Merkblatt zum Zitieren

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RICHTIG ZITIEREN

Ein Zitat verwenden bedeutet, die Aussage eines Anderen wörtlich wiederzugeben. Zitate werden vor allem im schriftlichen Sprachgebrauch verwendet, um eine die Aussage stützende Textstelle zu nennen: Im Rahmen der Darstellungsleistung wird das „angemessene" und „korrekte" Zitieren ausdrücklich mit in die Bewertung einbezogen:

Grundsätzlich gilt:

- Zitieren ist wichtig, aber Zitate sollten nicht zu lang sein.

- Zitate dürfen nicht für sich selbst stehen, sondern müssen einen Bezug zum eigenen Text haben.

- Zitate müssen buchstabengetreu die Aussage wiedergeben und dürfen nicht verändert werden.

Für die Zeichensetzung beim Zitieren, die Kennzeichnung von Kürzungen oder Hervorhebungen durch den Schreibenden gelten feste Regeln (siehe unten).

- In Gedichten und kurzen Texten werden die Zeilen angegeben, in längeren Texten die Seite bzw. Seite und Zeile. Seiten- und Zeilenangaben werden durch Komma getrennt (S. 12, Z. 13-15).

Wird aus zwei oder mehreren Texten zitiert, muss durch Angabe der Kurzform des Verfassernamens oder eine Nummerierung kenntlich gemacht werden, aus welchem Text das Zitat stammt (Goethe, S. 6, Z. 15) oder (Text A, S. 43, Z. 12).

- Auch indirekte Zitate/Textbelege (Aussagen des Textes werden mit eigenen Worten wiedergeben) sind durch die Verwendung indirekter Rede und die Angabe von Textstellen zu kennzeichnen.

- Falsch ist Auf Seite 45 stirbt die Hauptfigur des Romans im Krankenhaus. Richtig ist: Die Hauptfigur des Romans stirbt im Krankenhaus (vgl. S. 45).

Regeln zum Zitieren

Zitate sind zur Begründung der eigenen Aussagen notwendig. Im Anschluss an den Einleitungssatz können Zitate nach einem Doppelpunkt folgen. Der abschließende Punkt steht erst nach der Belegstelle: An dieser Stelle wird seine Unsicherheit besonders deutlich: „Wusste er im Augenblick überhaupt noch, wie er sich in dieser Gefahrensituation verhalten sollte?" (S. 13).

- Zitate können allerdings auch in den eigenen Satz eingebaut werden. Aber Achtung! Es dürfen dadurch keine Brüche im Satzbau stattfinden und das Zitat darf dabei nicht verändert werden:

Durch die Frage des Erzählers, ob er überhaupt noch wusste, „wie ersieh in dieser Gefahrensituation verhalten sollte" (S. 13), wird die Unsicherheit der Hauptfigur des Romans besonders deutlich.

- Werden Informationen indirekt aus dem Text entnommen, müssen keine Anführungszeichen gesetzt werden, aber die Stelle, an der die Informationen zu finden sind, sollte angegeben werden: Nachdem eres geschafft hatte, fühlte Karlson sich glücklich und von einer schweren Last befreit (vgl. S. 47).

- Einzelne Schlüsselwörter werden in Anführungszeichen gesetzt und mit einer Seitenangabe versehen: Als Karlson es hinter sich hatte, fühlte ersieh „selig" (S. 47) und richtig „erlöst" (S. 48).

- Werden ganze Sätze zitiert, müssen Auslassungen oder Hinzufügungen durch eckige Klammem markiert werden: Die Reaktionen der anderen werden so beschrieben: „Manrad [Karlsons bester Freund] freute sich, als er ihn endlich wieder sah, denn er hatte sehr lange [...] auf ihn gewartet" (S. 50).

- Zitate im Zitat, also wörtliche Rede in einem Zitat, werden durch halbe Anführungszeichen kenntlich gemacht: Etwas später bringt der an sich wortkarge Manrad seine Freude über Karlsons Rückkehr zum Ausdruck: „Manrad zögerte einen Moment, dann rang er sich zu folgenden Worten durch: ‚Schön, dass du wieder hier bist!‘“ (S. 61).

Hervorhebungen in einem Zitat müssen gekennzeichnet werden: Etwas später bringt der an sich wortkarge Manrad seine Freude über Karlsons Rückkehr zum Ausdruck: „Manrad zögerte einen Moment, dann rang er sich zu folgenden Worten durch: „‚Schön, dass du wieder hier bist!'“ (S. 61, Hervorhebung durch den Verfasser/die Verfasserin).