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Lyrik: Natur-Gedichte

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In der nächsten UR beschäftigen wir uns mit Gedichten (Lyrik), genauer: Natur-Gedichten.

PA: Sucht im Netz nach Vertonungen von Natur-Gedichten, und wählt eine eurer Meinung nach gut gelungene aus. Ladet den Namen des Autors und den Titel des Gedichts sowie seinen Text anschließend (unter eurem Namen) aufs Wiki hoch. Hinterlegt den Titel des Gedichts mit einem Link zum Audio/Video (30-40').

Aufgaben für die Vertretungsstunden DI, 30/05:

PA: Nehmt eine eigene Vertonung des von euch hochgeladenen Gedichts auf. Achtet dabei auf eine sinnstiftende Betonung und Pausen sowie auf deutliche Aussprache (30-45'). Speichert die Audiodatei auf OneDrive im Offenen Ordner unter eurem Namen, und verlinkt sie auf dem Wiki unter dem Text des Gedichts.

Aufgabe für Politik:

PA: Erläutere nach gemeinsamer, zielgerichteter Recherche im Netz die Ziele der vermutlich neuen NRW-Koalition aus CDU und FDP: Was möchte sie ändern/erreichen? Dein Text (in eigenen Worten) soll ca. 300 Wörter lang und klar strukturiert sein. Lade ihn unter deinem Namen aufs Wiki hoch.

HA: Falls nötig, Vervollständigung.

Mi, 07/06:

SV/UG: Auswertung der hochgeladenen Dateien in einem Vergleich der ausgesuchten und eigenen Vertonung des Gedichts: "Gefunden" und "Erlkönig"

  • Was ist gut /nicht gut gelungen?

PA: Kopiere den Text des Gedichts von Mörike und gib dessen Inhalt mit deinen Worten wieder. Lade deinen Text aufs Wiki hoch.

HA: Vervollständige die Aufgabe.



Name: Julia & Lennart

Der Erlkönig- Johann Wolfgang von Goethe

Der Erlkönig

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

Es ist der Vater mit seinem Kind;

Er hat den Knaben wohl in dem Arm,

Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.


Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? -

Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?

Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? -

Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -


"Du liebes Kind, komm, geh mit mir!

Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;

Manch bunte Blumen sind an dem Strand,

Meine Mutter hat manch gülden Gewand."


Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,

Was Erlenkönig mir leise verspricht? -

Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;

In dürren Blättern säuselt der Wind. -


"Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?

Meine Töchter sollen dich warten schön;

Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn

Und wiegen und tanzen und singen dich ein."


Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort

Erlkönigs Töchter am düstern Ort? -

Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:

Es scheinen die alten Weiden so grau. -


"Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;

Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt."

Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!

Erlkönig hat mir ein Leids getan! -


Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,

Er hält in den Armen das ächzende Kind,

Erreicht den Hof mit Mühe und Not;

In seinen Armen das Kind war tot.


Link zur eigenen Vertonung


Name: Julian und Michelle

Johann Wolfgang von Goethe

Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche

durch des Frühlings holden, belebenden Blick.

Im Tale grünet Hoffnungsglück.

Der alte Winter in seiner Schwäche

zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dorther sendet er, fliehend, nur

ohnmächtige Schauer körnigen Eises

in Streifen über die grünende Flur.

Aber die Sonne duldet kein Weisses.

Überall regt sich Bildung und Streben,

alles will sie mit Farbe beleben.

Doch an Blumen fehlts im Revier.

Sie nimmt geputzte Menschen dafür.


Kehre dich um, von diesen Höhen

nach der Stadt zurückzusehen!

Aus dem hohlen, finstern Tor

dringt ein buntes Gewimmel hervor.

Jeder sonnt sich heute so gern.

Sie feiern die Auferstehung des Herrn,

denn sie sind selber auferstanden.

Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,

aus Handwerks- und Gewerbesbanden,

aus dem Druck von Giebeln und Dächern,

aus der Strassen quetschender Enge,

aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht

sind sie alle ans Licht gebracht.


Sieh nur, sieh, wie behend sich die Menge

durch die Gärten und Felder zerschlägt,

wie der Fluss in Breit und Länge

so manchen lustigen Nachen bewegt,

und, bis zum Sinken überladen,

entfernt sich dieser letzte Kahn.

Selbst von des Berges ferner Pfaden

blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel.

Hier ist des Volkes wahrer Himmel.

Zufrieden jauchzet gross und klein:

Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!


NAME: Nele und Sophie

Name des Autors: Georg Heym (1887-1912)

Titel: Der Winter

Text: Der blaue Schnee liegt auf dem ebenen Land,

Das Winter dehnt. Und die Wegweiser zeigen

Einander mit der ausgestreckten Hand

Der Horizonte violettes Schweigen.


Hier treffen sich auf ihrem Weg ins Leere

Vier Straßen an. Die niedren Bäume stehen

Wie Bettler kahl. Das Rot der Vogelbeere

Glänzt wie ihr Auge trübe. Die Chausseen


Verweilen kurz und sprechen aus den Ästen.


Dann ziehn sie weiter in die Einsamkeit

Gen Nord und Süden und nach Ost und Westen,

Wo bleicht der niedere Tag der Winterzeit.


Ein hoher Korb mit rissigem Geflecht

Blieb von der Ernte noch im Ackerfeld.

Weißbärtig, ein Soldat, der nach Gefecht

Und heißem Tag der Toten Wache hält.


Der Schnee wird bleicher, und der Tag vergeht.

Der Sonne Atem dampft am Firmament,

Davon das Eis, das in den Lachen steht

Hinab die Straße rot wie Feuer brennt.


Link der Vertonung


Lukas K. und Tim:

Gefunden - Johann Wolfgang von Goethe

Ich ging im Walde

So für mich hin,

Und nichts zu suchen,

Das war mein Sinn.


Im Schatten sah ich

Ein Blümchen stehn,

Wie Sterne leuchtend,

Wie Äuglein schön.


Ich wollt es brechen,

Da sagt es fein:

Soll ich zum Welken

Gebrochen sein?


Ich grub's mit allen

Den Würzlein aus.

Zum Garten trug ich's

Am hübschen Haus.


Und pflanzt es wieder

Am stillen Ort;

Nun zweigt es immer

Und blüht so fort.


Link zur eigenen Vertonung


Name: Julius und Louis


Von: Mascha Nennen wir es Frühlingslied


In das Dunkel dieser alten, kalten

Tage fällt das erste Sonnenlicht.

Und mein dummes Herz blüht auf, als wüsst es nicht:

Auch der schönste Frühling kann nicht halten,

Was der werdende April verspricht.


Da, die Amseln üben schon im Chor,

Aus der Nacht erwacht die Welt zum Leben,

Pans vergessenen Flötenton im Ohr ...

Veilchen tun, als hätt‘ es nie zuvor

Laue Luft und blauen Duft gegeben.


Die Kastanien zünden feierlich

Ihre weißen Kerzen an. Der Flieder

Bringt die totgesagten Jahre wieder,

Und es ist, als reimten alle Lieder

Sich wie damals auf „Ich liebe Dich“.


- Sag mir nicht, das sei nur Schall und Rauch!

Denn wer glaubt, der forscht nicht nach Beweisen.

Willig füg ich mich dem alten Brauch,

Ist der Zug der Zeit auch am Entgleisen –

Und wie einst, in diesem Frühjahr auch

Geht mein wintermüdes Herz auf Reisen.


Link zur eigenen Vertonung


Hendrik und Jannik

Nadhras Es war einmal

Es war einmal,

es ist schon lange her,

da gabs en kleines Tal

an einem großen Meer.

Die Erde war fruchtbar

und die Weiden gedeihen.

Die Weizen wuchsen in langen Reihen,

auf das jeder wohlgenährt war.

Die Menschen lebten Hand in Hand

und teilten das ganze Land.

Es gab keinen Streit

und keiner war dem andern Leid.

Sie feierten Feste gemeinsam,

wo sich jeder an die Hand nahm

und sich die Herrn zum Tanz erhoben,

um den Göttern zu danken, hoch oben.

Die Herren luden die Damen

zu ihrem traumhaften Tanz.

Jeder schloss sich in die Reihen

und bewegten sich in den schönsten Reigen.

Die Tiere schauten mit,

wie der Schein über die Wiese glitt.

Das Essen duftete ohnegleichen

und es wird für jeden reichen.

Niemand wird an diesem Tage hungern

und still in den Ecken lungern.

Es wird gegrölt, Tassen stoßen an

und Licht erfüllt den sonst finstren Tann.

Der Vollmond steht in der Mitte

und getrunken wird, nach alter Sitte.

Denn heute es so weit,

einer der Jungen bekommt eine Maid.

In prächtigen Kleidern gewandet,

kommt das Paar einher.

Und der Jubel brandet.

Ein weitres mal erheben sich die Tassen

und stoßen an in rauhen Massen.

Die Herren luden die Damen

zu ihrem traumhaften Tanz.

Jeder schloss sich in die Reihen

und bewegten sich in den schönsten Reigen.



Name: Lea und Roman

https://www.youtube.com/watch?v=LifK04UNwNM

Joseph von Eichendorf - Frühlingsnacht


Übern Garten durch die Lüfte

Hört ich Wandervögel ziehn,

Das bedeutet Frühlingsdüfte,

Unten fängt's schon an zu blühn.


Jauchzen möcht ich, möchte weinen,

Ist mir's doch, als könnt's nicht sein!

Alte Wunder wieder scheinen

Mit dem Mondesglanz herein.


Und der Mond, die Sterne sagen's,

Und in Träumen rauscht's der Hain,

Und die Nachtigallen schlagen's:

Sie ist deine, sie ist dein!


Lukas, Aniston und Sandro:

https://www.youtube.com/watch?v=HY5XOF1oeNE

Das Samenkorn

Ein Samenkorn lag auf dem Rücken, Die Amsel wollte es zerpicken.

Aus Mitleid hat sie es verschont und wurde dafür reich belohnt.

Das Korn, das auf der Erde lag, Das wuchs und wuchs von Tag zu Tag.

Jetzt ist es schon ein hoher Baum Und trägt ein Nest aus weichem Flaum.

Die Amsel hat das Nest erbaut; Dort sitz sie nun und zwitschert laut.

Joachim Ringelnatz

Name: Ina & Chiara


Wunder der Natur von Maya Rose (1989)

Habt ihr jemals die Sonne gesehen?

Wie der Tag langsam zum Leben erwacht?

Wie langsam die Vögel anfangen zu zwitschern?

Habt ihr jemals die Dämmerung gesehen?

Wie sich der Himmel langsam rot färbt, die Sonne wie ein roter Feuerball am Himmel hängt?

Habt ihr jemals den Tag nach den Regen gesehen?

Wie die Tropfen langsam an den Blättern herunterfallen?

Wie reingewaschen es alles wirkt.

Habt ihr jemals das Rauschen der Bäume gehört?

Wie eine fremdartige, wunderschöne Musik.

Habt ihr über euer Klagen jemals die Lichtblicke gesehen?

Habt ihr jemals darüber nachgedacht, dass alles schön um uns herum ist?

Habt ihr jemals darüber nachgedacht, dass das Schöne so nah ist?

Aber ihr verschließt eure Augen und seht nur das schlechte.


Link zur eigenen Vertonung

Fabian,Rene

https://www.youtube.com/watch?v=YmRftjLVr-s&t=21s

Die schöne Nacht

Gern verlass ich diese Hütte, Meiner Liebsten Aufenthalt, Wandle mit verhülltem Tritte Durch den ausgestorb'nen Wald. Luna bricht die Nacht der Eichen, Zephyrs melden ihren Lauf, Und die Birken streu'n mit Neigen Ihr den süß´ten Weihrauch auf.

Schauer, der das Herze fühlen, Der die Seele schmelzen macht, Flüstert durchs Gebüsch im Kühlen. Welche schöne, süße Nacht! Freude! Wollust! kaum zu fassen! Und doch wollt ich, Himmel, dir Tausend solcher Nächte lassen, Gäb mein Mädchen eine mir.

Johann Wolfgang von Goethe (1768)