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Die Kurzgeschichte ist auch hier stark strukturiert, weshalb man sie ebenfalls in einzelne Sinnabschnitte untergliedern kann. Es kommt hier aber auch immer und wieder ein personaler Er-Erzähler (vgl. Z. 11, Z. 19) zur Sprache. Diese Kurzgeschichte schildert eine geradlinige Handlung wieder. Es gibt aber hier keine Parallelhandlungen, wodurch ich selbst in der Erzählung mit ihm lebe. Des Weiteren existieren viele kurze Sätze, welche Monotonie und Langeweile verdeutlichen. Dazu bringen sie aber auch noch das Desinteresse und Unwohlsein von Achim zum Ausdruck.  
 
Die Kurzgeschichte ist auch hier stark strukturiert, weshalb man sie ebenfalls in einzelne Sinnabschnitte untergliedern kann. Es kommt hier aber auch immer und wieder ein personaler Er-Erzähler (vgl. Z. 11, Z. 19) zur Sprache. Diese Kurzgeschichte schildert eine geradlinige Handlung wieder. Es gibt aber hier keine Parallelhandlungen, wodurch ich selbst in der Erzählung mit ihm lebe. Des Weiteren existieren viele kurze Sätze, welche Monotonie und Langeweile verdeutlichen. Dazu bringen sie aber auch noch das Desinteresse und Unwohlsein von Achim zum Ausdruck.  
Die Kurzgeschichte beginnt wieder ohne einführende Einleitung, weshalb der Leser direkt in die Situation hineinversetzt wird, denn die Geschichte beginnt mit der Anapher in einer Form einer Klimax „Du kannst nichts“ (Z. 1), was daraufhin deutet, dass er von seinen Mitmenschen immer des Öfteren niedergemacht. Dieses rhetorische Stilmittel verstärkt jedoch auch die Gedankenzüge von Achim. Sie sind in völliger Verzweiflung, dass aus ihm nichts wird. Dazu wird aber auch Spannung aufgebaut. Dazu halten sie ihn für ein „Nichts“ (Z. 2), möglicherweise seine Eltern, die in völliger Verzweiflung mit ihm in einem Streit liegen und die die Zukunft von  Achim im Abgrund kommen sehen. Die Repetitio: „Nichts“ (Z. 2 f.), will die Ratlosigkeit des Jungen verdeutlichen. Die Namen der Eltern werden hier allerdings von Beginn bis Ende nicht genannt. Durch die Anapher „Nichts“ (Z. 2 f.) wird aber auch deutlich, dass ihm seine Umgebung nicht interessiert, weshalb alles für ihn monoton und grau ist. Nicht zu vergessen ist, dass der Sinn seines Lebens nicht mehr zu existieren scheint. Sogar er selbst stellt, wenn er sich im Spiegel anguckt, dieses „NICHTS“ (Z. 4) fest. Durch die kommentarlose Wiedergabe Achims Handlungen und Gedankenwelt, wird nochmals Spannung aufgebaut. Erst ab Zeile 6 wird deutlich, dass es sich um einen Jungen handelt, der Achim heißt. Dass er „unter Decken und Kissen vergraben“ (Z. 6 f.) ist, bringt die Ängste Achims hervor. Dass die Tür hinter ihnen „[m]it lautem Knall“ (Z. 8) zugeht, beschreibt die schlechte Beziehung von Achim und seinen Eltern. Er lässt sein Leben vor lauter Enttäuschung und Motivationslosigkeit vorbeifließen, was sich an den Worten: „Achim schob sich halb aus dem Bett. Fünf nach eins. Wieder mal zu spät.“ (Z. 10 f.), erkennen lässt. Dann „starrte [er] gegen die Zimmerdecke“ (Z. 11 f.). Er sieht nur „Weiß. Nichts“ (Z. 12), was daraufhin deutet, dass er aus seinem Leben noch nichts gemacht hat und nicht weiß was auf sich später zu kommen soll. Dazu unterstreichen aber auch die Metaphern: „Ein unbeschriebenes Blatt Papier, ein ungemaltes Bild, ein ungesagtes Wort, ungelebtes Leben.“ (Z. 12 fff.) und die Oxymora: „ein ungelebtes Leben“ (Z. 15) und „eine tonlose Melodie“ (Z. 14) die Besinnungslosigkeit. Hier erkennt man auch nochmal die Verzweiflung Achims. Durch die Ellipse: „Eine halbe Körperdrehung nach rechts, ein Fingerdruck auf den Einschaltknopf seiner Anlage“ (Z. 16 ff.) kommt die Unwirksamkeit des Lebens von Achim zum Ausdruck. Er ist in einem Meer versunken, das voller Selbsthass, Zweifel, Wut und Depression steckt, weshalb der Blick in den Spiegel (vgl. 21) seine Laune zum Vorschein bringt. In dieser Situation guckt er sein „lang[es], knochig[es] und [seine] graue[n] Augen im blassen Gesicht an“(Z. 21 f.). Dieses Aussehen stellt seine Betrachtungsweise seines Lebens dar. Die Musik der „Dead Kennedys“ (Z. 23), welche ihn aufbauen sollte, hat jedoch antithetische Wirkung, so könnte es beispielsweise sein, dass die Eltern etwas für ihn in der Zukunft vorhergesehen haben, er allerdings sich gegen dies entgegenstellt. Mithilfe der Enumeration: „Straßen, Häuser, Läden, Autos, Passanten, immer dasselbe“ (Z. 28 f.), wird ebenfalls die Unwirksamkeit und Abwechslungslosigkeit seines Lebens geschildet. Daraufhin betrachtet er sich im Spiegel, woraufhin ihm die Idee kommt sein Spiegelbild zu bemalen. Allerdings nutzt er nur Farben, die Kälte, Leere und außerdem die Trostlosigkeit zum Verstärken: „Schwarz, Weiß und Blau“ (Z. 53, 54). Kalte Farben, mit denen er seinem Spiegelbild möglicherweise mehr Kontrast, jedoch keine liebenswerte Züge geben will. Dieser Zwang, sein Spiegelbild im Spiegel farblich zu malen deutet darauf hin, seinen Lebensfreude, sowie den Willen, wie auch das Temperament zurückzuerobern. „[D]ass er glaubte, das Glas zwischen sich und seinem Spiegelbild durchdringen zu können“ (Z. 31 f.), bringt die gewisse Stärke von ihm hervor. Dass er „nichts als Glätte und Kälte [fühlte]“ (Z. 36), zeigt immer noch seine Trost- und Mutlosigkeit. Er scheint also absolute Leere und Trostlosigkeit zu empfinden, doch dann bildet sich ein Bild der Leere heran, weshalb er erst daraufhin eine Zufriedenheit hat, als er seinen Finger in die „weiche, ölige Masse“ (Z.48) tauchen kann, um sein Gesicht nachzumalen. Aufgrund der Bravour der „Spiegelmaske“ (Z. 62) begreift er endlich, dass es nicht sein wirkliches ICH schildert, aber die aufgezwungene Maske seiner Eltern. Es befindet sich aber auch ein anderes Gesicht-sein wahres Ich- was in der letzten zeit nur im Dunkeln war, was man an den Worten: „Eine Weile verharrte er vor dem bunten Gesicht, dann rückte er ein Stück zur Seite, und wie ein Spuk tauchte eine farbloses Gesicht im Spiegel wieder auf, daneben eine aufgemalte Spiegelmaske“ (Z. 59- 62) erkennt. Hierbei in diesem Vergleich: „[…]und wie ein Spuk tauchte eine farbloses Gesicht im Spiegel wieder auf, daneben eine aufgemalte Spiegelmaske“ (Z. 59 fff.), zeigt nochmals die Unwirksamkeit dem Leben gegenüber. Das Grau verschwindet, es weicht einem Schwarz, einem Weiß und einem Blau, weshalb das Leben wieder Farbe bekommt. In dieser Situation glüht Hoffnung, diese jedoch letzendlich wieder verschwindet. Dann kommt es zum Höhepunkt der Kurzgeschichte, denn „[er] ließ seine Faust in die Spiegelscheibe krachen“ (Z. 64 f.). Dieses Zerschlagen des Spiegels zeigt den Selbsthass und die Wut über das eigene Scheitern. Dazu ist aber auch die Zersplitterung wichtig, denn durch diese wird Energie frei. Das Blut symbolisiert den Schmerz und die Spiegelmaske ein neues zufriedenes ICH, dieses neue gefundene ICH, erkennt man auch, dass er sich mit seinen Freunden treffen will. Er hat somit dieses gewisse ETWAS überwunden.   
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Die Kurzgeschichte beginnt wieder ohne einführende Einleitung, weshalb der Leser direkt in die Situation hineinversetzt wird, denn die Geschichte beginnt mit der Anapher in einer Form einer Klimax „Du kannst nichts“ (Z. 1), was daraufhin deutet, dass er von seinen Mitmenschen immer des Öfteren niedergemacht wird. Dieses rhetorische Stilmittel verstärkt jedoch auch die Gedankenzüge von Achim. Sie sind in völliger Verzweiflung, dass aus ihm nichts wird. Dazu wird aber auch Spannung aufgebaut. Dazu halten sie ihn für ein „Nichts“ (Z. 2), möglicherweise seine Eltern, die in völliger Verzweiflung mit ihm in einem Streit liegen und die die Zukunft von  Achim im Abgrund kommen sehen. Die Repetitio: „Nichts“ (Z. 2 f.), will die Ratlosigkeit des Jungen verdeutlichen. Die Namen der Eltern werden hier allerdings von Beginn bis Ende nicht genannt. Durch die Anapher „Nichts“ (Z. 2 f.) wird aber auch deutlich, dass ihm seine Umgebung nicht interessiert, weshalb alles für ihn monoton und grau ist. Nicht zu vergessen ist, dass der Sinn seines Lebens nicht mehr zu existieren scheint. Sogar er selbst stellt, wenn er sich im Spiegel anguckt, dieses „NICHTS“ (Z. 4) fest. Durch die kommentarlose Wiedergabe Achims Handlungen und Gedankenwelt, wird nochmals Spannung aufgebaut. Erst ab Zeile 6 wird deutlich, dass es sich um einen Jungen handelt, der Achim heißt. Dass er „unter Decken und Kissen vergraben“ (Z. 6 f.) ist, bringt die Ängste Achims hervor. Dass die Tür hinter ihnen „[m]it lautem Knall“ (Z. 8) zugeht, beschreibt die schlechte Beziehung von Achim und seinen Eltern. Er lässt sein Leben vor lauter Enttäuschung und Motivationslosigkeit vorbeifließen, was sich an den Worten: „Achim schob sich halb aus dem Bett. Fünf nach eins. Wieder mal zu spät.“ (Z. 10 f.), erkennen lässt. Dann „starrte [er] gegen die Zimmerdecke“ (Z. 11 f.). Er sieht nur „Weiß. Nichts“ (Z. 12), was daraufhin deutet, dass er aus seinem Leben noch nichts gemacht hat und nicht weiß was auf sich später zu kommen soll. Dazu unterstreichen aber auch die Metaphern: „Ein unbeschriebenes Blatt Papier, ein ungemaltes Bild, ein ungesagtes Wort, ungelebtes Leben.“ (Z. 12 fff.) und die Oxymora: „ein ungelebtes Leben“ (Z. 15) und „eine tonlose Melodie“ (Z. 14) die Besinnungslosigkeit. Hier erkennt man auch nochmal die Verzweiflung Achims. Durch die Ellipse: „Eine halbe Körperdrehung nach rechts, ein Fingerdruck auf den Einschaltknopf seiner Anlage“ (Z. 16 ff.) kommt die Unwirksamkeit des Lebens von Achim zum Ausdruck. Er ist in einem Meer versunken, das voller Selbsthass, Zweifel, Wut und Depression steckt, weshalb der Blick in den Spiegel (vgl. 21) seine Laune zum Vorschein bringt. In dieser Situation guckt er sein „lang[es], knochig[es] und [seine] graue[n] Augen im blassen Gesicht an“(Z. 21 f.). Dieses Aussehen stellt seine Betrachtungsweise seines Lebens dar. Die Musik der „Dead Kennedys“ (Z. 23), welche ihn aufbauen sollte, hat jedoch antithetische Wirkung, so könnte es beispielsweise sein, dass die Eltern etwas für ihn in der Zukunft vorhergesehen haben, er allerdings sich gegen dies entgegenstellt. Mithilfe der Enumeration: „Straßen, Häuser, Läden, Autos, Passanten, immer dasselbe“ (Z. 28 f.), wird ebenfalls die Unwirksamkeit und Abwechslungslosigkeit seines Lebens geschildet. Daraufhin betrachtet er sich im Spiegel, woraufhin ihm die Idee kommt sein Spiegelbild zu bemalen. Allerdings nutzt er nur Farben, die Kälte, Leere und außerdem die Trostlosigkeit zum Verstärken: „Schwarz, Weiß und Blau“ (Z. 53, 54). Kalte Farben, mit denen er seinem Spiegelbild möglicherweise mehr Kontrast, jedoch keine liebenswerte Züge geben will. Dieser Zwang, sein Spiegelbild im Spiegel farblich zu malen deutet darauf hin, seinen Lebensfreude, sowie den Willen, wie auch das Temperament zurückzuerobern. „[D]ass er glaubte, das Glas zwischen sich und seinem Spiegelbild durchdringen zu können“ (Z. 31 f.), bringt die gewisse Stärke von ihm hervor. Dass er „nichts als Glätte und Kälte [fühlte]“ (Z. 36), zeigt immer noch seine Trost- und Mutlosigkeit. Er scheint also absolute Leere und Trostlosigkeit zu empfinden, doch dann bildet sich ein Bild der Leere heran, weshalb er erst daraufhin eine Zufriedenheit hat, als er seinen Finger in die „weiche, ölige Masse“ (Z.48) tauchen kann, um sein Gesicht nachzumalen. Aufgrund der Bravour der „Spiegelmaske“ (Z. 62) begreift er endlich, dass es nicht sein wirkliches ICH schildert, aber die aufgezwungene Maske seiner Eltern. Es befindet sich aber auch ein anderes Gesicht-sein wahres Ich- was in der letzten zeit nur im Dunkeln war, was man an den Worten: „Eine Weile verharrte er vor dem bunten Gesicht, dann rückte er ein Stück zur Seite, und wie ein Spuk tauchte eine farbloses Gesicht im Spiegel wieder auf, daneben eine aufgemalte Spiegelmaske“ (Z. 59- 62) erkennt. Hierbei in diesem Vergleich: „[…]und wie ein Spuk tauchte eine farbloses Gesicht im Spiegel wieder auf, daneben eine aufgemalte Spiegelmaske“ (Z. 59 fff.), zeigt nochmals die Unwirksamkeit dem Leben gegenüber. Das Grau verschwindet, es weicht einem Schwarz, einem Weiß und einem Blau, weshalb das Leben wieder Farbe bekommt. In dieser Situation glüht Hoffnung, diese jedoch letzendlich wieder verschwindet. Dann kommt es zum Höhepunkt der Kurzgeschichte, denn „[er] ließ seine Faust in die Spiegelscheibe krachen“ (Z. 64 f.). Dieses Zerschlagen des Spiegels zeigt den Selbsthass und die Wut über das eigene Scheitern. Dazu ist aber auch die Zersplitterung wichtig, denn durch diese wird Energie frei. Das Blut symbolisiert den Schmerz und die Spiegelmaske ein neues zufriedenes ICH, dieses neue gefundene ICH, erkennt man auch, dass er sich mit seinen Freunden treffen will. Er hat somit dieses gewisse ETWAS überwunden.   
  
 
Der Text wirkt auf mich zunächst Mitleid erregend. Ich finde es ist auch eine aktuelle und jugendliche Problematik, weshalb ich denke, jeder könnte sich in Achims Rolle wiederfinden.
 
Der Text wirkt auf mich zunächst Mitleid erregend. Ich finde es ist auch eine aktuelle und jugendliche Problematik, weshalb ich denke, jeder könnte sich in Achims Rolle wiederfinden.

Version vom 12. November 2019, 12:33 Uhr

Im Spiegel von M. Steenfatt

Inhaltsverzeichnis

2

Margret Steenfatts Kurzgeschichte „Im Spiegel“, welche im Jahre 1984 veröffentlicht wurde, thematisiert die Probleme und Minderwertigkeitsgefühle eines Jugendlichen. Hierbei handelt sich um einen Jungen, dessen Name Achim ist und dem vorgehalten wird, nichts aus seinem Leben zu verwirklichen, weshalb diese Sprüche ihn ins Nachdenken bringen und dieser sich im Spiegel betrachtet. Daraufhin malt er seinem Gesicht im einem Spiegel eine Maske, woraufhin er diesen letzendlich zerschlägt. Er verlässt dann das Haus, um sich mit seinen Freunden zu verabreden, wodurch das Selbstvertrauen wiederaufgebaut wird.

Achim wurde ins Nachdenken erregt, weshalb immer und immer wieder die Fragen und Aussagen über seine Zukunft kreisen. Aufgrund lauter Enttäuschung sieht er sich immer mit Hoffnungslosigkeit gegenüberstellt. Trotz seiner späten Morgenroutine schafft er es nicht, aufzustehen, stattdessen guckt er wie angewurzelt und die Zimmerdecke. Er hat viele Gedanken voller Mutlosigkeit und Traurigkeit. Daraufhin schafft er es doch noch nach längerer Zeit mit Hilfe seiner Musik aufzustehen und geht zum Spiegel, woraufhin er sich im Spiegel ratlos anschaut. Dort erkennt er am Spiegel seine Gesichtszüge und trifft die Entscheidung, sie mit schwarzer, weißer und blauer Farbe, die er findet nachzumalen, bis sein eigentliches Spiegelbild für kurze Zeit verschwunden ist. Plötzlich jedoch entsteht ein farbloses Gesicht, wodurch nur noch eine aufgemalte Spiegelmaske am Ende zurückbleibt. Aus lauter Zorn und Wut zerstört er den Spiegel. Trotz Blutverschmierung nimmt er seine Sachen ratlos, kleidet sich an und will hinuntergehen, um seine Freunde zu treffen.

Die Kurzgeschichte ist auch hier stark strukturiert, weshalb man sie ebenfalls in einzelne Sinnabschnitte untergliedern kann. Es kommt hier aber auch immer und wieder ein personaler Er-Erzähler (vgl. Z. 11, Z. 19) zur Sprache. Diese Kurzgeschichte schildert eine geradlinige Handlung wieder. Es gibt aber hier keine Parallelhandlungen, wodurch ich selbst in der Erzählung mit ihm lebe. Des Weiteren existieren viele kurze Sätze, welche Monotonie und Langeweile verdeutlichen. Dazu bringen sie aber auch noch das Desinteresse und Unwohlsein von Achim zum Ausdruck. Die Kurzgeschichte beginnt wieder ohne einführende Einleitung, weshalb der Leser direkt in die Situation hineinversetzt wird, denn die Geschichte beginnt mit der Anapher in einer Form einer Klimax „Du kannst nichts“ (Z. 1), was daraufhin deutet, dass er von seinen Mitmenschen immer des Öfteren niedergemacht wird. Dieses rhetorische Stilmittel verstärkt jedoch auch die Gedankenzüge von Achim. Sie sind in völliger Verzweiflung, dass aus ihm nichts wird. Dazu wird aber auch Spannung aufgebaut. Dazu halten sie ihn für ein „Nichts“ (Z. 2), möglicherweise seine Eltern, die in völliger Verzweiflung mit ihm in einem Streit liegen und die die Zukunft von Achim im Abgrund kommen sehen. Die Repetitio: „Nichts“ (Z. 2 f.), will die Ratlosigkeit des Jungen verdeutlichen. Die Namen der Eltern werden hier allerdings von Beginn bis Ende nicht genannt. Durch die Anapher „Nichts“ (Z. 2 f.) wird aber auch deutlich, dass ihm seine Umgebung nicht interessiert, weshalb alles für ihn monoton und grau ist. Nicht zu vergessen ist, dass der Sinn seines Lebens nicht mehr zu existieren scheint. Sogar er selbst stellt, wenn er sich im Spiegel anguckt, dieses „NICHTS“ (Z. 4) fest. Durch die kommentarlose Wiedergabe Achims Handlungen und Gedankenwelt, wird nochmals Spannung aufgebaut. Erst ab Zeile 6 wird deutlich, dass es sich um einen Jungen handelt, der Achim heißt. Dass er „unter Decken und Kissen vergraben“ (Z. 6 f.) ist, bringt die Ängste Achims hervor. Dass die Tür hinter ihnen „[m]it lautem Knall“ (Z. 8) zugeht, beschreibt die schlechte Beziehung von Achim und seinen Eltern. Er lässt sein Leben vor lauter Enttäuschung und Motivationslosigkeit vorbeifließen, was sich an den Worten: „Achim schob sich halb aus dem Bett. Fünf nach eins. Wieder mal zu spät.“ (Z. 10 f.), erkennen lässt. Dann „starrte [er] gegen die Zimmerdecke“ (Z. 11 f.). Er sieht nur „Weiß. Nichts“ (Z. 12), was daraufhin deutet, dass er aus seinem Leben noch nichts gemacht hat und nicht weiß was auf sich später zu kommen soll. Dazu unterstreichen aber auch die Metaphern: „Ein unbeschriebenes Blatt Papier, ein ungemaltes Bild, ein ungesagtes Wort, ungelebtes Leben.“ (Z. 12 fff.) und die Oxymora: „ein ungelebtes Leben“ (Z. 15) und „eine tonlose Melodie“ (Z. 14) die Besinnungslosigkeit. Hier erkennt man auch nochmal die Verzweiflung Achims. Durch die Ellipse: „Eine halbe Körperdrehung nach rechts, ein Fingerdruck auf den Einschaltknopf seiner Anlage“ (Z. 16 ff.) kommt die Unwirksamkeit des Lebens von Achim zum Ausdruck. Er ist in einem Meer versunken, das voller Selbsthass, Zweifel, Wut und Depression steckt, weshalb der Blick in den Spiegel (vgl. 21) seine Laune zum Vorschein bringt. In dieser Situation guckt er sein „lang[es], knochig[es] und [seine] graue[n] Augen im blassen Gesicht an“(Z. 21 f.). Dieses Aussehen stellt seine Betrachtungsweise seines Lebens dar. Die Musik der „Dead Kennedys“ (Z. 23), welche ihn aufbauen sollte, hat jedoch antithetische Wirkung, so könnte es beispielsweise sein, dass die Eltern etwas für ihn in der Zukunft vorhergesehen haben, er allerdings sich gegen dies entgegenstellt. Mithilfe der Enumeration: „Straßen, Häuser, Läden, Autos, Passanten, immer dasselbe“ (Z. 28 f.), wird ebenfalls die Unwirksamkeit und Abwechslungslosigkeit seines Lebens geschildet. Daraufhin betrachtet er sich im Spiegel, woraufhin ihm die Idee kommt sein Spiegelbild zu bemalen. Allerdings nutzt er nur Farben, die Kälte, Leere und außerdem die Trostlosigkeit zum Verstärken: „Schwarz, Weiß und Blau“ (Z. 53, 54). Kalte Farben, mit denen er seinem Spiegelbild möglicherweise mehr Kontrast, jedoch keine liebenswerte Züge geben will. Dieser Zwang, sein Spiegelbild im Spiegel farblich zu malen deutet darauf hin, seinen Lebensfreude, sowie den Willen, wie auch das Temperament zurückzuerobern. „[D]ass er glaubte, das Glas zwischen sich und seinem Spiegelbild durchdringen zu können“ (Z. 31 f.), bringt die gewisse Stärke von ihm hervor. Dass er „nichts als Glätte und Kälte [fühlte]“ (Z. 36), zeigt immer noch seine Trost- und Mutlosigkeit. Er scheint also absolute Leere und Trostlosigkeit zu empfinden, doch dann bildet sich ein Bild der Leere heran, weshalb er erst daraufhin eine Zufriedenheit hat, als er seinen Finger in die „weiche, ölige Masse“ (Z.48) tauchen kann, um sein Gesicht nachzumalen. Aufgrund der Bravour der „Spiegelmaske“ (Z. 62) begreift er endlich, dass es nicht sein wirkliches ICH schildert, aber die aufgezwungene Maske seiner Eltern. Es befindet sich aber auch ein anderes Gesicht-sein wahres Ich- was in der letzten zeit nur im Dunkeln war, was man an den Worten: „Eine Weile verharrte er vor dem bunten Gesicht, dann rückte er ein Stück zur Seite, und wie ein Spuk tauchte eine farbloses Gesicht im Spiegel wieder auf, daneben eine aufgemalte Spiegelmaske“ (Z. 59- 62) erkennt. Hierbei in diesem Vergleich: „[…]und wie ein Spuk tauchte eine farbloses Gesicht im Spiegel wieder auf, daneben eine aufgemalte Spiegelmaske“ (Z. 59 fff.), zeigt nochmals die Unwirksamkeit dem Leben gegenüber. Das Grau verschwindet, es weicht einem Schwarz, einem Weiß und einem Blau, weshalb das Leben wieder Farbe bekommt. In dieser Situation glüht Hoffnung, diese jedoch letzendlich wieder verschwindet. Dann kommt es zum Höhepunkt der Kurzgeschichte, denn „[er] ließ seine Faust in die Spiegelscheibe krachen“ (Z. 64 f.). Dieses Zerschlagen des Spiegels zeigt den Selbsthass und die Wut über das eigene Scheitern. Dazu ist aber auch die Zersplitterung wichtig, denn durch diese wird Energie frei. Das Blut symbolisiert den Schmerz und die Spiegelmaske ein neues zufriedenes ICH, dieses neue gefundene ICH, erkennt man auch, dass er sich mit seinen Freunden treffen will. Er hat somit dieses gewisse ETWAS überwunden.

Der Text wirkt auf mich zunächst Mitleid erregend. Ich finde es ist auch eine aktuelle und jugendliche Problematik, weshalb ich denke, jeder könnte sich in Achims Rolle wiederfinden.

5

Die Kurzgeschichte „Im Spiegel“ wurde von Margret Steenfatt 1984 veröffentlicht. Sie thematisiert den Aufbau des Selbstvertrauens eines Jungen.

16

Margret Steenfatt schrieb die Kurzgeschichte „Im Spiegel“, die im Jahre 1984 veröffentlich wurde. Diese Thematisiert die Selbstfindungs Phase eines Jugendlichen.

23

In der Kurzgeschichte „Im Spiegel die von Magret Steenfatt 1984 veröffentlich wurde ist das Thema, eine Selbstfindung eines Jungen der nicht zufrieden mit seinem Leben ist

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In der Kurzgeschichte „Im Spiegel“, die von Margret Steenfatt 1984 veröffentlicht wurde, ist das Thema, eine Selbstfindung eines Jungen der nicht zufrieden mit seinem Leben ist.

10

Die Kurzgeschichte "Im Spiegel", wurde von Margret Steenfatt geschrieben und im Jahre 1984 veröffentlicht. Sie thematisiert wie ein Junge sich selbst wiederfindet.

21 und 19

Die Kurzgeschichte “Im Spiegel”, die 1984 von Margret Steenfatt veröffentlicht wurde, thematisiert die Selbstfindungsphase der eigenen Persönlichkeit von Jugendlichen.

11

Die Kurzgeschichte „Im Spiegel“ wurde 1984 von Marget Steenfatt veröffentlicht. Die Kurzgeschichte thematisiert den Wiederaufbau des Selbstbewusstseins.

13

Die Kurzgeschichte „Im Spiegel“ von Margret Steenfatt aus dem Jahre 1984, thematisiert den Aufbau des Selbstvertrauens eines Jungen.

17

Die Kurzgeschichte „Im Spiegel“ wurde von Magret Steenfatt im Jahr 1984 veröffentlicht. Die Kurzgeschichte thematisiert eine gewisse "Phase" der Selbsterkennung.

14

Die Kurzgeschichte „Im Spiegel“, die von Margret Steenfatt geschrieben und 1984 veröffentlicht wurde, thematisiert den Aufbau des Selbstvertrauens eines Jungen.

20

Magret Steenfatts Kurzgeschichte „Im Spiegel“ wurde im Jahre 1984 veröffentlicht und thematisiert die Phase der Selbstfindung, aufgrund von Diskriminierung im Alltag.

4 und 18

Die Kurzgeschichte „Im Spiegel“, die von Margret Steenfatt verfasst und im Jahr 1984 veröffentlicht wurde, thematisiert die Selbsterkenntnis eines Jungen.

12

Die vorliegende Kurzgeschichte „Im Spiegel“, welche von Margret Steenfatt verfasst und im Jahre 1984 veröffentlicht wurde, thematisiert, die Selbstfindung und die Minderwertigkeitskomplexe eines Jugendlichens.

3

Die Kurzgeschichte „Im Spiegel“, welche von Margret Steenfatt verfasst und 1984 veröffentlicht wurde, thematisiert den Selbstzweifel und die Selbstfindung eines Jugendlichen.

6

Die Kurzgeschichte, „Im Spiegel“, die von Margret Steenfatt verfasst und 1984 veröffentlicht wurde, thematisiert die Selbstverwirklichung eines Jugendlichen.

15

Margret Steenfatt schrieb die Kurzgeschichte „Im Spiegel“, im Jahre 1984 veröffentlicht wurde. Das Hauptthema, ist die Selbstfindung der eigentlichen Persönlichkeit eines Jugendlichen.

Der Hauptcharakter der Kurzgeschichte von Margret Steenfatt ist Achim. Ein Jugendlicher, der sich von seinem Leben und der immer widerholenden Routine (Z. 28 f.) enttäuscht in sein Zimmer zurückzieht (Z. 6) und unmotiviert sein Leben vorbeifliegen lässt. Zusätzlich werden Achims Eltern benannt, die einen Streit mit ihrem Sohn haben, weil sie der Zukunft von Achim hoffnungslos entgegensehen und ihn mehrmals als ein "Nichts" (Z. 1-4) bezeichnen. Am Ende des Textes wird noch kurz der Freundeskreis als Zuflucht für Achim genannt: "Er wollte runtergehen und seine Freunde treffen." (Z. 72f.)

Der Erzähler beschreibt, wie Achim nachmittags um „Fünf nach eins“ endlich, aber dennoch unmotiviert aus dem Bett geht (Z. 10-12). Er schaut an die Decke und sieht ein: "Ein unbeschriebenes Blatt Papier, ein ungmaltes Bild, eine tonlose Meldoie, ein ungesagtes Wort, ungelebtes leben" (Z. 12 fff.) Diese Denkweise spiegelt ein bisschien Achims leben wide. Er empfindet selber leere, er hat nicht wirklich ein Ziel, an dass er sich halten kann. Danach schaut er in seinen Spiegel (Z. 19), bei dem er sich als blass, aber dennoch als relativ normal sieht (Z. 22), kuckt er wieder weg (Z. 27). Der zweite Blick in den Spiegel lässt Achim dann klarwerden, was er selbst darstellt. Er ist "weiß" (Z. 12), glatt und kalt (Z. 36). Ist glanzlos, grau, Blass (Z. 22) und "farblos" (Z. 60). Er fühlt anscheinend totale Leere und Trostlosigkeit. Plötzlich Bildet Achim die Obsession (Z. 35, Z. 40), dieses Bild der Leere zu zeigen. Dann, taucht er seinen Finger in die "weiche, ölige Masse" (Z. 48), um sein Gesicht nachzumalen. Achim nutzt nur die Farben Schwarz, Blau und Weiß (Z. 53 f.). Dies sind alles kalte Farben, mit denen er seinem Portrait vielleicht mehr Ausdrucksstärke verleihen will. Nach Vollendung der Malerei (Z. 53), erkennt Achim, dass seine "Spiegelmaske" (Z. 62) nicht sein wahres Ich, dass er zeigen möchte widergeben, sondern die von den Eltern aufgezwungene Maske ist. Dort hinter verbirgt sich aber eigentlich ein anderes Gesicht, sein wahres Gesicht das er zuvor immer versteckt hatte: "Eine Weile verharrte er vor dem bunten Gesicht, dann rückte er ein Stück zur Seite, und wie ein Spuk tauchte sein farbloses Gesicht im Spiegel wieder auf, daneben eine aufgemalte Spiegelmaske." (Z. 58-62). An dieser Stelle löst sich die aufgebaute Spannung, da er von starken Gefühlen übermannt in einer Weise der Verzweiflungstat den Spiegel und somit seine Spiegelmaske zerschlägt (Z. 63 f.). Verletzt von den Scherben des Spiegels saugt Achim sein Blut von seinem Arm und verschmiert so sein "farbloses" (Z. 60) Gesicht mit der warmen Farbe Rot (Z. 70). Der Erzähler geht auf diesen Punkt nicht weiter ein, doch es demonstriert, dass auch Achims wahres ich Farbe hat und lebt. Mit einem Tieferen Verständnis, könnte man sagen, dass er aus dem vorurteilsgeprägten denken der Eltern hinauswill, dass er das kalte "Nichts" (Z. 1-4) zerschlagen will, um seine eigene Ausstrahlung zu zeigen. Erst dann kann er in seine Welt, zu seinen Freunden gehen und die gehassten Scherben seiner alten kalten weiß – schwarzen Maske zu vergessen.

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Die Kurzgeschichte „Im Spiegel“ ,welche von Margret Steenfatt verfasst und 1984 veröffentlicht wurde, thematisiert den Selbstzweifel und Selbstfindung eines Jugendlichen.