme wie zum Beispiel die Abhängigkeit der Allgegenwärtigkeit digitaler Kommunikation. Zudem ist es möglich sich uneingeschränkt über soziale Netzwerke zu äußern und seine eigene Meinung zu präsentieren, mit dem Kompromiss Positive sowie größtenteils negative Kritik zu erhalten. Die Selbstpräsentation über soziale Netzwerke, indem man sich z.B. auf Instagram ein Profil erstellt, worauf jeder Zugriff hat, ist auch überall möglich und hat seine Vor- und Nachteile. Mittlerweile führt die Nutzung von digitalen Netzwerken schon dazu, dass Menschen die kein ausgebildetes Wissen über den Umgang mit Medien haben, ausgeschlossen werden, wodurch das Selbstbewusstsein verloren gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zitat der „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) und die Behauptung, dass wir davon geprägt sind lässt sich zum einen kritisch abwägend belegen jedoch auch zustimmend erklären. Aus eigener Erfahrung lässt sich sagen, dass heutzutage eine hohe Akzeptanz digitaler Kommunikation besteht, aufgrund von Möglichkeiten wie z.B. sich international austauschen zu können, sei es im Beruf oder privat oder der Schnelligkeit, Verlässlichkeit und Verbindlichkeit der Kommunikation über z.B. E-Mails, SMS oder soziale Netzwerke , was bedeutet, dass man eine wichtige Nachricht sofort zu der Person schicken kann die vielleicht auf einem anderen Kontinent lebt oder gerade im Urlaub ist und das man sich auf das Internet verlassen kann, dass die Nachricht auch bei der anderen person ankommen wird. Aber auch der unproblematische Überwindung von großen Distanzen, was bedeutet, dass es einem Menschen über Medien einfacher fallen kann einem seine Meinung mitzuteilen, satt es persönlich zu machen. Dadurch fällt es einem viel leichter, weil man sich nicht mit der Reaktion des Anderen beschäftigen muss. Jedoch haben all diese Aspekte Nachteile, besonders in Betrachtung der heutigen Jugend. Denn diese sind so sehr von der Digitalisierung geprägt, dass die Leistungsbereitschaft sinkt, die Bedeutsamkeit der Familie verloren geht oder der Berufszufriedenheit sinkt. Zudem verschlechtert sich das Kommunikationsverhalten untereinander, aufgrund das eigene Meinungen auf extreme Art und Weisen übermittelt werden können, dass sich schnell einer verletzt fühlt und dadurch meist auch ausgegrenzt von der Gesellschaft. Dies sind alles Gründe gegen das Zitat, dass wir von einer digitalen Unverbindlichkeit geprägt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es auch genügend Argumente, die das Zitat unterstützen, dass wir in einer Zeit leben, die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt sind, denn der Verzicht von sozialen Netzwerken oder Medien allgemein führt dazu, dass man sich einsam oder sogar alleine auf der Welt fühlt. Ohne Medien hat meine so schnell keine Möglichkeit mehr sich mit Freunden zu unterhalten die ein paar Kilometer weiter entfernt wohnen. Man ist ganz auf sich alleine eingestellt, was jedoch heute nicht vorstellbar wäre, weil dadurch auch die weltweite Kommunikation gestoppt wäre, was auch zu großem Nachteil wäre. Eine Folge die am wahrscheinlichsten passieren würde, ist Mobbing, Selbstzweifel usw., denn die unreflektierten Meinungsäußerungen führen schnell dazu, dass man  aus der Gesellschaft besonders in Cliquen im Alter von 12-18 Jahre ausgeschlossen wird und als ‘Looser‘ bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Diez berichtet in seiner Artikel „Hallo?“ von der digitalen Unverbindlichkeit und verwendet dafür eine Art und Weise wie er dieses darstellt. Zum einen benutzt er anhand einer erfahrenen Situation die durch die Personen A, B und C dargestellt werden die Möglichkeit Emotionalität in seinem Text hervorzuheben und somit von hoher Authentizität zeugt. Zudem lässt er dem Leser eine hohe Zugänglichkeit zum Text, aufgrund von Beispielen die die Problematik der medialen Kommunikation darstellen und er bewusst glossenhafte Gestaltung verwendet. Jedoch gestaltet er seinen Text sehr subjektiv oder plakativ aufgrund des stark narrativen Stils, wodurch der Kern, die Problematik der Allgemeinheit zu verdeutlichen, misslingt. Zudem fehlen belege beispielsweise von Studien oder Wissenschaftlern die seine Meinung unterstützen können, sodass der Text an Wahrhaftigkeit gewinnt. Dadurch das er jedoch nur von persönlichen Erfahrungen erzählt kann der Text auch unglaubwürdig wirken. Zudem fehlt ein wichtiger Aspekt der für jeden Leser eines solchen Artikels wünschenswert ist, sind Lösungsansätze, wie man mit solchen Problemen umgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Hallo?“, geschrieben von Georg Diez und veröffentlicht 2013 in „Der Spiegel“, thematisiert die Nutzung digitaler Kommunikation und die damit verbundene digitale Überforderung und erläutert dabei die  Meinung des Autors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Untertitel des Textes wird die Absicht des Textes preisgegeben. Diez stellt sofort eine These auf, welche dazu einlädt den Artikel weiterzulesen: „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ (Z.0). Es scheint, auf Grund des kausalen Frageworts „Warum“ (ebd.), als gäbe der Autor bald eine Antwort auf seine These.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesamte Text lässt sich in acht Sinnabschnitte einteilen. Der erste (Z.1-8) gibt ein ausführliches Beispiel, welches von Diez im weiteren Verlauf seines Textes erneut aufgeführt und erläutert wird. Zu Beginn dieses Abschnitts bemüht sich der Autor, durch Metaphern darzustellen, dass er „täglich Worte“ (Z.1) aufnimmt (vgl. Z.1). Er führt seinen Text mit dem Beispiel fort: „Da rufe ich meinen Freund A an, der an sein Handy geht, weil niemand mehr an sein Handy geht, ich spreche ihm auf seine Mailbox- und höre nichts zurück“ (Z.4f.). Nachdem A angerufen wurde, sendet er B eine SMS, auf welche er ebenfalls keine Antwort erlangt und C erhält eine Mail, auf welche zusätzlich nichts zurück kommt (vgl. Z. 4ff.). Immer wieder verwendet der Autor das Wort „Da“ (Z. 4,5,7), sodass eine Anapher entsteht, so betont er das Beispiel und es bekommt mehr Aufmerksamkeit. Außerdem schreibt der Autor immer, er „höre nichts zurück“ (Z.5,6f.,8), durch diese Repetitio tritt das Beispiel und vor allem, dass keine Antwort zurück kommt, noch mehr in den Vordergrund. Es scheint also egal zu sein, wie der Autor jemanden zu erreichen versucht, ob Mail, Anruf oder SMS, niemand meldet sich in irgendeiner Art und Weise zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.9-21) beschäftigt sich mit den Folgen, welche entstehen, wenn man keine Antwort bekommt. Laut Georg Diez „beginnt […] die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z.9). Das bedeutet, man wird selbstkritisch und fragt sich, ob man vielleicht etwas falsch gemacht hat (vgl. Z. 19f.). Zudem seien „die ersten Stunden […] noch einfach“ (Z.9f.), da man froh ist seine Gedanken mit jemandem geteilt zu haben (vgl. Z. 10f.). Dadurch fällt einem das Warten nun noch nicht ganz s(Z.12) weiterzuführen (vgl. Z. 11ff.). Man stellt sich Fragen wie „Was wollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z.13). Die darauffolgende Behauptung „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z. 13f.) wird durch die vorher analysierten Aussagen belegt. Im nächsten Teil des Sinnabschnitts nimmt Georg Diez noch einmal Bezug zu seinem, im ersten Sinnabschnitt genannten Beispiel. Seiner Meinung nach, setzt zuletzt allerdings doch die Geduld ein und man denke die Personen hätten sicher gute Gründe, dass sie sich nicht melden (vgl. Z. 15f.). Mit der kurzen Aufzählung „die haben Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familien zu ernähren“ (Z.16f.) gibt der Autor ein paar Beispiele an, welche Gründe für das Nicht-Antworten auf seine Nachrichten oder Mails sind. „Nach 24 Stunden“ (Z. 18) scheint der Geduldsfaden jedoch gerissen zu sein, nun beginne „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (Z.18f.). Da man bis dahin keine Antwort bekommen habe, suche man nun Gründe dafür bei sich selbst. Man stelle sich Fragen wie „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z.19f.). Diese Fragen sind allerdings rhetorische Fragen, da die Antwort darauf meistens „Nein“ ist. Man sucht den Fehler bei sich selbst, wie der Autor sagt. „Irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels ist immer offen“ (Z.20f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den weiteren Gedankenverlauf, nach einem weiteren Tag ohne Antwort, geht Diez im dritten Sinnabschnitt (Z.22-33) ein. Zu Beginn schreibt er, den Gedanken von niemandem mehr gemocht zu werden, schließe er schnell ab, da dies so keine anständige Grundlage für neue Freundschaft, Freude oder Teamarbeit sei (vgl. Z. 22ff.). Das Beispiel aus Sinnabschnitt eins wird wieder aufgegriffen: Nun denkt Diez sich Geschichten aus, warum Personen A,B,C nicht antworten (vgl. Z. 24f.). Man ist komplett für sich, niemand ist da (vgl. Z.27). Georg Diez spricht von einer „Hyperkommunikation“ (Z. 28), er liefert im folgenden Text eine Erläuterung. Es sei „merkwürdig“wird“  (Z.27), da „ [desto] mehr geredet, geschrieben und getwittert, je epischer entfalte sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Der Begriff „Hyperkommunikation“ (Z.28.) ist also Ironie, da nicht sonderlich viel kommuniziert wird. Die Erläuterung des Begriffs ist antithetisch, da von viel Kommunikation die Rede ist, welche allerdings dann die Auswirkung hat, dass es immer stiller wird (vgl. Z. 28f.). Durch die Konjunktion „Denn“ (Z. 29) wird eine Begründung eingeleitet. „Denn die Geschichten in meinem Kopf gehen ja weiter, sie nehmen eine eigene Realität an, je länger sich die anderen nicht melden“ (Z.29ff.). Wenn man dann allerdings doch noch eine Antwort bekommt , hat diese ein eigenes Gewicht, von welchem man sich befreien muss (vgl. Z. 31f.), da „die anderen ja nicht wissen, dass“ (Z. 32f.) man schon seit Tagen grübelt, was man falsch gemacht hat (vgl. Z. 32f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Sinnabschnitt (Z.34-41) wird durch eine Repetitio Bezug zum ersten Sinnabschnitt genommen und ein weiteres kurzes Beispiel genannt. Diez erklärt in diesem Sinnabschnitt, dass er seinen Freunden oft sagt, sie sollen doch bitte schneller antworten (vgl. Z. 35f.). Allerdings sagt er, „ich spreche ihnen das meistens auf die Mailbox oder schicke die Anregung als SMS oder als Mail- und höre nichts zurück“ (Z.37f.). Es liegt eine Repetitio vor, da er erneut sagt, er „höre nichts zurück“ (Z. 38,5,6f.,8), so schafft er eine Verbindung zum ersten Sinnabschnitt. Außerdem liefert er ein Beispiel für Mails, da er schreibt, er habe einem befreundeten Journalisten eine E-Mail geschickt, auf die er allerdings keine Antwort bekommen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden wird die Bedeutung der digitalen Medien in unserer Zeit, ausgehend von eigenen Erfahrungen mit digitaler Kommunikation reflektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jemand meint, die Kommunikation habe sich nicht verändert, kann ich diese These nicht unterstützen. Durch die digitalen Medien, wie das Smartphone hat sich unser gesamte Alltag verändert. Man nutzt soziale Netzwerke, schreibt E-Mails und SMS nicht nur im Beruf sondern auch in der Alltagskommunikation. Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit an den Smartphones und im Internet, es kann zu einer Abhängigkeit kommen. Es scheint zwar als seien all diese Apps (facebook, whatsapp, snapchat) kostenlos, jedoch bezahlt man mit seinen persönlichen Daten. Oft kommt es auch zu Cybermobbing, das bedeutet Mobbing im Internet. Manche Eltern wollen ihre Kinder vor so etwas schützen und erlauben ihnen kein Smartphone. So kann es oft zu Ausgrenzung kommen.&lt;br /&gt;
Ich denke wir leben in einer Zeit die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt ist, da bei einem Verzicht auf die direkte Kommunikation negative Konsequenzen auftreten können, wie zB. Vereinsamung. Weitere Vorteile, sind die unproblematische Überwindung von großen Distanzen, das bedeutet es gibt internationale Austauschmöglichkeiten, welche schnell geschehen, verlässlich und Unverbindlich sind. Jedoch werden Kinder und Jugendliche immer wieder mit Schimpfwörtern und Cybermobbing konfrontiert. Es kann auch eine Überforderung stattfinden, die ihre Ursache in der digitalen Kommunikation haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um kurz auf die Überzeugungskraft des Textes von Diez einzugehen: er verwendet keine Belege, die seine Thesen unterstützen. Zudem nennt er viele Probleme, jedoch bietet er keine Lösungsmöglichkeiten an. Jedoch bringt er seine eigenen Erfahrungen in den Sachtext mit ein. Ich denke, dass der Text von Georg Diez nicht überzeugend ist und es einige Verbesserungsmöglichkeiten gäbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Analyse'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Text „Hallo?“, welcher von Georg Diez verfasst und im Jahr 2013 in „Der Spiegel“ veröffentlicht wurde, thematisiert die Veränderungen der Kommunikation unter Menschen durch digitale Medien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überschrift des Textes „Hallo?“ wird zugleich auch die Hauptthematik des vorliegenden Textes vorangestellt, da diese Interjektion in der täglichen Kommunikation genutzt wird um zum Beispiel auf sich aufmerksam zu machen. In dem vorliegenden Text wird erfragt ob jemand auf die zuvor gesprochene Mailbox, SMS oder Mail aufmerksam reagieren würde. Die Hauptthese des Textes wird in dem darunter angeführten Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ verdeutlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Metapher „es gibt ein Loch in meinem leben, in das schaufle ich täglich Worte, […] Ideen [und] Gedanken [hinein und] […] schaue ihnen nach, wie sie fallen, und warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 1ff.) ein. Doch es herrscht stille und es erfolgt keine Antwort, was durch die darauffolgende Metapher „aber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) verdeutlicht wird. Mit dem Substantiv „Loch“ (ebd.) beschreibt Diez die digitalen Medien, welche er täglich mit diesen „Worten, […] Ideen […] und Gedanken“ (ebd.) füllt. Außerdem wird durch diese Metapher die in dem Untertitel erwähnte Einsamkeit hervorgerufen und auf die im Titel erwähnte Frage „Hallo?“ Bezug genommen, da keine Reaktion vorhanden sei. Anschließend nennt der Autor Beispiele aus dem Alltag, in denen er persönlich in Kontakt mit der digitalen Kommunikation tritt. Diese persönlichen Erfahrungen weisen den Beginn der oben genannten These und somit der Gefahr der Einsamkeit auf. Als erstes beschreibt Diez, wie er seinen Freund A anruft und ihm darauf folgend eine Nachricht auf der Mailbox hinterlegt, da dieser nicht an sein Handy gegangen ist (vgl. Z. 4f.). Seine Darstellung beendet er mit der Anmerkung „und höre nichts zurück“ (Z. 5). Daraufhin erläutert er, dass er seiner Kollegin B eine SMS mit Ratschlägen  geschickt habe (vgl. Z. 6). Jedoch stellt der Autor auch bei diesem Beispiel fest, dass er „nichts zurück[höre]“ (Z. 6f.). Diese Feststellung tritt auch beim dritten Beispiel, wo er seinem Freund C eine Mail schreibt, da sie gemeinsam arbeiten wollen (vgl. Z. 7f.) auf, da er auch hier seine Beschreibung mit der Erkenntnis „ich höre nichts zurück“ (Z. 8.) beendet. Durch den Parallelismus „höre nichts zurück“ (ebd.), welcher nach allen drei Beispielen vorzufinden ist, drückt erneut die oben genannte Verlassenheit aus. Durch die Bezeichnung der Freunde durch die Buchstaben A,B und C wird eine gewisse Distanz zwischen dem Autor und diesen Personen deutlich und somit auch noch einmal seine Einsamkeit. Außerdem wird durch die distanzierende Beschreibung deutlich, dass sich dies auf alle Menschen übertragen lässt und somit als allgemein gilt. Anschließend stellt Diez die Behauptung auf, dass die Zeit, in der er auf eine Reaktion des Gegenübers warte, eine „Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z. 9) sei. Durch das Substantiv „Dramaturgie“ (ebd.) wird seine ironische sowie hyperbolische Sichtweise hervorgehoben, da er die Abhängigkeit einiger Menschen von digitalen Medien hervorheben möchte. Im Anschluss daran beschreibt der Autor, dass er es anstrengend finde, „eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 12f.) und dadurch „kurz und rasch Sauer“ (Z. 11f.) werde. Durch diese Behauptung wird die hohe Erwartungshaltung an die andere Person akzentuiert und somit erneut die Verlassenheit des Autors verdeutlicht. Um dies noch einmal zu untermauern, hält Diez als Fazit dieses Abschnittes fest, dass „das schlechte Gedächtnis […] der Feind der Geduld“ (Z. 13f.) sei. Nachdem sich der Autor anschließend fragt, aus welchem Grund sich die betroffenen Personen nicht melden und ob es an ihm läge oder ob sie sauer seien (vgl. Z. 19f.), kommt er zu dem Entschluss, dass „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen“ (Z. 20f.) sei. Aus der Einsamkeit entstammt nun Selbstzweifel aber „den Gedanken, dass mich keiner mehr mag, verwerfe ich rasch“ (Z. 22), denn dies kann „keine Grundlage […] für weitere Freundschaften, Freunde [oder] Zusammenarbeit“ (Z. 23) sein. Im folgenden stellt der Autor die Erkenntnis „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (Z. 27) auf und beendet diesen Satz mit der Anmerkung, dass dies heutzutage eine „merkwürdige Wirkung“ (Z. 27) habe, welche wiederum erneut die Einsamkeit des Autors hervorhebt. Um seine Aussage etwas zu erläutern, stellt Diez anschließend eine These auf, in der diese verdeutlicht wird. Seine These lautet: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stimme [und] desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Mit dieser Gewissheit möchte der Autor aussagen, dass die digitalen Kommunikationsformen eine immer intensivere Stille auslösen und sich dadurch die Ruhe immer ausführlicher ausdehnt. Anschließend fügt Diez hinzu, dass die „Geschichten in meinem Kopf […] eine eigene Realität an[nehmen]“ (Z. 30). Denn das tägliche Nachdenken, weshalb seine Freunde ihm nicht antworten (vgl. Z. 24f.), wird laut dem Autor zur Wirklichkeit. Allerdings hat er seine Freunde trotzdem gebeten auf seine Nachrichten schneller zu reagieren, wobei er sich dabei vorkam wie ein „zwölfjähriger, der Professor spielt“ (Z. 37).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Aufgabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text von Georg Diez mit dem Titel ,,Hallo?“, veröffentlicht im Jahr 2013, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es dabei um die Folgen des Umgangs miteinander durch die digitale Kommunikation, sowie die damit verbundene digitale Überforderung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Textes ,,Hallo?“ greift dabei schon auf die geschilderte Situation des Textes, bei dem der Autor davon berichtet, wie er auf Rückmeldungen von Nachrichten und Antworten wartet, zurück. Durch die Frage ,,Hallo?“ wird bereits auf das Thema angedeutet, dass sich die Kommunikation in den Medien verändert hat und scheitert, sodass eben die Frage andeutet, dass auf eine Antwort gewartet wird, diese jedoch nicht bekommt. Der Titel wird dann im Untertitel konkretisiert durch die Aussage ,,Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“, wobei diese These des Autors verdeutlicht, dass Menschen einsamen werden in der digitalen Welt und verdeutlicht, dass es Gründe dafür gibt, die im Folgendem erläutert werden und somit bereits das Thema andeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich lässt sich der Text in zwei Teile unterteilen, wobei der erste Teil (vgl. Z. 1- 38) eher ein erzählenden Teil darstellt, in dem der Autor von seinen Erfahrungen berichtet, wobei die Erfahrung des Autors den Ausgangspunkt seiner These darstellt . Im zweiten Teil (Z. 39 – 73) stellt der Autor eher Thesen auf und erklärt diese. &lt;br /&gt;
Der Autor beginnt dabei mit der Aussage ,,Es gibt ein Loch in meinem Leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein, Ideen, Gedanken“ (Z.1) und diese ,,Loch schwarz und stumm“ (Z. 3) bleibe. Diese Metapher verdeutlicht die Überforderung mit der digitalen Kommunikation und die Probleme die sich daraus ergeben. Außerdem deutet es bereits an, dass es Kommunikationsschwierigkeiten gibt. Die Akkumulation ,,ein[.] Ton, ein[.] Hall, eine Reaktion“ (z. 2 f.) wirken dabei dramatisierend im Zusammenhang damit, dass auch Antworten und Rückmeldungen gewartet wird und man sich eine Reaktion erhofft. &lt;br /&gt;
Des weiteren berichtet der Autor ,,Da rufe ich meinen Freund A an, der nicht an sein Hand geht […], ich spreche ihm auf seine Mailbox- und ich höre nichts zurück“ (Z. 4 f.). Als nächstes berichtet er dann, dass er seiner ,,Kollegin B eine SMS“ (Z. 6) schicke, worauf die Aussage ,, ich höre nichts zurück“ (Z. 6 f.) wiederholt wird. Die darauf folgende Aussage ,,Da schreibe ich meinem Freund C eine Mail, weil wir gemeinsam an einer Sache arbeiten wollten - ich höre nichts zurück“ (Z. 7 f.)  ist ebenfalls so aufgebaut wie die beiden vorherigen Aussagen. Besonders auffällig ist dabei die Repetition der Aussage ,,ich höre nichts zurück“ (ebd.), wodurch die Aussage hervorgehoben wird und es wird verdeutlicht, dass die Kommunikationsversuche scheitern, da der Autor keine Nachricht zurück erhalten hat. Die drei Aussage bilden darüber hinaus einen Parallelismus, der die sich wiederholende Situation betont. Außerdem findet eine Verallgemeinerung der Kommunikationsversuche statt, was dadurch deutlich wird, dass der Autor statt Namen zu nennen ,,Freund A […] Kollegin B […] Freund C“ (ebd.) sagt, wodurch der Autor die Allgemeingültigkeit zum Ausdruck bringt und den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit bietet. Auch die Verwendung des Personalpronomen ,,Ich“ (ebd.) bei der Erzählung der Erfahrung bietet den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit und verleiht Eindrücklichkeit, wobei die Verwendung des Personalpronomens ,,Ich“ (ebd.) auch an Elemente einer Erzählung erinnert, wodurch die Erfahrung des Autors hervorgehoben wird. Die nächste Aussage ,,Was nun beginnt, ist die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z. 9) verdeutlicht, dass als Reaktion auf die fehlenden Rückmeldungen nicht nur einfaches Warten, sondern verschiedene Gefühle folgen, die große Wirkungen auf den Autor hatten. Dabei seien die ,,ersten Stunden […] noch einfach“ (Z. 9 f.) mit Warten. Die nächste Aussage ,,Dann werde ich kurz und rasch sauer, weil ich es anstrengend finde, daran zu denken, eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 11 ff.) verdeutlicht, dass bei der Kommunikation im Netz in gewisser Weise auch erwartet wird, dass die Menschen, mit denen man kommuniziert, auch schnell antworten. Die rhetorische Frage ,,Was sollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z. 13) führt dabei das lange Warten auf die Antwort vor Augen. Durch die Aussage ,,Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z.13 f.) wird verdeutlicht, dass mit der Dauer der Wartezeit auch die Geduld des Wartens verschwinde, da mit der Zeit der Inhalt des Gesprächs vergessen werde.  Die sich dauernd verändernden Haltungen und Emotionen werden dadurch deutlich, dass aus dem Ärger nun wieder Geduld werde und der Autor sich einrede, es gäbe ,,gute Gründe, dass sich A, B und C nicht melden“ (Z. 15 f.) würden, was in gewisser Weise auch die Überforderung mit der Situation und den gescheiterten Kommunikationsversuchen vor Augen führt. Der Versuch des Einredens, morgen sei ,,auch noch ein Tag“ (Z. 17 f.), wird durch die Aussage ,,[n]ach 24 Stunden ist der allerdings vorbei“ (Z. 18) abgelöst, wobei die adversative Konjunktion ,,allerdings“ (ebd.) den Widerspruch bzw. die Veränderung der Situation einleitet, denn nun beginne ,,das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit“ (Z. 18 f.). Dabei verdeutlicht die rhetorische  Frage ,,Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z. 19 f.), dass das Nicht-Antworten der Personen Selbstzweifel auslöse, wobei ,,[i]rgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen“ (Z. 20 f.) sei. Die fehlenden Rückmeldungen hätten also eine so große Wirkung auf den Menschen, dass diese zu Selbstzweifel führen. Die überspitzt dargestellte Situation und die immer wechselnden Gefühle sowie die Überforderung wird auch deutlich, wenn der Autor berichtet, dass er ,,aus Selbstschutz“ (Z. 22) den Gedanken verwirft, dass ihn ,, niemand mehr mag“ (Z. 22) und sich nun Geschichten ausdenkt, ,,warum sie nicht antworten“ (Z. 24 f.). Die nächste Aussage ,,Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen, was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z. 27 f.) bringt zum Ausdruck, dass der Autor sich völlig auf sich allein gestellt fühlt, da niemand ihm antwortet und das obwohl aufgrund der digitalen Medien eigentlich viel kommuniziert wird, sodass die Stille ,,eine merkwürdige Wirkung“ (ebd.) habe. Das Nomen ,,Hyperkommunikation“ (ebd.) stellt dabei einen Neologismus dar, welcher zum Ausdruck bringt, dass eigentlich viel Kommunikation stattfindet und   somit auch die Menge und das Ausmaß, in dem kommuniziert wird. Die Stille in diesem Zeitalter sei dabei ,,gellend[.]“ (Z. 29), was zum Ausdruck bringt, dass Stille als unangenehm und merkwürdig empfunden wird, was ebenfalls die Überforderung mit der digitalen Kommunikation zum Ausdruck bringt. Diese Überforderung der Menschen mit der digitalen Kommunikation wird vor allem auch in der Aussage ,,sie haben dann, wenn die sich doch melden, ein eigenes Gewicht, von dem ich mich und sie befreien muss“ (Z. 31 f.) anhand der Erfahrung des Autors deutlich. Die Aussage ,,Sie sind arglos. Sonst wären sie Sadisten“ (Z. 34)  bringt die überspitz dargestellte Situation zum Ausdruck, so wie die Übertreibungen in der Schilderung der Erfahrung, die dazu führen, dass der Autor seine eigenen Aussagen ironisiert, was auch durch die Aussage ,,Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (ebd.) deutlich wird. Des weiteren wird durch die Aussage ,,Ab und zu sage ich ihnen auch, dass sie bitte ein wenig schneller reagieren sollen“ (Z. 35 f.) deutlich, dass die gescheiterten Kommunikationsversuche zur Last werden und zur Überforderung führen. Dabei verdeutlicht die Repetition ,,und ich höre nichts zurück“ (Z. 38) erneut die andauernde Stille und die sich wiederholende Situation der gescheiterten Kommunikationsversuche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die zu beginn geschilderte Erfahrung des Autors den Ausgangspunkt für seine These, dass wir in einem Zeitalter der digitalen Unverbindlichkeit leben, die auch von Überforderung und von der Gefahr der Vereinsamung geprägt ist, darstellt und der Autor anschließend seine These in dem zweiten Teil seines Textes erläutert. Indem er narrative Elemente im ersten Teil verwendet bietet er den Lesern auch eine Identifikationsmöglichkeit und verdeutlicht seine These anhand von persönlichen Beispielen und Erfahrungen und unterstützt seine Aussagen mit Hilfe von Metaphern, Akkumulationen, Repetition und Parallelismen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.Aufgabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich an selbst gewählten Beispielen die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern und ausgehend von eigenen Erfahrungen kritisch-abwägend zu der Aussage Stellung nehmen, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Anschließend wer ich die Überzeugungskraft der Darstellungsweise von Georg Diez beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommunikation hat sich durch digitale Medien verändert, was sich beispielsweise darin zeigt, dass erwartet wird immer erreichbar zu sein, um auf Fragen oder andere Nachrichten zu antworten. Dies findet jedoch nicht nur in der Alltagskommunikation statt sondern auch in der beruflichen Kommunikation, da Bewerbungen beispielsweise oft nur noch online geschickt werden oder im Beruf erwartet wird ständig über E-Mails erreichbar zu sein auch außerhalb der eigentlichen Arbeitszeiten. Diese Erwartung ständig erreichbar  zu sein führt auch zu Abhängigkeit von den digitalen Medien und den sozialen Netzwerken, da auch ständig geguckt wird, ob man Nachrichten bekommen hat, auf Fragen noch antworten muss und auch selber erwartet schnelle Antworten zu bekommen. Zudem ist man auch abhängig von den Medien, da bei Verzicht der Medien oder den sozialen Netzwerken man mit der Folge rechnen muss aus der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden, da man über bestimmte Dinge im Internet nicht informiert ist oder bei Themen bezüglich des Internets nicht mitreden kann. Ein weiterer Aspekt der veränderten Kommunikation durch Medien ist die Selbstpräsentation und auch die freie Meinungsäußerung sowie der Einfluss auf andere. &lt;br /&gt;
Durch die sozialen Medien haben Menschen heute die Möglichkeit sich selbst zu präsentieren und auch zu entscheiden, was man anderen von sich preisgeben möchte und was nicht, was auch zu erhörten Selbstreflexion führt. Zudem kann man seine Meinung freier äußern, da man anderen Menschen nicht gegenübersteht und in Ruhe schreiben kann, was man denkt, wobei man heutzutage auch eine höhere Erreichbarkeit an dich Menschen hat, da man Menschen nicht nur schwer durch Zeitungen oder Bücher erreichen kann, sondern die eigene Meinung mehr durch die sozialen Medien verbreiten kann und mehr Menschen diese lesen können. Darüber hinaus entsteht durch die Kommunikation durch digitale Medien die Möglichkeit mit Menschen aus aller Welt unabhängig von Ort und Zeit zu kommunizieren und mehr Ansichten und Weltbilder austauschen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, lassen sich sowohl Argumente dafür als auch dagegen finden. &lt;br /&gt;
Ein Argument dagegen wäre dabei, dass digitale Kommunikation Vorteile bringt, wie, dass es möglich ist mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren und somit auch ein Austausch stattfinden kann, der ohne Medien nicht möglich wäre. Zu dem ist das Internet und die digitale Kommunikation verlässlich sowohl sicher als auch direkt, sodass Kommunikation trotz Distanzen verbindlich erfolgen kann. Ein anderes Argument wäre, dass die Digitalisierung die Werteorientierung der jüngeren Generationen nicht negativ beeinflusst, sondern trotzdem Leistungsbereitschaft vorhanden ist und Wert wie Familie, Beruf und Freunde weiterhin vorhanden sind. Die digitale Kommunikation führt auch zu Fortschritten innerhalb der Gesellschaft und im Berufsleben, auch wenn die digitale Kommunikation Überforderung bei den älteren Generationen hervorbringt. Ein Argument für die Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, ist dabei, dass ein Verzicht auf direkte Antworten und ständiger Erreichbarkeit Menschen mit negativen Konsequenzen rechen müssen wie Vereinsamung, da die ständige Erreichbarkeit und die digitale Kommunikation heutzutage schon notwendig ist um in der Gesellschaft integriert zu sein. Des weiteren kann zwar eine freie Meinungsäußerung im Netz stattfinden, jedoch erfolgen die Meinungsäußerungen oft unbedachter und das was gesagt wird, wird oft weniger reflektiert. So kommt es beispielsweise auch dazu dass sich der Umgang mit den Mitmenschen in der digitalen Kommunikation ändert und Menschen rücksichtsloser werden und auch Mobbing innerhalb der digitalen Medien stattfindet und das Opfer dessen nicht entfliehen kann. Dies lässt auf das nächste Argument schließen nämlich, dass es keine richtigen Verhaltensregeln im Umgang mit den digitalen Medien gibt bzw. diese nicht richtig eingehalten werde, sodass zu einem Werteverfall kommen könnte, da das Internet Anonymität zu lässt und deshalb auch Menschen teilweise rücksichtsloser werden. Nachdem ich die Argumente nun abgewägt habe, komme ich zu dem Entschluss, dass wir in gewisser weise schon in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z.64) geprägt ist, da die digitale Kommunikation in der Gesellschaft einen Zwang darstellt, da man sonst nicht richtig integriert ist und es zunehmend zu unreflektierten Meinungsäußerungen kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend werde ich nun die Überzeugungskraft der Darstellungsweise des Autors beurteilen. Auf der einen Seite finde ich, dass die Darstellungsweise durchaus Stärken aufweist, da durch den Erfahrungsbericht zu beginn der Autor viele Emotionen mit einbringt und durch die Verallgemeinerung der Erfahrung den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit gibt und auch Beispiele anschließend als Beleg heranzieht. Auf der anderen Seite jedoch finde ich die Darstellungsweise des Autors im Allgemeinen nicht überzeugend, da der Autor nicht objektiv bleibt, sondern sehr subjektiv ist und auch sich eher an dem erzählerischen Stil zu beginn bedient als sachlich zu bleiben. Zu dem verwendet der Autor auch nur eigene Beispiele und Erfahrungen als Belege, sodass seine Argumente nicht richtig belegt werden wie beispielsweise an Hand von Studien. Zudem weist der Autor zwar auf die Probleme hin, nennt jedoch keine Lösungsmöglichkeiten oder Wege der Verbesserung, weshalb meiner Meinung nach die Darstellungsweise des Autors nur wenig Überzeugungskraft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommunikation hat sich aufgrund der digitalen Medien verändert, weshalb Georg Diez, der Autor des Artikels „Hallo?“, behauptet, dass die Zeit, in der wir leben, von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Im Folgenden werde ich zu dieser Aussage unter dem Einbezug eigener Erfahrungen mit der digitalen Kommunikation kritisch-abwägend Stellung nehmen und anschließend die Überzeugungskraft der Darstellungsweise Diez` beurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien resultiert besonders aus der sogenannten „ständigen Erreichbarkeit“, da erwartet wird, dass man sozusagen immer allgegenwärtig ist und somit jederzeit auf Fragen antworten kann. Dies trifft sowohl auf die Kommunikation im Alltag als auch im Beruf zu. Am Beispiel der digitalen Kommunikation im Beruf muss man auch dazu bereit sein, noch nach dem Feierabend auf Rückfragen zu antworten. Andererseits wird dadurch ein schnellerer Fortgang der Arbeit ermöglicht, da man nicht lange auf Antworten warten muss. Zudem wird meist über E-Mails kommuniziert und diese ermöglichen eine deutlich schnellere Kommunikation als die vorher genutzten Kommunikationsmittel. Diese ständige Erreichbarkeit führt jedoch möglicherweise zur Abhängigkeit, da es für viele Menschen heutzutage kaum noch vorstellbar ist ohne die Verwendung digitaler Medien im Beruf oder Alltag zu kommunizieren. Des Weiteren ist bei der Kommunikation über soziale Netzwerke eine nahezu uneingeschränkte Meinungsäußerung möglich. Dies ist an sich gut, bringt jedoch auch viele Folgen mit sich, da beispielsweise häufig negative Kommentare unter Beiträgen in sozialen Netzwerken wie auf Facebook erscheinen. Diese sind oftmals abwertend und würden bei der face-to-face Kommunikation mit jener Person nicht geäußert werden. Aufgrund dessen kommt es gegebenenfalls zu einer Veränderung des Sozialverhaltens, da oft rücksichtslos gehandelt wird und somit Mobbing entstehen kann. Außerdem ist es in sozialen Netzwerken möglich sich selbst zu präsentieren. Bei dieser  Selbstdarstellung werden jedoch lediglich die positiven Seiten eines Menschen, sowie sein „perfektes“ Leben präsentiert. Daraus können bei anderen Menschen Selbstzweifel entstehen, da sie jenes Leben nicht führen. Die vermehrte Nutzung sozialer Netzwerke bringt jedoch eine weitere Folge mit sich, die Gefahr der Ausgrenzung. Verwendet jemand die sozialen Netzwerke im Beruf aber besonders im Alltag nicht, wird er aus der Kommunikation ausgeschlossen. Dies liegt vor allem daran, dass man über aktuelle Themen in seinem sozialen Umfeld nicht informiert ist, da die Kommunikation hauptsächlich in den sozialen Netzwerke stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diez erläutert in seinem Artikel, wir würden in einer Zeit leben, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Grundsätzlich könnte man ihm zustimmen, da die Kommunikation im Internet zwanglos ist und aufgrund dessen häufig Situationen vorkommen, in welchen Verabredungen kurz vorher abgesagt werden, obwohl ein Treffen bereits lange geplant war. Die Aussage Diez ist jedoch kritisch zu betrachten, da die digitale Kommunikation einige Vorteile hat. So ist es beispielsweise möglich, über große Distanzen zu kommunizieren, also auch mit Menschen in anderen Ländern. Insbesondere in Bezug auf die Globalisierung hat die digitale Kommunikation eine große Bedeutung, da es möglich ist, sich weltweit auszutauschen. Diese Vorteile der digitalen Kommunikation resultieren überwiegend daraus, dass sie sehr schnell abläuft, da man weltweit mit Menschen vernetzt ist und sich Informationen somit sehr schnell verbreiten lassen. Außerdem kann man Diez darin widersprechen, dass die Kommunikation in sozialen Netzwerken unverlässlich und unverbindlich sei, da sie sich besonders bei dem internationalen Austausch im Beruf als verlässlich beweist und es durchaus nicht der Fall ist, dass Menschen nicht mehr auf Nachrichten anderer antworten würden, da es bei der digitalen Kommunikation nicht den zwang gäbe, dass man aufeinander reagieren müsse. Wenn jemand bei der digitalen Kommunikation nicht auf eine Nachricht reagiert, liegt dies meist daran, dass er keine Zeit hat und mit dem großen Angebot an sozialen Netzwerken und der Kommunikation in jenen überfordert ist. Somit ist dies keinesfalls unhöflich gemeint, wie Diez es empfindet. Die von ihm erwähnte Unverlässlichkeit geht aufgrund dessen nicht von den Medien aus, sondern resultiert aus dem Verhalten der Menschen, welche jene verwenden. Deshalb lässt sich diese Aussage nicht verallgemeinern, da nicht jeder unverlässlich mit den Medien und der Kommunikation durch diese umgeht. Zudem ist trotz der Digitalisierung festzustellen, dass sich die Prioritäten der Jugendlichen nicht im negativen verändert haben. Im Gegenteil, für sie steht die Familie sowie die Zufriedenheit im Beruf eine sehr wichtige Rolle. &lt;br /&gt;
Es gibt jedoch auch einige Argumente, welche die Aussage Diez unterstützen. So muss man zur heutigen Zeit damit rechnen, dass man nicht richtig in die Gesellschaft integriert wird, wenn man die digitalen Medien nicht nutzt oder nicht auf Nachrichten reagiert. Zudem gibt es keine festgelegten Verhaltensregeln bei der digitalen Kommunikation, was möglicherweise zu einem Werteverfall führen kann. Dies ist dadurch zu begründen, dass in sozialen Netzwerken häufig negative Kommentare geäußert werden, obwohl sie im alltäglichen Leben bei der face-to-face Kommunikation nicht gesagt würden. Somit verleitet das Internet und die „indirekte“ Kommunikation in jenem manche Menschen dazu, rücksichtslos zu handeln und abwertend über andere Menschen zu sprechen, was schwere Folgen für jene mit sich ziehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellungsweise Diez` weist einige Schwächen auf, welche seine Überzeugungskraft abschwächen. Dabei ist besonders zu nennen, dass der Text in einer erzählenden Form und sehr auf den Autor selbst bezogen formuliert ist. Daraus resultiert letztlich, dass er keine Belege für seine Aussagen erwähnt, was dazu führt, dass diese nicht ausreichend unterstützt werden und nicht glaubhaft beziehungsweise seriös erscheinen. Des Weiteren beschreibt er im Detail das konkrete Problem aus seinem Alltag, nennt jedoch keine allgemeinen Lösungsvorschläge für jenes. &lt;br /&gt;
Diez` Darstellungsweise verfügt jedoch auch über einige Stärken, welche dazu führen, dass seine Aussagen überzeugend wirken. Er geht in seinem Artikel zwar auch auf das generelle Problem, welches er beschreibt ein, unterstützt dieses jedoch durch seine eigenen Erfahrungen, was dazu führt, dass seine Emotionen für ihn unmittelbar spürbar werden, wodurch jener von seinen Aussagen überzeugt wird und sich selbst mit dem Problem identifizieren kann. Die Einbeziehung des Lesers in die Problematik wird zudem insbesondere durch die vermehrte Verwendung von Personalpronomen wie „wir“ oder „unser“ hervorgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufgabe 1 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Hallo?“ wurde von Georg Diez verfasst und ist im Jahre 2013 in „der Spiegel“ erschienen. Inhaltlich befasst sich der Text mit den Konsequenzen digitaler Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Hallo?“  spielt konkret auf das Thema des Textes an und wird durch den Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ konkretisiert. Bereits an diesen Textstellen akzentuiert der Autor seine Abneigung gegen digitale Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text setzt mit der metaphorischen Aussage „Es gibt ein Loch in meinem Leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein […]“ (Z.1ff.) ein. Die Begebenheit, dass „das Loch […] schwarz und stumm [bleibt]“ (Z.3), zeugt von einer resignativen Grundstimmung des Autors wodurch seine bereits erkannte These, dass digitale Kommunikation zu einer Vereinsamung führt. Dadurch, dass der Autor für seinen Text das Personalpronomen „Ich“ (Z.2) verwendet, gibt er seiner Leserschaft, welche sich so besser in die Situation versetzt fühlen, ein Identifikationsangebot. Des Weiteren ist schon im ersten Abschnitt die hypotaktische Syntax zu erkennen, welche zu einer detailreichen Erläuterung der komplexen Erfahrungen von Georg Diez verhilft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Textabschnitt (Z.4-9) befasst sich dabei mit konkreten Beispielen. So heißt es, dass er eine SMS verfasst, eine Mail schreibt sowie auf eine Mailbox spricht (vgl. ebd.). Die repetierende Aussage „höre nichts zurück“ (ebd.) akzentuiert, dass er auf seine Nachrichten keine Antworten erhält, was nochmals die Vereinsamung hervorhebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z.9-34) beschäftigt sich konkret mit den Gefühlen des Autors, welche durch die fehlenden Antworten aufkommen. So heißt es „was nun beginnt, ist die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstfragung“ (Z.9). Dies untermauert die melancholischen Gefühle des Autors aufgrund der Ignoranz der Anderen. Die metaphorische Aussage „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z.13f.) hebt dabei die Begebenheit hervor, dass diese Gefühle der Selbstbefragung die Geduld hemmen und sich der Autor folglich fragt, „was wollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z.12f.). Dies akzentuiert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass aufgrund des langen Wartens auf Antworten die Präzision von Kommunikation verloren ginge, da man sich selbst nach langer Wartezeit nicht mehr an seine eigene Intention der Nachricht erinnern könnte. Jedoch wird das zuvor erkannte Gefühl von Ungeduld durch die Aussage „es gibt sicher gute Gründe, dass sich A, B und C nicht melden“ (Z.15f.) relativiert. Der Autor versucht im weiteren Textverlauf, die Ignoranz der Anderen auf seine Nachrichten zu rechtfertigen, indem er Alltagsbeispiele nennt, um seiner Leserschaft die Situation zugänglich zu machen (vgl. Z.15ff.). Um das schlechte Gedächtnis zu mindern benutzt der Autor hier die Antithese „einatmen, ausatmen“ (Z.17), was hervorhebt, dass Georg Diez kritisiert, dass sich die Menschen aufgrund fehlender Antworten zu schnell Sorgen machen würden. Die Versuche der Rechtfertigungen seien jedoch „nach 24 Studen […] allerdings vorbei“ (Z.18). Nach dieser Phase beginne laut Diez „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (ebd.), in welcher sich der Betroffene mit der Frage „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“(Z.19f.) auseinandersetzt und die Gründe für die Ignoranz in seinem eigenen Handeln sucht. Anschließend meint der Autor, dass „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen [sei]“ (Z.20), um zu verdeutlichen, dass dieses „schwierigste Stadium“ (Z.18f.) unumgänglich sei. Jedoch relativiert Georg Diez diese Unumgänglichkeit, da er „den Gedanken, dass [ihn] niemand mehr mag,[…], aus Selbstschutz“ (Z.22) vernachlässigt, um der Leserschaft zu verdeutlichen, dass die Suche nach eigener Schuld „keine Grundlage sein kann für weitere Freundschaften, Freude, Zusammenarbeit“ (Z.23). Im weiteren Verlauf stellt der Autor fest, dass der Betroffene nun Schuldgründe den Ignoranten zuschreibt (vgl. Z.22). Aus den einzelnen Stadien ergebe sich laut Autor, dass „er […] nun ganz auf [s]ich zurückgeworfen [ist], was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z.27ff.). Dies akzentuiert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass sich die Nutzung digitaler Medien so verhäuft hat, dass sie als „Hyperkommunikation“ (ebd.) bezeichnet werden könne und alle im ständigen Austausch stehen würden. Die Übertreibung innerhalb dieser Textpassage „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (ebd.) untermauert, dass der Autor seine eigene These sowie Gedanken ironisiert. Die metaphorische Aussage „je mehr geredet, geschrieben, getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z.28) hebt hervor, dass er der Meinung ist, dass die Menschen heutzutage aufgrund des ständigen Austauschs nicht mehr an Stille gewohnt seien. Dies hebt die kritische Sichtweise des Autors auf die „Hyperkommunikation“ (Z.28) hervor, da er der Auffassung ist, dass die Menschen heutzutage zu abhängig von dem ständigen Austausch seien. Um seinen Leser dieses Phänomen zu untermauern benutzt der Autor den Erklärungsansatz „denn die Vorstellung in meinem Kopf geht ja weiter, sie nehmen eine Realität an […]“ (Z.28ff.). Des Weiteren merkt der Autor an, dass er den Anderen sagt seine Nachrichten schneller zu beantworten (vgl. Z.35f.). Die sich aus dem zweiten Abschnitt repetierende Begebenheit „und höre nichts zurück“ (Z.38) untermauert nochmals die Vereinsamung des Autors, da er selbst nach Aufforderung einer Antwort keine erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z.39-73) befasst sich mit den Gründen für die Ignoranz der Nachrichten. Als Beispiel verwendet der Autor die Meinung eines Journalisten, welcher den Autor fragt „Du glaubst noch an Mails? […] ich lese sie gar nicht mehr“ (Z.41) . Um diese Tatsache zu erläutern versucht der Autor einen Erklärungsansatz aufzustellen, indem er meint „dass wir „i-crazy“ werden vor lauter Smartphones […]“ (Z.42ff.). Diese Erklärung akzentuiert, dass viele der Auffassung sind, dass man aufgrund der Übernutzung digitaler Medien mit sich selbst überfordert wäre und man nicht mehr ohne Technik leben könne, da man metaphorisch „mit den Maschinen verwachsen“ (Z.43f) sei. Dies hebt ebenfalls die starke Abhängigkeit von digitalen Medien hervor. Georg Diez ist jedoch der Meinung, dass dieses Phänomen nur eine Rechtfertigung sei. Um seine Kritik an digitalen Medien zu akzentuieren verwendet er die ironische Aussage „sicher gibt es eine Avantgarde, die sich von dem, was man in den achtziger Jahren Kommunikation nannte, emanzipiert hat und Handys und Computer nutzt, um eine Mauer zwischen sich und der Welt zu errichten, eine Art digitales Kloster“ (Z.48f.). Dies hebt hervor, dass der  Autor denkt, dass es aufgrund der digitalen Kommunikationsmöglichkeiten zu verminderter direkter Kommunikation kommt und die Menschen folglich weniger persönlich in Kontakt träten. Die Metapher „um eine Art Mauer zwischen sich und der Welt zu errichten, eine Art digitales Kloster“ (ebd.) steht dabei für die Isolation von der realen Welt aufgrund der Digitalisierung. Folglich stellt sich der Autor die Frage, welche durch die adversative Konjunktion „aber“ (Z.51)  eingeleitet wird, ob die Überforderung der Hyperkommunikation die Ignoranz der Anderen rechtfertigt. Dabei stellt der Autor die These auf, „dass die Menschen die Logik der Technik in ihr Leben gelassen haben und nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was sie denken, und dem, was sie tun (Z.54ff.). Um seine These zu untermauern verwendet er das Beispiel von Freund A aus seinem ersten Textabschnitt. „Wenn also A meinen Anruf abhört, denkt er, er sollte mich zurückrufen, und indem er das denkt, hat er im Grunde schon mit mir gesprochen“ (Z.56ff.). Diese Textpassage untermauert, dass aufgrund digitaler Kommunikationsmöglichkeiten die Gedanken nicht mehr von Taten unterschieden würden, was eine Folge von zu wenig persönlicher Kommunikation sei. Um seine Leserschaft zum Nachdenken anzuregen verwendet der Autor die rhetorische Frage „Sitzen wir nicht längst im Kopf unserer Mitmenschen?“ (Z.59),um die Problematik seiner Thesen zu verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf merkt der Autor an, dass „wir in der Apple-Moderne leben“ (Z.61f.). Diese würde der Autor jedoch nicht nur negativ betrachten, sondern ist der Auffassung, dass „[s]ie sich dadurch auszeichnet, dass sich Allgegenwart und Solipsismus zu etwas verbinden, was man die digitale Unverbindlichkeit nennen könnte“ (Z.63ff.). Dies untermauert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass digitale Kommunikationsmittel eher zwanglos verwendet würden, weshalb nicht über Taten nachgedacht würde. Die appellierende These „Die Menschen, das darf man nicht vergessen, werden durch die Maschinen nicht anders“ (Z.65) unterstreicht, dass der Autor meint, dass der Charakter des einzelnen Menschen nicht durch Digitalisierung verändert würde, da er augrund der Übernutzung von digitaler Kommunikationsformen meint, dass „sie[…] eher wie sie selbst werden“ (Z.66). Die negativen Gemütszustände „Müdigkeit“ „Zerstreutheit“ „Faulheit“ 8Z.66f.) zeigen, dass Diez jedoch der Auffassung ist, dass digitale Übernutzung dem Menschen jedoch eher schadet. Um seine Abgeneigtheit zu relativieren, das die Technik zeigt, „wie wir miteinander umgehen, rücksichtsvoll, höflich, respektvoll“ (Z.69f.). Für den Autor ist „die Technik [..] hier nicht der Feind, die Technik ist ein Mittel für den Menschen“ (Z.70). Dies zeigt, dass der Autor die Technik grundsätzlich nicht als schlecht bewertet, sondern dass er der Meinung ist, dass ihr eigentlicher Zweck in der heutigen Zeit verloren sei, da der Mensch zu abhängig von ihr geworden sei. Sein letzter Satz „Im Grunde, das haben Sie schon richtig verstanden, würde ich mich freuen, wenn A mal wieder anruft“ (Z.72) zeigt, dass der Autor die Verwendung von digitalen Kommunikationsmöglichkeiten nicht verneint. Die Begebenheit, dass der Autor seine Leserdirekt anspricht, zeugt von einer vertrauten Atmosphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse komme ich zu dem Ergebnis, dass Georg Diez die Übernutzung digitaler Kommunikationsformen kritisiert, da mögliche Konsequenzen der Übernutzung beispielsweise zu Kontaktabbruch und Überforderung führen könne. Seine Auffassung belegt der Autor an seinen eigenen Erfahrungen, welche durch Metaphern, Akkumulationen und der hypotaktischen Syntax hervorgehoben werden. Die sprachlichen Gestaltungselemente unterstreichen den allgemein ironischen und glossenhaften Charakter des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufgabe 2 ====&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Veränderung der Kommunikation und die daraus resultierende Bedeutung digitaler Medien anhand persönlicher Erfahrungen darstellen und Stellung zu der Aussage nehmen, dass wir in einer Zeit leben, die von einer “digitalen Unverbindlichkeit” (Z. 64) geprägt sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich hat sich die Kommunikation aufgrund digitaler Medien verändert. Beispielsweise hat man die Möglichkeit mit Menschen zu kommunizieren, die weit weg wohnen, wie beispielsweise mit einer Freundin, welche ein Auslandsjahr in Australien macht. Ebenso kann man überall und zu jeder Zeit miteinander kommunizieren und dadurch Kommunikation untereinander erleichtert. Nicht nur im Alltag kommuniziert man mit digitalen Medien, sondern auch im Beruf, was die Omnipräsenz digitaler Medien hervorhebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es nicht nur Vorteile durch die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien. Beispielsweise kann sie zu einer starken Abhängigkeit führen, bei welcher Personen die nicht auf digitale Medien zurückgreifen, beispielsweise weil sie über nicht genügend Kenntnisse verfügen, folglich von Kommunikation ausgeschlossen werden. Des Weiteren ist die Kommunikation aufgrund digitaler Medien zwangloser geworden, da nicht auf Grammatik, Interpunktion etc. geachtet wird. Ein weiteres Problem stellt die freie Meinungsfreiheit sowie Selbstpräsentation dar, da aufgrund der digitalen Medien Mobbing schneller verbreitet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Diez definiert in seinem Sachtext “Hallo? “ den Begriff “digitale Unverbindlichkeit”, womit er zum Ausdruck bringen möchte, dass Kommunikation heutzutage nicht als verlässlich und ernsthaft angesehen werden kann. Ebenso stehe die digitale Kommunikation für ihn als “Mauer zwischen sich und der Welt” (Z.50). Diese Aussage ist jedoch kritisch abzuwägen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die Auffassung von Diez spricht, dass digitale Kommunikation viele Vorteile mit sich bringen kann wie beispielsweise internationale Austauschmöglichkeit. Des Weiteren bietet die digitale Kommunikation eine vielseitige Möglichkeit sich untereinander Auszutauschen beispielsweise über SMS und soziale Netzwerke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es auch einige Tatsachen, welche auf die Aussage zutreffen. Ein wichtiger Punkt ist, dass zunehmend auf face-to-face Kommunikation verzichtet wird und der einzelne vereinsamt bzw. sich von der realen Welt abgrenzt. Ebenso gibt es einige Benutzer, welche nicht genügend Verhaltensregeln im Umgang mit digitalen Medien haben, was unter Anderem zu unreflektierten Meinungsäußerungen führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellungsweise des Autors ist sehr einseitig, da Georg Díez sich ausschließlich auf seine eigenen Erfahrungen bezieht und keine Belege für das Gesagte vorhanden sind. Des Weiteren stellt der Autor fast ausschließlich negative Auswirkungen dar, obwohl die digitalen Medien die Kommunikation vereinfacht haben. Man muss nicht, wie der Autor in seinem Text meint, immer im ständigen Kontakt zueinander stehen, man hat jedoch die Möglichkeit dazu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stärken des Textes sind unter Anderem die Emotionalität, welche durch die vielen Gestaltungsmittel unterstützt wird. Ebenso bedeutsam ist die hohe Zugänglichkeit des Textes, da ein alltägliches Problem thematisiert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor seine eigene Erfahrung gut darstellt, jedoch sich nur auf sie bezieht, sodass seine Argumentationsweise sehr einseitig ist. Des Weiteren stellt er einige Textpassagen sehr überspitzt dar, da niemand immer Selbstzweifel bekommt, wenn man einmal keine Antwort erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug ,,Hallo?&amp;quot;, stammt aus einem Artikel des Spiegels, welcher in der 28 Auflage des Jahres 2013 veröffentlicht wurde. Der Autor des Textes ist Georg Diez und dieser thematisiert den Verfall der sozialen Interaktion und Kommunikation durch die ungezwungen Handlung des Antwortens. &lt;br /&gt;
Schon der Titel des Artikels ,,Hallo?&amp;quot; verdeutlicht das im Folgenden dargestellte Problem. Durch das Fragezeichen hinter dem Ausdruck der freundlichen Begrüßung zeigt sich, dass auf diese freundliche Begrüßung keine Antwort kommt. Das lässt den Themenschwerpunkt des Textes erahnen, da die Unzuverlässigkeit durch Medien eine immer größere Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel  verdeutlicht den Hintergrund des gewählten Titels ,,Hallo?&amp;quot; (ebd.), denn dieser erläutert, ,,[w]arum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird&amp;quot; (Z.0). Diese These dient dazu den Leser neugierig zu machen und sich selbst mit der Aussage zu identifizieren, dass man ,,einsam wird&amp;quot; (ebd.), lässt die Leser die Auswirkungen von sozialen Medien und Netzwerken auf das eigene Leben überdenken und somit stellt der Leser sich die Frage, ob er selbst durch die Nutzung von sozialen Netzwerken, ,,einsam wird&amp;quot; (ebd.). Dieser Aspekt regt den Leser zum Weiterlesen an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.1-3) dient als Einleitung in das Thema. Der Autor spricht metaphorisch von einem ,,Loch in [s]einem Leben&amp;quot; (Z.1) womit er sein digitales Endgerät meint, was die Akkumulation, dass er ,,täglich Worte [...], Ideen, Gedanken&amp;quot; (Z. 1) hinein schaufelt, die nach schaut, ,,wie sie fallen&amp;quot; (Z.2) und dann wartet ,,ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion&amp;quot; (Z. 2f.). Dies verdeutlicht, dass die Metapher ,,Loch&amp;quot; (ebd.) das Smartphone symbolisiert. Die Einsamkeit, welche daraus resultiert, zeigt sich durch den Ausdruck ,,schwarz und stumm&amp;quot; (Z.3), der wieder einmal untermauert, dass die Metapher des Loches für ein digitales Endgerät steht, denn das Display bleibt ,,schwarz&amp;quot; (ebd.) und die Geräusche bleiben ,,stumm&amp;quot; (ebd.), weil keine Antwort eines Freundes eintrifft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.4-8) veranschaulicht die verschiedenen Kommunikationswege, welche also zu dem gleichen Ergebnis kommen, da der Autor, der in der Ich-Perspektive schreibt, keine Antwort erhält. Denn er ruft ,,Freund A an, der nicht an sein Handy geht, [...] [somit spricht er ihm] auf seine Mailbox&amp;quot; (Z.4f.). Seiner ,,Kollegin B [...] [schreibt er] eine SMS&amp;quot; (Z.6), auf die er keine Antwort erhält. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Sinnabschnitt (Z.9-14) wird die Problematik des realen und medialen Lebens dargestellt, da die Menschen nicht mehr zwischen ihren Gedanken und ihrem Handeln unterscheiden können. Denn der Autor verdeutlicht die Unsicherheit des Schreibers der SMS, E-Mail und des Anrufers, durch die Akkumulation ,,Ärger, Geduld und Selbstbefriedigung&amp;quot; (Z.9), welche die Gefühle der Person, die keine Antwort bekommt darstellen soll. Zudem behauptet er, die ,,ersten Stunden sind noch einfach&amp;quot; (Z.9f.) aber der Autor spricht von einem längerem Prozess und von der darauffolgenden Konfrontation mit dem Freund, denn man fragt sich, was man getan hat und kann sich eventuell nicht mehr daran erinnern (vgl.Z.9ff.), was auch durch die metaphorische Darstellung ,,[d]as schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld&amp;quot; (Z.13f.) veranschaulicht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vierte Sinnabschnitt (Z.15-21) thematisiert die Oberflächlichkeit der Beziehungen durch die neugewohnenen Kommunikationswege. Denn er begründet, das Fehlen einer Antwort mit ,,sicher gute[n] Gründe[n]&amp;quot; (Z.15), die die Betroffenen bestimmt haben, aber er selbst weiß nicht viel aus deren Leben (vgl.Z.16), was durch eine weitere Akkumulation deutlich wird. Die Akkumulation ,,Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familie zu ernähren&amp;quot; (Z.16f.) veranschaulicht das der Autor seinen Freundeskreis bzw. dessen Abläufe kaum kennt. Jedoch  in der Prozess des Wartens ,,[n]ach 24 Stunden[...] vorbei&amp;quot; (Z. 18), ,, und nun das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit&amp;quot; (Z.18f.), denn [i]rgendwie ein Schlupfloch des Selbstzweifels ist immer offen&amp;quot; (Z.20f.). Dieser Satz verdeutlicht die häufig falsche und fehlerhafte Interpretation durch das reduzierte Kommunizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Sinnabschnitt (Z.22-26) wird des Weiteren die Beschäftigung der anderen thematisiert. Nun stellt der Autor sich vor, ,,wie sie in ihren Wohnungen stehen, wie sie sich durch die Schatten bewegen, in ihrem Schweigen&amp;quot; (Z.25f.), Die Anapher ,,wie sie&amp;quot; (Z.25) hebt den Satz hervor. Zudem veranschaulicht die Akkumulation ,,Freundschaft, Freunde, Zusammenarbeit&amp;quot; (Z.23) den Selbstschutz (vgl.Z.22f.), den sich ein jeder Mensch aufbaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sechste Sinnabschnitt (Z.27-33) beschäftigt sich damit, dass der Einzelne alleine ist und nur durch soziale Netzwerke mit anderen vernetzt ist. Was auch die Akkumulation ,,[j]e mehr geredet, geschrieben und getwittert&amp;quot; (Z. 28) wird, verdeutlicht die verschiedenen Kommunikationswege der heutigen Welt. Das wird jedoch durch die Anapher ,,desto&amp;quot; (Z.29f.) negativ dargestellt wird, da ,,desto gellender die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe&amp;quot; (Z.29f.). ,,Denn die Geschichte&amp;quot; (Z.29f.) in dem Kopf des Autors geht weiter und er stellt sich immer wieder vor, was er ,,falsch gemacht habe&amp;quot; (Z.33). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im siebten Sinnabschnitt (Z.34-44) wird die Einstellung der Freunde in Betracht gezogen. Denn ,,[s]ie sind arglos. Sonst wären sie Sadisten&amp;quot; (Z.34). Dieser Ausdruck bringt zum Vorschein, dass nun die Phase des Selbstzweifels aufgehört hat und die Reaktion und das Verhalten der einzelnen Personen betrachtet wird. Manchmal bittet er sie ,,ein weinig schneller [zu] reagieren&amp;quot; (Z.36), was die Ungeduldigkeit der Autor und die Qual des Wartens verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern. Durch das Kommunizieren durch digitale Medien verfremden die Menschen in einem gewissen Maße. Sie denken zwar das Gegenteil sei der Fall, da sie ja weiterhin kommunizieren. Sie sehen das  Gegenüber nicht und können nur eingeschränkt mit ihm interagieren. Körperkontakt, Mimik und Gestik sind nicht möglich. Außerdem kommt es viel schneller zu Missverständnissen, da man z.B. Ironie nicht so deutlich rüberbringen kann wie normalerweise. Emojis können je nach dem eine Hilfe sein, sind aber auch schnell misszuverstehen. Die Audiofunktion oder Anrufe können diesem Problem weitesgehend aus dem weg gehen, die beste Lösung sind Videoanrufe, bei denen Mimik und Gestik angewandt werden können. Allerdings sind diese viel umständlicher als einfach eine Textnachricht zu schreiben oder ein Audio aufzunehmen und in einigen Situation kaum bis nicht möglich und somit auch nur teilweise eine Lösung des Problems. Sie hat allerdings auch einige Vorteile. Wenn man schnell jemanden erreichen will, muss man ihn nicht treffen oder vom Haustelefon aus anrufen und hoffen, dass derjenige zuhause ist und den Hörer abnimmt. Und falls man sich doch treffen will, kann man dies viel einfacher mit der anderen Person abklären als es früher noch der Fall war. Der größte Pluspunkt ist die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien im Bezug auf die heutige Wirtschaft. In- und Export werden viel sinnvoller und leichter durch die Kommunikation zu anderen Ländern und bringt einen Vorteil für In- und Exportland. Ein weiterer Punkt, welcher auch von Diez genannt wird, ist der, dass das Denken die Tat ersetzt. Gemeint ist das Phänomen, dass man oftmals darüber nachdenkt jemanden z.B. anzurufen und allein durch dieses Denken glaubt, diese Person angerufen zu haben, obwohl man es gar nicht getan hat. Dies ist eine Behinderung der Kommunikation, da das Antworten schnell vergessen werden kann und eine Kommunikation, ohne eine Antwort zu erhalten, sinnlos ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Georg Diez leben wir in einer Zeit, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z.64) geprägt sei. Gemeint ist, dass das Absagen von Verabredungen etc. durch digitale Medien deutlich einfacher ist, eben weil es unpersönlich ist und man das Gegenüber dabei nicht persönlich sehen muss. Dadurch gibt es viele Menschen (inklusive mir), welche zunächst zusagen und dann im letzten Moment absagen, weil etwas dazwischen kommt, man lieber etwas anderes macht, eigentlich gar keine Lust hat, es einem nicht gut geht etc. Dies ist meistens für alle Betroffenen eine blöde Sache und macht das Treffen mit anderen meiner Meinung nach schwieriger. Außerdem ist es teilweise feige, wenn man einem mit Hilfe von digitalen Medien absagt, anstatt es der Person ins Gesicht zu sagen. Deshalb muss ich Diez zustimmen, natürlich ist nicht jeder so, allerdings bekomme ich dieses Vorgehen nicht grade selten mit bzw. tue es selbst. Ich würde zwar nicht sagen, dass die heutige Zeit von der „digitale[n] Unverbindlichkeit“ geprägt ist, würde aber durchaus damit zustimmen, dass sie davon betroffen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Überzeugungskraft der Darstellungsweise von Georg Diez nicht besonders hoch, da er das, was er sagen will zu umständlich schreibt. Wenn er einfach das was er sagen will genauso schreiben würde, wäre der Text weniger verwirrend und dadurch auch überzeugender dargestellt. Außerdem ist der Text sehr subjektiv und hat keine wirkliche Belege oder sonstiges. Die Argumentationsweise ist lückenhaft und es werden zwar Probleme genannt, allerdings überhaupt nicht auf Lösungen für diese eingegangen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Korrektur_1._Kl.</id>
		<title>CFS T-Klassen/Reflexionen über Sprache/Korrektur 1. Kl.</title>
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				<updated>2018-11-01T18:05:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Hallo?“, verfasst von Georg Diez und veröffentlicht im Jahr 2013 als Artikel in der 28. Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“, handelt es sich um einen Sachtext zum Thema Auswirkungen der digitalen Kommunikation auf ein Individuum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Textes „Hallo?“ gibt Aufschluss über die Thematik. Die Frage „Hallo?“ wird in der täglichen Kommunikation genutzt um beispielsweise zu erfragen ob jemand am anderen Ende der Telefonleitung, des Mail-Eingangs oder im sozialen Netzwerk noch anwesend bzw. aufmerksam ist und plant auf die gestellte Frage oder Aussage zu reagieren. Im Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“, wird ebenfalls der Bezug zur Thematik geschaffen, aber weiterhin ist dies auch die erste These des Textes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein lässt sich der Text in drei Sinnabschnitte einteilen. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1 – 26) befasst sich mit einem Erfahrungsbericht des Autors wie er die digitale Kommunikation im Alltag nutzt. Der zweite Sinnabschnitt (Z. 27 – 53) thematisiert die Konsequenzen der Nutzung. Der dritte Sinnabschnitt (Z. 54 – 73) gibt eine Erklärung für die Thematik des Textes und spiegelt die persönliche Meinung des Autors wider. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Vorstellung des Autors „[e]s gibt ein Loch in meinem leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein, Ideen, Gedanken, ich schaue ihnen nach, wie sie fallen und warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion, aber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 1 ff.) ein. Diese philosophische Vorstellung lässt sich auf den Titel des Textes beziehen. Die im Titel gestellte Frage „Hallo?“ erwartet eine Reaktion, die jedoch wie in der hier dargestellten Vorstellung ausbleiben kann. Auch die im Untertitel erwähnte Einsamkeit lässt sich in die Metapher „das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) wiederfinden, da es keine Reaktion gibt und folglich Stille herrscht. Im weiteren Verlauf beschreibt der Autor die Formen, in der er persönlich digitale Kommunikation im Alltag benutzt. Er beschreibt, wie er seinen Freund A anruft und ihm auf die Mailbox spricht, da dieser nicht an sein Handy gegangen ist (vgl. Z. 4 f.). Die Beschreibung endet mit der Feststellung „und höre nichts zurück“ (Z. 5) in Bezug auf die hinterlassene Benachrichtigung auf der Mailbox. Weiterhin erwähnt der Autor er schicke seiner Kollegin B eine SMS mit Anregungen für Themen (vgl. Z. 6), doch auch auf diese Beschreibung folgt die Feststellung des Autors „ich höre nichts zurück“ (Z. 6 f.) in Bezug auf die versendete SMS. Dieser Ablauf sowie die Feststellung werden ein drittes Mal wiederholt, wenn der Autor seinem Freund C eine Mail schreibt, auf die er wiederrum keine Antwort oder Reaktion erhält. Das Beispiel ist in Form eines Trikolons aufgebaut, es gibt zwei Freunde und eine Kollegin, mit denen der Autor versucht in Kontakt zu treten. Diese Handlungen sind in einer Antiklimax angeordnet, da in einem Telefonat zwei Menschen noch mündlich miteinander sprechen, in einer SMS zwar keine direkte mündliche Kommunikation mehr herrscht, allerdings ist diese schneller und oftmals unförmlicher zu beantworten als eine E-Mail. Die Tatsache, dass der Parallelismus „höre nichts zurück“ (Z. 5) nach allen drei Beispielen zu finden ist, drückt die in der ersten These erwähnte Einsamkeit aus. Auch die Antiklimax, die einen Verfall von persönlicher Kommunikation zu unpersönlicher Kommunikation darstellt sowie die distanzierten Bezeichnungen der Freunde mit den Buchstaben A, B und C verdeutlichen die Einsamkeit und besonders die Unpersönlichkeit der digitalen Kommunikation. Die Zeit, die auf dass Hinterlassen einer Nachricht bis hin zur Reaktion des Empfängers folgt, bezeichnet der Autor als „Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung (Z. 9). Die Hyperbel „Dramaturgie“ (ebd.) verdeutlicht das Ausmaß bzw. die Erwartungen an die digitale Kommunikation. Es wird verlangt, dass so schnell wie möglich eine Antwort in Form einer Reaktion eintrifft. Eine „stockende Unterhaltung“ (Z. 12) sei, laut Ansicht des Autors, nur schwer aufrecht zu erhalten, was demnach die Erwartungshaltung an die andere Person erklärt und das Gefühl der Einsamkeit nach dem Kommunikationsvorgang noch einmal aufgreift. In dieser Einsamkeit stellt sich der Autor nach eigenen Angaben, Fragen darüber, weshalb die betroffenen Personen nicht antworten, ob es an ihm läge oder ob sie sauer seien (vgl. Z. 15 ff.). Folglich resultieren aus der Einsamkeit Selbstzweifel und Gedanken, die „keine Grundlage sein [können] für weitere Freundschaft, Freude, Zusammenarbeit“ (Z. 23). Demnach folgt nach der Einsamkeit durch die ausbleibende Antwort im schlimmsten Fall die Entfremdung und der Abbruch der Freundschaft. Mit dieser Erkenntnis endet der erste Sinnabschnitt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 27 – 53) setzt mit der Aussage des Autors „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (Z. 27) ein. Diese Aussage ist eine Schlussfolgerung aus dem zuvor genannten Beispiel und stellt wiederholt die Einsamkeit des Individuums dar. An diese Aussage schließt sich die zweite These des Autors an. Diese lautet: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28 f.). Der Autor sagt mit dieser These aus, dass die digitalen Kommunikationsformen in der heutigen Zeit stetig präsent sind und es dadurch umso seltener und besonders ist, wenn Stille herrscht. Die Präsenz der digitalen Kommunikationsformen wird in der These durch die Aufzählung „geredet, geschrieben und getwittert“ (ebd.), insbesondere durch die letzten beiden, dargestellt. Der Parallelismus „desto gellender die Stille, desto epischer entfaltet sich der Raum“ (Z. 29) untermauert durch die gleiche Abfolge von „desto“ (ebd.) sowie einem Adjektiv und Verb in Kombination mit den Substantiven „Stille“ (ebd.) und „Ruhe“ (ebd.) im Kontrast zur Aufzählung die Besonderheit und Seltenheit der Einsamkeit. Im Folgenden erwähnt der Autor, dass er seine Freunde gebeten hatte auf seine Nachrichten schneller zu reagieren, doch er sei sich dabei vorgekommen, „wie ein Zwölfjähriger, der Professor spielt“ (Z. 37). Dieser Vergleich ist ironisch zu verstehen, da er angibt ihnen diese Aufforderung „meist auf die Mailbox [gesprochen] oder […] die Anregung als SMS oder als Mail [geschickt habe]“ (Z. 38). Eine Erklärung dafür gibt der Autor in der Wiedergabe eines Gespräches mit einem befreundeten Journalisten, der zugibt, er bekomme jeden Tag so viele Mails, dass er sie gar nicht mehr lese (vgl. Z. 39 ff.). Hier ist ein Kontrast zur Ansicht des Autors zu finden. Während der Autor die Einsamkeit durch die eintreffenden Antworten als negativ abtut, sind Menschen wie der befreundete Journalist bereits so weit, dass sie Nachrichten, in diesem Fall Mails, gar nicht mehr lesen, um etwas Einsamkeit und somit Ruhe zu erhalten. Der Autor führt in diesem Zusammenhang den Neologismus „i-crazy“ (Z. 42) an, den er dadurch definiert, dass er behauptet wir Menschen würden verrückt werden „vor lauter Smartphones, Facebook, SPIEGEL ONLINE, dass unser Hirn das alles nicht mehr schafft“ (Z. 42 f.). Diez ist allerdings der Ansicht, dass es sich dabei um eine Ausrede handle (vgl. Z. 45). Er räumt jedoch ein, dass die Art der Kontaktaufnahme sich geändert, das Konzept der Präsenz sich gewandelt hat und es auch extreme Beispiele für digitale Kommunikation gibt (vgl. Z. 45 ff.). Der Umstand, dass er die Anapher „[s]icher“ (Z. 45, Z. 46, Z. 48) nutzt, um die Einwände einzuleiten, verdeutlicht durch die stetige Wiederholung, dass diese durchaus berechtigt sind, aber er dennoch an seiner Ansicht festhält. Am Ende des zweiten Sinnabschnittes stellt Diez die Frage: „Aber erklärt die angebliche Überforderung wirklich schon die Unhöflichkeit, den beiläufigen Narzissmus und die in der Konsequenz stumme Verachtung, die darin liegt, in diesem Fall mich so lange auf eine Antwort warten zu lassen?“ (Z. 51 ff.). Diese Frage regt den Leser dazu an sich seine eigene Meinung zu bilden, doch diese wird durch die negativ behafteten Substantive, wie „Unhöflichkeit“ (ebd.), „Narzissmus“ (ebd.) oder „Verachtung“ (ebd.), beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Sinnabschnitt (Z. 54 – 73) behauptet der Autor, dass er „eine andere Theorie“ (Z. 54) habe. Er ist der Ansicht, „dass die Menschen die Logik der Technik in ihr Leben gelassen haben und nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was sie denken und dem, was sie tun“ (Z. 54 ff.). Um seine Theorie zu erklären, gibt der Autor im weiteren Verlauf en Beispiel an. Er erläutert, dass „[w]enn A also meinen Anruf abhört, denkt er, er sollte mich zurückrufen, und indem er das denkt, hat er im Grunde schon mit mir gesprochen“  (Z. 57). Seine These lässt sich laut Diez selbst kompakt in der Feststellung „Der Gedanke hat die Tat ersetzt“ (Z. 58 f.) festhalten. Resultierend aus dieser Feststellung bzw. seiner Theorie generell wirft er die Frage auf, ob „wir nicht alle längst im Kopf unserer Mitmenschen [sitzen]“ (Z. 59). Diese Frage regt den Leser zum Nachdenken an und wird durch die Leerzeile (Z. 60) formal veranschaulicht. Das Ende des Textes nutzt der Autor, um die Auswirkungen der Technik auf die Menschen darzulegen. Zu den negativen Auswirkungen werden die natürlichen Eigenschaften des Menschen gezählt, die durch die Technik besonders hervorgehoben werden, wie „Müdigkeit“ (Z. 66), „Zerstreutheit“ (Z. 67) und „Faulheit“ (ebd.). Auf der anderen Seite stehen die positiven Eigenschaften, die in den Menschen durch die Technik hervorgerufen werden, wie beispielsweise der „rücksichtsvoll[e], höflich[e], respektvoll[e]“ (Z. 70) Umgang miteinander, der verdeutlicht, dass „die Technik […] nicht der Feind [ist]“ (Z. 70 f.), sondern als Mittel für den Menschen“ (Z. 71) funktioniert. Der Text endet mit der Aussage des Autors „Im Grunde, das haben Sie schon richtig verstanden, würde ich mich freuen, wenn A mal wieder anruft (Z. 72 f.). Durch das Personalpronomen „Sie“ (Z. 72) wird der Leser ein letztes Mal explizit angesprochen und somit auch zum Ende hin in den Text eingebunden und zum Nachdenken angeregt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzustellen, dass Georg Diez in seinem Artikel versucht die Leser von seiner negativen Ansicht die Auswirkungen der digitalen Kommunikation betreffend zu überzeugen. Dazu verwendet er neben eigenen Erfahrungen, einem Gespräch mit einem befreundeten Journalisten, Beispiele aus dem Alltag, wenig Fachsprache und hypotaktischem Satzbau stilistische Mittel wie Aufzählungen, Metaphern oder Parallelismen, die den Text für die Leser einfach, verständlich und somit auch nachvollziehbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2. Aufgabe:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Einführung von digitalen Kommunikationsformen hat sich auch die allgemeine Kommunikation verändert. Dies soll im Folgenden an unterschiedlichen Beispielen verdeutlicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verbreitung digitaler Kommunikationsformen ist es heute einfacher und schneller mit anderen in Kontakt zu treten. E-Mails, SMS und soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit Fragen zu stellen, Meinungen zu teilen oder einfach Alltägliches zu besprechen. Weiterhin bieten sie die Möglichkeit mit Menschen rund um den Globus in Kontakt zu treten und mit diesen Freundschaften zu schließen. Auch im späteren Leben kann man durch digitale Kommunikationsmittel einfacher den Kontakt zu alten Klassenkameraden oder Kindheitsfreunden halten, als durch Briefe oder Telefonate. Es geht schneller, man hat heute schließlich jederzeit ein Handy bei sich und ist somit sofort und einfach zu erreichen. Positiv ist ebenso, dass viele Menschen innerhalb kurzer Zeit informiert werden können. Beispielsweise ist dies bei Unwettern sehr nützlich, da die Menschen sich dann darauf vorbereiten können. Allerdings ist die ständige Erreichbarkeit geprägt von zwei Seiten: einer positiven und einer negativen. Die positive Seite wurde zuvor ausreichend erläutern. Auf der negativen Seite stehen jedoch der Zeitaufwand und die fehlende Ruhe. Während in der Zeit, als es lediglich Briefe als indirekte Kommunikationsform gab, Menschen oftmals mehrere Tage oder Wochen auf eine Antwort gewartet haben, ist es heute so, dass manche bereits gereizt sind, wenn nach ein paar Minuten noch keine Antwort gekommen ist. Mittlerweile ist eine Abhängigkeit von den digitalen Medien festzustellen. Menschen benutzen sie mehrfach, wenn nicht sogar dauerhaft am Tag, um sich das Leben zu erleichtern. Kinder ohne Handy, Laptop oder anderen Zugang zu digitalen Kommunikationsformen oder sozialen Netzwerken werden oftmals von ihren Mitschülern ausgeschlossen oder finden keinen Anschluss. Dabei birgt die frühe Konfrontation mit digitalen Kommunikationsformen viele Gefahren und Risiken für junge Menschen. Besonders Kinder sind sehr naiv und geben unbedacht private Informationen, Bilder und Daten im Netz preis. Die digitale Kommunikation bietet ebenso die Möglichkeit selbst zu kontrollieren, wie man sich präsentiert. Dies kann sowohl positiv, als auch negativ sein. Besonders negativ ist es bei sogenannten Fake-Profilen oder unseriösen Unternehmen, die sich hinter aufwendig gestalteten Webseiten verbergen. Daraus ergeben sich große Distanzen, die in der direkten und persönlichen Kommunikation nicht zwangsweise auftreten würden. Aus diesem Grund ist auch die Verbindlichkeit von Aussagen, sowie Angaben oder Daten gegeben. Jeder kann Informationen ins Internet stellen, die von anderen oder vorherige Prüfung als Richtig angesehen werden. Aber auch abgesprochene Termine können problemlos kurz vorher abgesagt werden ohne sich zwangsweise in irgendeiner Form dazu äußern zu müssen, oder gar nicht auf Mitteilungen oder Fragen reagieren. Georg Diez führte in seinem Text „Hallo?“ als Erklärung dessen den Begriff „digitale Unverbindlichkeit“ (Z. 64) ein. Der Begriff beschreibt Menschen, die bewusst digitale Nachrichten oder Mitteilungen nicht lesen, da ihnen die Zeit fehlt darauf zu antworten, sie deren Inhalt als unwichtig erachten oder schlicht und einfach ihre Ruhe haben möchten. Georg Diez gehört zu der Gruppe von Menschen, die erwarten so schnell wie möglich eine Antwort zu erhalten. Dies macht er in seinem Text mehr als deutlich. Er versucht die Leser durch persönliche Schilderungen sowie Fragen und direkte Ansprache von seiner Ansicht zu überzeugen. Er nutzt weiterhin Assoziationen, sowie Aufzählungen in Form einer Klimax, Trikolons, Parallelismen, eine Anapher oder Metaphern um seinen Text leichter verständlich zu machen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Alles in allem ist der Text von Georg Diez durchaus überzeugend, auch wenn er sich in erster Linie mit der negativen Seite befasst hat und nur wenige Einschübe der anderen Sichtweise bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Sachtext „Hallo?“ von Georg Diez aus dem Jahr 2013 handelt es sich um einen Artikel aus der 28. Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“. Der Artikel thematisiert die digitale Kommunikation und die dadurch resultierende Unverbindlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn lässt sich schon an Hand des Titels „Hallo?“ die Thematik des Textes erschließen. Die Frage „Hallo?“ wird fast täglich genutzt, sobald jemand sich unverstanden fühlt oder eine einseitige Kommunikation vorliegt, demnach eine Unverbindlichkeit. &lt;br /&gt;
Diese Thematik wird weitergehend im Untertitel behandelt, da es dort heißt: „warum man als Mensch der E-Mails schreibt, einsam wird“. Hierbei handelt es sich um eine Behauptung, welche durch das Fragepronomen „Warum“ (ebd.) eingeleitet wird. Dies dient zur Veranschaulichung der vielen Fragen, welche sich der Erzähler stellt. „E-Mails“ (ebd.)lassen darauf schließen, dass es sich zudem um eine digitale Kommunikationsform handelt, welche vom Autor behandelt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text beginnt mit einer Metapher: &amp;quot;Es gibt ein Loch in meinem Leben“ (Z. 1). Demzufolge lässt sich an dem Pronomen „meinem“ (ebd.) erkennen, dass es sich um die Sicht des Autors handelt, da der vorliegende Text ein Artikel ist. Diesem fehle etwas in seinem Leben, was metaphorisch von dem „Loch“ (ebd.) dargestellt werden soll. Dieses Loch wird mit „Worten […], Ideen, Gedanken“ (Z. 1) gestopft, jedoch ist dies keine Ausnahme, sondern es geschieht „täglich“ (Z. 1). Allerdings scheint dieses Loch nicht gestopft werden zu können, da der Autor „warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 2 f.). Diese Akkumulation nimmt erneut Bezug auf den Titel „Hallo?“ da dort ebenfalls vergeblich auf eine Reaktion gehofft wird. „[A]ber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) untermauert, dass trotz wiederholten Versuchen, keine Veränderung der Kommunikation &lt;br /&gt;
daliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um gegen seine Hilflosigkeit zu wirken, erzählt der Autor: „Da rufe ich meinen Freund A an“ (Z. 4). Da das Synonym „Freund A“ (ebd.) verwendet wird, ist zu sagen, dass sich die Situation auf alle Menschen übertragen lässt. Das Verhalten, dass er nicht an sein Handy geht, versucht der Autor durch die Hyperbel „weil niemand mehr an sein Handy geht“ (Z. 4f.) zu erklären. Fazit des Autors ist: „und höre nichts zurück“ (Z. 5). Allerdings gibt dieser nicht nach uns versucht es weiter: „Da schicke ich meiner Kollegin B eine SMS […] - ich höre nichts zurück. Da schreibe ich meinem Freund C eine Mail […] - ich höre nichts zurück“ (Z. 5 ff.). Der Parallelismus „ich höre nichts zurück“ (ebd.) akzentuiert, dass alle Versuche gescheitert sind und somit die digitale Kommunikation unverbindlich ist.   &lt;br /&gt;
Diese beginnende „Dramaturgie [wird] von Ärger, Geduld und Selbsthinterfragung“ (Z. 9) begleitet. Allerdings sind diese Zustände gegensätzlich, was zeigt, dass die Unverbindlichkeit der digitalen Kommunikation negative Auswirkungen und Verwirrungen auslösen können. Zudem ist hinzu zu fügen, dass die Situation übertrieben dargestellt wird und durchaus hinterfragt werden kann, da sicherlich nicht jeder Mensch handelt wie A,B und C. „Die ersten Stunden sind noch einfach“ (Z. 9 f.) behauptet der Autor, was daraus resultiert, dass er „ein paar der in [s]einem Kopf tobenden Gedanken hinaus in die Welt gebracht“ (Z. 10 f.) hat. Allerdings handelt es sich lediglich um „ein paar“ (ebd.), so dass ein Großteil der Gedanken noch vorhanden wären. Da diese „toben[...]“ (ebd.), lassen sie sich auch nicht bündeln und das Individuum ist aufgebracht. Letztendlich bleibt ihm nichts übrig, als zu warten (vgl. Z. 11). Die Folge dessen sei, dass er „kurz und rasch sauer“ (Z. 11 f.) werde. Somit sind seine Gefühle wechselhaft und nicht von langer Dauer. Laut ihm besteht eine Anstrengung darin, „eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 12 f.). Allerdings ist es unmöglich eine Unterhaltung zuführen, sofern man keine Rückmeldung erhält. Im Folgenden wird ein Fazit des Autors gezogen: „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z. 13 f.). Da es sich um einen „Feind“ (ebd.) handelt, ist anzumerken, dass das „schlechte Gedächtnis“ (ebd.) und die „Geduld“ (ebd.) zwei Komponenten sind, die antithetisch zueinander sind. Wenn also vergessen wird zu antworten, hat es negative Auswirkungen auf den Wartenden. „Die [Geduld] setzt aber schließlich doch ein“ (Z. 15), da Gründe gesucht werden, „dass sich A,B, und C nicht melden“ (Z. 15 f.). Ein Grund dafür lässt sich beispielsweise  in der Pluralität der Kommunikationsformen finden, da eine Überforderung bei dem  Individuum vorliegen kann. All das löst eine Resignation bei dem Journalisten aus, was sich an Hand der Aussage „was weiß denn von deren Leben“ (Z. 16) veranschaulichen lässt. Allerdings sollte er wissen, was in dem Leben seiner Freunde vor sich geht und stellt im darauffolgenden Vermutungen an, was sie zur Zeit beschäftigen könnte (vgl. Z. 16 f.). Weitergehend versucht der Autor sich selbst durch diese Erklärungsansätze zu beruhigen: „Also einatmen, ausatmen, morgen ist auch noch ein Tag“ (Z. 17 f.). Das Problem aus „morgen“ (ebd.) verschoben wird, ist keine Lösung in Aussicht und es bleibt dem Journalisten nichts anderes übrig als zu warten. Nach längerer Zeit des Wartens „beginnt das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbstforschung“ (Z. 18 f.). Da nur der Autor eine Einsamkeit verspürt, ist zu sagen, dass er die Situation falsch einschätzt und über reagiert. Für Diez sei „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels immer offen“ (Z 20f.). Dies veranschaulicht, dass er durch seine Selbsterforschung immer Fehler bei sich sucht und gar nicht daran denkt, dass die unbeantworteten Mails einen simplen Grund haben. Verstärkt wird dieses Verhalten durch die Metapher „Schlupfloch“ (ebd.), da so deutlich wird, dass er sich dort immer wieder zurück zieht. Aus  Selbstschutz denkt sich Diez Geschichten aus, warum die Personen nicht antworten (vgl. Z. 22-25). Diese Geschichten dienen für Diez als Erklärung oder Begründung, allerdings sind diese fiktiv und nicht real. Somit werden bei dem Autor Illusionen ausgelöst, „wie sie sich durch die Schatten bewegen“ (Z. 26). Diese Metapher verdeutlicht, dass sie zur Zeit keine persönliche Anteilnahme am Leben des Wartenden haben „in ihrem Schweigen“ (Z. 26). Durch das „Schweigen“ (ebd.) wird Bezug auf die unbeantworteten Nachrichten genommen.  Ein weiterer Erklärungsansatz sei die „Hyperkommunikation“ (Z. 28). Dieser Neologismus akzentuiert, dass die Kommunikation durch Medien sehr vielschichtig ist und dies ein wahrer Grund der unbeantworteten Mails sein kann. Das Paradoxon „[j]e mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender die Stille“ (Z. 28 f.) lässt ebenfalls auf das Problem der Vielseitigkeit der Kommunikation schließen, da eine klare Überforderung vorliegt. Eine weiterer Überreaktion lässt sich an der Aussage „schon seit Tagen grübeln“ (Z. 33) erkennen. Diese Hyperbel zeigt, dass der Autor nicht realistisch denkt und nicht mehr von wahr und unwahr unterscheiden kann. Damit der Autor diese Situation nicht immer und immer wieder durchlaufen muss, appelliert er „e. in wenig schneller [zu] reagieren“ (Z. 36). Allerdings spricht er „ihnen das meistens auf die Mailbox oder schick[t] die Anregung als SMS“ (Z. 37 f.). Dabei ändert Diez nichts an seinem Kommunikationsverhalten und erkennt nicht die Unverbindlichkeit der digitalen Kommunikation. So ist der Versuch etwas änder Situation zu ändern vergebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext &amp;quot;Hallo?&amp;quot;, geschrieben von Georg Diez und veröffentlicht 2013, thematisiert die Unverbindlichkeit trotz vielfältiger Kommunikationsmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift &amp;quot;Hallo?&amp;quot; leitet in die Thematik ein, da sie die Hilflosigkeit eines Menschen, der keine Antwort bekommt, veranschaulicht. der darauffolgende  Untertitel deutet auf ein einen Erklärungsversuch hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt zeigt den Konflikt, eines Menschen, der keine Antworten auf seine digitalen Nachrichten bekommt, auf. Im ersten Abschnitt ist von einem &amp;quot;Loch&amp;quot;(Z.1) die Rede, mit dem Diez &amp;quot;täglich&amp;quot;(Z.1) kommuniziert. Das Loch&amp;quot;(ebd.) steht metaphorisch für die Menschen  mit ddenen der Autor zu kommunizieren versucht. Diese geben, genauso wenig wie ein Loch &amp;quot;das schwarz und stumm&amp;quot;(Z.3) bleibt, eine Antwort. Der hypotaktische Satzbau veranschaulicht an dieser Stelle die Ungeduld, die Diez empfindet, wenn er auf eine Antwort wartet. Als Beispiel für die Mitmenschen, die er zu erreichen versucht, nennt er &amp;quot;Freund A&amp;quot;(Z.4), &amp;quot;Kollegin B&amp;quot;(Z.6) und &amp;quot;Freund C&amp;quot;(Z.7). Durch die Anapher des Wortes &amp;quot;Da&amp;quot;(Z.4, Z.5, Z.6), unterstreicht der Autor die Monotonie der Ignoranz der Diez ausgesetzt ist. Dadurch, dass er von &amp;quot;Kollegin&amp;quot;(ebd.) oder Arbeit (vgl. Z. 8) spricht, erhöht er die Wichtigkeit seiner Antwort, da sie sogar schon die Arbeitswelt betreffen würde. Den darauffolgenden Gedankengang, den er erläutert, bezeichnet er hyperbolisch als &amp;quot;Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung&amp;quot;(Z.9). Im folgenden Satz wird durch die Konjunktion &amp;quot;schon&amp;quot;(Z.10) untermauert, dass Diez so wenig Rückmeldung erhält, dass er sich sogar über den kleinen Aspekt, dass &amp;quot;ein paar der in meinem Kopf tobenden Gedanken hinaus in die Wlet gebracht&amp;quot;(Z.10-11) hat, freut. In der zweiten Phase der &amp;quot;Dramaturgie &amp;quot;(ebd.) wird er &amp;quot;kurz und rasch sauer&amp;quot;(Z-11-12), da er sich, auf Grund der &amp;quot;stockenden Unterhaltung&amp;quot; (Z.12), nicht merken könne, worum es in der Unterhaltung überhaupt geht. Durch die Frage in indirekter rede &amp;quot;Was wollte ich noch mal sagen, worum ging es &amp;quot;(Z.Z.3) wirkt der Gedankengang realistischer. Somit kommt er zu dem Schluss &amp;quot;Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld&amp;quot;(Z.13-14). Dadurch, dass er sich also die Unterhaltung nicht merken kann, wird er ungeduldiger, aus Angst die Unterhaltung zu vergessen. Der nächste Abschnitt setzt antithetisch fort, was durch die adversative Konjunktion &amp;quot;doch&amp;quot;(Z.15) manifestiert wird, indem nach Gründen für die Ignoranz Diez's Mitmenschen gesucht wird. Die Aufzählung dieser möglichen Gründe veranschaulicht die Vielfalt an möglichen Tätigkeiten, die die Person en gerade zu tun haben könnten. Dass der Autor so aufgeregt ist, dass er sich selbst beruhigen muss (vgl.Z.17), verdeutlicht, wie sehr ihn die Situation, ironisch gemeint, stresst. Als das &amp;quot;schwierigste Stadium&amp;quot;(Z.18-19) bezeichnet er folgend die &amp;quot;Einsamkeit&amp;quot;(Z.19) und &amp;quot;Selbsterforschung&amp;quot;(Z.19). Die Aufzählung verschiedener Fragen, die sich der Autor in diesem &amp;quot;Stadium&amp;quot;(ebd.) stellt, unterstreicht die Ungeduld, der er wieder ausgesetzt ist. Die Metapher des &amp;quot;Schlupfloch[es]&amp;quot;(Z.20) zeigt, dass es immer eine Möglichkeit gibt Selbstzweifel zu verspüren. Im nächsten Abschnitt wird vermerkt, dass er die Möglichkeit, nicht mehr gemocht zu werden, &amp;quot;aus Selbstschutz&amp;quot;(Z.22) verwirft. Dies könne keine &amp;quot;Grundlage&amp;quot;(Z.23) sein für jegliche zwischenmenschliche Beziehungen. Dann entwirft Georg Diez ein symbolisches Bild von Personen, &amp;quot;wie sie in ihren Wohnungen stehen, wie sie sich durch die Schatten bewegen in ihrem Schweigen&amp;quot;(Z.25f.). Dieses Bild lässt die digitale und analoge Welt ineinander verschmelzen, sodass der Leser die Gedanken des Autors besser nachvollziehen kann. Durch das Paradoxon &amp;quot;Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe&amp;quot;(Z.28-29) wird die Absurdität, dass es viele Kommunikationsmöglichkeiten gibt, diese aber die Kommunikation nicht unterstützen sondern verlangsamen. Was sich Diez vorstellt, würde im Kopf immer realistischer (vgl. Z.30), sodass auch Vorwürfe entstehen. Nicht nur bei dem, der auf eine Antwort wartet, sondern auch derjenige, der keine Antwort gegeben hat. Dieser müsse von seinem Schuldbewusstsein befreit werden (vgl. Z.32). Die Option, dass seine Freunde &amp;quot;Sadisten&amp;quot;(Z.34) sind, verwirft er. Dann erläutert er seine Vorgehensweise, zwei Anregungen zu versenden. Durch eine &amp;quot;Mailbox&amp;quot;(Z.37)- Nachricht und zusätzlich eine &amp;quot;SMS oder [...] Mail&amp;quot;(Z.38). Doch selbst nach zwei Nachrichten erhält er keine Antwort auf seine ursprüngliche Nachricht (vgl. Z.38)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf die Analyse wird im Folgenden zum Stellenwert der digitalen Medien im Leben eines Individuums, ausgehend von den eigenen Erfahrungen und dem Begriff „digitale Unverbindlichkeit“, Stellung genommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die digitalen Medien und die daraus resultierende neue Form der Kommunikation hat nicht nur positive und negative Seiten, sondern hat auch zahlreiche Veränderungen ausgelöst. Verschiedenste Endgeräte wie Laptops, Tablets und vor allem Handys vereinfachen und beschleunigen die Kommunikation, sodass eine Konsequenz dieser ist, dass die Menschen ihre Smartphones etc. ständig dabeihaben und ununterbrochen online sind. Diese Art der Kommunikation ist nicht nur alltäglich geworden, sondern wird auch in der Berufswelt über SMS, E-Mail und soziale Netzwerke genutzt. Eine Folge dieser Allgegenwärtigkeit ist Abhängigkeit und diese kann von Konzernen, die Zugang zu den Nutzerdaten der einzelnen Nutzer haben, gezielt genutzt werden, sodass Menschen die neu oder nicht informiert sind mit dem Umgang des digitalen Zeitalters leicht ausgenutzt werden können, also dass die digitale Kommunikation Schwächen hat.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite sind viel Vorteile an die digitale Kommunikation gebunden, beispielsweise wie das unproblematische Überwinden hoher Distanzen durch die meist zuverlässige Schnelligkeit, sowie die aus der Globalisierung resultierende Internationalität, die wieder rum weitere zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Dieser ständige Austausch, der überall stattfindet, verhilft der Welt zum Fortschritt und Weiterentwicklung. Befürworter der konservativen Kommunikation kritisieren die angeblich entwickelte Unhöflichkeit der Jugend, die die erste Zielgruppe der digitalen Kommunikation ist, die jedoch einfach zu dementieren ist mit dem Fakt, dass sie jung sind und ihnen die Erfahrungen mit der direkten Kommunikation fehlen. Zudem ist eine richtige Werteorientierung trotz der Veränderungen durch digitale Medien zu erkennen, sodass gesagt werden kann, dass trotz oder eben wegen der digitalen und sozialen Medien Werte wie Familie und Freunde gekannt und geschätzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch ist zu sagen, dass diese Art der Kommunikation zu Vereinsamung und Einzelgänger führen kann. Außerdem führt die Möglichkeit, öffentlich seine Meinung austauschen zu können zu negativen Folgen wie Mobbing, was vor allem in der jungen Generation schwerwiegend sein kann. Außerdem muss, ebenfalls bei jungen Menschen, der richtige und sichere Umgang mit digitalen Medien gelehrt werden, damit solchen negativen Folgen vorgebeugt werden kann. &lt;br /&gt;
Diez bezieht sich in seinem Text ebenfalls auf dieses Thema, und was für Auswirkungen digitale Kommunikation haben kann. Jedoch wird die Thematik durch die hyperbolische und ironische Schreibweise ins Lächerliche gezogen und ernst genommen. Zudem fehlen seiner unsicheren Argumentation Belege sowie Lösungsmöglichkeiten. Jedoch machen vor allem der emotionale Teil und der Erfahrungsbezug den Text authentischer und interessanter, da er bewusst unterhaltsam ein Problem anreißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grundlage der vorherigen Analyse und der Tatsache, dass die digitale Kommunikation in der heutigen Zeit nicht mehr weg-denkbar ist, lassen sich die Auswirkungen eben dieser digitalen Kommunikation herausarbeiten. Im Allgemeinen nutzt heutzutage ein jeder digitale Netzwerke wie WhatsApp oder Instagram, um mit anderen in Kontakt zu treten, weshalb automatisch ein Wandel in der Sprache besteht, indem diese sich ausweitet. In diesem Kontext sind die Menschen laut Diez „digital unverbindlich“, also digital unzuverlässig geworden, was auch eine Veränderung in der Kommunikation darstellt. Besonders merkt man aber selbst in vielen Situationen wie sehr sich diese eben doch verändert hat, was alleinig schon im Vergleich von digitaler und mündlicher Kommunikation deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Wandel der Kommunikation kann man dabei bereits schon im tagtäglichen Leben erkennen. Ein jeder nutzt ein Smartphone, kann kaum mehr ohne es auskommen und vor ein paar Jahren noch war dieses Gerät nicht einmal mehr erfunden und somit kamen die Menschen auch ohne es aus. Die meisten Menschen nutzen in diesem Kontext viel häufiger ihr Handy um über SMS, E-Mails oder soziale Netzwerke zu kommunizieren. Den meisten wird die mündliche Kommunikation dabei eher zur Last, während die digitale Kommunikation keinen Aufwand bedarf, schneller ist und wesentlich mobiler geführt werden kann, ohne dem Kommunikationspartner direkt gegenüber zu stehen. Ob im alltäglichen Leben, im schulischen Gebrauch, im Arbeitsleben und bei Familie und Freunden, ein jeder hat und nutzt ein Smartphone und die direkte Kommunikation lässt vermehrt nach. Durch eben diese vermehrte Nutzung bestehen jedoch auch Gefahren, die die heutige Kommunikation beeinflussen. So kann die Nutzung beispielsweise ein Suchtverhalten veranlassen, sodass sich besonders junge Leute, die ihre Vorbilder in den sozialen Medien suchen, abhängig machen, womöglich sogar aus der Gesellschaft desintegrieren. In diesem Zusammenhang besteht auch das Gefahr des Abrutschen in soziale Nieschen, indem die Menschen durch Werbung und Falschinformation viel schneller beeinflusst werden und so durch unzureichende Aufklärung auf einen falschen Weg geraten können. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die freie Meinungsäußerung in sozialen Netzwerken. Meinungen können viel schneller als zuvor verbreitet werden und dementsprechend große Zuwendung oder Ablehnung erlangen. Aber auch die Selbstdarstellung ist in diesem Kontext viel einfacher, jedoch wissen dabei die wenigsten bewusst, dass oftmals nur die schönen Seiten des Lebens auf sozialen Netzwerken widergespiegelt werden, sodass sie dadurch schneller als früher Neid oder sogar Selbstzweifel entwickeln können. Zuletzt wird die digitale Kommunikation auch zu Werbezwecken besonders auch von Firmen genutzt, da ihre Reichweite so wesentlich größer ist und sie global verkaufen können. Insgesamt verändert sich die Kommunikation also in vieler Hinsicht, wird jedoch zuletzt immer digitaler, sodass die mündliche Kommunikation immer mehr abnimmt und man selbst für Kleinigkeiten lieber sein Handy nutzt, als beispielsweise jemanden Anzurufen, weil das schreiben letztlich bequemer ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diez nennt in diesem Kontext auch den Ausdruck der „digitalen Unverbindlichkeit“ (Z. 64), welcher sich kritisch betrachten lässt. Zwar stimmt es gewiss in manchen Teilen, dass die Menschen unzuverlässiger werden, wenn sie beispielsweise Treffen über SMS planen, da sie diese auch schnell und ohne Probleme im letzten Moment wieder absagen können, jedoch trifft dies noch lange  nicht auf alle zu, wie Diez es hier darstellt. Die Schnelligkeit der Medien sowie der Wandel zur digitalen Kommunikation bringen nämlich auch besonders positive Aspekte, wie die Möglichkeit, über große Distanzen zu kommunizieren oder die Menschen so noch ein großes Stück besser kennenlernen zu können, mit sich. Eben diese Vorteile nutzen die meisten Menschen und empfinden es so eher als einfacher und besser derartig kommunizieren zu können und sehen es nicht, wie Diez es hier darstellt, als eine Art Last an, weshalb sie unzuverlässig würden. Die Menschen sind stets noch freundlich und bereit zu antworten, auch wenn die digitalen Kommunikationsformen sie transparenter machen und somit viel von ihnen preisgeben. Wären die Menschen dies nicht mehr, wäre sicherlich eine große Unzufriedenheit zwischen Freundschaften oder auch im Arbeitsleben bestehen, weshalb die Pauschalisierung Diezs nicht gerechtfertigt ist. So sollte man die digitale  Kommunikation hierbei also nicht stets nur als etwas „Schlechtes“ darstellen, dass die Menschen schlecht macht, sondern viel eher auch die Gegenseite betrachten, die vielen Vorteile und den Fortschritt, der die Menschen weiterbringt. Oftmals zeugt nämlich ein Nicht-Antworten eher von Stress im allgemeinen Alltag, als von einem unzuverlässigen Individuum, weshalb man hier die Erklärungsansätze und Ursachen auch in der analogen Welt suchen sollte. Natürlich beeinflusst die digitale Kommunikation die Menschen stringent, jedoch positiv wie auch negativ. Aber Unzuverlässigkeit liegt allemal im Menschen selbst oder an der Überforderung mit der Masse an Information, jedoch keinesfalls am digitalen Fortschritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zustimmend lassen sich hier jedoch auch noch einmal die Durchlässigkeit, die durch das Internet und die Preisgabe von persönlichen Daten entsteht, sowie der geringfügige Werteverlust vieler Jugendlicher nennen. In der digitalen Kommunikation sind wir Menschen also in dem Sinne unverbindlich, dass wir unsere Gefühle und Gedanken viel schneller preisgeben und so auch Frustration oder Trotz schneller zum Ausdruck kommen. Hierauf bezogen lassen sich der von vielen bemerkte Werteverlust sowie auch Mobbing oder Abgrenzung auf die vermehrte Nutzung digitaler Medien beziehen, wobei diese Dinge auch vorher bereits existierten und durch die digitale Kommunikation nur verstärkt werden, weshalb Diezs Ansicht hier stets etwas übertrieben wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen argumentiert Diez in seinem Text sehr hyperbolisch und ironisch. Besonders überzeugt dabei die Darstellungsweise, die an eine Erzählung erinnert und den Text leichter nachvollziehbar macht. Hier nutzt Diez besonders Personalpronomen und alltägliche Situationen, um von seiner Sichtweise zu überzeugen. Besonders wirkt hier auch die hyperbolische Darstellung belustigend, mit der man sich grundlegend jedoch dennoch identifizieren kann und seine Argumentation somit gut nachvollziehbar ist. Kritik lässt sich jedoch hierbei auch üben, da die Ironie den Text sehr einseitig und somit gewissermaßen unglaubwürdig wirken lässt. Die Ironie verwirrt den Leser in gewissen Teilen, sodass undeutlich bleibt, wie ernst Diez seine Argumentation meint. Somit stellt die subjektive ironische Darstellung zwar eine Belustigung, aber zugleich auch ein Hindernis für das Verständnis dar. Hier würden entkräftigende Argumente und besonders auch variable Belege, die sich nicht nur auf ihn beziehen, verhelfen, um seinen Text überzeugender zu gestalten. Zudem nennt Diez dauerhaft ein Problem, welches er ja letztlich beim Menschen sieht, nnnt aber keine Maßnahmen zur Verbesserung der Umstände, sodass kein Appell gegeben ist und dem Leser offen bleibt, was nun oder ob überhaupt etwas zu tun ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt hat sich die Kommunikation stark gewandelt, was positive wie auch negative Aspekte mit sich bringt. Diez sieht dies jedoch eher sehr subjektiv und sieht eine schlechte Veränderung des Menschen, welche er jedoch ohne jegliche Belege und etwas missverständlich ironisch herausarbeitet, weshalb seine Überzeugung von der Unverbindlichkeit eher fraglich bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Kommunikation bietet viele Möglichkeiten, bringt aber auch Gefahren mit sich. Durch die Nutzung digitaler Medien findet heutzutage somit eine Veränderung der Kommunikation statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Möglichkeit, die die digitale Kommunikation bietet, ist die Schnelligkeit. Nachrichten werden schneller verbreitet, aber auch in der Kommunikation untereinander profitiert man von der schnellen Kommunikation via SMS, E-Mail und sozialen Netzwerken. Daraus resultiert dann auch eine Veränderung, die die Kommunikation prägt. Und zwar wird man jeden Tag mit digitalen Medien konfrontiert. E-Mails begleiten die meisten Menschen in ihren Berufen, wenn es z.B. um die Auslandskorrespondenz geht. Soziale Netzwerke werden von vielen Menschen, immer häufiger auch sehr jungen Leuten, genutzt. Dabei besteht aber die Gefahr, dass unerfahrene Menschen zunächst mit dem Umgang mit sozialen Netzwerken überfordert sind. Viele Menschen erleben im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken auch Ausgrenzung, Mobbing, diskriminierende Anfeindungen u.v.m. Aber auch Abhängigkeit, meistens bei jungen Menschen, ist eine Gefahr, die durch die Präsenz von digitalen Medien besteht. Dennoch bieten soziale Netzwerke die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung. Hier besteht aber wiederum die Gefahr von Anfeindungen usw. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Schnelligkeit und freien Meinungsäußerung, die die digitale Kommunikation bietet gibt es noch weitere Vorteile der digitalen Kommunikation. Durch die Globalisierung ist der Kontakt und die Beziehung zu anderen Ländern sehr stark verbreitet worden. Dabei bietet dann die digitale Kommunikation die Möglichkeit mit anderen zu kommunizieren. Durch die schnelle Nachrichtenverbreitung erfährt man aktuelle Ereignisse nicht nur innerhalb des eigenen Landes, sonder auch aus aller Welt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt sei, kann man folgendermaßen betrachten. Die digitale Kommunikation an sich bietet viele Vorteile, z.B. die Schnelligkeit der Kommunikation über die verschiedenen Medien wie SMS, E-Mails und soziale Netzwerke. Man hat die Möglichkeit über die Landesgrenze hinweg zu kommunizieren, was viele positive Einflüsse aus anderen Ländern und Kulturen mit sich bringt. Noch nie zuvor war die Kommunikation so einfach und fortschrittlich. &lt;br /&gt;
Dennoch ist eine Konsequenz des Nachlasses von verbaler Kommunikation, die mögliche Vereinsamung und Isolation. In Foren hat man die Möglichkeit seine Meinung zu äußern, dennoch kann daraus auch Hass, Mobbing, Ausgrenzung usw. resultieren. Dabei lassen bestimmte Verhaltensregeln immer mehr nach, z.B. der respektable Umgang mit seinen Mitmenschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Überzeugungskraft des Textes ist zu sagen, dass seine Schilderung als subjektiv betrachtet werden muss. Es fehlen z.B. Belege für seine These und z.B. Studien, die seiner Argumentation Aussagekraft verleihen könnte. Dennoch ist auch zu sagen, dass der Text einen Erfahrungsbericht darstellt und auf eine bestehende Problematik hinweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klausur Sachtextanalyse Mehrsprachigkeit&lt;br /&gt;
Der Artikel „Hallo?“, welcher 2013 in „Der Spiegel“ 28 (2013), S.56, veröffentlicht und von Georg Diez verfasst, thematisiert den Einfluss von digitalen Medien in der Kommunikation von Menschen und die Auswirkungen für die Verständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift „Hallo?“ (Z. 0) zeigt eine mögliche Anspielung auf das Thema des Textes und der unverbindlichen, scheiternden Kommunikation. Die darauffolgende These „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“( Untertitel), bewirkt der Autor das Nachdenken der Leserschaft und stellt gleichzeitig ein heutiges Problem der Kommunikation dar. Daraufhin folgt eine kurze Erzählung des Autors, welche eine tägliche Situation beschreibt und als „Loch in meinem Leben“ (Z. 1) betitelt wird und somit metaphorisch die Erwartungen, von demjenigen, der auf eine Antwort wartet, darstellt. Dass dieses Problem alltäglich ist, wird anhand des Adjektivs „täglich“ (Z. 1) hervorgehoben und zeigt die Häufigkeit des Problems. Zudem wird das Personalpronomen „ich“ (Z. 1) verwendet und zeugt zur Verstärkung von Authentizität und Eindrücklichkeit, wodurch seine Gedanken und Gefühle deutlich zum Ausdruck kommen.  Zudem nennt er Beispiele wie „Ideen, Gedanken“ (Z. 1) und „einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 2f.), die in Verbindung mit seinen Erwartungen stehen und zum Teil dramatisierend wirken. Um seine Problematik näher zu erläutern, verwendet er Verben, wie „schaufle“(Z. 1); „schaue“ (Z. 2); „höre“ (Z. 2) und benutzt repetierend das Personalpronomen „ich“ (ebd.), um die Leserschaft darauf aufmerksam zu machen, ob die Erfahrungen, die Georg Diez erfährt auch auf ihr eigenes Leben zurückzuführen ist. Um Diezˋs Problematik zu erläutern, erzählt er von einer erfahrenen Situation, um dem Leser darin einzuführen. Der Artikel berichtet davon, dass Georg Diez „Freund A [an]ruf[t]“(Z. 4), um mit ihm zu sprechen, er jedoch „nicht an sein Handy geht“ (Z. 4) mit  der Begründung des Autors, „weil niemand mehr an sein Handy geht“ (Z. 4f.) und spricht „ihm auf seine Mailbox“(Z. 5). Mit diesem Beispiel verdeutlicht er sein erstes Problem, dass sie Relevanz von Telefonaten verloren geht. Zudem erwähnt der Autor noch ein weiteres erlebtes Beispiel, um der Leserschaft deutlich zu machen, dass nicht nur die Nutzung von Telefonaten, sondern auch von SMSen und Mails verloren geht bzw. verflacht (vgl. Z. 5ff.). Um die Realität näher vor Augen zu führen, nutzt er wiederholend das Personalpronomen „ich“(ebd.) und Verben, wie „rufe“ (Z. 4); „spreche, schicke“ (Z. 5); schreibe“ (Z. 7) und zeigt dadurch auf welche verschiedenen Arten und Weisen man mit Menschen kommunizieren kann. Um jedoch die eigentliche Relevanz des Problems darzustellen, nennt er dreimal die parataktische Aussage „ich höre nichts zurück“ (Z. 5ff.) und beschreibt somit eine Alltagssituation, dass er von keinem eine Antwort erhält. Dies untermauert zudem nochmal die scheiternde und unverbindliche Kommunikation und somit auf die Überschrift zu übertragen ist. Ebenfalls benennt der Autor Kommunikationsmittel, wie „[das] Handy“ (Z. 4) und die Arten zu kommunizieren: „Mailbox“ (Z. 5); „SMS“ (Z. 7) und „Mail“ (Z. 8). Daraufhin geht er auf die Reaktionen und Gedanken ein, die in seinem Kopf entstehen, wenn solche Situationen auf ihn zutreffen und leitet die Folgen anhand des Satzanfangs „[w]as nun beginnt“ (Z. 9), ein. Der akkumulierende Satzbau verdeutlicht klar und deutlich die Vielzahl der Folgen und stellt diese aufgrund des Begriffs „Dramaturgie“ (ebd.) sehr negativ dar. Darauf folgend erläutert er präzise  den Prozess, der in seinem Gehirn abläuft (vgl. Z. 9ff.). Um dem Leser die Gedanken und Gefühle des Betroffenen persönlich wirken zu lassen, verwendet er wiederholend das Personalpronomen „ich“ (Z. 10ff.). Er erläutert seine Gefühle, die zunächst besagen „ich freue mich ja schon, dass ich ein paar der in meinem Kopf tobenden  Gedanken hinaus in die Welt gebracht habe und warte“ (Z. 10f.). Die Personifikation „tobende Gedanken“(ebd.) verdeutlicht die Aufregung des Betroffenen, jedoch ändert sich dieser Zustand sehr schnell, indem er Adjektive wie „kurz“ (Z. 11); „rasch“ (Z. 12); „anstrengend“ (Z. 12) und „stockende“ (Z. 12) verwendet du somit das Problem deutlicher macht. Daraufhin stellt Georg Diez sich die Frage „was wollte ich nochmal sagen, worum ging es?“ (Z. 13) und verdeutlicht damit die Verflachung der Kommunikation, wenn man nicht direkt eine Antwort erfährt und sich viele Gedanken durch den Kopf gehen lässt, was man demjenigen geschrieben habe. Anhand der Fragen wird auch deutlich das er Denken und Handeln nicht unterscheiden kann und sich deshalb die Fragen stellt. Zudem bezeichnet er sein Gedächtnis als „schlecht […]“ (Z. 13) und metaphorisch als „Feind der Geduld“ (Z. 16) was wiederholt veranschaulicht, dass er nicht mehr wisse ob er sich nur gedanklich die Frage gestellt, oder mit den Menschen persönlich kommuniziert habe . Mit seiner Aussage „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (ebd.) widerspricht er seiner Aussage, dass „[d]ie […] aber schließlich doch ein[setzt]“ (Z. 15) und „es [...] sicher gut Gründe [dafür gibt], dass sich A, B und C nicht melden“ (Z. 15f.). Die Bezeichnung A, B und C steht für alle Menschen und verallgemeinert somit die Situation. Mit dieser Meinung und Feststellung zeigt er, wie paradox man sein kann, indem man nicht steuern kann, wie man eigentlich sein möchte und das man sich ohne was zu wollen Gedanken darüber macht, worüber man eigentlich gar nicht nachdenken möchte. Er erwähnt anhand seiner Aussage „was weiß ich denn von deren Leben, die haben Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familien zu ernähren( Z. 16f.), dass man sich eigentlich gar nicht um andere Menschen kümmern solle und jeder machen dürfe, was er für richtig halte, der Betroffene der jedoch auf eine Antwort wartet, sich Gedanken darüber macht, was der Andere gerade tut, was Diez anhand der Akkumulation (vgl. Z. 16f.), darstellt. Um den Gedanken aus dem Weg zu gehen, nennt er eine Methode, die helfen solle, dem Problem aus dem Weg zu gehen. „Einatmen, ausatmen, morgen ist auch noch ein Tag“ (Z. 117f.). Mit dem Gedankenstrich ( - ) (Z. 18) bewirkt der Autor einen neuen Gedankenansatz und führt daraufhin einen weiteren Prozess des Problems an, „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (Z. 18f.) und erklärt diese sofort mit einer Frage: „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z. 19f.). Damit verdeutlicht der Autor die gewöhnlichen Gedanken, die sich ein Betroffener macht und  zur Selbstverzweiflung führt. Um die Hoffnung nicht ganz zu verlieren, verwendet er eine Metapher „ Schlupfloch“ (Z. 20) und deutet darauf hin, dass es immer noch eine Möglichkeit gibt, die Hoffnung an sich nicht aufzugeben. Im weiteren Abschnitt erläutert der Autor „Den Gedanken das mich niemand mehr mag“ (Z. 22), welcher auch zum Prozess des „Selbstzweifelns“ (ebd.) zählt. Jedoch mit der darauffolgenden Aussage „verwerfe ich rasch, aus Selbstschutz und weil das keine Grundlage sein kann für weitere Freundschaft, Freude, Zusammenarbeit“ (Z. 22f.), veranschaulicht der Autor dem Leser, dass aus Einsamkeit und Selbstzweifel die Angst besteht, Freundschaften zu verlieren.   Die Erwähnung der drei Substantive (ebd.) bewirken einen positiven Effekt, da diese sehr wichtig sind um miteinander kommunizieren zu können. Georg Diez erläutert seine weiteren Gedanken, indem er erwähnt, dass er sich ganze Geschichten ausdenkt, „warum sie nicht antworten“ (vgl. Z. 23f.) und  somit die Angst in Verbindung mit Selbstzweifel darstellt. Um seine Gedanken kurz zusammenzufassen, sagt er „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen – was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z. 27f.) Er verwendet die Hyperbel „Hyperkommunikation“ (ebd.) und weist somit darauf hin, dass es heutzutage normal ist, dass sehr viel miteinander kommuniziert wird, was der Autor mit „Hyper“ (ebd.) hervorhebt und der Begriff der „merkwürdigen Wirkung“(ebd.) gerechtfertigt ist, da er in seiner Situation das Gegenteil erfährt. Er begründet seine Aussage mit: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Er verwendet repetierend Adjektive (vgl. Z. 28), die akkumulierend die Möglichkeiten der Kommunikationen darstellen und beschreiben die Folgen daraufhin „desto gellender ist die Stille…“(ebd.). Daraus lässt sich ableiten, dass die Relevanz an Kommunikation immer weiter zunimmt und die Nutzung von medialer Kommunikation so präsent ist, dass es merkwürdig und selten ist, wenn Stille herrscht. Die Präsenz von Kommunikation wird anhand der  Adjektive „gellender, epischer“ (ebd.) unterstrichen, sowie die Substantive „Stille, Ruhe“(ebd.) bewertet die Art von Kommunikation und zeigen antithetisch den Prozess des Kommunikationswandels. Um diesen Konflikt zu verdeutlichen, nennt er das an sich erfahrene Beispiel und besagt, dass man sich von den Lasten, die in einem entstehen, „Geschichte [die] eine eigene Realität an[nehmen]“ (Z. 30), „wenn sie sich doch melden“(Z. 31), „befreien muss“ (Z. 32). Damit zeigt er die Gedankengänge, die in einem entstehen können, wenn seine Erwartungen nicht in Erfüllung gehen und man von Selbstzweifel und Angst umgeben ist. Aufgrund dessen betitelt er seine Freunde als „arglos“ (Z. 34), denn „sonst wären sie Sadisten“(Z. 34). Der Autor zeigt wieder seine Problematik zwischen Denken und Handeln und ist selbst mit sich überfordert, denn aufgrund seiner Erwartungen die er an seine Freunde stellt ist er zunächst enttäuscht, im Nachhinein jedoch davon überzeugt, dass er eine Antwort bekommt. Seine Gedanken spiegelt er wider, indem er sagt, dass er diese Option, sie als Sadisten zu bezeichnen, bedenke, sie jedoch verwerfe, weil es zu traurig wäre mit Sadisten befreundet zu sein(vgl. Z. 34f.). Er gibt seinen Freunden jedoch trotzdem zu verstehen „dass sie bitte en wenig schneller reagieren sollen“(Z. 36) und vergleicht sich mit dieser Aussage mit einem „zwölfjährigen, der Professor spielt“ (Z. 37) und verdeutlicht somit sein Recht, eine Antwort von seinen Freunden zu erhalten. Diese Aussage ist jedoch ironisch zu verstehen, da er angibt ihnen diese Aufforderung  „meist auf die Mailbox [gesprochen] oder [… ] die Anregung als SMS oder als Mail [geschickt habe“ (Z. 38). Zudem er wähnt er die Art und Weise, wie er seinen Freunden die Botschaften mitteilt und verwendet wieder das Personalpronomen „ich“(Z. 37). Zudem nennt er die schon genannten Kommunikationsmittel „SMS oder als Mail“(Z. 38), woraufhin er wieder „ und höre nichts zurück“ (Z. 38) erwähnt, welche die Problematik wiederholend darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich anhand von selbst gewählten Beispielen die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern und kritisch abwägend, ausgehend von eigenen Erfahrungen Stellung zu der Aussage wir leben in einer Zeit, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, nehmen und sie abschließend von Georg Diez’s Darstellungsweise, die Überzeugungskraft beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus eigener Erfahrung lässt sich sage, dass sich die Kommunikation sehr stark verändert hat, da die Nutzung von Medien, sei es die Nutzung von Facebook, Twitter etc. immer mehr von Relevanz ist. Ein Beleg dafür ist beispielsweise die Nutzung von Endgeräten oder Smartphones in der beruflichen Welt. Dort wird über SMS, E-Mail oder soziale Netzwerke weltweit kommuniziert, weshalb die Bedeutung von Medien in der Kommunikation immer größer wird. Zudem bestehen jedoch auch Probleme wie zum Beispiel die Abhängigkeit der Allgegenwärtigkeit digitaler Kommunikation. Zudem ist es möglich sich uneingeschränkt über soziale Netzwerke zu äußern und seine eigene Meinung zu präsentieren, mit dem Kompromiss Positive sowie größtenteils negative Kritik zu erhalten. Die Selbstpräsentation über soziale Netzwerke, indem man sich z.B. auf Instagram ein Profil erstellt, worauf jeder Zugriff hat, ist auch überall möglich und hat seine Vor- und Nachteile. Mittlerweile führt die Nutzung von digitalen Netzwerken schon dazu, dass Menschen die kein ausgebildetes Wissen über den Umgang mit Medien haben, ausgeschlossen werden, wodurch das Selbstbewusstsein verloren gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zitat der „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) und die Behauptung, dass wir davon geprägt sind lässt sich zum einen kritisch abwägend belegen jedoch auch zustimmend erklären. Aus eigener Erfahrung lässt sich sagen, dass heutzutage eine hohe Akzeptanz digitaler Kommunikation besteht, aufgrund von Möglichkeiten wie z.B. sich international austauschen zu können, sei es im Beruf oder privat oder der Schnelligkeit, Verlässlichkeit und Verbindlichkeit der Kommunikation über z.B. E-Mails, SMS oder soziale Netzwerke , was bedeutet, dass man eine wichtige Nachricht sofort zu der Person schicken kann die vielleicht auf einem anderen Kontinent lebt oder gerade im Urlaub ist und das man sich auf das Internet verlassen kann, dass die Nachricht auch bei der anderen person ankommen wird. Aber auch der unproblematische Überwindung von großen Distanzen, was bedeutet, dass es einem Menschen über Medien einfacher fallen kann einem seine Meinung mitzuteilen, satt es persönlich zu machen. Dadurch fällt es einem viel leichter, weil man sich nicht mit der Reaktion des Anderen beschäftigen muss. Jedoch haben all diese Aspekte Nachteile, besonders in Betrachtung der heutigen Jugend. Denn diese sind so sehr von der Digitalisierung geprägt, dass die Leistungsbereitschaft sinkt, die Bedeutsamkeit der Familie verloren geht oder der Berufszufriedenheit sinkt. Zudem verschlechtert sich das Kommunikationsverhalten untereinander, aufgrund das eigene Meinungen auf extreme Art und Weisen übermittelt werden können, dass sich schnell einer verletzt fühlt und dadurch meist auch ausgegrenzt von der Gesellschaft. Dies sind alles Gründe gegen das Zitat, dass wir von einer digitalen Unverbindlichkeit geprägt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es auch genügend Argumente, die das Zitat unterstützen, dass wir in einer Zeit leben, die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt sind, denn der Verzicht von sozialen Netzwerken oder Medien allgemein führt dazu, dass man sich einsam oder sogar alleine auf der Welt fühlt. Ohne Medien hat meine so schnell keine Möglichkeit mehr sich mit Freunden zu unterhalten die ein paar Kilometer weiter entfernt wohnen. Man ist ganz auf sich alleine eingestellt, was jedoch heute nicht vorstellbar wäre, weil dadurch auch die weltweite Kommunikation gestoppt wäre, was auch zu großem Nachteil wäre. Eine Folge die am wahrscheinlichsten passieren würde, ist Mobbing, Selbstzweifel usw., denn die unreflektierten Meinungsäußerungen führen schnell dazu, dass man  aus der Gesellschaft besonders in Cliquen im Alter von 12-18 Jahre ausgeschlossen wird und als ‘Looser‘ bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Diez berichtet in seiner Artikel „Hallo?“ von der digitalen Unverbindlichkeit und verwendet dafür eine Art und Weise wie er dieses darstellt. Zum einen benutzt er anhand einer erfahrenen Situation die durch die Personen A, B und C dargestellt werden die Möglichkeit Emotionalität in seinem Text hervorzuheben und somit von hoher Authentizität zeugt. Zudem lässt er dem Leser eine hohe Zugänglichkeit zum Text, aufgrund von Beispielen die die Problematik der medialen Kommunikation darstellen und er bewusst glossenhafte Gestaltung verwendet. Jedoch gestaltet er seinen Text sehr subjektiv oder plakativ aufgrund des stark narrativen Stils, wodurch der Kern, die Problematik der Allgemeinheit zu verdeutlichen, misslingt. Zudem fehlen belege beispielsweise von Studien oder Wissenschaftlern die seine Meinung unterstützen können, sodass der Text an Wahrhaftigkeit gewinnt. Dadurch das er jedoch nur von persönlichen Erfahrungen erzählt kann der Text auch unglaubwürdig wirken. Zudem fehlt ein wichtiger Aspekt der für jeden Leser eines solchen Artikels wünschenswert ist, sind Lösungsansätze, wie man mit solchen Problemen umgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Hallo?“, geschrieben von Georg Diez und veröffentlicht 2013 in „Der Spiegel“, thematisiert die Nutzung digitaler Kommunikation und die damit verbundene digitale Überforderung und erläutert dabei die  Meinung des Autors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Untertitel des Textes wird die Absicht des Textes preisgegeben. Diez stellt sofort eine These auf, welche dazu einlädt den Artikel weiterzulesen: „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ (Z.0). Es scheint, auf Grund des kausalen Frageworts „Warum“ (ebd.), als gäbe der Autor bald eine Antwort auf seine These.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesamte Text lässt sich in acht Sinnabschnitte einteilen. Der erste (Z.1-8) gibt ein ausführliches Beispiel, welches von Diez im weiteren Verlauf seines Textes erneut aufgeführt und erläutert wird. Zu Beginn dieses Abschnitts bemüht sich der Autor, durch Metaphern darzustellen, dass er „täglich Worte“ (Z.1) aufnimmt (vgl. Z.1). Er führt seinen Text mit dem Beispiel fort: „Da rufe ich meinen Freund A an, der an sein Handy geht, weil niemand mehr an sein Handy geht, ich spreche ihm auf seine Mailbox- und höre nichts zurück“ (Z.4f.). Nachdem A angerufen wurde, sendet er B eine SMS, auf welche er ebenfalls keine Antwort erlangt und C erhält eine Mail, auf welche zusätzlich nichts zurück kommt (vgl. Z. 4ff.). Immer wieder verwendet der Autor das Wort „Da“ (Z. 4,5,7), sodass eine Anapher entsteht, so betont er das Beispiel und es bekommt mehr Aufmerksamkeit. Außerdem schreibt der Autor immer, er „höre nichts zurück“ (Z.5,6f.,8), durch diese Repetitio tritt das Beispiel und vor allem, dass keine Antwort zurück kommt, noch mehr in den Vordergrund. Es scheint also egal zu sein, wie der Autor jemanden zu erreichen versucht, ob Mail, Anruf oder SMS, niemand meldet sich in irgendeiner Art und Weise zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.9-21) beschäftigt sich mit den Folgen, welche entstehen, wenn man keine Antwort bekommt. Laut Georg Diez „beginnt […] die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z.9). Das bedeutet, man wird selbstkritisch und fragt sich, ob man vielleicht etwas falsch gemacht hat (vgl. Z. 19f.). Zudem seien „die ersten Stunden […] noch einfach“ (Z.9f.), da man froh ist seine Gedanken mit jemandem geteilt zu haben (vgl. Z. 10f.). Dadurch fällt einem das Warten nun noch nicht ganz s(Z.12) weiterzuführen (vgl. Z. 11ff.). Man stellt sich Fragen wie „Was wollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z.13). Die darauffolgende Behauptung „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z. 13f.) wird durch die vorher analysierten Aussagen belegt. Im nächsten Teil des Sinnabschnitts nimmt Georg Diez noch einmal Bezug zu seinem, im ersten Sinnabschnitt genannten Beispiel. Seiner Meinung nach, setzt zuletzt allerdings doch die Geduld ein und man denke die Personen hätten sicher gute Gründe, dass sie sich nicht melden (vgl. Z. 15f.). Mit der kurzen Aufzählung „die haben Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familien zu ernähren“ (Z.16f.) gibt der Autor ein paar Beispiele an, welche Gründe für das Nicht-Antworten auf seine Nachrichten oder Mails sind. „Nach 24 Stunden“ (Z. 18) scheint der Geduldsfaden jedoch gerissen zu sein, nun beginne „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (Z.18f.). Da man bis dahin keine Antwort bekommen habe, suche man nun Gründe dafür bei sich selbst. Man stelle sich Fragen wie „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z.19f.). Diese Fragen sind allerdings rhetorische Fragen, da die Antwort darauf meistens „Nein“ ist. Man sucht den Fehler bei sich selbst, wie der Autor sagt. „Irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels ist immer offen“ (Z.20f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den weiteren Gedankenverlauf, nach einem weiteren Tag ohne Antwort, geht Diez im dritten Sinnabschnitt (Z.22-33) ein. Zu Beginn schreibt er, den Gedanken von niemandem mehr gemocht zu werden, schließe er schnell ab, da dies so keine anständige Grundlage für neue Freundschaft, Freude oder Teamarbeit sei (vgl. Z. 22ff.). Das Beispiel aus Sinnabschnitt eins wird wieder aufgegriffen: Nun denkt Diez sich Geschichten aus, warum Personen A,B,C nicht antworten (vgl. Z. 24f.). Man ist komplett für sich, niemand ist da (vgl. Z.27). Georg Diez spricht von einer „Hyperkommunikation“ (Z. 28), er liefert im folgenden Text eine Erläuterung. Es sei „merkwürdig“wird“  (Z.27), da „ [desto] mehr geredet, geschrieben und getwittert, je epischer entfalte sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Der Begriff „Hyperkommunikation“ (Z.28.) ist also Ironie, da nicht sonderlich viel kommuniziert wird. Die Erläuterung des Begriffs ist antithetisch, da von viel Kommunikation die Rede ist, welche allerdings dann die Auswirkung hat, dass es immer stiller wird (vgl. Z. 28f.). Durch die Konjunktion „Denn“ (Z. 29) wird eine Begründung eingeleitet. „Denn die Geschichten in meinem Kopf gehen ja weiter, sie nehmen eine eigene Realität an, je länger sich die anderen nicht melden“ (Z.29ff.). Wenn man dann allerdings doch noch eine Antwort bekommt , hat diese ein eigenes Gewicht, von welchem man sich befreien muss (vgl. Z. 31f.), da „die anderen ja nicht wissen, dass“ (Z. 32f.) man schon seit Tagen grübelt, was man falsch gemacht hat (vgl. Z. 32f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Sinnabschnitt (Z.34-41) wird durch eine Repetitio Bezug zum ersten Sinnabschnitt genommen und ein weiteres kurzes Beispiel genannt. Diez erklärt in diesem Sinnabschnitt, dass er seinen Freunden oft sagt, sie sollen doch bitte schneller antworten (vgl. Z. 35f.). Allerdings sagt er, „ich spreche ihnen das meistens auf die Mailbox oder schicke die Anregung als SMS oder als Mail- und höre nichts zurück“ (Z.37f.). Es liegt eine Repetitio vor, da er erneut sagt, er „höre nichts zurück“ (Z. 38,5,6f.,8), so schafft er eine Verbindung zum ersten Sinnabschnitt. Außerdem liefert er ein Beispiel für Mails, da er schreibt, er habe einem befreundeten Journalisten eine E-Mail geschickt, auf die er allerdings keine Antwort bekommen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden wird die Bedeutung der digitalen Medien in unserer Zeit, ausgehend von eigenen Erfahrungen mit digitaler Kommunikation reflektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jemand meint, die Kommunikation habe sich nicht verändert, kann ich diese These nicht unterstützen. Durch die digitalen Medien, wie das Smartphone hat sich unser gesamte Alltag verändert. Man nutzt soziale Netzwerke, schreibt E-Mails und SMS nicht nur im Beruf sondern auch in der Alltagskommunikation. Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit an den Smartphones und im Internet, es kann zu einer Abhängigkeit kommen. Es scheint zwar als seien all diese Apps (facebook, whatsapp, snapchat) kostenlos, jedoch bezahlt man mit seinen persönlichen Daten. Oft kommt es auch zu Cybermobbing, das bedeutet Mobbing im Internet. Manche Eltern wollen ihre Kinder vor so etwas schützen und erlauben ihnen kein Smartphone. So kann es oft zu Ausgrenzung kommen.&lt;br /&gt;
Ich denke wir leben in einer Zeit die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt ist, da bei einem Verzicht auf die direkte Kommunikation negative Konsequenzen auftreten können, wie zB. Vereinsamung. Weitere Vorteile, sind die unproblematische Überwindung von großen Distanzen, das bedeutet es gibt internationale Austauschmöglichkeiten, welche schnell geschehen, verlässlich und Unverbindlich sind. Jedoch werden Kinder und Jugendliche immer wieder mit Schimpfwörtern und Cybermobbing konfrontiert. Es kann auch eine Überforderung stattfinden, die ihre Ursache in der digitalen Kommunikation haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um kurz auf die Überzeugungskraft des Textes von Diez einzugehen: er verwendet keine Belege, die seine Thesen unterstützen. Zudem nennt er viele Probleme, jedoch bietet er keine Lösungsmöglichkeiten an. Jedoch bringt er seine eigenen Erfahrungen in den Sachtext mit ein. Ich denke, dass der Text von Georg Diez nicht überzeugend ist und es einige Verbesserungsmöglichkeiten gäbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Analyse'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Text „Hallo?“, welcher von Georg Diez verfasst und im Jahr 2013 in „Der Spiegel“ veröffentlicht wurde, thematisiert die Veränderungen der Kommunikation unter Menschen durch digitale Medien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überschrift des Textes „Hallo?“ wird zugleich auch die Hauptthematik des vorliegenden Textes vorangestellt, da diese Interjektion in der täglichen Kommunikation genutzt wird um zum Beispiel auf sich aufmerksam zu machen. In dem vorliegenden Text wird erfragt ob jemand auf die zuvor gesprochene Mailbox, SMS oder Mail aufmerksam reagieren würde. Die Hauptthese des Textes wird in dem darunter angeführten Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ verdeutlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Metapher „es gibt ein Loch in meinem leben, in das schaufle ich täglich Worte, […] Ideen [und] Gedanken [hinein und] […] schaue ihnen nach, wie sie fallen, und warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 1ff.) ein. Doch es herrscht stille und es erfolgt keine Antwort, was durch die darauffolgende Metapher „aber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) verdeutlicht wird. Mit dem Substantiv „Loch“ (ebd.) beschreibt Diez die digitalen Medien, welche er täglich mit diesen „Worten, […] Ideen […] und Gedanken“ (ebd.) füllt. Außerdem wird durch diese Metapher die in dem Untertitel erwähnte Einsamkeit hervorgerufen und auf die im Titel erwähnte Frage „Hallo?“ Bezug genommen, da keine Reaktion vorhanden sei. Anschließend nennt der Autor Beispiele aus dem Alltag, in denen er persönlich in Kontakt mit der digitalen Kommunikation tritt. Diese persönlichen Erfahrungen weisen den Beginn der oben genannten These und somit der Gefahr der Einsamkeit auf. Als erstes beschreibt Diez, wie er seinen Freund A anruft und ihm darauf folgend eine Nachricht auf der Mailbox hinterlegt, da dieser nicht an sein Handy gegangen ist (vgl. Z. 4f.). Seine Darstellung beendet er mit der Anmerkung „und höre nichts zurück“ (Z. 5). Daraufhin erläutert er, dass er seiner Kollegin B eine SMS mit Ratschlägen  geschickt habe (vgl. Z. 6). Jedoch stellt der Autor auch bei diesem Beispiel fest, dass er „nichts zurück[höre]“ (Z. 6f.). Diese Feststellung tritt auch beim dritten Beispiel, wo er seinem Freund C eine Mail schreibt, da sie gemeinsam arbeiten wollen (vgl. Z. 7f.) auf, da er auch hier seine Beschreibung mit der Erkenntnis „ich höre nichts zurück“ (Z. 8.) beendet. Durch den Parallelismus „höre nichts zurück“ (ebd.), welcher nach allen drei Beispielen vorzufinden ist, drückt erneut die oben genannte Verlassenheit aus. Durch die Bezeichnung der Freunde durch die Buchstaben A,B und C wird eine gewisse Distanz zwischen dem Autor und diesen Personen deutlich und somit auch noch einmal seine Einsamkeit. Außerdem wird durch die distanzierende Beschreibung deutlich, dass sich dies auf alle Menschen übertragen lässt und somit als allgemein gilt. Anschließend stellt Diez die Behauptung auf, dass die Zeit, in der er auf eine Reaktion des Gegenübers warte, eine „Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z. 9) sei. Durch das Substantiv „Dramaturgie“ (ebd.) wird seine ironische sowie hyperbolische Sichtweise hervorgehoben, da er die Abhängigkeit einiger Menschen von digitalen Medien hervorheben möchte. Im Anschluss daran beschreibt der Autor, dass er es anstrengend finde, „eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 12f.) und dadurch „kurz und rasch Sauer“ (Z. 11f.) werde. Durch diese Behauptung wird die hohe Erwartungshaltung an die andere Person akzentuiert und somit erneut die Verlassenheit des Autors verdeutlicht. Um dies noch einmal zu untermauern, hält Diez als Fazit dieses Abschnittes fest, dass „das schlechte Gedächtnis […] der Feind der Geduld“ (Z. 13f.) sei. Nachdem sich der Autor anschließend fragt, aus welchem Grund sich die betroffenen Personen nicht melden und ob es an ihm läge oder ob sie sauer seien (vgl. Z. 19f.), kommt er zu dem Entschluss, dass „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen“ (Z. 20f.) sei. Aus der Einsamkeit entstammt nun Selbstzweifel aber „den Gedanken, dass mich keiner mehr mag, verwerfe ich rasch“ (Z. 22), denn dies kann „keine Grundlage […] für weitere Freundschaften, Freunde [oder] Zusammenarbeit“ (Z. 23) sein. Im folgenden stellt der Autor die Erkenntnis „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (Z. 27) auf und beendet diesen Satz mit der Anmerkung, dass dies heutzutage eine „merkwürdige Wirkung“ (Z. 27) habe, welche wiederum erneut die Einsamkeit des Autors hervorhebt. Um seine Aussage etwas zu erläutern, stellt Diez anschließend eine These auf, in der diese verdeutlicht wird. Seine These lautet: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stimme [und] desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Mit dieser Gewissheit möchte der Autor aussagen, dass die digitalen Kommunikationsformen eine immer intensivere Stille auslösen und sich dadurch die Ruhe immer ausführlicher ausdehnt. Anschließend fügt Diez hinzu, dass die „Geschichten in meinem Kopf […] eine eigene Realität an[nehmen]“ (Z. 30). Denn das tägliche Nachdenken, weshalb seine Freunde ihm nicht antworten (vgl. Z. 24f.), wird laut dem Autor zur Wirklichkeit. Allerdings hat er seine Freunde trotzdem gebeten auf seine Nachrichten schneller zu reagieren, wobei er sich dabei vorkam wie ein „zwölfjähriger, der Professor spielt“ (Z. 37).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Aufgabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text von Georg Diez mit dem Titel ,,Hallo?“, veröffentlicht im Jahr 2013, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es dabei um die Folgen des Umgangs miteinander durch die digitale Kommunikation, sowie die damit verbundene digitale Überforderung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Textes ,,Hallo?“ greift dabei schon auf die geschilderte Situation des Textes, bei dem der Autor davon berichtet, wie er auf Rückmeldungen von Nachrichten und Antworten wartet, zurück. Durch die Frage ,,Hallo?“ wird bereits auf das Thema angedeutet, dass sich die Kommunikation in den Medien verändert hat und scheitert, sodass eben die Frage andeutet, dass auf eine Antwort gewartet wird, diese jedoch nicht bekommt. Der Titel wird dann im Untertitel konkretisiert durch die Aussage ,,Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“, wobei diese These des Autors verdeutlicht, dass Menschen einsamen werden in der digitalen Welt und verdeutlicht, dass es Gründe dafür gibt, die im Folgendem erläutert werden und somit bereits das Thema andeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich lässt sich der Text in zwei Teile unterteilen, wobei der erste Teil (vgl. Z. 1- 38) eher ein erzählenden Teil darstellt, in dem der Autor von seinen Erfahrungen berichtet, wobei die Erfahrung des Autors den Ausgangspunkt seiner These darstellt . Im zweiten Teil (Z. 39 – 73) stellt der Autor eher Thesen auf und erklärt diese. &lt;br /&gt;
Der Autor beginnt dabei mit der Aussage ,,Es gibt ein Loch in meinem Leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein, Ideen, Gedanken“ (Z.1) und diese ,,Loch schwarz und stumm“ (Z. 3) bleibe. Diese Metapher verdeutlicht die Überforderung mit der digitalen Kommunikation und die Probleme die sich daraus ergeben. Außerdem deutet es bereits an, dass es Kommunikationsschwierigkeiten gibt. Die Akkumulation ,,ein[.] Ton, ein[.] Hall, eine Reaktion“ (z. 2 f.) wirken dabei dramatisierend im Zusammenhang damit, dass auch Antworten und Rückmeldungen gewartet wird und man sich eine Reaktion erhofft. &lt;br /&gt;
Des weiteren berichtet der Autor ,,Da rufe ich meinen Freund A an, der nicht an sein Hand geht […], ich spreche ihm auf seine Mailbox- und ich höre nichts zurück“ (Z. 4 f.). Als nächstes berichtet er dann, dass er seiner ,,Kollegin B eine SMS“ (Z. 6) schicke, worauf die Aussage ,, ich höre nichts zurück“ (Z. 6 f.) wiederholt wird. Die darauf folgende Aussage ,,Da schreibe ich meinem Freund C eine Mail, weil wir gemeinsam an einer Sache arbeiten wollten - ich höre nichts zurück“ (Z. 7 f.)  ist ebenfalls so aufgebaut wie die beiden vorherigen Aussagen. Besonders auffällig ist dabei die Repetition der Aussage ,,ich höre nichts zurück“ (ebd.), wodurch die Aussage hervorgehoben wird und es wird verdeutlicht, dass die Kommunikationsversuche scheitern, da der Autor keine Nachricht zurück erhalten hat. Die drei Aussage bilden darüber hinaus einen Parallelismus, der die sich wiederholende Situation betont. Außerdem findet eine Verallgemeinerung der Kommunikationsversuche statt, was dadurch deutlich wird, dass der Autor statt Namen zu nennen ,,Freund A […] Kollegin B […] Freund C“ (ebd.) sagt, wodurch der Autor die Allgemeingültigkeit zum Ausdruck bringt und den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit bietet. Auch die Verwendung des Personalpronomen ,,Ich“ (ebd.) bei der Erzählung der Erfahrung bietet den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit und verleiht Eindrücklichkeit, wobei die Verwendung des Personalpronomens ,,Ich“ (ebd.) auch an Elemente einer Erzählung erinnert, wodurch die Erfahrung des Autors hervorgehoben wird. Die nächste Aussage ,,Was nun beginnt, ist die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z. 9) verdeutlicht, dass als Reaktion auf die fehlenden Rückmeldungen nicht nur einfaches Warten, sondern verschiedene Gefühle folgen, die große Wirkungen auf den Autor hatten. Dabei seien die ,,ersten Stunden […] noch einfach“ (Z. 9 f.) mit Warten. Die nächste Aussage ,,Dann werde ich kurz und rasch sauer, weil ich es anstrengend finde, daran zu denken, eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 11 ff.) verdeutlicht, dass bei der Kommunikation im Netz in gewisser Weise auch erwartet wird, dass die Menschen, mit denen man kommuniziert, auch schnell antworten. Die rhetorische Frage ,,Was sollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z. 13) führt dabei das lange Warten auf die Antwort vor Augen. Durch die Aussage ,,Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z.13 f.) wird verdeutlicht, dass mit der Dauer der Wartezeit auch die Geduld des Wartens verschwinde, da mit der Zeit der Inhalt des Gesprächs vergessen werde.  Die sich dauernd verändernden Haltungen und Emotionen werden dadurch deutlich, dass aus dem Ärger nun wieder Geduld werde und der Autor sich einrede, es gäbe ,,gute Gründe, dass sich A, B und C nicht melden“ (Z. 15 f.) würden, was in gewisser Weise auch die Überforderung mit der Situation und den gescheiterten Kommunikationsversuchen vor Augen führt. Der Versuch des Einredens, morgen sei ,,auch noch ein Tag“ (Z. 17 f.), wird durch die Aussage ,,[n]ach 24 Stunden ist der allerdings vorbei“ (Z. 18) abgelöst, wobei die adversative Konjunktion ,,allerdings“ (ebd.) den Widerspruch bzw. die Veränderung der Situation einleitet, denn nun beginne ,,das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit“ (Z. 18 f.). Dabei verdeutlicht die rhetorische  Frage ,,Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z. 19 f.), dass das Nicht-Antworten der Personen Selbstzweifel auslöse, wobei ,,[i]rgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen“ (Z. 20 f.) sei. Die fehlenden Rückmeldungen hätten also eine so große Wirkung auf den Menschen, dass diese zu Selbstzweifel führen. Die überspitzt dargestellte Situation und die immer wechselnden Gefühle sowie die Überforderung wird auch deutlich, wenn der Autor berichtet, dass er ,,aus Selbstschutz“ (Z. 22) den Gedanken verwirft, dass ihn ,, niemand mehr mag“ (Z. 22) und sich nun Geschichten ausdenkt, ,,warum sie nicht antworten“ (Z. 24 f.). Die nächste Aussage ,,Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen, was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z. 27 f.) bringt zum Ausdruck, dass der Autor sich völlig auf sich allein gestellt fühlt, da niemand ihm antwortet und das obwohl aufgrund der digitalen Medien eigentlich viel kommuniziert wird, sodass die Stille ,,eine merkwürdige Wirkung“ (ebd.) habe. Das Nomen ,,Hyperkommunikation“ (ebd.) stellt dabei einen Neologismus dar, welcher zum Ausdruck bringt, dass eigentlich viel Kommunikation stattfindet und   somit auch die Menge und das Ausmaß, in dem kommuniziert wird. Die Stille in diesem Zeitalter sei dabei ,,gellend[.]“ (Z. 29), was zum Ausdruck bringt, dass Stille als unangenehm und merkwürdig empfunden wird, was ebenfalls die Überforderung mit der digitalen Kommunikation zum Ausdruck bringt. Diese Überforderung der Menschen mit der digitalen Kommunikation wird vor allem auch in der Aussage ,,sie haben dann, wenn die sich doch melden, ein eigenes Gewicht, von dem ich mich und sie befreien muss“ (Z. 31 f.) anhand der Erfahrung des Autors deutlich. Die Aussage ,,Sie sind arglos. Sonst wären sie Sadisten“ (Z. 34)  bringt die überspitz dargestellte Situation zum Ausdruck, so wie die Übertreibungen in der Schilderung der Erfahrung, die dazu führen, dass der Autor seine eigenen Aussagen ironisiert, was auch durch die Aussage ,,Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (ebd.) deutlich wird. Des weiteren wird durch die Aussage ,,Ab und zu sage ich ihnen auch, dass sie bitte ein wenig schneller reagieren sollen“ (Z. 35 f.) deutlich, dass die gescheiterten Kommunikationsversuche zur Last werden und zur Überforderung führen. Dabei verdeutlicht die Repetition ,,und ich höre nichts zurück“ (Z. 38) erneut die andauernde Stille und die sich wiederholende Situation der gescheiterten Kommunikationsversuche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die zu beginn geschilderte Erfahrung des Autors den Ausgangspunkt für seine These, dass wir in einem Zeitalter der digitalen Unverbindlichkeit leben, die auch von Überforderung und von der Gefahr der Vereinsamung geprägt ist, darstellt und der Autor anschließend seine These in dem zweiten Teil seines Textes erläutert. Indem er narrative Elemente im ersten Teil verwendet bietet er den Lesern auch eine Identifikationsmöglichkeit und verdeutlicht seine These anhand von persönlichen Beispielen und Erfahrungen und unterstützt seine Aussagen mit Hilfe von Metaphern, Akkumulationen, Repetition und Parallelismen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.Aufgabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich an selbst gewählten Beispielen die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern und ausgehend von eigenen Erfahrungen kritisch-abwägend zu der Aussage Stellung nehmen, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Anschließend wer ich die Überzeugungskraft der Darstellungsweise von Georg Diez beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommunikation hat sich durch digitale Medien verändert, was sich beispielsweise darin zeigt, dass erwartet wird immer erreichbar zu sein, um auf Fragen oder andere Nachrichten zu antworten. Dies findet jedoch nicht nur in der Alltagskommunikation statt sondern auch in der beruflichen Kommunikation, da Bewerbungen beispielsweise oft nur noch online geschickt werden oder im Beruf erwartet wird ständig über E-Mails erreichbar zu sein auch außerhalb der eigentlichen Arbeitszeiten. Diese Erwartung ständig erreichbar  zu sein führt auch zu Abhängigkeit von den digitalen Medien und den sozialen Netzwerken, da auch ständig geguckt wird, ob man Nachrichten bekommen hat, auf Fragen noch antworten muss und auch selber erwartet schnelle Antworten zu bekommen. Zudem ist man auch abhängig von den Medien, da bei Verzicht der Medien oder den sozialen Netzwerken man mit der Folge rechnen muss aus der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden, da man über bestimmte Dinge im Internet nicht informiert ist oder bei Themen bezüglich des Internets nicht mitreden kann. Ein weiterer Aspekt der veränderten Kommunikation durch Medien ist die Selbstpräsentation und auch die freie Meinungsäußerung sowie der Einfluss auf andere. &lt;br /&gt;
Durch die sozialen Medien haben Menschen heute die Möglichkeit sich selbst zu präsentieren und auch zu entscheiden, was man anderen von sich preisgeben möchte und was nicht, was auch zu erhörten Selbstreflexion führt. Zudem kann man seine Meinung freier äußern, da man anderen Menschen nicht gegenübersteht und in Ruhe schreiben kann, was man denkt, wobei man heutzutage auch eine höhere Erreichbarkeit an dich Menschen hat, da man Menschen nicht nur schwer durch Zeitungen oder Bücher erreichen kann, sondern die eigene Meinung mehr durch die sozialen Medien verbreiten kann und mehr Menschen diese lesen können. Darüber hinaus entsteht durch die Kommunikation durch digitale Medien die Möglichkeit mit Menschen aus aller Welt unabhängig von Ort und Zeit zu kommunizieren und mehr Ansichten und Weltbilder austauschen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, lassen sich sowohl Argumente dafür als auch dagegen finden. &lt;br /&gt;
Ein Argument dagegen wäre dabei, dass digitale Kommunikation Vorteile bringt, wie, dass es möglich ist mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren und somit auch ein Austausch stattfinden kann, der ohne Medien nicht möglich wäre. Zu dem ist das Internet und die digitale Kommunikation verlässlich sowohl sicher als auch direkt, sodass Kommunikation trotz Distanzen verbindlich erfolgen kann. Ein anderes Argument wäre, dass die Digitalisierung die Werteorientierung der jüngeren Generationen nicht negativ beeinflusst, sondern trotzdem Leistungsbereitschaft vorhanden ist und Wert wie Familie, Beruf und Freunde weiterhin vorhanden sind. Die digitale Kommunikation führt auch zu Fortschritten innerhalb der Gesellschaft und im Berufsleben, auch wenn die digitale Kommunikation Überforderung bei den älteren Generationen hervorbringt. Ein Argument für die Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, ist dabei, dass ein Verzicht auf direkte Antworten und ständiger Erreichbarkeit Menschen mit negativen Konsequenzen rechen müssen wie Vereinsamung, da die ständige Erreichbarkeit und die digitale Kommunikation heutzutage schon notwendig ist um in der Gesellschaft integriert zu sein. Des weiteren kann zwar eine freie Meinungsäußerung im Netz stattfinden, jedoch erfolgen die Meinungsäußerungen oft unbedachter und das was gesagt wird, wird oft weniger reflektiert. So kommt es beispielsweise auch dazu dass sich der Umgang mit den Mitmenschen in der digitalen Kommunikation ändert und Menschen rücksichtsloser werden und auch Mobbing innerhalb der digitalen Medien stattfindet und das Opfer dessen nicht entfliehen kann. Dies lässt auf das nächste Argument schließen nämlich, dass es keine richtigen Verhaltensregeln im Umgang mit den digitalen Medien gibt bzw. diese nicht richtig eingehalten werde, sodass zu einem Werteverfall kommen könnte, da das Internet Anonymität zu lässt und deshalb auch Menschen teilweise rücksichtsloser werden. Nachdem ich die Argumente nun abgewägt habe, komme ich zu dem Entschluss, dass wir in gewisser weise schon in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z.64) geprägt ist, da die digitale Kommunikation in der Gesellschaft einen Zwang darstellt, da man sonst nicht richtig integriert ist und es zunehmend zu unreflektierten Meinungsäußerungen kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend werde ich nun die Überzeugungskraft der Darstellungsweise des Autors beurteilen. Auf der einen Seite finde ich, dass die Darstellungsweise durchaus Stärken aufweist, da durch den Erfahrungsbericht zu beginn der Autor viele Emotionen mit einbringt und durch die Verallgemeinerung der Erfahrung den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit gibt und auch Beispiele anschließend als Beleg heranzieht. Auf der anderen Seite jedoch finde ich die Darstellungsweise des Autors im Allgemeinen nicht überzeugend, da der Autor nicht objektiv bleibt, sondern sehr subjektiv ist und auch sich eher an dem erzählerischen Stil zu beginn bedient als sachlich zu bleiben. Zu dem verwendet der Autor auch nur eigene Beispiele und Erfahrungen als Belege, sodass seine Argumente nicht richtig belegt werden wie beispielsweise an Hand von Studien. Zudem weist der Autor zwar auf die Probleme hin, nennt jedoch keine Lösungsmöglichkeiten oder Wege der Verbesserung, weshalb meiner Meinung nach die Darstellungsweise des Autors nur wenig Überzeugungskraft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommunikation hat sich aufgrund der digitalen Medien verändert, weshalb Georg Diez, der Autor des Artikels „Hallo?“, behauptet, dass die Zeit, in der wir leben, von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Im Folgenden werde ich zu dieser Aussage unter dem Einbezug eigener Erfahrungen mit der digitalen Kommunikation kritisch-abwägend Stellung nehmen und anschließend die Überzeugungskraft der Darstellungsweise Diez` beurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien resultiert besonders aus der sogenannten „ständigen Erreichbarkeit“, da erwartet wird, dass man sozusagen immer allgegenwärtig ist und somit jederzeit auf Fragen antworten kann. Dies trifft sowohl auf die Kommunikation im Alltag als auch im Beruf zu. Am Beispiel der digitalen Kommunikation im Beruf muss man auch dazu bereit sein, noch nach dem Feierabend auf Rückfragen zu antworten. Andererseits wird dadurch ein schnellerer Fortgang der Arbeit ermöglicht, da man nicht lange auf Antworten warten muss. Zudem wird meist über E-Mails kommuniziert und diese ermöglichen eine deutlich schnellere Kommunikation als die vorher genutzten Kommunikationsmittel. Diese ständige Erreichbarkeit führt jedoch möglicherweise zur Abhängigkeit, da es für viele Menschen heutzutage kaum noch vorstellbar ist ohne die Verwendung digitaler Medien im Beruf oder Alltag zu kommunizieren. Des Weiteren ist bei der Kommunikation über soziale Netzwerke eine nahezu uneingeschränkte Meinungsäußerung möglich. Dies ist an sich gut, bringt jedoch auch viele Folgen mit sich, da beispielsweise häufig negative Kommentare unter Beiträgen in sozialen Netzwerken wie auf Facebook erscheinen. Diese sind oftmals abwertend und würden bei der face-to-face Kommunikation mit jener Person nicht geäußert werden. Aufgrund dessen kommt es gegebenenfalls zu einer Veränderung des Sozialverhaltens, da oft rücksichtslos gehandelt wird und somit Mobbing entstehen kann. Außerdem ist es in sozialen Netzwerken möglich sich selbst zu präsentieren. Bei dieser  Selbstdarstellung werden jedoch lediglich die positiven Seiten eines Menschen, sowie sein „perfektes“ Leben präsentiert. Daraus können bei anderen Menschen Selbstzweifel entstehen, da sie jenes Leben nicht führen. Die vermehrte Nutzung sozialer Netzwerke bringt jedoch eine weitere Folge mit sich, die Gefahr der Ausgrenzung. Verwendet jemand die sozialen Netzwerke im Beruf aber besonders im Alltag nicht, wird er aus der Kommunikation ausgeschlossen. Dies liegt vor allem daran, dass man über aktuelle Themen in seinem sozialen Umfeld nicht informiert ist, da die Kommunikation hauptsächlich in den sozialen Netzwerke stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diez erläutert in seinem Artikel, wir würden in einer Zeit leben, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Grundsätzlich könnte man ihm zustimmen, da die Kommunikation im Internet zwanglos ist und aufgrund dessen häufig Situationen vorkommen, in welchen Verabredungen kurz vorher abgesagt werden, obwohl ein Treffen bereits lange geplant war. Die Aussage Diez ist jedoch kritisch zu betrachten, da die digitale Kommunikation einige Vorteile hat. So ist es beispielsweise möglich, über große Distanzen zu kommunizieren, also auch mit Menschen in anderen Ländern. Insbesondere in Bezug auf die Globalisierung hat die digitale Kommunikation eine große Bedeutung, da es möglich ist, sich weltweit auszutauschen. Diese Vorteile der digitalen Kommunikation resultieren überwiegend daraus, dass sie sehr schnell abläuft, da man weltweit mit Menschen vernetzt ist und sich Informationen somit sehr schnell verbreiten lassen. Außerdem kann man Diez darin widersprechen, dass die Kommunikation in sozialen Netzwerken unverlässlich und unverbindlich sei, da sie sich besonders bei dem internationalen Austausch im Beruf als verlässlich beweist und es durchaus nicht der Fall ist, dass Menschen nicht mehr auf Nachrichten anderer antworten würden, da es bei der digitalen Kommunikation nicht den zwang gäbe, dass man aufeinander reagieren müsse. Wenn jemand bei der digitalen Kommunikation nicht auf eine Nachricht reagiert, liegt dies meist daran, dass er keine Zeit hat und mit dem großen Angebot an sozialen Netzwerken und der Kommunikation in jenen überfordert ist. Somit ist dies keinesfalls unhöflich gemeint, wie Diez es empfindet. Die von ihm erwähnte Unverlässlichkeit geht aufgrund dessen nicht von den Medien aus, sondern resultiert aus dem Verhalten der Menschen, welche jene verwenden. Deshalb lässt sich diese Aussage nicht verallgemeinern, da nicht jeder unverlässlich mit den Medien und der Kommunikation durch diese umgeht. Zudem ist trotz der Digitalisierung festzustellen, dass sich die Prioritäten der Jugendlichen nicht im negativen verändert haben. Im Gegenteil, für sie steht die Familie sowie die Zufriedenheit im Beruf eine sehr wichtige Rolle. &lt;br /&gt;
Es gibt jedoch auch einige Argumente, welche die Aussage Diez unterstützen. So muss man zur heutigen Zeit damit rechnen, dass man nicht richtig in die Gesellschaft integriert wird, wenn man die digitalen Medien nicht nutzt oder nicht auf Nachrichten reagiert. Zudem gibt es keine festgelegten Verhaltensregeln bei der digitalen Kommunikation, was möglicherweise zu einem Werteverfall führen kann. Dies ist dadurch zu begründen, dass in sozialen Netzwerken häufig negative Kommentare geäußert werden, obwohl sie im alltäglichen Leben bei der face-to-face Kommunikation nicht gesagt würden. Somit verleitet das Internet und die „indirekte“ Kommunikation in jenem manche Menschen dazu, rücksichtslos zu handeln und abwertend über andere Menschen zu sprechen, was schwere Folgen für jene mit sich ziehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellungsweise Diez` weist einige Schwächen auf, welche seine Überzeugungskraft abschwächen. Dabei ist besonders zu nennen, dass der Text in einer erzählenden Form und sehr auf den Autor selbst bezogen formuliert ist. Daraus resultiert letztlich, dass er keine Belege für seine Aussagen erwähnt, was dazu führt, dass diese nicht ausreichend unterstützt werden und nicht glaubhaft beziehungsweise seriös erscheinen. Des Weiteren beschreibt er im Detail das konkrete Problem aus seinem Alltag, nennt jedoch keine allgemeinen Lösungsvorschläge für jenes. &lt;br /&gt;
Diez` Darstellungsweise verfügt jedoch auch über einige Stärken, welche dazu führen, dass seine Aussagen überzeugend wirken. Er geht in seinem Artikel zwar auch auf das generelle Problem, welches er beschreibt ein, unterstützt dieses jedoch durch seine eigenen Erfahrungen, was dazu führt, dass seine Emotionen für ihn unmittelbar spürbar werden, wodurch jener von seinen Aussagen überzeugt wird und sich selbst mit dem Problem identifizieren kann. Die Einbeziehung des Lesers in die Problematik wird zudem insbesondere durch die vermehrte Verwendung von Personalpronomen wie „wir“ oder „unser“ hervorgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufgabe 1 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Hallo?“ wurde von Georg Diez verfasst und ist im Jahre 2013 in „der Spiegel“ erschienen. Inhaltlich befasst sich der Text mit den Konsequenzen digitaler Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Hallo?“  spielt konkret auf das Thema des Textes an und wird durch den Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ konkretisiert. Bereits an diesen Textstellen akzentuiert der Autor seine Abneigung gegen digitale Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text setzt mit der metaphorischen Aussage „Es gibt ein Loch in meinem Leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein […]“ (Z.1ff.) ein. Die Begebenheit, dass „das Loch […] schwarz und stumm [bleibt]“ (Z.3), zeugt von einer resignativen Grundstimmung des Autors wodurch seine bereits erkannte These, dass digitale Kommunikation zu einer Vereinsamung führt. Dadurch, dass der Autor für seinen Text das Personalpronomen „Ich“ (Z.2) verwendet, gibt er seiner Leserschaft, welche sich so besser in die Situation versetzt fühlen, ein Identifikationsangebot. Des Weiteren ist schon im ersten Abschnitt die hypotaktische Syntax zu erkennen, welche zu einer detailreichen Erläuterung der komplexen Erfahrungen von Georg Diez verhilft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Textabschnitt (Z.4-9) befasst sich dabei mit konkreten Beispielen. So heißt es, dass er eine SMS verfasst, eine Mail schreibt sowie auf eine Mailbox spricht (vgl. ebd.). Die repetierende Aussage „höre nichts zurück“ (ebd.) akzentuiert, dass er auf seine Nachrichten keine Antworten erhält, was nochmals die Vereinsamung hervorhebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z.9-34) beschäftigt sich konkret mit den Gefühlen des Autors, welche durch die fehlenden Antworten aufkommen. So heißt es „was nun beginnt, ist die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstfragung“ (Z.9). Dies untermauert die melancholischen Gefühle des Autors aufgrund der Ignoranz der Anderen. Die metaphorische Aussage „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z.13f.) hebt dabei die Begebenheit hervor, dass diese Gefühle der Selbstbefragung die Geduld hemmen und sich der Autor folglich fragt, „was wollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z.12f.). Dies akzentuiert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass aufgrund des langen Wartens auf Antworten die Präzision von Kommunikation verloren ginge, da man sich selbst nach langer Wartezeit nicht mehr an seine eigene Intention der Nachricht erinnern könnte. Jedoch wird das zuvor erkannte Gefühl von Ungeduld durch die Aussage „es gibt sicher gute Gründe, dass sich A, B und C nicht melden“ (Z.15f.) relativiert. Der Autor versucht im weiteren Textverlauf, die Ignoranz der Anderen auf seine Nachrichten zu rechtfertigen, indem er Alltagsbeispiele nennt, um seiner Leserschaft die Situation zugänglich zu machen (vgl. Z.15ff.). Um das schlechte Gedächtnis zu mindern benutzt der Autor hier die Antithese „einatmen, ausatmen“ (Z.17), was hervorhebt, dass Georg Diez kritisiert, dass sich die Menschen aufgrund fehlender Antworten zu schnell Sorgen machen würden. Die Versuche der Rechtfertigungen seien jedoch „nach 24 Studen […] allerdings vorbei“ (Z.18). Nach dieser Phase beginne laut Diez „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (ebd.), in welcher sich der Betroffene mit der Frage „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“(Z.19f.) auseinandersetzt und die Gründe für die Ignoranz in seinem eigenen Handeln sucht. Anschließend meint der Autor, dass „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen [sei]“ (Z.20), um zu verdeutlichen, dass dieses „schwierigste Stadium“ (Z.18f.) unumgänglich sei. Jedoch relativiert Georg Diez diese Unumgänglichkeit, da er „den Gedanken, dass [ihn] niemand mehr mag,[…], aus Selbstschutz“ (Z.22) vernachlässigt, um der Leserschaft zu verdeutlichen, dass die Suche nach eigener Schuld „keine Grundlage sein kann für weitere Freundschaften, Freude, Zusammenarbeit“ (Z.23). Im weiteren Verlauf stellt der Autor fest, dass der Betroffene nun Schuldgründe den Ignoranten zuschreibt (vgl. Z.22). Aus den einzelnen Stadien ergebe sich laut Autor, dass „er […] nun ganz auf [s]ich zurückgeworfen [ist], was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z.27ff.). Dies akzentuiert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass sich die Nutzung digitaler Medien so verhäuft hat, dass sie als „Hyperkommunikation“ (ebd.) bezeichnet werden könne und alle im ständigen Austausch stehen würden. Die Übertreibung innerhalb dieser Textpassage „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (ebd.) untermauert, dass der Autor seine eigene These sowie Gedanken ironisiert. Die metaphorische Aussage „je mehr geredet, geschrieben, getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z.28) hebt hervor, dass er der Meinung ist, dass die Menschen heutzutage aufgrund des ständigen Austauschs nicht mehr an Stille gewohnt seien. Dies hebt die kritische Sichtweise des Autors auf die „Hyperkommunikation“ (Z.28) hervor, da er der Auffassung ist, dass die Menschen heutzutage zu abhängig von dem ständigen Austausch seien. Um seinen Leser dieses Phänomen zu untermauern benutzt der Autor den Erklärungsansatz „denn die Vorstellung in meinem Kopf geht ja weiter, sie nehmen eine Realität an […]“ (Z.28ff.). Des Weiteren merkt der Autor an, dass er den Anderen sagt seine Nachrichten schneller zu beantworten (vgl. Z.35f.). Die sich aus dem zweiten Abschnitt repetierende Begebenheit „und höre nichts zurück“ (Z.38) untermauert nochmals die Vereinsamung des Autors, da er selbst nach Aufforderung einer Antwort keine erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z.39-73) befasst sich mit den Gründen für die Ignoranz der Nachrichten. Als Beispiel verwendet der Autor die Meinung eines Journalisten, welcher den Autor fragt „Du glaubst noch an Mails? […] ich lese sie gar nicht mehr“ (Z.41) . Um diese Tatsache zu erläutern versucht der Autor einen Erklärungsansatz aufzustellen, indem er meint „dass wir „i-crazy“ werden vor lauter Smartphones […]“ (Z.42ff.). Diese Erklärung akzentuiert, dass viele der Auffassung sind, dass man aufgrund der Übernutzung digitaler Medien mit sich selbst überfordert wäre und man nicht mehr ohne Technik leben könne, da man metaphorisch „mit den Maschinen verwachsen“ (Z.43f) sei. Dies hebt ebenfalls die starke Abhängigkeit von digitalen Medien hervor. Georg Diez ist jedoch der Meinung, dass dieses Phänomen nur eine Rechtfertigung sei. Um seine Kritik an digitalen Medien zu akzentuieren verwendet er die ironische Aussage „sicher gibt es eine Avantgarde, die sich von dem, was man in den achtziger Jahren Kommunikation nannte, emanzipiert hat und Handys und Computer nutzt, um eine Mauer zwischen sich und der Welt zu errichten, eine Art digitales Kloster“ (Z.48f.). Dies hebt hervor, dass der  Autor denkt, dass es aufgrund der digitalen Kommunikationsmöglichkeiten zu verminderter direkter Kommunikation kommt und die Menschen folglich weniger persönlich in Kontakt träten. Die Metapher „um eine Art Mauer zwischen sich und der Welt zu errichten, eine Art digitales Kloster“ (ebd.) steht dabei für die Isolation von der realen Welt aufgrund der Digitalisierung. Folglich stellt sich der Autor die Frage, welche durch die adversative Konjunktion „aber“ (Z.51)  eingeleitet wird, ob die Überforderung der Hyperkommunikation die Ignoranz der Anderen rechtfertigt. Dabei stellt der Autor die These auf, „dass die Menschen die Logik der Technik in ihr Leben gelassen haben und nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was sie denken, und dem, was sie tun (Z.54ff.). Um seine These zu untermauern verwendet er das Beispiel von Freund A aus seinem ersten Textabschnitt. „Wenn also A meinen Anruf abhört, denkt er, er sollte mich zurückrufen, und indem er das denkt, hat er im Grunde schon mit mir gesprochen“ (Z.56ff.). Diese Textpassage untermauert, dass aufgrund digitaler Kommunikationsmöglichkeiten die Gedanken nicht mehr von Taten unterschieden würden, was eine Folge von zu wenig persönlicher Kommunikation sei. Um seine Leserschaft zum Nachdenken anzuregen verwendet der Autor die rhetorische Frage „Sitzen wir nicht längst im Kopf unserer Mitmenschen?“ (Z.59),um die Problematik seiner Thesen zu verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf merkt der Autor an, dass „wir in der Apple-Moderne leben“ (Z.61f.). Diese würde der Autor jedoch nicht nur negativ betrachten, sondern ist der Auffassung, dass „[s]ie sich dadurch auszeichnet, dass sich Allgegenwart und Solipsismus zu etwas verbinden, was man die digitale Unverbindlichkeit nennen könnte“ (Z.63ff.). Dies untermauert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass digitale Kommunikationsmittel eher zwanglos verwendet würden, weshalb nicht über Taten nachgedacht würde. Die appellierende These „Die Menschen, das darf man nicht vergessen, werden durch die Maschinen nicht anders“ (Z.65) unterstreicht, dass der Autor meint, dass der Charakter des einzelnen Menschen nicht durch Digitalisierung verändert würde, da er augrund der Übernutzung von digitaler Kommunikationsformen meint, dass „sie[…] eher wie sie selbst werden“ (Z.66). Die negativen Gemütszustände „Müdigkeit“ „Zerstreutheit“ „Faulheit“ 8Z.66f.) zeigen, dass Diez jedoch der Auffassung ist, dass digitale Übernutzung dem Menschen jedoch eher schadet. Um seine Abgeneigtheit zu relativieren, das die Technik zeigt, „wie wir miteinander umgehen, rücksichtsvoll, höflich, respektvoll“ (Z.69f.). Für den Autor ist „die Technik [..] hier nicht der Feind, die Technik ist ein Mittel für den Menschen“ (Z.70). Dies zeigt, dass der Autor die Technik grundsätzlich nicht als schlecht bewertet, sondern dass er der Meinung ist, dass ihr eigentlicher Zweck in der heutigen Zeit verloren sei, da der Mensch zu abhängig von ihr geworden sei. Sein letzter Satz „Im Grunde, das haben Sie schon richtig verstanden, würde ich mich freuen, wenn A mal wieder anruft“ (Z.72) zeigt, dass der Autor die Verwendung von digitalen Kommunikationsmöglichkeiten nicht verneint. Die Begebenheit, dass der Autor seine Leserdirekt anspricht, zeugt von einer vertrauten Atmosphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse komme ich zu dem Ergebnis, dass Georg Diez die Übernutzung digitaler Kommunikationsformen kritisiert, da mögliche Konsequenzen der Übernutzung beispielsweise zu Kontaktabbruch und Überforderung führen könne. Seine Auffassung belegt der Autor an seinen eigenen Erfahrungen, welche durch Metaphern, Akkumulationen und der hypotaktischen Syntax hervorgehoben werden. Die sprachlichen Gestaltungselemente unterstreichen den allgemein ironischen und glossenhaften Charakter des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufgabe 2 ====&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Veränderung der Kommunikation und die daraus resultierende Bedeutung digitaler Medien anhand persönlicher Erfahrungen darstellen und Stellung zu der Aussage nehmen, dass wir in einer Zeit leben, die von einer “digitalen Unverbindlichkeit” (Z. 64) geprägt sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich hat sich die Kommunikation aufgrund digitaler Medien verändert. Beispielsweise hat man die Möglichkeit mit Menschen zu kommunizieren, die weit weg wohnen, wie beispielsweise mit einer Freundin, welche ein Auslandsjahr in Australien macht. Ebenso kann man überall und zu jeder Zeit miteinander kommunizieren und dadurch Kommunikation untereinander erleichtert. Nicht nur im Alltag kommuniziert man mit digitalen Medien, sondern auch im Beruf, was die Omnipräsenz digitaler Medien hervorhebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es nicht nur Vorteile durch die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien. Beispielsweise kann sie zu einer starken Abhängigkeit führen, bei welcher Personen die nicht auf digitale Medien zurückgreifen, beispielsweise weil sie über nicht genügend Kenntnisse verfügen, folglich von Kommunikation ausgeschlossen werden. Des Weiteren ist die Kommunikation aufgrund digitaler Medien zwangloser geworden, da nicht auf Grammatik, Interpunktion etc. geachtet wird. Ein weiteres Problem stellt die freie Meinungsfreiheit sowie Selbstpräsentation dar, da aufgrund der digitalen Medien Mobbing schneller verbreitet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Diez definiert in seinem Sachtext “Hallo? “ den Begriff “digitale Unverbindlichkeit”, womit er zum Ausdruck bringen möchte, dass Kommunikation heutzutage nicht als verlässlich und ernsthaft angesehen werden kann. Ebenso stehe die digitale Kommunikation für ihn als “Mauer zwischen sich und der Welt” (Z.50). Diese Aussage ist jedoch kritisch abzuwägen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die Auffassung von Diez spricht, dass digitale Kommunikation viele Vorteile mit sich bringen kann wie beispielsweise internationale Austauschmöglichkeit. Des Weiteren bietet die digitale Kommunikation eine vielseitige Möglichkeit sich untereinander Auszutauschen beispielsweise über SMS und soziale Netzwerke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es auch einige Tatsachen, welche auf die Aussage zutreffen. Ein wichtiger Punkt ist, dass zunehmend auf face-to-face Kommunikation verzichtet wird und der einzelne vereinsamt bzw. sich von der realen Welt abgrenzt. Ebenso gibt es einige Benutzer, welche nicht genügend Verhaltensregeln im Umgang mit digitalen Medien haben, was unter Anderem zu unreflektierten Meinungsäußerungen führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellungsweise des Autors ist sehr einseitig, da Georg Díez sich ausschließlich auf seine eigenen Erfahrungen bezieht und keine Belege für das Gesagte vorhanden sind. Des Weiteren stellt der Autor fast ausschließlich negative Auswirkungen dar, obwohl die digitalen Medien die Kommunikation vereinfacht haben. Man muss nicht, wie der Autor in seinem Text meint, immer im ständigen Kontakt zueinander stehen, man hat jedoch die Möglichkeit dazu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stärken des Textes sind unter Anderem die Emotionalität, welche durch die vielen Gestaltungsmittel unterstützt wird. Ebenso bedeutsam ist die hohe Zugänglichkeit des Textes, da ein alltägliches Problem thematisiert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor seine eigene Erfahrung gut darstellt, jedoch sich nur auf sie bezieht, sodass seine Argumentationsweise sehr einseitig ist. Des Weiteren stellt er einige Textpassagen sehr überspitzt dar, da niemand immer Selbstzweifel bekommt, wenn man einmal keine Antwort erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug ,,Hallo?&amp;quot;, stammt aus einem Artikel des Spiegels, welcher in der 28 Auflage des Jahres 2013 veröffentlicht wurde. Der Autor des Textes ist Georg Diez und dieser thematisiert den Verfall der sozialen Interaktion und Kommunikation durch die ungezwungen Handlung des Antwortens. &lt;br /&gt;
Schon der Titel des Artikels ,,Hallo?&amp;quot; verdeutlicht das im Folgenden dargestellte Problem. Durch das Fragezeichen hinter dem Ausdruck der freundlichen Begrüßung zeigt sich, dass auf diese freundliche Begrüßung keine Antwort kommt. Das lässt den Themenschwerpunkt des Textes erahnen, da die Unzuverlässigkeit durch Medien eine immer größere Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel  verdeutlicht den Hintergrund des gewählten Titels ,,Hallo?&amp;quot; (ebd.), denn dieser erläutert, ,,[w]arum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird&amp;quot; (Z.0). Diese These dient dazu den Leser neugierig zu machen und sich selbst mit der Aussage zu identifizieren, dass man ,,einsam wird&amp;quot; (ebd.), lässt die Leser die Auswirkungen von sozialen Medien und Netzwerken auf das eigene Leben überdenken und somit stellt der Leser sich die Frage, ob er selbst durch die Nutzung von sozialen Netzwerken, ,,einsam wird&amp;quot; (ebd.). Dieser Aspekt regt den Leser zum Weiterlesen an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.1-3) dient als Einleitung in das Thema. Der Autor spricht metaphorisch von einem ,,Loch in [s]einem Leben&amp;quot; (Z.1) womit er sein digitales Endgerät meint, was die Akkumulation, dass er ,,täglich Worte [...], Ideen, Gedanken&amp;quot; (Z. 1) hinein schaufelt, die nach schaut, ,,wie sie fallen&amp;quot; (Z.2) und dann wartet ,,ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion&amp;quot; (Z. 2f.). Dies verdeutlicht, dass die Metapher ,,Loch&amp;quot; (ebd.) das Smartphone symbolisiert. Die Einsamkeit, welche daraus resultiert, zeigt sich durch den Ausdruck ,,schwarz und stumm&amp;quot; (Z.3), der wieder einmal untermauert, dass die Metapher des Loches für ein digitales Endgerät steht, denn das Display bleibt ,,schwarz&amp;quot; (ebd.) und die Geräusche bleiben ,,stumm&amp;quot; (ebd.), weil keine Antwort eines Freundes eintrifft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.4-8) veranschaulicht die verschiedenen Kommunikationswege, welche also zu dem gleichen Ergebnis kommen, da der Autor, der in der Ich-Perspektive schreibt, keine Antwort erhält. Denn er ruft ,,Freund A an, der nicht an sein Handy geht, [...] [somit spricht er ihm] auf seine Mailbox&amp;quot; (Z.4f.). Seiner ,,Kollegin B [...] [schreibt er] eine SMS&amp;quot; (Z.6), auf die er keine Antwort erhält. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Sinnabschnitt (Z.9-14) wird die Problematik des realen und medialen Lebens dargestellt, da die Menschen nicht mehr zwischen ihren Gedanken und ihrem Handeln unterscheiden können. Denn der Autor verdeutlicht die Unsicherheit des Schreibers der SMS, E-Mail und des Anrufers, durch die Akkumulation ,,Ärger, Geduld und Selbstbefriedigung&amp;quot; (Z.9), welche die Gefühle der Person, die keine Antwort bekommt darstellen soll. Zudem behauptet er, die ,,ersten Stunden sind noch einfach&amp;quot; (Z.9f.) aber der Autor spricht von einem längerem Prozess und von der darauffolgenden Konfrontation mit dem Freund, denn man fragt sich, was man getan hat und kann sich eventuell nicht mehr daran erinnern (vgl.Z.9ff.), was auch durch die metaphorische Darstellung ,,[d]as schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld&amp;quot; (Z.13f.) veranschaulicht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vierte Sinnabschnitt (Z.15-21) thematisiert die Oberflächlichkeit der Beziehungen durch die neugewohnenen Kommunikationswege. Denn er begründet, das Fehlen einer Antwort mit ,,sicher gute[n] Gründe[n]&amp;quot; (Z.15), die die Betroffenen bestimmt haben, aber er selbst weiß nicht viel aus deren Leben (vgl.Z.16), was durch eine weitere Akkumulation deutlich wird. Die Akkumulation ,,Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familie zu ernähren&amp;quot; (Z.16f.) veranschaulicht das der Autor seinen Freundeskreis bzw. dessen Abläufe kaum kennt. Jedoch  in der Prozess des Wartens ,,[n]ach 24 Stunden[...] vorbei&amp;quot; (Z. 18), ,, und nun das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit&amp;quot; (Z.18f.), denn [i]rgendwie ein Schlupfloch des Selbstzweifels ist immer offen&amp;quot; (Z.20f.). Dieser Satz verdeutlicht die häufig falsche und fehlerhafte Interpretation durch das reduzierte Kommunizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Sinnabschnitt (Z.22-26) wird des Weiteren die Beschäftigung der anderen thematisiert. Nun stellt der Autor sich vor, ,,wie sie in ihren Wohnungen stehen, wie sie sich durch die Schatten bewegen, in ihrem Schweigen&amp;quot; (Z.25f.), Die Anapher ,,wie sie&amp;quot; (Z.25) hebt den Satz hervor. Zudem veranschaulicht die Akkumulation ,,Freundschaft, Freunde, Zusammenarbeit&amp;quot; (Z.23) den Selbstschutz (vgl.Z.22f.), den sich ein jeder Mensch aufbaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sechste Sinnabschnitt (Z.27-33) beschäftigt sich damit, dass der Einzelne alleine ist und nur durch soziale Netzwerke mit anderen vernetzt ist. Was auch die Akkumulation ,,[j]e mehr geredet, geschrieben und getwittert&amp;quot; (Z. 28) wird, verdeutlicht die verschiedenen Kommunikationswege der heutigen Welt. Das wird jedoch durch die Anapher ,,desto&amp;quot; (Z.29f.) negativ dargestellt wird, da ,,desto gellender die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe&amp;quot; (Z.29f.). ,,Denn die Geschichte&amp;quot; (Z.29f.) in dem Kopf des Autors geht weiter und er stellt sich immer wieder vor, was er ,,falsch gemacht habe&amp;quot; (Z.33). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im siebten Sinnabschnitt (Z.34-44) wird die Einstellung der Freunde in Betracht gezogen. Denn ,,[s]ie sind arglos. Sonst wären sie Sadisten&amp;quot; (Z.34). Dieser Ausdruck bringt zum Vorschein, dass nun die Phase des Selbstzweifels aufgehört hat und die Reaktion und das Verhalten der einzelnen Personen betrachtet wird. Manchmal bittet er sie ,,ein weinig schneller [zu] reagieren&amp;quot; (Z.36), was die Ungeduldigkeit der Autor und die Qual des Wartens verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern. Durch das Kommunizieren durch digitale Medien verfremden die Menschen in einem gewissen Maße. Sie denken zwar das Gegenteil sei der Fall, da sie ja weiterhin kommunizieren. Sie sehen das  Gegenüber nicht und können nur eingeschränkt mit ihm interagieren. Körperkontakt, Mimik und Gestik sind nicht möglich. Außerdem kommt es viel schneller zu Missverständnissen, da man z.B. Ironie nicht so deutlich rüberbringen kann wie normalerweise. Emojis können je nach dem eine Hilfe sein, sind aber auch schnell misszuverstehen. Die Audiofunktion oder Anrufe können diesem Problem weitesgehend aus dem weg gehen, die beste Lösung sind Videoanrufe, bei denen Mimik und Gestik angewandt werden können. Allerdings sind diese viel umständlicher als einfach eine Textnachricht zu schreiben oder ein Audio aufzunehmen und in einigen Situation kaum bis nicht möglich und somit auch nur teilweise eine Lösung des Problems. Sie hat allerdings auch einige Vorteile. Wenn man schnell jemanden erreichen will, muss man ihn nicht treffen oder vom Haustelefon aus anrufen und hoffen, dass derjenige zuhause ist und den Hörer abnimmt. Und falls man sich doch treffen will, kann man dies viel einfacher mit der anderen Person abklären als es früher noch der Fall war. Der größte Pluspunkt ist die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien im Bezug auf die heutige Wirtschaft. In- und Export werden viel sinnvoller und leichter durch die Kommunikation zu anderen Ländern und bringt einen Vorteil für In- und Exportland. Ein weiterer Punkt, welcher auch von Diez genannt wird, ist der, dass das Denken die Tat ersetzt. Gemeint ist das Phänomen, dass man oftmals darüber nachdenkt jemanden z.B. anzurufen und allein durch dieses Denken glaubt, diese Person angerufen zu haben, obwohl man es gar nicht getan hat. Dies ist eine Behinderung der Kommunikation, da das Antworten schnell vergessen werden kann und eine Kommunikation, ohne eine Antwort zu erhalten, sinnlos ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Georg Diez leben wir in einer Zeit, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z.64) geprägt sei. Gemeint ist, dass das Absagen von Verabredungen etc. durch digitale Medien deutlich einfacher ist, eben weil es unpersönlich ist und man das Gegenüber dabei nicht persönlich sehen muss. Dadurch gibt es viele Menschen (inklusive mir), welche zunächst zusagen und dann im letzten Moment absagen, weil etwas dazwischen kommt, man lieber etwas anderes macht, eigentlich gar keine Lust hat, es einem nicht gut geht etc. Dies ist meistens für alle Betroffenen eine blöde Sache und macht das Treffen mit anderen meiner Meinung nach schwieriger. Außerdem ist es teilweise feige, wenn man einem mit Hilfe von digitalen Medien absagt, anstatt es der Person ins Gesicht zu sagen. Deshalb muss ich Diez zustimmen, natürlich ist nicht jeder so, allerdings bekomme ich dieses Vorgehen nicht grade selten mit bzw. tue es selbst. Ich würde zwar nicht sagen, dass die heutige Zeit von der „digitale[n] Unverbindlichkeit“ geprägt ist, würde aber durchaus damit zustimmen, dass sie davon betroffen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Überzeugungskraft der Darstellungsweise von Georg Diez nicht besonders hoch, da er das, was er sagen will zu umständlich schreibt. Wenn er einfach das was er sagen will genauso schreiben würde, wäre der Text weniger verwirrend und dadurch auch überzeugender dargestellt. Außerdem ist der Text sehr subjektiv und hat keine wirkliche Belege oder sonstiges. Die Argumentationsweise ist lückenhaft und es werden zwar Probleme genannt, allerdings überhaupt nicht auf Lösungen eingegangen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Korrektur_1._Kl.</id>
		<title>CFS T-Klassen/Reflexionen über Sprache/Korrektur 1. Kl.</title>
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				<updated>2018-11-01T17:57:54Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
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== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Hallo?“, verfasst von Georg Diez und veröffentlicht im Jahr 2013 als Artikel in der 28. Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“, handelt es sich um einen Sachtext zum Thema Auswirkungen der digitalen Kommunikation auf ein Individuum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Textes „Hallo?“ gibt Aufschluss über die Thematik. Die Frage „Hallo?“ wird in der täglichen Kommunikation genutzt um beispielsweise zu erfragen ob jemand am anderen Ende der Telefonleitung, des Mail-Eingangs oder im sozialen Netzwerk noch anwesend bzw. aufmerksam ist und plant auf die gestellte Frage oder Aussage zu reagieren. Im Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“, wird ebenfalls der Bezug zur Thematik geschaffen, aber weiterhin ist dies auch die erste These des Textes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein lässt sich der Text in drei Sinnabschnitte einteilen. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1 – 26) befasst sich mit einem Erfahrungsbericht des Autors wie er die digitale Kommunikation im Alltag nutzt. Der zweite Sinnabschnitt (Z. 27 – 53) thematisiert die Konsequenzen der Nutzung. Der dritte Sinnabschnitt (Z. 54 – 73) gibt eine Erklärung für die Thematik des Textes und spiegelt die persönliche Meinung des Autors wider. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Vorstellung des Autors „[e]s gibt ein Loch in meinem leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein, Ideen, Gedanken, ich schaue ihnen nach, wie sie fallen und warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion, aber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 1 ff.) ein. Diese philosophische Vorstellung lässt sich auf den Titel des Textes beziehen. Die im Titel gestellte Frage „Hallo?“ erwartet eine Reaktion, die jedoch wie in der hier dargestellten Vorstellung ausbleiben kann. Auch die im Untertitel erwähnte Einsamkeit lässt sich in die Metapher „das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) wiederfinden, da es keine Reaktion gibt und folglich Stille herrscht. Im weiteren Verlauf beschreibt der Autor die Formen, in der er persönlich digitale Kommunikation im Alltag benutzt. Er beschreibt, wie er seinen Freund A anruft und ihm auf die Mailbox spricht, da dieser nicht an sein Handy gegangen ist (vgl. Z. 4 f.). Die Beschreibung endet mit der Feststellung „und höre nichts zurück“ (Z. 5) in Bezug auf die hinterlassene Benachrichtigung auf der Mailbox. Weiterhin erwähnt der Autor er schicke seiner Kollegin B eine SMS mit Anregungen für Themen (vgl. Z. 6), doch auch auf diese Beschreibung folgt die Feststellung des Autors „ich höre nichts zurück“ (Z. 6 f.) in Bezug auf die versendete SMS. Dieser Ablauf sowie die Feststellung werden ein drittes Mal wiederholt, wenn der Autor seinem Freund C eine Mail schreibt, auf die er wiederrum keine Antwort oder Reaktion erhält. Das Beispiel ist in Form eines Trikolons aufgebaut, es gibt zwei Freunde und eine Kollegin, mit denen der Autor versucht in Kontakt zu treten. Diese Handlungen sind in einer Antiklimax angeordnet, da in einem Telefonat zwei Menschen noch mündlich miteinander sprechen, in einer SMS zwar keine direkte mündliche Kommunikation mehr herrscht, allerdings ist diese schneller und oftmals unförmlicher zu beantworten als eine E-Mail. Die Tatsache, dass der Parallelismus „höre nichts zurück“ (Z. 5) nach allen drei Beispielen zu finden ist, drückt die in der ersten These erwähnte Einsamkeit aus. Auch die Antiklimax, die einen Verfall von persönlicher Kommunikation zu unpersönlicher Kommunikation darstellt sowie die distanzierten Bezeichnungen der Freunde mit den Buchstaben A, B und C verdeutlichen die Einsamkeit und besonders die Unpersönlichkeit der digitalen Kommunikation. Die Zeit, die auf dass Hinterlassen einer Nachricht bis hin zur Reaktion des Empfängers folgt, bezeichnet der Autor als „Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung (Z. 9). Die Hyperbel „Dramaturgie“ (ebd.) verdeutlicht das Ausmaß bzw. die Erwartungen an die digitale Kommunikation. Es wird verlangt, dass so schnell wie möglich eine Antwort in Form einer Reaktion eintrifft. Eine „stockende Unterhaltung“ (Z. 12) sei, laut Ansicht des Autors, nur schwer aufrecht zu erhalten, was demnach die Erwartungshaltung an die andere Person erklärt und das Gefühl der Einsamkeit nach dem Kommunikationsvorgang noch einmal aufgreift. In dieser Einsamkeit stellt sich der Autor nach eigenen Angaben, Fragen darüber, weshalb die betroffenen Personen nicht antworten, ob es an ihm läge oder ob sie sauer seien (vgl. Z. 15 ff.). Folglich resultieren aus der Einsamkeit Selbstzweifel und Gedanken, die „keine Grundlage sein [können] für weitere Freundschaft, Freude, Zusammenarbeit“ (Z. 23). Demnach folgt nach der Einsamkeit durch die ausbleibende Antwort im schlimmsten Fall die Entfremdung und der Abbruch der Freundschaft. Mit dieser Erkenntnis endet der erste Sinnabschnitt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 27 – 53) setzt mit der Aussage des Autors „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (Z. 27) ein. Diese Aussage ist eine Schlussfolgerung aus dem zuvor genannten Beispiel und stellt wiederholt die Einsamkeit des Individuums dar. An diese Aussage schließt sich die zweite These des Autors an. Diese lautet: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28 f.). Der Autor sagt mit dieser These aus, dass die digitalen Kommunikationsformen in der heutigen Zeit stetig präsent sind und es dadurch umso seltener und besonders ist, wenn Stille herrscht. Die Präsenz der digitalen Kommunikationsformen wird in der These durch die Aufzählung „geredet, geschrieben und getwittert“ (ebd.), insbesondere durch die letzten beiden, dargestellt. Der Parallelismus „desto gellender die Stille, desto epischer entfaltet sich der Raum“ (Z. 29) untermauert durch die gleiche Abfolge von „desto“ (ebd.) sowie einem Adjektiv und Verb in Kombination mit den Substantiven „Stille“ (ebd.) und „Ruhe“ (ebd.) im Kontrast zur Aufzählung die Besonderheit und Seltenheit der Einsamkeit. Im Folgenden erwähnt der Autor, dass er seine Freunde gebeten hatte auf seine Nachrichten schneller zu reagieren, doch er sei sich dabei vorgekommen, „wie ein Zwölfjähriger, der Professor spielt“ (Z. 37). Dieser Vergleich ist ironisch zu verstehen, da er angibt ihnen diese Aufforderung „meist auf die Mailbox [gesprochen] oder […] die Anregung als SMS oder als Mail [geschickt habe]“ (Z. 38). Eine Erklärung dafür gibt der Autor in der Wiedergabe eines Gespräches mit einem befreundeten Journalisten, der zugibt, er bekomme jeden Tag so viele Mails, dass er sie gar nicht mehr lese (vgl. Z. 39 ff.). Hier ist ein Kontrast zur Ansicht des Autors zu finden. Während der Autor die Einsamkeit durch die eintreffenden Antworten als negativ abtut, sind Menschen wie der befreundete Journalist bereits so weit, dass sie Nachrichten, in diesem Fall Mails, gar nicht mehr lesen, um etwas Einsamkeit und somit Ruhe zu erhalten. Der Autor führt in diesem Zusammenhang den Neologismus „i-crazy“ (Z. 42) an, den er dadurch definiert, dass er behauptet wir Menschen würden verrückt werden „vor lauter Smartphones, Facebook, SPIEGEL ONLINE, dass unser Hirn das alles nicht mehr schafft“ (Z. 42 f.). Diez ist allerdings der Ansicht, dass es sich dabei um eine Ausrede handle (vgl. Z. 45). Er räumt jedoch ein, dass die Art der Kontaktaufnahme sich geändert, das Konzept der Präsenz sich gewandelt hat und es auch extreme Beispiele für digitale Kommunikation gibt (vgl. Z. 45 ff.). Der Umstand, dass er die Anapher „[s]icher“ (Z. 45, Z. 46, Z. 48) nutzt, um die Einwände einzuleiten, verdeutlicht durch die stetige Wiederholung, dass diese durchaus berechtigt sind, aber er dennoch an seiner Ansicht festhält. Am Ende des zweiten Sinnabschnittes stellt Diez die Frage: „Aber erklärt die angebliche Überforderung wirklich schon die Unhöflichkeit, den beiläufigen Narzissmus und die in der Konsequenz stumme Verachtung, die darin liegt, in diesem Fall mich so lange auf eine Antwort warten zu lassen?“ (Z. 51 ff.). Diese Frage regt den Leser dazu an sich seine eigene Meinung zu bilden, doch diese wird durch die negativ behafteten Substantive, wie „Unhöflichkeit“ (ebd.), „Narzissmus“ (ebd.) oder „Verachtung“ (ebd.), beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Sinnabschnitt (Z. 54 – 73) behauptet der Autor, dass er „eine andere Theorie“ (Z. 54) habe. Er ist der Ansicht, „dass die Menschen die Logik der Technik in ihr Leben gelassen haben und nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was sie denken und dem, was sie tun“ (Z. 54 ff.). Um seine Theorie zu erklären, gibt der Autor im weiteren Verlauf en Beispiel an. Er erläutert, dass „[w]enn A also meinen Anruf abhört, denkt er, er sollte mich zurückrufen, und indem er das denkt, hat er im Grunde schon mit mir gesprochen“  (Z. 57). Seine These lässt sich laut Diez selbst kompakt in der Feststellung „Der Gedanke hat die Tat ersetzt“ (Z. 58 f.) festhalten. Resultierend aus dieser Feststellung bzw. seiner Theorie generell wirft er die Frage auf, ob „wir nicht alle längst im Kopf unserer Mitmenschen [sitzen]“ (Z. 59). Diese Frage regt den Leser zum Nachdenken an und wird durch die Leerzeile (Z. 60) formal veranschaulicht. Das Ende des Textes nutzt der Autor, um die Auswirkungen der Technik auf die Menschen darzulegen. Zu den negativen Auswirkungen werden die natürlichen Eigenschaften des Menschen gezählt, die durch die Technik besonders hervorgehoben werden, wie „Müdigkeit“ (Z. 66), „Zerstreutheit“ (Z. 67) und „Faulheit“ (ebd.). Auf der anderen Seite stehen die positiven Eigenschaften, die in den Menschen durch die Technik hervorgerufen werden, wie beispielsweise der „rücksichtsvoll[e], höflich[e], respektvoll[e]“ (Z. 70) Umgang miteinander, der verdeutlicht, dass „die Technik […] nicht der Feind [ist]“ (Z. 70 f.), sondern als Mittel für den Menschen“ (Z. 71) funktioniert. Der Text endet mit der Aussage des Autors „Im Grunde, das haben Sie schon richtig verstanden, würde ich mich freuen, wenn A mal wieder anruft (Z. 72 f.). Durch das Personalpronomen „Sie“ (Z. 72) wird der Leser ein letztes Mal explizit angesprochen und somit auch zum Ende hin in den Text eingebunden und zum Nachdenken angeregt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzustellen, dass Georg Diez in seinem Artikel versucht die Leser von seiner negativen Ansicht die Auswirkungen der digitalen Kommunikation betreffend zu überzeugen. Dazu verwendet er neben eigenen Erfahrungen, einem Gespräch mit einem befreundeten Journalisten, Beispiele aus dem Alltag, wenig Fachsprache und hypotaktischem Satzbau stilistische Mittel wie Aufzählungen, Metaphern oder Parallelismen, die den Text für die Leser einfach, verständlich und somit auch nachvollziehbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2. Aufgabe:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Einführung von digitalen Kommunikationsformen hat sich auch die allgemeine Kommunikation verändert. Dies soll im Folgenden an unterschiedlichen Beispielen verdeutlicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verbreitung digitaler Kommunikationsformen ist es heute einfacher und schneller mit anderen in Kontakt zu treten. E-Mails, SMS und soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit Fragen zu stellen, Meinungen zu teilen oder einfach Alltägliches zu besprechen. Weiterhin bieten sie die Möglichkeit mit Menschen rund um den Globus in Kontakt zu treten und mit diesen Freundschaften zu schließen. Auch im späteren Leben kann man durch digitale Kommunikationsmittel einfacher den Kontakt zu alten Klassenkameraden oder Kindheitsfreunden halten, als durch Briefe oder Telefonate. Es geht schneller, man hat heute schließlich jederzeit ein Handy bei sich und ist somit sofort und einfach zu erreichen. Positiv ist ebenso, dass viele Menschen innerhalb kurzer Zeit informiert werden können. Beispielsweise ist dies bei Unwettern sehr nützlich, da die Menschen sich dann darauf vorbereiten können. Allerdings ist die ständige Erreichbarkeit geprägt von zwei Seiten: einer positiven und einer negativen. Die positive Seite wurde zuvor ausreichend erläutern. Auf der negativen Seite stehen jedoch der Zeitaufwand und die fehlende Ruhe. Während in der Zeit, als es lediglich Briefe als indirekte Kommunikationsform gab, Menschen oftmals mehrere Tage oder Wochen auf eine Antwort gewartet haben, ist es heute so, dass manche bereits gereizt sind, wenn nach ein paar Minuten noch keine Antwort gekommen ist. Mittlerweile ist eine Abhängigkeit von den digitalen Medien festzustellen. Menschen benutzen sie mehrfach, wenn nicht sogar dauerhaft am Tag, um sich das Leben zu erleichtern. Kinder ohne Handy, Laptop oder anderen Zugang zu digitalen Kommunikationsformen oder sozialen Netzwerken werden oftmals von ihren Mitschülern ausgeschlossen oder finden keinen Anschluss. Dabei birgt die frühe Konfrontation mit digitalen Kommunikationsformen viele Gefahren und Risiken für junge Menschen. Besonders Kinder sind sehr naiv und geben unbedacht private Informationen, Bilder und Daten im Netz preis. Die digitale Kommunikation bietet ebenso die Möglichkeit selbst zu kontrollieren, wie man sich präsentiert. Dies kann sowohl positiv, als auch negativ sein. Besonders negativ ist es bei sogenannten Fake-Profilen oder unseriösen Unternehmen, die sich hinter aufwendig gestalteten Webseiten verbergen. Daraus ergeben sich große Distanzen, die in der direkten und persönlichen Kommunikation nicht zwangsweise auftreten würden. Aus diesem Grund ist auch die Verbindlichkeit von Aussagen, sowie Angaben oder Daten gegeben. Jeder kann Informationen ins Internet stellen, die von anderen oder vorherige Prüfung als Richtig angesehen werden. Aber auch abgesprochene Termine können problemlos kurz vorher abgesagt werden ohne sich zwangsweise in irgendeiner Form dazu äußern zu müssen, oder gar nicht auf Mitteilungen oder Fragen reagieren. Georg Diez führte in seinem Text „Hallo?“ als Erklärung dessen den Begriff „digitale Unverbindlichkeit“ (Z. 64) ein. Der Begriff beschreibt Menschen, die bewusst digitale Nachrichten oder Mitteilungen nicht lesen, da ihnen die Zeit fehlt darauf zu antworten, sie deren Inhalt als unwichtig erachten oder schlicht und einfach ihre Ruhe haben möchten. Georg Diez gehört zu der Gruppe von Menschen, die erwarten so schnell wie möglich eine Antwort zu erhalten. Dies macht er in seinem Text mehr als deutlich. Er versucht die Leser durch persönliche Schilderungen sowie Fragen und direkte Ansprache von seiner Ansicht zu überzeugen. Er nutzt weiterhin Assoziationen, sowie Aufzählungen in Form einer Klimax, Trikolons, Parallelismen, eine Anapher oder Metaphern um seinen Text leichter verständlich zu machen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Alles in allem ist der Text von Georg Diez durchaus überzeugend, auch wenn er sich in erster Linie mit der negativen Seite befasst hat und nur wenige Einschübe der anderen Sichtweise bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Sachtext „Hallo?“ von Georg Diez aus dem Jahr 2013 handelt es sich um einen Artikel aus der 28. Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“. Der Artikel thematisiert die digitale Kommunikation und die dadurch resultierende Unverbindlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn lässt sich schon an Hand des Titels „Hallo?“ die Thematik des Textes erschließen. Die Frage „Hallo?“ wird fast täglich genutzt, sobald jemand sich unverstanden fühlt oder eine einseitige Kommunikation vorliegt, demnach eine Unverbindlichkeit. &lt;br /&gt;
Diese Thematik wird weitergehend im Untertitel behandelt, da es dort heißt: „warum man als Mensch der E-Mails schreibt, einsam wird“. Hierbei handelt es sich um eine Behauptung, welche durch das Fragepronomen „Warum“ (ebd.) eingeleitet wird. Dies dient zur Veranschaulichung der vielen Fragen, welche sich der Erzähler stellt. „E-Mails“ (ebd.)lassen darauf schließen, dass es sich zudem um eine digitale Kommunikationsform handelt, welche vom Autor behandelt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text beginnt mit einer Metapher: &amp;quot;Es gibt ein Loch in meinem Leben“ (Z. 1). Demzufolge lässt sich an dem Pronomen „meinem“ (ebd.) erkennen, dass es sich um die Sicht des Autors handelt, da der vorliegende Text ein Artikel ist. Diesem fehle etwas in seinem Leben, was metaphorisch von dem „Loch“ (ebd.) dargestellt werden soll. Dieses Loch wird mit „Worten […], Ideen, Gedanken“ (Z. 1) gestopft, jedoch ist dies keine Ausnahme, sondern es geschieht „täglich“ (Z. 1). Allerdings scheint dieses Loch nicht gestopft werden zu können, da der Autor „warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 2 f.). Diese Akkumulation nimmt erneut Bezug auf den Titel „Hallo?“ da dort ebenfalls vergeblich auf eine Reaktion gehofft wird. „[A]ber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) untermauert, dass trotz wiederholten Versuchen, keine Veränderung der Kommunikation &lt;br /&gt;
daliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um gegen seine Hilflosigkeit zu wirken, erzählt der Autor: „Da rufe ich meinen Freund A an“ (Z. 4). Da das Synonym „Freund A“ (ebd.) verwendet wird, ist zu sagen, dass sich die Situation auf alle Menschen übertragen lässt. Das Verhalten, dass er nicht an sein Handy geht, versucht der Autor durch die Hyperbel „weil niemand mehr an sein Handy geht“ (Z. 4f.) zu erklären. Fazit des Autors ist: „und höre nichts zurück“ (Z. 5). Allerdings gibt dieser nicht nach uns versucht es weiter: „Da schicke ich meiner Kollegin B eine SMS […] - ich höre nichts zurück. Da schreibe ich meinem Freund C eine Mail […] - ich höre nichts zurück“ (Z. 5 ff.). Der Parallelismus „ich höre nichts zurück“ (ebd.) akzentuiert, dass alle Versuche gescheitert sind und somit die digitale Kommunikation unverbindlich ist.   &lt;br /&gt;
Diese beginnende „Dramaturgie [wird] von Ärger, Geduld und Selbsthinterfragung“ (Z. 9) begleitet. Allerdings sind diese Zustände gegensätzlich, was zeigt, dass die Unverbindlichkeit der digitalen Kommunikation negative Auswirkungen und Verwirrungen auslösen können. Zudem ist hinzu zu fügen, dass die Situation übertrieben dargestellt wird und durchaus hinterfragt werden kann, da sicherlich nicht jeder Mensch handelt wie A,B und C. „Die ersten Stunden sind noch einfach“ (Z. 9 f.) behauptet der Autor, was daraus resultiert, dass er „ein paar der in [s]einem Kopf tobenden Gedanken hinaus in die Welt gebracht“ (Z. 10 f.) hat. Allerdings handelt es sich lediglich um „ein paar“ (ebd.), so dass ein Großteil der Gedanken noch vorhanden wären. Da diese „toben[...]“ (ebd.), lassen sie sich auch nicht bündeln und das Individuum ist aufgebracht. Letztendlich bleibt ihm nichts übrig, als zu warten (vgl. Z. 11). Die Folge dessen sei, dass er „kurz und rasch sauer“ (Z. 11 f.) werde. Somit sind seine Gefühle wechselhaft und nicht von langer Dauer. Laut ihm besteht eine Anstrengung darin, „eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 12 f.). Allerdings ist es unmöglich eine Unterhaltung zuführen, sofern man keine Rückmeldung erhält. Im Folgenden wird ein Fazit des Autors gezogen: „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z. 13 f.). Da es sich um einen „Feind“ (ebd.) handelt, ist anzumerken, dass das „schlechte Gedächtnis“ (ebd.) und die „Geduld“ (ebd.) zwei Komponenten sind, die antithetisch zueinander sind. Wenn also vergessen wird zu antworten, hat es negative Auswirkungen auf den Wartenden. „Die [Geduld] setzt aber schließlich doch ein“ (Z. 15), da Gründe gesucht werden, „dass sich A,B, und C nicht melden“ (Z. 15 f.). Ein Grund dafür lässt sich beispielsweise  in der Pluralität der Kommunikationsformen finden, da eine Überforderung bei dem  Individuum vorliegen kann. All das löst eine Resignation bei dem Journalisten aus, was sich an Hand der Aussage „was weiß denn von deren Leben“ (Z. 16) veranschaulichen lässt. Allerdings sollte er wissen, was in dem Leben seiner Freunde vor sich geht und stellt im darauffolgenden Vermutungen an, was sie zur Zeit beschäftigen könnte (vgl. Z. 16 f.). Weitergehend versucht der Autor sich selbst durch diese Erklärungsansätze zu beruhigen: „Also einatmen, ausatmen, morgen ist auch noch ein Tag“ (Z. 17 f.). Das Problem aus „morgen“ (ebd.) verschoben wird, ist keine Lösung in Aussicht und es bleibt dem Journalisten nichts anderes übrig als zu warten. Nach längerer Zeit des Wartens „beginnt das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbstforschung“ (Z. 18 f.). Da nur der Autor eine Einsamkeit verspürt, ist zu sagen, dass er die Situation falsch einschätzt und über reagiert. Für Diez sei „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels immer offen“ (Z 20f.). Dies veranschaulicht, dass er durch seine Selbsterforschung immer Fehler bei sich sucht und gar nicht daran denkt, dass die unbeantworteten Mails einen simplen Grund haben. Verstärkt wird dieses Verhalten durch die Metapher „Schlupfloch“ (ebd.), da so deutlich wird, dass er sich dort immer wieder zurück zieht. Aus  Selbstschutz denkt sich Diez Geschichten aus, warum die Personen nicht antworten (vgl. Z. 22-25). Diese Geschichten dienen für Diez als Erklärung oder Begründung, allerdings sind diese fiktiv und nicht real. Somit werden bei dem Autor Illusionen ausgelöst, „wie sie sich durch die Schatten bewegen“ (Z. 26). Diese Metapher verdeutlicht, dass sie zur Zeit keine persönliche Anteilnahme am Leben des Wartenden haben „in ihrem Schweigen“ (Z. 26). Durch das „Schweigen“ (ebd.) wird Bezug auf die unbeantworteten Nachrichten genommen.  Ein weiterer Erklärungsansatz sei die „Hyperkommunikation“ (Z. 28). Dieser Neologismus akzentuiert, dass die Kommunikation durch Medien sehr vielschichtig ist und dies ein wahrer Grund der unbeantworteten Mails sein kann. Das Paradoxon „[j]e mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender die Stille“ (Z. 28 f.) lässt ebenfalls auf das Problem der Vielseitigkeit der Kommunikation schließen, da eine klare Überforderung vorliegt. Eine weiterer Überreaktion lässt sich an der Aussage „schon seit Tagen grübeln“ (Z. 33) erkennen. Diese Hyperbel zeigt, dass der Autor nicht realistisch denkt und nicht mehr von wahr und unwahr unterscheiden kann. Damit der Autor diese Situation nicht immer und immer wieder durchlaufen muss, appelliert er „e. in wenig schneller [zu] reagieren“ (Z. 36). Allerdings spricht er „ihnen das meistens auf die Mailbox oder schick[t] die Anregung als SMS“ (Z. 37 f.). Dabei ändert Diez nichts an seinem Kommunikationsverhalten und erkennt nicht die Unverbindlichkeit der digitalen Kommunikation. So ist der Versuch etwas änder Situation zu ändern vergebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext &amp;quot;Hallo?&amp;quot;, geschrieben von Georg Diez und veröffentlicht 2013, thematisiert die Unverbindlichkeit trotz vielfältiger Kommunikationsmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift &amp;quot;Hallo?&amp;quot; leitet in die Thematik ein, da sie die Hilflosigkeit eines Menschen, der keine Antwort bekommt, veranschaulicht. der darauffolgende  Untertitel deutet auf ein einen Erklärungsversuch hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt zeigt den Konflikt, eines Menschen, der keine Antworten auf seine digitalen Nachrichten bekommt, auf. Im ersten Abschnitt ist von einem &amp;quot;Loch&amp;quot;(Z.1) die Rede, mit dem Diez &amp;quot;täglich&amp;quot;(Z.1) kommuniziert. Das Loch&amp;quot;(ebd.) steht metaphorisch für die Menschen  mit ddenen der Autor zu kommunizieren versucht. Diese geben, genauso wenig wie ein Loch &amp;quot;das schwarz und stumm&amp;quot;(Z.3) bleibt, eine Antwort. Der hypotaktische Satzbau veranschaulicht an dieser Stelle die Ungeduld, die Diez empfindet, wenn er auf eine Antwort wartet. Als Beispiel für die Mitmenschen, die er zu erreichen versucht, nennt er &amp;quot;Freund A&amp;quot;(Z.4), &amp;quot;Kollegin B&amp;quot;(Z.6) und &amp;quot;Freund C&amp;quot;(Z.7). Durch die Anapher des Wortes &amp;quot;Da&amp;quot;(Z.4, Z.5, Z.6), unterstreicht der Autor die Monotonie der Ignoranz der Diez ausgesetzt ist. Dadurch, dass er von &amp;quot;Kollegin&amp;quot;(ebd.) oder Arbeit (vgl. Z. 8) spricht, erhöht er die Wichtigkeit seiner Antwort, da sie sogar schon die Arbeitswelt betreffen würde. Den darauffolgenden Gedankengang, den er erläutert, bezeichnet er hyperbolisch als &amp;quot;Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung&amp;quot;(Z.9). Im folgenden Satz wird durch die Konjunktion &amp;quot;schon&amp;quot;(Z.10) untermauert, dass Diez so wenig Rückmeldung erhält, dass er sich sogar über den kleinen Aspekt, dass &amp;quot;ein paar der in meinem Kopf tobenden Gedanken hinaus in die Wlet gebracht&amp;quot;(Z.10-11) hat, freut. In der zweiten Phase der &amp;quot;Dramaturgie &amp;quot;(ebd.) wird er &amp;quot;kurz und rasch sauer&amp;quot;(Z-11-12), da er sich, auf Grund der &amp;quot;stockenden Unterhaltung&amp;quot; (Z.12), nicht merken könne, worum es in der Unterhaltung überhaupt geht. Durch die Frage in indirekter rede &amp;quot;Was wollte ich noch mal sagen, worum ging es &amp;quot;(Z.Z.3) wirkt der Gedankengang realistischer. Somit kommt er zu dem Schluss &amp;quot;Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld&amp;quot;(Z.13-14). Dadurch, dass er sich also die Unterhaltung nicht merken kann, wird er ungeduldiger, aus Angst die Unterhaltung zu vergessen. Der nächste Abschnitt setzt antithetisch fort, was durch die adversative Konjunktion &amp;quot;doch&amp;quot;(Z.15) manifestiert wird, indem nach Gründen für die Ignoranz Diez's Mitmenschen gesucht wird. Die Aufzählung dieser möglichen Gründe veranschaulicht die Vielfalt an möglichen Tätigkeiten, die die Person en gerade zu tun haben könnten. Dass der Autor so aufgeregt ist, dass er sich selbst beruhigen muss (vgl.Z.17), verdeutlicht, wie sehr ihn die Situation, ironisch gemeint, stresst. Als das &amp;quot;schwierigste Stadium&amp;quot;(Z.18-19) bezeichnet er folgend die &amp;quot;Einsamkeit&amp;quot;(Z.19) und &amp;quot;Selbsterforschung&amp;quot;(Z.19). Die Aufzählung verschiedener Fragen, die sich der Autor in diesem &amp;quot;Stadium&amp;quot;(ebd.) stellt, unterstreicht die Ungeduld, der er wieder ausgesetzt ist. Die Metapher des &amp;quot;Schlupfloch[es]&amp;quot;(Z.20) zeigt, dass es immer eine Möglichkeit gibt Selbstzweifel zu verspüren. Im nächsten Abschnitt wird vermerkt, dass er die Möglichkeit, nicht mehr gemocht zu werden, &amp;quot;aus Selbstschutz&amp;quot;(Z.22) verwirft. Dies könne keine &amp;quot;Grundlage&amp;quot;(Z.23) sein für jegliche zwischenmenschliche Beziehungen. Dann entwirft Georg Diez ein symbolisches Bild von Personen, &amp;quot;wie sie in ihren Wohnungen stehen, wie sie sich durch die Schatten bewegen in ihrem Schweigen&amp;quot;(Z.25f.). Dieses Bild lässt die digitale und analoge Welt ineinander verschmelzen, sodass der Leser die Gedanken des Autors besser nachvollziehen kann. Durch das Paradoxon &amp;quot;Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe&amp;quot;(Z.28-29) wird die Absurdität, dass es viele Kommunikationsmöglichkeiten gibt, diese aber die Kommunikation nicht unterstützen sondern verlangsamen. Was sich Diez vorstellt, würde im Kopf immer realistischer (vgl. Z.30), sodass auch Vorwürfe entstehen. Nicht nur bei dem, der auf eine Antwort wartet, sondern auch derjenige, der keine Antwort gegeben hat. Dieser müsse von seinem Schuldbewusstsein befreit werden (vgl. Z.32). Die Option, dass seine Freunde &amp;quot;Sadisten&amp;quot;(Z.34) sind, verwirft er. Dann erläutert er seine Vorgehensweise, zwei Anregungen zu versenden. Durch eine &amp;quot;Mailbox&amp;quot;(Z.37)- Nachricht und zusätzlich eine &amp;quot;SMS oder [...] Mail&amp;quot;(Z.38). Doch selbst nach zwei Nachrichten erhält er keine Antwort auf seine ursprüngliche Nachricht (vgl. Z.38)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf die Analyse wird im Folgenden zum Stellenwert der digitalen Medien im Leben eines Individuums, ausgehend von den eigenen Erfahrungen und dem Begriff „digitale Unverbindlichkeit“, Stellung genommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die digitalen Medien und die daraus resultierende neue Form der Kommunikation hat nicht nur positive und negative Seiten, sondern hat auch zahlreiche Veränderungen ausgelöst. Verschiedenste Endgeräte wie Laptops, Tablets und vor allem Handys vereinfachen und beschleunigen die Kommunikation, sodass eine Konsequenz dieser ist, dass die Menschen ihre Smartphones etc. ständig dabeihaben und ununterbrochen online sind. Diese Art der Kommunikation ist nicht nur alltäglich geworden, sondern wird auch in der Berufswelt über SMS, E-Mail und soziale Netzwerke genutzt. Eine Folge dieser Allgegenwärtigkeit ist Abhängigkeit und diese kann von Konzernen, die Zugang zu den Nutzerdaten der einzelnen Nutzer haben, gezielt genutzt werden, sodass Menschen die neu oder nicht informiert sind mit dem Umgang des digitalen Zeitalters leicht ausgenutzt werden können, also dass die digitale Kommunikation Schwächen hat.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite sind viel Vorteile an die digitale Kommunikation gebunden, beispielsweise wie das unproblematische Überwinden hoher Distanzen durch die meist zuverlässige Schnelligkeit, sowie die aus der Globalisierung resultierende Internationalität, die wieder rum weitere zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Dieser ständige Austausch, der überall stattfindet, verhilft der Welt zum Fortschritt und Weiterentwicklung. Befürworter der konservativen Kommunikation kritisieren die angeblich entwickelte Unhöflichkeit der Jugend, die die erste Zielgruppe der digitalen Kommunikation ist, die jedoch einfach zu dementieren ist mit dem Fakt, dass sie jung sind und ihnen die Erfahrungen mit der direkten Kommunikation fehlen. Zudem ist eine richtige Werteorientierung trotz der Veränderungen durch digitale Medien zu erkennen, sodass gesagt werden kann, dass trotz oder eben wegen der digitalen und sozialen Medien Werte wie Familie und Freunde gekannt und geschätzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch ist zu sagen, dass diese Art der Kommunikation zu Vereinsamung und Einzelgänger führen kann. Außerdem führt die Möglichkeit, öffentlich seine Meinung austauschen zu können zu negativen Folgen wie Mobbing, was vor allem in der jungen Generation schwerwiegend sein kann. Außerdem muss, ebenfalls bei jungen Menschen, der richtige und sichere Umgang mit digitalen Medien gelehrt werden, damit solchen negativen Folgen vorgebeugt werden kann. &lt;br /&gt;
Diez bezieht sich in seinem Text ebenfalls auf dieses Thema, und was für Auswirkungen digitale Kommunikation haben kann. Jedoch wird die Thematik durch die hyperbolische und ironische Schreibweise ins Lächerliche gezogen und ernst genommen. Zudem fehlen seiner unsicheren Argumentation Belege sowie Lösungsmöglichkeiten. Jedoch machen vor allem der emotionale Teil und der Erfahrungsbezug den Text authentischer und interessanter, da er bewusst unterhaltsam ein Problem anreißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grundlage der vorherigen Analyse und der Tatsache, dass die digitale Kommunikation in der heutigen Zeit nicht mehr weg-denkbar ist, lassen sich die Auswirkungen eben dieser digitalen Kommunikation herausarbeiten. Im Allgemeinen nutzt heutzutage ein jeder digitale Netzwerke wie WhatsApp oder Instagram, um mit anderen in Kontakt zu treten, weshalb automatisch ein Wandel in der Sprache besteht, indem diese sich ausweitet. In diesem Kontext sind die Menschen laut Diez „digital unverbindlich“, also digital unzuverlässig geworden, was auch eine Veränderung in der Kommunikation darstellt. Besonders merkt man aber selbst in vielen Situationen wie sehr sich diese eben doch verändert hat, was alleinig schon im Vergleich von digitaler und mündlicher Kommunikation deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Wandel der Kommunikation kann man dabei bereits schon im tagtäglichen Leben erkennen. Ein jeder nutzt ein Smartphone, kann kaum mehr ohne es auskommen und vor ein paar Jahren noch war dieses Gerät nicht einmal mehr erfunden und somit kamen die Menschen auch ohne es aus. Die meisten Menschen nutzen in diesem Kontext viel häufiger ihr Handy um über SMS, E-Mails oder soziale Netzwerke zu kommunizieren. Den meisten wird die mündliche Kommunikation dabei eher zur Last, während die digitale Kommunikation keinen Aufwand bedarf, schneller ist und wesentlich mobiler geführt werden kann, ohne dem Kommunikationspartner direkt gegenüber zu stehen. Ob im alltäglichen Leben, im schulischen Gebrauch, im Arbeitsleben und bei Familie und Freunden, ein jeder hat und nutzt ein Smartphone und die direkte Kommunikation lässt vermehrt nach. Durch eben diese vermehrte Nutzung bestehen jedoch auch Gefahren, die die heutige Kommunikation beeinflussen. So kann die Nutzung beispielsweise ein Suchtverhalten veranlassen, sodass sich besonders junge Leute, die ihre Vorbilder in den sozialen Medien suchen, abhängig machen, womöglich sogar aus der Gesellschaft desintegrieren. In diesem Zusammenhang besteht auch das Gefahr des Abrutschen in soziale Nieschen, indem die Menschen durch Werbung und Falschinformation viel schneller beeinflusst werden und so durch unzureichende Aufklärung auf einen falschen Weg geraten können. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die freie Meinungsäußerung in sozialen Netzwerken. Meinungen können viel schneller als zuvor verbreitet werden und dementsprechend große Zuwendung oder Ablehnung erlangen. Aber auch die Selbstdarstellung ist in diesem Kontext viel einfacher, jedoch wissen dabei die wenigsten bewusst, dass oftmals nur die schönen Seiten des Lebens auf sozialen Netzwerken widergespiegelt werden, sodass sie dadurch schneller als früher Neid oder sogar Selbstzweifel entwickeln können. Zuletzt wird die digitale Kommunikation auch zu Werbezwecken besonders auch von Firmen genutzt, da ihre Reichweite so wesentlich größer ist und sie global verkaufen können. Insgesamt verändert sich die Kommunikation also in vieler Hinsicht, wird jedoch zuletzt immer digitaler, sodass die mündliche Kommunikation immer mehr abnimmt und man selbst für Kleinigkeiten lieber sein Handy nutzt, als beispielsweise jemanden Anzurufen, weil das schreiben letztlich bequemer ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diez nennt in diesem Kontext auch den Ausdruck der „digitalen Unverbindlichkeit“ (Z. 64), welcher sich kritisch betrachten lässt. Zwar stimmt es gewiss in manchen Teilen, dass die Menschen unzuverlässiger werden, wenn sie beispielsweise Treffen über SMS planen, da sie diese auch schnell und ohne Probleme im letzten Moment wieder absagen können, jedoch trifft dies noch lange  nicht auf alle zu, wie Diez es hier darstellt. Die Schnelligkeit der Medien sowie der Wandel zur digitalen Kommunikation bringen nämlich auch besonders positive Aspekte, wie die Möglichkeit, über große Distanzen zu kommunizieren oder die Menschen so noch ein großes Stück besser kennenlernen zu können, mit sich. Eben diese Vorteile nutzen die meisten Menschen und empfinden es so eher als einfacher und besser derartig kommunizieren zu können und sehen es nicht, wie Diez es hier darstellt, als eine Art Last an, weshalb sie unzuverlässig würden. Die Menschen sind stets noch freundlich und bereit zu antworten, auch wenn die digitalen Kommunikationsformen sie transparenter machen und somit viel von ihnen preisgeben. Wären die Menschen dies nicht mehr, wäre sicherlich eine große Unzufriedenheit zwischen Freundschaften oder auch im Arbeitsleben bestehen, weshalb die Pauschalisierung Diezs nicht gerechtfertigt ist. So sollte man die digitale  Kommunikation hierbei also nicht stets nur als etwas „Schlechtes“ darstellen, dass die Menschen schlecht macht, sondern viel eher auch die Gegenseite betrachten, die vielen Vorteile und den Fortschritt, der die Menschen weiterbringt. Oftmals zeugt nämlich ein Nicht-Antworten eher von Stress im allgemeinen Alltag, als von einem unzuverlässigen Individuum, weshalb man hier die Erklärungsansätze und Ursachen auch in der analogen Welt suchen sollte. Natürlich beeinflusst die digitale Kommunikation die Menschen stringent, jedoch positiv wie auch negativ. Aber Unzuverlässigkeit liegt allemal im Menschen selbst oder an der Überforderung mit der Masse an Information, jedoch keinesfalls am digitalen Fortschritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zustimmend lassen sich hier jedoch auch noch einmal die Durchlässigkeit, die durch das Internet und die Preisgabe von persönlichen Daten entsteht, sowie der geringfügige Werteverlust vieler Jugendlicher nennen. In der digitalen Kommunikation sind wir Menschen also in dem Sinne unverbindlich, dass wir unsere Gefühle und Gedanken viel schneller preisgeben und so auch Frustration oder Trotz schneller zum Ausdruck kommen. Hierauf bezogen lassen sich der von vielen bemerkte Werteverlust sowie auch Mobbing oder Abgrenzung auf die vermehrte Nutzung digitaler Medien beziehen, wobei diese Dinge auch vorher bereits existierten und durch die digitale Kommunikation nur verstärkt werden, weshalb Diezs Ansicht hier stets etwas übertrieben wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen argumentiert Diez in seinem Text sehr hyperbolisch und ironisch. Besonders überzeugt dabei die Darstellungsweise, die an eine Erzählung erinnert und den Text leichter nachvollziehbar macht. Hier nutzt Diez besonders Personalpronomen und alltägliche Situationen, um von seiner Sichtweise zu überzeugen. Besonders wirkt hier auch die hyperbolische Darstellung belustigend, mit der man sich grundlegend jedoch dennoch identifizieren kann und seine Argumentation somit gut nachvollziehbar ist. Kritik lässt sich jedoch hierbei auch üben, da die Ironie den Text sehr einseitig und somit gewissermaßen unglaubwürdig wirken lässt. Die Ironie verwirrt den Leser in gewissen Teilen, sodass undeutlich bleibt, wie ernst Diez seine Argumentation meint. Somit stellt die subjektive ironische Darstellung zwar eine Belustigung, aber zugleich auch ein Hindernis für das Verständnis dar. Hier würden entkräftigende Argumente und besonders auch variable Belege, die sich nicht nur auf ihn beziehen, verhelfen, um seinen Text überzeugender zu gestalten. Zudem nennt Diez dauerhaft ein Problem, welches er ja letztlich beim Menschen sieht, nnnt aber keine Maßnahmen zur Verbesserung der Umstände, sodass kein Appell gegeben ist und dem Leser offen bleibt, was nun oder ob überhaupt etwas zu tun ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt hat sich die Kommunikation stark gewandelt, was positive wie auch negative Aspekte mit sich bringt. Diez sieht dies jedoch eher sehr subjektiv und sieht eine schlechte Veränderung des Menschen, welche er jedoch ohne jegliche Belege und etwas missverständlich ironisch herausarbeitet, weshalb seine Überzeugung von der Unverbindlichkeit eher fraglich bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Kommunikation bietet viele Möglichkeiten, bringt aber auch Gefahren mit sich. Durch die Nutzung digitaler Medien findet heutzutage somit eine Veränderung der Kommunikation statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Möglichkeit, die die digitale Kommunikation bietet, ist die Schnelligkeit. Nachrichten werden schneller verbreitet, aber auch in der Kommunikation untereinander profitiert man von der schnellen Kommunikation via SMS, E-Mail und sozialen Netzwerken. Daraus resultiert dann auch eine Veränderung, die die Kommunikation prägt. Und zwar wird man jeden Tag mit digitalen Medien konfrontiert. E-Mails begleiten die meisten Menschen in ihren Berufen, wenn es z.B. um die Auslandskorrespondenz geht. Soziale Netzwerke werden von vielen Menschen, immer häufiger auch sehr jungen Leuten, genutzt. Dabei besteht aber die Gefahr, dass unerfahrene Menschen zunächst mit dem Umgang mit sozialen Netzwerken überfordert sind. Viele Menschen erleben im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken auch Ausgrenzung, Mobbing, diskriminierende Anfeindungen u.v.m. Aber auch Abhängigkeit, meistens bei jungen Menschen, ist eine Gefahr, die durch die Präsenz von digitalen Medien besteht. Dennoch bieten soziale Netzwerke die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung. Hier besteht aber wiederum die Gefahr von Anfeindungen usw. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Schnelligkeit und freien Meinungsäußerung, die die digitale Kommunikation bietet gibt es noch weitere Vorteile der digitalen Kommunikation. Durch die Globalisierung ist der Kontakt und die Beziehung zu anderen Ländern sehr stark verbreitet worden. Dabei bietet dann die digitale Kommunikation die Möglichkeit mit anderen zu kommunizieren. Durch die schnelle Nachrichtenverbreitung erfährt man aktuelle Ereignisse nicht nur innerhalb des eigenen Landes, sonder auch aus aller Welt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt sei, kann man folgendermaßen betrachten. Die digitale Kommunikation an sich bietet viele Vorteile, z.B. die Schnelligkeit der Kommunikation über die verschiedenen Medien wie SMS, E-Mails und soziale Netzwerke. Man hat die Möglichkeit über die Landesgrenze hinweg zu kommunizieren, was viele positive Einflüsse aus anderen Ländern und Kulturen mit sich bringt. Noch nie zuvor war die Kommunikation so einfach und fortschrittlich. &lt;br /&gt;
Dennoch ist eine Konsequenz des Nachlasses von verbaler Kommunikation, die mögliche Vereinsamung und Isolation. In Foren hat man die Möglichkeit seine Meinung zu äußern, dennoch kann daraus auch Hass, Mobbing, Ausgrenzung usw. resultieren. Dabei lassen bestimmte Verhaltensregeln immer mehr nach, z.B. der respektable Umgang mit seinen Mitmenschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Überzeugungskraft des Textes ist zu sagen, dass seine Schilderung als subjektiv betrachtet werden muss. Es fehlen z.B. Belege für seine These und z.B. Studien, die seiner Argumentation Aussagekraft verleihen könnte. Dennoch ist auch zu sagen, dass der Text einen Erfahrungsbericht darstellt und auf eine bestehende Problematik hinweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klausur Sachtextanalyse Mehrsprachigkeit&lt;br /&gt;
Der Artikel „Hallo?“, welcher 2013 in „Der Spiegel“ 28 (2013), S.56, veröffentlicht und von Georg Diez verfasst, thematisiert den Einfluss von digitalen Medien in der Kommunikation von Menschen und die Auswirkungen für die Verständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift „Hallo?“ (Z. 0) zeigt eine mögliche Anspielung auf das Thema des Textes und der unverbindlichen, scheiternden Kommunikation. Die darauffolgende These „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“( Untertitel), bewirkt der Autor das Nachdenken der Leserschaft und stellt gleichzeitig ein heutiges Problem der Kommunikation dar. Daraufhin folgt eine kurze Erzählung des Autors, welche eine tägliche Situation beschreibt und als „Loch in meinem Leben“ (Z. 1) betitelt wird und somit metaphorisch die Erwartungen, von demjenigen, der auf eine Antwort wartet, darstellt. Dass dieses Problem alltäglich ist, wird anhand des Adjektivs „täglich“ (Z. 1) hervorgehoben und zeigt die Häufigkeit des Problems. Zudem wird das Personalpronomen „ich“ (Z. 1) verwendet und zeugt zur Verstärkung von Authentizität und Eindrücklichkeit, wodurch seine Gedanken und Gefühle deutlich zum Ausdruck kommen.  Zudem nennt er Beispiele wie „Ideen, Gedanken“ (Z. 1) und „einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 2f.), die in Verbindung mit seinen Erwartungen stehen und zum Teil dramatisierend wirken. Um seine Problematik näher zu erläutern, verwendet er Verben, wie „schaufle“(Z. 1); „schaue“ (Z. 2); „höre“ (Z. 2) und benutzt repetierend das Personalpronomen „ich“ (ebd.), um die Leserschaft darauf aufmerksam zu machen, ob die Erfahrungen, die Georg Diez erfährt auch auf ihr eigenes Leben zurückzuführen ist. Um Diezˋs Problematik zu erläutern, erzählt er von einer erfahrenen Situation, um dem Leser darin einzuführen. Der Artikel berichtet davon, dass Georg Diez „Freund A [an]ruf[t]“(Z. 4), um mit ihm zu sprechen, er jedoch „nicht an sein Handy geht“ (Z. 4) mit  der Begründung des Autors, „weil niemand mehr an sein Handy geht“ (Z. 4f.) und spricht „ihm auf seine Mailbox“(Z. 5). Mit diesem Beispiel verdeutlicht er sein erstes Problem, dass sie Relevanz von Telefonaten verloren geht. Zudem erwähnt der Autor noch ein weiteres erlebtes Beispiel, um der Leserschaft deutlich zu machen, dass nicht nur die Nutzung von Telefonaten, sondern auch von SMSen und Mails verloren geht bzw. verflacht (vgl. Z. 5ff.). Um die Realität näher vor Augen zu führen, nutzt er wiederholend das Personalpronomen „ich“(ebd.) und Verben, wie „rufe“ (Z. 4); „spreche, schicke“ (Z. 5); schreibe“ (Z. 7) und zeigt dadurch auf welche verschiedenen Arten und Weisen man mit Menschen kommunizieren kann. Um jedoch die eigentliche Relevanz des Problems darzustellen, nennt er dreimal die parataktische Aussage „ich höre nichts zurück“ (Z. 5ff.) und beschreibt somit eine Alltagssituation, dass er von keinem eine Antwort erhält. Dies untermauert zudem nochmal die scheiternde und unverbindliche Kommunikation und somit auf die Überschrift zu übertragen ist. Ebenfalls benennt der Autor Kommunikationsmittel, wie „[das] Handy“ (Z. 4) und die Arten zu kommunizieren: „Mailbox“ (Z. 5); „SMS“ (Z. 7) und „Mail“ (Z. 8). Daraufhin geht er auf die Reaktionen und Gedanken ein, die in seinem Kopf entstehen, wenn solche Situationen auf ihn zutreffen und leitet die Folgen anhand des Satzanfangs „[w]as nun beginnt“ (Z. 9), ein. Der akkumulierende Satzbau verdeutlicht klar und deutlich die Vielzahl der Folgen und stellt diese aufgrund des Begriffs „Dramaturgie“ (ebd.) sehr negativ dar. Darauf folgend erläutert er präzise  den Prozess, der in seinem Gehirn abläuft (vgl. Z. 9ff.). Um dem Leser die Gedanken und Gefühle des Betroffenen persönlich wirken zu lassen, verwendet er wiederholend das Personalpronomen „ich“ (Z. 10ff.). Er erläutert seine Gefühle, die zunächst besagen „ich freue mich ja schon, dass ich ein paar der in meinem Kopf tobenden  Gedanken hinaus in die Welt gebracht habe und warte“ (Z. 10f.). Die Personifikation „tobende Gedanken“(ebd.) verdeutlicht die Aufregung des Betroffenen, jedoch ändert sich dieser Zustand sehr schnell, indem er Adjektive wie „kurz“ (Z. 11); „rasch“ (Z. 12); „anstrengend“ (Z. 12) und „stockende“ (Z. 12) verwendet du somit das Problem deutlicher macht. Daraufhin stellt Georg Diez sich die Frage „was wollte ich nochmal sagen, worum ging es?“ (Z. 13) und verdeutlicht damit die Verflachung der Kommunikation, wenn man nicht direkt eine Antwort erfährt und sich viele Gedanken durch den Kopf gehen lässt, was man demjenigen geschrieben habe. Anhand der Fragen wird auch deutlich das er Denken und Handeln nicht unterscheiden kann und sich deshalb die Fragen stellt. Zudem bezeichnet er sein Gedächtnis als „schlecht […]“ (Z. 13) und metaphorisch als „Feind der Geduld“ (Z. 16) was wiederholt veranschaulicht, dass er nicht mehr wisse ob er sich nur gedanklich die Frage gestellt, oder mit den Menschen persönlich kommuniziert habe . Mit seiner Aussage „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (ebd.) widerspricht er seiner Aussage, dass „[d]ie […] aber schließlich doch ein[setzt]“ (Z. 15) und „es [...] sicher gut Gründe [dafür gibt], dass sich A, B und C nicht melden“ (Z. 15f.). Die Bezeichnung A, B und C steht für alle Menschen und verallgemeinert somit die Situation. Mit dieser Meinung und Feststellung zeigt er, wie paradox man sein kann, indem man nicht steuern kann, wie man eigentlich sein möchte und das man sich ohne was zu wollen Gedanken darüber macht, worüber man eigentlich gar nicht nachdenken möchte. Er erwähnt anhand seiner Aussage „was weiß ich denn von deren Leben, die haben Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familien zu ernähren( Z. 16f.), dass man sich eigentlich gar nicht um andere Menschen kümmern solle und jeder machen dürfe, was er für richtig halte, der Betroffene der jedoch auf eine Antwort wartet, sich Gedanken darüber macht, was der Andere gerade tut, was Diez anhand der Akkumulation (vgl. Z. 16f.), darstellt. Um den Gedanken aus dem Weg zu gehen, nennt er eine Methode, die helfen solle, dem Problem aus dem Weg zu gehen. „Einatmen, ausatmen, morgen ist auch noch ein Tag“ (Z. 117f.). Mit dem Gedankenstrich ( - ) (Z. 18) bewirkt der Autor einen neuen Gedankenansatz und führt daraufhin einen weiteren Prozess des Problems an, „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (Z. 18f.) und erklärt diese sofort mit einer Frage: „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z. 19f.). Damit verdeutlicht der Autor die gewöhnlichen Gedanken, die sich ein Betroffener macht und  zur Selbstverzweiflung führt. Um die Hoffnung nicht ganz zu verlieren, verwendet er eine Metapher „ Schlupfloch“ (Z. 20) und deutet darauf hin, dass es immer noch eine Möglichkeit gibt, die Hoffnung an sich nicht aufzugeben. Im weiteren Abschnitt erläutert der Autor „Den Gedanken das mich niemand mehr mag“ (Z. 22), welcher auch zum Prozess des „Selbstzweifelns“ (ebd.) zählt. Jedoch mit der darauffolgenden Aussage „verwerfe ich rasch, aus Selbstschutz und weil das keine Grundlage sein kann für weitere Freundschaft, Freude, Zusammenarbeit“ (Z. 22f.), veranschaulicht der Autor dem Leser, dass aus Einsamkeit und Selbstzweifel die Angst besteht, Freundschaften zu verlieren.   Die Erwähnung der drei Substantive (ebd.) bewirken einen positiven Effekt, da diese sehr wichtig sind um miteinander kommunizieren zu können. Georg Diez erläutert seine weiteren Gedanken, indem er erwähnt, dass er sich ganze Geschichten ausdenkt, „warum sie nicht antworten“ (vgl. Z. 23f.) und  somit die Angst in Verbindung mit Selbstzweifel darstellt. Um seine Gedanken kurz zusammenzufassen, sagt er „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen – was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z. 27f.) Er verwendet die Hyperbel „Hyperkommunikation“ (ebd.) und weist somit darauf hin, dass es heutzutage normal ist, dass sehr viel miteinander kommuniziert wird, was der Autor mit „Hyper“ (ebd.) hervorhebt und der Begriff der „merkwürdigen Wirkung“(ebd.) gerechtfertigt ist, da er in seiner Situation das Gegenteil erfährt. Er begründet seine Aussage mit: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Er verwendet repetierend Adjektive (vgl. Z. 28), die akkumulierend die Möglichkeiten der Kommunikationen darstellen und beschreiben die Folgen daraufhin „desto gellender ist die Stille…“(ebd.). Daraus lässt sich ableiten, dass die Relevanz an Kommunikation immer weiter zunimmt und die Nutzung von medialer Kommunikation so präsent ist, dass es merkwürdig und selten ist, wenn Stille herrscht. Die Präsenz von Kommunikation wird anhand der  Adjektive „gellender, epischer“ (ebd.) unterstrichen, sowie die Substantive „Stille, Ruhe“(ebd.) bewertet die Art von Kommunikation und zeigen antithetisch den Prozess des Kommunikationswandels. Um diesen Konflikt zu verdeutlichen, nennt er das an sich erfahrene Beispiel und besagt, dass man sich von den Lasten, die in einem entstehen, „Geschichte [die] eine eigene Realität an[nehmen]“ (Z. 30), „wenn sie sich doch melden“(Z. 31), „befreien muss“ (Z. 32). Damit zeigt er die Gedankengänge, die in einem entstehen können, wenn seine Erwartungen nicht in Erfüllung gehen und man von Selbstzweifel und Angst umgeben ist. Aufgrund dessen betitelt er seine Freunde als „arglos“ (Z. 34), denn „sonst wären sie Sadisten“(Z. 34). Der Autor zeigt wieder seine Problematik zwischen Denken und Handeln und ist selbst mit sich überfordert, denn aufgrund seiner Erwartungen die er an seine Freunde stellt ist er zunächst enttäuscht, im Nachhinein jedoch davon überzeugt, dass er eine Antwort bekommt. Seine Gedanken spiegelt er wider, indem er sagt, dass er diese Option, sie als Sadisten zu bezeichnen, bedenke, sie jedoch verwerfe, weil es zu traurig wäre mit Sadisten befreundet zu sein(vgl. Z. 34f.). Er gibt seinen Freunden jedoch trotzdem zu verstehen „dass sie bitte en wenig schneller reagieren sollen“(Z. 36) und vergleicht sich mit dieser Aussage mit einem „zwölfjährigen, der Professor spielt“ (Z. 37) und verdeutlicht somit sein Recht, eine Antwort von seinen Freunden zu erhalten. Diese Aussage ist jedoch ironisch zu verstehen, da er angibt ihnen diese Aufforderung  „meist auf die Mailbox [gesprochen] oder [… ] die Anregung als SMS oder als Mail [geschickt habe“ (Z. 38). Zudem er wähnt er die Art und Weise, wie er seinen Freunden die Botschaften mitteilt und verwendet wieder das Personalpronomen „ich“(Z. 37). Zudem nennt er die schon genannten Kommunikationsmittel „SMS oder als Mail“(Z. 38), woraufhin er wieder „ und höre nichts zurück“ (Z. 38) erwähnt, welche die Problematik wiederholend darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich anhand von selbst gewählten Beispielen die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern und kritisch abwägend, ausgehend von eigenen Erfahrungen Stellung zu der Aussage wir leben in einer Zeit, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, nehmen und sie abschließend von Georg Diez’s Darstellungsweise, die Überzeugungskraft beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus eigener Erfahrung lässt sich sage, dass sich die Kommunikation sehr stark verändert hat, da die Nutzung von Medien, sei es die Nutzung von Facebook, Twitter etc. immer mehr von Relevanz ist. Ein Beleg dafür ist beispielsweise die Nutzung von Endgeräten oder Smartphones in der beruflichen Welt. Dort wird über SMS, E-Mail oder soziale Netzwerke weltweit kommuniziert, weshalb die Bedeutung von Medien in der Kommunikation immer größer wird. Zudem bestehen jedoch auch Probleme wie zum Beispiel die Abhängigkeit der Allgegenwärtigkeit digitaler Kommunikation. Zudem ist es möglich sich uneingeschränkt über soziale Netzwerke zu äußern und seine eigene Meinung zu präsentieren, mit dem Kompromiss Positive sowie größtenteils negative Kritik zu erhalten. Die Selbstpräsentation über soziale Netzwerke, indem man sich z.B. auf Instagram ein Profil erstellt, worauf jeder Zugriff hat, ist auch überall möglich und hat seine Vor- und Nachteile. Mittlerweile führt die Nutzung von digitalen Netzwerken schon dazu, dass Menschen die kein ausgebildetes Wissen über den Umgang mit Medien haben, ausgeschlossen werden, wodurch das Selbstbewusstsein verloren gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zitat der „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) und die Behauptung, dass wir davon geprägt sind lässt sich zum einen kritisch abwägend belegen jedoch auch zustimmend erklären. Aus eigener Erfahrung lässt sich sagen, dass heutzutage eine hohe Akzeptanz digitaler Kommunikation besteht, aufgrund von Möglichkeiten wie z.B. sich international austauschen zu können, sei es im Beruf oder privat oder der Schnelligkeit, Verlässlichkeit und Verbindlichkeit der Kommunikation über z.B. E-Mails, SMS oder soziale Netzwerke , was bedeutet, dass man eine wichtige Nachricht sofort zu der Person schicken kann die vielleicht auf einem anderen Kontinent lebt oder gerade im Urlaub ist und das man sich auf das Internet verlassen kann, dass die Nachricht auch bei der anderen person ankommen wird. Aber auch der unproblematische Überwindung von großen Distanzen, was bedeutet, dass es einem Menschen über Medien einfacher fallen kann einem seine Meinung mitzuteilen, satt es persönlich zu machen. Dadurch fällt es einem viel leichter, weil man sich nicht mit der Reaktion des Anderen beschäftigen muss. Jedoch haben all diese Aspekte Nachteile, besonders in Betrachtung der heutigen Jugend. Denn diese sind so sehr von der Digitalisierung geprägt, dass die Leistungsbereitschaft sinkt, die Bedeutsamkeit der Familie verloren geht oder der Berufszufriedenheit sinkt. Zudem verschlechtert sich das Kommunikationsverhalten untereinander, aufgrund das eigene Meinungen auf extreme Art und Weisen übermittelt werden können, dass sich schnell einer verletzt fühlt und dadurch meist auch ausgegrenzt von der Gesellschaft. Dies sind alles Gründe gegen das Zitat, dass wir von einer digitalen Unverbindlichkeit geprägt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es auch genügend Argumente, die das Zitat unterstützen, dass wir in einer Zeit leben, die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt sind, denn der Verzicht von sozialen Netzwerken oder Medien allgemein führt dazu, dass man sich einsam oder sogar alleine auf der Welt fühlt. Ohne Medien hat meine so schnell keine Möglichkeit mehr sich mit Freunden zu unterhalten die ein paar Kilometer weiter entfernt wohnen. Man ist ganz auf sich alleine eingestellt, was jedoch heute nicht vorstellbar wäre, weil dadurch auch die weltweite Kommunikation gestoppt wäre, was auch zu großem Nachteil wäre. Eine Folge die am wahrscheinlichsten passieren würde, ist Mobbing, Selbstzweifel usw., denn die unreflektierten Meinungsäußerungen führen schnell dazu, dass man  aus der Gesellschaft besonders in Cliquen im Alter von 12-18 Jahre ausgeschlossen wird und als ‘Looser‘ bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Diez berichtet in seiner Artikel „Hallo?“ von der digitalen Unverbindlichkeit und verwendet dafür eine Art und Weise wie er dieses darstellt. Zum einen benutzt er anhand einer erfahrenen Situation die durch die Personen A, B und C dargestellt werden die Möglichkeit Emotionalität in seinem Text hervorzuheben und somit von hoher Authentizität zeugt. Zudem lässt er dem Leser eine hohe Zugänglichkeit zum Text, aufgrund von Beispielen die die Problematik der medialen Kommunikation darstellen und er bewusst glossenhafte Gestaltung verwendet. Jedoch gestaltet er seinen Text sehr subjektiv oder plakativ aufgrund des stark narrativen Stils, wodurch der Kern, die Problematik der Allgemeinheit zu verdeutlichen, misslingt. Zudem fehlen belege beispielsweise von Studien oder Wissenschaftlern die seine Meinung unterstützen können, sodass der Text an Wahrhaftigkeit gewinnt. Dadurch das er jedoch nur von persönlichen Erfahrungen erzählt kann der Text auch unglaubwürdig wirken. Zudem fehlt ein wichtiger Aspekt der für jeden Leser eines solchen Artikels wünschenswert ist, sind Lösungsansätze, wie man mit solchen Problemen umgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Hallo?“, geschrieben von Georg Diez und veröffentlicht 2013 in „Der Spiegel“, thematisiert die Nutzung digitaler Kommunikation und die damit verbundene digitale Überforderung und erläutert dabei die  Meinung des Autors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Untertitel des Textes wird die Absicht des Textes preisgegeben. Diez stellt sofort eine These auf, welche dazu einlädt den Artikel weiterzulesen: „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ (Z.0). Es scheint, auf Grund des kausalen Frageworts „Warum“ (ebd.), als gäbe der Autor bald eine Antwort auf seine These.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesamte Text lässt sich in acht Sinnabschnitte einteilen. Der erste (Z.1-8) gibt ein ausführliches Beispiel, welches von Diez im weiteren Verlauf seines Textes erneut aufgeführt und erläutert wird. Zu Beginn dieses Abschnitts bemüht sich der Autor, durch Metaphern darzustellen, dass er „täglich Worte“ (Z.1) aufnimmt (vgl. Z.1). Er führt seinen Text mit dem Beispiel fort: „Da rufe ich meinen Freund A an, der an sein Handy geht, weil niemand mehr an sein Handy geht, ich spreche ihm auf seine Mailbox- und höre nichts zurück“ (Z.4f.). Nachdem A angerufen wurde, sendet er B eine SMS, auf welche er ebenfalls keine Antwort erlangt und C erhält eine Mail, auf welche zusätzlich nichts zurück kommt (vgl. Z. 4ff.). Immer wieder verwendet der Autor das Wort „Da“ (Z. 4,5,7), sodass eine Anapher entsteht, so betont er das Beispiel und es bekommt mehr Aufmerksamkeit. Außerdem schreibt der Autor immer, er „höre nichts zurück“ (Z.5,6f.,8), durch diese Repetitio tritt das Beispiel und vor allem, dass keine Antwort zurück kommt, noch mehr in den Vordergrund. Es scheint also egal zu sein, wie der Autor jemanden zu erreichen versucht, ob Mail, Anruf oder SMS, niemand meldet sich in irgendeiner Art und Weise zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.9-21) beschäftigt sich mit den Folgen, welche entstehen, wenn man keine Antwort bekommt. Laut Georg Diez „beginnt […] die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z.9). Das bedeutet, man wird selbstkritisch und fragt sich, ob man vielleicht etwas falsch gemacht hat (vgl. Z. 19f.). Zudem seien „die ersten Stunden […] noch einfach“ (Z.9f.), da man froh ist seine Gedanken mit jemandem geteilt zu haben (vgl. Z. 10f.). Dadurch fällt einem das Warten nun noch nicht ganz s(Z.12) weiterzuführen (vgl. Z. 11ff.). Man stellt sich Fragen wie „Was wollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z.13). Die darauffolgende Behauptung „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z. 13f.) wird durch die vorher analysierten Aussagen belegt. Im nächsten Teil des Sinnabschnitts nimmt Georg Diez noch einmal Bezug zu seinem, im ersten Sinnabschnitt genannten Beispiel. Seiner Meinung nach, setzt zuletzt allerdings doch die Geduld ein und man denke die Personen hätten sicher gute Gründe, dass sie sich nicht melden (vgl. Z. 15f.). Mit der kurzen Aufzählung „die haben Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familien zu ernähren“ (Z.16f.) gibt der Autor ein paar Beispiele an, welche Gründe für das Nicht-Antworten auf seine Nachrichten oder Mails sind. „Nach 24 Stunden“ (Z. 18) scheint der Geduldsfaden jedoch gerissen zu sein, nun beginne „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (Z.18f.). Da man bis dahin keine Antwort bekommen habe, suche man nun Gründe dafür bei sich selbst. Man stelle sich Fragen wie „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z.19f.). Diese Fragen sind allerdings rhetorische Fragen, da die Antwort darauf meistens „Nein“ ist. Man sucht den Fehler bei sich selbst, wie der Autor sagt. „Irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels ist immer offen“ (Z.20f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den weiteren Gedankenverlauf, nach einem weiteren Tag ohne Antwort, geht Diez im dritten Sinnabschnitt (Z.22-33) ein. Zu Beginn schreibt er, den Gedanken von niemandem mehr gemocht zu werden, schließe er schnell ab, da dies so keine anständige Grundlage für neue Freundschaft, Freude oder Teamarbeit sei (vgl. Z. 22ff.). Das Beispiel aus Sinnabschnitt eins wird wieder aufgegriffen: Nun denkt Diez sich Geschichten aus, warum Personen A,B,C nicht antworten (vgl. Z. 24f.). Man ist komplett für sich, niemand ist da (vgl. Z.27). Georg Diez spricht von einer „Hyperkommunikation“ (Z. 28), er liefert im folgenden Text eine Erläuterung. Es sei „merkwürdig“wird“  (Z.27), da „ [desto] mehr geredet, geschrieben und getwittert, je epischer entfalte sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Der Begriff „Hyperkommunikation“ (Z.28.) ist also Ironie, da nicht sonderlich viel kommuniziert wird. Die Erläuterung des Begriffs ist antithetisch, da von viel Kommunikation die Rede ist, welche allerdings dann die Auswirkung hat, dass es immer stiller wird (vgl. Z. 28f.). Durch die Konjunktion „Denn“ (Z. 29) wird eine Begründung eingeleitet. „Denn die Geschichten in meinem Kopf gehen ja weiter, sie nehmen eine eigene Realität an, je länger sich die anderen nicht melden“ (Z.29ff.). Wenn man dann allerdings doch noch eine Antwort bekommt , hat diese ein eigenes Gewicht, von welchem man sich befreien muss (vgl. Z. 31f.), da „die anderen ja nicht wissen, dass“ (Z. 32f.) man schon seit Tagen grübelt, was man falsch gemacht hat (vgl. Z. 32f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Sinnabschnitt (Z.34-41) wird durch eine Repetitio Bezug zum ersten Sinnabschnitt genommen und ein weiteres kurzes Beispiel genannt. Diez erklärt in diesem Sinnabschnitt, dass er seinen Freunden oft sagt, sie sollen doch bitte schneller antworten (vgl. Z. 35f.). Allerdings sagt er, „ich spreche ihnen das meistens auf die Mailbox oder schicke die Anregung als SMS oder als Mail- und höre nichts zurück“ (Z.37f.). Es liegt eine Repetitio vor, da er erneut sagt, er „höre nichts zurück“ (Z. 38,5,6f.,8), so schafft er eine Verbindung zum ersten Sinnabschnitt. Außerdem liefert er ein Beispiel für Mails, da er schreibt, er habe einem befreundeten Journalisten eine E-Mail geschickt, auf die er allerdings keine Antwort bekommen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden wird die Bedeutung der digitalen Medien in unserer Zeit, ausgehend von eigenen Erfahrungen mit digitaler Kommunikation reflektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jemand meint, die Kommunikation habe sich nicht verändert, kann ich diese These nicht unterstützen. Durch die digitalen Medien, wie das Smartphone hat sich unser gesamte Alltag verändert. Man nutzt soziale Netzwerke, schreibt E-Mails und SMS nicht nur im Beruf sondern auch in der Alltagskommunikation. Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit an den Smartphones und im Internet, es kann zu einer Abhängigkeit kommen. Es scheint zwar als seien all diese Apps (facebook, whatsapp, snapchat) kostenlos, jedoch bezahlt man mit seinen persönlichen Daten. Oft kommt es auch zu Cybermobbing, das bedeutet Mobbing im Internet. Manche Eltern wollen ihre Kinder vor so etwas schützen und erlauben ihnen kein Smartphone. So kann es oft zu Ausgrenzung kommen.&lt;br /&gt;
Ich denke wir leben in einer Zeit die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt ist, da bei einem Verzicht auf die direkte Kommunikation negative Konsequenzen auftreten können, wie zB. Vereinsamung. Weitere Vorteile, sind die unproblematische Überwindung von großen Distanzen, das bedeutet es gibt internationale Austauschmöglichkeiten, welche schnell geschehen, verlässlich und Unverbindlich sind. Jedoch werden Kinder und Jugendliche immer wieder mit Schimpfwörtern und Cybermobbing konfrontiert. Es kann auch eine Überforderung stattfinden, die ihre Ursache in der digitalen Kommunikation haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um kurz auf die Überzeugungskraft des Textes von Diez einzugehen: er verwendet keine Belege, die seine Thesen unterstützen. Zudem nennt er viele Probleme, jedoch bietet er keine Lösungsmöglichkeiten an. Jedoch bringt er seine eigenen Erfahrungen in den Sachtext mit ein. Ich denke, dass der Text von Georg Diez nicht überzeugend ist und es einige Verbesserungsmöglichkeiten gäbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Analyse'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Text „Hallo?“, welcher von Georg Diez verfasst und im Jahr 2013 in „Der Spiegel“ veröffentlicht wurde, thematisiert die Veränderungen der Kommunikation unter Menschen durch digitale Medien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überschrift des Textes „Hallo?“ wird zugleich auch die Hauptthematik des vorliegenden Textes vorangestellt, da diese Interjektion in der täglichen Kommunikation genutzt wird um zum Beispiel auf sich aufmerksam zu machen. In dem vorliegenden Text wird erfragt ob jemand auf die zuvor gesprochene Mailbox, SMS oder Mail aufmerksam reagieren würde. Die Hauptthese des Textes wird in dem darunter angeführten Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ verdeutlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Metapher „es gibt ein Loch in meinem leben, in das schaufle ich täglich Worte, […] Ideen [und] Gedanken [hinein und] […] schaue ihnen nach, wie sie fallen, und warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 1ff.) ein. Doch es herrscht stille und es erfolgt keine Antwort, was durch die darauffolgende Metapher „aber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) verdeutlicht wird. Mit dem Substantiv „Loch“ (ebd.) beschreibt Diez die digitalen Medien, welche er täglich mit diesen „Worten, […] Ideen […] und Gedanken“ (ebd.) füllt. Außerdem wird durch diese Metapher die in dem Untertitel erwähnte Einsamkeit hervorgerufen und auf die im Titel erwähnte Frage „Hallo?“ Bezug genommen, da keine Reaktion vorhanden sei. Anschließend nennt der Autor Beispiele aus dem Alltag, in denen er persönlich in Kontakt mit der digitalen Kommunikation tritt. Diese persönlichen Erfahrungen weisen den Beginn der oben genannten These und somit der Gefahr der Einsamkeit auf. Als erstes beschreibt Diez, wie er seinen Freund A anruft und ihm darauf folgend eine Nachricht auf der Mailbox hinterlegt, da dieser nicht an sein Handy gegangen ist (vgl. Z. 4f.). Seine Darstellung beendet er mit der Anmerkung „und höre nichts zurück“ (Z. 5). Daraufhin erläutert er, dass er seiner Kollegin B eine SMS mit Ratschlägen  geschickt habe (vgl. Z. 6). Jedoch stellt der Autor auch bei diesem Beispiel fest, dass er „nichts zurück[höre]“ (Z. 6f.). Diese Feststellung tritt auch beim dritten Beispiel, wo er seinem Freund C eine Mail schreibt, da sie gemeinsam arbeiten wollen (vgl. Z. 7f.) auf, da er auch hier seine Beschreibung mit der Erkenntnis „ich höre nichts zurück“ (Z. 8.) beendet. Durch den Parallelismus „höre nichts zurück“ (ebd.), welcher nach allen drei Beispielen vorzufinden ist, drückt erneut die oben genannte Verlassenheit aus. Durch die Bezeichnung der Freunde durch die Buchstaben A,B und C wird eine gewisse Distanz zwischen dem Autor und diesen Personen deutlich und somit auch noch einmal seine Einsamkeit. Außerdem wird durch die distanzierende Beschreibung deutlich, dass sich dies auf alle Menschen übertragen lässt und somit als allgemein gilt. Anschließend stellt Diez die Behauptung auf, dass die Zeit, in der er auf eine Reaktion des Gegenübers warte, eine „Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z. 9) sei. Durch das Substantiv „Dramaturgie“ (ebd.) wird seine ironische sowie hyperbolische Sichtweise hervorgehoben, da er die Abhängigkeit einiger Menschen von digitalen Medien hervorheben möchte. Im Anschluss daran beschreibt der Autor, dass er es anstrengend finde, „eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 12f.) und dadurch „kurz und rasch Sauer“ (Z. 11f.) werde. Durch diese Behauptung wird die hohe Erwartungshaltung an die andere Person akzentuiert und somit erneut die Verlassenheit des Autors verdeutlicht. Um dies noch einmal zu untermauern, hält Diez als Fazit dieses Abschnittes fest, dass „das schlechte Gedächtnis […] der Feind der Geduld“ (Z. 13f.) sei. Nachdem sich der Autor anschließend fragt, aus welchem Grund sich die betroffenen Personen nicht melden und ob es an ihm läge oder ob sie sauer seien (vgl. Z. 19f.), kommt er zu dem Entschluss, dass „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen“ (Z. 20f.) sei. Aus der Einsamkeit entstammt nun Selbstzweifel aber „den Gedanken, dass mich keiner mehr mag, verwerfe ich rasch“ (Z. 22), denn dies kann „keine Grundlage […] für weitere Freundschaften, Freunde [oder] Zusammenarbeit“ (Z. 23) sein. Im folgenden stellt der Autor die Erkenntnis „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (Z. 27) auf und beendet diesen Satz mit der Anmerkung, dass dies heutzutage eine „merkwürdige Wirkung“ (Z. 27) habe, welche wiederum erneut die Einsamkeit des Autors hervorhebt. Um seine Aussage etwas zu erläutern, stellt Diez anschließend eine These auf, in der diese verdeutlicht wird. Seine These lautet: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stimme [und] desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Mit dieser Gewissheit möchte der Autor aussagen, dass die digitalen Kommunikationsformen eine immer intensivere Stille auslösen und sich dadurch die Ruhe immer ausführlicher ausdehnt. Anschließend fügt Diez hinzu, dass die „Geschichten in meinem Kopf […] eine eigene Realität an[nehmen]“ (Z. 30). Denn das tägliche Nachdenken, weshalb seine Freunde ihm nicht antworten (vgl. Z. 24f.), wird laut dem Autor zur Wirklichkeit. Allerdings hat er seine Freunde trotzdem gebeten auf seine Nachrichten schneller zu reagieren, wobei er sich dabei vorkam wie ein „zwölfjähriger, der Professor spielt“ (Z. 37).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Aufgabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text von Georg Diez mit dem Titel ,,Hallo?“, veröffentlicht im Jahr 2013, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es dabei um die Folgen des Umgangs miteinander durch die digitale Kommunikation, sowie die damit verbundene digitale Überforderung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Textes ,,Hallo?“ greift dabei schon auf die geschilderte Situation des Textes, bei dem der Autor davon berichtet, wie er auf Rückmeldungen von Nachrichten und Antworten wartet, zurück. Durch die Frage ,,Hallo?“ wird bereits auf das Thema angedeutet, dass sich die Kommunikation in den Medien verändert hat und scheitert, sodass eben die Frage andeutet, dass auf eine Antwort gewartet wird, diese jedoch nicht bekommt. Der Titel wird dann im Untertitel konkretisiert durch die Aussage ,,Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“, wobei diese These des Autors verdeutlicht, dass Menschen einsamen werden in der digitalen Welt und verdeutlicht, dass es Gründe dafür gibt, die im Folgendem erläutert werden und somit bereits das Thema andeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich lässt sich der Text in zwei Teile unterteilen, wobei der erste Teil (vgl. Z. 1- 38) eher ein erzählenden Teil darstellt, in dem der Autor von seinen Erfahrungen berichtet, wobei die Erfahrung des Autors den Ausgangspunkt seiner These darstellt . Im zweiten Teil (Z. 39 – 73) stellt der Autor eher Thesen auf und erklärt diese. &lt;br /&gt;
Der Autor beginnt dabei mit der Aussage ,,Es gibt ein Loch in meinem Leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein, Ideen, Gedanken“ (Z.1) und diese ,,Loch schwarz und stumm“ (Z. 3) bleibe. Diese Metapher verdeutlicht die Überforderung mit der digitalen Kommunikation und die Probleme die sich daraus ergeben. Außerdem deutet es bereits an, dass es Kommunikationsschwierigkeiten gibt. Die Akkumulation ,,ein[.] Ton, ein[.] Hall, eine Reaktion“ (z. 2 f.) wirken dabei dramatisierend im Zusammenhang damit, dass auch Antworten und Rückmeldungen gewartet wird und man sich eine Reaktion erhofft. &lt;br /&gt;
Des weiteren berichtet der Autor ,,Da rufe ich meinen Freund A an, der nicht an sein Hand geht […], ich spreche ihm auf seine Mailbox- und ich höre nichts zurück“ (Z. 4 f.). Als nächstes berichtet er dann, dass er seiner ,,Kollegin B eine SMS“ (Z. 6) schicke, worauf die Aussage ,, ich höre nichts zurück“ (Z. 6 f.) wiederholt wird. Die darauf folgende Aussage ,,Da schreibe ich meinem Freund C eine Mail, weil wir gemeinsam an einer Sache arbeiten wollten - ich höre nichts zurück“ (Z. 7 f.)  ist ebenfalls so aufgebaut wie die beiden vorherigen Aussagen. Besonders auffällig ist dabei die Repetition der Aussage ,,ich höre nichts zurück“ (ebd.), wodurch die Aussage hervorgehoben wird und es wird verdeutlicht, dass die Kommunikationsversuche scheitern, da der Autor keine Nachricht zurück erhalten hat. Die drei Aussage bilden darüber hinaus einen Parallelismus, der die sich wiederholende Situation betont. Außerdem findet eine Verallgemeinerung der Kommunikationsversuche statt, was dadurch deutlich wird, dass der Autor statt Namen zu nennen ,,Freund A […] Kollegin B […] Freund C“ (ebd.) sagt, wodurch der Autor die Allgemeingültigkeit zum Ausdruck bringt und den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit bietet. Auch die Verwendung des Personalpronomen ,,Ich“ (ebd.) bei der Erzählung der Erfahrung bietet den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit und verleiht Eindrücklichkeit, wobei die Verwendung des Personalpronomens ,,Ich“ (ebd.) auch an Elemente einer Erzählung erinnert, wodurch die Erfahrung des Autors hervorgehoben wird. Die nächste Aussage ,,Was nun beginnt, ist die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z. 9) verdeutlicht, dass als Reaktion auf die fehlenden Rückmeldungen nicht nur einfaches Warten, sondern verschiedene Gefühle folgen, die große Wirkungen auf den Autor hatten. Dabei seien die ,,ersten Stunden […] noch einfach“ (Z. 9 f.) mit Warten. Die nächste Aussage ,,Dann werde ich kurz und rasch sauer, weil ich es anstrengend finde, daran zu denken, eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 11 ff.) verdeutlicht, dass bei der Kommunikation im Netz in gewisser Weise auch erwartet wird, dass die Menschen, mit denen man kommuniziert, auch schnell antworten. Die rhetorische Frage ,,Was sollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z. 13) führt dabei das lange Warten auf die Antwort vor Augen. Durch die Aussage ,,Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z.13 f.) wird verdeutlicht, dass mit der Dauer der Wartezeit auch die Geduld des Wartens verschwinde, da mit der Zeit der Inhalt des Gesprächs vergessen werde.  Die sich dauernd verändernden Haltungen und Emotionen werden dadurch deutlich, dass aus dem Ärger nun wieder Geduld werde und der Autor sich einrede, es gäbe ,,gute Gründe, dass sich A, B und C nicht melden“ (Z. 15 f.) würden, was in gewisser Weise auch die Überforderung mit der Situation und den gescheiterten Kommunikationsversuchen vor Augen führt. Der Versuch des Einredens, morgen sei ,,auch noch ein Tag“ (Z. 17 f.), wird durch die Aussage ,,[n]ach 24 Stunden ist der allerdings vorbei“ (Z. 18) abgelöst, wobei die adversative Konjunktion ,,allerdings“ (ebd.) den Widerspruch bzw. die Veränderung der Situation einleitet, denn nun beginne ,,das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit“ (Z. 18 f.). Dabei verdeutlicht die rhetorische  Frage ,,Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z. 19 f.), dass das Nicht-Antworten der Personen Selbstzweifel auslöse, wobei ,,[i]rgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen“ (Z. 20 f.) sei. Die fehlenden Rückmeldungen hätten also eine so große Wirkung auf den Menschen, dass diese zu Selbstzweifel führen. Die überspitzt dargestellte Situation und die immer wechselnden Gefühle sowie die Überforderung wird auch deutlich, wenn der Autor berichtet, dass er ,,aus Selbstschutz“ (Z. 22) den Gedanken verwirft, dass ihn ,, niemand mehr mag“ (Z. 22) und sich nun Geschichten ausdenkt, ,,warum sie nicht antworten“ (Z. 24 f.). Die nächste Aussage ,,Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen, was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z. 27 f.) bringt zum Ausdruck, dass der Autor sich völlig auf sich allein gestellt fühlt, da niemand ihm antwortet und das obwohl aufgrund der digitalen Medien eigentlich viel kommuniziert wird, sodass die Stille ,,eine merkwürdige Wirkung“ (ebd.) habe. Das Nomen ,,Hyperkommunikation“ (ebd.) stellt dabei einen Neologismus dar, welcher zum Ausdruck bringt, dass eigentlich viel Kommunikation stattfindet und   somit auch die Menge und das Ausmaß, in dem kommuniziert wird. Die Stille in diesem Zeitalter sei dabei ,,gellend[.]“ (Z. 29), was zum Ausdruck bringt, dass Stille als unangenehm und merkwürdig empfunden wird, was ebenfalls die Überforderung mit der digitalen Kommunikation zum Ausdruck bringt. Diese Überforderung der Menschen mit der digitalen Kommunikation wird vor allem auch in der Aussage ,,sie haben dann, wenn die sich doch melden, ein eigenes Gewicht, von dem ich mich und sie befreien muss“ (Z. 31 f.) anhand der Erfahrung des Autors deutlich. Die Aussage ,,Sie sind arglos. Sonst wären sie Sadisten“ (Z. 34)  bringt die überspitz dargestellte Situation zum Ausdruck, so wie die Übertreibungen in der Schilderung der Erfahrung, die dazu führen, dass der Autor seine eigenen Aussagen ironisiert, was auch durch die Aussage ,,Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (ebd.) deutlich wird. Des weiteren wird durch die Aussage ,,Ab und zu sage ich ihnen auch, dass sie bitte ein wenig schneller reagieren sollen“ (Z. 35 f.) deutlich, dass die gescheiterten Kommunikationsversuche zur Last werden und zur Überforderung führen. Dabei verdeutlicht die Repetition ,,und ich höre nichts zurück“ (Z. 38) erneut die andauernde Stille und die sich wiederholende Situation der gescheiterten Kommunikationsversuche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die zu beginn geschilderte Erfahrung des Autors den Ausgangspunkt für seine These, dass wir in einem Zeitalter der digitalen Unverbindlichkeit leben, die auch von Überforderung und von der Gefahr der Vereinsamung geprägt ist, darstellt und der Autor anschließend seine These in dem zweiten Teil seines Textes erläutert. Indem er narrative Elemente im ersten Teil verwendet bietet er den Lesern auch eine Identifikationsmöglichkeit und verdeutlicht seine These anhand von persönlichen Beispielen und Erfahrungen und unterstützt seine Aussagen mit Hilfe von Metaphern, Akkumulationen, Repetition und Parallelismen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.Aufgabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich an selbst gewählten Beispielen die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern und ausgehend von eigenen Erfahrungen kritisch-abwägend zu der Aussage Stellung nehmen, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Anschließend wer ich die Überzeugungskraft der Darstellungsweise von Georg Diez beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommunikation hat sich durch digitale Medien verändert, was sich beispielsweise darin zeigt, dass erwartet wird immer erreichbar zu sein, um auf Fragen oder andere Nachrichten zu antworten. Dies findet jedoch nicht nur in der Alltagskommunikation statt sondern auch in der beruflichen Kommunikation, da Bewerbungen beispielsweise oft nur noch online geschickt werden oder im Beruf erwartet wird ständig über E-Mails erreichbar zu sein auch außerhalb der eigentlichen Arbeitszeiten. Diese Erwartung ständig erreichbar  zu sein führt auch zu Abhängigkeit von den digitalen Medien und den sozialen Netzwerken, da auch ständig geguckt wird, ob man Nachrichten bekommen hat, auf Fragen noch antworten muss und auch selber erwartet schnelle Antworten zu bekommen. Zudem ist man auch abhängig von den Medien, da bei Verzicht der Medien oder den sozialen Netzwerken man mit der Folge rechnen muss aus der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden, da man über bestimmte Dinge im Internet nicht informiert ist oder bei Themen bezüglich des Internets nicht mitreden kann. Ein weiterer Aspekt der veränderten Kommunikation durch Medien ist die Selbstpräsentation und auch die freie Meinungsäußerung sowie der Einfluss auf andere. &lt;br /&gt;
Durch die sozialen Medien haben Menschen heute die Möglichkeit sich selbst zu präsentieren und auch zu entscheiden, was man anderen von sich preisgeben möchte und was nicht, was auch zu erhörten Selbstreflexion führt. Zudem kann man seine Meinung freier äußern, da man anderen Menschen nicht gegenübersteht und in Ruhe schreiben kann, was man denkt, wobei man heutzutage auch eine höhere Erreichbarkeit an dich Menschen hat, da man Menschen nicht nur schwer durch Zeitungen oder Bücher erreichen kann, sondern die eigene Meinung mehr durch die sozialen Medien verbreiten kann und mehr Menschen diese lesen können. Darüber hinaus entsteht durch die Kommunikation durch digitale Medien die Möglichkeit mit Menschen aus aller Welt unabhängig von Ort und Zeit zu kommunizieren und mehr Ansichten und Weltbilder austauschen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, lassen sich sowohl Argumente dafür als auch dagegen finden. &lt;br /&gt;
Ein Argument dagegen wäre dabei, dass digitale Kommunikation Vorteile bringt, wie, dass es möglich ist mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren und somit auch ein Austausch stattfinden kann, der ohne Medien nicht möglich wäre. Zu dem ist das Internet und die digitale Kommunikation verlässlich sowohl sicher als auch direkt, sodass Kommunikation trotz Distanzen verbindlich erfolgen kann. Ein anderes Argument wäre, dass die Digitalisierung die Werteorientierung der jüngeren Generationen nicht negativ beeinflusst, sondern trotzdem Leistungsbereitschaft vorhanden ist und Wert wie Familie, Beruf und Freunde weiterhin vorhanden sind. Die digitale Kommunikation führt auch zu Fortschritten innerhalb der Gesellschaft und im Berufsleben, auch wenn die digitale Kommunikation Überforderung bei den älteren Generationen hervorbringt. Ein Argument für die Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, ist dabei, dass ein Verzicht auf direkte Antworten und ständiger Erreichbarkeit Menschen mit negativen Konsequenzen rechen müssen wie Vereinsamung, da die ständige Erreichbarkeit und die digitale Kommunikation heutzutage schon notwendig ist um in der Gesellschaft integriert zu sein. Des weiteren kann zwar eine freie Meinungsäußerung im Netz stattfinden, jedoch erfolgen die Meinungsäußerungen oft unbedachter und das was gesagt wird, wird oft weniger reflektiert. So kommt es beispielsweise auch dazu dass sich der Umgang mit den Mitmenschen in der digitalen Kommunikation ändert und Menschen rücksichtsloser werden und auch Mobbing innerhalb der digitalen Medien stattfindet und das Opfer dessen nicht entfliehen kann. Dies lässt auf das nächste Argument schließen nämlich, dass es keine richtigen Verhaltensregeln im Umgang mit den digitalen Medien gibt bzw. diese nicht richtig eingehalten werde, sodass zu einem Werteverfall kommen könnte, da das Internet Anonymität zu lässt und deshalb auch Menschen teilweise rücksichtsloser werden. Nachdem ich die Argumente nun abgewägt habe, komme ich zu dem Entschluss, dass wir in gewisser weise schon in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z.64) geprägt ist, da die digitale Kommunikation in der Gesellschaft einen Zwang darstellt, da man sonst nicht richtig integriert ist und es zunehmend zu unreflektierten Meinungsäußerungen kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend werde ich nun die Überzeugungskraft der Darstellungsweise des Autors beurteilen. Auf der einen Seite finde ich, dass die Darstellungsweise durchaus Stärken aufweist, da durch den Erfahrungsbericht zu beginn der Autor viele Emotionen mit einbringt und durch die Verallgemeinerung der Erfahrung den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit gibt und auch Beispiele anschließend als Beleg heranzieht. Auf der anderen Seite jedoch finde ich die Darstellungsweise des Autors im Allgemeinen nicht überzeugend, da der Autor nicht objektiv bleibt, sondern sehr subjektiv ist und auch sich eher an dem erzählerischen Stil zu beginn bedient als sachlich zu bleiben. Zu dem verwendet der Autor auch nur eigene Beispiele und Erfahrungen als Belege, sodass seine Argumente nicht richtig belegt werden wie beispielsweise an Hand von Studien. Zudem weist der Autor zwar auf die Probleme hin, nennt jedoch keine Lösungsmöglichkeiten oder Wege der Verbesserung, weshalb meiner Meinung nach die Darstellungsweise des Autors nur wenig Überzeugungskraft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommunikation hat sich aufgrund der digitalen Medien verändert, weshalb Georg Diez, der Autor des Artikels „Hallo?“, behauptet, dass die Zeit, in der wir leben, von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Im Folgenden werde ich zu dieser Aussage unter dem Einbezug eigener Erfahrungen mit der digitalen Kommunikation kritisch-abwägend Stellung nehmen und anschließend die Überzeugungskraft der Darstellungsweise Diez` beurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien resultiert besonders aus der sogenannten „ständigen Erreichbarkeit“, da erwartet wird, dass man sozusagen immer allgegenwärtig ist und somit jederzeit auf Fragen antworten kann. Dies trifft sowohl auf die Kommunikation im Alltag als auch im Beruf zu. Am Beispiel der digitalen Kommunikation im Beruf muss man auch dazu bereit sein, noch nach dem Feierabend auf Rückfragen zu antworten. Andererseits wird dadurch ein schnellerer Fortgang der Arbeit ermöglicht, da man nicht lange auf Antworten warten muss. Zudem wird meist über E-Mails kommuniziert und diese ermöglichen eine deutlich schnellere Kommunikation als die vorher genutzten Kommunikationsmittel. Diese ständige Erreichbarkeit führt jedoch möglicherweise zur Abhängigkeit, da es für viele Menschen heutzutage kaum noch vorstellbar ist ohne die Verwendung digitaler Medien im Beruf oder Alltag zu kommunizieren. Des Weiteren ist bei der Kommunikation über soziale Netzwerke eine nahezu uneingeschränkte Meinungsäußerung möglich. Dies ist an sich gut, bringt jedoch auch viele Folgen mit sich, da beispielsweise häufig negative Kommentare unter Beiträgen in sozialen Netzwerken wie auf Facebook erscheinen. Diese sind oftmals abwertend und würden bei der face-to-face Kommunikation mit jener Person nicht geäußert werden. Aufgrund dessen kommt es gegebenenfalls zu einer Veränderung des Sozialverhaltens, da oft rücksichtslos gehandelt wird und somit Mobbing entstehen kann. Außerdem ist es in sozialen Netzwerken möglich sich selbst zu präsentieren. Bei dieser  Selbstdarstellung werden jedoch lediglich die positiven Seiten eines Menschen, sowie sein „perfektes“ Leben präsentiert. Daraus können bei anderen Menschen Selbstzweifel entstehen, da sie jenes Leben nicht führen. Die vermehrte Nutzung sozialer Netzwerke bringt jedoch eine weitere Folge mit sich, die Gefahr der Ausgrenzung. Verwendet jemand die sozialen Netzwerke im Beruf aber besonders im Alltag nicht, wird er aus der Kommunikation ausgeschlossen. Dies liegt vor allem daran, dass man über aktuelle Themen in seinem sozialen Umfeld nicht informiert ist, da die Kommunikation hauptsächlich in den sozialen Netzwerke stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diez erläutert in seinem Artikel, wir würden in einer Zeit leben, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Grundsätzlich könnte man ihm zustimmen, da die Kommunikation im Internet zwanglos ist und aufgrund dessen häufig Situationen vorkommen, in welchen Verabredungen kurz vorher abgesagt werden, obwohl ein Treffen bereits lange geplant war. Die Aussage Diez ist jedoch kritisch zu betrachten, da die digitale Kommunikation einige Vorteile hat. So ist es beispielsweise möglich, über große Distanzen zu kommunizieren, also auch mit Menschen in anderen Ländern. Insbesondere in Bezug auf die Globalisierung hat die digitale Kommunikation eine große Bedeutung, da es möglich ist, sich weltweit auszutauschen. Diese Vorteile der digitalen Kommunikation resultieren überwiegend daraus, dass sie sehr schnell abläuft, da man weltweit mit Menschen vernetzt ist und sich Informationen somit sehr schnell verbreiten lassen. Außerdem kann man Diez darin widersprechen, dass die Kommunikation in sozialen Netzwerken unverlässlich und unverbindlich sei, da sie sich besonders bei dem internationalen Austausch im Beruf als verlässlich beweist und es durchaus nicht der Fall ist, dass Menschen nicht mehr auf Nachrichten anderer antworten würden, da es bei der digitalen Kommunikation nicht den zwang gäbe, dass man aufeinander reagieren müsse. Wenn jemand bei der digitalen Kommunikation nicht auf eine Nachricht reagiert, liegt dies meist daran, dass er keine Zeit hat und mit dem großen Angebot an sozialen Netzwerken und der Kommunikation in jenen überfordert ist. Somit ist dies keinesfalls unhöflich gemeint, wie Diez es empfindet. Die von ihm erwähnte Unverlässlichkeit geht aufgrund dessen nicht von den Medien aus, sondern resultiert aus dem Verhalten der Menschen, welche jene verwenden. Deshalb lässt sich diese Aussage nicht verallgemeinern, da nicht jeder unverlässlich mit den Medien und der Kommunikation durch diese umgeht. Zudem ist trotz der Digitalisierung festzustellen, dass sich die Prioritäten der Jugendlichen nicht im negativen verändert haben. Im Gegenteil, für sie steht die Familie sowie die Zufriedenheit im Beruf eine sehr wichtige Rolle. &lt;br /&gt;
Es gibt jedoch auch einige Argumente, welche die Aussage Diez unterstützen. So muss man zur heutigen Zeit damit rechnen, dass man nicht richtig in die Gesellschaft integriert wird, wenn man die digitalen Medien nicht nutzt oder nicht auf Nachrichten reagiert. Zudem gibt es keine festgelegten Verhaltensregeln bei der digitalen Kommunikation, was möglicherweise zu einem Werteverfall führen kann. Dies ist dadurch zu begründen, dass in sozialen Netzwerken häufig negative Kommentare geäußert werden, obwohl sie im alltäglichen Leben bei der face-to-face Kommunikation nicht gesagt würden. Somit verleitet das Internet und die „indirekte“ Kommunikation in jenem manche Menschen dazu, rücksichtslos zu handeln und abwertend über andere Menschen zu sprechen, was schwere Folgen für jene mit sich ziehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellungsweise Diez` weist einige Schwächen auf, welche seine Überzeugungskraft abschwächen. Dabei ist besonders zu nennen, dass der Text in einer erzählenden Form und sehr auf den Autor selbst bezogen formuliert ist. Daraus resultiert letztlich, dass er keine Belege für seine Aussagen erwähnt, was dazu führt, dass diese nicht ausreichend unterstützt werden und nicht glaubhaft beziehungsweise seriös erscheinen. Des Weiteren beschreibt er im Detail das konkrete Problem aus seinem Alltag, nennt jedoch keine allgemeinen Lösungsvorschläge für jenes. &lt;br /&gt;
Diez` Darstellungsweise verfügt jedoch auch über einige Stärken, welche dazu führen, dass seine Aussagen überzeugend wirken. Er geht in seinem Artikel zwar auch auf das generelle Problem, welches er beschreibt ein, unterstützt dieses jedoch durch seine eigenen Erfahrungen, was dazu führt, dass seine Emotionen für ihn unmittelbar spürbar werden, wodurch jener von seinen Aussagen überzeugt wird und sich selbst mit dem Problem identifizieren kann. Die Einbeziehung des Lesers in die Problematik wird zudem insbesondere durch die vermehrte Verwendung von Personalpronomen wie „wir“ oder „unser“ hervorgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufgabe 1 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Hallo?“ wurde von Georg Diez verfasst und ist im Jahre 2013 in „der Spiegel“ erschienen. Inhaltlich befasst sich der Text mit den Konsequenzen digitaler Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Hallo?“  spielt konkret auf das Thema des Textes an und wird durch den Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ konkretisiert. Bereits an diesen Textstellen akzentuiert der Autor seine Abneigung gegen digitale Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text setzt mit der metaphorischen Aussage „Es gibt ein Loch in meinem Leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein […]“ (Z.1ff.) ein. Die Begebenheit, dass „das Loch […] schwarz und stumm [bleibt]“ (Z.3), zeugt von einer resignativen Grundstimmung des Autors wodurch seine bereits erkannte These, dass digitale Kommunikation zu einer Vereinsamung führt. Dadurch, dass der Autor für seinen Text das Personalpronomen „Ich“ (Z.2) verwendet, gibt er seiner Leserschaft, welche sich so besser in die Situation versetzt fühlen, ein Identifikationsangebot. Des Weiteren ist schon im ersten Abschnitt die hypotaktische Syntax zu erkennen, welche zu einer detailreichen Erläuterung der komplexen Erfahrungen von Georg Diez verhilft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Textabschnitt (Z.4-9) befasst sich dabei mit konkreten Beispielen. So heißt es, dass er eine SMS verfasst, eine Mail schreibt sowie auf eine Mailbox spricht (vgl. ebd.). Die repetierende Aussage „höre nichts zurück“ (ebd.) akzentuiert, dass er auf seine Nachrichten keine Antworten erhält, was nochmals die Vereinsamung hervorhebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z.9-34) beschäftigt sich konkret mit den Gefühlen des Autors, welche durch die fehlenden Antworten aufkommen. So heißt es „was nun beginnt, ist die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstfragung“ (Z.9). Dies untermauert die melancholischen Gefühle des Autors aufgrund der Ignoranz der Anderen. Die metaphorische Aussage „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z.13f.) hebt dabei die Begebenheit hervor, dass diese Gefühle der Selbstbefragung die Geduld hemmen und sich der Autor folglich fragt, „was wollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z.12f.). Dies akzentuiert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass aufgrund des langen Wartens auf Antworten die Präzision von Kommunikation verloren ginge, da man sich selbst nach langer Wartezeit nicht mehr an seine eigene Intention der Nachricht erinnern könnte. Jedoch wird das zuvor erkannte Gefühl von Ungeduld durch die Aussage „es gibt sicher gute Gründe, dass sich A, B und C nicht melden“ (Z.15f.) relativiert. Der Autor versucht im weiteren Textverlauf, die Ignoranz der Anderen auf seine Nachrichten zu rechtfertigen, indem er Alltagsbeispiele nennt, um seiner Leserschaft die Situation zugänglich zu machen (vgl. Z.15ff.). Um das schlechte Gedächtnis zu mindern benutzt der Autor hier die Antithese „einatmen, ausatmen“ (Z.17), was hervorhebt, dass Georg Diez kritisiert, dass sich die Menschen aufgrund fehlender Antworten zu schnell Sorgen machen würden. Die Versuche der Rechtfertigungen seien jedoch „nach 24 Studen […] allerdings vorbei“ (Z.18). Nach dieser Phase beginne laut Diez „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (ebd.), in welcher sich der Betroffene mit der Frage „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“(Z.19f.) auseinandersetzt und die Gründe für die Ignoranz in seinem eigenen Handeln sucht. Anschließend meint der Autor, dass „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen [sei]“ (Z.20), um zu verdeutlichen, dass dieses „schwierigste Stadium“ (Z.18f.) unumgänglich sei. Jedoch relativiert Georg Diez diese Unumgänglichkeit, da er „den Gedanken, dass [ihn] niemand mehr mag,[…], aus Selbstschutz“ (Z.22) vernachlässigt, um der Leserschaft zu verdeutlichen, dass die Suche nach eigener Schuld „keine Grundlage sein kann für weitere Freundschaften, Freude, Zusammenarbeit“ (Z.23). Im weiteren Verlauf stellt der Autor fest, dass der Betroffene nun Schuldgründe den Ignoranten zuschreibt (vgl. Z.22). Aus den einzelnen Stadien ergebe sich laut Autor, dass „er […] nun ganz auf [s]ich zurückgeworfen [ist], was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z.27ff.). Dies akzentuiert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass sich die Nutzung digitaler Medien so verhäuft hat, dass sie als „Hyperkommunikation“ (ebd.) bezeichnet werden könne und alle im ständigen Austausch stehen würden. Die Übertreibung innerhalb dieser Textpassage „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (ebd.) untermauert, dass der Autor seine eigene These sowie Gedanken ironisiert. Die metaphorische Aussage „je mehr geredet, geschrieben, getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z.28) hebt hervor, dass er der Meinung ist, dass die Menschen heutzutage aufgrund des ständigen Austauschs nicht mehr an Stille gewohnt seien. Dies hebt die kritische Sichtweise des Autors auf die „Hyperkommunikation“ (Z.28) hervor, da er der Auffassung ist, dass die Menschen heutzutage zu abhängig von dem ständigen Austausch seien. Um seinen Leser dieses Phänomen zu untermauern benutzt der Autor den Erklärungsansatz „denn die Vorstellung in meinem Kopf geht ja weiter, sie nehmen eine Realität an […]“ (Z.28ff.). Des Weiteren merkt der Autor an, dass er den Anderen sagt seine Nachrichten schneller zu beantworten (vgl. Z.35f.). Die sich aus dem zweiten Abschnitt repetierende Begebenheit „und höre nichts zurück“ (Z.38) untermauert nochmals die Vereinsamung des Autors, da er selbst nach Aufforderung einer Antwort keine erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z.39-73) befasst sich mit den Gründen für die Ignoranz der Nachrichten. Als Beispiel verwendet der Autor die Meinung eines Journalisten, welcher den Autor fragt „Du glaubst noch an Mails? […] ich lese sie gar nicht mehr“ (Z.41) . Um diese Tatsache zu erläutern versucht der Autor einen Erklärungsansatz aufzustellen, indem er meint „dass wir „i-crazy“ werden vor lauter Smartphones […]“ (Z.42ff.). Diese Erklärung akzentuiert, dass viele der Auffassung sind, dass man aufgrund der Übernutzung digitaler Medien mit sich selbst überfordert wäre und man nicht mehr ohne Technik leben könne, da man metaphorisch „mit den Maschinen verwachsen“ (Z.43f) sei. Dies hebt ebenfalls die starke Abhängigkeit von digitalen Medien hervor. Georg Diez ist jedoch der Meinung, dass dieses Phänomen nur eine Rechtfertigung sei. Um seine Kritik an digitalen Medien zu akzentuieren verwendet er die ironische Aussage „sicher gibt es eine Avantgarde, die sich von dem, was man in den achtziger Jahren Kommunikation nannte, emanzipiert hat und Handys und Computer nutzt, um eine Mauer zwischen sich und der Welt zu errichten, eine Art digitales Kloster“ (Z.48f.). Dies hebt hervor, dass der  Autor denkt, dass es aufgrund der digitalen Kommunikationsmöglichkeiten zu verminderter direkter Kommunikation kommt und die Menschen folglich weniger persönlich in Kontakt träten. Die Metapher „um eine Art Mauer zwischen sich und der Welt zu errichten, eine Art digitales Kloster“ (ebd.) steht dabei für die Isolation von der realen Welt aufgrund der Digitalisierung. Folglich stellt sich der Autor die Frage, welche durch die adversative Konjunktion „aber“ (Z.51)  eingeleitet wird, ob die Überforderung der Hyperkommunikation die Ignoranz der Anderen rechtfertigt. Dabei stellt der Autor die These auf, „dass die Menschen die Logik der Technik in ihr Leben gelassen haben und nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was sie denken, und dem, was sie tun (Z.54ff.). Um seine These zu untermauern verwendet er das Beispiel von Freund A aus seinem ersten Textabschnitt. „Wenn also A meinen Anruf abhört, denkt er, er sollte mich zurückrufen, und indem er das denkt, hat er im Grunde schon mit mir gesprochen“ (Z.56ff.). Diese Textpassage untermauert, dass aufgrund digitaler Kommunikationsmöglichkeiten die Gedanken nicht mehr von Taten unterschieden würden, was eine Folge von zu wenig persönlicher Kommunikation sei. Um seine Leserschaft zum Nachdenken anzuregen verwendet der Autor die rhetorische Frage „Sitzen wir nicht längst im Kopf unserer Mitmenschen?“ (Z.59),um die Problematik seiner Thesen zu verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf merkt der Autor an, dass „wir in der Apple-Moderne leben“ (Z.61f.). Diese würde der Autor jedoch nicht nur negativ betrachten, sondern ist der Auffassung, dass „[s]ie sich dadurch auszeichnet, dass sich Allgegenwart und Solipsismus zu etwas verbinden, was man die digitale Unverbindlichkeit nennen könnte“ (Z.63ff.). Dies untermauert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass digitale Kommunikationsmittel eher zwanglos verwendet würden, weshalb nicht über Taten nachgedacht würde. Die appellierende These „Die Menschen, das darf man nicht vergessen, werden durch die Maschinen nicht anders“ (Z.65) unterstreicht, dass der Autor meint, dass der Charakter des einzelnen Menschen nicht durch Digitalisierung verändert würde, da er augrund der Übernutzung von digitaler Kommunikationsformen meint, dass „sie[…] eher wie sie selbst werden“ (Z.66). Die negativen Gemütszustände „Müdigkeit“ „Zerstreutheit“ „Faulheit“ 8Z.66f.) zeigen, dass Diez jedoch der Auffassung ist, dass digitale Übernutzung dem Menschen jedoch eher schadet. Um seine Abgeneigtheit zu relativieren, das die Technik zeigt, „wie wir miteinander umgehen, rücksichtsvoll, höflich, respektvoll“ (Z.69f.). Für den Autor ist „die Technik [..] hier nicht der Feind, die Technik ist ein Mittel für den Menschen“ (Z.70). Dies zeigt, dass der Autor die Technik grundsätzlich nicht als schlecht bewertet, sondern dass er der Meinung ist, dass ihr eigentlicher Zweck in der heutigen Zeit verloren sei, da der Mensch zu abhängig von ihr geworden sei. Sein letzter Satz „Im Grunde, das haben Sie schon richtig verstanden, würde ich mich freuen, wenn A mal wieder anruft“ (Z.72) zeigt, dass der Autor die Verwendung von digitalen Kommunikationsmöglichkeiten nicht verneint. Die Begebenheit, dass der Autor seine Leserdirekt anspricht, zeugt von einer vertrauten Atmosphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse komme ich zu dem Ergebnis, dass Georg Diez die Übernutzung digitaler Kommunikationsformen kritisiert, da mögliche Konsequenzen der Übernutzung beispielsweise zu Kontaktabbruch und Überforderung führen könne. Seine Auffassung belegt der Autor an seinen eigenen Erfahrungen, welche durch Metaphern, Akkumulationen und der hypotaktischen Syntax hervorgehoben werden. Die sprachlichen Gestaltungselemente unterstreichen den allgemein ironischen und glossenhaften Charakter des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufgabe 2 ====&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Veränderung der Kommunikation und die daraus resultierende Bedeutung digitaler Medien anhand persönlicher Erfahrungen darstellen und Stellung zu der Aussage nehmen, dass wir in einer Zeit leben, die von einer “digitalen Unverbindlichkeit” (Z. 64) geprägt sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich hat sich die Kommunikation aufgrund digitaler Medien verändert. Beispielsweise hat man die Möglichkeit mit Menschen zu kommunizieren, die weit weg wohnen, wie beispielsweise mit einer Freundin, welche ein Auslandsjahr in Australien macht. Ebenso kann man überall und zu jeder Zeit miteinander kommunizieren und dadurch Kommunikation untereinander erleichtert. Nicht nur im Alltag kommuniziert man mit digitalen Medien, sondern auch im Beruf, was die Omnipräsenz digitaler Medien hervorhebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es nicht nur Vorteile durch die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien. Beispielsweise kann sie zu einer starken Abhängigkeit führen, bei welcher Personen die nicht auf digitale Medien zurückgreifen, beispielsweise weil sie über nicht genügend Kenntnisse verfügen, folglich von Kommunikation ausgeschlossen werden. Des Weiteren ist die Kommunikation aufgrund digitaler Medien zwangloser geworden, da nicht auf Grammatik, Interpunktion etc. geachtet wird. Ein weiteres Problem stellt die freie Meinungsfreiheit sowie Selbstpräsentation dar, da aufgrund der digitalen Medien Mobbing schneller verbreitet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Diez definiert in seinem Sachtext “Hallo? “ den Begriff “digitale Unverbindlichkeit”, womit er zum Ausdruck bringen möchte, dass Kommunikation heutzutage nicht als verlässlich und ernsthaft angesehen werden kann. Ebenso stehe die digitale Kommunikation für ihn als “Mauer zwischen sich und der Welt” (Z.50). Diese Aussage ist jedoch kritisch abzuwägen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die Auffassung von Diez spricht, dass digitale Kommunikation viele Vorteile mit sich bringen kann wie beispielsweise internationale Austauschmöglichkeit. Des Weiteren bietet die digitale Kommunikation eine vielseitige Möglichkeit sich untereinander Auszutauschen beispielsweise über SMS und soziale Netzwerke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es auch einige Tatsachen, welche auf die Aussage zutreffen. Ein wichtiger Punkt ist, dass zunehmend auf face-to-face Kommunikation verzichtet wird und der einzelne vereinsamt bzw. sich von der realen Welt abgrenzt. Ebenso gibt es einige Benutzer, welche nicht genügend Verhaltensregeln im Umgang mit digitalen Medien haben, was unter Anderem zu unreflektierten Meinungsäußerungen führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellungsweise des Autors ist sehr einseitig, da Georg Díez sich ausschließlich auf seine eigenen Erfahrungen bezieht und keine Belege für das Gesagte vorhanden sind. Des Weiteren stellt der Autor fast ausschließlich negative Auswirkungen dar, obwohl die digitalen Medien die Kommunikation vereinfacht haben. Man muss nicht, wie der Autor in seinem Text meint, immer im ständigen Kontakt zueinander stehen, man hat jedoch die Möglichkeit dazu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stärken des Textes sind unter Anderem die Emotionalität, welche durch die vielen Gestaltungsmittel unterstützt wird. Ebenso bedeutsam ist die hohe Zugänglichkeit des Textes, da ein alltägliches Problem thematisiert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor seine eigene Erfahrung gut darstellt, jedoch sich nur auf sie bezieht, sodass seine Argumentationsweise sehr einseitig ist. Des Weiteren stellt er einige Textpassagen sehr überspitzt dar, da niemand immer Selbstzweifel bekommt, wenn man einmal keine Antwort erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug ,,Hallo?&amp;quot;, stammt aus einem Artikel des Spiegels, welcher in der 28 Auflage des Jahres 2013 veröffentlicht wurde. Der Autor des Textes ist Georg Diez und dieser thematisiert den Verfall der sozialen Interaktion und Kommunikation durch die ungezwungen Handlung des Antwortens. &lt;br /&gt;
Schon der Titel des Artikels ,,Hallo?&amp;quot; verdeutlicht das im Folgenden dargestellte Problem. Durch das Fragezeichen hinter dem Ausdruck der freundlichen Begrüßung zeigt sich, dass auf diese freundliche Begrüßung keine Antwort kommt. Das lässt den Themenschwerpunkt des Textes erahnen, da die Unzuverlässigkeit durch Medien eine immer größere Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel  verdeutlicht den Hintergrund des gewählten Titels ,,Hallo?&amp;quot; (ebd.), denn dieser erläutert, ,,[w]arum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird&amp;quot; (Z.0). Diese These dient dazu den Leser neugierig zu machen und sich selbst mit der Aussage zu identifizieren, dass man ,,einsam wird&amp;quot; (ebd.), lässt die Leser die Auswirkungen von sozialen Medien und Netzwerken auf das eigene Leben überdenken und somit stellt der Leser sich die Frage, ob er selbst durch die Nutzung von sozialen Netzwerken, ,,einsam wird&amp;quot; (ebd.). Dieser Aspekt regt den Leser zum Weiterlesen an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.1-3) dient als Einleitung in das Thema. Der Autor spricht metaphorisch von einem ,,Loch in [s]einem Leben&amp;quot; (Z.1) womit er sein digitales Endgerät meint, was die Akkumulation, dass er ,,täglich Worte [...], Ideen, Gedanken&amp;quot; (Z. 1) hinein schaufelt, die nach schaut, ,,wie sie fallen&amp;quot; (Z.2) und dann wartet ,,ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion&amp;quot; (Z. 2f.). Dies verdeutlicht, dass die Metapher ,,Loch&amp;quot; (ebd.) das Smartphone symbolisiert. Die Einsamkeit, welche daraus resultiert, zeigt sich durch den Ausdruck ,,schwarz und stumm&amp;quot; (Z.3), der wieder einmal untermauert, dass die Metapher des Loches für ein digitales Endgerät steht, denn das Display bleibt ,,schwarz&amp;quot; (ebd.) und die Geräusche bleiben ,,stumm&amp;quot; (ebd.), weil keine Antwort eines Freundes eintrifft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.4-8) veranschaulicht die verschiedenen Kommunikationswege, welche also zu dem gleichen Ergebnis kommen, da der Autor, der in der Ich-Perspektive schreibt, keine Antwort erhält. Denn er ruft ,,Freund A an, der nicht an sein Handy geht, [...] [somit spricht er ihm] auf seine Mailbox&amp;quot; (Z.4f.). Seiner ,,Kollegin B [...] [schreibt er] eine SMS&amp;quot; (Z.6), auf die er keine Antwort erhält. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Sinnabschnitt (Z.9-14) wird die Problematik des realen und medialen Lebens dargestellt, da die Menschen nicht mehr zwischen ihren Gedanken und ihrem Handeln unterscheiden können. Denn der Autor verdeutlicht die Unsicherheit des Schreibers der SMS, E-Mail und des Anrufers, durch die Akkumulation ,,Ärger, Geduld und Selbstbefriedigung&amp;quot; (Z.9), welche die Gefühle der Person, die keine Antwort bekommt darstellen soll. Zudem behauptet er, die ,,ersten Stunden sind noch einfach&amp;quot; (Z.9f.) aber der Autor spricht von einem längerem Prozess und von der darauffolgenden Konfrontation mit dem Freund, denn man fragt sich, was man getan hat und kann sich eventuell nicht mehr daran erinnern (vgl.Z.9ff.), was auch durch die metaphorische Darstellung ,,[d]as schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld&amp;quot; (Z.13f.) veranschaulicht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vierte Sinnabschnitt (Z.15-21) thematisiert die Oberflächlichkeit der Beziehungen durch die neugewohnenen Kommunikationswege. Denn er begründet, das Fehlen einer Antwort mit ,,sicher gute[n] Gründe[n]&amp;quot; (Z.15), die die Betroffenen bestimmt haben, aber er selbst weiß nicht viel aus deren Leben (vgl.Z.16), was durch eine weitere Akkumulation deutlich wird. Die Akkumulation ,,Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familie zu ernähren&amp;quot; (Z.16f.) veranschaulicht das der Autor seinen Freundeskreis bzw. dessen Abläufe kaum kennt. Jedoch  in der Prozess des Wartens ,,[n]ach 24 Stunden[...] vorbei&amp;quot; (Z. 18), ,, und nun das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit&amp;quot; (Z.18f.), denn [i]rgendwie ein Schlupfloch des Selbstzweifels ist immer offen&amp;quot; (Z.20f.). Dieser Satz verdeutlicht die häufig falsche und fehlerhafte Interpretation durch das reduzierte Kommunizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Sinnabschnitt (Z.22-26) wird des Weiteren die Beschäftigung der anderen thematisiert. Nun stellt der Autor sich vor, ,,wie sie in ihren Wohnungen stehen, wie sie sich durch die Schatten bewegen, in ihrem Schweigen&amp;quot; (Z.25f.), Die Anapher ,,wie sie&amp;quot; (Z.25) hebt den Satz hervor. Zudem veranschaulicht die Akkumulation ,,Freundschaft, Freunde, Zusammenarbeit&amp;quot; (Z.23) den Selbstschutz (vgl.Z.22f.), den sich ein jeder Mensch aufbaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sechste Sinnabschnitt (Z.27-33) beschäftigt sich damit, dass der Einzelne alleine ist und nur durch soziale Netzwerke mit anderen vernetzt ist. Was auch die Akkumulation ,,[j]e mehr geredet, geschrieben und getwittert&amp;quot; (Z. 28) wird, verdeutlicht die verschiedenen Kommunikationswege der heutigen Welt. Das wird jedoch durch die Anapher ,,desto&amp;quot; (Z.29f.) negativ dargestellt wird, da ,,desto gellender die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe&amp;quot; (Z.29f.). ,,Denn die Geschichte&amp;quot; (Z.29f.) in dem Kopf des Autors geht weiter und er stellt sich immer wieder vor, was er ,,falsch gemacht habe&amp;quot; (Z.33). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im siebten Sinnabschnitt (Z.34-44) wird die Einstellung der Freunde in Betracht gezogen. Denn ,,[s]ie sind arglos. Sonst wären sie Sadisten&amp;quot; (Z.34). Dieser Ausdruck bringt zum Vorschein, dass nun die Phase des Selbstzweifels aufgehört hat und die Reaktion und das Verhalten der einzelnen Personen betrachtet wird. Manchmal bittet er sie ,,ein weinig schneller [zu] reagieren&amp;quot; (Z.36), was die Ungeduldigkeit der Autor und die Qual des Wartens verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern. Durch das Kommunizieren durch digitale Medien verfremden die Menschen in einem gewissen Maße. Sie denken zwar das Gegenteil sei der Fall, da sie ja weiterhin kommunizieren. Sie sehen das  Gegenüber nicht und können nur eingeschränkt mit ihm interagieren. Körperkontakt, Mimik und Gestik sind nicht möglich. Außerdem kommt es viel schneller zu Missverständnissen, da man z.B. Ironie nicht so deutlich rüberbringen kann wie normalerweise. Emojis können je nach dem eine Hilfe sein, sind aber auch schnell misszuverstehen. Die Audiofunktion oder Anrufe können diesem Problem weitesgehend aus dem weg gehen, die beste Lösung sind Videoanrufe, bei denen Mimik und Gestik angewandt werden können. Allerdings sind diese viel umständlicher als einfach eine Textnachricht zu schreiben oder ein Audio aufzunehmen und in einigen Situation kaum bis nicht möglich und somit auch nur teilweise eine Lösung des Problems. Sie hat allerdings auch einige Vorteile. Wenn man schnell jemanden erreichen will, muss man ihn nicht treffen oder vom Haustelefon aus anrufen und hoffen, dass derjenige zuhause ist und den Hörer abnimmt. Und falls man sich doch treffen will, kann man dies viel einfacher mit der anderen Person abklären als es früher noch der Fall war. Der größte Pluspunkt ist die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien im Bezug auf die heutige Wirtschaft. In- und Export werden viel sinnvoller und leichter durch die Kommunikation zu anderen Ländern und bringt einen Vorteil für In- und Exportland. Ein weiterer Punkt, welcher auch von Diez genannt wird, ist der, dass das Denken die Tat ersetzt. Gemeint ist das Phänomen, dass man oftmals darüber nachdenkt jemanden z.B. anzurufen und allein durch dieses Denken glaubt, diese Person angerufen zu haben, obwohl man es gar nicht getan hat. Dies ist eine Behinderung der Kommunikation, da das Antworten schnell vergessen werden kann und eine Kommunikation, ohne eine Antwort zu erhalten, sinnlos ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Georg Diez leben wir in einer Zeit, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z.64) geprägt sei. Gemeint ist, dass das Absagen von Verabredungen etc. durch digitale Medien deutlich einfacher ist, eben weil es unpersönlich ist und man das Gegenüber dabei nicht persönlich sehen muss. Dadurch gibt es viele Menschen (inklusive mir), welche zunächst zusagen und dann im letzten Moment absagen, weil etwas dazwischen kommt, man lieber etwas anderes macht, eigentlich gar keine Lust hat, es einem nicht gut geht etc. Dies ist meistens für alle Betroffenen eine blöde Sache und macht das Treffen mit anderen meiner Meinung nach schwieriger. Außerdem ist es teilweise feige, wenn man einem mit Hilfe von digitalen Medien absagt, anstatt es der Person ins Gesicht zu sagen. Deshalb muss ich Diez zustimmen, natürlich ist nicht jeder so, allerdings bekomme ich dieses Vorgehen nicht grade selten mit bzw. tue es selbst. Ich würde zwar nicht sagen, dass die heutige Zeit von der „digitale[n] Unverbindlichkeit“ geprägt ist, würde aber durchaus damit zustimmen, dass sie davon betroffen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Überzeugungskraft der Darstellungsweise von Georg Diez nicht besonders hoch, da er das, was er sagen will zu umständlich schreibt. Wenn er einfach das was er sagen will genauso schreiben würde, wäre der Text weniger verwirrend und dadurch auch überzeugender dargestellt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Korrektur_1._Kl.</id>
		<title>CFS T-Klassen/Reflexionen über Sprache/Korrektur 1. Kl.</title>
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				<updated>2018-11-01T17:48:59Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: &lt;/p&gt;
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== Lorena ==&lt;br /&gt;
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''Analyse:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text mit dem Titel „Hallo?“, verfasst von Georg Diez und veröffentlicht im Jahr 2013 als Artikel in der 28. Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“, handelt es sich um einen Sachtext zum Thema Auswirkungen der digitalen Kommunikation auf ein Individuum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Textes „Hallo?“ gibt Aufschluss über die Thematik. Die Frage „Hallo?“ wird in der täglichen Kommunikation genutzt um beispielsweise zu erfragen ob jemand am anderen Ende der Telefonleitung, des Mail-Eingangs oder im sozialen Netzwerk noch anwesend bzw. aufmerksam ist und plant auf die gestellte Frage oder Aussage zu reagieren. Im Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“, wird ebenfalls der Bezug zur Thematik geschaffen, aber weiterhin ist dies auch die erste These des Textes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein lässt sich der Text in drei Sinnabschnitte einteilen. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1 – 26) befasst sich mit einem Erfahrungsbericht des Autors wie er die digitale Kommunikation im Alltag nutzt. Der zweite Sinnabschnitt (Z. 27 – 53) thematisiert die Konsequenzen der Nutzung. Der dritte Sinnabschnitt (Z. 54 – 73) gibt eine Erklärung für die Thematik des Textes und spiegelt die persönliche Meinung des Autors wider. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Vorstellung des Autors „[e]s gibt ein Loch in meinem leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein, Ideen, Gedanken, ich schaue ihnen nach, wie sie fallen und warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion, aber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 1 ff.) ein. Diese philosophische Vorstellung lässt sich auf den Titel des Textes beziehen. Die im Titel gestellte Frage „Hallo?“ erwartet eine Reaktion, die jedoch wie in der hier dargestellten Vorstellung ausbleiben kann. Auch die im Untertitel erwähnte Einsamkeit lässt sich in die Metapher „das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) wiederfinden, da es keine Reaktion gibt und folglich Stille herrscht. Im weiteren Verlauf beschreibt der Autor die Formen, in der er persönlich digitale Kommunikation im Alltag benutzt. Er beschreibt, wie er seinen Freund A anruft und ihm auf die Mailbox spricht, da dieser nicht an sein Handy gegangen ist (vgl. Z. 4 f.). Die Beschreibung endet mit der Feststellung „und höre nichts zurück“ (Z. 5) in Bezug auf die hinterlassene Benachrichtigung auf der Mailbox. Weiterhin erwähnt der Autor er schicke seiner Kollegin B eine SMS mit Anregungen für Themen (vgl. Z. 6), doch auch auf diese Beschreibung folgt die Feststellung des Autors „ich höre nichts zurück“ (Z. 6 f.) in Bezug auf die versendete SMS. Dieser Ablauf sowie die Feststellung werden ein drittes Mal wiederholt, wenn der Autor seinem Freund C eine Mail schreibt, auf die er wiederrum keine Antwort oder Reaktion erhält. Das Beispiel ist in Form eines Trikolons aufgebaut, es gibt zwei Freunde und eine Kollegin, mit denen der Autor versucht in Kontakt zu treten. Diese Handlungen sind in einer Antiklimax angeordnet, da in einem Telefonat zwei Menschen noch mündlich miteinander sprechen, in einer SMS zwar keine direkte mündliche Kommunikation mehr herrscht, allerdings ist diese schneller und oftmals unförmlicher zu beantworten als eine E-Mail. Die Tatsache, dass der Parallelismus „höre nichts zurück“ (Z. 5) nach allen drei Beispielen zu finden ist, drückt die in der ersten These erwähnte Einsamkeit aus. Auch die Antiklimax, die einen Verfall von persönlicher Kommunikation zu unpersönlicher Kommunikation darstellt sowie die distanzierten Bezeichnungen der Freunde mit den Buchstaben A, B und C verdeutlichen die Einsamkeit und besonders die Unpersönlichkeit der digitalen Kommunikation. Die Zeit, die auf dass Hinterlassen einer Nachricht bis hin zur Reaktion des Empfängers folgt, bezeichnet der Autor als „Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung (Z. 9). Die Hyperbel „Dramaturgie“ (ebd.) verdeutlicht das Ausmaß bzw. die Erwartungen an die digitale Kommunikation. Es wird verlangt, dass so schnell wie möglich eine Antwort in Form einer Reaktion eintrifft. Eine „stockende Unterhaltung“ (Z. 12) sei, laut Ansicht des Autors, nur schwer aufrecht zu erhalten, was demnach die Erwartungshaltung an die andere Person erklärt und das Gefühl der Einsamkeit nach dem Kommunikationsvorgang noch einmal aufgreift. In dieser Einsamkeit stellt sich der Autor nach eigenen Angaben, Fragen darüber, weshalb die betroffenen Personen nicht antworten, ob es an ihm läge oder ob sie sauer seien (vgl. Z. 15 ff.). Folglich resultieren aus der Einsamkeit Selbstzweifel und Gedanken, die „keine Grundlage sein [können] für weitere Freundschaft, Freude, Zusammenarbeit“ (Z. 23). Demnach folgt nach der Einsamkeit durch die ausbleibende Antwort im schlimmsten Fall die Entfremdung und der Abbruch der Freundschaft. Mit dieser Erkenntnis endet der erste Sinnabschnitt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 27 – 53) setzt mit der Aussage des Autors „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (Z. 27) ein. Diese Aussage ist eine Schlussfolgerung aus dem zuvor genannten Beispiel und stellt wiederholt die Einsamkeit des Individuums dar. An diese Aussage schließt sich die zweite These des Autors an. Diese lautet: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28 f.). Der Autor sagt mit dieser These aus, dass die digitalen Kommunikationsformen in der heutigen Zeit stetig präsent sind und es dadurch umso seltener und besonders ist, wenn Stille herrscht. Die Präsenz der digitalen Kommunikationsformen wird in der These durch die Aufzählung „geredet, geschrieben und getwittert“ (ebd.), insbesondere durch die letzten beiden, dargestellt. Der Parallelismus „desto gellender die Stille, desto epischer entfaltet sich der Raum“ (Z. 29) untermauert durch die gleiche Abfolge von „desto“ (ebd.) sowie einem Adjektiv und Verb in Kombination mit den Substantiven „Stille“ (ebd.) und „Ruhe“ (ebd.) im Kontrast zur Aufzählung die Besonderheit und Seltenheit der Einsamkeit. Im Folgenden erwähnt der Autor, dass er seine Freunde gebeten hatte auf seine Nachrichten schneller zu reagieren, doch er sei sich dabei vorgekommen, „wie ein Zwölfjähriger, der Professor spielt“ (Z. 37). Dieser Vergleich ist ironisch zu verstehen, da er angibt ihnen diese Aufforderung „meist auf die Mailbox [gesprochen] oder […] die Anregung als SMS oder als Mail [geschickt habe]“ (Z. 38). Eine Erklärung dafür gibt der Autor in der Wiedergabe eines Gespräches mit einem befreundeten Journalisten, der zugibt, er bekomme jeden Tag so viele Mails, dass er sie gar nicht mehr lese (vgl. Z. 39 ff.). Hier ist ein Kontrast zur Ansicht des Autors zu finden. Während der Autor die Einsamkeit durch die eintreffenden Antworten als negativ abtut, sind Menschen wie der befreundete Journalist bereits so weit, dass sie Nachrichten, in diesem Fall Mails, gar nicht mehr lesen, um etwas Einsamkeit und somit Ruhe zu erhalten. Der Autor führt in diesem Zusammenhang den Neologismus „i-crazy“ (Z. 42) an, den er dadurch definiert, dass er behauptet wir Menschen würden verrückt werden „vor lauter Smartphones, Facebook, SPIEGEL ONLINE, dass unser Hirn das alles nicht mehr schafft“ (Z. 42 f.). Diez ist allerdings der Ansicht, dass es sich dabei um eine Ausrede handle (vgl. Z. 45). Er räumt jedoch ein, dass die Art der Kontaktaufnahme sich geändert, das Konzept der Präsenz sich gewandelt hat und es auch extreme Beispiele für digitale Kommunikation gibt (vgl. Z. 45 ff.). Der Umstand, dass er die Anapher „[s]icher“ (Z. 45, Z. 46, Z. 48) nutzt, um die Einwände einzuleiten, verdeutlicht durch die stetige Wiederholung, dass diese durchaus berechtigt sind, aber er dennoch an seiner Ansicht festhält. Am Ende des zweiten Sinnabschnittes stellt Diez die Frage: „Aber erklärt die angebliche Überforderung wirklich schon die Unhöflichkeit, den beiläufigen Narzissmus und die in der Konsequenz stumme Verachtung, die darin liegt, in diesem Fall mich so lange auf eine Antwort warten zu lassen?“ (Z. 51 ff.). Diese Frage regt den Leser dazu an sich seine eigene Meinung zu bilden, doch diese wird durch die negativ behafteten Substantive, wie „Unhöflichkeit“ (ebd.), „Narzissmus“ (ebd.) oder „Verachtung“ (ebd.), beeinflusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Sinnabschnitt (Z. 54 – 73) behauptet der Autor, dass er „eine andere Theorie“ (Z. 54) habe. Er ist der Ansicht, „dass die Menschen die Logik der Technik in ihr Leben gelassen haben und nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was sie denken und dem, was sie tun“ (Z. 54 ff.). Um seine Theorie zu erklären, gibt der Autor im weiteren Verlauf en Beispiel an. Er erläutert, dass „[w]enn A also meinen Anruf abhört, denkt er, er sollte mich zurückrufen, und indem er das denkt, hat er im Grunde schon mit mir gesprochen“  (Z. 57). Seine These lässt sich laut Diez selbst kompakt in der Feststellung „Der Gedanke hat die Tat ersetzt“ (Z. 58 f.) festhalten. Resultierend aus dieser Feststellung bzw. seiner Theorie generell wirft er die Frage auf, ob „wir nicht alle längst im Kopf unserer Mitmenschen [sitzen]“ (Z. 59). Diese Frage regt den Leser zum Nachdenken an und wird durch die Leerzeile (Z. 60) formal veranschaulicht. Das Ende des Textes nutzt der Autor, um die Auswirkungen der Technik auf die Menschen darzulegen. Zu den negativen Auswirkungen werden die natürlichen Eigenschaften des Menschen gezählt, die durch die Technik besonders hervorgehoben werden, wie „Müdigkeit“ (Z. 66), „Zerstreutheit“ (Z. 67) und „Faulheit“ (ebd.). Auf der anderen Seite stehen die positiven Eigenschaften, die in den Menschen durch die Technik hervorgerufen werden, wie beispielsweise der „rücksichtsvoll[e], höflich[e], respektvoll[e]“ (Z. 70) Umgang miteinander, der verdeutlicht, dass „die Technik […] nicht der Feind [ist]“ (Z. 70 f.), sondern als Mittel für den Menschen“ (Z. 71) funktioniert. Der Text endet mit der Aussage des Autors „Im Grunde, das haben Sie schon richtig verstanden, würde ich mich freuen, wenn A mal wieder anruft (Z. 72 f.). Durch das Personalpronomen „Sie“ (Z. 72) wird der Leser ein letztes Mal explizit angesprochen und somit auch zum Ende hin in den Text eingebunden und zum Nachdenken angeregt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist festzustellen, dass Georg Diez in seinem Artikel versucht die Leser von seiner negativen Ansicht die Auswirkungen der digitalen Kommunikation betreffend zu überzeugen. Dazu verwendet er neben eigenen Erfahrungen, einem Gespräch mit einem befreundeten Journalisten, Beispiele aus dem Alltag, wenig Fachsprache und hypotaktischem Satzbau stilistische Mittel wie Aufzählungen, Metaphern oder Parallelismen, die den Text für die Leser einfach, verständlich und somit auch nachvollziehbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2. Aufgabe:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Einführung von digitalen Kommunikationsformen hat sich auch die allgemeine Kommunikation verändert. Dies soll im Folgenden an unterschiedlichen Beispielen verdeutlicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verbreitung digitaler Kommunikationsformen ist es heute einfacher und schneller mit anderen in Kontakt zu treten. E-Mails, SMS und soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit Fragen zu stellen, Meinungen zu teilen oder einfach Alltägliches zu besprechen. Weiterhin bieten sie die Möglichkeit mit Menschen rund um den Globus in Kontakt zu treten und mit diesen Freundschaften zu schließen. Auch im späteren Leben kann man durch digitale Kommunikationsmittel einfacher den Kontakt zu alten Klassenkameraden oder Kindheitsfreunden halten, als durch Briefe oder Telefonate. Es geht schneller, man hat heute schließlich jederzeit ein Handy bei sich und ist somit sofort und einfach zu erreichen. Positiv ist ebenso, dass viele Menschen innerhalb kurzer Zeit informiert werden können. Beispielsweise ist dies bei Unwettern sehr nützlich, da die Menschen sich dann darauf vorbereiten können. Allerdings ist die ständige Erreichbarkeit geprägt von zwei Seiten: einer positiven und einer negativen. Die positive Seite wurde zuvor ausreichend erläutern. Auf der negativen Seite stehen jedoch der Zeitaufwand und die fehlende Ruhe. Während in der Zeit, als es lediglich Briefe als indirekte Kommunikationsform gab, Menschen oftmals mehrere Tage oder Wochen auf eine Antwort gewartet haben, ist es heute so, dass manche bereits gereizt sind, wenn nach ein paar Minuten noch keine Antwort gekommen ist. Mittlerweile ist eine Abhängigkeit von den digitalen Medien festzustellen. Menschen benutzen sie mehrfach, wenn nicht sogar dauerhaft am Tag, um sich das Leben zu erleichtern. Kinder ohne Handy, Laptop oder anderen Zugang zu digitalen Kommunikationsformen oder sozialen Netzwerken werden oftmals von ihren Mitschülern ausgeschlossen oder finden keinen Anschluss. Dabei birgt die frühe Konfrontation mit digitalen Kommunikationsformen viele Gefahren und Risiken für junge Menschen. Besonders Kinder sind sehr naiv und geben unbedacht private Informationen, Bilder und Daten im Netz preis. Die digitale Kommunikation bietet ebenso die Möglichkeit selbst zu kontrollieren, wie man sich präsentiert. Dies kann sowohl positiv, als auch negativ sein. Besonders negativ ist es bei sogenannten Fake-Profilen oder unseriösen Unternehmen, die sich hinter aufwendig gestalteten Webseiten verbergen. Daraus ergeben sich große Distanzen, die in der direkten und persönlichen Kommunikation nicht zwangsweise auftreten würden. Aus diesem Grund ist auch die Verbindlichkeit von Aussagen, sowie Angaben oder Daten gegeben. Jeder kann Informationen ins Internet stellen, die von anderen oder vorherige Prüfung als Richtig angesehen werden. Aber auch abgesprochene Termine können problemlos kurz vorher abgesagt werden ohne sich zwangsweise in irgendeiner Form dazu äußern zu müssen, oder gar nicht auf Mitteilungen oder Fragen reagieren. Georg Diez führte in seinem Text „Hallo?“ als Erklärung dessen den Begriff „digitale Unverbindlichkeit“ (Z. 64) ein. Der Begriff beschreibt Menschen, die bewusst digitale Nachrichten oder Mitteilungen nicht lesen, da ihnen die Zeit fehlt darauf zu antworten, sie deren Inhalt als unwichtig erachten oder schlicht und einfach ihre Ruhe haben möchten. Georg Diez gehört zu der Gruppe von Menschen, die erwarten so schnell wie möglich eine Antwort zu erhalten. Dies macht er in seinem Text mehr als deutlich. Er versucht die Leser durch persönliche Schilderungen sowie Fragen und direkte Ansprache von seiner Ansicht zu überzeugen. Er nutzt weiterhin Assoziationen, sowie Aufzählungen in Form einer Klimax, Trikolons, Parallelismen, eine Anapher oder Metaphern um seinen Text leichter verständlich zu machen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Alles in allem ist der Text von Georg Diez durchaus überzeugend, auch wenn er sich in erster Linie mit der negativen Seite befasst hat und nur wenige Einschübe der anderen Sichtweise bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Sachtext „Hallo?“ von Georg Diez aus dem Jahr 2013 handelt es sich um einen Artikel aus der 28. Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“. Der Artikel thematisiert die digitale Kommunikation und die dadurch resultierende Unverbindlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn lässt sich schon an Hand des Titels „Hallo?“ die Thematik des Textes erschließen. Die Frage „Hallo?“ wird fast täglich genutzt, sobald jemand sich unverstanden fühlt oder eine einseitige Kommunikation vorliegt, demnach eine Unverbindlichkeit. &lt;br /&gt;
Diese Thematik wird weitergehend im Untertitel behandelt, da es dort heißt: „warum man als Mensch der E-Mails schreibt, einsam wird“. Hierbei handelt es sich um eine Behauptung, welche durch das Fragepronomen „Warum“ (ebd.) eingeleitet wird. Dies dient zur Veranschaulichung der vielen Fragen, welche sich der Erzähler stellt. „E-Mails“ (ebd.)lassen darauf schließen, dass es sich zudem um eine digitale Kommunikationsform handelt, welche vom Autor behandelt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text beginnt mit einer Metapher: &amp;quot;Es gibt ein Loch in meinem Leben“ (Z. 1). Demzufolge lässt sich an dem Pronomen „meinem“ (ebd.) erkennen, dass es sich um die Sicht des Autors handelt, da der vorliegende Text ein Artikel ist. Diesem fehle etwas in seinem Leben, was metaphorisch von dem „Loch“ (ebd.) dargestellt werden soll. Dieses Loch wird mit „Worten […], Ideen, Gedanken“ (Z. 1) gestopft, jedoch ist dies keine Ausnahme, sondern es geschieht „täglich“ (Z. 1). Allerdings scheint dieses Loch nicht gestopft werden zu können, da der Autor „warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 2 f.). Diese Akkumulation nimmt erneut Bezug auf den Titel „Hallo?“ da dort ebenfalls vergeblich auf eine Reaktion gehofft wird. „[A]ber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) untermauert, dass trotz wiederholten Versuchen, keine Veränderung der Kommunikation &lt;br /&gt;
daliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um gegen seine Hilflosigkeit zu wirken, erzählt der Autor: „Da rufe ich meinen Freund A an“ (Z. 4). Da das Synonym „Freund A“ (ebd.) verwendet wird, ist zu sagen, dass sich die Situation auf alle Menschen übertragen lässt. Das Verhalten, dass er nicht an sein Handy geht, versucht der Autor durch die Hyperbel „weil niemand mehr an sein Handy geht“ (Z. 4f.) zu erklären. Fazit des Autors ist: „und höre nichts zurück“ (Z. 5). Allerdings gibt dieser nicht nach uns versucht es weiter: „Da schicke ich meiner Kollegin B eine SMS […] - ich höre nichts zurück. Da schreibe ich meinem Freund C eine Mail […] - ich höre nichts zurück“ (Z. 5 ff.). Der Parallelismus „ich höre nichts zurück“ (ebd.) akzentuiert, dass alle Versuche gescheitert sind und somit die digitale Kommunikation unverbindlich ist.   &lt;br /&gt;
Diese beginnende „Dramaturgie [wird] von Ärger, Geduld und Selbsthinterfragung“ (Z. 9) begleitet. Allerdings sind diese Zustände gegensätzlich, was zeigt, dass die Unverbindlichkeit der digitalen Kommunikation negative Auswirkungen und Verwirrungen auslösen können. Zudem ist hinzu zu fügen, dass die Situation übertrieben dargestellt wird und durchaus hinterfragt werden kann, da sicherlich nicht jeder Mensch handelt wie A,B und C. „Die ersten Stunden sind noch einfach“ (Z. 9 f.) behauptet der Autor, was daraus resultiert, dass er „ein paar der in [s]einem Kopf tobenden Gedanken hinaus in die Welt gebracht“ (Z. 10 f.) hat. Allerdings handelt es sich lediglich um „ein paar“ (ebd.), so dass ein Großteil der Gedanken noch vorhanden wären. Da diese „toben[...]“ (ebd.), lassen sie sich auch nicht bündeln und das Individuum ist aufgebracht. Letztendlich bleibt ihm nichts übrig, als zu warten (vgl. Z. 11). Die Folge dessen sei, dass er „kurz und rasch sauer“ (Z. 11 f.) werde. Somit sind seine Gefühle wechselhaft und nicht von langer Dauer. Laut ihm besteht eine Anstrengung darin, „eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 12 f.). Allerdings ist es unmöglich eine Unterhaltung zuführen, sofern man keine Rückmeldung erhält. Im Folgenden wird ein Fazit des Autors gezogen: „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z. 13 f.). Da es sich um einen „Feind“ (ebd.) handelt, ist anzumerken, dass das „schlechte Gedächtnis“ (ebd.) und die „Geduld“ (ebd.) zwei Komponenten sind, die antithetisch zueinander sind. Wenn also vergessen wird zu antworten, hat es negative Auswirkungen auf den Wartenden. „Die [Geduld] setzt aber schließlich doch ein“ (Z. 15), da Gründe gesucht werden, „dass sich A,B, und C nicht melden“ (Z. 15 f.). Ein Grund dafür lässt sich beispielsweise  in der Pluralität der Kommunikationsformen finden, da eine Überforderung bei dem  Individuum vorliegen kann. All das löst eine Resignation bei dem Journalisten aus, was sich an Hand der Aussage „was weiß denn von deren Leben“ (Z. 16) veranschaulichen lässt. Allerdings sollte er wissen, was in dem Leben seiner Freunde vor sich geht und stellt im darauffolgenden Vermutungen an, was sie zur Zeit beschäftigen könnte (vgl. Z. 16 f.). Weitergehend versucht der Autor sich selbst durch diese Erklärungsansätze zu beruhigen: „Also einatmen, ausatmen, morgen ist auch noch ein Tag“ (Z. 17 f.). Das Problem aus „morgen“ (ebd.) verschoben wird, ist keine Lösung in Aussicht und es bleibt dem Journalisten nichts anderes übrig als zu warten. Nach längerer Zeit des Wartens „beginnt das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbstforschung“ (Z. 18 f.). Da nur der Autor eine Einsamkeit verspürt, ist zu sagen, dass er die Situation falsch einschätzt und über reagiert. Für Diez sei „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels immer offen“ (Z 20f.). Dies veranschaulicht, dass er durch seine Selbsterforschung immer Fehler bei sich sucht und gar nicht daran denkt, dass die unbeantworteten Mails einen simplen Grund haben. Verstärkt wird dieses Verhalten durch die Metapher „Schlupfloch“ (ebd.), da so deutlich wird, dass er sich dort immer wieder zurück zieht. Aus  Selbstschutz denkt sich Diez Geschichten aus, warum die Personen nicht antworten (vgl. Z. 22-25). Diese Geschichten dienen für Diez als Erklärung oder Begründung, allerdings sind diese fiktiv und nicht real. Somit werden bei dem Autor Illusionen ausgelöst, „wie sie sich durch die Schatten bewegen“ (Z. 26). Diese Metapher verdeutlicht, dass sie zur Zeit keine persönliche Anteilnahme am Leben des Wartenden haben „in ihrem Schweigen“ (Z. 26). Durch das „Schweigen“ (ebd.) wird Bezug auf die unbeantworteten Nachrichten genommen.  Ein weiterer Erklärungsansatz sei die „Hyperkommunikation“ (Z. 28). Dieser Neologismus akzentuiert, dass die Kommunikation durch Medien sehr vielschichtig ist und dies ein wahrer Grund der unbeantworteten Mails sein kann. Das Paradoxon „[j]e mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender die Stille“ (Z. 28 f.) lässt ebenfalls auf das Problem der Vielseitigkeit der Kommunikation schließen, da eine klare Überforderung vorliegt. Eine weiterer Überreaktion lässt sich an der Aussage „schon seit Tagen grübeln“ (Z. 33) erkennen. Diese Hyperbel zeigt, dass der Autor nicht realistisch denkt und nicht mehr von wahr und unwahr unterscheiden kann. Damit der Autor diese Situation nicht immer und immer wieder durchlaufen muss, appelliert er „e. in wenig schneller [zu] reagieren“ (Z. 36). Allerdings spricht er „ihnen das meistens auf die Mailbox oder schick[t] die Anregung als SMS“ (Z. 37 f.). Dabei ändert Diez nichts an seinem Kommunikationsverhalten und erkennt nicht die Unverbindlichkeit der digitalen Kommunikation. So ist der Versuch etwas änder Situation zu ändern vergebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext &amp;quot;Hallo?&amp;quot;, geschrieben von Georg Diez und veröffentlicht 2013, thematisiert die Unverbindlichkeit trotz vielfältiger Kommunikationsmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift &amp;quot;Hallo?&amp;quot; leitet in die Thematik ein, da sie die Hilflosigkeit eines Menschen, der keine Antwort bekommt, veranschaulicht. der darauffolgende  Untertitel deutet auf ein einen Erklärungsversuch hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt zeigt den Konflikt, eines Menschen, der keine Antworten auf seine digitalen Nachrichten bekommt, auf. Im ersten Abschnitt ist von einem &amp;quot;Loch&amp;quot;(Z.1) die Rede, mit dem Diez &amp;quot;täglich&amp;quot;(Z.1) kommuniziert. Das Loch&amp;quot;(ebd.) steht metaphorisch für die Menschen  mit ddenen der Autor zu kommunizieren versucht. Diese geben, genauso wenig wie ein Loch &amp;quot;das schwarz und stumm&amp;quot;(Z.3) bleibt, eine Antwort. Der hypotaktische Satzbau veranschaulicht an dieser Stelle die Ungeduld, die Diez empfindet, wenn er auf eine Antwort wartet. Als Beispiel für die Mitmenschen, die er zu erreichen versucht, nennt er &amp;quot;Freund A&amp;quot;(Z.4), &amp;quot;Kollegin B&amp;quot;(Z.6) und &amp;quot;Freund C&amp;quot;(Z.7). Durch die Anapher des Wortes &amp;quot;Da&amp;quot;(Z.4, Z.5, Z.6), unterstreicht der Autor die Monotonie der Ignoranz der Diez ausgesetzt ist. Dadurch, dass er von &amp;quot;Kollegin&amp;quot;(ebd.) oder Arbeit (vgl. Z. 8) spricht, erhöht er die Wichtigkeit seiner Antwort, da sie sogar schon die Arbeitswelt betreffen würde. Den darauffolgenden Gedankengang, den er erläutert, bezeichnet er hyperbolisch als &amp;quot;Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung&amp;quot;(Z.9). Im folgenden Satz wird durch die Konjunktion &amp;quot;schon&amp;quot;(Z.10) untermauert, dass Diez so wenig Rückmeldung erhält, dass er sich sogar über den kleinen Aspekt, dass &amp;quot;ein paar der in meinem Kopf tobenden Gedanken hinaus in die Wlet gebracht&amp;quot;(Z.10-11) hat, freut. In der zweiten Phase der &amp;quot;Dramaturgie &amp;quot;(ebd.) wird er &amp;quot;kurz und rasch sauer&amp;quot;(Z-11-12), da er sich, auf Grund der &amp;quot;stockenden Unterhaltung&amp;quot; (Z.12), nicht merken könne, worum es in der Unterhaltung überhaupt geht. Durch die Frage in indirekter rede &amp;quot;Was wollte ich noch mal sagen, worum ging es &amp;quot;(Z.Z.3) wirkt der Gedankengang realistischer. Somit kommt er zu dem Schluss &amp;quot;Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld&amp;quot;(Z.13-14). Dadurch, dass er sich also die Unterhaltung nicht merken kann, wird er ungeduldiger, aus Angst die Unterhaltung zu vergessen. Der nächste Abschnitt setzt antithetisch fort, was durch die adversative Konjunktion &amp;quot;doch&amp;quot;(Z.15) manifestiert wird, indem nach Gründen für die Ignoranz Diez's Mitmenschen gesucht wird. Die Aufzählung dieser möglichen Gründe veranschaulicht die Vielfalt an möglichen Tätigkeiten, die die Person en gerade zu tun haben könnten. Dass der Autor so aufgeregt ist, dass er sich selbst beruhigen muss (vgl.Z.17), verdeutlicht, wie sehr ihn die Situation, ironisch gemeint, stresst. Als das &amp;quot;schwierigste Stadium&amp;quot;(Z.18-19) bezeichnet er folgend die &amp;quot;Einsamkeit&amp;quot;(Z.19) und &amp;quot;Selbsterforschung&amp;quot;(Z.19). Die Aufzählung verschiedener Fragen, die sich der Autor in diesem &amp;quot;Stadium&amp;quot;(ebd.) stellt, unterstreicht die Ungeduld, der er wieder ausgesetzt ist. Die Metapher des &amp;quot;Schlupfloch[es]&amp;quot;(Z.20) zeigt, dass es immer eine Möglichkeit gibt Selbstzweifel zu verspüren. Im nächsten Abschnitt wird vermerkt, dass er die Möglichkeit, nicht mehr gemocht zu werden, &amp;quot;aus Selbstschutz&amp;quot;(Z.22) verwirft. Dies könne keine &amp;quot;Grundlage&amp;quot;(Z.23) sein für jegliche zwischenmenschliche Beziehungen. Dann entwirft Georg Diez ein symbolisches Bild von Personen, &amp;quot;wie sie in ihren Wohnungen stehen, wie sie sich durch die Schatten bewegen in ihrem Schweigen&amp;quot;(Z.25f.). Dieses Bild lässt die digitale und analoge Welt ineinander verschmelzen, sodass der Leser die Gedanken des Autors besser nachvollziehen kann. Durch das Paradoxon &amp;quot;Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe&amp;quot;(Z.28-29) wird die Absurdität, dass es viele Kommunikationsmöglichkeiten gibt, diese aber die Kommunikation nicht unterstützen sondern verlangsamen. Was sich Diez vorstellt, würde im Kopf immer realistischer (vgl. Z.30), sodass auch Vorwürfe entstehen. Nicht nur bei dem, der auf eine Antwort wartet, sondern auch derjenige, der keine Antwort gegeben hat. Dieser müsse von seinem Schuldbewusstsein befreit werden (vgl. Z.32). Die Option, dass seine Freunde &amp;quot;Sadisten&amp;quot;(Z.34) sind, verwirft er. Dann erläutert er seine Vorgehensweise, zwei Anregungen zu versenden. Durch eine &amp;quot;Mailbox&amp;quot;(Z.37)- Nachricht und zusätzlich eine &amp;quot;SMS oder [...] Mail&amp;quot;(Z.38). Doch selbst nach zwei Nachrichten erhält er keine Antwort auf seine ursprüngliche Nachricht (vgl. Z.38)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf die Analyse wird im Folgenden zum Stellenwert der digitalen Medien im Leben eines Individuums, ausgehend von den eigenen Erfahrungen und dem Begriff „digitale Unverbindlichkeit“, Stellung genommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die digitalen Medien und die daraus resultierende neue Form der Kommunikation hat nicht nur positive und negative Seiten, sondern hat auch zahlreiche Veränderungen ausgelöst. Verschiedenste Endgeräte wie Laptops, Tablets und vor allem Handys vereinfachen und beschleunigen die Kommunikation, sodass eine Konsequenz dieser ist, dass die Menschen ihre Smartphones etc. ständig dabeihaben und ununterbrochen online sind. Diese Art der Kommunikation ist nicht nur alltäglich geworden, sondern wird auch in der Berufswelt über SMS, E-Mail und soziale Netzwerke genutzt. Eine Folge dieser Allgegenwärtigkeit ist Abhängigkeit und diese kann von Konzernen, die Zugang zu den Nutzerdaten der einzelnen Nutzer haben, gezielt genutzt werden, sodass Menschen die neu oder nicht informiert sind mit dem Umgang des digitalen Zeitalters leicht ausgenutzt werden können, also dass die digitale Kommunikation Schwächen hat.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite sind viel Vorteile an die digitale Kommunikation gebunden, beispielsweise wie das unproblematische Überwinden hoher Distanzen durch die meist zuverlässige Schnelligkeit, sowie die aus der Globalisierung resultierende Internationalität, die wieder rum weitere zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Dieser ständige Austausch, der überall stattfindet, verhilft der Welt zum Fortschritt und Weiterentwicklung. Befürworter der konservativen Kommunikation kritisieren die angeblich entwickelte Unhöflichkeit der Jugend, die die erste Zielgruppe der digitalen Kommunikation ist, die jedoch einfach zu dementieren ist mit dem Fakt, dass sie jung sind und ihnen die Erfahrungen mit der direkten Kommunikation fehlen. Zudem ist eine richtige Werteorientierung trotz der Veränderungen durch digitale Medien zu erkennen, sodass gesagt werden kann, dass trotz oder eben wegen der digitalen und sozialen Medien Werte wie Familie und Freunde gekannt und geschätzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch ist zu sagen, dass diese Art der Kommunikation zu Vereinsamung und Einzelgänger führen kann. Außerdem führt die Möglichkeit, öffentlich seine Meinung austauschen zu können zu negativen Folgen wie Mobbing, was vor allem in der jungen Generation schwerwiegend sein kann. Außerdem muss, ebenfalls bei jungen Menschen, der richtige und sichere Umgang mit digitalen Medien gelehrt werden, damit solchen negativen Folgen vorgebeugt werden kann. &lt;br /&gt;
Diez bezieht sich in seinem Text ebenfalls auf dieses Thema, und was für Auswirkungen digitale Kommunikation haben kann. Jedoch wird die Thematik durch die hyperbolische und ironische Schreibweise ins Lächerliche gezogen und ernst genommen. Zudem fehlen seiner unsicheren Argumentation Belege sowie Lösungsmöglichkeiten. Jedoch machen vor allem der emotionale Teil und der Erfahrungsbezug den Text authentischer und interessanter, da er bewusst unterhaltsam ein Problem anreißt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grundlage der vorherigen Analyse und der Tatsache, dass die digitale Kommunikation in der heutigen Zeit nicht mehr weg-denkbar ist, lassen sich die Auswirkungen eben dieser digitalen Kommunikation herausarbeiten. Im Allgemeinen nutzt heutzutage ein jeder digitale Netzwerke wie WhatsApp oder Instagram, um mit anderen in Kontakt zu treten, weshalb automatisch ein Wandel in der Sprache besteht, indem diese sich ausweitet. In diesem Kontext sind die Menschen laut Diez „digital unverbindlich“, also digital unzuverlässig geworden, was auch eine Veränderung in der Kommunikation darstellt. Besonders merkt man aber selbst in vielen Situationen wie sehr sich diese eben doch verändert hat, was alleinig schon im Vergleich von digitaler und mündlicher Kommunikation deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Wandel der Kommunikation kann man dabei bereits schon im tagtäglichen Leben erkennen. Ein jeder nutzt ein Smartphone, kann kaum mehr ohne es auskommen und vor ein paar Jahren noch war dieses Gerät nicht einmal mehr erfunden und somit kamen die Menschen auch ohne es aus. Die meisten Menschen nutzen in diesem Kontext viel häufiger ihr Handy um über SMS, E-Mails oder soziale Netzwerke zu kommunizieren. Den meisten wird die mündliche Kommunikation dabei eher zur Last, während die digitale Kommunikation keinen Aufwand bedarf, schneller ist und wesentlich mobiler geführt werden kann, ohne dem Kommunikationspartner direkt gegenüber zu stehen. Ob im alltäglichen Leben, im schulischen Gebrauch, im Arbeitsleben und bei Familie und Freunden, ein jeder hat und nutzt ein Smartphone und die direkte Kommunikation lässt vermehrt nach. Durch eben diese vermehrte Nutzung bestehen jedoch auch Gefahren, die die heutige Kommunikation beeinflussen. So kann die Nutzung beispielsweise ein Suchtverhalten veranlassen, sodass sich besonders junge Leute, die ihre Vorbilder in den sozialen Medien suchen, abhängig machen, womöglich sogar aus der Gesellschaft desintegrieren. In diesem Zusammenhang besteht auch das Gefahr des Abrutschen in soziale Nieschen, indem die Menschen durch Werbung und Falschinformation viel schneller beeinflusst werden und so durch unzureichende Aufklärung auf einen falschen Weg geraten können. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die freie Meinungsäußerung in sozialen Netzwerken. Meinungen können viel schneller als zuvor verbreitet werden und dementsprechend große Zuwendung oder Ablehnung erlangen. Aber auch die Selbstdarstellung ist in diesem Kontext viel einfacher, jedoch wissen dabei die wenigsten bewusst, dass oftmals nur die schönen Seiten des Lebens auf sozialen Netzwerken widergespiegelt werden, sodass sie dadurch schneller als früher Neid oder sogar Selbstzweifel entwickeln können. Zuletzt wird die digitale Kommunikation auch zu Werbezwecken besonders auch von Firmen genutzt, da ihre Reichweite so wesentlich größer ist und sie global verkaufen können. Insgesamt verändert sich die Kommunikation also in vieler Hinsicht, wird jedoch zuletzt immer digitaler, sodass die mündliche Kommunikation immer mehr abnimmt und man selbst für Kleinigkeiten lieber sein Handy nutzt, als beispielsweise jemanden Anzurufen, weil das schreiben letztlich bequemer ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diez nennt in diesem Kontext auch den Ausdruck der „digitalen Unverbindlichkeit“ (Z. 64), welcher sich kritisch betrachten lässt. Zwar stimmt es gewiss in manchen Teilen, dass die Menschen unzuverlässiger werden, wenn sie beispielsweise Treffen über SMS planen, da sie diese auch schnell und ohne Probleme im letzten Moment wieder absagen können, jedoch trifft dies noch lange  nicht auf alle zu, wie Diez es hier darstellt. Die Schnelligkeit der Medien sowie der Wandel zur digitalen Kommunikation bringen nämlich auch besonders positive Aspekte, wie die Möglichkeit, über große Distanzen zu kommunizieren oder die Menschen so noch ein großes Stück besser kennenlernen zu können, mit sich. Eben diese Vorteile nutzen die meisten Menschen und empfinden es so eher als einfacher und besser derartig kommunizieren zu können und sehen es nicht, wie Diez es hier darstellt, als eine Art Last an, weshalb sie unzuverlässig würden. Die Menschen sind stets noch freundlich und bereit zu antworten, auch wenn die digitalen Kommunikationsformen sie transparenter machen und somit viel von ihnen preisgeben. Wären die Menschen dies nicht mehr, wäre sicherlich eine große Unzufriedenheit zwischen Freundschaften oder auch im Arbeitsleben bestehen, weshalb die Pauschalisierung Diezs nicht gerechtfertigt ist. So sollte man die digitale  Kommunikation hierbei also nicht stets nur als etwas „Schlechtes“ darstellen, dass die Menschen schlecht macht, sondern viel eher auch die Gegenseite betrachten, die vielen Vorteile und den Fortschritt, der die Menschen weiterbringt. Oftmals zeugt nämlich ein Nicht-Antworten eher von Stress im allgemeinen Alltag, als von einem unzuverlässigen Individuum, weshalb man hier die Erklärungsansätze und Ursachen auch in der analogen Welt suchen sollte. Natürlich beeinflusst die digitale Kommunikation die Menschen stringent, jedoch positiv wie auch negativ. Aber Unzuverlässigkeit liegt allemal im Menschen selbst oder an der Überforderung mit der Masse an Information, jedoch keinesfalls am digitalen Fortschritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zustimmend lassen sich hier jedoch auch noch einmal die Durchlässigkeit, die durch das Internet und die Preisgabe von persönlichen Daten entsteht, sowie der geringfügige Werteverlust vieler Jugendlicher nennen. In der digitalen Kommunikation sind wir Menschen also in dem Sinne unverbindlich, dass wir unsere Gefühle und Gedanken viel schneller preisgeben und so auch Frustration oder Trotz schneller zum Ausdruck kommen. Hierauf bezogen lassen sich der von vielen bemerkte Werteverlust sowie auch Mobbing oder Abgrenzung auf die vermehrte Nutzung digitaler Medien beziehen, wobei diese Dinge auch vorher bereits existierten und durch die digitale Kommunikation nur verstärkt werden, weshalb Diezs Ansicht hier stets etwas übertrieben wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen argumentiert Diez in seinem Text sehr hyperbolisch und ironisch. Besonders überzeugt dabei die Darstellungsweise, die an eine Erzählung erinnert und den Text leichter nachvollziehbar macht. Hier nutzt Diez besonders Personalpronomen und alltägliche Situationen, um von seiner Sichtweise zu überzeugen. Besonders wirkt hier auch die hyperbolische Darstellung belustigend, mit der man sich grundlegend jedoch dennoch identifizieren kann und seine Argumentation somit gut nachvollziehbar ist. Kritik lässt sich jedoch hierbei auch üben, da die Ironie den Text sehr einseitig und somit gewissermaßen unglaubwürdig wirken lässt. Die Ironie verwirrt den Leser in gewissen Teilen, sodass undeutlich bleibt, wie ernst Diez seine Argumentation meint. Somit stellt die subjektive ironische Darstellung zwar eine Belustigung, aber zugleich auch ein Hindernis für das Verständnis dar. Hier würden entkräftigende Argumente und besonders auch variable Belege, die sich nicht nur auf ihn beziehen, verhelfen, um seinen Text überzeugender zu gestalten. Zudem nennt Diez dauerhaft ein Problem, welches er ja letztlich beim Menschen sieht, nnnt aber keine Maßnahmen zur Verbesserung der Umstände, sodass kein Appell gegeben ist und dem Leser offen bleibt, was nun oder ob überhaupt etwas zu tun ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt hat sich die Kommunikation stark gewandelt, was positive wie auch negative Aspekte mit sich bringt. Diez sieht dies jedoch eher sehr subjektiv und sieht eine schlechte Veränderung des Menschen, welche er jedoch ohne jegliche Belege und etwas missverständlich ironisch herausarbeitet, weshalb seine Überzeugung von der Unverbindlichkeit eher fraglich bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Kommunikation bietet viele Möglichkeiten, bringt aber auch Gefahren mit sich. Durch die Nutzung digitaler Medien findet heutzutage somit eine Veränderung der Kommunikation statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Möglichkeit, die die digitale Kommunikation bietet, ist die Schnelligkeit. Nachrichten werden schneller verbreitet, aber auch in der Kommunikation untereinander profitiert man von der schnellen Kommunikation via SMS, E-Mail und sozialen Netzwerken. Daraus resultiert dann auch eine Veränderung, die die Kommunikation prägt. Und zwar wird man jeden Tag mit digitalen Medien konfrontiert. E-Mails begleiten die meisten Menschen in ihren Berufen, wenn es z.B. um die Auslandskorrespondenz geht. Soziale Netzwerke werden von vielen Menschen, immer häufiger auch sehr jungen Leuten, genutzt. Dabei besteht aber die Gefahr, dass unerfahrene Menschen zunächst mit dem Umgang mit sozialen Netzwerken überfordert sind. Viele Menschen erleben im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken auch Ausgrenzung, Mobbing, diskriminierende Anfeindungen u.v.m. Aber auch Abhängigkeit, meistens bei jungen Menschen, ist eine Gefahr, die durch die Präsenz von digitalen Medien besteht. Dennoch bieten soziale Netzwerke die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung. Hier besteht aber wiederum die Gefahr von Anfeindungen usw. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Schnelligkeit und freien Meinungsäußerung, die die digitale Kommunikation bietet gibt es noch weitere Vorteile der digitalen Kommunikation. Durch die Globalisierung ist der Kontakt und die Beziehung zu anderen Ländern sehr stark verbreitet worden. Dabei bietet dann die digitale Kommunikation die Möglichkeit mit anderen zu kommunizieren. Durch die schnelle Nachrichtenverbreitung erfährt man aktuelle Ereignisse nicht nur innerhalb des eigenen Landes, sonder auch aus aller Welt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt sei, kann man folgendermaßen betrachten. Die digitale Kommunikation an sich bietet viele Vorteile, z.B. die Schnelligkeit der Kommunikation über die verschiedenen Medien wie SMS, E-Mails und soziale Netzwerke. Man hat die Möglichkeit über die Landesgrenze hinweg zu kommunizieren, was viele positive Einflüsse aus anderen Ländern und Kulturen mit sich bringt. Noch nie zuvor war die Kommunikation so einfach und fortschrittlich. &lt;br /&gt;
Dennoch ist eine Konsequenz des Nachlasses von verbaler Kommunikation, die mögliche Vereinsamung und Isolation. In Foren hat man die Möglichkeit seine Meinung zu äußern, dennoch kann daraus auch Hass, Mobbing, Ausgrenzung usw. resultieren. Dabei lassen bestimmte Verhaltensregeln immer mehr nach, z.B. der respektable Umgang mit seinen Mitmenschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Überzeugungskraft des Textes ist zu sagen, dass seine Schilderung als subjektiv betrachtet werden muss. Es fehlen z.B. Belege für seine These und z.B. Studien, die seiner Argumentation Aussagekraft verleihen könnte. Dennoch ist auch zu sagen, dass der Text einen Erfahrungsbericht darstellt und auf eine bestehende Problematik hinweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klausur Sachtextanalyse Mehrsprachigkeit&lt;br /&gt;
Der Artikel „Hallo?“, welcher 2013 in „Der Spiegel“ 28 (2013), S.56, veröffentlicht und von Georg Diez verfasst, thematisiert den Einfluss von digitalen Medien in der Kommunikation von Menschen und die Auswirkungen für die Verständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift „Hallo?“ (Z. 0) zeigt eine mögliche Anspielung auf das Thema des Textes und der unverbindlichen, scheiternden Kommunikation. Die darauffolgende These „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“( Untertitel), bewirkt der Autor das Nachdenken der Leserschaft und stellt gleichzeitig ein heutiges Problem der Kommunikation dar. Daraufhin folgt eine kurze Erzählung des Autors, welche eine tägliche Situation beschreibt und als „Loch in meinem Leben“ (Z. 1) betitelt wird und somit metaphorisch die Erwartungen, von demjenigen, der auf eine Antwort wartet, darstellt. Dass dieses Problem alltäglich ist, wird anhand des Adjektivs „täglich“ (Z. 1) hervorgehoben und zeigt die Häufigkeit des Problems. Zudem wird das Personalpronomen „ich“ (Z. 1) verwendet und zeugt zur Verstärkung von Authentizität und Eindrücklichkeit, wodurch seine Gedanken und Gefühle deutlich zum Ausdruck kommen.  Zudem nennt er Beispiele wie „Ideen, Gedanken“ (Z. 1) und „einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 2f.), die in Verbindung mit seinen Erwartungen stehen und zum Teil dramatisierend wirken. Um seine Problematik näher zu erläutern, verwendet er Verben, wie „schaufle“(Z. 1); „schaue“ (Z. 2); „höre“ (Z. 2) und benutzt repetierend das Personalpronomen „ich“ (ebd.), um die Leserschaft darauf aufmerksam zu machen, ob die Erfahrungen, die Georg Diez erfährt auch auf ihr eigenes Leben zurückzuführen ist. Um Diezˋs Problematik zu erläutern, erzählt er von einer erfahrenen Situation, um dem Leser darin einzuführen. Der Artikel berichtet davon, dass Georg Diez „Freund A [an]ruf[t]“(Z. 4), um mit ihm zu sprechen, er jedoch „nicht an sein Handy geht“ (Z. 4) mit  der Begründung des Autors, „weil niemand mehr an sein Handy geht“ (Z. 4f.) und spricht „ihm auf seine Mailbox“(Z. 5). Mit diesem Beispiel verdeutlicht er sein erstes Problem, dass sie Relevanz von Telefonaten verloren geht. Zudem erwähnt der Autor noch ein weiteres erlebtes Beispiel, um der Leserschaft deutlich zu machen, dass nicht nur die Nutzung von Telefonaten, sondern auch von SMSen und Mails verloren geht bzw. verflacht (vgl. Z. 5ff.). Um die Realität näher vor Augen zu führen, nutzt er wiederholend das Personalpronomen „ich“(ebd.) und Verben, wie „rufe“ (Z. 4); „spreche, schicke“ (Z. 5); schreibe“ (Z. 7) und zeigt dadurch auf welche verschiedenen Arten und Weisen man mit Menschen kommunizieren kann. Um jedoch die eigentliche Relevanz des Problems darzustellen, nennt er dreimal die parataktische Aussage „ich höre nichts zurück“ (Z. 5ff.) und beschreibt somit eine Alltagssituation, dass er von keinem eine Antwort erhält. Dies untermauert zudem nochmal die scheiternde und unverbindliche Kommunikation und somit auf die Überschrift zu übertragen ist. Ebenfalls benennt der Autor Kommunikationsmittel, wie „[das] Handy“ (Z. 4) und die Arten zu kommunizieren: „Mailbox“ (Z. 5); „SMS“ (Z. 7) und „Mail“ (Z. 8). Daraufhin geht er auf die Reaktionen und Gedanken ein, die in seinem Kopf entstehen, wenn solche Situationen auf ihn zutreffen und leitet die Folgen anhand des Satzanfangs „[w]as nun beginnt“ (Z. 9), ein. Der akkumulierende Satzbau verdeutlicht klar und deutlich die Vielzahl der Folgen und stellt diese aufgrund des Begriffs „Dramaturgie“ (ebd.) sehr negativ dar. Darauf folgend erläutert er präzise  den Prozess, der in seinem Gehirn abläuft (vgl. Z. 9ff.). Um dem Leser die Gedanken und Gefühle des Betroffenen persönlich wirken zu lassen, verwendet er wiederholend das Personalpronomen „ich“ (Z. 10ff.). Er erläutert seine Gefühle, die zunächst besagen „ich freue mich ja schon, dass ich ein paar der in meinem Kopf tobenden  Gedanken hinaus in die Welt gebracht habe und warte“ (Z. 10f.). Die Personifikation „tobende Gedanken“(ebd.) verdeutlicht die Aufregung des Betroffenen, jedoch ändert sich dieser Zustand sehr schnell, indem er Adjektive wie „kurz“ (Z. 11); „rasch“ (Z. 12); „anstrengend“ (Z. 12) und „stockende“ (Z. 12) verwendet du somit das Problem deutlicher macht. Daraufhin stellt Georg Diez sich die Frage „was wollte ich nochmal sagen, worum ging es?“ (Z. 13) und verdeutlicht damit die Verflachung der Kommunikation, wenn man nicht direkt eine Antwort erfährt und sich viele Gedanken durch den Kopf gehen lässt, was man demjenigen geschrieben habe. Anhand der Fragen wird auch deutlich das er Denken und Handeln nicht unterscheiden kann und sich deshalb die Fragen stellt. Zudem bezeichnet er sein Gedächtnis als „schlecht […]“ (Z. 13) und metaphorisch als „Feind der Geduld“ (Z. 16) was wiederholt veranschaulicht, dass er nicht mehr wisse ob er sich nur gedanklich die Frage gestellt, oder mit den Menschen persönlich kommuniziert habe . Mit seiner Aussage „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (ebd.) widerspricht er seiner Aussage, dass „[d]ie […] aber schließlich doch ein[setzt]“ (Z. 15) und „es [...] sicher gut Gründe [dafür gibt], dass sich A, B und C nicht melden“ (Z. 15f.). Die Bezeichnung A, B und C steht für alle Menschen und verallgemeinert somit die Situation. Mit dieser Meinung und Feststellung zeigt er, wie paradox man sein kann, indem man nicht steuern kann, wie man eigentlich sein möchte und das man sich ohne was zu wollen Gedanken darüber macht, worüber man eigentlich gar nicht nachdenken möchte. Er erwähnt anhand seiner Aussage „was weiß ich denn von deren Leben, die haben Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familien zu ernähren( Z. 16f.), dass man sich eigentlich gar nicht um andere Menschen kümmern solle und jeder machen dürfe, was er für richtig halte, der Betroffene der jedoch auf eine Antwort wartet, sich Gedanken darüber macht, was der Andere gerade tut, was Diez anhand der Akkumulation (vgl. Z. 16f.), darstellt. Um den Gedanken aus dem Weg zu gehen, nennt er eine Methode, die helfen solle, dem Problem aus dem Weg zu gehen. „Einatmen, ausatmen, morgen ist auch noch ein Tag“ (Z. 117f.). Mit dem Gedankenstrich ( - ) (Z. 18) bewirkt der Autor einen neuen Gedankenansatz und führt daraufhin einen weiteren Prozess des Problems an, „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (Z. 18f.) und erklärt diese sofort mit einer Frage: „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z. 19f.). Damit verdeutlicht der Autor die gewöhnlichen Gedanken, die sich ein Betroffener macht und  zur Selbstverzweiflung führt. Um die Hoffnung nicht ganz zu verlieren, verwendet er eine Metapher „ Schlupfloch“ (Z. 20) und deutet darauf hin, dass es immer noch eine Möglichkeit gibt, die Hoffnung an sich nicht aufzugeben. Im weiteren Abschnitt erläutert der Autor „Den Gedanken das mich niemand mehr mag“ (Z. 22), welcher auch zum Prozess des „Selbstzweifelns“ (ebd.) zählt. Jedoch mit der darauffolgenden Aussage „verwerfe ich rasch, aus Selbstschutz und weil das keine Grundlage sein kann für weitere Freundschaft, Freude, Zusammenarbeit“ (Z. 22f.), veranschaulicht der Autor dem Leser, dass aus Einsamkeit und Selbstzweifel die Angst besteht, Freundschaften zu verlieren.   Die Erwähnung der drei Substantive (ebd.) bewirken einen positiven Effekt, da diese sehr wichtig sind um miteinander kommunizieren zu können. Georg Diez erläutert seine weiteren Gedanken, indem er erwähnt, dass er sich ganze Geschichten ausdenkt, „warum sie nicht antworten“ (vgl. Z. 23f.) und  somit die Angst in Verbindung mit Selbstzweifel darstellt. Um seine Gedanken kurz zusammenzufassen, sagt er „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen – was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z. 27f.) Er verwendet die Hyperbel „Hyperkommunikation“ (ebd.) und weist somit darauf hin, dass es heutzutage normal ist, dass sehr viel miteinander kommuniziert wird, was der Autor mit „Hyper“ (ebd.) hervorhebt und der Begriff der „merkwürdigen Wirkung“(ebd.) gerechtfertigt ist, da er in seiner Situation das Gegenteil erfährt. Er begründet seine Aussage mit: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Er verwendet repetierend Adjektive (vgl. Z. 28), die akkumulierend die Möglichkeiten der Kommunikationen darstellen und beschreiben die Folgen daraufhin „desto gellender ist die Stille…“(ebd.). Daraus lässt sich ableiten, dass die Relevanz an Kommunikation immer weiter zunimmt und die Nutzung von medialer Kommunikation so präsent ist, dass es merkwürdig und selten ist, wenn Stille herrscht. Die Präsenz von Kommunikation wird anhand der  Adjektive „gellender, epischer“ (ebd.) unterstrichen, sowie die Substantive „Stille, Ruhe“(ebd.) bewertet die Art von Kommunikation und zeigen antithetisch den Prozess des Kommunikationswandels. Um diesen Konflikt zu verdeutlichen, nennt er das an sich erfahrene Beispiel und besagt, dass man sich von den Lasten, die in einem entstehen, „Geschichte [die] eine eigene Realität an[nehmen]“ (Z. 30), „wenn sie sich doch melden“(Z. 31), „befreien muss“ (Z. 32). Damit zeigt er die Gedankengänge, die in einem entstehen können, wenn seine Erwartungen nicht in Erfüllung gehen und man von Selbstzweifel und Angst umgeben ist. Aufgrund dessen betitelt er seine Freunde als „arglos“ (Z. 34), denn „sonst wären sie Sadisten“(Z. 34). Der Autor zeigt wieder seine Problematik zwischen Denken und Handeln und ist selbst mit sich überfordert, denn aufgrund seiner Erwartungen die er an seine Freunde stellt ist er zunächst enttäuscht, im Nachhinein jedoch davon überzeugt, dass er eine Antwort bekommt. Seine Gedanken spiegelt er wider, indem er sagt, dass er diese Option, sie als Sadisten zu bezeichnen, bedenke, sie jedoch verwerfe, weil es zu traurig wäre mit Sadisten befreundet zu sein(vgl. Z. 34f.). Er gibt seinen Freunden jedoch trotzdem zu verstehen „dass sie bitte en wenig schneller reagieren sollen“(Z. 36) und vergleicht sich mit dieser Aussage mit einem „zwölfjährigen, der Professor spielt“ (Z. 37) und verdeutlicht somit sein Recht, eine Antwort von seinen Freunden zu erhalten. Diese Aussage ist jedoch ironisch zu verstehen, da er angibt ihnen diese Aufforderung  „meist auf die Mailbox [gesprochen] oder [… ] die Anregung als SMS oder als Mail [geschickt habe“ (Z. 38). Zudem er wähnt er die Art und Weise, wie er seinen Freunden die Botschaften mitteilt und verwendet wieder das Personalpronomen „ich“(Z. 37). Zudem nennt er die schon genannten Kommunikationsmittel „SMS oder als Mail“(Z. 38), woraufhin er wieder „ und höre nichts zurück“ (Z. 38) erwähnt, welche die Problematik wiederholend darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich anhand von selbst gewählten Beispielen die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern und kritisch abwägend, ausgehend von eigenen Erfahrungen Stellung zu der Aussage wir leben in einer Zeit, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, nehmen und sie abschließend von Georg Diez’s Darstellungsweise, die Überzeugungskraft beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus eigener Erfahrung lässt sich sage, dass sich die Kommunikation sehr stark verändert hat, da die Nutzung von Medien, sei es die Nutzung von Facebook, Twitter etc. immer mehr von Relevanz ist. Ein Beleg dafür ist beispielsweise die Nutzung von Endgeräten oder Smartphones in der beruflichen Welt. Dort wird über SMS, E-Mail oder soziale Netzwerke weltweit kommuniziert, weshalb die Bedeutung von Medien in der Kommunikation immer größer wird. Zudem bestehen jedoch auch Probleme wie zum Beispiel die Abhängigkeit der Allgegenwärtigkeit digitaler Kommunikation. Zudem ist es möglich sich uneingeschränkt über soziale Netzwerke zu äußern und seine eigene Meinung zu präsentieren, mit dem Kompromiss Positive sowie größtenteils negative Kritik zu erhalten. Die Selbstpräsentation über soziale Netzwerke, indem man sich z.B. auf Instagram ein Profil erstellt, worauf jeder Zugriff hat, ist auch überall möglich und hat seine Vor- und Nachteile. Mittlerweile führt die Nutzung von digitalen Netzwerken schon dazu, dass Menschen die kein ausgebildetes Wissen über den Umgang mit Medien haben, ausgeschlossen werden, wodurch das Selbstbewusstsein verloren gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zitat der „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) und die Behauptung, dass wir davon geprägt sind lässt sich zum einen kritisch abwägend belegen jedoch auch zustimmend erklären. Aus eigener Erfahrung lässt sich sagen, dass heutzutage eine hohe Akzeptanz digitaler Kommunikation besteht, aufgrund von Möglichkeiten wie z.B. sich international austauschen zu können, sei es im Beruf oder privat oder der Schnelligkeit, Verlässlichkeit und Verbindlichkeit der Kommunikation über z.B. E-Mails, SMS oder soziale Netzwerke , was bedeutet, dass man eine wichtige Nachricht sofort zu der Person schicken kann die vielleicht auf einem anderen Kontinent lebt oder gerade im Urlaub ist und das man sich auf das Internet verlassen kann, dass die Nachricht auch bei der anderen person ankommen wird. Aber auch der unproblematische Überwindung von großen Distanzen, was bedeutet, dass es einem Menschen über Medien einfacher fallen kann einem seine Meinung mitzuteilen, satt es persönlich zu machen. Dadurch fällt es einem viel leichter, weil man sich nicht mit der Reaktion des Anderen beschäftigen muss. Jedoch haben all diese Aspekte Nachteile, besonders in Betrachtung der heutigen Jugend. Denn diese sind so sehr von der Digitalisierung geprägt, dass die Leistungsbereitschaft sinkt, die Bedeutsamkeit der Familie verloren geht oder der Berufszufriedenheit sinkt. Zudem verschlechtert sich das Kommunikationsverhalten untereinander, aufgrund das eigene Meinungen auf extreme Art und Weisen übermittelt werden können, dass sich schnell einer verletzt fühlt und dadurch meist auch ausgegrenzt von der Gesellschaft. Dies sind alles Gründe gegen das Zitat, dass wir von einer digitalen Unverbindlichkeit geprägt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es auch genügend Argumente, die das Zitat unterstützen, dass wir in einer Zeit leben, die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt sind, denn der Verzicht von sozialen Netzwerken oder Medien allgemein führt dazu, dass man sich einsam oder sogar alleine auf der Welt fühlt. Ohne Medien hat meine so schnell keine Möglichkeit mehr sich mit Freunden zu unterhalten die ein paar Kilometer weiter entfernt wohnen. Man ist ganz auf sich alleine eingestellt, was jedoch heute nicht vorstellbar wäre, weil dadurch auch die weltweite Kommunikation gestoppt wäre, was auch zu großem Nachteil wäre. Eine Folge die am wahrscheinlichsten passieren würde, ist Mobbing, Selbstzweifel usw., denn die unreflektierten Meinungsäußerungen führen schnell dazu, dass man  aus der Gesellschaft besonders in Cliquen im Alter von 12-18 Jahre ausgeschlossen wird und als ‘Looser‘ bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Diez berichtet in seiner Artikel „Hallo?“ von der digitalen Unverbindlichkeit und verwendet dafür eine Art und Weise wie er dieses darstellt. Zum einen benutzt er anhand einer erfahrenen Situation die durch die Personen A, B und C dargestellt werden die Möglichkeit Emotionalität in seinem Text hervorzuheben und somit von hoher Authentizität zeugt. Zudem lässt er dem Leser eine hohe Zugänglichkeit zum Text, aufgrund von Beispielen die die Problematik der medialen Kommunikation darstellen und er bewusst glossenhafte Gestaltung verwendet. Jedoch gestaltet er seinen Text sehr subjektiv oder plakativ aufgrund des stark narrativen Stils, wodurch der Kern, die Problematik der Allgemeinheit zu verdeutlichen, misslingt. Zudem fehlen belege beispielsweise von Studien oder Wissenschaftlern die seine Meinung unterstützen können, sodass der Text an Wahrhaftigkeit gewinnt. Dadurch das er jedoch nur von persönlichen Erfahrungen erzählt kann der Text auch unglaubwürdig wirken. Zudem fehlt ein wichtiger Aspekt der für jeden Leser eines solchen Artikels wünschenswert ist, sind Lösungsansätze, wie man mit solchen Problemen umgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Hallo?“, geschrieben von Georg Diez und veröffentlicht 2013 in „Der Spiegel“, thematisiert die Nutzung digitaler Kommunikation und die damit verbundene digitale Überforderung und erläutert dabei die  Meinung des Autors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Untertitel des Textes wird die Absicht des Textes preisgegeben. Diez stellt sofort eine These auf, welche dazu einlädt den Artikel weiterzulesen: „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ (Z.0). Es scheint, auf Grund des kausalen Frageworts „Warum“ (ebd.), als gäbe der Autor bald eine Antwort auf seine These.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesamte Text lässt sich in acht Sinnabschnitte einteilen. Der erste (Z.1-8) gibt ein ausführliches Beispiel, welches von Diez im weiteren Verlauf seines Textes erneut aufgeführt und erläutert wird. Zu Beginn dieses Abschnitts bemüht sich der Autor, durch Metaphern darzustellen, dass er „täglich Worte“ (Z.1) aufnimmt (vgl. Z.1). Er führt seinen Text mit dem Beispiel fort: „Da rufe ich meinen Freund A an, der an sein Handy geht, weil niemand mehr an sein Handy geht, ich spreche ihm auf seine Mailbox- und höre nichts zurück“ (Z.4f.). Nachdem A angerufen wurde, sendet er B eine SMS, auf welche er ebenfalls keine Antwort erlangt und C erhält eine Mail, auf welche zusätzlich nichts zurück kommt (vgl. Z. 4ff.). Immer wieder verwendet der Autor das Wort „Da“ (Z. 4,5,7), sodass eine Anapher entsteht, so betont er das Beispiel und es bekommt mehr Aufmerksamkeit. Außerdem schreibt der Autor immer, er „höre nichts zurück“ (Z.5,6f.,8), durch diese Repetitio tritt das Beispiel und vor allem, dass keine Antwort zurück kommt, noch mehr in den Vordergrund. Es scheint also egal zu sein, wie der Autor jemanden zu erreichen versucht, ob Mail, Anruf oder SMS, niemand meldet sich in irgendeiner Art und Weise zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.9-21) beschäftigt sich mit den Folgen, welche entstehen, wenn man keine Antwort bekommt. Laut Georg Diez „beginnt […] die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z.9). Das bedeutet, man wird selbstkritisch und fragt sich, ob man vielleicht etwas falsch gemacht hat (vgl. Z. 19f.). Zudem seien „die ersten Stunden […] noch einfach“ (Z.9f.), da man froh ist seine Gedanken mit jemandem geteilt zu haben (vgl. Z. 10f.). Dadurch fällt einem das Warten nun noch nicht ganz s(Z.12) weiterzuführen (vgl. Z. 11ff.). Man stellt sich Fragen wie „Was wollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z.13). Die darauffolgende Behauptung „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z. 13f.) wird durch die vorher analysierten Aussagen belegt. Im nächsten Teil des Sinnabschnitts nimmt Georg Diez noch einmal Bezug zu seinem, im ersten Sinnabschnitt genannten Beispiel. Seiner Meinung nach, setzt zuletzt allerdings doch die Geduld ein und man denke die Personen hätten sicher gute Gründe, dass sie sich nicht melden (vgl. Z. 15f.). Mit der kurzen Aufzählung „die haben Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familien zu ernähren“ (Z.16f.) gibt der Autor ein paar Beispiele an, welche Gründe für das Nicht-Antworten auf seine Nachrichten oder Mails sind. „Nach 24 Stunden“ (Z. 18) scheint der Geduldsfaden jedoch gerissen zu sein, nun beginne „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (Z.18f.). Da man bis dahin keine Antwort bekommen habe, suche man nun Gründe dafür bei sich selbst. Man stelle sich Fragen wie „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z.19f.). Diese Fragen sind allerdings rhetorische Fragen, da die Antwort darauf meistens „Nein“ ist. Man sucht den Fehler bei sich selbst, wie der Autor sagt. „Irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels ist immer offen“ (Z.20f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den weiteren Gedankenverlauf, nach einem weiteren Tag ohne Antwort, geht Diez im dritten Sinnabschnitt (Z.22-33) ein. Zu Beginn schreibt er, den Gedanken von niemandem mehr gemocht zu werden, schließe er schnell ab, da dies so keine anständige Grundlage für neue Freundschaft, Freude oder Teamarbeit sei (vgl. Z. 22ff.). Das Beispiel aus Sinnabschnitt eins wird wieder aufgegriffen: Nun denkt Diez sich Geschichten aus, warum Personen A,B,C nicht antworten (vgl. Z. 24f.). Man ist komplett für sich, niemand ist da (vgl. Z.27). Georg Diez spricht von einer „Hyperkommunikation“ (Z. 28), er liefert im folgenden Text eine Erläuterung. Es sei „merkwürdig“wird“  (Z.27), da „ [desto] mehr geredet, geschrieben und getwittert, je epischer entfalte sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Der Begriff „Hyperkommunikation“ (Z.28.) ist also Ironie, da nicht sonderlich viel kommuniziert wird. Die Erläuterung des Begriffs ist antithetisch, da von viel Kommunikation die Rede ist, welche allerdings dann die Auswirkung hat, dass es immer stiller wird (vgl. Z. 28f.). Durch die Konjunktion „Denn“ (Z. 29) wird eine Begründung eingeleitet. „Denn die Geschichten in meinem Kopf gehen ja weiter, sie nehmen eine eigene Realität an, je länger sich die anderen nicht melden“ (Z.29ff.). Wenn man dann allerdings doch noch eine Antwort bekommt , hat diese ein eigenes Gewicht, von welchem man sich befreien muss (vgl. Z. 31f.), da „die anderen ja nicht wissen, dass“ (Z. 32f.) man schon seit Tagen grübelt, was man falsch gemacht hat (vgl. Z. 32f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Sinnabschnitt (Z.34-41) wird durch eine Repetitio Bezug zum ersten Sinnabschnitt genommen und ein weiteres kurzes Beispiel genannt. Diez erklärt in diesem Sinnabschnitt, dass er seinen Freunden oft sagt, sie sollen doch bitte schneller antworten (vgl. Z. 35f.). Allerdings sagt er, „ich spreche ihnen das meistens auf die Mailbox oder schicke die Anregung als SMS oder als Mail- und höre nichts zurück“ (Z.37f.). Es liegt eine Repetitio vor, da er erneut sagt, er „höre nichts zurück“ (Z. 38,5,6f.,8), so schafft er eine Verbindung zum ersten Sinnabschnitt. Außerdem liefert er ein Beispiel für Mails, da er schreibt, er habe einem befreundeten Journalisten eine E-Mail geschickt, auf die er allerdings keine Antwort bekommen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden wird die Bedeutung der digitalen Medien in unserer Zeit, ausgehend von eigenen Erfahrungen mit digitaler Kommunikation reflektiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jemand meint, die Kommunikation habe sich nicht verändert, kann ich diese These nicht unterstützen. Durch die digitalen Medien, wie das Smartphone hat sich unser gesamte Alltag verändert. Man nutzt soziale Netzwerke, schreibt E-Mails und SMS nicht nur im Beruf sondern auch in der Alltagskommunikation. Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit an den Smartphones und im Internet, es kann zu einer Abhängigkeit kommen. Es scheint zwar als seien all diese Apps (facebook, whatsapp, snapchat) kostenlos, jedoch bezahlt man mit seinen persönlichen Daten. Oft kommt es auch zu Cybermobbing, das bedeutet Mobbing im Internet. Manche Eltern wollen ihre Kinder vor so etwas schützen und erlauben ihnen kein Smartphone. So kann es oft zu Ausgrenzung kommen.&lt;br /&gt;
Ich denke wir leben in einer Zeit die von digitaler Unverbindlichkeit geprägt ist, da bei einem Verzicht auf die direkte Kommunikation negative Konsequenzen auftreten können, wie zB. Vereinsamung. Weitere Vorteile, sind die unproblematische Überwindung von großen Distanzen, das bedeutet es gibt internationale Austauschmöglichkeiten, welche schnell geschehen, verlässlich und Unverbindlich sind. Jedoch werden Kinder und Jugendliche immer wieder mit Schimpfwörtern und Cybermobbing konfrontiert. Es kann auch eine Überforderung stattfinden, die ihre Ursache in der digitalen Kommunikation haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um kurz auf die Überzeugungskraft des Textes von Diez einzugehen: er verwendet keine Belege, die seine Thesen unterstützen. Zudem nennt er viele Probleme, jedoch bietet er keine Lösungsmöglichkeiten an. Jedoch bringt er seine eigenen Erfahrungen in den Sachtext mit ein. Ich denke, dass der Text von Georg Diez nicht überzeugend ist und es einige Verbesserungsmöglichkeiten gäbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Analyse'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Text „Hallo?“, welcher von Georg Diez verfasst und im Jahr 2013 in „Der Spiegel“ veröffentlicht wurde, thematisiert die Veränderungen der Kommunikation unter Menschen durch digitale Medien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überschrift des Textes „Hallo?“ wird zugleich auch die Hauptthematik des vorliegenden Textes vorangestellt, da diese Interjektion in der täglichen Kommunikation genutzt wird um zum Beispiel auf sich aufmerksam zu machen. In dem vorliegenden Text wird erfragt ob jemand auf die zuvor gesprochene Mailbox, SMS oder Mail aufmerksam reagieren würde. Die Hauptthese des Textes wird in dem darunter angeführten Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ verdeutlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Text setzt mit der Metapher „es gibt ein Loch in meinem leben, in das schaufle ich täglich Worte, […] Ideen [und] Gedanken [hinein und] […] schaue ihnen nach, wie sie fallen, und warte, ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion“ (Z. 1ff.) ein. Doch es herrscht stille und es erfolgt keine Antwort, was durch die darauffolgende Metapher „aber das Loch bleibt schwarz und stumm“ (Z. 3) verdeutlicht wird. Mit dem Substantiv „Loch“ (ebd.) beschreibt Diez die digitalen Medien, welche er täglich mit diesen „Worten, […] Ideen […] und Gedanken“ (ebd.) füllt. Außerdem wird durch diese Metapher die in dem Untertitel erwähnte Einsamkeit hervorgerufen und auf die im Titel erwähnte Frage „Hallo?“ Bezug genommen, da keine Reaktion vorhanden sei. Anschließend nennt der Autor Beispiele aus dem Alltag, in denen er persönlich in Kontakt mit der digitalen Kommunikation tritt. Diese persönlichen Erfahrungen weisen den Beginn der oben genannten These und somit der Gefahr der Einsamkeit auf. Als erstes beschreibt Diez, wie er seinen Freund A anruft und ihm darauf folgend eine Nachricht auf der Mailbox hinterlegt, da dieser nicht an sein Handy gegangen ist (vgl. Z. 4f.). Seine Darstellung beendet er mit der Anmerkung „und höre nichts zurück“ (Z. 5). Daraufhin erläutert er, dass er seiner Kollegin B eine SMS mit Ratschlägen  geschickt habe (vgl. Z. 6). Jedoch stellt der Autor auch bei diesem Beispiel fest, dass er „nichts zurück[höre]“ (Z. 6f.). Diese Feststellung tritt auch beim dritten Beispiel, wo er seinem Freund C eine Mail schreibt, da sie gemeinsam arbeiten wollen (vgl. Z. 7f.) auf, da er auch hier seine Beschreibung mit der Erkenntnis „ich höre nichts zurück“ (Z. 8.) beendet. Durch den Parallelismus „höre nichts zurück“ (ebd.), welcher nach allen drei Beispielen vorzufinden ist, drückt erneut die oben genannte Verlassenheit aus. Durch die Bezeichnung der Freunde durch die Buchstaben A,B und C wird eine gewisse Distanz zwischen dem Autor und diesen Personen deutlich und somit auch noch einmal seine Einsamkeit. Außerdem wird durch die distanzierende Beschreibung deutlich, dass sich dies auf alle Menschen übertragen lässt und somit als allgemein gilt. Anschließend stellt Diez die Behauptung auf, dass die Zeit, in der er auf eine Reaktion des Gegenübers warte, eine „Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z. 9) sei. Durch das Substantiv „Dramaturgie“ (ebd.) wird seine ironische sowie hyperbolische Sichtweise hervorgehoben, da er die Abhängigkeit einiger Menschen von digitalen Medien hervorheben möchte. Im Anschluss daran beschreibt der Autor, dass er es anstrengend finde, „eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 12f.) und dadurch „kurz und rasch Sauer“ (Z. 11f.) werde. Durch diese Behauptung wird die hohe Erwartungshaltung an die andere Person akzentuiert und somit erneut die Verlassenheit des Autors verdeutlicht. Um dies noch einmal zu untermauern, hält Diez als Fazit dieses Abschnittes fest, dass „das schlechte Gedächtnis […] der Feind der Geduld“ (Z. 13f.) sei. Nachdem sich der Autor anschließend fragt, aus welchem Grund sich die betroffenen Personen nicht melden und ob es an ihm läge oder ob sie sauer seien (vgl. Z. 19f.), kommt er zu dem Entschluss, dass „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen“ (Z. 20f.) sei. Aus der Einsamkeit entstammt nun Selbstzweifel aber „den Gedanken, dass mich keiner mehr mag, verwerfe ich rasch“ (Z. 22), denn dies kann „keine Grundlage […] für weitere Freundschaften, Freunde [oder] Zusammenarbeit“ (Z. 23) sein. Im folgenden stellt der Autor die Erkenntnis „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (Z. 27) auf und beendet diesen Satz mit der Anmerkung, dass dies heutzutage eine „merkwürdige Wirkung“ (Z. 27) habe, welche wiederum erneut die Einsamkeit des Autors hervorhebt. Um seine Aussage etwas zu erläutern, stellt Diez anschließend eine These auf, in der diese verdeutlicht wird. Seine These lautet: „Je mehr geredet, geschrieben und getwittert wird, desto gellender ist die Stimme [und] desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z. 28f.). Mit dieser Gewissheit möchte der Autor aussagen, dass die digitalen Kommunikationsformen eine immer intensivere Stille auslösen und sich dadurch die Ruhe immer ausführlicher ausdehnt. Anschließend fügt Diez hinzu, dass die „Geschichten in meinem Kopf […] eine eigene Realität an[nehmen]“ (Z. 30). Denn das tägliche Nachdenken, weshalb seine Freunde ihm nicht antworten (vgl. Z. 24f.), wird laut dem Autor zur Wirklichkeit. Allerdings hat er seine Freunde trotzdem gebeten auf seine Nachrichten schneller zu reagieren, wobei er sich dabei vorkam wie ein „zwölfjähriger, der Professor spielt“ (Z. 37).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Aufgabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text von Georg Diez mit dem Titel ,,Hallo?“, veröffentlicht im Jahr 2013, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es dabei um die Folgen des Umgangs miteinander durch die digitale Kommunikation, sowie die damit verbundene digitale Überforderung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Textes ,,Hallo?“ greift dabei schon auf die geschilderte Situation des Textes, bei dem der Autor davon berichtet, wie er auf Rückmeldungen von Nachrichten und Antworten wartet, zurück. Durch die Frage ,,Hallo?“ wird bereits auf das Thema angedeutet, dass sich die Kommunikation in den Medien verändert hat und scheitert, sodass eben die Frage andeutet, dass auf eine Antwort gewartet wird, diese jedoch nicht bekommt. Der Titel wird dann im Untertitel konkretisiert durch die Aussage ,,Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“, wobei diese These des Autors verdeutlicht, dass Menschen einsamen werden in der digitalen Welt und verdeutlicht, dass es Gründe dafür gibt, die im Folgendem erläutert werden und somit bereits das Thema andeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich lässt sich der Text in zwei Teile unterteilen, wobei der erste Teil (vgl. Z. 1- 38) eher ein erzählenden Teil darstellt, in dem der Autor von seinen Erfahrungen berichtet, wobei die Erfahrung des Autors den Ausgangspunkt seiner These darstellt . Im zweiten Teil (Z. 39 – 73) stellt der Autor eher Thesen auf und erklärt diese. &lt;br /&gt;
Der Autor beginnt dabei mit der Aussage ,,Es gibt ein Loch in meinem Leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein, Ideen, Gedanken“ (Z.1) und diese ,,Loch schwarz und stumm“ (Z. 3) bleibe. Diese Metapher verdeutlicht die Überforderung mit der digitalen Kommunikation und die Probleme die sich daraus ergeben. Außerdem deutet es bereits an, dass es Kommunikationsschwierigkeiten gibt. Die Akkumulation ,,ein[.] Ton, ein[.] Hall, eine Reaktion“ (z. 2 f.) wirken dabei dramatisierend im Zusammenhang damit, dass auch Antworten und Rückmeldungen gewartet wird und man sich eine Reaktion erhofft. &lt;br /&gt;
Des weiteren berichtet der Autor ,,Da rufe ich meinen Freund A an, der nicht an sein Hand geht […], ich spreche ihm auf seine Mailbox- und ich höre nichts zurück“ (Z. 4 f.). Als nächstes berichtet er dann, dass er seiner ,,Kollegin B eine SMS“ (Z. 6) schicke, worauf die Aussage ,, ich höre nichts zurück“ (Z. 6 f.) wiederholt wird. Die darauf folgende Aussage ,,Da schreibe ich meinem Freund C eine Mail, weil wir gemeinsam an einer Sache arbeiten wollten - ich höre nichts zurück“ (Z. 7 f.)  ist ebenfalls so aufgebaut wie die beiden vorherigen Aussagen. Besonders auffällig ist dabei die Repetition der Aussage ,,ich höre nichts zurück“ (ebd.), wodurch die Aussage hervorgehoben wird und es wird verdeutlicht, dass die Kommunikationsversuche scheitern, da der Autor keine Nachricht zurück erhalten hat. Die drei Aussage bilden darüber hinaus einen Parallelismus, der die sich wiederholende Situation betont. Außerdem findet eine Verallgemeinerung der Kommunikationsversuche statt, was dadurch deutlich wird, dass der Autor statt Namen zu nennen ,,Freund A […] Kollegin B […] Freund C“ (ebd.) sagt, wodurch der Autor die Allgemeingültigkeit zum Ausdruck bringt und den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit bietet. Auch die Verwendung des Personalpronomen ,,Ich“ (ebd.) bei der Erzählung der Erfahrung bietet den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit und verleiht Eindrücklichkeit, wobei die Verwendung des Personalpronomens ,,Ich“ (ebd.) auch an Elemente einer Erzählung erinnert, wodurch die Erfahrung des Autors hervorgehoben wird. Die nächste Aussage ,,Was nun beginnt, ist die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstbefragung“ (Z. 9) verdeutlicht, dass als Reaktion auf die fehlenden Rückmeldungen nicht nur einfaches Warten, sondern verschiedene Gefühle folgen, die große Wirkungen auf den Autor hatten. Dabei seien die ,,ersten Stunden […] noch einfach“ (Z. 9 f.) mit Warten. Die nächste Aussage ,,Dann werde ich kurz und rasch sauer, weil ich es anstrengend finde, daran zu denken, eine stockende Unterhaltung in Gang zu halten“ (Z. 11 ff.) verdeutlicht, dass bei der Kommunikation im Netz in gewisser Weise auch erwartet wird, dass die Menschen, mit denen man kommuniziert, auch schnell antworten. Die rhetorische Frage ,,Was sollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z. 13) führt dabei das lange Warten auf die Antwort vor Augen. Durch die Aussage ,,Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z.13 f.) wird verdeutlicht, dass mit der Dauer der Wartezeit auch die Geduld des Wartens verschwinde, da mit der Zeit der Inhalt des Gesprächs vergessen werde.  Die sich dauernd verändernden Haltungen und Emotionen werden dadurch deutlich, dass aus dem Ärger nun wieder Geduld werde und der Autor sich einrede, es gäbe ,,gute Gründe, dass sich A, B und C nicht melden“ (Z. 15 f.) würden, was in gewisser Weise auch die Überforderung mit der Situation und den gescheiterten Kommunikationsversuchen vor Augen führt. Der Versuch des Einredens, morgen sei ,,auch noch ein Tag“ (Z. 17 f.), wird durch die Aussage ,,[n]ach 24 Stunden ist der allerdings vorbei“ (Z. 18) abgelöst, wobei die adversative Konjunktion ,,allerdings“ (ebd.) den Widerspruch bzw. die Veränderung der Situation einleitet, denn nun beginne ,,das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit“ (Z. 18 f.). Dabei verdeutlicht die rhetorische  Frage ,,Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“ (Z. 19 f.), dass das Nicht-Antworten der Personen Selbstzweifel auslöse, wobei ,,[i]rgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen“ (Z. 20 f.) sei. Die fehlenden Rückmeldungen hätten also eine so große Wirkung auf den Menschen, dass diese zu Selbstzweifel führen. Die überspitzt dargestellte Situation und die immer wechselnden Gefühle sowie die Überforderung wird auch deutlich, wenn der Autor berichtet, dass er ,,aus Selbstschutz“ (Z. 22) den Gedanken verwirft, dass ihn ,, niemand mehr mag“ (Z. 22) und sich nun Geschichten ausdenkt, ,,warum sie nicht antworten“ (Z. 24 f.). Die nächste Aussage ,,Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen, was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z. 27 f.) bringt zum Ausdruck, dass der Autor sich völlig auf sich allein gestellt fühlt, da niemand ihm antwortet und das obwohl aufgrund der digitalen Medien eigentlich viel kommuniziert wird, sodass die Stille ,,eine merkwürdige Wirkung“ (ebd.) habe. Das Nomen ,,Hyperkommunikation“ (ebd.) stellt dabei einen Neologismus dar, welcher zum Ausdruck bringt, dass eigentlich viel Kommunikation stattfindet und   somit auch die Menge und das Ausmaß, in dem kommuniziert wird. Die Stille in diesem Zeitalter sei dabei ,,gellend[.]“ (Z. 29), was zum Ausdruck bringt, dass Stille als unangenehm und merkwürdig empfunden wird, was ebenfalls die Überforderung mit der digitalen Kommunikation zum Ausdruck bringt. Diese Überforderung der Menschen mit der digitalen Kommunikation wird vor allem auch in der Aussage ,,sie haben dann, wenn die sich doch melden, ein eigenes Gewicht, von dem ich mich und sie befreien muss“ (Z. 31 f.) anhand der Erfahrung des Autors deutlich. Die Aussage ,,Sie sind arglos. Sonst wären sie Sadisten“ (Z. 34)  bringt die überspitz dargestellte Situation zum Ausdruck, so wie die Übertreibungen in der Schilderung der Erfahrung, die dazu führen, dass der Autor seine eigenen Aussagen ironisiert, was auch durch die Aussage ,,Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (ebd.) deutlich wird. Des weiteren wird durch die Aussage ,,Ab und zu sage ich ihnen auch, dass sie bitte ein wenig schneller reagieren sollen“ (Z. 35 f.) deutlich, dass die gescheiterten Kommunikationsversuche zur Last werden und zur Überforderung führen. Dabei verdeutlicht die Repetition ,,und ich höre nichts zurück“ (Z. 38) erneut die andauernde Stille und die sich wiederholende Situation der gescheiterten Kommunikationsversuche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die zu beginn geschilderte Erfahrung des Autors den Ausgangspunkt für seine These, dass wir in einem Zeitalter der digitalen Unverbindlichkeit leben, die auch von Überforderung und von der Gefahr der Vereinsamung geprägt ist, darstellt und der Autor anschließend seine These in dem zweiten Teil seines Textes erläutert. Indem er narrative Elemente im ersten Teil verwendet bietet er den Lesern auch eine Identifikationsmöglichkeit und verdeutlicht seine These anhand von persönlichen Beispielen und Erfahrungen und unterstützt seine Aussagen mit Hilfe von Metaphern, Akkumulationen, Repetition und Parallelismen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.Aufgabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich an selbst gewählten Beispielen die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern und ausgehend von eigenen Erfahrungen kritisch-abwägend zu der Aussage Stellung nehmen, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Anschließend wer ich die Überzeugungskraft der Darstellungsweise von Georg Diez beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommunikation hat sich durch digitale Medien verändert, was sich beispielsweise darin zeigt, dass erwartet wird immer erreichbar zu sein, um auf Fragen oder andere Nachrichten zu antworten. Dies findet jedoch nicht nur in der Alltagskommunikation statt sondern auch in der beruflichen Kommunikation, da Bewerbungen beispielsweise oft nur noch online geschickt werden oder im Beruf erwartet wird ständig über E-Mails erreichbar zu sein auch außerhalb der eigentlichen Arbeitszeiten. Diese Erwartung ständig erreichbar  zu sein führt auch zu Abhängigkeit von den digitalen Medien und den sozialen Netzwerken, da auch ständig geguckt wird, ob man Nachrichten bekommen hat, auf Fragen noch antworten muss und auch selber erwartet schnelle Antworten zu bekommen. Zudem ist man auch abhängig von den Medien, da bei Verzicht der Medien oder den sozialen Netzwerken man mit der Folge rechnen muss aus der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden, da man über bestimmte Dinge im Internet nicht informiert ist oder bei Themen bezüglich des Internets nicht mitreden kann. Ein weiterer Aspekt der veränderten Kommunikation durch Medien ist die Selbstpräsentation und auch die freie Meinungsäußerung sowie der Einfluss auf andere. &lt;br /&gt;
Durch die sozialen Medien haben Menschen heute die Möglichkeit sich selbst zu präsentieren und auch zu entscheiden, was man anderen von sich preisgeben möchte und was nicht, was auch zu erhörten Selbstreflexion führt. Zudem kann man seine Meinung freier äußern, da man anderen Menschen nicht gegenübersteht und in Ruhe schreiben kann, was man denkt, wobei man heutzutage auch eine höhere Erreichbarkeit an dich Menschen hat, da man Menschen nicht nur schwer durch Zeitungen oder Bücher erreichen kann, sondern die eigene Meinung mehr durch die sozialen Medien verbreiten kann und mehr Menschen diese lesen können. Darüber hinaus entsteht durch die Kommunikation durch digitale Medien die Möglichkeit mit Menschen aus aller Welt unabhängig von Ort und Zeit zu kommunizieren und mehr Ansichten und Weltbilder austauschen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, lassen sich sowohl Argumente dafür als auch dagegen finden. &lt;br /&gt;
Ein Argument dagegen wäre dabei, dass digitale Kommunikation Vorteile bringt, wie, dass es möglich ist mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren und somit auch ein Austausch stattfinden kann, der ohne Medien nicht möglich wäre. Zu dem ist das Internet und die digitale Kommunikation verlässlich sowohl sicher als auch direkt, sodass Kommunikation trotz Distanzen verbindlich erfolgen kann. Ein anderes Argument wäre, dass die Digitalisierung die Werteorientierung der jüngeren Generationen nicht negativ beeinflusst, sondern trotzdem Leistungsbereitschaft vorhanden ist und Wert wie Familie, Beruf und Freunde weiterhin vorhanden sind. Die digitale Kommunikation führt auch zu Fortschritten innerhalb der Gesellschaft und im Berufsleben, auch wenn die digitale Kommunikation Überforderung bei den älteren Generationen hervorbringt. Ein Argument für die Aussage, dass wir in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei, ist dabei, dass ein Verzicht auf direkte Antworten und ständiger Erreichbarkeit Menschen mit negativen Konsequenzen rechen müssen wie Vereinsamung, da die ständige Erreichbarkeit und die digitale Kommunikation heutzutage schon notwendig ist um in der Gesellschaft integriert zu sein. Des weiteren kann zwar eine freie Meinungsäußerung im Netz stattfinden, jedoch erfolgen die Meinungsäußerungen oft unbedachter und das was gesagt wird, wird oft weniger reflektiert. So kommt es beispielsweise auch dazu dass sich der Umgang mit den Mitmenschen in der digitalen Kommunikation ändert und Menschen rücksichtsloser werden und auch Mobbing innerhalb der digitalen Medien stattfindet und das Opfer dessen nicht entfliehen kann. Dies lässt auf das nächste Argument schließen nämlich, dass es keine richtigen Verhaltensregeln im Umgang mit den digitalen Medien gibt bzw. diese nicht richtig eingehalten werde, sodass zu einem Werteverfall kommen könnte, da das Internet Anonymität zu lässt und deshalb auch Menschen teilweise rücksichtsloser werden. Nachdem ich die Argumente nun abgewägt habe, komme ich zu dem Entschluss, dass wir in gewisser weise schon in einer Zeit leben, die von einer ,,digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z.64) geprägt ist, da die digitale Kommunikation in der Gesellschaft einen Zwang darstellt, da man sonst nicht richtig integriert ist und es zunehmend zu unreflektierten Meinungsäußerungen kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend werde ich nun die Überzeugungskraft der Darstellungsweise des Autors beurteilen. Auf der einen Seite finde ich, dass die Darstellungsweise durchaus Stärken aufweist, da durch den Erfahrungsbericht zu beginn der Autor viele Emotionen mit einbringt und durch die Verallgemeinerung der Erfahrung den Lesern eine Identifikationsmöglichkeit gibt und auch Beispiele anschließend als Beleg heranzieht. Auf der anderen Seite jedoch finde ich die Darstellungsweise des Autors im Allgemeinen nicht überzeugend, da der Autor nicht objektiv bleibt, sondern sehr subjektiv ist und auch sich eher an dem erzählerischen Stil zu beginn bedient als sachlich zu bleiben. Zu dem verwendet der Autor auch nur eigene Beispiele und Erfahrungen als Belege, sodass seine Argumente nicht richtig belegt werden wie beispielsweise an Hand von Studien. Zudem weist der Autor zwar auf die Probleme hin, nennt jedoch keine Lösungsmöglichkeiten oder Wege der Verbesserung, weshalb meiner Meinung nach die Darstellungsweise des Autors nur wenig Überzeugungskraft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommunikation hat sich aufgrund der digitalen Medien verändert, weshalb Georg Diez, der Autor des Artikels „Hallo?“, behauptet, dass die Zeit, in der wir leben, von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Im Folgenden werde ich zu dieser Aussage unter dem Einbezug eigener Erfahrungen mit der digitalen Kommunikation kritisch-abwägend Stellung nehmen und anschließend die Überzeugungskraft der Darstellungsweise Diez` beurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien resultiert besonders aus der sogenannten „ständigen Erreichbarkeit“, da erwartet wird, dass man sozusagen immer allgegenwärtig ist und somit jederzeit auf Fragen antworten kann. Dies trifft sowohl auf die Kommunikation im Alltag als auch im Beruf zu. Am Beispiel der digitalen Kommunikation im Beruf muss man auch dazu bereit sein, noch nach dem Feierabend auf Rückfragen zu antworten. Andererseits wird dadurch ein schnellerer Fortgang der Arbeit ermöglicht, da man nicht lange auf Antworten warten muss. Zudem wird meist über E-Mails kommuniziert und diese ermöglichen eine deutlich schnellere Kommunikation als die vorher genutzten Kommunikationsmittel. Diese ständige Erreichbarkeit führt jedoch möglicherweise zur Abhängigkeit, da es für viele Menschen heutzutage kaum noch vorstellbar ist ohne die Verwendung digitaler Medien im Beruf oder Alltag zu kommunizieren. Des Weiteren ist bei der Kommunikation über soziale Netzwerke eine nahezu uneingeschränkte Meinungsäußerung möglich. Dies ist an sich gut, bringt jedoch auch viele Folgen mit sich, da beispielsweise häufig negative Kommentare unter Beiträgen in sozialen Netzwerken wie auf Facebook erscheinen. Diese sind oftmals abwertend und würden bei der face-to-face Kommunikation mit jener Person nicht geäußert werden. Aufgrund dessen kommt es gegebenenfalls zu einer Veränderung des Sozialverhaltens, da oft rücksichtslos gehandelt wird und somit Mobbing entstehen kann. Außerdem ist es in sozialen Netzwerken möglich sich selbst zu präsentieren. Bei dieser  Selbstdarstellung werden jedoch lediglich die positiven Seiten eines Menschen, sowie sein „perfektes“ Leben präsentiert. Daraus können bei anderen Menschen Selbstzweifel entstehen, da sie jenes Leben nicht führen. Die vermehrte Nutzung sozialer Netzwerke bringt jedoch eine weitere Folge mit sich, die Gefahr der Ausgrenzung. Verwendet jemand die sozialen Netzwerke im Beruf aber besonders im Alltag nicht, wird er aus der Kommunikation ausgeschlossen. Dies liegt vor allem daran, dass man über aktuelle Themen in seinem sozialen Umfeld nicht informiert ist, da die Kommunikation hauptsächlich in den sozialen Netzwerke stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diez erläutert in seinem Artikel, wir würden in einer Zeit leben, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z. 64) geprägt sei. Grundsätzlich könnte man ihm zustimmen, da die Kommunikation im Internet zwanglos ist und aufgrund dessen häufig Situationen vorkommen, in welchen Verabredungen kurz vorher abgesagt werden, obwohl ein Treffen bereits lange geplant war. Die Aussage Diez ist jedoch kritisch zu betrachten, da die digitale Kommunikation einige Vorteile hat. So ist es beispielsweise möglich, über große Distanzen zu kommunizieren, also auch mit Menschen in anderen Ländern. Insbesondere in Bezug auf die Globalisierung hat die digitale Kommunikation eine große Bedeutung, da es möglich ist, sich weltweit auszutauschen. Diese Vorteile der digitalen Kommunikation resultieren überwiegend daraus, dass sie sehr schnell abläuft, da man weltweit mit Menschen vernetzt ist und sich Informationen somit sehr schnell verbreiten lassen. Außerdem kann man Diez darin widersprechen, dass die Kommunikation in sozialen Netzwerken unverlässlich und unverbindlich sei, da sie sich besonders bei dem internationalen Austausch im Beruf als verlässlich beweist und es durchaus nicht der Fall ist, dass Menschen nicht mehr auf Nachrichten anderer antworten würden, da es bei der digitalen Kommunikation nicht den zwang gäbe, dass man aufeinander reagieren müsse. Wenn jemand bei der digitalen Kommunikation nicht auf eine Nachricht reagiert, liegt dies meist daran, dass er keine Zeit hat und mit dem großen Angebot an sozialen Netzwerken und der Kommunikation in jenen überfordert ist. Somit ist dies keinesfalls unhöflich gemeint, wie Diez es empfindet. Die von ihm erwähnte Unverlässlichkeit geht aufgrund dessen nicht von den Medien aus, sondern resultiert aus dem Verhalten der Menschen, welche jene verwenden. Deshalb lässt sich diese Aussage nicht verallgemeinern, da nicht jeder unverlässlich mit den Medien und der Kommunikation durch diese umgeht. Zudem ist trotz der Digitalisierung festzustellen, dass sich die Prioritäten der Jugendlichen nicht im negativen verändert haben. Im Gegenteil, für sie steht die Familie sowie die Zufriedenheit im Beruf eine sehr wichtige Rolle. &lt;br /&gt;
Es gibt jedoch auch einige Argumente, welche die Aussage Diez unterstützen. So muss man zur heutigen Zeit damit rechnen, dass man nicht richtig in die Gesellschaft integriert wird, wenn man die digitalen Medien nicht nutzt oder nicht auf Nachrichten reagiert. Zudem gibt es keine festgelegten Verhaltensregeln bei der digitalen Kommunikation, was möglicherweise zu einem Werteverfall führen kann. Dies ist dadurch zu begründen, dass in sozialen Netzwerken häufig negative Kommentare geäußert werden, obwohl sie im alltäglichen Leben bei der face-to-face Kommunikation nicht gesagt würden. Somit verleitet das Internet und die „indirekte“ Kommunikation in jenem manche Menschen dazu, rücksichtslos zu handeln und abwertend über andere Menschen zu sprechen, was schwere Folgen für jene mit sich ziehen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellungsweise Diez` weist einige Schwächen auf, welche seine Überzeugungskraft abschwächen. Dabei ist besonders zu nennen, dass der Text in einer erzählenden Form und sehr auf den Autor selbst bezogen formuliert ist. Daraus resultiert letztlich, dass er keine Belege für seine Aussagen erwähnt, was dazu führt, dass diese nicht ausreichend unterstützt werden und nicht glaubhaft beziehungsweise seriös erscheinen. Des Weiteren beschreibt er im Detail das konkrete Problem aus seinem Alltag, nennt jedoch keine allgemeinen Lösungsvorschläge für jenes. &lt;br /&gt;
Diez` Darstellungsweise verfügt jedoch auch über einige Stärken, welche dazu führen, dass seine Aussagen überzeugend wirken. Er geht in seinem Artikel zwar auch auf das generelle Problem, welches er beschreibt ein, unterstützt dieses jedoch durch seine eigenen Erfahrungen, was dazu führt, dass seine Emotionen für ihn unmittelbar spürbar werden, wodurch jener von seinen Aussagen überzeugt wird und sich selbst mit dem Problem identifizieren kann. Die Einbeziehung des Lesers in die Problematik wird zudem insbesondere durch die vermehrte Verwendung von Personalpronomen wie „wir“ oder „unser“ hervorgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufgabe 1 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Hallo?“ wurde von Georg Diez verfasst und ist im Jahre 2013 in „der Spiegel“ erschienen. Inhaltlich befasst sich der Text mit den Konsequenzen digitaler Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel „Hallo?“  spielt konkret auf das Thema des Textes an und wird durch den Untertitel „Warum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird“ konkretisiert. Bereits an diesen Textstellen akzentuiert der Autor seine Abneigung gegen digitale Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text setzt mit der metaphorischen Aussage „Es gibt ein Loch in meinem Leben, in das schaufle ich täglich Worte hinein […]“ (Z.1ff.) ein. Die Begebenheit, dass „das Loch […] schwarz und stumm [bleibt]“ (Z.3), zeugt von einer resignativen Grundstimmung des Autors wodurch seine bereits erkannte These, dass digitale Kommunikation zu einer Vereinsamung führt. Dadurch, dass der Autor für seinen Text das Personalpronomen „Ich“ (Z.2) verwendet, gibt er seiner Leserschaft, welche sich so besser in die Situation versetzt fühlen, ein Identifikationsangebot. Des Weiteren ist schon im ersten Abschnitt die hypotaktische Syntax zu erkennen, welche zu einer detailreichen Erläuterung der komplexen Erfahrungen von Georg Diez verhilft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Textabschnitt (Z.4-9) befasst sich dabei mit konkreten Beispielen. So heißt es, dass er eine SMS verfasst, eine Mail schreibt sowie auf eine Mailbox spricht (vgl. ebd.). Die repetierende Aussage „höre nichts zurück“ (ebd.) akzentuiert, dass er auf seine Nachrichten keine Antworten erhält, was nochmals die Vereinsamung hervorhebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z.9-34) beschäftigt sich konkret mit den Gefühlen des Autors, welche durch die fehlenden Antworten aufkommen. So heißt es „was nun beginnt, ist die Dramaturgie von Ärger, Geduld und Selbstfragung“ (Z.9). Dies untermauert die melancholischen Gefühle des Autors aufgrund der Ignoranz der Anderen. Die metaphorische Aussage „Das schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld“ (Z.13f.) hebt dabei die Begebenheit hervor, dass diese Gefühle der Selbstbefragung die Geduld hemmen und sich der Autor folglich fragt, „was wollte ich noch mal sagen, worum ging es?“ (Z.12f.). Dies akzentuiert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass aufgrund des langen Wartens auf Antworten die Präzision von Kommunikation verloren ginge, da man sich selbst nach langer Wartezeit nicht mehr an seine eigene Intention der Nachricht erinnern könnte. Jedoch wird das zuvor erkannte Gefühl von Ungeduld durch die Aussage „es gibt sicher gute Gründe, dass sich A, B und C nicht melden“ (Z.15f.) relativiert. Der Autor versucht im weiteren Textverlauf, die Ignoranz der Anderen auf seine Nachrichten zu rechtfertigen, indem er Alltagsbeispiele nennt, um seiner Leserschaft die Situation zugänglich zu machen (vgl. Z.15ff.). Um das schlechte Gedächtnis zu mindern benutzt der Autor hier die Antithese „einatmen, ausatmen“ (Z.17), was hervorhebt, dass Georg Diez kritisiert, dass sich die Menschen aufgrund fehlender Antworten zu schnell Sorgen machen würden. Die Versuche der Rechtfertigungen seien jedoch „nach 24 Studen […] allerdings vorbei“ (Z.18). Nach dieser Phase beginne laut Diez „das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit, die Selbsterforschung“ (ebd.), in welcher sich der Betroffene mit der Frage „Was habe ich falsch gemacht, habe ich schlecht über sie geredet, sind sie sauer?“(Z.19f.) auseinandersetzt und die Gründe für die Ignoranz in seinem eigenen Handeln sucht. Anschließend meint der Autor, dass „irgendein Schlupfloch des Selbstzweifels […] immer offen [sei]“ (Z.20), um zu verdeutlichen, dass dieses „schwierigste Stadium“ (Z.18f.) unumgänglich sei. Jedoch relativiert Georg Diez diese Unumgänglichkeit, da er „den Gedanken, dass [ihn] niemand mehr mag,[…], aus Selbstschutz“ (Z.22) vernachlässigt, um der Leserschaft zu verdeutlichen, dass die Suche nach eigener Schuld „keine Grundlage sein kann für weitere Freundschaften, Freude, Zusammenarbeit“ (Z.23). Im weiteren Verlauf stellt der Autor fest, dass der Betroffene nun Schuldgründe den Ignoranten zuschreibt (vgl. Z.22). Aus den einzelnen Stadien ergebe sich laut Autor, dass „er […] nun ganz auf [s]ich zurückgeworfen [ist], was eine merkwürdige Wirkung hat in diesem Zeitalter der Hyperkommunikation“ (Z.27ff.). Dies akzentuiert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass sich die Nutzung digitaler Medien so verhäuft hat, dass sie als „Hyperkommunikation“ (ebd.) bezeichnet werden könne und alle im ständigen Austausch stehen würden. Die Übertreibung innerhalb dieser Textpassage „Ich bin nun ganz auf mich zurückgeworfen“ (ebd.) untermauert, dass der Autor seine eigene These sowie Gedanken ironisiert. Die metaphorische Aussage „je mehr geredet, geschrieben, getwittert wird, desto gellender ist die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe“ (Z.28) hebt hervor, dass er der Meinung ist, dass die Menschen heutzutage aufgrund des ständigen Austauschs nicht mehr an Stille gewohnt seien. Dies hebt die kritische Sichtweise des Autors auf die „Hyperkommunikation“ (Z.28) hervor, da er der Auffassung ist, dass die Menschen heutzutage zu abhängig von dem ständigen Austausch seien. Um seinen Leser dieses Phänomen zu untermauern benutzt der Autor den Erklärungsansatz „denn die Vorstellung in meinem Kopf geht ja weiter, sie nehmen eine Realität an […]“ (Z.28ff.). Des Weiteren merkt der Autor an, dass er den Anderen sagt seine Nachrichten schneller zu beantworten (vgl. Z.35f.). Die sich aus dem zweiten Abschnitt repetierende Begebenheit „und höre nichts zurück“ (Z.38) untermauert nochmals die Vereinsamung des Autors, da er selbst nach Aufforderung einer Antwort keine erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z.39-73) befasst sich mit den Gründen für die Ignoranz der Nachrichten. Als Beispiel verwendet der Autor die Meinung eines Journalisten, welcher den Autor fragt „Du glaubst noch an Mails? […] ich lese sie gar nicht mehr“ (Z.41) . Um diese Tatsache zu erläutern versucht der Autor einen Erklärungsansatz aufzustellen, indem er meint „dass wir „i-crazy“ werden vor lauter Smartphones […]“ (Z.42ff.). Diese Erklärung akzentuiert, dass viele der Auffassung sind, dass man aufgrund der Übernutzung digitaler Medien mit sich selbst überfordert wäre und man nicht mehr ohne Technik leben könne, da man metaphorisch „mit den Maschinen verwachsen“ (Z.43f) sei. Dies hebt ebenfalls die starke Abhängigkeit von digitalen Medien hervor. Georg Diez ist jedoch der Meinung, dass dieses Phänomen nur eine Rechtfertigung sei. Um seine Kritik an digitalen Medien zu akzentuieren verwendet er die ironische Aussage „sicher gibt es eine Avantgarde, die sich von dem, was man in den achtziger Jahren Kommunikation nannte, emanzipiert hat und Handys und Computer nutzt, um eine Mauer zwischen sich und der Welt zu errichten, eine Art digitales Kloster“ (Z.48f.). Dies hebt hervor, dass der  Autor denkt, dass es aufgrund der digitalen Kommunikationsmöglichkeiten zu verminderter direkter Kommunikation kommt und die Menschen folglich weniger persönlich in Kontakt träten. Die Metapher „um eine Art Mauer zwischen sich und der Welt zu errichten, eine Art digitales Kloster“ (ebd.) steht dabei für die Isolation von der realen Welt aufgrund der Digitalisierung. Folglich stellt sich der Autor die Frage, welche durch die adversative Konjunktion „aber“ (Z.51)  eingeleitet wird, ob die Überforderung der Hyperkommunikation die Ignoranz der Anderen rechtfertigt. Dabei stellt der Autor die These auf, „dass die Menschen die Logik der Technik in ihr Leben gelassen haben und nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was sie denken, und dem, was sie tun (Z.54ff.). Um seine These zu untermauern verwendet er das Beispiel von Freund A aus seinem ersten Textabschnitt. „Wenn also A meinen Anruf abhört, denkt er, er sollte mich zurückrufen, und indem er das denkt, hat er im Grunde schon mit mir gesprochen“ (Z.56ff.). Diese Textpassage untermauert, dass aufgrund digitaler Kommunikationsmöglichkeiten die Gedanken nicht mehr von Taten unterschieden würden, was eine Folge von zu wenig persönlicher Kommunikation sei. Um seine Leserschaft zum Nachdenken anzuregen verwendet der Autor die rhetorische Frage „Sitzen wir nicht längst im Kopf unserer Mitmenschen?“ (Z.59),um die Problematik seiner Thesen zu verdeutlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf merkt der Autor an, dass „wir in der Apple-Moderne leben“ (Z.61f.). Diese würde der Autor jedoch nicht nur negativ betrachten, sondern ist der Auffassung, dass „[s]ie sich dadurch auszeichnet, dass sich Allgegenwart und Solipsismus zu etwas verbinden, was man die digitale Unverbindlichkeit nennen könnte“ (Z.63ff.). Dies untermauert, dass Georg Diez der Auffassung ist, dass digitale Kommunikationsmittel eher zwanglos verwendet würden, weshalb nicht über Taten nachgedacht würde. Die appellierende These „Die Menschen, das darf man nicht vergessen, werden durch die Maschinen nicht anders“ (Z.65) unterstreicht, dass der Autor meint, dass der Charakter des einzelnen Menschen nicht durch Digitalisierung verändert würde, da er augrund der Übernutzung von digitaler Kommunikationsformen meint, dass „sie[…] eher wie sie selbst werden“ (Z.66). Die negativen Gemütszustände „Müdigkeit“ „Zerstreutheit“ „Faulheit“ 8Z.66f.) zeigen, dass Diez jedoch der Auffassung ist, dass digitale Übernutzung dem Menschen jedoch eher schadet. Um seine Abgeneigtheit zu relativieren, das die Technik zeigt, „wie wir miteinander umgehen, rücksichtsvoll, höflich, respektvoll“ (Z.69f.). Für den Autor ist „die Technik [..] hier nicht der Feind, die Technik ist ein Mittel für den Menschen“ (Z.70). Dies zeigt, dass der Autor die Technik grundsätzlich nicht als schlecht bewertet, sondern dass er der Meinung ist, dass ihr eigentlicher Zweck in der heutigen Zeit verloren sei, da der Mensch zu abhängig von ihr geworden sei. Sein letzter Satz „Im Grunde, das haben Sie schon richtig verstanden, würde ich mich freuen, wenn A mal wieder anruft“ (Z.72) zeigt, dass der Autor die Verwendung von digitalen Kommunikationsmöglichkeiten nicht verneint. Die Begebenheit, dass der Autor seine Leserdirekt anspricht, zeugt von einer vertrauten Atmosphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse komme ich zu dem Ergebnis, dass Georg Diez die Übernutzung digitaler Kommunikationsformen kritisiert, da mögliche Konsequenzen der Übernutzung beispielsweise zu Kontaktabbruch und Überforderung führen könne. Seine Auffassung belegt der Autor an seinen eigenen Erfahrungen, welche durch Metaphern, Akkumulationen und der hypotaktischen Syntax hervorgehoben werden. Die sprachlichen Gestaltungselemente unterstreichen den allgemein ironischen und glossenhaften Charakter des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufgabe 2 ====&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Veränderung der Kommunikation und die daraus resultierende Bedeutung digitaler Medien anhand persönlicher Erfahrungen darstellen und Stellung zu der Aussage nehmen, dass wir in einer Zeit leben, die von einer “digitalen Unverbindlichkeit” (Z. 64) geprägt sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich hat sich die Kommunikation aufgrund digitaler Medien verändert. Beispielsweise hat man die Möglichkeit mit Menschen zu kommunizieren, die weit weg wohnen, wie beispielsweise mit einer Freundin, welche ein Auslandsjahr in Australien macht. Ebenso kann man überall und zu jeder Zeit miteinander kommunizieren und dadurch Kommunikation untereinander erleichtert. Nicht nur im Alltag kommuniziert man mit digitalen Medien, sondern auch im Beruf, was die Omnipräsenz digitaler Medien hervorhebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es nicht nur Vorteile durch die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien. Beispielsweise kann sie zu einer starken Abhängigkeit führen, bei welcher Personen die nicht auf digitale Medien zurückgreifen, beispielsweise weil sie über nicht genügend Kenntnisse verfügen, folglich von Kommunikation ausgeschlossen werden. Des Weiteren ist die Kommunikation aufgrund digitaler Medien zwangloser geworden, da nicht auf Grammatik, Interpunktion etc. geachtet wird. Ein weiteres Problem stellt die freie Meinungsfreiheit sowie Selbstpräsentation dar, da aufgrund der digitalen Medien Mobbing schneller verbreitet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Diez definiert in seinem Sachtext “Hallo? “ den Begriff “digitale Unverbindlichkeit”, womit er zum Ausdruck bringen möchte, dass Kommunikation heutzutage nicht als verlässlich und ernsthaft angesehen werden kann. Ebenso stehe die digitale Kommunikation für ihn als “Mauer zwischen sich und der Welt” (Z.50). Diese Aussage ist jedoch kritisch abzuwägen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die Auffassung von Diez spricht, dass digitale Kommunikation viele Vorteile mit sich bringen kann wie beispielsweise internationale Austauschmöglichkeit. Des Weiteren bietet die digitale Kommunikation eine vielseitige Möglichkeit sich untereinander Auszutauschen beispielsweise über SMS und soziale Netzwerke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es auch einige Tatsachen, welche auf die Aussage zutreffen. Ein wichtiger Punkt ist, dass zunehmend auf face-to-face Kommunikation verzichtet wird und der einzelne vereinsamt bzw. sich von der realen Welt abgrenzt. Ebenso gibt es einige Benutzer, welche nicht genügend Verhaltensregeln im Umgang mit digitalen Medien haben, was unter Anderem zu unreflektierten Meinungsäußerungen führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellungsweise des Autors ist sehr einseitig, da Georg Díez sich ausschließlich auf seine eigenen Erfahrungen bezieht und keine Belege für das Gesagte vorhanden sind. Des Weiteren stellt der Autor fast ausschließlich negative Auswirkungen dar, obwohl die digitalen Medien die Kommunikation vereinfacht haben. Man muss nicht, wie der Autor in seinem Text meint, immer im ständigen Kontakt zueinander stehen, man hat jedoch die Möglichkeit dazu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stärken des Textes sind unter Anderem die Emotionalität, welche durch die vielen Gestaltungsmittel unterstützt wird. Ebenso bedeutsam ist die hohe Zugänglichkeit des Textes, da ein alltägliches Problem thematisiert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor seine eigene Erfahrung gut darstellt, jedoch sich nur auf sie bezieht, sodass seine Argumentationsweise sehr einseitig ist. Des Weiteren stellt er einige Textpassagen sehr überspitzt dar, da niemand immer Selbstzweifel bekommt, wenn man einmal keine Antwort erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Textauszug ,,Hallo?&amp;quot;, stammt aus einem Artikel des Spiegels, welcher in der 28 Auflage des Jahres 2013 veröffentlicht wurde. Der Autor des Textes ist Georg Diez und dieser thematisiert den Verfall der sozialen Interaktion und Kommunikation durch die ungezwungen Handlung des Antwortens. &lt;br /&gt;
Schon der Titel des Artikels ,,Hallo?&amp;quot; verdeutlicht das im Folgenden dargestellte Problem. Durch das Fragezeichen hinter dem Ausdruck der freundlichen Begrüßung zeigt sich, dass auf diese freundliche Begrüßung keine Antwort kommt. Das lässt den Themenschwerpunkt des Textes erahnen, da die Unzuverlässigkeit durch Medien eine immer größere Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel  verdeutlicht den Hintergrund des gewählten Titels ,,Hallo?&amp;quot; (ebd.), denn dieser erläutert, ,,[w]arum man als Mensch, der E-Mails schreibt, einsam wird&amp;quot; (Z.0). Diese These dient dazu den Leser neugierig zu machen und sich selbst mit der Aussage zu identifizieren, dass man ,,einsam wird&amp;quot; (ebd.), lässt die Leser die Auswirkungen von sozialen Medien und Netzwerken auf das eigene Leben überdenken und somit stellt der Leser sich die Frage, ob er selbst durch die Nutzung von sozialen Netzwerken, ,,einsam wird&amp;quot; (ebd.). Dieser Aspekt regt den Leser zum Weiterlesen an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.1-3) dient als Einleitung in das Thema. Der Autor spricht metaphorisch von einem ,,Loch in [s]einem Leben&amp;quot; (Z.1) womit er sein digitales Endgerät meint, was die Akkumulation, dass er ,,täglich Worte [...], Ideen, Gedanken&amp;quot; (Z. 1) hinein schaufelt, die nach schaut, ,,wie sie fallen&amp;quot; (Z.2) und dann wartet ,,ob ich etwas höre, einen Ton, einen Hall, eine Reaktion&amp;quot; (Z. 2f.). Dies verdeutlicht, dass die Metapher ,,Loch&amp;quot; (ebd.) das Smartphone symbolisiert. Die Einsamkeit, welche daraus resultiert, zeigt sich durch den Ausdruck ,,schwarz und stumm&amp;quot; (Z.3), der wieder einmal untermauert, dass die Metapher des Loches für ein digitales Endgerät steht, denn das Display bleibt ,,schwarz&amp;quot; (ebd.) und die Geräusche bleiben ,,stumm&amp;quot; (ebd.), weil keine Antwort eines Freundes eintrifft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.4-8) veranschaulicht die verschiedenen Kommunikationswege, welche also zu dem gleichen Ergebnis kommen, da der Autor, der in der Ich-Perspektive schreibt, keine Antwort erhält. Denn er ruft ,,Freund A an, der nicht an sein Handy geht, [...] [somit spricht er ihm] auf seine Mailbox&amp;quot; (Z.4f.). Seiner ,,Kollegin B [...] [schreibt er] eine SMS&amp;quot; (Z.6), auf die er keine Antwort erhält. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Sinnabschnitt (Z.9-14) wird die Problematik des realen und medialen Lebens dargestellt, da die Menschen nicht mehr zwischen ihren Gedanken und ihrem Handeln unterscheiden können. Denn der Autor verdeutlicht die Unsicherheit des Schreibers der SMS, E-Mail und des Anrufers, durch die Akkumulation ,,Ärger, Geduld und Selbstbefriedigung&amp;quot; (Z.9), welche die Gefühle der Person, die keine Antwort bekommt darstellen soll. Zudem behauptet er, die ,,ersten Stunden sind noch einfach&amp;quot; (Z.9f.) aber der Autor spricht von einem längerem Prozess und von der darauffolgenden Konfrontation mit dem Freund, denn man fragt sich, was man getan hat und kann sich eventuell nicht mehr daran erinnern (vgl.Z.9ff.), was auch durch die metaphorische Darstellung ,,[d]as schlechte Gedächtnis ist der Feind der Geduld&amp;quot; (Z.13f.) veranschaulicht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vierte Sinnabschnitt (Z.15-21) thematisiert die Oberflächlichkeit der Beziehungen durch die neugewohnenen Kommunikationswege. Denn er begründet, das Fehlen einer Antwort mit ,,sicher gute[n] Gründe[n]&amp;quot; (Z.15), die die Betroffenen bestimmt haben, aber er selbst weiß nicht viel aus deren Leben (vgl.Z.16), was durch eine weitere Akkumulation deutlich wird. Die Akkumulation ,,Pläne zu schmieden, Konferenzen zu halten, Familie zu ernähren&amp;quot; (Z.16f.) veranschaulicht das der Autor seinen Freundeskreis bzw. dessen Abläufe kaum kennt. Jedoch  in der Prozess des Wartens ,,[n]ach 24 Stunden[...] vorbei&amp;quot; (Z. 18), ,, und nun das schwierigste Stadium dieser einseitigen Einsamkeit&amp;quot; (Z.18f.), denn [i]rgendwie ein Schlupfloch des Selbstzweifels ist immer offen&amp;quot; (Z.20f.). Dieser Satz verdeutlicht die häufig falsche und fehlerhafte Interpretation durch das reduzierte Kommunizieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Sinnabschnitt (Z.22-26) wird des Weiteren die Beschäftigung der anderen thematisiert. Nun stellt der Autor sich vor, ,,wie sie in ihren Wohnungen stehen, wie sie sich durch die Schatten bewegen, in ihrem Schweigen&amp;quot; (Z.25f.), Die Anapher ,,wie sie&amp;quot; (Z.25) hebt den Satz hervor. Zudem veranschaulicht die Akkumulation ,,Freundschaft, Freunde, Zusammenarbeit&amp;quot; (Z.23) den Selbstschutz (vgl.Z.22f.), den sich ein jeder Mensch aufbaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sechste Sinnabschnitt (Z.27-33) beschäftigt sich damit, dass der Einzelne alleine ist und nur durch soziale Netzwerke mit anderen vernetzt ist. Was auch die Akkumulation ,,[j]e mehr geredet, geschrieben und getwittert&amp;quot; (Z. 28) wird, verdeutlicht die verschiedenen Kommunikationswege der heutigen Welt. Das wird jedoch durch die Anapher ,,desto&amp;quot; (Z.29f.) negativ dargestellt wird, da ,,desto gellender die Stille, desto epischer entfaltet sich die Ruhe&amp;quot; (Z.29f.). ,,Denn die Geschichte&amp;quot; (Z.29f.) in dem Kopf des Autors geht weiter und er stellt sich immer wieder vor, was er ,,falsch gemacht habe&amp;quot; (Z.33). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im siebten Sinnabschnitt (Z.34-44) wird die Einstellung der Freunde in Betracht gezogen. Denn ,,[s]ie sind arglos. Sonst wären sie Sadisten&amp;quot; (Z.34). Dieser Ausdruck bringt zum Vorschein, dass nun die Phase des Selbstzweifels aufgehört hat und die Reaktion und das Verhalten der einzelnen Personen betrachtet wird. Manchmal bittet er sie ,,ein weinig schneller [zu] reagieren&amp;quot; (Z.36), was die Ungeduldigkeit der Autor und die Qual des Wartens verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien erläutern. Durch das Kommunizieren durch digitale Medien verfremden die Menschen in einem gewissen Maße. Sie denken zwar das Gegenteil sei der Fall, da sie ja weiterhin kommunizieren. Sie sehen das  Gegenüber nicht und können nur eingeschränkt mit ihm interagieren. Körperkontakt, Mimik und Gestik sind nicht möglich. Außerdem kommt es viel schneller zu Missverständnissen, da man z.B. Ironie nicht so deutlich rüberbringen kann wie normalerweise. Emojis können je nach dem eine Hilfe sein, sind aber auch schnell misszuverstehen. Die Audiofunktion oder Anrufe können diesem Problem weitesgehend aus dem weg gehen, die beste Lösung sind Videoanrufe, bei denen Mimik und Gestik angewandt werden können. Allerdings sind diese viel umständlicher als einfach eine Textnachricht zu schreiben oder ein Audio aufzunehmen und in einigen Situation kaum bis nicht möglich und somit auch nur teilweise eine Lösung des Problems. Sie hat allerdings auch einige Vorteile. Wenn man schnell jemanden erreichen will, muss man ihn nicht treffen oder vom Haustelefon aus anrufen und hoffen, dass derjenige zuhause ist und den Hörer abnimmt. Und falls man sich doch treffen will, kann man dies viel einfacher mit der anderen Person abklären als es früher noch der Fall war. Der größte Pluspunkt ist die Veränderung der Kommunikation durch digitale Medien im Bezug auf die heutige Wirtschaft. In- und Export werden viel sinnvoller und leichter durch die Kommunikation zu anderen Ländern und bringt einen Vorteil für In- und Exportland. Ein weiterer Punkt, welcher auch von Diez genannt wird, ist der, dass das Denken die Tat ersetzt. Gemeint ist das Phänomen, dass man oftmals darüber nachdenkt jemanden z.B. anzurufen und allein durch dieses Denken glaubt, diese Person angerufen zu haben, obwohl man es gar nicht getan hat. Dies ist eine Behinderung der Kommunikation, da das Antworten schnell vergessen werden kann und eine Kommunikation, ohne eine Antwort zu erhalten, sinnlos ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Georg Diez leben wir in einer Zeit, die von einer „digitale[n] Unverbindlichkeit“ (Z.64) geprägt sei. Gemeint ist, dass das Absagen von Verabredungen etc. durch digitale Medien deutlich einfacher ist, eben weil es unpersönlich ist und man das Gegenüber dabei nicht persönlich sehen muss. Dadurch gibt es viele Menschen (inklusive mir), welche zunächst zusagen und dann im letzten Moment absagen, weil etwas dazwischen kommt, man lieber etwas anderes macht, eigentlich gar keine Lust hat, es einem nicht gut geht etc. Dies ist meistens für alle Betroffenen eine blöde Sache und macht das Treffen mit anderen meiner Meinung nach schwieriger. Außerdem ist es teilweise feige, wenn man einem mit Hilfe von digitalen Medien absagt, anstatt es der Person ins Gesicht zu sagen. Deshalb muss ich Diez zustimmen, natürlich ist nicht jeder so, allerdings bekomme ich dieses Vorgehen nicht grade selten mit bzw. tue es selbst. Ich würde zwar nicht sagen, dass die heutige Zeit von der „digitale[n] Unverbindlichkeit“ geprägt ist, würde aber durchaus damit zustimmen, dass sie davon betroffen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Überzeugungskraft der Darstellungsweise von Georg Diez nicht besonders hoch, da er das, was er sagen will zu umständlich schreibt. Wenn er einfach das was er sagen will genauso schreiben würde, wäre der Text weniger verwirrend und dadurch auch überzeugender dargestellt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Krischke</id>
		<title>CFS T-Klassen/Reflexionen über Sprache/Krischke</title>
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				<updated>2018-10-08T06:58:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Lorena */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Krischke: ''Schreiben in der Schule - booaa mein dad voll eklich wg schule (2011)'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Aufgabe: Textanalyse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Aufgabe: Stellungnahme zu Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 1:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext &amp;quot;Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert den Sprachgebrauch bei digitalen Kommunikationsformen sowie dessen vermeidlichen Auswirkungen auf die Sprache in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text setzt ein mit dem Teil der  Überschrift &amp;quot;booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, welche als Beispiel für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken dienen soll. So werden schon zu Beginn, die Kategorien aufgezeigt, die beim Sprachgebrauch in den sozialen Netzwerken vernachlässigt werden, wie die Grammatik oder die Groß- und Kleinschreibung. Hinzu kommt, dass Jugendliche häufig Interjektionen und Anglizismen verwenden. Für ältere Außenstehende ist diese Art des Deutschen oft schwer zu verstehen, was zu Kommunikationsproblemen führen kann. Im Anschluss an die Überschrift folgt ein Untertitel, der das Fazit des Textes vorweg nimmt( vgl. Z.1). Dieser ist antithetisch formuliert, wobei die Antithese durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Aber&amp;quot;(ebd.) eingeleitet wird. Dadurch wird klar, dass nicht die sozialen Netzwerke, die Schuld an fehlerhaften Texten in der Schule haben, sondern ein andere Grund vorhanden sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text und somit auch der erste Sinnabschnitt (Z.2-13), welcher dem Leser die Situation der Jugendlichen näher bringt, setzt ein mit der rhetorischen Frage &amp;quot;Kinder lesen zu wenig?&amp;quot;(Z.2) und dessen Antwort &amp;quot;Von wegen&amp;quot;(Z.2). So wird, vor allem durch die Antwort, hervorgehoben, dass Kinder sogar sehr viel lesen. Die darauffolgende These &amp;quot;Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot;(Z.2f). Krischke meint damit die ständige Konfrontation mit Texten, sei es auf dem Smartphone oder auf dem PC. Die weitere Erläuterung der These durch Maßangaben wie &amp;quot;Millionen von&amp;quot;(Z.3) und &amp;quot;Stunden&amp;quot;(Z.4), verdeutlichen hierbei den hohen Konsum der Jugendlichen, bezogen auf die sozialen Netzwerke. Dadurch, dass Krischke den Begriff &amp;quot;Lektüre&amp;quot;(Z.5) im Zusammenhang mit &amp;quot;SMS - Nachrichten&amp;quot;(Z.5) verwendet, wird ein Kontrast geschaffen. DAs Wort &amp;quot;Lektüre&amp;quot; (ebd.) wird normalerweise im schulischen Bereich verwendet, was den Zusammenhang zwischen den sozialen Netzwerken und der Schule aufzeigt: die Texte. Durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Trotzdem&amp;quot;(Z.6) wird die Antithese eingeleitet, dass bei &amp;quot;Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf&amp;quot;(Z.6f.) kommt. Denn das viele Lesen fördere nicht den adäquaten Sprachgebrauch in der Schule. Der darauffolgende Satz &amp;quot;Denn das Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot;(Z.7f.) enthält die vier Neologismen &amp;quot;Simmsern, Chattern und Twitterern [...] Plaudermedium&amp;quot;(ebd.) welche die die neue Art des Schreibens unterstreichen. Nach Krischke, ist also der größte Unterschied zwischen Texten in der Schule und Texten in der Freizeit die Unwichtigkeit der schulischen Texte. Dass, der Unterschied zwischen den &amp;quot;Normen der Hochsprache&amp;quot;(Z.8) und der &amp;quot;Sprechschreibe&amp;quot;(Z.9), sehr hoch ist, untermauert Krischke durch die Hyperbel &amp;quot;Lichtjahre&amp;quot;(Z.9). Die Sprache in der Schule und die Sprache in sozialen Medien ist also sehr unterschiedlich, was zu Kommunikationsproblemen oder schlechteren Ergebnissen in der Schule führen könnte. Im folgenden listet Krischke einige Beispiele für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken auf (vgl. Z.9-10). Diese sind ebenso wieder von Anglizismen, fehlender Grammatik, fehlender Groß - und Kleinschreibung und Interjektionen geprägt. Durch die hyperbolische Beschreibung, dass &amp;quot;Freunde des Dudens [...] zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.) wenn sie diese sprachlich falschen Sätze hören, wird der Unterschied zwischen dem korrektem Deutsch, das im Duden widergespiegelt wird, und dem, welches die Jugend beim Chatten verwendet, hervorgehoben. Die Frage ob &amp;quot;Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, eine präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?&amp;quot; (Z.12ff.) leitet in die darauffolgende Erläuterung ein, und formuliert, das, was der Leser sich denkt. Durch die Metapher &amp;quot;sprachliche[n] Trümmerlandschaften&amp;quot;(ebd.) wird noch einmal unterstrichen, wie Weit und extrem die Fehler ausgeprägt sind, die die Jugendlichen in sozialen Netzwerken verwenden. Außerdem veranschaulicht die Aufzählung, von formalen Aufsätzen, dass es heutzutage immer noch nötig ist die deutsche Sprache in richtiger Form zu beherrschen. Im Berufsleben haben die Betroffenen ansonsten schlechte Karten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt erstreckt sich von Z.15- 29 und erläutert die Studie von &amp;quot;Christa Dürscheid&amp;quot;(Z.15). Das hinzufügen von einer wissenschaftlichen Studie einer &amp;quot;Germanistik-Professorin&amp;quot;(Z.15) stützt Krischkes Argumentation insofern, dass sich seine Thesen belegen lassen. Dürscheid zeigt mit &amp;quot;1000 Deutschaufsätze[n]&amp;quot; und &amp;quot;1100 Texte[n] [...], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS- Meldungen, E-Mails, Chat Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten&amp;quot;(Z.19-21), eine große Bandbreite an Quellen für ihr Ergebnis, was die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis richtig ist, erhöht. Im nächsten Satz hebt Krischke hervor, dass &amp;quot;sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot;(Z.21ff.) befassten. Dadurch verdeutlicht Krischke, dass sich in der Studie mit jeglichen Facetten der Sprache befasst wurde und es sich auf Grund dessen um eine umfangreiche Studie handelt. Unterstützt wird dies durch die Konjunktion &amp;quot;sondern&amp;quot;(ebd.), die die vermeintlich unwichtigeren Facetten der deutschen Sprache hervorhebt.Als Fazit formuliert Krischke, dass keine Gemeinsamkeiten zwischen den &amp;quot;sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation&amp;quot;(Z.24f.) und den &amp;quot;Schultexten&amp;quot;(Z.25) gefunden. Die Frage, o soziale Medien einen negativen Einfluss auf die Beherrschung der deutschen Sprache haben, lässt sich also mit Nein beantworten. Krische fügt hinzu, dass bei diesem Ergebnis kein Unterschied zwischen &amp;quot;Berufsschüler[n]&amp;quot;(Z.26)  und &amp;quot;Gymnasiasten&amp;quot;(Z.26) festgestellt wurde. Das die sprachlichen Schwierigkeiten etwas mit der Intelligenz zu tun hat, lässt sich also nicht sagen. Im darauffolgendem Zitat von Christa Dürscheid , hält Krischke noch einmal fest, dass den Schülern durchaus bewusst sei, das ein Unterschied zwischen beiden &amp;quot;Schreibwelten&amp;quot;(Z.27) herrscht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt (Z.29-34) führt das Fazit weiter aus. Wolfgang Krische ist der Meinung, das Ergebnis der Studie sei kein &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen&amp;quot;(Z.29f.). Durch die Metapher &amp;quot;zurücklehnen&amp;quot;(ebd.) untermauert Krischke, dass &amp;quot;die Schultexte [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot;(Z.32f.) sind. Die größten Fehlerquoten seien in der &amp;quot;REchtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot;(33f.) zu finden. Hier sollten die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(ebd.) also besonders nachhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.34-39) beschäftigt sich mit einem möglichen Grund für die negative Entwicklung der Anwendung der deutschen Sprache, wobei er &amp;quot;Die Entwicklung[...] in den siebzieger Jahren&amp;quot;(Z.35) nennt. Die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(Z.35) hätten &amp;quot;die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigt&amp;quot;(Z.35f.), womit Krischke veranschaulichen will, das Lehrer damals anfingen Rechtschreibregeln zu etablieren, anstatt die Kinder auswendig lernen zu lassen. Seine eigene Meinung gibt er Preis, indem er diese Methode als &amp;quot;begrüßenswerten Trend&amp;quot;(Z.37) definiert, wahrscheinlich, weil er pädagogische Vorteile hat. Durch die Metapher &amp;quot;auf Kosten 'harter' Sprachfähigkeiten&amp;quot;(Z.37) verdeutlicht Krischke, dass sich der neue &amp;quot;Trend&amp;quot;(ebd.) auf das Beherrschen der deutschen Sprache, &amp;quot;wie der Orthografie&amp;quot;(Z.38), stark negativ ausgewirkt hat. Zum Schluss hebt Krischke noch hervor, dass die Auswirkungen des &amp;quot;Trends&amp;quot;(ebd.) so extrem waren, dass man hätte denken können, &amp;quot;Formale Korrektheit&amp;quot;(Z.38) sei schon &amp;quot;bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot;(Z.39). Das Beherrschen der deutschen Sprache sei also etwas gewesen, dass gesellschaftlich nicht hoch angesehen war, das als &amp;quot;angeberisch&amp;quot; wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke der Frage auf den Grund geht, ob die sich die sozialen Netzwerke negativ auf die Sprachfertigkeiten auswirken, indem er seine Thesen mit Metaphern, Neologismen und Hyperbeln hervorhebt. Er stütz sich in seinem Sachtext auf die Studie Christa Dürscheids, die als Antwort auf die Frage, mit Nein antwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 2:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge verschiedener Ursachen und Konsequenzen, beeinflussen Anglizismen die deutsche Sprache enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahrscheinlich wichtigste, zu benennende Ursache ist die Globalisierung. Menschen von verschiedenen Ländern haben mehr Möglichkeiten zu kommunizieren und tauschen im Zuge dessen ihre Muttersprachen miteinander aus. Da Englisch die Weltsprache ist sie die Sprache, die im Austausch am meisten verwendet wird. Die Sprache verbreitet sich also am schnellsten und einzelne Wörter, also Anglizismen, werden in eine andere Sprache eingebürgert. Besonders soziale Medien bieten einen Raum für den Austausch von verschiedenen Sprachen und besonders der englischen Sprache, sodass besonders dort Anglizismen hervorgebracht werden. Da die jüngeren Generation mit diesen sozialen Medien aufwachsen, etablieren sie die Anglizismen meist auch in der Gesellschaft. &lt;br /&gt;
Dies führt auch schon direkt zu den Konsequenzen. Denn Anglizismen werden hauptsächlich von jungen Leuten verwendet, sodass es bei der Verwendung zu Verständnisschwierigkeiten kommen könnte. Besonders wenn ältere Menschen sich mit jüngeren Menschen verständigen kommt es zu Schwierigkeiten, da die Älteren die Anglizismen oftmals nicht verstehen. Dies führt zu einer Distanz zwischen Alt und Jung, da die Kommunikation schwieriger wird und beide Fraktionen sich Missverstanden fühlen. Zudem kommt es zu einem Verlust der deutschen Sprache, da deutsche Wörter durch die Anglizismen ausgetauscht werden. Deswegen könnte man auch sagen, dass Tradition verloren geht und verschiedene Länder ihre Kultur und Einzigartigkeit in der Sprache verliert. Trotzdem ist hervorzuheben, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen besser zusammenfinden, da sie einige Gemeinsamkeiten durch Anglizismen aufweisen. Die Kommunikation wird also gestärkt und bringt die Möglichkeit voneinander zu lernen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass bei den Ursachen besonders die Globalisierung, die Zunahme der Verwendung von sozialen Netzwerken und die Etablierung des Englischen als Weltsprache hervorzuheben ist. Die Konsequenzen lassen sich anhand der Verständigungsschwierigkeiten, des Verlust der deutschen Sprache und der besseren Kommunikationsmöglichkeiten zwischen verschiedener Länder zusammenfassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht. Inhaltlich befasst sich das Schriftstück mit den sich verschlechternden schriftsprachlichen Fähigkeiten von Schülern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seine Überschrift „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ zeugt von einer fehlerhaften Satzstruktur bzw. Grammatik, welche durch Anglizismen bereichert ist. Die hohe Fehleranzahl allein schon in einem Satz,untermauert bereits Wolfang Krischkes Auffassung, dass der heutige Schreibstil der Schüler an deren Sprechweise angeglichen sei und stellt somit ein repräsentatives Beispiel seiner These dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Textauszug setzt mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z.2) ein, welche jedoch von der adversativen Konjunktion „aber“(ebd.) relativiert wird. Dadurch wird untermauert, dass Krischke zwar der Auffassung ist, dass Simsen bzw. die Digitalisierung allgemein keinen negativen Einfluss auf die schriftliche Kompetenz von Schülern habe, sie jedoch „heute fehlerhafter als früher“ (ebd.) sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text beginnt mit der Frage, ob sich Kinder heutzutage zu wenig mit Literatur befassen würden (vgl. Z.3). Diese Begebenheit wird jedoch unmittelbar von dem Autor verneint, da er der Meinung ist, dass „[sie] wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z.3f.). Um seine These zu verdeutlichen verwendet der Autor eine Akkumulation für alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit Lesen und Schreiben in Verbindung kommen (vgl. Z.4ff.).   Der Autor bezieht seine Beispiele aus dem medialen Alltag, um seine Behauptung und seinen komplexen Gedankengang den Lesern verständlich zu machen. Auffällig ist hier die sich durch den kompletten Text ziehende hypotaktische Syntax, welche die erläuternde Rolle von Wolfgang Krischke hervorhebt und zu einer detailreichen Erklärung verhilft. Des Weiteren erkennt man an der von Krischkes benutzen Alltagssprache, dass sich sein Sachtext an die allgemeine Leserschaft richtet. Durch die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z.6) leitet der Autor ein, dass dieses Phänomen, des häufigen Lese- und Schriftkontakts, jedoch nicht nur Vorteile mit sich bringt, da Schüler diese Medien als „Plaudermedium“ (Z.8) benutzen würden, um zwanglos miteinader zu kommunizieren. Jedoch stellt diese Zwanglosigkeit eine Problematik dar, da nicht auf eine korrekte Schreibweise geachtet wird. Dieser von Krischke aufgestellter Neologismus akzentuiert, dass er der Auffassung ist, dass Schüler ihren Schreibstil ihrer alltäglichen Sprechweise angleichen würden und dieser daher immens abgewandelt von der Hochsprache wäre (vgl. Z.9f.). Als Beispiel für diese an die Sprechweise angeglichene Schriftart repetiert Wolfgang Krischke hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklig wg schule […]“ (Z.9f.). Im weiteren Verlauf stellt Krischke die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z.12ff.) und regt dadurch seine Leserschaft zum Nachdenken an, da er die Problematik der fehlerhaften Schultexte auf das zukünftige Berufsleben bezieht. Die Metapher „sprachliche[…] Trümmerlandschaften“ (ebd.) betont das Ausmaß sprachlicher Fehler in der Sprache, welche sich in den Texten im Internet, jedoch auch in der Schule bemerkbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um auf seine Frage näher einzugehen, bezieht er sich auf das Experiment von der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid, welche Deutschaufsätze von 16- bis 18-jährigen Schülern mit deren freizeitlichen Texten verglichen und sich „nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z.21ff.) interessiert hat. Diese Akkumulation verdeutlicht, dass es sich also um eine genaue Analyse der Schriftstile handelt, wodurch sie seriös wirkt. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Schultexte habe (vgl. Z.23ff.). Um das Resultat zu untermauern, bezieht der Autor sich auf das Zitat von Christa Dürscheid, welche der Auffassung ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.). Wolfgang Krischke relativiert diese Aussage jedoch, indem er meint, dass die Studie keinesfalls eine Rechtfertigung der Problematik in der fehlerhaften Sprache darstellt (vgl. Z.29ff.). Der Autor ist zwar der Auffassung, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z.31f.), jedoch seien die untersuchten Texte „alles andere als fehlerfrei“ (Z.33).  Diese Anschauung des Autors akzentuiert die Menge an Fehlern in Schultexten, welche eine Problematik darstellen und sie „vor allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung […] sie deutliche Defizite auf[weisen]“ (Z.33ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine These der Leserschaft zu veranschaulichen versucht der Autor einen Erklärungsansatz für das Phänomen darzulegen (vgl. Z.34f.). Die eigentliche Ursache der wachsenden Fehlerquote in Schultexten, sei „die Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z.34ff.). Die Erläuterung verdeutlicht nochmals, dass Krischke die Netzwerkkommunikation nicht als Verursacher sieht, jedoch „[ging] dieser eigentlich begrüßenswerte Trend […] auf Kosten „harter“ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z.36ff.). Die Ausdrucksweise „eigentlich begrüßenswert[…]“ (ebd.) untermauert, dass der Autor im Grunde genommen für eine freies Schreiben ist, jedoch wird mit dem Paritkel „eigentlich“ (ebd.) veranschaulicht, dass er der Meinung ist, dass formale Korrektheit so eine Barriere für die Schüler dargestellt hat und „ geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein“ (Z.38f). Die These verdeutlicht, dass die korrekte Schreibfertigkeit immer weniger verwendet wurde und nicht mehr als Selbstverständlich galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich erkennen, dass der Autor Wolfgang Krischke grundsätzlich die Netzkommunikation nicht als Verursacher der fehlerhaften Texte sieht. Jedoch ist er der Meinung, dass die Texte vermehrt Fehler aufweisen als die früheren. Krischke belegt seine Meinung an Metaphern, adversativen Konjunktionen und an dem Beispiel der Züricher Studie, welche seinen Text seriös wirken lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und die daraus resultierenden Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Wörter, welche aus der englischen Sprache in den Wortschatz einer anderen, aufgenommen wurden. So steht auch die deutsche Sprache im stetigen Wandel und nimmt Wörter aus allen Teilen der Welt, insbesondere aus dem Englischen auf. Auch heutzutage stellen Anglizismen ein zentrales Thema in der Gesellschaft dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache für diese sogenannten Anglizismen ist, dass Englisch das Französisch und Griechisch abgelöst hat und somit als Weltsprache gilt. Aber auch spielt die Globalisierung eine wichtige Ursache für den Sprachwandel und somit für die Anglizismen dar, da die Menschheit durch sie die Möglichkeit bekommen mit anderen Ländern zu kommunizieren. Durch diese Vernetzung der Welt, ist der englische Sprachgebrauch keine Seltenheit mehr und somit auch Anglizismen. Die deutsche Sprache hat bereits einige erfolgreich in ihren Wortschatz integriert und somit gehören Wörter wie beispielsweise &amp;quot;Handy&amp;quot; &amp;quot;E-Mail&amp;quot; und &amp;quot;Laptop&amp;quot; zum alltäglichen Sprachgebrauch. Ein weiterer Faktor für die Herkunft der Anglizismen ist der 2. Weltkrieg, welchen die Amerikaner gewannen und somit die englische Sprache verbreiteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bleibt dieser Sprachwandel nicht ohne Konsequenzen. Einige Bürger sind der Meinung, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit eine Schwierigkeit in der Kommunikation darstellen. Beispielsweise verstehe die ältere Generation die Fremdwörter, aufgrund ihrer mangelnden Englischkenntnisse, nicht und würde folglich von der Kommunikation ausgeschlossen. Des Weiteren seien die Anglizismen für den Verlust deutscher Worte und was das Deutsche auszeichnet verantwortlich. Denn die Sprache beinhaltet Geschichte und Kultur. Verliere man also die aktuelle Sprache, verliere man auch die Individualität der Sprache. Weitreichend verliere die deutsche Sprache in der Welt immer mehr an Bedeutung. Des Weiteren führt die verkürzte Sprache dazu, dass Jugendliche immer mehr Fehler in ihre Texte einbauen, was u.a. in dem Sachtext „Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg Schule“ von Wolfgang Krischke thematisiert wird. Doch die Verkürzung der Sprache wirft nicht nur Schatten auf die Jugendlichen, denn sie führt auch zu einer allgemeinen Verflachung der deutschen Sprache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen diese Sprachwandel als kein neues Phänomen an, da sie der Auffassung sind, dass alle Sprachen der Welt dem Sprachwandel aufgrund der Globalisierung unterworfen seien und es Sprachwandel schon immer gegeben habe. Anglizismen würden nach ihnen nur ein Ergebnis von Kommunikation darstellen, welches nicht beabsichtigt sein müsse. Ebenso schreite die Globalisierung durch die Vernetzung der Sprachen besser voran, da sich alle mit der Weltsprache Englisch verständigen würden. Des Weiteren seien einige Bereiche der Sprache nicht regulierbar z.B. die Jugendsprache, da laut den Befürwortern der Anglizismen der Sprachwandel insbesondere ein Phänomen der mündlichen Sprache sei. Jugendliche würden demnach anders schreiben als sie reden, was die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid in dem vorliegenden Sachtext betont. Laut ihr können „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es durchaus einige Kritiker der Anglizismen gibt. Jedoch ist grundsätzlich zu sagen, dass sich der Sprachwandel nicht aufhalten lässt und die deutsche Sprache Fremdwörter seit Jahren erfolgreich integriert. Außerdem verschwinden viele Fremdwörter wieder aus dem Sprachgebrauch, da sich meistens nur die Wörter durchsetzen, die in der Gesellschaft eine allgemeine Akzeptanz erlangen, beispielsweise der Begriff „Hobby“. Des Weiteren stellt Englisch die essentiellste Sprache der heutigen Zeit dar, sodass eine Anpassung der deutschen Sprache an die englische Sprache die Sprachverständigung fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''1.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext “Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule”, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert den Grund für fehlerhafte Sprache der Schüler in Bezug auf elektronische Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung in die Thematik beginnt schon mit dem Titel, der nicht nur ein repräsentatives Beispiel für eine von einem Schüler verfasste SMS darstellt, sondern gleichzeitig die Vielzahl der Fehler veranschaulicht. Denn im Satz “booaaa mein dad voll eklich wg schule” fehlt nicht nur ein Prädikat, auch die Grammatik ist falsch, sowie die Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung. Darüber hinaus ist er umgangssprachlich formuliert, enthält einen Anglizismus und eine Interjektion. Diese Veranschaulichung zeigt exakt die Stellen, an denen Schüler in der deutschen Sprache Probleme hätten, sodass der Titel direkt zu Beginn die Problematik aufzeigt, dass Schüler zu viele Fehler machen würden. Dazu antithetisch steht der erste Satz des Untertitels “Simsen macht Schüler nicht dumm” (Z.1), der gleichzeitig eine These ist. Diese Behauptung deutet an, dass der Autor der Meinung ist, dass diese Form des Simsen nicht unbedingt einen negativen Einfluss auf die geschriebene Sprache der Jugendlichen habe, obwohl sie meist, wie im Titel veranschaulicht, sehr viele Fehler aufzeigen. Auf der anderen Seite deutet Krischke, eingeleitet durch eine adversative Konjunktion, mit der These “Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher” (Z.1) bereits an, dass das Problem die Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter als früher, nicht direkt im Zusammenhang mit fehlerhaften Textnachrichten in Verbindung stehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit “Kinder lesen zu wenig?” (Z.2) beginnt der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) vom Sachtext, der zugleich eine heutzutage oft vertretene Meinung mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (Z.2) dementiert. Mit dieser Frage verdeutlicht Krischke seinen Standpunkt bezüglich der Vor- und Nachteile zum Thema soziale Medien, in dem er mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (ebd.) die Behauptung aufstellt, Kinder lesen heute viel mehr als man denkt, was er durch den danach folgenden Satz “Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute” (Z.2f.) sogar zuspitzt. Er behauptet also nicht nur, dass Kinder viel lesen, sondern auch, dass sie mehr als je zuvor lesen würden. Die These untermauert er durch die darauffolgenden Beispiele, die Situationen oder Möglichkeiten zeigen, wo Kinder tagtäglich lesen. Dabei umfasst bei genauerer Betrachtung das “[t]äglich[e] Tippen [...] von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten” (Z.4f.) und das “[V]erbringen [von] Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos” (Z.4ff.) den Bereich der elektronischen Medien. Daraus resultierend wird hier also aufgezeigt, dass Kinder aufgrund von modernen Möglichkeiten viel lesen, jedoch das alte, “klassische” Lesen von Printmedien wie Buch und Zeitung überholt sei. Anhand der adversativen Konjunktion und des Satzes “Trotzdem kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf” (Z.6f.) lässt sich jedoch sagen, dass das Lesen von SMS-Nachrichten etc. jedoch nicht die beste Lösung sei, um richtige Grammatik, Rechtschreibung und Co. zu erlernen, also um fehlerfreie Texte zu schreiben. Der Grund dafür, weshalb dies nicht die beste Alternative sei, liefert der Satz “Denn den Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium” (Z.7f.). Das sogenannte plaudern hat den Zweck, sich gemütlich und zwanglos zu unterhalten, oft in kurzer sprachlicher Form. In Bezug darauf bezieht sich Zwanglosigkeit wieder rum auf einfaches schreiben, ohne auf Falsch und Richtig zu achten, sodass bei dem zwanglosen plaudern über beispielsweise Twitter sprachlich falsche Sätze herauskommen. Als Beispiel für solch einen Satz dient die Überschrift (ebd.). Unglücklich über die vermehrte Nutzung von Chats etc. sind “Pädagogen und Ausbilder[...]” (ebd.) also deshalb, weil diese ein unvorbildliches Lesemedium darstellen können, ganz im Gegensatz zu Büchern und Zeitungen, die von extra Ausgebildeten auf Orthografie geprüft werden, und bei denen man grundsätzlich davon ausgehen könne, dass sie fehlerfrei seien. Somit erklärt Krischke den Unterschied zu früheren Lesemöglichkeiten und weshalb Experten die eigentlich positiv klingende Entwicklung nicht für gut heißen. Da also Beispiele wie Chat-Nachrichten Plaudermedien seien, und somit oft in einer fehlerhaften Alltagssprache formuliert sind, seien sie “von den Normen der Hochsprache [...] Lichtjahre entfernt” (Z.8f.).  Damit wird gleichzeitig hyperbolisch das Ausmaß dieser Entwicklung angedeutet, wobei er dadurch auch betont, dass Schüler mit solch einer Vielzahl an Fehlern, wie im Titel dargestellt, nicht den eigentlichen Anforderungen gerecht werden und, dass die Unterschiede zwischen Hochdeutsch und der Sprache die Kinder zum plaudern benutzen immens seien. Ein weiteres Beispiel im nächsten Satz, sowie die Metapher “lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken” (Z.11f.), weisen wieder auf die Vielzahl der Fehler hin, sodass damit gleichzeitig die These, Schüler machten heute viel mehr Fehler als früher (vgl. Z.1) unterstützt wird. Zusammenfassend kann man sagen, dass Krischke im ersten Sinnabschnitt zwei Feststellungen macht. Zum einen stellt er heraus, dass Kinder heute mehr lesen also zuvor, jedoch überwiegend sprachlich Falsches, zum anderen stellt er die Behauptung auf, Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter. Mit der Frage “Können Jugendliche, die sich in diesen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?” (Z.12ff.) wagt er die Behauptung, dass diese beiden Thesen in Zusammenhang stehen könnten. Mit der Metapher “Trümmerlandschaften” (ebd.) wird noch einmal betont, wie weit einige SMS-Nachrichten von einem hochdeutschen Satz entfernt seien und wie zugespitzt die Situation sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.15-34) bezieht sich allgemein auf eine von Experten durchgeführte Forschung bezüglich dieses Themas. Dabei wurde diese Entwicklung von der Germanistik-Professorin Clara Dürscheid von der Universität Zürich erforscht, die sich mit 16- bis 18-jährigen Schüler aller Schulformen aus dem Kanton Zürich beschäftigt hat (vgl. Z.16ff.). Durch die detaillierte Erklärung des Ablaufes der Forschung gewinnt Krischkes Text an Glaubhaftigkeit und Seriösität, da er sich auf wissenschaftliche Ergebnisse beruft. Bei dem Experiment wurden die beiden Textarten, einmal die private und einmal die schulische, unmittelbar untersucht und verglichen auf verschiedene Aspekte wie “Rechtschreibung, Interpunktion[,] [...] Grammatik, [...] Wortschatz, [...] Stil und den Aufbau der Texte” (Z.22f.), womit die Genauigkeit der Forschung unterstrichen wird. Das Ergebnis stellt den überraschenden Wendepunkt des Textes dar: &amp;quot;In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.24ff.). Damit unterstreicht Krischke deutlich, dass der Grund weshalb die schulischen Texte heute fehlerhafter seien als früher, nicht an der Netzkommunikation läge, obwohl er, wie bereits erläutert, weiß, dass diese im Regelfall keine vorbildliche Sprache vorweisen kann. Dies spezifiziert er durch den Satz &amp;quot;Das  stellt das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Die von Christa Dürscheid zitierte Feststellung &amp;quot;'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen'&amp;quot;(Z.26f.) stellt ein wissenschaftliches Ergebnis dar, und ist somit ein Faktum, das für den weiteren Verlauf des Textes wichtig ist. Anhand von &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29f.) ist zu erkennen, dass die häufige Fehlerzahl eine andere Ursache habe, wobei durch die Erwähnung der &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot; (ebd.) angedeutet wird, dass die Quelle der Fehler nicht in der privaten Chatkommunikation läge, sondern tatsächlich in der Schule. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z.34-39) geht Krischke auf den eigentlichen Grund der Fehler ein, und greift dafür mit &amp;quot;Die Entwicklung begann in den siebziger Jahren&amp;quot; (Z.34f.) in die Vergangenheit, womit er gleichzeitig noch einmal betont, dass der Grund nicht in der modernen Netzkommunikation, die es schließlich in den Siebzigern noch nicht gab, lag, sondern schon weit vorher. Die Behauptung, die Fehler fingen an, &amp;quot;als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten&amp;quot; (Z.35f.) gibt indirekt den Schulen die Schuld für das Problem. Die positiv konnotierten Adjektive &amp;quot;frei&amp;quot; und &amp;quot;spontan&amp;quot; (ebd.) verstärken eine eigentlich positiv geformte Vorstellung des Schreibens, jedoch gehe dieser &amp;quot;eigentlich begrüßenswerte[r] Trend&amp;quot; (Z.37) auf die Kosten &amp;quot;'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.37f.), womit angedeutet wird, dass Schüler zwar inhaltlich freier und spontaner schreiben konnten, jedoch gleichzeitig auch sprachlich falsch. Mit dem Schlusswort &amp;quot;Formale Korrektheit verlor an Bedeutung, geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot; (Z.38f.) führt er eine Konsequenz dieser Entwicklung an und zeigt damit dass Orthografie etc. als überflüssig angesehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Krischke den Grund für fehlerhafte Texte der heutigen Schüler sucht und dabei erstmals auf die moderne Netzkommunikation eingeht. Dabei stellt er erstmal die These auf, Kinder lesen heute viel mehr als früher, jedoch sei die Art des Geschriebenen anders als früher. Zudem betont er, dass das private, elektronische Schreiben alles andere als sprachlich korrekt sei und dass zwischen diesem Aspekt und dem der fehlerhaften Texte eine Verbindung stehen könnte. Durch eine ausführliche Beschreibung einer Forschung zu genau dieser Thematik wird die Glaubhaftigkeit des Ergebnisses gefördert, dass da wäre, dass der Grund der Fehler nicht in der modernen Netzkommunikation läge. Schlussendlich nennt Krischke den wahren Grund, der das freie und spontane Schreiben sei, wobei er beispielsweise durch die Erwähnung der Entwicklung aus der Vergangenheit immer wieder betont, dass das &amp;quot;plaudern&amp;quot; über elektronische Geräte, nicht die sprachliche Korrektheit der Schüler beeinflusse. Dies wird verstärkt durch die Nutzung von verschiedenen sprachlichen Mitteln, wie von Beispielen, Thesen, Zitate von Experten, Hyperbolen und Aufzählungen, sowie einem wechselnden hypotaktischen und parataktischen Satzbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  Aufgabe&lt;br /&gt;
Wortbildungen die aus dem Englischen übernommen werden und in eine Sprachgemeinschaft eingeschlossen werden, nennt man Anglizismen. Dass diese Anglizismen heutzutage einen großen Einfluss auf den deutschen Sprachraum haben, ist kein Geheimnis. Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen derer erörtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Ursache behandelt die Globalisierung und die Internationalität der Welt. Diese beinhaltet mehrere Faktoren wie beispielsweise das Internet, das den Menschen überall auf der Welt die Möglichkeit bietet sich mit anderen zu vernetzen und zu verständigen.  Dadurch sind Apps wie WhatsApp, Instagram und Facebook entstanden, die man heute soziale Netzwerke nennt. Neben diesen Apps existieren tausend andere Möglichkeiten mit anderen zu kommunizieren. Am Erfolg dieses Konzepts lässt sich messen, wie sehr Internationalität die Menschen anspricht und dass die Menschen  über den Tellerrand hinaus blicken möchten. Jedoch braucht es in so einer globalen Welt eine Sprache zur Verständigung die jeder spricht. Da Großbritannien aufgrund seines historischen Hintergrundes Kolonien rund um die Welt hatte, ist die englische Sprache beinahe auf jedem Kontinent vertreten, sodass sie zur sogenannten „Verkehrssprache“ wurde.  Die Verkehrssprache ist die Sprache, auf die Menschen in der Regel als erstes zurückgreifen, wenn sie nicht ihre Muttersprache nutzen können. Diese beiden Faktoren, der Wunsch nach Globalisierung und Englisch als Verkehrssprache, sind die Hauptursachen des ins Deutsche integrierte Englisch. Daraus entstehen wiederrum die Konsequenzen, dass es im Beruf immer wichtiger wird Englisch oder mehr Sprachen sprechen zu können, oder dass Schulen damit anfangen, bereits im frühen Alter Englisch zu unterrichten. Die Folgen wiederrum machen das Können von Englisch zu einem Muss, sodass vereinzelte englische Wörter ins Deutsche miteingebunden werden. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Grund für Anglizismen sind die USA, da sie in der modernen Welt das Vorbild für jegliche Trends in Deutschland ist. Die Vereinigten Staaten, bekannt als das Land der Träume, sind ein Land mit viel Einfluss. Vor allem junge Leute nehmen sich ein Vorbild an dem was Amerikaner tun, oder sehen ihr Idol in amerikanischen Prominenten, da diese meist auf der ganzen Welt berühmt sind. Nachgeahmt werden der Kleidungsstil, der Lebensstil und auch die Sprache, die ebenfalls Englisch ist. Dadurch steigt das Interesse am Englischen und der Wille Englisch sprechen zu können. Jedoch wird nicht immer zwischen Deutsch und Englisch unterschieden, Englisch findet oft den Weg durch Anglizismen den Weg ins Deutsche. Ein weiterer Grund dafür ist gleichzeitig die dadurch entstehende Konsequenz. Denn Englisch ist weitaus kürzer und weniger kompliziert aufgebaut als Deutsch, ein Beispiel dafür sind die Artikel. Das Deutsche hat drei Artikel: „der“, „die“ und „das“, während das Englische mit „the“ auskommt. Zudem sind Wörter wie „Team“, „Online“, „Laptop“, „Display“, „Mom und Dad“ und viele weitere viel kürzer und einfacher formuliert als „Mannschaft“, „im Netz“ und „Computerbildschirm“. Da diese Terme einfacher und kürzer sind, werden sie übernommen und eingebürgert, sodass sie heute ein fester Bestandteil der deutschen Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenzen dieser Entwicklung und Anglizismen für die deutsche Sprache sind, dass viele auch im Deutschen vereinfachen und abkürzen. Ein Beispiel dafür sind die vier Fälle, wobei der Dativ und der Genitiv (Wem?, Wessen?) zu einem Fall zusammengefasst werden, sodass aus „das ist die Jacke des Lehrers“ „das ist die Jacke von dem Lehrer“ wird.  Durch die ständige Konfrontation mit dem Englischen (ausgelöst durch die Globalisierung) schauen sich viele den Satzbau, die Wörter und die Grammatik des Englischen ab und übertragen sie auf das Deutsche. Die deutsche Sprache verliert damit an ihrem einzigartigen deutschen Charakter und wird an die heutige Zeit angepasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem lässt sich sagen, dass vor allem junge Leute davon betroffen sind, da sie die Hauptaltersgruppe der sozialen Netzwerke sind, die dies an die kommende Generation weitergeben werden. Es lässt sich also zusammenfassend feststellen, dass Anglizismen aufgrund der Globalisierung ihren Weg in die deutsche Sprache gefunden haben und dass sie Vereinfachungen und Abkürzungen auslösen und dass diese Entwicklung im Lauf der Jahre aufgrund der jungen Generation weitergehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1 ===&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ von Wolfgang Krischke aus dem Jahr 2011 handelt von der Entwicklung der deutschen Sprache, welche sich wesentlich durch Deutschlehrer verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn erkennt man eine wesentliche Veränderung der deutschen Sprache im Titel. So werden oftmals beim Schreiben   Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) sowie Anglizismen, was sich an „dad“ (ebd.) veranschaulichen lässt, verwendet. Außerdem wird kein Wert auf Groß- und Kleinschreibung gelegt, was sich an dem Nomen „schule“ (ebd) erkennen lässt. Zudem fällt der Rechtschreibfehler von dem Adjektiv „eklich“ (ebd.) auf, da es normalerweise „eklig“ geschrieben werden würde. Stattdessen werden Wörter so geschrieben, wie man sie in der Alltagssprache ausspricht. Die Verwendung von Abkürzungen lässt sich auch veranschaulichen an „wg“ (ebd.) was  so viel wie wegen heißen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im darauffolgenden wird die These „Simsen macht nicht dumm“ im Untertitel aufgestellt.   Allerdings wird im darauffolgenden die These durch eine Antithese widerlegt, welche durch die Konjunktion „[a]ber“ eingeleitet wird. Da es sich um eine Konjunktion handelt, ist zu sagen, dass dieser Satz auf den zuvor genannten Satz anschließt und  zu diesem gegensätzlich und somit diesem antithetisch gegenübersteht. So wird die These dass simsen nicht dumm machen würde berichtigt durch die Behauptung „ihre Texte [seien] heute fehlerhafter als früher“. Auffallend ist hierbei auch der Vergleich zwischen „früher“ und „heute“. Dieser Vergleich ist somit der Kern des Textes, da eben die Entwicklung der deutschen Sprache hinsichtlich der Fehler untersucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Frage „Kinder lesen zu wenig ?“ (Z. 1) beginnt Krischke. Diese Frage verneint er jedoch mit einem „von wegen“ (Z.1.). Somit räumt Krischke den Vorwurf beiseite, dass Kinder heutzutage nicht ausreichend viel lesen würden. Laut Krischke „haben sie [noch nie] so viel gelsen und geschrieben wie heute“ (Z. 1f.). Zusätzlich soll dies auch „[t]äglich“ (Z. 2) erfolgen. Durch das Adjektiv „täglich“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass es sich nicht um einen Ausnahmezustand handelt, dass Kinder schreiben und lesen würden, sondern dass dies schon eine ablaufende Routine sei. Allerdings „tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 2 f.). Die Zahl „Millionen“ (ebd.) ist hierbei eine Hyperbel, die verdeutlichen soll, das Jugendliche nicht wenig Nachrichten schreiben, sondern dass sie dort auch  viele Nachrichten verschicken und viel Zeit investieren, da sie „Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 2 ff.). Somit  lesen sie keine Bücher, demnach „Lektüren“ (ebd.), mehr, sondern lesen auf ihren Smartphones oder Computern. Jedoch bilden sie sich dort auch weiter, da sie sich im Internet informieren und dort nach „Infos“ (ebd.) suchen. Allerdings wird hier auch deutlich, dass durch die Medien Printmedien wie zum Beispiel Zeitungen oder Bücher, sowie Atlanten keine Bedeutung mehr spielen. „Pädagogen und Ausbilder“ (Z. 5) begegnen diesen Medien jedoch mit Ablehnung, was sich an Hand des Adverbs „[t]rotzdem“ (Z. 5) erkennen lässt. Denn diese behaupten diese dienen „vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7).  Der Neologismus von „Plaudermedium“ (ebd.) akzentuiert, dass der Schreibstil der Jugendlichen ebenfalls keinen Regeln unterliegt und einfach aneinandergereiht wird. Dass es sich um ein Plaudermedium handelt, und nicht nur zur Weiterbildung genutzt wird, lässt sich an das Syndeton „Simsern, Chatten, und Twittern“ (Z. 6) veranschaulichen, da es hierbei nur um die Kommunikation zwischen den Jugendlichen geht. Krischke behauptet ebenfalls, ihre „Normen der Hochsprache“ (Z.7) sei „Lichtjahre“ (Z. 8) von der „Sprechschreibe“ (Z.8) entfernt. Durch die erneute Verwendung einer Hyperbel soll die Missachtung der Kunst der Deutschen Sprache zur Geltung kommen, da laut Krischke die Jugendlichen nicht ansatzweise von der korrekten Schreibweise des Deutschen gebrauch machen würden.  Zur Untermauerung dieser Behauptung führt der Autor einige Beispiele an wie zb. „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [=hab dich ganz doll lieb]“(Z. 9 f.). Zu Beginn der gezeigten Beispiele wird der Titel des Sachtextes wieder aufgegriffen, was eine Wirkung der Verinnerlichung der Fehler in diesem Satz bezweckt. Ebenfalls sieht der Autor es für notwendig Abkürzungen wie „hdgdl“ (ebd.) zu übersetzen, da er der Meinung ist, dass dies nicht für jeden verständlich ist. Dies bewirkt, dass die „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9f.) , sobald sie ähnliches lesen. Fortführend stellt der Autor die Frage, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 11 ff.) können.   Die Metapher “Trümmerlandschaft“ (ebd.) verdeutlicht, dass der Kritschke in dem Schreibstil der Jugendliche keine Zukunft sieht und dass er davon ein negatives Bild hat. Dies wird durch die in Fragestellung von der Fähigkeit ein „Bewerbungsschreiben [zu]verfassen“ (ebd.) akzentuiert, da ein gutes Bewerbungsschreiben wichtig ist für jede Zukunft jedes einzeln Jugendlichen, da er nur so an seinen späteren Beruf gelangen kann. Um dieser Frage weitergehend auf den Grund zu gehen, führt der Autor von der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“(Z. 15 ) Studienergebnisse an, da sie sich mit der Beantwortung der zuvor genannten Frage näher beschäftigt hat. Dazu hat sie mit ihrem Team „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht“ (Z. 15 f.). Hierbei arbeitet Krischke mit stichfesten Zahlen, die die Masse der Aufsätze veranschaulichen sollen. Allerdings wurden diese Aufsätze „von 16- bis 18-järigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 17 f.) verfasst.  Da das Alter beschränkt ist, ist zudem zusagen, dass es sich um eine Altersbegrenzung handelt, in der die Schüler durchaus in der Lage dazu sein sollten, die Regeln der Deutschenschreibweise zu beherrschen und dass bei der Studie nicht zwischen den einzeln Schulformen unterscheiden wurde. Anders ist es allerdings bei der Umgebung. Hier wurde nur das Verbreitungsgebiet Zürich gewählt, so dass kein Vergleich mit anderen Orten geschaffen werden kann. Stattdessen haben sie einen anderen Vergleich gezogen. Somit „zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18 ff.). Das Pronomen „dieselben“ (ebd.) verrät, dass es sich nicht um eine andere Gruppe von gewählten Jugendlichen handelt, die hinsichtlich ihrer Kommunikation in sozialen Netzwerken in ihrer Freizeit untersucht wurden.  An Hand der Akkumulation „ SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen“ (ebd.) lässt sich erkennen, dass die Kommunikation der Jugendlichen sehr vielseitig sein kann und oftmals nicht nur ein Netzwerk genutzt wird. Ihr Schreibverhalten wurde schließlich hinsichtlich der „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie nach dem „Wortschatz, de[m] Steil und de[m] Aufbau der Texte“ (Z. 23) untersucht. Nach der Untersuchung hält sie folgendes Ergebnis fest: „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzwerkkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 19 ff.). Das Adverb „keinem“ (ebd.) zeigt somit, dass nichts Auffallendes in einer der zuvor angeführten Komponenten gefunden wurde. Im darauffolgenden wird noch einmal gesagt, dass kein Unterschied zwischen den einzeln Schulformen gemacht wurde (vgl. Z. 26). Anschließend wird die Linguistin Christa Dürscheid zitiert, was für eine stichfeste Argumentation des Autors spricht. Somit hält sie fest, dass Schüler „die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 27) können. Das Ansprechen der „Schreibwelten“ (ebd.) akzentuiert, dass Jugendliche sich in ihrer Freizeit in ihrer Kommunikation einen eigene Welt schaffen, in der sie aus dem Alltag flüchten und eben nicht den Drang danach haben Regeln zu befolgen und somit auch keine Rücksicht auf die Richtigkeit der Deutschenschreibweise nehmen.  Somit wissen sie, „dass in der Schule und der formellen Kommunikation anderer Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden „ (Z. 27 ff.). Trotz dass die „elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet – die Schultexte die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z.  31 ff.).  Die Epipher „alles andere als“ (ebd.) dient dazu, dass Bedeutung auf die Fehler der Jugendliche gesetzt wird, trotz dass die Ursache nicht an ihrer Kommunikation über elektronische Medien liegt. Denn „Rechtscheibung und Zeichensetzung weisen […] deutliche Defizite auf“ (Z. 33 ff.). Das Adverb „deutlich“ (ebd.) zielt darauf hinaus, dass es sich dabei nicht um eine kleine Lappalie handelt oder Flüchtigkeitsfehler, sondern dass es ein konstanter Fehler ist. Letztendlich schiebt Krischke die Schuld auf „Deutschlehrer [die] die Kinder stärker als zuvor  zum freien, spontanen Schreiben“ (Z. 35 f.) ermutigt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist deutlich, dass der Autor ausführlich den Grund des Verlust der deutschen Schreibfertigkeit nachgehen will. Dazu nutzt er vor allen Dingen Akkumulationen die die Vielseitigkeit der Kommunikation deutlich zu machen. Zudem nutzt er die Anführung einer Studie sowie Zahlen, welche auf Fakten beruhen, als stichfesten Aufbau seiner Ausführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache wird durch Verwendung von Anglizismen enorm verändert. So ist es heutzutage normal geworden, Gebrauch von Wörtern aus dem Englischen zu machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursache dessen ist vor allen Dingen die Globalisierung.  Durch das große Kommunikationsnetzwerk, welches durch die Globalisierung zwischen verschiedenen Ländern entstanden ist, war es erforderlich die Sprache der anderen zu erlernen, damit ein Austausch erfolgen konnte. Aus diesem Grund werden Wörter in der eigenen Muttersprache aufgenommen. Im Laufe der Globalisierung hat sich Englisch zu einer Weltsprache entwickelt, weshalb auch die meisten Anglizismen des Deutschen aus dem Englischen kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitergehend wächst die jüngste Generation mit Medien auf. In diesen werden ganz besonders diese Anglizismen fortlaufend benutzt. Da sie also dementsprechend Teil ihrer Kindheit sind, nehmen sie diesen Wortschatz wie selbstverständlich auf. Folge dessen ist, dass sie mit den älteren Generationen mit diesem Wortschatz kommunizieren und somit Anglizismen von Älteren aufgenommen werden und je öfter man Dinge hört, desto öfter werden sie sich gemerkt und irgendwann aufgenommen und schließlich benutzt.  Allerdings dauert dieser Vorgang seine Zeit und viele ältere Menschen halten an den Dingen fest, so dass es auch dazu führen kann, dass die Schere zwischen Alt und Jung immer Größer wird. Somit ist es also die Aufgabe der jungen Generation zwar die Anglizismen aufzunehmen und sich auch mit diesen verständigen zu können – jedoch auch ihren Wortschatz insofern abzuwandeln, dass es für ältere verständlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich ist auch zu sagen, dass das Aufnehmen von Anglizismen jedoch ein fortlaufender Prozess ist, der durch den Faktor des Internets enorm beschleunigt wird, werden immer mehr Wörter des Deutschen ausgetauscht.  Fazit dessen ist, dass in diesem Ersetzen eine Bedrohung der deutschen Sprache gesehen werden kann. Zudem verliert nicht nur die Sprache an ihren Charakter, sondern auch die Kultur und somit auch Traditionen des Deutschen. Unterdessen wird eine Verschwimmung verschiedener Kulturen hervorgerufen,  so dass es auf langer Sicht hingesehen zu einer Kultur werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Faktor kann beispielsweise die Musik sein. Musik wird überall gehört und für jede Stilart werden Oberbegriffe verwendet, doch diese sind nun mal alle in Englisch festgehalten, so wird von Hip-Hop,  Rap und Deep gesprochen ohne das darüber nach gedacht wird, dass diese Wörter gar nicht aus dem  Deutschen kommen. Ebenso wird in der Technik Gebrauch von Anglizismen gemacht, so sagt man nicht mehr 'Bildschirm' sonder 'Display', aus 'mobiles Telefon' wird 'Handy'. Auffallend dabei ist, dass diese genutzten Anglizismen oftmals kürzer sind als die deutschen Übersetzungen. So ist dem hinzuzufügen, dass die Verwendung von Anglizismen auch einen Charakter der Faulheit hat, da dieser Weg oftmals kürzer und unkomplizierter ist und somit weniger Zeit einnimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Ursachen der Verwendung von Anglizismen bei verscheiden Dingen liegt. Grundlegend dabei ist jedoch die Globalisierung, die es erst möglich gemacht hat, dass Technik und Musik Anglizismen vermitteln konnten. Ein großer Vorteil ist, dass diese Verwendung zeitsparend ist und zu einer Erleichterung der Verständigung einzelnen Kulturen beiträgt. Jedoch wird die Verständigungen zwischen  Alt und Jung immer schwieriger und auch dies Kulturen verlieren an Charakter und werden langfristig gesehen zu einer Kultur werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfang Krischke verfasst und 2011 veröffentlich wurde, thematisiert den Verlust korrekter Grammatik und Rechtschreibung in Bezug auf die schriftlichen sowie sprachlichen Fähigkeiten von Schülern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ weist ein hohes Maß an fehlerhafter Grammatik und Rechtschreibung auf. Diese werden durch Anglizismen und Abkürzungen verfeinert und mit Empfindungslauten wie zum Beispiel „booaaa“ (ebd.) verstärkt. Die immer schlechter werdende Schreibweise der Schüler gleicht sich heutzutage schon ihrer Sprechweise an.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text lässt sich in drei Sinnabschnitte gliedern. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1-15) behandelt die Ursache der fehlerhaften Sprache der Schüler im Hinblick auf soziale Medien, während im zweiten Abschnitt (Z. 16-29) auf eine von Professoren durchgeführte Forschung hinsichtlich dieses Themas, Bezug genommen wird. Im dritten Abschnitt werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler beschrieben, die heutzutage stark nachgelassen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.1-15), der als Einleitung in die Problemstellung dient, leitet mit der These, „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher.“ (Z. 1) ein. Dabei stehen sich die beiden Sätze antithetisch gegenüber und weisen somit inhaltliche Gegensätze auf. Durch die Konjunktion „aber“ (ebd.), schränkt der zweite Satz die Aussage des ersten Satzes ein und hebt somit hervor, dass die fehlerhaften Texte der Schüler immer mehr zunehmen. Folgend beginnt der eigentliche Text mit der Frage, ob Kinder heutzutage zu wenig lesen würden (vgl. Z. 2). Diese Behauptung wird jedoch bedingungslos von dem Autor abgelehnt, da er der Meinung ist, dass die Schüler „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 1f.). Um seine Meinung zu verdeutlichen, nennt er alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit lesen und schreiben in Verbindung kommen. Sie tippen zum Beispiel „Millionen von Wörtern auf ihren Handys- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internetinfos“ (Z. 3ff.). Kinder und Jugendliche lesen heutzutage also viel in digitalen Netzwerken, vernachlässigen somit aber das traditionelle lesen von Büchern und lassen somit bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf[kommen]“ (Z. 6f.). Das lesen in sozialen Netzwerken prägt sich gegenüber den Schülern in Bezug auf fehlerfreie Texte jedoch nicht Vorteilhaft aus, da „den Simsern, Chattern und Twitterern […] [diese] Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 8f.) diene. Durch den Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass die modernen Medien den Jugendlichen also nur die Möglichkeit bieten, sich harmonisch und geruhsam zu unterhalten und aufgrund dessen nicht die beste Möglichkeit sei, um Grammatische sowie Rechtschreibliche Fähigkeiten zu verbessern. Folgend ist Krischke der Auffassung, dass die Sprech- beziehungsweise Schreibweise der Schüler um einige Maßeinheiten von der Standartsprache entfernt sei (vgl. Z. 9f.). Um dies zu verdeutlichen, akzentuiert der Autor hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.) und hebt hervor, dass solche Sätze, „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken [lässt]“ (Z. 11f.). Diese Metapher verdeutlicht erneut die Vielzahl der Fehler und wie Sprachwissenschaftler auf diese reagieren. Anschließend wirft der Autor die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?“ (Z. 12ff.). Mit dieser Frage möchte der Autor die Aufmerksamkeit der Leser auf sich lenken und sie zum Nachdenken anregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt (Z. 15-29) wird auf die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) Bezug genommen, welche sich mit diesem Thema präziser auseinander gesetzt hat. Mit ihrem Kollegium hat sie „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, […] [die] von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen [verfasst wurden]“ (Z. 16ff.). Im Vergleich dazu haben sie knapp 1100 private Texte , „die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als [zum Beispiel] SMS-Meldungen“ (Z. 19f.) geschrieben haben, überprüft. Dabei haben sie sich bei der Überarbeitung dieser Texte nicht nur auf die „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) konzentriert, sondern auch auf „den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 23). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Aspekte der Netzkommunikationen, keine beachtenswerten Folgen in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). Aus diesem Grund wird verdeutlicht, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar nicht auf korrekte Rechtschreibung, Grammatik etc. geachtet wird, dies sich jedoch nicht auf die schulischen Leistungen der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich diese Schlussfolgerung, auf die zu Beginn erwähnte These des Autors beziehen, da er ebenda der Meinung war, dass Simsen Schüler nicht dumm mache, ihre Texte aber fehlerhafter als damals seien (ebd.). Um seine These zu belegen und die Realität zu verdeutlichen, zitiert der Autor Christa Dürscheid, die der Ansicht ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]“ (Z. 26f.) und genau wissen, „dass in der Schule und [in] der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 28f.). Hierbei wird erneut der geringe Einfluss von digitaler Kommunikation verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Abschnitt (Z. 29-39) werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler, die heutzutage stark nachgelassen haben, thematisiert. Dabei wird dieser Abschnitt durch die Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht.“ (Z. 29ff.) eingeleitet. Infolgedessen wird bereits deutlich gemacht, dass obwohl die Kommunikationen im Netz keinen Einfluss auf die Texte in der Schule aufweisen, dennoch eine Problematik der Texte zu erkennen ist. Anschließend geht Krischke näher auf diese Aussage ein und führt auf, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher“ (Z. 31f.) ausscheide, dennoch die Texte in der Schule, „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien. Dabei hebt er hervor, dass die Texte nicht nur von ein paar Fehlern umgeben sind, sondern ein sehr hoher Anteil an Fehlern in den Texten vorhanden sei. Unterdessen lassen sich diese Fehler vor allem in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 34f.) deutlich erkennen. Anschließend erklärt der Autor die Entwicklung dieser Problemstellung, indem er verdeutlicht, dass diese Defizite schon „in den siebziger Jahren [begannen], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Im Anschluss daran erläutert er, dass diese Defizite besondere Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie auf die Bedeutung der „Formale[n] Korrektheit“ (Z. 38) habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die die Jugendlichen beim schreiben von Schultexten haben, nicht durch Kommunikationen im soziale Netzwerke verursacht werden. Dabei belegt er seine These mit einer von Professoren durchgeführte Forschung in Bezug auf dieses Thema und lässt so seinen Text vertrauenswürdig wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man eine Ausdrucksweise aus der englischen Sprache, die in den Wortschatz einer anderen Sprache eingeflossen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache ist wie jede andere lebende Sprache einem ständigen Wandel unterzogen. Besonders die Anzahl der Anglizismen hat in unserer Sprache stark zugenommen und somit auch die Häufigkeit, mit der diese verwendet werden. Dabei haben sich die englischen Begriffe heutzutage schon so sehr in den Alltag eingeschlichen, dass viele Menschen sie kaum noch als Fremdsprache wahrnehmen. Eine bedeutsame Ursache dafür ist die Globalisierung, da aufgrund von globaler Kommunikation die Mehrsprachigkeit gefördert wird. Menschen mit verschiedenen Muttersprachen konnten so zwar auf der ganzen Welt miteinander kommunizieren oder sich über Themen und Probleme unterhalten, gleichzeitig entstand so jedoch auch eine Gefahr für viele Muttersprachen, welche dadurch nämlich nur noch wenig gesprochen worden sind. Auch in der Jugendsprache wird die Verwendung von englischen Wörtern als modern angesehen. Dabei erfüllen sie die Kreativitäts- und Ausdrucksweise der Jugendlichen und tragen zur Stärkung des Gruppenbewusstseins bei, da sie sich durch ihre “eigene“ Sprache von der Erwachsenenwelt abgrenzen können. Auch die Musikwelt, welche für die Jugendliche Kultur eine bedeutsame Rolle spielt, stellt eine Quelle für Anglizismen dar. Anglizismen weisen somit also auch Erkennungsmerkmale von Interessen der Jugendlichen auf und dient ihnen somit erneut von der gruppensprachlichen Abgrenzung. Auch im Bereich der Massenmedien ist der Gebrauch von Anglizismen sehr hoch. Sowohl in Zeitungen, Zeitschriften ect. als auch in elektronischen Medien lassen sie Texte abwechslungsreicher,  interessanter und auch aktueller wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die häufigere Verwendung englischer Wörter kann es jedoch dazu kommen, dass ein großer Verlust von deutschen Wörtern zustande kommt und die deutsche Sprache in der Welt an Bedeutung verliert. Im Gegensatz dazu wird die deutsche Sprache durch Anglizismen jedoch auch moderner und internationaler und erleichtert die Verständigung im Ausland. Außerdem wird das erlernen der englischen Sprache erleichtert und bietet somit vielen Menschen bessere Ausdrucksmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Globalisierung sowie der Einfluss durch Medien besondere Ursachen für die Verwendung von Anglizismen sind. Dies kann zum einen zwar die Verständigung im Ausland erleichtern, zum anderen kann dies jedoch auch dazu führen, dass die deutsche Sprache an Bedeutung verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert die Verwendung der Schriftsprache in der formellen und elektronischen Kommunikation. Dabei liegt der Fokus darauf, ob Jugendliche die elektronische Kommunikation von der formellen Kommunikation, und die bestehenden Regeln, unterscheiden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überschrift wird zunächst ein Kontrast deutlich: „Schreiben in der Schule“ und „booaaa mein dad voll eklich wg schule“. Ersteres lässt vermuten, dass in der Schule auf Rechtschreibung, Zeichensetzung etc. geachtet wird. Letzteres verdeutlicht, wie Jugendliche untereinander kommunizieren. Dabei werden, neben der fehlenden Groß- und Kleinschreibung, „schule“, und falscher Rechtschreibung, „eklich“, weitere Merkmale deutlich. Die Interjektion „booaaa“ (ebd.), ist ein Empfindungslaut, der in dieser Situation ausdrückt, dass man genervt ist. Als nächstes ist der Anglizismus „dad“ zu finden. Hier wird deutlich, dass das Englisch die deutsche Sprache beeinflusst. Außerdem werden Abkürzungen wie „wg“ gebraucht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wird der Text mit einer Unterüberschrift, die als These fungiert, eingeleitet: „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1). Somit behauptet der Autor, dass das Kommunizieren mittels Handys Schüler nicht beeinträchtigt. Darauffolgend wägt der Autor seine These ab und behauptet, dass trotzdem „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12) wird die Thematik genauer geschildert. Einleitend wird eine rhetorische Frage gestellt, die das Vorurteil, dass Kinder zu wenig lesen würden (Z. 2), benennt. Darauf geht der Autor verneinend ein und er ist sogar der Meinung, dass Kinder „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2f.). „Noch nie zuvor“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass es sich um ein Phänomen der heutigen Zeit handelt. Des Weiteren geht der Autor auf seine Behauptung ein und erläutert, dass Kinder täglich Millionen Wörter tippen und Stunden mit SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen etc. verbringen würden (vgl. Z. 3ff.). Somit nennt er Beispiele, die veranschaulichen, inwiefern Kinder lesen und schreiben. Die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z. 6) leitet ein, dass es jedoch Probleme mit dem Lesen und Schreiben gibt. Pädagogen und Ausbilder seien nicht zufrieden damit (vgl. Z. 6), da bei „den Simsern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7f.) diene. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) stellt das Problem ziemlich deutlich dar: Die Schrift wird zur Kommunikation genutzt und auf Orthografie etc. wird kaum geachtet. So sei diese „von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.). Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) betont, dass man die Schrift als Kommunikationsmittel nicht mit der Hochsprache vergleichen kann und diese auch ganz andere Regeln besitzt. Im Folgenden werden dann Beispielsätze genannt um dies zu veranschaulichen und hyperbolisch geschildert, dass diese „Freunde des Dudens und ganzer Sätze […] zusammenzucken“ (Z. 11f.) lassen würden. Hier wird wieder darauf eingegangen, dass die Kommunikationsschrift von der Hochsprache abweicht und gekürzt bzw. grammatikalisch häufig falsch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 12- 29) wird mit der rhetorischen Frage, „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff.), eingeleitet. Der Frage kann man entnehmen, dass man, wenn man die Kommunikationssprache betrachtet, unsicher ist, ob Jugendliche sich in der Hochsprache zurechtfinden. Der Autor bezieht sich, um diese Frage zu beantworten, auf eine Studie der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid (vgl. Z. 15f.). Sie untersuchte 1000 Deutschaufsätze von 16- bis 18- jährigen Schülern verschiedener Schulformen und verglich diese dann mit Mitteilungen in sozialen Netzwerken etc., die von denselben Jugendlichen verfasst wurden (vgl. 16ff.). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Elemente der Netzkommunikation keine nennenswerten Spuren in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). „'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen [und] sie wissen, dass […] andere Regeln gelten'“ (Z. 26ff.). Somit sieht der Autor in der elektronischen Kommunikation nicht die Ursache für die fehlerhaften Texte, da er die Studie ja als Begründung seiner These anführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29- 39) nennt der Autor die eigentliche Ursache für die fehlerhaften Texte. Zunächst stellt er dar, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z. 31f.). Die eigentliche Ursache sieht er in der „Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten. (Z. 34ff.)“. Das „spontane Schreiben“ (ebd.) sieht er als „eigentlich begrüßenswerten Trend“ (Z. 36f.) an. Das Adjektiv „eigentlich“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass der Autor diesen Trend abwägend betrachtet. Somit erklärt der Autor schließlich auch, dass dieser Trend auf Kosten „'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. „'harte[...]' Sprachfertigkeiten“ (ebd.) hat eine ironische Bedeutung, was die Anführungszeichen betonen. Der Autor geht davon aus, dass diese Sprachfertigkeiten eigentlich gar nicht schwierig zu beherrschen sind. Außerdem führt der Autor an, dass die „formale Korrektheit […] an Bedeutung [verlor]“ (Z. 38), was auch eine negative Folge darstellt. Im letzten Satz ist von der formalen Korrektheit als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39) die Rede. Somit behauptet der Autor, dass die formale Korrektheit als unnötig bzw. von manch einem als „Quälerei“ wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die Jugendliche beim Schreiben haben, nicht durch die elektronische Kommunikation verursacht wird. Seine Thesen veranschaulicht er mithilfe von Beispielen und bezieht sich auf eine Studie, um diese zu bekräftigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache hat verschiedene Ursachen und bringt Konsequenzen mit sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man ein Wort, welches aus dem Englischen stammt und in einer anderen Sprache übernommen wurde. Anglizismen, die in der deutschen Sprache geläufig sind, wären z.B.: „Screenshot“, „Update“, „Cloud“ etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Grund dafür, dass Anglizismen verwendet werden, ist der Kontakt zu der englischen Sprache. Es fängt z.B. in der Schule an, wo man die englische Sprache als erste Fremdsprache erlernt. Außerdem gibt es zahlreiche Begegnungen zwischen deutschen und englischen Schülern und den Kulturen, z.B. im Rahmen von Schüleraustauschen. Aber auch durch die stetig wachsende Globalisierung erhöht sich der Kontakt zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und dann ist die englische Sprache meistens die Sprache, die zur Kommunikation verwendet wird. Die Menschen in Deutschland werden zudem vom Englischen beeinflusst. Dies geschieht über diverse Medien, z.B. durch Werbungen, Nachrichten, soziale Netzwerke etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich folglich auch Konsequenzen. Einerseits wird die deutsche Sprache modernisiert. Einige Begriffe aus dem Englischen hören sich, in Abhängigkeit vom Gesamtzusammenhang, besser an als die deutsche Übersetzung. Somit ist z.B. das Wort „Screenshot“ geläufiger als „Bildschirmaufnahme“. Außerdem sind die meisten Wörter mittlerweile so geläufig, dass viele Menschen die Bedeutungen kennen. Andererseits stellen Anglizismen für die „ältere“ Generation eher ein Hindernis dar. Das kann man darauf zurückführen, dass diese im Vergleich zur „jüngeren“ Generation keinen so umfangreichen Kontakt zur englischen Sprache hatten bzw. haben. Eine weitere Konsequenz ist, dass womöglich der Bezug zwischen Anglizismen und Wörtern aus der Herkunftssprache verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ursachen für Anglizismen auf den Kontakt mit anderen Menschen und den Einfluss durch Medien zurückzuführen ist. Dabei stellen sich Konsequenzen heraus, dass Anglizismen geläufiger und häufiger verwendet werden, aber die Gefahr besteht missverständlich aufgenommen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
'''1.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text von Wolfgang Krischke mit dem Titel ,,Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ handelt es sich um einen Sachtext, welches im Jahr 2011 veröffentlicht worden ist. Thematisiert wird dabei der Einfluss der Kommunikation in den Medien auf die Sprache der Jugendlichen und die Defizite der Sprachfertigkeiten in Schultexten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel verweist dabei auf die Thematik des Textes durch die Gegenüberstellung ,,Schreiben in der Schule“ und dem grammatikalisch falschen Satz ,,booaaa mein dad voll eklich wg schule“, wobei dies an eine Nachricht eines Jugendlichen an einen anderen Jugendlichen darstellt. Dadurch, dass in diesem Satz sowohl Großschreibung nicht beachtet wurde als auch Umgangssprache verwendet wurde, nämlich die Injektion ,,booaaa“, wird bereits darauf hingewiesen, dass die Sprache in der medialen Kommunikation anders und vor allem nicht richtig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Aussage ,,Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) wird bereits die These des Autors deutlich, da dieser der Meinung ist, dass das ,,Simsen“ (ebd.), wobei hier die Kommunikation in Medien gemeint ist, kein Einfluss auf die Intelligenz der Schüler hat. Durch die adversative Konjunktion ,,[a]ber“ (Z.1) wird dann die These weitergeführt, nämlich, dass die Texte ,,heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) seien. Dadurch behauptet der Autor, dass Kommunikation im Internet zwar keine negativen Einflüsse haben würden, trotzdem sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben in Texten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z. 2 – 14) thematisiert dabei die Sprache in der Kommunikation im Internet. Dabei beginnt der Abschnitt mit der rhetorischen Figur ,,Kinder lesen zu wenig?“ (Z.2) mit der knappen Antwort ,,Von wegen“ (Z. 2), womit der Autor bereits hervor bringt, dass der Vorwurf bzw. Vorurteil Kinder und Jugendlichen würden zu wenig lesen, nicht stimmt. Denn weiterhin behauptet er, dass ,,noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z. 2 f.) werde wie heute, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass nicht nur der Vorurteil nicht stimmt, dass wenig gelesen werde, sondern sogar noch mehr gelesen werde, was besonders durch den Ausdruck ,, noch nie zuvor“ (ebd.) betont wird. Diese Behauptung belegt der Autor anschließend mit konkreten Beispielen, die auch zur Veranschaulichung dienen, wie, dass ,,Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 3 f.) würden, wobei die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern“ (ebd.) besonders betonen soll, dass viel gelesen und geschrieben wird. Durch das Adverb ,,[t]äglich“ (Z.3) zu Beginn der Aussage wird deutlich gemacht, dass sich dies nicht nur ab und zu ereigne, sondern eben täglich stattfindet und nicht nur auf einer Ebene, dem Schreiben von Nachrichten, sondern auch durch das Verbringen von ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 4 ff.), wobei die Akkumulation die Verbreitung des Schreiben und Lesens im Internet veranschaulicht und betont. Als nächstes wird eine Gegenaussage eingeleitet durch die adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem“ (Z. 6), wodurch angedeutet wird, dass das viele Lesen und Schreiben von Nachrichten nicht nur positiv ist, da ,,bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkäme. Dies wird des weiteren näher erklärt, indem gesagt wird, dass den ,,Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f.) diene. Dies bedeutet also, dass das Internet von den Jugendlichen zur Kommunikation und Unterhaltung in der Freizeit genutzt werde. Die Problematik dabei sei, dass die Schreibweise dabei ,,Lichtjahre“ (Z. 9) von den ,,Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt seien, also kein korrektes Deutsch in der Kommunikation im Internet genutzt wird. Die Metapher ,,Lichtjahre“ (ebd.) verdeutlicht dabei den Ausmaß, dass kein korrektes Deutsch genutzt werde und die Sprache, die genutzt wird, sehr fehlerhaft sei und kaum korrekte Sprache enthalte. Zur Veranschaulichung und zum Belegen seiner Aussage nennt er dabei ein Beispiel ,,'booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgl [= hab dich ganz doll lieb]'“ (Z. 9 f.), wobei hier direkt auffällig ist, dass viele Fehler enthalten sind, Großschreibung nicht beachtet wurde und viele Abkürzungen benutzt werden. Die Aussage dieser Satz lasse ,,Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.), betont nochmals die Fehlerhaftigkeit des Beispiels und unterstützt die Aussage, dass die Kommunikationssprache im Internet sich sehr der des Hochdeutschen unterscheide. Als Überleitung zum Thema, ob sich die Sprache im Internet auf zum Beispiel Schultexte Auswirkungen haben stellt der Autor die Frage , ob ,,Jungendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Die Metapher ,,sprachliche[.] Trümmerlandschaft[.]“ (ebd.) veranschaulicht dabei das Ausmaß der sprachlichen Fehler in der Sprache und dass kaum korrektes Hochdeutsch verwendet werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Sinnabschnitt (vgl. Z. 15 – 29) wird dann darauf eingegangen, ob die fehlerhafte Sprache im Internet Auswirkungen auf das Schreiben von formalen Texten, wie eine Bewerbung hat. Dabei wird zunächst die ,,Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“ (Z. 15) aufgegriffen, die sich mit diesem Thema beschäftigt habe. Durch die Erwähnung einer Expertin in diesem Themenbereich wird die Seriosität des Textes zum Ausdruck gebracht, sowie, dass die folgende Erläuterung, ob diese Sprache nun eine Auswirkung hat oder nicht, Standhaftigkeit besitzt.  Dabei wird beschrieben, dass diese Germanistik-Professorin ,,1000 Deutschaufsätze“ (Z. 16 f.) von Schülern  unterschiedlicher Schulformen untersucht habe und zum Vergleich ,,über 1100 Texte […], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung“ (Z. 19 f.) geschrieben haben, herangezogen habe. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass das Ergebnis dieser Untersuchung richtig und eine Allgemeingültigkeit haben wird, da ein Vergleich stattgefunden hat und nicht nur Schüler aus einer Schulform untersucht wurden, sondern aus allen Schulformen. Dies wird im weiteren bestärkt durch die Aussage , dass die Professorin und ihr Team ,,nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 22 f.) untersucht hätten. Dies bringt hervor, dass das Ergebnis aufgrund der breitgefächerten Untersuchungen in verschiedenen relevanten Punkten seriös  und allgemeingültig sei. Als nächstes wird das Ergebnis benannt, nämlich, dass in keinem Bereich ,,die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24 ff.) hätten. Durch dieses Ergebnis der Untersuchung belegt der Autor seine These, dass die Internetkommunikation Schüler nicht dumm mache, da das Ergebnis seine These bestätigt. Außerdem gelte dies ,,für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“ (Z. 26). Des weiteren zitiert der Autor Christa Dürscheid, wodurch er erneut seine These belegt und die Richtigkeit verdeutlicht, da diese sagt, ,,Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 26 f.) und dass Schüler wüssten, dass ,,in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten“ (Z. 27 ff.). Es gäbe also zwei verschiedene Schreibarten, einmal die in der Netzkommunikation, also die Sprache, die im Internet gebraucht werde, und die in der formellen Kommunikation, die in Schulen, auf der Arbeit  und Bewerbungen genutzt werde. Dabei würden Jugendliche diese zwei Spracharten unterscheiden können und dem entsprechend auch verwenden, was erneut die These des Autors, die Netzkommunikation würde die Schüler nicht dumm machen, untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und letzte Sinnabschnitt (vgl. Z. 29 – 39) thematisiert seine zweite These, dass die Texte der Jugendlichen heute trotzdem Fehler enthalten würden. Dieser Abschnitt wird dabei durch die Aussage ,,Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff.) eingeleitet. Dadurch wird bereits deutlich gemacht, dass, obwohl die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Sprache der Texte hat, dennoch eine Problematik der Sprache vorhanden ist, wobei der Widerspruch durch die adversative Konjunktion ,,trotzdem“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird. Des weiteren erläutert der Autor diese Aussage näher, in dem erklärt, dass die Netzkommunikation ,,als Verursacher ausscheide[.]“ (Z. 32), aber die Texte dennoch ,,alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien, also die Texte sehr viele Fehler enthalten würden. Die Formulierung ,,alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) betont dabei die Menge an Fehlern in den Text und dass es sich nicht um ein paar Fehler handle, sondern um viele Fehler. Diese Fehler würden vor allem ,,in der Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 33 f.) auftreten. Im Folgendem stellt der Autor dazu ein Erklärungsansatz auf, nämlich, dass diese Entwicklung der Defizite bereits ,,in den siebziger Jahren [aufgetreten sei], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f.). Dadurch belegt er erneut seine erste These, dass die digitale Kommunikation kein Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe, da er dadurch die eigentliche Ursache der fehlerhaften Texte benennt. Die Tatsache, dass er diese Entwicklung als ,,eigentlich begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36 f.) bezeichnet, verdeutlicht, dass der Autor diese Methode der Lehrer eigentlich gut findet, jedoch auch etwas gegen die Methode einzuwenden hat, was durch das ,,eigentlich“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird.  Diese Methode sei nämlich ,,auf Kosten ,harter' Sprachfertigkeiten“ (Z. 37) gegangen, wobei dadurch verdeutlicht wird, dass die Methode dazu führte, dass sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben. Die konkrete Folge sei dabei gewesen, dass formale ,,Korrektheit […] an Bedeutung“ (Z. 38) verlor und es fast dazu gekommen sei, dass dies zur ,,bildungsbürgerliche[n] Schikane“ (Z. 39) geworden ist, also formale Korrektheit ein Hindernis darstelle. Durch diese Aussage wird das Ausmaß dieser Methode verdeutlicht, nämlich, dass formale Korrektheit so wenig nur noch verwendet wurde, dass diese nicht mehr als Selbstverständlichkeit, sondern als Hindernis gesehen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass die Thesen des Autors, dass die Netzkommunikation die Schüler nicht dumm mache und dass die Texte aber fehlerhaft seien, in dem Sachtext erläutert und belegt worden sind mit Hilfe einer Studie. Seine These und Argumentation untermauert der Autor mit Hilfe von Beispielen, Metaphern und dem Zitat einer Expertin, wodurch der Text seriös wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind Anglizismen Wörter aus dem Englischen, die in eine andere Sprache, also zum Beispiel ins Deutsche übertragen und verwendet werden. Anglizismen werden in allen Bereichen des Sprachgebrauchs verwendet, wie in der Alltagssprache, Fachsprache und auch besonders in der Jugendsprache. Beispiele für Anglizismen sind dabei ,,Flashback“, ,,Hobby“, ,,Interview“, ,,Smalltalk“ oder ,,Smartphone“, die immer wieder in der Alltagssprache zu finden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache haben dabei einige Ursachen.  Eine bedeutsame Ursache ist die Globalisierung, da durch die Globalisierung die englische Sprache zunehmend als Lingua franca, also als Handels- und Verkehrssprache, an Bedeutung gewonnen hat. So konnten Menschen mit verschiedener Muttersprache auf der ganzen Welt kommunizieren, Geschäfte machen oder sich über Themen und Probleme unterhalten. Die Globalisierung führte dazu, dass die Weltsprache Englisch zunehmend in den verschiedenen Ländern als erste Fremdsprache unterrichtet wurde, wodurch die neuen Generationen das Englische konnten und einige Begriffe auch zunehmend in der deutschen Sprache übernahmen. Ein anderer Faktor ist aber auch, dass vor allem Amerika als Weltmacht nach dem zweiten Weltkrieg als modern galt und dadurch die anderen Länder beeinflusste, da zum Beispiel auch zunehmend  englische Musik gehört oder englische Filme gesehen wurden und Amerika auch als Vorbild gesehen wurde. Nicht nur das Englische als Weltsprache oder Amerikas Beeinflussung sind entscheidend für die Ursachen der Anglizismen, sondern auch die digitale Kommunikation und im Allgemeinen das Internet. Durch die sozialen Netzwerke ist es möglich, dass immer mehr Menschen aus verschiedenen Ländern in Kontakt stehen können und hier dann das Englische als Weltsprache eine Voraussetzung darstellt, um sich auszutauschen. Durch englische Videos, Texte, Nachrichten, Werbungen oder englischer Musik fließen einige englische Begriffe in das Deutsche ein und durch den ständigen Kontakt mit dem Englischen werden einige Begriffe in der deutschen Sprache durch Englische ersetzt und gefestigt. Außerdem wird das Englische in der Jugendsprache von den Jugendlichen als modern gesehen und der Trend, englische Wörter zu verwenden, festigt sich in der Alltagssprache der Jugendlichen so, dass diese in der Alltagssprache der Menschen vorhanden bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei hat der Einfluss der Anglizismen Konsequenzen auf die deutsche Sprache, wobei es positive und negative Konsequenzen gibt. Eine positive Konsequenz des Anglizismus ist, dass das Erlernen der englischen Sprache erleichtert ist, da einige Begriffe bereits so fest in der Muttersprache verankert sind, dass diese Begriffe als selbstverständlich angesehen werden und die Bedeutung bereits klar sind und auch verwendet werden. Außerdem sind englische Begriffe besonders in Bezug auf digitale Medien und in der Technik stark vertreten für die es oft auch keine deutschen Bezeichnungen gibt, wie zum Beispiel für ,,Laptop“ oder ,,Tablet“, sodass Anglizismen helfen sich in diesem Bereich zu unterhalten, da dies ohne Englisch nicht oder kaum möglich ist und durch Anglizismen diese Begriffe auch nicht erlernt werden müssen, sondern bereits klar sind. Dadurch besteht die Möglichkeit auf einer anderen Ebene zu kommunizieren oder sich auszudrücken, da es für bestimmte Anglizismen keine deutschen Wörter gibt und man durch den Einfluss der Anglizismen die Möglichkeit erhält sich anders auszudrücken. Außerdem sind Anglizismen bereits stark in der Alltagssprache verankert und kaum mehr weg zu denken. &lt;br /&gt;
Negative Konsequenzen sind dahingegen, dass Anglizismen zu Verständnisproblemen in der Kommunikation zwischen den jüngeren und den älteren Generationen kommen kann, da einige Anglizismen der älteren Generation nicht bekannt sind und sie so die Bedeutung dieser nicht kennen, wobei jedoch einige Anglizismen stark in der Jugendsprache verankert sind, sodass es schließlich zu Kommunikationsproblemen kommen kann. Außerdem wird von Kritikern des Anglizismus auch thematisiert, dass dadurch ein Sprachverlust stattfindet, da einige Begriffe, die durch Anglizismen ersetzt wurden, nicht gebraucht werden oder sogar in Vergessenheit geraten. Außerdem wird nicht mehr komplett Deutsch gesprochen sondern auch immer Englisch, da viele Wörter durch Anglizismen ersetzt wurden, was schließlich auch dazu führt, dass sich die englische und deutsche Kultur in geringen Maßen vermischen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die Hauptursachen der Anglizismen das Englische als Weltsprache, die Globalisierung und die digitalen Medien sind. Konsequenzen sind dabei sowohl die Erleichterung des Erlernen der englischen Sprache sind als auch Kommunikations- und Verständnisprobleme der älteren Generation, die diese Anglizismen nicht in ihrem Wortschatz besitzen und dementsprechend auch nicht verwendet und auch der Sprachverlust der dadurch stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 1: '''&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um einen Auszug des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde. Thematisiert werden die möglichen Konsequenzen der Sprache in sozialen Netzwerken in Bezug auf den Sprachgebrauch in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ deutet die Auswirkungen der verwendeten Sprache in sozialen Netzwerken auf die in Schulen angewendete Sprache an. Dabei wird besonders deutlich, dass bestimmte Bereiche der Sprache in der Kommunikation in sozialen Netzwerken sowie darauf folgend auch in der Schule nicht mehr beachtet werden. An dieser Stelle sind neben der Verwendung von Anglizismen, wie „dad“ (ebd.) und Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) auch die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung zu nennen. Bei der Rechtschreibung ist außerdem besonders die inkorrekte Groß- und Kleinschreibung auffällig, was am Beispiel des Titels an dem Substantiv „schule“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Somit illustriert der Autor das Problem der fehlerhaften Verwendung von Sprache bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken anhand des Titels, wodurch der Leser bereits einen Einblick in die Thematik sowie das Ausmaß der Konsequenzen dieser fehlerhaften und verkürzten Sprache bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin erwähnt Krischke, „[s]imsen“ (Z. 1) mache Schüler zur heutigen Zeit „nicht dumm“ (Z. 1), jedoch sei es auffällig, dass die Texte jener „fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Diese These veranschaulicht, dass der Autor zwar der Meinung ist, dass die Kommunikation im Internet keine negativen Auswirkungen auf die Jugendlichen hat, deren Texte und Ausdrucksweise dennoch einige Fehler aufweisen. Der Wiederspruch beziehungsweise die antithetische Wirkung dieser Aussage, wird besonders durch die adversative Konjunktion „[a]ber“ (Z. 1) hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend stellt Krischke die Frage: „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2). Dies ist ein zur heutigen Zeit weit verbreiteter Gedanke, da viele Menschen behauptet, Jugendliche würden nicht mehr viel lesen. Der Autor dahingegen widerlegt diese Auffassung, indem er auf die zuvor gestellte Frage mit „[v]on wegen“ (Z. 2) antwortet. Er ist demnach der Meinung, dass Kinder heute deutlich mehr lesen, als die meisten Leute glauben. Dies bestärkt er darauffolgend mit seiner Behauptung, sie hätten „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f.). Dabei bezieht er sich jedoch nicht auf das Lesen und Schreiben von literarischen Texten, sondern auf jenes in der Internetkommunikation. Im Anschluss daran betont er seine Behauptung durch einige Beispiele aus dem alltäglichen Leben von Jugendlichen. Er geht dabei auf das Eintippen von „Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten“  (Z. 3 f.) sowie das Verbringen von „Stunden“ (Z. 4) im Internet ein. Sowohl der Ausdruck „Millionen von Wörtern“ (ebd.) als auch das Substantiv „Stunden“ (ebd.) stellen Hyperbeln dar, wodurch der Autor seine These, dass sie viel schreiben und lesen, belegt. Dies geschieht seinen Beispielen nach jedoch nur im Internet und nicht in beispielsweise Büchern, woraus seiner Meinung nach resultiert, dass bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkommt. Der Grund dafür sei, dass das Schreiben im Internet lediglich als „Plaudermedium“ (Z. 8) diene. Dadurch wird besonders betont, dass das Schreiben im Internet nicht unter einem gewissen Druck steht, sich richtig auszudrücken und deshalb nicht die Notwendigkeit entsteht, die korrekte Grammatik sowie Rechtschreibung zu verwenden, da es bei dem erwähnten Plaudern lediglich um eine normale Unterhaltung geht, die keine Nutzung von gehobener Sprache erfordert. Durch dieses einfache Unterhalten ohne jegliche Beachtung grammatikalischer Regeln entsteht letztlich eine solch fehlerhafte Sprache wie in der Überschrift. Aufgrund dessen erläutert Krischke, die Ausdrucksweise der Jugendlichen beim Schreiben sei „Lichtjahre“ (Z. 9) von den „Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass die Kommunikation der Jugendlichen im Internet in einem starken Kontrast zum Hochdeutsch steht, was durch das zuvor aufgegriffene „Plaudermedium“ (ebd.) entsteht. Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) bringt dabei hyperbolisch das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise der Jugendlichen zum Ausdruck und betont somit die Behauptung des Autors. Schließlich greift er erneut das Beispiel aus der Überschrift auf, um seine These zu untermauern. Im Anschluss daran erklärt er, die Schreibweise der Jugendlichen lasse „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.). Durch diese Aussage wird erneut das Ausmaß der fehlerhaften Grammatik sowie der Abkürzungen in den Texten der Schüler hervorgehoben. Anschließend stellt er die Frage, ob Jugendliche, welche sich in solchen „sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Dies bezieht sich erneut auf die Fehlerhaftigkeit ihrer Texte (vgl. Z. 1) sowie die Auswirkungen der Schreibweise in der Kommunikation im Internet auf jene in der Schule oder im Beruf. Somit geht der Autor auf eine mögliche Konsequenz der Ausdrucksweise der Jugendlichen im Internet ein. Die Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd.) akzentuiert dabei das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise, welches sich in deren Textnachrichten im Internet und möglicherweise auch in ihren Texten in der Schule zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran erwähnt er die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid, welche sich diesem Thema genauer gewidmet habe, indem sie „Deutschaufsätze“ (Z. 17) von „Schülern aller Schulformen“ (Z. 17 f.) in Hinblick auf die Veränderung dieser durch die Schreibweise in deren Kommunikation in sozialen Netzwerken untersucht habe. Aufgrund dessen habe sie sich auch mit den Texten beschäftigt, die jene Schüler in „sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 21). Daraufhin habe sie jene unter der besonderen Berücksichtigung der Faktoren „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie dem „Wortschatz, […] Stil und […] Aufbau der Texte“ (Z. 23) verglichen. Durch dieses Beispiel unterstützt er seine These, indem er auf jene Professorin mit Fachkenntnissen zu diesem Thema verweist. Besonders die detailreiche Erläuterung des Experiments hebt die Seriosität sowie die Glaubhaftigkeit des Textes hervor. Schließlich nennt er auch das Ergebnis dieses Experiments, bei dem sich ergeben habe, dass die „sprachlichen Eigenschaften der Netzkommunikation“ (Z. 24 f.) kaum auffällige Auswirkungen auf die Schultexte der Jugendlichen haben würden. Dadurch wird vor Augen geführt, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar keine Rücksicht auf korrekte Grammatik und andere Aspekte genommen wird, dies sich jedoch nicht auf die schulische Leistung der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich dies auf die zu Beginn erwähnte These Krischkes beziehen, da er dort schon erwähnt, dass die Schüler „nicht dumm“ (ebd.) und ihre Texte dennoch „fehlerhafter“ (ebd.) seien. Dem fügt er hinzu, dies gelte für Schüler aller Schulformen und nicht beispielsweise nur für Gymnasiasten (vgl. Z. 26). Im Anschluss daran greift er ein Zitat der Christa Dürscheids auf, um seine Aussagen zu untermauern. In jenem erläutert sie, dass Jugendliche „´die Schreibwelten durchaus trennen´“ (Z. 27) könnten und, dass sie wissen würden, dass „´in der Schule und formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden´“ (Z. 27 ff.). Dieses Zitat stuft die „Sprechschreibe“ (Z. 9) der Jugendlichen ebenfalls von der „formellen Kommunikation“ (ebd.) ab und hebt dabei besonders den Unterschied zwischen den grammatikalischen Regeln bei jenen hervor. Gleichzeitig betont es jedoch, dass die fehlerhafte Verwendung der Grammatik in der Kommunikation in sozialen Netzwerken keine Konsequenzen für die schulische Leistung und die literarischen Texte der Schüler habe, da sie in der Lage seien diese unterschiedlichen Formen des Schreibens voneinander zu differenzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin entkräftet Krischke die vorherige Aussage jedoch, indem er behauptet, die Schultexte der Jugendlichen seien unabhängig von der Sprechschreibe jener in sozialen Netzwerken dennoch „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33). Dem fügt er hinzu, diese würden insbesondere in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung […] deutliche Defizite“ (Z. 33 f.) aufweisen. Dies bringt zum Ausdruck, dass der Autor davon überzeugt ist, dass die Schultexte der Jugendlichen vermehrt Fehler aufweisen, auch wenn dies für ihn nicht unbedingt in einem Zusammenhang mit deren Ausdrucksweise und Grammatik, beziehungsweise Rechtschreibung steht. Dies wird besonders durch das Substantiv „Defizite“ (ebd.) untermauert, da dadurch bereits angedeutet wird, dass er von der Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen ausgeht. Die Tatsache, dass diese Fehler überwiegend mit der Rechtschreibung und Zeichensetzung zusammenhängen ist dadurch zu begründen, dass die Jugendlichen jene bei der Kommunikation im Internet nicht oder kaum berücksichtigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich erwähnt der Autor eine mögliche Ursache für die Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen, indem er darauf eingeht, dass die Lehrer Schüler in den siebziger Jahren zum „freien, spontanen Schreiben“ (Z. 36) bewegt hätten, aus welchem sich daraufhin die Fehler eingeschlichen hätten. Zudem hebt er hervor, dies habe besonders Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie die Bedeutung der „[f]ormale[n] Korrektheit“ (Z. 28) gehabt. Dies bezieht sich darauf, dass die Jugendlichen beim freien Schreiben nicht berücksichtigen, ob sie etwas richtig schreiben oder wie sie es schreiben. Dabei geht es wie bereits zu Beginn vom Autor erwähnt lediglich um das Schreiben als „Plaudermedium“ (ebd.) und bei jenem sind die zuvor genannten Aspekte des Schreibens nicht relevant. Letztlich bezeichnet der diese inkorrekten Texte als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39), was zum Ausdruck bringt, dass die Auswirkungen des fehlerhaften Schreibens besonders Konsequenzen für jene Menschen haben, die diese Fehler nicht machen, beispielsweise die schon genannten „Freunde des Dudens und ganzer Sätze“ (ebd.), nicht aber für die Jugendlichen selbst, da sie es möglicherweise nicht einmal bemerken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke nicht der Meinung ist, dass die Fehlerhaftigkeit von Schultexten ausschließlich mit der inkorrekten Ausdrucksweise der Jugendlichen in der Kommunikation in sozialen Netzwerken zusammenhängt. Dennoch ist er davon überzeugt, dass in jenen Texten der Schüler vermehrt Fehler enthalten sind. Des Weiteren unterstützt er seine Behauptungen anhand von Zitaten und Beispielen sowie Metaphern und Hyperbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 2: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen haben zur heutigen Zeit einen großen Einfluss auf die deutsche Sprache. Aufgrund dessen bringen sie auch einige Konsequenzen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Übertragungen von Wortbildungen oder Redewendungen aus dem Englischen in eine andere Sprache. In der deutschen Sprache treten diese zur heutigen Zeit nahezu überall auf und werden besonders von Jugendlichen verwendet. Aber auch in der Wirtschaft sind Anglizismen häufig festzustellen. Dies resultiert hauptsächlich aus der Globalisierung, da die Kommunikation mit anderen Ländern überwiegend auf Englisch stattfindet. Der Grund dafür ist, dass Englisch die Welt- und Verkehrssprache (Lingua franca) ist und somit die weltweite Kommunikation dominiert. Zudem wird aufgrund dessen die englische Sprache in den meisten Ländern als erste Fremdsprache erlernt und wird somit bereits bei Kindern und Jugendlichen in deren Wortschatz integriert. Eine weitere Ursache für die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist der Einfluss durch die Medien und generell die Kommunikation im digitalen Raum. In sozialen Netzwerken ist das Verwenden und Verstehen der englischen Sprache nahezu unumgänglich, da Jugendliche im Internet täglich mit englischen Videos, Filmen und Werbungen konfrontiert werden. Auch das Hören von englischer Musik gehört für die meisten Jugendlichen zum Alltag. Durch diese Gründe werden englische Wörter von den Jugendlichen übernommen und in ihrer Sprache gefestigt. Dies führt dazu, dass besonders die Jugendsprache von Anglizismen geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen hat einige Auswirkungen auf die deutsche Sprache. Dabei gibt es neben den negativen Auswirkungen auch Vorteile, die Anglizismen mit sich bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine positive Auswirkung von Anglizismen ist, dass sie Wortlücken in der deutschen Sprache schließen können, wenn es in jener kein Wort für etwas gibt. Dadurch kann die Kommunikation erleichtert werden. Ein Beispiel dafür ist der Anglizismus „online“, welcher besonders im Alltag von Jugendlichen eine wichtige Rolle spielt und von jenen täglich genutzt wird, weshalb er fest in ihrem Wortschatz verankert ist. Zudem kann das Erlernen des Englischen als Fremdsprache durch die Verwendung von Anglizismen im Alltag erleichtert werden. Dies liegt daran, dass einige Begriffe bereits in dem Wortschatz des Lernenden vorhanden sind und dadurch nicht neu erlernt werden müssen.&lt;br /&gt;
Eine der negativen Auswirkungen der Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist, dass sowohl in der Jugendsprache als auch generell in der Alltagssprache Begriffe in die deutsche Sprache einfließen und in jener aufgenommen werden. Dies führt letztlich zum Sprachwandel, da viele Begriffe aus dem Englischen übernommen werden, obwohl es ein deutsches Wort dafür gibt. Dies resultiert meist daraus, dass der englische Begriff kürzer ist und etwas gleichzeitig treffender beschreibt. Dies kann jedoch auch zu einem Sprachverlustführen, da jene deutschen Wörter dadurch nicht mehr verwendet werden und somit im deutschen Wortschatz durch das englische Wort ersetzt werden. Des Weiteren werden die Anglizismen überwiegend von jungen Menschen verwendet, während ältere Menschen noch die deutsche Bezeichnung nutzen oder ein Wort, wie beispielsweise „online“ generell nicht verstehen. Dadurch wird die Kommunikation zwischen jungen und alten Menschen erschwert, da die Älteren die Anglizismen nicht nachvollziehen können. Aufgrund dessen können Anglizismen in der deutschen Sprache auch zu Problemen bei der Kommunikation führen, da die unterschiedlichen Generationen einen anderen Wortschatz besitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache einige Konsequenzen, wie den Sprachverlust oder Kommunikationsschwierigkeiten zwischen verschiedenen Generationen mit sich bringt. Auf der anderen Seite können Anglizismen das Erlernen der englischen Sprache erleichtern und somit die Kommunikation zwischen verschiedenen Ländern erleichtern, was aufgrund der Globalisierung von großer Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
'''1. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Kirschke verfasst, 2011 veröffentlicht und thematisiert den Verlust von grammatischen Regeln und Strukturen im Bezug auf die heutige Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit der Überschrift „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“(Z. 0) verweist schon auf einige strukturelle und grammatikalische Fehler hin. Beispielsweise die Groß- und Kleinschreibung im Wort „schule“ (ebd.), „booaaa“ (ebd.), „dad“ (ebd.). Zudem die Verwendung von Anglizismen wie „dad“ (ebd.), welche darauf hin weist, dass die englische Sprache in der deutschen Sprache, besonders in der Jugendsprache, von Bedeutung ist. Abkürzungen wie „wg“ (ebd.) sind ebenfalls geläufig und zeigen, dass die Relevanz Wörter auszuschreiben deutlich abnimmt und zur Routine wird. Der Ausdruck „booaaa“ (ebd.), welcher als Interjektion zu bezeichnen ist, verweist deutlich auf die Empfindung der jeweiligen Person und wird ebenfalls sehr oft in der Jugendsprache verwendet. Daraufhin folgt eine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) , welche antithetisch zu betrachten ist, da im ersten Teil der These behauptet wird, das dass Schreiben unter Schülern nicht dumm macht (vgl. Z. 1), jedoch darauf folgend gesagt wird, dass ihre Texte die sie schreiben, heutzutage viel fehlerhafter sind wie damals. Die zweite Behauptung lässt sich zudem im Bezug auf die Überschrift deutlich bestätigen. Zudem verweist der zweiter Teil der These darauf hin, dass der Verlust von grammatikalischen Regeln immer mehr wird und zu verschiedenen Problemen führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext wird durch die rhetorische Frage „Kinder lesen zu wenig? Von wegen“ (Z. 2) eingeleitet und verweist die Leserschaft direkt darauf, dass diese Aussage nicht stimmen kann, welche mit der darauffolgenden Aussage „Von wegen“ (ebd.) entkräftet wird. Zudem wird die Aussage mit „[w]ohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2f.) verdeutlicht und unterstützt somit die rhetorische Frage ebenfalls. Die Aussage „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen, E- Mails und Internet- Infos“  (Z. 3ff.)  sind Beweise dafür, dass sie sich viel mit der deutschen Sprache und Kommunikationsnetzwerken auseinandersetzen. Der Beweis dafür, dass nicht jeder der Meinung ist, dass das viele Kommunizieren und Schreiben in den Medien von Vorteil ist, zeigt sich durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und „kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf“ (Z. 6f.). Diese Aussage wird daraufhin dadurch untermauert, dass „Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium [dient] (Z. 7f.). Die Akkumulation „Simsern, Chattern, Twitterern“ sind zudem Neologismen, aber im Bereich der Jugendkommunikation gängige Begriffe. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) zeigt, dass die Art und Weise, wie miteinander geschrieben wird interessant ist und zu Diskussionen untereinander führt, welche das Wortspektrum der Jugendlichen erweitert. Das Kommunizieren unter Jugendlichen zeigt eine deutliche Problematik, welche im Folgenden anhand von „den Normen der Hochsprache ist ihre Sprechschreibe Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.) einleuchtend wird. Damit sagt der Autor aus, dass die Jugend so wie sie spreche auch schreiben würde und das diese Art von Kommunikation weit von der deutschen Sprache entfernt ist, was auf ein Problem heutzutage hinweist. Der Autor nennt Beispiele wie „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]“ (Z. 9f.), welche er als „Gebilde“ (Z. 9) bezeichnet und somit auf den Verlust von grammatikalischer Korrektheit hinweist. Die genannten Beispiele sind typisch für die heutige Schreibweise der Jugendlichen, in der deutlich wird, dass Regeln wie Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung, Abkürzungen, Anglizismen und Neologismen von Routine sind und die deutsche Sprache somit in den Hintergrund stellen. Zudem weist der Autor darauf hin, dass „Freunde des Dudens  und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11f.)  Diese Aussage zeigt negative Kritik im Bezug zum Wortschatz und der deutschen Sprache. Immer mehr Menschen widmen sich der fehlerhaften Schreibweise.&lt;br /&gt;
Auf diese Problematik aufbauend stellt der Autor eine Frage „Können Jugendliche, die sich in diesem sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12ff.). Die Akkumulation in der Frage ist direkt auffallend und beweist, dass sich mit der Zeit immer mehr Probleme und Fragen aufgebaut haben. Viele wichtige Schreibformate, welche im Leben oft sehr wichtig sind, um sich zum Beispiel zu bewerben oder eine gute Klausur zu schreiben werden nicht mehr wirklich ernst genommen, sondern eher vernachlässigt. Die Erkenntnis von mangelnder Grammatik wird anhand von „Trümmerlandschaften“ (Z. 13f.) deutlich.  Wolfgang Krischke erwähnt zur Beantwortung auf die Frage eine „Germanistik- Professorin Christa Dürscheid  von der Universität Zürich“ (Z. 16). Aufgrund das der Autor eine Professorin in seinem Text benennt, wird deutlich, dass sich auch Wissenschaft mit den immer steigenden Problemen der deutschen Sprache im Bezug auf die Jugend verschlechtert und zu massiven Problemen führt, weshalb sie „Mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht [hat], verfasst von 16- bis 18- jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 16ff.). Allein die Information das sie eine hohe Anzahl an Aufsätzen aus unterschiedlichen Schulformen gelesen und untersucht hat, zeigt das sich deutliche Unterschiede in der Sprache und Grammatik zeigen und notwendig sind zu erforschen. Das Alter zwischen 16 und 18 Jahren, zeigt zudem auch deutliche Unterschiede in der Art und Weise wie ein Text verfasst wird und welche verschiedenen Anglizismen oder Neologismen verwendet werden. „Zum Vergleich zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18ff.) und „[d]abei interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21ff.). damit verweist der Autor ebenfalls nochmal auf den breitgefächerten Raum von Struktur und Ordnung der Texte und das sich nicht nur Germanisten sondern auch Linguisten mit der Veränderung der deutschen Sprache beschäftigen. Das Forschen der Texte zeigt folgendes Ergebniss: „ In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24ff.). Durch dieses Ergebnis belegt der Autor seine oben genannte These, dass Simsen Schüler nicht dumm macht (vgl. Z. 1) und bestätigt diese damit. Zudem bestätigt der Autor, dass die Art und Weise des Schreibens innerhalb der Kommunikationsnetzwerke ebenfalls keine Auswirkungen auf Berufsschüler und Gymnasiasten habe(vgl. Z. 26). Darauf aufbauend sagt Wolfgang Kirschke „Die Schüler können die Scheibwelten durchaus trennen“ (Z. 26f.). Die These die der Autor aufstellt unterstützt repetierend deine Aussage, dass Simsen Schüler nicht dumm macht und ihre Freizeit von schulischen Aktivitäten unterscheiden können. „‘Sie wissen das in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden‘ , sagt Christa Dürscheid“ (Z. 27ff.) und bestätigt somit die Meinung des Autors. Aufgrund ihrer Erkenntnis, dass Schüler fähig sind, schulisches und formelles von ihrer Freizeit trenne zu können, „liefert die Zürcher Studie“ (Z. 30f.), dass Deutschlehrer sich trotzdem nicht entspannt zurücklehnen können (vgl. Z. 30). „Denn auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet-die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 31ff.) und bestätigt damit den zweiten Teil der obigen genannten These, dass ihre Texte heute fehlerhafter sind als früher (ebd.). Anhand dessen wird deutlich, dass die Texte viele Fehler beinhalten und der Ausdruck „alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) zeigt deutlich die Vielzahl an Fehlern.  Diese Fehler würden „[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung[...] deutliche Defizite [aufweisen]“ (Z. 33f.).Der Ursprung, dass sich die Sprache der Jugend verändert hat, „begann in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Daran wird deutlich, dass in der damaligen Zeit nicht viel Wert auf die Qualität der Sprache gelegt wurde und bestätigt somit auch wieder seine erste These, dass die digitale Kommunikation keinen Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe. Diese Art von Entwicklung bezeichnet Kirschke als „begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36f.), klingt danach, dass der Autor dieses Verfahren als positiv bewertet, die adversative Konjunktion „jedoch“ (Z. 37) einen Einwand einleitet der zeigt, dass dieser Trend „auf Kosten ‚harter‘ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. Diese Problematik zeigt sich deutlich in der Überschrift des Sachtextes, in der die Rechtschreibung vernachlässigt wurde und somit die Anzahl an fehlerhaften Texten in der Schule. Daraus lässt sich wie Wolfgang Kirschke erklärt zeigen, das „formale Korrektheit“ (Z.38) an Bedeutung verlor, „zeitweise gar nicht in den Verdacht“ (Z. 38f.) geriet, „bürgerliche Schikane zu sein“ (Z.39). Der Substantiv „Schikane“ (ebd.) ist von besonderer Bedeutung, weil damit nochmal das Problem, dass das Kommunizieren auf Netzwerken oder in der Freizeit, beispielsweise orthografische Mängel sich auf die schulischen Texte übertragen und somit die Fehler Quote steigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Sachtext die Probleme und Veränderungen der deutschen Sprache bezogen auf die Jugend sehr gut darstellt, aufgrund das viele Neologismen benutzt werden, um die Problematik in den Vordergrund zu stellen. Zudem ist auch die Unterscheidung zwischen früher und heute in der Schule klar dargestellt, was dazu beiträgt, dass das fehlerhafte Schreiben nicht nur von heute, sondern auch den Prinzipien von früher geschuldet ist.  Auch wird die erste These die Wolfgang Kirschke in seinem Text erwähnt fortlaufend im Text unterstützt und begründet. Akkumulationen, Neologismen, adversative Konjunktionen tragen zum Verständnis des Textes bei und bereichern die Funktion des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die Deutsche Sprache erläutert:&lt;br /&gt;
Unter Anglizismen versteht man Wörter aus der englischen Sprache, die in eine anderen Sprachen, besonders in der deutschen Sprache, eingeflossen sind. Zum Beispiel „Influencer“; „Fake News“; „Dad“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage ist die Nutzung von Anglizismen ein gängiger Prozess geworden und die englische Sprache ist Teil der deutschen Sprache geworden. Worin die Ursache liegt , ist zum einen der Prozess der Globalisierung und die Verbreitung von amerikanischen Rohstoffen oder Produkten in Europa und vor allem Deutschland. In Amerika gibt es andere Bezeichnungen für zum Beispiel: Musik, Medien, Essen usw. Durch den Prozess der Globalisierung kommunizieren wir Menschen überall in der Welt miteinander und lernen neue Sprachen und Wörter kennen. Somit bürgern sich bestimmte Wörter in den Wortschatz der deutschen Sprache ein. Zudem ist Englisch die gängigste Sprache mit der weltweit kommuniziert wird. Zudem ist die Verwendung von Anglizismen in der Wissenschaft auch ein gängiger Prozess, weshalb wir Menschen automatisch eine Sprachveränderung hinnehmen. Das Benutzen von englischen Wörter in unserer Sprache führt jedoch auch dazu, dass sie verflacht und an Bedeutung verliert. Zudem hat die Verwendung massive Auswirkungen auf korrekte und komplexe Grammatik und Orthografie des Deutschen. Diese Problematik ließ sich im Sachtext von Wolfgang Krischke „Schreiben in der Schule- booaa mein dad voll eklich wg schule“ erkennen und ist besonders bei Jugendlichen der Fall. Sie chatten den ganzen Tag auf Plattformen wie Snapchat, Instagram oder Twitter und achten dabei gar nicht mehr auf die Korrektheit der Grammatik. Jeder individualisiert sich seine eigene Sprache, wodurch die deutsche Sprache auch an Wichtigkeit verliert.   Auch verändert sich unsere Sprache von Tag zu Tag immer mehr, weil wir durch mediale Netzwerke zu jeder Zeit einen Einblick in die Welt von Anderen gewinnen und neue Wörter kennenlernen, die wir dann in unserer Sprache aufnehmen. Es gibt außerdem Meinungen von Menschen die sagen, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit der Kommunikation  eine Schwierigkeit darstellen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Generationen vor unserer Lebenszeit. Diese sprachen ausschließlich in ihrer Landessprache und kannten keine anderen Sprachen. Die älteren Menschen verstehen daher heute nicht mehr alles was wir sprechen, da wir Anglizismen benutzen und ihnen diese Begriffe nicht bekannt sind. Allgemein ist es ziemlich schwierig die Sprache wieder in ihre Ursprungsform zu setzen, da die weltweite Kommunikation auch aufgrund von Export und Importprozessen immer mehr stattfindet.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Aus diesen ganzen Ergebnissen lässt sich deuten, das der Wandel der Sprache nicht zu stoppen ist und die Fehlerhaftigkeit der deutschen Sprache im Bezug auf Grammatik und Orthografie immer mehr zunehmen wird. Besonders Jugendliche werden mit der Zeit unter der Problematik leiden, da die Nutzung von medialen Kommunikationsnetzwerken immer mehr im früheren Alter erlaubt wird und somit keine Chance mehr besteht, sich mit richtig guter Sprache auseinanderzusetzen. Des Weiteren stellt die englische Sprache die heutige Sprache dar und lässt somit vor allem der deutschen Sprache nicht ihren Raum sich weltweit zu verbreiten und zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1: === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher im Jahre 2011 erschien und von Wolfgang Krischke verfasst wurde, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es um den '''Wandel der deutschen Sprache in der Jugend''' (zu ungenau).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zu analysierende Textstelle setzt damit ein, dass Krischke seine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) formuliert. '''Damit sagt er aus, dass Simsen die Schüler zwar nicht dümmer macht, sie allerdings in gewisser Weise zu beeinflussen scheint, da ihre Texte im Gesamten fehlerhafter als früher werden''' (Erklärung? Hier wiederholst du nur die These in anderen Worten). Nach dieser These formuliert er eine '''rhetorische Frage''' (Klischee, keine rhetorische Frage), welche er dann im Anschluss direkt beantwortet: „Kinder lesen zu wenig ? Von wegen.“ (Z.2). Damit will er verdeutlichen, dass zwar sehr wahrscheinlich das Lesen von Büchern bei Jugendlichen immer seltener wird, diese allerdings andere Quellen, wie das Internet nutzen und dadurch ebenso lesen lernen. Er behauptet sogar, dass die Jugendlichen „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z.2f.) haben. Dies unterstützt er mit den Beispielen : „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z.3ff.). Laut ihm ist dies allerdings nicht sehr erfreulich, da diese Medien als „Plaudermedium“ (Z.8) gelten, '''also zwar der Kommunikation dienen, dies allerdings nur bei nebensächlichen, bis irrelevanten Dingen''' (Richtiger Ansatz, aber das muss anders formuliert werden, vielleicht: was bedeutet, dass diese in der Regel zur Kommunikation in der Alltagssprache verwendet werden und die Texte somit nicht immer formal und sprachlich korrekt verfasst werden). Denn sie sei laut Pädagogen und Ausbildern von der Normen der Hochsprache Lichtjahre entfernt (vgl.Z.6ff.). Dies ist eine Hyperbel, da sie zwar weit entfert sein kann, Lichtjahre allerdings viel zu übertrieben sind. Darauf nennt er Beispiele für die heutigen sprachlichen Fehler einiger Jugendlicher. Ein Beispiel dafür ist der im Titel bereits aufgeführte Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (Z.9f.). Dieser besteht fast überwiegend aus Fehlern. Den Ausdruck „booaaa“ (ebd.) gibt es in der deutschen Sprache nicht, '''er ist eine Interjektion''' (Welche Funktion hat diese?). Die Bezeichnung „dad“ (ebd.), welche aus dem Englischen kommt und Vater heißt, ist ein Anglizismus und „eklich“ (ebd.) ist ein Rechtschreibfehler, da es eigentlich „eklig“ lauten müsste. Außerdem besteht dieser Satz aus der Abkürzung „wg“ (ebd.), welche die Präposition wegen abkürzt. Zu guter Letzt wird die groß- und Kleinschreibung vernachlässigt, da das Nomen „schule“ (ebd.) einfach klein geschrieben wird '''(Allgemein: du zitierst Wort für Wort, benennst Wortart und Fehler, aber erklärst nicht welche Funktion das Beispiel/der Titel hat und verweist auch nicht auf die Wiederholung des Titels)'''. Im Folgenden stellt er eine '''rhetorische''' (nicht wirklich rhetorisch) Frage, welche dem Leser den Gedankengang des Autors vor Augen führen soll, und beantwortet diese dann um seinen Standpunkt zu erläutern. Diese lautet : „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen ?“ (Z.12ff.) In dieser '''rhetorischen Frage''' (s. vorheriger Kommentar) steckt außerdem eine Metapher „sprachlichen Trümmerlandschaften“ (ebd.), welche für Schlechte Sprachkenntnisse steht, diese allerdings noch etwas dramatisiert. Laut Krischke verfasste sich eine Germanistik-Professorin genau mit diesem Thema und untersuchte rund 1000 Deutschaufsätze, welche von 16- bis 18- Jährigen Schülern aller Schulformen verfasst wurden und verglich diese mit rund 1100 SMS-Nachrichten, E-Mails und Chats in sozialen Netzwerken und legte dabei besonderen Wert auf Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, Wortschatz und den Stil und den Aufbau der Texte (vgl.Z.15ff.). '''„Das Ergebnis : In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation  nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z.23ff.)''' (Das Ergebnis zu zitieren ist nicht für deine Analyse relevant, eher die Funktion bzw. die Formulierung). Dies lässt darauf schließen, dass das '''„Simsen, Chatten und Twittern“ (Z.7)''' (unnötiges Zitat) keine negative Auswirken auf die '''„16- bis 18- jährigen Schüler“ (Z.17) haben''' (unnötiges Zitat). „Das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“(Z.26) laut '''Krischke und Dürscheid''' (das hat Krischke geschrieben), hat also nichts mit der Bildung der Schüler zu tun und sie „können die Schreibwelten durchaus trennen“(Z.27). „Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden, sagt Christa Dürscheid“(Z.27) (Funktion des Zitates erläutern). Damit verdeutlicht sie erneut, dass Chatten sich nicht negativ auf die Rechtschreibung der Jugendlichen auswirkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in dem zu analysierenden Text den Einfluss des Chattens auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass die '''Digitalisierung''' (wie kommst du auf Digitalisierung?) keine Schuld am Verlust von Grammatik und Rechtschreibung hat. Um dies zu bekräftigen, nennt er eine Studie, welche seine Meinung zu diesem Thema widerspiegelt. (Es fehlen die sprachlich-formalen Aspekte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile sind Anglizismen schon Normalfall in der deutschen Sprache geworden, unabhängig davon, ob sie nun bewusst oder unbewusst genutzt werden. Doch was genau sind Anglizismen überhaupt ? Anglizismen sind Worte, Sätze, Ausdrücke oder auch Bedeutungen, welche aus dem Englischen stammen und auf andere Sprachen, wie z.B. das Deutsche übertragen werden. Ein Beispiel dafür ist der Ausdruck „nice“, welcher übersetzt „nett“ heißt und besonders von Jugendlichen verwendet wird um auszudrücken, dass einem etwas gut gefällt oder man etwas gut findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich mich mit den Ursachen und Konsequenzen eben dieser befassen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind sowohl positiv, als auch negativ ausgeprägt. Doch zunächst einmal ist zu klären, wo diese denn überhaupt herkommen. Der Hauptgrund für das Auftreten von Anglizismen ist die Digitalisierung und der damit verbundene, stetig steigende Kontakt verschiedener Nationalitäten über das Internet. Nie zuvor war das Beherrschen der englischen Sprache so wichtig und nützlich wie heutzutage. Dadurch vermischen sich dann gut und gerne mal bestimmte Begriffe und es entstehen Anglizismen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch welchen Einfluss haben diese auf die deutsche Sprache ? Die negativen Einflüsse sind z.B. dass die deutsche Sprache oder andere Sprachen generell mit der Zeit immer weiter vom englischen übernommen werden. Für traditionelle Menschen oder Menschen, z.B. deutsche Autoren kann dies durchaus negativ sein, allerdings liegt der Einfluss im Auge des Betrachters, denn wenn es irgendwann nur noch eine Sprache gibt und jeder Englisch spricht, wären sehr viele Dinge, besonders die Kommunikation, immens erleichtert. Negativ kann auch sein, dass das Deutsche immer weniger formell wird und man in einigen Jahren z.B. beim Bewerbungsgespräch Anglizismen verwendet und dies ungewohnt und neu für die Menschen ist und für viele auf den ersten Blick negativ erscheint. Positiv zu erwähnen ist allerdings auch, dass durch Anglizismen das Lernen der englischen Sprache erleichtert wird, da man sich viele Bedeutungen von Begriffen einfach ableiten kann und meistens auch weiß, wie sie gesprochen und geschrieben werden. Zusätzlich positiv zu erwähnen ist, dass es im englischen viel präzisere Begriffe gibt, um sich ausdrücken und es kaum Worte mit mehreren Bedeutung, welche allerdings nichts miteinander zu tun haben gibt. Im Deutschen hingegen ist dies oft der Fall. Ein Beispiel ist z.B. das Nomen „Bank“, welches zum Einen eine Sitzgelegenheit und zum Anderen die Möglichkeit Geld einzulagern, sein kann. Dies macht das Englische viel variabler und präziser als das Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sowohl positive, als auch negative Konsequenzen bezüglich des Einflusses von Anglizismen gibt und diese ziemlich ausgewogen sind und je nach Perspektive des Betrachters stark variieren können.&lt;br /&gt;
(Zweite Aufgabe muss mehr auf die Sprache an sich bezogen werden z.B. Rechtschreibung, Grammatik, Verständigung etc. Aber die Aspekte die du aufgeführt hast waren nicht falsch, nur leider stehen sie nicht im Erwartungshorizont)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 1)''' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule“, von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert die Veränderung der Sprache, zwischen schulischem und privatem Schreiben und einer Stellungnahme des Autors zu diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Teil des Titels „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, liefert dem Leser ein Beispiel, zum Schreiben per SMS oder anderen Internetplattformen. Es wird Umgangssprache genutzt : „booaaa“ , noch dazu werden beim Chatten Anglizismen genutzt, um sich auszudrücken, wie hier der Begriff „dad“ (aus der englischen Sprache, Vater). Zudem kommt, dass nicht auf Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung geachtet wird, wie die Wörter „eklich“ oder „schule“ zeigen.&lt;br /&gt;
Der Untertitel des Textes „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1), wird vom Autor genutzt um eine These aufzustellen. Diese ist jedoch antithetisch, da der Autor zuerst meint, dass „Simsen […] Schüler nicht dumm [macht]“ (Z.1), dann  jedoch durch den Ausdruck „Aber“ (Z.1), eine Gegenthese eingeleitet wird, da Krischke dann meint, die Texte der Jugendlichen, seien heute fehlerhafter als früher (vgl. Z. 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Textes lassen sich vier Sinnabschnitte erkennen. Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12), stellt der Autor Thesen auf und erläutert diese kurz. Direkt zu Beginn, stellt er eine rhetorische Frage an seine Leser „[ob] Kinder [zu wenig] lesen?“ (Z. 2), welche er im nächsten Satz beantwortet und verneint (vgl. Z. 2). Durch seine kurze Antwort „Von wegen“ (Z.2), wird seine Position direkt klar. Auch mit der Ergänzung „Wohl noch nie haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z.2f.), unterstützt er seine Meinung und auch die Jugendlichen heutzutage, um die es sich ebenfalls, im vorliegenden Sachtext dreht. Sie „tippen [täglich] […] Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z.3ff.). Der Autor schafft dann eine Überleitung ins negative, durch die Konjunktion „trotzdem“ (Z.6). „Bei Pädagogen und Ausbildern [kommt trotzdem] keine rechte Freude auf“ (Z.6f.). Auf diese These folgt direkt eine konkrete Begründung, welche durch „denn“ (Z.7) eingeleitet wird. Es heißt bei den Jugendlichen, welche hier als „Simser[...], Chatter[...] und Twitterer[...]“ (Z.7) bezeichnet werden, diene die Schrift hauptsächlich als Kommunikationsmittel (vgl. Z. 7f.). Zusätzlich wird der Neologismus „Plaudermedium“ (Z.8) verwendet. Von den „Normen der Hochsprache“ (Z.8), sei die Sprache der Jugendlichen, welche im Text als „Sprechschreibe“ (Z.9) bezeichnet wird, Lichtjahre entfernt (vgl .Z. 9f.). Mit „Sprechschreibe“ (ebd.) ist  gemeint, dass die Jugendlichen die verschiedenen Wörter so schreiben, wie sie es hören und verstehen und dass kaum mehr auf Grammatik, Recht- und vor Allem Groß- und Kleinschreibung geachtet wird. Durch die Verwendung von Beispielen wie „booaaa mein dad voll eklisch wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl“ (Z.9f.) wird dem Leser klar gemacht, wie die Jugendlichen in ihrer Freizeit schreiben und wie hoch die Fehler in ihrer Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.12 – 23), beginnt mit einer rhetorischen Frage auf welche im weiteren Verlauf eingegangen wird und so beantwortet wird. Es wird gefragt, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z. 12). Die Metapher „sprachliche[...] Trümmerlandschaften“ ist zugleich eine Hyperbel. Sie dramatisiert das Ganze noch mehr. Durch die Erwähnung der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) wird dem Text eine gewisse Zuverlässigkeit zugeteilt, die den Text professioneller klingen lässt. Sie habe eine Studie durchgeführt, bei der sie sich auf die Rechtschreibung, Interpunktion, Grammatik , den Wortschatz, Stil und Aufbau von Texten, konzentriert haben (vgl. Z.15ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis dieser Studie wird dem Leser im dritten Abschnitt (Z.23-29) mitgeteilt. Laut der Studie, von welcher im letzten Sinnabschnitt die Rede ist, hinterlassen die „sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation [in keinem Bereiche] nennenswerte Spuren in den Schultexten“ (Z.24f.). Durch das Zitat „Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und in der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 26ff.), von der Expertin Christa Dürscheid, wird die Studie erläutert und belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.29-39) unterscheidet sich allerdings wieder etwas und wird vom Autor genutzt um seine Meinung erneut darzulegen. Es sei dennoch kein Grund für die Lehrer sich zu entspannen (vgl. Z.29f.), wie die Züricher Studie zeige. Die Begründung wird mit „Denn“ (Z. 30) eingeleitet, „auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet - die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 30ff.). Die Metapher „deutliche Defizite“ (Z.34), in der Rechtschreibung, zeigt dass viele Fehler vorhanden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem beschäftigte sich Wolfgang Krischke mit dem Thema Sprachwandel durch elektronische Kommunikation, er stellt auch sehr deutlich seine Meinung dar und bezieht eine Studie mit in seinen Text ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 2)''' === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden, werden die Ursachen des Einflusses von Anglizismen und dessen Folgen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen sind Begriffe, welche aus der englischen Sprache stammen und ins deutsche übernommen werden. Dies kommt heutzutage vermehrt vor, doch woran liegt das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der bedeutendsten Gründe ist eindeutig, die Jugendsprache beziehungsweise die moderne deutsche Sprache. Die Jugendlichen übernehmen immer mehr englische Begriffe oder Ausdrücke in ihren Wortschatz und verwenden diese in der Alltagssprache. Vor allem dadurch, dass englisch eine internationale Sprache ist, welche in der heutigen Zeit in jeder Schule als Hauptfach im Stundenplan steht, werden die Begriffe gelernt und oft übernommen. Besonders aus dem amerikanischen Englisch stammen einige Ausdrücke, welche von Jugendlichen verwendet werden. Durch die Verwendung der Ausdrücke gleicht man sich der Gesellschaft an, es ist „in“ diese Wörter in die Sprache mit einzubeziehen. Die heutige Generation kennt schon viele Anglizismen, dessen sie sich nicht bewusst ist, zum Beispiel „Smartphone“, „Display“, „Computer“, „On-/Offline“ oder auch „Laptop“ sind englische Begriffe mit denen wir groß geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bringen die Anglizismen auch Konsequenzen mit sich, welche nicht gerade positiv sind. Durch die vermehrte Verwendung von Anglizismen geht ein Teil der deutschen Sprache verloren, da Begriffe wie „Rechner“ oder „Mobiltelefon“ kaum noch verwendet werden, meist nur von älteren Menschen. Die deutsche Sprache geht also auf eine gewisse Art und Weise verloren, somit auch ein Teil der Kultur. Natürlich ist es gut die englische Sprache zu beherrschen, jedoch sollte das Deutsche auch beibehalten werden und sich nicht durch die Englische ersetzen lassen. Sagt man, es sei nicht tragisch ein paar englische Wörter in unsere Sprache zu übernehmen, ist das richtig, jedoch nimmt dies zu und es werden immer mehr Begriffe vom englischen übernommen, was man selbst gar nicht mehr bemerkt, da es zur Gewohnheit wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kann man sagen, dass die Hauptursache für die Verwendung von Anglizismen in der neuen deutschen Sprache liegt und, dass dies mit sich bringt, dass ein Teil unserer Kultur verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabe === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ mit dem Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde, thematisiert den Einfluss digitaler Kommunikationsformen auf das Schreiben und die Sprache der Jugend in der Schule sowie den allgemeinen Sprachverlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn fällt dabei besonders die antithetische, eben bereits genannte Überschrift auf, die die Schule auf indirekte Weise dem Privatleben gegenüberstellt. Während der Teil „Schreiben in der Schule“ eher sachlich formuliert ist, nutzt der Autor im zweiten Teil ein sehr umgangssprachliches Beispiel, in welchem er unter anderem die Interjektion „booaaa“, den Anglizismus „dad“ oder die Abkürzung „wg“ für – wegen -  einbaut. Zudem fallen die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung auf, die jedoch in heutigen Chats nicht gerade selten aufzufinden sind. Somit stellt Krischke im Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher ausdrücken soll, dass eine Person von seinem/ihrem Vater genervt ist, da dieser über die Schule spricht, die Problematik dar, die durch das digitale Chatten entstehen. Diese lässt sich, wie im Beispiel erkennbar, besonders an der Groß- und Kleinschreibung sowie der genutzten Abkürzung wiederfinden.  Daran schließt er in der Unterüberschrift mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) an, welche Krischke der Überschrift gewissermaßen antithetisch gegenüberstellt, da diese wegen der Fehler eher von einem Intelligenzverlust der Schüler zeugt, wenn diese „simsen“. Eingeleitet durch die adversative Konjunktion „Aber“ (Z. 1) nennt er jedoch daran anschließend eine, die erste Aussage einschränkende These in „Aber ihre Texte sind fehlerhafter als früher“ (Z. 1). Somit macht er doch deutlich, dass ein Qualitätsverlust der Sprache bei Schülern vorhanden sei. Darin akzentuiert er besonders den Vergleich zu „früher“ (ebd. ), welcher gewissermaßen die Digitalisierung als Grund in den Fokus nimmt, da diese in früheren Jahren wesentlich geringer ausgeprägt war und erst in den neueren Jahren immer größer und weiterentwickelter wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Text beginnt er mit der Frage „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2), welcher er gleich im Anschluss mit den Worten „Von wegen“ (Z. 2) entkräftet. Diese Aussage erläutert er dann im Folgesatz, indem er behauptet „Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f. ). In diesem kommt besonders der Vergleich zu früher zum Ausdruck, der bezogen auf die Unterüberschrift darstellt, dass in Abhängigkeit von mehr Lesen und Schreiben auch mehr Fehler in der heutigen Welt gemacht würden. Auch wenn er sich in diesem Aspekt nur auf das Lesen bezieht, lässt sich durch den Kontext der medialen Kommunikation auch das Schreiben mit einbeziehen. Eben dieses spricht Krischke auch im folgenden Satz „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihre Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 3 ff. ) an. Hier vereint er die Aspekte des Lesens und Schreibens miteinander und arbeitet dabei besonders die Zunahme der Nutzung, was in Worten wie „täglich“ (ebd. ), „Millionen“ (ebd. ) oder auch der Akkumulation von möglichen Nachrichtenformaten deutlich wird, heraus. Dabei spricht der Autor also besonders die große Reichweite an, die Handys und Computer in der heutigen Welt haben. Was der Autor hier jedoch noch als positiv darstellt, „kommt bei Pädagogen und Ausbildern“ (Z. 6 f. ) nicht gut an. Diese Gegensätzlichkeit von der Positivität des vielen Lesens und dem negativen Meinungsbild von Experten drückt Krischke durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und eine eher ironische Gesamtsprache, die hier im Ausdruck „kommt […] keine rechte Freude auf“ (Z. 6 f. ) deutlich wird, aus. Diese These erläutert er im Anschluss genauer. Somit sähen Pädagogen diese Art von Schreiben als eher negativ, „Denn Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f. ), also als Kommunikationsmittel. In Anbetracht dessen lässt sich die Kritik auf den Nachlass der direkten Kommunikation beziehen. Im Ausdruck „Plaudermedium“ (ebd. ) wird jedoch, wie in der allgemein ironischen Sprache, zugleich die eher kritische Sichtweise des Autors ausdrücklich. In diesem Sinne sei die Chatsprache auch „Von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8 f. ). In diesem sehr hyperbolischen und metaphorischen Ausdruck geht der Autor wiederholend auf die Problematik der Textnachrichten ein, welche laut ihm im Verlust der Grammatik läge. In diesem Zusammenhang nennt er dann die Beispiele „`booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl (= hab dich ganz doll lieb)`“ (Z. 9 f. ), in welchen er zum einen die Überschrift erneut aufgreift, aber auch zwei weitere Beispiele nennt, die die Problematik des Sprachverlusts noch einmal stärker zum Ausdruck bringen und in diesem Sinne konkret zeigen, wie die heutige Jugend miteinander kommuniziere. Eben diese Formulierung in Textnachrichten „lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze immer noch zusammenzucken“ (Z. 11 f. ), wodurch Krischke die in den Nachrichten oftmals verwendete umgangssprachliche und verknappte Form des Schreibens noch einmal akzentuiert. Jedoch wird nicht nur diese, sondern auch noch einmal die Kritik gewissermaßen deutlich, wodurch er eine Brücke zwischen Erläuterung der Situation und der Meinung einiger schlägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er die Problematik im ersten Abschnitt (Z. 2-12) bezogen auf das digitale Schreiben zu Kommunikationszwecken dargestellt hat, geht er im zweiten Sinnabschnitt (Z. 12- 29) auf den Einfluss dieses fehlerhaften Schreibens auf essentielle Schul- und Bewerbungstexte ein. Erneut beginnt er seinen Abschnitt mit einer Frage, mit der er den Leser langsam in die Thematik führt. Durch seine verwendete Struktur, die im jeweiligen Abschnitt immer in einer ausdifferenzierten Beantwortung der anfänglichen Frage mündet, wirkt es, als würde er dem Leser seine Fragen in gewisser Weise vorwegnehmen und ihm allgemein etwas vermitteln, das entscheident zu wissen sei. So beginnt er den zweiten Abschnitt also mit der Frage „Können Jugendliche, die sich in sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff. ). In dieser wird erneut seine kritische Sicht auf die Sprache der Jugend deutlich, indem er diese anhand der Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd. ) wertend verbildlicht. Zudem beinhalten die Adjektive „lesbar[…], präzise[…], angemessen“ (ebd. ) einen etwas wertenden Akzent, da den Jugendlichen hierbei gewissermaßen unterstellt wird, dass diese undeutlich, verknappt und umgangssprachlich schrieben.  In diesen Worten bleibt jedoch stets ein wenig offen, ob er oder der Großteil der Gesellschaft der Sache  kritisch gegenübersteht, da seine ironische Sprache teils eher von einem gesellschaftskritischem Gedanken zeugt. Dies zeigt sich auch in den folgenden Sätzen, in welchen Krischke für die Jugend argumentiert und sich diesbezüglich die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) als Expertin zu Nutzen macht, um die Antwort auf die Frage zu belegen. Diese habe nämlich „mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, verfasst von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich. Zum Vergleich zog [sie] […] über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit […] geschrieben hatten“ (Z. 16). Hier  stellt der Autor also die Studie im Allgemeinen vor, unterstreicht dabei besonders den vorgenommenen Vergleich von Schul- und Freizeittexten und unterstreicht die Ausbreitung der Textnachrichten durch die akkumulierende Darstellung einiger Textmedien. Im Vergleich der beiden Textformen „interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21 ff. ). Diese akkumulierende Aussage deutet darauf hin, dass nicht alleine die sprachliche Korrektheit, sondern auch das Gesamtbild von Bedeutung sei. Somit sei auch im eben benannten zweiten Bereich eine Veränderung vermutet worden, welche sich auf die verkürzte sowie umgangssprachliche Schreibweise rückführen lässt. Jedoch spiegele das Ergebnis nicht das Erwartete wieder, was in Krischkes Ausdrucksweise sowie anhand seiner vorherig dargestellten Meinungsbilder deutlich wird. „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Texten hinterlassen“ (Z. 24 ff. ), somit sei die Digitalisierung im Bereich der Kommunikation keine Problematik. Da Krischke jedoch nur von „nennenswerte[n] Spuren“ (ebd. ) spricht, lässt sich darauf schließen, dass es eine Veränderung gebe, diese aber eher geringfügig ausfällt, weshalb er sie wertender weise als nicht nennenswert ansieht. Um die Ergebnisse daran anschließend etwas genauer darzustellen, bezieht er sich zuerst auf die betroffene Gruppe aus „Berufsschüler [und] Gymnasiasten“ (Z. 26). Wobei hier auffällt, dass Krischke Real- und Hauptschüler aus seiner Argumentation ausschließt, weshalb ungeklärt bleibt, ob bei diesen auch keine Veränderung sichtbar wird. Die Berufsschüler und Gymnasiasten jedoch „`können die Schreibwelten durchaus trennen`“ (Z. 27), wie Krischke Dürscheid hier zur Darstellung seiner These über den geringen Einfluss digitaler Kommunikation zitiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29-39) distanziert Krischke sich jedoch etwas von der, im vorherigen Abschnitt vertretenen Meinung und verknüpft so die positiven mit den negativen Einflüssen und Veränderungen in Sprache und Schrift, die er in Abschnitt eins und zwei herausgearbeitet hat. Dies tut er auf eine eher appellierende Weise, während er wie auch im obigen Text einen hypotaktischen Satzbau verwendet, der ihm erlaubt, ins Detail zu gehen. Seinen Appell beginnt er mit der Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff. ). Somit sei die Sprachförderung der Jugend laut Krischke heutzutage notwendig, sodass die Studie zwar zeige, dass die Verschlechterung kaum an der Digitalisierung läge, aber dennoch bestände. Hier betrachtet er die Studie daher etwas kritisch und stimmt dieser zwar zu, differenziert das Ergebnis dieser jedoch noch einmal indirekt weiter aus. Eben dies drückt er auch im folgenden aus (vgl. Z. 31 f. ) und akzentuiert dabei besonders, dass „die Schultexte […] alles andere als fehlerfrei“ (Z. 32 f. ) seien. Eben diese Fehler fänden sich dabei häufig in „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ ( Z. 33 f. ), also den Formalitäten, auf. Um dieses Phänomen des Sprachverlusts zu erklären, geht der Autor auf den Ursprung des Problems ein. Dieser läge laut ihm „in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f. ). Somit sieht Krischke die Problematik im allgemeinen freien Schreiben, was letztlich auch in den SMS aufgegriffen wird, aber nicht alleinig in der  Digitalisierung. So ginge der „Trend […] auf Kosten ´harter´Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37 f. ), wodurch allgemeine „Formale Korrektheit“ (Z. 38) immer mehr an Bedeutung verlor und somit bis heute eher als lästig angesehen werde. Daher appelliert er hier im Allgemeinen doch in gewissen Gesichtspunkten das Arbeiten an den formalen Grundstrukturen der deutschen Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in seinem Text den Einfluss der digitalen Kommunikation auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass nicht die Digitalisierung, sondern das allgemeine freie Schreiben seit den 70ern Schuld für den Verlust von Grammatik und Rechtschreibung seien. Um dies zu bekräftigen, nutzt er eine Studie sowie Metaphorik und Ironie, welche zugleich seine kritische Sichtweise auf den Sprachwandel unterstreichen. Zuletzt drückt er diese Kritik daher noch einmal in einem Appell an die Lehrer aus, die laut ihm, etwas verändern sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Aufgabe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage sind Anglizismen in der Deutschen Sprache keine Seltenheit mehr und irgendwo benutzt ein jeder sie, wenn auch unbewusst. Denn gerade in der heutigen Welt steht der englischen Sprache ein hoher Stellenwert zu, der sich in den jeweiligen Sprachen durch Übernahme oder Ersetzen vieler Wörter aus dem Englischen bemerkbar macht. Doch wo genau liegen die Ursachen der Anglizismen und auf welche Art und Weise wirken sie sich auf unser tägliches Leben aus, - oder eher – Welche Konsequenzen bringen sie mit sich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der folgende Text.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen gehen im Allgemeinen auf den Gebrauch des Englischen als Lingua franca, also als internationale Verkehrs- oder Weltsprache zurück. Dabei wird die Sprache von besonders vielen Menschen in weiten Teilen der Erde als Erst- oder Zweitsprache gesprochen und besonders im wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Sektor genutzt. In diesem Kontext gilt das Englische seit Ende des zweiten Weltkriegs durch die Vormachtstellung der USA als die bedeutendste Weltsprache.&lt;br /&gt;
Jedoch ist nicht nur ihr Rang als Weltsprache entscheidend für ihre Verbreitung und somit auch nicht alleinige Ursache der Anglizismen. Amerika galt zudem schon immer als modernes Vorbild für die östlicheren Staaten und gilt somit heute noch, besonders was die Jugend betrifft, als eine Art Vorbild. Dabei kommen aber auch die Einflüsse der Globalisierung hinzu, die die ganze Welt miteinander verknüpfen und so in gewisser Weise veranlassen, dass der Kontakt zu anderen Nationen das Englische mit in unsere Muttersprache einfließen lässt. Besonders sind hier auch soziale Netzwerke in Bezug auf die Jugend zu nennen, die im Vergleich noch einmal vermehrt Anglizismen in ihren Sprachgebrauch mit einbringt. Durch diese treten die Jugendlichen stetig in Kontakt mit Menschen aus vielen Ländern, mit denen das kommunizieren nur in Englisch möglich ist. Zu betrachten ist dabei auch die Vorbildfunktion, die die Personen auf den sozialen Medien mit sich bringen, sodass die Verenglischung der deutschen Sprache immer mehr zum „Trend“ wird, der eine Person zu einem weltlichen Geflecht aus Menschen zugehörig werden lässt. So hören die Menschen tagtäglich englische Lieder, sehen Werbung von Modemarken aus dem Ausland und vieles mehr, sodass sie sich die englischen Wörter Tag für Tag einprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie eben bereits in Teilen erwähnt, bringen Anglizismen daher besonders auf Gesamt-gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene positive Aspekte mit sich. Die Kommunikation in vielen Bereichen ist stark erleichtert und bestimmte Worte bedürfen keine Übersetzung mehr. Dieser Aspekt gilt besonders auf der Ebene des SocialNet sowie bei Jugendlichen. Durch die Kommunikation mit gleichaltrigen sowie der Nutzung der Anglizismen fühlen sie sich wie ein Teil des Ganzen und bekommen einen besseren Bezug zur englischen Sprache. &lt;br /&gt;
Aber auch im Alltag sind viele Anglizismen heutzutage nicht mehr wegzudenken, so sagt doch beispielsweise niemand mehr zu den „Charts“ Hitliste oder zum „Coffee to go“ Kaffee zum mitnehmen. Immer häufiger begegnen uns so in jeglichen alltäglichen Situationen englische Wörter, die die deutschen schon längst ersetzt haben. Auch Marken und Medien wie das Radio oder das Fernsehen nutzen in diesem Kontext Anglizismen, um modern zu sein und die Menschen anzusprechen. Somit stellt diese sprachliche Form der Veränderung im Gesamten einen Prozess der modernen Zeit dar, der die Sprache internationaler und aktueller werden lässt und in kleinen Teilen die Kommunikation mit dem Ausland erleichtert.&lt;br /&gt;
Des weiteren ermöglichen Anglizismen ein besseres Verständnis für die englische Sprache und vereinfachen somit auch das Lernen dieser, was besonders auch für technische Bereiche notwendig ist. Einige der Wörter, besonders im Bereich der Technik, gibt es im deutschen gar nicht, weshalb bestimmte Anglizismen sogar notwendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu bringen Anglizismen aber auch einige Kritiker mit sich. Dabei sind es besonders häufig ältere Menschen, die sich nicht mit den für sie neuen Wörtern identifizieren können und Verständnisprobleme haben. In diesem Zusammenhang stellen Anglizismen auch einen gewissen Sprachverlust des Deutschen dar, da so gewissermaßen Dinge verloren gehen, die das rein Deutsche ausgezeichnet haben. Dies betrifft jedoch nicht nur den Verlust einiger alter Worte, sondern auch einen gewissen kulturellen Verlust, da die Sprache immer auch einen großen Teil Kultur eines Landes ausmacht. &lt;br /&gt;
Oftmals werden einige Anglizismen jedoch auch als überflüssig angesehen und in diesem Sinne in einigen Sozialgruppen oder Altersgruppen nicht genutzt, wodurch sich jeweilige Gruppierungen von anderen Gruppen absetzen und es so zu einer gewissen Ab- oder gar Ausgrenzung dieser kommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellen Anglizismen ein sprachliches Phänomen der modernen Welt dar, durch das zwar einerseits ein gewisser Sprachverlust stattfindet, aber andererseits viele neue Möglichkeiten geschaffen werden. So erleichtern sie die Kommunikation in vielen Bereichen und schaffen teilweise sogar die Möglichkeit etwas auszudrücken, wofür es vorher in der Landessprache keine Worte gab. Somit sind Anglizismen in jedem Fall sprachverändernd, jedoch heißt Veränderung nicht gleich etwas Schlechtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; wurde von Wolfgang Krischke geschrieben und im Jahr 2011 veröffentlicht. Im grundlegenden thematisiert der Sachtext den angeblichen Abbau von grammatikalischen Strukturen in der Schule durch die heutige Nutzung der Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Titel des Sachtextes ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; (Z.0) soll den Abbau von grammatikalischen Strukturen, wie zum Beipspiel der Groß- und Kleinschreibung und der Satzstrukturen, verdeutlichen, welcher vor allem durch die Kommunikation im Internet gefördert wird. Die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), die fehlende Großschreibung von Nomen wie ,,schule&amp;quot; (ebd.) und der Anglizismus ,,dad&amp;quot; (ebd.) verdeutlichen den Umgang der Jugendlichen mit grammatikalischen Regeln im Internet.Vor allem der Anglizismus zeigt, dass die englische Sprache ein großer Bestandteil der Jugendsprache ist und auch die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), auch als Empfingundlaut bekannt, zeigt das Schüler es vermeiden sich mit Adjektiven wie nervig ausdrücken, sondern ihren Emotionen freien Lauf lassen. Die darauf folgende These ,,Simsen macht Schüler nicht dumm&amp;quot; (Z.1) verdeutlicht den Standpunkt des Autors, welchen er im folgendem weiter ausführen wird. Der im Anschluss folgende Satz ,,[a]ber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.1) untermauert jedoch die höhere Fehlerrate der Schüler in Texten. Die adversative Konjunktion ,,[a]ber&amp;quot; (ebd.) leitet das Gegenteil ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) wird durch die rhetorische Frage ,,Kinder lesen zu wenig?&amp;quot; (Z.2) eingeleitet. Diese Frage beantwortet Krischke sofort durch den Ausdruck ,,[v]on wegen. Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot; (Z.2f.). Durch den Ausdruck ,,[w]ohl noch nie&amp;quot; (ebd.) wird deutlich, dass Kinder heutzutage durch die Medien viel mehr lesen und schreiben als früher, denn ,,[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen&amp;quot; (Z. 3f.). Die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht die Menge des Schreibens und der Ausdruck ,,[t]äglich&amp;quot; (ebd) zeigt die häufige Nutzung eines mobilen Gerätes in der heutigen Zeit. Somit veranschaulicht Krischke, dass der Sprachgebrauch durch die Medien eine viel größere Rolle spielt als früher, da jetzt auch außerhalb des Unterrichts viel geschrieben wird. Zudem verbringen Jugendliche ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (Z.4f.), dies soll den Aufwand der Kommunikation durch die Medien der Jugendlichen verdeutlichen. Der Ausdruck ,,Lektüre&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die Menge an Nachrichten die ein Jugendlicher täglich schreibt und wie viel Zeit Jugendliche dafür in Anspruch nehmen. Auch die Aufzählung ,,SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die vielen verschiedenen Wege der Kommunikation im Internet. Im Nächsten Satz führt der Autor jedoch an, dass ,,[t]rotzdem [...]bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude&amp;quot; (Z.6f.) aufkommt, ,,[d]enn den Simsern,  Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot; (Z.7f.), womit Kirschke zum Ausdruck bringt, dass zwar mehr geschrieben wird, aber die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) gesehen wird und daher nicht auf Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung oder grammatikalischen Strukturen geachtet wird, dies untermalt vor allem der Neologismus ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.), welcher verdeutlicht das nur die Kommunikation zählt und nicht die Zeichensetzung und der Wortschatz während der Kommunikation. Die darin enthaltene adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem&amp;quot; (ebd.) leitet somit den Bruch der Argumentationsstruktur ein, da zuvor von den positiven Auswirkungen der Medien gesprochen wurde und durch die adversative Konjunktion nun die negativen Aspekte eingeleitet werden. Dass die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) dient, untermauert Krischke mit seinem darauffolgendem Satz, denn ,,[v]on den Normen der Hochsprache ist ihre Schreibweise Lichtjahre entfernt&amp;quot; (Z.8f.). Mit dem Personalpronomen ,,ihre&amp;quot; (ebd.) meint Krischke die Nutzer des Internets und die Hyperbel ,,Lichtjahre&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht den großen Unterschied zwischen der ,,Hochsprache&amp;quot; (ebd.) und der heutigen ,,Schreibweise&amp;quot; (ebd.) im Internet. Diese Behauptung veranschaulicht er mit Beispielen wie ,,booaa mein dad voll eklich wg schule-stöhn* haste mo zeit? hdgdl&amp;quot; (Z.9f.), welche dazu dienen auf die fehlende Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung und Satzstrukturen zu achten, zudem wird die Sprache im Internet auch durch Anglizismen und Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.)geprägt. Vor allem solche Sätze ,,lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.). Der Ausdruck ,,noch immer&amp;quot; (ebd.)zeigt das solche Schreibweisen schon länger im Internet existieren. Nun stellt der Autor die Frage, ob ,,Jugendliche, die sich in solchen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?&amp;quot; (Z. 12ff.). In dieser Fragestellung wird ersteinmals deutlich, dass Krischke alle Bildungsgruppen anspricht, da er auf der einen Seite von einem ,,lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) spricht, was einen Bezug zu den ,,Pädagogen&amp;quot; (ebd.) schafft und auf der anderen Seite von einem ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) spricht, was wiederum einen Bezug zu den ,,Ausbildern&amp;quot; (ebd.) schafft. Zudem veranschaulicht die negativ konnotierte  Metapher ,,Trümmerlandschaft&amp;quot; (ebd.) den letztendlichen Sprachverlust durch die Medien und das dieser Sprachverlust Folgen hat für das deutsche Bildungssystem, weshalb der Autor auch das Schreiben einer Bewerbung (vgl.Z.14) mit einbringt, um die Probleme auf dem Wirtschaftsmarkt zu erklären, die noch kommen werden, jedoch teilweise sogar schon vorhanden sind. Diese Fragestellung beendet den ersten Sinnabschnitt und reizt somit das Interesse des Lesers auf die kommende Antwort. Der hypotakische Satzbau dieser Fragestellung untermauert die verschiedenen Bereiche, welche durch einen fehlerhaften Sprachgebrauch geprägt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt (Z.15-29) beginnt Krischke mit dem sofortigen Einstieg in die vorherige Fragestellung durch die Züricher Studie, da ,,[d]ie Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich [...] dieser Frage auf den Grund gegangen&amp;quot; (Z.15f.) ist. Sie untersuchte und verglich ,,fast 1000 Deutschaufsätze [...][die von] 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich&amp;quot; (Z. 16f.), mit ,,über 1100 Texte[...], die dieselben Jugendliche in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken&amp;quot; (Z.19f.) verfassten. Wobei ,,die Linguisten [sich] nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot; (Z .21ff.). Die adversative Konjunktion ,,sondern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass Sprache nicht nur aus ,,Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik&amp;quot; (ebd.) besteht, sondern auch aus dem ,,Wortschatz&amp;quot; (ebd.) und dem ,,Stil&amp;quot; (ebd.) des Schreibens. Das Resultat ist, dass ,,[i]n keinem dieser Bereiche [...]die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.23ff.) hätten, dies ,,gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Durch die Differenzierung der unterschiedlichen Bildungsgruppen knüpft Krischke einen Bezug zu seiner Frage, in der er auch zwischen den Bildungsgruppen unterscheidet, indem er sowohl fragt, ob ,,Jugendliche [...] überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) schreiben könnten, womit er im Spezielle die Schüler anspricht und auf der anderen Seite fragt, ob sie überhaupt noch dazu in der Lage seien einen ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) zu formulieren, was einen Bezug zu Auszubildenden schafft, die somit ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) sind. Zudem zeigt die Differenzierung zwischen einem ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) und einem ,,Gymnasiasten&amp;quot; (ebd.) auch das in der Züricher Studie die verschiedenen Bildungsgruppen betrachtet wurde. Der Ausdruck ,,[i]n keinem dieser Bereiche&amp;quot; (ebd.) betont das die Medien keine negativen Auswirkungen auf das Schreiben der Jugendlichen haben. Das Fazit dieser Studie von Christa Dürscheid ist, dass Jugendliche ,,wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden&amp;quot; (Z. 27f.), womit Christa Dürscheid die Jugendlichen beschützt und betont, dass sie sich im Internet nicht so ausdrücken, weil die Jugendliche nicht wissen sie es richtig geschrieben wird, sondern weil es zeitsparender und angesehener ist sich in der Jugendsprache mit Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.) oder Anglizismen wie ,,dad&amp;quot; (ebd.) auszudrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z. 29-39) untermauert jedoch die zu Beginn getroffene These ,,[a]ber ihre Texte sind fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.0). Denn ,,Grund für die Deutschlehrer, sind entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29ff.), vor allem die adversative Konjunktion ,,trotzdem&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass der Grund für die höhere Fehlerrate zwar nicht die Medien sind, jedoch die Texte viel fehlerhafter sind als früher und man der Ursache dafür auf dem Grund gehen sollte, was auch durch den folgenden Satz deutlich wird der aussagt, dass ,, auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet&amp;quot; (Z.32f.)  die Texte ,,die die Germanisten untersucht haben, [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot; (Z.32f.) seien, denn ,,[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung weisen sie deutliche Defizite auf&amp;quot; (Z.33f.). Die Aufzählung ,,Rechtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot; veranschaulicht das ,,deutliche Defizite&amp;quot; nicht nur vereinzelt auftreffen, sondern verschiedene und auch mehrere Bereiche des Schreibens betroffen sind. Des Weiteren geht der Autor auf eine bekannte Ursache ein, er spricht von der Entwicklung ,,in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigen&amp;quot; (Z.35f.). Der Ausdruck ,,stärker als zuvor&amp;quot; (ebd.) untermauert die Entwicklung des freien Schreibens. Der darauffolgende Satz, dass ,,[d]ieser eigentlich begrüßenswerter Trend [...] jedoch auf die Kosten ,,harter&amp;quot; Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.36ff.) gänge, veranschaulicht, dass dadruch die ,,Sprachfertigkeiten&amp;quot; (ebd.) von vielen Jugendlichen vernachlässigt wurde durch das neue Prinzip des freien Schreibens. Der auch hier verwendete Anglizismus ,,Trend&amp;quot; verdeutlicht die verbreitete Einbindung der englischen Sprache in die Deutsche, da auch der Autor Anglizismen verwendet. Zudem behauptet Krischke, dass ,,[f]ormelle Korrektheit [...] an Bedeutung [verlor und sogar] zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot;(Z.38f.). Der Ausdruck ,,bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot; (ebd.) zeigt, dass die Bedeutung von ,,formelle[n] Korrektheit&amp;quot; (ebd.) so stark abgenommen hat, dass dies nicht einmal mehr bewusst wahrgenommen wurde als Teil der Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke in seinem Sachtext verschiedene Ursachen für den Verlust der deutschen Grammatik darstellt. Zu Beginn des Sachtextes benennt er die Ursache der Kommunikation im Internet, die im Nachhinein durch die Züricher Studie widerlegt wird. Zudem nennt er eine weitere Ursache die seit einigen Jahren für den Verlust der deutschen Grammatik verantwortlich ist und zwar das freie Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, verfasst von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisiert werden die Ursachen der fehlerhaften Schreib- und Ausdrucksweise von Schülern in Bezug auf den Einfluss digitaler Kommunikationsformen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Textes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ lässt den Kontrast zwischen formaler Sprache und Umgangssprache erkennen. Der formale Beginn „Schreiben in der Schule“ (ebd.) ist grammatikalisch, sowie sprachlich korrekt. Im Kontrast dazu steht, formal durch einen Gedankenstrich getrennt, die umgangssprachliche Aussage „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.). Mit dieser Aussage gibt der Autor ein Beispiel für viele charakteristische Fehler in der alltäglichen Kommunikation über elektronische Kommunikationsformen. Die Aussage setzt mit der Interjektion „booaaa“ (ebd.) ein. Die Interjektion, die in formalen Texten keine Verwendung finden würde, verdeutlicht, dass es sich hierbei die Schriftweise der Alltagssprache angeglichen wird. Zudem verdeutlicht der Anglizismus „dad“ (ebd.), den Einfluss anderer Sprachen auf die Muttersprache, der sich erheblich durch die differenzierte Orthografie, beispielsweise in Form der Groß- und Kleinschreibung, darstellt. Dieser Umstand wird besonders an den Nomen „dad“ (ebd.) und „schule“ (ebd.) veranschaulicht, die in der vorliegenden Aussage klein geschrieben wurden, obwohl sie als Nomen eigentlich groß geschrieben werden müssten. Weiterhin ist auch die Abkürzung „wg“ (ebd.) für die Präposition „wegen“ eine Darstellung des Sprachverlustes in elektronischen Kommunikationsformen. Insofern gibt der Titel bereits erste Vorausdeutungen auf die angeführten Argumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) lässt sich als erste These des Textes auslegen. Mit der Behauptung „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (ebd.) legt Krischke seine Ansicht in Bezug auf die elektronischen Kommunikationsformen dar. Er ist der Auffassung, dass die Nutzung von elektronischen Kommunikationsformen, hier am Beispiel der SMS dargestellt, keine direkten negativen '''Folgend''' auf die Bildung der Schüler hat, auch wenn er eingesteht, dass deren „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Seinen Text beginnt Krischke mit dem gesellschaftlichen Vorwurf „Kinder lesen zu wenig“ (Z. 2). Diesen Vorwurf formuliert der Autor als Frage, um den Leser dazu anzuregen sich seine eigene Meinung zu der Thematik zu bilden. Seine Meinung positioniert Krischke '''in der Antwort „[v]on wegen“ (Z. 2) als Antwort [doppelt]''' auf die von ihm gestellte Frage. Darüber hinaus stellt er fest, dass Kinder „[w]ohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2 f.). Diese Behauptung stützt Krischke durch eine Aufzählung an Beispielen aus dem alltäglichen Leben, wie „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und '''Internetinfo[s]'''“ (Z. 2 ff.). Allerdings ergänzt Krischke wenig später, dass diese Form der Kommunikation als Plaudermedium dient (vgl. Z. 8) und somit „[v]on den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt [ist]“ (Z. 8 f.). Die Metapher '''[und Hyperbel]''' „Lichtjahre entfernt“ (ebd.) verdeutlicht, dass eine Distanz zwischen Plaudersprache und Hochsprache vorhanden ist. In diesem Zusammenhang greift der Autor den Titel des Textes noch einmal als Beispiel auf. Seiner Ansicht lassen „Gebilde wie ‚booaaa mein dad voll eklich wg schule –stöhn* haste mo zeit? hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]‘ lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9 ff.). Diese Ansicht ist insofern nachvollziehbar, als dass das im Beispiel angeführte Satzgebilde in grammatikalisch korrekter Hochsprache ‚Mein Vater ist verärgert. Hast du morgen Zeit? Hab dich lieb‘ lauten müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den zweiten Sinnabschnitt des Textes leitet der Autor mit der aus dem ersten Abschnitt resultierenden Frage „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff.). Auffallend ist bei dieser Frage die Metapher „sprachliche Trümmerlandschaft“ (ebd.). Die Metapher verbildlicht das negative Bild des Autors von der von ihm als solche bezeichneten Plaudersprache. Weiterhin hat die Frage, insbesondere auch durch die spezifische Aufzählung, die Intention, dass der Leser sich seine eigene Meinung bilden muss und demnach angeregt wird den Text weiter zu verfolgen um sich über die Argumente und Sichtweisen des Autors zu informieren. Krischke argumentiert im Folgenden mit der Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich, welche Laut dem Autor „dieser Frage auf den Grund gegangen ist“ (Z. 16). Er erläutert sie habe „[m]it ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, verfasst von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 16 ff.). Verglichen wurden diese mit über 1100 Texten in Form von SMS, E-Mails, Chat-Beiträgen und Mitteilungen in sozialen Netzwerken, die in der Freizeit von denselben Jugendlichen verfasst wurden (vgl. Z. 18 ff.). In dieser Studie wurden neben „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik [ebenso] Wortschatz, […] Stil und […] Aufbau der Texte“ (Z. 23) untersucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Stellungnahme:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle anderen Sprachen auch, ist die deutsche Sprache einem stetigen Wandel unterzogen. In der modernen Welt bleibt es daher nicht aus, dass auch Begriffe aus anderen Sprachen in den deutschen Sprachgebrauch aufgenommen werden. Besonders häufig stammen diese Begriffe aus dem Englischen, sogenannte Anglizismen. Anglizismen sind schon lange keine Seltenheit mehr und gehören zum allgemeinen Wortschatz dazu. Begriffe wie Smartphone, Internet, joggen, Promi sind daher schon seit Langem keine Fremdwörter mehr, sondern allgemein bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptursache für die Übertragung der englischen Begriffe ins Deutsche liegt in der Globalisierung, oder konkreter gesagt in der Vernetzung der Welt. Durch den stetigen Austausch in Form von Kommunikation, Handel, aber auch Personen kommt es zu einer Vermischung der Kulturen und Sprachen. In der Kommunikation geschieht dies auf Grund der Tatsache, dass es sich bei '''Englisch [um] eine''' Weltsprache handelt. Eine Weltsprache, die viele Menschen beherrschen ermöglicht eine direkte Kommunikation, sodass keine Dolmetscher benötigt werden. Deutlich bemerkbar macht sich der Umstand, dass es eine Sprache gibt, in der es möglich ist vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen den Zugang zu wichtigen Informationen schnell und verständlich möglich zu machen, in der Wissenschaft. Forschungsergebnisse, Erfahrungen und Bitten um Hilfe können in Englisch rund um die Welt verbreitet werden und somit zum einen die nationale Wissenschaft, aber auch die allgemeine Medizin und die Lebensweise der Menschen bereichern. &lt;br /&gt;
Auch im Handel ist auf die englische Sprache nicht zu verzichten. Von kleinen Geschäften zwischen Privatpersonen, bis hin zu großen Konzernaufträgen, laufen Gespräche, Verträge und Transport auf Englisch ab. Aber nicht nur der Transport der Waren ist eine Ursache für die Aufnahme von Anglizismen ins Deutsche, sondern auch die Waren an sich. Beispielsweise gibt es Produkte für die es gar keine deutsche Bezeichnung gibt, wie beispielsweise „Tablet“. &lt;br /&gt;
Weiterhin werden englische Begriffe aber auch durch die Wanderbewegung der Menschen verbreitet. Es ist heute völlig normal, dass ein Engländer in Deutschland lebt. Er arbeitet hier, hat einen Freundeskreis, hält sich an die geltenden Konventionen und Traditionen. Allerdings bringt er seine Kultur und somit auch seine Sprache in sein neues Heimatland mit. Besonders in der Gastronomie wird dies deutlich. In einem Restaurant ist es durchaus üblich ein Steak zu bestellen oder in einem Café einen Tee zu trinken. Beides Bezeichnungen und Gerichte bzw. Getränke die aus englischsprachigen Ländern stammen. &lt;br /&gt;
Als letzter Punkt wären ebenso die sozialen Medien zu nennen, die heute von mehreren Millionen Menschen genutzt werden. Facebook, Instagram und Twitter sind in der modernen Zeit stetige Wegbegleiter und nicht mehr aus dem gesellschaftlichen Miteinander wegzudenken. Der Kontakt mit anderen Menschen war noch nie zuvor so leicht herzustellen, genauso wie sich über die aktuellen Geschehnisse in der Welt zu informieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der Anglizismen brachte jedoch einige Konsequenzen mit sich. Zum einen ist der Sprachverlust zu nennen. Es wird heute nicht mehr als nötig empfunden für englische Produkte eine deutsche Bezeichnung zu erfinden. Im Gegenteil, es werden sogar eher englische Begriffe verwendet, als Deutsche. Besonders deutlich wird dies an den Substantiven „Team“ und „Trainer“. Es ist, besonders bei Jugendlichen, da diese stärker im Kontakt mit der englischen Sprache stehen, selbstverständlich den Begriff „Team“ anstelle des deutschen Begriffs „Mannschaft“ zu verwenden. Für die Bezeichnung „Trainer“, die ebenso aus dem Englischen stammt, gibt es noch nicht mal mehr ein deutsches Synonym. Eine weitere Konsequenz für die Sprache ist nicht nur die Überführung einzelner Begriffe ins Deutsche, sondern ganzer Satzstrukturen, die die geltende Grammatik und Rechtschreibung in Frage stellen. Ein anderer Aspekt ist darüber hinaus die Sprachbarrieren die zwischen den einzelnen Generationen entstehen. Während die Jugend sich schnell an die neuen Begrifflichkeiten gewöhnt und diese im Alltag einsetzt, so ist dies bei deren Eltern schon seltener und es treten oftmals Verständnisschwierigkeiten auf. Besonders schwerwiegend sind diese dann zwischen Enkeln und Großeltern, da diese in der Schule meist kein Englisch gehabt hatten und es auch im privaten Gebrauch nur selten relevant war.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich daher festhalten, dass Anglizismen die moderne Welt in der Wissenschaft, im Handel und allgemein im Zusammenleben der Menschen bereichert haben. Allerdings sind auch die schwerwiegenden Konsequenzen für die nationale Sprache zu beachten. Somit stehen negative Aspekte wie Sprachverlust, Grammatikverfall und fehlerhafte Rechtschreibung den positiven Seiten der Anglizismen gegenüber.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Krischke</id>
		<title>CFS T-Klassen/Reflexionen über Sprache/Krischke</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Krischke"/>
				<updated>2018-10-08T06:49:03Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Lorena */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Krischke: ''Schreiben in der Schule - booaa mein dad voll eklich wg schule (2011)'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Aufgabe: Textanalyse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Aufgabe: Stellungnahme zu Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 1:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext &amp;quot;Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert den Sprachgebrauch bei digitalen Kommunikationsformen sowie dessen vermeidlichen Auswirkungen auf die Sprache in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text setzt ein mit dem Teil der  Überschrift &amp;quot;booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, welche als Beispiel für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken dienen soll. So werden schon zu Beginn, die Kategorien aufgezeigt, die beim Sprachgebrauch in den sozialen Netzwerken vernachlässigt werden, wie die Grammatik oder die Groß- und Kleinschreibung. Hinzu kommt, dass Jugendliche häufig Interjektionen und Anglizismen verwenden. Für ältere Außenstehende ist diese Art des Deutschen oft schwer zu verstehen, was zu Kommunikationsproblemen führen kann. Im Anschluss an die Überschrift folgt ein Untertitel, der das Fazit des Textes vorweg nimmt( vgl. Z.1). Dieser ist antithetisch formuliert, wobei die Antithese durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Aber&amp;quot;(ebd.) eingeleitet wird. Dadurch wird klar, dass nicht die sozialen Netzwerke, die Schuld an fehlerhaften Texten in der Schule haben, sondern ein andere Grund vorhanden sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text und somit auch der erste Sinnabschnitt (Z.2-13), welcher dem Leser die Situation der Jugendlichen näher bringt, setzt ein mit der rhetorischen Frage &amp;quot;Kinder lesen zu wenig?&amp;quot;(Z.2) und dessen Antwort &amp;quot;Von wegen&amp;quot;(Z.2). So wird, vor allem durch die Antwort, hervorgehoben, dass Kinder sogar sehr viel lesen. Die darauffolgende These &amp;quot;Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot;(Z.2f). Krischke meint damit die ständige Konfrontation mit Texten, sei es auf dem Smartphone oder auf dem PC. Die weitere Erläuterung der These durch Maßangaben wie &amp;quot;Millionen von&amp;quot;(Z.3) und &amp;quot;Stunden&amp;quot;(Z.4), verdeutlichen hierbei den hohen Konsum der Jugendlichen, bezogen auf die sozialen Netzwerke. Dadurch, dass Krischke den Begriff &amp;quot;Lektüre&amp;quot;(Z.5) im Zusammenhang mit &amp;quot;SMS - Nachrichten&amp;quot;(Z.5) verwendet, wird ein Kontrast geschaffen. DAs Wort &amp;quot;Lektüre&amp;quot; (ebd.) wird normalerweise im schulischen Bereich verwendet, was den Zusammenhang zwischen den sozialen Netzwerken und der Schule aufzeigt: die Texte. Durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Trotzdem&amp;quot;(Z.6) wird die Antithese eingeleitet, dass bei &amp;quot;Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf&amp;quot;(Z.6f.) kommt. Denn das viele Lesen fördere nicht den adäquaten Sprachgebrauch in der Schule. Der darauffolgende Satz &amp;quot;Denn das Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot;(Z.7f.) enthält die vier Neologismen &amp;quot;Simmsern, Chattern und Twitterern [...] Plaudermedium&amp;quot;(ebd.) welche die die neue Art des Schreibens unterstreichen. Nach Krischke, ist also der größte Unterschied zwischen Texten in der Schule und Texten in der Freizeit die Unwichtigkeit der schulischen Texte. Dass, der Unterschied zwischen den &amp;quot;Normen der Hochsprache&amp;quot;(Z.8) und der &amp;quot;Sprechschreibe&amp;quot;(Z.9), sehr hoch ist, untermauert Krischke durch die Hyperbel &amp;quot;Lichtjahre&amp;quot;(Z.9). Die Sprache in der Schule und die Sprache in sozialen Medien ist also sehr unterschiedlich, was zu Kommunikationsproblemen oder schlechteren Ergebnissen in der Schule führen könnte. Im folgenden listet Krischke einige Beispiele für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken auf (vgl. Z.9-10). Diese sind ebenso wieder von Anglizismen, fehlender Grammatik, fehlender Groß - und Kleinschreibung und Interjektionen geprägt. Durch die hyperbolische Beschreibung, dass &amp;quot;Freunde des Dudens [...] zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.) wenn sie diese sprachlich falschen Sätze hören, wird der Unterschied zwischen dem korrektem Deutsch, das im Duden widergespiegelt wird, und dem, welches die Jugend beim Chatten verwendet, hervorgehoben. Die Frage ob &amp;quot;Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, eine präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?&amp;quot; (Z.12ff.) leitet in die darauffolgende Erläuterung ein, und formuliert, das, was der Leser sich denkt. Durch die Metapher &amp;quot;sprachliche[n] Trümmerlandschaften&amp;quot;(ebd.) wird noch einmal unterstrichen, wie Weit und extrem die Fehler ausgeprägt sind, die die Jugendlichen in sozialen Netzwerken verwenden. Außerdem veranschaulicht die Aufzählung, von formalen Aufsätzen, dass es heutzutage immer noch nötig ist die deutsche Sprache in richtiger Form zu beherrschen. Im Berufsleben haben die Betroffenen ansonsten schlechte Karten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt erstreckt sich von Z.15- 29 und erläutert die Studie von &amp;quot;Christa Dürscheid&amp;quot;(Z.15). Das hinzufügen von einer wissenschaftlichen Studie einer &amp;quot;Germanistik-Professorin&amp;quot;(Z.15) stützt Krischkes Argumentation insofern, dass sich seine Thesen belegen lassen. Dürscheid zeigt mit &amp;quot;1000 Deutschaufsätze[n]&amp;quot; und &amp;quot;1100 Texte[n] [...], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS- Meldungen, E-Mails, Chat Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten&amp;quot;(Z.19-21), eine große Bandbreite an Quellen für ihr Ergebnis, was die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis richtig ist, erhöht. Im nächsten Satz hebt Krischke hervor, dass &amp;quot;sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot;(Z.21ff.) befassten. Dadurch verdeutlicht Krischke, dass sich in der Studie mit jeglichen Facetten der Sprache befasst wurde und es sich auf Grund dessen um eine umfangreiche Studie handelt. Unterstützt wird dies durch die Konjunktion &amp;quot;sondern&amp;quot;(ebd.), die die vermeintlich unwichtigeren Facetten der deutschen Sprache hervorhebt.Als Fazit formuliert Krischke, dass keine Gemeinsamkeiten zwischen den &amp;quot;sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation&amp;quot;(Z.24f.) und den &amp;quot;Schultexten&amp;quot;(Z.25) gefunden. Die Frage, o soziale Medien einen negativen Einfluss auf die Beherrschung der deutschen Sprache haben, lässt sich also mit Nein beantworten. Krische fügt hinzu, dass bei diesem Ergebnis kein Unterschied zwischen &amp;quot;Berufsschüler[n]&amp;quot;(Z.26)  und &amp;quot;Gymnasiasten&amp;quot;(Z.26) festgestellt wurde. Das die sprachlichen Schwierigkeiten etwas mit der Intelligenz zu tun hat, lässt sich also nicht sagen. Im darauffolgendem Zitat von Christa Dürscheid , hält Krischke noch einmal fest, dass den Schülern durchaus bewusst sei, das ein Unterschied zwischen beiden &amp;quot;Schreibwelten&amp;quot;(Z.27) herrscht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt (Z.29-34) führt das Fazit weiter aus. Wolfgang Krische ist der Meinung, das Ergebnis der Studie sei kein &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen&amp;quot;(Z.29f.). Durch die Metapher &amp;quot;zurücklehnen&amp;quot;(ebd.) untermauert Krischke, dass &amp;quot;die Schultexte [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot;(Z.32f.) sind. Die größten Fehlerquoten seien in der &amp;quot;REchtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot;(33f.) zu finden. Hier sollten die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(ebd.) also besonders nachhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.34-39) beschäftigt sich mit einem möglichen Grund für die negative Entwicklung der Anwendung der deutschen Sprache, wobei er &amp;quot;Die Entwicklung[...] in den siebzieger Jahren&amp;quot;(Z.35) nennt. Die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(Z.35) hätten &amp;quot;die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigt&amp;quot;(Z.35f.), womit Krischke veranschaulichen will, das Lehrer damals anfingen Rechtschreibregeln zu etablieren, anstatt die Kinder auswendig lernen zu lassen. Seine eigene Meinung gibt er Preis, indem er diese Methode als &amp;quot;begrüßenswerten Trend&amp;quot;(Z.37) definiert, wahrscheinlich, weil er pädagogische Vorteile hat. Durch die Metapher &amp;quot;auf Kosten 'harter' Sprachfähigkeiten&amp;quot;(Z.37) verdeutlicht Krischke, dass sich der neue &amp;quot;Trend&amp;quot;(ebd.) auf das Beherrschen der deutschen Sprache, &amp;quot;wie der Orthografie&amp;quot;(Z.38), stark negativ ausgewirkt hat. Zum Schluss hebt Krischke noch hervor, dass die Auswirkungen des &amp;quot;Trends&amp;quot;(ebd.) so extrem waren, dass man hätte denken können, &amp;quot;Formale Korrektheit&amp;quot;(Z.38) sei schon &amp;quot;bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot;(Z.39). Das Beherrschen der deutschen Sprache sei also etwas gewesen, dass gesellschaftlich nicht hoch angesehen war, das als &amp;quot;angeberisch&amp;quot; wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke der Frage auf den Grund geht, ob die sich die sozialen Netzwerke negativ auf die Sprachfertigkeiten auswirken, indem er seine Thesen mit Metaphern, Neologismen und Hyperbeln hervorhebt. Er stütz sich in seinem Sachtext auf die Studie Christa Dürscheids, die als Antwort auf die Frage, mit Nein antwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 2:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge verschiedener Ursachen und Konsequenzen, beeinflussen Anglizismen die deutsche Sprache enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahrscheinlich wichtigste, zu benennende Ursache ist die Globalisierung. Menschen von verschiedenen Ländern haben mehr Möglichkeiten zu kommunizieren und tauschen im Zuge dessen ihre Muttersprachen miteinander aus. Da Englisch die Weltsprache ist sie die Sprache, die im Austausch am meisten verwendet wird. Die Sprache verbreitet sich also am schnellsten und einzelne Wörter, also Anglizismen, werden in eine andere Sprache eingebürgert. Besonders soziale Medien bieten einen Raum für den Austausch von verschiedenen Sprachen und besonders der englischen Sprache, sodass besonders dort Anglizismen hervorgebracht werden. Da die jüngeren Generation mit diesen sozialen Medien aufwachsen, etablieren sie die Anglizismen meist auch in der Gesellschaft. &lt;br /&gt;
Dies führt auch schon direkt zu den Konsequenzen. Denn Anglizismen werden hauptsächlich von jungen Leuten verwendet, sodass es bei der Verwendung zu Verständnisschwierigkeiten kommen könnte. Besonders wenn ältere Menschen sich mit jüngeren Menschen verständigen kommt es zu Schwierigkeiten, da die Älteren die Anglizismen oftmals nicht verstehen. Dies führt zu einer Distanz zwischen Alt und Jung, da die Kommunikation schwieriger wird und beide Fraktionen sich Missverstanden fühlen. Zudem kommt es zu einem Verlust der deutschen Sprache, da deutsche Wörter durch die Anglizismen ausgetauscht werden. Deswegen könnte man auch sagen, dass Tradition verloren geht und verschiedene Länder ihre Kultur und Einzigartigkeit in der Sprache verliert. Trotzdem ist hervorzuheben, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen besser zusammenfinden, da sie einige Gemeinsamkeiten durch Anglizismen aufweisen. Die Kommunikation wird also gestärkt und bringt die Möglichkeit voneinander zu lernen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass bei den Ursachen besonders die Globalisierung, die Zunahme der Verwendung von sozialen Netzwerken und die Etablierung des Englischen als Weltsprache hervorzuheben ist. Die Konsequenzen lassen sich anhand der Verständigungsschwierigkeiten, des Verlust der deutschen Sprache und der besseren Kommunikationsmöglichkeiten zwischen verschiedener Länder zusammenfassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht. Inhaltlich befasst sich das Schriftstück mit den sich verschlechternden schriftsprachlichen Fähigkeiten von Schülern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seine Überschrift „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ zeugt von einer fehlerhaften Satzstruktur bzw. Grammatik, welche durch Anglizismen bereichert ist. Die hohe Fehleranzahl allein schon in einem Satz,untermauert bereits Wolfang Krischkes Auffassung, dass der heutige Schreibstil der Schüler an deren Sprechweise angeglichen sei und stellt somit ein repräsentatives Beispiel seiner These dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Textauszug setzt mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z.2) ein, welche jedoch von der adversativen Konjunktion „aber“(ebd.) relativiert wird. Dadurch wird untermauert, dass Krischke zwar der Auffassung ist, dass Simsen bzw. die Digitalisierung allgemein keinen negativen Einfluss auf die schriftliche Kompetenz von Schülern habe, sie jedoch „heute fehlerhafter als früher“ (ebd.) sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text beginnt mit der Frage, ob sich Kinder heutzutage zu wenig mit Literatur befassen würden (vgl. Z.3). Diese Begebenheit wird jedoch unmittelbar von dem Autor verneint, da er der Meinung ist, dass „[sie] wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z.3f.). Um seine These zu verdeutlichen verwendet der Autor eine Akkumulation für alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit Lesen und Schreiben in Verbindung kommen (vgl. Z.4ff.).   Der Autor bezieht seine Beispiele aus dem medialen Alltag, um seine Behauptung und seinen komplexen Gedankengang den Lesern verständlich zu machen. Auffällig ist hier die sich durch den kompletten Text ziehende hypotaktische Syntax, welche die erläuternde Rolle von Wolfgang Krischke hervorhebt und zu einer detailreichen Erklärung verhilft. Des Weiteren erkennt man an der von Krischkes benutzen Alltagssprache, dass sich sein Sachtext an die allgemeine Leserschaft richtet. Durch die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z.6) leitet der Autor ein, dass dieses Phänomen, des häufigen Lese- und Schriftkontakts, jedoch nicht nur Vorteile mit sich bringt, da Schüler diese Medien als „Plaudermedium“ (Z.8) benutzen würden, um zwanglos miteinader zu kommunizieren. Jedoch stellt diese Zwanglosigkeit eine Problematik dar, da nicht auf eine korrekte Schreibweise geachtet wird. Dieser von Krischke aufgestellter Neologismus akzentuiert, dass er der Auffassung ist, dass Schüler ihren Schreibstil ihrer alltäglichen Sprechweise angleichen würden und dieser daher immens abgewandelt von der Hochsprache wäre (vgl. Z.9f.). Als Beispiel für diese an die Sprechweise angeglichene Schriftart repetiert Wolfgang Krischke hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklig wg schule […]“ (Z.9f.). Im weiteren Verlauf stellt Krischke die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z.12ff.) und regt dadurch seine Leserschaft zum Nachdenken an, da er die Problematik der fehlerhaften Schultexte auf das zukünftige Berufsleben bezieht. Die Metapher „sprachliche[…] Trümmerlandschaften“ (ebd.) betont das Ausmaß sprachlicher Fehler in der Sprache, welche sich in den Texten im Internet, jedoch auch in der Schule bemerkbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um auf seine Frage näher einzugehen, bezieht er sich auf das Experiment von der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid, welche Deutschaufsätze von 16- bis 18-jährigen Schülern mit deren freizeitlichen Texten verglichen und sich „nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z.21ff.) interessiert hat. Diese Akkumulation verdeutlicht, dass es sich also um eine genaue Analyse der Schriftstile handelt, wodurch sie seriös wirkt. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Schultexte habe (vgl. Z.23ff.). Um das Resultat zu untermauern, bezieht der Autor sich auf das Zitat von Christa Dürscheid, welche der Auffassung ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.). Wolfgang Krischke relativiert diese Aussage jedoch, indem er meint, dass die Studie keinesfalls eine Rechtfertigung der Problematik in der fehlerhaften Sprache darstellt (vgl. Z.29ff.). Der Autor ist zwar der Auffassung, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z.31f.), jedoch seien die untersuchten Texte „alles andere als fehlerfrei“ (Z.33).  Diese Anschauung des Autors akzentuiert die Menge an Fehlern in Schultexten, welche eine Problematik darstellen und sie „vor allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung […] sie deutliche Defizite auf[weisen]“ (Z.33ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine These der Leserschaft zu veranschaulichen versucht der Autor einen Erklärungsansatz für das Phänomen darzulegen (vgl. Z.34f.). Die eigentliche Ursache der wachsenden Fehlerquote in Schultexten, sei „die Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z.34ff.). Die Erläuterung verdeutlicht nochmals, dass Krischke die Netzwerkkommunikation nicht als Verursacher sieht, jedoch „[ging] dieser eigentlich begrüßenswerte Trend […] auf Kosten „harter“ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z.36ff.). Die Ausdrucksweise „eigentlich begrüßenswert[…]“ (ebd.) untermauert, dass der Autor im Grunde genommen für eine freies Schreiben ist, jedoch wird mit dem Paritkel „eigentlich“ (ebd.) veranschaulicht, dass er der Meinung ist, dass formale Korrektheit so eine Barriere für die Schüler dargestellt hat und „ geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein“ (Z.38f). Die These verdeutlicht, dass die korrekte Schreibfertigkeit immer weniger verwendet wurde und nicht mehr als Selbstverständlich galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich erkennen, dass der Autor Wolfgang Krischke grundsätzlich die Netzkommunikation nicht als Verursacher der fehlerhaften Texte sieht. Jedoch ist er der Meinung, dass die Texte vermehrt Fehler aufweisen als die früheren. Krischke belegt seine Meinung an Metaphern, adversativen Konjunktionen und an dem Beispiel der Züricher Studie, welche seinen Text seriös wirken lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und die daraus resultierenden Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Wörter, welche aus der englischen Sprache in den Wortschatz einer anderen, aufgenommen wurden. So steht auch die deutsche Sprache im stetigen Wandel und nimmt Wörter aus allen Teilen der Welt, insbesondere aus dem Englischen auf. Auch heutzutage stellen Anglizismen ein zentrales Thema in der Gesellschaft dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache für diese sogenannten Anglizismen ist, dass Englisch das Französisch und Griechisch abgelöst hat und somit als Weltsprache gilt. Aber auch spielt die Globalisierung eine wichtige Ursache für den Sprachwandel und somit für die Anglizismen dar, da die Menschheit durch sie die Möglichkeit bekommen mit anderen Ländern zu kommunizieren. Durch diese Vernetzung der Welt, ist der englische Sprachgebrauch keine Seltenheit mehr und somit auch Anglizismen. Die deutsche Sprache hat bereits einige erfolgreich in ihren Wortschatz integriert und somit gehören Wörter wie beispielsweise &amp;quot;Handy&amp;quot; &amp;quot;E-Mail&amp;quot; und &amp;quot;Laptop&amp;quot; zum alltäglichen Sprachgebrauch. Ein weiterer Faktor für die Herkunft der Anglizismen ist der 2. Weltkrieg, welchen die Amerikaner gewannen und somit die englische Sprache verbreiteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bleibt dieser Sprachwandel nicht ohne Konsequenzen. Einige Bürger sind der Meinung, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit eine Schwierigkeit in der Kommunikation darstellen. Beispielsweise verstehe die ältere Generation die Fremdwörter, aufgrund ihrer mangelnden Englischkenntnisse, nicht und würde folglich von der Kommunikation ausgeschlossen. Des Weiteren seien die Anglizismen für den Verlust deutscher Worte und was das Deutsche auszeichnet verantwortlich. Denn die Sprache beinhaltet Geschichte und Kultur. Verliere man also die aktuelle Sprache, verliere man auch die Individualität der Sprache. Weitreichend verliere die deutsche Sprache in der Welt immer mehr an Bedeutung. Des Weiteren führt die verkürzte Sprache dazu, dass Jugendliche immer mehr Fehler in ihre Texte einbauen, was u.a. in dem Sachtext „Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg Schule“ von Wolfgang Krischke thematisiert wird. Doch die Verkürzung der Sprache wirft nicht nur Schatten auf die Jugendlichen, denn sie führt auch zu einer allgemeinen Verflachung der deutschen Sprache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen diese Sprachwandel als kein neues Phänomen an, da sie der Auffassung sind, dass alle Sprachen der Welt dem Sprachwandel aufgrund der Globalisierung unterworfen seien und es Sprachwandel schon immer gegeben habe. Anglizismen würden nach ihnen nur ein Ergebnis von Kommunikation darstellen, welches nicht beabsichtigt sein müsse. Ebenso schreite die Globalisierung durch die Vernetzung der Sprachen besser voran, da sich alle mit der Weltsprache Englisch verständigen würden. Des Weiteren seien einige Bereiche der Sprache nicht regulierbar z.B. die Jugendsprache, da laut den Befürwortern der Anglizismen der Sprachwandel insbesondere ein Phänomen der mündlichen Sprache sei. Jugendliche würden demnach anders schreiben als sie reden, was die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid in dem vorliegenden Sachtext betont. Laut ihr können „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es durchaus einige Kritiker der Anglizismen gibt. Jedoch ist grundsätzlich zu sagen, dass sich der Sprachwandel nicht aufhalten lässt und die deutsche Sprache Fremdwörter seit Jahren erfolgreich integriert. Außerdem verschwinden viele Fremdwörter wieder aus dem Sprachgebrauch, da sich meistens nur die Wörter durchsetzen, die in der Gesellschaft eine allgemeine Akzeptanz erlangen, beispielsweise der Begriff „Hobby“. Des Weiteren stellt Englisch die essentiellste Sprache der heutigen Zeit dar, sodass eine Anpassung der deutschen Sprache an die englische Sprache die Sprachverständigung fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''1.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext “Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule”, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert den Grund für fehlerhafte Sprache der Schüler in Bezug auf elektronische Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung in die Thematik beginnt schon mit dem Titel, der nicht nur ein repräsentatives Beispiel für eine von einem Schüler verfasste SMS darstellt, sondern gleichzeitig die Vielzahl der Fehler veranschaulicht. Denn im Satz “booaaa mein dad voll eklich wg schule” fehlt nicht nur ein Prädikat, auch die Grammatik ist falsch, sowie die Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung. Darüber hinaus ist er umgangssprachlich formuliert, enthält einen Anglizismus und eine Interjektion. Diese Veranschaulichung zeigt exakt die Stellen, an denen Schüler in der deutschen Sprache Probleme hätten, sodass der Titel direkt zu Beginn die Problematik aufzeigt, dass Schüler zu viele Fehler machen würden. Dazu antithetisch steht der erste Satz des Untertitels “Simsen macht Schüler nicht dumm” (Z.1), der gleichzeitig eine These ist. Diese Behauptung deutet an, dass der Autor der Meinung ist, dass diese Form des Simsen nicht unbedingt einen negativen Einfluss auf die geschriebene Sprache der Jugendlichen habe, obwohl sie meist, wie im Titel veranschaulicht, sehr viele Fehler aufzeigen. Auf der anderen Seite deutet Krischke, eingeleitet durch eine adversative Konjunktion, mit der These “Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher” (Z.1) bereits an, dass das Problem die Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter als früher, nicht direkt im Zusammenhang mit fehlerhaften Textnachrichten in Verbindung stehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit “Kinder lesen zu wenig?” (Z.2) beginnt der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) vom Sachtext, der zugleich eine heutzutage oft vertretene Meinung mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (Z.2) dementiert. Mit dieser Frage verdeutlicht Krischke seinen Standpunkt bezüglich der Vor- und Nachteile zum Thema soziale Medien, in dem er mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (ebd.) die Behauptung aufstellt, Kinder lesen heute viel mehr als man denkt, was er durch den danach folgenden Satz “Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute” (Z.2f.) sogar zuspitzt. Er behauptet also nicht nur, dass Kinder viel lesen, sondern auch, dass sie mehr als je zuvor lesen würden. Die These untermauert er durch die darauffolgenden Beispiele, die Situationen oder Möglichkeiten zeigen, wo Kinder tagtäglich lesen. Dabei umfasst bei genauerer Betrachtung das “[t]äglich[e] Tippen [...] von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten” (Z.4f.) und das “[V]erbringen [von] Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos” (Z.4ff.) den Bereich der elektronischen Medien. Daraus resultierend wird hier also aufgezeigt, dass Kinder aufgrund von modernen Möglichkeiten viel lesen, jedoch das alte, “klassische” Lesen von Printmedien wie Buch und Zeitung überholt sei. Anhand der adversativen Konjunktion und des Satzes “Trotzdem kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf” (Z.6f.) lässt sich jedoch sagen, dass das Lesen von SMS-Nachrichten etc. jedoch nicht die beste Lösung sei, um richtige Grammatik, Rechtschreibung und Co. zu erlernen, also um fehlerfreie Texte zu schreiben. Der Grund dafür, weshalb dies nicht die beste Alternative sei, liefert der Satz “Denn den Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium” (Z.7f.). Das sogenannte plaudern hat den Zweck, sich gemütlich und zwanglos zu unterhalten, oft in kurzer sprachlicher Form. In Bezug darauf bezieht sich Zwanglosigkeit wieder rum auf einfaches schreiben, ohne auf Falsch und Richtig zu achten, sodass bei dem zwanglosen plaudern über beispielsweise Twitter sprachlich falsche Sätze herauskommen. Als Beispiel für solch einen Satz dient die Überschrift (ebd.). Unglücklich über die vermehrte Nutzung von Chats etc. sind “Pädagogen und Ausbilder[...]” (ebd.) also deshalb, weil diese ein unvorbildliches Lesemedium darstellen können, ganz im Gegensatz zu Büchern und Zeitungen, die von extra Ausgebildeten auf Orthografie geprüft werden, und bei denen man grundsätzlich davon ausgehen könne, dass sie fehlerfrei seien. Somit erklärt Krischke den Unterschied zu früheren Lesemöglichkeiten und weshalb Experten die eigentlich positiv klingende Entwicklung nicht für gut heißen. Da also Beispiele wie Chat-Nachrichten Plaudermedien seien, und somit oft in einer fehlerhaften Alltagssprache formuliert sind, seien sie “von den Normen der Hochsprache [...] Lichtjahre entfernt” (Z.8f.).  Damit wird gleichzeitig hyperbolisch das Ausmaß dieser Entwicklung angedeutet, wobei er dadurch auch betont, dass Schüler mit solch einer Vielzahl an Fehlern, wie im Titel dargestellt, nicht den eigentlichen Anforderungen gerecht werden und, dass die Unterschiede zwischen Hochdeutsch und der Sprache die Kinder zum plaudern benutzen immens seien. Ein weiteres Beispiel im nächsten Satz, sowie die Metapher “lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken” (Z.11f.), weisen wieder auf die Vielzahl der Fehler hin, sodass damit gleichzeitig die These, Schüler machten heute viel mehr Fehler als früher (vgl. Z.1) unterstützt wird. Zusammenfassend kann man sagen, dass Krischke im ersten Sinnabschnitt zwei Feststellungen macht. Zum einen stellt er heraus, dass Kinder heute mehr lesen also zuvor, jedoch überwiegend sprachlich Falsches, zum anderen stellt er die Behauptung auf, Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter. Mit der Frage “Können Jugendliche, die sich in diesen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?” (Z.12ff.) wagt er die Behauptung, dass diese beiden Thesen in Zusammenhang stehen könnten. Mit der Metapher “Trümmerlandschaften” (ebd.) wird noch einmal betont, wie weit einige SMS-Nachrichten von einem hochdeutschen Satz entfernt seien und wie zugespitzt die Situation sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.15-34) bezieht sich allgemein auf eine von Experten durchgeführte Forschung bezüglich dieses Themas. Dabei wurde diese Entwicklung von der Germanistik-Professorin Clara Dürscheid von der Universität Zürich erforscht, die sich mit 16- bis 18-jährigen Schüler aller Schulformen aus dem Kanton Zürich beschäftigt hat (vgl. Z.16ff.). Durch die detaillierte Erklärung des Ablaufes der Forschung gewinnt Krischkes Text an Glaubhaftigkeit und Seriösität, da er sich auf wissenschaftliche Ergebnisse beruft. Bei dem Experiment wurden die beiden Textarten, einmal die private und einmal die schulische, unmittelbar untersucht und verglichen auf verschiedene Aspekte wie “Rechtschreibung, Interpunktion[,] [...] Grammatik, [...] Wortschatz, [...] Stil und den Aufbau der Texte” (Z.22f.), womit die Genauigkeit der Forschung unterstrichen wird. Das Ergebnis stellt den überraschenden Wendepunkt des Textes dar: &amp;quot;In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.24ff.). Damit unterstreicht Krischke deutlich, dass der Grund weshalb die schulischen Texte heute fehlerhafter seien als früher, nicht an der Netzkommunikation läge, obwohl er, wie bereits erläutert, weiß, dass diese im Regelfall keine vorbildliche Sprache vorweisen kann. Dies spezifiziert er durch den Satz &amp;quot;Das  stellt das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Die von Christa Dürscheid zitierte Feststellung &amp;quot;'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen'&amp;quot;(Z.26f.) stellt ein wissenschaftliches Ergebnis dar, und ist somit ein Faktum, das für den weiteren Verlauf des Textes wichtig ist. Anhand von &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29f.) ist zu erkennen, dass die häufige Fehlerzahl eine andere Ursache habe, wobei durch die Erwähnung der &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot; (ebd.) angedeutet wird, dass die Quelle der Fehler nicht in der privaten Chatkommunikation läge, sondern tatsächlich in der Schule. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z.34-39) geht Krischke auf den eigentlichen Grund der Fehler ein, und greift dafür mit &amp;quot;Die Entwicklung begann in den siebziger Jahren&amp;quot; (Z.34f.) in die Vergangenheit, womit er gleichzeitig noch einmal betont, dass der Grund nicht in der modernen Netzkommunikation, die es schließlich in den Siebzigern noch nicht gab, lag, sondern schon weit vorher. Die Behauptung, die Fehler fingen an, &amp;quot;als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten&amp;quot; (Z.35f.) gibt indirekt den Schulen die Schuld für das Problem. Die positiv konnotierten Adjektive &amp;quot;frei&amp;quot; und &amp;quot;spontan&amp;quot; (ebd.) verstärken eine eigentlich positiv geformte Vorstellung des Schreibens, jedoch gehe dieser &amp;quot;eigentlich begrüßenswerte[r] Trend&amp;quot; (Z.37) auf die Kosten &amp;quot;'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.37f.), womit angedeutet wird, dass Schüler zwar inhaltlich freier und spontaner schreiben konnten, jedoch gleichzeitig auch sprachlich falsch. Mit dem Schlusswort &amp;quot;Formale Korrektheit verlor an Bedeutung, geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot; (Z.38f.) führt er eine Konsequenz dieser Entwicklung an und zeigt damit dass Orthografie etc. als überflüssig angesehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Krischke den Grund für fehlerhafte Texte der heutigen Schüler sucht und dabei erstmals auf die moderne Netzkommunikation eingeht. Dabei stellt er erstmal die These auf, Kinder lesen heute viel mehr als früher, jedoch sei die Art des Geschriebenen anders als früher. Zudem betont er, dass das private, elektronische Schreiben alles andere als sprachlich korrekt sei und dass zwischen diesem Aspekt und dem der fehlerhaften Texte eine Verbindung stehen könnte. Durch eine ausführliche Beschreibung einer Forschung zu genau dieser Thematik wird die Glaubhaftigkeit des Ergebnisses gefördert, dass da wäre, dass der Grund der Fehler nicht in der modernen Netzkommunikation läge. Schlussendlich nennt Krischke den wahren Grund, der das freie und spontane Schreiben sei, wobei er beispielsweise durch die Erwähnung der Entwicklung aus der Vergangenheit immer wieder betont, dass das &amp;quot;plaudern&amp;quot; über elektronische Geräte, nicht die sprachliche Korrektheit der Schüler beeinflusse. Dies wird verstärkt durch die Nutzung von verschiedenen sprachlichen Mitteln, wie von Beispielen, Thesen, Zitate von Experten, Hyperbolen und Aufzählungen, sowie einem wechselnden hypotaktischen und parataktischen Satzbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  Aufgabe&lt;br /&gt;
Wortbildungen die aus dem Englischen übernommen werden und in eine Sprachgemeinschaft eingeschlossen werden, nennt man Anglizismen. Dass diese Anglizismen heutzutage einen großen Einfluss auf den deutschen Sprachraum haben, ist kein Geheimnis. Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen derer erörtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Ursache behandelt die Globalisierung und die Internationalität der Welt. Diese beinhaltet mehrere Faktoren wie beispielsweise das Internet, das den Menschen überall auf der Welt die Möglichkeit bietet sich mit anderen zu vernetzen und zu verständigen.  Dadurch sind Apps wie WhatsApp, Instagram und Facebook entstanden, die man heute soziale Netzwerke nennt. Neben diesen Apps existieren tausend andere Möglichkeiten mit anderen zu kommunizieren. Am Erfolg dieses Konzepts lässt sich messen, wie sehr Internationalität die Menschen anspricht und dass die Menschen  über den Tellerrand hinaus blicken möchten. Jedoch braucht es in so einer globalen Welt eine Sprache zur Verständigung die jeder spricht. Da Großbritannien aufgrund seines historischen Hintergrundes Kolonien rund um die Welt hatte, ist die englische Sprache beinahe auf jedem Kontinent vertreten, sodass sie zur sogenannten „Verkehrssprache“ wurde.  Die Verkehrssprache ist die Sprache, auf die Menschen in der Regel als erstes zurückgreifen, wenn sie nicht ihre Muttersprache nutzen können. Diese beiden Faktoren, der Wunsch nach Globalisierung und Englisch als Verkehrssprache, sind die Hauptursachen des ins Deutsche integrierte Englisch. Daraus entstehen wiederrum die Konsequenzen, dass es im Beruf immer wichtiger wird Englisch oder mehr Sprachen sprechen zu können, oder dass Schulen damit anfangen, bereits im frühen Alter Englisch zu unterrichten. Die Folgen wiederrum machen das Können von Englisch zu einem Muss, sodass vereinzelte englische Wörter ins Deutsche miteingebunden werden. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Grund für Anglizismen sind die USA, da sie in der modernen Welt das Vorbild für jegliche Trends in Deutschland ist. Die Vereinigten Staaten, bekannt als das Land der Träume, sind ein Land mit viel Einfluss. Vor allem junge Leute nehmen sich ein Vorbild an dem was Amerikaner tun, oder sehen ihr Idol in amerikanischen Prominenten, da diese meist auf der ganzen Welt berühmt sind. Nachgeahmt werden der Kleidungsstil, der Lebensstil und auch die Sprache, die ebenfalls Englisch ist. Dadurch steigt das Interesse am Englischen und der Wille Englisch sprechen zu können. Jedoch wird nicht immer zwischen Deutsch und Englisch unterschieden, Englisch findet oft den Weg durch Anglizismen den Weg ins Deutsche. Ein weiterer Grund dafür ist gleichzeitig die dadurch entstehende Konsequenz. Denn Englisch ist weitaus kürzer und weniger kompliziert aufgebaut als Deutsch, ein Beispiel dafür sind die Artikel. Das Deutsche hat drei Artikel: „der“, „die“ und „das“, während das Englische mit „the“ auskommt. Zudem sind Wörter wie „Team“, „Online“, „Laptop“, „Display“, „Mom und Dad“ und viele weitere viel kürzer und einfacher formuliert als „Mannschaft“, „im Netz“ und „Computerbildschirm“. Da diese Terme einfacher und kürzer sind, werden sie übernommen und eingebürgert, sodass sie heute ein fester Bestandteil der deutschen Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenzen dieser Entwicklung und Anglizismen für die deutsche Sprache sind, dass viele auch im Deutschen vereinfachen und abkürzen. Ein Beispiel dafür sind die vier Fälle, wobei der Dativ und der Genitiv (Wem?, Wessen?) zu einem Fall zusammengefasst werden, sodass aus „das ist die Jacke des Lehrers“ „das ist die Jacke von dem Lehrer“ wird.  Durch die ständige Konfrontation mit dem Englischen (ausgelöst durch die Globalisierung) schauen sich viele den Satzbau, die Wörter und die Grammatik des Englischen ab und übertragen sie auf das Deutsche. Die deutsche Sprache verliert damit an ihrem einzigartigen deutschen Charakter und wird an die heutige Zeit angepasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem lässt sich sagen, dass vor allem junge Leute davon betroffen sind, da sie die Hauptaltersgruppe der sozialen Netzwerke sind, die dies an die kommende Generation weitergeben werden. Es lässt sich also zusammenfassend feststellen, dass Anglizismen aufgrund der Globalisierung ihren Weg in die deutsche Sprache gefunden haben und dass sie Vereinfachungen und Abkürzungen auslösen und dass diese Entwicklung im Lauf der Jahre aufgrund der jungen Generation weitergehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1 ===&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ von Wolfgang Krischke aus dem Jahr 2011 handelt von der Entwicklung der deutschen Sprache, welche sich wesentlich durch Deutschlehrer verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn erkennt man eine wesentliche Veränderung der deutschen Sprache im Titel. So werden oftmals beim Schreiben   Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) sowie Anglizismen, was sich an „dad“ (ebd.) veranschaulichen lässt, verwendet. Außerdem wird kein Wert auf Groß- und Kleinschreibung gelegt, was sich an dem Nomen „schule“ (ebd) erkennen lässt. Zudem fällt der Rechtschreibfehler von dem Adjektiv „eklich“ (ebd.) auf, da es normalerweise „eklig“ geschrieben werden würde. Stattdessen werden Wörter so geschrieben, wie man sie in der Alltagssprache ausspricht. Die Verwendung von Abkürzungen lässt sich auch veranschaulichen an „wg“ (ebd.) was  so viel wie wegen heißen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im darauffolgenden wird die These „Simsen macht nicht dumm“ im Untertitel aufgestellt.   Allerdings wird im darauffolgenden die These durch eine Antithese widerlegt, welche durch die Konjunktion „[a]ber“ eingeleitet wird. Da es sich um eine Konjunktion handelt, ist zu sagen, dass dieser Satz auf den zuvor genannten Satz anschließt und  zu diesem gegensätzlich und somit diesem antithetisch gegenübersteht. So wird die These dass simsen nicht dumm machen würde berichtigt durch die Behauptung „ihre Texte [seien] heute fehlerhafter als früher“. Auffallend ist hierbei auch der Vergleich zwischen „früher“ und „heute“. Dieser Vergleich ist somit der Kern des Textes, da eben die Entwicklung der deutschen Sprache hinsichtlich der Fehler untersucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Frage „Kinder lesen zu wenig ?“ (Z. 1) beginnt Krischke. Diese Frage verneint er jedoch mit einem „von wegen“ (Z.1.). Somit räumt Krischke den Vorwurf beiseite, dass Kinder heutzutage nicht ausreichend viel lesen würden. Laut Krischke „haben sie [noch nie] so viel gelsen und geschrieben wie heute“ (Z. 1f.). Zusätzlich soll dies auch „[t]äglich“ (Z. 2) erfolgen. Durch das Adjektiv „täglich“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass es sich nicht um einen Ausnahmezustand handelt, dass Kinder schreiben und lesen würden, sondern dass dies schon eine ablaufende Routine sei. Allerdings „tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 2 f.). Die Zahl „Millionen“ (ebd.) ist hierbei eine Hyperbel, die verdeutlichen soll, das Jugendliche nicht wenig Nachrichten schreiben, sondern dass sie dort auch  viele Nachrichten verschicken und viel Zeit investieren, da sie „Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 2 ff.). Somit  lesen sie keine Bücher, demnach „Lektüren“ (ebd.), mehr, sondern lesen auf ihren Smartphones oder Computern. Jedoch bilden sie sich dort auch weiter, da sie sich im Internet informieren und dort nach „Infos“ (ebd.) suchen. Allerdings wird hier auch deutlich, dass durch die Medien Printmedien wie zum Beispiel Zeitungen oder Bücher, sowie Atlanten keine Bedeutung mehr spielen. „Pädagogen und Ausbilder“ (Z. 5) begegnen diesen Medien jedoch mit Ablehnung, was sich an Hand des Adverbs „[t]rotzdem“ (Z. 5) erkennen lässt. Denn diese behaupten diese dienen „vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7).  Der Neologismus von „Plaudermedium“ (ebd.) akzentuiert, dass der Schreibstil der Jugendlichen ebenfalls keinen Regeln unterliegt und einfach aneinandergereiht wird. Dass es sich um ein Plaudermedium handelt, und nicht nur zur Weiterbildung genutzt wird, lässt sich an das Syndeton „Simsern, Chatten, und Twittern“ (Z. 6) veranschaulichen, da es hierbei nur um die Kommunikation zwischen den Jugendlichen geht. Krischke behauptet ebenfalls, ihre „Normen der Hochsprache“ (Z.7) sei „Lichtjahre“ (Z. 8) von der „Sprechschreibe“ (Z.8) entfernt. Durch die erneute Verwendung einer Hyperbel soll die Missachtung der Kunst der Deutschen Sprache zur Geltung kommen, da laut Krischke die Jugendlichen nicht ansatzweise von der korrekten Schreibweise des Deutschen gebrauch machen würden.  Zur Untermauerung dieser Behauptung führt der Autor einige Beispiele an wie zb. „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [=hab dich ganz doll lieb]“(Z. 9 f.). Zu Beginn der gezeigten Beispiele wird der Titel des Sachtextes wieder aufgegriffen, was eine Wirkung der Verinnerlichung der Fehler in diesem Satz bezweckt. Ebenfalls sieht der Autor es für notwendig Abkürzungen wie „hdgdl“ (ebd.) zu übersetzen, da er der Meinung ist, dass dies nicht für jeden verständlich ist. Dies bewirkt, dass die „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9f.) , sobald sie ähnliches lesen. Fortführend stellt der Autor die Frage, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 11 ff.) können.   Die Metapher “Trümmerlandschaft“ (ebd.) verdeutlicht, dass der Kritschke in dem Schreibstil der Jugendliche keine Zukunft sieht und dass er davon ein negatives Bild hat. Dies wird durch die in Fragestellung von der Fähigkeit ein „Bewerbungsschreiben [zu]verfassen“ (ebd.) akzentuiert, da ein gutes Bewerbungsschreiben wichtig ist für jede Zukunft jedes einzeln Jugendlichen, da er nur so an seinen späteren Beruf gelangen kann. Um dieser Frage weitergehend auf den Grund zu gehen, führt der Autor von der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“(Z. 15 ) Studienergebnisse an, da sie sich mit der Beantwortung der zuvor genannten Frage näher beschäftigt hat. Dazu hat sie mit ihrem Team „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht“ (Z. 15 f.). Hierbei arbeitet Krischke mit stichfesten Zahlen, die die Masse der Aufsätze veranschaulichen sollen. Allerdings wurden diese Aufsätze „von 16- bis 18-järigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 17 f.) verfasst.  Da das Alter beschränkt ist, ist zudem zusagen, dass es sich um eine Altersbegrenzung handelt, in der die Schüler durchaus in der Lage dazu sein sollten, die Regeln der Deutschenschreibweise zu beherrschen und dass bei der Studie nicht zwischen den einzeln Schulformen unterscheiden wurde. Anders ist es allerdings bei der Umgebung. Hier wurde nur das Verbreitungsgebiet Zürich gewählt, so dass kein Vergleich mit anderen Orten geschaffen werden kann. Stattdessen haben sie einen anderen Vergleich gezogen. Somit „zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18 ff.). Das Pronomen „dieselben“ (ebd.) verrät, dass es sich nicht um eine andere Gruppe von gewählten Jugendlichen handelt, die hinsichtlich ihrer Kommunikation in sozialen Netzwerken in ihrer Freizeit untersucht wurden.  An Hand der Akkumulation „ SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen“ (ebd.) lässt sich erkennen, dass die Kommunikation der Jugendlichen sehr vielseitig sein kann und oftmals nicht nur ein Netzwerk genutzt wird. Ihr Schreibverhalten wurde schließlich hinsichtlich der „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie nach dem „Wortschatz, de[m] Steil und de[m] Aufbau der Texte“ (Z. 23) untersucht. Nach der Untersuchung hält sie folgendes Ergebnis fest: „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzwerkkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 19 ff.). Das Adverb „keinem“ (ebd.) zeigt somit, dass nichts Auffallendes in einer der zuvor angeführten Komponenten gefunden wurde. Im darauffolgenden wird noch einmal gesagt, dass kein Unterschied zwischen den einzeln Schulformen gemacht wurde (vgl. Z. 26). Anschließend wird die Linguistin Christa Dürscheid zitiert, was für eine stichfeste Argumentation des Autors spricht. Somit hält sie fest, dass Schüler „die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 27) können. Das Ansprechen der „Schreibwelten“ (ebd.) akzentuiert, dass Jugendliche sich in ihrer Freizeit in ihrer Kommunikation einen eigene Welt schaffen, in der sie aus dem Alltag flüchten und eben nicht den Drang danach haben Regeln zu befolgen und somit auch keine Rücksicht auf die Richtigkeit der Deutschenschreibweise nehmen.  Somit wissen sie, „dass in der Schule und der formellen Kommunikation anderer Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden „ (Z. 27 ff.). Trotz dass die „elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet – die Schultexte die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z.  31 ff.).  Die Epipher „alles andere als“ (ebd.) dient dazu, dass Bedeutung auf die Fehler der Jugendliche gesetzt wird, trotz dass die Ursache nicht an ihrer Kommunikation über elektronische Medien liegt. Denn „Rechtscheibung und Zeichensetzung weisen […] deutliche Defizite auf“ (Z. 33 ff.). Das Adverb „deutlich“ (ebd.) zielt darauf hinaus, dass es sich dabei nicht um eine kleine Lappalie handelt oder Flüchtigkeitsfehler, sondern dass es ein konstanter Fehler ist. Letztendlich schiebt Krischke die Schuld auf „Deutschlehrer [die] die Kinder stärker als zuvor  zum freien, spontanen Schreiben“ (Z. 35 f.) ermutigt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist deutlich, dass der Autor ausführlich den Grund des Verlust der deutschen Schreibfertigkeit nachgehen will. Dazu nutzt er vor allen Dingen Akkumulationen die die Vielseitigkeit der Kommunikation deutlich zu machen. Zudem nutzt er die Anführung einer Studie sowie Zahlen, welche auf Fakten beruhen, als stichfesten Aufbau seiner Ausführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache wird durch Verwendung von Anglizismen enorm verändert. So ist es heutzutage normal geworden, Gebrauch von Wörtern aus dem Englischen zu machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursache dessen ist vor allen Dingen die Globalisierung.  Durch das große Kommunikationsnetzwerk, welches durch die Globalisierung zwischen verschiedenen Ländern entstanden ist, war es erforderlich die Sprache der anderen zu erlernen, damit ein Austausch erfolgen konnte. Aus diesem Grund werden Wörter in der eigenen Muttersprache aufgenommen. Im Laufe der Globalisierung hat sich Englisch zu einer Weltsprache entwickelt, weshalb auch die meisten Anglizismen des Deutschen aus dem Englischen kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitergehend wächst die jüngste Generation mit Medien auf. In diesen werden ganz besonders diese Anglizismen fortlaufend benutzt. Da sie also dementsprechend Teil ihrer Kindheit sind, nehmen sie diesen Wortschatz wie selbstverständlich auf. Folge dessen ist, dass sie mit den älteren Generationen mit diesem Wortschatz kommunizieren und somit Anglizismen von Älteren aufgenommen werden und je öfter man Dinge hört, desto öfter werden sie sich gemerkt und irgendwann aufgenommen und schließlich benutzt.  Allerdings dauert dieser Vorgang seine Zeit und viele ältere Menschen halten an den Dingen fest, so dass es auch dazu führen kann, dass die Schere zwischen Alt und Jung immer Größer wird. Somit ist es also die Aufgabe der jungen Generation zwar die Anglizismen aufzunehmen und sich auch mit diesen verständigen zu können – jedoch auch ihren Wortschatz insofern abzuwandeln, dass es für ältere verständlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich ist auch zu sagen, dass das Aufnehmen von Anglizismen jedoch ein fortlaufender Prozess ist, der durch den Faktor des Internets enorm beschleunigt wird, werden immer mehr Wörter des Deutschen ausgetauscht.  Fazit dessen ist, dass in diesem Ersetzen eine Bedrohung der deutschen Sprache gesehen werden kann. Zudem verliert nicht nur die Sprache an ihren Charakter, sondern auch die Kultur und somit auch Traditionen des Deutschen. Unterdessen wird eine Verschwimmung verschiedener Kulturen hervorgerufen,  so dass es auf langer Sicht hingesehen zu einer Kultur werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Faktor kann beispielsweise die Musik sein. Musik wird überall gehört und für jede Stilart werden Oberbegriffe verwendet, doch diese sind nun mal alle in Englisch festgehalten, so wird von Hip-Hop,  Rap und Deep gesprochen ohne das darüber nach gedacht wird, dass diese Wörter gar nicht aus dem  Deutschen kommen. Ebenso wird in der Technik Gebrauch von Anglizismen gemacht, so sagt man nicht mehr 'Bildschirm' sonder 'Display', aus 'mobiles Telefon' wird 'Handy'. Auffallend dabei ist, dass diese genutzten Anglizismen oftmals kürzer sind als die deutschen Übersetzungen. So ist dem hinzuzufügen, dass die Verwendung von Anglizismen auch einen Charakter der Faulheit hat, da dieser Weg oftmals kürzer und unkomplizierter ist und somit weniger Zeit einnimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Ursachen der Verwendung von Anglizismen bei verscheiden Dingen liegt. Grundlegend dabei ist jedoch die Globalisierung, die es erst möglich gemacht hat, dass Technik und Musik Anglizismen vermitteln konnten. Ein großer Vorteil ist, dass diese Verwendung zeitsparend ist und zu einer Erleichterung der Verständigung einzelnen Kulturen beiträgt. Jedoch wird die Verständigungen zwischen  Alt und Jung immer schwieriger und auch dies Kulturen verlieren an Charakter und werden langfristig gesehen zu einer Kultur werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfang Krischke verfasst und 2011 veröffentlich wurde, thematisiert den Verlust korrekter Grammatik und Rechtschreibung in Bezug auf die schriftlichen sowie sprachlichen Fähigkeiten von Schülern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ weist ein hohes Maß an fehlerhafter Grammatik und Rechtschreibung auf. Diese werden durch Anglizismen und Abkürzungen verfeinert und mit Empfindungslauten wie zum Beispiel „booaaa“ (ebd.) verstärkt. Die immer schlechter werdende Schreibweise der Schüler gleicht sich heutzutage schon ihrer Sprechweise an.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text lässt sich in drei Sinnabschnitte gliedern. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1-15) behandelt die Ursache der fehlerhaften Sprache der Schüler im Hinblick auf soziale Medien, während im zweiten Abschnitt (Z. 16-29) auf eine von Professoren durchgeführte Forschung hinsichtlich dieses Themas, Bezug genommen wird. Im dritten Abschnitt werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler beschrieben, die heutzutage stark nachgelassen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.1-15), der als Einleitung in die Problemstellung dient, leitet mit der These, „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher.“ (Z. 1) ein. Dabei stehen sich die beiden Sätze antithetisch gegenüber und weisen somit inhaltliche Gegensätze auf. Durch die Konjunktion „aber“ (ebd.), schränkt der zweite Satz die Aussage des ersten Satzes ein und hebt somit hervor, dass die fehlerhaften Texte der Schüler immer mehr zunehmen. Folgend beginnt der eigentliche Text mit der Frage, ob Kinder heutzutage zu wenig lesen würden (vgl. Z. 2). Diese Behauptung wird jedoch bedingungslos von dem Autor abgelehnt, da er der Meinung ist, dass die Schüler „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 1f.). Um seine Meinung zu verdeutlichen, nennt er alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit lesen und schreiben in Verbindung kommen. Sie tippen zum Beispiel „Millionen von Wörtern auf ihren Handys- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internetinfos“ (Z. 3ff.). Kinder und Jugendliche lesen heutzutage also viel in digitalen Netzwerken, vernachlässigen somit aber das traditionelle lesen von Büchern und lassen somit bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf[kommen]“ (Z. 6f.). Das lesen in sozialen Netzwerken prägt sich gegenüber den Schülern in Bezug auf fehlerfreie Texte jedoch nicht Vorteilhaft aus, da „den Simsern, Chattern und Twitterern […] [diese] Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 8f.) diene. Durch den Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass die modernen Medien den Jugendlichen also nur die Möglichkeit bieten, sich harmonisch und geruhsam zu unterhalten und aufgrund dessen nicht die beste Möglichkeit sei, um Grammatische sowie Rechtschreibliche Fähigkeiten zu verbessern. Folgend ist Krischke der Auffassung, dass die Sprech- beziehungsweise Schreibweise der Schüler um einige Maßeinheiten von der Standartsprache entfernt sei (vgl. Z. 9f.). Um dies zu verdeutlichen, akzentuiert der Autor hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.) und hebt hervor, dass solche Sätze, „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken [lässt]“ (Z. 11f.). Diese Metapher verdeutlicht erneut die Vielzahl der Fehler und wie Sprachwissenschaftler auf diese reagieren. Anschließend wirft der Autor die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?“ (Z. 12ff.). Mit dieser Frage möchte der Autor die Aufmerksamkeit der Leser auf sich lenken und sie zum Nachdenken anregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt (Z. 15-29) wird auf die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) Bezug genommen, welche sich mit diesem Thema präziser auseinander gesetzt hat. Mit ihrem Kollegium hat sie „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, […] [die] von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen [verfasst wurden]“ (Z. 16ff.). Im Vergleich dazu haben sie knapp 1100 private Texte , „die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als [zum Beispiel] SMS-Meldungen“ (Z. 19f.) geschrieben haben, überprüft. Dabei haben sie sich bei der Überarbeitung dieser Texte nicht nur auf die „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) konzentriert, sondern auch auf „den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 23). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Aspekte der Netzkommunikationen, keine beachtenswerten Folgen in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). Aus diesem Grund wird verdeutlicht, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar nicht auf korrekte Rechtschreibung, Grammatik etc. geachtet wird, dies sich jedoch nicht auf die schulischen Leistungen der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich diese Schlussfolgerung, auf die zu Beginn erwähnte These des Autors beziehen, da er ebenda der Meinung war, dass Simsen Schüler nicht dumm mache, ihre Texte aber fehlerhafter als damals seien (ebd.). Um seine These zu belegen und die Realität zu verdeutlichen, zitiert der Autor Christa Dürscheid, die der Ansicht ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]“ (Z. 26f.) und genau wissen, „dass in der Schule und [in] der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 28f.). Hierbei wird erneut der geringe Einfluss von digitaler Kommunikation verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Abschnitt (Z. 29-39) werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler, die heutzutage stark nachgelassen haben, thematisiert. Dabei wird dieser Abschnitt durch die Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht.“ (Z. 29ff.) eingeleitet. Infolgedessen wird bereits deutlich gemacht, dass obwohl die Kommunikationen im Netz keinen Einfluss auf die Texte in der Schule aufweisen, dennoch eine Problematik der Texte zu erkennen ist. Anschließend geht Krischke näher auf diese Aussage ein und führt auf, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher“ (Z. 31f.) ausscheide, dennoch die Texte in der Schule, „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien. Dabei hebt er hervor, dass die Texte nicht nur von ein paar Fehlern umgeben sind, sondern ein sehr hoher Anteil an Fehlern in den Texten vorhanden sei. Unterdessen lassen sich diese Fehler vor allem in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 34f.) deutlich erkennen. Anschließend erklärt der Autor die Entwicklung dieser Problemstellung, indem er verdeutlicht, dass diese Defizite schon „in den siebziger Jahren [begannen], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Im Anschluss daran erläutert er, dass diese Defizite besondere Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie auf die Bedeutung der „Formale[n] Korrektheit“ (Z. 38) habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die die Jugendlichen beim schreiben von Schultexten haben, nicht durch Kommunikationen im soziale Netzwerke verursacht werden. Dabei belegt er seine These mit einer von Professoren durchgeführte Forschung in Bezug auf dieses Thema und lässt so seinen Text vertrauenswürdig wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man eine Ausdrucksweise aus der englischen Sprache, die in den Wortschatz einer anderen Sprache eingeflossen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache ist wie jede andere lebende Sprache einem ständigen Wandel unterzogen. Besonders die Anzahl der Anglizismen hat in unserer Sprache stark zugenommen und somit auch die Häufigkeit, mit der diese verwendet werden. Dabei haben sich die englischen Begriffe heutzutage schon so sehr in den Alltag eingeschlichen, dass viele Menschen sie kaum noch als Fremdsprache wahrnehmen. Eine bedeutsame Ursache dafür ist die Globalisierung, da aufgrund von globaler Kommunikation die Mehrsprachigkeit gefördert wird. Menschen mit verschiedenen Muttersprachen konnten so zwar auf der ganzen Welt miteinander kommunizieren oder sich über Themen und Probleme unterhalten, gleichzeitig entstand so jedoch auch eine Gefahr für viele Muttersprachen, welche dadurch nämlich nur noch wenig gesprochen worden sind. Auch in der Jugendsprache wird die Verwendung von englischen Wörtern als modern angesehen. Dabei erfüllen sie die Kreativitäts- und Ausdrucksweise der Jugendlichen und tragen zur Stärkung des Gruppenbewusstseins bei, da sie sich durch ihre “eigene“ Sprache von der Erwachsenenwelt abgrenzen können. Auch die Musikwelt, welche für die Jugendliche Kultur eine bedeutsame Rolle spielt, stellt eine Quelle für Anglizismen dar. Anglizismen weisen somit also auch Erkennungsmerkmale von Interessen der Jugendlichen auf und dient ihnen somit erneut von der gruppensprachlichen Abgrenzung. Auch im Bereich der Massenmedien ist der Gebrauch von Anglizismen sehr hoch. Sowohl in Zeitungen, Zeitschriften ect. als auch in elektronischen Medien lassen sie Texte abwechslungsreicher,  interessanter und auch aktueller wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die häufigere Verwendung englischer Wörter kann es jedoch dazu kommen, dass ein großer Verlust von deutschen Wörtern zustande kommt und die deutsche Sprache in der Welt an Bedeutung verliert. Im Gegensatz dazu wird die deutsche Sprache durch Anglizismen jedoch auch moderner und internationaler und erleichtert die Verständigung im Ausland. Außerdem wird das erlernen der englischen Sprache erleichtert und bietet somit vielen Menschen bessere Ausdrucksmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Globalisierung sowie der Einfluss durch Medien besondere Ursachen für die Verwendung von Anglizismen sind. Dies kann zum einen zwar die Verständigung im Ausland erleichtern, zum anderen kann dies jedoch auch dazu führen, dass die deutsche Sprache an Bedeutung verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert die Verwendung der Schriftsprache in der formellen und elektronischen Kommunikation. Dabei liegt der Fokus darauf, ob Jugendliche die elektronische Kommunikation von der formellen Kommunikation, und die bestehenden Regeln, unterscheiden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überschrift wird zunächst ein Kontrast deutlich: „Schreiben in der Schule“ und „booaaa mein dad voll eklich wg schule“. Ersteres lässt vermuten, dass in der Schule auf Rechtschreibung, Zeichensetzung etc. geachtet wird. Letzteres verdeutlicht, wie Jugendliche untereinander kommunizieren. Dabei werden, neben der fehlenden Groß- und Kleinschreibung, „schule“, und falscher Rechtschreibung, „eklich“, weitere Merkmale deutlich. Die Interjektion „booaaa“ (ebd.), ist ein Empfindungslaut, der in dieser Situation ausdrückt, dass man genervt ist. Als nächstes ist der Anglizismus „dad“ zu finden. Hier wird deutlich, dass das Englisch die deutsche Sprache beeinflusst. Außerdem werden Abkürzungen wie „wg“ gebraucht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wird der Text mit einer Unterüberschrift, die als These fungiert, eingeleitet: „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1). Somit behauptet der Autor, dass das Kommunizieren mittels Handys Schüler nicht beeinträchtigt. Darauffolgend wägt der Autor seine These ab und behauptet, dass trotzdem „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12) wird die Thematik genauer geschildert. Einleitend wird eine rhetorische Frage gestellt, die das Vorurteil, dass Kinder zu wenig lesen würden (Z. 2), benennt. Darauf geht der Autor verneinend ein und er ist sogar der Meinung, dass Kinder „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2f.). „Noch nie zuvor“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass es sich um ein Phänomen der heutigen Zeit handelt. Des Weiteren geht der Autor auf seine Behauptung ein und erläutert, dass Kinder täglich Millionen Wörter tippen und Stunden mit SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen etc. verbringen würden (vgl. Z. 3ff.). Somit nennt er Beispiele, die veranschaulichen, inwiefern Kinder lesen und schreiben. Die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z. 6) leitet ein, dass es jedoch Probleme mit dem Lesen und Schreiben gibt. Pädagogen und Ausbilder seien nicht zufrieden damit (vgl. Z. 6), da bei „den Simsern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7f.) diene. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) stellt das Problem ziemlich deutlich dar: Die Schrift wird zur Kommunikation genutzt und auf Orthografie etc. wird kaum geachtet. So sei diese „von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.). Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) betont, dass man die Schrift als Kommunikationsmittel nicht mit der Hochsprache vergleichen kann und diese auch ganz andere Regeln besitzt. Im Folgenden werden dann Beispielsätze genannt um dies zu veranschaulichen und hyperbolisch geschildert, dass diese „Freunde des Dudens und ganzer Sätze […] zusammenzucken“ (Z. 11f.) lassen würden. Hier wird wieder darauf eingegangen, dass die Kommunikationsschrift von der Hochsprache abweicht und gekürzt bzw. grammatikalisch häufig falsch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 12- 29) wird mit der rhetorischen Frage, „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff.), eingeleitet. Der Frage kann man entnehmen, dass man, wenn man die Kommunikationssprache betrachtet, unsicher ist, ob Jugendliche sich in der Hochsprache zurechtfinden. Der Autor bezieht sich, um diese Frage zu beantworten, auf eine Studie der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid (vgl. Z. 15f.). Sie untersuchte 1000 Deutschaufsätze von 16- bis 18- jährigen Schülern verschiedener Schulformen und verglich diese dann mit Mitteilungen in sozialen Netzwerken etc., die von denselben Jugendlichen verfasst wurden (vgl. 16ff.). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Elemente der Netzkommunikation keine nennenswerten Spuren in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). „'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen [und] sie wissen, dass […] andere Regeln gelten'“ (Z. 26ff.). Somit sieht der Autor in der elektronischen Kommunikation nicht die Ursache für die fehlerhaften Texte, da er die Studie ja als Begründung seiner These anführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29- 39) nennt der Autor die eigentliche Ursache für die fehlerhaften Texte. Zunächst stellt er dar, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z. 31f.). Die eigentliche Ursache sieht er in der „Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten. (Z. 34ff.)“. Das „spontane Schreiben“ (ebd.) sieht er als „eigentlich begrüßenswerten Trend“ (Z. 36f.) an. Das Adjektiv „eigentlich“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass der Autor diesen Trend abwägend betrachtet. Somit erklärt der Autor schließlich auch, dass dieser Trend auf Kosten „'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. „'harte[...]' Sprachfertigkeiten“ (ebd.) hat eine ironische Bedeutung, was die Anführungszeichen betonen. Der Autor geht davon aus, dass diese Sprachfertigkeiten eigentlich gar nicht schwierig zu beherrschen sind. Außerdem führt der Autor an, dass die „formale Korrektheit […] an Bedeutung [verlor]“ (Z. 38), was auch eine negative Folge darstellt. Im letzten Satz ist von der formalen Korrektheit als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39) die Rede. Somit behauptet der Autor, dass die formale Korrektheit als unnötig bzw. von manch einem als „Quälerei“ wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die Jugendliche beim Schreiben haben, nicht durch die elektronische Kommunikation verursacht wird. Seine Thesen veranschaulicht er mithilfe von Beispielen und bezieht sich auf eine Studie, um diese zu bekräftigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache hat verschiedene Ursachen und bringt Konsequenzen mit sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man ein Wort, welches aus dem Englischen stammt und in einer anderen Sprache übernommen wurde. Anglizismen, die in der deutschen Sprache geläufig sind, wären z.B.: „Screenshot“, „Update“, „Cloud“ etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Grund dafür, dass Anglizismen verwendet werden, ist der Kontakt zu der englischen Sprache. Es fängt z.B. in der Schule an, wo man die englische Sprache als erste Fremdsprache erlernt. Außerdem gibt es zahlreiche Begegnungen zwischen deutschen und englischen Schülern und den Kulturen, z.B. im Rahmen von Schüleraustauschen. Aber auch durch die stetig wachsende Globalisierung erhöht sich der Kontakt zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und dann ist die englische Sprache meistens die Sprache, die zur Kommunikation verwendet wird. Die Menschen in Deutschland werden zudem vom Englischen beeinflusst. Dies geschieht über diverse Medien, z.B. durch Werbungen, Nachrichten, soziale Netzwerke etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich folglich auch Konsequenzen. Einerseits wird die deutsche Sprache modernisiert. Einige Begriffe aus dem Englischen hören sich, in Abhängigkeit vom Gesamtzusammenhang, besser an als die deutsche Übersetzung. Somit ist z.B. das Wort „Screenshot“ geläufiger als „Bildschirmaufnahme“. Außerdem sind die meisten Wörter mittlerweile so geläufig, dass viele Menschen die Bedeutungen kennen. Andererseits stellen Anglizismen für die „ältere“ Generation eher ein Hindernis dar. Das kann man darauf zurückführen, dass diese im Vergleich zur „jüngeren“ Generation keinen so umfangreichen Kontakt zur englischen Sprache hatten bzw. haben. Eine weitere Konsequenz ist, dass womöglich der Bezug zwischen Anglizismen und Wörtern aus der Herkunftssprache verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ursachen für Anglizismen auf den Kontakt mit anderen Menschen und den Einfluss durch Medien zurückzuführen ist. Dabei stellen sich Konsequenzen heraus, dass Anglizismen geläufiger und häufiger verwendet werden, aber die Gefahr besteht missverständlich aufgenommen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
'''1.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text von Wolfgang Krischke mit dem Titel ,,Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ handelt es sich um einen Sachtext, welches im Jahr 2011 veröffentlicht worden ist. Thematisiert wird dabei der Einfluss der Kommunikation in den Medien auf die Sprache der Jugendlichen und die Defizite der Sprachfertigkeiten in Schultexten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel verweist dabei auf die Thematik des Textes durch die Gegenüberstellung ,,Schreiben in der Schule“ und dem grammatikalisch falschen Satz ,,booaaa mein dad voll eklich wg schule“, wobei dies an eine Nachricht eines Jugendlichen an einen anderen Jugendlichen darstellt. Dadurch, dass in diesem Satz sowohl Großschreibung nicht beachtet wurde als auch Umgangssprache verwendet wurde, nämlich die Injektion ,,booaaa“, wird bereits darauf hingewiesen, dass die Sprache in der medialen Kommunikation anders und vor allem nicht richtig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Aussage ,,Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) wird bereits die These des Autors deutlich, da dieser der Meinung ist, dass das ,,Simsen“ (ebd.), wobei hier die Kommunikation in Medien gemeint ist, kein Einfluss auf die Intelligenz der Schüler hat. Durch die adversative Konjunktion ,,[a]ber“ (Z.1) wird dann die These weitergeführt, nämlich, dass die Texte ,,heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) seien. Dadurch behauptet der Autor, dass Kommunikation im Internet zwar keine negativen Einflüsse haben würden, trotzdem sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben in Texten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z. 2 – 14) thematisiert dabei die Sprache in der Kommunikation im Internet. Dabei beginnt der Abschnitt mit der rhetorischen Figur ,,Kinder lesen zu wenig?“ (Z.2) mit der knappen Antwort ,,Von wegen“ (Z. 2), womit der Autor bereits hervor bringt, dass der Vorwurf bzw. Vorurteil Kinder und Jugendlichen würden zu wenig lesen, nicht stimmt. Denn weiterhin behauptet er, dass ,,noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z. 2 f.) werde wie heute, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass nicht nur der Vorurteil nicht stimmt, dass wenig gelesen werde, sondern sogar noch mehr gelesen werde, was besonders durch den Ausdruck ,, noch nie zuvor“ (ebd.) betont wird. Diese Behauptung belegt der Autor anschließend mit konkreten Beispielen, die auch zur Veranschaulichung dienen, wie, dass ,,Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 3 f.) würden, wobei die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern“ (ebd.) besonders betonen soll, dass viel gelesen und geschrieben wird. Durch das Adverb ,,[t]äglich“ (Z.3) zu Beginn der Aussage wird deutlich gemacht, dass sich dies nicht nur ab und zu ereigne, sondern eben täglich stattfindet und nicht nur auf einer Ebene, dem Schreiben von Nachrichten, sondern auch durch das Verbringen von ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 4 ff.), wobei die Akkumulation die Verbreitung des Schreiben und Lesens im Internet veranschaulicht und betont. Als nächstes wird eine Gegenaussage eingeleitet durch die adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem“ (Z. 6), wodurch angedeutet wird, dass das viele Lesen und Schreiben von Nachrichten nicht nur positiv ist, da ,,bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkäme. Dies wird des weiteren näher erklärt, indem gesagt wird, dass den ,,Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f.) diene. Dies bedeutet also, dass das Internet von den Jugendlichen zur Kommunikation und Unterhaltung in der Freizeit genutzt werde. Die Problematik dabei sei, dass die Schreibweise dabei ,,Lichtjahre“ (Z. 9) von den ,,Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt seien, also kein korrektes Deutsch in der Kommunikation im Internet genutzt wird. Die Metapher ,,Lichtjahre“ (ebd.) verdeutlicht dabei den Ausmaß, dass kein korrektes Deutsch genutzt werde und die Sprache, die genutzt wird, sehr fehlerhaft sei und kaum korrekte Sprache enthalte. Zur Veranschaulichung und zum Belegen seiner Aussage nennt er dabei ein Beispiel ,,'booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgl [= hab dich ganz doll lieb]'“ (Z. 9 f.), wobei hier direkt auffällig ist, dass viele Fehler enthalten sind, Großschreibung nicht beachtet wurde und viele Abkürzungen benutzt werden. Die Aussage dieser Satz lasse ,,Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.), betont nochmals die Fehlerhaftigkeit des Beispiels und unterstützt die Aussage, dass die Kommunikationssprache im Internet sich sehr der des Hochdeutschen unterscheide. Als Überleitung zum Thema, ob sich die Sprache im Internet auf zum Beispiel Schultexte Auswirkungen haben stellt der Autor die Frage , ob ,,Jungendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Die Metapher ,,sprachliche[.] Trümmerlandschaft[.]“ (ebd.) veranschaulicht dabei das Ausmaß der sprachlichen Fehler in der Sprache und dass kaum korrektes Hochdeutsch verwendet werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Sinnabschnitt (vgl. Z. 15 – 29) wird dann darauf eingegangen, ob die fehlerhafte Sprache im Internet Auswirkungen auf das Schreiben von formalen Texten, wie eine Bewerbung hat. Dabei wird zunächst die ,,Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“ (Z. 15) aufgegriffen, die sich mit diesem Thema beschäftigt habe. Durch die Erwähnung einer Expertin in diesem Themenbereich wird die Seriosität des Textes zum Ausdruck gebracht, sowie, dass die folgende Erläuterung, ob diese Sprache nun eine Auswirkung hat oder nicht, Standhaftigkeit besitzt.  Dabei wird beschrieben, dass diese Germanistik-Professorin ,,1000 Deutschaufsätze“ (Z. 16 f.) von Schülern  unterschiedlicher Schulformen untersucht habe und zum Vergleich ,,über 1100 Texte […], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung“ (Z. 19 f.) geschrieben haben, herangezogen habe. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass das Ergebnis dieser Untersuchung richtig und eine Allgemeingültigkeit haben wird, da ein Vergleich stattgefunden hat und nicht nur Schüler aus einer Schulform untersucht wurden, sondern aus allen Schulformen. Dies wird im weiteren bestärkt durch die Aussage , dass die Professorin und ihr Team ,,nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 22 f.) untersucht hätten. Dies bringt hervor, dass das Ergebnis aufgrund der breitgefächerten Untersuchungen in verschiedenen relevanten Punkten seriös  und allgemeingültig sei. Als nächstes wird das Ergebnis benannt, nämlich, dass in keinem Bereich ,,die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24 ff.) hätten. Durch dieses Ergebnis der Untersuchung belegt der Autor seine These, dass die Internetkommunikation Schüler nicht dumm mache, da das Ergebnis seine These bestätigt. Außerdem gelte dies ,,für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“ (Z. 26). Des weiteren zitiert der Autor Christa Dürscheid, wodurch er erneut seine These belegt und die Richtigkeit verdeutlicht, da diese sagt, ,,Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 26 f.) und dass Schüler wüssten, dass ,,in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten“ (Z. 27 ff.). Es gäbe also zwei verschiedene Schreibarten, einmal die in der Netzkommunikation, also die Sprache, die im Internet gebraucht werde, und die in der formellen Kommunikation, die in Schulen, auf der Arbeit  und Bewerbungen genutzt werde. Dabei würden Jugendliche diese zwei Spracharten unterscheiden können und dem entsprechend auch verwenden, was erneut die These des Autors, die Netzkommunikation würde die Schüler nicht dumm machen, untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und letzte Sinnabschnitt (vgl. Z. 29 – 39) thematisiert seine zweite These, dass die Texte der Jugendlichen heute trotzdem Fehler enthalten würden. Dieser Abschnitt wird dabei durch die Aussage ,,Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff.) eingeleitet. Dadurch wird bereits deutlich gemacht, dass, obwohl die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Sprache der Texte hat, dennoch eine Problematik der Sprache vorhanden ist, wobei der Widerspruch durch die adversative Konjunktion ,,trotzdem“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird. Des weiteren erläutert der Autor diese Aussage näher, in dem erklärt, dass die Netzkommunikation ,,als Verursacher ausscheide[.]“ (Z. 32), aber die Texte dennoch ,,alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien, also die Texte sehr viele Fehler enthalten würden. Die Formulierung ,,alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) betont dabei die Menge an Fehlern in den Text und dass es sich nicht um ein paar Fehler handle, sondern um viele Fehler. Diese Fehler würden vor allem ,,in der Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 33 f.) auftreten. Im Folgendem stellt der Autor dazu ein Erklärungsansatz auf, nämlich, dass diese Entwicklung der Defizite bereits ,,in den siebziger Jahren [aufgetreten sei], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f.). Dadurch belegt er erneut seine erste These, dass die digitale Kommunikation kein Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe, da er dadurch die eigentliche Ursache der fehlerhaften Texte benennt. Die Tatsache, dass er diese Entwicklung als ,,eigentlich begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36 f.) bezeichnet, verdeutlicht, dass der Autor diese Methode der Lehrer eigentlich gut findet, jedoch auch etwas gegen die Methode einzuwenden hat, was durch das ,,eigentlich“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird.  Diese Methode sei nämlich ,,auf Kosten ,harter' Sprachfertigkeiten“ (Z. 37) gegangen, wobei dadurch verdeutlicht wird, dass die Methode dazu führte, dass sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben. Die konkrete Folge sei dabei gewesen, dass formale ,,Korrektheit […] an Bedeutung“ (Z. 38) verlor und es fast dazu gekommen sei, dass dies zur ,,bildungsbürgerliche[n] Schikane“ (Z. 39) geworden ist, also formale Korrektheit ein Hindernis darstelle. Durch diese Aussage wird das Ausmaß dieser Methode verdeutlicht, nämlich, dass formale Korrektheit so wenig nur noch verwendet wurde, dass diese nicht mehr als Selbstverständlichkeit, sondern als Hindernis gesehen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass die Thesen des Autors, dass die Netzkommunikation die Schüler nicht dumm mache und dass die Texte aber fehlerhaft seien, in dem Sachtext erläutert und belegt worden sind mit Hilfe einer Studie. Seine These und Argumentation untermauert der Autor mit Hilfe von Beispielen, Metaphern und dem Zitat einer Expertin, wodurch der Text seriös wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind Anglizismen Wörter aus dem Englischen, die in eine andere Sprache, also zum Beispiel ins Deutsche übertragen und verwendet werden. Anglizismen werden in allen Bereichen des Sprachgebrauchs verwendet, wie in der Alltagssprache, Fachsprache und auch besonders in der Jugendsprache. Beispiele für Anglizismen sind dabei ,,Flashback“, ,,Hobby“, ,,Interview“, ,,Smalltalk“ oder ,,Smartphone“, die immer wieder in der Alltagssprache zu finden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache haben dabei einige Ursachen.  Eine bedeutsame Ursache ist die Globalisierung, da durch die Globalisierung die englische Sprache zunehmend als Lingua franca, also als Handels- und Verkehrssprache, an Bedeutung gewonnen hat. So konnten Menschen mit verschiedener Muttersprache auf der ganzen Welt kommunizieren, Geschäfte machen oder sich über Themen und Probleme unterhalten. Die Globalisierung führte dazu, dass die Weltsprache Englisch zunehmend in den verschiedenen Ländern als erste Fremdsprache unterrichtet wurde, wodurch die neuen Generationen das Englische konnten und einige Begriffe auch zunehmend in der deutschen Sprache übernahmen. Ein anderer Faktor ist aber auch, dass vor allem Amerika als Weltmacht nach dem zweiten Weltkrieg als modern galt und dadurch die anderen Länder beeinflusste, da zum Beispiel auch zunehmend  englische Musik gehört oder englische Filme gesehen wurden und Amerika auch als Vorbild gesehen wurde. Nicht nur das Englische als Weltsprache oder Amerikas Beeinflussung sind entscheidend für die Ursachen der Anglizismen, sondern auch die digitale Kommunikation und im Allgemeinen das Internet. Durch die sozialen Netzwerke ist es möglich, dass immer mehr Menschen aus verschiedenen Ländern in Kontakt stehen können und hier dann das Englische als Weltsprache eine Voraussetzung darstellt, um sich auszutauschen. Durch englische Videos, Texte, Nachrichten, Werbungen oder englischer Musik fließen einige englische Begriffe in das Deutsche ein und durch den ständigen Kontakt mit dem Englischen werden einige Begriffe in der deutschen Sprache durch Englische ersetzt und gefestigt. Außerdem wird das Englische in der Jugendsprache von den Jugendlichen als modern gesehen und der Trend, englische Wörter zu verwenden, festigt sich in der Alltagssprache der Jugendlichen so, dass diese in der Alltagssprache der Menschen vorhanden bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei hat der Einfluss der Anglizismen Konsequenzen auf die deutsche Sprache, wobei es positive und negative Konsequenzen gibt. Eine positive Konsequenz des Anglizismus ist, dass das Erlernen der englischen Sprache erleichtert ist, da einige Begriffe bereits so fest in der Muttersprache verankert sind, dass diese Begriffe als selbstverständlich angesehen werden und die Bedeutung bereits klar sind und auch verwendet werden. Außerdem sind englische Begriffe besonders in Bezug auf digitale Medien und in der Technik stark vertreten für die es oft auch keine deutschen Bezeichnungen gibt, wie zum Beispiel für ,,Laptop“ oder ,,Tablet“, sodass Anglizismen helfen sich in diesem Bereich zu unterhalten, da dies ohne Englisch nicht oder kaum möglich ist und durch Anglizismen diese Begriffe auch nicht erlernt werden müssen, sondern bereits klar sind. Dadurch besteht die Möglichkeit auf einer anderen Ebene zu kommunizieren oder sich auszudrücken, da es für bestimmte Anglizismen keine deutschen Wörter gibt und man durch den Einfluss der Anglizismen die Möglichkeit erhält sich anders auszudrücken. Außerdem sind Anglizismen bereits stark in der Alltagssprache verankert und kaum mehr weg zu denken. &lt;br /&gt;
Negative Konsequenzen sind dahingegen, dass Anglizismen zu Verständnisproblemen in der Kommunikation zwischen den jüngeren und den älteren Generationen kommen kann, da einige Anglizismen der älteren Generation nicht bekannt sind und sie so die Bedeutung dieser nicht kennen, wobei jedoch einige Anglizismen stark in der Jugendsprache verankert sind, sodass es schließlich zu Kommunikationsproblemen kommen kann. Außerdem wird von Kritikern des Anglizismus auch thematisiert, dass dadurch ein Sprachverlust stattfindet, da einige Begriffe, die durch Anglizismen ersetzt wurden, nicht gebraucht werden oder sogar in Vergessenheit geraten. Außerdem wird nicht mehr komplett Deutsch gesprochen sondern auch immer Englisch, da viele Wörter durch Anglizismen ersetzt wurden, was schließlich auch dazu führt, dass sich die englische und deutsche Kultur in geringen Maßen vermischen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die Hauptursachen der Anglizismen das Englische als Weltsprache, die Globalisierung und die digitalen Medien sind. Konsequenzen sind dabei sowohl die Erleichterung des Erlernen der englischen Sprache sind als auch Kommunikations- und Verständnisprobleme der älteren Generation, die diese Anglizismen nicht in ihrem Wortschatz besitzen und dementsprechend auch nicht verwendet und auch der Sprachverlust der dadurch stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 1: '''&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um einen Auszug des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde. Thematisiert werden die möglichen Konsequenzen der Sprache in sozialen Netzwerken in Bezug auf den Sprachgebrauch in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ deutet die Auswirkungen der verwendeten Sprache in sozialen Netzwerken auf die in Schulen angewendete Sprache an. Dabei wird besonders deutlich, dass bestimmte Bereiche der Sprache in der Kommunikation in sozialen Netzwerken sowie darauf folgend auch in der Schule nicht mehr beachtet werden. An dieser Stelle sind neben der Verwendung von Anglizismen, wie „dad“ (ebd.) und Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) auch die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung zu nennen. Bei der Rechtschreibung ist außerdem besonders die inkorrekte Groß- und Kleinschreibung auffällig, was am Beispiel des Titels an dem Substantiv „schule“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Somit illustriert der Autor das Problem der fehlerhaften Verwendung von Sprache bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken anhand des Titels, wodurch der Leser bereits einen Einblick in die Thematik sowie das Ausmaß der Konsequenzen dieser fehlerhaften und verkürzten Sprache bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin erwähnt Krischke, „[s]imsen“ (Z. 1) mache Schüler zur heutigen Zeit „nicht dumm“ (Z. 1), jedoch sei es auffällig, dass die Texte jener „fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Diese These veranschaulicht, dass der Autor zwar der Meinung ist, dass die Kommunikation im Internet keine negativen Auswirkungen auf die Jugendlichen hat, deren Texte und Ausdrucksweise dennoch einige Fehler aufweisen. Der Wiederspruch beziehungsweise die antithetische Wirkung dieser Aussage, wird besonders durch die adversative Konjunktion „[a]ber“ (Z. 1) hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend stellt Krischke die Frage: „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2). Dies ist ein zur heutigen Zeit weit verbreiteter Gedanke, da viele Menschen behauptet, Jugendliche würden nicht mehr viel lesen. Der Autor dahingegen widerlegt diese Auffassung, indem er auf die zuvor gestellte Frage mit „[v]on wegen“ (Z. 2) antwortet. Er ist demnach der Meinung, dass Kinder heute deutlich mehr lesen, als die meisten Leute glauben. Dies bestärkt er darauffolgend mit seiner Behauptung, sie hätten „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f.). Dabei bezieht er sich jedoch nicht auf das Lesen und Schreiben von literarischen Texten, sondern auf jenes in der Internetkommunikation. Im Anschluss daran betont er seine Behauptung durch einige Beispiele aus dem alltäglichen Leben von Jugendlichen. Er geht dabei auf das Eintippen von „Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten“  (Z. 3 f.) sowie das Verbringen von „Stunden“ (Z. 4) im Internet ein. Sowohl der Ausdruck „Millionen von Wörtern“ (ebd.) als auch das Substantiv „Stunden“ (ebd.) stellen Hyperbeln dar, wodurch der Autor seine These, dass sie viel schreiben und lesen, belegt. Dies geschieht seinen Beispielen nach jedoch nur im Internet und nicht in beispielsweise Büchern, woraus seiner Meinung nach resultiert, dass bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkommt. Der Grund dafür sei, dass das Schreiben im Internet lediglich als „Plaudermedium“ (Z. 8) diene. Dadurch wird besonders betont, dass das Schreiben im Internet nicht unter einem gewissen Druck steht, sich richtig auszudrücken und deshalb nicht die Notwendigkeit entsteht, die korrekte Grammatik sowie Rechtschreibung zu verwenden, da es bei dem erwähnten Plaudern lediglich um eine normale Unterhaltung geht, die keine Nutzung von gehobener Sprache erfordert. Durch dieses einfache Unterhalten ohne jegliche Beachtung grammatikalischer Regeln entsteht letztlich eine solch fehlerhafte Sprache wie in der Überschrift. Aufgrund dessen erläutert Krischke, die Ausdrucksweise der Jugendlichen beim Schreiben sei „Lichtjahre“ (Z. 9) von den „Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass die Kommunikation der Jugendlichen im Internet in einem starken Kontrast zum Hochdeutsch steht, was durch das zuvor aufgegriffene „Plaudermedium“ (ebd.) entsteht. Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) bringt dabei hyperbolisch das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise der Jugendlichen zum Ausdruck und betont somit die Behauptung des Autors. Schließlich greift er erneut das Beispiel aus der Überschrift auf, um seine These zu untermauern. Im Anschluss daran erklärt er, die Schreibweise der Jugendlichen lasse „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.). Durch diese Aussage wird erneut das Ausmaß der fehlerhaften Grammatik sowie der Abkürzungen in den Texten der Schüler hervorgehoben. Anschließend stellt er die Frage, ob Jugendliche, welche sich in solchen „sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Dies bezieht sich erneut auf die Fehlerhaftigkeit ihrer Texte (vgl. Z. 1) sowie die Auswirkungen der Schreibweise in der Kommunikation im Internet auf jene in der Schule oder im Beruf. Somit geht der Autor auf eine mögliche Konsequenz der Ausdrucksweise der Jugendlichen im Internet ein. Die Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd.) akzentuiert dabei das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise, welches sich in deren Textnachrichten im Internet und möglicherweise auch in ihren Texten in der Schule zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran erwähnt er die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid, welche sich diesem Thema genauer gewidmet habe, indem sie „Deutschaufsätze“ (Z. 17) von „Schülern aller Schulformen“ (Z. 17 f.) in Hinblick auf die Veränderung dieser durch die Schreibweise in deren Kommunikation in sozialen Netzwerken untersucht habe. Aufgrund dessen habe sie sich auch mit den Texten beschäftigt, die jene Schüler in „sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 21). Daraufhin habe sie jene unter der besonderen Berücksichtigung der Faktoren „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie dem „Wortschatz, […] Stil und […] Aufbau der Texte“ (Z. 23) verglichen. Durch dieses Beispiel unterstützt er seine These, indem er auf jene Professorin mit Fachkenntnissen zu diesem Thema verweist. Besonders die detailreiche Erläuterung des Experiments hebt die Seriosität sowie die Glaubhaftigkeit des Textes hervor. Schließlich nennt er auch das Ergebnis dieses Experiments, bei dem sich ergeben habe, dass die „sprachlichen Eigenschaften der Netzkommunikation“ (Z. 24 f.) kaum auffällige Auswirkungen auf die Schultexte der Jugendlichen haben würden. Dadurch wird vor Augen geführt, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar keine Rücksicht auf korrekte Grammatik und andere Aspekte genommen wird, dies sich jedoch nicht auf die schulische Leistung der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich dies auf die zu Beginn erwähnte These Krischkes beziehen, da er dort schon erwähnt, dass die Schüler „nicht dumm“ (ebd.) und ihre Texte dennoch „fehlerhafter“ (ebd.) seien. Dem fügt er hinzu, dies gelte für Schüler aller Schulformen und nicht beispielsweise nur für Gymnasiasten (vgl. Z. 26). Im Anschluss daran greift er ein Zitat der Christa Dürscheids auf, um seine Aussagen zu untermauern. In jenem erläutert sie, dass Jugendliche „´die Schreibwelten durchaus trennen´“ (Z. 27) könnten und, dass sie wissen würden, dass „´in der Schule und formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden´“ (Z. 27 ff.). Dieses Zitat stuft die „Sprechschreibe“ (Z. 9) der Jugendlichen ebenfalls von der „formellen Kommunikation“ (ebd.) ab und hebt dabei besonders den Unterschied zwischen den grammatikalischen Regeln bei jenen hervor. Gleichzeitig betont es jedoch, dass die fehlerhafte Verwendung der Grammatik in der Kommunikation in sozialen Netzwerken keine Konsequenzen für die schulische Leistung und die literarischen Texte der Schüler habe, da sie in der Lage seien diese unterschiedlichen Formen des Schreibens voneinander zu differenzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin entkräftet Krischke die vorherige Aussage jedoch, indem er behauptet, die Schultexte der Jugendlichen seien unabhängig von der Sprechschreibe jener in sozialen Netzwerken dennoch „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33). Dem fügt er hinzu, diese würden insbesondere in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung […] deutliche Defizite“ (Z. 33 f.) aufweisen. Dies bringt zum Ausdruck, dass der Autor davon überzeugt ist, dass die Schultexte der Jugendlichen vermehrt Fehler aufweisen, auch wenn dies für ihn nicht unbedingt in einem Zusammenhang mit deren Ausdrucksweise und Grammatik, beziehungsweise Rechtschreibung steht. Dies wird besonders durch das Substantiv „Defizite“ (ebd.) untermauert, da dadurch bereits angedeutet wird, dass er von der Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen ausgeht. Die Tatsache, dass diese Fehler überwiegend mit der Rechtschreibung und Zeichensetzung zusammenhängen ist dadurch zu begründen, dass die Jugendlichen jene bei der Kommunikation im Internet nicht oder kaum berücksichtigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich erwähnt der Autor eine mögliche Ursache für die Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen, indem er darauf eingeht, dass die Lehrer Schüler in den siebziger Jahren zum „freien, spontanen Schreiben“ (Z. 36) bewegt hätten, aus welchem sich daraufhin die Fehler eingeschlichen hätten. Zudem hebt er hervor, dies habe besonders Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie die Bedeutung der „[f]ormale[n] Korrektheit“ (Z. 28) gehabt. Dies bezieht sich darauf, dass die Jugendlichen beim freien Schreiben nicht berücksichtigen, ob sie etwas richtig schreiben oder wie sie es schreiben. Dabei geht es wie bereits zu Beginn vom Autor erwähnt lediglich um das Schreiben als „Plaudermedium“ (ebd.) und bei jenem sind die zuvor genannten Aspekte des Schreibens nicht relevant. Letztlich bezeichnet der diese inkorrekten Texte als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39), was zum Ausdruck bringt, dass die Auswirkungen des fehlerhaften Schreibens besonders Konsequenzen für jene Menschen haben, die diese Fehler nicht machen, beispielsweise die schon genannten „Freunde des Dudens und ganzer Sätze“ (ebd.), nicht aber für die Jugendlichen selbst, da sie es möglicherweise nicht einmal bemerken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke nicht der Meinung ist, dass die Fehlerhaftigkeit von Schultexten ausschließlich mit der inkorrekten Ausdrucksweise der Jugendlichen in der Kommunikation in sozialen Netzwerken zusammenhängt. Dennoch ist er davon überzeugt, dass in jenen Texten der Schüler vermehrt Fehler enthalten sind. Des Weiteren unterstützt er seine Behauptungen anhand von Zitaten und Beispielen sowie Metaphern und Hyperbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 2: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen haben zur heutigen Zeit einen großen Einfluss auf die deutsche Sprache. Aufgrund dessen bringen sie auch einige Konsequenzen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Übertragungen von Wortbildungen oder Redewendungen aus dem Englischen in eine andere Sprache. In der deutschen Sprache treten diese zur heutigen Zeit nahezu überall auf und werden besonders von Jugendlichen verwendet. Aber auch in der Wirtschaft sind Anglizismen häufig festzustellen. Dies resultiert hauptsächlich aus der Globalisierung, da die Kommunikation mit anderen Ländern überwiegend auf Englisch stattfindet. Der Grund dafür ist, dass Englisch die Welt- und Verkehrssprache (Lingua franca) ist und somit die weltweite Kommunikation dominiert. Zudem wird aufgrund dessen die englische Sprache in den meisten Ländern als erste Fremdsprache erlernt und wird somit bereits bei Kindern und Jugendlichen in deren Wortschatz integriert. Eine weitere Ursache für die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist der Einfluss durch die Medien und generell die Kommunikation im digitalen Raum. In sozialen Netzwerken ist das Verwenden und Verstehen der englischen Sprache nahezu unumgänglich, da Jugendliche im Internet täglich mit englischen Videos, Filmen und Werbungen konfrontiert werden. Auch das Hören von englischer Musik gehört für die meisten Jugendlichen zum Alltag. Durch diese Gründe werden englische Wörter von den Jugendlichen übernommen und in ihrer Sprache gefestigt. Dies führt dazu, dass besonders die Jugendsprache von Anglizismen geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen hat einige Auswirkungen auf die deutsche Sprache. Dabei gibt es neben den negativen Auswirkungen auch Vorteile, die Anglizismen mit sich bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine positive Auswirkung von Anglizismen ist, dass sie Wortlücken in der deutschen Sprache schließen können, wenn es in jener kein Wort für etwas gibt. Dadurch kann die Kommunikation erleichtert werden. Ein Beispiel dafür ist der Anglizismus „online“, welcher besonders im Alltag von Jugendlichen eine wichtige Rolle spielt und von jenen täglich genutzt wird, weshalb er fest in ihrem Wortschatz verankert ist. Zudem kann das Erlernen des Englischen als Fremdsprache durch die Verwendung von Anglizismen im Alltag erleichtert werden. Dies liegt daran, dass einige Begriffe bereits in dem Wortschatz des Lernenden vorhanden sind und dadurch nicht neu erlernt werden müssen.&lt;br /&gt;
Eine der negativen Auswirkungen der Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist, dass sowohl in der Jugendsprache als auch generell in der Alltagssprache Begriffe in die deutsche Sprache einfließen und in jener aufgenommen werden. Dies führt letztlich zum Sprachwandel, da viele Begriffe aus dem Englischen übernommen werden, obwohl es ein deutsches Wort dafür gibt. Dies resultiert meist daraus, dass der englische Begriff kürzer ist und etwas gleichzeitig treffender beschreibt. Dies kann jedoch auch zu einem Sprachverlustführen, da jene deutschen Wörter dadurch nicht mehr verwendet werden und somit im deutschen Wortschatz durch das englische Wort ersetzt werden. Des Weiteren werden die Anglizismen überwiegend von jungen Menschen verwendet, während ältere Menschen noch die deutsche Bezeichnung nutzen oder ein Wort, wie beispielsweise „online“ generell nicht verstehen. Dadurch wird die Kommunikation zwischen jungen und alten Menschen erschwert, da die Älteren die Anglizismen nicht nachvollziehen können. Aufgrund dessen können Anglizismen in der deutschen Sprache auch zu Problemen bei der Kommunikation führen, da die unterschiedlichen Generationen einen anderen Wortschatz besitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache einige Konsequenzen, wie den Sprachverlust oder Kommunikationsschwierigkeiten zwischen verschiedenen Generationen mit sich bringt. Auf der anderen Seite können Anglizismen das Erlernen der englischen Sprache erleichtern und somit die Kommunikation zwischen verschiedenen Ländern erleichtern, was aufgrund der Globalisierung von großer Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
'''1. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Kirschke verfasst, 2011 veröffentlicht und thematisiert den Verlust von grammatischen Regeln und Strukturen im Bezug auf die heutige Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit der Überschrift „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“(Z. 0) verweist schon auf einige strukturelle und grammatikalische Fehler hin. Beispielsweise die Groß- und Kleinschreibung im Wort „schule“ (ebd.), „booaaa“ (ebd.), „dad“ (ebd.). Zudem die Verwendung von Anglizismen wie „dad“ (ebd.), welche darauf hin weist, dass die englische Sprache in der deutschen Sprache, besonders in der Jugendsprache, von Bedeutung ist. Abkürzungen wie „wg“ (ebd.) sind ebenfalls geläufig und zeigen, dass die Relevanz Wörter auszuschreiben deutlich abnimmt und zur Routine wird. Der Ausdruck „booaaa“ (ebd.), welcher als Interjektion zu bezeichnen ist, verweist deutlich auf die Empfindung der jeweiligen Person und wird ebenfalls sehr oft in der Jugendsprache verwendet. Daraufhin folgt eine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) , welche antithetisch zu betrachten ist, da im ersten Teil der These behauptet wird, das dass Schreiben unter Schülern nicht dumm macht (vgl. Z. 1), jedoch darauf folgend gesagt wird, dass ihre Texte die sie schreiben, heutzutage viel fehlerhafter sind wie damals. Die zweite Behauptung lässt sich zudem im Bezug auf die Überschrift deutlich bestätigen. Zudem verweist der zweiter Teil der These darauf hin, dass der Verlust von grammatikalischen Regeln immer mehr wird und zu verschiedenen Problemen führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext wird durch die rhetorische Frage „Kinder lesen zu wenig? Von wegen“ (Z. 2) eingeleitet und verweist die Leserschaft direkt darauf, dass diese Aussage nicht stimmen kann, welche mit der darauffolgenden Aussage „Von wegen“ (ebd.) entkräftet wird. Zudem wird die Aussage mit „[w]ohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2f.) verdeutlicht und unterstützt somit die rhetorische Frage ebenfalls. Die Aussage „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen, E- Mails und Internet- Infos“  (Z. 3ff.)  sind Beweise dafür, dass sie sich viel mit der deutschen Sprache und Kommunikationsnetzwerken auseinandersetzen. Der Beweis dafür, dass nicht jeder der Meinung ist, dass das viele Kommunizieren und Schreiben in den Medien von Vorteil ist, zeigt sich durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und „kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf“ (Z. 6f.). Diese Aussage wird daraufhin dadurch untermauert, dass „Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium [dient] (Z. 7f.). Die Akkumulation „Simsern, Chattern, Twitterern“ sind zudem Neologismen, aber im Bereich der Jugendkommunikation gängige Begriffe. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) zeigt, dass die Art und Weise, wie miteinander geschrieben wird interessant ist und zu Diskussionen untereinander führt, welche das Wortspektrum der Jugendlichen erweitert. Das Kommunizieren unter Jugendlichen zeigt eine deutliche Problematik, welche im Folgenden anhand von „den Normen der Hochsprache ist ihre Sprechschreibe Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.) einleuchtend wird. Damit sagt der Autor aus, dass die Jugend so wie sie spreche auch schreiben würde und das diese Art von Kommunikation weit von der deutschen Sprache entfernt ist, was auf ein Problem heutzutage hinweist. Der Autor nennt Beispiele wie „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]“ (Z. 9f.), welche er als „Gebilde“ (Z. 9) bezeichnet und somit auf den Verlust von grammatikalischer Korrektheit hinweist. Die genannten Beispiele sind typisch für die heutige Schreibweise der Jugendlichen, in der deutlich wird, dass Regeln wie Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung, Abkürzungen, Anglizismen und Neologismen von Routine sind und die deutsche Sprache somit in den Hintergrund stellen. Zudem weist der Autor darauf hin, dass „Freunde des Dudens  und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11f.)  Diese Aussage zeigt negative Kritik im Bezug zum Wortschatz und der deutschen Sprache. Immer mehr Menschen widmen sich der fehlerhaften Schreibweise.&lt;br /&gt;
Auf diese Problematik aufbauend stellt der Autor eine Frage „Können Jugendliche, die sich in diesem sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12ff.). Die Akkumulation in der Frage ist direkt auffallend und beweist, dass sich mit der Zeit immer mehr Probleme und Fragen aufgebaut haben. Viele wichtige Schreibformate, welche im Leben oft sehr wichtig sind, um sich zum Beispiel zu bewerben oder eine gute Klausur zu schreiben werden nicht mehr wirklich ernst genommen, sondern eher vernachlässigt. Die Erkenntnis von mangelnder Grammatik wird anhand von „Trümmerlandschaften“ (Z. 13f.) deutlich.  Wolfgang Krischke erwähnt zur Beantwortung auf die Frage eine „Germanistik- Professorin Christa Dürscheid  von der Universität Zürich“ (Z. 16). Aufgrund das der Autor eine Professorin in seinem Text benennt, wird deutlich, dass sich auch Wissenschaft mit den immer steigenden Problemen der deutschen Sprache im Bezug auf die Jugend verschlechtert und zu massiven Problemen führt, weshalb sie „Mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht [hat], verfasst von 16- bis 18- jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 16ff.). Allein die Information das sie eine hohe Anzahl an Aufsätzen aus unterschiedlichen Schulformen gelesen und untersucht hat, zeigt das sich deutliche Unterschiede in der Sprache und Grammatik zeigen und notwendig sind zu erforschen. Das Alter zwischen 16 und 18 Jahren, zeigt zudem auch deutliche Unterschiede in der Art und Weise wie ein Text verfasst wird und welche verschiedenen Anglizismen oder Neologismen verwendet werden. „Zum Vergleich zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18ff.) und „[d]abei interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21ff.). damit verweist der Autor ebenfalls nochmal auf den breitgefächerten Raum von Struktur und Ordnung der Texte und das sich nicht nur Germanisten sondern auch Linguisten mit der Veränderung der deutschen Sprache beschäftigen. Das Forschen der Texte zeigt folgendes Ergebniss: „ In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24ff.). Durch dieses Ergebnis belegt der Autor seine oben genannte These, dass Simsen Schüler nicht dumm macht (vgl. Z. 1) und bestätigt diese damit. Zudem bestätigt der Autor, dass die Art und Weise des Schreibens innerhalb der Kommunikationsnetzwerke ebenfalls keine Auswirkungen auf Berufsschüler und Gymnasiasten habe(vgl. Z. 26). Darauf aufbauend sagt Wolfgang Kirschke „Die Schüler können die Scheibwelten durchaus trennen“ (Z. 26f.). Die These die der Autor aufstellt unterstützt repetierend deine Aussage, dass Simsen Schüler nicht dumm macht und ihre Freizeit von schulischen Aktivitäten unterscheiden können. „‘Sie wissen das in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden‘ , sagt Christa Dürscheid“ (Z. 27ff.) und bestätigt somit die Meinung des Autors. Aufgrund ihrer Erkenntnis, dass Schüler fähig sind, schulisches und formelles von ihrer Freizeit trenne zu können, „liefert die Zürcher Studie“ (Z. 30f.), dass Deutschlehrer sich trotzdem nicht entspannt zurücklehnen können (vgl. Z. 30). „Denn auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet-die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 31ff.) und bestätigt damit den zweiten Teil der obigen genannten These, dass ihre Texte heute fehlerhafter sind als früher (ebd.). Anhand dessen wird deutlich, dass die Texte viele Fehler beinhalten und der Ausdruck „alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) zeigt deutlich die Vielzahl an Fehlern.  Diese Fehler würden „[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung[...] deutliche Defizite [aufweisen]“ (Z. 33f.).Der Ursprung, dass sich die Sprache der Jugend verändert hat, „begann in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Daran wird deutlich, dass in der damaligen Zeit nicht viel Wert auf die Qualität der Sprache gelegt wurde und bestätigt somit auch wieder seine erste These, dass die digitale Kommunikation keinen Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe. Diese Art von Entwicklung bezeichnet Kirschke als „begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36f.), klingt danach, dass der Autor dieses Verfahren als positiv bewertet, die adversative Konjunktion „jedoch“ (Z. 37) einen Einwand einleitet der zeigt, dass dieser Trend „auf Kosten ‚harter‘ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. Diese Problematik zeigt sich deutlich in der Überschrift des Sachtextes, in der die Rechtschreibung vernachlässigt wurde und somit die Anzahl an fehlerhaften Texten in der Schule. Daraus lässt sich wie Wolfgang Kirschke erklärt zeigen, das „formale Korrektheit“ (Z.38) an Bedeutung verlor, „zeitweise gar nicht in den Verdacht“ (Z. 38f.) geriet, „bürgerliche Schikane zu sein“ (Z.39). Der Substantiv „Schikane“ (ebd.) ist von besonderer Bedeutung, weil damit nochmal das Problem, dass das Kommunizieren auf Netzwerken oder in der Freizeit, beispielsweise orthografische Mängel sich auf die schulischen Texte übertragen und somit die Fehler Quote steigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Sachtext die Probleme und Veränderungen der deutschen Sprache bezogen auf die Jugend sehr gut darstellt, aufgrund das viele Neologismen benutzt werden, um die Problematik in den Vordergrund zu stellen. Zudem ist auch die Unterscheidung zwischen früher und heute in der Schule klar dargestellt, was dazu beiträgt, dass das fehlerhafte Schreiben nicht nur von heute, sondern auch den Prinzipien von früher geschuldet ist.  Auch wird die erste These die Wolfgang Kirschke in seinem Text erwähnt fortlaufend im Text unterstützt und begründet. Akkumulationen, Neologismen, adversative Konjunktionen tragen zum Verständnis des Textes bei und bereichern die Funktion des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die Deutsche Sprache erläutert:&lt;br /&gt;
Unter Anglizismen versteht man Wörter aus der englischen Sprache, die in eine anderen Sprachen, besonders in der deutschen Sprache, eingeflossen sind. Zum Beispiel „Influencer“; „Fake News“; „Dad“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage ist die Nutzung von Anglizismen ein gängiger Prozess geworden und die englische Sprache ist Teil der deutschen Sprache geworden. Worin die Ursache liegt , ist zum einen der Prozess der Globalisierung und die Verbreitung von amerikanischen Rohstoffen oder Produkten in Europa und vor allem Deutschland. In Amerika gibt es andere Bezeichnungen für zum Beispiel: Musik, Medien, Essen usw. Durch den Prozess der Globalisierung kommunizieren wir Menschen überall in der Welt miteinander und lernen neue Sprachen und Wörter kennen. Somit bürgern sich bestimmte Wörter in den Wortschatz der deutschen Sprache ein. Zudem ist Englisch die gängigste Sprache mit der weltweit kommuniziert wird. Zudem ist die Verwendung von Anglizismen in der Wissenschaft auch ein gängiger Prozess, weshalb wir Menschen automatisch eine Sprachveränderung hinnehmen. Das Benutzen von englischen Wörter in unserer Sprache führt jedoch auch dazu, dass sie verflacht und an Bedeutung verliert. Zudem hat die Verwendung massive Auswirkungen auf korrekte und komplexe Grammatik und Orthografie des Deutschen. Diese Problematik ließ sich im Sachtext von Wolfgang Krischke „Schreiben in der Schule- booaa mein dad voll eklich wg schule“ erkennen und ist besonders bei Jugendlichen der Fall. Sie chatten den ganzen Tag auf Plattformen wie Snapchat, Instagram oder Twitter und achten dabei gar nicht mehr auf die Korrektheit der Grammatik. Jeder individualisiert sich seine eigene Sprache, wodurch die deutsche Sprache auch an Wichtigkeit verliert.   Auch verändert sich unsere Sprache von Tag zu Tag immer mehr, weil wir durch mediale Netzwerke zu jeder Zeit einen Einblick in die Welt von Anderen gewinnen und neue Wörter kennenlernen, die wir dann in unserer Sprache aufnehmen. Es gibt außerdem Meinungen von Menschen die sagen, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit der Kommunikation  eine Schwierigkeit darstellen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Generationen vor unserer Lebenszeit. Diese sprachen ausschließlich in ihrer Landessprache und kannten keine anderen Sprachen. Die älteren Menschen verstehen daher heute nicht mehr alles was wir sprechen, da wir Anglizismen benutzen und ihnen diese Begriffe nicht bekannt sind. Allgemein ist es ziemlich schwierig die Sprache wieder in ihre Ursprungsform zu setzen, da die weltweite Kommunikation auch aufgrund von Export und Importprozessen immer mehr stattfindet.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Aus diesen ganzen Ergebnissen lässt sich deuten, das der Wandel der Sprache nicht zu stoppen ist und die Fehlerhaftigkeit der deutschen Sprache im Bezug auf Grammatik und Orthografie immer mehr zunehmen wird. Besonders Jugendliche werden mit der Zeit unter der Problematik leiden, da die Nutzung von medialen Kommunikationsnetzwerken immer mehr im früheren Alter erlaubt wird und somit keine Chance mehr besteht, sich mit richtig guter Sprache auseinanderzusetzen. Des Weiteren stellt die englische Sprache die heutige Sprache dar und lässt somit vor allem der deutschen Sprache nicht ihren Raum sich weltweit zu verbreiten und zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1: === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher im Jahre 2011 erschien und von Wolfgang Krischke verfasst wurde, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es um den Wandel der deutschen Sprache in der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zu analysierende Textstelle setzt damit ein, dass Krischke seine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) formuliert. Damit sagt er aus, dass Simsen die Schüler zwar nicht dümmer macht, sie allerdings in gewisser Weise zu beeinflussen scheint, da ihre Texte im Gesamten fehlerhafter als früher werden. Nach dieser These formuliert er eine rhetorische Frage, welche er dann im Anschluss direkt beantwortet : „Kinder lesen zu wenig ? Von wegen.“ (Z.2). Damit will er verdeutlichen, dass zwar sehr wahrscheinlich das Lesen von Büchern bei Jugendlichen immer seltener wird, diese allerdings andere Quellen, wie das Internet nutzen und dadurch ebenso lesen lernen. Er behauptet sogar, dass die Jugendlichen „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z.2f.) haben. Dies unterstützt er mit den Beispielen : „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“(Z.3ff.). Laut ihm ist dies allerdings nicht sehr erfreulich, da diese Medien als „Plaudermedium“(Z.8) gelten, also zwar der Kommunikation dienen, dies allerdings nur bei nebensächlichen, bis irrelevanten Dingen. Denn sie sei laut Pädagogen und Ausbildern von der Normen der Hochsprache Lichtjahre entfernt (vgl.Z.6ff.). Dies ist eine Hyperbel, da sie zwar weit entfert sein kann, Lichtjahre allerdings viel zu übertrieben sind. Darauf nennt er Beispiele für die heutigen sprachlichen Fehler einiger Jugendlicher. Ein Beispiel dafür ist der im Titel bereits aufgeführte Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (Z.9f.). Dieser besteht fast überwiegend aus Fehlern. Den Ausdruck „booaaa“ (ebd.) gibt es in der deutschen Sprache nicht, er ist eine Interjektion. Die Bezeichnung „dad“ (ebd.), welche aus dem Englischen kommt und Vater heißt, ist ein Anglizismus und „eklich“ (ebd.) ist ein Rechtschreibfehler, da es eigentlich „eklig“ lauten müsste. Außerdem besteht dieser Satz aus der Abkürzung „wg“ (ebd.), welche die Präposition wegen abkürzt. Zu guter Letzt wird die groß- und Kleinschreibung vernachlässigt, da das Nomen „schule“ (ebd.) einfach klein geschrieben wird. Im Folgenden stellt er eine rhetorische Frage, welche dem Leser den Gedankengang des Autors vor Augen führen soll, und beantwortet diese dann um seinen Standpunkt zu erläutern. Diese lautet : „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen ?“ (Z.12ff.) In dieser rhetorischen Frage steckt außerdem eine Metapher „sprachlichen Trümmerlandschaften“ (ebd.), welche für Schlechte Sprachkenntnisse steht, diese allerdings noch etwas dramatisiert. Laut Krischke verfasste sich eine Germanistik-Professorin genau mit diesem Thema und untersuchte rund 1000 Deutschaufsätze, welche von 16- bis 18- Jährigen Schülern aller Schulformen verfasst wurden und verglich diese mit rund 1100 SMS-Nachrichten, E-Mails und Chats in sozialen Netzwerken und legte dabei besonderen Wert auf Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, Wortschatz und den Stil und den Aufbau der Texte (vgl.Z.15ff.). „Das Ergebnis : In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation  nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z.23ff.). Dies lässt darauf schließen, dass das „Simsen, Chatten und Twittern“ (Z.7) keine negative Auswirken auf die „16- bis 18- jährigen Schüler“(Z.17) haben. „Das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“(Z.26) laut Krischke und Dürscheid, hat also nichts mit der Bildung der Schüler zu tun und sie „können die Schreibwelten durchaus trennen“(Z.27). „Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden, sagt Christa Dürscheid“(Z.27). Damit verdeutlicht sie erneut, dass Chatten sich nicht negativ auf die Rechtschreibung der Jugendlichen auswirkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in dem zu analysierenden Text den Einfluss des Chattens auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass die Digitalisierung keine Schuld am Verlust von Grammatik und Rechtschreibung hat. Um dies zu bekräftigen, nennt er eine Studie, welche seine Meinung zu diesem Thema widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile sind Anglizismen schon Normalfall in der deutschen Sprache geworden, unabhängig davon, ob sie nun bewusst oder unbewusst genutzt werden. Doch was genau sind Anglizismen überhaupt ? Anglizismen sind Worte, Sätze, Ausdrücke oder auch Bedeutungen, welche aus dem Englischen stammen und auf andere Sprachen, wie z.B. das Deutsche übertragen werden. Ein Beispiel dafür ist der Ausdruck „nice“, welcher übersetzt „nett“ heißt und besonders von Jugendlichen verwendet wird um auszudrücken, dass einem etwas gut gefällt / man etwas gut findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich mich mit den Ursachen und Konsequenzen eben dieser befassen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind sowohl positiv, als auch negativ ausgeprägt. Doch zunächst einmal ist zu klären, wo diese denn überhaupt herkommen. Der Hauptgrund für das Auftreten von Anglizismen ist die Digitalisierung und der damit verbundene, stetig steigende Kontakt verschiedener Nationalitäten über das Internet. Nie zuvor war das Beherrschen der englischen Sprache so wichtig und nützlich wie heutzutage. Dadurch vermischen sich dann gut und gerne mal bestimmte Begriffe und es entstehen Anglizismen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch welchen Einfluss haben diese auf die deutsche Sprache ? Die negativen Einflüsse sind z.B. dass die deutsche Sprache oder andere Sprachen generell mit der Zeit immer weiter vom englischen übernommen werden. Für traditionelle Menschen oder Menschen, z.B. deutsche Autoren kann dies durchaus negativ sein, allerdings liegt der Einfluss im Auge des Betrachters, denn wenn es irgendwann nur noch eine Sprache gibt und jeder Englisch spricht, wären sehr viele Dinge, besonders die Kommunikation, immens erleichtert. Negativ kann auch sein, dass das Deutsche immer weniger formell wird und man in einigen Jahren z.B. beim Bewerbungsgespräch Anglizismen verwendet und dies ungewohnt und neu für die Menschen ist und für viele auf den ersten Blick negativ erscheint. Positiv zu erwähnen ist allerdings auch, dass durch Anglizismen das Lernen der englischen Sprache erleichtert wird, da man sich viele Bedeutungen von Begriffen einfach ableiten kann und meistens auch weiß, wie sie gesprochen und geschrieben werden. Zusätzlich positiv zu erwähnen ist, dass es im englischen viel präzisere Begriffe gibt, um sich ausdrücken und es kaum Worte mit mehreren Bedeutung, welche allerdings nichts miteinander zu tun haben gibt. Im Deutschen hingegen ist dies oft der Fall. Ein Beispiel ist z.B. das Nomen „Bank“, welches zum Einen eine Sitzgelegenheit und zum Anderen die Möglichkeit Geld einzulagern, sein kann. Dies macht das Englische viel variabler und präziser als das Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sowohl positive, als auch negative Konsequenzen bezüglich des Einflusses von Anglizismen gibt und diese ziemlich ausgewogen sind und je nach Perspektive des Betrachters stark variieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 1)''' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule“, von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert die Veränderung der Sprache, zwischen schulischem und privatem Schreiben und einer Stellungnahme des Autors zu diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Teil des Titels „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, liefert dem Leser ein Beispiel, zum Schreiben per SMS oder anderen Internetplattformen. Es wird Umgangssprache genutzt : „booaaa“ , noch dazu werden beim Chatten Anglizismen genutzt, um sich auszudrücken, wie hier der Begriff „dad“ (aus der englischen Sprache, Vater). Zudem kommt, dass nicht auf Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung geachtet wird, wie die Wörter „eklich“ oder „schule“ zeigen.&lt;br /&gt;
Der Untertitel des Textes „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1), wird vom Autor genutzt um eine These aufzustellen. Diese ist jedoch antithetisch, da der Autor zuerst meint, dass „Simsen […] Schüler nicht dumm [macht]“ (Z.1), dann  jedoch durch den Ausdruck „Aber“ (Z.1), eine Gegenthese eingeleitet wird, da Krischke dann meint, die Texte der Jugendlichen, seien heute fehlerhafter als früher (vgl. Z. 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Textes lassen sich vier Sinnabschnitte erkennen. Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12), stellt der Autor Thesen auf und erläutert diese kurz. Direkt zu Beginn, stellt er eine rhetorische Frage an seine Leser „[ob] Kinder [zu wenig] lesen?“ (Z. 2), welche er im nächsten Satz beantwortet und verneint (vgl. Z. 2). Durch seine kurze Antwort „Von wegen“ (Z.2), wird seine Position direkt klar. Auch mit der Ergänzung „Wohl noch nie haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z.2f.), unterstützt er seine Meinung und auch die Jugendlichen heutzutage, um die es sich ebenfalls, im vorliegenden Sachtext dreht. Sie „tippen [täglich] […] Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z.3ff.). Der Autor schafft dann eine Überleitung ins negative, durch die Konjunktion „trotzdem“ (Z.6). „Bei Pädagogen und Ausbildern [kommt trotzdem] keine rechte Freude auf“ (Z.6f.). Auf diese These folgt direkt eine konkrete Begründung, welche durch „denn“ (Z.7) eingeleitet wird. Es heißt bei den Jugendlichen, welche hier als „Simser[...], Chatter[...] und Twitterer[...]“ (Z.7) bezeichnet werden, diene die Schrift hauptsächlich als Kommunikationsmittel (vgl. Z. 7f.). Zusätzlich wird der Neologismus „Plaudermedium“ (Z.8) verwendet. Von den „Normen der Hochsprache“ (Z.8), sei die Sprache der Jugendlichen, welche im Text als „Sprechschreibe“ (Z.9) bezeichnet wird, Lichtjahre entfernt (vgl .Z. 9f.). Mit „Sprechschreibe“ (ebd.) ist  gemeint, dass die Jugendlichen die verschiedenen Wörter so schreiben, wie sie es hören und verstehen und dass kaum mehr auf Grammatik, Recht- und vor Allem Groß- und Kleinschreibung geachtet wird. Durch die Verwendung von Beispielen wie „booaaa mein dad voll eklisch wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl“ (Z.9f.) wird dem Leser klar gemacht, wie die Jugendlichen in ihrer Freizeit schreiben und wie hoch die Fehler in ihrer Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.12 – 23), beginnt mit einer rhetorischen Frage auf welche im weiteren Verlauf eingegangen wird und so beantwortet wird. Es wird gefragt, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z. 12). Die Metapher „sprachliche[...] Trümmerlandschaften“ ist zugleich eine Hyperbel. Sie dramatisiert das Ganze noch mehr. Durch die Erwähnung der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) wird dem Text eine gewisse Zuverlässigkeit zugeteilt, die den Text professioneller klingen lässt. Sie habe eine Studie durchgeführt, bei der sie sich auf die Rechtschreibung, Interpunktion, Grammatik , den Wortschatz, Stil und Aufbau von Texten, konzentriert haben (vgl. Z.15ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis dieser Studie wird dem Leser im dritten Abschnitt (Z.23-29) mitgeteilt. Laut der Studie, von welcher im letzten Sinnabschnitt die Rede ist, hinterlassen die „sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation [in keinem Bereiche] nennenswerte Spuren in den Schultexten“ (Z.24f.). Durch das Zitat „Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und in der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 26ff.), von der Expertin Christa Dürscheid, wird die Studie erläutert und belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.29-39) unterscheidet sich allerdings wieder etwas und wird vom Autor genutzt um seine Meinung erneut darzulegen. Es sei dennoch kein Grund für die Lehrer sich zu entspannen (vgl. Z.29f.), wie die Züricher Studie zeige. Die Begründung wird mit „Denn“ (Z. 30) eingeleitet, „auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet - die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 30ff.). Die Metapher „deutliche Defizite“ (Z.34), in der Rechtschreibung, zeigt dass viele Fehler vorhanden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem beschäftigte sich Wolfgang Krischke mit dem Thema Sprachwandel durch elektronische Kommunikation, er stellt auch sehr deutlich seine Meinung dar und bezieht eine Studie mit in seinen Text ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 2)''' === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden, werden die Ursachen des Einflusses von Anglizismen und dessen Folgen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen sind Begriffe, welche aus der englischen Sprache stammen und ins deutsche übernommen werden. Dies kommt heutzutage vermehrt vor, doch woran liegt das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der bedeutendsten Gründe ist eindeutig, die Jugendsprache beziehungsweise die moderne deutsche Sprache. Die Jugendlichen übernehmen immer mehr englische Begriffe oder Ausdrücke in ihren Wortschatz und verwenden diese in der Alltagssprache. Vor allem dadurch, dass englisch eine internationale Sprache ist, welche in der heutigen Zeit in jeder Schule als Hauptfach im Stundenplan steht, werden die Begriffe gelernt und oft übernommen. Besonders aus dem amerikanischen Englisch stammen einige Ausdrücke, welche von Jugendlichen verwendet werden. Durch die Verwendung der Ausdrücke gleicht man sich der Gesellschaft an, es ist „in“ diese Wörter in die Sprache mit einzubeziehen. Die heutige Generation kennt schon viele Anglizismen, dessen sie sich nicht bewusst ist, zum Beispiel „Smartphone“, „Display“, „Computer“, „On-/Offline“ oder auch „Laptop“ sind englische Begriffe mit denen wir groß geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bringen die Anglizismen auch Konsequenzen mit sich, welche nicht gerade positiv sind. Durch die vermehrte Verwendung von Anglizismen geht ein Teil der deutschen Sprache verloren, da Begriffe wie „Rechner“ oder „Mobiltelefon“ kaum noch verwendet werden, meist nur von älteren Menschen. Die deutsche Sprache geht also auf eine gewisse Art und Weise verloren, somit auch ein Teil der Kultur. Natürlich ist es gut die englische Sprache zu beherrschen, jedoch sollte das Deutsche auch beibehalten werden und sich nicht durch die Englische ersetzen lassen. Sagt man, es sei nicht tragisch ein paar englische Wörter in unsere Sprache zu übernehmen, ist das richtig, jedoch nimmt dies zu und es werden immer mehr Begriffe vom englischen übernommen, was man selbst gar nicht mehr bemerkt, da es zur Gewohnheit wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kann man sagen, dass die Hauptursache für die Verwendung von Anglizismen in der neuen deutschen Sprache liegt und, dass dies mit sich bringt, dass ein Teil unserer Kultur verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabe === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ mit dem Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde, thematisiert den Einfluss digitaler Kommunikationsformen auf das Schreiben und die Sprache der Jugend in der Schule sowie den allgemeinen Sprachverlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn fällt dabei besonders die antithetische, eben bereits genannte Überschrift auf, die die Schule auf indirekte Weise dem Privatleben gegenüberstellt. Während der Teil „Schreiben in der Schule“ eher sachlich formuliert ist, nutzt der Autor im zweiten Teil ein sehr umgangssprachliches Beispiel, in welchem er unter anderem die Interjektion „booaaa“, den Anglizismus „dad“ oder die Abkürzung „wg“ für – wegen -  einbaut. Zudem fallen die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung auf, die jedoch in heutigen Chats nicht gerade selten aufzufinden sind. Somit stellt Krischke im Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher ausdrücken soll, dass eine Person von seinem/ihrem Vater genervt ist, da dieser über die Schule spricht, die Problematik dar, die durch das digitale Chatten entstehen. Diese lässt sich, wie im Beispiel erkennbar, besonders an der Groß- und Kleinschreibung sowie der genutzten Abkürzung wiederfinden.  Daran schließt er in der Unterüberschrift mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) an, welche Krischke der Überschrift gewissermaßen antithetisch gegenüberstellt, da diese wegen der Fehler eher von einem Intelligenzverlust der Schüler zeugt, wenn diese „simsen“. Eingeleitet durch die adversative Konjunktion „Aber“ (Z. 1) nennt er jedoch daran anschließend eine, die erste Aussage einschränkende These in „Aber ihre Texte sind fehlerhafter als früher“ (Z. 1). Somit macht er doch deutlich, dass ein Qualitätsverlust der Sprache bei Schülern vorhanden sei. Darin akzentuiert er besonders den Vergleich zu „früher“ (ebd. ), welcher gewissermaßen die Digitalisierung als Grund in den Fokus nimmt, da diese in früheren Jahren wesentlich geringer ausgeprägt war und erst in den neueren Jahren immer größer und weiterentwickelter wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Text beginnt er mit der Frage „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2), welcher er gleich im Anschluss mit den Worten „Von wegen“ (Z. 2) entkräftet. Diese Aussage erläutert er dann im Folgesatz, indem er behauptet „Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f. ). In diesem kommt besonders der Vergleich zu früher zum Ausdruck, der bezogen auf die Unterüberschrift darstellt, dass in Abhängigkeit von mehr Lesen und Schreiben auch mehr Fehler in der heutigen Welt gemacht würden. Auch wenn er sich in diesem Aspekt nur auf das Lesen bezieht, lässt sich durch den Kontext der medialen Kommunikation auch das Schreiben mit einbeziehen. Eben dieses spricht Krischke auch im folgenden Satz „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihre Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 3 ff. ) an. Hier vereint er die Aspekte des Lesens und Schreibens miteinander und arbeitet dabei besonders die Zunahme der Nutzung, was in Worten wie „täglich“ (ebd. ), „Millionen“ (ebd. ) oder auch der Akkumulation von möglichen Nachrichtenformaten deutlich wird, heraus. Dabei spricht der Autor also besonders die große Reichweite an, die Handys und Computer in der heutigen Welt haben. Was der Autor hier jedoch noch als positiv darstellt, „kommt bei Pädagogen und Ausbildern“ (Z. 6 f. ) nicht gut an. Diese Gegensätzlichkeit von der Positivität des vielen Lesens und dem negativen Meinungsbild von Experten drückt Krischke durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und eine eher ironische Gesamtsprache, die hier im Ausdruck „kommt […] keine rechte Freude auf“ (Z. 6 f. ) deutlich wird, aus. Diese These erläutert er im Anschluss genauer. Somit sähen Pädagogen diese Art von Schreiben als eher negativ, „Denn Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f. ), also als Kommunikationsmittel. In Anbetracht dessen lässt sich die Kritik auf den Nachlass der direkten Kommunikation beziehen. Im Ausdruck „Plaudermedium“ (ebd. ) wird jedoch, wie in der allgemein ironischen Sprache, zugleich die eher kritische Sichtweise des Autors ausdrücklich. In diesem Sinne sei die Chatsprache auch „Von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8 f. ). In diesem sehr hyperbolischen und metaphorischen Ausdruck geht der Autor wiederholend auf die Problematik der Textnachrichten ein, welche laut ihm im Verlust der Grammatik läge. In diesem Zusammenhang nennt er dann die Beispiele „`booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl (= hab dich ganz doll lieb)`“ (Z. 9 f. ), in welchen er zum einen die Überschrift erneut aufgreift, aber auch zwei weitere Beispiele nennt, die die Problematik des Sprachverlusts noch einmal stärker zum Ausdruck bringen und in diesem Sinne konkret zeigen, wie die heutige Jugend miteinander kommuniziere. Eben diese Formulierung in Textnachrichten „lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze immer noch zusammenzucken“ (Z. 11 f. ), wodurch Krischke die in den Nachrichten oftmals verwendete umgangssprachliche und verknappte Form des Schreibens noch einmal akzentuiert. Jedoch wird nicht nur diese, sondern auch noch einmal die Kritik gewissermaßen deutlich, wodurch er eine Brücke zwischen Erläuterung der Situation und der Meinung einiger schlägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er die Problematik im ersten Abschnitt (Z. 2-12) bezogen auf das digitale Schreiben zu Kommunikationszwecken dargestellt hat, geht er im zweiten Sinnabschnitt (Z. 12- 29) auf den Einfluss dieses fehlerhaften Schreibens auf essentielle Schul- und Bewerbungstexte ein. Erneut beginnt er seinen Abschnitt mit einer Frage, mit der er den Leser langsam in die Thematik führt. Durch seine verwendete Struktur, die im jeweiligen Abschnitt immer in einer ausdifferenzierten Beantwortung der anfänglichen Frage mündet, wirkt es, als würde er dem Leser seine Fragen in gewisser Weise vorwegnehmen und ihm allgemein etwas vermitteln, das entscheident zu wissen sei. So beginnt er den zweiten Abschnitt also mit der Frage „Können Jugendliche, die sich in sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff. ). In dieser wird erneut seine kritische Sicht auf die Sprache der Jugend deutlich, indem er diese anhand der Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd. ) wertend verbildlicht. Zudem beinhalten die Adjektive „lesbar[…], präzise[…], angemessen“ (ebd. ) einen etwas wertenden Akzent, da den Jugendlichen hierbei gewissermaßen unterstellt wird, dass diese undeutlich, verknappt und umgangssprachlich schrieben.  In diesen Worten bleibt jedoch stets ein wenig offen, ob er oder der Großteil der Gesellschaft der Sache  kritisch gegenübersteht, da seine ironische Sprache teils eher von einem gesellschaftskritischem Gedanken zeugt. Dies zeigt sich auch in den folgenden Sätzen, in welchen Krischke für die Jugend argumentiert und sich diesbezüglich die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) als Expertin zu Nutzen macht, um die Antwort auf die Frage zu belegen. Diese habe nämlich „mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, verfasst von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich. Zum Vergleich zog [sie] […] über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit […] geschrieben hatten“ (Z. 16). Hier  stellt der Autor also die Studie im Allgemeinen vor, unterstreicht dabei besonders den vorgenommenen Vergleich von Schul- und Freizeittexten und unterstreicht die Ausbreitung der Textnachrichten durch die akkumulierende Darstellung einiger Textmedien. Im Vergleich der beiden Textformen „interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21 ff. ). Diese akkumulierende Aussage deutet darauf hin, dass nicht alleine die sprachliche Korrektheit, sondern auch das Gesamtbild von Bedeutung sei. Somit sei auch im eben benannten zweiten Bereich eine Veränderung vermutet worden, welche sich auf die verkürzte sowie umgangssprachliche Schreibweise rückführen lässt. Jedoch spiegele das Ergebnis nicht das Erwartete wieder, was in Krischkes Ausdrucksweise sowie anhand seiner vorherig dargestellten Meinungsbilder deutlich wird. „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Texten hinterlassen“ (Z. 24 ff. ), somit sei die Digitalisierung im Bereich der Kommunikation keine Problematik. Da Krischke jedoch nur von „nennenswerte[n] Spuren“ (ebd. ) spricht, lässt sich darauf schließen, dass es eine Veränderung gebe, diese aber eher geringfügig ausfällt, weshalb er sie wertender weise als nicht nennenswert ansieht. Um die Ergebnisse daran anschließend etwas genauer darzustellen, bezieht er sich zuerst auf die betroffene Gruppe aus „Berufsschüler [und] Gymnasiasten“ (Z. 26). Wobei hier auffällt, dass Krischke Real- und Hauptschüler aus seiner Argumentation ausschließt, weshalb ungeklärt bleibt, ob bei diesen auch keine Veränderung sichtbar wird. Die Berufsschüler und Gymnasiasten jedoch „`können die Schreibwelten durchaus trennen`“ (Z. 27), wie Krischke Dürscheid hier zur Darstellung seiner These über den geringen Einfluss digitaler Kommunikation zitiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29-39) distanziert Krischke sich jedoch etwas von der, im vorherigen Abschnitt vertretenen Meinung und verknüpft so die positiven mit den negativen Einflüssen und Veränderungen in Sprache und Schrift, die er in Abschnitt eins und zwei herausgearbeitet hat. Dies tut er auf eine eher appellierende Weise, während er wie auch im obigen Text einen hypotaktischen Satzbau verwendet, der ihm erlaubt, ins Detail zu gehen. Seinen Appell beginnt er mit der Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff. ). Somit sei die Sprachförderung der Jugend laut Krischke heutzutage notwendig, sodass die Studie zwar zeige, dass die Verschlechterung kaum an der Digitalisierung läge, aber dennoch bestände. Hier betrachtet er die Studie daher etwas kritisch und stimmt dieser zwar zu, differenziert das Ergebnis dieser jedoch noch einmal indirekt weiter aus. Eben dies drückt er auch im folgenden aus (vgl. Z. 31 f. ) und akzentuiert dabei besonders, dass „die Schultexte […] alles andere als fehlerfrei“ (Z. 32 f. ) seien. Eben diese Fehler fänden sich dabei häufig in „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ ( Z. 33 f. ), also den Formalitäten, auf. Um dieses Phänomen des Sprachverlusts zu erklären, geht der Autor auf den Ursprung des Problems ein. Dieser läge laut ihm „in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f. ). Somit sieht Krischke die Problematik im allgemeinen freien Schreiben, was letztlich auch in den SMS aufgegriffen wird, aber nicht alleinig in der  Digitalisierung. So ginge der „Trend […] auf Kosten ´harter´Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37 f. ), wodurch allgemeine „Formale Korrektheit“ (Z. 38) immer mehr an Bedeutung verlor und somit bis heute eher als lästig angesehen werde. Daher appelliert er hier im Allgemeinen doch in gewissen Gesichtspunkten das Arbeiten an den formalen Grundstrukturen der deutschen Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in seinem Text den Einfluss der digitalen Kommunikation auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass nicht die Digitalisierung, sondern das allgemeine freie Schreiben seit den 70ern Schuld für den Verlust von Grammatik und Rechtschreibung seien. Um dies zu bekräftigen, nutzt er eine Studie sowie Metaphorik und Ironie, welche zugleich seine kritische Sichtweise auf den Sprachwandel unterstreichen. Zuletzt drückt er diese Kritik daher noch einmal in einem Appell an die Lehrer aus, die laut ihm, etwas verändern sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Aufgabe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage sind Anglizismen in der Deutschen Sprache keine Seltenheit mehr und irgendwo benutzt ein jeder sie, wenn auch unbewusst. Denn gerade in der heutigen Welt steht der englischen Sprache ein hoher Stellenwert zu, der sich in den jeweiligen Sprachen durch Übernahme oder Ersetzen vieler Wörter aus dem Englischen bemerkbar macht. Doch wo genau liegen die Ursachen der Anglizismen und auf welche Art und Weise wirken sie sich auf unser tägliches Leben aus, - oder eher – Welche Konsequenzen bringen sie mit sich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der folgende Text.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen gehen im Allgemeinen auf den Gebrauch des Englischen als Lingua franca, also als internationale Verkehrs- oder Weltsprache zurück. Dabei wird die Sprache von besonders vielen Menschen in weiten Teilen der Erde als Erst- oder Zweitsprache gesprochen und besonders im wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Sektor genutzt. In diesem Kontext gilt das Englische seit Ende des zweiten Weltkriegs durch die Vormachtstellung der USA als die bedeutendste Weltsprache.&lt;br /&gt;
Jedoch ist nicht nur ihr Rang als Weltsprache entscheidend für ihre Verbreitung und somit auch nicht alleinige Ursache der Anglizismen. Amerika galt zudem schon immer als modernes Vorbild für die östlicheren Staaten und gilt somit heute noch, besonders was die Jugend betrifft, als eine Art Vorbild. Dabei kommen aber auch die Einflüsse der Globalisierung hinzu, die die ganze Welt miteinander verknüpfen und so in gewisser Weise veranlassen, dass der Kontakt zu anderen Nationen das Englische mit in unsere Muttersprache einfließen lässt. Besonders sind hier auch soziale Netzwerke in Bezug auf die Jugend zu nennen, die im Vergleich noch einmal vermehrt Anglizismen in ihren Sprachgebrauch mit einbringt. Durch diese treten die Jugendlichen stetig in Kontakt mit Menschen aus vielen Ländern, mit denen das kommunizieren nur in Englisch möglich ist. Zu betrachten ist dabei auch die Vorbildfunktion, die die Personen auf den sozialen Medien mit sich bringen, sodass die Verenglischung der deutschen Sprache immer mehr zum „Trend“ wird, der eine Person zu einem weltlichen Geflecht aus Menschen zugehörig werden lässt. So hören die Menschen tagtäglich englische Lieder, sehen Werbung von Modemarken aus dem Ausland und vieles mehr, sodass sie sich die englischen Wörter Tag für Tag einprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie eben bereits in Teilen erwähnt, bringen Anglizismen daher besonders auf Gesamt-gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene positive Aspekte mit sich. Die Kommunikation in vielen Bereichen ist stark erleichtert und bestimmte Worte bedürfen keine Übersetzung mehr. Dieser Aspekt gilt besonders auf der Ebene des SocialNet sowie bei Jugendlichen. Durch die Kommunikation mit gleichaltrigen sowie der Nutzung der Anglizismen fühlen sie sich wie ein Teil des Ganzen und bekommen einen besseren Bezug zur englischen Sprache. &lt;br /&gt;
Aber auch im Alltag sind viele Anglizismen heutzutage nicht mehr wegzudenken, so sagt doch beispielsweise niemand mehr zu den „Charts“ Hitliste oder zum „Coffee to go“ Kaffee zum mitnehmen. Immer häufiger begegnen uns so in jeglichen alltäglichen Situationen englische Wörter, die die deutschen schon längst ersetzt haben. Auch Marken und Medien wie das Radio oder das Fernsehen nutzen in diesem Kontext Anglizismen, um modern zu sein und die Menschen anzusprechen. Somit stellt diese sprachliche Form der Veränderung im Gesamten einen Prozess der modernen Zeit dar, der die Sprache internationaler und aktueller werden lässt und in kleinen Teilen die Kommunikation mit dem Ausland erleichtert.&lt;br /&gt;
Des weiteren ermöglichen Anglizismen ein besseres Verständnis für die englische Sprache und vereinfachen somit auch das Lernen dieser, was besonders auch für technische Bereiche notwendig ist. Einige der Wörter, besonders im Bereich der Technik, gibt es im deutschen gar nicht, weshalb bestimmte Anglizismen sogar notwendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu bringen Anglizismen aber auch einige Kritiker mit sich. Dabei sind es besonders häufig ältere Menschen, die sich nicht mit den für sie neuen Wörtern identifizieren können und Verständnisprobleme haben. In diesem Zusammenhang stellen Anglizismen auch einen gewissen Sprachverlust des Deutschen dar, da so gewissermaßen Dinge verloren gehen, die das rein Deutsche ausgezeichnet haben. Dies betrifft jedoch nicht nur den Verlust einiger alter Worte, sondern auch einen gewissen kulturellen Verlust, da die Sprache immer auch einen großen Teil Kultur eines Landes ausmacht. &lt;br /&gt;
Oftmals werden einige Anglizismen jedoch auch als überflüssig angesehen und in diesem Sinne in einigen Sozialgruppen oder Altersgruppen nicht genutzt, wodurch sich jeweilige Gruppierungen von anderen Gruppen absetzen und es so zu einer gewissen Ab- oder gar Ausgrenzung dieser kommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellen Anglizismen ein sprachliches Phänomen der modernen Welt dar, durch das zwar einerseits ein gewisser Sprachverlust stattfindet, aber andererseits viele neue Möglichkeiten geschaffen werden. So erleichtern sie die Kommunikation in vielen Bereichen und schaffen teilweise sogar die Möglichkeit etwas auszudrücken, wofür es vorher in der Landessprache keine Worte gab. Somit sind Anglizismen in jedem Fall sprachverändernd, jedoch heißt Veränderung nicht gleich etwas Schlechtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; wurde von Wolfgang Krischke geschrieben und im Jahr 2011 veröffentlicht. Im grundlegenden thematisiert der Sachtext den angeblichen Abbau von grammatikalischen Strukturen in der Schule durch die heutige Nutzung der Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Titel des Sachtextes ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; (Z.0) soll den Abbau von grammatikalischen Strukturen, wie zum Beipspiel der Groß- und Kleinschreibung und der Satzstrukturen, verdeutlichen, welcher vor allem durch die Kommunikation im Internet gefördert wird. Die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), die fehlende Großschreibung von Nomen wie ,,schule&amp;quot; (ebd.) und der Anglizismus ,,dad&amp;quot; (ebd.) verdeutlichen den Umgang der Jugendlichen mit grammatikalischen Regeln im Internet.Vor allem der Anglizismus zeigt, dass die englische Sprache ein großer Bestandteil der Jugendsprache ist und auch die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), auch als Empfingundlaut bekannt, zeigt das Schüler es vermeiden sich mit Adjektiven wie nervig ausdrücken, sondern ihren Emotionen freien Lauf lassen. Die darauf folgende These ,,Simsen macht Schüler nicht dumm&amp;quot; (Z.1) verdeutlicht den Standpunkt des Autors, welchen er im folgendem weiter ausführen wird. Der im Anschluss folgende Satz ,,[a]ber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.1) untermauert jedoch die höhere Fehlerrate der Schüler in Texten. Die adversative Konjunktion ,,[a]ber&amp;quot; (ebd.) leitet das Gegenteil ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) wird durch die rhetorische Frage ,,Kinder lesen zu wenig?&amp;quot; (Z.2) eingeleitet. Diese Frage beantwortet Krischke sofort durch den Ausdruck ,,[v]on wegen. Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot; (Z.2f.). Durch den Ausdruck ,,[w]ohl noch nie&amp;quot; (ebd.) wird deutlich, dass Kinder heutzutage durch die Medien viel mehr lesen und schreiben als früher, denn ,,[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen&amp;quot; (Z. 3f.). Die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht die Menge des Schreibens und der Ausdruck ,,[t]äglich&amp;quot; (ebd) zeigt die häufige Nutzung eines mobilen Gerätes in der heutigen Zeit. Somit veranschaulicht Krischke, dass der Sprachgebrauch durch die Medien eine viel größere Rolle spielt als früher, da jetzt auch außerhalb des Unterrichts viel geschrieben wird. Zudem verbringen Jugendliche ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (Z.4f.), dies soll den Aufwand der Kommunikation durch die Medien der Jugendlichen verdeutlichen. Der Ausdruck ,,Lektüre&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die Menge an Nachrichten die ein Jugendlicher täglich schreibt und wie viel Zeit Jugendliche dafür in Anspruch nehmen. Auch die Aufzählung ,,SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die vielen verschiedenen Wege der Kommunikation im Internet. Im Nächsten Satz führt der Autor jedoch an, dass ,,[t]rotzdem [...]bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude&amp;quot; (Z.6f.) aufkommt, ,,[d]enn den Simsern,  Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot; (Z.7f.), womit Kirschke zum Ausdruck bringt, dass zwar mehr geschrieben wird, aber die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) gesehen wird und daher nicht auf Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung oder grammatikalischen Strukturen geachtet wird, dies untermalt vor allem der Neologismus ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.), welcher verdeutlicht das nur die Kommunikation zählt und nicht die Zeichensetzung und der Wortschatz während der Kommunikation. Die darin enthaltene adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem&amp;quot; (ebd.) leitet somit den Bruch der Argumentationsstruktur ein, da zuvor von den positiven Auswirkungen der Medien gesprochen wurde und durch die adversative Konjunktion nun die negativen Aspekte eingeleitet werden. Dass die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) dient, untermauert Krischke mit seinem darauffolgendem Satz, denn ,,[v]on den Normen der Hochsprache ist ihre Schreibweise Lichtjahre entfernt&amp;quot; (Z.8f.). Mit dem Personalpronomen ,,ihre&amp;quot; (ebd.) meint Krischke die Nutzer des Internets und die Hyperbel ,,Lichtjahre&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht den großen Unterschied zwischen der ,,Hochsprache&amp;quot; (ebd.) und der heutigen ,,Schreibweise&amp;quot; (ebd.) im Internet. Diese Behauptung veranschaulicht er mit Beispielen wie ,,booaa mein dad voll eklich wg schule-stöhn* haste mo zeit? hdgdl&amp;quot; (Z.9f.), welche dazu dienen auf die fehlende Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung und Satzstrukturen zu achten, zudem wird die Sprache im Internet auch durch Anglizismen und Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.)geprägt. Vor allem solche Sätze ,,lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.). Der Ausdruck ,,noch immer&amp;quot; (ebd.)zeigt das solche Schreibweisen schon länger im Internet existieren. Nun stellt der Autor die Frage, ob ,,Jugendliche, die sich in solchen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?&amp;quot; (Z. 12ff.). In dieser Fragestellung wird ersteinmals deutlich, dass Krischke alle Bildungsgruppen anspricht, da er auf der einen Seite von einem ,,lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) spricht, was einen Bezug zu den ,,Pädagogen&amp;quot; (ebd.) schafft und auf der anderen Seite von einem ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) spricht, was wiederum einen Bezug zu den ,,Ausbildern&amp;quot; (ebd.) schafft. Zudem veranschaulicht die negativ konnotierte  Metapher ,,Trümmerlandschaft&amp;quot; (ebd.) den letztendlichen Sprachverlust durch die Medien und das dieser Sprachverlust Folgen hat für das deutsche Bildungssystem, weshalb der Autor auch das Schreiben einer Bewerbung (vgl.Z.14) mit einbringt, um die Probleme auf dem Wirtschaftsmarkt zu erklären, die noch kommen werden, jedoch teilweise sogar schon vorhanden sind. Diese Fragestellung beendet den ersten Sinnabschnitt und reizt somit das Interesse des Lesers auf die kommende Antwort. Der hypotakische Satzbau dieser Fragestellung untermauert die verschiedenen Bereiche, welche durch einen fehlerhaften Sprachgebrauch geprägt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt (Z.15-29) beginnt Krischke mit dem sofortigen Einstieg in die vorherige Fragestellung durch die Züricher Studie, da ,,[d]ie Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich [...] dieser Frage auf den Grund gegangen&amp;quot; (Z.15f.) ist. Sie untersuchte und verglich ,,fast 1000 Deutschaufsätze [...][die von] 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich&amp;quot; (Z. 16f.), mit ,,über 1100 Texte[...], die dieselben Jugendliche in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken&amp;quot; (Z.19f.) verfassten. Wobei ,,die Linguisten [sich] nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot; (Z .21ff.). Die adversative Konjunktion ,,sondern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass Sprache nicht nur aus ,,Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik&amp;quot; (ebd.) besteht, sondern auch aus dem ,,Wortschatz&amp;quot; (ebd.) und dem ,,Stil&amp;quot; (ebd.) des Schreibens. Das Resultat ist, dass ,,[i]n keinem dieser Bereiche [...]die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.23ff.) hätten, dies ,,gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Durch die Differenzierung der unterschiedlichen Bildungsgruppen knüpft Krischke einen Bezug zu seiner Frage, in der er auch zwischen den Bildungsgruppen unterscheidet, indem er sowohl fragt, ob ,,Jugendliche [...] überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) schreiben könnten, womit er im Spezielle die Schüler anspricht und auf der anderen Seite fragt, ob sie überhaupt noch dazu in der Lage seien einen ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) zu formulieren, was einen Bezug zu Auszubildenden schafft, die somit ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) sind. Zudem zeigt die Differenzierung zwischen einem ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) und einem ,,Gymnasiasten&amp;quot; (ebd.) auch das in der Züricher Studie die verschiedenen Bildungsgruppen betrachtet wurde. Der Ausdruck ,,[i]n keinem dieser Bereiche&amp;quot; (ebd.) betont das die Medien keine negativen Auswirkungen auf das Schreiben der Jugendlichen haben. Das Fazit dieser Studie von Christa Dürscheid ist, dass Jugendliche ,,wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden&amp;quot; (Z. 27f.), womit Christa Dürscheid die Jugendlichen beschützt und betont, dass sie sich im Internet nicht so ausdrücken, weil die Jugendliche nicht wissen sie es richtig geschrieben wird, sondern weil es zeitsparender und angesehener ist sich in der Jugendsprache mit Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.) oder Anglizismen wie ,,dad&amp;quot; (ebd.) auszudrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z. 29-39) untermauert jedoch die zu Beginn getroffene These ,,[a]ber ihre Texte sind fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.0). Denn ,,Grund für die Deutschlehrer, sind entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29ff.), vor allem die adversative Konjunktion ,,trotzdem&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass der Grund für die höhere Fehlerrate zwar nicht die Medien sind, jedoch die Texte viel fehlerhafter sind als früher und man der Ursache dafür auf dem Grund gehen sollte, was auch durch den folgenden Satz deutlich wird der aussagt, dass ,, auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet&amp;quot; (Z.32f.)  die Texte ,,die die Germanisten untersucht haben, [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot; (Z.32f.) seien, denn ,,[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung weisen sie deutliche Defizite auf&amp;quot; (Z.33f.). Die Aufzählung ,,Rechtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot; veranschaulicht das ,,deutliche Defizite&amp;quot; nicht nur vereinzelt auftreffen, sondern verschiedene und auch mehrere Bereiche des Schreibens betroffen sind. Des Weiteren geht der Autor auf eine bekannte Ursache ein, er spricht von der Entwicklung ,,in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigen&amp;quot; (Z.35f.). Der Ausdruck ,,stärker als zuvor&amp;quot; (ebd.) untermauert die Entwicklung des freien Schreibens. Der darauffolgende Satz, dass ,,[d]ieser eigentlich begrüßenswerter Trend [...] jedoch auf die Kosten ,,harter&amp;quot; Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.36ff.) gänge, veranschaulicht, dass dadruch die ,,Sprachfertigkeiten&amp;quot; (ebd.) von vielen Jugendlichen vernachlässigt wurde durch das neue Prinzip des freien Schreibens. Der auch hier verwendete Anglizismus ,,Trend&amp;quot; verdeutlicht die verbreitete Einbindung der englischen Sprache in die Deutsche, da auch der Autor Anglizismen verwendet. Zudem behauptet Krischke, dass ,,[f]ormelle Korrektheit [...] an Bedeutung [verlor und sogar] zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot;(Z.38f.). Der Ausdruck ,,bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot; (ebd.) zeigt, dass die Bedeutung von ,,formelle[n] Korrektheit&amp;quot; (ebd.) so stark abgenommen hat, dass dies nicht einmal mehr bewusst wahrgenommen wurde als Teil der Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke in seinem Sachtext verschiedene Ursachen für den Verlust der deutschen Grammatik darstellt. Zu Beginn des Sachtextes benennt er die Ursache der Kommunikation im Internet, die im Nachhinein durch die Züricher Studie widerlegt wird. Zudem nennt er eine weitere Ursache die seit einigen Jahren für den Verlust der deutschen Grammatik verantwortlich ist und zwar das freie Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, verfasst von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisiert werden die Ursachen der fehlerhaften Schreib- und Ausdrucksweise von Schülern in Bezug auf den Einfluss digitaler Kommunikationsformen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Textes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ lässt den Kontrast zwischen formaler Sprache und Umgangssprache erkennen. Der formale Beginn „Schreiben in der Schule“ (ebd.) ist grammatikalisch, sowie sprachlich korrekt. Im Kontrast dazu steht, formal durch einen Gedankenstrich getrennt, die umgangssprachliche Aussage „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.). Mit dieser Aussage gibt der Autor ein Beispiel für viele charakteristische Fehler in der alltäglichen Kommunikation über elektronische Kommunikationsformen. Die Aussage setzt mit der Interjektion „booaaa“ (ebd.) ein. Die Interjektion, die in formalen Texten keine Verwendung finden würde, verdeutlicht, dass es sich hierbei die Schriftweise der Alltagssprache angeglichen wird. Zudem verdeutlicht der Anglizismus „dad“ (ebd.), den Einfluss anderer Sprachen auf die Muttersprache, der sich erheblich durch die differenzierte Orthografie, beispielsweise in Form der Groß- und Kleinschreibung, darstellt. Dieser Umstand wird besonders an den Nomen „dad“ (ebd.) und „schule“ (ebd.) veranschaulicht, die in der vorliegenden Aussage klein geschrieben wurden, obwohl sie als Nomen eigentlich groß geschrieben werden müssten. Weiterhin ist auch die Abkürzung „wg“ (ebd.) für die Präposition „wegen“ eine Darstellung des Sprachverlustes in elektronischen Kommunikationsformen. Insofern gibt der Titel bereits erste Vorausdeutungen auf die angeführten Argumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) lässt sich als erste These des Textes auslegen. Mit der Behauptung „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (ebd.) legt Krischke seine Ansicht in Bezug auf die elektronischen Kommunikationsformen dar. Er ist der Auffassung, dass die Nutzung von elektronischen Kommunikationsformen, hier am Beispiel der SMS dargestellt, keine direkten negativen '''Folgend''' auf die Bildung der Schüler hat, auch wenn er eingesteht, dass deren „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Seinen Text beginnt Krischke mit dem gesellschaftlichen Vorwurf „Kinder lesen zu wenig“ (Z. 2). Diesen Vorwurf formuliert der Autor als Frage, um den Leser dazu anzuregen sich seine eigene Meinung zu der Thematik zu bilden. Seine Meinung positioniert Krischke '''in der Antwort „[v]on wegen“ (Z. 2) als Antwort [doppelt]''' auf die von ihm gestellte Frage. Darüber hinaus stellt er fest, dass Kinder „[w]ohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2 f.). Diese Behauptung stützt Krischke durch eine Aufzählung an Beispielen aus dem alltäglichen Leben, wie „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und '''Internetinfo[s]'''“ (Z. 2 ff.). Allerdings ergänzt Krischke wenig später, dass diese Form der Kommunikation als Plaudermedium dient (vgl. Z. 8) und somit „[v]on den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt [ist]“ (Z. 8 f.). Die Metapher '''[und Hyperbel]''' „Lichtjahre entfernt“ (ebd.) verdeutlicht, dass eine Distanz zwischen Plaudersprache und Hochsprache vorhanden ist. In diesem Zusammenhang greift der Autor den Titel des Textes noch einmal als Beispiel auf. Seiner Ansicht lassen „Gebilde wie ‚booaaa mein dad voll eklich wg schule –stöhn* haste mo zeit? hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]‘ lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9 ff.). Diese Ansicht ist insofern nachvollziehbar, als dass das im Beispiel angeführte Satzgebilde in grammatikalisch korrekter Hochsprache ‚Mein Vater ist verärgert. Hast du morgen Zeit? Hab dich lieb‘ lauten müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den zweiten Sinnabschnitt des Textes leitet der Autor mit der aus dem ersten Abschnitt resultierenden Frage „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff.). Auffallend ist bei dieser Frage die Metapher „sprachliche Trümmerlandschaft“ (ebd.). Die Metapher verbildlicht das negative Bild des Autors von der von ihm als solche bezeichneten Plaudersprache. Weiterhin hat die Frage, insbesondere auch durch die spezifische Aufzählung, die Intention, dass der Leser sich seine eigene Meinung bilden muss und demnach angeregt wird den Text weiter zu verfolgen um sich über die Argumente und Sichtweisen des Autors zu informieren. Krischke argumentiert im Folgenden mit der Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich, welche Laut dem Autor „dieser Frage auf den Grund gegangen ist“ (Z. 16). Er erläutert sie habe „[m]it ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, verfasst von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 16 ff.). Verglichen wurden diese mit über 1100 Texten in Form von SMS, E-Mails, Chat-Beiträgen und Mitteilungen in sozialen Netzwerken, die in der Freizeit von denselben Jugendlichen verfasst wurden (vgl. Z. 18 ff.). In dieser Studie wurden neben „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik [ebenso] Wortschatz, […] Stil und […] Aufbau der Texte“ (Z. 23) untersucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Stellungnahme:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle anderen Sprachen auch, ist die deutsche Sprache einem stetigen Wandel unterzogen. In der modernen Welt bleibt es daher nicht aus, dass auch Begriffe aus anderen Sprachen in den deutschen Sprachgebrauch aufgenommen werden. Besonders häufig stammen diese Begriffe aus dem Englischen, sogenannte Anglizismen. Anglizismen sind schon lange keine Seltenheit mehr und gehören zum allgemeinen Wortschatz dazu. Begriffe wie Smartphone, Internet, joggen, Promi sind daher schon seit Langem keine Fremdwörter mehr, sondern allgemein bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptursache für die Übertragung der englischen Begriffe ins Deutsche liegt in der Globalisierung, oder konkreter gesagt in der Vernetzung der Welt. Durch den stetigen Austausch in Form von Kommunikation, Handel, aber auch Personen kommt es zu einer Vermischung der Kulturen und Sprachen. In der Kommunikation geschieht dies auf Grund der Tatsache, dass es sich bei Englisch eine Weltsprache handelt. Eine Weltsprache, die viele Menschen beherrschen ermöglicht eine direkte Kommunikation, sodass keine Dolmetscher benötigt werden. Deutlich bemerkbar macht sich der Umstand, dass es eine Sprache gibt, in der es möglich ist vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen den Zugang zu wichtigen Informationen schnell und verständlich möglich zu machen, in der Wissenschaft. Forschungsergebnisse, Erfahrungen und Bitten um Hilfe können in Englisch rund um die Welt verbreitet werden und somit zum einen die nationale Wissenschaft, aber auch die allgemeine Medizin und die Lebensweise der Menschen bereichern. &lt;br /&gt;
Auch im Handel ist auf die englische Sprache nicht zu verzichten. Von kleinen Geschäften zwischen Privatpersonen, bis hin zu großen Konzernaufträgen, laufen Gespräche, Verträge und Transport auf Englisch ab. Aber nicht nur der Transport der Waren ist eine Ursache für die Aufnahme von Anglizismen ins Deutsche, sondern auch die Waren an sich. Beispielsweise gibt es Produkte für die es gar keine deutsche Bezeichnung gibt, wie beispielsweise „Tablet“. &lt;br /&gt;
Weiterhin werden englische Begriffe aber auch durch die Wanderbewegung der Menschen verbreitet. Es ist heute völlig normal, dass ein Engländer in Deutschland lebt. Er arbeitet hier, hat einen Freundeskreis, hält sich an die geltenden Konventionen und Traditionen. Allerdings bringt er seine Kultur und somit auch seine Sprache in sein neues Heimatland mit. Besonders in der Gastronomie wird dies deutlich. In einem Restaurant ist es durchaus üblich ein Steak zu bestellen oder in einem Café einen Tee zu trinken. Beides Bezeichnungen und Gerichte bzw. Getränke die aus englischsprachigen Ländern stammen. &lt;br /&gt;
Als letzter Punkt wären ebenso die sozialen Medien zu nennen, die heute von mehreren Millionen Menschen genutzt werden. Facebook, Instagram und Twitter sind in der modernen Zeit stetige Wegbegleiter und nicht mehr aus dem gesellschaftlichen Miteinander wegzudenken. Der Kontakt mit anderen Menschen war noch nie zuvor so leicht herzustellen, genauso wie sich über die aktuellen Geschehnisse in der Welt zu informieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der Anglizismen brachte jedoch einige Konsequenzen mit sich. Zum einen ist der Sprachverlust zu nennen. Es wird heute nicht mehr als nötig empfunden für englische Produkte eine deutsche Bezeichnung zu erfinden. Im Gegenteil, es werden sogar eher englische Begriffe verwendet, als Deutsche. Besonders deutlich wird dies an den Substantiven „Team“ und „Trainer“. Es ist, besonders bei Jugendlichen, da diese stärker im Kontakt mit der englischen Sprache stehen, selbstverständlich den Begriff „Team“ anstelle des deutschen Begriffs „Mannschaft“ zu verwenden. Für die Bezeichnung „Trainer“, die ebenso aus dem Englischen stammt, gibt es noch nicht mal mehr ein deutsches Synonym. Eine weitere Konsequenz für die Sprache ist nicht nur die Überführung einzelner Begriffe ins Deutsche, sondern ganzer Satzstrukturen, die die geltende Grammatik und Rechtschreibung in Frage stellen. Ein anderer Aspekt ist darüber hinaus die Sprachbarrieren die zwischen den einzelnen Generationen entstehen. Während die Jugend sich schnell an die neuen Begrifflichkeiten gewöhnt und diese im Alltag einsetzt, so ist dies bei deren Eltern schon seltener und es treten oftmals Verständnisschwierigkeiten auf. Besonders schwerwiegend sind diese dann zwischen Enkeln und Großeltern, da diese in der Schule meist kein Englisch gehabt hatten und es auch im privaten Gebrauch nur selten relevant war.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich daher festhalten, dass Anglizismen die moderne Welt in der Wissenschaft, im Handel und allgemein im Zusammenleben der Menschen bereichert haben. Allerdings sind auch die schwerwiegenden Konsequenzen für die nationale Sprache zu beachten. Somit stehen negative Aspekte wie Sprachverlust, Grammatikverfall und fehlerhafte Rechtschreibung den positiven Seiten der Anglizismen gegenüber.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Krischke</id>
		<title>CFS T-Klassen/Reflexionen über Sprache/Krischke</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Krischke"/>
				<updated>2018-10-08T06:47:47Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Lorena */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Krischke: ''Schreiben in der Schule - booaa mein dad voll eklich wg schule (2011)'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Aufgabe: Textanalyse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Aufgabe: Stellungnahme zu Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 1:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext &amp;quot;Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert den Sprachgebrauch bei digitalen Kommunikationsformen sowie dessen vermeidlichen Auswirkungen auf die Sprache in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text setzt ein mit dem Teil der  Überschrift &amp;quot;booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, welche als Beispiel für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken dienen soll. So werden schon zu Beginn, die Kategorien aufgezeigt, die beim Sprachgebrauch in den sozialen Netzwerken vernachlässigt werden, wie die Grammatik oder die Groß- und Kleinschreibung. Hinzu kommt, dass Jugendliche häufig Interjektionen und Anglizismen verwenden. Für ältere Außenstehende ist diese Art des Deutschen oft schwer zu verstehen, was zu Kommunikationsproblemen führen kann. Im Anschluss an die Überschrift folgt ein Untertitel, der das Fazit des Textes vorweg nimmt( vgl. Z.1). Dieser ist antithetisch formuliert, wobei die Antithese durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Aber&amp;quot;(ebd.) eingeleitet wird. Dadurch wird klar, dass nicht die sozialen Netzwerke, die Schuld an fehlerhaften Texten in der Schule haben, sondern ein andere Grund vorhanden sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text und somit auch der erste Sinnabschnitt (Z.2-13), welcher dem Leser die Situation der Jugendlichen näher bringt, setzt ein mit der rhetorischen Frage &amp;quot;Kinder lesen zu wenig?&amp;quot;(Z.2) und dessen Antwort &amp;quot;Von wegen&amp;quot;(Z.2). So wird, vor allem durch die Antwort, hervorgehoben, dass Kinder sogar sehr viel lesen. Die darauffolgende These &amp;quot;Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot;(Z.2f). Krischke meint damit die ständige Konfrontation mit Texten, sei es auf dem Smartphone oder auf dem PC. Die weitere Erläuterung der These durch Maßangaben wie &amp;quot;Millionen von&amp;quot;(Z.3) und &amp;quot;Stunden&amp;quot;(Z.4), verdeutlichen hierbei den hohen Konsum der Jugendlichen, bezogen auf die sozialen Netzwerke. Dadurch, dass Krischke den Begriff &amp;quot;Lektüre&amp;quot;(Z.5) im Zusammenhang mit &amp;quot;SMS - Nachrichten&amp;quot;(Z.5) verwendet, wird ein Kontrast geschaffen. DAs Wort &amp;quot;Lektüre&amp;quot; (ebd.) wird normalerweise im schulischen Bereich verwendet, was den Zusammenhang zwischen den sozialen Netzwerken und der Schule aufzeigt: die Texte. Durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Trotzdem&amp;quot;(Z.6) wird die Antithese eingeleitet, dass bei &amp;quot;Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf&amp;quot;(Z.6f.) kommt. Denn das viele Lesen fördere nicht den adäquaten Sprachgebrauch in der Schule. Der darauffolgende Satz &amp;quot;Denn das Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot;(Z.7f.) enthält die vier Neologismen &amp;quot;Simmsern, Chattern und Twitterern [...] Plaudermedium&amp;quot;(ebd.) welche die die neue Art des Schreibens unterstreichen. Nach Krischke, ist also der größte Unterschied zwischen Texten in der Schule und Texten in der Freizeit die Unwichtigkeit der schulischen Texte. Dass, der Unterschied zwischen den &amp;quot;Normen der Hochsprache&amp;quot;(Z.8) und der &amp;quot;Sprechschreibe&amp;quot;(Z.9), sehr hoch ist, untermauert Krischke durch die Hyperbel &amp;quot;Lichtjahre&amp;quot;(Z.9). Die Sprache in der Schule und die Sprache in sozialen Medien ist also sehr unterschiedlich, was zu Kommunikationsproblemen oder schlechteren Ergebnissen in der Schule führen könnte. Im folgenden listet Krischke einige Beispiele für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken auf (vgl. Z.9-10). Diese sind ebenso wieder von Anglizismen, fehlender Grammatik, fehlender Groß - und Kleinschreibung und Interjektionen geprägt. Durch die hyperbolische Beschreibung, dass &amp;quot;Freunde des Dudens [...] zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.) wenn sie diese sprachlich falschen Sätze hören, wird der Unterschied zwischen dem korrektem Deutsch, das im Duden widergespiegelt wird, und dem, welches die Jugend beim Chatten verwendet, hervorgehoben. Die Frage ob &amp;quot;Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, eine präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?&amp;quot; (Z.12ff.) leitet in die darauffolgende Erläuterung ein, und formuliert, das, was der Leser sich denkt. Durch die Metapher &amp;quot;sprachliche[n] Trümmerlandschaften&amp;quot;(ebd.) wird noch einmal unterstrichen, wie Weit und extrem die Fehler ausgeprägt sind, die die Jugendlichen in sozialen Netzwerken verwenden. Außerdem veranschaulicht die Aufzählung, von formalen Aufsätzen, dass es heutzutage immer noch nötig ist die deutsche Sprache in richtiger Form zu beherrschen. Im Berufsleben haben die Betroffenen ansonsten schlechte Karten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt erstreckt sich von Z.15- 29 und erläutert die Studie von &amp;quot;Christa Dürscheid&amp;quot;(Z.15). Das hinzufügen von einer wissenschaftlichen Studie einer &amp;quot;Germanistik-Professorin&amp;quot;(Z.15) stützt Krischkes Argumentation insofern, dass sich seine Thesen belegen lassen. Dürscheid zeigt mit &amp;quot;1000 Deutschaufsätze[n]&amp;quot; und &amp;quot;1100 Texte[n] [...], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS- Meldungen, E-Mails, Chat Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten&amp;quot;(Z.19-21), eine große Bandbreite an Quellen für ihr Ergebnis, was die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis richtig ist, erhöht. Im nächsten Satz hebt Krischke hervor, dass &amp;quot;sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot;(Z.21ff.) befassten. Dadurch verdeutlicht Krischke, dass sich in der Studie mit jeglichen Facetten der Sprache befasst wurde und es sich auf Grund dessen um eine umfangreiche Studie handelt. Unterstützt wird dies durch die Konjunktion &amp;quot;sondern&amp;quot;(ebd.), die die vermeintlich unwichtigeren Facetten der deutschen Sprache hervorhebt.Als Fazit formuliert Krischke, dass keine Gemeinsamkeiten zwischen den &amp;quot;sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation&amp;quot;(Z.24f.) und den &amp;quot;Schultexten&amp;quot;(Z.25) gefunden. Die Frage, o soziale Medien einen negativen Einfluss auf die Beherrschung der deutschen Sprache haben, lässt sich also mit Nein beantworten. Krische fügt hinzu, dass bei diesem Ergebnis kein Unterschied zwischen &amp;quot;Berufsschüler[n]&amp;quot;(Z.26)  und &amp;quot;Gymnasiasten&amp;quot;(Z.26) festgestellt wurde. Das die sprachlichen Schwierigkeiten etwas mit der Intelligenz zu tun hat, lässt sich also nicht sagen. Im darauffolgendem Zitat von Christa Dürscheid , hält Krischke noch einmal fest, dass den Schülern durchaus bewusst sei, das ein Unterschied zwischen beiden &amp;quot;Schreibwelten&amp;quot;(Z.27) herrscht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt (Z.29-34) führt das Fazit weiter aus. Wolfgang Krische ist der Meinung, das Ergebnis der Studie sei kein &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen&amp;quot;(Z.29f.). Durch die Metapher &amp;quot;zurücklehnen&amp;quot;(ebd.) untermauert Krischke, dass &amp;quot;die Schultexte [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot;(Z.32f.) sind. Die größten Fehlerquoten seien in der &amp;quot;REchtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot;(33f.) zu finden. Hier sollten die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(ebd.) also besonders nachhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.34-39) beschäftigt sich mit einem möglichen Grund für die negative Entwicklung der Anwendung der deutschen Sprache, wobei er &amp;quot;Die Entwicklung[...] in den siebzieger Jahren&amp;quot;(Z.35) nennt. Die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(Z.35) hätten &amp;quot;die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigt&amp;quot;(Z.35f.), womit Krischke veranschaulichen will, das Lehrer damals anfingen Rechtschreibregeln zu etablieren, anstatt die Kinder auswendig lernen zu lassen. Seine eigene Meinung gibt er Preis, indem er diese Methode als &amp;quot;begrüßenswerten Trend&amp;quot;(Z.37) definiert, wahrscheinlich, weil er pädagogische Vorteile hat. Durch die Metapher &amp;quot;auf Kosten 'harter' Sprachfähigkeiten&amp;quot;(Z.37) verdeutlicht Krischke, dass sich der neue &amp;quot;Trend&amp;quot;(ebd.) auf das Beherrschen der deutschen Sprache, &amp;quot;wie der Orthografie&amp;quot;(Z.38), stark negativ ausgewirkt hat. Zum Schluss hebt Krischke noch hervor, dass die Auswirkungen des &amp;quot;Trends&amp;quot;(ebd.) so extrem waren, dass man hätte denken können, &amp;quot;Formale Korrektheit&amp;quot;(Z.38) sei schon &amp;quot;bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot;(Z.39). Das Beherrschen der deutschen Sprache sei also etwas gewesen, dass gesellschaftlich nicht hoch angesehen war, das als &amp;quot;angeberisch&amp;quot; wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke der Frage auf den Grund geht, ob die sich die sozialen Netzwerke negativ auf die Sprachfertigkeiten auswirken, indem er seine Thesen mit Metaphern, Neologismen und Hyperbeln hervorhebt. Er stütz sich in seinem Sachtext auf die Studie Christa Dürscheids, die als Antwort auf die Frage, mit Nein antwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 2:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge verschiedener Ursachen und Konsequenzen, beeinflussen Anglizismen die deutsche Sprache enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahrscheinlich wichtigste, zu benennende Ursache ist die Globalisierung. Menschen von verschiedenen Ländern haben mehr Möglichkeiten zu kommunizieren und tauschen im Zuge dessen ihre Muttersprachen miteinander aus. Da Englisch die Weltsprache ist sie die Sprache, die im Austausch am meisten verwendet wird. Die Sprache verbreitet sich also am schnellsten und einzelne Wörter, also Anglizismen, werden in eine andere Sprache eingebürgert. Besonders soziale Medien bieten einen Raum für den Austausch von verschiedenen Sprachen und besonders der englischen Sprache, sodass besonders dort Anglizismen hervorgebracht werden. Da die jüngeren Generation mit diesen sozialen Medien aufwachsen, etablieren sie die Anglizismen meist auch in der Gesellschaft. &lt;br /&gt;
Dies führt auch schon direkt zu den Konsequenzen. Denn Anglizismen werden hauptsächlich von jungen Leuten verwendet, sodass es bei der Verwendung zu Verständnisschwierigkeiten kommen könnte. Besonders wenn ältere Menschen sich mit jüngeren Menschen verständigen kommt es zu Schwierigkeiten, da die Älteren die Anglizismen oftmals nicht verstehen. Dies führt zu einer Distanz zwischen Alt und Jung, da die Kommunikation schwieriger wird und beide Fraktionen sich Missverstanden fühlen. Zudem kommt es zu einem Verlust der deutschen Sprache, da deutsche Wörter durch die Anglizismen ausgetauscht werden. Deswegen könnte man auch sagen, dass Tradition verloren geht und verschiedene Länder ihre Kultur und Einzigartigkeit in der Sprache verliert. Trotzdem ist hervorzuheben, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen besser zusammenfinden, da sie einige Gemeinsamkeiten durch Anglizismen aufweisen. Die Kommunikation wird also gestärkt und bringt die Möglichkeit voneinander zu lernen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass bei den Ursachen besonders die Globalisierung, die Zunahme der Verwendung von sozialen Netzwerken und die Etablierung des Englischen als Weltsprache hervorzuheben ist. Die Konsequenzen lassen sich anhand der Verständigungsschwierigkeiten, des Verlust der deutschen Sprache und der besseren Kommunikationsmöglichkeiten zwischen verschiedener Länder zusammenfassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht. Inhaltlich befasst sich das Schriftstück mit den sich verschlechternden schriftsprachlichen Fähigkeiten von Schülern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seine Überschrift „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ zeugt von einer fehlerhaften Satzstruktur bzw. Grammatik, welche durch Anglizismen bereichert ist. Die hohe Fehleranzahl allein schon in einem Satz,untermauert bereits Wolfang Krischkes Auffassung, dass der heutige Schreibstil der Schüler an deren Sprechweise angeglichen sei und stellt somit ein repräsentatives Beispiel seiner These dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Textauszug setzt mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z.2) ein, welche jedoch von der adversativen Konjunktion „aber“(ebd.) relativiert wird. Dadurch wird untermauert, dass Krischke zwar der Auffassung ist, dass Simsen bzw. die Digitalisierung allgemein keinen negativen Einfluss auf die schriftliche Kompetenz von Schülern habe, sie jedoch „heute fehlerhafter als früher“ (ebd.) sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text beginnt mit der Frage, ob sich Kinder heutzutage zu wenig mit Literatur befassen würden (vgl. Z.3). Diese Begebenheit wird jedoch unmittelbar von dem Autor verneint, da er der Meinung ist, dass „[sie] wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z.3f.). Um seine These zu verdeutlichen verwendet der Autor eine Akkumulation für alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit Lesen und Schreiben in Verbindung kommen (vgl. Z.4ff.).   Der Autor bezieht seine Beispiele aus dem medialen Alltag, um seine Behauptung und seinen komplexen Gedankengang den Lesern verständlich zu machen. Auffällig ist hier die sich durch den kompletten Text ziehende hypotaktische Syntax, welche die erläuternde Rolle von Wolfgang Krischke hervorhebt und zu einer detailreichen Erklärung verhilft. Des Weiteren erkennt man an der von Krischkes benutzen Alltagssprache, dass sich sein Sachtext an die allgemeine Leserschaft richtet. Durch die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z.6) leitet der Autor ein, dass dieses Phänomen, des häufigen Lese- und Schriftkontakts, jedoch nicht nur Vorteile mit sich bringt, da Schüler diese Medien als „Plaudermedium“ (Z.8) benutzen würden, um zwanglos miteinader zu kommunizieren. Jedoch stellt diese Zwanglosigkeit eine Problematik dar, da nicht auf eine korrekte Schreibweise geachtet wird. Dieser von Krischke aufgestellter Neologismus akzentuiert, dass er der Auffassung ist, dass Schüler ihren Schreibstil ihrer alltäglichen Sprechweise angleichen würden und dieser daher immens abgewandelt von der Hochsprache wäre (vgl. Z.9f.). Als Beispiel für diese an die Sprechweise angeglichene Schriftart repetiert Wolfgang Krischke hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklig wg schule […]“ (Z.9f.). Im weiteren Verlauf stellt Krischke die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z.12ff.) und regt dadurch seine Leserschaft zum Nachdenken an, da er die Problematik der fehlerhaften Schultexte auf das zukünftige Berufsleben bezieht. Die Metapher „sprachliche[…] Trümmerlandschaften“ (ebd.) betont das Ausmaß sprachlicher Fehler in der Sprache, welche sich in den Texten im Internet, jedoch auch in der Schule bemerkbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um auf seine Frage näher einzugehen, bezieht er sich auf das Experiment von der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid, welche Deutschaufsätze von 16- bis 18-jährigen Schülern mit deren freizeitlichen Texten verglichen und sich „nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z.21ff.) interessiert hat. Diese Akkumulation verdeutlicht, dass es sich also um eine genaue Analyse der Schriftstile handelt, wodurch sie seriös wirkt. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Schultexte habe (vgl. Z.23ff.). Um das Resultat zu untermauern, bezieht der Autor sich auf das Zitat von Christa Dürscheid, welche der Auffassung ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.). Wolfgang Krischke relativiert diese Aussage jedoch, indem er meint, dass die Studie keinesfalls eine Rechtfertigung der Problematik in der fehlerhaften Sprache darstellt (vgl. Z.29ff.). Der Autor ist zwar der Auffassung, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z.31f.), jedoch seien die untersuchten Texte „alles andere als fehlerfrei“ (Z.33).  Diese Anschauung des Autors akzentuiert die Menge an Fehlern in Schultexten, welche eine Problematik darstellen und sie „vor allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung […] sie deutliche Defizite auf[weisen]“ (Z.33ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine These der Leserschaft zu veranschaulichen versucht der Autor einen Erklärungsansatz für das Phänomen darzulegen (vgl. Z.34f.). Die eigentliche Ursache der wachsenden Fehlerquote in Schultexten, sei „die Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z.34ff.). Die Erläuterung verdeutlicht nochmals, dass Krischke die Netzwerkkommunikation nicht als Verursacher sieht, jedoch „[ging] dieser eigentlich begrüßenswerte Trend […] auf Kosten „harter“ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z.36ff.). Die Ausdrucksweise „eigentlich begrüßenswert[…]“ (ebd.) untermauert, dass der Autor im Grunde genommen für eine freies Schreiben ist, jedoch wird mit dem Paritkel „eigentlich“ (ebd.) veranschaulicht, dass er der Meinung ist, dass formale Korrektheit so eine Barriere für die Schüler dargestellt hat und „ geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein“ (Z.38f). Die These verdeutlicht, dass die korrekte Schreibfertigkeit immer weniger verwendet wurde und nicht mehr als Selbstverständlich galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich erkennen, dass der Autor Wolfgang Krischke grundsätzlich die Netzkommunikation nicht als Verursacher der fehlerhaften Texte sieht. Jedoch ist er der Meinung, dass die Texte vermehrt Fehler aufweisen als die früheren. Krischke belegt seine Meinung an Metaphern, adversativen Konjunktionen und an dem Beispiel der Züricher Studie, welche seinen Text seriös wirken lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und die daraus resultierenden Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Wörter, welche aus der englischen Sprache in den Wortschatz einer anderen, aufgenommen wurden. So steht auch die deutsche Sprache im stetigen Wandel und nimmt Wörter aus allen Teilen der Welt, insbesondere aus dem Englischen auf. Auch heutzutage stellen Anglizismen ein zentrales Thema in der Gesellschaft dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache für diese sogenannten Anglizismen ist, dass Englisch das Französisch und Griechisch abgelöst hat und somit als Weltsprache gilt. Aber auch spielt die Globalisierung eine wichtige Ursache für den Sprachwandel und somit für die Anglizismen dar, da die Menschheit durch sie die Möglichkeit bekommen mit anderen Ländern zu kommunizieren. Durch diese Vernetzung der Welt, ist der englische Sprachgebrauch keine Seltenheit mehr und somit auch Anglizismen. Die deutsche Sprache hat bereits einige erfolgreich in ihren Wortschatz integriert und somit gehören Wörter wie beispielsweise &amp;quot;Handy&amp;quot; &amp;quot;E-Mail&amp;quot; und &amp;quot;Laptop&amp;quot; zum alltäglichen Sprachgebrauch. Ein weiterer Faktor für die Herkunft der Anglizismen ist der 2. Weltkrieg, welchen die Amerikaner gewannen und somit die englische Sprache verbreiteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bleibt dieser Sprachwandel nicht ohne Konsequenzen. Einige Bürger sind der Meinung, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit eine Schwierigkeit in der Kommunikation darstellen. Beispielsweise verstehe die ältere Generation die Fremdwörter, aufgrund ihrer mangelnden Englischkenntnisse, nicht und würde folglich von der Kommunikation ausgeschlossen. Des Weiteren seien die Anglizismen für den Verlust deutscher Worte und was das Deutsche auszeichnet verantwortlich. Denn die Sprache beinhaltet Geschichte und Kultur. Verliere man also die aktuelle Sprache, verliere man auch die Individualität der Sprache. Weitreichend verliere die deutsche Sprache in der Welt immer mehr an Bedeutung. Des Weiteren führt die verkürzte Sprache dazu, dass Jugendliche immer mehr Fehler in ihre Texte einbauen, was u.a. in dem Sachtext „Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg Schule“ von Wolfgang Krischke thematisiert wird. Doch die Verkürzung der Sprache wirft nicht nur Schatten auf die Jugendlichen, denn sie führt auch zu einer allgemeinen Verflachung der deutschen Sprache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen diese Sprachwandel als kein neues Phänomen an, da sie der Auffassung sind, dass alle Sprachen der Welt dem Sprachwandel aufgrund der Globalisierung unterworfen seien und es Sprachwandel schon immer gegeben habe. Anglizismen würden nach ihnen nur ein Ergebnis von Kommunikation darstellen, welches nicht beabsichtigt sein müsse. Ebenso schreite die Globalisierung durch die Vernetzung der Sprachen besser voran, da sich alle mit der Weltsprache Englisch verständigen würden. Des Weiteren seien einige Bereiche der Sprache nicht regulierbar z.B. die Jugendsprache, da laut den Befürwortern der Anglizismen der Sprachwandel insbesondere ein Phänomen der mündlichen Sprache sei. Jugendliche würden demnach anders schreiben als sie reden, was die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid in dem vorliegenden Sachtext betont. Laut ihr können „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es durchaus einige Kritiker der Anglizismen gibt. Jedoch ist grundsätzlich zu sagen, dass sich der Sprachwandel nicht aufhalten lässt und die deutsche Sprache Fremdwörter seit Jahren erfolgreich integriert. Außerdem verschwinden viele Fremdwörter wieder aus dem Sprachgebrauch, da sich meistens nur die Wörter durchsetzen, die in der Gesellschaft eine allgemeine Akzeptanz erlangen, beispielsweise der Begriff „Hobby“. Des Weiteren stellt Englisch die essentiellste Sprache der heutigen Zeit dar, sodass eine Anpassung der deutschen Sprache an die englische Sprache die Sprachverständigung fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''1.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext “Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule”, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert den Grund für fehlerhafte Sprache der Schüler in Bezug auf elektronische Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung in die Thematik beginnt schon mit dem Titel, der nicht nur ein repräsentatives Beispiel für eine von einem Schüler verfasste SMS darstellt, sondern gleichzeitig die Vielzahl der Fehler veranschaulicht. Denn im Satz “booaaa mein dad voll eklich wg schule” fehlt nicht nur ein Prädikat, auch die Grammatik ist falsch, sowie die Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung. Darüber hinaus ist er umgangssprachlich formuliert, enthält einen Anglizismus und eine Interjektion. Diese Veranschaulichung zeigt exakt die Stellen, an denen Schüler in der deutschen Sprache Probleme hätten, sodass der Titel direkt zu Beginn die Problematik aufzeigt, dass Schüler zu viele Fehler machen würden. Dazu antithetisch steht der erste Satz des Untertitels “Simsen macht Schüler nicht dumm” (Z.1), der gleichzeitig eine These ist. Diese Behauptung deutet an, dass der Autor der Meinung ist, dass diese Form des Simsen nicht unbedingt einen negativen Einfluss auf die geschriebene Sprache der Jugendlichen habe, obwohl sie meist, wie im Titel veranschaulicht, sehr viele Fehler aufzeigen. Auf der anderen Seite deutet Krischke, eingeleitet durch eine adversative Konjunktion, mit der These “Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher” (Z.1) bereits an, dass das Problem die Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter als früher, nicht direkt im Zusammenhang mit fehlerhaften Textnachrichten in Verbindung stehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit “Kinder lesen zu wenig?” (Z.2) beginnt der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) vom Sachtext, der zugleich eine heutzutage oft vertretene Meinung mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (Z.2) dementiert. Mit dieser Frage verdeutlicht Krischke seinen Standpunkt bezüglich der Vor- und Nachteile zum Thema soziale Medien, in dem er mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (ebd.) die Behauptung aufstellt, Kinder lesen heute viel mehr als man denkt, was er durch den danach folgenden Satz “Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute” (Z.2f.) sogar zuspitzt. Er behauptet also nicht nur, dass Kinder viel lesen, sondern auch, dass sie mehr als je zuvor lesen würden. Die These untermauert er durch die darauffolgenden Beispiele, die Situationen oder Möglichkeiten zeigen, wo Kinder tagtäglich lesen. Dabei umfasst bei genauerer Betrachtung das “[t]äglich[e] Tippen [...] von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten” (Z.4f.) und das “[V]erbringen [von] Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos” (Z.4ff.) den Bereich der elektronischen Medien. Daraus resultierend wird hier also aufgezeigt, dass Kinder aufgrund von modernen Möglichkeiten viel lesen, jedoch das alte, “klassische” Lesen von Printmedien wie Buch und Zeitung überholt sei. Anhand der adversativen Konjunktion und des Satzes “Trotzdem kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf” (Z.6f.) lässt sich jedoch sagen, dass das Lesen von SMS-Nachrichten etc. jedoch nicht die beste Lösung sei, um richtige Grammatik, Rechtschreibung und Co. zu erlernen, also um fehlerfreie Texte zu schreiben. Der Grund dafür, weshalb dies nicht die beste Alternative sei, liefert der Satz “Denn den Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium” (Z.7f.). Das sogenannte plaudern hat den Zweck, sich gemütlich und zwanglos zu unterhalten, oft in kurzer sprachlicher Form. In Bezug darauf bezieht sich Zwanglosigkeit wieder rum auf einfaches schreiben, ohne auf Falsch und Richtig zu achten, sodass bei dem zwanglosen plaudern über beispielsweise Twitter sprachlich falsche Sätze herauskommen. Als Beispiel für solch einen Satz dient die Überschrift (ebd.). Unglücklich über die vermehrte Nutzung von Chats etc. sind “Pädagogen und Ausbilder[...]” (ebd.) also deshalb, weil diese ein unvorbildliches Lesemedium darstellen können, ganz im Gegensatz zu Büchern und Zeitungen, die von extra Ausgebildeten auf Orthografie geprüft werden, und bei denen man grundsätzlich davon ausgehen könne, dass sie fehlerfrei seien. Somit erklärt Krischke den Unterschied zu früheren Lesemöglichkeiten und weshalb Experten die eigentlich positiv klingende Entwicklung nicht für gut heißen. Da also Beispiele wie Chat-Nachrichten Plaudermedien seien, und somit oft in einer fehlerhaften Alltagssprache formuliert sind, seien sie “von den Normen der Hochsprache [...] Lichtjahre entfernt” (Z.8f.).  Damit wird gleichzeitig hyperbolisch das Ausmaß dieser Entwicklung angedeutet, wobei er dadurch auch betont, dass Schüler mit solch einer Vielzahl an Fehlern, wie im Titel dargestellt, nicht den eigentlichen Anforderungen gerecht werden und, dass die Unterschiede zwischen Hochdeutsch und der Sprache die Kinder zum plaudern benutzen immens seien. Ein weiteres Beispiel im nächsten Satz, sowie die Metapher “lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken” (Z.11f.), weisen wieder auf die Vielzahl der Fehler hin, sodass damit gleichzeitig die These, Schüler machten heute viel mehr Fehler als früher (vgl. Z.1) unterstützt wird. Zusammenfassend kann man sagen, dass Krischke im ersten Sinnabschnitt zwei Feststellungen macht. Zum einen stellt er heraus, dass Kinder heute mehr lesen also zuvor, jedoch überwiegend sprachlich Falsches, zum anderen stellt er die Behauptung auf, Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter. Mit der Frage “Können Jugendliche, die sich in diesen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?” (Z.12ff.) wagt er die Behauptung, dass diese beiden Thesen in Zusammenhang stehen könnten. Mit der Metapher “Trümmerlandschaften” (ebd.) wird noch einmal betont, wie weit einige SMS-Nachrichten von einem hochdeutschen Satz entfernt seien und wie zugespitzt die Situation sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.15-34) bezieht sich allgemein auf eine von Experten durchgeführte Forschung bezüglich dieses Themas. Dabei wurde diese Entwicklung von der Germanistik-Professorin Clara Dürscheid von der Universität Zürich erforscht, die sich mit 16- bis 18-jährigen Schüler aller Schulformen aus dem Kanton Zürich beschäftigt hat (vgl. Z.16ff.). Durch die detaillierte Erklärung des Ablaufes der Forschung gewinnt Krischkes Text an Glaubhaftigkeit und Seriösität, da er sich auf wissenschaftliche Ergebnisse beruft. Bei dem Experiment wurden die beiden Textarten, einmal die private und einmal die schulische, unmittelbar untersucht und verglichen auf verschiedene Aspekte wie “Rechtschreibung, Interpunktion[,] [...] Grammatik, [...] Wortschatz, [...] Stil und den Aufbau der Texte” (Z.22f.), womit die Genauigkeit der Forschung unterstrichen wird. Das Ergebnis stellt den überraschenden Wendepunkt des Textes dar: &amp;quot;In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.24ff.). Damit unterstreicht Krischke deutlich, dass der Grund weshalb die schulischen Texte heute fehlerhafter seien als früher, nicht an der Netzkommunikation läge, obwohl er, wie bereits erläutert, weiß, dass diese im Regelfall keine vorbildliche Sprache vorweisen kann. Dies spezifiziert er durch den Satz &amp;quot;Das  stellt das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Die von Christa Dürscheid zitierte Feststellung &amp;quot;'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen'&amp;quot;(Z.26f.) stellt ein wissenschaftliches Ergebnis dar, und ist somit ein Faktum, das für den weiteren Verlauf des Textes wichtig ist. Anhand von &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29f.) ist zu erkennen, dass die häufige Fehlerzahl eine andere Ursache habe, wobei durch die Erwähnung der &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot; (ebd.) angedeutet wird, dass die Quelle der Fehler nicht in der privaten Chatkommunikation läge, sondern tatsächlich in der Schule. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z.34-39) geht Krischke auf den eigentlichen Grund der Fehler ein, und greift dafür mit &amp;quot;Die Entwicklung begann in den siebziger Jahren&amp;quot; (Z.34f.) in die Vergangenheit, womit er gleichzeitig noch einmal betont, dass der Grund nicht in der modernen Netzkommunikation, die es schließlich in den Siebzigern noch nicht gab, lag, sondern schon weit vorher. Die Behauptung, die Fehler fingen an, &amp;quot;als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten&amp;quot; (Z.35f.) gibt indirekt den Schulen die Schuld für das Problem. Die positiv konnotierten Adjektive &amp;quot;frei&amp;quot; und &amp;quot;spontan&amp;quot; (ebd.) verstärken eine eigentlich positiv geformte Vorstellung des Schreibens, jedoch gehe dieser &amp;quot;eigentlich begrüßenswerte[r] Trend&amp;quot; (Z.37) auf die Kosten &amp;quot;'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.37f.), womit angedeutet wird, dass Schüler zwar inhaltlich freier und spontaner schreiben konnten, jedoch gleichzeitig auch sprachlich falsch. Mit dem Schlusswort &amp;quot;Formale Korrektheit verlor an Bedeutung, geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot; (Z.38f.) führt er eine Konsequenz dieser Entwicklung an und zeigt damit dass Orthografie etc. als überflüssig angesehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Krischke den Grund für fehlerhafte Texte der heutigen Schüler sucht und dabei erstmals auf die moderne Netzkommunikation eingeht. Dabei stellt er erstmal die These auf, Kinder lesen heute viel mehr als früher, jedoch sei die Art des Geschriebenen anders als früher. Zudem betont er, dass das private, elektronische Schreiben alles andere als sprachlich korrekt sei und dass zwischen diesem Aspekt und dem der fehlerhaften Texte eine Verbindung stehen könnte. Durch eine ausführliche Beschreibung einer Forschung zu genau dieser Thematik wird die Glaubhaftigkeit des Ergebnisses gefördert, dass da wäre, dass der Grund der Fehler nicht in der modernen Netzkommunikation läge. Schlussendlich nennt Krischke den wahren Grund, der das freie und spontane Schreiben sei, wobei er beispielsweise durch die Erwähnung der Entwicklung aus der Vergangenheit immer wieder betont, dass das &amp;quot;plaudern&amp;quot; über elektronische Geräte, nicht die sprachliche Korrektheit der Schüler beeinflusse. Dies wird verstärkt durch die Nutzung von verschiedenen sprachlichen Mitteln, wie von Beispielen, Thesen, Zitate von Experten, Hyperbolen und Aufzählungen, sowie einem wechselnden hypotaktischen und parataktischen Satzbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  Aufgabe&lt;br /&gt;
Wortbildungen die aus dem Englischen übernommen werden und in eine Sprachgemeinschaft eingeschlossen werden, nennt man Anglizismen. Dass diese Anglizismen heutzutage einen großen Einfluss auf den deutschen Sprachraum haben, ist kein Geheimnis. Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen derer erörtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Ursache behandelt die Globalisierung und die Internationalität der Welt. Diese beinhaltet mehrere Faktoren wie beispielsweise das Internet, das den Menschen überall auf der Welt die Möglichkeit bietet sich mit anderen zu vernetzen und zu verständigen.  Dadurch sind Apps wie WhatsApp, Instagram und Facebook entstanden, die man heute soziale Netzwerke nennt. Neben diesen Apps existieren tausend andere Möglichkeiten mit anderen zu kommunizieren. Am Erfolg dieses Konzepts lässt sich messen, wie sehr Internationalität die Menschen anspricht und dass die Menschen  über den Tellerrand hinaus blicken möchten. Jedoch braucht es in so einer globalen Welt eine Sprache zur Verständigung die jeder spricht. Da Großbritannien aufgrund seines historischen Hintergrundes Kolonien rund um die Welt hatte, ist die englische Sprache beinahe auf jedem Kontinent vertreten, sodass sie zur sogenannten „Verkehrssprache“ wurde.  Die Verkehrssprache ist die Sprache, auf die Menschen in der Regel als erstes zurückgreifen, wenn sie nicht ihre Muttersprache nutzen können. Diese beiden Faktoren, der Wunsch nach Globalisierung und Englisch als Verkehrssprache, sind die Hauptursachen des ins Deutsche integrierte Englisch. Daraus entstehen wiederrum die Konsequenzen, dass es im Beruf immer wichtiger wird Englisch oder mehr Sprachen sprechen zu können, oder dass Schulen damit anfangen, bereits im frühen Alter Englisch zu unterrichten. Die Folgen wiederrum machen das Können von Englisch zu einem Muss, sodass vereinzelte englische Wörter ins Deutsche miteingebunden werden. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Grund für Anglizismen sind die USA, da sie in der modernen Welt das Vorbild für jegliche Trends in Deutschland ist. Die Vereinigten Staaten, bekannt als das Land der Träume, sind ein Land mit viel Einfluss. Vor allem junge Leute nehmen sich ein Vorbild an dem was Amerikaner tun, oder sehen ihr Idol in amerikanischen Prominenten, da diese meist auf der ganzen Welt berühmt sind. Nachgeahmt werden der Kleidungsstil, der Lebensstil und auch die Sprache, die ebenfalls Englisch ist. Dadurch steigt das Interesse am Englischen und der Wille Englisch sprechen zu können. Jedoch wird nicht immer zwischen Deutsch und Englisch unterschieden, Englisch findet oft den Weg durch Anglizismen den Weg ins Deutsche. Ein weiterer Grund dafür ist gleichzeitig die dadurch entstehende Konsequenz. Denn Englisch ist weitaus kürzer und weniger kompliziert aufgebaut als Deutsch, ein Beispiel dafür sind die Artikel. Das Deutsche hat drei Artikel: „der“, „die“ und „das“, während das Englische mit „the“ auskommt. Zudem sind Wörter wie „Team“, „Online“, „Laptop“, „Display“, „Mom und Dad“ und viele weitere viel kürzer und einfacher formuliert als „Mannschaft“, „im Netz“ und „Computerbildschirm“. Da diese Terme einfacher und kürzer sind, werden sie übernommen und eingebürgert, sodass sie heute ein fester Bestandteil der deutschen Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenzen dieser Entwicklung und Anglizismen für die deutsche Sprache sind, dass viele auch im Deutschen vereinfachen und abkürzen. Ein Beispiel dafür sind die vier Fälle, wobei der Dativ und der Genitiv (Wem?, Wessen?) zu einem Fall zusammengefasst werden, sodass aus „das ist die Jacke des Lehrers“ „das ist die Jacke von dem Lehrer“ wird.  Durch die ständige Konfrontation mit dem Englischen (ausgelöst durch die Globalisierung) schauen sich viele den Satzbau, die Wörter und die Grammatik des Englischen ab und übertragen sie auf das Deutsche. Die deutsche Sprache verliert damit an ihrem einzigartigen deutschen Charakter und wird an die heutige Zeit angepasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem lässt sich sagen, dass vor allem junge Leute davon betroffen sind, da sie die Hauptaltersgruppe der sozialen Netzwerke sind, die dies an die kommende Generation weitergeben werden. Es lässt sich also zusammenfassend feststellen, dass Anglizismen aufgrund der Globalisierung ihren Weg in die deutsche Sprache gefunden haben und dass sie Vereinfachungen und Abkürzungen auslösen und dass diese Entwicklung im Lauf der Jahre aufgrund der jungen Generation weitergehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1 ===&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ von Wolfgang Krischke aus dem Jahr 2011 handelt von der Entwicklung der deutschen Sprache, welche sich wesentlich durch Deutschlehrer verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn erkennt man eine wesentliche Veränderung der deutschen Sprache im Titel. So werden oftmals beim Schreiben   Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) sowie Anglizismen, was sich an „dad“ (ebd.) veranschaulichen lässt, verwendet. Außerdem wird kein Wert auf Groß- und Kleinschreibung gelegt, was sich an dem Nomen „schule“ (ebd) erkennen lässt. Zudem fällt der Rechtschreibfehler von dem Adjektiv „eklich“ (ebd.) auf, da es normalerweise „eklig“ geschrieben werden würde. Stattdessen werden Wörter so geschrieben, wie man sie in der Alltagssprache ausspricht. Die Verwendung von Abkürzungen lässt sich auch veranschaulichen an „wg“ (ebd.) was  so viel wie wegen heißen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im darauffolgenden wird die These „Simsen macht nicht dumm“ im Untertitel aufgestellt.   Allerdings wird im darauffolgenden die These durch eine Antithese widerlegt, welche durch die Konjunktion „[a]ber“ eingeleitet wird. Da es sich um eine Konjunktion handelt, ist zu sagen, dass dieser Satz auf den zuvor genannten Satz anschließt und  zu diesem gegensätzlich und somit diesem antithetisch gegenübersteht. So wird die These dass simsen nicht dumm machen würde berichtigt durch die Behauptung „ihre Texte [seien] heute fehlerhafter als früher“. Auffallend ist hierbei auch der Vergleich zwischen „früher“ und „heute“. Dieser Vergleich ist somit der Kern des Textes, da eben die Entwicklung der deutschen Sprache hinsichtlich der Fehler untersucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Frage „Kinder lesen zu wenig ?“ (Z. 1) beginnt Krischke. Diese Frage verneint er jedoch mit einem „von wegen“ (Z.1.). Somit räumt Krischke den Vorwurf beiseite, dass Kinder heutzutage nicht ausreichend viel lesen würden. Laut Krischke „haben sie [noch nie] so viel gelsen und geschrieben wie heute“ (Z. 1f.). Zusätzlich soll dies auch „[t]äglich“ (Z. 2) erfolgen. Durch das Adjektiv „täglich“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass es sich nicht um einen Ausnahmezustand handelt, dass Kinder schreiben und lesen würden, sondern dass dies schon eine ablaufende Routine sei. Allerdings „tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 2 f.). Die Zahl „Millionen“ (ebd.) ist hierbei eine Hyperbel, die verdeutlichen soll, das Jugendliche nicht wenig Nachrichten schreiben, sondern dass sie dort auch  viele Nachrichten verschicken und viel Zeit investieren, da sie „Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 2 ff.). Somit  lesen sie keine Bücher, demnach „Lektüren“ (ebd.), mehr, sondern lesen auf ihren Smartphones oder Computern. Jedoch bilden sie sich dort auch weiter, da sie sich im Internet informieren und dort nach „Infos“ (ebd.) suchen. Allerdings wird hier auch deutlich, dass durch die Medien Printmedien wie zum Beispiel Zeitungen oder Bücher, sowie Atlanten keine Bedeutung mehr spielen. „Pädagogen und Ausbilder“ (Z. 5) begegnen diesen Medien jedoch mit Ablehnung, was sich an Hand des Adverbs „[t]rotzdem“ (Z. 5) erkennen lässt. Denn diese behaupten diese dienen „vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7).  Der Neologismus von „Plaudermedium“ (ebd.) akzentuiert, dass der Schreibstil der Jugendlichen ebenfalls keinen Regeln unterliegt und einfach aneinandergereiht wird. Dass es sich um ein Plaudermedium handelt, und nicht nur zur Weiterbildung genutzt wird, lässt sich an das Syndeton „Simsern, Chatten, und Twittern“ (Z. 6) veranschaulichen, da es hierbei nur um die Kommunikation zwischen den Jugendlichen geht. Krischke behauptet ebenfalls, ihre „Normen der Hochsprache“ (Z.7) sei „Lichtjahre“ (Z. 8) von der „Sprechschreibe“ (Z.8) entfernt. Durch die erneute Verwendung einer Hyperbel soll die Missachtung der Kunst der Deutschen Sprache zur Geltung kommen, da laut Krischke die Jugendlichen nicht ansatzweise von der korrekten Schreibweise des Deutschen gebrauch machen würden.  Zur Untermauerung dieser Behauptung führt der Autor einige Beispiele an wie zb. „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [=hab dich ganz doll lieb]“(Z. 9 f.). Zu Beginn der gezeigten Beispiele wird der Titel des Sachtextes wieder aufgegriffen, was eine Wirkung der Verinnerlichung der Fehler in diesem Satz bezweckt. Ebenfalls sieht der Autor es für notwendig Abkürzungen wie „hdgdl“ (ebd.) zu übersetzen, da er der Meinung ist, dass dies nicht für jeden verständlich ist. Dies bewirkt, dass die „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9f.) , sobald sie ähnliches lesen. Fortführend stellt der Autor die Frage, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 11 ff.) können.   Die Metapher “Trümmerlandschaft“ (ebd.) verdeutlicht, dass der Kritschke in dem Schreibstil der Jugendliche keine Zukunft sieht und dass er davon ein negatives Bild hat. Dies wird durch die in Fragestellung von der Fähigkeit ein „Bewerbungsschreiben [zu]verfassen“ (ebd.) akzentuiert, da ein gutes Bewerbungsschreiben wichtig ist für jede Zukunft jedes einzeln Jugendlichen, da er nur so an seinen späteren Beruf gelangen kann. Um dieser Frage weitergehend auf den Grund zu gehen, führt der Autor von der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“(Z. 15 ) Studienergebnisse an, da sie sich mit der Beantwortung der zuvor genannten Frage näher beschäftigt hat. Dazu hat sie mit ihrem Team „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht“ (Z. 15 f.). Hierbei arbeitet Krischke mit stichfesten Zahlen, die die Masse der Aufsätze veranschaulichen sollen. Allerdings wurden diese Aufsätze „von 16- bis 18-järigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 17 f.) verfasst.  Da das Alter beschränkt ist, ist zudem zusagen, dass es sich um eine Altersbegrenzung handelt, in der die Schüler durchaus in der Lage dazu sein sollten, die Regeln der Deutschenschreibweise zu beherrschen und dass bei der Studie nicht zwischen den einzeln Schulformen unterscheiden wurde. Anders ist es allerdings bei der Umgebung. Hier wurde nur das Verbreitungsgebiet Zürich gewählt, so dass kein Vergleich mit anderen Orten geschaffen werden kann. Stattdessen haben sie einen anderen Vergleich gezogen. Somit „zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18 ff.). Das Pronomen „dieselben“ (ebd.) verrät, dass es sich nicht um eine andere Gruppe von gewählten Jugendlichen handelt, die hinsichtlich ihrer Kommunikation in sozialen Netzwerken in ihrer Freizeit untersucht wurden.  An Hand der Akkumulation „ SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen“ (ebd.) lässt sich erkennen, dass die Kommunikation der Jugendlichen sehr vielseitig sein kann und oftmals nicht nur ein Netzwerk genutzt wird. Ihr Schreibverhalten wurde schließlich hinsichtlich der „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie nach dem „Wortschatz, de[m] Steil und de[m] Aufbau der Texte“ (Z. 23) untersucht. Nach der Untersuchung hält sie folgendes Ergebnis fest: „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzwerkkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 19 ff.). Das Adverb „keinem“ (ebd.) zeigt somit, dass nichts Auffallendes in einer der zuvor angeführten Komponenten gefunden wurde. Im darauffolgenden wird noch einmal gesagt, dass kein Unterschied zwischen den einzeln Schulformen gemacht wurde (vgl. Z. 26). Anschließend wird die Linguistin Christa Dürscheid zitiert, was für eine stichfeste Argumentation des Autors spricht. Somit hält sie fest, dass Schüler „die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 27) können. Das Ansprechen der „Schreibwelten“ (ebd.) akzentuiert, dass Jugendliche sich in ihrer Freizeit in ihrer Kommunikation einen eigene Welt schaffen, in der sie aus dem Alltag flüchten und eben nicht den Drang danach haben Regeln zu befolgen und somit auch keine Rücksicht auf die Richtigkeit der Deutschenschreibweise nehmen.  Somit wissen sie, „dass in der Schule und der formellen Kommunikation anderer Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden „ (Z. 27 ff.). Trotz dass die „elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet – die Schultexte die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z.  31 ff.).  Die Epipher „alles andere als“ (ebd.) dient dazu, dass Bedeutung auf die Fehler der Jugendliche gesetzt wird, trotz dass die Ursache nicht an ihrer Kommunikation über elektronische Medien liegt. Denn „Rechtscheibung und Zeichensetzung weisen […] deutliche Defizite auf“ (Z. 33 ff.). Das Adverb „deutlich“ (ebd.) zielt darauf hinaus, dass es sich dabei nicht um eine kleine Lappalie handelt oder Flüchtigkeitsfehler, sondern dass es ein konstanter Fehler ist. Letztendlich schiebt Krischke die Schuld auf „Deutschlehrer [die] die Kinder stärker als zuvor  zum freien, spontanen Schreiben“ (Z. 35 f.) ermutigt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist deutlich, dass der Autor ausführlich den Grund des Verlust der deutschen Schreibfertigkeit nachgehen will. Dazu nutzt er vor allen Dingen Akkumulationen die die Vielseitigkeit der Kommunikation deutlich zu machen. Zudem nutzt er die Anführung einer Studie sowie Zahlen, welche auf Fakten beruhen, als stichfesten Aufbau seiner Ausführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache wird durch Verwendung von Anglizismen enorm verändert. So ist es heutzutage normal geworden, Gebrauch von Wörtern aus dem Englischen zu machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursache dessen ist vor allen Dingen die Globalisierung.  Durch das große Kommunikationsnetzwerk, welches durch die Globalisierung zwischen verschiedenen Ländern entstanden ist, war es erforderlich die Sprache der anderen zu erlernen, damit ein Austausch erfolgen konnte. Aus diesem Grund werden Wörter in der eigenen Muttersprache aufgenommen. Im Laufe der Globalisierung hat sich Englisch zu einer Weltsprache entwickelt, weshalb auch die meisten Anglizismen des Deutschen aus dem Englischen kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitergehend wächst die jüngste Generation mit Medien auf. In diesen werden ganz besonders diese Anglizismen fortlaufend benutzt. Da sie also dementsprechend Teil ihrer Kindheit sind, nehmen sie diesen Wortschatz wie selbstverständlich auf. Folge dessen ist, dass sie mit den älteren Generationen mit diesem Wortschatz kommunizieren und somit Anglizismen von Älteren aufgenommen werden und je öfter man Dinge hört, desto öfter werden sie sich gemerkt und irgendwann aufgenommen und schließlich benutzt.  Allerdings dauert dieser Vorgang seine Zeit und viele ältere Menschen halten an den Dingen fest, so dass es auch dazu führen kann, dass die Schere zwischen Alt und Jung immer Größer wird. Somit ist es also die Aufgabe der jungen Generation zwar die Anglizismen aufzunehmen und sich auch mit diesen verständigen zu können – jedoch auch ihren Wortschatz insofern abzuwandeln, dass es für ältere verständlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich ist auch zu sagen, dass das Aufnehmen von Anglizismen jedoch ein fortlaufender Prozess ist, der durch den Faktor des Internets enorm beschleunigt wird, werden immer mehr Wörter des Deutschen ausgetauscht.  Fazit dessen ist, dass in diesem Ersetzen eine Bedrohung der deutschen Sprache gesehen werden kann. Zudem verliert nicht nur die Sprache an ihren Charakter, sondern auch die Kultur und somit auch Traditionen des Deutschen. Unterdessen wird eine Verschwimmung verschiedener Kulturen hervorgerufen,  so dass es auf langer Sicht hingesehen zu einer Kultur werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Faktor kann beispielsweise die Musik sein. Musik wird überall gehört und für jede Stilart werden Oberbegriffe verwendet, doch diese sind nun mal alle in Englisch festgehalten, so wird von Hip-Hop,  Rap und Deep gesprochen ohne das darüber nach gedacht wird, dass diese Wörter gar nicht aus dem  Deutschen kommen. Ebenso wird in der Technik Gebrauch von Anglizismen gemacht, so sagt man nicht mehr 'Bildschirm' sonder 'Display', aus 'mobiles Telefon' wird 'Handy'. Auffallend dabei ist, dass diese genutzten Anglizismen oftmals kürzer sind als die deutschen Übersetzungen. So ist dem hinzuzufügen, dass die Verwendung von Anglizismen auch einen Charakter der Faulheit hat, da dieser Weg oftmals kürzer und unkomplizierter ist und somit weniger Zeit einnimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Ursachen der Verwendung von Anglizismen bei verscheiden Dingen liegt. Grundlegend dabei ist jedoch die Globalisierung, die es erst möglich gemacht hat, dass Technik und Musik Anglizismen vermitteln konnten. Ein großer Vorteil ist, dass diese Verwendung zeitsparend ist und zu einer Erleichterung der Verständigung einzelnen Kulturen beiträgt. Jedoch wird die Verständigungen zwischen  Alt und Jung immer schwieriger und auch dies Kulturen verlieren an Charakter und werden langfristig gesehen zu einer Kultur werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfang Krischke verfasst und 2011 veröffentlich wurde, thematisiert den Verlust korrekter Grammatik und Rechtschreibung in Bezug auf die schriftlichen sowie sprachlichen Fähigkeiten von Schülern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ weist ein hohes Maß an fehlerhafter Grammatik und Rechtschreibung auf. Diese werden durch Anglizismen und Abkürzungen verfeinert und mit Empfindungslauten wie zum Beispiel „booaaa“ (ebd.) verstärkt. Die immer schlechter werdende Schreibweise der Schüler gleicht sich heutzutage schon ihrer Sprechweise an.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text lässt sich in drei Sinnabschnitte gliedern. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1-15) behandelt die Ursache der fehlerhaften Sprache der Schüler im Hinblick auf soziale Medien, während im zweiten Abschnitt (Z. 16-29) auf eine von Professoren durchgeführte Forschung hinsichtlich dieses Themas, Bezug genommen wird. Im dritten Abschnitt werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler beschrieben, die heutzutage stark nachgelassen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.1-15), der als Einleitung in die Problemstellung dient, leitet mit der These, „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher.“ (Z. 1) ein. Dabei stehen sich die beiden Sätze antithetisch gegenüber und weisen somit inhaltliche Gegensätze auf. Durch die Konjunktion „aber“ (ebd.), schränkt der zweite Satz die Aussage des ersten Satzes ein und hebt somit hervor, dass die fehlerhaften Texte der Schüler immer mehr zunehmen. Folgend beginnt der eigentliche Text mit der Frage, ob Kinder heutzutage zu wenig lesen würden (vgl. Z. 2). Diese Behauptung wird jedoch bedingungslos von dem Autor abgelehnt, da er der Meinung ist, dass die Schüler „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 1f.). Um seine Meinung zu verdeutlichen, nennt er alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit lesen und schreiben in Verbindung kommen. Sie tippen zum Beispiel „Millionen von Wörtern auf ihren Handys- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internetinfos“ (Z. 3ff.). Kinder und Jugendliche lesen heutzutage also viel in digitalen Netzwerken, vernachlässigen somit aber das traditionelle lesen von Büchern und lassen somit bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf[kommen]“ (Z. 6f.). Das lesen in sozialen Netzwerken prägt sich gegenüber den Schülern in Bezug auf fehlerfreie Texte jedoch nicht Vorteilhaft aus, da „den Simsern, Chattern und Twitterern […] [diese] Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 8f.) diene. Durch den Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass die modernen Medien den Jugendlichen also nur die Möglichkeit bieten, sich harmonisch und geruhsam zu unterhalten und aufgrund dessen nicht die beste Möglichkeit sei, um Grammatische sowie Rechtschreibliche Fähigkeiten zu verbessern. Folgend ist Krischke der Auffassung, dass die Sprech- beziehungsweise Schreibweise der Schüler um einige Maßeinheiten von der Standartsprache entfernt sei (vgl. Z. 9f.). Um dies zu verdeutlichen, akzentuiert der Autor hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.) und hebt hervor, dass solche Sätze, „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken [lässt]“ (Z. 11f.). Diese Metapher verdeutlicht erneut die Vielzahl der Fehler und wie Sprachwissenschaftler auf diese reagieren. Anschließend wirft der Autor die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?“ (Z. 12ff.). Mit dieser Frage möchte der Autor die Aufmerksamkeit der Leser auf sich lenken und sie zum Nachdenken anregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt (Z. 15-29) wird auf die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) Bezug genommen, welche sich mit diesem Thema präziser auseinander gesetzt hat. Mit ihrem Kollegium hat sie „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, […] [die] von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen [verfasst wurden]“ (Z. 16ff.). Im Vergleich dazu haben sie knapp 1100 private Texte , „die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als [zum Beispiel] SMS-Meldungen“ (Z. 19f.) geschrieben haben, überprüft. Dabei haben sie sich bei der Überarbeitung dieser Texte nicht nur auf die „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) konzentriert, sondern auch auf „den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 23). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Aspekte der Netzkommunikationen, keine beachtenswerten Folgen in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). Aus diesem Grund wird verdeutlicht, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar nicht auf korrekte Rechtschreibung, Grammatik etc. geachtet wird, dies sich jedoch nicht auf die schulischen Leistungen der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich diese Schlussfolgerung, auf die zu Beginn erwähnte These des Autors beziehen, da er ebenda der Meinung war, dass Simsen Schüler nicht dumm mache, ihre Texte aber fehlerhafter als damals seien (ebd.). Um seine These zu belegen und die Realität zu verdeutlichen, zitiert der Autor Christa Dürscheid, die der Ansicht ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]“ (Z. 26f.) und genau wissen, „dass in der Schule und [in] der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 28f.). Hierbei wird erneut der geringe Einfluss von digitaler Kommunikation verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Abschnitt (Z. 29-39) werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler, die heutzutage stark nachgelassen haben, thematisiert. Dabei wird dieser Abschnitt durch die Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht.“ (Z. 29ff.) eingeleitet. Infolgedessen wird bereits deutlich gemacht, dass obwohl die Kommunikationen im Netz keinen Einfluss auf die Texte in der Schule aufweisen, dennoch eine Problematik der Texte zu erkennen ist. Anschließend geht Krischke näher auf diese Aussage ein und führt auf, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher“ (Z. 31f.) ausscheide, dennoch die Texte in der Schule, „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien. Dabei hebt er hervor, dass die Texte nicht nur von ein paar Fehlern umgeben sind, sondern ein sehr hoher Anteil an Fehlern in den Texten vorhanden sei. Unterdessen lassen sich diese Fehler vor allem in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 34f.) deutlich erkennen. Anschließend erklärt der Autor die Entwicklung dieser Problemstellung, indem er verdeutlicht, dass diese Defizite schon „in den siebziger Jahren [begannen], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Im Anschluss daran erläutert er, dass diese Defizite besondere Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie auf die Bedeutung der „Formale[n] Korrektheit“ (Z. 38) habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die die Jugendlichen beim schreiben von Schultexten haben, nicht durch Kommunikationen im soziale Netzwerke verursacht werden. Dabei belegt er seine These mit einer von Professoren durchgeführte Forschung in Bezug auf dieses Thema und lässt so seinen Text vertrauenswürdig wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man eine Ausdrucksweise aus der englischen Sprache, die in den Wortschatz einer anderen Sprache eingeflossen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache ist wie jede andere lebende Sprache einem ständigen Wandel unterzogen. Besonders die Anzahl der Anglizismen hat in unserer Sprache stark zugenommen und somit auch die Häufigkeit, mit der diese verwendet werden. Dabei haben sich die englischen Begriffe heutzutage schon so sehr in den Alltag eingeschlichen, dass viele Menschen sie kaum noch als Fremdsprache wahrnehmen. Eine bedeutsame Ursache dafür ist die Globalisierung, da aufgrund von globaler Kommunikation die Mehrsprachigkeit gefördert wird. Menschen mit verschiedenen Muttersprachen konnten so zwar auf der ganzen Welt miteinander kommunizieren oder sich über Themen und Probleme unterhalten, gleichzeitig entstand so jedoch auch eine Gefahr für viele Muttersprachen, welche dadurch nämlich nur noch wenig gesprochen worden sind. Auch in der Jugendsprache wird die Verwendung von englischen Wörtern als modern angesehen. Dabei erfüllen sie die Kreativitäts- und Ausdrucksweise der Jugendlichen und tragen zur Stärkung des Gruppenbewusstseins bei, da sie sich durch ihre “eigene“ Sprache von der Erwachsenenwelt abgrenzen können. Auch die Musikwelt, welche für die Jugendliche Kultur eine bedeutsame Rolle spielt, stellt eine Quelle für Anglizismen dar. Anglizismen weisen somit also auch Erkennungsmerkmale von Interessen der Jugendlichen auf und dient ihnen somit erneut von der gruppensprachlichen Abgrenzung. Auch im Bereich der Massenmedien ist der Gebrauch von Anglizismen sehr hoch. Sowohl in Zeitungen, Zeitschriften ect. als auch in elektronischen Medien lassen sie Texte abwechslungsreicher,  interessanter und auch aktueller wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die häufigere Verwendung englischer Wörter kann es jedoch dazu kommen, dass ein großer Verlust von deutschen Wörtern zustande kommt und die deutsche Sprache in der Welt an Bedeutung verliert. Im Gegensatz dazu wird die deutsche Sprache durch Anglizismen jedoch auch moderner und internationaler und erleichtert die Verständigung im Ausland. Außerdem wird das erlernen der englischen Sprache erleichtert und bietet somit vielen Menschen bessere Ausdrucksmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Globalisierung sowie der Einfluss durch Medien besondere Ursachen für die Verwendung von Anglizismen sind. Dies kann zum einen zwar die Verständigung im Ausland erleichtern, zum anderen kann dies jedoch auch dazu führen, dass die deutsche Sprache an Bedeutung verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert die Verwendung der Schriftsprache in der formellen und elektronischen Kommunikation. Dabei liegt der Fokus darauf, ob Jugendliche die elektronische Kommunikation von der formellen Kommunikation, und die bestehenden Regeln, unterscheiden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überschrift wird zunächst ein Kontrast deutlich: „Schreiben in der Schule“ und „booaaa mein dad voll eklich wg schule“. Ersteres lässt vermuten, dass in der Schule auf Rechtschreibung, Zeichensetzung etc. geachtet wird. Letzteres verdeutlicht, wie Jugendliche untereinander kommunizieren. Dabei werden, neben der fehlenden Groß- und Kleinschreibung, „schule“, und falscher Rechtschreibung, „eklich“, weitere Merkmale deutlich. Die Interjektion „booaaa“ (ebd.), ist ein Empfindungslaut, der in dieser Situation ausdrückt, dass man genervt ist. Als nächstes ist der Anglizismus „dad“ zu finden. Hier wird deutlich, dass das Englisch die deutsche Sprache beeinflusst. Außerdem werden Abkürzungen wie „wg“ gebraucht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wird der Text mit einer Unterüberschrift, die als These fungiert, eingeleitet: „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1). Somit behauptet der Autor, dass das Kommunizieren mittels Handys Schüler nicht beeinträchtigt. Darauffolgend wägt der Autor seine These ab und behauptet, dass trotzdem „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12) wird die Thematik genauer geschildert. Einleitend wird eine rhetorische Frage gestellt, die das Vorurteil, dass Kinder zu wenig lesen würden (Z. 2), benennt. Darauf geht der Autor verneinend ein und er ist sogar der Meinung, dass Kinder „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2f.). „Noch nie zuvor“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass es sich um ein Phänomen der heutigen Zeit handelt. Des Weiteren geht der Autor auf seine Behauptung ein und erläutert, dass Kinder täglich Millionen Wörter tippen und Stunden mit SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen etc. verbringen würden (vgl. Z. 3ff.). Somit nennt er Beispiele, die veranschaulichen, inwiefern Kinder lesen und schreiben. Die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z. 6) leitet ein, dass es jedoch Probleme mit dem Lesen und Schreiben gibt. Pädagogen und Ausbilder seien nicht zufrieden damit (vgl. Z. 6), da bei „den Simsern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7f.) diene. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) stellt das Problem ziemlich deutlich dar: Die Schrift wird zur Kommunikation genutzt und auf Orthografie etc. wird kaum geachtet. So sei diese „von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.). Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) betont, dass man die Schrift als Kommunikationsmittel nicht mit der Hochsprache vergleichen kann und diese auch ganz andere Regeln besitzt. Im Folgenden werden dann Beispielsätze genannt um dies zu veranschaulichen und hyperbolisch geschildert, dass diese „Freunde des Dudens und ganzer Sätze […] zusammenzucken“ (Z. 11f.) lassen würden. Hier wird wieder darauf eingegangen, dass die Kommunikationsschrift von der Hochsprache abweicht und gekürzt bzw. grammatikalisch häufig falsch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 12- 29) wird mit der rhetorischen Frage, „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff.), eingeleitet. Der Frage kann man entnehmen, dass man, wenn man die Kommunikationssprache betrachtet, unsicher ist, ob Jugendliche sich in der Hochsprache zurechtfinden. Der Autor bezieht sich, um diese Frage zu beantworten, auf eine Studie der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid (vgl. Z. 15f.). Sie untersuchte 1000 Deutschaufsätze von 16- bis 18- jährigen Schülern verschiedener Schulformen und verglich diese dann mit Mitteilungen in sozialen Netzwerken etc., die von denselben Jugendlichen verfasst wurden (vgl. 16ff.). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Elemente der Netzkommunikation keine nennenswerten Spuren in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). „'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen [und] sie wissen, dass […] andere Regeln gelten'“ (Z. 26ff.). Somit sieht der Autor in der elektronischen Kommunikation nicht die Ursache für die fehlerhaften Texte, da er die Studie ja als Begründung seiner These anführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29- 39) nennt der Autor die eigentliche Ursache für die fehlerhaften Texte. Zunächst stellt er dar, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z. 31f.). Die eigentliche Ursache sieht er in der „Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten. (Z. 34ff.)“. Das „spontane Schreiben“ (ebd.) sieht er als „eigentlich begrüßenswerten Trend“ (Z. 36f.) an. Das Adjektiv „eigentlich“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass der Autor diesen Trend abwägend betrachtet. Somit erklärt der Autor schließlich auch, dass dieser Trend auf Kosten „'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. „'harte[...]' Sprachfertigkeiten“ (ebd.) hat eine ironische Bedeutung, was die Anführungszeichen betonen. Der Autor geht davon aus, dass diese Sprachfertigkeiten eigentlich gar nicht schwierig zu beherrschen sind. Außerdem führt der Autor an, dass die „formale Korrektheit […] an Bedeutung [verlor]“ (Z. 38), was auch eine negative Folge darstellt. Im letzten Satz ist von der formalen Korrektheit als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39) die Rede. Somit behauptet der Autor, dass die formale Korrektheit als unnötig bzw. von manch einem als „Quälerei“ wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die Jugendliche beim Schreiben haben, nicht durch die elektronische Kommunikation verursacht wird. Seine Thesen veranschaulicht er mithilfe von Beispielen und bezieht sich auf eine Studie, um diese zu bekräftigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache hat verschiedene Ursachen und bringt Konsequenzen mit sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man ein Wort, welches aus dem Englischen stammt und in einer anderen Sprache übernommen wurde. Anglizismen, die in der deutschen Sprache geläufig sind, wären z.B.: „Screenshot“, „Update“, „Cloud“ etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Grund dafür, dass Anglizismen verwendet werden, ist der Kontakt zu der englischen Sprache. Es fängt z.B. in der Schule an, wo man die englische Sprache als erste Fremdsprache erlernt. Außerdem gibt es zahlreiche Begegnungen zwischen deutschen und englischen Schülern und den Kulturen, z.B. im Rahmen von Schüleraustauschen. Aber auch durch die stetig wachsende Globalisierung erhöht sich der Kontakt zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und dann ist die englische Sprache meistens die Sprache, die zur Kommunikation verwendet wird. Die Menschen in Deutschland werden zudem vom Englischen beeinflusst. Dies geschieht über diverse Medien, z.B. durch Werbungen, Nachrichten, soziale Netzwerke etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich folglich auch Konsequenzen. Einerseits wird die deutsche Sprache modernisiert. Einige Begriffe aus dem Englischen hören sich, in Abhängigkeit vom Gesamtzusammenhang, besser an als die deutsche Übersetzung. Somit ist z.B. das Wort „Screenshot“ geläufiger als „Bildschirmaufnahme“. Außerdem sind die meisten Wörter mittlerweile so geläufig, dass viele Menschen die Bedeutungen kennen. Andererseits stellen Anglizismen für die „ältere“ Generation eher ein Hindernis dar. Das kann man darauf zurückführen, dass diese im Vergleich zur „jüngeren“ Generation keinen so umfangreichen Kontakt zur englischen Sprache hatten bzw. haben. Eine weitere Konsequenz ist, dass womöglich der Bezug zwischen Anglizismen und Wörtern aus der Herkunftssprache verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ursachen für Anglizismen auf den Kontakt mit anderen Menschen und den Einfluss durch Medien zurückzuführen ist. Dabei stellen sich Konsequenzen heraus, dass Anglizismen geläufiger und häufiger verwendet werden, aber die Gefahr besteht missverständlich aufgenommen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
'''1.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text von Wolfgang Krischke mit dem Titel ,,Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ handelt es sich um einen Sachtext, welches im Jahr 2011 veröffentlicht worden ist. Thematisiert wird dabei der Einfluss der Kommunikation in den Medien auf die Sprache der Jugendlichen und die Defizite der Sprachfertigkeiten in Schultexten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel verweist dabei auf die Thematik des Textes durch die Gegenüberstellung ,,Schreiben in der Schule“ und dem grammatikalisch falschen Satz ,,booaaa mein dad voll eklich wg schule“, wobei dies an eine Nachricht eines Jugendlichen an einen anderen Jugendlichen darstellt. Dadurch, dass in diesem Satz sowohl Großschreibung nicht beachtet wurde als auch Umgangssprache verwendet wurde, nämlich die Injektion ,,booaaa“, wird bereits darauf hingewiesen, dass die Sprache in der medialen Kommunikation anders und vor allem nicht richtig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Aussage ,,Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) wird bereits die These des Autors deutlich, da dieser der Meinung ist, dass das ,,Simsen“ (ebd.), wobei hier die Kommunikation in Medien gemeint ist, kein Einfluss auf die Intelligenz der Schüler hat. Durch die adversative Konjunktion ,,[a]ber“ (Z.1) wird dann die These weitergeführt, nämlich, dass die Texte ,,heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) seien. Dadurch behauptet der Autor, dass Kommunikation im Internet zwar keine negativen Einflüsse haben würden, trotzdem sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben in Texten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z. 2 – 14) thematisiert dabei die Sprache in der Kommunikation im Internet. Dabei beginnt der Abschnitt mit der rhetorischen Figur ,,Kinder lesen zu wenig?“ (Z.2) mit der knappen Antwort ,,Von wegen“ (Z. 2), womit der Autor bereits hervor bringt, dass der Vorwurf bzw. Vorurteil Kinder und Jugendlichen würden zu wenig lesen, nicht stimmt. Denn weiterhin behauptet er, dass ,,noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z. 2 f.) werde wie heute, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass nicht nur der Vorurteil nicht stimmt, dass wenig gelesen werde, sondern sogar noch mehr gelesen werde, was besonders durch den Ausdruck ,, noch nie zuvor“ (ebd.) betont wird. Diese Behauptung belegt der Autor anschließend mit konkreten Beispielen, die auch zur Veranschaulichung dienen, wie, dass ,,Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 3 f.) würden, wobei die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern“ (ebd.) besonders betonen soll, dass viel gelesen und geschrieben wird. Durch das Adverb ,,[t]äglich“ (Z.3) zu Beginn der Aussage wird deutlich gemacht, dass sich dies nicht nur ab und zu ereigne, sondern eben täglich stattfindet und nicht nur auf einer Ebene, dem Schreiben von Nachrichten, sondern auch durch das Verbringen von ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 4 ff.), wobei die Akkumulation die Verbreitung des Schreiben und Lesens im Internet veranschaulicht und betont. Als nächstes wird eine Gegenaussage eingeleitet durch die adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem“ (Z. 6), wodurch angedeutet wird, dass das viele Lesen und Schreiben von Nachrichten nicht nur positiv ist, da ,,bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkäme. Dies wird des weiteren näher erklärt, indem gesagt wird, dass den ,,Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f.) diene. Dies bedeutet also, dass das Internet von den Jugendlichen zur Kommunikation und Unterhaltung in der Freizeit genutzt werde. Die Problematik dabei sei, dass die Schreibweise dabei ,,Lichtjahre“ (Z. 9) von den ,,Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt seien, also kein korrektes Deutsch in der Kommunikation im Internet genutzt wird. Die Metapher ,,Lichtjahre“ (ebd.) verdeutlicht dabei den Ausmaß, dass kein korrektes Deutsch genutzt werde und die Sprache, die genutzt wird, sehr fehlerhaft sei und kaum korrekte Sprache enthalte. Zur Veranschaulichung und zum Belegen seiner Aussage nennt er dabei ein Beispiel ,,'booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgl [= hab dich ganz doll lieb]'“ (Z. 9 f.), wobei hier direkt auffällig ist, dass viele Fehler enthalten sind, Großschreibung nicht beachtet wurde und viele Abkürzungen benutzt werden. Die Aussage dieser Satz lasse ,,Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.), betont nochmals die Fehlerhaftigkeit des Beispiels und unterstützt die Aussage, dass die Kommunikationssprache im Internet sich sehr der des Hochdeutschen unterscheide. Als Überleitung zum Thema, ob sich die Sprache im Internet auf zum Beispiel Schultexte Auswirkungen haben stellt der Autor die Frage , ob ,,Jungendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Die Metapher ,,sprachliche[.] Trümmerlandschaft[.]“ (ebd.) veranschaulicht dabei das Ausmaß der sprachlichen Fehler in der Sprache und dass kaum korrektes Hochdeutsch verwendet werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Sinnabschnitt (vgl. Z. 15 – 29) wird dann darauf eingegangen, ob die fehlerhafte Sprache im Internet Auswirkungen auf das Schreiben von formalen Texten, wie eine Bewerbung hat. Dabei wird zunächst die ,,Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“ (Z. 15) aufgegriffen, die sich mit diesem Thema beschäftigt habe. Durch die Erwähnung einer Expertin in diesem Themenbereich wird die Seriosität des Textes zum Ausdruck gebracht, sowie, dass die folgende Erläuterung, ob diese Sprache nun eine Auswirkung hat oder nicht, Standhaftigkeit besitzt.  Dabei wird beschrieben, dass diese Germanistik-Professorin ,,1000 Deutschaufsätze“ (Z. 16 f.) von Schülern  unterschiedlicher Schulformen untersucht habe und zum Vergleich ,,über 1100 Texte […], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung“ (Z. 19 f.) geschrieben haben, herangezogen habe. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass das Ergebnis dieser Untersuchung richtig und eine Allgemeingültigkeit haben wird, da ein Vergleich stattgefunden hat und nicht nur Schüler aus einer Schulform untersucht wurden, sondern aus allen Schulformen. Dies wird im weiteren bestärkt durch die Aussage , dass die Professorin und ihr Team ,,nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 22 f.) untersucht hätten. Dies bringt hervor, dass das Ergebnis aufgrund der breitgefächerten Untersuchungen in verschiedenen relevanten Punkten seriös  und allgemeingültig sei. Als nächstes wird das Ergebnis benannt, nämlich, dass in keinem Bereich ,,die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24 ff.) hätten. Durch dieses Ergebnis der Untersuchung belegt der Autor seine These, dass die Internetkommunikation Schüler nicht dumm mache, da das Ergebnis seine These bestätigt. Außerdem gelte dies ,,für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“ (Z. 26). Des weiteren zitiert der Autor Christa Dürscheid, wodurch er erneut seine These belegt und die Richtigkeit verdeutlicht, da diese sagt, ,,Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 26 f.) und dass Schüler wüssten, dass ,,in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten“ (Z. 27 ff.). Es gäbe also zwei verschiedene Schreibarten, einmal die in der Netzkommunikation, also die Sprache, die im Internet gebraucht werde, und die in der formellen Kommunikation, die in Schulen, auf der Arbeit  und Bewerbungen genutzt werde. Dabei würden Jugendliche diese zwei Spracharten unterscheiden können und dem entsprechend auch verwenden, was erneut die These des Autors, die Netzkommunikation würde die Schüler nicht dumm machen, untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und letzte Sinnabschnitt (vgl. Z. 29 – 39) thematisiert seine zweite These, dass die Texte der Jugendlichen heute trotzdem Fehler enthalten würden. Dieser Abschnitt wird dabei durch die Aussage ,,Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff.) eingeleitet. Dadurch wird bereits deutlich gemacht, dass, obwohl die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Sprache der Texte hat, dennoch eine Problematik der Sprache vorhanden ist, wobei der Widerspruch durch die adversative Konjunktion ,,trotzdem“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird. Des weiteren erläutert der Autor diese Aussage näher, in dem erklärt, dass die Netzkommunikation ,,als Verursacher ausscheide[.]“ (Z. 32), aber die Texte dennoch ,,alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien, also die Texte sehr viele Fehler enthalten würden. Die Formulierung ,,alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) betont dabei die Menge an Fehlern in den Text und dass es sich nicht um ein paar Fehler handle, sondern um viele Fehler. Diese Fehler würden vor allem ,,in der Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 33 f.) auftreten. Im Folgendem stellt der Autor dazu ein Erklärungsansatz auf, nämlich, dass diese Entwicklung der Defizite bereits ,,in den siebziger Jahren [aufgetreten sei], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f.). Dadurch belegt er erneut seine erste These, dass die digitale Kommunikation kein Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe, da er dadurch die eigentliche Ursache der fehlerhaften Texte benennt. Die Tatsache, dass er diese Entwicklung als ,,eigentlich begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36 f.) bezeichnet, verdeutlicht, dass der Autor diese Methode der Lehrer eigentlich gut findet, jedoch auch etwas gegen die Methode einzuwenden hat, was durch das ,,eigentlich“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird.  Diese Methode sei nämlich ,,auf Kosten ,harter' Sprachfertigkeiten“ (Z. 37) gegangen, wobei dadurch verdeutlicht wird, dass die Methode dazu führte, dass sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben. Die konkrete Folge sei dabei gewesen, dass formale ,,Korrektheit […] an Bedeutung“ (Z. 38) verlor und es fast dazu gekommen sei, dass dies zur ,,bildungsbürgerliche[n] Schikane“ (Z. 39) geworden ist, also formale Korrektheit ein Hindernis darstelle. Durch diese Aussage wird das Ausmaß dieser Methode verdeutlicht, nämlich, dass formale Korrektheit so wenig nur noch verwendet wurde, dass diese nicht mehr als Selbstverständlichkeit, sondern als Hindernis gesehen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass die Thesen des Autors, dass die Netzkommunikation die Schüler nicht dumm mache und dass die Texte aber fehlerhaft seien, in dem Sachtext erläutert und belegt worden sind mit Hilfe einer Studie. Seine These und Argumentation untermauert der Autor mit Hilfe von Beispielen, Metaphern und dem Zitat einer Expertin, wodurch der Text seriös wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind Anglizismen Wörter aus dem Englischen, die in eine andere Sprache, also zum Beispiel ins Deutsche übertragen und verwendet werden. Anglizismen werden in allen Bereichen des Sprachgebrauchs verwendet, wie in der Alltagssprache, Fachsprache und auch besonders in der Jugendsprache. Beispiele für Anglizismen sind dabei ,,Flashback“, ,,Hobby“, ,,Interview“, ,,Smalltalk“ oder ,,Smartphone“, die immer wieder in der Alltagssprache zu finden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache haben dabei einige Ursachen.  Eine bedeutsame Ursache ist die Globalisierung, da durch die Globalisierung die englische Sprache zunehmend als Lingua franca, also als Handels- und Verkehrssprache, an Bedeutung gewonnen hat. So konnten Menschen mit verschiedener Muttersprache auf der ganzen Welt kommunizieren, Geschäfte machen oder sich über Themen und Probleme unterhalten. Die Globalisierung führte dazu, dass die Weltsprache Englisch zunehmend in den verschiedenen Ländern als erste Fremdsprache unterrichtet wurde, wodurch die neuen Generationen das Englische konnten und einige Begriffe auch zunehmend in der deutschen Sprache übernahmen. Ein anderer Faktor ist aber auch, dass vor allem Amerika als Weltmacht nach dem zweiten Weltkrieg als modern galt und dadurch die anderen Länder beeinflusste, da zum Beispiel auch zunehmend  englische Musik gehört oder englische Filme gesehen wurden und Amerika auch als Vorbild gesehen wurde. Nicht nur das Englische als Weltsprache oder Amerikas Beeinflussung sind entscheidend für die Ursachen der Anglizismen, sondern auch die digitale Kommunikation und im Allgemeinen das Internet. Durch die sozialen Netzwerke ist es möglich, dass immer mehr Menschen aus verschiedenen Ländern in Kontakt stehen können und hier dann das Englische als Weltsprache eine Voraussetzung darstellt, um sich auszutauschen. Durch englische Videos, Texte, Nachrichten, Werbungen oder englischer Musik fließen einige englische Begriffe in das Deutsche ein und durch den ständigen Kontakt mit dem Englischen werden einige Begriffe in der deutschen Sprache durch Englische ersetzt und gefestigt. Außerdem wird das Englische in der Jugendsprache von den Jugendlichen als modern gesehen und der Trend, englische Wörter zu verwenden, festigt sich in der Alltagssprache der Jugendlichen so, dass diese in der Alltagssprache der Menschen vorhanden bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei hat der Einfluss der Anglizismen Konsequenzen auf die deutsche Sprache, wobei es positive und negative Konsequenzen gibt. Eine positive Konsequenz des Anglizismus ist, dass das Erlernen der englischen Sprache erleichtert ist, da einige Begriffe bereits so fest in der Muttersprache verankert sind, dass diese Begriffe als selbstverständlich angesehen werden und die Bedeutung bereits klar sind und auch verwendet werden. Außerdem sind englische Begriffe besonders in Bezug auf digitale Medien und in der Technik stark vertreten für die es oft auch keine deutschen Bezeichnungen gibt, wie zum Beispiel für ,,Laptop“ oder ,,Tablet“, sodass Anglizismen helfen sich in diesem Bereich zu unterhalten, da dies ohne Englisch nicht oder kaum möglich ist und durch Anglizismen diese Begriffe auch nicht erlernt werden müssen, sondern bereits klar sind. Dadurch besteht die Möglichkeit auf einer anderen Ebene zu kommunizieren oder sich auszudrücken, da es für bestimmte Anglizismen keine deutschen Wörter gibt und man durch den Einfluss der Anglizismen die Möglichkeit erhält sich anders auszudrücken. Außerdem sind Anglizismen bereits stark in der Alltagssprache verankert und kaum mehr weg zu denken. &lt;br /&gt;
Negative Konsequenzen sind dahingegen, dass Anglizismen zu Verständnisproblemen in der Kommunikation zwischen den jüngeren und den älteren Generationen kommen kann, da einige Anglizismen der älteren Generation nicht bekannt sind und sie so die Bedeutung dieser nicht kennen, wobei jedoch einige Anglizismen stark in der Jugendsprache verankert sind, sodass es schließlich zu Kommunikationsproblemen kommen kann. Außerdem wird von Kritikern des Anglizismus auch thematisiert, dass dadurch ein Sprachverlust stattfindet, da einige Begriffe, die durch Anglizismen ersetzt wurden, nicht gebraucht werden oder sogar in Vergessenheit geraten. Außerdem wird nicht mehr komplett Deutsch gesprochen sondern auch immer Englisch, da viele Wörter durch Anglizismen ersetzt wurden, was schließlich auch dazu führt, dass sich die englische und deutsche Kultur in geringen Maßen vermischen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die Hauptursachen der Anglizismen das Englische als Weltsprache, die Globalisierung und die digitalen Medien sind. Konsequenzen sind dabei sowohl die Erleichterung des Erlernen der englischen Sprache sind als auch Kommunikations- und Verständnisprobleme der älteren Generation, die diese Anglizismen nicht in ihrem Wortschatz besitzen und dementsprechend auch nicht verwendet und auch der Sprachverlust der dadurch stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 1: '''&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um einen Auszug des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde. Thematisiert werden die möglichen Konsequenzen der Sprache in sozialen Netzwerken in Bezug auf den Sprachgebrauch in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ deutet die Auswirkungen der verwendeten Sprache in sozialen Netzwerken auf die in Schulen angewendete Sprache an. Dabei wird besonders deutlich, dass bestimmte Bereiche der Sprache in der Kommunikation in sozialen Netzwerken sowie darauf folgend auch in der Schule nicht mehr beachtet werden. An dieser Stelle sind neben der Verwendung von Anglizismen, wie „dad“ (ebd.) und Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) auch die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung zu nennen. Bei der Rechtschreibung ist außerdem besonders die inkorrekte Groß- und Kleinschreibung auffällig, was am Beispiel des Titels an dem Substantiv „schule“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Somit illustriert der Autor das Problem der fehlerhaften Verwendung von Sprache bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken anhand des Titels, wodurch der Leser bereits einen Einblick in die Thematik sowie das Ausmaß der Konsequenzen dieser fehlerhaften und verkürzten Sprache bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin erwähnt Krischke, „[s]imsen“ (Z. 1) mache Schüler zur heutigen Zeit „nicht dumm“ (Z. 1), jedoch sei es auffällig, dass die Texte jener „fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Diese These veranschaulicht, dass der Autor zwar der Meinung ist, dass die Kommunikation im Internet keine negativen Auswirkungen auf die Jugendlichen hat, deren Texte und Ausdrucksweise dennoch einige Fehler aufweisen. Der Wiederspruch beziehungsweise die antithetische Wirkung dieser Aussage, wird besonders durch die adversative Konjunktion „[a]ber“ (Z. 1) hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend stellt Krischke die Frage: „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2). Dies ist ein zur heutigen Zeit weit verbreiteter Gedanke, da viele Menschen behauptet, Jugendliche würden nicht mehr viel lesen. Der Autor dahingegen widerlegt diese Auffassung, indem er auf die zuvor gestellte Frage mit „[v]on wegen“ (Z. 2) antwortet. Er ist demnach der Meinung, dass Kinder heute deutlich mehr lesen, als die meisten Leute glauben. Dies bestärkt er darauffolgend mit seiner Behauptung, sie hätten „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f.). Dabei bezieht er sich jedoch nicht auf das Lesen und Schreiben von literarischen Texten, sondern auf jenes in der Internetkommunikation. Im Anschluss daran betont er seine Behauptung durch einige Beispiele aus dem alltäglichen Leben von Jugendlichen. Er geht dabei auf das Eintippen von „Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten“  (Z. 3 f.) sowie das Verbringen von „Stunden“ (Z. 4) im Internet ein. Sowohl der Ausdruck „Millionen von Wörtern“ (ebd.) als auch das Substantiv „Stunden“ (ebd.) stellen Hyperbeln dar, wodurch der Autor seine These, dass sie viel schreiben und lesen, belegt. Dies geschieht seinen Beispielen nach jedoch nur im Internet und nicht in beispielsweise Büchern, woraus seiner Meinung nach resultiert, dass bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkommt. Der Grund dafür sei, dass das Schreiben im Internet lediglich als „Plaudermedium“ (Z. 8) diene. Dadurch wird besonders betont, dass das Schreiben im Internet nicht unter einem gewissen Druck steht, sich richtig auszudrücken und deshalb nicht die Notwendigkeit entsteht, die korrekte Grammatik sowie Rechtschreibung zu verwenden, da es bei dem erwähnten Plaudern lediglich um eine normale Unterhaltung geht, die keine Nutzung von gehobener Sprache erfordert. Durch dieses einfache Unterhalten ohne jegliche Beachtung grammatikalischer Regeln entsteht letztlich eine solch fehlerhafte Sprache wie in der Überschrift. Aufgrund dessen erläutert Krischke, die Ausdrucksweise der Jugendlichen beim Schreiben sei „Lichtjahre“ (Z. 9) von den „Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass die Kommunikation der Jugendlichen im Internet in einem starken Kontrast zum Hochdeutsch steht, was durch das zuvor aufgegriffene „Plaudermedium“ (ebd.) entsteht. Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) bringt dabei hyperbolisch das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise der Jugendlichen zum Ausdruck und betont somit die Behauptung des Autors. Schließlich greift er erneut das Beispiel aus der Überschrift auf, um seine These zu untermauern. Im Anschluss daran erklärt er, die Schreibweise der Jugendlichen lasse „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.). Durch diese Aussage wird erneut das Ausmaß der fehlerhaften Grammatik sowie der Abkürzungen in den Texten der Schüler hervorgehoben. Anschließend stellt er die Frage, ob Jugendliche, welche sich in solchen „sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Dies bezieht sich erneut auf die Fehlerhaftigkeit ihrer Texte (vgl. Z. 1) sowie die Auswirkungen der Schreibweise in der Kommunikation im Internet auf jene in der Schule oder im Beruf. Somit geht der Autor auf eine mögliche Konsequenz der Ausdrucksweise der Jugendlichen im Internet ein. Die Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd.) akzentuiert dabei das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise, welches sich in deren Textnachrichten im Internet und möglicherweise auch in ihren Texten in der Schule zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran erwähnt er die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid, welche sich diesem Thema genauer gewidmet habe, indem sie „Deutschaufsätze“ (Z. 17) von „Schülern aller Schulformen“ (Z. 17 f.) in Hinblick auf die Veränderung dieser durch die Schreibweise in deren Kommunikation in sozialen Netzwerken untersucht habe. Aufgrund dessen habe sie sich auch mit den Texten beschäftigt, die jene Schüler in „sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 21). Daraufhin habe sie jene unter der besonderen Berücksichtigung der Faktoren „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie dem „Wortschatz, […] Stil und […] Aufbau der Texte“ (Z. 23) verglichen. Durch dieses Beispiel unterstützt er seine These, indem er auf jene Professorin mit Fachkenntnissen zu diesem Thema verweist. Besonders die detailreiche Erläuterung des Experiments hebt die Seriosität sowie die Glaubhaftigkeit des Textes hervor. Schließlich nennt er auch das Ergebnis dieses Experiments, bei dem sich ergeben habe, dass die „sprachlichen Eigenschaften der Netzkommunikation“ (Z. 24 f.) kaum auffällige Auswirkungen auf die Schultexte der Jugendlichen haben würden. Dadurch wird vor Augen geführt, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar keine Rücksicht auf korrekte Grammatik und andere Aspekte genommen wird, dies sich jedoch nicht auf die schulische Leistung der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich dies auf die zu Beginn erwähnte These Krischkes beziehen, da er dort schon erwähnt, dass die Schüler „nicht dumm“ (ebd.) und ihre Texte dennoch „fehlerhafter“ (ebd.) seien. Dem fügt er hinzu, dies gelte für Schüler aller Schulformen und nicht beispielsweise nur für Gymnasiasten (vgl. Z. 26). Im Anschluss daran greift er ein Zitat der Christa Dürscheids auf, um seine Aussagen zu untermauern. In jenem erläutert sie, dass Jugendliche „´die Schreibwelten durchaus trennen´“ (Z. 27) könnten und, dass sie wissen würden, dass „´in der Schule und formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden´“ (Z. 27 ff.). Dieses Zitat stuft die „Sprechschreibe“ (Z. 9) der Jugendlichen ebenfalls von der „formellen Kommunikation“ (ebd.) ab und hebt dabei besonders den Unterschied zwischen den grammatikalischen Regeln bei jenen hervor. Gleichzeitig betont es jedoch, dass die fehlerhafte Verwendung der Grammatik in der Kommunikation in sozialen Netzwerken keine Konsequenzen für die schulische Leistung und die literarischen Texte der Schüler habe, da sie in der Lage seien diese unterschiedlichen Formen des Schreibens voneinander zu differenzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin entkräftet Krischke die vorherige Aussage jedoch, indem er behauptet, die Schultexte der Jugendlichen seien unabhängig von der Sprechschreibe jener in sozialen Netzwerken dennoch „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33). Dem fügt er hinzu, diese würden insbesondere in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung […] deutliche Defizite“ (Z. 33 f.) aufweisen. Dies bringt zum Ausdruck, dass der Autor davon überzeugt ist, dass die Schultexte der Jugendlichen vermehrt Fehler aufweisen, auch wenn dies für ihn nicht unbedingt in einem Zusammenhang mit deren Ausdrucksweise und Grammatik, beziehungsweise Rechtschreibung steht. Dies wird besonders durch das Substantiv „Defizite“ (ebd.) untermauert, da dadurch bereits angedeutet wird, dass er von der Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen ausgeht. Die Tatsache, dass diese Fehler überwiegend mit der Rechtschreibung und Zeichensetzung zusammenhängen ist dadurch zu begründen, dass die Jugendlichen jene bei der Kommunikation im Internet nicht oder kaum berücksichtigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich erwähnt der Autor eine mögliche Ursache für die Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen, indem er darauf eingeht, dass die Lehrer Schüler in den siebziger Jahren zum „freien, spontanen Schreiben“ (Z. 36) bewegt hätten, aus welchem sich daraufhin die Fehler eingeschlichen hätten. Zudem hebt er hervor, dies habe besonders Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie die Bedeutung der „[f]ormale[n] Korrektheit“ (Z. 28) gehabt. Dies bezieht sich darauf, dass die Jugendlichen beim freien Schreiben nicht berücksichtigen, ob sie etwas richtig schreiben oder wie sie es schreiben. Dabei geht es wie bereits zu Beginn vom Autor erwähnt lediglich um das Schreiben als „Plaudermedium“ (ebd.) und bei jenem sind die zuvor genannten Aspekte des Schreibens nicht relevant. Letztlich bezeichnet der diese inkorrekten Texte als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39), was zum Ausdruck bringt, dass die Auswirkungen des fehlerhaften Schreibens besonders Konsequenzen für jene Menschen haben, die diese Fehler nicht machen, beispielsweise die schon genannten „Freunde des Dudens und ganzer Sätze“ (ebd.), nicht aber für die Jugendlichen selbst, da sie es möglicherweise nicht einmal bemerken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke nicht der Meinung ist, dass die Fehlerhaftigkeit von Schultexten ausschließlich mit der inkorrekten Ausdrucksweise der Jugendlichen in der Kommunikation in sozialen Netzwerken zusammenhängt. Dennoch ist er davon überzeugt, dass in jenen Texten der Schüler vermehrt Fehler enthalten sind. Des Weiteren unterstützt er seine Behauptungen anhand von Zitaten und Beispielen sowie Metaphern und Hyperbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 2: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen haben zur heutigen Zeit einen großen Einfluss auf die deutsche Sprache. Aufgrund dessen bringen sie auch einige Konsequenzen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Übertragungen von Wortbildungen oder Redewendungen aus dem Englischen in eine andere Sprache. In der deutschen Sprache treten diese zur heutigen Zeit nahezu überall auf und werden besonders von Jugendlichen verwendet. Aber auch in der Wirtschaft sind Anglizismen häufig festzustellen. Dies resultiert hauptsächlich aus der Globalisierung, da die Kommunikation mit anderen Ländern überwiegend auf Englisch stattfindet. Der Grund dafür ist, dass Englisch die Welt- und Verkehrssprache (Lingua franca) ist und somit die weltweite Kommunikation dominiert. Zudem wird aufgrund dessen die englische Sprache in den meisten Ländern als erste Fremdsprache erlernt und wird somit bereits bei Kindern und Jugendlichen in deren Wortschatz integriert. Eine weitere Ursache für die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist der Einfluss durch die Medien und generell die Kommunikation im digitalen Raum. In sozialen Netzwerken ist das Verwenden und Verstehen der englischen Sprache nahezu unumgänglich, da Jugendliche im Internet täglich mit englischen Videos, Filmen und Werbungen konfrontiert werden. Auch das Hören von englischer Musik gehört für die meisten Jugendlichen zum Alltag. Durch diese Gründe werden englische Wörter von den Jugendlichen übernommen und in ihrer Sprache gefestigt. Dies führt dazu, dass besonders die Jugendsprache von Anglizismen geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen hat einige Auswirkungen auf die deutsche Sprache. Dabei gibt es neben den negativen Auswirkungen auch Vorteile, die Anglizismen mit sich bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine positive Auswirkung von Anglizismen ist, dass sie Wortlücken in der deutschen Sprache schließen können, wenn es in jener kein Wort für etwas gibt. Dadurch kann die Kommunikation erleichtert werden. Ein Beispiel dafür ist der Anglizismus „online“, welcher besonders im Alltag von Jugendlichen eine wichtige Rolle spielt und von jenen täglich genutzt wird, weshalb er fest in ihrem Wortschatz verankert ist. Zudem kann das Erlernen des Englischen als Fremdsprache durch die Verwendung von Anglizismen im Alltag erleichtert werden. Dies liegt daran, dass einige Begriffe bereits in dem Wortschatz des Lernenden vorhanden sind und dadurch nicht neu erlernt werden müssen.&lt;br /&gt;
Eine der negativen Auswirkungen der Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist, dass sowohl in der Jugendsprache als auch generell in der Alltagssprache Begriffe in die deutsche Sprache einfließen und in jener aufgenommen werden. Dies führt letztlich zum Sprachwandel, da viele Begriffe aus dem Englischen übernommen werden, obwohl es ein deutsches Wort dafür gibt. Dies resultiert meist daraus, dass der englische Begriff kürzer ist und etwas gleichzeitig treffender beschreibt. Dies kann jedoch auch zu einem Sprachverlustführen, da jene deutschen Wörter dadurch nicht mehr verwendet werden und somit im deutschen Wortschatz durch das englische Wort ersetzt werden. Des Weiteren werden die Anglizismen überwiegend von jungen Menschen verwendet, während ältere Menschen noch die deutsche Bezeichnung nutzen oder ein Wort, wie beispielsweise „online“ generell nicht verstehen. Dadurch wird die Kommunikation zwischen jungen und alten Menschen erschwert, da die Älteren die Anglizismen nicht nachvollziehen können. Aufgrund dessen können Anglizismen in der deutschen Sprache auch zu Problemen bei der Kommunikation führen, da die unterschiedlichen Generationen einen anderen Wortschatz besitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache einige Konsequenzen, wie den Sprachverlust oder Kommunikationsschwierigkeiten zwischen verschiedenen Generationen mit sich bringt. Auf der anderen Seite können Anglizismen das Erlernen der englischen Sprache erleichtern und somit die Kommunikation zwischen verschiedenen Ländern erleichtern, was aufgrund der Globalisierung von großer Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
'''1. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Kirschke verfasst, 2011 veröffentlicht und thematisiert den Verlust von grammatischen Regeln und Strukturen im Bezug auf die heutige Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit der Überschrift „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“(Z. 0) verweist schon auf einige strukturelle und grammatikalische Fehler hin. Beispielsweise die Groß- und Kleinschreibung im Wort „schule“ (ebd.), „booaaa“ (ebd.), „dad“ (ebd.). Zudem die Verwendung von Anglizismen wie „dad“ (ebd.), welche darauf hin weist, dass die englische Sprache in der deutschen Sprache, besonders in der Jugendsprache, von Bedeutung ist. Abkürzungen wie „wg“ (ebd.) sind ebenfalls geläufig und zeigen, dass die Relevanz Wörter auszuschreiben deutlich abnimmt und zur Routine wird. Der Ausdruck „booaaa“ (ebd.), welcher als Interjektion zu bezeichnen ist, verweist deutlich auf die Empfindung der jeweiligen Person und wird ebenfalls sehr oft in der Jugendsprache verwendet. Daraufhin folgt eine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) , welche antithetisch zu betrachten ist, da im ersten Teil der These behauptet wird, das dass Schreiben unter Schülern nicht dumm macht (vgl. Z. 1), jedoch darauf folgend gesagt wird, dass ihre Texte die sie schreiben, heutzutage viel fehlerhafter sind wie damals. Die zweite Behauptung lässt sich zudem im Bezug auf die Überschrift deutlich bestätigen. Zudem verweist der zweiter Teil der These darauf hin, dass der Verlust von grammatikalischen Regeln immer mehr wird und zu verschiedenen Problemen führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext wird durch die rhetorische Frage „Kinder lesen zu wenig? Von wegen“ (Z. 2) eingeleitet und verweist die Leserschaft direkt darauf, dass diese Aussage nicht stimmen kann, welche mit der darauffolgenden Aussage „Von wegen“ (ebd.) entkräftet wird. Zudem wird die Aussage mit „[w]ohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2f.) verdeutlicht und unterstützt somit die rhetorische Frage ebenfalls. Die Aussage „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen, E- Mails und Internet- Infos“  (Z. 3ff.)  sind Beweise dafür, dass sie sich viel mit der deutschen Sprache und Kommunikationsnetzwerken auseinandersetzen. Der Beweis dafür, dass nicht jeder der Meinung ist, dass das viele Kommunizieren und Schreiben in den Medien von Vorteil ist, zeigt sich durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und „kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf“ (Z. 6f.). Diese Aussage wird daraufhin dadurch untermauert, dass „Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium [dient] (Z. 7f.). Die Akkumulation „Simsern, Chattern, Twitterern“ sind zudem Neologismen, aber im Bereich der Jugendkommunikation gängige Begriffe. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) zeigt, dass die Art und Weise, wie miteinander geschrieben wird interessant ist und zu Diskussionen untereinander führt, welche das Wortspektrum der Jugendlichen erweitert. Das Kommunizieren unter Jugendlichen zeigt eine deutliche Problematik, welche im Folgenden anhand von „den Normen der Hochsprache ist ihre Sprechschreibe Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.) einleuchtend wird. Damit sagt der Autor aus, dass die Jugend so wie sie spreche auch schreiben würde und das diese Art von Kommunikation weit von der deutschen Sprache entfernt ist, was auf ein Problem heutzutage hinweist. Der Autor nennt Beispiele wie „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]“ (Z. 9f.), welche er als „Gebilde“ (Z. 9) bezeichnet und somit auf den Verlust von grammatikalischer Korrektheit hinweist. Die genannten Beispiele sind typisch für die heutige Schreibweise der Jugendlichen, in der deutlich wird, dass Regeln wie Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung, Abkürzungen, Anglizismen und Neologismen von Routine sind und die deutsche Sprache somit in den Hintergrund stellen. Zudem weist der Autor darauf hin, dass „Freunde des Dudens  und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11f.)  Diese Aussage zeigt negative Kritik im Bezug zum Wortschatz und der deutschen Sprache. Immer mehr Menschen widmen sich der fehlerhaften Schreibweise.&lt;br /&gt;
Auf diese Problematik aufbauend stellt der Autor eine Frage „Können Jugendliche, die sich in diesem sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12ff.). Die Akkumulation in der Frage ist direkt auffallend und beweist, dass sich mit der Zeit immer mehr Probleme und Fragen aufgebaut haben. Viele wichtige Schreibformate, welche im Leben oft sehr wichtig sind, um sich zum Beispiel zu bewerben oder eine gute Klausur zu schreiben werden nicht mehr wirklich ernst genommen, sondern eher vernachlässigt. Die Erkenntnis von mangelnder Grammatik wird anhand von „Trümmerlandschaften“ (Z. 13f.) deutlich.  Wolfgang Krischke erwähnt zur Beantwortung auf die Frage eine „Germanistik- Professorin Christa Dürscheid  von der Universität Zürich“ (Z. 16). Aufgrund das der Autor eine Professorin in seinem Text benennt, wird deutlich, dass sich auch Wissenschaft mit den immer steigenden Problemen der deutschen Sprache im Bezug auf die Jugend verschlechtert und zu massiven Problemen führt, weshalb sie „Mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht [hat], verfasst von 16- bis 18- jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 16ff.). Allein die Information das sie eine hohe Anzahl an Aufsätzen aus unterschiedlichen Schulformen gelesen und untersucht hat, zeigt das sich deutliche Unterschiede in der Sprache und Grammatik zeigen und notwendig sind zu erforschen. Das Alter zwischen 16 und 18 Jahren, zeigt zudem auch deutliche Unterschiede in der Art und Weise wie ein Text verfasst wird und welche verschiedenen Anglizismen oder Neologismen verwendet werden. „Zum Vergleich zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18ff.) und „[d]abei interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21ff.). damit verweist der Autor ebenfalls nochmal auf den breitgefächerten Raum von Struktur und Ordnung der Texte und das sich nicht nur Germanisten sondern auch Linguisten mit der Veränderung der deutschen Sprache beschäftigen. Das Forschen der Texte zeigt folgendes Ergebniss: „ In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24ff.). Durch dieses Ergebnis belegt der Autor seine oben genannte These, dass Simsen Schüler nicht dumm macht (vgl. Z. 1) und bestätigt diese damit. Zudem bestätigt der Autor, dass die Art und Weise des Schreibens innerhalb der Kommunikationsnetzwerke ebenfalls keine Auswirkungen auf Berufsschüler und Gymnasiasten habe(vgl. Z. 26). Darauf aufbauend sagt Wolfgang Kirschke „Die Schüler können die Scheibwelten durchaus trennen“ (Z. 26f.). Die These die der Autor aufstellt unterstützt repetierend deine Aussage, dass Simsen Schüler nicht dumm macht und ihre Freizeit von schulischen Aktivitäten unterscheiden können. „‘Sie wissen das in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden‘ , sagt Christa Dürscheid“ (Z. 27ff.) und bestätigt somit die Meinung des Autors. Aufgrund ihrer Erkenntnis, dass Schüler fähig sind, schulisches und formelles von ihrer Freizeit trenne zu können, „liefert die Zürcher Studie“ (Z. 30f.), dass Deutschlehrer sich trotzdem nicht entspannt zurücklehnen können (vgl. Z. 30). „Denn auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet-die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 31ff.) und bestätigt damit den zweiten Teil der obigen genannten These, dass ihre Texte heute fehlerhafter sind als früher (ebd.). Anhand dessen wird deutlich, dass die Texte viele Fehler beinhalten und der Ausdruck „alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) zeigt deutlich die Vielzahl an Fehlern.  Diese Fehler würden „[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung[...] deutliche Defizite [aufweisen]“ (Z. 33f.).Der Ursprung, dass sich die Sprache der Jugend verändert hat, „begann in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Daran wird deutlich, dass in der damaligen Zeit nicht viel Wert auf die Qualität der Sprache gelegt wurde und bestätigt somit auch wieder seine erste These, dass die digitale Kommunikation keinen Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe. Diese Art von Entwicklung bezeichnet Kirschke als „begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36f.), klingt danach, dass der Autor dieses Verfahren als positiv bewertet, die adversative Konjunktion „jedoch“ (Z. 37) einen Einwand einleitet der zeigt, dass dieser Trend „auf Kosten ‚harter‘ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. Diese Problematik zeigt sich deutlich in der Überschrift des Sachtextes, in der die Rechtschreibung vernachlässigt wurde und somit die Anzahl an fehlerhaften Texten in der Schule. Daraus lässt sich wie Wolfgang Kirschke erklärt zeigen, das „formale Korrektheit“ (Z.38) an Bedeutung verlor, „zeitweise gar nicht in den Verdacht“ (Z. 38f.) geriet, „bürgerliche Schikane zu sein“ (Z.39). Der Substantiv „Schikane“ (ebd.) ist von besonderer Bedeutung, weil damit nochmal das Problem, dass das Kommunizieren auf Netzwerken oder in der Freizeit, beispielsweise orthografische Mängel sich auf die schulischen Texte übertragen und somit die Fehler Quote steigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Sachtext die Probleme und Veränderungen der deutschen Sprache bezogen auf die Jugend sehr gut darstellt, aufgrund das viele Neologismen benutzt werden, um die Problematik in den Vordergrund zu stellen. Zudem ist auch die Unterscheidung zwischen früher und heute in der Schule klar dargestellt, was dazu beiträgt, dass das fehlerhafte Schreiben nicht nur von heute, sondern auch den Prinzipien von früher geschuldet ist.  Auch wird die erste These die Wolfgang Kirschke in seinem Text erwähnt fortlaufend im Text unterstützt und begründet. Akkumulationen, Neologismen, adversative Konjunktionen tragen zum Verständnis des Textes bei und bereichern die Funktion des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die Deutsche Sprache erläutert:&lt;br /&gt;
Unter Anglizismen versteht man Wörter aus der englischen Sprache, die in eine anderen Sprachen, besonders in der deutschen Sprache, eingeflossen sind. Zum Beispiel „Influencer“; „Fake News“; „Dad“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage ist die Nutzung von Anglizismen ein gängiger Prozess geworden und die englische Sprache ist Teil der deutschen Sprache geworden. Worin die Ursache liegt , ist zum einen der Prozess der Globalisierung und die Verbreitung von amerikanischen Rohstoffen oder Produkten in Europa und vor allem Deutschland. In Amerika gibt es andere Bezeichnungen für zum Beispiel: Musik, Medien, Essen usw. Durch den Prozess der Globalisierung kommunizieren wir Menschen überall in der Welt miteinander und lernen neue Sprachen und Wörter kennen. Somit bürgern sich bestimmte Wörter in den Wortschatz der deutschen Sprache ein. Zudem ist Englisch die gängigste Sprache mit der weltweit kommuniziert wird. Zudem ist die Verwendung von Anglizismen in der Wissenschaft auch ein gängiger Prozess, weshalb wir Menschen automatisch eine Sprachveränderung hinnehmen. Das Benutzen von englischen Wörter in unserer Sprache führt jedoch auch dazu, dass sie verflacht und an Bedeutung verliert. Zudem hat die Verwendung massive Auswirkungen auf korrekte und komplexe Grammatik und Orthografie des Deutschen. Diese Problematik ließ sich im Sachtext von Wolfgang Krischke „Schreiben in der Schule- booaa mein dad voll eklich wg schule“ erkennen und ist besonders bei Jugendlichen der Fall. Sie chatten den ganzen Tag auf Plattformen wie Snapchat, Instagram oder Twitter und achten dabei gar nicht mehr auf die Korrektheit der Grammatik. Jeder individualisiert sich seine eigene Sprache, wodurch die deutsche Sprache auch an Wichtigkeit verliert.   Auch verändert sich unsere Sprache von Tag zu Tag immer mehr, weil wir durch mediale Netzwerke zu jeder Zeit einen Einblick in die Welt von Anderen gewinnen und neue Wörter kennenlernen, die wir dann in unserer Sprache aufnehmen. Es gibt außerdem Meinungen von Menschen die sagen, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit der Kommunikation  eine Schwierigkeit darstellen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Generationen vor unserer Lebenszeit. Diese sprachen ausschließlich in ihrer Landessprache und kannten keine anderen Sprachen. Die älteren Menschen verstehen daher heute nicht mehr alles was wir sprechen, da wir Anglizismen benutzen und ihnen diese Begriffe nicht bekannt sind. Allgemein ist es ziemlich schwierig die Sprache wieder in ihre Ursprungsform zu setzen, da die weltweite Kommunikation auch aufgrund von Export und Importprozessen immer mehr stattfindet.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Aus diesen ganzen Ergebnissen lässt sich deuten, das der Wandel der Sprache nicht zu stoppen ist und die Fehlerhaftigkeit der deutschen Sprache im Bezug auf Grammatik und Orthografie immer mehr zunehmen wird. Besonders Jugendliche werden mit der Zeit unter der Problematik leiden, da die Nutzung von medialen Kommunikationsnetzwerken immer mehr im früheren Alter erlaubt wird und somit keine Chance mehr besteht, sich mit richtig guter Sprache auseinanderzusetzen. Des Weiteren stellt die englische Sprache die heutige Sprache dar und lässt somit vor allem der deutschen Sprache nicht ihren Raum sich weltweit zu verbreiten und zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1: === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher im Jahre 2011 erschien und von Wolfgang Krischke verfasst wurde, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es um den Wandel der deutschen Sprache in der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zu analysierende Textstelle setzt damit ein, dass Krischke seine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) formuliert. Damit sagt er aus, dass Simsen die Schüler zwar nicht dümmer macht, sie allerdings in gewisser Weise zu beeinflussen scheint, da ihre Texte im Gesamten fehlerhafter als früher werden. Nach dieser These formuliert er eine rhetorische Frage, welche er dann im Anschluss direkt beantwortet : „Kinder lesen zu wenig ? Von wegen.“ (Z.2). Damit will er verdeutlichen, dass zwar sehr wahrscheinlich das Lesen von Büchern bei Jugendlichen immer seltener wird, diese allerdings andere Quellen, wie das Internet nutzen und dadurch ebenso lesen lernen. Er behauptet sogar, dass die Jugendlichen „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z.2f.) haben. Dies unterstützt er mit den Beispielen : „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“(Z.3ff.). Laut ihm ist dies allerdings nicht sehr erfreulich, da diese Medien als „Plaudermedium“(Z.8) gelten, also zwar der Kommunikation dienen, dies allerdings nur bei nebensächlichen, bis irrelevanten Dingen. Denn sie sei laut Pädagogen und Ausbildern von der Normen der Hochsprache Lichtjahre entfernt (vgl.Z.6ff.). Dies ist eine Hyperbel, da sie zwar weit entfert sein kann, Lichtjahre allerdings viel zu übertrieben sind. Darauf nennt er Beispiele für die heutigen sprachlichen Fehler einiger Jugendlicher. Ein Beispiel dafür ist der im Titel bereits aufgeführte Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (Z.9f.). Dieser besteht fast überwiegend aus Fehlern. Den Ausdruck „booaaa“ (ebd.) gibt es in der deutschen Sprache nicht, er ist eine Interjektion. Die Bezeichnung „dad“ (ebd.), welche aus dem Englischen kommt und Vater heißt, ist ein Anglizismus und „eklich“ (ebd.) ist ein Rechtschreibfehler, da es eigentlich „eklig“ lauten müsste. Außerdem besteht dieser Satz aus der Abkürzung „wg“ (ebd.), welche die Präposition wegen abkürzt. Zu guter Letzt wird die groß- und Kleinschreibung vernachlässigt, da das Nomen „schule“ (ebd.) einfach klein geschrieben wird. Im Folgenden stellt er eine rhetorische Frage, welche dem Leser den Gedankengang des Autors vor Augen führen soll, und beantwortet diese dann um seinen Standpunkt zu erläutern. Diese lautet : „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen ?“ (Z.12ff.) In dieser rhetorischen Frage steckt außerdem eine Metapher „sprachlichen Trümmerlandschaften“ (ebd.), welche für Schlechte Sprachkenntnisse steht, diese allerdings noch etwas dramatisiert. Laut Krischke verfasste sich eine Germanistik-Professorin genau mit diesem Thema und untersuchte rund 1000 Deutschaufsätze, welche von 16- bis 18- Jährigen Schülern aller Schulformen verfasst wurden und verglich diese mit rund 1100 SMS-Nachrichten, E-Mails und Chats in sozialen Netzwerken und legte dabei besonderen Wert auf Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, Wortschatz und den Stil und den Aufbau der Texte (vgl.Z.15ff.). „Das Ergebnis : In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation  nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z.23ff.). Dies lässt darauf schließen, dass das „Simsen, Chatten und Twittern“ (Z.7) keine negative Auswirken auf die „16- bis 18- jährigen Schüler“(Z.17) haben. „Das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“(Z.26) laut Krischke und Dürscheid, hat also nichts mit der Bildung der Schüler zu tun und sie „können die Schreibwelten durchaus trennen“(Z.27). „Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden, sagt Christa Dürscheid“(Z.27). Damit verdeutlicht sie erneut, dass Chatten sich nicht negativ auf die Rechtschreibung der Jugendlichen auswirkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in dem zu analysierenden Text den Einfluss des Chattens auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass die Digitalisierung keine Schuld am Verlust von Grammatik und Rechtschreibung hat. Um dies zu bekräftigen, nennt er eine Studie, welche seine Meinung zu diesem Thema widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile sind Anglizismen schon Normalfall in der deutschen Sprache geworden, unabhängig davon, ob sie nun bewusst oder unbewusst genutzt werden. Doch was genau sind Anglizismen überhaupt ? Anglizismen sind Worte, Sätze, Ausdrücke oder auch Bedeutungen, welche aus dem Englischen stammen und auf andere Sprachen, wie z.B. das Deutsche übertragen werden. Ein Beispiel dafür ist der Ausdruck „nice“, welcher übersetzt „nett“ heißt und besonders von Jugendlichen verwendet wird um auszudrücken, dass einem etwas gut gefällt / man etwas gut findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich mich mit den Ursachen und Konsequenzen eben dieser befassen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind sowohl positiv, als auch negativ ausgeprägt. Doch zunächst einmal ist zu klären, wo diese denn überhaupt herkommen. Der Hauptgrund für das Auftreten von Anglizismen ist die Digitalisierung und der damit verbundene, stetig steigende Kontakt verschiedener Nationalitäten über das Internet. Nie zuvor war das Beherrschen der englischen Sprache so wichtig und nützlich wie heutzutage. Dadurch vermischen sich dann gut und gerne mal bestimmte Begriffe und es entstehen Anglizismen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch welchen Einfluss haben diese auf die deutsche Sprache ? Die negativen Einflüsse sind z.B. dass die deutsche Sprache oder andere Sprachen generell mit der Zeit immer weiter vom englischen übernommen werden. Für traditionelle Menschen oder Menschen, z.B. deutsche Autoren kann dies durchaus negativ sein, allerdings liegt der Einfluss im Auge des Betrachters, denn wenn es irgendwann nur noch eine Sprache gibt und jeder Englisch spricht, wären sehr viele Dinge, besonders die Kommunikation, immens erleichtert. Negativ kann auch sein, dass das Deutsche immer weniger formell wird und man in einigen Jahren z.B. beim Bewerbungsgespräch Anglizismen verwendet und dies ungewohnt und neu für die Menschen ist und für viele auf den ersten Blick negativ erscheint. Positiv zu erwähnen ist allerdings auch, dass durch Anglizismen das Lernen der englischen Sprache erleichtert wird, da man sich viele Bedeutungen von Begriffen einfach ableiten kann und meistens auch weiß, wie sie gesprochen und geschrieben werden. Zusätzlich positiv zu erwähnen ist, dass es im englischen viel präzisere Begriffe gibt, um sich ausdrücken und es kaum Worte mit mehreren Bedeutung, welche allerdings nichts miteinander zu tun haben gibt. Im Deutschen hingegen ist dies oft der Fall. Ein Beispiel ist z.B. das Nomen „Bank“, welches zum Einen eine Sitzgelegenheit und zum Anderen die Möglichkeit Geld einzulagern, sein kann. Dies macht das Englische viel variabler und präziser als das Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sowohl positive, als auch negative Konsequenzen bezüglich des Einflusses von Anglizismen gibt und diese ziemlich ausgewogen sind und je nach Perspektive des Betrachters stark variieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 1)''' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule“, von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert die Veränderung der Sprache, zwischen schulischem und privatem Schreiben und einer Stellungnahme des Autors zu diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Teil des Titels „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, liefert dem Leser ein Beispiel, zum Schreiben per SMS oder anderen Internetplattformen. Es wird Umgangssprache genutzt : „booaaa“ , noch dazu werden beim Chatten Anglizismen genutzt, um sich auszudrücken, wie hier der Begriff „dad“ (aus der englischen Sprache, Vater). Zudem kommt, dass nicht auf Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung geachtet wird, wie die Wörter „eklich“ oder „schule“ zeigen.&lt;br /&gt;
Der Untertitel des Textes „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1), wird vom Autor genutzt um eine These aufzustellen. Diese ist jedoch antithetisch, da der Autor zuerst meint, dass „Simsen […] Schüler nicht dumm [macht]“ (Z.1), dann  jedoch durch den Ausdruck „Aber“ (Z.1), eine Gegenthese eingeleitet wird, da Krischke dann meint, die Texte der Jugendlichen, seien heute fehlerhafter als früher (vgl. Z. 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Textes lassen sich vier Sinnabschnitte erkennen. Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12), stellt der Autor Thesen auf und erläutert diese kurz. Direkt zu Beginn, stellt er eine rhetorische Frage an seine Leser „[ob] Kinder [zu wenig] lesen?“ (Z. 2), welche er im nächsten Satz beantwortet und verneint (vgl. Z. 2). Durch seine kurze Antwort „Von wegen“ (Z.2), wird seine Position direkt klar. Auch mit der Ergänzung „Wohl noch nie haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z.2f.), unterstützt er seine Meinung und auch die Jugendlichen heutzutage, um die es sich ebenfalls, im vorliegenden Sachtext dreht. Sie „tippen [täglich] […] Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z.3ff.). Der Autor schafft dann eine Überleitung ins negative, durch die Konjunktion „trotzdem“ (Z.6). „Bei Pädagogen und Ausbildern [kommt trotzdem] keine rechte Freude auf“ (Z.6f.). Auf diese These folgt direkt eine konkrete Begründung, welche durch „denn“ (Z.7) eingeleitet wird. Es heißt bei den Jugendlichen, welche hier als „Simser[...], Chatter[...] und Twitterer[...]“ (Z.7) bezeichnet werden, diene die Schrift hauptsächlich als Kommunikationsmittel (vgl. Z. 7f.). Zusätzlich wird der Neologismus „Plaudermedium“ (Z.8) verwendet. Von den „Normen der Hochsprache“ (Z.8), sei die Sprache der Jugendlichen, welche im Text als „Sprechschreibe“ (Z.9) bezeichnet wird, Lichtjahre entfernt (vgl .Z. 9f.). Mit „Sprechschreibe“ (ebd.) ist  gemeint, dass die Jugendlichen die verschiedenen Wörter so schreiben, wie sie es hören und verstehen und dass kaum mehr auf Grammatik, Recht- und vor Allem Groß- und Kleinschreibung geachtet wird. Durch die Verwendung von Beispielen wie „booaaa mein dad voll eklisch wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl“ (Z.9f.) wird dem Leser klar gemacht, wie die Jugendlichen in ihrer Freizeit schreiben und wie hoch die Fehler in ihrer Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.12 – 23), beginnt mit einer rhetorischen Frage auf welche im weiteren Verlauf eingegangen wird und so beantwortet wird. Es wird gefragt, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z. 12). Die Metapher „sprachliche[...] Trümmerlandschaften“ ist zugleich eine Hyperbel. Sie dramatisiert das Ganze noch mehr. Durch die Erwähnung der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) wird dem Text eine gewisse Zuverlässigkeit zugeteilt, die den Text professioneller klingen lässt. Sie habe eine Studie durchgeführt, bei der sie sich auf die Rechtschreibung, Interpunktion, Grammatik , den Wortschatz, Stil und Aufbau von Texten, konzentriert haben (vgl. Z.15ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis dieser Studie wird dem Leser im dritten Abschnitt (Z.23-29) mitgeteilt. Laut der Studie, von welcher im letzten Sinnabschnitt die Rede ist, hinterlassen die „sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation [in keinem Bereiche] nennenswerte Spuren in den Schultexten“ (Z.24f.). Durch das Zitat „Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und in der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 26ff.), von der Expertin Christa Dürscheid, wird die Studie erläutert und belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.29-39) unterscheidet sich allerdings wieder etwas und wird vom Autor genutzt um seine Meinung erneut darzulegen. Es sei dennoch kein Grund für die Lehrer sich zu entspannen (vgl. Z.29f.), wie die Züricher Studie zeige. Die Begründung wird mit „Denn“ (Z. 30) eingeleitet, „auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet - die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 30ff.). Die Metapher „deutliche Defizite“ (Z.34), in der Rechtschreibung, zeigt dass viele Fehler vorhanden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem beschäftigte sich Wolfgang Krischke mit dem Thema Sprachwandel durch elektronische Kommunikation, er stellt auch sehr deutlich seine Meinung dar und bezieht eine Studie mit in seinen Text ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 2)''' === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden, werden die Ursachen des Einflusses von Anglizismen und dessen Folgen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen sind Begriffe, welche aus der englischen Sprache stammen und ins deutsche übernommen werden. Dies kommt heutzutage vermehrt vor, doch woran liegt das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der bedeutendsten Gründe ist eindeutig, die Jugendsprache beziehungsweise die moderne deutsche Sprache. Die Jugendlichen übernehmen immer mehr englische Begriffe oder Ausdrücke in ihren Wortschatz und verwenden diese in der Alltagssprache. Vor allem dadurch, dass englisch eine internationale Sprache ist, welche in der heutigen Zeit in jeder Schule als Hauptfach im Stundenplan steht, werden die Begriffe gelernt und oft übernommen. Besonders aus dem amerikanischen Englisch stammen einige Ausdrücke, welche von Jugendlichen verwendet werden. Durch die Verwendung der Ausdrücke gleicht man sich der Gesellschaft an, es ist „in“ diese Wörter in die Sprache mit einzubeziehen. Die heutige Generation kennt schon viele Anglizismen, dessen sie sich nicht bewusst ist, zum Beispiel „Smartphone“, „Display“, „Computer“, „On-/Offline“ oder auch „Laptop“ sind englische Begriffe mit denen wir groß geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bringen die Anglizismen auch Konsequenzen mit sich, welche nicht gerade positiv sind. Durch die vermehrte Verwendung von Anglizismen geht ein Teil der deutschen Sprache verloren, da Begriffe wie „Rechner“ oder „Mobiltelefon“ kaum noch verwendet werden, meist nur von älteren Menschen. Die deutsche Sprache geht also auf eine gewisse Art und Weise verloren, somit auch ein Teil der Kultur. Natürlich ist es gut die englische Sprache zu beherrschen, jedoch sollte das Deutsche auch beibehalten werden und sich nicht durch die Englische ersetzen lassen. Sagt man, es sei nicht tragisch ein paar englische Wörter in unsere Sprache zu übernehmen, ist das richtig, jedoch nimmt dies zu und es werden immer mehr Begriffe vom englischen übernommen, was man selbst gar nicht mehr bemerkt, da es zur Gewohnheit wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kann man sagen, dass die Hauptursache für die Verwendung von Anglizismen in der neuen deutschen Sprache liegt und, dass dies mit sich bringt, dass ein Teil unserer Kultur verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabe === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ mit dem Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde, thematisiert den Einfluss digitaler Kommunikationsformen auf das Schreiben und die Sprache der Jugend in der Schule sowie den allgemeinen Sprachverlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn fällt dabei besonders die antithetische, eben bereits genannte Überschrift auf, die die Schule auf indirekte Weise dem Privatleben gegenüberstellt. Während der Teil „Schreiben in der Schule“ eher sachlich formuliert ist, nutzt der Autor im zweiten Teil ein sehr umgangssprachliches Beispiel, in welchem er unter anderem die Interjektion „booaaa“, den Anglizismus „dad“ oder die Abkürzung „wg“ für – wegen -  einbaut. Zudem fallen die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung auf, die jedoch in heutigen Chats nicht gerade selten aufzufinden sind. Somit stellt Krischke im Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher ausdrücken soll, dass eine Person von seinem/ihrem Vater genervt ist, da dieser über die Schule spricht, die Problematik dar, die durch das digitale Chatten entstehen. Diese lässt sich, wie im Beispiel erkennbar, besonders an der Groß- und Kleinschreibung sowie der genutzten Abkürzung wiederfinden.  Daran schließt er in der Unterüberschrift mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) an, welche Krischke der Überschrift gewissermaßen antithetisch gegenüberstellt, da diese wegen der Fehler eher von einem Intelligenzverlust der Schüler zeugt, wenn diese „simsen“. Eingeleitet durch die adversative Konjunktion „Aber“ (Z. 1) nennt er jedoch daran anschließend eine, die erste Aussage einschränkende These in „Aber ihre Texte sind fehlerhafter als früher“ (Z. 1). Somit macht er doch deutlich, dass ein Qualitätsverlust der Sprache bei Schülern vorhanden sei. Darin akzentuiert er besonders den Vergleich zu „früher“ (ebd. ), welcher gewissermaßen die Digitalisierung als Grund in den Fokus nimmt, da diese in früheren Jahren wesentlich geringer ausgeprägt war und erst in den neueren Jahren immer größer und weiterentwickelter wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Text beginnt er mit der Frage „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2), welcher er gleich im Anschluss mit den Worten „Von wegen“ (Z. 2) entkräftet. Diese Aussage erläutert er dann im Folgesatz, indem er behauptet „Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f. ). In diesem kommt besonders der Vergleich zu früher zum Ausdruck, der bezogen auf die Unterüberschrift darstellt, dass in Abhängigkeit von mehr Lesen und Schreiben auch mehr Fehler in der heutigen Welt gemacht würden. Auch wenn er sich in diesem Aspekt nur auf das Lesen bezieht, lässt sich durch den Kontext der medialen Kommunikation auch das Schreiben mit einbeziehen. Eben dieses spricht Krischke auch im folgenden Satz „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihre Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 3 ff. ) an. Hier vereint er die Aspekte des Lesens und Schreibens miteinander und arbeitet dabei besonders die Zunahme der Nutzung, was in Worten wie „täglich“ (ebd. ), „Millionen“ (ebd. ) oder auch der Akkumulation von möglichen Nachrichtenformaten deutlich wird, heraus. Dabei spricht der Autor also besonders die große Reichweite an, die Handys und Computer in der heutigen Welt haben. Was der Autor hier jedoch noch als positiv darstellt, „kommt bei Pädagogen und Ausbildern“ (Z. 6 f. ) nicht gut an. Diese Gegensätzlichkeit von der Positivität des vielen Lesens und dem negativen Meinungsbild von Experten drückt Krischke durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und eine eher ironische Gesamtsprache, die hier im Ausdruck „kommt […] keine rechte Freude auf“ (Z. 6 f. ) deutlich wird, aus. Diese These erläutert er im Anschluss genauer. Somit sähen Pädagogen diese Art von Schreiben als eher negativ, „Denn Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f. ), also als Kommunikationsmittel. In Anbetracht dessen lässt sich die Kritik auf den Nachlass der direkten Kommunikation beziehen. Im Ausdruck „Plaudermedium“ (ebd. ) wird jedoch, wie in der allgemein ironischen Sprache, zugleich die eher kritische Sichtweise des Autors ausdrücklich. In diesem Sinne sei die Chatsprache auch „Von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8 f. ). In diesem sehr hyperbolischen und metaphorischen Ausdruck geht der Autor wiederholend auf die Problematik der Textnachrichten ein, welche laut ihm im Verlust der Grammatik läge. In diesem Zusammenhang nennt er dann die Beispiele „`booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl (= hab dich ganz doll lieb)`“ (Z. 9 f. ), in welchen er zum einen die Überschrift erneut aufgreift, aber auch zwei weitere Beispiele nennt, die die Problematik des Sprachverlusts noch einmal stärker zum Ausdruck bringen und in diesem Sinne konkret zeigen, wie die heutige Jugend miteinander kommuniziere. Eben diese Formulierung in Textnachrichten „lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze immer noch zusammenzucken“ (Z. 11 f. ), wodurch Krischke die in den Nachrichten oftmals verwendete umgangssprachliche und verknappte Form des Schreibens noch einmal akzentuiert. Jedoch wird nicht nur diese, sondern auch noch einmal die Kritik gewissermaßen deutlich, wodurch er eine Brücke zwischen Erläuterung der Situation und der Meinung einiger schlägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er die Problematik im ersten Abschnitt (Z. 2-12) bezogen auf das digitale Schreiben zu Kommunikationszwecken dargestellt hat, geht er im zweiten Sinnabschnitt (Z. 12- 29) auf den Einfluss dieses fehlerhaften Schreibens auf essentielle Schul- und Bewerbungstexte ein. Erneut beginnt er seinen Abschnitt mit einer Frage, mit der er den Leser langsam in die Thematik führt. Durch seine verwendete Struktur, die im jeweiligen Abschnitt immer in einer ausdifferenzierten Beantwortung der anfänglichen Frage mündet, wirkt es, als würde er dem Leser seine Fragen in gewisser Weise vorwegnehmen und ihm allgemein etwas vermitteln, das entscheident zu wissen sei. So beginnt er den zweiten Abschnitt also mit der Frage „Können Jugendliche, die sich in sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff. ). In dieser wird erneut seine kritische Sicht auf die Sprache der Jugend deutlich, indem er diese anhand der Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd. ) wertend verbildlicht. Zudem beinhalten die Adjektive „lesbar[…], präzise[…], angemessen“ (ebd. ) einen etwas wertenden Akzent, da den Jugendlichen hierbei gewissermaßen unterstellt wird, dass diese undeutlich, verknappt und umgangssprachlich schrieben.  In diesen Worten bleibt jedoch stets ein wenig offen, ob er oder der Großteil der Gesellschaft der Sache  kritisch gegenübersteht, da seine ironische Sprache teils eher von einem gesellschaftskritischem Gedanken zeugt. Dies zeigt sich auch in den folgenden Sätzen, in welchen Krischke für die Jugend argumentiert und sich diesbezüglich die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) als Expertin zu Nutzen macht, um die Antwort auf die Frage zu belegen. Diese habe nämlich „mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, verfasst von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich. Zum Vergleich zog [sie] […] über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit […] geschrieben hatten“ (Z. 16). Hier  stellt der Autor also die Studie im Allgemeinen vor, unterstreicht dabei besonders den vorgenommenen Vergleich von Schul- und Freizeittexten und unterstreicht die Ausbreitung der Textnachrichten durch die akkumulierende Darstellung einiger Textmedien. Im Vergleich der beiden Textformen „interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21 ff. ). Diese akkumulierende Aussage deutet darauf hin, dass nicht alleine die sprachliche Korrektheit, sondern auch das Gesamtbild von Bedeutung sei. Somit sei auch im eben benannten zweiten Bereich eine Veränderung vermutet worden, welche sich auf die verkürzte sowie umgangssprachliche Schreibweise rückführen lässt. Jedoch spiegele das Ergebnis nicht das Erwartete wieder, was in Krischkes Ausdrucksweise sowie anhand seiner vorherig dargestellten Meinungsbilder deutlich wird. „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Texten hinterlassen“ (Z. 24 ff. ), somit sei die Digitalisierung im Bereich der Kommunikation keine Problematik. Da Krischke jedoch nur von „nennenswerte[n] Spuren“ (ebd. ) spricht, lässt sich darauf schließen, dass es eine Veränderung gebe, diese aber eher geringfügig ausfällt, weshalb er sie wertender weise als nicht nennenswert ansieht. Um die Ergebnisse daran anschließend etwas genauer darzustellen, bezieht er sich zuerst auf die betroffene Gruppe aus „Berufsschüler [und] Gymnasiasten“ (Z. 26). Wobei hier auffällt, dass Krischke Real- und Hauptschüler aus seiner Argumentation ausschließt, weshalb ungeklärt bleibt, ob bei diesen auch keine Veränderung sichtbar wird. Die Berufsschüler und Gymnasiasten jedoch „`können die Schreibwelten durchaus trennen`“ (Z. 27), wie Krischke Dürscheid hier zur Darstellung seiner These über den geringen Einfluss digitaler Kommunikation zitiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29-39) distanziert Krischke sich jedoch etwas von der, im vorherigen Abschnitt vertretenen Meinung und verknüpft so die positiven mit den negativen Einflüssen und Veränderungen in Sprache und Schrift, die er in Abschnitt eins und zwei herausgearbeitet hat. Dies tut er auf eine eher appellierende Weise, während er wie auch im obigen Text einen hypotaktischen Satzbau verwendet, der ihm erlaubt, ins Detail zu gehen. Seinen Appell beginnt er mit der Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff. ). Somit sei die Sprachförderung der Jugend laut Krischke heutzutage notwendig, sodass die Studie zwar zeige, dass die Verschlechterung kaum an der Digitalisierung läge, aber dennoch bestände. Hier betrachtet er die Studie daher etwas kritisch und stimmt dieser zwar zu, differenziert das Ergebnis dieser jedoch noch einmal indirekt weiter aus. Eben dies drückt er auch im folgenden aus (vgl. Z. 31 f. ) und akzentuiert dabei besonders, dass „die Schultexte […] alles andere als fehlerfrei“ (Z. 32 f. ) seien. Eben diese Fehler fänden sich dabei häufig in „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ ( Z. 33 f. ), also den Formalitäten, auf. Um dieses Phänomen des Sprachverlusts zu erklären, geht der Autor auf den Ursprung des Problems ein. Dieser läge laut ihm „in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f. ). Somit sieht Krischke die Problematik im allgemeinen freien Schreiben, was letztlich auch in den SMS aufgegriffen wird, aber nicht alleinig in der  Digitalisierung. So ginge der „Trend […] auf Kosten ´harter´Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37 f. ), wodurch allgemeine „Formale Korrektheit“ (Z. 38) immer mehr an Bedeutung verlor und somit bis heute eher als lästig angesehen werde. Daher appelliert er hier im Allgemeinen doch in gewissen Gesichtspunkten das Arbeiten an den formalen Grundstrukturen der deutschen Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in seinem Text den Einfluss der digitalen Kommunikation auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass nicht die Digitalisierung, sondern das allgemeine freie Schreiben seit den 70ern Schuld für den Verlust von Grammatik und Rechtschreibung seien. Um dies zu bekräftigen, nutzt er eine Studie sowie Metaphorik und Ironie, welche zugleich seine kritische Sichtweise auf den Sprachwandel unterstreichen. Zuletzt drückt er diese Kritik daher noch einmal in einem Appell an die Lehrer aus, die laut ihm, etwas verändern sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Aufgabe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage sind Anglizismen in der Deutschen Sprache keine Seltenheit mehr und irgendwo benutzt ein jeder sie, wenn auch unbewusst. Denn gerade in der heutigen Welt steht der englischen Sprache ein hoher Stellenwert zu, der sich in den jeweiligen Sprachen durch Übernahme oder Ersetzen vieler Wörter aus dem Englischen bemerkbar macht. Doch wo genau liegen die Ursachen der Anglizismen und auf welche Art und Weise wirken sie sich auf unser tägliches Leben aus, - oder eher – Welche Konsequenzen bringen sie mit sich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der folgende Text.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen gehen im Allgemeinen auf den Gebrauch des Englischen als Lingua franca, also als internationale Verkehrs- oder Weltsprache zurück. Dabei wird die Sprache von besonders vielen Menschen in weiten Teilen der Erde als Erst- oder Zweitsprache gesprochen und besonders im wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Sektor genutzt. In diesem Kontext gilt das Englische seit Ende des zweiten Weltkriegs durch die Vormachtstellung der USA als die bedeutendste Weltsprache.&lt;br /&gt;
Jedoch ist nicht nur ihr Rang als Weltsprache entscheidend für ihre Verbreitung und somit auch nicht alleinige Ursache der Anglizismen. Amerika galt zudem schon immer als modernes Vorbild für die östlicheren Staaten und gilt somit heute noch, besonders was die Jugend betrifft, als eine Art Vorbild. Dabei kommen aber auch die Einflüsse der Globalisierung hinzu, die die ganze Welt miteinander verknüpfen und so in gewisser Weise veranlassen, dass der Kontakt zu anderen Nationen das Englische mit in unsere Muttersprache einfließen lässt. Besonders sind hier auch soziale Netzwerke in Bezug auf die Jugend zu nennen, die im Vergleich noch einmal vermehrt Anglizismen in ihren Sprachgebrauch mit einbringt. Durch diese treten die Jugendlichen stetig in Kontakt mit Menschen aus vielen Ländern, mit denen das kommunizieren nur in Englisch möglich ist. Zu betrachten ist dabei auch die Vorbildfunktion, die die Personen auf den sozialen Medien mit sich bringen, sodass die Verenglischung der deutschen Sprache immer mehr zum „Trend“ wird, der eine Person zu einem weltlichen Geflecht aus Menschen zugehörig werden lässt. So hören die Menschen tagtäglich englische Lieder, sehen Werbung von Modemarken aus dem Ausland und vieles mehr, sodass sie sich die englischen Wörter Tag für Tag einprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie eben bereits in Teilen erwähnt, bringen Anglizismen daher besonders auf Gesamt-gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene positive Aspekte mit sich. Die Kommunikation in vielen Bereichen ist stark erleichtert und bestimmte Worte bedürfen keine Übersetzung mehr. Dieser Aspekt gilt besonders auf der Ebene des SocialNet sowie bei Jugendlichen. Durch die Kommunikation mit gleichaltrigen sowie der Nutzung der Anglizismen fühlen sie sich wie ein Teil des Ganzen und bekommen einen besseren Bezug zur englischen Sprache. &lt;br /&gt;
Aber auch im Alltag sind viele Anglizismen heutzutage nicht mehr wegzudenken, so sagt doch beispielsweise niemand mehr zu den „Charts“ Hitliste oder zum „Coffee to go“ Kaffee zum mitnehmen. Immer häufiger begegnen uns so in jeglichen alltäglichen Situationen englische Wörter, die die deutschen schon längst ersetzt haben. Auch Marken und Medien wie das Radio oder das Fernsehen nutzen in diesem Kontext Anglizismen, um modern zu sein und die Menschen anzusprechen. Somit stellt diese sprachliche Form der Veränderung im Gesamten einen Prozess der modernen Zeit dar, der die Sprache internationaler und aktueller werden lässt und in kleinen Teilen die Kommunikation mit dem Ausland erleichtert.&lt;br /&gt;
Des weiteren ermöglichen Anglizismen ein besseres Verständnis für die englische Sprache und vereinfachen somit auch das Lernen dieser, was besonders auch für technische Bereiche notwendig ist. Einige der Wörter, besonders im Bereich der Technik, gibt es im deutschen gar nicht, weshalb bestimmte Anglizismen sogar notwendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu bringen Anglizismen aber auch einige Kritiker mit sich. Dabei sind es besonders häufig ältere Menschen, die sich nicht mit den für sie neuen Wörtern identifizieren können und Verständnisprobleme haben. In diesem Zusammenhang stellen Anglizismen auch einen gewissen Sprachverlust des Deutschen dar, da so gewissermaßen Dinge verloren gehen, die das rein Deutsche ausgezeichnet haben. Dies betrifft jedoch nicht nur den Verlust einiger alter Worte, sondern auch einen gewissen kulturellen Verlust, da die Sprache immer auch einen großen Teil Kultur eines Landes ausmacht. &lt;br /&gt;
Oftmals werden einige Anglizismen jedoch auch als überflüssig angesehen und in diesem Sinne in einigen Sozialgruppen oder Altersgruppen nicht genutzt, wodurch sich jeweilige Gruppierungen von anderen Gruppen absetzen und es so zu einer gewissen Ab- oder gar Ausgrenzung dieser kommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellen Anglizismen ein sprachliches Phänomen der modernen Welt dar, durch das zwar einerseits ein gewisser Sprachverlust stattfindet, aber andererseits viele neue Möglichkeiten geschaffen werden. So erleichtern sie die Kommunikation in vielen Bereichen und schaffen teilweise sogar die Möglichkeit etwas auszudrücken, wofür es vorher in der Landessprache keine Worte gab. Somit sind Anglizismen in jedem Fall sprachverändernd, jedoch heißt Veränderung nicht gleich etwas Schlechtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; wurde von Wolfgang Krischke geschrieben und im Jahr 2011 veröffentlicht. Im grundlegenden thematisiert der Sachtext den angeblichen Abbau von grammatikalischen Strukturen in der Schule durch die heutige Nutzung der Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Titel des Sachtextes ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; (Z.0) soll den Abbau von grammatikalischen Strukturen, wie zum Beipspiel der Groß- und Kleinschreibung und der Satzstrukturen, verdeutlichen, welcher vor allem durch die Kommunikation im Internet gefördert wird. Die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), die fehlende Großschreibung von Nomen wie ,,schule&amp;quot; (ebd.) und der Anglizismus ,,dad&amp;quot; (ebd.) verdeutlichen den Umgang der Jugendlichen mit grammatikalischen Regeln im Internet.Vor allem der Anglizismus zeigt, dass die englische Sprache ein großer Bestandteil der Jugendsprache ist und auch die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), auch als Empfingundlaut bekannt, zeigt das Schüler es vermeiden sich mit Adjektiven wie nervig ausdrücken, sondern ihren Emotionen freien Lauf lassen. Die darauf folgende These ,,Simsen macht Schüler nicht dumm&amp;quot; (Z.1) verdeutlicht den Standpunkt des Autors, welchen er im folgendem weiter ausführen wird. Der im Anschluss folgende Satz ,,[a]ber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.1) untermauert jedoch die höhere Fehlerrate der Schüler in Texten. Die adversative Konjunktion ,,[a]ber&amp;quot; (ebd.) leitet das Gegenteil ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) wird durch die rhetorische Frage ,,Kinder lesen zu wenig?&amp;quot; (Z.2) eingeleitet. Diese Frage beantwortet Krischke sofort durch den Ausdruck ,,[v]on wegen. Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot; (Z.2f.). Durch den Ausdruck ,,[w]ohl noch nie&amp;quot; (ebd.) wird deutlich, dass Kinder heutzutage durch die Medien viel mehr lesen und schreiben als früher, denn ,,[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen&amp;quot; (Z. 3f.). Die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht die Menge des Schreibens und der Ausdruck ,,[t]äglich&amp;quot; (ebd) zeigt die häufige Nutzung eines mobilen Gerätes in der heutigen Zeit. Somit veranschaulicht Krischke, dass der Sprachgebrauch durch die Medien eine viel größere Rolle spielt als früher, da jetzt auch außerhalb des Unterrichts viel geschrieben wird. Zudem verbringen Jugendliche ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (Z.4f.), dies soll den Aufwand der Kommunikation durch die Medien der Jugendlichen verdeutlichen. Der Ausdruck ,,Lektüre&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die Menge an Nachrichten die ein Jugendlicher täglich schreibt und wie viel Zeit Jugendliche dafür in Anspruch nehmen. Auch die Aufzählung ,,SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die vielen verschiedenen Wege der Kommunikation im Internet. Im Nächsten Satz führt der Autor jedoch an, dass ,,[t]rotzdem [...]bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude&amp;quot; (Z.6f.) aufkommt, ,,[d]enn den Simsern,  Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot; (Z.7f.), womit Kirschke zum Ausdruck bringt, dass zwar mehr geschrieben wird, aber die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) gesehen wird und daher nicht auf Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung oder grammatikalischen Strukturen geachtet wird, dies untermalt vor allem der Neologismus ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.), welcher verdeutlicht das nur die Kommunikation zählt und nicht die Zeichensetzung und der Wortschatz während der Kommunikation. Die darin enthaltene adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem&amp;quot; (ebd.) leitet somit den Bruch der Argumentationsstruktur ein, da zuvor von den positiven Auswirkungen der Medien gesprochen wurde und durch die adversative Konjunktion nun die negativen Aspekte eingeleitet werden. Dass die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) dient, untermauert Krischke mit seinem darauffolgendem Satz, denn ,,[v]on den Normen der Hochsprache ist ihre Schreibweise Lichtjahre entfernt&amp;quot; (Z.8f.). Mit dem Personalpronomen ,,ihre&amp;quot; (ebd.) meint Krischke die Nutzer des Internets und die Hyperbel ,,Lichtjahre&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht den großen Unterschied zwischen der ,,Hochsprache&amp;quot; (ebd.) und der heutigen ,,Schreibweise&amp;quot; (ebd.) im Internet. Diese Behauptung veranschaulicht er mit Beispielen wie ,,booaa mein dad voll eklich wg schule-stöhn* haste mo zeit? hdgdl&amp;quot; (Z.9f.), welche dazu dienen auf die fehlende Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung und Satzstrukturen zu achten, zudem wird die Sprache im Internet auch durch Anglizismen und Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.)geprägt. Vor allem solche Sätze ,,lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.). Der Ausdruck ,,noch immer&amp;quot; (ebd.)zeigt das solche Schreibweisen schon länger im Internet existieren. Nun stellt der Autor die Frage, ob ,,Jugendliche, die sich in solchen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?&amp;quot; (Z. 12ff.). In dieser Fragestellung wird ersteinmals deutlich, dass Krischke alle Bildungsgruppen anspricht, da er auf der einen Seite von einem ,,lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) spricht, was einen Bezug zu den ,,Pädagogen&amp;quot; (ebd.) schafft und auf der anderen Seite von einem ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) spricht, was wiederum einen Bezug zu den ,,Ausbildern&amp;quot; (ebd.) schafft. Zudem veranschaulicht die negativ konnotierte  Metapher ,,Trümmerlandschaft&amp;quot; (ebd.) den letztendlichen Sprachverlust durch die Medien und das dieser Sprachverlust Folgen hat für das deutsche Bildungssystem, weshalb der Autor auch das Schreiben einer Bewerbung (vgl.Z.14) mit einbringt, um die Probleme auf dem Wirtschaftsmarkt zu erklären, die noch kommen werden, jedoch teilweise sogar schon vorhanden sind. Diese Fragestellung beendet den ersten Sinnabschnitt und reizt somit das Interesse des Lesers auf die kommende Antwort. Der hypotakische Satzbau dieser Fragestellung untermauert die verschiedenen Bereiche, welche durch einen fehlerhaften Sprachgebrauch geprägt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt (Z.15-29) beginnt Krischke mit dem sofortigen Einstieg in die vorherige Fragestellung durch die Züricher Studie, da ,,[d]ie Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich [...] dieser Frage auf den Grund gegangen&amp;quot; (Z.15f.) ist. Sie untersuchte und verglich ,,fast 1000 Deutschaufsätze [...][die von] 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich&amp;quot; (Z. 16f.), mit ,,über 1100 Texte[...], die dieselben Jugendliche in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken&amp;quot; (Z.19f.) verfassten. Wobei ,,die Linguisten [sich] nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot; (Z .21ff.). Die adversative Konjunktion ,,sondern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass Sprache nicht nur aus ,,Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik&amp;quot; (ebd.) besteht, sondern auch aus dem ,,Wortschatz&amp;quot; (ebd.) und dem ,,Stil&amp;quot; (ebd.) des Schreibens. Das Resultat ist, dass ,,[i]n keinem dieser Bereiche [...]die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.23ff.) hätten, dies ,,gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Durch die Differenzierung der unterschiedlichen Bildungsgruppen knüpft Krischke einen Bezug zu seiner Frage, in der er auch zwischen den Bildungsgruppen unterscheidet, indem er sowohl fragt, ob ,,Jugendliche [...] überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) schreiben könnten, womit er im Spezielle die Schüler anspricht und auf der anderen Seite fragt, ob sie überhaupt noch dazu in der Lage seien einen ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) zu formulieren, was einen Bezug zu Auszubildenden schafft, die somit ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) sind. Zudem zeigt die Differenzierung zwischen einem ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) und einem ,,Gymnasiasten&amp;quot; (ebd.) auch das in der Züricher Studie die verschiedenen Bildungsgruppen betrachtet wurde. Der Ausdruck ,,[i]n keinem dieser Bereiche&amp;quot; (ebd.) betont das die Medien keine negativen Auswirkungen auf das Schreiben der Jugendlichen haben. Das Fazit dieser Studie von Christa Dürscheid ist, dass Jugendliche ,,wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden&amp;quot; (Z. 27f.), womit Christa Dürscheid die Jugendlichen beschützt und betont, dass sie sich im Internet nicht so ausdrücken, weil die Jugendliche nicht wissen sie es richtig geschrieben wird, sondern weil es zeitsparender und angesehener ist sich in der Jugendsprache mit Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.) oder Anglizismen wie ,,dad&amp;quot; (ebd.) auszudrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z. 29-39) untermauert jedoch die zu Beginn getroffene These ,,[a]ber ihre Texte sind fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.0). Denn ,,Grund für die Deutschlehrer, sind entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29ff.), vor allem die adversative Konjunktion ,,trotzdem&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass der Grund für die höhere Fehlerrate zwar nicht die Medien sind, jedoch die Texte viel fehlerhafter sind als früher und man der Ursache dafür auf dem Grund gehen sollte, was auch durch den folgenden Satz deutlich wird der aussagt, dass ,, auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet&amp;quot; (Z.32f.)  die Texte ,,die die Germanisten untersucht haben, [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot; (Z.32f.) seien, denn ,,[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung weisen sie deutliche Defizite auf&amp;quot; (Z.33f.). Die Aufzählung ,,Rechtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot; veranschaulicht das ,,deutliche Defizite&amp;quot; nicht nur vereinzelt auftreffen, sondern verschiedene und auch mehrere Bereiche des Schreibens betroffen sind. Des Weiteren geht der Autor auf eine bekannte Ursache ein, er spricht von der Entwicklung ,,in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigen&amp;quot; (Z.35f.). Der Ausdruck ,,stärker als zuvor&amp;quot; (ebd.) untermauert die Entwicklung des freien Schreibens. Der darauffolgende Satz, dass ,,[d]ieser eigentlich begrüßenswerter Trend [...] jedoch auf die Kosten ,,harter&amp;quot; Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.36ff.) gänge, veranschaulicht, dass dadruch die ,,Sprachfertigkeiten&amp;quot; (ebd.) von vielen Jugendlichen vernachlässigt wurde durch das neue Prinzip des freien Schreibens. Der auch hier verwendete Anglizismus ,,Trend&amp;quot; verdeutlicht die verbreitete Einbindung der englischen Sprache in die Deutsche, da auch der Autor Anglizismen verwendet. Zudem behauptet Krischke, dass ,,[f]ormelle Korrektheit [...] an Bedeutung [verlor und sogar] zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot;(Z.38f.). Der Ausdruck ,,bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot; (ebd.) zeigt, dass die Bedeutung von ,,formelle[n] Korrektheit&amp;quot; (ebd.) so stark abgenommen hat, dass dies nicht einmal mehr bewusst wahrgenommen wurde als Teil der Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke in seinem Sachtext verschiedene Ursachen für den Verlust der deutschen Grammatik darstellt. Zu Beginn des Sachtextes benennt er die Ursache der Kommunikation im Internet, die im Nachhinein durch die Züricher Studie widerlegt wird. Zudem nennt er eine weitere Ursache die seit einigen Jahren für den Verlust der deutschen Grammatik verantwortlich ist und zwar das freie Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, verfasst von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisiert werden die Ursachen der fehlerhaften Schreib- und Ausdrucksweise von Schülern in Bezug auf den Einfluss digitaler Kommunikationsformen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Textes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ lässt den Kontrast zwischen formaler Sprache und Umgangssprache erkennen. Der formale Beginn „Schreiben in der Schule“ (ebd.) ist grammatikalisch, sowie sprachlich korrekt. Im Kontrast dazu steht, formal durch einen Gedankenstrich getrennt, die umgangssprachliche Aussage „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.). Mit dieser Aussage gibt der Autor ein Beispiel für viele charakteristische Fehler in der alltäglichen Kommunikation über elektronische Kommunikationsformen. Die Aussage setzt mit der Interjektion „booaaa“ (ebd.) ein. Die Interjektion, die in formalen Texten keine Verwendung finden würde, verdeutlicht, dass es sich hierbei die Schriftweise der Alltagssprache angeglichen wird. Zudem verdeutlicht der Anglizismus „dad“ (ebd.), den Einfluss anderer Sprachen auf die Muttersprache, der sich erheblich durch die differenzierte Orthografie, beispielsweise in Form der Groß- und Kleinschreibung, darstellt. Dieser Umstand wird besonders an den Nomen „dad“ (ebd.) und „schule“ (ebd.) veranschaulicht, die in der vorliegenden Aussage klein geschrieben wurden, obwohl sie als Nomen eigentlich groß geschrieben werden müssten. Weiterhin ist auch die Abkürzung „wg“ (ebd.) für die Präposition „wegen“ eine Darstellung des Sprachverlustes in elektronischen Kommunikationsformen. Insofern gibt der Titel bereits erste Vorausdeutungen auf die angeführten Argumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) lässt sich als erste These des Textes auslegen. Mit der Behauptung „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (ebd.) legt Krischke seine Ansicht in Bezug auf die elektronischen Kommunikationsformen dar. Er ist der Auffassung, dass die Nutzung von elektronischen Kommunikationsformen, hier am Beispiel der SMS dargestellt, keine direkten negativen '''Folgend''' auf die Bildung der Schüler hat, auch wenn er eingesteht, dass deren „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Seinen Text beginnt Krischke mit dem gesellschaftlichen Vorwurf „Kinder lesen zu wenig“ (Z. 2). Diesen Vorwurf formuliert der Autor als Frage, um den Leser dazu anzuregen sich seine eigene Meinung zu der Thematik zu bilden. Seine Meinung positioniert Krischke in der Antwort „[v]on wegen“ (Z. 2) als Antwort auf die von ihm gestellte Frage. Darüber hinaus stellt er fest, dass Kinder „[w]ohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2 f.). Diese Behauptung stützt Krischke durch eine Aufzählung an Beispielen aus dem alltäglichen Leben, wie „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und '''Internetinfo[s]'''“ (Z. 2 ff.). Allerdings ergänzt Krischke wenig später, dass diese Form der Kommunikation als Plaudermedium dient (vgl. Z. 8) und somit „[v]on den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt [ist]“ (Z. 8 f.). Die Metapher '''[und Hyperbel]''' „Lichtjahre entfernt“ (ebd.) verdeutlicht, dass eine Distanz zwischen Plaudersprache und Hochsprache vorhanden ist. In diesem Zusammenhang greift der Autor den Titel des Textes noch einmal als Beispiel auf. Seiner Ansicht lassen „Gebilde wie ‚booaaa mein dad voll eklich wg schule –stöhn* haste mo zeit? hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]‘ lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9 ff.). Diese Ansicht ist insofern nachvollziehbar, als dass das im Beispiel angeführte Satzgebilde in grammatikalisch korrekter Hochsprache ‚Mein Vater ist verärgert. Hast du morgen Zeit? Hab dich lieb‘ lauten müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den zweiten Sinnabschnitt des Textes leitet der Autor mit der aus dem ersten Abschnitt resultierenden Frage „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff.). Auffallend ist bei dieser Frage die Metapher „sprachliche Trümmerlandschaft“ (ebd.). Die Metapher verbildlicht das negative Bild des Autors von der von ihm als solche bezeichneten Plaudersprache. Weiterhin hat die Frage, insbesondere auch durch die spezifische Aufzählung, die Intention, dass der Leser sich seine eigene Meinung bilden muss und demnach angeregt wird den Text weiter zu verfolgen um sich über die Argumente und Sichtweisen des Autors zu informieren. Krischke argumentiert im Folgenden mit der Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich, welche Laut dem Autor „dieser Frage auf den Grund gegangen ist“ (Z. 16). Er erläutert sie habe „[m]it ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, verfasst von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 16 ff.). Verglichen wurden diese mit über 1100 Texten in Form von SMS, E-Mails, Chat-Beiträgen und Mitteilungen in sozialen Netzwerken, die in der Freizeit von denselben Jugendlichen verfasst wurden (vgl. Z. 18 ff.). In dieser Studie wurden neben „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik [ebenso] Wortschatz, […] Stil und […] Aufbau der Texte“ (Z. 23) untersucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Stellungnahme:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle anderen Sprachen auch, ist die deutsche Sprache einem stetigen Wandel unterzogen. In der modernen Welt bleibt es daher nicht aus, dass auch Begriffe aus anderen Sprachen in den deutschen Sprachgebrauch aufgenommen werden. Besonders häufig stammen diese Begriffe aus dem Englischen, sogenannte Anglizismen. Anglizismen sind schon lange keine Seltenheit mehr und gehören zum allgemeinen Wortschatz dazu. Begriffe wie Smartphone, Internet, joggen, Promi sind daher schon seit Langem keine Fremdwörter mehr, sondern allgemein bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptursache für die Übertragung der englischen Begriffe ins Deutsche liegt in der Globalisierung, oder konkreter gesagt in der Vernetzung der Welt. Durch den stetigen Austausch in Form von Kommunikation, Handel, aber auch Personen kommt es zu einer Vermischung der Kulturen und Sprachen. In der Kommunikation geschieht dies auf Grund der Tatsache, dass es sich bei Englisch eine Weltsprache handelt. Eine Weltsprache, die viele Menschen beherrschen ermöglicht eine direkte Kommunikation, sodass keine Dolmetscher benötigt werden. Deutlich bemerkbar macht sich der Umstand, dass es eine Sprache gibt, in der es möglich ist vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen den Zugang zu wichtigen Informationen schnell und verständlich möglich zu machen, in der Wissenschaft. Forschungsergebnisse, Erfahrungen und Bitten um Hilfe können in Englisch rund um die Welt verbreitet werden und somit zum einen die nationale Wissenschaft, aber auch die allgemeine Medizin und die Lebensweise der Menschen bereichern. &lt;br /&gt;
Auch im Handel ist auf die englische Sprache nicht zu verzichten. Von kleinen Geschäften zwischen Privatpersonen, bis hin zu großen Konzernaufträgen, laufen Gespräche, Verträge und Transport auf Englisch ab. Aber nicht nur der Transport der Waren ist eine Ursache für die Aufnahme von Anglizismen ins Deutsche, sondern auch die Waren an sich. Beispielsweise gibt es Produkte für die es gar keine deutsche Bezeichnung gibt, wie beispielsweise „Tablet“. &lt;br /&gt;
Weiterhin werden englische Begriffe aber auch durch die Wanderbewegung der Menschen verbreitet. Es ist heute völlig normal, dass ein Engländer in Deutschland lebt. Er arbeitet hier, hat einen Freundeskreis, hält sich an die geltenden Konventionen und Traditionen. Allerdings bringt er seine Kultur und somit auch seine Sprache in sein neues Heimatland mit. Besonders in der Gastronomie wird dies deutlich. In einem Restaurant ist es durchaus üblich ein Steak zu bestellen oder in einem Café einen Tee zu trinken. Beides Bezeichnungen und Gerichte bzw. Getränke die aus englischsprachigen Ländern stammen. &lt;br /&gt;
Als letzter Punkt wären ebenso die sozialen Medien zu nennen, die heute von mehreren Millionen Menschen genutzt werden. Facebook, Instagram und Twitter sind in der modernen Zeit stetige Wegbegleiter und nicht mehr aus dem gesellschaftlichen Miteinander wegzudenken. Der Kontakt mit anderen Menschen war noch nie zuvor so leicht herzustellen, genauso wie sich über die aktuellen Geschehnisse in der Welt zu informieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der Anglizismen brachte jedoch einige Konsequenzen mit sich. Zum einen ist der Sprachverlust zu nennen. Es wird heute nicht mehr als nötig empfunden für englische Produkte eine deutsche Bezeichnung zu erfinden. Im Gegenteil, es werden sogar eher englische Begriffe verwendet, als Deutsche. Besonders deutlich wird dies an den Substantiven „Team“ und „Trainer“. Es ist, besonders bei Jugendlichen, da diese stärker im Kontakt mit der englischen Sprache stehen, selbstverständlich den Begriff „Team“ anstelle des deutschen Begriffs „Mannschaft“ zu verwenden. Für die Bezeichnung „Trainer“, die ebenso aus dem Englischen stammt, gibt es noch nicht mal mehr ein deutsches Synonym. Eine weitere Konsequenz für die Sprache ist nicht nur die Überführung einzelner Begriffe ins Deutsche, sondern ganzer Satzstrukturen, die die geltende Grammatik und Rechtschreibung in Frage stellen. Ein anderer Aspekt ist darüber hinaus die Sprachbarrieren die zwischen den einzelnen Generationen entstehen. Während die Jugend sich schnell an die neuen Begrifflichkeiten gewöhnt und diese im Alltag einsetzt, so ist dies bei deren Eltern schon seltener und es treten oftmals Verständnisschwierigkeiten auf. Besonders schwerwiegend sind diese dann zwischen Enkeln und Großeltern, da diese in der Schule meist kein Englisch gehabt hatten und es auch im privaten Gebrauch nur selten relevant war.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich daher festhalten, dass Anglizismen die moderne Welt in der Wissenschaft, im Handel und allgemein im Zusammenleben der Menschen bereichert haben. Allerdings sind auch die schwerwiegenden Konsequenzen für die nationale Sprache zu beachten. Somit stehen negative Aspekte wie Sprachverlust, Grammatikverfall und fehlerhafte Rechtschreibung den positiven Seiten der Anglizismen gegenüber.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Krischke</id>
		<title>CFS T-Klassen/Reflexionen über Sprache/Krischke</title>
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				<updated>2018-10-04T22:21:32Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Aufgabe 2: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Krischke: ''Schreiben in der Schule - booaa mein dad voll eklich wg schule (2011)'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Aufgabe: Textanalyse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Aufgabe: Stellungnahme zu Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 1:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext &amp;quot;Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert den Sprachgebrauch bei digitalen Kommunikationsformen sowie dessen vermeidlichen Auswirkungen auf die Sprache in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text setzt ein mit dem Teil der  Überschrift &amp;quot;booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, welche als Beispiel für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken dienen soll. So werden schon zu Beginn, die Kategorien aufgezeigt, die beim Sprachgebrauch in den sozialen Netzwerken vernachlässigt werden, wie die Grammatik oder die Groß- und Kleinschreibung. Hinzu kommt, dass Jugendliche häufig Interjektionen und Anglizismen verwenden. Für ältere Außenstehende ist diese Art des Deutschen oft schwer zu verstehen, was zu Kommunikationsproblemen führen kann. Im Anschluss an die Überschrift folgt ein Untertitel, der das Fazit des Textes vorweg nimmt( vgl. Z.1). Dieser ist antithetisch formuliert, wobei die Antithese durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Aber&amp;quot;(ebd.) eingeleitet wird. Dadurch wird klar, dass nicht die sozialen Netzwerke, die Schuld an fehlerhaften Texten in der Schule haben, sondern ein andere Grund vorhanden sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text und somit auch der erste Sinnabschnitt (Z.2-13), welcher dem Leser die Situation der Jugendlichen näher bringt, setzt ein mit der rhetorischen Frage &amp;quot;Kinder lesen zu wenig?&amp;quot;(Z.2) und dessen Antwort &amp;quot;Von wegen&amp;quot;(Z.2). So wird, vor allem durch die Antwort, hervorgehoben, dass Kinder sogar sehr viel lesen. Die darauffolgende These &amp;quot;Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot;(Z.2f). Krischke meint damit die ständige Konfrontation mit Texten, sei es auf dem Smartphone oder auf dem PC. Die weitere Erläuterung der These durch Maßangaben wie &amp;quot;Millionen von&amp;quot;(Z.3) und &amp;quot;Stunden&amp;quot;(Z.4), verdeutlichen hierbei den hohen Konsum der Jugendlichen, bezogen auf die sozialen Netzwerke. Dadurch, dass Krischke den Begriff &amp;quot;Lektüre&amp;quot;(Z.5) im Zusammenhang mit &amp;quot;SMS - Nachrichten&amp;quot;(Z.5) verwendet, wird ein Kontrast geschaffen. DAs Wort &amp;quot;Lektüre&amp;quot; (ebd.) wird normalerweise im schulischen Bereich verwendet, was den Zusammenhang zwischen den sozialen Netzwerken und der Schule aufzeigt: die Texte. Durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Trotzdem&amp;quot;(Z.6) wird die Antithese eingeleitet, dass bei &amp;quot;Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf&amp;quot;(Z.6f.) kommt. Denn das viele Lesen fördere nicht den adäquaten Sprachgebrauch in der Schule. Der darauffolgende Satz &amp;quot;Denn das Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot;(Z.7f.) enthält die vier Neologismen &amp;quot;Simmsern, Chattern und Twitterern [...] Plaudermedium&amp;quot;(ebd.) welche die die neue Art des Schreibens unterstreichen. Nach Krischke, ist also der größte Unterschied zwischen Texten in der Schule und Texten in der Freizeit die Unwichtigkeit der schulischen Texte. Dass, der Unterschied zwischen den &amp;quot;Normen der Hochsprache&amp;quot;(Z.8) und der &amp;quot;Sprechschreibe&amp;quot;(Z.9), sehr hoch ist, untermauert Krischke durch die Hyperbel &amp;quot;Lichtjahre&amp;quot;(Z.9). Die Sprache in der Schule und die Sprache in sozialen Medien ist also sehr unterschiedlich, was zu Kommunikationsproblemen oder schlechteren Ergebnissen in der Schule führen könnte. Im folgenden listet Krischke einige Beispiele für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken auf (vgl. Z.9-10). Diese sind ebenso wieder von Anglizismen, fehlender Grammatik, fehlender Groß - und Kleinschreibung und Interjektionen geprägt. Durch die hyperbolische Beschreibung, dass &amp;quot;Freunde des Dudens [...] zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.) wenn sie diese sprachlich falschen Sätze hören, wird der Unterschied zwischen dem korrektem Deutsch, das im Duden widergespiegelt wird, und dem, welches die Jugend beim Chatten verwendet, hervorgehoben. Die Frage ob &amp;quot;Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, eine präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?&amp;quot; (Z.12ff.) leitet in die darauffolgende Erläuterung ein, und formuliert, das, was der Leser sich denkt. Durch die Metapher &amp;quot;sprachliche[n] Trümmerlandschaften&amp;quot;(ebd.) wird noch einmal unterstrichen, wie Weit und extrem die Fehler ausgeprägt sind, die die Jugendlichen in sozialen Netzwerken verwenden. Außerdem veranschaulicht die Aufzählung, von formalen Aufsätzen, dass es heutzutage immer noch nötig ist die deutsche Sprache in richtiger Form zu beherrschen. Im Berufsleben haben die Betroffenen ansonsten schlechte Karten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt erstreckt sich von Z.15- 29 und erläutert die Studie von &amp;quot;Christa Dürscheid&amp;quot;(Z.15). Das hinzufügen von einer wissenschaftlichen Studie einer &amp;quot;Germanistik-Professorin&amp;quot;(Z.15) stützt Krischkes Argumentation insofern, dass sich seine Thesen belegen lassen. Dürscheid zeigt mit &amp;quot;1000 Deutschaufsätze[n]&amp;quot; und &amp;quot;1100 Texte[n] [...], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS- Meldungen, E-Mails, Chat Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten&amp;quot;(Z.19-21), eine große Bandbreite an Quellen für ihr Ergebnis, was die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis richtig ist, erhöht. Im nächsten Satz hebt Krischke hervor, dass &amp;quot;sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot;(Z.21ff.) befassten. Dadurch verdeutlicht Krischke, dass sich in der Studie mit jeglichen Facetten der Sprache befasst wurde und es sich auf Grund dessen um eine umfangreiche Studie handelt. Unterstützt wird dies durch die Konjunktion &amp;quot;sondern&amp;quot;(ebd.), die die vermeintlich unwichtigeren Facetten der deutschen Sprache hervorhebt.Als Fazit formuliert Krischke, dass keine Gemeinsamkeiten zwischen den &amp;quot;sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation&amp;quot;(Z.24f.) und den &amp;quot;Schultexten&amp;quot;(Z.25) gefunden. Die Frage, o soziale Medien einen negativen Einfluss auf die Beherrschung der deutschen Sprache haben, lässt sich also mit Nein beantworten. Krische fügt hinzu, dass bei diesem Ergebnis kein Unterschied zwischen &amp;quot;Berufsschüler[n]&amp;quot;(Z.26)  und &amp;quot;Gymnasiasten&amp;quot;(Z.26) festgestellt wurde. Das die sprachlichen Schwierigkeiten etwas mit der Intelligenz zu tun hat, lässt sich also nicht sagen. Im darauffolgendem Zitat von Christa Dürscheid , hält Krischke noch einmal fest, dass den Schülern durchaus bewusst sei, das ein Unterschied zwischen beiden &amp;quot;Schreibwelten&amp;quot;(Z.27) herrscht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt (Z.29-34) führt das Fazit weiter aus. Wolfgang Krische ist der Meinung, das Ergebnis der Studie sei kein &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen&amp;quot;(Z.29f.). Durch die Metapher &amp;quot;zurücklehnen&amp;quot;(ebd.) untermauert Krischke, dass &amp;quot;die Schultexte [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot;(Z.32f.) sind. Die größten Fehlerquoten seien in der &amp;quot;REchtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot;(33f.) zu finden. Hier sollten die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(ebd.) also besonders nachhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.34-39) beschäftigt sich mit einem möglichen Grund für die negative Entwicklung der Anwendung der deutschen Sprache, wobei er &amp;quot;Die Entwicklung[...] in den siebzieger Jahren&amp;quot;(Z.35) nennt. Die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(Z.35) hätten &amp;quot;die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigt&amp;quot;(Z.35f.), womit Krischke veranschaulichen will, das Lehrer damals anfingen Rechtschreibregeln zu etablieren, anstatt die Kinder auswendig lernen zu lassen. Seine eigene Meinung gibt er Preis, indem er diese Methode als &amp;quot;begrüßenswerten Trend&amp;quot;(Z.37) definiert, wahrscheinlich, weil er pädagogische Vorteile hat. Durch die Metapher &amp;quot;auf Kosten 'harter' Sprachfähigkeiten&amp;quot;(Z.37) verdeutlicht Krischke, dass sich der neue &amp;quot;Trend&amp;quot;(ebd.) auf das Beherrschen der deutschen Sprache, &amp;quot;wie der Orthografie&amp;quot;(Z.38), stark negativ ausgewirkt hat. Zum Schluss hebt Krischke noch hervor, dass die Auswirkungen des &amp;quot;Trends&amp;quot;(ebd.) so extrem waren, dass man hätte denken können, &amp;quot;Formale Korrektheit&amp;quot;(Z.38) sei schon &amp;quot;bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot;(Z.39). Das Beherrschen der deutschen Sprache sei also etwas gewesen, dass gesellschaftlich nicht hoch angesehen war, das als &amp;quot;angeberisch&amp;quot; wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke der Frage auf den Grund geht, ob die sich die sozialen Netzwerke negativ auf die Sprachfertigkeiten auswirken, indem er seine Thesen mit Metaphern, Neologismen und Hyperbeln hervorhebt. Er stütz sich in seinem Sachtext auf die Studie Christa Dürscheids, die als Antwort auf die Frage, mit Nein antwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 2:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge verschiedener Ursachen und Konsequenzen, beeinflussen Anglizismen die deutsche Sprache enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahrscheinlich wichtigste, zu benennende Ursache ist die Globalisierung. Menschen von verschiedenen Ländern haben mehr Möglichkeiten zu kommunizieren und tauschen im Zuge dessen ihre Muttersprachen miteinander aus. Da Englisch die Weltsprache ist sie die Sprache, die im Austausch am meisten verwendet wird. Die Sprache verbreitet sich also am schnellsten und einzelne Wörter, also Anglizismen, werden in eine andere Sprache eingebürgert. Besonders soziale Medien bieten einen Raum für den Austausch von verschiedenen Sprachen und besonders der englischen Sprache, sodass besonders dort Anglizismen hervorgebracht werden. Da die jüngeren Generation mit diesen sozialen Medien aufwachsen, etablieren sie die Anglizismen meist auch in der Gesellschaft. &lt;br /&gt;
Dies führt auch schon direkt zu den Konsequenzen. Denn Anglizismen werden hauptsächlich von jungen Leuten verwendet, sodass es bei der Verwendung zu Verständnisschwierigkeiten kommen könnte. Besonders wenn ältere Menschen sich mit jüngeren Menschen verständigen kommt es zu Schwierigkeiten, da die Älteren die Anglizismen oftmals nicht verstehen. Dies führt zu einer Distanz zwischen Alt und Jung, da die Kommunikation schwieriger wird und beide Fraktionen sich Missverstanden fühlen. Zudem kommt es zu einem Verlust der deutschen Sprache, da deutsche Wörter durch die Anglizismen ausgetauscht werden. Deswegen könnte man auch sagen, dass Tradition verloren geht und verschiedene Länder ihre Kultur und Einzigartigkeit in der Sprache verliert. Trotzdem ist hervorzuheben, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen besser zusammenfinden, da sie einige Gemeinsamkeiten durch Anglizismen aufweisen. Die Kommunikation wird also gestärkt und bringt die Möglichkeit voneinander zu lernen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass bei den Ursachen besonders die Globalisierung, die Zunahme der Verwendung von sozialen Netzwerken und die Etablierung des Englischen als Weltsprache hervorzuheben ist. Die Konsequenzen lassen sich anhand der Verständigungsschwierigkeiten, des Verlust der deutschen Sprache und der besseren Kommunikationsmöglichkeiten zwischen verschiedener Länder zusammenfassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht. Inhaltlich befasst sich das Schriftstück mit den sich verschlechternden schriftsprachlichen Fähigkeiten von Schülern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seine Überschrift „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ zeugt von einer fehlerhaften Satzstruktur bzw. Grammatik, welche durch Anglizismen bereichert ist. Die hohe Fehleranzahl allein schon in einem Satz,untermauert bereits Wolfang Krischkes Auffassung, dass der heutige Schreibstil der Schüler an deren Sprechweise angeglichen sei und stellt somit ein repräsentatives Beispiel seiner These dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Textauszug setzt mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z.2) ein, welche jedoch von der adversativen Konjunktion „aber“(ebd.) relativiert wird. Dadurch wird untermauert, dass Krischke zwar der Auffassung ist, dass Simsen bzw. die Digitalisierung allgemein keinen negativen Einfluss auf die schriftliche Kompetenz von Schülern habe, sie jedoch „heute fehlerhafter als früher“ (ebd.) sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text beginnt mit der Frage, ob sich Kinder heutzutage zu wenig mit Literatur befassen würden (vgl. Z.3). Diese Begebenheit wird jedoch unmittelbar von dem Autor verneint, da er der Meinung ist, dass „[sie] wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z.3f.). Um seine These zu verdeutlichen verwendet der Autor eine Akkumulation für alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit Lesen und Schreiben in Verbindung kommen (vgl. Z.4ff.).   Der Autor bezieht seine Beispiele aus dem medialen Alltag, um seine Behauptung und seinen komplexen Gedankengang den Lesern verständlich zu machen. Auffällig ist hier die sich durch den kompletten Text ziehende hypotaktische Syntax, welche die erläuternde Rolle von Wolfgang Krischke hervorhebt und zu einer detailreichen Erklärung verhilft. Des Weiteren erkennt man an der von Krischkes benutzen Alltagssprache, dass sich sein Sachtext an die allgemeine Leserschaft richtet. Durch die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z.6) leitet der Autor ein, dass dieses Phänomen, des häufigen Lese- und Schriftkontakts, jedoch nicht nur Vorteile mit sich bringt, da Schüler diese Medien als „Plaudermedium“ (Z.8) benutzen würden, um zwanglos miteinader zu kommunizieren. Jedoch stellt diese Zwanglosigkeit eine Problematik dar, da nicht auf eine korrekte Schreibweise geachtet wird. Dieser von Krischke aufgestellter Neologismus akzentuiert, dass er der Auffassung ist, dass Schüler ihren Schreibstil ihrer alltäglichen Sprechweise angleichen würden und dieser daher immens abgewandelt von der Hochsprache wäre (vgl. Z.9f.). Als Beispiel für diese an die Sprechweise angeglichene Schriftart repetiert Wolfgang Krischke hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklig wg schule […]“ (Z.9f.). Im weiteren Verlauf stellt Krischke die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z.12ff.) und regt dadurch seine Leserschaft zum Nachdenken an, da er die Problematik der fehlerhaften Schultexte auf das zukünftige Berufsleben bezieht. Die Metapher „sprachliche[…] Trümmerlandschaften“ (ebd.) betont das Ausmaß sprachlicher Fehler in der Sprache, welche sich in den Texten im Internet, jedoch auch in der Schule bemerkbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um auf seine Frage näher einzugehen, bezieht er sich auf das Experiment von der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid, welche Deutschaufsätze von 16- bis 18-jährigen Schülern mit deren freizeitlichen Texten verglichen und sich „nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z.21ff.) interessiert hat. Diese Akkumulation verdeutlicht, dass es sich also um eine genaue Analyse der Schriftstile handelt, wodurch sie seriös wirkt. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Schultexte habe (vgl. Z.23ff.). Um das Resultat zu untermauern, bezieht der Autor sich auf das Zitat von Christa Dürscheid, welche der Auffassung ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.). Wolfgang Krischke relativiert diese Aussage jedoch, indem er meint, dass die Studie keinesfalls eine Rechtfertigung der Problematik in der fehlerhaften Sprache darstellt (vgl. Z.29ff.). Der Autor ist zwar der Auffassung, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z.31f.), jedoch seien die untersuchten Texte „alles andere als fehlerfrei“ (Z.33).  Diese Anschauung des Autors akzentuiert die Menge an Fehlern in Schultexten, welche eine Problematik darstellen und sie „vor allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung […] sie deutliche Defizite auf[weisen]“ (Z.33ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine These der Leserschaft zu veranschaulichen versucht der Autor einen Erklärungsansatz für das Phänomen darzulegen (vgl. Z.34f.). Die eigentliche Ursache der wachsenden Fehlerquote in Schultexten, sei „die Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z.34ff.). Die Erläuterung verdeutlicht nochmals, dass Krischke die Netzwerkkommunikation nicht als Verursacher sieht, jedoch „[ging] dieser eigentlich begrüßenswerte Trend […] auf Kosten „harter“ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z.36ff.). Die Ausdrucksweise „eigentlich begrüßenswert[…]“ (ebd.) untermauert, dass der Autor im Grunde genommen für eine freies Schreiben ist, jedoch wird mit dem Paritkel „eigentlich“ (ebd.) veranschaulicht, dass er der Meinung ist, dass formale Korrektheit so eine Barriere für die Schüler dargestellt hat und „ geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein“ (Z.38f). Die These verdeutlicht, dass die korrekte Schreibfertigkeit immer weniger verwendet wurde und nicht mehr als Selbstverständlich galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich erkennen, dass der Autor Wolfgang Krischke grundsätzlich die Netzkommunikation nicht als Verursacher der fehlerhaften Texte sieht. Jedoch ist er der Meinung, dass die Texte vermehrt Fehler aufweisen als die früheren. Krischke belegt seine Meinung an Metaphern, adversativen Konjunktionen und an dem Beispiel der Züricher Studie, welche seinen Text seriös wirken lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und die daraus resultierenden Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Wörter, welche aus der englischen Sprache in den Wortschatz einer anderen, aufgenommen wurden. So steht auch die deutsche Sprache im stetigen Wandel und nimmt Wörter aus allen Teilen der Welt, insbesondere aus dem Englischen auf. Auch heutzutage stellen Anglizismen ein zentrales Thema in der Gesellschaft dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache für diese sogenannten Anglizismen ist, dass Englisch das Französisch und Griechisch abgelöst hat und somit als Weltsprache gilt. Durch eine sich stets verbessernde Ausbildung der Bürger, kann die Bevölkerung im beruflichen sowie öffentlichen Leben an dieser Entwicklung teilhaben. Somit können Begriffe, beispielsweise der Wirtschaft, schnell einen Weg in die Alltagssprache finden. Aber auch spielt die Globalisierung eine wichtige Ursache für den Sprachwandel und somit für die Anglizismen dar, da die Menschheit durch sie die Möglichkeit bekommen mit anderen Ländern zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bleibt dieser Sprachwandel nicht ohne Konsequenzen. Einige Bürger sind der Meinung, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit eine Schwierigkeit in der Kommunikation darstellen. Beispielsweise verstehe die ältere Generation die Fremdwörter, aufgrund ihrer mangelnden Englischkenntnisse, nicht und würde folglich von der Kommunikation ausgeschlossen. Des Weiteren seien die Anglizismen für den Verlust deutscher Worte und was das Deutsche auszeichnet verantwortlich. Denn die Sprache beinhaltet Geschichte und Kultur. Verliere man also die aktuelle Sprache, verliere man auch die eigene Identität und Individualität der Sprache. Weitreichend verliere die deutsche Sprache in der Welt immer mehr an Bedeutung. Des Weiteren führt die verkürzte Sprache dazu, dass Jugendliche immer mehr Fehler in ihre Texte einbauen, was u.a. in dem Sachtext „Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg Schule“ von Wolfgang Krischke thematisiert wird. Doch die Verkürzung der Sprache wirft nicht nur Schatten auf die Jugendlichen, denn sie führt auch zu einer allgemeinen Verflachung der deutschen Sprache durch unreflektierte Sprachnutzung und so zu einem Rückgang von Präzision.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen diese Sprachwandel als kein neues Phänomen an, da sie der Auffassung sind, dass alle Sprachen der Welt dem Sprachwandel aufgrund der Globalisierung unterworfen seien und es Sprachwandel schon immer gegeben habe. Anglizismen würden nach ihnen nur ein Ergebnis von Kommunikation darstellen, welches nicht beabsichtigt sein müsse. Des Weiteren würde die Sprache dadurch modernisiert, dass sie sich an die Weltsprache anpasst und die Sprachverständigung gefördert werde. Ebenso schreite die Globalisierung durch die Vernetzung der Sprachen besser voran, da sich alle mit der Weltsprache Englisch verständigen würden. Des Weiteren seien einige Bereiche der Sprache nicht regulierbar z.B. die Jugendsprache, da laut den Befürwortern der Anglizismen der Sprachwandel insbesondere ein Phänomen der mündlichen Sprache sei. Jugendliche würden demnach anders schreiben als sie reden, was die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid in dem vorliegenden Sachtext betont. Laut ihr können „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.). Allgemein seien Versuche, die Sprache zu reglementieren ein Eingriff in die Freiheit des Menschen und schwierig durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es durchaus einige Kritiker der Anglizismen gibt. Jedoch ist grundsätzlich zu sagen, dass sich der Sprachwandel nicht aufhalten lässt und die deutsche Sprache Fremdwörter seit Jahren erfolgreich integriert. Außerdem verschwinden viele Fremdwörter wieder aus dem Sprachgebrauch, da sich meistens nur die Wörter durchsetzen, die in der Gesellschaft eine allgemeine Akzeptanz erlangen, beispielsweise der Begriff „Hobby“. Des Weiteren stellt Englisch die essentiellste Sprache der heutigen Zeit dar, sodass eine Anpassung der deutschen Sprache an die englische Sprache die Sprachverständigung fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''1.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext “Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule”, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert den Grund für fehlerhafte Sprache der Schüler in Bezug auf elektronische Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung in die Thematik beginnt schon mit dem Titel, der nicht nur ein repräsentatives Beispiel für eine von einem Schüler verfasste SMS darstellt, sondern gleichzeitig die Vielzahl der Fehler veranschaulicht. Denn im Satz “booaaa mein dad voll eklich wg schule” fehlt nicht nur ein Prädikat, auch die Grammatik ist falsch, sowie die Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung. Darüber hinaus ist er umgangssprachlich formuliert, enthält einen Anglizismus und eine Interjektion. Diese Veranschaulichung zeigt exakt die Stellen, an denen Schüler in der deutschen Sprache Probleme hätten, sodass der Titel direkt zu Beginn die Problematik aufzeigt, dass Schüler zu viele Fehler machen würden. Dazu antithetisch steht der erste Satz des Untertitels “Simsen macht Schüler nicht dumm” (Z.1), der gleichzeitig eine These ist. Diese Behauptung deutet an, dass der Autor der Meinung ist, dass diese Form des Simsen nicht unbedingt einen negativen Einfluss auf die geschriebene Sprache der Jugendlichen habe, obwohl sie meist, wie im Titel veranschaulicht, sehr viele Fehler aufzeigen. Auf der anderen Seite deutet Krischke, eingeleitet durch eine adversative Konjunktion, mit der These “Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher” (Z.1) bereits an, dass das Problem die Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter als früher, nicht direkt im Zusammenhang mit fehlerhaften Textnachrichten in Verbindung stehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit “Kinder lesen zu wenig?” (Z.2) beginnt der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) vom Sachtext, der zugleich eine heutzutage oft vertretene Meinung mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (Z.2) dementiert. Mit dieser Frage verdeutlicht Krischke seinen Standpunkt bezüglich der Vor- und Nachteile zum Thema soziale Medien, in dem er mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (ebd.) die Behauptung aufstellt, Kinder lesen heute viel mehr als man denkt, was er durch den danach folgenden Satz “Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute” (Z.2f.) sogar zuspitzt. Er behauptet also nicht nur, dass Kinder viel lesen, sondern auch, dass sie mehr als je zuvor lesen würden. Die These untermauert er durch die darauffolgenden Beispiele, die Situationen oder Möglichkeiten zeigen, wo Kinder tagtäglich lesen. Dabei umfasst bei genauerer Betrachtung das “[t]äglich[e] Tippen [...] von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten” (Z.4f.) und das “[V]erbringen [von] Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos” (Z.4ff.) den Bereich der elektronischen Medien. Daraus resultierend wird hier also aufgezeigt, dass Kinder aufgrund von modernen Möglichkeiten viel lesen, jedoch das alte, “klassische” Lesen von Printmedien wie Buch und Zeitung überholt sei. Anhand der adversativen Konjunktion und des Satzes “Trotzdem kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf” (Z.6f.) lässt sich jedoch sagen, dass das Lesen von SMS-Nachrichten etc. jedoch nicht die beste Lösung sei, um richtige Grammatik, Rechtschreibung und Co. zu erlernen, also um fehlerfreie Texte zu schreiben. Der Grund dafür, weshalb dies nicht die beste Alternative sei, liefert der Satz “Denn den Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium” (Z.7f.). Das sogenannte plaudern hat den Zweck, sich gemütlich und zwanglos zu unterhalten, oft in kurzer sprachlicher Form. In Bezug darauf bezieht sich Zwanglosigkeit wieder rum auf einfaches schreiben, ohne auf Falsch und Richtig zu achten, sodass bei dem zwanglosen plaudern über beispielsweise Twitter sprachlich falsche Sätze herauskommen. Als Beispiel für solch einen Satz dient die Überschrift (ebd.). Unglücklich über die vermehrte Nutzung von Chats etc. sind “Pädagogen und Ausbilder[...]” (ebd.) also deshalb, weil diese ein unvorbildliches Lesemedium darstellen können, ganz im Gegensatz zu Büchern und Zeitungen, die von extra Ausgebildeten auf Orthografie geprüft werden, und bei denen man grundsätzlich davon ausgehen könne, dass sie fehlerfrei seien. Somit erklärt Krischke den Unterschied zu früheren Lesemöglichkeiten und weshalb Experten die eigentlich positiv klingende Entwicklung nicht für gut heißen. Da also Beispiele wie Chat-Nachrichten Plaudermedien seien, und somit oft in einer fehlerhaften Alltagssprache formuliert sind, seien sie “von den Normen der Hochsprache [...] Lichtjahre entfernt” (Z.8f.).  Damit wird gleichzeitig hyperbolisch das Ausmaß dieser Entwicklung angedeutet, wobei er dadurch auch betont, dass Schüler mit solch einer Vielzahl an Fehlern, wie im Titel dargestellt, nicht den eigentlichen Anforderungen gerecht werden und, dass die Unterschiede zwischen Hochdeutsch und der Sprache die Kinder zum plaudern benutzen immens seien. Ein weiteres Beispiel im nächsten Satz, sowie die Metapher “lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken” (Z.11f.), weisen wieder auf die Vielzahl der Fehler hin, sodass damit gleichzeitig die These, Schüler machten heute viel mehr Fehler als früher (vgl. Z.1) unterstützt wird. Zusammenfassend kann man sagen, dass Krischke im ersten Sinnabschnitt zwei Feststellungen macht. Zum einen stellt er heraus, dass Kinder heute mehr lesen also zuvor, jedoch überwiegend sprachlich Falsches, zum anderen stellt er die Behauptung auf, Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter. Mit der Frage “Können Jugendliche, die sich in diesen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?” (Z.12ff.) wagt er die Behauptung, dass diese beiden Thesen in Zusammenhang stehen könnten. Mit der Metapher “Trümmerlandschaften” (ebd.) wird noch einmal betont, wie weit einige SMS-Nachrichten von einem hochdeutschen Satz entfernt seien und wie zugespitzt die Situation sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.15-34) bezieht sich allgemein auf eine von Experten durchgeführte Forschung bezüglich dieses Themas. Dabei wurde diese Entwicklung von der Germanistik-Professorin Clara Dürscheid von der Universität Zürich erforscht, die sich mit 16- bis 18-jährigen Schüler aller Schulformen aus dem Kanton Zürich beschäftigt hat (vgl. Z.16ff.). Durch die detaillierte Erklärung des Ablaufes der Forschung gewinnt Krischkes Text an Glaubhaftigkeit und Seriösität, da er sich auf wissenschaftliche Ergebnisse beruft. Bei dem Experiment wurden die beiden Textarten, einmal die private und einmal die schulische, unmittelbar untersucht und verglichen auf verschiedene Aspekte wie “Rechtschreibung, Interpunktion[,] [...] Grammatik, [...] Wortschatz, [...] Stil und den Aufbau der Texte” (Z.22f.), womit die Genauigkeit der Forschung unterstrichen wird. Das Ergebnis stellt den überraschenden Wendepunkt des Textes dar: &amp;quot;In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.24ff.). Damit unterstreicht Krischke deutlich, dass der Grund weshalb die schulischen Texte heute fehlerhafter seien als früher, nicht an der Netzkommunikation läge, obwohl er, wie bereits erläutert, weiß, dass diese im Regelfall keine vorbildliche Sprache vorweisen kann. Dies spezifiziert er durch den Satz &amp;quot;Das  stellt das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Die von Christa Dürscheid zitierte Feststellung &amp;quot;'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen'&amp;quot;(Z.26f.) stellt ein wissenschaftliches Ergebnis dar, und ist somit ein Faktum, das für den weiteren Verlauf des Textes wichtig ist. Anhand von &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29f.) ist zu erkennen, dass die häufige Fehlerzahl eine andere Ursache habe, wobei durch die Erwähnung der &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot; (ebd.) angedeutet wird, dass die Quelle der Fehler nicht in der privaten Chatkommunikation läge, sondern tatsächlich in der Schule. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z.34-39) geht Krischke auf den eigentlichen Grund der Fehler ein, und greift dafür mit &amp;quot;Die Entwicklung begann in den siebziger Jahren&amp;quot; (Z.34f.) in die Vergangenheit, womit er gleichzeitig noch einmal betont, dass der Grund nicht in der modernen Netzkommunikation, die es schließlich in den Siebzigern noch nicht gab, lag, sondern schon weit vorher. Die Behauptung, die Fehler fingen an, &amp;quot;als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten&amp;quot; (Z.35f.) gibt indirekt den Schulen die Schuld für das Problem. Die positiv konnotierten Adjektive &amp;quot;frei&amp;quot; und &amp;quot;spontan&amp;quot; (ebd.) verstärken eine eigentlich positiv geformte Vorstellung des Schreibens, jedoch gehe dieser &amp;quot;eigentlich begrüßenswerte[r] Trend&amp;quot; (Z.37) auf die Kosten &amp;quot;'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.37f.), womit angedeutet wird, dass Schüler zwar inhaltlich freier und spontaner schreiben konnten, jedoch gleichzeitig auch sprachlich falsch. Mit dem Schlusswort &amp;quot;Formale Korrektheit verlor an Bedeutung, geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot; (Z.38f.) führt er eine Konsequenz dieser Entwicklung an und zeigt damit dass Orthografie etc. als überflüssig angesehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Krischke den Grund für fehlerhafte Texte der heutigen Schüler sucht und dabei erstmals auf die moderne Netzkommunikation eingeht. Dabei stellt er erstmal die These auf, Kinder lesen heute viel mehr als früher, jedoch sei die Art des Geschriebenen anders als früher. Zudem betont er, dass das private, elektronische Schreiben alles andere als sprachlich korrekt sei und dass zwischen diesem Aspekt und dem der fehlerhaften Texte eine Verbindung stehen könnte. Durch eine ausführliche Beschreibung einer Forschung zu genau dieser Thematik wird die Glaubhaftigkeit des Ergebnisses gefördert, dass da wäre, dass der Grund der Fehler nicht in der modernen Netzkommunikation läge. Schlussendlich nennt Krischke den wahren Grund, der das freie und spontane Schreiben sei, wobei er beispielsweise durch die Erwähnung der Entwicklung aus der Vergangenheit immer wieder betont, dass das &amp;quot;plaudern&amp;quot; über elektronische Geräte, nicht die sprachliche Korrektheit der Schüler beeinflusse. Dies wird verstärkt durch die Nutzung von verschiedenen sprachlichen Mitteln, wie von Beispielen, Thesen, Zitate von Experten, Hyperbolen und Aufzählungen, sowie einem wechselnden hypotaktischen und parataktischen Satzbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  Aufgabe&lt;br /&gt;
Wortbildungen die aus dem Englischen übernommen werden und in eine Sprachgemeinschaft eingeschlossen werden, nennt man Anglizismen. Dass diese Anglizismen heutzutage einen großen Einfluss auf den deutschen Sprachraum haben, ist kein Geheimnis. Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen derer erörtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Ursache behandelt die Globalisierung und die Internationalität der Welt. Diese beinhaltet mehrere Faktoren wie beispielsweise das Internet, das den Menschen überall auf der Welt die Möglichkeit bietet sich mit anderen zu vernetzen und zu verständigen.  Dadurch sind Apps wie WhatsApp, Instagram und Facebook entstanden, die man heute soziale Netzwerke nennt. Neben diesen Apps existieren tausend andere Möglichkeiten mit anderen zu kommunizieren. Am Erfolg dieses Konzepts lässt sich messen, wie sehr Internationalität die Menschen anspricht und dass die Menschen  über den Tellerrand hinaus blicken möchten. Jedoch braucht es in so einer globalen Welt eine Sprache zur Verständigung die jeder spricht. Da Großbritannien aufgrund seines historischen Hintergrundes Kolonien rund um die Welt hatte, ist die englische Sprache beinahe auf jedem Kontinent vertreten, sodass sie zur sogenannten „Verkehrssprache“ wurde.  Die Verkehrssprache ist die Sprache, auf die Menschen in der Regel als erstes zurückgreifen, wenn sie nicht ihre Muttersprache nutzen können. Diese beiden Faktoren, der Wunsch nach Globalisierung und Englisch als Verkehrssprache, sind die Hauptursachen des ins Deutsche integrierte Englisch. Daraus entstehen wiederrum die Konsequenzen, dass es im Beruf immer wichtiger wird Englisch oder mehr Sprachen sprechen zu können, oder dass Schulen damit anfangen, bereits im frühen Alter Englisch zu unterrichten. Die Folgen wiederrum machen das Können von Englisch zu einem Muss, sodass vereinzelte englische Wörter ins Deutsche miteingebunden werden. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Grund für Anglizismen sind die USA, da sie in der modernen Welt das Vorbild für jegliche Trends in Deutschland ist. Die Vereinigten Staaten, bekannt als das Land der Träume, sind ein Land mit viel Einfluss. Vor allem junge Leute nehmen sich ein Vorbild an dem was Amerikaner tun, oder sehen ihr Idol in amerikanischen Prominenten, da diese meist auf der ganzen Welt berühmt sind. Nachgeahmt werden der Kleidungsstil, der Lebensstil und auch die Sprache, die ebenfalls Englisch ist. Dadurch steigt das Interesse am Englischen und der Wille Englisch sprechen zu können. Jedoch wird nicht immer zwischen Deutsch und Englisch unterschieden, Englisch findet oft den Weg durch Anglizismen den Weg ins Deutsche. Ein weiterer Grund dafür ist gleichzeitig die dadurch entstehende Konsequenz. Denn Englisch ist weitaus kürzer und weniger kompliziert aufgebaut als Deutsch, ein Beispiel dafür sind die Artikel. Das Deutsche hat drei Artikel: „der“, „die“ und „das“, während das Englische mit „the“ auskommt. Zudem sind Wörter wie „Team“, „Online“, „Laptop“, „Display“, „Mom und Dad“ und viele weitere viel kürzer und einfacher formuliert als „Mannschaft“, „im Netz“ und „Computerbildschirm“. Da diese Terme einfacher und kürzer sind, werden sie übernommen und eingebürgert, sodass sie heute ein fester Bestandteil der deutschen Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenzen dieser Entwicklung und Anglizismen für die deutsche Sprache sind, dass viele auch im Deutschen vereinfachen und abkürzen. Ein Beispiel dafür sind die vier Fälle, wobei der Dativ und der Genitiv (Wem?, Wessen?) zu einem Fall zusammengefasst werden, sodass aus „das ist die Jacke des Lehrers“ „das ist die Jacke von dem Lehrer“ wird.  Durch die ständige Konfrontation mit dem Englischen (ausgelöst durch die Globalisierung) schauen sich viele den Satzbau, die Wörter und die Grammatik des Englischen ab und übertragen sie auf das Deutsche. Die deutsche Sprache verliert damit an ihrem einzigartigen deutschen Charakter und wird an die heutige Zeit angepasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem lässt sich sagen, dass vor allem junge Leute davon betroffen sind, da sie die Hauptaltersgruppe der sozialen Netzwerke sind, die dies an die kommende Generation weitergeben werden. Es lässt sich also zusammenfassend feststellen, dass Anglizismen aufgrund der Globalisierung ihren Weg in die deutsche Sprache gefunden haben und dass sie Vereinfachungen und Abkürzungen auslösen und dass diese Entwicklung im Lauf der Jahre aufgrund der jungen Generation weitergehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1 ===&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ von Wolfgang Krischke aus dem Jahr 2011 handelt von der Entwicklung der deutschen Sprache, welche sich wesentlich durch Deutschlehrer verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn erkennt man eine wesentliche Veränderung der deutschen Sprache im Titel. So werden oftmals beim Schreiben   Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) sowie Anglizismen, was sich an „dad“ (ebd.) veranschaulichen lässt, verwendet. Außerdem wird kein Wert auf Groß- und Kleinschreibung gelegt, was sich an dem Nomen „schule“ (ebd) erkennen lässt. Zudem fällt der Rechtschreibfehler von dem Adjektiv „eklich“ (ebd.) auf, da es normalerweise „eklig“ geschrieben werden würde. Stattdessen werden Wörter so geschrieben, wie man sie in der Alltagssprache ausspricht. Die Verwendung von Abkürzungen lässt sich auch veranschaulichen an „wg“ (ebd.) was  so viel wie wegen heißen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im darauffolgenden wird die These „Simsen macht nicht dumm“ im Untertitel aufgestellt.   Allerdings wird im darauffolgenden die These durch eine Antithese widerlegt, welche durch die Konjunktion „[a]ber“ eingeleitet wird. Da es sich um eine Konjunktion handelt, ist zu sagen, dass dieser Satz auf den zuvor genannten Satz anschließt und  zu diesem gegensätzlich und somit diesem antithetisch gegenübersteht. So wird die These dass simsen nicht dumm machen würde berichtigt durch die Behauptung „ihre Texte [seien] heute fehlerhafter als früher“. Auffallend ist hierbei auch der Vergleich zwischen „früher“ und „heute“. Dieser Vergleich ist somit der Kern des Textes, da eben die Entwicklung der deutschen Sprache hinsichtlich der Fehler untersucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Frage „Kinder lesen zu wenig ?“ (Z. 1) beginnt Krischke. Diese Frage verneint er jedoch mit einem „von wegen“ (Z.1.). Somit räumt Krischke den Vorwurf beiseite, dass Kinder heutzutage nicht ausreichend viel lesen würden. Laut Krischke „haben sie [noch nie] so viel gelsen und geschrieben wie heute“ (Z. 1f.). Zusätzlich soll dies auch „[t]äglich“ (Z. 2) erfolgen. Durch das Adjektiv „täglich“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass es sich nicht um einen Ausnahmezustand handelt, dass Kinder schreiben und lesen würden, sondern dass dies schon eine ablaufende Routine sei. Allerdings „tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 2 f.). Die Zahl „Millionen“ (ebd.) ist hierbei eine Hyperbel, die verdeutlichen soll, das Jugendliche nicht wenig Nachrichten schreiben, sondern dass sie dort auch  viele Nachrichten verschicken und viel Zeit investieren, da sie „Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 2 ff.). Somit  lesen sie keine Bücher, demnach „Lektüren“ (ebd.), mehr, sondern lesen auf ihren Smartphones oder Computern. Jedoch bilden sie sich dort auch weiter, da sie sich im Internet informieren und dort nach „Infos“ (ebd.) suchen. Allerdings wird hier auch deutlich, dass durch die Medien Printmedien wie zum Beispiel Zeitungen oder Bücher, sowie Atlanten keine Bedeutung mehr spielen. „Pädagogen und Ausbilder“ (Z. 5) begegnen diesen Medien jedoch mit Ablehnung, was sich an Hand des Adverbs „[t]rotzdem“ (Z. 5) erkennen lässt. Denn diese behaupten diese dienen „vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7).  Der Neologismus von „Plaudermedium“ (ebd.) akzentuiert, dass der Schreibstil der Jugendlichen ebenfalls keinen Regeln unterliegt und einfach aneinandergereiht wird. Dass es sich um ein Plaudermedium handelt, und nicht nur zur Weiterbildung genutzt wird, lässt sich an das Syndeton „Simsern, Chatten, und Twittern“ (Z. 6) veranschaulichen, da es hierbei nur um die Kommunikation zwischen den Jugendlichen geht. Krischke behauptet ebenfalls, ihre „Normen der Hochsprache“ (Z.7) sei „Lichtjahre“ (Z. 8) von der „Sprechschreibe“ (Z.8) entfernt. Durch die erneute Verwendung einer Hyperbel soll die Missachtung der Kunst der Deutschen Sprache zur Geltung kommen, da laut Krischke die Jugendlichen nicht ansatzweise von der korrekten Schreibweise des Deutschen gebrauch machen würden.  Zur Untermauerung dieser Behauptung führt der Autor einige Beispiele an wie zb. „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [=hab dich ganz doll lieb]“(Z. 9 f.). Zu Beginn der gezeigten Beispiele wird der Titel des Sachtextes wieder aufgegriffen, was eine Wirkung der Verinnerlichung der Fehler in diesem Satz bezweckt. Ebenfalls sieht der Autor es für notwendig Abkürzungen wie „hdgdl“ (ebd.) zu übersetzen, da er der Meinung ist, dass dies nicht für jeden verständlich ist. Dies bewirkt, dass die „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9f.) , sobald sie ähnliches lesen. Fortführend stellt der Autor die Frage, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 11 ff.) können.   Die Metapher “Trümmerlandschaft“ (ebd.) verdeutlicht, dass der Kritschke in dem Schreibstil der Jugendliche keine Zukunft sieht und dass er davon ein negatives Bild hat. Dies wird durch die in Fragestellung von der Fähigkeit ein „Bewerbungsschreiben [zu]verfassen“ (ebd.) akzentuiert, da ein gutes Bewerbungsschreiben wichtig ist für jede Zukunft jedes einzeln Jugendlichen, da er nur so an seinen späteren Beruf gelangen kann. Um dieser Frage weitergehend auf den Grund zu gehen, führt der Autor von der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“(Z. 15 ) Studienergebnisse an, da sie sich mit der Beantwortung der zuvor genannten Frage näher beschäftigt hat. Dazu hat sie mit ihrem Team „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht“ (Z. 15 f.). Hierbei arbeitet Krischke mit stichfesten Zahlen, die die Masse der Aufsätze veranschaulichen sollen. Allerdings wurden diese Aufsätze „von 16- bis 18-järigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 17 f.) verfasst.  Da das Alter beschränkt ist, ist zudem zusagen, dass es sich um eine Altersbegrenzung handelt, in der die Schüler durchaus in der Lage dazu sein sollten, die Regeln der Deutschenschreibweise zu beherrschen und dass bei der Studie nicht zwischen den einzeln Schulformen unterscheiden wurde. Anders ist es allerdings bei der Umgebung. Hier wurde nur das Verbreitungsgebiet Zürich gewählt, so dass kein Vergleich mit anderen Orten geschaffen werden kann. Stattdessen haben sie einen anderen Vergleich gezogen. Somit „zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18 ff.). Das Pronomen „dieselben“ (ebd.) verrät, dass es sich nicht um eine andere Gruppe von gewählten Jugendlichen handelt, die hinsichtlich ihrer Kommunikation in sozialen Netzwerken in ihrer Freizeit untersucht wurden.  An Hand der Akkumulation „ SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen“ (ebd.) lässt sich erkennen, dass die Kommunikation der Jugendlichen sehr vielseitig sein kann und oftmals nicht nur ein Netzwerk genutzt wird. Ihr Schreibverhalten wurde schließlich hinsichtlich der „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie nach dem „Wortschatz, de[m] Steil und de[m] Aufbau der Texte“ (Z. 23) untersucht. Nach der Untersuchung hält sie folgendes Ergebnis fest: „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzwerkkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 19 ff.). Das Adverb „keinem“ (ebd.) zeigt somit, dass nichts Auffallendes in einer der zuvor angeführten Komponenten gefunden wurde. Im darauffolgenden wird noch einmal gesagt, dass kein Unterschied zwischen den einzeln Schulformen gemacht wurde (vgl. Z. 26). Anschließend wird die Linguistin Christa Dürscheid zitiert, was für eine stichfeste Argumentation des Autors spricht. Somit hält sie fest, dass Schüler „die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 27) können. Das Ansprechen der „Schreibwelten“ (ebd.) akzentuiert, dass Jugendliche sich in ihrer Freizeit in ihrer Kommunikation einen eigene Welt schaffen, in der sie aus dem Alltag flüchten und eben nicht den Drang danach haben Regeln zu befolgen und somit auch keine Rücksicht auf die Richtigkeit der Deutschenschreibweise nehmen.  Somit wissen sie, „dass in der Schule und der formellen Kommunikation anderer Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden „ (Z. 27 ff.). Trotz dass die „elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet – die Schultexte die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z.  31 ff.).  Die Epipher „alles andere als“ (ebd.) dient dazu, dass Bedeutung auf die Fehler der Jugendliche gesetzt wird, trotz dass die Ursache nicht an ihrer Kommunikation über elektronische Medien liegt. Denn „Rechtscheibung und Zeichensetzung weisen […] deutliche Defizite auf“ (Z. 33 ff.). Das Adverb „deutlich“ (ebd.) zielt darauf hinaus, dass es sich dabei nicht um eine kleine Lappalie handelt oder Flüchtigkeitsfehler, sondern dass es ein konstanter Fehler ist. Letztendlich schiebt Krischke die Schuld auf „Deutschlehrer [die] die Kinder stärker als zuvor  zum freien, spontanen Schreiben“ (Z. 35 f.) ermutigt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist deutlich, dass der Autor ausführlich den Grund des Verlust der deutschen Schreibfertigkeit nachgehen will. Dazu nutzt er vor allen Dingen Akkumulationen die die Vielseitigkeit der Kommunikation deutlich zu machen. Zudem nutzt er die Anführung einer Studie sowie Zahlen, welche auf Fakten beruhen, als stichfesten Aufbau seiner Ausführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache wird durch Verwendung von Anglizismen enorm verändert. So ist es heutzutage normal geworden, Gebrauch von Wörtern aus dem Englischen zu machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursache dessen ist vor allen Dingen die Globalisierung.  Durch das große Kommunikationsnetzwerk, welches durch die Globalisierung zwischen verschiedenen Ländern entstanden ist, war es erforderlich die Sprache der anderen zu erlernen, damit ein Austausch erfolgen konnte. Aus diesem Grund werden Wörter in der eigenen Muttersprache aufgenommen. Im Laufe der Globalisierung hat sich Englisch zu einer Weltsprache entwickelt, weshalb auch die meisten Anglizismen des Deutschen aus dem Englischen kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitergehend wächst die jüngste Generation mit Medien auf. In diesen werden ganz besonders diese Anglizismen fortlaufend benutzt. Da sie also dementsprechend Teil ihrer Kindheit sind, nehmen sie diesen Wortschatz wie selbstverständlich auf. Folge dessen ist, dass sie mit den älteren Generationen mit diesem Wortschatz kommunizieren und somit Anglizismen von Älteren aufgenommen werden und je öfter man Dinge hört, desto öfter werden sie sich gemerkt und irgendwann aufgenommen und schließlich benutzt.  Allerdings dauert dieser Vorgang seine Zeit und viele ältere Menschen halten an den Dingen fest, so dass es auch dazu führen kann, dass die Schere zwischen Alt und Jung immer Größer wird. Somit ist es also die Aufgabe der jungen Generation zwar die Anglizismen aufzunehmen und sich auch mit diesen verständigen zu können – jedoch auch ihren Wortschatz insofern abzuwandeln, dass es für ältere verständlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich ist auch zu sagen, dass das Aufnehmen von Anglizismen jedoch ein fortlaufender Prozess ist, der durch den Faktor des Internets enorm beschleunigt wird, werden immer mehr Wörter des Deutschen ausgetauscht.  Fazit dessen ist, dass in diesem Ersetzen eine Bedrohung der deutschen Sprache gesehen werden kann. Zudem verliert nicht nur die Sprache an ihren Charakter, sondern auch die Kultur und somit auch Traditionen des Deutschen. Unterdessen wird eine Verschwimmung verschiedener Kulturen hervorgerufen,  so dass es auf langer Sicht hingesehen zu einer Kultur werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Faktor kann beispielsweise die Musik sein. Musik wird überall gehört und für jede Stilart werden Oberbegriffe verwendet, doch diese sind nun mal alle in Englisch festgehalten, so wird von Hip-Hop,  Rap und Deep gesprochen ohne das darüber nach gedacht wird, dass diese Wörter gar nicht aus dem  Deutschen kommen. Ebenso wird in der Technik Gebrauch von Anglizismen gemacht, so sagt man nicht mehr 'Bildschirm' sonder 'Display', aus 'mobiles Telefon' wird 'Handy'. Auffallend dabei ist, dass diese genutzten Anglizismen oftmals kürzer sind als die deutschen Übersetzungen. So ist dem hinzuzufügen, dass die Verwendung von Anglizismen auch einen Charakter der Faulheit hat, da dieser Weg oftmals Kürzer und unkomplizierter ist und somit weniger Zeit einnimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Ursachen der Verwendung von Anglizismen bei verscheiden Dingen liegt. Grundlegend dabei ist jedoch die Globalisierung, die es erst möglich gemacht hat, dass Technik und Musik Anglizismen vermitteln konnten. Ein großer Vorteil ist, dass diese Verwendung zeitsparend ist und zu einer Erleichterung der Verständigung einzelnen Kulturen beiträgt. Jedoch wird die Verständigungen zwischen  Alt und Jung immer schwieriger und auch dies Kulturen verlieren an Charakter und werden langfristig gesehen zu einer Kultur werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfang Krischke verfasst und 2011 veröffentlich wurde, thematisiert den Verlust korrekter Grammatik und Rechtschreibung in Bezug auf die schriftlichen sowie sprachlichen Fähigkeiten von Schülern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ weist ein hohes Maß an fehlerhafter Grammatik und Rechtschreibung auf. Diese werden durch Anglizismen und Abkürzungen verfeinert und mit Empfindungslauten wie zum Beispiel „booaaa“ (ebd.) verstärkt. Die immer schlechter werdende Schreibweise der Schüler gleicht sich heutzutage schon ihrer Sprechweise an.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text lässt sich in drei Sinnabschnitte gliedern. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1-15) behandelt die Ursache der fehlerhaften Sprache der Schüler im Hinblick auf soziale Medien, während im zweiten Abschnitt (Z. 16-29) auf eine von Professoren durchgeführte Forschung hinsichtlich dieses Themas, Bezug genommen wird. Im dritten Abschnitt werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler beschrieben, die heutzutage stark nachgelassen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.1-15), der als Einleitung in die Problemstellung dient, leitet mit der These, „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher.“ (Z. 1) ein. Dabei stehen sich die beiden Sätze antithetisch gegenüber und weisen somit inhaltliche Gegensätze auf. Durch die Konjunktion „aber“ (ebd.), schränkt der zweite Satz die Aussage des ersten Satzes ein und hebt somit hervor, dass die fehlerhaften Texte der Schüler immer mehr zunehmen. Folgend beginnt der eigentliche Text mit der Frage, ob Kinder heutzutage zu wenig lesen würden (vgl. Z. 2). Diese Behauptung wird jedoch bedingungslos von dem Autor abgelehnt, da er der Meinung ist, dass die Schüler „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 1f.). Um seine Meinung zu verdeutlichen, nennt er alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit lesen und schreiben in Verbindung kommen. Sie tippen zum Beispiel „Millionen von Wörtern auf ihren Handys- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internetinfos“ (Z. 3ff.). Kinder und Jugendliche lesen heutzutage also viel in digitalen Netzwerken, vernachlässigen somit aber das traditionelle lesen von Büchern und lassen somit bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf[kommen]“ (Z. 6f.). Das lesen in sozialen Netzwerken prägt sich gegenüber den Schülern in Bezug auf fehlerfreie Texte jedoch nicht Vorteilhaft aus, da „den Simsern, Chattern und Twitterern […] [diese] Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 8f.) diene. Durch den Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass die modernen Medien den Jugendlichen also nur die Möglichkeit bieten, sich harmonisch und geruhsam zu unterhalten und aufgrund dessen nicht die beste Möglichkeit sei, um Grammatische sowie Rechtschreibliche Fähigkeiten zu verbessern. Folgend ist Krischke der Auffassung, dass die Sprech- beziehungsweise Schreibweise der Schüler um einige Maßeinheiten von der Standartsprache entfernt sei (vgl. Z. 9f.). Um dies zu verdeutlichen, akzentuiert der Autor hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.) und hebt hervor, dass solche Sätze, „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken [lässt]“ (Z. 11f.). Diese Metapher verdeutlicht erneut die Vielzahl der Fehler und wie Sprachwissenschaftler auf diese reagieren. Anschließend wirft der Autor die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?“ (Z. 12ff.). Mit dieser Frage möchte der Autor die Aufmerksamkeit der Leser auf sich lenken und sie zum Nachdenken anregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt (Z. 15-29) wird auf die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) Bezug genommen, welche sich mit diesem Thema präziser auseinander gesetzt hat. Mit ihrem Kollegium hat sie „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, […] [die] von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen [verfasst wurden]“ (Z. 16ff.). Im Vergleich dazu haben sie knapp 1100 private Texte , „die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als [zum Beispiel] SMS-Meldungen“ (Z. 19f.) geschrieben haben, überprüft. Dabei haben sie sich bei der Überarbeitung dieser Texte nicht nur auf die „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) konzentriert, sondern auch auf „den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 23). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Aspekte der Netzkommunikationen, keine beachtenswerten Folgen in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). Aus diesem Grund wird verdeutlicht, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar nicht auf korrekte Rechtschreibung, Grammatik etc. geachtet wird, dies sich jedoch nicht auf die schulischen Leistungen der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich diese Schlussfolgerung, auf die zu Beginn erwähnte These des Autors beziehen, da er ebenda der Meinung war, dass Simsen Schüler nicht dumm mache, ihre Texte aber fehlerhafter als damals seien (ebd.). Um seine These zu belegen und die Realität zu verdeutlichen, zitiert der Autor Christa Dürscheid, die der Ansicht ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]“ (Z. 26f.) und genau wissen, „dass in der Schule und [in] der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 28f.). Hierbei wird erneut der geringe Einfluss von digitaler Kommunikation verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Abschnitt (Z. 29-39) werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler, die heutzutage stark nachgelassen haben, thematisiert. Dabei wird dieser Abschnitt durch die Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht.“ (Z. 29ff.) eingeleitet. Infolgedessen wird bereits deutlich gemacht, dass obwohl die Kommunikationen im Netz keinen Einfluss auf die Texte in der Schule aufweisen, dennoch eine Problematik der Texte zu erkennen ist. Anschließend geht Krischke näher auf diese Aussage ein und führt auf, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher“ (Z. 31f.) ausscheide, dennoch die Texte in der Schule, „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien. Dabei hebt er hervor, dass die Texte nicht nur von ein paar Fehlern umgeben sind, sondern ein sehr hoher Anteil an Fehlern in den Texten vorhanden sei. Unterdessen lassen sich diese Fehler vor allem in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 34f.) deutlich erkennen. Anschließend erklärt der Autor die Entwicklung dieser Problemstellung, indem er verdeutlicht, dass diese Defizite schon „in den siebziger Jahren [begannen], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Im Anschluss daran erläutert er, dass diese Defizite besondere Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie auf die Bedeutung der „Formale[n] Korrektheit“ (Z. 38) habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die die Jugendlichen beim schreiben von Schultexten haben, nicht durch Kommunikationen im soziale Netzwerke verursacht werden. Dabei belegt er seine These mit einer von Professoren durchgeführte Forschung in Bezug auf dieses Thema und lässt so seinen Text vertrauenswürdig wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man eine Ausdrucksweise aus der englischen Sprache, die in den Wortschatz einer anderen Sprache eingeflossen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache ist wie jede andere lebende Sprache einem ständigen Wandel unterzogen. Besonders die Anzahl der Anglizismen hat in unserer Sprache stark zugenommen und somit auch die Häufigkeit, mit der diese verwendet werden. Dabei haben sich die englischen Begriffe heutzutage schon so sehr in den Alltag eingeschlichen, dass viele Menschen sie kaum noch als Fremdsprache wahrnehmen. Eine bedeutsame Ursache dafür ist die Globalisierung, da aufgrund von globaler Kommunikation die Mehrsprachigkeit gefördert wird. Menschen mit verschiedenen Muttersprachen konnten so zwar auf der ganzen Welt miteinander kommunizieren oder sich über Themen und Probleme unterhalten, gleichzeitig entstand so jedoch auch eine Gefahr für viele Muttersprachen, welche dadurch nämlich nur noch wenig gesprochen worden sind. Auch in der Jugendsprache wird die Verwendung von englischen Wörtern als modern angesehen. Dabei erfüllen sie die Kreativitäts- und Ausdrucksweise der Jugendlichen und tragen zur Stärkung des Gruppenbewusstseins bei, da sie sich durch ihre “eigene“ Sprache von der Erwachsenenwelt abgrenzen können. Auch die Musikwelt, welche für die Jugendliche Kultur eine bedeutsame Rolle spielt, stellt eine Quelle für Anglizismen dar. Anglizismen weisen somit also auch Erkennungsmerkmale von Interessen der Jugendlichen auf und dient ihnen somit erneut von der gruppensprachlichen Abgrenzung. Auch im Bereich der Massenmedien ist der Gebrauch von Anglizismen sehr hoch. Sowohl in Zeitungen, Zeitschriften ect. als auch in elektronischen Medien lassen sie Texte abwechslungsreicher,  interessanter und auch aktueller wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die häufigere Verwendung englischer Wörter kann es jedoch dazu kommen, dass ein großer Verlust von deutschen Wörtern zustande kommt und die deutsche Sprache in der Welt an Bedeutung verliert. Im Gegensatz dazu wird die deutsche Sprache durch Anglizismen jedoch auch moderner und internationaler und erleichtert die Verständigung im Ausland. Außerdem wird das erlernen der englischen Sprache erleichtert und bietet somit vielen Menschen bessere Ausdrucksmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Globalisierung sowie der Einfluss durch Medien besondere Ursachen für die Verwendung von Anglizismen sind. Dies kann zum einen zwar die Verständigung im Ausland erleichtern, zum anderen kann dies jedoch auch dazu führen, dass die deutsche Sprache an Bedeutung verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
'''Aufgabe1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert die Verwendung der Schriftsprache in der formellen und elektronischen Kommunikation. Dabei liegt der Fokus darauf, ob Jugendliche die elektronische Kommunikation von der formellen Kommunikation, und die bestehenden Regeln, unterscheiden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überschrift wird zunächst ein Kontrast deutlich: „Schreiben in der Schule“ und „booaaa mein dad voll eklich wg schule“. Ersteres lässt vermuten, dass in der Schule auf Rechtschreibung, Zeichensetzung etc. geachtet wird. Letzteres verdeutlicht, wie Jugendliche untereinander kommunizieren. Dabei werden, neben der fehlenden Groß- und Kleinschreibung, „schule“, und falscher Rechtschreibung, „eklich“, weitere Merkmale deutlich. Die Interjektion „booaaa“ (ebd.), ist ein Empfindungslaut, der in dieser Situation ausdrückt, dass man genervt ist. Als nächstes ist der Anglizismus „dad“ zu finden. Hier wird deutlich, dass das Englisch die deutsche Sprache beeinflusst. Außerdem werden Abkürzungen wie „wg“ gebraucht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wird der Text mit einer Unterüberschrift, die als These fungiert, eingeleitet: „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1). Somit behauptet der Autor, dass das Kommunizieren mittels Handys Schüler nicht beeinträchtigt. Darauffolgend wägt der Autor seine These ab und behauptet, dass trotzdem „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12) wird die Thematik genauer geschildert. Einleitend wird eine rhetorische Frage gestellt, die das Vorurteil, dass Kinder zu wenig lesen würden (Z. 2), benennt. Darauf geht der Autor verneinend ein und er ist sogar der Meinung, dass Kinder „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2f.). „Noch nie zuvor“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass es sich um ein Phänomen der heutigen Zeit handelt. Des Weiteren geht der Autor auf seine Behauptung ein und erläutert, dass Kinder täglich Millionen Wörter tippen und Stunden mit SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen etc. verbringen würden (vgl. Z. 3ff.). Somit nennt er Beispiele, die veranschaulichen, inwiefern Kinder lesen und schreiben. Die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z. 6) leitet ein, dass es jedoch Probleme mit dem Lesen und Schreiben gibt. Pädagogen und Ausbilder seien nicht zufrieden damit (vgl. Z. 6), da bei „den Simsern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7f.) diene. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) stellt das Problem ziemlich deutlich dar: Die Schrift wird zur Kommunikation genutzt und auf Orthografie etc. wird kaum geachtet. So sei diese „von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.). Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) betont, dass man die Schrift als Kommunikationsmittel nicht mit der Hochsprache vergleichen kann und diese auch ganz andere Regeln besitzt. Im Folgenden werden dann Beispielsätze genannt um dies zu veranschaulichen und hyperbolisch geschildert, dass diese „Freunde des Dudens und ganzer Sätze […] zusammenzucken“ (Z. 11f.) lassen würden. Hier wird wieder darauf eingegangen, dass die Kommunikationsschrift von der Hochsprache abweicht und gekürzt bzw. grammatikalisch häufig falsch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 12- 29) wird mit der rhetorischen Frage, „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff.), eingeleitet. Der Frage kann man entnehmen, dass man, wenn man die Kommunikationssprache betrachtet, unsicher ist, ob Jugendliche sich in der Hochsprache zurechtfinden. Der Autor bezieht sich, um diese Frage zu beantworten, auf eine Studie der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid (vgl. Z. 15f.). Sie untersuchte 1000 Deutschaufsätze von 16- bis 18- jährigen Schülern verschiedener Schulformen und verglich diese dann mit Mitteilungen in sozialen Netzwerken etc., die von denselben Jugendlichen verfasst wurden (vgl. 16ff.). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Elemente der Netzkommunikation keine nennenswerten Spuren in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). „'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen [und] sie wissen, dass […] andere Regeln gelten'“ (Z. 26ff.). Somit sieht der Autor in der elektronischen Kommunikation nicht die Ursache für die fehlerhaften Texte, da er die Studie ja als Begründung seiner These anführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29- 39) nennt der Autor die eigentliche Ursache für die fehlerhaften Texte. Zunächst stellt er dar, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z. 31f.). Die eigentliche Ursache sieht er in der „Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten. (Z. 34ff.)“. Das „spontane Schreiben“ (ebd.) sieht er als „eigentlich begrüßenswerten Trend“ (Z. 36f.) an. Das Adjektiv „eigentlich“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass der Autor diesen Trend abwägend betrachtet. Somit erklärt der Autor schließlich auch, dass dieser Trend auf Kosten „'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. „'harte[...]' Sprachfertigkeiten“ (ebd.) hat eine ironische Bedeutung, was die Anführungszeichen betonen. Der Autor geht davon aus, dass diese Sprachfertigkeiten eigentlich gar nicht schwierig zu beherrschen sind. Außerdem führt der Autor an, dass die „formale Korrektheit […] an Bedeutung [verlor]“ (Z. 38), was auch eine negative Folge darstellt. Im letzten Satz ist von der formalen Korrektheit als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39) die Rede. Somit behauptet der Autor, dass die formale Korrektheit als unnötig bzw. von manch einem als „Quälerei“ wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die Jugendliche beim Schreiben haben, nicht durch die elektronische Kommunikation verursacht wird. Seine Thesen veranschaulicht er mithilfe von Beispielen und bezieht sich auf eine Studie, um diese zu bekräftigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache hat verschiedene Ursachen und bringt Konsequenzen mit sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man ein Wort, welches aus dem Englischen stammt und in einer anderen Sprache übernommen wurde. Anglizismen, die in der deutschen Sprache geläufig sind, wären z.B.: „Screenshot“, „Update“, „Cloud“ etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Grund dafür, dass Anglizismen verwendet werden, ist der Kontakt zu der englischen Sprache. Es fängt z.B. in der Schule an, wo man die englische Sprache als erste Fremdsprache erlernt. Außerdem gibt es zahlreiche Begegnungen zwischen deutschen und englischen Schülern und den Kulturen, z.B. im Rahmen von Schüleraustauschen. Aber auch durch die stetig wachsende Globalisierung erhöht sich der Kontakt zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und dann ist die englische Sprache meistens die Sprache, die zur Kommunikation verwendet wird. Die Menschen in Deutschland werden zudem vom Englischen beeinflusst. Dies geschieht über diverse Medien, z.B. durch Werbungen, Nachrichten, soziale Netzwerke etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich folglich auch Konsequenzen. Einerseits wird die deutsche Sprache modernisiert. Einige Begriffe aus dem Englischen hören sich, in Abhängigkeit vom Gesamtzusammenhang, besser an als die deutsche Übersetzung. Somit ist z.B. das Wort „Screenshot“ geläufiger als „Bildschirmaufnahme“. Außerdem sind die meisten Wörter mittlerweile so geläufig, dass viele Menschen die Bedeutungen kennen. Andererseits stellen Anglizismen für die „ältere“ Generation eher ein Hindernis dar. Das kann man darauf zurückführen, dass diese im Vergleich zur „jüngeren“ Generation keinen so umfangreichen Kontakt zur englischen Sprache hatten bzw. haben. Eine weitere Konsequenz ist, dass womöglich der Bezug zwischen Anglizismen und Wörtern aus der Herkunftssprache verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ursachen für Anglizismen auf den Kontakt mit anderen Menschen und den Einfluss durch Medien zurückzuführen ist. Dabei stellen sich Konsequenzen heraus, dass Anglizismen geläufiger und häufiger verwendet werden, aber die Gefahr besteht missverständlich aufgenommen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
'''1.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text von Wolfgang Krischke mit dem Titel ,,Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ handelt es sich um einen Sachtext, welches im Jahr 2011 veröffentlicht worden ist. Thematisiert wird dabei der Einfluss der Kommunikation in den Medien auf die Sprache der Jugendlichen und die Defizite der Sprachfertigkeiten in Schultexten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel verweist dabei auf die Thematik des Textes durch die Gegenüberstellung ,,Schreiben in der Schule“ und dem grammatikalisch falschen Satz ,,booaaa mein dad voll eklich wg schule“, wobei dies an eine Nachricht eines Jugendlichen an einen anderen Jugendlichen darstellt. Dadurch, dass in diesem Satz sowohl Großschreibung nicht beachtet wurde als auch Umgangssprache verwendet wurde, nämlich die Injektion ,,booaaa“, wird bereits darauf hingewiesen, dass die Sprache in der medialen Kommunikation anders und vor allem nicht richtig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Aussage ,,Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) wird bereits die These des Autors deutlich, da dieser der Meinung ist, dass das ,,Simsen“ (ebd.), wobei hier die Kommunikation in Medien gemeint ist, kein Einfluss auf die Intelligenz der Schüler hat. Durch die adversative Konjunktion ,,[a]ber“ (Z.1) wird dann die These weitergeführt, nämlich, dass die Texte ,,heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) seien. Dadurch behauptet der Autor, dass Kommunikation im Internet zwar keine negativen Einflüsse haben würden, trotzdem sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben in Texten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z. 2 – 14) thematisiert dabei die Sprache in der Kommunikation im Internet. Dabei beginnt der Abschnitt mit der rhetorischen Figur ,,Kinder lesen zu wenig?“ (Z.2) mit der knappen Antwort ,,Von wegen“ (Z. 2), womit der Autor bereits hervor bringt, dass der Vorwurf bzw. Vorurteil Kinder und Jugendlichen würden zu wenig lesen, nicht stimmt. Denn weiterhin behauptet er, dass ,,noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z. 2 f.) werde wie heute, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass nicht nur der Vorurteil nicht stimmt, dass wenig gelesen werde, sondern sogar noch mehr gelesen werde, was besonders durch den Ausdruck ,, noch nie zuvor“ (ebd.) betont wird. Diese Behauptung belegt der Autor anschließend mit konkreten Beispielen, die auch zur Veranschaulichung dienen, wie, dass ,,Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 3 f.) würden, wobei die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern“ (ebd.) besonders betonen soll, dass viel gelesen und geschrieben wird. Durch das Adverb ,,[t]äglich“ (Z.3) zu Beginn der Aussage wird deutlich gemacht, dass sich dies nicht nur ab und zu ereigne, sondern eben täglich stattfindet und nicht nur auf einer Ebene, dem Schreiben von Nachrichten, sondern auch durch das Verbringen von ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 4 ff.), wobei die Akkumulation die Verbreitung des Schreiben und Lesens im Internet veranschaulicht und betont. Als nächstes wird eine Gegenaussage eingeleitet durch die adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem“ (Z. 6), wodurch angedeutet wird, dass das viele Lesen und Schreiben von Nachrichten nicht nur positiv ist, da ,,bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkäme. Dies wird des weiteren näher erklärt, indem gesagt wird, dass den ,,Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f.) diene. Dies bedeutet also, dass das Internet von den Jugendlichen zur Kommunikation und Unterhaltung in der Freizeit genutzt werde. Die Problematik dabei sei, dass die Schreibweise dabei ,,Lichtjahre“ (Z. 9) von den ,,Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt seien, also kein korrektes Deutsch in der Kommunikation im Internet genutzt wird. Die Metapher ,,Lichtjahre“ (ebd.) verdeutlicht dabei den Ausmaß, dass kein korrektes Deutsch genutzt werde und die Sprache, die genutzt wird, sehr fehlerhaft sei und kaum korrekte Sprache enthalte. Zur Veranschaulichung und zum Belegen seiner Aussage nennt er dabei ein Beispiel ,,'booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgl [= hab dich ganz doll lieb]'“ (Z. 9 f.), wobei hier direkt auffällig ist, dass viele Fehler enthalten sind, Großschreibung nicht beachtet wurde und viele Abkürzungen benutzt werden. Die Aussage dieser Satz lasse ,,Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.), betont nochmals die Fehlerhaftigkeit des Beispiels und unterstützt die Aussage, dass die Kommunikationssprache im Internet sich sehr der des Hochdeutschen unterscheide. Als Überleitung zum Thema, ob sich die Sprache im Internet auf zum Beispiel Schultexte Auswirkungen haben stellt der Autor die Frage , ob ,,Jungendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Die Metapher ,,sprachliche[.] Trümmerlandschaft[.]“ (ebd.) veranschaulicht dabei das Ausmaß der sprachlichen Fehler in der Sprache und dass kaum korrektes Hochdeutsch verwendet werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Sinnabschnitt (vgl. Z. 15 – 29) wird dann darauf eingegangen, ob die fehlerhafte Sprache im Internet Auswirkungen auf das Schreiben von formalen Texten, wie eine Bewerbung hat. Dabei wird zunächst die ,,Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“ (Z. 15) aufgegriffen, die sich mit diesem Thema beschäftigt habe. Durch die Erwähnung einer Expertin in diesem Themenbereich wird die Seriosität des Textes zum Ausdruck gebracht, sowie, dass die folgende Erläuterung, ob diese Sprache nun eine Auswirkung hat oder nicht, Standhaftigkeit besitzt.  Dabei wird beschrieben, dass diese Germanistik-Professorin ,,1000 Deutschaufsätze“ (Z. 16 f.) von Schülern  unterschiedlicher Schulformen untersucht habe und zum Vergleich ,,über 1100 Texte […], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung“ (Z. 19 f.) geschrieben haben, herangezogen habe. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass das Ergebnis dieser Untersuchung richtig und eine Allgemeingültigkeit haben wird, da ein Vergleich stattgefunden hat und nicht nur Schüler aus einer Schulform untersucht wurden, sondern aus allen Schulformen. Dies wird im weiteren bestärkt durch die Aussage , dass die Professorin und ihr Team ,,nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 22 f.) untersucht hätten. Dies bringt hervor, dass das Ergebnis aufgrund der breitgefächerten Untersuchungen in verschiedenen relevanten Punkten seriös  und allgemeingültig sei. Als nächstes wird das Ergebnis benannt, nämlich, dass in keinem Bereich ,,die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24 ff.) hätten. Durch dieses Ergebnis der Untersuchung belegt der Autor seine These, dass die Internetkommunikation Schüler nicht dumm mache, da das Ergebnis seine These bestätigt. Außerdem gelte dies ,,für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“ (Z. 26). Des weiteren zitiert der Autor Christa Dürscheid, wodurch er erneut seine These belegt und die Richtigkeit verdeutlicht, da diese sagt, ,,Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 26 f.) und dass Schüler wüssten, dass ,,in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten“ (Z. 27 ff.). Es gäbe also zwei verschiedene Schreibarten, einmal die in der Netzkommunikation, also die Sprache, die im Internet gebraucht werde, und die in der formellen Kommunikation, die in Schulen, auf der Arbeit  und Bewerbungen genutzt werde. Dabei würden Jugendliche diese zwei Spracharten unterscheiden können und dem entsprechend auch verwenden, was erneut die These des Autors, die Netzkommunikation würde die Schüler nicht dumm machen, untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und letzte Sinnabschnitt (vgl. Z. 29 – 39) thematisiert seine zweite These, dass die Texte der Jugendlichen heute trotzdem Fehler enthalten würden. Dieser Abschnitt wird dabei durch die Aussage ,,Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff.) eingeleitet. Dadurch wird bereits deutlich gemacht, dass, obwohl die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Sprache der Texte hat, dennoch eine Problematik der Sprache vorhanden ist, wobei der Widerspruch durch die adversative Konjunktion ,,trotzdem“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird. Des weiteren erläutert der Autor diese Aussage näher, in dem erklärt, dass die Netzkommunikation ,,als Verursacher ausscheide[.]“ (Z. 32), aber die Texte dennoch ,,alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien, also die Texte sehr viele Fehler enthalten würden. Die Formulierung ,,alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) betont dabei die Menge an Fehlern in den Text und dass es sich nicht um ein paar Fehler handle, sondern um viele Fehler. Diese Fehler würden vor allem ,,in der Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 33 f.) auftreten. Im Folgendem stellt der Autor dazu ein Erklärungsansatz auf, nämlich, dass diese Entwicklung der Defizite bereits ,,in den siebziger Jahren [aufgetreten sei], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f.). Dadurch belegt er erneut seine erste These, dass die digitale Kommunikation kein Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe, da er dadurch die eigentliche Ursache der fehlerhaften Texte benennt. Die Tatsache, dass er diese Entwicklung als ,,eigentlich begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36 f.) bezeichnet, verdeutlicht, dass der Autor diese Methode der Lehrer eigentlich gut findet, jedoch auch etwas gegen die Methode einzuwenden hat, was durch das ,,eigentlich“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird.  Diese Methode sei nämlich ,,auf Kosten ,harter' Sprachfertigkeiten“ (Z. 37) gegangen, wobei dadurch verdeutlicht wird, dass die Methode dazu führte, dass sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben. Die konkrete Folge sei dabei gewesen, dass formale ,,Korrektheit […] an Bedeutung“ (Z. 38) verlor und es fast dazu gekommen sei, dass dies zur ,,bildungsbürgerliche[n] Schikane“ (Z. 39) geworden ist, also formale Korrektheit ein Hindernis darstelle. Durch diese Aussage wird das Ausmaß dieser Methode verdeutlicht, nämlich, dass formale Korrektheit so wenig nur noch verwendet wurde, dass diese nicht mehr als Selbstverständlichkeit, sondern als Hindernis gesehen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass die Thesen des Autors, dass die Netzkommunikation die Schüler nicht dumm mache und dass die Texte aber fehlerhaft seien, in dem Sachtext erläutert und belegt worden sind mit Hilfe einer Studie. Seine These und Argumentation untermauert der Autor mit Hilfe von Beispielen, Metaphern und dem Zitat einer Expertin, wodurch der Text seriös wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind Anglizismen Wörter aus dem Englischen, die in eine andere Sprache, also zum Beispiel ins Deutsche übertragen und verwendet werden. Anglizismen werden in allen Bereichen des Sprachgebrauchs verwendet, wie in der Alltagssprache, Fachsprache und auch besonders in der Jugendsprache. Beispiele für Anglizismen sind dabei ,,Flashback“, ,,Hobby“, ,,Interview“, ,,Smalltalk“ oder ,,Smartphone“, die immer wieder in der Alltagssprache zu finden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache haben dabei einige Ursachen.  Eine bedeutsame Ursache ist die Globalisierung, da durch die Globalisierung die englische Sprache zunehmend als Lingua franca, also als Handels- und Verkehrssprache, an Bedeutung gewonnen hat. So konnten Menschen mit verschiedener Muttersprache auf der ganzen Welt kommunizieren, Geschäfte machen oder sich über Themen und Probleme unterhalten. Die Globalisierung führte dazu, dass die Weltsprache Englisch zunehmend in den verschiedenen Ländern als erste Fremdsprache unterrichtet wurde, wodurch die neuen Generationen das Englische konnten und einige Begriffe auch zunehmend in der deutschen Sprache übernahmen. Ein anderer Faktor ist aber auch, dass vor allem Amerika als Weltmacht nach dem zweiten Weltkrieg als modern galt und dadurch die anderen Länder beeinflusste, da zum Beispiel auch zunehmend  englische Musik gehört oder englische Filme gesehen wurden und Amerika auch als Vorbild gesehen wurde. Nicht nur das Englische als Weltsprache oder Amerikas Beeinflussung sind entscheidend für die Ursachen der Anglizismen, sondern auch die digitale Kommunikation und im Allgemeinen das Internet. Durch die sozialen Netzwerke ist es möglich, dass immer mehr Menschen aus verschiedenen Ländern in Kontakt stehen können und hier dann das Englische als Weltsprache eine Voraussetzung darstellt, um sich auszutauschen. Durch englische Videos, Texte, Nachrichten, Werbungen oder englischer Musik fließen einige englische Begriffe in das Deutsche ein und durch den ständigen Kontakt mit dem Englischen werden einige Begriffe in der deutschen Sprache durch Englische ersetzt und gefestigt. Außerdem wird das Englische in der Jugendsprache von den Jugendlichen als modern gesehen und der Trend, englische Wörter zu verwenden, festigt sich in der Alltagssprache der Jugendlichen so, dass diese in der Alltagssprache der Menschen vorhanden bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei hat der Einfluss der Anglizismen Konsequenzen auf die deutsche Sprache, wobei es positive und negative Konsequenzen gibt. Eine positive Konsequenz des Anglizismus ist, dass das Erlernen der englischen Sprache erleichtert ist, da einige Begriffe bereits so fest in der Muttersprache verankert sind, dass diese Begriffe als selbstverständlich angesehen werden und die Bedeutung bereits klar sind und auch verwendet werden. Außerdem sind englische Begriffe besonders in Bezug auf digitale Medien und in der Technik stark vertreten für die es oft auch keine deutschen Bezeichnungen gibt, wie zum Beispiel für ,,Laptop“ oder ,,Tablet“, sodass Anglizismen helfen sich in diesem Bereich zu unterhalten, da dies ohne Englisch nicht oder kaum möglich ist und durch Anglizismen diese Begriffe auch nicht erlernt werden müssen, sondern bereits klar sind. Dadurch besteht die Möglichkeit auf einer anderen Ebene zu kommunizieren oder sich auszudrücken, da es für bestimmte Anglizismen keine deutschen Wörter gibt und man durch den Einfluss der Anglizismen die Möglichkeit erhält sich anders auszudrücken. Außerdem sind Anglizismen bereits stark in der Alltagssprache verankert und kaum mehr weg zu denken. &lt;br /&gt;
Negative Konsequenzen sind dahingegen, dass Anglizismen zu Verständnisproblemen in der Kommunikation zwischen den jüngeren und den älteren Generationen kommen kann, da einige Anglizismen der älteren Generation nicht bekannt sind und sie so die Bedeutung dieser nicht kennen, wobei jedoch einige Anglizismen stark in der Jugendsprache verankert sind, sodass es schließlich zu Kommunikationsproblemen kommen kann. Außerdem wird von Kritikern des Anglizismus auch thematisiert, dass dadurch ein Sprachverlust stattfindet, da einige Begriffe, die durch Anglizismen ersetzt wurden, nicht gebraucht werden oder sogar in Vergessenheit geraten. Außerdem wird nicht mehr komplett Deutsch gesprochen sondern auch immer Englisch, da viele Wörter durch Anglizismen ersetzt wurden, was schließlich auch dazu führt, dass sich die englische und deutsche Kultur in geringen Maßen vermischen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die Hauptursachen der Anglizismen das Englische als Weltsprache, die Globalisierung und die digitalen Medien sind. Konsequenzen sind dabei sowohl die Erleichterung des Erlernen der englischen Sprache sind als auch Kommunikations- und Verständnisprobleme der älteren Generation, die diese Anglizismen nicht in ihrem Wortschatz besitzen und dementsprechend auch nicht verwendet und auch der Sprachverlust der dadurch stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 1: '''&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um einen Auszug des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde. Thematisiert werden die möglichen Konsequenzen der Sprache in sozialen Netzwerken in Bezug auf den Sprachgebrauch in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ deutet die Auswirkungen der verwendeten Sprache in sozialen Netzwerken auf die in Schulen angewendete Sprache an. Dabei wird besonders deutlich, dass bestimmte Bereiche der Sprache in der Kommunikation in sozialen Netzwerken sowie darauf folgend auch in der Schule nicht mehr beachtet werden. An dieser Stelle sind neben der Verwendung von Anglizismen, wie „dad“ (ebd.) und Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) auch die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung zu nennen. Bei der Rechtschreibung ist außerdem besonders die inkorrekte Groß- und Kleinschreibung auffällig, was am Beispiel des Titels an dem Substantiv „schule“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Somit illustriert der Autor das Problem der fehlerhaften Verwendung von Sprache bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken anhand des Titels, wodurch der Leser bereits einen Einblick in die Thematik sowie das Ausmaß der Konsequenzen dieser fehlerhaften und verkürzten Sprache bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin erwähnt Krischke, „[s]imsen“ (Z. 1) mache Schüler zur heutigen Zeit „nicht dumm“ (Z. 1), jedoch sei es auffällig, dass die Texte jener „fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Diese These veranschaulicht, dass der Autor zwar der Meinung ist, dass die Kommunikation im Internet keine negativen Auswirkungen auf die Jugendlichen hat, deren Texte und Ausdrucksweise dennoch einige Fehler aufweisen. Der Wiederspruch beziehungsweise die antithetische Wirkung dieser Aussage, wird besonders durch die adversative Konjunktion „[a]ber“ (Z. 1) hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend stellt Krischke die Frage: „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2). Dies ist ein zur heutigen Zeit weit verbreiteter Gedanke, da viele Menschen behauptet, Jugendliche würden nicht mehr viel lesen. Der Autor dahingegen widerlegt diese Auffassung, indem er auf die zuvor gestellte Frage mit „[v]on wegen“ (Z. 2) antwortet. Er ist demnach der Meinung, dass Kinder heute deutlich mehr lesen, als die meisten Leute glauben. Dies bestärkt er darauffolgend mit seiner Behauptung, sie hätten „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f.). Dabei bezieht er sich jedoch nicht auf das Lesen und Schreiben von literarischen Texten, sondern auf jenes in der Internetkommunikation. Im Anschluss daran betont er seine Behauptung durch einige Beispiele aus dem alltäglichen Leben von Jugendlichen. Er geht dabei auf das Eintippen von „Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten“  (Z. 3 f.) sowie das Verbringen von „Stunden“ (Z. 4) im Internet ein. Sowohl der Ausdruck „Millionen von Wörtern“ (ebd.) als auch das Substantiv „Stunden“ (ebd.) stellen Hyperbeln dar, wodurch der Autor seine These, dass sie viel schreiben und lesen, belegt. Dies geschieht seinen Beispielen nach jedoch nur im Internet und nicht in beispielsweise Büchern, woraus seiner Meinung nach resultiert, dass bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkommt. Der Grund dafür sei, dass das Schreiben im Internet lediglich als „Plaudermedium“ (Z. 8) diene. Dadurch wird besonders betont, dass das Schreiben im Internet nicht unter einem gewissen Druck steht, sich richtig auszudrücken und deshalb nicht die Notwendigkeit entsteht, die korrekte Grammatik sowie Rechtschreibung zu verwenden, da es bei dem erwähnten Plaudern lediglich um eine normale Unterhaltung geht, die keine Nutzung von gehobener Sprache erfordert. Durch dieses einfache Unterhalten ohne jegliche Beachtung grammatikalischer Regeln entsteht letztlich eine solch fehlerhafte Sprache wie in der Überschrift. Aufgrund dessen erläutert Krischke, die Ausdrucksweise der Jugendlichen beim Schreiben sei „Lichtjahre“ (Z. 9) von den „Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass die Kommunikation der Jugendlichen im Internet in einem starken Kontrast zum Hochdeutsch steht, was durch das zuvor aufgegriffene „Plaudermedium“ (ebd.) entsteht. Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) bringt dabei hyperbolisch das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise der Jugendlichen zum Ausdruck und betont somit die Behauptung des Autors. Schließlich greift er erneut das Beispiel aus der Überschrift auf, um seine These zu untermauern. Im Anschluss daran erklärt er, die Schreibweise der Jugendlichen lasse „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.). Durch diese Aussage wird erneut das Ausmaß der fehlerhaften Grammatik sowie der Abkürzungen in den Texten der Schüler hervorgehoben. Anschließend stellt er die Frage, ob Jugendliche, welche sich in solchen „sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Dies bezieht sich erneut auf die Fehlerhaftigkeit ihrer Texte (vgl. Z. 1) sowie die Auswirkungen der Schreibweise in der Kommunikation im Internet auf jene in der Schule oder im Beruf. Somit geht der Autor auf eine mögliche Konsequenz der Ausdrucksweise der Jugendlichen im Internet ein. Die Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd.) akzentuiert dabei das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise, welches sich in deren Textnachrichten im Internet und möglicherweise auch in ihren Texten in der Schule zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran erwähnt er die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid, welche sich diesem Thema genauer gewidmet habe, indem sie „Deutschaufsätze“ (Z. 17) von „Schülern aller Schulformen“ (Z. 17 f.) in Hinblick auf die Veränderung dieser durch die Schreibweise in deren Kommunikation in sozialen Netzwerken untersucht habe. Aufgrund dessen habe sie sich auch mit den Texten beschäftigt, die jene Schüler in „sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 21). Daraufhin habe sie jene unter der besonderen Berücksichtigung der Faktoren „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie dem „Wortschatz, […] Stil und […] Aufbau der Texte“ (Z. 23) verglichen. Durch dieses Beispiel unterstützt er seine These, indem er auf jene Professorin mit Fachkenntnissen zu diesem Thema verweist. Besonders die detailreiche Erläuterung des Experiments hebt die Seriosität sowie die Glaubhaftigkeit des Textes hervor. Schließlich nennt er auch das Ergebnis dieses Experiments, bei dem sich ergeben habe, dass die „sprachlichen Eigenschaften der Netzkommunikation“ (Z. 24 f.) kaum auffällige Auswirkungen auf die Schultexte der Jugendlichen haben würden. Dadurch wird vor Augen geführt, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar keine Rücksicht auf korrekte Grammatik und andere Aspekte genommen wird, dies sich jedoch nicht auf die schulische Leistung der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich dies auf die zu Beginn erwähnte These Krischkes beziehen, da er dort schon erwähnt, dass die Schüler „nicht dumm“ (ebd.) und ihre Texte dennoch „fehlerhafter“ (ebd.) seien. Dem fügt er hinzu, dies gelte für Schüler aller Schulformen und nicht beispielsweise nur für Gymnasiasten (vgl. Z. 26). Im Anschluss daran greift er ein Zitat der Christa Dürscheids auf, um seine Aussagen zu untermauern. In jenem erläutert sie, dass Jugendliche „´die Schreibwelten durchaus trennen´“ (Z. 27) könnten und, dass sie wissen würden, dass „´in der Schule und formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden´“ (Z. 27 ff.). Dieses Zitat stuft die „Sprechschreibe“ (Z. 9) der Jugendlichen ebenfalls von der „formellen Kommunikation“ (ebd.) ab und hebt dabei besonders den Unterschied zwischen den grammatikalischen Regeln bei jenen hervor. Gleichzeitig betont es jedoch, dass die fehlerhafte Verwendung der Grammatik in der Kommunikation in sozialen Netzwerken keine Konsequenzen für die schulische Leistung und die literarischen Texte der Schüler habe, da sie in der Lage seien diese unterschiedlichen Formen des Schreibens voneinander zu differenzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin entkräftet Krischke die vorherige Aussage jedoch, indem er behauptet, die Schultexte der Jugendlichen seien unabhängig von der Sprechschreibe jener in sozialen Netzwerken dennoch „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33). Dem fügt er hinzu, diese würden insbesondere in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung […] deutliche Defizite“ (Z. 33 f.) aufweisen. Dies bringt zum Ausdruck, dass der Autor davon überzeugt ist, dass die Schultexte der Jugendlichen vermehrt Fehler aufweisen, auch wenn dies für ihn nicht unbedingt in einem Zusammenhang mit deren Ausdrucksweise und Grammatik, beziehungsweise Rechtschreibung steht. Dies wird besonders durch das Substantiv „Defizite“ (ebd.) untermauert, da dadurch bereits angedeutet wird, dass er von der Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen ausgeht. Die Tatsache, dass diese Fehler überwiegend mit der Rechtschreibung und Zeichensetzung zusammenhängen ist dadurch zu begründen, dass die Jugendlichen jene bei der Kommunikation im Internet nicht oder kaum berücksichtigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich erwähnt der Autor eine mögliche Ursache für die Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen, indem er darauf eingeht, dass die Lehrer Schüler in den siebziger Jahren zum „freien, spontanen Schreiben“ (Z. 36) bewegt hätten, aus welchem sich daraufhin die Fehler eingeschlichen hätten. Zudem hebt er hervor, dies habe besonders Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie die Bedeutung der „[f]ormale[n] Korrektheit“ (Z. 28) gehabt. Dies bezieht sich darauf, dass die Jugendlichen beim freien Schreiben nicht berücksichtigen, ob sie etwas richtig schreiben oder wie sie es schreiben. Dabei geht es wie bereits zu Beginn vom Autor erwähnt lediglich um das Schreiben als „Plaudermedium“ (ebd.) und bei jenem sind die zuvor genannten Aspekte des Schreibens nicht relevant. Letztlich bezeichnet der diese inkorrekten Texte als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39), was zum Ausdruck bringt, dass die Auswirkungen des fehlerhaften Schreibens besonders Konsequenzen für jene Menschen haben, die diese Fehler nicht machen, beispielsweise die schon genannten „Freunde des Dudens und ganzer Sätze“ (ebd.), nicht aber für die Jugendlichen selbst, da sie es möglicherweise nicht einmal bemerken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke nicht der Meinung ist, dass die Fehlerhaftigkeit von Schultexten ausschließlich mit der inkorrekten Ausdrucksweise der Jugendlichen in der Kommunikation in sozialen Netzwerken zusammenhängt. Dennoch ist er davon überzeugt, dass in jenen Texten der Schüler vermehrt Fehler enthalten sind. Des Weiteren unterstützt er seine Behauptungen anhand von Zitaten und Beispielen sowie Metaphern und Hyperbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 2: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen haben zur heutigen Zeit einen großen Einfluss auf die deutsche Sprache. Aufgrund dessen bringen sie auch einige Konsequenzen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Übertragungen von Wortbildungen oder Redewendungen aus dem Englischen in eine andere Sprache. In der deutschen Sprache treten diese zur heutigen Zeit nahezu überall auf und werden besonders von Jugendlichen verwendet. Aber auch in der Wirtschaft sind Anglizismen häufig festzustellen. Dies resultiert hauptsächlich aus der Globalisierung, da die Kommunikation mit anderen Ländern überwiegend auf Englisch stattfindet. Der Grund dafür ist, dass Englisch die Welt- und Verkehrssprache (Lingua franca) ist und somit die weltweite Kommunikation dominiert. Zudem wird aufgrund dessen die englische Sprache in den meisten Ländern als erste Fremdsprache erlernt und wird somit bereits bei Kindern und Jugendlichen in deren Wortschatz integriert. Eine weitere Ursache für die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist der Einfluss durch die Medien und generell die Kommunikation im digitalen Raum. In sozialen Netzwerken ist das Verwenden und Verstehen der englischen Sprache nahezu unumgänglich, da Jugendliche im Internet täglich mit englischen Videos, Filmen und Werbungen konfrontiert werden. Auch das Hören von englischer Musik gehört für die meisten Jugendlichen zum Alltag. Durch diese Gründe werden englische Wörter von den Jugendlichen übernommen und in ihrer Sprache gefestigt. Dies führt dazu, dass besonders die Jugendsprache von Anglizismen geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen hat einige Auswirkungen auf die deutsche Sprache. Dabei gibt es neben den negativen Auswirkungen auch Vorteile, die Anglizismen mit sich bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine positive Auswirkung von Anglizismen ist, dass sie Wortlücken in der deutschen Sprache schließen können, wenn es in jener kein Wort für etwas gibt. Dadurch kann die Kommunikation erleichtert werden. Ein Beispiel dafür ist der Anglizismus „online“, welcher besonders im Alltag von Jugendlichen eine wichtige Rolle spielt und von jenen täglich genutzt wird, weshalb er fest in ihrem Wortschatz verankert ist. Zudem kann das Erlernen des Englischen als Fremdsprache durch die Verwendung von Anglizismen im Alltag erleichtert werden. Dies liegt daran, dass einige Begriffe bereits in dem Wortschatz des Lernenden vorhanden sind und dadurch nicht neu erlernt werden müssen.&lt;br /&gt;
Eine der negativen Auswirkungen der Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist, dass sowohl in der Jugendsprache als auch generell in der Alltagssprache Begriffe in die deutsche Sprache einfließen und in jener aufgenommen werden. Dies führt letztlich zum Sprachwandel, da viele Begriffe aus dem Englischen übernommen werden, obwohl es ein deutsches Wort dafür gibt. Dies resultiert meist daraus, dass der englische Begriff kürzer ist und etwas gleichzeitig treffender beschreibt. Dies kann jedoch auch zu einem Sprachverlustführen, da jene deutschen Wörter dadurch nicht mehr verwendet werden und somit im deutschen Wortschatz durch das englische Wort ersetzt werden. Des Weiteren werden die Anglizismen überwiegend von jungen Menschen verwendet, während ältere Menschen noch die deutsche Bezeichnung nutzen oder ein Wort, wie beispielsweise „online“ generell nicht verstehen. Dadurch wird die Kommunikation zwischen jungen und alten Menschen erschwert, da die Älteren die Anglizismen nicht nachvollziehen können. Aufgrund dessen können Anglizismen in der deutschen Sprache auch zu Problemen bei der Kommunikation führen, da die unterschiedlichen Generationen einen anderen Wortschatz besitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache einige Konsequenzen, wie den Sprachverlust oder Kommunikationsschwierigkeiten zwischen verschiedenen Generationen mit sich bringt. Auf der anderen Seite können Anglizismen das Erlernen der englischen Sprache erleichtern und somit die Kommunikation zwischen verschiedenen Ländern erleichtern, was aufgrund der Globalisierung von großer Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
'''1. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Kirschke verfasst, 2011 veröffentlicht und thematisiert den Verlust von grammatischen Regeln und Strukturen im Bezug auf die heutige Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit der Überschrift „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“(Z. 0) verweist schon auf einige strukturelle und grammatikalische Fehler hin. Beispielsweise die Groß- und Kleinschreibung im Wort „schule“ (ebd.), „booaaa“ (ebd.), „dad“ (ebd.). Zudem die Verwendung von Anglizismen wie „dad“ (ebd.), welche darauf hin weist, dass die englische Sprache in der deutschen Sprache, besonders in der Jugendsprache, von Bedeutung ist. Abkürzungen wie „wg“ (ebd.) sind ebenfalls geläufig und zeigen, dass die Relevanz Wörter auszuschreiben deutlich abnimmt und zur Routine wird. Der Ausdruck „booaaa“ (ebd.), welcher als Interjektion zu bezeichnen ist, verweist deutlich auf die Empfindung der jeweiligen Person und wird ebenfalls sehr oft in der Jugendsprache verwendet. Daraufhin folgt eine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) , welche antithetisch zu betrachten ist, da im ersten Teil der These behauptet wird, das dass Schreiben unter Schülern nicht dumm macht (vgl. Z. 1), jedoch darauf folgend gesagt wird, dass ihre Texte die sie schreiben, heutzutage viel fehlerhafter sind wie damals. Die zweite Behauptung lässt sich zudem im Bezug auf die Überschrift deutlich bestätigen. Zudem verweist der zweiter Teil der These darauf hin, dass der Verlust von grammatikalischen Regeln immer mehr wird und zu verschiedenen Problemen führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext wird durch die rhetorische Frage „Kinder lesen zu wenig? Von wegen“ (Z. 2) eingeleitet und verweist die Leserschaft direkt darauf, dass diese Aussage nicht stimmen kann, welche mit der darauffolgenden Aussage „Von wegen“ (ebd.) entkräftet wird. Zudem wird die Aussage mit „[w]ohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2f.) verdeutlicht und unterstützt somit die rhetorische Frage ebenfalls. Die Aussage „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen, E- Mails und Internet- Infos“  (Z. 3ff.)  sind Beweise dafür, dass sie sich viel mit der deutschen Sprache und Kommunikationsnetzwerken auseinandersetzen. Der Beweis dafür, dass nicht jeder der Meinung ist, dass das viele Kommunizieren und Schreiben in den Medien von Vorteil ist, zeigt sich durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und „kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf“ (Z. 6f.). Diese Aussage wird daraufhin dadurch untermauert, dass „Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium [dient] (Z. 7f.). Die Akkumulation „Simsern, Chattern, Twitterern“ sind zudem Neologismen, aber im Bereich der Jugendkommunikation gängige Begriffe. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) zeigt, dass die Art und Weise, wie miteinander geschrieben wird interessant ist und zu Diskussionen untereinander führt, welche das Wortspektrum der Jugendlichen erweitert. Das Kommunizieren unter Jugendlichen zeigt eine deutliche Problematik, welche im Folgenden anhand von „den Normen der Hochsprache ist ihre Sprechschreibe Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.) einleuchtend wird. Damit sagt der Autor aus, dass die Jugend so wie sie spreche auch schreiben würde und das diese Art von Kommunikation weit von der deutschen Sprache entfernt ist, was auf ein Problem heutzutage hinweist. Der Autor nennt Beispiele wie „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]“ (Z. 9f.), welche er als „Gebilde“ (Z. 9) bezeichnet und somit auf den Verlust von grammatikalischer Korrektheit hinweist. Die genannten Beispiele sind typisch für die heutige Schreibweise der Jugendlichen, in der deutlich wird, dass Regeln wie Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung, Abkürzungen, Anglizismen und Neologismen von Routine sind und die deutsche Sprache somit in den Hintergrund stellen. Zudem weist der Autor darauf hin, dass „Freunde des Dudens  und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11f.)  Diese Aussage zeigt negative Kritik im Bezug zum Wortschatz und der deutschen Sprache. Immer mehr Menschen widmen sich der fehlerhaften Schreibweise.&lt;br /&gt;
Auf diese Problematik aufbauend stellt der Autor eine Frage „Können Jugendliche, die sich in diesem sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12ff.). Die Akkumulation in der Frage ist direkt auffallend und beweist, dass sich mit der Zeit immer mehr Probleme und Fragen aufgebaut haben. Viele wichtige Schreibformate, welche im Leben oft sehr wichtig sind, um sich zum Beispiel zu bewerben oder eine gute Klausur zu schreiben werden nicht mehr wirklich ernst genommen, sondern eher vernachlässigt. Die Erkenntnis von mangelnder Grammatik wird anhand von „Trümmerlandschaften“ (Z. 13f.) deutlich.  Wolfgang Krischke erwähnt zur Beantwortung auf die Frage eine „Germanistik- Professorin Christa Dürscheid  von der Universität Zürich“ (Z. 16). Aufgrund das der Autor eine Professorin in seinem Text benennt, wird deutlich, dass sich auch Wissenschaft mit den immer steigenden Problemen der deutschen Sprache im Bezug auf die Jugend verschlechtert und zu massiven Problemen führt, weshalb sie „Mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht [hat], verfasst von 16- bis 18- jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 16ff.). Allein die Information das sie eine hohe Anzahl an Aufsätzen aus unterschiedlichen Schulformen gelesen und untersucht hat, zeigt das sich deutliche Unterschiede in der Sprache und Grammatik zeigen und notwendig sind zu erforschen. Das Alter zwischen 16 und 18 Jahren, zeigt zudem auch deutliche Unterschiede in der Art und Weise wie ein Text verfasst wird und welche verschiedenen Anglizismen oder Neologismen verwendet werden. „Zum Vergleich zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18ff.) und „[d]abei interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21ff.). damit verweist der Autor ebenfalls nochmal auf den breitgefächerten Raum von Struktur und Ordnung der Texte und das sich nicht nur Germanisten sondern auch Linguisten mit der Veränderung der deutschen Sprache beschäftigen. Das Forschen der Texte zeigt folgendes Ergebniss: „ In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24ff.). Durch dieses Ergebnis belegt der Autor seine oben genannte These, dass Simsen Schüler nicht dumm macht (vgl. Z. 1) und bestätigt diese damit. Zudem bestätigt der Autor, dass die Art und Weise des Schreibens innerhalb der Kommunikationsnetzwerke ebenfalls keine Auswirkungen auf Berufsschüler und Gymnasiasten habe(vgl. Z. 26). Darauf aufbauend sagt Wolfgang Kirschke „Die Schüler können die Scheibwelten durchaus trennen“ (Z. 26f.). Die These die der Autor aufstellt unterstützt repetierend deine Aussage, dass Simsen Schüler nicht dumm macht und ihre Freizeit von schulischen Aktivitäten unterscheiden können. „‘Sie wissen das in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden‘ , sagt Christa Dürscheid“ (Z. 27ff.) und bestätigt somit die Meinung des Autors. Aufgrund ihrer Erkenntnis, dass Schüler fähig sind, schulisches und formelles von ihrer Freizeit trenne zu können, „liefert die Zürcher Studie“ (Z. 30f.), dass Deutschlehrer sich trotzdem nicht entspannt zurücklehnen können (vgl. Z. 30). „Denn auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet-die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 31ff.) und bestätigt damit den zweiten Teil der obigen genannten These, dass ihre Texte heute fehlerhafter sind als früher (ebd.). Anhand dessen wird deutlich, dass die Texte viele Fehler beinhalten und der Ausdruck „alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) zeigt deutlich die Vielzahl an Fehlern.  Diese Fehler würden „[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung[...] deutliche Defizite [aufweisen]“ (Z. 33f.).Der Ursprung, dass sich die Sprache der Jugend verändert hat, „begann in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Daran wird deutlich, dass in der damaligen Zeit nicht viel Wert auf die Qualität der Sprache gelegt wurde und bestätigt somit auch wieder seine erste These, dass die digitale Kommunikation keinen Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe. Diese Art von Entwicklung bezeichnet Kirschke als „begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36f.), klingt danach, dass der Autor dieses Verfahren als positiv bewertet, die adversative Konjunktion „jedoch“ (Z. 37) einen Einwand einleitet der zeigt, dass dieser Trend „auf Kosten ‚harter‘ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. Diese Problematik zeigt sich deutlich in der Überschrift des Sachtextes, in der die Rechtschreibung vernachlässigt wurde und somit die Anzahl an fehlerhaften Texten in der Schule. Daraus lässt sich wie Wolfgang Kirschke erklärt zeigen, das „formale Korrektheit“ (Z.38) an Bedeutung verlor, „zeitweise gar nicht in den Verdacht“ (Z. 38f.) geriet, „bürgerliche Schikane zu sein“ (Z.39). Der Substantiv „Schikane“ (ebd.) ist von besonderer Bedeutung, weil damit nochmal das Problem, dass das Kommunizieren auf Netzwerken oder in der Freizeit, beispielsweise orthografische Mängel sich auf die schulischen Texte übertragen und somit die Fehler Quote steigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Sachtext die Probleme und Veränderungen der deutschen Sprache bezogen auf die Jugend sehr gut darstellt, aufgrund das viele Neologismen benutzt werden, um die Problematik in den Vordergrund zu stellen. Zudem ist auch die Unterscheidung zwischen früher und heute in der Schule klar dargestellt, was dazu beiträgt, dass das fehlerhafte Schreiben nicht nur von heute, sondern auch den Prinzipien von früher geschuldet ist.  Auch wird die erste These die Wolfgang Kirschke in seinem Text erwähnt fortlaufend im Text unterstützt und begründet. Akkumulationen, Neologismen, adversative Konjunktionen tragen zum Verständnis des Textes bei und bereichern die Funktion des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die Deutsche Sprache erläutert:&lt;br /&gt;
Unter Anglizismen versteht man Wörter aus der englischen Sprache, die in eine anderen Sprachen, besonders in der deutschen Sprache, eingeflossen sind. Zum Beispiel „Influencer“; „Fake News“; „Dad“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage ist die Nutzung von Anglizismen ein gängiger Prozess geworden und die englische Sprache ist Teil der deutschen Sprache geworden. Worin die Ursache liegt , ist zum einen der Prozess der Globalisierung und die Verbreitung von amerikanischen Rohstoffen oder Produkten in Europa und vor allem Deutschland. In Amerika gibt es andere Bezeichnungen für zum Beispiel: Musik, Medien, Essen usw. Durch den Prozess der Globalisierung kommunizieren wir Menschen überall in der Welt miteinander und lernen neue Sprachen und Wörter kennen. Somit bürgern sich bestimmte Wörter in den Wortschatz der deutschen Sprache ein. Zudem ist Englisch die gängigste Sprache mit der weltweit kommuniziert wird. Zudem ist die Verwendung von Anglizismen in der Wissenschaft auch ein gängiger Prozess, weshalb wir Menschen automatisch eine Sprachveränderung hinnehmen. Das Benutzen von englischen Wörter in unserer Sprache führt jedoch auch dazu, dass sie verflacht und an Bedeutung verliert. Zudem hat die Verwendung massive Auswirkungen auf korrekte und komplexe Grammatik und Orthografie des Deutschen. Diese Problematik ließ sich im Sachtext von Wolfgang Krischke „Schreiben in der Schule- booaa mein dad voll eklich wg schule“ erkennen und ist besonders bei Jugendlichen der Fall. Sie chatten den ganzen Tag auf Plattformen wie Snapchat, Instagram oder Twitter und achten dabei gar nicht mehr auf die Korrektheit der Grammatik. Jeder individualisiert sich seine eigene Sprache, wodurch die deutsche Sprache auch an Wichtigkeit verliert.   Auch verändert sich unsere Sprache von Tag zu Tag immer mehr, weil wir durch mediale Netzwerke zu jeder Zeit einen Einblick in die Welt von Anderen gewinnen und neue Wörter kennenlernen, die wir dann in unserer Sprache aufnehmen. Es gibt außerdem Meinungen von Menschen die sagen, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit der Kommunikation  eine Schwierigkeit darstellen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Generationen vor unserer Lebenszeit. Diese sprachen ausschließlich in ihrer Landessprache und kannten keine anderen Sprachen. Die älteren Menschen verstehen daher heute nicht mehr alles was wir sprechen, da wir Anglizismen benutzen und ihnen diese Begriffe nicht bekannt sind. Allgemein ist es ziemlich schwierig die Sprache wieder in ihre Ursprungsform zu setzen, da die weltweite Kommunikation auch aufgrund von Export und Importprozessen immer mehr stattfindet.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Aus diesen ganzen Ergebnissen lässt sich deuten, das der Wandel der Sprache nicht zu stoppen ist und die Fehlerhaftigkeit der deutschen Sprache im Bezug auf Grammatik und Orthografie immer mehr zunehmen wird. Besonders Jugendliche werden mit der Zeit unter der Problematik leiden, da die Nutzung von medialen Kommunikationsnetzwerken immer mehr im früheren Alter erlaubt wird und somit keine Chance mehr besteht, sich mit richtig guter Sprache auseinanderzusetzen. Des Weiteren stellt die englische Sprache die heutige Sprache dar und lässt somit vor allem der deutschen Sprache nicht ihren Raum sich weltweit zu verbreiten und zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1: === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher im Jahre 2011 erschien und von Wolfgang Krischke verfasst wurde, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es um den Wandel der deutschen Sprache in der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zu analysierende Textstelle setzt damit ein, dass Krischke seine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) formuliert. Damit sagt er aus, dass Simsen die Schüler zwar nicht dümmer macht, sie allerdings in gewisser Weise zu beeinflussen scheint, da ihre Texte im Gesamten fehlerhafter als früher werden. Nach dieser These formuliert er eine rhetorische Frage, welche er dann im Anschluss direkt beantwortet : „Kinder lesen zu wenig ? Von wegen.“ (Z.2). Damit will er verdeutlichen, dass zwar sehr wahrscheinlich das Lesen von Büchern bei Jugendlichen immer seltener wird, diese allerdings andere Quellen, wie das Internet nutzen und dadurch ebenso lesen lernen. Er behauptet sogar, dass die Jugendlichen „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z.2f.) haben. Dies unterstützt er mit den Beispielen : „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“(Z.3ff.). Laut ihm ist dies allerdings nicht sehr erfreulich, da diese Medien als „Plaudermedium“(Z.8) gelten, also zwar der Kommunikation dienen, dies allerdings nur bei nebensächlichen, bis irrelevanten Dingen. Denn sie sei laut Pädagogen und Ausbildern von der Normen der Hochsprache Lichtjahre entfernt (vgl.Z.6ff.). Dies ist eine Hyperbel, da sie zwar weit entfert sein kann, Lichtjahre allerdings viel zu übertrieben sind. Darauf nennt er Beispiele für die heutigen sprachlichen Fehler einiger Jugendlicher. Ein Beispiel dafür ist der im Titel bereits aufgeführte Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (Z.9f.). Dieser besteht fast überwiegend aus Fehlern. Den Ausdruck „booaaa“ (ebd.) gibt es in der deutschen Sprache nicht, er ist eine Interjektion. Die Bezeichnung „dad“ (ebd.), welche aus dem Englischen kommt und Vater heißt, ist ein Anglizismus und „eklich“ (ebd.) ist ein Rechtschreibfehler, da es eigentlich „eklig“ lauten müsste. Außerdem besteht dieser Satz aus der Abkürzung „wg“ (ebd.), welche die Präposition wegen abkürzt. Zu guter Letzt wird die groß- und Kleinschreibung vernachlässigt, da das Nomen „schule“ (ebd.) einfach klein geschrieben wird. Im Folgenden stellt er eine rhetorische Frage, welche dem Leser den Gedankengang des Autors vor Augen führen soll, und beantwortet diese dann um seinen Standpunkt zu erläutern. Diese lautet : „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen ?“ (Z.12ff.) In dieser rhetorischen Frage steckt außerdem eine Metapher „sprachlichen Trümmerlandschaften“ (ebd.), welche für Schlechte Sprachkenntnisse steht, diese allerdings noch etwas dramatisiert. Laut Krischke verfasste sich eine Germanistik-Professorin genau mit diesem Thema und untersuchte rund 1000 Deutschaufsätze, welche von 16- bis 18- Jährigen Schülern aller Schulformen verfasst wurden und verglich diese mit rund 1100 SMS-Nachrichten, E-Mails und Chats in sozialen Netzwerken und legte dabei besonderen Wert auf Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, Wortschatz und den Stil und den Aufbau der Texte (vgl.Z.15ff.). „Das Ergebnis : In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation  nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z.23ff.). Dies lässt darauf schließen, dass das „Simsen, Chatten und Twittern“ (Z.7) keine negative Auswirken auf die „16- bis 18- jährigen Schüler“(Z.17) haben. „Das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“(Z.26) laut Krischke und Dürscheid, hat also nichts mit der Bildung der Schüler zu tun und sie „können die Schreibwelten durchaus trennen“(Z.27). „Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden, sagt Christa Dürscheid“(Z.27). Damit verdeutlicht sie erneut, dass Chatten sich nicht negativ auf die Rechtschreibung der Jugendlichen auswirkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in dem zu analysierenden Text den Einfluss des Chattens auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass die Digitalisierung keine Schuld am Verlust von Grammatik und Rechtschreibung hat. Um dies zu bekräftigen, nennt er eine Studie, welche seine Meinung zu diesem Thema widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile sind Anglizismen schon Normalfall in der deutschen Sprache geworden, unabhängig davon, ob sie nun bewusst oder unbewusst genutzt werden. Doch was genau sind Anglizismen überhaupt ? Anglizismen sind Worte, Sätze, Ausdrücke oder auch Bedeutungen, welche aus dem Englischen stammen und auf andere Sprachen, wie z.B. das Deutsche übertragen werden. Ein Beispiel dafür ist der Ausdruck „nice“, welcher übersetzt „nett“ heißt und besonders von Jugendlichen verwendet wird um auszudrücken, dass einem etwas gut gefällt / man etwas gut findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich mich mit den Ursachen und Konsequenzen eben dieser befassen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind sowohl positiv, als auch negativ ausgeprägt. Doch zunächst einmal ist zu klären, wo diese denn überhaupt herkommen. Der Hauptgrund für das Auftreten von Anglizismen ist die Digitalisierung und der damit verbundene, stetig steigende Kontakt verschiedener Nationalitäten über das Internet. Nie zuvor war das Beherrschen der englischen Sprache so wichtig und nützlich wie heutzutage. Dadurch vermischen sich dann gut und gerne mal bestimmte Begriffe und es entstehen Anglizismen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch welchen Einfluss haben diese auf die deutsche Sprache ? Die negativen Einflüsse sind z.B. dass die deutsche Sprache oder andere Sprachen generell mit der Zeit immer weiter vom englischen übernommen werden. Für traditionelle Menschen oder Menschen, z.B. deutsche Autoren kann dies durchaus negativ sein, allerdings liegt der Einfluss im Auge des Betrachters, denn wenn es irgendwann nur noch eine Sprache gibt und jeder Englisch spricht, wären sehr viele Dinge, besonders die Kommunikation, immens erleichtert. Negativ kann auch sein, dass das Deutsche immer weniger formell wird und man in einigen Jahren z.B. beim Bewerbungsgespräch Anglizismen verwendet und dies ungewohnt und neu für die Menschen ist und für viele auf den ersten Blick negativ erscheint. Positiv zu erwähnen ist allerdings auch, dass durch Anglizismen das Lernen der englischen Sprache erleichtert wird, da man sich viele Bedeutungen von Begriffen einfach ableiten kann und meistens auch weiß, wie sie gesprochen und geschrieben werden. Zusätzlich positiv zu erwähnen ist, dass es im englischen viel präzisere Begriffe gibt, um sich ausdrücken und es kaum Worte mit mehreren Bedeutung, welche allerdings nichts miteinander zu tun haben gibt. Im Deutschen hingegen ist dies oft der Fall. Ein Beispiel ist z.B. das Nomen „Bank“, welches zum Einen eine Sitzgelegenheit und zum Anderen die Möglichkeit Geld einzulagern, sein kann. Dies macht das Englische viel variabler und präziser als das Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sowohl positive, als auch negative Konsequenzen bezüglich des Einflusses von Anglizismen gibt und diese ziemlich ausgewogen sind und je nach Perspektive des Betrachters stark variieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 1)''' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule“, von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert die Veränderung der Sprache, zwischen schulischem und privatem Schreiben und einer Stellungnahme des Autors zu diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Teil des Titels „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, liefert dem Leser ein Beispiel, zum Schreiben per SMS oder anderen Internetplattformen. Es wird Umgangssprache genutzt : „booaaa“ , noch dazu werden beim Chatten Anglizismen genutzt, um sich auszudrücken, wie hier der Begriff „dad“ (aus der englischen Sprache, Vater). Zudem kommt, dass nicht auf Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung geachtet wird, wie die Wörter „eklich“ oder „schule“ zeigen.&lt;br /&gt;
Der Untertitel des Textes „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1), wird vom Autor genutzt um eine These aufzustellen. Diese ist jedoch antithetisch, da der Autor zuerst meint, dass „Simsen […] Schüler nicht dumm [macht]“ (Z.1), dann  jedoch durch den Ausdruck „Aber“ (Z.1), eine Gegenthese eingeleitet wird, da Krischke dann meint, die Texte der Jugendlichen, seien heute fehlerhafter als früher (vgl. Z. 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Textes lassen sich vier Sinnabschnitte erkennen. Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12), stellt der Autor Thesen auf und erläutert diese kurz. Direkt zu Beginn, stellt er eine rhetorische Frage an seine Leser „[ob] Kinder [zu wenig] lesen?“ (Z. 2), welche er im nächsten Satz beantwortet und verneint (vgl. Z. 2). Durch seine kurze Antwort „Von wegen“ (Z.2), wird seine Position direkt klar. Auch mit der Ergänzung „Wohl noch nie haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z.2f.), unterstützt er seine Meinung und auch die Jugendlichen heutzutage, um die es sich ebenfalls, im vorliegenden Sachtext dreht. Sie „tippen [täglich] […] Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z.3ff.). Der Autor schafft dann eine Überleitung ins negative, durch die Konjunktion „trotzdem“ (Z.6). „Bei Pädagogen und Ausbildern [kommt trotzdem] keine rechte Freude auf“ (Z.6f.). Auf diese These folgt direkt eine konkrete Begründung, welche durch „denn“ (Z.7) eingeleitet wird. Es heißt bei den Jugendlichen, welche hier als „Simser[...], Chatter[...] und Twitterer[...]“ (Z.7) bezeichnet werden, diene die Schrift hauptsächlich als Kommunikationsmittel (vgl. Z. 7f.). Zusätzlich wird der Neologismus „Plaudermedium“ (Z.8) verwendet. Von den „Normen der Hochsprache“ (Z.8), sei die Sprache der Jugendlichen, welche im Text als „Sprechschreibe“ (Z.9) bezeichnet wird, Lichtjahre entfernt (vgl .Z. 9f.). Mit „Sprechschreibe“ (ebd.) ist  gemeint, dass die Jugendlichen die verschiedenen Wörter so schreiben, wie sie es hören und verstehen und dass kaum mehr auf Grammatik, Recht- und vor Allem Groß- und Kleinschreibung geachtet wird. Durch die Verwendung von Beispielen wie „booaaa mein dad voll eklisch wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl“ (Z.9f.) wird dem Leser klar gemacht, wie die Jugendlichen in ihrer Freizeit schreiben und wie hoch die Fehler in ihrer Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.12 – 23), beginnt mit einer rhetorischen Frage auf welche im weiteren Verlauf eingegangen wird und so beantwortet wird. Es wird gefragt, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z. 12). Die Metapher „sprachliche[...] Trümmerlandschaften“ ist zugleich eine Hyperbel. Sie dramatisiert das Ganze noch mehr. Durch die Erwähnung der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) wird dem Text eine gewisse Zuverlässigkeit zugeteilt, die den Text professioneller klingen lässt. Sie habe eine Studie durchgeführt, bei der sie sich auf die Rechtschreibung, Interpunktion, Grammatik , den Wortschatz, Stil und Aufbau von Texten, konzentriert haben (vgl. Z.15ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis dieser Studie wird dem Leser im dritten Abschnitt (Z.23-29) mitgeteilt. Laut der Studie, von welcher im letzten Sinnabschnitt die Rede ist, hinterlassen die „sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation [in keinem Bereiche] nennenswerte Spuren in den Schultexten“ (Z.24f.). Durch das Zitat „Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und in der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 26ff.), von der Expertin Christa Dürscheid, wird die Studie erläutert und belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.29-39) unterscheidet sich allerdings wieder etwas und wird vom Autor genutzt um seine Meinung erneut darzulegen. Es sei dennoch kein Grund für die Lehrer sich zu entspannen (vgl. Z.29f.), wie die Züricher Studie zeige. Die Begründung wird mit „Denn“ (Z. 30) eingeleitet, „auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet - die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 30ff.). Die Metapher „deutliche Defizite“ (Z.34), in der Rechtschreibung, zeigt dass viele Fehler vorhanden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem beschäftigte sich Wolfgang Krischke mit dem Thema Sprachwandel durch elektronische Kommunikation, er stellt auch sehr deutlich seine Meinung dar und bezieht eine Studie mit in seinen Text ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 2)''' === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden, werden die Ursachen des Einflusses von Anglizismen und dessen Folgen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen sind Begriffe, welche aus der englischen Sprache stammen und ins deutsche übernommen werden. Dies kommt heutzutage vermehrt vor, doch woran liegt das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der bedeutendsten Gründe ist eindeutig, die Jugendsprache beziehungsweise die moderne deutsche Sprache. Die Jugendlichen übernehmen immer mehr englische Begriffe oder Ausdrücke in ihren Wortschatz und verwenden diese in der Alltagssprache. Vor allem dadurch, dass englisch eine internationale Sprache ist, welche in der heutigen Zeit in jeder Schule als Hauptfach im Stundenplan steht, werden die Begriffe gelernt und oft übernommen. Besonders aus dem amerikanischen Englisch stammen einige Ausdrücke, welche von Jugendlichen verwendet werden. Durch die Verwendung der Ausdrücke gleicht man sich der Gesellschaft an, es ist „in“ diese Wörter in die Sprache mit einzubeziehen. Die heutige Generation kennt schon viele Anglizismen, dessen sie sich nicht bewusst ist, zum Beispiel „Smartphone“, „Display“, „Computer“, „On-/Offline“ oder auch „Laptop“ sind englische Begriffe mit denen wir groß geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bringen die Anglizismen auch Konsequenzen mit sich, welche nicht gerade positiv sind. Durch die vermehrte Verwendung von Anglizismen geht ein Teil der deutschen Sprache verloren, da Begriffe wie „Rechner“ oder „Mobiltelefon“ kaum noch verwendet werden, meist nur von älteren Menschen. Die deutsche Sprache geht also auf eine gewisse Art und Weise verloren, somit auch ein Teil der Kultur. Natürlich ist es gut die englische Sprache zu beherrschen, jedoch sollte das Deutsche auch beibehalten werden und sich nicht durch die Englische ersetzen lassen. Sagt man, es sei nicht tragisch ein paar englische Wörter in unsere Sprache zu übernehmen, ist das richtig, jedoch nimmt dies zu und es werden immer mehr Begriffe vom englischen übernommen, was man selbst gar nicht mehr bemerkt, da es zur Gewohnheit wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kann man sagen, dass die Hauptursache für die Verwendung von Anglizismen in der neuen deutschen Sprache liegt und, dass dies mit sich bringt, dass ein Teil unserer Kultur verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabe === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ mit dem Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde, thematisiert den Einfluss digitaler Kommunikationsformen auf das Schreiben und die Sprache der Jugend in der Schule sowie den allgemeinen Sprachverlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn fällt dabei besonders die antithetische, eben bereits genannte Überschrift auf, die die Schule auf indirekte Weise dem Privatleben gegenüberstellt. Während der Teil „Schreiben in der Schule“ eher sachlich formuliert ist, nutzt der Autor im zweiten Teil ein sehr umgangssprachliches Beispiel, in welchem er unter anderem die Interjektion „booaaa“, den Anglizismus „dad“ oder die Abkürzung „wg“ für – wegen -  einbaut. Zudem fallen die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung auf, die jedoch in heutigen Chats nicht gerade selten aufzufinden sind. Somit stellt Krischke im Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher ausdrücken soll, dass eine Person von seinem/ihrem Vater genervt ist, da dieser über die Schule spricht, die Problematik dar, die durch das digitale Chatten entstehen. Diese lässt sich, wie im Beispiel erkennbar, besonders an der Groß- und Kleinschreibung sowie der genutzten Abkürzung wiederfinden.  Daran schließt er in der Unterüberschrift mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) an, welche Krischke der Überschrift gewissermaßen antithetisch gegenüberstellt, da diese wegen der Fehler eher von einem Intelligenzverlust der Schüler zeugt, wenn diese „simsen“. Eingeleitet durch die adversative Konjunktion „Aber“ (Z. 1) nennt er jedoch daran anschließend eine, die erste Aussage einschränkende These in „Aber ihre Texte sind fehlerhafter als früher“ (Z. 1). Somit macht er doch deutlich, dass ein Qualitätsverlust der Sprache bei Schülern vorhanden sei. Darin akzentuiert er besonders den Vergleich zu „früher“ (ebd. ), welcher gewissermaßen die Digitalisierung als Grund in den Fokus nimmt, da diese in früheren Jahren wesentlich geringer ausgeprägt war und erst in den neueren Jahren immer größer und weiterentwickelter wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Text beginnt er mit der Frage „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2), welcher er gleich im Anschluss mit den Worten „Von wegen“ (Z. 2) entkräftet. Diese Aussage erläutert er dann im Folgesatz, indem er behauptet „Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f. ). In diesem kommt besonders der Vergleich zu früher zum Ausdruck, der bezogen auf die Unterüberschrift darstellt, dass in Abhängigkeit von mehr Lesen und Schreiben auch mehr Fehler in der heutigen Welt gemacht würden. Auch wenn er sich in diesem Aspekt nur auf das Lesen bezieht, lässt sich durch den Kontext der medialen Kommunikation auch das Schreiben mit einbeziehen. Eben dieses spricht Krischke auch im folgenden Satz „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihre Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 3 ff. ) an. Hier vereint er die Aspekte des Lesens und Schreibens miteinander und arbeitet dabei besonders die Zunahme der Nutzung, was in Worten wie „täglich“ (ebd. ), „Millionen“ (ebd. ) oder auch der Akkumulation von möglichen Nachrichtenformaten deutlich wird, heraus. Dabei spricht der Autor also besonders die große Reichweite an, die Handys und Computer in der heutigen Welt haben. Was der Autor hier jedoch noch als positiv darstellt, „kommt bei Pädagogen und Ausbildern“ (Z. 6 f. ) nicht gut an. Diese Gegensätzlichkeit von der Positivität des vielen Lesens und dem negativen Meinungsbild von Experten drückt Krischke durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und eine eher ironische Gesamtsprache, die hier im Ausdruck „kommt […] keine rechte Freude auf“ (Z. 6 f. ) deutlich wird, aus. Diese These erläutert er im Anschluss genauer. Somit sähen Pädagogen diese Art von Schreiben als eher negativ, „Denn Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f. ), also als Kommunikationsmittel. In Anbetracht dessen lässt sich die Kritik auf den Nachlass der direkten Kommunikation beziehen. Im Ausdruck „Plaudermedium“ (ebd. ) wird jedoch, wie in der allgemein ironischen Sprache, zugleich die eher kritische Sichtweise des Autors ausdrücklich. In diesem Sinne sei die Chatsprache auch „Von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8 f. ). In diesem sehr hyperbolischen und metaphorischen Ausdruck geht der Autor wiederholend auf die Problematik der Textnachrichten ein, welche laut ihm im Verlust der Grammatik läge. In diesem Zusammenhang nennt er dann die Beispiele „`booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl (= hab dich ganz doll lieb)`“ (Z. 9 f. ), in welchen er zum einen die Überschrift erneut aufgreift, aber auch zwei weitere Beispiele nennt, die die Problematik des Sprachverlusts noch einmal stärker zum Ausdruck bringen und in diesem Sinne konkret zeigen, wie die heutige Jugend miteinander kommuniziere. Eben diese Formulierung in Textnachrichten „lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze immer noch zusammenzucken“ (Z. 11 f. ), wodurch Krischke die in den Nachrichten oftmals verwendete umgangssprachliche und verknappte Form des Schreibens noch einmal akzentuiert. Jedoch wird nicht nur diese, sondern auch noch einmal die Kritik gewissermaßen deutlich, wodurch er eine Brücke zwischen Erläuterung der Situation und der Meinung einiger schlägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er die Problematik im ersten Abschnitt (Z. 2-12) bezogen auf das digitale Schreiben zu Kommunikationszwecken dargestellt hat, geht er im zweiten Sinnabschnitt (Z. 12- 29) auf den Einfluss dieses fehlerhaften Schreibens auf essentielle Schul- und Bewerbungstexte ein. Erneut beginnt er seinen Abschnitt mit einer Frage, mit der er den Leser langsam in die Thematik führt. Durch seine verwendete Struktur, die im jeweiligen Abschnitt immer in einer ausdifferenzierten Beantwortung der anfänglichen Frage mündet, wirkt es, als würde er dem Leser seine Fragen in gewisser Weise vorwegnehmen und ihm allgemein etwas vermitteln, das entscheident zu wissen sei. So beginnt er den zweiten Abschnitt also mit der Frage „Können Jugendliche, die sich in sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff. ). In dieser wird erneut seine kritische Sicht auf die Sprache der Jugend deutlich, indem er diese anhand der Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd. ) wertend verbildlicht. Zudem beinhalten die Adjektive „lesbar[…], präzise[…], angemessen“ (ebd. ) einen etwas wertenden Akzent, da den Jugendlichen hierbei gewissermaßen unterstellt wird, dass diese undeutlich, verknappt und umgangssprachlich schrieben.  In diesen Worten bleibt jedoch stets ein wenig offen, ob er oder der Großteil der Gesellschaft der Sache  kritisch gegenübersteht, da seine ironische Sprache teils eher von einem gesellschaftskritischem Gedanken zeugt. Dies zeigt sich auch in den folgenden Sätzen, in welchen Krischke für die Jugend argumentiert und sich diesbezüglich die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) als Expertin zu Nutzen macht, um die Antwort auf die Frage zu belegen. Diese habe nämlich „mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, verfasst von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich. Zum Vergleich zog [sie] […] über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit […] geschrieben hatten“ (Z. 16). Hier  stellt der Autor also die Studie im Allgemeinen vor, unterstreicht dabei besonders den vorgenommenen Vergleich von Schul- und Freizeittexten und unterstreicht die Ausbreitung der Textnachrichten durch die akkumulierende Darstellung einiger Textmedien. Im Vergleich der beiden Textformen „interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21 ff. ). Diese akkumulierende Aussage deutet darauf hin, dass nicht alleine die sprachliche Korrektheit, sondern auch das Gesamtbild von Bedeutung sei. Somit sei auch im eben benannten zweiten Bereich eine Veränderung vermutet worden, welche sich auf die verkürzte sowie umgangssprachliche Schreibweise rückführen lässt. Jedoch spiegele das Ergebnis nicht das Erwartete wieder, was in Krischkes Ausdrucksweise sowie anhand seiner vorherig dargestellten Meinungsbilder deutlich wird. „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Texten hinterlassen“ (Z. 24 ff. ), somit sei die Digitalisierung im Bereich der Kommunikation keine Problematik. Da Krischke jedoch nur von „nennenswerte[n] Spuren“ (ebd. ) spricht, lässt sich darauf schließen, dass es eine Veränderung gebe, diese aber eher geringfügig ausfällt, weshalb er sie wertender weise als nicht nennenswert ansieht. Um die Ergebnisse daran anschließend etwas genauer darzustellen, bezieht er sich zuerst auf die betroffene Gruppe aus „Berufsschüler [und] Gymnasiasten“ (Z. 26). Wobei hier auffällt, dass Krischke Real- und Hauptschüler aus seiner Argumentation ausschließt, weshalb ungeklärt bleibt, ob bei diesen auch keine Veränderung sichtbar wird. Die Berufsschüler und Gymnasiasten jedoch „`können die Schreibwelten durchaus trennen`“ (Z. 27), wie Krischke Dürscheid hier zur Darstellung seiner These über den geringen Einfluss digitaler Kommunikation zitiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29-39) distanziert Krischke sich jedoch etwas von der, im vorherigen Abschnitt vertretenen Meinung und verknüpft so die positiven mit den negativen Einflüssen und Veränderungen in Sprache und Schrift, die er in Abschnitt eins und zwei herausgearbeitet hat. Dies tut er auf eine eher appellierende Weise, während er wie auch im obigen Text einen hypotaktischen Satzbau verwendet, der ihm erlaubt, ins Detail zu gehen. Seinen Appell beginnt er mit der Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff. ). Somit sei die Sprachförderung der Jugend laut Krischke heutzutage notwendig, sodass die Studie zwar zeige, dass die Verschlechterung kaum an der Digitalisierung läge, aber dennoch bestände. Hier betrachtet er die Studie daher etwas kritisch und stimmt dieser zwar zu, differenziert das Ergebnis dieser jedoch noch einmal indirekt weiter aus. Eben dies drückt er auch im folgenden aus (vgl. Z. 31 f. ) und akzentuiert dabei besonders, dass „die Schultexte […] alles andere als fehlerfrei“ (Z. 32 f. ) seien. Eben diese Fehler fänden sich dabei häufig in „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ ( Z. 33 f. ), also den Formalitäten, auf. Um dieses Phänomen des Sprachverlusts zu erklären, geht der Autor auf den Ursprung des Problems ein. Dieser läge laut ihm „in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f. ). Somit sieht Krischke die Problematik im allgemeinen freien Schreiben, was letztlich auch in den SMS aufgegriffen wird, aber nicht alleinig in der  Digitalisierung. So ginge der „Trend […] auf Kosten ´harter´Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37 f. ), wodurch allgemeine „Formale Korrektheit“ (Z. 38) immer mehr an Bedeutung verlor und somit bis heute eher als lästig angesehen werde. Daher appelliert er hier im Allgemeinen doch in gewissen Gesichtspunkten das Arbeiten an den formalen Grundstrukturen der deutschen Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in seinem Text den Einfluss der digitalen Kommunikation auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass nicht die Digitalisierung, sondern das allgemeine freie Schreiben seit den 70ern Schuld für den Verlust von Grammatik und Rechtschreibung seien. Um dies zu bekräftigen, nutzt er eine Studie sowie Metaphorik und Ironie, welche zugleich seine kritische Sichtweise auf den Sprachwandel unterstreichen. Zuletzt drückt er diese Kritik daher noch einmal in einem Appell an die Lehrer aus, die laut ihm, etwas verändern sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Aufgabe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage sind Anglizismen in der Deutschen Sprache keine Seltenheit mehr und irgendwo benutzt ein jeder sie, wenn auch unbewusst. Denn gerade in der heutigen Welt steht der englischen Sprache ein hoher Stellenwert zu, der sich in den jeweiligen Sprachen durch Übernahme oder Ersetzen vieler Wörter aus dem Englischen bemerkbar macht. Doch wo genau liegen die Ursachen der Anglizismen und auf welche Art und Weise wirken sie sich auf unser tägliches Leben aus, - oder eher – Welche Konsequenzen bringen sie mit sich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der folgende Text.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen gehen im Allgemeinen auf den Gebrauch des Englischen als Lingua franca, also als internationale Verkehrs- oder Weltsprache zurück. Dabei wird die Sprache von besonders vielen Menschen in weiten Teilen der Erde als Erst- oder Zweitsprache gesprochen und besonders im wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Sektor genutzt. In diesem Kontext gilt das Englische seit Ende des zweiten Weltkriegs durch die Vormachtstellung der USA als die bedeutendste Weltsprache.&lt;br /&gt;
Jedoch ist nicht nur ihr Rang als Weltsprache entscheidend für ihre Verbreitung und somit auch nicht alleinige Ursache der Anglizismen. Amerika galt zudem schon immer als modernes Vorbild für die östlicheren Staaten und gilt somit heute noch, besonders was die Jugend betrifft, als eine Art Vorbild. Dabei kommen aber auch die Einflüsse der Globalisierung hinzu, die die ganze Welt miteinander verknüpfen und so in gewisser Weise veranlassen, dass der Kontakt zu anderen Nationen das Englische mit in unsere Muttersprache einfließen lässt. Besonders sind hier auch soziale Netzwerke in Bezug auf die Jugend zu nennen, die im Vergleich noch einmal vermehrt Anglizismen in ihren Sprachgebrauch mit einbringt. Durch diese treten die Jugendlichen stetig in Kontakt mit Menschen aus vielen Ländern, mit denen das kommunizieren nur in Englisch möglich ist. Zu betrachten ist dabei auch die Vorbildfunktion, die die Personen auf den sozialen Medien mit sich bringen, sodass die Verenglischung der deutschen Sprache immer mehr zum „Trend“ wird, der eine Person zu einem weltlichen Geflecht aus Menschen zugehörig werden lässt. So hören die Menschen tagtäglich englische Lieder, sehen Werbung von Modemarken aus dem Ausland und vieles mehr, sodass sie sich die englischen Wörter Tag für Tag einprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie eben bereits in Teilen erwähnt, bringen Anglizismen daher besonders auf Gesamt-gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene positive Aspekte mit sich. Die Kommunikation in vielen Bereichen ist stark erleichtert und bestimmte Worte bedürfen keine Übersetzung mehr. Dieser Aspekt gilt besonders auf der Ebene des SocialNet sowie bei Jugendlichen. Durch die Kommunikation mit gleichaltrigen sowie der Nutzung der Anglizismen fühlen sie sich wie ein Teil des Ganzen und bekommen einen besseren Bezug zur englischen Sprache. &lt;br /&gt;
Aber auch im Alltag sind viele Anglizismen heutzutage nicht mehr wegzudenken, so sagt doch beispielsweise niemand mehr zu den „Charts“ Hitliste oder zum „Coffee to go“ Kaffee zum mitnehmen. Immer häufiger begegnen uns so in jeglichen alltäglichen Situationen englische Wörter, die die deutschen schon längst ersetzt haben. Auch Marken und Medien wie das Radio oder das Fernsehen nutzen in diesem Kontext Anglizismen, um modern zu sein und die Menschen anzusprechen. Somit stellt diese sprachliche Form der Veränderung im Gesamten einen Prozess der modernen Zeit dar, der die Sprache internationaler und aktueller werden lässt und in kleinen Teilen die Kommunikation mit dem Ausland erleichtert.&lt;br /&gt;
Des weiteren ermöglichen Anglizismen ein besseres Verständnis für die englische Sprache und vereinfachen somit auch das Lernen dieser, was besonders auch für technische Bereiche notwendig ist. Einige der Wörter, besonders im Bereich der Technik, gibt es im deutschen gar nicht, weshalb bestimmte Anglizismen sogar notwendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu bringen Anglizismen aber auch einige Kritiker mit sich. Dabei sind es besonders häufig ältere Menschen, die sich nicht mit den für sie neuen Wörtern identifizieren können und Verständnisprobleme haben. In diesem Zusammenhang stellen Anglizismen auch einen gewissen Sprachverlust des Deutschen dar, da so gewissermaßen Dinge verloren gehen, die das rein Deutsche ausgezeichnet haben. Dies betrifft jedoch nicht nur den Verlust einiger alter Worte, sondern auch einen gewissen kulturellen Verlust, da die Sprache immer auch einen großen Teil Kultur eines Landes ausmacht. &lt;br /&gt;
Oftmals werden einige Anglizismen jedoch auch als überflüssig angesehen und in diesem Sinne in einigen Sozialgruppen oder Altersgruppen nicht genutzt, wodurch sich jeweilige Gruppierungen von anderen Gruppen absetzen und es so zu einer gewissen Ab- oder gar Ausgrenzung dieser kommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellen Anglizismen ein sprachliches Phänomen der modernen Welt dar, durch das zwar einerseits ein gewisser Sprachverlust stattfindet, aber andererseits viele neue Möglichkeiten geschaffen werden. So erleichtern sie die Kommunikation in vielen Bereichen und schaffen teilweise sogar die Möglichkeit etwas auszudrücken, wofür es vorher in der Landessprache keine Worte gab. Somit sind Anglizismen in jedem Fall sprachverändernd, jedoch heißt Veränderung nicht gleich etwas Schlechtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; wurde von Wolfgang Krischke geschrieben und im Jahr 2011 veröffentlicht. Im grundlegenden thematisiert der Sachtext den angeblichen Abbau von grammatikalischen Strukturen in der Schule durch die heutige Nutzung der Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Titel des Sachtextes ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; (Z.0) soll den Abbau von grammatikalischen Strukturen, wie zum Beipspiel der Groß- und Kleinschreibung und der Satzstrukturen, verdeutlichen, welcher vor allem durch die Kommunikation im Internet gefördert wird. Die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), die fehlende Großschreibung von Nomen wie ,,schule&amp;quot; (ebd.) und der Anglizismus ,,dad&amp;quot; (ebd.) verdeutlichen den Umgang der Jugendlichen mit grammatikalischen Regeln im Internet.Vor allem der Anglizismus zeigt, dass die englische Sprache ein großer Bestandteil der Jugendsprache ist und auch die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), auch als Empfingundlaut bekannt, zeigt das Schüler es vermeiden sich mit Adjektiven wie nervig ausdrücken, sondern ihren Emotionen freien Lauf lassen. Die darauf folgende These ,,Simsen macht Schüler nicht dumm&amp;quot; (Z.1) verdeutlicht den Standpunkt des Autors, welchen er im folgendem weiter ausführen wird. Der im Anschluss folgende Satz ,,[a]ber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.1) untermauert jedoch die höhere Fehlerrate der Schüler in Texten. Die adversative Konjunktion ,,[a]ber&amp;quot; (ebd.) leitet das Gegenteil ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) wird durch die rhetorische Frage ,,Kinder lesen zu wenig?&amp;quot; (Z.2) eingeleitet. Diese Frage beantwortet Krischke sofort durch den Ausdruck ,,[v]on wegen. Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot; (Z.2f.). Durch den Ausdruck ,,[w]ohl noch nie&amp;quot; (ebd.) wird deutlich, dass Kinder heutzutage durch die Medien viel mehr lesen und schreiben als früher, denn ,,[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen&amp;quot; (Z. 3f.). Die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht die Menge des Schreibens und der Ausdruck ,,[t]äglich&amp;quot; (ebd) zeigt die häufige Nutzung eines mobilen Gerätes in der heutigen Zeit. Somit veranschaulicht Krischke, dass der Sprachgebrauch durch die Medien eine viel größere Rolle spielt als früher, da jetzt auch außerhalb des Unterrichts viel geschrieben wird. Zudem verbringen Jugendliche ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (Z.4f.), dies soll den Aufwand der Kommunikation durch die Medien der Jugendlichen verdeutlichen. Der Ausdruck ,,Lektüre&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die Menge an Nachrichten die ein Jugendlicher täglich schreibt und wie viel Zeit Jugendliche dafür in Anspruch nehmen. Auch die Aufzählung ,,SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die vielen verschiedenen Wege der Kommunikation im Internet. Im Nächsten Satz führt der Autor jedoch an, dass ,,[t]rotzdem [...]bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude&amp;quot; (Z.6f.) aufkommt, ,,[d]enn den Simsern,  Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot; (Z.7f.), womit Kirschke zum Ausdruck bringt, dass zwar mehr geschrieben wird, aber die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) gesehen wird und daher nicht auf Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung oder grammatikalischen Strukturen geachtet wird, dies untermalt vor allem der Neologismus ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.), welcher verdeutlicht das nur die Kommunikation zählt und nicht die Zeichensetzung und der Wortschatz während der Kommunikation. Die darin enthaltene adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem&amp;quot; (ebd.) leitet somit den Bruch der Argumentationsstruktur ein, da zuvor von den positiven Auswirkungen der Medien gesprochen wurde und durch die adversative Konjunktion nun die negativen Aspekte eingeleitet werden. Dass die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) dient, untermauert Krischke mit seinem darauffolgendem Satz, denn ,,[v]on den Normen der Hochsprache ist ihre Schreibweise Lichtjahre entfernt&amp;quot; (Z.8f.). Mit dem Personalpronomen ,,ihre&amp;quot; (ebd.) meint Krischke die Nutzer des Internets und die Hyperbel ,,Lichtjahre&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht den großen Unterschied zwischen der ,,Hochsprache&amp;quot; (ebd.) und der heutigen ,,Schreibweise&amp;quot; (ebd.) im Internet. Diese Behauptung veranschaulicht er mit Beispielen wie ,,booaa mein dad voll eklich wg schule-stöhn* haste mo zeit? hdgdl&amp;quot; (Z.9f.), welche dazu dienen auf die fehlende Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung und Satzstrukturen zu achten, zudem wird die Sprache im Internet auch durch Anglizismen und Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.)geprägt. Vor allem solche Sätze ,,lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.). Der Ausdruck ,,noch immer&amp;quot; (ebd.)zeigt das solche Schreibweisen schon länger im Internet existieren. Nun stellt der Autor die Frage, ob ,,Jugendliche, die sich in solchen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?&amp;quot; (Z. 12ff.). In dieser Fragestellung wird ersteinmals deutlich, dass Krischke alle Bildungsgruppen anspricht, da er auf der einen Seite von einem ,,lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) spricht, was einen Bezug zu den ,,Pädagogen&amp;quot; (ebd.) schafft und auf der anderen Seite von einem ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) spricht, was wiederum einen Bezug zu den ,,Ausbildern&amp;quot; (ebd.) schafft. Zudem veranschaulicht die negativ konnotierte  Metapher ,,Trümmerlandschaft&amp;quot; (ebd.) den letztendlichen Sprachverlust durch die Medien und das dieser Sprachverlust Folgen hat für das deutsche Bildungssystem, weshalb der Autor auch das Schreiben einer Bewerbung (vgl.Z.14) mit einbringt, um die Probleme auf dem Wirtschaftsmarkt zu erklären, die noch kommen werden, jedoch teilweise sogar schon vorhanden sind. Diese Fragestellung beendet den ersten Sinnabschnitt und reizt somit das Interesse des Lesers auf die kommende Antwort. Der hypotakische Satzbau dieser Fragestellung untermauert die verschiedenen Bereiche, welche durch einen fehlerhaften Sprachgebrauch geprägt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt (Z.15-29) beginnt Krischke mit dem sofortigen Einstieg in die vorherige Fragestellung durch die Züricher Studie, da ,,[d]ie Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich [...] dieser Frage auf den Grund gegangen&amp;quot; (Z.15f.) ist. Sie untersuchte und verglich ,,fast 1000 Deutschaufsätze [...][die von] 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich&amp;quot; (Z. 16f.), mit ,,über 1100 Texte[...], die dieselben Jugendliche in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken&amp;quot; (Z.19f.) verfassten. Wobei ,,die Linguisten [sich] nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot; (Z .21ff.). Die adversative Konjunktion ,,sondern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass Sprache nicht nur aus ,,Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik&amp;quot; (ebd.) besteht, sondern auch aus dem ,,Wortschatz&amp;quot; (ebd.) und dem ,,Stil&amp;quot; (ebd.) des Schreibens. Das Resultat ist, dass ,,[i]n keinem dieser Bereiche [...]die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.23ff.) hätten, dies ,,gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Durch die Differenzierung der unterschiedlichen Bildungsgruppen knüpft Krischke einen Bezug zu seiner Frage, in der er auch zwischen den Bildungsgruppen unterscheidet, indem er sowohl fragt, ob ,,Jugendliche [...] überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) schreiben könnten, womit er im Spezielle die Schüler anspricht und auf der anderen Seite fragt, ob sie überhaupt noch dazu in der Lage seien einen ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) zu formulieren, was einen Bezug zu Auszubildenden schafft, die somit ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) sind. Zudem zeigt die Differenzierung zwischen einem ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) und einem ,,Gymnasiasten&amp;quot; (ebd.) auch das in der Züricher Studie die verschiedenen Bildungsgruppen betrachtet wurde. Der Ausdruck ,,[i]n keinem dieser Bereiche&amp;quot; (ebd.) betont das die Medien keine negativen Auswirkungen auf das Schreiben der Jugendlichen haben. Das Fazit dieser Studie von Christa Dürscheid ist, dass Jugendliche ,,wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden&amp;quot; (Z. 27f.), womit Christa Dürscheid die Jugendlichen beschützt und betont, dass sie sich im Internet nicht so ausdrücken, weil die Jugendliche nicht wissen sie es richtig geschrieben wird, sondern weil es zeitsparender und angesehener ist sich in der Jugendsprache mit Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.) oder Anglizismen wie ,,dad&amp;quot; (ebd.) auszudrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z. 29-39) untermauert jedoch die zu Beginn getroffene These ,,[a]ber ihre Texte sind fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.0). Denn ,,Grund für die Deutschlehrer, sind entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29ff.), vor allem die adversative Konjunktion ,,trotzdem&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass der Grund für die höhere Fehlerrate zwar nicht die Medien sind, jedoch die Texte viel fehlerhafter sind als früher und man der Ursache dafür auf dem Grund gehen sollte, was auch durch den folgenden Satz deutlich wird der aussagt, dass ,, auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet&amp;quot; (Z.32f.)  die Texte ,,die die Germanisten untersucht haben, [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot; (Z.32f.) seien, denn ,,[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung weisen sie deutliche Defizite auf&amp;quot; (Z.33f.). Die Aufzählung ,,Rechtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot; veranschaulicht das ,,deutliche Defizite&amp;quot; nicht nur vereinzelt auftreffen, sondern verschiedene und auch mehrere Bereiche des Schreibens betroffen sind. Des Weiteren geht der Autor auf eine bekannte Ursache ein, er spricht von der Entwicklung ,,in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigen&amp;quot; (Z.35f.). Der Ausdruck ,,stärker als zuvor&amp;quot; (ebd.) untermauert die Entwicklung des freien Schreibens. Der darauffolgende Satz, dass ,,[d]ieser eigentlich begrüßenswerter Trend [...] jedoch auf die Kosten ,,harter&amp;quot; Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.36ff.) gänge, veranschaulicht, dass dadruch die ,,Sprachfertigkeiten&amp;quot; (ebd.) von vielen Jugendlichen vernachlässigt wurde durch das neue Prinzip des freien Schreibens. Der auch hier verwendete Anglizismus ,,Trend&amp;quot; verdeutlicht die verbreitete Einbindung der englischen Sprache in die Deutsche, da auch der Autor Anglizismen verwendet. Zudem behauptet Krischke, dass ,,[f]ormelle Korrektheit [...] an Bedeutung [verlor und sogar] zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot;(Z.38f.). Der Ausdruck ,,bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot; (ebd.) zeigt, dass die Bedeutung von ,,formelle[n] Korrektheit&amp;quot; (ebd.) so stark abgenommen hat, dass dies nicht einmal mehr bewusst wahrgenommen wurde als Teil der Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke in seinem Sachtext verschiedene Ursachen für den Verlust der deutschen Grammatik darstellt. Zu Beginn des Sachtextes benennt er die Ursache der Kommunikation im Internet, die im Nachhinein durch die Züricher Studie widerlegt wird. Zudem nennt er eine weitere Ursache die seit einigen Jahren für den Verlust der deutschen Grammatik verantwortlich ist und zwar das freie Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, verfasst von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisiert werden die Ursachen der fehlerhaften Schreib- und Ausdrucksweise von Schülern in Bezug auf den Einfluss digitaler Kommunikationsformen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Textes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ lässt den Kontrast zwischen formaler Sprache und Umgangssprache erkennen. Der formale Beginn „Schreiben in der Schule“ (ebd.) ist grammatikalisch, sowie sprachlich korrekt. Im Kontrast dazu steht, formal durch einen Gedankenstrich getrennt, die umgangssprachliche Aussage „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.). Mit dieser Aussage gibt der Autor ein Beispiel für viele charakteristische Fehler in der alltäglichen Kommunikation über elektronische Kommunikationsformen. Die Aussage setzt mit der Interjektion „booaaa“ (ebd.) ein. Die Interjektion, die in formalen Texten keine Verwendung finden würde, verdeutlicht, dass es sich hierbei die Schriftweise der Alltagssprache angeglichen wird. Zudem verdeutlicht der Anglizismus „dad“ (ebd.), den Einfluss anderer Sprachen auf die Muttersprache, der sich erheblich durch die differenzierte Orthografie, beispielsweise in Form der Groß- und Kleinschreibung, darstellt. Dieser Umstand wird besonders an den Nomen „dad“ (ebd.) und „schule“ (ebd.) veranschaulicht, die in der vorliegenden Aussage klein geschrieben wurden, obwohl sie als Nomen eigentlich groß geschrieben werden müssten. Weiterhin ist auch die Abkürzung „wg“ (ebd.) für die Präposition „wegen“ eine Darstellung des Sprachverlustes in elektronischen Kommunikationsformen. Insofern gibt der Titel bereits erste Vorausdeutungen auf die angeführten Argumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) lässt sich als erste These des Textes auslegen. Mit der Behauptung „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (ebd.) legt Krischke seine Ansicht in Bezug auf die elektronischen Kommunikationsformen dar. Er ist der Auffassung, dass die Nutzung von elektronischen Kommunikationsformen, hier am Beispiel der SMS dargestellt, keine direkten negativen Folgend auf die Bildung der Schüler hat, auch wenn er eingesteht, dass deren „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Seinen Text beginnt Krischke mit dem gesellschaftlichen Vorwurf „Kinder lesen zu wenig“ (Z. 2). Diesen Vorwurf formuliert der Autor als Frage, um den Leser dazu anzuregen sich seine eigene Meinung zu der Thematik zu bilden. Seine Meinung positioniert Krischke in der Antwort „[v]on wegen“ (Z. 2) als Antwort auf die von ihm gestellte Frage. Darüber hinaus stellt er fest, dass Kinder „[w]ohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2 f.). Diese Behauptung stützt Krischke durch eine Aufzählung an Beispielen aus dem alltäglichen Leben, wie „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internetinfo“ (Z. 2 ff.). Allerdings ergänzt Krischke wenig später, dass diese Form der Kommunikation als Plaudermedium dient (vgl. Z. 8) und somit „[v]on den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt [ist]“ (Z. 8 f.). Die Metapher „Lichtjahre entfernt“ (ebd.) verdeutlicht, dass eine Distanz zwischen Plaudersprache und Hochsprache vorhanden ist. In diesem Zusammenhang greift der Autor den Titel des Textes noch einmal als Beispiel auf. Seiner Ansicht lassen „Gebilde wie ‚booaaa mein dad voll eklich wg schule –stöhn* haste mo zeit? hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]‘ lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9 ff.). Diese Ansicht ist insofern nachvollziehbar, als dass das im Beispiel angeführte Satzgebilde in grammatikalisch korrekter Hochsprache ‚Mein Vater ist verärgert. Hast du morgen Zeit? Hab dich lieb‘ lauten müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Stellungnahme:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache ist wie jede andere Sprache einem ständigen Wandel unterzogen. In der modernen Welt bleibt es daher nicht aus, dass auch Begriffe aus anderen Sprachen in den deutschen Sprachgebrauch aufgenommen werden. Besonders häufig sind diese Begriffe aus dem Englischen, sogenannte Anglizismen. Anglizismen sind schon lange keine Seltenheit mehr und gehören zum allgemeinen Wortschatz dazu. Begriffe wie Smartphone, Internet, joggen, Promi sind schon seit Langem keine Fremdwörter mehr, sondern allgemein bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptursache für die Übertragung der englischen Begriffe ins Deutsche liegt in der Globalisierung, oder konkreter gesagt in der Vernetzung der Welt. Durch den stetigen Austausch in Form von Kommunikation, Handel, aber auch Personen kommt es zu einer Vermischung der Kulturen und Sprachen. In der Kommunikation geschieht dies auf Grund der Tatsache, dass es sich bei Englisch eine Weltsprache handelt. Eine Weltsprache, die viele Menschen beherrschen ermöglicht eine direkte Kommunikation, sodass keine Dolmetscher benötigt werden. Deutlich bemerkbar macht sich der Umstand, dass es eine Sprache gibt, in der es möglich ist vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen den Zugang zu wichtigen Informationen schnell und verständlich möglich zu machen, in der Wissenschaft. Forschungsergebnisse, Erfahrungen und Bitten um Hilfe können in Englisch rund um die Welt verbreitet werden und somit zum einen die nationale Wissenschaft, aber auch die allgemeine Medizin und die Lebensweise der Menschen bereichern. Auch im Handel ist auf die englische Sprache nicht zu verzichten. Von kleinen Geschäften zwischen Privatpersonen, bis hin zu großen Konzernaufträgen, laufen Gespräche, Verträge und Transport auf Englisch ab. Aber nicht nur der Transport der Waren ist eine Ursache für die Aufnahme von Anglizismen ins Deutsche, sondern auch die Waren an sich. Beispielsweise gibt es Produkte für die es gar keine deutsche Bezeichnung gibt, wie beispielsweise „Tablet“. Weiterhin werden englische Begriffe aber auch durch die Wanderbewegung der Menschen verbreitet. Es ist heute völlig normal, dass ein Engländer in Deutschland lebt. Er arbeitet hier, hat einen Freundeskreis, hält sich an die geltenden Konventionen und Traditionen. Allerdings bringt er seine Kultur und somit auch seine Sprache in sein neues Heimatland mit. Besonders in der Gastronomie wird dies deutlich. In einem Restaurant ist es durchaus üblich ein Steak zu bestellen oder in einem Café einen Tee zu trinken. Beides Bezeichnungen die aus dem Englischen stammen. Als letzter Punkt wären ebenso die sozialen Medien zu nennen, die heute von mehreren Millionen Menschen genutzt werden. Facebook, Instagram und Twitter sind in der modernen Zeit stetige Wegbegleiter und nicht mehr aus dem gesellschaftlichen Miteinander wegzudenken. Der Kontakt mit anderen Menschen war noch nie zuvor so leicht herzustellen, genauso wie sich über die aktuellen Geschehnisse in der Welt zu informieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der Anglizismen brachte jedoch einige Konsequenzen mit sich. Zum einen ist der Sprachverlust zu nennen. Es wird heute nicht mehr als nötig empfunden für englische Produkte eine deutsche Bezeichnung zu erfinden. Im Gegenteil, es werden sogar eher englische Begriffe verwendet, als Deutsche. Besonders deutlich wird dies an den Substantiven „Team“ und „Trainer“. Es ist, besonders bei Jugendlichen, da diese stärker im Kontakt mit der englischen Sprache stehen, selbstverständlich den Begriff „Team“ anstelle des deutschen Begriffs „Mannschaft“ zu verwenden. Für die Bezeichnung „Trainer“, die ebenso aus dem Englischen stammt, gibt es noch nicht mal mehr ein deutsches Synonym. Eine weitere Konsequenz für die Sprache ist nicht nur die Überführung einzelner Begriffe ins Deutsche, sondern ganzer Satzstrukturen, die die geltende Grammatik und Rechtschreibung in Frage stellen. Ein anderer Aspekt ist darüber hinaus die Sprachbarrieren die zwischen den einzelnen Generationen entstehen. Während die Jugend sich schnell an die neuen Begrifflichkeiten gewöhnt und diese im Alltag einsetzt, so ist dies bei deren Eltern schon seltener und es treten oftmals Verständnisschwierigkeiten auf. Besonders schwerwiegend sind diese dann zwischen Enkeln und Großeltern, da diese in der Schule meist kein Englisch gehabt hatten und es auch im privaten Gebrauch nur selten relevant war.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich daher festhalten, dass Anglizismen die moderne Welt in der Wissenschaft, im Handel und allgemein im Zusammenleben der Menschen bereichert haben. Allerdings sind auch die schwerwiegenden Konsequenzen für die nationale Sprache zu beachten. Somit stehen negative Aspekte wie Sprachverlust, Grammatikverfall und fehlerhafte Rechtschreibung den positiven Seiten der Anglizismen gegenüber.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Krischke</id>
		<title>CFS T-Klassen/Reflexionen über Sprache/Krischke</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Krischke"/>
				<updated>2018-10-04T21:24:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Aufgabe 1: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Krischke: ''Schreiben in der Schule - booaa mein dad voll eklich wg schule (2011)'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Aufgabe: Textanalyse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Aufgabe: Stellungnahme zu Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 1:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext &amp;quot;Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert den Sprachgebrauch bei digitalen Kommunikationsformen sowie dessen vermeidlichen Auswirkungen auf die Sprache in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text setzt ein mit dem Teil der  Überschrift &amp;quot;booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, welche als Beispiel für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken dienen soll. So werden schon zu Beginn, die Kategorien aufgezeigt, die beim Sprachgebrauch in den sozialen Netzwerken vernachlässigt werden, wie die Grammatik oder die Groß- und Kleinschreibung. Hinzu kommt, dass Jugendliche häufig Interjektionen und Anglizismen verwenden. Für ältere Außenstehende ist diese Art des Deutschen oft schwer zu verstehen, was zu Kommunikationsproblemen führen kann. Im Anschluss an die Überschrift folgt ein Untertitel, der das Fazit des Textes vorweg nimmt( vgl. Z.1). Dieser ist antithetisch formuliert, wobei die Antithese durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Aber&amp;quot;(ebd.) eingeleitet wird. Dadurch wird klar, dass nicht die sozialen Netzwerke, die Schuld an fehlerhaften Texten in der Schule haben, sondern ein andere Grund vorhanden sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text und somit auch der erste Sinnabschnitt (Z.2-13), welcher dem Leser die Situation der Jugendlichen näher bringt, setzt ein mit der rhetorischen Frage &amp;quot;Kinder lesen zu wenig?&amp;quot;(Z.2) und dessen Antwort &amp;quot;Von wegen&amp;quot;(Z.2). So wird, vor allem durch die Antwort, hervorgehoben, dass Kinder sogar sehr viel lesen. Die darauffolgende These &amp;quot;Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot;(Z.2f). Krischke meint damit die ständige Konfrontation mit Texten, sei es auf dem Smartphone oder auf dem PC. Die weitere Erläuterung der These durch Maßangaben wie &amp;quot;Millionen von&amp;quot;(Z.3) und &amp;quot;Stunden&amp;quot;(Z.4), verdeutlichen hierbei den hohen Konsum der Jugendlichen, bezogen auf die sozialen Netzwerke. Dadurch, dass Krischke den Begriff &amp;quot;Lektüre&amp;quot;(Z.5) im Zusammenhang mit &amp;quot;SMS - Nachrichten&amp;quot;(Z.5) verwendet, wird ein Kontrast geschaffen. DAs Wort &amp;quot;Lektüre&amp;quot; (ebd.) wird normalerweise im schulischen Bereich verwendet, was den Zusammenhang zwischen den sozialen Netzwerken und der Schule aufzeigt: die Texte. Durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Trotzdem&amp;quot;(Z.6) wird die Antithese eingeleitet, dass bei &amp;quot;Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf&amp;quot;(Z.6f.) kommt. Denn das viele Lesen fördere nicht den adäquaten Sprachgebrauch in der Schule. Der darauffolgende Satz &amp;quot;Denn das Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot;(Z.7f.) enthält die vier Neologismen &amp;quot;Simmsern, Chattern und Twitterern [...] Plaudermedium&amp;quot;(ebd.) welche die die neue Art des Schreibens unterstreichen. Nach Krischke, ist also der größte Unterschied zwischen Texten in der Schule und Texten in der Freizeit die Unwichtigkeit der schulischen Texte. Dass, der Unterschied zwischen den &amp;quot;Normen der Hochsprache&amp;quot;(Z.8) und der &amp;quot;Sprechschreibe&amp;quot;(Z.9), sehr hoch ist, untermauert Krischke durch die Hyperbel &amp;quot;Lichtjahre&amp;quot;(Z.9). Die Sprache in der Schule und die Sprache in sozialen Medien ist also sehr unterschiedlich, was zu Kommunikationsproblemen oder schlechteren Ergebnissen in der Schule führen könnte. Im folgenden listet Krischke einige Beispiele für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken auf (vgl. Z.9-10). Diese sind ebenso wieder von Anglizismen, fehlender Grammatik, fehlender Groß - und Kleinschreibung und Interjektionen geprägt. Durch die hyperbolische Beschreibung, dass &amp;quot;Freunde des Dudens [...] zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.) wenn sie diese sprachlich falschen Sätze hören, wird der Unterschied zwischen dem korrektem Deutsch, das im Duden widergespiegelt wird, und dem, welches die Jugend beim Chatten verwendet, hervorgehoben. Die Frage ob &amp;quot;Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, eine präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?&amp;quot; (Z.12ff.) leitet in die darauffolgende Erläuterung ein, und formuliert, das, was der Leser sich denkt. Durch die Metapher &amp;quot;sprachliche[n] Trümmerlandschaften&amp;quot;(ebd.) wird noch einmal unterstrichen, wie Weit und extrem die Fehler ausgeprägt sind, die die Jugendlichen in sozialen Netzwerken verwenden. Außerdem veranschaulicht die Aufzählung, von formalen Aufsätzen, dass es heutzutage immer noch nötig ist die deutsche Sprache in richtiger Form zu beherrschen. Im Berufsleben haben die Betroffenen ansonsten schlechte Karten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt erstreckt sich von Z.15- 29 und erläutert die Studie von &amp;quot;Christa Dürscheid&amp;quot;(Z.15). Das hinzufügen von einer wissenschaftlichen Studie einer &amp;quot;Germanistik-Professorin&amp;quot;(Z.15) stützt Krischkes Argumentation insofern, dass sich seine Thesen belegen lassen. Dürscheid zeigt mit &amp;quot;1000 Deutschaufsätze[n]&amp;quot; und &amp;quot;1100 Texte[n] [...], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS- Meldungen, E-Mails, Chat Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten&amp;quot;(Z.19-21), eine große Bandbreite an Quellen für ihr Ergebnis, was die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis richtig ist, erhöht. Im nächsten Satz hebt Krischke hervor, dass &amp;quot;sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot;(Z.21ff.) befassten. Dadurch verdeutlicht Krischke, dass sich in der Studie mit jeglichen Facetten der Sprache befasst wurde und es sich auf Grund dessen um eine umfangreiche Studie handelt. Unterstützt wird dies durch die Konjunktion &amp;quot;sondern&amp;quot;(ebd.), die die vermeintlich unwichtigeren Facetten der deutschen Sprache hervorhebt.Als Fazit formuliert Krischke, dass keine Gemeinsamkeiten zwischen den &amp;quot;sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation&amp;quot;(Z.24f.) und den &amp;quot;Schultexten&amp;quot;(Z.25) gefunden. Die Frage, o soziale Medien einen negativen Einfluss auf die Beherrschung der deutschen Sprache haben, lässt sich also mit Nein beantworten. Krische fügt hinzu, dass bei diesem Ergebnis kein Unterschied zwischen &amp;quot;Berufsschüler[n]&amp;quot;(Z.26)  und &amp;quot;Gymnasiasten&amp;quot;(Z.26) festgestellt wurde. Das die sprachlichen Schwierigkeiten etwas mit der Intelligenz zu tun hat, lässt sich also nicht sagen. Im darauffolgendem Zitat von Christa Dürscheid , hält Krischke noch einmal fest, dass den Schülern durchaus bewusst sei, das ein Unterschied zwischen beiden &amp;quot;Schreibwelten&amp;quot;(Z.27) herrscht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt (Z.29-34) führt das Fazit weiter aus. Wolfgang Krische ist der Meinung, das Ergebnis der Studie sei kein &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen&amp;quot;(Z.29f.). Durch die Metapher &amp;quot;zurücklehnen&amp;quot;(ebd.) untermauert Krischke, dass &amp;quot;die Schultexte [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot;(Z.32f.) sind. Die größten Fehlerquoten seien in der &amp;quot;REchtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot;(33f.) zu finden. Hier sollten die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(ebd.) also besonders nachhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.34-39) beschäftigt sich mit einem möglichen Grund für die negative Entwicklung der Anwendung der deutschen Sprache, wobei er &amp;quot;Die Entwicklung[...] in den siebzieger Jahren&amp;quot;(Z.35) nennt. Die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(Z.35) hätten &amp;quot;die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigt&amp;quot;(Z.35f.), womit Krischke veranschaulichen will, das Lehrer damals anfingen Rechtschreibregeln zu etablieren, anstatt die Kinder auswendig lernen zu lassen. Seine eigene Meinung gibt er Preis, indem er diese Methode als &amp;quot;begrüßenswerten Trend&amp;quot;(Z.37) definiert, wahrscheinlich, weil er pädagogische Vorteile hat. Durch die Metapher &amp;quot;auf Kosten 'harter' Sprachfähigkeiten&amp;quot;(Z.37) verdeutlicht Krischke, dass sich der neue &amp;quot;Trend&amp;quot;(ebd.) auf das Beherrschen der deutschen Sprache, &amp;quot;wie der Orthografie&amp;quot;(Z.38), stark negativ ausgewirkt hat. Zum Schluss hebt Krischke noch hervor, dass die Auswirkungen des &amp;quot;Trends&amp;quot;(ebd.) so extrem waren, dass man hätte denken können, &amp;quot;Formale Korrektheit&amp;quot;(Z.38) sei schon &amp;quot;bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot;(Z.39). Das Beherrschen der deutschen Sprache sei also etwas gewesen, dass gesellschaftlich nicht hoch angesehen war, das als &amp;quot;angeberisch&amp;quot; wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke der Frage auf den Grund geht, ob die sich die sozialen Netzwerke negativ auf die Sprachfertigkeiten auswirken, indem er seine Thesen mit Metaphern, Neologismen und Hyperbeln hervorhebt. Er stütz sich in seinem Sachtext auf die Studie Christa Dürscheids, die als Antwort auf die Frage, mit Nein antwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 2:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge verschiedener Ursachen und Konsequenzen, beeinflussen Anglizismen die deutsche Sprache enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahrscheinlich wichtigste, zu benennende Ursache ist die Globalisierung. Menschen von verschiedenen Ländern haben mehr Möglichkeiten zu kommunizieren und tauschen im Zuge dessen ihre Muttersprachen miteinander aus. Da Englisch die Weltsprache ist sie die Sprache, die im Austausch am meisten verwendet wird. Die Sprache verbreitet sich also am schnellsten und einzelne Wörter, also Anglizismen, werden in eine andere Sprache eingebürgert. Besonders soziale Medien bieten einen Raum für den Austausch von verschiedenen Sprachen und besonders der englischen Sprache, sodass besonders dort Anglizismen hervorgebracht werden. Da die jüngeren Generation mit diesen sozialen Medien aufwachsen, etablieren sie die Anglizismen meist auch in der Gesellschaft. &lt;br /&gt;
Dies führt auch schon direkt zu den Konsequenzen. Denn Anglizismen werden hauptsächlich von jungen Leuten verwendet, sodass es bei der Verwendung zu Verständnisschwierigkeiten kommen könnte. Besonders wenn ältere Menschen sich mit jüngeren Menschen verständigen kommt es zu Schwierigkeiten, da die Älteren die Anglizismen oftmals nicht verstehen. Dies führt zu einer Distanz zwischen Alt und Jung, da die Kommunikation schwieriger wird und beide Fraktionen sich Missverstanden fühlen. Zudem kommt es zu einem Verlust der deutschen Sprache, da deutsche Wörter durch die Anglizismen ausgetauscht werden. Deswegen könnte man auch sagen, dass Tradition verloren geht und verschiedene Länder ihre Kultur und Einzigartigkeit in der Sprache verliert. Trotzdem ist hervorzuheben, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen besser zusammenfinden, da sie einige Gemeinsamkeiten durch Anglizismen aufweisen. Die Kommunikation wird also gestärkt und bringt die Möglichkeit voneinander zu lernen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass bei den Ursachen besonders die Globalisierung, die Zunahme der Verwendung von sozialen Netzwerken und die Etablierung des Englischen als Weltsprache hervorzuheben ist. Die Konsequenzen lassen sich anhand der Verständigungsschwierigkeiten, des Verlust der deutschen Sprache und der besseren Kommunikationsmöglichkeiten zwischen verschiedener Länder zusammenfassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht. Inhaltlich befasst sich das Schriftstück mit den sich verschlechternden schriftsprachlichen Fähigkeiten von Schülern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seine Überschrift „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ zeugt von einer fehlerhaften Satzstruktur bzw. Grammatik, welche durch Anglizismen bereichert ist. Die hohe Fehleranzahl allein schon in einem Satz,untermauert bereits Wolfang Krischkes Auffassung, dass der heutige Schreibstil der Schüler an deren Sprechweise angeglichen sei und stellt somit ein repräsentatives Beispiel seiner These dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Textauszug setzt mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z.2) ein, welche jedoch von der adversativen Konjunktion „aber“(ebd.) relativiert wird. Dadurch wird untermauert, dass Krischke zwar der Auffassung ist, dass Simsen bzw. die Digitalisierung allgemein keinen negativen Einfluss auf die schriftliche Kompetenz von Schülern habe, sie jedoch „heute fehlerhafter als früher“ (ebd.) sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text beginnt mit der Frage, ob sich Kinder heutzutage zu wenig mit Literatur befassen würden (vgl. Z.3). Diese Begebenheit wird jedoch unmittelbar von dem Autor verneint, da er der Meinung ist, dass „[sie] wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z.3f.). Um seine These zu verdeutlichen verwendet der Autor eine Akkumulation für alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit Lesen und Schreiben in Verbindung kommen (vgl. Z.4ff.).   Der Autor bezieht seine Beispiele aus dem medialen Alltag, um seine Behauptung und seinen komplexen Gedankengang den Lesern verständlich zu machen. Auffällig ist hier die sich durch den kompletten Text ziehende hypotaktische Syntax, welche die erläuternde Rolle von Wolfgang Krischke hervorhebt und zu einer detailreichen Erklärung verhilft. Des Weiteren erkennt man an der von Krischkes benutzen Alltagssprache, dass sich sein Sachtext an die allgemeine Leserschaft richtet. Durch die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z.6) leitet der Autor ein, dass dieses Phänomen, des häufigen Lese- und Schriftkontakts, jedoch nicht nur Vorteile mit sich bringt, da Schüler diese Medien als „Plaudermedium“ (Z.8) benutzen würden, um zwanglos miteinader zu kommunizieren. Jedoch stellt diese Zwanglosigkeit eine Problematik dar, da nicht auf eine korrekte Schreibweise geachtet wird. Dieser von Krischke aufgestellter Neologismus akzentuiert, dass er der Auffassung ist, dass Schüler ihren Schreibstil ihrer alltäglichen Sprechweise angleichen würden und dieser daher immens abgewandelt von der Hochsprache wäre (vgl. Z.9f.). Als Beispiel für diese an die Sprechweise angeglichene Schriftart repetiert Wolfgang Krischke hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklig wg schule […]“ (Z.9f.). Im weiteren Verlauf stellt Krischke die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z.12ff.) und regt dadurch seine Leserschaft zum Nachdenken an, da er die Problematik der fehlerhaften Schultexte auf das zukünftige Berufsleben bezieht. Die Metapher „sprachliche[…] Trümmerlandschaften“ (ebd.) betont das Ausmaß sprachlicher Fehler in der Sprache, welche sich in den Texten im Internet, jedoch auch in der Schule bemerkbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um auf seine Frage näher einzugehen, bezieht er sich auf das Experiment von der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid, welche Deutschaufsätze von 16- bis 18-jährigen Schülern mit deren freizeitlichen Texten verglichen und sich „nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z.21ff.) interessiert hat. Diese Akkumulation verdeutlicht, dass es sich also um eine genaue Analyse der Schriftstile handelt, wodurch sie seriös wirkt. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Schultexte habe (vgl. Z.23ff.). Um das Resultat zu untermauern, bezieht der Autor sich auf das Zitat von Christa Dürscheid, welche der Auffassung ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.). Wolfgang Krischke relativiert diese Aussage jedoch, indem er meint, dass die Studie keinesfalls eine Rechtfertigung der Problematik in der fehlerhaften Sprache darstellt (vgl. Z.29ff.). Der Autor ist zwar der Auffassung, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z.31f.), jedoch seien die untersuchten Texte „alles andere als fehlerfrei“ (Z.33).  Diese Anschauung des Autors akzentuiert die Menge an Fehlern in Schultexten, welche eine Problematik darstellen und sie „vor allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung […] sie deutliche Defizite auf[weisen]“ (Z.33ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine These der Leserschaft zu veranschaulichen versucht der Autor einen Erklärungsansatz für das Phänomen darzulegen (vgl. Z.34f.). Die eigentliche Ursache der wachsenden Fehlerquote in Schultexten, sei „die Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z.34ff.). Die Erläuterung verdeutlicht nochmals, dass Krischke die Netzwerkkommunikation nicht als Verursacher sieht, jedoch „[ging] dieser eigentlich begrüßenswerte Trend […] auf Kosten „harter“ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z.36ff.). Die Ausdrucksweise „eigentlich begrüßenswert[…]“ (ebd.) untermauert, dass der Autor im Grunde genommen für eine freies Schreiben ist, jedoch wird mit dem Paritkel „eigentlich“ (ebd.) veranschaulicht, dass er der Meinung ist, dass formale Korrektheit so eine Barriere für die Schüler dargestellt hat und „ geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein“ (Z.38f). Die These verdeutlicht, dass die korrekte Schreibfertigkeit immer weniger verwendet wurde und nicht mehr als Selbstverständlich galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich erkennen, dass der Autor Wolfgang Krischke grundsätzlich die Netzkommunikation nicht als Verursacher der fehlerhaften Texte sieht. Jedoch ist er der Meinung, dass die Texte vermehrt Fehler aufweisen als die früheren. Krischke belegt seine Meinung an Metaphern, adversativen Konjunktionen und an dem Beispiel der Züricher Studie, welche seinen Text seriös wirken lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und die daraus resultierenden Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Wörter, welche aus der englischen Sprache in den Wortschatz einer anderen, aufgenommen wurden. So steht auch die deutsche Sprache im stetigen Wandel und nimmt Wörter aus allen Teilen der Welt, insbesondere aus dem Englischen auf. Auch heutzutage stellen Anglizismen ein zentrales Thema in der Gesellschaft dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache für diese sogenannten Anglizismen ist, dass Englisch das Französisch und Griechisch abgelöst hat und somit als Weltsprache gilt. Durch eine sich stets verbessernde Ausbildung der Bürger, kann die Bevölkerung im beruflichen sowie öffentlichen Leben an dieser Entwicklung teilhaben. Somit können Begriffe, beispielsweise der Wirtschaft, schnell einen Weg in die Alltagssprache finden. Aber auch spielt die Globalisierung eine wichtige Ursache für den Sprachwandel und somit für die Anglizismen dar, da die Menschheit durch sie die Möglichkeit bekommen mit anderen Ländern zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bleibt dieser Sprachwandel nicht ohne Konsequenzen. Einige Bürger sind der Meinung, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit eine Schwierigkeit in der Kommunikation darstellen. Beispielsweise verstehe die ältere Generation die Fremdwörter, aufgrund ihrer mangelnden Englischkenntnisse, nicht und würde folglich von der Kommunikation ausgeschlossen. Des Weiteren seien die Anglizismen für den Verlust deutscher Worte und was das Deutsche auszeichnet verantwortlich. Denn die Sprache beinhaltet Geschichte und Kultur. Verliere man also die aktuelle Sprache, verliere man auch die eigene Identität und Individualität der Sprache. Weitreichend verliere die deutsche Sprache in der Welt immer mehr an Bedeutung. Des Weiteren führt die verkürzte Sprache dazu, dass Jugendliche immer mehr Fehler in ihre Texte einbauen, was u.a. in dem Sachtext „Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg Schule“ von Wolfgang Krischke thematisiert wird. Doch die Verkürzung der Sprache wirft nicht nur Schatten auf die Jugendlichen, denn sie führt auch zu einer allgemeinen Verflachung der deutschen Sprache durch unreflektierte Sprachnutzung und so zu einem Rückgang von Präzision.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen diese Sprachwandel als kein neues Phänomen an, da sie der Auffassung sind, dass alle Sprachen der Welt dem Sprachwandel aufgrund der Globalisierung unterworfen seien und es Sprachwandel schon immer gegeben habe. Anglizismen würden nach ihnen nur ein Ergebnis von Kommunikation darstellen, welches nicht beabsichtigt sein müsse. Des Weiteren würde die Sprache dadurch modernisiert, dass sie sich an die Weltsprache anpasst und die Sprachverständigung gefördert werde. Ebenso schreite die Globalisierung durch die Vernetzung der Sprachen besser voran, da sich alle mit der Weltsprache Englisch verständigen würden. Des Weiteren seien einige Bereiche der Sprache nicht regulierbar z.B. die Jugendsprache, da laut den Befürwortern der Anglizismen der Sprachwandel insbesondere ein Phänomen der mündlichen Sprache sei. Jugendliche würden demnach anders schreiben als sie reden, was die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid in dem vorliegenden Sachtext betont. Laut ihr können „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.). Allgemein seien Versuche, die Sprache zu reglementieren ein Eingriff in die Freiheit des Menschen und schwierig durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es durchaus einige Kritiker der Anglizismen gibt. Jedoch ist grundsätzlich zu sagen, dass sich der Sprachwandel nicht aufhalten lässt und die deutsche Sprache Fremdwörter seit Jahren erfolgreich integriert. Außerdem verschwinden viele Fremdwörter wieder aus dem Sprachgebrauch, da sich meistens nur die Wörter durchsetzen, die in der Gesellschaft eine allgemeine Akzeptanz erlangen, beispielsweise der Begriff „Hobby“. Des Weiteren stellt Englisch die essentiellste Sprache der heutigen Zeit dar, sodass eine Anpassung der deutschen Sprache an die englische Sprache die Sprachverständigung fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''1.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext “Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule”, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert den Grund für fehlerhafte Sprache der Schüler in Bezug auf elektronische Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung in die Thematik beginnt schon mit dem Titel, der nicht nur ein repräsentatives Beispiel für eine von einem Schüler verfasste SMS darstellt, sondern gleichzeitig die Vielzahl der Fehler veranschaulicht. Denn im Satz “booaaa mein dad voll eklich wg schule” fehlt nicht nur ein Prädikat, auch die Grammatik ist falsch, sowie die Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung. Darüber hinaus ist er umgangssprachlich formuliert, enthält einen Anglizismus und eine Interjektion. Diese Veranschaulichung zeigt exakt die Stellen, an denen Schüler in der deutschen Sprache Probleme hätten, sodass der Titel direkt zu Beginn die Problematik aufzeigt, dass Schüler zu viele Fehler machen würden. Dazu antithetisch steht der erste Satz des Untertitels “Simsen macht Schüler nicht dumm” (Z.1), der gleichzeitig eine These ist. Diese Behauptung deutet an, dass der Autor der Meinung ist, dass diese Form des Simsen nicht unbedingt einen negativen Einfluss auf die geschriebene Sprache der Jugendlichen habe, obwohl sie meist, wie im Titel veranschaulicht, sehr viele Fehler aufzeigen. Auf der anderen Seite deutet Krischke, eingeleitet durch eine adversative Konjunktion, mit der These “Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher” (Z.1) bereits an, dass das Problem die Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter als früher, nicht direkt im Zusammenhang mit fehlerhaften Textnachrichten in Verbindung stehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit “Kinder lesen zu wenig?” (Z.2) beginnt der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) vom Sachtext, der zugleich eine heutzutage oft vertretene Meinung mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (Z.2) dementiert. Mit dieser Frage verdeutlicht Krischke seinen Standpunkt bezüglich der Vor- und Nachteile zum Thema soziale Medien, in dem er mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (ebd.) die Behauptung aufstellt, Kinder lesen heute viel mehr als man denkt, was er durch den danach folgenden Satz “Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute” (Z.2f.) sogar zuspitzt. Er behauptet also nicht nur, dass Kinder viel lesen, sondern auch, dass sie mehr als je zuvor lesen würden. Die These untermauert er durch die darauffolgenden Beispiele, die Situationen oder Möglichkeiten zeigen, wo Kinder tagtäglich lesen. Dabei umfasst bei genauerer Betrachtung das “[t]äglich[e] Tippen [...] von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten” (Z.4f.) und das “[V]erbringen [von] Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos” (Z.4ff.) den Bereich der elektronischen Medien. Daraus resultierend wird hier also aufgezeigt, dass Kinder aufgrund von modernen Möglichkeiten viel lesen, jedoch das alte, “klassische” Lesen von Printmedien wie Buch und Zeitung überholt sei. Anhand der adversativen Konjunktion und des Satzes “Trotzdem kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf” (Z.6f.) lässt sich jedoch sagen, dass das Lesen von SMS-Nachrichten etc. jedoch nicht die beste Lösung sei, um richtige Grammatik, Rechtschreibung und Co. zu erlernen, also um fehlerfreie Texte zu schreiben. Der Grund dafür, weshalb dies nicht die beste Alternative sei, liefert der Satz “Denn den Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium” (Z.7f.). Das sogenannte plaudern hat den Zweck, sich gemütlich und zwanglos zu unterhalten, oft in kurzer sprachlicher Form. In Bezug darauf bezieht sich Zwanglosigkeit wieder rum auf einfaches schreiben, ohne auf Falsch und Richtig zu achten, sodass bei dem zwanglosen plaudern über beispielsweise Twitter sprachlich falsche Sätze herauskommen. Als Beispiel für solch einen Satz dient die Überschrift (ebd.). Unglücklich über die vermehrte Nutzung von Chats etc. sind “Pädagogen und Ausbilder[...]” (ebd.) also deshalb, weil diese ein unvorbildliches Lesemedium darstellen können, ganz im Gegensatz zu Büchern und Zeitungen, die von extra Ausgebildeten auf Orthografie geprüft werden, und bei denen man grundsätzlich davon ausgehen könne, dass sie fehlerfrei seien. Somit erklärt Krischke den Unterschied zu früheren Lesemöglichkeiten und weshalb Experten die eigentlich positiv klingende Entwicklung nicht für gut heißen. Da also Beispiele wie Chat-Nachrichten Plaudermedien seien, und somit oft in einer fehlerhaften Alltagssprache formuliert sind, seien sie “von den Normen der Hochsprache [...] Lichtjahre entfernt” (Z.8f.).  Damit wird gleichzeitig hyperbolisch das Ausmaß dieser Entwicklung angedeutet, wobei er dadurch auch betont, dass Schüler mit solch einer Vielzahl an Fehlern, wie im Titel dargestellt, nicht den eigentlichen Anforderungen gerecht werden und, dass die Unterschiede zwischen Hochdeutsch und der Sprache die Kinder zum plaudern benutzen immens seien. Ein weiteres Beispiel im nächsten Satz, sowie die Metapher “lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken” (Z.11f.), weisen wieder auf die Vielzahl der Fehler hin, sodass damit gleichzeitig die These, Schüler machten heute viel mehr Fehler als früher (vgl. Z.1) unterstützt wird. Zusammenfassend kann man sagen, dass Krischke im ersten Sinnabschnitt zwei Feststellungen macht. Zum einen stellt er heraus, dass Kinder heute mehr lesen also zuvor, jedoch überwiegend sprachlich Falsches, zum anderen stellt er die Behauptung auf, Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter. Mit der Frage “Können Jugendliche, die sich in diesen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?” (Z.12ff.) wagt er die Behauptung, dass diese beiden Thesen in Zusammenhang stehen könnten. Mit der Metapher “Trümmerlandschaften” (ebd.) wird noch einmal betont, wie weit einige SMS-Nachrichten von einem hochdeutschen Satz entfernt seien und wie zugespitzt die Situation sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.15-34) bezieht sich allgemein auf eine von Experten durchgeführte Forschung bezüglich dieses Themas. Dabei wurde diese Entwicklung von der Germanistik-Professorin Clara Dürscheid von der Universität Zürich erforscht, die sich mit 16- bis 18-jährigen Schüler aller Schulformen aus dem Kanton Zürich beschäftigt hat (vgl. Z.16ff.). Durch die detaillierte Erklärung des Ablaufes der Forschung gewinnt Krischkes Text an Glaubhaftigkeit und Seriösität, da er sich auf wissenschaftliche Ergebnisse beruft. Bei dem Experiment wurden die beiden Textarten, einmal die private und einmal die schulische, unmittelbar untersucht und verglichen auf verschiedene Aspekte wie “Rechtschreibung, Interpunktion[,] [...] Grammatik, [...] Wortschatz, [...] Stil und den Aufbau der Texte” (Z.22f.), womit die Genauigkeit der Forschung unterstrichen wird. Das Ergebnis stellt den überraschenden Wendepunkt des Textes dar: &amp;quot;In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.24ff.). Damit unterstreicht Krischke deutlich, dass der Grund weshalb die schulischen Texte heute fehlerhafter seien als früher, nicht an der Netzkommunikation läge, obwohl er, wie bereits erläutert, weiß, dass diese im Regelfall keine vorbildliche Sprache vorweisen kann. Dies spezifiziert er durch den Satz &amp;quot;Das  stellt das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Die von Christa Dürscheid zitierte Feststellung &amp;quot;'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen'&amp;quot;(Z.26f.) stellt ein wissenschaftliches Ergebnis dar, und ist somit ein Faktum, das für den weiteren Verlauf des Textes wichtig ist. Anhand von &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29f.) ist zu erkennen, dass die häufige Fehlerzahl eine andere Ursache habe, wobei durch die Erwähnung der &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot; (ebd.) angedeutet wird, dass die Quelle der Fehler nicht in der privaten Chatkommunikation läge, sondern tatsächlich in der Schule. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z.34-39) geht Krischke auf den eigentlichen Grund der Fehler ein, und greift dafür mit &amp;quot;Die Entwicklung begann in den siebziger Jahren&amp;quot; (Z.34f.) in die Vergangenheit, womit er gleichzeitig noch einmal betont, dass der Grund nicht in der modernen Netzkommunikation, die es schließlich in den Siebzigern noch nicht gab, lag, sondern schon weit vorher. Die Behauptung, die Fehler fingen an, &amp;quot;als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten&amp;quot; (Z.35f.) gibt indirekt den Schulen die Schuld für das Problem. Die positiv konnotierten Adjektive &amp;quot;frei&amp;quot; und &amp;quot;spontan&amp;quot; (ebd.) verstärken eine eigentlich positiv geformte Vorstellung des Schreibens, jedoch gehe dieser &amp;quot;eigentlich begrüßenswerte[r] Trend&amp;quot; (Z.37) auf die Kosten &amp;quot;'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.37f.), womit angedeutet wird, dass Schüler zwar inhaltlich freier und spontaner schreiben konnten, jedoch gleichzeitig auch sprachlich falsch. Mit dem Schlusswort &amp;quot;Formale Korrektheit verlor an Bedeutung, geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot; (Z.38f.) führt er eine Konsequenz dieser Entwicklung an und zeigt damit dass Orthografie etc. als überflüssig angesehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Krischke den Grund für fehlerhafte Texte der heutigen Schüler sucht und dabei erstmals auf die moderne Netzkommunikation eingeht. Dabei stellt er erstmal die These auf, Kinder lesen heute viel mehr als früher, jedoch sei die Art des Geschriebenen anders als früher. Zudem betont er, dass das private, elektronische Schreiben alles andere als sprachlich korrekt sei und dass zwischen diesem Aspekt und dem der fehlerhaften Texte eine Verbindung stehen könnte. Durch eine ausführliche Beschreibung einer Forschung zu genau dieser Thematik wird die Glaubhaftigkeit des Ergebnisses gefördert, dass da wäre, dass der Grund der Fehler nicht in der modernen Netzkommunikation läge. Schlussendlich nennt Krischke den wahren Grund, der das freie und spontane Schreiben sei, wobei er beispielsweise durch die Erwähnung der Entwicklung aus der Vergangenheit immer wieder betont, dass das &amp;quot;plaudern&amp;quot; über elektronische Geräte, nicht die sprachliche Korrektheit der Schüler beeinflusse. Dies wird verstärkt durch die Nutzung von verschiedenen sprachlichen Mitteln, wie von Beispielen, Thesen, Zitate von Experten, Hyperbolen und Aufzählungen, sowie einem wechselnden hypotaktischen und parataktischen Satzbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  Aufgabe&lt;br /&gt;
Wortbildungen die aus dem Englischen übernommen werden und in eine Sprachgemeinschaft eingeschlossen werden, nennt man Anglizismen. Dass diese Anglizismen heutzutage einen großen Einfluss auf den deutschen Sprachraum haben, ist kein Geheimnis. Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen derer erörtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Ursache behandelt die Globalisierung und die Internationalität der Welt. Diese beinhaltet mehrere Faktoren wie beispielsweise das Internet, das den Menschen überall auf der Welt die Möglichkeit bietet sich mit anderen zu vernetzen und zu verständigen.  Dadurch sind Apps wie WhatsApp, Instagram und Facebook entstanden, die man heute soziale Netzwerke nennt. Neben diesen Apps existieren tausend andere Möglichkeiten mit anderen zu kommunizieren. Am Erfolg dieses Konzepts lässt sich messen, wie sehr Internationalität die Menschen anspricht und dass die Menschen  über den Tellerrand hinaus blicken möchten. Jedoch braucht es in so einer globalen Welt eine Sprache zur Verständigung die jeder spricht. Da Großbritannien aufgrund seines historischen Hintergrundes Kolonien rund um die Welt hatte, ist die englische Sprache beinahe auf jedem Kontinent vertreten, sodass sie zur sogenannten „Verkehrssprache“ wurde.  Die Verkehrssprache ist die Sprache, auf die Menschen in der Regel als erstes zurückgreifen, wenn sie nicht ihre Muttersprache nutzen können. Diese beiden Faktoren, der Wunsch nach Globalisierung und Englisch als Verkehrssprache, sind die Hauptursachen des ins Deutsche integrierte Englisch. Daraus entstehen wiederrum die Konsequenzen, dass es im Beruf immer wichtiger wird Englisch oder mehr Sprachen sprechen zu können, oder dass Schulen damit anfangen, bereits im frühen Alter Englisch zu unterrichten. Die Folgen wiederrum machen das Können von Englisch zu einem Muss, sodass vereinzelte englische Wörter ins Deutsche miteingebunden werden. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Grund für Anglizismen sind die USA, da sie in der modernen Welt das Vorbild für jegliche Trends in Deutschland ist. Die Vereinigten Staaten, bekannt als das Land der Träume, sind ein Land mit viel Einfluss. Vor allem junge Leute nehmen sich ein Vorbild an dem was Amerikaner tun, oder sehen ihr Idol in amerikanischen Prominenten, da diese meist auf der ganzen Welt berühmt sind. Nachgeahmt werden der Kleidungsstil, der Lebensstil und auch die Sprache, die ebenfalls Englisch ist. Dadurch steigt das Interesse am Englischen und der Wille Englisch sprechen zu können. Jedoch wird nicht immer zwischen Deutsch und Englisch unterschieden, Englisch findet oft den Weg durch Anglizismen den Weg ins Deutsche. Ein weiterer Grund dafür ist gleichzeitig die dadurch entstehende Konsequenz. Denn Englisch ist weitaus kürzer und weniger kompliziert aufgebaut als Deutsch, ein Beispiel dafür sind die Artikel. Das Deutsche hat drei Artikel: „der“, „die“ und „das“, während das Englische mit „the“ auskommt. Zudem sind Wörter wie „Team“, „Online“, „Laptop“, „Display“, „Mom und Dad“ und viele weitere viel kürzer und einfacher formuliert als „Mannschaft“, „im Netz“ und „Computerbildschirm“. Da diese Terme einfacher und kürzer sind, werden sie übernommen und eingebürgert, sodass sie heute ein fester Bestandteil der deutschen Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenzen dieser Entwicklung und Anglizismen für die deutsche Sprache sind, dass viele auch im Deutschen vereinfachen und abkürzen. Ein Beispiel dafür sind die vier Fälle, wobei der Dativ und der Genitiv (Wem?, Wessen?) zu einem Fall zusammengefasst werden, sodass aus „das ist die Jacke des Lehrers“ „das ist die Jacke von dem Lehrer“ wird.  Durch die ständige Konfrontation mit dem Englischen (ausgelöst durch die Globalisierung) schauen sich viele den Satzbau, die Wörter und die Grammatik des Englischen ab und übertragen sie auf das Deutsche. Die deutsche Sprache verliert damit an ihrem einzigartigen deutschen Charakter und wird an die heutige Zeit angepasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem lässt sich sagen, dass vor allem junge Leute davon betroffen sind, da sie die Hauptaltersgruppe der sozialen Netzwerke sind, die dies an die kommende Generation weitergeben werden. Es lässt sich also zusammenfassend feststellen, dass Anglizismen aufgrund der Globalisierung ihren Weg in die deutsche Sprache gefunden haben und dass sie Vereinfachungen und Abkürzungen auslösen und dass diese Entwicklung im Lauf der Jahre aufgrund der jungen Generation weitergehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1 ===&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ von Wolfgang Krischke aus dem Jahr 2011 handelt von der Entwicklung der deutschen Sprache, welche sich wesentlich durch Deutschlehrer verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn erkennt man eine wesentliche Veränderung der deutschen Sprache im Titel. So werden oftmals beim Schreiben   Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) sowie Anglizismen, was sich an „dad“ (ebd.) veranschaulichen lässt, verwendet. Außerdem wird kein Wert auf Groß- und Kleinschreibung gelegt, was sich an dem Nomen „schule“ (ebd) erkennen lässt. Zudem fällt der Rechtschreibfehler von dem Adjektiv „eklich“ (ebd.) auf, da es normalerweise „eklig“ geschrieben werden würde. Stattdessen werden Wörter so geschrieben, wie man sie in der Alltagssprache ausspricht. Die Verwendung von Abkürzungen lässt sich auch veranschaulichen an „wg“ (ebd.) was  so viel wie wegen heißen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im darauffolgenden wird die These „Simsen macht nicht dumm“ im Untertitel aufgestellt.   Allerdings wird im darauffolgenden die These durch eine Antithese widerlegt, welche durch die Konjunktion „[a]ber“ eingeleitet wird. Da es sich um eine Konjunktion handelt, ist zu sagen, dass dieser Satz auf den zuvor genannten Satz anschließt und  zu diesem gegensätzlich und somit diesem antithetisch gegenübersteht. So wird die These dass simsen nicht dumm machen würde berichtigt durch die Behauptung „ihre Texte [seien] heute fehlerhafter als früher“. Auffallend ist hierbei auch der Vergleich zwischen „früher“ und „heute“. Dieser Vergleich ist somit der Kern des Textes, da eben die Entwicklung der deutschen Sprache hinsichtlich der Fehler untersucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Frage „Kinder lesen zu wenig ?“ (Z. 1) beginnt Krischke. Diese Frage verneint er jedoch mit einem „von wegen“ (Z.1.). Somit räumt Krischke den Vorwurf beiseite, dass Kinder heutzutage nicht ausreichend viel lesen würden. Laut Krischke „haben sie [noch nie] so viel gelsen und geschrieben wie heute“ (Z. 1f.). Zusätzlich soll dies auch „[t]äglich“ (Z. 2) erfolgen. Durch das Adjektiv „täglich“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass es sich nicht um einen Ausnahmezustand handelt, dass Kinder schreiben und lesen würden, sondern dass dies schon eine ablaufende Routine sei. Allerdings „tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 2 f.). Die Zahl „Millionen“ (ebd.) ist hierbei eine Hyperbel, die verdeutlichen soll, das Jugendliche nicht wenig Nachrichten schreiben, sondern dass sie dort auch  viele Nachrichten verschicken und viel Zeit investieren, da sie „Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 2 ff.). Somit  lesen sie keine Bücher, demnach „Lektüren“ (ebd.), mehr, sondern lesen auf ihren Smartphones oder Computern. Jedoch bilden sie sich dort auch weiter, da sie sich im Internet informieren und dort nach „Infos“ (ebd.) suchen. Allerdings wird hier auch deutlich, dass durch die Medien Printmedien wie zum Beispiel Zeitungen oder Bücher, sowie Atlanten keine Bedeutung mehr spielen. „Pädagogen und Ausbilder“ (Z. 5) begegnen diesen Medien jedoch mit Ablehnung, was sich an Hand des Adverbs „[t]rotzdem“ (Z. 5) erkennen lässt. Denn diese behaupten diese dienen „vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7).  Der Neologismus von „Plaudermedium“ (ebd.) akzentuiert, dass der Schreibstil der Jugendlichen ebenfalls keinen Regeln unterliegt und einfach aneinandergereiht wird. Dass es sich um ein Plaudermedium handelt, und nicht nur zur Weiterbildung genutzt wird, lässt sich an das Syndeton „Simsern, Chatten, und Twittern“ (Z. 6) veranschaulichen, da es hierbei nur um die Kommunikation zwischen den Jugendlichen geht. Krischke behauptet ebenfalls, ihre „Normen der Hochsprache“ (Z.7) sei „Lichtjahre“ (Z. 8) von der „Sprechschreibe“ (Z.8) entfernt. Durch die erneute Verwendung einer Hyperbel soll die Missachtung der Kunst der Deutschen Sprache zur Geltung kommen, da laut Krischke die Jugendlichen nicht ansatzweise von der korrekten Schreibweise des Deutschen gebrauch machen würden.  Zur Untermauerung dieser Behauptung führt der Autor einige Beispiele an wie zb. „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [=hab dich ganz doll lieb]“(Z. 9 f.). Zu Beginn der gezeigten Beispiele wird der Titel des Sachtextes wieder aufgegriffen, was eine Wirkung der Verinnerlichung der Fehler in diesem Satz bezweckt. Ebenfalls sieht der Autor es für notwendig Abkürzungen wie „hdgdl“ (ebd.) zu übersetzen, da er der Meinung ist, dass dies nicht für jeden verständlich ist. Dies bewirkt, dass die „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9f.) , sobald sie ähnliches lesen. Fortführend stellt der Autor die Frage, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 11 ff.) können.   Die Metapher “Trümmerlandschaft“ (ebd.) verdeutlicht, dass der Kritschke in dem Schreibstil der Jugendliche keine Zukunft sieht und dass er davon ein negatives Bild hat. Dies wird durch die in Fragestellung von der Fähigkeit ein „Bewerbungsschreiben [zu]verfassen“ (ebd.) akzentuiert, da ein gutes Bewerbungsschreiben wichtig ist für jede Zukunft jedes einzeln Jugendlichen, da er nur so an seinen späteren Beruf gelangen kann. Um dieser Frage weitergehend auf den Grund zu gehen, führt der Autor von der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“(Z. 15 ) Studienergebnisse an, da sie sich mit der Beantwortung der zuvor genannten Frage näher beschäftigt hat. Dazu hat sie mit ihrem Team „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht“ (Z. 15 f.). Hierbei arbeitet Krischke mit stichfesten Zahlen, die die Masse der Aufsätze veranschaulichen sollen. Allerdings wurden diese Aufsätze „von 16- bis 18-järigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 17 f.) verfasst.  Da das Alter beschränkt ist, ist zudem zusagen, dass es sich um eine Altersbegrenzung handelt, in der die Schüler durchaus in der Lage dazu sein sollten, die Regeln der Deutschenschreibweise zu beherrschen und dass bei der Studie nicht zwischen den einzeln Schulformen unterscheiden wurde. Anders ist es allerdings bei der Umgebung. Hier wurde nur das Verbreitungsgebiet Zürich gewählt, so dass kein Vergleich mit anderen Orten geschaffen werden kann. Stattdessen haben sie einen anderen Vergleich gezogen. Somit „zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18 ff.). Das Pronomen „dieselben“ (ebd.) verrät, dass es sich nicht um eine andere Gruppe von gewählten Jugendlichen handelt, die hinsichtlich ihrer Kommunikation in sozialen Netzwerken in ihrer Freizeit untersucht wurden.  An Hand der Akkumulation „ SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen“ (ebd.) lässt sich erkennen, dass die Kommunikation der Jugendlichen sehr vielseitig sein kann und oftmals nicht nur ein Netzwerk genutzt wird. Ihr Schreibverhalten wurde schließlich hinsichtlich der „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie nach dem „Wortschatz, de[m] Steil und de[m] Aufbau der Texte“ (Z. 23) untersucht. Nach der Untersuchung hält sie folgendes Ergebnis fest: „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzwerkkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 19 ff.). Das Adverb „keinem“ (ebd.) zeigt somit, dass nichts Auffallendes in einer der zuvor angeführten Komponenten gefunden wurde. Im darauffolgenden wird noch einmal gesagt, dass kein Unterschied zwischen den einzeln Schulformen gemacht wurde (vgl. Z. 26). Anschließend wird die Linguistin Christa Dürscheid zitiert, was für eine stichfeste Argumentation des Autors spricht. Somit hält sie fest, dass Schüler „die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 27) können. Das Ansprechen der „Schreibwelten“ (ebd.) akzentuiert, dass Jugendliche sich in ihrer Freizeit in ihrer Kommunikation einen eigene Welt schaffen, in der sie aus dem Alltag flüchten und eben nicht den Drang danach haben Regeln zu befolgen und somit auch keine Rücksicht auf die Richtigkeit der Deutschenschreibweise nehmen.  Somit wissen sie, „dass in der Schule und der formellen Kommunikation anderer Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden „ (Z. 27 ff.). Trotz dass die „elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet – die Schultexte die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z.  31 ff.).  Die Epipher „alles andere als“ (ebd.) dient dazu, dass Bedeutung auf die Fehler der Jugendliche gesetzt wird, trotz dass die Ursache nicht an ihrer Kommunikation über elektronische Medien liegt. Denn „Rechtscheibung und Zeichensetzung weisen […] deutliche Defizite auf“ (Z. 33 ff.). Das Adverb „deutlich“ (ebd.) zielt darauf hinaus, dass es sich dabei nicht um eine kleine Lappalie handelt oder Flüchtigkeitsfehler, sondern dass es ein konstanter Fehler ist. Letztendlich schiebt Krischke die Schuld auf „Deutschlehrer [die] die Kinder stärker als zuvor  zum freien, spontanen Schreiben“ (Z. 35 f.) ermutigt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist deutlich, dass der Autor ausführlich den Grund des Verlust der deutschen Schreibfertigkeit nachgehen will. Dazu nutzt er vor allen Dingen Akkumulationen die die Vielseitigkeit der Kommunikation deutlich zu machen. Zudem nutzt er die Anführung einer Studie sowie Zahlen, welche auf Fakten beruhen, als stichfesten Aufbau seiner Ausführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache wird durch Verwendung von Anglizismen enorm verändert. So ist es heutzutage normal geworden, Gebrauch von Wörtern aus dem Englischen zu machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursache dessen ist vor allen Dingen die Globalisierung.  Durch das große Kommunikationsnetzwerk, welches durch die Globalisierung zwischen verschiedenen Ländern entstanden ist, war es erforderlich die Sprache der anderen zu erlernen, damit ein Austausch erfolgen konnte. Aus diesem Grund werden Wörter in der eigenen Muttersprache aufgenommen. Im Laufe der Globalisierung hat sich Englisch zu einer Weltsprache entwickelt, weshalb auch die meisten Anglizismen des Deutschen aus dem Englischen kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitergehend wächst die jüngste Generation mit Medien auf. In diesen werden ganz besonders diese Anglizismen fortlaufend benutzt. Da sie also dementsprechend Teil ihrer Kindheit sind, nehmen sie diesen Wortschatz wie selbstverständlich auf. Folge dessen ist, dass sie mit den älteren Generationen mit diesem Wortschatz kommunizieren und somit Anglizismen von Älteren aufgenommen werden und je öfter man Dinge hört, desto öfter werden sie sich gemerkt und irgendwann aufgenommen und schließlich benutzt.  Allerdings dauert dieser Vorgang seine Zeit und viele ältere Menschen halten an den Dingen fest, so dass es auch dazu führen kann, dass die Schere zwischen Alt und Jung immer Größer wird. Somit ist es also die Aufgabe der jungen Generation zwar die Anglizismen aufzunehmen und sich auch mit diesen verständigen zu können – jedoch auch ihren Wortschatz insofern abzuwandeln, dass es für ältere verständlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich ist auch zu sagen, dass das Aufnehmen von Anglizismen jedoch ein fortlaufender Prozess ist, der durch den Faktor des Internets enorm beschleunigt wird, werden immer mehr Wörter des Deutschen ausgetauscht.  Fazit dessen ist, dass in diesem Ersetzen eine Bedrohung der deutschen Sprache gesehen werden kann. Zudem verliert nicht nur die Sprache an ihren Charakter, sondern auch die Kultur und somit auch Traditionen des Deutschen. Unterdessen wird eine Verschwimmung verschiedener Kulturen hervorgerufen,  so dass es auf langer Sicht hingesehen zu einer Kultur werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Faktor kann beispielsweise die Musik sein. Musik wird überall gehört und für jede Stilart werden Oberbegriffe verwendet, doch diese sind nun mal alle in Englisch festgehalten, so wird von Hip-Hop,  Rap und Deep gesprochen ohne das darüber nach gedacht wird, dass diese Wörter gar nicht aus dem  Deutschen kommen. Ebenso wird in der Technik Gebrauch von Anglizismen gemacht, so sagt man nicht mehr 'Bildschirm' sonder 'Display', aus 'mobiles Telefon' wird 'Handy'. Auffallend dabei ist, dass diese genutzten Anglizismen oftmals kürzer sind als die deutschen Übersetzungen. So ist dem hinzuzufügen, dass die Verwendung von Anglizismen auch einen Charakter der Faulheit hat, da dieser Weg oftmals Kürzer und unkomplizierter ist und somit weniger Zeit einnimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Ursachen der Verwendung von Anglizismen bei verscheiden Dingen liegt. Grundlegend dabei ist jedoch die Globalisierung, die es erst möglich gemacht hat, dass Technik und Musik Anglizismen vermitteln konnten. Ein großer Vorteil ist, dass diese Verwendung zeitsparend ist und zu einer Erleichterung der Verständigung einzelnen Kulturen beiträgt. Jedoch wird die Verständigungen zwischen  Alt und Jung immer schwieriger und auch dies Kulturen verlieren an Charakter und werden langfristig gesehen zu einer Kultur werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfang Krischke verfasst und 2011 veröffentlich wurde, thematisiert den Verlust korrekter Grammatik und Rechtschreibung in Bezug auf die schriftlichen sowie sprachlichen Fähigkeiten von Schülern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ weist ein hohes Maß an fehlerhafter Grammatik und Rechtschreibung auf. Diese werden durch Anglizismen und Abkürzungen verfeinert und mit Empfindungslauten wie zum Beispiel „booaaa“ (ebd.) verstärkt. Die immer schlechter werdende Schreibweise der Schüler gleicht sich heutzutage schon ihrer Sprechweise an.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text lässt sich in drei Sinnabschnitte gliedern. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1-15) behandelt die Ursache der fehlerhaften Sprache der Schüler im Hinblick auf soziale Medien, während im zweiten Abschnitt (Z. 16-29) auf eine von Professoren durchgeführte Forschung hinsichtlich dieses Themas, Bezug genommen wird. Im dritten Abschnitt werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler beschrieben, die heutzutage stark nachgelassen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.1-15), der als Einleitung in die Problemstellung dient, leitet mit der These, „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher.“ (Z. 1) ein. Dabei stehen sich die beiden Sätze antithetisch gegenüber und weisen somit inhaltliche Gegensätze auf. Durch die Konjunktion „aber“ (ebd.), schränkt der zweite Satz die Aussage des ersten Satzes ein und hebt somit hervor, dass die fehlerhaften Texte der Schüler immer mehr zunehmen. Folgend beginnt der eigentliche Text mit der Frage, ob Kinder heutzutage zu wenig lesen würden (vgl. Z. 2). Diese Behauptung wird jedoch bedingungslos von dem Autor abgelehnt, da er der Meinung ist, dass die Schüler „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 1f.). Um seine Meinung zu verdeutlichen, nennt er alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit lesen und schreiben in Verbindung kommen. Sie tippen zum Beispiel „Millionen von Wörtern auf ihren Handys- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internetinfos“ (Z. 3ff.). Kinder und Jugendliche lesen heutzutage also viel in digitalen Netzwerken, vernachlässigen somit aber das traditionelle lesen von Büchern und lassen somit bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf[kommen]“ (Z. 6f.). Das lesen in sozialen Netzwerken prägt sich gegenüber den Schülern in Bezug auf fehlerfreie Texte jedoch nicht Vorteilhaft aus, da „den Simsern, Chattern und Twitterern […] [diese] Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 8f.) diene. Durch den Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass die modernen Medien den Jugendlichen also nur die Möglichkeit bieten, sich harmonisch und geruhsam zu unterhalten und aufgrund dessen nicht die beste Möglichkeit sei, um Grammatische sowie Rechtschreibliche Fähigkeiten zu verbessern. Folgend ist Krischke der Auffassung, dass die Sprech- beziehungsweise Schreibweise der Schüler um einige Maßeinheiten von der Standartsprache entfernt sei (vgl. Z. 9f.). Um dies zu verdeutlichen, akzentuiert der Autor hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.) und hebt hervor, dass solche Sätze, „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken [lässt]“ (Z. 11f.). Diese Metapher verdeutlicht erneut die Vielzahl der Fehler und wie Sprachwissenschaftler auf diese reagieren. Anschließend wirft der Autor die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?“ (Z. 12ff.). Mit dieser Frage möchte der Autor die Aufmerksamkeit der Leser auf sich lenken und sie zum Nachdenken anregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt (Z. 15-29) wird auf die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) Bezug genommen, welche sich mit diesem Thema präziser auseinander gesetzt hat. Mit ihrem Kollegium hat sie „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, […] [die] von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen [verfasst wurden]“ (Z. 16ff.). Im Vergleich dazu haben sie knapp 1100 private Texte , „die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als [zum Beispiel] SMS-Meldungen“ (Z. 19f.) geschrieben haben, überprüft. Dabei haben sie sich bei der Überarbeitung dieser Texte nicht nur auf die „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) konzentriert, sondern auch auf „den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 23). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Aspekte der Netzkommunikationen, keine beachtenswerten Folgen in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). Aus diesem Grund wird verdeutlicht, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar nicht auf korrekte Rechtschreibung, Grammatik etc. geachtet wird, dies sich jedoch nicht auf die schulischen Leistungen der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich diese Schlussfolgerung, auf die zu Beginn erwähnte These des Autors beziehen, da er ebenda der Meinung war, dass Simsen Schüler nicht dumm mache, ihre Texte aber fehlerhafter als damals seien (ebd.). Um seine These zu belegen und die Realität zu verdeutlichen, zitiert der Autor Christa Dürscheid, die der Ansicht ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]“ (Z. 26f.) und genau wissen, „dass in der Schule und [in] der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 28f.). Hierbei wird erneut der geringe Einfluss von digitaler Kommunikation verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Abschnitt (Z. 29-39) werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler, die heutzutage stark nachgelassen haben, thematisiert. Dabei wird dieser Abschnitt durch die Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht.“ (Z. 29ff.) eingeleitet. Infolgedessen wird bereits deutlich gemacht, dass obwohl die Kommunikationen im Netz keinen Einfluss auf die Texte in der Schule aufweisen, dennoch eine Problematik der Texte zu erkennen ist. Anschließend geht Krischke näher auf diese Aussage ein und führt auf, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher“ (Z. 31f.) ausscheide, dennoch die Texte in der Schule, „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien. Dabei hebt er hervor, dass die Texte nicht nur von ein paar Fehlern umgeben sind, sondern ein sehr hoher Anteil an Fehlern in den Texten vorhanden sei. Unterdessen lassen sich diese Fehler vor allem in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 34f.) deutlich erkennen. Anschließend erklärt der Autor die Entwicklung dieser Problemstellung, indem er verdeutlicht, dass diese Defizite schon „in den siebziger Jahren [begannen], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Im Anschluss daran erläutert er, dass diese Defizite besondere Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie auf die Bedeutung der „Formale[n] Korrektheit“ (Z. 38) habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die die Jugendlichen beim schreiben von Schultexten haben, nicht durch Kommunikationen im soziale Netzwerke verursacht werden. Dabei belegt er seine These mit einer von Professoren durchgeführte Forschung in Bezug auf dieses Thema und lässt so seinen Text vertrauenswürdig wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man eine Ausdrucksweise aus der englischen Sprache, die in den Wortschatz einer anderen Sprache eingeflossen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache ist wie jede andere lebende Sprache einem ständigen Wandel unterzogen. Besonders die Anzahl der Anglizismen hat in unserer Sprache stark zugenommen und somit auch die Häufigkeit, mit der diese verwendet werden. Dabei haben sich die englischen Begriffe heutzutage schon so sehr in den Alltag eingeschlichen, dass viele Menschen sie kaum noch als Fremdsprache wahrnehmen. Eine bedeutsame Ursache dafür ist die Globalisierung, da aufgrund von globaler Kommunikation die Mehrsprachigkeit gefördert wird. Menschen mit verschiedenen Muttersprachen konnten so zwar auf der ganzen Welt miteinander kommunizieren oder sich über Themen und Probleme unterhalten, gleichzeitig entstand so jedoch auch eine Gefahr für viele Muttersprachen, welche dadurch nämlich nur noch wenig gesprochen worden sind. Auch in der Jugendsprache wird die Verwendung von englischen Wörtern als modern angesehen. Dabei erfüllen sie die Kreativitäts- und Ausdrucksweise der Jugendlichen und tragen zur Stärkung des Gruppenbewusstseins bei, da sie sich durch ihre “eigene“ Sprache von der Erwachsenenwelt abgrenzen können. Auch die Musikwelt, welche für die Jugendliche Kultur eine bedeutsame Rolle spielt, stellt eine Quelle für Anglizismen dar. Anglizismen weisen somit also auch Erkennungsmerkmale von Interessen der Jugendlichen auf und dient ihnen somit erneut von der gruppensprachlichen Abgrenzung. Auch im Bereich der Massenmedien ist der Gebrauch von Anglizismen sehr hoch. Sowohl in Zeitungen, Zeitschriften ect. als auch in elektronischen Medien lassen sie Texte abwechslungsreicher,  interessanter und auch aktueller wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die häufigere Verwendung englischer Wörter kann es jedoch dazu kommen, dass ein großer Verlust von deutschen Wörtern zustande kommt und die deutsche Sprache in der Welt an Bedeutung verliert. Im Gegensatz dazu wird die deutsche Sprache durch Anglizismen jedoch auch moderner und internationaler und erleichtert die Verständigung im Ausland. Außerdem wird das erlernen der englischen Sprache erleichtert und bietet somit vielen Menschen bessere Ausdrucksmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Globalisierung sowie der Einfluss durch Medien besondere Ursachen für die Verwendung von Anglizismen sind. Dies kann zum einen zwar die Verständigung im Ausland erleichtern, zum anderen kann dies jedoch auch dazu führen, dass die deutsche Sprache an Bedeutung verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
'''Aufgabe1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert die Verwendung der Schriftsprache in der formellen und elektronischen Kommunikation. Dabei liegt der Fokus darauf, ob Jugendliche die elektronische Kommunikation von der formellen Kommunikation, und die bestehenden Regeln, unterscheiden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überschrift wird zunächst ein Kontrast deutlich: „Schreiben in der Schule“ und „booaaa mein dad voll eklich wg schule“. Ersteres lässt vermuten, dass in der Schule auf Rechtschreibung, Zeichensetzung etc. geachtet wird. Letzteres verdeutlicht, wie Jugendliche untereinander kommunizieren. Dabei werden, neben der fehlenden Groß- und Kleinschreibung, „schule“, und falscher Rechtschreibung, „eklich“, weitere Merkmale deutlich. Die Interjektion „booaaa“ (ebd.), ist ein Empfindungslaut, der in dieser Situation ausdrückt, dass man genervt ist. Als nächstes ist der Anglizismus „dad“ zu finden. Hier wird deutlich, dass das Englisch die deutsche Sprache beeinflusst. Außerdem werden Abkürzungen wie „wg“ gebraucht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wird der Text mit einer Unterüberschrift, die als These fungiert, eingeleitet: „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1). Somit behauptet der Autor, dass das Kommunizieren mittels Handys Schüler nicht beeinträchtigt. Darauffolgend wägt der Autor seine These ab und behauptet, dass trotzdem „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12) wird die Thematik genauer geschildert. Einleitend wird eine rhetorische Frage gestellt, die das Vorurteil, dass Kinder zu wenig lesen würden (Z. 2), benennt. Darauf geht der Autor verneinend ein und er ist sogar der Meinung, dass Kinder „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2f.). „Noch nie zuvor“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass es sich um ein Phänomen der heutigen Zeit handelt. Des Weiteren geht der Autor auf seine Behauptung ein und erläutert, dass Kinder täglich Millionen Wörter tippen und Stunden mit SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen etc. verbringen würden (vgl. Z. 3ff.). Somit nennt er Beispiele, die veranschaulichen, inwiefern Kinder lesen und schreiben. Die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z. 6) leitet ein, dass es jedoch Probleme mit dem Lesen und Schreiben gibt. Pädagogen und Ausbilder seien nicht zufrieden damit (vgl. Z. 6), da bei „den Simsern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7f.) diene. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) stellt das Problem ziemlich deutlich dar: Die Schrift wird zur Kommunikation genutzt und auf Orthografie etc. wird kaum geachtet. So sei diese „von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.). Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) betont, dass man die Schrift als Kommunikationsmittel nicht mit der Hochsprache vergleichen kann und diese auch ganz andere Regeln besitzt. Im Folgenden werden dann Beispielsätze genannt um dies zu veranschaulichen und hyperbolisch geschildert, dass diese „Freunde des Dudens und ganzer Sätze […] zusammenzucken“ (Z. 11f.) lassen würden. Hier wird wieder darauf eingegangen, dass die Kommunikationsschrift von der Hochsprache abweicht und gekürzt bzw. grammatikalisch häufig falsch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 12- 29) wird mit der rhetorischen Frage, „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff.), eingeleitet. Der Frage kann man entnehmen, dass man, wenn man die Kommunikationssprache betrachtet, unsicher ist, ob Jugendliche sich in der Hochsprache zurechtfinden. Der Autor bezieht sich, um diese Frage zu beantworten, auf eine Studie der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid (vgl. Z. 15f.). Sie untersuchte 1000 Deutschaufsätze von 16- bis 18- jährigen Schülern verschiedener Schulformen und verglich diese dann mit Mitteilungen in sozialen Netzwerken etc., die von denselben Jugendlichen verfasst wurden (vgl. 16ff.). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Elemente der Netzkommunikation keine nennenswerten Spuren in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). „'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen [und] sie wissen, dass […] andere Regeln gelten'“ (Z. 26ff.). Somit sieht der Autor in der elektronischen Kommunikation nicht die Ursache für die fehlerhaften Texte, da er die Studie ja als Begründung seiner These anführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29- 39) nennt der Autor die eigentliche Ursache für die fehlerhaften Texte. Zunächst stellt er dar, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z. 31f.). Die eigentliche Ursache sieht er in der „Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten. (Z. 34ff.)“. Das „spontane Schreiben“ (ebd.) sieht er als „eigentlich begrüßenswerten Trend“ (Z. 36f.) an. Das Adjektiv „eigentlich“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass der Autor diesen Trend abwägend betrachtet. Somit erklärt der Autor schließlich auch, dass dieser Trend auf Kosten „'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. „'harte[...]' Sprachfertigkeiten“ (ebd.) hat eine ironische Bedeutung, was die Anführungszeichen betonen. Der Autor geht davon aus, dass diese Sprachfertigkeiten eigentlich gar nicht schwierig zu beherrschen sind. Außerdem führt der Autor an, dass die „formale Korrektheit […] an Bedeutung [verlor]“ (Z. 38), was auch eine negative Folge darstellt. Im letzten Satz ist von der formalen Korrektheit als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39) die Rede. Somit behauptet der Autor, dass die formale Korrektheit als unnötig bzw. von manch einem als „Quälerei“ wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die Jugendliche beim Schreiben haben, nicht durch die elektronische Kommunikation verursacht wird. Seine Thesen veranschaulicht er mithilfe von Beispielen und bezieht sich auf eine Studie, um diese zu bekräftigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache hat verschiedene Ursachen und bringt Konsequenzen mit sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man ein Wort, welches aus dem Englischen stammt und in einer anderen Sprache übernommen wurde. Anglizismen, die in der deutschen Sprache geläufig sind, wären z.B.: „Screenshot“, „Update“, „Cloud“ etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Grund dafür, dass Anglizismen verwendet werden, ist der Kontakt zu der englischen Sprache. Es fängt z.B. in der Schule an, wo man die englische Sprache als erste Fremdsprache erlernt. Außerdem gibt es zahlreiche Begegnungen zwischen deutschen und englischen Schülern und den Kulturen, z.B. im Rahmen von Schüleraustauschen. Aber auch durch die stetig wachsende Globalisierung erhöht sich der Kontakt zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und dann ist die englische Sprache meistens die Sprache, die zur Kommunikation verwendet wird. Die Menschen in Deutschland werden zudem vom Englischen beeinflusst. Dies geschieht über diverse Medien, z.B. durch Werbungen, Nachrichten, soziale Netzwerke etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich folglich auch Konsequenzen. Einerseits wird die deutsche Sprache modernisiert. Einige Begriffe aus dem Englischen hören sich, in Abhängigkeit vom Gesamtzusammenhang, besser an als die deutsche Übersetzung. Somit ist z.B. das Wort „Screenshot“ geläufiger als „Bildschirmaufnahme“. Außerdem sind die meisten Wörter mittlerweile so geläufig, dass viele Menschen die Bedeutungen kennen. Andererseits stellen Anglizismen für die „ältere“ Generation eher ein Hindernis dar. Das kann man darauf zurückführen, dass diese im Vergleich zur „jüngeren“ Generation keinen so umfangreichen Kontakt zur englischen Sprache hatten bzw. haben. Eine weitere Konsequenz ist, dass womöglich der Bezug zwischen Anglizismen und Wörtern aus der Herkunftssprache verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ursachen für Anglizismen auf den Kontakt mit anderen Menschen und den Einfluss durch Medien zurückzuführen ist. Dabei stellen sich Konsequenzen heraus, dass Anglizismen geläufiger und häufiger verwendet werden, aber die Gefahr besteht missverständlich aufgenommen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
'''1.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text von Wolfgang Krischke mit dem Titel ,,Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ handelt es sich um einen Sachtext, welches im Jahr 2011 veröffentlicht worden ist. Thematisiert wird dabei der Einfluss der Kommunikation in den Medien auf die Sprache der Jugendlichen und die Defizite der Sprachfertigkeiten in Schultexten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel verweist dabei auf die Thematik des Textes durch die Gegenüberstellung ,,Schreiben in der Schule“ und dem grammatikalisch falschen Satz ,,booaaa mein dad voll eklich wg schule“, wobei dies an eine Nachricht eines Jugendlichen an einen anderen Jugendlichen darstellt. Dadurch, dass in diesem Satz sowohl Großschreibung nicht beachtet wurde als auch Umgangssprache verwendet wurde, nämlich die Injektion ,,booaaa“, wird bereits darauf hingewiesen, dass die Sprache in der medialen Kommunikation anders und vor allem nicht richtig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Aussage ,,Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) wird bereits die These des Autors deutlich, da dieser der Meinung ist, dass das ,,Simsen“ (ebd.), wobei hier die Kommunikation in Medien gemeint ist, kein Einfluss auf die Intelligenz der Schüler hat. Durch die adversative Konjunktion ,,[a]ber“ (Z.1) wird dann die These weitergeführt, nämlich, dass die Texte ,,heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) seien. Dadurch behauptet der Autor, dass Kommunikation im Internet zwar keine negativen Einflüsse haben würden, trotzdem sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben in Texten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z. 2 – 14) thematisiert dabei die Sprache in der Kommunikation im Internet. Dabei beginnt der Abschnitt mit der rhetorischen Figur ,,Kinder lesen zu wenig?“ (Z.2) mit der knappen Antwort ,,Von wegen“ (Z. 2), womit der Autor bereits hervor bringt, dass der Vorwurf bzw. Vorurteil Kinder und Jugendlichen würden zu wenig lesen, nicht stimmt. Denn weiterhin behauptet er, dass ,,noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z. 2 f.) werde wie heute, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass nicht nur der Vorurteil nicht stimmt, dass wenig gelesen werde, sondern sogar noch mehr gelesen werde, was besonders durch den Ausdruck ,, noch nie zuvor“ (ebd.) betont wird. Diese Behauptung belegt der Autor anschließend mit konkreten Beispielen, die auch zur Veranschaulichung dienen, wie, dass ,,Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 3 f.) würden, wobei die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern“ (ebd.) besonders betonen soll, dass viel gelesen und geschrieben wird. Durch das Adverb ,,[t]äglich“ (Z.3) zu Beginn der Aussage wird deutlich gemacht, dass sich dies nicht nur ab und zu ereigne, sondern eben täglich stattfindet und nicht nur auf einer Ebene, dem Schreiben von Nachrichten, sondern auch durch das Verbringen von ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 4 ff.), wobei die Akkumulation die Verbreitung des Schreiben und Lesens im Internet veranschaulicht und betont. Als nächstes wird eine Gegenaussage eingeleitet durch die adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem“ (Z. 6), wodurch angedeutet wird, dass das viele Lesen und Schreiben von Nachrichten nicht nur positiv ist, da ,,bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkäme. Dies wird des weiteren näher erklärt, indem gesagt wird, dass den ,,Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f.) diene. Dies bedeutet also, dass das Internet von den Jugendlichen zur Kommunikation und Unterhaltung in der Freizeit genutzt werde. Die Problematik dabei sei, dass die Schreibweise dabei ,,Lichtjahre“ (Z. 9) von den ,,Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt seien, also kein korrektes Deutsch in der Kommunikation im Internet genutzt wird. Die Metapher ,,Lichtjahre“ (ebd.) verdeutlicht dabei den Ausmaß, dass kein korrektes Deutsch genutzt werde und die Sprache, die genutzt wird, sehr fehlerhaft sei und kaum korrekte Sprache enthalte. Zur Veranschaulichung und zum Belegen seiner Aussage nennt er dabei ein Beispiel ,,'booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgl [= hab dich ganz doll lieb]'“ (Z. 9 f.), wobei hier direkt auffällig ist, dass viele Fehler enthalten sind, Großschreibung nicht beachtet wurde und viele Abkürzungen benutzt werden. Die Aussage dieser Satz lasse ,,Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.), betont nochmals die Fehlerhaftigkeit des Beispiels und unterstützt die Aussage, dass die Kommunikationssprache im Internet sich sehr der des Hochdeutschen unterscheide. Als Überleitung zum Thema, ob sich die Sprache im Internet auf zum Beispiel Schultexte Auswirkungen haben stellt der Autor die Frage , ob ,,Jungendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Die Metapher ,,sprachliche[.] Trümmerlandschaft[.]“ (ebd.) veranschaulicht dabei das Ausmaß der sprachlichen Fehler in der Sprache und dass kaum korrektes Hochdeutsch verwendet werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Sinnabschnitt (vgl. Z. 15 – 29) wird dann darauf eingegangen, ob die fehlerhafte Sprache im Internet Auswirkungen auf das Schreiben von formalen Texten, wie eine Bewerbung hat. Dabei wird zunächst die ,,Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“ (Z. 15) aufgegriffen, die sich mit diesem Thema beschäftigt habe. Durch die Erwähnung einer Expertin in diesem Themenbereich wird die Seriosität des Textes zum Ausdruck gebracht, sowie, dass die folgende Erläuterung, ob diese Sprache nun eine Auswirkung hat oder nicht, Standhaftigkeit besitzt.  Dabei wird beschrieben, dass diese Germanistik-Professorin ,,1000 Deutschaufsätze“ (Z. 16 f.) von Schülern  unterschiedlicher Schulformen untersucht habe und zum Vergleich ,,über 1100 Texte […], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung“ (Z. 19 f.) geschrieben haben, herangezogen habe. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass das Ergebnis dieser Untersuchung richtig und eine Allgemeingültigkeit haben wird, da ein Vergleich stattgefunden hat und nicht nur Schüler aus einer Schulform untersucht wurden, sondern aus allen Schulformen. Dies wird im weiteren bestärkt durch die Aussage , dass die Professorin und ihr Team ,,nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 22 f.) untersucht hätten. Dies bringt hervor, dass das Ergebnis aufgrund der breitgefächerten Untersuchungen in verschiedenen relevanten Punkten seriös  und allgemeingültig sei. Als nächstes wird das Ergebnis benannt, nämlich, dass in keinem Bereich ,,die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24 ff.) hätten. Durch dieses Ergebnis der Untersuchung belegt der Autor seine These, dass die Internetkommunikation Schüler nicht dumm mache, da das Ergebnis seine These bestätigt. Außerdem gelte dies ,,für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“ (Z. 26). Des weiteren zitiert der Autor Christa Dürscheid, wodurch er erneut seine These belegt und die Richtigkeit verdeutlicht, da diese sagt, ,,Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 26 f.) und dass Schüler wüssten, dass ,,in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten“ (Z. 27 ff.). Es gäbe also zwei verschiedene Schreibarten, einmal die in der Netzkommunikation, also die Sprache, die im Internet gebraucht werde, und die in der formellen Kommunikation, die in Schulen, auf der Arbeit  und Bewerbungen genutzt werde. Dabei würden Jugendliche diese zwei Spracharten unterscheiden können und dem entsprechend auch verwenden, was erneut die These des Autors, die Netzkommunikation würde die Schüler nicht dumm machen, untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und letzte Sinnabschnitt (vgl. Z. 29 – 39) thematisiert seine zweite These, dass die Texte der Jugendlichen heute trotzdem Fehler enthalten würden. Dieser Abschnitt wird dabei durch die Aussage ,,Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff.) eingeleitet. Dadurch wird bereits deutlich gemacht, dass, obwohl die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Sprache der Texte hat, dennoch eine Problematik der Sprache vorhanden ist, wobei der Widerspruch durch die adversative Konjunktion ,,trotzdem“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird. Des weiteren erläutert der Autor diese Aussage näher, in dem erklärt, dass die Netzkommunikation ,,als Verursacher ausscheide[.]“ (Z. 32), aber die Texte dennoch ,,alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien, also die Texte sehr viele Fehler enthalten würden. Die Formulierung ,,alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) betont dabei die Menge an Fehlern in den Text und dass es sich nicht um ein paar Fehler handle, sondern um viele Fehler. Diese Fehler würden vor allem ,,in der Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 33 f.) auftreten. Im Folgendem stellt der Autor dazu ein Erklärungsansatz auf, nämlich, dass diese Entwicklung der Defizite bereits ,,in den siebziger Jahren [aufgetreten sei], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f.). Dadurch belegt er erneut seine erste These, dass die digitale Kommunikation kein Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe, da er dadurch die eigentliche Ursache der fehlerhaften Texte benennt. Die Tatsache, dass er diese Entwicklung als ,,eigentlich begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36 f.) bezeichnet, verdeutlicht, dass der Autor diese Methode der Lehrer eigentlich gut findet, jedoch auch etwas gegen die Methode einzuwenden hat, was durch das ,,eigentlich“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird.  Diese Methode sei nämlich ,,auf Kosten ,harter' Sprachfertigkeiten“ (Z. 37) gegangen, wobei dadurch verdeutlicht wird, dass die Methode dazu führte, dass sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben. Die konkrete Folge sei dabei gewesen, dass formale ,,Korrektheit […] an Bedeutung“ (Z. 38) verlor und es fast dazu gekommen sei, dass dies zur ,,bildungsbürgerliche[n] Schikane“ (Z. 39) geworden ist, also formale Korrektheit ein Hindernis darstelle. Durch diese Aussage wird das Ausmaß dieser Methode verdeutlicht, nämlich, dass formale Korrektheit so wenig nur noch verwendet wurde, dass diese nicht mehr als Selbstverständlichkeit, sondern als Hindernis gesehen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass die Thesen des Autors, dass die Netzkommunikation die Schüler nicht dumm mache und dass die Texte aber fehlerhaft seien, in dem Sachtext erläutert und belegt worden sind mit Hilfe einer Studie. Seine These und Argumentation untermauert der Autor mit Hilfe von Beispielen, Metaphern und dem Zitat einer Expertin, wodurch der Text seriös wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind Anglizismen Wörter aus dem Englischen, die in eine andere Sprache, also zum Beispiel ins Deutsche übertragen und verwendet werden. Anglizismen werden in allen Bereichen des Sprachgebrauchs verwendet, wie in der Alltagssprache, Fachsprache und auch besonders in der Jugendsprache. Beispiele für Anglizismen sind dabei ,,Flashback“, ,,Hobby“, ,,Interview“, ,,Smalltalk“ oder ,,Smartphone“, die immer wieder in der Alltagssprache zu finden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache haben dabei einige Ursachen.  Eine bedeutsame Ursache ist die Globalisierung, da durch die Globalisierung die englische Sprache zunehmend als Lingua franca, also als Handels- und Verkehrssprache, an Bedeutung gewonnen hat. So konnten Menschen mit verschiedener Muttersprache auf der ganzen Welt kommunizieren, Geschäfte machen oder sich über Themen und Probleme unterhalten. Die Globalisierung führte dazu, dass die Weltsprache Englisch zunehmend in den verschiedenen Ländern als erste Fremdsprache unterrichtet wurde, wodurch die neuen Generationen das Englische konnten und einige Begriffe auch zunehmend in der deutschen Sprache übernahmen. Ein anderer Faktor ist aber auch, dass vor allem Amerika als Weltmacht nach dem zweiten Weltkrieg als modern galt und dadurch die anderen Länder beeinflusste, da zum Beispiel auch zunehmend  englische Musik gehört oder englische Filme gesehen wurden und Amerika auch als Vorbild gesehen wurde. Nicht nur das Englische als Weltsprache oder Amerikas Beeinflussung sind entscheidend für die Ursachen der Anglizismen, sondern auch die digitale Kommunikation und im Allgemeinen das Internet. Durch die sozialen Netzwerke ist es möglich, dass immer mehr Menschen aus verschiedenen Ländern in Kontakt stehen können und hier dann das Englische als Weltsprache eine Voraussetzung darstellt, um sich auszutauschen. Durch englische Videos, Texte, Nachrichten, Werbungen oder englischer Musik fließen einige englische Begriffe in das Deutsche ein und durch den ständigen Kontakt mit dem Englischen werden einige Begriffe in der deutschen Sprache durch Englische ersetzt und gefestigt. Außerdem wird das Englische in der Jugendsprache von den Jugendlichen als modern gesehen und der Trend, englische Wörter zu verwenden, festigt sich in der Alltagssprache der Jugendlichen so, dass diese in der Alltagssprache der Menschen vorhanden bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei hat der Einfluss der Anglizismen Konsequenzen auf die deutsche Sprache, wobei es positive und negative Konsequenzen gibt. Eine positive Konsequenz des Anglizismus ist, dass das Erlernen der englischen Sprache erleichtert ist, da einige Begriffe bereits so fest in der Muttersprache verankert sind, dass diese Begriffe als selbstverständlich angesehen werden und die Bedeutung bereits klar sind und auch verwendet werden. Außerdem sind englische Begriffe besonders in Bezug auf digitale Medien und in der Technik stark vertreten für die es oft auch keine deutschen Bezeichnungen gibt, wie zum Beispiel für ,,Laptop“ oder ,,Tablet“, sodass Anglizismen helfen sich in diesem Bereich zu unterhalten, da dies ohne Englisch nicht oder kaum möglich ist und durch Anglizismen diese Begriffe auch nicht erlernt werden müssen, sondern bereits klar sind. Dadurch besteht die Möglichkeit auf einer anderen Ebene zu kommunizieren oder sich auszudrücken, da es für bestimmte Anglizismen keine deutschen Wörter gibt und man durch den Einfluss der Anglizismen die Möglichkeit erhält sich anders auszudrücken. Außerdem sind Anglizismen bereits stark in der Alltagssprache verankert und kaum mehr weg zu denken. &lt;br /&gt;
Negative Konsequenzen sind dahingegen, dass Anglizismen zu Verständnisproblemen in der Kommunikation zwischen den jüngeren und den älteren Generationen kommen kann, da einige Anglizismen der älteren Generation nicht bekannt sind und sie so die Bedeutung dieser nicht kennen, wobei jedoch einige Anglizismen stark in der Jugendsprache verankert sind, sodass es schließlich zu Kommunikationsproblemen kommen kann. Außerdem wird von Kritikern des Anglizismus auch thematisiert, dass dadurch ein Sprachverlust stattfindet, da einige Begriffe, die durch Anglizismen ersetzt wurden, nicht gebraucht werden oder sogar in Vergessenheit geraten. Außerdem wird nicht mehr komplett Deutsch gesprochen sondern auch immer Englisch, da viele Wörter durch Anglizismen ersetzt wurden, was schließlich auch dazu führt, dass sich die englische und deutsche Kultur in geringen Maßen vermischen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die Hauptursachen der Anglizismen das Englische als Weltsprache, die Globalisierung und die digitalen Medien sind. Konsequenzen sind dabei sowohl die Erleichterung des Erlernen der englischen Sprache sind als auch Kommunikations- und Verständnisprobleme der älteren Generation, die diese Anglizismen nicht in ihrem Wortschatz besitzen und dementsprechend auch nicht verwendet und auch der Sprachverlust der dadurch stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 1: '''&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um einen Auszug des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde. Thematisiert werden die möglichen Konsequenzen der Sprache in sozialen Netzwerken in Bezug auf den Sprachgebrauch in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ deutet die Auswirkungen der verwendeten Sprache in sozialen Netzwerken auf die in Schulen angewendete Sprache an. Dabei wird besonders deutlich, dass bestimmte Bereiche der Sprache in der Kommunikation in sozialen Netzwerken sowie darauf folgend auch in der Schule nicht mehr beachtet werden. An dieser Stelle sind neben der Verwendung von Anglizismen, wie „dad“ (ebd.) und Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) auch die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung zu nennen. Bei der Rechtschreibung ist außerdem besonders die inkorrekte Groß- und Kleinschreibung auffällig, was am Beispiel des Titels an dem Substantiv „schule“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Somit illustriert der Autor das Problem der fehlerhaften Verwendung von Sprache bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken anhand des Titels, wodurch der Leser bereits einen Einblick in die Thematik sowie das Ausmaß der Konsequenzen dieser fehlerhaften und verkürzten Sprache bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin erwähnt Krischke, „[s]imsen“ (Z. 1) mache Schüler zur heutigen Zeit „nicht dumm“ (Z. 1), jedoch sei es auffällig, dass die Texte jener „fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Diese These veranschaulicht, dass der Autor zwar der Meinung ist, dass die Kommunikation im Internet keine negativen Auswirkungen auf die Jugendlichen hat, deren Texte und Ausdrucksweise dennoch einige Fehler aufweisen. Der Wiederspruch beziehungsweise die antithetische Wirkung dieser Aussage, wird besonders durch die adversative Konjunktion „[a]ber“ (Z. 1) hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend stellt Krischke die Frage: „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2). Dies ist ein zur heutigen Zeit weit verbreiteter Gedanke, da viele Menschen behauptet, Jugendliche würden nicht mehr viel lesen. Der Autor dahingegen widerlegt diese Auffassung, indem er auf die zuvor gestellte Frage mit „[v]on wegen“ (Z. 2) antwortet. Er ist demnach der Meinung, dass Kinder heute deutlich mehr lesen, als die meisten Leute glauben. Dies bestärkt er darauffolgend mit seiner Behauptung, sie hätten „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f.). Dabei bezieht er sich jedoch nicht auf das Lesen und Schreiben von literarischen Texten, sondern auf jenes in der Internetkommunikation. Im Anschluss daran betont er seine Behauptung durch einige Beispiele aus dem alltäglichen Leben von Jugendlichen. Er geht dabei auf das Eintippen von „Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten“  (Z. 3 f.) sowie das Verbringen von „Stunden“ (Z. 4) im Internet ein. Sowohl der Ausdruck „Millionen von Wörtern“ (ebd.) als auch das Substantiv „Stunden“ (ebd.) stellen Hyperbeln dar, wodurch der Autor seine These, dass sie viel schreiben und lesen, belegt. Dies geschieht seinen Beispielen nach jedoch nur im Internet und nicht in beispielsweise Büchern, woraus seiner Meinung nach resultiert, dass bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkommt. Der Grund dafür sei, dass das Schreiben im Internet lediglich als „Plaudermedium“ (Z. 8) diene. Dadurch wird besonders betont, dass das Schreiben im Internet nicht unter einem gewissen Druck steht, sich richtig auszudrücken und deshalb nicht die Notwendigkeit entsteht, die korrekte Grammatik sowie Rechtschreibung zu verwenden, da es bei dem erwähnten Plaudern lediglich um eine normale Unterhaltung geht, die keine Nutzung von gehobener Sprache erfordert. Durch dieses einfache Unterhalten ohne jegliche Beachtung grammatikalischer Regeln entsteht letztlich eine solch fehlerhafte Sprache wie in der Überschrift. Aufgrund dessen erläutert Krischke, die Ausdrucksweise der Jugendlichen beim Schreiben sei „Lichtjahre“ (Z. 9) von den „Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass die Kommunikation der Jugendlichen im Internet in einem starken Kontrast zum Hochdeutsch steht, was durch das zuvor aufgegriffene „Plaudermedium“ (ebd.) entsteht. Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) bringt dabei hyperbolisch das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise der Jugendlichen zum Ausdruck und betont somit die Behauptung des Autors. Schließlich greift er erneut das Beispiel aus der Überschrift auf, um seine These zu untermauern. Im Anschluss daran erklärt er, die Schreibweise der Jugendlichen lasse „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.). Durch diese Aussage wird erneut das Ausmaß der fehlerhaften Grammatik sowie der Abkürzungen in den Texten der Schüler hervorgehoben. Anschließend stellt er die Frage, ob Jugendliche, welche sich in solchen „sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Dies bezieht sich erneut auf die Fehlerhaftigkeit ihrer Texte (vgl. Z. 1) sowie die Auswirkungen der Schreibweise in der Kommunikation im Internet auf jene in der Schule oder im Beruf. Somit geht der Autor auf eine mögliche Konsequenz der Ausdrucksweise der Jugendlichen im Internet ein. Die Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd.) akzentuiert dabei das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise, welches sich in deren Textnachrichten im Internet und möglicherweise auch in ihren Texten in der Schule zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran erwähnt er die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid, welche sich diesem Thema genauer gewidmet habe, indem sie „Deutschaufsätze“ (Z. 17) von „Schülern aller Schulformen“ (Z. 17 f.) in Hinblick auf die Veränderung dieser durch die Schreibweise in deren Kommunikation in sozialen Netzwerken untersucht habe. Aufgrund dessen habe sie sich auch mit den Texten beschäftigt, die jene Schüler in „sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 21). Daraufhin habe sie jene unter der besonderen Berücksichtigung der Faktoren „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie dem „Wortschatz, […] Stil und […] Aufbau der Texte“ (Z. 23) verglichen. Durch dieses Beispiel unterstützt er seine These, indem er auf jene Professorin mit Fachkenntnissen zu diesem Thema verweist. Besonders die detailreiche Erläuterung des Experiments hebt die Seriosität sowie die Glaubhaftigkeit des Textes hervor. Schließlich nennt er auch das Ergebnis dieses Experiments, bei dem sich ergeben habe, dass die „sprachlichen Eigenschaften der Netzkommunikation“ (Z. 24 f.) kaum auffällige Auswirkungen auf die Schultexte der Jugendlichen haben würden. Dadurch wird vor Augen geführt, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar keine Rücksicht auf korrekte Grammatik und andere Aspekte genommen wird, dies sich jedoch nicht auf die schulische Leistung der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich dies auf die zu Beginn erwähnte These Krischkes beziehen, da er dort schon erwähnt, dass die Schüler „nicht dumm“ (ebd.) und ihre Texte dennoch „fehlerhafter“ (ebd.) seien. Dem fügt er hinzu, dies gelte für Schüler aller Schulformen und nicht beispielsweise nur für Gymnasiasten (vgl. Z. 26). Im Anschluss daran greift er ein Zitat der Christa Dürscheids auf, um seine Aussagen zu untermauern. In jenem erläutert sie, dass Jugendliche „´die Schreibwelten durchaus trennen´“ (Z. 27) könnten und, dass sie wissen würden, dass „´in der Schule und formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden´“ (Z. 27 ff.). Dieses Zitat stuft die „Sprechschreibe“ (Z. 9) der Jugendlichen ebenfalls von der „formellen Kommunikation“ (ebd.) ab und hebt dabei besonders den Unterschied zwischen den grammatikalischen Regeln bei jenen hervor. Gleichzeitig betont es jedoch, dass die fehlerhafte Verwendung der Grammatik in der Kommunikation in sozialen Netzwerken keine Konsequenzen für die schulische Leistung und die literarischen Texte der Schüler habe, da sie in der Lage seien diese unterschiedlichen Formen des Schreibens voneinander zu differenzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin entkräftet Krischke die vorherige Aussage jedoch, indem er behauptet, die Schultexte der Jugendlichen seien unabhängig von der Sprechschreibe jener in sozialen Netzwerken dennoch „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33). Dem fügt er hinzu, diese würden insbesondere in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung […] deutliche Defizite“ (Z. 33 f.) aufweisen. Dies bringt zum Ausdruck, dass der Autor davon überzeugt ist, dass die Schultexte der Jugendlichen vermehrt Fehler aufweisen, auch wenn dies für ihn nicht unbedingt in einem Zusammenhang mit deren Ausdrucksweise und Grammatik, beziehungsweise Rechtschreibung steht. Dies wird besonders durch das Substantiv „Defizite“ (ebd.) untermauert, da dadurch bereits angedeutet wird, dass er von der Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen ausgeht. Die Tatsache, dass diese Fehler überwiegend mit der Rechtschreibung und Zeichensetzung zusammenhängen ist dadurch zu begründen, dass die Jugendlichen jene bei der Kommunikation im Internet nicht oder kaum berücksichtigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich erwähnt der Autor eine mögliche Ursache für die Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen, indem er darauf eingeht, dass die Lehrer Schüler in den siebziger Jahren zum „freien, spontanen Schreiben“ (Z. 36) bewegt hätten, aus welchem sich daraufhin die Fehler eingeschlichen hätten. Zudem hebt er hervor, dies habe besonders Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie die Bedeutung der „[f]ormale[n] Korrektheit“ (Z. 28) gehabt. Dies bezieht sich darauf, dass die Jugendlichen beim freien Schreiben nicht berücksichtigen, ob sie etwas richtig schreiben oder wie sie es schreiben. Dabei geht es wie bereits zu Beginn vom Autor erwähnt lediglich um das Schreiben als „Plaudermedium“ (ebd.) und bei jenem sind die zuvor genannten Aspekte des Schreibens nicht relevant. Letztlich bezeichnet der diese inkorrekten Texte als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39), was zum Ausdruck bringt, dass die Auswirkungen des fehlerhaften Schreibens besonders Konsequenzen für jene Menschen haben, die diese Fehler nicht machen, beispielsweise die schon genannten „Freunde des Dudens und ganzer Sätze“ (ebd.), nicht aber für die Jugendlichen selbst, da sie es möglicherweise nicht einmal bemerken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke nicht der Meinung ist, dass die Fehlerhaftigkeit von Schultexten ausschließlich mit der inkorrekten Ausdrucksweise der Jugendlichen in der Kommunikation in sozialen Netzwerken zusammenhängt. Dennoch ist er davon überzeugt, dass in jenen Texten der Schüler vermehrt Fehler enthalten sind. Des Weiteren unterstützt er seine Behauptungen anhand von Zitaten und Beispielen sowie Metaphern und Hyperbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 2: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen haben zur heutigen Zeit einen großen Einfluss auf die deutsche Sprache. Aufgrund dessen bringen sie auch einige Konsequenzen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Übertragungen von Wortbildungen oder Redewendungen aus dem Englischen in eine andere Sprache. In der deutschen Sprache treten diese zur heutigen Zeit nahezu überall auf und werden besonders von Jugendlichen verwendet. Aber auch in der Wirtschaft sind Anglizismen häufig festzustellen. Dies resultiert hauptsächlich aus der Globalisierung, da die Kommunikation mit anderen Ländern überwiegend auf Englisch stattfindet. Der Grund dafür ist, dass Englisch die Welt- und Verkehrssprache (Lingua franca) ist und somit die weltweite Kommunikation dominiert. Zudem wird aufgrund dessen die englische Sprache in den meisten Ländern als erste Fremdsprache erlernt und wird somit bereits bei Kindern und Jugendlichen in deren Wortschatz integriert. Eine weitere Ursache für die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist der Einfluss durch die Medien und generell die Kommunikation im digitalen Raum. In sozialen Netzwerken ist das Verwenden und Verstehen der englischen Sprache nahezu unumgänglich, da Jugendliche im Internet täglich mit englischen Videos, Filmen und Werbungen konfrontiert werden. Auch das Hören von englischer Musik gehört für die meisten Jugendlichen zum Alltag. Durch diese Gründe werden englische Wörter von den Jugendlichen übernommen und in ihrer Sprache gefestigt. Dies führt dazu, dass besonders die Jugendsprache von Anglizismen geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen hat einige Auswirkungen auf die deutsche Sprache. Dabei gibt es neben den negativen Auswirkungen auch Vorteile, die Anglizismen mit sich bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine positive Auswirkung von Anglizismen ist, dass sie Wortlücken in der deutschen Sprache schließen können, wenn es in jener kein Wort für etwas gibt. Dadurch kann die Kommunikation erleichtert werden. Ein Beispiel dafür ist der Anglizismus „online“, welcher besonders im Alltag von Jugendlichen eine wichtige Rolle spielt und von jenen täglich genutzt wird, weshalb er fest in ihrem Wortschatz verankert ist. Zudem kann das Erlernen des Englischen als Fremdsprache durch die Verwendung von Anglizismen im Alltag erleichtert werden. Dies liegt daran, dass einige Begriffe bereits in dem Wortschatz des Lernenden vorhanden sind und dadurch nicht neu erlernt werden müssen.&lt;br /&gt;
Eine der negativen Auswirkungen der Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist, dass sowohl in der Jugendsprache als auch generell in der Alltagssprache Begriffe in die deutsche Sprache einfließen und in jener aufgenommen werden. Dies führt letztlich zum Sprachwandel, da viele Begriffe aus dem Englischen übernommen werden, obwohl es ein deutsches Wort dafür gibt. Dies resultiert meist daraus, dass der englische Begriff kürzer ist und etwas gleichzeitig treffender beschreibt. Dies kann jedoch auch zu einem Sprachverlustführen, da jene deutschen Wörter dadurch nicht mehr verwendet werden und somit im deutschen Wortschatz durch das englische Wort ersetzt werden. Des Weiteren werden die Anglizismen überwiegend von jungen Menschen verwendet, während ältere Menschen noch die deutsche Bezeichnung nutzen oder ein Wort, wie beispielsweise „online“ generell nicht verstehen. Dadurch wird die Kommunikation zwischen jungen und alten Menschen erschwert, da die Älteren die Anglizismen nicht nachvollziehen können. Aufgrund dessen können Anglizismen in der deutschen Sprache auch zu Problemen bei der Kommunikation führen, da die unterschiedlichen Generationen einen anderen Wortschatz besitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache einige Konsequenzen, wie den Sprachverlust oder Kommunikationsschwierigkeiten zwischen verschiedenen Generationen mit sich bringt. Auf der anderen Seite können Anglizismen das Erlernen der englischen Sprache erleichtern und somit die Kommunikation zwischen verschiedenen Ländern erleichtern, was aufgrund der Globalisierung von großer Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
'''1. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Kirschke verfasst, 2011 veröffentlicht und thematisiert den Verlust von grammatischen Regeln und Strukturen im Bezug auf die heutige Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit der Überschrift „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“(Z. 0) verweist schon auf einige strukturelle und grammatikalische Fehler hin. Beispielsweise die Groß- und Kleinschreibung im Wort „schule“ (ebd.), „booaaa“ (ebd.), „dad“ (ebd.). Zudem die Verwendung von Anglizismen wie „dad“ (ebd.), welche darauf hin weist, dass die englische Sprache in der deutschen Sprache, besonders in der Jugendsprache, von Bedeutung ist. Abkürzungen wie „wg“ (ebd.) sind ebenfalls geläufig und zeigen, dass die Relevanz Wörter auszuschreiben deutlich abnimmt und zur Routine wird. Der Ausdruck „booaaa“ (ebd.), welcher als Interjektion zu bezeichnen ist, verweist deutlich auf die Empfindung der jeweiligen Person und wird ebenfalls sehr oft in der Jugendsprache verwendet. Daraufhin folgt eine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) , welche antithetisch zu betrachten ist, da im ersten Teil der These behauptet wird, das dass Schreiben unter Schülern nicht dumm macht (vgl. Z. 1), jedoch darauf folgend gesagt wird, dass ihre Texte die sie schreiben, heutzutage viel fehlerhafter sind wie damals. Die zweite Behauptung lässt sich zudem im Bezug auf die Überschrift deutlich bestätigen. Zudem verweist der zweiter Teil der These darauf hin, dass der Verlust von grammatikalischen Regeln immer mehr wird und zu verschiedenen Problemen führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext wird durch die rhetorische Frage „Kinder lesen zu wenig? Von wegen“ (Z. 2) eingeleitet und verweist die Leserschaft direkt darauf, dass diese Aussage nicht stimmen kann, welche mit der darauffolgenden Aussage „Von wegen“ (ebd.) entkräftet wird. Zudem wird die Aussage mit „[w]ohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2f.) verdeutlicht und unterstützt somit die rhetorische Frage ebenfalls. Die Aussage „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen, E- Mails und Internet- Infos“  (Z. 3ff.)  sind Beweise dafür, dass sie sich viel mit der deutschen Sprache und Kommunikationsnetzwerken auseinandersetzen. Der Beweis dafür, dass nicht jeder der Meinung ist, dass das viele Kommunizieren und Schreiben in den Medien von Vorteil ist, zeigt sich durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und „kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf“ (Z. 6f.). Diese Aussage wird daraufhin dadurch untermauert, dass „Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium [dient] (Z. 7f.). Die Akkumulation „Simsern, Chattern, Twitterern“ sind zudem Neologismen, aber im Bereich der Jugendkommunikation gängige Begriffe. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) zeigt, dass die Art und Weise, wie miteinander geschrieben wird interessant ist und zu Diskussionen untereinander führt, welche das Wortspektrum der Jugendlichen erweitert. Das Kommunizieren unter Jugendlichen zeigt eine deutliche Problematik, welche im Folgenden anhand von „den Normen der Hochsprache ist ihre Sprechschreibe Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.) einleuchtend wird. Damit sagt der Autor aus, dass die Jugend so wie sie spreche auch schreiben würde und das diese Art von Kommunikation weit von der deutschen Sprache entfernt ist, was auf ein Problem heutzutage hinweist. Der Autor nennt Beispiele wie „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]“ (Z. 9f.), welche er als „Gebilde“ (Z. 9) bezeichnet und somit auf den Verlust von grammatikalischer Korrektheit hinweist. Die genannten Beispiele sind typisch für die heutige Schreibweise der Jugendlichen, in der deutlich wird, dass Regeln wie Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung, Abkürzungen, Anglizismen und Neologismen von Routine sind und die deutsche Sprache somit in den Hintergrund stellen. Zudem weist der Autor darauf hin, dass „Freunde des Dudens  und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11f.)  Diese Aussage zeigt negative Kritik im Bezug zum Wortschatz und der deutschen Sprache. Immer mehr Menschen widmen sich der fehlerhaften Schreibweise.&lt;br /&gt;
Auf diese Problematik aufbauend stellt der Autor eine Frage „Können Jugendliche, die sich in diesem sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12ff.). Die Akkumulation in der Frage ist direkt auffallend und beweist, dass sich mit der Zeit immer mehr Probleme und Fragen aufgebaut haben. Viele wichtige Schreibformate, welche im Leben oft sehr wichtig sind, um sich zum Beispiel zu bewerben oder eine gute Klausur zu schreiben werden nicht mehr wirklich ernst genommen, sondern eher vernachlässigt. Die Erkenntnis von mangelnder Grammatik wird anhand von „Trümmerlandschaften“ (Z. 13f.) deutlich.  Wolfgang Krischke erwähnt zur Beantwortung auf die Frage eine „Germanistik- Professorin Christa Dürscheid  von der Universität Zürich“ (Z. 16). Aufgrund das der Autor eine Professorin in seinem Text benennt, wird deutlich, dass sich auch Wissenschaft mit den immer steigenden Problemen der deutschen Sprache im Bezug auf die Jugend verschlechtert und zu massiven Problemen führt, weshalb sie „Mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht [hat], verfasst von 16- bis 18- jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 16ff.). Allein die Information das sie eine hohe Anzahl an Aufsätzen aus unterschiedlichen Schulformen gelesen und untersucht hat, zeigt das sich deutliche Unterschiede in der Sprache und Grammatik zeigen und notwendig sind zu erforschen. Das Alter zwischen 16 und 18 Jahren, zeigt zudem auch deutliche Unterschiede in der Art und Weise wie ein Text verfasst wird und welche verschiedenen Anglizismen oder Neologismen verwendet werden. „Zum Vergleich zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18ff.) und „[d]abei interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21ff.). damit verweist der Autor ebenfalls nochmal auf den breitgefächerten Raum von Struktur und Ordnung der Texte und das sich nicht nur Germanisten sondern auch Linguisten mit der Veränderung der deutschen Sprache beschäftigen. Das Forschen der Texte zeigt folgendes Ergebniss: „ In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24ff.). Durch dieses Ergebnis belegt der Autor seine oben genannte These, dass Simsen Schüler nicht dumm macht (vgl. Z. 1) und bestätigt diese damit. Zudem bestätigt der Autor, dass die Art und Weise des Schreibens innerhalb der Kommunikationsnetzwerke ebenfalls keine Auswirkungen auf Berufsschüler und Gymnasiasten habe(vgl. Z. 26). Darauf aufbauend sagt Wolfgang Kirschke „Die Schüler können die Scheibwelten durchaus trennen“ (Z. 26f.). Die These die der Autor aufstellt unterstützt repetierend deine Aussage, dass Simsen Schüler nicht dumm macht und ihre Freizeit von schulischen Aktivitäten unterscheiden können. „‘Sie wissen das in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden‘ , sagt Christa Dürscheid“ (Z. 27ff.) und bestätigt somit die Meinung des Autors. Aufgrund ihrer Erkenntnis, dass Schüler fähig sind, schulisches und formelles von ihrer Freizeit trenne zu können, „liefert die Zürcher Studie“ (Z. 30f.), dass Deutschlehrer sich trotzdem nicht entspannt zurücklehnen können (vgl. Z. 30). „Denn auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet-die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 31ff.) und bestätigt damit den zweiten Teil der obigen genannten These, dass ihre Texte heute fehlerhafter sind als früher (ebd.). Anhand dessen wird deutlich, dass die Texte viele Fehler beinhalten und der Ausdruck „alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) zeigt deutlich die Vielzahl an Fehlern.  Diese Fehler würden „[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung[...] deutliche Defizite [aufweisen]“ (Z. 33f.).Der Ursprung, dass sich die Sprache der Jugend verändert hat, „begann in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Daran wird deutlich, dass in der damaligen Zeit nicht viel Wert auf die Qualität der Sprache gelegt wurde und bestätigt somit auch wieder seine erste These, dass die digitale Kommunikation keinen Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe. Diese Art von Entwicklung bezeichnet Kirschke als „begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36f.), klingt danach, dass der Autor dieses Verfahren als positiv bewertet, die adversative Konjunktion „jedoch“ (Z. 37) einen Einwand einleitet der zeigt, dass dieser Trend „auf Kosten ‚harter‘ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. Diese Problematik zeigt sich deutlich in der Überschrift des Sachtextes, in der die Rechtschreibung vernachlässigt wurde und somit die Anzahl an fehlerhaften Texten in der Schule. Daraus lässt sich wie Wolfgang Kirschke erklärt zeigen, das „formale Korrektheit“ (Z.38) an Bedeutung verlor, „zeitweise gar nicht in den Verdacht“ (Z. 38f.) geriet, „bürgerliche Schikane zu sein“ (Z.39). Der Substantiv „Schikane“ (ebd.) ist von besonderer Bedeutung, weil damit nochmal das Problem, dass das Kommunizieren auf Netzwerken oder in der Freizeit, beispielsweise orthografische Mängel sich auf die schulischen Texte übertragen und somit die Fehler Quote steigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Sachtext die Probleme und Veränderungen der deutschen Sprache bezogen auf die Jugend sehr gut darstellt, aufgrund das viele Neologismen benutzt werden, um die Problematik in den Vordergrund zu stellen. Zudem ist auch die Unterscheidung zwischen früher und heute in der Schule klar dargestellt, was dazu beiträgt, dass das fehlerhafte Schreiben nicht nur von heute, sondern auch den Prinzipien von früher geschuldet ist.  Auch wird die erste These die Wolfgang Kirschke in seinem Text erwähnt fortlaufend im Text unterstützt und begründet. Akkumulationen, Neologismen, adversative Konjunktionen tragen zum Verständnis des Textes bei und bereichern die Funktion des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die Deutsche Sprache erläutert:&lt;br /&gt;
Unter Anglizismen versteht man Wörter aus der englischen Sprache, die in eine anderen Sprachen, besonders in der deutschen Sprache, eingeflossen sind. Zum Beispiel „Influencer“; „Fake News“; „Dad“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage ist die Nutzung von Anglizismen ein gängiger Prozess geworden und die englische Sprache ist Teil der deutschen Sprache geworden. Worin die Ursache liegt , ist zum einen der Prozess der Globalisierung und die Verbreitung von amerikanischen Rohstoffen oder Produkten in Europa und vor allem Deutschland. In Amerika gibt es andere Bezeichnungen für zum Beispiel: Musik, Medien, Essen usw. Durch den Prozess der Globalisierung kommunizieren wir Menschen überall in der Welt miteinander und lernen neue Sprachen und Wörter kennen. Somit bürgern sich bestimmte Wörter in den Wortschatz der deutschen Sprache ein. Zudem ist Englisch die gängigste Sprache mit der weltweit kommuniziert wird. Zudem ist die Verwendung von Anglizismen in der Wissenschaft auch ein gängiger Prozess, weshalb wir Menschen automatisch eine Sprachveränderung hinnehmen. Das Benutzen von englischen Wörter in unserer Sprache führt jedoch auch dazu, dass sie verflacht und an Bedeutung verliert. Zudem hat die Verwendung massive Auswirkungen auf korrekte und komplexe Grammatik und Orthografie des Deutschen. Diese Problematik ließ sich im Sachtext von Wolfgang Krischke „Schreiben in der Schule- booaa mein dad voll eklich wg schule“ erkennen und ist besonders bei Jugendlichen der Fall. Sie chatten den ganzen Tag auf Plattformen wie Snapchat, Instagram oder Twitter und achten dabei gar nicht mehr auf die Korrektheit der Grammatik. Jeder individualisiert sich seine eigene Sprache, wodurch die deutsche Sprache auch an Wichtigkeit verliert.   Auch verändert sich unsere Sprache von Tag zu Tag immer mehr, weil wir durch mediale Netzwerke zu jeder Zeit einen Einblick in die Welt von Anderen gewinnen und neue Wörter kennenlernen, die wir dann in unserer Sprache aufnehmen. Es gibt außerdem Meinungen von Menschen die sagen, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit der Kommunikation  eine Schwierigkeit darstellen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Generationen vor unserer Lebenszeit. Diese sprachen ausschließlich in ihrer Landessprache und kannten keine anderen Sprachen. Die älteren Menschen verstehen daher heute nicht mehr alles was wir sprechen, da wir Anglizismen benutzen und ihnen diese Begriffe nicht bekannt sind. Allgemein ist es ziemlich schwierig die Sprache wieder in ihre Ursprungsform zu setzen, da die weltweite Kommunikation auch aufgrund von Export und Importprozessen immer mehr stattfindet.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Aus diesen ganzen Ergebnissen lässt sich deuten, das der Wandel der Sprache nicht zu stoppen ist und die Fehlerhaftigkeit der deutschen Sprache im Bezug auf Grammatik und Orthografie immer mehr zunehmen wird. Besonders Jugendliche werden mit der Zeit unter der Problematik leiden, da die Nutzung von medialen Kommunikationsnetzwerken immer mehr im früheren Alter erlaubt wird und somit keine Chance mehr besteht, sich mit richtig guter Sprache auseinanderzusetzen. Des Weiteren stellt die englische Sprache die heutige Sprache dar und lässt somit vor allem der deutschen Sprache nicht ihren Raum sich weltweit zu verbreiten und zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1: === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher im Jahre 2011 erschien und von Wolfgang Krischke verfasst wurde, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es um den Wandel der deutschen Sprache in der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zu analysierende Textstelle setzt damit ein, dass Krischke seine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) formuliert. Damit sagt er aus, dass Simsen die Schüler zwar nicht dümmer macht, sie allerdings in gewisser Weise zu beeinflussen scheint, da ihre Texte im Gesamten fehlerhafter als früher werden. Nach dieser These formuliert er eine rhetorische Frage, welche er dann im Anschluss direkt beantwortet : „Kinder lesen zu wenig ? Von wegen.“ (Z.2). Damit will er verdeutlichen, dass zwar sehr wahrscheinlich das Lesen von Büchern bei Jugendlichen immer seltener wird, diese allerdings andere Quellen, wie das Internet nutzen und dadurch ebenso lesen lernen. Er behauptet sogar, dass die Jugendlichen „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z.2f.) haben. Dies unterstützt er mit den Beispielen : „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“(Z.3ff.). Laut ihm ist dies allerdings nicht sehr erfreulich, da diese Medien als „Plaudermedium“(Z.8) gelten, also zwar der Kommunikation dienen, dies allerdings nur bei nebensächlichen, bis irrelevanten Dingen. Denn sie sei laut Pädagogen und Ausbildern von der Normen der Hochsprache Lichtjahre entfernt (vgl.Z.6ff.). Dies ist eine Hyperbel, da sie zwar weit entfert sein kann, Lichtjahre allerdings viel zu übertrieben sind. Darauf nennt er Beispiele für die heutigen sprachlichen Fehler einiger Jugendlicher. Ein Beispiel dafür ist der im Titel bereits aufgeführte Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (Z.9f.). Dieser besteht fast überwiegend aus Fehlern. Den Ausdruck „booaaa“ (ebd.) gibt es in der deutschen Sprache nicht, er ist eine Interjektion. Die Bezeichnung „dad“ (ebd.), welche aus dem Englischen kommt und Vater heißt, ist ein Anglizismus und „eklich“ (ebd.) ist ein Rechtschreibfehler, da es eigentlich „eklig“ lauten müsste. Außerdem besteht dieser Satz aus der Abkürzung „wg“ (ebd.), welche die Präposition wegen abkürzt. Zu guter Letzt wird die groß- und Kleinschreibung vernachlässigt, da das Nomen „schule“ (ebd.) einfach klein geschrieben wird. Im Folgenden stellt er eine rhetorische Frage, welche dem Leser den Gedankengang des Autors vor Augen führen soll, und beantwortet diese dann um seinen Standpunkt zu erläutern. Diese lautet : „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen ?“ (Z.12ff.) In dieser rhetorischen Frage steckt außerdem eine Metapher „sprachlichen Trümmerlandschaften“ (ebd.), welche für Schlechte Sprachkenntnisse steht, diese allerdings noch etwas dramatisiert. Laut Krischke verfasste sich eine Germanistik-Professorin genau mit diesem Thema und untersuchte rund 1000 Deutschaufsätze, welche von 16- bis 18- Jährigen Schülern aller Schulformen verfasst wurden und verglich diese mit rund 1100 SMS-Nachrichten, E-Mails und Chats in sozialen Netzwerken und legte dabei besonderen Wert auf Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, Wortschatz und den Stil und den Aufbau der Texte (vgl.Z.15ff.). „Das Ergebnis : In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation  nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z.23ff.). Dies lässt darauf schließen, dass das „Simsen, Chatten und Twittern“ (Z.7) keine negative Auswirken auf die „16- bis 18- jährigen Schüler“(Z.17) haben. „Das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“(Z.26) laut Krischke und Dürscheid, hat also nichts mit der Bildung der Schüler zu tun und sie „können die Schreibwelten durchaus trennen“(Z.27). „Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden, sagt Christa Dürscheid“(Z.27). Damit verdeutlicht sie erneut, dass Chatten sich nicht negativ auf die Rechtschreibung der Jugendlichen auswirkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in dem zu analysierenden Text den Einfluss des Chattens auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass die Digitalisierung keine Schuld am Verlust von Grammatik und Rechtschreibung hat. Um dies zu bekräftigen, nennt er eine Studie, welche seine Meinung zu diesem Thema widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 1)''' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule“, von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert die Veränderung der Sprache, zwischen schulischem und privatem Schreiben und einer Stellungnahme des Autors zu diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Teil des Titels „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, liefert dem Leser ein Beispiel, zum Schreiben per SMS oder anderen Internetplattformen. Es wird Umgangssprache genutzt : „booaaa“ , noch dazu werden beim Chatten Anglizismen genutzt, um sich auszudrücken, wie hier der Begriff „dad“ (aus der englischen Sprache, Vater). Zudem kommt, dass nicht auf Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung geachtet wird, wie die Wörter „eklich“ oder „schule“ zeigen.&lt;br /&gt;
Der Untertitel des Textes „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1), wird vom Autor genutzt um eine These aufzustellen. Diese ist jedoch antithetisch, da der Autor zuerst meint, dass „Simsen […] Schüler nicht dumm [macht]“ (Z.1), dann  jedoch durch den Ausdruck „Aber“ (Z.1), eine Gegenthese eingeleitet wird, da Krischke dann meint, die Texte der Jugendlichen, seien heute fehlerhafter als früher (vgl. Z. 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Textes lassen sich vier Sinnabschnitte erkennen. Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12), stellt der Autor Thesen auf und erläutert diese kurz. Direkt zu Beginn, stellt er eine rhetorische Frage an seine Leser „[ob] Kinder [zu wenig] lesen?“ (Z. 2), welche er im nächsten Satz beantwortet und verneint (vgl. Z. 2). Durch seine kurze Antwort „Von wegen“ (Z.2), wird seine Position direkt klar. Auch mit der Ergänzung „Wohl noch nie haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z.2f.), unterstützt er seine Meinung und auch die Jugendlichen heutzutage, um die es sich ebenfalls, im vorliegenden Sachtext dreht. Sie „tippen [täglich] […] Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z.3ff.). Der Autor schafft dann eine Überleitung ins negative, durch die Konjunktion „trotzdem“ (Z.6). „Bei Pädagogen und Ausbildern [kommt trotzdem] keine rechte Freude auf“ (Z.6f.). Auf diese These folgt direkt eine konkrete Begründung, welche durch „denn“ (Z.7) eingeleitet wird. Es heißt bei den Jugendlichen, welche hier als „Simser[...], Chatter[...] und Twitterer[...]“ (Z.7) bezeichnet werden, diene die Schrift hauptsächlich als Kommunikationsmittel (vgl. Z. 7f.). Zusätzlich wird der Neologismus „Plaudermedium“ (Z.8) verwendet. Von den „Normen der Hochsprache“ (Z.8), sei die Sprache der Jugendlichen, welche im Text als „Sprechschreibe“ (Z.9) bezeichnet wird, Lichtjahre entfernt (vgl .Z. 9f.). Mit „Sprechschreibe“ (ebd.) ist  gemeint, dass die Jugendlichen die verschiedenen Wörter so schreiben, wie sie es hören und verstehen und dass kaum mehr auf Grammatik, Recht- und vor Allem Groß- und Kleinschreibung geachtet wird. Durch die Verwendung von Beispielen wie „booaaa mein dad voll eklisch wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl“ (Z.9f.) wird dem Leser klar gemacht, wie die Jugendlichen in ihrer Freizeit schreiben und wie hoch die Fehler in ihrer Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.12 – 23), beginnt mit einer rhetorischen Frage auf welche im weiteren Verlauf eingegangen wird und so beantwortet wird. Es wird gefragt, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z. 12). Die Metapher „sprachliche[...] Trümmerlandschaften“ ist zugleich eine Hyperbel. Sie dramatisiert das Ganze noch mehr. Durch die Erwähnung der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) wird dem Text eine gewisse Zuverlässigkeit zugeteilt, die den Text professioneller klingen lässt. Sie habe eine Studie durchgeführt, bei der sie sich auf die Rechtschreibung, Interpunktion, Grammatik , den Wortschatz, Stil und Aufbau von Texten, konzentriert haben (vgl. Z.15ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis dieser Studie wird dem Leser im dritten Abschnitt (Z.23-29) mitgeteilt. Laut der Studie, von welcher im letzten Sinnabschnitt die Rede ist, hinterlassen die „sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation [in keinem Bereiche] nennenswerte Spuren in den Schultexten“ (Z.24f.). Durch das Zitat „Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und in der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 26ff.), von der Expertin Christa Dürscheid, wird die Studie erläutert und belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.29-39) unterscheidet sich allerdings wieder etwas und wird vom Autor genutzt um seine Meinung erneut darzulegen. Es sei dennoch kein Grund für die Lehrer sich zu entspannen (vgl. Z.29f.), wie die Züricher Studie zeige. Die Begründung wird mit „Denn“ (Z. 30) eingeleitet, „auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet - die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 30ff.). Die Metapher „deutliche Defizite“ (Z.34), in der Rechtschreibung, zeigt dass viele Fehler vorhanden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem beschäftigte sich Wolfgang Krischke mit dem Thema Sprachwandel durch elektronische Kommunikation, er stellt auch sehr deutlich seine Meinung dar und bezieht eine Studie mit in seinen Text ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 2)''' === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden, werden die Ursachen des Einflusses von Anglizismen und dessen Folgen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen sind Begriffe, welche aus der englischen Sprache stammen und ins deutsche übernommen werden. Dies kommt heutzutage vermehrt vor, doch woran liegt das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der bedeutendsten Gründe ist eindeutig, die Jugendsprache beziehungsweise die moderne deutsche Sprache. Die Jugendlichen übernehmen immer mehr englische Begriffe oder Ausdrücke in ihren Wortschatz und verwenden diese in der Alltagssprache. Vor allem dadurch, dass englisch eine internationale Sprache ist, welche in der heutigen Zeit in jeder Schule als Hauptfach im Stundenplan steht, werden die Begriffe gelernt und oft übernommen. Besonders aus dem amerikanischen Englisch stammen einige Ausdrücke, welche von Jugendlichen verwendet werden. Durch die Verwendung der Ausdrücke gleicht man sich der Gesellschaft an, es ist „in“ diese Wörter in die Sprache mit einzubeziehen. Die heutige Generation kennt schon viele Anglizismen, dessen sie sich nicht bewusst ist, zum Beispiel „Smartphone“, „Display“, „Computer“, „On-/Offline“ oder auch „Laptop“ sind englische Begriffe mit denen wir groß geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bringen die Anglizismen auch Konsequenzen mit sich, welche nicht gerade positiv sind. Durch die vermehrte Verwendung von Anglizismen geht ein Teil der deutschen Sprache verloren, da Begriffe wie „Rechner“ oder „Mobiltelefon“ kaum noch verwendet werden, meist nur von älteren Menschen. Die deutsche Sprache geht also auf eine gewisse Art und Weise verloren, somit auch ein Teil der Kultur. Natürlich ist es gut die englische Sprache zu beherrschen, jedoch sollte das Deutsche auch beibehalten werden und sich nicht durch die Englische ersetzen lassen. Sagt man, es sei nicht tragisch ein paar englische Wörter in unsere Sprache zu übernehmen, ist das richtig, jedoch nimmt dies zu und es werden immer mehr Begriffe vom englischen übernommen, was man selbst gar nicht mehr bemerkt, da es zur Gewohnheit wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kann man sagen, dass die Hauptursache für die Verwendung von Anglizismen in der neuen deutschen Sprache liegt und, dass dies mit sich bringt, dass ein Teil unserer Kultur verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabe === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ mit dem Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde, thematisiert den Einfluss digitaler Kommunikationsformen auf das Schreiben und die Sprache der Jugend in der Schule sowie den allgemeinen Sprachverlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn fällt dabei besonders die antithetische, eben bereits genannte Überschrift auf, die die Schule auf indirekte Weise dem Privatleben gegenüberstellt. Während der Teil „Schreiben in der Schule“ eher sachlich formuliert ist, nutzt der Autor im zweiten Teil ein sehr umgangssprachliches Beispiel, in welchem er unter anderem die Interjektion „booaaa“, den Anglizismus „dad“ oder die Abkürzung „wg“ für – wegen -  einbaut. Zudem fallen die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung auf, die jedoch in heutigen Chats nicht gerade selten aufzufinden sind. Somit stellt Krischke im Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher ausdrücken soll, dass eine Person von seinem/ihrem Vater genervt ist, da dieser über die Schule spricht, die Problematik dar, die durch das digitale Chatten entstehen. Diese lässt sich, wie im Beispiel erkennbar, besonders an der Groß- und Kleinschreibung sowie der genutzten Abkürzung wiederfinden.  Daran schließt er in der Unterüberschrift mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) an, welche Krischke der Überschrift gewissermaßen antithetisch gegenüberstellt, da diese wegen der Fehler eher von einem Intelligenzverlust der Schüler zeugt, wenn diese „simsen“. Eingeleitet durch die adversative Konjunktion „Aber“ (Z. 1) nennt er jedoch daran anschließend eine, die erste Aussage einschränkende These in „Aber ihre Texte sind fehlerhafter als früher“ (Z. 1). Somit macht er doch deutlich, dass ein Qualitätsverlust der Sprache bei Schülern vorhanden sei. Darin akzentuiert er besonders den Vergleich zu „früher“ (ebd. ), welcher gewissermaßen die Digitalisierung als Grund in den Fokus nimmt, da diese in früheren Jahren wesentlich geringer ausgeprägt war und erst in den neueren Jahren immer größer und weiterentwickelter wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Text beginnt er mit der Frage „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2), welcher er gleich im Anschluss mit den Worten „Von wegen“ (Z. 2) entkräftet. Diese Aussage erläutert er dann im Folgesatz, indem er behauptet „Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f. ). In diesem kommt besonders der Vergleich zu früher zum Ausdruck, der bezogen auf die Unterüberschrift darstellt, dass in Abhängigkeit von mehr Lesen und Schreiben auch mehr Fehler in der heutigen Welt gemacht würden. Auch wenn er sich in diesem Aspekt nur auf das Lesen bezieht, lässt sich durch den Kontext der medialen Kommunikation auch das Schreiben mit einbeziehen. Eben dieses spricht Krischke auch im folgenden Satz „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihre Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 3 ff. ) an. Hier vereint er die Aspekte des Lesens und Schreibens miteinander und arbeitet dabei besonders die Zunahme der Nutzung, was in Worten wie „täglich“ (ebd. ), „Millionen“ (ebd. ) oder auch der Akkumulation von möglichen Nachrichtenformaten deutlich wird, heraus. Dabei spricht der Autor also besonders die große Reichweite an, die Handys und Computer in der heutigen Welt haben. Was der Autor hier jedoch noch als positiv darstellt, „kommt bei Pädagogen und Ausbildern“ (Z. 6 f. ) nicht gut an. Diese Gegensätzlichkeit von der Positivität des vielen Lesens und dem negativen Meinungsbild von Experten drückt Krischke durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und eine eher ironische Gesamtsprache, die hier im Ausdruck „kommt […] keine rechte Freude auf“ (Z. 6 f. ) deutlich wird, aus. Diese These erläutert er im Anschluss genauer. Somit sähen Pädagogen diese Art von Schreiben als eher negativ, „Denn Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f. ), also als Kommunikationsmittel. In Anbetracht dessen lässt sich die Kritik auf den Nachlass der direkten Kommunikation beziehen. Im Ausdruck „Plaudermedium“ (ebd. ) wird jedoch, wie in der allgemein ironischen Sprache, zugleich die eher kritische Sichtweise des Autors ausdrücklich. In diesem Sinne sei die Chatsprache auch „Von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8 f. ). In diesem sehr hyperbolischen und metaphorischen Ausdruck geht der Autor wiederholend auf die Problematik der Textnachrichten ein, welche laut ihm im Verlust der Grammatik läge. In diesem Zusammenhang nennt er dann die Beispiele „`booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl (= hab dich ganz doll lieb)`“ (Z. 9 f. ), in welchen er zum einen die Überschrift erneut aufgreift, aber auch zwei weitere Beispiele nennt, die die Problematik des Sprachverlusts noch einmal stärker zum Ausdruck bringen und in diesem Sinne konkret zeigen, wie die heutige Jugend miteinander kommuniziere. Eben diese Formulierung in Textnachrichten „lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze immer noch zusammenzucken“ (Z. 11 f. ), wodurch Krischke die in den Nachrichten oftmals verwendete umgangssprachliche und verknappte Form des Schreibens noch einmal akzentuiert. Jedoch wird nicht nur diese, sondern auch noch einmal die Kritik gewissermaßen deutlich, wodurch er eine Brücke zwischen Erläuterung der Situation und der Meinung einiger schlägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er die Problematik im ersten Abschnitt (Z. 2-12) bezogen auf das digitale Schreiben zu Kommunikationszwecken dargestellt hat, geht er im zweiten Sinnabschnitt (Z. 12- 29) auf den Einfluss dieses fehlerhaften Schreibens auf essentielle Schul- und Bewerbungstexte ein. Erneut beginnt er seinen Abschnitt mit einer Frage, mit der er den Leser langsam in die Thematik führt. Durch seine verwendete Struktur, die im jeweiligen Abschnitt immer in einer ausdifferenzierten Beantwortung der anfänglichen Frage mündet, wirkt es, als würde er dem Leser seine Fragen in gewisser Weise vorwegnehmen und ihm allgemein etwas vermitteln, das entscheident zu wissen sei. So beginnt er den zweiten Abschnitt also mit der Frage „Können Jugendliche, die sich in sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff. ). In dieser wird erneut seine kritische Sicht auf die Sprache der Jugend deutlich, indem er diese anhand der Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd. ) wertend verbildlicht. Zudem beinhalten die Adjektive „lesbar[…], präzise[…], angemessen“ (ebd. ) einen etwas wertenden Akzent, da den Jugendlichen hierbei gewissermaßen unterstellt wird, dass diese undeutlich, verknappt und umgangssprachlich schrieben.  In diesen Worten bleibt jedoch stets ein wenig offen, ob er oder der Großteil der Gesellschaft der Sache  kritisch gegenübersteht, da seine ironische Sprache teils eher von einem gesellschaftskritischem Gedanken zeugt. Dies zeigt sich auch in den folgenden Sätzen, in welchen Krischke für die Jugend argumentiert und sich diesbezüglich die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) als Expertin zu Nutzen macht, um die Antwort auf die Frage zu belegen. Diese habe nämlich „mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, verfasst von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich. Zum Vergleich zog [sie] […] über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit […] geschrieben hatten“ (Z. 16). Hier  stellt der Autor also die Studie im Allgemeinen vor, unterstreicht dabei besonders den vorgenommenen Vergleich von Schul- und Freizeittexten und unterstreicht die Ausbreitung der Textnachrichten durch die akkumulierende Darstellung einiger Textmedien. Im Vergleich der beiden Textformen „interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21 ff. ). Diese akkumulierende Aussage deutet darauf hin, dass nicht alleine die sprachliche Korrektheit, sondern auch das Gesamtbild von Bedeutung sei. Somit sei auch im eben benannten zweiten Bereich eine Veränderung vermutet worden, welche sich auf die verkürzte sowie umgangssprachliche Schreibweise rückführen lässt. Jedoch spiegele das Ergebnis nicht das Erwartete wieder, was in Krischkes Ausdrucksweise sowie anhand seiner vorherig dargestellten Meinungsbilder deutlich wird. „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Texten hinterlassen“ (Z. 24 ff. ), somit sei die Digitalisierung im Bereich der Kommunikation keine Problematik. Da Krischke jedoch nur von „nennenswerte[n] Spuren“ (ebd. ) spricht, lässt sich darauf schließen, dass es eine Veränderung gebe, diese aber eher geringfügig ausfällt, weshalb er sie wertender weise als nicht nennenswert ansieht. Um die Ergebnisse daran anschließend etwas genauer darzustellen, bezieht er sich zuerst auf die betroffene Gruppe aus „Berufsschüler [und] Gymnasiasten“ (Z. 26). Wobei hier auffällt, dass Krischke Real- und Hauptschüler aus seiner Argumentation ausschließt, weshalb ungeklärt bleibt, ob bei diesen auch keine Veränderung sichtbar wird. Die Berufsschüler und Gymnasiasten jedoch „`können die Schreibwelten durchaus trennen`“ (Z. 27), wie Krischke Dürscheid hier zur Darstellung seiner These über den geringen Einfluss digitaler Kommunikation zitiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29-39) distanziert Krischke sich jedoch etwas von der, im vorherigen Abschnitt vertretenen Meinung und verknüpft so die positiven mit den negativen Einflüssen und Veränderungen in Sprache und Schrift, die er in Abschnitt eins und zwei herausgearbeitet hat. Dies tut er auf eine eher appellierende Weise, während er wie auch im obigen Text einen hypotaktischen Satzbau verwendet, der ihm erlaubt, ins Detail zu gehen. Seinen Appell beginnt er mit der Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff. ). Somit sei die Sprachförderung der Jugend laut Krischke heutzutage notwendig, sodass die Studie zwar zeige, dass die Verschlechterung kaum an der Digitalisierung läge, aber dennoch bestände. Hier betrachtet er die Studie daher etwas kritisch und stimmt dieser zwar zu, differenziert das Ergebnis dieser jedoch noch einmal indirekt weiter aus. Eben dies drückt er auch im folgenden aus (vgl. Z. 31 f. ) und akzentuiert dabei besonders, dass „die Schultexte […] alles andere als fehlerfrei“ (Z. 32 f. ) seien. Eben diese Fehler fänden sich dabei häufig in „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ ( Z. 33 f. ), also den Formalitäten, auf. Um dieses Phänomen des Sprachverlusts zu erklären, geht der Autor auf den Ursprung des Problems ein. Dieser läge laut ihm „in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f. ). Somit sieht Krischke die Problematik im allgemeinen freien Schreiben, was letztlich auch in den SMS aufgegriffen wird, aber nicht alleinig in der  Digitalisierung. So ginge der „Trend […] auf Kosten ´harter´Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37 f. ), wodurch allgemeine „Formale Korrektheit“ (Z. 38) immer mehr an Bedeutung verlor und somit bis heute eher als lästig angesehen werde. Daher appelliert er hier im Allgemeinen doch in gewissen Gesichtspunkten das Arbeiten an den formalen Grundstrukturen der deutschen Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in seinem Text den Einfluss der digitalen Kommunikation auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass nicht die Digitalisierung, sondern das allgemeine freie Schreiben seit den 70ern Schuld für den Verlust von Grammatik und Rechtschreibung seien. Um dies zu bekräftigen, nutzt er eine Studie sowie Metaphorik und Ironie, welche zugleich seine kritische Sichtweise auf den Sprachwandel unterstreichen. Zuletzt drückt er diese Kritik daher noch einmal in einem Appell an die Lehrer aus, die laut ihm, etwas verändern sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Aufgabe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage sind Anglizismen in der Deutschen Sprache keine Seltenheit mehr und irgendwo benutzt ein jeder sie, wenn auch unbewusst. Denn gerade in der heutigen Welt steht der englischen Sprache ein hoher Stellenwert zu, der sich in den jeweiligen Sprachen durch Übernahme oder Ersetzen vieler Wörter aus dem Englischen bemerkbar macht. Doch wo genau liegen die Ursachen der Anglizismen und auf welche Art und Weise wirken sie sich auf unser tägliches Leben aus, - oder eher – Welche Konsequenzen bringen sie mit sich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der folgende Text.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen gehen im Allgemeinen auf den Gebrauch des Englischen als Lingua franca, also als internationale Verkehrs- oder Weltsprache zurück. Dabei wird die Sprache von besonders vielen Menschen in weiten Teilen der Erde als Erst- oder Zweitsprache gesprochen und besonders im wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Sektor genutzt. In diesem Kontext gilt das Englische seit Ende des zweiten Weltkriegs durch die Vormachtstellung der USA als die bedeutendste Weltsprache.&lt;br /&gt;
Jedoch ist nicht nur ihr Rang als Weltsprache entscheidend für ihre Verbreitung und somit auch nicht alleinige Ursache der Anglizismen. Amerika galt zudem schon immer als modernes Vorbild für die östlicheren Staaten und gilt somit heute noch, besonders was die Jugend betrifft, als eine Art Vorbild. Dabei kommen aber auch die Einflüsse der Globalisierung hinzu, die die ganze Welt miteinander verknüpfen und so in gewisser Weise veranlassen, dass der Kontakt zu anderen Nationen das Englische mit in unsere Muttersprache einfließen lässt. Besonders sind hier auch soziale Netzwerke in Bezug auf die Jugend zu nennen, die im Vergleich noch einmal vermehrt Anglizismen in ihren Sprachgebrauch mit einbringt. Durch diese treten die Jugendlichen stetig in Kontakt mit Menschen aus vielen Ländern, mit denen das kommunizieren nur in Englisch möglich ist. Zu betrachten ist dabei auch die Vorbildfunktion, die die Personen auf den sozialen Medien mit sich bringen, sodass die Verenglischung der deutschen Sprache immer mehr zum „Trend“ wird, der eine Person zu einem weltlichen Geflecht aus Menschen zugehörig werden lässt. So hören die Menschen tagtäglich englische Lieder, sehen Werbung von Modemarken aus dem Ausland und vieles mehr, sodass sie sich die englischen Wörter Tag für Tag einprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie eben bereits in Teilen erwähnt, bringen Anglizismen daher besonders auf Gesamt-gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene positive Aspekte mit sich. Die Kommunikation in vielen Bereichen ist stark erleichtert und bestimmte Worte bedürfen keine Übersetzung mehr. Dieser Aspekt gilt besonders auf der Ebene des SocialNet sowie bei Jugendlichen. Durch die Kommunikation mit gleichaltrigen sowie der Nutzung der Anglizismen fühlen sie sich wie ein Teil des Ganzen und bekommen einen besseren Bezug zur englischen Sprache. &lt;br /&gt;
Aber auch im Alltag sind viele Anglizismen heutzutage nicht mehr wegzudenken, so sagt doch beispielsweise niemand mehr zu den „Charts“ Hitliste oder zum „Coffee to go“ Kaffee zum mitnehmen. Immer häufiger begegnen uns so in jeglichen alltäglichen Situationen englische Wörter, die die deutschen schon längst ersetzt haben. Auch Marken und Medien wie das Radio oder das Fernsehen nutzen in diesem Kontext Anglizismen, um modern zu sein und die Menschen anzusprechen. Somit stellt diese sprachliche Form der Veränderung im Gesamten einen Prozess der modernen Zeit dar, der die Sprache internationaler und aktueller werden lässt und in kleinen Teilen die Kommunikation mit dem Ausland erleichtert.&lt;br /&gt;
Des weiteren ermöglichen Anglizismen ein besseres Verständnis für die englische Sprache und vereinfachen somit auch das Lernen dieser, was besonders auch für technische Bereiche notwendig ist. Einige der Wörter, besonders im Bereich der Technik, gibt es im deutschen gar nicht, weshalb bestimmte Anglizismen sogar notwendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu bringen Anglizismen aber auch einige Kritiker mit sich. Dabei sind es besonders häufig ältere Menschen, die sich nicht mit den für sie neuen Wörtern identifizieren können und Verständnisprobleme haben. In diesem Zusammenhang stellen Anglizismen auch einen gewissen Sprachverlust des Deutschen dar, da so gewissermaßen Dinge verloren gehen, die das rein Deutsche ausgezeichnet haben. Dies betrifft jedoch nicht nur den Verlust einiger alter Worte, sondern auch einen gewissen kulturellen Verlust, da die Sprache immer auch einen großen Teil Kultur eines Landes ausmacht. &lt;br /&gt;
Oftmals werden einige Anglizismen jedoch auch als überflüssig angesehen und in diesem Sinne in einigen Sozialgruppen oder Altersgruppen nicht genutzt, wodurch sich jeweilige Gruppierungen von anderen Gruppen absetzen und es so zu einer gewissen Ab- oder gar Ausgrenzung dieser kommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellen Anglizismen ein sprachliches Phänomen der modernen Welt dar, durch das zwar einerseits ein gewisser Sprachverlust stattfindet, aber andererseits viele neue Möglichkeiten geschaffen werden. So erleichtern sie die Kommunikation in vielen Bereichen und schaffen teilweise sogar die Möglichkeit etwas auszudrücken, wofür es vorher in der Landessprache keine Worte gab. Somit sind Anglizismen in jedem Fall sprachverändernd, jedoch heißt Veränderung nicht gleich etwas Schlechtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; wurde von Wolfgang Krischke geschrieben und im Jahr 2011 veröffentlicht. Im grundlegenden thematisiert der Sachtext den angeblichen Abbau von grammatikalischen Strukturen in der Schule durch die heutige Nutzung der Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Titel des Sachtextes ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; (Z.0) soll den Abbau von grammatikalischen Strukturen, wie zum Beipspiel der Groß- und Kleinschreibung und der Satzstrukturen, verdeutlichen, welcher vor allem durch die Kommunikation im Internet gefördert wird. Die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), die fehlende Großschreibung von Nomen wie ,,schule&amp;quot; (ebd.) und der Anglizismus ,,dad&amp;quot; (ebd.) verdeutlichen den Umgang der Jugendlichen mit grammatikalischen Regeln im Internet.Vor allem der Anglizismus zeigt, dass die englische Sprache ein großer Bestandteil der Jugendsprache ist und auch die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), auch als Empfingundlaut bekannt, zeigt das Schüler es vermeiden sich mit Adjektiven wie nervig ausdrücken, sondern ihren Emotionen freien Lauf lassen. Die darauf folgende These ,,Simsen macht Schüler nicht dumm&amp;quot; (Z.1) verdeutlicht den Standpunkt des Autors, welchen er im folgendem weiter ausführen wird. Der im Anschluss folgende Satz ,,[a]ber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.1) untermauert jedoch die höhere Fehlerrate der Schüler in Texten. Die adversative Konjunktion ,,[a]ber&amp;quot; (ebd.) leitet das Gegenteil ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) wird durch die rhetorische Frage ,,Kinder lesen zu wenig?&amp;quot; (Z.2) eingeleitet. Diese Frage beantwortet Krischke sofort durch den Ausdruck ,,[v]on wegen. Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot; (Z.2f.). Durch den Ausdruck ,,[w]ohl noch nie&amp;quot; (ebd.) wird deutlich, dass Kinder heutzutage durch die Medien viel mehr lesen und schreiben als früher, denn ,,[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen&amp;quot; (Z. 3f.). Die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht die Menge des Schreibens und der Ausdruck ,,[t]äglich&amp;quot; (ebd) zeigt die häufige Nutzung eines mobilen Gerätes in der heutigen Zeit. Somit veranschaulicht Krischke, dass der Sprachgebrauch durch die Medien eine viel größere Rolle spielt als früher, da jetzt auch außerhalb des Unterrichts viel geschrieben wird. Zudem verbringen Jugendliche ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (Z.4f.), dies soll den Aufwand der Kommunikation durch die Medien der Jugendlichen verdeutlichen. Der Ausdruck ,,Lektüre&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die Menge an Nachrichten die ein Jugendlicher täglich schreibt und wie viel Zeit Jugendliche dafür in Anspruch nehmen. Auch die Aufzählung ,,SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die vielen verschiedenen Wege der Kommunikation im Internet. Im Nächsten Satz führt der Autor jedoch an, dass ,,[t]rotzdem [...]bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude&amp;quot; (Z.6f.) aufkommt, ,,[d]enn den Simsern,  Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot; (Z.7f.), womit Kirschke zum Ausdruck bringt, dass zwar mehr geschrieben wird, aber die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) gesehen wird und daher nicht auf Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung oder grammatikalischen Strukturen geachtet wird, dies untermalt vor allem der Neologismus ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.), welcher verdeutlicht das nur die Kommunikation zählt und nicht die Zeichensetzung und der Wortschatz während der Kommunikation. Die darin enthaltene adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem&amp;quot; (ebd.) leitet somit den Bruch der Argumentationsstruktur ein, da zuvor von den positiven Auswirkungen der Medien gesprochen wurde und durch die adversative Konjunktion nun die negativen Aspekte eingeleitet werden. Dass die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) dient, untermauert Krischke mit seinem darauffolgendem Satz, denn ,,[v]on den Normen der Hochsprache ist ihre Schreibweise Lichtjahre entfernt&amp;quot; (Z.8f.). Mit dem Personalpronomen ,,ihre&amp;quot; (ebd.) meint Krischke die Nutzer des Internets und die Hyperbel ,,Lichtjahre&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht den großen Unterschied zwischen der ,,Hochsprache&amp;quot; (ebd.) und der heutigen ,,Schreibweise&amp;quot; (ebd.) im Internet. Diese Behauptung veranschaulicht er mit Beispielen wie ,,booaa mein dad voll eklich wg schule-stöhn* haste mo zeit? hdgdl&amp;quot; (Z.9f.), welche dazu dienen auf die fehlende Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung und Satzstrukturen zu achten, zudem wird die Sprache im Internet auch durch Anglizismen und Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.)geprägt. Vor allem solche Sätze ,,lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.). Der Ausdruck ,,noch immer&amp;quot; (ebd.)zeigt das solche Schreibweisen schon länger im Internet existieren. Nun stellt der Autor die Frage, ob ,,Jugendliche, die sich in solchen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?&amp;quot; (Z. 12ff.). In dieser Fragestellung wird ersteinmals deutlich, dass Krischke alle Bildungsgruppen anspricht, da er auf der einen Seite von einem ,,lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) spricht, was einen Bezug zu den ,,Pädagogen&amp;quot; (ebd.) schafft und auf der anderen Seite von einem ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) spricht, was wiederum einen Bezug zu den ,,Ausbildern&amp;quot; (ebd.) schafft. Zudem veranschaulicht die negativ konnotierte  Metapher ,,Trümmerlandschaft&amp;quot; (ebd.) den letztendlichen Sprachverlust durch die Medien und das dieser Sprachverlust Folgen hat für das deutsche Bildungssystem, weshalb der Autor auch das Schreiben einer Bewerbung (vgl.Z.14) mit einbringt, um die Probleme auf dem Wirtschaftsmarkt zu erklären, die noch kommen werden, jedoch teilweise sogar schon vorhanden sind. Diese Fragestellung beendet den ersten Sinnabschnitt und reizt somit das Interesse des Lesers auf die kommende Antwort. Der hypotakische Satzbau dieser Fragestellung untermauert die verschiedenen Bereiche, welche durch einen fehlerhaften Sprachgebrauch geprägt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt (Z.15-29) beginnt Krischke mit dem sofortigen Einstieg in die vorherige Fragestellung durch die Züricher Studie, da ,,[d]ie Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich [...] dieser Frage auf den Grund gegangen&amp;quot; (Z.15f.) ist. Sie untersuchte und verglich ,,fast 1000 Deutschaufsätze [...][die von] 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich&amp;quot; (Z. 16f.), mit ,,über 1100 Texte[...], die dieselben Jugendliche in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken&amp;quot; (Z.19f.) verfassten. Wobei ,,die Linguisten [sich] nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot; (Z .21ff.). Die adversative Konjunktion ,,sondern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass Sprache nicht nur aus ,,Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik&amp;quot; (ebd.) besteht, sondern auch aus dem ,,Wortschatz&amp;quot; (ebd.) und dem ,,Stil&amp;quot; (ebd.) des Schreibens. Das Resultat ist, dass ,,[i]n keinem dieser Bereiche [...]die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.23ff.) hätten, dies ,,gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Durch die Differenzierung der unterschiedlichen Bildungsgruppen knüpft Krischke einen Bezug zu seiner Frage, in der er auch zwischen den Bildungsgruppen unterscheidet, indem er sowohl fragt, ob ,,Jugendliche [...] überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) schreiben könnten, womit er im Spezielle die Schüler anspricht und auf der anderen Seite fragt, ob sie überhaupt noch dazu in der Lage seien einen ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) zu formulieren, was einen Bezug zu Auszubildenden schafft, die somit ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) sind. Zudem zeigt die Differenzierung zwischen einem ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) und einem ,,Gymnasiasten&amp;quot; (ebd.) auch das in der Züricher Studie die verschiedenen Bildungsgruppen betrachtet wurde. Der Ausdruck ,,[i]n keinem dieser Bereiche&amp;quot; (ebd.) betont das die Medien keine negativen Auswirkungen auf das Schreiben der Jugendlichen haben. Das Fazit dieser Studie von Christa Dürscheid ist, dass Jugendliche ,,wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden&amp;quot; (Z. 27f.), womit Christa Dürscheid die Jugendlichen beschützt und betont, dass sie sich im Internet nicht so ausdrücken, weil die Jugendliche nicht wissen sie es richtig geschrieben wird, sondern weil es zeitsparender und angesehener ist sich in der Jugendsprache mit Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.) oder Anglizismen wie ,,dad&amp;quot; (ebd.) auszudrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z. 29-39) untermauert jedoch die zu Beginn getroffene These ,,[a]ber ihre Texte sind fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.0). Denn ,,Grund für die Deutschlehrer, sind entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29ff.), vor allem die adversative Konjunktion ,,trotzdem&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass der Grund für die höhere Fehlerrate zwar nicht die Medien sind, jedoch die Texte viel fehlerhafter sind als früher und man der Ursache dafür auf dem Grund gehen sollte, was auch durch den folgenden Satz deutlich wird der aussagt, dass ,, auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet&amp;quot; (Z.32f.)  die Texte ,,die die Germanisten untersucht haben, [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot; (Z.32f.) seien, denn ,,[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung weisen sie deutliche Defizite auf&amp;quot; (Z.33f.). Die Aufzählung ,,Rechtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot; veranschaulicht das ,,deutliche Defizite&amp;quot; nicht nur vereinzelt auftreffen, sondern verschiedene und auch mehrere Bereiche des Schreibens betroffen sind. Des Weiteren geht der Autor auf eine bekannte Ursache ein, er spricht von der Entwicklung ,,in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigen&amp;quot; (Z.35f.). Der Ausdruck ,,stärker als zuvor&amp;quot; (ebd.) untermauert die Entwicklung des freien Schreibens. Der darauffolgende Satz, dass ,,[d]ieser eigentlich begrüßenswerter Trend [...] jedoch auf die Kosten ,,harter&amp;quot; Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.36ff.) gänge, veranschaulicht, dass dadruch die ,,Sprachfertigkeiten&amp;quot; (ebd.) von vielen Jugendlichen vernachlässigt wurde durch das neue Prinzip des freien Schreibens. Der auch hier verwendete Anglizismus ,,Trend&amp;quot; verdeutlicht die verbreitete Einbindung der englischen Sprache in die Deutsche, da auch der Autor Anglizismen verwendet. Zudem behauptet Krischke, dass ,,[f]ormelle Korrektheit [...] an Bedeutung [verlor und sogar] zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot;(Z.38f.). Der Ausdruck ,,bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot; (ebd.) zeigt, dass die Bedeutung von ,,formelle[n] Korrektheit&amp;quot; (ebd.) so stark abgenommen hat, dass dies nicht einmal mehr bewusst wahrgenommen wurde als Teil der Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke in seinem Sachtext verschiedene Ursachen für den Verlust der deutschen Grammatik darstellt. Zu Beginn des Sachtextes benennt er die Ursache der Kommunikation im Internet, die im Nachhinein durch die Züricher Studie widerlegt wird. Zudem nennt er eine weitere Ursache die seit einigen Jahren für den Verlust der deutschen Grammatik verantwortlich ist und zwar das freie Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, verfasst von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisiert werden die Ursachen der fehlerhaften Schreib- und Ausdrucksweise von Schülern in Bezug auf den Einfluss digitaler Kommunikationsformen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Textes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ lässt den Kontrast zwischen formaler Sprache und Umgangssprache erkennen. Der formale Beginn „Schreiben in der Schule“ (ebd.) ist grammatikalisch, sowie sprachlich korrekt. Im Kontrast dazu steht, formal durch einen Gedankenstrich getrennt, die umgangssprachliche Aussage „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.). Mit dieser Aussage gibt der Autor ein Beispiel für viele charakteristische Fehler in der alltäglichen Kommunikation über elektronische Kommunikationsformen. Die Aussage setzt mit der Interjektion „booaaa“ (ebd.) ein. Die Interjektion, die in formalen Texten keine Verwendung finden würde, verdeutlicht, dass es sich hierbei die Schriftweise der Alltagssprache angeglichen wird. Zudem verdeutlicht der Anglizismus „dad“ (ebd.), den Einfluss anderer Sprachen auf die Muttersprache, der sich erheblich durch die differenzierte Orthografie, beispielsweise in Form der Groß- und Kleinschreibung, darstellt. Dieser Umstand wird besonders an den Nomen „dad“ (ebd.) und „schule“ (ebd.) veranschaulicht, die in der vorliegenden Aussage klein geschrieben wurden, obwohl sie als Nomen eigentlich groß geschrieben werden müssten. Weiterhin ist auch die Abkürzung „wg“ (ebd.) für die Präposition „wegen“ eine Darstellung des Sprachverlustes in elektronischen Kommunikationsformen. Insofern gibt der Titel bereits erste Vorausdeutungen auf die angeführten Argumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) lässt sich als erste These des Textes auslegen. Mit der Behauptung „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (ebd.) legt Krischke seine Ansicht in Bezug auf die elektronischen Kommunikationsformen dar. Er ist der Auffassung, dass die Nutzung von elektronischen Kommunikationsformen, hier am Beispiel der SMS dargestellt, keine direkten negativen Folgend auf die Bildung der Schüler hat, auch wenn er eingesteht, dass deren „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Seinen Text beginnt Krischke mit dem gesellschaftlichen Vorwurf „Kinder lesen zu wenig“ (Z. 2). Diesen Vorwurf formuliert der Autor als Frage, um den Leser dazu anzuregen sich seine eigene Meinung zu der Thematik zu bilden. Seine Meinung positioniert Krischke in der Antwort „[v]on wegen“ (Z. 2) als Antwort auf die von ihm gestellte Frage. Darüber hinaus stellt er fest, dass Kinder „[w]ohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2 f.). Diese Behauptung stützt Krischke durch eine Aufzählung an Beispielen aus dem alltäglichen Leben, wie „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internetinfo“ (Z. 2 ff.). Allerdings ergänzt Krischke wenig später, dass diese Form der Kommunikation als Plaudermedium dient (vgl. Z. 8) und somit „[v]on den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt [ist]“ (Z. 8 f.). Die Metapher „Lichtjahre entfernt“ (ebd.) verdeutlicht, dass eine Distanz zwischen Plaudersprache und Hochsprache vorhanden ist. In diesem Zusammenhang greift der Autor den Titel des Textes noch einmal als Beispiel auf. Seiner Ansicht lassen „Gebilde wie ‚booaaa mein dad voll eklich wg schule –stöhn* haste mo zeit? hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]‘ lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9 ff.). Diese Ansicht ist insofern nachvollziehbar, als dass das im Beispiel angeführte Satzgebilde in grammatikalisch korrekter Hochsprache ‚Mein Vater ist verärgert. Hast du morgen Zeit? Hab dich lieb‘ lauten müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Stellungnahme:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache ist wie jede andere Sprache einem ständigen Wandel unterzogen. In der modernen Welt bleibt es daher nicht aus, dass auch Begriffe aus anderen Sprachen in den deutschen Sprachgebrauch aufgenommen werden. Besonders häufig sind diese Begriffe aus dem Englischen, sogenannte Anglizismen. Anglizismen sind schon lange keine Seltenheit mehr und gehören zum allgemeinen Wortschatz dazu. Begriffe wie Smartphone, Internet, joggen, Promi sind schon seit Langem keine Fremdwörter mehr, sondern allgemein bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptursache für die Übertragung der englischen Begriffe ins Deutsche liegt in der Globalisierung, oder konkreter gesagt in der Vernetzung der Welt. Durch den stetigen Austausch in Form von Kommunikation, Handel, aber auch Personen kommt es zu einer Vermischung der Kulturen und Sprachen. In der Kommunikation geschieht dies auf Grund der Tatsache, dass es sich bei Englisch eine Weltsprache handelt. Eine Weltsprache, die viele Menschen beherrschen ermöglicht eine direkte Kommunikation, sodass keine Dolmetscher benötigt werden. Deutlich bemerkbar macht sich der Umstand, dass es eine Sprache gibt, in der es möglich ist vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen den Zugang zu wichtigen Informationen schnell und verständlich möglich zu machen, in der Wissenschaft. Forschungsergebnisse, Erfahrungen und Bitten um Hilfe können in Englisch rund um die Welt verbreitet werden und somit zum einen die nationale Wissenschaft, aber auch die allgemeine Medizin und die Lebensweise der Menschen bereichern. Auch im Handel ist auf die englische Sprache nicht zu verzichten. Von kleinen Geschäften zwischen Privatpersonen, bis hin zu großen Konzernaufträgen, laufen Gespräche, Verträge und Transport auf Englisch ab. Aber nicht nur der Transport der Waren ist eine Ursache für die Aufnahme von Anglizismen ins Deutsche, sondern auch die Waren an sich. Beispielsweise gibt es Produkte für die es gar keine deutsche Bezeichnung gibt, wie beispielsweise „Tablet“. Weiterhin werden englische Begriffe aber auch durch die Wanderbewegung der Menschen verbreitet. Es ist heute völlig normal, dass ein Engländer in Deutschland lebt. Er arbeitet hier, hat einen Freundeskreis, hält sich an die geltenden Konventionen und Traditionen. Allerdings bringt er seine Kultur und somit auch seine Sprache in sein neues Heimatland mit. Besonders in der Gastronomie wird dies deutlich. In einem Restaurant ist es durchaus üblich ein Steak zu bestellen oder in einem Café einen Tee zu trinken. Beides Bezeichnungen die aus dem Englischen stammen. Als letzter Punkt wären ebenso die sozialen Medien zu nennen, die heute von mehreren Millionen Menschen genutzt werden. Facebook, Instagram und Twitter sind in der modernen Zeit stetige Wegbegleiter und nicht mehr aus dem gesellschaftlichen Miteinander wegzudenken. Der Kontakt mit anderen Menschen war noch nie zuvor so leicht herzustellen, genauso wie sich über die aktuellen Geschehnisse in der Welt zu informieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der Anglizismen brachte jedoch einige Konsequenzen mit sich. Zum einen ist der Sprachverlust zu nennen. Es wird heute nicht mehr als nötig empfunden für englische Produkte eine deutsche Bezeichnung zu erfinden. Im Gegenteil, es werden sogar eher englische Begriffe verwendet, als Deutsche. Besonders deutlich wird dies an den Substantiven „Team“ und „Trainer“. Es ist, besonders bei Jugendlichen, da diese stärker im Kontakt mit der englischen Sprache stehen, selbstverständlich den Begriff „Team“ anstelle des deutschen Begriffs „Mannschaft“ zu verwenden. Für die Bezeichnung „Trainer“, die ebenso aus dem Englischen stammt, gibt es noch nicht mal mehr ein deutsches Synonym. Eine weitere Konsequenz für die Sprache ist nicht nur die Überführung einzelner Begriffe ins Deutsche, sondern ganzer Satzstrukturen, die die geltende Grammatik und Rechtschreibung in Frage stellen. Ein anderer Aspekt ist darüber hinaus die Sprachbarrieren die zwischen den einzelnen Generationen entstehen. Während die Jugend sich schnell an die neuen Begrifflichkeiten gewöhnt und diese im Alltag einsetzt, so ist dies bei deren Eltern schon seltener und es treten oftmals Verständnisschwierigkeiten auf. Besonders schwerwiegend sind diese dann zwischen Enkeln und Großeltern, da diese in der Schule meist kein Englisch gehabt hatten und es auch im privaten Gebrauch nur selten relevant war.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich daher festhalten, dass Anglizismen die moderne Welt in der Wissenschaft, im Handel und allgemein im Zusammenleben der Menschen bereichert haben. Allerdings sind auch die schwerwiegenden Konsequenzen für die nationale Sprache zu beachten. Somit stehen negative Aspekte wie Sprachverlust, Grammatikverfall und fehlerhafte Rechtschreibung den positiven Seiten der Anglizismen gegenüber.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Krischke</id>
		<title>CFS T-Klassen/Reflexionen über Sprache/Krischke</title>
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				<updated>2018-10-04T21:23:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Aufgabe 2: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Krischke: ''Schreiben in der Schule - booaa mein dad voll eklich wg schule (2011)'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Aufgabe: Textanalyse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Aufgabe: Stellungnahme zu Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 1:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext &amp;quot;Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert den Sprachgebrauch bei digitalen Kommunikationsformen sowie dessen vermeidlichen Auswirkungen auf die Sprache in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text setzt ein mit dem Teil der  Überschrift &amp;quot;booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, welche als Beispiel für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken dienen soll. So werden schon zu Beginn, die Kategorien aufgezeigt, die beim Sprachgebrauch in den sozialen Netzwerken vernachlässigt werden, wie die Grammatik oder die Groß- und Kleinschreibung. Hinzu kommt, dass Jugendliche häufig Interjektionen und Anglizismen verwenden. Für ältere Außenstehende ist diese Art des Deutschen oft schwer zu verstehen, was zu Kommunikationsproblemen führen kann. Im Anschluss an die Überschrift folgt ein Untertitel, der das Fazit des Textes vorweg nimmt( vgl. Z.1). Dieser ist antithetisch formuliert, wobei die Antithese durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Aber&amp;quot;(ebd.) eingeleitet wird. Dadurch wird klar, dass nicht die sozialen Netzwerke, die Schuld an fehlerhaften Texten in der Schule haben, sondern ein andere Grund vorhanden sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text und somit auch der erste Sinnabschnitt (Z.2-13), welcher dem Leser die Situation der Jugendlichen näher bringt, setzt ein mit der rhetorischen Frage &amp;quot;Kinder lesen zu wenig?&amp;quot;(Z.2) und dessen Antwort &amp;quot;Von wegen&amp;quot;(Z.2). So wird, vor allem durch die Antwort, hervorgehoben, dass Kinder sogar sehr viel lesen. Die darauffolgende These &amp;quot;Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot;(Z.2f). Krischke meint damit die ständige Konfrontation mit Texten, sei es auf dem Smartphone oder auf dem PC. Die weitere Erläuterung der These durch Maßangaben wie &amp;quot;Millionen von&amp;quot;(Z.3) und &amp;quot;Stunden&amp;quot;(Z.4), verdeutlichen hierbei den hohen Konsum der Jugendlichen, bezogen auf die sozialen Netzwerke. Dadurch, dass Krischke den Begriff &amp;quot;Lektüre&amp;quot;(Z.5) im Zusammenhang mit &amp;quot;SMS - Nachrichten&amp;quot;(Z.5) verwendet, wird ein Kontrast geschaffen. DAs Wort &amp;quot;Lektüre&amp;quot; (ebd.) wird normalerweise im schulischen Bereich verwendet, was den Zusammenhang zwischen den sozialen Netzwerken und der Schule aufzeigt: die Texte. Durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Trotzdem&amp;quot;(Z.6) wird die Antithese eingeleitet, dass bei &amp;quot;Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf&amp;quot;(Z.6f.) kommt. Denn das viele Lesen fördere nicht den adäquaten Sprachgebrauch in der Schule. Der darauffolgende Satz &amp;quot;Denn das Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot;(Z.7f.) enthält die vier Neologismen &amp;quot;Simmsern, Chattern und Twitterern [...] Plaudermedium&amp;quot;(ebd.) welche die die neue Art des Schreibens unterstreichen. Nach Krischke, ist also der größte Unterschied zwischen Texten in der Schule und Texten in der Freizeit die Unwichtigkeit der schulischen Texte. Dass, der Unterschied zwischen den &amp;quot;Normen der Hochsprache&amp;quot;(Z.8) und der &amp;quot;Sprechschreibe&amp;quot;(Z.9), sehr hoch ist, untermauert Krischke durch die Hyperbel &amp;quot;Lichtjahre&amp;quot;(Z.9). Die Sprache in der Schule und die Sprache in sozialen Medien ist also sehr unterschiedlich, was zu Kommunikationsproblemen oder schlechteren Ergebnissen in der Schule führen könnte. Im folgenden listet Krischke einige Beispiele für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken auf (vgl. Z.9-10). Diese sind ebenso wieder von Anglizismen, fehlender Grammatik, fehlender Groß - und Kleinschreibung und Interjektionen geprägt. Durch die hyperbolische Beschreibung, dass &amp;quot;Freunde des Dudens [...] zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.) wenn sie diese sprachlich falschen Sätze hören, wird der Unterschied zwischen dem korrektem Deutsch, das im Duden widergespiegelt wird, und dem, welches die Jugend beim Chatten verwendet, hervorgehoben. Die Frage ob &amp;quot;Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, eine präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?&amp;quot; (Z.12ff.) leitet in die darauffolgende Erläuterung ein, und formuliert, das, was der Leser sich denkt. Durch die Metapher &amp;quot;sprachliche[n] Trümmerlandschaften&amp;quot;(ebd.) wird noch einmal unterstrichen, wie Weit und extrem die Fehler ausgeprägt sind, die die Jugendlichen in sozialen Netzwerken verwenden. Außerdem veranschaulicht die Aufzählung, von formalen Aufsätzen, dass es heutzutage immer noch nötig ist die deutsche Sprache in richtiger Form zu beherrschen. Im Berufsleben haben die Betroffenen ansonsten schlechte Karten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt erstreckt sich von Z.15- 29 und erläutert die Studie von &amp;quot;Christa Dürscheid&amp;quot;(Z.15). Das hinzufügen von einer wissenschaftlichen Studie einer &amp;quot;Germanistik-Professorin&amp;quot;(Z.15) stützt Krischkes Argumentation insofern, dass sich seine Thesen belegen lassen. Dürscheid zeigt mit &amp;quot;1000 Deutschaufsätze[n]&amp;quot; und &amp;quot;1100 Texte[n] [...], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS- Meldungen, E-Mails, Chat Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten&amp;quot;(Z.19-21), eine große Bandbreite an Quellen für ihr Ergebnis, was die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis richtig ist, erhöht. Im nächsten Satz hebt Krischke hervor, dass &amp;quot;sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot;(Z.21ff.) befassten. Dadurch verdeutlicht Krischke, dass sich in der Studie mit jeglichen Facetten der Sprache befasst wurde und es sich auf Grund dessen um eine umfangreiche Studie handelt. Unterstützt wird dies durch die Konjunktion &amp;quot;sondern&amp;quot;(ebd.), die die vermeintlich unwichtigeren Facetten der deutschen Sprache hervorhebt.Als Fazit formuliert Krischke, dass keine Gemeinsamkeiten zwischen den &amp;quot;sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation&amp;quot;(Z.24f.) und den &amp;quot;Schultexten&amp;quot;(Z.25) gefunden. Die Frage, o soziale Medien einen negativen Einfluss auf die Beherrschung der deutschen Sprache haben, lässt sich also mit Nein beantworten. Krische fügt hinzu, dass bei diesem Ergebnis kein Unterschied zwischen &amp;quot;Berufsschüler[n]&amp;quot;(Z.26)  und &amp;quot;Gymnasiasten&amp;quot;(Z.26) festgestellt wurde. Das die sprachlichen Schwierigkeiten etwas mit der Intelligenz zu tun hat, lässt sich also nicht sagen. Im darauffolgendem Zitat von Christa Dürscheid , hält Krischke noch einmal fest, dass den Schülern durchaus bewusst sei, das ein Unterschied zwischen beiden &amp;quot;Schreibwelten&amp;quot;(Z.27) herrscht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt (Z.29-34) führt das Fazit weiter aus. Wolfgang Krische ist der Meinung, das Ergebnis der Studie sei kein &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen&amp;quot;(Z.29f.). Durch die Metapher &amp;quot;zurücklehnen&amp;quot;(ebd.) untermauert Krischke, dass &amp;quot;die Schultexte [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot;(Z.32f.) sind. Die größten Fehlerquoten seien in der &amp;quot;REchtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot;(33f.) zu finden. Hier sollten die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(ebd.) also besonders nachhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.34-39) beschäftigt sich mit einem möglichen Grund für die negative Entwicklung der Anwendung der deutschen Sprache, wobei er &amp;quot;Die Entwicklung[...] in den siebzieger Jahren&amp;quot;(Z.35) nennt. Die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(Z.35) hätten &amp;quot;die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigt&amp;quot;(Z.35f.), womit Krischke veranschaulichen will, das Lehrer damals anfingen Rechtschreibregeln zu etablieren, anstatt die Kinder auswendig lernen zu lassen. Seine eigene Meinung gibt er Preis, indem er diese Methode als &amp;quot;begrüßenswerten Trend&amp;quot;(Z.37) definiert, wahrscheinlich, weil er pädagogische Vorteile hat. Durch die Metapher &amp;quot;auf Kosten 'harter' Sprachfähigkeiten&amp;quot;(Z.37) verdeutlicht Krischke, dass sich der neue &amp;quot;Trend&amp;quot;(ebd.) auf das Beherrschen der deutschen Sprache, &amp;quot;wie der Orthografie&amp;quot;(Z.38), stark negativ ausgewirkt hat. Zum Schluss hebt Krischke noch hervor, dass die Auswirkungen des &amp;quot;Trends&amp;quot;(ebd.) so extrem waren, dass man hätte denken können, &amp;quot;Formale Korrektheit&amp;quot;(Z.38) sei schon &amp;quot;bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot;(Z.39). Das Beherrschen der deutschen Sprache sei also etwas gewesen, dass gesellschaftlich nicht hoch angesehen war, das als &amp;quot;angeberisch&amp;quot; wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke der Frage auf den Grund geht, ob die sich die sozialen Netzwerke negativ auf die Sprachfertigkeiten auswirken, indem er seine Thesen mit Metaphern, Neologismen und Hyperbeln hervorhebt. Er stütz sich in seinem Sachtext auf die Studie Christa Dürscheids, die als Antwort auf die Frage, mit Nein antwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 2:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge verschiedener Ursachen und Konsequenzen, beeinflussen Anglizismen die deutsche Sprache enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahrscheinlich wichtigste, zu benennende Ursache ist die Globalisierung. Menschen von verschiedenen Ländern haben mehr Möglichkeiten zu kommunizieren und tauschen im Zuge dessen ihre Muttersprachen miteinander aus. Da Englisch die Weltsprache ist sie die Sprache, die im Austausch am meisten verwendet wird. Die Sprache verbreitet sich also am schnellsten und einzelne Wörter, also Anglizismen, werden in eine andere Sprache eingebürgert. Besonders soziale Medien bieten einen Raum für den Austausch von verschiedenen Sprachen und besonders der englischen Sprache, sodass besonders dort Anglizismen hervorgebracht werden. Da die jüngeren Generation mit diesen sozialen Medien aufwachsen, etablieren sie die Anglizismen meist auch in der Gesellschaft. &lt;br /&gt;
Dies führt auch schon direkt zu den Konsequenzen. Denn Anglizismen werden hauptsächlich von jungen Leuten verwendet, sodass es bei der Verwendung zu Verständnisschwierigkeiten kommen könnte. Besonders wenn ältere Menschen sich mit jüngeren Menschen verständigen kommt es zu Schwierigkeiten, da die Älteren die Anglizismen oftmals nicht verstehen. Dies führt zu einer Distanz zwischen Alt und Jung, da die Kommunikation schwieriger wird und beide Fraktionen sich Missverstanden fühlen. Zudem kommt es zu einem Verlust der deutschen Sprache, da deutsche Wörter durch die Anglizismen ausgetauscht werden. Deswegen könnte man auch sagen, dass Tradition verloren geht und verschiedene Länder ihre Kultur und Einzigartigkeit in der Sprache verliert. Trotzdem ist hervorzuheben, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen besser zusammenfinden, da sie einige Gemeinsamkeiten durch Anglizismen aufweisen. Die Kommunikation wird also gestärkt und bringt die Möglichkeit voneinander zu lernen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass bei den Ursachen besonders die Globalisierung, die Zunahme der Verwendung von sozialen Netzwerken und die Etablierung des Englischen als Weltsprache hervorzuheben ist. Die Konsequenzen lassen sich anhand der Verständigungsschwierigkeiten, des Verlust der deutschen Sprache und der besseren Kommunikationsmöglichkeiten zwischen verschiedener Länder zusammenfassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht. Inhaltlich befasst sich das Schriftstück mit den sich verschlechternden schriftsprachlichen Fähigkeiten von Schülern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seine Überschrift „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ zeugt von einer fehlerhaften Satzstruktur bzw. Grammatik, welche durch Anglizismen bereichert ist. Die hohe Fehleranzahl allein schon in einem Satz,untermauert bereits Wolfang Krischkes Auffassung, dass der heutige Schreibstil der Schüler an deren Sprechweise angeglichen sei und stellt somit ein repräsentatives Beispiel seiner These dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Textauszug setzt mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z.2) ein, welche jedoch von der adversativen Konjunktion „aber“(ebd.) relativiert wird. Dadurch wird untermauert, dass Krischke zwar der Auffassung ist, dass Simsen bzw. die Digitalisierung allgemein keinen negativen Einfluss auf die schriftliche Kompetenz von Schülern habe, sie jedoch „heute fehlerhafter als früher“ (ebd.) sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text beginnt mit der Frage, ob sich Kinder heutzutage zu wenig mit Literatur befassen würden (vgl. Z.3). Diese Begebenheit wird jedoch unmittelbar von dem Autor verneint, da er der Meinung ist, dass „[sie] wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z.3f.). Um seine These zu verdeutlichen verwendet der Autor eine Akkumulation für alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit Lesen und Schreiben in Verbindung kommen (vgl. Z.4ff.).   Der Autor bezieht seine Beispiele aus dem medialen Alltag, um seine Behauptung und seinen komplexen Gedankengang den Lesern verständlich zu machen. Auffällig ist hier die sich durch den kompletten Text ziehende hypotaktische Syntax, welche die erläuternde Rolle von Wolfgang Krischke hervorhebt und zu einer detailreichen Erklärung verhilft. Des Weiteren erkennt man an der von Krischkes benutzen Alltagssprache, dass sich sein Sachtext an die allgemeine Leserschaft richtet. Durch die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z.6) leitet der Autor ein, dass dieses Phänomen, des häufigen Lese- und Schriftkontakts, jedoch nicht nur Vorteile mit sich bringt, da Schüler diese Medien als „Plaudermedium“ (Z.8) benutzen würden, um zwanglos miteinader zu kommunizieren. Jedoch stellt diese Zwanglosigkeit eine Problematik dar, da nicht auf eine korrekte Schreibweise geachtet wird. Dieser von Krischke aufgestellter Neologismus akzentuiert, dass er der Auffassung ist, dass Schüler ihren Schreibstil ihrer alltäglichen Sprechweise angleichen würden und dieser daher immens abgewandelt von der Hochsprache wäre (vgl. Z.9f.). Als Beispiel für diese an die Sprechweise angeglichene Schriftart repetiert Wolfgang Krischke hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklig wg schule […]“ (Z.9f.). Im weiteren Verlauf stellt Krischke die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z.12ff.) und regt dadurch seine Leserschaft zum Nachdenken an, da er die Problematik der fehlerhaften Schultexte auf das zukünftige Berufsleben bezieht. Die Metapher „sprachliche[…] Trümmerlandschaften“ (ebd.) betont das Ausmaß sprachlicher Fehler in der Sprache, welche sich in den Texten im Internet, jedoch auch in der Schule bemerkbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um auf seine Frage näher einzugehen, bezieht er sich auf das Experiment von der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid, welche Deutschaufsätze von 16- bis 18-jährigen Schülern mit deren freizeitlichen Texten verglichen und sich „nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z.21ff.) interessiert hat. Diese Akkumulation verdeutlicht, dass es sich also um eine genaue Analyse der Schriftstile handelt, wodurch sie seriös wirkt. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Schultexte habe (vgl. Z.23ff.). Um das Resultat zu untermauern, bezieht der Autor sich auf das Zitat von Christa Dürscheid, welche der Auffassung ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.). Wolfgang Krischke relativiert diese Aussage jedoch, indem er meint, dass die Studie keinesfalls eine Rechtfertigung der Problematik in der fehlerhaften Sprache darstellt (vgl. Z.29ff.). Der Autor ist zwar der Auffassung, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z.31f.), jedoch seien die untersuchten Texte „alles andere als fehlerfrei“ (Z.33).  Diese Anschauung des Autors akzentuiert die Menge an Fehlern in Schultexten, welche eine Problematik darstellen und sie „vor allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung […] sie deutliche Defizite auf[weisen]“ (Z.33ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine These der Leserschaft zu veranschaulichen versucht der Autor einen Erklärungsansatz für das Phänomen darzulegen (vgl. Z.34f.). Die eigentliche Ursache der wachsenden Fehlerquote in Schultexten, sei „die Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z.34ff.). Die Erläuterung verdeutlicht nochmals, dass Krischke die Netzwerkkommunikation nicht als Verursacher sieht, jedoch „[ging] dieser eigentlich begrüßenswerte Trend […] auf Kosten „harter“ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z.36ff.). Die Ausdrucksweise „eigentlich begrüßenswert[…]“ (ebd.) untermauert, dass der Autor im Grunde genommen für eine freies Schreiben ist, jedoch wird mit dem Paritkel „eigentlich“ (ebd.) veranschaulicht, dass er der Meinung ist, dass formale Korrektheit so eine Barriere für die Schüler dargestellt hat und „ geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein“ (Z.38f). Die These verdeutlicht, dass die korrekte Schreibfertigkeit immer weniger verwendet wurde und nicht mehr als Selbstverständlich galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich erkennen, dass der Autor Wolfgang Krischke grundsätzlich die Netzkommunikation nicht als Verursacher der fehlerhaften Texte sieht. Jedoch ist er der Meinung, dass die Texte vermehrt Fehler aufweisen als die früheren. Krischke belegt seine Meinung an Metaphern, adversativen Konjunktionen und an dem Beispiel der Züricher Studie, welche seinen Text seriös wirken lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und die daraus resultierenden Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Wörter, welche aus der englischen Sprache in den Wortschatz einer anderen, aufgenommen wurden. So steht auch die deutsche Sprache im stetigen Wandel und nimmt Wörter aus allen Teilen der Welt, insbesondere aus dem Englischen auf. Auch heutzutage stellen Anglizismen ein zentrales Thema in der Gesellschaft dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache für diese sogenannten Anglizismen ist, dass Englisch das Französisch und Griechisch abgelöst hat und somit als Weltsprache gilt. Durch eine sich stets verbessernde Ausbildung der Bürger, kann die Bevölkerung im beruflichen sowie öffentlichen Leben an dieser Entwicklung teilhaben. Somit können Begriffe, beispielsweise der Wirtschaft, schnell einen Weg in die Alltagssprache finden. Aber auch spielt die Globalisierung eine wichtige Ursache für den Sprachwandel und somit für die Anglizismen dar, da die Menschheit durch sie die Möglichkeit bekommen mit anderen Ländern zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bleibt dieser Sprachwandel nicht ohne Konsequenzen. Einige Bürger sind der Meinung, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit eine Schwierigkeit in der Kommunikation darstellen. Beispielsweise verstehe die ältere Generation die Fremdwörter, aufgrund ihrer mangelnden Englischkenntnisse, nicht und würde folglich von der Kommunikation ausgeschlossen. Des Weiteren seien die Anglizismen für den Verlust deutscher Worte und was das Deutsche auszeichnet verantwortlich. Denn die Sprache beinhaltet Geschichte und Kultur. Verliere man also die aktuelle Sprache, verliere man auch die eigene Identität und Individualität der Sprache. Weitreichend verliere die deutsche Sprache in der Welt immer mehr an Bedeutung. Des Weiteren führt die verkürzte Sprache dazu, dass Jugendliche immer mehr Fehler in ihre Texte einbauen, was u.a. in dem Sachtext „Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg Schule“ von Wolfgang Krischke thematisiert wird. Doch die Verkürzung der Sprache wirft nicht nur Schatten auf die Jugendlichen, denn sie führt auch zu einer allgemeinen Verflachung der deutschen Sprache durch unreflektierte Sprachnutzung und so zu einem Rückgang von Präzision.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen diese Sprachwandel als kein neues Phänomen an, da sie der Auffassung sind, dass alle Sprachen der Welt dem Sprachwandel aufgrund der Globalisierung unterworfen seien und es Sprachwandel schon immer gegeben habe. Anglizismen würden nach ihnen nur ein Ergebnis von Kommunikation darstellen, welches nicht beabsichtigt sein müsse. Des Weiteren würde die Sprache dadurch modernisiert, dass sie sich an die Weltsprache anpasst und die Sprachverständigung gefördert werde. Ebenso schreite die Globalisierung durch die Vernetzung der Sprachen besser voran, da sich alle mit der Weltsprache Englisch verständigen würden. Des Weiteren seien einige Bereiche der Sprache nicht regulierbar z.B. die Jugendsprache, da laut den Befürwortern der Anglizismen der Sprachwandel insbesondere ein Phänomen der mündlichen Sprache sei. Jugendliche würden demnach anders schreiben als sie reden, was die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid in dem vorliegenden Sachtext betont. Laut ihr können „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.). Allgemein seien Versuche, die Sprache zu reglementieren ein Eingriff in die Freiheit des Menschen und schwierig durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es durchaus einige Kritiker der Anglizismen gibt. Jedoch ist grundsätzlich zu sagen, dass sich der Sprachwandel nicht aufhalten lässt und die deutsche Sprache Fremdwörter seit Jahren erfolgreich integriert. Außerdem verschwinden viele Fremdwörter wieder aus dem Sprachgebrauch, da sich meistens nur die Wörter durchsetzen, die in der Gesellschaft eine allgemeine Akzeptanz erlangen, beispielsweise der Begriff „Hobby“. Des Weiteren stellt Englisch die essentiellste Sprache der heutigen Zeit dar, sodass eine Anpassung der deutschen Sprache an die englische Sprache die Sprachverständigung fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''1.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext “Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule”, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert den Grund für fehlerhafte Sprache der Schüler in Bezug auf elektronische Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung in die Thematik beginnt schon mit dem Titel, der nicht nur ein repräsentatives Beispiel für eine von einem Schüler verfasste SMS darstellt, sondern gleichzeitig die Vielzahl der Fehler veranschaulicht. Denn im Satz “booaaa mein dad voll eklich wg schule” fehlt nicht nur ein Prädikat, auch die Grammatik ist falsch, sowie die Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung. Darüber hinaus ist er umgangssprachlich formuliert, enthält einen Anglizismus und eine Interjektion. Diese Veranschaulichung zeigt exakt die Stellen, an denen Schüler in der deutschen Sprache Probleme hätten, sodass der Titel direkt zu Beginn die Problematik aufzeigt, dass Schüler zu viele Fehler machen würden. Dazu antithetisch steht der erste Satz des Untertitels “Simsen macht Schüler nicht dumm” (Z.1), der gleichzeitig eine These ist. Diese Behauptung deutet an, dass der Autor der Meinung ist, dass diese Form des Simsen nicht unbedingt einen negativen Einfluss auf die geschriebene Sprache der Jugendlichen habe, obwohl sie meist, wie im Titel veranschaulicht, sehr viele Fehler aufzeigen. Auf der anderen Seite deutet Krischke, eingeleitet durch eine adversative Konjunktion, mit der These “Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher” (Z.1) bereits an, dass das Problem die Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter als früher, nicht direkt im Zusammenhang mit fehlerhaften Textnachrichten in Verbindung stehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit “Kinder lesen zu wenig?” (Z.2) beginnt der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) vom Sachtext, der zugleich eine heutzutage oft vertretene Meinung mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (Z.2) dementiert. Mit dieser Frage verdeutlicht Krischke seinen Standpunkt bezüglich der Vor- und Nachteile zum Thema soziale Medien, in dem er mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (ebd.) die Behauptung aufstellt, Kinder lesen heute viel mehr als man denkt, was er durch den danach folgenden Satz “Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute” (Z.2f.) sogar zuspitzt. Er behauptet also nicht nur, dass Kinder viel lesen, sondern auch, dass sie mehr als je zuvor lesen würden. Die These untermauert er durch die darauffolgenden Beispiele, die Situationen oder Möglichkeiten zeigen, wo Kinder tagtäglich lesen. Dabei umfasst bei genauerer Betrachtung das “[t]äglich[e] Tippen [...] von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten” (Z.4f.) und das “[V]erbringen [von] Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos” (Z.4ff.) den Bereich der elektronischen Medien. Daraus resultierend wird hier also aufgezeigt, dass Kinder aufgrund von modernen Möglichkeiten viel lesen, jedoch das alte, “klassische” Lesen von Printmedien wie Buch und Zeitung überholt sei. Anhand der adversativen Konjunktion und des Satzes “Trotzdem kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf” (Z.6f.) lässt sich jedoch sagen, dass das Lesen von SMS-Nachrichten etc. jedoch nicht die beste Lösung sei, um richtige Grammatik, Rechtschreibung und Co. zu erlernen, also um fehlerfreie Texte zu schreiben. Der Grund dafür, weshalb dies nicht die beste Alternative sei, liefert der Satz “Denn den Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium” (Z.7f.). Das sogenannte plaudern hat den Zweck, sich gemütlich und zwanglos zu unterhalten, oft in kurzer sprachlicher Form. In Bezug darauf bezieht sich Zwanglosigkeit wieder rum auf einfaches schreiben, ohne auf Falsch und Richtig zu achten, sodass bei dem zwanglosen plaudern über beispielsweise Twitter sprachlich falsche Sätze herauskommen. Als Beispiel für solch einen Satz dient die Überschrift (ebd.). Unglücklich über die vermehrte Nutzung von Chats etc. sind “Pädagogen und Ausbilder[...]” (ebd.) also deshalb, weil diese ein unvorbildliches Lesemedium darstellen können, ganz im Gegensatz zu Büchern und Zeitungen, die von extra Ausgebildeten auf Orthografie geprüft werden, und bei denen man grundsätzlich davon ausgehen könne, dass sie fehlerfrei seien. Somit erklärt Krischke den Unterschied zu früheren Lesemöglichkeiten und weshalb Experten die eigentlich positiv klingende Entwicklung nicht für gut heißen. Da also Beispiele wie Chat-Nachrichten Plaudermedien seien, und somit oft in einer fehlerhaften Alltagssprache formuliert sind, seien sie “von den Normen der Hochsprache [...] Lichtjahre entfernt” (Z.8f.).  Damit wird gleichzeitig hyperbolisch das Ausmaß dieser Entwicklung angedeutet, wobei er dadurch auch betont, dass Schüler mit solch einer Vielzahl an Fehlern, wie im Titel dargestellt, nicht den eigentlichen Anforderungen gerecht werden und, dass die Unterschiede zwischen Hochdeutsch und der Sprache die Kinder zum plaudern benutzen immens seien. Ein weiteres Beispiel im nächsten Satz, sowie die Metapher “lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken” (Z.11f.), weisen wieder auf die Vielzahl der Fehler hin, sodass damit gleichzeitig die These, Schüler machten heute viel mehr Fehler als früher (vgl. Z.1) unterstützt wird. Zusammenfassend kann man sagen, dass Krischke im ersten Sinnabschnitt zwei Feststellungen macht. Zum einen stellt er heraus, dass Kinder heute mehr lesen also zuvor, jedoch überwiegend sprachlich Falsches, zum anderen stellt er die Behauptung auf, Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter. Mit der Frage “Können Jugendliche, die sich in diesen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?” (Z.12ff.) wagt er die Behauptung, dass diese beiden Thesen in Zusammenhang stehen könnten. Mit der Metapher “Trümmerlandschaften” (ebd.) wird noch einmal betont, wie weit einige SMS-Nachrichten von einem hochdeutschen Satz entfernt seien und wie zugespitzt die Situation sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.15-34) bezieht sich allgemein auf eine von Experten durchgeführte Forschung bezüglich dieses Themas. Dabei wurde diese Entwicklung von der Germanistik-Professorin Clara Dürscheid von der Universität Zürich erforscht, die sich mit 16- bis 18-jährigen Schüler aller Schulformen aus dem Kanton Zürich beschäftigt hat (vgl. Z.16ff.). Durch die detaillierte Erklärung des Ablaufes der Forschung gewinnt Krischkes Text an Glaubhaftigkeit und Seriösität, da er sich auf wissenschaftliche Ergebnisse beruft. Bei dem Experiment wurden die beiden Textarten, einmal die private und einmal die schulische, unmittelbar untersucht und verglichen auf verschiedene Aspekte wie “Rechtschreibung, Interpunktion[,] [...] Grammatik, [...] Wortschatz, [...] Stil und den Aufbau der Texte” (Z.22f.), womit die Genauigkeit der Forschung unterstrichen wird. Das Ergebnis stellt den überraschenden Wendepunkt des Textes dar: &amp;quot;In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.24ff.). Damit unterstreicht Krischke deutlich, dass der Grund weshalb die schulischen Texte heute fehlerhafter seien als früher, nicht an der Netzkommunikation läge, obwohl er, wie bereits erläutert, weiß, dass diese im Regelfall keine vorbildliche Sprache vorweisen kann. Dies spezifiziert er durch den Satz &amp;quot;Das  stellt das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Die von Christa Dürscheid zitierte Feststellung &amp;quot;'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen'&amp;quot;(Z.26f.) stellt ein wissenschaftliches Ergebnis dar, und ist somit ein Faktum, das für den weiteren Verlauf des Textes wichtig ist. Anhand von &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29f.) ist zu erkennen, dass die häufige Fehlerzahl eine andere Ursache habe, wobei durch die Erwähnung der &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot; (ebd.) angedeutet wird, dass die Quelle der Fehler nicht in der privaten Chatkommunikation läge, sondern tatsächlich in der Schule. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z.34-39) geht Krischke auf den eigentlichen Grund der Fehler ein, und greift dafür mit &amp;quot;Die Entwicklung begann in den siebziger Jahren&amp;quot; (Z.34f.) in die Vergangenheit, womit er gleichzeitig noch einmal betont, dass der Grund nicht in der modernen Netzkommunikation, die es schließlich in den Siebzigern noch nicht gab, lag, sondern schon weit vorher. Die Behauptung, die Fehler fingen an, &amp;quot;als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten&amp;quot; (Z.35f.) gibt indirekt den Schulen die Schuld für das Problem. Die positiv konnotierten Adjektive &amp;quot;frei&amp;quot; und &amp;quot;spontan&amp;quot; (ebd.) verstärken eine eigentlich positiv geformte Vorstellung des Schreibens, jedoch gehe dieser &amp;quot;eigentlich begrüßenswerte[r] Trend&amp;quot; (Z.37) auf die Kosten &amp;quot;'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.37f.), womit angedeutet wird, dass Schüler zwar inhaltlich freier und spontaner schreiben konnten, jedoch gleichzeitig auch sprachlich falsch. Mit dem Schlusswort &amp;quot;Formale Korrektheit verlor an Bedeutung, geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot; (Z.38f.) führt er eine Konsequenz dieser Entwicklung an und zeigt damit dass Orthografie etc. als überflüssig angesehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Krischke den Grund für fehlerhafte Texte der heutigen Schüler sucht und dabei erstmals auf die moderne Netzkommunikation eingeht. Dabei stellt er erstmal die These auf, Kinder lesen heute viel mehr als früher, jedoch sei die Art des Geschriebenen anders als früher. Zudem betont er, dass das private, elektronische Schreiben alles andere als sprachlich korrekt sei und dass zwischen diesem Aspekt und dem der fehlerhaften Texte eine Verbindung stehen könnte. Durch eine ausführliche Beschreibung einer Forschung zu genau dieser Thematik wird die Glaubhaftigkeit des Ergebnisses gefördert, dass da wäre, dass der Grund der Fehler nicht in der modernen Netzkommunikation läge. Schlussendlich nennt Krischke den wahren Grund, der das freie und spontane Schreiben sei, wobei er beispielsweise durch die Erwähnung der Entwicklung aus der Vergangenheit immer wieder betont, dass das &amp;quot;plaudern&amp;quot; über elektronische Geräte, nicht die sprachliche Korrektheit der Schüler beeinflusse. Dies wird verstärkt durch die Nutzung von verschiedenen sprachlichen Mitteln, wie von Beispielen, Thesen, Zitate von Experten, Hyperbolen und Aufzählungen, sowie einem wechselnden hypotaktischen und parataktischen Satzbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  Aufgabe&lt;br /&gt;
Wortbildungen die aus dem Englischen übernommen werden und in eine Sprachgemeinschaft eingeschlossen werden, nennt man Anglizismen. Dass diese Anglizismen heutzutage einen großen Einfluss auf den deutschen Sprachraum haben, ist kein Geheimnis. Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen derer erörtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Ursache behandelt die Globalisierung und die Internationalität der Welt. Diese beinhaltet mehrere Faktoren wie beispielsweise das Internet, das den Menschen überall auf der Welt die Möglichkeit bietet sich mit anderen zu vernetzen und zu verständigen.  Dadurch sind Apps wie WhatsApp, Instagram und Facebook entstanden, die man heute soziale Netzwerke nennt. Neben diesen Apps existieren tausend andere Möglichkeiten mit anderen zu kommunizieren. Am Erfolg dieses Konzepts lässt sich messen, wie sehr Internationalität die Menschen anspricht und dass die Menschen  über den Tellerrand hinaus blicken möchten. Jedoch braucht es in so einer globalen Welt eine Sprache zur Verständigung die jeder spricht. Da Großbritannien aufgrund seines historischen Hintergrundes Kolonien rund um die Welt hatte, ist die englische Sprache beinahe auf jedem Kontinent vertreten, sodass sie zur sogenannten „Verkehrssprache“ wurde.  Die Verkehrssprache ist die Sprache, auf die Menschen in der Regel als erstes zurückgreifen, wenn sie nicht ihre Muttersprache nutzen können. Diese beiden Faktoren, der Wunsch nach Globalisierung und Englisch als Verkehrssprache, sind die Hauptursachen des ins Deutsche integrierte Englisch. Daraus entstehen wiederrum die Konsequenzen, dass es im Beruf immer wichtiger wird Englisch oder mehr Sprachen sprechen zu können, oder dass Schulen damit anfangen, bereits im frühen Alter Englisch zu unterrichten. Die Folgen wiederrum machen das Können von Englisch zu einem Muss, sodass vereinzelte englische Wörter ins Deutsche miteingebunden werden. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Grund für Anglizismen sind die USA, da sie in der modernen Welt das Vorbild für jegliche Trends in Deutschland ist. Die Vereinigten Staaten, bekannt als das Land der Träume, sind ein Land mit viel Einfluss. Vor allem junge Leute nehmen sich ein Vorbild an dem was Amerikaner tun, oder sehen ihr Idol in amerikanischen Prominenten, da diese meist auf der ganzen Welt berühmt sind. Nachgeahmt werden der Kleidungsstil, der Lebensstil und auch die Sprache, die ebenfalls Englisch ist. Dadurch steigt das Interesse am Englischen und der Wille Englisch sprechen zu können. Jedoch wird nicht immer zwischen Deutsch und Englisch unterschieden, Englisch findet oft den Weg durch Anglizismen den Weg ins Deutsche. Ein weiterer Grund dafür ist gleichzeitig die dadurch entstehende Konsequenz. Denn Englisch ist weitaus kürzer und weniger kompliziert aufgebaut als Deutsch, ein Beispiel dafür sind die Artikel. Das Deutsche hat drei Artikel: „der“, „die“ und „das“, während das Englische mit „the“ auskommt. Zudem sind Wörter wie „Team“, „Online“, „Laptop“, „Display“, „Mom und Dad“ und viele weitere viel kürzer und einfacher formuliert als „Mannschaft“, „im Netz“ und „Computerbildschirm“. Da diese Terme einfacher und kürzer sind, werden sie übernommen und eingebürgert, sodass sie heute ein fester Bestandteil der deutschen Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenzen dieser Entwicklung und Anglizismen für die deutsche Sprache sind, dass viele auch im Deutschen vereinfachen und abkürzen. Ein Beispiel dafür sind die vier Fälle, wobei der Dativ und der Genitiv (Wem?, Wessen?) zu einem Fall zusammengefasst werden, sodass aus „das ist die Jacke des Lehrers“ „das ist die Jacke von dem Lehrer“ wird.  Durch die ständige Konfrontation mit dem Englischen (ausgelöst durch die Globalisierung) schauen sich viele den Satzbau, die Wörter und die Grammatik des Englischen ab und übertragen sie auf das Deutsche. Die deutsche Sprache verliert damit an ihrem einzigartigen deutschen Charakter und wird an die heutige Zeit angepasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem lässt sich sagen, dass vor allem junge Leute davon betroffen sind, da sie die Hauptaltersgruppe der sozialen Netzwerke sind, die dies an die kommende Generation weitergeben werden. Es lässt sich also zusammenfassend feststellen, dass Anglizismen aufgrund der Globalisierung ihren Weg in die deutsche Sprache gefunden haben und dass sie Vereinfachungen und Abkürzungen auslösen und dass diese Entwicklung im Lauf der Jahre aufgrund der jungen Generation weitergehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1 ===&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ von Wolfgang Krischke aus dem Jahr 2011 handelt von der Entwicklung der deutschen Sprache, welche sich wesentlich durch Deutschlehrer verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn erkennt man eine wesentliche Veränderung der deutschen Sprache im Titel. So werden oftmals beim Schreiben   Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) sowie Anglizismen, was sich an „dad“ (ebd.) veranschaulichen lässt, verwendet. Außerdem wird kein Wert auf Groß- und Kleinschreibung gelegt, was sich an dem Nomen „schule“ (ebd) erkennen lässt. Zudem fällt der Rechtschreibfehler von dem Adjektiv „eklich“ (ebd.) auf, da es normalerweise „eklig“ geschrieben werden würde. Stattdessen werden Wörter so geschrieben, wie man sie in der Alltagssprache ausspricht. Die Verwendung von Abkürzungen lässt sich auch veranschaulichen an „wg“ (ebd.) was  so viel wie wegen heißen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im darauffolgenden wird die These „Simsen macht nicht dumm“ im Untertitel aufgestellt.   Allerdings wird im darauffolgenden die These durch eine Antithese widerlegt, welche durch die Konjunktion „[a]ber“ eingeleitet wird. Da es sich um eine Konjunktion handelt, ist zu sagen, dass dieser Satz auf den zuvor genannten Satz anschließt und  zu diesem gegensätzlich und somit diesem antithetisch gegenübersteht. So wird die These dass simsen nicht dumm machen würde berichtigt durch die Behauptung „ihre Texte [seien] heute fehlerhafter als früher“. Auffallend ist hierbei auch der Vergleich zwischen „früher“ und „heute“. Dieser Vergleich ist somit der Kern des Textes, da eben die Entwicklung der deutschen Sprache hinsichtlich der Fehler untersucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Frage „Kinder lesen zu wenig ?“ (Z. 1) beginnt Krischke. Diese Frage verneint er jedoch mit einem „von wegen“ (Z.1.). Somit räumt Krischke den Vorwurf beiseite, dass Kinder heutzutage nicht ausreichend viel lesen würden. Laut Krischke „haben sie [noch nie] so viel gelsen und geschrieben wie heute“ (Z. 1f.). Zusätzlich soll dies auch „[t]äglich“ (Z. 2) erfolgen. Durch das Adjektiv „täglich“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass es sich nicht um einen Ausnahmezustand handelt, dass Kinder schreiben und lesen würden, sondern dass dies schon eine ablaufende Routine sei. Allerdings „tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 2 f.). Die Zahl „Millionen“ (ebd.) ist hierbei eine Hyperbel, die verdeutlichen soll, das Jugendliche nicht wenig Nachrichten schreiben, sondern dass sie dort auch  viele Nachrichten verschicken und viel Zeit investieren, da sie „Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 2 ff.). Somit  lesen sie keine Bücher, demnach „Lektüren“ (ebd.), mehr, sondern lesen auf ihren Smartphones oder Computern. Jedoch bilden sie sich dort auch weiter, da sie sich im Internet informieren und dort nach „Infos“ (ebd.) suchen. Allerdings wird hier auch deutlich, dass durch die Medien Printmedien wie zum Beispiel Zeitungen oder Bücher, sowie Atlanten keine Bedeutung mehr spielen. „Pädagogen und Ausbilder“ (Z. 5) begegnen diesen Medien jedoch mit Ablehnung, was sich an Hand des Adverbs „[t]rotzdem“ (Z. 5) erkennen lässt. Denn diese behaupten diese dienen „vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7).  Der Neologismus von „Plaudermedium“ (ebd.) akzentuiert, dass der Schreibstil der Jugendlichen ebenfalls keinen Regeln unterliegt und einfach aneinandergereiht wird. Dass es sich um ein Plaudermedium handelt, und nicht nur zur Weiterbildung genutzt wird, lässt sich an das Syndeton „Simsern, Chatten, und Twittern“ (Z. 6) veranschaulichen, da es hierbei nur um die Kommunikation zwischen den Jugendlichen geht. Krischke behauptet ebenfalls, ihre „Normen der Hochsprache“ (Z.7) sei „Lichtjahre“ (Z. 8) von der „Sprechschreibe“ (Z.8) entfernt. Durch die erneute Verwendung einer Hyperbel soll die Missachtung der Kunst der Deutschen Sprache zur Geltung kommen, da laut Krischke die Jugendlichen nicht ansatzweise von der korrekten Schreibweise des Deutschen gebrauch machen würden.  Zur Untermauerung dieser Behauptung führt der Autor einige Beispiele an wie zb. „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [=hab dich ganz doll lieb]“(Z. 9 f.). Zu Beginn der gezeigten Beispiele wird der Titel des Sachtextes wieder aufgegriffen, was eine Wirkung der Verinnerlichung der Fehler in diesem Satz bezweckt. Ebenfalls sieht der Autor es für notwendig Abkürzungen wie „hdgdl“ (ebd.) zu übersetzen, da er der Meinung ist, dass dies nicht für jeden verständlich ist. Dies bewirkt, dass die „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9f.) , sobald sie ähnliches lesen. Fortführend stellt der Autor die Frage, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 11 ff.) können.   Die Metapher “Trümmerlandschaft“ (ebd.) verdeutlicht, dass der Kritschke in dem Schreibstil der Jugendliche keine Zukunft sieht und dass er davon ein negatives Bild hat. Dies wird durch die in Fragestellung von der Fähigkeit ein „Bewerbungsschreiben [zu]verfassen“ (ebd.) akzentuiert, da ein gutes Bewerbungsschreiben wichtig ist für jede Zukunft jedes einzeln Jugendlichen, da er nur so an seinen späteren Beruf gelangen kann. Um dieser Frage weitergehend auf den Grund zu gehen, führt der Autor von der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“(Z. 15 ) Studienergebnisse an, da sie sich mit der Beantwortung der zuvor genannten Frage näher beschäftigt hat. Dazu hat sie mit ihrem Team „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht“ (Z. 15 f.). Hierbei arbeitet Krischke mit stichfesten Zahlen, die die Masse der Aufsätze veranschaulichen sollen. Allerdings wurden diese Aufsätze „von 16- bis 18-järigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 17 f.) verfasst.  Da das Alter beschränkt ist, ist zudem zusagen, dass es sich um eine Altersbegrenzung handelt, in der die Schüler durchaus in der Lage dazu sein sollten, die Regeln der Deutschenschreibweise zu beherrschen und dass bei der Studie nicht zwischen den einzeln Schulformen unterscheiden wurde. Anders ist es allerdings bei der Umgebung. Hier wurde nur das Verbreitungsgebiet Zürich gewählt, so dass kein Vergleich mit anderen Orten geschaffen werden kann. Stattdessen haben sie einen anderen Vergleich gezogen. Somit „zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18 ff.). Das Pronomen „dieselben“ (ebd.) verrät, dass es sich nicht um eine andere Gruppe von gewählten Jugendlichen handelt, die hinsichtlich ihrer Kommunikation in sozialen Netzwerken in ihrer Freizeit untersucht wurden.  An Hand der Akkumulation „ SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen“ (ebd.) lässt sich erkennen, dass die Kommunikation der Jugendlichen sehr vielseitig sein kann und oftmals nicht nur ein Netzwerk genutzt wird. Ihr Schreibverhalten wurde schließlich hinsichtlich der „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie nach dem „Wortschatz, de[m] Steil und de[m] Aufbau der Texte“ (Z. 23) untersucht. Nach der Untersuchung hält sie folgendes Ergebnis fest: „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzwerkkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 19 ff.). Das Adverb „keinem“ (ebd.) zeigt somit, dass nichts Auffallendes in einer der zuvor angeführten Komponenten gefunden wurde. Im darauffolgenden wird noch einmal gesagt, dass kein Unterschied zwischen den einzeln Schulformen gemacht wurde (vgl. Z. 26). Anschließend wird die Linguistin Christa Dürscheid zitiert, was für eine stichfeste Argumentation des Autors spricht. Somit hält sie fest, dass Schüler „die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 27) können. Das Ansprechen der „Schreibwelten“ (ebd.) akzentuiert, dass Jugendliche sich in ihrer Freizeit in ihrer Kommunikation einen eigene Welt schaffen, in der sie aus dem Alltag flüchten und eben nicht den Drang danach haben Regeln zu befolgen und somit auch keine Rücksicht auf die Richtigkeit der Deutschenschreibweise nehmen.  Somit wissen sie, „dass in der Schule und der formellen Kommunikation anderer Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden „ (Z. 27 ff.). Trotz dass die „elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet – die Schultexte die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z.  31 ff.).  Die Epipher „alles andere als“ (ebd.) dient dazu, dass Bedeutung auf die Fehler der Jugendliche gesetzt wird, trotz dass die Ursache nicht an ihrer Kommunikation über elektronische Medien liegt. Denn „Rechtscheibung und Zeichensetzung weisen […] deutliche Defizite auf“ (Z. 33 ff.). Das Adverb „deutlich“ (ebd.) zielt darauf hinaus, dass es sich dabei nicht um eine kleine Lappalie handelt oder Flüchtigkeitsfehler, sondern dass es ein konstanter Fehler ist. Letztendlich schiebt Krischke die Schuld auf „Deutschlehrer [die] die Kinder stärker als zuvor  zum freien, spontanen Schreiben“ (Z. 35 f.) ermutigt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist deutlich, dass der Autor ausführlich den Grund des Verlust der deutschen Schreibfertigkeit nachgehen will. Dazu nutzt er vor allen Dingen Akkumulationen die die Vielseitigkeit der Kommunikation deutlich zu machen. Zudem nutzt er die Anführung einer Studie sowie Zahlen, welche auf Fakten beruhen, als stichfesten Aufbau seiner Ausführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache wird durch Verwendung von Anglizismen enorm verändert. So ist es heutzutage normal geworden, Gebrauch von Wörtern aus dem Englischen zu machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursache dessen ist vor allen Dingen die Globalisierung.  Durch das große Kommunikationsnetzwerk, welches durch die Globalisierung zwischen verschiedenen Ländern entstanden ist, war es erforderlich die Sprache der anderen zu erlernen, damit ein Austausch erfolgen konnte. Aus diesem Grund werden Wörter in der eigenen Muttersprache aufgenommen. Im Laufe der Globalisierung hat sich Englisch zu einer Weltsprache entwickelt, weshalb auch die meisten Anglizismen des Deutschen aus dem Englischen kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitergehend wächst die jüngste Generation mit Medien auf. In diesen werden ganz besonders diese Anglizismen fortlaufend benutzt. Da sie also dementsprechend Teil ihrer Kindheit sind, nehmen sie diesen Wortschatz wie selbstverständlich auf. Folge dessen ist, dass sie mit den älteren Generationen mit diesem Wortschatz kommunizieren und somit Anglizismen von Älteren aufgenommen werden und je öfter man Dinge hört, desto öfter werden sie sich gemerkt und irgendwann aufgenommen und schließlich benutzt.  Allerdings dauert dieser Vorgang seine Zeit und viele ältere Menschen halten an den Dingen fest, so dass es auch dazu führen kann, dass die Schere zwischen Alt und Jung immer Größer wird. Somit ist es also die Aufgabe der jungen Generation zwar die Anglizismen aufzunehmen und sich auch mit diesen verständigen zu können – jedoch auch ihren Wortschatz insofern abzuwandeln, dass es für ältere verständlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich ist auch zu sagen, dass das Aufnehmen von Anglizismen jedoch ein fortlaufender Prozess ist, der durch den Faktor des Internets enorm beschleunigt wird, werden immer mehr Wörter des Deutschen ausgetauscht.  Fazit dessen ist, dass in diesem Ersetzen eine Bedrohung der deutschen Sprache gesehen werden kann. Zudem verliert nicht nur die Sprache an ihren Charakter, sondern auch die Kultur und somit auch Traditionen des Deutschen. Unterdessen wird eine Verschwimmung verschiedener Kulturen hervorgerufen,  so dass es auf langer Sicht hingesehen zu einer Kultur werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Faktor kann beispielsweise die Musik sein. Musik wird überall gehört und für jede Stilart werden Oberbegriffe verwendet, doch diese sind nun mal alle in Englisch festgehalten, so wird von Hip-Hop,  Rap und Deep gesprochen ohne das darüber nach gedacht wird, dass diese Wörter gar nicht aus dem  Deutschen kommen. Ebenso wird in der Technik Gebrauch von Anglizismen gemacht, so sagt man nicht mehr 'Bildschirm' sonder 'Display', aus 'mobiles Telefon' wird 'Handy'. Auffallend dabei ist, dass diese genutzten Anglizismen oftmals kürzer sind als die deutschen Übersetzungen. So ist dem hinzuzufügen, dass die Verwendung von Anglizismen auch einen Charakter der Faulheit hat, da dieser Weg oftmals Kürzer und unkomplizierter ist und somit weniger Zeit einnimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Ursachen der Verwendung von Anglizismen bei verscheiden Dingen liegt. Grundlegend dabei ist jedoch die Globalisierung, die es erst möglich gemacht hat, dass Technik und Musik Anglizismen vermitteln konnten. Ein großer Vorteil ist, dass diese Verwendung zeitsparend ist und zu einer Erleichterung der Verständigung einzelnen Kulturen beiträgt. Jedoch wird die Verständigungen zwischen  Alt und Jung immer schwieriger und auch dies Kulturen verlieren an Charakter und werden langfristig gesehen zu einer Kultur werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfang Krischke verfasst und 2011 veröffentlich wurde, thematisiert den Verlust korrekter Grammatik und Rechtschreibung in Bezug auf die schriftlichen sowie sprachlichen Fähigkeiten von Schülern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ weist ein hohes Maß an fehlerhafter Grammatik und Rechtschreibung auf. Diese werden durch Anglizismen und Abkürzungen verfeinert und mit Empfindungslauten wie zum Beispiel „booaaa“ (ebd.) verstärkt. Die immer schlechter werdende Schreibweise der Schüler gleicht sich heutzutage schon ihrer Sprechweise an.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text lässt sich in drei Sinnabschnitte gliedern. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1-15) behandelt die Ursache der fehlerhaften Sprache der Schüler im Hinblick auf soziale Medien, während im zweiten Abschnitt (Z. 16-29) auf eine von Professoren durchgeführte Forschung hinsichtlich dieses Themas, Bezug genommen wird. Im dritten Abschnitt werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler beschrieben, die heutzutage stark nachgelassen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.1-15), der als Einleitung in die Problemstellung dient, leitet mit der These, „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher.“ (Z. 1) ein. Dabei stehen sich die beiden Sätze antithetisch gegenüber und weisen somit inhaltliche Gegensätze auf. Durch die Konjunktion „aber“ (ebd.), schränkt der zweite Satz die Aussage des ersten Satzes ein und hebt somit hervor, dass die fehlerhaften Texte der Schüler immer mehr zunehmen. Folgend beginnt der eigentliche Text mit der Frage, ob Kinder heutzutage zu wenig lesen würden (vgl. Z. 2). Diese Behauptung wird jedoch bedingungslos von dem Autor abgelehnt, da er der Meinung ist, dass die Schüler „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 1f.). Um seine Meinung zu verdeutlichen, nennt er alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit lesen und schreiben in Verbindung kommen. Sie tippen zum Beispiel „Millionen von Wörtern auf ihren Handys- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internetinfos“ (Z. 3ff.). Kinder und Jugendliche lesen heutzutage also viel in digitalen Netzwerken, vernachlässigen somit aber das traditionelle lesen von Büchern und lassen somit bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf[kommen]“ (Z. 6f.). Das lesen in sozialen Netzwerken prägt sich gegenüber den Schülern in Bezug auf fehlerfreie Texte jedoch nicht Vorteilhaft aus, da „den Simsern, Chattern und Twitterern […] [diese] Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 8f.) diene. Durch den Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass die modernen Medien den Jugendlichen also nur die Möglichkeit bieten, sich harmonisch und geruhsam zu unterhalten und aufgrund dessen nicht die beste Möglichkeit sei, um Grammatische sowie Rechtschreibliche Fähigkeiten zu verbessern. Folgend ist Krischke der Auffassung, dass die Sprech- beziehungsweise Schreibweise der Schüler um einige Maßeinheiten von der Standartsprache entfernt sei (vgl. Z. 9f.). Um dies zu verdeutlichen, akzentuiert der Autor hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.) und hebt hervor, dass solche Sätze, „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken [lässt]“ (Z. 11f.). Diese Metapher verdeutlicht erneut die Vielzahl der Fehler und wie Sprachwissenschaftler auf diese reagieren. Anschließend wirft der Autor die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?“ (Z. 12ff.). Mit dieser Frage möchte der Autor die Aufmerksamkeit der Leser auf sich lenken und sie zum Nachdenken anregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt (Z. 15-29) wird auf die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) Bezug genommen, welche sich mit diesem Thema präziser auseinander gesetzt hat. Mit ihrem Kollegium hat sie „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, […] [die] von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen [verfasst wurden]“ (Z. 16ff.). Im Vergleich dazu haben sie knapp 1100 private Texte , „die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als [zum Beispiel] SMS-Meldungen“ (Z. 19f.) geschrieben haben, überprüft. Dabei haben sie sich bei der Überarbeitung dieser Texte nicht nur auf die „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) konzentriert, sondern auch auf „den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 23). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Aspekte der Netzkommunikationen, keine beachtenswerten Folgen in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). Aus diesem Grund wird verdeutlicht, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar nicht auf korrekte Rechtschreibung, Grammatik etc. geachtet wird, dies sich jedoch nicht auf die schulischen Leistungen der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich diese Schlussfolgerung, auf die zu Beginn erwähnte These des Autors beziehen, da er ebenda der Meinung war, dass Simsen Schüler nicht dumm mache, ihre Texte aber fehlerhafter als damals seien (ebd.). Um seine These zu belegen und die Realität zu verdeutlichen, zitiert der Autor Christa Dürscheid, die der Ansicht ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]“ (Z. 26f.) und genau wissen, „dass in der Schule und [in] der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 28f.). Hierbei wird erneut der geringe Einfluss von digitaler Kommunikation verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Abschnitt (Z. 29-39) werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler, die heutzutage stark nachgelassen haben, thematisiert. Dabei wird dieser Abschnitt durch die Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht.“ (Z. 29ff.) eingeleitet. Infolgedessen wird bereits deutlich gemacht, dass obwohl die Kommunikationen im Netz keinen Einfluss auf die Texte in der Schule aufweisen, dennoch eine Problematik der Texte zu erkennen ist. Anschließend geht Krischke näher auf diese Aussage ein und führt auf, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher“ (Z. 31f.) ausscheide, dennoch die Texte in der Schule, „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien. Dabei hebt er hervor, dass die Texte nicht nur von ein paar Fehlern umgeben sind, sondern ein sehr hoher Anteil an Fehlern in den Texten vorhanden sei. Unterdessen lassen sich diese Fehler vor allem in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 34f.) deutlich erkennen. Anschließend erklärt der Autor die Entwicklung dieser Problemstellung, indem er verdeutlicht, dass diese Defizite schon „in den siebziger Jahren [begannen], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Im Anschluss daran erläutert er, dass diese Defizite besondere Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie auf die Bedeutung der „Formale[n] Korrektheit“ (Z. 38) habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die die Jugendlichen beim schreiben von Schultexten haben, nicht durch Kommunikationen im soziale Netzwerke verursacht werden. Dabei belegt er seine These mit einer von Professoren durchgeführte Forschung in Bezug auf dieses Thema und lässt so seinen Text vertrauenswürdig wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man eine Ausdrucksweise aus der englischen Sprache, die in den Wortschatz einer anderen Sprache eingeflossen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache ist wie jede andere lebende Sprache einem ständigen Wandel unterzogen. Besonders die Anzahl der Anglizismen hat in unserer Sprache stark zugenommen und somit auch die Häufigkeit, mit der diese verwendet werden. Dabei haben sich die englischen Begriffe heutzutage schon so sehr in den Alltag eingeschlichen, dass viele Menschen sie kaum noch als Fremdsprache wahrnehmen. Eine bedeutsame Ursache dafür ist die Globalisierung, da aufgrund von globaler Kommunikation die Mehrsprachigkeit gefördert wird. Menschen mit verschiedenen Muttersprachen konnten so zwar auf der ganzen Welt miteinander kommunizieren oder sich über Themen und Probleme unterhalten, gleichzeitig entstand so jedoch auch eine Gefahr für viele Muttersprachen, welche dadurch nämlich nur noch wenig gesprochen worden sind. Auch in der Jugendsprache wird die Verwendung von englischen Wörtern als modern angesehen. Dabei erfüllen sie die Kreativitäts- und Ausdrucksweise der Jugendlichen und tragen zur Stärkung des Gruppenbewusstseins bei, da sie sich durch ihre “eigene“ Sprache von der Erwachsenenwelt abgrenzen können. Auch die Musikwelt, welche für die Jugendliche Kultur eine bedeutsame Rolle spielt, stellt eine Quelle für Anglizismen dar. Anglizismen weisen somit also auch Erkennungsmerkmale von Interessen der Jugendlichen auf und dient ihnen somit erneut von der gruppensprachlichen Abgrenzung. Auch im Bereich der Massenmedien ist der Gebrauch von Anglizismen sehr hoch. Sowohl in Zeitungen, Zeitschriften ect. als auch in elektronischen Medien lassen sie Texte abwechslungsreicher,  interessanter und auch aktueller wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die häufigere Verwendung englischer Wörter kann es jedoch dazu kommen, dass ein großer Verlust von deutschen Wörtern zustande kommt und die deutsche Sprache in der Welt an Bedeutung verliert. Im Gegensatz dazu wird die deutsche Sprache durch Anglizismen jedoch auch moderner und internationaler und erleichtert die Verständigung im Ausland. Außerdem wird das erlernen der englischen Sprache erleichtert und bietet somit vielen Menschen bessere Ausdrucksmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Globalisierung sowie der Einfluss durch Medien besondere Ursachen für die Verwendung von Anglizismen sind. Dies kann zum einen zwar die Verständigung im Ausland erleichtern, zum anderen kann dies jedoch auch dazu führen, dass die deutsche Sprache an Bedeutung verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
'''Aufgabe1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert die Verwendung der Schriftsprache in der formellen und elektronischen Kommunikation. Dabei liegt der Fokus darauf, ob Jugendliche die elektronische Kommunikation von der formellen Kommunikation, und die bestehenden Regeln, unterscheiden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überschrift wird zunächst ein Kontrast deutlich: „Schreiben in der Schule“ und „booaaa mein dad voll eklich wg schule“. Ersteres lässt vermuten, dass in der Schule auf Rechtschreibung, Zeichensetzung etc. geachtet wird. Letzteres verdeutlicht, wie Jugendliche untereinander kommunizieren. Dabei werden, neben der fehlenden Groß- und Kleinschreibung, „schule“, und falscher Rechtschreibung, „eklich“, weitere Merkmale deutlich. Die Interjektion „booaaa“ (ebd.), ist ein Empfindungslaut, der in dieser Situation ausdrückt, dass man genervt ist. Als nächstes ist der Anglizismus „dad“ zu finden. Hier wird deutlich, dass das Englisch die deutsche Sprache beeinflusst. Außerdem werden Abkürzungen wie „wg“ gebraucht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wird der Text mit einer Unterüberschrift, die als These fungiert, eingeleitet: „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1). Somit behauptet der Autor, dass das Kommunizieren mittels Handys Schüler nicht beeinträchtigt. Darauffolgend wägt der Autor seine These ab und behauptet, dass trotzdem „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12) wird die Thematik genauer geschildert. Einleitend wird eine rhetorische Frage gestellt, die das Vorurteil, dass Kinder zu wenig lesen würden (Z. 2), benennt. Darauf geht der Autor verneinend ein und er ist sogar der Meinung, dass Kinder „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2f.). „Noch nie zuvor“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass es sich um ein Phänomen der heutigen Zeit handelt. Des Weiteren geht der Autor auf seine Behauptung ein und erläutert, dass Kinder täglich Millionen Wörter tippen und Stunden mit SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen etc. verbringen würden (vgl. Z. 3ff.). Somit nennt er Beispiele, die veranschaulichen, inwiefern Kinder lesen und schreiben. Die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z. 6) leitet ein, dass es jedoch Probleme mit dem Lesen und Schreiben gibt. Pädagogen und Ausbilder seien nicht zufrieden damit (vgl. Z. 6), da bei „den Simsern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7f.) diene. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) stellt das Problem ziemlich deutlich dar: Die Schrift wird zur Kommunikation genutzt und auf Orthografie etc. wird kaum geachtet. So sei diese „von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.). Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) betont, dass man die Schrift als Kommunikationsmittel nicht mit der Hochsprache vergleichen kann und diese auch ganz andere Regeln besitzt. Im Folgenden werden dann Beispielsätze genannt um dies zu veranschaulichen und hyperbolisch geschildert, dass diese „Freunde des Dudens und ganzer Sätze […] zusammenzucken“ (Z. 11f.) lassen würden. Hier wird wieder darauf eingegangen, dass die Kommunikationsschrift von der Hochsprache abweicht und gekürzt bzw. grammatikalisch häufig falsch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 12- 29) wird mit der rhetorischen Frage, „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff.), eingeleitet. Der Frage kann man entnehmen, dass man, wenn man die Kommunikationssprache betrachtet, unsicher ist, ob Jugendliche sich in der Hochsprache zurechtfinden. Der Autor bezieht sich, um diese Frage zu beantworten, auf eine Studie der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid (vgl. Z. 15f.). Sie untersuchte 1000 Deutschaufsätze von 16- bis 18- jährigen Schülern verschiedener Schulformen und verglich diese dann mit Mitteilungen in sozialen Netzwerken etc., die von denselben Jugendlichen verfasst wurden (vgl. 16ff.). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Elemente der Netzkommunikation keine nennenswerten Spuren in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). „'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen [und] sie wissen, dass […] andere Regeln gelten'“ (Z. 26ff.). Somit sieht der Autor in der elektronischen Kommunikation nicht die Ursache für die fehlerhaften Texte, da er die Studie ja als Begründung seiner These anführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29- 39) nennt der Autor die eigentliche Ursache für die fehlerhaften Texte. Zunächst stellt er dar, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z. 31f.). Die eigentliche Ursache sieht er in der „Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten. (Z. 34ff.)“. Das „spontane Schreiben“ (ebd.) sieht er als „eigentlich begrüßenswerten Trend“ (Z. 36f.) an. Das Adjektiv „eigentlich“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass der Autor diesen Trend abwägend betrachtet. Somit erklärt der Autor schließlich auch, dass dieser Trend auf Kosten „'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. „'harte[...]' Sprachfertigkeiten“ (ebd.) hat eine ironische Bedeutung, was die Anführungszeichen betonen. Der Autor geht davon aus, dass diese Sprachfertigkeiten eigentlich gar nicht schwierig zu beherrschen sind. Außerdem führt der Autor an, dass die „formale Korrektheit […] an Bedeutung [verlor]“ (Z. 38), was auch eine negative Folge darstellt. Im letzten Satz ist von der formalen Korrektheit als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39) die Rede. Somit behauptet der Autor, dass die formale Korrektheit als unnötig bzw. von manch einem als „Quälerei“ wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die Jugendliche beim Schreiben haben, nicht durch die elektronische Kommunikation verursacht wird. Seine Thesen veranschaulicht er mithilfe von Beispielen und bezieht sich auf eine Studie, um diese zu bekräftigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache hat verschiedene Ursachen und bringt Konsequenzen mit sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man ein Wort, welches aus dem Englischen stammt und in einer anderen Sprache übernommen wurde. Anglizismen, die in der deutschen Sprache geläufig sind, wären z.B.: „Screenshot“, „Update“, „Cloud“ etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Grund dafür, dass Anglizismen verwendet werden, ist der Kontakt zu der englischen Sprache. Es fängt z.B. in der Schule an, wo man die englische Sprache als erste Fremdsprache erlernt. Außerdem gibt es zahlreiche Begegnungen zwischen deutschen und englischen Schülern und den Kulturen, z.B. im Rahmen von Schüleraustauschen. Aber auch durch die stetig wachsende Globalisierung erhöht sich der Kontakt zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und dann ist die englische Sprache meistens die Sprache, die zur Kommunikation verwendet wird. Die Menschen in Deutschland werden zudem vom Englischen beeinflusst. Dies geschieht über diverse Medien, z.B. durch Werbungen, Nachrichten, soziale Netzwerke etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich folglich auch Konsequenzen. Einerseits wird die deutsche Sprache modernisiert. Einige Begriffe aus dem Englischen hören sich, in Abhängigkeit vom Gesamtzusammenhang, besser an als die deutsche Übersetzung. Somit ist z.B. das Wort „Screenshot“ geläufiger als „Bildschirmaufnahme“. Außerdem sind die meisten Wörter mittlerweile so geläufig, dass viele Menschen die Bedeutungen kennen. Andererseits stellen Anglizismen für die „ältere“ Generation eher ein Hindernis dar. Das kann man darauf zurückführen, dass diese im Vergleich zur „jüngeren“ Generation keinen so umfangreichen Kontakt zur englischen Sprache hatten bzw. haben. Eine weitere Konsequenz ist, dass womöglich der Bezug zwischen Anglizismen und Wörtern aus der Herkunftssprache verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ursachen für Anglizismen auf den Kontakt mit anderen Menschen und den Einfluss durch Medien zurückzuführen ist. Dabei stellen sich Konsequenzen heraus, dass Anglizismen geläufiger und häufiger verwendet werden, aber die Gefahr besteht missverständlich aufgenommen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
'''1.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text von Wolfgang Krischke mit dem Titel ,,Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ handelt es sich um einen Sachtext, welches im Jahr 2011 veröffentlicht worden ist. Thematisiert wird dabei der Einfluss der Kommunikation in den Medien auf die Sprache der Jugendlichen und die Defizite der Sprachfertigkeiten in Schultexten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel verweist dabei auf die Thematik des Textes durch die Gegenüberstellung ,,Schreiben in der Schule“ und dem grammatikalisch falschen Satz ,,booaaa mein dad voll eklich wg schule“, wobei dies an eine Nachricht eines Jugendlichen an einen anderen Jugendlichen darstellt. Dadurch, dass in diesem Satz sowohl Großschreibung nicht beachtet wurde als auch Umgangssprache verwendet wurde, nämlich die Injektion ,,booaaa“, wird bereits darauf hingewiesen, dass die Sprache in der medialen Kommunikation anders und vor allem nicht richtig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Aussage ,,Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) wird bereits die These des Autors deutlich, da dieser der Meinung ist, dass das ,,Simsen“ (ebd.), wobei hier die Kommunikation in Medien gemeint ist, kein Einfluss auf die Intelligenz der Schüler hat. Durch die adversative Konjunktion ,,[a]ber“ (Z.1) wird dann die These weitergeführt, nämlich, dass die Texte ,,heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) seien. Dadurch behauptet der Autor, dass Kommunikation im Internet zwar keine negativen Einflüsse haben würden, trotzdem sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben in Texten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z. 2 – 14) thematisiert dabei die Sprache in der Kommunikation im Internet. Dabei beginnt der Abschnitt mit der rhetorischen Figur ,,Kinder lesen zu wenig?“ (Z.2) mit der knappen Antwort ,,Von wegen“ (Z. 2), womit der Autor bereits hervor bringt, dass der Vorwurf bzw. Vorurteil Kinder und Jugendlichen würden zu wenig lesen, nicht stimmt. Denn weiterhin behauptet er, dass ,,noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z. 2 f.) werde wie heute, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass nicht nur der Vorurteil nicht stimmt, dass wenig gelesen werde, sondern sogar noch mehr gelesen werde, was besonders durch den Ausdruck ,, noch nie zuvor“ (ebd.) betont wird. Diese Behauptung belegt der Autor anschließend mit konkreten Beispielen, die auch zur Veranschaulichung dienen, wie, dass ,,Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 3 f.) würden, wobei die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern“ (ebd.) besonders betonen soll, dass viel gelesen und geschrieben wird. Durch das Adverb ,,[t]äglich“ (Z.3) zu Beginn der Aussage wird deutlich gemacht, dass sich dies nicht nur ab und zu ereigne, sondern eben täglich stattfindet und nicht nur auf einer Ebene, dem Schreiben von Nachrichten, sondern auch durch das Verbringen von ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 4 ff.), wobei die Akkumulation die Verbreitung des Schreiben und Lesens im Internet veranschaulicht und betont. Als nächstes wird eine Gegenaussage eingeleitet durch die adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem“ (Z. 6), wodurch angedeutet wird, dass das viele Lesen und Schreiben von Nachrichten nicht nur positiv ist, da ,,bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkäme. Dies wird des weiteren näher erklärt, indem gesagt wird, dass den ,,Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f.) diene. Dies bedeutet also, dass das Internet von den Jugendlichen zur Kommunikation und Unterhaltung in der Freizeit genutzt werde. Die Problematik dabei sei, dass die Schreibweise dabei ,,Lichtjahre“ (Z. 9) von den ,,Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt seien, also kein korrektes Deutsch in der Kommunikation im Internet genutzt wird. Die Metapher ,,Lichtjahre“ (ebd.) verdeutlicht dabei den Ausmaß, dass kein korrektes Deutsch genutzt werde und die Sprache, die genutzt wird, sehr fehlerhaft sei und kaum korrekte Sprache enthalte. Zur Veranschaulichung und zum Belegen seiner Aussage nennt er dabei ein Beispiel ,,'booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgl [= hab dich ganz doll lieb]'“ (Z. 9 f.), wobei hier direkt auffällig ist, dass viele Fehler enthalten sind, Großschreibung nicht beachtet wurde und viele Abkürzungen benutzt werden. Die Aussage dieser Satz lasse ,,Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.), betont nochmals die Fehlerhaftigkeit des Beispiels und unterstützt die Aussage, dass die Kommunikationssprache im Internet sich sehr der des Hochdeutschen unterscheide. Als Überleitung zum Thema, ob sich die Sprache im Internet auf zum Beispiel Schultexte Auswirkungen haben stellt der Autor die Frage , ob ,,Jungendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Die Metapher ,,sprachliche[.] Trümmerlandschaft[.]“ (ebd.) veranschaulicht dabei das Ausmaß der sprachlichen Fehler in der Sprache und dass kaum korrektes Hochdeutsch verwendet werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Sinnabschnitt (vgl. Z. 15 – 29) wird dann darauf eingegangen, ob die fehlerhafte Sprache im Internet Auswirkungen auf das Schreiben von formalen Texten, wie eine Bewerbung hat. Dabei wird zunächst die ,,Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“ (Z. 15) aufgegriffen, die sich mit diesem Thema beschäftigt habe. Durch die Erwähnung einer Expertin in diesem Themenbereich wird die Seriosität des Textes zum Ausdruck gebracht, sowie, dass die folgende Erläuterung, ob diese Sprache nun eine Auswirkung hat oder nicht, Standhaftigkeit besitzt.  Dabei wird beschrieben, dass diese Germanistik-Professorin ,,1000 Deutschaufsätze“ (Z. 16 f.) von Schülern  unterschiedlicher Schulformen untersucht habe und zum Vergleich ,,über 1100 Texte […], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung“ (Z. 19 f.) geschrieben haben, herangezogen habe. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass das Ergebnis dieser Untersuchung richtig und eine Allgemeingültigkeit haben wird, da ein Vergleich stattgefunden hat und nicht nur Schüler aus einer Schulform untersucht wurden, sondern aus allen Schulformen. Dies wird im weiteren bestärkt durch die Aussage , dass die Professorin und ihr Team ,,nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 22 f.) untersucht hätten. Dies bringt hervor, dass das Ergebnis aufgrund der breitgefächerten Untersuchungen in verschiedenen relevanten Punkten seriös  und allgemeingültig sei. Als nächstes wird das Ergebnis benannt, nämlich, dass in keinem Bereich ,,die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24 ff.) hätten. Durch dieses Ergebnis der Untersuchung belegt der Autor seine These, dass die Internetkommunikation Schüler nicht dumm mache, da das Ergebnis seine These bestätigt. Außerdem gelte dies ,,für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“ (Z. 26). Des weiteren zitiert der Autor Christa Dürscheid, wodurch er erneut seine These belegt und die Richtigkeit verdeutlicht, da diese sagt, ,,Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 26 f.) und dass Schüler wüssten, dass ,,in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten“ (Z. 27 ff.). Es gäbe also zwei verschiedene Schreibarten, einmal die in der Netzkommunikation, also die Sprache, die im Internet gebraucht werde, und die in der formellen Kommunikation, die in Schulen, auf der Arbeit  und Bewerbungen genutzt werde. Dabei würden Jugendliche diese zwei Spracharten unterscheiden können und dem entsprechend auch verwenden, was erneut die These des Autors, die Netzkommunikation würde die Schüler nicht dumm machen, untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und letzte Sinnabschnitt (vgl. Z. 29 – 39) thematisiert seine zweite These, dass die Texte der Jugendlichen heute trotzdem Fehler enthalten würden. Dieser Abschnitt wird dabei durch die Aussage ,,Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff.) eingeleitet. Dadurch wird bereits deutlich gemacht, dass, obwohl die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Sprache der Texte hat, dennoch eine Problematik der Sprache vorhanden ist, wobei der Widerspruch durch die adversative Konjunktion ,,trotzdem“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird. Des weiteren erläutert der Autor diese Aussage näher, in dem erklärt, dass die Netzkommunikation ,,als Verursacher ausscheide[.]“ (Z. 32), aber die Texte dennoch ,,alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien, also die Texte sehr viele Fehler enthalten würden. Die Formulierung ,,alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) betont dabei die Menge an Fehlern in den Text und dass es sich nicht um ein paar Fehler handle, sondern um viele Fehler. Diese Fehler würden vor allem ,,in der Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 33 f.) auftreten. Im Folgendem stellt der Autor dazu ein Erklärungsansatz auf, nämlich, dass diese Entwicklung der Defizite bereits ,,in den siebziger Jahren [aufgetreten sei], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f.). Dadurch belegt er erneut seine erste These, dass die digitale Kommunikation kein Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe, da er dadurch die eigentliche Ursache der fehlerhaften Texte benennt. Die Tatsache, dass er diese Entwicklung als ,,eigentlich begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36 f.) bezeichnet, verdeutlicht, dass der Autor diese Methode der Lehrer eigentlich gut findet, jedoch auch etwas gegen die Methode einzuwenden hat, was durch das ,,eigentlich“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird.  Diese Methode sei nämlich ,,auf Kosten ,harter' Sprachfertigkeiten“ (Z. 37) gegangen, wobei dadurch verdeutlicht wird, dass die Methode dazu führte, dass sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben. Die konkrete Folge sei dabei gewesen, dass formale ,,Korrektheit […] an Bedeutung“ (Z. 38) verlor und es fast dazu gekommen sei, dass dies zur ,,bildungsbürgerliche[n] Schikane“ (Z. 39) geworden ist, also formale Korrektheit ein Hindernis darstelle. Durch diese Aussage wird das Ausmaß dieser Methode verdeutlicht, nämlich, dass formale Korrektheit so wenig nur noch verwendet wurde, dass diese nicht mehr als Selbstverständlichkeit, sondern als Hindernis gesehen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass die Thesen des Autors, dass die Netzkommunikation die Schüler nicht dumm mache und dass die Texte aber fehlerhaft seien, in dem Sachtext erläutert und belegt worden sind mit Hilfe einer Studie. Seine These und Argumentation untermauert der Autor mit Hilfe von Beispielen, Metaphern und dem Zitat einer Expertin, wodurch der Text seriös wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind Anglizismen Wörter aus dem Englischen, die in eine andere Sprache, also zum Beispiel ins Deutsche übertragen und verwendet werden. Anglizismen werden in allen Bereichen des Sprachgebrauchs verwendet, wie in der Alltagssprache, Fachsprache und auch besonders in der Jugendsprache. Beispiele für Anglizismen sind dabei ,,Flashback“, ,,Hobby“, ,,Interview“, ,,Smalltalk“ oder ,,Smartphone“, die immer wieder in der Alltagssprache zu finden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache haben dabei einige Ursachen.  Eine bedeutsame Ursache ist die Globalisierung, da durch die Globalisierung die englische Sprache zunehmend als Lingua franca, also als Handels- und Verkehrssprache, an Bedeutung gewonnen hat. So konnten Menschen mit verschiedener Muttersprache auf der ganzen Welt kommunizieren, Geschäfte machen oder sich über Themen und Probleme unterhalten. Die Globalisierung führte dazu, dass die Weltsprache Englisch zunehmend in den verschiedenen Ländern als erste Fremdsprache unterrichtet wurde, wodurch die neuen Generationen das Englische konnten und einige Begriffe auch zunehmend in der deutschen Sprache übernahmen. Ein anderer Faktor ist aber auch, dass vor allem Amerika als Weltmacht nach dem zweiten Weltkrieg als modern galt und dadurch die anderen Länder beeinflusste, da zum Beispiel auch zunehmend  englische Musik gehört oder englische Filme gesehen wurden und Amerika auch als Vorbild gesehen wurde. Nicht nur das Englische als Weltsprache oder Amerikas Beeinflussung sind entscheidend für die Ursachen der Anglizismen, sondern auch die digitale Kommunikation und im Allgemeinen das Internet. Durch die sozialen Netzwerke ist es möglich, dass immer mehr Menschen aus verschiedenen Ländern in Kontakt stehen können und hier dann das Englische als Weltsprache eine Voraussetzung darstellt, um sich auszutauschen. Durch englische Videos, Texte, Nachrichten, Werbungen oder englischer Musik fließen einige englische Begriffe in das Deutsche ein und durch den ständigen Kontakt mit dem Englischen werden einige Begriffe in der deutschen Sprache durch Englische ersetzt und gefestigt. Außerdem wird das Englische in der Jugendsprache von den Jugendlichen als modern gesehen und der Trend, englische Wörter zu verwenden, festigt sich in der Alltagssprache der Jugendlichen so, dass diese in der Alltagssprache der Menschen vorhanden bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei hat der Einfluss der Anglizismen Konsequenzen auf die deutsche Sprache, wobei es positive und negative Konsequenzen gibt. Eine positive Konsequenz des Anglizismus ist, dass das Erlernen der englischen Sprache erleichtert ist, da einige Begriffe bereits so fest in der Muttersprache verankert sind, dass diese Begriffe als selbstverständlich angesehen werden und die Bedeutung bereits klar sind und auch verwendet werden. Außerdem sind englische Begriffe besonders in Bezug auf digitale Medien und in der Technik stark vertreten für die es oft auch keine deutschen Bezeichnungen gibt, wie zum Beispiel für ,,Laptop“ oder ,,Tablet“, sodass Anglizismen helfen sich in diesem Bereich zu unterhalten, da dies ohne Englisch nicht oder kaum möglich ist und durch Anglizismen diese Begriffe auch nicht erlernt werden müssen, sondern bereits klar sind. Dadurch besteht die Möglichkeit auf einer anderen Ebene zu kommunizieren oder sich auszudrücken, da es für bestimmte Anglizismen keine deutschen Wörter gibt und man durch den Einfluss der Anglizismen die Möglichkeit erhält sich anders auszudrücken. Außerdem sind Anglizismen bereits stark in der Alltagssprache verankert und kaum mehr weg zu denken. &lt;br /&gt;
Negative Konsequenzen sind dahingegen, dass Anglizismen zu Verständnisproblemen in der Kommunikation zwischen den jüngeren und den älteren Generationen kommen kann, da einige Anglizismen der älteren Generation nicht bekannt sind und sie so die Bedeutung dieser nicht kennen, wobei jedoch einige Anglizismen stark in der Jugendsprache verankert sind, sodass es schließlich zu Kommunikationsproblemen kommen kann. Außerdem wird von Kritikern des Anglizismus auch thematisiert, dass dadurch ein Sprachverlust stattfindet, da einige Begriffe, die durch Anglizismen ersetzt wurden, nicht gebraucht werden oder sogar in Vergessenheit geraten. Außerdem wird nicht mehr komplett Deutsch gesprochen sondern auch immer Englisch, da viele Wörter durch Anglizismen ersetzt wurden, was schließlich auch dazu führt, dass sich die englische und deutsche Kultur in geringen Maßen vermischen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die Hauptursachen der Anglizismen das Englische als Weltsprache, die Globalisierung und die digitalen Medien sind. Konsequenzen sind dabei sowohl die Erleichterung des Erlernen der englischen Sprache sind als auch Kommunikations- und Verständnisprobleme der älteren Generation, die diese Anglizismen nicht in ihrem Wortschatz besitzen und dementsprechend auch nicht verwendet und auch der Sprachverlust der dadurch stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 1: '''&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um einen Auszug des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde. Thematisiert werden die möglichen Konsequenzen der Sprache in sozialen Netzwerken in Bezug auf den Sprachgebrauch in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ deutet die Auswirkungen der verwendeten Sprache in sozialen Netzwerken auf die in Schulen angewendete Sprache an. Dabei wird besonders deutlich, dass bestimmte Bereiche der Sprache in der Kommunikation in sozialen Netzwerken sowie darauf folgend auch in der Schule nicht mehr beachtet werden. An dieser Stelle sind neben der Verwendung von Anglizismen, wie „dad“ (ebd.) und Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) auch die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung zu nennen. Bei der Rechtschreibung ist außerdem besonders die inkorrekte Groß- und Kleinschreibung auffällig, was am Beispiel des Titels an dem Substantiv „schule“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Somit illustriert der Autor das Problem der fehlerhaften Verwendung von Sprache bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken anhand des Titels, wodurch der Leser bereits einen Einblick in die Thematik sowie das Ausmaß der Konsequenzen dieser fehlerhaften und verkürzten Sprache bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin erwähnt Krischke, „[s]imsen“ (Z. 1) mache Schüler zur heutigen Zeit „nicht dumm“ (Z. 1), jedoch sei es auffällig, dass die Texte jener „fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Diese These veranschaulicht, dass der Autor zwar der Meinung ist, dass die Kommunikation im Internet keine negativen Auswirkungen auf die Jugendlichen hat, deren Texte und Ausdrucksweise dennoch einige Fehler aufweisen. Der Wiederspruch beziehungsweise die antithetische Wirkung dieser Aussage, wird besonders durch die adversative Konjunktion „[a]ber“ (Z. 1) hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend stellt Krischke die Frage: „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2). Dies ist ein zur heutigen Zeit weit verbreiteter Gedanke, da viele Menschen behauptet, Jugendliche würden nicht mehr viel lesen. Der Autor dahingegen widerlegt diese Auffassung, indem er auf die zuvor gestellte Frage mit „[v]on wegen“ (Z. 2) antwortet. Er ist demnach der Meinung, dass Kinder heute deutlich mehr lesen, als die meisten Leute glauben. Dies bestärkt er darauffolgend mit seiner Behauptung, sie hätten „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f.). Dabei bezieht er sich jedoch nicht auf das Lesen und Schreiben von literarischen Texten, sondern auf jenes in der Internetkommunikation. Im Anschluss daran betont er seine Behauptung durch einige Beispiele aus dem alltäglichen Leben von Jugendlichen. Er geht dabei auf das Eintippen von „Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten“  (Z. 3 f.) sowie das Verbringen von „Stunden“ (Z. 4) im Internet ein. Sowohl der Ausdruck „Millionen von Wörtern“ (ebd.) als auch das Substantiv „Stunden“ (ebd.) stellen Hyperbeln dar, wodurch der Autor seine These, dass sie viel schreiben und lesen, belegt. Dies geschieht seinen Beispielen nach jedoch nur im Internet und nicht in beispielsweise Büchern, woraus seiner Meinung nach resultiert, dass bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkommt. Der Grund dafür sei, dass das Schreiben im Internet lediglich als „Plaudermedium“ (Z. 8) diene. Dadurch wird besonders betont, dass das Schreiben im Internet nicht unter einem gewissen Druck steht, sich richtig auszudrücken und deshalb nicht die Notwendigkeit entsteht, die korrekte Grammatik sowie Rechtschreibung zu verwenden, da es bei dem erwähnten Plaudern lediglich um eine normale Unterhaltung geht, die keine Nutzung von gehobener Sprache erfordert. Durch dieses einfache Unterhalten ohne jegliche Beachtung grammatikalischer Regeln entsteht letztlich eine solch fehlerhafte Sprache wie in der Überschrift. Aufgrund dessen erläutert Krischke, die Ausdrucksweise der Jugendlichen beim Schreiben sei „Lichtjahre“ (Z. 9) von den „Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass die Kommunikation der Jugendlichen im Internet in einem starken Kontrast zum Hochdeutsch steht, was durch das zuvor aufgegriffene „Plaudermedium“ (ebd.) entsteht. Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) bringt dabei hyperbolisch das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise der Jugendlichen zum Ausdruck und betont somit die Behauptung des Autors. Schließlich greift er erneut das Beispiel aus der Überschrift auf, um seine These zu untermauern. Im Anschluss daran erklärt er, die Schreibweise der Jugendlichen lasse „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.). Durch diese Aussage wird erneut das Ausmaß der fehlerhaften Grammatik sowie der Abkürzungen in den Texten der Schüler hervorgehoben. Anschließend stellt er die Frage, ob Jugendliche, welche sich in solchen „sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Dies bezieht sich erneut auf die Fehlerhaftigkeit ihrer Texte (vgl. Z. 1) sowie die Auswirkungen der Schreibweise in der Kommunikation im Internet auf jene in der Schule oder im Beruf. Somit geht der Autor auf eine mögliche Konsequenz der Ausdrucksweise der Jugendlichen im Internet ein. Die Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd.) akzentuiert dabei das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise, welches sich in deren Textnachrichten im Internet und möglicherweise auch in ihren Texten in der Schule zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran erwähnt er die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid, welche sich diesem Thema genauer gewidmet habe, indem sie „Deutschaufsätze“ (Z. 17) von „Schülern aller Schulformen“ (Z. 17 f.) in Hinblick auf die Veränderung dieser durch die Schreibweise in deren Kommunikation in sozialen Netzwerken untersucht habe. Aufgrund dessen habe sie sich auch mit den Texten beschäftigt, die jene Schüler in „sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 21). Daraufhin habe sie jene unter der besonderen Berücksichtigung der Faktoren „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie dem „Wortschatz, […] Stil und […] Aufbau der Texte“ (Z. 23) verglichen. Durch dieses Beispiel unterstützt er seine These, indem er auf jene Professorin mit Fachkenntnissen zu diesem Thema verweist. Besonders die detailreiche Erläuterung des Experiments hebt die Seriosität sowie die Glaubhaftigkeit des Textes hervor. Schließlich nennt er auch das Ergebnis dieses Experiments, bei dem sich ergeben habe, dass die „sprachlichen Eigenschaften der Netzkommunikation“ (Z. 24 f.) kaum auffällige Auswirkungen auf die Schultexte der Jugendlichen haben würden. Dadurch wird vor Augen geführt, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar keine Rücksicht auf korrekte Grammatik und andere Aspekte genommen wird, dies sich jedoch nicht auf die schulische Leistung der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich dies auf die zu Beginn erwähnte These Krischkes beziehen, da er dort schon erwähnt, dass die Schüler „nicht dumm“ (ebd.) und ihre Texte dennoch „fehlerhafter“ (ebd.) seien. Dem fügt er hinzu, dies gelte für Schüler aller Schulformen und nicht beispielsweise nur für Gymnasiasten (vgl. Z. 26). Im Anschluss daran greift er ein Zitat der Christa Dürscheids auf, um seine Aussagen zu untermauern. In jenem erläutert sie, dass Jugendliche „´die Schreibwelten durchaus trennen´“ (Z. 27) könnten und, dass sie wissen würden, dass „´in der Schule und formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden´“ (Z. 27 ff.). Dieses Zitat stuft die „Sprechschreibe“ (Z. 9) der Jugendlichen ebenfalls von der „formellen Kommunikation“ (ebd.) ab und hebt dabei besonders den Unterschied zwischen den grammatikalischen Regeln bei jenen hervor. Gleichzeitig betont es jedoch, dass die fehlerhafte Verwendung der Grammatik in der Kommunikation in sozialen Netzwerken keine Konsequenzen für die schulische Leistung und die literarischen Texte der Schüler habe, da sie in der Lage seien diese unterschiedlichen Formen des Schreibens voneinander zu differenzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin entkräftet Krischke die vorherige Aussage jedoch, indem er behauptet, die Schultexte der Jugendlichen seien unabhängig von der Sprechschreibe jener in sozialen Netzwerken dennoch „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33). Dem fügt er hinzu, diese würden insbesondere in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung […] deutliche Defizite“ (Z. 33 f.) aufweisen. Dies bringt zum Ausdruck, dass der Autor davon überzeugt ist, dass die Schultexte der Jugendlichen vermehrt Fehler aufweisen, auch wenn dies für ihn nicht unbedingt in einem Zusammenhang mit deren Ausdrucksweise und Grammatik, beziehungsweise Rechtschreibung steht. Dies wird besonders durch das Substantiv „Defizite“ (ebd.) untermauert, da dadurch bereits angedeutet wird, dass er von der Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen ausgeht. Die Tatsache, dass diese Fehler überwiegend mit der Rechtschreibung und Zeichensetzung zusammenhängen ist dadurch zu begründen, dass die Jugendlichen jene bei der Kommunikation im Internet nicht oder kaum berücksichtigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich erwähnt der Autor eine mögliche Ursache für die Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen, indem er darauf eingeht, dass die Lehrer Schüler in den siebziger Jahren zum „freien, spontanen Schreiben“ (Z. 36) bewegt hätten, aus welchem sich daraufhin die Fehler eingeschlichen hätten. Zudem hebt er hervor, dies habe besonders Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie die Bedeutung der „[f]ormale[n] Korrektheit“ (Z. 28) gehabt. Dies bezieht sich darauf, dass die Jugendlichen beim freien Schreiben nicht berücksichtigen, ob sie etwas richtig schreiben oder wie sie es schreiben. Dabei geht es wie bereits zu Beginn vom Autor erwähnt lediglich um das Schreiben als „Plaudermedium“ (ebd.) und bei jenem sind die zuvor genannten Aspekte des Schreibens nicht relevant. Letztlich bezeichnet der diese inkorrekten Texte als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39), was zum Ausdruck bringt, dass die Auswirkungen des fehlerhaften Schreibens besonders Konsequenzen für jene Menschen haben, die diese Fehler nicht machen, beispielsweise die schon genannten „Freunde des Dudens und ganzer Sätze“ (ebd.), nicht aber für die Jugendlichen selbst, da sie es möglicherweise nicht einmal bemerken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke nicht der Meinung ist, dass die Fehlerhaftigkeit von Schultexten ausschließlich mit der inkorrekten Ausdrucksweise der Jugendlichen in der Kommunikation in sozialen Netzwerken zusammenhängt. Dennoch ist er davon überzeugt, dass in jenen Texten der Schüler vermehrt Fehler enthalten sind. Des Weiteren unterstützt er seine Behauptungen anhand von Zitaten und Beispielen sowie Metaphern und Hyperbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 2: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen haben zur heutigen Zeit einen großen Einfluss auf die deutsche Sprache. Aufgrund dessen bringen sie auch einige Konsequenzen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Übertragungen von Wortbildungen oder Redewendungen aus dem Englischen in eine andere Sprache. In der deutschen Sprache treten diese zur heutigen Zeit nahezu überall auf und werden besonders von Jugendlichen verwendet. Aber auch in der Wirtschaft sind Anglizismen häufig festzustellen. Dies resultiert hauptsächlich aus der Globalisierung, da die Kommunikation mit anderen Ländern überwiegend auf Englisch stattfindet. Der Grund dafür ist, dass Englisch die Welt- und Verkehrssprache (Lingua franca) ist und somit die weltweite Kommunikation dominiert. Zudem wird aufgrund dessen die englische Sprache in den meisten Ländern als erste Fremdsprache erlernt und wird somit bereits bei Kindern und Jugendlichen in deren Wortschatz integriert. Eine weitere Ursache für die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist der Einfluss durch die Medien und generell die Kommunikation im digitalen Raum. In sozialen Netzwerken ist das Verwenden und Verstehen der englischen Sprache nahezu unumgänglich, da Jugendliche im Internet täglich mit englischen Videos, Filmen und Werbungen konfrontiert werden. Auch das Hören von englischer Musik gehört für die meisten Jugendlichen zum Alltag. Durch diese Gründe werden englische Wörter von den Jugendlichen übernommen und in ihrer Sprache gefestigt. Dies führt dazu, dass besonders die Jugendsprache von Anglizismen geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen hat einige Auswirkungen auf die deutsche Sprache. Dabei gibt es neben den negativen Auswirkungen auch Vorteile, die Anglizismen mit sich bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine positive Auswirkung von Anglizismen ist, dass sie Wortlücken in der deutschen Sprache schließen können, wenn es in jener kein Wort für etwas gibt. Dadurch kann die Kommunikation erleichtert werden. Ein Beispiel dafür ist der Anglizismus „online“, welcher besonders im Alltag von Jugendlichen eine wichtige Rolle spielt und von jenen täglich genutzt wird, weshalb er fest in ihrem Wortschatz verankert ist. Zudem kann das Erlernen des Englischen als Fremdsprache durch die Verwendung von Anglizismen im Alltag erleichtert werden. Dies liegt daran, dass einige Begriffe bereits in dem Wortschatz des Lernenden vorhanden sind und dadurch nicht neu erlernt werden müssen.&lt;br /&gt;
Eine der negativen Auswirkungen der Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist, dass sowohl in der Jugendsprache als auch generell in der Alltagssprache Begriffe in die deutsche Sprache einfließen und in jener aufgenommen werden. Dies führt letztlich zum Sprachwandel, da viele Begriffe aus dem Englischen übernommen werden, obwohl es ein deutsches Wort dafür gibt. Dies resultiert meist daraus, dass der englische Begriff kürzer ist und etwas gleichzeitig treffender beschreibt. Dies kann jedoch auch zu einem Sprachverlustführen, da jene deutschen Wörter dadurch nicht mehr verwendet werden und somit im deutschen Wortschatz durch das englische Wort ersetzt werden. Des Weiteren werden die Anglizismen überwiegend von jungen Menschen verwendet, während ältere Menschen noch die deutsche Bezeichnung nutzen oder ein Wort, wie beispielsweise „online“ generell nicht verstehen. Dadurch wird die Kommunikation zwischen jungen und alten Menschen erschwert, da die Älteren die Anglizismen nicht nachvollziehen können. Aufgrund dessen können Anglizismen in der deutschen Sprache auch zu Problemen bei der Kommunikation führen, da die unterschiedlichen Generationen einen anderen Wortschatz besitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache einige Konsequenzen, wie den Sprachverlust oder Kommunikationsschwierigkeiten zwischen verschiedenen Generationen mit sich bringt. Auf der anderen Seite können Anglizismen das Erlernen der englischen Sprache erleichtern und somit die Kommunikation zwischen verschiedenen Ländern erleichtern, was aufgrund der Globalisierung von großer Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
'''1. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Kirschke verfasst, 2011 veröffentlicht und thematisiert den Verlust von grammatischen Regeln und Strukturen im Bezug auf die heutige Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit der Überschrift „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“(Z. 0) verweist schon auf einige strukturelle und grammatikalische Fehler hin. Beispielsweise die Groß- und Kleinschreibung im Wort „schule“ (ebd.), „booaaa“ (ebd.), „dad“ (ebd.). Zudem die Verwendung von Anglizismen wie „dad“ (ebd.), welche darauf hin weist, dass die englische Sprache in der deutschen Sprache, besonders in der Jugendsprache, von Bedeutung ist. Abkürzungen wie „wg“ (ebd.) sind ebenfalls geläufig und zeigen, dass die Relevanz Wörter auszuschreiben deutlich abnimmt und zur Routine wird. Der Ausdruck „booaaa“ (ebd.), welcher als Interjektion zu bezeichnen ist, verweist deutlich auf die Empfindung der jeweiligen Person und wird ebenfalls sehr oft in der Jugendsprache verwendet. Daraufhin folgt eine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) , welche antithetisch zu betrachten ist, da im ersten Teil der These behauptet wird, das dass Schreiben unter Schülern nicht dumm macht (vgl. Z. 1), jedoch darauf folgend gesagt wird, dass ihre Texte die sie schreiben, heutzutage viel fehlerhafter sind wie damals. Die zweite Behauptung lässt sich zudem im Bezug auf die Überschrift deutlich bestätigen. Zudem verweist der zweiter Teil der These darauf hin, dass der Verlust von grammatikalischen Regeln immer mehr wird und zu verschiedenen Problemen führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext wird durch die rhetorische Frage „Kinder lesen zu wenig? Von wegen“ (Z. 2) eingeleitet und verweist die Leserschaft direkt darauf, dass diese Aussage nicht stimmen kann, welche mit der darauffolgenden Aussage „Von wegen“ (ebd.) entkräftet wird. Zudem wird die Aussage mit „[w]ohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2f.) verdeutlicht und unterstützt somit die rhetorische Frage ebenfalls. Die Aussage „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen, E- Mails und Internet- Infos“  (Z. 3ff.)  sind Beweise dafür, dass sie sich viel mit der deutschen Sprache und Kommunikationsnetzwerken auseinandersetzen. Der Beweis dafür, dass nicht jeder der Meinung ist, dass das viele Kommunizieren und Schreiben in den Medien von Vorteil ist, zeigt sich durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und „kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf“ (Z. 6f.). Diese Aussage wird daraufhin dadurch untermauert, dass „Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium [dient] (Z. 7f.). Die Akkumulation „Simsern, Chattern, Twitterern“ sind zudem Neologismen, aber im Bereich der Jugendkommunikation gängige Begriffe. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) zeigt, dass die Art und Weise, wie miteinander geschrieben wird interessant ist und zu Diskussionen untereinander führt, welche das Wortspektrum der Jugendlichen erweitert. Das Kommunizieren unter Jugendlichen zeigt eine deutliche Problematik, welche im Folgenden anhand von „den Normen der Hochsprache ist ihre Sprechschreibe Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.) einleuchtend wird. Damit sagt der Autor aus, dass die Jugend so wie sie spreche auch schreiben würde und das diese Art von Kommunikation weit von der deutschen Sprache entfernt ist, was auf ein Problem heutzutage hinweist. Der Autor nennt Beispiele wie „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]“ (Z. 9f.), welche er als „Gebilde“ (Z. 9) bezeichnet und somit auf den Verlust von grammatikalischer Korrektheit hinweist. Die genannten Beispiele sind typisch für die heutige Schreibweise der Jugendlichen, in der deutlich wird, dass Regeln wie Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung, Abkürzungen, Anglizismen und Neologismen von Routine sind und die deutsche Sprache somit in den Hintergrund stellen. Zudem weist der Autor darauf hin, dass „Freunde des Dudens  und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11f.)  Diese Aussage zeigt negative Kritik im Bezug zum Wortschatz und der deutschen Sprache. Immer mehr Menschen widmen sich der fehlerhaften Schreibweise.&lt;br /&gt;
Auf diese Problematik aufbauend stellt der Autor eine Frage „Können Jugendliche, die sich in diesem sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12ff.). Die Akkumulation in der Frage ist direkt auffallend und beweist, dass sich mit der Zeit immer mehr Probleme und Fragen aufgebaut haben. Viele wichtige Schreibformate, welche im Leben oft sehr wichtig sind, um sich zum Beispiel zu bewerben oder eine gute Klausur zu schreiben werden nicht mehr wirklich ernst genommen, sondern eher vernachlässigt. Die Erkenntnis von mangelnder Grammatik wird anhand von „Trümmerlandschaften“ (Z. 13f.) deutlich.  Wolfgang Krischke erwähnt zur Beantwortung auf die Frage eine „Germanistik- Professorin Christa Dürscheid  von der Universität Zürich“ (Z. 16). Aufgrund das der Autor eine Professorin in seinem Text benennt, wird deutlich, dass sich auch Wissenschaft mit den immer steigenden Problemen der deutschen Sprache im Bezug auf die Jugend verschlechtert und zu massiven Problemen führt, weshalb sie „Mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht [hat], verfasst von 16- bis 18- jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 16ff.). Allein die Information das sie eine hohe Anzahl an Aufsätzen aus unterschiedlichen Schulformen gelesen und untersucht hat, zeigt das sich deutliche Unterschiede in der Sprache und Grammatik zeigen und notwendig sind zu erforschen. Das Alter zwischen 16 und 18 Jahren, zeigt zudem auch deutliche Unterschiede in der Art und Weise wie ein Text verfasst wird und welche verschiedenen Anglizismen oder Neologismen verwendet werden. „Zum Vergleich zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18ff.) und „[d]abei interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21ff.). damit verweist der Autor ebenfalls nochmal auf den breitgefächerten Raum von Struktur und Ordnung der Texte und das sich nicht nur Germanisten sondern auch Linguisten mit der Veränderung der deutschen Sprache beschäftigen. Das Forschen der Texte zeigt folgendes Ergebniss: „ In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24ff.). Durch dieses Ergebnis belegt der Autor seine oben genannte These, dass Simsen Schüler nicht dumm macht (vgl. Z. 1) und bestätigt diese damit. Zudem bestätigt der Autor, dass die Art und Weise des Schreibens innerhalb der Kommunikationsnetzwerke ebenfalls keine Auswirkungen auf Berufsschüler und Gymnasiasten habe(vgl. Z. 26). Darauf aufbauend sagt Wolfgang Kirschke „Die Schüler können die Scheibwelten durchaus trennen“ (Z. 26f.). Die These die der Autor aufstellt unterstützt repetierend deine Aussage, dass Simsen Schüler nicht dumm macht und ihre Freizeit von schulischen Aktivitäten unterscheiden können. „‘Sie wissen das in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden‘ , sagt Christa Dürscheid“ (Z. 27ff.) und bestätigt somit die Meinung des Autors. Aufgrund ihrer Erkenntnis, dass Schüler fähig sind, schulisches und formelles von ihrer Freizeit trenne zu können, „liefert die Zürcher Studie“ (Z. 30f.), dass Deutschlehrer sich trotzdem nicht entspannt zurücklehnen können (vgl. Z. 30). „Denn auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet-die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 31ff.) und bestätigt damit den zweiten Teil der obigen genannten These, dass ihre Texte heute fehlerhafter sind als früher (ebd.). Anhand dessen wird deutlich, dass die Texte viele Fehler beinhalten und der Ausdruck „alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) zeigt deutlich die Vielzahl an Fehlern.  Diese Fehler würden „[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung[...] deutliche Defizite [aufweisen]“ (Z. 33f.).Der Ursprung, dass sich die Sprache der Jugend verändert hat, „begann in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Daran wird deutlich, dass in der damaligen Zeit nicht viel Wert auf die Qualität der Sprache gelegt wurde und bestätigt somit auch wieder seine erste These, dass die digitale Kommunikation keinen Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe. Diese Art von Entwicklung bezeichnet Kirschke als „begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36f.), klingt danach, dass der Autor dieses Verfahren als positiv bewertet, die adversative Konjunktion „jedoch“ (Z. 37) einen Einwand einleitet der zeigt, dass dieser Trend „auf Kosten ‚harter‘ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. Diese Problematik zeigt sich deutlich in der Überschrift des Sachtextes, in der die Rechtschreibung vernachlässigt wurde und somit die Anzahl an fehlerhaften Texten in der Schule. Daraus lässt sich wie Wolfgang Kirschke erklärt zeigen, das „formale Korrektheit“ (Z.38) an Bedeutung verlor, „zeitweise gar nicht in den Verdacht“ (Z. 38f.) geriet, „bürgerliche Schikane zu sein“ (Z.39). Der Substantiv „Schikane“ (ebd.) ist von besonderer Bedeutung, weil damit nochmal das Problem, dass das Kommunizieren auf Netzwerken oder in der Freizeit, beispielsweise orthografische Mängel sich auf die schulischen Texte übertragen und somit die Fehler Quote steigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Sachtext die Probleme und Veränderungen der deutschen Sprache bezogen auf die Jugend sehr gut darstellt, aufgrund das viele Neologismen benutzt werden, um die Problematik in den Vordergrund zu stellen. Zudem ist auch die Unterscheidung zwischen früher und heute in der Schule klar dargestellt, was dazu beiträgt, dass das fehlerhafte Schreiben nicht nur von heute, sondern auch den Prinzipien von früher geschuldet ist.  Auch wird die erste These die Wolfgang Kirschke in seinem Text erwähnt fortlaufend im Text unterstützt und begründet. Akkumulationen, Neologismen, adversative Konjunktionen tragen zum Verständnis des Textes bei und bereichern die Funktion des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die Deutsche Sprache erläutert:&lt;br /&gt;
Unter Anglizismen versteht man Wörter aus der englischen Sprache, die in eine anderen Sprachen, besonders in der deutschen Sprache, eingeflossen sind. Zum Beispiel „Influencer“; „Fake News“; „Dad“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage ist die Nutzung von Anglizismen ein gängiger Prozess geworden und die englische Sprache ist Teil der deutschen Sprache geworden. Worin die Ursache liegt , ist zum einen der Prozess der Globalisierung und die Verbreitung von amerikanischen Rohstoffen oder Produkten in Europa und vor allem Deutschland. In Amerika gibt es andere Bezeichnungen für zum Beispiel: Musik, Medien, Essen usw. Durch den Prozess der Globalisierung kommunizieren wir Menschen überall in der Welt miteinander und lernen neue Sprachen und Wörter kennen. Somit bürgern sich bestimmte Wörter in den Wortschatz der deutschen Sprache ein. Zudem ist Englisch die gängigste Sprache mit der weltweit kommuniziert wird. Zudem ist die Verwendung von Anglizismen in der Wissenschaft auch ein gängiger Prozess, weshalb wir Menschen automatisch eine Sprachveränderung hinnehmen. Das Benutzen von englischen Wörter in unserer Sprache führt jedoch auch dazu, dass sie verflacht und an Bedeutung verliert. Zudem hat die Verwendung massive Auswirkungen auf korrekte und komplexe Grammatik und Orthografie des Deutschen. Diese Problematik ließ sich im Sachtext von Wolfgang Krischke „Schreiben in der Schule- booaa mein dad voll eklich wg schule“ erkennen und ist besonders bei Jugendlichen der Fall. Sie chatten den ganzen Tag auf Plattformen wie Snapchat, Instagram oder Twitter und achten dabei gar nicht mehr auf die Korrektheit der Grammatik. Jeder individualisiert sich seine eigene Sprache, wodurch die deutsche Sprache auch an Wichtigkeit verliert.   Auch verändert sich unsere Sprache von Tag zu Tag immer mehr, weil wir durch mediale Netzwerke zu jeder Zeit einen Einblick in die Welt von Anderen gewinnen und neue Wörter kennenlernen, die wir dann in unserer Sprache aufnehmen. Es gibt außerdem Meinungen von Menschen die sagen, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit der Kommunikation  eine Schwierigkeit darstellen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Generationen vor unserer Lebenszeit. Diese sprachen ausschließlich in ihrer Landessprache und kannten keine anderen Sprachen. Die älteren Menschen verstehen daher heute nicht mehr alles was wir sprechen, da wir Anglizismen benutzen und ihnen diese Begriffe nicht bekannt sind. Allgemein ist es ziemlich schwierig die Sprache wieder in ihre Ursprungsform zu setzen, da die weltweite Kommunikation auch aufgrund von Export und Importprozessen immer mehr stattfindet.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Aus diesen ganzen Ergebnissen lässt sich deuten, das der Wandel der Sprache nicht zu stoppen ist und die Fehlerhaftigkeit der deutschen Sprache im Bezug auf Grammatik und Orthografie immer mehr zunehmen wird. Besonders Jugendliche werden mit der Zeit unter der Problematik leiden, da die Nutzung von medialen Kommunikationsnetzwerken immer mehr im früheren Alter erlaubt wird und somit keine Chance mehr besteht, sich mit richtig guter Sprache auseinanderzusetzen. Des Weiteren stellt die englische Sprache die heutige Sprache dar und lässt somit vor allem der deutschen Sprache nicht ihren Raum sich weltweit zu verbreiten und zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1: === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher im Jahre 2011 erschien und von Wolfgang Krischke verfasst wurde, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es um den Wandel der deutschen Sprache in der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zu analysierende Textstelle setzt damit ein, dass Krischke seine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) formuliert. Damit sagt er aus, dass Simsen die Schüler zwar nicht dümmer macht, sie allerdings in gewisser Weise zu beeinflussen scheint, da ihre Texte im Gesamten fehlerhafter als früher werden. Nach dieser These formuliert er eine rhetorische Frage, welche er dann im Anschluss direkt beantwortet : „Kinder lesen zu wenig ? Von wegen.“ (Z.2). Damit will er verdeutlichen, dass zwar sehr wahrscheinlich das Lesen von Büchern bei Jugendlichen immer seltener wird, diese allerdings andere Quellen, wie das Internet nutzen und dadurch ebenso lesen lernen. Er behauptet sogar, dass die Jugendlichen „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z.2f.) haben. Dies unterstützt er mit den Beispielen : „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“(Z.3ff.). Laut ihm ist dies allerdings nicht sehr erfreulich, da diese Medien als „Plaudermedium“(Z.8) gelten, also zwar der Kommunikation dienen, dies allerdings nur bei nebensächlichen, bis irrelevanten Dingen. Denn sie sei laut Pädagogen und Ausbildern von der Normen der Hochsprache Lichtjahre entfernt (vgl.Z.6ff.). Dies ist eine Hyperbel, da sie zwar weit entfert sein kann, Lichtjahre allerdings viel zu übertrieben sind. Darauf nennt er Beispiele für die heutigen sprachlichen Fehler einiger Jugendlicher. Ein Beispiel dafür ist der im Titel bereits aufgeführte Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (Z.9f.). Dieser besteht fast überwiegend aus Fehlern. Den Ausdruck „booaaa“ (ebd.) gibt es in der deutschen Sprache nicht, er ist eine Interjektion. Die Bezeichnung „dad“ (ebd.), welche aus dem Englischen kommt und Vater heißt, ist ein Anglizismus und „eklich“ (ebd.) ist ein Rechtschreibfehler, da es eigentlich „eklig“ lauten müsste. Außerdem besteht dieser Satz aus der Abkürzung „wg“ (ebd.), welche die Präposition wegen abkürzt. Zu guter Letzt wird die groß- und Kleinschreibung vernachlässigt, da das Nomen „schule“ (ebd.) einfach klein geschrieben wird. Im Folgenden stellt er eine rhetorische Frage, welche dem Leser den Gedankengang des Autors vor Augen führen soll, und beantwortet diese dann um seinen Standpunkt zu erläutern. Diese lautet : „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen ?“ (Z.12ff.) In dieser rhetorischen Frage steckt außerdem eine Metapher „sprachlichen Trümmerlandschaften“ (ebd.), welche für Schlechte Sprachkenntnisse steht, diese allerdings noch etwas dramatisiert. Laut Krischke verfasste sich eine Germanistik-Professorin genau mit diesem Thema und untersuchte rund 1000 Deutschaufsätze, welche von 16- bis 18- Jährigen Schülern aller Schulformen verfasst wurden und verglich diese mit rund 1100 SMS-Nachrichten, E-Mails und Chats in sozialen Netzwerken und legte dabei besonderen Wert auf Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, Wortschatz und den Stil und den Aufbau der Texte (vgl.Z.15ff.). „Das Ergebnis : In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation  nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z.23ff.). Dies lässt darauf schließen, dass das „Simsen, Chatten und Twittern“ (Z.7) keine negative Auswirken auf die „16- bis 18- jährigen Schüler“(Z.17) haben. „Das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“(Z.26) laut Krischke und Dürscheid, hat also nichts mit der Bildung der Schüler zu tun und sie „können die Schreibwelten durchaus trennen“(Z.27). „Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden, sagt Christa Dürscheid“(Z.27). Damit verdeutlicht sie erneut, dass Chatten sich nicht negativ auf die Rechtschreibung der Jugendlichen auswirkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in dem zu analysierenden Text den Einfluss des Chattens auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass die Digitalisierung keine Schuld am Verlust von Grammatik und Rechtschreibung hat. Um dies zu bekräftigen, nennt er eine Studie, welche seine Meinung zu diesem Thema widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 === Aufgabe 2: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 1)''' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule“, von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert die Veränderung der Sprache, zwischen schulischem und privatem Schreiben und einer Stellungnahme des Autors zu diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Teil des Titels „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, liefert dem Leser ein Beispiel, zum Schreiben per SMS oder anderen Internetplattformen. Es wird Umgangssprache genutzt : „booaaa“ , noch dazu werden beim Chatten Anglizismen genutzt, um sich auszudrücken, wie hier der Begriff „dad“ (aus der englischen Sprache, Vater). Zudem kommt, dass nicht auf Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung geachtet wird, wie die Wörter „eklich“ oder „schule“ zeigen.&lt;br /&gt;
Der Untertitel des Textes „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1), wird vom Autor genutzt um eine These aufzustellen. Diese ist jedoch antithetisch, da der Autor zuerst meint, dass „Simsen […] Schüler nicht dumm [macht]“ (Z.1), dann  jedoch durch den Ausdruck „Aber“ (Z.1), eine Gegenthese eingeleitet wird, da Krischke dann meint, die Texte der Jugendlichen, seien heute fehlerhafter als früher (vgl. Z. 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Textes lassen sich vier Sinnabschnitte erkennen. Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12), stellt der Autor Thesen auf und erläutert diese kurz. Direkt zu Beginn, stellt er eine rhetorische Frage an seine Leser „[ob] Kinder [zu wenig] lesen?“ (Z. 2), welche er im nächsten Satz beantwortet und verneint (vgl. Z. 2). Durch seine kurze Antwort „Von wegen“ (Z.2), wird seine Position direkt klar. Auch mit der Ergänzung „Wohl noch nie haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z.2f.), unterstützt er seine Meinung und auch die Jugendlichen heutzutage, um die es sich ebenfalls, im vorliegenden Sachtext dreht. Sie „tippen [täglich] […] Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z.3ff.). Der Autor schafft dann eine Überleitung ins negative, durch die Konjunktion „trotzdem“ (Z.6). „Bei Pädagogen und Ausbildern [kommt trotzdem] keine rechte Freude auf“ (Z.6f.). Auf diese These folgt direkt eine konkrete Begründung, welche durch „denn“ (Z.7) eingeleitet wird. Es heißt bei den Jugendlichen, welche hier als „Simser[...], Chatter[...] und Twitterer[...]“ (Z.7) bezeichnet werden, diene die Schrift hauptsächlich als Kommunikationsmittel (vgl. Z. 7f.). Zusätzlich wird der Neologismus „Plaudermedium“ (Z.8) verwendet. Von den „Normen der Hochsprache“ (Z.8), sei die Sprache der Jugendlichen, welche im Text als „Sprechschreibe“ (Z.9) bezeichnet wird, Lichtjahre entfernt (vgl .Z. 9f.). Mit „Sprechschreibe“ (ebd.) ist  gemeint, dass die Jugendlichen die verschiedenen Wörter so schreiben, wie sie es hören und verstehen und dass kaum mehr auf Grammatik, Recht- und vor Allem Groß- und Kleinschreibung geachtet wird. Durch die Verwendung von Beispielen wie „booaaa mein dad voll eklisch wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl“ (Z.9f.) wird dem Leser klar gemacht, wie die Jugendlichen in ihrer Freizeit schreiben und wie hoch die Fehler in ihrer Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.12 – 23), beginnt mit einer rhetorischen Frage auf welche im weiteren Verlauf eingegangen wird und so beantwortet wird. Es wird gefragt, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z. 12). Die Metapher „sprachliche[...] Trümmerlandschaften“ ist zugleich eine Hyperbel. Sie dramatisiert das Ganze noch mehr. Durch die Erwähnung der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) wird dem Text eine gewisse Zuverlässigkeit zugeteilt, die den Text professioneller klingen lässt. Sie habe eine Studie durchgeführt, bei der sie sich auf die Rechtschreibung, Interpunktion, Grammatik , den Wortschatz, Stil und Aufbau von Texten, konzentriert haben (vgl. Z.15ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis dieser Studie wird dem Leser im dritten Abschnitt (Z.23-29) mitgeteilt. Laut der Studie, von welcher im letzten Sinnabschnitt die Rede ist, hinterlassen die „sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation [in keinem Bereiche] nennenswerte Spuren in den Schultexten“ (Z.24f.). Durch das Zitat „Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und in der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 26ff.), von der Expertin Christa Dürscheid, wird die Studie erläutert und belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.29-39) unterscheidet sich allerdings wieder etwas und wird vom Autor genutzt um seine Meinung erneut darzulegen. Es sei dennoch kein Grund für die Lehrer sich zu entspannen (vgl. Z.29f.), wie die Züricher Studie zeige. Die Begründung wird mit „Denn“ (Z. 30) eingeleitet, „auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet - die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 30ff.). Die Metapher „deutliche Defizite“ (Z.34), in der Rechtschreibung, zeigt dass viele Fehler vorhanden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem beschäftigte sich Wolfgang Krischke mit dem Thema Sprachwandel durch elektronische Kommunikation, er stellt auch sehr deutlich seine Meinung dar und bezieht eine Studie mit in seinen Text ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 2)''' === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden, werden die Ursachen des Einflusses von Anglizismen und dessen Folgen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen sind Begriffe, welche aus der englischen Sprache stammen und ins deutsche übernommen werden. Dies kommt heutzutage vermehrt vor, doch woran liegt das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der bedeutendsten Gründe ist eindeutig, die Jugendsprache beziehungsweise die moderne deutsche Sprache. Die Jugendlichen übernehmen immer mehr englische Begriffe oder Ausdrücke in ihren Wortschatz und verwenden diese in der Alltagssprache. Vor allem dadurch, dass englisch eine internationale Sprache ist, welche in der heutigen Zeit in jeder Schule als Hauptfach im Stundenplan steht, werden die Begriffe gelernt und oft übernommen. Besonders aus dem amerikanischen Englisch stammen einige Ausdrücke, welche von Jugendlichen verwendet werden. Durch die Verwendung der Ausdrücke gleicht man sich der Gesellschaft an, es ist „in“ diese Wörter in die Sprache mit einzubeziehen. Die heutige Generation kennt schon viele Anglizismen, dessen sie sich nicht bewusst ist, zum Beispiel „Smartphone“, „Display“, „Computer“, „On-/Offline“ oder auch „Laptop“ sind englische Begriffe mit denen wir groß geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bringen die Anglizismen auch Konsequenzen mit sich, welche nicht gerade positiv sind. Durch die vermehrte Verwendung von Anglizismen geht ein Teil der deutschen Sprache verloren, da Begriffe wie „Rechner“ oder „Mobiltelefon“ kaum noch verwendet werden, meist nur von älteren Menschen. Die deutsche Sprache geht also auf eine gewisse Art und Weise verloren, somit auch ein Teil der Kultur. Natürlich ist es gut die englische Sprache zu beherrschen, jedoch sollte das Deutsche auch beibehalten werden und sich nicht durch die Englische ersetzen lassen. Sagt man, es sei nicht tragisch ein paar englische Wörter in unsere Sprache zu übernehmen, ist das richtig, jedoch nimmt dies zu und es werden immer mehr Begriffe vom englischen übernommen, was man selbst gar nicht mehr bemerkt, da es zur Gewohnheit wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kann man sagen, dass die Hauptursache für die Verwendung von Anglizismen in der neuen deutschen Sprache liegt und, dass dies mit sich bringt, dass ein Teil unserer Kultur verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabe === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ mit dem Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde, thematisiert den Einfluss digitaler Kommunikationsformen auf das Schreiben und die Sprache der Jugend in der Schule sowie den allgemeinen Sprachverlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn fällt dabei besonders die antithetische, eben bereits genannte Überschrift auf, die die Schule auf indirekte Weise dem Privatleben gegenüberstellt. Während der Teil „Schreiben in der Schule“ eher sachlich formuliert ist, nutzt der Autor im zweiten Teil ein sehr umgangssprachliches Beispiel, in welchem er unter anderem die Interjektion „booaaa“, den Anglizismus „dad“ oder die Abkürzung „wg“ für – wegen -  einbaut. Zudem fallen die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung auf, die jedoch in heutigen Chats nicht gerade selten aufzufinden sind. Somit stellt Krischke im Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher ausdrücken soll, dass eine Person von seinem/ihrem Vater genervt ist, da dieser über die Schule spricht, die Problematik dar, die durch das digitale Chatten entstehen. Diese lässt sich, wie im Beispiel erkennbar, besonders an der Groß- und Kleinschreibung sowie der genutzten Abkürzung wiederfinden.  Daran schließt er in der Unterüberschrift mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) an, welche Krischke der Überschrift gewissermaßen antithetisch gegenüberstellt, da diese wegen der Fehler eher von einem Intelligenzverlust der Schüler zeugt, wenn diese „simsen“. Eingeleitet durch die adversative Konjunktion „Aber“ (Z. 1) nennt er jedoch daran anschließend eine, die erste Aussage einschränkende These in „Aber ihre Texte sind fehlerhafter als früher“ (Z. 1). Somit macht er doch deutlich, dass ein Qualitätsverlust der Sprache bei Schülern vorhanden sei. Darin akzentuiert er besonders den Vergleich zu „früher“ (ebd. ), welcher gewissermaßen die Digitalisierung als Grund in den Fokus nimmt, da diese in früheren Jahren wesentlich geringer ausgeprägt war und erst in den neueren Jahren immer größer und weiterentwickelter wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Text beginnt er mit der Frage „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2), welcher er gleich im Anschluss mit den Worten „Von wegen“ (Z. 2) entkräftet. Diese Aussage erläutert er dann im Folgesatz, indem er behauptet „Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f. ). In diesem kommt besonders der Vergleich zu früher zum Ausdruck, der bezogen auf die Unterüberschrift darstellt, dass in Abhängigkeit von mehr Lesen und Schreiben auch mehr Fehler in der heutigen Welt gemacht würden. Auch wenn er sich in diesem Aspekt nur auf das Lesen bezieht, lässt sich durch den Kontext der medialen Kommunikation auch das Schreiben mit einbeziehen. Eben dieses spricht Krischke auch im folgenden Satz „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihre Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 3 ff. ) an. Hier vereint er die Aspekte des Lesens und Schreibens miteinander und arbeitet dabei besonders die Zunahme der Nutzung, was in Worten wie „täglich“ (ebd. ), „Millionen“ (ebd. ) oder auch der Akkumulation von möglichen Nachrichtenformaten deutlich wird, heraus. Dabei spricht der Autor also besonders die große Reichweite an, die Handys und Computer in der heutigen Welt haben. Was der Autor hier jedoch noch als positiv darstellt, „kommt bei Pädagogen und Ausbildern“ (Z. 6 f. ) nicht gut an. Diese Gegensätzlichkeit von der Positivität des vielen Lesens und dem negativen Meinungsbild von Experten drückt Krischke durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und eine eher ironische Gesamtsprache, die hier im Ausdruck „kommt […] keine rechte Freude auf“ (Z. 6 f. ) deutlich wird, aus. Diese These erläutert er im Anschluss genauer. Somit sähen Pädagogen diese Art von Schreiben als eher negativ, „Denn Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f. ), also als Kommunikationsmittel. In Anbetracht dessen lässt sich die Kritik auf den Nachlass der direkten Kommunikation beziehen. Im Ausdruck „Plaudermedium“ (ebd. ) wird jedoch, wie in der allgemein ironischen Sprache, zugleich die eher kritische Sichtweise des Autors ausdrücklich. In diesem Sinne sei die Chatsprache auch „Von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8 f. ). In diesem sehr hyperbolischen und metaphorischen Ausdruck geht der Autor wiederholend auf die Problematik der Textnachrichten ein, welche laut ihm im Verlust der Grammatik läge. In diesem Zusammenhang nennt er dann die Beispiele „`booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl (= hab dich ganz doll lieb)`“ (Z. 9 f. ), in welchen er zum einen die Überschrift erneut aufgreift, aber auch zwei weitere Beispiele nennt, die die Problematik des Sprachverlusts noch einmal stärker zum Ausdruck bringen und in diesem Sinne konkret zeigen, wie die heutige Jugend miteinander kommuniziere. Eben diese Formulierung in Textnachrichten „lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze immer noch zusammenzucken“ (Z. 11 f. ), wodurch Krischke die in den Nachrichten oftmals verwendete umgangssprachliche und verknappte Form des Schreibens noch einmal akzentuiert. Jedoch wird nicht nur diese, sondern auch noch einmal die Kritik gewissermaßen deutlich, wodurch er eine Brücke zwischen Erläuterung der Situation und der Meinung einiger schlägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er die Problematik im ersten Abschnitt (Z. 2-12) bezogen auf das digitale Schreiben zu Kommunikationszwecken dargestellt hat, geht er im zweiten Sinnabschnitt (Z. 12- 29) auf den Einfluss dieses fehlerhaften Schreibens auf essentielle Schul- und Bewerbungstexte ein. Erneut beginnt er seinen Abschnitt mit einer Frage, mit der er den Leser langsam in die Thematik führt. Durch seine verwendete Struktur, die im jeweiligen Abschnitt immer in einer ausdifferenzierten Beantwortung der anfänglichen Frage mündet, wirkt es, als würde er dem Leser seine Fragen in gewisser Weise vorwegnehmen und ihm allgemein etwas vermitteln, das entscheident zu wissen sei. So beginnt er den zweiten Abschnitt also mit der Frage „Können Jugendliche, die sich in sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff. ). In dieser wird erneut seine kritische Sicht auf die Sprache der Jugend deutlich, indem er diese anhand der Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd. ) wertend verbildlicht. Zudem beinhalten die Adjektive „lesbar[…], präzise[…], angemessen“ (ebd. ) einen etwas wertenden Akzent, da den Jugendlichen hierbei gewissermaßen unterstellt wird, dass diese undeutlich, verknappt und umgangssprachlich schrieben.  In diesen Worten bleibt jedoch stets ein wenig offen, ob er oder der Großteil der Gesellschaft der Sache  kritisch gegenübersteht, da seine ironische Sprache teils eher von einem gesellschaftskritischem Gedanken zeugt. Dies zeigt sich auch in den folgenden Sätzen, in welchen Krischke für die Jugend argumentiert und sich diesbezüglich die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) als Expertin zu Nutzen macht, um die Antwort auf die Frage zu belegen. Diese habe nämlich „mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, verfasst von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich. Zum Vergleich zog [sie] […] über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit […] geschrieben hatten“ (Z. 16). Hier  stellt der Autor also die Studie im Allgemeinen vor, unterstreicht dabei besonders den vorgenommenen Vergleich von Schul- und Freizeittexten und unterstreicht die Ausbreitung der Textnachrichten durch die akkumulierende Darstellung einiger Textmedien. Im Vergleich der beiden Textformen „interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21 ff. ). Diese akkumulierende Aussage deutet darauf hin, dass nicht alleine die sprachliche Korrektheit, sondern auch das Gesamtbild von Bedeutung sei. Somit sei auch im eben benannten zweiten Bereich eine Veränderung vermutet worden, welche sich auf die verkürzte sowie umgangssprachliche Schreibweise rückführen lässt. Jedoch spiegele das Ergebnis nicht das Erwartete wieder, was in Krischkes Ausdrucksweise sowie anhand seiner vorherig dargestellten Meinungsbilder deutlich wird. „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Texten hinterlassen“ (Z. 24 ff. ), somit sei die Digitalisierung im Bereich der Kommunikation keine Problematik. Da Krischke jedoch nur von „nennenswerte[n] Spuren“ (ebd. ) spricht, lässt sich darauf schließen, dass es eine Veränderung gebe, diese aber eher geringfügig ausfällt, weshalb er sie wertender weise als nicht nennenswert ansieht. Um die Ergebnisse daran anschließend etwas genauer darzustellen, bezieht er sich zuerst auf die betroffene Gruppe aus „Berufsschüler [und] Gymnasiasten“ (Z. 26). Wobei hier auffällt, dass Krischke Real- und Hauptschüler aus seiner Argumentation ausschließt, weshalb ungeklärt bleibt, ob bei diesen auch keine Veränderung sichtbar wird. Die Berufsschüler und Gymnasiasten jedoch „`können die Schreibwelten durchaus trennen`“ (Z. 27), wie Krischke Dürscheid hier zur Darstellung seiner These über den geringen Einfluss digitaler Kommunikation zitiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29-39) distanziert Krischke sich jedoch etwas von der, im vorherigen Abschnitt vertretenen Meinung und verknüpft so die positiven mit den negativen Einflüssen und Veränderungen in Sprache und Schrift, die er in Abschnitt eins und zwei herausgearbeitet hat. Dies tut er auf eine eher appellierende Weise, während er wie auch im obigen Text einen hypotaktischen Satzbau verwendet, der ihm erlaubt, ins Detail zu gehen. Seinen Appell beginnt er mit der Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff. ). Somit sei die Sprachförderung der Jugend laut Krischke heutzutage notwendig, sodass die Studie zwar zeige, dass die Verschlechterung kaum an der Digitalisierung läge, aber dennoch bestände. Hier betrachtet er die Studie daher etwas kritisch und stimmt dieser zwar zu, differenziert das Ergebnis dieser jedoch noch einmal indirekt weiter aus. Eben dies drückt er auch im folgenden aus (vgl. Z. 31 f. ) und akzentuiert dabei besonders, dass „die Schultexte […] alles andere als fehlerfrei“ (Z. 32 f. ) seien. Eben diese Fehler fänden sich dabei häufig in „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ ( Z. 33 f. ), also den Formalitäten, auf. Um dieses Phänomen des Sprachverlusts zu erklären, geht der Autor auf den Ursprung des Problems ein. Dieser läge laut ihm „in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f. ). Somit sieht Krischke die Problematik im allgemeinen freien Schreiben, was letztlich auch in den SMS aufgegriffen wird, aber nicht alleinig in der  Digitalisierung. So ginge der „Trend […] auf Kosten ´harter´Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37 f. ), wodurch allgemeine „Formale Korrektheit“ (Z. 38) immer mehr an Bedeutung verlor und somit bis heute eher als lästig angesehen werde. Daher appelliert er hier im Allgemeinen doch in gewissen Gesichtspunkten das Arbeiten an den formalen Grundstrukturen der deutschen Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in seinem Text den Einfluss der digitalen Kommunikation auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass nicht die Digitalisierung, sondern das allgemeine freie Schreiben seit den 70ern Schuld für den Verlust von Grammatik und Rechtschreibung seien. Um dies zu bekräftigen, nutzt er eine Studie sowie Metaphorik und Ironie, welche zugleich seine kritische Sichtweise auf den Sprachwandel unterstreichen. Zuletzt drückt er diese Kritik daher noch einmal in einem Appell an die Lehrer aus, die laut ihm, etwas verändern sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Aufgabe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage sind Anglizismen in der Deutschen Sprache keine Seltenheit mehr und irgendwo benutzt ein jeder sie, wenn auch unbewusst. Denn gerade in der heutigen Welt steht der englischen Sprache ein hoher Stellenwert zu, der sich in den jeweiligen Sprachen durch Übernahme oder Ersetzen vieler Wörter aus dem Englischen bemerkbar macht. Doch wo genau liegen die Ursachen der Anglizismen und auf welche Art und Weise wirken sie sich auf unser tägliches Leben aus, - oder eher – Welche Konsequenzen bringen sie mit sich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der folgende Text.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen gehen im Allgemeinen auf den Gebrauch des Englischen als Lingua franca, also als internationale Verkehrs- oder Weltsprache zurück. Dabei wird die Sprache von besonders vielen Menschen in weiten Teilen der Erde als Erst- oder Zweitsprache gesprochen und besonders im wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Sektor genutzt. In diesem Kontext gilt das Englische seit Ende des zweiten Weltkriegs durch die Vormachtstellung der USA als die bedeutendste Weltsprache.&lt;br /&gt;
Jedoch ist nicht nur ihr Rang als Weltsprache entscheidend für ihre Verbreitung und somit auch nicht alleinige Ursache der Anglizismen. Amerika galt zudem schon immer als modernes Vorbild für die östlicheren Staaten und gilt somit heute noch, besonders was die Jugend betrifft, als eine Art Vorbild. Dabei kommen aber auch die Einflüsse der Globalisierung hinzu, die die ganze Welt miteinander verknüpfen und so in gewisser Weise veranlassen, dass der Kontakt zu anderen Nationen das Englische mit in unsere Muttersprache einfließen lässt. Besonders sind hier auch soziale Netzwerke in Bezug auf die Jugend zu nennen, die im Vergleich noch einmal vermehrt Anglizismen in ihren Sprachgebrauch mit einbringt. Durch diese treten die Jugendlichen stetig in Kontakt mit Menschen aus vielen Ländern, mit denen das kommunizieren nur in Englisch möglich ist. Zu betrachten ist dabei auch die Vorbildfunktion, die die Personen auf den sozialen Medien mit sich bringen, sodass die Verenglischung der deutschen Sprache immer mehr zum „Trend“ wird, der eine Person zu einem weltlichen Geflecht aus Menschen zugehörig werden lässt. So hören die Menschen tagtäglich englische Lieder, sehen Werbung von Modemarken aus dem Ausland und vieles mehr, sodass sie sich die englischen Wörter Tag für Tag einprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie eben bereits in Teilen erwähnt, bringen Anglizismen daher besonders auf Gesamt-gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene positive Aspekte mit sich. Die Kommunikation in vielen Bereichen ist stark erleichtert und bestimmte Worte bedürfen keine Übersetzung mehr. Dieser Aspekt gilt besonders auf der Ebene des SocialNet sowie bei Jugendlichen. Durch die Kommunikation mit gleichaltrigen sowie der Nutzung der Anglizismen fühlen sie sich wie ein Teil des Ganzen und bekommen einen besseren Bezug zur englischen Sprache. &lt;br /&gt;
Aber auch im Alltag sind viele Anglizismen heutzutage nicht mehr wegzudenken, so sagt doch beispielsweise niemand mehr zu den „Charts“ Hitliste oder zum „Coffee to go“ Kaffee zum mitnehmen. Immer häufiger begegnen uns so in jeglichen alltäglichen Situationen englische Wörter, die die deutschen schon längst ersetzt haben. Auch Marken und Medien wie das Radio oder das Fernsehen nutzen in diesem Kontext Anglizismen, um modern zu sein und die Menschen anzusprechen. Somit stellt diese sprachliche Form der Veränderung im Gesamten einen Prozess der modernen Zeit dar, der die Sprache internationaler und aktueller werden lässt und in kleinen Teilen die Kommunikation mit dem Ausland erleichtert.&lt;br /&gt;
Des weiteren ermöglichen Anglizismen ein besseres Verständnis für die englische Sprache und vereinfachen somit auch das Lernen dieser, was besonders auch für technische Bereiche notwendig ist. Einige der Wörter, besonders im Bereich der Technik, gibt es im deutschen gar nicht, weshalb bestimmte Anglizismen sogar notwendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu bringen Anglizismen aber auch einige Kritiker mit sich. Dabei sind es besonders häufig ältere Menschen, die sich nicht mit den für sie neuen Wörtern identifizieren können und Verständnisprobleme haben. In diesem Zusammenhang stellen Anglizismen auch einen gewissen Sprachverlust des Deutschen dar, da so gewissermaßen Dinge verloren gehen, die das rein Deutsche ausgezeichnet haben. Dies betrifft jedoch nicht nur den Verlust einiger alter Worte, sondern auch einen gewissen kulturellen Verlust, da die Sprache immer auch einen großen Teil Kultur eines Landes ausmacht. &lt;br /&gt;
Oftmals werden einige Anglizismen jedoch auch als überflüssig angesehen und in diesem Sinne in einigen Sozialgruppen oder Altersgruppen nicht genutzt, wodurch sich jeweilige Gruppierungen von anderen Gruppen absetzen und es so zu einer gewissen Ab- oder gar Ausgrenzung dieser kommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellen Anglizismen ein sprachliches Phänomen der modernen Welt dar, durch das zwar einerseits ein gewisser Sprachverlust stattfindet, aber andererseits viele neue Möglichkeiten geschaffen werden. So erleichtern sie die Kommunikation in vielen Bereichen und schaffen teilweise sogar die Möglichkeit etwas auszudrücken, wofür es vorher in der Landessprache keine Worte gab. Somit sind Anglizismen in jedem Fall sprachverändernd, jedoch heißt Veränderung nicht gleich etwas Schlechtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; wurde von Wolfgang Krischke geschrieben und im Jahr 2011 veröffentlicht. Im grundlegenden thematisiert der Sachtext den angeblichen Abbau von grammatikalischen Strukturen in der Schule durch die heutige Nutzung der Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Titel des Sachtextes ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; (Z.0) soll den Abbau von grammatikalischen Strukturen, wie zum Beipspiel der Groß- und Kleinschreibung und der Satzstrukturen, verdeutlichen, welcher vor allem durch die Kommunikation im Internet gefördert wird. Die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), die fehlende Großschreibung von Nomen wie ,,schule&amp;quot; (ebd.) und der Anglizismus ,,dad&amp;quot; (ebd.) verdeutlichen den Umgang der Jugendlichen mit grammatikalischen Regeln im Internet.Vor allem der Anglizismus zeigt, dass die englische Sprache ein großer Bestandteil der Jugendsprache ist und auch die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), auch als Empfingundlaut bekannt, zeigt das Schüler es vermeiden sich mit Adjektiven wie nervig ausdrücken, sondern ihren Emotionen freien Lauf lassen. Die darauf folgende These ,,Simsen macht Schüler nicht dumm&amp;quot; (Z.1) verdeutlicht den Standpunkt des Autors, welchen er im folgendem weiter ausführen wird. Der im Anschluss folgende Satz ,,[a]ber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.1) untermauert jedoch die höhere Fehlerrate der Schüler in Texten. Die adversative Konjunktion ,,[a]ber&amp;quot; (ebd.) leitet das Gegenteil ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) wird durch die rhetorische Frage ,,Kinder lesen zu wenig?&amp;quot; (Z.2) eingeleitet. Diese Frage beantwortet Krischke sofort durch den Ausdruck ,,[v]on wegen. Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot; (Z.2f.). Durch den Ausdruck ,,[w]ohl noch nie&amp;quot; (ebd.) wird deutlich, dass Kinder heutzutage durch die Medien viel mehr lesen und schreiben als früher, denn ,,[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen&amp;quot; (Z. 3f.). Die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht die Menge des Schreibens und der Ausdruck ,,[t]äglich&amp;quot; (ebd) zeigt die häufige Nutzung eines mobilen Gerätes in der heutigen Zeit. Somit veranschaulicht Krischke, dass der Sprachgebrauch durch die Medien eine viel größere Rolle spielt als früher, da jetzt auch außerhalb des Unterrichts viel geschrieben wird. Zudem verbringen Jugendliche ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (Z.4f.), dies soll den Aufwand der Kommunikation durch die Medien der Jugendlichen verdeutlichen. Der Ausdruck ,,Lektüre&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die Menge an Nachrichten die ein Jugendlicher täglich schreibt und wie viel Zeit Jugendliche dafür in Anspruch nehmen. Auch die Aufzählung ,,SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die vielen verschiedenen Wege der Kommunikation im Internet. Im Nächsten Satz führt der Autor jedoch an, dass ,,[t]rotzdem [...]bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude&amp;quot; (Z.6f.) aufkommt, ,,[d]enn den Simsern,  Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot; (Z.7f.), womit Kirschke zum Ausdruck bringt, dass zwar mehr geschrieben wird, aber die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) gesehen wird und daher nicht auf Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung oder grammatikalischen Strukturen geachtet wird, dies untermalt vor allem der Neologismus ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.), welcher verdeutlicht das nur die Kommunikation zählt und nicht die Zeichensetzung und der Wortschatz während der Kommunikation. Die darin enthaltene adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem&amp;quot; (ebd.) leitet somit den Bruch der Argumentationsstruktur ein, da zuvor von den positiven Auswirkungen der Medien gesprochen wurde und durch die adversative Konjunktion nun die negativen Aspekte eingeleitet werden. Dass die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) dient, untermauert Krischke mit seinem darauffolgendem Satz, denn ,,[v]on den Normen der Hochsprache ist ihre Schreibweise Lichtjahre entfernt&amp;quot; (Z.8f.). Mit dem Personalpronomen ,,ihre&amp;quot; (ebd.) meint Krischke die Nutzer des Internets und die Hyperbel ,,Lichtjahre&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht den großen Unterschied zwischen der ,,Hochsprache&amp;quot; (ebd.) und der heutigen ,,Schreibweise&amp;quot; (ebd.) im Internet. Diese Behauptung veranschaulicht er mit Beispielen wie ,,booaa mein dad voll eklich wg schule-stöhn* haste mo zeit? hdgdl&amp;quot; (Z.9f.), welche dazu dienen auf die fehlende Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung und Satzstrukturen zu achten, zudem wird die Sprache im Internet auch durch Anglizismen und Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.)geprägt. Vor allem solche Sätze ,,lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.). Der Ausdruck ,,noch immer&amp;quot; (ebd.)zeigt das solche Schreibweisen schon länger im Internet existieren. Nun stellt der Autor die Frage, ob ,,Jugendliche, die sich in solchen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?&amp;quot; (Z. 12ff.). In dieser Fragestellung wird ersteinmals deutlich, dass Krischke alle Bildungsgruppen anspricht, da er auf der einen Seite von einem ,,lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) spricht, was einen Bezug zu den ,,Pädagogen&amp;quot; (ebd.) schafft und auf der anderen Seite von einem ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) spricht, was wiederum einen Bezug zu den ,,Ausbildern&amp;quot; (ebd.) schafft. Zudem veranschaulicht die negativ konnotierte  Metapher ,,Trümmerlandschaft&amp;quot; (ebd.) den letztendlichen Sprachverlust durch die Medien und das dieser Sprachverlust Folgen hat für das deutsche Bildungssystem, weshalb der Autor auch das Schreiben einer Bewerbung (vgl.Z.14) mit einbringt, um die Probleme auf dem Wirtschaftsmarkt zu erklären, die noch kommen werden, jedoch teilweise sogar schon vorhanden sind. Diese Fragestellung beendet den ersten Sinnabschnitt und reizt somit das Interesse des Lesers auf die kommende Antwort. Der hypotakische Satzbau dieser Fragestellung untermauert die verschiedenen Bereiche, welche durch einen fehlerhaften Sprachgebrauch geprägt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt (Z.15-29) beginnt Krischke mit dem sofortigen Einstieg in die vorherige Fragestellung durch die Züricher Studie, da ,,[d]ie Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich [...] dieser Frage auf den Grund gegangen&amp;quot; (Z.15f.) ist. Sie untersuchte und verglich ,,fast 1000 Deutschaufsätze [...][die von] 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich&amp;quot; (Z. 16f.), mit ,,über 1100 Texte[...], die dieselben Jugendliche in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken&amp;quot; (Z.19f.) verfassten. Wobei ,,die Linguisten [sich] nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot; (Z .21ff.). Die adversative Konjunktion ,,sondern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass Sprache nicht nur aus ,,Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik&amp;quot; (ebd.) besteht, sondern auch aus dem ,,Wortschatz&amp;quot; (ebd.) und dem ,,Stil&amp;quot; (ebd.) des Schreibens. Das Resultat ist, dass ,,[i]n keinem dieser Bereiche [...]die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.23ff.) hätten, dies ,,gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Durch die Differenzierung der unterschiedlichen Bildungsgruppen knüpft Krischke einen Bezug zu seiner Frage, in der er auch zwischen den Bildungsgruppen unterscheidet, indem er sowohl fragt, ob ,,Jugendliche [...] überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) schreiben könnten, womit er im Spezielle die Schüler anspricht und auf der anderen Seite fragt, ob sie überhaupt noch dazu in der Lage seien einen ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) zu formulieren, was einen Bezug zu Auszubildenden schafft, die somit ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) sind. Zudem zeigt die Differenzierung zwischen einem ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) und einem ,,Gymnasiasten&amp;quot; (ebd.) auch das in der Züricher Studie die verschiedenen Bildungsgruppen betrachtet wurde. Der Ausdruck ,,[i]n keinem dieser Bereiche&amp;quot; (ebd.) betont das die Medien keine negativen Auswirkungen auf das Schreiben der Jugendlichen haben. Das Fazit dieser Studie von Christa Dürscheid ist, dass Jugendliche ,,wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden&amp;quot; (Z. 27f.), womit Christa Dürscheid die Jugendlichen beschützt und betont, dass sie sich im Internet nicht so ausdrücken, weil die Jugendliche nicht wissen sie es richtig geschrieben wird, sondern weil es zeitsparender und angesehener ist sich in der Jugendsprache mit Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.) oder Anglizismen wie ,,dad&amp;quot; (ebd.) auszudrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z. 29-39) untermauert jedoch die zu Beginn getroffene These ,,[a]ber ihre Texte sind fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.0). Denn ,,Grund für die Deutschlehrer, sind entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29ff.), vor allem die adversative Konjunktion ,,trotzdem&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass der Grund für die höhere Fehlerrate zwar nicht die Medien sind, jedoch die Texte viel fehlerhafter sind als früher und man der Ursache dafür auf dem Grund gehen sollte, was auch durch den folgenden Satz deutlich wird der aussagt, dass ,, auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet&amp;quot; (Z.32f.)  die Texte ,,die die Germanisten untersucht haben, [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot; (Z.32f.) seien, denn ,,[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung weisen sie deutliche Defizite auf&amp;quot; (Z.33f.). Die Aufzählung ,,Rechtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot; veranschaulicht das ,,deutliche Defizite&amp;quot; nicht nur vereinzelt auftreffen, sondern verschiedene und auch mehrere Bereiche des Schreibens betroffen sind. Des Weiteren geht der Autor auf eine bekannte Ursache ein, er spricht von der Entwicklung ,,in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigen&amp;quot; (Z.35f.). Der Ausdruck ,,stärker als zuvor&amp;quot; (ebd.) untermauert die Entwicklung des freien Schreibens. Der darauffolgende Satz, dass ,,[d]ieser eigentlich begrüßenswerter Trend [...] jedoch auf die Kosten ,,harter&amp;quot; Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.36ff.) gänge, veranschaulicht, dass dadruch die ,,Sprachfertigkeiten&amp;quot; (ebd.) von vielen Jugendlichen vernachlässigt wurde durch das neue Prinzip des freien Schreibens. Der auch hier verwendete Anglizismus ,,Trend&amp;quot; verdeutlicht die verbreitete Einbindung der englischen Sprache in die Deutsche, da auch der Autor Anglizismen verwendet. Zudem behauptet Krischke, dass ,,[f]ormelle Korrektheit [...] an Bedeutung [verlor und sogar] zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot;(Z.38f.). Der Ausdruck ,,bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot; (ebd.) zeigt, dass die Bedeutung von ,,formelle[n] Korrektheit&amp;quot; (ebd.) so stark abgenommen hat, dass dies nicht einmal mehr bewusst wahrgenommen wurde als Teil der Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke in seinem Sachtext verschiedene Ursachen für den Verlust der deutschen Grammatik darstellt. Zu Beginn des Sachtextes benennt er die Ursache der Kommunikation im Internet, die im Nachhinein durch die Züricher Studie widerlegt wird. Zudem nennt er eine weitere Ursache die seit einigen Jahren für den Verlust der deutschen Grammatik verantwortlich ist und zwar das freie Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, verfasst von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisiert werden die Ursachen der fehlerhaften Schreib- und Ausdrucksweise von Schülern in Bezug auf den Einfluss digitaler Kommunikationsformen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Textes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ lässt den Kontrast zwischen formaler Sprache und Umgangssprache erkennen. Der formale Beginn „Schreiben in der Schule“ (ebd.) ist grammatikalisch, sowie sprachlich korrekt. Im Kontrast dazu steht, formal durch einen Gedankenstrich getrennt, die umgangssprachliche Aussage „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.). Mit dieser Aussage gibt der Autor ein Beispiel für viele charakteristische Fehler in der alltäglichen Kommunikation über elektronische Kommunikationsformen. Die Aussage setzt mit der Interjektion „booaaa“ (ebd.) ein. Die Interjektion, die in formalen Texten keine Verwendung finden würde, verdeutlicht, dass es sich hierbei die Schriftweise der Alltagssprache angeglichen wird. Zudem verdeutlicht der Anglizismus „dad“ (ebd.), den Einfluss anderer Sprachen auf die Muttersprache, der sich erheblich durch die differenzierte Orthografie, beispielsweise in Form der Groß- und Kleinschreibung, darstellt. Dieser Umstand wird besonders an den Nomen „dad“ (ebd.) und „schule“ (ebd.) veranschaulicht, die in der vorliegenden Aussage klein geschrieben wurden, obwohl sie als Nomen eigentlich groß geschrieben werden müssten. Weiterhin ist auch die Abkürzung „wg“ (ebd.) für die Präposition „wegen“ eine Darstellung des Sprachverlustes in elektronischen Kommunikationsformen. Insofern gibt der Titel bereits erste Vorausdeutungen auf die angeführten Argumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) lässt sich als erste These des Textes auslegen. Mit der Behauptung „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (ebd.) legt Krischke seine Ansicht in Bezug auf die elektronischen Kommunikationsformen dar. Er ist der Auffassung, dass die Nutzung von elektronischen Kommunikationsformen, hier am Beispiel der SMS dargestellt, keine direkten negativen Folgend auf die Bildung der Schüler hat, auch wenn er eingesteht, dass deren „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Seinen Text beginnt Krischke mit dem gesellschaftlichen Vorwurf „Kinder lesen zu wenig“ (Z. 2). Diesen Vorwurf formuliert der Autor als Frage, um den Leser dazu anzuregen sich seine eigene Meinung zu der Thematik zu bilden. Seine Meinung positioniert Krischke in der Antwort „[v]on wegen“ (Z. 2) als Antwort auf die von ihm gestellte Frage. Darüber hinaus stellt er fest, dass Kinder „[w]ohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2 f.). Diese Behauptung stützt Krischke durch eine Aufzählung an Beispielen aus dem alltäglichen Leben, wie „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internetinfo“ (Z. 2 ff.). Allerdings ergänzt Krischke wenig später, dass diese Form der Kommunikation als Plaudermedium dient (vgl. Z. 8) und somit „[v]on den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt [ist]“ (Z. 8 f.). Die Metapher „Lichtjahre entfernt“ (ebd.) verdeutlicht, dass eine Distanz zwischen Plaudersprache und Hochsprache vorhanden ist. In diesem Zusammenhang greift der Autor den Titel des Textes noch einmal als Beispiel auf. Seiner Ansicht lassen „Gebilde wie ‚booaaa mein dad voll eklich wg schule –stöhn* haste mo zeit? hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]‘ lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9 ff.). Diese Ansicht ist insofern nachvollziehbar, als dass das im Beispiel angeführte Satzgebilde in grammatikalisch korrekter Hochsprache ‚Mein Vater ist verärgert. Hast du morgen Zeit? Hab dich lieb‘ lauten müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Stellungnahme:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache ist wie jede andere Sprache einem ständigen Wandel unterzogen. In der modernen Welt bleibt es daher nicht aus, dass auch Begriffe aus anderen Sprachen in den deutschen Sprachgebrauch aufgenommen werden. Besonders häufig sind diese Begriffe aus dem Englischen, sogenannte Anglizismen. Anglizismen sind schon lange keine Seltenheit mehr und gehören zum allgemeinen Wortschatz dazu. Begriffe wie Smartphone, Internet, joggen, Promi sind schon seit Langem keine Fremdwörter mehr, sondern allgemein bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptursache für die Übertragung der englischen Begriffe ins Deutsche liegt in der Globalisierung, oder konkreter gesagt in der Vernetzung der Welt. Durch den stetigen Austausch in Form von Kommunikation, Handel, aber auch Personen kommt es zu einer Vermischung der Kulturen und Sprachen. In der Kommunikation geschieht dies auf Grund der Tatsache, dass es sich bei Englisch eine Weltsprache handelt. Eine Weltsprache, die viele Menschen beherrschen ermöglicht eine direkte Kommunikation, sodass keine Dolmetscher benötigt werden. Deutlich bemerkbar macht sich der Umstand, dass es eine Sprache gibt, in der es möglich ist vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen den Zugang zu wichtigen Informationen schnell und verständlich möglich zu machen, in der Wissenschaft. Forschungsergebnisse, Erfahrungen und Bitten um Hilfe können in Englisch rund um die Welt verbreitet werden und somit zum einen die nationale Wissenschaft, aber auch die allgemeine Medizin und die Lebensweise der Menschen bereichern. Auch im Handel ist auf die englische Sprache nicht zu verzichten. Von kleinen Geschäften zwischen Privatpersonen, bis hin zu großen Konzernaufträgen, laufen Gespräche, Verträge und Transport auf Englisch ab. Aber nicht nur der Transport der Waren ist eine Ursache für die Aufnahme von Anglizismen ins Deutsche, sondern auch die Waren an sich. Beispielsweise gibt es Produkte für die es gar keine deutsche Bezeichnung gibt, wie beispielsweise „Tablet“. Weiterhin werden englische Begriffe aber auch durch die Wanderbewegung der Menschen verbreitet. Es ist heute völlig normal, dass ein Engländer in Deutschland lebt. Er arbeitet hier, hat einen Freundeskreis, hält sich an die geltenden Konventionen und Traditionen. Allerdings bringt er seine Kultur und somit auch seine Sprache in sein neues Heimatland mit. Besonders in der Gastronomie wird dies deutlich. In einem Restaurant ist es durchaus üblich ein Steak zu bestellen oder in einem Café einen Tee zu trinken. Beides Bezeichnungen die aus dem Englischen stammen. Als letzter Punkt wären ebenso die sozialen Medien zu nennen, die heute von mehreren Millionen Menschen genutzt werden. Facebook, Instagram und Twitter sind in der modernen Zeit stetige Wegbegleiter und nicht mehr aus dem gesellschaftlichen Miteinander wegzudenken. Der Kontakt mit anderen Menschen war noch nie zuvor so leicht herzustellen, genauso wie sich über die aktuellen Geschehnisse in der Welt zu informieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der Anglizismen brachte jedoch einige Konsequenzen mit sich. Zum einen ist der Sprachverlust zu nennen. Es wird heute nicht mehr als nötig empfunden für englische Produkte eine deutsche Bezeichnung zu erfinden. Im Gegenteil, es werden sogar eher englische Begriffe verwendet, als Deutsche. Besonders deutlich wird dies an den Substantiven „Team“ und „Trainer“. Es ist, besonders bei Jugendlichen, da diese stärker im Kontakt mit der englischen Sprache stehen, selbstverständlich den Begriff „Team“ anstelle des deutschen Begriffs „Mannschaft“ zu verwenden. Für die Bezeichnung „Trainer“, die ebenso aus dem Englischen stammt, gibt es noch nicht mal mehr ein deutsches Synonym. Eine weitere Konsequenz für die Sprache ist nicht nur die Überführung einzelner Begriffe ins Deutsche, sondern ganzer Satzstrukturen, die die geltende Grammatik und Rechtschreibung in Frage stellen. Ein anderer Aspekt ist darüber hinaus die Sprachbarrieren die zwischen den einzelnen Generationen entstehen. Während die Jugend sich schnell an die neuen Begrifflichkeiten gewöhnt und diese im Alltag einsetzt, so ist dies bei deren Eltern schon seltener und es treten oftmals Verständnisschwierigkeiten auf. Besonders schwerwiegend sind diese dann zwischen Enkeln und Großeltern, da diese in der Schule meist kein Englisch gehabt hatten und es auch im privaten Gebrauch nur selten relevant war.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich daher festhalten, dass Anglizismen die moderne Welt in der Wissenschaft, im Handel und allgemein im Zusammenleben der Menschen bereichert haben. Allerdings sind auch die schwerwiegenden Konsequenzen für die nationale Sprache zu beachten. Somit stehen negative Aspekte wie Sprachverlust, Grammatikverfall und fehlerhafte Rechtschreibung den positiven Seiten der Anglizismen gegenüber.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Krischke</id>
		<title>CFS T-Klassen/Reflexionen über Sprache/Krischke</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Krischke"/>
				<updated>2018-10-04T21:23:38Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Aufgabe 1: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Krischke: ''Schreiben in der Schule - booaa mein dad voll eklich wg schule (2011)'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Aufgabe: Textanalyse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Aufgabe: Stellungnahme zu Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 1:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext &amp;quot;Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert den Sprachgebrauch bei digitalen Kommunikationsformen sowie dessen vermeidlichen Auswirkungen auf die Sprache in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text setzt ein mit dem Teil der  Überschrift &amp;quot;booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, welche als Beispiel für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken dienen soll. So werden schon zu Beginn, die Kategorien aufgezeigt, die beim Sprachgebrauch in den sozialen Netzwerken vernachlässigt werden, wie die Grammatik oder die Groß- und Kleinschreibung. Hinzu kommt, dass Jugendliche häufig Interjektionen und Anglizismen verwenden. Für ältere Außenstehende ist diese Art des Deutschen oft schwer zu verstehen, was zu Kommunikationsproblemen führen kann. Im Anschluss an die Überschrift folgt ein Untertitel, der das Fazit des Textes vorweg nimmt( vgl. Z.1). Dieser ist antithetisch formuliert, wobei die Antithese durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Aber&amp;quot;(ebd.) eingeleitet wird. Dadurch wird klar, dass nicht die sozialen Netzwerke, die Schuld an fehlerhaften Texten in der Schule haben, sondern ein andere Grund vorhanden sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text und somit auch der erste Sinnabschnitt (Z.2-13), welcher dem Leser die Situation der Jugendlichen näher bringt, setzt ein mit der rhetorischen Frage &amp;quot;Kinder lesen zu wenig?&amp;quot;(Z.2) und dessen Antwort &amp;quot;Von wegen&amp;quot;(Z.2). So wird, vor allem durch die Antwort, hervorgehoben, dass Kinder sogar sehr viel lesen. Die darauffolgende These &amp;quot;Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot;(Z.2f). Krischke meint damit die ständige Konfrontation mit Texten, sei es auf dem Smartphone oder auf dem PC. Die weitere Erläuterung der These durch Maßangaben wie &amp;quot;Millionen von&amp;quot;(Z.3) und &amp;quot;Stunden&amp;quot;(Z.4), verdeutlichen hierbei den hohen Konsum der Jugendlichen, bezogen auf die sozialen Netzwerke. Dadurch, dass Krischke den Begriff &amp;quot;Lektüre&amp;quot;(Z.5) im Zusammenhang mit &amp;quot;SMS - Nachrichten&amp;quot;(Z.5) verwendet, wird ein Kontrast geschaffen. DAs Wort &amp;quot;Lektüre&amp;quot; (ebd.) wird normalerweise im schulischen Bereich verwendet, was den Zusammenhang zwischen den sozialen Netzwerken und der Schule aufzeigt: die Texte. Durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Trotzdem&amp;quot;(Z.6) wird die Antithese eingeleitet, dass bei &amp;quot;Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf&amp;quot;(Z.6f.) kommt. Denn das viele Lesen fördere nicht den adäquaten Sprachgebrauch in der Schule. Der darauffolgende Satz &amp;quot;Denn das Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot;(Z.7f.) enthält die vier Neologismen &amp;quot;Simmsern, Chattern und Twitterern [...] Plaudermedium&amp;quot;(ebd.) welche die die neue Art des Schreibens unterstreichen. Nach Krischke, ist also der größte Unterschied zwischen Texten in der Schule und Texten in der Freizeit die Unwichtigkeit der schulischen Texte. Dass, der Unterschied zwischen den &amp;quot;Normen der Hochsprache&amp;quot;(Z.8) und der &amp;quot;Sprechschreibe&amp;quot;(Z.9), sehr hoch ist, untermauert Krischke durch die Hyperbel &amp;quot;Lichtjahre&amp;quot;(Z.9). Die Sprache in der Schule und die Sprache in sozialen Medien ist also sehr unterschiedlich, was zu Kommunikationsproblemen oder schlechteren Ergebnissen in der Schule führen könnte. Im folgenden listet Krischke einige Beispiele für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken auf (vgl. Z.9-10). Diese sind ebenso wieder von Anglizismen, fehlender Grammatik, fehlender Groß - und Kleinschreibung und Interjektionen geprägt. Durch die hyperbolische Beschreibung, dass &amp;quot;Freunde des Dudens [...] zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.) wenn sie diese sprachlich falschen Sätze hören, wird der Unterschied zwischen dem korrektem Deutsch, das im Duden widergespiegelt wird, und dem, welches die Jugend beim Chatten verwendet, hervorgehoben. Die Frage ob &amp;quot;Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, eine präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?&amp;quot; (Z.12ff.) leitet in die darauffolgende Erläuterung ein, und formuliert, das, was der Leser sich denkt. Durch die Metapher &amp;quot;sprachliche[n] Trümmerlandschaften&amp;quot;(ebd.) wird noch einmal unterstrichen, wie Weit und extrem die Fehler ausgeprägt sind, die die Jugendlichen in sozialen Netzwerken verwenden. Außerdem veranschaulicht die Aufzählung, von formalen Aufsätzen, dass es heutzutage immer noch nötig ist die deutsche Sprache in richtiger Form zu beherrschen. Im Berufsleben haben die Betroffenen ansonsten schlechte Karten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt erstreckt sich von Z.15- 29 und erläutert die Studie von &amp;quot;Christa Dürscheid&amp;quot;(Z.15). Das hinzufügen von einer wissenschaftlichen Studie einer &amp;quot;Germanistik-Professorin&amp;quot;(Z.15) stützt Krischkes Argumentation insofern, dass sich seine Thesen belegen lassen. Dürscheid zeigt mit &amp;quot;1000 Deutschaufsätze[n]&amp;quot; und &amp;quot;1100 Texte[n] [...], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS- Meldungen, E-Mails, Chat Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten&amp;quot;(Z.19-21), eine große Bandbreite an Quellen für ihr Ergebnis, was die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis richtig ist, erhöht. Im nächsten Satz hebt Krischke hervor, dass &amp;quot;sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot;(Z.21ff.) befassten. Dadurch verdeutlicht Krischke, dass sich in der Studie mit jeglichen Facetten der Sprache befasst wurde und es sich auf Grund dessen um eine umfangreiche Studie handelt. Unterstützt wird dies durch die Konjunktion &amp;quot;sondern&amp;quot;(ebd.), die die vermeintlich unwichtigeren Facetten der deutschen Sprache hervorhebt.Als Fazit formuliert Krischke, dass keine Gemeinsamkeiten zwischen den &amp;quot;sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation&amp;quot;(Z.24f.) und den &amp;quot;Schultexten&amp;quot;(Z.25) gefunden. Die Frage, o soziale Medien einen negativen Einfluss auf die Beherrschung der deutschen Sprache haben, lässt sich also mit Nein beantworten. Krische fügt hinzu, dass bei diesem Ergebnis kein Unterschied zwischen &amp;quot;Berufsschüler[n]&amp;quot;(Z.26)  und &amp;quot;Gymnasiasten&amp;quot;(Z.26) festgestellt wurde. Das die sprachlichen Schwierigkeiten etwas mit der Intelligenz zu tun hat, lässt sich also nicht sagen. Im darauffolgendem Zitat von Christa Dürscheid , hält Krischke noch einmal fest, dass den Schülern durchaus bewusst sei, das ein Unterschied zwischen beiden &amp;quot;Schreibwelten&amp;quot;(Z.27) herrscht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt (Z.29-34) führt das Fazit weiter aus. Wolfgang Krische ist der Meinung, das Ergebnis der Studie sei kein &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen&amp;quot;(Z.29f.). Durch die Metapher &amp;quot;zurücklehnen&amp;quot;(ebd.) untermauert Krischke, dass &amp;quot;die Schultexte [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot;(Z.32f.) sind. Die größten Fehlerquoten seien in der &amp;quot;REchtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot;(33f.) zu finden. Hier sollten die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(ebd.) also besonders nachhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.34-39) beschäftigt sich mit einem möglichen Grund für die negative Entwicklung der Anwendung der deutschen Sprache, wobei er &amp;quot;Die Entwicklung[...] in den siebzieger Jahren&amp;quot;(Z.35) nennt. Die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(Z.35) hätten &amp;quot;die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigt&amp;quot;(Z.35f.), womit Krischke veranschaulichen will, das Lehrer damals anfingen Rechtschreibregeln zu etablieren, anstatt die Kinder auswendig lernen zu lassen. Seine eigene Meinung gibt er Preis, indem er diese Methode als &amp;quot;begrüßenswerten Trend&amp;quot;(Z.37) definiert, wahrscheinlich, weil er pädagogische Vorteile hat. Durch die Metapher &amp;quot;auf Kosten 'harter' Sprachfähigkeiten&amp;quot;(Z.37) verdeutlicht Krischke, dass sich der neue &amp;quot;Trend&amp;quot;(ebd.) auf das Beherrschen der deutschen Sprache, &amp;quot;wie der Orthografie&amp;quot;(Z.38), stark negativ ausgewirkt hat. Zum Schluss hebt Krischke noch hervor, dass die Auswirkungen des &amp;quot;Trends&amp;quot;(ebd.) so extrem waren, dass man hätte denken können, &amp;quot;Formale Korrektheit&amp;quot;(Z.38) sei schon &amp;quot;bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot;(Z.39). Das Beherrschen der deutschen Sprache sei also etwas gewesen, dass gesellschaftlich nicht hoch angesehen war, das als &amp;quot;angeberisch&amp;quot; wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke der Frage auf den Grund geht, ob die sich die sozialen Netzwerke negativ auf die Sprachfertigkeiten auswirken, indem er seine Thesen mit Metaphern, Neologismen und Hyperbeln hervorhebt. Er stütz sich in seinem Sachtext auf die Studie Christa Dürscheids, die als Antwort auf die Frage, mit Nein antwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 2:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge verschiedener Ursachen und Konsequenzen, beeinflussen Anglizismen die deutsche Sprache enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahrscheinlich wichtigste, zu benennende Ursache ist die Globalisierung. Menschen von verschiedenen Ländern haben mehr Möglichkeiten zu kommunizieren und tauschen im Zuge dessen ihre Muttersprachen miteinander aus. Da Englisch die Weltsprache ist sie die Sprache, die im Austausch am meisten verwendet wird. Die Sprache verbreitet sich also am schnellsten und einzelne Wörter, also Anglizismen, werden in eine andere Sprache eingebürgert. Besonders soziale Medien bieten einen Raum für den Austausch von verschiedenen Sprachen und besonders der englischen Sprache, sodass besonders dort Anglizismen hervorgebracht werden. Da die jüngeren Generation mit diesen sozialen Medien aufwachsen, etablieren sie die Anglizismen meist auch in der Gesellschaft. &lt;br /&gt;
Dies führt auch schon direkt zu den Konsequenzen. Denn Anglizismen werden hauptsächlich von jungen Leuten verwendet, sodass es bei der Verwendung zu Verständnisschwierigkeiten kommen könnte. Besonders wenn ältere Menschen sich mit jüngeren Menschen verständigen kommt es zu Schwierigkeiten, da die Älteren die Anglizismen oftmals nicht verstehen. Dies führt zu einer Distanz zwischen Alt und Jung, da die Kommunikation schwieriger wird und beide Fraktionen sich Missverstanden fühlen. Zudem kommt es zu einem Verlust der deutschen Sprache, da deutsche Wörter durch die Anglizismen ausgetauscht werden. Deswegen könnte man auch sagen, dass Tradition verloren geht und verschiedene Länder ihre Kultur und Einzigartigkeit in der Sprache verliert. Trotzdem ist hervorzuheben, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen besser zusammenfinden, da sie einige Gemeinsamkeiten durch Anglizismen aufweisen. Die Kommunikation wird also gestärkt und bringt die Möglichkeit voneinander zu lernen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass bei den Ursachen besonders die Globalisierung, die Zunahme der Verwendung von sozialen Netzwerken und die Etablierung des Englischen als Weltsprache hervorzuheben ist. Die Konsequenzen lassen sich anhand der Verständigungsschwierigkeiten, des Verlust der deutschen Sprache und der besseren Kommunikationsmöglichkeiten zwischen verschiedener Länder zusammenfassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht. Inhaltlich befasst sich das Schriftstück mit den sich verschlechternden schriftsprachlichen Fähigkeiten von Schülern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seine Überschrift „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ zeugt von einer fehlerhaften Satzstruktur bzw. Grammatik, welche durch Anglizismen bereichert ist. Die hohe Fehleranzahl allein schon in einem Satz,untermauert bereits Wolfang Krischkes Auffassung, dass der heutige Schreibstil der Schüler an deren Sprechweise angeglichen sei und stellt somit ein repräsentatives Beispiel seiner These dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Textauszug setzt mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z.2) ein, welche jedoch von der adversativen Konjunktion „aber“(ebd.) relativiert wird. Dadurch wird untermauert, dass Krischke zwar der Auffassung ist, dass Simsen bzw. die Digitalisierung allgemein keinen negativen Einfluss auf die schriftliche Kompetenz von Schülern habe, sie jedoch „heute fehlerhafter als früher“ (ebd.) sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text beginnt mit der Frage, ob sich Kinder heutzutage zu wenig mit Literatur befassen würden (vgl. Z.3). Diese Begebenheit wird jedoch unmittelbar von dem Autor verneint, da er der Meinung ist, dass „[sie] wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z.3f.). Um seine These zu verdeutlichen verwendet der Autor eine Akkumulation für alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit Lesen und Schreiben in Verbindung kommen (vgl. Z.4ff.).   Der Autor bezieht seine Beispiele aus dem medialen Alltag, um seine Behauptung und seinen komplexen Gedankengang den Lesern verständlich zu machen. Auffällig ist hier die sich durch den kompletten Text ziehende hypotaktische Syntax, welche die erläuternde Rolle von Wolfgang Krischke hervorhebt und zu einer detailreichen Erklärung verhilft. Des Weiteren erkennt man an der von Krischkes benutzen Alltagssprache, dass sich sein Sachtext an die allgemeine Leserschaft richtet. Durch die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z.6) leitet der Autor ein, dass dieses Phänomen, des häufigen Lese- und Schriftkontakts, jedoch nicht nur Vorteile mit sich bringt, da Schüler diese Medien als „Plaudermedium“ (Z.8) benutzen würden, um zwanglos miteinader zu kommunizieren. Jedoch stellt diese Zwanglosigkeit eine Problematik dar, da nicht auf eine korrekte Schreibweise geachtet wird. Dieser von Krischke aufgestellter Neologismus akzentuiert, dass er der Auffassung ist, dass Schüler ihren Schreibstil ihrer alltäglichen Sprechweise angleichen würden und dieser daher immens abgewandelt von der Hochsprache wäre (vgl. Z.9f.). Als Beispiel für diese an die Sprechweise angeglichene Schriftart repetiert Wolfgang Krischke hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklig wg schule […]“ (Z.9f.). Im weiteren Verlauf stellt Krischke die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z.12ff.) und regt dadurch seine Leserschaft zum Nachdenken an, da er die Problematik der fehlerhaften Schultexte auf das zukünftige Berufsleben bezieht. Die Metapher „sprachliche[…] Trümmerlandschaften“ (ebd.) betont das Ausmaß sprachlicher Fehler in der Sprache, welche sich in den Texten im Internet, jedoch auch in der Schule bemerkbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um auf seine Frage näher einzugehen, bezieht er sich auf das Experiment von der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid, welche Deutschaufsätze von 16- bis 18-jährigen Schülern mit deren freizeitlichen Texten verglichen und sich „nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z.21ff.) interessiert hat. Diese Akkumulation verdeutlicht, dass es sich also um eine genaue Analyse der Schriftstile handelt, wodurch sie seriös wirkt. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Schultexte habe (vgl. Z.23ff.). Um das Resultat zu untermauern, bezieht der Autor sich auf das Zitat von Christa Dürscheid, welche der Auffassung ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.). Wolfgang Krischke relativiert diese Aussage jedoch, indem er meint, dass die Studie keinesfalls eine Rechtfertigung der Problematik in der fehlerhaften Sprache darstellt (vgl. Z.29ff.). Der Autor ist zwar der Auffassung, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z.31f.), jedoch seien die untersuchten Texte „alles andere als fehlerfrei“ (Z.33).  Diese Anschauung des Autors akzentuiert die Menge an Fehlern in Schultexten, welche eine Problematik darstellen und sie „vor allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung […] sie deutliche Defizite auf[weisen]“ (Z.33ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine These der Leserschaft zu veranschaulichen versucht der Autor einen Erklärungsansatz für das Phänomen darzulegen (vgl. Z.34f.). Die eigentliche Ursache der wachsenden Fehlerquote in Schultexten, sei „die Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z.34ff.). Die Erläuterung verdeutlicht nochmals, dass Krischke die Netzwerkkommunikation nicht als Verursacher sieht, jedoch „[ging] dieser eigentlich begrüßenswerte Trend […] auf Kosten „harter“ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z.36ff.). Die Ausdrucksweise „eigentlich begrüßenswert[…]“ (ebd.) untermauert, dass der Autor im Grunde genommen für eine freies Schreiben ist, jedoch wird mit dem Paritkel „eigentlich“ (ebd.) veranschaulicht, dass er der Meinung ist, dass formale Korrektheit so eine Barriere für die Schüler dargestellt hat und „ geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein“ (Z.38f). Die These verdeutlicht, dass die korrekte Schreibfertigkeit immer weniger verwendet wurde und nicht mehr als Selbstverständlich galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich erkennen, dass der Autor Wolfgang Krischke grundsätzlich die Netzkommunikation nicht als Verursacher der fehlerhaften Texte sieht. Jedoch ist er der Meinung, dass die Texte vermehrt Fehler aufweisen als die früheren. Krischke belegt seine Meinung an Metaphern, adversativen Konjunktionen und an dem Beispiel der Züricher Studie, welche seinen Text seriös wirken lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und die daraus resultierenden Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Wörter, welche aus der englischen Sprache in den Wortschatz einer anderen, aufgenommen wurden. So steht auch die deutsche Sprache im stetigen Wandel und nimmt Wörter aus allen Teilen der Welt, insbesondere aus dem Englischen auf. Auch heutzutage stellen Anglizismen ein zentrales Thema in der Gesellschaft dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache für diese sogenannten Anglizismen ist, dass Englisch das Französisch und Griechisch abgelöst hat und somit als Weltsprache gilt. Durch eine sich stets verbessernde Ausbildung der Bürger, kann die Bevölkerung im beruflichen sowie öffentlichen Leben an dieser Entwicklung teilhaben. Somit können Begriffe, beispielsweise der Wirtschaft, schnell einen Weg in die Alltagssprache finden. Aber auch spielt die Globalisierung eine wichtige Ursache für den Sprachwandel und somit für die Anglizismen dar, da die Menschheit durch sie die Möglichkeit bekommen mit anderen Ländern zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bleibt dieser Sprachwandel nicht ohne Konsequenzen. Einige Bürger sind der Meinung, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit eine Schwierigkeit in der Kommunikation darstellen. Beispielsweise verstehe die ältere Generation die Fremdwörter, aufgrund ihrer mangelnden Englischkenntnisse, nicht und würde folglich von der Kommunikation ausgeschlossen. Des Weiteren seien die Anglizismen für den Verlust deutscher Worte und was das Deutsche auszeichnet verantwortlich. Denn die Sprache beinhaltet Geschichte und Kultur. Verliere man also die aktuelle Sprache, verliere man auch die eigene Identität und Individualität der Sprache. Weitreichend verliere die deutsche Sprache in der Welt immer mehr an Bedeutung. Des Weiteren führt die verkürzte Sprache dazu, dass Jugendliche immer mehr Fehler in ihre Texte einbauen, was u.a. in dem Sachtext „Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg Schule“ von Wolfgang Krischke thematisiert wird. Doch die Verkürzung der Sprache wirft nicht nur Schatten auf die Jugendlichen, denn sie führt auch zu einer allgemeinen Verflachung der deutschen Sprache durch unreflektierte Sprachnutzung und so zu einem Rückgang von Präzision.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen diese Sprachwandel als kein neues Phänomen an, da sie der Auffassung sind, dass alle Sprachen der Welt dem Sprachwandel aufgrund der Globalisierung unterworfen seien und es Sprachwandel schon immer gegeben habe. Anglizismen würden nach ihnen nur ein Ergebnis von Kommunikation darstellen, welches nicht beabsichtigt sein müsse. Des Weiteren würde die Sprache dadurch modernisiert, dass sie sich an die Weltsprache anpasst und die Sprachverständigung gefördert werde. Ebenso schreite die Globalisierung durch die Vernetzung der Sprachen besser voran, da sich alle mit der Weltsprache Englisch verständigen würden. Des Weiteren seien einige Bereiche der Sprache nicht regulierbar z.B. die Jugendsprache, da laut den Befürwortern der Anglizismen der Sprachwandel insbesondere ein Phänomen der mündlichen Sprache sei. Jugendliche würden demnach anders schreiben als sie reden, was die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid in dem vorliegenden Sachtext betont. Laut ihr können „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.). Allgemein seien Versuche, die Sprache zu reglementieren ein Eingriff in die Freiheit des Menschen und schwierig durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es durchaus einige Kritiker der Anglizismen gibt. Jedoch ist grundsätzlich zu sagen, dass sich der Sprachwandel nicht aufhalten lässt und die deutsche Sprache Fremdwörter seit Jahren erfolgreich integriert. Außerdem verschwinden viele Fremdwörter wieder aus dem Sprachgebrauch, da sich meistens nur die Wörter durchsetzen, die in der Gesellschaft eine allgemeine Akzeptanz erlangen, beispielsweise der Begriff „Hobby“. Des Weiteren stellt Englisch die essentiellste Sprache der heutigen Zeit dar, sodass eine Anpassung der deutschen Sprache an die englische Sprache die Sprachverständigung fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''1.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext “Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule”, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert den Grund für fehlerhafte Sprache der Schüler in Bezug auf elektronische Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung in die Thematik beginnt schon mit dem Titel, der nicht nur ein repräsentatives Beispiel für eine von einem Schüler verfasste SMS darstellt, sondern gleichzeitig die Vielzahl der Fehler veranschaulicht. Denn im Satz “booaaa mein dad voll eklich wg schule” fehlt nicht nur ein Prädikat, auch die Grammatik ist falsch, sowie die Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung. Darüber hinaus ist er umgangssprachlich formuliert, enthält einen Anglizismus und eine Interjektion. Diese Veranschaulichung zeigt exakt die Stellen, an denen Schüler in der deutschen Sprache Probleme hätten, sodass der Titel direkt zu Beginn die Problematik aufzeigt, dass Schüler zu viele Fehler machen würden. Dazu antithetisch steht der erste Satz des Untertitels “Simsen macht Schüler nicht dumm” (Z.1), der gleichzeitig eine These ist. Diese Behauptung deutet an, dass der Autor der Meinung ist, dass diese Form des Simsen nicht unbedingt einen negativen Einfluss auf die geschriebene Sprache der Jugendlichen habe, obwohl sie meist, wie im Titel veranschaulicht, sehr viele Fehler aufzeigen. Auf der anderen Seite deutet Krischke, eingeleitet durch eine adversative Konjunktion, mit der These “Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher” (Z.1) bereits an, dass das Problem die Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter als früher, nicht direkt im Zusammenhang mit fehlerhaften Textnachrichten in Verbindung stehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit “Kinder lesen zu wenig?” (Z.2) beginnt der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) vom Sachtext, der zugleich eine heutzutage oft vertretene Meinung mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (Z.2) dementiert. Mit dieser Frage verdeutlicht Krischke seinen Standpunkt bezüglich der Vor- und Nachteile zum Thema soziale Medien, in dem er mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (ebd.) die Behauptung aufstellt, Kinder lesen heute viel mehr als man denkt, was er durch den danach folgenden Satz “Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute” (Z.2f.) sogar zuspitzt. Er behauptet also nicht nur, dass Kinder viel lesen, sondern auch, dass sie mehr als je zuvor lesen würden. Die These untermauert er durch die darauffolgenden Beispiele, die Situationen oder Möglichkeiten zeigen, wo Kinder tagtäglich lesen. Dabei umfasst bei genauerer Betrachtung das “[t]äglich[e] Tippen [...] von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten” (Z.4f.) und das “[V]erbringen [von] Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos” (Z.4ff.) den Bereich der elektronischen Medien. Daraus resultierend wird hier also aufgezeigt, dass Kinder aufgrund von modernen Möglichkeiten viel lesen, jedoch das alte, “klassische” Lesen von Printmedien wie Buch und Zeitung überholt sei. Anhand der adversativen Konjunktion und des Satzes “Trotzdem kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf” (Z.6f.) lässt sich jedoch sagen, dass das Lesen von SMS-Nachrichten etc. jedoch nicht die beste Lösung sei, um richtige Grammatik, Rechtschreibung und Co. zu erlernen, also um fehlerfreie Texte zu schreiben. Der Grund dafür, weshalb dies nicht die beste Alternative sei, liefert der Satz “Denn den Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium” (Z.7f.). Das sogenannte plaudern hat den Zweck, sich gemütlich und zwanglos zu unterhalten, oft in kurzer sprachlicher Form. In Bezug darauf bezieht sich Zwanglosigkeit wieder rum auf einfaches schreiben, ohne auf Falsch und Richtig zu achten, sodass bei dem zwanglosen plaudern über beispielsweise Twitter sprachlich falsche Sätze herauskommen. Als Beispiel für solch einen Satz dient die Überschrift (ebd.). Unglücklich über die vermehrte Nutzung von Chats etc. sind “Pädagogen und Ausbilder[...]” (ebd.) also deshalb, weil diese ein unvorbildliches Lesemedium darstellen können, ganz im Gegensatz zu Büchern und Zeitungen, die von extra Ausgebildeten auf Orthografie geprüft werden, und bei denen man grundsätzlich davon ausgehen könne, dass sie fehlerfrei seien. Somit erklärt Krischke den Unterschied zu früheren Lesemöglichkeiten und weshalb Experten die eigentlich positiv klingende Entwicklung nicht für gut heißen. Da also Beispiele wie Chat-Nachrichten Plaudermedien seien, und somit oft in einer fehlerhaften Alltagssprache formuliert sind, seien sie “von den Normen der Hochsprache [...] Lichtjahre entfernt” (Z.8f.).  Damit wird gleichzeitig hyperbolisch das Ausmaß dieser Entwicklung angedeutet, wobei er dadurch auch betont, dass Schüler mit solch einer Vielzahl an Fehlern, wie im Titel dargestellt, nicht den eigentlichen Anforderungen gerecht werden und, dass die Unterschiede zwischen Hochdeutsch und der Sprache die Kinder zum plaudern benutzen immens seien. Ein weiteres Beispiel im nächsten Satz, sowie die Metapher “lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken” (Z.11f.), weisen wieder auf die Vielzahl der Fehler hin, sodass damit gleichzeitig die These, Schüler machten heute viel mehr Fehler als früher (vgl. Z.1) unterstützt wird. Zusammenfassend kann man sagen, dass Krischke im ersten Sinnabschnitt zwei Feststellungen macht. Zum einen stellt er heraus, dass Kinder heute mehr lesen also zuvor, jedoch überwiegend sprachlich Falsches, zum anderen stellt er die Behauptung auf, Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter. Mit der Frage “Können Jugendliche, die sich in diesen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?” (Z.12ff.) wagt er die Behauptung, dass diese beiden Thesen in Zusammenhang stehen könnten. Mit der Metapher “Trümmerlandschaften” (ebd.) wird noch einmal betont, wie weit einige SMS-Nachrichten von einem hochdeutschen Satz entfernt seien und wie zugespitzt die Situation sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.15-34) bezieht sich allgemein auf eine von Experten durchgeführte Forschung bezüglich dieses Themas. Dabei wurde diese Entwicklung von der Germanistik-Professorin Clara Dürscheid von der Universität Zürich erforscht, die sich mit 16- bis 18-jährigen Schüler aller Schulformen aus dem Kanton Zürich beschäftigt hat (vgl. Z.16ff.). Durch die detaillierte Erklärung des Ablaufes der Forschung gewinnt Krischkes Text an Glaubhaftigkeit und Seriösität, da er sich auf wissenschaftliche Ergebnisse beruft. Bei dem Experiment wurden die beiden Textarten, einmal die private und einmal die schulische, unmittelbar untersucht und verglichen auf verschiedene Aspekte wie “Rechtschreibung, Interpunktion[,] [...] Grammatik, [...] Wortschatz, [...] Stil und den Aufbau der Texte” (Z.22f.), womit die Genauigkeit der Forschung unterstrichen wird. Das Ergebnis stellt den überraschenden Wendepunkt des Textes dar: &amp;quot;In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.24ff.). Damit unterstreicht Krischke deutlich, dass der Grund weshalb die schulischen Texte heute fehlerhafter seien als früher, nicht an der Netzkommunikation läge, obwohl er, wie bereits erläutert, weiß, dass diese im Regelfall keine vorbildliche Sprache vorweisen kann. Dies spezifiziert er durch den Satz &amp;quot;Das  stellt das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Die von Christa Dürscheid zitierte Feststellung &amp;quot;'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen'&amp;quot;(Z.26f.) stellt ein wissenschaftliches Ergebnis dar, und ist somit ein Faktum, das für den weiteren Verlauf des Textes wichtig ist. Anhand von &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29f.) ist zu erkennen, dass die häufige Fehlerzahl eine andere Ursache habe, wobei durch die Erwähnung der &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot; (ebd.) angedeutet wird, dass die Quelle der Fehler nicht in der privaten Chatkommunikation läge, sondern tatsächlich in der Schule. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z.34-39) geht Krischke auf den eigentlichen Grund der Fehler ein, und greift dafür mit &amp;quot;Die Entwicklung begann in den siebziger Jahren&amp;quot; (Z.34f.) in die Vergangenheit, womit er gleichzeitig noch einmal betont, dass der Grund nicht in der modernen Netzkommunikation, die es schließlich in den Siebzigern noch nicht gab, lag, sondern schon weit vorher. Die Behauptung, die Fehler fingen an, &amp;quot;als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten&amp;quot; (Z.35f.) gibt indirekt den Schulen die Schuld für das Problem. Die positiv konnotierten Adjektive &amp;quot;frei&amp;quot; und &amp;quot;spontan&amp;quot; (ebd.) verstärken eine eigentlich positiv geformte Vorstellung des Schreibens, jedoch gehe dieser &amp;quot;eigentlich begrüßenswerte[r] Trend&amp;quot; (Z.37) auf die Kosten &amp;quot;'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.37f.), womit angedeutet wird, dass Schüler zwar inhaltlich freier und spontaner schreiben konnten, jedoch gleichzeitig auch sprachlich falsch. Mit dem Schlusswort &amp;quot;Formale Korrektheit verlor an Bedeutung, geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot; (Z.38f.) führt er eine Konsequenz dieser Entwicklung an und zeigt damit dass Orthografie etc. als überflüssig angesehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Krischke den Grund für fehlerhafte Texte der heutigen Schüler sucht und dabei erstmals auf die moderne Netzkommunikation eingeht. Dabei stellt er erstmal die These auf, Kinder lesen heute viel mehr als früher, jedoch sei die Art des Geschriebenen anders als früher. Zudem betont er, dass das private, elektronische Schreiben alles andere als sprachlich korrekt sei und dass zwischen diesem Aspekt und dem der fehlerhaften Texte eine Verbindung stehen könnte. Durch eine ausführliche Beschreibung einer Forschung zu genau dieser Thematik wird die Glaubhaftigkeit des Ergebnisses gefördert, dass da wäre, dass der Grund der Fehler nicht in der modernen Netzkommunikation läge. Schlussendlich nennt Krischke den wahren Grund, der das freie und spontane Schreiben sei, wobei er beispielsweise durch die Erwähnung der Entwicklung aus der Vergangenheit immer wieder betont, dass das &amp;quot;plaudern&amp;quot; über elektronische Geräte, nicht die sprachliche Korrektheit der Schüler beeinflusse. Dies wird verstärkt durch die Nutzung von verschiedenen sprachlichen Mitteln, wie von Beispielen, Thesen, Zitate von Experten, Hyperbolen und Aufzählungen, sowie einem wechselnden hypotaktischen und parataktischen Satzbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  Aufgabe&lt;br /&gt;
Wortbildungen die aus dem Englischen übernommen werden und in eine Sprachgemeinschaft eingeschlossen werden, nennt man Anglizismen. Dass diese Anglizismen heutzutage einen großen Einfluss auf den deutschen Sprachraum haben, ist kein Geheimnis. Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen derer erörtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Ursache behandelt die Globalisierung und die Internationalität der Welt. Diese beinhaltet mehrere Faktoren wie beispielsweise das Internet, das den Menschen überall auf der Welt die Möglichkeit bietet sich mit anderen zu vernetzen und zu verständigen.  Dadurch sind Apps wie WhatsApp, Instagram und Facebook entstanden, die man heute soziale Netzwerke nennt. Neben diesen Apps existieren tausend andere Möglichkeiten mit anderen zu kommunizieren. Am Erfolg dieses Konzepts lässt sich messen, wie sehr Internationalität die Menschen anspricht und dass die Menschen  über den Tellerrand hinaus blicken möchten. Jedoch braucht es in so einer globalen Welt eine Sprache zur Verständigung die jeder spricht. Da Großbritannien aufgrund seines historischen Hintergrundes Kolonien rund um die Welt hatte, ist die englische Sprache beinahe auf jedem Kontinent vertreten, sodass sie zur sogenannten „Verkehrssprache“ wurde.  Die Verkehrssprache ist die Sprache, auf die Menschen in der Regel als erstes zurückgreifen, wenn sie nicht ihre Muttersprache nutzen können. Diese beiden Faktoren, der Wunsch nach Globalisierung und Englisch als Verkehrssprache, sind die Hauptursachen des ins Deutsche integrierte Englisch. Daraus entstehen wiederrum die Konsequenzen, dass es im Beruf immer wichtiger wird Englisch oder mehr Sprachen sprechen zu können, oder dass Schulen damit anfangen, bereits im frühen Alter Englisch zu unterrichten. Die Folgen wiederrum machen das Können von Englisch zu einem Muss, sodass vereinzelte englische Wörter ins Deutsche miteingebunden werden. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Grund für Anglizismen sind die USA, da sie in der modernen Welt das Vorbild für jegliche Trends in Deutschland ist. Die Vereinigten Staaten, bekannt als das Land der Träume, sind ein Land mit viel Einfluss. Vor allem junge Leute nehmen sich ein Vorbild an dem was Amerikaner tun, oder sehen ihr Idol in amerikanischen Prominenten, da diese meist auf der ganzen Welt berühmt sind. Nachgeahmt werden der Kleidungsstil, der Lebensstil und auch die Sprache, die ebenfalls Englisch ist. Dadurch steigt das Interesse am Englischen und der Wille Englisch sprechen zu können. Jedoch wird nicht immer zwischen Deutsch und Englisch unterschieden, Englisch findet oft den Weg durch Anglizismen den Weg ins Deutsche. Ein weiterer Grund dafür ist gleichzeitig die dadurch entstehende Konsequenz. Denn Englisch ist weitaus kürzer und weniger kompliziert aufgebaut als Deutsch, ein Beispiel dafür sind die Artikel. Das Deutsche hat drei Artikel: „der“, „die“ und „das“, während das Englische mit „the“ auskommt. Zudem sind Wörter wie „Team“, „Online“, „Laptop“, „Display“, „Mom und Dad“ und viele weitere viel kürzer und einfacher formuliert als „Mannschaft“, „im Netz“ und „Computerbildschirm“. Da diese Terme einfacher und kürzer sind, werden sie übernommen und eingebürgert, sodass sie heute ein fester Bestandteil der deutschen Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenzen dieser Entwicklung und Anglizismen für die deutsche Sprache sind, dass viele auch im Deutschen vereinfachen und abkürzen. Ein Beispiel dafür sind die vier Fälle, wobei der Dativ und der Genitiv (Wem?, Wessen?) zu einem Fall zusammengefasst werden, sodass aus „das ist die Jacke des Lehrers“ „das ist die Jacke von dem Lehrer“ wird.  Durch die ständige Konfrontation mit dem Englischen (ausgelöst durch die Globalisierung) schauen sich viele den Satzbau, die Wörter und die Grammatik des Englischen ab und übertragen sie auf das Deutsche. Die deutsche Sprache verliert damit an ihrem einzigartigen deutschen Charakter und wird an die heutige Zeit angepasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem lässt sich sagen, dass vor allem junge Leute davon betroffen sind, da sie die Hauptaltersgruppe der sozialen Netzwerke sind, die dies an die kommende Generation weitergeben werden. Es lässt sich also zusammenfassend feststellen, dass Anglizismen aufgrund der Globalisierung ihren Weg in die deutsche Sprache gefunden haben und dass sie Vereinfachungen und Abkürzungen auslösen und dass diese Entwicklung im Lauf der Jahre aufgrund der jungen Generation weitergehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1 ===&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ von Wolfgang Krischke aus dem Jahr 2011 handelt von der Entwicklung der deutschen Sprache, welche sich wesentlich durch Deutschlehrer verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn erkennt man eine wesentliche Veränderung der deutschen Sprache im Titel. So werden oftmals beim Schreiben   Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) sowie Anglizismen, was sich an „dad“ (ebd.) veranschaulichen lässt, verwendet. Außerdem wird kein Wert auf Groß- und Kleinschreibung gelegt, was sich an dem Nomen „schule“ (ebd) erkennen lässt. Zudem fällt der Rechtschreibfehler von dem Adjektiv „eklich“ (ebd.) auf, da es normalerweise „eklig“ geschrieben werden würde. Stattdessen werden Wörter so geschrieben, wie man sie in der Alltagssprache ausspricht. Die Verwendung von Abkürzungen lässt sich auch veranschaulichen an „wg“ (ebd.) was  so viel wie wegen heißen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im darauffolgenden wird die These „Simsen macht nicht dumm“ im Untertitel aufgestellt.   Allerdings wird im darauffolgenden die These durch eine Antithese widerlegt, welche durch die Konjunktion „[a]ber“ eingeleitet wird. Da es sich um eine Konjunktion handelt, ist zu sagen, dass dieser Satz auf den zuvor genannten Satz anschließt und  zu diesem gegensätzlich und somit diesem antithetisch gegenübersteht. So wird die These dass simsen nicht dumm machen würde berichtigt durch die Behauptung „ihre Texte [seien] heute fehlerhafter als früher“. Auffallend ist hierbei auch der Vergleich zwischen „früher“ und „heute“. Dieser Vergleich ist somit der Kern des Textes, da eben die Entwicklung der deutschen Sprache hinsichtlich der Fehler untersucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Frage „Kinder lesen zu wenig ?“ (Z. 1) beginnt Krischke. Diese Frage verneint er jedoch mit einem „von wegen“ (Z.1.). Somit räumt Krischke den Vorwurf beiseite, dass Kinder heutzutage nicht ausreichend viel lesen würden. Laut Krischke „haben sie [noch nie] so viel gelsen und geschrieben wie heute“ (Z. 1f.). Zusätzlich soll dies auch „[t]äglich“ (Z. 2) erfolgen. Durch das Adjektiv „täglich“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass es sich nicht um einen Ausnahmezustand handelt, dass Kinder schreiben und lesen würden, sondern dass dies schon eine ablaufende Routine sei. Allerdings „tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 2 f.). Die Zahl „Millionen“ (ebd.) ist hierbei eine Hyperbel, die verdeutlichen soll, das Jugendliche nicht wenig Nachrichten schreiben, sondern dass sie dort auch  viele Nachrichten verschicken und viel Zeit investieren, da sie „Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 2 ff.). Somit  lesen sie keine Bücher, demnach „Lektüren“ (ebd.), mehr, sondern lesen auf ihren Smartphones oder Computern. Jedoch bilden sie sich dort auch weiter, da sie sich im Internet informieren und dort nach „Infos“ (ebd.) suchen. Allerdings wird hier auch deutlich, dass durch die Medien Printmedien wie zum Beispiel Zeitungen oder Bücher, sowie Atlanten keine Bedeutung mehr spielen. „Pädagogen und Ausbilder“ (Z. 5) begegnen diesen Medien jedoch mit Ablehnung, was sich an Hand des Adverbs „[t]rotzdem“ (Z. 5) erkennen lässt. Denn diese behaupten diese dienen „vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7).  Der Neologismus von „Plaudermedium“ (ebd.) akzentuiert, dass der Schreibstil der Jugendlichen ebenfalls keinen Regeln unterliegt und einfach aneinandergereiht wird. Dass es sich um ein Plaudermedium handelt, und nicht nur zur Weiterbildung genutzt wird, lässt sich an das Syndeton „Simsern, Chatten, und Twittern“ (Z. 6) veranschaulichen, da es hierbei nur um die Kommunikation zwischen den Jugendlichen geht. Krischke behauptet ebenfalls, ihre „Normen der Hochsprache“ (Z.7) sei „Lichtjahre“ (Z. 8) von der „Sprechschreibe“ (Z.8) entfernt. Durch die erneute Verwendung einer Hyperbel soll die Missachtung der Kunst der Deutschen Sprache zur Geltung kommen, da laut Krischke die Jugendlichen nicht ansatzweise von der korrekten Schreibweise des Deutschen gebrauch machen würden.  Zur Untermauerung dieser Behauptung führt der Autor einige Beispiele an wie zb. „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [=hab dich ganz doll lieb]“(Z. 9 f.). Zu Beginn der gezeigten Beispiele wird der Titel des Sachtextes wieder aufgegriffen, was eine Wirkung der Verinnerlichung der Fehler in diesem Satz bezweckt. Ebenfalls sieht der Autor es für notwendig Abkürzungen wie „hdgdl“ (ebd.) zu übersetzen, da er der Meinung ist, dass dies nicht für jeden verständlich ist. Dies bewirkt, dass die „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9f.) , sobald sie ähnliches lesen. Fortführend stellt der Autor die Frage, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 11 ff.) können.   Die Metapher “Trümmerlandschaft“ (ebd.) verdeutlicht, dass der Kritschke in dem Schreibstil der Jugendliche keine Zukunft sieht und dass er davon ein negatives Bild hat. Dies wird durch die in Fragestellung von der Fähigkeit ein „Bewerbungsschreiben [zu]verfassen“ (ebd.) akzentuiert, da ein gutes Bewerbungsschreiben wichtig ist für jede Zukunft jedes einzeln Jugendlichen, da er nur so an seinen späteren Beruf gelangen kann. Um dieser Frage weitergehend auf den Grund zu gehen, führt der Autor von der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“(Z. 15 ) Studienergebnisse an, da sie sich mit der Beantwortung der zuvor genannten Frage näher beschäftigt hat. Dazu hat sie mit ihrem Team „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht“ (Z. 15 f.). Hierbei arbeitet Krischke mit stichfesten Zahlen, die die Masse der Aufsätze veranschaulichen sollen. Allerdings wurden diese Aufsätze „von 16- bis 18-järigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 17 f.) verfasst.  Da das Alter beschränkt ist, ist zudem zusagen, dass es sich um eine Altersbegrenzung handelt, in der die Schüler durchaus in der Lage dazu sein sollten, die Regeln der Deutschenschreibweise zu beherrschen und dass bei der Studie nicht zwischen den einzeln Schulformen unterscheiden wurde. Anders ist es allerdings bei der Umgebung. Hier wurde nur das Verbreitungsgebiet Zürich gewählt, so dass kein Vergleich mit anderen Orten geschaffen werden kann. Stattdessen haben sie einen anderen Vergleich gezogen. Somit „zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18 ff.). Das Pronomen „dieselben“ (ebd.) verrät, dass es sich nicht um eine andere Gruppe von gewählten Jugendlichen handelt, die hinsichtlich ihrer Kommunikation in sozialen Netzwerken in ihrer Freizeit untersucht wurden.  An Hand der Akkumulation „ SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen“ (ebd.) lässt sich erkennen, dass die Kommunikation der Jugendlichen sehr vielseitig sein kann und oftmals nicht nur ein Netzwerk genutzt wird. Ihr Schreibverhalten wurde schließlich hinsichtlich der „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie nach dem „Wortschatz, de[m] Steil und de[m] Aufbau der Texte“ (Z. 23) untersucht. Nach der Untersuchung hält sie folgendes Ergebnis fest: „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzwerkkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 19 ff.). Das Adverb „keinem“ (ebd.) zeigt somit, dass nichts Auffallendes in einer der zuvor angeführten Komponenten gefunden wurde. Im darauffolgenden wird noch einmal gesagt, dass kein Unterschied zwischen den einzeln Schulformen gemacht wurde (vgl. Z. 26). Anschließend wird die Linguistin Christa Dürscheid zitiert, was für eine stichfeste Argumentation des Autors spricht. Somit hält sie fest, dass Schüler „die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 27) können. Das Ansprechen der „Schreibwelten“ (ebd.) akzentuiert, dass Jugendliche sich in ihrer Freizeit in ihrer Kommunikation einen eigene Welt schaffen, in der sie aus dem Alltag flüchten und eben nicht den Drang danach haben Regeln zu befolgen und somit auch keine Rücksicht auf die Richtigkeit der Deutschenschreibweise nehmen.  Somit wissen sie, „dass in der Schule und der formellen Kommunikation anderer Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden „ (Z. 27 ff.). Trotz dass die „elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet – die Schultexte die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z.  31 ff.).  Die Epipher „alles andere als“ (ebd.) dient dazu, dass Bedeutung auf die Fehler der Jugendliche gesetzt wird, trotz dass die Ursache nicht an ihrer Kommunikation über elektronische Medien liegt. Denn „Rechtscheibung und Zeichensetzung weisen […] deutliche Defizite auf“ (Z. 33 ff.). Das Adverb „deutlich“ (ebd.) zielt darauf hinaus, dass es sich dabei nicht um eine kleine Lappalie handelt oder Flüchtigkeitsfehler, sondern dass es ein konstanter Fehler ist. Letztendlich schiebt Krischke die Schuld auf „Deutschlehrer [die] die Kinder stärker als zuvor  zum freien, spontanen Schreiben“ (Z. 35 f.) ermutigt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist deutlich, dass der Autor ausführlich den Grund des Verlust der deutschen Schreibfertigkeit nachgehen will. Dazu nutzt er vor allen Dingen Akkumulationen die die Vielseitigkeit der Kommunikation deutlich zu machen. Zudem nutzt er die Anführung einer Studie sowie Zahlen, welche auf Fakten beruhen, als stichfesten Aufbau seiner Ausführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache wird durch Verwendung von Anglizismen enorm verändert. So ist es heutzutage normal geworden, Gebrauch von Wörtern aus dem Englischen zu machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursache dessen ist vor allen Dingen die Globalisierung.  Durch das große Kommunikationsnetzwerk, welches durch die Globalisierung zwischen verschiedenen Ländern entstanden ist, war es erforderlich die Sprache der anderen zu erlernen, damit ein Austausch erfolgen konnte. Aus diesem Grund werden Wörter in der eigenen Muttersprache aufgenommen. Im Laufe der Globalisierung hat sich Englisch zu einer Weltsprache entwickelt, weshalb auch die meisten Anglizismen des Deutschen aus dem Englischen kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitergehend wächst die jüngste Generation mit Medien auf. In diesen werden ganz besonders diese Anglizismen fortlaufend benutzt. Da sie also dementsprechend Teil ihrer Kindheit sind, nehmen sie diesen Wortschatz wie selbstverständlich auf. Folge dessen ist, dass sie mit den älteren Generationen mit diesem Wortschatz kommunizieren und somit Anglizismen von Älteren aufgenommen werden und je öfter man Dinge hört, desto öfter werden sie sich gemerkt und irgendwann aufgenommen und schließlich benutzt.  Allerdings dauert dieser Vorgang seine Zeit und viele ältere Menschen halten an den Dingen fest, so dass es auch dazu führen kann, dass die Schere zwischen Alt und Jung immer Größer wird. Somit ist es also die Aufgabe der jungen Generation zwar die Anglizismen aufzunehmen und sich auch mit diesen verständigen zu können – jedoch auch ihren Wortschatz insofern abzuwandeln, dass es für ältere verständlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich ist auch zu sagen, dass das Aufnehmen von Anglizismen jedoch ein fortlaufender Prozess ist, der durch den Faktor des Internets enorm beschleunigt wird, werden immer mehr Wörter des Deutschen ausgetauscht.  Fazit dessen ist, dass in diesem Ersetzen eine Bedrohung der deutschen Sprache gesehen werden kann. Zudem verliert nicht nur die Sprache an ihren Charakter, sondern auch die Kultur und somit auch Traditionen des Deutschen. Unterdessen wird eine Verschwimmung verschiedener Kulturen hervorgerufen,  so dass es auf langer Sicht hingesehen zu einer Kultur werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Faktor kann beispielsweise die Musik sein. Musik wird überall gehört und für jede Stilart werden Oberbegriffe verwendet, doch diese sind nun mal alle in Englisch festgehalten, so wird von Hip-Hop,  Rap und Deep gesprochen ohne das darüber nach gedacht wird, dass diese Wörter gar nicht aus dem  Deutschen kommen. Ebenso wird in der Technik Gebrauch von Anglizismen gemacht, so sagt man nicht mehr 'Bildschirm' sonder 'Display', aus 'mobiles Telefon' wird 'Handy'. Auffallend dabei ist, dass diese genutzten Anglizismen oftmals kürzer sind als die deutschen Übersetzungen. So ist dem hinzuzufügen, dass die Verwendung von Anglizismen auch einen Charakter der Faulheit hat, da dieser Weg oftmals Kürzer und unkomplizierter ist und somit weniger Zeit einnimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Ursachen der Verwendung von Anglizismen bei verscheiden Dingen liegt. Grundlegend dabei ist jedoch die Globalisierung, die es erst möglich gemacht hat, dass Technik und Musik Anglizismen vermitteln konnten. Ein großer Vorteil ist, dass diese Verwendung zeitsparend ist und zu einer Erleichterung der Verständigung einzelnen Kulturen beiträgt. Jedoch wird die Verständigungen zwischen  Alt und Jung immer schwieriger und auch dies Kulturen verlieren an Charakter und werden langfristig gesehen zu einer Kultur werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfang Krischke verfasst und 2011 veröffentlich wurde, thematisiert den Verlust korrekter Grammatik und Rechtschreibung in Bezug auf die schriftlichen sowie sprachlichen Fähigkeiten von Schülern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ weist ein hohes Maß an fehlerhafter Grammatik und Rechtschreibung auf. Diese werden durch Anglizismen und Abkürzungen verfeinert und mit Empfindungslauten wie zum Beispiel „booaaa“ (ebd.) verstärkt. Die immer schlechter werdende Schreibweise der Schüler gleicht sich heutzutage schon ihrer Sprechweise an.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text lässt sich in drei Sinnabschnitte gliedern. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1-15) behandelt die Ursache der fehlerhaften Sprache der Schüler im Hinblick auf soziale Medien, während im zweiten Abschnitt (Z. 16-29) auf eine von Professoren durchgeführte Forschung hinsichtlich dieses Themas, Bezug genommen wird. Im dritten Abschnitt werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler beschrieben, die heutzutage stark nachgelassen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.1-15), der als Einleitung in die Problemstellung dient, leitet mit der These, „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher.“ (Z. 1) ein. Dabei stehen sich die beiden Sätze antithetisch gegenüber und weisen somit inhaltliche Gegensätze auf. Durch die Konjunktion „aber“ (ebd.), schränkt der zweite Satz die Aussage des ersten Satzes ein und hebt somit hervor, dass die fehlerhaften Texte der Schüler immer mehr zunehmen. Folgend beginnt der eigentliche Text mit der Frage, ob Kinder heutzutage zu wenig lesen würden (vgl. Z. 2). Diese Behauptung wird jedoch bedingungslos von dem Autor abgelehnt, da er der Meinung ist, dass die Schüler „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 1f.). Um seine Meinung zu verdeutlichen, nennt er alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit lesen und schreiben in Verbindung kommen. Sie tippen zum Beispiel „Millionen von Wörtern auf ihren Handys- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internetinfos“ (Z. 3ff.). Kinder und Jugendliche lesen heutzutage also viel in digitalen Netzwerken, vernachlässigen somit aber das traditionelle lesen von Büchern und lassen somit bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf[kommen]“ (Z. 6f.). Das lesen in sozialen Netzwerken prägt sich gegenüber den Schülern in Bezug auf fehlerfreie Texte jedoch nicht Vorteilhaft aus, da „den Simsern, Chattern und Twitterern […] [diese] Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 8f.) diene. Durch den Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass die modernen Medien den Jugendlichen also nur die Möglichkeit bieten, sich harmonisch und geruhsam zu unterhalten und aufgrund dessen nicht die beste Möglichkeit sei, um Grammatische sowie Rechtschreibliche Fähigkeiten zu verbessern. Folgend ist Krischke der Auffassung, dass die Sprech- beziehungsweise Schreibweise der Schüler um einige Maßeinheiten von der Standartsprache entfernt sei (vgl. Z. 9f.). Um dies zu verdeutlichen, akzentuiert der Autor hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.) und hebt hervor, dass solche Sätze, „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken [lässt]“ (Z. 11f.). Diese Metapher verdeutlicht erneut die Vielzahl der Fehler und wie Sprachwissenschaftler auf diese reagieren. Anschließend wirft der Autor die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?“ (Z. 12ff.). Mit dieser Frage möchte der Autor die Aufmerksamkeit der Leser auf sich lenken und sie zum Nachdenken anregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt (Z. 15-29) wird auf die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) Bezug genommen, welche sich mit diesem Thema präziser auseinander gesetzt hat. Mit ihrem Kollegium hat sie „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, […] [die] von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen [verfasst wurden]“ (Z. 16ff.). Im Vergleich dazu haben sie knapp 1100 private Texte , „die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als [zum Beispiel] SMS-Meldungen“ (Z. 19f.) geschrieben haben, überprüft. Dabei haben sie sich bei der Überarbeitung dieser Texte nicht nur auf die „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) konzentriert, sondern auch auf „den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 23). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Aspekte der Netzkommunikationen, keine beachtenswerten Folgen in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). Aus diesem Grund wird verdeutlicht, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar nicht auf korrekte Rechtschreibung, Grammatik etc. geachtet wird, dies sich jedoch nicht auf die schulischen Leistungen der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich diese Schlussfolgerung, auf die zu Beginn erwähnte These des Autors beziehen, da er ebenda der Meinung war, dass Simsen Schüler nicht dumm mache, ihre Texte aber fehlerhafter als damals seien (ebd.). Um seine These zu belegen und die Realität zu verdeutlichen, zitiert der Autor Christa Dürscheid, die der Ansicht ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]“ (Z. 26f.) und genau wissen, „dass in der Schule und [in] der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 28f.). Hierbei wird erneut der geringe Einfluss von digitaler Kommunikation verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Abschnitt (Z. 29-39) werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler, die heutzutage stark nachgelassen haben, thematisiert. Dabei wird dieser Abschnitt durch die Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht.“ (Z. 29ff.) eingeleitet. Infolgedessen wird bereits deutlich gemacht, dass obwohl die Kommunikationen im Netz keinen Einfluss auf die Texte in der Schule aufweisen, dennoch eine Problematik der Texte zu erkennen ist. Anschließend geht Krischke näher auf diese Aussage ein und führt auf, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher“ (Z. 31f.) ausscheide, dennoch die Texte in der Schule, „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien. Dabei hebt er hervor, dass die Texte nicht nur von ein paar Fehlern umgeben sind, sondern ein sehr hoher Anteil an Fehlern in den Texten vorhanden sei. Unterdessen lassen sich diese Fehler vor allem in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 34f.) deutlich erkennen. Anschließend erklärt der Autor die Entwicklung dieser Problemstellung, indem er verdeutlicht, dass diese Defizite schon „in den siebziger Jahren [begannen], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Im Anschluss daran erläutert er, dass diese Defizite besondere Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie auf die Bedeutung der „Formale[n] Korrektheit“ (Z. 38) habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die die Jugendlichen beim schreiben von Schultexten haben, nicht durch Kommunikationen im soziale Netzwerke verursacht werden. Dabei belegt er seine These mit einer von Professoren durchgeführte Forschung in Bezug auf dieses Thema und lässt so seinen Text vertrauenswürdig wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man eine Ausdrucksweise aus der englischen Sprache, die in den Wortschatz einer anderen Sprache eingeflossen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache ist wie jede andere lebende Sprache einem ständigen Wandel unterzogen. Besonders die Anzahl der Anglizismen hat in unserer Sprache stark zugenommen und somit auch die Häufigkeit, mit der diese verwendet werden. Dabei haben sich die englischen Begriffe heutzutage schon so sehr in den Alltag eingeschlichen, dass viele Menschen sie kaum noch als Fremdsprache wahrnehmen. Eine bedeutsame Ursache dafür ist die Globalisierung, da aufgrund von globaler Kommunikation die Mehrsprachigkeit gefördert wird. Menschen mit verschiedenen Muttersprachen konnten so zwar auf der ganzen Welt miteinander kommunizieren oder sich über Themen und Probleme unterhalten, gleichzeitig entstand so jedoch auch eine Gefahr für viele Muttersprachen, welche dadurch nämlich nur noch wenig gesprochen worden sind. Auch in der Jugendsprache wird die Verwendung von englischen Wörtern als modern angesehen. Dabei erfüllen sie die Kreativitäts- und Ausdrucksweise der Jugendlichen und tragen zur Stärkung des Gruppenbewusstseins bei, da sie sich durch ihre “eigene“ Sprache von der Erwachsenenwelt abgrenzen können. Auch die Musikwelt, welche für die Jugendliche Kultur eine bedeutsame Rolle spielt, stellt eine Quelle für Anglizismen dar. Anglizismen weisen somit also auch Erkennungsmerkmale von Interessen der Jugendlichen auf und dient ihnen somit erneut von der gruppensprachlichen Abgrenzung. Auch im Bereich der Massenmedien ist der Gebrauch von Anglizismen sehr hoch. Sowohl in Zeitungen, Zeitschriften ect. als auch in elektronischen Medien lassen sie Texte abwechslungsreicher,  interessanter und auch aktueller wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die häufigere Verwendung englischer Wörter kann es jedoch dazu kommen, dass ein großer Verlust von deutschen Wörtern zustande kommt und die deutsche Sprache in der Welt an Bedeutung verliert. Im Gegensatz dazu wird die deutsche Sprache durch Anglizismen jedoch auch moderner und internationaler und erleichtert die Verständigung im Ausland. Außerdem wird das erlernen der englischen Sprache erleichtert und bietet somit vielen Menschen bessere Ausdrucksmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Globalisierung sowie der Einfluss durch Medien besondere Ursachen für die Verwendung von Anglizismen sind. Dies kann zum einen zwar die Verständigung im Ausland erleichtern, zum anderen kann dies jedoch auch dazu führen, dass die deutsche Sprache an Bedeutung verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
'''Aufgabe1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert die Verwendung der Schriftsprache in der formellen und elektronischen Kommunikation. Dabei liegt der Fokus darauf, ob Jugendliche die elektronische Kommunikation von der formellen Kommunikation, und die bestehenden Regeln, unterscheiden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überschrift wird zunächst ein Kontrast deutlich: „Schreiben in der Schule“ und „booaaa mein dad voll eklich wg schule“. Ersteres lässt vermuten, dass in der Schule auf Rechtschreibung, Zeichensetzung etc. geachtet wird. Letzteres verdeutlicht, wie Jugendliche untereinander kommunizieren. Dabei werden, neben der fehlenden Groß- und Kleinschreibung, „schule“, und falscher Rechtschreibung, „eklich“, weitere Merkmale deutlich. Die Interjektion „booaaa“ (ebd.), ist ein Empfindungslaut, der in dieser Situation ausdrückt, dass man genervt ist. Als nächstes ist der Anglizismus „dad“ zu finden. Hier wird deutlich, dass das Englisch die deutsche Sprache beeinflusst. Außerdem werden Abkürzungen wie „wg“ gebraucht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wird der Text mit einer Unterüberschrift, die als These fungiert, eingeleitet: „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1). Somit behauptet der Autor, dass das Kommunizieren mittels Handys Schüler nicht beeinträchtigt. Darauffolgend wägt der Autor seine These ab und behauptet, dass trotzdem „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12) wird die Thematik genauer geschildert. Einleitend wird eine rhetorische Frage gestellt, die das Vorurteil, dass Kinder zu wenig lesen würden (Z. 2), benennt. Darauf geht der Autor verneinend ein und er ist sogar der Meinung, dass Kinder „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2f.). „Noch nie zuvor“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass es sich um ein Phänomen der heutigen Zeit handelt. Des Weiteren geht der Autor auf seine Behauptung ein und erläutert, dass Kinder täglich Millionen Wörter tippen und Stunden mit SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen etc. verbringen würden (vgl. Z. 3ff.). Somit nennt er Beispiele, die veranschaulichen, inwiefern Kinder lesen und schreiben. Die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z. 6) leitet ein, dass es jedoch Probleme mit dem Lesen und Schreiben gibt. Pädagogen und Ausbilder seien nicht zufrieden damit (vgl. Z. 6), da bei „den Simsern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7f.) diene. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) stellt das Problem ziemlich deutlich dar: Die Schrift wird zur Kommunikation genutzt und auf Orthografie etc. wird kaum geachtet. So sei diese „von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.). Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) betont, dass man die Schrift als Kommunikationsmittel nicht mit der Hochsprache vergleichen kann und diese auch ganz andere Regeln besitzt. Im Folgenden werden dann Beispielsätze genannt um dies zu veranschaulichen und hyperbolisch geschildert, dass diese „Freunde des Dudens und ganzer Sätze […] zusammenzucken“ (Z. 11f.) lassen würden. Hier wird wieder darauf eingegangen, dass die Kommunikationsschrift von der Hochsprache abweicht und gekürzt bzw. grammatikalisch häufig falsch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 12- 29) wird mit der rhetorischen Frage, „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff.), eingeleitet. Der Frage kann man entnehmen, dass man, wenn man die Kommunikationssprache betrachtet, unsicher ist, ob Jugendliche sich in der Hochsprache zurechtfinden. Der Autor bezieht sich, um diese Frage zu beantworten, auf eine Studie der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid (vgl. Z. 15f.). Sie untersuchte 1000 Deutschaufsätze von 16- bis 18- jährigen Schülern verschiedener Schulformen und verglich diese dann mit Mitteilungen in sozialen Netzwerken etc., die von denselben Jugendlichen verfasst wurden (vgl. 16ff.). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Elemente der Netzkommunikation keine nennenswerten Spuren in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). „'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen [und] sie wissen, dass […] andere Regeln gelten'“ (Z. 26ff.). Somit sieht der Autor in der elektronischen Kommunikation nicht die Ursache für die fehlerhaften Texte, da er die Studie ja als Begründung seiner These anführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29- 39) nennt der Autor die eigentliche Ursache für die fehlerhaften Texte. Zunächst stellt er dar, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z. 31f.). Die eigentliche Ursache sieht er in der „Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten. (Z. 34ff.)“. Das „spontane Schreiben“ (ebd.) sieht er als „eigentlich begrüßenswerten Trend“ (Z. 36f.) an. Das Adjektiv „eigentlich“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass der Autor diesen Trend abwägend betrachtet. Somit erklärt der Autor schließlich auch, dass dieser Trend auf Kosten „'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. „'harte[...]' Sprachfertigkeiten“ (ebd.) hat eine ironische Bedeutung, was die Anführungszeichen betonen. Der Autor geht davon aus, dass diese Sprachfertigkeiten eigentlich gar nicht schwierig zu beherrschen sind. Außerdem führt der Autor an, dass die „formale Korrektheit […] an Bedeutung [verlor]“ (Z. 38), was auch eine negative Folge darstellt. Im letzten Satz ist von der formalen Korrektheit als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39) die Rede. Somit behauptet der Autor, dass die formale Korrektheit als unnötig bzw. von manch einem als „Quälerei“ wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die Jugendliche beim Schreiben haben, nicht durch die elektronische Kommunikation verursacht wird. Seine Thesen veranschaulicht er mithilfe von Beispielen und bezieht sich auf eine Studie, um diese zu bekräftigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache hat verschiedene Ursachen und bringt Konsequenzen mit sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man ein Wort, welches aus dem Englischen stammt und in einer anderen Sprache übernommen wurde. Anglizismen, die in der deutschen Sprache geläufig sind, wären z.B.: „Screenshot“, „Update“, „Cloud“ etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Grund dafür, dass Anglizismen verwendet werden, ist der Kontakt zu der englischen Sprache. Es fängt z.B. in der Schule an, wo man die englische Sprache als erste Fremdsprache erlernt. Außerdem gibt es zahlreiche Begegnungen zwischen deutschen und englischen Schülern und den Kulturen, z.B. im Rahmen von Schüleraustauschen. Aber auch durch die stetig wachsende Globalisierung erhöht sich der Kontakt zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und dann ist die englische Sprache meistens die Sprache, die zur Kommunikation verwendet wird. Die Menschen in Deutschland werden zudem vom Englischen beeinflusst. Dies geschieht über diverse Medien, z.B. durch Werbungen, Nachrichten, soziale Netzwerke etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich folglich auch Konsequenzen. Einerseits wird die deutsche Sprache modernisiert. Einige Begriffe aus dem Englischen hören sich, in Abhängigkeit vom Gesamtzusammenhang, besser an als die deutsche Übersetzung. Somit ist z.B. das Wort „Screenshot“ geläufiger als „Bildschirmaufnahme“. Außerdem sind die meisten Wörter mittlerweile so geläufig, dass viele Menschen die Bedeutungen kennen. Andererseits stellen Anglizismen für die „ältere“ Generation eher ein Hindernis dar. Das kann man darauf zurückführen, dass diese im Vergleich zur „jüngeren“ Generation keinen so umfangreichen Kontakt zur englischen Sprache hatten bzw. haben. Eine weitere Konsequenz ist, dass womöglich der Bezug zwischen Anglizismen und Wörtern aus der Herkunftssprache verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ursachen für Anglizismen auf den Kontakt mit anderen Menschen und den Einfluss durch Medien zurückzuführen ist. Dabei stellen sich Konsequenzen heraus, dass Anglizismen geläufiger und häufiger verwendet werden, aber die Gefahr besteht missverständlich aufgenommen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
'''1.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text von Wolfgang Krischke mit dem Titel ,,Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ handelt es sich um einen Sachtext, welches im Jahr 2011 veröffentlicht worden ist. Thematisiert wird dabei der Einfluss der Kommunikation in den Medien auf die Sprache der Jugendlichen und die Defizite der Sprachfertigkeiten in Schultexten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel verweist dabei auf die Thematik des Textes durch die Gegenüberstellung ,,Schreiben in der Schule“ und dem grammatikalisch falschen Satz ,,booaaa mein dad voll eklich wg schule“, wobei dies an eine Nachricht eines Jugendlichen an einen anderen Jugendlichen darstellt. Dadurch, dass in diesem Satz sowohl Großschreibung nicht beachtet wurde als auch Umgangssprache verwendet wurde, nämlich die Injektion ,,booaaa“, wird bereits darauf hingewiesen, dass die Sprache in der medialen Kommunikation anders und vor allem nicht richtig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Aussage ,,Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) wird bereits die These des Autors deutlich, da dieser der Meinung ist, dass das ,,Simsen“ (ebd.), wobei hier die Kommunikation in Medien gemeint ist, kein Einfluss auf die Intelligenz der Schüler hat. Durch die adversative Konjunktion ,,[a]ber“ (Z.1) wird dann die These weitergeführt, nämlich, dass die Texte ,,heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) seien. Dadurch behauptet der Autor, dass Kommunikation im Internet zwar keine negativen Einflüsse haben würden, trotzdem sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben in Texten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z. 2 – 14) thematisiert dabei die Sprache in der Kommunikation im Internet. Dabei beginnt der Abschnitt mit der rhetorischen Figur ,,Kinder lesen zu wenig?“ (Z.2) mit der knappen Antwort ,,Von wegen“ (Z. 2), womit der Autor bereits hervor bringt, dass der Vorwurf bzw. Vorurteil Kinder und Jugendlichen würden zu wenig lesen, nicht stimmt. Denn weiterhin behauptet er, dass ,,noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z. 2 f.) werde wie heute, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass nicht nur der Vorurteil nicht stimmt, dass wenig gelesen werde, sondern sogar noch mehr gelesen werde, was besonders durch den Ausdruck ,, noch nie zuvor“ (ebd.) betont wird. Diese Behauptung belegt der Autor anschließend mit konkreten Beispielen, die auch zur Veranschaulichung dienen, wie, dass ,,Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 3 f.) würden, wobei die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern“ (ebd.) besonders betonen soll, dass viel gelesen und geschrieben wird. Durch das Adverb ,,[t]äglich“ (Z.3) zu Beginn der Aussage wird deutlich gemacht, dass sich dies nicht nur ab und zu ereigne, sondern eben täglich stattfindet und nicht nur auf einer Ebene, dem Schreiben von Nachrichten, sondern auch durch das Verbringen von ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 4 ff.), wobei die Akkumulation die Verbreitung des Schreiben und Lesens im Internet veranschaulicht und betont. Als nächstes wird eine Gegenaussage eingeleitet durch die adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem“ (Z. 6), wodurch angedeutet wird, dass das viele Lesen und Schreiben von Nachrichten nicht nur positiv ist, da ,,bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkäme. Dies wird des weiteren näher erklärt, indem gesagt wird, dass den ,,Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f.) diene. Dies bedeutet also, dass das Internet von den Jugendlichen zur Kommunikation und Unterhaltung in der Freizeit genutzt werde. Die Problematik dabei sei, dass die Schreibweise dabei ,,Lichtjahre“ (Z. 9) von den ,,Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt seien, also kein korrektes Deutsch in der Kommunikation im Internet genutzt wird. Die Metapher ,,Lichtjahre“ (ebd.) verdeutlicht dabei den Ausmaß, dass kein korrektes Deutsch genutzt werde und die Sprache, die genutzt wird, sehr fehlerhaft sei und kaum korrekte Sprache enthalte. Zur Veranschaulichung und zum Belegen seiner Aussage nennt er dabei ein Beispiel ,,'booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgl [= hab dich ganz doll lieb]'“ (Z. 9 f.), wobei hier direkt auffällig ist, dass viele Fehler enthalten sind, Großschreibung nicht beachtet wurde und viele Abkürzungen benutzt werden. Die Aussage dieser Satz lasse ,,Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.), betont nochmals die Fehlerhaftigkeit des Beispiels und unterstützt die Aussage, dass die Kommunikationssprache im Internet sich sehr der des Hochdeutschen unterscheide. Als Überleitung zum Thema, ob sich die Sprache im Internet auf zum Beispiel Schultexte Auswirkungen haben stellt der Autor die Frage , ob ,,Jungendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Die Metapher ,,sprachliche[.] Trümmerlandschaft[.]“ (ebd.) veranschaulicht dabei das Ausmaß der sprachlichen Fehler in der Sprache und dass kaum korrektes Hochdeutsch verwendet werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Sinnabschnitt (vgl. Z. 15 – 29) wird dann darauf eingegangen, ob die fehlerhafte Sprache im Internet Auswirkungen auf das Schreiben von formalen Texten, wie eine Bewerbung hat. Dabei wird zunächst die ,,Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“ (Z. 15) aufgegriffen, die sich mit diesem Thema beschäftigt habe. Durch die Erwähnung einer Expertin in diesem Themenbereich wird die Seriosität des Textes zum Ausdruck gebracht, sowie, dass die folgende Erläuterung, ob diese Sprache nun eine Auswirkung hat oder nicht, Standhaftigkeit besitzt.  Dabei wird beschrieben, dass diese Germanistik-Professorin ,,1000 Deutschaufsätze“ (Z. 16 f.) von Schülern  unterschiedlicher Schulformen untersucht habe und zum Vergleich ,,über 1100 Texte […], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung“ (Z. 19 f.) geschrieben haben, herangezogen habe. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass das Ergebnis dieser Untersuchung richtig und eine Allgemeingültigkeit haben wird, da ein Vergleich stattgefunden hat und nicht nur Schüler aus einer Schulform untersucht wurden, sondern aus allen Schulformen. Dies wird im weiteren bestärkt durch die Aussage , dass die Professorin und ihr Team ,,nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 22 f.) untersucht hätten. Dies bringt hervor, dass das Ergebnis aufgrund der breitgefächerten Untersuchungen in verschiedenen relevanten Punkten seriös  und allgemeingültig sei. Als nächstes wird das Ergebnis benannt, nämlich, dass in keinem Bereich ,,die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24 ff.) hätten. Durch dieses Ergebnis der Untersuchung belegt der Autor seine These, dass die Internetkommunikation Schüler nicht dumm mache, da das Ergebnis seine These bestätigt. Außerdem gelte dies ,,für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“ (Z. 26). Des weiteren zitiert der Autor Christa Dürscheid, wodurch er erneut seine These belegt und die Richtigkeit verdeutlicht, da diese sagt, ,,Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 26 f.) und dass Schüler wüssten, dass ,,in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten“ (Z. 27 ff.). Es gäbe also zwei verschiedene Schreibarten, einmal die in der Netzkommunikation, also die Sprache, die im Internet gebraucht werde, und die in der formellen Kommunikation, die in Schulen, auf der Arbeit  und Bewerbungen genutzt werde. Dabei würden Jugendliche diese zwei Spracharten unterscheiden können und dem entsprechend auch verwenden, was erneut die These des Autors, die Netzkommunikation würde die Schüler nicht dumm machen, untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und letzte Sinnabschnitt (vgl. Z. 29 – 39) thematisiert seine zweite These, dass die Texte der Jugendlichen heute trotzdem Fehler enthalten würden. Dieser Abschnitt wird dabei durch die Aussage ,,Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff.) eingeleitet. Dadurch wird bereits deutlich gemacht, dass, obwohl die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Sprache der Texte hat, dennoch eine Problematik der Sprache vorhanden ist, wobei der Widerspruch durch die adversative Konjunktion ,,trotzdem“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird. Des weiteren erläutert der Autor diese Aussage näher, in dem erklärt, dass die Netzkommunikation ,,als Verursacher ausscheide[.]“ (Z. 32), aber die Texte dennoch ,,alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien, also die Texte sehr viele Fehler enthalten würden. Die Formulierung ,,alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) betont dabei die Menge an Fehlern in den Text und dass es sich nicht um ein paar Fehler handle, sondern um viele Fehler. Diese Fehler würden vor allem ,,in der Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 33 f.) auftreten. Im Folgendem stellt der Autor dazu ein Erklärungsansatz auf, nämlich, dass diese Entwicklung der Defizite bereits ,,in den siebziger Jahren [aufgetreten sei], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f.). Dadurch belegt er erneut seine erste These, dass die digitale Kommunikation kein Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe, da er dadurch die eigentliche Ursache der fehlerhaften Texte benennt. Die Tatsache, dass er diese Entwicklung als ,,eigentlich begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36 f.) bezeichnet, verdeutlicht, dass der Autor diese Methode der Lehrer eigentlich gut findet, jedoch auch etwas gegen die Methode einzuwenden hat, was durch das ,,eigentlich“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird.  Diese Methode sei nämlich ,,auf Kosten ,harter' Sprachfertigkeiten“ (Z. 37) gegangen, wobei dadurch verdeutlicht wird, dass die Methode dazu führte, dass sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben. Die konkrete Folge sei dabei gewesen, dass formale ,,Korrektheit […] an Bedeutung“ (Z. 38) verlor und es fast dazu gekommen sei, dass dies zur ,,bildungsbürgerliche[n] Schikane“ (Z. 39) geworden ist, also formale Korrektheit ein Hindernis darstelle. Durch diese Aussage wird das Ausmaß dieser Methode verdeutlicht, nämlich, dass formale Korrektheit so wenig nur noch verwendet wurde, dass diese nicht mehr als Selbstverständlichkeit, sondern als Hindernis gesehen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass die Thesen des Autors, dass die Netzkommunikation die Schüler nicht dumm mache und dass die Texte aber fehlerhaft seien, in dem Sachtext erläutert und belegt worden sind mit Hilfe einer Studie. Seine These und Argumentation untermauert der Autor mit Hilfe von Beispielen, Metaphern und dem Zitat einer Expertin, wodurch der Text seriös wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind Anglizismen Wörter aus dem Englischen, die in eine andere Sprache, also zum Beispiel ins Deutsche übertragen und verwendet werden. Anglizismen werden in allen Bereichen des Sprachgebrauchs verwendet, wie in der Alltagssprache, Fachsprache und auch besonders in der Jugendsprache. Beispiele für Anglizismen sind dabei ,,Flashback“, ,,Hobby“, ,,Interview“, ,,Smalltalk“ oder ,,Smartphone“, die immer wieder in der Alltagssprache zu finden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache haben dabei einige Ursachen.  Eine bedeutsame Ursache ist die Globalisierung, da durch die Globalisierung die englische Sprache zunehmend als Lingua franca, also als Handels- und Verkehrssprache, an Bedeutung gewonnen hat. So konnten Menschen mit verschiedener Muttersprache auf der ganzen Welt kommunizieren, Geschäfte machen oder sich über Themen und Probleme unterhalten. Die Globalisierung führte dazu, dass die Weltsprache Englisch zunehmend in den verschiedenen Ländern als erste Fremdsprache unterrichtet wurde, wodurch die neuen Generationen das Englische konnten und einige Begriffe auch zunehmend in der deutschen Sprache übernahmen. Ein anderer Faktor ist aber auch, dass vor allem Amerika als Weltmacht nach dem zweiten Weltkrieg als modern galt und dadurch die anderen Länder beeinflusste, da zum Beispiel auch zunehmend  englische Musik gehört oder englische Filme gesehen wurden und Amerika auch als Vorbild gesehen wurde. Nicht nur das Englische als Weltsprache oder Amerikas Beeinflussung sind entscheidend für die Ursachen der Anglizismen, sondern auch die digitale Kommunikation und im Allgemeinen das Internet. Durch die sozialen Netzwerke ist es möglich, dass immer mehr Menschen aus verschiedenen Ländern in Kontakt stehen können und hier dann das Englische als Weltsprache eine Voraussetzung darstellt, um sich auszutauschen. Durch englische Videos, Texte, Nachrichten, Werbungen oder englischer Musik fließen einige englische Begriffe in das Deutsche ein und durch den ständigen Kontakt mit dem Englischen werden einige Begriffe in der deutschen Sprache durch Englische ersetzt und gefestigt. Außerdem wird das Englische in der Jugendsprache von den Jugendlichen als modern gesehen und der Trend, englische Wörter zu verwenden, festigt sich in der Alltagssprache der Jugendlichen so, dass diese in der Alltagssprache der Menschen vorhanden bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei hat der Einfluss der Anglizismen Konsequenzen auf die deutsche Sprache, wobei es positive und negative Konsequenzen gibt. Eine positive Konsequenz des Anglizismus ist, dass das Erlernen der englischen Sprache erleichtert ist, da einige Begriffe bereits so fest in der Muttersprache verankert sind, dass diese Begriffe als selbstverständlich angesehen werden und die Bedeutung bereits klar sind und auch verwendet werden. Außerdem sind englische Begriffe besonders in Bezug auf digitale Medien und in der Technik stark vertreten für die es oft auch keine deutschen Bezeichnungen gibt, wie zum Beispiel für ,,Laptop“ oder ,,Tablet“, sodass Anglizismen helfen sich in diesem Bereich zu unterhalten, da dies ohne Englisch nicht oder kaum möglich ist und durch Anglizismen diese Begriffe auch nicht erlernt werden müssen, sondern bereits klar sind. Dadurch besteht die Möglichkeit auf einer anderen Ebene zu kommunizieren oder sich auszudrücken, da es für bestimmte Anglizismen keine deutschen Wörter gibt und man durch den Einfluss der Anglizismen die Möglichkeit erhält sich anders auszudrücken. Außerdem sind Anglizismen bereits stark in der Alltagssprache verankert und kaum mehr weg zu denken. &lt;br /&gt;
Negative Konsequenzen sind dahingegen, dass Anglizismen zu Verständnisproblemen in der Kommunikation zwischen den jüngeren und den älteren Generationen kommen kann, da einige Anglizismen der älteren Generation nicht bekannt sind und sie so die Bedeutung dieser nicht kennen, wobei jedoch einige Anglizismen stark in der Jugendsprache verankert sind, sodass es schließlich zu Kommunikationsproblemen kommen kann. Außerdem wird von Kritikern des Anglizismus auch thematisiert, dass dadurch ein Sprachverlust stattfindet, da einige Begriffe, die durch Anglizismen ersetzt wurden, nicht gebraucht werden oder sogar in Vergessenheit geraten. Außerdem wird nicht mehr komplett Deutsch gesprochen sondern auch immer Englisch, da viele Wörter durch Anglizismen ersetzt wurden, was schließlich auch dazu führt, dass sich die englische und deutsche Kultur in geringen Maßen vermischen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die Hauptursachen der Anglizismen das Englische als Weltsprache, die Globalisierung und die digitalen Medien sind. Konsequenzen sind dabei sowohl die Erleichterung des Erlernen der englischen Sprache sind als auch Kommunikations- und Verständnisprobleme der älteren Generation, die diese Anglizismen nicht in ihrem Wortschatz besitzen und dementsprechend auch nicht verwendet und auch der Sprachverlust der dadurch stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 1: '''&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um einen Auszug des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde. Thematisiert werden die möglichen Konsequenzen der Sprache in sozialen Netzwerken in Bezug auf den Sprachgebrauch in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ deutet die Auswirkungen der verwendeten Sprache in sozialen Netzwerken auf die in Schulen angewendete Sprache an. Dabei wird besonders deutlich, dass bestimmte Bereiche der Sprache in der Kommunikation in sozialen Netzwerken sowie darauf folgend auch in der Schule nicht mehr beachtet werden. An dieser Stelle sind neben der Verwendung von Anglizismen, wie „dad“ (ebd.) und Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) auch die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung zu nennen. Bei der Rechtschreibung ist außerdem besonders die inkorrekte Groß- und Kleinschreibung auffällig, was am Beispiel des Titels an dem Substantiv „schule“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Somit illustriert der Autor das Problem der fehlerhaften Verwendung von Sprache bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken anhand des Titels, wodurch der Leser bereits einen Einblick in die Thematik sowie das Ausmaß der Konsequenzen dieser fehlerhaften und verkürzten Sprache bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin erwähnt Krischke, „[s]imsen“ (Z. 1) mache Schüler zur heutigen Zeit „nicht dumm“ (Z. 1), jedoch sei es auffällig, dass die Texte jener „fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Diese These veranschaulicht, dass der Autor zwar der Meinung ist, dass die Kommunikation im Internet keine negativen Auswirkungen auf die Jugendlichen hat, deren Texte und Ausdrucksweise dennoch einige Fehler aufweisen. Der Wiederspruch beziehungsweise die antithetische Wirkung dieser Aussage, wird besonders durch die adversative Konjunktion „[a]ber“ (Z. 1) hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend stellt Krischke die Frage: „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2). Dies ist ein zur heutigen Zeit weit verbreiteter Gedanke, da viele Menschen behauptet, Jugendliche würden nicht mehr viel lesen. Der Autor dahingegen widerlegt diese Auffassung, indem er auf die zuvor gestellte Frage mit „[v]on wegen“ (Z. 2) antwortet. Er ist demnach der Meinung, dass Kinder heute deutlich mehr lesen, als die meisten Leute glauben. Dies bestärkt er darauffolgend mit seiner Behauptung, sie hätten „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f.). Dabei bezieht er sich jedoch nicht auf das Lesen und Schreiben von literarischen Texten, sondern auf jenes in der Internetkommunikation. Im Anschluss daran betont er seine Behauptung durch einige Beispiele aus dem alltäglichen Leben von Jugendlichen. Er geht dabei auf das Eintippen von „Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten“  (Z. 3 f.) sowie das Verbringen von „Stunden“ (Z. 4) im Internet ein. Sowohl der Ausdruck „Millionen von Wörtern“ (ebd.) als auch das Substantiv „Stunden“ (ebd.) stellen Hyperbeln dar, wodurch der Autor seine These, dass sie viel schreiben und lesen, belegt. Dies geschieht seinen Beispielen nach jedoch nur im Internet und nicht in beispielsweise Büchern, woraus seiner Meinung nach resultiert, dass bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkommt. Der Grund dafür sei, dass das Schreiben im Internet lediglich als „Plaudermedium“ (Z. 8) diene. Dadurch wird besonders betont, dass das Schreiben im Internet nicht unter einem gewissen Druck steht, sich richtig auszudrücken und deshalb nicht die Notwendigkeit entsteht, die korrekte Grammatik sowie Rechtschreibung zu verwenden, da es bei dem erwähnten Plaudern lediglich um eine normale Unterhaltung geht, die keine Nutzung von gehobener Sprache erfordert. Durch dieses einfache Unterhalten ohne jegliche Beachtung grammatikalischer Regeln entsteht letztlich eine solch fehlerhafte Sprache wie in der Überschrift. Aufgrund dessen erläutert Krischke, die Ausdrucksweise der Jugendlichen beim Schreiben sei „Lichtjahre“ (Z. 9) von den „Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass die Kommunikation der Jugendlichen im Internet in einem starken Kontrast zum Hochdeutsch steht, was durch das zuvor aufgegriffene „Plaudermedium“ (ebd.) entsteht. Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) bringt dabei hyperbolisch das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise der Jugendlichen zum Ausdruck und betont somit die Behauptung des Autors. Schließlich greift er erneut das Beispiel aus der Überschrift auf, um seine These zu untermauern. Im Anschluss daran erklärt er, die Schreibweise der Jugendlichen lasse „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.). Durch diese Aussage wird erneut das Ausmaß der fehlerhaften Grammatik sowie der Abkürzungen in den Texten der Schüler hervorgehoben. Anschließend stellt er die Frage, ob Jugendliche, welche sich in solchen „sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Dies bezieht sich erneut auf die Fehlerhaftigkeit ihrer Texte (vgl. Z. 1) sowie die Auswirkungen der Schreibweise in der Kommunikation im Internet auf jene in der Schule oder im Beruf. Somit geht der Autor auf eine mögliche Konsequenz der Ausdrucksweise der Jugendlichen im Internet ein. Die Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd.) akzentuiert dabei das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise, welches sich in deren Textnachrichten im Internet und möglicherweise auch in ihren Texten in der Schule zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran erwähnt er die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid, welche sich diesem Thema genauer gewidmet habe, indem sie „Deutschaufsätze“ (Z. 17) von „Schülern aller Schulformen“ (Z. 17 f.) in Hinblick auf die Veränderung dieser durch die Schreibweise in deren Kommunikation in sozialen Netzwerken untersucht habe. Aufgrund dessen habe sie sich auch mit den Texten beschäftigt, die jene Schüler in „sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 21). Daraufhin habe sie jene unter der besonderen Berücksichtigung der Faktoren „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie dem „Wortschatz, […] Stil und […] Aufbau der Texte“ (Z. 23) verglichen. Durch dieses Beispiel unterstützt er seine These, indem er auf jene Professorin mit Fachkenntnissen zu diesem Thema verweist. Besonders die detailreiche Erläuterung des Experiments hebt die Seriosität sowie die Glaubhaftigkeit des Textes hervor. Schließlich nennt er auch das Ergebnis dieses Experiments, bei dem sich ergeben habe, dass die „sprachlichen Eigenschaften der Netzkommunikation“ (Z. 24 f.) kaum auffällige Auswirkungen auf die Schultexte der Jugendlichen haben würden. Dadurch wird vor Augen geführt, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar keine Rücksicht auf korrekte Grammatik und andere Aspekte genommen wird, dies sich jedoch nicht auf die schulische Leistung der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich dies auf die zu Beginn erwähnte These Krischkes beziehen, da er dort schon erwähnt, dass die Schüler „nicht dumm“ (ebd.) und ihre Texte dennoch „fehlerhafter“ (ebd.) seien. Dem fügt er hinzu, dies gelte für Schüler aller Schulformen und nicht beispielsweise nur für Gymnasiasten (vgl. Z. 26). Im Anschluss daran greift er ein Zitat der Christa Dürscheids auf, um seine Aussagen zu untermauern. In jenem erläutert sie, dass Jugendliche „´die Schreibwelten durchaus trennen´“ (Z. 27) könnten und, dass sie wissen würden, dass „´in der Schule und formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden´“ (Z. 27 ff.). Dieses Zitat stuft die „Sprechschreibe“ (Z. 9) der Jugendlichen ebenfalls von der „formellen Kommunikation“ (ebd.) ab und hebt dabei besonders den Unterschied zwischen den grammatikalischen Regeln bei jenen hervor. Gleichzeitig betont es jedoch, dass die fehlerhafte Verwendung der Grammatik in der Kommunikation in sozialen Netzwerken keine Konsequenzen für die schulische Leistung und die literarischen Texte der Schüler habe, da sie in der Lage seien diese unterschiedlichen Formen des Schreibens voneinander zu differenzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin entkräftet Krischke die vorherige Aussage jedoch, indem er behauptet, die Schultexte der Jugendlichen seien unabhängig von der Sprechschreibe jener in sozialen Netzwerken dennoch „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33). Dem fügt er hinzu, diese würden insbesondere in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung […] deutliche Defizite“ (Z. 33 f.) aufweisen. Dies bringt zum Ausdruck, dass der Autor davon überzeugt ist, dass die Schultexte der Jugendlichen vermehrt Fehler aufweisen, auch wenn dies für ihn nicht unbedingt in einem Zusammenhang mit deren Ausdrucksweise und Grammatik, beziehungsweise Rechtschreibung steht. Dies wird besonders durch das Substantiv „Defizite“ (ebd.) untermauert, da dadurch bereits angedeutet wird, dass er von der Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen ausgeht. Die Tatsache, dass diese Fehler überwiegend mit der Rechtschreibung und Zeichensetzung zusammenhängen ist dadurch zu begründen, dass die Jugendlichen jene bei der Kommunikation im Internet nicht oder kaum berücksichtigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich erwähnt der Autor eine mögliche Ursache für die Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen, indem er darauf eingeht, dass die Lehrer Schüler in den siebziger Jahren zum „freien, spontanen Schreiben“ (Z. 36) bewegt hätten, aus welchem sich daraufhin die Fehler eingeschlichen hätten. Zudem hebt er hervor, dies habe besonders Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie die Bedeutung der „[f]ormale[n] Korrektheit“ (Z. 28) gehabt. Dies bezieht sich darauf, dass die Jugendlichen beim freien Schreiben nicht berücksichtigen, ob sie etwas richtig schreiben oder wie sie es schreiben. Dabei geht es wie bereits zu Beginn vom Autor erwähnt lediglich um das Schreiben als „Plaudermedium“ (ebd.) und bei jenem sind die zuvor genannten Aspekte des Schreibens nicht relevant. Letztlich bezeichnet der diese inkorrekten Texte als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39), was zum Ausdruck bringt, dass die Auswirkungen des fehlerhaften Schreibens besonders Konsequenzen für jene Menschen haben, die diese Fehler nicht machen, beispielsweise die schon genannten „Freunde des Dudens und ganzer Sätze“ (ebd.), nicht aber für die Jugendlichen selbst, da sie es möglicherweise nicht einmal bemerken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke nicht der Meinung ist, dass die Fehlerhaftigkeit von Schultexten ausschließlich mit der inkorrekten Ausdrucksweise der Jugendlichen in der Kommunikation in sozialen Netzwerken zusammenhängt. Dennoch ist er davon überzeugt, dass in jenen Texten der Schüler vermehrt Fehler enthalten sind. Des Weiteren unterstützt er seine Behauptungen anhand von Zitaten und Beispielen sowie Metaphern und Hyperbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 2: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen haben zur heutigen Zeit einen großen Einfluss auf die deutsche Sprache. Aufgrund dessen bringen sie auch einige Konsequenzen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Übertragungen von Wortbildungen oder Redewendungen aus dem Englischen in eine andere Sprache. In der deutschen Sprache treten diese zur heutigen Zeit nahezu überall auf und werden besonders von Jugendlichen verwendet. Aber auch in der Wirtschaft sind Anglizismen häufig festzustellen. Dies resultiert hauptsächlich aus der Globalisierung, da die Kommunikation mit anderen Ländern überwiegend auf Englisch stattfindet. Der Grund dafür ist, dass Englisch die Welt- und Verkehrssprache (Lingua franca) ist und somit die weltweite Kommunikation dominiert. Zudem wird aufgrund dessen die englische Sprache in den meisten Ländern als erste Fremdsprache erlernt und wird somit bereits bei Kindern und Jugendlichen in deren Wortschatz integriert. Eine weitere Ursache für die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist der Einfluss durch die Medien und generell die Kommunikation im digitalen Raum. In sozialen Netzwerken ist das Verwenden und Verstehen der englischen Sprache nahezu unumgänglich, da Jugendliche im Internet täglich mit englischen Videos, Filmen und Werbungen konfrontiert werden. Auch das Hören von englischer Musik gehört für die meisten Jugendlichen zum Alltag. Durch diese Gründe werden englische Wörter von den Jugendlichen übernommen und in ihrer Sprache gefestigt. Dies führt dazu, dass besonders die Jugendsprache von Anglizismen geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen hat einige Auswirkungen auf die deutsche Sprache. Dabei gibt es neben den negativen Auswirkungen auch Vorteile, die Anglizismen mit sich bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine positive Auswirkung von Anglizismen ist, dass sie Wortlücken in der deutschen Sprache schließen können, wenn es in jener kein Wort für etwas gibt. Dadurch kann die Kommunikation erleichtert werden. Ein Beispiel dafür ist der Anglizismus „online“, welcher besonders im Alltag von Jugendlichen eine wichtige Rolle spielt und von jenen täglich genutzt wird, weshalb er fest in ihrem Wortschatz verankert ist. Zudem kann das Erlernen des Englischen als Fremdsprache durch die Verwendung von Anglizismen im Alltag erleichtert werden. Dies liegt daran, dass einige Begriffe bereits in dem Wortschatz des Lernenden vorhanden sind und dadurch nicht neu erlernt werden müssen.&lt;br /&gt;
Eine der negativen Auswirkungen der Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist, dass sowohl in der Jugendsprache als auch generell in der Alltagssprache Begriffe in die deutsche Sprache einfließen und in jener aufgenommen werden. Dies führt letztlich zum Sprachwandel, da viele Begriffe aus dem Englischen übernommen werden, obwohl es ein deutsches Wort dafür gibt. Dies resultiert meist daraus, dass der englische Begriff kürzer ist und etwas gleichzeitig treffender beschreibt. Dies kann jedoch auch zu einem Sprachverlustführen, da jene deutschen Wörter dadurch nicht mehr verwendet werden und somit im deutschen Wortschatz durch das englische Wort ersetzt werden. Des Weiteren werden die Anglizismen überwiegend von jungen Menschen verwendet, während ältere Menschen noch die deutsche Bezeichnung nutzen oder ein Wort, wie beispielsweise „online“ generell nicht verstehen. Dadurch wird die Kommunikation zwischen jungen und alten Menschen erschwert, da die Älteren die Anglizismen nicht nachvollziehen können. Aufgrund dessen können Anglizismen in der deutschen Sprache auch zu Problemen bei der Kommunikation führen, da die unterschiedlichen Generationen einen anderen Wortschatz besitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache einige Konsequenzen, wie den Sprachverlust oder Kommunikationsschwierigkeiten zwischen verschiedenen Generationen mit sich bringt. Auf der anderen Seite können Anglizismen das Erlernen der englischen Sprache erleichtern und somit die Kommunikation zwischen verschiedenen Ländern erleichtern, was aufgrund der Globalisierung von großer Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
'''1. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Kirschke verfasst, 2011 veröffentlicht und thematisiert den Verlust von grammatischen Regeln und Strukturen im Bezug auf die heutige Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit der Überschrift „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“(Z. 0) verweist schon auf einige strukturelle und grammatikalische Fehler hin. Beispielsweise die Groß- und Kleinschreibung im Wort „schule“ (ebd.), „booaaa“ (ebd.), „dad“ (ebd.). Zudem die Verwendung von Anglizismen wie „dad“ (ebd.), welche darauf hin weist, dass die englische Sprache in der deutschen Sprache, besonders in der Jugendsprache, von Bedeutung ist. Abkürzungen wie „wg“ (ebd.) sind ebenfalls geläufig und zeigen, dass die Relevanz Wörter auszuschreiben deutlich abnimmt und zur Routine wird. Der Ausdruck „booaaa“ (ebd.), welcher als Interjektion zu bezeichnen ist, verweist deutlich auf die Empfindung der jeweiligen Person und wird ebenfalls sehr oft in der Jugendsprache verwendet. Daraufhin folgt eine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) , welche antithetisch zu betrachten ist, da im ersten Teil der These behauptet wird, das dass Schreiben unter Schülern nicht dumm macht (vgl. Z. 1), jedoch darauf folgend gesagt wird, dass ihre Texte die sie schreiben, heutzutage viel fehlerhafter sind wie damals. Die zweite Behauptung lässt sich zudem im Bezug auf die Überschrift deutlich bestätigen. Zudem verweist der zweiter Teil der These darauf hin, dass der Verlust von grammatikalischen Regeln immer mehr wird und zu verschiedenen Problemen führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext wird durch die rhetorische Frage „Kinder lesen zu wenig? Von wegen“ (Z. 2) eingeleitet und verweist die Leserschaft direkt darauf, dass diese Aussage nicht stimmen kann, welche mit der darauffolgenden Aussage „Von wegen“ (ebd.) entkräftet wird. Zudem wird die Aussage mit „[w]ohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2f.) verdeutlicht und unterstützt somit die rhetorische Frage ebenfalls. Die Aussage „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen, E- Mails und Internet- Infos“  (Z. 3ff.)  sind Beweise dafür, dass sie sich viel mit der deutschen Sprache und Kommunikationsnetzwerken auseinandersetzen. Der Beweis dafür, dass nicht jeder der Meinung ist, dass das viele Kommunizieren und Schreiben in den Medien von Vorteil ist, zeigt sich durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und „kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf“ (Z. 6f.). Diese Aussage wird daraufhin dadurch untermauert, dass „Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium [dient] (Z. 7f.). Die Akkumulation „Simsern, Chattern, Twitterern“ sind zudem Neologismen, aber im Bereich der Jugendkommunikation gängige Begriffe. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) zeigt, dass die Art und Weise, wie miteinander geschrieben wird interessant ist und zu Diskussionen untereinander führt, welche das Wortspektrum der Jugendlichen erweitert. Das Kommunizieren unter Jugendlichen zeigt eine deutliche Problematik, welche im Folgenden anhand von „den Normen der Hochsprache ist ihre Sprechschreibe Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.) einleuchtend wird. Damit sagt der Autor aus, dass die Jugend so wie sie spreche auch schreiben würde und das diese Art von Kommunikation weit von der deutschen Sprache entfernt ist, was auf ein Problem heutzutage hinweist. Der Autor nennt Beispiele wie „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]“ (Z. 9f.), welche er als „Gebilde“ (Z. 9) bezeichnet und somit auf den Verlust von grammatikalischer Korrektheit hinweist. Die genannten Beispiele sind typisch für die heutige Schreibweise der Jugendlichen, in der deutlich wird, dass Regeln wie Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung, Abkürzungen, Anglizismen und Neologismen von Routine sind und die deutsche Sprache somit in den Hintergrund stellen. Zudem weist der Autor darauf hin, dass „Freunde des Dudens  und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11f.)  Diese Aussage zeigt negative Kritik im Bezug zum Wortschatz und der deutschen Sprache. Immer mehr Menschen widmen sich der fehlerhaften Schreibweise.&lt;br /&gt;
Auf diese Problematik aufbauend stellt der Autor eine Frage „Können Jugendliche, die sich in diesem sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12ff.). Die Akkumulation in der Frage ist direkt auffallend und beweist, dass sich mit der Zeit immer mehr Probleme und Fragen aufgebaut haben. Viele wichtige Schreibformate, welche im Leben oft sehr wichtig sind, um sich zum Beispiel zu bewerben oder eine gute Klausur zu schreiben werden nicht mehr wirklich ernst genommen, sondern eher vernachlässigt. Die Erkenntnis von mangelnder Grammatik wird anhand von „Trümmerlandschaften“ (Z. 13f.) deutlich.  Wolfgang Krischke erwähnt zur Beantwortung auf die Frage eine „Germanistik- Professorin Christa Dürscheid  von der Universität Zürich“ (Z. 16). Aufgrund das der Autor eine Professorin in seinem Text benennt, wird deutlich, dass sich auch Wissenschaft mit den immer steigenden Problemen der deutschen Sprache im Bezug auf die Jugend verschlechtert und zu massiven Problemen führt, weshalb sie „Mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht [hat], verfasst von 16- bis 18- jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 16ff.). Allein die Information das sie eine hohe Anzahl an Aufsätzen aus unterschiedlichen Schulformen gelesen und untersucht hat, zeigt das sich deutliche Unterschiede in der Sprache und Grammatik zeigen und notwendig sind zu erforschen. Das Alter zwischen 16 und 18 Jahren, zeigt zudem auch deutliche Unterschiede in der Art und Weise wie ein Text verfasst wird und welche verschiedenen Anglizismen oder Neologismen verwendet werden. „Zum Vergleich zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18ff.) und „[d]abei interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21ff.). damit verweist der Autor ebenfalls nochmal auf den breitgefächerten Raum von Struktur und Ordnung der Texte und das sich nicht nur Germanisten sondern auch Linguisten mit der Veränderung der deutschen Sprache beschäftigen. Das Forschen der Texte zeigt folgendes Ergebniss: „ In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24ff.). Durch dieses Ergebnis belegt der Autor seine oben genannte These, dass Simsen Schüler nicht dumm macht (vgl. Z. 1) und bestätigt diese damit. Zudem bestätigt der Autor, dass die Art und Weise des Schreibens innerhalb der Kommunikationsnetzwerke ebenfalls keine Auswirkungen auf Berufsschüler und Gymnasiasten habe(vgl. Z. 26). Darauf aufbauend sagt Wolfgang Kirschke „Die Schüler können die Scheibwelten durchaus trennen“ (Z. 26f.). Die These die der Autor aufstellt unterstützt repetierend deine Aussage, dass Simsen Schüler nicht dumm macht und ihre Freizeit von schulischen Aktivitäten unterscheiden können. „‘Sie wissen das in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden‘ , sagt Christa Dürscheid“ (Z. 27ff.) und bestätigt somit die Meinung des Autors. Aufgrund ihrer Erkenntnis, dass Schüler fähig sind, schulisches und formelles von ihrer Freizeit trenne zu können, „liefert die Zürcher Studie“ (Z. 30f.), dass Deutschlehrer sich trotzdem nicht entspannt zurücklehnen können (vgl. Z. 30). „Denn auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet-die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 31ff.) und bestätigt damit den zweiten Teil der obigen genannten These, dass ihre Texte heute fehlerhafter sind als früher (ebd.). Anhand dessen wird deutlich, dass die Texte viele Fehler beinhalten und der Ausdruck „alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) zeigt deutlich die Vielzahl an Fehlern.  Diese Fehler würden „[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung[...] deutliche Defizite [aufweisen]“ (Z. 33f.).Der Ursprung, dass sich die Sprache der Jugend verändert hat, „begann in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Daran wird deutlich, dass in der damaligen Zeit nicht viel Wert auf die Qualität der Sprache gelegt wurde und bestätigt somit auch wieder seine erste These, dass die digitale Kommunikation keinen Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe. Diese Art von Entwicklung bezeichnet Kirschke als „begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36f.), klingt danach, dass der Autor dieses Verfahren als positiv bewertet, die adversative Konjunktion „jedoch“ (Z. 37) einen Einwand einleitet der zeigt, dass dieser Trend „auf Kosten ‚harter‘ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. Diese Problematik zeigt sich deutlich in der Überschrift des Sachtextes, in der die Rechtschreibung vernachlässigt wurde und somit die Anzahl an fehlerhaften Texten in der Schule. Daraus lässt sich wie Wolfgang Kirschke erklärt zeigen, das „formale Korrektheit“ (Z.38) an Bedeutung verlor, „zeitweise gar nicht in den Verdacht“ (Z. 38f.) geriet, „bürgerliche Schikane zu sein“ (Z.39). Der Substantiv „Schikane“ (ebd.) ist von besonderer Bedeutung, weil damit nochmal das Problem, dass das Kommunizieren auf Netzwerken oder in der Freizeit, beispielsweise orthografische Mängel sich auf die schulischen Texte übertragen und somit die Fehler Quote steigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Sachtext die Probleme und Veränderungen der deutschen Sprache bezogen auf die Jugend sehr gut darstellt, aufgrund das viele Neologismen benutzt werden, um die Problematik in den Vordergrund zu stellen. Zudem ist auch die Unterscheidung zwischen früher und heute in der Schule klar dargestellt, was dazu beiträgt, dass das fehlerhafte Schreiben nicht nur von heute, sondern auch den Prinzipien von früher geschuldet ist.  Auch wird die erste These die Wolfgang Kirschke in seinem Text erwähnt fortlaufend im Text unterstützt und begründet. Akkumulationen, Neologismen, adversative Konjunktionen tragen zum Verständnis des Textes bei und bereichern die Funktion des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die Deutsche Sprache erläutert:&lt;br /&gt;
Unter Anglizismen versteht man Wörter aus der englischen Sprache, die in eine anderen Sprachen, besonders in der deutschen Sprache, eingeflossen sind. Zum Beispiel „Influencer“; „Fake News“; „Dad“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage ist die Nutzung von Anglizismen ein gängiger Prozess geworden und die englische Sprache ist Teil der deutschen Sprache geworden. Worin die Ursache liegt , ist zum einen der Prozess der Globalisierung und die Verbreitung von amerikanischen Rohstoffen oder Produkten in Europa und vor allem Deutschland. In Amerika gibt es andere Bezeichnungen für zum Beispiel: Musik, Medien, Essen usw. Durch den Prozess der Globalisierung kommunizieren wir Menschen überall in der Welt miteinander und lernen neue Sprachen und Wörter kennen. Somit bürgern sich bestimmte Wörter in den Wortschatz der deutschen Sprache ein. Zudem ist Englisch die gängigste Sprache mit der weltweit kommuniziert wird. Zudem ist die Verwendung von Anglizismen in der Wissenschaft auch ein gängiger Prozess, weshalb wir Menschen automatisch eine Sprachveränderung hinnehmen. Das Benutzen von englischen Wörter in unserer Sprache führt jedoch auch dazu, dass sie verflacht und an Bedeutung verliert. Zudem hat die Verwendung massive Auswirkungen auf korrekte und komplexe Grammatik und Orthografie des Deutschen. Diese Problematik ließ sich im Sachtext von Wolfgang Krischke „Schreiben in der Schule- booaa mein dad voll eklich wg schule“ erkennen und ist besonders bei Jugendlichen der Fall. Sie chatten den ganzen Tag auf Plattformen wie Snapchat, Instagram oder Twitter und achten dabei gar nicht mehr auf die Korrektheit der Grammatik. Jeder individualisiert sich seine eigene Sprache, wodurch die deutsche Sprache auch an Wichtigkeit verliert.   Auch verändert sich unsere Sprache von Tag zu Tag immer mehr, weil wir durch mediale Netzwerke zu jeder Zeit einen Einblick in die Welt von Anderen gewinnen und neue Wörter kennenlernen, die wir dann in unserer Sprache aufnehmen. Es gibt außerdem Meinungen von Menschen die sagen, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit der Kommunikation  eine Schwierigkeit darstellen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Generationen vor unserer Lebenszeit. Diese sprachen ausschließlich in ihrer Landessprache und kannten keine anderen Sprachen. Die älteren Menschen verstehen daher heute nicht mehr alles was wir sprechen, da wir Anglizismen benutzen und ihnen diese Begriffe nicht bekannt sind. Allgemein ist es ziemlich schwierig die Sprache wieder in ihre Ursprungsform zu setzen, da die weltweite Kommunikation auch aufgrund von Export und Importprozessen immer mehr stattfindet.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Aus diesen ganzen Ergebnissen lässt sich deuten, das der Wandel der Sprache nicht zu stoppen ist und die Fehlerhaftigkeit der deutschen Sprache im Bezug auf Grammatik und Orthografie immer mehr zunehmen wird. Besonders Jugendliche werden mit der Zeit unter der Problematik leiden, da die Nutzung von medialen Kommunikationsnetzwerken immer mehr im früheren Alter erlaubt wird und somit keine Chance mehr besteht, sich mit richtig guter Sprache auseinanderzusetzen. Des Weiteren stellt die englische Sprache die heutige Sprache dar und lässt somit vor allem der deutschen Sprache nicht ihren Raum sich weltweit zu verbreiten und zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1: === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher im Jahre 2011 erschien und von Wolfgang Krischke verfasst wurde, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es um den Wandel der deutschen Sprache in der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zu analysierende Textstelle setzt damit ein, dass Krischke seine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) formuliert. Damit sagt er aus, dass Simsen die Schüler zwar nicht dümmer macht, sie allerdings in gewisser Weise zu beeinflussen scheint, da ihre Texte im Gesamten fehlerhafter als früher werden. Nach dieser These formuliert er eine rhetorische Frage, welche er dann im Anschluss direkt beantwortet : „Kinder lesen zu wenig ? Von wegen.“ (Z.2). Damit will er verdeutlichen, dass zwar sehr wahrscheinlich das Lesen von Büchern bei Jugendlichen immer seltener wird, diese allerdings andere Quellen, wie das Internet nutzen und dadurch ebenso lesen lernen. Er behauptet sogar, dass die Jugendlichen „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z.2f.) haben. Dies unterstützt er mit den Beispielen : „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“(Z.3ff.). Laut ihm ist dies allerdings nicht sehr erfreulich, da diese Medien als „Plaudermedium“(Z.8) gelten, also zwar der Kommunikation dienen, dies allerdings nur bei nebensächlichen, bis irrelevanten Dingen. Denn sie sei laut Pädagogen und Ausbildern von der Normen der Hochsprache Lichtjahre entfernt (vgl.Z.6ff.). Dies ist eine Hyperbel, da sie zwar weit entfert sein kann, Lichtjahre allerdings viel zu übertrieben sind. Darauf nennt er Beispiele für die heutigen sprachlichen Fehler einiger Jugendlicher. Ein Beispiel dafür ist der im Titel bereits aufgeführte Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (Z.9f.). Dieser besteht fast überwiegend aus Fehlern. Den Ausdruck „booaaa“ (ebd.) gibt es in der deutschen Sprache nicht, er ist eine Interjektion. Die Bezeichnung „dad“ (ebd.), welche aus dem Englischen kommt und Vater heißt, ist ein Anglizismus und „eklich“ (ebd.) ist ein Rechtschreibfehler, da es eigentlich „eklig“ lauten müsste. Außerdem besteht dieser Satz aus der Abkürzung „wg“ (ebd.), welche die Präposition wegen abkürzt. Zu guter Letzt wird die groß- und Kleinschreibung vernachlässigt, da das Nomen „schule“ (ebd.) einfach klein geschrieben wird. Im Folgenden stellt er eine rhetorische Frage, welche dem Leser den Gedankengang des Autors vor Augen führen soll, und beantwortet diese dann um seinen Standpunkt zu erläutern. Diese lautet : „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen ?“ (Z.12ff.) In dieser rhetorischen Frage steckt außerdem eine Metapher „sprachlichen Trümmerlandschaften“ (ebd.), welche für Schlechte Sprachkenntnisse steht, diese allerdings noch etwas dramatisiert. Laut Krischke verfasste sich eine Germanistik-Professorin genau mit diesem Thema und untersuchte rund 1000 Deutschaufsätze, welche von 16- bis 18- Jährigen Schülern aller Schulformen verfasst wurden und verglich diese mit rund 1100 SMS-Nachrichten, E-Mails und Chats in sozialen Netzwerken und legte dabei besonderen Wert auf Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, Wortschatz und den Stil und den Aufbau der Texte (vgl.Z.15ff.). „Das Ergebnis : In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation  nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z.23ff.). Dies lässt darauf schließen, dass das „Simsen, Chatten und Twittern“ (Z.7) keine negative Auswirken auf die „16- bis 18- jährigen Schüler“(Z.17) haben. „Das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“(Z.26) laut Krischke und Dürscheid, hat also nichts mit der Bildung der Schüler zu tun und sie „können die Schreibwelten durchaus trennen“(Z.27). „Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden, sagt Christa Dürscheid“(Z.27). Damit verdeutlicht sie erneut, dass Chatten sich nicht negativ auf die Rechtschreibung der Jugendlichen auswirkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in dem zu analysierenden Text den Einfluss des Chattens auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass die Digitalisierung keine Schuld am Verlust von Grammatik und Rechtschreibung hat. Um dies zu bekräftigen, nennt er eine Studie, welche seine Meinung zu diesem Thema widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgabe 2:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 1)''' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule“, von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert die Veränderung der Sprache, zwischen schulischem und privatem Schreiben und einer Stellungnahme des Autors zu diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Teil des Titels „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, liefert dem Leser ein Beispiel, zum Schreiben per SMS oder anderen Internetplattformen. Es wird Umgangssprache genutzt : „booaaa“ , noch dazu werden beim Chatten Anglizismen genutzt, um sich auszudrücken, wie hier der Begriff „dad“ (aus der englischen Sprache, Vater). Zudem kommt, dass nicht auf Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung geachtet wird, wie die Wörter „eklich“ oder „schule“ zeigen.&lt;br /&gt;
Der Untertitel des Textes „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1), wird vom Autor genutzt um eine These aufzustellen. Diese ist jedoch antithetisch, da der Autor zuerst meint, dass „Simsen […] Schüler nicht dumm [macht]“ (Z.1), dann  jedoch durch den Ausdruck „Aber“ (Z.1), eine Gegenthese eingeleitet wird, da Krischke dann meint, die Texte der Jugendlichen, seien heute fehlerhafter als früher (vgl. Z. 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Textes lassen sich vier Sinnabschnitte erkennen. Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12), stellt der Autor Thesen auf und erläutert diese kurz. Direkt zu Beginn, stellt er eine rhetorische Frage an seine Leser „[ob] Kinder [zu wenig] lesen?“ (Z. 2), welche er im nächsten Satz beantwortet und verneint (vgl. Z. 2). Durch seine kurze Antwort „Von wegen“ (Z.2), wird seine Position direkt klar. Auch mit der Ergänzung „Wohl noch nie haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z.2f.), unterstützt er seine Meinung und auch die Jugendlichen heutzutage, um die es sich ebenfalls, im vorliegenden Sachtext dreht. Sie „tippen [täglich] […] Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z.3ff.). Der Autor schafft dann eine Überleitung ins negative, durch die Konjunktion „trotzdem“ (Z.6). „Bei Pädagogen und Ausbildern [kommt trotzdem] keine rechte Freude auf“ (Z.6f.). Auf diese These folgt direkt eine konkrete Begründung, welche durch „denn“ (Z.7) eingeleitet wird. Es heißt bei den Jugendlichen, welche hier als „Simser[...], Chatter[...] und Twitterer[...]“ (Z.7) bezeichnet werden, diene die Schrift hauptsächlich als Kommunikationsmittel (vgl. Z. 7f.). Zusätzlich wird der Neologismus „Plaudermedium“ (Z.8) verwendet. Von den „Normen der Hochsprache“ (Z.8), sei die Sprache der Jugendlichen, welche im Text als „Sprechschreibe“ (Z.9) bezeichnet wird, Lichtjahre entfernt (vgl .Z. 9f.). Mit „Sprechschreibe“ (ebd.) ist  gemeint, dass die Jugendlichen die verschiedenen Wörter so schreiben, wie sie es hören und verstehen und dass kaum mehr auf Grammatik, Recht- und vor Allem Groß- und Kleinschreibung geachtet wird. Durch die Verwendung von Beispielen wie „booaaa mein dad voll eklisch wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl“ (Z.9f.) wird dem Leser klar gemacht, wie die Jugendlichen in ihrer Freizeit schreiben und wie hoch die Fehler in ihrer Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.12 – 23), beginnt mit einer rhetorischen Frage auf welche im weiteren Verlauf eingegangen wird und so beantwortet wird. Es wird gefragt, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z. 12). Die Metapher „sprachliche[...] Trümmerlandschaften“ ist zugleich eine Hyperbel. Sie dramatisiert das Ganze noch mehr. Durch die Erwähnung der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) wird dem Text eine gewisse Zuverlässigkeit zugeteilt, die den Text professioneller klingen lässt. Sie habe eine Studie durchgeführt, bei der sie sich auf die Rechtschreibung, Interpunktion, Grammatik , den Wortschatz, Stil und Aufbau von Texten, konzentriert haben (vgl. Z.15ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis dieser Studie wird dem Leser im dritten Abschnitt (Z.23-29) mitgeteilt. Laut der Studie, von welcher im letzten Sinnabschnitt die Rede ist, hinterlassen die „sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation [in keinem Bereiche] nennenswerte Spuren in den Schultexten“ (Z.24f.). Durch das Zitat „Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und in der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 26ff.), von der Expertin Christa Dürscheid, wird die Studie erläutert und belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.29-39) unterscheidet sich allerdings wieder etwas und wird vom Autor genutzt um seine Meinung erneut darzulegen. Es sei dennoch kein Grund für die Lehrer sich zu entspannen (vgl. Z.29f.), wie die Züricher Studie zeige. Die Begründung wird mit „Denn“ (Z. 30) eingeleitet, „auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet - die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 30ff.). Die Metapher „deutliche Defizite“ (Z.34), in der Rechtschreibung, zeigt dass viele Fehler vorhanden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem beschäftigte sich Wolfgang Krischke mit dem Thema Sprachwandel durch elektronische Kommunikation, er stellt auch sehr deutlich seine Meinung dar und bezieht eine Studie mit in seinen Text ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 2)''' === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden, werden die Ursachen des Einflusses von Anglizismen und dessen Folgen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen sind Begriffe, welche aus der englischen Sprache stammen und ins deutsche übernommen werden. Dies kommt heutzutage vermehrt vor, doch woran liegt das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der bedeutendsten Gründe ist eindeutig, die Jugendsprache beziehungsweise die moderne deutsche Sprache. Die Jugendlichen übernehmen immer mehr englische Begriffe oder Ausdrücke in ihren Wortschatz und verwenden diese in der Alltagssprache. Vor allem dadurch, dass englisch eine internationale Sprache ist, welche in der heutigen Zeit in jeder Schule als Hauptfach im Stundenplan steht, werden die Begriffe gelernt und oft übernommen. Besonders aus dem amerikanischen Englisch stammen einige Ausdrücke, welche von Jugendlichen verwendet werden. Durch die Verwendung der Ausdrücke gleicht man sich der Gesellschaft an, es ist „in“ diese Wörter in die Sprache mit einzubeziehen. Die heutige Generation kennt schon viele Anglizismen, dessen sie sich nicht bewusst ist, zum Beispiel „Smartphone“, „Display“, „Computer“, „On-/Offline“ oder auch „Laptop“ sind englische Begriffe mit denen wir groß geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bringen die Anglizismen auch Konsequenzen mit sich, welche nicht gerade positiv sind. Durch die vermehrte Verwendung von Anglizismen geht ein Teil der deutschen Sprache verloren, da Begriffe wie „Rechner“ oder „Mobiltelefon“ kaum noch verwendet werden, meist nur von älteren Menschen. Die deutsche Sprache geht also auf eine gewisse Art und Weise verloren, somit auch ein Teil der Kultur. Natürlich ist es gut die englische Sprache zu beherrschen, jedoch sollte das Deutsche auch beibehalten werden und sich nicht durch die Englische ersetzen lassen. Sagt man, es sei nicht tragisch ein paar englische Wörter in unsere Sprache zu übernehmen, ist das richtig, jedoch nimmt dies zu und es werden immer mehr Begriffe vom englischen übernommen, was man selbst gar nicht mehr bemerkt, da es zur Gewohnheit wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kann man sagen, dass die Hauptursache für die Verwendung von Anglizismen in der neuen deutschen Sprache liegt und, dass dies mit sich bringt, dass ein Teil unserer Kultur verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabe === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ mit dem Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde, thematisiert den Einfluss digitaler Kommunikationsformen auf das Schreiben und die Sprache der Jugend in der Schule sowie den allgemeinen Sprachverlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn fällt dabei besonders die antithetische, eben bereits genannte Überschrift auf, die die Schule auf indirekte Weise dem Privatleben gegenüberstellt. Während der Teil „Schreiben in der Schule“ eher sachlich formuliert ist, nutzt der Autor im zweiten Teil ein sehr umgangssprachliches Beispiel, in welchem er unter anderem die Interjektion „booaaa“, den Anglizismus „dad“ oder die Abkürzung „wg“ für – wegen -  einbaut. Zudem fallen die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung auf, die jedoch in heutigen Chats nicht gerade selten aufzufinden sind. Somit stellt Krischke im Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher ausdrücken soll, dass eine Person von seinem/ihrem Vater genervt ist, da dieser über die Schule spricht, die Problematik dar, die durch das digitale Chatten entstehen. Diese lässt sich, wie im Beispiel erkennbar, besonders an der Groß- und Kleinschreibung sowie der genutzten Abkürzung wiederfinden.  Daran schließt er in der Unterüberschrift mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) an, welche Krischke der Überschrift gewissermaßen antithetisch gegenüberstellt, da diese wegen der Fehler eher von einem Intelligenzverlust der Schüler zeugt, wenn diese „simsen“. Eingeleitet durch die adversative Konjunktion „Aber“ (Z. 1) nennt er jedoch daran anschließend eine, die erste Aussage einschränkende These in „Aber ihre Texte sind fehlerhafter als früher“ (Z. 1). Somit macht er doch deutlich, dass ein Qualitätsverlust der Sprache bei Schülern vorhanden sei. Darin akzentuiert er besonders den Vergleich zu „früher“ (ebd. ), welcher gewissermaßen die Digitalisierung als Grund in den Fokus nimmt, da diese in früheren Jahren wesentlich geringer ausgeprägt war und erst in den neueren Jahren immer größer und weiterentwickelter wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Text beginnt er mit der Frage „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2), welcher er gleich im Anschluss mit den Worten „Von wegen“ (Z. 2) entkräftet. Diese Aussage erläutert er dann im Folgesatz, indem er behauptet „Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f. ). In diesem kommt besonders der Vergleich zu früher zum Ausdruck, der bezogen auf die Unterüberschrift darstellt, dass in Abhängigkeit von mehr Lesen und Schreiben auch mehr Fehler in der heutigen Welt gemacht würden. Auch wenn er sich in diesem Aspekt nur auf das Lesen bezieht, lässt sich durch den Kontext der medialen Kommunikation auch das Schreiben mit einbeziehen. Eben dieses spricht Krischke auch im folgenden Satz „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihre Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 3 ff. ) an. Hier vereint er die Aspekte des Lesens und Schreibens miteinander und arbeitet dabei besonders die Zunahme der Nutzung, was in Worten wie „täglich“ (ebd. ), „Millionen“ (ebd. ) oder auch der Akkumulation von möglichen Nachrichtenformaten deutlich wird, heraus. Dabei spricht der Autor also besonders die große Reichweite an, die Handys und Computer in der heutigen Welt haben. Was der Autor hier jedoch noch als positiv darstellt, „kommt bei Pädagogen und Ausbildern“ (Z. 6 f. ) nicht gut an. Diese Gegensätzlichkeit von der Positivität des vielen Lesens und dem negativen Meinungsbild von Experten drückt Krischke durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und eine eher ironische Gesamtsprache, die hier im Ausdruck „kommt […] keine rechte Freude auf“ (Z. 6 f. ) deutlich wird, aus. Diese These erläutert er im Anschluss genauer. Somit sähen Pädagogen diese Art von Schreiben als eher negativ, „Denn Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f. ), also als Kommunikationsmittel. In Anbetracht dessen lässt sich die Kritik auf den Nachlass der direkten Kommunikation beziehen. Im Ausdruck „Plaudermedium“ (ebd. ) wird jedoch, wie in der allgemein ironischen Sprache, zugleich die eher kritische Sichtweise des Autors ausdrücklich. In diesem Sinne sei die Chatsprache auch „Von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8 f. ). In diesem sehr hyperbolischen und metaphorischen Ausdruck geht der Autor wiederholend auf die Problematik der Textnachrichten ein, welche laut ihm im Verlust der Grammatik läge. In diesem Zusammenhang nennt er dann die Beispiele „`booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl (= hab dich ganz doll lieb)`“ (Z. 9 f. ), in welchen er zum einen die Überschrift erneut aufgreift, aber auch zwei weitere Beispiele nennt, die die Problematik des Sprachverlusts noch einmal stärker zum Ausdruck bringen und in diesem Sinne konkret zeigen, wie die heutige Jugend miteinander kommuniziere. Eben diese Formulierung in Textnachrichten „lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze immer noch zusammenzucken“ (Z. 11 f. ), wodurch Krischke die in den Nachrichten oftmals verwendete umgangssprachliche und verknappte Form des Schreibens noch einmal akzentuiert. Jedoch wird nicht nur diese, sondern auch noch einmal die Kritik gewissermaßen deutlich, wodurch er eine Brücke zwischen Erläuterung der Situation und der Meinung einiger schlägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er die Problematik im ersten Abschnitt (Z. 2-12) bezogen auf das digitale Schreiben zu Kommunikationszwecken dargestellt hat, geht er im zweiten Sinnabschnitt (Z. 12- 29) auf den Einfluss dieses fehlerhaften Schreibens auf essentielle Schul- und Bewerbungstexte ein. Erneut beginnt er seinen Abschnitt mit einer Frage, mit der er den Leser langsam in die Thematik führt. Durch seine verwendete Struktur, die im jeweiligen Abschnitt immer in einer ausdifferenzierten Beantwortung der anfänglichen Frage mündet, wirkt es, als würde er dem Leser seine Fragen in gewisser Weise vorwegnehmen und ihm allgemein etwas vermitteln, das entscheident zu wissen sei. So beginnt er den zweiten Abschnitt also mit der Frage „Können Jugendliche, die sich in sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff. ). In dieser wird erneut seine kritische Sicht auf die Sprache der Jugend deutlich, indem er diese anhand der Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd. ) wertend verbildlicht. Zudem beinhalten die Adjektive „lesbar[…], präzise[…], angemessen“ (ebd. ) einen etwas wertenden Akzent, da den Jugendlichen hierbei gewissermaßen unterstellt wird, dass diese undeutlich, verknappt und umgangssprachlich schrieben.  In diesen Worten bleibt jedoch stets ein wenig offen, ob er oder der Großteil der Gesellschaft der Sache  kritisch gegenübersteht, da seine ironische Sprache teils eher von einem gesellschaftskritischem Gedanken zeugt. Dies zeigt sich auch in den folgenden Sätzen, in welchen Krischke für die Jugend argumentiert und sich diesbezüglich die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) als Expertin zu Nutzen macht, um die Antwort auf die Frage zu belegen. Diese habe nämlich „mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, verfasst von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich. Zum Vergleich zog [sie] […] über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit […] geschrieben hatten“ (Z. 16). Hier  stellt der Autor also die Studie im Allgemeinen vor, unterstreicht dabei besonders den vorgenommenen Vergleich von Schul- und Freizeittexten und unterstreicht die Ausbreitung der Textnachrichten durch die akkumulierende Darstellung einiger Textmedien. Im Vergleich der beiden Textformen „interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21 ff. ). Diese akkumulierende Aussage deutet darauf hin, dass nicht alleine die sprachliche Korrektheit, sondern auch das Gesamtbild von Bedeutung sei. Somit sei auch im eben benannten zweiten Bereich eine Veränderung vermutet worden, welche sich auf die verkürzte sowie umgangssprachliche Schreibweise rückführen lässt. Jedoch spiegele das Ergebnis nicht das Erwartete wieder, was in Krischkes Ausdrucksweise sowie anhand seiner vorherig dargestellten Meinungsbilder deutlich wird. „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Texten hinterlassen“ (Z. 24 ff. ), somit sei die Digitalisierung im Bereich der Kommunikation keine Problematik. Da Krischke jedoch nur von „nennenswerte[n] Spuren“ (ebd. ) spricht, lässt sich darauf schließen, dass es eine Veränderung gebe, diese aber eher geringfügig ausfällt, weshalb er sie wertender weise als nicht nennenswert ansieht. Um die Ergebnisse daran anschließend etwas genauer darzustellen, bezieht er sich zuerst auf die betroffene Gruppe aus „Berufsschüler [und] Gymnasiasten“ (Z. 26). Wobei hier auffällt, dass Krischke Real- und Hauptschüler aus seiner Argumentation ausschließt, weshalb ungeklärt bleibt, ob bei diesen auch keine Veränderung sichtbar wird. Die Berufsschüler und Gymnasiasten jedoch „`können die Schreibwelten durchaus trennen`“ (Z. 27), wie Krischke Dürscheid hier zur Darstellung seiner These über den geringen Einfluss digitaler Kommunikation zitiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29-39) distanziert Krischke sich jedoch etwas von der, im vorherigen Abschnitt vertretenen Meinung und verknüpft so die positiven mit den negativen Einflüssen und Veränderungen in Sprache und Schrift, die er in Abschnitt eins und zwei herausgearbeitet hat. Dies tut er auf eine eher appellierende Weise, während er wie auch im obigen Text einen hypotaktischen Satzbau verwendet, der ihm erlaubt, ins Detail zu gehen. Seinen Appell beginnt er mit der Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff. ). Somit sei die Sprachförderung der Jugend laut Krischke heutzutage notwendig, sodass die Studie zwar zeige, dass die Verschlechterung kaum an der Digitalisierung läge, aber dennoch bestände. Hier betrachtet er die Studie daher etwas kritisch und stimmt dieser zwar zu, differenziert das Ergebnis dieser jedoch noch einmal indirekt weiter aus. Eben dies drückt er auch im folgenden aus (vgl. Z. 31 f. ) und akzentuiert dabei besonders, dass „die Schultexte […] alles andere als fehlerfrei“ (Z. 32 f. ) seien. Eben diese Fehler fänden sich dabei häufig in „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ ( Z. 33 f. ), also den Formalitäten, auf. Um dieses Phänomen des Sprachverlusts zu erklären, geht der Autor auf den Ursprung des Problems ein. Dieser läge laut ihm „in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f. ). Somit sieht Krischke die Problematik im allgemeinen freien Schreiben, was letztlich auch in den SMS aufgegriffen wird, aber nicht alleinig in der  Digitalisierung. So ginge der „Trend […] auf Kosten ´harter´Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37 f. ), wodurch allgemeine „Formale Korrektheit“ (Z. 38) immer mehr an Bedeutung verlor und somit bis heute eher als lästig angesehen werde. Daher appelliert er hier im Allgemeinen doch in gewissen Gesichtspunkten das Arbeiten an den formalen Grundstrukturen der deutschen Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in seinem Text den Einfluss der digitalen Kommunikation auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass nicht die Digitalisierung, sondern das allgemeine freie Schreiben seit den 70ern Schuld für den Verlust von Grammatik und Rechtschreibung seien. Um dies zu bekräftigen, nutzt er eine Studie sowie Metaphorik und Ironie, welche zugleich seine kritische Sichtweise auf den Sprachwandel unterstreichen. Zuletzt drückt er diese Kritik daher noch einmal in einem Appell an die Lehrer aus, die laut ihm, etwas verändern sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Aufgabe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage sind Anglizismen in der Deutschen Sprache keine Seltenheit mehr und irgendwo benutzt ein jeder sie, wenn auch unbewusst. Denn gerade in der heutigen Welt steht der englischen Sprache ein hoher Stellenwert zu, der sich in den jeweiligen Sprachen durch Übernahme oder Ersetzen vieler Wörter aus dem Englischen bemerkbar macht. Doch wo genau liegen die Ursachen der Anglizismen und auf welche Art und Weise wirken sie sich auf unser tägliches Leben aus, - oder eher – Welche Konsequenzen bringen sie mit sich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der folgende Text.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen gehen im Allgemeinen auf den Gebrauch des Englischen als Lingua franca, also als internationale Verkehrs- oder Weltsprache zurück. Dabei wird die Sprache von besonders vielen Menschen in weiten Teilen der Erde als Erst- oder Zweitsprache gesprochen und besonders im wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Sektor genutzt. In diesem Kontext gilt das Englische seit Ende des zweiten Weltkriegs durch die Vormachtstellung der USA als die bedeutendste Weltsprache.&lt;br /&gt;
Jedoch ist nicht nur ihr Rang als Weltsprache entscheidend für ihre Verbreitung und somit auch nicht alleinige Ursache der Anglizismen. Amerika galt zudem schon immer als modernes Vorbild für die östlicheren Staaten und gilt somit heute noch, besonders was die Jugend betrifft, als eine Art Vorbild. Dabei kommen aber auch die Einflüsse der Globalisierung hinzu, die die ganze Welt miteinander verknüpfen und so in gewisser Weise veranlassen, dass der Kontakt zu anderen Nationen das Englische mit in unsere Muttersprache einfließen lässt. Besonders sind hier auch soziale Netzwerke in Bezug auf die Jugend zu nennen, die im Vergleich noch einmal vermehrt Anglizismen in ihren Sprachgebrauch mit einbringt. Durch diese treten die Jugendlichen stetig in Kontakt mit Menschen aus vielen Ländern, mit denen das kommunizieren nur in Englisch möglich ist. Zu betrachten ist dabei auch die Vorbildfunktion, die die Personen auf den sozialen Medien mit sich bringen, sodass die Verenglischung der deutschen Sprache immer mehr zum „Trend“ wird, der eine Person zu einem weltlichen Geflecht aus Menschen zugehörig werden lässt. So hören die Menschen tagtäglich englische Lieder, sehen Werbung von Modemarken aus dem Ausland und vieles mehr, sodass sie sich die englischen Wörter Tag für Tag einprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie eben bereits in Teilen erwähnt, bringen Anglizismen daher besonders auf Gesamt-gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene positive Aspekte mit sich. Die Kommunikation in vielen Bereichen ist stark erleichtert und bestimmte Worte bedürfen keine Übersetzung mehr. Dieser Aspekt gilt besonders auf der Ebene des SocialNet sowie bei Jugendlichen. Durch die Kommunikation mit gleichaltrigen sowie der Nutzung der Anglizismen fühlen sie sich wie ein Teil des Ganzen und bekommen einen besseren Bezug zur englischen Sprache. &lt;br /&gt;
Aber auch im Alltag sind viele Anglizismen heutzutage nicht mehr wegzudenken, so sagt doch beispielsweise niemand mehr zu den „Charts“ Hitliste oder zum „Coffee to go“ Kaffee zum mitnehmen. Immer häufiger begegnen uns so in jeglichen alltäglichen Situationen englische Wörter, die die deutschen schon längst ersetzt haben. Auch Marken und Medien wie das Radio oder das Fernsehen nutzen in diesem Kontext Anglizismen, um modern zu sein und die Menschen anzusprechen. Somit stellt diese sprachliche Form der Veränderung im Gesamten einen Prozess der modernen Zeit dar, der die Sprache internationaler und aktueller werden lässt und in kleinen Teilen die Kommunikation mit dem Ausland erleichtert.&lt;br /&gt;
Des weiteren ermöglichen Anglizismen ein besseres Verständnis für die englische Sprache und vereinfachen somit auch das Lernen dieser, was besonders auch für technische Bereiche notwendig ist. Einige der Wörter, besonders im Bereich der Technik, gibt es im deutschen gar nicht, weshalb bestimmte Anglizismen sogar notwendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu bringen Anglizismen aber auch einige Kritiker mit sich. Dabei sind es besonders häufig ältere Menschen, die sich nicht mit den für sie neuen Wörtern identifizieren können und Verständnisprobleme haben. In diesem Zusammenhang stellen Anglizismen auch einen gewissen Sprachverlust des Deutschen dar, da so gewissermaßen Dinge verloren gehen, die das rein Deutsche ausgezeichnet haben. Dies betrifft jedoch nicht nur den Verlust einiger alter Worte, sondern auch einen gewissen kulturellen Verlust, da die Sprache immer auch einen großen Teil Kultur eines Landes ausmacht. &lt;br /&gt;
Oftmals werden einige Anglizismen jedoch auch als überflüssig angesehen und in diesem Sinne in einigen Sozialgruppen oder Altersgruppen nicht genutzt, wodurch sich jeweilige Gruppierungen von anderen Gruppen absetzen und es so zu einer gewissen Ab- oder gar Ausgrenzung dieser kommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellen Anglizismen ein sprachliches Phänomen der modernen Welt dar, durch das zwar einerseits ein gewisser Sprachverlust stattfindet, aber andererseits viele neue Möglichkeiten geschaffen werden. So erleichtern sie die Kommunikation in vielen Bereichen und schaffen teilweise sogar die Möglichkeit etwas auszudrücken, wofür es vorher in der Landessprache keine Worte gab. Somit sind Anglizismen in jedem Fall sprachverändernd, jedoch heißt Veränderung nicht gleich etwas Schlechtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; wurde von Wolfgang Krischke geschrieben und im Jahr 2011 veröffentlicht. Im grundlegenden thematisiert der Sachtext den angeblichen Abbau von grammatikalischen Strukturen in der Schule durch die heutige Nutzung der Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Titel des Sachtextes ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; (Z.0) soll den Abbau von grammatikalischen Strukturen, wie zum Beipspiel der Groß- und Kleinschreibung und der Satzstrukturen, verdeutlichen, welcher vor allem durch die Kommunikation im Internet gefördert wird. Die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), die fehlende Großschreibung von Nomen wie ,,schule&amp;quot; (ebd.) und der Anglizismus ,,dad&amp;quot; (ebd.) verdeutlichen den Umgang der Jugendlichen mit grammatikalischen Regeln im Internet.Vor allem der Anglizismus zeigt, dass die englische Sprache ein großer Bestandteil der Jugendsprache ist und auch die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), auch als Empfingundlaut bekannt, zeigt das Schüler es vermeiden sich mit Adjektiven wie nervig ausdrücken, sondern ihren Emotionen freien Lauf lassen. Die darauf folgende These ,,Simsen macht Schüler nicht dumm&amp;quot; (Z.1) verdeutlicht den Standpunkt des Autors, welchen er im folgendem weiter ausführen wird. Der im Anschluss folgende Satz ,,[a]ber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.1) untermauert jedoch die höhere Fehlerrate der Schüler in Texten. Die adversative Konjunktion ,,[a]ber&amp;quot; (ebd.) leitet das Gegenteil ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) wird durch die rhetorische Frage ,,Kinder lesen zu wenig?&amp;quot; (Z.2) eingeleitet. Diese Frage beantwortet Krischke sofort durch den Ausdruck ,,[v]on wegen. Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot; (Z.2f.). Durch den Ausdruck ,,[w]ohl noch nie&amp;quot; (ebd.) wird deutlich, dass Kinder heutzutage durch die Medien viel mehr lesen und schreiben als früher, denn ,,[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen&amp;quot; (Z. 3f.). Die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht die Menge des Schreibens und der Ausdruck ,,[t]äglich&amp;quot; (ebd) zeigt die häufige Nutzung eines mobilen Gerätes in der heutigen Zeit. Somit veranschaulicht Krischke, dass der Sprachgebrauch durch die Medien eine viel größere Rolle spielt als früher, da jetzt auch außerhalb des Unterrichts viel geschrieben wird. Zudem verbringen Jugendliche ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (Z.4f.), dies soll den Aufwand der Kommunikation durch die Medien der Jugendlichen verdeutlichen. Der Ausdruck ,,Lektüre&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die Menge an Nachrichten die ein Jugendlicher täglich schreibt und wie viel Zeit Jugendliche dafür in Anspruch nehmen. Auch die Aufzählung ,,SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die vielen verschiedenen Wege der Kommunikation im Internet. Im Nächsten Satz führt der Autor jedoch an, dass ,,[t]rotzdem [...]bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude&amp;quot; (Z.6f.) aufkommt, ,,[d]enn den Simsern,  Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot; (Z.7f.), womit Kirschke zum Ausdruck bringt, dass zwar mehr geschrieben wird, aber die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) gesehen wird und daher nicht auf Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung oder grammatikalischen Strukturen geachtet wird, dies untermalt vor allem der Neologismus ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.), welcher verdeutlicht das nur die Kommunikation zählt und nicht die Zeichensetzung und der Wortschatz während der Kommunikation. Die darin enthaltene adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem&amp;quot; (ebd.) leitet somit den Bruch der Argumentationsstruktur ein, da zuvor von den positiven Auswirkungen der Medien gesprochen wurde und durch die adversative Konjunktion nun die negativen Aspekte eingeleitet werden. Dass die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) dient, untermauert Krischke mit seinem darauffolgendem Satz, denn ,,[v]on den Normen der Hochsprache ist ihre Schreibweise Lichtjahre entfernt&amp;quot; (Z.8f.). Mit dem Personalpronomen ,,ihre&amp;quot; (ebd.) meint Krischke die Nutzer des Internets und die Hyperbel ,,Lichtjahre&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht den großen Unterschied zwischen der ,,Hochsprache&amp;quot; (ebd.) und der heutigen ,,Schreibweise&amp;quot; (ebd.) im Internet. Diese Behauptung veranschaulicht er mit Beispielen wie ,,booaa mein dad voll eklich wg schule-stöhn* haste mo zeit? hdgdl&amp;quot; (Z.9f.), welche dazu dienen auf die fehlende Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung und Satzstrukturen zu achten, zudem wird die Sprache im Internet auch durch Anglizismen und Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.)geprägt. Vor allem solche Sätze ,,lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.). Der Ausdruck ,,noch immer&amp;quot; (ebd.)zeigt das solche Schreibweisen schon länger im Internet existieren. Nun stellt der Autor die Frage, ob ,,Jugendliche, die sich in solchen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?&amp;quot; (Z. 12ff.). In dieser Fragestellung wird ersteinmals deutlich, dass Krischke alle Bildungsgruppen anspricht, da er auf der einen Seite von einem ,,lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) spricht, was einen Bezug zu den ,,Pädagogen&amp;quot; (ebd.) schafft und auf der anderen Seite von einem ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) spricht, was wiederum einen Bezug zu den ,,Ausbildern&amp;quot; (ebd.) schafft. Zudem veranschaulicht die negativ konnotierte  Metapher ,,Trümmerlandschaft&amp;quot; (ebd.) den letztendlichen Sprachverlust durch die Medien und das dieser Sprachverlust Folgen hat für das deutsche Bildungssystem, weshalb der Autor auch das Schreiben einer Bewerbung (vgl.Z.14) mit einbringt, um die Probleme auf dem Wirtschaftsmarkt zu erklären, die noch kommen werden, jedoch teilweise sogar schon vorhanden sind. Diese Fragestellung beendet den ersten Sinnabschnitt und reizt somit das Interesse des Lesers auf die kommende Antwort. Der hypotakische Satzbau dieser Fragestellung untermauert die verschiedenen Bereiche, welche durch einen fehlerhaften Sprachgebrauch geprägt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt (Z.15-29) beginnt Krischke mit dem sofortigen Einstieg in die vorherige Fragestellung durch die Züricher Studie, da ,,[d]ie Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich [...] dieser Frage auf den Grund gegangen&amp;quot; (Z.15f.) ist. Sie untersuchte und verglich ,,fast 1000 Deutschaufsätze [...][die von] 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich&amp;quot; (Z. 16f.), mit ,,über 1100 Texte[...], die dieselben Jugendliche in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken&amp;quot; (Z.19f.) verfassten. Wobei ,,die Linguisten [sich] nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot; (Z .21ff.). Die adversative Konjunktion ,,sondern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass Sprache nicht nur aus ,,Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik&amp;quot; (ebd.) besteht, sondern auch aus dem ,,Wortschatz&amp;quot; (ebd.) und dem ,,Stil&amp;quot; (ebd.) des Schreibens. Das Resultat ist, dass ,,[i]n keinem dieser Bereiche [...]die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.23ff.) hätten, dies ,,gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Durch die Differenzierung der unterschiedlichen Bildungsgruppen knüpft Krischke einen Bezug zu seiner Frage, in der er auch zwischen den Bildungsgruppen unterscheidet, indem er sowohl fragt, ob ,,Jugendliche [...] überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) schreiben könnten, womit er im Spezielle die Schüler anspricht und auf der anderen Seite fragt, ob sie überhaupt noch dazu in der Lage seien einen ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) zu formulieren, was einen Bezug zu Auszubildenden schafft, die somit ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) sind. Zudem zeigt die Differenzierung zwischen einem ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) und einem ,,Gymnasiasten&amp;quot; (ebd.) auch das in der Züricher Studie die verschiedenen Bildungsgruppen betrachtet wurde. Der Ausdruck ,,[i]n keinem dieser Bereiche&amp;quot; (ebd.) betont das die Medien keine negativen Auswirkungen auf das Schreiben der Jugendlichen haben. Das Fazit dieser Studie von Christa Dürscheid ist, dass Jugendliche ,,wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden&amp;quot; (Z. 27f.), womit Christa Dürscheid die Jugendlichen beschützt und betont, dass sie sich im Internet nicht so ausdrücken, weil die Jugendliche nicht wissen sie es richtig geschrieben wird, sondern weil es zeitsparender und angesehener ist sich in der Jugendsprache mit Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.) oder Anglizismen wie ,,dad&amp;quot; (ebd.) auszudrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z. 29-39) untermauert jedoch die zu Beginn getroffene These ,,[a]ber ihre Texte sind fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.0). Denn ,,Grund für die Deutschlehrer, sind entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29ff.), vor allem die adversative Konjunktion ,,trotzdem&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass der Grund für die höhere Fehlerrate zwar nicht die Medien sind, jedoch die Texte viel fehlerhafter sind als früher und man der Ursache dafür auf dem Grund gehen sollte, was auch durch den folgenden Satz deutlich wird der aussagt, dass ,, auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet&amp;quot; (Z.32f.)  die Texte ,,die die Germanisten untersucht haben, [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot; (Z.32f.) seien, denn ,,[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung weisen sie deutliche Defizite auf&amp;quot; (Z.33f.). Die Aufzählung ,,Rechtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot; veranschaulicht das ,,deutliche Defizite&amp;quot; nicht nur vereinzelt auftreffen, sondern verschiedene und auch mehrere Bereiche des Schreibens betroffen sind. Des Weiteren geht der Autor auf eine bekannte Ursache ein, er spricht von der Entwicklung ,,in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigen&amp;quot; (Z.35f.). Der Ausdruck ,,stärker als zuvor&amp;quot; (ebd.) untermauert die Entwicklung des freien Schreibens. Der darauffolgende Satz, dass ,,[d]ieser eigentlich begrüßenswerter Trend [...] jedoch auf die Kosten ,,harter&amp;quot; Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.36ff.) gänge, veranschaulicht, dass dadruch die ,,Sprachfertigkeiten&amp;quot; (ebd.) von vielen Jugendlichen vernachlässigt wurde durch das neue Prinzip des freien Schreibens. Der auch hier verwendete Anglizismus ,,Trend&amp;quot; verdeutlicht die verbreitete Einbindung der englischen Sprache in die Deutsche, da auch der Autor Anglizismen verwendet. Zudem behauptet Krischke, dass ,,[f]ormelle Korrektheit [...] an Bedeutung [verlor und sogar] zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot;(Z.38f.). Der Ausdruck ,,bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot; (ebd.) zeigt, dass die Bedeutung von ,,formelle[n] Korrektheit&amp;quot; (ebd.) so stark abgenommen hat, dass dies nicht einmal mehr bewusst wahrgenommen wurde als Teil der Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke in seinem Sachtext verschiedene Ursachen für den Verlust der deutschen Grammatik darstellt. Zu Beginn des Sachtextes benennt er die Ursache der Kommunikation im Internet, die im Nachhinein durch die Züricher Studie widerlegt wird. Zudem nennt er eine weitere Ursache die seit einigen Jahren für den Verlust der deutschen Grammatik verantwortlich ist und zwar das freie Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, verfasst von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisiert werden die Ursachen der fehlerhaften Schreib- und Ausdrucksweise von Schülern in Bezug auf den Einfluss digitaler Kommunikationsformen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Textes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ lässt den Kontrast zwischen formaler Sprache und Umgangssprache erkennen. Der formale Beginn „Schreiben in der Schule“ (ebd.) ist grammatikalisch, sowie sprachlich korrekt. Im Kontrast dazu steht, formal durch einen Gedankenstrich getrennt, die umgangssprachliche Aussage „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.). Mit dieser Aussage gibt der Autor ein Beispiel für viele charakteristische Fehler in der alltäglichen Kommunikation über elektronische Kommunikationsformen. Die Aussage setzt mit der Interjektion „booaaa“ (ebd.) ein. Die Interjektion, die in formalen Texten keine Verwendung finden würde, verdeutlicht, dass es sich hierbei die Schriftweise der Alltagssprache angeglichen wird. Zudem verdeutlicht der Anglizismus „dad“ (ebd.), den Einfluss anderer Sprachen auf die Muttersprache, der sich erheblich durch die differenzierte Orthografie, beispielsweise in Form der Groß- und Kleinschreibung, darstellt. Dieser Umstand wird besonders an den Nomen „dad“ (ebd.) und „schule“ (ebd.) veranschaulicht, die in der vorliegenden Aussage klein geschrieben wurden, obwohl sie als Nomen eigentlich groß geschrieben werden müssten. Weiterhin ist auch die Abkürzung „wg“ (ebd.) für die Präposition „wegen“ eine Darstellung des Sprachverlustes in elektronischen Kommunikationsformen. Insofern gibt der Titel bereits erste Vorausdeutungen auf die angeführten Argumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) lässt sich als erste These des Textes auslegen. Mit der Behauptung „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (ebd.) legt Krischke seine Ansicht in Bezug auf die elektronischen Kommunikationsformen dar. Er ist der Auffassung, dass die Nutzung von elektronischen Kommunikationsformen, hier am Beispiel der SMS dargestellt, keine direkten negativen Folgend auf die Bildung der Schüler hat, auch wenn er eingesteht, dass deren „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Seinen Text beginnt Krischke mit dem gesellschaftlichen Vorwurf „Kinder lesen zu wenig“ (Z. 2). Diesen Vorwurf formuliert der Autor als Frage, um den Leser dazu anzuregen sich seine eigene Meinung zu der Thematik zu bilden. Seine Meinung positioniert Krischke in der Antwort „[v]on wegen“ (Z. 2) als Antwort auf die von ihm gestellte Frage. Darüber hinaus stellt er fest, dass Kinder „[w]ohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2 f.). Diese Behauptung stützt Krischke durch eine Aufzählung an Beispielen aus dem alltäglichen Leben, wie „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internetinfo“ (Z. 2 ff.). Allerdings ergänzt Krischke wenig später, dass diese Form der Kommunikation als Plaudermedium dient (vgl. Z. 8) und somit „[v]on den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt [ist]“ (Z. 8 f.). Die Metapher „Lichtjahre entfernt“ (ebd.) verdeutlicht, dass eine Distanz zwischen Plaudersprache und Hochsprache vorhanden ist. In diesem Zusammenhang greift der Autor den Titel des Textes noch einmal als Beispiel auf. Seiner Ansicht lassen „Gebilde wie ‚booaaa mein dad voll eklich wg schule –stöhn* haste mo zeit? hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]‘ lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9 ff.). Diese Ansicht ist insofern nachvollziehbar, als dass das im Beispiel angeführte Satzgebilde in grammatikalisch korrekter Hochsprache ‚Mein Vater ist verärgert. Hast du morgen Zeit? Hab dich lieb‘ lauten müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Stellungnahme:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache ist wie jede andere Sprache einem ständigen Wandel unterzogen. In der modernen Welt bleibt es daher nicht aus, dass auch Begriffe aus anderen Sprachen in den deutschen Sprachgebrauch aufgenommen werden. Besonders häufig sind diese Begriffe aus dem Englischen, sogenannte Anglizismen. Anglizismen sind schon lange keine Seltenheit mehr und gehören zum allgemeinen Wortschatz dazu. Begriffe wie Smartphone, Internet, joggen, Promi sind schon seit Langem keine Fremdwörter mehr, sondern allgemein bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptursache für die Übertragung der englischen Begriffe ins Deutsche liegt in der Globalisierung, oder konkreter gesagt in der Vernetzung der Welt. Durch den stetigen Austausch in Form von Kommunikation, Handel, aber auch Personen kommt es zu einer Vermischung der Kulturen und Sprachen. In der Kommunikation geschieht dies auf Grund der Tatsache, dass es sich bei Englisch eine Weltsprache handelt. Eine Weltsprache, die viele Menschen beherrschen ermöglicht eine direkte Kommunikation, sodass keine Dolmetscher benötigt werden. Deutlich bemerkbar macht sich der Umstand, dass es eine Sprache gibt, in der es möglich ist vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen den Zugang zu wichtigen Informationen schnell und verständlich möglich zu machen, in der Wissenschaft. Forschungsergebnisse, Erfahrungen und Bitten um Hilfe können in Englisch rund um die Welt verbreitet werden und somit zum einen die nationale Wissenschaft, aber auch die allgemeine Medizin und die Lebensweise der Menschen bereichern. Auch im Handel ist auf die englische Sprache nicht zu verzichten. Von kleinen Geschäften zwischen Privatpersonen, bis hin zu großen Konzernaufträgen, laufen Gespräche, Verträge und Transport auf Englisch ab. Aber nicht nur der Transport der Waren ist eine Ursache für die Aufnahme von Anglizismen ins Deutsche, sondern auch die Waren an sich. Beispielsweise gibt es Produkte für die es gar keine deutsche Bezeichnung gibt, wie beispielsweise „Tablet“. Weiterhin werden englische Begriffe aber auch durch die Wanderbewegung der Menschen verbreitet. Es ist heute völlig normal, dass ein Engländer in Deutschland lebt. Er arbeitet hier, hat einen Freundeskreis, hält sich an die geltenden Konventionen und Traditionen. Allerdings bringt er seine Kultur und somit auch seine Sprache in sein neues Heimatland mit. Besonders in der Gastronomie wird dies deutlich. In einem Restaurant ist es durchaus üblich ein Steak zu bestellen oder in einem Café einen Tee zu trinken. Beides Bezeichnungen die aus dem Englischen stammen. Als letzter Punkt wären ebenso die sozialen Medien zu nennen, die heute von mehreren Millionen Menschen genutzt werden. Facebook, Instagram und Twitter sind in der modernen Zeit stetige Wegbegleiter und nicht mehr aus dem gesellschaftlichen Miteinander wegzudenken. Der Kontakt mit anderen Menschen war noch nie zuvor so leicht herzustellen, genauso wie sich über die aktuellen Geschehnisse in der Welt zu informieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der Anglizismen brachte jedoch einige Konsequenzen mit sich. Zum einen ist der Sprachverlust zu nennen. Es wird heute nicht mehr als nötig empfunden für englische Produkte eine deutsche Bezeichnung zu erfinden. Im Gegenteil, es werden sogar eher englische Begriffe verwendet, als Deutsche. Besonders deutlich wird dies an den Substantiven „Team“ und „Trainer“. Es ist, besonders bei Jugendlichen, da diese stärker im Kontakt mit der englischen Sprache stehen, selbstverständlich den Begriff „Team“ anstelle des deutschen Begriffs „Mannschaft“ zu verwenden. Für die Bezeichnung „Trainer“, die ebenso aus dem Englischen stammt, gibt es noch nicht mal mehr ein deutsches Synonym. Eine weitere Konsequenz für die Sprache ist nicht nur die Überführung einzelner Begriffe ins Deutsche, sondern ganzer Satzstrukturen, die die geltende Grammatik und Rechtschreibung in Frage stellen. Ein anderer Aspekt ist darüber hinaus die Sprachbarrieren die zwischen den einzelnen Generationen entstehen. Während die Jugend sich schnell an die neuen Begrifflichkeiten gewöhnt und diese im Alltag einsetzt, so ist dies bei deren Eltern schon seltener und es treten oftmals Verständnisschwierigkeiten auf. Besonders schwerwiegend sind diese dann zwischen Enkeln und Großeltern, da diese in der Schule meist kein Englisch gehabt hatten und es auch im privaten Gebrauch nur selten relevant war.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich daher festhalten, dass Anglizismen die moderne Welt in der Wissenschaft, im Handel und allgemein im Zusammenleben der Menschen bereichert haben. Allerdings sind auch die schwerwiegenden Konsequenzen für die nationale Sprache zu beachten. Somit stehen negative Aspekte wie Sprachverlust, Grammatikverfall und fehlerhafte Rechtschreibung den positiven Seiten der Anglizismen gegenüber.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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		<id>https://projektwiki.zum.de/wiki/CFS_T-Klassen/Reflexionen_%C3%BCber_Sprache/Krischke</id>
		<title>CFS T-Klassen/Reflexionen über Sprache/Krischke</title>
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				<updated>2018-10-04T21:22:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;JZimmermann: /* Jan */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Krischke: ''Schreiben in der Schule - booaa mein dad voll eklich wg schule (2011)'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Aufgabe: Textanalyse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Aufgabe: Stellungnahme zu Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 1:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext &amp;quot;Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert den Sprachgebrauch bei digitalen Kommunikationsformen sowie dessen vermeidlichen Auswirkungen auf die Sprache in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text setzt ein mit dem Teil der  Überschrift &amp;quot;booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot;, welche als Beispiel für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken dienen soll. So werden schon zu Beginn, die Kategorien aufgezeigt, die beim Sprachgebrauch in den sozialen Netzwerken vernachlässigt werden, wie die Grammatik oder die Groß- und Kleinschreibung. Hinzu kommt, dass Jugendliche häufig Interjektionen und Anglizismen verwenden. Für ältere Außenstehende ist diese Art des Deutschen oft schwer zu verstehen, was zu Kommunikationsproblemen führen kann. Im Anschluss an die Überschrift folgt ein Untertitel, der das Fazit des Textes vorweg nimmt( vgl. Z.1). Dieser ist antithetisch formuliert, wobei die Antithese durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Aber&amp;quot;(ebd.) eingeleitet wird. Dadurch wird klar, dass nicht die sozialen Netzwerke, die Schuld an fehlerhaften Texten in der Schule haben, sondern ein andere Grund vorhanden sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text und somit auch der erste Sinnabschnitt (Z.2-13), welcher dem Leser die Situation der Jugendlichen näher bringt, setzt ein mit der rhetorischen Frage &amp;quot;Kinder lesen zu wenig?&amp;quot;(Z.2) und dessen Antwort &amp;quot;Von wegen&amp;quot;(Z.2). So wird, vor allem durch die Antwort, hervorgehoben, dass Kinder sogar sehr viel lesen. Die darauffolgende These &amp;quot;Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot;(Z.2f). Krischke meint damit die ständige Konfrontation mit Texten, sei es auf dem Smartphone oder auf dem PC. Die weitere Erläuterung der These durch Maßangaben wie &amp;quot;Millionen von&amp;quot;(Z.3) und &amp;quot;Stunden&amp;quot;(Z.4), verdeutlichen hierbei den hohen Konsum der Jugendlichen, bezogen auf die sozialen Netzwerke. Dadurch, dass Krischke den Begriff &amp;quot;Lektüre&amp;quot;(Z.5) im Zusammenhang mit &amp;quot;SMS - Nachrichten&amp;quot;(Z.5) verwendet, wird ein Kontrast geschaffen. DAs Wort &amp;quot;Lektüre&amp;quot; (ebd.) wird normalerweise im schulischen Bereich verwendet, was den Zusammenhang zwischen den sozialen Netzwerken und der Schule aufzeigt: die Texte. Durch die adversative Konjunktion &amp;quot;Trotzdem&amp;quot;(Z.6) wird die Antithese eingeleitet, dass bei &amp;quot;Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf&amp;quot;(Z.6f.) kommt. Denn das viele Lesen fördere nicht den adäquaten Sprachgebrauch in der Schule. Der darauffolgende Satz &amp;quot;Denn das Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot;(Z.7f.) enthält die vier Neologismen &amp;quot;Simmsern, Chattern und Twitterern [...] Plaudermedium&amp;quot;(ebd.) welche die die neue Art des Schreibens unterstreichen. Nach Krischke, ist also der größte Unterschied zwischen Texten in der Schule und Texten in der Freizeit die Unwichtigkeit der schulischen Texte. Dass, der Unterschied zwischen den &amp;quot;Normen der Hochsprache&amp;quot;(Z.8) und der &amp;quot;Sprechschreibe&amp;quot;(Z.9), sehr hoch ist, untermauert Krischke durch die Hyperbel &amp;quot;Lichtjahre&amp;quot;(Z.9). Die Sprache in der Schule und die Sprache in sozialen Medien ist also sehr unterschiedlich, was zu Kommunikationsproblemen oder schlechteren Ergebnissen in der Schule führen könnte. Im folgenden listet Krischke einige Beispiele für den Sprachgebrauch in sozialen Netzwerken auf (vgl. Z.9-10). Diese sind ebenso wieder von Anglizismen, fehlender Grammatik, fehlender Groß - und Kleinschreibung und Interjektionen geprägt. Durch die hyperbolische Beschreibung, dass &amp;quot;Freunde des Dudens [...] zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.) wenn sie diese sprachlich falschen Sätze hören, wird der Unterschied zwischen dem korrektem Deutsch, das im Duden widergespiegelt wird, und dem, welches die Jugend beim Chatten verwendet, hervorgehoben. Die Frage ob &amp;quot;Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, eine präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?&amp;quot; (Z.12ff.) leitet in die darauffolgende Erläuterung ein, und formuliert, das, was der Leser sich denkt. Durch die Metapher &amp;quot;sprachliche[n] Trümmerlandschaften&amp;quot;(ebd.) wird noch einmal unterstrichen, wie Weit und extrem die Fehler ausgeprägt sind, die die Jugendlichen in sozialen Netzwerken verwenden. Außerdem veranschaulicht die Aufzählung, von formalen Aufsätzen, dass es heutzutage immer noch nötig ist die deutsche Sprache in richtiger Form zu beherrschen. Im Berufsleben haben die Betroffenen ansonsten schlechte Karten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt erstreckt sich von Z.15- 29 und erläutert die Studie von &amp;quot;Christa Dürscheid&amp;quot;(Z.15). Das hinzufügen von einer wissenschaftlichen Studie einer &amp;quot;Germanistik-Professorin&amp;quot;(Z.15) stützt Krischkes Argumentation insofern, dass sich seine Thesen belegen lassen. Dürscheid zeigt mit &amp;quot;1000 Deutschaufsätze[n]&amp;quot; und &amp;quot;1100 Texte[n] [...], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS- Meldungen, E-Mails, Chat Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten&amp;quot;(Z.19-21), eine große Bandbreite an Quellen für ihr Ergebnis, was die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis richtig ist, erhöht. Im nächsten Satz hebt Krischke hervor, dass &amp;quot;sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot;(Z.21ff.) befassten. Dadurch verdeutlicht Krischke, dass sich in der Studie mit jeglichen Facetten der Sprache befasst wurde und es sich auf Grund dessen um eine umfangreiche Studie handelt. Unterstützt wird dies durch die Konjunktion &amp;quot;sondern&amp;quot;(ebd.), die die vermeintlich unwichtigeren Facetten der deutschen Sprache hervorhebt.Als Fazit formuliert Krischke, dass keine Gemeinsamkeiten zwischen den &amp;quot;sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation&amp;quot;(Z.24f.) und den &amp;quot;Schultexten&amp;quot;(Z.25) gefunden. Die Frage, o soziale Medien einen negativen Einfluss auf die Beherrschung der deutschen Sprache haben, lässt sich also mit Nein beantworten. Krische fügt hinzu, dass bei diesem Ergebnis kein Unterschied zwischen &amp;quot;Berufsschüler[n]&amp;quot;(Z.26)  und &amp;quot;Gymnasiasten&amp;quot;(Z.26) festgestellt wurde. Das die sprachlichen Schwierigkeiten etwas mit der Intelligenz zu tun hat, lässt sich also nicht sagen. Im darauffolgendem Zitat von Christa Dürscheid , hält Krischke noch einmal fest, dass den Schülern durchaus bewusst sei, das ein Unterschied zwischen beiden &amp;quot;Schreibwelten&amp;quot;(Z.27) herrscht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der nächste Sinnabschnitt (Z.29-34) führt das Fazit weiter aus. Wolfgang Krische ist der Meinung, das Ergebnis der Studie sei kein &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen&amp;quot;(Z.29f.). Durch die Metapher &amp;quot;zurücklehnen&amp;quot;(ebd.) untermauert Krischke, dass &amp;quot;die Schultexte [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot;(Z.32f.) sind. Die größten Fehlerquoten seien in der &amp;quot;REchtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot;(33f.) zu finden. Hier sollten die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(ebd.) also besonders nachhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.34-39) beschäftigt sich mit einem möglichen Grund für die negative Entwicklung der Anwendung der deutschen Sprache, wobei er &amp;quot;Die Entwicklung[...] in den siebzieger Jahren&amp;quot;(Z.35) nennt. Die &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot;(Z.35) hätten &amp;quot;die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigt&amp;quot;(Z.35f.), womit Krischke veranschaulichen will, das Lehrer damals anfingen Rechtschreibregeln zu etablieren, anstatt die Kinder auswendig lernen zu lassen. Seine eigene Meinung gibt er Preis, indem er diese Methode als &amp;quot;begrüßenswerten Trend&amp;quot;(Z.37) definiert, wahrscheinlich, weil er pädagogische Vorteile hat. Durch die Metapher &amp;quot;auf Kosten 'harter' Sprachfähigkeiten&amp;quot;(Z.37) verdeutlicht Krischke, dass sich der neue &amp;quot;Trend&amp;quot;(ebd.) auf das Beherrschen der deutschen Sprache, &amp;quot;wie der Orthografie&amp;quot;(Z.38), stark negativ ausgewirkt hat. Zum Schluss hebt Krischke noch hervor, dass die Auswirkungen des &amp;quot;Trends&amp;quot;(ebd.) so extrem waren, dass man hätte denken können, &amp;quot;Formale Korrektheit&amp;quot;(Z.38) sei schon &amp;quot;bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot;(Z.39). Das Beherrschen der deutschen Sprache sei also etwas gewesen, dass gesellschaftlich nicht hoch angesehen war, das als &amp;quot;angeberisch&amp;quot; wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke der Frage auf den Grund geht, ob die sich die sozialen Netzwerke negativ auf die Sprachfertigkeiten auswirken, indem er seine Thesen mit Metaphern, Neologismen und Hyperbeln hervorhebt. Er stütz sich in seinem Sachtext auf die Studie Christa Dürscheids, die als Antwort auf die Frage, mit Nein antwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Aufgabe 2:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge verschiedener Ursachen und Konsequenzen, beeinflussen Anglizismen die deutsche Sprache enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahrscheinlich wichtigste, zu benennende Ursache ist die Globalisierung. Menschen von verschiedenen Ländern haben mehr Möglichkeiten zu kommunizieren und tauschen im Zuge dessen ihre Muttersprachen miteinander aus. Da Englisch die Weltsprache ist sie die Sprache, die im Austausch am meisten verwendet wird. Die Sprache verbreitet sich also am schnellsten und einzelne Wörter, also Anglizismen, werden in eine andere Sprache eingebürgert. Besonders soziale Medien bieten einen Raum für den Austausch von verschiedenen Sprachen und besonders der englischen Sprache, sodass besonders dort Anglizismen hervorgebracht werden. Da die jüngeren Generation mit diesen sozialen Medien aufwachsen, etablieren sie die Anglizismen meist auch in der Gesellschaft. &lt;br /&gt;
Dies führt auch schon direkt zu den Konsequenzen. Denn Anglizismen werden hauptsächlich von jungen Leuten verwendet, sodass es bei der Verwendung zu Verständnisschwierigkeiten kommen könnte. Besonders wenn ältere Menschen sich mit jüngeren Menschen verständigen kommt es zu Schwierigkeiten, da die Älteren die Anglizismen oftmals nicht verstehen. Dies führt zu einer Distanz zwischen Alt und Jung, da die Kommunikation schwieriger wird und beide Fraktionen sich Missverstanden fühlen. Zudem kommt es zu einem Verlust der deutschen Sprache, da deutsche Wörter durch die Anglizismen ausgetauscht werden. Deswegen könnte man auch sagen, dass Tradition verloren geht und verschiedene Länder ihre Kultur und Einzigartigkeit in der Sprache verliert. Trotzdem ist hervorzuheben, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen besser zusammenfinden, da sie einige Gemeinsamkeiten durch Anglizismen aufweisen. Die Kommunikation wird also gestärkt und bringt die Möglichkeit voneinander zu lernen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass bei den Ursachen besonders die Globalisierung, die Zunahme der Verwendung von sozialen Netzwerken und die Etablierung des Englischen als Weltsprache hervorzuheben ist. Die Konsequenzen lassen sich anhand der Verständigungsschwierigkeiten, des Verlust der deutschen Sprache und der besseren Kommunikationsmöglichkeiten zwischen verschiedener Länder zusammenfassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht. Inhaltlich befasst sich das Schriftstück mit den sich verschlechternden schriftsprachlichen Fähigkeiten von Schülern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seine Überschrift „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ zeugt von einer fehlerhaften Satzstruktur bzw. Grammatik, welche durch Anglizismen bereichert ist. Die hohe Fehleranzahl allein schon in einem Satz,untermauert bereits Wolfang Krischkes Auffassung, dass der heutige Schreibstil der Schüler an deren Sprechweise angeglichen sei und stellt somit ein repräsentatives Beispiel seiner These dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Textauszug setzt mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z.2) ein, welche jedoch von der adversativen Konjunktion „aber“(ebd.) relativiert wird. Dadurch wird untermauert, dass Krischke zwar der Auffassung ist, dass Simsen bzw. die Digitalisierung allgemein keinen negativen Einfluss auf die schriftliche Kompetenz von Schülern habe, sie jedoch „heute fehlerhafter als früher“ (ebd.) sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Text beginnt mit der Frage, ob sich Kinder heutzutage zu wenig mit Literatur befassen würden (vgl. Z.3). Diese Begebenheit wird jedoch unmittelbar von dem Autor verneint, da er der Meinung ist, dass „[sie] wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z.3f.). Um seine These zu verdeutlichen verwendet der Autor eine Akkumulation für alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit Lesen und Schreiben in Verbindung kommen (vgl. Z.4ff.).   Der Autor bezieht seine Beispiele aus dem medialen Alltag, um seine Behauptung und seinen komplexen Gedankengang den Lesern verständlich zu machen. Auffällig ist hier die sich durch den kompletten Text ziehende hypotaktische Syntax, welche die erläuternde Rolle von Wolfgang Krischke hervorhebt und zu einer detailreichen Erklärung verhilft. Des Weiteren erkennt man an der von Krischkes benutzen Alltagssprache, dass sich sein Sachtext an die allgemeine Leserschaft richtet. Durch die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z.6) leitet der Autor ein, dass dieses Phänomen, des häufigen Lese- und Schriftkontakts, jedoch nicht nur Vorteile mit sich bringt, da Schüler diese Medien als „Plaudermedium“ (Z.8) benutzen würden, um zwanglos miteinader zu kommunizieren. Jedoch stellt diese Zwanglosigkeit eine Problematik dar, da nicht auf eine korrekte Schreibweise geachtet wird. Dieser von Krischke aufgestellter Neologismus akzentuiert, dass er der Auffassung ist, dass Schüler ihren Schreibstil ihrer alltäglichen Sprechweise angleichen würden und dieser daher immens abgewandelt von der Hochsprache wäre (vgl. Z.9f.). Als Beispiel für diese an die Sprechweise angeglichene Schriftart repetiert Wolfgang Krischke hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklig wg schule […]“ (Z.9f.). Im weiteren Verlauf stellt Krischke die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z.12ff.) und regt dadurch seine Leserschaft zum Nachdenken an, da er die Problematik der fehlerhaften Schultexte auf das zukünftige Berufsleben bezieht. Die Metapher „sprachliche[…] Trümmerlandschaften“ (ebd.) betont das Ausmaß sprachlicher Fehler in der Sprache, welche sich in den Texten im Internet, jedoch auch in der Schule bemerkbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um auf seine Frage näher einzugehen, bezieht er sich auf das Experiment von der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid, welche Deutschaufsätze von 16- bis 18-jährigen Schülern mit deren freizeitlichen Texten verglichen und sich „nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z.21ff.) interessiert hat. Diese Akkumulation verdeutlicht, dass es sich also um eine genaue Analyse der Schriftstile handelt, wodurch sie seriös wirkt. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Schultexte habe (vgl. Z.23ff.). Um das Resultat zu untermauern, bezieht der Autor sich auf das Zitat von Christa Dürscheid, welche der Auffassung ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.). Wolfgang Krischke relativiert diese Aussage jedoch, indem er meint, dass die Studie keinesfalls eine Rechtfertigung der Problematik in der fehlerhaften Sprache darstellt (vgl. Z.29ff.). Der Autor ist zwar der Auffassung, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z.31f.), jedoch seien die untersuchten Texte „alles andere als fehlerfrei“ (Z.33).  Diese Anschauung des Autors akzentuiert die Menge an Fehlern in Schultexten, welche eine Problematik darstellen und sie „vor allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung […] sie deutliche Defizite auf[weisen]“ (Z.33ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine These der Leserschaft zu veranschaulichen versucht der Autor einen Erklärungsansatz für das Phänomen darzulegen (vgl. Z.34f.). Die eigentliche Ursache der wachsenden Fehlerquote in Schultexten, sei „die Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z.34ff.). Die Erläuterung verdeutlicht nochmals, dass Krischke die Netzwerkkommunikation nicht als Verursacher sieht, jedoch „[ging] dieser eigentlich begrüßenswerte Trend […] auf Kosten „harter“ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z.36ff.). Die Ausdrucksweise „eigentlich begrüßenswert[…]“ (ebd.) untermauert, dass der Autor im Grunde genommen für eine freies Schreiben ist, jedoch wird mit dem Paritkel „eigentlich“ (ebd.) veranschaulicht, dass er der Meinung ist, dass formale Korrektheit so eine Barriere für die Schüler dargestellt hat und „ geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein“ (Z.38f). Die These verdeutlicht, dass die korrekte Schreibfertigkeit immer weniger verwendet wurde und nicht mehr als Selbstverständlich galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Basis der hier vorliegenden Analyse lässt sich erkennen, dass der Autor Wolfgang Krischke grundsätzlich die Netzkommunikation nicht als Verursacher der fehlerhaften Texte sieht. Jedoch ist er der Meinung, dass die Texte vermehrt Fehler aufweisen als die früheren. Krischke belegt seine Meinung an Metaphern, adversativen Konjunktionen und an dem Beispiel der Züricher Studie, welche seinen Text seriös wirken lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und die daraus resultierenden Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache dargelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Wörter, welche aus der englischen Sprache in den Wortschatz einer anderen, aufgenommen wurden. So steht auch die deutsche Sprache im stetigen Wandel und nimmt Wörter aus allen Teilen der Welt, insbesondere aus dem Englischen auf. Auch heutzutage stellen Anglizismen ein zentrales Thema in der Gesellschaft dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache für diese sogenannten Anglizismen ist, dass Englisch das Französisch und Griechisch abgelöst hat und somit als Weltsprache gilt. Durch eine sich stets verbessernde Ausbildung der Bürger, kann die Bevölkerung im beruflichen sowie öffentlichen Leben an dieser Entwicklung teilhaben. Somit können Begriffe, beispielsweise der Wirtschaft, schnell einen Weg in die Alltagssprache finden. Aber auch spielt die Globalisierung eine wichtige Ursache für den Sprachwandel und somit für die Anglizismen dar, da die Menschheit durch sie die Möglichkeit bekommen mit anderen Ländern zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bleibt dieser Sprachwandel nicht ohne Konsequenzen. Einige Bürger sind der Meinung, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit eine Schwierigkeit in der Kommunikation darstellen. Beispielsweise verstehe die ältere Generation die Fremdwörter, aufgrund ihrer mangelnden Englischkenntnisse, nicht und würde folglich von der Kommunikation ausgeschlossen. Des Weiteren seien die Anglizismen für den Verlust deutscher Worte und was das Deutsche auszeichnet verantwortlich. Denn die Sprache beinhaltet Geschichte und Kultur. Verliere man also die aktuelle Sprache, verliere man auch die eigene Identität und Individualität der Sprache. Weitreichend verliere die deutsche Sprache in der Welt immer mehr an Bedeutung. Des Weiteren führt die verkürzte Sprache dazu, dass Jugendliche immer mehr Fehler in ihre Texte einbauen, was u.a. in dem Sachtext „Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg Schule“ von Wolfgang Krischke thematisiert wird. Doch die Verkürzung der Sprache wirft nicht nur Schatten auf die Jugendlichen, denn sie führt auch zu einer allgemeinen Verflachung der deutschen Sprache durch unreflektierte Sprachnutzung und so zu einem Rückgang von Präzision.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere sehen diese Sprachwandel als kein neues Phänomen an, da sie der Auffassung sind, dass alle Sprachen der Welt dem Sprachwandel aufgrund der Globalisierung unterworfen seien und es Sprachwandel schon immer gegeben habe. Anglizismen würden nach ihnen nur ein Ergebnis von Kommunikation darstellen, welches nicht beabsichtigt sein müsse. Des Weiteren würde die Sprache dadurch modernisiert, dass sie sich an die Weltsprache anpasst und die Sprachverständigung gefördert werde. Ebenso schreite die Globalisierung durch die Vernetzung der Sprachen besser voran, da sich alle mit der Weltsprache Englisch verständigen würden. Des Weiteren seien einige Bereiche der Sprache nicht regulierbar z.B. die Jugendsprache, da laut den Befürwortern der Anglizismen der Sprachwandel insbesondere ein Phänomen der mündlichen Sprache sei. Jugendliche würden demnach anders schreiben als sie reden, was die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid in dem vorliegenden Sachtext betont. Laut ihr können „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z.26ff.). Allgemein seien Versuche, die Sprache zu reglementieren ein Eingriff in die Freiheit des Menschen und schwierig durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es durchaus einige Kritiker der Anglizismen gibt. Jedoch ist grundsätzlich zu sagen, dass sich der Sprachwandel nicht aufhalten lässt und die deutsche Sprache Fremdwörter seit Jahren erfolgreich integriert. Außerdem verschwinden viele Fremdwörter wieder aus dem Sprachgebrauch, da sich meistens nur die Wörter durchsetzen, die in der Gesellschaft eine allgemeine Akzeptanz erlangen, beispielsweise der Begriff „Hobby“. Des Weiteren stellt Englisch die essentiellste Sprache der heutigen Zeit dar, sodass eine Anpassung der deutschen Sprache an die englische Sprache die Sprachverständigung fördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''1.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext “Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule”, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert den Grund für fehlerhafte Sprache der Schüler in Bezug auf elektronische Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung in die Thematik beginnt schon mit dem Titel, der nicht nur ein repräsentatives Beispiel für eine von einem Schüler verfasste SMS darstellt, sondern gleichzeitig die Vielzahl der Fehler veranschaulicht. Denn im Satz “booaaa mein dad voll eklich wg schule” fehlt nicht nur ein Prädikat, auch die Grammatik ist falsch, sowie die Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung. Darüber hinaus ist er umgangssprachlich formuliert, enthält einen Anglizismus und eine Interjektion. Diese Veranschaulichung zeigt exakt die Stellen, an denen Schüler in der deutschen Sprache Probleme hätten, sodass der Titel direkt zu Beginn die Problematik aufzeigt, dass Schüler zu viele Fehler machen würden. Dazu antithetisch steht der erste Satz des Untertitels “Simsen macht Schüler nicht dumm” (Z.1), der gleichzeitig eine These ist. Diese Behauptung deutet an, dass der Autor der Meinung ist, dass diese Form des Simsen nicht unbedingt einen negativen Einfluss auf die geschriebene Sprache der Jugendlichen habe, obwohl sie meist, wie im Titel veranschaulicht, sehr viele Fehler aufzeigen. Auf der anderen Seite deutet Krischke, eingeleitet durch eine adversative Konjunktion, mit der These “Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher” (Z.1) bereits an, dass das Problem die Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter als früher, nicht direkt im Zusammenhang mit fehlerhaften Textnachrichten in Verbindung stehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit “Kinder lesen zu wenig?” (Z.2) beginnt der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) vom Sachtext, der zugleich eine heutzutage oft vertretene Meinung mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (Z.2) dementiert. Mit dieser Frage verdeutlicht Krischke seinen Standpunkt bezüglich der Vor- und Nachteile zum Thema soziale Medien, in dem er mit der parataktischen Antwort “Von wegen” (ebd.) die Behauptung aufstellt, Kinder lesen heute viel mehr als man denkt, was er durch den danach folgenden Satz “Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute” (Z.2f.) sogar zuspitzt. Er behauptet also nicht nur, dass Kinder viel lesen, sondern auch, dass sie mehr als je zuvor lesen würden. Die These untermauert er durch die darauffolgenden Beispiele, die Situationen oder Möglichkeiten zeigen, wo Kinder tagtäglich lesen. Dabei umfasst bei genauerer Betrachtung das “[t]äglich[e] Tippen [...] von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten” (Z.4f.) und das “[V]erbringen [von] Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos” (Z.4ff.) den Bereich der elektronischen Medien. Daraus resultierend wird hier also aufgezeigt, dass Kinder aufgrund von modernen Möglichkeiten viel lesen, jedoch das alte, “klassische” Lesen von Printmedien wie Buch und Zeitung überholt sei. Anhand der adversativen Konjunktion und des Satzes “Trotzdem kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf” (Z.6f.) lässt sich jedoch sagen, dass das Lesen von SMS-Nachrichten etc. jedoch nicht die beste Lösung sei, um richtige Grammatik, Rechtschreibung und Co. zu erlernen, also um fehlerfreie Texte zu schreiben. Der Grund dafür, weshalb dies nicht die beste Alternative sei, liefert der Satz “Denn den Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium” (Z.7f.). Das sogenannte plaudern hat den Zweck, sich gemütlich und zwanglos zu unterhalten, oft in kurzer sprachlicher Form. In Bezug darauf bezieht sich Zwanglosigkeit wieder rum auf einfaches schreiben, ohne auf Falsch und Richtig zu achten, sodass bei dem zwanglosen plaudern über beispielsweise Twitter sprachlich falsche Sätze herauskommen. Als Beispiel für solch einen Satz dient die Überschrift (ebd.). Unglücklich über die vermehrte Nutzung von Chats etc. sind “Pädagogen und Ausbilder[...]” (ebd.) also deshalb, weil diese ein unvorbildliches Lesemedium darstellen können, ganz im Gegensatz zu Büchern und Zeitungen, die von extra Ausgebildeten auf Orthografie geprüft werden, und bei denen man grundsätzlich davon ausgehen könne, dass sie fehlerfrei seien. Somit erklärt Krischke den Unterschied zu früheren Lesemöglichkeiten und weshalb Experten die eigentlich positiv klingende Entwicklung nicht für gut heißen. Da also Beispiele wie Chat-Nachrichten Plaudermedien seien, und somit oft in einer fehlerhaften Alltagssprache formuliert sind, seien sie “von den Normen der Hochsprache [...] Lichtjahre entfernt” (Z.8f.).  Damit wird gleichzeitig hyperbolisch das Ausmaß dieser Entwicklung angedeutet, wobei er dadurch auch betont, dass Schüler mit solch einer Vielzahl an Fehlern, wie im Titel dargestellt, nicht den eigentlichen Anforderungen gerecht werden und, dass die Unterschiede zwischen Hochdeutsch und der Sprache die Kinder zum plaudern benutzen immens seien. Ein weiteres Beispiel im nächsten Satz, sowie die Metapher “lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken” (Z.11f.), weisen wieder auf die Vielzahl der Fehler hin, sodass damit gleichzeitig die These, Schüler machten heute viel mehr Fehler als früher (vgl. Z.1) unterstützt wird. Zusammenfassend kann man sagen, dass Krischke im ersten Sinnabschnitt zwei Feststellungen macht. Zum einen stellt er heraus, dass Kinder heute mehr lesen also zuvor, jedoch überwiegend sprachlich Falsches, zum anderen stellt er die Behauptung auf, Texte von Schülern seien heutzutage fehlerhafter. Mit der Frage “Können Jugendliche, die sich in diesen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?” (Z.12ff.) wagt er die Behauptung, dass diese beiden Thesen in Zusammenhang stehen könnten. Mit der Metapher “Trümmerlandschaften” (ebd.) wird noch einmal betont, wie weit einige SMS-Nachrichten von einem hochdeutschen Satz entfernt seien und wie zugespitzt die Situation sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.15-34) bezieht sich allgemein auf eine von Experten durchgeführte Forschung bezüglich dieses Themas. Dabei wurde diese Entwicklung von der Germanistik-Professorin Clara Dürscheid von der Universität Zürich erforscht, die sich mit 16- bis 18-jährigen Schüler aller Schulformen aus dem Kanton Zürich beschäftigt hat (vgl. Z.16ff.). Durch die detaillierte Erklärung des Ablaufes der Forschung gewinnt Krischkes Text an Glaubhaftigkeit und Seriösität, da er sich auf wissenschaftliche Ergebnisse beruft. Bei dem Experiment wurden die beiden Textarten, einmal die private und einmal die schulische, unmittelbar untersucht und verglichen auf verschiedene Aspekte wie “Rechtschreibung, Interpunktion[,] [...] Grammatik, [...] Wortschatz, [...] Stil und den Aufbau der Texte” (Z.22f.), womit die Genauigkeit der Forschung unterstrichen wird. Das Ergebnis stellt den überraschenden Wendepunkt des Textes dar: &amp;quot;In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.24ff.). Damit unterstreicht Krischke deutlich, dass der Grund weshalb die schulischen Texte heute fehlerhafter seien als früher, nicht an der Netzkommunikation läge, obwohl er, wie bereits erläutert, weiß, dass diese im Regelfall keine vorbildliche Sprache vorweisen kann. Dies spezifiziert er durch den Satz &amp;quot;Das  stellt das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Die von Christa Dürscheid zitierte Feststellung &amp;quot;'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen'&amp;quot;(Z.26f.) stellt ein wissenschaftliches Ergebnis dar, und ist somit ein Faktum, das für den weiteren Verlauf des Textes wichtig ist. Anhand von &amp;quot;Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29f.) ist zu erkennen, dass die häufige Fehlerzahl eine andere Ursache habe, wobei durch die Erwähnung der &amp;quot;Deutschlehrer&amp;quot; (ebd.) angedeutet wird, dass die Quelle der Fehler nicht in der privaten Chatkommunikation läge, sondern tatsächlich in der Schule. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z.34-39) geht Krischke auf den eigentlichen Grund der Fehler ein, und greift dafür mit &amp;quot;Die Entwicklung begann in den siebziger Jahren&amp;quot; (Z.34f.) in die Vergangenheit, womit er gleichzeitig noch einmal betont, dass der Grund nicht in der modernen Netzkommunikation, die es schließlich in den Siebzigern noch nicht gab, lag, sondern schon weit vorher. Die Behauptung, die Fehler fingen an, &amp;quot;als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten&amp;quot; (Z.35f.) gibt indirekt den Schulen die Schuld für das Problem. Die positiv konnotierten Adjektive &amp;quot;frei&amp;quot; und &amp;quot;spontan&amp;quot; (ebd.) verstärken eine eigentlich positiv geformte Vorstellung des Schreibens, jedoch gehe dieser &amp;quot;eigentlich begrüßenswerte[r] Trend&amp;quot; (Z.37) auf die Kosten &amp;quot;'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.37f.), womit angedeutet wird, dass Schüler zwar inhaltlich freier und spontaner schreiben konnten, jedoch gleichzeitig auch sprachlich falsch. Mit dem Schlusswort &amp;quot;Formale Korrektheit verlor an Bedeutung, geriet zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot; (Z.38f.) führt er eine Konsequenz dieser Entwicklung an und zeigt damit dass Orthografie etc. als überflüssig angesehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Krischke den Grund für fehlerhafte Texte der heutigen Schüler sucht und dabei erstmals auf die moderne Netzkommunikation eingeht. Dabei stellt er erstmal die These auf, Kinder lesen heute viel mehr als früher, jedoch sei die Art des Geschriebenen anders als früher. Zudem betont er, dass das private, elektronische Schreiben alles andere als sprachlich korrekt sei und dass zwischen diesem Aspekt und dem der fehlerhaften Texte eine Verbindung stehen könnte. Durch eine ausführliche Beschreibung einer Forschung zu genau dieser Thematik wird die Glaubhaftigkeit des Ergebnisses gefördert, dass da wäre, dass der Grund der Fehler nicht in der modernen Netzkommunikation läge. Schlussendlich nennt Krischke den wahren Grund, der das freie und spontane Schreiben sei, wobei er beispielsweise durch die Erwähnung der Entwicklung aus der Vergangenheit immer wieder betont, dass das &amp;quot;plaudern&amp;quot; über elektronische Geräte, nicht die sprachliche Korrektheit der Schüler beeinflusse. Dies wird verstärkt durch die Nutzung von verschiedenen sprachlichen Mitteln, wie von Beispielen, Thesen, Zitate von Experten, Hyperbolen und Aufzählungen, sowie einem wechselnden hypotaktischen und parataktischen Satzbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2.Aufgabe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.  Aufgabe&lt;br /&gt;
Wortbildungen die aus dem Englischen übernommen werden und in eine Sprachgemeinschaft eingeschlossen werden, nennt man Anglizismen. Dass diese Anglizismen heutzutage einen großen Einfluss auf den deutschen Sprachraum haben, ist kein Geheimnis. Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen derer erörtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Ursache behandelt die Globalisierung und die Internationalität der Welt. Diese beinhaltet mehrere Faktoren wie beispielsweise das Internet, das den Menschen überall auf der Welt die Möglichkeit bietet sich mit anderen zu vernetzen und zu verständigen.  Dadurch sind Apps wie WhatsApp, Instagram und Facebook entstanden, die man heute soziale Netzwerke nennt. Neben diesen Apps existieren tausend andere Möglichkeiten mit anderen zu kommunizieren. Am Erfolg dieses Konzepts lässt sich messen, wie sehr Internationalität die Menschen anspricht und dass die Menschen  über den Tellerrand hinaus blicken möchten. Jedoch braucht es in so einer globalen Welt eine Sprache zur Verständigung die jeder spricht. Da Großbritannien aufgrund seines historischen Hintergrundes Kolonien rund um die Welt hatte, ist die englische Sprache beinahe auf jedem Kontinent vertreten, sodass sie zur sogenannten „Verkehrssprache“ wurde.  Die Verkehrssprache ist die Sprache, auf die Menschen in der Regel als erstes zurückgreifen, wenn sie nicht ihre Muttersprache nutzen können. Diese beiden Faktoren, der Wunsch nach Globalisierung und Englisch als Verkehrssprache, sind die Hauptursachen des ins Deutsche integrierte Englisch. Daraus entstehen wiederrum die Konsequenzen, dass es im Beruf immer wichtiger wird Englisch oder mehr Sprachen sprechen zu können, oder dass Schulen damit anfangen, bereits im frühen Alter Englisch zu unterrichten. Die Folgen wiederrum machen das Können von Englisch zu einem Muss, sodass vereinzelte englische Wörter ins Deutsche miteingebunden werden. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Grund für Anglizismen sind die USA, da sie in der modernen Welt das Vorbild für jegliche Trends in Deutschland ist. Die Vereinigten Staaten, bekannt als das Land der Träume, sind ein Land mit viel Einfluss. Vor allem junge Leute nehmen sich ein Vorbild an dem was Amerikaner tun, oder sehen ihr Idol in amerikanischen Prominenten, da diese meist auf der ganzen Welt berühmt sind. Nachgeahmt werden der Kleidungsstil, der Lebensstil und auch die Sprache, die ebenfalls Englisch ist. Dadurch steigt das Interesse am Englischen und der Wille Englisch sprechen zu können. Jedoch wird nicht immer zwischen Deutsch und Englisch unterschieden, Englisch findet oft den Weg durch Anglizismen den Weg ins Deutsche. Ein weiterer Grund dafür ist gleichzeitig die dadurch entstehende Konsequenz. Denn Englisch ist weitaus kürzer und weniger kompliziert aufgebaut als Deutsch, ein Beispiel dafür sind die Artikel. Das Deutsche hat drei Artikel: „der“, „die“ und „das“, während das Englische mit „the“ auskommt. Zudem sind Wörter wie „Team“, „Online“, „Laptop“, „Display“, „Mom und Dad“ und viele weitere viel kürzer und einfacher formuliert als „Mannschaft“, „im Netz“ und „Computerbildschirm“. Da diese Terme einfacher und kürzer sind, werden sie übernommen und eingebürgert, sodass sie heute ein fester Bestandteil der deutschen Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenzen dieser Entwicklung und Anglizismen für die deutsche Sprache sind, dass viele auch im Deutschen vereinfachen und abkürzen. Ein Beispiel dafür sind die vier Fälle, wobei der Dativ und der Genitiv (Wem?, Wessen?) zu einem Fall zusammengefasst werden, sodass aus „das ist die Jacke des Lehrers“ „das ist die Jacke von dem Lehrer“ wird.  Durch die ständige Konfrontation mit dem Englischen (ausgelöst durch die Globalisierung) schauen sich viele den Satzbau, die Wörter und die Grammatik des Englischen ab und übertragen sie auf das Deutsche. Die deutsche Sprache verliert damit an ihrem einzigartigen deutschen Charakter und wird an die heutige Zeit angepasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem lässt sich sagen, dass vor allem junge Leute davon betroffen sind, da sie die Hauptaltersgruppe der sozialen Netzwerke sind, die dies an die kommende Generation weitergeben werden. Es lässt sich also zusammenfassend feststellen, dass Anglizismen aufgrund der Globalisierung ihren Weg in die deutsche Sprache gefunden haben und dass sie Vereinfachungen und Abkürzungen auslösen und dass diese Entwicklung im Lauf der Jahre aufgrund der jungen Generation weitergehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Janette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 1 ===&lt;br /&gt;
Der zu analysierende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ von Wolfgang Krischke aus dem Jahr 2011 handelt von der Entwicklung der deutschen Sprache, welche sich wesentlich durch Deutschlehrer verändert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn erkennt man eine wesentliche Veränderung der deutschen Sprache im Titel. So werden oftmals beim Schreiben   Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) sowie Anglizismen, was sich an „dad“ (ebd.) veranschaulichen lässt, verwendet. Außerdem wird kein Wert auf Groß- und Kleinschreibung gelegt, was sich an dem Nomen „schule“ (ebd) erkennen lässt. Zudem fällt der Rechtschreibfehler von dem Adjektiv „eklich“ (ebd.) auf, da es normalerweise „eklig“ geschrieben werden würde. Stattdessen werden Wörter so geschrieben, wie man sie in der Alltagssprache ausspricht. Die Verwendung von Abkürzungen lässt sich auch veranschaulichen an „wg“ (ebd.) was  so viel wie wegen heißen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im darauffolgenden wird die These „Simsen macht nicht dumm“ im Untertitel aufgestellt.   Allerdings wird im darauffolgenden die These durch eine Antithese widerlegt, welche durch die Konjunktion „[a]ber“ eingeleitet wird. Da es sich um eine Konjunktion handelt, ist zu sagen, dass dieser Satz auf den zuvor genannten Satz anschließt und  zu diesem gegensätzlich und somit diesem antithetisch gegenübersteht. So wird die These dass simsen nicht dumm machen würde berichtigt durch die Behauptung „ihre Texte [seien] heute fehlerhafter als früher“. Auffallend ist hierbei auch der Vergleich zwischen „früher“ und „heute“. Dieser Vergleich ist somit der Kern des Textes, da eben die Entwicklung der deutschen Sprache hinsichtlich der Fehler untersucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Frage „Kinder lesen zu wenig ?“ (Z. 1) beginnt Krischke. Diese Frage verneint er jedoch mit einem „von wegen“ (Z.1.). Somit räumt Krischke den Vorwurf beiseite, dass Kinder heutzutage nicht ausreichend viel lesen würden. Laut Krischke „haben sie [noch nie] so viel gelsen und geschrieben wie heute“ (Z. 1f.). Zusätzlich soll dies auch „[t]äglich“ (Z. 2) erfolgen. Durch das Adjektiv „täglich“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass es sich nicht um einen Ausnahmezustand handelt, dass Kinder schreiben und lesen würden, sondern dass dies schon eine ablaufende Routine sei. Allerdings „tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 2 f.). Die Zahl „Millionen“ (ebd.) ist hierbei eine Hyperbel, die verdeutlichen soll, das Jugendliche nicht wenig Nachrichten schreiben, sondern dass sie dort auch  viele Nachrichten verschicken und viel Zeit investieren, da sie „Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 2 ff.). Somit  lesen sie keine Bücher, demnach „Lektüren“ (ebd.), mehr, sondern lesen auf ihren Smartphones oder Computern. Jedoch bilden sie sich dort auch weiter, da sie sich im Internet informieren und dort nach „Infos“ (ebd.) suchen. Allerdings wird hier auch deutlich, dass durch die Medien Printmedien wie zum Beispiel Zeitungen oder Bücher, sowie Atlanten keine Bedeutung mehr spielen. „Pädagogen und Ausbilder“ (Z. 5) begegnen diesen Medien jedoch mit Ablehnung, was sich an Hand des Adverbs „[t]rotzdem“ (Z. 5) erkennen lässt. Denn diese behaupten diese dienen „vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7).  Der Neologismus von „Plaudermedium“ (ebd.) akzentuiert, dass der Schreibstil der Jugendlichen ebenfalls keinen Regeln unterliegt und einfach aneinandergereiht wird. Dass es sich um ein Plaudermedium handelt, und nicht nur zur Weiterbildung genutzt wird, lässt sich an das Syndeton „Simsern, Chatten, und Twittern“ (Z. 6) veranschaulichen, da es hierbei nur um die Kommunikation zwischen den Jugendlichen geht. Krischke behauptet ebenfalls, ihre „Normen der Hochsprache“ (Z.7) sei „Lichtjahre“ (Z. 8) von der „Sprechschreibe“ (Z.8) entfernt. Durch die erneute Verwendung einer Hyperbel soll die Missachtung der Kunst der Deutschen Sprache zur Geltung kommen, da laut Krischke die Jugendlichen nicht ansatzweise von der korrekten Schreibweise des Deutschen gebrauch machen würden.  Zur Untermauerung dieser Behauptung führt der Autor einige Beispiele an wie zb. „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [=hab dich ganz doll lieb]“(Z. 9 f.). Zu Beginn der gezeigten Beispiele wird der Titel des Sachtextes wieder aufgegriffen, was eine Wirkung der Verinnerlichung der Fehler in diesem Satz bezweckt. Ebenfalls sieht der Autor es für notwendig Abkürzungen wie „hdgdl“ (ebd.) zu übersetzen, da er der Meinung ist, dass dies nicht für jeden verständlich ist. Dies bewirkt, dass die „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9f.) , sobald sie ähnliches lesen. Fortführend stellt der Autor die Frage, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 11 ff.) können.   Die Metapher “Trümmerlandschaft“ (ebd.) verdeutlicht, dass der Kritschke in dem Schreibstil der Jugendliche keine Zukunft sieht und dass er davon ein negatives Bild hat. Dies wird durch die in Fragestellung von der Fähigkeit ein „Bewerbungsschreiben [zu]verfassen“ (ebd.) akzentuiert, da ein gutes Bewerbungsschreiben wichtig ist für jede Zukunft jedes einzeln Jugendlichen, da er nur so an seinen späteren Beruf gelangen kann. Um dieser Frage weitergehend auf den Grund zu gehen, führt der Autor von der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“(Z. 15 ) Studienergebnisse an, da sie sich mit der Beantwortung der zuvor genannten Frage näher beschäftigt hat. Dazu hat sie mit ihrem Team „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht“ (Z. 15 f.). Hierbei arbeitet Krischke mit stichfesten Zahlen, die die Masse der Aufsätze veranschaulichen sollen. Allerdings wurden diese Aufsätze „von 16- bis 18-järigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 17 f.) verfasst.  Da das Alter beschränkt ist, ist zudem zusagen, dass es sich um eine Altersbegrenzung handelt, in der die Schüler durchaus in der Lage dazu sein sollten, die Regeln der Deutschenschreibweise zu beherrschen und dass bei der Studie nicht zwischen den einzeln Schulformen unterscheiden wurde. Anders ist es allerdings bei der Umgebung. Hier wurde nur das Verbreitungsgebiet Zürich gewählt, so dass kein Vergleich mit anderen Orten geschaffen werden kann. Stattdessen haben sie einen anderen Vergleich gezogen. Somit „zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18 ff.). Das Pronomen „dieselben“ (ebd.) verrät, dass es sich nicht um eine andere Gruppe von gewählten Jugendlichen handelt, die hinsichtlich ihrer Kommunikation in sozialen Netzwerken in ihrer Freizeit untersucht wurden.  An Hand der Akkumulation „ SMS-Meldung, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen“ (ebd.) lässt sich erkennen, dass die Kommunikation der Jugendlichen sehr vielseitig sein kann und oftmals nicht nur ein Netzwerk genutzt wird. Ihr Schreibverhalten wurde schließlich hinsichtlich der „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie nach dem „Wortschatz, de[m] Steil und de[m] Aufbau der Texte“ (Z. 23) untersucht. Nach der Untersuchung hält sie folgendes Ergebnis fest: „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzwerkkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 19 ff.). Das Adverb „keinem“ (ebd.) zeigt somit, dass nichts Auffallendes in einer der zuvor angeführten Komponenten gefunden wurde. Im darauffolgenden wird noch einmal gesagt, dass kein Unterschied zwischen den einzeln Schulformen gemacht wurde (vgl. Z. 26). Anschließend wird die Linguistin Christa Dürscheid zitiert, was für eine stichfeste Argumentation des Autors spricht. Somit hält sie fest, dass Schüler „die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 27) können. Das Ansprechen der „Schreibwelten“ (ebd.) akzentuiert, dass Jugendliche sich in ihrer Freizeit in ihrer Kommunikation einen eigene Welt schaffen, in der sie aus dem Alltag flüchten und eben nicht den Drang danach haben Regeln zu befolgen und somit auch keine Rücksicht auf die Richtigkeit der Deutschenschreibweise nehmen.  Somit wissen sie, „dass in der Schule und der formellen Kommunikation anderer Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden „ (Z. 27 ff.). Trotz dass die „elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet – die Schultexte die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z.  31 ff.).  Die Epipher „alles andere als“ (ebd.) dient dazu, dass Bedeutung auf die Fehler der Jugendliche gesetzt wird, trotz dass die Ursache nicht an ihrer Kommunikation über elektronische Medien liegt. Denn „Rechtscheibung und Zeichensetzung weisen […] deutliche Defizite auf“ (Z. 33 ff.). Das Adverb „deutlich“ (ebd.) zielt darauf hinaus, dass es sich dabei nicht um eine kleine Lappalie handelt oder Flüchtigkeitsfehler, sondern dass es ein konstanter Fehler ist. Letztendlich schiebt Krischke die Schuld auf „Deutschlehrer [die] die Kinder stärker als zuvor  zum freien, spontanen Schreiben“ (Z. 35 f.) ermutigt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist deutlich, dass der Autor ausführlich den Grund des Verlust der deutschen Schreibfertigkeit nachgehen will. Dazu nutzt er vor allen Dingen Akkumulationen die die Vielseitigkeit der Kommunikation deutlich zu machen. Zudem nutzt er die Anführung einer Studie sowie Zahlen, welche auf Fakten beruhen, als stichfesten Aufbau seiner Ausführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgabe 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache wird durch Verwendung von Anglizismen enorm verändert. So ist es heutzutage normal geworden, Gebrauch von Wörtern aus dem Englischen zu machen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursache dessen ist vor allen Dingen die Globalisierung.  Durch das große Kommunikationsnetzwerk, welches durch die Globalisierung zwischen verschiedenen Ländern entstanden ist, war es erforderlich die Sprache der anderen zu erlernen, damit ein Austausch erfolgen konnte. Aus diesem Grund werden Wörter in der eigenen Muttersprache aufgenommen. Im Laufe der Globalisierung hat sich Englisch zu einer Weltsprache entwickelt, weshalb auch die meisten Anglizismen des Deutschen aus dem Englischen kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitergehend wächst die jüngste Generation mit Medien auf. In diesen werden ganz besonders diese Anglizismen fortlaufend benutzt. Da sie also dementsprechend Teil ihrer Kindheit sind, nehmen sie diesen Wortschatz wie selbstverständlich auf. Folge dessen ist, dass sie mit den älteren Generationen mit diesem Wortschatz kommunizieren und somit Anglizismen von Älteren aufgenommen werden und je öfter man Dinge hört, desto öfter werden sie sich gemerkt und irgendwann aufgenommen und schließlich benutzt.  Allerdings dauert dieser Vorgang seine Zeit und viele ältere Menschen halten an den Dingen fest, so dass es auch dazu führen kann, dass die Schere zwischen Alt und Jung immer Größer wird. Somit ist es also die Aufgabe der jungen Generation zwar die Anglizismen aufzunehmen und sich auch mit diesen verständigen zu können – jedoch auch ihren Wortschatz insofern abzuwandeln, dass es für ältere verständlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich ist auch zu sagen, dass das Aufnehmen von Anglizismen jedoch ein fortlaufender Prozess ist, der durch den Faktor des Internets enorm beschleunigt wird, werden immer mehr Wörter des Deutschen ausgetauscht.  Fazit dessen ist, dass in diesem Ersetzen eine Bedrohung der deutschen Sprache gesehen werden kann. Zudem verliert nicht nur die Sprache an ihren Charakter, sondern auch die Kultur und somit auch Traditionen des Deutschen. Unterdessen wird eine Verschwimmung verschiedener Kulturen hervorgerufen,  so dass es auf langer Sicht hingesehen zu einer Kultur werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Faktor kann beispielsweise die Musik sein. Musik wird überall gehört und für jede Stilart werden Oberbegriffe verwendet, doch diese sind nun mal alle in Englisch festgehalten, so wird von Hip-Hop,  Rap und Deep gesprochen ohne das darüber nach gedacht wird, dass diese Wörter gar nicht aus dem  Deutschen kommen. Ebenso wird in der Technik Gebrauch von Anglizismen gemacht, so sagt man nicht mehr 'Bildschirm' sonder 'Display', aus 'mobiles Telefon' wird 'Handy'. Auffallend dabei ist, dass diese genutzten Anglizismen oftmals kürzer sind als die deutschen Übersetzungen. So ist dem hinzuzufügen, dass die Verwendung von Anglizismen auch einen Charakter der Faulheit hat, da dieser Weg oftmals Kürzer und unkomplizierter ist und somit weniger Zeit einnimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Ursachen der Verwendung von Anglizismen bei verscheiden Dingen liegt. Grundlegend dabei ist jedoch die Globalisierung, die es erst möglich gemacht hat, dass Technik und Musik Anglizismen vermitteln konnten. Ein großer Vorteil ist, dass diese Verwendung zeitsparend ist und zu einer Erleichterung der Verständigung einzelnen Kulturen beiträgt. Jedoch wird die Verständigungen zwischen  Alt und Jung immer schwieriger und auch dies Kulturen verlieren an Charakter und werden langfristig gesehen zu einer Kultur werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lara ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfang Krischke verfasst und 2011 veröffentlich wurde, thematisiert den Verlust korrekter Grammatik und Rechtschreibung in Bezug auf die schriftlichen sowie sprachlichen Fähigkeiten von Schülern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ weist ein hohes Maß an fehlerhafter Grammatik und Rechtschreibung auf. Diese werden durch Anglizismen und Abkürzungen verfeinert und mit Empfindungslauten wie zum Beispiel „booaaa“ (ebd.) verstärkt. Die immer schlechter werdende Schreibweise der Schüler gleicht sich heutzutage schon ihrer Sprechweise an.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text lässt sich in drei Sinnabschnitte gliedern. Der erste Sinnabschnitt (Z. 1-15) behandelt die Ursache der fehlerhaften Sprache der Schüler im Hinblick auf soziale Medien, während im zweiten Abschnitt (Z. 16-29) auf eine von Professoren durchgeführte Forschung hinsichtlich dieses Themas, Bezug genommen wird. Im dritten Abschnitt werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler beschrieben, die heutzutage stark nachgelassen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.1-15), der als Einleitung in die Problemstellung dient, leitet mit der These, „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher.“ (Z. 1) ein. Dabei stehen sich die beiden Sätze antithetisch gegenüber und weisen somit inhaltliche Gegensätze auf. Durch die Konjunktion „aber“ (ebd.), schränkt der zweite Satz die Aussage des ersten Satzes ein und hebt somit hervor, dass die fehlerhaften Texte der Schüler immer mehr zunehmen. Folgend beginnt der eigentliche Text mit der Frage, ob Kinder heutzutage zu wenig lesen würden (vgl. Z. 2). Diese Behauptung wird jedoch bedingungslos von dem Autor abgelehnt, da er der Meinung ist, dass die Schüler „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 1f.). Um seine Meinung zu verdeutlichen, nennt er alltägliche Beispiele, in denen Schüler mit lesen und schreiben in Verbindung kommen. Sie tippen zum Beispiel „Millionen von Wörtern auf ihren Handys- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internetinfos“ (Z. 3ff.). Kinder und Jugendliche lesen heutzutage also viel in digitalen Netzwerken, vernachlässigen somit aber das traditionelle lesen von Büchern und lassen somit bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf[kommen]“ (Z. 6f.). Das lesen in sozialen Netzwerken prägt sich gegenüber den Schülern in Bezug auf fehlerfreie Texte jedoch nicht Vorteilhaft aus, da „den Simsern, Chattern und Twitterern […] [diese] Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 8f.) diene. Durch den Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) wird verdeutlicht, dass die modernen Medien den Jugendlichen also nur die Möglichkeit bieten, sich harmonisch und geruhsam zu unterhalten und aufgrund dessen nicht die beste Möglichkeit sei, um Grammatische sowie Rechtschreibliche Fähigkeiten zu verbessern. Folgend ist Krischke der Auffassung, dass die Sprech- beziehungsweise Schreibweise der Schüler um einige Maßeinheiten von der Standartsprache entfernt sei (vgl. Z. 9f.). Um dies zu verdeutlichen, akzentuiert der Autor hier seine Überschrift „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.) und hebt hervor, dass solche Sätze, „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken [lässt]“ (Z. 11f.). Diese Metapher verdeutlicht erneut die Vielzahl der Fehler und wie Sprachwissenschaftler auf diese reagieren. Anschließend wirft der Autor die Frage auf, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?“ (Z. 12ff.). Mit dieser Frage möchte der Autor die Aufmerksamkeit der Leser auf sich lenken und sie zum Nachdenken anregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Abschnitt (Z. 15-29) wird auf die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) Bezug genommen, welche sich mit diesem Thema präziser auseinander gesetzt hat. Mit ihrem Kollegium hat sie „fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, […] [die] von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen [verfasst wurden]“ (Z. 16ff.). Im Vergleich dazu haben sie knapp 1100 private Texte , „die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als [zum Beispiel] SMS-Meldungen“ (Z. 19f.) geschrieben haben, überprüft. Dabei haben sie sich bei der Überarbeitung dieser Texte nicht nur auf die „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) konzentriert, sondern auch auf „den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 23). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Aspekte der Netzkommunikationen, keine beachtenswerten Folgen in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). Aus diesem Grund wird verdeutlicht, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar nicht auf korrekte Rechtschreibung, Grammatik etc. geachtet wird, dies sich jedoch nicht auf die schulischen Leistungen der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich diese Schlussfolgerung, auf die zu Beginn erwähnte These des Autors beziehen, da er ebenda der Meinung war, dass Simsen Schüler nicht dumm mache, ihre Texte aber fehlerhafter als damals seien (ebd.). Um seine These zu belegen und die Realität zu verdeutlichen, zitiert der Autor Christa Dürscheid, die der Ansicht ist, dass „die Schüler […] die Schreibwelten durchaus trennen [können]“ (Z. 26f.) und genau wissen, „dass in der Schule und [in] der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 28f.). Hierbei wird erneut der geringe Einfluss von digitaler Kommunikation verdeutlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Abschnitt (Z. 29-39) werden die orthografischen Fähigkeiten der Schüler, die heutzutage stark nachgelassen haben, thematisiert. Dabei wird dieser Abschnitt durch die Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht.“ (Z. 29ff.) eingeleitet. Infolgedessen wird bereits deutlich gemacht, dass obwohl die Kommunikationen im Netz keinen Einfluss auf die Texte in der Schule aufweisen, dennoch eine Problematik der Texte zu erkennen ist. Anschließend geht Krischke näher auf diese Aussage ein und führt auf, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher“ (Z. 31f.) ausscheide, dennoch die Texte in der Schule, „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien. Dabei hebt er hervor, dass die Texte nicht nur von ein paar Fehlern umgeben sind, sondern ein sehr hoher Anteil an Fehlern in den Texten vorhanden sei. Unterdessen lassen sich diese Fehler vor allem in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 34f.) deutlich erkennen. Anschließend erklärt der Autor die Entwicklung dieser Problemstellung, indem er verdeutlicht, dass diese Defizite schon „in den siebziger Jahren [begannen], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Im Anschluss daran erläutert er, dass diese Defizite besondere Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie auf die Bedeutung der „Formale[n] Korrektheit“ (Z. 38) habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die die Jugendlichen beim schreiben von Schultexten haben, nicht durch Kommunikationen im soziale Netzwerke verursacht werden. Dabei belegt er seine These mit einer von Professoren durchgeführte Forschung in Bezug auf dieses Thema und lässt so seinen Text vertrauenswürdig wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe 2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man eine Ausdrucksweise aus der englischen Sprache, die in den Wortschatz einer anderen Sprache eingeflossen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache ist wie jede andere lebende Sprache einem ständigen Wandel unterzogen. Besonders die Anzahl der Anglizismen hat in unserer Sprache stark zugenommen und somit auch die Häufigkeit, mit der diese verwendet werden. Dabei haben sich die englischen Begriffe heutzutage schon so sehr in den Alltag eingeschlichen, dass viele Menschen sie kaum noch als Fremdsprache wahrnehmen. Eine bedeutsame Ursache dafür ist die Globalisierung, da aufgrund von globaler Kommunikation die Mehrsprachigkeit gefördert wird. Menschen mit verschiedenen Muttersprachen konnten so zwar auf der ganzen Welt miteinander kommunizieren oder sich über Themen und Probleme unterhalten, gleichzeitig entstand so jedoch auch eine Gefahr für viele Muttersprachen, welche dadurch nämlich nur noch wenig gesprochen worden sind. Auch in der Jugendsprache wird die Verwendung von englischen Wörtern als modern angesehen. Dabei erfüllen sie die Kreativitäts- und Ausdrucksweise der Jugendlichen und tragen zur Stärkung des Gruppenbewusstseins bei, da sie sich durch ihre “eigene“ Sprache von der Erwachsenenwelt abgrenzen können. Auch die Musikwelt, welche für die Jugendliche Kultur eine bedeutsame Rolle spielt, stellt eine Quelle für Anglizismen dar. Anglizismen weisen somit also auch Erkennungsmerkmale von Interessen der Jugendlichen auf und dient ihnen somit erneut von der gruppensprachlichen Abgrenzung. Auch im Bereich der Massenmedien ist der Gebrauch von Anglizismen sehr hoch. Sowohl in Zeitungen, Zeitschriften ect. als auch in elektronischen Medien lassen sie Texte abwechslungsreicher,  interessanter und auch aktueller wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die häufigere Verwendung englischer Wörter kann es jedoch dazu kommen, dass ein großer Verlust von deutschen Wörtern zustande kommt und die deutsche Sprache in der Welt an Bedeutung verliert. Im Gegensatz dazu wird die deutsche Sprache durch Anglizismen jedoch auch moderner und internationaler und erleichtert die Verständigung im Ausland. Außerdem wird das erlernen der englischen Sprache erleichtert und bietet somit vielen Menschen bessere Ausdrucksmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Globalisierung sowie der Einfluss durch Medien besondere Ursachen für die Verwendung von Anglizismen sind. Dies kann zum einen zwar die Verständigung im Ausland erleichtern, zum anderen kann dies jedoch auch dazu führen, dass die deutsche Sprache an Bedeutung verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christine ==&lt;br /&gt;
'''Aufgabe1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“, geschrieben von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, thematisiert die Verwendung der Schriftsprache in der formellen und elektronischen Kommunikation. Dabei liegt der Fokus darauf, ob Jugendliche die elektronische Kommunikation von der formellen Kommunikation, und die bestehenden Regeln, unterscheiden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überschrift wird zunächst ein Kontrast deutlich: „Schreiben in der Schule“ und „booaaa mein dad voll eklich wg schule“. Ersteres lässt vermuten, dass in der Schule auf Rechtschreibung, Zeichensetzung etc. geachtet wird. Letzteres verdeutlicht, wie Jugendliche untereinander kommunizieren. Dabei werden, neben der fehlenden Groß- und Kleinschreibung, „schule“, und falscher Rechtschreibung, „eklich“, weitere Merkmale deutlich. Die Interjektion „booaaa“ (ebd.), ist ein Empfindungslaut, der in dieser Situation ausdrückt, dass man genervt ist. Als nächstes ist der Anglizismus „dad“ zu finden. Hier wird deutlich, dass das Englisch die deutsche Sprache beeinflusst. Außerdem werden Abkürzungen wie „wg“ gebraucht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wird der Text mit einer Unterüberschrift, die als These fungiert, eingeleitet: „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1). Somit behauptet der Autor, dass das Kommunizieren mittels Handys Schüler nicht beeinträchtigt. Darauffolgend wägt der Autor seine These ab und behauptet, dass trotzdem „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12) wird die Thematik genauer geschildert. Einleitend wird eine rhetorische Frage gestellt, die das Vorurteil, dass Kinder zu wenig lesen würden (Z. 2), benennt. Darauf geht der Autor verneinend ein und er ist sogar der Meinung, dass Kinder „wohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2f.). „Noch nie zuvor“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass es sich um ein Phänomen der heutigen Zeit handelt. Des Weiteren geht der Autor auf seine Behauptung ein und erläutert, dass Kinder täglich Millionen Wörter tippen und Stunden mit SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen etc. verbringen würden (vgl. Z. 3ff.). Somit nennt er Beispiele, die veranschaulichen, inwiefern Kinder lesen und schreiben. Die adversative Konjunktion „trotzdem“ (Z. 6) leitet ein, dass es jedoch Probleme mit dem Lesen und Schreiben gibt. Pädagogen und Ausbilder seien nicht zufrieden damit (vgl. Z. 6), da bei „den Simsern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7f.) diene. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) stellt das Problem ziemlich deutlich dar: Die Schrift wird zur Kommunikation genutzt und auf Orthografie etc. wird kaum geachtet. So sei diese „von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.). Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) betont, dass man die Schrift als Kommunikationsmittel nicht mit der Hochsprache vergleichen kann und diese auch ganz andere Regeln besitzt. Im Folgenden werden dann Beispielsätze genannt um dies zu veranschaulichen und hyperbolisch geschildert, dass diese „Freunde des Dudens und ganzer Sätze […] zusammenzucken“ (Z. 11f.) lassen würden. Hier wird wieder darauf eingegangen, dass die Kommunikationsschrift von der Hochsprache abweicht und gekürzt bzw. grammatikalisch häufig falsch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z. 12- 29) wird mit der rhetorischen Frage, „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff.), eingeleitet. Der Frage kann man entnehmen, dass man, wenn man die Kommunikationssprache betrachtet, unsicher ist, ob Jugendliche sich in der Hochsprache zurechtfinden. Der Autor bezieht sich, um diese Frage zu beantworten, auf eine Studie der Germanistik- Professorin Christa Dürscheid (vgl. Z. 15f.). Sie untersuchte 1000 Deutschaufsätze von 16- bis 18- jährigen Schülern verschiedener Schulformen und verglich diese dann mit Mitteilungen in sozialen Netzwerken etc., die von denselben Jugendlichen verfasst wurden (vgl. 16ff.). Das Ergebnis sei, dass die sprachlichen Elemente der Netzkommunikation keine nennenswerten Spuren in den Schultexten hinterlassen haben (vgl. Z. 24ff.). „'Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen [und] sie wissen, dass […] andere Regeln gelten'“ (Z. 26ff.). Somit sieht der Autor in der elektronischen Kommunikation nicht die Ursache für die fehlerhaften Texte, da er die Studie ja als Begründung seiner These anführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29- 39) nennt der Autor die eigentliche Ursache für die fehlerhaften Texte. Zunächst stellt er dar, dass „die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet“ (Z. 31f.). Die eigentliche Ursache sieht er in der „Entwicklung […] in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten. (Z. 34ff.)“. Das „spontane Schreiben“ (ebd.) sieht er als „eigentlich begrüßenswerten Trend“ (Z. 36f.) an. Das Adjektiv „eigentlich“ (ebd.) lässt darauf schließen, dass der Autor diesen Trend abwägend betrachtet. Somit erklärt der Autor schließlich auch, dass dieser Trend auf Kosten „'harter' Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. „'harte[...]' Sprachfertigkeiten“ (ebd.) hat eine ironische Bedeutung, was die Anführungszeichen betonen. Der Autor geht davon aus, dass diese Sprachfertigkeiten eigentlich gar nicht schwierig zu beherrschen sind. Außerdem führt der Autor an, dass die „formale Korrektheit […] an Bedeutung [verlor]“ (Z. 38), was auch eine negative Folge darstellt. Im letzten Satz ist von der formalen Korrektheit als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39) die Rede. Somit behauptet der Autor, dass die formale Korrektheit als unnötig bzw. von manch einem als „Quälerei“ wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autor der Meinung ist, dass die Probleme, die Jugendliche beim Schreiben haben, nicht durch die elektronische Kommunikation verursacht wird. Seine Thesen veranschaulicht er mithilfe von Beispielen und bezieht sich auf eine Studie, um diese zu bekräftigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufgabe2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache hat verschiedene Ursachen und bringt Konsequenzen mit sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anglizismus bezeichnet man ein Wort, welches aus dem Englischen stammt und in einer anderen Sprache übernommen wurde. Anglizismen, die in der deutschen Sprache geläufig sind, wären z.B.: „Screenshot“, „Update“, „Cloud“ etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Grund dafür, dass Anglizismen verwendet werden, ist der Kontakt zu der englischen Sprache. Es fängt z.B. in der Schule an, wo man die englische Sprache als erste Fremdsprache erlernt. Außerdem gibt es zahlreiche Begegnungen zwischen deutschen und englischen Schülern und den Kulturen, z.B. im Rahmen von Schüleraustauschen. Aber auch durch die stetig wachsende Globalisierung erhöht sich der Kontakt zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und dann ist die englische Sprache meistens die Sprache, die zur Kommunikation verwendet wird. Die Menschen in Deutschland werden zudem vom Englischen beeinflusst. Dies geschieht über diverse Medien, z.B. durch Werbungen, Nachrichten, soziale Netzwerke etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich folglich auch Konsequenzen. Einerseits wird die deutsche Sprache modernisiert. Einige Begriffe aus dem Englischen hören sich, in Abhängigkeit vom Gesamtzusammenhang, besser an als die deutsche Übersetzung. Somit ist z.B. das Wort „Screenshot“ geläufiger als „Bildschirmaufnahme“. Außerdem sind die meisten Wörter mittlerweile so geläufig, dass viele Menschen die Bedeutungen kennen. Andererseits stellen Anglizismen für die „ältere“ Generation eher ein Hindernis dar. Das kann man darauf zurückführen, dass diese im Vergleich zur „jüngeren“ Generation keinen so umfangreichen Kontakt zur englischen Sprache hatten bzw. haben. Eine weitere Konsequenz ist, dass womöglich der Bezug zwischen Anglizismen und Wörtern aus der Herkunftssprache verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ursachen für Anglizismen auf den Kontakt mit anderen Menschen und den Einfluss durch Medien zurückzuführen ist. Dabei stellen sich Konsequenzen heraus, dass Anglizismen geläufiger und häufiger verwendet werden, aber die Gefahr besteht missverständlich aufgenommen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diana ==&lt;br /&gt;
'''1.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text von Wolfgang Krischke mit dem Titel ,,Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ handelt es sich um einen Sachtext, welches im Jahr 2011 veröffentlicht worden ist. Thematisiert wird dabei der Einfluss der Kommunikation in den Medien auf die Sprache der Jugendlichen und die Defizite der Sprachfertigkeiten in Schultexten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel verweist dabei auf die Thematik des Textes durch die Gegenüberstellung ,,Schreiben in der Schule“ und dem grammatikalisch falschen Satz ,,booaaa mein dad voll eklich wg schule“, wobei dies an eine Nachricht eines Jugendlichen an einen anderen Jugendlichen darstellt. Dadurch, dass in diesem Satz sowohl Großschreibung nicht beachtet wurde als auch Umgangssprache verwendet wurde, nämlich die Injektion ,,booaaa“, wird bereits darauf hingewiesen, dass die Sprache in der medialen Kommunikation anders und vor allem nicht richtig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Aussage ,,Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) wird bereits die These des Autors deutlich, da dieser der Meinung ist, dass das ,,Simsen“ (ebd.), wobei hier die Kommunikation in Medien gemeint ist, kein Einfluss auf die Intelligenz der Schüler hat. Durch die adversative Konjunktion ,,[a]ber“ (Z.1) wird dann die These weitergeführt, nämlich, dass die Texte ,,heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) seien. Dadurch behauptet der Autor, dass Kommunikation im Internet zwar keine negativen Einflüsse haben würden, trotzdem sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben in Texten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z. 2 – 14) thematisiert dabei die Sprache in der Kommunikation im Internet. Dabei beginnt der Abschnitt mit der rhetorischen Figur ,,Kinder lesen zu wenig?“ (Z.2) mit der knappen Antwort ,,Von wegen“ (Z. 2), womit der Autor bereits hervor bringt, dass der Vorwurf bzw. Vorurteil Kinder und Jugendlichen würden zu wenig lesen, nicht stimmt. Denn weiterhin behauptet er, dass ,,noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z. 2 f.) werde wie heute, wodurch zum Ausdruck gebracht wird, dass nicht nur der Vorurteil nicht stimmt, dass wenig gelesen werde, sondern sogar noch mehr gelesen werde, was besonders durch den Ausdruck ,, noch nie zuvor“ (ebd.) betont wird. Diese Behauptung belegt der Autor anschließend mit konkreten Beispielen, die auch zur Veranschaulichung dienen, wie, dass ,,Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen“ (Z. 3 f.) würden, wobei die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern“ (ebd.) besonders betonen soll, dass viel gelesen und geschrieben wird. Durch das Adverb ,,[t]äglich“ (Z.3) zu Beginn der Aussage wird deutlich gemacht, dass sich dies nicht nur ab und zu ereigne, sondern eben täglich stattfindet und nicht nur auf einer Ebene, dem Schreiben von Nachrichten, sondern auch durch das Verbringen von ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 4 ff.), wobei die Akkumulation die Verbreitung des Schreiben und Lesens im Internet veranschaulicht und betont. Als nächstes wird eine Gegenaussage eingeleitet durch die adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem“ (Z. 6), wodurch angedeutet wird, dass das viele Lesen und Schreiben von Nachrichten nicht nur positiv ist, da ,,bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkäme. Dies wird des weiteren näher erklärt, indem gesagt wird, dass den ,,Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f.) diene. Dies bedeutet also, dass das Internet von den Jugendlichen zur Kommunikation und Unterhaltung in der Freizeit genutzt werde. Die Problematik dabei sei, dass die Schreibweise dabei ,,Lichtjahre“ (Z. 9) von den ,,Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt seien, also kein korrektes Deutsch in der Kommunikation im Internet genutzt wird. Die Metapher ,,Lichtjahre“ (ebd.) verdeutlicht dabei den Ausmaß, dass kein korrektes Deutsch genutzt werde und die Sprache, die genutzt wird, sehr fehlerhaft sei und kaum korrekte Sprache enthalte. Zur Veranschaulichung und zum Belegen seiner Aussage nennt er dabei ein Beispiel ,,'booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgl [= hab dich ganz doll lieb]'“ (Z. 9 f.), wobei hier direkt auffällig ist, dass viele Fehler enthalten sind, Großschreibung nicht beachtet wurde und viele Abkürzungen benutzt werden. Die Aussage dieser Satz lasse ,,Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.), betont nochmals die Fehlerhaftigkeit des Beispiels und unterstützt die Aussage, dass die Kommunikationssprache im Internet sich sehr der des Hochdeutschen unterscheide. Als Überleitung zum Thema, ob sich die Sprache im Internet auf zum Beispiel Schultexte Auswirkungen haben stellt der Autor die Frage , ob ,,Jungendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Die Metapher ,,sprachliche[.] Trümmerlandschaft[.]“ (ebd.) veranschaulicht dabei das Ausmaß der sprachlichen Fehler in der Sprache und dass kaum korrektes Hochdeutsch verwendet werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nächsten Sinnabschnitt (vgl. Z. 15 – 29) wird dann darauf eingegangen, ob die fehlerhafte Sprache im Internet Auswirkungen auf das Schreiben von formalen Texten, wie eine Bewerbung hat. Dabei wird zunächst die ,,Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich“ (Z. 15) aufgegriffen, die sich mit diesem Thema beschäftigt habe. Durch die Erwähnung einer Expertin in diesem Themenbereich wird die Seriosität des Textes zum Ausdruck gebracht, sowie, dass die folgende Erläuterung, ob diese Sprache nun eine Auswirkung hat oder nicht, Standhaftigkeit besitzt.  Dabei wird beschrieben, dass diese Germanistik-Professorin ,,1000 Deutschaufsätze“ (Z. 16 f.) von Schülern  unterschiedlicher Schulformen untersucht habe und zum Vergleich ,,über 1100 Texte […], die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldung“ (Z. 19 f.) geschrieben haben, herangezogen habe. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass das Ergebnis dieser Untersuchung richtig und eine Allgemeingültigkeit haben wird, da ein Vergleich stattgefunden hat und nicht nur Schüler aus einer Schulform untersucht wurden, sondern aus allen Schulformen. Dies wird im weiteren bestärkt durch die Aussage , dass die Professorin und ihr Team ,,nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 22 f.) untersucht hätten. Dies bringt hervor, dass das Ergebnis aufgrund der breitgefächerten Untersuchungen in verschiedenen relevanten Punkten seriös  und allgemeingültig sei. Als nächstes wird das Ergebnis benannt, nämlich, dass in keinem Bereich ,,die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24 ff.) hätten. Durch dieses Ergebnis der Untersuchung belegt der Autor seine These, dass die Internetkommunikation Schüler nicht dumm mache, da das Ergebnis seine These bestätigt. Außerdem gelte dies ,,für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“ (Z. 26). Des weiteren zitiert der Autor Christa Dürscheid, wodurch er erneut seine These belegt und die Richtigkeit verdeutlicht, da diese sagt, ,,Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen“ (Z. 26 f.) und dass Schüler wüssten, dass ,,in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten“ (Z. 27 ff.). Es gäbe also zwei verschiedene Schreibarten, einmal die in der Netzkommunikation, also die Sprache, die im Internet gebraucht werde, und die in der formellen Kommunikation, die in Schulen, auf der Arbeit  und Bewerbungen genutzt werde. Dabei würden Jugendliche diese zwei Spracharten unterscheiden können und dem entsprechend auch verwenden, was erneut die These des Autors, die Netzkommunikation würde die Schüler nicht dumm machen, untermauert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte und letzte Sinnabschnitt (vgl. Z. 29 – 39) thematisiert seine zweite These, dass die Texte der Jugendlichen heute trotzdem Fehler enthalten würden. Dieser Abschnitt wird dabei durch die Aussage ,,Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff.) eingeleitet. Dadurch wird bereits deutlich gemacht, dass, obwohl die Netzkommunikation keinen Einfluss auf die Sprache der Texte hat, dennoch eine Problematik der Sprache vorhanden ist, wobei der Widerspruch durch die adversative Konjunktion ,,trotzdem“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird. Des weiteren erläutert der Autor diese Aussage näher, in dem erklärt, dass die Netzkommunikation ,,als Verursacher ausscheide[.]“ (Z. 32), aber die Texte dennoch ,,alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33) seien, also die Texte sehr viele Fehler enthalten würden. Die Formulierung ,,alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) betont dabei die Menge an Fehlern in den Text und dass es sich nicht um ein paar Fehler handle, sondern um viele Fehler. Diese Fehler würden vor allem ,,in der Rechtschreibung und Zeichensetzung“ (Z. 33 f.) auftreten. Im Folgendem stellt der Autor dazu ein Erklärungsansatz auf, nämlich, dass diese Entwicklung der Defizite bereits ,,in den siebziger Jahren [aufgetreten sei], als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f.). Dadurch belegt er erneut seine erste These, dass die digitale Kommunikation kein Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe, da er dadurch die eigentliche Ursache der fehlerhaften Texte benennt. Die Tatsache, dass er diese Entwicklung als ,,eigentlich begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36 f.) bezeichnet, verdeutlicht, dass der Autor diese Methode der Lehrer eigentlich gut findet, jedoch auch etwas gegen die Methode einzuwenden hat, was durch das ,,eigentlich“ (ebd.) zum Ausdruck gebracht wird.  Diese Methode sei nämlich ,,auf Kosten ,harter' Sprachfertigkeiten“ (Z. 37) gegangen, wobei dadurch verdeutlicht wird, dass die Methode dazu führte, dass sich die Sprachfertigkeiten verschlechtert haben. Die konkrete Folge sei dabei gewesen, dass formale ,,Korrektheit […] an Bedeutung“ (Z. 38) verlor und es fast dazu gekommen sei, dass dies zur ,,bildungsbürgerliche[n] Schikane“ (Z. 39) geworden ist, also formale Korrektheit ein Hindernis darstelle. Durch diese Aussage wird das Ausmaß dieser Methode verdeutlicht, nämlich, dass formale Korrektheit so wenig nur noch verwendet wurde, dass diese nicht mehr als Selbstverständlichkeit, sondern als Hindernis gesehen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zusagen, dass die Thesen des Autors, dass die Netzkommunikation die Schüler nicht dumm mache und dass die Texte aber fehlerhaft seien, in dem Sachtext erläutert und belegt worden sind mit Hilfe einer Studie. Seine These und Argumentation untermauert der Autor mit Hilfe von Beispielen, Metaphern und dem Zitat einer Expertin, wodurch der Text seriös wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.Aufgabe:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgendem werde ich die Ursachen und Konsequenzen des Einfluss von Anglizismen auf die deutsche Sprache erörtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind Anglizismen Wörter aus dem Englischen, die in eine andere Sprache, also zum Beispiel ins Deutsche übertragen und verwendet werden. Anglizismen werden in allen Bereichen des Sprachgebrauchs verwendet, wie in der Alltagssprache, Fachsprache und auch besonders in der Jugendsprache. Beispiele für Anglizismen sind dabei ,,Flashback“, ,,Hobby“, ,,Interview“, ,,Smalltalk“ oder ,,Smartphone“, die immer wieder in der Alltagssprache zu finden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache haben dabei einige Ursachen.  Eine bedeutsame Ursache ist die Globalisierung, da durch die Globalisierung die englische Sprache zunehmend als Lingua franca, also als Handels- und Verkehrssprache, an Bedeutung gewonnen hat. So konnten Menschen mit verschiedener Muttersprache auf der ganzen Welt kommunizieren, Geschäfte machen oder sich über Themen und Probleme unterhalten. Die Globalisierung führte dazu, dass die Weltsprache Englisch zunehmend in den verschiedenen Ländern als erste Fremdsprache unterrichtet wurde, wodurch die neuen Generationen das Englische konnten und einige Begriffe auch zunehmend in der deutschen Sprache übernahmen. Ein anderer Faktor ist aber auch, dass vor allem Amerika als Weltmacht nach dem zweiten Weltkrieg als modern galt und dadurch die anderen Länder beeinflusste, da zum Beispiel auch zunehmend  englische Musik gehört oder englische Filme gesehen wurden und Amerika auch als Vorbild gesehen wurde. Nicht nur das Englische als Weltsprache oder Amerikas Beeinflussung sind entscheidend für die Ursachen der Anglizismen, sondern auch die digitale Kommunikation und im Allgemeinen das Internet. Durch die sozialen Netzwerke ist es möglich, dass immer mehr Menschen aus verschiedenen Ländern in Kontakt stehen können und hier dann das Englische als Weltsprache eine Voraussetzung darstellt, um sich auszutauschen. Durch englische Videos, Texte, Nachrichten, Werbungen oder englischer Musik fließen einige englische Begriffe in das Deutsche ein und durch den ständigen Kontakt mit dem Englischen werden einige Begriffe in der deutschen Sprache durch Englische ersetzt und gefestigt. Außerdem wird das Englische in der Jugendsprache von den Jugendlichen als modern gesehen und der Trend, englische Wörter zu verwenden, festigt sich in der Alltagssprache der Jugendlichen so, dass diese in der Alltagssprache der Menschen vorhanden bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei hat der Einfluss der Anglizismen Konsequenzen auf die deutsche Sprache, wobei es positive und negative Konsequenzen gibt. Eine positive Konsequenz des Anglizismus ist, dass das Erlernen der englischen Sprache erleichtert ist, da einige Begriffe bereits so fest in der Muttersprache verankert sind, dass diese Begriffe als selbstverständlich angesehen werden und die Bedeutung bereits klar sind und auch verwendet werden. Außerdem sind englische Begriffe besonders in Bezug auf digitale Medien und in der Technik stark vertreten für die es oft auch keine deutschen Bezeichnungen gibt, wie zum Beispiel für ,,Laptop“ oder ,,Tablet“, sodass Anglizismen helfen sich in diesem Bereich zu unterhalten, da dies ohne Englisch nicht oder kaum möglich ist und durch Anglizismen diese Begriffe auch nicht erlernt werden müssen, sondern bereits klar sind. Dadurch besteht die Möglichkeit auf einer anderen Ebene zu kommunizieren oder sich auszudrücken, da es für bestimmte Anglizismen keine deutschen Wörter gibt und man durch den Einfluss der Anglizismen die Möglichkeit erhält sich anders auszudrücken. Außerdem sind Anglizismen bereits stark in der Alltagssprache verankert und kaum mehr weg zu denken. &lt;br /&gt;
Negative Konsequenzen sind dahingegen, dass Anglizismen zu Verständnisproblemen in der Kommunikation zwischen den jüngeren und den älteren Generationen kommen kann, da einige Anglizismen der älteren Generation nicht bekannt sind und sie so die Bedeutung dieser nicht kennen, wobei jedoch einige Anglizismen stark in der Jugendsprache verankert sind, sodass es schließlich zu Kommunikationsproblemen kommen kann. Außerdem wird von Kritikern des Anglizismus auch thematisiert, dass dadurch ein Sprachverlust stattfindet, da einige Begriffe, die durch Anglizismen ersetzt wurden, nicht gebraucht werden oder sogar in Vergessenheit geraten. Außerdem wird nicht mehr komplett Deutsch gesprochen sondern auch immer Englisch, da viele Wörter durch Anglizismen ersetzt wurden, was schließlich auch dazu führt, dass sich die englische und deutsche Kultur in geringen Maßen vermischen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend ist zu sagen, dass die Hauptursachen der Anglizismen das Englische als Weltsprache, die Globalisierung und die digitalen Medien sind. Konsequenzen sind dabei sowohl die Erleichterung des Erlernen der englischen Sprache sind als auch Kommunikations- und Verständnisprobleme der älteren Generation, die diese Anglizismen nicht in ihrem Wortschatz besitzen und dementsprechend auch nicht verwendet und auch der Sprachverlust der dadurch stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nina H. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 1: '''&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um einen Auszug des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde. Thematisiert werden die möglichen Konsequenzen der Sprache in sozialen Netzwerken in Bezug auf den Sprachgebrauch in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Sachtextes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ deutet die Auswirkungen der verwendeten Sprache in sozialen Netzwerken auf die in Schulen angewendete Sprache an. Dabei wird besonders deutlich, dass bestimmte Bereiche der Sprache in der Kommunikation in sozialen Netzwerken sowie darauf folgend auch in der Schule nicht mehr beachtet werden. An dieser Stelle sind neben der Verwendung von Anglizismen, wie „dad“ (ebd.) und Interjektionen wie „booaaa“ (ebd.) auch die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung zu nennen. Bei der Rechtschreibung ist außerdem besonders die inkorrekte Groß- und Kleinschreibung auffällig, was am Beispiel des Titels an dem Substantiv „schule“ (ebd.) deutlich zu erkennen ist. Somit illustriert der Autor das Problem der fehlerhaften Verwendung von Sprache bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken anhand des Titels, wodurch der Leser bereits einen Einblick in die Thematik sowie das Ausmaß der Konsequenzen dieser fehlerhaften und verkürzten Sprache bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin erwähnt Krischke, „[s]imsen“ (Z. 1) mache Schüler zur heutigen Zeit „nicht dumm“ (Z. 1), jedoch sei es auffällig, dass die Texte jener „fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Diese These veranschaulicht, dass der Autor zwar der Meinung ist, dass die Kommunikation im Internet keine negativen Auswirkungen auf die Jugendlichen hat, deren Texte und Ausdrucksweise dennoch einige Fehler aufweisen. Der Wiederspruch beziehungsweise die antithetische Wirkung dieser Aussage, wird besonders durch die adversative Konjunktion „[a]ber“ (Z. 1) hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend stellt Krischke die Frage: „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2). Dies ist ein zur heutigen Zeit weit verbreiteter Gedanke, da viele Menschen behauptet, Jugendliche würden nicht mehr viel lesen. Der Autor dahingegen widerlegt diese Auffassung, indem er auf die zuvor gestellte Frage mit „[v]on wegen“ (Z. 2) antwortet. Er ist demnach der Meinung, dass Kinder heute deutlich mehr lesen, als die meisten Leute glauben. Dies bestärkt er darauffolgend mit seiner Behauptung, sie hätten „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f.). Dabei bezieht er sich jedoch nicht auf das Lesen und Schreiben von literarischen Texten, sondern auf jenes in der Internetkommunikation. Im Anschluss daran betont er seine Behauptung durch einige Beispiele aus dem alltäglichen Leben von Jugendlichen. Er geht dabei auf das Eintippen von „Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertasten“  (Z. 3 f.) sowie das Verbringen von „Stunden“ (Z. 4) im Internet ein. Sowohl der Ausdruck „Millionen von Wörtern“ (ebd.) als auch das Substantiv „Stunden“ (ebd.) stellen Hyperbeln dar, wodurch der Autor seine These, dass sie viel schreiben und lesen, belegt. Dies geschieht seinen Beispielen nach jedoch nur im Internet und nicht in beispielsweise Büchern, woraus seiner Meinung nach resultiert, dass bei „Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude“ (Z. 6 f.) aufkommt. Der Grund dafür sei, dass das Schreiben im Internet lediglich als „Plaudermedium“ (Z. 8) diene. Dadurch wird besonders betont, dass das Schreiben im Internet nicht unter einem gewissen Druck steht, sich richtig auszudrücken und deshalb nicht die Notwendigkeit entsteht, die korrekte Grammatik sowie Rechtschreibung zu verwenden, da es bei dem erwähnten Plaudern lediglich um eine normale Unterhaltung geht, die keine Nutzung von gehobener Sprache erfordert. Durch dieses einfache Unterhalten ohne jegliche Beachtung grammatikalischer Regeln entsteht letztlich eine solch fehlerhafte Sprache wie in der Überschrift. Aufgrund dessen erläutert Krischke, die Ausdrucksweise der Jugendlichen beim Schreiben sei „Lichtjahre“ (Z. 9) von den „Normen der Hochsprache“ (Z. 8) entfernt. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass die Kommunikation der Jugendlichen im Internet in einem starken Kontrast zum Hochdeutsch steht, was durch das zuvor aufgegriffene „Plaudermedium“ (ebd.) entsteht. Die Metapher „Lichtjahre“ (ebd.) bringt dabei hyperbolisch das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise der Jugendlichen zum Ausdruck und betont somit die Behauptung des Autors. Schließlich greift er erneut das Beispiel aus der Überschrift auf, um seine These zu untermauern. Im Anschluss daran erklärt er, die Schreibweise der Jugendlichen lasse „Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11 f.). Durch diese Aussage wird erneut das Ausmaß der fehlerhaften Grammatik sowie der Abkürzungen in den Texten der Schüler hervorgehoben. Anschließend stellt er die Frage, ob Jugendliche, welche sich in solchen „sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen“ (Z. 12 ff.) können. Dies bezieht sich erneut auf die Fehlerhaftigkeit ihrer Texte (vgl. Z. 1) sowie die Auswirkungen der Schreibweise in der Kommunikation im Internet auf jene in der Schule oder im Beruf. Somit geht der Autor auf eine mögliche Konsequenz der Ausdrucksweise der Jugendlichen im Internet ein. Die Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd.) akzentuiert dabei das Ausmaß der fehlerhaften Ausdrucksweise, welches sich in deren Textnachrichten im Internet und möglicherweise auch in ihren Texten in der Schule zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran erwähnt er die Germanistik-Professorin Christa Dürscheid, welche sich diesem Thema genauer gewidmet habe, indem sie „Deutschaufsätze“ (Z. 17) von „Schülern aller Schulformen“ (Z. 17 f.) in Hinblick auf die Veränderung dieser durch die Schreibweise in deren Kommunikation in sozialen Netzwerken untersucht habe. Aufgrund dessen habe sie sich auch mit den Texten beschäftigt, die jene Schüler in „sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 21). Daraufhin habe sie jene unter der besonderen Berücksichtigung der Faktoren „Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik“ (Z. 22) sowie dem „Wortschatz, […] Stil und […] Aufbau der Texte“ (Z. 23) verglichen. Durch dieses Beispiel unterstützt er seine These, indem er auf jene Professorin mit Fachkenntnissen zu diesem Thema verweist. Besonders die detailreiche Erläuterung des Experiments hebt die Seriosität sowie die Glaubhaftigkeit des Textes hervor. Schließlich nennt er auch das Ergebnis dieses Experiments, bei dem sich ergeben habe, dass die „sprachlichen Eigenschaften der Netzkommunikation“ (Z. 24 f.) kaum auffällige Auswirkungen auf die Schultexte der Jugendlichen haben würden. Dadurch wird vor Augen geführt, dass bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken zwar keine Rücksicht auf korrekte Grammatik und andere Aspekte genommen wird, dies sich jedoch nicht auf die schulische Leistung der Schüler auswirkt. Zudem lässt sich dies auf die zu Beginn erwähnte These Krischkes beziehen, da er dort schon erwähnt, dass die Schüler „nicht dumm“ (ebd.) und ihre Texte dennoch „fehlerhafter“ (ebd.) seien. Dem fügt er hinzu, dies gelte für Schüler aller Schulformen und nicht beispielsweise nur für Gymnasiasten (vgl. Z. 26). Im Anschluss daran greift er ein Zitat der Christa Dürscheids auf, um seine Aussagen zu untermauern. In jenem erläutert sie, dass Jugendliche „´die Schreibwelten durchaus trennen´“ (Z. 27) könnten und, dass sie wissen würden, dass „´in der Schule und formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden´“ (Z. 27 ff.). Dieses Zitat stuft die „Sprechschreibe“ (Z. 9) der Jugendlichen ebenfalls von der „formellen Kommunikation“ (ebd.) ab und hebt dabei besonders den Unterschied zwischen den grammatikalischen Regeln bei jenen hervor. Gleichzeitig betont es jedoch, dass die fehlerhafte Verwendung der Grammatik in der Kommunikation in sozialen Netzwerken keine Konsequenzen für die schulische Leistung und die literarischen Texte der Schüler habe, da sie in der Lage seien diese unterschiedlichen Formen des Schreibens voneinander zu differenzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin entkräftet Krischke die vorherige Aussage jedoch, indem er behauptet, die Schultexte der Jugendlichen seien unabhängig von der Sprechschreibe jener in sozialen Netzwerken dennoch „alles andere als fehlerfrei“ (Z. 33). Dem fügt er hinzu, diese würden insbesondere in der „Rechtschreibung und Zeichensetzung […] deutliche Defizite“ (Z. 33 f.) aufweisen. Dies bringt zum Ausdruck, dass der Autor davon überzeugt ist, dass die Schultexte der Jugendlichen vermehrt Fehler aufweisen, auch wenn dies für ihn nicht unbedingt in einem Zusammenhang mit deren Ausdrucksweise und Grammatik, beziehungsweise Rechtschreibung steht. Dies wird besonders durch das Substantiv „Defizite“ (ebd.) untermauert, da dadurch bereits angedeutet wird, dass er von der Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen ausgeht. Die Tatsache, dass diese Fehler überwiegend mit der Rechtschreibung und Zeichensetzung zusammenhängen ist dadurch zu begründen, dass die Jugendlichen jene bei der Kommunikation im Internet nicht oder kaum berücksichtigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich erwähnt der Autor eine mögliche Ursache für die Fehlerhaftigkeit der Schultexte der Jugendlichen, indem er darauf eingeht, dass die Lehrer Schüler in den siebziger Jahren zum „freien, spontanen Schreiben“ (Z. 36) bewegt hätten, aus welchem sich daraufhin die Fehler eingeschlichen hätten. Zudem hebt er hervor, dies habe besonders Auswirkungen auf die „Orthografie“ (Z. 38) sowie die Bedeutung der „[f]ormale[n] Korrektheit“ (Z. 28) gehabt. Dies bezieht sich darauf, dass die Jugendlichen beim freien Schreiben nicht berücksichtigen, ob sie etwas richtig schreiben oder wie sie es schreiben. Dabei geht es wie bereits zu Beginn vom Autor erwähnt lediglich um das Schreiben als „Plaudermedium“ (ebd.) und bei jenem sind die zuvor genannten Aspekte des Schreibens nicht relevant. Letztlich bezeichnet der diese inkorrekten Texte als „bildungsbürgerliche Schikane“ (Z. 39), was zum Ausdruck bringt, dass die Auswirkungen des fehlerhaften Schreibens besonders Konsequenzen für jene Menschen haben, die diese Fehler nicht machen, beispielsweise die schon genannten „Freunde des Dudens und ganzer Sätze“ (ebd.), nicht aber für die Jugendlichen selbst, da sie es möglicherweise nicht einmal bemerken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke nicht der Meinung ist, dass die Fehlerhaftigkeit von Schultexten ausschließlich mit der inkorrekten Ausdrucksweise der Jugendlichen in der Kommunikation in sozialen Netzwerken zusammenhängt. Dennoch ist er davon überzeugt, dass in jenen Texten der Schüler vermehrt Fehler enthalten sind. Des Weiteren unterstützt er seine Behauptungen anhand von Zitaten und Beispielen sowie Metaphern und Hyperbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Aufgabe 2: '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen haben zur heutigen Zeit einen großen Einfluss auf die deutsche Sprache. Aufgrund dessen bringen sie auch einige Konsequenzen mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Anglizismen handelt es sich um Übertragungen von Wortbildungen oder Redewendungen aus dem Englischen in eine andere Sprache. In der deutschen Sprache treten diese zur heutigen Zeit nahezu überall auf und werden besonders von Jugendlichen verwendet. Aber auch in der Wirtschaft sind Anglizismen häufig festzustellen. Dies resultiert hauptsächlich aus der Globalisierung, da die Kommunikation mit anderen Ländern überwiegend auf Englisch stattfindet. Der Grund dafür ist, dass Englisch die Welt- und Verkehrssprache (Lingua franca) ist und somit die weltweite Kommunikation dominiert. Zudem wird aufgrund dessen die englische Sprache in den meisten Ländern als erste Fremdsprache erlernt und wird somit bereits bei Kindern und Jugendlichen in deren Wortschatz integriert. Eine weitere Ursache für die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist der Einfluss durch die Medien und generell die Kommunikation im digitalen Raum. In sozialen Netzwerken ist das Verwenden und Verstehen der englischen Sprache nahezu unumgänglich, da Jugendliche im Internet täglich mit englischen Videos, Filmen und Werbungen konfrontiert werden. Auch das Hören von englischer Musik gehört für die meisten Jugendlichen zum Alltag. Durch diese Gründe werden englische Wörter von den Jugendlichen übernommen und in ihrer Sprache gefestigt. Dies führt dazu, dass besonders die Jugendsprache von Anglizismen geprägt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Anglizismen hat einige Auswirkungen auf die deutsche Sprache. Dabei gibt es neben den negativen Auswirkungen auch Vorteile, die Anglizismen mit sich bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine positive Auswirkung von Anglizismen ist, dass sie Wortlücken in der deutschen Sprache schließen können, wenn es in jener kein Wort für etwas gibt. Dadurch kann die Kommunikation erleichtert werden. Ein Beispiel dafür ist der Anglizismus „online“, welcher besonders im Alltag von Jugendlichen eine wichtige Rolle spielt und von jenen täglich genutzt wird, weshalb er fest in ihrem Wortschatz verankert ist. Zudem kann das Erlernen des Englischen als Fremdsprache durch die Verwendung von Anglizismen im Alltag erleichtert werden. Dies liegt daran, dass einige Begriffe bereits in dem Wortschatz des Lernenden vorhanden sind und dadurch nicht neu erlernt werden müssen.&lt;br /&gt;
Eine der negativen Auswirkungen der Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist, dass sowohl in der Jugendsprache als auch generell in der Alltagssprache Begriffe in die deutsche Sprache einfließen und in jener aufgenommen werden. Dies führt letztlich zum Sprachwandel, da viele Begriffe aus dem Englischen übernommen werden, obwohl es ein deutsches Wort dafür gibt. Dies resultiert meist daraus, dass der englische Begriff kürzer ist und etwas gleichzeitig treffender beschreibt. Dies kann jedoch auch zu einem Sprachverlustführen, da jene deutschen Wörter dadurch nicht mehr verwendet werden und somit im deutschen Wortschatz durch das englische Wort ersetzt werden. Des Weiteren werden die Anglizismen überwiegend von jungen Menschen verwendet, während ältere Menschen noch die deutsche Bezeichnung nutzen oder ein Wort, wie beispielsweise „online“ generell nicht verstehen. Dadurch wird die Kommunikation zwischen jungen und alten Menschen erschwert, da die Älteren die Anglizismen nicht nachvollziehen können. Aufgrund dessen können Anglizismen in der deutschen Sprache auch zu Problemen bei der Kommunikation führen, da die unterschiedlichen Generationen einen anderen Wortschatz besitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwendung von Anglizismen in der deutschen Sprache einige Konsequenzen, wie den Sprachverlust oder Kommunikationsschwierigkeiten zwischen verschiedenen Generationen mit sich bringt. Auf der anderen Seite können Anglizismen das Erlernen der englischen Sprache erleichtern und somit die Kommunikation zwischen verschiedenen Ländern erleichtern, was aufgrund der Globalisierung von großer Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alina ==&lt;br /&gt;
'''1. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“ wurde von Wolfgang Kirschke verfasst, 2011 veröffentlicht und thematisiert den Verlust von grammatischen Regeln und Strukturen im Bezug auf die heutige Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit der Überschrift „Schreiben in der Schule- booaaa mein dad voll eklich wg schule“(Z. 0) verweist schon auf einige strukturelle und grammatikalische Fehler hin. Beispielsweise die Groß- und Kleinschreibung im Wort „schule“ (ebd.), „booaaa“ (ebd.), „dad“ (ebd.). Zudem die Verwendung von Anglizismen wie „dad“ (ebd.), welche darauf hin weist, dass die englische Sprache in der deutschen Sprache, besonders in der Jugendsprache, von Bedeutung ist. Abkürzungen wie „wg“ (ebd.) sind ebenfalls geläufig und zeigen, dass die Relevanz Wörter auszuschreiben deutlich abnimmt und zur Routine wird. Der Ausdruck „booaaa“ (ebd.), welcher als Interjektion zu bezeichnen ist, verweist deutlich auf die Empfindung der jeweiligen Person und wird ebenfalls sehr oft in der Jugendsprache verwendet. Daraufhin folgt eine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) , welche antithetisch zu betrachten ist, da im ersten Teil der These behauptet wird, das dass Schreiben unter Schülern nicht dumm macht (vgl. Z. 1), jedoch darauf folgend gesagt wird, dass ihre Texte die sie schreiben, heutzutage viel fehlerhafter sind wie damals. Die zweite Behauptung lässt sich zudem im Bezug auf die Überschrift deutlich bestätigen. Zudem verweist der zweiter Teil der These darauf hin, dass der Verlust von grammatikalischen Regeln immer mehr wird und zu verschiedenen Problemen führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext wird durch die rhetorische Frage „Kinder lesen zu wenig? Von wegen“ (Z. 2) eingeleitet und verweist die Leserschaft direkt darauf, dass diese Aussage nicht stimmen kann, welche mit der darauffolgenden Aussage „Von wegen“ (ebd.) entkräftet wird. Zudem wird die Aussage mit „[w]ohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2f.) verdeutlicht und unterstützt somit die rhetorische Frage ebenfalls. Die Aussage „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS- Nachrichten, Chat- Sprüchen, E- Mails und Internet- Infos“  (Z. 3ff.)  sind Beweise dafür, dass sie sich viel mit der deutschen Sprache und Kommunikationsnetzwerken auseinandersetzen. Der Beweis dafür, dass nicht jeder der Meinung ist, dass das viele Kommunizieren und Schreiben in den Medien von Vorteil ist, zeigt sich durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und „kommt bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude auf“ (Z. 6f.). Diese Aussage wird daraufhin dadurch untermauert, dass „Simsern, Chattern und Twitterern […] die Schrift vor allem als Plaudermedium [dient] (Z. 7f.). Die Akkumulation „Simsern, Chattern, Twitterern“ sind zudem Neologismen, aber im Bereich der Jugendkommunikation gängige Begriffe. Der Neologismus „Plaudermedium“ (ebd.) zeigt, dass die Art und Weise, wie miteinander geschrieben wird interessant ist und zu Diskussionen untereinander führt, welche das Wortspektrum der Jugendlichen erweitert. Das Kommunizieren unter Jugendlichen zeigt eine deutliche Problematik, welche im Folgenden anhand von „den Normen der Hochsprache ist ihre Sprechschreibe Lichtjahre entfernt“ (Z. 8f.) einleuchtend wird. Damit sagt der Autor aus, dass die Jugend so wie sie spreche auch schreiben würde und das diese Art von Kommunikation weit von der deutschen Sprache entfernt ist, was auf ein Problem heutzutage hinweist. Der Autor nennt Beispiele wie „booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]“ (Z. 9f.), welche er als „Gebilde“ (Z. 9) bezeichnet und somit auf den Verlust von grammatikalischer Korrektheit hinweist. Die genannten Beispiele sind typisch für die heutige Schreibweise der Jugendlichen, in der deutlich wird, dass Regeln wie Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung, Abkürzungen, Anglizismen und Neologismen von Routine sind und die deutsche Sprache somit in den Hintergrund stellen. Zudem weist der Autor darauf hin, dass „Freunde des Dudens  und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 11f.)  Diese Aussage zeigt negative Kritik im Bezug zum Wortschatz und der deutschen Sprache. Immer mehr Menschen widmen sich der fehlerhaften Schreibweise.&lt;br /&gt;
Auf diese Problematik aufbauend stellt der Autor eine Frage „Können Jugendliche, die sich in diesem sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12ff.). Die Akkumulation in der Frage ist direkt auffallend und beweist, dass sich mit der Zeit immer mehr Probleme und Fragen aufgebaut haben. Viele wichtige Schreibformate, welche im Leben oft sehr wichtig sind, um sich zum Beispiel zu bewerben oder eine gute Klausur zu schreiben werden nicht mehr wirklich ernst genommen, sondern eher vernachlässigt. Die Erkenntnis von mangelnder Grammatik wird anhand von „Trümmerlandschaften“ (Z. 13f.) deutlich.  Wolfgang Krischke erwähnt zur Beantwortung auf die Frage eine „Germanistik- Professorin Christa Dürscheid  von der Universität Zürich“ (Z. 16). Aufgrund das der Autor eine Professorin in seinem Text benennt, wird deutlich, dass sich auch Wissenschaft mit den immer steigenden Problemen der deutschen Sprache im Bezug auf die Jugend verschlechtert und zu massiven Problemen führt, weshalb sie „Mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht [hat], verfasst von 16- bis 18- jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich“ (Z. 16ff.). Allein die Information das sie eine hohe Anzahl an Aufsätzen aus unterschiedlichen Schulformen gelesen und untersucht hat, zeigt das sich deutliche Unterschiede in der Sprache und Grammatik zeigen und notwendig sind zu erforschen. Das Alter zwischen 16 und 18 Jahren, zeigt zudem auch deutliche Unterschiede in der Art und Weise wie ein Text verfasst wird und welche verschiedenen Anglizismen oder Neologismen verwendet werden. „Zum Vergleich zog die Sprachwissenschaftlerin über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Mitteilungen in sozialen Netzwerken geschrieben hatten“ (Z. 18ff.) und „[d]abei interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21ff.). damit verweist der Autor ebenfalls nochmal auf den breitgefächerten Raum von Struktur und Ordnung der Texte und das sich nicht nur Germanisten sondern auch Linguisten mit der Veränderung der deutschen Sprache beschäftigen. Das Forschen der Texte zeigt folgendes Ergebniss: „ In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z. 24ff.). Durch dieses Ergebnis belegt der Autor seine oben genannte These, dass Simsen Schüler nicht dumm macht (vgl. Z. 1) und bestätigt diese damit. Zudem bestätigt der Autor, dass die Art und Weise des Schreibens innerhalb der Kommunikationsnetzwerke ebenfalls keine Auswirkungen auf Berufsschüler und Gymnasiasten habe(vgl. Z. 26). Darauf aufbauend sagt Wolfgang Kirschke „Die Schüler können die Scheibwelten durchaus trennen“ (Z. 26f.). Die These die der Autor aufstellt unterstützt repetierend deine Aussage, dass Simsen Schüler nicht dumm macht und ihre Freizeit von schulischen Aktivitäten unterscheiden können. „‘Sie wissen das in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden‘ , sagt Christa Dürscheid“ (Z. 27ff.) und bestätigt somit die Meinung des Autors. Aufgrund ihrer Erkenntnis, dass Schüler fähig sind, schulisches und formelles von ihrer Freizeit trenne zu können, „liefert die Zürcher Studie“ (Z. 30f.), dass Deutschlehrer sich trotzdem nicht entspannt zurücklehnen können (vgl. Z. 30). „Denn auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet-die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 31ff.) und bestätigt damit den zweiten Teil der obigen genannten These, dass ihre Texte heute fehlerhafter sind als früher (ebd.). Anhand dessen wird deutlich, dass die Texte viele Fehler beinhalten und der Ausdruck „alles andere als fehlerfrei“ (ebd.) zeigt deutlich die Vielzahl an Fehlern.  Diese Fehler würden „[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung[...] deutliche Defizite [aufweisen]“ (Z. 33f.).Der Ursprung, dass sich die Sprache der Jugend verändert hat, „begann in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35f.). Daran wird deutlich, dass in der damaligen Zeit nicht viel Wert auf die Qualität der Sprache gelegt wurde und bestätigt somit auch wieder seine erste These, dass die digitale Kommunikation keinen Einfluss auf die Sprache in Schultexten habe. Diese Art von Entwicklung bezeichnet Kirschke als „begrüßenswerte[n] Trend“ (Z. 36f.), klingt danach, dass der Autor dieses Verfahren als positiv bewertet, die adversative Konjunktion „jedoch“ (Z. 37) einen Einwand einleitet der zeigt, dass dieser Trend „auf Kosten ‚harter‘ Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37f.) ginge. Diese Problematik zeigt sich deutlich in der Überschrift des Sachtextes, in der die Rechtschreibung vernachlässigt wurde und somit die Anzahl an fehlerhaften Texten in der Schule. Daraus lässt sich wie Wolfgang Kirschke erklärt zeigen, das „formale Korrektheit“ (Z.38) an Bedeutung verlor, „zeitweise gar nicht in den Verdacht“ (Z. 38f.) geriet, „bürgerliche Schikane zu sein“ (Z.39). Der Substantiv „Schikane“ (ebd.) ist von besonderer Bedeutung, weil damit nochmal das Problem, dass das Kommunizieren auf Netzwerken oder in der Freizeit, beispielsweise orthografische Mängel sich auf die schulischen Texte übertragen und somit die Fehler Quote steigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Sachtext die Probleme und Veränderungen der deutschen Sprache bezogen auf die Jugend sehr gut darstellt, aufgrund das viele Neologismen benutzt werden, um die Problematik in den Vordergrund zu stellen. Zudem ist auch die Unterscheidung zwischen früher und heute in der Schule klar dargestellt, was dazu beiträgt, dass das fehlerhafte Schreiben nicht nur von heute, sondern auch den Prinzipien von früher geschuldet ist.  Auch wird die erste These die Wolfgang Kirschke in seinem Text erwähnt fortlaufend im Text unterstützt und begründet. Akkumulationen, Neologismen, adversative Konjunktionen tragen zum Verständnis des Textes bei und bereichern die Funktion des Textes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Aufgabe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Ursachen und Konsequenzen des Einflusses von Anglizismen auf die Deutsche Sprache erläutert:&lt;br /&gt;
Unter Anglizismen versteht man Wörter aus der englischen Sprache, die in eine anderen Sprachen, besonders in der deutschen Sprache, eingeflossen sind. Zum Beispiel „Influencer“; „Fake News“; „Dad“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage ist die Nutzung von Anglizismen ein gängiger Prozess geworden und die englische Sprache ist Teil der deutschen Sprache geworden. Worin die Ursache liegt , ist zum einen der Prozess der Globalisierung und die Verbreitung von amerikanischen Rohstoffen oder Produkten in Europa und vor allem Deutschland. In Amerika gibt es andere Bezeichnungen für zum Beispiel: Musik, Medien, Essen usw. Durch den Prozess der Globalisierung kommunizieren wir Menschen überall in der Welt miteinander und lernen neue Sprachen und Wörter kennen. Somit bürgern sich bestimmte Wörter in den Wortschatz der deutschen Sprache ein. Zudem ist Englisch die gängigste Sprache mit der weltweit kommuniziert wird. Zudem ist die Verwendung von Anglizismen in der Wissenschaft auch ein gängiger Prozess, weshalb wir Menschen automatisch eine Sprachveränderung hinnehmen. Das Benutzen von englischen Wörter in unserer Sprache führt jedoch auch dazu, dass sie verflacht und an Bedeutung verliert. Zudem hat die Verwendung massive Auswirkungen auf korrekte und komplexe Grammatik und Orthografie des Deutschen. Diese Problematik ließ sich im Sachtext von Wolfgang Krischke „Schreiben in der Schule- booaa mein dad voll eklich wg schule“ erkennen und ist besonders bei Jugendlichen der Fall. Sie chatten den ganzen Tag auf Plattformen wie Snapchat, Instagram oder Twitter und achten dabei gar nicht mehr auf die Korrektheit der Grammatik. Jeder individualisiert sich seine eigene Sprache, wodurch die deutsche Sprache auch an Wichtigkeit verliert.   Auch verändert sich unsere Sprache von Tag zu Tag immer mehr, weil wir durch mediale Netzwerke zu jeder Zeit einen Einblick in die Welt von Anderen gewinnen und neue Wörter kennenlernen, die wir dann in unserer Sprache aufnehmen. Es gibt außerdem Meinungen von Menschen die sagen, dass Anglizismen Sprachbarrieren mit sich bringen und somit der Kommunikation  eine Schwierigkeit darstellen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Generationen vor unserer Lebenszeit. Diese sprachen ausschließlich in ihrer Landessprache und kannten keine anderen Sprachen. Die älteren Menschen verstehen daher heute nicht mehr alles was wir sprechen, da wir Anglizismen benutzen und ihnen diese Begriffe nicht bekannt sind. Allgemein ist es ziemlich schwierig die Sprache wieder in ihre Ursprungsform zu setzen, da die weltweite Kommunikation auch aufgrund von Export und Importprozessen immer mehr stattfindet.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Aus diesen ganzen Ergebnissen lässt sich deuten, das der Wandel der Sprache nicht zu stoppen ist und die Fehlerhaftigkeit der deutschen Sprache im Bezug auf Grammatik und Orthografie immer mehr zunehmen wird. Besonders Jugendliche werden mit der Zeit unter der Problematik leiden, da die Nutzung von medialen Kommunikationsnetzwerken immer mehr im früheren Alter erlaubt wird und somit keine Chance mehr besteht, sich mit richtig guter Sprache auseinanderzusetzen. Des Weiteren stellt die englische Sprache die heutige Sprache dar und lässt somit vor allem der deutschen Sprache nicht ihren Raum sich weltweit zu verbreiten und zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgabe 1: ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher im Jahre 2011 erschien und von Wolfgang Krischke verfasst wurde, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisch geht es um den Wandel der deutschen Sprache in der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zu analysierende Textstelle setzt damit ein, dass Krischke seine These „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1) formuliert. Damit sagt er aus, dass Simsen die Schüler zwar nicht dümmer macht, sie allerdings in gewisser Weise zu beeinflussen scheint, da ihre Texte im Gesamten fehlerhafter als früher werden. Nach dieser These formuliert er eine rhetorische Frage, welche er dann im Anschluss direkt beantwortet : „Kinder lesen zu wenig ? Von wegen.“ (Z.2). Damit will er verdeutlichen, dass zwar sehr wahrscheinlich das Lesen von Büchern bei Jugendlichen immer seltener wird, diese allerdings andere Quellen, wie das Internet nutzen und dadurch ebenso lesen lernen. Er behauptet sogar, dass die Jugendlichen „noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben“ (Z.2f.) haben. Dies unterstützt er mit den Beispielen : „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“(Z.3ff.). Laut ihm ist dies allerdings nicht sehr erfreulich, da diese Medien als „Plaudermedium“(Z.8) gelten, also zwar der Kommunikation dienen, dies allerdings nur bei nebensächlichen, bis irrelevanten Dingen. Denn sie sei laut Pädagogen und Ausbildern von der Normen der Hochsprache Lichtjahre entfernt (vgl.Z.6ff.). Dies ist eine Hyperbel, da sie zwar weit entfert sein kann, Lichtjahre allerdings viel zu übertrieben sind. Darauf nennt er Beispiele für die heutigen sprachlichen Fehler einiger Jugendlicher. Ein Beispiel dafür ist der im Titel bereits aufgeführte Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (Z.9f.). Dieser besteht fast überwiegend aus Fehlern. Den Ausdruck „booaaa“ (ebd.) gibt es in der deutschen Sprache nicht, er ist eine Interjektion. Die Bezeichnung „dad“ (ebd.), welche aus dem Englischen kommt und Vater heißt, ist ein Anglizismus und „eklich“ (ebd.) ist ein Rechtschreibfehler, da es eigentlich „eklig“ lauten müsste. Außerdem besteht dieser Satz aus der Abkürzung „wg“ (ebd.), welche die Präposition wegen abkürzt. Zu guter Letzt wird die groß- und Kleinschreibung vernachlässigt, da das Nomen „schule“ (ebd.) einfach klein geschrieben wird. Im Folgenden stellt er eine rhetorische Frage, welche dem Leser den Gedankengang des Autors vor Augen führen soll, und beantwortet diese dann um seinen Standpunkt zu erläutern. Diese lautet : „Können Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen ?“ (Z.12ff.) In dieser rhetorischen Frage steckt außerdem eine Metapher „sprachlichen Trümmerlandschaften“ (ebd.), welche für Schlechte Sprachkenntnisse steht, diese allerdings noch etwas dramatisiert. Laut Krischke verfasste sich eine Germanistik-Professorin genau mit diesem Thema und untersuchte rund 1000 Deutschaufsätze, welche von 16- bis 18- Jährigen Schülern aller Schulformen verfasst wurden und verglich diese mit rund 1100 SMS-Nachrichten, E-Mails und Chats in sozialen Netzwerken und legte dabei besonderen Wert auf Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, Wortschatz und den Stil und den Aufbau der Texte (vgl.Z.15ff.). „Das Ergebnis : In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation  nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen“ (Z.23ff.). Dies lässt darauf schließen, dass das „Simsen, Chatten und Twittern“ (Z.7) keine negative Auswirken auf die „16- bis 18- jährigen Schüler“(Z.17) haben. „Das gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten“(Z.26) laut Krischke und Dürscheid, hat also nichts mit der Bildung der Schüler zu tun und sie „können die Schreibwelten durchaus trennen“(Z.27). „Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden, sagt Christa Dürscheid“(Z.27). Damit verdeutlicht sie erneut, dass Chatten sich nicht negativ auf die Rechtschreibung der Jugendlichen auswirkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in dem zu analysierenden Text den Einfluss des Chattens auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass die Digitalisierung keine Schuld am Verlust von Grammatik und Rechtschreibung hat. Um dies zu bekräftigen, nennt er eine Studie, welche seine Meinung zu diesem Thema widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgabe 2:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maike ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 1)''' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext „Schreiben in der Schule - booaaa mein dad voll eklich wg schule“, von Wolfgang Krischke und veröffentlicht 2011, thematisiert die Veränderung der Sprache, zwischen schulischem und privatem Schreiben und einer Stellungnahme des Autors zu diesem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Teil des Titels „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, liefert dem Leser ein Beispiel, zum Schreiben per SMS oder anderen Internetplattformen. Es wird Umgangssprache genutzt : „booaaa“ , noch dazu werden beim Chatten Anglizismen genutzt, um sich auszudrücken, wie hier der Begriff „dad“ (aus der englischen Sprache, Vater). Zudem kommt, dass nicht auf Rechtschreibung und Groß- und Kleinschreibung geachtet wird, wie die Wörter „eklich“ oder „schule“ zeigen.&lt;br /&gt;
Der Untertitel des Textes „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z.1), wird vom Autor genutzt um eine These aufzustellen. Diese ist jedoch antithetisch, da der Autor zuerst meint, dass „Simsen […] Schüler nicht dumm [macht]“ (Z.1), dann  jedoch durch den Ausdruck „Aber“ (Z.1), eine Gegenthese eingeleitet wird, da Krischke dann meint, die Texte der Jugendlichen, seien heute fehlerhafter als früher (vgl. Z. 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Textes lassen sich vier Sinnabschnitte erkennen. Im ersten Sinnabschnitt (Z. 2-12), stellt der Autor Thesen auf und erläutert diese kurz. Direkt zu Beginn, stellt er eine rhetorische Frage an seine Leser „[ob] Kinder [zu wenig] lesen?“ (Z. 2), welche er im nächsten Satz beantwortet und verneint (vgl. Z. 2). Durch seine kurze Antwort „Von wegen“ (Z.2), wird seine Position direkt klar. Auch mit der Ergänzung „Wohl noch nie haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z.2f.), unterstützt er seine Meinung und auch die Jugendlichen heutzutage, um die es sich ebenfalls, im vorliegenden Sachtext dreht. Sie „tippen [täglich] […] Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z.3ff.). Der Autor schafft dann eine Überleitung ins negative, durch die Konjunktion „trotzdem“ (Z.6). „Bei Pädagogen und Ausbildern [kommt trotzdem] keine rechte Freude auf“ (Z.6f.). Auf diese These folgt direkt eine konkrete Begründung, welche durch „denn“ (Z.7) eingeleitet wird. Es heißt bei den Jugendlichen, welche hier als „Simser[...], Chatter[...] und Twitterer[...]“ (Z.7) bezeichnet werden, diene die Schrift hauptsächlich als Kommunikationsmittel (vgl. Z. 7f.). Zusätzlich wird der Neologismus „Plaudermedium“ (Z.8) verwendet. Von den „Normen der Hochsprache“ (Z.8), sei die Sprache der Jugendlichen, welche im Text als „Sprechschreibe“ (Z.9) bezeichnet wird, Lichtjahre entfernt (vgl .Z. 9f.). Mit „Sprechschreibe“ (ebd.) ist  gemeint, dass die Jugendlichen die verschiedenen Wörter so schreiben, wie sie es hören und verstehen und dass kaum mehr auf Grammatik, Recht- und vor Allem Groß- und Kleinschreibung geachtet wird. Durch die Verwendung von Beispielen wie „booaaa mein dad voll eklisch wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl“ (Z.9f.) wird dem Leser klar gemacht, wie die Jugendlichen in ihrer Freizeit schreiben und wie hoch die Fehler in ihrer Sprache sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sinnabschnitt (Z.12 – 23), beginnt mit einer rhetorischen Frage auf welche im weiteren Verlauf eingegangen wird und so beantwortet wird. Es wird gefragt, ob „Jugendliche, die sich in diesen sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]“ (Z. 12). Die Metapher „sprachliche[...] Trümmerlandschaften“ ist zugleich eine Hyperbel. Sie dramatisiert das Ganze noch mehr. Durch die Erwähnung der „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) wird dem Text eine gewisse Zuverlässigkeit zugeteilt, die den Text professioneller klingen lässt. Sie habe eine Studie durchgeführt, bei der sie sich auf die Rechtschreibung, Interpunktion, Grammatik , den Wortschatz, Stil und Aufbau von Texten, konzentriert haben (vgl. Z.15ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis dieser Studie wird dem Leser im dritten Abschnitt (Z.23-29) mitgeteilt. Laut der Studie, von welcher im letzten Sinnabschnitt die Rede ist, hinterlassen die „sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation [in keinem Bereiche] nennenswerte Spuren in den Schultexten“ (Z.24f.). Durch das Zitat „Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und in der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden“ (Z. 26ff.), von der Expertin Christa Dürscheid, wird die Studie erläutert und belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Sinnabschnitt (Z.29-39) unterscheidet sich allerdings wieder etwas und wird vom Autor genutzt um seine Meinung erneut darzulegen. Es sei dennoch kein Grund für die Lehrer sich zu entspannen (vgl. Z.29f.), wie die Züricher Studie zeige. Die Begründung wird mit „Denn“ (Z. 30) eingeleitet, „auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet - die Schultexte, die die Germanisten untersucht haben, sind alles andere als fehlerfrei“ (Z. 30ff.). Die Metapher „deutliche Defizite“ (Z.34), in der Rechtschreibung, zeigt dass viele Fehler vorhanden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem beschäftigte sich Wolfgang Krischke mit dem Thema Sprachwandel durch elektronische Kommunikation, er stellt auch sehr deutlich seine Meinung dar und bezieht eine Studie mit in seinen Text ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== '''Aufgabe 2)''' === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden, werden die Ursachen des Einflusses von Anglizismen und dessen Folgen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen sind Begriffe, welche aus der englischen Sprache stammen und ins deutsche übernommen werden. Dies kommt heutzutage vermehrt vor, doch woran liegt das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der bedeutendsten Gründe ist eindeutig, die Jugendsprache beziehungsweise die moderne deutsche Sprache. Die Jugendlichen übernehmen immer mehr englische Begriffe oder Ausdrücke in ihren Wortschatz und verwenden diese in der Alltagssprache. Vor allem dadurch, dass englisch eine internationale Sprache ist, welche in der heutigen Zeit in jeder Schule als Hauptfach im Stundenplan steht, werden die Begriffe gelernt und oft übernommen. Besonders aus dem amerikanischen Englisch stammen einige Ausdrücke, welche von Jugendlichen verwendet werden. Durch die Verwendung der Ausdrücke gleicht man sich der Gesellschaft an, es ist „in“ diese Wörter in die Sprache mit einzubeziehen. Die heutige Generation kennt schon viele Anglizismen, dessen sie sich nicht bewusst ist, zum Beispiel „Smartphone“, „Display“, „Computer“, „On-/Offline“ oder auch „Laptop“ sind englische Begriffe mit denen wir groß geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch bringen die Anglizismen auch Konsequenzen mit sich, welche nicht gerade positiv sind. Durch die vermehrte Verwendung von Anglizismen geht ein Teil der deutschen Sprache verloren, da Begriffe wie „Rechner“ oder „Mobiltelefon“ kaum noch verwendet werden, meist nur von älteren Menschen. Die deutsche Sprache geht also auf eine gewisse Art und Weise verloren, somit auch ein Teil der Kultur. Natürlich ist es gut die englische Sprache zu beherrschen, jedoch sollte das Deutsche auch beibehalten werden und sich nicht durch die Englische ersetzen lassen. Sagt man, es sei nicht tragisch ein paar englische Wörter in unsere Sprache zu übernehmen, ist das richtig, jedoch nimmt dies zu und es werden immer mehr Begriffe vom englischen übernommen, was man selbst gar nicht mehr bemerkt, da es zur Gewohnheit wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kann man sagen, dass die Hauptursache für die Verwendung von Anglizismen in der neuen deutschen Sprache liegt und, dass dies mit sich bringt, dass ein Teil unserer Kultur verloren geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sarah ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Aufgabe === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sachtext „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ mit dem Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“, welcher von Wolfgang Krischke verfasst und im Jahre 2011 veröffentlicht wurde, thematisiert den Einfluss digitaler Kommunikationsformen auf das Schreiben und die Sprache der Jugend in der Schule sowie den allgemeinen Sprachverlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich zu Beginn fällt dabei besonders die antithetische, eben bereits genannte Überschrift auf, die die Schule auf indirekte Weise dem Privatleben gegenüberstellt. Während der Teil „Schreiben in der Schule“ eher sachlich formuliert ist, nutzt der Autor im zweiten Teil ein sehr umgangssprachliches Beispiel, in welchem er unter anderem die Interjektion „booaaa“, den Anglizismus „dad“ oder die Abkürzung „wg“ für – wegen -  einbaut. Zudem fallen die fehlerhafte Grammatik und Rechtschreibung auf, die jedoch in heutigen Chats nicht gerade selten aufzufinden sind. Somit stellt Krischke im Satz „booaaa mein dad voll eklich wg schule“, welcher ausdrücken soll, dass eine Person von seinem/ihrem Vater genervt ist, da dieser über die Schule spricht, die Problematik dar, die durch das digitale Chatten entstehen. Diese lässt sich, wie im Beispiel erkennbar, besonders an der Groß- und Kleinschreibung sowie der genutzten Abkürzung wiederfinden.  Daran schließt er in der Unterüberschrift mit der These „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (Z. 1) an, welche Krischke der Überschrift gewissermaßen antithetisch gegenüberstellt, da diese wegen der Fehler eher von einem Intelligenzverlust der Schüler zeugt, wenn diese „simsen“. Eingeleitet durch die adversative Konjunktion „Aber“ (Z. 1) nennt er jedoch daran anschließend eine, die erste Aussage einschränkende These in „Aber ihre Texte sind fehlerhafter als früher“ (Z. 1). Somit macht er doch deutlich, dass ein Qualitätsverlust der Sprache bei Schülern vorhanden sei. Darin akzentuiert er besonders den Vergleich zu „früher“ (ebd. ), welcher gewissermaßen die Digitalisierung als Grund in den Fokus nimmt, da diese in früheren Jahren wesentlich geringer ausgeprägt war und erst in den neueren Jahren immer größer und weiterentwickelter wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Text beginnt er mit der Frage „Kinder lesen zu wenig?“ (Z. 2), welcher er gleich im Anschluss mit den Worten „Von wegen“ (Z. 2) entkräftet. Diese Aussage erläutert er dann im Folgesatz, indem er behauptet „Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute“ (Z. 2 f. ). In diesem kommt besonders der Vergleich zu früher zum Ausdruck, der bezogen auf die Unterüberschrift darstellt, dass in Abhängigkeit von mehr Lesen und Schreiben auch mehr Fehler in der heutigen Welt gemacht würden. Auch wenn er sich in diesem Aspekt nur auf das Lesen bezieht, lässt sich durch den Kontext der medialen Kommunikation auch das Schreiben mit einbeziehen. Eben dieses spricht Krischke auch im folgenden Satz „Täglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihre Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internet-Infos“ (Z. 3 ff. ) an. Hier vereint er die Aspekte des Lesens und Schreibens miteinander und arbeitet dabei besonders die Zunahme der Nutzung, was in Worten wie „täglich“ (ebd. ), „Millionen“ (ebd. ) oder auch der Akkumulation von möglichen Nachrichtenformaten deutlich wird, heraus. Dabei spricht der Autor also besonders die große Reichweite an, die Handys und Computer in der heutigen Welt haben. Was der Autor hier jedoch noch als positiv darstellt, „kommt bei Pädagogen und Ausbildern“ (Z. 6 f. ) nicht gut an. Diese Gegensätzlichkeit von der Positivität des vielen Lesens und dem negativen Meinungsbild von Experten drückt Krischke durch die adversative Konjunktion „Trotzdem“ (Z. 6) und eine eher ironische Gesamtsprache, die hier im Ausdruck „kommt […] keine rechte Freude auf“ (Z. 6 f. ) deutlich wird, aus. Diese These erläutert er im Anschluss genauer. Somit sähen Pädagogen diese Art von Schreiben als eher negativ, „Denn Simsern, Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium“ (Z. 7 f. ), also als Kommunikationsmittel. In Anbetracht dessen lässt sich die Kritik auf den Nachlass der direkten Kommunikation beziehen. Im Ausdruck „Plaudermedium“ (ebd. ) wird jedoch, wie in der allgemein ironischen Sprache, zugleich die eher kritische Sichtweise des Autors ausdrücklich. In diesem Sinne sei die Chatsprache auch „Von den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt“ (Z. 8 f. ). In diesem sehr hyperbolischen und metaphorischen Ausdruck geht der Autor wiederholend auf die Problematik der Textnachrichten ein, welche laut ihm im Verlust der Grammatik läge. In diesem Zusammenhang nennt er dann die Beispiele „`booaaa mein dad voll eklich wg schule -stöhn* haste mo zeit? Hdgdl (= hab dich ganz doll lieb)`“ (Z. 9 f. ), in welchen er zum einen die Überschrift erneut aufgreift, aber auch zwei weitere Beispiele nennt, die die Problematik des Sprachverlusts noch einmal stärker zum Ausdruck bringen und in diesem Sinne konkret zeigen, wie die heutige Jugend miteinander kommuniziere. Eben diese Formulierung in Textnachrichten „lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze immer noch zusammenzucken“ (Z. 11 f. ), wodurch Krischke die in den Nachrichten oftmals verwendete umgangssprachliche und verknappte Form des Schreibens noch einmal akzentuiert. Jedoch wird nicht nur diese, sondern auch noch einmal die Kritik gewissermaßen deutlich, wodurch er eine Brücke zwischen Erläuterung der Situation und der Meinung einiger schlägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er die Problematik im ersten Abschnitt (Z. 2-12) bezogen auf das digitale Schreiben zu Kommunikationszwecken dargestellt hat, geht er im zweiten Sinnabschnitt (Z. 12- 29) auf den Einfluss dieses fehlerhaften Schreibens auf essentielle Schul- und Bewerbungstexte ein. Erneut beginnt er seinen Abschnitt mit einer Frage, mit der er den Leser langsam in die Thematik führt. Durch seine verwendete Struktur, die im jeweiligen Abschnitt immer in einer ausdifferenzierten Beantwortung der anfänglichen Frage mündet, wirkt es, als würde er dem Leser seine Fragen in gewisser Weise vorwegnehmen und ihm allgemein etwas vermitteln, das entscheident zu wissen sei. So beginnt er den zweiten Abschnitt also mit der Frage „Können Jugendliche, die sich in sprachlichen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen?“ (Z. 12 ff. ). In dieser wird erneut seine kritische Sicht auf die Sprache der Jugend deutlich, indem er diese anhand der Metapher „Trümmerlandschaften“ (ebd. ) wertend verbildlicht. Zudem beinhalten die Adjektive „lesbar[…], präzise[…], angemessen“ (ebd. ) einen etwas wertenden Akzent, da den Jugendlichen hierbei gewissermaßen unterstellt wird, dass diese undeutlich, verknappt und umgangssprachlich schrieben.  In diesen Worten bleibt jedoch stets ein wenig offen, ob er oder der Großteil der Gesellschaft der Sache  kritisch gegenübersteht, da seine ironische Sprache teils eher von einem gesellschaftskritischem Gedanken zeugt. Dies zeigt sich auch in den folgenden Sätzen, in welchen Krischke für die Jugend argumentiert und sich diesbezüglich die „Germanistik-Professorin Christa Dürscheid“ (Z. 15) als Expertin zu Nutzen macht, um die Antwort auf die Frage zu belegen. Diese habe nämlich „mit ihrem Team […] fast 1000 Deutschaufsätze untersucht, verfasst von 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich. Zum Vergleich zog [sie] […] über 1100 Texte heran, die dieselben Jugendlichen in ihrer Freizeit […] geschrieben hatten“ (Z. 16). Hier  stellt der Autor also die Studie im Allgemeinen vor, unterstreicht dabei besonders den vorgenommenen Vergleich von Schul- und Freizeittexten und unterstreicht die Ausbreitung der Textnachrichten durch die akkumulierende Darstellung einiger Textmedien. Im Vergleich der beiden Textformen „interessierten sich die Linguisten nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte“ (Z. 21 ff. ). Diese akkumulierende Aussage deutet darauf hin, dass nicht alleine die sprachliche Korrektheit, sondern auch das Gesamtbild von Bedeutung sei. Somit sei auch im eben benannten zweiten Bereich eine Veränderung vermutet worden, welche sich auf die verkürzte sowie umgangssprachliche Schreibweise rückführen lässt. Jedoch spiegele das Ergebnis nicht das Erwartete wieder, was in Krischkes Ausdrucksweise sowie anhand seiner vorherig dargestellten Meinungsbilder deutlich wird. „In keinem dieser Bereiche haben die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Texten hinterlassen“ (Z. 24 ff. ), somit sei die Digitalisierung im Bereich der Kommunikation keine Problematik. Da Krischke jedoch nur von „nennenswerte[n] Spuren“ (ebd. ) spricht, lässt sich darauf schließen, dass es eine Veränderung gebe, diese aber eher geringfügig ausfällt, weshalb er sie wertender weise als nicht nennenswert ansieht. Um die Ergebnisse daran anschließend etwas genauer darzustellen, bezieht er sich zuerst auf die betroffene Gruppe aus „Berufsschüler [und] Gymnasiasten“ (Z. 26). Wobei hier auffällt, dass Krischke Real- und Hauptschüler aus seiner Argumentation ausschließt, weshalb ungeklärt bleibt, ob bei diesen auch keine Veränderung sichtbar wird. Die Berufsschüler und Gymnasiasten jedoch „`können die Schreibwelten durchaus trennen`“ (Z. 27), wie Krischke Dürscheid hier zur Darstellung seiner These über den geringen Einfluss digitaler Kommunikation zitiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Sinnabschnitt (Z. 29-39) distanziert Krischke sich jedoch etwas von der, im vorherigen Abschnitt vertretenen Meinung und verknüpft so die positiven mit den negativen Einflüssen und Veränderungen in Sprache und Schrift, die er in Abschnitt eins und zwei herausgearbeitet hat. Dies tut er auf eine eher appellierende Weise, während er wie auch im obigen Text einen hypotaktischen Satzbau verwendet, der ihm erlaubt, ins Detail zu gehen. Seinen Appell beginnt er mit der Aussage „Grund für die Deutschlehrer, sich entspannt zurückzulehnen, liefert die Zürcher Studie trotzdem nicht“ (Z. 29 ff. ). Somit sei die Sprachförderung der Jugend laut Krischke heutzutage notwendig, sodass die Studie zwar zeige, dass die Verschlechterung kaum an der Digitalisierung läge, aber dennoch bestände. Hier betrachtet er die Studie daher etwas kritisch und stimmt dieser zwar zu, differenziert das Ergebnis dieser jedoch noch einmal indirekt weiter aus. Eben dies drückt er auch im folgenden aus (vgl. Z. 31 f. ) und akzentuiert dabei besonders, dass „die Schultexte […] alles andere als fehlerfrei“ (Z. 32 f. ) seien. Eben diese Fehler fänden sich dabei häufig in „Rechtschreibung und Zeichensetzung“ ( Z. 33 f. ), also den Formalitäten, auf. Um dieses Phänomen des Sprachverlusts zu erklären, geht der Autor auf den Ursprung des Problems ein. Dieser läge laut ihm „in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigten“ (Z. 35 f. ). Somit sieht Krischke die Problematik im allgemeinen freien Schreiben, was letztlich auch in den SMS aufgegriffen wird, aber nicht alleinig in der  Digitalisierung. So ginge der „Trend […] auf Kosten ´harter´Sprachfertigkeiten wie der Orthografie“ (Z. 37 f. ), wodurch allgemeine „Formale Korrektheit“ (Z. 38) immer mehr an Bedeutung verlor und somit bis heute eher als lästig angesehen werde. Daher appelliert er hier im Allgemeinen doch in gewissen Gesichtspunkten das Arbeiten an den formalen Grundstrukturen der deutschen Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellt Krischke in seinem Text den Einfluss der digitalen Kommunikation auf die Sprache der Jugendlichen dar, wobei er zu dem Schluss kommt, dass nicht die Digitalisierung, sondern das allgemeine freie Schreiben seit den 70ern Schuld für den Verlust von Grammatik und Rechtschreibung seien. Um dies zu bekräftigen, nutzt er eine Studie sowie Metaphorik und Ironie, welche zugleich seine kritische Sichtweise auf den Sprachwandel unterstreichen. Zuletzt drückt er diese Kritik daher noch einmal in einem Appell an die Lehrer aus, die laut ihm, etwas verändern sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Aufgabe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage sind Anglizismen in der Deutschen Sprache keine Seltenheit mehr und irgendwo benutzt ein jeder sie, wenn auch unbewusst. Denn gerade in der heutigen Welt steht der englischen Sprache ein hoher Stellenwert zu, der sich in den jeweiligen Sprachen durch Übernahme oder Ersetzen vieler Wörter aus dem Englischen bemerkbar macht. Doch wo genau liegen die Ursachen der Anglizismen und auf welche Art und Weise wirken sie sich auf unser tägliches Leben aus, - oder eher – Welche Konsequenzen bringen sie mit sich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der folgende Text.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anglizismen gehen im Allgemeinen auf den Gebrauch des Englischen als Lingua franca, also als internationale Verkehrs- oder Weltsprache zurück. Dabei wird die Sprache von besonders vielen Menschen in weiten Teilen der Erde als Erst- oder Zweitsprache gesprochen und besonders im wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Sektor genutzt. In diesem Kontext gilt das Englische seit Ende des zweiten Weltkriegs durch die Vormachtstellung der USA als die bedeutendste Weltsprache.&lt;br /&gt;
Jedoch ist nicht nur ihr Rang als Weltsprache entscheidend für ihre Verbreitung und somit auch nicht alleinige Ursache der Anglizismen. Amerika galt zudem schon immer als modernes Vorbild für die östlicheren Staaten und gilt somit heute noch, besonders was die Jugend betrifft, als eine Art Vorbild. Dabei kommen aber auch die Einflüsse der Globalisierung hinzu, die die ganze Welt miteinander verknüpfen und so in gewisser Weise veranlassen, dass der Kontakt zu anderen Nationen das Englische mit in unsere Muttersprache einfließen lässt. Besonders sind hier auch soziale Netzwerke in Bezug auf die Jugend zu nennen, die im Vergleich noch einmal vermehrt Anglizismen in ihren Sprachgebrauch mit einbringt. Durch diese treten die Jugendlichen stetig in Kontakt mit Menschen aus vielen Ländern, mit denen das kommunizieren nur in Englisch möglich ist. Zu betrachten ist dabei auch die Vorbildfunktion, die die Personen auf den sozialen Medien mit sich bringen, sodass die Verenglischung der deutschen Sprache immer mehr zum „Trend“ wird, der eine Person zu einem weltlichen Geflecht aus Menschen zugehörig werden lässt. So hören die Menschen tagtäglich englische Lieder, sehen Werbung von Modemarken aus dem Ausland und vieles mehr, sodass sie sich die englischen Wörter Tag für Tag einprägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie eben bereits in Teilen erwähnt, bringen Anglizismen daher besonders auf Gesamt-gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene positive Aspekte mit sich. Die Kommunikation in vielen Bereichen ist stark erleichtert und bestimmte Worte bedürfen keine Übersetzung mehr. Dieser Aspekt gilt besonders auf der Ebene des SocialNet sowie bei Jugendlichen. Durch die Kommunikation mit gleichaltrigen sowie der Nutzung der Anglizismen fühlen sie sich wie ein Teil des Ganzen und bekommen einen besseren Bezug zur englischen Sprache. &lt;br /&gt;
Aber auch im Alltag sind viele Anglizismen heutzutage nicht mehr wegzudenken, so sagt doch beispielsweise niemand mehr zu den „Charts“ Hitliste oder zum „Coffee to go“ Kaffee zum mitnehmen. Immer häufiger begegnen uns so in jeglichen alltäglichen Situationen englische Wörter, die die deutschen schon längst ersetzt haben. Auch Marken und Medien wie das Radio oder das Fernsehen nutzen in diesem Kontext Anglizismen, um modern zu sein und die Menschen anzusprechen. Somit stellt diese sprachliche Form der Veränderung im Gesamten einen Prozess der modernen Zeit dar, der die Sprache internationaler und aktueller werden lässt und in kleinen Teilen die Kommunikation mit dem Ausland erleichtert.&lt;br /&gt;
Des weiteren ermöglichen Anglizismen ein besseres Verständnis für die englische Sprache und vereinfachen somit auch das Lernen dieser, was besonders auch für technische Bereiche notwendig ist. Einige der Wörter, besonders im Bereich der Technik, gibt es im deutschen gar nicht, weshalb bestimmte Anglizismen sogar notwendig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu bringen Anglizismen aber auch einige Kritiker mit sich. Dabei sind es besonders häufig ältere Menschen, die sich nicht mit den für sie neuen Wörtern identifizieren können und Verständnisprobleme haben. In diesem Zusammenhang stellen Anglizismen auch einen gewissen Sprachverlust des Deutschen dar, da so gewissermaßen Dinge verloren gehen, die das rein Deutsche ausgezeichnet haben. Dies betrifft jedoch nicht nur den Verlust einiger alter Worte, sondern auch einen gewissen kulturellen Verlust, da die Sprache immer auch einen großen Teil Kultur eines Landes ausmacht. &lt;br /&gt;
Oftmals werden einige Anglizismen jedoch auch als überflüssig angesehen und in diesem Sinne in einigen Sozialgruppen oder Altersgruppen nicht genutzt, wodurch sich jeweilige Gruppierungen von anderen Gruppen absetzen und es so zu einer gewissen Ab- oder gar Ausgrenzung dieser kommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend stellen Anglizismen ein sprachliches Phänomen der modernen Welt dar, durch das zwar einerseits ein gewisser Sprachverlust stattfindet, aber andererseits viele neue Möglichkeiten geschaffen werden. So erleichtern sie die Kommunikation in vielen Bereichen und schaffen teilweise sogar die Möglichkeit etwas auszudrücken, wofür es vorher in der Landessprache keine Worte gab. Somit sind Anglizismen in jedem Fall sprachverändernd, jedoch heißt Veränderung nicht gleich etwas Schlechtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luisa ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Sachtext ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; wurde von Wolfgang Krischke geschrieben und im Jahr 2011 veröffentlicht. Im grundlegenden thematisiert der Sachtext den angeblichen Abbau von grammatikalischen Strukturen in der Schule durch die heutige Nutzung der Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Titel des Sachtextes ,,Schreiben in der Schule-booaaa mein dad voll eklich wg schule&amp;quot; (Z.0) soll den Abbau von grammatikalischen Strukturen, wie zum Beipspiel der Groß- und Kleinschreibung und der Satzstrukturen, verdeutlichen, welcher vor allem durch die Kommunikation im Internet gefördert wird. Die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), die fehlende Großschreibung von Nomen wie ,,schule&amp;quot; (ebd.) und der Anglizismus ,,dad&amp;quot; (ebd.) verdeutlichen den Umgang der Jugendlichen mit grammatikalischen Regeln im Internet.Vor allem der Anglizismus zeigt, dass die englische Sprache ein großer Bestandteil der Jugendsprache ist und auch die Interjektion ,,booaaa&amp;quot; (ebd.), auch als Empfingundlaut bekannt, zeigt das Schüler es vermeiden sich mit Adjektiven wie nervig ausdrücken, sondern ihren Emotionen freien Lauf lassen. Die darauf folgende These ,,Simsen macht Schüler nicht dumm&amp;quot; (Z.1) verdeutlicht den Standpunkt des Autors, welchen er im folgendem weiter ausführen wird. Der im Anschluss folgende Satz ,,[a]ber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.1) untermauert jedoch die höhere Fehlerrate der Schüler in Texten. Die adversative Konjunktion ,,[a]ber&amp;quot; (ebd.) leitet das Gegenteil ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Sinnabschnitt (Z.2-14) wird durch die rhetorische Frage ,,Kinder lesen zu wenig?&amp;quot; (Z.2) eingeleitet. Diese Frage beantwortet Krischke sofort durch den Ausdruck ,,[v]on wegen. Wohl noch nie zuvor haben sie so viel gelesen und geschrieben wie heute&amp;quot; (Z.2f.). Durch den Ausdruck ,,[w]ohl noch nie&amp;quot; (ebd.) wird deutlich, dass Kinder heutzutage durch die Medien viel mehr lesen und schreiben als früher, denn ,,[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen&amp;quot; (Z. 3f.). Die Hyperbel ,,Millionen von Wörtern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht die Menge des Schreibens und der Ausdruck ,,[t]äglich&amp;quot; (ebd) zeigt die häufige Nutzung eines mobilen Gerätes in der heutigen Zeit. Somit veranschaulicht Krischke, dass der Sprachgebrauch durch die Medien eine viel größere Rolle spielt als früher, da jetzt auch außerhalb des Unterrichts viel geschrieben wird. Zudem verbringen Jugendliche ,,Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (Z.4f.), dies soll den Aufwand der Kommunikation durch die Medien der Jugendlichen verdeutlichen. Der Ausdruck ,,Lektüre&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die Menge an Nachrichten die ein Jugendlicher täglich schreibt und wie viel Zeit Jugendliche dafür in Anspruch nehmen. Auch die Aufzählung ,,SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-mails&amp;quot; (ebd.) veranschaulicht die vielen verschiedenen Wege der Kommunikation im Internet. Im Nächsten Satz führt der Autor jedoch an, dass ,,[t]rotzdem [...]bei Pädagogen und Ausbildern keine rechte Freude&amp;quot; (Z.6f.) aufkommt, ,,[d]enn den Simsern,  Chattern und Twitterern dient die Schrift vor allem als Plaudermedium&amp;quot; (Z.7f.), womit Kirschke zum Ausdruck bringt, dass zwar mehr geschrieben wird, aber die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) gesehen wird und daher nicht auf Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung oder grammatikalischen Strukturen geachtet wird, dies untermalt vor allem der Neologismus ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.), welcher verdeutlicht das nur die Kommunikation zählt und nicht die Zeichensetzung und der Wortschatz während der Kommunikation. Die darin enthaltene adversative Konjunktion ,,[t]rotzdem&amp;quot; (ebd.) leitet somit den Bruch der Argumentationsstruktur ein, da zuvor von den positiven Auswirkungen der Medien gesprochen wurde und durch die adversative Konjunktion nun die negativen Aspekte eingeleitet werden. Dass die ,,Schrift&amp;quot; (ebd.) nur als ,,Plaudermedium&amp;quot; (ebd.) dient, untermauert Krischke mit seinem darauffolgendem Satz, denn ,,[v]on den Normen der Hochsprache ist ihre Schreibweise Lichtjahre entfernt&amp;quot; (Z.8f.). Mit dem Personalpronomen ,,ihre&amp;quot; (ebd.) meint Krischke die Nutzer des Internets und die Hyperbel ,,Lichtjahre&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht den großen Unterschied zwischen der ,,Hochsprache&amp;quot; (ebd.) und der heutigen ,,Schreibweise&amp;quot; (ebd.) im Internet. Diese Behauptung veranschaulicht er mit Beispielen wie ,,booaa mein dad voll eklich wg schule-stöhn* haste mo zeit? hdgdl&amp;quot; (Z.9f.), welche dazu dienen auf die fehlende Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung und Satzstrukturen zu achten, zudem wird die Sprache im Internet auch durch Anglizismen und Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.)geprägt. Vor allem solche Sätze ,,lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken&amp;quot;(Z.11f.). Der Ausdruck ,,noch immer&amp;quot; (ebd.)zeigt das solche Schreibweisen schon länger im Internet existieren. Nun stellt der Autor die Frage, ob ,,Jugendliche, die sich in solchen Trümmerlandschaften bewegen, überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz, einen präzisen Bericht, ein angemessenes Bewerbungsschreiben verfassen [können]?&amp;quot; (Z. 12ff.). In dieser Fragestellung wird ersteinmals deutlich, dass Krischke alle Bildungsgruppen anspricht, da er auf der einen Seite von einem ,,lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) spricht, was einen Bezug zu den ,,Pädagogen&amp;quot; (ebd.) schafft und auf der anderen Seite von einem ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) spricht, was wiederum einen Bezug zu den ,,Ausbildern&amp;quot; (ebd.) schafft. Zudem veranschaulicht die negativ konnotierte  Metapher ,,Trümmerlandschaft&amp;quot; (ebd.) den letztendlichen Sprachverlust durch die Medien und das dieser Sprachverlust Folgen hat für das deutsche Bildungssystem, weshalb der Autor auch das Schreiben einer Bewerbung (vgl.Z.14) mit einbringt, um die Probleme auf dem Wirtschaftsmarkt zu erklären, die noch kommen werden, jedoch teilweise sogar schon vorhanden sind. Diese Fragestellung beendet den ersten Sinnabschnitt und reizt somit das Interesse des Lesers auf die kommende Antwort. Der hypotakische Satzbau dieser Fragestellung untermauert die verschiedenen Bereiche, welche durch einen fehlerhaften Sprachgebrauch geprägt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Sinnabschnitt (Z.15-29) beginnt Krischke mit dem sofortigen Einstieg in die vorherige Fragestellung durch die Züricher Studie, da ,,[d]ie Germanistik-Professorin Christa Dürscheid von der Universität Zürich [...] dieser Frage auf den Grund gegangen&amp;quot; (Z.15f.) ist. Sie untersuchte und verglich ,,fast 1000 Deutschaufsätze [...][die von] 16- bis 18-jährigen Schülern aller Schulformen aus dem Kanton Zürich&amp;quot; (Z. 16f.), mit ,,über 1100 Texte[...], die dieselben Jugendliche in ihrer Freizeit als SMS-Meldungen, E-Mails, Chat-Beiträge und Mitteilungen in sozialen Netzwerken&amp;quot; (Z.19f.) verfassten. Wobei ,,die Linguisten [sich] nicht nur für Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik, sondern auch für den Wortschatz, den Stil und den Aufbau der Texte&amp;quot; (Z .21ff.). Die adversative Konjunktion ,,sondern&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass Sprache nicht nur aus ,,Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik&amp;quot; (ebd.) besteht, sondern auch aus dem ,,Wortschatz&amp;quot; (ebd.) und dem ,,Stil&amp;quot; (ebd.) des Schreibens. Das Resultat ist, dass ,,[i]n keinem dieser Bereiche [...]die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren in den Schultexten hinterlassen&amp;quot; (Z.23ff.) hätten, dies ,,gilt für Berufsschüler ebenso wie für Gymnasiasten&amp;quot; (Z.26). Durch die Differenzierung der unterschiedlichen Bildungsgruppen knüpft Krischke einen Bezug zu seiner Frage, in der er auch zwischen den Bildungsgruppen unterscheidet, indem er sowohl fragt, ob ,,Jugendliche [...] überhaupt noch einen lesbaren Aufsatz&amp;quot; (ebd.) schreiben könnten, womit er im Spezielle die Schüler anspricht und auf der anderen Seite fragt, ob sie überhaupt noch dazu in der Lage seien einen ,,präzisen Bericht&amp;quot; (ebd.) zu formulieren, was einen Bezug zu Auszubildenden schafft, die somit ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) sind. Zudem zeigt die Differenzierung zwischen einem ,,Berufsschüler&amp;quot; (ebd.) und einem ,,Gymnasiasten&amp;quot; (ebd.) auch das in der Züricher Studie die verschiedenen Bildungsgruppen betrachtet wurde. Der Ausdruck ,,[i]n keinem dieser Bereiche&amp;quot; (ebd.) betont das die Medien keine negativen Auswirkungen auf das Schreiben der Jugendlichen haben. Das Fazit dieser Studie von Christa Dürscheid ist, dass Jugendliche ,,wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten als beim Chatten mit Freunden&amp;quot; (Z. 27f.), womit Christa Dürscheid die Jugendlichen beschützt und betont, dass sie sich im Internet nicht so ausdrücken, weil die Jugendliche nicht wissen sie es richtig geschrieben wird, sondern weil es zeitsparender und angesehener ist sich in der Jugendsprache mit Abkürzungen wie ,,mo&amp;quot; (ebd.) oder Anglizismen wie ,,dad&amp;quot; (ebd.) auszudrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Sinnabschnitt (Z. 29-39) untermauert jedoch die zu Beginn getroffene These ,,[a]ber ihre Texte sind fehlerhafter als früher&amp;quot; (Z.0). Denn ,,Grund für die Deutschlehrer, sind entspannt zurückzulehnen, liefert die Züricher Studie trotzdem nicht&amp;quot; (Z.29ff.), vor allem die adversative Konjunktion ,,trotzdem&amp;quot; (ebd.) verdeutlicht, dass der Grund für die höhere Fehlerrate zwar nicht die Medien sind, jedoch die Texte viel fehlerhafter sind als früher und man der Ursache dafür auf dem Grund gehen sollte, was auch durch den folgenden Satz deutlich wird der aussagt, dass ,, auch wenn die elektronische Kommunikation als Verursacher ausscheidet&amp;quot; (Z.32f.)  die Texte ,,die die Germanisten untersucht haben, [...] alles andere als fehlerfrei&amp;quot; (Z.32f.) seien, denn ,,[v]or allem in der Rechtschreibung und Zeichensetzung weisen sie deutliche Defizite auf&amp;quot; (Z.33f.). Die Aufzählung ,,Rechtschreibung und Zeichensetzung&amp;quot; veranschaulicht das ,,deutliche Defizite&amp;quot; nicht nur vereinzelt auftreffen, sondern verschiedene und auch mehrere Bereiche des Schreibens betroffen sind. Des Weiteren geht der Autor auf eine bekannte Ursache ein, er spricht von der Entwicklung ,,in den siebziger Jahren, als Deutschlehrer die Kinder stärker als zuvor zum freien, spontanen Schreiben ermutigen&amp;quot; (Z.35f.). Der Ausdruck ,,stärker als zuvor&amp;quot; (ebd.) untermauert die Entwicklung des freien Schreibens. Der darauffolgende Satz, dass ,,[d]ieser eigentlich begrüßenswerter Trend [...] jedoch auf die Kosten ,,harter&amp;quot; Sprachfertigkeiten wie der Orthografie&amp;quot; (Z.36ff.) gänge, veranschaulicht, dass dadruch die ,,Sprachfertigkeiten&amp;quot; (ebd.) von vielen Jugendlichen vernachlässigt wurde durch das neue Prinzip des freien Schreibens. Der auch hier verwendete Anglizismus ,,Trend&amp;quot; verdeutlicht die verbreitete Einbindung der englischen Sprache in die Deutsche, da auch der Autor Anglizismen verwendet. Zudem behauptet Krischke, dass ,,[f]ormelle Korrektheit [...] an Bedeutung [verlor und sogar] zeitweise gar in den Verdacht, bildungsbürgerliche Schikane zu sein&amp;quot;(Z.38f.). Der Ausdruck ,,bildungsbürgerliche Schikane&amp;quot; (ebd.) zeigt, dass die Bedeutung von ,,formelle[n] Korrektheit&amp;quot; (ebd.) so stark abgenommen hat, dass dies nicht einmal mehr bewusst wahrgenommen wurde als Teil der Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Krischke in seinem Sachtext verschiedene Ursachen für den Verlust der deutschen Grammatik darstellt. Zu Beginn des Sachtextes benennt er die Ursache der Kommunikation im Internet, die im Nachhinein durch die Züricher Studie widerlegt wird. Zudem nennt er eine weitere Ursache die seit einigen Jahren für den Verlust der deutschen Grammatik verantwortlich ist und zwar das freie Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorena ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Analyse:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“, verfasst von Wolfgang Krischke und veröffentlicht im Jahr 2011, handelt es sich um einen Sachtext. Thematisiert werden die Ursachen der fehlerhaften Schreib- und Ausdrucksweise von Schülern in Bezug auf den Einfluss digitaler Kommunikationsformen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Titel des Textes „Schreiben in der Schule – booaaa mein dad voll eklich wg schule“ lässt den Kontrast zwischen formaler Sprache und Umgangssprache erkennen. Der formale Beginn „Schreiben in der Schule“ (ebd.) ist grammatikalisch, sowie sprachlich korrekt. Im Kontrast dazu steht, formal durch einen Gedankenstrich getrennt, die umgangssprachliche Aussage „booaaa mein dad voll eklich wg schule“ (ebd.). Mit dieser Aussage gibt der Autor ein Beispiel für viele charakteristische Fehler in der alltäglichen Kommunikation über elektronische Kommunikationsformen. Die Aussage setzt mit der Interjektion „booaaa“ (ebd.) ein. Die Interjektion, die in formalen Texten keine Verwendung finden würde, verdeutlicht, dass es sich hierbei die Schriftweise der Alltagssprache angeglichen wird. Zudem verdeutlicht der Anglizismus „dad“ (ebd.), den Einfluss anderer Sprachen auf die Muttersprache, der sich erheblich durch die differenzierte Orthografie, beispielsweise in Form der Groß- und Kleinschreibung, darstellt. Dieser Umstand wird besonders an den Nomen „dad“ (ebd.) und „schule“ (ebd.) veranschaulicht, die in der vorliegenden Aussage klein geschrieben wurden, obwohl sie als Nomen eigentlich groß geschrieben werden müssten. Weiterhin ist auch die Abkürzung „wg“ (ebd.) für die Präposition „wegen“ eine Darstellung des Sprachverlustes in elektronischen Kommunikationsformen. Insofern gibt der Titel bereits erste Vorausdeutungen auf die angeführten Argumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untertitel „Simsen macht Schüler nicht dumm. Aber ihre Texte sind heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) lässt sich als erste These des Textes auslegen. Mit der Behauptung „Simsen macht Schüler nicht dumm“ (ebd.) legt Krischke seine Ansicht in Bezug auf die elektronischen Kommunikationsformen dar. Er ist der Auffassung, dass die Nutzung von elektronischen Kommunikationsformen, hier am Beispiel der SMS dargestellt, keine direkten negativen Folgend auf die Bildung der Schüler hat, auch wenn er eingesteht, dass deren „Texte […] heute fehlerhafter als früher“ (Z. 1) seien. Seinen Text beginnt Krischke mit dem gesellschaftlichen Vorwurf „Kinder lesen zu wenig“ (Z. 2). Diesen Vorwurf formuliert der Autor als Frage, um den Leser dazu anzuregen sich seine eigene Meinung zu der Thematik zu bilden. Seine Meinung positioniert Krischke in der Antwort „[v]on wegen“ (Z. 2) als Antwort auf die von ihm gestellte Frage. Darüber hinaus stellt er fest, dass Kinder „[w]ohl noch nie zuvor […] so viel gelesen und geschrieben [haben] wie heute“ (Z. 2 f.). Diese Behauptung stützt Krischke durch eine Aufzählung an Beispielen aus dem alltäglichen Leben, wie „[t]äglich tippen sie Millionen von Wörtern auf ihren Handy- und Computertastaturen, verbringen Stunden mit der Lektüre von SMS-Nachrichten, Chat-Sprüchen, E-Mails und Internetinfo“ (Z. 2 ff.). Allerdings ergänzt Krischke wenig später, dass diese Form der Kommunikation als Plaudermedium dient (vgl. Z. 8) und somit „[v]on den Normen der Hochsprache […] Lichtjahre entfernt [ist]“ (Z. 8 f.). Die Metapher „Lichtjahre entfernt“ (ebd.) verdeutlicht, dass eine Distanz zwischen Plaudersprache und Hochsprache vorhanden ist. In diesem Zusammenhang greift der Autor den Titel des Textes noch einmal als Beispiel auf. Seiner Ansicht lassen „Gebilde wie ‚booaaa mein dad voll eklich wg schule –stöhn* haste mo zeit? hdgdl [= hab dich ganz doll lieb]‘ lässt Freunde des Dudens und ganzer Sätze noch immer zusammenzucken“ (Z. 9 ff.). Diese Ansicht ist insofern nachvollziehbar, als dass das im Beispiel angeführte Satzgebilde in grammatikalisch korrekter Hochsprache ‚Mein Vater ist verärgert. Hast du morgen Zeit? Hab dich lieb‘ lauten müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Stellungnahme:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Sprache ist wie jede andere Sprache einem ständigen Wandel unterzogen. In der modernen Welt bleibt es daher nicht aus, dass auch Begriffe aus anderen Sprachen in den deutschen Sprachgebrauch aufgenommen werden. Besonders häufig sind diese Begriffe aus dem Englischen, sogenannte Anglizismen. Anglizismen sind schon lange keine Seltenheit mehr und gehören zum allgemeinen Wortschatz dazu. Begriffe wie Smartphone, Internet, joggen, Promi sind schon seit Langem keine Fremdwörter mehr, sondern allgemein bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptursache für die Übertragung der englischen Begriffe ins Deutsche liegt in der Globalisierung, oder konkreter gesagt in der Vernetzung der Welt. Durch den stetigen Austausch in Form von Kommunikation, Handel, aber auch Personen kommt es zu einer Vermischung der Kulturen und Sprachen. In der Kommunikation geschieht dies auf Grund der Tatsache, dass es sich bei Englisch eine Weltsprache handelt. Eine Weltsprache, die viele Menschen beherrschen ermöglicht eine direkte Kommunikation, sodass keine Dolmetscher benötigt werden. Deutlich bemerkbar macht sich der Umstand, dass es eine Sprache gibt, in der es möglich ist vielen Menschen aus verschiedenen Kulturen den Zugang zu wichtigen Informationen schnell und verständlich möglich zu machen, in der Wissenschaft. Forschungsergebnisse, Erfahrungen und Bitten um Hilfe können in Englisch rund um die Welt verbreitet werden und somit zum einen die nationale Wissenschaft, aber auch die allgemeine Medizin und die Lebensweise der Menschen bereichern. Auch im Handel ist auf die englische Sprache nicht zu verzichten. Von kleinen Geschäften zwischen Privatpersonen, bis hin zu großen Konzernaufträgen, laufen Gespräche, Verträge und Transport auf Englisch ab. Aber nicht nur der Transport der Waren ist eine Ursache für die Aufnahme von Anglizismen ins Deutsche, sondern auch die Waren an sich. Beispielsweise gibt es Produkte für die es gar keine deutsche Bezeichnung gibt, wie beispielsweise „Tablet“. Weiterhin werden englische Begriffe aber auch durch die Wanderbewegung der Menschen verbreitet. Es ist heute völlig normal, dass ein Engländer in Deutschland lebt. Er arbeitet hier, hat einen Freundeskreis, hält sich an die geltenden Konventionen und Traditionen. Allerdings bringt er seine Kultur und somit auch seine Sprache in sein neues Heimatland mit. Besonders in der Gastronomie wird dies deutlich. In einem Restaurant ist es durchaus üblich ein Steak zu bestellen oder in einem Café einen Tee zu trinken. Beides Bezeichnungen die aus dem Englischen stammen. Als letzter Punkt wären ebenso die sozialen Medien zu nennen, die heute von mehreren Millionen Menschen genutzt werden. Facebook, Instagram und Twitter sind in der modernen Zeit stetige Wegbegleiter und nicht mehr aus dem gesellschaftlichen Miteinander wegzudenken. Der Kontakt mit anderen Menschen war noch nie zuvor so leicht herzustellen, genauso wie sich über die aktuellen Geschehnisse in der Welt zu informieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der Anglizismen brachte jedoch einige Konsequenzen mit sich. Zum einen ist der Sprachverlust zu nennen. Es wird heute nicht mehr als nötig empfunden für englische Produkte eine deutsche Bezeichnung zu erfinden. Im Gegenteil, es werden sogar eher englische Begriffe verwendet, als Deutsche. Besonders deutlich wird dies an den Substantiven „Team“ und „Trainer“. Es ist, besonders bei Jugendlichen, da diese stärker im Kontakt mit der englischen Sprache stehen, selbstverständlich den Begriff „Team“ anstelle des deutschen Begriffs „Mannschaft“ zu verwenden. Für die Bezeichnung „Trainer“, die ebenso aus dem Englischen stammt, gibt es noch nicht mal mehr ein deutsches Synonym. Eine weitere Konsequenz für die Sprache ist nicht nur die Überführung einzelner Begriffe ins Deutsche, sondern ganzer Satzstrukturen, die die geltende Grammatik und Rechtschreibung in Frage stellen. Ein anderer Aspekt ist darüber hinaus die Sprachbarrieren die zwischen den einzelnen Generationen entstehen. Während die Jugend sich schnell an die neuen Begrifflichkeiten gewöhnt und diese im Alltag einsetzt, so ist dies bei deren Eltern schon seltener und es treten oftmals Verständnisschwierigkeiten auf. Besonders schwerwiegend sind diese dann zwischen Enkeln und Großeltern, da diese in der Schule meist kein Englisch gehabt hatten und es auch im privaten Gebrauch nur selten relevant war.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich daher festhalten, dass Anglizismen die moderne Welt in der Wissenschaft, im Handel und allgemein im Zusammenleben der Menschen bereichert haben. Allerdings sind auch die schwerwiegenden Konsequenzen für die nationale Sprache zu beachten. Somit stehen negative Aspekte wie Sprachverlust, Grammatikverfall und fehlerhafte Rechtschreibung den positiven Seiten der Anglizismen gegenüber.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>JZimmermann</name></author>	</entry>

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